E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Dr. Christian Remenyi
   Annette Schubert
   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
   Melanie Witte



ISSN 1619-6643

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Ausgabe 353 vom 18. Januar 2007

 Liebe Leser,

während meine Redaktionskollegen mir heute netterweise die gesamte Zusammenstellung der Zoopresseschau abgenommen haben (und dadurch hoffentlich wirksam daran gehindert wurden, allzulange die sicheren Häuser zu verlassen), habe ich wenigstens schnell mal recherchiert, was heute so in den Zoos los war. Äste und Bäume vor allem, aber Besucher wohl kaum, sofern der Zoo nicht ohnehin geschlossen wurde. Trösten Sie sich - den Zugriffszahlen unserer Zoodatenbanken zufolge nutzten viele den heutigen "kyrillischen" Sauwettertag, um sich auf die nächsten Zoobesuche vorzubereiten.

Sind 25 Grad im November Zeichen einer menschgemachten Klimaveränderung? Tornados im Dezember? Sternklare Nächte im Januar im Allgäu ohne Minusgrade? Flächendeckender Orkan? Ebensowenig wie ein einzelnes Auto mitten im Stau für selbigen verantwortlich gemacht werden kann, ist es der Wissenschaft möglich, Einzelereignisse direkt auf die Klimaerwärmung zurückzuführen. In der Summe bieten sie aber eine überwältigende Evidenz. Schon die zu erwartenden Auswirkungen auf den Natur- und Artenschutz sind völlig unüberschaubar, und dies dürfte auf lange Sicht eher noch das kleinere Problem werden.
Grund genug, spätestens jetzt zu handeln - als Einzelner, aber auch als Betrieb, erst recht wenn dieser sich Umweltbildung auf die Fahnen schreibt. Bezieht Ihr Zoo, Ihre Organisation z.B. CO2-neutral erzeugten Strom, oder wenigstens
mit KWK? (KWK, nicht KKW!)

Genug geunkt. Obwohl Unken sehr melodisch klingen. Ein schönes Post-Orkan-Wochenende!

Dirk Petzold

Erklärungstafel zu Aaronstäben in Oxford
Zoos – Meldungen


Kölner Stadt-Anzeiger
„Kyrill“ sorgt für Chaos
Auch der Kölner Zoo schloss seine Pforten schon um 13.30 Uhr, nachdem zwei Arbeiter durch einen herabfallenden Ast verletzt worden waren.


Thüringische Landeszeitung
Erfurt total durch den Wind
Der Zoo wurde am Nachmittag geschlossen. Bereits am Morgen war begonnen worden, Tiere in ihre Ställe zu sperren - zu deren Schutz

Leipziger Volkszeitung
Orkan wirbelt in Sachsen - Vorbereitungen bei Bahn und in den Zoos
Im Leipziger Zoo wurden die Tiere zwei Stunden früher als sonst eingesperrt.

newsclick.de
Orkan „Kyrill“ stürmt über Norddeutschland - Zunächst wenig Schäden
Der Zoo Hannover schloss seine Pforten


Leipzig info - 15. Jan. 2007
Rekordjahr für den Zoo Leipzig
Für den Zoo Leipzig ein erneuter Besucherrekord. „Es ist eine Erfolgsgesichte, wie sie im Buche steht und ich bin sehr stolz auf die gesamte Zoomannschaft, die eine hervorragende Arbeit für den Zoo geleistet hat. Wieder konnten wir das Ergebnis steigern und über 300.000 Besucher mehr begrüßen, worüber wir uns im hohen Maß freuen. Auch 2007 werden wir alles Mögliche daran setzten, um den Zoogästen einen erlebnisreichen Aufenthalt zu bieten“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

Freie Presse Online - 12. Jan. 2007
Zoo Leipzig mit neuem Besucherrekord
Der Zoo Leipzig hat das vergangene Jahr mit einem erneuten Besucherrekord beendet.Den Grund für den Anstieg sieht Zoodirektor Jörg Junhold vor allem in der neu eröffneten Elefanten-Anlage, bei der die Besucher die Dickhäuter unter Wasser beim Baden beobachten können.

Kölner Stadt-Anzeiger - 15. Jan. 2007
Zoom-Erlebniswelt mit neuem Schub: 785 000 Besucher
Die Eröffnung der Afrika-Erlebniswelt im Sommer 2006 hat dem Tierpark in Gelsenkirchen einen kräftigen Schub gebracht. Im Sommer 2008 soll mit der Asien-Landschaft die Anlage komplett werden. Dann wird eine Besucherzahl von bis zu einer Million jährlich angepeilt. Auch die Zahl der tierischen Bewohner in dem Zoo hat sich erhöht: So wechselte eine ganze Damengruppe von Seelöwen aus Barcelona ins Ruhrgebiet, aus Wien kamen die Eisbären Lara sowie Olinka und der Schimpansenherde schlossen sich Tiere aus Zürich an.

Neue Ruhr Zeitung - 14. Jan. 2007
Elefantöser Abschied für den Zoo-Chef
Nahezu elefantös fiel gestern der offizielle Abschied von Reinhard Frese als Zoo-Direktor aus. Bei mild-sonnigem Januarwetter strömten Besuchermassen in den Tierpark, während 160 geladene Gäste zum Festakt in die Zoo-Terrassen drängten und damit den ursprünglichen Plan, Frese in der alten Societät zu verabschieden, völlig zunichte machten. Die hätte bei weitem für diesen Bahnhof nicht ausgereicht. Damit nicht genug, ritt Oberbürgermeister Adolf Sauerland bei seiner herzlichen Abschiedsrede darauf herum, dass Frese nicht nur beabsichtigt hatte, Koalas zu züchten (was ihm gelungen ist), sondern auch Elefanten (was noch nicht gelungen ist). 13 Jahre, die Frese als Chef der Arche absolviert hat, hätten bedeutet "13 Jahre jemanden zu haben, auf den man sich verlassen kann." Sauerland zollte dem Ziehenden aber auch Respekt, weil er auf einmalige Weise seine Nachfolge geregelt habe. Um Achim Winkler, der bereits ein Angebot aus Köln hatte, in Duisburg zu halten, geht Frese frühzeitig in den Ruhestand. "Einmalig", lobte der OB diesen Schritt, ebenso wie Freses glückliche Hand mit seinen Mitarbeitern und bei den Sponsoren. "Sie waren ein sehr, sehr erfolgreicher Zoo-Chef", so der OB. "Sie waren ein tierischer Zoo-Direktor." Für den Verband Deutscher Zoo-Direktoren sprach Präsident Dr. Bernhard Blaszkiewitz anerkennende Worte. Als Zoo-Chef in Berlin freute er sich über die künftige Zusammenarbeit mit Frese, der in Berlin das Zuchtbuch für afrikanische Nashörner übernimmt.

Tagesspiegel - Samstag, 13. Januar 2007
Der Herr aller Tiere
Nur noch wenige Tage ist Jürgen Lange Direktor des Zoos und verantwortlich für seine 13 000 „Viecher“. Seinem Nachfolger hinterlässt er einen wohlgeordneten und vor allem viel besuchten Betrieb. Er wäre dankbar, wenn sein Kopf nicht in der Sammlung auftauchen würde. Jürgen Lange lacht, während er im Zoo an den in Bronze gegossenen Häuptern der ehemaligen Direktoren vorbeigeht. Eine solche Ehrung wäre ihm unangenehm. Anspruch auf einen Platz in der Galerie nahe des Flamingo-Geheges hätte er aber schon bald: Ende Januar, pünktlich zum 65. Geburtstag, nimmt der Leiter des Zoos seinen Abschied. Ein bisschen traurig sei das natürlich immer, sagt Lange, während er später der Fütterung der Seehunde zuschaut. Schließlich habe er das Glück gehabt, sein Hobby zum Beruf machen zu können.

ka-news.de - 11. Jan. 2007
Grüne wollen neues Konzept Zoo als Auffangstation für Exoten stärken
Der Karlsruher Zoo soll nach Ansicht der Grünen-Gemeinderatsfraktion verstärkt als Auffangstation für Tiere dienen. Besonders beschlagnahmte Exoten aus privater Haltung oder Zirkusse sollten dort ein neues Heim finden. Anlass sind Äußerungen der Direktorin, nur Tiere aufzunehmen, die "ins Konzept passen". Die Grünen wollen ein anderes Konzept.

Uetersener Nachrichten - 16. Jan. 2007
Linkspartei.PDS: G8-Gipfel im Zoo veranstalten
Die Linkspartei.PDS hat die Idee des Rostocker Zoodirektors Udo Nagel begrüßt, den Sicherheitszaun um Heiligendamm nach dem G8-Gipfel dem Tierpark zu überlassen. Am Montag hatte der Bau des 12,5 Millionen Euro teuren Bauwerks begonnen. PDS-Landeschef Peter Ritter, der auch Innen-Experte der Landtagsfraktion ist, führte am Dienstag die Idee weiter: "Um den Abbau und die Neuerrichtung des Zaunes nach dem Gipfel zu vermeiden, wäre es eine noch bessere Idee, das G8-Treffen gleich im Zoo stattfinden zu lassen. Zur Besichtigung der großen und der wilden Tiere könnten Eintrittsgelder erhoben werden, die ein wenig zur Kostenminimierung beitragen würden."

Augsburger Allgemeine - 16.01.2007
Löwen-Kind in Tierklinik untergebracht - "Pflegeeltern" einverstanden
Der ungefähr vier Monate alte, kleine Löwe, der auf den Namen "Tone" hört, lebt seit gestern Nachmittag nicht mehr auf dem Bauernhof von Wolfgang Holzner und Marion Palli in Babenhausen. Das Landratsamt Unterallgäu hat die kleine Raubkatze in seine Obhut genommen und sie sofort in der Tierklinik in Gessertshausen bringen lassen. "Tones" Pflegeeltern waren einverstanden. Der kleine Löwe wird nicht mehr zurückkehren. Das Amt sucht nun einen dauerhaften Platz für das Tier. Gespräche mit Einrichtungen in Deutschland, Österreich und Italien werden geführt.

Augsburger Allgemeine - 16.01.2007
Italiener wollen Babenhauser Löwenbaby
Tone ist verwirrt, unsicher, schüchtern. Konnte er bisher frei über einen Bauernhof in Babenhausen tollen, so sitzt er jetzt in einem Käfig der Tierklinik Gessertshausen/Kreis Augsburg. Dort ist alles fremd: die Umgebung, die Gerüche, die Menschen. Nicht ganz einfach für einen vier Monate alten Baby-Löwen. Wie berichtet, hatte das Landratsamt Unterallgäu von Amts wegen den Umzug angeordnet, denn ein landwirtschaftliches Anwesen sei nicht der richtige Ort für ein Raubtier. ... Vielleicht muss sich Tone bald an einem anderen Ort einleben, dann aber zum letzten Mal. Möglicherweise liegt er in Norditalien. Kathrin Schröder, Biologin am Safaripark Pombia zeigte sich gestern auf Anfrage unserer Zeitung höchst interessiert: "Wir haben bereits einen drei Monate alten, von Hand aufgezogenen Löwen. Simba bräuchte dringend einen Spielgefährten. Tone würde optimal zu ihm passen, er könnte sich leicht integrieren." Der Park von Pombia liegt zwischen Mailand und dem Lago Maggiore. Er beherbergt rund 400 Tiere, hauptsächlich Exoten. "Der Löwe könnte in einer großen Gemeinschaft leben und hätte sehr viel Auslauf", verspricht Kathrin Schröder.

Vorarlberg Online - 13. Jan. 2007

Italiener wollen "Tone" retten
Wird Löwe "Tone", der in Alberschwende aufwachsen sollte, bald Italiener? Nun hat ein Safaripark in Pombia am italienischen Ufer des Lago Maggiore Interesse an der kleinen Raubkatze bekundet. In dem Park lebt bereits ein kleiner weißer afrikanischer Löwen-Bub, drei Monate alt und ebenfalls von Hand aufgezogen. Mit ihm könnte „Tone“ eine Löwenbande bilden. Über den Österreichischen Tierschutzverein, der die Affäre um das illegale Löwenbaby seit Tagen mit Argusaugen verfolgt, war das Interesse des Safariparks offenbar geweckt worden. Das Löwenbaby wurde von einem Alberschwender Geschäftsmann illegal in Tschechien gekauft.


Vorarlberg Online-Austria - 11.01.2007
"Tone soll nicht in den Zirkus"
Babenhausen - Am liebsten frisst der Junglöwe Hasen – Ist "Tone" ein Problemlöwe? Am Freitag entscheidet sich sein Schicksal.



