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Zoo und Artenschutz in der
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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
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   Reinhard Hoßfeld
   Dr. Christian Remenyi
   Annette Schubert
   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
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ISSN 1619-6643

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Ausgabe 403 vom 3. Januar 2008

Liebe Leser,

ein neues Jahr hat begonnen, eine gute Gelegenheit, auch die Rubriken der Zoopresseschau neu zu sortieren und das Inhaltsverzeichnis übersichtlicher zu gestalten. Wir hoffen, daß dies auch die Nutzung der noch immer wachsenden Zoopresseschau für Sie vereinfacht.

Nun ist es auch wieder an der Zeit, die Bilanz für das Vorjahr zu ziehen, Besucherzahlen zu veröffentlichen, Inventur zu machen und die nicht-verkauften Weihnachtsbäume wie jedes Jahr an die Zootiere zu verfüttern... Gleichzeitig ist der Jahreswechsel die Zeit, Ausblick auf die kommenden Monate zu geben, Planungen und Baufortschritte kund zu tun und anstehende Aktionen anzukündigen.


Was also bringt uns 2008? Ein umfangreicher Artikel, der die Widmungen des Jahres 2008 auflistete (AOL.de - 30. Dez. 2007: Das sind die wahren Stars des neuen Jahres), lieferte den Anlass, die Recherche noch etwas auszudehnen:
- 2008 ist im chinesischen Kalender das Jahr der Ratte - was in Moskau dazu führte, dass es in Zoogeschäften Engpässe bei Ratten, Rattenzubehör und Rattenkleidung gab (auch wenn das chinesische Neujahr eigentlich erst am 7. Februar gefeiert wird...)!
- Die UNESCO rief 2008 als Internationales Jahr des Planeten Erde aus, mit dem die Bedeutung und der Nutzen der modernen Geowissenschaften für die Gesellschaft und für nachhaltige Entwicklung verdeutlicht werden sollen. Daneben wird von der UNESCO auch das "Internationale Jahr der Sprachen", das "Internationale Jahr der Kartoffel " und das "Internationale Jahr der sanitären Grundversorgung" gefeiert.
- Das Wissenschaftsjahr (eine Initiative vom BMBF) widmet sich in diesem Jahr der Mathematik.
- Vom 19. bis 30 Mai findet die 9. Vertragsstaatenkonferenz der CBD in Bonn statt, die bereits jetzt ihre Schatten vorauswirft (u.a. mit Eisbär Knut als Maskottchen, der nun auch Hollywood erobern soll).
- Vom 14. Juni bis 14. September findet die Expo in Saragossa statt - einer der drei Themenpavillons soll ein Aquarium sein (s. Planungen und Bau).

Für alle Zoos, Tierparks, Aquarien und ihre Besucher sollte in diesem Jahr jedoch das von der Weltnaturschutzunion (IUCN) und dem Weltzooverband (WAZA) ausgerufene "Year of the Frog" im Vordergrund stehen. Am Neujahrstag um 11 Uhr wurde die Kampagne weltweit offiziell gestartet, auch wenn sich aufgrund dieses Termins nur wenige Zoos in Europa beteiligten. Eigentlich wurde die Kampagne ja bereits im September vergangenen Jahres eingeläutet, auch wenn sie wohl in den meisten Zoos erst im Frühjahr starten wird. Die kommenden Monate werden dann hoffentlich weitreichend dazu genutzt, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen und Spenden für den Amphibienschutz zu generieren.

Für alle, die noch eine Übersicht über die "Natur-Widmungen" des Jahres 2008 suchen, folgt hier die Aufstellung mit ihren Auslobern (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
  • Wildtier des Jahres: Wisent (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
  • Vogel des Jahres: Kuckuck (NABU)
  • Lurch des Jahres: Laubfrosch (DGHT)
  • Fisch des Jahres: Bitterling (Verband Deutscher Sportfischer)
  • Insekt des Jahres: Krainer Widderchen
  • Spinne des Jahres: Große Winkelspinne
  • Baum des Jahres: Echte Walnuss (Kuratorium Baum des Jahres)
  • Staude des Jahres: Sonnenbraut (Bund Deutscher Staudengärtner)
  • Blume des Jahres: Nickende Distel (Stiftung Natur und Pflanzen)
  • Orchidee des Jahres: Übersehene Knabenkraut (Arbeitskreise Heimische Orchideen)
  • Heilpflanze des Jahres: Echter Lavendel (Naturheilverein Theophrastus)
  • Arzneipflanze des Jahres: Gewöhnliche Rosskastanie (Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen)
  • Flechte des Jahres: Wolfsflechte (Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa)
  • Moos des Jahres: Goldhaarmoos (Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa)
  • Pilz des Jahres: Bronzeröhrling (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
  • Boden des Jahres: Braunerde
Das Redaktionsteam wünscht Ihnen alles Gute für 2008!
Martina Raffel

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Aktualisierung von Zoo-Infos.de: Alle neuen Daten bis zum Jahresende eingebaut, neue Rubriken "Tierpatenschaften" und "Fotografieren", 754 Zoos online. Bitte überprüfen Sie die Angaben zu Ihrem Park, da diese Daten auch die Grundlage für das Quantum-Verzeichnis 2008 bilden, und melden Sie Änderungen möglichst umgehend über das Formular von Zoo-Infos.de
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Zoos – Meldungen deutschsprachig

Stuttgarter Nachrichten - 27. Dez. 2007
Stuttgarter Zoo: Wieder Besucherrekord
Die Stuttgarter Wilhelma ist Anziehungspunkt für immer mehr Zoofreunde: Knapp 2,2 Millionen Besucher im Jahr 2007 bedeuten eine neue Höchstmarke im zoologisch-botanischen Garten. Direktor Dieter Jauch zieht deshalb durchweg positiv Bilanz am Ende eines weiteren Rekordjahrs. Schon am 26. Oktober durfte Direktor Jauch das Ehepaar Haug samt Enkel als die zweimillionsten Besucher in Empfang nehmen. Da war schon absehbar, dass die Bestmarke aus dem Vorjahr übertroffen werden würde – und zwar deutlicher, als das der Wilhelma-Chef dereinst erhofft hatte. Als Grund für den ungebrochenen Besucherzuspruch nennt Verwaltungsleiter Fritz Korherr die Serie „Eisbär, Affe und Co.“. Die TV-Produktion habe schon 2006 für einen Popularitätsschub gesorgt „und wirkt immer noch nach“. Vor allem aber habe das „spitzenmäßige Frühjahr“ die Besucherzahl hochschnellen lassen. Auch Gorilla-Baby Mary Zwo, das im Sommer krank und abgemagert in die Wilhelma gebracht wurde, „dürfte manche Besucher zusätzlich angelockt haben“. Im Trend liegt dabei mehr denn je das Jahresticket, sagt Fritz Korherr. 2007 stieg die Zahl verkaufter Dauerkarten um 2500 auf 22 000. Der Verwaltungsleiter blickt angesichts dieser Werte gelassen auf sein Zahlenwerk 2007: Mehr Besucher bedeuten auch mehr Einnahmen. Statt der kalkulierten 11,7 Millionen spülte der Ansturm rund 13 Millionen Euro in die Kasse, geschuldet freilich auch der seit März 2007 im Schnitt 6,1 Prozent höheren Eintrittspreise, wie Korherr einräumt. „Rund 80 Prozent unseres Etats haben wir 2007 selbst erwirtschaftet“, rechnet Korherr vor. Nach dessen Bekunden ein Spitzenwert, im Vergleich mit anderen Landeseinrichtungen wie auch gegenüber anderen Zoos. Die Wilhelma, das wissen Jauch und Korherr, ist dennoch weiter auf Wachstum angewiesen – auch angesichts der Projekte, die demnächst anstehen. Die Vorentwurfsplanungen für die 13 Millionen Euro teure neue Menschenaffenanlage sei abgeschlossen, so Jauch, „wir steuern nächstes Jahr den Baubeginn an“. Ähnlich verhält es sich mit der Neuordnung des Haupteingangs an der Neckartalstraße: In der besucherärmeren Zeit zwischen Sommerferien 2008 und Frühjahr 2009 wird für 1,8 Millionen Euro der Engpass Eingangsbereich modernisiert. Zwar belasten beide Projekte nicht den laufenden Etat, „allerdings sind kostenintensive vorbereitende Maßnahmen notwendig“, sagt Korherr. So müssen hie und da bestehende Gehege verlegt oder umgebaut werden. Trotzdem bleiben die Besucher von teureren Eintrittkarten vorerst verschont. „2009 müssen wir die Preise voraussichtlich wieder erhöhen“, kündigt Fritz Korherr an. Zuletzt wurde in der Wilhelma regelmäßig alle zwei Jahre ein erhöhter Obolus verlangt.


Echo-muenster.de - 28. Dez. 2007
Lena ist die millionste Besucherin 2007 des Allwetterzoos
Im vergangenen Jahr war der Allwetterzoo Münster stolz, weil er zum ersten Mal seit 1977 mehr als eine Million Besucher begrüßen konnte. Im laufenden Jahr ist es nicht anders: Die „Schallgrenze“ wird wiederum überschritten: Den Allwetterzoo werden zum Jahresende wieder mehr als eine Million Menschen besucht haben. Den "Millionenbesucher" erwartete das Zoo-Team am vergangenen Samstag, 22. Dezember. Nach den Berechnungen des Zoo-Hauptkassierers Günter Heinrich sollte die oder der Glückliche etwa um 11 Uhr eintreffen. Zoodirektor Jörg Adler, der die Gratulation persönlich aussprechen wollte, musste nicht lange warten: Um 11.10 Uhr wollte Lena Brüggershemke aus Oelde eine Eintrittskarte lösen - doch das war nicht mehr nötig, denn außer über einen Händedruck konnte sich das überraschte Mädchen über eine Jahreskarte und damit über freien Eintritt in den Zoo freuen. Ihre Verwandten, Familie Achwlediani aus Münster, sowie Uta Schoof freuten sich mit Lena, die zudem noch Zoosouvenirs entgegen nehmen konnte. Den Allwetterzoo, der am 2. Mai 1974 eröffnet wurde, also noch nicht ganz 34 Jahre alt ist, haben seit seinem Bestehen knapp 29.700.000 Menschen besucht. Wenn in den ersten vier Monaten des Jahres 2008 ähnlich viele Besucher verzeichnet werden wie im Vorjahr, könnte zum Zoogeburtstag der 30millonste Gast begrüßt werden.


RNZ-Online - 28. Dez. 2007
Der Winter im Zoo zeigt ganz neue Farben
Wer denkt, dass sich die Zoo-Tiere im Winter bei uns einen abfrieren, der täuscht sich. Bis auf den Hamster, der sich zum Winterschlaf ins Heu einbuddelt, und die nordamerikanischen Präriehunde, die sich unter der Erde in ihrem Bau verkriechen, stehen sie alle da und lassen sich bewundern. Die Kamele, die auch in der Wüste Gobi Temperaturen zwischen 30 Grad plus und 30 Grad minus aushalten müssten, legten sich nur ein schönes dickes Fell zu. "Über den Heidelberger Winter lachen sie nur", meint Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Empfindlich sind eigentlich nur Tiere, die in Regenwäldern zuhause sind. Flachland-Gorillas und Orang-Utans bleiben also ganz sicher im warmen, feuchten Haus, wenn draußen die Temperaturen sinken. Die anderen passen sich dem Klima an, wie sie es auch in ihrer Heimat oft tun müssen. Das krachende Silvester-Feuerwerk in Heidelberg stört die Tiere nach seiner Aussage wenig: "Der Unterschied zwischen einer Silvesternacht und einem heftigen Gewitter ist für sie nicht so groß." Eine lange, laute Partynacht im Sommer in der Nachbarschaft mache die Tiere viel unruhiger.
Winter im Zoo – das ist auch die Zeit, in die man leichter störende Bauarbeiten legen kann. Kontinuierlich werden Dächer abgedichtet und Unterstände, diesmal für Kängurus und Gayale, die asiatischen Rinder, verbessert. Das ehemalige denkmalgeschützte Restaurant wird derzeit für die Zooschule umgebaut. Im Frühjahr soll es eine neue Voliere für die Riesenseeadler geben, auch mit dem Bau des Elefantenhauses will man beginnen. Noch in diesem Winter soll der Bauantrag eingereicht werden.
Für einen Spaziergang mit Aufwärmen zwischendurch in den Tierhäusern ist der Heidelberger Zoo im Winter ideal. Der Dezember allerdings, weiß Wünnemann, ist der an Besuchern ärmste Monat. Dennoch erwartet der Zoo-Chef auch für 2007 wieder eine Rekordzahl: 580 000 Besucher werden es wohl bis zum Jahresende werden. Noch finden sie kostenpflichtige Parkplätze, doch in den nächsten Jahren wird dort die Frauenklinik entstehen. An Spitzen-Tagen braucht der Zoo, dessen Einzugsgebiet über die ganze Metropolregion reicht, aber tausend Parkplätze. "Das Thema ,Erweiterung des Zoos’ wird immer dringender", formuliert Klaus Wünnemann.

