E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Dr. Christian Remenyi
   Annette Schubert
   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
   Melanie Witte



ISSN 1619-6643

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Ausgabe 345 vom 23. November 2006


Liebe Leser,

in Kooperation mit der Zoopresseschau, Zoo-Infos.org und der Stiftung Artenschutz sendet der Wissenschafts-Sender Prometheus schon seit April monatlich die "Zoo-Infos", die mittlerweile jeweils etwa 20 Minuten umfassen und neben "vertonten Pressemitteilungen" auch Tierportraits sowie Vorstellung des gastgebenden Zoos und Interviews umfassen. An dieser Stelle Dank an die Zoomitarbeiter, die Prometheus dabei unterstützten.
Bislang nur für Nutzer des Digital-Kabels in Baden-Württemberg empfangbar, hat sich das jetzt geändert: Sie können das Programm von Prometheus TV nun am Computer als
Live-Streaming verfolgen oder die jeweils letzte Sendung als Streaming oder wmv-Download in guter Qualität (ab DSL4000, ca. 250 MB) ansehen.
Die bisherigen Sendungen gibt es in stark komprimiertem wmv-
Format (ca. 7-12 mb) allesamt wie gehabt bei Zoo-Infos.org
Oktober: aus dem Wildpark Pforzheim; Portrait Annam-Schildkröte (21 Min)
September: aus dem Zoo Karlsruhe; Portrait Amur-Leopard (22 Min)
August: aus dem Wildpark Bad Mergentheim, Portrait Europäischer Nerz (19 Min)
Nächste Sendung: am 25. November, aus dem Aquarium Ulm

Dirk Petzold


Rätselflug
Dieser Bildausschnitt stammt aus dem Luftbild eines mitteleuropäischen Zoos.
Heute besonders farbenprächtig. Was zeigt er?


Bei Klick auf's Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei maps.google.com
Wenn Sie es dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die ganze Stadt bzw. deren Lage sehen (Sie benötigen dafür einen Browser der neueren Generation).
Und wer es gar nicht erkennt, muß bis zur Auflösung nächste Woche warten...


Lösung von letzter Woche: Gehlenhaus in Krefeld


Der Zwiebelfisch hat diese Woche gleich zwei tierische Stilblüten zu vermelden: Einen Wellsedich aus Greifswald und Sprechzeiten für Reptilien

Zoos  –  Meldungen

Freie Presse - 13. Nov. 2006
Fehlverhalten führte zu Leoparden-Attacke im Chemnitzer Zoo
Der tödliche Angriff eines Leoparden auf eine Tierpflegerin des Chemnitzer Tierparks ist offenbar auf ein Fehlverhalten der 23-Jährigen zurückzuführen. Dem Tierpark als Arbeitgeber sei aus derzeitiger Sicht kein Vorwurf zu machen, sagte der Sprecher des Chemnitzer Regierungspräsidiums. Weiß betonte, nach derzeitigen Erkenntnissen liege auch kein technisches Versagen vor. Die Anlage sei zwar nicht auf dem allerneuesten Stand, entspreche aber den Vorschriften. Möglich sei, dass die Frau in einer Stress-Situation gewesen sei und beim Reinigen des Käfigvorraums vergaß, die Tür zu dem Leopardengehege zu schließen.

sz-online - 14. Nov. 2006
Leopardin Cleopatra wird nicht getötet
Die Chemnitzer Leopardin Cleopatra wird nach ihrem tödlichen Angriff auf eine Tierpflegerin nicht eingeschläfert. Das sagte gestern Stadtsprecher Andreas Bochmann. Die Leopardin habe sich verhalten, wie es ihrer Natur entspricht. Deshalb könne man sie nicht bestrafen. Gestern öffnete der Tierpark wieder. Von Normalität könne aber noch keine Rede sein, sagte Bochmann. Die Mitarbeiter seien noch schockiert. Laut Regierungspräsidium Chemnitz gibt es keine technischen Mängel, auch keine Fremdeinwirkung. Vermutlich sei Unachtsamkeit die Ursache gewesen.

Freie Presse - 14. Nov. 2006
Fünf Kilo Fleisch für ein Raubtier
Der Tod einer Pflegerin im Leopardengehege des Chemnitzer Tierparks hat auch die Mitarbeiter des Klingenthaler Zoos aufhorchen lassen. „Durch so ein Unglück wird man wieder wachgerüttelt“, sagte gestern Dietmar Dörfel, Leiter der Klingenthaler Einrichtung. Im Zoo auf der Richard-Wagner-Höhe der Musikstadt lebt ebenfalls ein persischer Leopard. Assir ist elf Jahre alt und in Klingenthal geboren. Derzeit bewohnt er allein die Anlage, die im nächsten Jahr um- und ausgebaut werden soll.

Freie Presse - 14. Nov. 2006
Aues Zoo-Chef Schroller: Routine ist der schlimmste Feind
Die Nachricht vom Tod einer 23-jährigen Mitarbeiterin des Chemnitzer Tierparks hat das Team im Auer Zoo der Minis erschüttert. „Wir sind alle sehr betroffen“, sagte gestern Christian Schroller, Leiter des Tiergartens. Er und zwei weitere Mitarbeiter kannten die junge Frau, die am Wochenende von einem Leoparden angefallen und tödlich verletzt worden war.

Yahoo! Nachrichten - 17. Nov. 2006
Trauerfeier im Chemnitzer Tierpark für totgebissene Pflegerin
Nach dem Tod einer Tierpflegerin durch einen Leopardenangriff vor rund einer Woche bleiben der Tierpark Chemnitz und das dazugehörende Wildgatter Oberrabenstein am kommenden Dienstag geschlossen. Dem Vernehmen nach soll an diesem Tag die Trauerfeier für die 23-Jährige stattfinden. Unterdessen hat das Regierungspräsidium Chemnitz seine Untersuchungen in dem Fall abgeschlossen. Dabei seien keine Pflichtverletzungen seitens des Tierparks festgestellt worden, sagte eine Behördensprecherin am Freitag. Auch die technischen Einrichtungen des Leopardengeheges seien in Ordnung gewesen. Offensichtlich habe die Mitarbeiterin «die letzte, durch den Menschen zu schaffende Sicherheit» herzustellen versäumt.

Kanal8 - 21. Nov. 2006
Chemnitzer Tierpflegerin beigesetzt
Chemnitz trauert um die bei der Leopardenattacke getötete Tierpflegerin. Die 23-Jährige ist am Dienstag beigesetzt worden. An der Beerdigung nahm das gesamte Tierparkpersonal teil. Deshalb blieb der Chemnitzer Zoo am Dienstag geschlossen. Die Ermittlungen von Polizei und Gewerbeaufsichtsamt haben ergeben, dass der schreckliche Vorfall allein auf das menschliche Versagen der Frau zurückgeht. Sie hatte vergessen, das Leopardengehege vollständig abzuriegeln. Arbeitsstress als Ursache wird ausgeschlossen, da die 23-Jährige zuvor zwei Tage frei hatte.

Freie Presse - 21. Nov. 2006
Leoparden-Angriff: Behörden schließen Ermittlungen ab
Der Tod der 23-jährigen Pflegerin vor eineinhalb Wochen im Chemnitzer Tierpark geht auf menschliches Versagen zurück. Das ist das Ergebnis der arbeitsschutzrechtlichen Ermittlungen des Regierungspräsidiums, die nahezu abgeschlossen sind.


MDR - 20. Nov. 2006
Schwierige Elefantendame für Bergzoo Halle
Der Bergzoo Halle bekommt wahrscheinlich einen zweiten Problem-Elefanten. Die Elefantendame Mafuta aus Berlin soll ins neue Elefantengehege umziehen. Daheim hatte sie einem Pfleger gebrochen und mehrere Rippen sowie Zähne ausgeschlagen. Halles Zoo-Sprecher Biegel sagte MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt, man fühle sich dem Tier gewachsen. In Halle sei durch elektrische Gitter und große Laufboxen kein direkter Kontakt mit den Tieren mehr nötig.

Berliner Kurier - 21. Nov. 2006
Rambo-Elefant
Berlin. Mit schweren Ketten an den Füßen, so müssen die Tierpark-Elefanten wie im Ketten-Knast die Nacht verbringen. Doch für Elefantin Mafuta hat das Elend ein Ende. Nachdem sie einen Pfleger angegriffen hatte, zieht sie in den Zoo Halle - und kommt in ein echtes Elefantenparadies! Doch das ist keine Strafversetzung, eher eine "Beförderung": Denn der Zoo Halle hat erst im Sommer sein neues, rund fünf Millionen Euro teures Elefantenhaus eröffnet. Dort leben bisher nur Elefantenbulle Abu (5) und seine Mutter Sabi (20). Da hat Mafuta viel Platz auf dem Freigelände (2500 Quadratmeter) und auch drinnen kann sie sich künftig auf 380 Quadratmetern tummeln. Und muss darum auch nachts nie wieder Ketten tragen!


Berliner Zeitung - 22. Nov. 2006
Elefantenkuh hat zu viel Temperament
Der Tierpark Berlin ist auf der Suche nach einen anderen Zoo für die Elefantenkuh Mafuta. "Sie hat einen sehr selbstbewussten Charakter", sagte Tierpark-Vizedirektor Claus Pohle. Und so komme es immer mal wieder zu Konflikten zwischen der 25 Jahre alten Kuh und anderen Elefanten. Vor sechs Wochen hatte auch ein Pfleger Mafutas Impulsivität zu spüren bekommen. Als er sie anketten wollte, gab sie ihm einen heftigen Schubs. Der Mann stürzte in den Graben des Geheges und schlug sich dabei mehrere Schneidezähne aus. "Wir suchen nun nach einem Zoo, in dem es zwischen Pflegern und Elefanten keinen Körperkontakt gibt", sagte Pohle. Möglich sei dies beispielsweise in Halle. Aber noch sei nichts entschieden.


eBund - 14. Nov. 2006
Bern, dählhözli: nur Rigo weiss, warum er zubiss
Traurig steht Tierpark-Direktor Bernd Schildger am Montagmorgen vor dem Gehege, wo am Samstag Leopard Rigo seine Partnerin Saida bei der Zusammenführung innert Sekunden getötet hat. Der 14-jährige Rigo faulenzt oben auf einer acht Meter hohen künstlichen Felsplatte. Hier zuhinterst auf dem Plateau ereignete sich das Drama. Für Schildger ist der Leopard das gefährlichste, unberechenbarste Wildtier, das jederzeit töten könne. Deshalb werde jetzt Rigo auf keinen Fall eingeschläfert. Warum Rigo nach zwölf Jahre langer Zweisamkeit seine Saida totgebissen hat, ist für Bernd Schilder unklar. Vor allem weil sie sich in den letzten zwei Monaten in benachbarten Gehegen durchs Gitter sehen, berühren und beschnuppern konnten. Und sie hatten sogar mit Darius und Sakira gemeinsamen Nachwuchs. Könnte die neue, grosse Leopardenanlage im Dählhölzli schuld am Todesbiss sein? Diesen Grund hält Schildger für unwahrscheinlich: «Vielleicht bringt die anatomische Sektion Klarheit.» Gegenwärtig nehmen Ärzte bei der toten Leopardendame Saida im Berner Tierspital eine Autopsie bis zum letzten Gefäss vor. «Wir wollen natürlich wissen, ob sie krank war», sagt er.

20minuten - 14. Nov. 2006
Trotz Todesbiss: Leopard Rigo wird nicht eingeschläfert
Gnade für den Dählhölzli-Leoparden: Obwohl Rigo am Wochenende seine Partnerin getötet hat, darf er am Leben bleiben. «Wir sind alle traurig und betroffen», sagt Bernd Schildger vom Dählhölzli. Das Unglück passierte am Samstag vor den Augen entsetzter Tierparkbesucher: Als die beiden Leoparden zusammengeführt wurden, stürzte sich Männchen Rigo auf seine Partnerin Saida und tötete sie innert Sekunden. Rigo wurde danach narkotisiert und erholt sich jetzt langsam vom Dämmerschlaf. Auch Experten gibt Rigos Todesbiss Rätsel auf: «Das ist kein natürliches Verhalten», sagt Pierre Moisson vom Zoo Mülhausen. «Es kommt zwar vor, dass Leopardenmännchen ihre Jungen töten, aber nicht ihre Partnerinnen.» Moisson: «Eventuell könnte die Umplatzierung zu dieser Aggressivität geführt haben.» Bevor die neue Anlage fertig gestellt wurde, lebten die Tiere gemeinsam in einem kleineren Gehege.

NZZ Online - 19. Nov. 2006
Das Drama der Leoparden von Bern
Sie waren seit Jahren ein Paar und lebten im grössten Leopardengehege Europas. Trotzdem biss Leoparden-Männchen Rigo seine Gefährtin Saida im Berner Tierpark Dählhölzli zu Tode. Die Attacke gibt Rätsel auf. Zwar hatte es schon bei einem früheren Wiedervereinigungsversuch Aggressionen gegeben, doch so etwas hatte niemand erwartet. «Kaum war der Schieber zwischen den Abteilen geöffnet, ist Rigo hindurchgegangen und hat Saida attackiert», erzählt Schildger. Nach dem ersten Angriff liess der Leoparde kurz von seinem Opfer ab, biss dann aber erneut zu. Der Balg der Raubkatze wies «eine Perforation im Schädel» auf, wie Nadia Robert vom Tierpathologischen Institut sagt.  Nachdem Rigo und Saida aus dem Zürcher Zoo heimgekehrt waren, wo sie gemeinsam in einem Gehege rund sieben Monate verbracht hatten, wurden sie in Bern separiert untergebracht, um sich an ihre neue Anlage zu gewöhnen: ein Gehege von 800 Quadratmetern Fläche, mit Felsterrassen und neun Meter hohen Bäumen. Das Gehege war für rund 1,5 Millionen Franken gebaut worden. Entstanden ist die grösste Leoparden-Anlage Europas, die «dem natürlichen Lebensraum» nachempfunden ist, wie Tierparkdirektor Schildger sagt.

