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Zoo und Artenschutz in der
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ISSN 1619-6643

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Ausgabe 351 vom 4. Januar 2007

 Liebe Leser,

keine Frage, der vorgebliche Leipziger Lippenbären-"Skandal" hat es trotz vergleichsweise wenig spektakulärem Anlaß zum Haupt-Zoo-Thema der letzten Woche gebracht. Zum Inhaltlich-Fachlichen möchte ich mich an dieser Stelle nicht äußern, das können Sie aus weitaus berufenerer Feder im Gastkommentar lesen.

Was mich wundert: Kein anderer Zoo, und soweit ich es bisher sehen kann auch keiner der Verbände, äußert sich dazu, dabei wäre ein gemeinsames Auftreten gegenüber den (auch innerhalb ihrer Zunft eine klare Minderheit darstellenden) Vertretern aus Journaille und Bambischützern sicher mehr als sinnvoll. Das nächste mal trifft es vielleicht einen, der sich jetzt duckt. Schade, daß ein Zoo, der auch Probleme der Tierhaltung offen kommuniziert, gerade deshalb zum Opfer solch einer Kampagne wird. Abweichende Meinungen gibt es in jedem Betrieb; sie in der Öffentlichkeit auf Kosten des Zoos auszutragen ist schlechter Stil.

Was mich nicht wundert: Daß die Kritiker lautstark Aufklärungen und Begründungen fordern, obwohl diese schon in der die Original-PM von 28.12. aus Leipzig (auch auf der Website des Zoos in längerer Version) ausführlich dargestellt wurden. So etwas ist Desinformation und paßt ins Bild.

Jedenfalls bin ich dankbar, daß ich diese sicher nicht leichte Entscheidung nicht treffen mußte, aber auch, daß sie von den Verantwortlichen (sic!) getroffen wurde. Mehr zum Thema auch in der Kolumne und im Diskussionsforum von Elefant, Tiger und Co. mit weiteren Stellungnahmen der "ETC-Tierpfleger" und zusätzlichen Infos. Lesenswert - auch weil das Publikum längst nicht so blöd ist wie manche Schreiberlinge hoffen. Und ich bin gespannt, ob der MDR morgen in ETC etwas dazu bringt.

In diesem Sinne einen ganz besondern herzlichen Neujahrsgruß an den "herzlosesten Zoodirektor Deutschlands" und seine engagierten Mitstreiter, und natürlich auch an alle anderen Leser!

Dirk Petzold



Nach Jahren mal wieder Bleigießen zu Silvester. Das bizarre Ergebnis war auch bei wohlwollendster Betrachtung keinem der auf der Packung aufgezählten Symbole zuzuordnen. Beim zwanzigsten Wenden wurde es aber plötzlich klar: Das ist ein Dodo! Also, wirklich ganz eindeutig! (Vergleichsbild) Auch für einen notorisch unabergläubischen Artenschützer ein durchaus gutes Zeichen für 2007.




Gastkommentar

Die vielen teils sachlichen, teils emotional aufgeladenen und teils nicht den Tatsachen entsprechenden Darstellungen über die Einschläferung eines von der Mutter nicht angenommenen Lippenbärjungtieres offenbaren bei genauem Hinschauen ein Dilemma, in dem sich die modernen, öffentlichkeitswirksamen Zoos nicht nur in Deutschland befinden. Einerseits bestreitet niemand den medialen Wert einer publikumswirksamen Handaufzucht eines solchen Jungtieres. Andererseits ist es mutig und richtig, mit einer solch unpopulären Maßnahme zu zeigen, dass die Unterordnung unter das von den Medien geschaffene Bild des milchfläschchenschwenkenden Tierpflegers auch eine Grenze hat. Und die ist genau dort zu verorten, wo sich jetzt Tierschützer, Tierrechtler, Tierpfleger und interessierte Laien in einer emotional geprägten Diskussion begegnen.
Vielleicht noch einmal zum Verständnis einige Fakten, die über die offizielle und richtige Pressemitteilung hinausgehen. Es mag auf den ersten Blick unverständlich sein, warum ein Jungtier zunächst in die Obhut eines Pflegers bzw. einer Hundeamme gegeben wurde, wenn eine Handaufzucht gar nicht zur Debatte stand. Dennoch war dieser Schritt nötig, um die Jungen zu wärmen, bis das milchfördernde Mittel wirken konnte, dass der Bärenmutter gegeben worden war. Ich als Tierpfleger kann Kollegen verstehen, die nach einem erneuten erfolglosen Versuch, das Kind bei der Mutter unterzubringen, mit der Einschläferung nicht einverstanden waren, weil es ja eine Nacht in der Obhut des Pflegers bzw. seines Hundes war und dieser damit genügend Zeit hatte, eine Bindung aufzubauen. Dennoch war von vorn herein klar, dass keine andere Aufzucht als die natürliche durch die Mutter in Frage kommt. Mit etwas, was fachlich richtig und notwendig war gefühlsmäßig nicht einverstanden zu sein ist eine Sache, der professionelle Umgang damit eine andere.
Das Thema „Tötung von Zootieren“ ist zu wichtig und zu aktuell, um es der Boulevardpresse zu überlassen. Die aktuellen Kontroversen sollten Gegenstand jeder zoospezifischen Tagung und jedes Tierpflegertreffens sein, welches in der nächsten Zeit stattfindet. Denn das Spannungsfeld tangiert jeden Zoo in seiner täglichen Arbeit. Von der Diskussion sind sachlich kritische Tierschützer nicht auszuschließen, sondern sie sind explizit einzuladen. Vielleicht bietet die Anfang 2007 stattfindende Zoo-Kunft in Magdeburg die Möglichkeit dazu, und zwar nicht nur am Rande. Wenn allerdings jemand einen Bericht aus der „Morgenpost“ zur Grundlage nimmt, um Strafanzeige gegen einen Zoodirektor zu stellen, sind berechtigte Zweifel an seiner Qualifikation und Kompetenz anzubringen.
Und wenn in einem der unzähligen Internetbeiträge in den derzeit überquellenden Foren und Gästebüchern indirekt dazu aufgerufen wird, dass die Zoos die Möglichkeit nutzen sollten, doch einmal „die Gabe von T 61 heute als fachlich kommentierte Doku und morgen als bunte, aber zoologisch korrekte Geschichte bei Dr. Mertens zu senden“ damit niemand mehr „aufheulen muss, wenn das nächste verstoßene Wildtier von seinen Leiden befreit werden muss“, dann sollten wir das nicht nur als Polemik missverstehen, sondern genau das mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln tun. Die verschiedenen Sender profitieren derzeitig von einem Boom von Zoodokus in nicht unerheblichem Maße und der Leipziger Zoo hat dort gewissermaßen eine Vorreiterrolle übernommen. Und da sollte er jetzt durch- und zwar nicht mit geschlossenen Augen, sondern mit erhobenem Kopf und auf der Suche nach Verbündeten in der Zoo- und auch Tierschützerwelt, die es hier mehr und dort zugegebenermaßen weniger gibt, die aber stellenweise mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben oder zumindest haben sollten. Das zu erkennen setzt voraus, dass man sich auf sachlicher und fachlicher Ebene begegnet.

Der aktuell unsachliche Ton ist kontraproduktiv und sollte in zukünftigen Diskussionen vermieden werden - auch wenn’s schwerfällt. Ich versuche schon mal damit anzufangen.
Ein gesundes neues Jahr an alle Leser und Macher der Zoopresseschau wünscht

Michael Ernst und Kollegen ( Zoo Leipzig )

Zoos – Meldungen

(bitte lesen Sie zu den folgenden Meldungen auch die Original-PM, Gastkommentar und Kolumne)


Leipziger Volkszeitung - 27. Dez. 2006
Traurige Weihnachten - Bärenmutter verstößt Junges - eingeschläfert
Tierpfleger im Leipziger Zoo haben sich über Weihnachten vergeblich um ein neugeborenes Lippenbärenjunges bemüht. Wie der Zoo am Mittwoch mitteilte, musste das am Montag geborene Tier eingeschläfert werden. Seine Mutter „Renate“ hatte es verstoßen. „Es war nicht mehr davon auszugehen, dass die Bärin ihr Junges selbst versorgen würde“, begründete Zoo-Direktor Jörg Junhold die Entscheidung. Eine Aufzucht des Wildtiers von Menschenhand sei nicht artgerecht und habe langfristige Folgen. So mache eine starke Prägung durch den Umgang mit Menschen eine Eingliederung in die Sozialstruktur von Artgenossen nahezu unmöglich. Als einen weiteren Grund führte Junhold an, dass Mutter „Renate“ und Vater „Klaus“ sehr nah verwandt sind. Dadurch bestehe die Gefahr einer Degeneration. Die Geburt der zwei Jungtiere sei für den Zoo überraschend gewesen. Normalerweise würden Lippenbären erst mit drei Jahren geschlechtsreif.

FAKTuell - 28. Dez. 2006
WiB * Schlagzeilen
Tierpfleger im Leipziger Zoo haben sich über Weihnachten vergeblich um ein neugeborenes Lippenbärenjunges bemüht. Wie der Zoo mitteilte, musste das am Montag geborene Tier eingeschläfert werden. Seine Mutter "Renate" hatte es verstoßen. Sämtliche Bemühungen, sie an ihre neue Rolle als Mutter zu gewöhnen, schlugen fehl. Auch der Versuch, das Tier und sein Geschwisterchen vorübergehend in die Obhut einer scheinträchtigen Hundeamme zu geben, blieb erfolglos. Das eine Tier starb wenige Stunden nach der Geburt, das zweite musste nun getötet werden.

sz-online - 28. Dez. 2006
Trotz Protest der Tierpfleger
Der Leipziger Zoo gilt dank der MDR-Serie „Elefant, Tiger und Co.“ als deutscher Vorzeige-Tierpark. Doch das Jahr 2006 beendet der Zoo mit einem handfesten Tierschutz-Skandal: Weil die Leitung des Tiergartens ein zu Weihnachten geborenes Lippenbären-Baby nicht halten will, wurde das Jungtier gestern einfach tot gespritzt. Am ersten Weihnachtsfeiertag brachte Lippenbären-Dame Renate (3) im Leipziger Zoo zwei gesunde, weibliche Jungtiere zur Welt. Keine geplante Zucht, sondern ein „Unfall“, den die sehr früh geschlechtsreife Renate mit ihrem Halbbruder Klaus (8) hatte. Obwohl die überforderte Mutter die Babys erkennbar nicht annahm, beließen die Zoo-Verantwortlichen die Kleinen stundenlang im Muttergehege und riskierten so eine Auskühlung. Ein Insider: „Ein Pfleger nahm die Bärenbabys mit nach Hause und schob sie seiner erfahrenen Hündin unter“. Mit Erfolg: Die Mischlingshündin (8) nahm die kleinen Bären sofort an, leckte sie ab und gab ihnen Wärme. „Leider kam das für ein Tier zu spät - es verstarb in der Nacht zum Mittwoch an den Folgen der Unterkühlung“, erzählt der Insider. Der zweite Kuschelbär überstand die Nacht ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen. Um so größer war das Entsetzen, als Zoo-Kurator Gerd Nötzold die Pfleger plötzlich wissen ließ, dass er eine Fremdaufzucht des kleinen Lippenbären nicht akzeptieren werde und die Tötung des Bärenbabys anwies. Der im Urlaub befindliche Zoo-Direktor Dr. Jörg Junhold stimmte der umstrittenen Bärentötung übrigens telefonisch zu. Auf Morgenpost-Anfrage ließ Junhold schriftlich erklären, dass die Aufzucht von Wildtieren durch Menschenhand nicht artgerecht sei.

sz-online - 29. Dez. 2006
Nach Bärentötung: Strafanzeige gegen Zoo-Direktor Junhold
Die Tötung eines jungen Lippenbären im Zoo Leipzig wird nun auch zum Fall für den Staatsanwalt. Ein Tierschützer aus Nürtingen (Württemberg) stellte gestern Strafanzeige gegen Zoo-Direktor Dr. Jörg Junhold. Zoo-Mitarbeiter berichteten unterdessen von weiteren, skandalösen Todesfällen. Als Frank Albrecht von der Tötung des Leipziger Lippenbären las, verlor er die Fassung. „Es kann nicht sein, dass unterlassene Geburtenkontrolle durch das Zoomanagement ein Grund ist, ein gesundes Bärenbaby zu töten“, wettert der Nürtinger, der seit 15 Jahren Fälle von „Nachwuchs-Entsorgung“ in deutschen Tierparks recherchiert. Der Tierschützer stellte umgehend Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Zoo-Chef Junhold hält an der Auffassung fest, dass die Bärentötung zu Recht erfolgte. Der Zoo Leipzig praktiziert aber seit Jahren erfolgreich Handaufzuchten von Wildtieren. Dass auch eine Zucht mit solchen Tieren möglich sei, beweise die von Hand aufgezogene Mähnenwölfin Luzie, die dem Zoo später zwei Würfe Jungtiere schenkte. Andere Zoo-Mitarbeiter, die sich gestern vertraulich an die Morgenpost wandten, berichten von weiteren Todesfällen. So sei im November ein gerade geborener Kleinkantschil (kleine Hirschart) an Entkräftung gestorben. Auch fünf Mähnenwölfen, die am 13. Dezember im Zoo geboren und von ihrer Mutter verstoßen wurden, soll Nötzold keine Lebenschance gegeben haben.

