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Liebe
Leser,
keine
Frage,
der vorgebliche Leipziger Lippenbären-"Skandal" hat es trotz
vergleichsweise wenig spektakulärem Anlaß zum
Haupt-Zoo-Thema der
letzten Woche gebracht. Zum Inhaltlich-Fachlichen möchte ich mich
an
dieser Stelle nicht äußern, das können Sie aus weitaus
berufenerer
Feder im Gastkommentar lesen.
Was
mich
wundert: Kein anderer Zoo, und soweit ich es bisher sehen kann auch
keiner der Verbände, äußert sich dazu, dabei wäre
ein gemeinsames
Auftreten gegenüber den (auch innerhalb ihrer Zunft eine klare
Minderheit darstellenden) Vertretern aus Journaille und
Bambischützern
sicher mehr als sinnvoll. Das nächste mal trifft es vielleicht
einen,
der sich jetzt duckt. Schade, daß ein Zoo, der auch Probleme der
Tierhaltung offen kommuniziert, gerade deshalb zum Opfer solch einer
Kampagne wird. Abweichende Meinungen gibt es in jedem Betrieb; sie in
der Öffentlichkeit auf Kosten des Zoos auszutragen ist schlechter
Stil.
Was
mich
nicht wundert: Daß die Kritiker lautstark Aufklärungen und
Begründungen
fordern, obwohl diese schon in der die Original-PM
von 28.12. aus Leipzig (auch auf der Website
des Zoos in längerer Version) ausführlich dargestellt
wurden. So
etwas ist Desinformation und paßt ins Bild.
Jedenfalls
bin ich dankbar, daß ich diese sicher nicht leichte Entscheidung
nicht treffen mußte,
aber auch, daß sie von den Verantwortlichen (sic!) getroffen
wurde. Mehr zum Thema auch in der Kolumne und
im Diskussionsforum von Elefant,
Tiger und Co. mit weiteren Stellungnahmen
der "ETC-Tierpfleger" und zusätzlichen Infos. Lesenswert -
auch
weil das Publikum längst nicht so blöd ist wie manche
Schreiberlinge
hoffen. Und ich bin gespannt, ob der MDR morgen in ETC etwas dazu
bringt.
In
diesem
Sinne einen ganz besondern herzlichen Neujahrsgruß an den
"herzlosesten
Zoodirektor Deutschlands" und seine engagierten Mitstreiter, und
natürlich auch an alle anderen Leser!
Dirk Petzold

Nach Jahren mal wieder Bleigießen zu Silvester. Das bizarre
Ergebnis
war auch bei wohlwollendster Betrachtung keinem der auf der Packung
aufgezählten Symbole zuzuordnen. Beim zwanzigsten Wenden wurde es
aber
plötzlich klar: Das ist ein Dodo! Also, wirklich ganz eindeutig! (Vergleichsbild)
Auch für einen notorisch unabergläubischen Artenschützer
ein durchaus
gutes Zeichen für 2007.
Gastkommentar
Die vielen teils sachlichen, teils emotional aufgeladenen und teils
nicht den Tatsachen entsprechenden Darstellungen über die
Einschläferung eines von der Mutter nicht angenommenen
Lippenbärjungtieres offenbaren bei genauem Hinschauen ein Dilemma,
in
dem sich die modernen, öffentlichkeitswirksamen Zoos nicht nur in
Deutschland befinden. Einerseits bestreitet niemand den medialen Wert
einer publikumswirksamen Handaufzucht eines solchen Jungtieres.
Andererseits ist es mutig und richtig, mit einer solch unpopulären
Maßnahme zu zeigen, dass die Unterordnung unter das von den
Medien
geschaffene Bild des milchfläschchenschwenkenden Tierpflegers auch
eine
Grenze hat. Und die ist genau dort zu verorten, wo sich jetzt
Tierschützer, Tierrechtler, Tierpfleger und interessierte Laien in
einer emotional geprägten Diskussion begegnen.
Vielleicht noch einmal zum Verständnis einige Fakten, die
über die
offizielle und richtige Pressemitteilung hinausgehen. Es mag auf den
ersten Blick unverständlich sein, warum ein Jungtier zunächst
in die
Obhut eines Pflegers bzw. einer Hundeamme gegeben wurde, wenn eine
Handaufzucht gar nicht zur Debatte stand. Dennoch war dieser Schritt
nötig, um die Jungen zu wärmen, bis das milchfördernde
Mittel wirken
konnte, dass der Bärenmutter gegeben worden war. Ich als
Tierpfleger
kann Kollegen verstehen, die nach einem erneuten erfolglosen Versuch,
das Kind bei der Mutter unterzubringen, mit der Einschläferung
nicht
einverstanden waren, weil es ja eine Nacht in der Obhut des Pflegers
bzw. seines Hundes war und dieser damit genügend Zeit hatte, eine
Bindung aufzubauen. Dennoch war von vorn herein klar, dass keine andere
Aufzucht als die natürliche durch die Mutter in Frage kommt. Mit
etwas,
was fachlich richtig und notwendig war gefühlsmäßig
nicht einverstanden
zu sein ist eine Sache, der professionelle Umgang damit eine andere.
Das Thema „Tötung von Zootieren“ ist zu wichtig und zu aktuell, um
es
der Boulevardpresse zu überlassen. Die aktuellen Kontroversen
sollten
Gegenstand jeder zoospezifischen Tagung und jedes Tierpflegertreffens
sein, welches in der nächsten Zeit stattfindet. Denn das
Spannungsfeld
tangiert jeden Zoo in seiner täglichen Arbeit. Von der Diskussion
sind
sachlich kritische Tierschützer nicht auszuschließen,
sondern sie sind
explizit einzuladen. Vielleicht bietet die Anfang 2007 stattfindende
Zoo-Kunft in Magdeburg die Möglichkeit dazu, und zwar nicht nur am
Rande. Wenn allerdings jemand einen Bericht aus der „Morgenpost“ zur
Grundlage nimmt, um Strafanzeige gegen einen Zoodirektor zu stellen,
sind berechtigte Zweifel an seiner Qualifikation und Kompetenz
anzubringen.
Und wenn in einem der unzähligen Internetbeiträge in den
derzeit
überquellenden Foren und Gästebüchern indirekt dazu
aufgerufen wird,
dass die Zoos die Möglichkeit nutzen sollten, doch einmal „die
Gabe von
T 61 heute als fachlich kommentierte Doku und morgen als bunte, aber
zoologisch korrekte Geschichte bei Dr. Mertens zu senden“ damit niemand
mehr „aufheulen muss, wenn das nächste verstoßene Wildtier
von seinen
Leiden befreit werden muss“, dann sollten wir das nicht nur als Polemik
missverstehen, sondern genau das mit den uns zur Verfügung
stehenden Mitteln tun. Die verschiedenen Sender profitieren derzeitig
von einem Boom von Zoodokus in nicht unerheblichem Maße und der
Leipziger Zoo hat dort gewissermaßen eine Vorreiterrolle
übernommen.
Und da sollte er jetzt durch- und zwar nicht mit geschlossenen Augen,
sondern mit erhobenem Kopf und auf der Suche nach Verbündeten in
der
Zoo- und auch Tierschützerwelt, die es hier mehr und dort
zugegebenermaßen weniger gibt, die aber stellenweise mehr
Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben oder zumindest haben sollten.
Das zu erkennen setzt voraus, dass man sich auf sachlicher und
fachlicher Ebene begegnet.
Der aktuell unsachliche Ton ist kontraproduktiv und sollte in
zukünftigen Diskussionen vermieden werden - auch wenn’s
schwerfällt. Ich
versuche schon mal damit anzufangen.
Ein gesundes neues Jahr an alle Leser und Macher der Zoopresseschau
wünscht
Michael Ernst und Kollegen ( Zoo Leipzig )
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| Zoos –
Meldungen |
(bitte
lesen Sie
zu den folgenden Meldungen auch die Original-PM,
Gastkommentar und Kolumne)
Leipziger
Volkszeitung - 27. Dez. 2006
Traurige
Weihnachten - Bärenmutter verstößt Junges -
eingeschläfert
Tierpfleger im Leipziger Zoo haben sich über Weihnachten
vergeblich um ein neugeborenes Lippenbärenjunges bemüht. Wie
der Zoo am
Mittwoch mitteilte, musste das am Montag geborene Tier
eingeschläfert
werden.
Seine Mutter „Renate“ hatte es verstoßen. „Es war nicht mehr
davon
auszugehen, dass die Bärin ihr Junges selbst versorgen
würde“, begründete Zoo-Direktor Jörg Junhold die
Entscheidung. Eine
Aufzucht
des Wildtiers von Menschenhand sei nicht artgerecht und habe
langfristige
Folgen. So mache eine starke Prägung durch den Umgang mit Menschen
eine
Eingliederung in die Sozialstruktur von Artgenossen nahezu
unmöglich.
Als einen
weiteren Grund führte Junhold an, dass Mutter „Renate“ und Vater
„Klaus“ sehr
nah verwandt sind. Dadurch bestehe die Gefahr einer Degeneration. Die
Geburt der zwei Jungtiere sei für den Zoo
überraschend gewesen. Normalerweise würden Lippenbären
erst mit drei
Jahren
geschlechtsreif.
FAKTuell - 28. Dez.
2006
WiB
* Schlagzeilen
Tierpfleger im Leipziger Zoo haben sich über Weihnachten
vergeblich
um ein neugeborenes Lippenbärenjunges bemüht. Wie der Zoo
mitteilte,
musste das
am Montag geborene Tier eingeschläfert werden. Seine Mutter
"Renate"
hatte es verstoßen. Sämtliche Bemühungen, sie an ihre
neue Rolle als
Mutter zu
gewöhnen, schlugen fehl. Auch der Versuch, das Tier und sein
Geschwisterchen
vorübergehend in die Obhut einer scheinträchtigen Hundeamme
zu geben,
blieb
erfolglos. Das eine Tier starb wenige Stunden nach der Geburt, das
zweite
musste nun getötet werden.
sz-online -
28. Dez. 2006
Trotz
Protest der Tierpfleger
Der Leipziger Zoo gilt dank der MDR-Serie
„Elefant, Tiger und Co.“ als deutscher Vorzeige-Tierpark. Doch das Jahr
2006
beendet der Zoo mit einem handfesten Tierschutz-Skandal: Weil die
Leitung des
Tiergartens ein zu Weihnachten geborenes Lippenbären-Baby nicht
halten
will,
wurde das Jungtier gestern einfach tot gespritzt. Am ersten
Weihnachtsfeiertag brachte Lippenbären-Dame Renate (3) im
Leipziger Zoo
zwei
gesunde, weibliche Jungtiere zur Welt. Keine geplante Zucht, sondern
ein
„Unfall“, den die sehr früh geschlechtsreife Renate mit ihrem
Halbbruder Klaus
(8) hatte. Obwohl die überforderte Mutter die Babys erkennbar
nicht
annahm,
beließen die Zoo-Verantwortlichen die Kleinen stundenlang im
Muttergehege und
riskierten so eine Auskühlung. Ein Insider: „Ein
Pfleger nahm die Bärenbabys mit nach Hause und schob sie seiner
erfahrenen
Hündin unter“. Mit Erfolg: Die Mischlingshündin (8) nahm die
kleinen
Bären
sofort an, leckte sie ab und gab ihnen Wärme. „Leider kam das
für ein
Tier zu
spät - es verstarb in der Nacht zum Mittwoch an den Folgen der
Unterkühlung“,
erzählt der Insider. Der zweite Kuschelbär überstand die
Nacht ohne
gesundheitliche Beeinträchtigungen. Um so größer war
das Entsetzen, als
Zoo-Kurator
Gerd Nötzold die Pfleger plötzlich wissen ließ, dass er
eine
Fremdaufzucht des
kleinen Lippenbären nicht akzeptieren werde und die Tötung
des
Bärenbabys
anwies. Der im Urlaub
befindliche Zoo-Direktor Dr. Jörg Junhold stimmte der umstrittenen
Bärentötung
übrigens telefonisch zu. Auf Morgenpost-Anfrage ließ Junhold
schriftlich erklären, dass
die Aufzucht von Wildtieren durch Menschenhand nicht artgerecht sei.
sz-online -
29. Dez. 2006
Nach
Bärentötung: Strafanzeige gegen Zoo-Direktor Junhold
Die Tötung eines jungen Lippenbären im Zoo Leipzig
wird nun auch zum Fall für den Staatsanwalt. Ein Tierschützer
aus
Nürtingen
(Württemberg) stellte gestern Strafanzeige gegen Zoo-Direktor Dr.
Jörg
Junhold.
Zoo-Mitarbeiter berichteten unterdessen von weiteren, skandalösen
Todesfällen. Als Frank Albrecht von der Tötung des Leipziger
Lippenbären las, verlor er die Fassung. „Es kann nicht sein, dass
unterlassene
Geburtenkontrolle durch das Zoomanagement ein Grund ist, ein gesundes
Bärenbaby
zu töten“, wettert der Nürtinger, der seit 15 Jahren
Fälle von
„Nachwuchs-Entsorgung“ in deutschen Tierparks recherchiert. Der
Tierschützer
stellte umgehend Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das
Tierschutzgesetz. Zoo-Chef Junhold hält an der Auffassung fest,
dass
die
Bärentötung zu Recht erfolgte. Der Zoo Leipzig
praktiziert aber seit Jahren erfolgreich Handaufzuchten von Wildtieren.
Dass auch eine Zucht mit
solchen Tieren möglich sei, beweise die von Hand aufgezogene
Mähnenwölfin
Luzie, die dem Zoo später zwei Würfe Jungtiere schenkte.
