E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Dr. Christian Remenyi
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   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
   Melanie Witte



ISSN 1619-6643

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Ausgabe 348 vom 14. Dezember 2006


Liebe Leser,

hoch her geht es um das Berliner Riesenrad, obgleich noch nicht einmal mit dem Bau begonnen wurde. Nun meldeten sich einige Tierschützer zu Wort, die ausgerechnet die Zootiere davor zu schützen müssen glauben. Geradezu eine Persiflage auf deren eigenen Standpunkt stellt die Aussage dar, die Beleuchtung verhindere möglicherweise die Nashorn-Zucht und damit "wichtige Artenschutzprojekte". Jetzt haben wir es schriftlich, und die Zoos werden dankbar sein für diese Anerkennung ihrer Zuchtbemühungen seitens ihrer schärfsten Kritiker. Schließlich werden die besagten Personen ja sonst nicht müde, der Zootierhaltung samt Vermehrung öffentlich jeglichen Artenschutz-Wert abzuerkennen.

Der Artenschutz selbst stellt diese Woche einmal mehr die interessanteren Meldungen: Da wurde der Caatinga-Specht in Brasilien wiederentdeckt (seit 1926 verschollen), und schon letzte Woche wurde bekannt, daß Brasilien immense Gebiete im Amazonas-Becken unter Schutz stellt (wenn auch nicht im unter extremen Druck durch Soja-Anbau stehenden südlichen Teil). Leider überwiegen aber schlechte Nachrichten, so das Fazit der Ebola-Epidemien seit 2003 im Lossi-Gebiet des Kongo: 5500 tote Flachlandgorillas allein dort. Nicht auszudenken, wenn ein Ausbruch im Berggorilla-Gebiet geschähe.

Und nun wird befürchtet, daß der Baiji im Jangtse ebenfalls komplett verschwunden ist. Der Flußdelphin, für den seit über 15 Jahren immer wieder millionenschwere Fang- und Zuchtprogramme angekündigt, aber nicht umgesetzt werden, könnte also als erste Walart ausgerottet worden sein, ein Opfer der ungehemmten Umweltverschmutzung in China. Er war (wie auch das Nördliche Breitmaulnashorn, dem es wohl ähnlich gehen wird) einer der Protagonisten i
n Die letzten ihrer Art
von Douglas Adams ("Per Anhalter in All") - in den 90er-Jahren Kult- und inoffizielle Pflichtlektüre aller Zoologiestudenten. Es soll aber schon wieder eine Generation Bio-Studierender geben, die das großartige Buch nicht kennen! Eine Fortsetzung wäre dringend nötig, nur leider lebt auch Adams nicht mehr.

Ein Einzelexemplar gibt es vom geheimnisumwitterten "52-Hertz-Wal", von dem man nicht viel mehr weiß, als daß er seit nunmehr 15 Jahren durch die Weltmeere kreuzt und als einziger auf eben jener Frequenz singt. Letzter Vertreter einer Art, Hybrid, Mißbildung? Niemand weiß es, aber ihm wurde nun sogar der Titel eines höchst ungewöhnlichen Buches gewidmet, was wir Ihnen heute vorstellen.

Eigentlich sollte ich ja ein schlechtes Gewissen haben, daß die Zoopresseschau heute aufgrund des alljährlichen ins-Allgäu-Auswanderns erst gegen Abend fertiggeworden ist - aber mit Ausliefer-Verzögungen von wie letzte Woche fast 20 Stunden durch Domeus spielt das kaum noch eine Rolle. Eine Lösung ist leider nicht in Sicht - solle einer unserer Leser aber einschlägige Erfahrungen beim Aufbau eigener Newsletter-Verwaltungssysteme haben, würden wir Hilfe gern annehmen!
Dirk Petzold


Falls Sie Weihnachtseinkäufe in letzter Minute tätigen möchten, sehen Sie sich doch einmal die gesammelten Buch- und Medien-Empfehlungen aus den Zoopresseschauen 2006 an, die wir für Sie zusammengestellt haben. Amazon.de garantiert noch eine Woche lang Lieferung bis zum Fest, und wir könnten den Artenschutz zusätzlich unterstützen..!



Rätselflug
Dieser Bildausschnitt stammt aus dem Luftbild einer europäischen Hauptstadt.
Was zeigt er?

Bei Klick auf's Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei maps.google.com
Wenn Sie es dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die ganze Stadt bzw. deren Lage sehen (Sie benötigen dafür einen Browser der neueren Generation).
Und wer es gar nicht erkennt, muß bis zur Auflösung nächste Woche warten...


Lösung von letzter Woche: Vivarium und Seehundbecken im Tierpark Dählhölzli, Bern

Zoos  –  Meldungen

Kölner Stadt-Anzeiger - 13. Dez. 2006
Trauer im Kölner Zoo
Im Kölner Zoo hat sich in der Nacht zu Mittwoch ein Tierdrama abgespielt. Die 25-jährige Elefantenkuh Khaing Lwin Htoo (deutsch: Sonniger Strauß) musste nach monatelangen massiven Blasenbeschwerden eingeschläfert werden, wie Zoo-Tierarzt Olaf Behlert erklärte. Das Tier mit dem Kosenamen "Kaiwintu" hatte im März das Elefantenbaby Marlar zur Welt gebracht. Beide gehörten seitdem zu den Publikumslieblingen des Kölner Zoos. Es handelte sich um die erste Elefantengeburt in der Geschichte des 1860 gegründeten Tierparks. Schon vor Marlars Geburt hatten die Zoo-Veterinäre eine Schwellung am Genitalbereich des Muttertieres bemerkt. Nach Marlars schwieriger Geburt kam es bei "Kaiwintu" zu einem Umschlagen der Blase. Die Krankheit habe zu schmerzhaften Entzündungen im Unterbauch geführt. In der vergangenen Woche zeichnete sich schließlich ab, dass das Tier eingeschläfert werden muss. "Wir nutzten die verbliebene Zeit, um Marlar an Ersatzmilch zu gewöhnen, und das klappt erfreulicherweise sehr gut", sagte Behlert.


PR-Inside.com - 13. Dez. 2006
Trauer im Kölner Zoo
Im Kölner Zoo hat sich in der Nacht zu Mittwoch ein Tierdrama abgespielt. Nach Angaben einer Sprecherin musste die 26-jährige Elefantenkuh «Kaiwintu» eingeschläfert werden. Zu den Gründen äußerte sich der Zoo zunächst nicht.

koeln.de - 14. Dez 2006
Drama im Kölner Zoo: "Marlars" Mama eingeschläfert
Wie nah Trauer und Freude zusammenhängen, zeigte sich in der vergangenen Nacht im Kölner Zoo. Noch am Abend hatte der neue Zoo-Direktor bei einer Veranstaltung im Domforum freudig verkündet, dass der Tiergarten noch in diesem Jahr mit Elefantennachwuchs rechnet und nur wenige Stunden später war tiefe Trauer im Kölner Elefantenhaus angesagt: Die Mama des Elefantennachwuchses "Marlar", Khaing Lwin Htoo, musste eingeschläfert werden. Die Elefantenkuh war bereits seit einigen Monaten schwer krank. In den letzten Tagen und Wochen verschlechterte sich der Zustand jedoch dermaßen, dass Tierpfleger und Zoo-Tierarzt Dr. Olaf Behlert keine andere Möglichkeit mehr sahen, als Khaing Lwin Htoo von ihren Schmerzen zu erlösen. Die 25-jährige Kuh litt an einem Harnblasenumschlag. Schon bei der Geburt ihres Sohnes, der auch im Kölner Zoo lebt, hatten sich Probleme mit der Blase gezeigt. Im vergangenen Dezember war es dann zu einem Blasenvorfall gekommen - was Pfleger und Tierarzt zunächst als Zeichen der herannahenden Geburt gedeutet hatten, stellte sich später als Harnblasenumschlag heraus. Seither hatte man alles versucht, um das Leben der Mutterkuh zu erhalten, auch um die kleine Marlar durch die schwierigen ersten Monate zu bekommen.

Kölner Stadt-Anzeiger - 13. Dez 2006
Marlar hat keine Mutter mehr
„Es ist der schwerste Tag meiner jungen Karriere“, sagte Zoodirektor Theo Pagel mit gesenktem Haupt. Die 25 Jahre alte Elefantenkuh, die am 30. März das erste Kölner Elefantenbaby Marlar geboren hatte, litt bereits Anfang des Jahres an einer Schwellung im Genitalbereich. Die Blase war ins Becken umgeschlagen und lief über, erklärte Zoo-Veterinär Olaf Behlert. Das geschah bei der Elefantenkuh wahrscheinlich aufgrund eines Drucks im Unterleib, wie er durch Wehen oder Koliken ausgelöst werden kann. Heilbar war das nicht, eine Operation so gut wie unmöglich. Eine Schmerztherapie - etwa mit Rückenmarkspritzen - verbesserte Khaing Lwin Htoos Zustand zwar so, dass sie Marlar optimal mit Muttermilch versorgen und sich um die Kleine kümmern konnte. Doch ein Gebärmuttervorfall kam hinzu, Schmerzmittel wirkten nicht mehr. Behlert: „Wir konnten das ethisch nicht mehr verantworten.“ Vergangene Woche wurde Marlar auf Ersatzmilch umgestellt, um auf den baldigen Verlust der Mutter vorbereitet zu werden. Die Flasche kriegt Marlar nicht. Sie trinkt selbständig mit dem Rüssel aus einem Eimer.


Krefelder Zeitung - 8. Dez. 2006
Zoo: Viele Indianer und ein Häuptling
Krefeld. Die wichtigsten Weichen sind gestellt, damit der Zoo in seiner neuen Rechtsform demnächst losdampfen kann.  Gegenüber der bisherigen Planung hat sich der Aufsichtsrat zu einigen entscheidenden Veränderungen durchgerungen. Diese sollen bei der nächsten Sitzung des Hauptausschusses diskutiert und genehmigt und dann der Gesellschafterversammlung zum Beschluss vorgelegt werden. Wichtigste Neuorientierung im Stellenplan: Sowohl die Teilzeitstelle des Tierarztes (Martin Straube) als auch die der Diplombiologin (Cornelia Bernhardt) werden ab 1. Juli 2007 in Vollzeitstellen umgewandelt. Für den Zooshop wird eine zusätzliche Stelle eingerichtet, die gleichzeitig die Kasse unterstützen kann. Im Gegenzug, so Heitmann, habe sich der Aufsichtsrat entschlossen, keinen zusätzlichen kaufmännischen Mitarbeiter einzustellen. Ein Blick in den Investitionsplan zeigt, wohin die Reise des Zoos im nächsten Jahr gehen soll. Jeweils 50 000 Euro wurden für die Planungen der neuen Schimpansenanlage und die Außengehege von Gorillas und Orang-Utans eingesetzt. 300 000 Euro fließen in den Bau einer Vorhalle für das Regenwaldhaus, womit die Sanierung der Gesamtanlage eingeleitet wird. Weitere 300 000 Euro werden zur Sanierung des Bauernhauses benötigt. Dort wird bei der Umgestaltung des gesamten Eingangs vorübergehend auch die Verwaltung unterkommen. Für 60 000 Euro soll ein „Forscherhaus“ errichtet werden, in dem die Zoopädagogen mit Schulkindern arbeiten können. Heitmann
sprach Klartext: „Wir sollten dem Zoodirektor eigene Gestaltungsmöglichkeiten zugestehen und seinen Sachverstand akzeptieren. Er weiß ab 1. Januar, womit er wirtschaften kann und darf.“

MeinBerlin 12.12.06
Tierschützer wollen Riesenrad verhindern
Der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung wendet sich gegen den Bau eines 175 Meter hohen Riesenrades in unmittelbarer Nähe zum Zoologischen Garten. „Vor allem in den Wintermonaten ist durch die Beleuchtung des Riesenrades bis in die späten Abendstunden davon auszugehen, dass der Tagesrhythmus der Tiere im Zoo in empfindlichem Maße gestört sein wird”, kritisierte Vereinspräsident Wolfgang Apel. Besonderes Augenmerk der Tierschützer gilt neben den im Zoo lebenden Vögeln den Tieren auf der Nashornanlage. Es sei zu befürchten, dass sich die vom Aussterben bedrohten Tiere nicht mehr fortpflanzen und damit wichtige Artenschutzprogramme gefährdet sind.

PR-Inside.com - 11. Dez. 2006
Tierschützer wollen Riesenrad am Berliner Zoo verhindern
Der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung macht mobil gegen den Bau eines 175 Meter hohen Riesenrades in unmittelbarer Nähe zum Zoologischen Garten. Darüber hinaus stelle das Riesenrad wegen seiner Größe eine erhebliche Gefahr für Vögel dar, die den Innenstadtraum überfliegen. Sollte am Bau des Riesenrades festgehalten werden, fordert der Verein ein Umweltverträglichkeitsgutachten, das auch den Tierschutz berücksichtigt.


PR-Inside.com - 12. Dez. 2006
Münchner Zoo heizt ab Freitag mit Elefantenmist
Aus Futterresten und Tiermist will der Münchner Tierpark Hellabrunn künftig Strom und Wärme erzeugen. Die dafür erforderliche Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk wird am Freitag auf dem Zoogelände in Betrieb genommen. Nach Angaben des Tierparks soll der Strom künftig direkt ins Münchner Stromnetz eingespeist werden. Die Wärme wird in das betriebseigene Heiznetz geleitet. Die Biogasanlage decke voraussichtlich ein Fünftel des Wärmebedarfs des Zoos ab. Die Stadtwerke München haben den Angaben nach die Finanzierung der Anlage übernommen.


