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ISSN 1619-6643

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Ausgabe 423 vom 22. Mai 2008

Liebe Leser,

wir haben es wieder einmal geschafft; heute, ausgerechnet am Internationalen Tag der Biodiversität, müssen wir die Gewißheit verkünden, worüber viele bisher schon starke Vermutung hatten: nach dem Baiji wurde jüngst ein weiterer Großsäuger, das Nördliche Breitmaulnashorn, einzig durch Zutun von uns Menschen von dieser Erde ausradiert. Geschenkt, daß es in wenigen Zoos noch ein paar wenige Exemplare gibt, die bekanntermaßen schlecht züchten und uns das "Aussterben erlebbar" machen werden, geschenkt auch, daß es vor allem in den USA Wissenschaftler gibt, die das Klonen von Tieren als Methode des Artenschutzes etablieren wollen. Artenschutz ist Diversitätsschutz, und Biodiversität manifestiert sich vor allem in genetischer Diversität, was nutzt es da, wenn man von nur noch einer Handvoll Individuen (= Genotypen) diese Individuen fünfmal haben kann?
Schon in der Vergangenheit haben wir viele - viel zu viele - oft heute als gerettet geltende Tierarten durch einen sogenannten genetischen Flaschenhals gejagt (in vielen Fällen im wahrsten Sinne des Wortes) - Wisente, Przewalski-Pferde, Uhus, Steinböcke... -, und erst die nahe und ferne Zukunft wird zeigen, ob die Arten und Unterarten diese künstlich geschaffene genetische Einfalt verkraften und sich als dauerhaft überlebensfähig auch auf dem Spielfeld von Klimawandel und Umweltveränderungen erweisen. Das trifft übrigens auch auf den Bruder des Nördlichen Breitmaulnashorns, das Südliche Breitmaulnashorn, zu.
Das Südliche Breitmaulnashorn war auch schon auf 20 Tiere dezimiert, heute gilt es unter Schutz als gesichert. Also doch kein Verschwinden des Breitmaulnashorns, es war ja "nur" eine Unterart? Wer so denkt (Zitat WWF "Tiger ist Tiger"), dem sei im Zeitalter der Molekularbiologie gesagt, daß dann auch dem Verschwinden des Menschen keine Bedeutung beigemessen werden bräuchte, denn es gibt noch einen "Zweitmenschen", den Schimpansen, der dem Homo sapiens genetisch viel ähnlicher ist als die beiden Unterarten des Breitmaulnashorns es waren. Genetik ist nicht alles, aber vieles ist Genetik.
Vielleicht noch etwas Positives zum Schluß: noch druckfrisch vermeldet die ZGAP die Entdeckung einer neuen Wirbeltierart, des Cat Ba-Tigergeckos, auf der nordvietnamesischen Insel Cat Ba. Noch immer gibt es auf dem blauen Planeten viele Lebensformen, viel "Biodiversität" zu entdecken, darunter auch Wirbel- und Großtiere - ich hoffe sehr, nicht nur dafür, daß die Liste der vom Menschen ausgelöschten Arten noch ein Stückchen länger werden kann!

Hoffnungsvoll, Ihre Silke Sorge
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Jahr des Frosches
in Zusammenarbeit mit der Stiftung Artenschutz

Weltweit sind 30-50 Prozent der Amphibienarten vom Aussterben bedroht. Aufgrund dieser alarmierenden Situation wurde das Jahr 2008 zum „Jahr des Frosches“ ausgerufen, Zoos, Institute und Naturschutzorganisationen unterstützen diese Initiative. Die Stiftung Artenschutz hat u. a. die Koordination der EAZA-Kampagne für Deutschland übernommen und versorgt alle teilnehmenden Zoos mit Informations- und Aktionsmaterialien. Zudem hat sie auf ihrer Website umfangreiche Information bereitgestellt. Jetzt mit Sonderseite "Aktuelles aus der Amphibienkampagne".



rt-online.ru - 12. Mai 2008
В Казанском художественном училище откроется выставка, приуроченная к Году лягушки
An der Kasaner Kunstfachschule wird eine Ausstellung eröffnet, die abgestimmt ist auf das Jahr des Frosches
Am 15. Mai findet an der Kasaner Kunstfachschule die Eröffnung einer Ausstellung unter dem Titel "Eben dieser Frosch" statt. Zu der Veranstaltung sind eingeladen Mitarbeiter des Kasaner Zoologisch-Botanischen Gartens, die Tiere aus dem Streichelzoo mitbringen. Die Ausstellung wird im Rahmen des von der WAZA verkündeten Jahres des Frosches durchgeführt. Ziel dieser Aktion ist es, die Vielfalt der Welt der Amphibien zu zeigen und die Erhaltung dieser Tiere. Die Organisatoren hoffen, daß derartige Veranstaltungen helfen, die Frösche vor ihrer völligen Vernichtung zu retten. In der Ausstellung werden Arbeiten aus Malerei, Grafik, Kunsthandwerk vertreten sein. Auf allen Arbeiten werden Frösche dargestellt sein, die sich den Besuchern der Ausstellung in unterschiedlichsten Rollen zeigen.

kp.ua - 16. Mai 2008
Киевских лягушек будут опекать
Kiewer Frösche werden betreut
Unser Zoo nimmt es auf sich, den Städtern einen behutsamen Umgang mit Amphibien beizubringen. Der Hauptstadtzoo hat das laufende Jahr zum Jahr des Frosches erklärt. Die dortigen Mitarbeiter beschlossen, auch für die Kröten Sponsoren zu suchen, denn sie sind durch nichts schlechter als Kamele, Giraffen, Wisente und Pinguine. Hinzu kommt, daß für die WAZA das Jahr 2008 das "Jahr des Frosches" ist. "Der Hauptstadtzoo hat bereits den Plan für die Durchführung einer Kampagne ‚Jahr des Frosches' ausgearbeitet", teilte uns Irina Golowina mit, Leiterin des Pressedienstes des Kiewer Zoos. Ihren Worten nach wird in nächster Zeit die Sammlung dieser Amphibien noch erweitert und den Besuchern erklärt, wie man mit ihnen umgeht. Gegenwärtig hält der Kiewer Zoo zehn Froscharten.

novosti.ua - 16. Mai 2008
В Киевском зоопарке проходит Год лягушки
Im Kiewer Zoo wird Jahr des Frosches durchgeführt
Der Kiewer Zoo hat einen Plan von Maßnahmen zur Durchführung einer Kampagne "Jahr des Frosches" im Rahmen des von der WAZA zum Jahr des Frosches erklärten Jahres 2008. Das wurde mitgeteilt im Pressedienst der Kiewer Staatlichen Stadtverwaltung. Insbesondere, wie im Zoo bemerkt wurde, sind vorgesehen die Ergänzung der Amphibiensammlung durch Vertreter auch der Fauna der Ukraine und die Ausarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen ihrer Erhaltung in menschlicher Obhut. Geplant sei auch eine Reihe von Kultur- und Bildungsveranstaltungen mi dem Ziel der Aufklärung der Bevölkerung über die Notwendigkeit der Erhaltung der Amphibien. "Die seltenste Art in der Amphibiensammlung des Kiewer Zoos ist das Safranfarbene Buntfröschchen (Mantella crocea). Diese schwanzlose Amphibienart ist verbreitet in den angenehm kühlen Bergwäldern im Osten Madagaskars in der Gegend um Maramanga. Die Art ist vom Aussterben bedroht, die Population verringert sich beständig. In diesem Jahr gelang dem Zoo die Fortpflanzung dieser kleinen Frösche (22 bis 25 mm). Es gab vier Ablagen befruchteten Laiches und jetzt sind etwa 100 Kaulquappen geschlüpft. Die Zoomitarbeiter hoffen, daß die Kaulquappen erfolgreich ihre Metamorphose durchlaufen und zu erwachsenen Fröschen heranwachsen", heißt es in der Mitteilung. Nach Angaben des Pressedienstes besitzt die Amphibiensammlung des Kiewer Zoos gegenwärtig folgende Arten: Bandmolch (Triturus vittatus), Zwergkrallenfrosch (Hymenochirus boettgeri), Erdkröte (Bufo bufo), Panzerkopfkröte (Bufo galeatus), Australischer Korallenfingerlaubfrosch (Litoria caerulea), Safranfarbenes Buntfröschchen (Mantella crocea) und andere.

interfax.by - 18. Mai 2008
Выставка лягушек - как настоящих, так и рукотворных - откроется в Московском зоопарке
Moskauer Zoo eröffnet Froschausstellung - zu sehen sind echte und handgeschaffene
Im Moskauer Zoo wird am Dienstag, dem 20. Mai, die 5. FroschKunstAusstellung "MosKWA expo" eröffnet, erfuhr Interfax im Pressedienst des hauptstädtischen Zoos. "Das Projekt ‚MosKWA expo' vereint Künstler unterschiedlicher Stile und Richtungen. Hier wird praktisch alles sein: Malerei, Grafik, Bildhauerkunst, Fotografie, individuell angefertigte Puppen, Batiken, originelle Technologien und noch viel Interessantes", hieß es. Ziel des Projektes sei, den Leuten zu helfen, diese bemerkenswerten Geschöpfe zu erkennen und zu mögen, in den Fröschen nicht einfach Amphibien zu sehen, sondern aus Kindheitstagen bekannte Helden der Märchen, Mythen und Legenden.

lifepr.de - 19. Mai 2008
"Von Natternhemden und trompetenden Kranichen - Geheimnisse des Moores"
"O, schaurig ist's, übers Moor zu gehen, wenn es wimmelt vom Heiderauche ..." schrieb eine große Dichterin bereits um das Jahr 1800, und auch heute noch haften dem Moor als einer Landschaft voller Geheimnisse und Rätsel viele Geschichten an. Auf einem geführten Spaziergang durch das Eekholter Moor begegnen die Besucher diesem Lebensraum hautnah und intensiv, und ein leises Schaudern wird auch heute noch spürbar, wenn die Dämmerung hereinbricht und ein leichter Nebel aus dem Moor heraufsteigt. Im Moor ist eine andere, stille Welt erlebbar. ... Wir begegnen auch Tieren des Moores wie Schlangen und den majestätischen Kranichen, die mit ihrem Trompeten weithin zu hören sind. Besondere Aufmerksamkeit wird den Pflanzen des Lebensraumes Moor geschenkt, wie zum Beispiel dem insektenfressenden Sonnentau oder der durstigen Moorbirke. Im Rahmen dieser Veranstaltung möchten wir ebenfalls auf das "Jahr des Frosches" hinweisen und den Besuchern den aktuellen "Frosch des Jahres 2008", den Laubfrosch, ganz aus der Nähe zeigen. Nach diesem stimmungsvollen Abendrundgang mit blühendem Wollgras werden Sie zu dem Schluss kommen "O, schön war's, übers Moor zu gehen".

salzburg.com - 19. Mai 2008
Kein Platz für den Laubfrosch
Laubfrosch, Kammmolch, Fischotter, Bären oder Biber: Der Anblick vieler heimischer Arten ist in Salzburg zur Seltenheit geworden. Am Donnerstag wird darum der Internationale Tag der Artenvielfalt begangen. Heuer ist das Motto "Die biologische Vielfalt ist unsere Lebensversicherung für eine sich verändernde Welt". "Es gibt eine ganze Reihe von bedrohten Arten. Die Kategorien reichen dabei von ,leicht gefährdet' bis zum ,vom Aussterben bedroht'", sagt Hannes Augustin, Geschäftsführer des Salzburger Naturschutzbundes. Neben den Lebensräumen von Laubfröschen oder Kammmolchen sind auch jene von Fischotter oder Biber äußerst eingeschränkt. "Auch bestimmte Bestände von Fledermäusen sind stark bedroht", sagt Augustin gegenüber den SN. ... Mit dem Internationalen Tag der Artenvielfalt wollten die Vereinten Nationen die Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen aufzeigen, sagt Naturschutzreferent Sepp Eisl (ÖVP). Der Tag solle an den oft zu sorglosen Umgang mit den derzeit zur Verfügung stehenden Ressourcen erinnern. Bis zum Jahr 2010 soll weltweit der Verlust der Artenvielfalt gestoppt werden. Dazu habe sich auch Österreich verpflichtet. Im Land Salzburg laufen derzeit mehrere Artenschutzprogramme. Im Mittelpunkt stehen dabei Fledermäuse, Wiesen- und Felsbrüter. Für den Naturschutzbund ist das nicht genug. Salzburg liege im Bereich des Natur- und Artenschutzes österreichweit nur im Mittelfeld, sagt Augustin.

spektrumdirekt.de - 20.05.2008
Auf Nimmerwiedersehen - Warum Tiere und Pflanzen aussterben
Eigentlich wäre der Carrikeri-Harlekinfrosch (Atelopus carrikeri) das richtige Symboltier für die gefährdete Natur und die Artenvielfalt. Er vereint vieles, was das Überleben der Tiere und Pflanzen auf diesem Planeten fraglich macht. Jüngst erst entdeckten ihn Forscher in den kolumbianischen Anden wieder, nachdem er 14 Jahre lang verschollen war: Sein Lebensraum ist so winzig wie seine Bestandszahl wohl auch, weshalb Klimawandel und Lebensraumzerstörung rasch ihren Preis fordern - sein Habitat schwindet durch die Erderwärmung oder könnte durch Bergbau oder Überweidung zerstört werden. Ein tödlicher Pilz rafft seine nahe Verwandtschaft hinweg und könnte auch bald diesen Harlekin-Frosch erreichen. Terrarianer begehren um fast jeden Preis attraktive und seltene Spezies wie ihn. Und im Gegensatz zum bekannten und beliebten Pandabären - dem WWF-Maskottchen - interessiert sich weder die breite Öffentlichkeit noch die Politik für sein Überleben. All das lässt die Zukunftsaussichten für Atelopus carrikeri wenig rosig erscheinen - und damit ergeht es ihm wie dem größten Teil der globalen Artenvielfalt, die in den meisten Fällen keine große Lobby hat oder deren wirtschaftliche Ausbeutung zumindest kurzfristig lukrativer scheint als ein langfristig ausgelegter Schutz.

badische-zeitung.de - 20. Mai 2008
Freiburg: Stadt baut Ponton-Steg für Kröten
Es gibt in Freiburg bereits Brücken für Fußgänger, für die Eisenbahn, für den Autoverkehr. Seit neuestem haben auch die Kröten ihre eigene Brücke. Die liegt auf Pontons und führt über den Waldsee und soll den Amphibien einen möglichst gefahrlosen Start ins Landleben ermöglichen, meldete die Stadtverwaltung.
Jörn Evers, Matthias Hammacher und Nicolai Steierten, Lehrlinge vom städtischen Forstamt, haben in den vergangenen Wochen die Waldsee-Kröten-Brücke zurecht gezimmert - direkt unterhalb der Mauer des Waldsee-Restaurants. Gemeinsam mit Forstwirtschaftsmeiter Bernd Kramer setzte die Forst-Azubis umfangreiche Amphibienschutz-Aktionen am Waldsee, einem traditionellen Freiburger Krötenschwerpunkt, um.

spiegel.de - 20. Mai 2008
ÜBERLEBENSSTRATEGIE. Der Eier-Trick des Laubfroschs
Egal, welcher Art sie angehören: Jungtiere leben meist gefährlich, insbesondere dann, wenn sie noch gar nicht aus ihren Eiern geschlüpft sind. Die Natur hat zahlreiche Strategien erfunden, die Gelege vor Fressfeinden zu schützen - von der Dauerbewachung bis hin zur trickreichen Tarnung. Doch allen eierlegenden Wirbeltiere scheinen eines gemeinsam zu haben: Sie konnten ihre Eier nur entweder an Land oder im Wasser unterbringen, die Wahl hatten sie nicht.
Das galt zumindest bisher. Nun aber haben Forscher erstmals bei einem Wirbeltier die Fähigkeit beobachtet, dass es diese Wahl eben doch gibt. Der Bromelienlaubfrosch (Dendropsophus ebraccatus) aus Panama kann seine Eier sowohl an Land als auch im Wasser legen - je nachdem, ob etwa im Wasser Fressfeinde auf der Pirsch sind oder am Ufer die Austrocknung durch zu viel Sonne droht. Die Auswahl treffe der Frosch anhand des einfallenden Sonnenlichts, schreiben Justin Touchon und Karen Warkentin von der Boston University im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences". In Seen, an denen es wenig Schatten und starken Sonneneinfall gibt, legt der Laubfrosch seine Eier demnach im Wasser. Im Schatten dagegen bevorzuge er die Blätter von Pflanzen, die am Ufer wachsen, da die Eier hier nicht so schnell austrockneten. Die Kaulquappen lassen sich nach dem Schlüpfen einfach ins Wasser fallen.

newsticker.sueddeutsche.de - 20. Mai 2008
Auch auf legal gehandelte Exoten verzichten
Längst nicht alle exotischen Tiere dürfen in Deutschland gehandelt werden. Aber auch auf den Kauf von denjenigen, die legal zu haben sind, sollten Tierfreunde dem Artenschutz zuliebe besser verzichten."Gerade die hier angebotenen Reptilien sind zum großen Teil Wildfänge", sagte Sandra Altherr von der Organisation Pro Wildlife in München. Das heißt, die Tiere sind aus der natürlichen Heimat in Afrika, Asien oder Südamerika genommen worden - wo die Populationen teils drastisch zurückgegangen sind. ... Zwar unterbinde die Washingtoner Artenschutzkommission (CITES) immer wieder den Export bedrohter Arten. "Aber immer wenn der Handel mit einer bestimmten Art reglementiert wird, verlagert sich das Problem auf eine andere", erklärte Altherr. ... Bedenklich sei die Einfuhr exotischer Tiere nicht zuletzt deshalb, weil viele verenden, ehe sie in Deutschland ankommen. "Bis ein Tier beim Käufer landet, vergehen oft Wochen oder Monate", sagte Altherr. Zudem haben Frösche, Chamäleons, Schlangen oder Geckos oft sehr spezielle Ansprüche, die gerade unerfahrene Halter kaum erfüllen können. Immer wieder sterben Exoten deshalb vorzeitig. "Weil man das Terrarium aber nun einmal hat, werden dann wieder neue gekauft - so beginnt ein Teufelkreis."

lifepr.de - 20. Mai 2008
"Die Amphibienkrise". Ein Vortrag mit anschließender Abendführung am 23. Mai ab 18 Uhr.
Nachdem schon unsere einheimischen Amphibien Thema eines Vortrags im Zoo waren, geht heute die Reise über die europäischen Grenzen hinaus. Herr Kempf, Tierarzt und Leiter der Vogelklinik in Oberschleißheim wird über die verschiedenen exotischen Arten und deren Gefährdung berichten. Im Anschluss daran besuchen die Teilnehmer im Rahmen einer Abendführung die Arten, die im Augsburger Zoo gehalten werden. Wegen der Teilnahme an der Amphibienkampagne des Europäischen Zooverbandes wurden die gehaltenen Arten vermehrt und auch neue Gehege eingerichtet. Es ist auch ein Blick hinter die Kulissen des Reptilienhauses vorgesehen. Lassen Sie sich überraschen.



WAZA-Infopaket für die Amphibienkampagne
Die deutsche Übersetzung, erstellt durch die Stiftung Artenschutz, ist online verfügbar:
www.waza.org/conservation/AARK_Infopack_de_version_final.pdf

Enthalten sind Infos zur Kampagne, Strategie- und Aktivitätsvorschläge
(2,8 mb)


Top-Thema: 9. UN-Naturschutzkonderenz in Bonn

Aufgrund der großen Anzahl an Meldungen rund um dieses Thema gibt es eine aktuelle Sonderseite. Weitere Meldungen zum Thema Natur- und Artenschutz finden Sie wie bisher hier.


Zoos – Meldungen deutschsprachig

fr-online.de - 20. Mai 2008
Abschied für Ex-Zoochef Christian Schmidt. Vater der Affen
Tamanduas sind entzückende tierische Zeitgenossen. Christian Schmidt wiederum ist ein Mensch, hat aber dafür gesorgt, dass Tamanduas den anderen Menschen im Zoo keine tierischen Rätsel mehr sind. Während seiner Zeit als Zoodirektor in Frankfurt (1994 - 2007) zogen aber auch Gelbbrustkapuziner, Kongopfauen, Fingertiere und Indische Löwen ein. Nun wird Schmidt nicht nur 65 Jahre alt, sondern auch pensioniert. Ihm zu Ehren kommen am Mittwoch rund 60 Verantwortliche aus deutschsprachigen Zoos zu einem Kolloquium über Zoo und Naturschutz im Senckenbergmuseum zusammen.

haustechnikdialog.de - 20. Mai 2008
Schütz heizt Frankfurter Affen ein
So richtig warm und gemütlich den ganzen Tag über "abhängen" können in Kürze die Affen des Frankfurter Zoos. Ihr neues Reich, der "Borgoriwald", ist mit allem ausgestattet, was ein Menschenaffenherz begehrt: Auf 10.000 Quadratmetern befinden sich großzügige Außengehege mit natürlicher Flora und Fauna, Innenanlagen mit Höhlen, Wassergräben und natürlich jede Menge Klettergelegenheiten, um dem Bewegungsdrang der Tiere entgegenzukommen. Eine über 2.000 Quadratmeter große künstliche Felslandschaft bietet den großen und kleinen Primaten ideale Möglichkeiten für ihre akrobatischen Höchstleistungen. Tierisch viel Platz zum Rumsitzen und Ausruhen finden die Affen in Fels-Vorsprüngen und -Einbuchtungen. Im Unterschied zur "echten Natur" verfügt die Kletterlandschaft über eine besondere Zusatz-Ausstattung: Die Fels-Wände beherbergen ein modernes Wandheizungssystem, das im gesamten Innenbereich des "Borgoriwalds" für artgerechte Temperaturen sorgt.

volksstimme.de - 16.05.2008
Einschläferungsverbot für Tigerkater Taskan
Sehr kontrovers hat am Dienstagabend der Magdeburger Stadtrat die Tötung der drei nicht reinrassigen Tigerbabys im Zoo der Landeshauptstadt debattiert. Während ein Teil der Ratsversammlung die öffentliche Empörung teilte, stellten sich andere Abgeordnete demonstrativ hinter den Zoodirektor Kai Perret. Dennoch folgte der Stadtrat am Ende der mehr als einstündigen Redeschlacht einem Eilantrag von SPD und CDU einstimmig und ließ damit ein " Einschläferungsverbot für Tigerkater Taskan " ergehen.

bz-berlin.de - 20. Mai 2008
Traurige Nachricht aus dem Zoo. Knut verlor zweites Brüderchen. Pfleger fanden das angefressene Eisbärenbaby in der Höhle
Eisbären-Tragik in zwei Sätzen: "Am 14.12. gab es erneut Eisbärennachwuchs. Die 1984 in Karlsruhe geborene Katjuscha hatte ein Jungtier, das jedoch tot geboren wurde", steht in dem dunkelgrün gebundenen Zoo-Jahresbericht "Bongo". Aber warum erfahren wir erst jetzt, fünf Monate später, von dem Zoo-Drama? Hatten die Berliner doch damals auf ein Geschwisterchen für Knut gehofft. Zoo-Chef Bernhard Blaszkiewitz: "Wir gehen nie mit toten Neugeburten an die Öffentlichkeit." Traurige Tatsache ist: Eisbär Knut hat ein zweites Brüderchen verloren. Das erste - sein Zwilling von Eisbären-Mutter Tosca und Vater Lars - überlebte die Geburt nur kurz. Das zweite Brüderchen zeugte Eisbär Lars mit Eisbärin Katjuscha. Wie es genau zu Tode kam, ist unklar.

derstandard.at - 20. Mai 2008
"Zu viele Förderungen geflossen". Politiker im Herbersteinprozess über Subventionspraktiken
Hat Andrea Herberstein, die Gräfin von Herberstein, das Land Steiermark um Subventionen für das Schloss und den Tierpark betrogen? Wenn ja, reicht die Summe aus für eine unbedingte Strafe? Das sind im Grunde die letzten Kernfragen im Herberstein-Prozess, denen Richterin Elisabeth Juschitz in den Aussagen der noch verbliebenen Zeugen nachgeht.



Planung und Bau

tagesspiegel.de - 21. Mai 2008
Strandbesucher mit Fell und Flossen Erlebnis Meck-Pomm. Immer mehr Robben tauchen in der Ostsee auf Das ist eine der vielen Attraktionen für Urlauber
Im Handumdrehen hat sich die kleine Sensation herumgesprochen: "Eine Robbe liegt am Strand". Und obwohl sich blitzschnell eine Schar Neugieriger am Strand von Markgrafenheide versammelt, lässt sich das Tier nicht aus der Ruhe bringen. Es hebt seinen Kopf, sperrt die Augen weit auf und schnuppert im Sand. Erst als ihr einige Neugierige zu nahe kommen wollen, stößt die Robbe ein abwehrendes Zischen aus. ... Naturschützer verzeichnen in letzter Zeit steigende Robbenbestände an der Ostsee, nachdem die Tiere durch Jagd und Wasserverschmutzung fast schon als ausgerottet galten. Auf rund 20 000 Exemplare schätzt das Meeresmuseum in Stralsund die Zahl der Kegelrobben in der südlichen Ostsee. Auch in Prora und Göhren auf Rügen, auf der Insel Vilm und im Greifswalder Bodden zeigen sich die Tiere mittlerweile. In einigen Wochen werden Urlauber nicht mehr auf zufällige Entdeckungen hoffen müssen. In Warnemünde und damit fast in Sichtweite des natürlichen Ruheplatzes vor Markgrafenheide entsteht bis Mitte Juli eine weltweit einzigartige Forschungsstation. Neun Seehunde aus dem Zoo in Köln beziehen im Hafen ein neues Quartier. "Das Publikum laden wir ausdrücklich ein, uns bei der Arbeit zu beobachten", sagt Guido Dehnhardt von der Universität Rostock. "Dafür wird eigens das Sonnendeck eines zum Forschungslabor umgebauten Fahrgastschiffes reserviert."

nnn.de - 20. Mai 2008
Wärmepumpe für Pelikane
Die ersten sechs Pelikane sind schon da. Jetzt fehlt im Zoo nur noch das Haus für die neue Vogelart. Bauarbeiter sind gerade eifrig dabei, es zu errichten. Direkt neben dem alten Ententeich am Eingang Trotzenburg. Das Haus in Form eines Halbkreises soll von außen schlicht aussehen, "sich in die Landschaft einfügen", sagt Bauleiter Gerd Himmelreich. Dafür warte es im Inneren mit technischen Raffinessen auf. "Wir werden die zwei Wasserbecken und die Heizung mit einer Wärmepumpe beheizen." Das sei schon etwas Besonderes, denn die dafür notwendige Grundwärme wird nicht wie meist üblich aus der Erde oder der Luft, sondern aus dem Teichwasser entnommen. Zu diesem Zweck wurden bereits Schläuche (900 Meter insgesamt) verlegt. Sie sind mit Sole gefüllt, einer Flüssigkeit, die eine höhere Dichte hat als das Wasser. "Sonst würden sie ja oben treiben."

szonline.ch - 20. Mai 2008
Kanton Solothurn - Im Käfig vager Zusicherungen
René Strickler steht im Regen, als er mit seiner Hand auf die neuesten baulichen Erweiterungen seines beliebten Raubtierparks auf dem Subinger Industrieland zeigt. Noch sieht es etwas kahl aus, Holz liegt herum, vieles ist erst halb fertig, man steckt noch mitten in den Arbeiten. "Wir schuften auch, wenns nass wird." Sechs Leute aus seinem Team arbeiten am Ausbau mit, "immer dann, wenn die Tiere versorgt worden sind", sagt Strickler. Gegen 200 000 Franken will der bekannte Raubtierdompteur mit sanktgallischen Wurzeln investieren. Bestandteil der Erweiterung sind eine neue Terrasse hinter dem Bistro, die für rund 150 Leute Platz bieten soll, ein Zelt für Vorführungen mit Schweinen und Ziegen aus Stricklers Streichelzoo, eine grosse Löwenanlage, eine Leopardenanlage und ein Container für Ausstellungen und Büro. Bereits fertig ist das Bärengehege.

rp-online.de - 19. Mai 2008
Ein Herz für Riesenotter
"Pteronura brasiliensis" lässt sich mit "brasilianischer Flügelschwanz" übersetzen. Der wissenschaftliche Artname steht für ein äußerst selten gewordenes Säugetier, den prächtigen südamerikanischen Riesenotter. 30 Jahre Erfahrung hat der Zoo Duisburg bei der Haltung der heiklen Pfleglinge. Schon Mitte der 80er Jahre entdeckte der Förderverein des Zoos sein Herz für die Riesenotter und ermöglichte den Bau einer damals modernen Anlage. Über die Jahre hinweg sind die Mindestanforderungen an die Haltung dieser Art gestiegen, so dass eine umfassende Modernisierung der Anlage erforderlich war. ... Innerhalb weniger Monate erhielt das Riesenotter-Gehege einen deutlich vergrößerten Landgang, denn die hervorragenden Schwimmer halten sich mitnichten vorwiegend im Wasser auf. Die Einsicht unter Wasser über große Scheiben wurde zudem verbessert, so dass die Besucher den Tauchgängen aufmerksam folgen können. ... Alle Hoffnungen auf späteren Nachwuchs ruhen nun auf das vor wenigen Tagen eingetroffene junge Zuchtpaar, wovon das letztjährige geborene Männchen "Maldito" aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg und seine dreijährige Partnerin "Amana" aus dem Zoo Dortmund kommen.

nnn.de - 19. Mai 2008
Robbenschiff macht fest
Jetzt können die Robben kommen: In aller Frühe haben gestern zwei Schlepper ein ehemaliges Fahrgastschiff in den Yachthafen Hohe Düne gezogen. Dort wird das 50 Meter lange Boot zur Forschungsstation umgebaut. Aber auch Rostocker und Urlauber haben etwas davon. Vom Sonnendeck aus können sie bald die Tiere und die Arbeit der Forscher in Europas größter Robbenhaltungssation hautnah beobachten. ... Neun Tiere sollen möglicherweise schon in der letzten Mai-Woche ihr neues Heim an der Ostseeküste nehmen. Sie kommen aus dem Kölner Zoo, wo sie das Forschungsteam "Sensorische und kognitive Ökologie mariner Säuger" des Professors bereits erforscht hat. In einem Langzeitexperiment wollen die Biologen und Physiker nun die Sinneswahrnehmung und die Unterwasserorientierung der Tiere in ihren natürlichen Umgebung - im salzhaltigen Wasser - untersuchen.

freiepresse.de - 19. Mai 2008
Nandus bekommen neues Zuhause - und Nachwuchs
Das neue "Eigenheim" der drei Nandus im Limbacher Tierpark wirkt sehr wohnlich: Es ist aus Holz, sehr geräumig - und bietet sogar noch für weitere Bewohner Platz. Denn die Laufvögel werden eine Wohngemeinschaft mit zwei Alpakas eingehen, die eigentlich ebenfalls in Südamerika beheimatet sind: Zwei männliche Kamele halten in den nächsten Tagen Einzug. 30.000 Euro hat sich die Stadt Limbach-Oberfrohna die 60 Quadratmeter große Alpaka- und Nandu-Bleibe, die für Besucher zugänglich ist, kosten lassen. Bis auf den Gerüstbau haben die Tierpark-Mitarbeiter alle Arbeiten selbst ausgeführt. Zu der Anlage gehört ein ungefähr 400 Quadratmeter umfassendes Freigehege. ... Und noch eine Neuheit wartet auf die Gäste: Noch in dieser Woche soll die Brücke zur Halbinsel auf dem Tierparkteich gebaut werden. "Damit wollen wir die Attraktivität der Anlage weiter erhöhen", sagte OB Hans-Christian Rickauer (CDU). Kostenpunkt: 39.000 Euro.