Andere
Zoo-Mitarbeiter, die sich gestern vertraulich an
die Morgenpost wandten, berichten von weiteren Todesfällen. So sei
im
November
ein gerade geborener Kleinkantschil (kleine Hirschart) an
Entkräftung
gestorben. Auch fünf Mähnenwölfen, die am 13. Dezember
im Zoo
geboren und von ihrer Mutter verstoßen wurden, soll Nötzold
keine
Lebenschance
gegeben haben.
Leipziger Volkszeitung
- 29. Dez. 2006
Tötung
eines
kleinen Lippenbären im Leipziger Zoo löst Empörung aus
Die Tötung eines Lippenbären im Leipziger Zoo kurz nach
seiner
Geburt hat über die Grenzen von Sachsen Empörung
ausgelöst. Der
Deutsche
Tierschutzbund forderte am Freitag eine „lückenlose
Aufklärung“ des
Falles. „Er
hat bei uns für erhebliche Irritation gesorgt“, sagte
Bundesgeschäftsführer
Thomas Schröder. Ein Tierschützer aus Nürtingen in
Baden-Württemberg
erstattete
Medienberichten zufolge Strafanzeige gegen Zoodirektor Jörg
Junhold.
„So hart es klingt. Zu der Entscheidung stehe ich“,
sagte Junhold im Interview mit der Leipziger Ausgabe der
„Bild“-Zeitung. „Wir werden notfalls juristisch prüfen, ob hier
gegen
das Tierschutzgesetz
verstoßen wurde“, sagte Tierschutzbund- Geschäftsführer
Schröder. Eine
Aufzucht des Wildtiers von Menschenhand sei nicht artgerecht und habe
langfristige Folgen, argumentierte dagegen der Tierpark. Eine starke
Prägung
durch den Umgang mit Menschen mache eine Eingliederung in die
Sozialstruktur
von Artgenossen nahezu unmöglich. Als Negativ- Beispiel für
eine
Handaufzucht
nannte Kurator Nötzold Gorilla-Dame „Effi“. Die 13-Jährige
wurde in
Kopenhagen
geboren und dort mit dem Fläschchen groß gezogen. Seit
März ist sie in
Leipzig.
„Aber wir werden sie wieder abgegeben müssen. Es gibt erhebliche
Probleme mit
der Gruppe, so dass wir sie isolieren mussten“, schilderte
Nötzold.
Zuvor habe
es bereits im Berliner Zoo Probleme bei der Integration gegeben.
Berliner
Kurier - 29. Dez. 2006
Wie
kann man nur so herzlos sein?
Er ist der herzloseste Zoo-Direktor Deutschlands: Weil Jörg
Junhold ein zu Weihnachten geborenes Lippenbären-Baby nicht halten
wollte,
wurde das kleine Bärchen im Leipziger Zoo einfach totgespritzt.
Und
das, obwohl
das Neugeborene kerngesund war, Lippenbären vom Aussterben bedroht
sind. Vergeblich hatten sich Tierpfleger in Deutschlands Vorzeige-Zoo
über
Weihnachten um das Lippenbärenjunge bemüht. Die beiden
Bären-Babys
irrten stundenlang im Gehege umher, drohten zu
erfrieren. Als letzte Chance wurden sie in die Obhut einer
scheinträchtigen
Hundeamme gegeben. Für eines der Kuschelbärchen kam die
"Adoption" zu
spät: Es starb noch in der Nacht an Unterkühlung. Dann das
Unglaubliche: Die Zoo-Leitung entschied, das zweite Neugeborene
einzuschläfern. Obwohl es putzmunter war, die nachwuchs-erprobte
Terrierhündin
(8) als neue Mama akzeptiert hatte.
Mitteldeutsche
Zeitung - 2. Jan. 2007
Tierschützer
erstatten nach Tötung des Lippenbären Anzeige
Nach der Tötung eines
kleinen Lippenbären im Leipziger Zoo ist nun die
Staatsanwaltschaft
tätig
geworden. «Uns liegen zwei Anzeigen wegen Verdachts auf einen
Verstoß
gegen das
Tierschutzgesetz vor», sagte ein Behördensprecher am
Dienstag in
Leipzig. «Wir
prüfen nun, ob ein Anfangsverdacht besteht.» Die Anzeigen
richten sich
gegen
Zoodirektor Jörg Junhold sowie den zuständigen Kurator. Sie
wurden von
einem
Tierschützer aus Nürtingen in Baden-Württemberg sowie
einem aus Sachsen
erstattet. Im Leipziger Zoo seien in den vergangenen Tagen etwa 20
Protest- E-Mails
eingegangen, berichtete Sprecherin Kathleen Raschke. Der Deutsche
Tierschutzbund forderte am Dienstag Zoodirektor Junhold mit einem
Fragenkatalog zu einer umfangreichen Aufklärung des Falles auf.
PR-Inside.com - 2.
Jan. 2007
Staatsanwaltschaft
ermittelt nach Tod von Leipziger Bärenbaby
Nach der Einschläferung eines Lippenbärenbabys im Leipziger
Zoo hat
sich
die Staatsanwaltschaft in den Fall eingeschaltet. Es werde
geprüft, ob
der
Anfangsverdacht einer Straftat gegeben sei, sagte ein
Behördensprecher
am
Dienstag in Leipzig. Ermittelt werden gegen Zoodirektor Jörg
Junhold
wegen des
Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Dem Zoo werde
vorgeworfen, das Bärenbaby ohne «vernünftigen
Grund» getötet zu
haben.
PR-Inside.com
- 3. Jan. 2007
Tierschutzbund
kritisiert Zoo wegen Bären-Einschläferung
Nach der Einschläferung eines Lippenbärenbabys hat der
Deutsche
Tierschutzbund das Vorgehen des Leipziger Zoos kritisiert.
Bundesgeschäftsführer Thomas Schröder äußerte
am Mittwoch Zweifel an
der
Wissenschaftlichkeit der Haltungs- und Zuchtprogramme. Es sei zu
befürchten,
dass Tiere eingeschläfert würden, die nicht dem
«Haushaltsmanagement»
entsprächen. Zugleich warf er dem Leipziger Zoo
«Ahnungslosigkeit in
der wissenschaftlichen
Begleitung» vor. Es müsse umgehend geklärt werden, auf
welcher Basis
die Entscheidung zum Einschläfern gefällt wurde und von wem.
Leipziger
Volkszeitung - 3. Jan. 2007
Zoo
beantwortet Fragen des Tierschutzbunds zum getöteten Lippenbär
Nach der Tötung eines Lippenbären kurz nach seiner Geburt
begründet der Leipziger Zoo sein Verhalten gegenüber dem
Deutschen
Tierschutzbund in Bonn. „Wir bearbeiten derzeit den Fragenkatalog der
Organisation“, sagte Sprecherin Kathleen Raschke am Mittwoch. Das
Antwortschreiben
sollte noch am selben Tag abgeschickt werden. Der Zoo wolle dazu
beitragen, den
Fall aufzuklären. „Für
den Betrachter von außen ist es schwierig nachzuvollziehen, dass
ein gesundes
Tier getötet wird“, räumte sie ein. Das Interesse am Zoo hat
ihren Angaben
zufolge nicht unter der Diskussion gelitten. Am Dienstag seien rund 700
Besucher gekommen, weit mehr als erwartet.
Lausitzer
Rundschau - 4. Jan 2007
Kritik
an Einschläferung des Leipziger Bärenbabys wächst
Nach der Einschläferung eines Lippenbärenbabys wächst
die Kritik an dem
Verhalten des Leipziger Zoos. Der Deutsche Tierschutzbund
äußerte
gestern
Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Haltungs- und Zuchtprogramme im
Zoo. Es sei zu befürchten, dass der Zoo Tiere einschläfere,
die nicht
seinem
„Haushaltsmanagement“ entsprächen, sagte der
Bundesgeschäftsführer des
Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, gestern in Bonn.
Zugleich
warf er dem Leipziger Zoo „Ahnungslosigkeit in der wissenschaftlichen
Begleitung“ vor. Es müsse umgehend geklärt werden, auf
welcher Basis
die
Entscheidung zur Einschläferung gefällt wurde und von wem.
Neue
Ruhr Zeitung - 29. Dez. 2006
Der
Pragmatiker verlässt die Arche
Duisburg. Zoo-Direktor Reinhard Frese verlässt zum 31. Dezember
den
Kaiserberg, um
seinem Nachfolger Achim Winkler Platz zu machen. Für sein Diplom
studierte er genauestens die Bewohner der Meere, seine
heimliche Liebe hingegen gehörte stets den feinnervigen
Spitzmaulnashörnern,
seinen größten zoologischen Coup jedoch landete er mit den
völlig
verpennten
Wonneproppen aus Australien: Im Dezember 1995 konnte der Duisburger Zoo
den
ersten in Europa geborenen Koala präsentieren. Der gebürtige
Wuppertaler Reinhard Frese hatte 20 Jahre im Berliner Zoo
gearbeitet, war dort wissenschaftlicher Assistent,
Handlungsbevollmächtigter
und für die Bauabteilung zuständig gewesen, bevor er im
November 1993
am
Kaiserberg die Nachfolge von Dr. Wolfgang Gewalt antrat. Zäh und
zielstrebig hat der schlanke Mann mit dem markanten Schnäuzer, der
sich
trotz seines Stressjobs vor vier Jahren das Kettenrauchen
abgewöhnte,
seine
Pläne verfolgt. Die großzügige Umgestaltung des Zoos
samt kontinentaler
Zuordnung des
Tierbestandes ist ihm weitgehend bestens gelungen. Augenfällig
sind da
nicht nur der riesige Spielplatz nahe dem Seelöwengehege,
die großzügige Freianlage samt kuscheliger Kinderstube
für die
Netzgiraffen und
der Um- und Ausbau des völlig überalteten Äquatoriums,
sondern auch das
tropische Aquarium "Rio Negro" für den - leider nunmehr einsamen -
südamerikanischen Flussdelfin, die Katta-Insel, das neue
Elefantenhaus
und
natürlich das brandneue Cabrio-Dach fürs Delfinarium;
wenngleich
letzteres
unplanmäßig und kaum freiwillig ersetzt werden musste.
PR-Inside.com
- 2. Jan. 2007
Achim
Winkler übernimmt Leitung im Duisburger Zoo
Der Zoo Duisburg hat mit dem neuen Jahr auch einen
neuen Direktor bekommen. Wie der Tierpark am Dienstag mitteilte,
übernahm der
bisherige Stellvertreter Achim Winkler das Amt von Reinhard Frese, der
13 Jahre
lang den Zoo geleitet hatte und in den Ruhestand geht. Der
45-jährige
Winkler hatte mehrere Jahre in England und Südafrika studiert
und als Tierpfleger gearbeitet. 1993 trat er in die Dienste des
Duisburger
Zoos, 2005 wurde er vom Aufsichtsrat zum stellvertretenden
Zoologisch-Technischen Direktor berufen. Als Schwerpunkte seiner
künftigen
Arbeit hat sich der Diplom-Biologe unter anderem die Sanierung der
Tier- und
Wirtschaftsgebäude sowie die weitere Internationalisierung des
Tierparks
vorgenommen.
Neue
OZ
Online - 28. Dez. 2006
Nach
China ausgewandert
Ein Pärchen Schimpansen aus dem Zoo Osnabrück ist nach China
ausgewandert. Quattro, der 14-jährige Schimpansenmann, geboren und
aufgewachsen
im Zoo Osnabrück, und seine "Lieblingsfrau" Fali, geboren in der
Schweiz, sind in der vergangenen Woche über Amsterdam nach
Schanghai/China
geflogen. Nach weiteren zwei Stunden Autofahrt erreichten sie ihre neue
Bleibe, den
Ningbo-Youngor-Zoo. Nach Auskunft der Osnabrücker
Zoo-Tierärztin Dr.
Susanne
Klomburg sind sie gut angekommen und werden demnächst mit den
dortigen
vier
Artgenossen zusammengeführt. Der Zoo Osnabrück musste sich
von den
beiden
Tieren trennen, weil sich zwischen den gleichaltrigen Männchen
verstärkt
Aggressionen entwickelt hatten.
Kölner
Stadt-Anzeiger - 29. Dez. 2006
Tierische
Nachfrage trotz Regens
Köln. Der Zoo verzeichnet eine
auffällig große Nachfrage. Sogar gestern war der Park gut
besucht. 1,15
Millionen kamen 2006 insgesamt, 200 000 mehr als 2005. Marlar ist eben
sehr anziehend, findet scheinbar auch ihre Wahl-verwandtschaft,
erst recht seit dem Tod von Mutter Khaing Lwin Htoo am 13. Dezember.
Zoo-Chef Theo
Pagel ist sicher: „Marlar ist über den Verlust hinweg. Nur
manchmal
ruft sie
morgens noch nach ihrer Mutter, wenn sie nicht weiß, wo es
langgeht.
Dann sind
sofort alle da.“ Pagel rühren ebenso gespendete Tannenbäume
als
Elefantenspielzeug und Hunderte „Kondolenzbriefe“, aber er bittet um
Nachsicht:
„Wir haben Bäume genug und können nicht jeden Brief
beantworten.“
Marlars
Gewicht entwickele sich wie gewünscht. „Sie nimmt jeden Tag ein
Kilo
zu. So wie
ich während der Feiertage. Nur, dass das bei mir nicht gewollt
ist.“
Entwickeln sich die Zahlen und Geburten weiterhin so erfreulich, kann
sich Köln
bald auf weitere Neuheiten freuen, die von den Einnahmen bezahlt werden
können:
So soll bis 2010, zum 150-jährigen Bestehen des Zoos, eine
afrikanische
Flusslandschaft für Nilkrokodile und Flusspferde mit
Hippo-Aquarium für
acht
Millionen Euro entstehen. Und nach einem Brand wird eine neue Zooschule
gebraucht. Derzeit sind Schüler und Lehrer in Containern
untergebracht.
