E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

http://www.zoo-ag.de

Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Dr. Christian Remenyi
   Annette Schubert
   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
   Melanie Witte



ISSN 1619-6643

RSS-Feed


Ausgabe 358 vom 22. Februar 2007

 Liebe Leser,

so langsam wird nicht nur für Sie unsere Mitarbeit an diversen Medien unübersichtlich; mittlerweile muß ich mir doch tatsächlich selbst notieren, was ich berichten möchte und soll. Über den Zooführer hat Ihnen Silke Sorge letzte Woche an dieser Stelle berichtet.

Natürlich erschien zur ZooKunft auch wieder das neue Quantum-Verzeichnis, das nun auch für Nicht-Tagungsteilnehmer erhältlich ist. Die Zoo-AG - insbesondere Annette Schubert - hat wieder ihren Anteil an der Aktualisierung der Zoodaten. Mehr im heutigen Veröffentlichungs-Tipp.

Am Samstag läuft bei Prometheus TV die Februar-Folge der von uns mit Meldungen belieferten "Zoo-Infos", diesmal aus dem Vivarium in Karlsruhe. Auch sonst ist weiterhin kein Mangel an Zoo-Sendungen: Zur Zeit läuft täglich auf ARTE die 10-teilige Doku-Reihe über den Tiergarten Schönbrunn, nächste Woche starten neue "Ruhrpott-Schnauzen", und mindestens vier weitere "und Cos" sind für dieses Jahr geplant - s.
TV-Tipps.

Dirk Petzold


Die Rückseite vom Schild aus Ausgabe 353 (von der Tierpflegerseite aus)
Mit Dank an unsere aufmerksamen Leser in Osnabrück!

Zoos – Meldungen


szonline.ch - 21. Feb. 2007
Zoo Zürich macht mit bei «Amphibien-Arche»
Die «grösste Aussterbewelle einer Wirbeltierklasse seit dem Untergang der Dinosaurier» hat gemäss Samuel Furrer, Kurator am Zoo Zürich, begonnen. Unmittelbar bedroht sind gegen 2000 Amphibienarten. Die Gefahr kommt aus der Natur selbst. Es ist eine Pilzerkrankung, Chytridiomykose, die ganze Amphibien-Populationen auslöscht. Weltweit sind mittlerweile ein Drittel der gegen 6000 Amphibienarten vom Aussterben bedroht. Aus diesem Grund hat die Weltnaturschutz-Organisation IUNC dazu aufgerufen, Amphibien aus der bedrohlichen Natur herauszunehmen und in Erhaltungszuchten so lange zu bewahren, bis es ein Mittel gibt im Kampf gegen den tödlichen Pilz. Laut Furrer läuft die Forschung auf Hochtouren. Der Zoo Zürich beteiligt sich am Projekt «Amphibien-Arche». Seit kurzem leben hier 15 Harlekinkröten.

derstandard.at - 17.02.2007
Wissenschafter fordern eine Arche Noah für Frösche
Wissenschafter in den USA haben eine Art Arche Noah zur Rettung von Fröschen gefordert. Der Chytridpilz bedrohe tausende Froscharten auf der ganzen Welt, sagten Biologen am Wochenende bei einer Fachtagung im Zoo von Atlanta. "Bis zur Hälfte aller 6.000 bekannten Arten sind vom Aussterben bedroht", beklagte der Frosch-Forscher Kevin Zipple. Zoos, Aquarien und botanische Gärten sollten weltweit die Tiere aufnehmen, bis die Krankheit ausgerottet sei, forderte Zipple. Das "Amphibien-Arche" getaufte Projekt sei "die größte Herausforderung zur Artenrettung in der Geschichte der Menschheit". Der Froschschutz stehe vor einer großen Herausforderung, da die Tiere auf Menschen nicht den gleichen Reiz ausübten wie etwa Pandabären, bemerkte Zipple. Die Welt habe seit dem Aussterben der Dinosaurier keine vergleichbare Krise erlebt.

Bönnigheimer Zeitung - 14. Feb. 2007
Tod im Tümpel - Quaken und Glucksen stirbt aus
In den Teichen und Tümpeln wird es ruhiger, das Quaken und Glucksen verstummt: Ein tödlicher Pilz, dessen Ursprung in Afrika vermutet wird, verursacht ein weltweites Froschsterben. Wissenschaftler vergleichen es bereits mit dem Verschwinden der Dinosaurier. Bis zu 170 Froscharten sind einem mysteriösen Parasiten in den vergangenen zehn Jahren bereits zum Opfer gefallen, weitere 1900 sind Schätzungen zufolge von der Ausrottung bedroht. Bei einer Infektion mit dem Hautpilz ist der Tod der Amphibien fast sicher: Der so genannte Chytrid verstopft die Poren, die Tiere trocknen aus. Bis ein Mittel gegen das Massensterben gefunden ist, wollen Amphibienforscher kleine Bestände (Populationen) bedrohter Arten unter Quarantäne stellen. Die Initiative "Amphibienarche" ruft Aquarien, Zoos und botanische Gärten in aller Welt auf, je mindestens 500 Exemplare einer gefährdeten Art zu säubern und bei sich aufzunehmen. Die Kosten von 300 bis 400 Millionen Euro sollen mit einer Spendenaktion im kommenden Jahr finanziert werden.

Yahoo! Nachrichten - 20. Feb. 2007
Sechs Millionen Euro für Tierparks im Nordosten
Artgerechte Tierhaltungsprojekte in den 20 Tierparks Mecklenburg-Vorpommerns werden künftig mit zusätzlichen EU-Geldern gefördert. Insgesamt stünden dafür bis zum Jahre 2013 sechs Millionen Euro zur Verfügung, sagte der zuständige Agrarminister Till Backhaus (SPD). Mit dem Fördergeld solle die touristische Infrastruktur der Einrichtungen gestärkt werden, in denen jährlich etwa 2,2 Millionen Besucher begrüßt werden. Die Mittel sollen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) bereitgestellt werden. Unter anderem könnten neue Tiergehege und Ausstellungsprojekte mitfinanziert werden, sagte der Minister. Nach den derzeitigen EU-Kriterien gelte Mecklenburg-Vorpommern mit Ausnahme der Hansestadt Rostock flächendeckend als ländlicher Raum. Somit könnten Tierparkprojekte außer in Rostock aus dem Programm bedient werden. Für den Rostocker Zoo werde derzeit in seinem Ministerium an einer Sonderregelung gearbeitet, sagte Backhaus. Den Plänen zufolge soll der größte Tierpark des Landes künftig mit Bundesmitteln aus dem Gemeinschaftsaufgabe-Programm (GA) unterstützt werden.

Yahoo! Nachrichten - 16. Feb. 2007
Königskobra, Zwergmangusten, Klippschliefer
Wenn die Tiere ihre warmen Winterquartiere verlassen, rüsten sich die Tierparks für die bevorstehende Saison. Mit zahlreichen Attraktionen wollen die Zoobetreiber im Norden Deutschlands auch 2007 die Besucher in ihre Anlagen locken. Während der traditionsreiche Hamburger Tierpark Hagenbeck seinen 100. Geburtstag Anfang Mai mit der Eröffnung des ambitionierten Erlebnis-Aquariums feiert, liegen die Schwerpunkte in den niedersächsischen Zoos unter anderem auf einem «Tal der Grauen Riesen» und einer spektakulären Outdoor-Flugshow. Im Zoo am Meer in Bremerhaven soll eine ARD-Doku-Soap einen neuen Besucheransturm entfachen. Der Zoo Osnabrück will in diesem Jahr mit dem «Tal der Grauen Riesen» punkten. Der Bau des Elefantenparks soll im Frühjahr abgeschlossen werden. Auch die seltenen Mrs. Grays Wasserböcke, im Sudan und Äthiopien lebende Antilopen, können sich über ein neues Außengehege freuen. Außerdem wird das Nashornhaus erweitert und mit einer Freianlage ausgestattet. Dabei wird das Breitmaulnashornpaar von zwei Nashornweibchen und Springböcken Gesellschaft bekommen. Im Arche Noah Zoo in Braunschweig soll der Südamerikabereich ausgebaut werden. Ebenso wird das Gehege der Nasenbären um die doppelte Fläche vergrößert. Ein Freigehege mit Glashaus für die Totenkopfaffen ist bereits im Bau und wird 2007 vollendet. Der Tierpark Nordhorn legt den Angaben zufolge besonderen Wert auf Natur- und Artenschutz. Eine der Hauptattraktionen in diesem Jahr wird die offizielle Eröffnung des Naturpfads Vechteaue sein - ein Erlebnispark, in dem insbesondere Kindern die heimische Natur näher gebracht werden soll. Auch der Erlebnis-Zoo Hannover konzentriert sich in diesem Jahr auf die jungen Besucher: Das Kinderland «Mullewapp» mit Streichelzoo, Spiel- und Mitmach-Möglichkeiten sowie einer Pony-Reitbahn soll im Juni eröffnet werden. In dem nach eigenen Angaben weltgrößten Vogelpark Walsrode können Besucher hingegen zu jederzeit mehr als 4500 Vögel in einer 240 000 Quadratmeter großen Gartenlandschaft betrachten. 2007 wird während der Sommermonate täglich eine spektakuläre Outdoor-Flugshow geboten, bei der Adler und Papageien ihre Flugkünste unter Beweis stellen.

Märkische Oderzeitung - 16. Feb. 2007
Trauer im Zoo Hannover - letztes Walross in Deutschland ist tot
Der Zoo Hannover trauert um Walross-Dame "Tanja". Sie musste im Alter von 33 Jahren eingeschläfert werden, teilte der Zoo am Freitag mit. Damit starb das letzte Walross in einem deutschen Tierpark. Nach Angaben des Zoos war "Tanja" seit einigen Jahren blind und hörte sehr schlecht, dennoch ging es ihr für ihr hohes Alter recht gut. Vor einer Woche zog sich das Tier jedoch ins Wasser zurück, da es vermutlich unter Krämpfen litt. Die Zoo-Tierärzte entschlossen sich, Tanja von ihrem Leiden zu erlösen.

Wormser Zeitung - 20. Feb. 2007
"Nogger" stirbt mit 40 Jahren
Der Orang-Utan "Nogger" ist im Zoo Heidelberg gestorben. Mit über 40 Jahren war er einer der ältesten Orang-Utans in Menschenobhut. "Nogger" war ein herrlicher Orang-Utan Mann mit wallender Behaarung und einem sehr ausdrucksvollen Gesicht. Viele Zoobesucher, die Mitarbeiter des Zoos und vor allem die Pfleger des Affenrevieres vermissen ihn schon jetzt. Nun ist es an seinen Töchtern "Grisella" und "Puan" sowie dem jungen Affen "Uijan", der aus Hagenbecks Tierpark an den Neckar kam, die lange Tradition der Orang-Utan-Haltung und Zucht in Heidelberg fortzusetzen. "Nogger" war 1972 in jugendlichem Alter aus Sumatra in den Zoo gekommen. Sein Geburtsjahr wird auf 1966 geschätzt. Mit der etwa gleichaltrigen "Munna" hatte er sieben Kinder, die zum Teil in anderen Zoos (beispielsweise Moskau) neue Zuchtgruppen begründeten. Da es unsicher war, ob "Munna" ihre Jungen selbst aufziehen würde, wuchsen die Tiere in der Wohnung des früheren Zoodirektors Dr. Dieter Poley auf.

Mannheimer Morgen - 17. Feb. 2007
Zoo bekommt Zebra-Nachwuchs
Freud' und Leid liegen manchmal nah beieinander - diese Erfahrung musste der Heidelberger Zoo jetzt machen. Die schlechte Nachricht zuerst: Orang-Utan "Nogger" ist gestorben. Als die Tierpfleger um kurz nach sieben das Menschenaffenhaus betraten, war er noch war wach und munter. Doch als Nogger auf eine erhöhte Plattform klettern wollte, fiel er plötzlich kraftlos in sich zusammen - ein schneller Tod. Mit über 40 Jahren war er einer der ältesten Orang-Utans in Menschenobhut. Nun ist es an seinen Töchtern "Grisella" und "Puan" und dem jungen "Uijan", die Zucht-Linie fortzusetzen. Jetzt die gute Nachricht: Zebra-Stute "Annetta" hat Nachwuchs bekommen. Die Geburt verlief unkompliziert: "Wir kamen morgens in den Stall, und das Junge lag da", erzählt Zoo-Pressesprecherin Sandra Reichler.

