E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Dr. Christian Remenyi
   Annette Schubert
   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
   Melanie Witte



ISSN 1619-6643

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Ausgabe 342 vom 2. November 2006


Liebe Leser,

die Mama ist ein Reh, der Papa ein Hirsch, und die Kinder heißen Bambi. Das ist so ungefähr der Wissensstand, der zum Thema "Rehweißchen", dem unsäglichen, bei Meldungsflaute aber höchst willkommenen Albino(?)-Reh in Sachsen, in den Boulevardmagazinen herrscht. Dieses spezielle zoologische Defizit bekämpfen Generationen eifriger Zoopädagogen leider recht erfolglos.
(Eigentlich wollte ich das Thema ganz ignorieren; es gibt schon genug Tierschutzgeschichten um weiße, schwarze und bunte Hunde, aber für alle, die in Ihrer Ecke der Welt dieses Medienereignis verpaßt haben sollten, hier ein Link: Albino-Kitz: Heimatort von "Rehweißchen" gegen Abschuss).
Ärgerlich ist nur, daß die gleichen Medien sich nicht scheuen, das Thema mit Bär Bruno gleichzusetzen und/oder es für Artenschutz zu halten.
Der MDR hat sogar "eine einzigartige Herde weiße Rehe" im Tiergarten Delitzsch gefunden - das sind natürlich Damhirsche.
Selbst die Deutsche Wildtierstiftung muß da noch mitmischen und bietet
Albino-Reh Asyl in Wildtierland.
Auch im aktuellen Zwiebelfisch, in dem Bastian Sick das Verwirrspiel um Bambis Bezeichnung wunderschön linguistisch-historisch durchleuchtet (Pflichtlektüre für alle Zoopädagogen!) mangelt es ein wenig an biologischem Hintergrundwissen, sonst würde er sich nicht so darüber echauffieren, daß ein Reh ein Hirschgeweih trage.

Ach ja, Update zu Häkel-Horst 1: 799 Euro Endstand. Zur Zeit werden Nr. 3 + 4 versteigert.

19:15
Dirk Petzold


Rätselflug
Dieser Bildausschnitt stammt aus dem Luftbild eines europäischen Hauptstadt-Zoos.
Was zeigt er?


Bei Klick auf's Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei maps.google.com
Wenn Sie es dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die ganze Stadt bzw. deren Lage sehen (Sie benötigen dafür einen Browser der neueren Generation).
Und wer es gar nicht erkennt, muß bis zur Auflösung nächste Woche warten...


Lösung von letzter Woche: Ehemaliges Elefantenhaus (jetzt Microzoo) im Jardin des Plantes, Paris

Zum Ende des Jahres ist der Fundus an Zoo-Luftbildern vorläufig erschöpft und wir möchten wieder "merkwürdige Zoo-Schilder" zeigen. Einsendungen sind willkommen!

Zoos  –  Meldungen

Businessportal24 - 1. Nov. 2006
Erster Schritt zu Retorten-Nashörnern
Um verschiedene Nashorn-Arten vor dem Aussterben zu bewahren, haben Berliner Wissenschaftler einer Nashornkuh in einem australischen Zoo zum ersten Mal lebende Eizellen entnommen. Der Eingriff sei weltweit das erste Mal gelungen und ein Meilenstein in der Reproduktionsmedizin bei den mächtigen Tieren, teilte das Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) am Dienstag mit. Das neue Verfahren eröffne die Hoffnung, Nashornembryonen im Reagenzglas heranzüchten und die Artenvielfalt so besser sichern zu können. Die nächsten Schritte seien nun Laborexperimente, um Embryonen zu erhalten. Sie könnten später potenziellen Muttertieren einpflanzt werden.


oe24.at - 30. Okt. 2006
Zoo in Halle Drama um Elefanten Abu
Tierschützer sorgen sich um den Elefanten Abu. Der Problem-Bulle lebt jetzt in einem Zoo in Deutschland – unter bedenklichen Bedingungen. Der ehemalige Publikumsmagnet des Schönbrunner Tiergartens, der Elefantenjunge Abu, erlangte im Februar 2005 traurige Berühmtheit: Beim Morgentraining drückte er seinen Pfleger Gerd Kohl gegen einen Betonpfeiler, spießte ihn mit dem Stoßzahn auf. Im Juli des heurigen Jahres übersiedelte Abu mit seiner Mutter Sabi in den Zoo von Halle. Marion Löcker vom Österreichischen Tierschutzverein: „Das Ganze wurde als Tierschutzaktion verkauft, sie sollten dort besser untergebracht sein.“ Doch davon ist laut Löcker keine Rede: „Abu und Sabi wurden getrennt, sie dürfen nur eine Stunde pro Tag gemeinsam verbringen. Die Verlegung nach Deutschland und die Trennung sind ein großer Fehler gewesen. Es ist eine Qual für Abu und Sabi.“ Besonders ärgern sich die Tierschützer über Zuchtprojekte in Schönbrunn. Löckler: „Man will schon wieder Elefantenbabys!“


derStandard.at - 31. Okt. 2006
Zoodirektor von Halle: "Abu und Sabi geht es bestens"
Entrüstet reagierte der Zoodirektor von Halle in Sachsen Anhalt (Deutschland), Andreas Jacob, auf Medienberichte, wonach laut einem Tierschutzverein die Schönbrunner Elefanten in seinem Zoo "leiden", "isoliert seien" und ähnliches. Jacob: "Die beiden Elefanten sind fast ganztägig gemeinsam auf der Anlage und werden nur gelegentlich für kurze Zeit getrennt, wenn mit einem der Tiere gearbeitet wird. Gerade gestern am Montag, dem 30. Oktober 2006, haben sie bei strahlender Herbstsonne erstmals unser riesiges Elefantenbad genossen und gemeinsam im Wasser gespielt."

(vergl. Pressemitteilung; leider nur aus Wien erhalten)


Westdeutsche Zeitung - 1. Nov. 2006
Liebesgrüße aus Moskau an den Wuppertaler Zoo
Wuppertal. Die Pinguinale ist vorbei, die Zoo-Erweiterung steht vor dem Abschluss. Was die Zoo-Besucher 2007 erwartet, kann sich sehen lassen. Zoo-Direktor Ulrich Schürer hat in jüngster Zeit so viele Veränderungen in seinem Revier zu managen, dass die eine oder andere Neuigkeit schon mal etwas bescheiden daherkommt. Zum Beispiel die von den neuen Wuppertaler Tigern. Bekannt ist, dass die alt bekannten Sumatra-Tiger nicht mit ins neue Tigergehege umziehen werden. Die nach Schürers Einschätzung "etwas felsig geratene" Grauwacke-Kulisse soll vielmehr von sibirischen Tigern ausgefüllt werden. Die sibirische Tigerin wird aus dem Zoo in Moskau nach Wuppertal umziehen. Die Eltern der Tigerin stammen noch aus freier Wildbahn, was den Neuzugang besonders wertvoll macht. "Wir erhoffen uns dadurch wichtige Zuchterfolge", sagte Schürer mit Blick auf die eigens im neuen Tiger-Haus eingerichtete Mutter-Kind-Abteilung. Nicht ganz so umständlich wird die Anreise der männlichen Familienmitglieder. Die künftigen, hoffentlich potenten Herren im Tigerhaus kommen aus Schwerin. Ganz die Alten bleiben übrigens die Löwen. Sie halten Wuppertal die Treue und wechseln in ihre neue Savannen-Landschaft, der größten Löwen-Anlage in einem mitteleuropäischen Zoo. Nach dem derzeitigen Stand der Planungen soll die neue Großkatzenanlage zu Ostern 2007 eröffnet werden.


Walsroder Zeitung - 1. Nov. 2006
Vogelpark bleibt im Winter geöffnet
Der Vogelpark Walsrode macht in diesem Jahr keine Winterpause. Ganz im Gegenteil: „Wir bieten den Besuchern in diesem Jahr in den Wintermonaten sogar besondere Aktionen an, bei denen sie auch selbst aktiv werden können“, betont der Zoologische Direktor Dr. Dieter Rinke. So werden an den Wochenenden unter anderem Workshops zu Themen rund um die gefiederten Bewohner des weltgrößten Vogelparks veranstaltet. Auch Auftritte von Schauspielern und die Märchenaufführung, in denen es um Vögel geht, wird es geben. Mit Ausnahme der Pelikane werden alle Bewohner des Vogelparks zu bewundern sein.


Hannoversche Allgemeine - 29. Okt. 2006
Zoo-Eintritt wird erst billiger, dann teurer
Wer am Sonntag Elefantenkind Tarak nachträglich zum ersten Geburtstag gratulieren wollte, musste noch den vollen Eintrittspreis zahlen – seit heute aber ist im Zoo Wintersaison: Der Preis der Tageskarten sinkt für Erwachsene von 18 auf elf Euro, für Kinder von zwölf auf 9,50 Euro. Schon am Wochenende wurde der Tierpark statt um 18 Uhr bereits um 16 Uhr geschlossen – zum Ärger zahlreicher Besucher, die für den Nachmittag einen ausgiebigen Zoo-Bummel geplant hatten. Demnächst sollen die Preise noch einmal steigen, damit Mehrwertsteuer und erhöhte Energiekosten aufgefangen werden. Falls die Alaska-Landschaft Yukon Bay endlich verwirklicht wird, soll sich die neue Attraktion noch einmal auf die Preise auswirken. Dabei scheint für viele Zoobesucher jetzt schon die Grenze erreicht, zumal der Tierpark in Hannover bundesweit am teuersten ist.


Aargauer Zeitung - 31. Okt. 2006
Schwachstellen in der Tierschutzverordnung
Alex Rübel, Direktor des Zoo Zürichs, ortet im Entwurf zur neuen Tierschutzverordnung Schwachstellen. Insbesondere fehlten den Behörden Fachkenntnisse. Für mehr qualitative Kriterien setzt sich auch die Tierschutzorganisation «Vier Pfoten» ein. Rübel fordert ein unabhängiges Kompetenzzentrum, das von führenden Schweizer Zoos geleitet werden soll. Diese könnten den staatlichen Organen beratend zur Seite stehen und sie von Aufgaben entlasten, für deren Bewältigung Fachkenntnisse unabdingbar seien, schreibt Rübel in einem Communiqué. Der vorliegende Entwurf mache deutlich, dass die grundsätzlichen Probleme in der Wildtierhaltung nicht an der Wurzel gepackt würden. Es genüge nicht, Vorgaben für Flächen- und Raummasse zu machen. Wichtiger seien spezifische Kenntnisse für eine fachliche Beurteilung der Tierhaltung. Die neue Verordnung wurde vom BVET zusammen mit 25 Arbeitsgruppen aus Fachleuten der Landwirtschaft, Wissenschaft, Tierschutz und den Kantonen seit 2003 erarbeitet. Die Vernehmlassung läuft bis am 10. November.

 


Planung und Bau 

Die Presse.com - 27. Okt. 2006
Tiergarten-Garage: Pechlaner gibt auf
Das Projekt einer Tiefgarage unter dem Tiergarten Schönbrunn bei der Maxingstraße ist höchstwahrscheinlich gestorben. Tiergarten-Direktor Helmut Pechlaner bestätigte der "Presse", dass sich das Zoo-Management nicht mehr für das Bauprojekt engagiere: "Wir haben aufgegeben." Grund für die Resignation ist laut Pechlaner das Bundesdenkmalamt, das sich mit "nicht nachvollziehbaren Argumenten" gegen eine solche Garage ausspricht. Für die Garage, die auf Tiergartenareal, also Bundesgrund, errichtet werden soll, gibt es bereits eine Machbarkeitsstudie. Umso unerwarteter kommt jetzt der Stopp für die Garage. Auch die Verantwortlichen der Stadt Wien, die den Plänen positiv gegenüberstehen, sind überrascht. Hietzings Bezirksvorsteher Heinz Gerstbach (VP), der ein starker Befürworter des Projektes ist, will aber weiterkämpfen.

wienweb.at - 29. Okt. 2006
Aus für geplante Tiefgarage
Beim Tiergarten Schönbrunn wird es nun wohl doch keine Tiefgarage geben. Das Bundesdenkmalamt sagte überraschend Nein zu dem geplanten Projekt. Zoo-Direktor, Bezirk und Stadt sind verblüfft. Die Garage bei der Maxingstraße hätte die Parkplatznot im Bereich des Tiergartens vermindern sollen. Eine Machbarkeitsstudie gibt es bereits, dennoch kam der Einwand. Für Zoo-Direktor Helmut Pechlaner ist er nicht nachvollziehbar. Auf dem schützenswerten Gelände befinden sich Filmstudio-Gebäude und ein asphaltierter Parkplatz. Überrascht von der Entscheidung sind auch die Verantwortlichen der Stadt.