Bieler Tagblatt - 20. Nov. 2006
Tiere leben schon heute artgerecht
Muss im Berner Dählhölzli wegen der strengeren Tierschutzverordnung umgebaut werden? «Nein», sagt Direktor Bernd Schildger. «Die Tiere werden bereits heute weit besser gehalten, als es das neue Gesetz vorschreibt.» Die neue Tierschutzverordnung schreibt vor, wie Menschen mit Tieren umzugehen haben. Dabei geht es nicht nur um die Nutztierhaltung, wo strengere Regeln und grössere Liegeflächen gefordert werden. Auch private Tierhalter werden in die Pflicht genommen. Der Entwurf der Verordnung hat Kritiker auf den Plan gerufen. Alex Rübel, Direktor des Zürcher Zoos, bemängelt etwa, dass im Zusammenhang mit der Wildtierhaltung den Behörden die Fachkenntnis fehle. Es genüge nicht, nur quantitative Vorgaben über die Gehegegrösse zu machen. Rübels Kritik kann sich der Berner Tierpark-Direktor Bernd Schildger nicht anschliessen. Er findet den Entwurf gut. Bernd Schildger und das Dählhölzli kommen wegen der strengeren Auflagen nicht in Zugzwang. Als Beispiel nennt er die neue Seehundeanlage: «Sie ist mit 2000 Kubikmetern und einer Wassertiefe von 4 Metern die grösste Europas.» Es gibt aber noch Altlasten: «Die Pinguin-Anlage entspricht punkto Wasserbecken nicht mehr den Anforderungen. Neu wird eine Wassertiefe von einem Meter vorgeschrieben, diese ist bei uns nicht überall gegeben.» Die Pinguine werden den Tierpark verlassen. An gleicher Stelle entsteht ein Revier für Papageientaucher.


Hamburger Abendblatt - 21. Nov. 2006
Tierpark Hagenbeck erhöht die Eintrittspreise
Der Tierpark Hagenbeck erhöht ab 2007 die Eintrittspreise, bei den Jahreskarten um bis zu 28,5 Prozent. Grund: Der Zoo braucht Geld. Und zwar auf lange Sicht. Denn nach neuesten Berechnungen sind die laufenden Kosten auf 23 600 Euro pro Tag gestiegen. 1600 Euro mehr als in den vergangenen Jahren, in denen der Richtwert bei 22 000 Euro lag. "Die erhöhten Kosten liegen vor allem an den stark gestiegenen Preisen für Wasser, Strom und Energie", sagt Geschäftsführer Joachim Weinlig-Hagenbeck.
Die Konsequenz: Für eine Tageskarte zahlen Erwachsene 50 Cent mehr, also 15 statt 14,50 Euro. Für Kinder erhöht sich die Karte um 1,50 auf zehn Euro. "Unsere Preise sind trotzdem noch günstig", sagt Weinlig-Hagenbeck. Doch obwohl viele Besucher Verständnis für die Situation haben - für einige Familien wird der Zoo-Besuch zu teuer.


Krefelder Zeitung - 17. Nov. 2006
Laser-Therapie soll Thai-Elefanten heilen
Krefeld. Obwohl sie meist selbst auf Spenden angewiesen sind, leisten sich viele Zoos eigene Hilfsprojekte. Krefeld peilt eine Partnerschaft im Fernen Osten an. „Sie kennen doch viele Projekte in Asien. Ist da nicht was für uns dabei?“ Sinngemäß so leitete Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen im Sommer die Idee von einem eigenen – möglichst kostenneutralen – Engagement im Ausland an seinen Mitarbeiter Wolfgang Nehring weiter. Der erfahrene Elefantentrainer und -pfleger musste nicht lange überlegen. „Seit zehn Jahren kenne ich das Thai Elephant Conservation Center in der Lampang-Provinz. Dort werden nicht nur die königlichen Dickhäuter gepflegt, sondern auch Arbeitselefanten, die im Goldenen Dreieck (Thailand, Burma, Laos) auf Landminen getreten sind. Das wäre eine Aufgabe für den Krefelder Zoo.“ Mehrfach hat der 58-Jährige Nehring die Station 60 Kilometer östlich von Chiang Mai besucht. In Zukunft soll im Elefantenhaus eine Info-Wand über das Projekt informieren und Zoo-Besucher animieren, für das Elefanten-Heim in Lampang zu spenden.


Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung - 13. Nov. 2006
Lothar und Sindi zurück im Osten
Er ist 16 Jahre alt, gut 250 Kilogramm schwer und, wenn er sich aufrichtet, stolze 2,20 Meter groß. Lothar heißt das Prachtexemplar, das im sächsischen Torgau geboren, im Sindelfinger Sommerhofenpark aufgewachsen ist und nach einem langen Intermezzo im Schwarzwald im Bärenwald Müritz in Mecklenburg eine neue Heimat gefunden hat. "Er hat sich sofort in seinem Gehege eingelebt", sagt Christoph Eberharter, der Projektleiter im Bärenwald Müritz, war eine Runde Schwimmen und hat sich dann aber ein Wochenende lang im Buschwerk ausgeruht. Trotzdem hat der Bärenwald gleich bei seiner Eröffnung einen Besucheransturm erlebt: 2500 Menschen wollten Lothar sehen. Zwei Wochen später war der Braunbär aus Torgau nicht mehr allein, Schwester Sindi hat mit ihren 130 Kilogramm Lebendgewicht ebenfalls ihr Quartier in Mecklenburg bezogen. Bis Mitte 2007 sollen acht Bären im neuen Park leben. Ob der Torgauer Bärengraben überhaupt noch einmal Nachwuchs produziert, steht in den Sternen. In Sindelfingens sächsischer Partnerstadt läuft gerade eine Spendenaktion, um das Domizil der Tiere auf Schloss Hartenfels gründlich zu sanieren.


ORF.at - 20. Nov. 2006
Herberstein bekommt neue Geschäftsführerin
Der vom Land Steiermark übernommene Tierpark Herberstein wird mit Doris Wolkner-Steinberger eine neue Geschäftsführerin bekommen. Tourismusreferent LHStv. Hermann Schützenhöfer (ÖVP) stellte die Oststeirerin am Montag vor. Die 47-jährige Doris Wolkner-Steinberger ging von einer Bewerbungskommission als eindeutig beste Kandidatin unter 32 Bewerbern hervor und wurde für den Job vorgeschlagen. Die Oststeirerin machte neben einer kaufmännischen Ausbildung auch eine Ausbildung als Tierpflegerin und war vier Jahre lang Geschäftsführerin beim Tier- und Erlebnispark Elfenberg in Mautern.  

ORF.at - 21. Nov. 2006
Tierpark soll künftig mehr Besucher anlocken
Der Tierpark Herberstein hat ab 1. Jänner mit der Marketing-Expertin Doris Wolkner-Steinberger eine neue Geschäftsführerin. Sie will Herberstein für Familien attraktiver machen und um ein Drittel mehr Besucher anlocken. "Es wird eine Lippenbären-Anlage gebaut, die wird dann zur Eröffnung am 30. März präsentiert. Und wir werden versuchen jetzt auch mehr Zugang zu den Tieren für unsere Besucher zu machen, vielleicht aktives Miteinander mit dem Besucher und dem Tierpark. Wir werden versuchen neue Events zu machen", so Wolkner-Steinberger. Geplant ist auch eine Zusammenarbeit mit Schönbrunn und eventuell anderen Parks, dann könne man dem Besucher ein so genanntes Paket anbieten. 


Businessportal24 - 17. Nov. 2006
NABU und Loro Parque Stiftung unterzeichnen Kooperationsvertrag
Der NABU will künftig enger mit der auf der Kanareninsel Teneriffa ansässigen Loro Parque Stiftung zusammenarbeiten. Zu diesem Zweck haben der Naturschutzverband und die Organisation, die weltweit im Papageien- und Artenschutz tätig ist, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Bündnis zwischen Verantwortlichen aus den Bereichen Naturschutz und Zoologischen Gärten soll zu effektiveren Erhaltungs- und Schutzmaßnahmen der von Ausrottung bedrohten Arten führen', sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Auch wenn beide Organisationen ihre Ursprünge im Vogelschutz haben, soll auch der Schutz anderer Tierarten, wie zum Beispiel von Elefanten, Tigern und Walen, bei dem gemeinsamen Engagement eine Rolle spielen. Der NABU hat bereits eine seit sechs Jahren bestehende Kooperation mit dem Verband deutscher Zoodirektoren (VDZ). 'Das große Umweltbildungspotential, das die Zoologischen Gärten und Aquarien mit weltweit mindestens 600 Millionen Besuchern pro Jahr aufweisen, bietet die einzigartige Möglichkeit eine breite Schicht der Bevölkerung für die Handlungsweisen und Zielsetzungen des Natur- und Artenschutzes zu sensibilisieren', so Tschimpke.


Westdeutsche Zeitung - 17. Nov. 2006
"Einen Freizeitpark wird es nicht geben"
Der Wuppertaler Zoo wappnet sich für die Zukunft. Zoo-Direktor Ulrich Schürer und Zoovereins-Vorsitzender Bruno Hensel über die Neuausrichtung des Tierparks.
WZ: Die schrittweise Modernisierung des Tierparks finanzieren Sie aus unterschiedlichen Quellen. Die Großkatzenanlage ist ein Regionale-Projekt, das Gorilla-Außengehege ist aus städtischen Mitteln finanziert worden. Wichtigster Geldgeber aber ist und bleibt der Zoo-Verein.
Hensel: Der Zoo-Verein wird bis 2008 sechs Millionen Euro in den Zoo investiert haben.
Schürer: Wir können durchaus mit der rasanten Entwicklung in den Tierparks mithalten. In zehn Jahren sehe ich uns unter den Top-Fünf der NRW-Zoos. Wir setzen auf Qualität, weniger auf Show.
>> Ausführliches Interview


Planung und Bau 

Volksstimme - 22. Nov. 2006
Nationalpark Harz: "Pamina" zeigt sich in neuer Umgebung
Nach mehrmonatiger Bauzeit ist es soweit. Der Nationalpark Harz weiht ein neues Luchsgehege ein. Rund 1500 Quadratmeter umfasst die Umzäunung, die unmittelbar an das bereits seit dem Jahr 2000 bestehende Luchs-Schaugehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg anschließt. Zukünftig soll es nun wesentlich leichter sein, hier Luchse zu beobachten. Die neue Anlage ist landschaftlich reizvoll gestaltet und bietet Klettermöglichkeiten und windgeschützte Liegeplätze für die Luchse. Besucher können fast alle Teile des Geheges überblicken. Attraktion der neuen Anlage bilden zwei einjährige Luchse. Das Weibchen " Pamina " wurde im Pfälzer Wald mit der Flasche aufgezogen und schon vor knapp einem Jahr vom Nationalpark Harz übernommen. Der junge "Kuder" war eigentlich für die Auswilderung vorgesehen und dafür eigens aus dem finnischen Wildpark Ranua am Polarkreis eingeflogen worden. Hier angekommen, erwies er sich nach einigen Wochen Beobachtungszeit allerdings als nicht geeignet für das Freiland. Es musste nun nur noch ein Name für den neuen Luchs gefunden werden. Und wie anders sollte dieser im ausklingenden Mozartjahr lauten als "Tamino".


Jungfrau Zeitung - 17. Nov. 2006
Rückzugsmöglichkeiten für Gämsen im Tierpark Brienz
Drei Gämsen zeigt der Tierpark Brienz seinen Besuchern; einen Bock, eine Ziege und ein Jungtier. Im Gehege der Ziege und ihres Jungen wurde während vier Tagen gebaut. Tierparkfreunde erstellten in ehrenamtlicher Arbeit einen Gämsberg. Während den ersten zwei Tagen montierten die Helfer den Zaun ab und transportierten mit Hilfe der Flück und Blatter AG aus Brienz rund 50 Tonnen Steinbrocken und fünf Kubikmeter Beton herbei. Am Donnerstag und Freitag schliesslich wurden die Steine zu einem grossen, zerklüfteten Felsmassiv aufgetürmt und gekittet.

Costa Blanca Rundschau - 16. Nov. 2006
Vogelpark, dritter Versuch
Ein paar Vögel haben in San Fulgencio großen Wirbel ausgelöst - und das, obwohl sie noch gar nicht fliegen. Denn der Erlebnispark samt Raubvogelvoliere, der bei La Marina gebaut werden sollte, ist vorerst im Behördenwald verschwunden. Dabei hatten der Holländer Robert Christian Lauritsen und seine Frau Joyce van der Graaf vor zwei Jahren mit dem Projekt begonnen. Sie besorgten ein Grundstück, Baugenehmigung und Kredite und fingen 2005 hinter dem neuen Supermarkt Mercadona an zu bauen. Doch scheiterte das Projekt zunächst am Veto aus Valencia: Das Terrain lag im Überschwemmungsgebiet. Die Gemeinde war schließlich dabei behilflich gewesen, ein neues Grundstück weiter oberhalb in der Nähe der Urbanisation La Marina zu finden. 85 Vögel - aus einer renommierten Brutstätte und mit Papieren - wurden besorgt und die ersten 30 Käfige aufgestellt. Weil eine schriftliche Lizenz fehlte, veranlasste die Ortspolizei Ende Oktober den Abriss der Fundamente. Wie es nun weitergeht? „Wir werden jetzt den Behördenweg gehen und erst anfangen, wenn alles hieb- und stichfest ist", sagen sie.