Frankfurter Neue Presse - 15. Feb. 2007
Stadtteilpolitiker einigen sich auf Umbenennung eines Teils der Straße „Am Tiergarten“
Ohne Gegenstimmen beschloss der Ortsbeirat 4 in seiner Dienstagssitzung, 2008 einen Teil der Straße „Am Tiergarten“ zwischen dem Alfred-Brehm-Platz und der Zobelstraße in Bernhard-Grzimek-Allee umzubenennen. Anlass ist der 150. Geburtstag des Zoos im kommenden Jahr. Der Tiermediziner, Verhaltensforscher und Tierfilmer Grzimek war von 1945 bis zu seiner Pensionierung im April 1974 Direktor des Frankfurter Zoos. Der Zoo erhält die Adresse Bernhard-Grzimek-Allee 1. Ursprünglich sollte der Alfred-Brehm-Platz auf Wunsch von Zoodirektor Christian Schmidt nach seinem berühmten Vorgänger umbenannt werden. Nach Anwohnerprotesten bei einer Bürgeranhörung im September 2006 entschieden sich SPD, Grüne und FDP zur Umbenennung der Straße „Am Tiergarten“.

pressetext deutschland - 15. Feb. 2007
Immer mehr Tierdiebstähle aus Zoos
Immer häufiger werden Zoos Opfer von Dieben, die seltene Tiere entwenden, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Besonders spektakulär war der Diebstahl von 50 exotischen Vögeln aus einem privaten Zoo in Großbritannien Anfang Januar. Tierdiebe sind offensichtlich besonders an Vogelarten, Reptilien und Kleinsäugern interessiert - und was dabei erschwerend hinzukommt: Sie bevorzugen besonders seltene Spezies. Ein Artikel im Wissenschaftsmagazin National Geographic listet noch weitere spektakuläre Diebstähle auf: Afrikanische Graupapageien wurden im Dezember aus dem Zoo von Adelaide gestohlen, eine seltene Chuckwalla-Echse aus dem Oklahoma Zoo. Allein in Großbritanniens 60 Tiergärten waren im Vorjahr fünf im Visier von kriminellen Banden, die rund 200 Tiere entwendeten. Wie groß das Problem ist, bestätigt auch der Direktor der European Association of Zoos and Aquaria EAZA, Harry Schram, gegenüber pressetext. "Genaue Erhebungen wurden in Großbritannien und in Holland gemacht. Von den anderen Zoos gibt es nur Schätzungen". Eine Lösung gegen den Diebstahl und den illegalen Handel sieht Schram etwa in der Möglichkeit, den Tieren Mikrochips zur Identifikation einzupflanzen. Das sei aber teuer und nur finanziell besser gestellte Tiergärten könnten sich das leisten.

TLZ - 15. Feb. 2007
Fünf Krallenäffchen aus Thüringer Tierpark gestohlen
Aus einem Tierpark im westthüringischen Bad Liebenstein sind fünf Krallenäffchen gestohlen worden. Unbekannte hätten die Tür des Affenhauses aufgebrochen und ein Pärchen Weißbüscheläffchen und ein Pärchen Lisztäffchen mit einem Jungtier erbeutet, bestätigte die Polizei am Donnerstag Medienberichte. Ein zweites Lisztäffchen-Jungtier konnte den Dieben entkommen und habe überlebt. Alle Tiere seien mit einem Chip gekennzeichnet. Der Wert der fünf Äffchen wurde auf 7500 Euro geschätzt.

net-tribune.de - 20. Feb. 2007
Erneuter Vogelgrippe-Fall bei Moskau
In der Nähe von Moskau sind am Dienstag weitere verendete Vögel gefunden worden. Die Tiere würden auf das auch für den Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 untersucht, teilten die Behörden mit. Der Erreger ist bereits bei Hühnern in vier Gebieten nahe der russischen Hauptstadt nachgewiesen worden. Mehr als 100 weitere tote Tiere wurden am Dienstag in der Stadt Ramenskoje östlich von Moskau sowie in den Regionen Wolokolamsk und Odintsowo entdeckt.
In Pakistan schlossen die Behörden vorübergehend einen kleinen Zoo in der Hauptstadt Islamabad, nachdem der H5N1-Erreger dort bei vier Pfauen und mindestens zwei Gänsen nachgewiesen worden war. Nach Angaben des Direktors bleibt der Zoo für drei Tage geschlossen, bis alle Vögel geimpft sind und das Gelände desinfiziert wurde.



Planung und Bau

Westdeutsche Zeitung - 14. Feb. 2007
Neuer Zoo: Tiger-Duft an Grauwacke
Wuppertal. Wie fühlen sich die Tiere im Zoo? Beantworten können dies wohl am ehesten die Bauarbeiter, die seit Monaten der neuen Tiger- und Löwenanlage am Wuppertaler Tierpark Form und Gestalt geben. Sie stehen unter ständiger Beobachtung, nicht nur von Zoo-Direktor Ulrich Schürer, sondern von hunderten Joggern, Radfahrern und Spaziergängern, die die Samba-Brücke als Logen-Platz für einen Panoramablick auf die riesige Fläche der Zoo-Erweiterung bevölkern. Die Arbeiter-Kolonnen müssen jedoch noch einige Wochen die Tiger und Löwen ersetzen, denn aus der geplanten Eröffnung zu Ostern wird nun doch nichts. „Irgendwann zwischen Ostern und Pfingsten werden wir die neue Anlage einweihen“, schätzt der Zoo-Direktor. Wenn das Grün angewachsen, die letzten Beton- und Kunstfelsenarbeiten abgeschlossen und natürlich die Tiere eingezogen sind. Damit sind die Planungen kräftig in Verzug geraten, denn das Löwen-Projekt der Regionale 2006 sollte ursprünglich einmal bereits im Herbst vergangenen Jahres zu begutachten sein. Die Felsenlandschaften aus imitierter Grauwacke für die Tiger türmt sich in imposanter Schieflage den Hang empor. Ob man da vor lauter Gestein die Tiger noch ausmachen wird, bleibt abzuwarten. Selbst Schürer nennt die Anlage „etwas felsig geraten“, betont aber auch, dass die Ursprungsplanungen nahezu doppelt so viel Betonfels vorsahen. Auch bei den Löwen sind vor allem noch Restarbeiten zu erledigen. Die Savannenlandschaft ist so gut wie fertig, die ehemalige Schlittenwiese wartet nur auf die Könige der Tiere, die übrigens Wuppertaler bleiben und lediglich ein Stück den Berg hinauf ziehen. Fertig ist auch der Aussichtsturm für originalgetreue Safari-Atmosphäre. Der ermöglicht künftig eine atemberaubende Rundumsicht.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung - 20. Feb. 2007
Den Orang-Utans ganz nah
In der Zoom Erlebniswelt Asien führt eine Hängebrücke direkt in die Welt der Menschenaffen. Mit den Bauarbeiten für den dritten und letzten Abschnitt wird im Frühjahr begonnen. Wo es einst gut bürgerlich zuging, beherrscht demnächst asiatisches Flair die Szene: in der Asienhalle. Sie bekommt ihren Standort auf dem Grund und Boden der ehemaligen Zoo-Terrassen. Das alt-ehrwürdige Restaurant wurde schon vor gut einem Jahr in Schutt und Asche gelegt. 132 Meter lang, fast 40 Meter breit, 15 Meter hoch, Grundfläche 4500 Quadratmeter - das sind die technischen Daten der neuen Asienhalle. "Ein Besuchererlebnis", wie sich Sabine Haas vorstellen kann. Die Halle ist dreigeteilt, erläutert die Sprecherin: Kinderspielplatz, Gastronomie und Lebensraum der Orang-Utans. Allein den Kids stehen in der Halle 850 Quadratmeter an Fläche zum Austoben zur Verfügung. Verschiedene Spiel- und Klettergeräte ergänzen das Angebot. Als den "Knüller überhaupt" bezeichnet Sabine Haas die "Canopy Walks" - die Wege in die Baumwipfel durch die Orang-Utan-Lebensräume. Das asiatische Restaurant bekommt rund 1000 Plätze, bilanzierte Haas, zahlreiche davon im Freien, eine Vielzahl davon wiederum ist überdacht. Es werden auch Veranstaltungsräume eingerichtet und Möglichkeiten geschaffen für die Abendöffnung. Neben den Orang-Utans ziehen Kleine Pandas in Asien ein, asiatische Zwergotter, Trampeltiere, Vögel und Reptilien. Die dritte und letzte Zoom-Erlebniswelt erstreckt sich über fünf Hektar und ist 1,3 Kilometer lang. Die Eröffnung ist 2008.

Märkische Allgemeine - 19. Feb. 2007
Dem Tierpark ein neues Gesicht gegeben
Einen Stabwechsel hat es im Vorstand des Fördervereins Tierpark Perleberg gegeben. Bei den gestrigen Neuwahlen ließ sich der bisherige Vorsitzende Hartmut Martin nach sechs Jahren Amtszeit nicht mehr für den Chefposten aufstellen. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Vereinsvorstand Eberhard Drewes, der gestern jedoch wegen einer Erkrankung nicht an der Klausurtagung teilnehmen konnte. Was die Besucherzahlen anbelangt, so zog der Förderverein auch in dieser Hinsicht eine positive Bilanz. Um ihnen künftig etwas Neues bieten zu können, soll die Eulenburg zum diesjährigen Tierparkfest eröffnet werden. Im Jahr 2008 soll das alte Wolfsgehege zum Quartier für Waldrappen umgestaltet werden. Ein neues Zuhause sollen auch die Präriehunde bekommen. Sie teilen sich jetzt das Gehege mit den Polarfüchsen.

Prignitzer - 19. Feb. 2007
Nach Eulenburg folgt Rappenanlage
Vorstandswahl und Klausurtagung – ein volles Programm gestern für Mitglieder und vor allem Vorstand des Fördervereins Tierpark. Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen – viel wurde geschafft, mindestens genauso viel ist angedacht. Zur erfolgreichen Bilanz, die die letzten sechs Jahre insbesondere auch mit dem Namen Hartmut Martin verbunden ist, zählen u. a. das schmucke Kassenhaus, das neue Domizil für Wildschein und Wolf und die noch in Bau befindliche Eulenburg. Auch in den nächsten Jahren hat der Förderverein wieder anspruchsvolle Ziele avisiert. Die alte Wolfsanlage soll voraussichtlich 2008 zu einer Anlage für Waldrappen umgestaltet werden. Damit wolle auch der Perleberger Tierpark sich in das Artenschutzprojekt einbringen, unterstrich Norbert Moormann. Perspektivisch sollen zudem die Präriehunde eine neue Anlage erhalten ebenso die Stachelschweine, die noch bei den Polarfüchsen einquartiert sind. Geplant ist auch eine offene Scheune als Unterstellmöglichkeit für die historische Technik aus der Land- und Forstwirtschaft, die im Zusammenwirken mit dem CJD im Tierpark integriert wurde. Große Aufmerksamkeit wolle man weiter auch der gärtnerischen und pflegerischen Gestaltung des Areals widmen mit dem Ziel, den Charakter als Waldtierpark zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Märkische Allgemeine - 15. Feb. 2007
Zicklein erblicken das Licht der Welt / Bauvorhaben werden realisiert
Auch wenn der Luckenwalder Tierparkdirektor Michael Geißler mit den Besucherzahlen der vergangenen Wochen nicht sonderlich zufrieden war, hofft er doch, dass es jetzt bergauf geht. Die ersten positiven Signale sind gesetzt. Bereits in 14 Tagen soll mit dem Bau des neuen Mehrzweckgebäudes begonnen werden. Dieses dient als Werkstatt, Garage und Futterlager. "Und wir hoffen, dass unser größter Wunsch in Erfüllung geht. Wenn es mit den Finanzen klappt, können wir im Mai mit dem Wegebau beginnen, der dringend notwendig ist, denn einige Wege sind eine echte Gefahrenquelle", sagt Geißler.

eBund - 20. Feb. 2007
Studen b. Biel Tierpark Seeteufel mit neuem Lemuren-Gehege
Seit den 60er Jahren gibt es den Tier- und Erlebnispark Seeteufel in Studen bei Biel. Am 17. Februar eroberten die neusten Bewohner ein 10x5 Meter grosses Gehege: Sechs Lemuren (Halbaffen) aus Madagaskar zogen ins ehemalige Orang-Utan-Haus. Während der dreimonatigen Umbauphase wurden zudem das Selbstbedienungsrestaurant umgestaltet, die Anlage der Humboldt-Pinguine erneuert und das Python-Gehege umgestaltet. Der Seeländer Tierpark beherbergt die grösste Netzpython der Schweiz. Nicht nur kleine Tierfreunde sollen auf ihre Kosten kommen. Die neue Event-Showbühne soll Plattform für Kinderdisco-Stars werden und eine Erlebnisbar will Nachtschwärmer jeden Alters anlocken. Noch im Februar wird mit dem Bau einer «Valser-Oase» begonnen, die zum Verweilen unter freiem Himmel einlädt. Die beliebte Streichelwiese mit Zwergziegen, Schafen und Esel erhält einen neuen Standort und ein Riesen-Hüpfschloss wird gebaut.

Thurgauer Zeitung - 14. Feb. 2007
Ein neues Heim für gefiederte Exoten
Frauenfeld. Der Aushub ist bereits gemacht, am kommenden Montag wird mit dem Bau des Papageienhauses im Plättli-Zoo begonnen. Gestern luden Walter Mauerhofer Junior und der Förderverein Pro Plättli-Zoo - vertreten durch den Vizepräsidenten Fredi Hugelshofer, Ehrenpräsident Charles Maurer sowie Vorstandsmitglied Alfred Pernet - zum Spatenstich. «Das Papageienhaus ist seit dem Jahr 2000 das vierte Grossprojekt des Fördervereins», sagte Maurer. «Danach ist vorläufig nichts mehr geplant.» Mit den Massen des Papageienhauses - 20 x 5 Meter - erfülle man die aus dem Jahr 2001 stammenden Tierschutzbestimmungen um ein Vielfaches. Die Kosten für den Bau betragen rund 230 000 Franken, sagte Pernet, der die Bauleitung inne hat. In den vier Gehegen des neuen Papageienhauses werden acht bis zehn Vögel wohnen. Das Papageienhaus soll bis nach Ostern fertig gestellt sein.