Planung und Bau

Berliner Morgenpost - 18.01.2007
Vermögensausschuss billigt Vertrag für Riesenrad
Nachdem der Senat grünes Licht für das Riesenrad am Zoo gegeben hat, votierte gestern auch der zuständige Vermögensausschuss des Abgeordnetenhauses für das Grundstücksgeschäft. "Das ist ein sehr guter Vertrag mit vielen Sicherheiten für das Land Berlin", sagte die SPD-Finanzexpertin Dilek Kolat. Insgesamt bezahlt die Great Berlin Wheel GmbH 25 Millionen Euro für das Areal am Zoo. Die Absicherungen des Senats gehen weit. Falls nicht genug Besucher das Riesenrad nutzen und die Betreibergesellschaft Insolvenz anmelden muss, kann er auf eine Bürgschaft von einer Million Euro zurückgreifen, um dann notfalls selbst den Auftrag zum Rückbau des Riesenrads zu geben. Zehn Jahre dauert die Betriebspflicht für das Riesenrad. Immobilienexperten vermuten, dass allerdings das Berliner Projekt vornehmlich als Werbung für einen Fonds dient, mit dem noch drei weitere Räder finanziert werden sollen.

tagesspiegel.de - 17.01.2007
Damit das Riesenrad keine Luftnummer wird
Kaufvertrag für das Areal enthält Ausstiegsklauseln - 10 000 Besucher im Monat sind Minimum
Die Zahlen liegen auf dem Tisch: 25 Millionen Euro stehen in dem Kaufvertrag für das rund 12 000 Quadratmeter große Grundstück am Zoo, das zum Baugrund für Europas größtes Riesenrad werden soll. 100 000 Euro sind als Bürgschaft bereits hinterlegt. Die zweite Rate, 24,9 Millionen Euro, werden fällig, wenn die Baugenehmigung für das Aussichtsrad da ist. So steht es in dem Vertrag, der heute im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses zur Diskussion steht. Strittig sind die Ausstiegsklauseln, sollte sich der Betrieb des Aussichtsrades nicht lohnen.

tagesspiegel.de - 15.01.2007
Architekten- und Ingenieur-Verein gegen Parkhaus
Der Architekten- und Ingenieur-Verein (AIV) Berlin hat sich gegen den Bau eines Parkhauses in der Nähe des geplanten Riesenrads am Zoo ausgesprochen. Die Fläche solle für einen Busparkplatz genutzt werden.

Berliner Morgenpost - 12. Jan. 2007
Riesenrad-Gegner geben nicht auf
Das geplante, bis zu 185 Meter hohe Riesenrad am Zoo spaltet Befürworter und Gegner. Der Senat hatte am Dienstag seine Zustimmung zum Grundstückskauf für das Riesenrad gegeben. Die Tierfreunde sehen in dem Riesenrad eine Gefahr für viele Zootiere, besonders für die künftig direkt benachbarten Nashörner. "Wir werden uns deshalb weiterhin kritisch äußern", beschrieb König die Strategie des Tierschutzvereins Berlin-Brandenburg. Konkrete rechtliche Schritte konnte sie noch nicht benennen. Im Laufe der nächsten Woche wolle sie eine Stellungnahme zum Vorgehen des Vereins abgeben.

Tagesspiegel - 15. Jan. 2007
Riesenrad am Zoo
Der Architekten- und Ingenieur-Verein (AIV) Berlin hat sich gegen den Bau eines Parkhauses in der Nähe des geplanten Riesenrads am Zoo ausgesprochen. Die Fläche solle für einen Busparkplatz genutzt werden.

Berliner Morgenpost - 09.01.2007
Zoo: Neue Strauße in der Afrika-Savanne
Der Umbau der alten Nashornstallungen auf dem Erweiterungsgelände des Zoos zu geräumigen Laufstallungen macht es möglich, die angrenzende "Afrika-Savanne" mit neuen Straußen zu beleben. Zuletzt lebte im Einhuferrevier nur ein betagter Straußenhahn, der sich gerade in weiblicher Gesellschaft immer wieder mit seinen Mitbewohnern, den Elenantilopen, angelegt hatte. Nun zogen zwei Nachwuchshennen aus dem Tierpark in den Zoo. Sie teilen sich die Anlage mit Großen Kudus, Bless- und Springböcken sowie mit Perlhühnern. Alle Tiere haben sich soweit aneinander gewöhnt, dass sie nun gemeinsam auf der Freianlage präsentiert werden können.



Aktionen

Leipziger Internet-Zeitung - 11. Jan. 2007
Zoo Leipzig und MDR beteiligen sich am Leipziger Ehrenamts-Pass
Bereits zum 4. Mal verleiht die Freiwilligen-Agentur Leipzig gemeinsam mit der Leipziger Agenda 21 und dem Stadtsportbund den Ehrenamts-Pass an engagierte Leipzigerinnen und Leipziger. 91 Vereine werden sich in diesen Tagen bei ihren Ehrenamtlichen für deren Engagement mit diesem Pass bedanken.



Nachwuchs

PR-Inside.com - 15. Jan. 2007
Erfurter Zoo freut sich über Nashornnachwuchs
Über Nachwuchs bei den Nashörnern freut sich der Erfurter Zoopark. Wie der Zoo mitteilte, brachte Nashorndame «Temba» am Montagmittag ein Junges zur Welt. Um eine erfolgreiche Aufzucht zu gewährleisten, sei absolute Ruhe nach der Geburt nötig. Die Pfleger konnten die Geburt über zwei zuvor im Stall installierte Kameras verfolgen. Zoogäste müssen sich noch ein wenig gedulden, ehe sie das Neugeborene besuchen dürfen.

Berliner Morgenpost - 17.01.2007
Nashorn-Baby: "Temba" gibt ihrem Nachwuchs keine Milch
Sorge um Nashorn-Baby: Einen Tag nach seiner Geburt im Erfurter Zoo hat das kleine Breitmaul-Nashorn gestern noch keine Milch von der Mutter bekommen. Nashorn-Kuh Temba, die nach der Geburt des Kleinen sehr nervös war und es nicht ans Euter ließ, sei mit Narkosemitteln ruhiggestellt worden. "Jetzt lässt sie das Kalb ans Euter, aber es saugt nicht", sagte Zootierarzt Dietmar Kulka. Das kleine Nashorn sei mit Ersatznahrung aus der Flasche gefüttert worden.

Thüringische Landeszeitung - 16.01.2007
Sorge ums Nashorn-Mädchen
Anders als bei seinem Bruder Amari soll die Aufzucht des Nashornmädchens verlaufen, das am Montag im Zoopark geboren wurde. Zwar war Breitmaulnashorn-Mutter Temba zunächst zu nervös, um ihr Baby an den Euter zu lassen. Am Tag nach der Geburt erschien sie zwar ruhiger - doch der Nachwuchs offenbar zu ungeschickt, den Euter als rettende Milchquelle für sich zu entdecken. Musste Nashornjunge Amari noch aus der Box geholt und von Hand mit der Flasche aufgezogen werden, soll dem Nashornmädchen die Trennung von der Mutter nach Möglichkeit erspart werden.

Mitteldeutsche Zeitung - 16. Jan. 2007
Sorge um das Erfurter Nashorn-Baby
Nashornkuh «Temba», die nach der Geburt des Kleinen sehr nervös war und es nicht ans Euter ließ, sei mit Narkosemitteln ruhig gestellt worden, sagte Zoosprecherin Heike Maisch am Dienstag. «Jetzt lässt sie das Kalb ans Euter, aber es saugt nicht», sagte Zootierarzt Dietmar Kulka. Das kleine Nashorn sei mit Ersatznahrung aus der Flasche gefüttert worden. Die Pfleger hätten zunächst versucht, dem Kleinen die Flasche von außen mit einer Stange zu geben, ohne die Nashornkuh ruhig zu stellen.

Naumburger Tageblatt - 15. Jan. 2007
Nachwuchs für Lama-Familie im Stendaler Tiergarten
Die Lama-Familie im Stendaler Tiergarten hat Nachwuchs: Noch namenlos bewohnt das weibliche Lama-Fohlen seit einer Woche das Gehege. Der Nachwuchs wiegt rund 20 Kilo, ist etwa einen Meter groß und graubraun meliert. Schon an diesem Dienstag soll die kleine Lamadame einen Namen erhalten. Über eine Telefon-Hotline kann die Bevölkerung Vorschläge einreichen. «Einzige Bedingung für den Vornamen: Er muss mit dem Buchstaben T beginnen, weil die Mutter Turid heißt», erklärte Schulze.

Netzzeitung - 11.01.2007
Nashorn-Geburt live im Internet
Der Zoo im südenglischen Paignton hat das Gehege der trächtigen Nashorn-Dame Sita mit Kameras ausgestattet. Nutzer können die bevorstehende Geburt ihres Jungen im Internet verfolgen.




wienweb.at - 17.01.2007
Haus des Meeres hat neuen Direktor
Das Haus des Meeres hat mit Michael Mitic einen neuen Direktor. Mitic war bisher wissenschaftlicher Leiter des
Vivariums im Esterhazy-Park in Mariahilf. Zu seinen Stellvertretern wurden Werner Binder und Daniel Abed ernannt. Nach dem Tod des vorherigen Direktors Erich Brenner im Jahr 1995, wurde der Zoo in den letzten zwölf Jahren in Teamarbeit geführt. Derzeit beherbergt das Haus des Meeres etwa 3.500 Tiere.

derStandard.at - 17.01.2007
"Politisch haben die beiden ja bezahlt"
"Ich habe meine Meinung nicht geändert", betonte Fritz Kleiner, der Gerichtsgutachter im Herberstein-Prozess am Straflandesgericht in Graz, gegenüber dem Standard am Mittwoch. Andrea Herberstein, Chefin über Schloss und Tierpark Herberstein, hatte in einer Stellungnahme ans Gericht angegeben, das Gutachten, das der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Kleiner im August 2006 erstellt hatte, sei voll mit "zahllosen Mängeln und Irrtümern".
"Ich kenne diese Stellungnahme Herbersteins nicht", erklärt Kleiner gelassen, "aber darüber soll das Gericht entscheiden." Auch das nächste Gutachten, das Kleiner Ende kommender Woche fertig gestellt haben wird, werde aus seiner Sicht keine große Wende bewirken.

SWR Nachrichten - 17.01.2007
Der Mann mit dem Äpfelchen
Dr. Wolfram Rietschel ist Zoo-Tierarzt. Seit mehr als 22 Jahren arbeitet er in der Stuttgarter Wilhelma und achtet auf das Wohlergehen von Elefant, Panzernashorn und Ameisenbär. Im Gespräch mit SWR1-Moderator Wolfgang Heim erzählt Rietschel von seinem ungewöhnlichen Alltag.

affolternonline.ch - 17.01.2007
Frühlingsboten im Zürcher Zoo
Im Zürcher Zoo melden sich im Januar bereits die Frühlingsboten. Die Wasservögel haben eifrig zu balzen begonnen. Zurzeit erinnern nur die Schneeleoparden an Winter. Und ihr jüngster Nachwuchs gedeiht prächtig - auch ohne Schnee. Der ausbleibende Winter hinterlässt im Zürcher Zoo klare Spuren, wie am traditionellen Zoo-Apéro deutlich wurde. Zoo-Direktor Alex Rübel verwies auf die frühe und intensive Balz der Wasservögel und vor allem auf das sonderbare Verhalten der Präriehunde. ... Ansonsten habe aber der ungewöhnlich warme Winter für den Zoo mehr Vor- als Nachteile, erklärte der Zoodirektor. So könnten viele Tiere ihre Zeit in den Aussengehegen an der frischen Luft verbringen. In richtigen Wintern bleibt ihnen während Monaten der engere Raum im Innern.

koeln.de - 17.01.2007
Mit der Seilbahn in den Zoo
Es gibt viele Möglichkeiten den Kölner Zoo zu erreichen: zu Fuß, mit der Bahn oder im eigenen Auto. Schon bald könnte es eine weitere geben. Der bei Groß und Klein gleichermaßen beliebte Tiergarten plant seine Besucher zukünftig von der anderen Rheinseite "einzufliegen", wie die Kölnische Rundschau berichtet.
Grund für diese ungewöhnliche Maßnahme ist der akute Parkplatzmangel, der dem Zoo schon seit Jahren zu schaffen macht. Geplant ist eine Verlängerung der Trasse bis zum Aquarium direkt am Haupteingang. Ideal wäre eine "Landeplatz" direkt auf dem Dach des Gebäudes, dies wird aus statischen Gründen jedoch nicht möglich sein. Stattdessenn ist ein Hochbau vor oder hinter dem Aquarium - mit Rücksicht auf den Sicherheitsabstand zur Riehler Straße - im Gespräch.
Die jetzige "Seilbahnhaltestelle" könnte dann einem Parkhaus oder einer Tiefgarage Platz machen. Christopher Landsberg, kaufmännischer Leiter des Tierparks, hofft das Projekt pünktlich zur Regionale 2010 fertigzustellen.

rundschau-online.de - 16.01.2007
Zoo will Besucher „einfliegen“
Der Zoo klagt seit Jahren über Parkplatzmangel. Nun hofft er auf Hilfe aus der Luft - und will die „Kundschaft“ einfliegen lassen. Bei seinen Plänen, die Seilbahn bis zum Aquarium auf dem Zoo-Gelände zu verlängern, kann der Tiergarten deshalb auf die Unterstützung vieler Bezirksvertreter zählen. Der frei werdende Raum an der jetzigen Seilbahnstation wiederum könnte als Parkhaus oder Tiefgarage genutzt werden. Die Idee als solche ist nicht ganz neu, nun will aber jemand kräftig kräftig aufs Tempo drücken: „Es wäre doch schön, wenn man zur Regionale 2010 vom Zoo aus in das alte Gartenschau-Gelände fahren könnte“, sagt Christopher Landsberg, kaufmännischer Leiter des Tierparks. ... Momentan stehe man in Verhandlungen mit der Stadt, unter der Zoobrücke Parkpaletten einzurichten. „Das wäre eine Erleichterung, aber keine Lösung“.