Kanal8 - 28. Dez. 2007
Positive Bilanz des Chemnitzer Tierparkes
Auf ein erfolgreiches Jahr 2007 kann der Chemnitzer Tierpark hinsichtlich der Besucherzahlen und des Nachwuchses zum Jahresende blicken. So wurden in diesem Jahr mit 250 Geburten und 75 Neuzugängen und bis Anfang Dezember rund 212.000 Besucher in Tierpark und Wildgatter neue Meilensteine gesetzt. Der grösste Teil der Jungtiere wurde im Vivarium geboren. Hier gab es u.a. Nachwuchs bei Chinesischer Rotbauchunke, Kröten- und Maskenlaubfrosch, Goldbaumsteiger, Gelbgebändertem Baumsteiger sowie beim Axolotl. Bei den Säugetieren kam 100xmal Nachwuchs auf die Welt. Spektakulärstes Geburtsereignis 2007 im Tierpark Chemnitz war aber die Geburt vom Zwergflusspferd Chippo. Nach einem Jahr Bauzeit konnten zudem die beiden Angola-Löwen Malik und Kimba im Juni ihr großzügiges Reich beziehen. 2007 begannen außerdem die Arbeiten zum Neubau einer Nasenbärenanlage und einer Schwarzstorch-Voliere. Letztere wird vom Förderverein des Tierparks finanziert und soll eine Zucht bei den seltenen Störchen ermöglichen. Die Fertigstellung beider Anlagen ist für 2008 geplant.

SACHSEN - FERNSEHEN.de - 2. Jan. 2008
Chemnitzer Tierpark zieht Bilanz

Freie Presse - 28. Dez. 2007
Spektakulärste Geburt: Chippo
Geburtenreich war das zu Ende gehende Jahr für den Chemnitzer Tierpark: 250 Zwei- oder Vierbeiner erblickten in der 10 Hektar großen Anlage 2007 das Licht der Welt.Die aufsehenerregendste und eine wohl im doppelten Sinne schwere Geburt sorgte im Juni für Schlagzeilen: Der kleine Zwergflusspferdbulle „Chippo“ – ein Zuchterfolg einer vom Aussterben bedrohten Tierart. 2007 gelang im Tierpark auch erstmals die Nachzucht bei Goldenen Löwenäffchen, für Aufsehen sorgte ebenso die Geburt eines weiteren weiblichen Prinz-Alfred-Hirsches.


WELT ONLINE - 28. Dez. 2007
Lange Schlangen bei Hagenbeck
Der 100 Jahre alte Traditionstierpark verzeichnet 2007 wegen dieser und anderer Tiere einen Besucherrekord. Rund 1,4 Millionen Gäste wurden gezählt; 2006 waren es nur 900 000. Der Anstieg ist auf das neue Tropen-Aquarium zurückzuführen, das Lebensraum für immerhin 13 000 exotische Tiere bietet. Für den Besuch von Tierpark und Tropen-Aquarium gibt es jetzt ein Kombi-Ticket. Das kostet für Erwachsene 21 Euro, für Kinder zwölf Euro.


Volksstimme - 28. Dez. 2007
Bilanz des Zoojahres 2007 Neue Giraffe, weiße Tiger und viele Gäste
Tierischer Nachwuchs und das durchwachsene Wetter haben das Jahr 2007 für die Zoos in Sachsen-Anhalt zum Volltreffer gemacht. " Immer wenn es den Freibädern schlecht geht, geht es den Zoos gut ", sagt der Geschäftsführer des Zoos Halle, Andreas Jacob. Es sei nicht zu lange zu warm gewesen, so dass viele Sachsen-Anhalter mit Kind und Kegel in die Tierparks gezogen sind. Die Besucherzahlen überstiegen zumeist die des Vorjahres mit Fußball-WM und bestem Sommerwetter. "Wir werden in diesem Jahr erstmals seit 2002 wieder die 300 000er-Marke knacken ", sagt der Direktor des Magdeburger Zoos, Kai Perret. Dafür hätten unter anderem Geburten bei den Löwen und Giraffen gesorgt, die kleine Dramen mit sich brachten. So brachte Ende April die asiatische Löwin Kalindi fünf kuschelige Raubkatzen auf die Welt. Zwei davon starben wenig später. Zittern war auch nach der Geburt eines 1, 90 Meter großen Giraffenbabys im August angesagt: Giraffenmutter Nelly wollte das Kleine nicht säugen. Der Zoo entschloss sich, das Mädchen von Hand aufzuziehen. Die Mission glückte. Im Zoo Halle, der in diesem Jahr mit 330 000 Besuchern rund 25000 mehr als 2006 zählte, freuen sich die Pfleger besonders über einen kleinen Ameisenbären, der vor rund acht Wochen auf die Welt gekommen ist. Durchaus gern im Rampenlicht stehen die zwei jungen weißen Tiger des Zoos Aschersleben. Zu der zwei Jahre alten Tigerdame Kiara gesellte sich im Juni der anderthalbjährige weiße Bengaltiger Karim aus einem Tierpark in Nordrhein-Westfalen. Von Liebe auf den ersten Blick konnte Zoo-Chef Dietmar Reisky nicht berichten, Kiara versetze dem Neuzugang ab und zu eine Backpfeife. Über Nachwuchs bei den Kattas hat sich der Zoo Dessau-Roßlau gefreut. "Caro wurde im März geboren", sagt Katrin Landes. Wenig später stellten die Pfleger allerdings fest, das es sich eigentlich um einen "Carlo" handelt, also um ein Männchen und kein Weibchen. " Auch der Zoo in Halberstadt kann ein Besucherplus verzeichnen. Dafür hätten unter anderem der neue Affenberg mit den Berberaffen und neue Laufvögel gesorgt. Der Halberstädter Zoo setzt nach dem Erfolg der TV-Serien auch auf die Zusammenarbeit mit Filmteams und lässt sie beispielsweise den Zootierarzt bei seinen Visiten begleiten.


ORF.at - 31. Dez. 2007
Kräftiges Besucherplus im Salzburger Zoo
280.000 Besucher haben heuer den Zoo in Hellbrunn besucht - 20.000 mehr als im Jahr 2006. Zum Teil war das gute Wetter dafür verwantwortlich. Doch auch die Investitionen in neue Gebäude machen sich bezahlt. Der Zoo hat heuer 600.000 Euro investiert, um neue Anlagen zu errichten. Den Löwenanteil hat dabei das Tropenhaus verschlungen. Die Neubauten waren zum einen notwendig, um die Auflagen des neuen Tierschutzgesetzes zu erfüllen. Zudem sollen manche Tiere in einer neuen Anlage besser zur Geltung kommen - so wie die Flamingos. Es wurden aber auch Bereiche für bisher nicht gehaltene Tierarten errichtet. Zurzeit entsteht ein Streichelzoo für bedrohte Haustierarten, unter anderem werden Zwergseidenhühner hier einziehen. Auch ein neues Haus für Känguruhs ist im Bau.


HNA.de - 27. Dez. 2007
Zoo unter schwerem Beschuss
Der Frankfurter Zoo, einst Vorzeigeobjekt unter den deutschen Tiergärten, steht unter schwerem Beschuss. Direktor Christian Schmidt, der bereits im März "aus persönlichen Gründen" zurücktrat und seitdem bei vollem Gehalt beurlaubt ist, soll dafür mitverantwortlich sein, dass Tiere nicht artgerecht gehalten worden seien. Nach Angaben der Mitarbeiter habe vor allem die Haltung von Flusspferden, Straußen und Totenkopfäffchen im Argen gelegen. Auch die Veterinärstation soll verwahrlost gewesen sein, und das über einen längeren Zeitraum. Als Grund führten die Mitarbeiter mangelnde Fach- und Dienstaufsicht an. Schmidt kritisierte, dass aus finanziellen Gründen bei der Tierhaltung im Zoo nur die Mindestnormen eingehalten würden. Damit sei kein Zoodirektor glücklich. Viele seiner Pläne, die Lage zu verbessern, seien aus Geldmangel verworfen worden. Auch in der Politik herrscht mittlerweile Einigkeit darüber, dass der Zoo modernisiert werden müsse. In den nächsten zehn Jahren sollen rund 30 Millionen Euro in den Um- und Ausbau fließen. Auch die Deckelung des Zoobudgets bei rund neun Millionen Euro soll aufgehoben werden. Mittlerweile wurde der Biologe Manfred Niekisch als Nachfolger Schmidts.


Oberhessische Presse - 27. Dez. 2007
Nach dem Tiger-Ausbruch wird ermittelt
Eines der Opfer des tödlichen Tiger-Angriffs im Zoo von San Francisco am Mittwoch hat dem Tier möglicherweise beim Ausbruch geholfen. Die Ermittler hätten Blut und einen Schuh in dem Gehege von Tigerin Tatiana gefunden, berichtete der „San Francisco Chronicle“ am Donnerstag. Jetzt werde untersucht, ob eines der späteren Opfer womöglich sein Bein über den Graben rings um das Gehege hängen ließ und dem Tier so die Gelegenheit zum Ausbruch gab. Die vierjährige Tatiana wurde nach dem tödlichen Angriff von Polizisten erschossen.

Berliner Morgenpost - 28. Dez. 2007
Opfer womöglich mitschuldig an Tiger-Angriff in US-Zoo
Nach dem tödlichen Angriff eines Tigers im Zoo von San Francisco untersuchen die Behörden, ob eines der drei Opfer mitschuldig an der Attacke ist. Die Polizei prüfe die Möglichkeit, dass einer der Männer ein Bein über einen Graben hinweg dem Tigerweibchen Tatiana entgegenhielt, meldete der «San Francisco Chronicle». Bei der Attacke vom Dienstag waren ein 17-Jähriger getötet und zwei 19 und 23 Jahre alte Freunde schwer verletzt worden.

PR-Inside.com - 28. Dez. 2007
Mauer für Tigergehege in San Francisco war niedriger als empfohlen
Nach dem tödlichen Angriff eines Tigers im Zoo von San Francisco hat der Zoodirektor eingeräumt, dass die Mauer der Anlage niedriger war als empfohlen. So hatte der Sibirische Tiger bei seinem Ausbruch am Dienstag eine Mauer von 3,80 Metern Höhe zu überwinden. Die Zoo-Vereinigung der USA (AZA) schreibt in seinen Richtlinien aber mindestens fünf Meter vor. Zoo-Direktor Manuel Mollinedo sagte am Donnerstag, die Differenz von 1,20 Metern sei bei den Sicherheitsüberprüfungen der Anlage nie zur Sprache gekommen.

net-tribune.de - 1. Jan. 2008
Tiger-Attacke in San Franciso: Zoobesucher kritisieren späte Hilfe
Nach dem Tigerangriff im Zoo von San Francisco mussten die beiden verletzten Brüder nach Angaben ihres Anwalts mehr als eine halbe Stunde warten, bis endlich Hilfe herbeigerufen wurde. Paul und Kulbir Dhaliwal seien zunächst 270 Meter weit zu einem Zoo-Café gelaufen, während ihr Freund Carlos Sousa nach dem Tigerangriff am 25. Dezember reglos am Boden lag. Das Café war nach Angaben von Anwalt Mark Geragos geschlossen. Die Brüder hätten daraufhin eine Wärterin entdeckt, die aber zurückhaltend auf ihre Angaben reagiert habe. Die Polizei wurde schließlich durch einen Anruf aus dem Zoo-Café um 17.07 Uhr alarmiert - der Angriff ereignete sich aber bereits etwa 16.30 Uhr.

Yahoo! Nachrichten - 3. Jan. 2008
Zoodirektor lobt Reaktion von Mitarbeitern nach Tigerangriff
Nach dem tödlichen Tigerangriff im Zoo von San Francisco hat dessen Direktor seine Mitarbeiter gegen Kritik verteidigt. Die Belegschaft habe angemessen reagiert, sagte Manuel Mollinedo auf einer Pressekonferenz. «Ich bin sehr stolz auf die Art und Weise, wie unser Personal gehandelt hat.» Der Zoo sollte am Donnerstag wieder öffnen, das Tigergehege bleibt aber bis auf weiteres geschlossen. Mollinedo sagte am Mittwoch, einige Mitarbeiter hätten regelrecht heldenhaft reagiert. Wegen der noch laufenden polizeilichen Ermittlungen äußerte er sich nicht konkreter. Der Sibirische Tiger sei dazu provoziert worden, sein Gehege zu verlassen, erklärte er erneut. Der Anwalt der bei den Angriff verletzten Brüder hatte am Dienstag kritisiert, die beiden hätten mehr als eine halbe Stunde warten müssen, bis endlich Hilfe herbeigerufen worden sei.


Web.de - 1. Jan. 2008
Ältester Orang-Utan der Welt gestorben
Der mit 55 Jahren möglicherweise älteste Sumatra-Orang-Utan der Erde ist im Zoo von Miami (US-Bundesstaat Florida) gestorben. Das weibliche Tier namens "Nonja" hatte nach Angaben des Zoosprechers am Samstag eine Hirnblutung erlitten. "Darauf ist sie in Ohnmacht gefallen, fiel auf den Rücken und ist später an ihrem eigenen Erbrochenen erstickt", sagte der Zoosprecher Ron Magill am Montag. "Nonja" wurde nach Angaben des Zoos im Jahr 1952 im Urwald von Sumatra (Indonesien) geboren, nach ihrer Gefangenschaft lebte sie zunächst in einen niederländischen Zoo. 1983 sei der Menschenaffe nach Miami gekommen.