Aktionen

Rheinische Post - 17. Feb. 2007
Wer stinkt, gewinnt die Frau
Ob Harem, Einzelgänger oder lebenslange Treue – das Liebesleben der Tiere ist von Art zu Art sehr unterschiedlich. Bei den einen zählt der Duft, bei den anderen gutes Aussehen. Massa ist der Chef im Gorilla-Gehege. Keine Revierkämpfe, kein Streit um die Damen, kein Stress. Alle Kinder sind wirklich von ihm, keine Kuckuckskinder, die ihm untergeschoben werden. Da hat der durchschnittliche Ziegenbock schon mehr Stress. Denn Ziegen leben in gemischten Gruppen, mehrere Männchen mit vielen Weibchen gemeinsam. Hier müssen die Damen beeindruckt werden und zwar mit einem besonders starken Duft. „Außerdem sind die Hoden der Ziegenböcke sehr große“, erklärt Biologin Gabi Borg, die gestern unter dem Motto „Das Liebesleben der Tiere“ durch den Krefelder Zoo führte. „Denn die Weibchen paaren sich mit mehreren Männchen und nur der, der das meiste Sperma abgibt, vererbt auch seine Gene.“ Auch wenn Otwa, der Trampeltierhengst, seinen Damen seine sexuelle Bereitschaft signalisieren will, parfümiert er sich ausgiebig.

koeln.de - 19. Feb. 2007
Die Location
Neben dem "klassischen" Zoobesuch wartet der Zoo Köln mit einer Vielzahl verschiedener Angebote auf. Bei Führungen für Gruppen, Kinder oder Schulklassen kann man sich von einem Zoobegleiter über die Lebensweise der Tiere, ihre Haltung im Zoo und über ihre Bedrohung in freier Wildbahn informieren. Im Winterhalbjahr finden regelmäßig Vorträge statt. Die seit 1964 existierende Zooschule unterstützt den Unterricht an den Schulen - hier unterrichten Zooschullehrer im Beisein des Fach- oder Klassenlehrers. Für Kinder sind zum Beispiel die Zeltübernachtungen oder die Beobachtungs- und Rätselspiele sowie Mach-mit-Aktionen während der Ferien spannend. Die "Sommernacht in Zoo und Flora" sowie die "Familientage" begeistern Groß und Klein.

RZ online - 20. Feb. 2007
Freier Eintritt für kleine kostümierte Narren im Zoo
Kleine Narren im Tierkostüm haben am Fastnachtsdienstag kostenlos ihre lebendigen Vorbilder im Saarbrücker Zoo besuchen dürfen. Zum Kinderfest am Nachmittag gab es für alle Kinder, die sich zu Karneval in ein Tier verwandelt hatten, freien Eintritt, wie der Zoo mitteilte. Das schönste Kostüm wurde bei einer Prämierung im Menschenaffenhaus mit einem Preis belohnt.

ORF.at - 17. Feb. 2007
Gratis Eintritt für kleine und große Schweine
Am Sonntag beginnt nach chinesischer Zeitrechnung das besonders glücksbringende Jahr des Schweines. Der Zoo Salzburg lädt daher zum Schweinetag. Wer als Schwein verkleidet erscheint, darf den Tiergarten gratis besuchen.

presse-service.de - 15. Feb. 2007
TI-KI-KO Kurs im Brückenkopf-Park
Der Brückenkopf-Zoo bietet auch in diesem Jahr Kindern ab 6 Jahren die Möglichkeit, zusammen mit den Tierpflegern verschiedene Tiere zu füttern, zu streicheln, zu beobachten und zu pflegen. Der so genannte „Ti-Ki-Ko“ (Tiere-Kinder-Kontakt) - Kurs geht neben vielem anderen auch der Frage nach: Wo schlafen die Luchse oder wie werden die Papageien gefüttert. Der erste Kurs beginnt am 05. März 2007. Er findet weiterhin am 12./ 19. und 26. März 2007 – jeweils von 15 bis 16.30 Uhr - statt. Die Kosten des Kurses belaufen sich auf 20 Euro pro Kind.

Sachsen Fernsehen Chemnitz - 16. Feb. 2007
Kitty wurde zum Leben "erweckt"
Die Bärin Kitty aus dem Chemnitzer Tierpark kann am Wochenende im Naturkundemuseum bestaunt werden. Das Exponat der Grizzly-Dame war Anfang Januar von Tierpräparator Holger Rathaj in einer Schauvorführung bearbeitet worden. Nach der Schaupräperation im Januar waren bis zur endgültigen Fertigstellung noch viele Handgriffe notwendig. Nun ist die präparierte Kitty am Samstag und Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr im Naturkundemuseum zu sehen. Präparator Holger Rathaj wird dem Publikum Rede und Antwort stehen.



Nachwuchs

Kölner Stadt-Anzeiger - 15. Feb. 2007
Nachwuchs in Duisburger Zoo: Zwei Orang-Utan-Babys im Affenhaus
Im Abstand von einer Woche sind im Duisburger Zoo zwei «Waldmenschen» geboren worden. Die roten Orang-Utans gehörten zu der am stärksten bedrohten Menschenaffenart, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Das erste Baby sei am 25. Januar zur Welt gekommen, das zweite am 1. Februar. In der Vergangenheit zwangen nachlässige Muttertiere die Pfleger immer wieder, den Nachwuchs mit der Hand aufzuziehen. Die Babys wurden diesmal problemlos von ihren Müttern Annette und Miri aufgenommen.

Berliner Kurier - 18. Feb. 2007
Kleiner Knut
Berlin. Kleiner König Knut! Na, wie geht's? Prima! Denn das knuffige Kerlchen macht echte Fortschritte: Der Baby-Eisbär aus dem Zoo hat Laufen gelernt, macht die ersten tapsigen Schritte ins Leben. Die Mini-Majestät ist jetzt sogar ein echter Sonnenkönig. Zwei Mal täglich darf sich Knut unter UV-Lampen aalen. Soll aus ihm etwa ein Braunbär werden? "Natürlich nicht!", sagt Bären-Kurator Heiner Klös. "Das Licht ist gut für die Knochen." Voraussichtlich im März wird die kleine Majestät zur Audienz bitten.

Kölner Stadt-Anzeiger - 19. Feb. 2007
Berlins Eisbärbaby Knut wird Fernsehstar
Das Berliner Eisbärbaby Knut setzt seine Fernsehkarriere fort. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg teilte mit, dass die Zuschauer ab dem 24. März fünf Wochen lang immer Samstagmittags dem tapsigen weißen Fellknäuel beim Aufwachsen im Zoo zusehen können. Am Freitag zeigte er zum ersten Mal, dass er, wenn auch wacklig, auf allen Vieren stehen kann.

Berliner Kurier - 20. Feb. 2007
Eisbären? Find ich Knut!
Berlin. Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Knut-Gesicht! Man braucht die Herzen um Knuts Konterfrei nicht zu zählen. Jeder sieht auch so: Da schlägt ein Kinderherz heftig für Knut. Darum hat das Bild auch einen Ehrenplatz über der Kiste des Babybärs im Zoo. Er ist ein echter Kinderstar. Liebling der Berliner Kinder, die ihm ihre schönsten Bilder schicken. Nach seinen Auftritten in der rbb-Abendschau wird Knut jetzt auch der Star im Ersten. Da können ihn seine Fans ab 24. März immer sonnabends sehen.

NRZ - 20. Feb. 2007
Samenspende aus Münster für Nashorn-Nachwuchs in Budapest
Eine Samenspende des im Allwetterzoo Münster lebenden Nashornbullen »Harry« soll für Nashorn-Nachwuchs im Zoo Budapest sorgen. Dem Bullen seien am Dienstag mit Hilfe einer Elektro-Stimulation unter Narkose 20 Milliliter Samenflüssigkeit entnommen worden, teilte der Zoo am Dienstag mit. Die Samenspende werde schnellstmöglich in die ungarische Hauptstadt gebracht, wo eine Nashornkuh auf dem Höhepunkt ihres Monatszyklus' sei. »Harry« sei ausgewählt worden, weil sein Samen sehr gut in eine männliche und weibliche Fraktion getrennt werden könne. Wegen großer Zuchtprobleme bei Nashörnern fehlt derzeit besonders weiblicher Nachwuchs.



Leipziger Volkszeitung - 16. Feb. 2007
Chemnitzer Zoo bekommt zwei Lippenbären aus dem Zoo Leipzig
Zwei Lippenbären-Damen ziehen am kommenden Montag aus dem Leipziger in den Chemnitzer Zoo um. Renate (3) und Bhima (13) sind die ersten Lippenbären in der Geschichte des Chemnitzer Zoos. Dort wird die ehemalige Grizzly-Anlage ihr neues Zuhause. „Wir freuen uns, dass mit Chemnitz ein weiterer Halter dieser stark bedrohten Tierart hinzukommt“, sagte der Leipziger Zoodirektor Jörg Junhold am Freitag. Der Tierpark in der Messestadt ist den eigenen Angaben zufolge europaweit führend in der Lippenbärenzucht.

Sachsen Fernsehen Chemnitz - 19. Feb. 2007
Die "Neuen" im Chemnitzer Tierpark
Nach einem Jahr Einsamkeit ist am Montag wieder Leben in das Bärenquartier des Chemnitzer Tierparks eingezogen. Am Vormittag sind die beiden Lippenbären Renate und Bhima aus dem Leipziger Zoo in Transportboxen angereist. Für den Chemnitzer Tierpark sind es die ersten Lippenbären in der Haltungsgeschichte. Der Umzug lief problemlos und war spannend. Neugierig machten sich die beiden Damen mit dem beheizten Innengehege vertraut. Langfristig ist geplant, für die Lippenbären-Zucht auch noch ein Männchen in das Chemnitzer Bärengehege zu holen. Zunächst einmal wartet der Tierpark auf Wetterbesserung, damit Bhima und Renate die rund 800 Quatratmeter große Freianlage erkunden können.

sz-online - 19. Feb. 2007
Kitty ist fertig, die Lippenbären auf dem Weg
Präparator Holger Rathaj (41) ist zufrieden mit seinem Werk - der ausgestopften Grizzly-Dame Kitty. In den vergangenen Wochen hatte der Präparator des Naturkundemuseums im Tietz die beliebte Bärendame aus dem Chemnitzer Tierpark zu neuem „Leben“ erweckt. Jetzt verschwindet Kitty aber wieder - in der Sammlung. Zu sehen ist sie nur zu besonderen Anlässen. „Das nächste Mal zur Museumsnacht“, verspricht Rathaj. Neues Leben soll nun in Kittys Bärengehege im Chemnitzer Tierpark einziehen, das bisher leer stand. Zwei Lippenbärenweibchen - Renate und Bhima - werden heute aus dem Zoo Leipzig erwartet. Wenn alles gut geht, könnte der Tierpark auch männliche Lippenbären für die Zucht bekommen.

sz-online - 20. Feb. 2007
Die Lippenbären-Damen ließen sich mit Schokolade in die Kiste locken
War das ein Tag für die Lippenbärinnen Renate (3) und Bhima (13) - die neuen Bewohner im Chemnitzer Tierpark. Gestern zogen die beiden Damen vom Leipziger Zoo nach Chemnitz um - viel Aufregung inklusive. Fast selbstständig - mit einem Stück Schokolade als Anreiz - wanderten Renate und Bhima (wiegen rund 50 Kilo) gestern Morgen in ihre Kisten. Mitarbeiter des Chemnitzer Tierparks nahmen die beiden Kisten in Empfang, fuhren sie auf direktem Weg in die Nevoigtstraße. Die nächsten Tage werden Renate und Bhima zunächst im Innengehege - mit Fußbodenheizung - verbringen. Europaweit gibt es nur 30 Lippenbären; sie sind vom Aussterben bedroht.

SACHSEN - FERNSEHEN.de - 21. Feb. 2007
Lippenbären gehen auf Entdeckungstour
Die beiden neuen Lippenbärendamen im Tierpark Chemnitz haben am Mittwoch ihre erste Erkundungstour im Gehege absolviert. Noch etwas vorsichtig wagten sie am Mittag einen Rundgang durch die Anlage, in der bis vor ein Jahr die Bärin Kitty lebte. Laut Tierpark haben sie sich sehr gut eingelebt, nehmen das Futter gut an und haben auch offensichtlich mit den Schiebern im Gehege kein Problem. Spielt das Wetter auch in den kommenden Tagen mit, dann haben Besucher auch weiter die Chance einen Blick auf die Beiden im Freigehege zu erhaschen.

NRZ - 21. Feb. 2007
Zoo Duisburg tauscht Koalas mit Edinburgher Kollegen
Ein Tiertransfer der besonderen Art findet diese Woche zwischen Duisburg und der schottischen Stadt Edinburgh statt. Am Donnerstag verlasse der Koala »Goonaroo« Deutschland in Richtung Edinburgh. Am Montag komme sein schottischer Kollege »Jannali« nach Deutschland, sagte Jochen Reiter vom Duisburger Zoo am Mittwoch. Ziel sei, mit dem Tausch blutsfremder Artgenossen genetische Defekte durch Inzucht zu verhindern. Aktuell leben in Duisburg sieben der in Australien beheimateten Eukalyptusfresser. Seit 1995 wurden rund 20 Nachkommen dort geboren.

derStandard.at - 19. Feb. 2007
Zoo Schönbrunn: Keusche Koalas und gefährdete Giraffen
Mirra Li döst auf ihrem Baum, Bilyarra auf seinem. Seit vier Jahren sind die beiden Koalas im Wiener Tiergarten Schönbrunn nun schon ein Paar. Aber mehr als den extra aus England importierten Eukalyptus hatten die ungewöhnlich keuschen Beuteltiere aus Down-Under bisher nicht im Sinn. Ein zweites Koala-Männchen soll deshalb für Nachwuchs sorgen. Bereits kommende Woche wird die Ménage à Trois im Gehege starten. Und damit auch ein neues wissenschaftliches Projekt der Verhaltensforschung. "Artenschutz durch Zuchtprogramme und Forschung sind zentrale Aufgaben von Tiergärten", betont Direktorin Dagmar Schratter, die Anfang Jänner die Nachfolge von Helmut Pechlaner angetreten hat. Eine ihrer ersten Personalentscheidungen war deshalb auch die Anstellung einer Kuratorin für Artenschutz und Forschung.