Berliner Morgenpost - 13. Jan. 2007
So leicht gibt ein Nashorn nicht auf
Schon seit einigen Wochen hatten sie im Tierpark gewartet. Auf Unruhe, vor allem aber das laute Fiepen, das bei Panzernashörnern in den Momenten höchster Erregung weit über das Gelände schallt. Am Mittwoch war es soweit. Betty begann unüberhörbar zu fiepen, was so viel bedeutet wie: "Heute wäre mir nach einem Mann." Allerdings auch nur heute, denn beim Panzernashorn hält die Hitze höchstens 24 Stunden an. Die Tierpfleger reagierten deshalb sofort, und Bulle Belur wusste kaum, wie ihm geschah, da stand er schon am frühen Morgen neben der brünftigen Betty auf der Außenanlage. Weil es bei der Paarung von Nashörnern ziemlich ruppig zugehen kann, muss immer jemand dabei sein und aufpassen. Auf Betty und Belur dagegen ist Verlass. "Die mögen sich", sagt der stellvertretende Tierpark-Direktor Claus Pohle, drei gemeinsame Jungtiere sprechen für sich.

Berliner Morgenpost - 13. Jan. 2007
Neue Attraktion: Tintenfische in Zoo-Aquarium
Nach langer Zeit können Besucher des Zoo-Aquariums wieder Tintenfische beobachten. 15 Sepien aus dem Mittelmeerraum sind in ein Schauaquarium umgezogen. Sepien zählen zu den häufigsten Tintenfischen in Europa, sind aber nur relativ selten in einem Aquarium zu sehen. Der Zoo hatte im vorigen Jahr einige Sepien-Eier erhalten, aus denen im Spätsommer 2006 der erste Nachwuchs schlüpfte.

Berliner Morgenpost - 13. Jan. 2007
Manche schlafen trotzdem
Berlin. Winterschlaf ist ein Schutz, der Tieren durch die kalte, futterarme Zeit hilft. Solange es Futter gibt, müssen sie nicht unbedingt schlafen. Manche tun es trotzdem. Die Murmeltiere im Berliner Zoo schlafen artig in einer 0 bis 5 Grad kalten Felshöhle. Sie werden vor März nicht aufwachen. Auch die Präriehunde im Tierpark haben sich genug Fettreserven angefuttert und schlummern in ihrem dunklen Graben. Die drei Berliner Bären Tilo, Maxi und Schnute im Zwinger am Köllnischen Park allerdings wollen von Winterruhe noch nichts wissen.

Norddeutsche Neueste Nachrichten - 16. Jan. 2007
Mit Elefanten auf Tuchfühlung
Jörg Küchenmeister arbeitet in seinem Traumberuf: Er ist Tierpfleger im Rostocker Zoo und für Elefanten zuständig. Zu seinem Revier gehören außerdem Esel, Damhirsche, Lamas, Rüsselspringer und Schafbock Gisbert, der Mitbewohner der Elefantendamen Sara und Dzomba. Mit 14 Jahren begann der heute 43-Jährige als Ferienhelfer und sammelte Erfahrungen im Umgang mit den verschiedensten Vögeln. Seit 1983 sind die grauen Riesen Küchenmeisters Berufung. Täglich geht der Rostocker mit ihnen bei Fütterung, Reinigung und Körperpflege auf Tuchfühlung.

Hamburger Abendblatt - 16. Jan. 2007
Die Stube ist eine Schlangengrube
Tierpflegeleiter André Rose vom Wildpark Eekholt hat schon so manchen Zögling daheim gepäppelt: einen Eisvogel, eine kranke Eule und anderes Federvieh. Seit einem Jahr teilt er sein Zuhause allerdings mit ganz besonderen Tierchen: vier Kreuzottern. Die faszinierenden Schlangenbabys, so ganz ohne Niedlichkeitsfaktor, kamen als bleistiftdünner Nachwuchs aus dem Alpenzoo in Innsbruck nach Norddeutschland und sollen, wenn sie groß genug sind, die Schlangengrube des Wildparks bereichern.

hr online - 11. Jan. 2007
Afrika in Hessen - der Opel-Zoo
Sie leben in besonders großen, landschaftlich reizvoll integrierten Gehegen - der ungehinderte Blick auf Tiere, wie sonst nur bei Freilandbeobachtungen möglich, ist im Opel-Zoo garantiert.

Freie Presse - 16. Jan. 2007
Katze, Dackel und Schildkröte ziehen in den Tierpark ein
Um drei Tiere reicher wird der Freiberger Tierpark im Frühjahr. Allerdings sind Katze, Dackel und Schildkröte kein lebendiger Zuwachs, sondern drei Holzskulpturen, die der Muldaer Jan Haufe in seiner Werkstatt aus einheimischem Eichenholz formen wird.

Berliner Morgenpost - 13. Jan. 2007
Für Gamsbock "Burli" gibt es Sex nur noch mit Gummi
Für einen jungen Gamsbock im Salzburger Zoo gibt es Sex nur noch mit Gummi: Die spitzen Hörner des sechsjährigen "Burli" wurden in Gartenschläuche gesteckt, damit er seine Gämsen nicht beim stürmischen Liebesspiel verletzt. Der Tiroler Bock wurde aus dem Zoo in Innsbruck ausgeliehen, um die fünf Salzburger Geißen zu beglücken. Auch mit dem Schlauch auf den Hörnern gefalle er den Damen in seinem Gehege.

Blick Online - 14. Jan. 2007
Safer Sex für Gamsbock Burli
Die Gämsen-Damen sind sich zwar einiges gewohnt, aber wenn der liebestolle Burli im Tiergarten Hellabrunn loslegte, trugen seine Angebeteten beim Liebesspiel immer wieder Verletzungen davon. Jetzt wurde Burli zum Safer Sex gezwungen: Zwei Stücke eines Gartenschlauchs wurden über seine Hörner gestülpt und mit Spezialkleber befestigt, so dass er sie nicht abstreifen kann. Die Damen würden ihn immer noch lieben, versicherte der Tierpark.

Focus Online - 12. Jan. 2007
Zoo-Bock darf nur Sex mit Gummi haben
Die spitzen Hörner des sechsjährigen „Burli“ wurden in Gartenschläuche gesteckt, damit er seine Gämsen nicht beim stürmischen Liebesspiel verletzt. „So ein Gamsbock ist ein rabiater Liebhaber“, hieß es dazu am Freitag aus dem Tiergarten Hellbrunn.

Stern - 14. Jan. 2007
Diät als Sex-Therapie für Panda-Bär
Um die äußerst raren Panda-Bären in Gefangenschaft zu mehr Fortpflanzung zu animieren, wurden auch schon Pornos eingesetzt. Jetzt versucht es der thailändische Zoo in Chiang Mai mit einer neuen Varianten: Diät und Trimm-Dich-Programm. Der Zoo in Chiang Mai wartet seit mehr als drei Jahren vergeblich auf Nachwuchs im Panda- Haus. Mit einem Trimm-Dich-Programm soll der übergewichtige Panda nun auf den Geschmack an seiner fünf Jahre alten Gefährtin "Lin Hui" gebracht werden. Der siebenjährige "Xuang Xuang" bringt stolze 150 Kilogramm auf die Waage, nach Angaben des Panda-Betreuers Prasertsak Buntrakulpoontawee zehn Mal so viel wie ein Durchschnittspanda.

Focus Online - 14. Jan. 2007
Notstand im Kabuler Zoo
Seit vier Wochen erstarrt Afghanistan unter einer Kältewelle. Im Zoo von Kabul versuchen Helfer verzweifelt, die Tiere über den Winter zu retten. „Die gute Nachricht ist, dass wir jetzt wenigstens 24 Stunden Stadtstrom haben“, meint Abdul Latif Hashini, Direktor vom Kabuler Zoo. „Somit können wir zumindest nachts, wenn die Temperaturen auf bis zu – 17 Grad fallen, die Gehege unserer wertvollsten Tiere wie der Löwen, Bären, Affen und Pfauen mit Elektroheizungen erwärmen.“ Die schlechte Nachricht ist, dass Strom und Heizungen nicht für alle Tiere reichen. Noch sei kein Tier erfroren. Doch wie lange können die Tiere der Kälte trotzen?

Krone.at - 16. Jan. 2007
OP mit dem Spieß
Nachdem er monatelang mit starken Schmerzen durch sein Gehege im Tiergarten von Pittsburgh laufen musste, kann Eisbär "Koda" nun endlich wieder kräftig zubeißen. Verantwortlich dafür ist ein Team von Veterinärmedizinern, die dem Tier eine Zahnfüllung und eine Wurzelbehandlung verpasst haben. Anstatt feiner Bohrer wurde ein Bratenspieß verwendet, die übrige Gerätschaft entnahmen die Tierärzte aus der Werkzeugkiste eines Installateurs. Nach 45 Minuten unter Vollnarkose hat "Koda" den Eingriff - eine Wurzelbehandlung mit anschließender Zahnfüllung - überstanden.

20minuten - 11. Jan. 2007
Ausgestellt: Menschen als Exoten im Zoo
Im Zuge eines Experiments stellt der Zoo von Adelaide Menschen in einem Affengehege zur Schau. Das weckt Erinnerungen an die «Menschenzoos» unserer Urgrossväter.

News4Press.com - 11. Jan. 2007
Projekt im Australischen Zoo: 4 Wochen freiwillig in den Affenknast !
In Adelaide, Australien, hat sich ein Tierpark eine ganz besondere Attraktion ausgedacht, um mehr Finanzmittel in die Tierparkkasse zu führen, denn es soll ein neues Schimpansen- Gehege gebaut werden: Im alten Orang-Utan-Gehege werden lebendige Menschen ausgestellt.

Franchiseportal.de - 12. Jan. 2007
Franchising-Erfolg: Zoo & Co. eröffnet größten Zoofachmarkt Kärntens
Das deutsche Franchise-Unternehmen Zoo & Co. expandiert auch in Österreich weiter. Wie die Zoofachhandelskette mitteilt, eröffnete Mitte Dezember 2006 in Klagenfurt ein neuer Zoofachmarkt auf über 1500 m² in Kärnten am Wörthersee.

Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

Niederländische Meldungen


Dierennieuws – 16. Januar 2007
Zeebeerdame gearriveerd in Aqua Zoo Friesland
Seebären-Dame im Aqua Zoo Friesland angekommen
Am 15. Januar erhielt der Aqua Zoo Friesland eine Südamerikanische Seebärin. Es handelt sich um die 20jährige Conchita, dem letzten verbliebenen Seebären des Duisburger Zoo. Ebenfalls neu ist ein dreijähriger männlicher Kleiner Panda aus dem Dierenpark Wissel.

Dierennieuws – 12. Januar 2007
Zebra heeft 'streepje voor' tijdens Zebraweek
Vorrang für Zebras in der Zebrawoche
Im Safaripark Beekse Bergen findet vom 17. bis 25. Februar die Zebrawoche statt. Auf der Bussafari wird den Tieren besondere Aufmerksamkeit gewidmet, für Kinder gibt es Entdeckungstouren und Schminkstationen. Auch während der Zebrawoche gilt der reduzierte Wintertarif in Höhe von 10,95 Euro pro Person.

Zoo: Meldungen ° Pressemitteilungen | Naturschutz: Meldungen ° Pressemitteilungen | Weitere Infos | Veranstaltungen | TV-Tipps | Schöne Zoowelt
Zoos – Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Zoo Duisburg, 17.01.2007
Süße Kuchen für das neue Dach
Als im Oktober vergangenen Jahres Ex-Zoodirektor Dipl.-Biol. Reinhard Frese gemeinsam mit Fachverkäuferinnen der Duisburger Bäckerei Bolten hinter der Kuchentheke deren Innenstadtfiliale (auf der Königstraße) stand, wanderten ungewöhnlich viele (Delphin-)Kuchen und –Kekse, Brot und Backwaren nicht nur an Stamm- sondern auch vermehrt an sogenannte Laufkundschaft über die Theke. Die Geschäfts- und Produktionsleitung der Bäckerei Bolten hatte sich verpflichtet, von jedem Kuchenstückchen 10 Cent zweckgebunden für das neue Dach über dem Delphinarium des Zoos zu spenden. Mittlerweile – wie bekannt – haben Duisburgs Flipper ein neues Dach, das freilich noch nicht komplett bezahlt ist… Deshalb ist die Freude groß, dass aus der genannten Aktion immerhin ein Erlös von 1.447,50 Euro zusammengetragen werden konnte, der als Spende an Reinhard Freses Nachfolger, Dipl.-Biol. Achim Winkler ausgehändigt wird. Eine vorbildliche Aktion, der viele ähnliche Unternehmungen folgen sollten, denn nach wie vor ist die Finanzlage – auch – des Duisburger Zoos eher klamm als klotzig…

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 17.01.2007
Ein Pferd, ein Pferd...
..ein Königreich für ein Pferd! Nun, wohl kaum für ein solch kleines, strubbeliges Urwildpferd! Obwohl die Hunnen auf ähnlichen Modellen ja durchaus erfolgreich waren, schätzen die heutigen Reiter etwas elegantere und rittigere Modelle. Das am 26. Dezember vergangenen Jahres in der Wilhelma geborene Stutfohlen „Mandoa“ ist ein Przewalski-Urwildpferd, und diese stehen den Vorfahren der heutigen Hauspferderassen ziemlich nahe. Ob Karrengaul oder Springpferd, Pony, Araber oder riesiges Shire – der Vorfahr der heutigen Vielfalt war klein, stämmig, mit massigem Kopf, Stehmähne und sandfarbenem Fell – zu bewundern auf prähistorischen Felszeichnungen oder aber live in der Wilhelma! Die kleine Herde der Pferdchen mit dem schwer aussprechlichen Namen lebt auf dem Schaubauernhof in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem domestizierten Shetlandponys und besteht aus dem Hengst „Billy“, seinen acht Stuten und der kleinen „Mandoa“. Eigentlich galten die Urwildpferde als ausgestorben, aber man entdeckte noch einige wenige Tiere in der Mongolei, und die Zoos kümmerten sich um den behutsamen Aufbau neuer Herden aus diesen wenigen Überlebenden. Dank dieser Bemühungen können kleine Gruppen der robusten Urwildpferde heute wieder in der Mongolei ausgewildert werden - auch die Wilhelma leistet mit ihren Tieren einen Beitrag zum Erhalt der Art und zur Wiederansiedlung im ursprünglichen Lebensraum.