Leipziger Volkszeitung - 29. Dez. 2006
Tötung eines kleinen Lippenbären im Leipziger Zoo löst Empörung aus
Die Tötung eines Lippenbären im Leipziger Zoo kurz nach seiner Geburt hat über die Grenzen von Sachsen Empörung ausgelöst. Der Deutsche Tierschutzbund forderte am Freitag eine „lückenlose Aufklärung“ des Falles. „Er hat bei uns für erhebliche Irritation gesorgt“, sagte Bundesgeschäftsführer Thomas Schröder. Ein Tierschützer aus Nürtingen in Baden-Württemberg erstattete Medienberichten zufolge Strafanzeige gegen Zoodirektor Jörg Junhold. „So hart es klingt. Zu der Entscheidung stehe ich“, sagte Junhold im Interview mit der Leipziger Ausgabe der „Bild“-Zeitung. „Wir werden notfalls juristisch prüfen, ob hier gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wurde“, sagte Tierschutzbund- Geschäftsführer Schröder. Eine Aufzucht des Wildtiers von Menschenhand sei nicht artgerecht und habe langfristige Folgen, argumentierte dagegen der Tierpark. Eine starke Prägung durch den Umgang mit Menschen mache eine Eingliederung in die Sozialstruktur von Artgenossen nahezu unmöglich. Als Negativ- Beispiel für eine Handaufzucht nannte Kurator Nötzold Gorilla-Dame „Effi“. Die 13-Jährige wurde in Kopenhagen geboren und dort mit dem Fläschchen groß gezogen. Seit März ist sie in Leipzig. „Aber wir werden sie wieder abgegeben müssen. Es gibt erhebliche Probleme mit der Gruppe, so dass wir sie isolieren mussten“, schilderte Nötzold. Zuvor habe es bereits im Berliner Zoo Probleme bei der Integration gegeben.

Berliner Kurier - 29. Dez. 2006
Wie kann man nur so herzlos sein?
Er ist der herzloseste Zoo-Direktor Deutschlands: Weil Jörg Junhold ein zu Weihnachten geborenes Lippenbären-Baby nicht halten wollte, wurde das kleine Bärchen im Leipziger Zoo einfach totgespritzt. Und das, obwohl das Neugeborene kerngesund war, Lippenbären vom Aussterben bedroht sind. Vergeblich hatten sich Tierpfleger in Deutschlands Vorzeige-Zoo über Weihnachten um das Lippenbärenjunge bemüht. Die beiden Bären-Babys irrten stundenlang im Gehege umher, drohten zu erfrieren. Als letzte Chance wurden sie in die Obhut einer scheinträchtigen Hundeamme gegeben. Für eines der Kuschelbärchen kam die "Adoption" zu spät: Es starb noch in der Nacht an Unterkühlung. Dann das Unglaubliche: Die Zoo-Leitung entschied, das zweite Neugeborene einzuschläfern. Obwohl es putzmunter war, die nachwuchs-erprobte Terrierhündin (8) als neue Mama akzeptiert hatte.

Mitteldeutsche Zeitung - 2. Jan. 2007
Tierschützer erstatten nach Tötung des Lippenbären Anzeige
Nach der Tötung eines kleinen Lippenbären im Leipziger Zoo ist nun die Staatsanwaltschaft tätig geworden. «Uns liegen zwei Anzeigen wegen Verdachts auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor», sagte ein Behördensprecher am Dienstag in Leipzig. «Wir prüfen nun, ob ein Anfangsverdacht besteht.» Die Anzeigen richten sich gegen Zoodirektor Jörg Junhold sowie den zuständigen Kurator. Sie wurden von einem Tierschützer aus Nürtingen in Baden-Württemberg sowie einem aus Sachsen erstattet. Im Leipziger Zoo seien in den vergangenen Tagen etwa 20 Protest- E-Mails eingegangen, berichtete Sprecherin Kathleen Raschke. Der Deutsche Tierschutzbund forderte am Dienstag Zoodirektor Junhold mit einem Fragenkatalog zu einer umfangreichen Aufklärung des Falles auf.

PR-Inside.com - 2. Jan. 2007
Staatsanwaltschaft ermittelt nach Tod von Leipziger Bärenbaby
Nach der Einschläferung eines Lippenbärenbabys im Leipziger Zoo hat sich die Staatsanwaltschaft in den Fall eingeschaltet. Es werde geprüft, ob der Anfangsverdacht einer Straftat gegeben sei, sagte ein Behördensprecher am Dienstag in Leipzig. Ermittelt werden gegen Zoodirektor Jörg Junhold wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Dem Zoo werde vorgeworfen, das Bärenbaby ohne «vernünftigen Grund» getötet zu haben.

PR-Inside.com - 3. Jan. 2007
Tierschutzbund kritisiert Zoo wegen Bären-Einschläferung
Nach der Einschläferung eines Lippenbärenbabys hat der Deutsche Tierschutzbund das Vorgehen des Leipziger Zoos kritisiert. Bundesgeschäftsführer Thomas Schröder äußerte am Mittwoch Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Haltungs- und Zuchtprogramme. Es sei zu befürchten, dass Tiere eingeschläfert würden, die nicht dem «Haushaltsmanagement» entsprächen. Zugleich warf er dem Leipziger Zoo «Ahnungslosigkeit in der wissenschaftlichen Begleitung» vor. Es müsse umgehend geklärt werden, auf welcher Basis die Entscheidung zum Einschläfern gefällt wurde und von wem.

Leipziger Volkszeitung - 3. Jan. 2007
Zoo beantwortet Fragen des Tierschutzbunds zum getöteten Lippenbär
Nach der Tötung eines Lippenbären kurz nach seiner Geburt begründet der Leipziger Zoo sein Verhalten gegenüber dem Deutschen Tierschutzbund in Bonn. „Wir bearbeiten derzeit den Fragenkatalog der Organisation“, sagte Sprecherin Kathleen Raschke am Mittwoch. Das Antwortschreiben sollte noch am selben Tag abgeschickt werden. Der Zoo wolle dazu beitragen, den Fall aufzuklären. „Für den Betrachter von außen ist es schwierig nachzuvollziehen, dass ein gesundes Tier getötet wird“, räumte sie ein. Das Interesse am Zoo hat ihren Angaben zufolge nicht unter der Diskussion gelitten. Am Dienstag seien rund 700 Besucher gekommen, weit mehr als erwartet.

Lausitzer Rundschau - 4. Jan 2007
Kritik an Einschläferung des Leipziger Bärenbabys wächst
Nach der Einschläferung eines Lippenbärenbabys wächst die Kritik an dem Verhalten des Leipziger Zoos. Der Deutsche Tierschutzbund äußerte gestern Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Haltungs- und Zuchtprogramme im Zoo. Es sei zu befürchten, dass der Zoo Tiere einschläfere, die nicht seinem „Haushaltsmanagement“ entsprächen, sagte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, gestern in Bonn. Zugleich warf er dem Leipziger Zoo „Ahnungslosigkeit in der wissenschaftlichen Begleitung“ vor. Es müsse umgehend geklärt werden, auf welcher Basis die Entscheidung zur Einschläferung gefällt wurde und von wem.

Neue Ruhr Zeitung - 29. Dez. 2006
Der Pragmatiker verlässt die Arche
Duisburg. Zoo-Direktor Reinhard Frese verlässt zum 31. Dezember den Kaiserberg, um seinem Nachfolger Achim Winkler Platz zu machen. Für sein Diplom studierte er genauestens die Bewohner der Meere, seine heimliche Liebe hingegen gehörte stets den feinnervigen Spitzmaulnashörnern, seinen größten zoologischen Coup jedoch landete er mit den völlig verpennten Wonneproppen aus Australien: Im Dezember 1995 konnte der Duisburger Zoo den ersten in Europa geborenen Koala präsentieren. Der gebürtige Wuppertaler Reinhard Frese hatte 20 Jahre im Berliner Zoo gearbeitet, war dort wissenschaftlicher Assistent, Handlungsbevollmächtigter und für die Bauabteilung zuständig gewesen, bevor er im November 1993 am Kaiserberg die Nachfolge von Dr. Wolfgang Gewalt antrat. Zäh und zielstrebig hat der schlanke Mann mit dem markanten Schnäuzer, der sich trotz seines Stressjobs vor vier Jahren das Kettenrauchen abgewöhnte, seine Pläne verfolgt. Die großzügige Umgestaltung des Zoos samt kontinentaler Zuordnung des Tierbestandes ist ihm weitgehend bestens gelungen. Augenfällig sind da nicht nur der riesige Spielplatz nahe dem Seelöwengehege, die großzügige Freianlage samt kuscheliger Kinderstube für die Netzgiraffen und der Um- und Ausbau des völlig überalteten Äquatoriums, sondern auch das tropische Aquarium "Rio Negro" für den - leider nunmehr einsamen - südamerikanischen Flussdelfin, die Katta-Insel, das neue Elefantenhaus und natürlich das brandneue Cabrio-Dach fürs Delfinarium; wenngleich letzteres unplanmäßig und kaum freiwillig ersetzt werden musste.

PR-Inside.com - 2. Jan. 2007
Achim Winkler übernimmt Leitung im Duisburger Zoo
Der Zoo Duisburg hat mit dem neuen Jahr auch einen neuen Direktor bekommen. Wie der Tierpark am Dienstag mitteilte, übernahm der bisherige Stellvertreter Achim Winkler das Amt von Reinhard Frese, der 13 Jahre lang den Zoo geleitet hatte und in den Ruhestand geht. Der 45-jährige Winkler hatte mehrere Jahre in England und Südafrika studiert und als Tierpfleger gearbeitet. 1993 trat er in die Dienste des Duisburger Zoos, 2005 wurde er vom Aufsichtsrat zum stellvertretenden Zoologisch-Technischen Direktor berufen. Als Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit hat sich der Diplom-Biologe unter anderem die Sanierung der Tier- und Wirtschaftsgebäude sowie die weitere Internationalisierung des Tierparks vorgenommen.

Neue OZ Online - 28. Dez. 2006
Nach China ausgewandert
Ein Pärchen Schimpansen aus dem Zoo Osnabrück ist nach China ausgewandert. Quattro, der 14-jährige Schimpansenmann, geboren und aufgewachsen im Zoo Osnabrück, und seine "Lieblingsfrau" Fali, geboren in der Schweiz, sind in der vergangenen Woche über Amsterdam nach Schanghai/China geflogen. Nach weiteren zwei Stunden Autofahrt erreichten sie ihre neue Bleibe, den Ningbo-Youngor-Zoo. Nach Auskunft der Osnabrücker Zoo-Tierärztin Dr. Susanne Klomburg sind sie gut angekommen und werden demnächst mit den dortigen vier Artgenossen zusammengeführt. Der Zoo Osnabrück musste sich von den beiden Tieren trennen, weil sich zwischen den gleichaltrigen Männchen verstärkt Aggressionen entwickelt hatten.

Kölner Stadt-Anzeiger - 29. Dez. 2006
Tierische Nachfrage trotz Regens
Köln. Der Zoo verzeichnet eine auffällig große Nachfrage. Sogar gestern war der Park gut besucht. 1,15 Millionen kamen 2006 insgesamt, 200 000 mehr als 2005. Marlar ist eben sehr anziehend, findet scheinbar auch ihre Wahl-verwandtschaft, erst recht seit dem Tod von Mutter Khaing Lwin Htoo am 13. Dezember. Zoo-Chef Theo Pagel ist sicher: „Marlar ist über den Verlust hinweg. Nur manchmal ruft sie morgens noch nach ihrer Mutter, wenn sie nicht weiß, wo es langgeht. Dann sind sofort alle da.“ Pagel rühren ebenso gespendete Tannenbäume als Elefantenspielzeug und Hunderte „Kondolenzbriefe“, aber er bittet um Nachsicht: „Wir haben Bäume genug und können nicht jeden Brief beantworten.“ Marlars Gewicht entwickele sich wie gewünscht. „Sie nimmt jeden Tag ein Kilo zu. So wie ich während der Feiertage. Nur, dass das bei mir nicht gewollt ist.“ Entwickeln sich die Zahlen und Geburten weiterhin so erfreulich, kann sich Köln bald auf weitere Neuheiten freuen, die von den Einnahmen bezahlt werden können: So soll bis 2010, zum 150-jährigen Bestehen des Zoos, eine afrikanische Flusslandschaft für Nilkrokodile und Flusspferde mit Hippo-Aquarium für acht Millionen Euro entstehen. Und nach einem Brand wird eine neue Zooschule gebraucht. Derzeit sind Schüler und Lehrer in Containern untergebracht. 2007 soll es eine neue Außenanlage für die Orang-Utans geben sowie ein Papageienhaus zwischen den Tigern und dem Streichelzoo.

koeln.de - 29. Dez. 2006
1,15 Millionen Fans besuchten Marlar im Kölner Zoo
1,15 Millionen Besucher konnte der Kölner Zoo in diesem Jahr begrüßen. 200.000 mehr als 2005. Nicht ganz unschuldig dürfte daran der neue Star im Kölner Tiergarten sein: Elefanten-Nachwuchs Marlar eroberte die Herzen im Sturm - und nicht nur die der Zweibeinigen. Auf einen Spielkameraden muss der Dickhäuternachwuchs allerdings doch noch ein wenig warten. Dabei hatte der neue Zoodirektor Theo Pagel doch gehofft, schon an Weihnachten würde die Elefantenkrippe einen neuen Bewohner bekommen. Zootierarzt Dr. Olaf Behlert will nun Anfang Januar versuchen, der Elefantendame Tong Koon ihr süßes Geheimnis zu entlocken. Mit einer Urinprobe der Schwangeren möchte er versuchen, den Geburtszeitpunkt des Nachwuchses näher zu bestimmen.

