E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse
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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Reinhard Hoßfeld
   Annette Kloevekorn
   Jonas Kuppler
   Dr. Christian Remenyi
   Lea Schmitz
   Dr. Silke Sorge
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ISSN 1619-6643

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Ausgabe 433 vom 1. August 2008

Liebe Leser,

diese Woche mal wieder eine Freitagsausgabe.

Ein ertrunkener Orang-Utan ist tragisch. Es berechtigt, aber zu einfach, sich nur über unvernünftige Besucher zu beklagen. Das hausgemachte Fütterproblem kann nicht alleinige Ursache für den Unfall sein, schließlich schwimmt immer mal etwas in einem Wassergraben, das das Interesse von Affen weckt. Die Liste ertrunkener Menschenaffen ist lang, München und Hannover sind vielleicht noch am besten in Erinnerung. Die Lösung für menschenaffensichere Wassergäben scheint trotz aller Nachrüstaktionen auch nach 50 Jahren noch nicht gefunden.

Mehr als 50 Jahre ist es übrigens auch her, daß der erste deutsche Zoo ein absolutes Fütterungsverbot ausprach. Bernhard Grzimek erntete dafür Besucher- und Kommunalpolitikerproteste sowie anfangs den Spott seiner Kollegen mit dem Hinweis, es sei ein drastischer Besucherschwund zu erwarten... Letzteres kann man selbst heute noch hören, doch sind es zum Glück nur noch ganz wenige größere Zoos in Europa, die das Füttern durch Besucher gestatten. Bettelnde Tiere gehören zu den unangenehmsten Anblicken in Zoos, gleich nach schweren Gitterkäfigen.

Letzte Woche hatten wir es als kurze Meldung gebracht, aber die Quelle klang wenig vertrauenserweckend: "Es ist der erste Schlupf eines Schuhschnabels in einem Tierpark in Belgien... Seit 2003 nisteten eine Anzahl Schuhschnäbel im Tierpark.". Wer weiß, daß die Schuhschnabelzucht noch nie gelang, wird da mißtrauisch.
Zudem ist es einer der Parks, deren Pressemitteilungen wir (noch) nicht erhalten.

Und doch ist es wahr:
PREMIERE MONDIALE!
Die Welt-Erstzucht ist im Paradisio gelungen!


Als Kind stand man staunend vor Schuhschnäbeln in Walsrode, Frankfurt oder Stuttgart. Später erfuhr man, daß all diese Tiere ausgehorstete und handaufgezogene Jungtiere waren und dadurch so fehlgeprägt, daß sie später ihre Pfleger anklapperten, aber voneinander nichts wissen wollten. Rund 50 Jahre lang versuchen schon alle möglichen Zoos, "Schusch" (wie die Max-Kruse-Generation sagt) zur Fortpflanzung zu bewegen, und abwechselnd standen neben Paradisio auch Tampa oder früher die Walsrode-Zuchtstation auf Mallorca oben auf der Liste.

Nach 42 Tagen Brutzeit - deutlich länger als erwartet - schlüpfte dann vor knapp zwei Wochen der erste Jungvogel aus dem Ei. Ein zweites Küken folgte wenige Tage später. Die Tiere befinden sich in Handaufzucht, mit nicht weiter spezifizierten Vorkehrungen gegen Fehlprägungen. Und an einem Nachgelege dürfen sich die Elternvögel (die übrigens als subadulte Wildfänge nach Belgien kamen) selbst versuchen. Ob damit nun der Knoten zerschlagen ist?

Leider gibt es nur eine französische und eine flämische Version der Paradisio-Website, Sie müssen sich also wahlweise über bec-en-sabot oder schoenbekooievaar informieren oder über die Google-Übersetzung herzhaft lachen.
Das zweite Bild stammt von unserem Leser G. Kroschöwski, der das Nest letzten Sonntag fotografierte.


Ob es jetzt besonders albern oder umwerfend kreativ ist, die beiden Jungvögel "Abu" und "Marqub" zu nennen (und damit ein vielleicht weibliches Küken "Vater"), sei dahingestellt. Zumindest kann man es sich merken. Eigentlich gilt die ungeschriebene magische Grenze von 30 Tagen Überleben für eine als erfolgreich geltende Nachzucht. Dennoch und gerade deshalb: Glückwunsch an Steffen Patzwahl und Team!

Und unseren schweizer Lesern einen schönen Nationalfeiertag mit Feuerwerken ohne Gewitter.
Dirk Petzold

Inhaltsverzeichnis
Zoo
:
Jahr des Frosches
Meldungen deutschsprachig

Meldungen international
Pressemitteilungen
Grün im Zoo
Natur- und Artenschutz:
Meldungen
Pressemitteilungen
Weitere Infos:

Veröffentlichungen
Veranstaltungen
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Schöne Zoowelt


Jahr des Frosches
in Zusammenarbeit mit der Stiftung Artenschutz

Weltweit sind 30-50 Prozent der Amphibienarten vom Aussterben bedroht. Aufgrund dieser alarmierenden Situation wurde das Jahr 2008 zum „Jahr des Frosches“ ausgerufen, Zoos, Institute und Naturschutzorganisationen unterstützen diese Initiative. Die Stiftung Artenschutz hat u. a. die Koordination der EAZA-Kampagne für Deutschland übernommen und versorgt alle teilnehmenden Zoos mit Informations- und Aktionsmaterialien. Zudem hat sie auf ihrer Website umfangreiche Information bereitgestellt.


Wien 1.8.2008
SONNTAG: QUAXIS GROSSER TAG
Am kommenden Sonntag (3. August) wird im Tiergarten Schönbrunn erstmals ein ganzes Tagesprogramm den Fröschen, Salamandern und ihren Verwandten gewidmet. Den Besuchern begegnet eine Auswahl bemerkenswerter Geschöpfe: Frösche, die winken statt quaken, Schlammteufel, Schwimmwühlen, Wabenkröten, Quaxi, der Laubfrosch und viele andere mehr. Um 10 Uhr findet ein Gratis-Workshop zur froschfreundlichen Gartengestaltung statt.
Anlass für diesen im Schwerpunkt im Rahmen der „Artenschutztage“ des Tiergartens ist das „Jahr der Amphibien“ – ausgerufen aus großer Sorge um unsere Froschlurche, Molche und Salamander, die weltweit in rasantem Tempo dahinsterben. Mehr als 120 Arten sind in jüngster Vergangenheit für immer verschwunden! In Summe ist knapp die Hälfte aller Amphibienarten vom Aussterben bedroht.
Die Stars unter den gezeigten Amphibien sind Frösche aus Borneo, die nicht nur quaken, um sich zu verständigen, sondern dazu auch mit den Beinen winken. Sie werden in einem zur „Arche Noah“ umgestalteten Forschungscontainer erstmals in einem Zoologischen Garten präsentiert.
Dazu kommen ein unter Wasser lebender nordamerikanischer Riesensalamander, der wegen seines verwegenen Aussehens „Schlammteufel“ genannt wird und Schwimmwühlen - eine ganz spezielle, geheimnisvolle Gruppe vom Amphibien - die versteckt in feuchten, tropischen Ländern lebt.
Die kleinen bunten Pfeilgiftfrösche bieten einen Kontrast zu einer der größten Froscharten der Erde: Die Männchen der Grabfrösche werden bis zu zwei Kilogramm schwer. Sie leben in selbst gegrabenen Erdhöhlen und fressen alles, was ihnen vor das Maul läuft – andere Frösche, Reptilien, kleine Säugetiere und sogar Vögel.
Der Tiergarten kümmert sich auch um die in Schönbrunn frei lebenden Amphibien. Er finanziert eine Bestandserhebung, deren Ergebnisse dazu beitragen sollen, die Lebensräume der Tiere innerhalb des Schlossparks zu verbessern.



WAZA-Infopaket für die Amphibienkampagne

Die deutsche Übersetzung, erstellt durch die Stiftung Artenschutz, ist online verfügbar:

www.waza.org/conservation/AARK_Infopack_de_version_final.pdf

Enthalten sind Infos zur Kampagne, Strategie- und Aktivitätsvorschläge
(2,8 mb)


Zoos – Meldungen deutschsprachig

Hamburger Abendblatt - 30. Juli 2008
Drama bei Hagenbeck: Leila ist tot
Ein Brötchen wurde ihr zum tödlichen Verhängnis: Hagenbecks Orang-Utan-Dame Leila ist gestern Nachmittag gegen 15 Uhr auf tragische Weise verunglückt. Das zehn Jahre alte Tier ertrank binnen weniger Minuten im Wassergraben des Affenhauses. Schuld trägt ein noch unbekannter Besucher: Er missachtete das strenge Fütterungsverbot und warf Leila das Brötchen zu. Es landete jedoch nicht im Gehege, sondern im Wasser. Leila begann neugierig nach dem Leckerbissen zu fischen - Orang-Utans bekommen gemeinhin nur Obst und Gemüse - und fiel schließlich kopfüber in den Graben. Einige Tierpfleger waren nach kurzer Zeit vor Ort, doch für Leila kam jede Hilfe zu spät. "Affen sind wie kleine Kinder, wenn sie ins Wasser fallen, bekommen sie einen großen Schrecken und atmen Wasser bis in die Lunge ein", sagte der Cheftierpfleger Walter Wolters dem Abendblatt. Man wolle nun über verstärkte Sicherheitsbedingungen in den Gräben nachdenken, die bereits mit Leinen und Steinen versehen sind. "Aber eigentlich gehen die Affen nicht von alleine ins Wasser", so Wolters. Wichtig sei deshalb vor allem, das Verständnis der Besucher zu stärken: "Wir stellen Verbotsschilder nicht zum Spaß auf. Wo nicht gefüttert werden darf, geht es um Tierleben."

Tierpark Hagenbeck trauert um toten Orang-Utan
WELT ONLINE - vor 23 Stunden gefunden
Im Affenhaus in Hagenbecks Tierpark herrscht trotz des gläsernen Daches getrübte Stimmung. Die zotteligen Orang-Utans laufen wirr über das Gelände - ohne Orientierung. Seit dem Tod der zehnjährigen Orang-Utan Dame Leila verweigern die Tiere ihr Futter. „Leilas Mutter Mokko hat ihr Frühstück heute stehen lassen und sucht überall nach ihrer Tochter“, sagt Chef-Tierpfleger Walter Wolters. Das in Hagenbeck geborene Tier wird derzeit in Hamburg obduziert. Anschließend soll der leblose Körper dem Zoologischen Institut der Universität Hamburg zur Verfügung gestellt werden, wo er vermutlich ausgestopft und ausgestellt wird. Ob der Zoo Anzeige gegen den unbekannten Brötchen-Werfer erstatten will, ist noch unklar: „Mit einer Anzeige ist uns ja nicht geholfen. Unser Affe ist tot – das ist die schreckliche Wahrheit. Wir sind einfach wütend, dass der Besucher die Schilder mit dem Fütterungsverbot missachtet hat“, betont Wolters. In Hagenbecks Tierpark ist das letzte Mal vor 101 Jahren ein Affe ertrunken.

B2B Berlin Brandenburg
Menschenaffe im Hamburger Tierpark Hagenbeck verendet
Nach dem tragischen Tod der Orang-Utan-Dame Leila im Hamburger Tierpark Hagenbeck meldet der umstrittene Anatom Gunther von Hagens Interesse am Leichnam des Menschenaffen an. «Wir sind hoch interessiert am Leichnam des armen Affenmädchens. Wir würden gern einmal einen Orang Utan als Scheibenplastinat ausstellen», sagte Hagens der in Hannover erscheinenden «Neuen Presse» (Freitagausgabe). «Es wäre perfekt, wenn wir Leila dafür bekommen könnten.» Plastinate bedrohter Tierarten seien die beliebtesten Ausstellungsstücke der Besucher, das entnehme er den Gästebüchern, sagte Hagens. Der Gorilla Arti sei zum Beispiel das beliebteste Plastinat der Ausstellung in Manchester. Arti war 2000 im Zoo Hannover ertrunken.

sueddeutsche.de
Von Hagens möchte Orang-Utan Leila plastinieren

FOCUS Online

Hamburger Zoo: Orang-Utan „Leila“ ertrunken

Europolitan - 1. August 2008
Orang-Utan-Lady Leila ertrinkt in Hamburger Zoo Hagenbeck

Stern - 31. Juli 2008
Orang-Utan Leila

Neues Deutschland - 24. Juli 2008
Berliner Tierschutzbeauftragter kritisiert Aufenthaltsort der ...
»Viel zu klein das Ding«, findet Klaus Lüdcke, Tierschutzbeauftragter des Landes Berlin, und meint damit den Zwinger der beiden Stadtbären Schnute und Maxi im Köllnischen Park. Am Mittwoch zog er eine Bilanz seines ersten Amtsjahres und kritisierte dabei auch die Situation der beiden Braunbären. Deren Haltung auf so engem Raum hält er für einen »Anachronismus«. Zwar kümmerten sich die Pfleger »rührend« um die beiden Petze, doch genau so gut könnten sie in einem Zoo oder einem »riesigen Gehege« gehalten werden und trotzdem die lebendige Verkörperung des Wappentieres sein. Umweltsenatorin Katrin Lompscher (LINKE), die Lüdcke vor Jahresfrist in sein Ehrenamt berief, bezeichnete ihn als »unermüdlichen Ansprechpartner für die Bürger«, der »sein Amt mit großem Engagement ausfüllt«. Zu seinen Aufgaben gehören der Berliner Zoo und der Tierpark. Lüdcke kündigte nach den massiven Vorwürfen der letzten Monate gegen den Direktor der beiden Einrichtungen, Bernhard Blaszkiewitz, an, im Herbst mit einer Kommission weitere Untersuchungen anzustellen und Verhaltensmaßregeln auszuarbeiten. Lüdcke forderte unter anderem mehr Transparenz bei Tierabgaben und die Schaffung größerer Gehege. Er kritisierte zudem die »Rekordsucht« von Zoos, die möglichst viele Tierarten zur Schau stellen wollten, und plädierte für eine »Beschränkung«.

Berliner Kurier - 24. Juli 2008
Die Tiere im Zoo haben zu wenig Platz
In Zoo und Tierpark werden zu viele Tiere eingepfercht. Das wirft Berlins Tierschutzbeauftragter Klaus Lüdcke dem Chef von Zoo und Tierpark, Dr. Bernhard Blaszkiewitz, und seinen Kollegen vor. „Die Zoo-Chefs haben es noch nicht verinnerlicht, von ihrer Rekordsucht herunter zu kommen.“ Rund 22 000 Tiere leben in beiden Tiergärten, knapp 14 000 im Zoo, 8000 im Tierpark. Oft in zu kleinen Gehegen, sagt Lüdcke. Doch ihn stört noch mehr. Im Herbst will er „weitere Untersuchungen“ in Zoo und Tierpark durchführen, dort etwa für größere Gehege sorgen. Seine Bilanz nach einem Jahr als Tierschutzbeauftragter: Er ist gegen das Bärengehege im Köllnischen Park. „Das Ding ist viel zu klein und ein Anachronismus.“ Und keine Wildtier-Auftritte in Zirkussen.

Welt Online - 24. Juli 2008
Zoo-Fördergemeinschaft kritisiert Tierschutzbeauftragten
Die Fördergemeinschaft des Zoologischen Gartens und Tierparks Berlin hat den Tierschutzbeauftragten des Senats scharf kritisiert. Die am Mittwoch geäußerten Forderungen von Klaus Lüdcke nach einer Reduzierung des Tierbestands im Tierpark Friedrichsfelde und Zoo seien «lächerlich», sagte am Donnerstag der Vorsitzende der Fördergemeinschaft, Thomas Ziolko, laut Mitteilung. Lüdcke hatte den Zoos am Mittwoch «Rekordsucht» vorgeworfen und eine Beschränkung der Tierhaltung verlangt. Wenn Lüdcke dies fordere, so Ziolka, «muss er auch deutlich machen, wo die oftmals vom Aussterben bedrohten Tiere hin sollen oder zum öffentlichen Schlachtefest einladen».

Berliner Kurier - 29. Juli 2008
Beendet endlich ihre Betonqualen
Viel Platz haben die Petze vom Bärenzwinger im Köllnischen Park in ihrem Betonknast nicht. "Zu wenig!", sagt Berlins Tierschutzbeauftragter Klaus Lüdcke. Er sagt: Die Bären müssen weg. Stadtbärin Schnute (26) und ihre Tochter Maxi (22) sind die Attraktion im Köllnischen Park. Schon seit 80 Jahren leben Braunbären als Berliner Wappentier in dem Zwinger mit den beiden Außengehegen. Nicht mehr lange, wenn es nach dem Tierschutzbeauftragten geht. "So geht’s nicht weiter. Das Gehege ist zu klein. Immer wieder bekomme ich Beschwerden." Auch im Umweltamt von Mitte ist man mit der Bärenanlage nicht zufrieden. Dort heißt es: "Mit 480 Quadratmetern Außengehege hat sie zwar mehr als die bundesweit gültige Mindestgröße. Dennoch ist sie nicht optimal. Berlin muss sich entscheiden: Trennt es sich von seinen Wappentieren? Oder sorgt es für ein größeres Gehege?"



RP ONLINE - 25. Juli 2008
Wird Tina Krefelds vierte Elefantenkuh?
Seit gestern nimmt der Direktor des Zoos in Belfast Krefelds beliebten Elefanten Yheetoo (28) unter die Lupe. Die Nordiren wollen Yheetoo in Belfasts Zoo Asyl gewähren, weil die Elefantenkuh in Krefeld von ihren beiden Artgenossen Mumptas und Rhena gemobbt wird. In Belfast würde Yheetoo mit der Elefantenkuh Tina (43) zusammen in ein Gehege gepackt, die sich ebenfalls mit ihren beiden Artgenossen Johti and Vishesh streitet und deshalb ein Einzelgehege bekam. „Falls sich Yheetoo und Tina gut verstehen, könnten die beiden nach dem Umbau des Geheges zusammen wieder nach Krefeld kommen“, kündigte Zoosprecherin Petra Schwinn an. Krefelds Zoo hätte dann also zwei Mobbingopfer, die sich zusammen gegen zwei große Elefanten wehren könnten. Ob die Belfaster Yheetoo wirklich haben wollen, wird sich erst zeigen, wenn sich die Belfaster Zooexperten nach der Abreise im Team besprochen haben.



Planung und Bau

Augsburger Allgemeine - 25. Juli 2008
Wohlfühl-Haus für Nashörner
Alles ist bereit. Die neuen Nashörner für den Augsburger Zoo können kommen. Denn jetzt ist fristgerecht das moderne Nashornhaus fertig geworden. Es erfüllt nicht nur alle Anforderungen an die artgerechte Haltung von Rhinozerossen. Die Anlage bietet noch viel mehr. Sie ist mit allerlei technischen Finessen ausgestattet. OB Kurt Gribl eröffnete gestern die neue Attraktion am Afrika-Panorama. Das Nashornhaus ist mit 1,2 Millionen Euro Baukosten das größte selbst finanzierte Bauvorhaben des Zoos seit rund 20 Jahren. Integriert in die Anlage ist auch ein Stall für Watussi-Rinder. Mit dem Neubau erfüllt Augsburg alle aktuellen Auflagen für die Zucht von Breitmaulnashörnern in europäischen Zoos. Im Gegensatz zu früher sollen diese geselligen Rhinos in größeren Gruppen gehalten werden. Am 6. August trifft ein älteres Paar aus dem Zoo Salzburg in Augsburg ein. Ende August werden dann zwei junge Weibchen als Import aus Südafrika erwartet. Damit sie sich das ganze Jahr über wohlfühlen, sind sechs variabel kombinierbare Boxen mit unterschiedlichen Wärmezonen ausgestattet - teils mit Fußbodenheizung, teils mit Deckenheizung. Für gutes Klima sorgt auch ein ausgeklügeltes Lüftungssystem. Die Pfleger können ganz nah an die Rhinos ran. Sie sind aber durch schwere Palisaden aus Stahl vor den mächtigen Tieren geschützt. Der für die Pfleger durchlässige Zaun zieht sich vom Inneren des Hauses bis in die Außenanlage.



Aktionen

inar.de - 24. Juli 2008
13. Internationaler Koala-Tag im ZOO DUISBURG
Alljährlich zum Ausklang des Monats Juli wird weltweit der „Save-the-koala-day", der Tag zur Rettung des Koala ausgerufen. Der Anlass ist ebenso bekannt wie traurig: Die Freilandbestände der putzigen Kletterbeutler haben bedrohlich niedrige Zahlen erreicht, weil ihr Hauptfeind - der Mensch - den eukalyptusduftenden Lebensraum ihrer Heimat Australien immer nachhaltiger einschränkt. Um den Erhalt der Koalas bemüht sich die Australian Koala Foundation (AKF), die mit gezielter Informationen die Bevölkerung auf die bedrohliche Lage dieser Baumbeutler aufmerksam macht. Der Zoo Duisburg beteiligt sich als einer der weltweit führenden Zuchtstätten von Koalas an diesen Aufgaben und lädt deshalb auch in diesem Jahr zum Internationalen Koala-Tag in den Zoo Duisburg. Sämtliche Aktivitäten rund um den Koala-Tag in Duisburg finden am Koala-Haus des ZOOs statt. Informationstafeln berichten über den Stand des Koalaschutzes sowie über die Haltung und Zucht der Beuteltiere in Zoos und in ausgewiesenen Schutzgebieten. An einem Verkaufsstand gibt es Werbeartikel der Australian Koala Foundation.

Leipzig info - 24. Juli 2008
Kabarett Funzel zu Gast im Zoo Leipzig
Vom 25. bis 28. Juli 2008 präsentiert der Zoo Leipzig im Konzertgarten ein besonderes Sommerevent: Das Kabarett-Theater Leipziger Funzel und Thorsten Wolf alias Cheftierpfleger Conny Weidner aus der ARD-Serie "Tierärztin Dr. Mertens" bieten mit "EntMüntigt und ausgeMerkelt" ein vergnügliches Kabarettprogramm vor einzigartiger Kulisse.

Schwerin-News - 26. Juli 2008
Abwechslungsreiche Programme im Zoo Schwerin und im Tierpark Wismar
Es ist nicht nur ein heißes, sondern ein “tierisch” heißes Wochenende in Schwerin und in Wismar. Das SVZ-Sommerfest am morgigen Sonntag im Zoo Schwerin steht ganz im “Zeichen des Nashorns”. Ein musikalisches Rahmenprogramm zwischen 14 und 18 Uhr auf der Zoo-Bühne wird die Besucher mit Musik von “The African Queens” und “Back TO Music”, trotz hoher Temperaturen, zusätzlich “in Schwung” bringen, mitten im Zoo gibt es Aktionsprogramme für die Kids, Spass, Spiel und Wettkämpfe werden für die Kinder außerdem angeboten, und im Nashornstall können die kleinen “Nashorn-Fans” ihre eigene “Clara” gestalten. Der Höhepunkt des Sommerfestes dürfte zweifellos die Baustellenbesichtigung mit exklusiver Führung über den Bereich der zukünftigen Nashorn-Anlage sein, wobei am Nachmittag um 15 Uhr dort die Richtkrone aufgesetzt wird.

Frankfurt-Live.com - 29. Juli 2008
Immer zum Ende der hessischen Sommerferien wartet noch eine besondere Veranstaltung auf die Besucher des Opel-Zoos in Kronberg: Die „ZooFari – Afrikanische Nächte im Opel-Zoo“ finden dieses Jahr am 1. und 2. August 2008 von 20 bis 24 h statt (Kassenöffnung bis 23 Uhr). Jung und Alt erwartet ein reichhaltiges Programm: Das Zoogelände ist mit Feuerkörben und Kerzen illuminiert, von der Elefantenplattform ertönt afrikanische Life-Musik, Trommler und Feuertänzer zeigen den Zauber Afrikas, bei von den Zoopädagogen kommentierten Schaufütterungen erfährt man Interessantes über die jeweiligen Tiere, ein Märchenerzähler entführt in afrikanischer Erzählweise auf den schwarzen Kontinent, die Kinder können sich mit Tier- und Fantasiemasken schminken lassen, afrikanische Bastelarbeiten herstellen, kleine Taschen bemalen oder eine spannende Sinnestour auf dem dunklen Waldlehrpfad unternehmen.

Mitteldeutsche Zeitung - 25. Juli 2008
Für MZ-Leser beginnt Festwoche schon früher
Der Zoo in Aschersleben feiert in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag. Die Festwoche beginnt einen Tag früher als ursprünglich geplant. Grund dafür ist der MZ-Ferientag am 31. Juli, an dem die Einrichtung ihren Besuchern schon ein tolles Familienfest bieten möchte. Darüber hinaus haben Zoo-Chef Dietmar Reisky und seine Mitarbeiter ein umfangreiches Programm aufgestellt, das tierischen Spaß verspricht.



Nachwuchs

Berliner Morgenpost - 29. Juli 2008
Tapsiger Nachwuchs beim Jaguar
Das eine schwarz, das andere gefleckt - die beiden Jaguar-Babys im Zoo kommen eindeutig nach Mama UND Papa: Auch Kiara ist gefleckt, Roberto hingegen schwarz gefärbt. Geburtstag ihres Nachwuchses war der 14. Juni. Nun säugt Mutter Kiara ihre Jungen in einer Wurfbox. Zoo-Besucher können alles auf einem Monitor verfolgen. Nebenan lebt Vater Roberto - getrennt von seiner Familie, weil es sein könnte, dass er nicht liebevoll mit seinem Nachwuchs umgeht, sagt Zoo-Kurator Heiner Klös.

Cellesche Zeitung - 24. Juli 2008
Auf Tuchfühlung mit indischen Riesen
Über fehlenden Nachwuchs kann sich der Zoo in Hannover nicht beklagen. Ein Zebra-Baby, ein winziges Gorilla-Mädchen, Lama-Nachwuchs und ein Elefanten-Baby machen zurzeit ihre Gehege unsicher. Wer den Minifant Shanti kennen lernen und Afrika mitten in Hannover erleben möchte, kann ab heute mit der CZ einen exklusiven Ferienausflug in den Zoo Hannover gewinnen.

ORF.at - 28. Juli 2008
Löwennachwuchs in Schönbrunn
Nachwuchs und kein Ende: Zuletzt haben die neugeborenen Tiger im Tiergarten Schönbrunn für Aufsehen gesorgt. Nun sind am Sonntag gleich drei junge Löwen zur Welt gekommen. Die Löwenmutter stammt aus dem Zoo Olmütz in Tschechien und hat das Aussehen der schon ausgestorbenen Unterart der nordafrikanischen Berberlöwen. Diese Raubkatzen zeichnen sich durch ihre besonders mächtige Mähne aus. Weltweit existieren fast keine Löwen mehr, die den nordafrikanischen Berberlöwen ähneln. Momentan ist der Nachwuchs noch nicht zu sehen. Die Löwenmutter hat sich mit ihren Jungen in eine mit Stroh ausgepolsterte Höhle zurückgezogen.

Rosenheimer Nachrichten - 25. Juli 2008
Elvis, Miss Piggy & Co.
Im Raritätenzoo am Fuße des Zahmen Kaisers gibt es Nachwuchs. Äffchen, Hängebauchschweinchen und Entenbabys lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Gerade mal 16 Tage alt ist der kleine, halbweise Rhesusaffe, der die Mutter bei der Geburt verloren hat. Die Zoomitarbeiter ziehen ihn mit einer Flasche groß. Elvis hat das riesige Kuscheltier als Mutter akzeptiert. Mindestens genauso hinreißend sind die anderen Nachwuchsexemplare des Zoos. Die Berberaffen tragen ihren drei Tage bis zwei Wochen alten Nachwuchs an Bauch und Rücken durch das Gehege. Bis das Kängurubaby ganz „fertig“ ist, wird es wohl noch ein wenig dauern. Man kann mit viel Glück einen Blick erhaschen, wenn es neugierig und noch ein wenig unausgebacken aus dem Beutel schaut. Die Enten-, Schwan- und Hängebauchschweinkinder hingegen stapfen schon ganz eigenständig und forsch durch den Park. Im Zoo gibt es außerdem Seltenheiten wie Mähnenwölfe und Königsgeier zu bestaunen.