Aktionen

nw-news.de - 20. Mai 2008
Auf Tuchfühlung mit Python und Echse. Reptilienzoo Torgau auf dem Festplatz
Die einen finden sie einmalig, bei anderen lösen sie eher Furcht aus. Doch eine gewisse Faszination üben Reptilien auf fast allen Menschen aus. Wer jedoch genug davon hat, sie immer nur im Fernsehen zu bestaunen, der ist in den kommenden Tagen auf dem Löhner Festplatz an der richtigen Adresse. Dort macht Richters Reptilienzoo aus Torgau für eine Woche Station. Seit Generationen präsentiert der Familienbetrieb eine "lehrreiche sowie pädagogisch wertvolle Vorführung von lebenden Reptilien aus allen Kontinenten", wie es in der Pressemitteilung heißt. Größte und einzigartige Attraktion sei das gefährliche Neuguineakrokodil namens Samson. ... Die Expedition im Reptilienzoo führt vorbei an Alligatoren, Riesenschildkröten, Echsen, Schlangen und vielen anderen Tieren. Die Besucher erfahren Wissenswertes und Kurioses.

maerkischeallgemeine.de - 19. Mai 2008
MUSEUMSTAG: Sushi am Welsbecken. 25. Jubiläum des Aquariums / Schlösserstiftung lädt zur Debatte ein
Die kleinen Hände wollen dem großen Fisch ganz nah sein. Auch die Nase wird noch ans Glas gestupst, damit den weit geöffneten Augen keine der Bewegungen des größten Bewohners des Aquariums entgeht. Vielleicht wären die Kinder "Weline" weniger freudig, dafür umso respektvoller gegenübergetreten, wenn sie gewusst hätten, dass der Europäische Wels der einzige Süßwasser Fisch ist, der dem Menschen gefährlich wird.
Museumsleiter Detlef Knuth führte am Sonntag zum 25. Jubiläum durch das Aquarium, welches nach einer schon in den 60er Jahren entstandenen Beckenanlage bis 1983 ausgebaut wurde. "Das Aquarium hat uns damals gerettet", ist der Wissenschaftler sicher, als er sich an die Mitte der Neunziger erinnert, in der das Naturkundemuseum dicht gemacht werden sollte. Nach Protesten wurde das Ständehaus dann aber aufwändig saniert.

nw-news.de - 19. Mai 2008
Von Raub- und Schmusekatzen. NW-Tierparktage in Olderdissen locken hunderte Kinder und Erwachsene an
Papageien, Löwen, Schlangen - in Olderdissen herrschte am Wochenende Dschungelfieber. Kinder halten Mäuse in den Händen, werden zu Löwen oder Indianern. Die Tierparktage der Neuen Westfälischen zog die Kleinen in ihren Bann. Schminken, Luftballon-Tiere oder eine Kutschfahrt durch den Tierpark machten aus dem Wochenendausflug ein tierisches Erlebnis.

tagesspiegel.de - 19. Mai 2008
Wüstenfüchse füttern
Zu den beliebtesten Orten, Kindergeburtstage zu feiern, gehört der Zoo. Das liegt daran, dass die meisten Kinder ohnehin gern in den Zoo gehen. Außerdem hoffen sie, dass sie als Geburtstagskinder Privilegien haben. "Ich will den Roten Panda füttern", sagte Linda, als sie sich entschloss, ihren achten Geburtstag im Zoo zu feiern. Den "Roten Panda" gibt es aber nur im Tierpark, damit hatte sich diese Idee schnell erledigt. Linda schwenkte um und entschied sich für die Pinguintour. Auch hier kann man die Tiere am Ende füttern. Aber auch das ging nicht, weil die Tour bereits an eine andere Partygesellschaft vergeben war. Und wahrscheinlich können die Pinguine nicht den ganzen Tag lang Fisch fressen. Was dann? Affen? "Mag ich nicht", sagte Linda. Schweine? "Machst du Witze?", fragte sie. Pekaris, Pudus? Keine Chance: "Was ist denn das?" Vögel wollte sie nicht, Elefanten nicht und auch keine Artenschutzführung. Schließlich buchten wir als letzten Ausweg die Überraschungstour. ... So eine Überraschungstour erfordert schon starke Nerven. Wir durchquerten die Futterküche des Nachttierhauses, vorbei an Katzenfutter, lebendigen Mäusen, Küken und Larven. Während wir Geburtstagsgäste dann aber wie alle normalen Besucher vor der Scheibe stehen bleiben mussten, gingen Linda und ihre Führerin weiter ins Gehege der Wüstenfüchse, der Fenneks. Dort durfte dann auch Linda endlich Tiere füttern - allerdings mit gemischten Gefühlen. Denn wissen Sie, was Wüstenfüchse gerne essen? Lebendige Heuschrecken.

main-rheiner.de - 19. Mai 2008
Der tropische Regenwald wird lebendig. Gewächshaus des Botanischen Gartens illuminiert / Nächtliche Urwaldgeräusche eingespielt / "Konzert" der Pfeiffrösche
Die Museumsnacht hat viele Facetten - die illuminierten Gewächshäuser des Botanischen Gartens bei der zweiten Tropennacht nach 2003 waren nur eine davon, aber eine sehr eindrucksvolle. Um die Illusion des Streifzugs durch den tropischen Regenwald perfekt zu machen, waren nächtliche Urwaldgeräusche eingespielt - aber nicht in allen Gewächshäusern."Und die Geräusche kommen wirklich nicht aus den Lautsprechern?", argwöhnte Alexander Hinke aus Sörgenloch. "Nein, das sind die Frösche hier live vor Ort", versicherte Alexandra Ley vom In-stitut für Spezifische Botanik. Tatsächlich bot sich den Besuchern der zweiten Tropennacht im feuchtwarmen Tropenhaus ein Klangintermezzo der besonderen Art: Die karibischen Pfeiffrösche zeigten sich ab Einbruch der Dämmerung in Balzlaune und pfiffen um die Wette. Wer einen Blick auf eins der zirka zwei Zentimeter großen Amphibien erhaschen wollte, hatte es indes schwer. Ausgesprochen scheu hatten sich die kleinen Lebewesen im Pflanzendickicht versteckt. "Ich hätte eine Taschenlampe mitnehmen sollen", flachste Ursula Stapelmann aus der Oberstadt.

derstandard.at - 19.Mai 2008
Lauschangriff auf Tiersprachen im Zoo Schönbrunn. Aktives Entschlüsseln und Verstehen mit Biologen der Universität Wien - Tierstimmen auf CD gebannt
Im Tiergarten Schönbrunn findet von 22. bis 25. Mai (jeweils 13 bis 18 Uhr) ein Marktplatz der Wissenschaft zur Sprache der Tiere statt. Biologen der Universität Wien, die ihr Leben der Erforschung der Tiersprache gewidmet haben, führen interessierten Zoobesuchern vier Tage lang ihr umfangreiches Repertoire an Aufnahmen von Tierstimmen vor und helfen den Zuhörern, sie zu entschlüsseln und zu verstehen, so der Zoo in einer Aussendung. Mit Hilfe von zwei mobilen akustischen "Labors" können Kinder und Eltern auch die spektrale Zusammensetzung der eigenen Stimme und Sprache entdecken. Jeweils um 17 Uhr finden im Seminarraum des Elefantenhauses populärwissenschaftliche Vorträge statt.



Nachwuchs

coburgertageblatt.de - 21. Mai 2008
Nachwuchs im Tiergarten
Takine, auf deutsch auch Rindergemse oder Gnuziege, sind eine selten gehaltene Tierart in Zoos. Umso größer ist die Freude über den Nachwuchs im Nürnberger Tiergarten: Zwischen Februar und März wurden drei Takin-Weibchen geboren. Bei den in Haremsgruppen lebenden Wiederkäuern sind Männer nur in Unterzahl erwünscht. Der Tiergarten Nürnberg hat nach Auskunft von Helmut Mägdefrau, stellvertretender Direktor, "das große Glück, bis jetzt nur drei Männer, aber 15 Weibchen heranwachsen sehen zu können."

espace.ch - 19. Mai 2008
30 Jungtiere im Dählhölzli
Fruchtbarer Frühling im Berner Tierpark: Rund zehn Tierarten haben bisher für mehr als 30 Jungtiere gesorgt. "Die grosse Sensation sind die Pelikane. Diese haben nach beinahe 30 Jahren im Dählhölzli das erste Mal zwei Junge bekommen", sagte Marc Rosset, Tierpark-Kurator gegenüber espace.ch. Auch die drei jungen Luchse sind etwas Besonderes: "Die Mutter säugt die Kleinen zurzeit nahe beim Zaun und muss deshalb ein wenig geschont werden", erklärt Rosset. Natürlich freut man sich im Tierpark auch über Nachwuchs, den es im Frühling regelmässig gibt: So können auch junge Säbelschnäbler, Steinböcke, Wildschweine, Zwergziegen, Ziesel, Wildkatzen, ein kleiner Elch und seit dem Wochenende auch zwei Lisztäffchen bewundert werden.



www3.ndr.de - 20. Mai 2008
Wisente hinter königlichen Mauern. Das Wisentgehege Springe
Laut neuer Zuchtverordnung muss Thomas Hennig, der Leiter des Wisentgeheges in Springe, seine Wisente nach Blutlinien trennen und hat daher alle Hände voll zu tun, die Schwergewichte in zwei Herden zu teilen. Freiwillig lässt sich keines seiner Tiere in ein neues Gehege bringen. Thomas Hennig muss immer wieder eines der Wisente in Narkose legen und per Anhänger aus dem Gehege fahren. Auch die Elche reagieren zurzeit eher nervös, seit der Jäger den erkrankten Nachwuchs per Blasrohr medizinisch behandeln musste. Thomas Hennig hat Respekt vor seinen Tieren, was sich auch in seinen Fotoaufnahmen ausdrückt. Seine gesamte Freizeit widmet er dem Fotografieren. Die Bilder sind ein weiteres Mittel für ihn, Menschen für den Naturschutz zu begeistern. Der wird im Wisentgehege mit zahlreichen Zucht- und Auswilderungsprojekten groß geschrieben.

inar.de - 20. Mai 2008
Neu im Zoo: Präriehunde erhalten riesige Freianlage am RWE-Delphinarium
Wieder einmal sorgt der deutsche Artname für ein bisschen Verwirrung. Sind Präriehunde wirklich Hunde und leben diese in der Prärie? Letzteres stimmt, aber die plumpen, kurzbeinigen und -schwänzigen Kleinsäuger sind eine nordamerikanische Gattung der Erdhörnchen und mit den Murmeltieren näher verwandt. Der "Hundeanteil" in ihrem Namen rührt von ihren bellenden Lauten her, die bei Hierarchiekämpfen ausgestoßen werden. Sechs geschäftig-grabende Präriehunde sind seit neustem Bewohner einer riesigen Freianlage, die sich gegenüber dem Eingangsbereich des RWE-Delphinariums befindet. Nicht nur, dass sie mit ihren Ausmaßen den Tieren eine luxuriöse Unterkunft bietet. Die Freianlage verkürzt den Besuchern, die auf die nächste Delphin-Vorführung warten, die Wartezeit aufs Angenehmste: Präriehunde sind tagaktiv und damit während der Öffnungszeiten durchgehend zu beobachten und begeistern durch ihr quirliges Verhalten. Sie halten darüber hinaus keinen Winterschlaf und kommen selbst bei Schneetreiben ins Freie. Die hartgesottenen Zoobesucher werden dies in den Wintermonaten sehr zu schätzen wissen!

lifepr.de - 20. Mai 2008
Afrikanischer Elefant "Kando" wird ein Jahr alt - die Mittelbrandenburgische Sparkasse gratuliert als Pate
Genau ein Jahr ist es her, als die Afrikanische Elefantenkuh "Pori" auf der Freianlage des Elefantenhauses ihr 3. Kalb zur Welt brachte, den kleinen Bullen "Kando". Dieser war gleich nach der Geburt ausgesprochen mobil und suchte mehrfach das Wasserbecken auf. Inzwischen ist "Kando" zu einem kräftigen Elefantenknaben herangewachsen. Die MBS (Mittelbrandenburgische Sparkasse) ist Pate des kleinen Elefanten und lässt es sich selbstverständlich nicht nehmen, zur Vollendung des 1. Lebensjahres zu gratulieren und einen Fresskorb zu überreichen. Dieser wird elefantengemäß mit Obst, Gemüse und Brot gefüllt sein.

welt.de - 20. Mai 2008
Minifant Kando feiert seinen ersten Geburtstag
Er pöbelt seine Mutter Pori an, schubst seine Schwestern durch die Gegend und trompetet laut. Kando ist kaum mehr als einen Meter hoch und schon ein richtiger Rabauke. Und weil er sich noch nicht richtig benehmen kann, paukt er nun in der Elefantenschule. Der afrikanische Elefant Kando hat im Berliner Tierpark seinen ersten Geburtstag gefeiert. Weil er noch nicht richtig erzogen ist, durfte seine ein Jahr ältere Halbschwester Kariba die Glückwünsche entgegen nehmen. Dazu führten sie drei Tierpfleger in den Wirtschaftshof des Elefantenhauses, wo eine Gruppe Kinder von der Oberlin-Schule in Potsdam ein Ständchen sang.

revista.de - 19. Mai 2008
Vier Fischotter sind die neueste Attraktion im Klaushof"
Sie zu entdecken stellt mitunter auch mal eine Geduldsprobe dar. Aber genau das ist ja der Reiz an der Sache. Die vier Fischotter, die frisch eingezogen sind im Klaushof, die wollen freilich nur dann an der Oberfläche ihres Sees die Augen der Öffentlichkeit erfreuen, wenn sie dazu Lust haben. Oft ist das natürlich auch der Fall. Zumindest sollte ein jeder Tierfreund mal diese neue Attraktion im Wildpark unweit von Bad Kissingen gesehen haben. Oberbürgermeister Kay Blankenburg durfte in einer seiner ersten Amtshandlung überhaupt nun die vier neuen Bewohner vorstellen. ... Das ganz besondere Etwas der neuen Anlage ist eine begehbare Höhle. Die kann von den Besuchern vom Eingansbereich aus wie auch von den Fischottern über den See betreten werden.

express.de - 19. Mai 2008
Doing, doing...erwischt! - Känguru "Toto" am Schwanz gefangen
Zweieinhalb Wochen war Känguru "Toto" auf der Flucht. Jetzt wurde das Beuteltier in der Nähe von Hannover geschnappt. Und zwar von seinem Pfleger Tam Barras. Der "Kampf" Tam gegen Toto - am Ende zog das sechs Jahre alte Känguru den Kürzeren. Und Pfleger Tam zog ihn am Schwanz. Autsch! Das Tier war Anfang Mai über den Zaun des Serengeti-Tierparks gehoppst. Erst jetzt wurde es von dem Suchtrupp 35 Kilometer vom Park entfernt entdeckt.

presseportal.de - 19. Mai 2008
POL-H: "Flucht" beendet Brelinger Straße
Nach tagelanger Flucht und mehreren erfolglosen Lockversuchen mit Ednußbutter und Artgenossen ist heute Mittag gegen 12:00 Uhr die Flucht des aus dem Serengeti-Park Hodenhagen entwichenen Känguruh` s Toto in der Wedemark zu Ende gegangen. ... Das mitgeführte Betäubungsmittelgewehr kam nicht zum Einsatz. Toto wurde in eine Transportbox verbracht und wird nun im Serengeti-Park eingehend von einem Tierarzt auf seinen Gesundheitszustand sowie Krankheiten untersucht. Offensichtlich hatte ihm die kilometerweite und wochenlange Flucht bislang nichts weiter angehabt.

szon.de - 19. Mai 2008
Ausgerissenes Känguru "Toto" wieder eingefangen
Nach zweieinhalb Wochen in Freiheit ist das ausgebüxte Känguru "Toto" eingefangen worden. Ein Suchtrupp des Serengeti-Tierparks entdeckte das Tier am Montag in der Wedemark bei Hannover, etwa 35 Kilometer von seinem Zuhause entfernt. Den Tierpark-Mitarbeitern gelang es, das Känguru mit einem Netzkäscher einzufangen.

pr-inside.com - 19. Mai 2008
Tierfreunde unterstützen Zoos in Thüringen mit Patenschaften. Schneeeule und Vogelspinne als "Patenkinder"
In Thüringer Zoos gewinnen Tierpatenschaften zunehmend an Bedeutung. Ohne diese Patenschaften gebe es "weder das Känguruland noch die Flamingoanlage, die ab Donnerstag gebaut wird", sagte der Sprecher des Erfurter Zooparkfreundevereins, Stephan Zänker. Mit jährlich rund 50 000 Euro seien die Patenschaften zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. Im vergangenen Jahr sei mit 204 Patenschaften ein neuer Rekord erreicht worden. Zuletzt übernahmen am Montag Erfurter Erstklässler für ein Jahr die Patenschaft für eine Schneeeule, eine Vogelspinne und eine Anakonda. Auf Tierpatenschaften kann auch der alternative Bärenpark in Worbis nicht mehr verzichten. Insgesamt 840 Paten unterstützen so die 165 Tiere, die sich auf 40 000 Quadratmeter in Thüringens Norden tummeln. Für 20 Euro pro Jahr können einzelne Personen Patenschaften für ehemalige Zirkus-, Zwinger-, Tanz- oder Kampfbären sowie Wölfe, Affen oder freilaufende Katzen übernehmen. ... Der Tierpark Gera verzeichnet zurzeit 40 Paten. Nach Angaben von Tierpark-Leiter Ulrich Fischer nimmt der Zoo dadurch jährlich 10 000 bis 15 000 Euro zusätzlich ein. "Bei unseren hohen Ausgaben hilft uns jeder Cent weiter", sagte Fischer.

tagblatt.de - 19. Mai 2008
Pfauenpaar macht Stadtbummel
Vielleicht war den beiden Pfauen die Wilhelma zu langweilig. Vielleicht wollten sie ihrerseits mal Leute anstarren. Jedenfalls büchste das gefiederte Pärchen am Sonntag aus und spazierte auf dem Gehsteig bei der Kreuzung Aachener Straße - Hallschlagerstraße herum. Polizisten und Tierpfleger fingen die Tiere schließlich ein: Die ganze Kreuzung wurde deswegen abgesperrt. Zurück zum Zoo kamen die Pfauen allerdings nicht zu Fuß. Nein, sie mussten im Streifenwagen Platz nehmen.

tagesspiegel.de
- 18. Mai 2008
Hilfe für die Streicheltiere
Am Tag nachdem Berlins Tierschutzbeauftragter Klaus Lüdcke forderte, den Kinderbauernhof im Görlitzer Park wegen teils mangelhafter Tierhaltung notfalls sogar zu schließen, sind Besucher und Betreiber aufgeschreckt. Sie starteten am Sonnabend eine Unterschriftenlisten- und E-Mail-Lobbyaktion. Zugleich beschlossen Mitarbeiter des Betreibervereins, die Arbeitszeiten mit zunächst ehrenamtlichem Einsatz auszudehnen, damit die Tiere nicht mehr über 18 Stunden im engen und dunklen, aber vandalismussicheren Stall eingeschlossen werden müssen. Die Stiftung Naturschutz, die die Einrichtung unterstützt, fordert jetzt vom Verein ein detailliertes Betreiberkonzept - sowie mehr finanzielle Förderung für den Kinderbauernhof vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg.

merkur-online.de - 18. Mai 2008
Hellabrunn trauert um Seelöwen-Oma München
Sie war eine tolle Küsserin. Und eine respektierte Oma, beliebt bei Artgenossen wie bei Pflegern im Tierpark Hellabrunn: Seelöwen-Dame ,,Madl" ist gestorben - im hohen Alter von 26 Jahren. Am Samstag haben die Pfleger sie leblos im Wasser gefunden. Wahrscheinlich starb die Seelöwen-Oma an Altersschwäche. Nun trauert der Tierpark um eines seiner Urgesteine.

sn-online - 18. Mai 2008
Die Flamingos sind tot
Zwar wurde auch gelacht, aber gänzlich ungetrübte Freude ist beim Vogelpark-Betreiber Werner Schulz und den Verantwortlichen des Fördervereins nicht aufgekommen gestern Morgen beim vierten Jazz-Frühschoppen an der Kraterquelle. Die Flamingos sind tot. Vermutlich hat ein Waschbär den pinken Vögeln den Garaus gemacht. Derzeit sind die Kadaver zur Untersuchung in der Tierärztlichen Hochschule in Hannover.


saarbruecker-zeitung.de - 16.05.2008
Posten-Schacher im Zoo
Der Saarbrücker Zoo soll sparen. Der Zuschussbedarf aus der Kasse der Landeshauptstadt soll die Zwei-Millionen-Euro-Marke nicht überschreiten. Das hatte der Stadtrat bereits vor drei Jahren beschlossen. Unter anderem wurde darüber diskutiert, die Personalkosten zu drücken. Doch nun wird hinter den Kulissen über eine Personalaufstockung geredet. Die CDU-Stadtratsfraktion will offenbar Zoodirektor Richard Francke einen kaufmännischen Direktor zur Seite stellen. Außerdem verfolgt die CDU ihr Ziel, aus dem Zoo, der jetzt ein so genannter Eigenbetrieb der Stadt ist, eine privatwirtschaftliche GmbH zu machen.

rp-online.de - 15.05.2008
Sensation im Rio Negro
Der Tierpark am Kaiserberg ist in zwölf Reviere unterteilt. Auch das Aquarium mit seiner Tropenanlage „Rio Negro“ bildet ein Revier, für dessen Funktionieren besonders ausgebildete Tierpfleger und eine Maschinenhalle sorgen. Ulrich Kluckner besitzt einen Tauchschein. Mit allem drum und dran. Den braucht er für seinen Beruf als Tierpfleger. Ulrich Kluckner ist nämlich fürs Aquarium im Duisburger Zoo zuständig. Und da heißt es immer wieder: Rein ins Wasserbecken, um sauber zu machen, Reparaturen durchzuführen oder auch mal einen verstorbenen Fisch einzusammeln. Das Aquarium ist im Duisburger Zoo eine Art Traditonseinrichtung. Von Anfang an, also seit fast 75 Jahren, stand ein solches Gebäude am Kaiserberg. Natürlich ist heute im Aquarium alles viel schöner als vor Jahrzehnten. Jetzt kann man Fische in Korallenriffen schwimmen sehen, man kann Anemonenfische, die mit einem Giftstachel ausgestatteten Rotfeuerfische, Muränen, Putzerfische oder auch den Igelfisch beobachten, der sich aufblasen kann und dann wie ein stacheliger Igel aussieht. Zum Aquarium gehört die im September 2005 eröffnete Tropenanlage Rio Negro, ein spektakulärer Bau, in dem man entlang einer 18 Meter breiten und zweieinhalb Meter hohen Acrylscheibe eine Sensation besichtigen kann: einen Amazonas-Delfin. Dieser Süßwasserdelfin ist vermutlich der einzige, der außerhalb Südamerikas lebt. Bis zum Oktober 2006 besaß der Duisburger Zoo sogar zwei dieser Säugetiere. Der andere, mit Namen „Vater“ starb im Alter von schätzungsweise 50 Jahren. Auch das Exemplar, das jetzt munter durch 680 000 Liter Wasser schwimmt, ist schon 34 Jahre alt. In zoologischen Fachbüchern geht man von einem Höchstalter von 30 Jahren in freier Wildbahn aus.

Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

Zoos – Meldungen international


Niederländische Meldungen

trouw.nl - 22. Mai 2008
Weer girafje geboren in Artis
Wieder Giraffe geboren in Artis
In Artis hat am Freitag erneut eine Giraffe das Licht der Welt erblickt. Adam, der denselben Vater hat wie der drei Monate alte Niek, geht es laut Amsterdamer Zoo gut.

news.google.de - 22. Mai 2008
Girafje geboren in Artis
Giraffe geboren in Artis
Amsterdam. Die Giraffenfamilie in Artis hat seit einer Woche einen neuen Sprößling. Adam wurde am Freitag geboren und ihm geht es gut. Das teilte der Zoo am Donnerstag mit. Adam darf am Donnerstag zum erstenmal auf die Außenanlage. Gemeinsam mit seiner Mutter Iwana kann er bei voller Gesundheit seine Außengehege erkunden. Adam ist das erste Junge von Iwana. Artis hat jetzt insgesamt vier Giraffen.

gooieneemlander.nl - 22. Mai 2008
Feest in jarig Dierenpark Amersfoort
Fest im Jubiläumstierpark Amersfoort
Tierpark Amersfoort feiert am Sonntag sein sechzigjähriges Jubiläum, mit einem Fest für die Besucher. Es gibt Torte und allerlei Unterhaltung, Tanz und Livemusik, Schminken und Holzsägevorführungen. Darüber hinaus stellt der Tierpark aus, wie er von einem bescheidenen Park von 8 ha sich vergrößert hat zu einem sagenhaft schönen Park von 18 ha, wo jederzeit wieder etwas Neues zu entdecken ist.

rtvutrecht.nl - 22. Mai 2008
Dierenpark Amersfoort viert 60ste verjaardag
Tierpark Amersfoort feiert 6o. Jahrestag
Amersfoort. Der Tierpark Amersfoort besteht heute 60 Jahre. Im Jahre 1948 begannen die Herren Knoester und Tertoolen einen Tierpark mit einem Kamel, Eselchen und Ponys. Jetzt versucht der Park, die Tiere in einer naturnahen Umgebung leben zu lassen. Dieses Wochenende wird das Jubiläum gefeiert. Menschen, die am 25. Mai 60 Jahre alt werden, haben an diesem Tag freien Eintritt. Untrennbar mit den Tieren verbunden ist Chefpfleger Marjo Hoedemaker. Er sorgt schon fast 50 Jahre für die Tiere. Fernsehreporter Sietze Vermeulen beleuchtet mit ihm 60 Jahre Tierpark Amersfoort.

tilburg.nieuws.nl - 21. Mai 2008
De waterschildpad duikt weer op
Die Wasserschildkröte taucht wieder auf
Tilburg. Sie sind harmlos, fressen allenfalls mal einen Goldfisch und sie wühlen im Schlamm. Doch ist sie nicht zu Hause in den Brabanter Gewässern - die Wasserschildkröte. Im Frühjahr lassen sie sich wieder sehen. Dann tun sie sich gut an den warmen Sonnestrahlen und grünen Blättchen. Irgendwann sind die Schildkröten als kleines Exemplar gekauft worden und später durch ihren Besitzer weggeworfen. In unserem Klima überleben sie bequem. Der Tierpark De Oliemeulen in Tilburg muß Jahr für Jahr einer Menge dieser Schildkröten Obdach geben.

ad.nl - 21. Mai 2008
Dierenpark zestig jaar
Tierpark wird sechzig
Amersfoort. Tierpark Amersfoort hat Geburtstag. Am Donnerstag wird der Park sechzig Jahre alt. Am Sonntag wird mit Musik und Theater fest gefeiert. Der Park startete 1947 mit einem Kamel, Drill, Wildschwein und Kragenbär, jetzt hat er Elefanten, weiße Tiger, Nashörner und einen Dinowald als größte Attraktion von Amersfoort. Von 5.000 Besuchern im ersten Jahr wuchs der Park zu einem Publikumsmagneten mit 748.000 Gästen im vorigen Jahr. Die Anlage des Parks war eine Initiative von zwei Schulkameraden aus Den Haag, Piet Knoester und Wim Tertoolen. Sie wählten Amersfoort, weil die Gemeinde ein Grundstück von acht Hektar in Erbpacht abtreten wollte für 1.000 Gulden pro Jahr. Am 22. Mai 1948 wurde der Park offiziell eröffnet. Tertoolens Tochter Astrid und ihr Mann Henk Vis waren am längsten Betreiber des Parks. Unter ihrer Leitung vergrößerte sich der Zoo zu Amersfoorts wichtigster Touristenattraktion. Ihr Werk wurde inzwischen übernommen von ihren beiden Söhnen Fred und Ronald. In der 50er und 60er Jahren war es ganz üblich , daß Tiere Kunststücke machten, um das Publikum zu ergötzen. Affen fuhren Fahrrad durch den Park und aßen mit Messer und Gabel. Ziegen traten auf, zusammen mit Tigern und Löwen. Ein Elefant konnte "Pfötchen" geben. Anno 2008 ist physischer Kontakt zwischen Tier und Besucher fast ganz ausgeschlossen.

dierennieuws.nl - 15. Mai 2008
Dagje dierentuin (15): Le Parc des Felins (Fr.)
Ein Tag im Zoo (15): Le Parc des Felins (Frankreich)
Ausführlicher Bericht von B. de Jonge über einen Ausflug in den französischen Zoo.

dagjeweg.nl - 15. Mai 2008
Burgers Zoo bouwt verder. Nieuwe leefwereld streeft naar behoud van Maleise diersoorten
Burgers' Zoo baut weiter. Neue Lebenswelt ist bestrebt, malaiische Tierarten zu erhalten

dierennieuws.nl - 15. Mai 2008
Luidruchtige nieuwe bewoners in BestZOO
Lautstarke neue Bewohner in BestZOO
Der Lärm kommt von den neuen Bewohnern im BestZOO, zwei Schwarze Brüllaffen. BestZOO ist der zweite Zoo in den Niederlanden, der diese Tierart beherbergt. Das Paar in BestZOO besteht aus einem Männchen und einem Weibchen. Pepe, das Männchen, kommt aus einem deutschen Zoo und Naween, das Weibchen, aus einem französischen Tierpark. Seit diesem Wochenende sind die zwei Brüllaffen auch in ihrer neuen Außenunterkunft zu bewundern.

gva.be - 22. Mai 2008
Nieuwe giraffen vervangen oude in Zoo
Neue Giraffen ersetzen die alten im Zoo
Treue Zoobesucher können aufatmen. Die Giraffen des Antwerpener Zoos ziehen nach Planckendael, aber es kommen neue Exemplare an ihrer Stelle. Die Königliche Gesellschaft für Tierkunde von Antwerpen (KMDA) ist schon einige Jahre mit dem Plan beschäftigt, Elefanten und Giraffen auch in Planckendael anzusiedeln. "Die Zeit, daß manche Tierarten wohl in den Zoo von Antwerpen durften, aber nicht nach Planckendael, ist vorbei", sagt Dr. inda Van Elsacker, Direktorin für Forschung und Entwicklung. "Innerhalb der Zuchtprogramme hat allerdings nur Planckendael das Potential für Herdentiere wie Elefanten und Giraffen." Das soll nicht heißen, daß sie im Zoo völlig von der Bildfläche verschwinden. Bei den Elefanten ist es so, daß in Antwerpen die überschüssigen Bullen eine Unterkunft erhalten, bei den Giraffen wird es Platz geben für Weibchen, die nicht (mehr) interessant sind für die Zucht. Um die zweite Juniwoche verziehen die Giraffen nach Planckendael. Die Zoobesucher werden nicht lange ohne Giraffen bleiben müssen . Abhängig vom Transport sind lediglich in einigen Tagen oder im schlechtesten Fall einige Wochen später schon andere Examplare zu bestaunen, laut Sprecherin Ilse Segers.

hln.be - 21. Mai 2008
Slangen en leguanen ontdekt in huis in Seraing
Schlangen und Leguane entdeckt in einem aus in Seraing
In einem Haus in Seraing hat die Polizei etwa vierzig Schlangen und einige Leguane angetroffen. Das hat die Polizei heute bekannt gegeben. Der Besitzer der Tiere kam im September 2006 schon ins Gerede, als die Anwesenheit von vier Schlangen und einem Kaiman ans Licht kam. Die Polizei entdeckte insgesamt 42 Schlagen in dem aus, darunter Boa costrictors und Pythons bis zwei Meter Länge. Es wurden auch sieben Leguane angetroffen. Die Polizei entdeckte auch viele Ratten, die als Futter für die Tiere dienten. Die Reptilien wurden in den Tierpark Paradisio gebracht.

hln.be - 20. Mai 2008
Jarige Beekse Bergen geven fikse korting
"Geburtstagskind" Beekse Bergen gibt Ermäßigung
Beekse Bergen. Der Safaripark Beekse Bergen besteht 2008 vierzig Jahre. Am Sonntag, dem 1. Juni, wird losgelegt mit einem Jubiläumsfest. Es gibt verschiedene spezielle Aktivitäten und es gibt "Afrikanisches Entertainment". Und die Besucher erhalten an diesem Tag 40 % Ermäßigung. Es gibt einen Naturschutzmarkt. Im Afrikadorf erfahren die Besucher etwas über verschiedene Tierschutzprojekte, die unterstützt werden, u.a. über die Programme rund um die Afrikanischen Wildhunde und Geparden in Namibia. Der Savaripark in Hilvarenbeek begann im Jahre 1968 als Löwenpark Beekse Bergen, wuchs aber schon schnell zu einem vielseitigen Park mit einer umfangreichen Tiersammlung. Durch die vier verschiedenen Safariformen (zu Fuß, per Boot, Bus und im eigenen Auto) und den Umfang des Parks (120 ha) ist der Safaripark Beekse Bergen vor allem für viele niederländische und flämische Besucher ein schöner Tagesausflug, wobei man sich buchstäblich zwischen die Tiere begibt. Im Jahr 2007 hat der Park 730.000 Besucher angezogen. In nächster Zeit steht unter anderem die Ankunft von Flußpferden auf der Wunschliste des Wildlife Park. Die schonbestehenden Schaufütterungen werden in Zukunft angefüllt mit Pflegevorführungen, wobei Parkranger sehen lassen, wie die Tiere verpflegt werden.

gva.be - 16. Mai 2008
50 beelden van Aziatische olifanten in 't Stad
50 Skulpturen von Asiatischen Elefanten in der Stadt
Etwa fünfzig Elefanten sollen von September bis November hier in Antwerpen aufgestellt werden. Es geht um lebensgroße Skulpturen des Künstlers Mike Spits. Nach der Ausstellung werden die Werke verkauft. Die Einnahmen gehen in ein Elefantenhospital in Asien.

gva.be - 15. Mai 2008
Provincie Antwerpen scoort bij toeristen
Provinz Antwerpen kommt an bei Touristen
Der Tourismus in der Provinz Antwerpen blickt auf ein gutes Jahr zurück. Das schlechte Wetter spielte nur Campinggplätzen und Erholungsdomänen einen Streich. Touristische Spitzenreiter 2007 waren der Zoo Antwerpen, der Tierpark Planckendael und Bobbejaanland.
Spitzenattraktionen: Zoo (1,1 Millionen Besucher), Tierpark Planckendael (850.000 Besucher oder 25 % mehr als 2006). Bobbejaanland (+ 9%).


Dändische Meldungen

odensezoo.dk - 16. Mai 2008
8 mio. kr. sikrer Afrika i Odense Zoo
8 Millionen Kronen sichern Afrika im Zoo Odense
In Odense wird nun eine 3,6 Hektar große (entspricht fünf Fußballfeldern) afrikanische Savanne errichtet, die den Namen Kiwara erhält (Suaheli für "Zuhause"). Mit den acht Millionen Kronen von Nordea Danmark-fonden hat der Zoo Odense jetzt die ganze Finanzierung des Projekts abgesichert, das insgesamt 50 Millionen Kronen kostet. Kiwara wird Heimstatt sein für Giraffen, Antilopen, Strauße und Zebras. Und über der Savanne wird Nordeuropas größte Voliere gebaut, wo Pelikane und Flamingos mit einer Flügelspannweite von drei Metern frei über die Köpfe der Besucher hinweg fliegen werden. Eine große Neuheit werden sieben Meter lange Nilkrokodile sein. Der Zoo Odense geht davon aus, daß sechs unterschiedliche Savannentierarten [sich von einer völlig neuen Seite zeigen werden].

odensezoo.dk - 5. Mai 2008
Bendt Bendtsen åbner tigeroplevelse i Odense Zoo
Bendt Bendtsen eröffnet Tigererlebnis im Zoo Odense
Am 9. Mai eröffnet der Zoo Odense im Beisein von Wirtschafts- und Arbeitsminister Bendt Bendtsen ein neues Tigererlebnis. Als erster Anlage in Dänemark gibt die neue Anlage die Möglichkeit, ein Bereicherungstraining durchzuführen.


Französische Meldungen

canadianpress.google.com - 19. Mai 2008
Un employé du zoo de Calgary est blessé par un éléphant
Ein Angestellter des Zoos von Calgary wird durch einen Elefanten verletzt
Calgary. Ein Angestellter des Zoos von Calgary ist kurz in ein Krankenhaus eingeliefert worden am letzten Wochenende, nachdem er am Gesicht verletzt worden war, als eine Elefantenkuh ihn gegen eine Mauer gedrückt hatte. Die Zoo-Verantwortlichen haben erklärt, dass Tier, Swarna, ein Weibchen von 2000 Kilo, wollte möglicherweise Malti schützen, ein Elefantenkalb von neun Monaten, das sie unter ihre Fittiche genommen hatte, während der Angestellter ihr Gehege reinigte. Zoo-Sprecherin Cathy Gaviller erklärte, die Elefantenkuh scheint auf eine eingebildete Bedrohung reagiert zu haben. Der betreffende Angestellte, Brent Vanhooft, arbeitet seit 20 Jahren mit Elefanten. Die Tierschutzgruppe PETA hat trotzdem einen Brief an die Verantwortlichen der Einrichtung gesendet und die Einführung von Maßnahmen verlangt, um die Kontakte zwischen den Tieren und den Menschen zu begrenzen. Dieser Zwischenfall ist nicht der einzige, der die Aufmerksamkeit auf den Zoo von Calgary lenkt. Vor über einem Monat sind 40 von den 43 Kuhkopfrochen (ein Tier der Familie des Rochens), die in der Obhut des Zoos waren, innerhalb einiger Stunden unter Umständen verendet, die mysteriös bleiben. Letztes Jahr waren es drei Gorillas, die innerhalb einiger Wochen gestorben sind, im Oktober starb ein Flusspferd, dass der Zoo versucht hatte, vom Zoo in Denver zu importieren, weniger als einen Tag nach dem Ende seiner 28-Stunden-Reise. Aber der Zoo von Calgary hat auch Gelegenheit gehabt, sich zu freuen. Die Einrichtung konnte sich am 15. Mai über die Geburt eines Gorillababys freuen.

lcn.canoe.ca - 19. Mai 2008
Zoo de Calgary. Un éléphant attaque son gardien
Zoo Calgary. Ein Elefant greift seinen Wärter an
Ein Elefantenwärter des Zoos von Calgary ist Sonntag verletzt worden, nachdem er durch den Dickhäuter auf den Boden geworfen worden war, mit dem er sich beschäftigte. Besucher des Zoos waren Zeugen des Ereignisses. Eine Sprecherin erklärte, dass der Mann zum Krankenhaus transportiert worden ist und dass er Schrammen im Gesicht davontrug. Die Leitung des zoologischen Gartens ignoriert die Gründe, die Swarna, ein Weibchen von 2000 Kilogramm, getrieben haben, seinen Wärter anzugreifen. Ein ähnlicher Unfall hatte sich im März 2004 an derselben Stelle ereignet, als ein Verwalter des Zoos durch eine trächtige Elefantenkuh angegriffen worden war.

radio-canada.ca - 19. Mai 2008
Zoo de Calgary. Une violente éléphante
Zoo Calgary. Eine gewalttätige Elefantenkuh
Die Elefantenkuh Swarna hat am Sonntag einen Wärter angegriffen. Der erfahrene Wärter Brent Vanhooft vom Zoo Calgary hat sich wieder erholt von dem Angriff der Asiatischen Elefantin am Sonntag. Swarna, 34 Jahre alt, hatte ihn gegen eine Mauer gedrückt. Die Szene fand vor machtlosen Besuchern statt. Herr Vanhooft, der mit den Elefanten seit etwa zwanzig Jahren arbeitet; ist ins Krankenhaus gebracht worden, um Verletzungen im Gesicht zu behandeln. Er kennt seine Angreiferin sehr gut. Die Zoo-Verantwortlichen wissen nicht genau, weshalb die Elefantenkuh heftig gehandelt hat. Sie wollte vielleicht ein Elefantenkalb ihrer Herde schützen vor einer eingebildeten Gefahr. Eine Untersuchung ist im Gange, um die Umstände zu klären, die diesen Zwischenfall umgeben. Am Montag konnten die Besucher wieder alle Elefanten des Zoos sehen, darunter Swarna.