HNA.de - 15. Nov. 2006
Wo Wolf und Bär baden
Bald werden sie da sein: Drei Wölfe und Bärin Dunja. Noch vor dem kommenden Jahr soll das Gehege im Wildpark Knüll fertig sein. Jetzt feierte der Wildpark Halbzeitfest. Jetzt arbeiten die Handwerker an einem erhöhten Weg, der es den Besuchern ermöglichen soll, die Tiere von oben, ganz aus der Nähe betrachten zu können. Auch der Wurfkessel ist noch nicht ganz fertig. Außerdem fehlt der sichernde Zaun und die Begrünung. Insgesamt wird das Gelände 7000 Quadratmeter messen. "Wir bauen diese Bären-Wolfsanlage, weil Kinder und Jugendliche uns immer wieder danach gefragt haben.", sagte Dr. Wolfgang Fröhlich. Die Europäische Union beteiligt sich mit 121 000 Euro aus ihrem Leader-Programm an dem Projekt.


Basler Zeitung - 22. Nov. 2006
Basler Regierung genehmigt Kaufvertrag für Markthalle
Der Übernahme der Basler Markthalle durch die Immobilienfirma Allreal steht nichts mehr im Weg. Die Regierung hat den Kaufvertrag genehmigt. Allreal zahlt für die Markthalle 19 Mio. Fr. und will das Gebäude 2009 für das Publikum öffnen. Chancenlos war das von einer privaten Mäzenin unterstützte Projekt eines Polariums mit Pinguinen in der Markthalle. Die Regierung will aber Anfang 2007 mit dem Zoo Basel erste Gepräche über ein Polarium ausserhalb der Markthalle führen. Die Petition für das Polarium will die Regierung dann beantworten, wenn die Ergebnisse der gemeinsamen Suche nach einer Lösung vorliegen.

Westdeutsche Zeitung
Ein Museum im Zoo? "Das wäre ideal für uns"
Wuppertal. Das Fuhlrott-Museum soll umziehen, am besten in die Zoo-Säle. Das Gebäude gilt als Ideal-Unterkunft.



Aktionen

Hannoversche Allgemeine Zeitung - 17. Nov. 2006
Ob Mini-Nasenbär, Flusspferd- oder Tapir-Baby: Kinder sind bekanntlich unwiderstehlich – das beweist auch der neue
Es ist der erste Kalender, in dem der Nachwuchs aus dem hannoverschen Tierpark präsentiert wird. Für 14,90 Euro ist dieser ab sofort im Anzeiger-Hochhaus, in allen HAZ-Geschäftsstellen und im Zoo-Shop erhältlich. Von nächster Woche an gibt es ihn auch im Buchhandel. 1 Euro vom Verkaufspreis kommt der geplanten Alaskalandschaft Yukon Bay des Zoos zugute.

Leipziger Internet-Zeitung - 17. Nov. 2006
„Häkelhorste“ hoch im Kurs: Nur noch vier zertifizierte Mini ...

Westdeutsche Zeitung - 21. Nov. 2006
Wo die Wuppertaler Pinguine wohnen
Die Pinguine sind aus dem Zoo zurück. Einige stehen an altbekannter Stelle, andere haben ein neues Zuhause. Doch ihre Macken und Vorlieben sind geblieben.

HNA.de - 15. Nov. 2006
Märchenhaftes für Kinder im Wildpark Knüll
Ob altüberliefert oder selbst ausgedacht: Märchen haben in der dunklen Jahreszeit ihren festen Platz - wie der Wald, der immer wieder in den zauberhaften und faszinierenden Geschichten auftaucht. Im Wildpark Knüll findet deshalb am Sonntag, 19. November, für Kinder ab sechs Jahren ein märchenhafter Nachmittag statt.

Gera.de - 20. Nov. 2006
Weihnachten im Tierpark Gera
Ein Blick auf den Kalender sagt uns unmissverständlich: „Bald nun ist Weihnachtszeit, schönste Zeit, ...“. Und auch in diesem Jahr kommt der Weihnachtsmann wieder in den Tierpark Gera im Martinsgrund. Schöne weihnachtliche Märchenbilder, ab dem ersten Advent zu bestaunen, sind der Rahmen für besinnliche Stunden im Tierpark. Natürlich will das auch der Weihnachtsmann sehen. Und so kommt er am 1. Adventssonntag das erste Mal in diesem Jahr mit kleinen Überraschungen in den Tierpark. Auch am 2. und am 3. Adventssonntag wird er zu Gast sein.

Yahoo! Nachrichten - 16. Nov. 2006
Orang-Utan sammelt mit Webseite weltweit Freunde
Eine Orang-Utan-Dame namens Janey aus dem Zoo der kalifornischen Stadt San Diego sammelt auf ihrer Internetseite weltweit Freunde. Mit dem MySpace-Portal will der Zoo auf das Schicksal der bedrohten Tiere aufmerksam machen und vor allem junge Leute über die Lebensweise der Menschenaffen aufklären. Durch Buschfeuer sollen im vergangenen Monat in Indonesien rund 1000 Orang-Utans ums Leben gekommen sein. Bis zum Mittwoch hatten sich auf der in dieser Woche geschaffenen Seite bereits über 200 Nutzer eingetragen, darunter die prominenten US-Talkshow-Moderatoren Ellen DeGeneres und Conan O'Brien.


Nachwuchs 
 
Vienna Online - 16. Nov. 2006
Pinguin-„Wollknäuel“ in Schönbrunn
Der „Kronprinz“ unter den Königspinguinen im Tiergarten Schönbrunn zeigt sich seit einigen Tagen den neugierigen Besuchern. Bereits am 3. Oktober schlüpfte das Küken. Bisher hielt sich das „flauschige Wollknäuel“ aber in der Bauchfalte seiner Eltern versteckt, sagte Herwig Pucher vom Schönbrunner Zoo. Mittlerweile sei der kleine Pinguin aber so groß, dass man ihn nicht mehr übersehen kann, berichtete Pucher. Gewicht und Größe werden derzeit noch nicht gemessen. Im Frühjahr soll anhand einer Feder mit Hilfe von Laboruntersuchungen das Geschlecht des Pinguins festgestellt werden. Das Schlüpfen eines Königspinguins im Tiergarten sei eine zoologische Rarität, erklärte Pucher. Neben Königs- leben auch Humboldt- und Felsen-Pinguine im Tiergarten Schönbrunn. Die 54-köpfige Humboldt-Kolonie vermehrt sich im Gegensatz zu den beiden anderen Arten sehr gut: In diesem Jahr wurden insgesamt acht Küken großgezogen. Bei den Felsenpinguinen ist 2006 nur ein Jungtier geschlüpft. Der im Oktober zur Welt gekommen Nachwuchs der Königspinguine ist der erste seit vielen Jahren.

Express.de - 21. Nov. 2006
NOCH VOR WEIHNACHTEN
Es war DIE Sensation der letzten Jahre im Kölner Zoo – die Geburt von Baby Marlar. Doch jetzt kam raus: Es wird bald wieder eine elefantöse Geburt geben! Denn: Tong Koon, eine der neuen Elefanten-Kühe aus Thailand ist trächtig! Noch vor Weihnachten soll der nächste Minifant das Licht der Welt erblicken! EXPRESS-TV hat mit Zoo-Chef Theo Pagel über den bevorstehenden Kindersegen im Elefantenhaus gesprochen. Wie es um Tong Koon steht und was es noch für eine Überraschung gibt: Das alles verriet er uns am Telefon.

Süddeutsche Zeitung - 20. Nov. 2006
Nachwuchs bei den Pinselohrschweinen
Nachwuchs im Tierpark Hellabrunn: Die Pinselohrsauen "Dickes Kind" und "Frau Nagel" haben geworfen. Insgesamt drei Pinselohrferkel, und eins hat schon einen Namen.

Lübecker Nachrichten - 13. Nov. 2006
Tierpark Neumünster freut sich über Zwergotter-Nachwuchs
Ursprünglich stammt die kleinste Otterart aus Südostasien, die zwölf Exemplare des Tierparks Neumünster fühlen sich aber auch in nördlichen Gefilden wohl. Zwei Pärchen haben im Herbst Nachwuchs bekommen. "Das dritte ist gerade dabei", sagte am Montag Tierparkleiter Peter Drüwer.




derstandard.at - 22.November 2006
Zoo vergiftet aus Kostengründen seine Löwen
Aus Kostengründen werden in einem äthiopischen Zoo seltene Löwen vergiftet. Man könne sich die teure Haltung der Jungtiere nicht leisten, erklärte der Verwalter des Tierparks in Addis Abeba, Muhedin Abdulaziz. Die getöteten Äthiopischen Löwen würden für 170 Dollar (130 Euro) an Tierpräparatoren verkauft, die sie ausstopfen und weiterverkaufen werden."Diese Tiere sind der Stolz unseres Landes", sagte Abdulaziz. "Wir müssen etwas tun. Aber derzeit ist es unsere einzige Möglichkeit, sie den Präparatoren zu geben." Nach Schätzung von Naturschützern leben nur noch etwa 1.000 Äthiopische Löwen in Freiheit. Die für ihre schwarze Mähne bekannte Großkatze ist etwas kleiner als andere Löwenarten. Sie ist das Wahrzeichen Äthiopiens und ziert unter anderem die Landeswährung. Der Zoo habe laufende Betriebskosten in Höhe von 6.000 Dollar pro Monat, wohingegen die Einnahmen nur bei 5.000 Dollar lägen, sagte Abdulaziz. Die Praxis, Löwenjungen zu vergiften, gebe es seit mindestens zwei Jahren. Tierschützer haben sich bereits mehrfach entsetzt über die Zustände in dem fast 60 Jahre alten Löwen-Zoo geäußert. Dort sind in mehreren von Stacheldraht umgebenen Käfigen insgesamt 16 erwachsene Löwen untergebracht.

derstandard.at - 16.November 2006
Orang-Utan-Aufklärung auf MySpace
Für die Orang-Utan-Dame Janey aus dem Zoo der kalifornischen Stadt San Diego wurde eine MySpace-Seite eingerichtet. Damit will der Zoo auf das Schicksal der bedrohten Spezies aufmerksam machen. Durch Buschfeuer sollen im vergangenen Monat in Indonesien rund 1000 Orang-Utans ums Leben gekommen sein. Nach Angaben der Zooverwaltung haben sich auch schon virtuelle BesucherInnen aus Japan, Neuseeland und Dubai zu Freunden der Affendame Janey erklärt. Die 1962 auf Borneo geborene Affendame Janey lebt seit über 20 Jahren in dem kalifornischen Zoo. Mit Farben und Kreide schafft sie Bilder, die bei Versteigerungen weltweiten Absatz finden. Der Erlös einer Bilder-Auktion in dieser Woche soll einem Tierschutzzentrum in Borneo zu Gute kommen.

Georgien Nachrichten
Direktor von Zoo Tbilisi soll Geld unterschlagen haben
Die georgische Finanzpolizei hat am Mittwoch den früheren Direktor des Zoos in Tbilisi, Gia Sarkua, festgenommen

meinberlin.de - 20. Nov. 2006
Ein neues Zuhause für vier Kaimane
Der Zoo Berlin hat vier Kaimane aufgenommen. Die Tiere stammten aus einer Münchner Reptilienauffangstation und seien nach Angaben eines Zoosprechers wegen illegalen Imports oder schlechten Haltungsbedingungen beschlagnahmt worden. Die renovierte Krokodilhalle des Zoo-Aquariums werde ihre neue Heimat sein.

Hamburger Abendblatt - 22. Nov. 2006
Entflogener Pelikan wieder bei Hagenbeck
Die Suche nach dem Pelikan, der in der vergangenen Woche viele Norderstedter amüsierte, war erfolgreich. Der große Vogel lebt inzwischen wieder wohl versorgt im Tierpark Hagenbeck. Entdeckt wurde das Tier auf einer Koppel in Quickborn, wo zwei Tierpfleger Erfolg hatten: Ihnen gelang es, den Pelikan einzufangen und in einer Box zum Tierpark zu transportieren. In der vergangenen Woche war der Vogel aus dem Tierpark entflogen.

Süddeutsche Zeitung - 13. Nov. 2006
Trauerschwan lebt sich ein
Es war die Liebe des Sommers. Ein Trauerschwan verknallte sich auf dem Aasee in Münster in ein Tretboot in Schwanenform. Im Tierpark haben die beiden dank Zoodirektor Jörg Adler ein Winterquartier gefunden. Ein Interview mit Jörg Adler.

Wormser Zeitung - 14. Nov. 2006
Kleiner Nico Nuss frisst den i-Punkt
Das Eichhörnchen, das während seines ersten Auftrittes als Sympathieträger auf dem Aktionstag im Wildpark Rheingönheim viele Kinderherzen höher schlagen ließ, heißt "Nico Nuss". Dies ist das Ergebnis des Wettbewerbs der Stadt Ludwigshafen, an dem sich 350 Personen beteiligten. Ein Designbüro entwarf, in enger Zusammenarbeit mit Stadt und dem Grünflächenamt das neue Erscheinungsbild mit dem Eichhörnchen als Sympathieträger.