Kieler Nachrichten - 1. Nov. 2006
Bau des i-Punkt-Natureums in Gettorf steht auf der Kippe
Zehn Jahre Förderverein "Freunde des Tierparks Gettorf". Vorsitzender Wolfgang Böckeler zog am Montagabend vor Mitgliedern und Gästen eine stolze Bilanz. Doch in die Feierstimmung mischte sich ein Wermutstropfen: Die Pläne für den Bau des i-Punkt-Natureums auf dem Tierparkgelände stehen auf der Kippe. Es hatte alles so gut angefangen. Vom Sozialministerium und vom Umweltministerium lagen feste Zusagen vor, das zoo- und umweltpädagogische Projekt mit knapp 56.000 Euro aus Landesmitteln zu unterstützen. Hinzu kamen 30.000 Euro vom Amt für Ländliche Räume und 85000 Euro aus der Bingo-Lotterie. Doch dann gab es einen Dämpfer: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) sitzt nach wie vor auf den 100.000 Euro, die sie für das i-Punkt-Natureum zur Verfügung stellen wollte. "Sollte die Gesamtfinanzierung nicht gesichert sein, könnte es passieren, dass zum Jahresende die vom Land bereitgestellten Fördermittel verfallen", beschrieb Wolfgang Böckeler das Dilemma und sprach von einem Rückschlag.

Pforzheimer Zeitung - 27. Okt. 2006
Luxus-Gehege für die Luchse
Pforzheim. Luchs, du hast es besser: Die Zeit der nicht artgerechten Haltung der Raubkatzen im Wildpark ist vorbei. Das neue Gelände ist wesentlich größer und die Raubkatzen müssen sich aktiv ums Futter kümmern. Publikumswirksam dürfen sie über eine mit einem Netz umhüllte Baumstamm-Brücke von ihrem Schlafplatz in ein zwar ebenfalls eingezäuntes, aber nach oben offenes Waldstück, das speziell präpariert wurde. Von einem neu gebauten Holzturm sind Leinen gespannt, die an Bäumen verankert wurden. Wie an einer Wäscheleine werden an Schnüren Fleischbrocken übers Gelände gezogen. Unten warten schon zwei elfjährige Weibchen und ein neun Jahre altes Männchen auf die Fetzen von Rinderleber oder toten Ein-Tages-Küken. Samstags, Sonn- und Feiertags, jeweils um 15 Uhr, können Besucher die Fütterung von einem Podest aus verfolgen. 115 000 Euro hat das Projekt, bei dessen Spatenstich der mittlerweile verstorbene „Wildpark-Vater“ Ewald Steinle noch teilgenommen hatte, gekostet. Das Geld wurde ausschließlich durch Spenden aufgebracht.  

Prignitzer - 26. Okt. 2006
Eine Burgruine eigens für Eulen
Perleberg. Es ist in mehrerer Hinsicht eine Novität, was da im Tierpark entsteht. Anderswo verfallen Burgen, hier wird eine Burgruine gebaut. Auf einer Fläche von fast 2000 Quadratmetern wird die Burgruine mit ihren Türmchen eine Art Kulisse bilden für das neue Eulendomizil, das dann aus Draht und Holz gefertigt wird. Der Besucher wandelt durch einen überdachten Gang mitten durch die Burg, vorbei an drei bis vier Volieren, in denen je eine Eulenart ein neues Zuhause findet. Im Frühjahr sollen die Burgruinenbewohner einziehen und mit dem Tierparkfest wird dann offiziell Einzug gefeiert.



Aktionen
 
Kölner Stadt-Anzeiger - 30. Okt. 2006
Schaurig-schöner Gruselabend im Zoo
Richtig gruselig wird es heute wieder im Kölner Zoo: Zum dritten Mal findet von 18 bis 22 Uhr die Halloween-Nacht statt. Dem Anlass entsprechend wird das Gelände in eine schaurige Kulisse umgewandelt. Didgeridooklänge, Feuerkünstler, leuchtende Kürbisgesichter, Gespenster in Bäumen und Gebüschen, und hunderte Grablichter begleiten das bunt gemischte Programm. Im Aquarium werden Gruselgeschichten vorgelesen, dort findet auch das Schabenrennen statt. „Diese Veranstaltung soll nicht erschrecken, sondern einen näheren Einblick in die Tierwelt geben“, so der zukünftige Zoodirektor Theo Pagel.

juelicht.de - 28. Okt. 2006
Nachts im Gelsenkirchen Zoo
Die Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen wird zum Geister-Zoo: Am 31. Oktober bietet die Halloween-Party in den Erlebniswelten Afrika und Alaska viele unheimliche Überraschungen. Von 17 bis 22 Uhr wird die Anlage in schummeriges Licht gehüllt, Landschaften werden grün oder rot ausgeleuchtet, Nebel wabert über Felsen und in Höhlen. Monster, Gespenster und Feuerspucker warten auf die Gäste, in der Gastronomie werden gruselige Köstlichkeiten serviert und einige Bereiche werden mit Kürbissen und Spinnenweben in eine Gruselburg verwandelt.

ORF.at - 28. Okt. 2006
Goldener Herbst in Schönbrunn
Gruselstimmung macht sich heuer im Tiergarten Schönbrunn breit. Denn auch hier wird Halloween gefeiert. Zahlreiche Aktionen im "Goldenen Herbst" vom Kürbisschnitzen bis zur Halloween-Party präsentiert Zoodirektor Helmut Pechlaner. Im Elefantenhaus findet sich in diesen Tagen eine Ausstellung zu alten Obst- und Kürbissorten. In Kooperation mit Arche Noah erfährt man hier vieles über fast in Vergessenheit geratene Sorten, von der Verwendung in der Küche bis hin zum Einsatz als Futtermittel.  Einer der Höhepunkte im "Goldenen Herbst" ist der Abend des 31. Oktober mit einer Halloween.-Party. Mit Sturm und Maroni wird man begrüßt, anschließend gibt es Führungen zu den Fledermäusen, Skorpionen, Vogelspinnen und Totenkopfaffen.

Mitteldeutsche Zeitung - 1. Nov. 2006
Hexen und Vampire im Zoo
Kinder als Hexen, Teufel, Vampire, mit knochenklappernden Skeletten, Phantasiekostümen und Furcht einflößenden Fratzen hatten sich am Montagabend zur Halloweenparty im Ascherslebener Zoo eingefunden. Die Mitglieder des Fördervereins sorgten dafür, dass jedes Kind mit einem Lampion am Umzug teilnehmen konnte.

Kölner Wochenspiegel - 31. Okt. 2006
Das Aquarium am Abend
Köln. Das Leben im Wasser ist vielfältig. Über Millionen von Jahren haben sich zahlreiche Lebensgemeinschaften und Räuber-Beute-Beziehungen entwickelt. Viele Lebewesen werden erst mit einbrechender Dämmerung aktiv und verlassen dann die Höhlen und Felsspalten, in die sie sich tagsüber zurückgezogen haben. Nicht weniger munter geht's im Terrarium zu. Diese bizarre Atmosphäre erleben Sie jeden Freitag bei den Abendführungen im Aquarium.

Hamburger Abendblatt - 27. Okt. 2006
Auf den Spuren der Otter
Die nächste Dunkel-Munkel-Nacht im Wildpark Eekholt findet am morgigen Sonnabend statt. Beim Licht einer Laterne oder auch in völliger Dunkelheit geht es auf Waldpfaden zu den Wildschweinen und Wölfen, zu den Füchsen und Eulen.

Lübecker Nachrichten - 31. Okt. 2006
Unheimlicher Spaß im Wildpark: 1000 Besucher bei Dunkel-Munkel-Nacht
Trotz Regens und schwarzer Nacht ließ es sich gut munkeln im Wildpark Eekholt: 1000 Besucher erkundeten den stockfinsteren Wald während der ersten "Dunkel-Munkel-Nacht". Die Besucher hatten sichtlich Mühe, den Pfad zu erkennen. Nur eine gespannte Leine als Anhaltspunkt wies den Weg. Umwickelt war sie mit unterschiedlichen Fellen - vom kuscheligen Kaninchenbalg bis hin zum borstigen Wildschweinfell. Wer die erste Dunkel-Munkel-Nacht versäumt hat, hat noch zwei Chancen: am 4. November, 17.30 bis 21 Uhr (Thema: Feen und Hexen) sowie am 11. November, 17 bis 21 Uhr (Feuer und Flamme).

hr online - 30. Okt. 2006
Gottesdienste im Tierpark
Mehrere Tausend Besucher hat die "Kirche im Tierpark Sababurg" gezählt. Allein zu den 35 Gottesdiensten seien rund 1.500 Menschen gekommen, teilte Projektleiter Willi Stiel von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. An den insgesamt 210 Öffnungstagen hätten pro Tag zudem zwischen 30 und 100 Gäste das Offene Kirchenzelt aufgesucht. Das Projekt, das im April startete, endete am Sonntag mit einem Gottesdienst. Gerhard Briel, Leiter des Tierparks Sababurg, habe angekündigt, im kommenden Jahr eine Kultur- und Kirchenscheune im Tierpark zu eröffnen, so Stiel. Diese befinde sich derzeit im Umbau. Am Heiligen Abend in diesem Jahr solle dort erstmalig eine Christmette gefeiert werden.

Oberberg Aktuell - 31. Okt. 2006
Bauern- und Kleintiermarkt am Affen- und Vogelpark Eckenhagen
Der überregional bekannte Bauern- und Kleintiermarkt am Affen- und Vogelpark bietet am Sonntag, 5. November von 9 bis 14 Uhr alles an, was Kleintierinteressierte zur Haltung ihrer Lieblinge benötigen. Daneben werden Hühner, Gänse, Enten, Tauben, Kleinvögel, von Papageien über Sittiche, Kaninchen, Meerschweinchen und Chinchillas angeboten.

Morgenweb - 27. Okt. 2006
Hübsche Behausungen für Vögel und Insekten suchen Ihresgleichen
Der Vogelpark am Karlstern ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Aus diesem Grund war auch die Vogel- und Naturschutzausstellung dort sehr kindgerecht und familienfreundlich aufgebaut. Sehr anschaulich gab es Wissenswertes rund um die einheimische Vogelwelt. Für den Vogelpark wird derzeit von den Vereinsmitgliedern schwer gearbeitet. Einige der alten Holzvolieren wurden durch Modelle aus Metall ersetzt, die vom Sonnenlicht verblichenen Schautafeln wurden durch neue ersetzt, hier gibt es Informationen über Eulen sowie Tag- und Nachtgreifer. Auch die Stadt Mannheim steht in der Pflicht und lässt die große Sternvoliere in Stand setzen. Ob dann auch der einzelne Kolkrabe "Corvus Corax" eine Partnerin bekommt, bleibt zu hoffen, denn neue Tiere sind für den Verein schwer zu bekommen.




Nachwuchs 
 
Stuttgarter Wochenblatt - 2. November 2006
Kleines "Urviechle" im Elefantenhaus
16 Monate hat Panzernashornkuh "Sani" ihr vierten Kalb ausgetragen. Am Morgen des 17. Oktober kam die kleine "Shikari" zur Welt, das 14. in der Wilhelma geborene Panzernashörnchen. So kam "Sani" 1993 als Geschenk des Staates Nepal aus dem Royal Chitwan Nationalpark in die Wilhelma, um frisches Blut in die hier so überaus erfolgreiche Zucht der seltenen Tiere zu bringen. "Bruno" hingegen ist ein 1985 geborener Sohn des damaligen Wilhelma-Zuchtpaares "Puri". Trotz aller Bemühungen gehören die tonnenschweren Riesen zu den von der Ausrottung bedrohten Tieren. Die diesjährige Kampagne des Verbandes der europäischen Zoos und Aquarien (EAZA) ist daher dem Schutz der Nashörner gewidmet. Die Wilhelma unterstützt diese Kampagne nicht nur durch die von den Besuchern gespendeten Gelder, sondern sorgt mit "Shikari" auch wieder für wertvollen weiblichen Zuwachs im Bestand.

mdr.de - 30. Okt. 2006
Nashorn-Nachwuchs im Erfurter Zoo
Der Thüringer Zoopark erwartet Nachwuchs. Nashorn-Kuh Temba ist trächtig, wie eine Untersuchung ergeben hat. Bei Nashörnern dauert die Tragzeit 16 Monate. Im Januar könnte es nach Angaben der Zooverwaltung so weit sein. Temba hatte ihr erstes junges Amari nicht angenommen. Das Leben des kleinen Nashorns war deshalb monatelang in Gefahr.

NonstopNews - 31. Okt. 2006
Dreifacher Nachwuchs bei Raubkatzen in Zoo Hannover
Geparden sind eigentlich für ihre Schnelligkeit bekannt. Gepardin Tonya aus dem Zoo Hannover war jedoch alles andere als schnell, was ihre Partnerwahl anging. Mehrfach wurden ihr hoffnungsvolle junge Gepardenmänner aus anderen Zoos vorgestellt – aber Tonya fehlte zunächst jegliches Interesse. Erst als der junge und obendrein noch sehr hübsche Kijani (3) aus dem Zoo Münster ihr Gehege betrat, war das Eis gebrochen. Die leidenschaftliche Liaison war folgenschwer. Mitte September brachte Tonya drei Gepardenbabys auf die Welt. Auch wenn die Temperaturen eher auf Eisbären-Niveau sinken, werden die Drillinge nun erstmals das Außengehege erkunden.

Neue Presse - 31. Okt. 2006
Geparden-Nachwuchs erkundet Zoo Hannover
Der Geparden-Nachwuchs im Zoo von Hannover hat sich am Dienstag erstmals den neugierigen Besuchern präsentiert. Anderthalb Monate nach ihrer Geburt erkundeten die Drillinge das Außengehege des Zoos. Die Winzlinge waren bei der Geburt rund 250 Gramm schwer.