2007
soll es eine neue Außenanlage für die Orang-Utans geben
sowie ein
Papageienhaus
zwischen den Tigern und dem Streichelzoo.
koeln.de -
29. Dez. 2006
1,15 Millionen Fans besuchten Marlar im Kölner Zoo
1,15 Millionen Besucher konnte der Kölner Zoo in diesem Jahr
begrüßen.
200.000
mehr als 2005. Nicht ganz unschuldig dürfte daran der neue Star im
Kölner
Tiergarten sein: Elefanten-Nachwuchs Marlar eroberte die Herzen im
Sturm - und
nicht nur die der Zweibeinigen. Auf einen Spielkameraden muss der
Dickhäuternachwuchs allerdings doch
noch ein wenig warten. Dabei hatte der neue Zoodirektor Theo Pagel doch
gehofft, schon an Weihnachten würde die Elefantenkrippe einen
neuen
Bewohner
bekommen. Zootierarzt Dr. Olaf Behlert will nun Anfang Januar
versuchen, der
Elefantendame Tong Koon ihr süßes Geheimnis zu
entlocken. Mit einer
Urinprobe der Schwangeren möchte er versuchen, den
Geburtszeitpunkt des
Nachwuchses näher zu bestimmen.
Kölnische Rundschau -
29. Dez. 2006
Wenn
Marlar schreit, flitzen alle
Köln. Die Inventur wird zeigen, ob noch alle Mann an
Bord sind oder ob - wie einige Male geschehen - der ein oder andere vom
Fuchs
gefressen wurde. Gut 700 Tierarten mit 8500 Individuen leben im Zoo und
eines
ist der unumstrittene Liebling - Elefantenbaby Marlar, inzwischen neun
Monate
alt. Nach dem Tod ihrer Mutter Khaing Lwin Htoo hat die Kleine eine
Zeit lang
keine Milch mehr zu sich genommen. Mit „Trick 17“ habe man sie dann
überlistet,
indem die Milch gezuckert wurde, erklärt Zoodirektor Theo Pagel.
Inzwischen
trinkt sie, isst Bananenbrei, nimmt wieder jeden Tag ein Kilo zu und
wiegt
schon stolze 439 Kilogramm. Es habe sich als richtig
erwiesen, „große und erfahrene Kühe in die Herde zu holen,
die Mütter
oder
Tanten waren“, betont Pagel, der auf ein „Christkind“ im Elefantenpark
gehofft
hatte. „Wenn es ganz dicke kommt, sind sechs Tiere trächtig“, sagt
der
Zoodirektor. Um die Lage genauer einschätzen zu können, hat
der Zoo
jetzt ein
Ultraschallgerät angeschafft. Pagel versichert: „Wir sind
gelassener
als beim
ersten Mal.“ Die zwei halbstarken Bullen sind inzwischen von der Herde
getrennt
und werden in Kürze ins polnische Plock übersiedeln.
Wochenspiegel
-
2. Jan. 2007
Wenn
Mama Sabi mit Abu rüsselt
Bereits im Juli des vergangenen Jahres hieß es im Zoo Halle nach
drei Jahren ohne endlich wieder: Elefanten auf dem Reilsberg. Aus dem
Tiergarten Schönbrunn in Wien waren die 22-jährige Sabi und
ihr
5-jähriger Sohn
Abu in ihr neues, nach zwei Jahren Bauzeit fest fertiges Zuhause
eingezogen.
Mit der offiziellen Eröffnung der neuen Elefantenanlage zum
Reformationstag fand das größte Bauvorhaben des halleschen
Bergzoos
seit 80
Jahren seinen Abschluss. Ein Haus mit fast 500 Quadratmetern
Fläche,
mit
großzügigen Schlafboxen und Badewanne, in dem vier
Zentimeter dicke
Panzerwände
Besucher und Dickhäuter trennen, und Außenanlagen mit zwei
fast 3 000
Quadratmetern Fläche sind inzwischen zur neuen Heimat für
drei
afrikanische
Elefanten geworden. Denn im Dezember zog mit der 24-jährigen
Mafuta
eine
schwergewichtige Dame (3 200 Kilogramm), die aus dem Tierpark Berlin
angereist
war, in der Elefanten-WG ein. Und weil Mafuta die längsten
Stoßzähne
hat, war
schnell klar, wer die kleine Herde anführt.
Mitteldeutsche
Zeitung - 3. Jan. 2007
Erster
Zoo in Sachsen-Anhalt impft gegen Vogelgrippe
Der Tierpark Thale
wird als erster Zoo in Sachsen-Anhalt seinen gesamten Vogelbestand
gegen
Vogelgrippe impfen. Das Landwirtschaftsministerium in Magdeburg
bestätigte am
Mittwoch, dass eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden sei.
Planung
und
Bau
Westdeutsche
Zeitung - 2. Jan. 2007
Blick in
die
Glaskugel:
2007 - ein Jahr mit Härten und Highlights
Die
Wuppertaler erwartet 2007 ein Jahr mit Härten und Highlights. Das
schönste Geschenk macht der Zoo den Wuppertalern zu Ostern: Dann
soll
mit
einiger Verzögerung die neue Großkatzenanlage endlich fertig
sein. Wer
sich die
Baustellen bereits von der Samba-Trasse aus angesehen hat, der kann
erahnen,
was die Besucher künftig erwartet. Da die Regionale-Projekte
im Präsentationsjahr 2006 vielfach noch Baustellen blieben, gibt
es in
diesem
Jahr viele Fertigstellungen und Einweihungen zu feiern, darunter
beispielsweise
auch die neuen Schaugewächshäuser auf der Hardt.
20minuten -
29. Dez. 2006
Zolli:
Neue
Anlage
für die Panzernashörner
Im Zolli steht eine grosse Züglete bevor: Die Bauarbeiten zur
Erweiterung der Nashornaussenanlage haben begonnen. «Der
Nashornbulle
erhält ein eigenes Gehege», erklärte Projektleiterin
Heidi
Rodel auf Anfrage. Die neue Anlage soll Ende 2007 fertig sein. Um Platz
zu schaffen, sind die alten Volieren abgerissen und die Vögel
umgesiedelt worden. Der Kondor hat in einer Greifvogelstation ein neues
Zuhause
gefunden, das Schneeeulenweibchen ist mit einem neuen Partner in einer
Voliere
bei der Wolfsanlage zu sehen. Zudem werden die Rentiere in das
ehemalige
Lamagehege beim Kinder-zolli umziehen, denn die Nashornanlage wird auch
Teile
ihres Geheges beanspruchen. Zurzeit werden auch das Café und der
Zolliladen beim Eingang umgestaltet und
erweitert. Beide sollen im April wieder geöffnet werden.
Mitteldeutsche
Zeitung - 28. Dez. 2006
Deutlich
mehr Besucher als im Vorjahr
Die Tiergärten in Sachsen-Anhalt erwarten 2007
eine Reihe neuer Gehege-Bewohner, die zu Besuchermagneten werden
könnten. Für das zu Ende gehende Jahr ziehen die Zoo-Chefs
überwiegend
eine gute Bilanz.
Der Zoo in Halle hatte die höchste Besucherresonanz seit vier
Jahren.
«Das
haben wir vor allem der Rückkehr der Elefanten in unseren Zoo zu
verdanken»,
sagte Geschäftsführer Andreas Jacob. Im
kommenden Jahr sollen zudem die Bauarbeiten am Zoo-Eingang beendet
werden. Die weiße Tigerin Kiara hat dem Tierpark Aschersleben
einen
Besucherrekord
beschert. «Ich hoffe, dass wir im kommenden
Jahr weiter von der Attraktivität Kiaras zehren können und
für sie noch
ein
Männchen finden», sagte Kallas. Für den Tierpark
Bernburg hingegen war
2006 ein schwieriges Jahr. Das größte Ziel sei eine Anlage
für
Brillenpinguine - samt Pinguinen. Trotz Besuchereinbußen zum
Jahresanfang wegen des langen und kalten Winters hat
der Tierpark Dessau in diesem Jahr rund 80 000 Eintrittskarten verkauft
- und
damit so viele wie schon in den vergangenen Jahren. Im kommenden Jahr
gibt es Neuigkeiten bei
den Bären: Sie bekommen eine modernere Anlage - finanziert aus
Lotto-Mitteln.
Naumburger
Tageblatt - 28. Dez. 2006
Brillenpinguine für Bernburg: Neues in
Sachsen-Anhalts
Tiergärten
Ein weißer Tiger für Aschersleben, mehr Elefanten für
Halle und
Brillenpinguine
für Bernburg: Die Tiergärten in Sachsen-Anhalt erwarten 2007
eine Reihe
neuer
Gehege-Bewohner, die zu Besuchermagneten werden könnten.
Märkische
Allgemeine - 3. Jan. 2007
Eulen-Freigehege
soll im Tierpark bis zum Sommer fertig werden
Die künftige Eulenburg im Perleberger Tierpark ist bereits
zu einer imposanten Größe herangewachsen. "Das Mauerwerk der
Burgruine ist
fertig", freut sich Tierparkleiter Wilhelm Lüdke. Jetzt
würden noch die
Holzarbeiten ausstehen. "Später wird die Burg oben mit einem Netz
überspannt", erklärt Lüdke. Er hofft, dass die Eulen bis
zum Tierparkfest
im Sommer die künstlich geschaffene Ruine beziehen können. In
drei Volieren
werden die Tiere untergebracht. Zu den Vögeln, die dort einziehen,
zählen laut
Lüdke höchstwahrscheinlich Schleiereulen und Uhus.
Tages-Anzeiger
Online - 29. Dez. 2006
Natur
soll Zoo-Seilbahn stoppen
Zürich. Der Dübendorfer Stadtrat wehrt sich gegen das
Seilbahnprojekt
zum Zoo. Er
will, dass der Regierungsrat das Sagentobel zwischen Stettbach und
Zürich
Fluntern unter Schutz stellt. Im Januar wird der Kantonsrat
darüber
befinden, ob das Seilbahnprojekt zum Zoo
in den Verkehrsrichtplan aufgenommen werden soll. Um Druck in seinem
Sinn auf
die Politik zu machen, lancierte der Zoo im Herbst eine Petition zu
Gunsten
einer Seilbahn. Über 20'000 Personen haben sie unterschrieben. Der
Dübendorfer Stadtrat lehnt das Projekt ab. Er befürchtet,
dass eine
Seilbahn das Verkehrsproblem beim Zoo nach Stettbach verlagern
würde.
Würde das Tobel unter
kantonalen Schutz gestellt, würde dies den Bau einer Seilbahn zwar
nicht
verunmöglichen; die Hürden würden jedoch deutlich
höher. Innert
Monatsfrist
dürfte die Baudirektion entscheiden, ob sie auf den Antrag
eintritt.
Allgemeine
Zeitung Mainz - 30. Dez. 2006
Tiger
bekommen Anbau
Ingelheim. Der Tiger-Garten Waldeck am Bismarckturm wird
vergrößert:
Die
fünf Tiger, die von Ausflüglern gerne bestaunt werden,
bekommen so mehr
Platz.
Außerdem können in Not geratene Raubkatzen künftig
vorübergehend hier
aufgenommen werden. Ein bisschen mulmig kann es einem schon werden,
wenn man im Bergrestaurant
Waldeck am Bismarckturm sitzt, plötzlich ein Tiger anfängt zu
brüllen
und in
dem Moment ein kleines Hauskätzchen um die Ecke spaziert kommt.
220
Quadratmeter haben Kashmir, Mara, Shirkan,
Pascha und Sultan derzeit zur Verfügung, können in Stall und
Gehege
herumspazieren wie sie lustig sind oder sich im "Tiger-Pool"
amüsieren. Jetzt sollen noch einmal rund 120 Quadratmeter
dazukommen,
inklusive Stall mit
Fußbodenheizung. Bis April soll das neue Gehege fertig sein,
hofft
Schweikhard. Das Wetter muss eben mitspielen, bei Dauernieselregen hat
er die
Arbeiten diese Woche erst einmal abgebrochen.
Freie Presse - 28.
Dez. 2006
Am
Lessinggymnasium entsteht ein kleiner Zoo
Hohenstein-Ernstthal. Einen richtigen, wenn auch nur kleinen Schulzoo
plant Lehrerin Martina Hollstein für das Lessinggymnasium. Nachdem
das
Haus 2
des Schulkomplexes durch einen Anbau erweitert und auf allen Etagen
saniert
worden ist, könne dieses Vorhaben nun relativ zügig
realisiert werden.
Drei
Aquarien mit Fischen und kleinen Schildkröten gibt es bereits.
Besonders stolz
sind die Biologielehrerin und die Schüler, die die Tiere betreuen,
aber
vor
allem auf das Axolotl.
Aktionen
Kronberger
Bote
- 3.
Jan. 2007
Familie
Bleich holte Hauptgewinn der Jubiläumsrallye ab
Kronberg. „Eigentlich wollten wir uns nur die neue Anlage Afrika
Savanne und das Giraffenhaus im Opel-Zoo ansehen“, erinnerte sich Dirk
Bleich
kurz vor Weihnachten an seinen Zoobesuch im September, der für
seine Familie
einen nicht alltäglichen Verlauf nahm. Anlässlich der
Jubiläumsfeierlichkeiten
zum 50-jährigen Bestehen des Zoos fand unter anderem eine Rallye
statt; als
Hauptpreis lockte ein Opel Zafira. „Wir füllten den Zettel aus und
warfen ihn
in die Box im neuen Haupteingang. Und dann kam der Anruf, dass ich den
Hauptpreis
gewonnen habe“, konnte der stolze Gewinner sein Glück noch immer
kaum fassen.
Zu einer kleinen Feierstunde und der offiziellen Übergabe des
Preises kam Dirk
Bleich mit seiner Familie nochmals in die Burgstadt.