Rettung der Art
Nashorn reist 63 Stunden zur Paarung
Flugzeug, Fähre, Lastwagen - ein US-Nashorn reiste um die halbe Welt um seine Art retten. Denn vom Sumatra-Nashorn gibt es nur noch rund 300 Exemplare - auf dem ganzen Planeten. Zwei zur Paarung bereite Weibchen warten bereits. Jetzt muss der Weitgereiste sich nur noch verlieben.

Anzeiger Sternberg-Brüel-Warin - 16. Feb. 2007
Junge Tiger ziehen nach Wuppertal um
Die Sibirischen Tiger „Mandschu“ und „Wassja“, die im Dezember 2004 im Tierpark der Landeshauptstadt geboren wurden, ziehen im Frühjahr in den Zoo von Schwerins Partnerstadt Wuppertal um. Dort sollen sie – wie ihr Bruder „Buran“, der im vergangenen Jahr nach Stendal abgegegeben wurde – für Nachwuchs sorgen. Nach Angaben von Zoo-Mitarbeiterin Erika Hellmich bemüht sich der Tierpark bereits um eine weitere Partnerin für Tigervater „Zabor“, damit es auch in Zukunft mit dem Nachwuchs in Schwerin klappt.

Teneriffa Nachrichten - 20. Feb. 2007
Königlichster Schnabel des Dschungels
Seit einigen Tagen überrascht der Loro Parque mit einem äußerst exotischen Vogel. In den Regenwald des Aquariums, der einem Flußlauf für südamerikanische Fische gleicht, zog ein Paar Riesentukane (Ramphastos toco) ein. Der Regenwald im Aquarium des Loro Parque ist so offen gestaltet, daß die Besucher die neuen Riesentukane direkt vor sich und ohne trennendes Gitter in einem sehr natürlichen Lebensraum beobachten können.

Mitteldeutsche Zeitung - 16. Feb. 2007
Besucherboom im Leipziger Zoo
Der Zoo Leipzig bleibt in der größten sächsischen Stadt der Freizeit-Magnet Nummer Eins. Im vergangenen Jahr lockte er 1,76 Millionen Besucher an und damit rund 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Von solchen Besucherzahlen können die Theater und Bühnen der Messestadt nur träumen. Vor allem die Fußball-WM habe zu Einbußen geführt, hieß es an der Bühne.

Mitteldeutsche Zeitung - 15. Feb. 2007
Weiße Tigerdame «Kiara» lockt in den Zoo
Im Ascherslebener Zoo sind im vergangenen Jahr knapp 84 000 Besucher gezählt worden. Das waren 10 300 Besucher mehr als im Jahr 2005 und die höchste Besucherzahl seit 13 Jahren. "Die hohe Besucherzahl ist eindeutig dem weißen Tiger geschuldet", erklärt Zoochef Dietmar Reisky während des Pressegespräche im Rathaus. Auf die Frage, ob beabsichtigt ist, für die weiße Tigerdame einen Partner zu beschaffen, heißt es von ihm kurz und knapp; "Wenn uns einer das Geld gibt, sind wir nicht abgeneigt!" Reisky glaubt, dass auch die Veranstaltungen, die verstärkte Werbung, die aktuelle Internetseite und die vielen Jungtiere zu mehr Besuchern beigetragen haben.

Hamburger Abendblatt - 16. Feb. 2007
Heringsjagd unter Wasser
Eisbären unter Wasser sind hierzulande ein seltener Anblick. Nicht so im "Zoo am Meer" in Bremerhaven. Die milden Temperaturen laden dort die weißen Riesen schon wieder zu einem erfrischenden Bad ein. In freier Wildbahn jagen die Raubtiere gerne Robben und Fische, geben sich notfalls aber auch mit Walkadavern zufrieden. Bei Lloyd in Bremerhaven wecken die Tierpfleger den Jagdinstinkt der weißen Riesen auch gerne mit Heringen - zur Begeisterung der großen und kleinen Zoobesucher.

Lausitzer Rundschau - 14. Feb. 2007
Von der Elbe ins Aquarium
Manchmal versteht Gerhard Herrmann die Tierwelt nicht mehr. Da hat der Chef des Tierparks in der Elbestadt Riesa extra Stichlinge als Futterfische für seine Hechte organisiert. Und dann werden die Winzlinge von den sonst so gefräßigen Räubern in Ruhe gelassen. „Vielleicht haben sie mal schlechte Erfahrungen gemacht“, sagt Michael Bergemann von der Wassergütestelle Elbe in Hamburg und verweist auf den schmerzhaften Stachelstich des Stichlings. Bergemann und Kollegen sind regelmäßig auf der Elbe unterwegs, um beim Probefischen den Bestand zu kontrollieren. Bei solchen Gelegenheiten bekommt Herrmann neue Fische für das größte Elbe-Aquarium entlang des Flusses. 16 Arten hat er schon in drei riesigen Becken mit insgesamt 20 000 Liter Wasser gesammelt, auf 20 soll der Bestand noch wachsen. Bis auf das Wasser ist alles „echt“ in der Anlage im früheren Kloster Riesa.

Tagesspiegel - 20. Feb. 2007
Sea Life Jagd auf kleine Fische
Berlin. Bis zum Bauch steht Martin Hansel im Rochenbecken. Ausgestattet mit Neoprenhose und Gummistiefeln, bewegt er sich ruhig durch das Wasser und streicht vorsichtig über den glatten Rücken eines vorbeischwebenden Marmorrochens. Der biologische und technische Leiter des Berliner Sea Life Aquariums zählt seinen Bestand, denn die alljährliche Fischinventur steht in dieser Woche an. Was im Rochenbecken so leicht von der Hand zu gehen scheint, das entpuppt sich bereits nebenan als schwieriges Unterfangen. Im Atlantikbecken, dem größten des Hauses mit über 250.000 Litern Wasser und mehr als 200 Tieren, gibt es zahlreiche Verstecke für Steinbutte und Makrelen, die sich darüber hinaus noch gekonnt tarnen.

Gera.de - 21. Feb. 2007
Geraer Tierpark sucht weitere Spender und Sponsoren
Der Geraer Tierpark sucht weitere Tierfreunde, die den Tierpark Gera mit Spenden oder Tierpatenschaften unterstützen. Das ist durch eine Mitgliedschaft im Förderverein oder durch Absprache von Hilfeleistungen möglich. Ohne die bisherige und auch weitere Hilfe des Vereins der Freunde und Förderer des Tierparks Gera e.V. und aller anderer Partner und zahlreicher privater Helfer könnten viele Vorhaben im Tierpark nicht verwirklicht werden. Ebenso wäre die Versorgung der Tiere mit Futter, Medizin und tierärztlicher Behandlung nicht möglich.

Wormser Zeitung - 16. Feb. 2007
"Wohnzimmer" für Waschbären
Die zehn Waschbären im Wormser Tiergarten wussten zuerst gar nicht, was los ist. Plötzlich verwandelte sich ihr gewohntes Heim in eine kleine Baustelle. Nicht nur die Waschbären hatten was zu staunen, auch die Besucher des Tiergarten bekamen Spannendes zu sehen. "Die Waschbären bekommen von uns eine komplett neue und abwechslungsreiche Inneneinrichtung", erläuterte "Revierleiter" Oliver Rathmacher. Neben dem naturnah gestalteten Bereich mit Baumstämmen und kleinem Wasserfall haben die Tiere nun auch ein neues "Wohnzimmer" erhalten. Im neuem Gehege gibt es außerdem viele Utensilien zum Klettern, Verstecken und Toben - etwa aufgestapelte Holzscheite, ein alter Schubkarren oder ein alter Blecheimer.

Märkische Allgemeine - 21. Feb. 2007
Vogelpark-Chef Horst Lübeck wurde 70
Teltow. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange durchhalte", resümierte Horst Lübeck, der Chef des Streichelzoos, zu seinem 70. Geburtstag. Er wird wohl auch noch eine Weile durchhalten müssen. Denn ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht und das Interesse an der Arbeit bei Horst Lübeck und seiner Frau Annemarie ungebrochen. Begonnen hatte die Leidenschaft für die gefiederten Gesellen schon vor rund 50 Jahren. "Wir saßen Ostern in unserem Garten, als plötzlich ein Wellensittich in einen Baum flatterte." Den fing Horst Lübeck ein, und damit der Vogel nicht so allein ist, kam bald ein zweiter Wellensittich hinzu. Das Pärchen vermehrte sich eifrig, Wellensittiche wurden gegen andere Vögel getauscht. Mitte der 80er Jahre reifte der Gedanke heran, daraus eine öffentlich zugängliche Einrichtung zu machen. Der Zoo mit seinen mehr als 350 Tieren ist zum attraktiven Anziehungspunkt geworden.

NÖN Online - 21. Feb. 2007
Safaripark: Köpfe rauchen online!
Vorweg: Dass der Safaripark seine Auferstehung bis spätestens Sommer 2009 feiern soll, gefiel allen. Bei der Umfrage kristallisierten sich dann zwei Gruppen heraus. Die einen wollen unbedingt, dass man wie früher mit dem Auto über das Gelände fahren kann. Dazu Tierarzt Zoher: „Das ist bei unserem kleinen Projekt nicht machbar. Geplant ist, dass man zu Fuß die Tiere besichtigt. Wir werden aber eine Alternative zur Autosafari anbieten. Entweder mit einem offenen Bus oder mit einem Zugfahrzeug samt Anhänger, wo die Gäste sitzen und fotografieren können.“ Die zweite Gruppe bei der Umfrage setzt mehr auf Ruhe. Ihre Wünsche: Streichelzoo, Pferdewelt und Pferdemuseum, Märchenpark sowie Hotel. Dazu Zoher: „Das Hotel ist natürlich eine gute Idee. Es sprengt aber jeden Investitionsrahmen. Außerdem darf ein Hotel wegen der Widmung gar nicht gebaut werden."

Vorarlberg Online - 15. Feb. 2007
Landesförderung für Wildpark
Die Vorarlberger Landesregierung hat auf ihrer jüngsten Sitzung dem Wildpark Feldkirch für das laufende Jahr einen Förderungsbeitrag von 45.500 Euro gewährt. Da keine Eintrittsgelder eingehoben werden, ist der Trägerverein auf Förderungen durch die öffentliche Hand angewiesen, um die anfallenden Kosten zu bestreiten und notwendige Investitionen für den Ausbau und die Erhaltung von Gehegen und Gebäuden durchführen zu können.

Netzeitung - 19. Feb. 2007
Delfin trauert um seine Pflegerin
Sorge um einen Delfin in Riccione: Das Weibchen Mary G. aus dem Delfinarium der italienischen Stadt verweigert jegliche Nahrung – weil es eine wichtige Bezugsperson verlor. Mary G. ist seit dem Tod ihrer Pflegerin Anfang Februar in so tiefe Trauer verfallen, dass sie jegliche Nahrung verweigert. Der seltene Rundkopfdelfin im Aquarium der Stadt sei bereits um 50 Kilogramm auf 160 Kilo abgemagert. Das Tier war vor eineinhalb Jahren im Hafen von Ancona gestrandet, Tierschützer hatten es nach Riccione gebracht, wo die junge Pflegerin den Delfin mit viel Geduld und Liebe gerettet hatte.

20min.ch - 14. Feb. 2007
2,6 Tonnen Lebendgewicht: Alles im grünen Bereich bei Rosi
Gestern wurden im Zoo Basel die vier Elefantendamen Malaika, Rosi, Heri und Maja gewogen. Mit dem monatlichen genauen Wägen der gewichtigen Dickhäuter erhalten der Pfleger und der Tierarzt wichtige Hinweise über Ernährungs- und Gesundheitszustand, Wachstum und allfällige Trächtigkeit. Zudem stellt es auch einen willkommenen Teil der regelmässigen Beschäftigung der sensiblen Tiere dar. Die fünfte Elefantendame Ruaha ist zu alt, um noch gewogen zu werden; der einzige Bulle, der elfjährige Yoga, geht jeweils allein auf die Waage.

Basler Zeitung - 21. Feb. 2007
Gerissene Gämsen im Bieler Tierpark - Es war ein Hund
Nun ist klar, welches Raubtier im Bieler Tierpark am Bözingenberg Anfang Jahr fünf Gämsen gerissen hat: Es war ein Hund und nicht ein Luchs, wie zum Teil vermutet worden war. Der Vizepräsident des Tierparkvereins, Hanspeter Habegger, gab diesen Befund des Tierspitals Bern am Mittwoch auf Anfrage bekannt. Habegger glaubt nicht, dass irgend ein streunender Hund die Tiere attackiert hat. Er könnte sich vorstellen, dass ein Hund möglicherweise gezielt auf die Gämsen losgelassen wurde. Die Verantwortlichen des Zoos haben inzwischen die Sicherheitsmassnahmen verstärkt.

Schlesisches Wochenblatt - 21. Feb. 2007
Der Zoo in Oppeln – gestern, heute und morgen
Den Oppelner Tiergarten besuchen im Jahr 175 000 Personen, wodurch er zu den meist besuchten Orten in der Woiwodschaft Oppeln zählt”, sagt der Direktor des Oppelner Zoo, Lesław Sobieraj. Allen Voraussichten nach, soll das Gebiet des Zoos ausgebaut werden. Diese Perspektive erfreut bestimmt die Liebhaber von wilden Tieren. Eine der anspruchsvollen Aufgaben, die der Oppelner Tiergarten anstrebt, ist die Wiederherstellung der Zucht der Ziesel, die ein Symbol des Oppelner Landes war und Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre unterging. „Wir beschlossen, dieses Tierexemplar im Oppelner Land zu restituieren. Darum bemüht sich schon eine Gruppe von Biologiewissenschaftlern von der Umweltschutzgesellschaft „Salamander”.