Hamburger Abendblatt - 28. Okt. 2006
Jeannine ist ein wahrer Wildfang
Eifrig probt Jeannine ihre ersten Sprünge. Die kleine Dame ist der jüngste Nachwuchs im Zebra-Gehege von Hagenbecks Tierpark und ein wahres Energiebündel. Am 23. Oktober brachte Mama Jassi ihr Fohlen um 6 Uhr zur Welt. "Zebras gebären immer in den frühen Morgenstunden, da tagsüber die Gefahr durch Feinde in der afrikanischen Steppe wie Schakal, Hyäne und Löwe nicht so groß ist", erklärt Tony Kershaw. Der Tierpfleger hat Jeannine übrigens nach einer ungeduldigen Hagenbeck-Besucherin benannt, die die Geburt des Fohlens kaum erwarten konnte und sich nun über das niedliche afrikanische Wildpferd freut.

Hamburg 1 - 27. Okt. 2006
Neue Hagenbeck-Attraktion: Zebrababy Jeannine
Neue Attraktion für Hagenbeck-Besucher: Sie können das Zebrababy ''Jeannine'' ab sofort regelmäßig im Hamburger Zoo besichtigen. ''Wir haben das Fohlen heute zum ersten Mal mit der ganzen Herde ins Gehege gelassen'', sagte Hagenbeck-Sprecherin Tanja Königshagen am Freitag. Das Shetland-Zebra war am Montag in den frühen Morgenstunden zur Welt gekommen.

Kölner Stadt-Anzeiger - 27. Okt. 2006
Echt kölscher Orang
Sogar in diesem Punkt unterscheiden sich die Orang-Utans hierzulande kaum von ihren pelzlosen Verwandten in Europa: Auch sie bringen viel zu wenig Kinder zur Welt; was weniger an Karriereabsichten der Weibchen oder der in ihrer Rolle verunsicherten Männchen liegt, sondern schlicht daran, dass Orang-Kinder langsam wachsen und jahrelang gesäugt werden müssen, so dass die Abstände zwischen Geburten bis zu acht Jahren betragen können. Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass verhältnismäßig viele Weibchen überhaupt keine Kinder bekommen oder Probleme bei der Aufzucht haben, ist die Freude über Nala, den jüngsten Menschenaffen-Spross im Kölner Zoo besonders groß. Das am 2. September geborene Mädchen, benannt nach einem Fluss auf der Insel Borneo, ist bereits das dritte Kind der 21-jährigen Nony, einem echt kölschen Muttertier.

Sachsen Fernsehen Chemnitz - 27. Okt. 2006
Chemnitzer Tierpark bekam Nachwuchs
Der warme Herbst hat dem Tierpark Chemnitz noch einmal eine Minischwein-Geburt beschert. Sieben Ferkelchen sind am vergangenen Sonntag auf die Welt gekommen und werden von Mutter-Sau Katrin vorbildlich betreut. Zu sehen sind die munteren kleinen Kerlchen, die bislang nur so groß sind wie Meerschweinchen, täglich im Streichelzoo.

Neue OZ Online - 1. Nov. 2006
Klein Lino geht auf große Reise...
Affenliebe: Eng an seinen Pfleger Manuel Schulze gekuschelt, beobachtet der kleine Klammeraffe aufmerksam, was um ihn herum im Osnabrücker Zoo passiert. In etwa zwei Wochen tritt Lino in Begleitung seiner Pflegeeltern, die ihn seit Januar rund um die Uhr betreuen, die weite Reise in seine neue Heimat an: Im Zoo Antwerpen in Belgien freut sich schon ein ebenfalls handaufgezogener Artgenosse auf den neuen Spielkameraden. Ein weiter Umzug steht dem Schimpansenpaar Quattro und Fali bevor. Es wird in einen Zoo in Mittelchina umgesiedelt





Klein Report - 27. Okt. 2006
Früherer Ringier-Personalchef Rolf Balsiger gestorben
Der ehemalige Personalchef des Ringier-Verlags, Rolf Balsiger ist laut einer Todesanzeige der Familie vom Freitag im Alter von 73 Jahren gestorben. Seine grosse Liebe galt dem Zürcher Zoo, für den er 40 Jahren lang in verschiedenen Funktionen gearbeitet hatte, seit 1966 als Präsident und seit seinem Rücktritt 2004 als Ehrenpräsident. Seine umgängliche Art und sein Engagement für den Zoo trugen ihm die Spitznamen «Balsamtiger» und – etwas weniger freundlich - «Salbiger» ein.

affolternonline.ch - 27. Okt. 2006
ZOO ZÜRICH Ehemaliger Präsident Rolf Balsiger gestorben
40 Jahre lang hat sich Rolf Balsiger für die Weiterentwicklung des Zoos Zürich eingesetzt - am Donnerstag ist er im Alter von 73 Jahren gestorben. Laut einer Todesanzeige der Familie vom Freitag erlag er einem Krebsleiden. In den 40 Jahren prägte er die Entwicklung vom Tiergarten zum Zoo als Naturschutzzentrum massgeblich mit. Diese Entwicklung kostete Millionen. Dass sie jeweils zusammenkamen, war in hohem Masse Balsigers Verdienst. Unermüdlich trommelte er Gelder zusammen und warb für den Zoo.

C6 Magazin Online - 1. Nov. 2006
Elefant erkennt sich im Spiegel
Forscher haben bei Versuchen im Bronx Zoo in New York eine neue Erkenntnis über Elefanten erlangt: Sie können sich selbst im Spiegel erkennen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler von der Emory University in Atlanta in ihrer Veröffentlichung in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ vom 30. Oktober. Zumindest eines von drei Versuchstieren versuchte, einen auf seinem Kopf aufgemalten Fleck, der im Spiegelbild zu sehen war, zu entfernen. Bisher war unter anderem von Affen, Delfinen und Elstern ein ähnliches Verhalten bekannt. Und auch bei diesen reagierten nicht immer alle Vesuchstiere auf einen Spiegel.

Focus Online - 31. Okt. 2006
Zootiere hart im Nehmen
Für die Zootiere bedeutet der erwartete Kälteeinbruch keine Gefahr: Großteils haben sie sich längst an das hiesige Wetter gewöhnt, manche werden auch gewärmt. Im Zoo in Landau in Rheinland-Pfalz bewahren Wärmelampen im Gehege Erdmännchen und Frettchen vor möglichem Frost. Bei Bedarf wird außerdem mehr Futter an die Tiere verteilt, so Zoo-Verwalterin Sandra Honigs. Kein Tier müsse umquartiert werden, da sich die Zoo-Bewohner in Wärmehäuser zurückziehen könnten. Auch im Berliner Zoo bleiben viele Bewohner bei Winterwetter im Freien.


meinberlin.de - 28. Okt. 2006
Der Winter kann kommen
Berlin. Noch zeigt der Herbst seine schöne Seite. Doch der Zoo bereitet sich vor den ersten kalten Tagen schon mal auf die bevorstehenden Wintermonate vor. Viele der Exoten benötigten adäquate, beheizte Unterkünfte, sagte der stellvertretende Zoodirektor, Heiner Klös. Die Kraniche oder auch Hawaiienten kämen auf dem Wirtschaftshof in ihre Winterquartiere. Im vergangenen Jahr sei es dort aufgrund der Stellpflicht-Verordnungen wegen der Vogelgrippe leider sehr eng geworden, betonte Klös. Der stellvertretende Zoodirektor hofft, dass die bundesweite Stallpflicht in diesem Winter nicht ausgesprochen wird. Andere Tiere sind im während der kalten Monate überhaupt nicht zu sehen, sagte Klös. Murmeltiere und ihre Verwandten machten jetzt einfach Winterschlaf.

Herner Feuilleton - 26. Okt. 2006
Auge in Auge mit Löwe und Biber
Warum in die Ferne schweifen? Afrika und Alaska liegen doch fast vor der Haustür. IMöglich macht diesen zweifachen Kontinentalsprung die Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen-Bismarck. Landschaftsarchitekten haben auf den rund 30 Hektar Gelände fast ein Wunder vollbracht und es geschafft, mitten im Ruhrgebiet den Eindruck der Weite einer afrikanischen Savanne wiederzugeben: Im Vordergrund liegt ein Löwe und knabbert an seinem Mittagessen, im Hintergrund grasen Zebras und Antilopen, während Strauße eilig umherlaufen. Ebenfalls bereits fertig: Das Schimpansengelände. Derzeit gibt es allerdings noch Verständigungsschwierigkeiten zwischen den beiden Gelsenkirchener Schimpansendamen und den „Neuen“ aus Zürich. 2008 soll auch die Asien-Erlebniswelt fertig gestellt sein. Hier wird man unter anderem auf Baumkronenhöhe durch die Welt der Orang Utans gehen können.

Solinger Tageblatt - 31. Okt. 2006
Wilde Zeiten für den Tierpark

Das Geld ist knapp im Solinger Vogel- und Tierpark am Hermann-Löns-Weg: Dringende Reparaturen können nicht durchgeführt werden. Die Heizung im Vogelhaus ist kaputt, und der Winter steht vor der Tür. Kostenvoranschlag: 3000 Euro. Auch Tierarzt, nötige Operationen und Medikamente seien ein hoher Kostenfaktor. "Wir hatten natürlich nicht kalkuliert, dass wir unseren Bestand wegen der Vogelgrippe durchimpfen mussten." Ein Ara sei an Überfütterung mit Erdnüssen krank geworden und trotz tierärztlicher Hilfe gestorben.

Mitteldeutsche Zeitung - 26. Okt. 2006
Der Mangel macht den Bauern Sorge
Tierarztromantik - durch Fernsehserien ist sie inzwischen weit verbreitet: Der Veterinär, der mit dem Affen im Schlepptau auch nach Feierabend noch Omas Katze behandelt, der rührige Zoo-Tierarzt, der gegen die Kommerzialisierung eines Tierparks kämpft. Doch die Realität sieht anders aus.

Passauer Neue Presse - 27. Okt. 2006
20 Kilo Fleisch reichen für neun Wölfe
Ludwigsthal. Nur wenigen Wolfsfreunden ist es vergönnt, den Canis lupus in der Wildnis beobachten zu dürfen. Im Tierfreigelände des Nationalparks kann jeder Besucher mit etwas Geduld einen Blick auf die faszinierenden Tiere werfen. Ganz nah dran an Meister Isegrim sind die Tierpfleger, die sich um das Wohlergehen des neunköpfigen Rudels und der anderen Wildtiere kümmern. Das 4,5 Hektar große Wolfsgehege ist so konzipiert, dass die Besucher bei etwas Geduld (10 bis 15 Minuten) fast immer einen oder mehrere Wölfe zu Gesicht bekommen. Am besten gelingt dies vom Aussichtsturm aus.

Neuer Grazer - 31. Okt. 2006
Der "Forscherexpress" machte nun im Tierpark Herberstein Station
Geforscht wird im Tierpark Herberstein eigentlich täglich – das gehört zu den Aufgaben eines wissenschaftlich geführten Zoos. Wenn aber die TV-Lieblinge Thomas Brezina und Kati Bellowitsch in ihrem "Forscherexpress" anrauschen, dann werden andere Fragen gestellt. Etwa: Warum hat das Zebra Streifen? Oder: Welches ist tatsächlich das schnellste Tier? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt’s im Frühjahr im ORF-"Forscherexpress".


Vorarlberg Online -  2. November 2006
Wildparktiere qualvoll gestorben
Falsch verstandene Tierliebe und mangelnde Intelligenz mancher Besucher des Wildparks Feldkirch haben Ende Oktober zwei Tieren das Leben gekostet. Sie wurden trotz Verbotsschilder von Besuchern gefüttert. Schimmliges Brot führt nach Angaben des Wildparks bei der Steingeiß zu Koliken und trotz tierärztlicher Behandlung zu einem schmerzvollen Tod
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Naumburger Tageblatt Donnerstag, 2. November 2006
Besucherrekord im Zoo Aschersleben: 2006 schon fast 80 000 Gäste
Der Zoo Aschersleben steuert in diesem Jahr auf einen Besucherrekord zu. So viele Gäste wurden auf dem zehn Hektar großen Areal noch in keinem Jahr seit der Wende gezählt. Publikumsmagnet ist der weiße Tiger Kiara.

20min.ch - 25. Okt. 2006
Der Kofferfisch inspiriert die Industrie
Im Zolli tummelt sich ein Fisch, der der Autoindustrie als Vorlage für luftwiderstandsarme Karosserien dient. Kofferfische leben in einem festen Panzer aus Knochenplatten. So können sie sich nicht schlängelnd fortbewegen wie andere Fische. Um dieses Manko auszugleichen, besitzen sie einen Reibungswiderstands- oder Cw-Wert von 0,06. Sportwagen haben dagegen einen rund fünfmal höheren Wert.

Thüringische Landeszeitung - 26. Okt. 2006
Kastanien und Eicheln gleich tonnenweise
Einen Monat ist es jetzt her, dass der Geraer Tierpark um Unterstützung bei der Versorgung mit Winterfutter bat, vor allem mit Kastanien und Eicheln als Leckerbissen und notwendige Energielieferanten. Gestern konnten Tierparkleiter Ulrich Fischer und Tierinspektor Rüdiger Schmidtke Erfreuliches verkünden: Etwa anderthalb Tonnen Eicheln und mittlerweile über fünf Tonnen Kastanien haben fleißige Helfer dem Waldzoo zur Verfügung gestellt. Eine große Gruppe besonders eifriger Helfer hatte deshalb für gestern eine Einladung in den Tierpark erhalten.