Spanische Meldungen

laopinion.es - 16. Mai 2008
Nace en Valencia una sitatunga, un antílope africano hembra
Weibliche afrikanische Sitatunga-Antilope in Valencia geboren
Das neue Kalb ist ein Weibchen und kann gemeinsam mit seinem älteren Bruder und seiner Familie im Bereich Äquatorialafrika des Zoos gesehen werden, wo sie sich den Lebensraum teilen mit Zwergflußpferden, einer Gruppe von Drills, einem Paar Brazzameerkatzen, mehreren Zwergmeerkatzen und sieben Nilgänsen. Am 17. Dezember 2007 erhielt der Bioparc Valencia eine Gruppe von drei weiblichen Sitatungas aus dem Zoos von Fuengirola, alle trächtig von demselben Männchen, das aus Belgien stammt, woher es einige Jahre vorher kam.

panorama-actual.es - 16. Mai 2008
El Bioparc cuenta con una nueva cría de sitatungo, un antílope mediano
Der Bioparc meldet ein neues Kalb einer Sitatunga, einer mittelgroßen Antilope
Der Bioparc Valencia meldet ein neues Sitatungakalb, mit diesem sind es schon drei Tiere dieser Art, die in den letzten Monaten geboren geworden sind. Sitatungas sind mittelgroße Antílopen, die in Wassernähe leben und in ganz Zentral- und Westafrika angetroffen werden können. Das neugeborene Kalb ist ein Weibchen und kann mit seinem älteren Bruder und seiner Familie im Bereich Äquatorialafrika des Zoos gesehen werden, wo sie ihren Lebensraum teilen mit Zwergflußpferden, einer Drillgruppe, einem Paar Brazzameerkatzen, mehreren Zwergmeerkatzen und sieben Nilgänsen. Diese Vergesellschaftung von Tieren im selben Gehege ist "einmalig in der Welt". Der Bioparc erhielt eine Gruppe von drei weiblichen Sitatungas am 17. Dezember letzten Jahres aus dem Zoo von Fuengirola, die vom selben Männchen trächtig wurden, das aus Belgien stammt, woher es einige Jahre zuvor gekommen ist. Im Kölner Zoo wird diese Art in Europa gezählt, gegenwärtig beträgt ihre Zahl 400 Exemplare, aufgeteilt auf 50 Zoos.


Polnische Meldungen

zoo.wroclaw.pl - Mai 2008
Koronowana glówka
Ein gekröntes Köpfchen
Unseren Zoo besuchende aufmerksame Beobachter bemerken gewiß, daß in der Voliere der Fächertauben (Goura victoria), der größten Tauben der Erde, die aus Neuguinea stammen, ein Nest enstand, auf dem ununterbrochen einer der beiden Vögel sitzt. Seit einigen Wochen konnten einige Glückspilze ein kleines Schnäbelchen bemerken, das zwischen den Federn der erwachsenen Taube herauskommt. Heute können wir schon einen wirklichen Zuchterfolg mitteilen. Unser Fächertaubenpaar hat endlich wohlgestalteten Nachwuchs bekommen - obendrein hat sich diese Art erstmals in Polen fortgepflanzt! Das Küken ist über drei Wochen alt, es ist schon ganz schön selbständig, sein Köpfchen schmückt eine (noch) kleine Krone, das Markenzeichen dieser Art.

zoo.poznan.pl - 14. Mai 2008
Otwarcie motylarni !!!
Eröffnung des Schmetterlingshauses
Am 17. Mai wird auf dem Territorium des Neuen Zoos im Pavillon über den Teichen ein Schmetterlingshaus eröffnet. Es wird in Betrieb sein bis 31. August, täglich von 10 bis 18 Uhr. Inmitten blühender exotischer Pflanzen wird man fliegende Schmetterlinge von den Philippinen, aus Malaysia, Thailand, Zentral- und Südamerika sehen können.

zoo.poznan.pl - 9. Mai 2008
Drapiezna "Oliwka"
Raubtier "Oliwka"
Im April begrüßte der Neue ZOO erfreut zwei Raubtierschönheiten, einen weiblichen Manul (Otocolobus manul) und eine Wildkatze (Felis silvestris). Oliwka - so heißt die erste der Neuankömmlinge, kam am 8. April zu uns aus dem Zoo Helsinki. Von nun an wird sie ein Paar mit dem Männchen bilden, das auf sie gewartet hatte in einem der Käfige der Abteilung der Raubsäugetiere. Das Männchen kam aus Nowosibirsk, so ist das neue Manulpaar einander völlig fremd, nicht verwandt und ideal für die Zucht. Ebenso wichtig ist, daß Oliwkas Eltern Wildfänge waren, also ist sie ein besonders wertvolles Tier. Am 24. April kam zu uns aus dem Zoo Ostrava eine weibliche Wildkatze. Das Weibchen ist noch sehr jung, es wurde im vorigen Jahr geboren. Der in unserem Zoo geborene neunjährige Kater ist allein im Käfig, wir hatten also Befürchtungen, ob er einen anderen Artgenossen aufnimmt und tolerieren wird. Zum Glück zeigte sich, daß sich der Kater sehr nach einer Gefährtin gesehnt hatte.

zoo.waw.pl - Mai 2008
Pierwsze zdjecia malych jaguarów
Erste Fotos der kleinen Jaguare
Am 25. April brachte Jaguarin Beata zwei Junge zur Welt, deren Geschlecht noch unbekannt ist. Sie sind mit der Mutter zusammen im hinteren Teil ihres Käfigs.


Russische Meldungen

Europäisches Rußland

saint-petersburg.ru - 21. Mai 2008
В Ленинградском зоопарке появились пумы
Pumas im Leningrader Zoo
Der Leningrader Zoo erhielt aus der Stadt Iwanowo zwei Pumas. Der zweijährige Dar und die einjährige Helena werden jetzt in Sankt Petersburg leben. Die Geschlechtsreife erreichen die Pumas etwa mit drei Jahren, deshalb wird der erste Nachwuchs in anderthalb bis zwei Jahren erwartet.

yuga.ru - 19. Mai 2008
В Краснодарском океанариуме поселились султанки египетские
Im Krasnodarer Ozeanarium wurden Purpurhühner (Porphyrio poliocephalus) angesiedelt
In Krasnodar im Ozeanarium wurden Purpurhühner angesiedelt - sechs blaugrüne Vögel mit orangenen Schnäbeln. Diese Vogelart kommt in Iran und anderen asiatischen Ländern vor, sie leben in Höhenlagen, in Bergen oder auf Hügeln. In das Krasnodarer Ozeanarium kamen die Purpurhühner aus einem kasachischen Zoo.

kazan.kp.ru - 7. Mai 2008
В Казани открывается дельфинарий
In Kasan wird ein Delphinarium eröfnet
Zwei Delphine und ein Seebär wurden nach Kasan gebracht. Übermorgen, am 9. Mai, an der Anlegestelle des Flußhafens Nr. 15 wird ein Delphinarium eröffnet. Dort wurde ein spezielles Bassin errichtet mit einer Tiefe von vier Metern und es wird mit Meerwasser gefüllt. Vorerst ist geplant, daß das schwimmende Delphinarium am Kasaner Ufer für zwei Monate festmacht. Sollte es Erfolg haben, wird es den ganzen Sommer über bleiben.

saint-peterburg.ru - 14. Mai 2008
В Ленинградском зоопарке майский беби бум
Mai-Babyboom im Leningrader Zoo
Bei dem Japanmakakenpaar des Leningrader Zoos kam das Erstgeborene zur Welt. Am 9. Mai wurden zwei kleine Lemuren geboren, von denen einer leider gleich starb. Ein weiteres Lemurenweibchen ist trächtig und soll in sieben bis zehn Tagen gebären. Geburten gab es bei den Urialen. Am 11. Mai verließen die Wolfswelpen zum erstenmal ihre Höhle. Sie wurden bereits am 15. April geboren.

ivanovonews.ru - 14. Mai 2008
В Ивановском зоопарке поселились 10 альтайских белок
Zoo Iwanowo erhielt zehn Altai-Eichhörnchen [Sciurus vulgaris altaicus]
Der Zoo erhielt die Tiere als Geschenk anläßlich seines 15-jährigen Bestehens. Die Neuankömmlinge verbrachten bereits einen Monat in Quarantäne und können jetzt den Besuchern vorgestellt werden. Noch haben die neuen Zoobewohner Angst vor lauten Tönen und jähen Bewegungen. Sie mußten ein halbfreies Leben im Naturpark Sewersk (Gebiet Tomsk) eintauschen gegen eine abgeschlossene Voliere.

konkretno.ru - 15. Mai 2008
Ленинградский зоопарк присоединился к городской акции «Ночь музеев»
Leningrader Zoo schloß sich stadtweiter Aktion "Nacht der Museen an"
Am 17. Mai von 18 Uhr bis 1 Uhr nachts haben Besucher des Leningrader Zoos die Gelegenheit, sein Nachtleben kennenzulernen. Sie können, wenn sie Glück haben, u.a. ein sehr seltenes und sehr schönes Schauspiel beobachten - den Tanz der Mandschurenkraniche.

rosbalt.ru - 16. Mai 2008
Эксперт: Эстонский медведь поплыл в Россию потому, что был слишком молод
Experte: Estnischer Bär schickte sich deshalb an, nach Rußland zu schwimmen, weil er zu jung war
Sankt Petersburg. "Die Staatsgrenze hat für einen Bären keine Bedeutung und er muß auch durch keine Paßkontrolle. Bären schwimmen gut und können solche Flüsse wie die Narwa schwimmend durchqueren. Einen Fluß wie die Wolge würde er sich kaum wagen zu durchschwimmen", kommentierte die Chef-Zootechnikerin des Leningrader Zoos Olga Berkowitsch den Versuch eines estnischen Bären, die Staatsgrenze zu überschwimmen. Bären entwickeln die Neigung zur Migration im jugendlichen Alter, wenn sie beginnen, ihr Territorium, auf dem sie leben, zu suchen. Ein erwachsener oder alter Bär wagt sich kaum an eine solch entscheidende "Überfahrt".

konkretno.ru - 13. Mai 2008
Волчица из Ленинградского зоопарка вывела в свет новорожденных детенышей
Wölfin des Leningrader Zoos brachte ihre neugeborenen Jungen "ans Tageslicht"
Heute brachte Wölfin Juta aus dem Leningrader Zoo ihre Welpen ans Tageslicht und zeigte sie den Besuchern. Diesmal wurden Juta und Artur Eltern von zwei "Jungen" und einem "Mädchen". Das freudige Ereignis selbst geschah schon am 15. April, doch bisher hatte die graue Mama niemand an die Höhle gelassen. Zusammen mit den jetzigen Neugeborenen wurden Juta und Artur in sieben "Ehe"-Jahren 31 Welpen geboren.

saint-petersburg.ru - 12. Mai 2008
В Петербурге будут реабилитировать тюленей
Reha für Robben in Petersburg
In Sankt Petersburg entsteht möglicherweise dauerhaft ein Zentrum für den Schutz und die Rehabilitation von Säugetieren, teilte der Leiter des provisorischen Zentrums für Meeressäuger des Leningrader Gebiets im Leningrader Zoo Wjatscheslaw Aleksejew mit. "Im Zusammenhang damit, daß wir im Leningrader Gebiet ständig Junge von Robben und anderen Tieren finden, haben wir jetzt nachgedacht über ein ständiges Reha-Zentrum. Diese Tiere brauchen jetzt unsere Hilfe, weil an den Plätzen, an denen sie leben, schon drei Häfen gebaut werden", erzählte Aleksejew. Seinen Worten nach wurde in diesem Jahr bereits ein "Robbenrettungsdienst" geschaffen, der jetzt hilft, mit der kritischen Situation, die Robben betreffend, fertig zu werden. "Dieser Dienst arbeitet in Petersburg das erste Jahr - mit Unterstützung der Russischen Naturaufsichtsbehörde, des Ministeriums für außerordentliche Situationen und der Verwaltung der ufernahen Stadtteile. Wenn dieser Dienst Gelegenheit erhält, sich zu entwickeln, so ist es durchaus möglich, daß gerade auf seiner Grundlage auch das Rehabilitationszentrum geschaffen wird", erklärte Aleksejew. Er bemerkte auch, daß die elf Robben, die die Ökologen vor etwa zwei Monaten fanden, in nächster Zeit im Kurgalskij-Naturreservat frei gelassen werden.

Asiatisches Rußland (Sibirien, Ferner Osten)

wwf.ru - 19. Mai 2008
Приняты срочные меры по спасению дзеренов на российско-монгольской границе
Dringende Maßnahmen zur Rettung der Dseren-Antilopen an der russisch-mongolischen Grenze ergriffen
Der WWF und der Large Herbivore Foundation (LHF) stellten dem Dahurischen Naturreservat Mittel für Rettungsmaßnahmen zur Verfügung, Mitarbeiter des WWF der Mongolei fuhren eilig an die Grenze, um die Situation von der mongolischen Seite aus zu verfolgen.

krsk.kp.ru - 21. Mai 2008
В Красноярском зоопарке зебр выпустили «на свободу»
Im Krasnojarsker Zoo wurden die Zebras "in die Freiheit" gelassen
Heute, am 21. Mai, erzählte man im Zoo "Rojow rutschej", daß fünf gestreifte Pfleglinge des Parkes der Flora und Fauna endlich den offenen Himmel über ihren Köpfen sahen. Die Zebras wurden auf die Außenanlage gelassen. Bis dahin befanden sich die Tiere in einem geschlossenen Gebäude hinter Glas, das die afrikanischen Tiere von den Besuchern trennte. Jetzt traben die Tiere über das junge Gras und kommen an die Umzäunung heran und betteln die Besucher des Parks um Mohrrüben an. "Doch ist es nicht angebracht, ihnen Leckerbissen über den Zaun hinweg zu geben, sie könnten die Hand packen", warnt der Vizedirektor des Parks "Rojow rutschej" Jurij Machrow.

wwf.ru - 19. Mai 2008
Nature protection agencies specialists from the Amur River basin shared experience
How to organize wildlife protection when authorities are being transferred from federal to regional level - this question was discussed during a seminar organized with WWF support.

wwf.ru - 7. Mai 2008
WWF kicked off a program on supporting indigenous people in the Bikin River
On May 5, WWF announced beginning of a two-year program aimed at supporting the Nanai and Udege tribes living in Krasnyi Yar in the Russian Far East. The project will be run in partnership with Association of Indigenous people of Northern Primorye and "Tiger" tribal community.

wwf.ru - 12. Mai 2008
Возникла угроза массовой гибели антилоп дзеренов
Es entstand die Gefahr des Massensterbens der Dseren-Antilopen
Mehr als 20.000 Dseren-Antilopen überschritten die mongolisch-russische Grenze. Trockenheit und Brände vertrieben sie aus der Mongolei. Das Staatliche Dahurische Naturreservat und der WWF sammeln Mittel für ihre Rettung.

Ukraine

gpu.ua - 6. Mai 2008
В Николаевском зоопарке из-за нехватки пищи голодают животные
Im Zoo Nikolajew hungern die Tiere, weil das Futter nicht reicht
Mehr als 4.000 Tiere des Zoos Nikolajew brauchen Rettung. Auf ein Viertel wurde ihre Futterration gekürzt. Zu Ende gingen Getreide, Äpfel und Kohl. Für das Wachstum notwendige Käse und Rosinen haben die kleinen Affen schon einige Monate nicht gefressen. Die Jahr für Jahr im Frühjahr auftretenden Probleme mit dem Mangel an frischem Gemüse verschärften die finanziellen Schwierigkeiten. In diesem Jahr wurden aus dem Budget der Stadt für die Erhaltung des Zoos viermal weniger Geld zur Verfügung gestellt als nötig. Gegenwärtig überlebt der Zoo, indem er die "Abfälle" der Supermärkte nutzt. Die Abgeordneten sind sicher, daß nur eine staatliche Finanzierung den Zoo rettet. In den Fachministerien ist man mit der Meinung der Abgeordneten einverstanden. Die Erlaubnis für die Übergabe des Zoos in staatliches Eigentum gab der Stadtsowjet bereits vor sechs Jahren. Doch wandten sie sich damals an die Volksdeputierten, die es kategorisch ablehnten, das lebende Geschenk in Empfang zu nehmen. Sie sagten, daß für die einmalige Sammlung aus 4.000 Tierarten der Staat kein Geld hat. Um den Zoo zu retten, werden sie bereits das dritte Mal darum bitten, die Tiere unter Obhut zu nehmen. Doch diesmal den Ministerpräsidenten und den Präsidenten.

Kasachstan

wwf.ru - 8. Mai 2008
Проект ЛУКОЙЛа в Прикаспии загрязняет атмосферу
Verschmutzt das Projekt von Lukoil in Transkaspien die Atmosphäre?
Nach Angaben eines unabhängigen ökologischen Audits besteht die Möglichkeit, daß das Projekt von LUKOIL zur Erschließung der Gaskondensatvorkommen Karatschagansk in Kasachstan nicht den ökologischen Standards entspricht.

ca-news.org - 7. Mai 2008
Местные власти выделили для шымкентского зоопарка 42 млн. тенге
Einheimische Behörden stellten für den Schymkenter Zoo 42 Millionen Tenge zur Verfügung
Das Schymkenter Maslichat stellte dem Schymkenter Zoo 42 Millionen Tenge zur Verfügung. Das teilte der wirtschaftliche Direktor des Zoos, Bachyt Shanajbekow, Journalisten mit. Das Geld wird im wesentlichen gebraucht, um die Steuerschulden zu tilgen. Außerdem hat der Zoo mehrjährige Steuerschulden für die Nutzung besonders geschützter Naturzonen. Das restliche Geld wird gebraucht für den Kauf von Futtermitteln. Wie früher mitgeteilt wurde, waren die im Zoo gehaltenen Tiere unterernährt, weil die Mittel für den Erwerb von Futter nicht reichten.


Zoos –
Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Zoo Dresden, 21.05.2008
Zootag für Kinder – Kindertag im Dresdner Zoo - Tiere ganz nah erleben und jede Menge Neues über die Zoobewohner erfahren
Am 1. Juni lädt der Dresdner Zoo von 10 bis 17 Uhr alle Kinder und Familien zu einem tierisch bunten Kindertags-Spass ein, zu dem Kinder im übrigen einen ermäßigten Zoo-Eintritt von nur 1,00 Euro zahlen. Es werden stündlich Tierpflegertreffpunkte speziell für Kinder und kostenlose Zooführungen angeboten. „Prinzessin Wachtelei“ erzählt Märchen von den Vögeln des Waldes. Die „Bogenschützen“ vom Dresdner Heinrich-Schütz-Konservatorium geben 11 Uhr eine Kostprobe ihres Könnens. Und der Zookasper erlebt wieder allerlei aufregende Abenteuer. Die Spiel-, Bastel- und Schminkstationen versprechen jede Menge Spaß und Preise und die 5m hohe Kletterwand ist eine echte Herausforderung für ganz Mutige. Die Kleineren können sich auf zwei Hüpfburgen vergnügen. Und mit ein bisschen Glück kann auch noch für die ganze Familie ein Treff mit dem Mini-Elefanten „Thabo-Umasai“ gewonnen werden.

Münchner Tierpark Hellabrunn, 21.05.2008
Artenschutzprojekt der Auffangstation für Reptilien mit dem Tierpark Hellabrunn
Im Gepardengehege des Münchner Tierparks Hellabrunn können seit heute nicht nur die rasanten Großkatzen beobachtet werden, sondern, wer genauer hinschaut und den Wassergraben beobachtet, kann dort, vor allem im neu gestalteten Uferbereich, Europäische Sumpfschildkröten (Emys orbicularis) beobachten. Heute wurden von Dr. Markus Baur (Auffangstation für Reptilien, München e.V.) und Rolf Klee (Landesamt für Umwelt, Wielenbach) 10 adulte Tiere im Tierpark Hellabrunn eingestellt. Herr Michael Zametzer, Revierleiter im Tierpark Hellabrunn, hatte zuvor den Wassergraben im vorderen Teil des Gepardengeheges schildkrötengerecht umgestaltet und für die nötigen Sicherungsmaßnahmen gesorgt. Diese 10 „Emys“ stammen aus der Reptilienauffangstation, wo sie in den vergangenen Jahren als Fundtiere abgegeben wurden. Sie wurden zumeist auf Straßen umherirrend gefunden und in die Reptilienauffangstation gebracht. Da sich in den vergangenen 25 Jahren hartnäckig das „Gerücht“ hielt, es habe auch in Bayern, entgegen der bekannten Literatur, schon immer Europäische Sumpfschildkröten als heimische Art gegeben und die Tiere seien nicht „nur“ die Relikte aus dem Mittelmeerraum eingeführter Fastenspeisen frommer Mönche, wurden die Tiere einer genaueren Untersuchung unterzogen. Dies ergab, dass immer wieder Tiere mit farblichen Eigenheiten gefunden worden waren, die eine sehr große Ähnlichkeit mit alten Photographien von Dr. Häckel, Murnau, aufwiesen. Genetische Untersuchungen nach verschiedener Methodik erhärten den „Verdacht“, dass es sich bei diesen Tieren wirklich um genetisch eigenständige Tiere, quasi echte „Bajuwaren“, handeln könnte.

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 21.05.2008
Sachsenweiter Frühlingsspaziergang durch den Naturschutz-Tierpark Görlitz
Das Artensterben eskaliert. 530 Todeskandidaten mehr als in der 2004 veröffent-lichten letzten Ausgabe finden sich auf der aktuellen Roten Liste der weltweiten Artenschutzorganisation IUCN. Inzwischen sind mehr als 16.300 Tier- und Pflanzenarten offiziell vom Aussterben bedroht. Die Artenvielfalt schwindet immer schneller, warnt die Weltnaturschutzunion. Gerade im Mai, wenn draußen alles grünt und blüht, kann man sich nicht vorstellen, dass das Arten-sterben auch vor unserer Haustür stattfindet. Die Initiative „Sachsenweiter Frühlingsspaziergang“ des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft möchte uns Menschen anhalten, genauer auf die Schönheiten der Natur, aber auch die Bedrohungen und das Artensterben zu schauen.Im Naturschutz-Tierpark Görlitz schauen wir im Jahr des Frosches 2008 während des Spaziergangs natürlich mit Froschaugen, sozusagen aus der Froschperspektive. Krokodilmolche werden an diesem Wochenende erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt und Schwarznarbenkröten nur während dieses Spazierganges zu sehen sein. Den Frühlingsspaziergang bestreiten die Schüler der Melanchthon-Mittelschule Görlitz und der Grundschule 3 in Zgorzelec. Die Schüler wagen ihren öffentlichen Sprung in das Froschjahr, erzählen über das Leben der Frösche, Unken, Kröten und spielen mit den Besuchern so manche Situation aus dem Leben der Frösche. Ob bei Frosch –Verstecken oder Kröten-Domino, die Besucher werden spüren, wie wichtig den Schülern die Rettung der Amphibien ist. Sie hoffen, dass sich die Besucher auf die Froschperspektive einlassen , denn schon Kermit sagte: „Es ist schwer, grün zu sein.“ Nach dem Spaziergang haben die Schüler die Möglichkeit, gemeinsam mit den Besuchern Tsamba, das lebenswichtigste Nahrungsmittel der Tibeter, herzustellen und zu verkosten.

Zoo Landau, 21.05.2008
Abendvortrag mit gemütlichen Ausklang im Zoo Landau in der Pfalz - „Auf den Spuren der Tora-Kuhantilope in West-Äthiopien“
Die so genannte Tora-Kuhantilope gehört zu den extrem gefährdeten Antilopen-Unterarten im westlichen Ärthiopien. Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel berichtet am Freitag, 30. Mai 2008, im Rahmen der beliebten Abendvorträge in der Zooschule Landau von einer Forschungsreise auf der Suche nach dieser hochbedrohten Antilopenart. Ab 19 Uhr geht es auf eine Bilderreise in das äthiopisch-sudanesische und äthiopisch-eritreische Grenzgebiet. Heckel ist seit 15 Jahren als Regional-Koordinator der Antilopen-Spezialistengruppe der Welt-Artenschutz-Union (IUCN) für die Region Horn von Afrika zuständig. Nach dem Vortrag sind alle Besucher eingeladen, den Abend bei einer Weinprobe der Zooweine gemütlich ausklingen zu lassen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt inklusive der Zooweinprobe kostet drei Euro pro Person.

Zoo Leipzig, 21.05.2008
Nichts wie hin: Kindertagsparty im Zoo
Der 1. Juni 2008 steht im Zoo Leipzig ganz im Zeichen der Kinder. Von 10 bis 18 Uhr findet eine ausgelassene Kindertagsparty statt. Mit einem Coupon des Wochenkuriers, der sich neben dem Tessloff Verlag und der Leipziger Medien GmbH an der Kindertagsveranstaltung beteiligt, können die kleinen Gäste sogar kostenlos in den Zoo. An diesem Tag wird dem Nachwuchs eine Menge geboten. Auf dem Aquariumsvorplatz steht ein Computer mit Internetanschluss bereit, an dem sich die Kids über die erfolgreichen Wissensbücher „Was ist Was“ informieren können. Nach so viel anstrengender Lektüre wartet auf jedes Kind eine Portion Freieis! Danach kann, wer will, sein Geschick am Glücksrad ausprobieren oder beim Kinderschminken sich in einen Löwen oder Tiger verwandeln lassen. Spiel, Spaß, Musik und Mitmachaktionen erwarten die kleinen Gäste am Radio PSR-Hitmobil unweit der Lippenbärenanlage ab 10.30 Uhr. „Clown Tasso im Zirkus“ sorgt um 12.45 und 15.30 Uhr für ausgelassene Stimmung. Richtig hoch her geht es dann um 11 Uhr, 14 Uhr und 16.30 Uhr bei der Live-Premiere von „Hein das Schwein – Ein musikalisches Abenteuer für Klein und Groß“. Wolfram Fricke & Freunde vom Liedertour e.V. präsentieren ihre phantasie- und stimmungsvolle Liedergeschichte über Schweinchen Hein, das sich auf den Weg macht, das Glück zu finden. Wer schon immer einmal auf eine tierische Schnitzeljagd durch den Zoo gehen wollte, sollte sich auf dem Robbenvorplatz melden. Mit spannenden Fragen und Aktionen werden die Teilnehmer von den Pinguinen über die Elefanten bis zu den Giraffen auf den Verfolgungsparcours geschickt. Am Ende winken tolle Preise.

Zoo Köln, 21.05.2008
Seltener endemischer Tigergecko vor der Küste Vietnams entdeckt
Passend zur derzeit in Bonn stattfindenden internationalen Konferenz über die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist eine neue, sehr prachtvoll gefärbte Wirbeltierart entdeckt worden. Es handelt sich um einen Tigergecko, der nur auf der Nordvietnam vorgelagerten Insel Cat Ba vorkommt. Cat Ba – gleichzeitig Nationalpark und Biosphärenreservat – ist nicht nur weltweit durch seine steil aus dem südchinesischen Meer herausragenden Karstfelsen bekannt, sondern auch durch eine nur dort auf der Welt lebende, stark bedrohte Affenart – der Cat Ba Langur.

Zoo Augsburg, 21.05.2008
Die Stadt wird wild. Die Stadt wird bunt. Die RHINOPARADE kommt.
Unter diesem Slogan hat der Augsburger Zoo nun wochenlang Werbung gemacht und nun ist sie da: Die RHINOPARADE! Das erste RHINO-Familientreffen findet am 31.5. auf dem Rathausplatz mitten in Augsburg statt. Dort versammeln sich die RHINO-Sponsoren, die RHINO-Partner und natürlich die RHINO-Paten mit ihren bunt bemalten und kreativ gestalteten RHINO-Plastiken. Mit Begrüßungs- und Dankesreden und einem bunten Rahmenprogramm startet die RHINOPARADE. Unter anderem wird das „RHINO Kunterbunt“ von den Rathausplatz-Passanten künstlerisch fertig gestellt, die RHINO-T-Shirts und die MINI-RHINO-Zooboxen werden hier verkauft und das Gewinnspiel für das „RHINO DER WOCHE“ findet hier seinen Anfang! Den ganzen Tag über sind die lustigen, skurrilen, phantasievollen RHINOS auf dem Rathausplatz zu besichtigen. Doch schon am Abend verteilen sie sich auf die ganze Innenstadt. Immer drei bis vier RHINOS schmücken einen der großen Plätze innerhalb Augsburgs. Dort verharren Sie ca. 2 Wochen und ziehen dann weiter – wie es sich für eine Parade eben gehört.

Zoo Basel, 21.05.2008
Schulpflicht für drei Erdmännchenkinder im Zoo Basel
Ganze fünf Wochen hat es gedauert bis die Erdmännchenkinder im Zoo Basel den ersten Blick aus ihrem Bau wagten. Nun beginnt für die drei Brüder die Schulpflicht, denn auch Nahrung suchen und Aufpassen will gelernt sein. Drei Erdmännchenkinder schauten im Zoo Basel am 27. April zum ersten Mal aus ihrem Bau heraus. Die Geschwister waren auffällig gross und bei ihrem ersten Ausflug schon weit entwickelt. Normalerweise sind Erdmännchenbabys etwa drei Wochen lang unter der Erde, diesmal hat es rund fünf Wochen gedauert, bis sie den ersten Blick ins Freie wagten. Warum es die drei Kleinen vorzogen, so lange unter der Erde zu bleiben, kann niemand genau sagen. Für ihr Alter sind sie nun noch etwas scheu. Bald werden sie aber den Tierpfleger als “Ernährer“ schätzen lernen und nicht mehr davon flitzen, wenn er mit dem Futter auftaucht. Für die drei Brüder wird es in der nächsten Zeit einiges zu lernen geben. Ob Vogeleier, Insekten, Spinnen oder Tausendfüssler, Erdmännchen sind nicht sehr zimperlich, was die Nahrung anbelangt; manchmal überwältigen sie sogar giftige Skorpione. Erwachsene Tiere schulen ihren Nachwuchs deshalb im Umgang mit der gefährlichen Beute. Im Freileben werden den Jungen erst tote und später lebende Skorpione mit ausgerissenem Giftstachel zum üben vorgelegt. Im Zolli ist gut zu beobachten, dass auch der ‚Aufpasser’ seinen Job erst lernen muss. Schon heute sieht man die Kleinen auf dem Hinterteil sitzend den Himmel beobachten. Erwachsene ‚Wächter’ stossen bei Gefahr einen Alarmschrei aus, worauf die ganze Erdmännchengruppe im Bau verschwindet.

Wisentgehege Springe, 21.05.2008
Kurz mal lang feiern! Mittsommernachtsfest im Wisentgehege Springe
Am Samstag, den 21. Juni 2008 wird im Wisentgehege das Mittsommernachtsfest gefeiert – und da geht’s richtig stimmungsvoll zu. Ein Fackelumzug führt durch das nächtliche Wisentgehege. So schön, da bekommen sogar die Wölfe das Heulen. Das hoffen jedenfalls Thomas Hennig, Leiter des Wisentgeheges und Matthias Vogelsang, der mit seinen inzwischen berühmten Wölfen am Mittsommernachtsfest teilnehmen und die Besucher darüber informieren wird. Bereits ab dem frühen Nachmittag können Kinder im Zelt der Gehegeschule Fledermauslaternen basteln. Für alle, die nicht basteln mögen, bietet das Wisentgehege natürlich Fackeln für den Umzug zum Kauf an. Darüber hinaus gibt es mit Ponyreiten, verschiedenen Lagerfeuern, Grillen, Fledermauswanderung mit Nabu-Experten und einer abendlichen Flugvorführung mit anschließendem Kinderquiz auf dem Falkenhof alles, was kleine und große Abenteurer begeistert. Und wer will, kann sogar mitten in der Wildnis zelten! Am späten Nachmitteg wird ein Kutschen-Pendelverkehr zwischen Eingang und Zeltplatz dafür sorgen, dass die Zeltausrüstung nicht geschleppt zu werden braucht. Die Teilnehmerzahl ist unbegrenzt, weswegen Anmeldungen auch nicht nötig sind. Zudem gelten für das Mittsommernachtsfest die regulären Eintrittspreise. Die Kasse des Wisentgeheges ist am Samstag bis 21.00 Uhr geöffnet. Zum Übernachten im Wisentgehege sind ausschließlich Zelte zugelassen, keine Wohnwagen und Wohnmobile.

Tierpark Essehof, 20.05.2008
Die Bienen sind tot - Plötzliches Sterben der Bienen im Tierpark Essehof
Das im Tierpark Essehof zu Bildungszwecken gehaltene Bienenvolk ist am vergangenen Sonntag nur noch tot gefunden worden. Es handelte sich, laut Imker, um ein gutes und sehr starkes Bienenvolk. Vermutlich sind die Bienen einer Vergiftung zum Opfer gefallen. Durch die lange Nässe, konnten einige Landwirte wahrscheinlich erst spät, d.h. zur Blütezeit des Raps, gegen den gefürchteten Rapsglanzkäfer vorgehen. Wird der Raps bei voller Blüte behandelt, kann dies gravierende Auswirkungen auf die Bienen haben, da diese in direktem Kontakt mit der Blüte stehen.