Leipziger Volkszeitung - 16. Nov. 2006
Tiere unbeeindruckt von milder Witterung in Sachsen
Die milden Novembertemperaturen lassen Wild- und Zootiere in Sachsen eher unbeeindruckt. Im Dresdner Zoo herrscht der normale Alltag. Sachsens Umweltminister Stanislaw Tillich (CDU) warnte vor den Folgen der globalen Klimaerwärmung auch für Sachsen. Gerade die Mittelgebirge würden mittelfristig von den Auswirkungen betroffen sein. Den Bewohnern im Dresdener Zoo macht das Wetter nicht zu schaffen. Weder würden die Tiere ihr Winterfell abwerfen noch bereits wieder Frühlingsgefühle bekommen und an Nachwuchs denken, sagte der zoologische Leiter Wolfgang Ludwig.

Prignitzer - 21. Nov. 2006
Dankeschön an fleißige Spender
Perleberg. Es war ein eindeutiges Apfeljahr. Köstlich schmecken Äpfel aber auch den Vierbeiner im Perleberger Tierpark. Und darum freut sich das Team um Tierparkleiter Wilhelm Lüdke auch ganz außerordentlich, dass in diesem Herbst so viel Fallobst und auch Wallnüsse geliefert wurden und auch noch werden. Gut fünf Tonnen Äpfel und etwa 500 Kilogramm Nüsse gingen bisher im Tierpark ein.

MSV Duisburg - 16. Nov. 2006
MSV übernimmt Patenschaft für Zebra Erle
Der MSV Duisburg hat eine Patenschaft für ein Zebra im Duisburger Zoo übernommen. Das Tier hört ab sofort auf den Spitznamen „Erle“, benannt nach MSV-„Oldie“ Carsten „Erle“ Wolters, der in der elften Saison in Folge, genau seit Juni 1996, für die Zebras auf dem grünen Rasen aktiv ist. „Erle“ und „Erle“ lernten sich nach Übergabe der offiziellen Urkunde im Zebragehege durch Zoodirektor Dipl. Biol. Reinhard Frese bei ein paar Möhren bereits näher kennen.

Tirol Online - 16. Nov. 2006
Stanglwirt wegen Haihaltung unter Beschuss
Sie sind die Attraktion im Wellnessbereich des Stanglwirts: die beiden Haie Romulus und Renki. Jetzt allerdings trat der Österreichische Tierschutzverein auf den Plan: Sie zeigten den Stanglwirt wegen nicht artgerechter Tierhaltung an. Seit 1. Jänner 2006 gibt es ein neues österreichisches Tierschutzgesetz - laut diesem brauchen diese Riffhaie mindestes 50 Quadratmeter Grundfläche und 100.000 Liter Salzwasser. Das Aquarium des Stanglwirts fasst nur 28.000 Liter Salzwasser. Balthasar Hauser zeigt sich entsetzt: "Die artgerechte Haltung unserer Tiere liegt uns sehr am Herzen." Es befremde ihn sehr, "dass von diesem Verein niemand mit uns Kontakt aufgenommen hat". Für den Bau des Aquariums habe er sich Spezialisten des "Haus der Natur" in Salzburg geholt. Deren Mitarbeiter Kurt Hochbrucker betreut das Becken nach wie vor: "Es ist richtig, dass sich das Gesetz geändert hat. Das gilt aber nur für Aquarien, die jetzt gebaut werden."

Bieler Tagblatt - 16. Nov. 2006
Von der Gasse in den Zoo
Im Zoo «Johns kleine Farm» in Kallnach werden junge Menschen mit Problemen zu Wildtierpflegern ausgebildet. Ein Beispiel für sinnvolle Reintegration von Ex-Drogensüchtigen.

Aalener Nachrichten - 21. Nov. 2006
Proteste wegen boxender Kängurus in Schanghai
Eine «Tier-Olympiade» mit boxenden Kängurus und Fahrrad fahrenden Bären in Schanghai ist nach heftigen Protesten von Tierschützern aus aller Welt gestoppt worden. «Die Spiele haben bisher noch nie Probleme gemacht, aber in diesem Jahr haben wir Beschwerden bekommen und sie abgesetzt», sagte ein Mitarbeiter des Wildtierzoos. Für die vierten «Olympischen Spiele der Tiere» waren im September 300 Zoobewohner aus ganz China nach Schanghai gebracht worden. Die Veranstaltung sollte ursprünglich bis Ende des Monats laufen. Unter äußerem Druck schaffte der Zoo auch die Möglichkeit für Besucher ab, sich mit Jungtieren fotografieren zu lassen.


Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

N
iederländische Meldungen

De Telegraaf, 21. November 2006
Verhuizing in Arnhemse dierentuin
Umzug in Arnheimer Zoo
http://www.telegraaf.nl/binnenland/53916241/Verhuizing_in_Arnhemse_dierentuin.html
Die Kamele, Bisons, Lamas und Japan-Makaken haben den Arnheimer Zoo verlassen, um Platz für Tiger, Bären, Kraniche, Pelikane und andere neue Bewohner des Zoos zu machen. Nächstes Jahr eröffnet der Zoo eine neue afrikanische Savanne, 2008 soll ein neues asiatisches Regenwaldhaus für 6 bis 8 Mio. Euro fertig werden.

HLN.be – 17. November 2006
Zwarte zwanen uitzonderlijk vroeg uit het ei in Olmense zoo
Besonders früher Schlupf von Schwarzschwänen im Olmense Zoo
Im belgischen Olmense Zoo sind fünf Schwarzschwäne geschlüpft. Normalerweise legen sie ihre Eier erst im Februar. Dass sie in diesem Jahr verfrüht sind, führen Sprecher des Zoos auf die warme Witterung zurück.

Limburgs Dagblad – 14. November 2006
IJsberen en leeuwen naar Gaiapark
Eisbären und Löwen für den Gaiapark
http://www.ld.nl/article1137495.ece
In den kommenden vier Jahren soll der Gaiapark Kerkrade um 4 ha erweitert werden. Auf der neuen Fläche sollen Eisbären, Löwen, Seehunde und Seelöwen leben.

Reformatorisch Dagblad – 6. November 2006
Zodiac wil afstand tussen mensen en dieren klein houden
Zodiac will Abstand zwischen Mensch und Tier klein halten
http://www.refdag.nl/artikel.php/1280571
Seit einigen Monaten ist Marc Damen in der Chef-Etage von Zodiac-Zoos, welches in den Niederlanden vier kleinere Zoos betreibt: Aqua Zoo Friesland, Zoo Labyrinth Boekelo, Dierenpark Wissel und Zoo Parc Overloon. Zusammen haben die Zoos jährlich etwa 600.000 Besucher, von denen knapp die Hälfte auf den mit 18 ha größten der vier Zoos, den Zoo Parc Overloon, entfällt. Zuvor war Marc Damen im Burgers’ Zoo Arnhem (1,5 Mio Besucher jährlich) für die Säugetiere zuständig. Zudem koordiniert er das Zuchtprogramme für alle 659 europäischen Giraffen.
In den kommenden Jahren sollen die Zodiac Zoos erweitert und attraktiver werden. Der Dierenpark Wissel wird sogar komplett auf ein Gelände nördlich von Epe umziehen. Größere Tiere (das größte Tier in Wissel ist das Zwergflusspferd, in Overloon sind es die Kamele) sollen aber vorläufig nicht angeschafft werden. Der Tierbestand braucht sich dennoch nicht zu verstecken: Der Zoo Wissel verfügt über nicht weniger als 18 Arten von Krallenäffchen, welche alle Teil der europaweiten Zuchtprogramme sind. Klein aber fein – so soll es laut Marc Damen bleiben. Die Zodiac Zoos wollen nicht in Konkurrenz zu den großen Zoos des Landes treten.

Dierennieuws – 2. November 2006
Safaripark's neushoorn nel europees kampioen met 13e jong
Nashorn „Nel“ Europameister mit 13. Jungtier
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200611/nw48676.htm
Am Morgen des 2. November ist im Safaripark Beekse Bergen ein Breitmaulnashorn-Bulle zur Welt gekommen. Für die Mutter „Nel“ ist dies bereits das 13. Jungtier, womit sie zusammen mit einer Nashornkuh in England den diesbezüglichen Europarekord hält. Für den Tierpark ist es bereits die 21. Geburt eines Breitmaulnashorns.

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Zoos  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 22.11.2006
Neues vom Äffle
Brüllaffen sind bezaubernde Wesen, und erlauben dank eindeutiger Fellfarben auch Laien einen tieferen Einblick in ihre Familienstrukturen. Im amazonischen Regenwald der Wilhelma herrscht der schwarzhaarige „Myles“, ein Gemütsaffe, der vielleicht aussieht wie ein Macho, aber nicht brüllen mag. Mit ihm verbandelt ist die charmante blonde „Yara“. Die farbliche Aufteilung folgt keinem Klischee, sondern ist bei Brüllaffen völlig normal: Die Männer sind immer schwarzhaarig und die Damen immer blond. Die beiden produzieren fleißig kleine Brülläffchen, eins pro Jahr, und bis jetzt lauter Jungs. Sohnemann „Mato“, geboren 2003, ist mittlerweile nach Danzig umgezogen – rechtzeitig, bevor Papa „Myles“ ihn rausgeworfen hätte. Das ist nicht etwa gemein, sondern in der Natur so üblich: Brüllaffenväter dulden keine erwachsenen Söhne in der Familie und werfen sie raus, solange sie das noch können. „Pepe“, geboren 2004, ist in der Pubertät und färbt gerade um von blond auf schwarz. „Alano“, geboren 2005, genießt noch die Narrenfreiheit der Jugend und guckt sich bei „Pepe“ allerlei Blödsinn ab. „Rodrigo“ hingegen, das Nesthäkchen, geboren am 16. Oktober 2006, krallt sich noch fest in Mutters Fell und beobachtet die Welt erst mal von dieser sicheren Warte aus. Da Brüllaffen ihren Greifschwanz als dritte Hand benutzen können, hat Mutter „Yara“ immer eine Hand für den Nachwuchs frei – sehr praktisch, wenn fast das ganze Leben auf Bäumen stattfindet!

Zoo Basel, 22.11.2006
Stimmungshoch im Zolli
Wer sich trotz kühlerer Temperaturen noch für einen Zollirundgang entscheidet, wird zurzeit reichlich belohnt, denn während die aktuell anlaufenden Weihnachtsvorbereitungen Familie "Basler" voll in Beschlag nehmen, bereiten sich nicht wenige Tiergruppen zielstrebig auf die Zoosaison 2007 vor. Wie sie dies tun? Sie schaffen jetzt die biologischen Voraussetzungen für den Nachwuchs, der Sie im Frühjahr als Zollibesucher willkommen heissen wird. Ob bei den Rentieren und den Tahren im Sautergarten, den Zwergziegen im Kinderzolli, oder im übrigen Garten, bei den Mufflons, den Straussen oder auf den Entenweihern – überall werden Hochzeiten gefeiert oder mehr oder weniger aufwändige Vorbereitungen dazu getroffen. So wechseln sich beispielsweise beim Straussenpaar seit Tagen Balzeinlagen, Paarungen und Eiablagen ab, und diese Woche erwartet der Zolli schon Ei-Nummer 7 und 8! Bei klarem Wetter ist ein kurzer Halt beim "Oberen Weiher" angezeigt. Das Augenmerk gilt kleinen Entenversammlungen artgleicher Männchen, die auf dem Gewässer einem unterhaltsamen Gesellschaftsspiel frönen. Unermüdlich wiederholen die Mitspieler ihre starren Verhaltensmuster. Sie führen Trink- und Putzbewegungen aus oder schütteln den Kopf. Sie richten sich plötzlich hoch auf, wippen mit dem Kopf nach unten, wobei ein feines Pfeifen hörbar ist. Schillernde Gefiederpartien lassen sie für den Bruchteil einer Sekunde signalartig aufblinken, um sie ebenso rasch wieder zu verbergen. Dieses etwas befremdliche Treiben, die so genannte soziale Balz der Entenerpel, ist nicht mit der zielgerichteten, auf ein bestimmtes Weibchen ausgerichteten Partnerwerbung vergleichbar. Vertieft in ihre Selbstdarstellung im schmucken Hochzeitskleid, interessieren sich die Erpel eher für ihresgleichen als für in der Nähe schwimmende Weibchen. Letztere mustern ihre balzenden Artgenossen aber sehr genau und treffen im Stillen auch schon ihre Wahl. Ein entschiedenes Weibchen schwimmt ihrem Auserwählten hartnäckig nach, bis er sich an ihre Anwesenheit gewöhnt hat. Mit Trink- und Scheinputzbewegungen gibt er ihr schliesslich zu verstehen, dass er in die Verlobung einwilligt. Nur ein Spiel ist der "Männerstamm" also trotzdem nicht. Überall im Garten werden noch weitere Hochzeiten zelebriert, zum Beispiel am Tahrfelsen mit üppig verspielter Haartracht oder gleich nebenan, die Rentiere mit imposantem Kopfschmuck; Ziegen im Kinderzolli mögen es pointiert duftend, und bei den Mufflonschafen geht die Zeremonie meist nicht ohne Nebengeräusche ab, weil mehrere Anwärter, Kopf gegen Kopf, erst den Paarungspartner ausmachen müssen.