Zoo Halle, 16.01.2007
Die Belegschaft des Zoo Halle ist traurig über den Tod der Braunbärin Tjoma.
Tjoma kam am 29. Mai 1974 im Alter von etwa einem Jahr in unseren Zoo. Der damalige Zoodirektor Dr. Witstruk erkämpfte sich auf dem Flughafen Halle-Schkeuditz gegenüber seinem Leipziger Kollegen den nicht eindeutig adressierten kleinen Bären, konnte die Sendung zum Geschenk der baschkirischen Genossen an die Bezirksleitung Halle der SED deklarieren lassen und so endlich auf Unterstützung beim dringenden Neubau einer Bärenanlage hoffen. Eine Hoffnung, die sich zu seinen Lebzeiten allerdings nicht erfüllte.Schnell wurde Tjoma zum Liebling der Besucher und wuchs zu einem stattlichen, schönen Bärenweibchen heran. Die Haltung in der damaligen Bärenanlage war alles andere als optimal und da die Fertigstellung der neuen Bärenanlage zu dieser Zeit unabsehbar war, wurde Tjoma Ende 1988 in den Tierpark Suhl gebracht. Dort lebte ein imposanter Bärenmann namens Goschka, der aus dem gleichen Gebiet in Baschkirien stammte. Die guten Absichten und die Hoffnung auf Nachwuchs blieben erfolglos, die beiden wollten nichts miteinander zu tun haben, Tjoma fühlte sich in Thüringen nicht wohl und ertrotzte sich im Juni 1990 die Rückkehr nach Halle.
Munter und zufrieden lebte sie gemeinsam mit der jungen Braunbärin Conny wieder in der alten Bärenburg. Mit Rücksicht auf ihre Befindlichkeiten wurde kein weiterer Versuch mit einem Bärenmann unternommen, auch nicht, nachdem die beiden sich gut vertragenden Tiere im März 1993 endlich in die neue Anlage umziehen konnten. In den letzten Monaten begann Tjoma erste Anzeichen einer Erkrankung zu zeigen. Trotz intensiver Bemühungen auch des Zootierarztes ging es plötzlich bergab. Starke Durchfälle konnten schließlich nicht mehr gestoppt werden, die Futteraufnahme wurde immer schlechter. Die stark abgemagerte Bärin wurde mit dem Festliegen am Morgen des 11. Januars eingeschläfert. Der vorläufige Befund, sehr großer Lebertumor mit bereits massiver Beeinträchtigung der Verdauungsorgane, hat bestätigt, dass dem alten Tier von uns nicht mehr zu helfen war.
Der Zoo hat damit eine Tierpersönlichkeit verloren und, abgesehen vom Faultier „Paula“, das am längsten im halleschen Zoo lebende Tier.

Thüringer Zoopark Erfurt, 16.01.2007
4. Nashorngeburt im Zoo - Mutter kann ihr Kind allein nicht vollständig aufziehen
Bange Stunden im Thüringer Zoopark. An einem Monitor im rückwärtigen Teil des Nashornhauses verfolgen Zoomitarbeiter erwartungsvoll die ersten Reaktionen von Nashornkuh ‚Temba’ als frisch gebackene Mutter. Wird sie dieses Mal ihr Kind problemlos aufziehen oder wird es dem jetzigen Nachwuchs genauso wie seinem Bruder ‚Amari’ gehen, der 2005 unter Mühen mit der Flasche aufgezogen werden musste? Nach einer Tragzeit von 16 Monaten hatte die 9-jährige ‚Temba’ am 15. Januar um 13.57 Uhr ihr zweites Kind, ein Weibchen, geboren. Eine Dreiviertelstunde später stand das Nashörnchen erstmals fest auf seinen viel zu groß scheinenden Füßen und begann, wenn auch zögerlich, an seiner Mutter nach der Milchquelle zu suchen. Doch obwohl im Nashornhaus absolute Ruhe herrschte und lediglich zwei Kameras als stumme Zeugen jede Regung von Mutter und Kind registrierten, war die Mutter wie beim letzen Mal sehr unruhig. Das kleine Nashornmädchen erhielt keine Chance, das mütterliche Euter zu finden. Da half dem schwergewichtigen Baby auch seine überdurchschnittliche Vitalität nichts. Um diese aufrechtzuerhalten und natürliche Abwehrreaktionen des Neugeborenen gegenüber der Umwelt ausbilden zu können, benötigte das Kleine dringend die immunisierende Erstlingsmilch seiner Mutter. „Die Nashornkuh“, so Zoodirektor Dr. Norbert Neuschulz, „habe auch nach der zweiten Niederkunft ihr übersteigertes Verhalten nicht abgelegt, dem Neugeborenen auf Schritt und Tritt zu folgen, anstatt ruhig stehen zu bleiben, um ihm so die Möglichkeit zu geben, nach Versuch und Irrtum das Euter zu finden.“ Am Abend blieb dann nur, ‚Temba’ medikamentös zu beruhigen. Aber auch das half nichts. So musste das Nashörnchen fürs Erste mit einer künstlichen Milch versorgt werden. Darüber hinaus erhielt es zur Steigerung seiner Abwehrkräfte Gamma-Globuline. Noch bestand Hoffnung, dass es vielleicht bei diesem einen Mal Flaschegeben bleiben würde. Diese Hoffnung schwand allerdings im Laufe der Nacht und bei einem weiteren Versuch am Morgen, die Mutter doch noch zum Säugen zu bewegen. Jetzt wird versucht, das immer schwächer werdende Jungtier im Beisein von ‚Temba’ durch die Gitterstäbe des Innengeheges hindurch mit der Nuckelflasche zu tränken. Der sogenannte Milchaustauscher besteht je zur Hälfte aus 1,5 %iger Kuhmilch und einem Fohlenaufzuchtpräparat versetzt mit einem milchzuckerabbauenden Ferment. Würde das die sich schnell aufregende Nashornkuh tolerieren, könnten Mutter und Kind trotz siebenmaligem täglichen Flaschegeben von 6 bis 21 Uhr zumindest zusammenbleiben. Allein dieser Sozialkontakt, für den die Aussichten gegenwärtig nicht schlecht stehen, würde sich laut Zootierarzt Dietmar Kulka sehr positiv auf die Kindesentwicklung auswirken.

Zoo Hannover, 16.01.2007
Winter-Zoo war voller Erfolg
Am Sonntag um 19 Uhr sauste der letzte „Tube“ rasant den Rodelhang hinab, mit Schwung wurden die letzten Pirouetten auf der Eisfläche gedreht, dann schloss der Winter-Zoo auf Meyers Hof für diesen Winter seine Pforten. Vom 2. Dezember 2006 bis zum 14. Januar 2007 begeisterte der Zoo mit Unterstützung des Energiedienstleisters E.ON Avacon als wunderschönes Winterland. Mit Rodelrampe und Schlittschuhbahn, mit Winterdorf und Schlittenhunden, mit Glühweingarten und Weihnachtsmann und einem leuchtenden Lichtermeer. „Der Winter-Zoo war ein fantastischer Erfolg“, schwärmt Zoodirektor Klaus-Michael Machens. „Die Besucher waren von der besonderen Dorfatmosphäre, dem Lichtermeer und der tollen Stimmung begeistert. Und natürlich vom Winter – denn den gab es ja nur hier im Zoo.“ 160.457 winterhungrige Gäste besuchten den Winter-Zoo, um begeistert zu rodeln und Schlittschuh zu laufen – insgesamt 26,4 Prozent mehr Besucher mehr als im vergangenen Jahr! Neue Highlights in diesem Winter-Zoo waren die urige Almhütte zum Aufwärmen und Feiern und der weihnachtlich gemütliche Geschenke-Bazar. Besonders interessant für die Gäste: Der NDR sendete „Hallo Niedersachsen“ bis zum 23. Dezember live aus dem Winter-Zoo, das Studio war kurzerhand in den Stall Bröckel verlegt worden. Für E.ON Avacon, den neuen Partner des Winter-Zoos, war dies ein Einstieg nach Maß. „Der Winter-Zoo hat sich auch im zweiten Jahr seines Bestehens als echter Besuchermagnet erwiesen,“ sagte Pressesprecher Andreas Brandtner zum Abschluss. „Wir freuen uns jetzt schon auf die Fortsetzung unserer Partnerschaft im nächsten Winter.“

Zoologischer Garten Berlin, 16.01.2007
Berliner Tiergärten herausragend!
Den Tierbestand auf Freiflächen und Teichen, in Flugvolieren und Aquarien exakt zu erfassen, ist nicht immer einfach. Doch nachdem nun alle Zählungen abgeschlossen sind, und der Abgleich mit den routinemäßigen An- und Abmeldungen erfolgt ist, können alle Zoo- und Tierparkmitarbeiter sehr zufrieden sein. Das Ergebnis ist nennenswert. Nach wie vor bietet keine andere Weltstadt dem Naturfreund eine derart umfangreiche Auswahl verschiedenster Faunenvertreter unserer Erde.Der Zoo Berlin mit seinem Aquarium hat im Jahr 2006 ca. 12% mehr Tickets verkauft als im Vorjahr und erreichte mit einer Gesamtbesucherzahl von 2.505.844 ein Spitzenergebnis. Im Tierpark Berlin wurden 865.518 Besucher verzeichnet. Das Jahr 2005 war für den Tierpark ein absolut außerordentliches Jahr wegen der vielen Jubiläumsveranstaltungen und den drei Elefantengeburten, so dass zwar in 2006 weniger Gäste den Tierpark besuchten, doch gegenüber dem „normalen“ Vergleichsjahr 2004 ca. 16% mehr Tickets verkauft wurden. Damit stehen die beiden Berliner Tiergärten hinsichtlich der Besucherzahlen weltweit in einer Topposition!

Thüringer Zoopark Erfurt, 15.01.2007
Nashorngeburt am Montag im Zoopark erfolgt
Um 13.57 Uhr am Montag, dem 15. Januar 2007, war es soweit: ‚Temba’ brachte ein kleines Nashörnchen zur Welt. Vier Füße, ein Kopf und zwei Ohren konnte man auf dem Monitor gut erkennen. Nach wenigen Minuten erfolgten die ersten Stehversuche. ‚Temba’ beschnüffelte sofort nach der Geburt das Neugeborene neugierig. Sie legte sich immer wieder ganz vorsichtig neben das Kalb. So nah wie ‚Temba’ kommt zurzeit keiner an das kleine Hörnchen ran. Denn absolute Ruhe ist vor und nach der Geburt sehr wichtig für eine erfolgreiche Aufzucht. Die Firma Mohr Media, Erfurt, hatte deshalb am Samstag bereits zwei Kameras eingebaut. Von dort wird das Bild live auf Bildschirme im Pflegerraum im Nashornhaus übertragen. Mittels der Monitore können die Tierpfleger die Nashörner im Auge behalten, ohne dass ‚Temba’ dadurch beunruhigt wird. In Kürze werden die Bilder dann auch auf der Zoowebseite www.zoopark-erfurt.de und auf der Webseite des mdr zu sehen sein. Wenn alles gut geht, gibt es dann nicht nur die Geburt zu sehen, sondern auch live Aufnahmen von Mutter und Kind aus dem Nashornhaus. Damit Mutter und Kind absolute Ruhe haben, ist das Nashornhaus auch am Dienstag, dem 16. Januar, vorrausichtlich den ganzen Tag für Besucher gesperrt. Wie groß, wie schwer – und was ist es ??? Diese Fragen bleiben zunächst noch offen, da weder das Wiegen noch das Messen im Augenblick möglich sind. Und auch das Geschlecht ist bisher am Monitor nicht eindeutig zu erkennen gewesen. Aber Hauptsache: Mutter und Kind sind wohlauf!