Express.de - 31. Dez. 2007
Ein letzter Akt? Greisen-Sex mit Todesrisiko
Die zwei Yangtze-Weichschildkröten in chinesischen Zoos sind vermutlich die letzten ihrer Art. Nun ­sollen sie Nachkommen zeugen, um ihre Art zu retten. Doch der Greisen-Sex könnte die beiden alten Tiere ­umbringen… Sie ist rund 80 Jahre alt. Er hat 100 Jahre auf dem Buckel. Erst in diesem Jahr wurde das Weibchen entdeckt. Sie lebte Jahrzehnte unbeachtet im Zoo in Changsa, Zentralchina. Mit der sensationellen Entdeckung Anfang des Jahres endete ihr Schattendasein. Die weibliche Hoffnung für ihre Art hat jetzt einen eigenen Wärter, bekommt eine spezielle Diät, ihren Pool sichert kugelsicheres Glas, eine Kamera überwacht jede Bewegung. Doch Zoologen warnen: Die Verkupplung könnte so stressig sein, dass sie daran zugrunde gehen. Weil eine künstliche Befruchtung keine Erfolgsaussichten hat, muss die Greisin im Sommer nach Suzhou reisen. Dort hat man zwei separate Teiche um die Alten nach dem Sex sofort zu trennen. Andernfalls könnten sie in Streit geraten, sich womöglich tödlich verletzen – und so die Rettung ihrer Art zum Scheitern bringen.




Planung und Bau

Lausitzer Rundschau - 3. Jan. 2008
Tierpark Cottbus vor weiterem Baujahr
Rund 80 Zoofreunde haben sich an der traditionellen Neujahrsführung des Fördervereins des Cottbuser Tierparks beteiligt. Besonderes Interesse fand die Perspektive der Bauprojekte. «Wollen wir noch in das Tapirhaus» , fragte Tierparkdirektor Jens Kämmerling fast am Ende des Rundgangs. Das einstimmige Ja zeigt das große Interesse der Besucher, unter ihnen viele Mitglieder des Fördervereins, an diesem Projekt. Als kleine Dschungellandschaft präsentiert sich das fast fertige Gebäude im Inneren. «Wir wollen die Anlage noch im ersten Halbjahr in Betrieb nehmen» , sagt der Tierparkchef. Doch dafür müssen die 311 Vereinsmitglieder der Einrichtung noch einmal finanziell unter die Arme greifen. Die Planungen für den Schwimmteich des Tapiranlage sind fertig, für die Umsetzung fehlt noch Geld. Begeistert wird die neue Rotluchsanlage besichtigt, an der Tierparkmitarbeiter in den vergangenen Tagen intensiv gearbeitet haben. Inzwischen überspannt ein Netz die Anlage. Gitter und Besichtigungsmöglichkeiten wurden weitgehend fertiggestellt. Eine große Scheibe muss noch eingesetzt werden, um von einer Empore in das Gehege blicken zu können. Auch der neue kleine Wassergrabenabschnitt zwischen Malaienenten und Wildschweingehege und dem neuen Winterkäfig für die Gibbons wird wohlwollend gemustert. Noch keine Auskunft kann Jens Kämmerling geben, wann ein Gibbon-Mann einzieht. In eine große Baustelle wird sich in diesem Jahr der Streichelzoo verwandeln. Das Areal wird umgestaltet, neue Gehege und Wege angelegt, die Besuchertoiletten und das Häuschen des Tierparkvereins auf einen neuen Standort am Rande des Geländes verlegt. Neben den Sanitäranlagen gibt es dort dann Windelmöglichkeiten für Säuglinge und eine Terrasse, auf der Kaffee getrunken werden kann. Sattelschweine, eine seltene alte Haustierrasse, kommen hinzu. Die Kinder sollen einen Teil der Stallgebäude betreten können, um beispielsweise Ferkel unter der Heizlampe, die Gerüche und Quartieransprüche der einzelnen Arten besser kennen lernen zu können. Wenn die drei großen Bauprojekte beendet sind, wollen Tierparkdirektor und Förderverein über weitere Vorhaben nachdenken. Das Haustierhaus, von dem nur das Fundament zu sehen sind, steht weit oben auf der Liste.

Südwest Presse - 28. Dez. 2007
Bären streifen durch den Nordschwarzwald
Wenn alles glatt läuft, werden Ende nächsten Jahres Bären den Nordschwarzwald durchstreifen - allerdings nicht freilaufend, sondern in einem eingezäunten Gelände. Auf dieses Ziel arbeiten die 260 deutschen und Schweizer Mitglieder des Fördervereins "Alternativer Bärenpark Schwarzwald" und die "Stiftung für Bären" seit Jahren hin. Sie wollen misshandelten, gequälten und falsch gehaltenen Bären aus Zirkussen, Zoos und Privatgehegen bei Bad Rippoldsau-Schapbach (Kreis Freudenstadt) eine neue Heimat schaffen, "in der sie ihre natürlichen Triebe ausleben können", sagt Stefan Angermüller, der Vorsitzende des Fördervereins. Seit fast drei Jahren läuft eine Spendenaktion, über die inzwischen mehr als 60 000 Euro zusammengekommen sind. Nach Auskunft von Angermüller liegen auch die notwendigen Baugenehmigungen der Kommune vor, so dass im Frühjahr mit dem Aufstellen der Zäune im Wolfstal zwischen Bad Rippoldsau und Schapbach begonnen werden kann. Drei bis vier Hektar groß soll das Gebiet werden, in dem die Bären umherstreifen können. Wieviele Tiere in dem Freigehege Platz finden werden, steht noch nicht fest. Angefangen werde mit zwei bis drei Tieren, die sich langsam aneinander gewöhnen sollen. Das Projekt finde in der Bevölkerung und bei Behörden breite Zustimmung, sagt Angermüller. Er hofft, dass zum Bärenparkfest im September das Freigehege eröffnet werden kann.

Lausitzer Rundschau - 27. Dez. 2007
Zwergesel bekommen Mitbewohner
Weißwasser. Die geruhsamen Zeiten könnten für die vier Zwergesel im Weißwasseraner Tierpark bald vorbei sein. Denn Anfang des Jahres bekommen sie Mitbewohner in ihrem Gehege. Voraussichtlich bis März sollen dort wieder Kamele einziehen. «Wir stehen mit einigen Zoos in engem Kontakt deshalb» , berichtet Tierparkchef Gert Emmrich. Zumindest ein Kamel-Pärchen soll in Weißwasser heimisch werden. «Vielleicht werden es aber auch drei Tiere» , sagt er. «Unsere beiden alten Trampeltierdamen sind vor zwei Jahren gestorben» , so Emmrich. Um für neue Tiere gute Bedingungen zu schaffen, ist in diesem Jahr in das Gehege investiert worden, zusätzliche Felsen und Wurzeln in das Gehege gebracht worden. Auch der Stall wurde vergrößert, damit die Tiere genug Platz haben. Auch ist eine Möglichkeit geschaffen worden, den Hengst abzusperren.

Monsters and Critics - 2. Jan. 2008
Expo in Saragossa präsentiert ein «Aquarium der Rekorde»
Einer der drei Themenpavillons bei der Weltausstellung Expo 2008 in Saragossa wird ein riesiges Aquarium sein. Es gilt gleich in mehrfacher Hinsicht als rekordverdächtig, wie das spanische Fremdenverkehrsamt in Frankfurt mitteilt. So soll es mit 9000 Quadratmetern Fläche das größte Aquarium seiner Art in Europa werden und sogar eines der drei größten weltweit. Es wurde in nur zwei Jahren gebaut und zeigt den Angaben zufolge «die größte biologische Vielfalt von Süßwasser-Ökosystemen». Die 60 Becken des Expo-Aquariums verteilen sich über drei Geschosse und können zusammen etwa 1,8 Millionen Liter Wasser fassen. Nicht nur Fische sollen zu sehen sein, sondern auch Amphibien und Reptilien. So folgen die Besucher einem Weg, der zu fünf großen Flüssen der Erde führt. Dazu zählen der Nil, der Amazonas, der Mekong, der Darling - Australiens längster Fluss - und der Ebro, der wasserreichste Fluss Spaniens.




Aktionen

Leipziger Internet-Zeitung - 1. Jan. 2008
Aktionsstart im Zoo Leipzig: Mit Froschsprung ins "Jahr des Frosches"
Mit einem Froschsprung sind gestern über 150 Kinder im Leipziger Zoo ins „Jahr des Frosches“ gesprungen. Zeitgleich um 11 Uhr wurde die weltweite Amphibienkampagne zur Rettung der stark bedrohten Amphibien in allen Zoos gestartet. Auch der Zoo Leipzig beteiligte sich. Über 150 Kinder, die freien Eintritt hatten, wagten den Froschsprung und bastelten zudem zahlreiche Papierfrösche. Ziel dieser Aktion war es, dass öffentliche Bewusstsein für die Problematik der Amphibien zu fördern. Mit der Kampagne werden Spendengelder für Schutzprojekte vor Ort aber auch zur Haltung dieser wertvollen Tiere in Zoos, die durch Nachzucht den Erhalt der eigenen Art sichern sollen, gesammelt.

mephisto 97.6 - 31. Dez. 2007
Der Zoo beteiligt sich an einer weltweiten Kampagne zur Rettung von stark bedrohten Amphibien
Leipzig. Der Zoo informiert deshalb über die Kampagne „Amphibien Arche“. Außerdem findet eine Bastelaktion für Kinder statt. Im kommenden Jahr will der Zoo das öffentliche Bewusstsein für den Artenschutz fördern und Spendengelder für Amphibien-Schutzprojekte sammeln. Laut Zoo sind derzeit zwischen 30 und 50 Prozent der bekannten Amphibienarten bedroht. Hunderte Froscharten könnten im kommenden Jahr aussterben.

Ruhr Nachrichten - 1. Jan. 2008
Sittich ist ein Mathegenie
Dortmund. Mit Tieren muss man rechnen - nicht nur im Zoo. Und weil 2008 das Jahr der Mathematik ist, hat Zoochef Dr. Frank Brandstätter schon am Neujahrsmorgen seine Tiere auf Rechenbuch- und Formeltauglichkeit geprüft. Einen so großen Andrang gab es bei der Neujahrsführung noch nie. Brandstätter ist nicht nur Zoologe, sondern auch Mathematiker, hat Mathe und Bio fürs Lehramt studiert. Entsprechend fundiert, aber trotzdem auch für Mathemuffel gut verständlich, war seine Führung. Sie begann bei den Riesenschlangen, die wie eine 0 gekringelt im Amazonashaus lagen - mit 0 Beinen, aber Reste von vier Füßen seien am Skelett noch erkennbar, rechnete der Zoochef vor. Geometrisch wurde es bei Leopard Cäsar, der mit 21 Jahren ein mathematisches und zoologisches Wunder ist. Warum er geflecktes Fell, aber einen gestreiften Schwanz hat, erklärte Brandstätter mit der Ähnlichkeitstheorie und einer Fellfärbungs-Formel. Auch Tiere selbst sind Rechengenies. Die Einsteins im Zoo sitzen in der Voliere: Wellensittiche zählten in Experimenten, in denen Futter in ein Punktesystem umgerechnet wurde, bis sechs. Menschen schafften es nur bis fünf - wie Tauben. Mengenlehre-Experten sind die Molche, und der Ohrwurm empfiehlt sich als Mathe-Ass, weil er 50 Eier fehlerfrei durchzählt und merkt, wenn drei fehlen.

MVregio - 28. Dez. 2007
Weihnachtsbaum-Festessen für Elefanten im Rostocker Zoo
Stadtwerke Rostock AG ist seit 1998 Tierpate für die Elefantendame Sara. Darüber hinaus unterstützt das Rostocker Unternehmen seit vier Jahren den Zoo als Hautpartner im Bündnis für Natur- und Artenschutz. Außerdem haben die Rostocker Stadtwerke wesentlichen Anteil am Erfolg der Klassik-Nacht "Ungarische Klänge" zu Gunsten der Menschenaffen. In diesem Jahr konnte ein Erlös von 30.000 Euro auf das Konto "Schaffen für die Affen" eingezahlt werden. Dank der großen Spendenbereitschaft von Firmen und Einrichtungen aus der Region sowie vieler Zoobesucher ist das Spenden-Etappenziel von 600.000 Euro erreicht worden. Mit dieser Summe als Grundstein, soll in den nächsten Jahren der Bau des neuen Menschenaffenhauses beginnen. Am 27. Dezember fand das nun schon traditionelle Weihnachtsbaum-Festessen für das Stadtwerke - Patentier und ihre Gefährtin statt.

nh24.de - 3. Jan. 2008
Winterattraktionen im Wildpark Knüll
Mit zwei Veranstaltungen und weiteren attraktiven Angeboten lockt der Wildpark Knüll auch im Winter Besucher an. So können am Mittwoch, den 9. Januar Mädchen und Jungen zwischen 8 und 14 Jahren auf die Suche nach dem Stein der Weisheit gehen. Bei der gleichnamigen Ferienaktion lädt die Erlebnispädagogin Susanne Baumann dazu ein, als kleine Expeditionsgruppe verschiedene Herausforderungen zu bestehen, um den wundersamen Stein im Wildpark wieder zu finden. Am darauf folgenden Sonntag, den 13. Januar findet das traditionelle Neujahrsfest für die Tiere statt. Alle Interessierten können von 14 bis 16 Uhr dabei sein, wenn Weihnachtsbäume an verschiedene Tiere des Parks verfüttert werden.
Am 10. Januar wäre eigentlich ein großes Geburtstagsfest fällig: Balu, der Braunbär wird drei Jahre alt. Allerdings wird er keine Glückwünsche und keine noch so leckeren Geburtstagsgeschenke entgegennehmen. Denn Balu hat beschlossen, dieses Jahr zum ersten Mal wie es sich für einen europäischen Braunbären gehört, Winterruhe zu halten.