HNA.de - 26. Okt. 2006
Schwarzkittel auf Reisen
Dass es sie irgendwann einmal nach Hardegsen verschlagen würde, konnte Müllers Muschel nicht ahnen, als sie im April dieses Jahres irgendwo in den Wäldern um Gifhorn das Licht der Welt erblickte. Der Start ins Leben verlief für die junge Wildschweindame wohl ziemlich dramatisch, denn Wanderer fanden sie als verwaisten Frischling in der Feldmark und übergaben sie einer Familie Müller zur Aufzucht. Doch als sie aus den Gröbsten raus war, gab es das nächste Problem: Weit und breit gab es keinen Tierpark, der sie aufnehmen konnte. "Wir möchten eine neue Rotte aufbauen", erklärt der Chef des Hardegser Tierparks. Von den acht Schwarzkitteln, die bisher in Hardegsen gepflegt wurden, trennt sich der Tierpark. Die Tiere werden an verschiedene Tierparks in Österreich abgegeben, wo sie laut Schlemme für Blutauffrischung sorgen sollen. In ihrem Gehege sollen demnächst Schafe wohnen. Lediglich Ivan III., der in diesem Jahr in Hardegsen geboren wurde, bleibt in der Eselstadt. Mit Müllers Muschel - diesen Namen verdankt sie ihren Pflegeeltern, da sie immer in der Erde "herumgemuschelt" hat - soll er für längs gestreiften Nachwuchs sorgen und den Grundstock für eine neue Hardegser Wildschweinrotte legen.

Kleine Zeitung Online - 27. Okt. 2006
Mautern: Unbekannter tötete Wildkuh
Ein unbekannter Täter hat im beliebten Tierpark Mautern eine Hirschkuh getötet. Am Donnerstag vormittag fand eine Zoologin des Parks eine verendete Hirschkuh auf, die offenbar erschossen worden war. Trotz intensiver Untersuchungen konnte weder das Projektil noch ein Hinweis auf den Täter gefunden werden. Durch die Tötung entsteht dem Wildpark allerdings ein Gesamtschaden von 400 Euro.

Spiegel Online
Orkanböe knickt Baum um - sieben Verletzte
Die Krokodilshow im Holiday Park Haßloch hat ein dramatisches Ende genommen: Auf das Dach der Bühne krachte ein Baum und begrub mehrere der Zuschauer

SWR Nachrichten
Umstürzender Baum verletzt zwei Menschen
Im Freizeitpark "Holiday Park" in Hassloch (Kreis Bad Dürkheim) sind zwei Menschen von einem umstürzenden Baum schwer verletzt worden.
Wenn der Sturm zweimal kommt
Schwere Sturmböen haben im Holiday-Park Hassloch in der Pfalz einen Baum zum Umstürzen gebracht.

Märkische Oderzeitung - 26. Okt. 2006
Verliebter Schwan zieht mit seinem Tretboot in den Allwetterzoo um
Der offenbar in tiefe Zuneigung zu einem Tretboot entflammte Trauerschwan soll in einer mehrtägigen Aktion in den Allwetterzoo umsiedeln. Wie eine Sprecherin des Tierparks mitteilte, soll das schwanenförmige weiße Tretboot durch Kanäle zum Allwetterzoo gefahren werden und den verliebten Schwan zum Mitkommen bewegen. In dem Tierpark soll das ungleiche Paar dann in einem Teich neben der Elefantenanlage ein Winterquartier finden.

Stern - 1. Nov. 2006
Der Schwan und sein Tretboot
Der Schwan vom Aasee in Münster ist immer noch glücklich in ein Tretboot verliebt. Doch weil der Winter kommt, müssen die beiden nun umziehen - Experten fürchten, der Ortwechsel könnte eine Beziehungskrise bei dem Pärchen auslösen. stern TV berichtet. Sie müssen in den Allwetter-Zoo Münster umziehen. Dort hat Direktor Jörg Adler "ein Freigehege in absoluter Toplage" mit Unterstützung einer Bausparkasse organisiert.

10/19/2006
Animal auction lacks drama, protests
CATSKILL - Almost half of the animals at the now-closed Catskill Game Farm were quietly auctioned off on Wednesday with no sign of the protesters who
picketed near the zoo on its closing weekend. More than 200 people attended the auction at the Catskill Game Farm, off state Route 32 in Catskill. The auctioneer traveled around the zoo on the back of the truck as potential bidders followed on foot. The auction call took place near the animals being sold to allow bidders to get a look. The auction, the subject of scrutiny and criticism from animal rights advocates since the announcement in August that the Catskill Game Farm would close, did not go off completely without its skeptics. Game Farm owner Kathie Schulz said members of her family are keeping a large portion of the Game Farm's nearly 2,000 animals for their private collections. Other animals, such as cats, were going to sanctuaries, and some, like bears, were going to
breeders. About 1,000 animals were on the auction block on Wednesday.

Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

N
iederländische Meldungen

Dierennieuws – 1. November 2006
Drukste oktobermaand ooit in Artis
Bestbesuchter Oktober aller Zeiten in Artis
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200611/nw48662.htm
Im Oktober 2006 kamen ganze 143.000 Besucher in den Amsterdamer Zoo. Im Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre liegt die Besucherzahl im Oktober bei 101.000. Ein Grund für die guten Zahlen ist der neu eröffnete Schmetterlings-Pavillon. Für das gesamte Jahr rechnet Artis mit 1,2 Millionen Besuchern, was ebenfalls ein neuer Rekord wäre.

Dierennieuws – 30. Oktober 2006
Bamboemaki geboren in Zoo Parc Overloon
Bambuslemur geboren im Zoo Parc Overloon
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200610/nw48568.htm
Überraschend kam im Zoo Parc Overloon vor den Augen der Besucher ein Bambuslemur zur Welt. Die Überraschung ist besonders groß, da das Weibchen schon im Frühjahr ein Jungtier zur Welt brachte.

De Stentor – 27. Oktober 2006
Dolfinarium trekt meer bezoekers dan vorig jaar
Dolfinarium zieht mehr Besucher an als im letzten Jahr
http://www.destentor.nl/veluwewest/article774573.ece
Noch sind genaue Zahlen nicht bekannt. Es zeichnet sich jedoch schon jetzt ab, dass 2006 mehr Menschen das Dolfinarium Harderwijk besucht haben, als 2005. Im letzten Jahr zählte man 750.000 Gäste.

Algemeen Dagblad – 23. Oktober 2006
Antiloop neemt de benen
Antilope ausgebüchst
http://www.ad.nl/binnenland/article737341.ece
Im Rotterdamer Zoo hat ein Großer Kudu die Gehegebegrenzung überwunden und das Zoogelände verlassen. Er konnte in einem angrenzenden Industriegebiet betäubt werden und wurde in sein Gehege zurückgebracht.

Algemeen Dagblad – 20. Oktober 2006
Weer aapje overleden in Blijdorp
Wieder Affe gestorben in Blijdorp
http://www.ad.nl/rotterdam/article721637.ece
Die Freude über das im Oktober geborene Gorilla-Juntier wurde bald durch den Tod eines im September zur Welt gekommenen Jungtieres getrübt. Das Tier schwächelte bereits seit seiner Geburt. Bereits im September starben eine Mutter und ihr Jungtier im Rotterdamer Zoo.

Dierennieuws – 17. Oktober 2006
Apenheul krijgt nieuwe zilverrug gorilla
Apenheul erhält neuen Silberrücken
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200610/nw48086.htm
Etwa ein Jahr nach dem Tod des Apeldoorner Gorilla-Mannes erhält Apenheul einen neuen Silberrücken. Es handelt sich um den 13-jährigen Jambo aus dem Krefelder Zoo.

Nu.nl – 13. Oktober 2006
Vier generaties gorilla in Blijdorp
Vier Gorilla-Generationen in Blijdorp

http://www.nu.nl/news/848585/89/Vier_generaties_gorilla_in_Blijdorp.html
Im Rotterdamer Zoo kam in der Nacht vom 12. auf den 13. Oktober ein Gorilla zur Welt. Es handelt sich um ein Jungtier von Weibchen Aya und dem Männchen Bokito. Im Zoo lebt noch die Ur-Großmutter des Jungtieres.


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Zoos  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Tierpark Arche Warder, 01.11.2006
Laternenumzug im Tierpark Arche Warder
Am 11.11.2006 findet ab 17.00 ein Laternenumzug mit St. Martin hoch zu Ross im Tierpark Arche Warder statt. Mit großem Martinsfeuer, Gesang, Punsch/Kinderpunsch und Grillwürstchen. Der Eintritt ist frei.

Tierpark Hagenbeck, 01.11.2006
Hagenbecks Elefanten ziehen in neues “Wohnzimmer“ Tierpark eröffnet neue Elefanten-Freilaufhalle
Vier Zimmer sind zu klein für eine 10-köpfige Familie. Das gilt auch für die Elefanten-Herde im Tierpark Hagenbeck. Bisher wohnten die Dickhäuter in der Außen-Anlage mit ihrem Bullen- und Mutter-Kind-„Gehege“ – in beheizten Boxen standen sie nachts und im Winter. Jetzt beziehen die sieben Damen mit den zwei Jüngsten Thai (2) und Kandy (3) ihr neues Wohnzimmer: die Elefanten-Freilaufhalle. Die Stiftung Tierpark Hagenbeck finanzierte das „1,6 Millionen-Projekt“. Am 3. November wird der Tierpark die sieben Meter hohe Halle hinter dem Haupteingang eröffnen. Nach nur einem Jahr Bauzeit zieht die Dickhäuter-Familie in ihr neues Zuhause. „In der Freilaufhalle verbringen die Elefanten jetzt auch die Nächte zusammen. Das wird die Tiere stärker aneinander binden“, erklärt Hagenbecks Tierarzt Dr. Michael Flügger. Die Ebene für die Besucher nicht mitgerechnet, können die Elefanten jetzt rund 1.000 Quadratmeter beheizte und überdachte Fläche alleine nutzen. Das entspricht in etwa der Größe von zwei Tennisplätzen. Außerdem verbessert die neue Halle die Chancen auf eine Geburt wie in der Natur im Kreis aller Mütter, Tanten und Schwestern. Ab November werden die Besucher die Asiatischen Elefanten auch bei schlechtem Wetter und im Winter als Herde in der Freilaufhalle erleben.

Vogelpark Walsrode, 01.11.2006
Theater im VogelPark - VogelPark Walsrode überrascht in der Wintersaison mit zahlreichen Aktionen
Wie sieht ein Vogeltanz aus? Wohin fliegen die Vögel im Winter? Und welcher Piepmatz zwitschert am lautesten? Einer der Höhepunkte des neuen Winterangebotes vom Vogelpark Walsrode sind die eigens entwickelten Theater-Workshops für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Ab dem 11. November können sie jeden Samstag mit bunten Masken, fantasievollen Kostümen und Tänzen spielerisch in die Rolle von Vögeln schlüpfen und deren Besonderheiten erfahren. Nach etwa 90 Minuten Spiel und Proben kommt dann der große Auftritt: Familie, Freunde und Bekannte dürfen sich die Workshop-Ergebnisse bei einer öffentlichen Aufführung ansehen und beklatschen. Ausgedacht haben sich die extra für den VogelPark Walsrode entworfene Workshop-Idee die erfahrenen Kindertheatermacher Undine und Peter Andersonn. Die beiden Profi-Schauspieler stehen auch hinter einer weiteren Neuheit, die
Vogelpark-Besucher ab dem 4. November erleben können. An jedem Sonntag bis zum Frühlingsanfang können sie fantasievollen Vogelmärchen, Liedern und Legenden lauschen. Vorgetragen werden die Geschichten von zwei schrägen Wandervögeln namens Colombia Turturella und Pierre Volière, die auf ihren Reisen durch die ganze Welt alles gesammelt haben, was kleine und große
Vogelfreunde interessiert.

Tierpark Nordhorn, 01.11.2006
12. Zootag im Tierpark Nordhorn „Tag der offenen Tür“ mit tollem Programm und freiem Eintritt
Am Sonntag, den 05. November feiert der Nordhorner Tierpark bereits zum 12. Mal seinen „Tag der offenen Tür“. Der Eintritt in den Familienzoo ist an diesem Tag traditionell für Jedermann frei. Das Programm von Tierpflegern, Handwerkern, Zooschule, Cafeteria und Förderverein des Zoos findet in der Zeit von 10 bis 16 Uhr statt und ist mit alt bewährten und neuen Aspekten besonders abwechslungsreich für Groß und Klein. Im Familienzoo erwarten Sie viele Informationsstände, an einigen Stellen Blicke „hinter die Kulissen“ und eine Zootag-Rallye für Kinder. Interessante neue Spiele wie „Fang die Maus“ und „Geschickt wie ein Schimpanse“ laden zum kennen lernen ein. Der traditionelle Kettkar-Geschicklichkeitsparcours mit 4-rädrigen Maschinen von Raiffeisen Nordhorn und die selbstgebaute Negerkuss-Wurfmaschine dürfen zum Austoben natürlich nicht fehlen. Der Förderverein des Tierparks veranstaltet an der Cafeteria eine große Tombola und bietet im historischen Vechtehof frisch gebackene Waffeln und Heißgetränke an. Die Einnahmen am Zootag durch geringe Spieleinsätze und den Verkauf schöner Souvenirs an einem Drill-Informationsstand gehen zur Erhaltung der bedrohten Affenart an den Verein „Rettet den Drill e.V.“.