Kleine Zeitung - 7. Dez. 2006
Pleitegeier kreist über der Adlerwarte Landskron
Eineinhalb Jahre nach Inbetriebnahme der modernen Flugshow-Arena auf dem Landskroner Burgberg kreisen die Pleitegeier wieder: "Kommt keine finanzielle Hilfe, wissen wir nicht, wie wir den Winter überstehen sollen", schildert Falkner Franz Schüttelkopf die Misere. Konkret gehe es um 70.000 Euro, welche nötig sind, um die Greifvögel über den Winter zu bringen. Neue EU-Richtlinien hatten vor drei Jahren den Neubau der Volieren erfordert, die Maßnahmen waren von den Falknern Franz Schüttelkopf und Michael Holzfeind allein nicht zu bewerkstelligen. Damals sprang Landeshauptmannstellvertreter Karl Pfeifenberger mit 1,2 Millionen Euro ein, Bürgermeister Helmut Manzenreiter gewährte 200.000 Euro Kredit. Schüttelkopf: "Der vorige Winter war extrem, wir mussten Ausweichgehege schaffen, weil man die Tiere nicht während der Schneeräumung in Käfigen lassen kann, die Vogelgrippe hat die Futterpreise explodieren werden lassen, die Saison war nicht besonders gut." Jetzt hoffen die Landskroner Falkner erneut auf öffentliche Hilfe: "Kein einziger Zoo kann ohne Subventionen existieren, bei uns ist es nicht anders."




Planung und Bau 

Echo-online - 13. Dez. 2006
Aus Platzmangel weiterhin keine Elefanten
Die Zwergotter quieken uns im neuen Binturong-Haus fröhlich entgegen. Sie sind relativ neu im Vivarium, vorher lebten sie im Frankfurter Zoo. Als die beiden Otter dann in ihrem Wasserbecken unter der Brücke durchtauchen, fallen uns drei große Fellbüschel auf dem Baum auf. Dies sind die Binturongs, eine große Schleichkatzenart, für die das neue Haus gebaut wurde. Da das Vivarium rundum keinen Platz für Ausbaumöglichkeiten bietet, musste für den Neubau das alte Zebragehege weichen. Die Zebras sind jetzt auf der anderen Seite des Tierparks untergebracht. Der nächste Umbau steht im Terrarien- und Aquarienhaus an. Die Mitarbeiter bemühen sich, allen Zoobewohnern die bestmöglichen Bedingungen zu bieten, damit sich alle so wohl fühlen wie die Zwergotter.


Hamburger Abendblatt - 7. Dez. 2006
Rückenwirbel so groß wie Propeller
Vom Entführungsopfer zum Bakterien-Futter: Der im Januar in der Ostsee verendete und zwischenzeitlich von Umweltaktivisten nach Berlin "entführte" Finnwal hat die erste Stufe seiner Präparation überstanden. Das Skelett des einst 20 Tonnen schweren Wals wurde gestern in Stralsund mit einem Kran aus dem Reinigungsbehälter gehoben. Im Frühling soll die zweite Stufe der aufwendigen Reinigungsprozedur beginnen. Dann werden die Knochen in ein Entfettungsbad gelegt, in dem Waschmittel den Tran aus den Knochen lösen sollen, wie Beese sagte. Das Skelett soll Ausstellungsobjekt im neuen Stralsunder Ozeaneum werden. Die Eröffnung des Museumskomplexes mit 40 Großaquarien ist für 2008 geplant. Mit 9700 Quadratmeter Nutzfläche, einem 17 Meter tiefen Schwarmfischbecken und vielen weiteren Aquarien und Ausstellungsexponaten - neben dem Finnwal wird es auch einen original sechs Meter langen Riesenkalmar geben - wird das Ozeaneum zu den Top-Ten-Einrichtungen in der Welt gehören.




Aktionen

Kronberger Bote - 6. Dez. 2006
Tiermärchen am Kachelofen und vieles mehr im Advent im Opel-Zoo
Kronberg. Auch im Winter hat der Opel-Zoo einiges zu bieten: Es ist ruhiger, es gibt weniger Besucher und man hat mehr Muße die Tiere zu beobachten. Die Giraffen sind nach Fertigstellung der Anlage „Afrika Savanne“ in dem neuen Schauhaus auch bei schlechtem Wetter zu sehen. Jeden Donnerstag im Advent erzählt Claus Claussen um 15 Uhr im Zoorestaurant Sambesi den Kindern Märchen von Tieren und Menschen. Sonntag, 10. Dezember kommt um 14 Uhr der Nikolaus in den Opel-Zoo und füttert mit den Kindern und natürlich auch den anwesenden Erwachsenen die Elefanten mit ganz besonderen Leckereien. Wie immer bekommen die Kinder im Anschluss an die Führung vom Nikolaus noch eine Überraschung. Auch auf dem Kronberger Weihnachtsmarkt ist der Opel-Zoo dieses Jahr wieder mit dem Streichelzoo und einem Stand auf dem Berliner Platz vertreten.

MVregio - 11. Dez. 2006
"Winterzauber"- Veranstaltungen im Zoo für die ganze Familie
Rostock. Noch bis zum 28. Januar 2007 immer am Wochenende ab 14 Uhr (außer 24./31.12.) erwartet die Besucher ein stimmungsvolles Zooerlebnis abseits von Stress und Hektik. Im "Winterdorf" auf dem Veranstaltungsplatz ist neben Bastel- und Kerzen-Stübchen auch das Rentier-Postamt aufgebaut, in dem die gestempelte "Rentierpost Erstausgabe" zu erhalten ist. Bewohner im "Winterdorf" sind Tiere zum Streicheln und Zoomaskottchen Otto Eisbär.

Mitteldeutsche Zeitung - 10. Dez. 2006
Märchenoma wartet im warmen Eselstall
Dessau. Das war ein aufregender Nachmittag am Sonntag im Tierpark. Der Weihnachtsmann hatte sich angesagt und kam auch pünktlich 13 Uhr mit seiner Helferin und Pony Karino zu den vielen Kindern, die am Eingang schon ungeduldig auf ihn gewartet hatten.

H@ll Anzeiger - 11. Dez. 2006
Lustige Affenbande erstmals auf der HAUS-GARTEN-FREIZEIT zu Gast
Eine besondere Attraktion auf der HAUS-GARTEN-FREIZEIT 2007 ist die Paviangruppe von Maike und Jörg Probst. Am zweiten Messewochenende, jeweils zweimal täglich, werden sie mit vier Pavianen und einem Rhesus-Affen zeigen, wie man diese außergewöhnlichen Tiere für sich gewinnt. Weiterhin erzählen sie über deren Charaktereigenschaften und kompliziertes Sozialverhalten. Natürlich beweisen die Affen auch ihr artistisches Können. Wie schon im letzten Jahr, wird Lama Horst vom Leipziger Zoo zur Eröffnung der HAUS-GARTEN-FREIZEIT vorbei schauen. Darüber hinaus ist der Zoo mit einem Stand vertreten, der den Kontinent Asien und den 2006 neu eröffneten Elefantentempel Ganesha Mandir als Schwerpunkt hat, und bringt einen kleinen Haustier-Streichelzoo mit.

Neue OZ Online - 8. Dez. 2006
Willkommen im Neue-OZ-Kinderland
Geheimnisvolle Wassergeister, ein unterirdisches Labyrinth, abenteuerliche Stege - wer einen der schönsten Spielplätze Deutschlands kennen lernen möchte, muss nur in den Osnabrücker Zoo gehen, ins Neue- OZ-Kinderland. Mit der Namensgebung für den einzigartigen Abenteuerspielplatz baut die "Neue Osnabrücker Zeitung" ihr langjähriges Engagement für den Zoo weiter aus. Welche Anziehungskraft die Erlebniswelt im Zoo auf Kinder (und natürlich auch Eltern) hat, wurde deutlich, als die Neue OZ alle Kindergärten und Grundschulen in der Stadt zur Abstimmung aufrief, welches Logo das Neue-OZ-Kinderland erhalten solle. Vier Kindergruppen, die bei der Logo-Suche dabei waren, haben eine Exklusivführung durch den Zoo gewonnen - inklusive Abenteuer im Neue-OZ-Kinderland.

Hamburger Abendblatt - 7. Dez. 2006
Tannenbaumschießen im Wildpark
Wer kennt es nicht, das alljährliche Tannenbaumschlagen. Da sucht sich jeder einen Tannenbaum aus und fällt ihn mit der Axt. Das Team vom Wildpark Schwarze Berge hat sich nun eine ganz originelle Aktion ausgedacht. Die Tannenbäume werden nicht geschlagen, sondern mit Pfeil und Bogen geschossen. Die Bäume werden von einer wilden (Papp-)Sau bewacht. Wer die Sau mit gezieltem Schuss (drei Versuche) ins Herz mit Pfeil und Bogen erlegt, gelangt an einen Tannenbaum. Die besten Schützen nehmen an einer Verlosung teil und können ihren Weihnachtsbaum sogar gewinnen. Wird die Sau nicht getroffen, kostet der Baum 20 Euro.

Kölner Stadt-Anzeiger - 11. Dez. 2006
Schöne Bescherung für Wildpark
Die roten Zipfelmützen bewegten sich im Takt der Füße, als am Sonntagmorgen knapp 950 Läufer im Lindenthaler Tierpark zum Nikolaus-Lauf über drei, sechs oder zehn Kilometer starteten. Über die hohe Beteiligung des Laufs, der in diesem Jahr zum ersten Mal stattfand, freute sich nicht nur der Spitzensportbeauftragte der Sporthochschule, Norbert Stein, sondern auch der Lindenthaler Tierpark: Für jeden Läufer spendete der Veranstalter dem Wildpark 50 Cent. Für Athleten, die mit einer Nikolausmütze antraten, wurde die Spendensumme verdoppelt. So kamen etwa 1000 Euro zusammen.



Nachwuchs 
 
Kölner Stadt-Anzeiger - 13. Dez. 2006
Milde Witterung: Schafe im Dortmunder Zoo begrüßen ersten Nachwuchs
Die ungewöhnlich milde Witterung hat dem Zoo Dortmund das erste Frühlingslamm beschert. Neugeboren wurde ein schwarzes Tier der alten Hausschafrasse Skudden, wie die Stadt Dortmund am Mittwoch berichtete. Üblicherweise würden die Lämmer im Frühjahr geboren. Auch wenn dies bei Haustieren nicht so festgeschrieben sei wie bei Wildtieren, sei die frühe Geburt dennoch ungewöhnlich und dem schönen Wetter geschuldet.



schweizerbauer.ch - 7. Dez. 2006
Vogelgrippe: Alle 169 bisher untersuchten Wasservögel nicht ...
Die Überwachung des Vogelgrippevirus geschieht unter anderem durch das Fangen lebender Wildvögel. So werden in einer Reuse in Sempach regelmässig Wasservögel gefangen und auf den Virus untersucht. Seit Oktober sind so 28 Vögel untersucht worden. Je eine weitere solche Reuse wird in den kommenden Tagen auch am Bodensee sowie im Verlauf des Winters im Tessin in Betrieb genommen. Neben der systematischen Überwachung der Wasservögel werden gemäss Falk auch die tot aufgefundenen Vögel geprüft.

Basler Zeitung - 7. Dez. 2006
Impfung gegen Vogelgrippe im Zoo zeigt Wirkung
Die Impfung gegen Vogelgrippe in den Zoos von Basel, Bern, Goldau und Zürich scheint erfolgreich zu sein. Die meisten der 365 Vögel haben die Impfung gut überstanden und ein Grossteil scheint zumindest teilweise geschützt. Die Studie soll in diesem Winter weitergeführt werden. Bei über 80 Prozent der Vögel wurden Antikörper in Mengen gemessen, die beim Haushuhn als schützend gelten. Ob die geimpften Zoovögel bei einem Ausbruch der Vogelgrippe tatsächlich geschützt wären, könne jedoch nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, heisst es weiter. Die Menge der Abwehrstoffe nach der Impfung nahm bei den Zoovögeln rasch ab und sank etwa bei den Humboltpinguinen und beim Europäischen Uhu nach 26 Wochen auf null. Dies bedeutet, dass die Impfung auf jeden Fall jährlich wiederholt werden muss. Die Verträglichkeit der Impfung wurde als gut bezeichnet.

Morgenweb - 7. Dez. 2006
Zoo-Vögel ziehen in die Partnerstadt
Die Partnerschaft zwischen Heidelberg und Montpellier ist nicht nur in der Politik zu beobachten: Ganz praktische Züge nahm sie für 16 Rote Sichler und sechs Höckerglanzgänse an, die jetzt vom Tiergarten Heidelberg zum Zoo in Montpellier gebracht wurden. Beide Arten hatten sich in den zwei vergangenen Jahren zahlreich vermehrt. In Spezialkisten und mit professioneller Begleitung von Tierpfelgern trat das Federvieh seine Reise in den warmen Süden an. Dort haben die 22 Tiere mittlerweile ihre neue, großzügige Voliere bezogen - und zu Hause kann wieder in Ruhe Nachwuchs gezeugt werden.

Sachsen Fernsehen Chemnitz - 13. Dez. 2006
Strauße für Chemnitzer Tierpark
Der Tierpark Chemnitz kann sich über ein neues Straußenpärchen freuen. Die Tiere sind ein Geschenk der Werkstätten für Buchbinderei Chemnitz. Das Unternehmen, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, ist damals zum Teil aus Beständen der Buchbinderei Strauß gegründet worden. Aus diesem Grund entschieden sich die jetzigen Eigentümer, dem Tierpark die Namensvetter zu schenken. Helen und Feodor, so der Name des Pärchens, haben sogar ein eigenes Gehege erhalten und werden den Tierbestand an der Pelzmühle künftig verstärken.