Die
Welt - 31. Dez. 2006
Worauf
sich
Hamburg freuen darf
Neben dem
traditionellen Hafengeburtstag (11. bis 13. Mai) steht der
Frühlingsmonat ganz
im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums von Hagenbecks
Tierpark. Als
Geschenk an
alle Tierfreunde öffnet am 7. Mai das neue Tropen-Aquarium seine
Pforten, in
dem gefährliche Skorpione leben und sogar Haie schwimmen werden.
Mitteldeutsche
Zeitung - 1. Jan. 2007
Traditioneller
Neujahrsrundgang im Zoo
Aschersleben. "Die Eintrittspreise für den
Zoo werden nicht erhöht", mit dieser positiven Nachricht
begrüßte
Zoochef
Dietmar Reisky die Teilnehmer am traditionellen Neujahrsrundgang durch
den Zoo.
Die Eintrittspreise deckten bei weitem nicht die Unkosten. Der Zoo sei
auf
nicht geringe Zuschüsse durch die Stadt angewiesen, fügte
Reisky hinzu.
presse-service.de
- 3. Jan. 2007
Kinderspaß
mit
Luchs und Wetter
Bielefeld. Im Heimat-Tierpark Olderdissen ist es mal wieder so weit:
Die Sonntagsschule lädt Schulkinder bis 12 Jahren dazu ein, etwas
über das
Wetter zu lernen. Außerdem gibt es noch Interessantes über
den Luchs und das
Muffelwild in Erfahrung zu bringen. Das Ganze findet am Sonntag, 7.
Januar,
statt.
Die
Welt - 31. Dez. 2006
Allein
unter
Haien
In Sydney kann man
im Aquarium der Oceanworld mit echten, fast vier Meter langen Haien
tauchen,
die keine Pflanzenfresser sind. Sönke Krüger hat es
ausprobiert. Ohne
Waffe,
ohne Tauchschein, nicht ohne Herzklopfen.
Krone.at - 2. Jan.
2007
Hinter
Gittern
Menschen
sollen Menschenaffen ja recht ähnlich sein. In Australien wollen
es
sechs
Menschen ganz genau wissen, wie viel vom Affen in ihnen steckt: Sie
lassen sich
ein Monat lang im Adelaider Zoo in einen Affenkäfig einsperren und
dabei von
Zoogästen betrachten. "Die
Leute sollen glauben, dass sie richtige Affen sehen – bis auf das
Äußere
eben", so ein Teilnehmer. Die menschlichen "Affen" sehen es als
interessante Erfahrung. Die
Tierpsychologin des Zoos, Carla Litchfield, ist vom Experiment
begeistert.
"Die Teilnehmer werden mir ausführlich erzählen können,
wie sich das
Leben
im Käfig anfühlt, mit all seinen Gerüchen, dem Lärm
und den tausenden
Leuten,
die zusehen." Das Spektakel dient aber nicht nur der wissenschaftlichen
Forschung, sondern soll über Spenden auch zusätzliche Gelder
für den
Zoo
lukrieren.
Nachwuchs
Kölner
Stadt-Anzeiger - 3. Jan. 2007
Orang-Utan-Baby in Münsters Allwetterzoo geboren
Im Affenhaus des Allwetterzoos Münster gibt es einen
Neuzuwachs: Orang-Utan-Dame «Tammy» hat am zweiten
Weihnachtstag einen kleinen
Jungen zur Welt gebracht. Wie der Tierpark am Mittwoch berichtete,
hatte es
zuletzt 1995 Nachwuchs in der nun achtköpfigen
Menschenaffen-Gruppe gegeben.
«Wir sind besonders stolz darauf, dass Mutter "Tammy" das Baby
angenommen hat», sagte Revierleiterin Bärbel Uphoff. Im
Duisburger Zoo hatte
die heute 25-jährige Orang-Utan-Dame bereits zwei Junge zur Welt
gebracht, sie
aber nicht angenommen. Sie mussten mit der Hand aufgezogen werden.
Netzeitung
- 28. Dez. 2006
Nashorn
macht
Berliner Zoo ein Geschenk
Schwergewichtiger
Nachwuchs ist im Nashornkäfig des Berliner Zoos zu bestaunen. Dort
ist
zu
Weihnachten ein 20 Kilogramm schweres Spitzmaulnashorn-Baby zur Welt
gekommen. Das weibliche
Jungtier erhielt den Namen Zawadi, was in der afrikanischen Sprache
Kisuaheli
Geschenk bedeutet.
Berliner Zeitung - 29.
Dez. 2006
Die
Hörner wachsen später
Wer die beiden so nebeneinander sieht, muss schon etwas
Fantasie haben, um sie für direkte Verwandte zu halten - den etwa
1 000
Kilogramm schweren Koloss mit zwei großen Hörnern auf der
Nase und das
fast
schwarze, nur 25 Kilogramm leichte Wesen mit dem riesig wirkenden Kopf,
das
seit neun Tagen mit dem Koloss in einem Gehege lebt. Tatsächlich
sind
die
beiden Mutter und Tochter: Die elf Jahre alte Spitzmaulnashorn-Kuh Kumi
hat dem
Zoologischen Garten das wohl schönste Weihnachtsgeschenk beschert:
Am
20.
Dezember um 11.45 Uhr brachte sie ihr erstes Junges auf die Welt.
Gestern präsentierte der Zoo das Jungtier zum ersten Mal der
Öffentlichkeit.
Was die Zucht von Spitzmaulnashörnern angeht, so kann der
Zoologische
Garten
auf eine 25 Jahre zurückreichende Erfolgsgeschichte verweisen:
Seit
1981 wurden
dort 14 Jungtiere geboren - Zawadi eingeschlossen. In Europa kann nur
ein Zoo
in Tschechien auf auf noch bessere Zuchtergebnisse verweisen.
meinberlin.de -
29. Dez. 2006
Kleine
Glücksschweine zu bestaunen
Pünktlich zum Jahreswechsel melden Berliner Tierpark und Zoo die
Geburt
kleiner „Glücksschweine”. Im Zoo sind drei kleine
südamerikanische
Weißbartpekaris zur Welt gekommen.
Ein Wurf faltiger Maskenschweine aus China ist im Tierpark zu bestaunen.
Aachener
Zeitung - 3. Jan. 2007
Brille auf und raus!
Es gibt Nachwuchs im Aachener Tierpark, und das mitten im Winter! Sie
sind
dunkelbraun, ziemlich putzig, und leider meist nicht zu sehen: drei
junge
Brillenpinguine, die ab sofort die noch kleine und junge Kolonie des
Tierparks
bereichern. Zumeist halten sich die Küken in den von ihren Eltern
bewachten Bruthöhlen im
Außengehege auf. Es ist bereits das dritte Mal, dass es im
Pinguingehege des Tierparks Nachwuchs
gibt, zu dem bisher einzigen fleißigen Pärchen hat sich nun
ein zweites
Elternpaar gesellt.
SF
Tagesschau - 31. Dez. 2006
2006
war ein «Panda-Jahr»
Der
Panda gehört zu den seltensten Tierarten der Welt. 2006 aber war
ein
gutes
«Panda-Jahr»: 30 kleine Bärchen erblickten in Zoos das
Licht der Welt.
Ein Zoologe vom Tierforschungszentrum in Chengdu in China sprach
angesichts
dieses Baby-Booms gar von einem «Goldenen Zeitalter»
für die
Panda-Zucht. In dieser Stadt im Südwesten Chinas wurden in diesem
Jahr
allein neun Pandas
geboren. 17 kamen im nahe gelegenen Wolong zur Welt, je ein weiterer im
chinesischen Chongqing sowie im Zoo von Atlanta. Eine besondere
Überraschung gab es auch im Zoo von Wakayama in Japan. Dort
konnte man sich gleich über Panda-Zwillinge freuen.
Berliner
Zeitung
27.12.2006
Noch
steht
"Mrs.
X" ahnungslos in ihrem Stall im Berliner Zoo und knabbert am Heu. Doch
das wird sich bald ändern: Die Transportkiste für die
zweijährige
Säbelantilope (Oryx dammah) steht parat und die nötigen
Reisepapiere
liegen auch schon vor. Das Tier soll demnächst nach Tunesien
gebracht
und dort ausgewildert werden. Das nordafrikanische Land bemüht
sich
seit 1985 um die Wiederansiedlung der Wüstenantilopen, die seit
den
Siebzigerjahren als ausgestorben gelten.
Leverkusen Lokal - 27.
Dez. 2006
Erhalt
des Wildparks: Sponsoren und Bürger helfen
Leverkusen. Ein turbulentes Jahr geht für den Tierpark
Reuschenberg zu Ende: Eigentlich stand der Park schon auf der
Streichliste der
Beraterfirma Kienbaum, doch dank des Engagement des umtriebigen
Fördervereins
haben Park und Tiere eine Galgenfrist erhalten: Bis Ende 2008 muss der
Wildpark
beweisen, dass er sich selbst trägt. Um die nötigen Mittel
dafür
aufzutreiben,
bewies der Förderverein Kreativität, ließ
beispielsweise tonnenweise
Kastanien
sammeln, für die Sponsoren Geld spendeten. Weitere Sponsoren
für Futter
und
Medikamente wurden gefunden, und auch die Bevölkerung
unterstützt den
Wildpark
- etwa durch die Zahlung eines freiwilligen Eintrittsgeldes. Ein
besonders großes Weihnachtsgeschenk machte Peter Schwind,
Geschäftsführer
der Firma Schwind-Bau, dem Wildpark: Drei Meter hoch ist die Kanzel, im
Unterschied zum Hochsitz hat dieser Beobachtungsposten noch ein
schützendes
Dach. Von dort oben können die Besucher demnächst in Ruhe das
Damwild
im
gegenüberliegenden Gehege beobachten. In Zukunft will der
Förderverein
den Wildpark verstärkt zu einem Lernort für
Natur ausbauen, Pläne für eine Waldschule liegen bereits
fertig in der
Schublade.
Remscheider
General-Anzeiger
- 2. Jan. 2007
Der Wuppertaler Zoo macht Inventur
Wuppertal. 2006 war für den Wuppertaler Zoo nicht nur das
Jubiläumsjahr
und das
Jahr der Pinguinale. Auch sonst herrschte bei Elefanten, Affen und Co.
Hochkonjunktur. "Was die Geburten betrifft, war hier unheimlich viel
los", sagt Zoodirektor Dr. Ulrich Schürer. Besonders stolz ist er
zum
Beispiel auf die beiden Tapirgeburten, den Nachwuchs
der roten Felsenhähne, der Zwergschimpansen und natürlich auf
den
jüngsten
Sprössling des Zoos, den Gaukler "Gaukli". Bei insgesamt über
4300
Tieren kann man schnell den Überblick verlieren.
Deshalb steht dieser Tage wieder die alljährliche Inventur auf dem
Programm.
Morgenweb
- 3. Jan. 2007
Bei der Inventur im Zoo ist Erfindungsreichtum gefragt
"Pimpf" schaut ein bisschen schüchtern unter dem Bauch seiner Mama
hervor und meckert lautstark, als Diplom-Biologin Sandra Reichler den
letzten
Neuzugang des Jahres 2006 auf den Arm nimmt. Das kleine Zicklein ist am
Silvestertag zur Welt gekommen und damit gerade noch in den
Jahresabschluss des
Heidelberger Zoos gerutscht. So leben laut Inventur derzeit 1102
Individuen aus
204 Arten hier.
PR-Inside.com
- 28. Dez. 2006
Elefanten
haben Tannenbäume zum Fressen gern
Auf dem Speiseplan der Rostocker Elefantendamen
Sara und Dzomba stehen seit Donnerstag Tannenbäume als
Appetithäppchen.
Weihnachtsbaum-Händler belieferten nun bereits seit mehr als 20
Jahren
den Zoo
nach dem Fest mit Restbeständen, sagte Zoodirektor Udo Nagel.
Nicht nur
die
Dickhäuter hätten Appetit auf Nordmanntanne und Kiefer. Auch
die Bären
und
Huftiere ließen sich das Grünfutter schmecken. Insgesamt 300
Tannenbäume erhielt der Zoo in diesem Jahr. Rund 200 kommen auf
den Speiseplan. Der Rest ist Dekoration und Spielzeug für die
Tiere,
die sich
gern im Geäst verstecken oder mit dem Gehölz bolzen. Der
Vorrat reicht
nach
Zooangaben etwa bis März, dann vergehe auch den Tieren der Appetit
auf
Weihnachtsbäume.
Tagesspiegel -
3. Jan. 2007
Tannenbaum-Entsorgung
Verspäteter Weihnachtsschmaus für Elefanten
Die Elefanten im Berliner Zoo bekommen am Donnerstag ihr
verspätetes
Weihnachtsmahl. Traditionell stehen bei den Dickhäutern erst zu
Beginn
des
neuen Jahres nicht verkaufte Weihnachtsbäume auf dem Speiseplan.
Der
aromatische Geschmack der Nadelzweige munde den Rüsseltieren
anfangs,
aber
ihr Interesse an dem Zusatzfutter lasse relativ schnell wieder nach.
Aus diesem
Grund will der Berliner Zoo jetzt auch keine weiteren Bäume von
Händlern
annehmen.
Lübecker
Nachrichten - 30. Dez. 2006
Jetzt
gibt's
lecker
Tannenbaum
Fatima,
Suleika und Jasmin haben Tannenbäume zum Fressen gern. Für
die
Dromedare des
Tigerparks Dassow und Zootiere in Wismar und Rostock sind sie ein
echter
Festschmaus. Ein Lübecker Baumarkt hat zwei LKW-Ladungen mit nicht
verkauften Bäumen nach Dassow geschafft. Wismars Tierparkchef
Michael
Werner hat davon zurzeit
weniger Vorrat, als ihm lieb ist. Denn auch die Wisente, Rothirsche und
sogar
die Pferde mögen lecker Tanne. In Wismar kann gern seinen
ausgedienten
Baum im
Tierpark abgeben, wer den Vierbeinern einen Gefallen tun möchte.
