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Der erste wildlebende Bär in Deutschland seit 170 Jahren - abgeschossen

Auf dieser Webseite haben wir vom 26.6. bis 28.6.2006 aktuelle Meldungen, Pressemitteilungen und Kommentare zum Abschuß des Bären Bruno zusammengestellt. Ab dem 29.6. übernahm wieder die reguläre Zoopresseschau 324 diese Aufgabe.

Verantwortlich für den Abschuß war das Landratsamt Miesbach, das den Jägertrupp samt dem peinlich geheimgehaltenen Schützen zusammengestellt hatte: Website des Landratsamtes - Abteilung Naturschutz mit Namen und Adressen - poststelle@lra-mb.bayern.de
Am Tag des Abschusses, Montag, 26.6.06, gab es erst am späteren Nachmittag eine Pressemitteilung des
WWF Deutschland (die letzte war vom 12.6.), auf der umfangreicheren Österreichischen Website gab es nur stichwortartige Tagesprotokolle (nicht tagesaktuell) und vor allem den Verweis auf die Website des Bayerischen Ministeriums (ebenfalls erst im Laufe des Tages dürftig aktualisiert).

28.6.2006

 

trend.at

Neue Details zum Abschuss von "Bruno"
Braunbär "Bruno" ist mit zwei Schüssen in den Brustkorb getötet worden. Die Projektile hätten zu umfangreichen Verletzungen in Lunge und Leber geführt, teilte das bayerische Umweltministerium zum Obduktionsbefund des Tieres mit. Die inneren Verletzungen hätten zu einem "schnellen Tod" geführt. Noch am Montag hatte Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard (CSU) gesagt, der aus Norditalien stammende Braunbär namens "JJ1" sei "sofort" tot gewesen und habe ein schmerzloses Ende gefunden.
Wie die Mediziner feststellten, war der Bär gesund und gut genährt. In seinem Magen fanden sich 6,3 Kilo Fleisch und Pflanzenmaterial, insgesamt wog er 110 Kilo. Beim Übergang vom Hals zum Kopf war "Bruno" 91 Zentimeter groß und vom Scheitel bis zum Steiß 1,30 Meter lang.
Das bayrische Umweltministerium sagte, der Abschuss des Bären sei "waidgerecht ausgeführt" worden: "Der erste Schuss wurde aus rund 150 Metern Entfernung abgegeben, sicherheitshalber wurde ein zweiter Schuss gesetzt."
Unverständnis, Empörung und Kritik - das ist die Reaktion der Österreicher auf den Abschuss Brunos, die in den vergangenen Tagen auch der WWF zu spüren bekommen hat. Insgesamt habe sie einen bis zu fünf Zentimeter dicken Stapel mit Reaktionen auf dem Tisch liegen, berichtete Beate Striebl, Leiterin des Bärenprojekts im World Wide Fund for Nature.
Die negative Reaktion der Bevölkerung bemerkt auch WWF-Bärenanwalt Georg Rauer. Allerdings würden auch in Zukunft andere Tiere, die ein Verhalten wie Bruno zeigen, aus der Population entfernt, so der Experte.

AllesJagd

Bär Bruno wurde nicht von Privatjägern getötet
"Die Jägerschaft hat sich frühzeitig vom Abschuss des geschützten Braunbären distanziert, der in Deutschland überhaupt nicht gejagt werden darf", so DJV-Präsident Borchert. Der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) hat kürzlich in Bonn mehr Sachlichkeit in der Bärendiskussion eingefordert. "Getötet wurde Bär Bruno von einem staatlich beauftragten Sicherheitsteam des Landratsamtes Miesbach und nicht von Privatjägern". Borchert betonte, dass der DJV einer natürlichen Zuwanderung der drei Großraubtiere Bär, Wolf und Luchs grundsätzlich positiv gegenüber steht und beispielsweise Artenschutzprogramme für Letzteren unterstützt. Die fehlende Scheu von Bär Bruno vor dem Menschen haben Experten von Universitäten und Naturschutzverbänden bereits vor Wochen als Risiko eingestuft und sein Entfernen gefordert. Nach erfolglosen Lebendfangversuchen haben sich die lokalen Behörden schließlich gezwungen gesehen, zu handeln. Immer mehr Schaulustige hätten sich auf Grund des Medienrummels einen Spaß daraus gemacht, Bruno zu verfolgen, was die Situation unkalkulierbar machte, erklärte Borchert.
Die Jägerschaft werde einen Managementplan auf jeden Fall unterstützen. DJV fordert bundesweite Managementpläne für Großraubtiere wie etwa in Österreich

Spiegel online

Bruno: Streit um das Fell des Bären
Bayerns Umweltminister gerät immer mehr unter Druck. Nach Rücktrittsforderungen und  Strafanzeigen wegen des Braunbär-Abschusses muss er sich nun auch noch mit dem Bürgermeister von Schliersee auseinander setzen. Dieser will den Münchnern den toten Bruno abspenstig machen