Zoo Duisburg, 15.01.2007
Das große Zählen ist zu Ende - Inventur im Zoo
Wie alle Jahre wieder, so sind auch kurz vor dem Jahreswechsel vom vormaligen Wissenschaftlichen Mitarbeiter und Inventur-Leiter des Zoos, dem heutigen Direktor Dipl.-Biol. Achim WINKLER, die dicken Bestandsbücher an die Revier-Tierpfleger ausgegeben worden. In ihnen ist peinlich genau festgehalten, was es an lebendem (und totem!) „Inventar“ so alles zu verzeichnen gibt. Das große Zählen, Messen, Wiegen ist nunmehr abgeschlossen und dies bedeutet: Der derzeitige Tierbestand setzt sich zusammen aus 2.133 Tier-Individuen in 287 Arten (Unterarten und Rassen eingeschlossen). Selbstverständlich steht hinter jeder einzelnen Zahl ein eigenständiges Lebewesen mit seinen besonderen Kennzeichen, wie z.B. Angabe des Geschlechtes, Geburtsdatums, seiner Ohr-Kennmarken, Brandzeichen oder computer-lesbaren Mikro-Chips unter der Hautoberfläche. Insgesamt darf das Jahr 2006 für Duisburgs „Aushängeschild Nummer 1“ / Zoo als erfolgreich gelten. In jedem Falle hält Duisburgs Zoo in NRW nach wie vor eine Spitzenstellung und darf sich selbst damit sogar zu den 10 bedeutendsten / meist besuchten Zoologischen Einrichtungen Deutschlands zählen. Lediglich im Delphinarium ließ sich ein massiver Besuchereinbruch nicht verhindern, denn – wie berichtet – musste zu Beginn des vergangenen Jahres dessen marodes Dach abgetragen werden; während der hellen Jahreszeiten also erlebten Zoobesucher Duisburgs Flipper nur unter freiem Himmel; erst zu Weihnachten vergangenen Jahres konnte eine neue Dachkonstruktion über dem attraktiven Tierhaus fertiggestellt werden.
Als erfreuliche zoologische Fortentwicklung konnte im Jahr 2006 der völlig neu gestaltete Osteingang des Äquatoriums/Affenhauses der Öffentlichkeit übergeben werden – hier sind insbesondere die Neuanlage für die seltenen Bärenstummel-Affen als auch eine Großvoliere für australische Lori-Papageien zu nennen. Auch die schmucken madegassischen Vari-Lemuren fanden in der umgestalteten ehemaligen Nebelparder-Zuchtstation ihr künftiges Dauer-Domizil. Kaum in Zahlen zu fassen sind die vielfältigen Aktivitäten der Service-Abteilung des Zoos, die sich um Kindergeburtstage, Sonderführungen, Ausstellungen und, und, und… kümmert.

Zoo Heidelberg, 15.01.2007
Halsbandsittiche im Heidelberger Zoo
Schüler des Hector-Seminars, einem Förderungsprogramm für naturwissenschaftlich und mathematisch hochbegabte Schüler im Raum Heidelberg-Mannheim-Karlsruhe, beschäftigten sich 2005 und 2006 ausgiebig mit den grünen Exoten, die schon seit vielen Jahren in der Rhein-Neckar-Region ihr neues Zuhause gefunden haben. Nun stellen sie ihre Ergebnisse in einer Ausstellung über den Halsbandsittich im Zoo vor. Auf dem Gelände des Heidelberger Zoos werden regelmäßig seit 1972 Halsbandsittiche beobachtet. Anfangs waren es aber nur einzelne Exemplare, die im Winterhalbjahr an das Futterhäuschen kamen. Erst im Jahre 1990 brüteten die Papageien auf dem Gelände des Zoos und damit erstmals nachweislich auf dem Gelände der Stadt Heidelberg. Dabei stammen die Sittiche nicht - wie viele Menschen glauben - aus dem Heidelberger Zoo selbst. In dem kleinen Schlosspark in Neckarhausen - zwischen Mannheim und Heidelberg am Neckar gelegen - begann der Siegeszug der kleinen Papageien in der Kurpfalz. Hier fand schon 16 Jahre vor der Ansiedlung in Heidelberg - im Jahre 1974 - die erste erfolgreiche Brut von einem aus Privathand entflogenen Pärchen statt. Dass die Sittiche auf dem Zoogelände vorkommen, liegt vielmehr an den schönen großen Platanen, die ausreichend Nistmöglichkeiten bieten - nicht nur für Sittiche. Kaum eine andere Vogelart wird bei uns dermaßen geliebt und gleichzeitig gehasst wie der Halsbandsittich. Während sich viele Bürger über die bunten Exoten freuen und auch gezielt mit Vogelfutter versorgen, beklagen sich Gartenbesitzer über plündernde Sittichschwärme und Hausbesitzer verzweifeln an der zunehmenden Anzahl von Löchern in ihrer Wärmedämmung. Das bietet alles nun genug Stoff - so dachten sich die Teilnehmer des Hector-Seminars - um den Halsbandsittichen eine eigene Ausstellung zu widmen. Der Ort der Ausstellung "Halsbandsittiche - Exoten im Rhein-Neckar-Raum" ist - wie sollte es anders sein - genau dort, wo ihre Geschichte in Heidelberg begann - im Heidelberger Zoo. Sie widmet sich u.a. der Herkunft und der Biologie dieser Vögel, gibt Antworten auf Fragen, wovon sich Halsbandsittiche außer von Äpfeln noch ernähren, ob die Fassadenprobleme alleine auf Papageien zurückzuführen sind, und was man dagegen machen kann. Dies alles lässt sich auf den Postern der Ausstellung betrachten. Außerdem wird noch informiert über die Rolle der kleinen Papageien in der Kunst, die Probleme, welche neue Arten bringen können, was aktuell an den Sittichen geforscht wird und und und...
Die Ausstellung ist vom 17.01. bis 28.02.2007 im Afrikahaus des Zoo Heidelberg zu sehen.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 15.01.2007
ZOOM Erlebniswelt bilanziert Erfolge in allen Bereichen
Zählen, rechnen, bilanzieren: Die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen hat Inventur gemacht und dabei sind wieder erstaunliche Zahlen zusammengekommen. Wie bei jedem Unternehmen zieht auch die Erlebniswelt am Ende des Jahres Bilanz. Wobei es bei den lebenden – und vor allem sich bewegenden – „Inventurgütern“ gar nicht so einfach ist, immer den Überblick zu behalten. Doch nun ist es geschafft: Allein in der neuen ZOOM Erlebniswelt Afrika wurden 152 Säugetiere in 22 Arten gezählt sowie 143 Vögel in 17 Arten. Die ZOOM Erlebniswelt Alaska kommt auf 64 Säugetiere in 12 Arten sowie 31 Vögel in 11 Arten. Insgesamt tummeln sich 559 Tiere in 90 Arten im Gelsenkirchener Zoo. Die meiste Freude machte das Zählen in der Baby-Station der ZOOM Erlebniswelt, denn 2006 konnte der Zoo wieder eine ganze Reihe von Geburten vermelden. Nur exemplarisch seien hierbei das Watussi-Kalb Louise erwähnt, das Rote Vari Mädchen Sina sowie die beiden kleinen Stachelschweine, die Ende November das Licht der Welt erblickten und fast als kleine Sensation gelten. Die Liste der Tierbabys ließe sich noch weiter fortsetzen, doch die ZOOM Erlebniswelt setzte nicht nur auf den eigenen Nachwuchs, sondern kaufte 2006 wieder zahlreiche Tiere aus anderen Zoos für den eigenen Bestand hinzu. So wechselte u.a. gleich eine ganze Damengruppe an Seelöwen aus Barcelona ins Ruhrgebiet, aus Wien kamen die Eisbären Lara und Olinka als Verstärkung und die Schimpansenherde wurde mit Tieren aus Zürich ergänzt. Ein trauriges Element in der Jahresbilanz hinterlässt dagegen der plötzliche und unerwartete Tod des Eisbärmännchens Strupo am Ende des Jahres.

Zoo Landau, 15.01.2007
Schülerrekord in Landauer Zooschule im Jahr 2006
Die Landauer Zooschule schreibt ihre Erfolgsgeschichte weiter. Nach mehreren hohen Auszeichnungen im Jahr 2006 konnte zusätzlich auch ein Schülerbesuchsrekord gebrochen werden: Im letzten Jahr wurden erstmals fast 16.000 Kinder und Jugendliche in der Zooschule unterrichtet! Die Entwicklung bereitet jedoch auch wegen des erheblichen Organisationsaufwandes Sorgen. „Die hohen Schülerzahlen machen uns unglaublich stolz“, freut sich die Leiterin und Initiatorin der Zooschule, Dr. Gudrun Hollstein. „Die Entwicklung lässt auf eine hohe Akzeptanz unserer Zooschularbeit von Seiten der Schulen und Kindergärten schließen.“ In den letzten Jahren sind – vor allem nach dem Bezug des neuen Zooschulgebäudes - die Schülerzahlen noch einmal deutlich gestiegen. Nicht nur aus der Region Landau, sondern aus der gesamten Südpfalz, aus dem Elsass und aus den benachbarten Bundesländern Saarland und Baden-Württemberg besuchen inzwischen Kindergruppen und Schulklassen regelmäßig die Landauer Zooschule. So konnten für das Jahr 2006 mehr als 15.700 Schüler gezählt werden. „Für die positive Entwicklung gibt es sicherlich mehrere Gründe“, meint Hollstein. „Zum einen bietet die Zooschule eine Fülle von interessanten Unterrichtseinheiten für alle Altersstufen und Schularten, zum anderen bemühen sich 40 engagierte Zoopädagogen um einen kindgemäßen Zooschulunterricht. Moderne Unterrichtsmethoden mit dem Schwerpunkt auf handlungsorientiertem, erlebnisbetontem und spielerischen Lernen stehen bei uns im Vordergrund.“ Einzigartig ist auch das Angebot der Zooschule, das Kennen lernen von Tieren mit dem Erleben einer Fremdsprache zu verbinden. Für den Fremdsprachenunterricht werden die sorgfältig ausgebildeten Zoopädagogen, Studierende der Universität Koblenz-Landau, noch einmal extra geschult. Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 wird die Zooschule als Praxisfeld für angehende Lehrer und Diplompädagogen genutzt und stellt somit einen wichtigen Baustein mit Tradition im Rahmen der Landauer Lehrerbildung dar. „Die Zooschule ist eine Kooperationseinrichtung von Universität und Zoo Landau, die hinsichtlich ihrer Strukturen und Leistungen bundesweit einmalig ist“, meint auch der Direktor des Landauer Zoos, Dr. Jens-Ove Heckel. Trotz der sehr erfreulichen Entwicklungen zeigen sich Hollstein und Heckel jedoch auch ein Stück weit besorgt. Vormittags steht in der Zooverwaltung das Telefon keine Minute still. Es fehlt der Zooschule, die neben dem Schulunterricht ganzjährig auch Kindergeburtstage, Workshops und andere Sonderveranstaltungen durchführt, dringend eine Arbeitskraft für die Aufnahme und Koordination der Unterrichtstermine und für die notwendige Beratung von Lehrern, Erziehern und Eltern hinsichtlich des Schulprogramms. Um die Weiterentwicklung der Zooschule sicherzustellen, muss hier in den nächsten Monaten eine Lösung gefunden werden. Das neue attraktive Zooschulegebäude wurde zum großen Teil über Sponsoren finanziert – vielleicht lässt sich über diesen Weg auch eine Lösung für das jetzt drängende Problem finden.

Zoo Landau, 15.01.2007
Waldgeister und Traumnächte – Die Insel Madagaskar steht im Mittelpunkt des Veranstaltungsprogramms des Zoo Landau im Jahr 2007
Ein kleiner stacheliger Insektenfresser spielt eine nicht unbedeutende Rolle im Landauer Zoo im kommenden Jahr. Auch wenn er die Pressekonferenz zur Vorstellung des Zooprogramms wegen Winterschlafs absagen musste, so ist der kleine Igeltanrek aus dem Landauer Zoo, der eigentlich von der Insel Madagaskar stammt, ein Teil der Madagaskar-Kamapgne 2007 des Europäischen Zoo- und Aquarienverbandes (EAZA), bei der sich auch der Landauer Zoo beteiligt und sogar von der EAZA eine koordinierende Rolle für die deutschen Zoos übertragen bekommen hat. Der Zoo, erklärt Direktor Dr. Jens-Ove Heckel, sucht im Rahmen der Kamapgne u.a. einen Namen für den Igeltanrek. Daneben finden unter dem Motto „Madagaskar – Insel der Waldgeister“ im kommenden Jahr über 40 Sonderveranstaltungen im Landauer Zoo statt: Vom Workshop für Kinder „So leben Kinder auf Madagaskar“ über die „Traumnacht im Zoo“ für chronisch kranke und behinderte Kinder sowie deren Familienmitglieder bis hin zum großen Zoo-Sommerfest Anfang September hat sich der Landauer Tiergarten ein anspruchsvolles Programm vorgenommen. Zoodirektor Jens-Ove Heckel betont „ohne Partner und ehrenamtliche Hilfe wie die vom Freundeskreis des Landauer Zoos oder auch durch die Kooperation der Universität im Rahmen der Landauer Zooschule sei ein solches Programm nicht auf die Beine zu stellen.“ Warum „Waldgeister“? Auch auf diese Frage hat der Zoodirketor eine Antwort. Die bekanntesten Tiere, die auf Madagaskar leben, sind die sogenannten Lemuren, kleine Halbaffen mit charakteristischen Gesichtern, deren Name sich aus dem lateinischen Wort für Geister ableitet. Diese Tiere bräuchten Schutz – wie auch viele andere Tierarten auf Madagaskar.