FAZ.NET - 15. Feb. 2007
Der größte Süßwasserfisch der Welt
Dass Gasper krank war, wußte ganz Georgia. Dank CNN, das in Georgias Hauptstadt Atlanta seinen Hauptsitz hat, dürfte man schon in New York und Kalifornien über Gaspers Hautprobleme gehört haben. Tatsächlich haben die Betreiber des neuen Aquariums von Georgia, in dem der kranke Gasper lebte, alles getan, damit der Beluga wie ein Star wahrgenommen wurde. Stars leben nicht in gewöhnlichen Häusern - auch Gasper lebte nicht in einem gewöhnlichen Aquarium, sondern im größten der Welt. 100.000 Fische in 24 Millionen Litern Wasser auf 500.000 Quadratmetern Fläche mitten in Atlantas Stadtzentrum - die Zahlen klingen einfach zu bombastisch, als dass jemand auf die Idee käme, diesen ersten Platz auf der Aquarien-Rangliste auch nur in Frage zu stellen. Anders als die 36 weiteren amerikanischen Aquarien muss man sich in Atlanta keine Sorgen um Kostendeckung machen. Weil dieses Aquarium eigentlich das Hobby eines Milliardärs ist. Bernie Marcus hat aber nicht nur ein Hobby - er hat Visionen. Sein Aquarium soll downtown Atlanta revitalisieren und zu jenem Comeback verhelfen, nach dem sich so viele amerikanische Innenstädte sehnen, die von ihren Bewohnern verlassen wurden. Am ersten Geburtstag seines Riesenbabys hatte Bernie jeden Grund zum Feiern: Das Aquarium rechnete mit 2,4 Millionen Besuchern im ersten Jahr, tatsächlich kamen bis Jahresende 2006 fast vier Millionen Menschen. Durchschnittlich empfängt das Aquarium 100.000 Gäste pro Tag. Ökonomen behaupten, der Beitrag des Aquariums zur Wirtschaft Atlantas werde in den ersten fünf Jahren fünf Milliarden Dollar übersteigen. Als am 21. November eine riesige Fischtorte in das „Ocean Voyager“-Becken geworfen wurde, klatschten alle Besucher. Und sangen „Happy Birthday“. Gasper, der große Star allerdings, hat sich von seinen Leiden nicht mehr erholen können. Er wurde Anfang Januar eingeschläfert.

Franchiseportal.de - 19. Feb. 2007
Neue Franchise-Variante von Fressnapf
Die Tierbedarfkette Fressnapf hat eigenen Angaben zufolge mit dem ersten so genannten Mega Zoo ein neues Vertriebs- bzw. Franchise-Angebot gestartet. Vergangene Woche eröffnete der erste Markt dieses Typs als Teststandort in Berlin-Waltersdorf. Die Unterschiede der Mega Zoos im Vergleich zu den XXL-Märkten: mehr präsentierte Tierkompetenz, durchschnittlich 2.500 Quadratmeter große Geschäftseinheiten, offene Tierbereiche, Gehege und Terraristik-Landschaften. Das neue Konzept richtet sich besonders auch an Familien mit Kindern. Auch exotische Tiere, die nicht zum Verkauf stehen, sollen das Zooerlebnis verstärken. Für 2007 ist bereits die Eröffnung von ein bis zwei weiteren Mega Zoos in Deutschland geplant. Mittelfristig sollen bundesweit mindestens 40 Mega Zoo-Märkte entstehen, langfristig rechnet Fressnapf mit 60 bis 80 Standorten in Europa.

Passauer Neue Presse - 20. Feb. 2007
Verbotenes Leuchten im Aquarium
Das erste genmanipulierte Haustier ist - in den USA legal gezüchtet - nun auch in Europa auf dem Markt. Doch hier schwimmt der bunte „Glofish“ gegen das Gesetz. Kritiker sehen sich bestätigt: Werden genmanipulierte Tiere und Pflanzen erst einmal gezüchtet und in einem Land der Welt legal verkauft, dauert es nicht lange, bis sie auch in anderen Ländern auftauchen - durchaus auch verbotenerweise. Erste Tiere sind im Handel in Deutschland, Österreich und der Schweiz entdeckt worden.
In den USA ist das erste genmanipulierte Haustier der Welt - außer in Kalifornien - vollkommen legal für fünf Dollar zu haben. In Europa hingegen schlägt aktuell der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) Alarm und rät seinen rund 750 Mitgliedbetrieben dringend: „Zoofachhändler sollten genmanipulierte Zierfische sofort ihren Lieferanten zurückgeben.“ Andernfalls drohe wegen Verstoßes gegen das geltende Gentechnikgesetz eine Geldbuße bis zu 50 000 Euro und Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Kritiker befürchten nun, dass weitere genetisch veränderte Haustiere folgen werden.

Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

Zoo: Meldungen ° Pressemitteilungen | Naturschutz: Meldungen ° Pressemitteilungen | Weitere Infos | Veranstaltungen | TV-Tipps | Schöne Zoowelt
Zoos – Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 21.02.2007
ZOOLEX ZOO DESIGN WORKSHOP im Naturschutz-Tierpark Görlitz - Es sind noch einige Plätze frei!
Wie plant man Tiergehege, damit die Besucher auch verstehen, was wir Ihnen vermitteln wollen? Der Verein ZooLex Zoo Design Organization bietet in Zusammenarbeit mit dem Naturschutz-Tierpark Görlitz eine einzigartige Fortbildungsmöglichkeit im deutschsprachigen Raum zum Thema Zooplanung an. Theorie und praktische Übungen zur Gehegeplanung erwarten Sie in Görlitz am 22. und 23. März 2007.
> s. auch
Veranstaltungen

Wildpark Knüll, 21.02.2007
Kleine Bären aus Ton im Wildpark Knüll
Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass kurz vor der Eröffnung der neuen Anlage für Bär und Wolf im Wildpark Knüll Veranstaltungen zu diesen Tieren angeboten werden. So hatten kürzlich 14 Kinder die Gelegenheit, unter der fachkundigen Anleitung von Gudrun Reichmann und Künstlerkollegen Bären aus Ton zu töpfern. Miniatur-Bären und Fotos boten die Vorlage für die Petze. Alle Bären entstanden aus einfachen Tonklumpen, die in den Händen der Teilnehmer zu Körper und Kopf geformt wurden. Mit dem richtigen Werkzeug erhielten die Tiere Gesicht, Ohren und Fell, sodass nach zwei Stunden teils possierliche, teils gefährlich aussehende Bären zu bewundern waren. Die echten Bären und Wölfe sind ab Ende März im Wildpark Knüll zu bewundern, aber die nächsten Aktionen rund um Bär und Wolf sind bereits jetzt geplant.

Zoo Köln, 21.02.2007
……….. was kann der Eisbär dafür ………..?
Das Thema „Klimawandel“ aufgezeigt am Beispiel der Spätestens in den warmen Tagen diesen Winters, der eigentlich keiner sein will, dämmert auch dem letzten Ignoranten, dass mit unserem Klima etwas geschehen ist und weiter geschieht, dass außer Kontrolle zu geraten droht und dass dies etwas mit uns, unserem Energieverbrauch und unserem Umweltverhalten zu tun hat. Die Folgen des Klimawandels sind dabei ebenso vielfältig wie uneindeutig. Sie finden sich oft weit entfernt und oft verlaufen sie schleichend und weitgehend unbeachtet von der Welt. So wird das Schicksal der majestätischen Eisbären der Nordpolarregionen letztlich weit entfernt von ihren Lebensräumen durch unseren Energiekonsum und die damit verbundenen Eingriffe in die Natur mitbestimmt. „Jagd- und Wanderverhalten von Eisbären“, „Eisbärtourismus“, „Konflikt Mensch – Bär“, aber auch „Packeisausdehnung und CO2-Ausstoß“, „Mein Beitrag zum CO2-Ausstoß“ oder „Experiment Treibhauseffekt und Anstieg des Meeresspiegels“ sind Themen von Lernstationen, die von sehr kreativen Referendarinnen und Referendaren für ein fächerübergreifendes Pilotprojekt zum aktuellen Thema „Klimawandel“ entwickelt wurden. Die Bezirksregierung Köln (Dezernat 46) und die Zooschule Köln laden Sie herzlich ein, am Freitag, dem 23. Februar 2007 um 14.00 Uhr diese und weitere Lernstationen auszuprobieren, die wir anlässlich einer Lehrerfortbildung in der Mehrzweckhalle des Tropenhauses aufgebaut haben.

Zoo Heidelberg, 21.02.2007
Kurzohr-Rüsselspringer im Heidelberger Zoo
Seit kurzem gibt es im Zoo Heidelberg eine neue Tierart zu entdecken. Eigens für die Kurzohr-Rüsselspringer wurde im Afrikahaus ein neues Terrarium gestaltet, das den ursprünglichen Lebensraum dieser kleinen Tiere widerspiegelt. Die Kurzohr-Rüsselspringer erinnern an kleine Mäuse, dürfen jedoch keinesfalls mit diesen verwechselt werden. Während Mäuse zu den Nagetieren gehören, bilden die Rüsselspringer eine eigene Ordnung in der Klasse der Säugetiere. Der Lebensraum dieser flinken Tiere sind die Graslandschaften Südwestafrikas einschließlich der Namib-Wüste, wobei das Streifgebiet der kleinen Einzelgänger bis zu einem Quadratkilometer beträgt. Die Kurzohr-Rüsselspringer sind dämmerungs- und nachtaktiv, sind aber, gerade im Zoo, auch tagsüber beim Sonnenbaden, auf einem aufgeheizten Stein oder dem warmen Sand anzutreffen. Die Nahrung der Rüsselspringer besteht hauptsächlich aus Wirbellosen, wie Termiten und anderen Insekten, aber auch aus Samen, Früchten und Beeren. Als Wüstenbewohner brauchen sie nur wenig Wasser.
Im Gegensatz zu ihrem Namen und trotz der verlängerten Hinterbeine bewegen sich die Kurzohr-Rüsselspringer nicht hüpfend fort, sondern laufen auf allen vieren, wobei sie Geschwindigkeiten von bis zu 20km/h erreichen können. Innerhalb ihres Wohngebietes haben sie Pfade angelegt, die alle wichtigen Orte, wie Ruheplätze, Sandbadestellen und Jagdgebiete miteinander verbinden. Auf diese Weise können sie sich bei Gefahr blitzschnell in Sicherheit bringen. Beim Laufen halten die Rüsselspringer ihren Schwanz immer waagrecht, um dabei besser das Gleichgewicht zu behalten.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 21.02.2007
Winterzeit ist Orchideenzeit!
In den Gewächshäusern der Wilhelma zeigt sich der kapriziöse Pflanzenadel gerade in voller Blütenpracht, obwohl die meisten Menschen den Winter bereits zu den Akten gelegt haben. Den Orchideen ist das egal – und wer die neblige Tristesse draußen nicht sehen mag, kann sich im Farbenrausch der herrlichen Pflanzen die Stimmung ein wenig aufhellen lassen. Im Wintergarten wetteifern verschiedene Cymbidium-Hybriden und Naturformen um die Gunst der Besucher, in den Vitrinen im Gewächshaus mag jeder Besucher für sich entscheiden, wer unter den verschiedenen Vanda, Phalaenopsis, Bulbophyllum, Oerstedella, Phragmipedium und wie sie alle heißen denn die schönste sei. Auch Dr. Oetkers Lieblingsgewürz rankt sich über den Vitrinen mit den Orchideen – Vanilleduft erwartet man allerdings vergebens, denn es duften nicht die Blüten, sondern nur die Früchte mit den winzigen Samen. Den Besuchern wird immer nur eine Auswahl besonders schön blühender Pflanzen präsentiert – in den langen Ruhephasen zwischen den Blütezeiten sind Orchideen eher unattraktiv und werden in dieser Zeit in 4 Gewächshäusern mit unterschiedlichem Klima hinter den Kulissen sorgfältig gepflegt. Es wäre ohnehin unmöglich, alle Orchideen zu zeigen, denn die Wilhelma besitzt mit über 5000 Pflanzen in 1200 Arten und Zuchtformen eine der größten Sammlungen in Deutschland. Die Sammlung von Mutter Natur hat noch mehr zu bieten – dort stellen die Orchideen mit über 18 500 Arten eine der größten Pflanzenfamilien! Den Gärtnern der Welt aber war dies nicht genug, sie haben der natürlichen Fülle noch Tausende von Zuchtformen hinzugefügt. In der Natur bestäuben vorwiegend Insekten, aber auch Kolibris, Frösche oder Fledermäuse die Orchideen mit ihren bizarren, hochspezialisierten Blüten. In der Wilhelma sind die Gärtner für die allerdings vegetative Vermehrung der botanischen Kostbarkeiten zuständig. Behutsam werden die kleinen Pflänzchen gepäppelt, bis sie auch einmal in voller Blüte stehend eine Zeit lang ins Schaugewächshaus gesetzt werden, um die Besucher zu verzaubern ... bis Ende Februar übrigens noch zum günstigen Wintertarif!

Tierpark Arche Warder, 21.02.2007
Greenpeace-Pressekonferenz im Tierpark Arche Warder
die industrialisierte Landwirtschaft stützt sich auf immer weniger Nutztier-Rassen – besonders leistungsstarke, hochgezüchtete Tiere. Erst im Januar 2007 erteilte das Europäische Patentamt ein Patent auf genmanipulierte Milchkühe, die unter anderem eine noch höhere Milchleistung erzielen sollen. Während die Turbo-Tiere oft unter Krankheiten und Stress leiden, werden robuste alte Nutztierrassen kaum mehr in der Landwirtschaft eingesetzt. Ihre DNA lagert tiefgekühlt in den Gefriertruhen von Gen-Banken. Greenpeace möchte Sie am kommenden Montag in die Arche Warder einladen, Europas größtem Park für seltene und vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen. Gemeinsam mit der Liga für Hirtenvölker veröffentlichen wir einen neuen Report, der eine brisante Entwicklung aufzeigt: die Kartellbildung in der Tierzuchtbranche. Zudem legen wir eine Recherche vor, wie sich Agrar- und Biotechnologiekonzerne mit Patentanträgen inzwischen nicht nur genmanipulierte Versuchstiere, sondern auch den Zugriff auf ganze Tierherden sichern.