Kölnische Rundschau - 29. Dez. 2006
Wenn Marlar schreit, flitzen alle
Köln. Die Inventur wird zeigen, ob noch alle Mann an Bord sind oder ob - wie einige Male geschehen - der ein oder andere vom Fuchs gefressen wurde. Gut 700 Tierarten mit 8500 Individuen leben im Zoo und eines ist der unumstrittene Liebling - Elefantenbaby Marlar, inzwischen neun Monate alt. Nach dem Tod ihrer Mutter Khaing Lwin Htoo hat die Kleine eine Zeit lang keine Milch mehr zu sich genommen. Mit „Trick 17“ habe man sie dann überlistet, indem die Milch gezuckert wurde, erklärt Zoodirektor Theo Pagel. Inzwischen trinkt sie, isst Bananenbrei, nimmt wieder jeden Tag ein Kilo zu und wiegt schon stolze 439 Kilogramm. Es habe sich als richtig erwiesen, „große und erfahrene Kühe in die Herde zu holen, die Mütter oder Tanten waren“, betont Pagel, der auf ein „Christkind“ im Elefantenpark gehofft hatte. „Wenn es ganz dicke kommt, sind sechs Tiere trächtig“, sagt der Zoodirektor. Um die Lage genauer einschätzen zu können, hat der Zoo jetzt ein Ultraschallgerät angeschafft. Pagel versichert: „Wir sind gelassener als beim ersten Mal.“ Die zwei halbstarken Bullen sind inzwischen von der Herde getrennt und werden in Kürze ins polnische Plock übersiedeln.

Wochenspiegel - 2. Jan. 2007
Wenn Mama Sabi mit Abu rüsselt
Bereits im Juli des vergangenen Jahres hieß es im Zoo Halle nach drei Jahren ohne endlich wieder: Elefanten auf dem Reilsberg. Aus dem Tiergarten Schönbrunn in Wien waren die 22-jährige Sabi und ihr 5-jähriger Sohn Abu in ihr neues, nach zwei Jahren Bauzeit fest fertiges Zuhause eingezogen. Mit der offiziellen Eröffnung der neuen Elefantenanlage zum Reformationstag fand das größte Bauvorhaben des halleschen Bergzoos seit 80 Jahren seinen Abschluss. Ein Haus mit fast 500 Quadratmetern Fläche, mit großzügigen Schlafboxen und Badewanne, in dem vier Zentimeter dicke Panzerwände Besucher und Dickhäuter trennen, und Außenanlagen mit zwei fast 3 000 Quadratmetern Fläche sind inzwischen zur neuen Heimat für drei afrikanische Elefanten geworden. Denn im Dezember zog mit der 24-jährigen Mafuta eine schwergewichtige Dame (3 200 Kilogramm), die aus dem Tierpark Berlin angereist war, in der Elefanten-WG ein. Und weil Mafuta die längsten Stoßzähne hat, war schnell klar, wer die kleine Herde anführt.

Mitteldeutsche Zeitung - 3. Jan. 2007
Erster Zoo in Sachsen-Anhalt impft gegen Vogelgrippe
Der Tierpark Thale wird als erster Zoo in Sachsen-Anhalt seinen gesamten Vogelbestand gegen Vogelgrippe impfen. Das Landwirtschaftsministerium in Magdeburg bestätigte am Mittwoch, dass eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden sei.



Planung und Bau

Westdeutsche Zeitung - 2. Jan. 2007
Blick in die Glaskugel: 2007 - ein Jahr mit Härten und Highlights
Die Wuppertaler erwartet 2007 ein Jahr mit Härten und Highlights. Das schönste Geschenk macht der Zoo den Wuppertalern zu Ostern: Dann soll mit einiger Verzögerung die neue Großkatzenanlage endlich fertig sein. Wer sich die Baustellen bereits von der Samba-Trasse aus angesehen hat, der kann erahnen, was die Besucher künftig erwartet. Da die Regionale-Projekte im Präsentationsjahr 2006 vielfach noch Baustellen blieben, gibt es in diesem Jahr viele Fertigstellungen und Einweihungen zu feiern, darunter beispielsweise auch die neuen Schaugewächshäuser auf der Hardt.

20minuten - 29. Dez. 2006
Zolli: Neue Anlage für die Panzernashörner
Im Zolli steht eine grosse Züglete bevor: Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Nashornaussenanlage haben begonnen. «Der Nashornbulle erhält ein eigenes Gehege», erklärte Projektleiterin Heidi Rodel auf Anfrage. Die neue Anlage soll Ende 2007 fertig sein. Um Platz zu schaffen, sind die alten Volieren abgerissen und die Vögel umgesiedelt worden. Der Kondor hat in einer Greifvogelstation ein neues Zuhause gefunden, das Schneeeulenweibchen ist mit einem neuen Partner in einer Voliere bei der Wolfsanlage zu sehen. Zudem werden die Rentiere in das ehemalige Lamagehege beim Kinder-zolli umziehen, denn die Nashornanlage wird auch Teile ihres Geheges beanspruchen. Zurzeit werden auch das Café und der Zolliladen beim Eingang umgestaltet und erweitert. Beide sollen im April wieder geöffnet werden.

Mitteldeutsche Zeitung - 28. Dez. 2006
Deutlich mehr Besucher als im Vorjahr
Die Tiergärten in Sachsen-Anhalt erwarten 2007 eine Reihe neuer Gehege-Bewohner, die zu Besuchermagneten werden könnten. Für das zu Ende gehende Jahr ziehen die Zoo-Chefs überwiegend eine gute Bilanz. Der Zoo in Halle hatte die höchste Besucherresonanz seit vier Jahren. «Das haben wir vor allem der Rückkehr der Elefanten in unseren Zoo zu verdanken», sagte Geschäftsführer Andreas Jacob. Im kommenden Jahr sollen zudem die Bauarbeiten am Zoo-Eingang beendet werden. Die weiße Tigerin Kiara hat dem Tierpark Aschersleben einen Besucherrekord beschert. «Ich hoffe, dass wir im kommenden Jahr weiter von der Attraktivität Kiaras zehren können und für sie noch ein Männchen finden», sagte Kallas. Für den Tierpark Bernburg hingegen war 2006 ein schwieriges Jahr. Das größte Ziel sei eine Anlage für Brillenpinguine - samt Pinguinen. Trotz Besuchereinbußen zum Jahresanfang wegen des langen und kalten Winters hat der Tierpark Dessau in diesem Jahr rund 80 000 Eintrittskarten verkauft - und damit so viele wie schon in den vergangenen Jahren. Im kommenden Jahr gibt es Neuigkeiten bei den Bären: Sie bekommen eine modernere Anlage - finanziert aus Lotto-Mitteln.

Naumburger Tageblatt - 28. Dez. 2006
Brillenpinguine für Bernburg: Neues in Sachsen-Anhalts Tiergärten
Ein weißer Tiger für Aschersleben, mehr Elefanten für Halle und Brillenpinguine für Bernburg: Die Tiergärten in Sachsen-Anhalt erwarten 2007 eine Reihe neuer Gehege-Bewohner, die zu Besuchermagneten werden könnten.

Märkische Allgemeine - 3. Jan. 2007
Eulen-Freigehege soll im Tierpark bis zum Sommer fertig werden
Die künftige Eulenburg im Perleberger Tierpark ist bereits zu einer imposanten Größe herangewachsen. "Das Mauerwerk der Burgruine ist fertig", freut sich Tierparkleiter Wilhelm Lüdke. Jetzt würden noch die Holzarbeiten ausstehen. "Später wird die Burg oben mit einem Netz überspannt", erklärt Lüdke. Er hofft, dass die Eulen bis zum Tierparkfest im Sommer die künstlich geschaffene Ruine beziehen können. In drei Volieren werden die Tiere untergebracht. Zu den Vögeln, die dort einziehen, zählen laut Lüdke höchstwahrscheinlich Schleiereulen und Uhus.

Tages-Anzeiger Online - 29. Dez. 2006
Natur soll Zoo-Seilbahn stoppen
Zürich. Der Dübendorfer Stadtrat wehrt sich gegen das Seilbahnprojekt zum Zoo. Er will, dass der Regierungsrat das Sagentobel zwischen Stettbach und Zürich Fluntern unter Schutz stellt. Im Januar wird der Kantonsrat darüber befinden, ob das Seilbahnprojekt zum Zoo in den Verkehrsrichtplan aufgenommen werden soll. Um Druck in seinem Sinn auf die Politik zu machen, lancierte der Zoo im Herbst eine Petition zu Gunsten einer Seilbahn. Über 20'000 Personen haben sie unterschrieben. Der Dübendorfer Stadtrat lehnt das Projekt ab. Er befürchtet, dass eine Seilbahn das Verkehrsproblem beim Zoo nach Stettbach verlagern würde. Würde das Tobel unter kantonalen Schutz gestellt, würde dies den Bau einer Seilbahn zwar nicht verunmöglichen; die Hürden würden jedoch deutlich höher. Innert Monatsfrist dürfte die Baudirektion entscheiden, ob sie auf den Antrag eintritt.

Allgemeine Zeitung Mainz - 30. Dez. 2006
Tiger bekommen Anbau
Ingelheim. Der Tiger-Garten Waldeck am Bismarckturm wird vergrößert: Die fünf Tiger, die von Ausflüglern gerne bestaunt werden, bekommen so mehr Platz. Außerdem können in Not geratene Raubkatzen künftig vorübergehend hier aufgenommen werden. Ein bisschen mulmig kann es einem schon werden, wenn man im Bergrestaurant Waldeck am Bismarckturm sitzt, plötzlich ein Tiger anfängt zu brüllen und in dem Moment ein kleines Hauskätzchen um die Ecke spaziert kommt. 220 Quadratmeter haben Kashmir, Mara, Shirkan, Pascha und Sultan derzeit zur Verfügung, können in Stall und Gehege herumspazieren wie sie lustig sind oder sich im "Tiger-Pool" amüsieren. Jetzt sollen noch einmal rund 120 Quadratmeter dazukommen, inklusive Stall mit Fußbodenheizung. Bis April soll das neue Gehege fertig sein, hofft Schweikhard. Das Wetter muss eben mitspielen, bei Dauernieselregen hat er die Arbeiten diese Woche erst einmal abgebrochen.

Freie Presse - 28. Dez. 2006
Am Lessinggymnasium entsteht ein kleiner Zoo
Hohenstein-Ernstthal. Einen richtigen, wenn auch nur kleinen Schulzoo plant Lehrerin Martina Hollstein für das Lessinggymnasium. Nachdem das Haus 2 des Schulkomplexes durch einen Anbau erweitert und auf allen Etagen saniert worden ist, könne dieses Vorhaben nun relativ zügig realisiert werden. Drei Aquarien mit Fischen und kleinen Schildkröten gibt es bereits. Besonders stolz sind die Biologielehrerin und die Schüler, die die Tiere betreuen, aber vor allem auf das Axolotl.




Aktionen

Kronberger Bote - 3. Jan. 2007
Familie Bleich holte Hauptgewinn der Jubiläumsrallye ab
Kronberg. „Eigentlich wollten wir uns nur die neue Anlage Afrika Savanne und das Giraffenhaus im Opel-Zoo ansehen“, erinnerte sich Dirk Bleich kurz vor Weihnachten an seinen Zoobesuch im September, der für seine Familie einen nicht alltäglichen Verlauf nahm. Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Zoos fand unter anderem eine Rallye statt; als Hauptpreis lockte ein Opel Zafira. „Wir füllten den Zettel aus und warfen ihn in die Box im neuen Haupteingang. Und dann kam der Anruf, dass ich den Hauptpreis gewonnen habe“, konnte der stolze Gewinner sein Glück noch immer kaum fassen. Zu einer kleinen Feierstunde und der offiziellen Übergabe des Preises kam Dirk Bleich mit seiner Familie nochmals in die Burgstadt.