ORF.at - 9. Dez. 2006
Orang-Utan Sandra als neue Bewohnerin
Die Orang-Utans Vladimir und Nonja im Schönbrunner Tiergarten werden das Gehege schon nächster Woche mit einer dritten Bewohnerin teilen. Sandra, die holländische Orang-Utan-Dame, übersiedelt nach Wien. "Als Sandra 1995 im Tiergarten Schöbrunn war, hat sie sich zwar gut mit den Tieren Nonja und Vladimir verstanden, war jedoch meistens sehr traurig und ist in der Ecke gesessen. Doch mittlerweile weiß Pechlaner, was der Orang-Utan-Lady gefehlt hat: Es war ihre Muttersprache. Zur Zeit lebt Sandra in Krefeld, wo es ihr sehr gut gehen soll. "Vielleicht hat sie ja mittlerweile die deutsche Sprache erlernt", so Pechlaner. Nun hofft man, dass das Orang-Utan-Weibchen auch mit dem "Wienerischen" klarkommt, denn ansonsten "werden unsere Tierpfleger einen Holländischkurs besuchen müssen", so der Tierexperte.  Platz genug für den erwünschten Orang-Utan-Nachwuchs wird es geben, denn das alte Palmenhaus soll in etwa zwei Jahren nach einer Renovierung als modernes Orang-Utan-Gehege in neuem Glanz erstrahlen. 

Die Welt - 13. Dez. 2006
Seepferdchen sind notorische Fremdgänger
Seepferdchen sind notorische Fremdgänger. Das hat eine Studie in neun Großaquarien ergeben. Das Ergebnis widerspreche bislang gängigen Annahmen: „Monogamie ist für Seepferdchen ein Fremdwort“, teilte das Sea Life Aquarium in Oberhausen mit. In einer Untersuchung über das Liebesleben der Wasserbewohner seien 45 Seepferdchenpaare vier Monate lang mit gleichfarbigen Halsbändern gekennzeichnet gewesen. „Wir konnten mit den Markierungen sehen, dass Seepferdchen nicht nur mit ihrem Partner durchs Becken schwimmen“, hieß es. „Die Treue der Seepferdchen wurde schon häufig diskutiert, aber dass sich auch gleichgeschlechtliche Tiere berühren, hätten wir nicht erwartet“, sagte Kurator Johannes Peschke vom Sea Life Oberhausen. Es gebe aber noch Hoffnung auf lebenslange Liebe unter den Seepferdchen: In den Aquarien Konstanz und Dresden seien sich immerhin zwei „Ehepaare“ über den Untersuchungszeitraum hinweg treu gewesen.


HNA.de - 6. Dez. 2006
Ein Biss kann das Bein kosten
Sababurg. Von den Zähnen hält man sich besser fern: Wo fünf Tonnen Beißkraft den Unterschenkelknochen eines Menschen mühelos durchbeißen können, bleiben die Finger tunlichst auf Distanz. Entsprechend vorsichtig gehen die Menschen zu Werke, die gestern im Tierpark Sababurg eines der unbekanntesten und seltensten Raubtiere Europas einfangen wollen - den Bärenmarder Hamlet. Das im Februar in dem vor knapp einem Jahr eingeweihten Gehege geborene Männchen ist prächtig gediehen und bald geschlechtsreif. Er soll in dem Zoo der nord-tschechischen 100 000-Einwohner-Stadt Usti nad Labem (früher Aussig) für weiteren Nachwuchs sorgen.

Ostthüringer Zeitung - 7. Dez. 2006
30 Jahre Leben für den Tierpark
Gera. Am 29. Dezember ist der letzte Arbeitstag für Tierinspektor Rüdiger Schmidtke. Ein Weggang, der nicht nur dem Betroffenen, sondern auch seinem Chef Ulrich Fischer einige Bauchschmerzen und einen Kloß im Hals verursacht, wie der einräumt. Natürlich wird er auch öfter dem Martinsgrund einen Besuch abstatten. "Aber ich werd´ meinen Kollegen nicht jeden Tag auf die Nerven gehen", schmunzelt er.

Tagesspiegel - 9. Dez. 2006
Wo die Nacktmulle zum Sympathieträger wird
Nicht nur Pisa-Studien können Schocks auslösen. Gut geeignet, regelmäßig mindestens Entsetzen zu erzeugen, sind auch die Umfragen zur Naturkenntnis unserer Jugend. Verschiedene Baumsorten können sie kaum noch identifizieren, ebenso wenig die bunte Vogelwelt unterscheiden; Kolkrabe, Iltis und Bieber sind ihr nachhaltig fremd. Das Fernsehen braucht schöne Bilder – und was gibt es Schöneres als eine Natur, die am liebsten als „unberührt“ vorgestellt wird. Zwar ist sie bedroht, aber solange kein Bösewicht oder die „Zivilisation“ eingreift, wächst sie organisch, voll innerer Harmonie. Mit großem Aufwand und entsprechendem Erfolg hat zuletzt die BBC-Serie „Unser blauer Planet“ diesem Paradigma gehuldigt. Mit der uns umgebenden Natur hat dies wenig zu tun. Zu den Wundern der Natur ohne Mensch gesellt sich im Fernsehen aber flugs auch das Gegenteil: die Natur, befriedet, aufbereitet, herausgeputzt für den Menschen. Sie nennt man Zoo. Als episodenhafte Doku-Soap mit Tieren hat der Zoo das TV-Programm am Nachmittag erobert und taucht abends umschichtig in den Dritten wieder auf. Hinreichend mit süßen Tieren versorgt ist längst der abendliche 20-Uhr-15-Süßstoff. Mit festem Blick auf die Kreatur ver- und entwirrt „Tierärztin Dr. Mertens“ dienstags in der ARD allzu menschliche Verstrickungen; während das ZDF mit „Unser Charly“ wochenends unverdrossen am Schimpansentum der 50er Jahre festhält. Gibt es im Mainzer Fernsehrat eigentlich keine Tierschützer?

Mitteldeutsche Zeitung - 7. Dez. 2006
Das tierische Jahr 2006
Er war der unangefochtene Medienstar des Sommers: Bruno, der erste wilde Bär in Deutschland seit 170 Jahren. Bis zu seinem Abschuss gewann er zahlreiche Fans und hielt Politiker sowie eigens eingeflogene finnische Bärenjäger auf Trab. Neben Todesfällen ereigneten sich in diesem Jahr auch skurrile Liebesgeschichten in der Tierwelt: So verliebte sich ein Trauerschwan auf dem Münsteraner Aasee in ein Tretboot in Form eines Artgenossen und hielt dem Plastik-Partner über Monate die Treue. Die Begegnung mit einem wilden Exoten wurde dem australischen Tierfilmer Steve Irwin zum Verhängnis. Der 44-jährige «Krokodiljäger» kam im September bei Dreharbeiten für eine Meeres- Dokumentation ums Leben, als ihn ein Stachelrochen ins Herz stach. Von einem weiteren tierischen Drama berichteten im Juni britische Zeitungen. Seit nunmehr drei Jahren betet ein Pfau die Zapfsäule einer Tankstelle im südwestenglischen Ort Brierley an. Dass der Vogel mit seinem farbenprächtigen Schwanzfederrad alle Verführungskünste anwendet, erklären sich Experten mit dem knackenden Geräusch der Zapfsäule.

Berliner Kurier - 13. Dez. 2006
Äffchen im Park gefunden: Wer ist der Besitzer?
Hohenschönhausen. "Da laust mich der Affe!", dachte Gärtner Charly M. (28), als er in der Lankwitzer Leonorenstraße Laub harkte. Denn zwischen Amseln hüpfte ein echter Affe durchs Gebüsch. Jetzt lebt die Meerkatze (eigentlich Meerkater, es ist ein Junge) im Tierheim. "Er ist sehr zutraulich, frisst aus der Hand", sagt Tierheim-Sprecher Marcel Gäding. Er vermutet, dass das Äffchen vielleicht illegal gehalten wurde. DJ Bobo nennen die Pfleger das Äffchen liebevoll. Nimmt ihn kein Zoo, dann vielleicht eine Auffangstation.


RIA Novosti - 8. Dez. 2006
Neue Bewohner aus Schweiz und Deutschland im Moskauer Zoo
Aus der Schweizer Stadt Basel wurden zwei afrikanische Wildhundweibchen in den Moskauer Zoo gebracht. Jetzt befinden sich die Neuankömmlinge in einer vierwöchigen Quarantäne. Danach werden sie in geschlossene Gehege überführt und kommen im Frühjahr vor die Augen der Besucher. Außerdem teilte der Pressedienst mit, dass es sich drei Fasanenarten aus Deutschland im Zoo gemütlich gemacht haben. "Das sind der Satyr-Tragopan, der ringlose Kupferfasan und der vietnamesische Fasan. Die Vögel haben den Umzug gut überstanden, jetzt befinden sie sich in Quarantäne, doch in nur einem Monat werden sie durch die Freiluftgehege des Moskauer Zoos stolzieren", sagte die Pressesprecherin.

RIA Novosti - 11. Dez. 2006
Anomaler Winterbeginn in Zentralrussland
Das Wetter im mittleren Streifen Russlands schlägt alle Rekorde. Mächtige atlantische Zyklonen versperren der arktischen Kälte den Weg. In Moskau übersteigen die Lufttemperaturen die Norm durchschnittlich um 10 Grad. Der Biorhythmus der Tiere im hauptstädtischen Zoo ist gestört. Die Braun- und die Himalaja-Bären sind nicht in den Winterschlaf gefallen, obwohl sie es bereits im November hätten tun sollen, und die Schwimmvögel haben die Saison verwechselt und bereiten sich auf die Frühjahrshochzeit vor. In der Natur hat leider niemand für zusätzliche Nahrung für diese Tiere gesorgt und auch ihre üblichen "Schlafstellen" sind im Regen nass geworden. Fachleute befürchten, dass die Bären ihren Fettvorrat vor der Zeit verausgaben, früher als sonst erwachen und zu ruhelosen, hungrigen und gefährlichen "Schatuns" werden können.

Spiegel Online - 8. Dez. 2006
Pelikan verliebt sich in seine Pflegerin
Es war Liebe auf den ersten Blick: Ein Pelikan, der wegen einer Blutvergiftung in eine Tierpflegestation kam, hat sich verliebt - ausgerechnet in seine Pflegerin. Nicht nur, dass er heftig um die 47-Jährige wirbt und ihr Avancen macht - er wird auch äußerst unangenehm, wenn sich ihr andere nähern. Der Rötelpelikan war aus einem Wildpark auf der Isle of Man ins englische Northumberland ausgebüchst und dort mit einer Blutvergiftung von einer Tierschutzorganisation aufgegriffen, berichtet "Times Online". Das heftige Werben des Pelikans hat ihm in dem Tierpflegeheim den Spitznamen Romeo eingebracht.

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Natur- und Tierpark Goldau, 14.12.2006
Kanarienvögel im Natur- und Tierpark Goldau?

Wenn Sie bei ihrem nächsten Besuch von weitem ein Zwitschern hören und meinen Ihren Ohren nicht mehr zu trauen, weil Sie bei diesen tiefen Temperaturen Kanarienvögel hören, dann sind Sie unserem Bartgeierpärchen gehörig auf den Leim gekrochen . Denn zurzeit feiern die grössten Alpenvögel Hochzeit und paaren sich oft täglich mehrmals, schon Wochen bevor die Eier gelegt werden.

14.12.2006 - Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz
Zwei neue Bewohner in den BÄRENWALD Müritz übersiedelt
Schauspielerin Julia Stinshoff gab vor Ort Bären-Namen bekannt Heute haben zwei weitere Braunbären im Bärenwald Müritz ein neues Zuhause gefunden. Die Tiere stammen aus einer nicht artgerechten Privathaltung in Ostdeutschland. Viele Jahre lebten sie in kleinen Zwingern auf insgesamt rund 150 qm.

Zoo Osnabrück, 13.12.2006
Zoo Osnabrück vermittelt Baumpatenschaften!

Als vor einem Jahr Patricia und Heriberto Gualinga den Zoo Osnabrück besuchten und von dem Engagement der Kichwa-Indianer für den Regenwald berichteten, waren wir alle sehr beeindruckt von dem Mut zum friedlichen Widerstand. Jetzt wollen die 2000 Einwohner der kleinen Gemeinde Sarayacu im Amazonischen Regenwaldes Ecuador die 500 Kilomenter lange Grenze Ihres Gebietes mit einer lebendigen Grenze markieren. Bunt blühende Bäume sollen signalisieren "Halt, keine Ölforderung, Keine Abholzung und Verseuchung des Regenwaldes". Mit dem Pflanzen der ersten Bäume wurde bereits begonnen. In Kooperation mit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vermittelt der Zoo für 5 Euro Baumpatenschaften in Sarayacu. Bereits seit 2003 unterstützt der Zoo Osnabrück gemeinsam mit der Stiftung Pro Kreatur das Tapirschutzprojekt in Sarayacu in Ecuador. Das Gebiet von Sarayacu ist bedeckt von immergrünem tropischen Regenwald und so groß wie das Saarland. Aber der intakte Lebensraum ist bedroht. Der argentinische Ölkonzern CGC will über die Köpfe der einheimischen Bevölkerung hinweg Öl fördern, obwohl das Land offiziell den Kichwa-Indianern zuerkannt wurde. Die Ölförderung hätte zur Folge, dass der wertvolle Lebensraum zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten, wie den Flachlandtapir (IUCN Rote Liste: Gefährdet), zerstört werden würde. Zudem wären Kultur und Gesundheit der indigenen Bevölkerung in Gefahr.

Zoo Basel, 13.12.2006
Sie singen und tanzen nicht, aber nun spazieren sie wieder

Seit kurzem laufen sie wieder, die Pinguine im Zoo Basel. Es ist zwar noch nicht so kalt, wie es um diese Jahreszeit üblich wäre, aber bei Temperaturen um 10°C kommen die Vögel täglich gegen 11 Uhr über die hölzerne Brücke beim Vivarium anspaziert und können hautnah bestaunt werden.