Zisch - 24. Juli 2008
Basler Zoo mit Rekordzahl an Jungstörchen
Noch nie ist im Basler Zoo der Storch so oft zum Storch gekommen: Dank dem für die Störche günstigen Wetter sind in diesem Sommer nicht weniger als 42 Jungtiere geschlüpft und beringt worden, wie der "Zolli" meldete. Grund für die Elternfreude der Weissstörche sei das Wetter. Schon im April seien die Altvögel aus dem Winterquartier in Westafrika nach Basel zurückgekehrt und bereits nach wenigen Tagen hätten 16 Paare ihre angestammten Nester auf den Bäumen im "Zolli" bezogen.



Welt Online - 27. Juli 2008
Rettung vor dem Tod in Südamerika
Die Maskottchen des Dortmunder Zoos sind seltsame Gesellen mit langen Schnauzen und buschigen Schwänzen. Auf den ersten Blick fragt sich der Besucher, wo bei diesen Tieren vorne und wo hinten ist. Fast unaussprechlich ist der wissenschaftliche Name "Myrmecophaga tridactyla". Zu Deutsch: Großer Ameisenbär. Weltweit sind die Dortmunder die erfolgreichsten Züchter dieser bedrohten Tierart. Im vergangenen Oktober ist dort, fast 30 Jahre nach dem ersten Nachwuchs, bereits das 55. Tier geboren worden. "Wenn Sie in einem europäischen Zoo einen Großen Ameisenbären sehen, können Sie sich sicher sein, dass er entweder aus Dortmund stammt oder mit einem Dortmunder Tier eng verwandt ist", sagt Kuratorin Ilona Schappert. Sie führt gleichzeitig das internationale Zuchtbuch dieser Tierart. Bis 2005 wurde das Tier in den internationalen Listen noch als bedroht geführt. Inzwischen hat sich der Bestand ein wenig erholt. Doch in Brasilien werden die Großen Ameisenbären noch häufig Opfer von Verkehrsunfällen. Kürzlich erfuhr Schappert auf einem Kongress, warum das so ist: "Viele Brasilianer glauben, dass es ihnen Unglück bringt, wenn sie einen Ameisenbären sehen." Dieses Unglück könnten sie nur abwenden, indem sie das Tier töten und etwas von ihm mit nach Hause nehmen. Also halten sie einfach drauf, wenn ein Ameisenbär über die Straße läuft.

Rhein-Neckar-Zeitung - 29. Juli 2008
Dossenheim hat eine Paten-Robbe
Als erste Kommune im Rhein-NeckarKreis übernahm Dossenheim eine TierPatenschaft im Heidelberger Zoo und hat damit auch vor den Städten die Nase vor. In Sachen Dossenheim ist der Mähnenrobben-Mann Henry der Auserwählte. Er ist für 1500 Euro im Jahr zu haben. Bürgermeister Hans Lorenz erhielt die Patenschaftsurkunde bei der "PatenParty" im Zoo. Dazu lädt Zoodirektor Klaus Wünnemann die inzwischen rund 300 Zoopaten einmal jährlich ein.

Volksstimme - 25. Juli 2008
Luchs oder doch nur ein Fuchs? Zoo gibt Suche nach dem Phantom auf
Magdeburg. Der Zoo hat die Suche nach dem zum Osterfest ausgebüxten Luchs vorerst aufgegeben. Die Falle wurde abgebaut und ein neues Weibchen ist für das nächste Frühjahr anvisiert. Es soll aus Bern ( Schweiz ) nach Magdeburg gebracht werden. Im Moment, so erklärt der Zoochef, befände sich der Luchs in einer Art Schlaraffenland. Die Natur hält sehr viele Kleintiere bereit. Das Aufstellen von Fallen mache erst im Herbst wieder Sinn.
" Selbst bei mir zu Hause in Lostau haben die Leute schon geklingelt und erklärt, dass sie den Luchs gesehen haben wollen ", erklärt Kai Perret. Doch jedesmal, wenn er oder seine Kollegen am Ort eintreffen, ist der Luchs über alle Berge. " Bei der hohen Geschwindigkeit, die ein Luchs zurücklegen kann, ist er schon nach fünf Minuten über alle Berge ", meint der Experte. So kommt es, dass es einen tatsächlichen Beweis zur Existenz des Luchses im Magdeburger Stadtgebiet gar nicht gibt. Denn weder eindeutige Spuren noch etwas Ähnliches konnten die Experten bisher sichern.

RP Online - 29. Juli 2008
Tierpark 1934 eröffnet
Weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist der Duisburger Zoo. Er wurde am 12. Mai 1934 als Duisburg-Hamborner Tierpark am Kaiserberg eröffnet und präsentiert heute 280 Tierarten auf einer Fläche von rund 15,5 Hektar. Er machte vor allem durch das Delfinarium von sich reden. Der Zoo liegt beiderseits der Autobahn A 3 und der Güterzugstrecke Obermeiderich – Bissingheim. Früher führte eine (stets vibrierende) schmale Brücke von hüben nach drüben, heute spaziert der Besucher über eine Landschaftsbrücke und merkt eigentlich gar nicht mehr, dass er Gleise und Autobahntrasse überquert.

TLZ - 28. Juli 2008
Zwei Zebras im Nordbad
Pünktlich am Pfingstmontag 1959 trafen für die Zooschau auf dem Roten Berg die beiden Hartmann-Bergzebras Putzi und Trolli ein. Sie kamen aus Walfis-Bay in Südwest-Afrika als Geschenk des Kinderradios der DDR. Im Nordbad Erfurt wurden die beiden Zebrakinder übergeben und im Beisein von 7000 Tierfreunden getauft. Zunächst wurden sie in der Huftieranlage auf dem Plateau untergebracht. Mehrfach kamen kleine Fohlen zur Welt. In den 70er Jahren lebten die Hartmann-Bergzebras gemeinsam mit Watussirindern auf einer Anlage. Über eine Tierhandelsfirma bekam der Thüringer Zoopark im Juni 1974 eine Herde Damarazebras, die in Südafrika und Namibia heimisch sind und die man Daan ihren dunkleren Schattenstreifen erkennt. Zur Zeit besteht die Erfurter Herde aus dem Hengst Chapman und seinen vier Stuten. Am 27. März 2008 kam der aktuell jüngste Zuwachs zur Herde, ein kleines Stutfohlen.

Wiesbadener Kurier - 28. Juli 2008
"Es wird vermehrt illegale Haltungen geben"
Die nicht gewerbsmäßige Haltung gefährlicher Wildtiere ist in Hessen seit dem 9. Oktober 2007 verboten. Allerdings können, wie das Regierungspräsidium Darmstadt schreibt, Besitzer ihre bereits vor dem 9. Oktober 2007 angeschafften Tiere behalten, wenn sie bis zum 30. April 2008 dem Regierungspräsidium schriftlich gemeldet wurden. Darunter zählen neben einigen Säugetier- und Riesenschlangenarten vor allem Krokodile, Giftschlangen, Spinnen und Skorpione. Bei verbotswidriger Haltung droht eine Geldbuße von bis zu 5000 Euro. Zudem können die Tiere sichergestellt und eingezogen werden. "Das Verbot ist unausgegoren", meint Thomas Wilms vom Frankfurter Zoo. Es sei kein Fall, in dem ein solches Tier einen Menschen angegriffen hat, bekannt. "Es wird vermehrt illegale Haltungen geben", urteilt Säugetierexperte Wilms hingegen. "Es wäre besser gewesen, für Halter eine Art Tüv einzuführen", meint Wilms. Viele Halter hätten ein nachvollziehbares, oft wissenschaftliches, Interesse an exotischen Tieren. Daher haben Halter mittlerweile auch die Interessengemeinschaft "Exoten in Hessen" gegründet. "Die meisten Halter verfügen über Sachkenntnisse und langjährige Erfahrung", sagt Gründungsmitglied Gerhard Finke. "Das Verbot der Zucht trifft uns hart, denn uns ist der Fortbestand dieser zum Teil seltenen Tiere wichtig."

Spiegel Online - 28. Juli 2008
Waldbrand bedroht Tausende Häuser - Zoo evakuiert
Die Flammen sind außer Kontrolle: Ein Waldbrand nahe des Yosemite-Nationalparks hat im US-Bundesstaat Kalifornien mehr als 7000 Hektar Land verwüstet und droht nun Tausende Eigenheime zu zerstören. In Los Angeles musste wegen eines Buschfeuers der Zoo evakuiert werden. 4000 Besucher wurden in Sicherheit gebracht, nachdem die Flammen im Griffith Park bis auf 300 Meter an die Zoogehege herangekommen waren. Etwa 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um ein Übergreifen auf den Zoo zu verhindern. Das Feuer war am Sonntagabend weitgehend unter Kontrolle.

SZ - 29. Juli 2008
Tierelend mit Tradition
Der berühmte Zoo von Kairo kostet nur zwölf Cent Eintritt. Davon müssen 7000 Tiere am Leben gehalten werden. Tierschützer kritisieren die unhaltbaren Zustände. Das sind Lügen, lächerlich", sagt Nabil Sedki. "Unsere Wärter haben keine Tiere geschlachtet und sie haben sie schon gar nicht verspeist. Und das Fleisch-Viehfutter - das essen die Wärter auch nicht." In lokalen Zeitungen heißt es, in den letzten drei Jahren seien mehr als 400 Tiere aus dem größten Zoo Nordafrikas verschwunden: verkauft oder geschlachtet. Direktor Sedki bestreitet all das.Dass der Zoo sich in einem schlechten Zustand befindet, gibt er allerdings zu. Und dass vielleicht vor seiner Zeit das ein oder andere Tier abhandengekommen sein könnte, will er auch nicht ausschließen. Er selbst hat den Posten vor einem Jahr übernommen.Es gibt angeblich mehrere hundert Arten, einige von ihnen sind vom Aussterben bedroht. Die meisten Tiere leben eingepfercht in engen Käfigen. Sie haben kaum Bewegungsfreiheit und sind mit Fußketten an den Boden gefesselt. Ausländische Besucher, die auf dem Weg zu den Pyramiden hier gerne einen Zwischenstopp im Zoo einlegen, sind immer wieder schockiert, wenn sie sich ein Bild von den traurigen Verhältnissen machen. Wegen der vielen Beschwerden wurde dem Zoo 2003 die Mitgliedschaft in der Waza, dem internationalen Dachverband aller größeren Zoos und Aquarien der Welt, gekündigt - ein schwerer Prestigeverlust. "Mit Recht, der Zoo ist eine Katastrophe", sagt Amina Abaza, die Gründerin und Präsidentin von Spare, einem ägyptischen Tierschutzverein. Sie räumt aber auch ein, dass der neue Zoodirektor sich wenigstens um Besserung bemühe. Er will neue Käfige bauen, Freigehege vergrößern, moderne Tränken kaufen. Und er erlaubt der Tierschützerin und ihrem Team, mit anzupacken. Vorher hatten die Tierschützer striktes Hausverbot im Zoo. Auch internationale Hilfe nimmt der neue Direktor an. Experten entwickeln Pläne, wie der Kairoer Tiergarten seinen früheren Status zurückgewinnen kann und es wieder in den Zoo-Weltverband schafft.

Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

Zoos – Meldungen international

Belgisch-Niederländische Meldungen

tijd.be - 24. Juli 2008
Tweede schoenbekooievaar geboren in Parc Paradisio
Zweiter Schuhschnabel im Parc Paradisio geschlüpft
Vorige Woche Samstag schlüpfte im Parc Paradisio bereits der erste Schuhschnabel. Aus demselben Nest ist jetzt ein zweites Exemplar hervorgegangen. Das Küken, das am Mittwochnachmittag schlüpfte, wurde Marqub getauft. Es ist das erstemal in Belgien, daß in einem Zoo ein Schuhschnabel schlüpfte. Parc Paradisio spricht von einer Weltpremière.


emmen.nu - 25. Juli 2008
Rechter moet uitspraak doen in dierenpark conflict
Richter muß Urteil verkünden im Tierpark-Konflikt
Emmen. Der Richter muß ein Urteil verkünden im Konflikt zwischen dem Betriebsrat des Tierparks Emmen und Direktor Hiddingh. Auf Radio Drenthe teilte Rechtsanwalt Daniël Schouman im Namen des Betriebsrats des Zoos mit, daß die Sache einen Haken hat und daß beide Parteien sich nicht einig werden können. "Der Aufsichtsrat kommt zurück auf Zusagen, die gemacht wurden gegenüber Belegschaft und Betriebsrat, daß Henk Hiddingh sich nicht mehr in die Umgestaltung einmischen soll", so Schouman auf Radio Drenthe. Der Richter soll am Mittwoch ein Urteil verkünden in diesem Konflikt. Der Aufsichtsrat war für einen Kommentar nicht erreichbar. Henk Hiddingh hatte schon vorher wissen lassen, von gemachten Vereinbarungen nichts zu wissen.

rtvnoord.nl - 30. Juli 2008
Directeur Dierenpark Emmen mag blijven
Direktor des Tierparks Emmen darf bleiben
Emmen. Direktor Henk Hiddingh vom Noorderdierenpark in Emmen wird nicht suspendiert. Auch kann die Reorganisation des Zoos normal weitergehen. Das hat der Richter am Mittwoch bestimmt in einem Schnellverfahren, das der Betriebsrat des Tierparks gefordert hatte.

elsevier.nl - 30.Juli 2008
Directeur van Dierenpark Emmen mag doorgaan
Direktor des Tierparks Emmen darf weitermachen


destentor.nl - 26. Juli 2008
Bewoners van Vemde-Horsthoek missen informatie Pangea Parc
Bewohner von Vemde-Horsthoek vermissen Information durch Pangea Parc
Epe. Die Beratungsgruppe (klankbordgroep) Vemde-Horsthoek mißt dem Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung, die zu erwartende Geräuschproduktion von Pangea Parc betreffend, keinen Wert bei. Die Werte, welche die Untersucher vorausgesetzt haben, seien nicht untermauert. Es sei immer noch nicht exakt bekannt, was genau in den Tierpark komme und wo die Tiere und Aktivitäten ihren Platz fänden, die den meisten Lärm verursachen. Die Beratungsgruppe der zukünftigen Nachbarn von Zodiac Zoos GmbH bezweifle auch, ob maximal 250.000 Besucher, von denen in der Umweltverträglichkeitsprüfung ausgegangen wurde, ausreichend sind; die Gruppe fürchte, daß Zodiac Zoos für eine rationelle Bewirtschaftung mehr Menschen anziehen müsse.

destentor.nl - 26. Juli 2008
Vemde staat achter tracé
Vemde steht hinter Trasse
Epe. Anwohner des neu zu realisierenden Pangea Parc in Epe-Nord finden, daß Verkehr zum und vom Zoo am besten geleitet werden kann über einen neu anzulegende Straße direkt entlang der A50. Sie unterschreiben damit das wichtigste Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung (MER), die Zodiac Zoos als Initiator hat aufstellen lassen nach der Änderung des Bebauungsplans. Zodiac Zoos will Tierpark Wissel schließen und für zehn bis zwölf Millionen Euro einen neuen Tierpark in Vemde-Horsthoek errichten, an der Grenze der Gemeinden Epe und Heerde. Laut Untersuchung kann die dessen Erschließung am besten geregelt werden über eine Straße, die teilweise auf dem Gebiet der Gemeinde Heerde angelegt werden muß. Nahezu alle Bürger, die schriftlich bei der Gemeinde reagiert haben auf die MER, unterschrieben das. Auch die Beratungsgruppe Vemde-Horsthoek, in der Anwohner ihre Kräfte vereint haben, sieht das als beste Option, um soviel wie möglich Verkehrsbelästigung in der Umgebung zu vermeiden. Die künftigen Nachbarn von Pangea Parc machen sich noch Sorgen u.a. über den Wasserhaushalt und den eventuellen Belästigung durch Lärm und Gestank. Die Beratungsgruppe will u.a. gut untersucht haben, ob der Grundwasserstand sich nicht verändern wird, wenn Pangea Parc mit Pumpen für seinen eigenen Wasserbedarf sorgt.

destentor.nl - 26. Juli 2008
Apenheul hunkert naar facelift
Apenheul sehnt sich nach Facelifting
Apeldoorn. Apenheul will lieber heute als morgen mit einer groß angelegten Anpassung des Parks beginnen. Der Apeldorner Tierpark hat in einem Zehnjahresplan seine Ambitionen dargelegt. Unter anderem will Apenheul bis auf 10.000 qm bebauten Bereich kommen. Jetzt sind es 4.000 qm. Apenheul fühlt sich schon jahrelang bedrückt durch die Möglichkeiten, die der geltende Bebauungsplan bietet. Buchstäblich jeder Quadratmeter, der laut Vorschrift bebaut werden darf, ist benutzt. Der Bedarf ist jedoch viel größer. Apenheul behilft sich, wo nötig, mit Zelten, Schutzdächern, Containern und Freiluftlösungen. Der Park ist 13 ha groß. Umgerechnet bedeutet das, daß weniger als drei Prozent der Gesamtfläche bebaut werden darf, stellt der Tierpark fest. Er verweist auf Zoos wie Artis, Blijdorp, GaiaPark und Burgers. Dort ist verhältnismäßig zehnmal soviel Bebauung erlaubt.

destentor.nl - 26. Juli 2008
Apenheul bouwt aan groot Amazonia
Apenheul baut an großem Amazonia
Apeldoorn. Apenheul greift auf seine Vergangenheit zurück. Der Park, der mittlerweile Tierarten aus verschiedenen Erdteilen beherbergt, entstand im Jahre 1971 mit einer kleinen Sammlung Affen aus Südamerika, wie Wollaffen, Klammeraffen und Zwergaffen. Im Rahmen seines Zehnjahresplans hat Apenheul beschlossen, ein großes Amazonia anzulegen. Apenheul hat jetzt bereits zwei Gebiete, in denen Arten aus der Amazonasregion leben. Blickfänger ist traditionell das Totenkopfäffchen-Gebiet. Das andere ist das Gebiet rund um den Affenbaumpfad. Die zwei Gebiete sollen sich nicht spektakulär verändern. Aber der Teil, der dazwischen liegt. Im letzten Winter wurde der erste Ansatz schon gegeben durch die Anlage eines teils überdachten Bretterstegs, wodurch beide Teile besser miteinander verbunden werden. Der Steg führt die Besucher zwischen den Inseln der Klammeraffen, Bonobos und Weißschulter-Kapuziner hindurch. Über dem Steg ist eine 1.500 qm große Voliere gebaut für Vögel aus dem Amazonasgebiet. In Kürze kommen u.a. Ibisse, Reiher, Stirnvögel und Seriemas. Die spektakulärsten Neulinge sind Riesenotter. Auch kommen Tapire, Nutrias, Waldhunde und Langschwanzkatzen (Margays).

destentor.nl - 30. Juli 2008
Ook met slecht weer en in de winter aapjes kijken
Auch bei schlechtem Wetter und im Winter Affen sehen
Apeldoorn. Bereits ein paar Jahre hintereinander notierte Apenheul enttäuschende Besucherzahlen. Doch präsentierte der Park einen Zehnjahresplan, der beinhaltet, die bebaute Fläche zu vergrößern von 4.000 auf 10.000 qm. Steht das nicht im Widerspruch zueinander? Die Antwort lautet: nein. Die Investitionen sind gerade notwendig, um zu vermeiden, daß der Park auf seinem heutigen Niveau stehen bleibt. Bei schlechtem Wetter überlegen es sich die Besucher dreimal, ob sie nach Apenheul fahren sollen. Mit Schlechtwettereinrichtungen sieht es schlecht aus im Park. Im Winter bleibt der Park ganz geschlossen, nachdem für Jahreskartenbesitzer jahrelang sonntags eine Ausnahme gemacht wurde.

destentor.nl - 30. Juli 2008
Historisch aantal diersoorten Apenheul
Historische Anzahl Tierarten in Apenheul
Apeldoorn. Apenheul kam im Jahre 2007 zum erstenmal in der Geschichte über 50 Tierarten. Neulinge waren zum Beispiel zwei Nördliche Hornraben: Buddy und Holly. Auch kamen 14 Waldrappen und ein Pärchen Rothühner. Weiter übernahm Apenheul drei junge Visaya-Pustelschweine aus Blijdorp. Diese Tiere sind vom Aussterben bedroht. Vier wilde Truthühner wollte Apenheul im Totenkopfäffchengebiet freilassen. Ein Problem war, daß der Truthahn ziemlich wichtig tut, so geht es aus Apenheuls Jahresbericht hervor. Die Truthühner werden deshalb vorübergehend auf ein ruhigeres Fleckchen gesetzt. Wenn der Hahn ausgetauscht ist gegen einen ruhigeren Artgenossen, wird Apenheul es noch einmal probieren mit ihnen zwischen den Totenkopfaffen.

gva.be - 25. Juli 2008
Zoo knapt rotsen op en moderniseert aquaria
Zoo bessert Felsen aus und modernisiert Aquarium
Der Antwerpener Zoo hat ein Stück seines Kulturerbes renoviert. Die Felsformationen aus dem Jahre 1911 wurden erneuert und auch die Süßwasserfische haben es in ihrem hundert Jahre alten Aquarium fortan etwas geräumiger. Als Zoo-Architekt Emile Thielens im Jahre 1908 den "Panoramapark" anlegen ließ, wollte er etwas ganz Originelles. Der Park sollte ein Stück wilde, romantische Natur darstellen mit Abgrenzungen für die Tiere dazwischen. Zwischen Tieren und Besuchern sollte so wenig Abstand sein. Wenn es doch nötig sein sollte, dann mit natürlichen Mitteln wie Felsen und Baumstämmen. Auch technisch war Thielens seiner Zeit weit voraus. Die Felsformation wurde hochgezogen in bewehrtem Beton und das war ein Novum in Belgien. Ein Jahrhundert später war es Zeit für eine Sanierung. Alle Felsen wurden mit Kunststoff verstärkt, besprüht mit einer Art Mörtel und modelliert und gefärbt durch Künstler. Die Salzwasseraquarien wurden im zurückliegenden Jahr ausgebessert und erneuert. Die kleinen Aquarien von zwei Meter Tiefe wurden bis zu einer Tiefe von 3,70 m vergrößert. Laut Zoo war es ein echtes Husarenstück, um die Einschränkungen eines denkmalgeschützten Gebäudes aus dem Jahre 1911 zu kombinieren mit den modernen Erkenntnissen der Haltung und Pflege von Tieren. Neben "gewöhnlichen" Fischen wie Kabeljau und Steinbutt leben in den Salzwasseraquarien auch Krebse und Haiarten. Das Salzwasser wird aus dem Golf von Biskaya angeliefert. Schiffe, die den Hafen von Antwerpen anlaufen, bringen das Wasser mit.

ad.nl - 30. Juli 2008
Opknapbeurt oude ingang Blijdorp
Erneuerung des alten Eingangs von Blijdorp
Rotterdam. Der monumentale Eingang des Tiergarten Blijdorps wird erneuert. Die Arbeiten an diesem von dem berühmten Architekten Sybold van Ravesteyn entworfenen Stück Zoo fangen bereits in diesem Jahr an und sollen 2009 abgeschlossen sein.

hartvannederland.nl - 30. Juli 2008
Tijgertje Yegor Zov ontmoet zijn vader voor het eerst
Der kleine Tiger Yegor Zov begegnet zum erstenmal seinem Vater
hln.be 30. Juli 2008
Planckendael stuurt twee monniksgieren de lucht in
Planckendael läßt zwei Kuttengeier frei

standard.be - 30. Juli 2008
Planckendael zet monniksgieren weer in natuurlijke biotoop
Planckendael setzt Kuttengeier wieder in natürliches Biotop

nieuwsbank.nl - 30. Juli 2008
Tweetal kraagberen uit lissabon vanaf donderdag te zien in dierenrijk
Zwei Kragenbären aus Lissabon sind ab Donnerstag im Dierenrijk zu sehen

ad.nl - 29. Juli 2008
IJsberen razen over 'Brienenoord'
Eisbären düsen über "Brienenoord"
Rotterdam. Sie sind da, die Eisbären Jelle und Ewa. Am Dienstag kamen sie an nach einer glücklichen Reise aus dem Brabanter Nuenen in den Tiergarten Blijdorp. Dort werden sie der schon eher in Arctica angekommenen Tania Gesellschaft leisten. Und wenn alles gut geht, sagt Blijdorp-Direktor Ton Dorresteijn, dann sind sie am Mittwoch alle zu sehen! Letztendlich sollen Jelle und Tania für Nachwuchs sorgen, das kann schon in zwei Jahren geschehen, wenn das Männchen alt genug ist.

omroepgelderland.nl - 29. Juli 2008
Kleine panda geboren in Wissel
Kleiner Panda in Wissel geboren
Epe. Tierpark Wissel in Epe verkündete am Dienstag stolz die Geburt eines Kleinen Pandas. In den kommenden Wochen wird es noch spannend für die drei Jahre alte Mutter des Pandababys. Die Sterberate unter jungen Pandas ist sehr hoch.

eropuit.blog.nl - 28. Juli 2008
'Black is Beautiful' in Nieuwe Kerk Amsterdam
"Black is Beautiful" in der Nieuwe Kerk (Neue Kirche) Amsterdam
Die Nieuwe Kerk in Amsterdam präsentiert bis einschließlich 28. Oktober die Ausstellung "Black is Beautiful, der schwarze Mensch in der niederländischen Kunst", mit etwa 135 Gemälden, Zeichnungen und Manuskripten aus in- und ausländischen Sammlungen. Die Ausstellung "soll ein positives Bild geben von schwarzen Menschen", wurde am Freitag in der Eröffnungs-Pressekonferenz betont. Negatives wir Karikaturen und Sklaverei sind deshalb weggelassen. "Black is beautiful" paßt zu der Auffassung, daß schwarze Menschen schön sind, gut geformte Körper haben und gut tanzen können: ein positives, aber bedenklich einseitiges Bild, das schon lange kritisiert wird. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde der schwarze Mensch auch schon ausgestellt: Stammeshäuptlinge wurden wie Affen zur Schau gestellt in Tiergärten und auf der Kolonialausstellung von 1883. Viele Zeichner kamen und porträtierten die "Exoten".

