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Ausgabe 404 vom 10. Januar 2008

Liebe Leser,

was diese Woche Zoo-Deutschland bewegte, brauchte ich Ihnen nicht zu sagen. Selbst wenn Sie erst vor einer Stunde von einer Fernreise wiedergekommen sind, irgendeine Nachrichtensendung oder Zeitungs-Titelseite haben Sie gesehen. Falls doch nicht, lesen Sie die Zoopresseschau von unten; die Artikel sind weitgehend chronologisch sortiert.

Meine Güte, junge Eisbären. Schöner Zuchterfolg, ja. Schade um die nicht gelungene natürliche Aufzucht. Es gab auch andere Jungtiere. Löwen, Nashörner, gar Menschenaffen? Egal. Wir sind Papst, wir wollen Knuts, die Medien beten es vor, die Bevölkerung klebt an den Empfängern. Wollen Sie wirklich stündlich wissen, wie viel Gramm das Kleine zugenommen hat und ob das Fläschchen auch leer ist? Natürlich nicht. Es gab ja weit über 50 andere Eisbärjungtiere in den letzten Jahrzehnten in Deutschland. Alle finden den Bärenrummel affig. Aber es schaut ja auch niemand "Ba(u)er sucht Frau", die Medien bilden sich das Interesse und die Quoten/Auflagen nur ein.

Drama im Zoo. Der Titel des "herzlosesten Zoodirektors" wird zum Wanderpokal. Irgendwer hatte aufgegabelt, daß neugeborene Eisbären "kaninchengroß" seien, Abschreiben geht schnell, seither spukten Bilder von 6-kg-Riesenschecken durch die Journailleköpfe - dabei hat das überlebende Jungtier jetzt erst, nach über vier Wochen, die Gewichtsgrenze für Zwergkaninchen überschritten. Den Eindruck unterstützen Sender, die unkommentiert Archivbilder von mehrere Monate alten Eisbären zeigten, und so hatte die halbe Öffentlichkeit ein Bild einer Rabenmutterbärin vor Auge, die ihren knutgroßen Plüschnachwuchs zerriß. Tatsächlich hätte ihn der Normalbürger - die meisten sich nun empörenden Tierschützer inbegriffen - noch kaum von weißen Futterratten unterscheiden können. Der Noch-Namenlose bleibt auch unverdrossen der "jüngste Zuwachs" des Zoos. Sicher, in einem Zoo dieser Größe wird vier Wochen lang kein anderes Tier geboren.

Da gibt es Fernsehmoderatoren, die es nicht einmal fertig bringen, sich vorab über den Titel des Interviewten zu informieren, aber dreimal fragen, ob denn nicht doch besser Herr Dörflein nach Nürnberg kommen solle. Zwanzig weiße Pixel auf einem Handyfoto gehen um die Welt - ich hoffe, die Dauerbesucherin hat sich die Verwertungsrechte teuer abkaufen lassen und übernimmt nun ein Dutzend Patenschaften. Sollte wirklich ein TV-Team über die Absperrung geklettert sein und das Scheitern der natürlichen Aufzucht mitverursacht haben, müßte der Schadensersatz gleich für ein paar neue Gehege reichen. Merkwürdig, daß dieser Zwischenfall in zahlreichen Zeitungen zu lesen war, aber in keinem einzigen Fernsehbericht auch nur erwähnt wurde...

Es gibt aber auch positive Ausnahmen, so in der Allgäuer Zeitung vom 8.1., die neben einem fundierten Artikel einen langen, sachlichen Kommentar von Karin Seibold bringt - leider nicht online -, der zum Thema gefressene Jungtiere mit dem Satz endet: "Dass der Zoo nicht eingegriffen hat, zeigt, dass es dort mehr um Tiere geht als um werbewirksame Fotos".

Wohl kein Zoodirektor, so er nicht schleunigst auf Dienstreise gegangen ist, konnte sich vor Interviews retten. Fast alle haben den Nürnbergern den Rücken gestärkt. Bis auf Tierpark-Querschläger, die alles ganz anders gemacht hätten. Vermutlich, weil sie selbst keinerlei Erfahrung mit Bärenaufzucht haben und ihre Anlage auch gar nicht dafür vorgesehen ist.

Tierschutzbündler - aus Bayern, Deutschland und Europa - überbieten sich mit den stets gleichen angestaubten, schon immer falschen Argumenten. Es gibt aber auch neue Facetten: Etwa Verschwörungstheorien, die verheimlichte Eisbären-Jungtiere in anderen Zoos vermuten. Nicht, daß das nicht denkbar wäre - nicht nur bei Bären gibt es in vielen Zoos eine Tradition, Jungtiere erst der Presse vorzustellen, wenn sie eine erste kritische Phase überwunden haben. Und wer wollte es verübeln, wenn man auch zum Schutz der Tiere auf einen solchen Rummel gerne verzichtet. Nein, lächerlich ist es deshalb, weil aus der gleichen Ecke ja sonst immer behauptet wird, die Jungtiere
dienten nur dem Kommerz und der Ankurbelung der Besucherzahlen. Das würde durch "Verheimlichen" nicht gerade einfacher...

Dummerweise wird das Thema in Nürnberg auch noch für Wahlkampfzwecke mißbraucht; der OB steht hinter dem Zoo, der Gegenkandidat muß folglich kritisieren; welch politischem Druck die Tiergartenleitung ausgesetzt ist, möchte ich mir lieber nicht vorstellen. Man hält sich weise zurück. Alles, was neue Schlagzeilen abseits vom Thema verursacht, schadet nur, und mit der Presse sollte sich lieber auch nicht anlegen, wer nicht in der beneidenswerten Position ist, von ihr nicht abhängig zu sein.

Ab Ende des Monats zeigt das ZDF "Nürnberger Schnauzen". Erwarten Sie keine knutigen Bilder, die Dreharbeiten sind längst abgeschlossen. Das übernimmt weiterhin die ARD mit den erst jetzt ausgestrahlten Berliner Panda-Gorilla-und-Co-Folgen, gedreht vor neun Monaten. Hat man alles aber schon gesehen, der RBB bringt auf seinem Naturdoku-Platz seit Monaten eigentlich nur noch Knut in xter Wiederholung und immer neu zusammengeschnitten. Gähn.

Also, Anerkennung für die trotz aller Wirrungen klare, an biologischen Prinzipien orientierte Linie der Nürnberger Tiergarten-Crew, für die weiterhin deutlichen Worte auch bei unpopulären Themen, und viel Erfolg und Glück in den sicher nicht einfachen nächsten Tagen und Wochen.
Dirk Petzold
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Quantum-Verzeichnis: Die Endredaktion für die Ausgabe 2008 läuft. Auch die neue QV-Website ist nun online, hier können Sie nicht nur schnell noch geänderte Angaben zu Ihrem Park oder Ihrer Organisation mitteilen, sondern auch das QV bereits vorbestellen.


Zoos – Meldungen deutschsprachig

Ostseezeitung - 10. Januar 2008
Das geliebte Raubtier
Eisbärin „Vilma“ biss in Nürnberg ihre beiden Jungen tot. Doch die in Rostock geborene Bärin folgte nur ihren Instinkten, wie Udo Nagel, Zoodirektor der Hansestadt meint. Das Rostocker Eisbären-Zuchtbuch ist weltweit einmalig. Ausgerechnet „Vilma“. Die Eisbär-Rabenmutter aus Nürnberg, die ihre beiden Jungen aufgefressen hat, stammt aus Rostock. „Hier wurde sie im Dezember 2002 geboren“, erinnert sich Bärenpfleger Hans-Joachim Nürnberg (57). „Sie war sozusagen mein Ziehkind.“ Auch wenn er „Vilma“ kaum berührt hat. Das gebietet die „natürliche Aufzucht“. So nennt man es in Zoos, wenn die Mutter das Junge selbst großzieht. „Ganz klar das Beste für jeden kleinen Eisbär.“ Zoodirektor Udo Nagel (53): „Bloß nicht vermenschlichen.“ Er sieht die Sache eher wissenschaftlich. „Nur ein Drittel aller geborenen Jungtiere wird erwachsen“, konstatiert er. 34 Eisbären-Babys wurden in Rostock seit 1960 groß. „Geburten hatten wir ungefähr doppelt so viele.“ Auch in Rostock kam es schon vor, dass Junge aufgefressen wurden. „Das ist ganz normal.“ Die Eisbärmutter handelt nie ohne Grund, wie Nagel ausführt. „Es kann sein, dass die Jungen krank sind, einen Gen-Defekt haben und deshalb von ihr getötet werden.“ So lange wie möglich müsse man der Mutter die Chance geben, das Kind selbst aufzuziehen. Nur von ihr kann es die richtigen Eisbär-Instinkte lernen. Sei das Mutter-Kind-Verhältnis erst gebrochen, gehe es ganz schnell mit dem Totbeißen. „Und vorher kann ja keiner ran.“ Einmal getrennt, immer getrennt.
Wie man es macht, ist es falsch, finden Tierschützer. „Eisbärhaltung in Zoos ist heute sowieso überhaupt nicht mehr zeitgemäß“, wettert Dietmar Bonny (62), Vorsitzender des Landesverbandes der deutschen Tierschutzvereine. Zoos sollten sich lieber ganz auf einheimische Tierrassen beschränken, ist seine Meinung. „Eisbären leiden in unserem Klima“ Auf die Zucht solle man folglich erst recht verzichten.


Volksstimme - 10. Januar 2008
Mensch und Eisbär Die "Natur" ist hart
von Kai Perret
Die Hysterie um die Eisbärenjungen in den Zoologischen Gärten zeigt plakativ, wie sehr sich die Menschen bereits von ihren naturgegebenen Wurzeln gelöst haben. Viele trauen sich bewusst oder unbewusst nicht aus der Ecke der traditionellen Ethik mit ihrem anthropozentrischen Ansatz heraus. Es darf bei einer vermenschlichten Betrachtungsweise nicht sein, dass kleine Tierbabys " einfach " sterben – schon gar nicht in einem Zoo. Jedoch birgt dieser Ansatz viele Gefahren und entfernt uns immer weiter von unseren Mitgeschöpfen dieser Erde.
Die " Natur " ist hart. Tatsache ist, dass nur in seltenen Fällen der erste Wurf einer jungen Bärin überlebt – im natürlichen Lebensraum ist die Wahrscheinlichkeit fast null. Tatsche ist auch, dass sie lernen muss, wie sie mit den Neugeborenen am besten umgeht. Beraubt man sie ihrer Erfahrung, ein ureigenes Verhalten auszuleben, wird sie es womöglich nie lernen. Andererseits wollen nicht nur wir Zoologen, sondern auch unsere Besucher, dass sich die Tiere in Zoologischen Gärten naturgemäß (" artgerecht ") verhalten können. Das Spannungsfeld ist programmiert und zeigt deutlich, dass Zoos eine außergewöhnliche Schnittstelle zwischen Wildnis und Kultur, von tierischem Leben und menschlichen Sichtweisen sind. Es wird auch keine pauschale Lösung geben, die besagt, ob eine Handaufzucht bei Eisbären richtig oder falsch ist.
Eines hätte ich fast außer Acht gelassen. Eisbären leben in der Arktis und sind wie viele Tiere von der Ausrottung bedroht. Ich wünsche mir ( und das Jahr ist noch jung genug dafür ), dass wir alle genauso viel Energie und Engagement für den Schutz der Eisbären im natürlichen Lebensraum aufbringen wie für die Eisbärenjungen im Zoo. Seien Sie gewiss : Alle Eisbären würden es uns danken ! ( Rund um die Welt )

Frankenpost Donnerstag, 10. Januar 2008
„Man sollte den Fachleuten vertrauen“
Einer, der die täglich neuen Meldungen interessiert verfolgt, ist der Hofer Zoo-Chef Janusz Gutkowski. "Es ist nun einmal so, dass Eisbären sehr empfindliche Tiere sind. Es kann durchaus sein, dass eine Mutter ihren Nachwuchs nicht großzieht. Man muss wissen, dass Eisbären-Babys in der Natur erst im Frühling die Höhle verlassen. Als Zooleiter in Hof bin ich sicher nicht befugt, den Experten aus dem größten Tierpark Deutschlands Ratschläge zu geben. Ich kann nur appellieren, den Fachleuten zu vertrauen. Das Baby wird jetzt zum Flaschenkind. Wenn das Junge durchkommt, wird es zu einer Attraktion wie Knut in Berlin. Ein Eisbär, der Junge bekommt – das ist für einen Tierpark wie ein Lottogewinn. Die Tierart ist vom Aussterben bedroht.

Neue Westfälische 10.1.2008
"Wir hätten die kleinen Bären großgezogen"
In Bielefeld wären die kleinen Bären nicht gefressen worden, sagt Tierparkleiter Volker Brekenkamp. Da ein Zoo nicht die Natur sei, hätte sich Brekenkamp für eine Handaufzucht entschieden. "Gerade bei so kostbaren Tieren". Allerdings koste das auch viel Geld. "Mal so eben einen Tierpfleger für acht Monate abstellen, das ist teuer".