Voraussetzung:
Es dürfen keine Lamettareste und auch kein Spray dran sein.
Bereits
seit mehr als zwanzig Jahren beliefern Weihnachtsbaumhändler den
Rostocker Zoo nach dem Fest mit ihren Restbeständen.
Tageblatt für den
Kreis Steinfurt - 29. Dez. 2006
Was
Löwen wünschen
Die Antilope ist sein Lieblingstier, vielleicht auch noch Vögel.
Werner Janning hat die Qual der Wahl - bei knapp 390 Tierarten in
Münsters
Allwetterzoo. Eigentlich hat er sie aber alle gern. Ausschlaggebend ist
für den
Futtermeister eh nur, dass Löwe & Co. satt werden - seit 36
Jahren.
Heute,
an seinem 65. Geburtstag, wird er zum letzten Mal für
gefüllte Tröge
sorgen. Knapp die Hälfte des Futters rekrutiert er in Münster
und
Umgebung
- der Umwelt zuliebe. Auf Großmärkten, bei
Gemüsezüchtern und
Fleischbetrieben
ist er allseits bekannt. Und wenn's ums Feilschen geht, ist er ein
Profi.
"Reden mit den Leuten, da bin ich stark drin. Viele, die was abzugeben
haben, sagen auch 'Ach, da rufen wir mal den Janning an'". Wie der
Bremer
Händler, der gleich 1000 Tannenbäume loswerden wollte.
Bote
der Urschweiz - 30. Dez. 2006
Oskar Steiner verlässt Tierpark
Oskar Steiner kann auf mehr als 30 Jahre Mitwirken beim Tierpark
Goldau zurückblicken. Als langjähriger Präsident und
Teilzeitangestellter hat
er enorm viel zum Erfolg des Parks beigetragen. Unter anderem hat er
aus dem
lokalen Wildpark eine tagestouristische Attraktion sowie eine weltweit
anerkannte Institution gemacht. Oskar Steiner hat gestern sein
Büro in
Goldau
geräumt. Er wird dem Tierpark aber auch in Zukunft treu bleiben
und dem
Vorstand als Protokollführer zur Seite stehen.
Ostthüringer Zeitung -
30. Dez. 2006
Mischka
zurück im Tiergarten
Der Bär Mischka, der im Frühjahr aus gesundheitlichen
Gründen
eingeschläfert werden musste, ist in den Eisenberger
Tiergarten zurück gekehrt. Allerdings erst zum Teil, nämlich
sein
Skelett. Das
nur 1,50 Meter lange und etwa 80 cm hohe Knochengerüst steht seit
ein
paar
Tagen als Präparat in der Zoo-Schule. Das Fellpräparat wird
dann den Bären so zeigen, wie ihn die Tiergartenbesucher kennen,
nämlich in
seiner vollen Lebensgröße, allerdings auch auf allen vier
Pfoten und
nicht in
aufrechter Pose. Zu Gesicht bekommen werden vorerst nur die
Zoo-Schulen-Gäste die
beiden
Präparate. Doch zu Tiergartenfesten und besonderen Veranstaltungen
wird
auch die
Öffentlichkeit Gelegenheit bekommen, den verdoppelten Petz zu
betrachten. Mischkas Partnerin Dunja ist voraussichtlich noch etwa drei
Monate lang im
Eisenberger Tiergarten daheim. Dann zieht sie in das derzeit noch im
Bau
befindliche, etwa 7000 Quadratmeter große Bärengehege nach
Knüll
(Hessen) um,
in dessen Nachbarschaft auch ein knapp halb so großes Wolfsgehege
entsteht.
Freie
Presse - 3. Jan. 2007
Die
Chemnitzer Bärendame Kitty bekommt wieder ihre Gestalt und Form
Kitty, die letzte Grizzlybärin aus dem Chemnitzer
Tierpark, bekommt ein zweites Leben. Präparator Holger Rathaj wird
am kommenden
Wochenende in einer Schauvorführung den gigantischen Pelz der
Bärin auf einen
Kunststoffkörper aufziehen und anpassen. Ab Februar wird die 2,70
Meter große und 230 Kilo schwere Bärendame, die 2006
im Tierpark Chemnitz verstorben ist, im Naturkundemuseum eine neue
Heimat
finden.Mit Kitty verfügt die museale Einrichtung im Tietz dann
über einen
zweiten ausgestopften Kuschel- Giganten.
Ruhr
Nachrichten - 29.
Dez. 2006
Im
Tierpark wird gekuschelt
Bochum. Fast mag man Murmel und ihre Freunde beneiden. Träge
liegen
die Riesenschildkröten unter taghellen Strahlern und lassen sich
die
elektrische Sonne auf die Panzer scheinen. Braunbärendame Anja
zeigt
sich ähnlich ruhig.
Freie Presse - 28.
Dez. 2006
Sichere
Bleibe für Mini-Hüpfer
Für die Mitarbeiter im Auer Zoo der Minis hat das Arbeitsjahr
2006 gewissermaßen erst im Juli begonnen. Sagt jedenfalls
Tierparkchef
Christian Schroller. Eine Richtlinie der Europäischen Union
verlangt
unter anderem die Fortbildung
des Tierpark-Personals zu Zootierpflegern. Die Auer haben diese Aufgabe
gemeistert, die abschließende Prüfung im Leipziger Zoo mit
Bravour
bestanden –
Schroller und seine Frau Bärbel sogar mit dem Prädikat
„Ausgezeichnet“.
Freie Presse - 29.
Dez. 2006
Wolfswelpen
gehen auf Reisen
Großes Gedränge herrschte
am Mittwochnachmittag auf der Besucherterrasse des „Bärenlandes“
im
Tierpark
Hirschfeld. Übers Geländer gelehnt, verfolgten zahlreiche
Neugierige
mit Blick
auf den Bereich der Wölfe voller Spannung, wie die zwei Welpen
Aischa
und Alf
in große Kisten verladen wurden. Die zwei Welpen aus dem am 28.
Mai
geborenen fünfköpfigen Nachwuchs wurden auf
die Reise nach Österreich geschickt, wo sie im Tierpark
Herne-Spielfeld
ihr
neues Domizil erwartet.
Freie Presse - 28.
Dez. 2006
Neues
Gehege für Bergziegen
Der Erlebnishof in Sorgau hat ein neues Empfangskomitee:
Unmittelbar am Eingang trifft der Besucher jetzt auf fünf
Bergziegen.
Diese
sind umgezogen, erzählt DRK-Mitarbeiter Wolfgang Butter.
Andererseits
habe man dadurch mehr Platz für die Lamas und die Esel bekommen.
Der ist auch dringend nötig, denn der wenige Tage alte Nachwuchs
von
Esel-Mutter Susi will sich austoben.
St. Galler Tagblatt -
28. Dez. 2006
Ein
Serval auf Wanderschaft
Letzte Woche ist in Sennwald ein Serval ausgerissen. Die
aus Wolfhalden stammende afrikanische Raubkatze wurde zuletzt in
Unterwasser
gesichtet. Besitzerin ist die in Wolfhalden wohnhafte Diana Stadtmann.
Sie führt dort
einen privaten Tierpark, in dem weitere exotische Tiere wie Ozelot,
Katta,
Nasenbär oder Stinktier leben. Wegen «privater
Probleme» hatte Diana
Stadtmann
für einige Tage bei einer Bekannten in Sennwald Unterschlupf
gefunden;
ihren
Serval hat sie gleich mitgenommen. Dort ist die Raubkatze in
Anwesenheit der
Besitzerin letzte Woche ausgerissen – in einem Moment der
Unachtsamkeit. Alle Versuche, das Tier ein- zufangen, sind bisher
gescheitert. Der Serval stelle für die Bevölkerung keine
Gefahr dar,
sagt Diana
Stadtmann. Er sei von Hand aufgezogen und domestiziert.
Basler
Zeitung - 29.Dez. 2006
Afrikanische
Wildkatze im Toggenburg eingefangen
Eine entlaufene
afrikanische Wildkatze ist am Donnerstagabend bei einem Ferienhaus in
Ennetbüehl im Toggenburg eingefangen worden. Der Serval war am
19. Dezember in Sennwald im Rheintal entlaufen.
December 28, 2006
Oldest elephant dies in Dubbo
STAFF
at the Western Plains Zoo in central-western New South Wales are
mourning the death of their only male elephant, the oldest Asian bull
in Australasia. Known as Heman, he was found dead by his keepers at the
zoo in Dubbo this morning, after taking ill yesterday.
Heman was believed to be just over 50 years old, but his precise
date of birth was not known because of poor record keeping in the 50s
and 60s.
December 28, 2006
Rare African parrots stolen from Adelaide zoo
The
male and female African grey parrots were among the most expensive
birds in the zoo and were likely to be stolen for trade interstate, the
zoo's director of conservation projects Kevin Evans said.Thieves
breached a perimeter fence of the zoo, on Adelaide's city
fringe, between midnight and 1am CDT today and broke into an enclosure
housing some 20 bird species.
|
| Sie fragen sich, wo
der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt
oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere
Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach
einem Ortsnamen. |
|
|
Niederländische Meldungen
Blikopnieuws.nl
– 31. Dezember 2006
Gorilla-kerstkind geboren
Gorilla-Christkind geboren
http://www.blikopnieuws.nl/bericht/39988
In der Weihnachts-Nacht kam im Burgers’ Zoo Arnhem ein Gorilla zur
Welt. Es handelt sich um das erste Jungtier des Weibchens Shatilla, die
Geburt fand inmitten der Gruppe statt. Da das Geschlecht des Jungtieres
noch unbekannt ist, hat es auch noch keinen Namen.
De Telegraaf – 31. Dezember 2006
Jongetje bijna speelbal zeeleeuwen
Junge fast Spielball der Seelöwen in Blijdorp
http://www.telegraaf.nl/binnenland/56141881/Jongetje_bijna_speelbal_zeeleeuwen.html
Ein 11jähriger Junge ist am 30. Dezember in das
Seelöwenbassin des
Rotterdamer Zoos gefallen. Noch bevor die Tiere ihn erreichten, konnte
der gute Schwimmer jedoch wieder aus dem Becken klettern. Er war auf
die Absperrmauer geklettert und verlor dort das Gleichgewicht. Bis auf
die nasse Kleidung kam der Junge mit dem Schrecken davon.
Brusselnieuws – 29. Dezember 2006
Dieren op ranch Lanimaltion moeten weg
Tiere der Ranch Lanimaltion müssen weg
http://www.brusselnieuws.be/site/rubrieken/1091053972/page.htm?newsID=1167392188
Im vergangenen Sommer war auf dem Gelände einer Gesellschaft des
sozialen Wohnungsbaus in Ganshorn ein Kinderbauernhof eingerichtet
worden. Obwohl bereits Stallgebäude gebaut wurden und die ersten
Kinder
ihre Praktika absolvieren, muss die Ranch nun weg, da der
Grundeigentümer seine Zustimmung widerrief. Auch die Gemeinde
zeigte
sich nicht hilfsbereit. Grund: Das Gelände darf nur zu 20% bebaut
werden, die jetzt bereits überschritten sind.
Algemeen Dagblad – 28. Dezember 2006
Late kerst voor bavianen
Späte Weihnacht für Paviane
http://www.ad.nl/utrecht/amersfoort/article944382.ece
Für die Paviane und Elefanten des Tierpark Amersfoort gab es keine
Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Sie nehmen lieber den Baum selbst,
der für sie ein beliebtes Spielzeug darstellt. Nicht verkaufte
Bäume
wurden dem Zoo gestiftet und bescheren den Tieren nun ein
verspätetes
Weihnachtsfest.
|
| Zoo: Meldungen
° Pressemitteilungen
|
Naturschutz: Meldungen ° Pressemitteilungen | Weitere
Infos | Veranstaltungen | TV-Tipps | Schöne
Zoowelt |
| Zoos – Pressemitteilungen
teilweise gekürzt |
Tiergarten Nürnberg, 04.01.2007
Rückblick 2006 – Ausblick 2007
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hatte im Jahr 2006 insgesamt
1.101.716 Besucher registriert. Dies bedeutet einen leichten
Rückgang
um 2,5 % gegenüber dem Vorjahr. Davon besuchten 419.104 auch das
Delphinarium – ein Minus von nur 0,7 %. Insgesamt brachte das Jahr
2006 damit wieder ein sehr gutes Ergebnis, immerhin das zweitbeste in
der Geschichte des Tiergartens.
Allwetterzoo Münster, 3.1.2007
„Weihnachtskind“ mit feuerroten
Haaren: Im Allwetterzoo Münster wurde am 26. Dezember ein
Orang-Utan
geboren
Die Freude bei den Tierpflegern in der
ZoORANGerie im
Allwetterzoo Münster war groß, als ihnen „Temmy“ am zweiten
Weihnachtstag bei Dienstbeginn ihr Neugeborenes präsentierte. Das
achtundzwanzigjährige Orang-Utan-Weibchen hatte in der Nacht ein
gesundes männliches Baby zur Welt gebracht. Die ersten Tage
verbrachten
Mutter und Kind hinter den Kulissen, denn „Temmy“ war von der Geburt
offensichtlich erschöpft. Am 3. Januar war dann Premiere für
die
Zoobesucher: Sie konnten „Temmy“ und ihren Sohn erstmalig sehen.