gooieneemlander.nl - 27. Juli 2008
Jonkies mogen zaterdagavond opblijven in Dierenpark Amersfoort
Die Kleinen dürfen am Samstagabend im Tierpark Amersfoort aufbleiben
Amersfoort. Weshalb tagsüber durch den Zoo streifen, wenn man es auch in der Abendkühle kann? In Amersfoort werden die Tore an drei Samstagabenden bis neun Uhr offen gehalten. "Wenn es warm ist, sind Menschen träger, aber Tiere auch. Sobald die Temperatur am Abend angenehmer wird, sieht man sie aktiver werden", erzählt Tierpfleger Bas Aalders aus Soest. Sogar Elefanten, Affen und Tiger, die ursprünglich aus tropischen Gegenden stammen, halten sich tagsüber bedeckt. "Sie empfinden es warm, die meisten sind in Europa geboren und haben sich an das niederländische Klima angepaßt", erklärt Aalders. Zootiere haben außerdem den Luxus, ein wenig Siesta zu halten. "Für Menschen geht die Arbeit normal weiter, aber die Tiere werden ganz schön träge, weil sie geschafft sind", sagt Aalders eine Spur neidisch. Normalerweise ist der Tierpark Amersfoort non 9 bis 18 Uhr geöffnet, aber heute abend, am 2. und 9. August sind die Besucher bis abends neun Uhr willkommen. Besucher können hinter die Kulissen schauen. Sie dürfen mit auf Fütterungsrunden bei Kamelen, Bären und Pavianen. Auch sind der Stall von Elefantenbulle Alex und die Nachtunterkunft der Nashörner zugänglich. Sogar die Türen zum Hinterhof bei den Raubtieren werden sich öffnen. "Und der kleine Tiger Yegor Zov und andere Neugeborene Tiere dürfen extra länger aufbleiben", grinst Aalders.

gelderlander.nl - 27. Juli 2008
Gay Pride Amsterdam: inhoud met een knipoog
Gay Pride in Amsterdam: Inhalt mit Augenzwinkern
Amsterdam. Zum 13. Male beginnt am Montag in Amsterdam die Gay Pride. In diesem Jahr wendet sich das Homofestival insbesondere Kultur und Religion zu. Aber auch die Besucher, die auf der Straße oder auf dem Wasser feiern, kommen wieder reichlich zum Zuge. ... Auch Artis trägt sein Scherflein dazu bei: am Freitag gibt es im Zoo eine spezielle Führung zum Thema Homosexualität im Tierreich. Wer von Kultur und Religion genug hat, kann während der ganzen Woche auf Straßenfesten in den Stadt dabei sein.

bndestem.nl - 26. Juli 2008
Drieling Siberische tijger te bewonderen
Drillinge der Sibirischen Tiger zu bestaunen
Hilvarenbeek. Im Safaripark De Beekse Bergen in Hilvarenbeek sind gestern zum erstenmal drei sieben Wochen alte Sibirische Tiger zu sehen gewesen. Das kleine Trio trägt die Namen Alyona, Arisha und Tijs. Es ist 23 Jahre her, daß ein Wurf Sibirischer Tiger gesund zur Welt kam im afrikanischen Wildlife Park in Hilvarenbeek.

destentor.nl - 26. Juli 2008
Bezoekersaantal matig
Besucherzahl mäßig
Apeldoorn. Apenheul lockte zwar im Vorjahr mehr Besucher an als 2006, aber damit ist der Park noch nicht zufrieden. Das geht aus Apenheuls Jahresbericht 2007 hervor. Mit 385.000 Besuchern hatte Apenheul 2006 eine Talsohle erreicht. Die 416.000 im vorigen Jahr waren deutlich besser.

destentor.nl - 26. Juli 2008
Indianengebouwen van dertig meter lang
Indianerbauten von dreißig Meter Länge
Indianerstämme erhalten eine wichtige Rolle in Amazonia. Wer den Park betritt, wird direkt konfrontiert werden mit dem Xingu-Haus. Das wird dreißig Meter lang, zwanzig Meter breit und acht Meter hoch. Das ovale Bauwerk, ein nachgebautes Gemeinschaftshaus der Xingu-Indianer, wird mit Palmblättern gedeckt. darin wird sich ein Raum für eine Multimediashow befinden. Daneben kommt ein Dschungelcafé und möglicherweise eine Durchgangsvoliere für tropische Fledermäuse. Ein ebenso großes Gebäude wie das Xingu-Haus wird im Stil der Yanomami-Indianer hochgezogen. Daran angrenzend gibt es bereits einen Indianer-Spielpfad.

apeldoorn.nieuws.nl - 25. Juli 2008
Nieuw orang-oetang in Apenheul
Neuer Orang-Utan in Apenheul
Apeldoorn. De Apenheul in Apeldoorn hat einen neuen Orang-Utan. Es ist ein Männchen und heißt Amos. Der achtjährige Affe ist in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag in einer stark gesicherten vergitterten Kiste aus Tschechien nach Apeldoorn transportiert worden. Der Affe kommt nach Apenheul, weil in dem Zoo in Tschechien kein Platz mehr für das Tier war. Die Ankunft des Affen sorgt für Aufregung im Orang-Utan-Gehege. Die Affen müssen sich an das neue Männchen gewöhnen.

gelderlander.nl - 25. Juli 2008
In loop van 2009 meer cheeta's in Zoo Parc
Im Laufe des Jahres 2009 mehr Geparden im Zoo Parc
Overloon. Im Zoo Parc Overloon können Besucher im Laufe des Jahres 2009 eine Handvoll Geparden mehr sehen. Das erwartet der Zoo in Overloon. "Die genaue Zahl hängt ab von der Verfügbarkeit dieser Tiere in Zoos anderswo in Europa", sagt eine Parksprecherin. "Aber mit der Erweiterung der Gepardenanlage bei uns ist gleich mehr Platz für insgesamt sechs bis acht dieser besonderen Tiere." Seit einigen Wochen hat der Overlooner Zoo eine dritte dieser eleganten Raubkatzen. "Sie muß sich noch eingewöhnen, aber der aufmerksame Besucher kann sie bereits sehen."

gelderlander.nl - 25. Juli 2008
Pandatweeling over drie maanden te zien
Pandazwillinge in drei Monaten zu sehen
Overloon. Es dauert wahrscheinlich noch ungefähr drei Monate, bis die Besucher des Zoo Parc die Pandazwillinge zu sehen kriegen. Der Overlooner Zoo teilte am Donnerstag mit, daß sein eigenes Pandapärchen Anfang voriger Woche mit der Geburt von Zwillingen eine Familienvergrößerung hatte. "Die Jungen sind bisher kerngesund", läßt eine Zoosprecherin wissen. "Die Beiden sind auf jeden Fall gut über die ersten Tage gekommen. Deshalb haben wir diese besondere Geburt jetzt auch erst bekannt gemacht. Obwohl sie eine ganz gute Gesundheit haben, bleibt es in den kommenden Wochen noch spannend. Denn die Sterblichkeit unter Kleinen Pandas, auch Rote Pandas genannt, ist sehr hoch."

hartvannederland.nl - 24. Juli 2008
Luie beren in Burgers Zoo krijgen bewegen
Träge Bären in Burgers Zoo kriegen Bewegung
Wie kriegt man einen trägen Bären soweit, daß er sich ein bißchen bewegt? Laß ihn Honig "jagen". Um dafür zu sorgen, daß die Malaienbären zu ihrer täglichen gesunden Anspannung kommen, haben sich die Pfleger in Burgers Zoo einen listigen Trick ausgedacht. Überall auf der Anlage werden leckere Kläckschen Honig verteilt. Und dann kommt so 'n Bär wohl in Bewegung.

telegraaf.nl - 24. Juli 2008
IJsberen leren Bokito lesje...
Eisbären verpassen Bokito einen Denkzettel
Rotterdam. Der Tiergarten Blijdorp in Rotterdam setzt den berüchtigten Bokito ein, um Besucher zu der in dieser Woche eröffneten Eisbärenanlage zu ziehen. "Die Eisbären sind wieder in Blijdorp", kann man auf Postern lesen, auf denen zu sehen ist, wie der gern flüchtende Gorillamann einen Schneeball gegen seinen Kopf geworfen bekommt. Die Rotterdamer Werbefirma Ara hat die Poster entworfen, um Menschen aufmerksam zu machen auf die Tatsache, daß die Eisbären, nach acht Jahren Abwesenheit, endlich wieder im Tiergarten sind.

nos.nl - 24. Juli 2008
Pandatweeling geboren
Pandazwillinge geboren
Frohe Neuigkeiten aus Overloon, in Nord-Brabant. Dort sind letzte Woche im Zoo Parc Pandazwillinge geboren worden. Es handelt sich um zwei Kleine Pandas. In den Niederlanden werden öfter Kleine Pandas geboren. Aber das besondere ist, daß die Mutter der Zwillinge in Overloon so gut für ihre Jungen sorgt. In diesem Monat wurden bereits zwei Kleine Pandas im Artis Zoo geboren. Sie konnten nicht gerettet werden, als die Mutter sie verstoßen hatte.



Russische Meldungen

Europäisches Rußland

rg.ru - 24. Juli 2008
Тигра выпустят из клетки - Испанцы разработали концепцию пермского зоопарка
Tiger kommt aus dem Käfig heraus - Spanier erarbeiteten Konzeption für Zoo Perm
Eine Permer Delegation kehrte von einem Arbeitsbesuch in Spanien zurück, wo sie sich mit Erfahrungen beim Bau moderner Zoos bekannt machte. Die spanischen Projekt-Planer hatten die Ausarbeitung einer Konzeption für den Tiergarten in Perm schon abgeschlossen. Im Verlaufe des Besuchs wurde sie den Gästen aus dem Ural präsentiert. Die Beamten aus Perm, Vertreter der Architektengesellschaft und der Leitung des einheimischen Zoos äußerten eine Reihe von Bemerkungen zur Konzeption der Spanier. Vor den Projekt-Planern stand die Aufgabe, Plätze für die Tiere auf einem Areal von 30 ha unterzubringen. Doch jetzt will die Stadtregierung den Zoo kompakter machen. Die Spanier hatten das Parkgelände in einige thematische Zonen unterteilt, errichtet im Stil Südamerikas, Afrikas und Asiens. Der Vorschlag der Projekt-Planer rief die Kritik der Permer Beamten hervor. Eine derartige Lösung erfordert große finanzielle Aufwendungen und die Stadtoberen verzichteten auf derartige Ideen der Projekt-Planer. Hinzu komme, wie Perms Oberbürgermeister Igor Schubin bemerkte, daß das unter den einheimischen klimatischen Bedingungen unrealistisch sei. Wie Schubin erklärte, sei es wichtig, daß ein großer Teil des Tiergartens das Aussehen einer Landschaft habe, man müsse auch ausgedehnte Gehege errichten. Vor allem sollten die Projekt-Planer in Betracht ziehen einen großen Pavillon für Affen, weil gerade diese Tiere die Besucher am meisten interessierten. Dann empfahl die Stadtregierung den Spaniern eine Zone für die Natur des Urals zu schaffen, um in ihr Bären und Wölfe unterzubringen. Notwendig sei auch, ein Territorium für die Arktis zu errichten. Dort sollen Walrosse, Pinguine und Eisbären ihren Platz finden. Die Stadtoberen rieten den Projekt-Planern, Bedingungen zu schaffen für die Unterbringung von Vögeln und Reptilien und einen Platz für Elefant Dshonni zur Verfügung zu stellen. Die Permer Regierung prüft die Idee der Errichtung eines Pavillons, in dem gleichzeitig Giraffe, Nashorn und Zebra untergebracht werden könnten. Die Projekt-Planer sollen ihre Konzeption bis Ende September fertigstellen.

Asiatisches Rußland (Ural, Sibirien, Ferner Osten)

radiomayak.ru - 24. Juli 2008
Животные в зоопарке Екатеринбурга отказываются от пищи
Tiere im Zoo Jekaterinburg verweigern das Fressen
Baulärm neben dem Zoo Jekaterinburg. Das nächste Handels- und Bürozentrum entsteht. Viele Tiere schlafen schlecht und verweigern das Fressen. Die Zoomitarbeiter fürchten um ihre Pfleglinge, die auf der Roten Liste stehen. Zum Beispiel um den Amurtiger Risson, dem der Lärm des Abbruchhammers keine Ruhe läßt. In der dafür vorgesehenen Nachmittagszeit schläft Risson nicht, auch frißt er nicht sechsmal in der Woche, wie es nötig wäre, sondern nur zweimal. Im Zoo versteht man, daß der Bau nicht aufgehalten werden kann, doch fand man bisher nur einen Ausweg - die Tiger kann man in das Löwengehege umsiedeln, die Löwen selbst in die Winterkäfige. Die Bauleute zucken die Schulter, bringen Verständnis für die Sorgen der Zoologen zum Ausdruck und haben sich schon einverstanden erklärt, für eine Umrüstung des Löwenkäfigs zu sorgen. Aber der Vizedirektor der Baugesellschaft Nikolai Kladow bat darum, seinen Baulärm bis Ende Juli zu ertragen.

wwf.ru - 22. Juli 2008
A fellow tribesman of the world-famous Dersu Uzala shares his knowledge
WWF-Russia in cooperation with Frontier Service at the Russian Federation Federal Security Service for Primorskii Province have started a series of trainings for frontier guards aimed to teach them how to survive in the wild and give practical skills of scouting.Vasilii Dunkai, a leader of the Scouts School based in the aboriginal village of Krasnyi Yar, professional hunter, eagerly agreed to pass on his unique traditional field experience to frontier guards to raise the effectiveness of protective measures in the border between Russia and China. Three days trainings were conducted both indoors and outdoors, right in the harsh conditions in the wild. Outfit, field clothing, skills how to chose and organize overnight stay, how to minimize and avoid possible conflicts between men and tiger and leopards, how to identify signs of humans and animals life activity - this is an incomplete list of topics covered during the training. Pavel Fomenko, the WWF biodiversity conservation coordinator, comments: "Section of the unique Far Eastern forest in the southwest Primorye behind frontier engineering facilities where nearly half of the Amur leopard population roam is under complete control of frontier troops. Thus, they are responsible for conservation of the rarest cat in this territory. I do hope that the lessons learnt will help soldiers to protect Russian valuable biological resources."

wwf.ru - 25. Juli 2008
Большому Арктическому заповеднику - 15 лет! Крупнейший в Евразии заповедник, созданный при активной поддержке отмечает свой юбилей.
Großes Arktisches Naturreservat besteht 15 Jahre! Das größte Naturreservat Eurasiens, das mit aktiver Unterstützung des WWF geschaffen wurde, begeht sein Jubiläum.
Die Entstehungsgeschichte des Naturreservats hängt zusammen mit dem Beginn der WWF-Projekte in Rußland. Anfang der 1990er Jahre organisierte der WWF eine Reihe großer internationaler Expeditionen in den Autonomen Kreis Taimyr. Die Wissenschaftler bestätigten, daß Taimyr einer der größten Nistplätze für Wasservögel in der Welt ist. Mit Hilfe des WWF, der Regierungen Deutschlands und der Niederlande, der Verwaltung des Kreises wurde ein Plan für die Schaffung eines Naturreservats auf einer Fläche von 4.169.222 ha vorbereitet. Die Areale des Naturreservats erstrecken sich über 1.000 km von West nach Ost und über mehr als 500 km von Nord nach Süd. Am 25. Juli finden in Norilsk Feierlichkeiten zu Ehren des Naturreservat-Jubiläums statt (offizielles Gründungsdatum ist der 11. Mai 1993). An den Feierlichkeiten nahmen Vertreter des WWF und Experten aus den Niederlanden, der Schweiz und Frankreich teil. "Wir können heute uns und der Natur Taimyrs gratulieren", sagt Wiktor Nikiforow, Direktor der Regionalprogramme des WWF. "Vor 15 Jahren leitete ich das Projekt zur Schaffung des Naturreservats und jetzt ist für alle offensichtlich, daß sehr rechtzeitige Schritte zu Erhaltung der einmaligen arktischen Natur unternommen wurden. Jetzt steht das Große Arktische Naturreservat wieder im Zentrum der Aufmerksamkeit der Arbeiten des WWF - wir hoffen auf eine aktive Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes zur Erhaltung der Eisbärenpopulation (Projekt ‚Bärenpatrouille')."



Zoos –
Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Zoo Berlin, 31.07.2008
Endlich hat es geklappt - Ein Zuchterfolg bei den Kalifornischen Seelöwen
Nach der Einweihung der umgebauten Seelöwenanlage im Juli 2002 haben die Zoologen eine junge Gruppe von Seelöwen aus verschiedenen europäischen Zoos zusammengeführt. Nachdem die Jungrobben geschlechtsreif geworden waren, konnte im letzten Jahr das erste Paarungsverhalten beobachtet werden. Am 7. Juni war es soweit, die sechsjährige Lucy, die in Krefeld das Licht der Welt erblickte, gebar ein kräftiges männliches Jungtier, dessen Vater der achtjährige Bulle Enzo aus dem Zoo Duisburg ist. Bei der Namensgebung einigten sich die Mitarbeiter - in Dankbarkeit für viele wertvolle Tipps, die wir von dem Robbenpfleger Volker Gatz aus dem Zoo Dortmund erhielten - sehr schnell auf den Namen VOLKER. Die ersten Lebenswochen haben Mutter und Kind in Ruhe hinter den Kulissen verbracht. In dem dortigen Schwimmbecken lernte Volker das nasse Element kennen und durfte nach und nach auch Kontakt zu seinen Tanten aufbauen.

Tierwelt Herberstein, 31.07.2008
Tierwelt Herberstein: Zebrastreifen in Kleinformat!
Für große Freude und Überraschung sorgte die Geburt eines Zebrafohlens in der Tierwelt Herberstein. Modisch schwarz-weiß gestreift, erkundet es schon munter mit seiner Zebramutter das Gehege. Obwohl Zebrahengst Herold erst seit kurzem in der Tierwelt Herberstein ein neues Zuhause gefunden hat, sorgte er jetzt schon für eine große Überraschung. ?Wir können einen tollen Zuchterfolg feiern, da Herold trotz seines jugendlichen Alters erfolgreich gedeckt hat!? freut sich Jochen Lengger, zoologischer Leiter der Tierwelt. Nach einer Tragzeit von etwa 1 Jahr brachte Zebrastute Safira ein ca. 25 kg schweres Fohlen zur Welt, das bereits wenige Minuten nach der Geburt seiner Mutter folgte und ihr seither nicht von der Seite weicht. Erst nach 6 bis 8 Monaten wird das Junge von der Mutter entwöhnt. Hartmann-Bergzebras kommen in trockenem, steinigem Berg- und Hügelland des südlichen Afrikas vor. Sie leben in kleinen Herden mit einem Hengst und bis zu 12 Stuten und Fohlen. In freier Wildbahn sind sie leider vom Aussterben bedroht ? die Population wird auf etwa 15.000 Tiere geschätzt. Warum haben Zebras eigentlich Streifen? Die schwarz-weißen Streifen dienen den Zebras vor allem als Schutz vor lästigen Insekten. Mit ihren Facettenaugen können Insekten die gestreiften Tiere nur schlecht wahrnehmen "Familie Zebra" ist täglich von 9 bis 17 Uhr in der Tierwelt Herberstein zu sehen!

Zoo Augsburg, 31.07.2008
Jetzt kommen die "echten Nashörner!
Nashornbulle „Daniel“ (38 Jahre) und Weibchen „Baby“ (37 Jahre) vom Zoo Salzburg stehen bereits in den Startlöchern. Die beiden Schwergewichte sollen am Dienstag Abend, den 5.8.2007 in Kisten verladen und nach Augsburg transportiert werden. Voraussichtliche Ankunft in Augsburg Mittwoch Früh um 6.00 Uhr, Abladen um 7.30 Uhr
Obwohl die beiden je ca. 3 Tonnen schweren Tiere für die Verladung schon seit Wochen trainiert werden, gibt es natürlich keine Garantie, dass alles klappt und dass sie wie erwartet auch wirklich in die Transportkisten hineinmarschieren. Der Transport über Nacht wäre wünschenswert, weil dann sowohl die Hitze als auch der Verkehr nicht so stark ins Gewicht fallen und die Fahrt für die Tiere als auch für den Fahrer und die Tierbegleiter stressfreier verlaufen würde. Die Kisten wiegen leer 5,5 Tonnen, mit Nashorn müssen ca. 8 Tonnen schwere Kisten mit einem Kran auf die Anlage gehievt werden. Die Augsburger Tierpfleger freuen sich auch schon riesig auf die neuen Schützlinge, denen in einer eigens für sie erbauten großzügigen Anlage ein schönes und komfortables Zuhause geboten wird.

Zoo Heidelberg, 31.07.2008
Bei Wilma und Fred wird Faulheit groß geschrieben
Wer würde bei diesem Wetter nicht gerne gemütlich abhängen, hin und wieder etwas Leichtes zu sich nehmen und sodann in ein wohliges Nickerchen gleiten? Wer in diesen Tagen den Heidelberger Zoo besucht, wird sich beim Anblick von Wilma und Fred wünschen, wenigstens einmal im Leben ein richtiges Faultier zu sein! Wilma und Fred heißen die beiden Zweifinger-Faultiere, die sich gerade im Freibereich der Südamerika-Voliere eingewöhnen dürfen. Partner Fred ist vor kurzem aus dem Tierpark Nordhorn nach Heidelberg gekommen. Beide sieht man nun einträchtig – wenn auch mit einem gewissen Abstand – dösend im Baum hängen. Sollten sie diesen Abstand langsam aber sicher überwinden, dann könnte auch Nachwuchs die Folge sein, der dann vermutlich „ Pebbels“ getauft würde. Faultiere gehören zur sehr alten Säugtierordnung der Nebengelenktiere, die vor ca. 20 Millionen Jahren im Miozän den Höhepunkt ihrer Entwicklung erlebten. Heute bilden nur noch wenige Arten von Faultieren, Gürteltieren und Ameisenbären ein Relikt dieser einstmals artenreichen Tiergruppe.

Zoopark Erfurt, 30.07.2008
Die erste Traumnacht im Thüringer Zoopark Erfurt

Im Thüringer Zoopark wurde die erste Dreamnight at the Zoo in Erfurt veranstaltet. Dieses Projekt wurde in den Niederlanden gegründet, und es sind ca. 200 Zoos und Tierparks weltweit daran beteiligt. Die Dreamnight at the Zoo, welche aus dem Englischen übersetzt "Traumnacht im Zoo" bedeutet, öffnet jährlich die Zootore für chronisch kranke oder behinderte Kinder und deren Familien. Zu diesem Anlass kamen 200 geladene Gäste, die ab Nachmittag den Zoo für sich allein haben durften, wobei ihnen Attraktionen, wie Bastel- und Quizstände, Kutschfahrt, Blasrohr- und Büchsenschießen und eine Hundeshow geboten wurden. Dabei bestand auch die Möglichkeit hinter die Kulissen zu schauen und Kontakt zu einigen Tieren aufzunehmen. Eine weitere Besonderheit war, dass den Familien freier Eintritt und kostenlose Speisen und Getränke zur Verfügung gestellt wurden. Dies wäre für den Thüringer Zoopark Erfurt ohne Spender und ehrenamtliche Helfer nicht zu realisieren gewesen. Durch Sach- und Geldspenden von umliegenden Firmen, sowie dem Engagement der Tierpfleger(-innen) und Mitarbeiter(-innen) des Zooparks wurde die "Dreamnight at the Zoo" ein großer Erfolg. Wir bedanken uns bei allen Spendern recht herzlich für ihre Unterstützung.

Wilhelma, 30.07.2008
Odyssee eines Affen
Geraubt, geschmuggelt, viele Jahre in Portugal unter Schimpansen ein nicht artgerechtes Dasein gefristet, schließlich vom Koordinator für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm "entdeckt" und echten Artgenossen zugeführt, was wie ein Krimi aus alten Zeiten klingt, ist leider auch heute manchmal noch Realität. Das Bonobomädchen "Chimba" hatte keine allzu gute Jugend, bis sie nach immensem Papierkram endlich von Portugal nach Köln reisen durfte, um in die dortige Bonobofamilie integriert zu werden. Was gut gedacht war, hat leider wegen Unverträglichkeiten nicht funktioniert. Also musste "Chimba" noch einmal umziehen, nach Stuttgart. Hier gelang die Integration in eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen der Welt. "Chimba" wurde gut angenommen, obwohl sie wegen des Aufwachsens bei Schimpansen ein paar Bonoboverhaltensweisen nicht kennt und die Verständigung nicht immer aufs erste Mal klappt.
Bonobos sind die dem Menschen am nächsten verwandten Menschenaffen. Sie kommen nur in einem recht kleinen Gebiet in der Demokratischen Republik Kongo vor und stehen dort am Rande der Ausrottung. Jedes geschmuggelte Jungtier bedeutet zumindest einen getöteten erwachsenen Bonobo, eine Katastrophe für die schrumpfende Population. Die Bemühungen des EEP, eine kleine genetisch vitale Population in Menschenobhut zu erhalten, ist ein Versuch, der Ausrottung in der Natur entgegenzuwirken. Ob dies gelingen wird, ist völlig offen. die Zoologen würden es allemal vorziehen, wenn das Überleben der Bonobos in ihrem angestammten Lebensraum garantiert wäre. "Chimba" mit ihren etwa 12 Jahren kann jedenfalls nicht zurück in den Kongo, aber vielleicht verguckt sie sich in "Zorba", den genetisch wertvollsten Stuttgarter Bonobomann, und trägt somit zum Arterhalt bei.

Zoo Duisburg, 30.07.2008
Rostocker Elefantin macht Duisburger Jung-Bullen heiß

Der Zoo Duisburg hat Zuwachs bei den Elefanten! Nein, ein neugeborenes Jungtier ist es noch nicht, aber hoffentlich eine werdende Mutter. Nach langwierigen Diskussionen in internationalen Gremien und unzähligen Telefonaten zwischen Duisburg und Rostock war der Wechsel perfekt: die 15jährige Elefantin DZOMBA sollte an den Kaiserberg ziehen. Ein Elefantentransport zählt zu den höchsten Weihen im tiergärtnerischen Alltag und so setzte eine Lawine an Vorbereitungen ein. Schließlich sollte DZOMBA per Tieflader in einem riesigen Container kommen, der am Stall vom Schwerlastkran zentimetergenau positioniert werden musste. Zum intensiven Erfahrungsaustausch reisten die Duisburger Elefantenpfleger einige Tage vor dem Verladen zu ihren Kollegen und „ihrer“ DZOMBA nach Rostock. Im Gegenzug begleitete der Stammpfleger DZOMBAs sie an den Kaiserberg, um dem sensiblen Tier eine möglichst stressfreie Eingewöhnung in seiner neuen Heimat zu gewährleisten. Und auch, um sich langsam aber sicher als ihr langjähriger, vertrauter Pfleger zurückzuziehen und die Pflege in Duisburger Hände zu übergeben. DZOMBAs erste Schritte im neuen Stall waren zaghaft und die Anwesenheit der drei Duisburger Kühe mitsamt dem Bullen SHAKA zuerst irritierend, zumal sie in Rostock ausschließlich mit einer alten Artgenossin zusammenlebte. In den Folgetagen gelang es allen Beteiligten, DZOMBA erfolgreich in die Herde zu integrieren. Zuerst nur in Anwesenheit der Pfleger, mittlerweile durchaus ohne permanente Aufsicht. Beim Bullen SHAKA laufen derweil deutlich seine Schläfendrüsen als Ausdruck seiner Erregung. Sein häufiges Ausschachten verrät zudem sein Verlangen. In Duisburg darf man in den kommenden Jahren mehr denn je auf Zuwachs bei den Riesen der Savanne hoffen! DZOMBA wechselte aufgrund zweier Umstände: zum einen sollte sie in eine junge Herde, ihrem Alter gemäß, eingegliedert werden mit dem Ziel zur Nachzucht. Zum anderen galt es in Rostock, durch umfangreiche Baumaßnahmen die Haltungsbedingungen für Elefanten nachhaltig zu verbessern.