Hamburger Abendblatt - 9. Januar 2008
Nürnberger wollen keine "Knutomania"
Nach dem Drama mit zwei toten Jungtieren in den vergangenen Tagen, nach heftiger Kritik und aufreibenden Diskussionen, überwiegt im Tiergarten allmählich die Freude über das gerettete Baby, das tüchtig trinkt und sich allem Anschein nach gut entwickelt. Ein Team von zwei bis vier Tierpflegern wird es - abgeschirmt von der Öffentlichkeit - mit der Flasche aufziehen. Die Chancen, dass es sich ordentlich entwickelt, stehen gut, meinen die Verantwortlichen. „Es trinkt alle vier Stunden, und wir versuchen, ihm zwischendurch möglichst oft Körperkontakt zu geben“, erzählt Tiergartenchef Dag Encke. Ende März, um Ostern herum, könnte es soweit sein, dass das Bärchen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird. „Wir wurden fürchterlich angegriffen“, sagt Encke, der dennoch sicher ist, richtig entschieden zu haben. „Wir würden beim nächsten Mal an keiner Stelle anders reagieren, als wir es diesmal getan haben.“ Jetzt will der Tiergarten-Chef nach vorne schauen: „Wir freuen uns über das große Interesse.“ Man wolle es auch nutzen, um die Leute über die Bärenaufzucht aufzuklären.


KWICK! Community Magazin - 9. Jan. 2008
Eisbären-Baby wird nun doch per Hand aufgezogen
„Wir haben uns zum Einschreiten entschlossen, da die Mutter offensichtlich keinen sicheren Platz mehr für das Junge gefunden hat und zunehmend nervös geworden ist", sagte Zoodirektor Dag Encke am Dienstag. Bislang hatten es die Verantwortlichen abgelehnt, in die Aufzucht einzugreifen. Das galt auch noch einen Tag nach dem Tod der beiden Babys des Eisbärenweibchens Vilma. Vermutlich waren beide Jungtiere krank und daraufhin von der Mutter aufgefressen worden. „Man könnte heulen, wenn man sieht, dass die Mutter die Aufzucht bisher ganz perfekt hingekriegt hat und man jetzt aufgeben muss", sagte Encke. Doch die zunehmende Nervosität der Bärenmutter habe die Tiergartenleitung zum Eingreifen bewogen. Nachdem Vera ihren Nachwuchs aus der Bruthöhle herausgeholt, durch ihr Gehege getragen und schließlich liegen gelassen hatte, habe man befürchtet, sie könne dem Kleinen etwas antun oder es im Stich lassen. Nürnbergs Zweiter Bürgermeister Horst Förther (SPD) mutmaßt, der Medienrummel am Eisbärengehege könne Vera in Stress versetzt haben. Es gebe Filmaufnahmen, die bewiesen, dass sich Kamerateams dem Gehege weiter genähert hätten als erlaubt.

Derwesten.de - 9. Januar 2008
Artenschutz oder elende Tierquälerei?
Nicht die Politik oder der Fußball stehen derzeit im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, sondern die Frage: Ist die Handaufzucht von Raubtieren, deren Mütter sie ablehnen, praktizierter Artenschutz oder elende Tierquälerei? Der Tierschutzbund fordert, künftig auf die Haltung und Nachzucht von Eisbären zu verzichten. Knut-Fans heulen laut auf. „Eisbären führen ein sehr spezielles Leben mit einem großen Aktionsradius in einer speziellen Umwelt, die künstlich nicht nachgebildet werden kann”, sagt Stefan Beuys vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. „Wir sind nicht gegen Zoos, sie sind aber nur dann akzeptabel, wenn durch die Haltung bei den Tieren keine Leiden, Schmerzen und Krankheiten entstehen.” „Das Problem ist doch die Vermenschlichung der Tiere”, meint Stefan Beuys. Ein heikles Thema. „Aus Knut wurde eine Attraktion gemacht, aber gleichzeitig gab es ein verwaistes Lippenbär-Junges im Leipziger Zoo. Dafür interessierte sich kaum jemand, wahrscheinlich, weil Lippenbären nicht so teddymäßig aussehen.” Neben Bären sieht der Tierschutzbund Tiger, Löwen, Delfine, Wölfe, Elefanten und Papageien als Wildtiere an, die im Zoo nicht artgerecht gehalten werden können.
Die Zoos sind entrüstet. Zum Vorschlag, die Eisbären-Haltung in Deutschland ganz auslaufen zu lassen, sagt Wuppertals Zoochef Dr. Ulrich Schürer nur lapidar: „Solch einen Quatsch kommentiere ich nicht.” In Wuppertal sind die Eisbären eine große Attraktion. „Wir versuchen, das Beste zu machen - für Mensch und für Tier”, sagt Diana Wittmers vom Gelsenkirchener Zoom. „Die Entscheidung für eine Handaufzucht fällt individuell nach den jeweiligen Gegebenheiten.” Einer Vermenschlichung werde durch möglichst artgerechte Aufzucht entgegengewirkt. Zur Kritik an der Handaufzucht von Eisbären möchte sich André Schüle, Tierarzt im Berliner Zoo und „Leibarzt” von Eisbär Knut, für den Zoo nicht äußern. Eine persönliche Meinung hat der Veterinär, der übrigens aus Brilon kommt, aber schon: „Es gibt auch andere Beispiele. In Berlin-Friedrichsfelde wurde ein Eisbär von Hand aufgezogen, der ohne Probleme lebte und Nachwuchs hatte.”

Frankfurter Neue Presse - 9. Jan. 2008
Eisbären-Baby ist nach Trennung von der Mutter «putzmunter»
Das Eisbären-Baby im Nürnberger Tiergarten hat die Trennung von seiner Mutter bislang gut überstanden. Das kleine Bärenmädchen sei «putzmunter, kräftig und wohlgenährt», sagte der stellvertretende Tiergartenchef Helmut Mägdefrau am Mittwoch. Es trinke und schlafe gut. Das vier Wochen alte Jungtier wiegt 1700 Gramm und bekommt alle vier Stunden eine Flasche mit Kunstmilch. Das noch namenlose Baby war am Dienstag aus Sicherheitsgründen von seiner Mutter Vera getrennt worden und soll nun - wie der Berliner Eisbär Knut - mit der Hand aufgezogen werden. Einen Namen hat das Kleine noch nicht. Er soll in den nächsten Wochen in einem öffentlichen Wettbewerb gefunden werden - «aber erst, wenn wir wissen, dass es sicher durchkommt», unterstrich Bürgermeister Förther. Mägdefrau sagte: «Erst wenn es drei Monate alt ist und richtig läuft, kann man durchatmen.»
Unterdessen erneuerten Tierschutz-Organisationen ihre Angriffe. Nach Meinung des Deutschen Tierschutzbundes sollten Tiergärten in Deutschland auf die Haltung und Nachzucht von Eisbären verzichten. Selbst große Außengehege seien für die Tiere winzige Gefängnisse, die ihren Bewegungsdrang extrem einschränkten. Deshalb zeigten sie oft Verhaltensstörungen. Der Verband Deutscher Zoodirektoren wies die Vorwürfe zurück. «Auch in der Natur sind Eisbären nicht frei», sagte Geschäftsführer Hubert Lücker in Dresden. Sie hätten auch in freier Wildbahn nicht besonders viel Platz. «Wenn die Haltung vernünftig ist, sind Eisbären für ein Leben im Zoo überhaupt nicht ungeeignet», meinte Lücker.

Frankfurter Neue Presse - 9. Jan. 2008
Tierschutzbund: Zoos sollen auf Haltung von Eisbären verzichten
Die Tiergärten in Deutschland sollten nach Ansicht des Deutschen Tierschutzbundes künftig auf die Haltung und Nachzucht von Eisbären verzichten. Diese Konsequenz müsse aus dem «Eisbärendrama» im Nürnberger Tiergarten gezogen werden, erklärte die Organisation am Mittwoch in Bonn. Selbst die größten Außengehege seien für die Tiere Gefängnisse, die ihren Bewegungsdrang extrem einschränkten. Der Verband Deutscher Zoodirektoren wies die Vorwürfe zurück. «Auch in der Natur sind Eisbären nicht frei», sagte der Geschäftsführer Hubert Lücker in Dresden.

Stuttgarter Zeitung, 9. Januar 2008
„Die Tierschützer reden alles in den Zoos schlecht“
Die Wilhelma-Kuratorin Ulrike Rademacher über die Hysterie um zwei tote Eisbärenbabys in Nürnberg
Die ganze Debatte trägt inzwischen absurde Züge. Das Thema ist aus meiner Sicht völlig abgeglitten, und manche Berichterstattung in den Medien führt in die falsche Richtung. Da wird, wie jetzt in Nürnberg, künstlich ein "Eisbären-Drama im Zoo" herbeigeschrieben, obwohl es nichts Ungewöhnliches ist, weil viele Eisbärenbabys die ersten Tage nach ihrer Geburt nicht überleben. Ich halte mich lieber an allgemeine Fakten: In den Zoos sterben 30 Prozent aller Eisbärenbabys innerhalb der ersten 24 Stunden. Außerdem ist es völlig normal, dass eine Mutter ihre Jungtiere frisst oder verlässt, wenn sie merkt, dass diese organische Probleme oder Missbildungen haben. Wenn eine Eisbärin feststellt, dass ihr Junges keine Chance hat, zu überleben, frisst sie es auf. Dann investiert sie ihre Energie lieber in den nächsten Wurf. Das ist natürlich - schade, dass manche es so dramatisieren. Natürlich wollen wir - wie jeder andere Zoo auch - dass der Nachwuchs bei der Mutter bleibt. Bei uns sind die Türen zur Wurfbox für alle geschlossen. Dass der Wilhelma nichts an einer Neuauflage des großen Knut-Wirbels liegt, ist bekannt. Natürlich gibt es für die Fotografen und Kameraleute großartige Bilder, wenn ein kleiner Eisbär im Arm seines Pflegers am Fläschchen nuckelt. Die Medien profitieren davon, doch die Experten sehen darin auch Gefahren. Genau in dieser Zeit durchläuft der Nachwuchs seine wichtige Prägephase. Wenn er jetzt nur mit Menschen in Kontakt kommt, erlebt er nicht die Mimik und das Verhalten der anderen Eisbären. Ich habe Eindruck, dass die Tierschützer alles in den Zoos schlecht reden - egal was wir unternehmen. Außerdem ist die Debatte nur noch auf das Jungtier fixiert - alle schauen ausschließlich auf den süßen kleinen Eisbär. Dabei verlieren sie das Muttertier völlig aus den Augen. Experten argumentieren, dass die Mütter traumatisiert werden, wenn man ihnen den Nachwuchs wegnimmt. Uns liegen in der Wilhelma auch die erwachsenen Tiere am Herzen, mit denen wir langfristig eine Zucht aufbauen wollen.

FR-online.de - 9. Jan. 2008
Nürnberger Eisbärbaby ist ein Weibchen
Das Nürnberger Eisbärbaby ist ein Mädchen. Eine Pflegerin habe das Geschlecht des vier Wochen alten Jungtieres beim Füttern bestimmt, sagte der stellvertretende Zoodirektor Helmut Mägdefrau am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Nürnberg. Muttertier "Vera" hatte das vier Wochen alte Baby am Dienstag überraschend aus ihrer Wurfhöhle getragen und zu verstecken versucht. Dabei sei ihr das Tier mehrmals, bis aus einer Höhe von eineinhalb Metern, heruntergefallen. Die Gefahr einer Verletzung des Babys sei sehr groß gewesen, sagte Mägdefrau. "Deshalb haben wir uns entgegen unserer Überzeugung für eine Handaufzucht entschieden", erklärte er. Diese Entscheidung sei schmerzlich gewesen. Wieso "Vera" ihren Bau plötzlich als nicht mehr sicher für ihren Nachwuchs empfand, blieb weiter unklar. Möglicherweise sei sie von einem bisher aber nicht identifizierten Kamerateam gestört worden, das sich unerlaubterweise bis in die Nähe der Wurfhöhle Zugang verschafft hatte.
Damit das Jungtier so artgerecht wie möglich aufwachse, sucht der Zoo nun nach einem Spielgefährten. Denkbar sei ein Eisbärbaby ebenso wie ein junger Braunbär, erklärte Mägdefrau. "Das wäre für die Entwicklung des Tieres das Beste."

Ad-Hoc-News - 9. Jan. 2008
Das Eisbärenjunge ist ein Weibchen
Eine Wiederholung der «doofen Knut-Manie» wollte Nürnbergs Tiergarten unbedingt verhindern. Doch nach der Rettung des von der Mutter Vera verstoßenen Eisbärenbabys ist die Euphorie in Nürnberg nicht mehr zu bremsen. Selbst Zoo-Vizechef Helmut Mägdefrau musste grinsen, als er am Mittwoch auf einer live im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz verkündete: «Eine Pflegerin hat die Genitalien ertastet. Das Junge ist weiblich!» Bürgermeister Horst Förther sortiert auf seinem Schreibtisch bereits die Namensvorschläge, will aber einen Wettbewerb veranstalten. Und der Tiergarten plant, zusätzliche Kassen- und Toilettenhäuschen aufzustellen, um dem zu erwartenden Ansturm gerecht zu werden. Zoo-Direktor Dag Encke sagte: «Unser positives Krisenszenario sieht so aus: Osterferien und der erste öffentliche Auftritt des Bären fallen zusammen.»