Vorerst leben Mutter und Kind nur mit den beiden potentiellen
Vätern
zusammen, getrennt von der übrigen Gruppe. Wer nun der
tatsächliche
Erzeuger ist, wird durch einen Vaterschaftstest noch geklärt
werden
müssen. In Frage kommen zwei neunjährige Dänen, „Pongo“
und „Demo“, die
Ende 2004 aus dem Zoo Aalborg nach Münster kamen.
„Temmy“, 1981 im Zoo Duisburg geboren, lebt seit der Eröffnung der
ZoORANGerie im Herbst 2000 in Münster. Sie hatte in ihrem
Heimatzoo
bereits zweimal Nachwuchs, den sie jedoch leider nicht angenommen
hatte. Jetzt scheint alles gut zu klappen; denn sie kümmert sich
rührend um ihren Spross. Auffällig ist ihre besondere Art,
das Jungtier
zu „sichern“, wenn sie in luftiger Höhe von Ast zu Ast hangelt:
Sie
nimmt eine Hand des Kleinen ins Maul, damit es ja nicht abrutscht.
Junge Orang-Utans krallen sich zwar instinktiv fest ins Fell der
Mutter, aber man kann ja nie wissen!
Im Allwetterzoo ist man sehr glücklich über den Zuchterfolg
bei diesen
von der Ausrottung stark bedrohten Menschenaffen. 1995 war mit „Mali“
das letzte Jungtier in Münster geboren worden. „Mali“ wird
übrigens
ebenfalls bald Mutter - und wieder wird sich die Frage nach dem Vater
stellen. Sicher ist nur, dass es nicht der knapp 35jährige „Jonny“
sein
kann, er ist nicht mehr zeugungsfähig. Insgesamt leben in
Münster
derzeit acht Orang-Utans, deren Ursprungsheimat die indonesische Insel
Borneo ist.
Alternativer Bärenpark Worbis, 04.01.2007
Aus der Exkursionsreihe: Auf den Spuren der Braunbären
Diplombiologe Arne Willenberg wird auch im Jahr 2007 im Auftrag der
STIFTUNG FÜR BÄREN die Wanderfreunde unter dem Motto „Auf den
Spuren
der Braunbären“ durch das Eichsfeld führen, in dem vor
einigen hundert
Jahren Braunbären lebten.
Die erste Exkursion d. J. findet am Sonnabend, dem 13. Januar statt.
Zwar wurde 1705 der letzte Bär in dieser Region geschossen, doch
gäbe es heute im Eichsfeld noch Bären, würden diese
vermutlich jetzt
Winterruhe halten. Andere Tiere, z. B. Wasservögel, suchen
für die
Überwinterung entsprechende Gewässer auf. Auf Wunsch vieler
Teilnehmer
dieser monatlichen Wanderungen wird Arne Willenberg deshalb die erste
Exkursion des Jahres dort beginnen, wo sich die Wanderfreunde im
letzten Jahr verabschiedet haben: am Stausee Birkungen. Hier im
Offenland und in unmittelbarer Gewässernähe können im
Winter mehr Tiere
beobachtet werden als im Wald. Es geht in erster Linie also wieder um
Vögel und speziell um überwinternde Wasservögel wie die
verschiedenen
Entenarten, Gänse, Taucher, Kormorane, Graureiher. Aber auch
Kleinvögel, z. B. Finken- und Drosselarten, können im Baum-
und
Strauchsaum am Stausee beobachtet werden, da hier ein gutes
Futterangebot durch fruchttragende Gehölze besteht. So sind auch
solche
Vogelarten zu erwarten, die in der Regel nur im Winter bei uns sind und
ansonsten ihre Brutgebiete in Nordeuropa haben wie Bergfink, Rotdrossel
und Seidenschwanz.
Zoo Dresden, 03.01.2007
„Dresdner Schnauzen – Zoogeschichten aus Sachsen“
Ab Montag, dem 8 Januar, startet die Dokusoap
„Dresdner
Schnauzen“. Im Mittelpunkt stehen die vielen Facetten des Dresdner
Zoos, sowie die besonderen Beziehungen der Pfleger zu ihren
Schützlingen. Schon in den ersten Folgen erleben Sie Thabo-Umasai
und
seine kleinen Abenteuer. Sie werden auch erfahren was es mit dem
Hyazinth-Ara Quak und seinem Pfleger auf sich hat und wie sich die
Kamerunschafe Leo und Lea entwickeln. Der Zoo Dresden hat sogar eine
kleine Liebesgeschichte mit Happy End zu bieten, ein
Tamarinmännchen
aus Paris sorgt hierbei für Überraschungen. Die 32 Folgen
werden
jeweils Montag bis Freitag von 15.15 bis 16.00 Uhr im ZDF
übertragen.
Zoo Stralsund, 03.01.2007
2007 begann mit Drillingen - Inventur im
Stralsunder Zoo
abgeschlossen
Die letzten Tage des Jahres werden
im Stralsunder Zoo regelmäßig zur Inventur des Tierbestandes
genutzt.
Per Computer kann dann die genaue Anzahl der Zoobewohner ermittelt
werden- allerdings mit Einschränkungen ! Denn einige Tierarten wie
verschiedene Insekten oder Tiergruppen in denen die Tierzahl
häüfig
wechselt ,ie bei den Meerschweinchen, werden lediglich mit einem
pauschalen Inventurbestand erfasst. Schwierigkeiten gibt es auch bei
den Tieren, die im Winterschlaf sind. Für die Präriehunde
wird deshalb
die Tierzahl angenommen, die bereits vor Antritt des Winterschlafes im
November ermittelt wurde. Zum Stichtag 31.12. 2006 wurden 783 Tiere in
133 Arten im Tierpark Stralsund gehalten. Darunter befinden sich 10
Arten wirbelloser Tiere, 6 Fischarten, 3 Vertreter der Lurche, 14
Reptilienarten und 49 Vogelarten. Mit 51 Arten sind die Säugetiere
am
stärksten vertreten. Einen Schwerpunkt in der Tierzusammensetzung
bildeten auch 2006 die alten Haustierrassen. Neu im Tierbestand
vertreten sind die Zwergseidenäffchen ,die nordamerikanischen
Skunks
und die Singschwäne. Diese drei Arten wurden früher schon in
Stralsund gepflegt. Erstmals gehalten werden dagegen eine tropische
Fangschreckenart- auch als " Gottesanbeterin" bekannt, die
afrikanischen Leopardschildkröten und die Europäische
Sumpfschildkröte.
Die meisten dieser Tiere gelangten aus verschiedenen Zoos als
Schenkung oder im Austausch gegen andere Tiere nach Stralsund. Im
Gegenzug zog beispielsweise ein Stralsunder Polarwolf in einen
Dänischen Zoo, ein Rötelpelikan in einen Luxemburger Zoo und
zwei
Bisons in ein Freigehege in Brandenburg. Zu den erfreulichen
Ereignissen des Jahres zählten die Geburten bei den Weißen
Eseln, bei
den Lewitzschecken ( einer Pferderasse ) und der Nachwuchs bei den
Schnee- Eulen und den Sakerfalken. Leider mußten auch Verluste
verzeichnet werden, so fielen mehrere ältere Tiere bei den
Wisenten und
Bisons einer heimtückischen Viruserkrankung zum Opfer. Das Neue
Jahr
begann gleich am Neujahrstag mit einem Drillingswurf bei den
Zwergziegen. Da die Mutter Probleme beim Lammen hatte mußte zwar
Geburtshilfe geleistet werden aber inzwischen sind die Ziegenmutter und
der Nachwuchs wohlauf.
Zoo Landau, 03.01.2007
Glänzender Jahresabschluss 2006 – tierisch
produktiver Start
in das Jahr 2007
Hochzufrieden zeigt sich das Mitarbeiterteam des
Zoo Landau
in der Pfalz mit der Zahl der Besucher im Jahr 2006. Nach einem
witterungsbedingt eher schleppenden Saisonstart und WM- sowie
hitzebedingt besucherschwachem Juli, konnte der Zoo Landau bei 167.505
zahlenden Besuchern dennoch mit dem bisher zweitbesten Ergebnis seiner
über 100jährigen Geschichte abschließen.
Übertroffen wurde dieses
Ergebnis bisher nur im Jahr 2005, als knapp 5.000 Besucher mehr den Zoo
besuchten. „Wir sind über diese äußerst positive
Entwicklung mehr als
glücklich, da wir seit dem Jahr 2004 nun das dritte Jahr in Folge
Besucherrekorde verzeichnen konnten,“ kommentiert Direktor Dr. Jens-Ove
Heckel das Ergebnis. Das Veranstaltungsjahr 2006 war von einem
Feuerwerk an 30 Sonderveranstaltungen geprägt, die nach Ansicht
der
Zooverwaltung wesentlich mitverantwortlich für das gute
Abschneiden
zeichnen. Die äußerst erfolgreiche Zooschule Landau sowie
der
Freundeskreis haben diese Aktivitäten wieder maßgeblich
geprägt und
unterstützt. „Das motiviert uns natürlich auch wieder
für das Jahr
2007“, sagt der Zoodirektor und verweist auf ein ebenso ambitioniertes
Programm in diesem Jahr, welches in Kürze vorgestellt wird.
Für den Zoo
Landau hat das Jahr 2007 allerdings schon sehr erfreulich begonnen. So
früh wie nie, nämlich in der Sylvesternacht, gab es den
ersten
Nachwuchs: Sechs kleine Zicklein und ein wunderschönes grünes
Emuei
überraschten die Mitarbeiter am Neujahrsmorgen. „Sehr schade, dass
wir
im Zoo mit unserem Nachwuchs nicht am neuen „Elterngeld“ teilhaben
können“, meint Heckel scherzhaft. Allerdings, wenn es so produktiv
weitergeht, dann lässt dieses auf ein glänzendes Zoojahr 2007
schließen!
Zoo Landau, 03.01.2007
Das erste Klammeraffenbaby 2007 ist da!
Nicht nur Zwergziegen und Emus erfreuten gleich
zu Beginn des
Jahres die Zoomitarbeiter, auch die Braunkopfklammeraffen (Ateles
fusciceps robustus) im Zoo Landau warteten mit einem ganz besonderen
Geschenk zum Neujahr auf – einem Baby! Das mit 23 Jahren
älteste Weibchen der Gruppe „Bonny“ hielt am Morgen des 02. Januar
2007
stolz ihr Neugeborenes im Arm. Über das nun 13. Mitglied der
Braunkopfklammeraffenfamilie des Zoo Landau freute sich ganz besonders
Affenpfleger Herr Andreas Banse, der am gleichen Tag sein
10jähriges
Dienstjubiläum im Zoo Landau feierte.
Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 03.01.2007
Let’s twist again ...
“Twist” heißt der neue Gepardenkater in der
Wilhelma. Er
macht seinem Namen alle Ehre, denn niemand verschränkt die Pfoten
so
elegant wie er! Seinem Wunsch nach Gesellschaft durch die Gepardin
„Tana“ verleiht er allerdings nicht durch machomäßiges
Gebrüll
Nachdruck, sondern durch gepardentypisches Gemaunze. Seine Ungeduld ist
verständlich, schließlich ist er von weit her aus Warschau
angereist,
um zu einem passenden Weibchen zu kommen. Zunächst musste er seine
Anlage alleine kennen lernen. In seiner näheren Umgebung
faszinierten
ihn besonders die Okapis schräg gegenüber: Zwar gehören
solch große
Tiere nicht in das Beuteschema eines Geparden, aber Interesse darf man
natürlich zeigen! Mittlerweile darf er schon stundenweise mit
„Tana“
zusammen spazieren gehen. Was sich anhört wie
spätviktorianische
Eheanbahnung, ist im Zoo bei vielen Tiergruppen nach wie vor topmodern:
Das behutsame Beschnuppern unter Aufsicht senkt das Risiko
verletzungsträchtiger Verständigungsschwierigkeiten zwischen
den
Partnern – ein Risiko, das bei Geparden sicher geringer einzustufen
ist, als beispielsweise bei Tigern. Mit dem jungen Paar („Twist“ ist am
22.4.2005 in Warschau geboren, „Tana“ am 18.3.2003 in Münster)
herrscht
in der Wilhelma wieder „Leben in der Bude“. Die Vorgänger der
beiden,
„Jock“ und „Nora“, haben es in den letzten Jahren doch etwas ruhiger
angehen lassen, aber schließlich haben sie mit 14 und 16 Jahren
ein für
Geparden nahezu biblisches Alter erreicht. In freier Natur werden
Geparden nicht so alt – und es werden auch immer weniger:
Viehzüchter,
Trophäenjäger und Seuchen machen den eleganten schnellen
Jägern das
Leben schwer. Ob der Arterhalt gelingt, werden die nächsten 20
Jahre
zeigen. Das Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wird sein Möglichstes
tun, um
zumindest die Population in Menschenobhut zu erhalten.
Zoo Hannover, 02.01.2007
2006: Rekord-Jahr für Zoo
Während andere Freizeitunternehmen sich
über die Hitze im
Sommer und die Konkurrenz der Fußballweltmeisterschaft beklagten,
war
2006 war für den Erlebnis-Zoo Hannover im wahrsten Sinne ein
tierisch
erfolgreiches Jahr mit einem neuen Besucherrekord, zwei Giraffenbabys,
fünf Wolfswelpen, einem winzigen Gorillababy, einem Mini-Tapir und
dem
ersten Flusspferdbaby seit 10 Jahren. Schon am 3. Oktober konnte der
Zoo seinen millionsten Besucher begrüßen, so früh wie
noch nie in der
Zoogeschichte! „Dass wir die Million bereits drei Wochen eher als im
Vorjahr erreicht haben, zeigt, dass die Attraktivität des
Erlebnis-Zoos
stetig wächst. Und dass die Anziehungskraft weit über
Hannover hinaus
wirkt“, so Zoodirektor Klaus-Michael Machens. 31,3 Prozent aller
Besucher kamen aus der Region Hannover, 15,9 Prozent aus den
angrenzenden Landkreisen, 22,8 Prozent der Gäste kamen aus dem
übrigen
Niedersachsen und 29,9 Prozent aus allen anderen Bundesländern!