Zoo Leipzig, 30.07.2008
Giraffenjungtiere wurden auf die Namen "Jamala" und "Kibo" getauft

Die am 08. April und 10. Juni 2008 geborenen beiden Giraffenjungtiere wurden heute auf die Namen „Jamala“ und „Kibo“ getauft. „Jamala“ bedeutet auf Swaheli „freundlich“, „Kibo“ ist der Höchste Berg des Kilimandscharo Massivs. „Aus den über 800 eingesendeten Vorschlägen haben uns diese zwei auf Anhieb gefallen. Wir haben bewusst afrikanische Namen gesucht, um die Herkunft der Tiere zu unterstreichen“, so Zoodirektor Dr. Junhold. Die Täuflinge haben sich den symbolischen Taufakt aus der Ferne angesehen. Den Korb Möhren hat dafür Vater Max genüsslich allein verspeist. Damit bewohnen neben dem Oberhaupt Max, den Giraffendamen Ashanti, Knöpfchen, Emma, Gusti, Twiga und Tatu zwei weitere Rotschildgiraffen die Kiwara-Savanne.

Zoo Magdeburg, 30.07.2008
Karten zur Dschungelnacht unbedingt im Vorverkauf erwerben
Die Nachfrage zur Dschungelnacht ist riesig und der Zoo empfiehlt dringend, die Karten zur beliebten Dschungelnacht im Vorverkauf zu erwerben. Karten sind im Vorverkauf an allen MVB-Verkaufsstellen und an den Zookassen erhältlich. Die Eintrittskarten gelten gleichzeitig als MVB-Fahrscheine 2 Stunden vor und 2 Stunden nach der Veranstaltung an diesem Tage. Der Zoo öffnet zur Dschungelnacht zusätzliche Zookassen im Vogelgesangpark. Die Dschungelnacht findet am 2. August von 18 bis 24 Uhr statt, aber bereits am Tage können sich die Besucher beim TIERISCH NAH-Programm auf die Dschungelnacht einstimmen oder sich gezielt über die „Aktion Naturschutz“ informieren. Alle Spenden an den Ständen kommen der „Aktion Naturschutz“ zugute. So kann man am Stand des Tierarztes, Dr. Pierre Grothmann, das Blasrohrschießen selbst einmal ausprobieren. Interessante Naturspiele und Artenschutz-Informationen gibt es an der Tigeranlage. Am Artenschutz-Stand beim Flamingohaus informiert die Artenschutzkuratorin, Julia Trillmich, über die "Aktion Naturschutz" und über Artenschutzprojekte, die der Zoo Magdeburg unterstützt. Zusätzlich können unsere großen und kleinen Gäste hier tolle Preise am Glücksrad gewinnen und Tier-Anstecker basteln. Auch alte und defekte Handys können am Artenschutzstand abgegeben werden - sie werden dem Recycling zugeführt und belasten so nicht die Umwelt. Außerdem informieren Zollbeamte am Artenschutz-Stand, auf welche tierischen und pflanzlichen Mitbringsel Jeder im Urlaub unbedingt verzichten sollte. Die Parkmöglichkeiten in der Straße Am Vogelgesang sind sehr begrenzt. Nach Möglichkeit sollten die öffentlichen Verkehrsmittel

Vogelpark Herborn, 30.07.2008
„Die Schöpfung bewahren“

Die evangelische Kirchengemeinde Ambachtal und die katholische Gemeinde Breitscheid laden zum zweiten Familiengottesdienst im Vogelpark. Im Juli des Vorjahres feierte die Kirchengemeinde Ambachtal erstmalig im Vogelpark des Herborner Stadtteils Uckersdorf ihren Familiengottesdienst. Und dies mit so guter Resonanz, dass die Beteiligten sich zu einer Neuauflage entschlossen haben. Auch in diesem Jahr geht es um die Bewahrung der Schöpfung und somit um ein sehr wichtiges christliches Grundanliegen, das angesichts wachsender Naturzerstörung nach Mitteilung von Vogelparkleiter Wolfgang Rades leider gegenwärtig so aktuell wie kaum jemals zuvor ist. Angesichts dieser Aktualität freut sich das Vogelparkteam umso mehr, dass der diesjährige Gottesdienst jetzt auch im Zeichen der Ökumene von der katholischen Kirchengemeinde Breitscheid und Umgebung ausgerichtet wird. Pfarrerin Karin Schmid erhält somit in diesem Jahr Unterstützung auch durch den Gemeindereferenten Jüngling aus Breitscheid. Zur Belebung des Gottesdienstes, der am Sonntag, den 3. August um 10.00 Uhr wie im Vorjahr auf dem städtischen Spielplatz „Im Beilsbach“ am Vogelpark stattfinden soll, beitragen wird auch der Posaunenchor der Kirchengemeinde Ambachtal. Thematisch wird Franz von Assisi im Blickpunkt stehen, der zu den Vögeln predigte und unter den Menschen auch für mehr Verständnis für „Meister Isegrim“, den Wolf sorgte. Zudem wird Biologe Rades noch einmal das Projekt „Amphibienarche“ vorstellen, das in diesem „Jahr des Frosches“ wesentlich zur Bewahrung der Schöpfung beitragen soll. Kleine und große Gemeindemitglieder dürfen gespannt sein. Und natürlich lohnt es sich, im Anschluss an den Gottesdienst auch die befiederten, vierbeinigen und (im Fall der Schlangen) beinlosen Mitgeschöpfe im Vogelpark aufzusuchen. Wie Wolfgang Rades mitteilt, fliegen die ersten Jungstörche schon herum, während bei den Teichhühnern kürzlich bereits die zweite Brut geschlüpft ist oder bei den Beos, Roten Ibissen und Paradieskranichen gar noch gebrütet wird. Jüngster Nachwuchs des Vogelparks ist eine besonders niedliche schwarzweiße Zwergziege, die mit ihren sechs Halbgeschwistern das Streichelgehege belebt.

Zoo Leipzig, 29.07.2008
Anpassung Finanzierung der Tropenerlebniswelt Gondwanaland

Composite(Gray)Composite(Gray)Die in den letzten Monaten explosionsartig gestiegenen Stahlpreise auf dem Weltmarkt bedingen eine Anpassung der Finanzierung der Tropenhalle Gondwanaland. Berechnungen zu Folge wird sich das Gesamtbudget von 49,5 auf 60 Millionen Euro erhöhen. Sowohl mit dem Fördermittelgeber Freistaat Sachsen und der Stadt Leipzig steht der Zoo im intensiven Austausch. Der Zoo Leipzig hat einen Vorschlag erarbeitet, der der Stadt Leipzig vorliegt. Gegenwärtig werden die noch offenen Fragen geklärt. Es wird versucht eine Lösung zu finden. Zum momentanen Zeitpunkt kann noch keine Aussage darüber getroffen werden, wie die Mehrkosten im Detail aufgeteilt werden. „Wir werden alles tun, um das Gesamtprojekt nicht zu gefährden und eine wirtschaftlich vertretbare Lösung zu finden. Aufgrund des laufenden europaweiten Vergabeverfahrens können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben machen.“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. "Wir sind uns einig, dass Gondwanaland das Herzstück des Zoos der Zukunft bilden wird. Vor einer Entscheidung über eine Beteiligung der Stadt Leipzig an den gestiegenen Kosten sind allerdings durch den Zoo zeitnah noch offene Fragen zu beantworten. Ich gehe davon aus, dass wir mit gemeinsamen Anstrengungen von Zoo, Freistaat und Stadt die Herausforderung lösen.", so Oberbürgermeister Burkhard Jung.

Zoo Duisburg, 29.07.2008
Neues Mitglied im Duisburger Seelöwen-Harem

Seelöwen-Mutter NIXE ist genauso ein einzigartiges Charaktertier wie jeder andere Kalifornische Seelöwe im großen Freibecken des Zoo Duisburg. Eigentlich ganz umgänglich, nur manchmal etwas zickig mit einem Schuss an Hysterie. Letztere lebt sie ganz besonders dann aus, wenn sie sich – wie im jetzigen Fall seit rund sechs Wochen – um ihren eigenen Nachwuchs kümmert. Das allerdings erledigt sie mit fürsorglicher Bravour. Das Weibchen SUSI wurde Mitte Juni geboren und ist seitdem der heiß umworbene Star in der Duisburger Seelöwenfamilie. Den vielfachen Zuchtvater PIT müssen die Pfleger noch auf Abstand halten, denn die Väter sind anfangs unter Umständen nicht gerade zimperlich zu ihrem Nachwuchs. Der Größenunterschied zu den Weibchen tut hier sein Übriges, wachsen sich die Bullen doch zu Muskelpaketen von bis zu 300 kg aus, während das zarte Geschlecht gerade einmal auf ein Drittel der Körpermasse kommt. Mehr als gesellig geht es trotzdem zu, denn für die anderen fünf Weibchen bedeutet SUSI schlichtweg eins: tolle Beschäftigung! Der neue Mitbewohner wird, soweit die Mutter das auch zulässt, beschnuppert, angestupst, vielleicht schon zum Spielen aufgefordert. Allerdings halten sich Seelöwen-Jungtiere anfangs erst an Land auf, denn sie müssen das Schwimmen erstaunlicherweise erlernen! Mittlerweile klappt es aber ganz gut und SUSI unternimmt ihre ersten Tauchgänge im Freibecken. Mutter NIXE ist dabei schon von weitem gut zu hören, denn sie brüllt ihre Kontaktrufe zu ihrem Jungtier ununterbrochen heraus. Dass sie liebevoll als kleine Hysterikerin verschrien ist, hängt sicher auch damit zusammen, weil Brüll-Tonlage rund eine Oktave höher liegt als diejenige ihrer Artgenossinnen! SUSI werden die Stammbesucher in den nächsten Wochen beim Wachsen regelrecht zusehen können, denn Mutters Milch ist äußerst fettreich…

Zoo Osnabrück, 29.07.2008
Zickenalarm bei den Nashörnern!

Dass Dickhäuter durchaus dünnhäutig sein können, haben die Zoomitarbeiter bei der Zusammengewöhnung des Nashornbullen Floris mit den beiden Weibchen Lia und Marcita beobachten können. Nachdem sich Floris bereit im letzten Herbst mit Lia angefreundet hatte, wurden diese zart geknüpfte Bande durch die Ankunft des Weibchens Marcita Anfang Juli kurzfristig gekappt. Lia und Marcita sind Halbgeschwister und zusammen im Serengetipark Hodenhagen aufgewachsen. Durch die neue Umgebung verunsichert, schloss sich Marcita nach ihrer Ankunft im Zoo Osnabrück eng an ihrer vertraute Freundin. Außerdem hatte sie offensichtlich Angst vor dem großen Bullen Floris. Und der arme Floris sah sich seiner attraktiven Partnerin beraubt und stand zudem noch einer geschlossenen, keifenden Damenriege gegenüber. Nun war das Fingerspitzengefühl der Tierpfleger gefragt: Zunächst wurde Floris auch nachts in unmittelbarer Nähe zu den Weibchen platziert, so dass die Nashörner ständig – getrennt durch ein Gitter – Sicht- und Schnupperkontakt zu einander aufnehmen konnten. Auch tagsüber waren die Tiere zunächst in getrennten Gehegebereichen untergebracht und im nächsten Schritt der Familienzusammenführung, unter Beobachtung stundenweise gemeinsam auf der Anlage. Nach und nach gewöhnten die Nashörner sich aneinander und mittlerweile sind sie gemeinsam mit drei Blessböcken regelmäßig auf der Außenanlage zu beobachten.

Zoo Salzburg, 29.07.2008
Am Freitag, 1. August, beginnt der Nachtzoo 2008

Beim ersten Nachtzooabend stehen Tiger, Kapuzineraffe & Co im Mittelpunkt. Am Freitag, den 1. August, ist es wieder soweit! Die Nachzoosaison im Salzburger Zoo beginnt. Bis 30. August ist der Zoo Salzburg jeden Freitag und Samstag bis 23 Uhr geöffnet ? letzter Einlass ist um 21.30 Uhr an der Hauptkasse! Im Sommer wenn abends die Hitze des Tages schwindet sind viele Zootiere besonders aktiv. Zoobesucher sind eingeladen, die Tierpfleger zu begleiten, die in den kühleren Stunden des Tages ihre Schützlinge mit so mancher "Leckerei" überraschen: Am Freitag stehen um 20 Uhr die Kapuzineraffen, um 21 Uhr die Tiger-Dame Ästhetica und die Wölfe um 21.30 Uhr im Mittelpunkt! Am Samstag ist um 20 Uhr der Treffpunkt bei den Bären, um 21 Uhr beim Jaguar Paar "Bonita und Sir William" und um 21.30 Uhr bei den Flamingos! "Mahlzeit im Zoo?" Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt das Zoorestaurant! Alles vom Grill!

Tiergarten Nürnberg, 29.07.2008
Rarität im Tiergarten

Koritrappen gehören seit 1977 zum dauerhaften Bestand des Tiergarten Nürnberg. Bereits 1989 konnte der Tiergarten die weltweit erste Nachzucht dieser Vögel in einem Zoo vermelden. Obwohl heutzutage etwa 150 Koritrappen in 40 Zoologischen Gärten gehalten werden, ist die Zucht nach wie vor keine Selbstverständlichkeit und gelingt nur in wenigen Zoos in den Arabischen Emiraten, den Vereinigten Staaten und im Tiergarten Nürnberg. Das Nürnberger Männchen lebt hier seit 1987 und gehört damit zu den ältesten Trappen. Koritrappen gehören zu den schwersten flugfähigen Vögeln, wobei die Männchen bis zu 18 kg Körpergewicht erreichen können. Die Weibchen sind mit bis zu 7 kg wesentlich leichter. Während der Balz sträuben die Männchen ihr Halsgefieder und blähen die Luftröhre auf das Vierfache auf. Damit können sie die entsprechenden tiefen Balztöne hervorbringen. Aus Sicherheitsgründen werden im Tiergarten die Eier in den Brutapparat überführt. Am 18.06.2008 schlüpfte nach 24-tägiger Brutdauer nach mehrjähriger Pause endlich wieder ein Küken dieser in Ost- und Südafrika beheimateten Vogelart. Das Junge wird jetzt von seinen Pflegern fürsorglich gepflegt und täglich auf der Wiese spazieren geführt. Diese Bewegung ist wichtig für eine gesunde Entwicklung, da Trappen zu den Nestflüchtern gehören. Bei diesen verlassen die Jungtiere kurz nach dem Schlupf die Nestmulde und begleiten von Beginn an die Eltern bei der Nahrungssuche.

Wisentgehege Springe, 29.07.2008
Freiheit für Adebar Wisentgehege Springe entlässt Storchennachwuchs in die Freiheit

Früh um 7.30 Uhr versammelten sich die Tierpfleger im Wisentgehege an der großen Freiflugvoliere. Mit Käschern „bewaffnet“ sollte es auf Storchenfang gehen. Die Weißstörche hatten in diesem Jahr erfolgreich gebrütet und zwei Jungtiere aufgezogen. Nach langer Zeit war das der erste Zuchterfolg bei Weißstörchen im Wisentgehege. Über die Beringung der beiden Vögel im Mai hat sogar das NDR-Fernsehen berichtet. Nun hieß es Abschied nehmen, denn im Wisentgehege hat man sich dafür entschieden, die jungen Störche in die Freiheit zu entlassen und so die Population der frei lebenden Störche zu stützen. Ein wenig Unruhe hat die morgendliche Aktion in der großen Freiflugvoliere schon gebracht, aber für den guten Zweck müssen Schwarz- und Weißstörche, Kraniche und alle anderen Bewohner der Anlage damit klar kommen. Die Fangaktion lief schnell und routiniert, ohne besondere Vorfälle ab. Nach wenigen Minuten hatten Nicola Gölzner und Birgit Othmer die beiden Jungstörche zunächst im Käscher und dann in den Transportkisten. Diese sind nötig, denn der Weg in die Freiheit führt über eine Zwischenstation. Im NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde werden die Tiere auf das Leben in Freiheit vorbereitet. Sie werden lernen, sich selbst zu versorgen. Sie bekommen Kontakt zu Artgenossen, mit denen sie im Herbst gen Süden ziehen werden. Im Wisentgehege hofft man derweil, auch im nächsten Jahr wieder Storchennachwuchs zu haben. Die Vorraussetzungen sind sicher gut. Die schöne Freiflugvoliere, die im Jahre 2005 neu erstellt worden war, wurde soeben in der Zeitschrift „Tierzeit“ vom Deutschen Wildgehegeverband als „vorbildliche Storchenanlage“ gewürdigt.

Zoopark Erfurt, 29.07.2008
Meldebüros zum 10. Zooparklauf geöffnet
Am 13. September gilt es wieder flinke Füße zu beweisen, denn bereits zum 10. Mal macht der Erfurter Laufcup einen Abstecher in den Thüringer Zoopark Erfurt. Für alle, die jetzt schon voller Vorfreude sind, haben die Meldebüros ab sofort geöffnet. Wenden kann man sich hierbei an den Runners Point Am Anger 1, den Lauf- und Sportladen Lehmann in der Lachsgasse 3, online unter www.zooparklauf.de oder auch direkt beim SSV Erfurt Nord. Letzterer und der Thüringer Zoopark Erfurt freuen sich jetzt schon auf rege Beteiligung auf allen Streckenlängen, vom 200 m Bambinilauf bis zum Großen 9 km Hauptlauf.

Vogelpark Walsrode, 28.07.2008
Pinguin Pepe in Not

Wenn die Pinguine im größten Vogelpark der Welt, dem VogelPark Walsrode, bei der amüsanten Schaufütterung dem Fisch pfeilschnell „nachjagen“, denkt wahrscheinlich kein Besucher an die wildlebenden Artgenossen der Humboldt-Pinguine in der freien Natur. Während die Pinguine sich im Vogelpark in ihrem Freigehege rundum wohl fühlen, stehen ihre Artgenossen an den Küsten Perus und Chiles unter starker Bedrohung. Überfischung der Meere, Zerstörung der Bruthöhlen, Meeresverschmutzung und unkontrollierter Tourismus haben dazu beigetragen, dass der Wildbestand auf ca. 30.000 Tiere zurückgegangen ist. Für eine langfristige Überlebenschance der eleganten Wasserkünstler im Frack, ist dieser knappe Bestand leider zu wenig. Um auf die Vielzahl der Probleme aufmerksam zu machen, veranstaltet der Vogelpark am Sonntag, 03.08.2008 von 10.00 bis 18.00 Uhr einen Aktionstag zum Schutz des Humboldt-Pinguins. Unter dem Motto „Pinguin Pepe in Not“ hat der VogelPark Walsrode zusammen mit Sphenisco e. V. und dem Zoo Landau ein abwechslungsreiches Pinguinprogramm im Wiesental zusammengestellt. In spannenden Kurzvorträgen, kommentierten Fütterungen und lehrreichen Filmen für die ganze Familie bekommen alle neugierigen Pinguinfreunde einen Einblick in das reelle Leben der beliebten Wasserakrobaten. Zusätzlich laden eine spannende Pinguin-Ralley mit tollen Preisen, kreative Mal- und Bastelaktionen und vieles mehr die interessierten Besucher ein, jede Menge Wissenswertes rund um die Meister des Unterwasserfluges mit nach Hause zu nehmen.

Zoo Berlin, 28.07.2008
Sensationeller Zuchterfolg im Berliner Zoo: Ein Jamesflamingo geschlüpft!
Noch in den frühen fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts galten die hübschen südamerikanischen Jamesflamingos als ausgestorben. Sie wurden jedoch später in den hochalpinen, lebensfeindlichen Salzseen in Höhenlagen über 2.500 m wiederentdeckt, und wenige Exemplare gelangten durch den Schweizer Tierfänger Cordier nach Europa. So auch in den Berliner Zoo, dem weltweit erstmalig und bisher als einzigem Zoo im Jahre 1989 die Zucht gelang. Seither schlüpften mehrere Jungvögel im Berliner Zoo, die allerdings nicht aufkamen. Überhaupt sind Jamesflamingos heute außerhalb Südamerikas nur noch in Berlin sowie einem uralten Vogel im Zoo Wuppertal anzutreffen. Aufgrund ihrer hochalpinen Verbreitung sind James- und die nahe verwandten Andenflamingos extrem von Erkrankungen der Atemwege gefährdet. Mit dem am 7. Juli geschlüpften Jungvogel leben jetzt im Berliner Zoo insgesamt 7 Jamesflamingos. Revierchef Thomas Lenzner und seinem Team gebührt uneingeschränkte Anerkennung für diesen Zuchterfolg.

Zoo Halle, 28.07.2008
Sommer-Seniorentag

am 06. August 2008, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr, veranstalten wir gemeinsam mit dem Volkssolidarität 1990 e.V. Halle (Saale) einen „Sommer-Seniorentag“. Wir sorgen an diesem Tag auf den Bergterrassen für ein abwechslungsreiches kulturelles Unterhaltungsprogramm u.a. mit den „Fahrenden Musikanten“, einer „Heino-Double-Show“, „Charly Chaplin & Lisa“ und Spindlers „Seniorenpuppentheater“. Zu den Highlights gehören die hautnahen Begegnungen mit unseren Streicheltieren sowie die beliebten kommentierten Tierfütterungen und eine Kleintierschau. Der Klöppelverein vom Volkssolidarität 1990 e.V. Halle (Saale) unter der Leitung von Frau Schmeier, und Vertreter vom Zooförderverein werden u.a. vor Ort zu finden sein. Wir möchten allen interessierten Seniorinnen und Senioren einen besonderen Ausflug in unseren landschaftlich reizvollen Zoo empfehlen. Erst seit einigen Tagen bewohnt gemeinsam mit dem Jungbullen Abu und den Elefantenkühen Sabi und Mafuta, die siebenjährige Elefantenkuh Tana aus dem Tierpark Berlin, die Elefantenanlage in unserem Zoo. Für das leibliche Wohl mit ermäßigten Angeboten zum Mittagstisch und in der Kaffeezeit fühlen sich die Mitarbeiter der Zoogastronomie an diesem Tag verantwortlich. Die Begegnung mit unserer interessanten Tierwelt mit 1.700 Tieren in 250 Arten aus 5 Kontinenten sollen diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Für Seniorinnen und Senioren ab 60 plus ist der Eintritt frei. Nur bei schlechtem Wetter (Unwetter, Dauerregen) entfällt die Veranstaltung.

Zoo Emmen, 28.07.2008
Nickerchen für Dickerchen!

Mittagsmüdigkeit, Sommerträgheit oder einfach nur ein Schönheitsschläfchen? Gründe für eine kleine Auszeit gibt es viele. Das haben auch die Elefanten des Zoo Emmen erkannt… 44 Jahre hat Elefantendame Annabel schon auf dem Buckel, da tut ein kleines Mittagsschläfchen an manchen Tagen natürlich gut. Aber auch alle anderen Mitglieder der Elefantenherde werden in letzter Zeit des öfteren bei einem Schläfchen beobachtet. Abgeschaut haben sie sich das wahrscheinlich bei Elefantenbulle Radza, der sich als Erster gern mal auf die großen Ohren legte. Wie riesige, graue Berge liegen die Tier dann ganz eng beieinander oder verstreut im Gehege. Ob der Sommer für die Müdigkeit der Dickhäuter verantwortlich ist, die Elefanten einfach nur relaxen möchten oder sich vom Trubel der letzten Wochen erholen wollen – die Pfleger des Zoo Emmen können es nicht mit Sicherheit sagen. Bis vor kurzem bestand die Elefanten-Herde aus 16 Tieren. Mittlerweile sind jedoch zwei Jungbullen, die für ordentlich Aufregung und Radau gesorgt haben, in einen anderen Zoo umgezogen. Gut möglich, dass besonders die älteren Elefanten seit dem Weggang der beiden ungestümen Jungsporne erstmal eine ordentliche Portion Schlaf nachzuholen haben. Bis Mitte August können Zoo-Besucher aber nicht nur einen Blick auf die schlafenden Elefanten werfen, sondern von Montag bis Freitag auch hinter die Kulissen des Elefantengeheges schauen. Alle, die eine Präsentation der Elefantenpfleger miterleben, haben die Chance, eine Führung durch die Bereiche der Elefantengehege zu gewinnen, die normalerweise für
Besucher nicht zugänglich sind. Und noch eine Neuigkeit im Elefantengehege: Seit dem 1. Juli trifft man dort regelmäßig eine junge Dame aus Deutschland, die ein Mikrofon bei sich trägt. Meike Artelt ist ihr Name und sie erforscht das Verhalten der asiatischen Elefanten. Sie ist vor allem an der Sprache der Dickhäuter interessiert, das heißt, an allen Lauten, die Elefanten hervorbringen und die für Menschen manchmal gar nicht wahrnehmbar sind. Elefanten benutzen diese Laute, um über große Distanzen miteinander zu kommunizieren. Meike Artelt erforscht aber auch eventuelle Unterschiede in der Sprache von jungen und erwachsenen Elefanten sowie von Bullen und Kühen. Bevor Meike Artelt ins niederländische Emmen kam, forschte sie bereits in den Zoos von Hamburg, Berlin und Köln. Die Forscherin wird den Elefanten im Zoo Emmen auch Laute wilder Elefanten vorspielen. Die Mitarbeiter des Zoo Emmen sind gespannt, wie Annabel, Radza und die anderen Tiere der Herde reagieren, wenn sie ihre Artgenossen aus der Wildnis zu hören bekommen…

Zoo Magdeburg, 28.07.2008
Sydney Youngblood kommt zur Dschungelnacht am 2. August!

Wie schlafen eigentlich Luchs, Eule und Löwe im Zoo? Am 2. August können Zoobesucher den Zoo von einer neuen Seite kennen lernen. Inmitten Magdeburgs ist es möglich, das Reich der Tiere bei Nacht zu erleben und den Tierstimmen zu lauschen. „Exotik pur“ verspricht das diesjährige Dschungelnacht-Programm, zu dem der bekannte amerikanische Star SYDNEY YOUNGBLOOD erwartet wird. Mit seinem legendären Hit „If only I could“ begeistert er jedes Publikum.
Die „tierische Megaparty“ im Zoo mit Radio Brocken gibt`s von 18 bis 24 Uhr, aber bereits am Tage können sich die Besucher beim TIERISCH NAH-Programm, an den Informations- und Aktionsständen auf die Dschungelnacht einstimmen. Spiel, Sport und Spaß bieten viele Aktionsstände und es gibt sogar eine „Tier-Olympiade“! Beim Langnese Super Soccer, können die Kids auf besondere Weise kicken. An Bungeeseilen agieren die Spieler mit viel Ballgefühl und Teamgeist und haben dabei jede Menge Spaß bei diesem originellen Fußballerlebnis. Jede Menge „tierische“ Überraschungen und ein tolles TIERISCH NAH – Programm gibt es in der Arena ab um 10 Uhr. Hier besteht außerdem die Möglichkeit, auf einem Pferd oder Esel zu reiten. „Diesseits von Afrika“- das ultimative Dschungelnacht-Programm bringt abends stimmungsvolle, lateinamerikanische Klänge in den effektvoll beleuchteten Zoo. Radio Brocken präsentiert außerdem die Liveband SK5, die RADIO BROCKEN DANCE CREW, JUNGLE DANCE und eine atemberaubende Feuershow. Südamerikanisches Temperament in tollen Kostümen zeigt die BAHIA DANCE CREW. Den krönenden Abschluss bietet SYDNEY YOUNGBLOOD. Der bekannte Amerikaner will die Zoobesucher mit seiner

Bärenpark Worbis, 28.07.2008
Der Sonnenstein – eine Alternative zum Mittelmeerurlaub

Aus der Exkursionsreihe: Auf den Spuren der Braunbären Am Sonnabend, dem 2. August 2008, führt Biologe Arne Willenberg in 484 Meter Höhe, auf den Sonnenstein. Die Exkursion beginnt um 9 Uhr und wird ca. drei bis vier Stunden dauern. Treffpunkt ist der Parkplatz am Fuß des Sonnensteins, zwischen Brehme, Ortsteil Sonnenstein, und Holungen. Allen Naturfreunden, die ihren Sommerurlaub nicht in den Mittelmeerländern oder in Lappland verbringen können, sei die kommende Exkursion sehr zu empfehlen. Die Wanderung führt zum Sonnenstein. Die dort vorhandenen Trocken- und Halbtrockenrasen sind reich an Pflanzenarten, deren ursprüngliche Heimat sich eigentlich in den mediterranen Urlaubsgefilden befindet. Man sollte sich also nicht wundern, wenn es nach den Kräutern der Provence duftet.
Andererseits beherbergen die besagten Trocken- und Halbtrockenrasen auch Reliktvorkommen der eiszeitlichen Tundrenflora und Tundrenvegetation. Diese Biotope sind somit vegetationskundlich, pflanzengeographisch und florengeschichtlich sehr interessant. Außerdem spiegeln sie alte Nutzungsformen der Landschaft durch den Menschen wider. Von der Kuppe des 484 Meter hohen Muschelkalkberges nördlich des Ohmgebirges sind herrliche Aussichten auf den Nordrand des Ohmgebirges, auf das Tal der Brehme, auf die als „Goldene Pforte“ bezeichnete Talenge zwischen Ohmgebirge und Sonnenstein, in die Goldene Mark mit Duderstadt sowie auf die alten Kalihalden von Bischofferode bis hin zum Kyffhäuser möglich.