Stuttgarter Nachrichten

Problemtiere früher erkennen
Experten unter anderem aus Italien, der Schweiz, Österreich und Bayern sollen in Trient über ein gemeinsames Bärenmanagement beraten.
Wären seine Probleme früher erkannt worden, hätte der Braunbär "Bruno" vielleicht eine Chance gehabt. "Je früher man beim "Problembär" eingreift, desto eher ist eine Chance zur Umerziehung gegeben", sagte der oberösterreichische Bärenanwalt Walter Wagner. Ziel sei es nun, "Problembären" schneller zu erkennen und entsprechend einzugreifen. Dass "Bruno" ausgerechnet an der Rotwand so lange von Menschen beobachtet werden konnte, die finnischen Jäger hingegen zwei Wochen lang vergeblich auf seiner Fährte waren, sei teils ein Zufall. Teils habe "Bruno" aber auch bereits gelernt, sich nicht allzu lange aufzuhalten, wenn Hunde in der Nähe waren.
Aus dem italienischen Trentino oder Österreich, wo es derzeit insgesamt zehn Jungbären gibt, könne schon bald erneut ein Bär nach Deutschland wandern. Darauf müssten sich Behörden und Bevölkerung vorbereiten. "Es ist ja ein Armutszeugnis, wenn wir afrikanische Elefanten und indische Tiger schützen, und die Tiere vor der Haustür können wir nicht schützen", sagte Wagner. In armen Ländern zerstörten Wildtiere oft die ganze Ernte der Ärmsten, hier zu Lande gehe es um ein paar Schafe.
"Bären läuft man nicht nach", sagte Wagner mit Blick auf Wanderer, die "Bruno" am Wochenende im Rotwandgebiet gefolgt waren.

Kurier

Maskottchen und Vorbild
Tageszeitungen widmen dem Tier ausführliche Kommentare - Zusammenstellung:
"Die Welt" (Hamburg)
Es ist halt widersprüchlich, unser Verhältnis zu den Tieren - auch insofern, als wir einerseits Millionen spenden, damit Tiger um ostasiatische Dörfer schleichen können, andererseits zur Knarre greifen, sobald bei uns ein Bär mal an die Bienenstöcke geht.
"Abendzeitung" (München)
"Bild-Zeitung"
Unter dem Titel "Herz des Bären heimlich verbrannt" fasst das deutsche Boulevard-Blatt kurz und reißerisch zusammen: "Es war nur ein Schuß. Aus 150 Metern Entfernung. Durchs Schulterblatt genau in die Lunge. Problembär Bruno hatte keine Chance. Er war sofort tot. ... Er riss in den letzten Wochen 35 Schafe, aber starb mit leerem Magen! Sein Herz und seine anderen inneren Organe wurden heimlich verbrannt."
"Neue Zürcher Zeitung"
"Allerdings beweist die Aufregung der vergangenen Wochen um das Tier und seine Taten, dass man hierzulande noch keineswegs auf Grossraubtiere in freier Natur vorbereitet ist ... Da nun das erste Gastspiel eines Bären in Bayern seit 1835 nicht glücklich verlaufen ist, hoffen Naturschutzverbände darauf, dass der nächste Bär doch bitte ein pflegeleichtes Exemplar sein werde."
"Blick online" (Zürich)
"Jetzt streiten sie um den Kadaver", titelt die schweizerische Boulevardzeitung in ihrer Online-Ausgabe. "Erst konnten sie ihn nicht rasch genug loswerden. Aber jetzt, da der Bär tot ist, reissen sie sich um ihn."

Kurier

Staatliches Team erschoss Bruno
Braunbär Bruno ist von einem "staatlich beauftragten Sicherheitsteam des Landratsamtes Miesbach" getötet worden. Das berichtete der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV). Die Jägerschaft habe sich frühzeitig vom Abschuss des geschützten Braunbären distanziert, der in Deutschland überhaupt nicht gejagt werden dürfe. Die Jäger stehen einer natürlichen Zuwanderung der drei Großraubtiere Bär, Wolf und Luchs grundsätzlich positiv gegenüber. "Es ist daher äußerst bedauerlich, dass der erste Bär in Deutschland seit 170 Jahren ein so atypisches Verhalten an den Tag legte, dass die bayerische Regierung den Abschuss von Bär Bruno anordnete."
Beim bayerischen Jagdverband ist der Stapel aus Protestschreiben und Drohungen mittlerweile 20 Zentimeter hoch. Ein Sprecher der Jägerorganisation betonte, dass sich seine Organisation immer für ein Einfangen des Bären ausgesprochen habe. "Wir stecken die Prügel für etwas ein, wogegen wir waren."