Thüringer Zoopark Erfurt, 22.11.2006
Quirlige Waldgeister
Seit ein paar Tagen haben zwei neue Bewohner in einer Freianlage im Aquarium des Zooparks am Nettelbeckufer 28a Einzug gehalten: Rothörnchen. Die flinken Gesellen stammen ursprünglich aus Nordamerika und bewohnen dort vor allem Nadelwälder. Laub- und Mischwälder werden zumeist vom stärkeren Grauhörnchen „okkupiert“. Die Tiere erinnern etwas an kleine Eichhörnchen, leben aber im Gegensatz zu diesen viel am Boden. Die Hörnchen sind den ganzen Tag aktiv und erkunden munter ihr Gehege. Winterschlaf halten sie nicht. Nur an ganz kalten Tagen bleiben sie im warmen Nest. Interessant wird es zur Paarungszeit. Dann zwitschern sie wie kleine Kanarienvögel. Wer die niedlichen Gesellen besuchen möchte, ist zu einem Besuch in das Aquarium herzlich eingeladen.

Thüringer Zoopark Erfurt, 22.11.2006
Kleiner ‚Yoda’
Die Kinoserie „Star Wars“ kennen viele. Und ‚Yoda’ ist dann sicher auch ein Begriff. Genau der Name drängt sich einem auf, wenn man in das niedliche Gesicht blickt, das einen aus der Hand des Pflegers anschaut. ‚Yoda’ ist ein kleiner Nilflughund aus dem Thüringer Zoopark Erfurt. Er hatte Pech, denn er ist, wer weiß wie, von seiner Mutter gestürzt und lag hilflos am Boden. Das passiert in der Natur auch hin und wieder. Für den Kleinen ist das Leben dann zu Ende. Die Mutter fliegt nicht hinterher und sammelt ihr Kind wieder auf. Im Zoo könnte der Pfleger das Baby wieder an die Mutter hängen, theoretisch. Aber an welche? Und wie? Beim Versuch, sich den Tieren auf Armlänge zu nähern, flattert alles wild durcheinander. In dieser Situation ein Baby an einen mütterlichen Bauch zu fummeln, ist unmöglich. Zudem ist die Gefahr, dass in der Panik noch andere Weibchen ihre Kinder verlieren viel zu groß. ‚Yoda’ wird nun im Zoopark mit der Hand aufgezogen. Er bekommt alle zwei Stunden Früchtebrei mit Traubenzucker, Joghurt und etwas Mineral-Vitamin-Pulver. Übrigens ist er nicht allein. An dem Unglückstag sind nämlich zwei Flughunde abgestürzt. ‚Ewok’ ist ein paar Tage älter. Aber auch er lässt es sich in Pflegerhand gut gehen.

Zoo Heidelberg, 22.11.2006
Besucherrekord im Zoo
Über 500.000 Menschen besuchen den Zoo Heidelberg in diesem Jahr. Das sind 1370 Besucher pro Tag, wobei die Spanne groß ist: 17 Besucher am 26. Januar stehen ca. 7000 Besuchern am 1. Mai gegenüber. Im August wurde mit etwa 70.000 Besuchern ein neuer Monatsrekord aufgestellt. 1765 Familien der Region haben sich bislang entschlossen eine Familienjahreskarte für den Zoo zu kaufen. „Der fantastische Besucherzustrom dieses Jahres lässt sich nicht allein mit dem sehr guten Wetter begründen,“ ist sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann sicher. „Die viele Arbeit, die Tierpfleger, Gärtner, Handwerker und Verwaltung in den letzten Jahren bewältigt haben, kommt bei den Besuchern an.“ In den 90er Jahren schwankte die Besucherzahl zwischen 360.000 und 410.000 Besuchern. Nachdem 2005 die halbe Million Zoobesucher nur knapp verfehlt wurden, könnten dieses Jahr über 525.000 Besucher am Jahresende zu Buche stehen. Woher kommen die Zoobesucher? Was gefällt Ihnen und was weniger? Wie erreichen sie den Zoo? und vieles mehr wurde in diesem Sommer von der größten Besucherumfrage erfasst, die im Zoo je durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der Untersuchung werden zum Jahresende vorliegen und zusammen mit denen einer Studie des Geographischen Instituts in die weiteren Planungen des Zoos einfließen. „Wir wollen die Zufriedenheit unserer Besucher mit unserem Bildungs- und Erholungsangebot weiter steigern und noch mehr Menschen in der Region erreichen,“ gibt der Zoodirektor als Ziel an. „Wenn es uns gelingt, dauerhaft über eine halbe Million Besucher zu erreichen, dann können wir nötige Investitionen schneller realisieren und hoffentlich auch die bedrückende Personalsituation verbessern. Wir haben viele engagierte MitarbeiterInnen, die darauf brennen, ihre guten Ideen umsetzen zu können.“

Zoo Hannover, 22.11.2006
Elefant gratuliert Zoodirektor zum Geburtstag - Glückwunsch trompetet
So ist das, wenn man Chef von 2.100 tierischen Mitarbeitern ist und seinen 60. Geburtstag feiert. Da wird nicht einfach „Herzlichen Glückwunsch“ gesagt – es wird regelrecht trompetet! Zum Geburtstag von Zoodirektor Klaus-Michael Machens überreichte Elefantendame Sayang (11) heute im Erlebnis-Zoo Hannover nachträglich* einen bunten Strauß Blumen im Namen des gesamten Zooteams. Natürlich hatte sie sich vorher von der Qualität der Blumen überzeugt und erst einmal eine Blüte einer Kostprobe unterzogen. Von den tierischen Glückwünschen seines Teams wurde der Zoodirektor in der Afrika-Landschaft „Sambesi“ überrascht, in der er Sayang – als Asiatischer Elefant eigentlich im indischen Dschungelpalast zu Hause – wahrlich nicht vermutete. Den kleinen Spaziergang durch den Zoo hatten die Tierpfleger mit der Elefantendame trainiert. Elefantöse Überraschung!

Zoo Heidelberg, 21.11.2006
Löwe im Zoo – ein harter Job!

Eigentlich heißen Löwen nicht Heribert...und der kleine Löwe Heribert ist, zumindest aus Löwensicht, ein hoffnungsloser Fall. Er trägt eine Brille, sammelt Briefmarken, ernährt sich vegetarisch und hält sich am liebsten in der Leihbücherei auf. So was tut man nicht, vor allem wenn der Vater als Anführer eines Löwenrudels arbeitet und zum „Alphatier des Jahres“ gewählt wurde. Doch dann werden im Zoo Teilzeitlöwen gesucht. Aber auch hier wird Heribert nicht ernst genommen: Was wie ein Löwe aussieht, muss noch lange kein Löwe sein. Denn ein Zoo ist ein ganz normaler Arbeitsplatz. Jeder macht den Job, den man ihm zuteilt. Der arme Heribert muss ziemlich weit unten anfangen: als Wombat. Als auch noch seine Eltern zu Besuch kommen wollen, um zu sehen, wie sich der Junge so als Löwe macht, ist Heribert vollkommen verzweifelt.... In dem Buch „So wird man Löwe“ von Hans Zippert und Rudi Hurzlmeier geht es um Tiere, die wie Menschen sind. Und so gilt die Moral von der Geschicht’: Es ist nicht wichtig, wie ein Löwe auszusehen, sondern das Herz eines Löwen zu haben. So ist dieses fantastische Buch denn auch kein reines Kinderbuch, sondern für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren geschrieben.

Zoo Duisburg, 21.11.2006
Noch mehr blaue Bälle…
Ungebrochen läuft die Welle der Spendenbereitschaft für das neue Dach über dem Delphinarium des Zoos weiter.
Nachdem Einnahmen von unzähligen privaten Sponsoren, Zuwendungen aus Wirtschaft und Industrie sowie vielen Vereinen in den vergangenen Monaten dem Sonderkonto gutgeschrieben werden konnte, fanden die Aufrufe der Mitarbeiter und des Vorstandes der Zoo Duisburg AG auch im politischen Raum Gehör: Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Duisburg hat für den guten Zweck geworben und Geld gesammelt. Ein namhafter Betrag ist dabei zu Gunsten des Delphinariums zusammengekommen und wird in den nächsten Tagen an den Zoo überwiesen. Wie bekannt, steht am östlichen Brückenkopf der Neuen Landschaftsbrücke im Zoo eine große Spendensäule, gefüllt mit vielen, vielen blauen Plastikkugeln, von denen jede einzelne den Gegenwert von 150 Euro repräsentiert.

Zoo Landau, 21.11.2006
Zoo Landau in der Pfalz begrüßt 160.000ten zahlenden Besucher - Besucherrekord das dritte Jahr in Folge

Familie Reyer aus Mutterstadt zeigte sich überrascht und sichtlich erfreut, als Sie am 20. November 2006 (Montagvormittag) als die 160.000ten zahlenden Besucher seit Beginn des Jahres im Zoo Landau in der Pfalz von Zoodirektor, Dr. Jens-Ove Heckel persönlich begrüßt wurden. Der Zoodirektor übergab einen Blumenstrauß, einen Zooführer und eine Familienfreikarte als Dankeschön. Im Zoo freut man sich besonders über dieses sehr positive Besucherergebnis, da nach einem eher schleppenden Saisonstart durch die kühle Frühjahrswitterung und einem besucherschwachen Juli nun bereits im November das langjährige Jahresbesuchermittel von 150.000 zahlenden Besuchern deutlich überschritten wurde. Allerdings wurde diese Zahl auch schon in den vergangenen zwei Jahren mit insgesamt über 165.000 Besuchern (2004) und 171.000 Besuchern (2005) erheblich geknackt. Im Zoo führt man diese erfolgreiche Zwischenbilanz auf verschiedene Faktoren zurück: Eigenen Umfrageergebnissen zur Folge konnte der Zoo durch intensive positive Medienpräsenz, kooperative Werbemaßnahmen u.a. mit dem Freizeitbad LaOla sowie wegen zahlreicher Bauaktivitäten und durch ein sehr ambitioniertes Veranstaltungsprogramm die Aufmerksamkeit verstärkt auf sich ziehen. „Über 90% der Besucher reisen aus dem näheren und weitern Umfeld der Stadt Landau an,“ sagt Heckel. Allerdings wolle und könne man sich laut Zoodirektor nicht auf diesen Erfolgen ausruhen, da der Kostenentwicklung beim Unterhalt des Zoos nur durch zwei Stellmechanismen, nämlich die Eintrittspreise und die Zahl der Besucher, begegnet werden kann!

Zoo Dortmund, 21.11.2006
Kinder treffen den Nikolaus im Zoo Dortmund

Die Kassiererinnen des Zoos haben gesehen, dass ein rotgekleideter Mann mit einem Sack voller guter Dinge und seinem Begleiter in den Zoo gegangen ist. Doch wo sind die beiden? Haben sie sich verlaufen oder versteckt? Am Montag, 4. Dezember, treffen die Kinder den Nikolaus im Dortmunder Zoo. Sie werden sich in kleinen Gruppen ab 17 Uhr halbstündlich auf die Suche machen und auf ihrem Weg durch die Tierhäuser einiges erleben und entdecken. Freie Plätze sind noch bei den Führungen um 18, 18.30 und 19 Uhr zu haben. Die Kinder werden erst zirka 45 Minuten durch den Zoo geführt und treffen dann den Nikolaus im Raubtierhaus, der aus dem Goldenen Buch vorliest.

Zoologischer Garten Berlin, 20.11.2006
Das ZOO-AQUARIUM BERLIN meldet: Neue Heimat für vier Kaimane aus der Münchener Reptilienauffangstation

Endlich ist es so weit. Und dies im doppelten Sinne, denn erstens ist jetzt die Krokodilhalle des Zoo-Aquariums nach mehrwöchigen Renovierungsarbeiten wieder voll im Betrieb und zweitens haben vier Kaimane hier jetzt endlich eine neue Heimat gefunden. In der Krokodilhalle wurden die Unterwasserfenster neu verglast. Diesmal musste die Scheibe für die großen Fenster nicht mehr gedrittelt werden, sondern mit neuer Technik konnten sie mit einer einzigen 1,6 Tonnen schweren Glasscheibe verglast werden. Dadurch wirkt das Schwimmbecken der Krokodile viel größer! Die kleine Seite der Halle wurde nicht nur neu verglast, sondern auch neu dekoriert, denn hier werden jetzt Wasserschildkröten und Kaimane aus Süd- und Mittelamerika einziehen. Wahrend die Schildkröten aus dem eigenen Bestand stammen, kommen die Kaimane von einer Reptilienauffangstation in München. Alle vier Kaimane wurden nämlich wegen illegalen Importes oder schlechten Haltungsbedingungen bei ihren Vorbesitzern von den Behörden beschlagnahmt und warteten jetzt in der Reptilienstation darauf, dass sich jemand für sie interessierte. So gesehen ging es ihnen ähnlich wie den Hunden und Katzen im Tierheim. Nur sind Hund und Katze im Allgemeinen niedlicher als ein mittelgroßes Krokodil und vor allem auch leichter zu halten. Doch nun haben sie im Zoo-Aquarium eine neue, großzügige Heimat mit beheiztem Swimming Pool und ebenfalls warmen Liege- und Sandflächen gefunden. Spätestens, wenn in den nächsten Wochen noch die Schmetterlinge in der Krokodilhalle schlüpfen und zwischen den tropischen Bäumen herumflattern, dann kommt auch für den Besucher auf der Holzbrücke über den großen Krokodilen und den kleineren Kaimanen echte Urwaldstimmung auf. Es lohnt sich also, bei schlechtem Berliner Wetter wieder einmal die historische Krokodilhalle, die 1913 übrigens das erste für Besucher begehbare Tiergehege der Welt war, zu besuchen und mitten in Berlin etwas Tropenluft zu schnuppern.