Die Welt - 31. Dez. 2006
Worauf sich Hamburg freuen darf
Neben dem traditionellen Hafengeburtstag (11. bis 13. Mai) steht der Frühlingsmonat ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums von Hagenbecks Tierpark. Als Geschenk an alle Tierfreunde öffnet am 7. Mai das neue Tropen-Aquarium seine Pforten, in dem gefährliche Skorpione leben und sogar Haie schwimmen werden.

Mitteldeutsche Zeitung - 1. Jan. 2007
Traditioneller Neujahrsrundgang im Zoo
Aschersleben. "Die Eintrittspreise für den Zoo werden nicht erhöht", mit dieser positiven Nachricht begrüßte Zoochef Dietmar Reisky die Teilnehmer am traditionellen Neujahrsrundgang durch den Zoo. Die Eintrittspreise deckten bei weitem nicht die Unkosten. Der Zoo sei auf nicht geringe Zuschüsse durch die Stadt angewiesen, fügte Reisky hinzu.

presse-service.de - 3. Jan. 2007
Kinderspaß mit Luchs und Wetter
Bielefeld. Im Heimat-Tierpark Olderdissen ist es mal wieder so weit: Die Sonntagsschule lädt Schulkinder bis 12 Jahren dazu ein, etwas über das Wetter zu lernen. Außerdem gibt es noch Interessantes über den Luchs und das Muffelwild in Erfahrung zu bringen. Das Ganze findet am Sonntag, 7. Januar, statt.

Die Welt - 31. Dez. 2006
Allein unter Haien
In Sydney kann man im Aquarium der Oceanworld mit echten, fast vier Meter langen Haien tauchen, die keine Pflanzenfresser sind. Sönke Krüger hat es ausprobiert. Ohne Waffe, ohne Tauchschein, nicht ohne Herzklopfen.

Krone.at - 2. Jan. 2007
Hinter Gittern
Menschen sollen Menschenaffen ja recht ähnlich sein. In Australien wollen es sechs Menschen ganz genau wissen, wie viel vom Affen in ihnen steckt: Sie lassen sich ein Monat lang im Adelaider Zoo in einen Affenkäfig einsperren und dabei von Zoogästen betrachten. "Die Leute sollen glauben, dass sie richtige Affen sehen – bis auf das Äußere eben", so ein Teilnehmer. Die menschlichen "Affen" sehen es als interessante Erfahrung. Die Tierpsychologin des Zoos, Carla Litchfield, ist vom Experiment begeistert. "Die Teilnehmer werden mir ausführlich erzählen können, wie sich das Leben im Käfig anfühlt, mit all seinen Gerüchen, dem Lärm und den tausenden Leuten, die zusehen." Das Spektakel dient aber nicht nur der wissenschaftlichen Forschung, sondern soll über Spenden auch zusätzliche Gelder für den Zoo lukrieren.



Nachwuchs

Kölner Stadt-Anzeiger - 3. Jan. 2007
Orang-Utan-Baby in Münsters Allwetterzoo geboren
Im Affenhaus des Allwetterzoos Münster gibt es einen Neuzuwachs: Orang-Utan-Dame «Tammy» hat am zweiten Weihnachtstag einen kleinen Jungen zur Welt gebracht. Wie der Tierpark am Mittwoch berichtete, hatte es zuletzt 1995 Nachwuchs in der nun achtköpfigen Menschenaffen-Gruppe gegeben. «Wir sind besonders stolz darauf, dass Mutter "Tammy" das Baby angenommen hat», sagte Revierleiterin Bärbel Uphoff. Im Duisburger Zoo hatte die heute 25-jährige Orang-Utan-Dame bereits zwei Junge zur Welt gebracht, sie aber nicht angenommen. Sie mussten mit der Hand aufgezogen werden.

Netzeitung - 28. Dez. 2006
Nashorn macht Berliner Zoo ein Geschenk
Schwergewichtiger Nachwuchs ist im Nashornkäfig des Berliner Zoos zu bestaunen. Dort ist zu Weihnachten ein 20 Kilogramm schweres Spitzmaulnashorn-Baby zur Welt gekommen. Das weibliche Jungtier erhielt den Namen Zawadi, was in der afrikanischen Sprache Kisuaheli Geschenk bedeutet.

Berliner Zeitung - 29. Dez. 2006
Die Hörner wachsen später
Wer die beiden so nebeneinander sieht, muss schon etwas Fantasie haben, um sie für direkte Verwandte zu halten - den etwa 1 000 Kilogramm schweren Koloss mit zwei großen Hörnern auf der Nase und das fast schwarze, nur 25 Kilogramm leichte Wesen mit dem riesig wirkenden Kopf, das seit neun Tagen mit dem Koloss in einem Gehege lebt. Tatsächlich sind die beiden Mutter und Tochter: Die elf Jahre alte Spitzmaulnashorn-Kuh Kumi hat dem Zoologischen Garten das wohl schönste Weihnachtsgeschenk beschert: Am 20. Dezember um 11.45 Uhr brachte sie ihr erstes Junges auf die Welt. Gestern präsentierte der Zoo das Jungtier zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Was die Zucht von Spitzmaulnashörnern angeht, so kann der Zoologische Garten auf eine 25 Jahre zurückreichende Erfolgsgeschichte verweisen: Seit 1981 wurden dort 14 Jungtiere geboren - Zawadi eingeschlossen. In Europa kann nur ein Zoo in Tschechien auf auf noch bessere Zuchtergebnisse verweisen.

meinberlin.de - 29. Dez. 2006
Kleine Glücksschweine zu bestaunen
Pünktlich zum Jahreswechsel melden Berliner Tierpark und Zoo die Geburt kleiner „Glücksschweine”. Im Zoo sind drei kleine südamerikanische Weißbartpekaris zur Welt gekommen. Ein Wurf faltiger Maskenschweine aus China ist im Tierpark zu bestaunen.

Aachener Zeitung - 3. Jan. 2007
Brille auf und raus!
Es gibt Nachwuchs im Aachener Tierpark, und das mitten im Winter! Sie sind dunkelbraun, ziemlich putzig, und leider meist nicht zu sehen: drei junge Brillenpinguine, die ab sofort die noch kleine und junge Kolonie des Tierparks bereichern. Zumeist halten sich die Küken in den von ihren Eltern bewachten Bruthöhlen im Außengehege auf. Es ist bereits das dritte Mal, dass es im Pinguingehege des Tierparks Nachwuchs gibt, zu dem bisher einzigen fleißigen Pärchen hat sich nun ein zweites Elternpaar gesellt.

SF Tagesschau - 31. Dez. 2006
2006 war ein «Panda-Jahr»
Der Panda gehört zu den seltensten Tierarten der Welt. 2006 aber war ein gutes «Panda-Jahr»: 30 kleine Bärchen erblickten in Zoos das Licht der Welt. Ein Zoologe vom Tierforschungszentrum in Chengdu in China sprach angesichts dieses Baby-Booms gar von einem «Goldenen Zeitalter» für die Panda-Zucht. In dieser Stadt im Südwesten Chinas wurden in diesem Jahr allein neun Pandas geboren. 17 kamen im nahe gelegenen Wolong zur Welt, je ein weiterer im chinesischen Chongqing sowie im Zoo von Atlanta. Eine besondere Überraschung gab es auch im Zoo von Wakayama in Japan. Dort konnte man sich gleich über Panda-Zwillinge freuen.




Berliner Zeitung 27.12.2006
Noch steht "Mrs. X" ahnungslos in ihrem Stall im Berliner Zoo und knabbert am Heu. Doch das wird sich bald ändern: Die Transportkiste für die zweijährige Säbelantilope (Oryx dammah) steht parat und die nötigen Reisepapiere liegen auch schon vor. Das Tier soll demnächst nach Tunesien gebracht und dort ausgewildert werden. Das nordafrikanische Land bemüht sich seit 1985 um die Wiederansiedlung der Wüstenantilopen, die seit den Siebzigerjahren als ausgestorben gelten.

Leverkusen Lokal - 27. Dez. 2006
Erhalt des Wildparks: Sponsoren und Bürger helfen
Leverkusen. Ein turbulentes Jahr geht für den Tierpark Reuschenberg zu Ende: Eigentlich stand der Park schon auf der Streichliste der Beraterfirma Kienbaum, doch dank des Engagement des umtriebigen Fördervereins haben Park und Tiere eine Galgenfrist erhalten: Bis Ende 2008 muss der Wildpark beweisen, dass er sich selbst trägt. Um die nötigen Mittel dafür aufzutreiben, bewies der Förderverein Kreativität, ließ beispielsweise tonnenweise Kastanien sammeln, für die Sponsoren Geld spendeten. Weitere Sponsoren für Futter und Medikamente wurden gefunden, und auch die Bevölkerung unterstützt den Wildpark - etwa durch die Zahlung eines freiwilligen Eintrittsgeldes. Ein besonders großes Weihnachtsgeschenk machte Peter Schwind, Geschäftsführer der Firma Schwind-Bau, dem Wildpark: Drei Meter hoch ist die Kanzel, im Unterschied zum Hochsitz hat dieser Beobachtungsposten noch ein schützendes Dach. Von dort oben können die Besucher demnächst in Ruhe das Damwild im gegenüberliegenden Gehege beobachten. In Zukunft will der Förderverein den Wildpark verstärkt zu einem Lernort für Natur ausbauen, Pläne für eine Waldschule liegen bereits fertig in der Schublade.

Remscheider General-Anzeiger - 2. Jan. 2007
Der Wuppertaler Zoo macht Inventur
Wuppertal. 2006 war für den Wuppertaler Zoo nicht nur das Jubiläumsjahr und das Jahr der Pinguinale. Auch sonst herrschte bei Elefanten, Affen und Co. Hochkonjunktur. "Was die Geburten betrifft, war hier unheimlich viel los", sagt Zoodirektor Dr. Ulrich Schürer. Besonders stolz ist er zum Beispiel auf die beiden Tapirgeburten, den Nachwuchs der roten Felsenhähne, der Zwergschimpansen und natürlich auf den jüngsten Sprössling des Zoos, den Gaukler "Gaukli". Bei insgesamt über 4300 Tieren kann man schnell den Überblick verlieren. Deshalb steht dieser Tage wieder die alljährliche Inventur auf dem Programm.

Morgenweb - 3. Jan. 2007
Bei der Inventur im Zoo ist Erfindungsreichtum gefragt
"Pimpf" schaut ein bisschen schüchtern unter dem Bauch seiner Mama hervor und meckert lautstark, als Diplom-Biologin Sandra Reichler den letzten Neuzugang des Jahres 2006 auf den Arm nimmt. Das kleine Zicklein ist am Silvestertag zur Welt gekommen und damit gerade noch in den Jahresabschluss des Heidelberger Zoos gerutscht. So leben laut Inventur derzeit 1102 Individuen aus 204 Arten hier.

PR-Inside.com - 28. Dez. 2006
Elefanten haben Tannenbäume zum Fressen gern
Auf dem Speiseplan der Rostocker Elefantendamen Sara und Dzomba stehen seit Donnerstag Tannenbäume als Appetithäppchen. Weihnachtsbaum-Händler belieferten nun bereits seit mehr als 20 Jahren den Zoo nach dem Fest mit Restbeständen, sagte Zoodirektor Udo Nagel. Nicht nur die Dickhäuter hätten Appetit auf Nordmanntanne und Kiefer. Auch die Bären und Huftiere ließen sich das Grünfutter schmecken. Insgesamt 300 Tannenbäume erhielt der Zoo in diesem Jahr. Rund 200 kommen auf den Speiseplan. Der Rest ist Dekoration und Spielzeug für die Tiere, die sich gern im Geäst verstecken oder mit dem Gehölz bolzen. Der Vorrat reicht nach Zooangaben etwa bis März, dann vergehe auch den Tieren der Appetit auf Weihnachtsbäume.

Tagesspiegel - 3. Jan. 2007
Tannenbaum-Entsorgung Verspäteter Weihnachtsschmaus für Elefanten
Die Elefanten im Berliner Zoo bekommen am Donnerstag ihr verspätetes Weihnachtsmahl. Traditionell stehen bei den Dickhäutern erst zu Beginn des neuen Jahres nicht verkaufte Weihnachtsbäume auf dem Speiseplan. Der aromatische Geschmack der Nadelzweige munde den Rüsseltieren anfangs, aber ihr Interesse an dem Zusatzfutter lasse relativ schnell wieder nach. Aus diesem Grund will der Berliner Zoo jetzt auch keine weiteren Bäume von Händlern annehmen.

Lübecker Nachrichten - 30. Dez. 2006
Jetzt gibt's lecker Tannenbaum
Fatima, Suleika und Jasmin haben Tannenbäume zum Fressen gern. Für die Dromedare des Tigerparks Dassow und Zootiere in Wismar und Rostock sind sie ein echter Festschmaus. Ein Lübecker Baumarkt hat zwei LKW-Ladungen mit nicht verkauften Bäumen nach Dassow geschafft. Wismars Tierparkchef Michael Werner hat davon zurzeit weniger Vorrat, als ihm lieb ist. Denn auch die Wisente, Rothirsche und sogar die Pferde mögen lecker Tanne. In Wismar kann gern seinen ausgedienten Baum im Tierpark abgeben, wer den Vierbeinern einen Gefallen tun möchte. Voraussetzung: Es dürfen keine Lamettareste und auch kein Spray dran sein. Bereits seit mehr als zwanzig Jahren beliefern Weihnachtsbaumhändler den Rostocker Zoo nach dem Fest mit ihren Restbeständen.