Weitere aktuelle
Schlagzeilen

Brunos Tod wird ein Fall für Brüssel Hannoversche Allgemeine
Abschuss von Bruno beschäftigt EU Augsburger Allgemeine 
Der Ghandi der bayerischen Wälder Badische Zeitung
Söder findet Ausstopfen unsensibel und überflüssig Handelsblatt
Hagens will Bruno in Scheiben schneiden Spiegel Online
Bruno für die Ewigkeit Yahoo! Nachrichten
Zorn über Beppos Tod ebbt nicht ab Augsburger Allgemeine
Flut von Strafanzeigen nach Abschuss von Bruno Hamburger Morgenpost
Paul Steixner: 'Bayerische Info-Politik ist nicht nachvollziehbar' Tirol Online
Zum Thema Bruno erlegt Rheinische Post
Bayern baut Bäroleum für toten Bruno B.Z. Das Tier wird mit Bau-Schaum ausgefüllt und im Glassarg gezeigt
«Wut und Trauer» - Todesanzeige für Bär Bruno 20minuten
Minister Schnappauf im Visier der Justiz Berliner Kurier
War der Tod von "Bruno" wirklich notwendig? ka-news.de
Kritik nach Abschuss von Bruno hält an Die Neue Epoche
Streit um das Fell des Bären Spiegel Online
Immer Ärger mit den Tieren Die Welt

27.6.2006

 

Neu-Ulmer Zeitung, 27.6.06

Bruno von Sicherheitsteam erschossen
Der Tod von Braunbär Bruno wird nun auch zum Fall für die Justiz. Bei der Staatsanwaltschaft München II gingen mehrere Strafanzeigen unter anderem gegen Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) sowie angeblich beteiligte Jäger ein. Laut Deutschem Jagdschutz-Verband war das Raubtier am Montagmorgen im Rotwandgebiet in den bayerischen Alpen von einem «staatlich beauftragten Sicherheitsteam des Landratsamtes Miesbach» erlegt worden.

GEO.de 27.6.06

Epilog auf einen Bären
Speziell eine Eigenschaft von JJ1 mag schlicht auf falsches "Bärenmanagement" zurückgehen: In Österreich wie auch in Italien werden die Raubtiere, die Menschen und ihren Behausungen zu nahe kommen, regelmäßig von speziell ausgebildeten Eingreifgruppen aufgespürt und gegebenenfalls mit Hartgummi-Projektilen beschossen. Kritiker dieser Vergrämungs-Maßnahme bemängeln, dass die Bären auf diese Weise künstlich mobil gehalten werden. So auch JJ1: mit der Folge, dass er jede Nacht woanders zuschlug und immer nur kurz von seiner Beute naschte.

Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz
27.6.06

Bär Bruno zeigt: Deutsche hoffen auf die Rückkehr des Braunbären / VIER PFOTEN und Stiftung für Bären fordern Managementplan für Bayern
Hamburg / Worbis (ots) - Der Fall Bruno macht deutlich, dass sich die Öffentlichkeit eine Rückkehr des Bären nach Deutschland wünscht. Diese enorme Akzeptanz ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Wiederansiedlung von Meister Petz.

Spiegel Online
27.6.2006

Interview mit Wildtier-Forscher: "Bruno war ein Halbstarker"
Bruno - ein Problembär? Von wegen! Ein freches Jungtier sei er gewesen, sagt Hans-Peter Sorger. Der österreichischen Wildtier-Verhaltensforscher über die Fehler, die bei der Jagd auf Bruno gemacht wurden

Weitere aktuelle
Schlagzeilen

Streit um "Brunos" Fell entbrannt Web.de
Zuerst schießen dann fragen - Bruno der Bär das erste Opfer german
Flut von Drohungen und Anzeigen nach Bären-Abschuss Reuters Deutschland
Nach der Bärenjagd Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Schnappauf wird zum Problem-Minister" Stern
Nach Todesschuss: Warum musste Braunbär Bruno sterben? freenet.de
Italienische Regierung protestiert wegen Bär-Abschusses Basler Zeitung
Bruno alias "JJ Guevara": Heldenkult und Strafanzeigen N24
Behörden schützen die Schützen derStandard.at
Beppos Tod beschäftigt die Juristen Augsburger Allgemeine
Toter «Bruno» beschäftigt Justiz Weltexpress
Tierschützerin zeigt Bärentöter an ORF.at
Strafanzeige gegen Schnappauf Tagesspiegel
Nur nicht zu natürlich Frankfurter Allgemeine Zeitung
Trauer und Wut in Bayern und Tirol über das plötzliche Ende Heidenheimer Neue Presse
Der tote Bär wird zum Politikum Frankfurter Rundschau
Braunbär Bruno kommt unters Messer Handelsblatt
Zum Tod des Problembären Frankfurter Allgemeine Zeitung
Weitere Bären werden nach Tirol kommen ORF.at
Braunbär 'JJ1' ist tot - Tiroler Agrarlandesrat Steixner 'froh' Tirol Online
Bären-Management bei Bruno - und in der Wilhelma Stuttgarter Nachrichten
Das kurze, wilde Leben von Braunbär Bruno B.Z.
Kühe schlugen Bruno in die Flucht Focus Online
Presseschau: Bruno war nur kurz zu Gast bei Freunden Handelsblatt
Das ist eine riesige Blamage für Bayern Frankenpost

26.6.2006

 