Zoo Duisburg, 21.02.2007
Tschüss und guten Flug, GOONAROO - Willkommen am Kaiserberg, JANNALI
Gib Du mir den, ich geb’ Dir den… Solcherlei Tauschgefälligkeiten sind auch in der internationalen Tiergärtnerei nicht unbekannt;
Wenn aber zwei Koalas fast gleichzeitig ihre Heimatzoos gegen neue, ihnen unbekannte Aufenthaltsorte wechseln, dann darf ein solcher Tiertransfer durchaus als unüblich angesehen werden – zumal es sich bei den australischen Kletterbeutlern nicht nur um höchst empfindliche, sondern auch höchst exklusive Raritäten außerhalb des Fünften Kontinents handelt. Da die plüschwolligen Eukalyptusesser in Europa nur in ganz wenigen Zoologischen Gärten gepflegt – und in noch wenigeren gezüchtet! – werden, so sind Zoologen und Tierpfleger umso mehr an Tiertausch zwischen blutsfremden Artgenossen interessiert, um genetische Defekte wie z.B. Inzucht auszuschließen. Das ist der Grund dafür, dass sich am kommenden Donnerstag der Chef des Duisburger Koalahauses, Mario Chindemi, mit samt einer handliche Transportkiste und deren Einsitzer GOONAROO (geb. am 24. Oktober 2004 in Duisburg) zum Frankfurter Flughafen aufmachen wird, um eine Direkt-Maschine zur schottischen Hauptstadt Edinburgh zu besteigen. Zurück erwartet wird Mario Chindemi am Montag, dem 26. Februar 2007, von Edinburgh kommend mit einer Lufthansamaschine auf dem Frankfurter Flughafen, Ankunft: 16.20 Uhr, - wiederum mit einer Transportkiste in der Hand, diesmal mit einem anderen Koala-Passagier: JANNALI (geb. 17. März 2001 in San Diego), der sich künftig als Zuchtmann für Duisburgs schmucke, stets nach Hustenbonbon duftende Koala-Weiblein bereithalten soll.

Zoo Landau, 20.02.2007
Erster DGHT-Amphibien- und Reptilien-Stammtisch 2007 im Zoo Landau
Am 28. Februar 2007 findet im Zoo Landau in der Pfalz zum ersten Mal in diesem Jahr wieder der sehr beliebte DGHT Reptilien- und Amphibien-Stammtisch statt. Die interessierten Teilnehmer treffen sich zu dieser kostenlosen Veranstaltung um 19 Uhr am Haupteingang des Zoo Landau in der Pfalz. Bei dem Termin berichtet Herr Steven Art, Neunkirchen, mit dem Vortrag „Madagaskar – Brennpunkt der Biodiversität, nicht nur für Schildkrötenfreunde“ von seinen Besuchen auf der faszinierenden Insel Madagaskar. Besonders die äußerst interessante Tierwelt, die dort anzutreffen ist, darunter viele Reptilien, wie Schildkröten oder Echsen, aber auch Amphibien und Säugetiere werden vorgestellt. Der erfahrene Terrarianer ist begeisterter Hobbyfotograf, so dass sich die Zuhörer auf eindrucksvolle Bilder und interessante Informationen freuen können. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung erhalten Sie unter: p_kern@t-online.de oder peter.buchert@t-online.de.

Zoo Salzburg, 20.02.2007
Rekord-Besuch im Zoo Salzburg
Das sonnige und milde Wetter am Faschingssonntag, 18. Februar 07, lockte tausende Besucher in den Salzburger Zoo „Kaum zu glauben, aber am Faschingssonntag waren über 2.000 Besucher bei uns im Zoo“, freut sich Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. Damit wurde der vor fast 10 Jahren aufgestellte Tages-Besucher-Rekord eingestellt. „1997 hatten wir an einem Sonntag im Februar annähernd viele Eintrittskarten verkauft wie gestern! Das traumhafte Wetter genießen nicht nur die Menschen, sondern auch unsere Tiere. Unsere Störche renovieren schon seit Samstag ihr Nest.“ Josef Angermann, Tierpfleger im Vogelpark „Normalerweise beginnen unsere Störche Ende März Anfang April mit ihrer Brut. Heuer sind sie einen Monat früher in Hochzeitsstimmung!“

Zoo Osnabrück, 19.02.2007
Der Wolf kehrt zurück
Die Gelegenheit in Deutschland, gar in Osnabrück einem lebendigen Wolf zu begegnen, ohne Zäune und Gitter als Trennung, haben nur wenige Menschen. Durch den Orkan „Kyrill“ entwurzelte Bäume zerstörten im Osnabrücker Zoo die Umzäunung des Wolfsgeheges und ermöglichte dem Wolfsrudel einen kurzen Ausflug in den Zoo, der für Besucher bereits gesperrt war. Dank des beherzten Einsatzes des Zooteams konnte sehr schnell das Rudel wieder in ihr angestammtes, mittlerweile repariertes Gehege getrieben werden.
Das gesamte Rudel? Nein – Jung-Wolf „ Welpi“ flüchtete – von „Kyrill“ verängstigt, durch einen ebenfalls vom Sturm beschädigten Außenzaun und erkundete anschließend den Wald des Schölerbergs. Bald erreichte er die Wohngebiete nahe der Meller Straße, wo aufgeregte Bürger umgehend die Polizei verständigten. Es gelang dann den beherzt einschreitenden Beamten unter Einsatz bewährter Polizeitechnik sehr bald, den jungen Wolf in einen Hinterhof abzudrängen, wo von der herbeigeeilten Zootierärztin mit einem gezielten Schuss aus der Narkosepistole betäubt werden konnte. Verpackt in eine Transportkiste verschlief er die Heimreise in den Zoo. Die Tränen im Blick von „ Welpi“, zeugen allerdings nicht nur von Trauer, wieder im Zoo zu sein, sondern sind die letzten Auswirkungen des Pfeffersprays, das von der Polizei zum Abdrängen eingesetzt wurde (leichte Nachwirkungen zeigte auch die am Transport beteiligte Tierpflegerin). Da die Polizeibeamten sich ebenso wie alle Zoomitarbeiter und nicht zuletzt das Wolfsrudel über die gelungene Gemeinschaftsaktion und die Heimkehr von „Welpi“ freuen, entstand spontan die Idee, eine Tierpatenschaft für „ihren“ Wolf zu übernehmen. Die Kollegen der PI Osnabrück, ESD II, DA IV sammelten in ihren Reihen den Betrag von 270 ¤, den eine starke Abordnung von Polizisten sicher in den Zoo bringt wo ihn Zoopräsident Reinhardt Coppenrath stellvertretend für das Patentier in Empfang nimmt.

Zoo Landau, 19.02.2007
Schildkrötenseminar im Zoo Landau in der Pfalz
Am 3. März 2007 gibt es für Reptilienfreunde eine interessante Fortbildungsveranstaltung im Zoo Landau in der Pfalz: Von 9 bis 15 Uhr werden Dipl.-Biol. Sandra Honigs, Zoo Landau und Peter Buchert, DGHT (Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V.), während des ersten von zwei geplanten Schildkrötenseminaren in diesem Jahr den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Zooschule Landau praxisnah und leicht verständlich viel Wissenswertes vermitteln, um Landschildkröten tier- und artgerecht halten und pflegen zu können. Die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung wird Schildkrötenhaltern von Amts wegen empfohlen, um die Haltung von Landschildkröten hier ordnungsgemäß anmelden zu können. Denn nach Paragraph 2 des Tierschutzgesetzes muss jeder Halter von Tieren über die notwendige Sachkunde für die Haltung einer jeweiligen Tierart verfügen. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung wird durch eine Urkunde bescheinigt. Das Seminar kostet 30 Euro pro Person. Für Jugendliche bis 14 Jahre 15 Euro. Der Preis beinhaltet neben dem Besuch des Seminars einen kleinen Mittagssnack, Getränke sowie den Zooeintritt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, so dass eine Anmeldung dringend erforderlich ist.

Zoo Leipzig, 19.02.2007
Renate und Bhima nehmen Abschied - Lippenbärenweibchen ziehen nach Chemnitz
Am kommenden Montagmorgen werden die beiden Lippenbärenweibchen Renate (geb. 04.01. 2004 in Leipzig) und Bhima (geb. 07.12.1993 in Leipzig) den Leipziger Zoo in Richtung Chemnitz verlassen. Die Abgabe der Lippenbärendamen wurde durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm befürwortet. Nur wenige Zoos in Europa halten diese besondere Bärenart. Leipzig ist europaweit der führende Zoo in der Lippenbärenzucht. In keinem anderen Zoo wurden in den letzten Jahren so viele Jungtiere geboren, wie in Leipzig. In Chemnitz wartet man gespannt auf die Tiere, denn für den Tierpark sind es die ersten Lippenbären in der Haltungsgeschichte. Im Tierpark selbst ziehen die Tiere in die ehemalige Grizzly -Anlage ein, die ihnen beheizte Innengehege und eine über 800 qm große Freianlage bietet. „Wir freuen uns, dass mit Chemnitz ein weiterer Halter dieser stark bedrohten Tierart hinzukommt“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Der Lippenbär unterscheidet sich äußerlich mit seinem zotteligen und tiefschwarzen Fell stark von anderen Bären. Auf der Brust hat er eine V-förmige Zeichnung, die von Tier zu Tier variiert. Die als Kletterkünstler bekannten Tiere leben in den tropischen und subtropischen Wäldern von Sri Lanka und Indien. Als Nahrungsspezialisten ist bei ihnen besonders der Geruchssinn ausgeprägt. Sie ernähren sich hauptsächlich von Termiten und Ameisen. Geschickt reißen sie die Baue ihrer Beute auf und saugen die Tiere heraus.

Zoo Wuppertal, 16.02.2007
Rosenmontag im Zoo
An Rosenmontag lädt der Zoo seine Gäste zu einem Rundgang unter dem Motto „Karneval der Tiere“ ein. Bei dieser Zooführung zum Thema Tarnen und warnen im Tierreich gibt es manches über die „Kostüme“ einiger Tiere zu lernen. Die Führung startet um 10.30 Uhr am Zoo-Eingang.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 16.02.2007
Rosenmontag ganztägig für Jecken und Karnevalsmuffel geöffnet
Ob Löwe, Bär, Giraffe oder Maus – in der ZOOM Erlebnisweltwelt Gelsenkirchen sind am Rosenmontag nicht nur tierisch verkleidete Närrinnen und Narren willkommen. Auch ein gemütlicher Spaziergang fern ab vom karnevalistischen Treiben ist in den ZOOM Erlebniswelten Alaska und Afrika möglich. Zum ersten Mal ist die ZOOM Erlebnisweltwelt Gelsenkirchen dabei in diesem Jahr während des Rosenmontags ganztägig für alle Jecken und Nicht-Jecken geöffnet. Wer also der Schunkelmusik und dem Kamellewerfen einmal ganz entgehen möchte, findet in der ZOOM Erlebniswelt bestimmt den richtigen Ort für ein paar unterhaltsame und erholsame Stunden. Doch auch für verkleidete Närrinnen und Narren bietet die Erlebniswelt am Rosenmontag den richtigen Treffpunkt. Schließlich können die Karnevals- und Verkleidungsfans hier live vor Ort überprüfen, ob ihre tierischen Kostüme auch den lebendigen Originalen möglichst nahe kommen

Zoo Hannover, 16.02.2007
Letztes Walross in Deutschland verstorben
Der Zoo trauert um „Tanja“, seine liebenswerte alte Walross-Dame. Tanja musste heute im hohen Alter von 33 Jahren eingeschläfert werden. Sie war das letzte Walross in Deutschland. „Viele von uns kannten Tanja bereits seit Kindertagen“, erzählt Zoodirektor Klaus-Michael Machens, „sie wird uns sehr fehlen.“ Tanja war seit einigen Jahren blind und hörte sehr schlecht. Dennoch ging es ihr für ihr hohes Alter recht gut. Vor zwei Wochen verlor die alte Walrossdame plötzlich den Appetit und lag apathisch in ihrem Gehege. Die Zoo-Tierärzte untersuchten Tanja und gaben ihr ein Schmerzmittel. Einige Tage lang schien es dem Walross tatsächlich wieder besser zu gehen. Anfang dieser Woche zog sich das Tier dann jedoch ins Wasser zurück, statt wie sonst entspannt auf der Plattform zu liegen. Das Walross litt offensichtlich Schmerzen, der Körper zog sich immer wieder krampfartig zusammen. Die Tierärzte beobachteten Tanja die ganze Woche. Als sich trotz der Medikamente keine Besserung einstellte, entschieden sie schließlich, das Walross einzuschläfern. In der Pathologie der Tierärztlichen Hochschule wird das Tier jetzt untersucht.