Zoo Köln, 31.10.2006
Wilfried Schmickler übernimmt im Kölner Zoo eine Tierpatenschaft, und zwar, wie könnte es anders sein, für einen „Brüllaffen“.
Wilfried Schmickler ist kein Typ für nette Stunden. Eine Patenschaft für eine Schmusekatze oder ein Faultier passen nicht zu ihm; er ist ein wortgewaltiger Aufmischer: politisch, aktuell, ironisch und provokant, dabei aber immer höchst unterhaltsam und witzig und deshalb passt quasi als „inspirierendes Wappentier“ der „BRÜLLAFFE“ ganz gut zu ihm. Und wo kann man so ein Tier anders finden als im Zoo Köln, der für jeden etwas zu bieten hat. Ob Herr Schmickler sich allerdings darüber im Klaren war, dass es sich bei seinem Patentier um einen „Roten Brüllaffen“ handelt, wagt die Zooleitung zu bezweifeln.

Zoo Duisburg, 31.10.2006
Die Open-Air-Saison im Delphinarium des Zoo Duisburg geht zu Ende:
Die Delphine werden noch vor Jahresende 2006 ein neues Dach erhalten!
Während die Außentemperaturen merklich kühler werden und die täglich wachsenden Laubberge vom nahenden Winter künden, laufen im Zoo die Vorbereitungen für den notwendigen Dachneubau des Delphinariums auf Hochtouren. Das ehrgeizige Ziel lautet, das Gebäude noch vor Beginn der Frostperiode wieder zu schließen, um weder die Gesundheit der Delphine noch die Gebäudesubstanz während des Winters zu gefährden.

Zoo Hannover, 31.10.2006
Drollige Drillinge nach leidenschaftlicher Liaison
Geparden sind eigentlich für ihre Schnelligkeit bekannt. Gepardin Tonya aus Hannover war jedoch alles andere als schnell, was die Partnerwahl anging. Mehrfach wurden ihr hoffnungsvolle junge Gepardenmänner aus anderen Zoos vorgestellt – aber Tonya ließ nicht einmal ein müdes Fauchen hören. Erst als der junge und obendrein sehr hübsche Kijani (3) aus dem Zoo Münster ihr Gehege betrat, war das Eis gebrochen: Tonya erlag dem Charme des eleganten Gepardenmannes, und Kijani machte seiner Tierart alle Ehre – Gepard kommt augenscheinlich von „gepaart“. Die leidenschaftliche Liaison war folgenschwer: Am 14. September brachte Tonya drei Gepardenbabys auf die Welt. Seitdem halten die Drillinge die Mutter hinter den Kulissen schwer auf Trab. Zwar sind sie bei der Geburt gerade mal 250 Gramm schwer, aber kaum können sie krabbeln, geht das wilde Krabbeln auch schon los und Mutter Tonya muss in alle Richtungen sprinten, um ihren Nachwuchs beieinander zu halten. Im Gegensatz zu ihrer Mutter sind sie sehr dunkel gefärbt und tragen eine hell-gelbgraue, lange Nacken- und Rückenmähne. Die seltsame Färbung hellt sich in den nächsten Monaten auf, bis die Kleinen dann genauso aussehen wie Mutter Tonya. Jetzt dürfen die Winzlinge zum ersten Mal ihr Außengehege erkunden. Nur gut, dass Tonya bis zu 120 Stundenkilometer schnell sein kann, um die Rasselbande aus allen Ecken wieder einzufangen! Die Gepardenbabys sind bei schönem Wetter täglich ab 11 Uhr zu sehen.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 31.10.2006
Winterwellness mit Orchidee, Affe & Co.
Es ist dunkel morgens, der Nebel kriecht durch die Gegend, die Blumenpracht welkt dahin, die Autos ziehen Winterreifen an und die Heizungen werden angestellt. Zwar gibt es noch vereinzelt sonnige Tage, aber die Natur bereitet sich unverkennbar auf die Winterpause vor – und die Laune der Menschen sinkt. Die Jahreszeit muss man akzeptieren, schlechte Laune bis zum nächsten Frühling aber nicht. Es gibt schließlich die Wilhelma! Die Bäume entblättern sich in leuchtenden Gelb- und Rot-Tönen, Eichhörnchen hasten mit Nüssen von Versteck zu Versteck, Krähen klauen Futterreste, und für Bären und Elefanten gibt’s dicke Kürbisse als Leckerei. Die prächtigen Blumenrabatten sind von den Gärtnern abgeräumt und für die kalte Jahreszeit mit Stiefmütterchen bestückt worden – teilweise vergeblich, denn manche Vögel haben wenig Respekt vor gärtnerischem Bemühen. Wenn die kalte Jahreszeit die Oberhand gewinnt, können die Besucher in die tropischen Tier- und Pflanzenhäuser ausweichen und dort die Seele baumeln lassen. Vielleicht im Blütenrausch bei den Orchideen schwelgen, im Wintergarten den Kois beim Baden zuschauen und im Schmetterlingshaus den bunten Faltern nachträumen? Oder in den Tierhäusern dem kleinen Panzernashorn beim Spielen und den Elefanten beim Baden zuschauen, beobachten, wie die Raubkatzen ein Hühnchen rupfen und die Fische artig ihre Garnelen schlürfen? Ein Besuch im Affenhaus schließlich ist ein Muss – vor allem für die Affen, denn sie finden den Winter mit den wenigen Besuchern einfach langweilig und freuen sich, wenn vor der Scheibe was los ist. Oder lieber doch nach draußen? Die Seelöwen toben ihren Spieltrieb bei jeder Fütterung aus – im Winter stehen fast alle Besucher in der ersten Reihe. Die kalten Kinderhände kann man anschließend in der Wolle der Skudden im Streichelgehege auf dem Schaubauernhof wärmen – oder im Restaurant an einem heißen Kakao. Erfahrene „Schlechtwetterbesucher“ genießen saftiges Grün, blühende Pflanzen, Vogelgezwitscher und das Rauschen des Wasserfalls im Amazonienhaus. Die Wilhelma bietet für jeden eine Ecke, in der man Herbststürme und Nachtfröste vergessen kann!

Tiergarten Schönbrunn, 31.10.2006
Zoodirektor Dr. Andreas Jacob empört: „Den Schönbrunner Elefanten Abu und Sabi geht es im Zoo Halle bestens!“
Entrüstet reagierte der Zoodirektor von Halle in Sachsen Anhalt (Deutschland), Dr. Andreas Jacob, auf Medienberichte in Österreich, nachdem laut einem Tierschutzverein die Schönbrunner Elefanten in seinem Zoo „leiden“, „isoliert seien“ und ähnliches. Dr. Jacob: „Die beiden Elefanten sind fast ganztägig gemeinsam auf der Anlage und werden nur gelegentlich für kurze Zeit getrennt, wenn mit einem der Tiere gearbeitet wird. Gerade gestern am Montag, dem 30. Oktober 2006, haben sie bei strahlender Herbstsonne erstmals unser riesiges Elefantenbad genossen und gemeinsam im Wasser gespielt.“ Für den Schönbrunner Tiergarten-Direktor VR Hon.-Prof. Dr. Helmut Pechlaner ist die Situation klar: „Genau wie vor einem Jahr nützt die selbe Tierschutzorganisation die spendenträchtige Vorweihnachtszeit, um mit unwahren Behauptungen über die Schönbrunner Elefanten beim spendenfreudigen Publikum Beachtung zu finden! Ich habe mich selbst vor Wochen in Halle von den makellosen Haltungsbedingungen und der perfekten Betreuung überzeugen können. Es ist erstaunlich, dass einzelne Journalisten gerade dieser Tierschutzorganisation immer noch Glauben schenken und nicht an Ort und Stelle recherchieren.“

Zoo Krefeld, 31.10.2006
Oma „Gombe“ verabschiedet ihre Enkel: Halbstarke Schimpansen aus Krefeld ziehen nach Indien um
Früh am Morgen erreichte ein seit zwei Jahren geplanter Schimpansentransport seinen Höhepunkt. „Marius“ und „Manni“ verließen den Zoo Krefeld Richtung Delhi in Indien. Zootierarzt Martin Straube legte die zwölf und acht Jahre alten Halbstarken in eine sanfte Narkose und mit Unterstützung der Tierpfleger wurden sie in die speziell angefertigte Transportkiste getragen. Affen-Oma „Gombe“, ein Wildfang von 1973 aus Westafrika, beobachtete das angespannte Treiben aus der Nachbarbox genau, schließlich musste sie von ihren Enkeln Abschied nehmen. Kurz nach acht Uhr verließ der große Transporter Krefeld. Erstes Ziel war der Flughafen Frankfurt. Mit im Gepäck hatte Martin Straube Flaschen mit Tee und eine Gemüseration für jedes Tier. Er begleitet die Tiere und erleichtert ihnen die Eingewöhnung in der neuen Heimat. Im indischen Hauptstadt-Zoo werden die beiden von einer Schimpansin und einem weiteren Männchen erwartet. Die Krefelder Tierpfleger sind froh, dass durch den Kontakt nach Indien ein Umzug möglich wurde, denn in Europa gibt es momentan keinen Platz für halbwüchsige Schimpansen. In Indien können die beiden eine eigene Familie gründen. Delhis Zoo entwickelt sich rasant und viele neue Anlagen werden gebaut. Der tiermedizinische Standard ist hoch und es bestehen enge Kooperationen mit Zoos und Einrichtungen in Australien.

Zoo Krefeld, 31.10.2006
Neugier ist gefragt: Zoo sucht Jugendliche für Forschertag
Ein Forschertag für fünf Kinder ab zehn Jahren findet im Zoo Krefeld von Januar bis März jeweils am 4. Samstag im Monat von 10 Uhr bis 16 Uhr statt. An diesen Tagen werden dann die interessierten Jungforscher zu Wissenschaftlern, die das Tierverhalten beobachten, Gehege planen, Steckbriefe erstellen, Pflanzen untersuchen, einen Tiertransport planen und vieles mehr. Ein Blick in die Arbeit des Zoos vom Tierpfleger über Gärtner bis zum Biologen wird möglich. Zum Abschluss erhält jeder eine Urkunde und ein Foto als Erinnerung an einen erfolgreichen Zootag.

Zoologischer Garten Magdeburg, 30.10.2006
Neuzugang im Magdeburger Zoo: „Dina“ heißt die neue Schneeleopardin
Die 1 ½ jährige Schneeleopardin „Dina“ gehört neu zum Tierbestand des Magdeburger Zoos. Noch ist sie etwas schüchtern und gewöhnt sich erst in die neue Umgebung ein.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 30.10.2006
Ein „Berliner Kindl“ wird Münchnerin!
Die Freude bei allen Hellabrunnern ist riesig. Am 28.10.06 traf mit einem Spezialtransporter die junge Elefantenkuh „Temi“ in Hellabrunn ein, die vom Berliner Tierpark Friedrichsfelde bei uns eingestellt wird. Herzlichen Dank dafür!! Sie kam in Begleitung ihres Tierpflegers, Herrn Thomas Günther, der bis zum Sonntag noch bei uns bleiben wird, um „Temi“ (burmesisch: Tochter) bei uns einzugewöhnen. Zuvor waren zwei unserer Elefantentierpfleger 14 Tage in Berlin, um sich mit dem Tier vertraut zu machen. „Temi“ wurde am 2. November 2001 im Tierpark Berlin geboren (Vater „Ankhor“, Mutter „Kewa“) und wog bei Geburt ca. 100 kg. Jetzt hat sie sich mit 1, 8 t zu einer prächtigen Jungelefantin entwickelt und wird in den nächsten Tagen in unsere Gruppe eingewöhnt. Elefantenkühe werden in der Regel mit dem 8. Lebensjahr geschlechtsreif und wir hoffen, dass dann „Temi“ zusammen mit unserem Elefantenbullen „Gajendra“ (13 Jahre) erfolgreich nachzüchten wird.

