E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Christian Remenyi
   Annette Schubert
   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
   Melanie Witte



ISSN 1619-6643

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Ausgabe 325 vom 6. Juli 2006

Liebe Leser,

am Dienstag Abend habe mich mir eine Life-Übertragung angesehen.
Großartiger Erfolg mit deutscher Beteiligung. Wirklich spannend. Steiler Aufstieg, dauerhafter Höhenflug. Eine technische Meisterleistung trotz überalterten Materials. Gute, fachlich fundierte Kommentare und Hintergrund-Informationen. Ich meine natürlich den Space-Shuttle-Start auf Phoenix. Vielleicht kommt unser längst fertiges Wissenschaftsmodul ja doch noch zur ISS.

Mehr als 10 Tage nach Abschuß des Bären Bruno ist dieser noch immer für Schlagzeilen gut. Zum einen gibt es nach wie vor ungeklärte Fragen und immer neue Strafanzeigen, zum anderen das peinliche Gezerre um seine Überreste und diverse kommerzielle Trittbrettfahrer. Ich hoffe, die Verbraucher können unterscheiden, ob ein Unternehmen seine Sympathie für den Bären erst posthum entdeckt hat. Statt aber nur zurück zu blicken, steht viel wichtiger nun die Vorbereitung auf den nächsten Bären an. Auch als Reaktion auf die widersprüchlichen Aussagen und den großen öffentlichen Aufschrei wurde nun eine verbandsübergreifende Initiative gegründet. Analog zur erfolgreichen HaiLife-Kampagne möchte sich BaerLife u.a. für eine klare gesetzliche Verankerung einsetzen. Trotz teils einseitiger Meinungen oder polemischer Kommentare mancher unterstützender Organisationen ist dies eine gute Idee vor allem in Hinblick auf jene Öffentlichkeitsarbeit, die im Vorfeld von manchen Naturschützern so sträflich vernachlässigt wurde.
Eine Monopolisierung der Bärenzuwanderung durch eine einzelne Organisation wäre wenig sinnvoll - hier aber können nun verschiedenste Natur- und Tierschützer beweisen, daß sie zumindest in einem eng umrissenen Anliegen an einem Strick ziehen können.
Dirk Petzold

Preisfrage

KochMedia stellte uns dankenswerter Weise einige Exemplare der Limited Edition von WildlifePark2 zur Verfügung, die wir verlosen dürfen. Dies ist Ihre letzte Chance - ab nächster Woche kommen wieder die Rätselflüge!
 
Wieviele der 658 öffentlichen Tierhaltungen, die wir auf zoo-infos.de vorstellen, sind kostenlos zugänglich?
Sie können alle selbst besuchen, herumsurfen oder einfach schätzen. Wer am nähesten kommt, gewinnt. Lösungsvorschlag per E-Mail an die Redaktionsadresse - Postanschrift nicht vergessen, sonst können Sie das Spiel nicht zugeschickt bekommen.

WildlifePark2. Schlüpfen Sie in die Rolle des Zoo-Direktors. Beobachten Sie die realistischen Interaktionen von über 50 verschiedenen Tierarten - ob mit den Artgenossen oder den Besuchern. Die Tiere müssen rundum versorgt werden; füttern, verarzten, streicheln oder versetzen. Steuern Sie ein Team von Landschaftsarchitekten, Gärtnern, Tierpflegern, Tierärzten und Wissenschaftlern. Errichten Sie mehr als 100 Tierhäuser, Besuchereinrichtungen, Personalgebäude. Kreieren Sie phantasievolle Landschaften mit Wasserfällen und spektakulärer Unterhaltung. www.wildlifepark2.de



Lösung von letzter Woche:
176 deutsche Parks, die in VdZ, DTG und/oder DWG organisiert sind, bedecken nach eigenen Angaben 5099 ha, das entspricht dem Starnberger See - immerhin der fünftgröße Deutschlands - oder einem Achtel des Landes Bremen. Die Spannweite reicht dabei von 0.6 ha (Lutherstadt Wittenberg) bis 600 ha (Voßwinkel), Aquarienhäuser usw. nicht berücksichtigt.
Das Spiel geht an L. Schewe nach Leverkusen - herzlichen Glückwunsch!