Wildpark Lüneburger Heide, 20.11.2006
Mythos Alphawolf- oder führt die Wölfin? Workshop im Wildpark Lüneburger Heide
„Die mit den Wölfen sprechen“: Das erste Management-Erlebnis-Coaching mit Wölfen. Ein Mittel gegen Führungskrisen im Unternehmen Mit einem ganz neuen Coaching-Ansatz löst Heart-Leadership International Führungs-Krisen im Management. „Von der Rudelführung der Wölfe können sich unsere Workshop-Teilnehmer soziale Intelligenz für Mitarbeiter- und Teamführung abschauen“, sagt Rainer K. Lessing, Coach und Unternehmensberater der strategischen Managementberatung HeartLeadership International. In Kooperation mit der Wolfsexpertin Tanja Askani präsentiert Rainer Lessing die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse der Managementpraxis, Neurobiologie und Wolfsforschung. Im Wildpark Lüneburger Heide haben die Teilnehmer des Workshops die einzigartige Möglichkeit ganz nah mit den Wölfen innerhalb und außerhalb des Geheges in Kontakt zu kommen und erfahren einzigartige Erlebnisse: Wölfe zum Anfassen, Bewusstsein für Heart-Leadership und Strategie-Tools zum sofortigen Nutzen im beruflichen Alltag. Das Coaching mit dem Wölfen zeigt, was Menschen von der Jagdgemeinschaft und dem Familienverbund der Wölfe lernen können. Sie erleben live die intelligente und natürliche Art, Widerstände in Karriere und Privatleben mit Erfolg durchzusetzen. Und das besser und schneller als andere. Die beiden Workshops unter dem Motto „Den letzten beißen die Hunde. Souveränes Führen mit lächelnder List“ finden am 25.11.2006 und 20.01.2007 in den Seminarräumen des Wildparks Lüneburger Heide jeweils von 09:30 Uhr bis 17:30 Uhr statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 495 Euro pro Person für das All-Inclusive-Paket.

Zoo Heidelberg, 19.11.2006
Tiger für Elefanten
Ein Tigerbaby liegt auf dem Rücken, die Pfoten hoch erhoben um nach der Nase seiner Mutter zu angeln, die es in ihren gewaltigen Pranken hält. Dieses geniale Naturfoto von Rose von Selasinsky ging nicht nur durch den Blätterwald. Als Postkarte und großformatiger Abzug trug es zu einer einmaligen Aktion bei. Rose von Selasinsky hat mit unendlicher Geduld die Tigerbabys und viele andere Zootiere abgelichtet. Seit Jahren ist sie jede Woche mindestens einen Tag im Zoo, um zu fotografieren. Im vergangenen Jahr hat sie zusätzlich die Sonntage geopfert, um einige ihrer schönsten Aufnahmen als Postkarten oder großformatige Abzüge an Zoobesucher zu verkaufen. Der kleine Stand am Raubtierhaus war den Zoobesuchern schnell bekannt und Rose von Selasinsky hat zusammen mit Ihrem Mann York beachtliche Marketingtalente entwickelt. Für die Stammkunden gab es immer wieder neue Motive zu bewundern von der Mähnenrobbe bis zum Elefanten. Stolze 3.200,- Euro sind so insgesamt zusammengekommen, die einen wichtigen Beitrag zum Bau des Elefantenhauses leisten. Am Dienstag, den 21.11.2006 um 14.00 Uhr wird nun die zweite Rate des Verkaufserlöses in Höhe von 1.700,- Euro von Rose und York Selasinsky an Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann für das neue Elefantenhaus übergeben.
www.selafotos.de

Zoologischer Garten Berlin, 17.11.2006
Äußerst seltener und wertvoller Neuzugang im Berliner Zoo: Mähnenibisse oder Akohonals aus Madagaskar!

Sowohl in ihrer Heimat auf Madagaskar, aber ebenso in den Zoologischen Gärten der Welt sind die interessanten Mähnenibisse äußerst selten. Während ihre Bestände auf Madagaskar auch heute noch durch massiven Jagddruck leiden, gelingt die Zucht in Menschenobhut erst seit wenigen Jahren. Erfolgreich sind bisher nur der Vogelpark Walsrode und der Zoo Zürich. Jetzt kann sich der Berliner Zoo in die kurze Reihe der Halter dieser Vögel einreihen, denn vor wenigen Tagen kam ein junges Paar aus Walsrode an. Damit erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch, denn bereits vor dem 2. Weltkrieg war diese Vogelart für einige Jahre in Berlin vertreten. Es ist klar, dass nun alle Bemühungen der Zucht gelten werden! Mähnenibisse leben einzeln oder in Paaren im Urwald. Unermüdlich stochern sie im Waldboden nach Insekten, Würmern und Spinnen. Werden sie aufgescheucht, so fliegen sie laut lärmend auf und lassen sich auf Ästen in den Baumkronen nieder. Die beiden Neuankömmlinge wurden gegen diesjährige Nachzuchttiere aus dem Berliner Greifvogelfelsen eingetauscht. Außerdem wird der Berliner Zoo einen finanziellen Beitrag für Erhaltungsmaßnahmen auf Madagaskar leisten, denn neben dem Aufbau einer Reserve-Population in Menschenobhut kommt der Erhaltung im natürlichen Lebensraum größte Bedeutung zu. Dieses ist nur mit großem finanziellem Aufwand möglich.

Tierpark Nordhorn, 17.11.2006
Tierpark Nordhorn begrüßte den 250.000 Besucher - Über 270 zweisprachige Führungen der Zooschule.

Zum zweiten Mal in der Geschichte begrüßte der Tierpark seinen 250.000 Gast. Nordhorns Bürgermeister Meinhard Hüsemann und Tierparkleiter Thomas Berling überraschten Irmgard und Hans Weitzel aus Lingen mit einem Blumenstrauß und Jahreskartengutscheinen. Obwohl in diesem Jahr das Wetter für Zoos regelmäßig ungünstig war, ist der Besucherzuspruch bemerkenswert. "Der März mit Winterwetter sorgte mit nur 8.046 Besuchern (Vorjahr 20.857) für einen äußerst negativen Frühjahrsstart", anschließend folgten sehr gute Monate, erinnert Tierparkleiter Thomas Berling an den Jahresbeginn. Der beste Monat war der August mit 43.563 Besuchern. "Die Menschen der Region honorieren die positive Entwicklung des Nordhorner Tierparks" freut sich Bürgermeister Meinhard Hüsemann. Dazu gehören die Erweiterung des Tierparks auf 10 ha im Jahr 2001, immer attraktivere Tiergehege und ebenso der historische Vechtehofbereich. Besonders nachgefragt werden in diesem Jahr die zweisprachigen Angebote der Zooschule mit ihrem Mitarbeiterteam, die mit über 270 Führungen einen Rekord meldet. Im Jahr 2007 möchte der Tierpark Nordhorn im dritten Jahr in Folge die "Viertelmillion" knacken. Die Attraktivität des Nordhorner Zoos wird durch weitere Investitionen gesteigert. Neue Gehege und ein Zooschulhaus sind geplant, eröffnet wird im Frühjahr der Vechtelehrpfad und ein neues Präriehundegehege. Zusätzlich ist eine großangelegte Marketing-Kampagne für die weite Region geplant, um für einen Besuch im Nordhorner Tierpark zu werben.

Zoo Hannover, 17.11.2006
Flusspferdbaby heißt Fridolin

Wochenlang planschte das Ende Juli geborene Flusspferdbaby mit dem Spitznamen „Korken“ im Hippo-Canyon des Erlebnis-Zoo Hannover. Korken wurde der Kleine genannt, weil er wie selbiger alle 30 Sekunden zum Luftholen an die Wasseroberfläche schoss. Jetzt wurde aus „Korken“ ein echter „Fridolin“! Die Patenschaft für das Flusspferdbaby hat die Frauenzeitschrift „Alles für die Frau“ übernommen und mit ihren Leserinnen nach dem passenden Namen für das Mini-Hippo gesucht. Aus den vielen hundert Zuschriften wählte die Jury schließlich „Fridolin“. Im riesigen Taufbecken des Hippo-Canyons wurde Fridolin nun im Beisein seiner Mutter Victoria feierlich getauft. Für Zoo-Konditor und Futtermeister Thomas Severitt war diese Taufe eine wahre Herausforderung: Es galt, das Flusspferdbaby mit einer Torte, verziert mit dem Namenszug „Fridolin“, zu überraschen. Bedingung: Die Torte muss schwimmen! Schließlich halten sich Flusspferde – ob klein oder groß – selbst zur Taufe im Wasser auf. Also zauberte der Futtermeister mehrere Torten-Prototypen und ließ sie über Nacht in der heimischen Badewanne schwimmen. Ergebnis: Nur der Typ „Baiser mit Pflaumenmus“ dümpelte selbst am nächsten Morgen noch auf der Wasseroberfläche. Und so entstand in der Zooküche eine große Baisertorte, mit Früchten dekoriert, auf die der Name „Fridolin“ kunstvoll aus Pflaumenmus geschrieben wurde. Am Tag der Taufe wurde das Prachtstück vorsichtig zu Wasser gelassen. Flusspferdmutter Victoria beäugte das unbekannte Schwimmobjekt ungefähr so misstrauisch wie einst den Vater ihres Kindes, bevor sie sich ihm (wie damals auch dem Vater) dann doch näherte, „Korken“ an ihrer Seite. Das Flusspferdbaby stupste die Torte kurz mit der breiten Schnauze an und schon ward aus „Korken“ Fridolin.

Zoologischer Garten Magdeburg, 17.11.2006
Zoobesuch samstags preiswerter
Sparfüchse aufgepasst! Jeden Samstag purzeln jetzt im Magdeburger Zoo die Eintrittspreise. An allen Samstagen bis zum 27.01.2007 zahlen Kinder statt 2,50 Euro nur 1,50 Euro und Erwachsene statt 5 Euro nur 3 Euro für den Zoobesuch. Das Zoo-Team bietet an diesen Samstagen ein TIERISCH NAH-Programm an, bei dem man auch in die Kochtöpfe für die Zootiere schauen kann ((Besuch der Futterküche). Spannend ist auch die Führung durch die begehbare Anlage der Schwarzweißen Varis. Wer einmal diese Affen tierisch nah erlebt hat, vergisst dieses besondere Zooerlebnis nicht. Nach dem Trainingsprogramm der Elefanten können die Besucher die beiden Elefantendamen „Birma“ und „Mwana“ mit leckerem Futter verwöhnen. Natürlich werden auch die Pinguine vorgestellt. Über 800 Zootiere erwarten die Zoobesucher bei ihrem Zoorundgang.

Zoo Duisburg, 17.11.2006
Der erste Träger wird montiert

Es ist soweit: Normalerweise beginnt jedes Bauwerk mit dem ersten Spatenstich; der jedoch liegt beim Neuen Delphinarium bereits über 13 Jahre zurück. Dennoch empfinden Zoovorstand und –mitarbeiter, Architekten und Baufirmen den kommenden Montag als eine Art Neubeginn für Duisburgs größtes und bekanntestes Tierhaus, denn: Mit Hilfe von zwei riesigen Spezial(auto-)kränen wird der erste lichtgrau gestrichene, feuerverzinkte Stahlträger für das neue Dach über dem Delphinarium aufgesetzt. Über 30 Meter lang und 90 cm hoch wird das gesamte stählerne Tragwerk in wenigen Wochen eine Unzahl transparenter Kunststoffstegplatten tragen, die Duisburgs Großen Tümmlern einen lichtdurchfluteten, wettergeschützten Raum bieten werden; und nicht nur den sprunggewandten Meeresakrobaten selbst, sondern auch – und nicht weniger wichtig – künftigen Besuchern, die deshalb bereits während der laufenden Wintersaison auf Regenschirme und Pelzmützen verzichten können. Die Wiedereröffnung des Delphinariums wird wie geplant v o r Weihnachten stattfinden!