Berliner Kurier - 9. Jan. 2008
Zoo-Schicksal
Der Bürgermeister der Stadt Nürnberg hat die Entscheidung verteidigt, das Baby der Eisbärin "Vera" von seiner Mutter zu trennen. Nachdem "Vera" vermutlich aufgrund von Störungen nervös geworden sei, habe sich die Zooleitung für die Handaufzucht entschieden. Die Experten des Nürnberger Zoos rätseln nach wie vor darüber, warum "Vera" den Umgang mit ihrem Baby so dramatisch veränderte. Vier Wochen lang habe sie sich "hervorragend gekümmert", sagte Mägdefrau. Auch als "Vera" untypischerweise ins Außengehege gegangen sei, habe dies zunächst keine Sorgen gemacht. Am Dienstag habe sie sich aber unerklärlicherweise plötzlich "völlig desorientiert" und traumatisiert gezeigt. Ein erster Verdacht, ein in den Schutzbereich eingedrungenes Kamerateam könne die Eisbärenmutter gestört haben, ließ sich zunächst nicht bestätigen.

Yahoo! Nachrichten - 9. Jan. 2008
Stadt Nürnberg wehrt sich gegen Vorwürfe wegen Eisbärentods
Die Stadt Nürnberg hat personelle Konsequenzen beim Zoo der Stadt wegen des Tods der Babys von Eisbärin "Vilma" abgelehnt. "Das ist völliger Unsinn", sagte Bürgermeister Horst Förther (SPD) zu entsprechenden Forderungen. Die Stadt sei gerade stolz darauf, dass der Zoo die Tiere natürlich aufziehen wollte. Förther verteidigte auch die Entscheidung, das Baby der Eisbärin "Vera" von seiner Mutter zu trennen. Nachdem "Vera" vermutlich aufgrund von Störungen nervös geworden sei, habe sich die Zooleitung für die Handaufzucht entschieden.
Derweil wurde bekannt, dass Eisbär "Knut" aus Berlin doch keine kleinen Geschwister bekommen. Entgegen der ersten Hoffnungen seien die drei Berliner Eisbärendamen "Nancy", "Katjuscha" und "Tosca" doch nicht schwanger gewesen, sagte Zoo-Tierarzt André Schüle. Sie seien deshalb nach Wochen jetzt erstmals wieder ins Außengehege zu "Knuts" Papa "Lars" gelassen worden.

Basler Zeitung - 9. Jan. 2008
Nürnberger Eisbärenbaby mit guten Überlebenschancen
Das von seiner Mutter getrennte Eisbärenbaby im Nürnberger Zoo hat gute Aussichten, in "Knuts" Fussstapfen treten zu können: Die Überlebenschancen seien "relativ günstig", sagte Vize-Zoodirektor Helmut Mägdefrau. Obwohl Mutter "Vera" ihr Kleines mehrfach aus grosser Höhe hatte fallen lassen, zeigten Röntgenbilder keine Verletzungen des noch namenslosen, 1700 Gramm schweren Bärenbabys. "Wir sind optimistisch", sagte Mägdefrau. Entwickle sich das Baby gut, so könnte es um Ostern erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Morgenweb - 9. Jan. 2008
Nürnberg will Knut-Rummel vermeiden
Es ist kaum größer als die Hand eines Erwachsenen, liegt auf einer karierten Decke und nuckelt am Fläschchen - das vier Wochen alte Eisbärenbaby ist schon jetzt der neue Star im Nürnberger Zoo. Nach dem Drama mit zwei toten Jungtieren in den vergangenen Tagen, nach heftiger Kritik und aufreibenden Diskussionen, überwiegt im Tiergarten allmählich die Freude über das gerettete Baby, das tüchtig trinkt und sich allem Anschein nach gut entwickelt. Doch einen Rummel, wie ihn Eisbär Knut im Berliner Tiergarten ausgelöst hat, möchte man in Nürnberg vermeiden. Ein Team von zwei bis vier Tierpflegern wird es - abgeschirmt von der Öffentlichkeit - mit der Flasche aufziehen. Die Chancen, dass es sich ordentlich entwickelt, stehen gut, meinen die Verantwortlichen.

Bild.de
Zoo rettet Mini-Knut
Doch als die Pfleger das Junge geholt hatten, spielten sich im Zoo dramatische Szenen ab. Die Eisbär-Mama tobte und wütete in ihrem Gehege

Focus Online
Nürnberger Zoo Knuts Ziehvater drückt die Daumen
Im Berliner Zoo mit seinem Eisbär-Jungstar Knut hofft Tierpfleger Dörflein auf eine gute Entwicklung des Eisbären-Babys im Nürnberger Tiergarten.

Ein Eisbär-Mädchen für Nürnberg
Netzeitung - national,Germany
Jetzt sucht der Zoo weltweit nach einem zweiten Bären-Baby, mit dem die kleine Eisbärin aufwachsen kann.

PR-Inside.com - 9. Jan. 2008
CSU hat keinen Namen für das Nürnberger Eisbärbaby
Die CSU will sich nicht in die Namenssuche für das Eisbärbaby im Nürnberger Zoo einschalten. «Über den Eisbären freuen wir uns sehr. Aber das sollen die im Zoo selber machen. Das ist Subsidiarität in Bayern», sagte der Parteivorsitzende Erwin Huber am Mittwoch in Wildbad Kreuth. Huber war gefragt worden, ob sich seine Partei dem Vorschlag der Grünen anschließen könne, den Eisbären «Edmund» oder «Eddi» zu nennen.

Augsburger Allgemeine - 9. Jan. 2008
Viel trinken, viel kuscheln - dem Eisbärbaby geht es gut
Es ist kaum größer als die Hand eines Erwachsenen, liegt auf einer karierten Decke und nuckelt am Fläschchen - das vier Wochen alte Eisbärenbaby ist schon jetzt der neue Star im Nürnberger Zoo.

Augsburger Allgemeine - 9. Jan. 2008
Zoo nimmt Mutter das Junge weg: Erste Nacht gut überstanden

WELT ONLINE - 9. Jan. 2008
Nürnberger Eisbären-Baby wird nun doch per Hand aufgezogen

Ruhr Nachrichten - 9. Jan. 2008
Nürnberger Eisbären-Baby darf weiterleben

Vienna Online - 9. Jan. 2008
Eisbären: Bei falschem "Feedback" wird der eigene Nachwuchs gefressen

Express.de
Tierisch herzloser Zoo-Direktor Ich würde kleine „Knuts“ sterben ...
Zoo-Direktor Helmut Mägdefrau will sie im Stich lassen - weil ihn das Knut-Fieber nervte.

Ad-Hoc-News - 8. Jan. 2008
Eisbär Edi von Mutter
Die Nürnberger Eisbärendame Vera hat ihren fünf Wochen alten Sohn verstoßen. Der kleine Eisbär soll nun von Pflegern mit der Flasche groß gezogen werden. Den ursprünglichen Vorsatz, das Tier sterben zu lassen, sollte sich die Mutter nicht mehr um ihren Nachwuchs kümmern, brachte im Zoo dann doch niemand übers Herz. Für die Verantwortlichen im Tiergarten ist die Handaufzucht ein Horrorszenario. Noch vor einigen Tagen hatte Zoo-Vizechef Helmut Mägdefrau verkündet, nicht einzugreifen.

PR-Inside.com - 8. Jan. 2008
«Die Mutter hat das Kind rausgeschleppt und liegengelassen»
Die Nürnberger Eisbärendame Vera hat ihren fünf Wochen alten Sohn verstoßen. Der kleine Eisbär soll nun von Pflegern mit der Flasche groß gezogen werden. «Ich hätte heulen können», sagte Zoodirektor Dag Encke am Dienstag im ddp-Gespräch. «Die Mutter hat das Kind rausgeschleppt und liegengelassen», berichtete er niedergeschlagen. Es war eine rabenschwarze Woche für ihn. Erst fraß Eisbärendame Vilma ihre beiden Babys auf, dann setzte die zweite Mutter Vera ihren Nachwuchs aus.

PR-Inside.com - 8. Jan. 2008
Nürnberger Eisbärbaby wird nun doch mit der Flasche aufgezogen ...
Wende im Drama um die Nürnberger Eisbärenbabys: Nach dem Tod zweier Jungtiere im Zoo der Stadt wird das dritte Eisbärenbaby nun doch mit der Flasche aufgezogen. Zu diesem Schritt habe man sich am Dienstag entschlossen, weil Eisbärweibchen «Vera» ihr Baby am Nachmittag überraschend aus der Wurfhöhle getragen und versucht habe, es auf dem Gelände zu verstecken, sagte der stellvertretende Tiergartendirektor Helmut Mägdefrau. Offensichtlich sei das Weibchen von einem Kamerateam gestört worden, das unerlaubterweise bis in die Nähe der Wurfhöhle vorgedrungen sei.

ddp-bay, 8.01.2008
Das blutige Ende der Ära Knut
Nach dem Tod von zwei Eisbärenbabys im Nürnberger Tiergarten fordert der Europäische Tier- und Naturschutz (ETN) ein generelles Haltungsverbot für Eisbären in deutschen Zoos. Der jüngste Vorfall markiere «das blutige Ende der Ära Knut», sagte ETN-Sprecherin Marion Steinel am Dienstag in Bonn. Denn eine artgerechte Haltung der Landraubtiere sei im Zoo grundsätzlich nicht möglich.

Badische Zeitung - 8. Jan. 2008
Fraß Mama die Bärenbabys?
"Ich bin sehr traurig, nachdem ich gestern noch optimistisch war" , beschrieb Zoo-Vize Helmut Mägdefrau seine Gefühle. Seine traurige Botschaft: Vermutlich sind beide Babys des Eisbärenweibchens Vilma im Nürnberger Tiergarten tot. Die Jungtiere seien nicht mehr auffindbar, erklärte Mägdefrau gestern. Wahrscheinlich wurden sie von der eigenen Mutter gefressen. "Mit dem Jungtier muss etwas nicht in Ordnung gewesen sein" , mutmaßt Tiergartenchef Dag Encke. Das Baby könne einen Infekt gehabt haben oder aus anderen Gründen geschwächt gewesen sein. Wenn die Mutter merke, dass eine Krankheit oder andere Umstände die Aufzucht unwahrscheinlich machten, fräßen Raubtiere ihren Nachwuchs häufig auf. Dass das Nicht-Eingreifen zum Tod der Welpen geführt haben könne, streitet Tiergarten-Kurator Mägdefrau ab: "Gerade bei Eisbären führt die geringste Störung dazu, dass sie ihre Aufzucht abbrechen und dann normalerweise auch ihre Jungtiere fressen."

sueddeutsche.de - 8. Jan. 2008
Eisbärenbabys offenbar von Mutter aufgefressen
Vor einigen Tagen verkündete der Zoo Nürnberg, seine kleinen Eisbären lieber sterben lassen zu wollen als sie mit der Flasche aufzuziehen. Das ist nun offenbar passiert.
Die neugeborenen Eisbären im Nürnberger Tiergarten sind vermutlich von ihrer eigenen Mutter aufgefressen worden. Der Nachwuchs von Eisbärmutter Vilma sei nicht auffindbar, teilte der Zoo am Montag mit. Vermutlich sei eine Erkrankung Ursache für den Tod der Babys, sagte Zoodirektor Dag Encke. Raubtiere seien bekannt dafür, dass sie ihren Nachwuchs auffressen, wenn die Jungtiere nicht gesund seien oder die Umstände eine erfolgreiche Aufzucht unwahrscheinlich machten. Dagegen könnte der Nachwuchs des Eisbärenweibchens Vera noch am Leben sein.

WELT ONLINE - 8. Jan. 2008
Schluss mit noch mehr Knuts?
Nachdem eine Eisbärmutter im Nürnberger Zoo ihre beiden Babys aufgefressen haben soll, kritisiert der Deutsche Tierschutzbund, die Fürsorgepflicht sei verletzt worden. „Der Zoo hätte früher eingreifen müssen“, sagte Verbands-Geschäftsführer Thomas Schröder und stellte klar: „Grundsätzlich lehnen wir die Haltung und Nachzucht von Eisbären in Gefangenschaft strikt ab.“

sueddeutsche.de - 8. Jan. 2008
Verhaltensgestört in einer künstlichen Welt
Im Nürnberger Tierpark hat ein Eisbärenweibchen seine beiden Jungen gefressen. Aufgebrachte Tierschützer geben der Haltung im Zoo die Schuld. Der Tierschutzbund Bayern hat dem Nürnberger Zoo im Fall der toten Eisbären-Babys eine Verletzung der Fürsorgepflicht vorgeworfen. Der Tiergarten hatte es abgelehnt, in die Aufzucht der Jungen einzugreifen.