Zoo Duisburg, 12.01.2007
Zoo-Direktor Reinhard Frese offiziell verabschiedet
Was seit Monaten bekannt und seit Monaten Thema einer Vielzahl von Presseartikeln war, wird nun gewissermaßen amtlich bestätigt: Der Aufsichtsrat der Zoo Duisburg AG, vertreten durch dessen Vorsitzenden Artur Grzesiek, Oberbürgermeister Adolf Sauerland sowie der Präsident des Verbandes der Deutschen Zoodirektoren, Dr. Bernhard Blaszkiewitz, werden in Gegenwart zahlreicher (Ehren-)Gäste, Honoratioren und Kollegen Zoodirektor Dipl.-Biol. Reinhard Frese feierlich in den Ruhestand verabschieden. Nach 13 Jahren Tätigkeit als Erster Mann des Zoos am Kaiserberg wird der geborene Wuppertaler und vor seiner Duisburger Zeit als Wissenschaftlicher Assistent im Zoo Berlin tätige Reinhard Frese noch einmal mit all den zoologischen, baulichen und medialen Highlights konfrontiert, die er im Verlaufe der zurückliegenden 13 Jahre initiiert, begleitet und/oder arrangiert hat. Dazu gehören ganz gewiss solche Höhepunkte wie der Um- und Ausbau der Elefantenanlagen, der Bau von Gorilla-Bush und Tropenhaus Rio Negro, aber auch die naturnahe Gestaltung der gesamten Park- und Tieranlagen und – nicht zuletzt – das reiche Einwerben unzähliger Spender und Sponsoren.

Zoologischer Garten Berlin, 12.01.2007
Sepien: die dritte Tintenfischart im Zoo-Aquarium
Nach langer Zeit gibt es im Zoo-Aquarium wieder Sepien aus dem Mittelmeer zu bestaunen. Sepien sind die häufigsten Tintenfische unserer Breiten. Dennoch sind sie relativ selten in einem Aquarium zu sehen. Die meisten Tintenfische haben nämlich nur ein relativ kurzes Leben und sind außerdem empfindliche Pfleglinge, die nur schwer zu transportieren sind. Bei jeder Aufregung sprühen sie nämlich ihre Tinte ins Wasser. In der Natur soll die Tintenwolke den Angreifer ablenken und verwirren, denn die blauschwarze Tintenwolke verbirgt nicht nur den fliehenden Tintenfisch, sondern sie ist auch stark ätzend und kann im engen Transportgefäß sogar den Tintenfisch selbst schädigen. Diesmal erhielt das Zoo-Aquarium jedoch keine jungen Tintenfische, sondern über das Paläontologische Institut der Freien Universität einige Eier, aus denen im Spätsommer des letzten Jahres die winzigen Sepien schlüpften. In der Zwischenzeit sind sie so groß geworden, dass 15 Sepien jetzt in ein großes Schauaquarium umziehen konnten. Hier liegen sie gut getarnt auf dem Sandboden oder den Basaltsäulen und warten, dass zufällig eine Futtergarnele vorbeischwimmt, die sie dann blitzschnell ergreifen. Manchmal machen sie sich im Rückstoßprinzip aber im freien Wasser auch selbst auf die Futtersuche. Trotz ihres Namens sind Tintenfische keine Fische, sondern sie sind vielmehr mit den Schnecken und Muscheln verwandt. Während Sepien nur noch vom Muskelgewebe umhüllte und deshalb nicht mehr sichtbare Schalenreste besitzen, haben urtümliche Tintenfischarten noch ein echtes Schneckenhaus wie etwa der Nautilus. Mit den Sepien bietet das Zoo-Aquarium jetzt die seltene Chance, ganz unterschiedliche Tintenfische beobachten zu können, nämlich einmal die im Rückstoß schwimmenden Sepien, den allseits bekannten, mit seinen langen Saugarmen kriechenden Kraken und den Nautilus mit seinem schönen Gehäuse.

Zoo Leipzig, 12.01.2007
1,76 Millionen Besucher 2006 - Rekordjahr für den Zoo Leipzig
Genau 1.759.963 Besucher gingen 2006 auf Erlebnistour durch den Zoo der Zukunft. Für den Zoo Leipzig ist es ein erneuter Besucherrekord. Im Vorjahr 2005 besuchten 1,458 Millionen Gäste den Zoo. „Es ist eine Erfolgsgesichte, wie sie im Buche steht und ich bin sehr stolz auf die gesamte Zoomannschaft, die eine hervorragende Arbeit für den Zoo geleistet hat. Wieder konnten wir das Ergebnis steigern und über 300.000 Besucher mehr begrüßen, worüber wir uns im hohen Maß freuen. Auch 2007 werden wir alles Mögliche daran setzten, um den Zoogästen einen erlebnisreichen Aufenthalt zu bieten“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Mit der Eröffnung der Elefantentempelanlage „Ganesha Mandir“ wurde ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum „Zoo der Zukunft“ fertig gestellt. Dass unter anderem die Anlage und die beiden Hamburger Elefantenneuzugänge Saida und Salvana die Herzen der kleinen und großen Zoofans gleichermaßen erobert haben, zeigt die sehr gute Jahresbilanz. Einen Elefanten unter Wasser, nur durch eine Glasscheibe getrennt, beim Baden zu beobachten, ist nur im Leipziger Zoo möglich. „Es ist ein einmaliges Schauspiel“ so Junhold. Aber auch die „Jungen Wilden“ des Jahres haben zum erfreulichen Ergebnis beigetragen und alle gleichermaßen begeistert: Das gemeinsame toben der vier kleinen Zebras, der Säbelantilopen- und Straußenjungtiere sowie von Giraffenweibchen Twiga über die Kiwara-Savanne, der erneute Zuchterfolg bei den Hyänen, Gorillas und Stumpfkrokodielen lockten immer wieder Zoofans in den Garten.

Zoo Osnabrück, 12.01.2007
Tierkinder freuen sich über den „Frühling im Winter“
Die am 10. Dezember 2006 geborenen Zwillinge bei den Langohrziegen – Bewohner von Samburu – freuen sich über das warme Wetter, denn täglich können sie bei angenehmen Temperaturen auf der Freianlage toben und die Familie aufmischen. Der Langohrziegen-Nachwuchs war der letzte im Reigen der vielen Tierkinder im Jahre 2006. Insgesamt gab es 116 Geburten. Leider sind aus unterschiedlichen Gründen 16 Jungtiere nicht aufgekommen. Die Aufzuchtrate betrug damit 86,2 % und ist damit überdurchschnittlich gut. Diese Zahl ist für die Bewertung der Haltungsbedingungen im Osnabrücker Zoo ein sehr guter Wert.

Natur- und Tierpark Goldau, 12.01.2007
WINTERMÄRCHEN IM TIERPARK GOLDAU
Die bereits zur Tradition gewordenen Wintermärchen im Natur- und Tierpark Goldau werden von der Zuger Märchenerzählerin Claudia M. Hauser erzählt. Im stimmungsvollen Tierpark-Schulhaus, das eine warme Umgebung mit passender Atmosphäre bietet, haben kleine und grosse Zuhörer Platz. Damit die Grossen und Kleinen nichts verpassen, dauert ein Märchenblock ca. 15-20 Minuten. Dazwischen gibt s einen feinen und wärmenden Gratis-Punch für alle Fans. Der im wildromantischen Bergsturzgebiet liegende Natur- und Tierpark ist auch im Winter ein besonderes Erlebnis. Alle Wege sind gepfadet und mit Kies beschüttet. Die angenehme Ruhe lässt Ihnen bei der Beobachtung der Tiere viel Zeit und Raum für Erholung

Natur- und Tierpark Goldau, 12.01.2007
IMPFUNG GEGEN DIE VOGELGRIPPE MIT GUTEN RESULTATEN
Nachdem die Vogelgrippe (H5N1) im Herbst 2005 in die Schwarzmeerregion vorgedrungen war, beantragten die zoologischen Gärten Basel, Bern, Goldau und Zürich beim Bundesamt für Veterinärwesen eine Impfbewilligung für ihre Vögel. Die Impfung gegen Vogelgrippe ist in der Schweiz grundsätzlich verboten aus gutem Grund: Geimpfte Hühner werden bei einer Ansteckung zwar nicht krank, können den Erreger aber unter Umständen dennoch weitergeben. Weil der Geflügelhalter so eine Ansteckung nicht bemerken würde, ist eine Impfung unter normalen Umständen riskant.
Die Situation der vier Zoos ist jedoch speziell: Viele ihrer Vögel sind äusserst wertvoll und einige gehören gar zu bedrohten Arten. Zudem kommen Zoovögel üblicherweise nicht mit Hausgeflügel in Kontakt. Da die erhältlichen Impfstoffe bei exotischen Vogelarten nicht geprüft sind, beantragten die Zoos die Impfung im Rahmen einer Forschungsstudie, um die Schutzwirkung bei exotischen Vögeln zu testen. Die daraus gewonnen Resultate sind gut, das Impfprogramm ist jedoch noch nicht definitiv abgeschlossen. Die Verantwortlichen des Natur- und Tierparks Goldau haben langjährige Erfahrungen und die im Herbst 2005 gemachten Aussagen, dass ein Zoobesuch trotz Vogelgrippegefahr für Menschen nach wie vor ungefährlich ist, hat sich bewahrheitet, da die Haltung dieser Tiere strengen Vorschriften genügen muss. Die Weiss- und Schwarzstörche, wie auch die Graureiher werden weiterhin geimpft, da wir diese Vögel aufgrund ihrer Seltenheit nur sehr schwer ersetzt werden können. Gleichzeitig sind es auch Vögel, die unmöglich in geschlossenen Gehegen leben könnten. Falls Sie weitere Fragen zu dieser Thematik haben, gibt Ihnen unser Direktor Dr. med. vet. Felix Weber gerne Auskunft.

Zoo Frankfurt, 11.01.2007
Neues aus dem Exotarium – Löffelstöre und Nachwuchs bei den Gefleckten Krötenlaubfröschen
Nach einigen Jahren schwimmen wieder vier kleine Nordamerikanische Löffelstöre (Polyodon spathula) in einem Aquarium des Exotariums. Löffelstöre haben ihren Namen nach einem langen und breiten, nach vorne gerichteten Kopffortsatz, der mit dem Heranwachsen der Tiere auch immer größer wird. Eigentlich sieht das „unhandlich“ aus, und die Tiere sind auch nicht besonders gut im Manövrieren. Wofür dieser Fortsatz gut ist, erkennt man erst, wenn die Tiere in eine Planktonwolke schwimmen. Sie öffnen dann das Maul weit, spreizen die Kiemendeckel ab und schwimmen mit offenem Maul im Kreis. Durch den Kopffortsatz wird das Wasser mitsamt dem Plankton, das aus Kleinkrebsen (Wasserflöhen) und Insektenlarven besteht, direkt ins Maul geleitet, wo es mit den Kiemen abgesiebt und dann verschluckt wird. Löffelstöre stammen aus dem Flusssystem des Mississippi/Missouri und waren im Norden bis zu den Großen Seen verbreitet. Früher wurden sie bis 160 cm lang, heute gibt es so große Tiere aber fast nicht mehr. Überfischung (u. a. Kaviar), Veränderung des Lebensraums durch Kanalisierung und Wasserverschmutzung haben die Bestände hinschmelzen lassen. Noch dramatischer ist die Lage des nächsten Verwandten des bis sechs Meter lang werdenden Chinesischen Löffelstörs, von dem man nicht einmal weiß, ob es noch lebensfähige Bestände gibt. Zwei große Löffelstöre schwimmen jetzt schon in den Zoogewässern – einer im Klammeraffen-Graben und einer im Großen Weiher, wo es genügend Plankton gibt. Auch die jetzt noch kleinen Tiere aus dem Aquarium werden dorthin übersiedeln, sobald sie für das Aquarium zu groß geworden sind.

Tiergarten Schönbrunn, 11.01.2007
Tiergarten: Insel für Wildvögel
Vor zwei Jahren vergab der Tiergarten Schönbrunn an einen Vogelkundler den Auftrag, erstmals im Zoogelände die Wildvögel zu zählen und so den Wert des Tiergartens als Lebensraum für heimische Tierarten zu ermitteln. Nun liegen die Ergebnisse vor: 74 Vogelarten – 22 brüten Der Zoologe Dr. Leo Sachslehner – einer der besten Vogelspezialisten Österreichs – konnte im Tiergarten 74 verschiedene Vogelarten beobachten. 22 davon haben hier auch Junge aufgezogen. Drei von diesen Arten sind in den Roten Listen verzeichnet: Mittelspecht, Gartenbaumläufer und Rauchschwalbe. Sachslehner empfiehlt, besondere Aufmerksamkeit auf den äußerst seltenen Mittelspecht zu legen und Schönbrunn in ein großflächiges Wiener Schutzkonzept für diese Art einzubinden. Die Wälder der Stadt Wien beherbergen knapp zwanzig Prozent des gesamtösterreichischen Mittelspecht- Bestandes.