STIFTUNG FÜR BÄREN
Alternativer Bärenpark® Worbis

Es wird ein neuer Bruno kommen
Die STIFTUNG FÜR BÄREN und VIER PFOTEN Deutschland – Stiftung für Tierschutz fordern die zuständigen Behörden und Organisationen auf, umgehend ein Management für den Umgang mit Wildtieren und Wildbären zu erstellen. Der nächste Bär, der mit Sicherheit die Grenzen nach Deutschland überschreitet, wird nicht lange auf sich warten lassen.
Auch die “Heimkehr” des Bären Bruno war nicht überraschend und daher absehbar. Und trotzdem gab es im Vorfeld weder eine Aufklärung der Bevölkerung noch Präventivmaßnahmen. “Wie verhält sich der Mensch, wenn er tatsächlich auf einen Bären trifft, wie kann man seine Tiere schützen und wie werden Tierhalter entschädigt, wenn es doch zum Riss durch einen Bären kommt? Wichtig ist es, die Bevölkerung rechtzeitig zu informieren”, fordert der Geschäftsführer der STIFTUNG FÜR BÄREN, Rüdiger Schmiedel.
Bleibt zu hoffen, dass sein Tod wenigstens dazu beiträgt, dass endlich Vorkehrungen für den nächsten Empfang eines Bären in Deutschland getroffen werden, dass der nächste Bär nicht wieder Anlass für Panik bietet. “Zu Gast bei Freunden” sollte auch das Motto für künftige Petze in Deutschland sein.
Übrigens: Einer Umfrage im Alternativen Bärenpark zufolge, begrüßten ca. 80% der Besucher die Heimkehr des Bären und wünschten, dass Bruno nicht getötet wird. Und seit den Vormittagsstunden des 26. Juni gehen Anrufe enttäuschter Tierfreunde im Bärenpark Worbis ein, die den Tod von Bruno bedauern.

Baden Online 26.6.

«Bruno» wird präpariert und kommt ins Museum
Nach einer genetischen Untersuchung soll «Bruno» pr¤pariert und im Münchner Museum «Mensch und Natur» ausgestellt werden.

Deutscher Tierschutzbund e.V.

Deutscher Tierschutzbund prüft rechtliche Schritte
Erst am heutigen Morgen sollte der junge Braunbär zum Abschuss freigegeben werden. Doch schon in der Nacht wurde das Tier erschossen. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Bayern prüfen rechtliche Schritte gegen alle diejenigen, die den Abschuss zu verantworten haben.
Der Abschuss des Bären widerspreche einer Vielzahl internationaler Artenschutzvereinbarungen (Berner Konvention, Bonner Konvention, FFH-Richtlinie, Washingtoner Artenschutzübereinkommen) und verstoße gegen das Tierschutzgesetz.
Medienberichten zufolge war der junge Braunbär der sich seit Anfang Mai im österreichischen und bayerischen Alpenraum aufhielt, am Sonntag stundenlang von Wanderern beobachtet worden. Es wäre Zeit genug gewesen, endlich auf das Angebot von Professor Henning Wiesner einzugehen. Der anerkannte Experte, der weit reichende Erfahrung mit der Blasrohrbetäubung und dem Einfangen großer Wildtiere vorweisen kann, hatte den Behörden mehrfach seine Hilfe angeboten.
Dass die bayerischen Behörden auf das Erscheinen eines Bären im Grenzgebiet zu Österreich, wo bereits 20 bis 30 Bären leben, derartig unvorbereitet reagiert haben, sei ein Trauerspiel erster Güte.

WWF, 26.6.06

http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/03101/
erst am Abend des 26.6. auf der Presseseite des WWF verlinkt
Wochenlange Bemühungen, den Braunbären zu fangen, blieben leider erfolglos
Nach mehrwöchiger Wanderung durch Österreich und Bayern wurde der Braunbär JJ1 heute morgen in der Nähe des Spitzingsees in Bayern geschossen. Der WWF bedauert das sehr, waren die Naturschützer doch seit sechs Wochen im Dauereinsatz, um den Bären lebend zu fangen.
Der erste Bär, der nach über 170 Jahren wieder in Deutschland angekommen war, fiel durch extreme Wanderbereitschaft und geringe Scheu vor Menschen auf und wurde deshalb als „Problembär“ eingestuft. Dies wurde in der großen Häufung an Schäden und Begegnungen in der Nähe menschlicher Siedlungen deutlich.
Der WWF betont, dass es sich bei JJ1, um ein verhaltensauffälliges Tier handelte und hofft, dass die Bayern einem neuen Braunbären, der in Zukunft „einreisen“ könnte, wieder offen gegenüberstehen. „Wir müssen uns auf diesen Fall vorbereiten und brauchen einen grenzübergreifenden Managementplan, der genau festhält, wie Mensch und Bär miteinander leben können“, sagt Roland Melisch, Artenschutz-Experte des WWF und fordert: „Je schneller dieser Plan fertig wird, umso besser. Der nächste Bär kann jederzeit nach Bayern kommen.“
Mithilfe eines Management-Plans wird in Österreich schon seit 1996 erfolgreich das Zusammenleben von Mensch und Tier geregelt. Darin enthalten sind zum Beispiel Schutzmaßnahmen, die Imker und Schäfer treffen können, Aufklärung bei Jägern und Förstern und auch bei Bikern und Wanderern, Pilz- und Beerensammlern, Hirten, Anglern und Campern.
Zusätzlich online: Chronik des Rettungseinsatzes