PR-Inside.com - 7. Jan. 2008
«Wahrscheinlich aufgefressen»
Ausgerechnet Vilma. Gerade um diese Eisbärenmutter hatten sich die Pfleger im Nürnberger Tiergarten am wenigsten Sorgen gemacht. Fünf Wochen lang verpflegte sie vorbildlich ihre Jungen, verließ nicht einmal ihre Wurfhöhle. Währenddessen musste sich Artgenossin Vera im Nachbargehege «Rabenmutter» über die Glaswand zurufen lassen, weil sie sich in der Sonne räkelte, während drinnen ihr Baby schrie. Doch am Montag schlug Vilma auf einmal aufgeregt gegen ihr Schiebetor. Als der Pfleger nachsah, fand er keines der Jungen mehr. «Wahrscheinlich hat sie sie aufgefressen», muss Tiergarten-Direktor Dag Encke am Mittag zerknirscht bekanntgeben.

SF Tagesschau - 7. Jan. 2008
Zwei Eisbärenbabys in Nürnberg vermutlich tot
Zwei der im Nürnberger Zoo geborenen Eisbärbabys sind vermutlich tot. Wie der Tiergarten mitteilte, wurde bei einer Kontrolle im Innenstall des Eisbärenweibchens «Vilma» keines der vermuteten zwei Babys gefunden. Als Todesursache wird eine Erkrankung der Tiere vermutet. Ein Pfleger habe lediglich den Stall durchsucht, nachdem das Eisbärweibchen am Montagvormittag erstmals seit der Geburt Ende November am Schieber der Wurfbox gekratzt hatte.

news aktuell - 7. Jan. 2008
Tod der Eisbärenbabys im Tiergarten Nürnberg: Unverantwortliches Verhalten der Betreuer
Offenbar sind zwei der im Tiergarten Nürnberg geborenen Eisbärenbabys tot. Noch ist unklar, ob die Tiere von der Mutter getötet und gefressen wurden oder noch tot in der Höhle liegen. Unklar ist auch die Lage in der anderen Höhle, in der ebenfalls Eisbärennachwuchs vermutet wird. Der Deutsche Tierschutzbund übt gemeinsam mit seinem Landesverband Bayern scharfe Kritik an dem unverantwortlichen Verhalten der Tiergarten-Leitung, die augenscheinlich mit Duldung des Oberbürgermeisters, den Tod der Tiere - wie schon angekündigt - billigend in Kauf genommen haben.

Bild.de - 6. Jan. 2008
Gedanken am Sonntag Über die Bären von Nürnberg und die Sehnsucht ...
Ich bin gespannt, wann die ersten dazu aufrufen, Nürnberger Lebkuchen zu boykottieren oder gleich die komplette Frankenmetropole von der Besuchsliste zu streichen. Ein Zoo-Boss wagt doch tatsächlich, uns die Fortsetzung einer kollektiven Lovestory kaputtzumachen! In den Höhlen des Nürnberger Tiergartens schlummern nämlich mindestens drei Eisbärenbabys, und der Herr Direktor erdreistet sich, der Öffentlichkeit kundzutun, er werde diese „Mini-Knuts“ lieber verhungern lassen, als sie von Menschenhand aufzuziehen. Ist der Mann denn von Sinnen? War der im vergangenen Jahr auf Tauchstation, als wir eine Nation von Bärenfreunden wurden und jedes Gramm, jeden Zentimeter von Fell-Knäuel-Knut bestaunten? Der Fehler ist, dass wir glauben, über der ganz großen Knut-Show zu ganz großen Eisbären-Experten geworden zu sein. Dieses Privileg haben nun mal die Zoologen, und die tun jetzt nichts anderes, als das, was wir Laien immer wieder einfordern, wenn wir eingesperrte Tiere bemitleiden: Der Natur ihren Lauf und den Tieren ihre Freiheit zu lassen. Zu dieser natürlichen Freiheit gehört nun mal, dass erstgebärende Eisbärinnen – wie in Nürnberg – ihre Jungen verstoßen oder totbeißen. So niedlich das alles war mit unserem Knut: Im Abstand lohnt eine nüchterne Bilanz, in der die Nürnberger Entscheidung umso mutiger aufscheint.

Stern - 5. Jan. 2008
Werden Knuts Nachfolger überleben?
Gesehen hat sie noch niemand, doch ihr Schmatzen ist schon zu hören - im Nürnberger Zoo kamen mindestens drei Eisbären-Babys zur Welt. Ob sie überleben, ist ungewiss. Der Tiergarten würde den Nachwuchs eher sterben lassen, als ihn mit der Flasche aufzuziehen. Die erste kritische Phase hätten die Babys überstanden. Allerdings bestehe noch bis zur sechsten Woche nach der Geburt die Gefahr, dass die Muttertiere ihren Nachwuchs nicht akzeptierten. Sollten die Mütter ihren Nachwuchs jedoch verstoßen, würde der Tiergarten seine Eisbären-Babys eher sterben lassen, als sie mit der Flasche groß zu ziehen. Zwar habe man in Nürnberg bis in die 1970er Jahre insgesamt 20 Eisbären mit der Hand aufgezogen, sagt Encke. Dies entspreche aber nicht mehr den neuesten Erkenntnissen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Handaufzucht wie im Fall des Berliner Eisbären-Babys "Knut" ist laut Encke keine Garantie für das Überleben eines Jungtieres. Außerdem würden vom Menschen großgezogene Tiere ihren eigenen Nachwuchs "signifikant schlechter annehmen" als Naturaufzuchten.
Weil die Babys früher als erwartet auf die Welt kamen, war in den Bruthöhlen der Eisbärenweibchen keine Überwachungskamera installiert worden. Daher konnte der Tiergarten bisher weder konkrete Angaben über den Zustand und die Zahl der Babys machen noch der Öffentlichkeit Bilder vom Nachwuchs präsentieren. Daraufhin waren Vorwürfe laut geworden, der Tiergarten habe es versäumt, die Eisbären-Geburt werbewirksam einzusetzen. Um die Mütter nicht unnötigem Stress auszusetzen und dadurch die Aufzucht der Jungbären zu gefährden, verzichte der Zoo aber zunächst weiterhin auf den nachträglichen Einbau der Kameras, sagt Encke.

Focus Online - 4. Jan. 2008
Nürnberger Zoo Kleinen Knuts droht Hungertod
Noch hat das Wohlergehen der Eisbärbabys im Nürnberger Zoo Vorrang. Sollten die Mütter aber ihre Kleinen verstoßen, will der Tierpark nicht eingreifen. Artenschützer haben dafür „durchaus Verständnis“. In Nürnberg geht es nun um die Jungen der Eisbärenweibchen Vilma und Vera. Ende letzten Jahres brachten sie Babys zur Welt. Wie viele, lässt sich noch nicht sagen, meint Mägdefrau. „Es kann noch jede Menge schief laufen.“ Die Mütter könnten beispielsweise ihren Babys Nahrung verweigern, erläutert er. Dann könnte nur noch der Zoo die Kleinen vor dem Hungertod retten. Doch das scheidet in Nürnberg aus. „Wir greifen nicht ein“, stellt Mägdelein klar. „Wir sollten Vertrauen in die Tierwelt haben und akzeptieren, dass es bei Erstgebärenden manchmal eben nicht klappt.“ Das sieht auch Naturschützer Jörn Ehlers vom WWF so. Er verweist auf das Leben in der Natur, wo es die Eisbären ja auch nicht einfach hätten. 50 Prozent der Tiere stürben schon im ersten Lebensjahr, sagt Ehlers im Gespräch mit FOCUS Online. WWF-Experte Ehlers freut sich dagegen, dass mit dem Marketing-Erfolg bei Knut auch die öffentliche Aufmerksamkeit für den Klimawandel gestiegen sei. Kritisch sieht er aber die „Verkitschung“ des Eisbärenthemas, wenn solche Tiere einen Namen bekämen. Denn Knut sei inzwischen kein Kuschelbär mehr, sagt Ehlers und fügt hinzu: „Ich würde heute jedenfalls nicht in sein Gehege gehen.“

N24 - 4. Jan. 2008
Kein neuer Knut in Nürnberg
Der Nürnberger Tiergarten würde seine Eisbären-Babys eher sterben lassen, als sie mit der Flasche groß zu ziehen. Zwar habe man in Nürnberg bis in die 1970er Jahre insgesamt 20 Eisbären mit der Hand aufgezogen, sagte Zoodirektor Dag Encke am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Das entspreche aber nicht mehr den neuesten Erkenntnissen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Handaufzucht wie im Fall des Berliner Eisbären-Babys "Knut" ist laut Encke keine Garantie für das Überleben eines Jungtieres. Außerdem würden vom Menschen großgezogene Tiere ihren eigenen Nachwuchs signifikant schlechter annehmen als Naturaufzuchten.

Südtirol Online - 4. Jan. 2008
Nürnberger Zoo hofft auf „Knut-Flut“
Eisbär «Knut» hat ordentlich Konkurrenz bekommen: Der Nürnberger Tiergarten hofft auf eine wahre «Knut-Flut». In den Höhlen des Eisbärengeheges des Zoos schlummerten mindestens drei Eisbärenbabys, sagte Tiergartenleiter Dag Encke am Freitag. Möglich sei aber auch, dass noch mehr Tiere geboren wurden. Bisher seien die Rufe dreier verschiedener Jungtiere zu hören. Die erste kritische Phase hätten die Babys überstanden. Allerdings bestehe noch bis zur sechsten Woche nach der Geburt die Gefahr, dass die Muttertiere ihren Nachwuchs nicht akzeptierten.

sueddeutsche.de - 4. Jan. 2008
Politik in der Höhle der Bären
Der Tiergarten hat Eisbären-Babys. Doch eine Vermarktung wie bei Knut soll es nicht geben. Auch keine Aufzucht mit der Flasche. Eher würde man sie sterben lassen. Wie Tiere zum Wahlkampfthema werden. Am Freitag hat sich Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) in die Debatte eingeschaltet. Der Nürnberger Tiergarten, der sich des weiten Auslaufs wegen höchst ungern als Zoo bezeichnen lässt, sei "definitiv kein Zirkus", legt sich der Rathauschef fest. Alle, die nun vorzeitig plüschbärigen Devotionalienhandel und Liveübertragungen mit jungen Eisbären in Gang bringen wollten, seien "völlig schief gewickelt". So sieht das auch die CSU, wirft der SPD aber dennoch vor, mit gespaltener Zunge zu sprechen. Schließlich habe der für den Tiergarten zuständige SPD-Referent, der Zweite Bürgermeister Horst Förther, die Tierparkleitung durch den Kakao gezogen. Förther hatte öffentlich gemacht, dass die Chefzoologen zwar Kameras im Bärenbau hatten anbringen wollen - diese aber nicht rechtzeitig zur Geburt installieren konnten.
Der stellvertretende Direktor des Tiergartens, Helmut Mägdefrau, hat ganz andere Probleme. Seit er bekanntgegeben hat, man werde in Nürnberg die jungen Bären notfalls sterben lassen, sollten diese von der Mutter verstoßen werden, wird der Zoologe mit Protesten förmlich bombardiert. Was er denn für ein herzloser Geselle sei, fragen die einen. Die anderen schimpfen ihn einen Puristen des Zoogewerbes, der offenbar immer noch nicht verstanden habe, dass man aus Kleinbären ganz großes Kino machen könne.

Bild.de - 4. Jan. 2008
Lässt sie die Baby-Knuts verhungern?
Sonnenbad. Faulenzen. Plantschen im Wasserbecken. Eisbär-Mutter Vera zeigt wenig Interesse an ihren Baby-Knuts. Oft bleibt sie stundenlang draußen, während die Kleinen in der Höhle liegen und nach ihrer Mama quieken. Viele Besucher machen sich große Sorgen um die Mini-Eisbären. Wird Vera ihre Kleinen doch noch verstoßen?
Tiergarten-Chef Dag Encke hatte von Anfang an Zweifel, dass das Eisbären-Weibchen ihre Mutterpflichten erfüllen würde. Encke: „Erstgebärende Weibchen verstoßen ihre Jungen oft. Die Aussichten auf eine erfolgreiche Nachzucht sind derzeit noch nicht abzuschätzen.“

Express.de - 4. Jan. 2008
Tierisch ser Zoo-Direktor Ich würde kleine „Knuts“ sterben ...
Zoo-Direktor Helmut Mägdefrau will sie im Stich lassen - weil ihn das Knut-Fieber nervte. Handaufzucht vom Menschen? Tierpark-Vizedirektor Dr. Helmut Mägdefrau denkt gar nicht dran: „Wenn sie ihre Kleinen sterben lassen wollen, dann müssen sie eben sterben.“ Hat der Mann ein Herz aus Eis? Nein, er ist genervt. Von der „doofen Knutmanie“ wie er sagt. „Was sich in Berlin abgespielt hat, war nicht normal. So eine Vermarktungsmaschinerie wollen wir nicht“, so der Tierpark-Vizechef. „Dass alle Welt denkt, Eisbären sind sooo süüüße Tierchen - darauf kann ich gern verzichten.“

Ruhr Nachrichten - 4. Jan. 2008
Zoodirektor verteidigt Handaufzucht von Knut
Die Entscheidung, Eisbärbaby Knut mit der Flasche aufzuziehen war richtig, sagt der Berliner Zoo-Direktor. Er reagiert damit auf die Äußerungen seines Nürnberger Kollegen, der von einer "doofen Knutomanie" gesprochen hatte. "Es handelt sich immer um eine Einzelfallentscheidung", sagt Blaszkiewitz. Sie hängt auch immer davon ab, in welcher Verfassung das verstoßene Jungtier ist. So war der Bruder von Knut gestorben, weil er zu schwach war. Knut mit Hand aufzuziehen war, wie man heute sieht, "die richtige Entscheidung".