Tageblatt für den Kreis Steinfurt - 29. Dez. 2006
Was Löwen wünschen
Die Antilope ist sein Lieblingstier, vielleicht auch noch Vögel. Werner Janning hat die Qual der Wahl - bei knapp 390 Tierarten in Münsters Allwetterzoo. Eigentlich hat er sie aber alle gern. Ausschlaggebend ist für den Futtermeister eh nur, dass Löwe & Co. satt werden - seit 36 Jahren. Heute, an seinem 65. Geburtstag, wird er zum letzten Mal für gefüllte Tröge sorgen. Knapp die Hälfte des Futters rekrutiert er in Münster und Umgebung - der Umwelt zuliebe. Auf Großmärkten, bei Gemüsezüchtern und Fleischbetrieben ist er allseits bekannt. Und wenn's ums Feilschen geht, ist er ein Profi. "Reden mit den Leuten, da bin ich stark drin. Viele, die was abzugeben haben, sagen auch 'Ach, da rufen wir mal den Janning an'". Wie der Bremer Händler, der gleich 1000 Tannenbäume loswerden wollte.

Bote der Urschweiz - 30. Dez. 2006
Oskar Steiner verlässt Tierpark
Oskar Steiner kann auf mehr als 30 Jahre Mitwirken beim Tierpark Goldau zurückblicken. Als langjähriger Präsident und Teilzeitangestellter hat er enorm viel zum Erfolg des Parks beigetragen. Unter anderem hat er aus dem lokalen Wildpark eine tagestouristische Attraktion sowie eine weltweit anerkannte Institution gemacht. Oskar Steiner hat gestern sein Büro in Goldau geräumt. Er wird dem Tierpark aber auch in Zukunft treu bleiben und dem Vorstand als Protokollführer zur Seite stehen.

Ostthüringer Zeitung - 30. Dez. 2006
Mischka zurück im Tiergarten
Der Bär Mischka, der im Frühjahr aus gesundheitlichen Gründen eingeschläfert werden musste, ist in den Eisenberger Tiergarten zurück gekehrt. Allerdings erst zum Teil, nämlich sein Skelett. Das nur 1,50 Meter lange und etwa 80 cm hohe Knochengerüst steht seit ein paar Tagen als Präparat in der Zoo-Schule. Das Fellpräparat wird dann den Bären so zeigen, wie ihn die Tiergartenbesucher kennen, nämlich in seiner vollen Lebensgröße, allerdings auch auf allen vier Pfoten und nicht in aufrechter Pose. Zu Gesicht bekommen werden vorerst nur die Zoo-Schulen-Gäste die beiden Präparate. Doch zu Tiergartenfesten und besonderen Veranstaltungen wird auch die Öffentlichkeit Gelegenheit bekommen, den verdoppelten Petz zu betrachten. Mischkas Partnerin Dunja ist voraussichtlich noch etwa drei Monate lang im Eisenberger Tiergarten daheim. Dann zieht sie in das derzeit noch im Bau befindliche, etwa 7000 Quadratmeter große Bärengehege nach Knüll (Hessen) um, in dessen Nachbarschaft auch ein knapp halb so großes Wolfsgehege entsteht.

Freie Presse - 3. Jan. 2007
Die Chemnitzer Bärendame Kitty bekommt wieder ihre Gestalt und Form
Kitty, die letzte Grizzlybärin aus dem Chemnitzer Tierpark, bekommt ein zweites Leben. Präparator Holger Rathaj wird am kommenden Wochenende in einer Schauvorführung den gigantischen Pelz der Bärin auf einen Kunststoffkörper aufziehen und anpassen. Ab Februar wird die 2,70 Meter große und 230 Kilo schwere Bärendame, die 2006 im Tierpark Chemnitz verstorben ist, im Naturkundemuseum eine neue Heimat finden.Mit Kitty verfügt die museale Einrichtung im Tietz dann über einen zweiten ausgestopften Kuschel- Giganten.

Ruhr Nachrichten - 29. Dez. 2006
Im Tierpark wird gekuschelt
Bochum. Fast mag man Murmel und ihre Freunde beneiden. Träge liegen die Riesenschildkröten unter taghellen Strahlern und lassen sich die elektrische Sonne auf die Panzer scheinen. Braunbärendame Anja zeigt sich ähnlich ruhig.

Freie Presse - 28. Dez. 2006
Sichere Bleibe für Mini-Hüpfer
Für die Mitarbeiter im Auer Zoo der Minis hat das Arbeitsjahr 2006 gewissermaßen erst im Juli begonnen. Sagt jedenfalls Tierparkchef Christian Schroller. Eine Richtlinie der Europäischen Union verlangt unter anderem die Fortbildung des Tierpark-Personals zu Zootierpflegern. Die Auer haben diese Aufgabe gemeistert, die abschließende Prüfung im Leipziger Zoo mit Bravour bestanden – Schroller und seine Frau Bärbel sogar mit dem Prädikat „Ausgezeichnet“.

Freie Presse - 29. Dez. 2006
Wolfswelpen gehen auf Reisen
Großes Gedränge herrschte am Mittwochnachmittag auf der Besucherterrasse des „Bärenlandes“ im Tierpark Hirschfeld. Übers Geländer gelehnt, verfolgten zahlreiche Neugierige mit Blick auf den Bereich der Wölfe voller Spannung, wie die zwei Welpen Aischa und Alf in große Kisten verladen wurden. Die zwei Welpen aus dem am 28. Mai geborenen fünfköpfigen Nachwuchs wurden auf die Reise nach Österreich geschickt, wo sie im Tierpark Herne-Spielfeld ihr neues Domizil erwartet.

Freie Presse - 28. Dez. 2006
Neues Gehege für Bergziegen
Der Erlebnishof in Sorgau hat ein neues Empfangskomitee: Unmittelbar am Eingang trifft der Besucher jetzt auf fünf Bergziegen. Diese sind umgezogen, erzählt DRK-Mitarbeiter Wolfgang Butter. Andererseits habe man dadurch mehr Platz für die Lamas und die Esel bekommen. Der ist auch dringend nötig, denn der wenige Tage alte Nachwuchs von Esel-Mutter Susi will sich austoben.

St. Galler Tagblatt - 28. Dez. 2006
Ein Serval auf Wanderschaft
Letzte Woche ist in Sennwald ein Serval ausgerissen. Die aus Wolfhalden stammende afrikanische Raubkatze wurde zuletzt in Unterwasser gesichtet. Besitzerin ist die in Wolfhalden wohnhafte Diana Stadtmann. Sie führt dort einen privaten Tierpark, in dem weitere exotische Tiere wie Ozelot, Katta, Nasenbär oder Stinktier leben. Wegen «privater Probleme» hatte Diana Stadtmann für einige Tage bei einer Bekannten in Sennwald Unterschlupf gefunden; ihren Serval hat sie gleich mitgenommen. Dort ist die Raubkatze in Anwesenheit der Besitzerin letzte Woche ausgerissen – in einem Moment der Unachtsamkeit. Alle Versuche, das Tier ein- zufangen, sind bisher gescheitert. Der Serval stelle für die Bevölkerung keine Gefahr dar, sagt Diana Stadtmann. Er sei von Hand aufgezogen und domestiziert.

Basler Zeitung - 29.Dez. 2006
Afrikanische Wildkatze im Toggenburg eingefangen
Eine entlaufene afrikanische Wildkatze ist am Donnerstagabend bei einem Ferienhaus in Ennetbüehl im Toggenburg eingefangen worden. Der Serval war am 19. Dezember in Sennwald im Rheintal entlaufen.

December 28, 2006
Oldest elephant dies in Dubbo
STAFF at the Western Plains Zoo in central-western New South Wales are mourning the death of their only male elephant, the oldest Asian bull in Australasia. Known as Heman, he was found dead by his keepers at the zoo in Dubbo this morning, after taking ill yesterday.
Heman was believed to be just over 50 years old, but his precise date of birth was not known because of poor record keeping in the 50s and 60s.

December 28, 2006
Rare African parrots stolen from Adelaide zoo
The male and female African grey parrots were among the most expensive birds in the zoo and were likely to be stolen for trade interstate, the zoo's director of conservation projects Kevin Evans said.Thieves breached a perimeter fence of the zoo, on Adelaide's city fringe, between midnight and 1am CDT today and broke into an enclosure housing some 20 bird species.

Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

Niederländische Meldungen


Blikopnieuws.nl – 31. Dezember 2006
Gorilla-kerstkind geboren
Gorilla-Christkind geboren

http://www.blikopnieuws.nl/bericht/39988
In der Weihnachts-Nacht kam im Burgers’ Zoo Arnhem ein Gorilla zur Welt. Es handelt sich um das erste Jungtier des Weibchens Shatilla, die Geburt fand inmitten der Gruppe statt. Da das Geschlecht des Jungtieres noch unbekannt ist, hat es auch noch keinen Namen.

De Telegraaf – 31. Dezember 2006
Jongetje bijna speelbal zeeleeuwen
Junge fast Spielball der Seelöwen in Blijdorp

http://www.telegraaf.nl/binnenland/56141881/Jongetje_bijna_speelbal_zeeleeuwen.html
Ein 11jähriger Junge ist am 30. Dezember in das Seelöwenbassin des Rotterdamer Zoos gefallen. Noch bevor die Tiere ihn erreichten, konnte der gute Schwimmer jedoch wieder aus dem Becken klettern. Er war auf die Absperrmauer geklettert und verlor dort das Gleichgewicht. Bis auf die nasse Kleidung kam der Junge mit dem Schrecken davon.

Brusselnieuws – 29. Dezember 2006
Dieren op ranch Lanimaltion moeten weg
Tiere der Ranch Lanimaltion müssen weg

http://www.brusselnieuws.be/site/rubrieken/1091053972/page.htm?newsID=1167392188
Im vergangenen Sommer war auf dem Gelände einer Gesellschaft des sozialen Wohnungsbaus in Ganshorn ein Kinderbauernhof eingerichtet worden. Obwohl bereits Stallgebäude gebaut wurden und die ersten Kinder ihre Praktika absolvieren, muss die Ranch nun weg, da der Grundeigentümer seine Zustimmung widerrief. Auch die Gemeinde zeigte sich nicht hilfsbereit. Grund: Das Gelände darf nur zu 20% bebaut werden, die jetzt bereits überschritten sind.

Algemeen Dagblad – 28. Dezember 2006
Late kerst voor bavianen
Späte Weihnacht für Paviane

http://www.ad.nl/utrecht/amersfoort/article944382.ece
Für die Paviane und Elefanten des Tierpark Amersfoort gab es keine Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Sie nehmen lieber den Baum selbst, der für sie ein beliebtes Spielzeug darstellt. Nicht verkaufte Bäume wurden dem Zoo gestiftet und bescheren den Tieren nun ein verspätetes Weihnachtsfest.


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Zoos – Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Tiergarten Nürnberg, 04.01.2007
Rückblick 2006 – Ausblick 2007

Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hatte im Jahr 2006 insgesamt 1.101.716 Besucher registriert. Dies bedeutet einen leichten Rückgang um 2,5 % gegenüber dem Vorjahr. Davon besuchten 419.104 auch das Delphinarium – ein Minus von nur 0,7 %. Insgesamt brachte das Jahr 2006 damit wieder ein sehr gutes Ergebnis, immerhin das zweitbeste in der Geschichte des Tiergartens.

Allwetterzoo Münster, 3.1.2007
„Weihnachtskind“ mit feuerroten Haaren: Im Allwetterzoo Münster wurde am 26. Dezember ein Orang-Utan geboren
Die Freude bei den Tierpflegern in der ZoORANGerie im Allwetterzoo Münster war groß, als ihnen „Temmy“ am zweiten Weihnachtstag bei Dienstbeginn ihr Neugeborenes präsentierte. Das achtundzwanzigjährige Orang-Utan-Weibchen hatte in der Nacht ein gesundes männliches Baby zur Welt gebracht. Die ersten Tage verbrachten Mutter und Kind hinter den Kulissen, denn „Temmy“ war von der Geburt offensichtlich erschöpft. Am 3. Januar war dann Premiere für die Zoobesucher: Sie konnten „Temmy“ und ihren Sohn erstmalig sehen. Vorerst leben Mutter und Kind nur mit den beiden potentiellen Vätern zusammen, getrennt von der übrigen Gruppe. Wer nun der tatsächliche Erzeuger ist, wird durch einen Vaterschaftstest noch geklärt werden müssen. In Frage kommen zwei neunjährige Dänen, „Pongo“ und „Demo“, die Ende 2004 aus dem Zoo Aalborg nach Münster kamen.
„Temmy“, 1981 im Zoo Duisburg geboren, lebt seit der Eröffnung der ZoORANGerie im Herbst 2000 in Münster. Sie hatte in ihrem Heimatzoo bereits zweimal Nachwuchs, den sie jedoch leider nicht angenommen hatte. Jetzt scheint alles gut zu klappen; denn sie kümmert sich rührend um ihren Spross. Auffällig ist ihre besondere Art, das Jungtier zu „sichern“, wenn sie in luftiger Höhe von Ast zu Ast hangelt: Sie nimmt eine Hand des Kleinen ins Maul, damit es ja nicht abrutscht. Junge Orang-Utans krallen sich zwar instinktiv fest ins Fell der Mutter, aber man kann ja nie wissen!
Im Allwetterzoo ist man sehr glücklich über den Zuchterfolg bei diesen von der Ausrottung stark bedrohten Menschenaffen. 1995 war mit „Mali“ das letzte Jungtier in Münster geboren worden. „Mali“ wird übrigens ebenfalls bald Mutter - und wieder wird sich die Frage nach dem Vater stellen. Sicher ist nur, dass es nicht der knapp 35jährige „Jonny“ sein kann, er ist nicht mehr zeugungsfähig. Insgesamt leben in Münster derzeit acht Orang-Utans, deren Ursprungsheimat die indonesische Insel Borneo ist.