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt

Bernhard: Abschuss von Braunbär JJ1 äußerst bedauerlich, aber objektiv unvermeidbar
Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard bedauerte den zur Gefahrenabwehr notwendigen Abschuss. "Die Gefahr, dass JJ1 Menschen gefährdet, ist gerade in den letzten Tagen noch größer geworden.  Am Samstag (24. Juni) zeigte der Bär erstmals auch Drohgebärden gegenüber Wanderern; er richtete sich in seiner vollen Größe auf die Hinterbeine auf. Die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes war deutlich gestiegen. Nach den vergeblichen Versuchen seit Wochen ist jetzt leider keine andere Wahl mehr geblieben. Der Abschuss war unvermeidbar, auch wenn es allen sehr schwer gefallen ist"
Die erneuerte Allgemeinverfügung, die geeigneten Personen den Abschuss erlaubt, war am Samstag veröffentlicht worden und damit am Sonntag in Kraft getreten. Das Tier wird derzeit wissenschaftlich untersucht. Erfasst werden Gesundheitszustand, Körpermaß, Gewicht, außerdem wird seine Identität genetisch überprüft. Nach diesen Untersuchungen wird der Bär präpariert und dem Museum "Mensch und Natur" übereignet werden.
>> Aufrichten auf die Hinterbeine ist keine Drohgebärde, sondern Neugierverhalten, um Überblick über eine unklare Situation zu erhalten

LinksZeitung

NABU-Präsident: Chance auf erfolgreiches Wildtiermanagement
Der Naturschutzbund NABU hat den Abschuss des Braunbären „Bruno“ scharf kritisiert. „Damit ist den Arten- und Wildtierschutzbemühungen in Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes ein Bärendienst erwiesen worden“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die Behörden hätten beim ersten in Bayern eingewanderten Bären besonnener reagieren und nicht gleich in Panik verfallen dürfen. Seit Jahren engagieren sich Natur- und Artenschützer für die Rückkehr von Wildtieren wie Luchs, Wolf und auch Bären in Deutschland. Die bayerische Regierung habe die Chance vergeben, auch wandernden ehemals heimischen Tieren wieder eine Heimat in Deutschland zu schaffen. „Die Abschussgenehmigung des Tieres war von vornherein eine Fehlentscheidung“. Der NABU fordert die Behörden auf, sich zügig mit ausgewiesenen Experten an die Ausarbeitung von Wildtiermanagementplänen zu machen, um künftig besser vorbereitet zu sein. Bruno werde nicht der letzte Bär in Bayern sein.

LinksZeitung

GASTKOMMENTAR: Waidmannsheil an den bayerischen "Bärenanwalt”
Herzlichen Glückwunsch und Waidmannsheil an den bayerischen "Bärenanwalt" Manfred Wölfl und seine Einsager aus Österreich! Eines der traurigsten Kapitel der Schutzbemühungen um große Raubsäuger in Europa ist "expertengemäß" und ganz in der Tradition des Umgangs mit unliebsamen Arten in Deutschland, Österreich und der Schweiz beendet. Die unheilvolle Signalwirkung wird nicht ausbleiben: Die Büchsen der Jäger schaffen Ordnung in Gottes Natur, die sich nach den anmaßenden Messlatten menschlicher Experten "außer Rand und Band" und  "artuntypisch" verhält. Dorthin, vor die Jagdflinten, haben Manfred Wölfl und seine "Expertenkollegen" das Schicksal des Braunbären überantwortet. Gewiss, ein Braunbär kann einem Menschen gefährlich werden. Das kann aber auch ein Wildschwein, von denen es bekanntlich durch jagdliche Fehleingriffe in die Natur und die gute Versorgung mit Nahrung nicht gerade wenige gibt.
Schlussendlich haben die Steuerzahler das Versagen eines teueren Aktivismus um ein bereits zum Tode verurteiltes Bärenindividuum zu bezahlen. Die Mehrheit der Menschen war gegen die standrechtliche Erschießung des Bären. In den Sendungen des bayerischen Fernsehens jedenfalls waren neben den zu erwartenden Tiraden ("Des Sauviech muss weg") erstaunlich viele besonnene Wortmeldungen selbst von "betroffenen Landwirten", die den ganzen Aktionismus für völlig übertrieben hielten.
Der Bär ist tot. Dem Artenschutz ist der sprichwörtliche Bärendienst erwiesen. Hoch leben sollen die "Experten" - und natürlich der Bärenschütze. Bären, Wölfe oder Luchse, da bin ich mir sicher, würden bei freier Anwaltswahl und Prozesskostenbezuschussung andere Vertreter ihrer Sache wählen.
Von Dr. Wolfgang Epple, Biologe und Ethologe