Zoo Basel, 13.12.2006
Sepien, intelligente Tarnkünstler mit Schleuderarmen

Die rund ein Dutzend jungenTintenfische sind schon Meister im Beutefang. Seit zwei Wochen sind im Vivarium wieder junge Zehnarmige Tintenfische – auch Sepien oder Tintenschnecken genannt – zu sehen.

Zoo Basel, 13.12.2006
Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen

Der Zoo Basel bringt Menschen Tiere näher und sensibilisiert sie für den Wert der Natur. Dabei lässt er es aber nicht bewenden, mit rund 100'000 Franken unterstützte der Zoo Basel in den letzten zwölf Monaten Naturschutz-Projekte im Lebensraum von Wildtieren.

Zoo Basel, 13.12.2006
Tiere brauchen mehr als nur viel Platz

Die geplante neue Tierschutzverordnung erhöht invielen Fällen die Anforderungen an Gehegegrössen. Ob sich Tiere im Zoo wohlfühlen, hängt aber nicht alleinvon der Quadratmeterzahl ihres Geheges ab, deshalb schlägt der Zoo Basel vor,die zum Wohl der Tiere wichtigen Grundbedürfnisse, wie Ernährung, Fortbewegung, Fortpflanzung und Sozialverhalten, in die Richtlinien miteinzubeziehen.

Thüringer Zoopark Erfurt, 13.12.2006
Dezemberfreuden im Zoo - Weihnachtsmann kommt am 23. Dezember

Es scheint fast, als sei der Rote Berg in diesen Tagen mit all seinen Tieren in der Dunkelheit des Winters versunken. Doch pulsierendes Leben gibt es derzeit nicht nur auf dem mittlerweile deutschlandweit bekannten Erfurter Weihnachtsmarkt. Bei den Berberaffen zum Beispiel hat jetzt die Brunstzeit begonnen. Nach wie vor hat es Affenmann ‚Max’ schwer, sich gegen Alleinherrscher ‚Mogwai’ durchzusetzen. Letzterer wurde allerdings im Herbst sterilisiert, um zu vermeiden, dass der Vater mit seinen eigenen, inzwischen geschlechtsreifen Töchtern Nachwuchs zeugt. Bei den Trampeltieren steigt die Stimmung ebenfalls. Bis zum Winterausgang ist auch bei ihnen Paarungszeit. Um der Winterkälte zu trotzen, haben nicht nur Berberaffen und Kamele ein dichtes, langes Winterfell angelegt. Selbst die aus Afrika kommenden Zwergziegen fühlen sich jetzt beim Streicheln viel weicher an. Im Aquarium am Nettelbeckufer wohnen seit kurzem zwei possierlich anzuschauende nordamerikanische Rothörnchen. Sie halten keinen Winterschlaf. Der Dezember ist die beste Zeit, um sich für den Zoopark eine Jahreskarte zu kaufen. Ermäßigungsberechtigte erhalten sie schon für 15 Euro an der Zookasse und können dann die über 1.000 Tiere in Erfurters Norden ein Jahr lang so oft sie wollen besuchen. Vielleicht ist eine Zoopark-Jahreskarte ja sogar ein ideales Weihnachtsgeschenk für die Lieben Zuhause oder in der Firma. Schließlich können damit auch alle Sonderveranstaltungen, wie der Happy Dog Tag am 1. Mai oder das Zooparkfest am 12. August, auf dem Roten Berg besucht werden. Noch nicht zu spät ist es für eine Platzbestellung zum Weihnachtsfest im Zooparkrestaurant „Weinberghaus“. Bei herrlichem Blick über die turmreiche Landeshauptstadt und in angenehmer Atmosphäre kann man hier nicht nur zum Fest vortrefflich dinieren. Für die kleinen Besucher hält der Zoopark-Weihnachtsmann am 23. Dezember, um 14.30 Uhr wieder Überraschungen bereit. Er vergisst selbstverständlich auch nicht, den Pferden, Elefanten und Nashörnern kleine Leckerbissen zuzustecken, zumal Nashornkuh ‚Temba’ bald wieder Nachwuchs bekommen wird. Nur Giraffendame Gundas Weihnachtswunsch nach einem männlichen Stallgefährten kann nicht erfüllt werden. Bulle Tebogo muss wegen des Verdachts auf die sogenannte Blauzungenkrankheit, eine Virusinfektion der Wiederkäuer, weiterhin in Duisburg bleiben.

Zoo Dortmund, 13.12.2006
Vorweihnachtliches Frühlingslämmchen im Zoo geboren

Das milde Klima der vergangenen Tage lässt selbst die Natur nicht „kalt“. Die ersten Frühlingsblumen sprießen. So auch in den Grünanlagen des Dortmunder Zoos. Aber selbst im Tierreich sind Frühlingsgefühle erwacht: die Skudden, eine alte Schafrasse, haben Nachwuchs bekommen. Während Lämmer sonst als Frühlingsboten gelten, kann das nun geborene Skuddenlamm als vorweihnachtliches Krippensymbol angesprochen werden. Dieses besondere Weihnachtslämmchen würde sich über eine Patin oder einen Paten sehr freuen. Mit dem Patenschaftsbetrag, hier 25 Euro für ein Jahr, wird die Arbeit des Zoos zum Erhalt dieser Rasse unterstützt. Wer also noch keine Idee für das besondere Geschenk hat und gleichzeitig was Gutes tun möchte, der kann eine Tierpatenschaft erwerben. Der Erlös kommt in vollem Umfang dem Zoo zugute. Als Dank lädt der Zoo alle Paten einmal im Jahr zum „Patenschaftstag“ ein. Die Dauer der Patenschaften umfasst jeweils ein Jahr. Die Paten erhalten eine Urkunde und werden auf der Patenschaftstafel im Eingangsbereich des Zoos erwähnt. Weitere Informationen zu Tierpatenschaften im Zoo gibt es im www.dortmund.de/zoo oder von Veronika Saul, Telefon (0231) 50 - 2 86 28. Üblicherweise werden vornehmlich im Frühjahr die Lämmer geboren. Selbstverständlich ist dies bei Haustieren nicht ganz so festgeschrieben, wie bei Wildtieren. Ungewöhnlich ist es dennoch und dem schönen Wetter geschuldet.

Zoo Köln, 13.12.2006
Marlars Mutter ist tot – der Zoo Köln bedauert den Verlust von Khaing Lwin Htoo !

In der letzten Nacht musste Marlars Mutter - nach entsprechender veterinärmedizinischer Indikation – euthanasiert werden.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 13.12.2006
Kater? Na endlich!
Wer wird sich denn freuen, wenn er einen Kater hat? Die Wilhelma natürlich! Sumatratigerin „Dumai“ war in den vergangenen eineinhalb Jahren ausschließlich Hausfrau und Mutter für ihre beiden Söhne „Satu“ und „Dua“, hatte alle Pfoten voll zu tun mit der Aufzucht der beiden Bengel und keine Zeit für ein bisschen Geschnurre mit Kater „Tuan“. Was sie nicht wusste („Tuan“ allerdings auch nicht): Er hatte bereits eine andere! Der Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) hatte nicht nur für die beiden Söhne längst ein neues Heim gefunden, sondern auch für „Tuan“. Der passe nämlich genetisch besser zu einer Tigerin im fernen Australien, wurde befunden, und so reisten ein Sohn nach Ungarn und Papa mit Sohnemann Nummer zwei nach Australien. Am vergangenen Donnerstag hatte die katerlose Zeit in der Wilhelma ein Ende: Aus dem Wuppertaler Zoo kam der fünfjährige „Carlos“ als neuer Gesellschafter für die hübsche Tigerin. Am Schmusegitter zeigte sich „Dumai“ ganz begeistert von ihrem gut gebauten neuen Galan mit dem prachtvollen Backenbart – aber mehr als schnuppern ist nicht drin, solange der Tierarzt sein Okay zum ersten Rendezvous noch nicht gegeben hat.

Zoologischer Garten Berlin, 12.12.2006
Ein großer Tag für Flusspferd-Kind NINO: Erneuerung der Patenschaft

Gar nicht so selten werden auch tierische Patenkinder schnell vergessen. Nach einer kurzen Zeit voller Euphorie für das Patenkind kommt Gleichgültigkeit an der Entwicklung, gefolgt von Vergessen, auf. Hier macht die Berlin Wasserholding AG eine große und lobenswerte Ausnahme. Am 22. April 2004 hatte diese Berliner Institution die Patenschaft für das am 1. März 2004 geborene Flusspferd-Kind NINO übernommen, und nun wird der Vorstandsvorsitzende der Berlin Wasserholding AG, Herr Dipl.-Ing. Frank Bruckmann, die Patenschaft für das inzwischen halbwüchsige Flusspferd-Männchen mit einer Scheckübergabe in Höhe von 3.500 € an Zoodirektor Dr. Jürgen Lange erneuern.

Tierpark Chemnitz, 12.12.2006
Strauße – Helen und Feodor – ziehen im Tierpark ein

Am 10. Dezember konnte die Firma Werkstätten für Buchbinderei Chemnitz, Zietenstraße 65, auf 50 Jahre ihres Bestehens zurückblicken. Wie vielleicht noch einige Chemnitzer wissen, haben Martin Troschitz, Siegfried Frohberg und Heinz Donath vor 50 Jahren die Firma teilweise aus Beständen der Buchbinderei Strauß in der Gartenstraße 8 gegründet. Auch wenn sich die «WERKSTÄTTEN FÜR BUCHBINDEREI» nie als Nachfolger der Firma von Feodor Strauß sehen wollten, hat doch der Vogel Strauß das junge Unternehmen lange als Glücksbringer begleitet. Dieser Gedanke sollte anlässlich des Jubiläums aufleben… Die Gäste und Gratulanten wurden vorab gebeten, statt Präsenten die Anschaffung eines Straußenpaares für den Chemnitzer Tierpark und die Einrichtung entsprechender Haltungsbedingungen zu unterstützen. Damit tut die in Chemnitz verwurzelte Firma etwas für ihre Stadt und etwas wird bleiben von diesem festlichen Ereignis: die Strauße Helene und Feodor.

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 12.12.2006
Bescherung der Tiere
Wie traurig wäre es, wenn uns in der Adventszeit nicht auch die Tiere am Herzen liegen würden. Zum Beispiel könnte man einen Weihnachtsbaum für Vögel schmücken. Der hätte natürlich keine Strohsterne und Lichter, sondern Ringe und Kugeln aus Körnertalg. Wenn man im Herbst Samen gesammelt hat und Rindertalg beim Fleischer kauft, lassen sich diese Köstlichkeiten für Vögel schnell selbst herstellen. Natürlich kann man auch die Tiere beschenken, die man über das Jahr besonders lieb gewonnen hat, zum Beispiel die Tiere im Naturschutz-Tierpark Görlitz. Die Ponys, Zwergesel, Kühe und Schweine warten schon auf ihre Bescherung. Sie haben uns das ganze Jahr über Freude bereitet, zum Beispiel mit ihrem Nachwuchs, und sich auf jeden Fall ein „Extra – Leckerli“ verdient. Jetzt freuen sie sich auf den 17. Dezember. 15.00 Uhr beginnt ihre Bescherung! An der Kuhkoppel vor dem Haustierstall treffen sich alle Interessenten, um von dort aus mit Zootierinspektorin Karin Riedel und den Tierpflegern zu ihren Wunschtieren zu gehen. An diesem Tag ist ausnahmsweise das Füttern der Tiere mit mitgebrachten Leckereien erlaubt. Die Damhirsche oder Alpensteinböcke freuen sich beispielsweise über Möhren, anderes Gemüse oder Knäckebrot. Obst und Nüsse finden die Aras ganz lecker und Zwieback knuspern die Kamele ganz genüsslich mit ihren großen Zähnen. Allerdings wird keiner einem Affen Zucker geben können, denn alle süßen Leckereien sind für Zootiere tabu. Und mit Speck sind die Tierparkmäuse an diesem Tag auch nicht zu fangen.

Zoologischer Garten Berlin, 12.12.2006
„DER WEISSE PLANET“ Sonderführungen im Zoo Berlin

Der Zoo Berlin bietet in den Weihnachtsferien und Winterferien 2007 montags und donnerstags neue und spannende Sonderführungen an. Dieses Programm für alle Fans der Arktis entsteht anlässlich des Filmstarts von „Der weiße Planet“: Concorde Filmverleih bringt diese atemberaubende und vom BUND ausgezeichnete Naturdokumentation am 28.12.2006 in die deutschen Kinos. Die Arktis ist ein eigener Planet. Hier hat sich eine einzigartige Tierwelt herausgebildet, die sich den extremen Witterungsbedingungen vollständig angepasst hat - ein Kaleidoskop überraschender Spielarten der Natur. Hunderte von Stunden Filmmaterial waren erforderlich, um die Großartigkeit dieses vom Eis und Meer dominierten Landes einzufangen und zugleich auch die den einzelnen Jahreszeiten angepassten Überlebensstrategien der in der Arktis lebenden Tiere zu zeigen. Doch so weit muss man gar nicht reisen, um Einblicke in das Tierreich der Arktis zu haben. Direkt vor der Haustür – im Zoo Berlin – leben viele Tiere, die den Winter lieben oder ihn zu einem ausgiebigen Winterschlaf nutzen. Denn auch im Zoo legen die Tiere ihre der kalten Jahreszeit angepassten Verhaltensweisen nicht ab. Hier wird vielmehr alles getan, um die Tiere in ihrer natürlichen Anpassung an die Natur zu unterstützen. Der Zoo Berlin nimmt die Kooperation anlässlich des Starts von „Der weiße Planet“ zum Anlass, die Protagonisten in Sonderführungen vorzustellen. Lutz Prauser vom Concorde Filmverleih freut sich besonders über diese Kooperation: „Der Zoo Berlin bietet den Kinobesuchern mit den speziellen Führungen zu unserem Film die einmalige Möglichkeit, die Tierwelt der Arktis live zu erleben,“ und Vivian Kreft vom Zoo Berlin fügt hinzu: „Die ungewöhnlichen Einblicke dieses Films sensibilisieren den Zuschauer für eine Tierwelt, die ihm sonst verborgen bleibt. Doch mitten in der Stadt kann der Besucher sie wieder finden.“ Von der erfolgreichen Zusammenarbeit zum Start von „Der weiße Planet“ kann sich jeder ab dem 28.12.2006 im Zoo Berlin und im Kino überzeugen. An diesem Tag startet die erste Führung um 14:30 Uhr vom Löwentor. Weitere Termine im neuen Jahr: 1. und 4. Januar sowie 5. und 8. Februar. Bei der Führung werden Bisons, Rentiere, Kanadische Wölfe und natürlich die Eisbären besucht. Zum Abschluss der Führung dürfen die Eisbären gefüttert werden, die sich nicht in der Winterruhe befinden. Die Führungsgebühr beträgt 4,- € pro Person zzgl. der Eintrittskarte.