VogelPark Walsrode, 20.05.2008
Kleine Störche zu Pfingsten
Mit geringfügiger Verspätung ist es endlich soweit – die VogelPark Walsrode-Weißstörche freuen sich über ihren Nachwuchs. Nachdem wir eigentlich schon Anfang Mai damit gerechnet hatten, konnten die aufmerksamen Parkbesucher nun zum diesjährigen Pfingstfest drei kleine Storchenkinder im Freigehege bestaunen. Wer sich ein bisschen Zeit am Gehegerand nimmt, der kann sogar die Fütterung der kleinen, hungrigen Schnäbel durch die Elternvögel verfolgen. Und auch die Nest- und Federpflege kommt garantiert nicht zu kurz. Wie weit die aus Afrika heimgereisten „wilden“ Artgenossen mit der Familienplanung sind, lässt sich schwer feststellen, da diese Nester schwer einsehbar in hohen Baumwipfeln sowie auf dem Dach der alten Bockwindmühle liegen.

Wilhelma, 20.05.2008
Uhuküken in der Wilhelma
Der Uhu ist mit einer Höhe von bis zu 70 cm und einer Flügelspannweite von 1,8 m die größte europäische Eulenart – und zudem mit seinen Federohren und den großen Augen mit der leuchtend orangefarbenen Iris unverwechselbar. Man würde bei diesen Riesen der Nacht zwar keine gelbflauschigen kleinen Küken erwarten, aber dass Uhuküken so groß sind? Und so aussehen?! Daher lösen die drei grau-strubbeligen eher missgelaunt aussehenden Junguhus denn erwartungsgemäß auch keine spitzen Schreie des Entzückens bei den Wilhelmabesuchern aus. Die Eltern werden noch jede Menge Ratten, Mäuse und Eintagsküken in die gierig aufgerissenen Krummschnäbel der ewig hungrigen „Kleinen“ stopfen müssen, damit der graue Kükenplüsch durch ordentliches Gefieder mit schicken Federohren ersetzt wird, die fehlenden cm noch ergänzt und aus den Küken somit ordentliche Uhus werden. Etwa Ende Juni werden die drei selbstständig sein und eigene Wege gehen bzw fliegen können. Vor drei Jahren war der Uhu Vogel des Jahres, da es um seinen Bestand in Deutschland trotz jahrelanger Bemühungen um die Wiederansiedlung nebst diverser Auswilderungsmaßnahmen (zu denen auch die Wilhelma Uhus beigesteuert hat) wahrlich nicht allzu gut bestellt war. Zwar haben die beeindruckenden Vögel auch heute noch mit ausgeräumten Landschaften, schwindendem Nahrungsangebot und tödlichen Gefahren durch Strommasten und Verkehr zu kämpfen, aber die Bestandsentwicklung ist mit über 900 Brutpaaren in Deutschland durchaus positiv und braucht nicht mehr durch Auswilderungen gestützt zu werden. Der Wilhelmanachwuchs wird daher irgendwann in einen anderen Zoo umziehen.

Thüringer Zoopark Erfurt, 20.05.2008
50 Jahre Zooschau 2008 - 50 Jahre Thüringer Zoopark 2009 - Begrünung des Roten Berges
Bis in die 50iger Jahre lagen die meisten Grünflächen im südlichen Teil des Stadtgebietes von Erfurt. Vor allem hierhin zog es erholungssuchende Menschen. Um eine Überbevölkerung dieser Gebiete zu verhindern, wurde ein Ausgleich der Landschaft zwischen Nord und Süd geplant. Der nicht bewaldete Rote Berg war dabei ein bedeutender Bestandteil einer zusammenhängenden Großgrünplanung, die über bereits bestehende Gebiete (Cyriaksburg, Hauptfriedhof, Schwedenschanze, Galgenberg, Ringelberg, Rabenhügel) bis zum Steigerwald führen sollte. Eine wesentliche Vorraussetzung zur Begrünung des Roten Berges war die systematische Aufforstung. Ein Park an der Südwestseite des Roten Berges mit einem sehr alten Baumbestand und einem Gehölzbestand südlich der Berggaststätte waren wichtige Bestandteile des Begrünungsplanes. Seit 1950 wurde schließlich mit den Pflanzarbeiten nach wissenschaftlichen Erkenntnissen begonnen. Zur Anpflanzung kamen ein bis dreijährige hochwachsende Gehölze mit gesunden Wuchs aus forstlicher oder eigener Anzucht. Darunter u. a. Scheinakazie, Spitzahorn, Eschenahorn, Feldahorn, Kanadische Pappel, Roßkastanie, Stieleiche, Schwarzerle, Grauerle, Blasenstrauch, Teufelszwirn, Weißdorn, Hundsrose, Holunder, Steinweichsel, Schlehe, Gemeine Berberitze, Sandbirke, Hartriegel. Die größte Aufmerksamkeit wurde dabei der Bodenbearbeitung geschenkt. Durch jahrelange, ständige Pflege nach dem Anwachsen bis zum Dichtschluß der Gehölze wurden 40 ha des Roten Berges grün.

Zoo Duisburg, 20.05.2008
Neu im Zoo: Präriehunde erhalten riesige Freianlage am RWE-Delphinarium
Wieder einmal sorgt der deutsche Artname für ein bisschen Verwirrung. Sind Präriehunde wirklich Hunde und leben diese in der Prärie? Letzteres stimmt, aber die plumpen, kurzbeinigen und –schwänzigen Kleinsäuger sind eine nordamerikanische Gattung der Erdhörnchen und mit den Murmeltieren näher verwandt. Der „Hundeanteil“ in ihrem Namen rührt von ihren bellenden Lauten her, die bei Hierarchiekämpfen ausgestoßen werden. Sechs geschäftig-grabende Präriehunde sind seit neustem Bewohner einer riesigen Freianlage, die sich gegenüber dem Eingangsbereich des RWE-Delphinariums befindet. Nicht nur, dass sie mit ihren Ausmaßen den Tieren eine luxuriöse Unterkunft bietet. Die Freianlage verkürzt den Besuchern, die auf die nächste Delphin-Vorführung warten, die Wartezeit aufs Angenehmste: Präriehunde sind tagaktiv und damit während der Öffnungszeiten durchgehend zu beobachten und begeistern durch ihr quirliges Verhalten. Sie halten darüber hinaus keinen Winterschlaf und kommen selbst bei Schneetreiben ins Freie. Die hartgesottenen Zoobesucher werden dies in den Wintermonaten sehr zu schätzen wissen! Die Freianlage wurde bestens für die Belange der Grab-Weltmeister eingerichtet: mit ausreichend Mutterboden, damit die Präriehunde ihre ausgedehnten Erdhöhlen anlegen können. Die ausgehobene Erde wird grundsätzlich um die Eingänge angehäuft, so dass bei Überschwemmungen kein Wasser hineinlaufen kann. Präriehunde sind klein und müssen ihre Umgebung gut im Blick haben. Dafür finden sich einige Baumstämme und Findlinge auf der Anlage, die als Aussichtsplattform dienen. Schließlich gilt es auch, das eigene Territorium gegeneinander abzugrenzen. Und nachdem sich die beiden Böcke die vier Weibchen untereinander schon aufgeteilt haben und ihren eigenen Familienverband gründen, ist es von Vorteil zu sehen, wo denn die Nachbarn gerade sind. Präriehunde ernähren sich hauptsächlich von Gräsern. Vor ihrem Einzug in die Anlage wurde diese einige Zeit sich selbst überlassen, damit saftiges Grün wachsen kann. So finden die Tiere derzeit einen reich gedeckten Tisch vor ihrer Haustüre. Die Paarungszeit ist soeben vorbei. Bis zu 8 nackte und blinde Jungtiere kommen nach einer Tragzeit von 35 Tagen zur Welt. Sie werden 40 bis 50 Tage gesäugt, dann verlassen sie erstmals ihren Bau. Schon bald könnten die zwei Familien anwachsen…

Münchener Tierpark Hellabrunn, 20.05.2008
Ein Glücksschwein zum 850. Stadtgeburtstag
Ein außergewöhnliches Geschenk hat sich der Tierpark zum Stadtgeburtstag einfallen lassen. Er züchtete ein Schwein, dass so aussieht wie ein mittelalterliches Weideschwein. Diese waren hochbeinig, hatten einen langen, wildsauähnlichen Gesichtsschädel, Stehohren und einen Ringelschwanz. Durch mehrere Kreuzungen alter Hausschweinrassen: Cerdo Iberico/Andalusien, Duroc/Kanada mit Wildschweinen wurden in diesem Mai die erwünschten Ferkel in der 2. Generation geboren. Dieses Zuchtergebnis wurde ermöglicht durch die Duroc von Herrn Prof. M. Förster, Institut für Tierzucht der LMU München, durch die Wildschweine von Herrn J. Festl, Wildpark Poing und die Cerdo Iberico von Herrn B. Wagner. Hierfür bedanken wir uns herzlich. Die feierliche Übergabe an das Stadtoberhaupt , unseren Oberbürgermeister Christian Ude, wird begleitet von einer Abordnung aus dem Bayerischen Wald, dem Bürgermeister Franz Löffler aus Waldmünchen und 1. Vorsitzenden der Trenckfestspiele, mit dem Trenckpaar und 2 schwarzen Panduren. Ebenso aus St. Pölten kommt unter Leitung von Herrn Bernhard Wagner, eine Abordnung des Panduren Freicorps, die von 2 Pferden begleitet werden. Mit ihren farbenprächtigen Uniformen geleiten sie den Oberbürgermeister in einem Festzug zum Gehege unserer „Borstelchen“.

Zoo Heidelberg, 20.05.2008
Heidelberger Zoo bei UN-Biodiversitätskonferenz in Bonn
In Bonn findet die wichtigste Naturschutzkonferenz der Welt statt. Dabei geht es vor allem um den Erhalt der natürlichen Vielfalt. Der Heidelberger Zoo, der sich seit langem aktiv für den Schutz der Vielfalt des Lebens einsetzt, ist einer von zwei Zoos weltweit, der sich auf der „Expo der Vielfalt“ vom 27. bis 30. Mai anlässlich der UN-Biodiverstätskonferenz in Bonn präsentiert. Das Programm des Heidelberger Zoos auf der „Expo der Vielfalt“ bietet ein besonderes Highlight. Ein Team von Zoo- und Zooschul-Mitarbeitern hat mehrere Bonner Schulklassen an den Messestand eingeladen, die die einmalige Möglichkeit erhalten, lebendige Rieseninsekten, Riesenschnecken, Vogelspinnen, Schlangen und Echsen hautnah zu erleben. Im Mittelpunkt stehen Aspekte der Lebensweise und der biologischen Vielfalt. „Unserem Zoo ist es ein besonderes Anliegen, Kindern und Jugendlichen die Zusammenhänge begreifbar zu machen, und zu zeigen, warum es für unsere Zukunft überlebenswichtig ist, die Artenvielfalt zu schützen“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Der Schutz der Biodiversität ist seit langem das Leitthema der Zukunftsentwicklung des Heidelberger Zoos. Zahlreiche Programme zur Arterhaltung werden von ihm betreut. Das vom Zoo gegründete Artenschutzprojekt WAPCA (West African Primate Conservation Action) setzt sich für den Schutz der hochbedrohten Affenarten im Westafrikanischen Regenwald ein. Im Biodiversity Hotspot Upper Guinean Forest werden unterschiedliche Maßnahmen zum Schutz der bedrohtesten Affenarten Afrikas durchgeführt. Über die Auffangstation für diese Tiere, das Monitoring der Schutzgebiete, die praktische Hilfe für Ranger und die Menschen vor Ort informiert der Zoo mit eindrucksvollen Postern, Broschüren und Bildern. Ein weiteres Projekt ist das Wiederansiedlungsprojekt für den Europäischen Feldhamster im Rhein-Neckar Raum. In einer Zuchtstation im Zoo wird eine Ersatzpopulation gehalten, deren Nachwuchs unter wissenschaftlicher Kontrolle in ausgewählten Lebensräumen ausgesetzt wird, um den stark bedrohten Nager wieder heimisch werden zu lassen. Der Zoo möchte mit seiner Präsentation auf dieser bedeutenden Konferenz mit dazu beitragen, Heidelberg in der Naturschutzwelt bekannt zu machen. Kinder und Tiere, was könnte das Thema besser transportieren helfen?

Tiergarten Nürnberg, 20.05.2008
Rindergemsen, Gnuziegen und Takine
Es gibt kaum etwas Erfreulicheres für einen Tiergärtner als die Geburt bei einer selten gehaltenen Tierart. So kann man leicht die Freude des Zooteams im Tiergarten Nürnberg ermessen, als jetzt die Geburten gleich „im Dreierpack“ erfolgreich verliefen. In diesem Jahr gab es am 09.02., 19.02. und 16. 03 drei Geburten, die sich zur Freude aller Mitarbeiter als 3 Weibchen entpuppt haben. Bei den in Haremsgruppen lebenden Takinen sind Männer natürlich nur in Unterzahl erwünscht. Der Tiergarten Nürnberg hat das große Glück bis jetzt nur 3 Männer, aber 15 Weibchen als Nachwuchs heranwachsen sehen zu können. Der Nürnberger Nachwuchs besiedelt heute Zoos in Deutschland, Frankreich, England, Belgien, Polen und Dänemark. Vater des gesamten Nachwuchses ist der imposante KLECKS, der mittlerweile über 300 kg auf die Waage bringt. Die unbedarften Besucher können diese Tiere kaum zuordnen und lesen deshalb besonders interessiert das Gehegeschild. Auch die deutschen Namen Rindergemse bzw. Gnuziege für diese international Takin genannte Tierart zeigen, dass sich selbst Fachleute bis heute nicht ganz einig sind, in welche Verwandtschaft diese Wiederkäuer nun gehören. Beobachtungen aus ihrem Lebensraum in den nasskalten, mit Rhododendron bewaldeten Hochgebirgszonen Zentralasiens, sind wegen deren Unzugänglichkeit nur sehr spärlich. Dementsprechend wenig weiß man über natürliches Verhalten und die Bedrohung dieser Tierart durch Wilderei und Lebensraumzerstörung.

Tierpark Hagenbeck, 20.05.2008
Die Dschungel-Nächte bei Hagenbeck: Tropische Klänge, Shows und Exotik
Eine herrliche Sommernacht, Tiere hautnah zum Anfassen, afrikanische Musik, süßer Sommer-Duft in der Luft – das und noch viel mehr versprechen die Dschungel-Nächte bei Hagenbeck. An drei Abenden im Mai und Juni sind die Tierpark-Pforten wieder bis 24 Uhr geöffnet. Europas schönster Park bietet neben 1.850 Tieren ein Programm voller Fantasie und Exotik mit tropischen Klängen und Shows. Der ganze Tierpark verwandelt sich in eine abenteuerliche „Kulisse“. Feurige brasilianische und afrikanische Tänzer wecken das Rhythmusgefühl bei jedermann und das singende „Safari-Duo“ beschwört die Abenteuer-Lust. Beim Schlendern durch die 25 Hektar große Parkanlage begegnen den Gästen immer wieder musikalische und tierische „Walk-Acts“. Kamele, Alpakas, Aras, Nasenbären und Riesenpython kreuzen die Wege. Unter dem Motto „Fleißige Dickhäuter“ zeigen die Asiatischen Elefanten, wie man im Dschungelcamp arbeitet. Pelikane begeistern in einer Flugschau und bei der Eismeer-Fütterung sind Tier-Freunde eingeladen, den Seebären und Pinguinen näherzukommen. Als weitere Programm-Höhepunkte gibt es in diesem Jahr: das Tier-Musical „Herrscher der Löwen“ sowie fantastische Riesenvögel, Limbo-Tänze aus der Karibik, Artistik aus Afrika und für kleine Besucher wird Kinderschminken, Ponyreiten und ein Trommel-Workshop angeboten. Die Gäste können viele kulinarische Köstlichkeiten genießen und das große Finale des Abends ist ein bengalisches Feuerwerk rund um den historischen Felsen, der Bestandteil des Afrika- Panoramas ist. Die Dschungel-Nächte begeistern Gäste aus dem ganzen Norden. Zehntausende zieht dieses Ereignis jedes Jahr in den Tierpark nach Stellingen. Das exotische Fest der besonderen Art gehört seit mehr als zwanzig Jahren zur Hansestadt Hamburg wie der Dom und der Hafengeburtstag.

Wildpark Lüneburger Heide, 20.05.2008
Kinderstube im Wildpark begeistert Zuschauer:
Die Drillinge „Tic“, Tric“ und „Trac“ halten Nasenbärmama ordentlich auf Trab
„Gela“, das drei Jahre alten Nasenbär-Weibchen ist stolze Mutter! 76 Tage nach der Paarung hat sie drei gesunde kleine Bären zur Welt gebracht. „Tic“, „Tric“ und „Trac“, heißen die putzigen Langnasen-Drillinge die ihre Mutter auf Trab halten und die ständig einen Riesenhunger besitzen. „Henry“, der fünfjährige Vater der Kleinbären kümmert sich dagegen gar nicht um die agile Rasselbande. Er ruht sich auf der sprichwörtlichen „faulen Bärenhaut“ aus oder geht seinen Lieblingsbeschäftigungen nach, natürlich dem Fressen und spielen. Dieses Verhalten ist typisch für Nasenbären und Papa Henry ist da keine Ausnahme.Die Weibchen leben in einer Gemeinschaft zusammen; Männchen sind nur während der Paarungszeit in ihrer Gruppe geduldet. Bei der „Brautschau“ hat nur das Männchen eine Chance ausgewählt zu werden, das sich in dieser Phase besonders unterwürfig zeigt. Wenn es diese Anforderungen erfüllt, gestattet die Angebetete nähere Kontaktaufnahme und erst dann kommt es zur Paarung.Ganz anders gestaltet sich dagegen das Familienleben bei Familie Marderhund, bei denen es seit vier Wochen auch kuscheligen Nachwuchs gibt. Nach 60tägiger Tragzeit kamen fünf kleine, süße Welpen zur Welt.Die Eltern „Ronja“ (3) und „Räuber“ (5) beteiligen sich im Gegensatz zu den Nasenbären, gemeinsam an der Aufzucht der Jungen. Marderhunde leben in Einehe und teilen sich die Betreuung ihrer Welpen. Noch haben die unternehmungslustigen Sprösslinge keine Namen. Wenn sie auf ihren tapsigen Pfoten neugierig das Gehege erkunden, sind die kleinen Fellknäule zurzeit die besonderen Lieblinge der Wildparkbesucher.

Zoo Wuppertal, 20.05.2008
Seltene Rindergämse und Sibirische Steinböcke im Wuppertaler Zoo geboren
Zu unserer großen Freude kam am 11. Mai das dritte im Wuppertaler Zoo geborene Mishmi-Takin Kalb zur Welt. Diese Tierart, die aus dem Himalaja-Gebirge stammt, wird in NRW nur im Wuppertaler Zoo gehalten. Die Eltern „Fifty“ und „Roli“, wurden 2001 geboren und sind ein Geschenk des Tierparks Berlin. Wenige Menschen, außer den eifrigen Zoobesuchern, wissen was ein Takin ist. Auch unter den deutschen Namen Gnuziege oder Rindergämse kann sich kaum jemand etwas vorstellen. Takine sind mit den Gämsen verwandt, sind aber viel größer und schwerer als diese, haben stark gebogene Hörner und ein zottiges, dunkelbraunes Fell. Der Mishmi-Takin ist eine von drei Unterarten und kommt in den Regenwäldern Burmas an der Grenze zu China vor. Niedlich anzusehen sind auch die inzwischen schon halsbrecherisch auf dem Felsen herumtobenden Kitze der imposanten Sibirischen Steinböcke. Die beiden jungen Böcke werden als erwachsene Tiere ähnlich imposant aussehen, wie unsere zwei großen Böcke, die mit ihren mächtigen gewölbten Hörnern, jedem Zoobesucher auffallen. Sibirische Steinböcke kommen vom Himalaja-Gebirge bis zum namensgebenden südlichen Sibirien vor und sind die größten Steinböcke überhaupt. Im natürlichen Lebensraum steigen sie in Höhenlagen von bis zu 5000 Meter auf.

Zoo Osnabrück, 20.05.2008
Zoo-Lotterie Osnabrück 2008 - Hauptgewinnübergabe
Das erste Auto, ein roter Ford Ka im Wert von 9.735,00 €, ist gewonnen worden. Die glückliche Gewinnerin, Frau Kerstin Kühnert aus Bad Iburg, kaufte zwei Lose bei der Zoolotterie für Ihren Ehemann und für sich. Ihr Los gewann. Die Tochter des Ehepaares ist gerade dabei, Ihren Führerschein zu machen und wahrscheinlich wird das Auto an sie verschenkt. Die Freude war sehr groß. Das veranlasste am nächsten Tag weitere Familienangehörige an diesem Losstand Ihr Glück zu versuchen. Bisher hat die Lotterie rund 60.000 Lose (Stand 20.5.) verkauft und Gewinne im Wert von ca. 54.700,- Euro ausgegeben. Bis zum 28. Juni sind noch zwei weitere Autos, z.B. ein VW Fox im Wert von 11.419,- Euro sowie 4 Urlaubsreisen in den Süden nach Wahl und noch viele weitere Gewinne für die Heim- und Freizeitgestaltung im Glückstopf.

Zoo Osnabrück, 20.05.2008
Verspielte Löwenkinder!
Die drei Löwenbabys des Weibchens „Shaba“ haben nach ihrem ersten Auftritt vor den Medien am vergangenen Freitag fast jegliche Scheu vor den Besuchern verloren. Von Tag zu Tag werden sie aktiver und entwickeln immer mehr Spieltrieb. Sie raufen miteinander und auch Mutter Shaba bleibt von den wüsten Attacken der kleinen Löwen nicht verschont. Wenn man also zum richtigen Zeitpunkt kommt, kann man die Kleinen in ihrer aktiven Phase erleben. Allerdings folgen auf die Phasen des ausgiebigen Tobens auch immer wieder längere Ruhepausen, die sie eng aneinandergekuschelt in der Wurfbox verbringen. Aber mit jedem Tag werden die Löwenkinder unternehmungslustiger und sind immer öfter zu sehen.

Zoo Magdeburg, 20.05.2008
VOX startet 2. Staffel mit dem Tierarzt des Magdeburger Zoos
Sie heißen KASIMIR, KLAUSIMA, MANU oder OTTOKAR und gehören zu den Patienten des Zootierarztes, Pierre Grothmann. In der VOX-Sendung „Menschen, Tiere & Doktoren“ gibt es bald eine 2. Staffel aus dem Magdeburger Zoo zu sehen.

Vogelpark Herborn, 19.05.2008
Bemerkenswerter Nachzuchterfolg im Vogelpark Herborn - Rechtzeitig zum Auftakt der 9. UN-Naturschutzkonferenz in Bonn ist ein Jungvogel der seltenen Rotbrustkrontauben ausgeflogen
Wie schon berichtet, bringt der in diesem Jahr recht spät eingesetzte Frühling im Vogelpark des Herborner Stadtteils Uckersdorf zunehmende Nachzuchterfolge. Beispielsweise wird in diesen Tagen mit dem Schlupf der ersten Weißstörche gerechnet, Schneeeule „Hedwig“ bebrütet ein Gelege von sechs Eiern, und vier junge Gelbbrustaras konnten bereits beringt werden. Die bisherige Krönung stellt zweifellos die erfolgreiche Nachzucht der imposanten bodenbewohnenden Rotbrust-Krontauben aus den Regenwäldern Neuguineas dar. Im Jahr 2002 war in dem beliebten Naturerlebniszentrum die erste hessische Erstzucht dieser fast putengroßen Wildtaube mit ihrem markanten kronenförmigen Kopfschmuck geglückt. Wie Vogelparkleiter Wolfgang Rades mitteilt, war mit Rücksicht auf die Brut dieser in ihrer Heimat durch Lebensraumzerstörung und Bejagung von der Ausrottung bedrohten Wildtaube das Warmhaus während der Brutsaison für die Vogelparkbesucher bis vor wenigen Tagen gesperrt worden. Rades: "Nach vierwöchiger Brutdauer schlüpfte Mitte April in dem Baumnest ein Jungvogel, den wir allerdings in den ersten Lebenstagen nur hören konnten. Keinesfalls wollten wir durch vorzeitiges Nachsehen eine Verletzung des kostbaren Jungtieres riskieren, so daß wir es erst vor kurzem erstmals erblickten." Im Alter von vier Wochen habe die Miniaturausgabe der fast 85 cm großen Elterntiere vor kurzem das Nest verlassen, und kann jetzt auch von den Besuchern des Vogelparks beobachtet werden. „Dass die mittlerweile bereits neunte in Herborn geschlüpfte Rotbrustkrontaube pünktlich zum Auftakt der 9. UN – Konferenz zum Schutz der Biologischen Vielfalt ausgeflogen ist, freut uns ganz besonders und ist im Hinblick auf den Erfolg dieser für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen so wichtigen Konferenz in Bonn ein hoffentlich glückliches Zeichen“, wünscht der Biologe. Mit Spannung erwarten nunmehr sowohl das Herborner Vogelparkteam wie auch die Verantwortlichen des Zoo Leipzig um Zoodirektor Dr. Jörg Junhold das Ergebnis einer Federprobe zur Geschlechtsbestimmung, wartet doch in Leipzig bereits seit geraumer Zeit ein einsamer Täuber auf eine Partnerin aus Herborn. Die Anschaffung der wertvollen Vögel mit dem bemerkenswert filigranen Federkleid war im Jahre 2000 durch eine Spende der Sparkasse Dillenburg ermöglicht worden. Das internationale Zuchtbuch für die Krontauben führt der Zoo Rotterdam.

Zoo Köln, 19.05.2008
Kölner Zoo verlängert Naturschutzprojekt in Vietnam
Bereits seit 1999 engagiert sich der Kölner Zoo in Vietnam, genauer gesagt in Phon Nha – Ke Bang in Zentralvietnam. Zoodirektor Theo Pagel unterschrieb am 12. Mai 2008 vor Ort in Vietnam die Fortführung des Kooperationsprojektes für weitere fünf Jahre. Der Vertrag wurde auf höchster Ebene vom Vorsitzenden des Volkskomitees von Quang Bin (Provinz), Herrn Phuong selbst (vergleichbar mit unseren Ministerpräsidenten) gegengezeichnet. Auch der Direktor des Nationalparks Phong Nha –Ke Bang war zugegen. Begleitet wurde T. Pagel von einem der Kuratoren des Kölner Zoos, Herrn Bernd Marcordes. Dieser ist noch im Projektgebiet und arbeitet an einer Erhebung über die Vogelarten. Seit 2003 konnten im Nationalpark neun neue Tierarten beschreiben werden. Dazu zählt z.B. der Phong Na-Ke Bang-Gecko. Hierfür ist vor allem der Herpetologiespezialist des Zoos, Dr. Thomas Ziegler, verantwortlich. Der Zoo hat mittlerweile Mitarbeiter vor Ort (Frau. Dr. Vogt und Herr B. Forster). Letzterer koordiniert ein Primatenausbürgerungsprogramm der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und des Kölner Zoos. 8 Hatinhlanguren, die bereits im September 2007 auf eine fast 20 ha große Semifreianlage entlassen wurden, erfreuen sich bester Gesundheit, davon konnte sich Zoodirektor Theo Pagel selbst überzeugen. Unterstützung erhalten unsere Leute vor Ort durch Praktikanten und Studenten, die dort ihre Arbeiten verfassen. Auf der 10-tägigen Reise, die übrigens von einem Filmteam begleitet wurde und später im Rahmen der Doku „Tierisch Kölsch“ gezeigt wird, besuchte die Delegation des Kölner Zoos auch eine Amphibienzuchtstation, mit der der Zoo ebenfalls kooperiert. Zudem führte die Reise in die malerische Halongbucht, wo die Sichtung von 16 Goldschopflanguren (Primaten) gelang. Dies ist besonders bemerkenswert, den dies ist eine der bedrohtesten Tierarten der Welt. Die Weltpopulation beträgt 70 Tiere, davon 2 in menschlicher Obhut. Der Kölner Zoo brachte der Koordinatorin des Programms zur Erhaltung dieser Art, Frau Dr. R. Stenke, notwendige Materialien für eine geplante Zusammenführung/Umsiedlung von einigen dieser Languren. Das Resümee der kurzen und anstrengenden Reise ist, dass der Kölner Zoo, der sich als Erholungs-, aber auch als Bildungs-, Forschungs- und Naturschutzzentrum versteht, seinen Anspruch, einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität auf dieser Welt zu leisten, wieder einmal gerecht werden konnte. Dies ist übrigens auch Schwerpunkt der Mitte Mai in Bonn stattfindenden internationalen Biodiversitätstagung, zu der wir im Kölner Zoo auch Kollegen aus dem Ausland begrüßen werden.

Zoo Landau, 19.05.2008
Abendliche Zooführung für Kinder von 6 bis 12 Jahren- ein Zoobesuch der besonderen Art mit anschließendem Lagerfeuer und Grillen
Am Freitag, den 23.05.2008, bietet der Zoo Landau erstmals wieder in diesem Jahr für Kinder von 6 bis 12 Jahren eine der beliebten abendlichen Zooführungen an. Anschließend wird bei gutem Wetter auf der Zoowiese Stockbrot gebacken und es gibt frisch Gegrilltes. An diesen besonderen Abenden gehört der Zoo nur den Kindern. Ohne andere Besucher bekommen die jungen Zoobesucher die Möglichkeit, zusammen mit Pädagogen der Zooschule die faszinierenden Eindrücke, Geräusche und Gerüche rund um die verschiedenen Tierarten im abendlichen Zoo zu erleben! Für die Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldungen im Zoo unter Tel. 06341/898229 erforderlich. Die Kosten betragen 10 Euro pro Kind und beinhalten den Eintritt, die Führung, eine Bratwurst mit Brötchen, eine Portion Pommes frites, ein Getränk und Teig für ein Stockbrot! Also, nichts wie ran ans Telefon !!!

Tierpark Berlin, 19.05.2008
Afrikanischer Elefant „Kando“ wird ein Jahr alt – die Mittelbrandenburgische Sparkasse gratuliert als Pate
Genau ein Jahr ist es her, als die Afrikanische Elefantenkuh „Pori“ auf der Freianlage des Elefantenhauses ihr 3. Kalb zur Welt brachte, den kleinen Bullen „Kando“. Dieser war gleich nach der Geburt ausgesprochen mobil und suchte mehrfach das Wasserbecken auf. Inzwischen ist „Kando“ zu einem kräftigen Elefantenknaben herangewachsen. Die MBS (Mittelbrandenburgische Sparkasse) ist Pate des kleinen Elefanten und lässt es sich selbstverständlich nicht nehmen, zur Vollendung des 1. Lebensjahres zu gratulieren und einen Fresskorb zu überreichen. Dieser wird elefantengemäß mit Obst, Gemüse und Brot gefüllt sein. Mit zur Gratulation kommt eine Kindergruppe, die einen Blick hinter die Kulissen des Elefantenhauses werfen und dabei in direkten Kontakt mit einem Elefanten treten dürfen. Stellvertretend für „Kando“ wird diesen Termin seine Halbschwester „Kariba“ wahrnehmen.

Zoo Magdeburg, 19.05.2008
Skandal oder Zivilcourage? Gedanken zur Tötung dreier neugeborener Tiger im Zoo Magdeburg
Die Magdeburger Kollegen haben eine sehr schwierige Entscheidung sehr verantwortungs-bewusst getroffen. Nach Lage der Dinge ist sorgfältig abgewogen worden und eine Entscheidung im Sinne des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Amurtiger gefallen. In diesem Fall hat die langfristige Arterhaltung, auch wenn es noch so hart klingt, den Vorrang. In freier Natur leben von dieser Unterart nur noch ca. 450 und in menschlicher Obhut ca. 450 Tiere. Ein Umstand, für den wir Menschen verantwortlich sind. Auch wenn dies für Nichtfachleute nicht einfach zu verstehen ist, müssen manchmal in einem Zoo auch solche Entscheidungen getroffen werden. Und obwohl jede Entscheidung dieser Art immer eine Einzelfallentscheidung vor Ort bleiben wird, hätten wir in Leipzig wahrscheinlich ähnlich entschieden. Eine Skandalisierung der Verantwortlichen ist hier nicht angebracht. Bei genauer und sachlicher Betrachtung wird man feststellen, in welchem Dilemma jeder Tierzüchter, und das sind nun einmal die Zoos wenn es um Artenschutzprogramme geht, steckt. Auf einer begrenzten Fläche müssen sie ihren Tierbestand verantwortungsbewusst managen. Jeder Nichtvegetarier in unserer Gesellschaft akzeptiert zum Beispiel, dass für seine täglichen drei Mahlzeiten Nutztiere gehalten, gezüchtet und geschlachtet werden. Ich wage zu bezweifeln, dass sich jeder der damit verbundenen Nutztierhaltung und allen daraus resultierenden Konsequenzen noch bewusst ist… Möglicherweise kann man den Zoos den Vorwurf machen, in der Vergangenheit nicht offensiv genug mit dem Thema Populationsmanagement und dem manchmal unvermeidlichen Töten von Zootieren in der Öffentlichkeit umgegangen zu sein. Ich finde, es ist jetzt an der Zeit, sich gründlich mit dem Thema, den eigentlichen Inhalten und den Werten des Zoos für die menschliche Gesellschaft auseinander zu setzen. Vielleicht erreichen wir dann eine andere gesellschaftliche Akzeptanz und werden nicht überwiegend auf den Spaßfaktor und als vermeintlicher Lückenfüller zwischen den eigentlichen gesellschaftlichen Themen in der Öffentlichkeit reduziert.

Zoo Augsburg, 19.05.2008
„Die Amphibienkrise“
- Ein Vortrag mit anschließender Abendführung am 23. Mai ab 18 Uhr
Nachdem schon unsere einheimischen Amphibien Thema eines Vortrags im Zoo waren, geht heute die Reise über die europäischen Grenzen hinaus. Herr Kempf, Tierarzt und Leiter der Vogelklinik in Oberschleißheim wird über die verschiedenen exotischen Arten und deren Gefährdung berichten. Im Anschluss daran besuchen die Teilnehmer im Rahmen einer Abendführung die Arten, die im Augsburger Zoo gehalten werden. Wegen der Teilnahme an der Amphibienkampagne des Europäischen Zooverbandes wurden die gehaltenen Arten vermehrt und auch neue Gehege eingerichtet. Es ist auch ein Blick hinter die Kulissen des Reptilienhauses vorgesehen. Lassen Sie sich überraschen. Der Eintritt inklusive der anschließenden Abendführung beträgt 10.- € für Erwachsene und 5.- € für Kinder. Der Betrag geht in vollem Umfang an die Projekte der Amphibienprojekte der Kampagne des Europäischen Zooverbandes.