Insgesamt haben 1.229.162 Gäste den Zoo im Jahr 2006 besucht.
Weitere
34.465 Gäste kamen bis zum 31. Dezember nach Zooschluss über
den
kostenlosen Abendeingang, um den Winter-Zoo auf Meyers Hof zu
genießen,
Schlittschuh zu laufen und zu rodeln.
Thüringer Zoopark Erfurt, 02.01.2007
Fisch- und Wasserpflanzenbörse
Am 7. Januar lädt der Verein
der
Aquarienfreunde 1912 e.V. im Aquarium des Zooparkes am Nettelbeckufer
28 a zur ersten Fisch- und Wasserpflanzenbörse des neuen Jahres
ein.
Neben Nachzuchten verschiedenster Süßwasserfische wird es
auch wieder
Wasserpflanzen zu erwerben geben. Wer sich zudem die Chance auf
kostenlose Beratung über Fische und das Drumherum nicht entgehen
lassen
will, der ist zwischen 9 und 12 Uhr herzlich eingeladen. Das neue
Riffbecken ist innen jetzt auch fertig. Der Probelauf mit Wasser und
Technik steht unmittelbar bevor. Kommen Sie doch vorbei und schauen
sich den Baufortschritt an.
Zoo Heidelberg, 29.12.2006
Nicht nur der Weihnachtsmann hat was im Beutel...
...auch die Kängurus im Zoo
Heidelberg können es nicht mehr verbergen, dass zwei von ihnen
schon
große Junge im Beutel tragen. Doch während der
Weihnachtsmann seinen
Sack zuverlässig zu Weihnachten auspackt, bleibt ein Blick auf die
Beuteljungen der Kängurus Glückssache. Mal schaut ein Bein
oder Schwanz
heraus und manchmal ist sogar ein kleiner Kopf mit Ohren zu sehen. Die
meiste Zeit verbringen die Jungen im mollig warmen Beutel der Mutter.
Im Zoo Heidelberg leben vier Erwachsene Rote Riesenkängurus. Die
größten Beuteltiere der Welt stammen aus den trockenen
Regionen
Australiens. Dort wird es nachts auch sehr kalt, aber dafür am Tag
in
der Sonne wieder richtig warm. Im Zoo wird die Temperatur umgedreht:
Tagsüber bei schönem Wetter sind die Tiere auch im Winter oft
auf der
Freianlage zu sehen. Die Nacht verbringen sie im geheizten Stall.
Kängurubabies kommen als winzige, gering entwickelte Wesen zur
Welt.
Sie müssen in den ersten Lebensstunden den Weg durch das Fell in
den
mütterlichen Beutel allein bewältigen. Dort angekommen saugen
sie sich
erst einmal an einer der beiden Zitzen fest und sind für über
drei
Monate nicht zu sehen. Danach beginnt die Phase in der sich die
Heidelberger Kängurus jetzt befinden. Die Außenwelt wird aus
dem Beutel
heraus erkundet, der Beutel aber noch nicht verlassen. Jetzt kann das
junge Känguru schon einmal alles kosten was die Mutter frisst und
sich
in der Umgebung orientieren. In wenigen Wochen beginnen sie dann den
„Außendienst“. Von ihren Exkursionen kehren sie aber immer wieder
rasch
in den mütterlichen Beutel zurück.
Zoo Basel: Bild des Monats
Kängurubabys kommen schon nach einer Tragzeit von einem Monat zur
Welt,
aber erst rund sechseinhalb Monate später strecken sie den Kopf
aus dem
Beutel und man bekommt sie erstmals zu Gesicht. Grund genug für
den
Zoofotografen, einmal einen Blick in den Beutel zu tun und nachzusehen,
was darin vor sich geht.
Aus
aktuellem
Anlaß erneut, zum Nachlesen:
Zoo Leipzig, 27.12.2006
Lippenbärenjungtier im Zoo Leipzig muss
eingeschläfert
werden
Der Zoo Leipzig musste heute ein neugeborenes Lippenbärenjungtier
einschläfern. Völlig unerwartet hatte die knapp
dreijährige „Renate“ am
25.12.2006 zwei Junge zur Welt gebracht. Die Bärin zeigte
keinerlei
Bemühungen, ihren ersten Wurf zu versorgen. Die beiden Jungtiere
wurden
vorübergehend in die Obhut
einer scheinträchtigen Hundeamme gegeben. Eins starb dennoch
bereits
nach wenigen Stunden. Mehrere Versuche, „Renate“ erneut an ihr Junges
heranzuführen, scheiterte. „Auch in der Natur ist es nicht
ungewöhnlich,
dass die ersten ein bis zwei Würfe nicht aufgezogen werden. Eine
Aufzucht durch den Menschen kommt für uns nur in
äußersten
Ausnahmefällen in Frage. Die starke Prägung durch den
menschlichen
Umgang macht die
Eingliederung in eine Sozialstruktur von Artgenossen nahezu
unmöglich.
Das ist zum einen zum Nachteil für das Tier selbst und erschwert
zudem
die Haltung und die Vermittlung in andere Zoos. Letzteres ist besonders
im Hinblick auf die koordinierte Zucht gefährdeter und bedrohter
Arten
von Bedeutung.“, begründet Zoodirektor Dr. Jörg Junhold die
Entscheidung. „Hinzu kommt, dass ,Renate` und ,Klaus` als Vater der
beiden Jungtiere zu nah verwandt sind. Es besteht die Gefahr einer
Degeneration, die weder wir noch das Europäische
Erhaltungszuchtprogramm vertreten können.“
|
| Zoo: Meldungen
° Pressemitteilungen
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Zoowelt |
| Natur- und Artenschutz – Meldungen |
Bietigheimer
Zeitung - 30. Dez. 2006
Bäriger
Besuch mit einem traurigen Finale In Bayern war der Bär ...
In Bayern war der Bär los. Ganz
Deutschland verfolgte gespannt, ob es ein Happy End für "Bruno"
geben
würde. Gab es aber nicht. Der aus Italien eingewanderte
Jungbär wurde
am 26.
Juni von einem unbekannten Jäger am Spitzingsee im
Behördenauftrag
entschlossen
erschossen. Drei Jäger, deren Identität geheim blieb, waren
auf die
Spur des Bären, der vom
willkommenen Gast zum "Problembären" geworden war, gesetzt worden.
Was zuvor während mehrerer Wochen finnische Bärenjäger
und ihre fünf
Karelischen Bärenhunde nicht geschafft hatten, war nach deren
Abzug nur
noch
eine Frage von Stunden. "Bruno" lag tot auf einer Alm im
Rotwandgebiet. Empört hatte auch die italienische Regierung auf
den
Abschuss "ihres"
Tieres reagiert. Sie forderten die Auslieferung des toten Bären.
Dagegen besteht
der Freistaat auf sein Eigentum. Zunächst kam "Bruno" in eine
Kühlkammer in München. Später sollte er ausgestopft und
ausgestellt
werden.
Doch nachdem die Wellen auch Monate nach dem Abschuss immer noch hoch
schlugen,
wurde der tiefgefrorene "Bruno" Mitte Oktober an einen geheim
gehaltenen Ort gebracht. Es ist unwahrscheinlich, dass "Bruno" jemals
noch irgendwo
ausgestopft zu besichtigen sein wird.
HNA.de -
3. Jan. 2007
Fliegender
Edelstein
Der kleine, knapp 25 Gramm schwere Eisvogel, auch
Königsfischer oder fliegender Edelstein genannt, gehört
zweifellos zu
den
schönsten und eindruckvollsten Vögeln unserer heimischen
Gefilde. In
Deutschland ist ihr Brutbestand auf 3300 Paare geschrumpft. Die
bevorzugten Lebensräume des Eisvogels sind Feuchtgebiete an
Süßgewässern,
wie Seen, Flüsse, Bäche und Teiche. Die standorttreuen
Eisvögel
überwintern überwiegend in ihren Brutrevieren. Nur
die Jungvögel ziehen gelegentlich südwärts. In strengen
Wintern beträgt
die
Verlustquote bis zu 70 Prozent. Sie wird aber durch die hohe
Vermehrungsrate
wieder ausgeglichen. Weitaus bedenklicher für den Eisvogel ist die
Verschmutzung
seiner Lebensräume. Die bunten Stoßtaucher brauchen saubere
Fließ- und
Stillgewässer mit einer Sicht von wenigstens 50 Zentimeter Tiefe,
ausreichenden
Randbewuchs, Steilufer zum Brüten und artenreiche
Fischbestände. An der
Werra
könnte die beabsichtigte Erhöhung der Salzfracht das
endgültige Aus für
den
unter besonderen Artenschutz gestellten "fliegenden Diamanten"
bedeuten.
Mitteldeutsche
Zeitung - 28. Dez. 2006
US-Regierung
will Eisbären unter Artenschutz stellen
Die US-Regierung will Eisbären wegen des Klimawandels und
abschmelzender Polkappen als bedrohte Tierart in das nationale
Artenschutzprogramm aufnehmen. Es bestehe die Sorge, dass den
Eisbären
der
Lebensraum regelrecht unter den Tatzen wegschmelzen könnte, sagte
Innenminister
Dirk Kempthorne. Die Entscheidung, ob die Raubtierart wirklich mehr
geschützt wird, soll aber
erst nach neuen Studien über die Polkappen und andere Gründe
für den
Rückgang
der Population in einem Jahr fallen. Die Gründe für die
globale
Erwärmung
würden in anderen Regierungsstudien untersucht, sagte Kempthorne.
Nach
Angaben des Innenministeriums sind die Polareiskappen in den
vergangenen
zwei Jahrzehnten um 20 Prozent abgeschmolzen. Die internationale
Naturschutzunion (IUCN) hatte den Eisbär in diesem Jahr auf der
aktuellen Roten Liste wieder in die Gruppe der bedrohten
Tierarten hochgestuft, nachdem er vor zehn Jahren heruntergestuft
worden war.
Der US-Kongress hat Anfang Dezember einen Vertrag mit Russland
verabschiedet,
wonach die zwischen beiden Ländern pendelnden Tiere besser
geschützt
werden
sollen.
Deutschlandradio - 27.
Dez. 2006
2007
ist
das
"Jahr des Delfins"
Die Vereinten Nationen haben das kommende Jahr zum Jahr des Delfins
ausgerufen. In einer weltweiten Kampagne soll auf die starke Bedrohung
der
Meeressäuger aufmerksam gemacht werden. Wie wichtig der Schutz
ist,
hatte sich
erst vor rund zwei Wochen gezeigt, als aus China die Meldung kam, dass
der
extrem seltene Flussdelfin im Jangtse-Fluss nicht mehr gefunden werden
konnte -
trotz einer sechswöchigen intensiven Suche.
Delfine werden Opfer von der Fischerei, Industrie und Beifang.
Jährlich
sterben
300.000 Delfine als Beifang in Fischernetzen. Die Delfine im Mittelmeer
sind derzeit besonders durch die Treibnetzfischerei
gefährdet. Viele Delfine verfangen sich in den Netzen und
verenden.
Ziel der Kampagne ist es, weltweit so viele Menschen wie möglich
für
den
Delfinschutz zu gewinnen.
derStandard.at -
27. Dez. 2006
Im
Angesicht des
Schakals
Kaum jemand
würde wohl den Goldschakal (Canis aureus) in der
österreichische Fauna
ansiedeln. Und doch findet der scheue Wildhund offensichtlich mehr und
mehr
Gefallen an heimischen Gefilden. "Es gibt natürlich noch keine
stabile
Population. Aber der Anstieg an Sichtungen lässt klar darauf
schließen,
dass
sich der Goldschakal in Österreich ansiedelt", berichtet Klaus
Hackländer,
Leiter des Instituts für Wildtierkunde und Jagd-Wirtschaft an der
Universität
für Bodenkultur in Wien, im Gespräch mit dem Standard.
Spannend sei vor
allem, dass sich in jüngster Zeit die Meldungen über
Sichtungen geografisch verlagert hätten. "Lange Zeit wurde der
Goldschakal
bei uns, wenn überhaupt, nur in Grenznähe zu Slowenien und
Ungarn
gesichtet.
Dass es jetzt auch immer öfter Sichtkontakte etwa in
Oberösterreich
oder
Salzburg gibt, belegt die steigende Zahl der hochbeinigen Raubtiere mit
dem
goldgelben Fell", weiß Hackländer. Die Parallelen mit dem
Fuchs haben
aber auch lebensgefährliche Tücken.
"Gerade bei der Ansitz-Jagd wird der Schakal leicht mit dem Fuchs
verwechselt und irrtümlich geschossen", bangt Hackländer um
den
vierbeinigen Einwanderer. Eine Umfrage habe aber gezeigt, dass der
Goldschakal
eine "durchaus hohe Akzeptanz" innerhalb der Bevölkerung habe.
Neues
Deutschland 27.12.06
Die
letzten Einhörner? Erhöhte Jagdquote in Grönland bedroht
Narwal-Bestand
Seit mehreren Jahren wird die grönländische
Autonomieregierung national
und international für die festgelegten Jagdquoten kritisiert. Im
Mittelpunkt des Protestes stehen die Abschussquoten für
Eisbären,
Narwale, Weißwale und Walrosse, die nach Ansicht von Biologen
sowie von
Tierschutzorganisationen zu hoch sind.