Zoo Leipzig, 12.12.2006
Zoo Leipzig ist ein „Ort im Land der Ideen 2007“

Der Zoo Leipzig ist ein „Ort im Land der Ideen 2007“. Im Rahmen der gleichnamigen Veranstaltungsreihe präsentiert sich der Zoo Leipzig dann am 3. April 2007. Die Jury der bundesweiten Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ hatte aus 1500 Bewerbern 365 kommunale Einrichtungen, Vereine, Verbände und Initiativen ausgewählt und in der vergangenen Woche bekannt gegeben. Ausschlaggebend waren dabei ein zukunftsorientiertes Konzept mit neuen und unerwarteten Aspekten sowie eine originelle und ungewöhnliche Idee, die richtungweisend und dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Köhler und soll die Zukunftsfähigkeit und den Ideenreichtum Deutschlands widerspiegeln. Eine hochkarätige Jury wählt dafür 365 repräsentative und facettenreiche „Orte“ verschiedener Regionen und Kategorien aus, die sich dann im Rahmen einer Veranstaltungsreihe mit einer Aktion für einen Tag der Öffentlichkeit präsentieren. Aus dem Raum Leipzig sind neben dem Zoo fünf weitere „Orte“ ausgewählt worden. Sachsen ist mit insgesamt 15 Einrichtungen vertreten. Anfang 2007 erscheint der Reiseführer, der die 365 „Orte“ des Jahres enthält.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 12.12.2006
Ein tolles Weihnachtsgeschenk..Ein Weihnachtsgeschenk...

nimmt seinen Betrieb auf. Münchens erste Biogasanlage wird von Herrn Prof. Henning Wiesner, Vorstandsvorsitzender des Münchner Tierparks Hellabrunn AG, und Herrn Stephan Schwarz, SWM Geschäftsführer Versorgung und Technik, seiner Bestimmung übergeben. Hier werden aus Futterresten und Tiermist Strom und Wärme erzeugt.

Zoo Krefeld, 12.12.2006
Kameljunge „Raoul“ aus Krefeld lebt jetzt im Tierpark Kleve

Im Tierpark in Kleve, der damit eine neue Zucht beginnt, lebt jetzt der im Februar im Zoo Krefeld geborene junge Kamelhengst „Raoul“. Weil jetzt gerade wieder die Paarungszeit beginnt, gab es in den letzten Tagen zunehmend Spannungen zwischen Raoul und seinem Vater „Oddvar“, der seinen Harem für sich allein beansprucht und dies gegenüber seinem schon recht erwachsen gewordenen Sprössling mit unmissverständlichen Zurechtweisungen zum Ausdruck bringt. Deshalb wurde es Zeit, für Raoul eine neue Heimat zu finden. Da kamen die Überlegungen im Tierpark Kleve gerade recht, der demnächst auch eine Zucht mit den Trampeltieren beginnen möchte. Unter lautem Klagen von Mutter „Raissa“ verließ also der Halbwüchsige seinen Geburtsort und wurde in Kleve mit großem Hallo empfangen. Hier wird derzeit noch die Anlage für den Neuankömmling und seine zukünftige Gefährtin hergerichtet, so dass Raoul zunächst bei den Lamas aufgenommen wurde. So entgeht er jedenfalls weiteren Zurechtweisungen seines Vaters, der seinerseits jetzt wieder uneingeschränkter Herrscher in seinem Harem ist und vielleicht schon bald wieder für neuen Nachwuchs bei den Trampeltieren in Krefeld sorgt.

Zoo Krefeld, 12.12.2006
Rosa Pelikane im Zoo Krefeld beziehen ihr Winterquartier / Nester für die Nachzucht sind dort schon vorbereitet

Trotz des noch immer anhaltenden milden Spätherbstklimas werden die Rosa Pelikane im Zoo Krefeld am Donnerstag umziehen. Die Tierpfleger haben den in wärmeren Gefilden wie Südosteuropa, Asien und Afrika beheimateten Zugvögeln inzwischen das warme Winterquartier beim Ponystall eingerichtet und sogar schon Nester für die Nachzucht vorbereitet. Nachdem vor zwei Jahren im Winterquartier erstmals in der 40jährigen Haltungsgeschichte der Pelikane in Krefeld emsiges Treiben begann, und gleich drei Paare im Wettbewerb begannen, aus dem vorhandenen Stroh große Nester zu bauen und zwei Paare auch wirklich ein Küken großzogen, hofft der Zoo auch in diesem Winter auf Nachwuchs. Pelikane sind Koloniebrüter, deshalb ist es normal, dass mehrere Paare auf engem Raum nebeneinander brüten und anschließend Junge großziehen. Nachdem es im vergangenen Jahr mit der Nachzucht nicht mehr geklappt hat, sollen die großen Wasservögel diesmal durch die gute Vorbereitung des Quartiers besonders animiert werden.

Arche Warder, 11.12.2006
Prominente Unterstützung für den Tierpark Arche Warder - Schauspieler Peter-Heinrich Brix übernimmt Patenschaft für die Angler Rinder
Am Freitag, den 15. Dezember, kommt Peter-Heinrich Brix in den Tierpark Arche Warder, um als erster Prominenter eine Tierpatenschaft zu übernehmen. Er möchte damit ein Zeichen setzen. Als echter Schleswig-Holsteiner mit zwei Berufen – Landwirt und Schauspieler – weiß er, wie wichtig das Überleben alter Haus- und Nutztierrassen ist. Als Patentiere hat Peter-Heinrich Brix die dunkelroten Angler Rinder alter Zuchtrichtung ausgesucht, die er als Kind in seiner Heimat Angeln noch auf den Wiesen gesehen hat. Heute ist diese Rasse mit nur noch einigen hundert Tieren als „extrem gefährdet“ eingestuft. In der Arche Warder wurden 2006 zwei Kälber geboren. Mit der Übernahme einer Tierpatenschaft will Peter-Heinrich Brix zugleich andere Menschen ermuntern, ebenfalls eine Patenschaft zu übernehmen und so die wichtige Arbeit der Arche Warder zu ermöglichen. Denn der Tierpark ist für seine Zucht und den Tierparkbetrieb dringend auf Spenden angewiesen.

Zoo Duisburg, 11.12.2006
Nummer Elf wieder 900 Gramm schwer

Als er (oder sie…) sich selbst vor gut vier Wochen nach 24stündigen Mühen erfolgreich durch die harten Eischalen gepellt hatte, wog der Schlüpfling gerade mal 25 Gramm – und nichts stand einer gelingenden Aufzucht durch die beiden Elternvögel entgegen.
Doch nur 3 Wochen nach dem Schlupf des kleinen Sprösslings gerieten Vater und Mutter mit ihrer Nachbarschaft derart in die Federn, dass Tierpfleger das zarte Wesen aus der Bruthöhle und in die eigene Obhut nehmen mussten. Mit entgräteten Heringsschwänzen, mit Mineral- und Vitamincocktails verquirlt nahm das Küken zunächst an Umfang ab, denn unter Streß verlieren auch kleine Brillenpinguine bis zu 10 Gramm täglich an Gewicht. Mittlerweile ist der – bis auf je einen weißen Zügelstreifen unterhalb der Augen – einfarbig dunkelbraun bedunte Jungvogel wieder zu einem 900 Gramm schweren kindskopfgroßen Schreihals herangewachsen, der alle drei Stunden nach fetten Heringshäppchen verlangt. Praktischerweise wird der plattfüßige Zögling hierzu in eine Kuchenschale gesetzt, die mindestens einmal täglich auch als Waagschale dienen kann, denn Gewichtskontrollen gehören zur täglichen Routine des Aufzuchtpersonals. Obwohl ein weit verbreiteter Irrtum Pinguine immer wieder als Nachbarn von Eisbär und Eskimo an den Nordpol verpflanzt, kommen deren 17 verschiedene Arten n u r auf der S ü d-Halbkugel unserer Erde, und zwar durchaus nicht nur im Ewigen Eis vor! Brillenpinguine z.B. bewohnen die sonnigen Küsten des südlichen Südafrikas und bedürfen daher auch am Kaiserberg keiner „Tiefkühl-Klima-Kammer“. Allerdings genießen Tiere und Menschen am Kap der Guten Hoffnung während unserer Weihnachtstage ihren Hochsommer – nicht etwa der globalen Erderwärmung wegen, sondern weil auf der Südhalbkugel unsere Jahreszeiten gewissermaßen andersherum verlaufen. Ein Job als Aushilfskellner in der Zoogastronomie steht für den späteren Frackträger zur Zeit nicht in Aussicht, denn – wie gesagt – „Frack“ trägt der Watschelmann einstweilen noch nicht; die ersten spitzen Federkiele allerdings lassen sich bereits heute deutlich unter dem Dunenkleid des Mini-Pinguins erspüren.

Wisentgehege Springe, 11.12.2006
Wilde Geschenke zu Weihnachten

Schlips, Oberhemd und Socken haben als Weihnachtsgeschenk ausgedient. Das Wisentgehege Springe bietet drei wilde Geschenkideen. Das „Erlebnisgeschenk“ ist am 28. Dezember der Seniorentag im Wisentgehege. Nach einem leckeren Wildgericht im Café Wild gibt es eine Führung durch das Wisentgehege mit anschließender Kutschfahrt zum Falkenhof. Dort erleben die Teilnehmer eine exklusive Flugvorführung heimischer Greifvögel. Die Könige der Lüfte unterbrechen dazu extra den wohlverdienten Winterurlaub. Nach der Flugvorführung klingt der Tag bei Kaffee und Kuchen im Café Wild aus. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Karten kosten 28,- Euro. Es gibt sie nur im Vorverkauf. Das „tierische Geschenk“ ist eine Patenschaft für die Wisentherde. Mit der Patenschaft wird gezielt die Erhaltungszucht der immer noch bedrohten Wildrinder unterstützt. Der Pate erhält eine persönliche Urkunde. Die Patenschaft beinhaltet natürlich eine Jahreskarte, um die riesigen Patenkinder auch besuchen zu können. Patenschaften gibt es an der Kasse des Wisentgeheges und in allen Filialen der Landbäckerei Bosselmann in Hannover zum Preis von 50 Euro. Das „besinnliche Geschenk“ nennt sich „Tierporträts aus dem Wisentgehege Springe“. Der Bildband, der im Herbst Verkaufsstart hatte, eignet sich als wilde Lektüre für lange Winterabende. Die Autoren Gerhard und Herbert Müsch zeigen sensationelle Tieraufnahmen und beschreiben viele der im Wisentgehege gezeigten Arten in einem ausführlichen Textteil.

Alternativer Bärenpark Worbis, 11.12.2006
Warnung vor falschen Tierfreunden: Worbiser Bären klingeln nicht an der Haustür!

Die STIFTUNG FÜR BÄREN finanziert ihren Alternativen Bärenpark Worbis aus Spenden und Eintrittsgeldern für den Parkbesuch. Die Spender sind Tierfreunde, die ihre Unterstützung überweisen, direkt im Bärenpark einzahlen oder eine Einzugsermächtigung ausgestellt haben. Viele Tierfreunde haben eine Patenschaft für ein bestimmtes Tier übernommen und zahlen einen so genannten Unterhalt für ihr Tier. In letzter Zeit gehen jedoch immer wieder Hinweise bei der Geschäftsleitung der STIFTUNG FÜR BÄREN ein, dass angebliche Tierfreunde auf Straßen, Plätzen oder an Haustüren Spenden für den Bärenpark sammeln oder um Kontodaten für angebliche Mitgliedschaften bitten. Auch wenn die Versorgung der Tiere Geld kostet und eine Erweiterung des Bärenparks nur mit großer finanzielle Unterstützung vieler Tierfreunde möglich ist, so werden die Mitarbeiter des Bärenparks niemals mit einer Sammelbüchse an Haustüren klingeln oder Passanten auf der Straße ansprechen. Auch nicht vor Weihnachten!

Zoologischer Garten Berlin, 11.12.2006
Riesenschnäbel und knallbunt: Die neuen Tukane im Zoo!