Zoo Dortmund, 19.05.2008
Der Zoo wird 55 Jahre alt
Eine Schnapszahl gilt es zu feiern: am 24. Mai wird der Zoo Dortmund 55 Jahre alt. Seit fünfeinhalb Jahrzehnten behauptet der Zoo Dortmund seinen Platz als eines der beliebtesten Familienausflugsziele in Stadt und Region. Bereits am Tage seiner Eröffnung im Jahre 1953 waren es in erster Linie Familien, die den Zoo zum Zwecke der „Erholung und Erbauung“ aufsuchten. Hier konnten sie zahlreiche exotische wie einheimische Tierarten bestaunen: Axis-Hirsche, Sasin-Antilopen aus Indien, Nutrias, Lamas und Andengänse aus Südamerika, Kronenkraniche aus Afrika, aber auch einheimische Rehe und Dachse. Der Zoo liegt auch heute noch eingebettet in eine alte Parkanlage, die seither kaum verändert wurde. Nur der Tierbestand hat sich über die Jahre naturgemäß gewandelt. Mittlerweile ist der Zoo Dortmund weltweit bekannt für seinen Südamerikaschwerpunkt. Erfolgreiche Nachzuchten bei Großen Ameisenbären, dem Wappentier des Zoos, Tamanduas, Zweifingerfaultieren, Riesenottern, Flachlandtapiren und Hyazintharas haben diesen Ruf begründet. Heute ist der Zoo aus der Reihe der bedeutenden Institutionen der Stadt Dortmund nicht mehr wegzudenken. Er ist nicht mehr nur „das Familienausflugsziel mit Tradition“. Der Zoo Dortmund ist Begegnungsstätte für alle Generationen. Der Zoo ist Bildungsstätte und Wissenschaftsstandort und damit ein entscheidender Faktor im kulturellen Leben der Stadt. Und er ist Artenschutz- und Arterhaltungszentrum. Seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten werden hier unter großzügigen Bedingungen gehalten und mit Erfolg gezüchtet, so zum Beispiel der Schabrackentapir, der Riesenotter und die Pferdeantilope. Auch dem Erhalt alter Haustierrassen hat sich der Zoo Dortmund als Bewahrer des kulturellen Erbes der Menschen in der Region verschrieben. Seltene Nutztierrassen, die heute kaum noch gehalten werden, haben im Zoo einen Platz gefunden: so die klassische Ruhrgebietstaube, das Altdeutsche Mövchen, aber auch die Bergmannskuh, die Weiße Deutsche Edelziege.

Zoo Dortmund, 19.05.2008
Ferkelei im Zoo Dortmund: Besuch eines „Schalkers“ mit Folgen
Im Zoo Dortmund ereignen sich seltsame Dinge: wie man hört hat der Zoo klammheimlich einem Schalker Eber in seinem Westfälischen Bauernhof Kost und Logis angeboten. Dieser musste dafür „nur“ (es kann wohl eher von „darf“ gesprochen werden) die beiden ansässigen Sauen beglücken. Dortmunder Zoobesucher haben eine bittere Pille zu schlucken: nicht nur dass der Eber von Schalke kommt (er ist eine Leihgabe der Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen) – er sollte auch noch erfolgreich mit der rotweißen Sau im Zoo Dortmund den Erhalt der Rasse sichern. Leider sind dabei keine schwarzgelben Ferkel herauskommen – über die rotbunten Ferkel jedoch freut sich der Zoo. Am Sonntag hatte der Zoo den Beweis: der Schalker Eber „Fiete“ hat seine „vertraglichen Pflichten“ erfüllt und erfolgreich für den Erhalt der Husumer Protestschweine im Zoo Dortmund gesorgt. Sehr zur Freude der Zoogäste tummelt sich nun eine muntere Schar kleiner Husumer Protestferkel in den Boxen des Bauernhofgebäudes im Zoo Dortmund. Das Husumer Protestschwein wird auch als Rotbuntes Husumer Schwein oder als Dänisches Protestschwein bezeichnet. Es stammt ursprünglich aus Schleswig-Holstein. Dort wurde dieser Farbschlag aus der Einkreuzung verschiedener Rassen mit dem Angler Sattelschwein erhalten. Vor mehr als hundert Jahren fühlte die dänische Teilbevölkerung Schleswig-Holsteins sich benachteiligt, weil es ihnen nicht gestattet war, ihre eigene rotweiße Landesflagge zu zeigen. Aus Protest (daher der Name!) hielten die dänischen Landwirte in der Gegend um Husum vornehmlich die rot-weiß gefärbten Schweine – sozusagen als Ersatz für die Nationalfahne. So kam diese Schweinerasse zu ihrem ungewöhnlichen Namen. Wie so viele andere Haustierrassen, gehört auch das Husumer Protestschwein zu den aussterbenden Haustierrassen. Sie wurde von modernen Hochleistungsrassen verdrängt. Die alten Haustierrassen waren meistens Vielnutzungsrassen, die nicht ausreichend große Mengen landwirtschaftlicher Produkte lieferten. Mitte der sechziger Jahre schien die Rasse fast ausgestorben zu sein. Doch mittlerweile gibt es verstärkt Bemühungen, auch dieses Nutztier für die Nachwelt zu erhalten.

Zoo Magdeburg, 16.05.2008
Gute Laune und Spaß im Zoo! Am 15. Juni ist Sparkassen-Amazonien-Fest mit der Band „WIR 3“!
Die Gruppe WIR 3, die aus dem Fernsehen bekannte Band mit ihren Songs „Heyah Mama“ und „Omi ist der Hit“ landeten, sorgen mit ihrer Popmusik für die ganze Familie am 15.Juni zum Sparkassen-Amazonien-Fest für tolle Stimmung und gute Unterhaltung. „WIR 3“ feiert an diesem Tag im Zoo mit ihren größten Fans, den Kindern, das für Tapire, Nasenbären & Co. das neue Zuhause Amazonien entsteht! „Der Sparkassen-Amazonien-Tag ist ein Dankeschön an unsere zahlreichen Spender und Unterstützer des Bauprojektes „Amazonien“, welches wir bereits im nächsten Jahr fertig stellen werden“, erklärt die Marketingleiterin des Zoos, Katrin Demco. Mehr als 37.000 Euro hat der Zoo seit Beginn der Spendenaktion im März letzten Jahres durch Einzelspender oder Firmen für das Bauprojekt erhalten.

Zoo Berlin, 16.05.2008
Badewannenschwäne mit Nachwuchs: Die Attraktion auf dem Zoo-Erweiterungsgelände!
Eine wunderschönes Familienidyll können die Besucher des Berliner Zoos auf dem Erweiterungsgelände jenseits des Landwehrkanals erleben: das Elternpaar der hübschen und seltenen Coscorobaschwäne mit zweifachem Nachwuchs! Coscorobaschwäne stammen ursprünglich aus dem Süden Südamerikas. Mit ihrem reinweißen Gefieder und den leuchtend roten Schnäbeln und Füssen gehören sie zu den schönsten aller Schwäne. Dennoch werden sie nicht in vielen Zoo gehalten, denn sie zählen zu den besonders aggressiven Vertretern. Insbesondere brütende und Jungen führende Paare kennen mitunter weder Freund noch Feind und stürzen sich selbstlos auf echte wie vermeintliche Gegner. Dieses Verhalten zeigt auch das zweifachen Nachwuchs führende Paar auf dem Erweiterungsgelände. Auch hier müssen selbst die Tierpfleger auf der Hut vor den Schwaneneltern sein. Sie werden ebenso wie die Mitbewohner der riesigen Südamerika-Anlage mit Flügelschlägen angegriffen, wenn die Schwäne Gefahr für ihren Nachwuchs vermuten. Coscorobaschwäne sind die kleinsten Schwäne überhaupt. Sie erreichen gerade mal ein Gewicht von durchschnittlich 4000 g und eine Gesamtlänge von 1 Meter. Sie ersetzen Körpergröße durch schier unglaublichen Mut. Wegen ihrer Schönheit sind Coscorobaschwäne die Vorbilder für die in unzähligen Haushalten vorhandenen und beliebten Badewannenschwäne.

Zoo Berlin, 16.05.2008
ARCHE-Kinder auf tierischer Erlebnistour
Auf Initiative des Freundeskreises DIE ARCHE Berlin e.V. besuchten heute rund 50 Arche-Kinder den Zoo und den Tierpark Berlin, um Tiere und Natur haut­nah zu erleben und hinter die Kulissen zu blicken. Für 25 Kinder des christlichen Kinder- und Jugendwerks DIE ARCHE e.V. im Alter von 10 bis 13 Jahren war heute der Tag für eine spannende Entdeckungstour im Zoo Berlin. Zoodirektor und Gastgeber Bernhard Blaszkiewitz führte die Gäste zunächst ins Affenhaus, wo sie mit Publikumslieblingen auf Tuchfühlung gingen und mehr über die Arbeit als Tierpfleger erfahren konnten. Anschließend besuchten sie die Futter­küche im Affenhaus, schauten dort dem Pfleger bei der Arbeit über die Schulter und halfen bei der Zubereitung des Futters mit. Abgerundet wurde das Programm mit einem Aufent­halt im Streichelzoo. Jüngere Arche-Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren besuchten zeit­gleich den Tierpark Berlin. Dort wurden sie von Vertretern der Gemeinschaft der Förderer des Zoos Berlin und des Tierparks Berlin geführt. Der Förderverein wurde 1956 gegründet mit dem Ziel, den Tierpark Berlin ideell und finanziell zu unterstützen. „Viele der heutigen Großstadtkinder haben noch nie ein Pferd gestreichelt und kennen Haustiere wie Ziegen, Schafe oder Hühner nur aus dem Fernsehen“, sagt Blaszkiewitz. „Hier bei uns im Zoo und im Tierpark Berlin können die Kinder alles über Affen, Elefanten oder Raubkatzen erfahren. Hautnah werden die Kinder bei den Tieren sein und spüren, wie sich ein Elefant anfühlt, und sehen, dass die Affen nicht nur Bananen fressen. So bauen sie eine Beziehung zu den Tieren auf und die Erfah­rung zeigt, dass man das, was man kennt und liebt, zu schützen bereit ist. Deshalb wollen wir schon bei den Jüngsten das Bewusstsein dafür wecken, dass wir die Tiere und die Natur als unseren gemeinsamen Lebensraum bewahren müssen. Unsere Phi­losophie lautet: Erleben, verstehen, mitmachen.“ Für die Arche in Berlin, die sich seit 1995 um arme Kinder und Jugendliche kümmert, gehören sinnvolle Ferien- und Freizeitangebote, bei denen die Kinder mit Spaß etwas ler­nen, sie motiviert werden, in der Natur zu spielen und die sie zu einem bewussteren Lebensstil animieren, zum festen pädagogischen Konzept. „Einige der Arche-Kinder haben noch nie ihren Bezirk verlassen“, weiß Bernd Siggel­kow, Gründer und Projektleiter der Arche. „Die Familien, deren Kinder zu uns kommen, haben kein Geld für Ausflüge. Und den Eltern fehlt meist die Kraft, Freizeitaktivitäten zu planen. Unsere älteren Kinder haben durch den Zoobesuch die Möglichkeit, mehr über den Beruf des Tierpflegers zu erfahren und über die schulischen Voraussetzungen, die man braucht, um den Beruf zu erlernen. Ich bin mir sicher, dass das manchem einen zusätzlichen Anreiz gibt, in der Schule gut aufzupassen. Dieser Zoobesuch ist also sehr wichtig für unsere Kinder und deshalb freuen wir uns über diese gelungene Initiative des Freundes­kreises.“

Tiergarten Schönbrunn, 16.05.2008
LAUSCHANGRIFF TIERSPRACHE
Im Tiergarten Schönbrunn findet von 22. bis 25. Mai (jeweils 13 bis 18 Uhr) eine Veranstaltung statt, die es in dieser Art noch nie gegeben hat: ein Marktplatz der Wissenschaft zur Sprache der Tiere. Biologen der Universität Wien, die ihr Leben der Erforschung der Tiersprache gewidmet haben, führen den Zoobesuchern vier Tage lang ihr umfangreiches Repertoire an Aufnahmen von Tierstimmen vor und helfen den Zuhörern, sie zu entschlüsseln und zu verstehen. Mit Hilfe von zwei mobilen akustischen „Labors“ können Kinder und Eltern auch die spektrale Zusammensetzung der eigenen Stimme und Sprache entdecken. Sie werden feststellen, dass menschliche „Laute“ durchaus Ähnlichkeiten mit Tierlauten besitzen. Jeweils um 17 Uhr finden im Seminarraum des Elefantenhauses populärwissenschaftliche Vorträge statt. Ebenfalls noch nie da gewesen: eine akustische Rätselrallye. Als weitere Premiere haben die Forscher der Universität Wien gemeinsam mit dem Tiergarten eine CD mit den besten und schrägsten Tierstimmen aus Schönbrunn herausgebracht. Man kann sich darüber amüsieren, quasi nebenbei etwas lernen oder einfach nur Spaß haben – vor allem mit den tierischen Klingeltönen. Fürs Handy bereit zum Download stehen: der Elefant, der Gibbon, der Graupapagei, die Mähnenrobbe und Fu Long. Die Aktionstage zur Sprache der Tiere sind das Produkt einer mehr als zehn Jahre dauernden intensiven Zusammenarbeit des Tiergartens mit dem Department für Evolutionsbiologie der Universität Wien. In dieser Zeit sind zahlreiche Diplom- und Doktorarbeiten entstanden, die sich unter anderem mit den Lautäußerungen der Geparde, der Elefanten und der Großen Pandas beschäftigen.

Zoo Dortmund, 15.05.2008
Jubiläum im Raubtierhaus: Führungen am Sonntag
Das Raubtierhaus des Zoos Dortmund wird 30 Jahre alt. Im Mai 1978 wurde das Haus seiner Bestimmung übergeben. Es handelte sich um das erste große Tierhaus im Zoo Dortmund. Das Konstruktionsprinzip ist einfach: Besucher werden mittig in das abgedunkelte Haus geleitet und können rechts und links vom Gang die Großkatzen in beleuchteten Innenanlagen nur durch Fensterscheiben getrennt quasi von Angesicht zu Angesicht betrachten. So wird die beeindruckende Größe von Löwen und Tigern am besten vermittelt. An den beiden Hauptseiten des Hauses schließen sich die großzügigen Außenanlagen an, die besucherseits durch einen Wassergraben abgeschlossen sind und so einen gitterfreien Blick auf die Katzen ermöglichen. Auch hier bietet jeweils eine große Schauscheibe die Gelegenheit, den Tieren einmal direkt in die Augen zu schauen. Nur zwei Großkatzenarten wurden im Laufe der Jahrzehnte hier gehalten: Tiger und Löwen, beides klassische, beliebte Zootiere. Die Löwen haben dem Zoo erst im vergangenen Jahr gleich dreifachen Nachwuchs beschert. Vor wenigen Wochen sind die beiden jungen Malaientigerinnen eingetroffen, die das Tigergehege mit der letzten Sumatratigerin teilen.

Opel-Zoo, 15.05.2008
Samstag, 17. Mai 2008, 15 Uhr: Öffentliche Führung im Opel-Zoo Thema: Elefanten – Riesen der Savanne
Die nächste Öffentliche Führung im Opel-Zoo findet am Samstag, 17. Mai 2008 um 15 Uhr statt. Die Zoopädagogin Katja Follert-Hagendorff wird allen Teilnehmern an der Führung die „Elefanten – Riesen der Savanne“ näher bringen und alles Wissenswerte über diese interessanten Tiere vor Ort und anschaulich vermitteln. Dabei stellt sie nicht nur die einzelnen Tiere im Opel-Zoo vor, sondern berichtet auch über die Lebensweise, das Verhalten und die Sozialstruktur der Elefanten in freier Wildbahn. Die öffentliche Führung ist kostenfrei, so dass nur der Eintritt in den Opel-Zoo zu entrichten ist. Sie dauert etwa eine Stunde. Treffpunkt ist auf der Elefantenplattform an der unteren Kasse. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Vogelpark Herborn, 15.05.2008
Naturerlebnistag am 18. Mai im Vogelpark - Spannende Aktionen zum Amphibien- und Gewässerschutz
Am Sonntag, den 18. Mai, beteiligt sich der Vogelpark Herborn von 14.00 bis 18.00 Uhr am dritten hessischen Naturerlebnistag. Zudem steht der Natur- und Artenschutz in nächster Zeit landesweit aufgrund der in Bonn vom 19. bis 30. Mai stattfindenden Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens zum Schutz der Biologischen Vielfalt ganz besonders im Blickpunkt. Das Vogelparkteam nutzt an diesem Sonntag im Sinne der Welt-Zoo-Naturschutzstrategie die Gelegenheit, die aktuelle Aktion „Amphibienarche“ des Weltzooverbandes WAZA und weiterer Kooperationspartner der Zoo- und Naturschutzverbände in Mittelhessen erneut mit Leben zu füllen. Gilt es doch, darüber aufzuklären, dass mehr als ein Drittel der etwa 6.000 bekannten Lurcharten stark von der Ausrottung bedroht sind! Seit 1980 sind schon mehr als 120 Lurcharten ausgestorben und damit für immer von unserem Erdball verschwunden! Man spricht gar vom schlimmsten Aussterbeprozess seit dem Verschwinden der Dinosaurier! Und dies bleibt nicht ohne Folgen, denn die Lurche spielen für den Naturhaushalt, unter anderem als Nahrung für Storch und Ringelnatter, wie auch als Fressfeinde von Insekten und Schnecken eine wichtige Rolle. Ihre eng an den Lebensraum Wasser gebundene Entwicklung ist für große und kleine Naturfreunde besonders spannend. Aktuell können die Besucher des Vogelparks diese Entwicklung in den Aquarien, Terrarien und den naturnahen Teichen des Herborner Naturerlebniszentrums besonders gut beobachten. Die teilweise besonders hübsch grün gefärbten Wasserfrösche sind seit kurzem besonders aktiv und tragen unmittelbar vor den Augen der beobachtenden Naturfreunde regelrechte Turniere um die Reviere und die Gunst der Froschweibchen aus.

Zoo Köln, 15.05.2008
Jungtiere bei den Hirschziegenantilopen
Am 10. und 13. Mai wurden zwei Jungtiere der anmutigen Hirschziegenantilopen im Kölner Zoo nahe dem Pavianfelsen geboren. Die etwa rehgroßen hellbraunen Antilopenweibchen leben in Herden von 5 – 50 Tieren und werden durch einen oberseitig beinahe schwarz gefärbten Bock mit schraubenartig gewundenen Hörnern, die imposante 70 cm lang werden können, beansprucht. Nach einer Tragzeit von 6 Monaten wird meist ein einzelnes Kitz von fast 4 kg Gewicht geboren, dass die ersten Tage abliegt. Nach kurzer Zeit ist das Jungtier jedoch in der Lage seiner Mutter zu folgen und erreicht später die beachtliche Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 km/h, die früher nur der sprintstarke Gepard aufbrachte. Dieser ist inzwischen in Indien ausgerottet und somit sind heutzutage Wölfe und Füchse die hauptsächlichen natürlichen Feinde. Die gazellenartigen Antilopen sind Bewohner der Halbwüsten, Grasländer und Trockenwälder des Indischen Subkontinents. Obwohl Hirschziegenantilopen in Zoos häufig gehalten werden sind sie durch immer stärker verschärfte Lebensraumzerstörung und Bejagung zunehmend bedroht. Man schätzt ihren Bestand in Indien auf ca. 30.000 Tiere mit kleinen Restpopulationen in Nepal und Pakistan. Die Kölner Herde umfasst nun mit den zwei Kitzen 17 Tiere – alle Tiere wurden im Kölner Zoo nachgezogen, darunter auch die Mütter in den Jahren 2004 und 2005 und der Bock im Jahr 2006. Der deutsche Name der Hirschziegenantilopen spielt auf das schmale, ziegenartige Maul und den für eine gazellenähnliche Antilope eher plumpen, hirschähnlichen Körperbau an.

Zoo Köln, 15.05.2008
Tierisch kölsch: Stars in Fell und Gefieder - Am Aktionstag im Kölner Zoo dreht sich alles um die Akteure und Macher der erfolgreichen ZDF-Doku-Soap
Film ab im Kölner Zoo: Am 18. Mai haben Besucher erstmalig Gelegenheit, einem TV-Team bei den Dreharbeiten für die erfolgreiche ZDF-Doku-Soap Tierisch Kölsch über die Schulter zu sehen und die „tierischen Stars in Action zu erleben. Stallgeruch und Studioflair beim Aktionstag rund um die Dreharbeiten bietet der Kölner Zoo ein buntes Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie. Gespräche mit den Machern der Serie und der Leitung des Zoos gehören ebenso dazu wie ein „Best-Of der schönsten Filmgeschichten. ZDF-Experten geben fachmännische Tipps für Tierfilmer und -fotografen. Die jungen und jüngsten Tierfreunde können sich den ganzen Tag bei Spiel und Spaß austoben.Tierisch Kölsch wurde bislang in drei Staffeln im Nachmittagsprogramm des ZDF ausgestrahlt und steht in der Publikumsgunst ganz oben. Durchschnittlich mehr als eine Million Zuschauer sahen die 160 ausgestrahlten Folgen der Serie. „Sendungen dieser Art helfen, die Bürger für den Artenschutz zu sensibilisieren und die Bedeutung der Zoologischen Gärten zu unterstreichen, sagt Theo Pagel, Direktor des Kölner Zoos. „Die Macher verstehen es, unsere Arbeit seriös und humorvoll zugleich vielen Zuschauern nahe zu bringen. Der „Tierisch Kölsch-Aktionstag startet in der Ausstellungshalle des Regenwaldhauses am 18. Mai um 9 Uhr mit einem Potpourri der besten Folgen der Serie. Die Highlights des Programms sind Live-Dreharbeiten bei den Seelöwen, den Pavianen sowie bei der Flugschau im Regenwaldhaus. Im Anschluss daran stehen Autoren, Kamerateam und Tierpfleger zum Gespräch bereit. Zusätzlich präsentiert das ZDF exklusives Bonusmaterial und zeigt, was der normale TV-Zuschauer nicht zu sehen bekam. Unverfälschte Stallluft können die Besucher im Nashornhaus atmen – und dazu einer Lesung aus dem Buch zur Sendung lauschen. Dabei bleibt es nicht allein beim Lesen, es gilt auch hautnahe Erfahrungen zu machen.

Tierpark Berlin, 15.05.2008
Tierische Kunstauktion für die Artenschutzarbeit von Zoo und Tierpark - Schirmherrschaft Susann Prinzessin von Preussen -
Die Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoologischem Garten Berlin e. V. ist Veranstalter einer Kunstauktion zum diesjährigen Kindertag, 1. Juni 2008, 15.00 Uhr, im Hotel Palace Berlin (Budapester Straße 45, 10787 Berlin). Die Idee hierzu hatte der Berliner Künstler Torsten Kluckert, der den Gorilla Ivo, den Berliner Zoo-Star, portraitierte. Diese Versteigerung ist mit einem guten Werk verbunden. „Damit wird Kunst als Schaffung von Freude mit dem angenehmen Gefühl, etwas Gutes zu tun, verbunden.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender der Fördergemeinschaft.Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit: „Berlins Zoo und Tierpark sind bei Kindern und Künstlern gleichermaßen beliebt. Ersteren schlägt beim Anblick von Knut und Co. Das Herz, letztere finden hier interessante Motive.“ Die Schirmherrschaft über diese Kunstauktion hat Susann Prinzessin von Preussen übernommen. Seit vielen Jahren engagiert sich Susann Prinzessin von Preussen aktiv für die gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Hilfen in Berlin/Brandenburg und für den Tierschutz. Die gemeinnützige Gesellschaft für soziale Hilfen in Berlin/Brandenburg hat es sich zur Aufgabe gestellt, sozial benachteiligten Familien aus Berlin-Brandenburg neue Lebensperspektiven aufzuzeigen. Ebenso werden auch Jugendliche in stationären Einrichtungen betreut, sofern eine angemessene Erziehung im elterlichen Heim zeitweise nicht möglich ist.

Zoo Duisburg, 15.05.2008
Seltene Riesenotter beziehen neue Freianlage anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Fördervereins des Zoo Duisburg
Pteronura brasiliensis lässt sich mit „brasilianischer Flügelschwanz“ übersetzen und dabei kommen einem spontan zuerst sicher farbenprächtige Vögel lateinamerikanischer Tropenwälder in den Sinn. Diese haben aber keine ausgeprägten Schwimmhäute und auch keinen horizontal abgeflachten Schwanz. Der wissenschaftliche Artname steht vielmehr für ein äußerst selten gewordenes Säugetier, den prächtigen südamerikanischen Riesenotter. 30 Jahre Erfahrung hat der Zoo Duisburg bei der Haltung der heiklen Pfleglinge. Schon Mitte der 80er Jahre entdeckte der Förderverein des Zoos sein Herz für die Riesenotter und ermöglichte mit finanzieller Unterstützung den Bau einer damals modernen Anlage. Über die Jahre hinweg sind die Mindestanforderungen an die Haltung dieser Art gestiegen, so dass eine umfassende Modernisierung der Anlage zwingend erforderlich war. Dass die Riesenotter-Haltung im Zoo Duisburg nicht ausläuft, verhindert eine erneute, großzügige Spende des Fördervereins von € 100.000,-. Hiermit unterstreicht der Förderverein sein anhaltendes Engagement für den Zoo Duisburg. Vor 75 Jahren ins Leben gerufen waren die damaligen Mitglieder die Gründer des Zoos am Kaiserberg. Heute zählt der Förderverein mit weit über 4.000 Mitgliedern zu den mitgliederstärksten Vereinen in der deutschen Zoowelt mit fortlaufender Unterstützung für eine Weiterentwicklung des Zoo Duisburg als moderne Natur- und Artenschutzeinrichtung und beliebteste Freizeiteinrichtung der Region. Innerhalb weniger Monate erhielt das Riesenotter-Gehege einen deutlich vergrößerten Landgang, denn die hervorragenden Schwimmer halten sich mitnichten vorwiegend im Wasser auf. Die Einsicht unter Wasser über große Scheiben wurde zudem verbessert, so dass die Besucher den Tauchgängen aufmerksam folgen können. Die zooeigene Handwerkstruppe hat mit ihren Spritzbetonarbeiten der Anlage zum urwaldtypischen Flair verholfen. Endlich konnte auch der alte Süßwasserdelfin-Pool im angrenzenden Aquariumsgebäude genutzt werden und fungiert nun als ansprechender Schau-Innenraum.

Zoo Krefeld, 15.05.2008
Krefelder Nashornbulle heißt Thabo
Der Anfang Mai im Zoo Krefeld geborene kleine Nashornbulle hat seit heute auch einen Namen. Der zweite Sohn der Spitzmaulnashornmutter Nane hört auf den Namen Thabo. Der Name Thabo stammt aus der südafrikanischen Provinz Lesotho und bedeutet übersetzt „Glück“. Die Krefelder haben aus fünf Namensvorschlägen Thabo als ihren Favoriten ausgewählt. Sehr beliebt waren auch die Namen Themba (hoffnungsvoll sein) und Bakari (einer der erfolgreich sein wird). Der kleine Thabo ist vormittags von 10.30 bis 12.30 Uhr und nachmittags von 14 bis 16.30 Uhr mit seiner Mutter auf der Außenanlage im Zoo Krefeld zu sehen.

Zoo Osnabrück, 15.05.2008
Nachwuchs bei den Löwen!
Am 20. April kamen im Zoo Osnabrück drei, am 25. April vier weitere Löwenjungtiere zur Welt. Die beiden Mütter „Nyota“ und „Shaba“ kümmern sich fürsorglich um ihren Nachwuchs. Um die Aufzucht nicht zu stören, ist die Kinderstube bisher nicht für die Besucher zugänglich.

Zoo Wuppertal, 15.05.2008
Abendexkursion auf den Spuren heimlicher Gäste des Zoologischen Gartens
Zu einer besonderen Abendführung mit der Beobchtung einheimischer Fledermäuse laden wir herzlich ein. Der Abend beginnt in der Zooschule mit einer kurzen Einführung in die Fledermauskunde und praktischen Tipps von Experten rund um das Thema Fledermausschutz in Wuppertal. Anschließend geht es mit Batdetector und Taschenlampe ins Gelände. Diese Veranstaltung des Ressorts Umweltschutz und des Zoologischen Gartens Wuppertal zum Entdecken der Vielfalt und Schönheit unserer einheimischen Fauna ist ein gemeinsamer Beitrag zum Internationalen Tag der Artenvielfalt, zu dem der 22. Mai von der UN erklärt wurde. Die Führung findet unter der Leitung von Karin Ricono (Ressort Umweltschutz), Martina Schürer und André Stadler (Zoo Wuppertal) statt.

Tiergarten Worms, 15.05.2008
Internationaler Tag der biologischen Artenvielfalt im Tiergarten - Fütterungen, Flugschau und zahlreiche Aktionen warten
Am 22. Mai 2008 ist der internationale Tag der biologischen Artenvielfalt. Auch der Tiergarten Worms hat zu diesem Termin ein informatives Programm auf die Beine gestellt. „Ab 10 Uhr erwartet alle Besucher eine interessante und abwechslungsreiche Veranstaltung.“, umwirbt die Zoopädagogin Tamara Kalmbach den 22. Mai, Fronleichnam. Mit dabei ist der Greifvogelpark Saarburg, der einige Tiere mitbringt und eine kleine Flugschau veranstaltet. Informationen zum Nistkästenbau und zu einheimischen Amphibien erfährt man beim NABU Worms. Die Deutsche Wolfsgemeinschaft bietet Aktionen, Informationen und einiges mehr rund um das Thema „Wolf – Rückkehrer nach Deutschland“ an. Ergänzt wird dieses Thema durch eine Ausstellung zum Leben des Wolfes von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe. Mit dem eigenen Hund, dem Artverwandten des Wolfes, besteht die Möglichkeit beim Hundetraining von der clf-mobile Hundeschule Heidelberg teilzunehmen. Tierpsychologen und Trainer Helga Guder und Dirk Koss geben mit ihren Hunden ein paar hilfreiche Tipps. „Auch die Tiergartenschule ist mit von der Partie. Wir werden mit kreativer und spielerischer Aufklärung über die weltweite Bedrohung der Amphibien informieren.“, ergänzt die Dipl. Biologin das Programm für Jung und Alt. Außerdem erwarten alle Besucher Schaufütterungen bei den Wölfen, Mantelpavianen, Waschbären, Bunten Bentheimer Schweinen und Reptilien. Ebenso werden an diesem Tag auch Kutschfahrten durchs Wäldchen angeboten.

Westküstenpark & Robbarium, 15.05.2008
Neue Attraktion im Westk üstenpark: 3 Steppenfüchse
Der Westküstenpark hat eine neue Attraktion: Drei Steppenfüchse haben neben dem Streichelgehege ein gemütliches Heim gefunden. Mit ihrem listigen Lächeln wirken sie auch als erwachsene Tiere noch wie knuddelige Fuchsbabys. Der Steppenfuchs ist sehr anpassungsfähig. In seiner Heimat – den weiten Steppen Zentralasiens - jagt er Pfeifhasen, Wühlmäuse und andere Kleintiere. Zwischendurch nascht er jedoch auch gerne Früchte. Er hat ein sehr weiches, gelbgraues Fell.