Merkur Online - 27. Dez. 2007
Brunos "Erben" feiern am Freitag ihren ersten Geburtstag!
Maja, Mette und Molly, die drei knuffigen Braunbären im Wildpark Poing, werden ein Jahr alt. Die drei Geschwister und ihre Mama Mia stammen aus Schweden. Zum Geburtstagsfest wird Josef Festl, Eigentümer und Chef des Wildparks Poing, den drei Geburtstagskindern und ihrer Mutter etwas ganz Besonderes zum Futtern geben: Weißbrot, prall gefüllt mit Honig! Die vier Bären leben in jenem Gehege, das eigentlich als Heimat für den Problembären Bruno gedacht war. Doch Bruno ist tot, dafür sind die schwedischen Bären putzmunter! Und das, obwohl doch Winterschlafenszeit ist. "Denen ist es noch zu warm hier", sagt Wildpark-Chef Josef Festl. Und wenn sie doch mal schlafen möchten, ist das kein Problem: Sie können sich jederzeit in das Bärenhaus zurückziehen.

Laichinger Tagblatt - 3. Jan. 2008
Lama Henry freut sich auf Besuch
Der Göppinger Tierpark veranstaltet den diesjährigen "Dreikönigstreff" zu Gunsten des Lamas Henry. Dem fast blinden Tier könnte durch den Erlös eine Augenoperation ermöglicht werden. Henry wurde nach seiner Geburt von seiner Mutter nicht angenommen und deshalb im Oktober 2007 vom Göppinger Tierpark aufgenommen. Durch die Aufzucht mit der Flasche ist er besonders zahm und kinderfreundlich. Allerdings wurde bei ihm auf beiden Augen Grauer Star diagnostiziert. Die Krankheit kann jedoch operativ behandelt werden. Am 6. Januar lädt der Tierpark Göppingen wieder zu seinem traditionellen "Dreikönigstreff" ein. Der Eintritt ist für alle Besucher frei. Der Tierpark wird sich jedoch an diesem Tag über Spenden freuen. Anders als in den vergangenen Jahren werden die gesamten Einnahmen diesmal zugunsten des Sorgenkindes Henry gesammelt.

Ostthüringer Zeitung - 26. Dez. 2007
Reich gedeckter Gabentisch im Tiergehege
Zeulenroda. Zwar konnte in diesem Jahr der Besucherrekord von 2006 nicht getoppt werden, dennoch war das Weihnachtsfest im Tiergehege des Fördervereins wiederum ein voller Erfolg. Davon profitieren werden vor allem die Bewohner der Anlage, denn die Gäste, die sich ab 10 Uhr im Wirtschaftshof einfanden, kamen in den seltensten Fällen mit leeren Händen. Säckeweise Möhren wurden heran geschleppt. Nüsse, Kastanien, Äpfel und ähnliches füllen nun die Futterkammern für Hirsche, Ziegen und Schweine, Kängurus, Lamas und Waschbären. Auch Vogelfutter wurde abgegeben. Die Mitglieder des Fördervereins bewirteten traditionsgemäß die großen und kleinen Freunde des Tiergeheges. Mit dampfenden Glühwein für die Großen, Bärenpunsch und frisch gebackenen Waffeln für die Kleinen und reichlich Deftigem vom Grill sorgten die Vereinsmitglieder für das leibliche Wohl. Zum Weihnachtsfest im Tiergehege informierte der Verein unter anderem über zwei Projekte, denen er sich nun verstärkt widmen will: Die etappenweise Ausstattung der Gehege mit beheizbaren Tränken und dem Aufbau einer Igelstation. Dafür konnten innerhalb der zwei Stunden am Vormittag des 24. Dezember bereits knapp 100 Euro Spendengelder gesammelt werden. Außerdem fanden sich schon acht Tierpaten, die gegen einen kleinen Obolus für ein Jahr die Patenschaft über einen Bewohner des Areals übernehmen.

newsclick.de - 2. Jan. 2008
Fütterung im Gehege lockt zum Familien-Ausflug
Bad Harzburg. Das ist der richtige Tipp für eine Wanderung oder einen Spaziergang in den ersten Tagen des neuen Jahres: Auf geht es zur Fütterung der Luchse am Luchsgehege Rabenklippe im Harz. Es ist ein Erlebnis für die ganze Familie, für das es kein schlechtes Wetter gibt. Deshalb hat die Nationalparkverwaltung etliche Termine jeweils um 14 Uhr anberaumt, damit man die Luchse Attila, Pamina und Co. bei der Mahlzeit beobachten kann. Das sind die nächsten Termine: Freitag, 4. Januar, Mittwoch, 9. Januar, Mittwoch, 16. Januar, Mittwoch, 23. Januar und Mittwoch, 30. Januar.



Nachwuchs

Kölner Stadt-Anzeiger - 1. Jan. 2008
Lauter neue Knuts in Nürnberg
Im Nürnberger Tiergarten könnte bald ein neues „Knut“- Fieber ausbrechen: Die beiden Eisbären-Weibchen Vilma und Vera haben Nachwuchs bekommen. Dies bestätigte Tiergarten-Direktor Dag Encke am Montag. Es könnten vier kleine Bären in den Bruthöhlen liegen, mutmaßte er. Bislang habe aber niemand die Babys gesehen. „Wir lassen die Bären absolut in Ruhe, niemand stört sie.“ Da erstgebärende Eisbärenweibchen ihre Jungen oft verstoßen, seien die Aussichten auf eine erfolgreiche Nachzucht derzeit noch nicht abzuschätzen. Bei der Bärin Vilma scheine die Lage immerhin stabil zu sein: „Man hört Schmatzen und Rufen aus der Höhle.“ Bei Vera sei man etwas pessimistischer, da die Mutter sich häufig von den Jungen wegbewege und sie viel alleinlasse. Frühestens nach sechs Wochen könne es ein Tierpfleger erstmals wagen, einen Blick in die Höhle zu werfen, sagte der Zoodirektor. Seinen Angaben zufolge handelt es sich um den ersten Eisbären-Nachwuchs im Nürnberger Tiergarten seit rund 15 Jahren.

Tagesspiegel - 1. Jan. 2008
Eisbären in Nürnberg geboren

Morgenweb - 1. Jan. 2008
Nachwuchs bei Tiger und Bär
Zuwachs für die sibirische Tigerfamilie im Zirkus Althoff in Lübeck: Wie das Unternehmen gestern mitteilte, brachte Tigermutter Dunja am Morgen ein Jungtier zur Welt. "Es sieht ziemlich proper aus", sagte Zirkusmanager Christoph Busch. Sibirische Tiger sind extrem selten, nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF leben noch etwa 450 Tiere in Freiheit. Der Zirkus habe eine lange Tradition in der Zucht und Pflege der Raubkatzen.
Im Nürnberger Tiergarten könnte bald das "Knut"-Fieber ausbrechen: Die beiden Eisbären-Weibchen Vilma und Vera haben Nachwuchs bekommen. Insgesamt könnten vier kleine Bären in den Bruthöhlen liegen, mutmaßte Tiergarten-Direktor Dag Encke.

PR-Inside.com - 3. Jan. 2008
«Doofe Knutmanie» soll sich nicht wiederholen
Der Tiergarten Nürnberg will nach der Geburt seiner Eisbären-Babys einen Rummel wie bei Knut im Berliner Zoo vermeiden. «Eins weiß ich: Wir werden alles dafür tun, dass sich die doofe Knutmanie in Nürnberg nicht wiederholt», betonte Tiergarten-Vizechef Helmut Mägdefrau der «Süddeutschen Zeitung» und fügte hinzu: «Wir können so was wirklich nicht brauchen.» Mägdefrau betonte, er habe zwar «allergrößten Respekt» vor der Leistung der Berliner Kollegen: «Einen Eisbären per Handaufzucht vom ersten Tag an großzuziehen - da kann ich nur sagen: alle Achtung.» Aber in Nürnberg würde man nicht eingreifen, falls die Jungen von ihren Müttern verstoßen würden, selbst wenn das den Tod der Eisbärenbabys bedeuten würde. «Das wäre ja ein relativ natürlicher Vorgang, die Bärinnen sind schließlich Erstgebärende. Wenn sie ihre Kleinen sterben lassen wollen, dann müssen die eben sterben.» Wie viele Jungen die Eisbärendamen Vera und Vilma bekommen haben, ist bislang noch nicht bekannt.

Wochenanzeiger Herford - 27. Dez. 2007
Osnabrücker Zoo ist Silvester geöffnet
Osnabrück. Nachwuchs im gestreiften Anzug zieht die Augen der Zoobesucher im Südamerikahaus auf sich. Der kleine Flachland-Tapir „Pablo“ ist seit vier Wochen der Star im Revier. Seine Mutter „Elise“ brachte ihn nach über 400 Tagen Tragzeit zur Welt und zieht ihn vorbildlich auf.

Ad-Hoc-News - 27. Dez. 2007
Antilopenbaby an Heiligabend im Dortmunder Zoo geboren
Ein Antilopenbaby ist an Heiligabend im Dortmunder Zoo zur Welt gekommen. Wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte, wurde eine weibliche Nilgauantilope geboren. Bei der aus Indien stammenden Tierart handelt es sich um eine nur selten in Zoos gehaltene Riesenantilope. Ein zweites Junges starb den Angaben zufolge bei der Zwillingsgeburt.

inar.de - 27. Dez. 2007
Glücksschweinchen zum Neuen Jahr in Zoo und Tierpark!
Berlin. Traditionell gehören Glücksschweinchen zum Jahreswechsel. Im Zoo sind es Ferkel der südamerikanischen Weißbartpekaris und im Tierpark chinesische Maskenschweine, die zum Jahreswechsel grüßen und allen Zoo- und Tierparkfreunden einen guten Rutsch ins Jahr 2008 wünschen. Vielleicht werden bis Silvester sogar noch weitere Maskenschweinchen geboren - der Leibesumfang der trächtigen Mutter verspricht einen kopfstarken Wurf.

Hannoversche Allgemeine - 27. Dez. 2007
Plötzlich war Nachwuchs mit Stachel da
Fünf kleine Rochen-Babys sind an den Weihnachtstagen im Sea Life Hannover geboren worden. Es handelt sich um Pfauenaugen-Stechrochen, so die genaue Bezeichnung, wie das Aquarium am Donnerstag mitteilte. Die Jungtiere sind etwa acht Zentimeter groß. Sie werden in einem Extra-Becken aufgezogen und kehren erst in etwa fünf Monaten zu ihren Eltern zurück. „Wir dachten die ganze Zeit, unsere Rochen sind wohlgenährt. Mit einer Schwangerschaft haben wir noch nicht gerechnet“, erklärte Aquarist Björn Eckardt.

Freie Presse - 1. Jan. 2008
Zwei Glücksschweine im Tierpark geboren
Wer am Neujahrstag einen Spaziergang durch den Hirschfelder Tierpark unternommen hat, konnte, wenn er Glück hatte, auch zwei niedliche, erst zwei Wochen alte Wollschweinferkel samt Mama und Papa erleben. Vier Exemplare jener Tierart, die den Ruf genießt, ein Symbol für das Glück zu sein.

Freie Presse - 3. Jan. 2008
Zwei Glücksschweine im Hirschfelder Tierpark geboren

Liechtensteiner Volksblatt - 27. Dez. 2007
Erneut Nachwuchs bei seltenen Somali-Wildeseln im Basler Zolli
Zum zweiten Mal innert eines Monats hat der Basler Zolli Nachwuchs bei seinen Somali-Wildeseln erhalten: Am 14. Dezember wurde das Hengstfohlen Erasto geboren. In freier Wildbahn ist die Tierart vom Aussterben bedroht. Erasto ist, zusammen mit drei weiteren Fohlen, bereits in der Aussenanlage des Wildesel-Geheges zu sehen, wie der Zoo Basel mitteilte. Vor Erasto war im Zolli erst am 16. November das Stutenfohlen Essien zur Welt gekommen. Mutter von Erasto ist Karaba, die erst 2006 im fortgeschrittenen Alter von 19 Jahren ihr erstes Junges hatte und nun zum zweiten Mal ein Fohlen gebar. Vater ist der Hengst Lucas, der laut dem Zolli inzwischen an rund zehn Prozent der Somali-Wildesel-Geburten in europäischen Zoos beteiligt war und 2008 in Nürnberg sein Glück versuchen soll.