Selbst zoologisch wenig Bewanderte können zumeist ohne nachzudenken spontan vier süd- und mittelamerikanische Vogelgruppen nennen: Kolibris, Aras, Kondore und die Tukane. Letztere werden auch als „Pfefferfresser“ bezeichnet und sind wegen ihrer unglaublich langen Schnäbel unverkennbar und allgemein bekannt. Bisher war im Zoo nur ein einzelner Tukan zu sehen, und die Freude bei den Zooleuten war riesig, als ein Berliner Privathalter ein Paar der aus Südmexiko über Kolumbien bis nach Venezuela verbreiteten Halsband-Arassaris anbot. Diese Tukan-Art zeichnet sich nicht nur durch die bunte Gefiederfärbung, sondern natürlich durch den Riesenschnabel aus. Dieser ist fast ebenso lang wie der Körper der Vögel. Dank dieser mächtigen Schnäbel sind Tukane in der Lage, reife Früchte zu erreichen, die anderen Vogelgruppen nicht zugänglich sind. Anatomisch sind die Schnäbel sehr leichte Knochenbildungen, die die Vögel keinesfalls behindern. Tukane sind keine Stubenvögel, denn als Fruchtfresser nehmen sie viel süße und klebrige Nahrung auf, die sie sehr schnell wieder ausscheiden. Man kann sich leicht vorstellen, dass die Geruchsentwicklung in den warmen Monaten nicht unerheblich ist.

Zoo Halle, 08.12.2006
Mafuta ist da – Umzug der Afrikanischen Elefantenkuh aus Berlin erfolgreich
Der Zoo Halle freut sich über die Ankunft von Mafuta. Der Umzug der 3200kg schweren Elefantendame aus Berlin erfolgte am heutigen Mittag. Aus Rücksicht auf das Wohlbefinden und die Sicherheit des Elefanten wurde der Umzug ohne vorherige Ankündigung vorgenommen. Die Afrikanische Elefantenkuh ist nun wohlbehalten in ihrem neuen Zuhause angekommen und erholt sich von den Strapazen der Reise. Sie kann ab sofort im neuen Elefantenhaus bewundert werden. Abu und Sabi begrüßten den Neuankömmling mit einer gewissen Aufregung. Mafuta nahms gelassen und begann nach Inbesitznahme ihrer neuen Schlafbox in aller Ruhe zu fressen. In den nächsten Tagen soll nun die Gewöhnung der Tiere aneinander erfolgen.

Arche Warder, 08.12.2006
Weihnachtsmarkt im Tierpark Arche Warder Sonntag, 17. Dez. 10-17h
Lichterglanz, Weihnachtsmusik und Tannengrün bestimmen die Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt im Tierpark Arche Warder am dritten Advent. An rund 20 festlich geschmückten Ständen gibt es eine große Auswahl an weihnachtlichen Geschenken wie z.B. witzige Filztiere, originelle Keramik, duftende Bio-Seifen, Schmuck, Kerzen oder holzgeschnitzte Kunstwerke. Der Weihnachtsmarkt findet drinnen und draußen statt. Bratwurst, Glühwein und andere Köstlichkeiten halten Stände bereit, die sich rund um den Streichelhof gruppieren. Hier kann man auch die Lebendige Krippe mit Esel, Ochsen und Schafen bestaunen. Gleich nebenan im Ausstellungsraum und im großen Tierschauhaus sind alle anderen Verkaufsstände aufgebaut. Zum Aufwärmen und gemütlichen Verweilen lädt hier außerdem das Arche Warder Weihnachtscafe ein. Auch die Kinder sollen an diesem Tag nicht zu kurz kommen. In der Weihnachtswerkstatt können die Kleinen nach Herzenslust basteln, während die Eltern über den Markt bummeln oder Glühwein trinken. Weihnachtsenten aus der Arche Warder ab 17. Dezember: An einem Stand im Tierschauhaus bietet die Arche Warder für den leckeren und außergewöhnlichen Weihnachtsbraten lebende Enten an. Die wilden Moschusenten wiegen zwischen 1-3 kg und kosten 8-12,-- Euro. Moschusenten, auch Warzenenten, Stummenten oder Flugenten genannt, kommen ursprünglich aus Südamerika. In Europa gelangen sie unter dem Namen Barbarie-Enten auf den Markt. Ihr Fleisch ist saftig, schmackhaft und fettarm.

Zoo Dresden, 08.12.2006
Thabo-Umasais erster Weihnachtsbaum – zum zweiten Advent im Zoo Dresden
Am 10. Dezember wird der kleine Elefant staunen und mit ihm die Besucher: Nikolaus hat heimlich im Zoo vorbeigeschaut und Geschenke für unsere Tiere mitgebracht. So lässt er im Orang-Utan-Gehege gefüllte Säcke zurück. Eine Freude, den Menschenaffen beim Auspacken zuzuschauen. Weihnachtliche Tüten stehen im Streichelgehege bereit, um an die tierischen Bewohner verfüttert zu werden.
Außerdem übt sich Ara „Ferdinand“ als Nussknacker und will damit Schnabelstärke beweisen. Die wohl größte Überraschung erwartet jedoch unsere Elefanten. Für sie werden mit Leckereien geschmückte Weihnachtsbäume aufgestellt. Für Thabo-Umasai ist sogar eine Miniaturausgabe dabei. Man darf gespannt sein, wie sich der kleine Dickhäuter beim Abschmücken anstellt.

Tierpark Chemnitz, 08.12.2006
Mit und ohne Streifen
Im Tierpark Chemnitz gibt es jetzt eine neue und etwas ungewöhnliche Wohngemeinschaft: der Somaliwildesel „Sancho “ ist aus seiner Single-Wohnung ins Nachbargehege zu den drei Böhm-Zebras gezogen. Der Wildesel lebt seit 1997 im Tierpark Chemnitz, ist aber leider zur Zucht nicht geeignet und konnte daher nicht mit einer Stute zusammengebracht werden. Um Platz zu gewinnen und auch um ihm Gesellschaft zu verschaffen, wagte der Tierpark den Versuch, ihn allmählich an die Zebras zu gewöhnen. Er bekam zuerst ausreichend Gelegenheit, sich allein mit dem ihm unbekannten Gehege vertraut zu machen. Danach wurden die vier afrikanischen Tiere unter Aufsicht zusammen gelassen. Man kann zwar (noch) nicht von einer dicken Freundschaft sprechen, aber die Tiere kommen gut miteinander klar. Sie haben getrennte Futterplätze und ausreichend Platz, um sich auch aus dem Weg gehen zu können. Nachts bekommt jede Art ihre eigene Box. Zebras und Wildesel gehören zusammen mit Halbeseln und Pferden in eine Gattung, sind also recht nahe miteinander verwandt. So können sie sich auch gut untereinander verständigen. Eine Kreuzung zwischen beiden Arten ist hier aber ausgeschlossen, der Somaliwildesel wurde vor zwei Jahren kastriert. Übrigens, neben „Sancho“ leben im Tierpark Chemnitz momentan noch weitere fünf Somali-Wildesel, es wurden hier schon drei Fohlen dieser seltenen und bedrohten Art geboren. Eine große vorweihnachtliche Freude bereitete die Erbengemeinschaft nach Max Heinz Günther dem Tierpark. Da der Erblasser ein großer Katzenfreund war, erhielt der Tierpark eine ansehnliche Summe, die es ermöglichen wird, die bereits sehr betagte Anlage der Kleinkatzen zu sanieren, sie um- bzw. neuzugestalten.

Thüringer Zoopark Erfurt, 08.12.2006
Fisch- und Wasserpflanzenbörse
Am 17. Dezember lädt der Verein der Aquarienfreunde 1912 e.V. zur letzten Fisch- und Wasserpflanzenbörse des Jahres 2006 in das Aquarium des Zooparks am Nettelbeckufer 28 a ein. Wer sich die Chance auf kostenlose Beratung über Fische und das Drumherum nicht entgehen lassen will, ist zwischen 9 und 12 Uhr herzlich willkommen. Es gibt wieder Nachzuchten verschiedenster Süßwasserfische sowie Wasserpflanzen zu erwerben. Unser Riffbecken kommt auch voran. Zur Zeit werden die Unterwasserfelsen gebaut. Durch die 10 cm dicke Scheibe kann der Baufortschritt beobachtet werden. Im Außenbereich sind vor kurzem zwei nordamerikanische Rothörnchen eingezogen. Die flinken Gesellen sind den ganzen Tag auf Achse.

Tiergarten Nürnberg, 08.12.2006
Neuer Mann für Purana
Der Tiergarten benötigte seit Monaten einen Ersatzmann für den am 30.08.2006 verstorbenen NOEL. Das Europäische Erhaltungszucht-Programm, in dem der Zoo Basel fast 50 Tiere in ganz Europa als einen gemeinsamen Tierbestand koordiniert, hat sich für einen neuen Gefährten in einem passenden Alter entschieden. Als neuer Lebensgefährte für PURANA wurde der 18-jährige Bulle „ROPEN“ ausgewählt, der am 08.05.1988 in Whipsnade geboren wurde und seit 16.11.1990 in Dvur Kralove gelebt hat. Dort hat er bereits erfolgreich für Nachwuchs gesorgt. Am 28.11.2006 traf der Nashornbulle aus dem tschechischen Zoo wohlbehalten im Tiergarten der Stadt Nürnberg ein. Gleich bei seinem ersten Gang aus der Transportkiste in den Stall hat er durch das Gitter hindurch mit PURANA
„geflirtet“, die ihn bei der Begrüßung sogar abgeschleckt hat. So hofft der Tiergarten auf eine baldige Zusammenführung des neuen Paares mit der berechtigten Hoffnung auf erneuten Nachwuchs, der aber wegen der 16-monatigen Schwangerschaft noch länger auf sich warten lassen wird.

Zoo Landau, 08.12.2006
Zweiter Didgeridoo-Workshop für Anfänger und Fortgeschrittene im Zoo Landau
Wegen des großen Interesses am ersten Didgeridoo-Workshop findet am Samstag den 16. Dezember 2006 in der Zeit von 13:30 bis 17 Uhr unter Leitung von Andreas Rüschner in der Zooschule des Landauer Zoos ein weiterer Didgeridoo-Workshop für Anfänger und Fortgeschrittene statt. In Nachbarschaft der australischen Bennettkängurus, Kookaburras und Flötenvögel wird das wohl älteste Blasinstrument der Erde zunächst vorgestellt. Der Workshop beinhaltet außerdem das Erlernen verschiedener Grundtechniken und Atemübungen wie zum Beispiel die Zirkularatmung, die Erzeugung des Grundtons, Stimmmodulationen, Tiergeräuschimitationen, rhythmisches Spielen, meditatives Spielen etc. Durch die Zirkularatmung, die beim Spielen des Didgeridoos angewandt wird, wie auch durch die erzeugten sonoren Klänge, ist eine positive Wirkung auf Körper Geist und Seele zu verspüren. Davon konnten sich u.a. die Teilnehmer des diesjährigen Australischen Abends im Zoo Landau persönlich überzeugen, bei dem Andreas Rüschner und sein Kollege Bhadra Herbert Nofer des Duos „Shamandoo“ während eines Konzertes in neue Klangwelten entführten.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 08.12.2006
Mission possible: Zwei Millionen Menschen - So viele Besucher wie nie zuvor kamen im Jahr 2006 in die Wilhelma
Zum zweiten Mal nach 2000 ist die magische 2 Millionen Grenze geknackt, diesmal sogar schon deutlich vor Jahresende. Bei strahlendem Herbstwetter konnte Wilhelma-Direktor Prof. Dieter Jauch die Stuttgarterin Selena Mauser mit Blumen und Gutschein als 2 Millionsten Besucher des Jahres 2006 begrüßen. Die Mutter von drei Jungen war gerade dabei eine Familienjahreskarte zu kaufen - als Weihnachtsgeschenk vom Opa. Sie konnte ihr Glück erst gar nicht fassen. Denn nun wird unter dem Weihnachtsbaum auch noch ein Gutschein für ein einstündiges Elefantenreiten für die ganze Familie liegen. „Das wird für die Jungen eine Riesenüberraschung werden“, erklärte die 38-jährige Selena Mauser. Einen Eindruck von den liebenswürdigen Riesen konnte sie sich bei der Gutscheinübergabe machen. Denn die beiden Elefantendamen Molly und Zella kamen höchstpersönlich zum Eingang, um der Gewinnerin ihre Aufwartung zu machen. „Die sind aber groß“, staunte Selena Mauser. Bald wird sie mit ihrem Mann und den drei Jungen im Alter von 5-10 Jahren dort oben sitzen. Die erste Annäherung erfolgte dann beim Füttern der Elefanten unter Mithilfe von Prof. Dieter Jauch.
Für den langjährigen Direktor der Wilhelma ist der Besucherrekord eine Bestätigung für die Arbeit des gesamten Wilhelma Teams. „Seit Jahren gehen die Besucherzahlen, wenn auch mit Schwankungen, ständig bergauf.“ Die Wilhelma wird auch in Zukunft mit neuen Attraktionen versuchen diesen Trend beizubehalten.

Allwetterzoo Münster, 08.12.2006
Pinguine „hautnah“ auf dem heimischen Bildschirm: Webcams bei den Brillenpinguinen im Allwetterzoo Münster machen es möglich!
70 Brillenpinguine leben derzeit im Allwetterzoo Münster. Und es werden immer mehr, denn bei den kleinen Frackträgern hört die Brutsaison anscheinend nie auf! So schlüpften selbst im November Küken und weitere werden in den nächsten Wochen erwartet. Wer die Aufzucht von Pinguinküken durch ein Elternpaar „live“ erleben möchte, der hat dazu jetzt Gelegenheit: Der WDR richtete drei Webcams in der Pinguinanlage ein, die das Leben und Treiben der kleinen Frackträger zu Wasser und zu Lande zeigen. Eine Kamera ist direkt auf den Nistplatz eines Pinguinpaares gerichtet, in dem am 28. November und am 2. Dezember Küken geschlüpft sind. Auf einer vom WDR eigens eingerichteten Website werden außerdem häufig gestellte Fragen zu Pinguinen beantwortet.