Zoo Leipzig, 30.10.2006
Zu Besuch bei den Waldmenschen - Sonntagstouren führen im November zu den Orang-Utans
Die kleine Padana feiert im November erst ihren neunten Geburtstag. Doch die junge Dame ist schon sehr erwachsen: Ihre Milchzähne sind bereits vor Jahren ausgefallen und knifflige Aufgaben löst das Mädchen mit Bravour. Doch orangefarbene Waldmenschen wie Pndana sind sehr selten geworden! Wer jetzt neugierig geworden ist, darf sich auf keinen Fall die Sonntagstouren im November entgehen lassen. Diese führen durch hohe Sträucher und Gräser, über tiefe Wasserschluchten hinein in die dunklen Höhlen des Dschungels. Aufmerksame Gefährten werden schon aus der Ferne orange-rote Flecken im Dickicht leuchten sehen. Beim näher kommen verwandeln sich diese in runde Körper mit langen Armen und vergleichsweise kurzen Beinen, die eifrig hin und her schaukeln. Padana und die anderen Familienmitglieder verbringen viel Zeit mit dem Schwinghangeln. Schließlich sind sie Orang-Utans, so genannte Waldmenschen, die im Freiland ihren grünen und blättrigen Lebensraum nie verlassen würden. Wie die ausgefeilte Technik des Hangelns funktioniert und ob sich die Tiere auch auf den Boden elegant bewegen können, lässt sich im Leipziger Zoo gut beobachten. Dabei werden die Zoolosten wissenswerte Details aus dem Leben der Affen erzählen und erklären, ob und wie die Tiere mit uns Menschen verwandt sind. Der Startschuss für die affigen Führungen fällt jeden Sonntag um 11 Uhr!

Zoo Salzburg, 30.10.2006
Ein Kürbiskopf weckt die Neugierde der Zootiere!
Nandu, Nasenbär und Co gruseln sich keineswegs vor dem Halloween-Kürbis. Der „orange Geselle“ wird vom Nandu-Mann mit dem Rufnamen Hainandu genauestens mit seinem Schnabel auf mögliche, tief verborgene Futterquelle untersucht. Die Nasenbären-Damen gehen mit dem „Hohlkopf“ nicht sehr zimperlich um. Nachdem von ihnen festgestellt wurde, dass keine Bananen und Trauben mehr versteckt sind, wird er für Streckübungen zweckentfremdet. „Wir sind um das Wohl unserer Zootiere sehr bemüht. Eine Veränderung auf der Anlage oder eben auch mal ein Kürbis ist eine willkommene Abwechslung für unsere Tiere. Diese werden dann nicht nur untersuchen oder bearbeiten sondern fördern auch artgemäße Verhaltensweisen“ berichtet Zoo Geschäftsführerin Sabine Grebner. Am Dienstag, den 31. Oktober, werden die Tierpfleger in Hellbrunn so manchen ihrer Schützlinge mit einem Kürbis überraschen. Zoo-Besucher werden erstaunt sein, welche Aktivität so ein Kürbis bei den Tieren auslösen kann!

Tierpark Chemnitz, 27.10.2006
Sieben Minischweinchen geboren
Der warme Herbst hat dem Tierpark Chemnitz noch mal eine Minischwein-Geburt beschert. Sieben Ferkelchen sind am vergangenen Sonntag auf die Welt gekommen und werden von Mutter-Sau Katrin vorbildlich betreut. Zu sehen sind die munteren kleinen Kerlchen, die bislang nur Meerschweinchengröße haben, täglich im Streichelzoo.


Thüringer Zoopark Erfurt, 27.10.2006
Fisch- und Wasserpflanzenbörse
Am 5. November findet die 6. Fisch- und Wasserpflanzenbörse des Vereins der Aquarienfreunde 1912 e.V. statt. Wie bei jeder Fisch- und Wasserpflanzenbörse können auch diesmal wieder Nachzuchten von Süßwasserfischen und Wasserpflanzen käuflich erworben werden. Jeder der Interesse hat, ist herzlich eingeladen, von 9 bis 12 Uhr im Aquarium am Nettelbeckufer 28a hereinzuschauen.

Tierpark Haag, 27.10.2006
ZEBRABABY IST NICHT MEHR NAMENLOS
Das am 24. September geborene Zebrababy läuft nicht mehr namenlos im Tierpark Stadt Haag herum. Die Geburt des Zebras war in der 33-jährigen Geschichte des Tierparks Stadt Haag etwas ganz Außergewöhnliches. Die Eltern, Kiri und Hatarai, deren Heimat der Hamburger Hagenbeck Zoo war, kamen infolge eines internationalen Zuchtprogrammes ins Mostviertel. Die Luft, die Umgebung und auch die einfühlsame Arbeit der Haager Tierpfleger trugen dazu bei, dass sich die gestreifte Pferdeart bereits nach über 2 Jahren über einen Familienzuwachs erfreuen konnte. Die Freude ist dem Elternpaar wohl anzumerken und es ist zugleich auch sehr schön zu beobachten, wie sich die Mutter um das Fohlen kümmert und der Vater mit all seiner Kraft sein Mädchen beschützt. „Nachdem das Zebramädchen geboren gab es viele interessierte Personen für eine Namenspatenschaft“, berichtet der Tierparkleiter Hans Kogler. Den besten Vorschlag machte die 22-jährige Studentin, Bernadette Mayrhofer aus Viehdorf bei Amstetten mit dem Namen „Orisha“.
Afrikanischer und passender hätte dieser Name, der von einer afrikanischen Naturrreligion abgeleitet wird, nicht sein können.

Aktion Fischotterschutz, 27.10.2006
Tag der Wirtschaft im OTTER-ZENTRUM - Treffpunkt für kleine und mittlere Unternehmen
Am Mittwoch, dem 22. November treffen sich ab 10.00 Uhr Fachleute und Entscheidungsträger kleiner und mittelständischer Unternehmen zum Erfahrungs- und Informationsaustausch im OTTER-ZENTRUM. Das Regionale Bildungszentrum für Nachhaltigkeit (REBINA) der Aktion Fischotterschutz veranstaltet nach dem Erfolg im vergangenen Jahr diesen „Tag der Wirtschaft“ nun zum zweiten Mal. Im Mittelpunkt steht diesmal ein Energie-Effizienz-Training. Anhand von Beispielen aus der Praxis erfahren die Teilnehmer, wie man mit pragmatischen und verblüffend einfachen Methoden den Kostenfaktor Energie deutlich senken kann. Wer wissen möchte, welche Fördermittel für Energie-Effizienz-Projekte zur Verfügung stehen und unter welchen Voraussetzungen diese Mittel beantragt werden können, bekommt am Tag der Wirtschaft ausführliche Informationen.

Tierpark Essehof, 26.10.2006
Seltene Esel aus Spanien sollen deutsche Zuchtlinie starten
Diese Woche ist im Tierpark Essehof ein junger Eselhengst aus Spanien eingetroffen. Mit „Viriato“ gibt es erst zwei Hengste der spanischen Rieseneselrasse Zamorano-Leonés in Deutschland. Freudig erwarteten ihn die beiden Stuten im Tierpark, mit denen er in den kommenden Jahren für Nachwuchs sorgen soll. In Deutschland steht die Zucht am Anfang, weltweit gibt es nur wenige hundert im Zuchtbuch registrierte Tiere. Die Parkleitung hofft auf die ersten Fohlen im Früjahr 2008. Früher ist bei einer Verpaarung im März/April und einer Trächtigkeit von ca. 360 Tagen nicht damit zu rechnen. In Deutschland pflegt nur ein weiterer Haustierpark diese Raritären.
Die zotteligen, dunkelbraunen Esel haben ein Stockmaß von 140-145 cm und werden im Nordwesten Spaniens bereits seit Jahrhunderten gezüchtet. Maultiere dienten dort und in den spanischen Kolonien als Trag- und Lasttiere. Für deren Zucht benötigte man große Eselhengste, die die größeren Pferdestuten decken konnten. Aber auch die Esel selbst fanden ihren Einsatz z. B. in der Landwirtschaft. Durch die Motorisierung wurden die Esel seltener. Heute werden die letzten verbleibenden Tiere vorrangig zur Erhaltung des Erb- und Kulturgutes gezüchtet, wozu die Spanier in den Neunzigern ein Zuchbuch einrichteten.

Zoologischer Garten Berlin, 26.10.2006
Rund und gesund: Vier Pelikan-Babys im Zoo!
Anfang Mai diesen Jahres gerieten selbst die ruhigsten und besonnensten Berliner Zoo-Tierpfleger außer sich vor Wut und Ärger, als aus unerklärlichen Gründen in der Nacht zum 2. Mai ein Hubschrauber in geringer Höhe über den Zoo kreiste und dabei den Tod von gleich drei Pelikan-Kindern verursachte. Die Kleinen sprangen aus Angst vor dem ungewohnten Lärm in den Teich und ertranken jammervoll. Im Zoo hofft man, dass sich so etwas niemals wiederholen wird, vor allen, weil es seit Anfang Oktober abermals Nachwuchs bei den stark von der Ausrottung bedrohten südosteuropäischen Krauskopfpelikanen gibt. Diesmal wachsen in drei Nestern vier Jung-Pelikane heran! Die Kleinen sind von den Besuchern sehr gut von der Brücke aus zu beobachten.

Allwetterzoo Münster, 26.10.2006
Der „Schwarze Peter“ zieht vom Aasee in den Allwetterzoo um
Im Frühjahr 2006 tauchte auf Münsters Aasee ein Trauerschwan auf. Er verliebte sich in ein weißes Tretboot in Schwanengestalt. Sehr bald machte das ungleiche Paar Schlagzeilen und viele Menschen kamen an den Aasee, um die „Liebenden” zu sehen. Als der Winter nahte, sollte das Tretboot den Aasee verlassen. Nun sorgten sich die Menschen: Was macht der Schwarze Schwan ohne seine weiße Kunststoff-Gefährtin? Die Rettung fand sich am anderen Ende des Aasees: Im Allwetterzoo Münster gibt es für den „Schwarzen Peter” und das Schwanentretboot ein sicheres Zuhause. Hier werden beide bis zum nächsten Frühjahr bleiben - wenn alles nach Plan klappt! Den Transport des Tretboots in den Zoo organisiert die Yachtschule Overschmidt. Deren Inhaber Peter Overschmidt ist als Besitzer des Schwanenbootes quasi zum „Medienbeauftragten“ des Schwarzen Schwans geworden. Zoodirektor Jörg Adler und Tierpfleger des Vogelreviers werden den Schwan auf seiner mehrtägigen Reise in den Zoo regelmäßig besuchen und füttern. Die am Aasee ansässige Westdeutsche Landesbausparkasse (LBS) hat entsprechend ihrem Slogan, „Wir geben Ihrer Zukunft ein Zuhause“, dem „Schwarzen Peter“ ein neues Zuhause ermöglicht. Sie unterstützt den Zoo und finanziert die Umzugs-, „Miet“- und Futterkosten für das Pärchen im Winterquartier. Weitere Spenden, die für die Überwinterung des "Schwarzen Peter" im Zoo bereits in Aussicht gestellt wurden, sollen in einen "Schwanenfonds" einfließen, der von der Stiftung Artenschutz eingerichtet wird. Damit wird der "Schwarze Peter" zum Botschafter für Schwäne und deren bedrohte Lebensräume. Mit dem Umzug wird am 2. November begonnen, d.h., das Schwanentretboot wird 200 m weiter Richtung Zoo geschleppt, stets in der Hoffnung, dass der "Schwarze Peter" ihm folgen wird. Nach mehreren Stationen auf dem See bzw. im Zookanal soll am 9. November der endgültige Einzug in den Allwetterzoo stattfinden - vorausgesetzt der Schwarze Schwan ist dem Tretboot stets gefolgt. Geht alles gut, kann das ungleiche Paar demnächst auf einem Teich neben der Elefantenaußenanlage besucht werden.

Zoo Dortmund, 26.10.2006
Protestierende Schweine im Dortmunder Zoo?
Nicht ganz. Aber als Neuzugang im Zoo Dortmund sind drei kleine Husumer Protestschweine zu verzeichnen – eine seltene Schweinerasse, die den historischen Tierbestand des Zoos um eine weitere Form bereichert, die bislang nicht hier zu sehen war. Da sie ganz neu sind in Dortmund suchen die Schweinchen noch liebe Paten. Die Patenschaft kostet für ein Jahr 50 Euro. Auch haben die Schweinchen noch keinen Namen. Die ersten Paten dürfen dann den Namen bestimmen. Informationen gibt Veronika Saul von der Zoo-Info unter Telefon (0231) 50-28628 oder per e-mail zoo@dortmund.de. Ein Patenschaftsantrag wird dann umgehend zugesandt. Der Zoo ist im Internet unter www.dortmund.de/zoo zu finden. Zum Pressetermin mit den drei kleinen Schweinchen laden wir ein am Freitag, 27. Oktober. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Westfälischen Bauernhof im Dortmunder Zoo. Über Ihr Interesse freuen wir uns. Das Husumer Protestschwein wird auch als Rotbuntes Husumer Schwein oder als Dänisches Protestschwein bezeichnet. Es stammt ursprünglich aus Schleswig-Holstein. Dort wurde dieser Farbschlag aus der Einkreuzung verschiedener Rassen mit dem Angler Sattelschwein erhalten. Vor mehr als hundert Jahren fühlte die dänische Teilbevölkerung Schleswig-Holsteins sich benachteiligt, weil es ihnen nicht gestattet war, ihre eigene rotweiße Landesflagge zu zeigen. Aus Protest (daher der Name!) hielten die dänischen Landwirte in der Gegend um Husum vornehmlich die rot-weiß gefärbten Schweine – sozusagen als Ersatz für die Nationalfahne. So kam diese Schweinerasse zu ihrem ungewöhnlichen Namen.