Wiener Zeitung - 3. Jan. 2008
Die Wiener wollen das Kuschelmonster Fu Long sehen
Wann kommt Fu Long heraus? Das fragen sich die Besucher des Zoos, die frierend vor dem Pandagehege stehen. Doch dem Kleinen ist anscheinend noch zu kalt und so bleibt er einstweilen in der Wurfbox. Seit Anfang Dezember wartet der Tiergarten Schönbrunn darauf, dass sich das Ende August geborene Panda-Baby erstmals den Zoo-Gästen präsentiert. "Wir machen uns keine Sorgen", erklärt die Pflegerin Eveline Dungl. Die Entwicklung des bereits rund 70 Zentimeter großen Pandas sei völlig normal. Möglicherweise fühle er sich in der geschützten Anlage einfach sicherer, vermutet Dungl. Auch das winterliche Wetter könnte sich negativ auf die Wanderrouten des Panda-Babys auswirken. In Schönbrunn rechnet man jedenfalls täglich damit, dass sich der kleine Panda den Besuchern zeigt. Man werde weiterhin nicht eingreifen, hieß es aus dem Zoo. Eingerichtet wurde lediglich eine kleine Rampe, die dem mittlerweile rund sechs Kilo schweren Panda-Baby das Klettern nach draußen erleichtern soll.

Vienna Online - 2. Jan. 2008
Fu Long will nicht hinaus - Panda-Baby lässt Zoo-Besucher warten
Fu Long wandert bereits fleißig um die Wurfbox, ist alt genug, um die vor Besucherblicken geschützte Anlage zu verlassen und bleibt doch lieber in der Nähe der Nesthöhle. Seit Anfang Dezember wartet der Tiergarten Schönbrunn darauf, dass sich das Ende August geborene Panda-
Baby erstmals den neugierigen Augen der Zoo-Gäste präsentiert. "Wir haben uns da ein bisschen verschätzt", sagte Pflegerin Eveline Dungl.



Freie Presse - 3. Jan. 2008
Trauer im Tierpark: Leopardenbaby gestorben
Eines der beiden Persischen Leopardenkinder, die erst im Juni 2007 im Tierpark Chemnitz das Licht der Welt erblickten, ist Ende des vergangenen Jahres plötzlich verstorben. Als vorläufige Todesursache sei nach der Obduktion in der Landesuntersuchungsanstalt akutes Herzversagen festgestellt worden. Noch am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages habe es keinerlei Krankheitszeichen bei dem jungen, aber mittlerweile schon 16 Kilogramm schweren Leopardenjungen Razan gegeben.

DerWesten Duisburg - 2. Jan. 2008
Zickenalarm im Gorillabusch
Seitdem der alte Chef der Truppe Catou und seine langjährige Gefährtin Dorle, von Zoo-Chef Achim Winkler auch gern als "Hausdrachen" bezeichnet, ihren Altersruhesitz im sonnigen Spanien (Bioparc Valencia) bezogen haben, fechten die am Kaiserberg verbliebenen drei schwarzbepelzten Damen eine neue Rangordnung untereinander aus.
Das ist umso dringender für Safiri, Vizuri und Momo, als es ja schließlich darum geht, den neuen Herrn im Haus zu gewinnen. Der heißt Mapema, kommt aus dem englischen Paignton, ist knapp zwölf Jahre alt und bringt satte 150 Kilo auf die Waage. Ein affenmäßiges Schwergewicht ist er damit noch nicht. Eher ein Halbstarker, der sich seine silbernen Rückenhaare erst verdienen muss. Weshalb denn das ältere Damen-Trio den Jungspund zunächst mal versucht hat, mit vereinter Frauen-Power in die Schranken zu weisen. Das hat der sich allerdings nicht lange bieten lassen und seinem neuen Harem was getrommelt. Nun ist er der Chef im Ring und hat bei der Harems-Hierarchie wohl ein entscheidendes Wörtchen mitzureden. Die Gunst des neuen Gatten konnte Safiri als erste gewinnen. Mit ihr hat sich Mapema bereits in die Büsche geschlagen. Ob sie die Stellung als sein Lieblingsweibchen behält, wird die Zukunft weisen. Ebenso, ob seine Bemühungen um Nachkommen Früchte tragen werden.

Hamburger Abendblatt - 3. Jan. 2008
Wenn Königskobra, Mamba oder Viper zubeißen . . .
Die Ausweise in den durchsichtigen Plastikhüllen hängen an der Rückseite jeder Tür. Passbild, Name und Herkunftsland, darüber eine Sicherheitsnadel. Doch die Dokumente warten nicht darauf, von internationalen Kongressteilnehmern an die Brust geheftet zu werden. Sie zeigen Königskobra, Grüne Mamba und Gabunviper - allesamt hochgiftige Schlangenarten, die in Hagenbecks Tropen-Aquarium hinter den entsprechenden Türen gehalten werden. Die Steckbriefe sollen im Notfall Helfern sagen, wer hier zugebissen hat. Höchste Sicherheitsvorkehrungen in exotischer Kulisse. "Seit dem Zweiten Weltkrieg haben wir keine Giftschlangen mehr gehabt, erst jetzt wieder im neuen Tropen-Aquarium", sagt Thomas Kölpin, Leiter der terrestrischen Abteilung des Neubaus. Und mit Königskobra, Grüner Mamba sowie Gabunviper, Nashornviper, Boomslang und Seitenwinderklapperschlange haben auch besondere Sicherheitsmaßnahmen und Notfallpläne Einzug ins Tropen-Aquarium gehalten. In diese Pläne eingebunden sind die Bernhard-Nocht-Ambulanz für Tropenmedizin am Hafen und die Bernhard-Nocht-Klinik auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (von Claudia Sewig).

Mitteldeutsche Zeitung - 1. Jan. 2008
Fußpflege und Massage für Dickhäuter
Halle. Als hartgesotten erwiesen sich am Montagvormittag die Neujahrsspaziergänger im Zoo. Wer an dieser traditionellen Stipp-Visite teilnimmt, den schrecken weder frostige Temperaturen noch Schneeregen. So konnte Zoo-Direktor Andreas Jakob eine recht große Gruppe Neugieriger auf seinem traditionellen Spaziergang durch "Brehms Tierleben" am Reilsberg mitnehmen.

PR-Inside.com - 27. Dez. 2007
Rostocker Elefanten lassen sich Tannenbäume schmecken
Auf dem Speiseplan der Rostocker Elefanten stehen seit Donnerstag Tannenbäume. Wie seit mehr als 20 Jahren, beliefern Weihnachtsbaum-Händler nach dem Fest den Zoo mit Restbeständen. Die Elefanten Sara und Dzomba ließen sich die ersten Tannen schmecken, in den kommenden Tagen werden auch Kamele und Dromedare mit den Nadelgehölzen versorgt. Insgesamt 300 Tannenbäume hat der Zoo in diesem Jahr erhalten. Rund 200 kommen auf den Speiseplan. Der Rest ist Dekoration und Spielzeug für die Tiere.

Thüringische Landeszeitung - 27. Dez. 2007
Bei Weihnachtsbäumen sind Elefanten wählerisch
Die Elefanten im Zoo in Rostock haben ein besonderes Nach-Weihnachtsessen bekommen: einen Haufen Weihnachtsbäume. Lametta oder Kugeln hingen natürlich nicht daran. Es waren Bäume, die Händler nicht verkauft hatten. Für die Elefantendamen Sara und Dzomba waren die Nadelbäume eine nette Abwechslung. Denn im Winter bekommen sie nur wenig frisches Grünzeug. Am leckersten finden sie Nordmanntannen mit zarten Nadeln.

Hamburger Abendblatt - 28. Dez. 2007
Volkszählung im Troparium
Abtauchen, Aufhalsen und Ausbuddeln - für die Pfleger im Tierpark wurde die erste Inventur im neu eröffneten Haus zur körperlichen Herausforderung. Zackenbarsch Zorro gab Fersengeld. Bei der ersten Inventur des im Mai eröffneten Hauses sollte er, ebenso wie alle anderen der mehr als 14 300 tierischen Bewohner, gezählt, gemessen oder gewogen werden. Und so blieb Zorros Tierpflegern nichts anderes übrig, als dem Riesenfisch im acht Meter tiefen Becken so lange mit dem Zollstock hinterherzutauchen, bis Zorro schließlich doch längsseits kam - und seine 1,10 Meter Körperlänge offenbarte. Die Inventur, erklärte Dr. Thomas Kölpin (39), Leiter des terrestrischen Teils des Tropen-Aquariums, diene neben der reinen Bestandsaufnahme auch der Bestimmung des Geschlechtes von Jungtieren, um die Zuchtbücher des Tierparks zu aktualisieren.

Stuttgarter Wochenblatt - 3. Jan. 2008
Glücksbringer: Die "Mohrenköpfle" der Wilhelma demonstrieren ein glückliches Schweineleben
Schweine - normalerweise die Ausführung in rosa Marzipan, in der Wilhelma jedoch die schwarz-rosa "Schwäbisch-Hällischen" - gelten traditionell als Glücksbringer zum Jahreswechsel. Diese Rasse ist für die Rolle als Glücksschwein besonders geeignet, hat sie doch selbst buchstäblich "Schwein gehabt": Entstanden vor über 100 Jahren zur Zeit Wilhelms I. und bis in die 50er-Jahre die häufigste Rasse in Baden-Württemberg, war sie um 1970 von den modernen mageren Schweinerassen vollständig verdrängt worden und galt als ausgestorben. Liebhaber alter Haustierrassen bauten mit wenigen Tieren ein Zuchtprogramm auf und retteten diese robusten und friedlichen, auch "Mohrenköpfle" genannten Schweine sozusagen in letzter Minute.

Ruhr Nachrichten - 3. Jan. 2008
Pille für die Katz'
Dortmund. Familienplanung im Löwen-Gehege, damit müssen sich im neuen Jahr die Mitarbeiter des Zoos auseinander setzen. Der Grund: Die Drillinge Aslan, Ayla und Ana feiern in zehn Tagen ihren ersten Geburtstag - und stehen damit kurz vor der Geschlechtsreife. "Wir suchen deshalb nach einem geeigneten Zoo in Deutschland oder auch im Ausland, an den wir ein oder mehrere Tiere vermitteln können", sagt Ilona Schappert, stellvertretende Zoodirektorin. Sollte das im Laufe des Jahres nicht gelingen, "bekommen die Katzen erstmal die Pille", um Nachwuchs zu verhindern. Eine weitere Option: Sterilisation. Dann könnten die Geschwister auch langfristig in Dortmund bleiben - unter den wachsamen Augen von Mama Moreni (7) und Löwenvater Lukas (12).

Lausitzer Rundschau Cottbus - 2. Jan. 2008
Der Chef und das Kamel
Wenn im Tierpark ein Schlüsselbund rasselt, wird es in den Käfigen und Gehegen lebendig. Der Chef kommt und mit ihm Futter, oder Abwechslung durch Umquartierung und Spiele. Viele Tiere erkennen ihren Chef an Stimme und Gestalt, begrüßen ihn freundlich.
Von diesem Schlüsselbonus profitiert der Cottbuser Tierparkdirektor Jens Kämmerling bei fast allen Bewohnern. Nicht so aber beim Kamelbullen Mulan. Erspäht dieser Jens Kämmerling, kommt er sofort fast drohend anmarschiert, um sein Revier und seine Herrscherwürde über die Herde zu verteidigen. Warum Mulan ihn so konsequent ablehnt, ist Jens Kämmerling unklar. Bisher habe es kein unangenehmes Zusammentreffen gegeben.

Wiesbadener Kurier - 30. Dez. 2007
Kuscheln gegen die Kälte
Im Opel-Zoo leben Elche, Eisfüchse, Elefanten, Erdmännchen und viele Tiere mehr im Freigehege. Bei manchen sorgen die Tierpfleger für warme Füße und Ohren, andere tun das selbst. "Der Winter ist eine harte Zeit für die Tiere", erklärt Zoopädagoge Dr. Martin Becker. Klar, dass die Fachleute im Zoo es vor allem auch den Tieren, die mit den kalten Temperaturen nicht so gut zurechtkommen, möglichst angenehm machen wollen. Damit die Tiere gut gestärkt in den Winter starten, gibt´s schon vom Herbst an besonders reichhaltiges Futter.

Lausitzer Rundschau - 3. Jan. 2008
Wenn die Gibbons Stubenarrest bekommen
«Dünne» und «Dicke» lassen sich im Moment nur selten blicken. Zu ungemütlich ist es den Braunbärinnen im Moment an der frischen Luft. Nur wenn die Sonne scheint, kommen sie raus, um Wärme zu tanken. Meistens halten sich die Damen jedoch in ihrem Bau in ihrem Gehege im Weißwasseraner Tierpark auf. «Sie ruhen, machen aber keinen Winterschlaf wie in der freien Natur» , erklärt Tierparkchef Gert Emmrich. «Vermutlich ist die Höhle, die sie hier bei uns im Tierpark haben, zu groß dafür» , sagt er. In der Natur suchen sich die Tiere kleine und engere Höhlen, die sie mit Laub ausstaffieren und auch mit ihrer eigenen Körperwärme aufheizen.