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Natur- und Artenschutz  –  Meldungen

Spiegel Online - 13. Dez. 2006
Heißer Kandidat für die erste ausgestorbene Walart
"Mit aller Wahrscheinlichkeit ausgestorben" - das ist die Bilanz der vergeblichen Suche nach dem Chinesischen Flussdelfin. Bevor der Baiji aber offiziell auf die Friedhofsliste kommt, wird streng geprüft. Denn es wäre die erste ausgestorbene Walart. "Wir haben den Wettlauf mit der Zeit verloren", klagt der Chef der Umweltorganisation Baiji Foundation, August Pfluger. 39 Tage lang hatte er mit rund 30 Forschern aus sechs Ländern den Jangtse nach den nur dort lebenden Chinesischen Flussdelfinen abgesucht - von zwei Schiffen aus, mit Ferngläsern und Unterwassermikrofonen. Doch bis zum Ende der Expedition am heutigen Mittwoch konnten die Forscher keinen einzigen Baiji sichten. Trotzdem hält WWF-Tierschutzexperte Homes es für fraglich, ob die IUCN das Ergebnis der Baiji-Expedition annimmt. Denn die Baijis wären dann laut Homes die erste ausgestorbene Walart (Flussdelfine gehören zu den Zahnwalen). "Es wäre also peinlich, wenn der Verband in drei Jahren seine Entscheidung zurücknehmen müsste, weil doch noch ein Baiji gesichtet wurde", sagte der WWF-Experte. Selbst August Pfluger meint, dass es im östlichen Verlauf des Jangtse noch ein paar Exemplare geben könnte.

dieneueepoche.com - 13.12.2006
Delfine im Jangtse nach Expertenmeinung so gut wie ausgestorben
Der weiße Flussdelfin im Jangtse ist nach Einschätzung eines internationalen Forscherteams praktisch ausgestorben. Zwar könnte es noch ein paar Exemplare des so genannten Baijis im östlichen Verlauf des chinesischen Stromes geben. Die Anzahl würde für eine ausreichende Fortpflanzung zur Arterhaltung aber nicht ausreichen, sagte einer der Expeditionsleiter, der Schweizer Wissenschaftler August Pfluger, in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung. Er sprach von einer Tragödie nicht nur für China, sondern für die ganze Welt.

Netzzeitung - 04.12.2006
Suche nach Flussdelfin bislang ergebnislos
Der Baiji genannte Chinesische Flussdelfin ist möglicherweise ausgestorben. Ein internationales Forscherteam habe auf einer noch rund zwei Wochen dauernden Expedition auf dem Jangtse bisher kein Exemplar der finden können, berichtete August Pfluger, Chef der Stiftung Baiji.org und Organisator der Suche. Sollte das Team auch bis zum Ende der Expedition keine Baijis entdeckt haben, will es die Art offiziell für ausgestorben erklären. «Es sieht schlecht aus», sagte Pfluger am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa in Schanghai. Mit nach Schätzungen weniger als 50 Exemplaren galt der Baiji bislang als seltenstes Säugetier der Erde. ... Auf der Expedition wird auch der Bestand einer Unterspezies nur im Jangtse lebender Glattschweinswale gezählt. Bislang haben die Forscher weniger als 300 Tiere gefunden. Das seien «alarmierend wenige», sagte Pfluger. Ihnen drohe das gleiche Schicksal wie dem Baiji. Der Baiji kommt nur im Jangtse vor, Chinas längstem Fluss. Weltweit gibt es drei weitere Flussdelfinarten: den Amazonasdelfin, den Gangesdelfin und den La-Plata-Delfin. Die Tiere sind in ihren Lebensräumen durch Verschmutzung, Fischfang, Schiffsverkehr und Dammbauten gefährdet. Zuletzt hatte im vergangenen Jahr ein Fischer einen Baiji beobachtet.

derstandard.at - 03.12.2006
Chinesischer Flussdelfin möglicherweise ausgestorben
Die Chancen für den chinesischen Flussdelfin Baiji stehen schlecht. Ein internationales Forscherteam habe im Verlauf einer noch rund zwei Wochen andauernden Expedition auf dem Jangtse bisher kein Exemplar der bedrohten Tierart finden können, berichtete August Pfluger, Chef von baiji.org und Organisator der Suche am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Shanghai. Sollte das Team auch bis zum Ende der Expedition keine Baijis entdecken, will es die Art offiziell für ausgestorben erklären. "Die Hoffnung für Baiji schwindet", sagte Pfluger. Rund 30 Wal- und Delfin-Experten aus den USA, China und Japan hatten vor 26 Tagen ihre Suche nach den letzten Baijis begonnen. Sie haben von zwei Schiffen aus einmal die gesamte Expeditionsroute über 1.750 Kilometer zwischen der Stadt Yichang und der ostchinesischen Hafenmetropole Shanghai vergeblich mit Feldstechern und Unterwasser-Mikrofonen abgesucht. ... Sollten noch Tiere gefunden werden, wollen chinesische Forscher sie später fangen und in ein Reservat bringen. Auf der Expedition wird außerdem der Bestand einer Art nur im Jangtse vorkommender Schweinswale gezählt. Bisher haben die Forscher weniger als 300 Tiere gefunden. Das seien "alarmierend wenige", sagte Pfluger. Ihnen drohe das gleiche Schicksal wie Baiji.

derstandard.at - 12.12.2006
Ebola-Virus tötete tausende Menschenaffen
Das Ebola-Virus hat in Afrika tausende Gorillas und Schimpansen getötet und bis zu 95 Prozent der betroffenen Gorilla-Populationen ausgelöscht. Allein in einem rund 2.700 Quadratkilometer großen Gebiet zwischen Gabun und der Republik Kongo bezifferten Forscher den Verlust auf 5.000 Gorillas. Weltweit dürfte der Gorilla-Bestand durch das Ebola-Virus in den vergangenen Jahren um etwa ein Viertel geschrumpft sein, heißt es im Wissenschaftsjournal "Science" (Bd. 314, S. 1522) vom Freitag. Demnach wütete das Virus parallel zu den Ebola-Ausbrüchen beim Menschen in Zentralafrika 2002 und 2003 auch unter den Menschenaffen. Das Team um Magdalena Bermejo von der Universität Barcelona konzentrierte seine Untersuchung auf das Lossi-Primatenschutzgebiet und dessen Umgebung im Nordwesten Kongos. Die Zählungen zeigten, dass sich das Massensterben der Gorillas über tausende Quadratkilometer erstreckte. Bis zu 95 Prozent der Tiere starben. Bei den Schimpansen lag die Sterberate mit 77 Prozent etwas niedriger.

Der Tagesspiegel - 7. Dez. 2006
Ebola und Aids gefährden den Gorilla
Die knapp 100 000 Westlichen Flachlandgorillas, die in freier Wildbahn überlebt haben, könnten durch Ebola-Viren drastisch dezimiert werden, wie Forscher jetzt belegen. Auf einer 2700 Quadratkilometer großen Fläche im Odzala-Nationalpark in der Republik Kongo sind seit 2001 schätzungsweise 5500 Westliche Flachlandgorillas an Ebola gestorben, wie ein internationales Forscherteam aus Deutschland, Spanien und Schweden im Fachmagazin „Science“ (Band 314, Seite 1564) berichtet. Die Forscher beobachteten im Lossi-Schutzgebiet des Odzala-Nationalparks in den Jahren 2002 und 2003 zwei Ausbrüche des Ebola-Virus unter Gorillas. „Deshalb müssen wir die bereits entwickelten Impfstoffe dringend im Labor auf ihre Verträglichkeit prüfen und in Feldversuchen erproben“, sagte Peter Walsh. Das allein würde etwa zwei Millionen Euro kosten, schätzt der Leipziger Forscher. „Für flächendeckende Impfungen der Tiere wäre noch mehr Geld nötig.“ Neben Ebola könnte auch die bei Affen vorkommende Variante des Aids-Virus SIV (Simianes Immunschwäche-Virus) den Bestand der Westlichen Flachlandgorillas gefährden.

Vdbiol - 10. Dez. 2006
Ebola-Ausbruch schuld am Tod von tausenden von Gorillas?
Ausbrüche der tödlichen Krankheit Ebola in Afrika gingen in den vergangenen Jahren immer wieder einher mit dem Sterben von Schimpansen und Gorillas in den benachbarten Wäldern. Heftig umstritten war, ob es sich dabei nur um isolierte Ereignisse gehandelt hat oder um Anzeichen eines Massensterbens unter den Affen. Jetzt hat ein internationals Forscherteam aus Deutschland, Spanien und Schweden diese Debatte durch neue Befunde beendet, die überzeugend belegen, dass Ebola in einem einzigen Schutzgebiet allein in kurzer Zeit über 5.000 Gorillas getötet hat. Die Studie lässt allerdings auch hoffen, denn mit einer gezielten Impfkampagne könnten die verheerenden Folgen von Ebola auf frei lebende Gorillas und Schimpansen klar eingegrenzt werden.

Vdbiol - 10. Dez. 2006
Ebola-Ausbruch schuld am Tod von tausenden von Gorillas?
Ausbrüche der tödlichen Krankheit Ebola in Afrika gingen in den vergangenen Jahren immer wieder einher mit dem Sterben von Schimpansen und Gorillas in den benachbarten Wäldern. Heftig umstritten war, ob es sich dabei nur um isolierte Ereignisse gehandelt hat oder um Anzeichen eines Massensterbens unter den Affen. Jetzt hat ein internationals Forscherteam aus Deutschland, Spanien und Schweden diese Debatte durch neue Befunde beendet, die überzeugend belegen, dass Ebola in einem einzigen Schutzgebiet allein in kurzer Zeit über 5.000 Gorillas getötet hat. Die Studie lässt allerdings auch hoffen, denn mit einer gezielten Impfkampagne könnten die verheerenden Folgen von Ebola auf frei lebende Gorillas und Schimpansen klar eingegrenzt werden.

Deutschlandradio - 12. Dez. 2006
Von Löwen und Menschen
Jede Art schlägt sich mit ihren eigenen Krankheitserregern herum. Der menschliche Magen ist zum Beispiel die Heimat von Helicobacter pylori, einem Keim der Magengeschwüre und Magenkrebs verursachen kann. Andere Vertreter der Helicobacter Gruppe sind jeweils an ihren Wirt angepasst. Warum aber lässt sich der Helicobacter im Magen von Raubtieren kaum von der menschlichen Variante unterscheiden? Ein Kriminalfall, der sich nur mit den Methoden der Genetik lösen lässt. Professor Mark Achtman istHelicobacter pylori seit langem auf der Spur. Mit genetischen Analysen konnte er nachweisen, dass der Erreger schon die Vorfahren des Menschen in Afrika plagte.

World Wide Fund For Nature - 11. Dez. 2006
Die Rückkehr der großen Drei
Zum Internationalen Tag der Berge am 11.12.2006 fordert der WWF ein verbessertes grenzübergreifendes Wildtier-Management für Bär, Wolf und Luchs. „Die seltenen Raubtiere sind dabei, sich in Alpen und Mittelgebirgen Mitteleuropas Lebensräume zurückzuerobern, aus denen sie über hundert Jahre verschwunden waren. Das ist ein Riesen-Erfolg für den Artenschutz“, freut sich WWF-Experte Volker Homes. Nun sei es nötig, Richtlinien zu erarbeiten, die das Nebeneinander von Mensch und Tier ermöglichen und Konflikte vermeiden helfen. In Deutschland leben Wölfe heute wieder in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen. Auch Luchse sind in zusammenhängenden Waldgebieten wieder heimisch. Im Bayerischen Wald sind es heute 15 bis 20 erwachsene Tiere. Kleine Bestände gibt es beispielsweise im Pfälzer Wald, im Harz, im Schwarzwald oder im Fichtelgebirge. Der erste Braunbär seit rund 170 Jahren wanderte im Frühsommer aus Österreich nach Deutschland ein. Experten sind sich sicher, dass es nicht der letzte gewesen sein wird.  

news aktuell - 12. Dez. 2006
Jungbär Bruno's Tötung weiterhin sanktioniert ...
Am vergangenen Wochendende wurde den Tierschutzorganisationen von Ihren Rechtsvertretern mitgeteilt, dass die Münchner Generalstaatsanwaltschaft die dutzenden von Beschwerden gegen die Einstellungsverfügung der Münchener Staw II vom 7. Juli 2006, gegen die Täter und Auftraggeber der berühmt gewordenen Tötung des Jungbären Bruno JJ6 aus der bayrischen Staatsregierung und Verwaltung kein Ermittlungsverfahren einzuleiten, ebenfalls abgewiesen hat. Die Tierschützer, federführend die Gesellschaft für Artenschutz und Menschenrechte hat heute daraufhin sofort das Klageerzwingungsverfahren gegen diesen Bescheid eingeleitet. Die Argumente der Generalstaatsanwalt, der Jungbär fiele nicht unter Jagdsschutzgesetze, weil er nicht explizit als Tierart aufgeführt sei, halten sie nach wie vor für rechtswidrig. Das Klageerwzingungsverfahren wird von umfassenden Protest- und Demonstrationsmaßnahmen begleitet werden. Immer noch führen die Tierschützer regelmäßig Mahnwachen für den getöteten Jungbären und gegen das rechtswidrige Handeln der bayrischen Regierung vor der Staatskanzlei München durch und am Abschussort von "Bruno" im Gebiet Schliersee/Spitzingsee/Obb. pilgern immer noch hunderte Tierfreunde zu seiner Gedenktafel in den Bergen.