PR-Inside.com - 8. Jan. 2008
Münchner Zoo verstärkt Bemühungen um Eisbären-Nachwuchs
Der Münchner Tierpark verstärkt seine Bemühungen um Eisbären-Nachwuchs. «Wir wollen die Anlage umbauen und in rund anderthalb Jahren zwei junge Mädels holen», sagte der Münchner Tierparkdirektor Henning Wiesner. Dafür brauche es jedoch noch grünes Licht vom Aufsichtsrat. Die Hoffnung auf eine Schwangerschaft von Eisbärendame Lisa hat der Direktor mittlerweile aufgegeben. Die Großmutter des Berliner Eisbären Knut sei mit ihren 30 Jahren zu alt, betonte Wiesner. Nicht einmal der seit Mitte Mai im Tierpark lebende Eisbär Yogli aus der Toskana konnte ihre Lust wecken. Der acht Jahre alte Bär kassiere stets eine «Backpfeife», wenn er Lisa zu nahe komme. Deshalb sollen die zwei jungen Damen Yogli in Zukunft bezirzen - und für Nachwuchs sorgen. Woher die Weibchen stammen, wollte der Direktor noch nicht verraten. Eines stehe für ihn jedoch fest: Möglicher Nachwuchs solle nicht per Hand aufgezogen werden. Am Montag hatte eine Eisbärin im Nürnberger Tiergarten vermutlich ihre zwei Jungen aufgefressen. Kritik am Vorgehen seiner Kollegen bezeichnet Wiesner als «großen Unsinn». Er selbst hätte genauso gehandelt, betonte er. «Das ist ein natürlicher Vorgang.»

oe24.at - 4. Jan. 2008
Eisbären-Nachwuchs auch im Nürnberger Zoo
Nicht nur in Wien gibt es Eisbären-Nachwuchs, sondern auch im Nürnberger Zoo. Dort ist dieser jedoch akut gefährdet. Eisbärmama Vera im Nürnberger Zoo kümmert sich derzeit nicht so liebevoll um den Nachwuchs, wie sie sollte. Im Gegensatz zur Eisbär-Dame Olinka, die sich von Anfang an rührend um ihre kleinen Zwillinge kümmerte, faulenzt Vera lieber stundenlang vor ihrer Höhle und reagiert nicht auf das zarte Quieken der Kleinen. Tiergarten-Chef Dag Encke hatte von der Geburt an seine Zweifel bei Vera. "Wenn die Muttertiere ihre Kleinen sterben lassen wollen, dann müssen sie eben sterben." Der Zoo Nürnberg spricht sich komplett gegen eine Handaufzucht wie bei Knut aus.

n-tv - 7. Jan. 2008
Suri und Knut
Suri Cruise, Tochter von Katie Holmes (29) und Tom Cruise (45) wird nicht die Stimme von Eisbär Knut werden. "Tom und Katie haben keine Pläne für Suris baldige Schauspielkarriere", teilte ein Sprecher des Paares mit. Suri würde noch nicht einmal ganz Sätze herausbringen, bekräftigte ein Freund der Familie. Suri, die im April zwei Jahre alt wird, steht auf der Wunschliste des Filmproduzenten Ash R. Shah, der das Leben von Eisbär Knut als Zeichentrickfilm auf die Leinwand bringen will. Das Filmprojekt ist noch nicht unter Dach und Fach.

Bild.de - 9. Jan. 2008
Wie geht es jetzt mit unserem Berliner Kuschelbären weiter? Guck ...
Gestern Mittag im Zoo. Während sich in Nürnberg das Drama um die Eisbären-Babys zuspitzt, liegt Knut (1) faul auf seinem Schmuddel-Fell. Muss der berühmteste Eisbär der Welt (inzwischen 120 Kilo schwer) nun abdanken? Und was bedeutet die Konkurrenz in Nürnberg für den Berliner Zoo? Zieht Hollywood das Angebot jetzt zurück?
Berlins Zoo-Chef wollte sich gestern nicht zum Nürnberger Eisbären-Nachwuchs äußern. Auch Knuts Ziehvater Thomas Dörflein (44) lehnte Kommentare ab.

WELT ONLINE - 9. Jan. 2008
In diesem Winter kein Eisbär-Nachwuchs in Berlin
In diesem Winter wird es anders als im Nürnberger Zoo im Zoologischen Garten Berlin keinen Eisbär-Nachwuchs geben. Jungstar Knut bekommt zunächst keine Geschwisterchen. Das bestätigte am Mittwoch Knut-Tierpfleger Thomas Dörflein (44). Auf der Eisbären-Anlage tummelten sich erstmals neben Männchen Lars seit vielen Wochen wieder die weiblichen Tiere Tosca, Katjuscha und Nancy. Das von Lars pflichtgemäß gedeckte Bärinnen-Trio hatte sich längere Zeit in die Winterhöhlen zurückgezogen.

derStandard.at - 8. Jan. 2008
Wiener Eisbärenbabys: Mama Olinka ist entspannt
"Sowohl den Eisbären-Babys als auch Fu Long geht es Gott sei Dank sehr gut – und da ist viel Glück dabei", betont Harald Schwammer, stellvertretender Direktor vom Tiergarten Schönbrunn. Denn die Wiener Eisbärenzwillinge sind in etwa so alt wie jene im Nürnberger Zoo – diese sind allerdings am Montag offenbar von ihrer Mutter Vilma getötet worden. Was wieder einmal drastisch beweist, dass Eisbären eben keine Knuddel-Knuts sind, wie sie gern dargestellt werden – sondern Raubtiere. "Bei Eisbären ist der erste Wurf immer schwierig", weiß Schwammer, "und in Nürnberg hatten sie offenbar sehr viel Pech." Forderungen einiger Tierschützer, dass man öfter Nachschau hätte halten sollen, kann er jedenfalls nicht nachvollziehen: "In Wien sind wir da selbst sehr vorsichtig – denn auch das wäre ein großes Gefahrenpotenzial, wenn das Muttertier zu sehr gestört wird."



Leipzig-seiten - 8. Jan. 2008
Besucherrekord im Zoo Leipzig
Leipzig. Der Zoo der Messestadt ist weiter auf Erfolgskurs. Konnte der Tierpark seine Besucherzahlen bereits in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigern, wurde 2007 erneut ein Besucherrekord aufgestellt. Insgesamt besuchten im letzten Jahr 1.774.587 Gäste Elefant, Tiger & Co. Der Tierpark ist derweil weiter mit seiner Umgestaltung zum "Zoo der Zukunft" beschäftigt. In diesem Jahr feiert der Tierpark seinen 130. Geburtstag. Das Jubiläum soll mit zahlreichen Veranstaltungen würdig begangen werden. So ist unter anderem die zehnte Ausgabe der beliebten Dschungelnacht geplant. Außerdem wird das vorliegende Jahr ganz im Zeichen des Frosches stehen. 2008 ist das "Jahr des Frosches" und auch der Zoo Leipzig beteiligt sich aktiv an der weltweiten Artschutzkampagne und wird neben einen "Froschtag" am 29.2.2008, an dem Spenden zur Unterstützung von Schutzprojekten vor Ort gesammelt werden, die Zoogäste das ganze Jahr mit einer Ausstellung auf das Thema aufmerksam machen.

Leipziger Internet-Zeitung - 8. Jan. 2008
Immer rein damit: Zoo Leipzig schafft 2007 den geplanten ..
Am Ende noch ein bisschen drücken und schieben und aufs Wetter fluchen. Aber es hat doch noch geklappt - der Leipziger Zoo hat - wie bereits in den vergangenen Jahren - die Vorjahresbesucherzahl übertroffen. "Wir sind überglücklich über das sehr gute Ergebnis", sagt Zoodirektor Jörg Junhold. Was auch sonst?

Ad-Hoc-News - 7. Jan. 2008
Über 1,7 Millionen Besucher im
Die Besucherzahlen des Leipziger Zoos pendeln sich auf hohem Niveau ein. Im vergangenen Jahr kamen 1,77 Millionen Gäste und damit 0,8 Prozent mehr als 2006 in den Tierpark. Das Jahr 2008 steht unter anderem im Zeichen des Baus der neuen, knapp 50 Millionen Euro teuren Tropenhalle, die 2009 fertig sein soll. In sein Konzept «Zoo der Zukunft» investiert der Tierpark bis 2014 rund 90 Millionen Euro.

Rhein-Neckar Zeitung - 7. Jan. 2008
Besucherrekord im Zoo
Exakt 585000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr den Heidelberger Zoo. Der Besucherrekord bedeutet eine neue Höchstmarke im Tiergarten. "Während in den vergangenen Jahren 400000 Besucher ein sehr gutes Ergebnis darstellten, haben wir seit dem letzten Jahr die Schallmauer der halben Million durchbrochen," freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Ausschlaggebend für den ungebrochenen Besucherzuspruch war neben dem guten Zoowetter im Frühjahr die steigende Attraktivität des Zoos in den letzten Jahren. Den Besuchern wird in diesem Jahr im Zoo viel geboten: Auf der Wiese am Zooeingang wollen die Tierpfleger des Vogelreviers im Frühjahr faszinierende Tiere den Besuchern nahe bringen. Auch im Jahr 2008 macht sich der Heidelberger Zoo für den Natur- und Artenschutz stark. Neu im Programm ist der "Froschtag", der im Rahmen einer weltweiten Kampagne für die Rettung der stark bedrohten Amphibien werben wird.

Morgenweb - 5. Jan. 2008
Heidelberg: Rekord-Besucherzahl im Zoo
585 000 Menschen haben im vergangenen Jahr den Heidelberger Zoo besucht - so viel wie nie zuvor. Ausschlaggebend für die hohe Besucherzahl waren nach Einschätzung von Zoodirektor Klaus Wünnemann die neuen Attraktionen im Tiergarten. Die beiden Gorilla-Babys Banjoko und Kiki, aber auch die im Sommer geborenem Sumatra-Tiger Chandra und Tibor seien von den Besuchern begeistert aufgenommen worden.

Saarbrücker Zeitung - 7. Jan. 2008
Mehr Gäste im Neunkircher Zoo
Im Jahr 2007 haben mehr als 253.000 Menschen den Neunkircher Zoo besucht. Das sind Zoodirektor Norbert Fritsch zufolge 42.000 mehr als 2006. Der Anstieg sei vor allem der Geburt des Giraffen- und des Oran-Utan-Babys zu verdanken.

Naumburger Tageblatt - 7. Jan. 2008
Besucherrekord im Zoo Aschersleben
Den Zoo in Aschersleben haben im abgelaufenen Jahr so viele Menschen besucht wie noch nie seit der Wende. «106 000 Besucher bedeuten einen Nachwenderekord», sagte Zoo- Leiter Dietmar Reisky. Großen Anteil am stark wachsenden Besucherinteresse haben nach Einschätzung Reiskys die beiden weißen bengalischen Tiger - die einzigen Exemplare ihrer Art in Ostdeutschland. Bis 2010 soll im Tierpark eine neue Anlage für das Raubkatzenpaar entstehen, bei dem die Zoo-Verantwortlichen in den kommenden Jahren auf Nachwuchs hoffen. Die Planungen für das Projekt seien angelaufen, sagte Reisky.


PR-Inside.com - 6. Jan. 2008
Tierisch warm unterm Infrarotstrahler
Matibi, Goni, Sabi und Tutume, die vier afrikanischen Elefanten im Osnabrücker Zoo, kennen die Wohlfühlplätze genau. Sie zieht´s im Afrikahaus zu den Infrarotstrahlern, unter denen sie mit ihren großen Köpfen wackeln und die Wärme genießen. «Wir haben die Strahler im acht Meter hohen Elefantenhaus punktuell tiefer gehängt«, sagt Frank Hanneken, Energieexperte des Zoos. Das spare Energie, da der Raum gezielter aufgeheizt werde. Das Ganze ist Bestandteil eines großangelegten Energiesparprogramms. Die Energiekosten verschlingen immerhin 15 Prozent des Haushalts, wie Zoochef Andreas Busemann sagt. Die Tendenz sei steigend. Deshalb habe man sich vor einiger Zeit entschlossen, den Energieverbrauch des Zoos genauer unter die Lupe zu nehmen. Gemeinsam mit der in Osnabrück ansässigen Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und den Stadtwerken sei das Energiesparprogramm erarbeitet worden. Es solle in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden und dann auch als Modell für andere Zoos und Tiergärten in Deutschland gelten. Im Verband der Zoodirektoren schaut man mit Interesse auf das Projekt. Am Thema Energieverbrauch komme schließlich mittlerweile kein Zoo mehr vorbei, sagt Verbandsvorsitzender Hubert Lücker. Mit den jetzt in Angriff genommenen Sanierungsprojekten, die von den Stadtwerken mit 80 000 und der Bundesstiftung Umwelt mit 125 000 Euro gefördert werden, sollen künftig jährlich knapp eine Million Kilowattstunden Energie eingespart werden. Die Erfahrungen wolle man anderen Tiergärten zur Verfügung stellen, sagt Hannecken. Vor allem Zoos, die in den 70er Jahren gebaut und seither kaum saniert worden seien, könnten davon profitieren.