Alternativer Bärenpark Worbis, 04.01.2007
Aus der Exkursionsreihe: Auf den Spuren der Braunbären

Diplombiologe Arne Willenberg wird auch im Jahr 2007 im Auftrag der STIFTUNG FÜR BÄREN die Wanderfreunde unter dem Motto „Auf den Spuren der Braunbären“ durch das Eichsfeld führen, in dem vor einigen hundert Jahren Braunbären lebten.
Die erste Exkursion d. J. findet am Sonnabend, dem 13. Januar statt. Zwar wurde 1705 der letzte Bär in dieser Region geschossen, doch
gäbe es heute im Eichsfeld noch Bären, würden diese vermutlich jetzt Winterruhe halten. Andere Tiere, z. B. Wasservögel, suchen für die Überwinterung entsprechende Gewässer auf. Auf Wunsch vieler Teilnehmer dieser monatlichen Wanderungen wird Arne Willenberg deshalb die erste Exkursion des Jahres dort beginnen, wo sich die Wanderfreunde im letzten Jahr verabschiedet haben: am Stausee Birkungen. Hier im Offenland und in unmittelbarer Gewässernähe können im Winter mehr Tiere beobachtet werden als im Wald. Es geht in erster Linie also wieder um Vögel und speziell um überwinternde Wasservögel wie die verschiedenen Entenarten, Gänse, Taucher, Kormorane, Graureiher. Aber auch Kleinvögel, z. B. Finken- und Drosselarten, können im Baum- und Strauchsaum am Stausee beobachtet werden, da hier ein gutes Futterangebot durch fruchttragende Gehölze besteht. So sind auch solche Vogelarten zu erwarten, die in der Regel nur im Winter bei uns sind und ansonsten ihre Brutgebiete in Nordeuropa haben wie Bergfink, Rotdrossel und Seidenschwanz.

Zoo Dresden, 03.01.2007
„Dresdner Schnauzen – Zoogeschichten aus Sachsen“
Ab Montag, dem 8 Januar, startet die Dokusoap „Dresdner Schnauzen“. Im Mittelpunkt stehen die vielen Facetten des Dresdner Zoos, sowie die besonderen Beziehungen der Pfleger zu ihren Schützlingen. Schon in den ersten Folgen erleben Sie Thabo-Umasai und seine kleinen Abenteuer. Sie werden auch erfahren was es mit dem Hyazinth-Ara Quak und seinem Pfleger auf sich hat und wie sich die Kamerunschafe Leo und Lea entwickeln. Der Zoo Dresden hat sogar eine kleine Liebesgeschichte mit Happy End zu bieten, ein Tamarinmännchen aus Paris sorgt hierbei für Überraschungen. Die 32 Folgen werden jeweils Montag bis Freitag von 15.15 bis 16.00 Uhr im ZDF übertragen.

Zoo Stralsund, 03.01.2007
2007 begann mit Drillingen - Inventur im Stralsunder Zoo abgeschlossen
Die letzten Tage des Jahres werden im Stralsunder Zoo regelmäßig zur Inventur des Tierbestandes genutzt. Per Computer kann dann die genaue Anzahl der Zoobewohner ermittelt werden- allerdings mit Einschränkungen ! Denn einige Tierarten wie verschiedene Insekten oder Tiergruppen in denen die Tierzahl häüfig wechselt ,ie bei den Meerschweinchen, werden lediglich mit einem pauschalen Inventurbestand erfasst. Schwierigkeiten gibt es auch bei den Tieren, die im Winterschlaf sind. Für die Präriehunde wird deshalb die Tierzahl angenommen, die bereits vor Antritt des Winterschlafes im November ermittelt wurde. Zum Stichtag 31.12. 2006 wurden 783 Tiere in 133 Arten im Tierpark Stralsund gehalten. Darunter befinden sich 10 Arten wirbelloser Tiere, 6 Fischarten, 3 Vertreter der Lurche, 14 Reptilienarten und 49 Vogelarten. Mit 51 Arten sind die Säugetiere am stärksten vertreten. Einen Schwerpunkt in der Tierzusammensetzung bildeten auch 2006 die alten Haustierrassen. Neu im Tierbestand vertreten sind die Zwergseidenäffchen ,die nordamerikanischen Skunks und die Singschwäne. Diese drei Arten wurden früher schon in Stralsund gepflegt. Erstmals gehalten werden dagegen eine tropische Fangschreckenart- auch als " Gottesanbeterin" bekannt, die afrikanischen Leopardschildkröten und die Europäische Sumpfschildkröte. Die meisten dieser Tiere gelangten aus verschiedenen Zoos als Schenkung oder im Austausch gegen andere Tiere nach Stralsund. Im Gegenzug zog beispielsweise ein Stralsunder Polarwolf in einen Dänischen Zoo, ein Rötelpelikan in einen Luxemburger Zoo und zwei Bisons in ein Freigehege in Brandenburg. Zu den erfreulichen Ereignissen des Jahres zählten die Geburten bei den Weißen Eseln, bei den Lewitzschecken ( einer Pferderasse ) und der Nachwuchs bei den Schnee- Eulen und den Sakerfalken. Leider mußten auch Verluste verzeichnet werden, so fielen mehrere ältere Tiere bei den Wisenten und Bisons einer heimtückischen Viruserkrankung zum Opfer. Das Neue Jahr begann gleich am Neujahrstag mit einem Drillingswurf bei den Zwergziegen. Da die Mutter Probleme beim Lammen hatte mußte zwar Geburtshilfe geleistet werden aber inzwischen sind die Ziegenmutter und
der Nachwuchs wohlauf.

Zoo Landau, 03.01.2007
Glänzender Jahresabschluss 2006 – tierisch produktiver Start in das Jahr 2007
Hochzufrieden zeigt sich das Mitarbeiterteam des Zoo Landau in der Pfalz mit der Zahl der Besucher im Jahr 2006. Nach einem witterungsbedingt eher schleppenden Saisonstart und WM- sowie hitzebedingt besucherschwachem Juli, konnte der Zoo Landau bei 167.505 zahlenden Besuchern dennoch mit dem bisher zweitbesten Ergebnis seiner über 100jährigen Geschichte abschließen. Übertroffen wurde dieses Ergebnis bisher nur im Jahr 2005, als knapp 5.000 Besucher mehr den Zoo besuchten. „Wir sind über diese äußerst positive Entwicklung mehr als glücklich, da wir seit dem Jahr 2004 nun das dritte Jahr in Folge Besucherrekorde verzeichnen konnten,“ kommentiert Direktor Dr. Jens-Ove Heckel das Ergebnis. Das Veranstaltungsjahr 2006 war von einem Feuerwerk an 30 Sonderveranstaltungen geprägt, die nach Ansicht der Zooverwaltung wesentlich mitverantwortlich für das gute Abschneiden zeichnen. Die äußerst erfolgreiche Zooschule Landau sowie der Freundeskreis haben diese Aktivitäten wieder maßgeblich geprägt und
unterstützt. „Das motiviert uns natürlich auch wieder für das Jahr 2007“, sagt der Zoodirektor und verweist auf ein ebenso ambitioniertes Programm in diesem Jahr, welches in Kürze vorgestellt wird. Für den Zoo Landau hat das Jahr 2007 allerdings schon sehr erfreulich begonnen. So früh wie nie, nämlich in der Sylvesternacht, gab es den ersten Nachwuchs: Sechs kleine Zicklein und ein wunderschönes grünes Emuei überraschten die Mitarbeiter am Neujahrsmorgen. „Sehr schade, dass wir im Zoo mit unserem Nachwuchs nicht am neuen „Elterngeld“ teilhaben können“, meint Heckel scherzhaft. Allerdings, wenn es so produktiv weitergeht, dann lässt dieses auf ein glänzendes Zoojahr 2007 schließen!

Zoo Landau, 03.01.2007
Das erste Klammeraffenbaby 2007 ist da!
Nicht nur Zwergziegen und Emus erfreuten gleich zu Beginn des Jahres die Zoomitarbeiter, auch die Braunkopfklammeraffen (Ateles fusciceps robustus) im Zoo Landau warteten mit einem ganz besonderen Geschenk zum Neujahr auf – einem Baby! Das mit 23 Jahren
älteste Weibchen der Gruppe „Bonny“ hielt am Morgen des 02. Januar 2007 stolz ihr Neugeborenes im Arm. Über das nun 13. Mitglied der Braunkopfklammeraffenfamilie des Zoo Landau freute sich ganz besonders Affenpfleger Herr Andreas Banse, der am gleichen Tag sein 10jähriges Dienstjubiläum im Zoo Landau feierte.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 03.01.2007
Let’s twist again ...
“Twist” heißt der neue Gepardenkater in der Wilhelma. Er macht seinem Namen alle Ehre, denn niemand verschränkt die Pfoten so elegant wie er! Seinem Wunsch nach Gesellschaft durch die Gepardin „Tana“ verleiht er allerdings nicht durch machomäßiges Gebrüll Nachdruck, sondern durch gepardentypisches Gemaunze. Seine Ungeduld ist verständlich, schließlich ist er von weit her aus Warschau angereist, um zu einem passenden Weibchen zu kommen. Zunächst musste er seine Anlage alleine kennen lernen. In seiner näheren Umgebung faszinierten ihn besonders die Okapis schräg gegenüber: Zwar gehören solch große Tiere nicht in das Beuteschema eines Geparden, aber Interesse darf man natürlich zeigen! Mittlerweile darf er schon stundenweise mit „Tana“ zusammen spazieren gehen. Was sich anhört wie spätviktorianische Eheanbahnung, ist im Zoo bei vielen Tiergruppen nach wie vor topmodern: Das behutsame Beschnuppern unter Aufsicht senkt das Risiko verletzungsträchtiger Verständigungsschwierigkeiten zwischen den Partnern – ein Risiko, das bei Geparden sicher geringer einzustufen ist, als beispielsweise bei Tigern. Mit dem jungen Paar („Twist“ ist am 22.4.2005 in Warschau geboren, „Tana“ am 18.3.2003 in Münster) herrscht in der Wilhelma wieder „Leben in der Bude“. Die Vorgänger der beiden, „Jock“ und „Nora“, haben es in den letzten Jahren doch etwas ruhiger angehen lassen, aber schließlich haben sie mit 14 und 16 Jahren ein für Geparden nahezu biblisches Alter erreicht. In freier Natur werden Geparden nicht so alt – und es werden auch immer weniger: Viehzüchter, Trophäenjäger und Seuchen machen den eleganten schnellen Jägern das Leben schwer. Ob der Arterhalt gelingt, werden die nächsten 20 Jahre zeigen. Das Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wird sein Möglichstes tun, um zumindest die Population in Menschenobhut zu erhalten.

Zoo Hannover, 02.01.2007
2006: Rekord-Jahr für Zoo
Während andere Freizeitunternehmen sich über die Hitze im Sommer und die Konkurrenz der Fußballweltmeisterschaft beklagten, war 2006 war für den Erlebnis-Zoo Hannover im wahrsten Sinne ein tierisch erfolgreiches Jahr mit einem neuen Besucherrekord, zwei Giraffenbabys, fünf Wolfswelpen, einem winzigen Gorillababy, einem Mini-Tapir und dem ersten Flusspferdbaby seit 10 Jahren. Schon am 3. Oktober konnte der Zoo seinen millionsten Besucher begrüßen, so früh wie noch nie in der Zoogeschichte! „Dass wir die Million bereits drei Wochen eher als im Vorjahr erreicht haben, zeigt, dass die Attraktivität des Erlebnis-Zoos stetig wächst. Und dass die Anziehungskraft weit über Hannover hinaus wirkt“, so Zoodirektor Klaus-Michael Machens. 31,3 Prozent aller Besucher kamen aus der Region Hannover, 15,9 Prozent aus den angrenzenden Landkreisen, 22,8 Prozent der Gäste kamen aus dem übrigen Niedersachsen und 29,9 Prozent aus allen anderen Bundesländern! Insgesamt haben 1.229.162 Gäste den Zoo im Jahr 2006 besucht. Weitere 34.465 Gäste kamen bis zum 31. Dezember nach Zooschluss über den kostenlosen Abendeingang, um den Winter-Zoo auf Meyers Hof zu genießen, Schlittschuh zu laufen und zu rodeln.