Natur- und Artenschutz – Meldungen

welt.de - 17. Mai 2008
Weißhandgibbons sind verschwunden
Wissenschaftler befürchten die Ausrottung der meisten oder gar aller Menschenaffenarten in China. Ein schweizerisch-chinesisches Wissenschaftlerteam hat festgestellt, dass Weißhandgibbons bereits gänzlich verschwunden sind. Die 14 Experten führten eine Bestandsaufnahme in allen chinesischen Waldgebieten durch, in denen der Weißhandgibbon in den vergangenen 20 Jahren vorkam. Zuletzt beobachtet wurde die Art 1988 im Nangunhe-Naturreservat im Südwesten der Provinz Yunnan. Nach zwei Wochen Feldarbeit sei klar allerdings gewesen, dass die seltene Gibbonart als Folge kontinuierlicher Vernichtung, Zergliederung und Ausdünnung des Waldes sowie der Jagd ausgestorben sei.

debatte.welt.de - 20. Mai 2008
Naturzerstörung kostet jährlich zwei Billionen Euro
Auf Initiative des Eisbärpaten Sigmar Gabriel wurde eine Studie erstellt, aus der hervorgeht, dass die weltweite Naturzerstörung jährlich zwei Billionen Euro kostet. Diese Zahl überrascht, denn bislang hatte man angenommen, dass die Naturzerstörung nur ein Abfallprodukt des technischen Fortschritts ist, also eigentlich zum Nulltarif durchgeführt werden kann. Jetzt weiß man, es kostet ein Vermögen, die Natur zu zerstören. China ist es gerade mit großem Aufwand gelungen, eine Primatenart zu eliminieren. Die Weißhandgibbons gelten als endgültig ausgestorben, doch dafür mussten die Chinesen viel Geld investieren, und man fragt sich, ob sich der Aufwand gelohnt hat. Schließlich handelt es sich ja nur um eine Art, die man von der Erde entfernen konnte. Tausende andere tummeln sich im Weißhandgibbongebiet und denken gar nicht daran, sich ausrotten zu lassen. Die Natur zu zerstören ist ein schwieriges Unterfangen, irgendwas überlebt immer. Drei Fantastilliarden würde es nach Sigmar Gabriels Studie kosten, wollte man die Erde komplett asphaltieren und überdachen. Mit Fahrradwegen, Krötentunneln und Frauenparkplätzen.

ftd.de
- 18. Mai 2008
Im Affentheater
Auf Borneo lernen befreite Orang-Utans in einem Wildpark wieder das Dschungelleben. Wer sich traut, kann ihnen dabei zusehen. Ehrfürchtig wartet die Menge auf ihn, hält mit gezückten Kameras Ausschau, lauscht andächtig, ob sich sein Kommen mit einem Blätterrascheln oder einem Ästeknacken ankündigt. Wird er sich heute überhaupt zeigen? Die Wartenden blicken so ergriffen drein, dass die Szenerie an eine Papstaudienz erinnert. Doch wir sind nicht auf dem Petersplatz, sondern im Dschungel Borneos. Der heilige Ernst in den Gesichtern der Touristen gilt Richie, einem männlichen Orang-Utan, einem Vertreter dieser faszinierenden, aussterbenden Art. Der 28-jährige, 100 Kilogramm schwere Menschenaffe ist das Alphatier unter den insgesamt 23 Orang-Utans, die momentan im Semengoh Wildlife Centre leben, einer 1000 Hektar großen Auswilderungsstation. …

derstandard.at - 18.05.2008
Russland öffnet Grenze für gefährdete Gazellen
Russland hat Tieren zuliebe einen Teil seiner Grenzanlagen zum Nachbarn Mongolei entfernt: Jenseits der Grenze seien bereits rund 300 Exemplare der Mongolei-Gazelle verendet, da die Tiere in ihrem Herkunftsgebiet derzeit kaum mehr Wasser fänden, wie das Moskauer Staatsfernsehen Russia Today berichtete. Die Behörden in Moskau hätten sich daher entschlossen, den Gazellen den Weg zu russischen Seen in der Nähe frei zu machen. Auf rund fünf Kilometern der insgesamt etwa 3.500 Kilometer langen Grenze zur Mongolei seien Stacheldraht und andere Sperren entfernt worden, sagte ein Polizeisprecher. Es werde dort aber weiter patrouilliert.

osthessen-news.de - 19. Mai 2008
Einheimische Fledermäuse bedroht - Neues Gitter schützt Felsenkeller-Quartier
Im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Fulda wurde kürzlich ein bedeutendes Winterquartier für Fledermäuse am Stadtrand von Fulda gesichert. Der Eingang des alten Felsenkellers, der in den letzten Kriegstagen zahlreichen Bürgern als Luftschutzstollen gedient hatte, war in den letzten Jahren immer mehr verschüttet worden, so dass die Gefahr bestand, dass dieses wichtige Fledermausquartier für immer verloren geht. Darüber hinaus wurden die dort vorkommenden Fledermäuse wiederholt dadurch gestört, das der Felsenkeller als "Abenteuerspielplatz" genutzt und dort sogar eine Feuerstelle errichtet wurde.

nzz.ch - 19. Mai 2008
Immer mehr Vogelarten vom Aussterben bedroht. Neue Rote Liste veröffentlicht
Die Zahl der vom Aussterben bedrohten Vogelarten steigt. Weltweit gelten 1226 und damit über 12 Prozent aller 10 000 bekannten Arten als hochgradig bedroht, wie Birdlife International, der weltweite Dachverband des Naturschutzbunds, und die Internationale Naturschutzunion am Montag in Bonn mitgeteilt haben. Im Vergleich zur letzten Roten Liste seien 8 Arten neu als vom Aussterben bedroht eingestuft worden. Zudem seien 24 Arten in eine höhere Gefährdungskategorie aufgestiegen, darunter etwa der Grosse Brachvogel und die Provence-Grasmücke. Die Hauptursachen des Artensterbens orten die Experten in der Intensivierung der Landwirtschaft und dem wachsenden Flächenverbrauch seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus belege die neue Liste erstmals auch, dass sich der Klimawandel negativ auf die Vogelbestände auswirke - insbesondere durch lange Dürreperioden, die Ausbreitung von Wüsten und extreme Wettersituationen.

newsticker.welt.de - 19. Mai 2008
Rote Liste bedrohter Vögel immer länger
Die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Vögel wird immer länger. Dies geht aus einer am Montag in Bonn vorgestellten Studie der Weltnaturschutzunion IUCN und der Organisation BirdLife International hervor. Weltweit seien 1226 und damit mehr als 12 Prozent der etwa 10 000 Vogelarten hochgradig bedroht. Im Vergleich zum vergangenen Jahr mussten acht zusätzliche Arten als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Dazu gehören der Tristan-Albatros, der Löffelstrandläufer und die Floreana-Spottdrossel. Weitere 24 Arten kletterten eine Gefährdungskategorie höher. In Deutschland stehen 40 Prozent aller Vogelarten auf der Roten Liste.

welt.de - 19. Mai 2008
Jede achte Vogelart weltweit ist bedroht
Die Rote Liste der bedrohten Vogelarten ist auf Stand: Die aktualisierte Version wurde zum Auftakt der Konferenz über biologische Vielfalt vorgestellt. Danach sind zwölf Prozent der Vogelarten weltweit hochgradig bedroht. Acht Vogelarten werden zusätzlich als vom Aussterben bedroht eingestuft.

presseportal.de - 19. Mai 2008
NABU: Neue Rote Liste bedrohter Vögel - Über 1.200 Arten weltweit stark gefährdet
Zu Beginn der 9. Vertragsstaatenkonferenz über die biologische Vielfalt haben der weltweite Dachverband des NABU, BirdLife International, und die Internationale Naturschutzunion IUCN heute in Bonn ihre neue Rote Liste der bedrohten Vogelarten der Welt vorgestellt. BirdLife International hat diese Liste als weltweit führende Organisation für die Erfassung und den Schutz von Vogelarten im Auftrag der IUCN erstellt. An der Erstellung der Roten Liste waren Tausende von Wissenschaftlern weltweit beteiligt.

nordkurier.de - 20. Mai 2008
Treue Schlauberger. Die Dohlen leiden in unserem Umfeld zunehmend unter Wohnungsnot
Wer kennt nicht die frechen schwarz-grauen Gesichter mit den blitzblauen Augen, denen der Schalk im Nacken zu sitzen scheint? Die Dohle ist schwarz befiedert, mit silbergrauer Nacken- und Wangenpartie, etwa taubengroß und hat einen kurzen Schnabel. Ihr Lebensraum sind vorzugsweise von Schwarzspechten aufgegebene Höhlen in lichten Altholzbeständen, Schluchten, Küstenklippen und sie lebt als Kulturfolger mitten in der Stadt. Zur Brutzeit ist die Dohle auf Mauerlöcher, Nischen und Spalten in Ruinen, Kirchtürmen oder Schornsteinen angewiesen. Dohlen sind sehr geselligeVögel, sie haben außerhalb der Brutzeit gemeinsame Schlafplätze und bleiben ihrem Partner treu. ... Dohlen können eine Vielzahl verschiedenster Geräusche von sich geben. Ein Teil davon ist angeboren, diese klangvollen, scharf-metallischen Gesänge dienen der Kontakthaltung untereinander, der Reviermarkierung und Partnerwahl. Andere Töne werden in der Umwelt erlernt. Sie werden genutzt, um die Stimme zu trainieren oder Artgenossen und andere Tiere zu täuschen. In Städten hört manch einer dann auf einmal sein Mobiltelefon "klingeln", obwohl gar keiner dran ist. Obwohl dieser kleinsteVertreter unserer Rabenvögel häufig zu beobachten und in ganz Europa verbreitet ist, steht er auf der Roten Liste der Brutvögel Mecklenburg-Vorpommerns in der Kategorie 1, das heißt, dass der Bestand in unserem Bundesland vom Aussterben bedroht ist. Das größte Problem ist die zunehmende Nistplatzknappheit durch Altbausanierungen, das Verschließen von Einflugöffnungen, Schornsteinabrisse, die Abholzung von Höhlenbäumen und allgemeiner Lebensraumverlust durch Intensivierung in Landund Forstwirtschaft.

afp.google.com - 19. Mai 2008
Tasmanischer Teufel soll auf die Liste gefährdeter Tierarten
Wegen einer sich schnell ausbreitendenden Krebsart unter den Tasmanischen Teufeln soll das australische Beuteltier zur gefährdeten Tierart erklärt werden. Am Mittwoch will der Bundesstaat Tasmanien die schwarzhaarigen Tiere auf die Liste mit bedrohten Arten aufnehmen, wie eine Sprecherin der tasmanischen Regierung mitteilte. Schnellwachsende Tumore haben die frei lebende Population der Tiere demnach auf rund 60 Prozent ihrer ursprünglichen Größe reduziert.
Die Geschwülste breiten sich vor allem im Gesicht der rund 70 Zentimeter langen Raubtiere aus und hindern sie am Fressen. ... Parallel zur Aufnahme in die Liste bedrohter Arten will die tasmanische Regierung ihre Bemühungen um den Schutz der Beuteltiere verstärken. So soll unter anderem zur Bestandssicherung eine Population gesunder Tasmanischer Teufel in Tierreservaten, Zoos und anderen geschützten Gebieten angesiedelt werden. Diese können nach Regierungsangaben dann später wieder ausgewildert werden.

epochtimes.de - 21.05.2008
Tasmanischer Teufel vom Aussterben bedroht - Mysteriöse Krebserkrankung greift rasch um sich
Tierfreunde sorgen sich um den Tasmanischen Teufel. Die australische Regierung hat die seltenen Beuteltiere, die in freier Wildbahn nur noch auf Tasmanien vorkommen, am Mittwoch offiziell in die Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten aufgenommen. Eine mysteriöse Krebserkrankung bedroht das Überleben der Art und hat den Bestand in den letzten Jahren um fast 60 Prozent verringert. Wenn der merkwürdige Gesichtskrebs sich weiter so schnell wie bisher unter den Tieren ausbreitet, wird es nach Ansicht der Forscher in den nächsten fünf Jahren keine gesunde Population auf Tasmanien mehr geben.

vbio.de - 21.05.2008
Biodiversität X: Ein Nashorn verschwindet für immer aus der Natur
Dass es um das nördliche weiße Nashorn, auch nördliches Breitmaulnashorn genannt, nicht gut bestellt ist, war seit längerer Zeit klar. Seit etwa zwei Jahren existierten maximal noch zehn Tiere in der Wildnis. Trotzdem bestand bei allen im Nashornschutz involvierten Organisationen und Personen stets die Hoffnung, dass es gelingen würde, die Unterart zu retten. Diese Hoffnung scheint nun für immer verloren zu sein. Eine Bestandsaufnahme im kongolesischen Garamba Nationalpark, dem letzten Verbreitungsgebiet von Ceratotherium simum cotton, hat ergeben, dass offenbar kein Tier mehr da ist. "Es kann sein, das noch ein oder zwei Tiere irgendwo im Busch verborgen waren und unserer Untersuchung durch die Lappen gegangen sind, doch das macht realistisch gesehen auch keinen großen Unterschied mehr," sagt der Nashorn-Experte Dr. Pete Morkel von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), der die von Flora Fauna International beauftragte und finanzierte Bestandsaufnahme in Garamba geleitet hat. ... Garamba beherbergte einst zahlreiche weiße Nashörner, die jedoch in den 80er Jahren - wie vielerorts - durch großflächige Wilderei stark dezimiert wurden. 1984 waren noch 14 Tiere der nördlichen Unterart in Garamba übrig. Durch verbesserten Schutz in Form von verstärkter Wildereikontrolle konnte der Bestand wieder wachsen und bis zum Jahr 2003 war er gar auf rund 40 Tiere angestiegen. Ab 2003 wurden jedoch die Nashörner wieder massiv getötet, vor allem von Wilderern, die aus dem Sudan nach Garamba eindrangen.

spektrumdirekt.de - 22.05.2008
Nördliches Breitmaulnashorn ausgestorben?
Die nördliche Unterart des Breitmaulnashorns (Ceratotherium simum cotton) ist wohl zumindest in freier Wildbahn ausgestorben. Eine Expedition um Pete Morkel von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) konnte keine Exemplare des stattlichen Dickhäuters mehr in seinem letzten Zufluchtsgebiet im Garamba-Nationalpark im nördlichen Kongo aufspüren. Zwar bestünde noch die Möglichkeit, dass ein oder zwei Tiere versteckt im Busch übersehen wurden, so Morkel, doch mache dies biologisch gesehen keinen Unterschied mehr. Damit verbleiben nur noch neun Exemplare in den Zoos von San Diego und im tschechischen Dvur Kralove - Zuchtversuche in Gefangenschaft schlugen bislang jedoch meist fehl: In den letzten zehn Jahren erblickte nur ein Junges das Licht der Welt. Als Hauptursache des Aussterbens gilt die Wilderei, denn das Horn der Tiere erbringt auf dem Schwarzmarkt hohe Summe. ... Anstrengungen, verbliebene Nördliche Breitmaulnashörner aus Garamba zusammen mit jenen aus den Zoos an einen sicheren Ort in Afrika zu überführen und sie dort in freier Wildbahn zu vermehren, scheiterten an den Widerständen der kongolesischen Regierung wie der Tierparks.

spektrumdirekt.de - 20.05.2008
Versteckte Insektenvielfalt?
Die Artenvielfalt tropischer Insekten könnte noch höher sein, als konservative Schätzungen bislang veranschlagten. "Versteckte" Spezies seien bislang nicht berücksichtigt worden, so Marty Condon vom Cornell College und ihre Kollegen. Zudem überrage die Nischenvielfalt deutlich bisherige Vermutungen. Äußerlich gleichen sich viele Insekten zwar völlig, doch unterschieden sie sich genetisch deutlich, schreiben die Forscher, nachdem sie lateinamerikanische Fruchtfliege der Gattung Blepharoneura untersucht hatten. ... Generell beherbergten weit verbreitete Gewächse mehr Insektenspezies als solche mit eher kleinem Lebensraum. Die Schätzungen, wie groß die Kerbtierwelt sein könnte, reichen bislang von 3 bis 30 Millionen Arten. Condons Arbeit lässt vermuten, dass sich der tatsächliche Wert eher an der oberen Grenze bewegt. Noch dazu, weil die untersuchten Fliegen nur während einzelner Expeditionen und von blühenden beziehungsweise fruchtenden Pflanzen gesammelt wurden. Andere Entwicklungsstadien blieben derweil unberücksichtigt, gibt die Biologin zu bedenken.

derstandard.at - 16.05.2008
Delfin-Sterben an Kanaren-Küste
Ein Delfin-Sterben in der Nähe der Kanarischen Inseln hat die spanischen Behörden vor ein Rätsel gestellt. In kurzer Zeit seien an der Südküste von Gran Canaria zwölf verendete Delfine angeschwemmt worden, teilte der Leiter der kanarischen Umweltbehörde, Francisco Martín, am Freitag mit. Die Todesursache ist vorerst noch unbekannt - eine Möglickeit wäre, dass die Delfine giftige Algen verschluckt haben. Die Tiere sollen jedenfalls innerhalb sehr kurzer Zeit verendet sein: Die Fische, die Tiermediziner in den Mägen der toten Delfine fanden, seien noch frisch gewesen. Wissenschafter der Universität in Las Palmas sollen nun Untersuchungen vornehmen, um die Todesursache zu klären.

osthessen-news.de - 19. Mai 2008
Artensterben vor der Haustür: Letzte Flussperlmuschel in Hessen tot aufgefunden
Zum Entsetzen hessischer Naturschützer ist es nun soweit: Zwei der drei letzten Exemplare der Flussperlmuschel wurden tot gefunden, das dritte ist verschwunden. Damit ist erneut eine Tierart in Hessen ausgestorben. Das Schicksal der Perlmuscheln führt deutlich vor Augen, dass das Artensterben noch lange nicht gestoppt ist. Heute beginnt in Bonn die 9. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über biologische Vielfalt. Über 5.000 Delegierte aus allen Ländern der Erde werden Strategien beraten, das Aussterben von Arten zu stoppen und Wälder besser zu schützen.

szon.de - 19. Mai 2008
Fachleute wollen Forellen-Sterben in der Iller ergründen
In Rinnen und Aquarien, die mit Iller-Wasser durchströmt werden, haben Fachleute des Landesamts für Umwelt (LfU) und des Landesfischereiverbands Bayern am Montag etwa 1500 Versuchsfische ausgesetzt. Die Forellen sollen nach Angaben des LfU über mehrere Monate hinweg beobachtet und gesundheitlich getestet werden. Überprüfungen in mehreren Abschnitten des Oberlaufs der Iller sollen die Region eingrenzen, ab der die Forellen geschädigt werden.

ksta.de - 20. Mai 2008
Mit den Lachsen geht es aufwärts
Es ist nicht gerade einfach, sich in die Haut eines Lachses hineinzuversetzen. Doch eines kann sich Mensch auch ohne viel Fantasie vorstellen: Das Aufsteigen in die Laichgewässer gegen den Strom muss ganz schön anstrengend sein. Genau dies war auch das Problem am Aggerwehr zwischen Siegburg und Troisdorf. Um das Hindernis zu überwinden, kämpften die laichwilligen Fische bis zur totalen Erschöpfung. Seit gestern hat die Plackerei für die Wanderfische jedoch ein Ende: Die neue Fischaufstiegsanlage ist offiziell in Betrieb genommen worden. ...Ähnlich wie am Siegwehr in Sankt Augustin-Buisdorf befindet sich am oberen Ende der Umgehungsrinne ein Einlauf mit Reusenkammer. Dort werden Lachse für ein Wiederansiedlungsprojekt gesammelt und fischbiologisch untersucht. Gestaltet worden ist die Anlage durch das Aachener Ingenieursbüro Floecksmühle, einem Spezialisten für den Bau von Fischaufstiegshilfen.

pr-inside.com - 20. Mai 2008
Deutschland erlaubt Einfuhr von Delfinen und Walprodukten. Blamage für Deutschland auf UN-Konferenz?
Im Vorfeld der UN-Konferenz in Bonn fand mit Unterstützung von rund 200 Tierschutz-Organisationen in Berlin vor dem Brandenburger Tor eine Delfin- und Walschutz-Kundgebung statt. Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und der engagierte Walschützer Andreas Morlok als Initiatoren sprachen von einem Eklat für die Artenschutzkonferenz in Bonn, weil die Bundesregierung den Import von Delfinen und Walprodukten erlaube. ... Das WDSF protestierte, dass die Bundestagsfraktionen parteiübegreifend den wissenschaftlichen Walfang der Japaner, Norweger und Isländer verurteilen, wenn auch zu Recht wie das WDSF meint, aber gleichzeitig den Import der Meeressäuger für wissenschaftliche Zwecke in die Delfinarien der deutschen Zoos erlaube.

derstandard.at - 20.05.2008
Island verzichtet auf Finnwal-Jagd
Zumindest die gefährdeten Finnwale - die zweitgrößte Walspezies der Welt - bleiben verschont: Im Gegensatz zu den beiden vergangenen Jahren hat die isländische Regierung bis zum Ende der Jagdsaison im September keine Quote für Finnwale ausgegeben. Im vergangenen Jahr hatte Greenpeace berichtet, dass Island tonnenweise Finnwal-Fleisch verrotten habe lassen. Unter anderem wegen der schwachen Nachfrage nach Walfleisch hatte die isländische Regierung daher auch bis zuletzt mit einer erneuten Freigabe der Jagd auf Wale gezögert. ... dennoch gab es nun erneut grünes Licht: von diesem Dienstag an sind 40 Zwergwale zur Tötung freigegeben.

berlinonline.de - 21. Mai 2008
Tierschützer sind empört. Blutbad im Eismeer. Island gibt 40 Zwergwale zum Abschuss frei
Majestätisch gleiten sie durchs Meer. Beim Auftauchen glänzt ihre Haut in der Sonne. Plötzlich trifft eine Harpune einen der tonnenschweren Wale, nur Sekunden später ist das Eismeer blutrot eingefärbt. Die Bilder sollte es vor Island nie wieder geben. Doch gestern hat der isländische Fischereiminister 40 Zwergwale zum Abschuss freigegeben. Tierschützer sind empört. Erst 2007 hatte Fischereiminister Einar Guofinnsson angekündigt, keine weiteren Quoten für den Walfang auszugeben, solange es keinen Markt gibt. "Nun widerspricht sich die isländische Regierung selbst. Der Markt für Walfleisch ist unverändert", so Sonntag.

pressetext.com - 20. Mai 2008
Artenreiches Tiefseeriff überrascht Meeresbiologen. Jahrhunderte alte Korallen im Blake Plateau sind Lebensraum vieler Fischarten
Die Tiefseekorallenriffe vor der Küste der östlichen US-Bundesstaaten sind offenbar nicht nur viel älter und größer als bisher angenommen, sondern bieten auch vielen kommerziell wichtigen und teilweise unbekannten Fischarten Lebensraum. Das berichtet ein Forschungsteam der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanographiebehörde NOAA http://www.noaa.gov um die Zoologin Martha Nizinski. ... "In diesen Riffen war eine ganze Reihe von Tieren verbreitet, die sonst als selten gelten", sagt Studienleiterin Nizinski. "Wir konnten hier viele Arten außerhalb ihrer bisher bekannten Lebensräume beobachten und auch einige neue Spezies entdecken." Zudem haben die Forschungsreisen auch direkten Einblick in die Interaktionen der Arten geben können und wie diese ihr Habitat, das Riff, nutzen. ... Denn neben Fischarten hätten sich auch Schwämme, Krebse, Schlangensterne und ähnliche Lebewesen gefunden. Zudem würden auch die Korallen an sich wertvolle historische Daten über das veränderte Meeresklima liefern können und Quellen pflanzlicher und tierischer Artenvielfalt darstellen, betonen die Forscher.

german-news.de - 17. Mai 2008
Naturpark Nagelfluhkette: Erster grenzübergreifender Naturpark zwischen Bayern und Österreich
Am 21. Mai wird der erste grenzüberschreitende Naturpark zwischen Bayern und Österreich offiziell auf dem Hochgrat, dem Hausberg in Oberstaufen, eingeweiht. Dann bilden sechs Gemeinden im südwestlichen Oberallgäu und acht Gemeinden im Vorderen Bregenzerwald ganz offiziell den ersten grenzübergreifenden deutsch-österreichischen Naturpark der seinesgleichen sucht. Vorrangige Ziele im 401 Quadratkilometer großen "Naturpark Nagelfluhkette" sind Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft, eine nachhaltige Land-, Alp- und Forstwirtschaft, die Förderung und Vermarktung eines nachhaltigen touristischen Angebotes und die Regionalentwicklung mit dem Kernthema Energieerzeugung und Energienutzung.

nzz.ch - 18. Mai 2008
USA sehen von Ölförderung in Naturschutzgebiet ab
Die amerikanische Regierung will entgegen früheren Plänen nun doch auf die Öl- und Gasförderung in einem ökologisch sensiblen Feuchtgebiet in Alaska verzichten. Mitgespielt bei diesem Entscheid haben auch praktische Gründe. Umweltschützer zeigen sich erleichtert. ...

neues-deutschland.de - 19. Mai 2008
Naturschutz statt Grenzschutz. Einigung zwischen Bund und Ländern über "Grünes Band" in Sicht
Kurz vor Beginn der UN-Biodiversitätskonferenz gibt es frohe Kunde für Deutschlands Naturschützer: Für zwei bislang stark umstrittene Umweltprojekte gibt es jetzt grünes Licht. 46 400 Hektar Fläche von insgesamt 125 000 Hektar des Nationalen Naturerbes wurden in der vergangenen Woche an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) überschrieben. Auch bei der zwischen Bund und Ländern heftig diskutierten Übergabe der Flächen der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, dem sogenannten "Grünen Band", steht eine Einigung offensichtlich kurz bevor. ... Die Flächen gelten als naturschutzfachlich sehr wertvoll: Sie beherbergen mehr als 100 verschiedene Biotoptypen. Braunkehlchen und Schwarzstörche siedelten sich im ehemaligen Grenzstreifen ebenso an wie zahlreiche seltene Orchideen oder die Türkenbundlilie. ... In trockenen Tüchern ist dagegen schon die Übergabe der Flächen an die DBU. Damit, so freute sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) anlässlich der Vertragsunterzeichnung Mitte Mai, "unterstreiche Deutschland als Gastland der UN-Konferenz, dass man es ernst meine mit dem Schutz der biologischen Vielfalt". In der Tat sind unter den vor allem in Ostdeutschland gelegenen, ehemaligen militärischen Übungsflächen, die sich zuvor in Besitz der BIMA befanden, einige naturschützerische Perlen. Dies gilt zum Beispiel für die rund 8000 Hektar große Grenzheide am Stettiner Haff, einer der größten zusammenhängenden Naturlandschaften Deutschlands mit urwüchsigen Mooren und Wäldern, ebenso wie für wertvolle Auwald- und Überflutungsflächen entlang der Elbe und ein mehr als 1000 Hektar großes Buchenwaldareal bei Nordhausen in Thüringen. Für jede Fläche wurde ein Leitbild sowie ein Pflege- und Managementplan erarbeitet.

inar.de - 20. Mai 2008
"Biodiversität: Aufbau eines Nationalparkprogramms in Turkmenistan"
Im Vorlauf zur 9. Vertragsstaatenkonferenz zum "Übereinkommen über die Biologische Vielfalt" vom 19. bis 30. Mai 2008 in Bonn trägt das Umweltbundesamt (UBA) mit einem Projekt im zentralasiatischen Turkmenistan zum Erhalt der Biodiversität bei. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) betreut das UBA den Aufbau eines Nationalparksystems. In Zusammenarbeit mit dem turkmenischen Umweltministerium baut die Michael Succow Stiftung aus den zwei Naturschutzgebieten "Sünt-Chasardag" und "Kopetdag" modellhaft Nationalparke auf. ... Das dünn besiedelte Land ist mit einer unvergleichlich vielfältigen Natur und biologischen Vielfalt mit über 20.000 Arten der Flora und Fauna ausgestattet.

merkur-online.de - 20. Mai 2008
Bedrohte Vielfalt vor der Haustür Bad Tölz-Wolfratshausen - Auch im Landkreis ist das Überleben vieler seltener Tier- und Pflanzenarten in Gefahr
Stark beschnitten ist etwa der lebensraum der Gefleckten Schnarrschrecke, einer drei bis vier Zentimeter großen, kräftigen Heuschrecke. Wie sie fühlt sich auch der Flussuferläufer auf mäßig bewachsenen Kiesbänken an der Isar heimisch. Von dem Vogel gibt es in Deutschland nur noch 180 Brutpaare, 40 davon im Landkreis. Damit der stängellose Enzian eine Chance hat, muss man Streuwiesen mähen. Auch dank der Streuwiesenpflege des BN sind die großen, blauen Blütenbecher - die derzeit gerade verblühen - im Ellbach- und Kochelseemoor zu finden. Im Walchensee wird der Seeforelle der Weg zu ihren laichplätzen in der Jachen und der Obernach durch Verbauungen abgeschnitten. Das macht der einheimischen Fischart das Überleben schwer.

innovations-report.de - 20. Mai 2008
Nahrung aus der Sahara: Bergregenwälder in Ecuador erhalten Nährstoffe aus Wüstenstaub
Von der unfruchtbaren Trockenwüste der Sahara bis zu den tropischen Regenwäldern Südamerikas werden Staub und Sand mit westlichen Winden über Tausende von Kilometern transportiert. Wie Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erstmals festgestellt haben, erreicht der Sahara-Staub nicht nur den brasilianischen Regenwald, sondern gelangt über das feuchte Amazonas-Becken hinweg weiter bis zu den tropischen Regenwäldern Ecuadors.
"Wir haben in den ecuadorianischen Anden tatsächlich Staubeintrag aus Nordafrika gefunden, und mit diesem Sahara-Staub erhielt der Bergregenwald große Mengen an wichtigen Pflanzennährstoffen", so Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Wilcke vom Geographischen Institut. "Soweit wir wissen, liefert unsere Untersuchung den ersten direkten Nachweis dafür, dass die Nährstoffversorgung des ecuadorianischen Bergregenwaldes vom Nährstofftransport aus der Sahara beeinflusst wird." Entscheidend für den Weiterflug von Staub und damit Nährstoffen bis zu den Anden ist, so ergaben die Studien zudem, eine großklimatische Situation: das El-Nino-Southern-Oscillation-Phänomen. ... Tropische Bergregenwälder gehören zu den artenreichsten Ökosystemen der Welt - und sind dennoch vergleichsweise wenig erforscht. Wissenschaftler halten die ecuadorianischen Anden für einen der heißesten "Hotspots" im Hinblick auf ihre Pflanzenvielfalt, während das Land jedoch gleichzeitig mit einer Jahresrate von vier Prozent die stärkste Abholzung in ganz Südamerika verzeichnet. Um diese wertvolle Tier- und Pflanzenwelt der Bergregenwälder vor dem Aussterben zu schützen, ist es wichtig, die Ökosysteme zu kennen und langfristige Strategien zu ihrer Erhaltung zu entwickeln.

tagesspiegel.de - 20. Mai 2008
Ein deutscher Urwald
Der letzte Urwald Deutschlands ist recht überschaubar. Und weil bei Urwald jeder Bilder vom tropischen Regenwald im Kopf hat, spricht Peter Gaffert vorsichtig von den "letzten Resten urwaldähnlicher Wälder". Peter Gaffert leitet den Nationalpark Kellerwald-Edersee. Der "Urwald" beschränkt sich auf einen Fels oberhalb der Edersee-Schleife. Die ältesten Buchen an diesem Hang haben mit 260 Jahren ein geradezu biblisches Alter erreicht. Daneben stehen Eichen, Linden und abgestorbene Ulmen. Der Beweis dafür, dass dieser Felswald nie genutzt worden ist, wird vom Eremitenkäfer und dem veilchenblauen Wurzelhalsschnellkäfer erbracht. Denn diese Arten gibt es nur in "urwaldähnlichen Wäldern". Warum dieser Wald nie genutzt worden ist, erklärt sich von selbst: Er konnte nicht geschlagen werden.

spiegel.de - 20. Mai 2008
NATURSCHUTZ AM AMAZONAS. Wie Brasilien den Regenwald zum Profit-Center machen will
Testfall am Amazonas: Brasilien will beweisen, dass Artenschutz und wirtschaftliche Expansion zusammenpassen. Der Umweltminister des Bundesstaats Pará hat dafür einen Plan entwickelt - er behandelt den größten Regenwald der Welt wie einen Konzern, der endlich in die Gewinnzone muss. In der Hightech-Kommandozentrale am Rand von Brasilia flackern alarmierende Bilder über die Leinwand: Ein Lastwagen transportiert Holz aus einem Regenwald-Schutzgebiet. Rinder weiden, wo eigentlich Bäume stehen sollten. Aufgenommen wurden die Übeltaten aus 7000 Meter Höhe, mit potenten Aufklärungsflugzeugen, wie sie sonst nur die US-Luftwaffe nutzt.

spiegel.de - 22.05.2008
Tropenwälder an die Börse
Selten findet Kevin Conrad die Muße, sich in die Natur seiner Heimat Papua-Neuguinea zu vertiefen. Als Sprecher der "Rainforest Coalition", der 42 Tropenwaldnationen, ist er einer der wichtigsten Naturschützer des Planeten. Sein Job als Sonderbeauftragter des Präsidenten von Papua-Neuguinea für Klima- und Naturschutz mit Sitz in New York zwingt ihn meist in klimatisierte Verhandlungsräume oder in Flugzeugkabinen. Deshalb freut er sich über den Paradiesvogel, den er an diesem Tag am Berliner Naturkundemuseum vorgelegt bekommt. Nach schwierigen Verhandlungen mit Vertretern aller Tropenländer in einem Moabiter Hotel macht Conrad dort ein paar Stunden Pause. Die Wissenschaftler des Museums haben für ihn wertvolle Objekte herausgeholt, Paradiesvögel, die der Jahrhundertbiologe Ernst Mayr in den zwanziger Jahren in Papua-Neuguinea gesammelt hat. Conrad traut seinen Augen nicht: Da liegt eine Vogelart, die er seit seiner Kindheit im entlegenen Hochland der Insel nicht mehr gesehen hat. "Die ist inzwischen sehr selten geworden", sagt er. Seine Antwort darauf, wie sich das wieder ändern könnte und wie der Regenwald nicht nur in Asien, sondern weltweit erhalten werden kann, ist unorthodox: "Wir müssen den Regenwald an die Börse bringen, das Ökosystem muss einen realen ökonomischen Wert bekommen." Conrad ist einer der Erfinder der Wald-Wertscheine, die auf der Uno-Artenschutzkonferenz in Bonn als innovative Finanzierungsidee zugunsten gefährdeter Lebensräume ebenso eine Rolle spielen wie bei den internationalen Klimaschutzverhandlungen nach der Konferenz von Bali im Dezember 2007.

neues-deutschland.de - 21. Mai 2008
Milliarden gegen den Kahlschlag. Greenpeace fordert Fonds von Industriestaaten zum Schutz der Urwälder
Während hierzulande der Waldbestand wächst, verschwindet weltweit alle zwei Sekunden ein Stück Urwald von der Größe eines Fußballfeldes. Damit wird jedes Jahr nicht nur der Lebensraum zahlloser Tier- und Pflanzenarten von der Größe Griechenlands zerstört, auch die Folgen für das Klima sind verheerend: Rund 20 Prozent der Treibhausgase entstehen durch Abholzung oder Brandrodung von Wäldern für Viehzucht, Plantagen und Holzgewinnung. Der dadurch verursachte Anstieg des CO2-Ausstoßes beschleunigt die Erderwärmung, was weitere Urwälder in ihrem Bestand bedroht. Ein Teufelskreis, der laut Greenpeace einfach durchbrochen werden könnte: "Urwaldschutz ist Klimaschutz" lautet die Parole der Umweltaktivisten. Greenpeace stellte am Dienstag in Bonn sein Konzept "Forests for Climate" vor. Es beinhaltet Vorschläge, wie die Finanzierung des weltweiten Waldschutzes sichergestellt werden könnte: "Mit unserem neuen Ansatz schaffen wir die Verbindung zwischen dem Klimaschutz und dem Schutz der Biodiversität", so der Waldexperte von Greenpeace International, Roman Czebiniak. Der Plan sollte ein "wichtiger Bestandteil" des Kyoto-II-Abkommens ab 2012 werden.

ftd.de - 21. Mai 2008
Pipeline wird zum Rohrkrepierer
Die russische Führung rechnet mit einer weiteren Verzögerung beim Bau der Erdgaspipeline durch die Ostsee nach Deutschland. Umweltbedenken gegen das Projekt könnten nur vorgeschoben sein. ... Die Ostseeanrainer Schweden und Finnland, durch deren Wirtschaftszonen die Leitung verlaufen soll, haben Bedenken wegen möglicher Gefahren für die Umwelt angemeldet. Einen Bauantrag vom Februar wies die schwedische Regierung aus formellen Gründen ohne Umschweife zurück. ... "Wir haben uns immer bemüht, das nüchtern und sachlich zu betrachten", sagte Schwedens Europaministerin Cecilia Malmström der FTD. "Aber beim ersten Bauantrag des Unternehmens wurden die Umweltaspekte schlicht und einfach ausgelassen." Die international geltenden Kriterien für einen derartigen Antrag seien demnach nicht erfüllt worden.

derstandard.at - 16.05.2008
USA: Riesenschlangen erobern ökologische Nische der Alligatoren
Der Alligator könnte im Südosten der USA in absehbarer Zeit nicht mehr an der Spitze der Nahrungspyramide stehen: Laut einer nun veröffentlichten Studie des Wissenschafters Frank Mazzotti breiten sich in der Region mit alarmierender Geschwindigkeit Pythons - und zwar in erster Linie Tigerpythons (Python molurus) - aus. "Pythons könnten schon bald all die Gebiete besiedeln, in denen heute Alligatoren leben, darunter den Norden Floridas, Georgia und Louisiana", so Mazzotti. Der Tigerpython aus der Familie der Riesenschlangen stammt ursprünglich aus Südostasien. In den vergangenen Jahrzehnten wurde er zum belieben Mode-"Haustier" und in wachsender Zahl nach Florida importiert. Immer wieder setzten überforderte Terrarianer jedoch die Tiere, die ihnen buchstäblich über den Kopf wuchsen, aus - bis zu sieben Meter lang kann ein ausgewachsener Tigerpython werden. In den Sümpfen Floridas fanden die Tiere ein ideales Habitat, ihre Population wuchs in den vergangenen Jahren gewaltig, wie es in der Studie hieß. "Die Weibchen können Sperma einlagern, so dass sie jahrelang Embryonen hervorbringen", sagte Mazzotti. "Eine 50-Kilo-Schlange kann 60 bis 80 Eier pro Jahr produzieren."

spiegel.de - 17.05.2008
Python-Plage in Florida
Invasion der Riesenschlangen: Laut einer Studie nimmt die Zahl der Pythons in den US-Südstaaten explosionsartig zu. Das Problem ist offenbar menschengemacht - die meisten Schlangen wurden als Haustiere importiert und später in der Natur ausgesetzt.