28.12.2006 -
NABU
NABU ehrt RWE-Chef Harry
Roels mit "Dinosaurier des Jahres 2006"
Der NABU hat Harry Roels, Vorstandsvorsitzender der RWE
AG, mit dem "Dinosaurier 2006" -- Deutschlands peinlichstem Umweltpreis
-- ausgezeichnet. "Mit seiner hemmungslosen Atompolitik und dem
provozierenden Antrag auf Laufzeitverlängerung für
Deutschlands
ältesten und störanfälligsten Reaktor Biblis
Stern
-
29. Dez. 2006
Pinguin-Gemetzel: "Überall war Blut"
Die
"Happy Feet" in der Hafenbucht von Sydney und der Phillip-Bucht von
Melbourne sind lustige kleine Gesellen aus der Gattung der
Zwergpinguine. "Sie sind
faul", lacht Zoe Hogg, Koordinatorin der Pinguinforschungsgruppe
"Earthcare" in Melbournes Stadtteil St. Kilda. "Sie hängen den
ganzen Tag herum und tun nichts außer zu fressen und Nachwuchs zu
produzieren." Kaum einer der über 500 Zwergpinguine von St. Kilda
schwimmt
mal eben um die Ecke zum Besuch der Verwandten auf der nahe gelegenen
Phillip
Island, dessen etwa 20.000 Tiere umfassende Pinguinkolonie eine der
größten
Touristenattraktionen Australiens ist. Seit einigen Tagen aber ist es
vorbei der Ruhe. Fünf der zauberhaften Fairy
Penguins in St. Kilda, einer Hochburg des Melbourner Nachtlebens, sind
am Tag
vor Heiligabend in einer brutalen Attacke umgebracht worden. Einigen
hatten die
Täter den Hals umgedreht. Andere mit zahllosen Messerstichen
ermordet.
Kurz vor Weihnachten hatten Pinguinhasser auch in Sydney zugeschlagen.
Vandalen
zerschmetterten Eier der Pinguine und zerstörten Nester der
Vögel. Die
Sydneysider sind empört, und die Medien haben zur unerbittlichen
Jagd
auf die
Täter aufgerufen.
derstandard.at - 02.01.2007
Im
Rüttelflug auf Jagd
Mit dem Turmfalken haben die Vogelschutzorganisation BirdLife
Österreich und der deutsche Naturschutzbund einen der
häufigsten
Greifvögel Europas zum Vogel des Jahres 2007 auserkoren. Allein in
Österreich wird der Bestand auf über 5000 Brutpaare
geschätzt. Der nach
dem Mäusebussard am weitesten verbreitete Greif ist sowohl am Land
als
auch in der Stadt heimisch. Sogar in Großstädten wie Wien
ist der Falco
tinnunculus - so die wissenschaftliche Bezeichnung - zu beobachten.
Zwar gingen in Europa die Bestände durch den Verlust von
Lebensraum und
Nahrungsangebot langsam zurück, der Turmfalke sei aber von der
"roten
Liste" aussterbender Arten noch weit entfernt, erklärt
"BirdLife"-Geschäftsführer Gerald Pfiffinger im
Standard-Gespräch. ...
Über die Popularität dieser Falkenart wollen die
Naturschützer auf die
Bedrohungen für einen ganzen Lebensraum aufmerksam machen. Der
Turmfalke benötige, wie weitaus gefährdetere Arten auch -
etwa
Kaiseradler oder diverse Eulenarten -, klein strukturierte
landwirtschaftliche Gebiete mit Brachflächen und Feldrainen. Diese
würden aber durch immer mehr "landwirtschaftlich genutzte
Energieflächen - also etwa durch den Anbau von Elefantengras"
langsam
verschwinden, befürchtet "BirdLife"-Experte Pfiffinger.
Gefahr droht dem Turmfalken und anderen Greifvögeln zudem durch
den
Einsatz von Giften in der Agrarwirtschaft. Pestizide und Insektizide
reduzierten das Nahrungsangebot an Kleinsäugetieren. Fallweise
sind
sogar direkte Vergiftungen von Raubvögeln beobachtet worden.
derstandard.at - 02.01.2007
Schlangen
werden zu Erdbeben-Vorhersagern
Chinesische Forscher haben einen neuen Weg gefunden Erdbeben
vorherzusagen: Das Verhalten von Schlangen wird bis zu fünf Tage
vor
einem Beben unberechenbar. Nach Aussagen von Forschern des seismischen
Instituts in Nanning hatten die Tiere sich sogar gegen Wände
geworfen,
um zu flüchten. Die Fähigkeit auf herannahende Beben zu
reagieren soll
sogar bis zu einer Entfernung von 120 Kilometer beobachtet worden sein,
berichtet China Daily."Von allen Tieren der Erde sind Schlangen jene,
die am empfindlichsten auf seismische Veränderungen reagieren",
meint
Jiang Weisong, Direktor des Erdbeben-Büros von Nanning. ..."Mit
der
Installierung von 24-Stunden-Kamerasystemen über den
Schlangennestern
haben wir unser Erdbeben-Vorhersagesystem deutlich verbessern
können",
so Jiang. Die neuesten Erkenntnisse sollen nun auch auf andere
Städte
ausgedehnt werden.
derstandard.at - 02.01.2007
UN-Artenschutzbehörde
hebt Exportverbote für kaspischen Kaviar auf
Die Artenschutzbehörde der Vereinten Nationen (CITES) erlaubt
für 2007
wieder den Export von kaspischem Kaviar. Ausgenommen davon bleibt
zunächst der Export von Beluga-Kaviar, wie das UN-Gremium am
Dienstag
in Genf bekannt gab. Eine Entscheidung zum Beluga soll im Laufe des
Jahres fallen, wenn die betroffenen Länder weitere Informationen
vorgelegt hätten. ... Der Handel mit Kaviar wird vom Washingtoner
Artenschutzabkommen CITES geregelt. Die UN-Artenschutzbehörde mit
Sitz
in Genf verhängt jährliche Quoten.
derstandard.at - 01.01.2007
Fledermausfisch
rettet Korallen vor dem Ersticken im Tang
Einen potenziellen Retter von Korallenriffen haben Wissenschafter der
James Cook University in Queensland (Australien) aufgespürt.
Fledermausfische (Platax pinnatus) - und offenbar nur diese - fressen
nämlich große Seetang-Bestände, welche die
Korallenbänke zu ersticken
drohen, meldet die Wissenschaftszeitschrift "New Scientist".
Normalerweise wird Seetang an den Riffen von einer Vielzahl Pflanzen
fressender Fische kurz gehalten. Das kann sich vor allem durch die
Überfischung der Gewässer drastisch ändern. Dann kann
sich der Seetang
ungehindert ausbreiten, die sehr langsam wachsenden Korallen geraten
ins Hintertreffen und bekommen kein Licht mehr. Letztendlich verwandelt
sich die ehemals bunte Korallenlandschaft in ein Meer von Seetang.
derstandard.at - 31.12.2006
Seltener
Gast aus der Arktis besucht Dänemark
Eine kleine schneeweiße Möwe aus der Hocharktis
entzückt die dänischen
Vogelbeobachter, die zu Hunderten auf die Insel Lolland pilgern. Dort,
nördlich der deutschen Ostseeinsel Fehmarn, wurde eine extrem
selten in
Mitteleuropa auftauchende Elfenbeinmöwe (Pagophila eburnea)
entdeckt. Wie der Lehrer Jens Ryge am Freitag im dänischen
Fernsehsender TV2 berichtete, ist es seit 1983 erst das fünfte
Mal,
dass diese Möwenart in Dänemark gesehen wurde. ... Mit
nur rund 14.000 Brutpaaren zählt die Elfenbeinbeinmöwe zu den
gefährdeten Tierarten auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion
IUCN. Es wird befürchtet, dass die das ganze Jahr über
vorwiegend im
Bereich des Packeises lebende Art auch unter der vom Klimawandel
ausgelösten Eisschmelze im Polargebiet leidet.
derstandard.at - 30.12.2006
Afrika:
Bestand der Berggorillas erholt sich
Zu internationalem Ruhm kamen die Tiere mit robustem Körperbau,
langen
muskulären Armen, großen Händen und breiten Schultern
in dem
Hollywood-Film "Gorillas im Nebel" von 1988, der die Arbeit der
US-Wissenschafterin Dian Fossey in Ruanda nachzeichnete. Sie versuchte,
die vom Aussterben bedrohten Berggorillas vor Wilderern zu
schützen. In
den vergangenen Jahren ist ihre Zahl wieder auf etwa 700 gestiegen.
.. Die Erholung des Bestandes beruht auf einem verstärkten Kampf
gegen
die Wilderei und für den Umweltschutz in Ruanda. Dieser beinhaltet
vor
allem eine gute Überwachung der Nationalparks und eine enge
Zusammenarbeit mit den Anwohner beim Schutz der Tiere.
derstandard.at - 30.12.2006
Amazonas-Regenwald
könnte zur Savanne werden
Die globale Erwärmung könnte den Regenwald im brasilianischen
Amazonas-Becken bis Ende dieses Jahrhunderts in eine trockene
Gras-Savanne verwandeln. Diese Prognose stellte am Freitag der
brasilianische Meteorologe José Antonio Marengo. Das
Worst-Case-Szenario gehe bis zum Jahr 2100 von einem Temperaturanstieg
um fünf bis acht Grad aus, während die Regenfälle
gleichzeitig um 15
bis 20 Prozent zurückgingen, sagte Marengo der Nachrichtenagentur
AP.
Eine solche Entwicklung werde aus dem Regenwald eine
savannenähnliche
Landschaft machen. Ein solcher Kollaps könnte nach Angaben des
Wissenschaftlers verhindert werden, wenn Umweltverschmutzung und
Rodungen eingedämmt werden.
Dann könnte das nicht ganz so dramatische Szenario eines
Temperaturanstiegs von fünf Prozent eintreten.
derstandard.at - 29.12.2006
Letzte
frei lebende Affen Europas werden erforscht
Die sozialen Strukturen bei Primaten sind für Forscher ein
spannendes
Feld, denn die Analyse der Sozialstrukturen der "wilden" Verwandten
bringt auch einen tiefen Einblick in die Sozialstrukturen der Menschen
und deren Wechselbeziehungen. Auf Gibraltar - am äußersten
Zipfel des
Kontinents - leben die letzten frei lebenden Affen Europas. Diese
Berberaffen bekamen in der letzten Zeit oft Besuch von Wissenschaftlern
der Uni Wien. "Die Berberaffen zeigen verhaltensbiologische und
ökologische Anpassungen wie keine andere Affenart", so John
Dittami vom
Department für Verhaltensbiologie. ... Abgesehen von der
wissenschaftlichen Bedeutung der Tiere sind die Berberaffen Gibraltas
faszinierende Lebewesen, die durch Einfühlsamkeit, Zusammenhalt
ihrer
Gruppen und Fürsorge für ihre Jungen tief beeindrucken. Da
die Tiere
vom Aussterben bedroht sind, ist die gemeinsame Initiative der
Universität Wien und der Natural History and Ornithological
Society von
Gibraltar nicht nur für die Forschung, sondern auch für den
Schutz der
Berberaffen bedeutsam.
derstandard.at - 28.12.2006
Flussseeschwalbe
bedroht
Früher weit verbreitet, ist die Flussseeschwalbe in
Österreich heute
vom Aussterben bedroht und zum Überleben auf künstliche
Niststandorte
angewiesen. Darauf machte der Naturschutzbund Österreich am
Donnerstag
anlässlich einer erneuten Niststandortpflege im Rheindelta
aufmerksam.
Flussseeschwalben legen alljährlich weite Strecken zurück.
Sie
überwintern im westlichen und südlichen Afrika und machen auf
ihrem
Zug, ebenso wie etliche andere Seeschwalbenarten, kurz in
Österreich
Station.
derstandard.at - 28.12.2006
Faszinierende
Sozialstruktur der Berberaffen
Exklusiven Zugang zur Erforschung der einzigartigen
Berberaffenpopulation von Gibraltar erhalten ForscherInnen der
Universität Wien. Unter der Leitung von Vizerektorin Martha
Sebök wurde
ein Kooperationsvertrag zwischen der Universität Wien und
Gibraltar
(Natural History and Ornithological Society) zur Untersuchung der in
Gibraltar frei lebenden Affenart Macaca sylvanus abgeschlossen,
ließ
die Universität Wien am Donnerstag verlautbaren.
Die
Gier nach Soja frisst den Regenwald
Holzfäller und Viehbarone galten lange als die Bösen im
Wilden
Westen Brasiliens: Rücksichtslos rodeten sie den Regenwald. Die
globale
Nachfrage nach billigem Soja hat diese Dynamik noch beschleunigt.
Holzdiebe, Soja-Barone und korrupte Politiker schrecken selbst vor Mord
nicht zurück. Von Scott Wallace
News.com.au
- 28.12.2006
Oldest elephant dies in DubboFrom: AAP
STAFF at the Western Plains Zoo in
central-western New South
Wales are mourning the death of their only male elephant, the oldest
Asian bull in Australasia. Known as Heman, he was found dead by
his keepers at the zoo in Dubbo this morning, after taking ill
yesterday. Heman was believed to be just over 50 years old, but his
precise date of birth was not known because of poor record keeping in
the 50s and 60s.
Rare African parrots stolen from Adelaide zoo
TWO rare parrots worth tens of thousands of
dollars have been
stolen from the Adelaide Zoo in what authorities believe was a targeted
theft. The male and female African grey parrots were among the
most expensive birds in the zoo and were likely to be stolen for trade
interstate, the zoo's director of conservation projects Kevin Evans
said. Thieves breached a perimeter fence of the zoo, on Adelaide's city
fringe, between midnight and 1am CDT today and broke into an enclosure
housing some 20 bird species.
BirdLife - 03.01.2007
Unique wader faces extinction
The Spoon-billed Sandpiper Eurynorhynchus pygmeus, a
charismatic wader (shorebird) with a remarkable, unique spatulate bill,
has declined by more than 80% over the last 30 years, and experts are
in a race to find out why before the species | |