Thüringer Zoopark Erfurt, 02.01.2007
Fisch- und Wasserpflanzenbörse
Am 7. Januar lädt der Verein der Aquarienfreunde 1912 e.V. im Aquarium des Zooparkes am Nettelbeckufer 28 a zur ersten Fisch- und Wasserpflanzenbörse des neuen Jahres ein. Neben Nachzuchten verschiedenster Süßwasserfische wird es auch wieder Wasserpflanzen zu erwerben geben. Wer sich zudem die Chance auf kostenlose Beratung über Fische und das Drumherum nicht entgehen lassen will, der ist zwischen 9 und 12 Uhr herzlich eingeladen. Das neue Riffbecken ist innen jetzt auch fertig. Der Probelauf mit Wasser und Technik steht unmittelbar bevor. Kommen Sie doch vorbei und schauen sich den Baufortschritt an.

Zoo Heidelberg, 29.12.2006
Nicht nur der Weihnachtsmann hat was im Beutel...
...auch die Kängurus im Zoo Heidelberg können es nicht mehr verbergen, dass zwei von ihnen schon große Junge im Beutel tragen. Doch während der Weihnachtsmann seinen Sack zuverlässig zu Weihnachten auspackt, bleibt ein Blick auf die Beuteljungen der Kängurus Glückssache. Mal schaut ein Bein oder Schwanz heraus und manchmal ist sogar ein kleiner Kopf mit Ohren zu sehen. Die meiste Zeit verbringen die Jungen im mollig warmen Beutel der Mutter. Im Zoo Heidelberg leben vier Erwachsene Rote Riesenkängurus. Die größten Beuteltiere der Welt stammen aus den trockenen Regionen Australiens. Dort wird es nachts auch sehr kalt, aber dafür am Tag in der Sonne wieder richtig warm. Im Zoo wird die Temperatur umgedreht: Tagsüber bei schönem Wetter sind die Tiere auch im Winter oft auf der Freianlage zu sehen. Die Nacht verbringen sie im geheizten Stall. Kängurubabies kommen als winzige, gering entwickelte Wesen zur Welt. Sie müssen in den ersten Lebensstunden den Weg durch das Fell in den mütterlichen Beutel allein bewältigen. Dort angekommen saugen sie sich erst einmal an einer der beiden Zitzen fest und sind für über drei Monate nicht zu sehen. Danach beginnt die Phase in der sich die Heidelberger Kängurus jetzt befinden. Die Außenwelt wird aus dem Beutel heraus erkundet, der Beutel aber noch nicht verlassen. Jetzt kann das junge Känguru schon einmal alles kosten was die Mutter frisst und sich in der Umgebung orientieren. In wenigen Wochen beginnen sie dann den „Außendienst“. Von ihren Exkursionen kehren sie aber immer wieder rasch in den mütterlichen Beutel zurück.

Zoo Basel: Bild des Monats
Kängurubabys kommen schon nach einer Tragzeit von einem Monat zur Welt, aber erst rund sechseinhalb Monate später strecken sie den Kopf aus dem Beutel und man bekommt sie erstmals zu Gesicht. Grund genug für den Zoofotografen, einmal einen Blick in den Beutel zu tun und nachzusehen, was darin vor sich geht.



Aus aktuellem Anlaß erneut, zum Nachlesen:

Zoo Leipzig, 27.12.2006
Lippenbärenjungtier im Zoo Leipzig muss eingeschläfert werden
Der Zoo Leipzig musste heute ein neugeborenes Lippenbärenjungtier einschläfern. Völlig unerwartet hatte die knapp dreijährige „Renate“ am 25.12.2006 zwei Junge zur Welt gebracht. Die Bärin zeigte keinerlei Bemühungen, ihren ersten Wurf zu versorgen. Die beiden Jungtiere wurden vorübergehend in die Obhut einer scheinträchtigen Hundeamme gegeben. Eins starb dennoch bereits nach wenigen Stunden. Mehrere Versuche, „Renate“ erneut an ihr Junges heranzuführen, scheiterte. „Auch in der Natur ist es nicht ungewöhnlich, dass die ersten ein bis zwei Würfe nicht aufgezogen werden. Eine Aufzucht durch den Menschen kommt für uns nur in äußersten Ausnahmefällen in Frage. Die starke Prägung durch den menschlichen Umgang macht die Eingliederung in eine Sozialstruktur von Artgenossen nahezu unmöglich. Das ist zum einen zum Nachteil für das Tier selbst und erschwert zudem die Haltung und die Vermittlung in andere Zoos. Letzteres ist besonders im Hinblick auf die koordinierte Zucht gefährdeter und bedrohter Arten von Bedeutung.“, begründet Zoodirektor Dr. Jörg Junhold die Entscheidung. „Hinzu kommt, dass ,Renate` und ,Klaus` als Vater der beiden Jungtiere zu nah verwandt sind. Es besteht die Gefahr einer Degeneration, die weder wir noch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm vertreten können.“

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Natur- und Artenschutz – Meldungen

Bietigheimer Zeitung - 30. Dez. 2006
Bäriger Besuch mit einem traurigen Finale In Bayern war der Bär ...
In Bayern war der Bär los. Ganz Deutschland verfolgte gespannt, ob es ein Happy End für "Bruno" geben würde. Gab es aber nicht. Der aus Italien eingewanderte Jungbär wurde am 26. Juni von einem unbekannten Jäger am Spitzingsee im Behördenauftrag entschlossen erschossen. Drei Jäger, deren Identität geheim blieb, waren auf die Spur des Bären, der vom willkommenen Gast zum "Problembären" geworden war, gesetzt worden. Was zuvor während mehrerer Wochen finnische Bärenjäger und ihre fünf Karelischen Bärenhunde nicht geschafft hatten, war nach deren Abzug nur noch eine Frage von Stunden. "Bruno" lag tot auf einer Alm im Rotwandgebiet. Empört hatte auch die italienische Regierung auf den Abschuss "ihres" Tieres reagiert. Sie forderten die Auslieferung des toten Bären. Dagegen besteht der Freistaat auf sein Eigentum. Zunächst kam "Bruno" in eine Kühlkammer in München. Später sollte er ausgestopft und ausgestellt werden. Doch nachdem die Wellen auch Monate nach dem Abschuss immer noch hoch schlugen, wurde der tiefgefrorene "Bruno" Mitte Oktober an einen geheim gehaltenen Ort gebracht. Es ist unwahrscheinlich, dass "Bruno" jemals noch irgendwo ausgestopft zu besichtigen sein wird.

HNA.de - 3. Jan. 2007
Fliegender Edelstein
Der kleine, knapp 25 Gramm schwere Eisvogel, auch Königsfischer oder fliegender Edelstein genannt, gehört zweifellos zu den schönsten und eindruckvollsten Vögeln unserer heimischen Gefilde. In Deutschland ist ihr Brutbestand auf 3300 Paare geschrumpft. Die bevorzugten Lebensräume des Eisvogels sind Feuchtgebiete an Süßgewässern, wie Seen, Flüsse, Bäche und Teiche. Die standorttreuen Eisvögel überwintern überwiegend in ihren Brutrevieren. Nur die Jungvögel ziehen gelegentlich südwärts. In strengen Wintern beträgt die Verlustquote bis zu 70 Prozent. Sie wird aber durch die hohe Vermehrungsrate wieder ausgeglichen. Weitaus bedenklicher für den Eisvogel ist die Verschmutzung seiner Lebensräume. Die bunten Stoßtaucher brauchen saubere Fließ- und Stillgewässer mit einer Sicht von wenigstens 50 Zentimeter Tiefe, ausreichenden Randbewuchs, Steilufer zum Brüten und artenreiche Fischbestände. An der Werra könnte die beabsichtigte Erhöhung der Salzfracht das endgültige Aus für den unter besonderen Artenschutz gestellten "fliegenden Diamanten" bedeuten.

Mitteldeutsche Zeitung - 28. Dez. 2006
US-Regierung will Eisbären unter Artenschutz stellen
Die US-Regierung will Eisbären wegen des Klimawandels und abschmelzender Polkappen als bedrohte Tierart in das nationale Artenschutzprogramm aufnehmen. Es bestehe die Sorge, dass den Eisbären der Lebensraum regelrecht unter den Tatzen wegschmelzen könnte, sagte Innenminister Dirk Kempthorne. Die Entscheidung, ob die Raubtierart wirklich mehr geschützt wird, soll aber erst nach neuen Studien über die Polkappen und andere Gründe für den Rückgang der Population in einem Jahr fallen. Die Gründe für die globale Erwärmung würden in anderen Regierungsstudien untersucht, sagte Kempthorne. Nach Angaben des Innenministeriums sind die Polareiskappen in den vergangenen zwei Jahrzehnten um 20 Prozent abgeschmolzen. Die internationale Naturschutzunion (IUCN) hatte den Eisbär in diesem Jahr auf der aktuellen Roten Liste wieder in die Gruppe der bedrohten Tierarten hochgestuft, nachdem er vor zehn Jahren heruntergestuft worden war. Der US-Kongress hat Anfang Dezember einen Vertrag mit Russland verabschiedet, wonach die zwischen beiden Ländern pendelnden Tiere besser geschützt werden sollen.

Deutschlandradio - 27. Dez. 2006
2007 ist das "Jahr des Delfins"
Die Vereinten Nationen haben das kommende Jahr zum Jahr des Delfins ausgerufen. In einer weltweiten Kampagne soll auf die starke Bedrohung der Meeressäuger aufmerksam gemacht werden. Wie wichtig der Schutz ist, hatte sich erst vor rund zwei Wochen gezeigt, als aus China die Meldung kam, dass der extrem seltene Flussdelfin im Jangtse-Fluss nicht mehr gefunden werden konnte - trotz einer sechswöchigen intensiven Suche.
Delfine werden Opfer von der Fischerei, Industrie und Beifang. Jährlich sterben 300.000 Delfine als Beifang in Fischernetzen. Die Delfine im Mittelmeer sind derzeit besonders durch die Treibnetzfischerei gefährdet. Viele Delfine verfangen sich in den Netzen und verenden. Ziel der Kampagne ist es, weltweit so viele Menschen wie möglich für den Delfinschutz zu gewinnen.

derStandard.at - 27. Dez. 2006
Im Angesicht des Schakals
Kaum jemand würde wohl den Goldschakal (Canis aureus) in der österreichische Fauna ansiedeln. Und doch findet der scheue Wildhund offensichtlich mehr und mehr Gefallen an heimischen Gefilden. "Es gibt natürlich noch keine stabile Population. Aber der Anstieg an Sichtungen lässt klar darauf schließen, dass sich der Goldschakal in Österreich ansiedelt", berichtet Klaus Hackländer, Leiter des Instituts für Wildtierkunde und Jagd-Wirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien, im Gespräch mit dem Standard. Spannend sei vor allem, dass sich in jüngster Zeit die Meldungen über Sichtungen geografisch verlagert hätten. "Lange Zeit wurde der Goldschakal bei uns, wenn überhaupt, nur in Grenznähe zu Slowenien und Ungarn gesichtet. Dass es jetzt auch immer öfter Sichtkontakte etwa in Oberösterreich oder Salzburg gibt, belegt die steigende Zahl der hochbeinigen Raubtiere mit dem goldgelben Fell", weiß Hackländer. Die Parallelen mit dem Fuchs haben aber auch lebensgefährliche Tücken. "Gerade bei der Ansitz-Jagd wird der Schakal leicht mit dem Fuchs verwechselt und irrtümlich geschossen", bangt Hackländer um den vierbeinigen Einwanderer. Eine Umfrage habe aber gezeigt, dass der Goldschakal eine "durchaus hohe Akzeptanz" innerhalb der Bevölkerung habe.

Neues Deutschland 27.12.06
Die letzten Einhörner? Erhöhte Jagdquote in Grönland bedroht Narwal-Bestand
Seit mehreren Jahren wird die grönländische Autonomieregierung national und international für die festgelegten Jagdquoten kritisiert. Im Mittelpunkt des Protestes stehen die Abschussquoten für Eisbären, Narwale, Weißwale und Walrosse, die nach Ansicht von Biologen sowie von Tierschutzorganisationen zu hoch sind.