Muenchen24.info

Braunbär Bruno erschossen: Die dümmste aller Lösungen
Die Jugendorganisation des Bund Naturschutz hat den Abschuss von Braunbär Bruno alias JJ1 scharf kritisiert. "Das ist eine Tragödie für den bayerischen Naturschutz", erklärte der Geschäftsführer der Naturschutzjugend, Bernd Orendt. Orendt warf dem bayerischen Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) Aktionismus vor.
"In Kärnten spazieren Bären an Kindergärten vorbei, ohne dass sich jemand aufregt und auch die bayerische Bevölkerung freut sich über JJ1, nur der Umweltmister kriegte es mit Angst um seine Karriere zu tun und machte einen Schnellschuss", sagte Orendt. Die Naturschutzjugend sei tiefst betroffen und entsetzt. "Wir hoffen, dass sich so etwas nie wiederholen wird."
Die Naturschutzjugend hatte geplant, drei Aktivisten in «täuschend echten» Bärenkostümen durch die Alpen wandern zu lassen. "Wir haben die Aktion jedoch ausgesetzt, nachdem uns versichert wurde, dass die Jäger in Bayern dem Bären nicht aktiv nachstellen würden."

Volksstimme

"Ich war's nicht": Förster enttäscht über "Brunos" Tod
"Ich sagte den Gästen, dass sie im Haus bleiben sollen. Dann ging ich hinaus und schrie den Bären an", schildert Hüttenwirt Peter Weihrer. "Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich der Bär vor uns fürchtete", schildert der Hüttenpächter. Danach verständigte er die Polizei. Kurz vor 5.00 Uhr war "Bruno" tot - nach fast fünf Wochen unentwegten Umherstreunens im deutsch- österreichischen Grenzgebiet erschossen von eilig zusammengetrommelten Jägern.
Alle fragen sich seit Montag früh: Wer hat "Bruno" erschossen? "Ich war's nicht", versichert Siegmar Wüst von der Forstdienststelle Spitzingsee. Beamte der Bayerischen Staatsforsten seien nicht an der tödlichen Jagd beteiligt gewesen, fügt der sichtlich genervte Forstmann hinzu.
Nach alledem, was bis Montagmittag bekannt ist, stellte das Landratsamt in Miesbach am Sonntagabend in aller Schnelle ein Team von Jägern zusammen, die sich in Marsch auf die Rotwand setzten. Die Rede ist von drei "Jagdberechtigten", doch das Gerücht macht die Runde, dass ein Polizeibeamter in Zivil unter ihnen gewesen sein soll.

N24

Morddrohungen nach Abschuss des Bären
Nach dem Tod von Braunbär «Bruno» wollen die bayerischen Behörden keine näheren Angaben zu den Schützen machen. Das Landratsamt Miesbach dementierte Gerüchte, wonach es Landkreis-Angestellte gewesen seien: «Wir beschäftigen keine Jäger». Wer den Schuss auf den Bären abfeuerte, sei der Behörde nicht bekannt. Auch der bayerische Jägerverband erklärte, nichts über den Schützen zu wissen: «Der, der den Bären geschossen hat, ob Polizist, Jäger oder Berufsjäger, wird sicherlich nicht sehr froh damit werden», sagte ein Jagdverbandssprecher. Es seien bereits Morddrohungen eingegangen. Der Jägerverband hat mit Bedauern auf den Abschuss von Braunbär «Bruno» reagiert. «Die Stimmung in unserem Haus ist gedrückt».
Die Tötung des streunenden Braunbären «Bruno» alias «JJ1» war nach Einschätzung der internationalen Naturstiftung WWF angesichts des Verhaltens des Tieres gerechtfertigt. «Bruno" war nach unserer Einschätzung bereits ein Risiko-Bär», sagte die österreichische WWF-Sprecherin Susanne Grof.

Sonnenseite.com

Euronatur kritisiert Abschuss von Bruno
Die internationale Umweltstiftung Euronatur kritisiert den Abschuss des Braunbären „Bruno“. Euronatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer: „Wir bedauern den Abschuss von „Bruno“ sehr. Die Entscheidung der bayerischen Landesregierung halten wir für falsch, da sie nur auf der Grundlage der Tatsache, dass der Bär sich menschlichen Siedlungen nähert, getroffen wurde. Wenn dies zum Maßstab für das Lebensrecht von Braunbären wird, sehen wir für Bären in Europa schwarz.“
Alle bisher veröffentlichten Berichte belegen nach Auffassung von Euronatur nicht, dass „Bruno“ in den letzten Wochen zunehmend an Scheu vor Menschen verloren habe. Schließlich habe der Bär bei den bekannt gewordenen, direkten Begegnungen mit Menschen immer sofort die Flucht ergriffen.
Bei Euronatur hätte man es nach wie vor für richtig gehalten, weiterhin zu versuchen, den Bären „Bruno“ gezielt zu vergrämen. Solche Vergrämungsmethoden haben, wie Erfahrungen aus anderen Bärengebieten zeigen, schon manchmal dazu geführt, dass Bären menschliche Siedlungen wie überhaupt die Nähe zu Menschen daraufhin meiden. Aus Sicht der international tätigen Naturschutzorganisation wäre es weiterhin richtig gewesen, das Tier zu fangen und vor seiner Freilassung mit einem Peilsender auszustatten, um seinen Aufenthaltsort jederzeit ermitteln zu können. Dann hätte die Vergrämung, also der gezielte Beschuss mit Gummigeschossen und Feuerwerkskörpern auch noch konsequenter und zielgenauer durchgeführt und bei etwa auftretenden Konflikten sofort eingegriffen werden können.
Es sei nach Angaben von Euronatur nicht klar geworden, ob alle Möglichkeiten ausgelotet wurden, den Bären nach einem möglichen Fang wieder im italienischen Trentino in die Freiheit zu entlassen.
Unabhängig vom Abschuss des Bären „Bruno“ fordert Euronatur nun die konsequente Vorbereitung in Bayern auf die Zuwanderung weiterer Bären. Der erste Braunbär in Deutschland seit 170 Jahren zeigt auch, dass Politik und Verwaltung sowie Landbewirtschafter und Öffentlichkeit nicht auf das Einwandern der Petze eingestellt sind.