NZZ Online - 12. Dez. 2006
Der Wolf ist im Kanton Bern
Bei Thun hat ein Wolf im November acht Schafe gerissen. Dies konnte mittels DNA-Analyse nachgewiesen werden. Zum Schutz der betroffenen Schafbesitzer will der Kanton Bern mit Präventionsmassnahmen auf das Wiederauftauchen des Wolfes reagieren. Offenbar stamme das Tier aus einer italienischen Population. Am 22. März 2006 war in Gsteigwiler bei Interlaken ein Wolf von einem Zug überfahren worden. Dabei handelte es sich um den ersten gesicherten Nachweis an der Alpennordflanke in jüngerer Zeit. Seit Mitte der 90er Jahre kehrte der Wolf von Süden her in die Schweiz zurück.

Kleine Zeitung - 11. Dez. 2006
Samariter für Bären
In China fristen an die 7000 Schwarzbären ein jämmerliches Dasein als Lieferanten für Gallenflüssigkeit. Die Tierschutzorganisation Animals Asia Foundation (AAF) kämpft gegen dieses grausame Martyrium der Bären an. An der Peripherie der 4-Millionen-Stadt Chengdu in Zentralchina hat man eine Art Bärensanatorium errichtet, wo mittels Sponsorgelder freigekauften Tieren wieder eine artgerechte Haltung geboten wird. Dort tummeln sich mittlerweile rund 200 Bären. Für drei Monate hatte der Hartberger Zoologe Thomas Lattinger als freiwilliger Helfer den Bärenpsychiater gemimt. Nach operativer Entfernung des in vielen Fällen schon rostigen Katheters kommen die Bären ins Rehab-Zentrum, bevor sie dann schrittweise auf das Leben im Gehege vorbereitet werden. Die Schwierigkeit dabei war, so Lattinger, die einzelgängerisch veranlagten Bären an ein friedliches Zusammenleben in größeren Gruppen zu gewöhnen. Lattinger hat im Reich der Mitte jedenfalls gute Arbeit geleistet. Das zeigt sich daran, dass ihn Animals Asia Foundation für den Aufbau einer weiteren Bärenstation in Vietnam, wo der bittere Gallensaft ebenfalls bares Geld wert ist, gewinnen will. 

Tagesspiegel - 11. Dez. 2006
"Nur zu Eisbären nehme ich ein Gewehr mit"
Er begleitet Löwen wochenlang bei ihrer Jagd und bekommt Schafsaugen serviert. Trotzdem sagt Frans Lanting: "Alles besser als ein Tag im Büro." Frans Lanting, 55, gilt als einer der besten Naturfotografen der Welt. Der Niederländer lebt in Kalifornien, arbeitet für "Geo" und "National Geographic", im Taschen Verlag sind zahlreiche Bücher von ihm erschienen - zuletzt "Leben".
> Ausführliches Interview

News Networld - 12. Dez. 2006
US-Bürger mit Alligator und Drogen gefasst:
Ein Mann wurde im US-Staat Arizona mit einem Alligator und Marihuana aufgegriffen. Ein Spürhund hatte beim Wagen des Mannes während einer Kontrolle angeschlagen. Der Alligator war in einen Koffer gequetscht. Der Mann wurde festgenommen und ihm drohen wegen illegalten Tiertransports bis zu vier Monaten Haft.

Ehrung für geringelten Sonderling
Sie ist haarig, hat geringelte Beine, wohnt in Röhren, ist gut zu Fuß und sehr groß für Ihresgleichen: Die Flussufer-Riesenwolfspinne, kurz Sandtarantel, ist Europas Spinne des Jahres 2007.


derstandard.at - 12.12.2006
Indische Leoparden kommen auf Bewährung frei
Indische Behörden planen einem Zeitungsbericht zufolge 47 Leoparden auf Bewährung in die Freiheit zu entlassen. Sie sollen mit einem elektromagnetischen Chip im Schwanz frei gelassen werden, damit die Behörden sie wieder einsperren können, falls sie erneut Menschen attackieren, berichtete "The Hindustan Times" am Dienstag. Die Tiere waren in den vergangenen Jahren gefangen worden, nachdem sie Menschen angegriffen hatten. ... Da Leoparden in Indien geschützt sind, durften sie nicht getötet, sondern nur gefangen werden. Das Umweltministerium ordnete nun an, die Tiere wieder frei zu lassen, da ein Jahr Gefangenschaft zu lang sei. Sollte ein Leopard jedoch noch einmal einen Menschen angreifen, würde er lebenslang hinter Gittern landen.

derstandard.at - 12.12.2006
Rätsel um über 1.000 ölverseuchte Vögel auf Gotland
Im Südosten der zu Schweden gehörenden Ostseeinsel Gotland sind am Montag mindestens 1.000 ölverseuchte Vögel gefunden worden. Nach Angaben des Webportals der Tageszeitung "Gotlands Allehanda" erschossen Jäger im Lauf des Tages über hundert der schwer in Mitleidenschaft gezogenen Tiere, um deren Leiden zu beenden. Viele der Vögel, vorwiegend Eisenten, seien bereits erfroren, hieß es. Der Umfang der Umweltkatastrophe ist noch unbekannt. Der schwedische Küstenwache liegen bis dato keine Berichte über Ölteppiche oder über das Auslaufen von Öl aus einem Schiff vor. Unklar ist weiters, mit welcher Art Öl die Vögel verseucht sind.

g-o.de - 12.12.2006
Darwins Echsen zu zahm für diese Welt - Forscher untersuchen Anpassungsfähigkeit im Fluchtverhalten bei Meeresechsen auf Galapagos
Meeresechsen auf Galápagos lebten lange ohne Feinde. Seit 150 Jahren müssen sie sich jedoch zumindest auf einigen Inseln des Archipels beispielsweise mit Hunden und Katzen auseinandersetzen. Wissenschaftler haben nun untersucht, ob die in der Regel wenig scheuen Tiere in der Lage sind, ihr Verhalten und die hormonelle Stressantwort auf einen solchen neu auftretenden Feind einzustellen. Ergebnis: Die durch den Botenstoff Kortikosteron vermittelte Reaktion auf Angreifer fehlt bei vollkommen unerfahrenen Tieren völlig, sie wird aber bei entsprechender Erfahrung schnell wieder hergestellt.

derstandard.at - 10.12.2006
Steinadler gesucht
Der von den Vereinten Nationen ausgerufene "Welttag der Berge" steht heuer ganz im Zeichen der Biodiversität. Berge sind Orte der Artenvielfalt und beherbergen mehr als die Hälfte der "Hot Spots of Biodiversity". Der Naturschutzbund Österreich stellt deshalb zu diesem Anlass den "König der Berge" – den Steinadler – in den Mittelpunkt.

derstandard.at - 06.12.2006
Nahrungskette in den Ozeanen droht aus dem Gleichgewicht zu geraten
Der Klimawandel könnte einer Studie zufolge die Nahrungskette in den Meeren aus dem Gleichgewicht bringen und sie drastisch verändern. Wie US-Forscher in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature" berichten, könnte davon die Fischerei in den Tropen und in mittleren Breitengraden schwer getroffen werden. Die Erwärmung der Ozeane verändert den Botanikern zufolge den Austausch von Nährstoffen zwischen den Wasserschichten. Mittelfristig dürfte es dadurch weniger Phytoplankton, also pflanzliches Plankton, geben. Dieses Phytoplankton steht am Anfang der Nahrungskette; fehlt es, nehmen die Bestände an Seefischen und Schalentieren weiter ab.

derstandard.at - 05.12.2006
Brasilien gründet größtes Urwaldschutzgebiet der Welt
Brasilien hat im Amazonas-Regenwald nach eigenen Angaben das größte Urwaldschutzgebiet der Erde geschaffen. Die sieben zusammenhängenden Nationalparks hätten eine Gesamtfläche von knapp 16 Millionen Hektar (160.000 Quadratkilometer), gab am späten Montagabend (Ortszeit) der Vater des Projekts, der Gouverneur der nördlichen Provinz Para, Simao Jatene bekannt. Das Naturschutzgebiet ist damit rund doppelt so groß wie Österreich (83.800 Quadratkilometer). Wie Gouverneur Jatene mitteilte, soll in der Region im Bundesstaat Pará - der von Landkonflikten, illegaler Abholzung und der sklavenähnlichen Ausbeutung der Indios besonders schlimm betroffen ist - eine Strategie der nachhaltigen Entwicklung angewandt werden. Im dem Schutzgebiet werde Abholzung grundsätzlich verboten sein. Landwirtschaftliche Betriebe würden allerdings erlaubt werden, aber nur unter strikter Kontrolle des Staates. Mit der Gründung des neuen Naturschutzgebiets, das auch in die Bundesstaaten Amapa und Amazonas hineinreicht, seien nun im gesamten Amazonas-Regenwald 42 Prozent der Fläche der "grünen Lunge der Erde" unter Schutz gestellt, betonte Adalberto Veríssimo, Sprecher des staatlichen Instituts für Umweltforschung im Amazonasgebiet (Imazon). Die positiven Auswirkungen des Projekts würden global zu spüren sein. Geschützt würden nun auch zahlreiche Arten von Vögeln, Wildkatzen, Affen und Reptilien, die zum Teil vom Aussterben bedroht seien.

Pressetext - 05.12.2006
Brasilien: Amazonas vor Rodung gerettet - Umweltschützer warnen vor Raubbau für Sojaplantagen
Ein großer Teil des Amazonas-Regenwaldes im Norden von Brasilien wird unter Schutz gestellt, berichtet die Umweltorganisation Conservation International. Die ausgewiesene Naturschutzregion im nördlichen Bundesstaats Para umfasst eine Fläche von insgesamt 16,4 Mio. Hektar - das ist mehr als die gesamte Fläche von England. Die Umweltorganisation spricht von einer der artenreichsten Regionen der Erde, in der einige sehr seltene Tier- und Pflanzenarten leben. ... Erfreut zeigt sich auch der Regenwald-Experte Wolfgang Pekny von Greenpeace-Österreich über dieses Projekt. "Das Schrecklichste, was in diesen Regionen passiert, ist das Stehenlassen so genannter Urwaldinseln ohne Korridore", so Pekny gegenüber pressetext. "Wenn es keine Korridore zu anderen Waldteilen gibt, fehlt der genetische Austausch und die Artenvielfalt nimmt rapide ab." ... "Diese Region verfügt über mehr unberührten Regenwald als jede andere auf der Welt", triumphiert Russell Mittermaier, Präsident von Conservation International. Insgesamt sind neun neue Regionen hinzugekommen, die auch einen Korridor zu den nördlich des Amazonas gelegenen Gebieten im Staat Amapa und weiter nördlich nach Französisch-Guyana, Guyana und Surinam bilden. Diese Region gilt unter den Wissenschaftlern als eine der wichtigsten ökologischen Nischen weltweit. Bisher sind fast 90 Prozent des Urwaldes am Guyana-Shield unberührt. Dieses Gebiet ist die wichtigste Süßwasser-Reserve des tropischen Südamerikas. Fast 20 Prozent des weltweiten Wassers läuft hier durch.

derstandard.at - 04.12.2006
"Jahr des Delfins" wird Massentod bringen
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2007 zum "Jahr des Delfins" erklärt, um einen besseren Schutz der Meeressäuger zu erreichen. Das in Bonn ansässige Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) will mit der am Montag gestarteten internationalen Kampagne auf die Gefährdung der Delfine hinweisen. Dagegen hatte die EU erst vor wenigen Tagen den Tod tausender Mittelmeer-Delfine durch eine zwischenzeitlich verboten gewesene Form der Netzfischerei wieder gebilligt. Nach Angaben der WWF-Fischereiexpertin Heike Vesper werden in Treibnetzen nun unter anderem wieder Streifendelfine und Gemeine Delfine jämmerlich ertrinken. Beide Arten stehen bereits auf der Roten Liste der vom Aussterben bedroht Arten.

derstandard.at - 30.11.2006
Weißer Hai unter Schutz
Die Jagd auf den vom Aussterben bedrohten Weißen Hai steht in Neuseeland künftig unter Strafe. Wer einen solchen Fisch tötet oder verletzt, muss sich von April 2007 an vor dem Gesetz verantworten, wie die Regierung in Wellington am Donnerstag bekannt gab. Laut den neuen Vorschriften, die bis zu 350 Kilometer vor der neuseeländischen Küste gelten, ist es auch verboten, Körperteile von Weißen Haien zu besitzen oder mit ihnen zu handeln. Bei einem Verstoß gegen das Gesetz drohen bis zu sechs Monate Haft und eine Geldstrafe von 250.000 neuseeländischen Dollar (rund 129.000 Euro). Wilderern bringt ein Kiefer des Weißen Haies angeblich rund 9.200 Euro ein, für Zähne sollen bis zu 900 Euro gezahlt werden.

derstandard.at - 30.11.2006
Indonesien: Wilde Elefanten in Dorfnähe
Indonesier in der Provinz Aceh haben mit dem Abschlachten wilder Elefanten gedroht, wenn nicht bald Hilfe kommt. Die Elefanten stehen unter Schutz, und die Einwohner der Region in Südaceh, rund 2.000 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Jakarta, warten seit zwei Wochen auf Wildhüter, die Hunderte Dickhäuter aus der Region vertreiben sollen. Die Tiere zu töten wäre der einfachste Weg, das Problem zu beseitigen, sagte ein Dorfvorsteher, Tengku Zaimansyah, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Antara am Donnerstag. Die Elefanten verwüsteten die Felder der Bauern und kämen bedrohlich nahe an die Dörfer heran, sagte ein anderer Ortsvorsteher. Elefanten dürfen in Indonesien nicht gejagt werden. Nach Einschätzung von Umweltschützern dringen die Tiere bis in die Dörfer vor, weil ihr natürlicher Lebensraum durch Abholzung und Plantagenbau immer kleiner werde. Auf Sumatra werden noch