Tiergarten Nürnberg, 26.10.2006
Junge Sanddüne bekommt ein neues Kleid
Der Tiergarten Nürnberg und die SandAchse Franken weihen die neue Sanddüne im Tiergarten ein. Schüler der Steiner-Schule bringen Samen seltener Sandpflanzen aus dem Pegnitztal ein und eröffnen eine Schautafel an dem neu geschaffenen Sandlebensraum im Eingangsbereich des Tiergartens. Die Tiergartenbesucher wissen es schon länger: Nürnberg hat eine neue Sanddüne. Den attraktiven Sandlebensraum im Eingansbereich hat der Tiergarten in Kooperation mit der SandAchse Franken schon im Frühjahr dieses Jahres angelegt. Allerdings war die Bepflanzung nicht unbedingt standorttypisch und muss jetzt zur idealen Zeit für Aussaat und Pflanzung entsprechend angepasst werden. Dazu werden heimische, seltene Sandpflanzen ausgewählt. Schüler der Steiner-Schule Nürnberg sammeln Samen im Pegnitztal-Ost und säen sie an der Sanddüne aus. Damit soll die neue Wohnung für Blauflügelige Ödlandschrecke, Sandlaufkäfer und andere Tiere so attraktiv wie möglich gemacht werden. Bei dieser Gelegenheit wird von den Schülern der Steiner-Schule, dem Vertreter der SandAchse und dem Direktor des Tiergartens, eine neue Infotafel zur Sanddüne enthüllt.

Zoo Heidelberg, 26.10.2006
Die Zoofreunde haben auch ein Herz für kleine Tiere
Die Spendenaktion des Vereins der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V. für das Elefantenhaus läuft auf vollen Touren. Allein beim Verein sind bereits mehr als 40.000 € Spenden für die grauen Riesen zusammengekommen. Daneben möchte der Verein aus den Mitgliedsbeiträgen auch die sonstige Entwicklung des Zoos fördern. Die stetig steigende Mitgliederzahl lässt eine ansehnliche Spende aus Mitgliedsbeiträgen zu. Die Spende ist für den Bau eines Gehege für kleine Säugetiere hoch willkommen. Schon im nächsten Frühjahr sollen die putzigen Präriehunde das neue Eigenheim beziehen. Präriehunde sind eigentlich keine Hunde, sondern Nagetiere und mit den Hörnchen verwandt. Sie leben in der Prärie Nordamerikas in großen Gruppen. Da sie unterirdische Baue anlegen, in denen sie Schutz vor Feinden aber auch einen frostfreien Unterschlupf für die Winterschlaf finden, musste auch das neue Gehege im Tiergarten Heidelberg mit einem stabilen Grabschutz ausgestattet werden. Einsichtsmöglichkeiten für die Besucher durch Plexiglasscheiben sowie Dekoration aus Wurzeln, Stämmen, Steinen und Kunstfelsen werden das neue Gehege Anfang nächsten Jahres bezugsfertig machen. Die Tiere werden jedoch erst im Frühjahr einziehen, sobald das Klima wieder milder geworden ist.

Zoo Krefeld, 26.10.2006
Patchwork-Großfamilie mit Nachwuchs: Die Zebramangusten im Zoo Krefeld ziehen gleich zwei Würfe auf
Das große Wuseln gibt es momentan in der Zebramangusten-Anlage des Zoo Krefeld. Sechs kleine „Mangüstchen“ flitzen und kullern durch das Gehege. Zur großen Freude der Tierpfleger Thomas Hamma und Knut Nielsen gab es in diesem Jahr sogar zwei Würfe von verschiedenen Weibchen. Was bei anderen Tierarten nicht ungewöhnlich ist, bedeutet bei den Schleichkatzen aus den Savannen Afrikas eine kleine Sensation. Normalerweise führt ein Leipaar die Gruppe an, alle anderen ordnen sich unter. Nur die „Chefin“ ist für den Fortbestand der Familie zuständig. Nach der Geburt säugt sie die Jungen nur, die „Erziehung“ übernehmen die anderen Weibchen.

Wisentgehege Springe, 26.10.2006
23. Hubertusfest im Wisentgehege Springe
Am 28. und 29. Oktober wird im Wisentgehege Springe das Hubertusfest gefeiert. Um die An- und Abreise mit dem Pkw zu erleichtern, wird wie in den vergangenen Jahren eine Einbahnstraße eingerichtet. Die Kreisstraße 213, vor dem Wisentgehege, ist dann nur von der Abzweigung Wisentgehege in Richtung Alvesrode befahrbar. In der näheren Umgebung des Wisentgeheges weisen veränderte bzw. zusätzliche Verkehrschilder auf die gültige Verkehrsregelung hin. Das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr werden mit Streckenposten die anreisenden Besucher in freie Parkplätze einweisen. Die Besucher werden dringend gebeten, den Anweisungen der Streckenposten Folge zu leisten. Zusätzlich zum Hauptparkplatz stehen die Behelfsparkplätze zur Verfügung. In unmittelbarer Nähe zum Haupteingang werden Behindertenparkplätze ausgewiesen. Neben dem bekannten Haupteingang hat das Wisentgehege, wie beim Hubertusfest inzwischen üblich, zwei weitere Kassen eingerichtet. Eine befindet sich unterhalb des Haupteinganges gegenüber des Forsthauses Eispfad. Die zweite Nebenkasse ist oberhalb des Haupteinganges in der Nähe des Falkenhofes.

Zoo Leipzig, 26.10.2006
Laternen basteln und Geister jagen
Zoo lädt unerschrockene Besucher zum mystischen Spektakel
Geheimnisvolle Dinge geschehen bisweilen im Leipziger Zoo: Es verschwinden Gegenstände, die kurze Zeit später an anderen Orten wieder auftauchen und des Nachts raschelt und klappert es in den Gehegen, obwohl die Bewohner tief und fest schlafen. Ein tierischer Spuk? Wer dem Rätsel auf die Schliche kommen möchte, sollte auf keinen Fall den traditionellen Lampionumzug am 27. Oktober verpassen. Bereits am Nachmittag ab 15 Uhr werden die unerlässlichen Vorbereitungen zum nächtlichen Streifzug getroffen: Allerlei Materialien, eine ordentliche Portion Leim und hilfsbereite Zoolotsen unterstützen die furchtlosen Teilnehmer beim Basteln der benötigten Leuchtquellen. Mit der Laterne in der Hand und dem Mut im Gepäck beginnt in der Abenddämmerung ein aufregender Zoorundgang. Aber auch wenn sich an diesem Abend keine rätselhaften Ereignisse zutragen sollten, bleiben die Besucher von interessanten Abenteuern nicht verschont. Denn beim anschließenden Herbstfeuer laden nicht nur heiße Getränke und gegrillte Köstlichkeiten zum Verweilen ein, sondern auch spannend vorgelesene Geschichten.

Zoo Duisburg, 26.10.2006
Es tut sich was vor Halloween - Das Spektakel gegen Geister und „Untote“ am Kaiserberg beginnt
Pünktlich zur Herbsteszeit ziehen nächtliche Nebelschwaden über Stege und Wege des Kaiserbergs; erst in den frühen Morgenstunden pflegen sich die unheilvollen Luftgebilde langsam aufzulösen - und gerade in den Stunden zwischen Abend und Morgen wollen zartbesaitete Gemüter sie schon wieder ausgemacht haben: Das große Drängeln nämlich ist im Gange - Heerscharen von Geistern, Kobolden, Seelenfängern und „Untoten“ formieren ihre Truppen, um in der Nacht vor ‚Allerheiligen’ uns Lebenden das Fürchten zu lehren.
Aber auch auf anderer Seite regt sich Widerstand: Seit Wochen bereits werkeln Handwerkerkolonnen des Zoos an geeigneten Gegenmitteln, das Geistervolk - wenn schon nicht zu vernichten, so doch in Schranken zu halten. Zu solchen Abweisern zählen auch die seit Jahrhunderten genutzten Lichtermasken aus Kürbissen, in deren ausgehöhlte Fruchtkörper Fratzen geschnitten werden. Deren grotesk verzerrte Gesichter bringen selbst dem aufmüpfigsten Geistervolk das Grausen – zumal, wenn fahle Lichtlein die fleischigen Hohlköpfe zum Leuchten bringen… An Hunderten solcher Kalebassen basteln und schneiden zur Zeit Zoodekorateur und Kinderaktionist „WURZEL“ (mit bürgerlichem Namen Peter Allenschläger) und seine Hexen-Assistentin RAHEL, damit die zähnebleckenden Kunstköpfe rechtzeitig am Abend vor Halloween entlang der Wege und Freiflächen im Zoo ausgelegt werden können.

Zoo Basel, 26.10.2006
Über 12'600 Unterschriften für das Polarium
Über 12'600 Personen haben die vom Verein der Freunde des Zoo Basel lancierte Petition für ein Polarium unterzeichnet. Der Zoo Basel freut sich über die begeisterte Unterstützung des Projektes und bittet die Regierung, trotz bereits erfolgter Absage, um wohlwollende Prüfung. Sollte ein Polarium nicht zu Stande kommen, wird sich der Zoo Basel bemühen, eine alternative Lösung zu finden. Der Zoo Basel sieht nach dem Entscheid des Regierungsrates, an der gewerblichen Neunutzung und Veräusserung der Markthalle festzuhalten, keine Möglichkeit mehr, das Polarium in der Markthalle zu realisieren. Er nimmt hingegen erfreut zur Kenntnis, dass die Regierung im Rahmen der Entwicklungsplanung des Zoo Basel Hand bieten will, um eine andere Lösung zu finden. Die weit über 12'600 Unterschriften einer vom Freundeverein des Zoos lancierten Petition zeigen das grosse Interesse an einem Polarium. Deshalb wird sich der Zolli bemühen, eine alternative Lösung zu finden, um den wichtigen Themenkreis des Klimaschutzes im Rahmen eines anderen Projektes anzusprechen. Der Bau eines Polariums an einem anderen Standort wird kaum zu realisieren sein. Einerseits ist die Donation der Gönnerin Christine Cerletti-Sarasin an Kauf und Ausbau des Polariums an die Markhalle gebunden, andererseits ist auch die Vermittlung der Inhalte des bestehenden Projektes an die Bausubstanz der Markthalle angepasst. Darüber hinaus hätten die Einnahmen aus der Vermietung der Randbebauungen den Betrieb des Polariums finanziell gestützt. Ein Polarium in der Markthalle hätte nicht nur Pinguine und Seeotter gezeigt, sondern Einblick in ein äusserst sensibles und vergleichsweise unberührtes Ökosystem gegeben und anschaulich die Folgen des Klimawandels thematisiert. Der Zoo Basel hätte sich gewünscht, dass das visionäre Projekt als Chance für die Öffentlichkeit und die Regio Basiliensis erkannt wird und deshalb eine Neubeurteilung der Ausgangslage möglich gewesen wäre. Damit wäre der Zoo Basel seiner Grundphilosophie - Naturschutz zu vermitteln, zoologische und ökologische Bildungsmöglichkeiten anzubieten, Erholung zu ermöglichen und Forschung zu betreiben - ein weiteres Mal gerecht geworden. Der Zoo Basel freut sich über das überwältigende Resultat der Petition, dankt der Basler Bevölkerung für die begeisterte Unterstützung des Projektes, dem Verein der Freunde des Zoo Basel für seinen unermüdlichen Einsatz und bittet die Regierung, die eingereichte Petition wohlwollend zu behandeln.

Alternativer Bärenpark Worbis, 26.10.2006
Sind wir bereit für Bruno Zwei ? Worbiser Fachleute fordern Management für einheimische Beutgreifer
Die STIFTUNG FÜR BÄREN lädt unter Schirmherrschaft des Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zum zweiten Worbiser Bärenforum ein. Vorrangiges Thema wird die Umsetzung von Managementkonzepten zu den Wildtieren Bär, Wolf und Luchs sein und: Wie bereitet sich Deutschland auf die Einwanderung heimischer Beutegreifer vor? Ort: Hochschule für angewandte Wissenschaften und Kunst, Göttingen Datum: 4. und 5. November 2006 Zeit: 9:00-18:00 Uhr Bär Bruno, der erste Einwanderer nach Deutschland seit 170 Jahren, wurde als Problembär erschossen. Die Wölfe in Sachsen drohen auszusterben, wenn nicht weitere Tiere zur Blutauffrischung aus Polen einwandern können. Wildkorridore fehlen. Jedoch nicht nur für Wölfe. Lebensnotwendig sind Korridore auch für Luchs und Wildkatze. Und immer noch betrachten einige Jäger Wolf und Luchs als Jagdkonkurrenten. Die STIFTUNG FÜR BÄREN lädt zum zweiten Kolloquium ein, denn Aufklärung, Akzeptanz und ein Wildtiermanagement für Bär, Wolf und Luchs tun Not. „Beweggrund, diese Veranstaltung auszurichten, ist die zunehmende Einwanderung von einheimischen Wildtieren, deren dennoch mangelhafte Lobby und die notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen zur Wiedereingliederung dieser Tiere“, so Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer STIFTUNG FÜR BÄREN.

Zoo Landau, 26.10.2006
„Regardez les dromadaires“ Nicht nur für unsere Nachbarn im Elsass: Zooführung in französischer Sprache
Nicht nur für unsere Nachbarn und Freunde im angrenzenden Frankreich bietet der Zoo Landau in der Pfalz am Sonntag, den 5. November 2006 um 14 Uhr etwas Besonderes: Pädagoginnen der Zooschule werden Erwachsenen und Kindern in französischer Sprache die Einrichtung sowie ausgewählte Tierarten des Landauer Zoos vorstellen. Interessant ist dieses Angebot aber auch für Schüler oder Erwachsene mit französischen Fremdsprachenkenntnisse, um das eigene Sprachwissen aufzufrischen!