Pressemitteilung Tiergartenfreunde München

Politische Abschußerlaubnis für den Schad-, Problem- und Risikominister Schnappauf!
Noch am Freitag hatte Staatssekretär Dr. Bernhard Thanheiser gegenüber zugesagt, eine Betäubungserlaubnis für Professor Wiesner “im Rahmen der Entscheidung, die am Wochenende gemeinsam mit Tirol falle”, wohlwollend zu prüfen. Thanheiser hatte in einem Telephonat im Auftrag von Wiesner erneut dessen seit dem 23.05. bestehende Bereitschaft erklärt, den Bären mit einer kleinen Hundemeute und per Blasrohr einfangen zu wollen.
Bernhard hatte gelogen: Ausweislich des Datums erließ die für den formalen Erlaß zuständige Regierung von Oberbayern schon zuvor eine erneute verschärfte Allgemeinverfügung, wonach der Bär zu erlegen sei.
Verantwortlich für den Tod des ersten Bären in Bayern seit 170 Jahren ist Minister Schnappauf: Zunächst verließ er sich auf den Rat des WWF (der noch am 4.6. auf seiner Website verkündete, es sei erst “in Jahrzehnten” mit Bären in Deutschland zu rechnen. (Bruno kam am 22. Mai…),der sofort die Tötung empfahl, obwohl die -lediglich für einen niemals abzuschießenden Schadbären taugende- Vorgeschichte von JJ1 zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war! Dann ernannte er den Luchsbeauftragten Wölfl zum Bärenbeauftragten. Zur Rücksprache mit dem erwiesenen Wildtierbetäubungsspezialisten Professor Wiesner mußte er erst durch massiven Druck der Umweltverbände bewegt werden. Und entschied sich dann, für 50.000€ Steuergelder eine finnische Meute einfliegen zu lassen. Die nur geeignet ist, im finnischen Flachland Bären für einen Distanzschuß aufzuhetzen. Während Wiesner erwiesenermaßen in stiller Nachsuche sogar schon Jaguare aus nächster Nähe betäubt hatte!
Der letzte Skandal in dieser Chronik des Versagens: Anstatt den Abschuß auf Notsituationen zu beschränken, wird die Fangalternative Wiesner am Freitag abgelehnt. Damit ist Schnappauf persönlich verantwortlich, daß der Braunbär unter bewußt falscher Auslegung des Schweizer Bärenkonzepts entgegen den Zielen des Bayerischen Naturschutzgesetzes, des Bundesnaturschutzgesetzes und der EU-FFH-Richtlinie angeschossen wurde.
Sven Thanheiser, Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn und Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Internationaler Artenschutz des NABU Deutschland e.V.:“Schnappauf vereint alle angeblichen negativen Eigenschaften des JJ1 in sich: Er ist ein Schadminister, weil er durch sein Versagen unseren internationalen Artenschutzbemühungen nicht wieder gutzumachenden Schaden zugefügt hat; er ist ein Problemminister, weil er sich weigert, erwiesenen Sachverstand in seine Entscheidungen mit einzubeziehen; und er ist ein Risikominister, weil Schnappauf für streng geschützte Wildtiere in Bayern und die Artenschutzarbeit der Umweltverbände mehr als riskant ist. Der Mann muß politisch abgeschossen werden!”
V.i.S.d.P.: Sven Thanheiser    089/99 88 88 80

swissinfo, 26.6.06

Naturschützer kritisieren den Abschuss von Braunbär "Bruno"
Ein Sprecher des bayerischen Umweltministeriums bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, der junge Bär aus dem italienischen Trentino sei gegen 4.50 Uhr in der Nähe der Rotwand, südöstlich des Tegernsees, erlegt worden.
Der Wirt des 1700 Meter hoch gelegenen Rotwandhauses hatte die Polizei alarmiert, nachdem "Bruno" am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr wenige Meter an der Hütte vorbei marschiert war. Unklar ist noch, wer das Tier tötete. Die Behörden wollen am Nachmittag an einer Medienkonferenz informieren.
Naturschützer kritisierte den Abschuss scharf. "Das ist die dümmste aller Lösungen", sagte der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl, im niederbayerischen Wiesenfelden. "Ich bin tief traurig darüber."