HNA.de - 3. Jan. 2008
Der Herr des Tierparks ist gegangen
Der Chef des Tierparks Sababurg, Gerhard Briel (65), kann mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. Über 46 Jahre stand er in Diensten der Kreisverwaltung Kassel. Fast 40 Jahre gehörte der Tierpark zu seinem unmittelbaren Tätigkeitsfeld. Und unter fünf Landräten arbeitete Briel, der nun in den Ruhestand gewechselt ist. Schnupperte der Berufsanfänger Briel anfangs auch noch in andere Abteilungen wie Jugend- und Rechnungsprüfungsamt hinein, ist sein Name mittlerweile untrennbar mit dem Tierpark Sababurg verbunden. Den sieht der Helmarshäuser auf einem guten Weg. So sollte der pädagogische Bereich weiter ausgebaut werden, am Wasserhaus bestehe dringender Sanierungsbedarf, auch einige neue Tierrassen sähe Briel gern im Tierpark. Beispielhaft nennt er Biber und Bär, die gut in den Bestand passen würden. Doch das sei Sache seiner Nachfolger. Natürlich wird Briel trotz Pensionierung dem Tierpark eng verbunden bleiben.

Freies Wort - 28. Dez. 2007
„2008 wird uns weiter in Atem halten“
Suhl. Oberbürgermeister Jens Triebel zu Fragen des Haushaltes und den Aufgaben für das neue Jahr: Wir werden am Konzept für die Neugestaltung des Tierparks arbeiten, Kräfte mobilisieren, um Fördermöglichkeiten und andere Finanzquellen zu erschließen, denn im Haushalt haben wir zurzeit dafür keine Mittel. Wir müssen sehen, wie wir den Zuschuss der Stadt für den Tierpark senken können. Das geht nur über die Steigerung der Einnahmen, die wiederum von der Attraktivität des Tierparks abhängen.

WELT ONLINE - 28. Dez. 2007
Wie heißkalt ist dies Tätzchen
Menschen und Eisbären: Die Geschichte von Knut erzählt auch von der Sehnsucht nach Frieden zwischen fernen Brüdern. Am 5. Dezember feierte Knut seinen ersten Geburtstag mit einer Gemüsetorte. Er wiegt jetzt mehr als zwei Zentner. Zwar hat er noch Milchzähne, ein niedliches Baby ist er aber nicht mehr, sondern ein Halbwüchsiger in der Frühpubertät, dessen Bedürfnis nach Körperkontakt beim menschlichen Partner ernste Blessuren hinterlassen kann. Dem Direktor ging der Rummel um Knut nicht nur zu weit, sondern fundamental gegen den Strich. Der Zoologe Blaszkiewitz sah durch den vom kaufmännischen Leiter Gerald Uhlich angeheizten Knut-Hype die Seriosität des Zoos als Stätte der Wissenschaft, der Volksbildung und des Artenschutzes bedroht. Der Zoo sei kein Spaßpark, sagte er. Kurz nach Knuts erstem Geburtstag musste der Verwaltungsdirektor gehen. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Zoologische Garten den Weg der kulturellen Regression zum Jahrmarktspektakel nicht gehen will. Ernsthaftigkeit zieht wieder ein. Und auf Knut warten die Schmerzen des Zahnwechsels und eisbärgemäße Einsamkeit.

Berliner Kurier - 28. Dez. 2007
Der Winkewinke-Knut
Tag für Tag ist Audienz bei unserem Knut, jubeln die Besucher dem wahren König der Tiere im Zoo zu. Und jetzt grüßt Knut I. sogar zurück, winkt mit der Tatze huldvoll seinen Bewunderern zu! „Knut! Knuuuuut!“ Zu Dutzenden drängeln sich die Besucher vor seinem Gehege, rufen, winken. Und da passiert’s! Knut setzt sich auf seinen dicken Hintern, hebt lässig eine Pfote. Aber ist Knut wirklich ein Winke-Winke-Bär? Schüle: „Wenn man lange vorm Gehege steht, hebt er auch mal die Pfote, scheint zu winken. Tatsächlich passiert das aber zufällig beim Spielen. Er reagiert nicht auf das Winken der Besucher.“ König Knut I. ist schließlich kein Grüß-August!

Bild.de - 29. Dez. 2007
5-Millionen-Angebot Hollywood will Eisbär Knut!
Der berühmteste Eisbär der Welt wird „Hollywood-Star“! In einem US-Kinofilm soll Eisbär Knut die Hauptrolle bekommen! Das berichtet die B.Z. aus Berlin. Es scheint als kenne die Knuti-Manie keine Grenzen… Hinter der Filmidee steckt der Filmproduzent Ash R. Shah. Der US-Amerikaner bietet dem Zoologischen Garten in Berlin dafür die Wahnsinnsgage von 5 Millionen Dollar (etwa 3,8 Euro) an Lizenzgebühren aus dem Filmeinnahmen. Als Sofort-Zahlung soll der Zoo 100 000 Dollar (etwa 68 000 Euro) bekommen! Zoo-Chef Bernhard Blaszkiewitz bestätige die Verhandlungen: „Ja wir stehen in Verhandlungen!“ Und weiter: „Wir freuen uns sehr über das Interesse aus Hollywood. Unklar ist noch, wann wir die Verträge unterzeichnen. Einige Details müssen noch geklärt werden!“ Der Knut-Streifen soll ein animierter Film werden – im Stil der Kassenschlager „Findet Nemo“ und „Shrek“!

Tagesspiegel - 31. Dez. 2007
Kino-King Knut
Was muss in Filmproduzenten aus Los Angeles gefahren sein, wenn sie solche Dinge tun? Derzeit verhandeln einige mit dem Berliner Zoo, um sich die Filmrechte an Knuts Leben zu sichern. Es geht um beträchtliche Summen. Ein Problem wird sich stellen, wenn Knut bald in aller Welt als Filmstar über die Leinwand flimmert: das der "Meet and Greets", der Autogrammstunden und -karten. Hätte irgendjemand vermutet, dass renommierte Filmproduzenten aus Los Angeles ihre Anwälte dafür bezahlen, sich die Rechte für einen Eisbären aus dem Berliner Zoo zu sichern? Die einen schlagen jetzt die Hände vor den Kopf: Nicht auch das noch! Jetzt reicht es aber mit dem Wirbel um dieses Zootier. Es nervt! Mit diesem Teil der Menschheit kann Bernhard Blaszkiewitz, derzeit alleiniger Vorstand von Zoo und Tierpark, durchaus sympathisieren. Die Chance, die weltweite Bekanntheit des handaufgezogenen Klimaschutz-Symboltiers imagemäßig sowie finanziell für sein Haus auszunutzen, lässt er sich dennoch nicht entgehen. In einem Fax an den Zoo soll der Hollywood-Produzent geschrieben haben, dass er dem Zoo allein in den ersten beiden Jahren nach Filmstart fünf Millionen Dollar Gewinn aus Lizenzeinnahmen in Aussicht stellt - und auch gleich die Kontonummer des Zoos haben will. Inzwischen liegt dem Zoo auch der unterschriftsreife Vertrag vor. Möglicherweise drängeln die Filmeraus L.A deshalb so, weil sich zu ihnen herumgesprochen hat, dass ihnen ihr bisheriger Marketing-Mann als Ansprechpartner abhanden kommt, und sie jetzt um ihr Projekt fürchten. Die Vorarbeit leistete nämlich nicht Zoochef Blaskiewitz, sondern sein früherer Vorstands-Kompagnon Gerald Uhlich, der das Merchandising um Knut sowie den Klimaschutzgedanken über die Marke "Respect Habitats. Knut" langfristig etablieren wollte, damit im Zoo aber nicht weit kam. Für den computeranimierten Film über Knut soll im Vertrag sogar jeder Charakterzug des Helden ausgehandelt worden sein: etwa, dass der Bär ein Lieber ist und bleibt. Das Drehbuch soll vorliegen, doch es ist geheim. Nur so viel: Der Film soll im Berliner Zoo spielen, auch Pfleger Dörflein wird zur Trickfilmfigur. Natürlich spielt das Schicksal von Knuts Artgenossen in der Arktis angesichts der Erderwärmung eine Rolle. Die Produktion so eines Animationsstreifens dauert bis zu 18 Monate, vorher müssen Finanziers gefunden werden. Kinostart ist frühestens im August 2009. Sollte der Zoo wider Erwarten ablehnen, bleibt noch das Angebot aus New York. Craig Hatkoff, der Autor des Knut-Kinderbuchs, möchte mit seiner Ehefrau Jane Rosenthal eine Eisbären-Komödie drehen. Rosenthal wiederum besitzt gemeinsam mit Robert de Niro die Produktionsfirma Tribeca Films. Einen Knut-Film gibt es übrigens schon. Ab März kann man im Kino die Naturdokumentation "Knut und seine Freunde" mit unveröffentlichten Aufnahmen aus dem Zoo sehen.

Energy - 3. Jan. 2008
Suri wird Knut!
Fünf Millionen Dollar soll der Berliner Zoo für den Verkauf der Rechte an der Knut-Geschichte bekommen. Und keine Geringere als Suri Cruise soll dem Eisbären ihre Stimme leihen! Bei diesen beiden kann man sich kaum entscheiden, wer süßer ist: Als die 14 Monate alte Suri im vergangenen Jahr Eisbärbaby Knut im Berliner Zoo besuchte, entstanden wunderschöne Bilder. Grund genug für Produzent Ash R. Shah, Suri zu Knuts Stimme zu machen. Im geplanten animierten Film über den süßen Eisbären soll die Tochter von Tom Cruise und Katie Holmes Knut synchronisieren. Noch hat der Berliner Zoo jedoch nicht zugestimmt - und auch Suris berühmte Eltern haben sich noch nicht geäußert. Ob sie sich aber dieses bärige Angebot entgehen lassen?

Berliner Kurier - 30. Dez. 2007
Keiner streichelt ihn ins neue Jahr
Da liegt unser Knut und ist gaaaanz allein. Und das zu Silvester! Armer, armer Teddy. Und keiner wird kommen, um ihn zu trösten. Vergangenes Silvester durfte Knut noch als winziges Eisbär- Baby in Papa Dörfleins Armen liegen, wurde geknuddelt, gestreichelt, gehätschelt. Und heute? Teenie Knut sitzt allein in seinem Zoo- Gehege und Papa Dörflein weit weg bei sich zu Hause.

St. Galler Tagblatt - 30. Dez. 2007
2007 – ein tierisches Jahr
Nein, kein Wort von Knut. Und bloss ein Satz zu Problembär JJ3: der Wunsch nämlich, er möge den Winterschlaf in seiner Albulahöhle geniessen, dort etwas südlich von Felsberg und Ems, wo diesen Dezember ganz andere bärenstarke Dinge vor sich gegangen sind. Noch ein paar Täler südlicher liegt das Val Cama, «finis terrae» der Schweiz. Dort ist im November ein Einhorn gesichtet und gefilmt worden. Abertausende haben sich im Internet am seltenen Tier auf dem unscharfen Filmchen erfreut und ihre Mutmassungen dazu abgegeben. Das Video wurde eine Viertelmillion Mal heruntergeladen, auch in Asien und den USA, wo zufällig Chocolat Frey ihre künftigen Märkte sieht. Diese gab schliesslich zu, das Tier sei ein Werbegag, per Bluescreen in die Landschaft appliziert. Das Horn war aus Pappe, wir waren die Gehörnten und die Medienwelt ist um eine nicht ganz neue Erfahrung reicher: Der Mensch glaubt, was er glauben will.

Thüringer Allgemeine - 27. Dez. 2007
Auf »Biodive« Tier- und Landschaftsaufnahmen veröffentlichen
Tier- und Landschaftsaufnahmen können Hobbyfotografen und -filmer auf einer neuen Webseite veröffentlichen. Schon jetzt sind unter www.biodive.de Bilder von tanzenden Möwen oder glotzenden Schafen zu finden. Auch ein Video von Affen aus dem Zoo in Irlands Hauptstadt Dublin ist zu sehen. Mit der Zeit soll das von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) aus Radolfzell gepflegte Multimedia-Archiv immer größer werden. Hinter der Webseite steht der Gedanke, die durchaus bedrohte »Vielfalt des Lebens« - so die Übersetzung des hier zu »Biodive« verkürzten Begriffs »Biodiversität« - auf der Erde darzustellen. Jeden Monat gibt es für das beste Foto und den spannendsten Film zudem einen Preis.

China Internet Information Center - 3. Jan. 2008
Löwe und Tiger verlieben sich im romantischen Hainan
Ein Tigermännchen und eine Löwin, beide mehr als zwei Jahre alt, haben sich im Safari Park in Chinas tropischer Insel Hainan verliebt. Die Webseite "Photobase" berichtet, dass der Hainan Tropical Wildlife Park and Botanical Garden die beiden unterschiedlichen Tiere bewusst ab einem Alter von zwei Monaten zusammen in einem Käfig leben ließen, damit diese einen gemischten Wurf hervorbringen. Das Experiment laufe gut, aber ob sich die beiden am Ende tatsächlich paaren und ein Baby gebären, sei noch nicht bekannt. Dem Park ist es bereits zuvor einmal gelungen, ein Löwenmännchen mit einer Tigerfrau zu paaren. Dabei sind neun gemischte Jungen geboren worden.


Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

Zoos – Meldungen international

Niederländische Meldungen

Algemeen Dagblad - 2. Jan. 2008
Als olifanten konden huilen, zou Irma het doen
Wenn Elefanten weinen könnten, würde Irma es tun
Rotterdam - Elefantenkuh Irma war am vergangenen Wochenende ein Koloß von Traurigkeit. Die Fruchtblase war geplatzt, es gab die Öffnung, alles schien klar für die Geburt ihres sechsten Sprößlings. Aber es geschah nichts. Wenn Elefanten weinen könnten, so hätte sie es dann getan. Jetzt, ein paar Tage später, schaukelt sie noch immer etwas unsicher auf ihren Beinen, um so das Gewicht ihres Körpers verlagern zu können. Gut 3.500 kg, inklusive das - so gut wie sicher tote - Kalb in ihrer Gebärmutter. Das Elefantenbaby, das vorsichtig schon Noël getauft wurde, aber das Licht der Welt niemals erblicken soll. Eine Besucherin, die die Szene in Taman Indah im Tiergarten Blijdorp betrachtet, trauert mit Irma mit. "Was finde ich das bedauerlich für sie", sagt sie, "Tiere haben schließlich auch Gefühl. Wie schade. Können Sie die Wehen nicht anregen?" Das ist schon geschehen, antwortet Tierarzt Willem Schaftenaar, Stütze und Halt von Irma in dieser schweren Zeit. "Das haben wir Freitag und Samstag getan. Es wirkte wunderbar. Sie stand gestreckt, das Maul offen. Nur das Kalb tat nichts. Das kann zweierlei bedeuten. Entweder die Gebärmutter von Irma ist nicht in Ordnung, oder das Kalb selbst." Ein Kaiserschnitt als letztes Rettungsmittel, könnte der Laie denken. Schaftenaar: "Das geht nicht bei Elefanten. Das führt in allen Fällen zum Tod der Mutter. Die Eingeweide sind so schwer, daß die Nähte reißen würden. Keine Option." Jetzt ist warten angesagt. Bis der tote Dickhäuter doch noch geboren wird, was Wochen und Monate dauern kann. "Das Tier mumifiziert. Der Körper kann in Teile auseinanderfallen und Stück für Stück herauskommen." Oder nicht. Nota bene: die Mutter von Irma hatte das gleiche Übel bei der Geburt ihres sechsten Kalbs, sie hat das ungeborene Kalb dreieinhalb Jahre mit sich herumgetragen. "Zufall oder nicht? Auch bei Irma betrifft es ihren sechsten Nachkömmling. Da braucht sie selbst übrigens überhaupt keine Beschwerden davon zu haben. Es geht ihr jetzt wieder gut." Und wie weiter. Elefantenkuh Douanita ist trächtig und als Geburtstermin 2009 errechnet. Bei Elefanten kann die Geburt einen Monat später stattfinden, aber auch einen Monat früher. Es könnte dann doch noch in Blijdorp den so sehnlich gewünschten Weihnachtselefanten geben. Schaftenaar: "Das Leben geht weiter. So ist es."

hartvannederland - 2. Jan. 2008
Ongeboren jong olifant Irma waarschijnlijk overleden
Ungeborenes Elefantenkalb wahrscheinlich gestorben
Das ungeborene Junge von Elefant Irma ist sehr wahrscheinlich nicht mehr am Leben. Der Tiergarten Blijdorp rechnete um die Feiertage herum mit der Geburt des Elefanten, aber das ist leider nicht geschehen. Letzten Freitag platzte die Fruchtblase bei Irma, aber sie hat bis heute keine Wehen gehabt. Selbst nicht, nachdem der Tierarzt Reizmittel verabreicht hatte. Pfleger des Zoos gehen davon aus, daß das Kalb nicht mehr am Leben ist. Irma brachte früher ohne Probleme fünf Kälber zur Welt und hat selbst schon einen Enkel von Bernhardine, ihrer ältesten Tochter. Bernhardine war 1984 der erste Elefant, der in einem niederländischen Zoo geboren wurde. In diesem Jahr zog sie in den Dubliner Zoo um. Die Elefantenanlage Taman Indah ist noch geöffnet, so daß Irma und die übrigen Mitglieder der Gruppe für die Besucher von Blijdorp zu sehen sind. Wenn Komplikationen auftreten, wird die Anlage geschlossen.

telegraaf.nl - 2. Jan. 2008
Ongeboren olifantje is waarschijnlijk dood
Ungeborenes Elefantenkalb ist wahrscheinlich tot
Rotterdam - Das ungeborene Kalb von Elefantenmutter Irma im Tiergarten Blijdorp lebt sehr wahrscheinlich nicht mehr. Pfleger des Tiergartens in Rotterdam rechneten um die Feiertage mit einer Elefantengeburt, aber sie gehen jetzt davon aus, daß das Kalb inzwischen gestorben ist, teilte ein Sprecher von Blijdorp am Mittwoch mit. Am vergangenen Freitag platzte die Fruchtblase bei Irma. Normalerweise setzt dann die Geburt ein und das Junge wird innerhalb von 48 Stunden geboren. Die Wehen kamen jedoch nicht in Gang, auch nicht, nachdem der Tierarzt Reizmittel verabreicht und den Geburtskanal massiert hatte, um den Prozeß zu stimulieren.

depers.nl - 1. Jan. 2008
Moederaap weigert dood jong af te staan
Affenmutter weigert sich, totes Junges abzugeben
Eine Affenmutter im Gaiapark Kerkrade weigert sich, ihr totes Junges abzugeben. Schon tagelang hält die Mutter das tote Äffchen in ihren Armen. Das Äffchen wurde am 18. Dezember geboren und starb fünf Tage später. Der Tierpfleger wartet, bis die Mutter selbst ihr Junges losläßt.

kerkrade.nieuws.nl - 31. Dez. 2007
Aap in Gaiapark houdt dood jong bij zich
Affe in Gaiapark läßt totes Junges nicht los
Eine Affenmutter im Gaiapark in Kerkrade hält schon tagelang ein totes Jungtier in ihren Armen. Die Mutter kann ihr Junges nicht loslassen. Die Schopfmangabe brachte am 18. Dezember ein gesundes Junges zur Welt. Fünf Tage später starb das Äffchen. Das Bei-sich-Tragen des toten Jungtiers ist für die Mutter eine Art Trauerprozeß. Die Tierpfleger warten dann auch, bis die Mutter das Jungtier selbst losläßt, bevor sie es wegholen aus dem Gehege.

blikopnieuws.nl - 29. Dez. 2007
Confrontatie Bokito en slachtoffer verzonnen
Konfrontation von Bokito und Opfer erfunden
Rotterdam - Direktor Ton Dorresteyn vom Tiergarten Blijdorp sagt, er sei erstaunt über den Bericht in einem landesweiten Morgenblatt, der verkünde, Gorilla Bokito sei ausgerastet, als er mit seinem Opfer, Yvonne De Horde, konfrontiert wurde. Laut Dorresteyn ist De Horde nach dem Angriff im Mai wohl zweimal im Tiergarten gewesen. Einmal wurde im Büro mit ihr gesprochen und das zweitemal wurde sie zum Affenhaus gebracht. Bokito war damals allerdings nicht dort, so der Direktor von Blijdorp. De Telegraaf berichtet am Samstag, daß De Horde nach dem Angriff wohl bei Bokito gewesen ist und der Affe völlig ausrastete, als er sein Opfer sah. Die Frau wurde im Mai mehr als hundertmal gebissen durch den Affen, nachdem er aus seinem Gehege entkommen war. Ob die "Lügengeschichte" von der Zeitung oder vom Gatten der Frau De Horde kommt, weiß Dorresteyn nicht, sie sei jedenfalls entschieden nicht zutreffend.

telegraaf.nl - 30. Dez. 2007
'Bokito zou het zo weer doen'
"Bokito würde es wieder so tun"
Rotterdam - Wenn Bokito die Chance hat, würde er sein Opfer Yvonne de Horde bei ihrem ersten Wiedersehen erneut zu "seiner" Ordnung rufen. Laut Jan van Hooff, Primatologe und ehemals Professor an der Universität Utrecht, müssen auch bei dem Silberrücken die Emotionen tief sitzen. "Bokito sah sie nach all den Monaten wieder und die Aufregung vom vorigen Mal kam zweifellos direkt wieder hoch. Es war damals die Rede von starker Frustration, die sich auf eine sehr außer Kontrolle geratene Weise entlud. Wenn er die Möglichkeit bekäme, würde er ihr bestimmt erneut eine Lektion erteilen und [ihr zeigen], daß sie ihm gehört, daß sie ihm gehorchen muß", so der Verhaltensbiologe. Laut Van Hooff war es vorauszusehen, daß das Wiedersehen eine starke Reaktion wecken würde bei dem Silberrücken. "Vielleicht haben die Ärzte, die ihr geraten haben, Bokito wieder zu sehen, nicht daran gedacht, wie der Gorilla darauf reagieren würde. Ich war nicht dabei, also kann ich nicht sagen, ob er richtig aggressiv war oder sie überrumpeln wollte mit Imponierverhalten, aber sicher ist, daß es eine heftige Reaktion gewesen ist. Und ich kann mir vorstellen, daß es für Frau De Horde auch sehr konfrontierend war." Jeffrey Wijnberg, Hauspsychologe der Zeitung De Telegraaf, fragt sich dann auch, ob eine erneute Begegnung zwischen Bokito und Opfer Yvonne de Horde wohl wünschenswert war. Verschiedene Ärzte haben ihr geraten, aus Gründen der Verarbeitung des Traumas Bokito wieder zu besuchen, ähnlich wie Menschen, die einen Autounfall hatten, geraten wird, so schnell wie möglich wieder in das Auto zu steigen. "Der Gedanke, daß eine erneute Konfrontation gut ist für die Verarbeitung des Traumas und so die Angst vor etwas abklingt, ist eine falsche Meinung. Es ist eine einseitige Betrachtungsweise des Phänomens Traumabewältigung. Sie ist zu ihm zurückgekehrt, aber die Gefährdung war noch nicht gewichen. Ihre Angst, daß er noch einmal entkommen könnte und sie wieder angreift, ist sicher keine wirklichkeitsferne Angst." Laut Wijnberg ist es die Frage, ob die Frau aus Zoetermeer jemals aus ihrem Trauma herausfindet und ob das überhaupt nötig ist. "Sie hat nach dem gräßlichen Angriff Bokitos einen ganz starken Reflex entwickelt, um nicht in die Nähe von gefährlichen Tieren zu kommen und kein Risiko mehr auf sich zu nehmen. Sie sollte Zoos fortan meiden und sich ein neues Hobby suchen."

Algemeen Dagblad - 29. Dez. 2007
Blijdorp: Bokito-verhaal is broodje aap
Blijdorp: Was über Bokito erzählt wird ist eine Legende
Rotterdam - Bokito ist nicht "ausgerastet" bei einer späteren Konfrontation mit Yvonne de Horde, die beim Ausbruch des Gorillas am 18.Mai schwer verletzt wurde. Das sagt Blijdorp-Direktor Ton Dorresteijn. Ihm zufolge haben der Affe und die Frau einander nicht in die Augen geschaut seit dem Ausbruch. "Es kann wohl sein, daß die Frau den Affen ganz kurz von hinten gesehen hat, aber Bokito hat sie sicher nicht gesehen und ist schon gar nicht ausgerastet", reagiert der Tiergarten-Chef bestürzt auf einen Bericht in De Telegraaf, der Silberrücken sei geschockt gewesen, nachdem Frau De Horde ihn besucht hatte. Auch Tochter Vanessa de Horde streitet ab, der Gorilla sei "ausgerastet", als die Familie den Rotterdamer Tiergarten besuchte. Dorresteijn: "Die Familie von Frau De Horde ist tatsächlich zweimal bei uns zu Besuch gewesen. Das erstemal haben wir uns das Innengehege der Gorillas angesehen, doch in diesem Augenblick war Bokito gerade draußen. Sie kann ihn höchstens kurz gesehen haben, als sie nach draußen ging und der Affe nach drinnen, aber selbst das kann ich mir nicht vorstellen. Sie haben bestimmt nicht Auge in Auge gestanden." Der Direktor sagt, am Samstag alle Video-Aufzeichungen daraufhin durchgesehen zu haben. "Die Gorillas und ihr Gehege stehen seit dem Ausbruch unter Video-Überwachung. Sie sind bestimmt nicht miteinander konfrontiert worden, daß weiß ich 100% sicher." Der Blijdorp-Direktor beklagt die Berichterstattung des Telegraaf. "Sehr schade. Das ist wirklich eine Zeitungsente, eine regelrechte Legende. Schade, daß sie auch uns nicht kurz angerufen haben, um nachzufragen."