Tierpark Nordhorn, 28.07.2008
Seehundnachwuchs im Tierpark Nordhorn Weibchen heißt Janna

Am Abend des 13. Juli war es im Familienzoo im Grünen endlich wieder soweit. Das erfahrene Seehundweibchen „Didi“ brachte nach Sarah, Hannes und Louisa bereits das vierte putzmuntere Jungtier in Nordhorn zur Welt! Vater „Max“, das zweite Seehundweibchen „Rita“ und „Lily“, ein Jungtier aus dem vergangenen Jahr, haben in der nächsten Zeit nichts in der Nähe der frisch gebackenen Mutter mit ihrem Jungtier zu suchen. Wenn sie zu dicht heranschwimmen werden sie Vertrieben. Dieses Verhalten ist für Seehundmütter völlig normal, denn in den ersten Lebenswochen können vor allen Dingen Seehundbullen den Kleinen gefährlich werden. Im Tierpark sorgt sich aber Niemand um den Wonneproppen, denn Max ist ein ruhiger, friedlicher Seehundbulle. Seit dem heutigen Donnerstag steht auch das Geschlecht eindeutig fest. Der jüngste Spross der Seehundfamilie ist weiblich! Familie Harland, seit Jahren treue Seehundpaten, durften einen Namen auswählen. Mit dem schönen Namen „Janna“ trägt der kleine Seehund nun einen echten Grafschafter Namen in die Welt.

Tiergarten Schönbrunn, 28.07.2008
Sonntagskinder: 3 Löwen geboren

Am Sonntag früh sind im Tiergarten Schönbrunn drei Löwen geboren worden, die vermutlich Gene der im Freiland ausgestorbenen Berberlöwen besitzen. Die Löwenmutter stammt aus dem Zoo Olmütz in Tschechien und hat das typische Aussehen der schon ausgestorbenen Unterart der nordafrikanischen Berberlöwen, die sich durch eine besonders mächtige Mähne auszeichnen. Weltweit existieren nur noch wenige Exemplare, die den Berberlöwen äußerlich weitgehend ähneln und eventuell noch Berberlöwenblut in sich tragen. Der letzte in freier Wildbahn lebende Berberlöwe wurde 1922 im Marokko erlegt. Das etwas nervöse Löwenweibchen hat sich mit seinen Jungen in eine mit Stroh ausgepolsterte Höhle zurückgezogen. Die Löwenanlage wurde mit Hilfe von Topfpflanzen und Sperrbändern abgeschirmt. Die für die ?Artenschutztage? in der Nähe der Löwenanlage aufgestellte Bühne wurde für die nächsten Tage auf den Platz vor dem Regenwaldhaus transferiert. Ausgewachsene männliche Löwen erreichen ein durchschnittliches Körpergewicht von 225 kg, Weibchen von rund 150 kg. Löwen haben ein Geburtsgewicht von 1,5 kg bei einer Körpergröße von 50 cm und werden etwa sechs bis acht Wochen von der Mutter gesäugt. In freier Wildbahn leben noch 16.000 bis 30.000 Löwen, in den letzten 20 Jahren sind die Bestände um 30 bis 50 Prozent zurückgegangen. Wie bei fast allen Großtieren Afrikas geht die Hauptgefährdung der Löwen durch den Mensch aus, aber auch Krankheiten stellen ein Problem dar. So sind im südafrikanischen Krüger-Nationalpark, und zwar im südlichen Bereich des Parks, rund 90 Prozent der Wildtiere mit Tuberkulosebakterien infiziert. Die Infektion stammt von Büffeln, die von Löwen gejagt werden und durch den Kontakt mit infizierten Hausrindern die Krankheit eingeschleppt haben.

Opel-Zoo Kronberg, 28.07.2008
ZooFari-Afrikanische Nächte im Opel-Zoo mit großem Programm am 1. und 2. August 2008

Immer zum Ende der hessischen Sommerferien wartet noch eine besondere Veranstaltung auf die Besucher des Opel-Zoos in Kronberg: Die „ZooFari – Afrikanische Nächte im Opel-Zoo“ finden dieses Jahr am 1. und 2. August 2008 von 20 bis 24 h statt (Kassenöffnung bis 23 Uhr). Jung und Alt erwartet ein reichhaltiges Programm: Das Zoogelände ist mit Feuerkörben und Kerzen illuminiert, von der Elefantenplattform ertönt afrikanische Life-Musik, Trommler und Feuertänzer zeigen den Zauber Afrikas, bei von den Zoopädagogen kommentierten Schaufütterungen erfährt man Interessantes über die jeweiligen Tiere, ein Märchenerzähler entführt in afrikanischer Erzählweise auf den schwarzen Kontinent, die Kinder können sich mit Tier- und Fantasiemasken schminken lassen, afrikanische Bastelarbeiten herstellen, kleine Taschen bemalen oder eine spannende Sinnestour auf dem dunklen Waldlehrpfad unternehmen. Im Restaurant Sambesi wird an beiden Abenden ein Buffet mit afrikanischen und internationalen Spezialitäten angeboten und an den weiteren Stationen im Zoogelände werden Snacks, Eis und Getränke angeboten (Essen und Getränke sind nicht im Eintrittspreis enthalten). Der Zwalu-Shop aus Kronberg bietet geschmackvolle, von township-Bewohnern handgemachte afrikanische Produkte an und der Förderverein des Opel-Zoos ist mit einem eigenen Infostand vertreten. Der Eintritt für die ZooFari beträgt für Erwachsene 10 ¤ und für Kinder von 3 bis 14 Jahren 6 ¤ (nur Abendkasse, keine Voranmeldung). Es gelten an diesem Abend keine Jahreskarten und keine Freikarten. Der Besuch dieser Sonderveranstaltung lohnt bestimmt, zumal der Eintrittserlös - wie schon in den Jahren zuvor – für neue Tieranlagen verwendet wird.

Zoopark Erfurt, 28.07.2008
Neues Haus für Kindergeburtstage

In unmittelbarer Nähe des Giraffenhauses ist in den letzten Wochen eine neue Attraktion entstanden. Mit Hilfe vieler fleißiger Helfer aus dem Zoopark wurde die Hütte der ehemaligen Weinverkostung komplett renoviert. Nach der Entrümpelung und Neuverlegung des Fußbodens, bekam die Hütte auch von außen neuen Glanz verliehen. Der afrikanische Künstler Bonifaz Ametepe, der zurzeit im Nashornhaus seine Werke ausstellt, widmete sich der Außengestaltung der Hütte. Jetzt beleben Affe, Elefant und Giraffe die Wände. Die Hütte mit dem klangvollen Namen "Twiga Nyumba", Suaheli für Giraffenhaus, kann gegen einen kleinen Unkostenbeitrag von 10 ¤ und Hinterlegung einer Kaution gemietet werden. Gruppen bis maximal zehn Personen können dann dort in "Ihrer" Hütte picknicken oder im privaten Rahmen feiern. Nähere Informationen unter 0361/751 88 28.

Zoo Heidelberg, 25.07.2008
Tierische Patenparty im Heidelberger Zoo

Am vergangenen Freitag Abend fand im Heidelberger Zoo bei schönstem Festtagswetter und bester Stimmung die traditionelle Patenparty statt. Die Sonderveranstaltung ist ein herzliches Dankeschön an alle treuen Tierpaten, die den Zoo und seine Tiere teilweise schon seit vielen Jahren unterstützen. Über 200 Gäste hatten sich zur Paten-Party angemeldet, so viele wie noch nie. „Es hat sich mittlerweile wohl herumgesprochen, dass man auf der Paten-Party eine ganz außergewöhnliche Atmosphäre genießen kann“ erklärt Sandra Reichler, Koordinatorin der Tierpatenschaften im Zoo, die hohe Gästezahl. Auch in diesem Jahr wartete auf die geladenen Gäste ein mit zahlreichen Überraschungen bunt gespicktes Programm rund um ihre Lieblinge. Gleich zu Beginn wurden die Gäste mit einem Freiflugtraining mit Wüstenbussard und Uhu auf der Wiese am Eingangsplatz überrascht. Danach konnten die Paten für die Rhesusaffen „Affenbrotbäume“ basteln, deren Früchte von den flinken Tieren mit Affenzahn vom Baum geholt und verspeist wurden. Beim anschließenden Sektempfang im großen Zelt wurde ein neuer Pate begrüßt: Mit Dossenheim hat eine ganze Gemeinde die Patenschaft für ein Zootier übernommen. Es ist der kräftige Mähnenrobbenbulle „Henry“, der sich nun auf zahlreiche stolze Paten freuen kann. „Damit hat eines der Charaktertiere des Zoos einen besonderen Paten gefunden“, freute sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann bei der Übergabe der Patenurkunde an Hans Lorenz, Bürgermeister von Dossenheim. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Nachbarn aus Dossenheim ihre Verbundenheit mit dem Zoo so eindrücklich zeigen. Ich wünsche allen Dossenheimern viel Freude an ihrer Robbe „Henry“ in ihrem Zoo Heidelberg“. Die Tierpaten sind eine fast genauso bunt gemischte Gesellschaft wie ihre Patenkinder. Die Paten sind Einzelpersonen, Institutionen oder Firmen, die mit ihrem finanziellen Beitrag den Zoo und seine Tiere unterstützen. 298 Tiere aus dem Zoo Heidelberg haben bereits Paten gefunden, aber bei einem Bestand von über 1000 Tieren sind noch viele patenlos. „Die Tierpaten tragen ganz wesentlich dazu bei, dass der Zoo die Haltungsbedingungen für seine Tiere verbessern kann“, erklärt Wünnemann. Dabei orientieren sich die Patenschaftsbeiträge an den Pflegekosten der Tiere. Da liegen die Elefanten mit 5.000 Euro pro Jahr deutlich an der Spitze, aber auch ein Löwe verspeist mühelos über eine Tonne Fleisch jährlich und ist mit 2.500 Euro kein billiges Patentier. Auch das Gemüse, das die Gorillas eimerweise verzehren, kostet sein Geld, dazu kommen noch Kletterseile, Hartplastikbälle und anderes Spielzeug. Als Anerkennung für die Unterstützung erhalten die Paten einen Patenpass, eine Urkunde sowie ausführliche Informationen zu ihrem Schützling und werden zum jährlichen Patenfest eingeladen.

Zoopark Erfurt, 25.07.2008
50 Jahre Zooschau 2008 - 50 Jahre Thüringer Zoopark 2008 - Erste Tiere der Zooschau (Teil 3)

Pünktlich am Pfingstmontag 1959 trafen für die Zooschau auf den Roten Berg die beiden Hartmann- Bergzebras "Putzi" und "Trolli" ein. Sie kamen direkt aus Walfis-Bay in Südwest-Afrika als Geschenk des Kinderradios der DDR. Im Nordbad Erfurt wurden die beiden Zebrakinder übergeben und im Beisein von 7000 Tierfreunden getauft. Mit dabei waren auch der Rundfunkkinderchor Leipzig und die Pleißenthaler Musikanten. Das Kinderradio der DDR übertrug live die Übergabe und Taufe der beiden Zebrakinder. Zunächst wurden sie in der Huftieranlage auf dem Plateau untergebracht. Mehrfach kamen kleine Fohlen zur Welt. Im Juli 1965 wurde sogar eine Zuchtgemeinschaft mit dem Zoo Zürich vereinbart, um die vom Aussterben bedroht Zebraart zu erhalten. In den 70er Jahren lebten die Hartmann-Bergzebras gemeinsam mit Watussirindern auf einer Anlage. Über eine Tierhandelsfirma bekam der Thüringer Zoopark im Juni 1974 eine Herde Damarazebras, die in Südafrika und Namibia heimisch sind und die man Damarazebras gut an ihren dunkleren Schattenstreifen erkennt. Zurzeit besteht die Erfurter Herde aus dem Hengst Chapman und seinen vier Stuten. Am 27. März 2008 kam der aktuell jüngste Zuwachs zur Herde, ein kleines Stutfohlen hinzu. Kommen Sie doch mal wieder in den Thüringer Zoopark und besuchen Sie auch unsere Zebras.

Tiergarten Chemnitz, 25.07.2008
Nachwuchs im Papageienhaus

Zur großen Freude der Tierparkmitarbeiter gab es dieses Jahr dreifachen Nachwuchs im Papageienhaus. Papageienjunge sind so genannten Nesthocker und anfangs vollkommen nackt, blind und hilflos. Sie halten sich in der Bruthöhle bzw. im Nestkasten auf und werden relativ lange von beiden Eltern versorgt. Daher liegen Schlupftermin und der Zeitpunkt, wo man die Tiere das erste Mal zu Gesicht bekommt, einige Wochen auseinander. Der Nachwuchs bei den Blaustirnamazonen, ein im Mai geschlüpftes Einzelkind, hat gestern den Nestkasten verlassen und ist schon im Außengehege zu sehen. Er lässt sich im Moment noch gut von den Elterntieren unterscheiden, denn ihm fehlt z. B. noch die blaue Stirnfärbung, und seine Iris ist dunkler als bei den erwachsenen Tieren (siehe Foto, Jungtier rechts). Bei dieser Art ist es der erste Zuchterfolg im Chemnitzer Tierpark. Bei den Grünflügelaras schlüpften zwei Jungvögel im Juni aus den Eiern. Sie sind schon recht proper und beginnen gerade, die ersten Schwung- und Schwanzfedern zu schieben (siehe Foto). Sie hocken noch im Kasten im Innengehege. Hier gelang die Nachzucht im Tierpark im vergangenen Jahr zum ersten Mal, damals war es nur ein Jungtier.

Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, 24.07.2008
Tüpfelhyänen-Zwillinge im Tierpark Berlin geboren!

Am 17. Juli brachte unser Tüpfelhyänen-Weibchen Malindi zum ersten Mal Zwillinge zur Welt. Ihre vorjährige Tochter Lulonga wurde noch hinter den Kulissen geboren. Diesmal spielte sich die Geburt am späten Nachmittag vor den Augen des Publikums auf der neuen weiträumigen Außenanlage ab. Unsere Besucher können nun das Heranwachsen der jetzt noch einfarbig schwarz gefärbten Jungen direkt verfolgen. Auch die beiden anderen Familienmitglieder, Tochter ?Lulonga? und Vater ?Kara?, sind auf der Anlage zugegen. Während Kara sich ganz still und möglichst weit ab von der Mutter aufhalten muss, übernimmt Tochter ?Lulonga?, sehr zum Ärger der Mutter, manchmal den Transport der Jungen. Da die Babies schon nach wenigen Lebenstagen die gesamte Anlage erkunden wollen, hat ?Malindi? ihre liebe Not, die Beiden immer unter Kontrolle zu halten. Malindi wurde am 2. Mai 1994 im Tierpark München-Hellabrunn geboren. Der Vater Kara stammt aus dem Zoo Kairo. Er kam etwa einjährig im Jahr 2000 zu uns. Tochter Lulonga kam am 12. April 2007, noch in der vorherigen Anlage zur Welt. In den Steppen Ostafrikas, der Heimat der Tüpfelhyänen, lebt die Art in größeren Familienclans. Meist ernähren sich die Hyänen von Aas, gehen aber auch auf Jagd und verschmähen gelegentlich Pflanzliches nicht. Eine Besonderheit der Tüpfelhyänen ist das fast gleiche Aussehen der äußeren Geschlechtsorgane. Nur wenn man ganz aus der Nähe den Penis, bzw. den Scheinpenis des Weibchens betrachtet, fällt der ?kleine Unterschied? auf. Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist über einen Bluttest von Vater, Mutter und Kindern möglich. Übrigens gab es einen Tag zuvor auch bei unserem Streifenhyänen Nachwuchs: Der ist allerdings nur gelegentlich zu sehen, da Mutter ?Miledi? die meiste Zeit in einer der selbst gegrabenen Erdhöhlen verbringt.

Tiergarten Nürnberg, 24.07.2008
Kinder führen Klimamusical im Tiergarten auf

Während Eisbärin Flocke Mittagspause macht, werden am Dienstag, den 29. Juli 2008 etwa 140 Kinder vor ihrem Gehege ein Musical zum Thema Klimaschutz aufführen. Die Darsteller sind Schüler und Schülerinnen der Volksschule Wilhermsdorf (Landkreis Fürth), die unter der Leitung ihrer Lehrerin Ute Steiger das Musical "Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde" einstudiert haben. Eingeladen sind alle interessierten Tiergartenbesucher. Es lohnt sich bereits bis um 12 Uhr auf der Tribüne vor dem Eisbärengehege Platz zu nehmen. Dann wird die Autorin Susanne Will ihr Sachbuch „Flocke und die Welt der Eisbären“, das im TESSLOFF Verlag erschienen ist, vorstellen. Bei einem spannenden Flocke-Quiz können Interessierte handsignierte Exemplare gewinnen. Bei dem Klima-Musical handelt es sich um ein offizielles Projekt der Weltdekade der Vereinten Nationen für die Jahre 2007/2008, das vom Bund für Umwelt und Naturschutz begleitet wird. Im Klappentext zum Textbuch heißt es: „Am Nordpol und am Südpol leben der Eisbär und der Pinguin. Als ihre Schollen immer kleiner werden, beschließen sie zu den Menschen zu gehen und ihnen klar zu machen, dass es so nicht mehr weitergehen kann. In einer Stadt treffen sie auf zwei Kinder. Auch in deren Wohnung treiben die Stromfresser Ampere, Volt und Watt ihr Unwesen. Die Kinder bekommen von Eisbär und Pinguin die Lizenz zum Abschalten...“

Zoo Heidelberg, 24.07.2008
Buchpremiere mit Fernsehmoderatorin Tatjana Geßler im Zoo Heidelberg

Man muss nicht weit reisen, um exotische Tiere, aber auch faszinierende heimische Arten hautnah zu erleben. Das beweist Tatjana Geßler jede Woche aufs Neue im Fernsehen in ihrer Rubrik »Tatjanas Tiergeschichten« innerhalb der SWR-Landesschau. Auch aus dem Zoo Heidelberg berichtet Tatjana Geßler regelmäßig. Nun hat sie, nach dem großen Erfolg des vorhergehenden Bandes, ein weiteres Buch zur Serie herausgebracht, im dem sie 25 höchst vergnügliche Exkursionen zu ungewöhnlichen Tieren in Baden-Württemberg präsentiert. Am 6. August 2008 um 15.00 Uhr stellt die SWR-Moderatorin ihr neues Buch zur Serie in der Heuscheune des Heidelberger Zoos vor. Zoofotografin Rose von Selasinsky hat zahlreiche Bilder für das Buch zur Verfügung gestellt, die für die Buchpräsentation ausgestellt werden. Neben der Lesung wird Tatjana Geßler einige noch nicht veröffentlichte Ausschnitte aus der Fernsehserie zeigen. Ein tierischer Spaß für die ganze Familie. Pressehinweis: Zur Buchpräsentation am Mittwoch, den 6. August um 15.00 Uhr in der alten Heuscheune im Zoo Heidelberg laden der Silberburg-Verlag Tübingen und der Zoo Heidelberg alle Pressevertreter herzlich ein. Weitere Informationen erhalten Sie im Zoo Heidelberg, Steffanie Richter, Tel: 06221-645527

Zoo Salzburg, 24.07.2008
Wollschwein, Pfauenziege & Co.

Seit heute Donnerstag, 24. Juli 2008, gibt es einen neuen Streichelzoo. Die neue Anlage wurde von Stadtrat Dr. Martin Panosch und Landeshauptmann Stv. Mag. David Brenner als Vertreter der Zoo Salzburg Gesellschafter offiziell eröffnet. Bei der Eröffnung freute sich Stadtrat Dr. Martin Panosch, dass im neuen Streichelzoo mehrere bedrohte Haustierrassen ein neues Zuhause gefunden haben. ?Als Mitglied der internationalen Zoogemeinschaft hat der Zoo Salzburg das Ziel und die Aufgabe, gefährdete Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Und da nicht nur Wildtiere auf der ?Roten Liste? zu finden sind sondern auch viele ?alte? Nutztierrassen wurde dieser Bereich im Salzburger Zoo geschaffen. Landeshauptmann Stv. Mag. David Brenner war positiv überrascht von der Vertrautheit der Tiere gegenüber den Besuchern. ?Es ist nicht nur eine wichtige Aufgabe des Zoos, den Tieren einen artgerechten Lebensraum zu bieten, sondern der Zoo in Hellbrunn hat es sich mit der Eröffnung dieses Streicheszoos auch zur Aufgabe gemacht, den Kontakt zwischen alten Haustierrassen und vor allem jungen Besuchern zu ermöglichen. Der Streichelzoo ist eine der Maßnahmen, die dafür sorgen, dass der Zoo so beliebt ist. Die Besucherzahlen bestätigen das. 2007 wurden 287.332 Eintritte verzeichnet, ein Plus von 20.000 Gästen gegenüber dem Jahr 2006. Das Land Salzburg schießt jährlich zum Betrieb des Salzburger Zoos rund 370.000 ¤ zu. Dazu kommen etwa 300.000 ¤ an Investitionen." Streicheln und Füttern erlaubt. Dieser Arche Streichelzoo ist vor allem für unsere jungen Gäste einer der Höhepunkt ihres Zoobesuchs ist Zoogeschäftsführerin Sabine Grebner überzeugt. Hier ist das Streicheln und Füttern der Tiere erlaubt. Grebner weiter: Nach rund 10 Monaten Bauzeit haben wir die neuen Außenanlagen und Häuser im neuen Arche Streichelzoo fertig gestellt. Dieses rund 1.100 Quadratmeter große Areal ist nun das Zuhause von 9 ?alten? Haustierrassen vom Wollschwein bis zu Pfauenziege und Appenzeller Spitzhauben. Die Baukosten betrugen 140.000 ¤.

Zoo Duisburg, 24.07.2008
13. Internationaler Koala-Tag im Zoo Duisburg

Alljährlich zum Ausklang des Monats Juli wird weltweit der „Save-the-koala-day“, der Tag zur Rettung des Koala ausgerufen. Der Anlass ist ebenso bekannt wie traurig: Die Freilandbestände der putzigen Kletterbeutler haben bedrohlich niedrige Zahlen erreicht, weil ihr Hauptfeind – der Mensch – den eukalyptusduftenden Lebensraum ihrer Heimat Australien immer nachhaltiger einschränkt. Darüber hinaus sind einzelne Populationen durch Buschfeuer und/oder bakterielle Seuchen in ihrem Bestand bedroht, weshalb diese plüschfelligen Beuteltiere an zahlreichen Orten des Fünften Kontinentes bereits vor der Ausrottung stehen. Um den Erhalt der Koalas bemüht sich die Australian Koala Foundation (AKF), die mit gezielter Informationen die Bevölkerung auf die bedrohliche Lage dieser Baumbeutler aufmerksam macht. In Verhandlungen mit Regierungen und Landbesitzern versuchen die Tierschützer vor Ort geeignete Lebensräume zu sichern, aufzukaufen oder ggf. aufzuforsten. Daneben unterstützt die AKF die Zucht von Koalas in Zoos und Schutzgebieten und organisiert bzw. finanziert Forschungsprojekte. Solche Aktivitäten verschlingen Unsummen an Geld, die ausschließlich über Spenden aufgebracht werden müssen. Der Zoo Duisburg beteiligt sich als einer der weltweit führenden Zuchtstätten von Koalas an diesen Aufgaben und lädt deshalb auch in diesem Jahr zum Internationalen Koala-Tag in den Zoo Duisburg. Sämtliche Aktivitäten rund um den Koala-Tag in Duisburg finden am Koala-Haus des ZOOs statt. Informationstafeln berichten über den Stand des Koalaschutzes sowie über die Haltung und Zucht der Beuteltiere in Zoos und in ausgewiesenen Schutzgebieten. An einem Verkaufsstand gibt es Werbeartikel der Australian Koala Foundation. Tiergesichterschminken wird ebenso angeboten wie ein Malstand, an dem Kinder ihre kleinen Kunstwerke unter dem Motto „Wir retten die Koalas“ zum Besten geben können. Selbstverständlich hält sich Duisburgs Koala-Maskottchen DINKI-DI den ganzen Tag über in der Nähe seiner leibhaftigen Artgenossen auf. Gleich gegenüber dem Koalahaus spielt eine original Didgeridoo-Band, und in den Pausen gibt es zu jeder festen Stunde Keeper-Talks, bei denen die Koalapfleger interessierten Besuchern alles Wissenswerte über die Koalas vermitteln können. Wer seinen Koala aus Papierblättern nach altjapanischer Origami-Manier falten möchte, kann dieses unter Anleitung anfertigen und mit nach Hause nehmen. DINKI-DI höchstpersönlich wird um 15.00 Uhr eine Verlosung mit anschließender Ermittlung der Gewinner eines Koala-Quiz’ durchführen. Zu gewinnen gibt es: Eine VIP-Führung durchs Koala-Haus, dazu Familien-Jahreskarte, Tageskarten oder Gratis-Einlass für Kindergeburtstag. Alle Gewinne, alle Reinerlöse, alle Spenden dienen ausnahmslos dem guten Zweck: Gelder zur Rettung der in ihrer australischen Heimat bedrohten Koalas zu sammeln.