pr-inside.com - 17. Mai 2008
Wachsende Nutria-Populationen werden immer häufiger zum Problem. Putzige Nager fressen sich durch
Ein Mädchen bricht ein Stückchen von ihrer Banane ab, beugt sich zu Boden und hält es in der offenen Hand. Blitzschnell bekommt sie Besuch von putzigen Nagern. Drei Nutrias sind herbeigeeilt. Mit ihren kleinen braunen Augen haben sie die Beute im Blick. Ein Tier ist mutig, schnappt sich den Leckerbissen und verschwindet im Unterholz. Nicht nur im Branitzer Park in Cottbus sind die aus Südamerika stammenden Tiere längst heimisch geworden. In ganz Brandenburg gibt es mittlerweile Populationen, die sich in den vergangenen Jahren erheblich vergrößert haben und häufig Schäden anrichten. Landschaftspflegerin Monika Greul sieht die Entwicklung im Branitzer Park mit Sorge. "Die Inseln werden von den Nutrias unterhöhlt, auch die Uferbereiche sind stark beschädigt." Eine Figur drohe sogar ins Wasser zu fallen. Im vergangenen Jahr wurde ein Großteil der Population umgesiedelt, um einem unkontrollierbaren Wachstum entgegenzuwirken. Doch mittlerweile leben wieder etwa genauso viele Nutrias im Park.

neues-deutschland.de - 19. Mai 2008
Fleißiger "Meister Bockert". Elbebiber erobert sich einstige Lebensräume in Flussauen zurück
Er ist der Wasserbauer schlechthin. Wo der Wasserstand nicht seinen Ansprüchen genügt, sorgt der Biber mit Staustufen für die "richtige" Wassertiefe und ist somit das einzige Säugetier außer dem Menschen, das seinen Lebensraum aktiv gestaltet. Jahrhundertelange Verfolgung hätten fast zur Ausrottung der einzigen heimischen Biberart, des Elbebibers, geführt. Inzwischen erobert sich das größte europäische Nagetier nach und nach sein ursprüngliches Terrain zurück.
Mit etwa 2700 Tieren ist Sachsen-Anhalt das biberreichste Bundesland. 2200 Tiere leben in Brandenburg, weitere 1000 in Mecklenburg-Vorpommern. Vor 50 Jahren lebten noch ganze 100 Elbebiber in Deutschland. Das dichte Fell ist nur ein Grund, weswegen den Tieren erbarmungslos nachgestellt worden ist. Ihre einzigartige Lebensweise sorgte frühzeitig für Konflikte insbesondere mit den Bauern. ... Umfassende Schutzmaßnahmen und Wiederansiedlungen des Elbebibers trugen dazu bei, dass sich die Population nach und nach wieder erholte.

fr-online.de - 19. Mai 2008
Ganz schön wild. Von Wölfen, Bären und anderen Kuscheltieren
Als Eisbär Knut nicht mehr Kuscheltier sein wollte, begab er sich in den Wassergraben des Berliner Zoos und tötete zehn Karpfen. Einfach so. Nicht etwa, weil er Hunger hatte. Er fischte die Karpfen aus dem Teich, spielte mit ihnen, tötete sie und ließ sie dann liegen. Ein gefundenes Fressen - für die Medien: "Knut killt Karpfen." Entsetzte Zoobesucher, aufgeregte Journalisten. Ein Raubtier hatte Zähne gezeigt. Mit wilden Tieren hatte der Mensch schon immer seine Probleme. Schließlich lassen sie sich ungern sagen, wo es langgeht. Sie lassen sich überhaupt nur ungern von irgendjemand irgendetwas sagen. Am besten also, man lässt sie in Ruhe. "Nur gucken - nicht streicheln" lautete denn auch der beziehungsreiche Titel eines Cartoon-Wettbewerbs, mit dem im vergangenen September der Naturschutzbund Deutschland (NABU) eine Image-Kampagne für eine größere Akzeptanz von Wölfen startete. Die Rückkehr des Wolfes, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) bei der Preisverleihung, sei ein gutes Zeichen dafür, dass der Verlust der Artenvielfalt aufgehalten werden könne. Doch bei wilden Tieren hört die Freundschaft schnell auf.

fr-online.de - 19. Mai 2008
Canis Lupus. Der Räuber aus dem Märchenwald
Bei den Brüdern Grimm haben Wölfe einen üblen Leumund: Sie fressen unschuldige Geißlein und Großmütter - und müssen dafür am Ende meist mit ihrem Leben bezahlen. Wäre man Wolf, würde man um eine Gegend, die für sich als "Märchenland der Brüder Grimm" wirbt, wohl lieber einen großen Bogen machen. Dennoch ist im Reinhardswald bei Kassel - angeblich Heimat vieler der von den Grimms gesammelten Märchen - kürzlich ein Exemplar der Gattung Canis Lupus aufgetaucht. Zum ersten Mal seit mindestens 150 Jahren. Eine Sensation, so heißt es: Die Rückkehr des Wolfs nach Hessen. "Das ist wie eine Bombe eingeschlagen", sagt Forstamtsleiter Norbert Teuwsen. "Es gibt unglaublich viele Anfragen." Aber keinen Grund zur Sorge. Selbst Märchenerzähler "Ritter Dietrich vom Reinhardswald" verweist den bösen Wolf ins Reich der Fabel: "Das normale Verhalten eines Wolfs ist nicht, den Menschen zu stellen und sich zu sagen: Das ist mein Leckerbissen für heute", weiß er. ... Seit die Nachricht vom neuen Bewohner des "Märchenlands" bekannt wurde, hat die Touristen-Information des Reinhardswalds in Hofgeismar viele Fragen beantworten müssen. Doch weder von einem sensationslüsternen "Wolfstourismus", noch von einer ängstlichen "Wolfshysterie" könne die Rede sein, berichtet "Ritter Dietrich", der hier unter seinem bürgerlichen Namen Dieter Uffelmann arbeitet: "Die Leute nehmen das ganz gelassen zur Kenntnis."

20min.ch - 17. Mai 2008
Invasion des Zimmermanns
Sie sind schwarz, haben eine 18 Zentimeter Bein-Spannweite und kommen meistens in Horden von Tausenden vor: Die Zimmermann-Spinnen. Die Schweiz wird derzeit überschwemmt von einer neuen, rätselhaften Art dieser Riesenspinne. Experten tappen im Dunkeln. Die Niederlande und Deutschland haben sie bereits erobert. Jetzt taucht die neue und geheimnisvolle Zimmermannspinnenart (zu deutsch auch: Weberknechte) vermehrt in der Schweiz auf, so "Spiegel Online". Bei jedem Menschen mit einer Spinnenphobie lösen sie Panik aus, bei anderen puren Ekel.

suedkurier.de - 19. Mai 2008
Radolfzell. Neue Vögel am Bodensee
Die Vogelwelt am Bodensee ist im Umbruch. Dies ergaben Zählungen der Vogelwarte Radolfzell. Ursache sind nach Ansicht der Wissenschaftler vor allem die Landwirtschaft und die Überbauung in der gesamten Region. Der Klimawandel spielt eine nachrangige Rolle, erläutert der Ornithologe Hans-Günther Bauer.
Am westlichen Bodensee ziehen sich beispielsweise Feldlerche (Bild), Fasan und Rebhuhn in den Hegau zurück, am östlichen Bodensee ist der Pirol allem Anschein nach bereits verschwunden, Zwerg- und Schwarzhalstaucher gehen stark zurück.

derstandard.at - 19.05.2008
Singvögel verschwinden am Bodensee
Am Bodensee gibt es einer Langzeitstudie zufolge immer weniger Vogelarten. Stark zurückgegangen oder verschwunden sind in erster Linie Arten, die an kühleres und feuchteres Klima angepasst sind, wie das Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell bei Konstanz mitteilte. Dazu gehörten zum Beispiel die Uferschnepfe, der Große Brachvogel und der Waldlaubsänger. Zugewandert sind laut Studie Arten aus dem Süden, darunter die Mittelmeermöwe, der Alpensegler oder der Orpheusspötter. ... Der Rückgang des Artenreichtums betreffe vor allem Singvögel, während die Vielfalt der "Nicht-Sänger" von 1980 bis 2000 leicht zugenommen habe. "Aber diese Zunahme gleicht die massiven Verluste an Vielfalt und Biomasse von ursprünglich häufig beobachtbaren Singvogelarten nicht aus", betonte Hans-Günther Bauer von der Vogelwarte Radolfzell.

innovations-report.de - 19. Mai 2008
Immer weniger Vogelarten am Bodensee. Forscher dokumentieren Artenrückgang im Rahmen einer Langzeitstudie
Durch Flächenumwandlungen für die Landwirtschaft, den Raubbau an Wäldern oder die zunehmende Verstädterung verändert der Mensch Landschaften und Ökosysteme - und verdrängt dabei eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Wissenschaftler schätzen das Artensterben heute auf bis zu 130 Spezies pro Tag! Die Vereinten Nationen haben sich zum Ziel gesetzt, den Verlust an Artenvielfalt bis 2010 entscheidend zu begrenzen. Dazu muss jedoch bekannt sein, welche Arten vom Rückgang oder gar vom Aussterben bedroht sind. Am Bodensee wurden in einer Langzeitstudie wiederholt die Vogelarten gezählt. Hans-Günther Bauer vom Max-Planck-Institut für Ornithologie, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin und ein Kollege der Universität Zürich haben diese Daten nun ausgewertet. Das Ergebnis ist beunruhigend: Vor allem bei Singvögeln gibt es einen starken Rückgang in der Artenzahl und der Biomasse (Journal of Ornithology, 149, 2008).

focus.de - 19. Mai 2008
Artenschutzkonferenz. Überlebenskampf gegen die Invasoren
Der australische Touristenführer, der den Gästen die Tiere seiner Heimat näher bringen soll, kennt kein Erbarmen: Immer wieder schlägt er auf die Aga-Kröte ein. Die Touristen sind geschockt. Doch der Hass der Australier auf die giftigen Amphibien sitzt tief. Ehemals als vermeintliche Wunderwaffe gegen die Maikäferplage eingeführt, zerstören die Amphibien die heimische Fauna und Flora. Die Tiere verbreiten sich explosionsartig und töten nicht nur die Tiere, die sie fressen, sondern vergiften auch ihre eigenen Fressfeinde wie Schlangen, Dingos und Krokodile. Und der Kampf gegen ihre Verbreitung ist so gut wie aussichtslos. Die Aga-Kröte ist ein Beispiel dafür, welche Auswirkungen eine invasive Art auf die Artenvielfalt haben kann: Ein dramatischer Kampf um Nahrungsquellen und Lebensraum beginnt.

ntv.de - 20. Mai 2008
Artenvielfalt bedroht. UN kämpfen gegen Feuerameise
Klein, rötlich, unscheinbar - für den arglosen Betrachter wirkt die Rote Feuerameise so harmlos wie jede andere Ameisenart. Doch das eigentlich in Südamerika beheimatete Insekt hat es in sich: UN-Experten bei der Bonner Artenschutzkonferenz machen die Ameise für Milliardenschäden in der Landwirtschaft verantwortlich. Sie betrachten eingewanderte Arten wie die Rote Feuerameise als eines der größten Risiken für die Artenvielfalt. Und dank boomenden Welthandels und globalem Tourismus dürfte die Gefahr besonders für isolierte Ökosysteme wie kleine Inseln in Zukunft eher noch steigen. ... Die Bonner Konferenz will nun herausfinden, wie sich Tieren wie der Roten Feuerameise Paroli bieten lässt. "Das Problem ist enorm - viel größer, als man bisher angenommen hat", sagt die Chefin des "Global Invasive Species Programm" (GISP), Sarah Simons. Andere Beispiele sind der Rotfeuerfisch, der die Fischbestände rund um die Bahamas gefährdet, und Baumschlangen aus Guam, die in Hawaii Vögel bedrohen. Die GISP zitiert aus einer US-Studie, die den Schaden weltweit auf 1,5 Billiarden Dollar beziffert. Simons wirbt für schärfere Quarantäne-Bestimmungen und bessere Versicherungs- und Haftungsmechanismen. Außerdem müssten Luftfracht und die Ballasttanks von Schiffen stärker kontrolliert werden. Ein Vorbild könnte nach Einschätzung der UN-Fachleute die asiatisch-pazifische Region sein, die dem Vormarsch der Roten Feuerameise Einhalt geboten hat. Sie beobachtete dafür die Populationen und installierte Frühwarnsysteme.

z-ac.de - 17. Mai 2008
Bayer-Chemikalie wegen Bienensterben gestoppt
Seit Jahren fordern Imker und Umweltverbände das Verbot von sogenannten Pflanzenschutzmitteln, die unter dem dringenden Verdacht stehen, für das massenhafte Sterben von Bienen verantwortlich zu sein. Nun sollen Produkte auf Basis der Insektengifte Clothianidin und Imidacloprid vom Markt genommen werden. Das Bundesamt für Verbaucherschutz hat am Freitag "bis auf weiteres" den Verkauf der Chemikalie und ihre Anwendung zur Beize von Saatgut untersagt. Damit präpariertes Saatgut, das bereits in Besitz der Landwirte ist, darf allerdings weiterhin verwendet werden. Gebiete, in denen die Stoffe zum Einsatz kamen, sind womöglich noch für Jahre vergiftet.

derstandard.at - 17.05.2008
Zahl der Berggorillas allen Widrigkeiten zum Trotz gestiegen
Sie stehen buchstäblich unter Beschuss, halten sich aber überraschend gut: Die Zahl der Berggorillas ist in Zentralafrika trotz regionaler Kriege, Bürgerkriege und nicht zuletzt der Wilderei in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. "Es gibt jetzt 740 Tiere, die Hälfte von ihnen in Uganda", sagte Sam Mwandha, Leiter der ugandischen Wildschutzbehörde (UWA). Vor zehn Jahren hätten nur etwa 650 der Menschenaffen in den Vulkanbergen Ugandas, Ruandas und des Kongo gelebt. "Allgemein gab es einen Anstieg der Gorillabevölkerung von etwa einem Prozent pro Jahr", sagte Mwandha in Kampala. Doch vor allem die Kämpfe in der ostkongolesischen Provinz Kivu hätten starke Auswirkungen auf die Gorillas gehabt. Die großen Menschenaffen sind auch nach wie vor vom Aussterben bedroht.

newsticker.welt.de - 19. Mai 2008
Zahl der Weißstorchpaare in Hamburg gestiegen
Die Zahl der Weißstorchpaare ist in Hamburg weiter gestiegen. Zogen 2007 noch 15 Storchenpaare 33 Junge groß, sind es in diesem Jahr 18 Paare, teilte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) am Montag mit. So viele Horstpaare gab es zuletzt 1996 in der Hansestadt. "Ob wir aber einen nachhaltigen Aufwärtstrend bei Hamburgs Störchen beobachten, werden erst die nächsten Jahre zeigen", sagte Storchenexperte Jürgen Pelch. Um dieses Niveau halten zu können, forderte der NABU weitere Anstrengungen zum Schutz der Störche. Hierzu gehöre der Schutz der Vier- und Marschlanden ebenso wie höhere Wasserstände in den Marschwiesen.

newsticker.welt.de
- 18. Mai 2008
BUND ruft zur Schmetterlingszählung auf
"Heute stehen 80 Prozent der heimischen Tagfalter auf der Roten Liste und sind teilweise vom Aussterben bedroht", sagte Mark Hörstermann vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) der Deutschen Presse-Agentur dpa. Während in Bonn die Teilnehmer der 9. UN-Naturschutzkonferenz von Montag an beraten, wie die Vielfalt der Arten weltweit bewahrt werden kann, ruft der BUND dazu auf, am kommenden Wochenende (24. und 25. Mai) im Garten, Park oder Wald Schmetterlinge zu zählen. Seit den 70er und 80er Jahren sei ein Rückgang der Schmetterlingszahlen deutlich. "In der Landwirtschaft werden verstärkt Gifte eingesetzt, außerdem gehen die Lebensräume zurück", sagte Hörstermann. Die Daten über Schmetterlinge seien nicht ausreichend. "Daher ist es umso wichtiger, dass viele Leute bei der Zählung mitmachen." Im vergangenen Jahr beteiligten sich nach Angaben des Naturschützers 1500 Menschen an der Aktion.

ad-hoc-news.de - 19. Mai 2008
Spatz ist häufigster Vogel in Brandenburg
Der Haussperling ist der am häufigsten in Brandenburg vorkommende Vogel. Das geht aus einer ersten Zwischenauswertung der Vogelzählung vom Pfingstwochenende hervor, wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) am Montag mitteilte. Jeder Beobachter habe durchschnittlich 6,2 Spatzen pro Stunde gezählt. Damit verteidigte der Vogel seine Spitzenpositionen aus den Vorjahren. Auf den Plätzen folgen wie 2007 Star, Amsel, Kohlmeise und Blaumeise. Dagegen rutschte der Grünfink von Platz sechs im Jahr 2005 auf Rang neun ab.

rhein-berg-online.ksta.de - 20. Mai 2008
Refugium für Neuntöter und Turmfalke
Das Schwarzkehlchen sitzt etwa zehn Meter vom Weg entfernt auf der Spitze eines Busches und schaut sich um. "Seit 2003 Elektrozäune aufgestellt wurden, wissen die Vögel, dass Menschen und Tiere diese Schranke einhalten", erklärt Holger Sticht vom Informationszentrum Wahner Heide, "deswegen hat sich ihre Fluchtdistanz verringert." Und so stört sich das Schwarzkehlchen nicht weiter an dem Ornithologen und der Reporterin, die an diesem Tag durch die Wahner Heide wandern, um auf der in Rösrath, am Kalmusweiher, beginnenden Geisterbusch-Tour Vögel zu beobachten.

focus.de - 19. Mai 2008
Australien. Gezielte Tötung von Kängurus
Allen Protesten von Tierschützern zum Trotz haben die australischen Behörden mit der Tötung von rund 400 Kängurus am Rande der Hauptstadt Canberra begonnen. Am Montag wurden schon bis zu 40 Beuteltiere mit Pfeilen betäubt und dann mit einer tödlichen Spritze eingeschläfert, wie der Tierschutzverband Animal Liberation New South Wales mitteilte. Der Organisation kündigte Proteste gegen das Vorgehen an. Das Verteidigungsministerium hatte die Tötungen auf einem stillgelegten Militärgelände angeordnet, da es sich als zu kostspielig erwiesen habe, die Tiere einzufangen und an einem anderen Ort anzusiedeln. Den Behörden zufolge hat die Population von Kängurus im Raum Canberra derartig zugenommen, dass seltene Reptilien und Insekten im selben Grasland bedroht seien. Tierschützer lehnen die Tötungen dennoch vehement ab und fordern bestenfalls eine Umsiedlung der Beuteltiere.

rp-online.de - 20. Mai 2008
Tierschützer protestieren. 400 Kängeruhs sollen getötet werden
400 Kängeruhs sollen am Rande der australischen Hauptstadt Canberra getötet werden. Australische Tierschützer haben am Dienstag gegen die geplante Ermordung der Tiere protestiert. Die Aktivisten wollten eingreifen, wenn das "unmenschliche Blutbad" weitergehe, sagte der Präsident der Organisation Wildlife Protection Association, Pat O'Brian. Auf dem stillgelegten Militärgelände leben rund 600 Kängurus. Wissenschaftler erklärten, das rasche Wachstum der Population bedrohe ihr eigenes Überleben und das gefährdeter Reptilien und Insekten.

derstandard.at - 20.05.2008
Jagd auf Affen kann Domino-Effekt auslösen
Wissenschafter aus aller Welt und die Artenschutz-Organisation Pro Wildlife haben vor nicht absehbaren ökologischen Folgen der Jagd auf Affen gewarnt. Die UN-Naturschutzkonferenz müsse sofortige Maßnahmen beschließen wie schärfere Jagdgesetze und größere Schutzgebiete in Wäldern, forderten 92 Experten aus Ökologie, Botanik und Anthropologie am Dienstag in Bonn. Nicht nur um der Tiere selbst willen - die Forscher verwiesen dabei auch auf die Schlüsselrolle von Affen und anderen bejagten Tieren für die Tropenwälder: Wenn sie ausgerottet würden, fehlten sie als Verbreiter von Pflanzensamen. Dies verändere die Vielfalt und somit die Stabilität der letzten Tropenwälder.

n-tv.de - 20. Mai 2008
Affen im Kochtopf. Auch Tropenwälder leiden
In Afrika, Südamerika und Asien landet Affenfleisch traditionell im Kochtopf. Millionen Affen werden nach Angaben der Artenschutzorganisation Pro Wildlife derzeit jedes Jahr verspeist. Immer mehr wird auch mit Affenfleisch gehandelt und Tiere zu kommerziellen Zwecken getötet. Entweder es gibt keine Gesetze gegen die Jagd oder sie werden nicht beachtet. Doch es geht nicht nur um die Affen als bedrohte Art allein. Wissenschaftler aus aller Welt haben zur UN-Naturschutzkonferenz in Bonn jetzt auch für die Umwelt Alarm geschlagen: Wenn Affen ausgerottet werden, dann hat dies auch verheerende Folgen für den Fortbestand und die Struktur der Regenwälder. Denn die Affen tragen zu ihrem Erhalt bei, indem sie mit der Futteraufnahme die Pflanzen- und Baumsamen im Wald verbreiten. ... "In vielen Regenwald-Gebieten sind die großen Affenarten schon verschwunden und die Jäger nehmen immer kleinere Arten ins Visier. Jetzt schießen sie sogar schon auf Totenkopfaffen, die wenig Fleisch haben."

pr-inside.com - 20. Mai 2008
Gänsefreunde wenden sich an niedersächsischen Landtag. Vogelschutz-Komitee und NABU übergeben Petition gegen die Gänsejagd.
Schon mehr als 8.300 Bürger haben in den letzten drei Monaten über eine Internetplattform gegen die Ausweitung der Jagd auf Wildgänse in Niedersachsen protestiert. Unter dem Vorzeichen der Forderung nach Erhaltung der Biologischen Vielfalt wurde am Montag die Petition und zugehörige Unterschriften vom hamburgischen Vogelschutz-Komitee gemeinsam mit dem NABU Niedersachsen an den Vorsitzenden des niedersächsischen Umweltausschusses Stefan Wenzel im Landtag in Hannover übergeben.

kurier.at - 20. Mai 2008
Mehr Platz für den Bienenfresser
Die Region rund um den Neusiedler See punktet als Lebensraum ausgefallener Artenvielfalt in Flora und Fauna. Um diesen zu erhalten bedarf es Maßnahmen, damit im Rahmen des sanften Tourismus bestimmte Bereiche zugänglich gemacht werden, aber gleichzeitig besagte Naturschätze auch den unzerstörbaren Raum bekommen, den sie benötigen. So geschehen mit dem nun abgeschlossenen Schutzprojekt für die Bienenfresser am Rande des Seewinkels. Der Bienenfresser ist ein Höhlenbrüter. Ursprünglich hatte er seine Heimat an Abbruchkanten von Flüssen. Die gegrabene Höhle wird allerdings nur einmal genutzt. So ergibt sich über die Zeit ein natürlicher Platzmangel, der durch die Wasserdynamik wieder aufgehoben wurde, da stets neue Wände entstanden.

dradio.de - 20. Mai 2008
Was kostet ein Ökosystem? Forscherteams bestimmen monetäre Werte für Biodiversität
Wie viel kostet eine Feldlerche oder ein Feuchtbiotop? Was auf den ersten Blick bizarr erscheint, macht im großen Maßstab durchaus Sinn, um globale Folgekosten des Raubbaus an der Umwelt zu bestimmen. ... Kann man einen Vogel mit einen Preis belegen oder eine Schildkröte - das hört sich zunächst ein bisschen befremdend an, das muss man zugeben. Auf der anderen Seite werden ja im wirklichen Leben durch Unternehmen, durch Politiker Entscheidungen getroffen zwischen Alternativen, etwas zu produzieren oder nicht zu produzieren, und wann immer solche Optionen entschieden werden müssen, zwischen Alternativen muss man irgendwie auch bewerten. Und das kann man mit kaum einem anderen Mittel so einfach wie mit Geld.

salzburg.com - 19. Mai 2008
Tag der Artenvielfalt am 22. Mai
Der heurige Internationale Tag der Artenvielfalt am 22. Mai steht unter dem Motto "Die biologische Vielfalt ist unsere Lebensversicherung für eine sich verändernde Welt". "Die Vereinten Nationen wollen damit unsere Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen aufzeigen", informierte am Montag Naturschutzreferent Landesrat Sepp Eisl. "Dieser Tag soll uns daran erinnern, dass wir unseren oft sorglosen Umgang mit den derzeit zur Verfügung stehenden Ressourcen überdenken müssen. Nicht zuletzt aus Verantwortung gegenüber unseren nachfolgenden Generationen", so Eisl.

ksta.de - 20. Mai 2008
Tag der Artenvielfalt
Das menschliche Wirken beschleunigt das weltweite Aussterben wild lebender Tiere und Pflanzen je nach Organismengruppe um das 100- bis 1000-fache. Das geht aus einer groß angelegten Studie der "Alliance for Zero Extinction" (AZE) hervor. Ob China-Alligator, Vulkankaninchen oder Kragenwachtel: Wenn nicht schnell gehandelt wird, sind diese und viele Arten bald von unserem Planeten verschwunden. Wie aber steht es um die Natur in Deutschland, wie viel Leben enthält das Grün vor der eigenen Haustür? Zum 10. Mal initiierte die Zeitschrift GEO in Kooperation mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) einen "Tag der Artenvielfalt", der sich mit diesen Fragen beschäftigt.

derstandard.at - 19.05.2008
Der Beutelwolf im Mäusepelz
"Benjamin" hieß angeblich der Letzte seiner Art. Das ist aber ebenso umstritten wie das Geschlecht des Tiers. Fest steht nur, dass mit dem Tod des Vierbeiners an einem Septembertag 1936 im Beaumaris-Zoo von Hobart der letzte Tasmanische Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) verendete und damit der bis dahin größte Raubsäuger Ozeaniens ausgestorben ist. Ob es eine Krankheit war, die bereits einige Jahrzehnte vorher die Bestände des Beutelwolfs (wegen seiner Streifen auch Tasmanischer Tiger genannt) entscheidend dezimiert hatte oder doch die rücksichtslose Jagd der Siedler, wird sich nicht mehr klären lassen. So ganz hat man auf der Insel südlich von Australien die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, dass Benjamin doch nicht der Letzte seiner Art war. Die tasmanische Regierung ließ beispielsweise 1966 ein 647.000 Hektar großes Schutzgebiet für den Fall einrichten, dass Tiere in Rückzugsgebieten überlebt haben könnten. Und alle paar Jahre wieder kommt es zu angeblichen Sichtungen des Tiers, die sich indes allesamt nicht verifizieren ließen. ... Seit dem Jahr 1999 versucht man es mit einer anderen Methode. Forscher hatten einem in Alkohol eingelegten Embryo DNA entnommen und bemühten sich, daraus einen Tasmanischen Tiger zu klonen. Das sollte sich bis jetzt als allzu kompliziert erweisen, zumal sich zu wenig Erbsubstanz erhalten hat. Nun hat man immerhin einen kleinen Teilerfolg erzielt: Einem internationalen Forscherteam gelang es, das Col2a1-Gen aus der erhaltenen DNA eines Beutelwolfs einem Mäuseembryo einzupflanzen. Dieses Gen war beim ausgestorbenen Tier für das Knorpel- und Knochenwachstum zuständig - und zeigte ebendiese Funktion auch in der Maus, wie die Forscher heute in der freien Online-Zeitschrift PLoS ONE berichten. Was das Ganze bringen soll? Die neue Methode soll auch bei ausgestorbenen Tieren einen Zugang zur genetischen Biodiversität eröffnen, so die Forscher aus Australien und Texas. Für einen ganzen lebenden Beutelwolf wird man aber weiterhin auf ein Wunder hoffen müssen.

spiegel.de - 20.05.2008
Forscher erwecken Erbgut des Tasmanischen Tigers zum Leben
Der Tasmanische Tiger ist seit mehr als 70 Jahren ausgestorben - aber sein Erbgut haben Wissenschaftler nun teilweise wieder aktivieren können. Bis zum Klonen des ausgestorbenen Tiers ist es aber noch ein weiter Weg.

welt.de - 20.05.2008
Gen eines ausgestorbenen Tigers wiedererweckt
Zoologen haben ein Gen des vor über siebzig Jahren ausgestorbenen Tasmanischen Tigers wieder zum Leben erweckt. Es sei das erste Mal, dass Erbmaterial von einer ausgestorbenen Art in einen anderen lebenden Organismus eingesetzt werde und dort wieder eine Funktion aufnehme, sagte der australische Forscher Andrew Pask von der Universität Melbourne. Allerdings sei es mit dieser Technik nicht möglich, ausgestorbene Tierarten ins Leben zurückzuholen. ... Der Tasmanische Tiger ist auch als Tasmanischer Wolf und Beuteltiger bekannt und sah aus wie ein Hund. Er wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Ausrottung gejagt; das letzte Exemplar starb 1939 in einem australischen Zoo.

newsticker.welt.de - 20. Mai 2008
Gen des Tasmanischen Tigers zum Leben erweckt
Ein Gen des ausgestorbenen Tasmanischen Tigers ist in einer Maus zum Leben erweckt worden. Sie produziert mit Hilfe dieser Erbanlage nun Knorpel und Knochengewebe. Damit werde erstmals das Gen eines ausgestorbenen Tieres in einem lebenden abgelesen, berichteten amerikanische und australische Forscher im Online-Fachjournal "PLoS ONE". Die DNA-Proben isolierten die Wissenschaftler der Universitäten von Texas und Melbourne aus konservierten Tieren, die vor etwa 100 Jahren lebten.

abendzeitung.de - 20. Mai 2008
Sex and the Sittich
Was denn, Ihr Wellensittich hat keinen Flirt-Partner auf seiner Stange? Ihre zwei Miezen teilen sich nur e i n Katzenklo? Und Sie besitzen für Ihren Waldi keinen Hundeführerschein, geschweige denn haben Sie ein eintägiges praktisches Training absolviert, um die Sprache des Rudeltiers auch wirklich zu verstehen? Gut, dass Sie nicht in der Schweiz leben, dort hätten Sie jetzt ein Problem - und bald den Amtsveterinär vor der Tür, samt Androhung von Strafgeldern oder Tier-Entzug. Denn die Eidgenossen führen gerade gesetzlich ein, wovon deutsche Tierschützer noch träumen: Meerschweinchen, Goldfische und Wellensittiche haben das Recht auf einen Partner im Käfig. Jede Katze muss ihr eigenes Klo haben. Der Wohnraum von Stubentigern soll zwei Meter hoch und sieben Quadratmeter groß sein, Kletter- und Spielgeräte und Ruheplätze bieten. Auch für Pferde und Ziegen gibt's neue Regeln: Sie müssen mindestens Augenkontakt zu Artgenossen haben. Und einen Fifi darf nur noch halten, wer die nötige Theorie und Praxis gepaukt hat.

swissinfo.ch - 20. Mai 2008
Jagdinspektorat toleriert Schwarzschwäne unter strengen Bedingungen
Das Jagdinspektorat des Kantons Bern hat bekräftigt, dass es unter strengen Bedingungen maximal zehn Schwarzschwäne auf dem Thunersee tolerieren will. Einen Abschuss von heute in Freiheit lebenden Schwarzschwänen schliesst es aus. Das Jagdinspektorat nehme den Artenschutz sehr ernst, heisst es in einer Mitteilung des kantonalen Amts für Information. Dieser verbietet das Aussetzen von Tieren, die nicht zur einheimischen Artenvielfalt gehören, was beim aus Australien stammenden Schwarzschwan der Fall ist. Gleichzeitig sieht das Jagdinspektorat die Sympathie der Bevölkerung für die besonderen Vögel. Eine Petition gegen eine Beschränkung auf zehn Tiere war letztes Jahr von 5800 Leuten unterzeichnet worden.

espace.ch - 20. Mai 2008
Schwarze Schwäne werden nicht abgeschossen
Maximal zehn Schwarze Schwäne werden künftig auf dem Thunersee toleriert. Weiter dürfen sie sich nur in einem bestimmten Gebiet aufhalten. Das zuständige Jagdinspektorat sieht darin eine Alternative, die Tiere einzuhegen oder gar abzuschiessen.

oe1.orf.at - 18. Mai 2008
Wir und andere Kulturwesen. Der Anthropologe Volker Sommer
Am University College London hat Volker Sommer einen Lehrstuhl für evolutionäre Anthropologie inne, für seine Doktorarbeit ging der mittlerweile 51-jährige Professor vor mehr als zwei Jahrzehnten nach Indien, um Tempelaffen zu studieren. Seit damals arbeitet der Wissenschaftler mit dem jugendlichen Auftreten mit Affen - beobachtet und erforscht sie und ihre Lebensweise. Volker Sommer studierte Biologie, Chemie und Theologie und betrieb anthropologische Forschungsprojekte rund um die Welt.

derstandard.at - 19.05.2008
Papageienfossilien in Dänemark gefunden
üdlicheren Gefilden. Die Forscher gehen zudem davon aus, dass sie das älteste Papageien-Fossil entdeckt haben, wie aus der in der Fachzeitschrift "Palaeontology" veröffentlichten Studie hervorgeht. Die neue Art trägt zwar den offiziellen Namen "Mopsitta Tanta", die Forscher gaben dem Papagei jedoch den Spitznamen "Danish Blue" - in Anlehnung an den Sketch "Der Papagei ist tot" der Komikertruppe Monty Python. Der Papageienknochen stammt aus einem Steinbruch in Dänemark. "Mopsitta ist das älteste und nördlichste Überbleibsel eines Papageis, das jemals gefunden wurde", sagte Studienleiter David Waterhouse, der von der Universität Dublin unterstützt wurde. Bisher sei kein Papageien-Fossil in der südlichen Hemisphäre gefunden, das älter als 15 Millionen Jahre ist. "Dieser neue Beweis deutet darauf hin, dass sich Papageien in der nördlichen Hemisphäre entwickelten, bevor sie sich im Süden und später in den Tropen verbreiteten."

spektrumdirekt.de - 22.05.2008
Fossiler Nager-Gigant schrumpft
Der vor über zwei Millionen Jahren ausgestorbene, derzeit als größtes Nagetier aller Zeiten geltende Koloss Josephoartigasia monesi war zu Lebzeiten wohl doch nicht so riesenhaft, wie Forscher anhand seiner fossilierten Knochen zunächst gemutmaßt hatten. Statt einer runden Tonne Lebendgewicht brachte das Tier vielleicht nur 350 Kilogramm auf die Waage, korrigierte nun Virginie Millien von der McGill University in Montreal die früheren Schätzungen. Das ausgestorbene Tier bleibt damit dennoch der größte aller bekannten Nager.

spektrumdirekt.de - 22.05.2008
Stammbaumfrage der Amphibien geklärt?
Die Überreste eines gemeinsamen Vorfahren der Froschlurche (Kröten und Frösche) und der Schwanzlurche (Molche und Salamander) geben neue Hinweise über ihre Entstehungsgeschichte. Wissenschaftler um Jason Anderson von der University of Calgary analysierten das 1995 in Texas entdeckte Fossil von Gerobatrachus hottoni (Geros griech.: älter; batrachus griech.: Frosch) aus dem frühen Perm. Ihre Befunde klären die lange umstrittene Frage, ob sich die drei heute vorkommenden Ordnungen der Amphibien - Froschlurche, Schwanzlurche und Blindwühlen - von einem gemeinsamen Vorfahren ableiten, oder ob sie von verschiedenen Ordnungen abstammen. Bisher bekannte Fossilien erlaubten keine genaue Beschreibung des Stammbaums der Amphibien, da das Verbindungsglied zwischen modernen Vertretern und den Urformen fehlte. Gerobatrachus stellte sich nun als dieses missing link heraus. Anhand des Fundes konnten die Wissenschaftler belegen, dass die Froschlurche und die Schwanzlurche beide von den Temnospondyli (Schnittwirbler) abstammen, während die Blindwühlen sich von den Lepospondyli (Schuppenwirbler) ableiten. Durch diese Entdeckung muss auch der Zeitpunkt, zu dem sich Schwanzlurche und Froschlurche aufgespalten haben, neu definiert werden. Das Fossil aus dem frühen Perm weist darauf hin, dass die Trennung erst vor 240 bis 275 Millionen Jahren stattfand und nicht, wie bisher angenommen, im späten Karbon vor 288 bis 397 Millionen Jahren.