Tiergarten Nürnberg, 17.11.2006
„Menschen, Tiere & Doktoren“ Am Montag, den 20. November 2006, um 17 Uhr bei VOX

 Wenn eines der Tiere im Nürnberger Tiergarten Hilfe braucht, sind die Tierärzte Dr. Katrin Baumgartner und Dr. Bernhard Neurohr sofort zur Stelle. Für Tierarzt Dr. Bernhard Neurohr stehen heute die Eisbären auf der Behandlungsliste. Im Eisbärengehege herrscht gute Stimmung. Bei herbstlichen Luft- und kühlen Wassertemperaturen lassen es sich die dortigen Bewohner WILMA, VERA und FELIX gut gehen. Doch die drei Polarbewohner leiden unter Räude-Milben, und das kann für die Tiere sehr unangenehm werden. Deshalb will der Zootierarzt den Dreien ein Medikament gegen die Parasiten verabreichen. Bei Raubtieren wie den Eisbären ist das allerdings nur aus der sicheren Entfernung möglich. Daher muss ein Blasrohr mit einem Medikamentenpfeil eingesetzt werden. Jetzt ist viel Geduld, etwas Lebertran und die Treffsicherheit des Zootierarztes gefragt…

Zoo Krefeld, 17.11.2006
Gorillamann Jambo aus Krefeld findet eine neue Heimat im „Apenheul“ Apeldoorn: Vier Frauen für den jungen Wilden

Auf Reisen in eine unbekannte Zukunft geht jetzt der in Krefeld geborene Gorillamann „Jambo“. Seinen 13. Geburtstag am kommenden Samstag feiert der jüngste Sohn von Silberrücken „Massa“, dem Chef der Gorillagruppe im Zoo Krefeld, bereits in seiner neuen Heimat im „Apenheul“ in den Niederlanden. Sein Tierpfleger Klaus Reymer, der ihn von Geburt an kennt, ist als moralische Unterstützung für drei Tage mit nach Holland gefahren und wird ihm bei der Eingewöhnung in die unbekannte neue Umgebung und seiner ersten Begegnung mit den hier lebenden vier erwachsenen Gorillafrauen den Rücken stärken. In den letzten beiden Jahren wuchs Jambo vom verspielten Halbstarken zum jungen Mann heran. Mit zunehmender Muskelmasse begann der „junge Wilde“, Massa seinen Posten als Anführer streitig zu machen. In freier Natur wäre er losgezogen und hätte sich eine neue Familie gesucht, im Zoo wurde er zum Konkurrenten für seinen Vater. Also, was tun? „Apenheul“, der große Affenpark in der Nähe von Apeldoorn, suchte in ganz Europa nach einem neuen Silberrücken für seine Gorillagruppe. Die Biologen aus dem Nachbarland waren von Jambo begeistert. In Apeldoorn leben insgesamt neun Flachlandgorillas auf einer einen Hektar großen Insel. Pfleger Gerard aus dem niederländischen Zoo ist extra angereist, um den Transport zu begleiten und von den Krefelder Pflegern einige Tipps zu bekommen und seinen zukünftigen Pflegling schon mal kennen zu lernen.

Zoo Krefeld, 17.11.2006
Affenbeschäftigung sichergestellt: Zoo Krefeld und Menschenaffen bedanken sich bei vielen Papprollen-Spendern

Die Krefelder lieben ihren Zoo und seine Tiere. Das erfuhren die Zoomitarbeiter kürzlich am eigenen Leib. Der Aufruf nach Plastikflaschen und Pappröhren führte geradezu zu einer Schwemme. Jetzt quellen alle Lagerräume über und die Affenbeschäftigung ist für die kommenden Monate gut gesichert. Der Zoo dankt allen Tierfreunden für ihre Pappröhren.

Zoo Krefeld, 17.11.2006
Bilder aus dem Familienalbum der Krefelder Zootiere: Der Zookalender ist ab sofort erhältlich

Vorwitzig blinzelt Nashörnchen Davu vom Titelblatt des neuen Zookalenders. Das erste in NRW geborene Spitzmaulnashorn war 2006 der Star des Zoos und ist daher auch gleich zweimal mit einem Foto vertreten. Der Kalender ist an der Zookasse (9 bis 17 Uhr), in der Geschäftsstelle der Westdeutschen Zeitung, in der Galerie Fleckenstein auf der Friedrichstraße und bei Buch Habel auf der Hochstraße zum Preis von 7,50 Euro erhältlich. Thema sind in diesem Jahr die Tierfamilien mit den vielen Nachzuchten, die im Zoo Krefeld gelungen sind.Jungtiere sind sicher mit das Schönste, was ein Zoo zu bieten hat. Für die Tierpfleger sind sie der Lohn für eine gute Betreuung ihrer Schützlinge. Die Besucher erfreuen sich an den ersten Schritten der kleinen Zoobewohner und kommen meist nicht nur einmal, um deren Entwicklung zu beobachten. So manch ein Tränchen wird dann auch vergossen, wenn es beim Umzug in einen anderen Zoo zum Abschied nehmen kommt. Der Kalender ist somit auch ein Familienalbum der Krefelder Zootiere.

Thüringer Zoopark Erfurt, 17.11.2006
Reise nach Zentralasien
Seit 1994 führt der Verein der Zooparkfreunde die Erfurter Zoovorträge durch. Vom Erfurter Zoo und seinen Zukunftsplänen vor 12 Jahren bis zu problematischen Kolossen - Begegnungen mit Nashörnern und Naturbeobachtungen auf Neukaledonien – eine Reise in die Südsee erfuhren die Zuhörer zunächst im Haus Dacheröden und dann im Atrium der Erfurter Stadtwerke von Referenten aus ganz Deutschland viel Interessantes über Menschen, Tiere und Abenteuer in aller Welt. Am kommenden Freitag (24.11.) findet im Atrium der Stadtwerke in der Magdeburger Allee nun bereits der 49. Zoovortrag statt. Um 19 Uhr entführt Klaus Rudloff, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Tierpark Berlin, die Zuhörer in die Steppen- und Halbwüsten des fernen Kasachstans. Im Mai 2004 reiste eine fünfköpfige Gruppe von Kleinsäugerfreunden aus Deutschland und den Niederlanden in die ehemalige Sowjetrepublik. In Begleitung eines russischen Freundes besuchten sie verschiedene Landschaften und Reservate im Süden des Landes und die Stadt Almaty mit ihrem sehr interessanten Tiergarten. Die Tour führte ins Gebirge zu Eulen, Pfeifhasen und Murmeltieren. Im Sharyn Canyon trafen die Zoologen auf Rennmäuse, Insekten und Eidechsen und in der Wermutsteppe beobachteten sie Bienenfresser, Rosenstare, Flughühner und Gelbziesel. Der Zoo in Almaty beherbergt eine umfangreiche Kollektion von Greifvögeln mit reichlichem Nachwuchs und seltene heimische Tiere, wie Bucharahirsche, Asiatische Dachse, Springmäuse und Kasachische Wildschafe. Über die Tierwelt hinaus berichtet der Referent über Land und Leute unweit der höchsten Bergregionen der Erde. Der Eintritt kostet 1 Euro pro Person.

Zoo Landau, 17.11.2006
Didgeridoo-Workshop für Anfänger und Fortgeschrittene im Zoo Landau

Am Samstag den 2. Dezember 2006 in der Zeit von 13:30 Uhr bis 17 Uhr findet unter Leitung von Andreas Rüschner in der Zooschule des Landauer Zoos ein Didgeridoo-Workshop für Anfänger und Fortgeschrittene statt. In Nachbarschaft der australischen Bennetkängurus, Kookaburras und Flötenvögel wird das wohl älteste Blasinstrument der Erde zunächst vorgestellt. Der Workshop beinhaltet außerdem das Erlernen verschiedener Grundtechniken und Atemübungen wie zum Beispiel die Zirkularatmung, die Erzeugung des Grundtons, Stimmmodulationen, Tiergeräuschimitationen, rhythmisches Spielen, meditatives Spielen etc. Durch die Zirkularatmung, die beim Spielen des Didgeridoos angewandt wird, wie auch durch die erzeugten sonoren Klänge, ist eine positive Wirkung auf Körper Geist und Seele zu verspüren. Davon konnten sich unter anderem die Teilnehmer des diesjährigen „Australischen Abends“ im Zoo Landau persönlich überzeugen, bei dem Andreas Rüschner und sein Kollege Bhadra Herbert Nofer des Duos „Shamandoo“ während eines Konzertes in neue Klangwelten entführten.

Zoo Landau, 17.11.2006
Freunde und Trauer im Zoo Landau - seltener Rotducker geboren, bedrohte Prinz-Alfred-Hirsche gestorben

Seit der Eröffnung der neuen Afrikaanlage im Jahr 2004 hält der Zoo Landau in der Pfalz zwei der in Zoologischen Gärten nur selten zu sehenden Natal-Rotducker (Cephalophus natalensis). Derzeit leben lediglich 15 dieser Tiere in 5 europäischen Zoos. Die kleinen Hornträger kommen natürlicherweise in Südostafrika vor und leben in Landau zusammen mit den ebenfalls seltenen Hartmann-Bergzebras (Equus zebra hartmannae), Südlichen Streifengnus (Connochaetes taurinus taurinus), Östlichen Kronenkranichen (Balearica regulorum gibbericeps) und Graukopfkasarkas (Tadorna cana). Nun freuen sich die Zoomitarbeiter zum ersten Mal über erfolgreichen Nachwuchs bei diesen Zwergantilopen. Mit nur wenigen Hundert Gramm ist ein kleiner Ducker wahrhaft ein Zwerg unter Zwergen und bekommt daher zunächst Stallruhe verordnet. Er ist daher leider noch nicht für die Besucher des Zoos zu sehen. Es wird sicher noch ein paar Wochen dauern, bis der Kleine zum ersten Mal in Begleitung seiner Eltern auf die große Anlage darf. In der Natur leben Ducker paarweise oder in kleinen Familiengruppen. Der Name „Ducker“ ist bezeichnend für die Verhaltensweise der Tiere bei Gefahr nicht zu flüchten, sondern sich zu ducken und in das Unterholz abzutauchen. An diese Lebensweise angepasst, ist der Vorderkörper diese hübschen Antilopen sehr niedrig und ermöglicht eine erleichterte Fortbewegung zwischen den Pflanzen ihres natürlichen Lebensraumes. Der Bestand der Natal-Rotducker ist gebietsweise bedroht. Stark bedroht sind ebenfalls die philippinischen Prinz-Alfred-Hirsch (Cervus alfredi). Umso bedauerlicher ist, dass jüngst die fünfjährige Prinz-Alfred-Hirsch Dame „Ligaya“ und ihre 10 Monate alte Tochter „Lisa“ in Folge einer bei manchen Huftierarten dramatisch verlaufenden Infektionskrankheit eingeschläfert werden mussten. Durch ein koordiniertes Zuchtprogramm versuchen Zoologische Gärten gemeinsam mit der philippinischen Regierung und dortigen Auffangstationen diese Hirschart vor der Ausrottung zu retten. Neben dem Verlust zweier Tierpersönlichkeiten ist dieses ein schlimmer Schlag für die Gesamtpopulation der Prinz-Alfred-Hirsche. Der Zoo Landau, der das Zuchtbuch für diese Hirsche führt, kann nach dem Tod seiner beiden letzten Prinz-Alfred-Hirsche vorrübergehend keine neuen Tiere dieser Art halten, zunächst müssen die genaueren Umstände der Infektionsübertragung geklärt werden.

Zoo Wuppertal, 17.11.2006
Winterprogramm 2006/2007

Auch in der kalten Jahreszeit lohnt sich ein Besuch im Zoo. Viele Tiere freuen sich in der ruhigeren Jahreszeit besonders über Gäste, und bei allzu kalter Witterung laden die Tierhäuser zum Verweilen ein. Für ein attraktives Rahmenprogramm ist ebenfalls gesorgt, denn der Zoo lädt wieder zu erlebnisreichen Führungen und Veranstaltungen ein: Märchenführungen, Nikolaus, „Wir warten auf das Christkind...“, Neujahrsrundgang durch den Zoo, “Karneval der Tiere“ Das Winterprogramm 2006/2007 ist an der Zoo-Kasse erhältlich. Alle Termine sind auch im Internet unter www.zoo-wuppertal.de

Zoologischer Garten Magdeburg, 16.11.2006
Zu mildes Herbstwetter?: Weißkopfseeadler beginnen verfrüht mit dem Horstbau

Bei den Weißkopfseeadlern im Magdeburger Zoo tut sich etwas. „Bill“ und „Lucky“ beginnen ungewöhnlich früh mit dem Bau des Horstes für die nächste Brut. In unseren Breitengraden geschieht dieses üblicherweise im zeitigen Frühjahr. Mit etwas Glück können die Besucher die beiden Adler beim fleißigen Horstbau beobachten. Im Mai diesen Jahres gelang die europaweit einzige Aufzucht eines Jungtieres bei den Weißkopfseeadlern.

Zoo Köln, 16.11.2006
Lange Nacht im Aquarium

Am Samstag, den 18.11.2006 findet im Aquarium des Kölner Zoos wieder die "Lange Nacht" von 19-23 Uhr statt. Neben Sonderfütterungen, Demonstrationen lebender Gliedertiere und Kriechtiere sowie Infomobilen stehen den Besuchern wieder Zoo-Mitarbeiter für die Beantwortung ihrer Fragen zur Verfügung. Für neugierige Kinder gibt es wieder Fossilien auszugraben und sie können die Kleinlebewesen der Gewässer mit Lupen untersuchen. Als besondere Attraktion zeigt das Aquarium auch erstmalig seine aktuellen Froschnachzuchten. Dazu gehören auch Kaulquappen und junge Zipfelkröten, die erstmals im Kölner Aquarium vermehrt werden konnten.