Tiergarten Nürnberg, 24.07.2008
Babies mit scharfer Zunge

Von Mai bis Juli 2008 gab es bei den Chamäleons im Tiergarten mehrfach Nachwuchs. Im Dezember 2007 und im Januar 2008 kam es zu Eiablagen in den Terrarien im Naturkundehaus. Die etwa 10 x 20 mm großen Eier hatten die Weibchen in feuchter Erde vergraben. Zur Sicherheit sind diese aber in einen Brutapparat überführt worden, in dem Temperaturen von 26 bis 33 °C und entsprechende Luftfeuchtigkeit sichergestellt werden konnten. Nach etwa 5 Monaten schlüpften die Jungtiere mit gut 5 cm Gesamtlänge. Wie bei fast allen Reptilien sind die Kleinen vom ersten Moment an selbständig und nicht auf die Hilfe ihrer Eltern angewiesen. Bei den Chamäleons würden die Eltern ihren Nachwuchs vermutlich auch nur als Bereicherung ihres Speiseplans betrachten. Mit einem Alter von sechs bis neun Monaten sind Jemenchamäleons geschlechtsreif. Die Männchen erreichen eine Größe von 50 cm, die Weibchen bleiben wesentlich kleiner. Die Chamäleons zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, in kurzer Zeit ihre Farbe zu ändern. Dieser Farbwechsel ist nur in bestimmten Farbbereichen möglich, wobei Tageszeit, Umgebungstemperatur, Sonneneinstrahlung und Anpassung an die Umgebung eine gewisse Rolle spielen, der Gemütszustand und die Signalwirkung für Artgenossen jedoch ausschlaggebend für die Färbung sind. Dabei werden, durch Nerven gesteuert, bestimmte Farbzellen verdunkelt oder aufgehellt und damit der Blick auf unterschiedliche Farbstrukturen in der Haut freigegeben. Weitere Eigenheiten der Chamäleons sind die beiden unabhängig voneinander beweglichen Augen und die Schleuderzunge. Mit den einzelnen Augen suchen sie unter anderem ihre Beute, fixieren diese dann mit beiden Augen, messen durch Scharfstellen mit der Linse (wie bei einer Kamera) die Entfernung, um dann mit einem gezielten Schuss der Zunge das Futtertier zu ergreifen. Die Zungenspitze wird durch kräftige Ringmuskeln nach vorn beschleunigt. Chamäleons sind sehr gut ans Klettern im Gestrüpp angepasst, wobei die Füße zu Greifzangen und der Schwanz zu einem Greiforgan umgebildet sind. Die Haltung und die Zucht von Chamäleons galt noch vor Jahren als fast unmöglich. Die Erfahrungen und Erkenntnisse von privaten Liebhabern brachten den Durchbruch, so dass heute fast alle Arten artgemäß gehalten und gezüchtet werden können. Ausschlaggebend war u.a. die Erforschung des Sozialverhaltens dieser sensiblen Tiere.

Zoo Basel, 24.07.2008
Nachwuchsrekord bei den Störchen im Zoo Basel

Rekordverdächtige 42 Storchenkinder wurden dieses Jahr beim Beringen in den Baumnestern des Zoo Basel vorgefunden, eine kleine Sensation denn Weissstörche galten noch vor 50 Jahren in der Schweiz als ausgestorben. Im Zoo Basel waren dieses Jahr, was die Produktion von Nachwuchs angeht, die Weissstörche besonders erfolgreich. Dank des trockenen Wetters konnten rekordverdächtige 42 Jungstörche aufgezogen werden. Die Altvögel sind bereits im April aus dem Westafrikanischen Winterquartier zurückgekehrt und schon nach wenigen Tagen nahmen 16 Paare ihre angestammten Nester auf den Zolli-Bäumen in Beschlag. Weissstörche galten in den 50er Jahren als in der Schweiz ausgestorben. Dank intensiver Schutz- und Zuchtbemühungen gelang es in den folgenden Jahren ihren Bestand in der Schweiz auf über 150 Brutpaare anwachsen zu lassen. Die grössten Gefahren für Störche finden sich auf der Reise Richtung Süden. Kollisionen mit Freileitungen, Abschuss, ungenügende Rast- und Nahrungsplätze stören die Zugrouten. Auch die Aufzucht der Jungen ist eine schwierige Zeit. Nistmöglichkeiten und geeigneter Lebensraum, zur Nahrungssuche und Aufzucht sind nicht einfach zu finden. Je extensiver die Landwirtschaft und je artenreicher die Umgebung, desto grösser die Chancen genug Futter für die Jungen aufzutreiben. Und Futter braucht es eine ganze Menge. Weisstörche haben bis zu fünf Junge und mit rund zweieinhalb Monaten müssen diese gross genug für die Unabhängigkeit sein. Manchmal macht den Storcheneltern auch das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Bei Hitze trocknen Böden und Gewässer aus und Futter ist kaum mehr zu finden. Regnet es zu lange und zu stark, so unterkühlen die Jungvögel in den Nestern und sterben. Doch dieses Jahr stand alles ganz im Zeichen der Störche. Dank perfekten Umweltbedingungen konnte der Zoo Basel mit Hilfe der Feuerwehr 42 Jungvögel in ihren Nestern beringen, eine kleine Sensation. Auch andere Tiere haben für Nachwuchs gesorgt. Bei den Uhus in der Eulenburg, den Rentieren und Lamas neben dem Kinderzolli, den Blauohr-Honigfressern und Sonnenrallen im Vogelhaus, den Tahren im Sautergarten, den Flamingos und den Pinguinen ist derzeit Nachwuchs bewundern. Mit weiteren Sommerkindern ist in den kommenden Wochen zu rechnen.

Zoo Osnabrück, 24.07.2008
Planet der Wälder

Am Freitag, den 1. August 2008 zeigt der Fotorgraf Markus Mauthe am Vorplatz des Zoos die Multivisionsshow „Planet der Wälder“. Über einen Zeitraum von fünf Jahren war Markus Mauthe im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace in den letzten sieben noch intakten Waldgebieten der Erde unterwegs. Auf abenteuerlichen Reisen ist es ihm gelungen, die Vielfalt und Schönheit des Lebensraumes Urwald mit der Kamera einzufangen. Markus Mauthe präsentiert die Bilder mit live erzählten Geschichten spannend und unterhaltsam auf einer Großleinwand. Der Besucher lernt die tropischen Regenwälder Amazoniens, Afrikas und Asiens kennen, die gemäßigten Regenwälder Kanadas und Patagoniens ebenso wie die kalten Wälder Sibiriens und Lapplands. Bilder in höchster fotografischer Qualität zeigen, dass Wälder nicht nur faszinierende Orte, sondern vor allem auch Lebensräume unzähliger Tier- und Pflanzenarten, sowie hunderter Stämme indigener Völker sind. Doch kaum jemand weiß, dass schon 80 Prozent aller Urwälder von unserer Erde verschwunden sind. Markus Mauthe arbeitet für die globale Waldkampagne von Greenpeace, die die letzten intakten Urwälder für kommende Generationen bewahren will. Dieser Vortrag soll Menschen für die Natur begeistern. Gleichzeitig soll er auch zeigen, wie sich jeder Einzelne in seinem Alltag mit einfachen Mitteln für den Urwald einsetzen kann und dabei aktiv zum Klimaschutz beiträgt. Ergänzt wird dieser Live-Vortrag durch einfühlsame Musikpassagen, die von Kai Arend komponiert wurden. Die Mulitmediaschau beginnnt am 1. August um 21.30 Uhr auf dem Vorplatz des Zoos. Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei. Bei schlechtem Wetter fällt die Veranstaltung leider aus.

Zoo Augsburg, 24.07.2008
Dschungelnacht im Zoo

Wieder ist es soweit: traditionell am letzten Freitag im Juli gibt es die Dschungelnacht im Zoo. Und man kann es kaum glauben, aber nach dem schlechten Wetter in der letzten Zeit ist doch tatsächlich meteorologisch Sommer angesagt. Es spricht also alles für einen Spaziergang durch den romantisch beleuchteten Tierpark. Und natürlich sind auch wieder genügend Events über den Abend verteilt. Begrüßt werden die Besucher um 19 Uhr von TIP TOP Till, der den Besuchern Luftballontiere bastelt. Außerdem gibt es eine Fakirshow, Märchenerzähler, Kinderschminken und Feuerschlucken. Theater auf Stelzen wird geboten und als Highlight gegen Ende bezaubern Istary mit einer Elfen-Geschichte über die Mystik des Feuers auf dem Afrika-Panorama. Natürlich kommen aber dabei auch die Tiere nicht zu kurz: traditionell gibt es eine Seehundfütterung oder vielleicht wollen Sie mit unserer Schlange einmal direkten Kontakt aufnehmen. Selbstverständlich sind alle Gastronomien geöffnet, es wird überall gebrutzelt und gebraten, so dass auch für das leibliche Wohl gesorgt ist.


Natur- und Artenschutz – Meldungen

derstandard.at - 29.07.2008
Erstmals seit 30 Jahren Buckelwal vor Rügen aufgetaucht
Ein zwölf Meter langer Buckelwal ist vor der Küste Rügens gesichtet und fotografiert worden. Anhand der Fotos des springenden Tieres habe der Direktor des Stralsunder Meeresmuseums, Harald Benke, den Wal eindeutig identifiziert, teilte das Museum am Dienstag mit. Laut Benke ist das Erscheinen des Buckelwals vor Rügen eine Sensation. Zuletzt sei vor 30 Jahren ein lebender Buckelwal in den deutschen Ostseegewässern vor Rügen gesichtet worden.

spiegel.de - 29.07.2008
Wissenschaftler sichten Buckelwal vor Rügen
Eigentlich waren Andreas Nick und Christoph Bock zum Vögel beobachten auf Rügen. Doch plötzlich kam ihnen ein ganz komischer Vogel unter: Die beiden Biologen sahen vor der Küste einen Wal. "Mein Kollege Andreas Nick und ich saßen am Cap Arkona auf Rügen und beobachteten Vögel", schilderte Christoph Bock SPIEGEL ONLINE die Entdeckung, die sich bereits am Freitag ereignete, aber erst heute bekannt wurde. "Plötzlich sagte Andreas: 'Da ist ein Wal!' Ich schaute hin - und wusste sofort: Das ist ein Buckelwal." Den beiden war klar: "Das war etwas Außergewöhnliches." Sie fotografierten das Tier, so gut das auf die Entfernung ging. "Ein weiterer Kollege, Mathias Putze, machte dann noch mehr Fotos." Zwei Stunden lang konnten die drei den Wal beobachten. Ein Spektakel - der Wal sprang immer wieder aus den Wellen empor und tauchte zurück in die Fluten. Die Biologen leiteten die Fotos an das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund weiter. Dass es tatsächlich ein Buckelwal, bestätigte daraufhin Harald Benke, der Direktor des Museums: "Die Beschreibungen der Entdecker waren detailliert und exakt", sagte Benke SPIEGEL ONLINE. "Außerdem waren die Fotos eindeutig: Ich konnte klar darauf erkennen, dass es sich um einen Buckelwal handelt. Er hat die typische lange weiße Brustflosse, die ein Drittel des Körpers ausmachen kann."

welt.de - 30.07.2008
Rügener Buckelwal muss alleine zurückfinden
Der vor Rügens Küste gesichtete Buckelwal muss nach den Worten der Meeresbiologin Petra Deimer aus der Ostsee herausfinden, um zu überleben. Das Nahrungsangebot in dem Binnenmeer sei gering und werde, wie die Wasserqualität, nach Osten hin immer schlechter, sagte die Wissenschaftlerin von der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) am Mittwoch der Deutschen Presse- Agentur dpa. Zudem könne die Ostsee im Winter zufrieren. „Er darf auf keinen Fall in der Ostsee bleiben“, betonte Deimer. Der Meeresbiologin zufolge hat der mit zwölf Metern junge Wal aber Chancen, wieder in den Atlantik zurückzufinden. .. „Einem Wal beizubringen, aus der Ostsee rauszuschwimmen ist so gut wie unmöglich.“Eigentlich müsste der Wal längst in seinem Sommerquartier im atlantischenTeil der Arktis sein. Laut Deimer ist das Tier vermutlich auf der Futtersuche im Kattegat in die Ostsee geraten, wo es sicherlich kleine Dorsche und Heringe gefunden habe. „Wale sind nicht wählerisch“, erläuterte Deimer. Sie seien aber sehr neugierig, vor allem, solange sie nicht die Fortpflanzung beschäftige.

spiegel.de - 30.07.2008
Wal könnte an Nahrungsmangel zugrunde gehen
Wird der verirrte Buckelwal in der Ostsee überleben können? Oder muss er schnellstens zurück in den Atlantik finden? Die Stralsunder Walforscherin Anja Gallus vom Deutschen Meeresmuseum glaubt, dass der Buckelwal mittelfristig gute Überlebenschancen hat. In der Regel ernährten sich die Tiere im Polarmeer von Krill und wanderten dann weiter südwärts, wo sie ihre Jungen bekämen. In der Ostsee könnten die Wale vorübergehend auch von kleineren Fischen leben, erläuterte die Expertin.

derstandard.at - 26.07.2008
Indische Soldaten sollen Nashörner schützen
Im indischen Unionsstaat Assam setzen sich die Streitkräfte künftig für den Schutz von Nashörnern ein: Die Truppen seien gebeten worden, die Behörden im Kaziranga-Nationalpark bei ihrem Vorgehen gegen Wilderer zu unterstützen, sagte Parkdirektor S.N. Buragohain am Samstag. In dem 430 Quadratkilometer großen Reservat leben mehr als 1.800 der seltenen einhornigen Tiere. Seit Jahresbeginn wurden bereits sechs von Wilderern getötet, im vergangenen Jahr waren es etwa 20. ... Die Soldaten würden in Zelten im Kaziranga-Nationalpark untergebracht und seien zu Wildhütern ehrenhalber ernannt worden, sagte Buragohain der Nachrichtenagentur AP.

wissenschaft-online.de - 31.07.2008
Lausitz-Wölfe sind "echt"
Deutschlands einzige Wölfe sind reinrassig und nicht - wie mehrfach befürchtet - Miaschlinge aus Hunden und Wölfen. Wie die Naturschutzorganisation NABU bestätigt, konnten im Erbgut der Tiere aus der Lausitz keine Vermischung mit Haushunden nachgeweisen werden. Nachdem sich 2004 eine Wölfin aus der Region mit einem Haushund eingelassen hatte, befürchteten Wildbiologen, dass sich Hundegene in der sächsischen Wolfspopulation breitmachen könnten. Noch im gleichen Jahr gelang es allerdings, die Mischlinge einzufangen - ein aus Naturschutzgründen notwendiges Unterfangen. Wie die Untersuchung durch das sächsische Umweltministerium noch belegt, stammen die sächsischen Tiere auch nicht aus der relativ großen Population in den polnischen Karpaten, sondern vielmehr aus den wenigen Rudeln im Nordosten des Landes, von wo sie nach Deutschland eingewandert sind. ... Der Gesamtbestand in Deutschland und Westpolen beläuft sich allerdings nur auf 50 bis 60 Tiere - darunter vier Rudel und ein Pärchen ohne Welpen in der Lausitz. In Deutschland bleibt der Wolf deshalb nach wie vor das seltenste Säugetier.

FOCUS Online 24.07.08
Anti-Bienen-Politik: Kein Herz für Deutschlands Honigsammler
Deutschlands Bienen sind in Gefahr – davor warnen jedenfalls die Imker. Die größte Bedrohung erblicken sie in Agrargiften wie dem Insektenvernichtungsmittel „Poncho“. Es enthält den Wirkstoff Clothianidin, schützt die Pflanze von der Keimung an mehrere Wochen lang vor den Larven des Maiswurzelbohrers. Im vergangenen Frühjahr brachte mit Poncho gebeiztes Maissaatgut am Oberrhein jedoch 11 500 Bienenvölkern, die 700 südbadischen Bienenzüchtern gehörten, den Tod. Das Präparat verursachte im Juni auch ein Bienensterben im Landkreis Passau. Mitte Mai setzte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln, die Clothianidin sowie eine Reihe anderer Wirkstoffe enthalten, außer Kraft. Vor wenigen Tagen ließ das BVL die Insektizide für einen begrenzten Bereich jedoch wieder zu. Dennoch laufen Imker und Naturschützer gegen die Entscheidung des BVL Sturm. Am vergangenen Freitag demonstrierten rund 100 Bienenzüchter aus ganz Deutschland am Sitz des BVL in Braunschweig gegen die Wiederzulassung der Insektengifte. Der französische Bienenzüchterverband berichtet, dass die Zahl der Bienenvölker in Frankreich zwischen 1996 und 2003 von 1,45 Millionen auf eine Million sank. Die Imker im Nachbarland machen vor allem das Insektizid Imidacloprid – es zählt wie Clothianidin zur Gruppe der sogenannten Neonicotinoide und ist ebenfalls ein Nervengift – dafür verantwortlich. Darüber hinaus kritisieren die Imker, vom BVL werde nur ermittelt, wie viele Tiere sterben. Clothianidin habe aber noch andere Auswirkungen. Es ist ein starkes Nervengift, durch das die Bienen ihren Orientierungssinn und ihre wichtigen sozialen Fähigkeiten verlieren können. Entsprechend riefen der DBIB, das Pestizid-Aktions-Netzwerk (Pan), und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer auf, dafür zu sorgen, dass alle Pestizide mit Clothianidin und Imidacloprid EU-weit verboten werden. „80 Prozent aller Nutzpflanzen werden von den Bienen bestäubt. Wenn sie zurückgehen, ist das ein viel größerer Schaden für die gesamte Landwirtschaft als der Verzicht auf diese Pestizide“, erklärt der Bund-Vorsitzende Hubert Weiger.


RIA Novosti - 29. Juli 2008
Pinguin-Invasion an Brasiliens Stränden
An der Küste im Nordosten Brasiliens werden weiterhin Pinguine entdeckt. Das melden örtliche Medien. Zuvor hatte der Kontrolldienst der Küstengewässer des Landes gemeldet, dass sich seit Jahresbeginn vermehrt Pinguine im Süden Brasiliens sowie in den Bundesstaaten Sao Paulo und Rio de Janeiro aufhalten würden. Biologen zufolge sind Pinguine erstmalig so weit in den Norden vorgedrungen. Wissenschaftler erklären dieses Phänomen mit der globalen Erwärmung, die zu einem Schmelzen des Eises in der Antarktis und zu einer Verstärkung des Falklandstroms vor der Küste Südamerikas geführt hat, der auch die Pinguine bis an die brasilianischen Strände treibt. Laut Angaben des brasilianischen Institutes für Umweltschutz hat die diesjährige Pinguin-Invasion zu einem illegalen Handel mit diesen Tieren geführt. Der Preis für ein Pinguinküken auf dem Schwarzmarkt belaufe sich auf bis zu 318 US-Dollar.
welt.de - 30.07.2008

Klimawandel rettet den Hirschkäferbestand
Ein Hirschkäfer krabbelt langsam über die Hand von Ralf Bekker. Das neun Zentimeter lange Insekt richtet sich auf. Der Körper wird mit Luft vollgepumpt, dann hebt das Männchen mit den geweihähnlichen Vorderkiefern brummend ab. "Wenn ein Hirschkäfer fliegt, ist das immer ein faszinierendes Schauspiel", schwärmt Förster Ralf Bekker. Schon seit seiner Kindheit interessiert er sich für den größten Käfer Europas, der auf Deutschlands Roter Liste der stark gefährdeten Arten steht. Im Süden Brandenburgs hat der Forstoberinspektor eine ganze Region für den Hirschkäfer begeistert. Hunderte Haushalte haben sich im Landkreis Elbe-Elster an einer Volkszählung für die seltenen Insekten beteiligt. "Die Teilnahme ist überwältigend", freut sich der 44-jährige Bekker über das große Engagement seiner Mitbürger. ... Mehr als 100 verschiedene Fundorte mit rund 400 Tieren wurden in diesem Sommer bereits nachgewiesen. "Die Population ist in unserer Region stabil", sagt Bekker. Mit der Zählung sollen das Wissen zur regionalen Verbreitung dieser Art erhöht und Gefährdungsschwerpunkte ermittelt werden. ... "Die Daten werden unter anderem in ein künftiges Artenschutzprogramm für Totholzkäfer einfließen." Zudem soll eine Karte mit Populationsschwerpunkten erstellt werden. Damit die Vorkommen stabil bleiben, müssen tote Bäume, vor allem Eichen vorhanden sein; moderndes Holz ist Lebensraum und Nahrung für die Larven. Sogenannter Blutungssaft lebender Bäume, der aufgesaugt wird, ist wiederum die Nahrungsgrundlage der erwachsenen männlichen Käfer. "Hirschkäfer sind Gewinner des Klimawandels", sagt Klaus Radestock vom Amt für Forstwirtschaft Wünsdorf.

scinexx.de - 30.07.2008
Genug Platz für Wildkatzen - Ökologisches Modell ermittelt potenziellen Lebensraum
Auf ihren Samtpfoten streifen sie seit Urzeiten durch die Wälder Europas - lange bevor der Mensch mit Äxten Schneisen schlug und die Römer ihre Hauskatzen aus Nordafrika hierher brachten. Die Wildkatze (Felis silvestris silvestris) sieht unserer Hauskatze zwar sehr ähnlich, ist mit ihr aber nur sehr weit entfernt verwandt. Am leichtesten sind die beiden Arten am Schwanz zu unterscheiden: Der ist bei den kräftigeren Wildkatzen buschig, mit schwarzem stumpfem Ende und einigen schwarzen Ringen. Als Hauptnahrungsquelle dienen Mäuse. Überlebt haben die Europäischen Wildkatzen vor allem in den Wäldern des Karpatenbogens, des Balkans und Spaniens. Deutsche und spanische Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, der Freien Universität Berlin, der Firma OEKO-LOG sowie der Biologischen Stationen im Kreis Euskirchen und in Doñana/Spanien haben jetzt erstmals ein ökologisches Modell entwickelt, um geeignete Lebensräume für Wildkatzen zu finden. Dazu hatten sie sechs Kater und sechs Katzen mit Sendern ausgestattet und auf diese Weise das Wanderverhalten beobachtet. In vier Jahren entstand so eine Datenbank mit über 13.000 Einträgen zu Orten, an denen sich Wildkatzen aufhalten. Als Untersuchungsgebiet diente ein 150 Quadratkilometer großes Areal in der südlichen Eifel bei Wittlich. Drei Viertel des dünn besiedelten Gebietes sind mit Wald bedeckt. Anschließend extrapolierten die Forscher ihre Daten auf ganz Rheinland-Pfalz. Hier leben etwa die Hälfte der gesamten deutschen Wildkatzenpopulation. Das knapp 20.000 Quadratkilometer große Bundesland ist durch bergiges Gelände mit vielen Wäldern geprägt, die fast die Hälfte der Fläche ausmachen. Die Biologin Nina Klar vom UFZ wertete dann für Ihre Promotion geographische Informationen aus, um zu ermitteln, wo überall in Rheinland-Pfalz Wildkatzen leben könnten.

derstandard.at - 25.07.2008
Spanien: Unbekannte Insektenarten in 110 Millionen Jahre altem Bernstein
In einem Stück Bernstein aus der Kreidezeit haben spanische Wissenschaftler bisher unbekannte Insektenarten entdeckt, die noch vor den Dinosauriern ausgestorben sein dürften. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press am Donnerstag berichtete, fanden die Forscher vom spanischen Geologie- und Bergbau-Institut (IGME) den gut 110 Millionen Jahre alten Bernstein in der Nähe der Grotte El Soplao in Kantabrien an der spanischen Nordküste. Der Fund sei in "außergewöhnlichem" Zustand, so Paläontologe Enrique Penalver. "Die Konservierung ist unglaublich. Man kann die Details studieren."

derstandard.at - 27.07.2008
Spanische Wegschnecke hat Island erobert
Der erklärte Todfeind vieler Hobbygärtner schickt sich an, nach Skandinavien nun auch Island zu erobern. Am Montag wurde erstmals ein Exemplar der spanischen Wegschnecke ( Arion lusitanicus ) im Westteil der Insel angetroffen. Zoologen befürchten, dass die Ausbreitung des gefräßigen Nutzpflanzen-Vertilgers in Island nicht mehr aufzuhalten ist.

derstandard.at - 28.07.2008
Trinkfester Kleinsäuger
"Kein Tier soll Alkohol trinken." So lautet das fünfte Gebot des Animalismus in George Orwells Farm der Tiere. Wie das bei den Zehn Geboten so üblich ist, halten sich auch im Tierreich nicht immer alle daran. Animalischer Alkoholmissbrauch ist unter anderem bei Elchen bekannt und berüchtigt. Wenn Beerensaison ist, kann es schon vorkommen, dass die schwedischen Nationaltiere aufgrund der mitunter vergorenen Früchte ab und an ausfällig werden und ihnen eher nicht nahegekommen werden soll. Legendär sind auch Elefanten-Gelage im Kruger-Nationalpark in Südafrika. Die Elefanten stopfen die überreifen Beeren des Marulabaums - aus denen im Übrigen auch ein gleichnamiger Baileys-artiger Likör für Menschen hergestellt wird - in großen Mengen in sich hinein. Angeblich produziert die Fermentation im Magen der Tiere ausreichend Alkohol, um die Dickhäuter betrunken durch die Gegend marodieren zu lassen. Der deutsche Biologe Frank Wiens von der Universität Bayreuth hat an diesen Geschichten indes so seine Zweifel: sie seien nur von anekdotischer Evidenz und jedenfalls nicht genau wissenschaftlich untersucht.

welt.de - 28.07.2008
Schon die Vorfahren der Primaten waren Trinker
Ein Spitzhörnchen im Regenwald Malaysias trinkt regelmäßig Palmbier – und ist trotzdem niemals betrunken. Der kleine nachtaktive Kletterspezialist könne Alkohol offensichtlich besser verarbeiten als der Mensch, berichtete der Bayreuther Tierphysiologe Frank Wiens. Die unerwartete Beobachtung werfe auch ein neues Licht auf die Entwicklung des Alkoholkonsums unter den Vorfahren der Primaten – und damit auch des Menschen. ... Wiens, der als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Tierphysiologie der Universität Bayreuth arbeitet, hatte gemeinsam mit der Bayreuther Wissenschaftlerin Annette Zitzmann und internationalen Kollegen über viele Jahre das Ernährungsverhalten der Federschwanz-Spitzhörnchen (Ptilocercus lowii) untersucht und dabei die erstaunliche Entdeckung gemacht. Das in Südthailand und Malaysia beheimatete Tier hat etwa die doppelte Größe einer Maus und ist mit den Primaten verwandt. Wiens und Zitzmann hatten bei der Beobachtung des Spitzhörnchens festgestellt, dass der zu Alkohol fermentierte Blütennektar der Bertam-Palme Hauptnahrungsbestandteil des nachtaktiven Säugers ist. Der Saft der Palme werde dabei in den Blütenknospen wie in einer Gärkammer in Alkohol verwandelt. Der zu einer Art Palmbier vergorene Nektar enthalte bis zu 3,8 Prozent Alkohol, berichtete Wiens. Videoaufnahmen hätten ergeben, dass jedes Tier mehr als zwei Stunden pro Nacht den alkoholhaltigen Nektar trinkt. „Das war mehr Zeit als für irgendeine andere Nahrung aufgewendet wurde“, sagte Wiens.