Lausitzer Rundschau - 7. Jan. 2008
Alte Bekannte und viel Nachwuchs im Tierpark
Im Cottbuser Tierpark hat es im gesamten Jahr 2007 ständig Neues zu sehen gegeben. Auf etwa 1150 Exemplare in 180 Formen ist die Bewohnerschar angewachsen. Trotz der Bauarbeiten besuchten etwa so viele Gäste wie im Vorjahr die Einrichtung. Die Rotluchsfamilie zieht in ein geräumiges Quartier um. Noch auf der Suche nach einigen der sehr seltenen Tapire für die neue Anlage ist mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins der Cottbuser Tierpark. Viele Tierkinder belebten die Gehege und zogen die Blicke von Eltern wie Kindern auf sich. Die afrikanischen Marabus erwiesen sich erneut als zuverlässige Zuchtpaare und sorgten für zunächst putzigen und später schon sehr würdig auftretenden Nachwuchs. In den nächsten Tagen sollen wieder Küken schlüpfen. Ob dies auch bei ihren Nachbarn, den Sunda-Marabus, so sein wird, ist noch offen.

Schwerin-NEWS.de - 4. Jan. 2008
“Tierische Vergnügen”: Der Tierpark Wismar und der Zoo Schwerin
Im zurückliegenden Jahr war Nashornbulle “Limpopo” der “Star” im Zoo Schwerin. Dieser muß sich noch sein “Quartier” mit den Zwergziegen teilen. Doch seit Oktober 2007 wird eifrig an einer großflächigen neuen Nashorn-Anlage gearbeitet, die im Herbst des neuen Jahres fertiggestellt wird. Dort wird “Limpopo” dann mit weiblicher Gesellschaft - mit “Nashorn-Dame” Clara - einziehen, um für entsprechenden Nachwuchs zu sorgen. Fast 70 Firmen und ebenfalls eine Familie aus Schwerin unterstützt die Werbe-Aktion “Claramanie”, in welcher Nashorn-Modelle an Interessierte verkauft werden, um das Projekt “Neue Nashorn-Anlage im Zoo Schwerin” finanziell erfolgreich zu meistern. Die BUGA 2009 erhält auch Unterstützung durch den Zoo Schwerin. So wurde diesbezüglich bereits im November 2007 eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen.

Ad-Hoc-News - 9. Jan. 2008
Panorama-Park wechselt Besitzer
Der Panorama-Park im sauerländischen Kirchhundem wechselt den Besitzer und damit auch die Ausrichtung. Ein heimischer Investor habe dem bisherigen Betreiber Grévin Deutschland GmbH ein «interessantes Angebot für die Übernahme» des Parks gemacht. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Unter dem neuen Besitzer wird der Panorama-Park seinen Betrieb als Freizeitpark einstellen und nur noch als Wildpark betrieben. Bereits jetzt gibt es dort einen Wildpark, in dem nun noch weitere Tierarten angesiedelt werden sollen. Der rund 60 Hektar große Panorama-Park soll künftig mit dem Zusatz «Wild- und Erlebnispark» firmieren. In den kommenden Wochen sollen die rund 15 Fahrgeschäfte in dem Park abgebaut werden und in andere Parks von Grévin umsiedeln.

news.search.ch - 6. Jan. 2008
Zürcher Gorillafamilie auf Kurve
Eine aus Versehen nicht gesicherte Klappe hat der Familie von Gorillamann N'Gola im Zürcher Zoo einen ungewöhnlichen Sonntagsausflug ermöglicht. Mehrere Tiere verliessen ihr Gehege für einen Gang in den Futterraum, wie der Zoo mitteilte. Silberrücken N'Gola und mehrere Mitglieder seiner Familie hätten sich auf ihrem Ausflug interessiert umgesehen, beobachtet von den Zoobesuchern, hiess es weiter. Die Tierpfleger konnten die Gorillas in ihr Gehege zurücklocken.


Tages-Anzeiger Online - 8. Jan. 2008
Gorilla N'Gola hat seine Familie im Griff
Mürrisch schaut das Gorillamännchen N'Gola in die Welt, die für ihn nicht der tropische Regenwald in Zentralafrika, sondern das Affenhaus im Zoo Zürich ist. Am Sonntag machte er sich mit seiner elfköpfigen Familie auf und davon, weil eine Klappe im Deckenbereich versehentlich offen blieb. Doch kamen sie nur bis in den abgesperrten Futterraum oberhalb ihres Geheges. Robert Zingg, Kurator des Zo0s Zürichs, ist erstaunt, wie ruhig sich die FlachlandGorillagruppe nach dieser Aufregung verhält. Der Gorillaausflug vom Sonntag wurde entdeckt, weil die Orang Utans unruhig wurden. Dies fiel einer Pflegerin auf. Sie suchte die Ursache für die Unruhe und sah oberhalb des Orang-Utan-Geheges einen Gorilla neugierig reinschauen.

PR-Inside.com - 4. Jan. 2008
Zoo von San Francisco nach Tiger-Angriff wieder geöffnet
Neun Tage nach dem tödlichen Tigerangriff ist der Zoo von San Francisco wieder für Besucher geöffnet worden. Neu eingeführt wurden verbesserte Sicherheitsvorkehrungen und mehr Hinweise, den Tieren nicht zu nahe zu kommen und sie zu provozieren. Viele Besucher erklärten am Donnerstag, sie wollten den Zoo unterstützen.



Planung und Bau

Thüringische Landeszeitung - 6. Jan. 2008
Starterlaubnis für die Flamingos
Erfurt. Den "turbulenten Ereignissen" gab Dietmar Schumacher die Schuld, dass im vergangenen Jahr nur ein Bruchteil der Ziele erreicht wurde, die sich der Verein der Zooparkfreunde vor einem Jahr gestellt hatte. Wenigstens der Picknickplatz, so der Vereinsvorsitzende, konnte zum Großteil fertiggestellten - trotz der Verzögerungen, die eine Munitionsbergung mit sich brachte. Absolut nichts bewegt habe sich 2007 beim jüngsten Großprojekt des Vereins, der neuen Flamingo-Anlage, die am neuen Zooeingang gebaut werden soll. Weil die von der abgelösten Zooleitung vorgelegte Planung vollkommen über den Haufen geworfen wurde. Die Anlage soll jetzt nicht nur größer werden, sondern auch so gestaltet, dass die Flamingos darin fliegen können. Nicht nur die 18 derzeit auf dem Plateau lebenden Flamingos sollen noch in diesem Jahren dorthin umziehen, für bis zu 50 Tiere wird Platz sein, für eine Größenordnung, die jetzt auch eine Zucht der Tiere ermöglicht. Die zusätzlichen 35000 Euro, die das Netz kosten wird, will der Zoo selbst übernehmen, der Rest der Anlage wird komplett vom Verein der Zooparkfreunde finanziert. Mit mehr als 124000 Euro wird das Flamingo-Domizil damit das größte Projekt, das sich der Verein je auf die Fahnen geschrieben hat.
Und vor Veränderungen: Denn in diesem Jahr soll nicht nur die Stelle des Zoodirektors neu besetzt werden, auch die Richtung im Zoo wird neu definiert. Man habe die Bitten der Zooparkfreunde durchaus erhört und denke über eine neue Eigentumsform nach. Aus dem städtischen Unternehmen könnte eine gemeinnützige GmbH werden - alle großen Zoos in Deutschland hätten diesen Schritt bereits getan, mit Erfolg.

koeln.de - 5. Jan. 2008
Zoo erwartet im Mai das nächste Elefantenbaby
2007 war das Jahr der Elefantenkinder im Kölner Zoo. "Ming Jung" und "Maha Kumari" sorgten für "pfundige" Freuden bei den Besuchern. Ab Mai soll sich nun das nächste Geschwisterchen dazu gesellen. Elefantendame Shu Thu Zar, zu deutsch "Schönheitskönigin", wird die stolze Mama sein.
Aber der Storch kam auch in viele andere Gehege, nicht nur deshalb plant der Zoo einige Ausbauten und Neuerungen, denn im Jahr 2010 feiert er sein 150-jähriges Jubiläum. Bereits im alten Jahr hatte sich schon einiges getan. So findet sich im Eingangsbereich des Tropenhauses eine neue Abteilung für nachtaktive Tierarten aus dem Regenwald, und die Außenanlage des Orang-Utan-Geheges wurde übernetzt. Jetzt wird fleißig weiter gewerkelt. Bis zum Jubiläumsjahr soll ein neues Restaurant am Nebeneingang an der Riehler Straße entstehen. Laut Zoodirektor Theo Pagel liegen bereits sechs Modell-Vorschläge vor, die auch einen einzigartigen Blick auf den Elefantenpark ermöglichen würden. Die gemütlichen Flusspferde zusammen mit den Nilkrokodilen dürfen sich derweil auf ein neues "Hippodrom" freuen, das naturgetreu eine südafrikanische Flusslandschaft mit wilden Vegetationen beherbergen wird. Auch für die Zoobesucher wird die neue Anlage ein echtes Highlight, weil an riesigen Glasbecken den Tieren beim Schwimmen zugeschaut werden kann. Der Beginn der Bauarbeiten ist für den Sommer geplant. Dann werden wohl auch die Bewohner des Südamerikahauses übergangsweise umquartiert, da dieses gründlich saniert wird.

Berliner Kurier - 4. Jan. 2008
Neues Affenhaus, Aquarium wird saniert
Berlin. Ein kleiner Eisbär, der ein Goldesel ist. Unser Knut brachte dem Zoo vergangenes Jahr eine halbe Million zusätzliche Besucher und vier Millionen Euro Einnahmen mehr. Nun kann der Zoo 2008 ausbauen. Affenstark finden Schimpanse Pedro und seine Kumpels Kalle, Guste, Lilly und Soko den Plan, ein neues Gehege für sie im Affenhaus zu bauen. Die Arbeiten sind bereits in vollem Gange. Im Frühsommer soll alles fertig sein. Dann hat die Schimpansenherde innen doppelt so viel Platz wie bisher. Und im Außengehege kann sie sich mit Kletterbäumen, Felsen und sogar einem Bach so richtig austoben. Dank Knut wird’s auch bei den Antilopen schicker. Die Halle bekommt ein neues Dach, eine neue Kuppel und auch ein neues Lüftungssystem. Künftig sollen die Besucher dann auch dichter an die anmutigen Tiere herankommen, um sie besser beobachten zu können. Die Bauarbeiter und Maler werden auch im Aquarium des Zoologischen Gartens anrücken.

PR-Inside.com - 4. Jan. 2008
Zoo baut Anlagen für Affen und Antilopen aus
Berlin. Eisbär Knut hat dem Zoo im vergangenen Jahr 500 000 zusätzliche Besucher aus aller Welt und über vier Millionen Euro Mehreinnahmen verschafft. Dieses Jahr steckt der Zoo einiges Geld in Ausbauten und Sanierungen: So erhalten Gorillas, Orang-Utans und Schimpansen neue Käfige und Anlagen. Zudem wird die Antilopenhalle ausgebaut - und das Aquarium bekommt eine frische Fassade. Die Arbeiten laufen dem Bericht zufolge bereits, am weitesten fortgeschritten sei der Bau der neuen Schimpansenanlage. Die Affen bekommen einen großen Käfig, mit Naturboden und Wasserlauf. Aus Platzgründen gebe es keinen Graben zu den Besuchern hin, sondern ein feinmaschiges Gitter, durch das man einen sehr guten Blick haben soll. Die neue Gorillaanlage wird künftig dreimal so groß sein, sie soll möglichst natürlich aussehen. Allein das Investitionsvolumen dafür beträgt rund eine halbe Million Euro.

Kieler Nachrichten - 9. Jan. 2008
2009 sollen die ersten Pinguine auftauchen
Der Tierpark Neumünster setzt auf eine neue Attraktion: In diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für eine Pinguin-Anlage beginnen. Voraussichtlich zu Ostern 2009 werden die ersten Humboldt-Pinguine durch die rund 300000 Euro teuren Tieftauch- und Paddelbecken schwimmen, kündigte Tierparkleiter Peter Drüwa an. Zwischen Bilanz und Ausblick beschäftigt auch ihn der Tod der beiden Eisbärjungen im Nürnberger Tiergarten.

sz-online - 4. Jan. 2008
Dresdner Zoo zählte 623.000 Besucher
Im Dresdner Zoo wurden 2007 rund 623.000 Besucher gezählt. 2006 strömten etwa 650 000 Gäste in die Anlagen im Großen Garten. Vermeldet wurde zudem großer Zuwachs beim Tierbestand, wobei das Löwenpaar Jago und Layla aus Aalborg und Amsterdam die spektakulärsten Neuzugänge darstellten. Sie sind nach dem Tod des greisen Löwenmannes „Aaron“ am Jahresbeginn der Grundstein für ein neues Rudel in der neuen Anlage. 2008 ist der nächste Zuwachs fest eingeplant. Bis August entsteht für rund 3,5 Millionen Euro ein neues Giraffen- und Zebrahaus mit Außengehege. Dann soll es auch wieder Langhälse in dem 1861 gegründeten Tierpark geben.