Zoo Krefeld, 11.01.2007
Therapie mit Tieren: Zoo Krefeld bietet mit der Inoges AG bundesweit erstmals einen Zoo-Reha-Tag an
Im Zoo Krefeld fand jetzt der 1. Zoo-Reha-Tag für einige Patienten einer in der Seidenstadt ansässigen Rehabilitationseinrichtung statt – und dieser soll nun zu einer regelmäßigen Einrichtung werden. Der Zoo Krefeld und die Inoges AG, Gesellschaft für innovative Lösungen im Gesundheitswesen, bieten damit für Patienten in der Rehabilitation einen neuen Therapieansatz: Ein Tag der Reha wird im Zoo Krefeld in natürlicher Umgebung und mit spannenden Tierkontakten verbracht. Ein Wechsel in eine Umgebung mit völlig neuen Reizen eröffnet dabei den Patienten und ihren Therapeuten neue Perspektiven. Physische und psychische Fähigkeiten werden hier gleichermaßen angesprochen und gefordert. Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen und Mediziner Stefan Tripp als Vertreter der Inoges AG zeigen sich zuversichtlich im Hinblick auf die bundesweit einmalige Kooperation und ihre Ziele. Noch ist es nach den ersten Erfahrungen zu früh, um etwas über die therapeutische Wirkung der Zoobesuche zu sagen. „Aber“, so Dr. Tripp, „gerade bei älteren Menschen wirkt so ein Gruppenbesuch im Zoo gegen soziale Rückzugstendenzen und Vermeidungsstrategien, die oft mit einer komplizierten Hüft- oder Knieoperation einhergehen“. Die Tatsache, dass Tiere eine therapeutische Wirkung auf Patienten haben können, ist erwiesen. Doch dabei handelt es sich – mit Ausnahme der gelegentlich auch eingesetzten Delfine – um Haustiere. Zootiere sind in der Regel Wildtiere und müssen als solche auch behandelt und respektiert werden. Der therapeutische Effekt muss also eher aus dem Beobachten und Analysieren der Tiere und ihrer Verhaltensweisen und aus beschränkter „Mitarbeit“, zum Beispiel beim Füttern, kommen. Die Tiere andererseits müssen zu den Gruppen gehören, die auch bei den diversen Zooführungen an menschliche Nähe gewöhnt sind. So wird auf beiden Seiten vor dem Zoobesuch eine Art Selektion betrieben. Die Therapeuten wählen aus ihren Patienten eine Gruppe aus, von der sie sich versprechen, dass der Zoobesuch für sie von Nutzen sein könnte, der Zoo wiederum wählt geeignete Tiergruppen aus. Der fünf- bis sechsstündige Zoobesuch der Patienten ist im Rahmen ihrer drei- bis vierwöchigen Reha eine einmalige Angelegenheit und kostenlos. Der Besuch wird von Ärzten begeleitet. Und auf dem Programm steht auch ein Besuch im Regenwaldhaus mit seinen besonderen klimatischen Bedingungen.

Zoo Krefeld, 11.01.2007
Nashörnchen Davu, neue Großkatzenanlage, Orchideen und Zoowetter: Krefelder Zoo stellte mit 380 000 Besuchern den Rekord ein
Stets zu den ersten Instituten, die am Jahresanfang ihre Besucher-Bilanz ziehen, gehört der Zoo Krefeld. Und die fällt für das Jahr 2006 so gut wie schon lange nicht mehr aus. Mit 380 000 Besuchern (Vorjahr rund 335 000) kann Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen ein Jahr nach der Gründung der Zoo-gGmbH eine rekordverdächtige Besucherzahl präsentieren. Das „Top-Ergebnis“ des Jahres 1999 mit der Rekordzahl von 380 026 Besuchern – angelockt durch das seinerzeit neu eröffnete Regenwaldhaus – wurde damit nach sieben Jahren erstmals wieder erreicht. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 13,5 Prozent. Außerdem liegt die Besucherzahl 2006 sogar noch um 11,5 Prozent über dem Zehnjahres-Durchschnitt. Dies dürfte zum einen durch die Neugier der Zoobesucher auf die im Herbst des Vorjahres neu eröffnete Tigeranlage begünstigt worden sein. Eine Orchideenschau und die Geburt von Nashörnchen „Davu“ im Februar erfüllten ebenfalls die Hoffnung auf besondere Besucherströme. Als dann auch noch Zootierarzt Martin Straube durch seine Serienbeiträge im Fernsehsender VOX bundesweit Werbung für „seinen“ Zoo machte, waren die letzten Weichen für das Rekordergebnis gestellt. Besucherstärkster Monat im abgelaufenen Jahr war der April mit 56 225 Besuchern, dem höchsten Ergebnis eines Monats seit Beginn dieser Statistik im Jahr 1990. Erstaunt war das Zooteam diesmal über die Zahlen des Dezembers, der sich mit 11 299 Besuchern deutlich von den Dezemberergebnissen der Vorjahre abhebt. Seit Jahren schon hatte der letzte Kalendermonat mit durchschnittlich rund 6 000 Besuchern die „Rote Laterne“. Wegen schlechten Wetters enttäuschten letztes Jahr die Monate März, August und November im Vergleich zum Vorjahr ein wenig. Positiv bemerkbar für die Besucherzahlen machten sich auch die zahlreichen Aktionen des Zooführerteams, beispielsweise die regelmäßig angebotenen zwei sonntäglichen Zoo-Führungen pro Monat, Nachtführungen durchs Regenwaldhaus, spezielle Themenführungen, Ferienführungen sowie Ausstellungen und Vorträge in der Zooscheune. Immer mehr Tierliebhaber nutzen diese Angebote und entdecken dabei die besondere Gelegenheit, durch die Erklärungen und individuelle Fragen an die Zooführer mehr Hintergrundwissen zu erhalten. Durch Weiterführung und Ergänzung dieser Angebote und regelmäßige Verbesserungen im Service und an den Gehegen, die damit sowohl für die Tiere als auch für die Betrachter attraktiver werden, hofft der Krefelder Zoo auch für dieses Jahr wieder auf ein reges Besucheraufkommen. Schon bald werden mit dem Umbau der Baumkänguru-Anlage die nächsten Schritte in diese Richtung gesetzt.

NVD-Zoos – 15. Januar 2007
Dierentuinen: meer dan 10 miljoen bezoekers!
Zoos: über 10 Millionen Besucher!
In 2006 haben insgesamt gut 10 Millionen Besucher die 15 Zoos der Niederländischen Zoovereinigung (NVD) besucht. Allein der Rotterdamer konnte 1.428.098 Gäste begrüßen. Insgesamt verfügt die Niederlande über etwa 50 zoologische Einrichtungen. Die NVD-Zoos erfüllen hohe Anforderungen an die Tierhaltung und kooperieren auf den Gebieten Edukation und Naturschutz.
Aktivitäten der NVD-Zoos umfassten 2006 u.a. die Teilnahme an der EAZA-Nashornkampagne, wobei etwa 70.000 Euro an Spendengeldern gesammelt werden konnten. Dies ist ein beträchtlicher Teil der 500.000 Euro, die die europaweit 134 teilnehmenden Zoos sammelten. Im Juni wurden 14 Kinder-Zoodirektoren gewählt. Die Gewinner setzen sich unter 8000 jungen Bewerbern durch und bewiesen sowohl ein großes Wissen als auch Überzeugungskraft. Die Kinder bekleiden ihr „Amt“ ein Jahr lang und nehmen während dieser Zeit an einem eigenen Zoo-Kongress teil, organisieren ihr eigenes Zoofest und werfen Blicke hinter die Kulissen „ihres“ Zoos. Zudem erhielt jeder Kinder-Direktor ein Naturschutzprojekt zugewiesen, für das sie möglichst viele „Fans“ gewinnen sollen. Abstimmen kann jeder auf www.dierentuinmaand.nl Ende 2006 wurde der Nationale Dierentuinbon eingeführt. Gutscheine im Wert von 15 Euro können in allen Postämtern des Landes oder unter www.dierentuinbon.nl erworben und in allen NVD-Zoos eingelöst werden.
2007 nehmen die NVD-Zoos an der EAZA-Madagaskar-Kampagne teil. Der Juni ist wieder „Dierentuinmaand“ mit allerlei besonderen Aktivitäten und Angeboten

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Natur- und Artenschutz – Meldungen

derstandard.at - 17.01.2007
Silberrücken getötet
Rebellen im Ostkongo haben nach Berichten von Umweltschützern seit Jahresbeginn mindestens zwei der seltenen Berggorillas geschlachtet. Es werde befürchtet, dass noch weitere Tiere Wilderern zum Opfer gefallen seien, erklärte Robert Muir von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, der einen Wildhüter im Virunga-Nationalpark begleitete. Dieser berichtet im Internet vom Fund eines der Gorillas. Rebellen hätten den Silberrücken seines Fleisches wegen getötet.
Auch im zweiten bekannten Fall handelte es sich nach Angaben der Londoner Afrika-Umweltstiftung vom Mittwoch um einen Silberrücken, einen erwachsenen männlichen Gorilla, der wegen seines weißen Rückenfells so genannt wird. Die Überreste des Tieres seien am Dienstag im Virunga-Park gefunden worden. Die Stiftung machte Anhänger von Rebellenführer Laurent Nkunda verantwortlich, der im von langen Jahren des Bürgerkriegs geschwächten Ostkongo noch immer Angst und Schrecken verbreitet. Weltweit gibt es nur noch rund 700 Berggorillas, davon 380 in der Gebirgsregion zwischen dem Kongo sowie Ruanda und Uganda.

FAZ.NET - 17.01.2007
Artenschutz: Es geht nicht nur um Tiere
Ein bisschen Kühle wie derzeit in Europa findet Rob Williams ganz schön. Denn in Peru, wo er seit drei Jahren lebt, ist es jetzt entsetzlich heiß. Obwohl auch dort das Klima nicht mehr so verlässlich ist: 2006 kam der Regen zwei Monate früher als üblich. Dass die Phänomene, mit denen sich der 37 Jahre alte Brite tagtäglich beschäftigt, längst globale Dimensionen angenommen haben, ist ein Grund, warum sich die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) bei ihrem Regenwaldschutzprogramm in den Ost-Anden um mehr kümmert als nur um Tiere und Pflanzen. Was mit dem Schutz der vom Aussterben bedrohten Riesenotter vor 16 Jahren begann, ist heute Artenschutz, Ausbildung von einheimischen Rangern, aber vor allem auch eine Umwelterziehung, die Zukunftsperspektiven eröffnet.

Berliner Morgenpost - 17.01.2007
Panda "Chuang Chuang": Für Liebesspiele abspecken
Weil er für Sex mit seiner Partnerin zu dick geworden ist, haben thailändische Tierärzte den Panda Chuang Chuang auf Diät gesetzt. Die Verantwortlichen im Zoo der Stadt Chiang Mai hoffen darauf, dass sich Chuang Chuang mit dem Pandaweibchen Lin Hui paart und für Nachwuchs sorgt. Doch fühle sich Lin Hui mit ihrem 150 Kilogramm schweren Partner nicht mehr wohl, erklärte Chefveterinär Kanika Limtrakul. Das Weibchen wiegt lediglich 115 Kilogramm. Damit er abspeckt, bekommt der Panda jetzt nur noch Bambusblätter, Bambussprossen wurden gestrichen.

derstandard.at - 16.01.2007
Einsame Frau des Waldes
"Sie war eine sehr streitbare Frau", erinnert sich Louis Fischer. Der aus Ruanda stammende Tierarzt, der heute in Wien ein Labor für Veterinärmedizin und Hygiene leitet, ist Dian Fossey Anfang der Achtzigerjahre persönlich begegnet. Ihre Leidenschaft für die Berggorillas in Ruanda entdeckte Fossey relativ spät. 1932 in den USA geboren, studierte sie zunächst erfolglos Veterinärmedizin, ehe sie eine Ausbildung zur Ergotherapeutin absolvierte. 1966 traf sie den Paläontologen Louis Leakey, der nicht nur Fossey dazu überredete, in Afrika über Primaten zu forschen. Leakey hielt Frauen grundsätzlich für begabtere Feldbiologen hielt als Männer und begeisterte auch Jane Goodall und Biruté Galdikas dafür, Menschenaffen zu studieren. Alle drei hatten so gut wie keine wissenschaftliche Vorbildung.