spiegel.de - 29.07.2008
Malaysisches Spitzhörnchen ist trinkfest
Das Federschwanz-Spitzhörnchen kann Alkohol besser verarbeiten als der Mensch. Regelmäßig trinkt es den vergorenen Blütennektar der Bertam-Palme - ein Gebräu, das immerhin bis zu 3,8 Prozent Alkohol enthält. Dabei zeigt das nachtaktive Tier jedoch keinerlei Anzeichen von Trunkenheit, wie der Bayreuther Tierphysiologe Frank Wiens und seine Kollegen in dem Fachmagazin "Proceedings Of The National Academy Of Sciences" (Bd. 105, S. 10426) berichten. Wiens, der als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Tierphysiologie der Universität Bayreuth arbeitet, hatte gemeinsam mit der Bayreuther Wissenschaftlerin Annette Zitzmann und internationalen Kollegen über viele Jahre das Ernährungsverhalten der Federschwanz-Spitzhörnchen (Ptilocercus lowii) untersucht und dabei die erstaunliche Entdeckung gemacht. Das in Südthailand und Malaysia beheimatete Tier hat etwa die doppelte Größe einer Maus und ist mit den Primaten verwandt. Wiens und Zitzmann hatten bei der Beobachtung des Spitzhörnchens festgestellt, dass der zu Alkohol fermentierte Blütennektar der Bertam-Palme Hauptnahrungsbestandteil des nachtaktiven Säugers ist. Der Saft der Palme wird in den Blütenknospen wie in einer Gärkammer in Alkohol umgewandelt. Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen blüht die Palme kontinuierlich das ganze Jahr über, der Alkoholkonsum der Spitzhörnchen ist daher chronisch. Neben den Spitzhörnchen seien auch noch sechs andere Kleinsäuger bei den nächtlichen Trinkgelagen mit von der Partie, berichten die Forscher. Videoaufnahmen hätten ergeben, dass jedes Tier mehr als zwei Stunden pro Nacht den alkoholhaltigen Nektar trinkt. "Das war mehr Zeit als für irgendeine andere Nahrung aufgewendet wurde", sagte Wiens. Ihr Alkoholkonsum entspricht, umgerechnet auf menschliche Verhältnisse, zwölf Gläsern Wein, die eine Frau in einem Zeitraum von zwölf Stunden trinkt. "Gemessen an dem aufgenommenen Alkohol müssten sie eigentlich jede dritte Nacht betrunken sein", sagte der Wissenschaftler. "Sie sind es aber nicht." Den hohen und dennoch folgenlosen Alkoholkonsum der Tiere bestätigte auch eine Analyse von Haaren der Federschwanzhörnchen. Bei allen untersuchten Haaren seien extrem hohe Werte sogenannter Biomarker für Alkohol festgestellt worden. Anhand dieser Biomarker lässt sich ermitteln, ob jemand über einen langen Zeitraum hinweg große Mengen Alkohol zu sich genommen hat.

derstandard.at - 28.07.2008
Fast schon eine Geburtenschwemme
China freut sich über einen "Mini-Babyboom" bei den vom Aussterben bedrohten und in Gefangenschaft notorisch vermehrungsfaulen Riesenpandas: Am Wochenende wurden gleich vier Babys geboren, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua - fast schon eine Geburtenschwemme. Die Riesenpandas werden als inoffizielles Nationalsymbol verehrt. In freier Wildbahn gibt es noch etwa 1.600 Exemplare, die meisten davon in der chinesischen Provinz Sichuan. Die Geburten ereigneten sich am Samstag und Sonntag in der Riesenpanda-Zuchtstation Chengdu, zitierte Xinhua einen Mitarbeiter, Yang Feifei. Ein Weibchen namens "Qiyuan" ("Magisches Glück") brachte am Samstag Zwillinge zur Welt, "Chenggong" ("Erfolg") folgte eine Stunde später und "Zhuzhu" ("Perle") am Sonntag.

derstandard.at - 30.07.2008
Österreichs Waldvögeln fehlt es an Wald
Fast die Hälfte aller in Österreich vorkommenden Waldvögel sind vom Aussterben bedroht, da ihnen der natürliche Lebensraum abhanden kommt. Denn trotz Aufforstungen machen Bäume allein noch keinen Wald aus: Viele Vogelarten brauchen alte Bäume, Totholz oder Höhlen als Brutplätze oder Futterquellen. Von 133 Waldvogelspezies stehen laut denBundesforsten 59 auf der Roten Liste der gefährdeten Waldvogelarten. Dazu zählen unter anderem der Raufußkauz, der Sakerfalke, der Wespenbussard, der Wendehals, fünf verschiedene Spechtarten sowie der im Wald lebende Schwarzstorch. Dieser weist in ganz Österreich nur mehr einen Bestand von 200 bis 300 Brutpaaren auf.

wissenschaft-online.de - 30.07.2008
Schädel eines ausgestorbenen Lemurs zusammengepuzzelt
Forscher haben die in Österreich und Amerika verstreut aufbewahrten Schädelteile der Lemurenart Hadropithecus stenognathus virtuell kombiniert. Damit rekonstruierten sie einen von weltweit nur zwei bekannten Schädeln dieses ausgestorbenen Halbaffen. ... Dem als etwa paviangroß eingestuften Tier lässt sich anhand der Bildanalyse ein Schädelvolumen von 115 Millilitern zuordnen. Es besaß somit innerhalb der Halbaffen relativ zu seiner Körpergröße eines der größten Gehirne. Rätselhaft bleibt bislang nur die Ernährung des Tieres. Obwohl sein Gebiss eine starke Kaumuskulatur andeutet, besitzen die Zähne trotz starker Abnutzungserscheinungen dennoch nicht die für Nussfresser sonst typischen Zahnschmelzüberzüge. Eine Analyse mit Steinchen verschmutzter Pflanzen in Madagaskar, die die Schleifspuren am Gebiss des Schädels erklären könnten, soll hier zukünftig Aufschluss bringen.

wissenschaft-online.de - 31.07.2008
Todbringende Schädel - Evolution förderte und verurteilte das Modell Säbelzahnkatze
Wenn Minka sich streckt, räkelt und einrollt und von ihr für ein paar schnurrende Viertelstunden nur noch ihre Schwanzspitze im Sonnenlicht zuckt, dann kann man es leicht vergessen: Die Evolution formte Minka zum perfekten Killer. Die Hauskatze Felis catus tötet, ganz genauso wie ihre größeren Vettern vom Gepard bis zum Löwen, vor allem schnell und effizient. Als Werkzeug dienen ihr die typischen Fangzähne, die sie in einem ebenso kräftigen wie präzisen Tötungsbiss einsetzt: Die dolchartigen Spitzen dringen dabei gezielt zwischen zwei Halswirbel, sprengen sie kraftvoll wie ein Keil auseinander und zerfetzen dabei die Nervenbahnen der Beutetiere - ein schnelles Ende. Wo andere Raubtiere wie die Hundeartigen sich andere Tricks einfallen lassen müssen - etwa eine hetzende Gemeinschaftskooperation beim Jagen, mitsamt der damit einhergehenden engen Sozialstruktur eines Rudels -, erlaubt der gekonnte Eckzahneinsatz Katzen die energiesparendere Jagdstrategie aus Lauern, Schleichen und Zuschlagen. Im Laufe der Entwicklungsgeschichte der Katzenfamilie entstand diese Methode schrittweise gemeinsam mit Anpassungen der Schädelanatomie, die den finalen Zubeißprozess immer mehr perfektionierten. Dabei entstand im Laufe der Zeit eine erstaunlich einheitliche Modellreihe des kraftvollen Präzisionsbeißers: Katzen sind Katzen, zumindest rein Schädeltechnisch, konstatiert nicht nur der dänische Wissenschaftler Per Christiansen vom Zoologischen Museum Kopenhagen, der sich die Schädel von Stubentiger, Löwe, Leopard und Co nun noch einmal im digitalen Vergleich angesehen hat. Die Analysen der Schädelformen belegen dabei unter anderem erneut, wie falsch die frühere Einstufung der modernen Katzenfamilie in Groß- und Kleinkatzen war. All jene früher als abgrenzendes Merkmal herangezogenen, eher marginalen Unterschiede der Schädel von großen Löwen und kleinen Katzen sind schlicht auf eben den Größenunterschiede zurückzuführen: Ein enormer Tigerschädel muss dabei aus mechanisch-statischen Gründen einfach ein wenig länger und höher werden, damit die Bisskraft der Tiere ebenso stark zunimmt wie ihr Körpervolumen - was dann ermöglicht, auch größere Beutetiere effizient angreifen zu können. Gerade die Bisskraft, so schließt Christiansen, sei im Laufe der Evolution der entscheidende Faktor gewesen, auf den hin das Modell Katze optimiert wurde, was der Familie am Ende ein extrem breites Beutespektrum von Maus bis Gnu erschloss. Das gelte eindeutig nur für die modernen Katzenformen, nicht aber für ihre entfernten Verwandten, die Säbelzahnkatzen - die offensichtlich nicht ganz umsonst ausgestorben sind, so Christiansen nach einem intensiven Blick auf die Evolution auch ihrer Schädel.

BirdLife

India's riches unprotected - 25.07.2008
A new and monumental book details more than 100 Indian wetlands that campaigners believe desperately need protection from pollution, development and other forms of misuse. The 560-page tome describes 160 coastal and freshwater sites only 25 of which have been classified under the international Ramsar wetland treaty. The areas range from the Deepor Beel bird sanctuary in Assam to the Tisgul Tso marshes of Lakakh in the Himalayas and Suchindram and Theroor wetlands at the southern most tip of India.
Setting-aside space for UK birds - 29.07.2008
The UK government has announced its first steps to address the crises faced by farmland birds, following the abolition of the EU set-aside obligation. The set-aside obligation, which required farmers to leave part of their land fallow, has now been abolished. Set-aside has, incidentally, been providing key habitat for numerous species of wildlife. Many farmland birds have now lost their safe breeding areas or their key sources of winter food. Last week the UK Environment Secretary Hilary Benn announced that from 2009 farmers receiving EU subsidies will be required to dedicate a small fraction of their land to wildlife friendly habitats, thus reproducing some of the environmental benefits of set-aside. Farmers will be able to count toward this obligation areas enrolled in agri-environmental schemes, for which they are receiving an extra payment.
Bullfinch benefits from Guardian - 30.07.2008
For the past 5 years, SPEA (Birdlife in Portugal) and the RSPB (BirdLife in the UK), together with other partners, including the Azores Regional Government, have been implementing a LIFE project to save the Critically Endangered Azores Bullfinch Pyrrhula murina - or Priolo as it is known locally - from extinction. This species is Europe's rarest songbird, and the second most globally threatened bird species in the whole continent. It occurs only in small pockets scattered in a 6,000 hectare mountain range on São Miguel island in the Azores. The species's natural habitat, which was already patchily distributed and degraded, is currently severely threatened through invasion by aggressive exotic plant species.

PlanetArk
Birds Fly North in Climate Change Vanguard - 31.07.2008
Birds have been moving north in Europe over the past 25 years because of climate change in the vanguard of likely huge shifts in the ranges of plants and animals, scientists said on Wednesday.

ENN

Study Reinforces Need to Protect Sonoran Desert Pygmy Owls Under U.S. Endangered Species Act - 25.07.2008
The cactus ferruginous pygmy owl population in northern Sonora, Mexico, has declined over the past nine years, according to an ongoing monitoring effort by University of Arizona researcher Aaron Flesch. The report's dismal findings support efforts by the Center for Biological Diversity and other conservation organizations to reinstate protection for the tiny owl under the Endangered Species Act.
THE WILDLIFE SOCIETY SUPPORTS REMOVAL OF FERAL CATS FROM SAN NICOLAS ISLAND - 31.07.2008
The Wildlife Society (TWS), a Bethesda-based international organization dedicated to excellence in wildlife stewardship through science and education, has announced its support of the plan by the U.S. Fish and Wildlife Service (USFWS) to remove feral (wild) cats from San Nicolas Island, one of the Channel Islands of California.



Natur- und Artenschutz –
Pressemitteilungen teilweise gekürzt

National Geographic - 24.07.2008
Massaker an Berggorillas aufgeklärt
Das Massaker unter den Berggorillas im Virunga-Nationalpark vom Juli vergangenen Jahres ist mit großer Wahrscheinlichkeit aufgeklärt. Recherchen von National Geographic haben ergeben, dass der Leiter des Parks, Honoré Mashagiro, für den Tod der sieben Gorillas verantwortlich ist. Das berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND in der August-Ausgabe (EVT 25.7.2008). Mashagiro soll den Abschuss der Gorillas befohlen haben, um weiter ungehindert seinen Geschäften mit der Holzkohlemafia nachgehen zu können, die im Nationalpark aktiv ist. Mashagiro hatte versucht, seinem Chefranger, Paulin Ngobobo, die Tat anzuhängen, da dieser die Zusammenarbeit seines Vorgesetzten mit der Holzkohlemafia aufdecken wollte. Mashagiro wartet nun im Gefängnis auf seinen Prozess.

Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz - 24.07.2008
VIER PFOTEN: EU-Vorschlag zum Verbot von Robben-Produkten ist unzureichend / Angeblich "humane" Tötungsmethoden weiterhin zugelassen
Der am 23. Juli beschlossene Vorschlag der Europäischen Kommission für ein Importverbot von Produkten aus der brutalen Robbenjagd geht laut der internationalen Tierschutzstiftung VIER PFOTEN nicht weit genug. Sollte dieser Vorschlag zum Gesetz werden, würden weiterhin tausende Robben auf grausame Art und Weise abgeschlachtet werden. Der EU-Vorschlag sieht vor, Import und Handel mit Robben-Produkten EU-weit zu verbieten. Allerdings gilt das Verbot nicht für Produkte, für die Garantien vorliegen, dass die Jagd der Robben nach hohen Tierschutzbestimmungen erfolgt ist. Wenn den Tieren keine "unnötigen Qualen" zugefügt würden, könnten die Produkte weiterhin importiert und innerhalb der EU gehandelt werden. "Der Begriff "Tierschutz" hat in diesem Vorschlag nichts verloren", so Thomas Pietsch, Wildtierexperte von VIER PFOTEN. "Wenn weiterhin Tiere für überflüssige Luxusprodukte sterben müssen, kann keine Rede von Tierschutz sein." Aus Tierschutzsicht gebe es bei der Robbenjagd keine so genannten "humanen" Tötungsmethoden, so Pietsch weiter. Darüber hinaus ließe sich das jährliche Abschlachten auf dem Eis kaum kontrollieren.

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) - 24.07.2008
Ein Hirschkäfer als Filmstar: DBU zeigt einzigartige Naturlandschaften
Neuer Film "Schätze der Natur - Nationale Naturlandschaften in Deutschland" veröffentlicht Kämpfende Hirschkäfermännchen, den Himmel durchstreifende Kraniche, zu Tausenden blühende Narzissen: Das sind einige Szenen und Stars des neuen Films "Schätze der Natur - Nationale Naturlandschaften in Deutschland", den die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) produziert hat. In allen im Film gezeigten Gebieten hat die weltweit größte Umweltstiftung Projekte zum Schutz der Natur und zur Umweltbildung gefördert. "Die einzigartigen Naturlandschaften gehören zu Deutschland wie seine Geschichte und Kultur", erklärt DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers dieses Engagement. "Mit dem Film möchten wir die eindrucksvolle Schönheit von Landschaft und Natur in ihrer ganzen Vielfalt zeigen und das Interesse an Naturerfahrung wecken." Ab sofort kann die DVD bei der DBU kostenlos bezogen werden.

NABU - 25.07.2008
Baugrunduntersuchung gefährdet Meeresschutzgebiet "Fehmarnbelt"
NABU, GRD und GSM protestieren scharf gegen die geplante vierwöchige Baugrunduntersuchung in einem ca. 40 Quadratkilometer großen Korridor zwischen den Inseln Fehmarn (D) und Lolland (DK). Wissenschaftler des dänischen Umweltforschungsinstituts NERI haben das Gebiet um den Fehmarnbelt erst vor kurzem als ganzjährig wichtigen Schweinswal-Lebensraum identifiziert. Der Belt ist demnach eines der drei wichtigsten Schweinswalgebiete in Deutschland und erfüllt zudem eine zentrale Korridorfunktion zwischen den im Bestand stark zurückgehenden westlichen und dem fast ausgestorbenen östlichen Schweinswalvorkommen. Wird das Gebiet über einen langen Zeitraum erheblich mit Lärm belastet, geraten junge Schweinswalkälber in Gefahr. Besonders betroffen sind die hier häufig nachgewiesenen Weibchen: "Gerade jetzt ist mit einer großen Zahl von Schweinswalkälbern zu rechnen, die besonders sensibel auf Lärm reagieren", befürchtete Petra Deimer von der GSM. ... "Ausgerechnet in dieser für das Überleben der Meeressäuger so wichtigen Zeit die lärmintensiven Untersuchungen zu genehmigen, zeigt einmal mehr, dass Wal- und Meeresschutz in Deutschland offensichtlich nur auf dem Papier existieren", bedauerte Ulrich Karlowski, Diplom-Biologe von der GRD. Die bei der Seismik-Kampagne eingesetzten Geräte, "Sparker" genannt, schlagen dicht unter der Wasseroberfläche elektrische Funken und erzeugen dreimal in der Sekunde einen lauten Knall, der über den Wasserkörper in den Meeresboden eindringt. Sparker verursachen so Schallimpulse mit Spitzenwerten von 230 Dezibel - vergleichbar dem Lärm von Rammarbeiten an Offshore-Windparks. Aus dem reflektierten Schall wollen Geophysiker Informationen über die Schichtung des Untergrundes für den Brückenbau gewinnen.

NABU - 28.07.2008
Polnisches Labor bestätigt: Keine Mischlinge aus Wölfen und Hunden in der Lausitz.
Das Sächsische Umweltministerium hat die Ergebnisse der aktuellen genetischen Proben der Lausitzer Wölfe veröffentlicht. Dabei konnten keine Nachweise auf Hunde-Gene gefunden und somit bewiesen werden, dass in der Lausitz keine Kreuzungen aus Hund und Wolf, so genannten Hybriden leben. "Eigentlich bestätigen diese Ergebnisse genau das, was in der Lausitz immer wieder beobachtet wird: Die zurückhaltende Art und Weise wie die Tiere den Menschen stets aus dem Weg gehen, weißt auf reine Wölfe hin", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. 2004 hatte die "Neustädter Wölfin" sich mangels eines wölfischen Partners mit einem Hund gepaart. Die Welpen konnten bis zum Herbst 2004 eingefangen werden. Mischlingen wird aufgrund der Hundeveranlagungen nachgesagt, dass sie deutlich weniger Scheu gegenüber den Menschen zeigen. ... Die Genetikproben belegten außerdem, dass die Rückkehrer in der Lausitz nicht aus der Karpatenpopulation im Südpolen stammen, sondern aus den vereinzelten Rudeln im Nordosten des Landes. ... Derzeit leben in der Lausitz vier Rudel und ein Pärchen ohne Nachwuchs sowie wenige Einzelwölfe auf einer Fläche von über eineinhalbtausend Quadratkilometern. Somit beansprucht jeder Wolf eine Fläche von etwa 45 Quadratkilometern, ein Wert von mitteleuropäischem Durchschnitt. Da der Wolfsnachwuchs mit der Geschlechtsreife das Rudel verlassen muss, erschließt eine neue Wolfsfamilie immer auch neues Land. Zuletzt vergrößerte in diesem Jahr das Milkeler Rudel das sächsische Wolfsgebiet um geschätzte 300 Quadratkilometer im Bereich des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Obwohl Wölfe zeitnah an verschiedenen Orten auftauchen, könne keine Entwarnung für das streng geschützte Tier gegeben werden. "In einigen Bundesländern fehlen nach wie vor Managementpläne, die eine gute Nachbarschaft von Mensch und Wolf dauerhaft ermöglichen", so Tschimpke.


DBU, 31.07.2008
Nachhaltige Garnelen-Produktion schützt tropische Mangrovenwälder

DBU fördert Setzlingszucht von Black Tiger Prawns in Deutschland mit knapp 280.000 Euro. In den letzten fünf Jahren hat sich der Import von Garnelen nach Deutschland verdoppelt. Allein 2007 wurden 31 Prozent mehr aus dem Ausland eingekauft als im Vorjahr. „Diese starke Nachfrage wird vor allem von der Intensivproduktion in Vietnam und Thailand bedient“, erläutert Friedrich Esser, Geschäftsführer der Firma International Fish Farming Technology (IFFT, Bergisch Gladbach). Doch der gestiegene kulinarische Genuss bleibt nicht ohne Folgen für die Umwelt: „Die empfindlichen Ökosysteme der Mangrovenwälder an den Küsten des indischen Ozeans werden zerstört. Ein Viertel der Gebiete ging in den letzten 20 Jahren durch menschlichen Einfluss verloren“, klagt Esser. Mit Technologie der Firma Sander Aquarientechnik will IFFT eine nachhaltige, umweltschonende Setzlingszucht der Riesengarnele Black Tiger (Penaeus monodon) in Kreislaufanlagen zunächst im saarländischen Völklingen aufbauen und sie später wieder in die natürlichen Zuchtgebiete zurückführen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hilft mit knapp 280.000 Euro. Esser: „Der Anbau von Black Tiger Garnelen ist im letzten Jahr in Asien zusammengebrochen. Virusepidemien haben die krankheitsanfälligen Tiere dahingerafft.“ „Wir wollen zunächst einmal einen Bestand gesunder Elterntiere der Black Tiger aufbauen, die verwertbare Setzlinge produzieren“, erklärt Esser das IFFT-Projekt. Um die Art überhaupt zu erhalten, sei es notwendig, das weit vom Ursprungsland entfernt zu tun. Ökologische Aquakulturen stellten asiatische Unternehmen vor eine enorme, schwer durchzusetzende Herausforderung. „Wir haben in Deutschland ideale Möglichkeiten, in hygienisch einwandfreien, biosicheren Kreislaufanlagen die Umweltbedingungen für Black Tiger Garnelen zu simulieren – ohne den verbreiteten Krankheitserreger, den es bei uns gar nicht gibt.“ „Unsere gesunden Setzlinge produzieren wir für die extensiv wirtschaftenden, organischen Garnelenfarmen in Vietnam“, so Esser. Bevor die Larven in Deutschland zur Speisegröße gereift sind, würden sie ausgeflogen werden. Damit würden die Existenzen der naturnahen, zertifizierten heimischen Farmen sowie faire und hohe Preise gestärkt. Fernziel von IFFT sei es zudem, die nachhaltige, biosichere Setzlingsproduktion in geschlossen Aquakultur-Kreisläufen langfristig auch in Vietnam aufzubauen. Bisher sei eine alternative Garnelenproduktion in geschlossenen Anlagen daran gescheitert, dass die künstliche Vermehrung nicht zuverlässig funktioniere. „Wir wollen eine Technologie entwickeln, die eine nachhaltig künstliche Vermehrung und eine kontrollierte Setzlingsaufzucht in Aquakulturen ermöglicht. Dafür brauchen wir einen kerngesunden Elterntierbestand.“ Wissenschaftliche Unterstützung erhält IFFT zusätzlich von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, die ab dem kommenden Wintersemester eine dreijährige Stiftungsprofessur „Aquakultur“ eingerichtet hat.



Weitere Infos

Ethanol bedroht grösstes Feuchtgebiet Kenia

20.000 Hektar der ökologisch einmaligen Landschaft am Tana Fluss in Kenia sollen abgeholzt und mit Zuckerrohr für Agrartreibstoff bepflanzt werden. Weil diese Monokultur große Mengen an Wasser und Pestizide benötigt ist auch der Rest des artenreichen Tana-Deltas betroffen. Der Landschaft droht Austrocknung, den Bewohnern Vertreibung. Bitte unterstützen Sie die einheimischen Umweltschützer in Kenia und die betroffene Bevölkerung und protestieren Sie bei den Verantwortlichen. Ein Protest kann abgeschickt werden von der Seite http://www.regenwald.org

Open letter and report from Karl Amman on Egypt ape trade
OPEN LETTER TO PASA/GRASP/LAGA from Karl Ammann (and report on Egyptian Ape Trade, below, with most of the apes in question most likely having originated in Cameroon).
I spoke again to my local contact today and he has seen another baby gorilla which is on offer and has also been offered a range of chimps although they will not allow him to take any pictures. He is convinced, and so am I, that there are at least three farms on the Alexandria to Cairo road and the one from Cairo to Fayoum which hold a large number of chimps. Some adults, with efforts being made to breed them (as is the case with the lions and tigers some of these facilities also hold).
Overall my assessment now is:
- we are dealing with anything between 50 - 100 illegally held apes in various facilities, some classified as 'rescue centers' some not
- all the owners of these facilities seem to actively trade chimps among themselves, The Environmental Police and the CITES officials know all these facilities
- Since they killed two chimps with an anesthesia overdose when they supposedly confiscated them from Sulemaniah there is a clear indicator that the veterinary expertise is not there to manage these apes
- the changing of apes in various facilities, in the last three years, indicates that there is a considerable die off and replacement from wild imports taking place.
There is absolutely no way any party in Egypt today has the expertise to deal with these apes and law enforcement is not really possible since there are no places to put confiscated animals. As such this has now become as much of an animal welfare issue as it is a conservation one. While the continued smuggling of wild caught apes is tragic, the suffering by the ones sitting out in the desert, through the extreme hot and cold conditions, is also totally unacceptable.
The loss rate must be high especially for the gorillas. Accepting the status quo means condemning to death a large number of chimps and gorillas on an annual basis.
The authorities are now hiding behind the fact that they do not know where the apes came from but also that there is no help from international experts to improve existing facilities or create appropriate 'rescue centers'.
Clearly considering the number of apes involved there is now little hope that repatriation is going to be feasible for most of them. That leaves improving their lot on the ground.
I do feel the Egyptians (government and private parties) should be provided with deadlines and guidelines to update existing facilities to a point where some basic standards are met and stipulate repatriation if they do not live up to these expectations.
It would be possible to create a facility in Egypt - using electrical fencing which could offer a reasonable setting to give some of these apes a second chance and to confiscate them from places which are not able/willing to make the corresponding investments which would require cooled facilities in the summer and heated ones in the winter.
I do not see any progress being made unless some of the NGOs with leverage start becoming active. I am thinking of GRASP and PASA and a possible joint mission to evaluate existing facilities (requiring the Egyptians to open the doors to all of these facilities). Set targets and standards as well as deadlines and then follow up on a regular basis.
Clearly nobody wants this headache and clearly there is no guarantee that anything will really change as far as the traders are concerned.
However trying to improve the lot of the existing apes has to be attempted and I see no other way which could work on short notice.
(I left cash for the two chimps at the Alexandria zoo one of which is in her 50s so that some sleeping platforms can be built. At the moment they have a bare cell with a wet concrete floor on which they have to sleep).
Ball in your court.
Karl Ammann
Nanyuki, July 2008



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Hallo ZooLex-Fans,
NEUE GEHEGEPRÄSENTATION
Luchswald im Zoo von Pistoia in Italien ist ein naturnahe Darstellung des Lebensraumes des Europäischen Luchses. Das Gehege liegt in einem natürlichen sommergrünen Mischwald und wurde mit zusätzlichen Bäumen, Stämmen, Felsen, Kletterstrukturen und einer Höhle ausgestattet, um das natürliche Verhalten der Luchse zu fördern und die Landschaft für die Besucher interessanter zu machen.
http://www.zoolex.org/zoolexcgi/view.py?id=1000
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NATURALISTISCHES ENRICHMENT
Idealerweise sollen Einrichtungen zur Verhaltensanreicherung nicht nur den Tieren dienen, sondern auch der Botschaft, die dem beobachtendem Publikum vermittelt werden soll. Auffällige künstliche Enrichment-Objekte können ein naturnahes Besuchererlebnis beeinträchtigen. Wir freuen uns daher, Jon Coe's Artikel über naturalistisches Enrichment zu präsentieren und seine Ideen mit unseren Lesern zu teilen:
http://www.zoolex.org/research.html
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PUBLIZIEREN IN ZOOLEX
Wenn Sie ein neues Gehege eröffnen, denken Sie bitte an eine Präsentation in ZooLex. Die Spezifikationen, Tier- und Pflanzenliste. Plandarstellung und Pressemitteilungen sind noch bei der Hand. Dies ist die beste Zeit zum Publizieren. Die ZooLex Template vereinfacht die Zusammenstellung einer Präsentation:
http://www.zoolex.org/service.html
Das Publizieren in ZooLex ist kostenlos. Einreichungen für die ZooLex Gallery können von ZoomitarbeiterInnen, jemandem vom Planungsteam oder Freiwilligen durchgeführt werden. Wir veröffentlichen nur mit dem Einverständnis der Einrichtung, die das Gehege beherbergt, das präsentiert wird. Das ZooLex Editorenkommitee prüft alle Präsentationen vor der Veröffentlichung.
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WAS BEI ZOOLEX EINGEREICHT WIRD
In der ZooLex Gallery werden alle Arten von Gehegen vorgestellt. Das ZooLex-Publikum interessiert sich für neue Technologien in der Gehegeplanung und für neue Artenkombinationen in Gemeinschaftsgehegen. Wir präsentieren auch Gehege von Tieren, die schwer zu halten oder besonders selten sind. Wir zeigen gerne Gehege, die den Tieren ein artgemäßes Umfeld bieten, den TierpflegerInnen einen angemessenen Arbeitsplatz und den Besuchern ein wünschenswertes Erlebnis. Wir freuen
uns über Präsentationen von kostengünstigen Gehegen für unser Fachpublikum. Wir meinen, dass Pflanzen und Interpretation eine wichtige Rolle in der Gehegeplanung spielen sollen und laden Sie ein, Beschreibungen von Gehegen mit einem botanischen oder didaktischen Schwerpunkt zu präsentieren. Wir suchen auch Gehege mit Schwerpunkt im Arten- oder Ressourcenschutz. Präsentationen all dieser Gehege sind wünschenswerte Beiträge zur ZooLex Gallery.
Wir würden uns freuen, Ihren Beitrag zur ZooLex Gallery zu erhalten!
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Die ZooLex Zoo Design Organization ist in Österreich als gemeinnütziger Verein registriert. ZooLex betreibt eine wissenschaftliche Website zum Thema Zooplanung


Neue Veröffentlichungen
Ihre Veröffentlichung in dieser Rubrik: Senden Sie ein Besprechungsexemplar an die Redaktionsadresse

Primatenhaltung im Zoo
von Ellen Krebs

Rückseitentext:
Nicht-menschliche Primaten stellen in Bezug auf die Ernährung, die Fortpflanzung und die artspezifischen sozialen Bedürfnisse hohe Anforderungen an eine artgerechte Haltung in Menschenhand. Als Grundlage für eine moderne Primatenhaltung können Erkenntnisse, die im Rahmen von nahrungsökologischen Studien und Untersuchungen des Sozialverhaltens an freilebenden Primaten gewonnen wurden, dienen. Erstmalig werden daher in diesem Buch die in Zoologischen Gärten gesammelten Haltungserfahrungen mit den Ergebnissen der Freilandforschung verknüpft. Ziel ist es, die Zukunft möglichst vieler Primatenarten in menschlicher Obhut zu sichern und langfristig sich selbst erhaltende Reservepopulationen aufzubauen.