28.12.2006 - NABU
NABU ehrt RWE-Chef Harry Roels mit "Dinosaurier des Jahres 2006"
Der NABU hat Harry Roels, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, mit dem "Dinosaurier 2006" -- Deutschlands peinlichstem Umweltpreis -- ausgezeichnet. "Mit seiner hemmungslosen Atompolitik und dem provozierenden Antrag auf Laufzeitverlängerung für Deutschlands ältesten und störanfälligsten Reaktor Biblis

Stern - 29. Dez. 2006
Pinguin-Gemetzel: "Überall war Blut"
Die "Happy Feet" in der Hafenbucht von Sydney und der Phillip-Bucht von Melbourne sind lustige kleine Gesellen aus der Gattung der Zwergpinguine. "Sie sind faul", lacht Zoe Hogg, Koordinatorin der Pinguinforschungsgruppe "Earthcare" in Melbournes Stadtteil St. Kilda. "Sie hängen den ganzen Tag herum und tun nichts außer zu fressen und Nachwuchs zu produzieren." Kaum einer der über 500 Zwergpinguine von St. Kilda schwimmt mal eben um die Ecke zum Besuch der Verwandten auf der nahe gelegenen Phillip Island, dessen etwa 20.000 Tiere umfassende Pinguinkolonie eine der größten Touristenattraktionen Australiens ist. Seit einigen Tagen aber ist es vorbei der Ruhe. Fünf der zauberhaften Fairy Penguins in St. Kilda, einer Hochburg des Melbourner Nachtlebens, sind am Tag vor Heiligabend in einer brutalen Attacke umgebracht worden. Einigen hatten die Täter den Hals umgedreht. Andere mit zahllosen Messerstichen ermordet. Kurz vor Weihnachten hatten Pinguinhasser auch in Sydney zugeschlagen. Vandalen zerschmetterten Eier der Pinguine und zerstörten Nester der Vögel. Die Sydneysider sind empört, und die Medien haben zur unerbittlichen Jagd auf die Täter aufgerufen.

derstandard.at - 02.01.2007
Im Rüttelflug auf Jagd
Mit dem Turmfalken haben die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich und der deutsche Naturschutzbund einen der häufigsten Greifvögel Europas zum Vogel des Jahres 2007 auserkoren. Allein in Österreich wird der Bestand auf über 5000 Brutpaare geschätzt. Der nach dem Mäusebussard am weitesten verbreitete Greif ist sowohl am Land als auch in der Stadt heimisch. Sogar in Großstädten wie Wien ist der Falco tinnunculus - so die wissenschaftliche Bezeichnung - zu beobachten. Zwar gingen in Europa die Bestände durch den Verlust von Lebensraum und Nahrungsangebot langsam zurück, der Turmfalke sei aber von der "roten Liste" aussterbender Arten noch weit entfernt, erklärt "BirdLife"-Geschäftsführer Gerald Pfiffinger im Standard-Gespräch. ... Über die Popularität dieser Falkenart wollen die Naturschützer auf die Bedrohungen für einen ganzen Lebensraum aufmerksam machen. Der Turmfalke benötige, wie weitaus gefährdetere Arten auch - etwa Kaiseradler oder diverse Eulenarten -, klein strukturierte landwirtschaftliche Gebiete mit Brachflächen und Feldrainen. Diese würden aber durch immer mehr "landwirtschaftlich genutzte Energieflächen - also etwa durch den Anbau von Elefantengras" langsam verschwinden, befürchtet "BirdLife"-Experte Pfiffinger. Gefahr droht dem Turmfalken und anderen Greifvögeln zudem durch den Einsatz von Giften in der Agrarwirtschaft. Pestizide und Insektizide reduzierten das Nahrungsangebot an Kleinsäugetieren. Fallweise sind sogar direkte Vergiftungen von Raubvögeln beobachtet worden.

derstandard.at - 02.01.2007
Schlangen werden zu Erdbeben-Vorhersagern
Chinesische Forscher haben einen neuen Weg gefunden Erdbeben vorherzusagen: Das Verhalten von Schlangen wird bis zu fünf Tage vor einem Beben unberechenbar. Nach Aussagen von Forschern des seismischen Instituts in Nanning hatten die Tiere sich sogar gegen Wände geworfen, um zu flüchten. Die Fähigkeit auf herannahende Beben zu reagieren soll sogar bis zu einer Entfernung von 120 Kilometer beobachtet worden sein, berichtet China Daily."Von allen Tieren der Erde sind Schlangen jene, die am empfindlichsten auf seismische Veränderungen reagieren", meint Jiang Weisong, Direktor des Erdbeben-Büros von Nanning. ..."Mit der Installierung von 24-Stunden-Kamerasystemen über den Schlangennestern haben wir unser Erdbeben-Vorhersagesystem deutlich verbessern können", so Jiang. Die neuesten Erkenntnisse sollen nun auch auf andere Städte ausgedehnt werden.

derstandard.at - 02.01.2007
UN-Artenschutzbehörde hebt Exportverbote für kaspischen Kaviar auf
Die Artenschutzbehörde der Vereinten Nationen (CITES) erlaubt für 2007 wieder den Export von kaspischem Kaviar. Ausgenommen davon bleibt zunächst der Export von Beluga-Kaviar, wie das UN-Gremium am Dienstag in Genf bekannt gab. Eine Entscheidung zum Beluga soll im Laufe des Jahres fallen, wenn die betroffenen Länder weitere Informationen vorgelegt hätten. ... Der Handel mit Kaviar wird vom Washingtoner Artenschutzabkommen CITES geregelt. Die UN-Artenschutzbehörde mit Sitz in Genf verhängt jährliche Quoten.

derstandard.at - 01.01.2007
Fledermausfisch rettet Korallen vor dem Ersticken im Tang
Einen potenziellen Retter von Korallenriffen haben Wissenschafter der James Cook University in Queensland (Australien) aufgespürt. Fledermausfische (Platax pinnatus) - und offenbar nur diese - fressen nämlich große Seetang-Bestände, welche die Korallenbänke zu ersticken drohen, meldet die Wissenschaftszeitschrift "New Scientist". Normalerweise wird Seetang an den Riffen von einer Vielzahl Pflanzen fressender Fische kurz gehalten. Das kann sich vor allem durch die Überfischung der Gewässer drastisch ändern. Dann kann sich der Seetang ungehindert ausbreiten, die sehr langsam wachsenden Korallen geraten ins Hintertreffen und bekommen kein Licht mehr. Letztendlich verwandelt sich die ehemals bunte Korallenlandschaft in ein Meer von Seetang.

derstandard.at - 31.12.2006
Seltener Gast aus der Arktis besucht Dänemark
Eine kleine schneeweiße Möwe aus der Hocharktis entzückt die dänischen Vogelbeobachter, die zu Hunderten auf die Insel Lolland pilgern. Dort, nördlich der deutschen Ostseeinsel Fehmarn, wurde eine extrem selten in Mitteleuropa auftauchende Elfenbeinmöwe (Pagophila eburnea) entdeckt. Wie der Lehrer Jens Ryge am Freitag im dänischen Fernsehsender TV2 berichtete, ist es seit 1983 erst das fünfte Mal, dass diese Möwenart in Dänemark gesehen wurde. ... Mit nur rund 14.000 Brutpaaren zählt die Elfenbeinbeinmöwe zu den gefährdeten Tierarten auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Es wird befürchtet, dass die das ganze Jahr über vorwiegend im Bereich des Packeises lebende Art auch unter der vom Klimawandel ausgelösten Eisschmelze im Polargebiet leidet.

derstandard.at - 30.12.2006
Afrika: Bestand der Berggorillas erholt sich
Zu internationalem Ruhm kamen die Tiere mit robustem Körperbau, langen muskulären Armen, großen Händen und breiten Schultern in dem Hollywood-Film "Gorillas im Nebel" von 1988, der die Arbeit der US-Wissenschafterin Dian Fossey in Ruanda nachzeichnete. Sie versuchte, die vom Aussterben bedrohten Berggorillas vor Wilderern zu schützen. In den vergangenen Jahren ist ihre Zahl wieder auf etwa 700 gestiegen. .. Die Erholung des Bestandes beruht auf einem verstärkten Kampf gegen die Wilderei und für den Umweltschutz in Ruanda. Dieser beinhaltet vor allem eine gute Überwachung der Nationalparks und eine enge Zusammenarbeit mit den Anwohner beim Schutz der Tiere.

derstandard.at - 30.12.2006
Amazonas-Regenwald könnte zur Savanne werden
Die globale Erwärmung könnte den Regenwald im brasilianischen Amazonas-Becken bis Ende dieses Jahrhunderts in eine trockene Gras-Savanne verwandeln. Diese Prognose stellte am Freitag der brasilianische Meteorologe José Antonio Marengo. Das Worst-Case-Szenario gehe bis zum Jahr 2100 von einem Temperaturanstieg um fünf bis acht Grad aus, während die Regenfälle gleichzeitig um 15 bis 20 Prozent zurückgingen, sagte Marengo der Nachrichtenagentur AP. Eine solche Entwicklung werde aus dem Regenwald eine savannenähnliche Landschaft machen. Ein solcher Kollaps könnte nach Angaben des Wissenschaftlers verhindert werden, wenn Umweltverschmutzung und Rodungen eingedämmt werden. Dann könnte das nicht ganz so dramatische Szenario eines Temperaturanstiegs von fünf Prozent eintreten.

derstandard.at - 29.12.2006
Letzte frei lebende Affen Europas werden erforscht
Die sozialen Strukturen bei Primaten sind für Forscher ein spannendes Feld, denn die Analyse der Sozialstrukturen der "wilden" Verwandten bringt auch einen tiefen Einblick in die Sozialstrukturen der Menschen und deren Wechselbeziehungen. Auf Gibraltar - am äußersten Zipfel des Kontinents - leben die letzten frei lebenden Affen Europas. Diese Berberaffen bekamen in der letzten Zeit oft Besuch von Wissenschaftlern der Uni Wien. "Die Berberaffen zeigen verhaltensbiologische und ökologische Anpassungen wie keine andere Affenart", so John Dittami vom Department für Verhaltensbiologie. ... Abgesehen von der wissenschaftlichen Bedeutung der Tiere sind die Berberaffen Gibraltas faszinierende Lebewesen, die durch Einfühlsamkeit, Zusammenhalt ihrer Gruppen und Fürsorge für ihre Jungen tief beeindrucken. Da die Tiere vom Aussterben bedroht sind, ist die gemeinsame Initiative der Universität Wien und der Natural History and Ornithological Society von Gibraltar nicht nur für die Forschung, sondern auch für den Schutz der Berberaffen bedeutsam.

derstandard.at - 28.12.2006
Flussseeschwalbe bedroht
Früher weit verbreitet, ist die Flussseeschwalbe in Österreich heute vom Aussterben bedroht und zum Überleben auf künstliche Niststandorte angewiesen. Darauf machte der Naturschutzbund Österreich am Donnerstag anlässlich einer erneuten Niststandortpflege im Rheindelta aufmerksam. Flussseeschwalben legen alljährlich weite Strecken zurück. Sie überwintern im westlichen und südlichen Afrika und machen auf ihrem Zug, ebenso wie etliche andere Seeschwalbenarten, kurz in Österreich Station.

derstandard.at - 28.12.2006
Faszinierende Sozialstruktur der Berberaffen
Exklusiven Zugang zur Erforschung der einzigartigen Berberaffenpopulation von Gibraltar erhalten ForscherInnen der Universität Wien. Unter der Leitung von Vizerektorin Martha Sebök wurde ein Kooperationsvertrag zwischen der Universität Wien und Gibraltar (Natural History and Ornithological Society) zur Untersuchung der in Gibraltar frei lebenden Affenart Macaca sylvanus abgeschlossen, ließ die Universität Wien am Donnerstag verlautbaren.

Die Gier nach Soja frisst den Regenwald
Holzfäller und Viehbarone galten lange als die Bösen im Wilden Westen Brasiliens: Rücksichtslos rodeten sie den Regenwald. Die globale Nachfrage nach billigem Soja hat diese Dynamik noch beschleunigt. Holzdiebe, Soja-Barone und korrupte Politiker schrecken selbst vor Mord nicht zurück. Von Scott Wallace

News.com.au - 28.12.2006
Oldest elephant dies in DubboFrom: AAP
STAFF at the Western Plains Zoo in central-western New South Wales are mourning the death of their only male elephant, the oldest Asian bull in Australasia. Known as Heman, he was found dead by his keepers at the zoo in Dubbo this morning, after taking ill yesterday. Heman was believed to be just over 50 years old, but his precise date of birth was not known because of poor record keeping in the 50s and 60s.
Rare African parrots stolen from Adelaide zoo
TWO rare parrots worth tens of thousands of dollars have been stolen from the Adelaide Zoo in what authorities believe was a targeted theft. The male and female African grey parrots were among the most expensive birds in the zoo and were likely to be stolen for trade interstate, the zoo's director of conservation projects Kevin Evans said. Thieves breached a perimeter fence of the zoo, on Adelaide's city fringe, between midnight and 1am CDT today and broke into an enclosure housing some 20 bird species.

BirdLife - 03.01.2007
Unique wader faces extinction
The Spoon-billed Sandpiper Eurynorhynchus pygmeus, a charismatic wader (shorebird) with a remarkable, unique spatulate bill, has declined by more than 80% over the last 30 years, and experts are in a race to find out why before the species