Frankfurter Neue Presse - Dienstag, 16. Januar 2007
Wenn Ralf Sommerlad sich als u...
Wenn Ralf Sommerlad sich als unabhängiger Versicherungsmakler vorstellt, ist kaum zu vermuten, dass sich hinter diesem Mann eine wilde Bestie verbirgt – oder besser mehrere tausend wilder Bestien, denn Sommerlad setzt sich für den Schutz der Krokodile ein. Denn seit 30 Jahren engagiert sich der Rödelheimer Crocodile Dundee für die urtümlichen Reptilien, sei es als Privathalter, als Pfleger im Frankfurter Zoo oder als Regionalleiter der Crocodile Specialist Group der Weltnaturschutzunion (IUCN), dem größten internationalen Umweltnetz. ... Mittlerweile erforscht der 54-Jährige seit fast 40 Jahren das Verhalten und den Lebensraum von Krokodilen: „In ihrem Verhalten unterscheiden sie sich von den anderen Reptilien, sie betreiben Brutpflege und sind vielfältiger.“ Zusammen mit dem Biologen und Reptilienexperten Ludwig Trutnau stellte er jetzt ein umfangreiches Lehrbuch zusammen. Sieben Jahre recherchierten die Reptilienkenner für dieses Buch und reisten um die ganze Welt.

derstandard.at - 16.01.2007
Australien sperrt seine Häfen für Walfänger
Australien hat japanische Walfangschiffen untersagt, in der diesjährigen Saison seine Häfen anzulaufen. Umweltminister Ian Campbell sagte am Montag im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, er lehne den Walfang strikt ab. "So lange ich Minister bin", dürften die japanischen Schiffe keine australischen Häfen anlaufen. Zugleich rief Campbell die Walfänger auf, bei möglichen Zusammenstößen mit Tierschutzaktivisten Zurückhaltung zu üben. So sollten sie vom Einsatz von Wasserkanonen absehen.

spiegel.de - 16.01.2007
Verlust der skurrilsten Tiere droht
Sie sehen nicht nur bizarr aus und tragen skurrile Namen. Der Schlanklori, die Hunter-Antilope und 98 weitere Tiere stehen auch auf einer ebenso exklusiven wie traurigen Liste der Zoological Society of London (ZSL). Denn ihr Lebensraum ist bedroht und ihre Artgenossen sind oft schon tot. Die britische Organisation hat jetzt mit einem Artenschutzprojekt namens Edge (Evolutionary distinct and globally endangered) begonnen, das die Tiere vor weiterer Unbill schützen soll. Dabei wollen Forscher die Lebensgewohnheiten und -räume der Tiere untersuchen, die größten Gefahren herausfinden und diese bekämpfen.
"Wir werden die weltweit ungewöhnlichsten Spezies beschützen", sagte Jonathan Baille, Leiter des Forschungsprojektes. Dazu zählen "riesige und hochgiftige Maus-ähnliche Kreaturen, winzige Fledermäuse und eierlegende Säugetiere - alle sind vom Aussterben bedroht", sagte Baille. Das Edge-Team untersuchte zunächst die evolutionären Unterschiede zwischen verschiedenen Tieren. Dann prüfte es, wie stark diese vom Aussterben bedroht sind und kam auf insgesamt 564 Spezies. 100 davon will die Gruppe in den kommenden Jahren besonders unterstützen, 2007 stehen vorerst zehn Tiere ganz oben auf der Rangliste.

Focus Online - 16.01.2007
Kuriose Tiere unter Artenschutz
Eine Fledermaus, die nicht größer ist als eine Streichholzschachtel. Ein stacheliges Säugetier, das einen langen Rüssel hat und Eier legt. Ein gestreifter Hase auf Sumatra, der sich so gut im Urwald versteckt, dass die Einheimischen keinen Namen für ihn haben. Diese und viele andere Tiere sind so außergewöhnlich, dass sie durch das Raster der bisherigen internationalen Artenschutzprogramme fallen. Deshalb hat die Zoologische Gesellschaft von London jetzt ein neues Projekt gestartet, um die seltsamsten und seltensten Tiere der Erde zu schützen. Das Vorhaben mit dem Namen „Edge“ (dt. Kante, Schneide) soll sich ausschließlich um diese besonderen Lebewesen kümmern, denn deren Überleben steht oft auf Messers Schneide.

Pressetext - 16.01.2007
Schutz für die bizarrsten Tiere der Erde - Londoner Zoologische Gesellschaft will lebende Fossilien schützen
Ein globales Artenschutzprogramm für die bizarrsten und ungewöhnlichsten Tiere der Erde hat die Zoological Society of London ZSL ins Leben gerufen. Die Wissenschaftler wollen nämlich jene Lebewesen vor dem Aussterben retten, die einzigartige evolutionäre Geschichten aufzuweisen haben und sozusagen die letzten Überlebenden ihrer Art sind. Unter das Schutzprogramm fallen etwa das Zwerg-Flußpferd, die afrikanische Hirola Antilope und der Yangtse-Delfin.
Das wichtigste Argument der Wissenschaftler um Jonathan Baillie, dem Leiter des Projekts "Evolutionary Distinct and Globally Endagered" (Edge), ist dahin gehend, dass diese Tierarten in herkömmlichen Schutzprogrammen kaum Beachtung finden. Die Gesellschaft definiert diese One-of-a-kind-Spezies als jene, die verhältnismäßig wenige Artverwandte haben und sich durch dieses Alleinstellungsmerkmal auszeichnen und nur durch sofortige Maßnahmen vor dem Aussterben gerettet werden können. Die Wissenschaftler haben insgesamt 564 solcher Tierarten anhand eines taxonomischen Baumes identifiziert. Etwa 100 werden in diesem besonderen Schutzprogramm starke Beachtung finden. Noch in diesem Jahr werden die ersten zehn dieser besonderen Tierspezies im Fokus der Initiative stehen.

FAZ.NET - 16.01.2007
Kormorane: Die Überfischer
Es sind gar nicht die Vögel, die man zuerst sieht, wenn man sich der Kormoran-Kolonie nähert. Es ist der zerwühlte Waldboden: "Wildschweine", sagt Tomasz Mokwa von der polnischen Forschungsstelle für Ornithologie in Danzig. Die Allesfresser suchen unter den Nestern nach Fischabfällen und abgestürzten Küken, ihre Zahl hat genauso zugenommen wie die der Kormorane. Wenn der Biologe Mokwa Besucher zur Kormoran-Kolonie nahe Katy Rybacki (früher Bodenwinkel) führt, kommt er meist diesen Weg entlang. Die Frische Nehrung, eine fast 70 Kilometer langen Landzunge östlich von Danzig, umgeben von Haff und Ostsee, ist ein Vogel-Paradies. Eine der wichtigsten Zugvogel-Routen Europas führt über das Haff, von den bisher beobachteten 230 Vogelarten, die sich im Jahr an dem Gewässer aufhalten, nisten 55 Prozent auf oder nahe der Nehrung. Stochennester sind in den Dörfern im Weichsel-Delta nicht selten, sie thronen sogar auf Strommasten.

dieneueepoche.com - 15.01.2007
Tatort Lacomaer Teiche – ein Fall nicht nur für Vattenfall-Kunden - Hat Braunkohleabbau einen höheren Stellenwert als die europäische Naturschutzpriorität?
Das Naturschutzgebiet Lacomaer Teiche und der angrenzende Hammergraben in Brandenburg sollen einem Braunkohletagewerk von Vattenfall Europe Mining & Generation weichen. Im Jahre 2003 wurde dieses Paradies als europäisches Natura 2000-Schutzgebiet ausgewiesen. Dort lebt der Wiedehopf, ein seltener Vogel mit langem Schnabel und hellorangefarbener Federhaube, dessen Ruf fast wie eine Kinderhupe klingt, nur viel sanfter, und andere unzählige bedrohte Tiere und Pflanzen, die zum Teil den höchsten europäischen Schutzstatus genießen.

Freiburger Nachrichten - 15.01.2007
Eine Raststätte für Vögel
Seit sechs Jahren führt der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz in Cudrefin am Südostufer des Neuenburgersees das Naturschutzzentrum «La Sauge». Viele seltene und bedrohte Vogelarten brüten in den Naturschutzgebieten rund um den Neuenburgersee. Die Naturschutzgebiete «Chablais de Cudrefin» und «Fanel» gehören mit der rund 3000 Hektaren umfassenden Grande Cariçaie zum grössten zusammenhängenden Feuchtgebiet der Schweiz. Hier findet man rund ein Drittel aller Pflanzenarten und ein Viertel aller Tierarten. Jeden Tag werden Vogelzählungen durchgeführt und die Daten zur Vogelwarte Sempach übermittelt. Im Empfangszentrum zeigen Wechselausstellungen Lehrreiches über Uferlandschaften, Geschichten der Region und über einzelne Tierarten. Auf dem Naturpfad kommen die Besucher an Beobachtungshütten vorbei, aus denen sie durch Sichtschlitze hindurch Vögel beobachten können, ohne diese durch ihre Anwesenheit zu stören.

Neues Deutschland - 15.01.2007
Rippenqualle stört Ökosystem
Sie wirken schwerelos, elegant und effizient – und bedrohen heimische Fischarten. Die ursprünglich an der Ostküste der USA beheimatete Rippenqualle Mnemiopsis leidyi ist im Herbst erstmals in der Ostsee gesichtet worden und inzwischen auch in der Nordsee. Der milde Winter dürfte ihre Ausbreitung weiter begünstigen.

Neues Deutschland - 15.01.2007
Europas energetische Moorleichen
Anbau von Biotreibstoffen zerstört Südostasiens Regenwälder. Das treibt den CO2-Ausstoß hoch
Seit dem 1. Januar müssen Benzin und Diesel an deutschen Tankstellen einen wachsenden Anteil von Kraftstoffen auf pflanzlicher Basis enthalten. Während Biodiesel und Alkohol im Tank dazu beitragen, dass weniger Erdöl verbrannt wird, verursacht der Anbau der Energiepflanzen vermutlich ein Vielfaches der eingesparten Kohlenstoffemissionen: Die Zerstörung natürlicher Wälder und Moore macht aus Kohlenstoffspeichern riesige Treibhausgasquellen.

Neues Deutschland - 15.01.2007
Utopie und Menetekel - Schicksal der Nördlichen Weißen Nashörner steht auf der Kippe
Im Kongo sind die seltensten Säugetiere der Welt, die Nördlichen Weißen Nashörner, von ihrer Ausrottung bedroht. Ein neues Buch ist ihnen gewidmet.

derstandard.at - 14.01.2007
China will Sibirischen Tiger durch künstliche Befruchtung retten
Chinesische Zoologen wollen den Sibirischen Tiger mit Hilfe künstlicher Befruchtung vor dem Aussterben bewahren. Wissenschaftler hätten in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang am Samstag eine vier Jahre alte Tigerin mit dem Sperma eines älteren Tigers befruchtet, berichtete die staatliche Nachrichten Xinhua. Im Norden Chinas und in Russland leben in freier Wildbahn schätzungsweise nur noch 400 Sibirische Tiger. Das in China für das Programm zuständige Henghedaozi-Zuchtzentrum für Wildkatzen wurde 1986 mit acht Tigern eingerichtet. Inzwischen sei dieser Bestand auf über 700 Tiere angewachsen, berichtete die Agentur. Xinhua verwies darauf, dass das Land Erfolge mit Befruchtungsprogramme zur Rettung bedrohter Arten bereits im Falle des Panda-Bären vorweisen könne. So seien im vergangenen Jahr im Rahmen eines entsprechenden Programms 34 Panda-Junge geboren worden, von denen 30 überlebt hätten.

derstandard.at - 14.01.2007
SOS für die Sirenen
Vor 20 Millionen Jahren schwammen sie auch durch Ostösterreich: Im Krahuletz-Museum in Eggenburg bezeugen fossile Seekuh-Skelette, dass das tropische Flachmeer, das sich damals im Herzen Europas erstreckte, auch den großen Vegetariern als Lebensraum diente. Auf den ersten Blick mögen Seekühe - auch Sirenen genannt - den Robben ähneln, doch sie sind mit den Elefanten verwandt, und nur die aquatische Lebensweise hat zu einer optischen Ähnlichkeit mit Seehund, Walross und Co geführt. Seekühe existieren seit rund 50 Millionen Jahren, heute gibt es zwei Seekuh-Familien: Die Manatis mit abgerundetem Schwanz und die Dugongs, die Gabelschwanzseekühe. ... Dass sie auch Sirenen genannt werden, verdanken die Seekühe der Tatsache, dass sie von Weitem eine gewisse Ähnlichkeit mit menschlichen Schwimmern aufweisen: Den Seefahrern früherer Jahrhunderte, die ja mitunter monatelang auf weibliche Gesellschaft verzichten mussten, mögen sie wie Meerjungfrauen erschienen sein.

derstandard.at - 14.01.2007
Thailand: Diät für sexmuffeligen Panda
Thailand will dem Panda-Bären und Sexmuffel "Xuang Xuang" mit einer Diät auf die Sprünge helfen. Der Zoo in Chiang Mai wartet seit mehr als drei Jahren vergeblich auf Nachwuchs im Panda- Haus. Mit einem Fitness-Programm soll der übergewichtige Panda nun auf den Geschmack an seiner fünf Jahre alten Gefährtin "Lin Hui" gebracht werden, berichtete die "Bangkok Post" am Sonntag. Der siebenjährige "Xuang Xuang" bringt stolze 150 Kilogramm auf die Waage, nach Angaben des Panda-Betreuers Prasertsak Buntrakulpoontawee deutlich mehr als ein Durchschnittspanda. Ab sofort bekommt der Panda-Mann nur noch abgemessene Bambus- und Brot- Rationen, und er soll sich auf der Suche nach dem Essen mehr bewegen. Die Pandas sind seit 2003 als Leihgabe aus China und eine Riesenattraktion in dem Zoo.

spiegel.de - 14.01.2007
Invasion der kaspischen Grundeln
Angler ziehen sie aus Rhein und Mosel: Grundel-Arten, die eigentlich in Osteuropa beheimatet sind. Die Fische, klein, stummelig und nicht besonders behände, haben sich Tausende Kilometer nach Westen vorgekämpft - mit Hilfe des Menschen und zu Lasten einheimischer Arten.

Umweltjournal - 13.01.2007
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