BirdLife

New partnership to improve African biodiversity and livelihoods - 16.05.2008
The Spanish Agency for International Cooperation and Development (AECID) is funding a BirdLife International in Africa project for the first time. The project aims to support Africa’s poor through sustainable use of biodiversity. This will be achieved through improving the livelihoods of local communities by promoting sustainable use of renewable natural resources.
The IUCN Red List 2008: Climate change and continental drift - 19.05.2008
Climate change has become firmly established as an accelerant to many of the factors which have put one in eight of the world's birds at risk of extinction, today’s publication of the 2008 IUCN Red List of Threatened Species of birds has found. Long-term drought and sudden extreme weather are putting additional stress on the pockets of habitat that many threatened species depend on. This coupled with extensive and expanding habitat destruction has lead to an increase in the rate of extinction on continents and away from islands, where most historical extinction has occurred.

PlanetArk

Scientists Discover 'Frogamander' Fossil - 22.05.2008
The discovery of a "frogamander," a 290 million-year-old fossil that links modern frogs and salamanders, may resolve a longstanding debate about amphibian ancestry, Canadian scientists said on Wednesday.
Tasmanian Devil Listed As Endangered - 22.05.2008
Australia's Tasmanian Devil, its population decimated by a facial cancer, was listed as an endangered species on Wednesday by the Tasmanian state government.
Senegalese Fisherman Save Dozens Of Stranded Whales - 22.05.2008
Senegalese fishermen dragged dozens of stranded pilot whales back out to sea on Wednesday but at least 20 more died on the beach after mysteriously coming ashore.
Pacific Islands Act To Save Threatened Tuna - 22.05.2008
South Pacific nations have taken steps to shore up dwindling tuna stocks, banning licensed tuna vessels from fishing in international waters between their islands and requiring them to always carry observers.
Three Pandas Missing in China Reserve After Quake - 19.05.2008
Three giant pandas are missing after last week's massive earthquake hit China's most important reserve for the endangered animal, state media said on Sunday.


Natur- und Artenschutz –
Pressemitteilungen teilweise gekürzt

NABU - 16.05.2008
UN-Naturschutzkonferenz: NABU verfolgt Beratungen in Bonn
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, vom 19. bis 30. Mai 2008 tritt in Bonn die 9. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über biologische Vielfalt (CBD - Convention on Biological Diversity) zusammen. Über 5.000 Vertreter der 190 Unterzeichner, Wissenschaftler, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsverbänden, gesellschaftlichen Gruppen und Medien werden in Bonn beraten, wie die Ziele der Konvention erfüllt werden können. Die Vertragsstaaten hatten sich 1992 verpflichtet, die biologische Vielfalt von Lebensräumen und Arten inklusive ihrer genetischen Vielfalt zu schützen, die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt sicherzustellen, sowie den gerechten Vorteilsausgleich bei deren Nutzung zu regeln. Im Fokus der Verhandlungen stehen die Entwicklung eines weltweiten Schutzgebietsnetzes und dessen Finanzierung sowie das Vorhaben, die biologischen Ressourcen künftig jenen Ländern zukommen zu lassen, aus denen sie stammen.

WWF World Wide Fund For Nature - 16.05.2008
WWF: Keine Entwarnung beim globalen Artensterben. "Living Planet Index 2008": Dramatischer Rückgang der biologischen Vielfalt
Die biologische Vielfalt unseres Planeten ist von 1970 bis 2005 um 27 Prozent zurückgegangen. Dies geht aus dem neuen "Living Planet Index 2008" hervor, den der WWF vor Beginn des Bonner UN-Umweltgipfels veröffentlicht hat. Erstmals seit Mitte der 1970er Jahre ist der Index allerdings nicht weiter gefallen. "Es gibt jedoch leider keinen Grund zur Entwarnung. Nach einem dramatischen Einbruch der biologischen Vielfalt in den 1980er und 1990er Jahren erleben wir im Moment offenbar eine kurze Atempause beim Artensterben. Hier spiegeln sich sicher auch erste Erfolge im Naturschutz wider. Aber alle Anzeichen sprechen dafür, dass wir noch keine Trendwende erreicht haben. Das globale Tier- und Pflanzensterben geht weiter", so Christoph Heinrich, Leiter Naturschutz beim WWF Deutschland. Die rasante Entwaldung, die ungebremste Überfischung, der wachsende CO-2-Ausstoß und der zunehmende Hunger nach Rohstoffen ließen derzeit wenig Raum für Hoffnung, so der WWF. Die internationale Staatengemeinschaft sei weit davon entfernt, ihr Ziel zu erreichen, den globalen Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 deutlich einzuschränken. Mit dem "Living Planet Index" präsentiert der WWF einen international anerkannten Standard zur Messung der biologischen Vielfalt.

Deutsche Umwelthilfe e.V. - 17.05.2008
Der DUH-Artenschutz-Fall des Tages (Teil 1): Sachsen-Anhalt lässt "Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe" schrumpfen
Auf internationalem Parkett präsentieren sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf der bevorstehenden UN-Artenschutzkonferenz als Kämpfer für den weltweiten Schutz der Biodiversität. Sie fordern die Entwicklungs- und Schwellenländern auf, die biologische Vielfalt zu bewahren, Naturschutzgebiete für bedrohte Tiere, Pflanzen und Lebensräume einzurichten und die Zerstörung von Ökosystemen wie den Regenwald in Brasilien zu beenden. Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) begrüßt das Engagement der Bundesregierung für den Natur- und Artenschutz weltweit, fordert die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern jedoch gleichzeitig auf, sich auch in Deutschland entsprechend ernsthaft für die biologische Vielfalt einzusetzen. "Deutschland macht sich unglaubwürdig, wenn die Kanzlerin von den Entwicklungsländern den Schutz von Löwen und Tigern fordert, während in Deutschland CDU-Ministerpräsidenten dem Biber und den Kormoranen an den Kragen gehen", kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake und beklagt eine "in Deutschland weit verbreitete Doppelzüngigkeit, wenn es um den Arten- und Naturschutz im In- und Ausland geht." Er erinnerte daran, dass zum Beispiel Sachsen-Anhalt 2006 den eigenen Landesanteil am Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ohne vorherige Rücksprache mit der UNESCO oder den anderen Länderpartnern im gemeinsamen Biosphärenreservat um ein Drittel verkleinert hat. ... "Alle Biberreviere außerhalb der Schutzgebiete unterliegen starken Beeinträchtigungen bis hin zur Habitatzerstörung und direkten Verfolgung", heißt es in der Roten Liste des Landes Sachsen-Anhalt. Die Verfasser weisen ausdrücklich auf "die besondere Verantwortung" des Landes für die Biberart hin, die ausschließlich an der Elbe lebt.

Deutsche Umwelthilfe e.V. - 19.05.2008
Der DUH-Artenschutz-Fall des Tages (Teil 2): Baden-Württemberg verfügt rechtswidrig Vernichtung geschützter Kormoran-Brut
Während die Bundesregierung auf der UN-Biodiversitätskonferenz in Bonn für den weltweiten Erhalt der biologischen Vielfalt wirbt, werden in Deutschland geschützte Tierarten aktiv verfolgt. Ganz oben auf der Abschussliste in vielen Bundesländern steht der Kormoran, der zwar nach EU-Vogelschutzrichtlinie und Bundesnaturschutzgesetz eine besonders geschützte Art ist, aber dennoch regelmäßig bejagt bzw. dessen Brut zerstört wird. Nordrhein-Westfalen hat ebenso wie Brandenburg und andere Bundesländer eigene Kormoran-Verordnungen erlassen, um die Tötung der geschützten Vögel zu legitimieren. Allein im Winter 2006/2007 haben Jäger 2.362 Kormorane in Nordrhein-Westfalen abgeschossen (Zahlen der Landesnaturschutzverwaltung). Das war der Landesregierung unter CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers offenbar nicht genug, daher hat sie für den Winter 2008 zusätzlich zur Verordnung noch einen Kormoran-Erlass (Dezember 2007) herausgegeben, laut dem die Vögel auch innerhalb von Naturschutzgebieten und während der Schonzeiten geschossen werden dürfen. In der Jagdsaison 2007/2008 ließen daher wieder mindestens 2.300 ausgewachsene Kormorane in Nordrhein-Westfalen ihr Leben, nicht mit eingerechnet sind die durch den Tod der Altvögel zerstörten Bruten mit abgestorbenen Eiern und erfrorenen Jungtieren. ... Baden-Württemberg hat sich im April 2008 einen "kalten Tod" ausgedacht, um die einzige Kormoran-Kolonie am deutschen Ufer des Bodensees zu vernichten. Am Mittag des 8. April erließ das Regierungspräsidium Freiburg einen Bescheid, mit dem der eigenen Behörde die Zerstörung der Kormoran-Brut genehmigt wurde.

WWF World Wide Fund For Nature - 18.05.2008
WWF: Waldverlust bis 2020 stoppen. Vor Auftakt der Bonner UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt: Globale Initiative zum Schutz der Wälder gefordert.
Vor dem am Montag in Bonn beginnenden zweiwöchigen UN-Umweltgipfel zur biologischen Vielfalt fordert der WWF eine neue Initiative zum Schutz der Wälder. Derzeit gehen nach Angaben der Umweltstiftung jedes Jahr 13 Millionen Hektar Wald verloren. Dabei erfüllen Wälder wichtige ökologische Funktionen, von denen auch der Mensch profitiert. Wälder liefern Holz, produzieren Sauerstoff, speichern Kohlenstoff und Wasser, bewahren vor Überflutungen und schützen vor Bodenersionen. Bis 2020, so der WWF, müsse der Netto-Waldverlust auf Null sinken. Weiterhin solle sich die Staatengemeinschaft darauf verpflichten, bis 2050 wieder ein globale Waldfläche und -qualität auf dem Niveau des Jahres 2000 zu erreichen.

NABU - 19.05.2008
NABU: Neue Rote Liste bedrohter Vögel - Über 1.200 Arten weltweit stark gefährdet
Zu Beginn der 9. Vertragsstaatenkonferenz über die biologische Vielfalt haben der weltweite Dachverband des NABU, BirdLife International, und die Internationale Naturschutzunion IUCN heute in Bonn ihre neue Rote Liste der bedrohten Vogelarten der Welt vorgestellt. BirdLife International hat diese Liste als weltweit führende Organisation für die Erfassung und den Schutz von Vogelarten im Auftrag der IUCN erstellt. An der Erstellung der Roten Liste waren Tausende von Wissenschaftlern weltweit beteiligt. ... Danach gelten 1.226 Arten und damit über zwölf Prozent der weltweit etwa 10.000 Vogelarten als hochgradig bedroht. Acht Arten, darunter der Tristan-Albatros (Diomedea dabbenena), der Löffelstrandläufer (Eurynorhynchus pygmeus) und die Floreana-Spottdrossel (Nesomimus trifasciatus) mussten im Gegensatz zur letzten Roten Liste zusätzlich als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Zudem stiegen 24 Arten in eine höhere Gefährdungskategorie auf, darunter der in Europa vorkommende Große Brachvogel (Numenius arquata) und die in Spanien, Frankreich und Italien lebende Provencegrasmücke (Sylvia undata).


Weitere Infos

gea.de - 19. Mai 2008
Internationale Manegenshow
"Zircus Probst" - nicht nur ein Name mit Geschichte, sondern auch ein Zirkus, der es nach eigenem Bekunden in sich hat. Mit einem der modernsten Kuppelzeltbauten des Landes und artenreichem Tierbestand, verspricht das Unternehmen für sein Gastspiel in Metzingen ein besonderes zirzensisches Ereignis. Auf der Tournee 2008 erleben nicht weniger als 50 Städte auf einer knapp 3 000 Kilometer langen Tour durch den süddeutschen Raum die neue Produktion "Kultur pur". Und damit zeigt sich der auf eine 150-jährige Geschichte zurückblickende "Zircus Probst", der im Gegensatz zu anderen Kulturbetrieben ohne Subventionen auskommen muss, auch außerhalb der Manege als wahrer Zauberer der Logistik.


Ausstellungen
mz-web.de - 19. Mai 2008
Willkommen in der Urzeit. Dino-Ausstellung gastiert in Wolfen - Über 40 Sauriernachbildungen zu betrachten
Über 160 Millionen Jahre dominierten sie die Erde, brachten über 500 verschiedene Gattungen hervor, darunter die größten Landlebewesen aller Zeiten und mit die erfolgreichsten Wirbeltiere der gesamten Erdgeschichte - die Dinosaurier. Nun sind die ausgestorbenen Reptilien für zwei Tage wieder aus der Versenkung aufgetaucht und können am Mittwoch sowie am Donnerstag jeweils in der Zeit von 13 bis 18 Uhr in einer internationalen Dino-Ausstellung auf dem Festplatz-Nord in Wolfen, Straße der Chemiearbeiter, betrachtet werden. Über 40 Exponate werden dann auf dem Gelände und im Ausstellungszelt mit urzeitlichem Pflanzendickicht aufgebaut und sollen den Besuchern so einen Eindruck vom Lebensraum, vor allem aber von der Artenvielfalt der Giganten vermitteln.


Neue Veröffentlichungen
Ihre Veröffentlichung in dieser Rubrik: Senden Sie ein Besprechungsexemplar an die Redaktionsadresse

Neil Shubin, Sebastian Vogel
Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers
Der Mensch ist ein Tier unter Tieren, Ergebnis einer Milliarde Jahre dauernden Evolution. Spuren und Reste dieser Entwicklung sind in unserem Körper aufbewahrt, in der Form unserer Knochen, der Struktur unserer DNA. Ein ganzer Zweig des Baum des Lebens ist tief in uns eingelassen.
¯Der Fisch in uns® erzählt die spannende Geschichte, wie unser Körper so geworden ist, wie wir ihn kennen. Anhand neuester Ergebnisse aus Paläontologie und der vergleichenden DNA-Forschung schildert Neil Shubin anschaulich und packend die Evolution aus der Perspektive des menschlichen Körpers und zeigt ihren außerordentlichen Einfluss über 3,5 Milliarden Jahre. Dabei wird deutlich: Wir haben viel mehr mit Fischen, Würmern oder Bakterien gemeinsam, als uns bewusst ist.

281 Seiten, Fischer, 1. Auflage 2008, gebunden
19,90 Euro über Amazon.de


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"Dauerwerbung in eigener Sache"

Abenteuer Zoo

550 Tierparks, Aquarien und Reptilenhäuser
Der Zooführer für Deutschland, Österreich und Schweiz

Dirk Petzold + Silke Sorge
ISBN 978-3-7020-1151-2
L. Stocker Verlag, Graz
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www.abenteuer-zoo.de


Veranstaltungen


Gesellschaft für Tropenornithologie e.V.
XXIX. Tagung über tropische Vögel
11. bis 14. September 2008
Im nächsten Jahr wird die GTO Tagung in Frankfurt/Main stattfinden. Die GTO folgt damit einer gemeinsamen Einladung vom Frankfurter Zoo (der sein 150-jähriges Jubiläum feiert), dem Senkenberg-Museum und der Universität.

19-th INTERNATIONAL MEETING OF COLLECTORS OF ZOO LITERATURE AND MEMORABILIA
ZOO WROCLAW (Poland) September 6-7, 2008
FIRST ANNOUNCEMENT
You are kindly invited to attend the 19-th International Meeting of Collectors of Zoo Literature and Memorabilia hosted by the Municipal Zoological Gardens of Wroclaw, Poland. The meeting, including morning exchange session and evening meal and /with an auction will be held at the “Restauracja Letnia” (Summer Restaurant) located in the south-eastern corner of the zoo grounds.
Fees: Participant 20.00 Euro. The above fee shall cover all the expenses, including a group photo and of course, our evening meal with soft drinks (alcohol drinks at your own expense). The monies from the auction will support the EAZA 2007/08 Amphibian Campaign or to any other amphibian saving /conservation project which is being currently carried out in Poland. This has yet to be decided.
Application: Please send your name, mailing address, email address and information about your collector’s preferences directly to me. All applications and any other questions you may have please email to: Dr.Leszek Solski, eljotes@poczta.onet.pl


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Volontär/in

Wir bieten:
- Einweisung in die Tiergartenbiologie, insbesondere Tiermanagement, Veterinärpraxis, Kartei- und Zuchtbuchführung
- Umsetzen des Erlernten durch zugewiesene Projekte
- Mitarbeit bei der Förderung zoologischer Forschungsprojekte

Wir erwarten:
- abgeschlossene Hochschulausbildung in Zoologie
- tiergartenbiologische Erfahrung in einem Zoo wünschenswert
- Team- und Kommunikationsfähigkeit
- überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein
- englische Sprachkenntnisse in Wort und Schrift
- EDV-Kenntnisse

Die Stelle ist zunächst auf ein Jahr befristet und um ein Jahr verlängerbar. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an die Anwärterbezüge des höheren Dienstes.
Es wird angestrebt, den Anteil von Frauen in Bereichen mit Unterrepräsentanz zu erhöhen. Frauen sind deshalb besonders aufgefordert, sich zu bewerben. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte bis zum 30.05.2008 an:

Zoologischer Garten Frankfurt
Personalstelle
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Rudolf Wicker, Tel: 069/212- 33732 zur Verfügung.



Tiergarten Heidelberg gGmbH

Als Schwangerschafts-/Elternzeitvertretung suchen wir ab spätestens Oktober 2008 befristet auf ein Jahr eine/n

Wissenschaftliche Assistentin/Wissenschaftlichen Assistent

Zu Ihren Aufgaben gehören die Wissenschaftliche Betreuung des gesamten Tierbestandes insbesondere Überwachung der Tierhaltung, Führen der Tierkartei, Abgabe und Neubeschaffung von Tieren, Organisation von Tiertransporten, Koordination der Artenschutzprojekte des Zoos sowie Mitwirkung in der Öffentlichkeitsarbeit. Die Betreuung der Tierpatenschaften fällt ebenfalls in den Aufgabenbereich der Wissenschaftlichen Assistentin/des Wissenschaftlichen Assistenten.
Wir erwarten ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Zoologie oder Tiermedizin sowie tiergartenbiologische Erfahrungen in einem Zoo. Gute Kommunikations- und Teamfähigkeit sollten ebenso selbstverständlich sein wie überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft. Ein hohes Maß an Organisationstalent sowie die Fähigkeit, eigenverantwortlich zu arbeiten, sind unbedingt nötig.
Wir bieten Ihnen einen Arbeitsplatz in einer der schönsten Städte Deutschlands und in einem Zoo, der sich erkennbar weiterentwickelt. Sie haben die Chance, sich Fähigkeiten anzueignen, diese zu erproben und sich durch Ihre Leistung für eine weitere berufliche Laufbahn in der Tiergärtnerei zu empfehlen.
Die Entlohung erfolgt entsprechend Ausbildung und Erfahrung gemäß TVÖD.

Sie sind interessiert? Dann senden Sie bitte Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen bis zum 10. Juni 2008 an die

Tiergarten Heidelberg gGmbH, Geschäftsführung
Tiergartenstraße 3, 69120 Heidelberg, Germany, E-Mail: Heike.Vogler@heidelberg.de


TV-Tipps
Tierdokus und Zoo-Sendungen im Fernsehprogramm


mdr.de - 17. Mai 2008
Die Nordsee - Von Friesland zu den Fjorden (1/2)
Die Nordsee steht für Sturmfluten, weite Wattlandschaften, hohe Dünen und schroffe Küsten: Sie ist eine der wichtigsten Drehscheiben des Vogelzugs. Ihre Strände locken zu jeder Jahreszeit zahllose Urlauber an. Wichtige Seewege kreuzen sich hier, und gewaltige Bohrinseln fördern kostbares Öl aus den Tiefen. Die Naturdokumentation führt einmal rund um die Nordsee, zeigt die artenreiche Tierwelt und besucht die Menschen der sieben Anrainerstaaten. Szenen aus dem Leben eiszeitlicher Jäger und Wikinger erwecken die wechselvolle Geschichte dieses Meeres zum Leben. Modernste Kameratechnik sowie atemberaubende Unterwasser- und Flugaufnahmen machen die beiden Filme zu einem außergewöhnlichen Fernseherlebnis.

Zoo-Infos bei Prometheus.tv
In Zusammenarbeit mit zoo-infos.org zeigt Prometheus jeden letzten Samstag im Monat die Zoo-Infos. Sehen Sie neueste Meldungen aus der Welt der Zoos, Fortschritte im Artenschutz oder Erfolge bei der Jungtierzucht. Das ganze Prometheus-Programm auch live im online-stream auf www.prometheus.tv oder die jeweils aktuelle Version der Zoo-Infos jederzeit auf der Website - in der Sendung Ende März ging es ins Albaquarium Albstadt, im April ist ein Besuch im Schwarzwaldzoo in Waldkirch geplant.

Wochentägliche Sendungen:
Mo-Mi, Fr, 10:05 BR, Pinguin, Löwe & Co. (Münster, Wh)
Mo-Fr, 11:10 SWR, Pinguin, Löwe & Co. (Münster, Wh), Do 11:30!
Mo-Mi, Fr, 12:55 VOX, Menschen, Tiere & Doktoren
Mo-Fr, 15:15 ZDF, Ruhrpott-Schnauzen (40 neue Folgen aus Duisburg)
Mo-Fr, 16:10 ARD, Giraffe, Erdmännchen & Co. ( 40 neue Folgen aus Frankfurt und Kronberg)
Mo-Fr, 17:00 VOX, Menschen, Tiere & Doktoren, in dieser Woche u.a. im Zoo Krefeld
Mo-Fr, 17:05 RBB, Leopard, Seebär & Co. (Tierpark Hagenbeck, Wh)
Mo-Mi, Fr, 17:10 HR, Leopard, Seebär & Co. (Tierpark Hagenbeck, Wh)
Mi-Fr, 17:10 NDR, Panda, Gorilla & Co. (Zoos in Berlin, Wh)
Mo-Fr, 18:30, Phoenix, Die Rückkehr der Plagen, Mi 19:15!

Einzelsendungen:
Fr, 23.05.2008, 11:30, NDR, Der Artenjäger vom Amazonas, Marc van Roosmalen und das Riesenpekari
Fr, 23.05.2008, 19:50, MDR, Elefant, Tiger & Co.
Fr, 23.05.2008, 20:15, ARD Eins Plus, Im Reich der Haubentaucher
Fr, 23.05.2008, 21:00, RBB, Die Wildschweine im Teutoburger Wald
Fr, 23.05.2008, 21:00, ARD Eins Plus, Seehund ahoi! (Seehundstation Friedrichskoog)
Fr, 23.05.2008, 21:45, ZDF infokanal, Naturpark Hainich
Sa, 24.05.2008, 11:30, DMAX, Süddeutsche Zeitung TV, Der wilde Doktor - Erste Hilfe für ganz schwere Patienten, der Stuttgarter Wilhelma
Sa, 24.05.2008, 11:40, MDR, Mein Leben mit Löwen, Als Tierfilmer im Krüger Nationalpark
Sa, 24.05.2008, 12:15, SF 1, Indiens Wildhunde
Sa, 24.05.2008, 13:30, SWR, Im Sumpf der Kaimane
Sa, 24.05.2008, 16:00, ARD Eins Extra, Auslandsreporter, Eine Reise durch den Regenwald
Sa, 24.05.2008, 17:30, ARD Eins Plus, Odysso - Wissen entdecken, Lügen, bis das Image grün ist, Tipp!
Sa, 24.05.2008, 18:30, Phoenix, Im Reich der Krokodile
Sa, 24.05.2008, 19:00, BR, Natur Exclusiv: Geboren in der Urzeit, Pferde - Geschöpfe der Kälte und der Wüste
Sa, 24.05.2008, 19:15, Phoenix, Zucker für den Affen, Wer rettet Indonesiens Orang-Utans?
Sa, 24.05.2008, 21:00, ARTE, Mit der Tara ins Herz des Klimawandels
So, 25.05.2008, 13:15, MDR, Abenteuer Zoo, Zuflucht am Viktoriasee - Nashörner, Schimpansen und Schuhschnäbel in Entebbe
So, 25.05.2008, 14:05, NTV, Das Geheimnis der Bienen
So, 25.05.2008, 15:30, SWR, Madeira - Wildnis im Atlantik
So, 25.05.2008, 16:00, BR, Welt der Tiere, Schwimmende Elefanten
So, 25.05.2008, 16:00-19:00, ARD Eins Plus, Thema: Eisbären
So, 25.05.2008, 17:15, SWR, Amerikas Canyon - Berglöwen im wilden Westen
So, 25.05.2008, 17:30, 3sat, Arche Noah
So, 25.05.2008, 18:00, ZDF dokukanal, Bernhard Grzimek - Eine deutsche Legende
So, 25.05.2008, 18:45, ZDF dokukanal, Namibia - Im Reich der großen Katzen
So, 25.05.2008, 20:15, Super RTL, Killerwale auf Beutezug
So, 25.05.2008, 21:10, Super RTL, Lautlose Jäger - Gefahr aus der Tiefe, Meeresbewohner auf Beutezügen
So, 25.05.2008, 22:00, MDR, Kaza - Ein Megapark für Elefanten
Mo, 26.05.2008, 11:30, NDR, Tropenparadies Kuba, Unter Krokodilen und Riesenschlangen
Mo, 26.05.2008, 13:50, NDR, Expeditionen ins Tierreich, Bulgarien
Mo, 26.05.2008, 16:45, ARTE, Der Seeleopard
Mo, 26.05.2008, 17:05, RBB, Leopard, Seebär & Co.
Mo, 26.05.2008, 19:00, ARTE, Die Reiher von Amsterdam
Mo, 26.05.2008, 19:45, ZDF infokanal, Der Canyon von Sachsen, Naturpark Sächsische Schweiz
Mo, 26.05.2008, 21:00, 3sat, Im Reich der Schwarzstörche
Mo, 26.05.2008, 21:30, ARD Eins Plus, Odysso - Wissen entdecken, Lügen, bis das Image grün ist, Tipp!
Mo, 26.05.2008, 22:00, WDR, Die Story: Letzte Tage im Paradies, Wie Tauchtouristen die Unterwasserwelt zerstören
Mo, 26.05.2008, 22:05, RBB, Großtrappen - Die Rückkehr der Riesenvögel
Di, 27.05.2008, 11:30, NDR, Dschungelhunde
Di, 27.05.2008, 13:15, MDR, Rastlose Staatsdiener, Termiten in Afrika
Di, 27.05.2008, 14:00, ARD Eins Festival, Grzimeks Erbe in Südamerika
Di, 27.05.2008, 14:15, HR, Unter Drachen, Ein unbekannter Bruder des Komodowarans?
Di, 27.05.2008, 17:05, RBB, Leopard, Seebär & Co.
Mi, 28.05.2008, 09:30, ORF 2, Kondor - der Traum vom Fliegen
Mi, 28.05.2008, 11:30, NDR, Die Drachen der Kanaren
Mi, 28.05.2008, 13:15, MDR, Das grenzenlose Paradies, Das Limpopo-Naturreservat
Mi, 28.05.2008, 14:15, HR, Tiere vor der Kamera, Singvögel - Wir suchen den Superstar!
Mi, 28.05.2008, 15:15, NDR, Luchse, Tiger und Sirenen, Einsatz für die Letzten ihrer Art
Mi, 28.05.2008, 16:50, ARTE, Gärten der Meere
Mi, 28.05.2008, 19:00, ARTE, Südafrika, Naturschutz in Südafrika
Mi, 28.05.2008, 20:15, NDR, Das Geheimnis der Buckelwale
Do, 29.05.2008, 10:35, MDR, Abenteuer Zoo: Boten von der Geisterinsel - Finger-, Fleder-, Stacheltiere in Zürich und auf Jersey
Do, 29.05.2008, 12:30, MDR, Die Räuber vom Hwange-Nationalpark
Do, 29.05.2008, 14:15, HR, Ameisen - Die heimliche Weltmacht
Do, 29.05.2008, 17:00, ARD Eins Plus, Bärenkinder allein im Wald
Do, 29.05.2008, 20:05, SF 1, Netznatur
Do, 29.05.2008, 23:15, WDR, Monsanto, Mit Gift und Genen, Tipp!
Fr, 30.05.2008, 11:30, NDR, Der Flug der Störche
Fr, 30.05.2008, 13:30, HR, Adler, Bären, Lachse in Alaska
Fr, 30.05.2008, 20:15, ARD Eins Plus, Adebars verwunschenes Paradies
Fr, 30.05.2008, 20:15, ZDF dokukanal, Bernhard Grzimek - Eine deutsche Legende
Fr, 30.05.2008, 21:00, RBB, Der König der Koalas

Doku-Soap-Wiederholungen:

"Elefant, Tiger & Co." aus Leipzig: Wiederholungen samstags 13:35 im NDR und 14:25 im MDR, sowie montags Wh der aktuellen Folge 10:55 Uhr im MDR, mittwochs 06:30 Uhr vom NDR;
"Giraffe, Erdmännchen & Co." aus Frankfurt und Kronberg: Wiederholung samstags ab 17:30 Uhr und sonntags ab 07:05 Uhr im HR sowie Donnerstag 11:10 Uhr in der ARD;
"Nashorn, Zebra & Co" aus München: wird samstags 14:30 vom BR und sonntags 12:00 im RBB wiederholt;
"Panda, Gorilla & Co." aus Berlin: wird freitags 20:15 und sonntags 11:15 und 15:30 Uhr im RBB, sowie sonntags und montags 07:00, dienstags 11:00, mittwochs 15:00 und freitags 23:00 Uhr auf ARD Eins Plus wiederholt;
"Pinguin, Löwe & Co." aus Münster: wird samstags 11:05 und sonntags 06:20 Uhr im WDR wiederholt;
"Ruhrpott-Schnauzen" aus Duisburg: die neue Folge wird fast täglich 18:00 Uhr von ZDF Doku wiederholt, weitere Wiederholungen Freitag 10:30 Uhr vom ZDF, samstags 16:02 Uhr sowie sonntags ab 08:02 und 15:02 (je 2 Folgen) von ZDF Info;
"Seehund, Puma & Co." aus Bremerhaven, Jaderberg und Friedrichskoog: wird samstags ab 14:15 Uhr im SWR wiederholt (2 Folgen).



Sender nicht zu empfangen? Kein Videorekorder verfügbar? Mehrere Sendungen gleichzeitig?
Lassen Sie sich die gewünschten Sendungen kostenlos im Internet aufnehmen und laden Sie sie später herunter
mit OTR -
OnlineTVRecorder
Mehr Infos: OTR-Wiki, Handbuch im PDF-Format, Suche nach Sendungen
läuft optimal mit Firefox-Browser und FreeDownloadManager

(PS: Völlig legal nach deutschem und internationalem Recht, da man die Sendungen selbst vorher programmieren muß und auch nur dann entschlüsseln kann)

Schöne Zoowelt Reflexionen von Carsten Schöne

Kleine Predigt

Das Schlagwort der Woche lautet: Biodiversität. Das ist schon rein phonetisch ein Knaller, wobei das ganze im englischen noch viel besser klingt, weil die harte Endung „tät“ dort dem Ohr nicht so weh tut. Uns Menschlein täte es jedenfalls gut, nicht nur anläßlich groß angekündigter Tagungen über das nachzudenken, wofür dieses, trotz allen Wohlklangs letztlich doch recht sperrige Wort steht, für die Masse an buntem Leben nämlich, das um uns, die wir uns für so unglaublich wichtig halten, herum wabert. Und was tut Mensch: Er labert!
Ist ja auch richtig. Die, die sich für das interessieren, was außerhalb ihrer vier Wände Lebensrecht hat, das viel älter ist, als unser eigenes, die müssen sich halt den Mund fusselig reden, damit die Anderen, die in jedem anderen Lebewesen einen Angriff auf ihr persönliches Lebensrecht sehen und es dort, wo es sein Recht fordert, mit allen möglichen -ziden (also den Insekti-, Herbi-, Fungi- und vielen anderen) platt machen, möglicherweise innehalten in ihrem Tun.
Ich bin, ungelogen, schon Menschen begegnet, die, bevor sie eine Bio-Mülltonne öffnen, eine Ladung Paral* draufsprühen, „wegen der ganzen Fliegen halt!“. Immerhin, der Müll wurde zuvor brav getrennt.
Reden wir also, erzählen wir unseren Mitmenschen von der Schönheit all dessen, was nicht Mensch ist**, aber, Reden ist Silber und Zeigen ist Gold, denn das was glänzt, will ja gesehen werden und so müssen wir sie auch an die Hand nehmen, unsere Artgenossen, auch wenn diese Hand noch den ätzenden Geruch, gerade erst benutzter Desinfektionstücher verströmt, ergreifen wir sie und führen wir sie heran, nicht die Hand, sondern diejenigen, die da dran hängen, an den Händen, heran, an das Lebewesen, auf das sie ergriffen sein mögen, von dem, was wir ihnen augenöffnender Weise zeigen, präsentieren, ja möglicherweise sogar vorführen. Denn verführen müssen wir sie, dazu, ebenso fasziniert zu sein, wie wir selbst.
Also enden wir an dieser Stelle und machen wir weiter mit dem, was wir ohnehin täglich schon versuchen und darüberhinaus knien wir uns vielleicht trotzdem noch ein wenig mehr rein, denn in unserer Nachbarschaft warten die, mit denen wir Tür an Tür leben, nur darauf, all der Schönheit ansichtig zu werden!

Ihr
Carsten Schöne

* Sollten Sie die Erwähnung dieses Produkt, das mir nur einfach zuerst eingefallen ist, für Schleichwerbung halten, dann denken Sie sich bitte aus der Vielfalt der Insektenvernichtungsmittel ganz schnell ein paar weitere Produktnamen aus.

** Ja, es gibt natürlich auch schöne Menschen, wobei die, aus meiner, möglicherweise etwas subjektiven Sicht, sehr häufig weiblichen Geschlechts sind.


www.schoenes-tierleben.de


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