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Natur- und Artenschutz  –  Meldungen

g-o.de - 02.November 2006
Nashorn aus dem Reagenzglas? - Gewinnung von lebenden Eizellen und anschließende Befruchtung erstmals gelungen
Erstmals ist es gelungen, vitale Eizellen von einem Nashorn zu gewinnen und anschließend eine Befruchtung im Reagenzglas herbeizuführen. Auch wenn sich die Zellen anschließend nicht teilten, gilt dies doch als Durchbruch für die Reproduktion von Nashörnern. Die Forscher wollen mithilfe der neuen Methode die genetische Vielfalt der Populationen erhöhen. Möglicherweise lassen sich dadurch auch bedrohte Arten wie das Nördliche Breitmaulnashorn vor dem Aussterben bewahren. „Bislang hat es noch niemand geschafft, lebende Eizellen aus einem Nashorn abzusaugen“, erläutert Veterinärmediziner Robert Hermes vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Der Erfolg, erzielt in einem australischen Zoo, öffne jetzt die Tür zur In-Vitro-Fertilisation (IVF). „Diese Methode ist für manche Nashorn-Unterarten die einzige Möglichkeit, die genetische Vielfalt zu erhalten und sie vor dem Aussterben zu bewahren“, sagt Hermes. Der Reproduktionsexperte weiter: „Da unsere Methode sehr zuverlässig viele Eizellen liefert, sind die nächsten Schritte jetzt Laborexperimente, um die IVF so weit zu bringen, dass wir Embryonen erhalten und diese dann potenziellen Muttertieren einpflanzen können.“

Pressetext - 01.November 2006
Zuchterfolg für seltene Leguane - Jerseys Durrell Wildlife Conservation Trust gibt bedrohten Arten Chancen
Für Naturschützer ist es ein Tag zum Feiern gewesen: Dem Durrell Wildlife Conservation Trust auf der Kanalinsel Jersey ist es gelungen, eine der seltensten Leguane nachzuzüchten. Die Blauen Iguanas (Cyclura lewisi) von den karibischen Cayman Islands, die 2004 in ihrer Heimat freigelassen wurden, haben dort offensichtlich erfolgreich Fuß fassen können. Demnach sind die Tiere in der Zwischenzeit geschlechtsreif geworden und haben sich nun vermehrt. "Wir haben drei Nester von den Leguanen entdekt", berichtet Matt Goetz, Herpetologe vom Durrell Wildlife Conservation Trust. Die Zahl der freilebenden Blauen Iguanas ist in den vergangenen Jahren dramatisch gefallen, schließlich wurde die Spezies als vom Aussterben bedrohte Art auf die Rote Liste der World Conservation Union IUCN gesetzt. ... "Alle drei Nester der Leguane enthielten leere Eierschalen, die eindeutig darauf hinweisen, dass die Jungen bereits geschlüpft sind", so Goetz. Nun warten die Forscher darauf, dass noch weitere Jungtiere schlüpfen. Ohne Nachzuchtprogramm hätte diese Art die kommenden zehn Jahre nicht überlebt.

derstandard.at - 01.November 2006
Rund 100 neue Arten von Meeresbewohnern im Pazifik entdeckt
Mehrfarbiger Wurm, hellpurpurfarbiger Seestern und Einsiedlerkrebs mit goldenen Zangen
Amerikanische Meeresbiologen haben auf einer dreiwöchigen Exkursion im Pazifik rund 100 neue Arten von wirbellosen Tieren entdeckt. Rund um das Atoll der French Frigate Shoals im Nordwesten der Hawaii-Inseln stießen die Forscher unter anderem auf einen mehrfarbigen Wurm, einen hellpurpurfarbenen Seestern und auf einen Einsiedlerkrebs mit leuchtend goldenen Zangen, der in enger Gemeinschaft mit einer Seeanemone lebt. .. Weitere Arten könnten sich noch in den Wasser- und Sandproben befinden, die die Biologen entnommen haben und die nun im Ozeanographischen Institut Woods Hole in Massachusetts ausgewertet werden sollen.

derstandard.at - 31.Oktober 2006
Nashörner aus der Retorte sollen Bestand erhalten
"Meilenstein" der Reproduktionsmedizin: Berliner Forscher haben erstmals einer Kuh lebende Eizellen entnommen
Um verschiedene Nashorn-Arten vor dem Aussterben zu bewahren, haben Berliner Wissenschafter einer Nashornkuh in einem australischen Zoo zum ersten Mal lebende Eizellen entnommen. Der Eingriff sei weltweit das erste Mal gelungen und ein Meilenstein in der Reproduktionsmedizin bei den mächtigen Tieren, teilte das Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) am Dienstag mit. Das neue Verfahren eröffne die Hoffnung, Nashornembryonen im Reagenzglas heranzüchten und die Artenvielfalt so besser sichern zu können. "Diese Methode ist für manche Nashorn-Unterarten die einzige Möglichkeit, die genetische Vielfalt zu erhalten und sie vor dem Aussterben zu bewahren", sagte der IZW-Veterinärmediziner Robert Hermes am Dienstag. Die nächsten Schritte seien nun Laborexperimente, um Embryonen zu erhalten. Sie könnten später potenziellen Muttertieren einpflanzt werden. ... Im August 2005 waren die Berliner Forscher mit der künstlichen Besamung einen Nashornweibchens im Budapester Zoo nur knapp gescheitert. Das Junge kam nach 16 Monaten Tragezeit tot zur Welt. Ursache war nach Angaben der Forscher aber nicht die künstliche Befruchtung, sondern eine Ablösung von Teilen der Placenta kurz vor der Geburt.

derstandard.at - 31.Oktober 2006
Dutzende Delfine in Mozambique verendet
Küstenstreifen bislang keine typische Stelle für Strandungen: Umweltschützer rätseln nun über den Hintergrund
Dutzende Delfine sind an einem entlegenen Küstenstreifen in Mozambique gestrandet und dabei gestorben. 47 Delfine seien am Samstag auf der Insel Bazaruto an Land geschwommen und hätten sich selbst nicht mehr befreien können, sagten Augenzeugen am Montag. Tierschützer hätten sechs der Tiere wieder zurück ins Wasser gebracht. Umweltschützer rätseln nun über den Hintergrund. "Sie hatten keine Anzeichen einer Krankheit und waren nicht in Fischernetze verstrickt", sagte ein Umweltschützer, der zu den ersten an dem Strand gehörte. "Irgendetwas sehr seltsames ist vor sich gegangen." An dieser Stelle seien bisher nur selten Wale oder Delfine gestrandet.

derstandard.at - 31.Oktober 2006
Australische Pinguine bekommen Schäferhund-Wächter
Weiterer Schritt von Tierschützern, die Vögel vor Füchsen zu schützen: Bislang alle Maßnahmen gescheitert
Mit Schäferhunden wollen australische Tierschützer eine von hungrigen Füchsen arg gebeutelte Pinguinkolonie vor einem blutigen Ende bewahren. Bisher seien alle Versuche fehlgeschlagen, die Vögel vor den Räubern zu schützen, sagte Craig Whiteford vom Umweltamt im Bundesstaat Victoria am Dienstag. Binnen fünf Jahren sei die Zahl der Pinguine auf Middle Island im Südwesten des Bundesstaates von 5.000 auf ganze hundert gesunken. Die Füchse seien bisher durch nichts zu beeindrucken gewesen: Weder Köder noch das Ausräuchern ihrer Baue hätten geholfen. ... Große Erfolge mit den Vogel-freundlichen Maremma-Hütehunden gab es in Australien schon beim Schutz von Hühnern. "Wenn es erfolgreich ist, ist das Potenzial enorm", sagte Whiteford. Denn Victorias Pinguin-Kolonien reihten sich vor der Küste wie Perlen auf einer Kette aneinander.

welt.de - 31.Oktober 2006
Endlich können wir die Koalas retten
Drei knuddelige Koalas im Zoo in Sydney sind eine kleine Sensation: Sie entstanden bei einer künstlichen Befruchtung.
Wissenschaftler in Australien haben drei Koala-Babys vorgestellt, die mit Hilfe einer neuen Methode zur künstlichen Befruchtung im Reagenzglas gezeugt wurden. Insgesamt wurden so acht Koalababys geboren. Sie sind inzwischen zehn bis zwölf Monate alt. Bei der neuen Methode wird das Sperma mit einer Speziallösung versetzt, wodurch es lange haltbar wird. Projektleiter Steve Johnston von der Universität Queensland erklärte, mit der neuen Technologie könne Koala-Samen innerhalb Australiens und letztlich auch nach Übersee transportiert werden. Der Koala gilt nicht als bedrohte Tierart. In Teilen der Staaten Queensland und New South Wales ist sein Überleben jedoch gefährdet. Die Biologen wollen nun die erste Samenbank der Welt für Koalas aufzubauen. „Der nächste Schritt ist der Einsatz gekühlter Spermien und danach die Verwendung aufgetauter gefrorener Spermien aus der Samenbank.“ Die Samenbank werde eine Überprüfung jedes einzelnen Tieres auf Erbkrankheiten ermöglichen und es erlauben, die genetische Vielfalt der Koalapopulation zu steuern. Bisher habe man mit der In-vitro-Befruchtung zwölf Koalas gezeugt.

derstandard.at - 30.Oktober 2006
Koalas aus dem Reagenzglas
Sie tragen Namen wie "Arania", "Happy J" und "Sapphire" und wurden nun von australischen Wissenschaftern der Öffentlichkeit vorgestellt: Koala-Babys, die mit Hilfe einer neuen Methode zur künstlichen Befruchtung im Reagenzglas gezeugt wurden. Insgesamt wurden so acht Jungtiere geboren, die inzwischen zehn bis zwölf Monate alt sind.

dieneueepoche.com - 30.Oktober 2006
Wissenschaftler in Australien präsentieren im Reagenzglas gezeugte Koalas
Wissenschaftler in Australien haben der Öffentlichkeit am Montag drei Koala-Babys vorgestellt, die mit Hilfe einer neuen Methode zur künstlichen Befruchtung im Reagenzglas gezeugt wurden. Insgesamt wurden so acht Koalababys geboren, die inzwischen zehn bis zwölf Monate alt sind. Bei der neuen Methode wird das Sperma mit einer Speziallösung versetzt, wodurch es lange haltbar wird. Projektleiter Steve Johnston von der Universität Queensland erklärte, mit der neuen Technologie könne Koala-Samen innerhalb Australiens und letztlich auch nach Übersee transportiert werden. Der Koala gilt nicht als bedrohte Tierart, in Teilen der Staaten Queensland und New South Wales ist sein Überleben aber gefährdet.

derstandard.at - 28.Oktober 2006
Globale Erwärmung begünstigt tödliche Pilz-Epidemie bei Fröschen
Bestand schwindet weltweit: Laut Forscher klarstes Beispiel für Zusammenhang zwischen Klimaänderung und stärker werdenden Infektionen
Dass die Frösche und Kröten der Welt extrem unter Druck geraten sind, ist keine Neuigkeit mehr. Nun haben Forscher des National Museum of Natural Science in Madrid erstmals entdeckt, dass auch die iberische Geburtshelferkröte ein Opfer der tödlichen Pilzerkrankung geworden ist. Und diese Pilzerkrankung wird offensichtlich durch die globale Erwärmung richtig angefeuert, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner jüngsten Online-Ausgabe. Eine ähnliche Konstellation konnten Forscher in den südamerikanischen Bergen feststellen. ... Die Wissenschaftler haben auf ihre Arbeit großes Echo in der Fachwelt erhalten. Auch Experten aus Costa Rica wie etwa der Ökologe Alan Pounds vom Monteverde Cloud Forest Preserve haben sich dazu gemeldet und auf die alarmierende Situation der Froschlurche auch in unbewohnten und geschützten Gebieten hingewiesen. "Der Rückgang der Amphibien macht klar, dass die Schaffung von Parks und Schutzzonen allein bei weitem nicht ausreicht." Pounds hatte mit seinem Forscherteam daraufhin gewiesen, dass auch der Rückgang der Amphibien in Mittelamerika mit der Klimaänderung in Zusammenhang steht.

vdbiol.de - 27.Oktober 2006
Bemühungen zur Wiedereinbürgerung des Störs
Seit 1996 finanziert das Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Auftrag des Bundesumweltministeriums Forschungsvorhaben zur Arterhaltung und Wiedereinbürgerung des Störs in Deutschland. Im Rahmen eines Versuchsbesatzes im Juli im Einzugsgebiet der Peene konnten erste wichtige Informationen über das Verhalten von Jungstören nach dem Besatz gewonnen werden. Von besonderem Interesse waren das Wanderverhalten der bis zu 50 cm langen Tiere sowie die Nutzung der verfügbaren Lebensräume für die Wissenschaftler als Testvorlauf auf den zukünftigen Erstbesatz im Odergebiet. Dazu wurden die jungen Störe mit Sendern ausgestattet. ... Im Bereich des Peenestroms waren die Fischer im R