Rezension:

Dies ist sicher ein gutes Buch und wertvolles Nachschlagewerk. Ich war allerdings recht irritiert, darin etwas anderes zu finden als dem Titel nach erwartet. Geeigneter Titel wäre vielleicht "Aspekte der Primatenbiologie". Ein Buch über Tierhaltung sollte doch wohl auch etwas über Haltungsbedingungen, sprich Gehege-Anforderungen und Enrichment, sowie Transport, Zuchtbuchführung, gesetzlichen Vorgaben,
aber auch praktische Agaben zur Tierpflege und Handling enthalten, aber: Fehlanzeige. Meine Hoffnung auf neuere Erkenntnisse zur Haltung auf Naturboden, Deep Litter oder zu Anlage von Wassergräben wurden so natürlich auch nicht erfüllt - und darüber schweigen sich die anderen Standardwerde zur Zootierhaltung ja leider auch allesamt aus.
Lediglich drei Themenkreise werden in diesem Buch ausführlichst behandelt: Ernährung, Fortpflanzung und Sozialsysteme. Stets nach geltender Primatensystematik sortiert, werden in jedem Abschnitt die einzelnen Arten abgehandet, dabei sind etwa 2/3 allgemeine und Freilanddaten, 1/3 zoo-relevante Aspekte. So sind letztlich ca. 50 von 400 Seiten direkt zoo-bezogen.
Ergänzt wird das Buch durch eine knappe Darstellung von Zoonosen (freilich fast nur zoologisch-deskriptiv, mit nur seltenen Angaben zu Symptomen, Vorbeugung oder gar Behandlung). Ellen Krebs hat wertvolle Tabellen erstellt und bietet eine Zusammenfassung unzähliger neuerer Arbeiten, die ein Nicht-Primatologe niemals alle gelesen haben könnte.
Zwei Mankos für die Arbeit mit dem Buch gibt es obendrein: Es gibt Literaturverzeichnisse für jedes Kapitel, aber kein Gesamtliteraturverzeichnis. Und, eine um sich greifene Krankheit so vieler neuer Bücher: Es fehlt jegliches Register, was es nahezu unmöglich macht, z.B. alle Informationen über eine bestimmte Primatenart auf Anhieb zu finden.
Wer sich - wie ich - in der Hoffnung auf Erkenntnisse zur praktischen Zoo-Haltung von Primaten auf das Buch stürzt, wird eher enttäuscht. Hingegen dürfte so mancher, dessen Hauptinteresse auf wissenschaftlichen Aspekten zur Ernährungsphysiologie oder Fortpflanzungsbiologie liegt, dieses Buch aufgrund seines Titels vielleicht nicht gleich in die Hand nehmen - und das wäre auch wieder schade. Dirk Petzold

Taschenbuch, 390 Seiten, Filander März 2008
39,90 ¤, zur Zeit nicht lieferbar über Amazon.de



Die gesammelten Buch- und Medien-Empfehlungen aus den Zoopresseschauen haben wir in einem Amazon-Shop zusammengestellt. Wenn Sie diese oder beliebige andere Artikel bei Amazon.de über unsere Links bestellen, erhalten wir eine Provision, die für die laufenden Kosten der Zoopresseschau und unser Artenschutz-Engagement verwendet wird.


"Dauerwerbung in eigener Sache"

Abenteuer Zoo
550 Tierparks, Aquarien und Reptilenhäuser
Der Zooführer für Deutschland, Österreich und Schweiz

Dirk Petzold + Silke Sorge
ISBN 978-3-7020-1151-2
L. Stocker Verlag, Graz
448 Seiten, durchgehend farbig bebildert, 16 x 24 cm, brosch.
Preis: ¤ 24,90

Überall erhältlich, z. B. über Amazon und sicherlich auch in Ihrem Zooshop

Wiederverkäufer oder für Sammelbestellungen wenden Sie sich bitte an den Stocker Verlag (Hr. Koiner, 0043/316/82 16 36, DW: -131, franz.koiner @ stocker-verlag.com)
Mehr zum Buch samt Hintergründen, Vorwort und Leseprobe finden Sie auf der eigens eingerichteten Sonderseite:
www.abenteuer-zoo.de
Neu: Ergänzte Seite mit Meinungen und Rezensionen über das Buch


Veranstaltungen


3. Zootechniker-Tagung im Zoo Rostock
18.- 20.09.2008
Themen unter anderem:
- Wasseraufbereitung
- Bau-Projekte im Zoo
- Notrufhandys
- Spielplätze
Auskunft erteilt:
Zoo Rostock, Herr F. Petersen, Tel.: 0381 / 2082175
oder Allwetterzoo Münster, Herr D. Heese, Tel.: 0251 / 8904400, Heese@Allwetterzoo.de

Gesellschaft für Tropenornithologie e.V.

XXIX. Tagung über tropische Vögel
11. bis 14. September 2008
Die GTO folgt einer gemeinsamen Einladung vom Frankfurter Zoo, dem Senkenberg-Museum und der Universität.

Naturerlebnisse vermitteln: Praxisorientierte Einführung in die Naturerlebnispädagogik
Die BUNDjugend Brandenburg führt vom 6. bis 10. Oktober in Wernsdorf ein Seminar durch, mit dem junge Erwachsene befähigt werden, Kinder und Jugendliche für das Thema Natur zu sensibilisieren und zu begeistern. In vielen praktischen Übungen wird ein Pool von natur- und erlebnispädagogischen Methoden vorgestellt und ausprobiert. Information und Anmeldung unter: www.bundjugend-brandenburg.de

International Congress of Zookeepers
We are now looking forward to Third Congress, co-hosted by the ICZ, AAZK, Woodland Park Zoo, and the Puget Sound Chapter of AAZK, will be held from September 24th to 29th 2009, in Seattle, USA. The conference begins on September 24th with a full day at Point Defiance Zoo and Aquarium, followed by the icebreaker at the Seattle Aquarium. The conference will include 3½ days of papers and workshops, as well as a full day at Woodland Park Zoo. The Zoo Day will offer behind the
scenes tours, including our “Zoo Doo” composting facility, our renowned horticultural facilities, and exhibit design workshops. Please visit www.iczoo.org for more details and the call for papers.


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Erleben Sie ein Meer an Möglichkeiten!

SEA LIFE gehört zur Merlin Entertainments Group, dem weltweit zweitgrößten Betreiber von Besucherattraktionen. In unserem SEA LIFE Oberhausen kann man in die faszinierende Welt der Meeresbewohner – von heimischen Krabben bis zu tropischen Meeresschildkröten – eintauchen und dabei eine Menge über sie lernen. Wir suchen Sie als
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Nach Ihrer biologisch orientierten Ausbildung, gern auch nach Ihrem abgeschlossenen Biologiestudium, haben Sie sich bereits in einer aquaristischen Einrichtung beruflich freigeschwommen. Wichtig sind darüber hinaus solide technische Kenntnisse sowie eine Passion für die Welt der Fische und der Aquaristik. Gutes Englisch setzen wir voraus. Sie denken besucherorientiert, behalten auch im Strudel unvorhergesehener Ereignisse den Kopf über Wasser und behalten die Kosten im Auge.
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Communications Assistant
Position: Full-time, 12 months contract, starting immediately
Duty station: IUCN Regional Office for Europe, Brussels, Belgium
Reporting to: Regional Communications Officer for Countdown 2010
Your Role : As Communications Assistant, you work closely with the Regional Communications Officer in communicating IUCN’s European Programme to global and regional target audiences. In particular, your focus will be on assisting IUCN’s Countdown 2010 initiative in mobilizing partners to take action on the 2010 biodiversity target.
Specific Duties
- Editing and Publishing: IUCN’s Regional Office for Europe and Countdown 2010 maintain a number of newsletters and regular publications. You assist the research of stories, help to produce content, and arrange the delivery online and offline.
- Websites: You draft regular stories for www.iucn.org/europe and www.countdown2010.net.
- Events: Support the communication of events and initiatives, including the search for high profile public figures, the creation of multimedia products, and staging of events.
- Media: Maintain an up-to-date media database and help to prepare media products and events.
- Strategic communication: Support Countdown 2010 staff in developing and implementing project communications strategies, and assist in the development of an overall IUCN communications strategy.
Requirements
- A keen interest in communications, journalism and marketing, and a good grasp of nature conservation and sustainability.
- University degree.
- Fast learner, and efficient project manager.
- Excellent writing and editing skills, and an eye for quality.
- Computer literate with experience in web design, layout and photo manipulation.
- Commitment to the values and approaches of IUCN and to working in an equal opportunity working environment.
- Native speaker level in English. Good knowledge of French and Spanish is an asset.
Salary: 27.000 EUR
Deadline for applications: 3 August 2008
If you are interested in this position, please send your application via email to Monica Jacobs at europe@iucn.org (Subject: Application: Communications Assistant). Your application should be written in English and consist of a cover letter, your curriculum vitae (including contact details and your nationality) and a writing sample. Only shortlisted candidates will be contacted.

Stellenausschreibung Zootierpfleger
Die Auffangstation für Reptilien, München e.V. besteht seit gut 15 Jahren und betreut neben privat abgegebenen und aufgefundenen, erkrankten und verletzten Reptilien, , Amphibien, Fische und Avertebraten vor allem Tiere aus behördlichen Wegnahmen aus Tierschutz-, Artenschutz- und Sicherheitsaspekten und engagiert sich bezüglich der Vermittlung und Unterbringung dieser Tiergruppen. Unser Haus nimmt auch Gefahrtiere, wie Gifttiere, Großechsen, Riesenschlangen, Schnapp- und Geierschildkröten, sowie Krokodile auf.
Wir suchen zum Herbst 2008 zur Erweiterung des Teams eine/n Zootierpfleger/in mit abgeschlossener Ausbildung zum/zur Zootierpfleger/in – sehr gerne mit Berufserfahrung – für eine Vollzeitstelle.
Erfahrung, beruflich oder privat in den Bereichen der Aquaristik und Terraristik, ggf. in Erhaltungszucht und Routine im Umgang mit Gefahrtieren sind dringend erwünscht.
Wir suchen motivierte, interessierte, engagierte und selbstständig arbeitende, teamfähige Kollegen, die sich in unser Team eingliedern und sich engagiert um unsere Tiere und Anlagen, ggf. auch um evtl. einzustellende Auszubildende kümmern wollen.
Die Bezahlung erfolgt nach TV-L, Arbeitszeiten können ggf. abgesprochen bzw. flexibel gestaltet werden.
Bewerbungen incl. Zeugnisse senden Sie bitte an:
Auffangstation für Reptilien München
z. Hd. Dr. Markus Baur
Kaulbachstraße 37
80539 München



TV-Tipps
Tierdokus und Zoo-Sendungen im Fernsehprogramm

Zoo-Infos bei Prometheus.tv
In Zusammenarbeit mit zoo-infos.org zeigt Prometheus jeden letzten Samstag im Monat die Zoo-Infos. Sehen Sie neueste Meldungen aus der Welt der Zoos, Fortschritte im Artenschutz oder Erfolge bei der Jungtierzucht. Das ganze Prometheus-Programm auch live im online-stream auf www.prometheus.tv oder die jeweils aktuelle Version der Zoo-Infos jederzeit auf der Website - in der Sendung Ende Juli führte der Besuch in den Vogelpark Steinen.

DailyNet.de - 29. Juli 2008
Arche Noah: Das tierische 3sat-Magazin startet mit zwölf neuen Ausgaben
Das tierische Magazin „Arche Noah“ startet am Sonntag, 20. Juli 2008, 17.30 Uhr, mit zwölf neuen Ausgaben. Erstes Thema: „Kinder, Kinder …“. Moderatorin Anke Neuzerling begegnet in der 14-täglich ausgestrahlten Sendung im Zoo Duisburg großen und kleinen Jungtieren. Egal, ob bei Kattas, den Halbaffen aus Madagaskar, oder den Orang-Utans – der Nachwuchs hat es vielen Zoobesuchern schon immer ganz besonders angetan. Die Themen der weiteren Sendungen heißen „Wahre Herrscher“ über Elefanten, Löwen und Haie (3. August), „Tierische Bekanntschaften“ über Tiere mit besonders innigen Beziehungen zu ihren Pflegern (17. August) und „Mehr Spaß im Gehege“ über Beschäftigungstherapien für Tiere (31. August).

news aktuell - 29. Juli 2008
"Tierärztin Dr. Mertens" nimmt im Leipziger Zoo wieder ihre Arbeit auf
Ob todkranker Brillenpinguin oder fehlernährtes Leopardenbaby - ab dem 29. Juli 2008 kümmert sich die "Tierärztin Dr. Mertens" wieder um die jungen und alten Patienten des Leipziger Zoos. Nach den hervorragenden Durchschnittswerten der zweiten Staffel von 5,48 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 19,6 Prozent beginnen jetzt die Dreharbeiten zu 13 neuen Folgen mit Elisabeth Lanz als Dr. Susanne Mertens. Gedreht wird voraussichtlich bis Sommer 2009. Die Ausstrahlung ist für 2010 geplant.

Wochentägliche Sendungen:
Mo-Fr, 10:05 BR, Giraffe, Erdmännchen & Co. (Frankfurt, Kronberg, Wh.)
Mo-Fr, 11:10 SWR, Pinguin, Löwe & Co. (Münster, Wh.)
Mo-Sa, 15:15 ZDF, Dresdner Schnauzen (Wh.), Sa 15:30!
Di, Mi, Fr, ca. 15:40, RBB, Panda, Gorilla & Co. Junior (Wh.)
Mo-Do, 16:10 ARD, Elefant, Tiger & Co. (Leipzig, Wh.)
Mo-Fr, 17:00 VOX, Menschen, Tiere & Doktoren, in dieser Woche u.a. im Zoo Zürich und im Tierpark Herberstein
Mo-Fr, 17:05 RBB, Pinguin, Löwe & Co. (Münster, Wh.)
Mo-Di, 17:10 HR, Seehund, Puma & Co. (Bremerhaven, Jaderberg, Friedrichskoog, Wh.)
Mi-Fr, 17:10 HR, Giraffe, Erdmännchen & Co. (Frankfurt, Kronberg, Wh.)
Mo-Fr, 17:10 NDR, Leopard, Seebär & Co. (Hamburg, Wh.)

Einzelsendungen:
Fr, 01.08.2008, 19:50, MDR, Elefant, Tiger & Co.

Fr, 01.08.2008, 20:15, ARD Eins Plus, Karnische Alpen, Ein Gebirge voller Kostbarkeiten
Fr, 01.08.2008, 20:15, HR, Als die Löwen in die Großstadt kamen (150 Jahre Zoo Frankfurt)
Fr, 01.08.2008, 21:00, HR, Legenden - Bernhard Grzimek

Fr, 01.08.2008, 21:00, RBB, Abenteuer Zoo: Hoch hinaus an der Moldau - Orang-Utans, Schlammspringer und Flusspferde in Prag

Fr, 01.08.2008, 21:15, ZDF dokukanal, Tatort Wildnis
Sa, 02.08.2008, 09:40, 3sat, Die Mur - Wiedergeburt eines Flusses
Sa, 02.08.2008, 11:55, WDR, Dickes Fell und große Klappe (Zoo Berlin, Wh.)
Sa, 02.08.2008, 13:15, RBB, Abenteuer Zoo: Hoch Hinaus an der Moldau - Orang-Utans, Schlammspringer und Flusspferde in Prag

Sa, 02.08.2008, 13:30, SWR, Heimliche Hofnachbarn, Tiergeschichten um eine alte Scheune
Sa, 02.08.2008, 15:15, Phoenix, Das Schweigen der Gorillas, Ebola im Odzala-Nationalpark, Kongo
Sa, 02.08.2008, 18:00, ARD Eins Plus, Odysso Extra, Die Ostsee
Sa, 02.08.2008, 19:00, BR, Natur exclusiv, Von den Alpen zum Ammersee
Sa, 02.08.2008, 23:15, HR, Die Zoo Frankfurt-Bernhard Grzimek-Nacht: Als die Löwen in die Großstadt kamen: 150 Jahre Frankfurter Zoo
So, 03.08.2008, 00:00, HR, Legenden - Bernhard Grzimek
So, 03.08.2008, 00:45, HR, Grzimeks Erbe in Afrika
So, 03.08.2008, 01:30, HR, Der Umzug der Affen
So, 03.08.2008, 02:00, HR, Grzimeks Erbe in Asien
So, 03.08.2008, 02:45, HR, Die Giraffe und die Nagelfeile
So, 03.08.2008, 03:15, HR, Gestatten: Nala, die Königin
So, 03.08.2008, 04:45, HR, Der Tiger und die Liebe
So, 03.08.2008, 05:15, HR, Grzimeks Erbe in Südamerika
So, 03.08.2008, 06:00, HR, Der Flug des Nashorns
So, 03.08.2008, 10:45, HR, Was wird aus dem Frankfurter Zoo, Herr Niekisch?, Der Zoodirektor im Sonntagsgespräch

So, 03.08.2008, 13:15, MDR, Grönland - Das grüne Land
So, 03.08.2008, 14:25, WDR, Uhu, Storch und wilde Schluchten
So, 03.08.2008, 15:30, SWR, Wenn Fische in den Bäumen schwimmen, Im Pantanal
So, 03.08.2008, 16:30, MDR, Die Augen des Adlers (Sächsischer Falkenhof Augustusburg)

So, 03.08.2008, 17:05, N24, Tauchen mit Tigerhaien
So, 03.08.2008, 17:30, 3sat, Arche Noah (Zoo Leipzig)

So, 03.08.2008, 18:00, ZDF dokukanal, Expedition Schatzinsel, Flora und Fauna rund um die Kokosinsel
So, 03.08.2008, 18:30, ARD Eins Plus, Im Reich der Pandabären
So, 03.08.2008, 20:02, ZDF infokanal, Käferplage am Mittelmeer
Mo, 04.08.2008, 11:30, NDR, Tintenfische
Mo, 04.08.2008, 13:50, NDR, Hyänen
Mo, 04.08.2008, 15:30, 3sat, Das Paradies ist nur gepachtet, Naturschutz und Ökotourismus auf einer Koralleninsel
Mo, 04.08.2008, 15:30, ARD Eins Festival, Hoffnung für den Tiger?
Mo, 04.08.2008, 16:50, ARTE, Die Azoren
Mo, 04.08.2008, 20:15, ARD, Unter Verdacht! - Das Geheimnis der Andenbären, Tipp!

Mo, 04.08.2008, 21:00, 3sat, Schlau wie ein Fuchs
Di, 05.08.2008, 11:30, NDR, Im Angesicht des Tigers
Di, 05.08.2008, 12:30, Phoenix, Dem Blauwal auf der Spur
Di, 05.08.2008, 13:00, WDR, Auf Sand gebaut, Natur und Militär in der Senne
Di, 05.08.2008, 13:15, Phoenix, Hier Bio - Dort Tod, Vom (Aus)Sterben des Orang-Utans
Di, 05.08.2008, 14:00, Phoenix, Spurensuche - Der Weiße Hai im Mittelmeer
Di, 05.08.2008, 14:15, HR, Die Allianz der Affen
Di, 05.08.2008, 15:00, SWR/WDR/BR alpha, Planet Wissen, Tauben - Von Friedensboten und Plagegeistern
Di, 05.08.2008, 16:50, ARTE, Trügerisches Paradies, Natur in der Sperrzone Tschernobyls
Di, 05.08.2008, 20:15, WDR, Wildes China
Di, 05.08.2008, 21:30, ZDF infokanal, Käferplage am Mittelmeer
Mi, 06.08.2008, 11:30, NDR, Die Rückkehr der Könige, Geparden in der Kalahari
Mi, 06.08.2008, 13:15, 3sat, Zauber einer Flusslandschaft, Die Donau-Auen
Mi, 06.08.2008, 14:00, Phoenix, Tasmanien - Insel am Ende der Welt
Mi, 06.08.2008, 14:15, HR, Roatan - Natur auf der Pirateninsel
Mi, 06.08.2008, 16:50, ARTE, Die Blumenwiese
Mi, 06.08.2008, 20:15, NDR, Big Sur - Die wilde Küste Kaliforniens
Do, 07.08.2008, 10:05, WDR, Der Hüter der Küken (Greifvogelschutzstation Wesel)
Do, 07.08.2008, 10:33, MDR, Im Reich des Meeres, Lebensweisen und Wunderwelten (4/5)
Do, 07.08.2008, 14:15, HR, Liebenswerte Urzeitwesen, Schildkröten
Do, 07.08.2008, 14:55, 3sat, Wombaz (Aquarium Sylt)
Do, 07.08.2008, 19:20, ZDF infokanal, Käferplage am Mittelmeer
Do, 07.08.2008, 20:15, 3sat, Ein Biotop für den Biber
Fr, 08.08.2008, 01:00, ZDF, Olympia der Tiere
Fr, 08.08.2008, 11:30, NDR, In den Tiefen des Amazonas
Fr, 08.08.2008, 18:30, 3sat, Nano extra: Afrikas Kampf gegen die Wüste
Fr, 08.08.2008, 19:50, MDR, Elefant, Tiger & Co.
Fr, 08.08.2008, 21:00, ARD Eins Plus, Expeditionen ins Tierreich: Bambus - Das Wundergras
Fr, 08.08.2008, 21:00, RBB, Lagunen, Dünen, Urwälder
Fr, 08.08.2008, 21:45, Phoenix, Das Tompkins-Imperium, Naturparks statt Modetrends

Doku-Soap-Wiederholungen:
"Elefant, Tiger & Co." aus Leipzig: Wiederholung der aktuellen Folge Montags 10:53 Uhr im MDR, weitere Wh samstags 13:35 im NDR, 14:25 im MDR und 17:00 Uhr im WDR, sowie mittwochs 06:30 Uhr im NDR;
"Dresdner Schnauzen", Wiederholungen dienstags bis samstags 18:00 Uhr auf ZDF Doku, sowie samstags 16:02 Uhr und sonntags ab 08:02 und ab 15:02 (je 2 Folgen) von ZDF Info;
"Giraffe, Erdmännchen & Co." aus Frankfurt und Kronberg: Wiederholungen samstags 07:00 und 17:30 Uhr sowie sonntags 07:10 Uhr im HR;
"Leopard, Seebär & Co." aus Hamburg: Wiederholungen samstags ab 14:15 Uhr vom SWR (2 Folgen);
"Nashorn, Zebra & Co" aus München: wird samstags 15:00 vom BR und sonntags 11:30 im RBB wiederholt;
"Panda, Gorilla & Co." aus Berlin: Wiederholungen freitags 20:15 und sonntags 10:45 Uhr im RBB, sowie sonntags und montags 07:00, dienstags 11:00, mittwochs 15:00, donnerstags 19:00 und freitags 23:00 Uhr auf ARD Eins Plus;
"Pinguin, Löwe & Co." aus Münster: wird sonntags 13:35 Uhr im WDR wiederholt.

Schöne Zoowelt Reflexionen von Carsten Schöne

Grabenkämpfe

Habe ich Diejenigen, die Futter in Gehege schmeißen, letzte Woche noch recht freundlich als Bekloppte und Blödköppe tituliert, verdienen sie heute üblere Schimpfworte. Tiernamen gehen dabei allerdings nicht, weil nun mal kein Tier in der Lage ist, sich so dämlich zu verhalten, wie meine werten Artgenossen.
Es ist also ein Menschenaffe (diese Bezeichnung ist in dem Zusammenhang natürlich eine herbe Beleidigung) gestorben, weil ein Mensch unbedingt sein Brötchen verfüttern wollte. Nicht umsonst gibt es ja den Spruch: „Dumm wie Stulle“. Da die Ausdehnung eines Brötchens in allen drei Dimensionen größer ist, als die einer Brotscheibe, erklärt sich die Hirnamputiertheit von Brötchenwerfern von selbst.
Dummerweise ist nun aber das Ganze bei Hagenbeck passiert und in diesem altehrwürdigen Tierpark stehen die Elefanten den halben Zootag lang am Gehegegraben, weil die Besucher ihnen ganz offiziell Futter zustecken dürfen! Darf man Differenziertheit erwarten vom Zoobesucher?
Ein weiteres Problem gibt es und das ist der Wassergraben. Was es auch noch gibt, das ist die wunderbare Ergänzung zur Evolutionstheorie, die Wasseraffen-Theorie. Da diese aber an allen, im englischen „Apes“ genannten Arten, außer an uns, vorbeigegangen ist, wird unseren Verwandten nie ein Seepferdchen verliehen und wer einen Garten hat und weiß, daß dort ab und an ein Kleinkind spielend seine Zeit verbringt, der wird keinen ungesicherten Gartenteich auf seinem Grundstück dulden.
Gibt es einen Unterschied zwischen beengten Gehegen mit steilen Wassergräben und weitläufigen Inseln mit Flachwasserzonen, wie man sie z.B. von Apenheul kennt?
Ich weiß es nicht, weil ich keine Ahnung von Primaten, außer uns selbst, habe! Anlaß zum Nachdenken haben wir jedenfalls genug!

Ihr
Carsten Schöne

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