PR-Inside.com - 5. Jan. 2008
Im Zoo Halle soll Giftschlangenzentrum entstehen
Der Bergzoo Halle will bis 2013 rund 25 bis 30 Millionen Euro investieren. Wie die in Halle erscheinende «Mitteldeutsche Zeitung» (Samstagausgabe) berichtet, soll ein Giftschlangenzentrum entstehen, das als Forschungs- und Demonstrationszentrum errichtet werden soll. Geplant sei auch eine neue Menschenaffenanlage. Der Zoo strebt langfristig eine halbe Million Gäste an. Seit 1995 sind bereits 35 Millionen Euro in den Zoo geflossen, unter anderem in eine neue Elefantenanlage.

Güstrower Anzeiger - 7. Jan. 2008
"Raubtier-WG" als neue Attraktion
Mit mehr als 150000 Gästen erzielte der Güstrower Natur- und Umweltpark 2007 einen absoluten Besucherrekord. "Das bisher beste Jahr für uns", so NUP-Leiter Klaus Tuscher. Der Park ist zu einem der wichtigsten Anziehungspunkte der Barlachstadt geworden. Doch Tuscher will noch mehr. In der SVZ verrät er die Vorhaben 2008. Noch dieses Jahr sollen die Arbeiten für ein sieben Hektar großes Gehege mit Wölfen, Bären, Luchsen und Wildkatzen beginnen. Außer den Wildkatzen sollen die Tiere zwischen den Gehegen wechseln können. Diese Art der Haltung mit einem Informationszentrum in der Mitte ist bundesweit neu. Bei den Luchsen und Wildkatzen soll man zukünftig auf Stegen durch die Baumwipfel und durch Wandelgänge am Boden gehen können.

espace.ch - 8. Jan. 2008
Bern, Tierpark Wisent-Anlage wird gebaut
Der Verein hat für den Bau 2,1 Millionen Franken zusammengetragen. Die Bauaufträge seien bereits vergeben, die Arbeiten würden «in Kürze» beginnen, schreibt der Verein weiter. Bereits im Herbst 2008 sollen die Wisente in ihre neue Umgebung ziehen. Diese im Wald vor dem Vivarium gelegene Anlage wird fünfzig Mal grösser sein als das bisherige, nicht artgerechte Wisent-Gehege am Aareufer.

RIA Novosti - 9. Jan. 2008
Größtes Ozeanarium Osteuropas eröffnet 2009 in Moskau
Im kommenden Jahr eröffnet das größte Ozeanarium Osteuropas auf dem Poklonnaja-Berg in Moskau, sagte die Marketingdirektorin der dafür zuständigen Gesellschaft Marine Gardens, Marija Kirillowa, RIA Novosti. Ihr zufolge ist das Meerwasseraquarium Teil des dort im Bau befindlichen Freizeitzentrums „Poseidon Park“. „Der Komplex erstreckt sich über eine Gesamtfläche von mehr als 180 000 Quadratmetern, darunter circa 58 000 Quadratmeter unter der Erde. Die Perle des Parks wird zweifellos die Zone des Ozeanariums, das sich über eine Fläche von 24 000 Quadratmetern erstreckt“, führte sie aus. Ihr zufolge wird das Aquarium mehr als 6000 Fische und andere Tiere beheimaten. In drei Jahren eröffnen im „Poseidon Park“ ihr zufolge zudem ein Bildungszentrum für Kinder, ein Vergnügungspark, ein Kinokomplex, Restaurants, Kaffeehäuser und Bars.



Aktionen

MVregio - 7. Jan. 2008
"Winterzauber" verzaubert Zoobesucher
Mit dem "Winterzauber" bis zum 17. Februar 2008 erwartet die Zoobesucher ein stimmungsvolles Veranstaltungsangebot abseits von Stress und Hektik des Alltags. Immer sonnabends und sonntags von 14.00 bis 18.00 Uhr sind im "Winterdorf" auf dem Veranstaltungsplatz Bastel-, Kerzen- und Märchenstübchen aufgebaut, zeigen Handwerker ihr Können. Gastronomie, Musik und Streicheltiere vervollständigen das vielfältige Wochenendprogramm für die ganze Familie. Der absolute Höhepunkt aber ist ein Feuerwerk an jedem Wochenende um 17.30 Uhr.

@haus online - 7. Jan. 2008
Zoo bei Nacht im Allwetterzoo Münster
Eine weitere abendliche Expeditionsreihe durch den Allwetterzoo Münster startet am kommenden Samstag, 12. Januar 2008 um 17.00 Uhr wieder mit der Biologischen Station Zwillbrock. Zu ungewöhnlicher Stunde können u.a. Bären, Flughunde, Tiger, Giraffen und andere Zoobewohner kennen gelernt werden – nach Dienstschluss und ganz privat!




Nachwuchs

Thüringer Allgemeine - 9. Jan. 2008
Ein Sonntagskind: Nashornnachwuchs im Zoo
Erfurt. Das Sonntagskind ist noch keine vier Tage alt und erkundet doch schon mutig auf riesengroßen Füßen den Stall. Die Mutter Numbi hat ihr Kleines im Blick und ist die Ruhe in Person. "Das war mein erstes Nashornbaby", strahlt Hans-Günter Collette, der amtierende Zoodirektor. Seine Mitarbeiter haben ihm da einiges voraus. Denn die kleine Nashorndame ist bereits Baby Nr. 5 im Thüringer Zoopark und bringt dem Tiergarten erneut internationale Meriten beim Erhalt der weltweit bedrohten Breitmaulnashörner. Unbemerkt kam das Baby am zeitigen Sonntagmorgen auf die Welt. Als der Pfleger gegen 7 Uhr den Stall betrat, stand das etwa 40 Kilo schwere Kälbchen bereits recht fidel neben seiner Mutter.

Walsroder Zeitung - 7. Jan. 2008
Ein Jahr im Zeichen des Kagus
Zufrieden überprüft Simon Jensen, Zoologischer Direktor im Vogelpark Walsrode, die Gewichtszunahme des jungen Niklas, einem kleinen Kagu. Wie der Name des Tierbabys schon andeutet, erblickte der Vogelnachwuchs das Licht der Welt am 6. Dezember, am Nikolaustag. „Es ist die vierte erfolgreiche Nachzucht dieser Art in diesem Jahr“, berichtet Jensen und fügt mit Stolz hinzu, dass der Schlupf eines weiteren Vertreters dieser flugunfähigen Art ebenfalls erwartet wird. „Wir sind der einzige zoologische Garten in Europa, der Kagus züchtet und mit Niklas und seinen Artgenossen werden wir auch weiterhin den Schutz dieser faszinierenden Tiere in ihrer Heimat unterstützen.“ Zum Schutz der Kagus vor Ort unterstützt der „VogelPark Walsrode Fonds e. V.“ schon seit einiger Zeit erfolgreich Hilfsprogramme in Neukaledonien und zählt bei diesen Projekten international mit zu den größten Förderern.

Ruhrnachrichten - 5. Jan. 2008
Nachwuchs bei den Orang-Utans im Zoo
Dortmund. Der Zoo startet gleich mit einer guten Nachricht ins neue Jahr: die beiden Orang-Utans „Walther“ und „Toba“ sind Eltern geworden. Wie am Freitag mitgeteilt wurde, erblickte am 30. Dezember die kleine „Eirina“ das Licht der Welt. Sie ist das insgesamt fünfte Orang-Utan-Baby, das in Dortmund geboren wurde (die letzte Geburt ereignete sich am 12. Februar 1996) und der erste Nachwuchs, den die Orang-Utans nach Umzug in das Regenwaldhaus gezeugt haben.

WELT ONLINE - 6. Jan. 2008
Affennachwuchs im Berliner Zoo
Es war die erste Geburt im Berliner Zoo im neuen Jahr: In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar ist ein Kapuzineräffchen zur Welt gekommen. Bislang steht nur der Anfangsbuchstabe seines Namens fest: ein B - ganz nach Papa Billy (17 Jahre) und Mama Bianca (6). "Das Geschlecht des Äffchens lässt sich erst in ein paar Monaten bestimmen, wenn das Kleine nicht mehr am Fell seiner Mutter hängt", sagt Zoo-Kurator Heiner Klös.

RP ONLINE - 9. Jan. 2008
Löwen-Nachwuchs im Wuppertaler Zoo
Die drei Monate alten Löwen-Babys im Wuppertaler Zoo sehen aus wie Stofftiere, können aber schon kräftig zubeißen. Mutter Malaika hat die beiden Wildfänge fest im Griff. Drei Monate sind Aru und Aketi jetzt alt, das Löwen-Zwillingspärchen im Wuppertaler Zoo, das gestern der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Seit zwei Wochen bekommen Aru und Aketi neben der Muttermilch regelmäßig Rindfleisch. Ab sofort kann man die Löwenkinder in ihrem Gehege bewundern, wenn sie nicht gerade Siesta halten.

RP ONLINE
Löwen-Nachwuchs im Wuppertaler Zoo
Die drei Monate alten Löwen-Babys im Wuppertaler Zoo sehen aus wie Stofftiere, können aber schon kräftig zubeißen

Berliner Morgenpost - 6. Jan. 2008
Max und Moritz spielen Löwe
Löwen halten eng zusammen. Max und Moritz, die gut zwei Monate alten Löwenbabys im Berliner Zoo, spielen viel miteinander, tragen erste kleine Kämpfe aus und schlafen dann eng aneinandergekuschelt ein. Noch bleiben sie dicht bei ihrer Mutter Amira. Geboren wurden Max und Moritz am 31. Oktober, und die Löwenmutter muss die Erziehung ihrer Kinder nicht allein übernehmen. Schon in den ersten Wochen nach der Geburt half Amiras Schwester Jazira bei der Aufzucht. Noch ungefähr ein Vierteljahr lang werden die beiden von der Mutter gesäugt, wahrend Vater Paul Besuchsverbot hat. Max und Moritz sind der erste Löwen-Nachwuchs im Zoo seit 1998.

inar.de - 8. Jan. 2008
Zoo Berlin: Überraschung am Neujahrstag
Am Neujahrstag kam eine Besucherin des Berliner Tierparks ganz aufgeregt aus dem Krokodilhaus, in dem sich auch große Schildkrötenanlagen befinden, in die benachbarte „Schlangenfarm" gelaufen und berichtete den Tierpflegerinnen von zwei kleinen Schildkröten, die vermutlich bald im Tränknapf der Riesenschildkröten ertrinken würden. Die Nachschau erbrachte, daß offensichtlich zwei kleine Bauchstreifen-Erdschildkröten im Nachbargehege in der vorangegangenen Nacht unbemerkt geschlüpft sein mußten - sozusagen als erste Nachzucht des Tierparks 2008. Zuletzt waren dort am 29. Oktober 2007 vier Eier aufgefunden und in den Inkubator verbracht worden. Vermutlich wurden beim Ausgraben 2 Eier übersehen. Die 2 kleinen Erdschildkröten wachsen nun unter kontrollierten Bedingungen im Terrarium auf.

Berliner Morgenpost - 7. Jan. 2008
Besucherin rettete Schildkrötennachwuchs
Die erste Nachzucht des Berliner Tierparks Friedrichsfelde im neuen Jahr ist dank einer aufmerksamen Besucherin knapp vor dem Ertrinken gerettet worden. Am Neujahrstag schlüpften unbemerkt zwei Bauchstreifen-Erdschildkröten. Ihnen drohte kurz nach dem Schritt ins Leben der schnelle Tod im Tränknapf der Riesenschildkröten. Tierpfleger brachten den Nachwuchs in Sicherheit, teilte der Tierpark am Montag mit.

Osnabrücker Nachrichten.de - 6. Jan. 2008
Niedlich: So viel Glück ist kaum zu fassen
Osnabrück. 13 kleine Schweinekinder wurden zum Jahreswechsel im Zoo geboren - so viel Glück ist von Menschenhand kaum zu fassen. Ihre Mütter, die Minischweine "Margarete" und "Martha", sind liebevoll um ihren Nachwuchs besorgt und zeigen sich dabei den Menschen gegenüber durchaus misstrauisch.

Freie Presse - 9. Jan. 2008
Kleines Lama heißt ab sofort Lorenzo
Richtig wohl ist es dem eigentlichen Star der gestrigen Taufe im Falkensteiner Tierpark nicht gewesen: Das kleine Lamahengst-Fohlen wich keinen Moment von der Seite seiner Mutti Sophie und kuschelte sich ängstlich an ihr Fell.