Zoo Heidelberg, 16.02.2007
Er war ein alter Herr
Mittwoch morgen ist der alte Orang-Utan „Nogger“ im Zoo Heidelberg gestorben. Mit über 40 Jahren war er einer der ältesten Orang- Utans in Menschenobhut. „Nogger“ war ein herrlicher Orang-Utan Mann mit wallender Behaarung und einem sehr ausdrucksvollen Gesicht – eine der prägenden Tierpersönlichkeiten im Zoo. Viele Zoobesucher, die Mitarbeiter des Zoos und vor allem die Pfleger des Affenrevieres werden ihn sehr vermissen. Nun ist es an seinen Töchtern „Grisella“ und „Puan“ sowie dem jungen Mann „Uijan“, der aus Hagenbecks Tierpark an den Neckar kam, die lange Tradition der Orang-Utan Haltung und Zucht in Heidelberg fortzusetzen. Als die Tierpfleger morgens um kurz nach sieben Uhr das Menschenaffenhaus betraten, war „Nogger“ wach und munter. Als er auf eine erhöhte Plattform klettern wollte, fiel er plötzlich kraftlos in sich zusammen. Es war ein schneller Tod.

Zoologischer Garten Berlin, 15.02.2007
Ein wunderschönes Bild: Dreifacher Nachwuchs bei den afrikanischen Elenantilopen!
Innerhalb weniger Wochen gab es gleich dreifachen Nachwuchs bei den stattlichen Elenantilopen, die sich im Zoo die große Anlage im Einhuferrevier mit den ruhigen Böhmzebras teilen. Am 23.12.06 und am 4.1.07 kam jeweils ein Männchen und am 28.1.07 ein Weibchen zur Welt. Männliche Elenantilopen sind fast so groß wie Rinder und erreichen ein Gewicht bis 1000 kg; die Weibchen bleiben etwas kleiner und sie tragen weniger mächtige Hörner. Verschiedentlich wurden zu Beginn des 20. Jahrhundert Versuche unternommen, diese rindergroßen afrikanischen Antilopen zu domestizieren. Diese Versuche blieben nahezu erfolglos, weil die Tiere trotz Haltung über Generationen ihre Schreckhaftigkeit nicht verloren hatten. Einzig im Steppengut Askania Nova in der Südukraine, das gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts von dem deutschen Friedrich von Falz-Fein gegründet wurde, werden die Domestikationsversuch bis heute fortgesetzt. Das angestrebte Ziel ist ein neues Haustier, das in Afrika und anderswo in den Tropen anstelle der bisweilen landschaftschädigenden Rinder genutzt werden kann. Auch im Zoo bedarf der Umgang mit den Elenantilopen viel Ruhe und Umsicht, denn insbesondere die Jungen erschrecken sich sehr schnell und sind dann unfallgefährdet.

Zoo Wuppertal, 15.02.2007
Fliesen Kollwitz spendet 1.600,- Euro an den Zoo-Verein
Der Zoo-Verein Wuppertal e.V. darf sich über eine Spende in Höhe von 1.600,- ¤ von der Firma Fliesen Kollwitz GmbH freuen. Das Inhaberehepaar Kollwitz ist dem Zoo stark verbunden und unterstützt den Zoo-Verein schon seit längerer Zeit regelmäßig mit größeren Beträgen. So konnte der Zoo-Verein z.B. 2006 eine Spende in Höhe von 1.500,- Euro für die Pinguine von Fliesen Kollwitz entgegennehmen. Die Übergabe des Spendenschecks findet in Anwesenheit des 1. Vorsitzenden des Zoo-Vereins Wuppertal e.V., Herrn Bruno Hensel, im Zoo statt.

Zoo Duisburg, 15.02.2007
Zwei kleine „Waldmenschen“ im Zoo geboren
Wer da immer noch glaubt, in der ehemaligen Montan-Stadt Duisburg gäbe es keinen Wald, der kann an Ort und Stelle eines Besseren belehrt werden. Wenn aber jemand von Duisburgs „Waldmenschen“ schwärmt, so wird er nur ein ungläubiges Kopfschütteln ernten.
Und doch gibt es sie am Kaiserberg, genauer: im Zoo; die rotzotteligen Orang-Utans, neben dem afrikanischen Gorilla die am stärksten bedrohte Menschenaffenart überhaupt – deren indomalayischer Name so viel bedeutet wie ‚Waldmensch’. Ursprünglich hielten die Eingeborenen des heutigen Indonesiens diese extrem stark von der Ausrottung bedrohten Menschenaffen schlicht für raffinierte menschliche Verwandte, die sich taubstumm stellen würden, um nicht zum Arbeiten herangezogen zu werden (!). Der heute immer noch rasch dahinschwindende Wildbestand dieser Affen in den Dschungeln Sumatras und Borneos lässt sich nicht genau beziffern; mit Sicherheit aber leben nur noch wenige Tausend Tiere in den durch Abholzung, Brandrodung und menschliche Kultivation geschundenen Regenwäldern dieser Rieseninseln – dagegen darf der Welt-Zoobestand dieser „Waldmenschen“ als einigermaßen gesichert gelten.
Deshalb ist die Freude über jede gelungene Nachzucht dieser Primaten nach wie vor groß, besonders aber, wenn es sich um gleich zwei Geburten in wenigen Tagesabständen handelt wie derzeit in Duisburg. Am 25. Januar d.J. brachte die Sumatra-Orang-Dame ANNETTE (selbst im Jahre 1983 in Berlin geboren, seit 1991 in Duisburg) ihr 5. Kind gesund zur Welt; Vater war wie bisher der ca. 1960 auf Sumatra geborene SIAM (seit 1962 in Duisburg), ein liebeslustiger Orang-Greis im methusalemischem Orang-Alter von 45 Jahren! Das zuvor in Duisburg geborene Orang-Kind JAMBI (geb. 1999) dieses Paares spielt mittlerweile hingebungsvoll mit seinem fast 8 Jahre jüngeren Geschwisterchen… Gleich neben dieser vierköpfigen Sumatraner-Familie wohnen Borneo-Orang-Dame MIRI (geb. 1991 in Duisburg), die zusammen mit ihrem Borneo-Partner NIAS (geb. 1989 in Rotterdam, seit 1991 in Duisburg) sich am 1. Februar 2007 über ihr erstes Töchterchen freuen durften.

Zoo Osnabrück, 15.02.2007
Sextest – Who is who?
Die Inventur für 2006 ist abgeschlossen. Das Ergebnis lautet: Im Zoo Osnabrück leben 2.675 Tiere aus 283 Arten. Zur alljährlichen Inventur zählt auch die Tatsache, die neugeborenen Tiere genau zu erfassen. Bei vielen Tierkindern ist es dabei leicht, das Geschlecht festzustellen, nicht aber bei Affen. Die ersten Monate bleiben sie eng im Körperkontakt zu den Müttern. Sie abzunehmen, um die Neugier zu befriedigen, welches Geschlecht sie sind, verbietet sich, da der Eingriff zu gefährlich ist und das Mutter-Kind-Verhältnis stören würde. Jetzt aber kam die Stunde der Wahrheit bei den Lisztaffen. Dort wurden am 26. März Zwillinge geboren, die jetzt selbständig sind und für den Sextest herausgenommen werden konnten. Jetzt wissen wir es: Es sind ein Männchen und ein Weibchen. Im gleichen Arbeitsgang bekamen sie von der Zootierärztin, Frau Dr. Susanne Klomburg, einen elektronischen Mikrochip unter die Haut eingepflanzt – gewissermaßen ihre Passnummer. Bei den Schweins- und bei den Kapuzineraffen wird das Geheimnis noch gehütet. Hier gibt es aus der Nachzucht 2006 sechs „geschlechtslose“ Jungtiere. Im Laufe des Jahres werden wir wissen, wie viele Männchen oder Weibchen darunter sind.

Zoo: Meldungen ° Pressemitteilungen | Naturschutz: Meldungen ° Pressemitteilungen | Weitere Infos | Veranstaltungen | TV-Tipps | Schöne Zoowelt
Natur- und Artenschutz – Meldungen

> in der heutigen "ZEIT" findet sich eine Advertorial-Beilage zum Thema Stiftungen, darunter die Stiftung Artenschutz (nicht online verfügbar)

g-o.de - 22.02.2007
Klimawandel: Neuankömmlinge verdrängen Alpenvegetation - Alpine Vegetation in den Dolomiten gefährdet
Die ersten Auswirkungen der Klimaerwärmung sind an der alpinen Vegetation bereits sichtbar: Wie eine neue Studie zeigt dringen Waldbäume, Waldgrenzarten und Arten der unteren Höhenstufen bereits in höhere Lagen vor. Kleinwüchsige alpine Pflanzen werden dadurch verdrängt.

Handelsblatt - 21.02.2007
Sympathie beeinflusst Artenschutz
Eine in der Zeitschrift „Human Ecology“ veröffentlichte Studie zeigt, dass in manchen Fällen selbst Kleinigkeiten wie kleine farbige Strähnchen im Fell eines Tieres entscheidend sein könnten. Im Falle von Pinguinen zeigt es sich, dass diejenigen bei Menschen am beliebtesten sind, die im Federkleid warme Farben wie Rot, Orange oder starkes Gelb aufweisen. David Stokes von der Universität von Washington in Bothell und seine Studenten berechneten die Beliebtheit verschiedener Arten, indem sie Fotos in vier populären Bildbänden über Pinguine untersuchten. Die Beliebtheitsranglisten waren sehr ähnlich in allen vier Büchern. Das lässt vermuten, das die menschlichen Vorlieben sich gleichen. Die Studie soll ein Signal für Artenschützer sein, die Rolle der Beliebtheit, auch bei ihnen selbst, nicht zu unterschätzen, wenn es um Entscheidungen geht, wie mit Arten umzugehen ist. „Es gibt große Unterschiede in unseren Gefühlen für Lebewesen“, sagt Stokes. „Diese werden eine große Rolle bei der Auswahl spielen, was wir bewahren.“

derstandard.at - 21.02.2007
Mexiko: Aufforstungsprogramm mit 250 Millionen Bäumen
Mexiko will 2007 im Rahmen des Programms "Proarbol", das vor dem Hintergrund der UNO-Initiative "The Billion Tree Campaign" stattfindet, 250 Millionen Bäume pflanzen. Das kündigte Präsident Felipe Calderon am Dienstag im Bundesstaat Tabasco an, wo die ersten 114 Hektar Wald wiederaufgeforstet werden sollen. Nach den Worten von Calderon will Mexiko insgesamt rund sechs Milliarden Pesos (400 Millionen Euro) für die Aufforstungen aufbringen. Das Programm diene einer nachhaltigen Entwicklung in den wirtschaftlich zurückgebliebenen Landesteilen und solle vor allem der armen Bevölkerung zu gute kommen, hieß es.

spiegel.de - 21.02.2007
Wild, Bauern und Feuer bedrohen deutsche Wälder
Agrarminister Horst Seehofer will den alljährlichen Waldzustandsbericht abschaffen. Kritiker schimpfen: Die Walddaten-Sammlung sei wertvoller denn je - als Hilfsmittel beim dringend notwendigen Umbau des deutschen Waldes. Denn die Forste werden von Bränden und Wild bedroht.

Zyklon verschmutzt Korallenparadies
Massenhaft Sand und Schlamm treiben von überfluteten Flüssen Australiens zum Great Barrier Reef. Ein Zyklon hatte die Ufer übertreten lassen. Satellitenbilder zeigen, wie verschmutzt das Wasser in dem Taucherparadies bereits ist. Vor allem die Korallen leiden unter den Ablagerungen.

Stern Shortnews - 21.02.2007
Freizeit: Südafrika: Ende der Jagden auf halbzahme Tiere
Es ist in Südafrika weit verbreitet, halbzahme oder betäubte Tiere zu erlegen. Oftmals werben die Betreiber von Jagd-Lodges damit, dass Touristen einen Löwen oder ein anderes Tier erjagen können, was oft in einem kleinen Gehege geschieht. Umweltminister Marthinus van Schalkwyk will dem nun ein Ende setzen. Halbzahme Löwen dürfen erst nach zwei Jahren Freiheit gejagt werden, mit Pfeil und Bogen darf man größere Tiere wie Nashörner und Elefanten nicht mehr erlegen. Südafrika ist der wichtigste Zielort für Trophäenjäger der Welt; sie brachten bisher mehrere Millionen Dollar pro Jahr ins Land. Daher befürchtet man, dass Van Schalkwyks Regelungen dem sehr schaden werden.

derstandard.at - 21.02.2007
Havariertes Walfangschiff frustriert Neuseeland
Die Besatzung der "Nisshin Maru" hat das Navigationssystem des havarierten japanischen Walfangschiffs repariert. Der Motor springe aber immer noch nicht an, sagte der Sprecher der neuseeländischen Schifffahrtsbehörde, Steve Corbett, am Mittwoch. Die japanische Walfangbehörde bestehe nach wie vor darauf, dass das Schiff aus eigener Kraft weiterfahre."Es ist frustrierend, aber wir haben nicht die Macht, sie zum Verlassen des Gebiets zu zwingen - es ist ein ausländisches Schiff in internationalen Gewässern", sagte Corbett. Die neuseeländische Regierung hat Japan aufgefordert, den Havaristen so schnell wie möglich zu bergen, um eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Die "Nisshin Maru" hat 500.000 Liter Schweröl und weitere 800.000 Liter Heizöl an Bord. Das Walfangschiff treibt seit einem Brand am vergangenen Donnerstag ohne eigene Maschinenkraft rund 175 Kilometer vom Kap Adare in der Antarktis entfernt. Dort befindet sich die weltweit größte Brutstätte für Pinguine.