Zoo Heidelberg, 16.11.2006
Künstler engagieren sich für das Elefantenhaus

Am Sonntag, den 19.11. findet im Zoo ein besonderes Event zugunsten des Elefantenhauses statt. Das Buch „nur deinen blick“ wird von den Autoren Thomas Weiss und Rose von Selasinsky vorgestellt. Thomas Weiss, vielen Heidelbergern als engagierter Pfarrer der Jakobusgemeinde in Neuenheim in Erinnerung, ist seit vielen Jahren auch als Lyriker bekannt. In einfühlsamen Gedichten hat er seine Zoobesuche reflektiert. Rose von Selasinsy kann sich seit Jahren mit Fug und recht „Zoofotografin“ nennen. Jede Woche verbringt sie mindestens einen Tag im Zoo. Ihre Bilder sind in der Region schon vielfach ausgestellt worden. Die Zoobesucher haben vor allem die Ausstellung mit ihren Tigerbildern in bleibender Erinnerung. Einige ihrer schönsten Aufnahmen sind in den Buch „nur deinen blick“ zu finden. Beide haben ihre besonderen Fähigkeiten in diesem Buch zugunsten des neuen Elefantenhauses vereinigt und mit „nur deinen blick“ ein besonderes Werk geschaffen. Am 19.11. wird Thomas Weiss aus dem neuen Buch lesen – und nicht nur daraus – ; Rose von Selasinsky stellt dazu die im Buch abgedruckten Bilder in größerem Format aus. „Ich freue mich sehr über dieses Engagement. Diese und ähnliche Aktion vieler Künstler zeigen, dass der Zoo Heidelberg und seine Elefanten auch Künstlern aus der Region sehr am Herzen liegen. Tiere und gerade die Elefanten sind immer auch eine Quelle von Inspiration, das besondere Wesen der Tiere regt uns an, mal aus uns selbst und dem Nebel unseres Dunstkreises hinauszublicken,“ freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Gäste, die zur Buchpräsentation kommen, werden ab 15.30 Uhr an der Kasse um eine Spende für das Elefantenhaus von 4 Euro gebeten. Das Buch kann zum Preis von 9,90 € im Zooshop und hoffentlich bald auch in Buchhandlungen erworben werden.

Tiergarten Schönbrunn, 16.11.2006
Der Kronprinz geruht sich zu zeigen

Im Tiergarten Schönbrunn ist nach vielen Jahren wieder ein Königspinguin zur Welt gekommen. Seit wenigen Tagen zeigt sich das mittlerweile stattliche Kücken auch den Besuchern. Im heurigen Jahr gelang es darüber hinaus acht Humboldt-Pinguine großzuziehen und – als weitere Spezialität - einen Felsenpinguin. In den Zoos der EU sind 2006 insgesamt nur drei Felsenpinguine ausgebrütet worden. Im vergangenen Jahr war Schönbrunn sogar der einzige europäische Zoo, dem dies gelang. Alle drei Pinguin-Arten werden im Rahmen von Europäischen Erhaltungszuchtprogramm gepflegt, Humboldt- und Felsenpinguine sind in den Roten Listen als „gefährdet“ verzeichnet. In Schönbrunn waren Pinguine erstmals 1958 zu sehen, seit knapp zwanzig Jahren gelingt es, sie mehr oder weniger regelmäßig zu züchten. abrufbar.

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Natur- und Artenschutz  –  Meldungen

Schildkrötennachwuchs im IZS
Elmar Meier, engagierter Schildkrötenzüchter aus Nottuln, kann stolz sein: Nach ihm wurde eine Schildkröte benannt! Die Cuora cyclornata meieri ist eine Unterart der in Vietnam vorkommenden Dreistreifen-Scharnierschildkröte. Mehr über Elmar Meier und seine großartigen Zuchterfolge (unser Foto zeigt zwei winzige Goldkopfschildkröten) im Internationalen Zentrum für Schildkrötenschutz im Allwetterzoo in den letzten Monaten erfahren Sie unter
www.allwetterzoo.de/index2.php?nlid=55

spiegel.de - 22.November 2006
Drei neue Arten der kleinsten Primaten entdeckt
Unbekannte Anonyme sind die Mausmakis der Art "Microcebus bongolavensis", "Microcebus danfossi" und "Microcebus lokobensis" schon seit rund drei Jahren nicht mehr. Doch viel Zeit kann vergehen, bis eine Tierart offiziell mit einem wissenschaftlichen Namen bedacht - quasi getauft - wird: Nach der Entdeckung neuer Kandidaten müssen sie beobachtet, ihre physischen und genetischen Daten ausgewertet werden. Dann müssen Forscher einen langen Bericht an ein Fachmagazin schreiben. Den wiederum müssen Experten beurteilen, hinterfragen, korrigieren. Erst wenn die Kollegen zustimmen, den Bericht über die Neuentdeckung in der Fachzeitschrift zu veröffentlichen, ist die wissenschaftliche Taufe vollendet. Drei Mausmaki-Arten haben diese Prozedur jetzt hinter sich - ab sofort tragen sie offiziell ihre spezifischen Namen und werden ebenso offiziell zu der Familie der Lemuren gezählt. Entdeckt und beschrieben wurden sie von Wissenschaftlern aus dem Institut für Zoologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover gemeinsam mit Kollegen von der Insel Madagaskar. Jetzt wurde ihre Studie zur Veröffentlichung in einer der nächsten Ausgaben des Fachmagazins "Molecular Phylogenetics and Evolution" angenommen. Ursprünglich wollte das Forscherteam die Ausbreitungsgeschichte von Lemuren auf der Insel nachvollziehen. Deshalb brach es im Jahr 2003 zu einer Expedition auf, die bis ins vergangene Jahr dauerte.

g-o.de - 21.November 2006
Drei neue Affen-Arten auf Madagaskar entdeckt - Bisher unbekannte Lemuren bevölkern wenig erforschte Waldfragmente
Drei neue Primaten-Arten haben Wissenschaftlerinnen der Tierärztlichen Hochschule Hannover gemeinsam mit madagassischen Kollegen entdeckt. Bei ihrer Expedition in schwer zugängliche und bislang wenig erforschte Waldfragmente im Norden und Nordwesten der Insel stießen sie auf drei Mausmaki-Arten, die zu den Lemuren gehören und bisher noch nicht bekannt waren.

derstandard.at - 19.November 2006
Unterwasserlandschaften zu Tode geschleppt
Das Fischen mit Tiefseenetzen gefährdet nicht nur den Fischbestand der Weltmeere. Es zerstört auch einzigartige Ökosysteme wie Korallenriffe und andere Unterwasserlandschaften, wie aus einem Entwurf für einen Umweltbericht der Vereinten Nationen hervorgeht. Demnach wirbeln die Netze aus Stahl riesige Staubwolken vom Meeresboden auf, wodurch viel Leben erstickt werde. Besonders folgenschwer sei der Abbau von Unterwasserbergen, da diese zahlreichen teilweise noch unbekannten Tierarten Lebensraum böten. Einige der zerstörten Korallenbänke seien schon tausende Jahre alt und könnten nicht mehr ersetzt werden, erklärte der britische Zoologe Alex Rogers bei einer Tagung in London. Wichtig sei deshalb eine Umkehr der Beweispflicht, wenn es um Verbote für das Fischen mit riesigen Schleppnetzen gehe. Regierungen und Fischereibetriebe sollten nachweisen, dass sie der Umwelt mit dieser Methode keinen Schaden zufügten, forderte Rogers. Die Vereinten Nationen wollen im kommenden Monat über ein Moratorium des Fischens mit riesigen Schleppnetzen beraten. Vor allem Spanien, Japan und Island haben Widerstand angemeldet.

derstandard.at - 17.November 2006
80 Beluga-Wale im Norden Kanadas vom Eis eingeschlossen
Inuit-Jäger haben sich am Donnerstag im Norden Kanadas auf die Tötung dutzender Beluga-Wale vorbereitet, die seit Wochen in mehreren Buchten in den Northwest Territories festsitzen. Die Buchten sind über einen 300 Meter breiten Kanal mit dem offenen Meer verbunden, die Nebengewässer und der Kanal sind aber nach einem arktischem Sturm vom vergangenen Wochenende zugefroren. Den Walen blieb zuletzt nur noch ein einziges Eisloch zum Luftholen. Nach Behördenangaben haben die Meeressäuger nun keine Chance mehr, in die Beaufort-See zu gelangen. Sie würden entweder ersticken oder verhungern. "Wir werden so viele von ihnen wie möglich töten", erklärte Paul Voudrach, Vorsitzender des Jäger- und Trapper-Ausschusses in Tuktoyaktuk. Die Jäger sollen um das Luftloch Stellung beziehen und auf die Wale warten. ... Jäger hatten Anfang August rund 200 Wale in der Gegend südlich von Tuktoyaktuk entdeckt. Die Ureinwohner versuchten, die Tiere zurück ins Meer zu treiben. Ende Oktober befanden sich aber noch immer 80 Wale in der Gegend.

netzzeitung.de - 16.November 2006
Traue nicht den bunten Halbaffen
Über die wahre Identität kleiner Lemuren haben Zoologen sich bislang getäuscht. Die Wissenschaftler haben zu sehr auf Äußerlichkeiten geachtet.
Bei verschiedenfarbigen Lemuren in madagassischen Wäldern handelt es sich um weniger unterschiedliche Arten als Biologen bislang angenommen hatten. Entsprechend dem Motto «In der Nacht sind alle Katzen grau» könnte sich bei diesen Halbaffen keine arttypische Fellfarbe entwickelt haben. Forscher um Kellie Heckman von der US-amerikanischen Yale University in New Haven, Connecticut, haben die Verwandtschafts- verhältnisse von 70 Mausmakis untersucht. Die Tiere hatten unterschiedliche Fellfarben und stammten aus unterschiedlichen Waldgebieten. Dementsprechend wurden sie als Vertreter dreier Arten von Mausmakis angesehen. Neben den Körpermerkmalen analysierten die Wissenschaftler Erbgut aus bestimmten Zellorganen. Wie sie nun in der Zeitschrift «BMC Evolutionary Biology» berichten, glichen sich die drei Gruppen der Tiere im untersuchten Gen. Anhand ihres Erbguts müssten sie alle der Art Microcebus griseorufus (Graubrauner Mausmaki) zugeordnet werden, folgern sie. ... In den vergangenen Jahren wurde auf Madagaskar eine Reihe neuer Lemurenarten identifiziert. Da die Waldgebiete auf der afrikanischen Insel zerstört werden sind ihre Bewohner vom Aussterben bedroht. Forscher hatten daher Projekte gestartet, die Artenvielfalt zu erfassen.

RIA Novosti - 16. Nov. 2006
Fernost-Region: Seltener Tiger von Jägern erschossen - Experten ermitteln vor Ort
In der russischen Fernost-Region Primorje ist ein Männchen des Amurtigers, einer ins internationale Rotbuch aufgenommenen Tierart, von Jägern erschossen worden. Laut den Jägern hat der Tiger sie angegriffen. Nach vergeblichen Versuchen, das Tier zu verscheuchen, hätten sie sich gezwungen gesehen, es zu töten, hieß es. Wie der Chef der Sonderinspektion "Tiger", Sergej Subzow, am Donnerstag sagte, sind am Ort des Vorfalls Angehörige der Sonderinspektion tätig, die den Hergang klären und die Version der Jäger prüfen sollen. Subzow führte weiter aus, dass ein einheimischer Dorfbewohner an der Autostraße Chabarowsk - Komsomolsk am Amur ein halb verhungertes sechsmonatiges Tigerjunges gefunden habe. Das kleine Raubtier soll einstweilen im Chabarowsker Zoo gehalten werden.

schweizerbauer.ch - 21. Nov. 2006
Der Wolf aus dem Val d'Illiez VS ist tot
Der Wolf aus dem Val d'Illiez VS, der im September über 30 Schafe gerissen haben soll, ist wahrscheinlich tot. Wie die Walliser Regierung mitteilte, wurde im Chablais am frühen Morgen ein Wolf geschossen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit sei es das Tier, das für die Schafsrisse verantwortlich gemacht werde. Der Wolf war in das Gehege eingedrungen und hatte 6 Schafe getötet und 25 Schafe verletzt, die später notgeschlachtet werden mussten. Der zuständige Staatsrat Jean-René Fournier hatte darauf am 11. Oktober, abgestützt auf das Schweizer Wolfskonzept, eine Abschussbewilligung für den Wolf aus dem Val d'Illiez erteilt.

Oberbayerisches Volksblatt - 22. Nov. 2006
Mit Bruno kam auch ein Wolf
Die vier herbeigeeilten Jäger ahnten schnell, was sie von dem überfahrenen Tier nahe Pöcking (Kreis Starnberg) halten sollten. „Ich wusste gleich, das ist ein Wolf, obwohl ich noch nie einen in freier Wildbahn gesehen habe“, berichtet Erhard Frömel. Ihre Vermutung wurde jetzt, ein halbes Jahr später bestätigt – der erste nachgewiesenermaßen wilde Wolf Bayerns seit rund 150 Jahren wurde zum Verkehrsopfer. Zwei bis drei Jahre alt, rund 30 Kilo schwer, mäßiger Ernährungszustand – und definitiv ein Wolf. Das stand bereits Mitte Juli fest. Wölfl bestreitet aber, dass diese Sensation zurückgehalten wurde, um Umweltminister Werner Schnappauf kurz nach dem Bruno- Abschuss neue Schlagzeilen zu ersparen. „Wir wollten wissen, wo er herkommt und nur fundiert an die Öffentlichkeit gehen“, sagte er. „Schließlich hätte es ja ein Gehegetier sein können.“ Am 29. März 2006 war im italienischen Formazzatal nahe der Schweizer Grenze Wolfskot gefunden worden, der perfekt mit der DNA des Pöckinger Tiers übereinstimmte. Er hatte also in zwei Monaten 250 Kilometer zurückgelegt, ehe er nahe des Starnberger Sees ein unwürdiges Ende fand. Die Leitlinien des Management- Plans werden derzeit erarbeitet und müssen noch mit den Interessensgruppen abgestimmt werden – das kann dauern. Der erste Bär seit 170 Jahren erschossen, der erste Wolf seit 150 Jahren überfahren – Bayern scheint für Großraubtiere kein gutes Pflaster zu sein. Schnappauf wollte sich zum neuen Fall nicht äußern.

Blick - 20. Nov. 2006
Flipper darf nicht sterben
Der Brauch ist jahrhundertealt