Münsterländische Volkszeitung - 8. Jan. 2008
Attjak sollte nicht länger leiden
Rheine. Die Mitarbeiter des Naturzoos und viele Zoobesucher sind traurig: Der Tiger Attjak musste am Montag zur Verhinderung von Schmerzleiden eingeschläfert werden.
Seit längerer Zeit wies schon ein Schild am Gehege darauf hin, dass Attjak aufgrund einer altersbedingten Arthrose hinkte. Der Zustand verschlechterte sich zunehmend, so dass die Entscheidung zum Einschläfern des Tigers getroffen wurde. Mit weit über 19 Jahren gehörte Attjak zu den ältesten im Zuchtbuch registrierten Sumatra-Tigern.

Münstersche Zeitung - 5. Jan. 2008
Inventur im Zoo: Das große Suchen
Dr. Dirk Wewers wird nicht beantworten können, wie viele Pagodenstare im Tropenhaus des Allwetterzoos leben. Hat er vier gezählt, verschwinden gleich wieder drei zwischen den Ästen. Zwei tauchen wieder auf, und man fragt sich: Waren das die von gerade oder andere? Wie jeder Supermarkt am Jahresende dokumentiert, was noch in den Regalen steht, zählt der Zoo seine Tiere. Dirk Wewers organisiert das. Dirk Wewers selbst muss kaum zählen, obwohl es ihm nichts ausmachen würde. An seinen freien Tagen fährt er manchmal in die Rieselfelder, dann zählt er Vögel für den Naturschutzbund. Im Zoo übernehmen das die Leiter der elf Reviere und die Pfleger. Wewers bekommt am Ende Zettel mit den Ergebnissen auf den Schreibtisch. Der Zoo wird das Ergebnis der Inventur im Januar veröffentlichen.

inar.de - 9. Jan. 2008
Inventurzahlen 2007 Zoo und Tierpark
Den Tierbestand auf Freiflächen und Teichen, in Flugvolieren und Aquariumsbecken exakt zu erfassen, ist nicht immer einfach. Doch nun sind alle Zählungen abgeschlossen und der Abgleich mit den täglichen An- und Abmeldungen erfolgt. Alle Zoo- und Tierparkmitarbeiter sind froh und zufrieden, dass diese aufwendige Arbeit so gut und schnell fertig wurde. Das Ergebnis überwältigend, denn nach wie vor biete keine andere Stadt eine ähnlich umfangreiche Auswahl verschiedenster Faunenvertreter unserer Erde.

Hamburger Abendblatt - 8. Jan. 2008
Nindorf: Die Messung mit der Maus
Zu jedem Jahreswechsel zählt der Wildpark Lüneburger Heide in Nindorf alle seine Tiere. Mehrere Tage wird gezählt, gemessen und gewogen. Für die Tierpfleger eine nicht immer leichte Aufgabe, denn nicht jedes Tier verhält sich kooperativ.

Walsroder Zeitung - 8. Jan. 2008
Wenn Hahn Oskar nicht auf die Waage will
Jedes Jahr zählt der Wildpark Lüneburger Heide alle seine Tiere. Das Ergebnis der tierischen Inventur: Im Wildpark Lüneburger Heide leben 758 Tiere von insgesamt 124 Arten. Über mehrere Tage wird, gezählt, gemessen und gewogen.

Main-Rheiner - 8. Jan. 2008
Luchsdame nun auch tot
Der noch verbliebene Luchs im Gonsenheimer Wildpark musste in der vorigen Woche eingeschläfert werden. Wie die Stadt gestern mitteilte, hatte das fast 19 Jahre alte Luchsweibchen Krebs und musste in den vergangenen zwei Jahren fünf Mal wegen Geschwüren operiert werden. Vor Weihnachten hatte sich der Gesundheitszustand des Tiers so drastisch verschlechtert, dass der Tierarzt die Luchsdame einschläfern musste. Ihr langjähriger Weggefährte, ein Luchs-Männchen, war im Herbst an Altersschwäche gestorben. Ins vorhandene Gehege, das für Luchse eigentlich zu klein ist, sollen nun Wildkatzen ziehen. Mittelfristig will die Stadt versuchen, ein neues Gehege für Luchse zu planen und durch Sponsoren zu finanzieren.

Bild.de - 9. Jan. 2008
Wer hat dem Nashorn bloß das Horn geklaut?
Das Nashorn heißt ja Nashorn, weil es auf dem Kopf ein schönes Horn trägt. Doch Bulle Nikolaus (20) stapft gestutzt durch sein Gehege im Münchner Tierpark Hellabrunn.
Wer hat dem Nashorn bloß sein Horn geklaut? Beatrix Köhler (50), Biologin im Tierpark, erklärt: „Nikolaus scheuert sich das Horn an Steinen und Stall-Wänden ab. Warum, wissen wir nicht.“

RP ONLINE - 9. Jan. 2008
Dem Vogelpark ist der Vorstand ausgeflogen
Nach Unstimmigkeiten sind zum 31. Dezember Schriftführer Klaus-Dieter Schönberger und Kassenwartin Irene Schönberger aus dem
Trägerverein des Ohligser Tier- und Vogelparks ausgetreten. Damit ist von dem ehemals dreiköpfigen Vorstand nur noch Uwe Eck als Vorsitzender übrig geblieben. Jetzt soll ein neues Team des Trägervereins gewählt werden. Der Termin steht noch nicht fest. Die Versammlung der Mitglieder soll jedoch möglichst in Kürze stattfinden. Mit 25 000 Euro ist die Bilanz des Ohligser Tier- und Vogelparks im Minus. Steigende Energie- und Futterkosten sowie hohe Wasserkosten wegen Rohrbrüchen hätten das Defizit ausgelöst, heißt es.

Freie Presse - 4. Jan. 2008
„Rudolf“ fühlt sich wohl im Tierpark
Knapp 30.000 Gäste haben im vergangenen Jahr den Natur- und Wildpark Waschleithe besucht. Damit hat sich die Besucherzahl seit 2004 mehr als verdoppelt. Jüngstes Mosaiksteinchen, um die Anlage noch attraktiver zu gestalten, ist ein begehbares Rentiergehege auf einer Fläche von etwa 15.000 Quadratmetern. Die Anlage war im Rahmen des Projektes „Tiere und Teenies“ Ende vorigen Jahres fertiggestellt worden.

Mitteldeutsche Zeitung - 4. Jan. 2008
In den Zoos muss kein Tier frieren
In Sachsen-Anhalts zoologischen Gärten muss auch bei Minusgraden kein Tier frieren. Wie jedes Jahr haben die Einrichtungen Vorkehrungen getroffen, damit tropische Tiere wie Flamingos oder Affen sich auch bei Eiseskälte wohlfühlen. Für andere Arten sind solche Vorkehrungen nicht nötig: Huskies, Sibirische Tiger, Schneeleoparden, Luchse oder Schnee-Eulen blühen bei kaltem Wetter erst richtig auf.

Kleine Zeitung - 7. Jan. 2008
Kälte und Glatteis: Zootiere in Berlin müssen drinnenbleiben
Nicht nur die Menschen, auch die Tiere im Zoo und Tierpark müssen sich aufgrund der derzeit in Berlin herrschenden Kälte und der Glätte einschränken. Besonders Huftiere wie Elefanten, Zebras und Giraffen seien bei Glatteis gefährdet und blieben in den Innenanlagen, teilte der Berliner Tierpark mit. Auch im Zoologischen Garten gibt es Einschränkungen. Affen und tropische Vögel blieben aufgrund der Temperaturen drinnen, teilte ein Sprecher mit. Elefanten und Nashörner dürften nur für kurze Zeit nach draußen. "Die sind wie kleine Kinder und merken nicht, wenn ihnen Ohren oder Schwänze abfrieren."

Wiesbadener Tagblatt - 8. Jan. 2008
Frostgefahr für Elefantenohren
Ganz schön frostig draußen - bleibt für die Menschen nur, sich warm einzupacken oder gleich im Warmen zu bleiben. Aber was machen die Tiere im Zoo eigentlich im Winter?

SF Tagesschau
Massaker im Streichelzoo
Die Verantwortlichen des Plätli-Zoos in Frauenfeld (TG) haben am Morgen einen grausigen Fund gemacht. Die beiden Zoo-Kängurus wurden über Nacht totgebissen


Märkische Allgemeine - 9. Jan. 2008
Ziegen des Tierparks Kunsterspring standen einem Klavier gestern ...
Ohne die vielen Kameras und die Aufregung um einen schwarzen Kasten im Schnee wäre im Tierpark Kunsterspring gestern alles gewesen wie immer. Doch dann spielten die Ziegen Klavier. Ein paar Minuten guckt sich Michael Otto das stille Schauspiel an. Eigentlich wollte der Berliner Kunststudent, der für seine Diplomarbeit an einer Komposition mit tierischen Improvisationspassagen arbeitet, nur das Instrument hinstellen und der Natur der Dinge ihren Lauf lassen. Als er den Test im Tierpark plante, hat der 27-Jährige mit allem gerechnet. Nur nicht damit, dass nichts passiert.

Tauber-Zeitung - 8. Jan. 2008
Henry kann bald wieder sehen
Das Schicksal des fast blinden Lamas Henry lockte am Sonntag vieler Besucher zum "Dreikönigstreff" in den Göppinger Tierpark. Dank zahlreicher Spenden und eines Zuschusses vom Tierschutzverein kann das Lama nun definitiv operiert werden.

derStandard.at - 4. Jan. 2008
Fu Long dürfte schon, traut sich aber noch nicht
Alles im grünen Bereich, beruhigt der Tiergarten Schönbrunn in einer Aussendung zum Pandababy Fu Long. Das will nämlich nach wie vor nicht in die große Innenanlage hinaus und lässt die neugierige Öffentlichkeit warten. Zwar dürfte Fu Long die Stufe zwischen dem Raum, in dem sich die Wurfbox befindet und dem Bereich, der für die Besucher einzusehen ist, überschreiten. Allein der kleine Panda will noch nicht so recht.

oe24.at - 4. Jan. 2008
Anstellsystem für Pandabesucher
Fu Long könnte sich jetzt bald aus seinem sicheren Nest heraustrauen. Schönbrunn rüstet sich bereits für den Besucheransturm. Den ersten Schritt hat Fu Long schon gemacht. Er kletterete schon aus der Wurfbox in den Extraraum, der allerdings noch nicht von Besuchern einsehbar ist. Der Tiergarten rüstet sich jetzt für den bevorstehenden Besucheransturm, denn der kleine Panda wird dann der Zoo-Liebling. Riesen-Schlangen rund ums Panda-Gehege werden erwartet. Deswegen wird jetzt ein eigenes System eingerichtet, welches das Schlangestehen der Besucher erleichtern soll. Beim Warten auf den ersten Blick werden die Besucher mit Videos und Infos von Fu Long auf zahlreichen Bildschirmen zu sehen sein. Das Schlangestehen soll dadurch erleichtert werden.

Krone.at - 9. Jan. 2008
Laute des kleinen Fu Long werden erforscht
Im Schönbrunner Tiergarten sind Zoologen der „Sprache“ der Pandabären auf der Spur. Anhand der Kommunikation zwischen Panda-Baby Fu Long und seiner Mutter wollen sie zu neuen Erkenntnissen gelangen. Die Zoologen zeichnen seit der Geburt des ersten auf natürliche Weise gezeugten Pandas Europas dessen Lautäußerungen auf. Ziel dieses Projektes ist, anhand der parallel dazu entstehenden Videoaufnahmen sowie Vergleichen mit den Lauten eines Panda-Babys aus dem Zoo von San Diego (USA), Aufschlüsse über „Die akustische Kommunkation beim Großen Panda“ – also eine Art „Panda-Sprache“ – zu erhalten.

wienweb.at - 7. Jan. 2008
Christbaum erfreut Nashörner und Elefanten
"Christbaum fällt!" heißt es am Montag im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn. Die 18 Meter hohe Fichte aus dem Forstrevier Gaming am Fuße des Ötschers wird ihrer neuen Bestimmung zugeführt. Ein Schwertransporter bringt den Baum in den Tiergarten Schönbrunn. Dort warten schon die Nashörner und Elefanten auf ihr neues Spielzeug.

TV Südbaden - 4. Jan. 2008
Rentier im Basler Zoo ausgerissen
Ein Rentier des Basler Zoos hat die Minusgrade um Weihnachten für einen Ausflug genutzt. Wie die Basler Zeitung heute berichtet, spazierte es über einen zugefrorenen Graben auf einen Besucherweg. Doch über seine unverhoffte Begegnung mit Zoobesuchern war es selbst so erschrocken, dass es sich leicht wieder in sein Gehege zurücktreiben ließ. Jetzt montieren die Pfleger einen Zaun vor dem Wassergraben. Beim Löwengehege ließ man vorsichtshalber das Wasser ganz ab.

Zisch - 7. Jan. 2008
Die Bärin Fränzy wird 25 Jahre alt
Der Natur- und Tierpark Goldau feiert den 25. Geburtstag von «Old Bärenlady Fränzi». Unter den harten Bedingungen in der Natur wäre die syrische Braunbärendame bereits eine Greisin und wohl kaum noch am Leben. Zur Feier des Tages bekommt die Bärenjubilarin eine grosse Torte – mit 25 Rüebli-Kerzen. Nächstes Jahr wird die altersfrische Dame in die neue Anlage für Bär und Wolf im Erweiterungsgebiet des Natur- und Ti