oe24.at - 21.02.2007
Nashorn reist zur Fortpflanzung um die Welt
Um den Bestand zu sichern, ist das Nashorn "Andalas" per Flugzeug, Lastwagen und Fähre um die Welt gereist. In Sumatra soll es sich nun fortpflanzen. Die 63-stündige Reise vom Zoo von Los Angeles nach Sumatra per Flugzeug, Lastwagen und Fähre hat das Tier offenbar gut überstanden. Sein neues Zuhause ist ein Schutzgebiet, in dem bereits die Nashorn-Damen "Rosa" und "Ratu" leben. Mit ihrer Hilfe soll der fünfjährige Bulle den Bestand seiner Art sichern. Das Sumatra-Nashorn gilt als stark bedroht. Vermutlich leben nur noch rund 300 Tiere in den Wäldern der Insel Sumatra und in Malaysia. Für das langfristige Überleben der Art sind nach Ansicht von Experten mehr als 2.500 Tiere nötig. Die Nachzucht in Gefangenschaft gilt als schwieriges und teures Unterfangen. "Andalas" ist das erste in einem Zoo geborene Sumatra-Nashorn seit über 100 Jahren.

dieneueepoche.com - 21.02.2007
Sumatra-Nashorn „Andalas“ erkundet sein neues Zuhause
Nach einer Reise um die halbe Welt hat sich der Nashornbulle „Andalas“ am Mittwoch in Indonesien mit seiner neuen Umgebung vertraut gemacht. Die 63-stündige Reise vom Zoo von Los Angeles nach Sumatra per Flugzeug, Lastwagen und Fähre hat das Tier offenbar gut überstanden. Sein neues Zuhause ist ein Schutzgebiet, in dem bereits die Nashorn-Damen „Rosa“ und „Ratu“ leben. Mit ihrer Hilfe soll der fünfjährige Bulle den Bestand seiner Art sichern. Das Sumatra-Nashorn gilt als stark bedroht. Vermutlich leben nur noch rund 300 Tiere in den Wäldern der Insel Sumatra und in Malaysia.

spiegel.de - 21.02.2007
Nashorn reist 63 Stunden zur Paarung
Seine Mission ist klar: Sich paaren, Nachkommen zeugen. Das Sumatra-Nashorn Andalas hat dafür eine weite Reise auf sich genommen. Von seiner Geburtsstätte im US-amerikanischen Cincinnati-Zoo (Bundesstaat Ohio) ist das Tier bis nach Jakarta in Indonesien geflogen. Von dort aus wurde es per Lastwagen und Fähre auf die Insel Sumatra verfrachtet. Hier befinden sich nicht nur ein Schutzgebiet, in dem Andalas heimisch werden soll, sondern auch die Weibchen Rosa und Ratu. Mit ihnen soll das US-Nashorn seine Art retten. ... Die natürlichen Lebensräume teilen sie sich mit ebenfalls gefährdeten Tigern und Elefanten. Doch Wilderer jagen dort, und die Landwirtschaft verdrängt - etwa durch kräftig wachsende Palmölplantagen - die natürlichen Gebiete.

Blick Online - 20.02.2007
Job-Beschreibung: flotter Dreier
Das passiert nicht jedem Mann: Eine Behandlung im VIP-Stil – und als Gegenleistung wird nur Sex erwartet. Aber «Andalas» ist auch nicht irgendein Mann. Schon auf dieser überlangen Flugreise von Nordamerika über Europa bis nach Südostasien durfte nichts passieren, was diesem wertvollen Nashorn geschadet hätte. Angekommen in Indonesien, gings dann sogar noch auf eine zwölfstündige Reise per Lastwagen und Fähre. Aber damit dürfte das Gröbste überstanden sein. Und jetzt warten die Damen «Rosa» und «Ratu» auf «Andalas». Und mit denen soll er nur eins machen: für Nachwuchs sorgen. Und deswegen, nur deswegen, liess der Zoo im amerikanischen Cincinatti seinen geliebten Bullen ziehen. Damit wir diese Hörner-Giganten auch in Zukunft bewundern können.

derstandard.at - 20.02.2007
Frisches Blut für Sumatras Nashörner
Der in US-Gefangenschaft geborene Nashornbulle Andalas soll die Art der Sumatra-Nashörner in Indonesien retten. Der fünfjährige Andalas darf sich ab Mittwoch mit drei Nashorn-Damen an der Küste Sumatras vergnügen, sagte Marcellus Adi, Direktor des Way Kambas-Nationalparks in der Provinz Lampung. Sumatra-Nashorn Andalas ist das erste, das seit mehr als 100 Jahren in Gefangenschaft geboren wurde. Das Tier sollte am Abend in Jakarta als Luftfracht aus den USA eintreffen und nach Westjava zur Einschiffung nach Sumatra gebracht werden.

Main Taunus Kurier - 20.02.2007
Trotz Wärme kehren Störche nicht eher aus dem Süden zurück
Trotz des milden Wetters in Deutschland ist in diesem Jahr nicht mit einer verfrühten Rückkehr der Störche aus dem Süden zu rechnen. «Weil sie ja nicht wissen, dass die Temperaturen in ihrem Brutgebiet schon jetzt frühlingshaft sind, brechen sie nicht eher auf», sagte Christoph Kaatz, Sprecher der Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). «Der Zeitpunkt der Rückkehr wird über die Tageslänge gesteuert. Irgendwann schlägt in den Störchen ein Hämmerchen, das sagt "Koffer packen!"», sagte Kaatz. Vereinzelt sind dennoch auch im Winter in Deutschland Störche zu sehen. Wegen des Klimawandels habe die Wahrscheinlichkeit, dass sie hier zu Lande überleben, deutlich zugenommen.

derstandard.at - 20.02.2007
Betrunkene Hirsche torkeln durch tschechische Wälder
Betrunkene Hirsche machen derzeit die Wälder in Tschechien unsicher. Der Forstverband hat Spaziergänger besonders im Böhmerwald vor den torkelnden Tieren gewarnt. Das Damwild berausche sich in diesen Wochen vor allem an den gärenden Blättern von Raps und Rüben, sagte Jiri Silha von der Böhmisch-Mährischen Waidmannsvereinigung. Der durch Gärung zu Ethanol gewordene Traubenzucker der Pflanzen lasse Hirsche oft unkoordiniert "wie einen Trinker nach 15 Bier" durch den Wald taumeln. Derart alkoholisierte Hirsche sollten seiner Vereinigung sofort gemeldet werden, sagte Silha. Der Verband lege an wichtigen Stellen Futter aus, damit das Wild sich nicht an den gärenden Blätter berausche: "Manche Tiere können an der Störung des Nervensystems sterben."

derstandard.at - 20.02.2007
Bestiarium der Klontiere
Vor zehn Jahren wurde das Klonschaf Dolly der Öffentlichkeit präsentiert. Das Herstellungsverfahren dieser ersten genetischen Kopie eines Säugetiers wurde in der Zwischenzeit bei vielen anderen Tierarten kopiert und hat einen regelrechten Klontier-Zoo hervorgebracht.

Die Welt - 20.02.2007
Ein einzigartiges Leben als Kopie
Das berühmteste Schaf der Welt zierte die internationalen Titelseiten: Dolly war die erste genetische Kopie eines Säugertiers. Mit ihm begann das Klonzeitalter. Zehn Jahre später haben sich die Kopien zum Klontier-Zoo gemehrt. Pferde, Maultiere, Ziegen und Schweine wurden ebenso kopiert wie Mäuse, Kaninchen, Katzen und Hunde. An der technischen Prozedur wurde dabei seit Dolly kaum etwas verändert. „Es gibt für jede Tierart unterschiedliche Nuancen“, erklärt Wolf. „Aber im Grundsatz ist die Methode die gleiche geblieben.“ „Genetische Modifikationen in Tieren unterzubringen das ist derzeit die Hauptanwendung beim Klonen“, sagt Wolf. Seine Gruppe arbeitet ebenso wie Forscher in den USA daran, Rinder mit einer BSE-Resistenz zu schaffen. In den USA habe man in einem ähnlichen Ansatz Ferkel mit gesünderem Fettsäuremuster geklont, berichtet Niemann. Bei Pferden würde ein Klon die Zucht oft überhaupt erst ermöglichen: Viele männliche Spring- und Rennpferde werden in ihrer Jugend kastriert erweisen sie sich später als Champion, können sie nicht mehr für Nachwuchs sorgen.

Vorarlberg Online - 19.02.2007
In Bayern gibt es wieder Elche
Rund 200 Jahre nach der Ausrottung setzen immer öfter wieder Elche ihre Hufe auf bayerischen Boden: So zeigte sich im vergangenen Winter eine Elchkuh im Landkreis Schwandorf. Sie streift vermutlich noch immer in der Oberpfalz umher, im Dezember wurde sie erneut gesichtet. Zuletzt musste vor wenigen Wochen ein schwer verletzter Elch nahe dem niederbayerischen Breitenberg bei Passau nach dem Zusammenstoß mit einem Auto erschossen werden. Die Tiere wandern offenbar über die Grüne Grenze aus dem benachbarten Tschechien nach Bayern. Nachdem auch schon Luchse, Wölfe und zuletzt Braunbär „Bruno“ in den Freistaat gekommen sind, müssen sich die Menschen und Behörden nun mit Tieren auseinandersetzen, die jahrhundertelang bei uns allenfalls im Zoo bestaunt werden konnten. Die Daten der Beobachtungen werden nirgends zentral gesammelt. Das soll sich nun mit einem „Elchplan“ ändern. Der Freistaat will sich mit einem speziellen Konzept auf eine verstärkte Zuwanderung der Elche vorbereiten. Dabei soll ein „Monitoring“ klären, wie viele Elche sich an welchen Orten im Freistaat aufhalten.

netzzeitung.de - 19.02.2007
Meeresforscher prangern Tiefseefischerei an
Zahlreiche Meeresforscher verlangen das Ende staatlicher Subventionen für die kommerzielle Tiefseefischerei. Auf dem Kongress der amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS) in San Francisco warfen sie etwa einem Dutzend Länder vor, die Zerstörung einzigartiger Ökosysteme aus ihrem Staatssäckel zu finanzieren. Ohne dieses Geld wäre der Tiefseefang für die meisten Fischer unprofitabel und würde erheblich schrumpfen, erklärten Experten aus Amerika und der EU. ... Zu den Ländern, die Tiefseefischer unter anderem bei den hohen Treibstoffkosten auf hoher See unterstützten, gehören den Experten zufolge Japan, Russland, Spanien, Frankreich, Island, Australien und Neuseeland. «Es gibt mit Sicherheit bessere Investitionen als die Subvention von Tiefseekuttern, die 1,1 Milliarden Liter Treibstoff pro Jahr verbrennen - noch dazu für magere Fänge von uralten Fischen», sagte Mitautor Daniel Pauly.

derstandard.at - 19.02.2007
"Keine Subventionen für die Tiefseefischerei!"
Zahlreiche Meeresforscher verlangen das Ende staatlicher Subventionen für die kommerzielle Tiefseefischerei. Auf dem Kongress der amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS) in San Francisco warfen sie etwa einem Dutzend Länder vor, die Zerstörung einzigartiger Ökosysteme aus ihrem Budget zu finanzieren. Ohne dieses Geld wäre der Tiefseefang für die meisten Fischer unprofitabel und würde erheblich schrumpfen, erklärten Experten aus Amerika und der EU. Eine in San Francisco veröffentlichte Untersuchung der Universität von British Columbia in der kanadischen Stadt Vancouver kommt zu dem Ergebnis, dass Tiefseefischer jährlich mit 152 Millionen Dollar unterstützt werden. Ohne diese Subvention würde der Fischfang mit Grundschleppnetzen 50 Millionen Dollar pro Jahr Verlust machen, sagte einer der beiden Autoren der Studie, Rashid Sumalia.

derstandard.at - 19.02.2007
Anhaltende Bemühungen um den Tasmanischen Teufel
Bemühungen um den Tasmanischen Teufel müssen anhalten, soll diese Tierart vor dem Aussterben gerettet werden. In einigen Regionen der vor der australischen Südküste gelegenen Insel Tasmanien seien bereits 70 Prozent der Beuteltiere aufgrund des aggressiven Gesichtstumors gestorben, teilte der führende Experte Hamish McCallum von der Universität von Tasmanien am Montag in Sydney mit. Sollte die seltsame Krankheit nicht in den Griff zu bekommen sein, könnte der Tasmanische Teufel innerhalb der nächsten zehn Jahre aussterben, warnte der Forscher. McCallum verglich die Auswirkungen der Krankheit mit denen des Aids-Virus. Keines der von den Geschwüren befallenen Tiere habe den Ausbruch länger als sechs Monate überlebt, sagte er.

derstandard.at - 19.02.2007
Mottenart bedroht nun auch Mexikos Kakteen
Eine Mottenart, die in Australien ganze Kakteenplantagen kahlgefressen hat, bedroht nun die Ernte von Kleinbauern in Mexiko. Eine am Küstenort Cancun gefangene Motte gehöre wohl zu der Spezies Cactoblastis cactorum, die in Australien 20 Millionen Hektar Nutzfläche vernichtet habe, teilten die Behörden am Freitag mit. "Es ist Krieg", beschrieb Enrique Sanchez, Chef des Amtes für Pflanzen- und Tierschutz, die Bedrohung.

derstandard.at - 18.02.2007
Hunderte Pottwale rund um Sizilien
Eine italienische Unterwasserstation hat ein überraschendes Ergebnis zur Zahl der Pottwale im Mittelmeer zu Tage gefördert: Akustische Messungen der im Meer vor Catania installierten "Nemo 1" hätten ergeben, dass allein im zentralen Mittelmeer rund um Sizilien wahrscheinlich mehrere hundert Exemplare der riesigen Meeressäuger leben, berichtete die Zeitung "Corriere della Sera". Bisher waren Wissenschafter davon ausgegangen, dass es in dem Gebiet höchstens noch einige Dutzend Pottwale gibt. Artenschützer reagierten allerdings zurückhaltend.

Isla Canaria Net - 18.02.2007
Teneriffa - Deutscher Naturschutzbund und die Loro Parque-Stiftung ...
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) will künftig enger mit der weltweit im Artenschutz tät