transport-online.nl - 29. Dez. 2007
Confrontatie Bokito: broodje aap verhaal
Konfrontation mit Bokito: eine Legende
Amsterdam - Bokito ist seit seinem Ausbruch im Mai nicht mehr konfrontiert worden mit seinem Opfer. Das sagt der Direktor von Blijdorp als Reaktion auf einen Bericht des De Telegraaf. Der Gatte Yvonne de Hordes, die im Mai durch den Gorilla aus dem Tiergarten Blijdorp angefallen wurde, teilt mit, daß der Gorilla erneut "ausgerastet" sei nach einer Konfrontation mit ihr. Auf Radio 1 nannte Direktor Ton Dorresteyn dies eine erfundene Geschichte. De Horde soll, laut Artikel im Telegraaf, den Gorilla zweimal besucht haben auf Rat der sie behandelnden Ärzte. Das sollte gut sein für die Bewältigung ihrer Ängste. Beim ersten "Treffen" soll Bokito wieder völlig ausgerastet sein. Nach diesem Besuch wurde laut Telegraaf spezielle Folie angebracht an den Glasscheiben des Geheges von Bokito, wodurch er beim zweiten Treffen sein Opfer nicht sehen konnte. Der Direktor sagt, "einigermaßen baff" zu sein durch die Berichterstattung in De Telegraaf. "Es ist mir unerklärlich, wie man auf so etwas kommt. Die Frau ist wohl zweimal in Blijdorp gewesen, aber nur um im Büro zu sprechen. Ein Besuch bei Bokito stand allerdings nicht zur Debatte. Einmal ist die Frau zum Gorillagehege gebracht worden, allerdings war Bokito nicht in seinem Gehege anwesend." Yvonne de Horde hat heute morgen gegenüber ANP [Algemeen Nederlands Persbureau] erklärt, daß die Geschichte in De Telegraaf sehr wohl stimmt. Sie hat den Gorilla auf Rat ihres Psychologen gesehen. Das erste Mal, vor drei Monaten, durch einen Teil der Glasscheibe, der noch nicht durch Folie abgedeckt war. Bokito kam damals in ihre Richtung gerannt und spurtete anschließend auf die Außenanlage. Das zweite Mal war vor einem Monat. Da war an allen Scheiben der Innenanlage Folie angebracht und der Affe konnte sie nicht sehen.

telegraaf.nl - 29. Dez. 2007
Blijdorp neemt loopje met waarheid
Blijdorp schlägt Wahrheit ein Schnippchen
Amsterdam - In einer Reaktion auf die Mitteilung ließ Blijdorps Direktor Ton Dorresteijn wissen, daß Bokito seit seinem Ausbruch im Mai überhaupt nicht mehr konfrontiert wurde mit seinem Opfer. Er betitelte es als "einen erfundenen Bericht" und gab an, "einigermaßen baff" zu sein. Sein Sprecher teilte später mit, daß die Familie sehr wohl mit einem Pfleger am Gorillagehege gewesen war. Ob sie Bokito gesehen hatten, wollte er nicht bestätigen. Übrigens hat Dorresteijn schon früher der Wahrheit ein Schnippchen geschlagen. So verkündete er nach dem Ausbruch Bokitos Mitte Mai, daß glücklicherweise alles halb so schlimm sei mit den Opfern, während er schon im Bilde darüber war, daß Yvonne de Horde schwer verletzt aufgenommen wurde im Krankenhaus.

telegraaf.nl - 29. Dez. 2007
Bokito door het lint bij weerzien met slachtoffer
Bokito rastet aus beim Wiedersehen mit Opfer
Rotterdam - Gorilla Bokito ist erneut ausgerastet, als er sein Opfer Yvonne de Horde zum erstenmal nach seinem Ausbruch im Rotterdamer Tiergarten Blijdorp im Mai wieder sah. Die Frau aus Zoetermeer hat inzwischen zwei Begegnungen gehabt mit dem Silberrücken. Die emotional verlaufenen Besuche geschahen auf Rat ihrer Ärzte vom Erasmus Medisch Centrum. Ihr erstes Wiedersehen mit Bokito war ihrem Mann Gerrit zufolge "ganz konfrontierend". "Meine Frau stand hinter einer Mauer in der Innenhalle der Gorillaanlage. Sie schaute gerade über die Mauer, um ein kleines bißchen von ihm zu erhaschen. Er sah sie auch und rastete völlig aus. Er rannte auf die Außenanlage und Yvonne war in totaler Panik. Sie war zu Tode verängstigt, daß er sie erneut anfallen könnte. Sie wollte nur eins und zwar so schnell als möglich aus dem Zoo fliehen. Mit ihren gebrochenen Fingern kniff sie kräftig in meine Hand, durch das Adrenalin fühlte sie nicht einmal den Schmerz." Der zweite Besuch fand statt, nachdem der Rotterdamer Zoo in der Innenunterkunft Folie angebracht hatte. Nach einem Gespräch mit dem Direktor Ton Dorresteijn ging sie erneut zum Innengehege von Bokito. Obwohl sie sich "sicherer" fühlte, da sie der Gorilla jetzt nicht mehr sehen konnte, gab es für Yvonne erneut ein Angstgefühl. "Sie hat kein einziges Bedürfnis, ihn zu sehen, aber die Ärzte fanden es gut für die Bewältigung ihres Traumas. Der Psychologe fand es im Nachhinein betrachtet nicht klug. Die Todesängste sitzen ganz tief", so Gerrit de Horde. Jetzt, am Ende des Jahres 2007, wird auf die Ereignisse im Mai dieses Jahres zurückgeblickt, da kommt auch der Ausbruch von Bokito wieder vollauf in die Schlagzeilen. Dies zum großen Verdruß von Familie De Horde. Die 57jährige Yvonne findet es ihrem Mann zufolge "sehr schmerzlich", wieder damit konfrontiert zu werden. "Es ist jetzt überall wieder in den Nachrichten und es wird oft negativ darüber gesprochen. Die Leute machen Witze darüber, auch Kabarettist Jan Jaap van der Wal hat angekündigt, es zu tun während seiner Silvestersendung. Manche sagen auch in aller Seelenruhe, es sei ihre eigene Schuld, das tut ihr schrecklich weh. Gelegentlich werden auch Geschichten erdacht, so wie in der Dezembernummer der Zeitschrift Linda. Die Leute haben keine Ahnung, was sie an Schrecklichem durchgestanden hat."

nieuwnieuws.nl - 29. Dez. 2007
Bokito draait door
Bokito dreht durch
Gorilla Bokito rastete aus, als er sein Opfer Yvonne de Horde unlängst wieder sah. Letztgenannte wurde zum erstenmal seit Bokitos Ausbruch im Mai mit dem Silberrücken konfrontiert.
Panik. Das Opfer besuchte den Affen auf Rat von Ärzten und Psychologen des Erasmus Medisch Centrum. Als der Gorilla Yvonne sah, begann er zu brüllen und wie ein Verrückter durch seine Anlage zu rennen. Die Frau geriet völlig in Panik und dachte, sie würde erneut angegriffen. Während eines zweiten Besuchs wurde Folie benutzt, wodurch Bokito Yvonne nicht sehen konnte. Erneut kriegte es Letztgenannte mit der Angst zu tun und wollte aus dem Tierpark fliehen.
Trauma. Einige Psychologen und Ärzte rieten zu einer Konfrontation mit dem Affen. "Im Nachhinein war es vielleicht nicht so eine gute Idee. Todesangst und Trauma sitzen ganz tief", so einer der Berater. Yvonne wird im nächsten Monat das neunte und zehnte Mal in Rotterdam operiert. Diesmal sind ihre Hände an der Reihe, die übrigens nie mehr wie gehabt funktionieren werden. Sie muß zur Zeit im Durchschnitt viermal pro Woche ins Krankenhaus.
Witze. Das Opfer des ausgeflippten Gorillas hat es schwer in diesen Tagen. Der Ausbruch des Tieres kommt in nahezu jedem Jahresrückblick vor, wodurch Yvonne erneut im Blickpunkt steht. "Außerdem machen Menschen Witze darüber. Kabarettist Jan Jaap van der Wal hat zum Beispiel angekündigt, Bokito in seiner Silvestersendung zu erwähnen", so der Partner von Yvonne.

Algemeen Dagblad - 29. Dez. 2007
Slachtoffer ziet Bokito weer
Opfer sieht Bokito wieder
Rotterdam - Die Frau, die im Mai im Rotterdamer Tiergarten Blijdorp von Bokito angegriffen wurde, hat das Tier nach seinem Ausbruch wieder zweimal gesehen. Sie betrachtete das Gehege der Gorillas auf den Rat ihres Psychologen, so bestätigte sie am Samstag einen Bericht in De Telegraaf. Yvonne de Horde sagt, daß vor allem die erste Begegnung vor drei Monaten sie enttäuschte. Sie stand mit ihrem Mann und einem Pfleger etwas verdeckt. "Als Bokito mich sah durch ein Teil der Glasscheibe, die noch nicht durch Folie abgedeckt war, kam er auf uns zugerannt, um anschließend auf die Außenanlage zu spurten. Ich geriet in Panik und kniff mit meiner schmerzenden, operierten Hand derb die Hand meines Mannes." Das zweite Mal war vor einem Monat. Damals war an allen Glasscheiben der Innenanlage Folie angebracht und der Affe konnte die Frau nicht sehen. Doch sie kriegte es wieder mit der Angst zu tun.

bndestem.nl - 2. Jan. 2008
Hét woord van vorig jaar
Das Wort des Jahres 2007
Im Oktober 2007 schrieb die Dichterin Ingrid van den Bergh aus Oosterhout ein Gedicht über den inzwischen berühmt gewordenen Silberrücken-Gorilla Bokito. Das Gedicht erzählt über den Ausbruch des Tieres, im Mai 2007 in Blijdorp, und endet mit dem Wort "Bokitoproof". Das Wort ist von Sprach-Fans zum Wort des Jahres 2007 gewählt worden.

Algemeen Dagblad - 30. Dez. 2007
Attracties deden het goed in 2007
Das Jahr 2007 war erfolgreich für Attraktionen
Rotterdam - das Jahr 2007 war für die Rotterdamer Attraktionen zwar kein Spitzenjahr, aber auch kein schlechtes. Der Tiergarten Blijdorp, eine der Topattraktionen in den Niederlanden, zog 1,5 Millionen Besucher an, 200.000 Besucher weniger als im Rekordjahr 2002, als es 1,7 Millionen Besucher waren - es war das Jahr, als das gerade eröffnete Oceanium erstmals auf vollen Touren lief. Blijorp profitierte vom warmen Frühjahr, in dem der Garten ebenso wie im Spätsommer viele Besucher anzog. Das Jubiläumsjahr 2007 - Blijdorp bestand 150 Jahre - sollte durch den Ausbruch Bokitos doch eher in die Geschichte eingehen als das Jahr von Bokito. Der Ausbruch des Menschenaffen hielt die Leute nicht davon ab, in den Zoo zu gehen.

Algemeen Dagblad - 28. Dez. 2007
750.000 betalende bezoekers van dierenpark
750.000 bezahlende Besucher im Tierpark Amersfoort
Amersfoort - Trotz etlicher Verzögerungen bei der Eröffnung des DinoWaldes und des Todes eines Elefantenbabys begrüßte der Tierpark Amersfoort im Jahre 2007 eine Rekordzahl von Besuchern. Der Zoo am Rand von Amersfoort empfing 750.000 bezahlende Gäste, 60.000 mehr als im Spitzenjahr 2006. Laut Tierpark-Direktion ist der Anstieg zu einem beträchtlichen Teil dem DinoWald zu verdanken. Der Themenpark mit 50 lebensnahen Dinosaurier-Nachbildungen ist vor allem bei jungen Kindern und ihren Eltern beliebt, sagt Direktor Peter Kuipers. Ein Rückschlag in diesem Jahr war der Verzicht auf ein zweites Affenhaus, das gedacht war für ausgediente Schimpansen aus dem Versuchstierzentrum Rijswijk.

opmerkelijk.nieuws.nl - 31. Dez. 2007
Dierentuin sluit jaar af met twee nieuwe bewoners
Zoo schließt das Jahr mit zwei neuen Bewohnern ab
Im Gaiapark in Kerkrade wurden vorige Woche ein Großer Kudu- und ein Auerochsenkalb geboren. Der Limburger Zoo begrüßte den jungen Auerochsen am 21. Dezember, ein Tag später wurde der Kudu geboren. Es ist der erste, der in Kerkrade geboren wurde. In zwei Monaten wird eine weitere Kudugeburt erwartet. Ein Auerochse ist eine robuste Rinderart. Die Rinder sind in der freien Natur ausgestorben. In Zoos leben Nachkommen der originalen Art. Nur der kleine Auerochse kann in den folgenden Tagen im Zoo, der täglich geöffnet ist, bestaunt werden. Weil die Kudus die Kälte nicht gut vertragen, bleiben Mutter und Kind hinter den Kulissen.

Algemeen Dagblad - 27. Dez. 2007
Giraffen luisteren trouw naar de Top 2000
Giraffen hören treu Top 2000
Amersfoort - Die Giraffen im Tierpark Amersfoort gehören zu den treuesten Hörern von Top 2000. Hit auf Hit schallt durch den Giraffenstall, jeden Tag ein bißchen lauter. Die Pfl