Vier Pfoten, 26.6.06

VIER PFOTEN bedauert Abschuss des Braunbären Bruno
Der dramatische Wettlauf mit der Zeit um eine Lösung im Sinne des Tierschutzes ist damit leider verloren, erklärt Geschäftsführerin Marlene Wartenberg. DerAbschuss von Bruno beendet die Geschichte auf tragische Weise. Dabei haben sich in einer aktuellen Online-Umfrage 86 Prozent der Menschen klar gegen den Abschuss ausgesprochen. „Die Versuche den Bären lebend einzufangen hätten fortgesetzt werden müssen, um eine Übersiedelung in das von VIER PFOTEN bereit gestellte Gehege zu vollziehen. Damit hätte die bayerische Landesregierung dem Willen der Bevölkerung entsprochen“, sagt Wartenberg.

derStandard.at, 26.6.06

WWF fordert "Bären-Management-Plan"
‘"Wenn man sechs Wochen alles Erdenkliche versucht, um das Leben des Bären zu retten und dann wird er so schnell erschossen, ist das schon enttäuschend", hieß es am Montag von der Artenschutzorganisation WWF (World Wide Found for Nature) im Interview mit der APA. "Für die Sicherung des Bärenbestandes im Alpenraum" wünschte sich der WWF einen "Bären-Management-Plan".
"Wir sind sehr bestürzt darüber, dass Bruno jetzt tatsächlich sterben musste", so die Tierschutzorganisation Vier Pfoten in einer Reaktion.Man habe "JJ1" Asyl im Wildpark Poing (Bayern) und im Bärenwald Arbesbach (NÖ) angeboten. "Leider schlugen alle Fangversuche fehl. Der vorzeitige Abschuss ist jedenfalls rechtlich zu prüfen", so Andreas Sax, Geschäftsführer von Vier Pfoten. (APA)

sueddeutsche.de
26.6.06

War der Abschuss von Bruno notwendig?
Online-Umfrage - Zur Zeit 77% “Nein”

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.6.

Bruno ist erschossen
Braunbär Bruno ist tot. Der seit Wochen im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet umherstreunende Bär sei in der Nacht zu Montag in der Nähe des Spitzingseegebiets im Landkreis Miesbach von Jägern erschossen worden.

Spiegel Online, 26.5.

Braunbär Bruno erschossen
Kaum war das Tier nach vergeblichen Fangversuchen zum Abschuss freigegeben wurde es am frühen Morgen in Bayern erschossen - sehr zum Bedauern mancher Tierschützer.
Am Wochenende war Bruno erneut von Touristen nahe dem Spitzingsee gesichtet worden. Drei Mountainbiker begegneten dem Wildtier am Soinsee im Landkreis Miesbach. Sie beobachteten den Bären, wie er den See durchschwommen hat. Drei Wanderer verfolgten ihn anschließend gar ins Gebirge. Als sich der Bär zu ihnen umdrehte, mussten sie jedoch den Rückzug antreten. Gegen Samstagabend riss er in der Gegend erneut ein Schaf.

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Schlagzeilen

26.6.
"Bären der Welt, meidet Bayern" Stern
LEITARTIKEL: Trauer um Bruno newsclick.de
Geteiltes Echo auf das Bären-EndeFränkischer Tag
"Der Bär ist tot" sueddeutsche.de
Zu Gast bei Bärentötern Deutschlands Problemjäger n-tv
Bär Bruno: Tod eines Grenzgängers Die Presse.com
Pressestimmen zum Abschuss von Braunbär Bruno Handelsblatt
Bruder Bruno Die Zeit
"Blamage für Bayern" Stern
"Bärentöter Schnappauf soll seinen Hut nehmen Spiegel Online
Empörung bei Tierschützern über «Brunos» Tod Heidenheimer Neue Presse
Die Spur des Braunbären Tagesspiegel
Braunbären: Wir müssen draußen bleiben N24
Bedauern in Italien Tirol online
Keine Information über Bruno-Schützen OÖ–Nachrichten
Identität des Bärentöters bleibt geheim Mittelbayerische
Bär "Bruno" von Jägern erlegt news.search.ch
Braunbär Bruno von Jägern erschossen Isar-Loisachbote
Jäger erschiessen Braunbär "Bruno" swissinfo
Spezialist warnt vor Bären-Romantik ORF.at
"Der Schuss ist gefallen" N24
Morddrohungen nach Abschuss des Bären
Eifriger Jäger erschoss "Bruno" DerStandard

Zitate über den Braunbären Bruno HNA.de
Die Deutsche Presse- Agentur (dpa) dokumentiert Äußerungen über den «Problembären» namens «Bruno»

TV-TIPP

Montag, 26.06.06 Das Erste, 21:45 Uhr (VPS 21:44), Wh. 00:50 (VPS 0:49)
Jagd auf Bruno - Bärenhatz in den Alpen

26. 5. 2006

Die Abschuß-Verfügung der Regierung von Oberbayern im Wortlaut (PDF)

 

 

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