Zoos  –  Meldungen

Dresden Fernsehen - 4. Jul. 2006
Dresdner Zoo kämpft mit Problemen
Der Dresdner Zoo wartet noch immer auf eine Zusage der Stadt für eine Sanierung der Anlage. Im Oktober 2005 hatte Zoodirektor Karl Heinz Ukena ein Sanierungs- und - Finanzierungskonzept vorgelegt. Danach müssten in den kommenden 15 Jahren 51 Millionen Euro investiert werden. Konkrete Gespräche mit der Stadt gab es aber noch nicht. Viele der Gehege und Gebäude sind in einem desolaten Zustand. Dringend nötig ist eine neue Anlage für die Löwen, da die Tiere sonst in Dresden nicht mehr gehalten werden dürfen.

ORF Steiermark - 3. Jul. 2006
Wieder Politstreit um Tierpark Herberstein
Um den Tierpark Herberstein ist wieder ein heftiges Politgeplänkel entstanden. Diesmal geht es um die Frage, ob das Land den Tierpark pachten oder auf einen Kauf bestehen soll. Landeshauptmannstellvertreter, Tourismusreferent Hermann Schützenhöfer (ÖVP) bevorzugt eine Pacht, weil die Familie Herberstein die Gründe auch gar nicht verkaufen wolle. Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) winkt ab: Man prüfe die gerade vorgelegten Gutachten und werde bei der nächsten Regierungssitzung am kommenden Montag eine Entscheidung fällen. Er halte einen Kauf für die "sauberste Lösung". Der Tierpark würde so aus den anderen Herbersteinschen Unternehmungen "herausgeschält". Gemeinsam ist ÖVP und SPÖ das Interesse an der Absicherung, dass das Land im Fall des Auftauchens von "Leichen im Keller" nicht zu Kasse geben werden kann. Wie man es auch drehe und wende, für den Tierpark müsse das Land im Fall einer Übernahme rund eine Million Euro pro Jahr aufbringen, wobei eine langfristige Pacht von 25 Jahren mit Option für Verlängerung laut Gutachten das Beste wäre, resümierte Schützenhöfer. 

ORF Steiermark - 5. Jul. 2006
KPÖ gegen Pacht des Tierparks Herberstein
Die KPÖ hat sich am Mittwoch vehement dagegen ausgesprochen, dass das Land den Tierpark Herberstein gegen einen Schuldenerlass pachtet. Der entsprechende Vorschlag der ÖVP sei "eine Unverschämtheit", sagte der KPÖ-Landtags-Abgeordnete Werner Murgg, der auch Vorsitzender des Herberstein-Untersuchungsausschusses ist. Für ihn kommt nur ein Kauf in Frage, und zwar unter Abzug aller zu Unrecht bezogenen Förderungen. 

 


Planung und Bau 

Kölner Stadt-Anzeiger - 30. Jun. 2006
Klein-Afrika entsteht gleich links im Zoo
Eine Savannen-Landschaft mit Flusspferden, Antilopen und Krokodilen sowie „ein paar Vögelcher“ soll im Kölner Zoo entstehen. Afrika-Liebhaber und Zoodirektor Gunter Nogge erfüllt sich damit einen lang gehegten Traum, von dem auch sein Nachfolger Achim Winkler profitieren soll. Gestern stellte Nogge mit Kurator Theo Pagel das Zehn-Millionen-Projekt vor. Im Jahre 2010, pünktlich zum 150. Geburtstag des Kölner Tiergartens, soll „Klein-Afrika“ mit einem 400 Quadratmeter messendem See und dem 2000 Quadratmeter großen und zentralen Gebäude fertig sein. Noch befindet sich die Planung im Anfangsstadium, obwohl der Aufsichtsrat den Bau schon vor eineinhalb Jahren beschlossen hat. Die Finanzierung ist laut Nogge gesichert, u. a. durch Spenden der Förderer. Als Architekt ist Peter Rasbach aus Oberhausen ausgeguckt. Welche Unternehmen an dem Bau beteiligt werden, wird erst eine Ausschreibung klären. Auch der Zeitpunkt des Baubeginns steht noch nicht fest, Nogge rechnet mit einer Bauzeit von maximal 18 Monaten. Das Areal liegt links vom Haupteingang - zum Teil hinter dem Zoo-Restaurant und auf dem derzeitigen Busparkplatz parallel zur Stammheimer Straße. Im Zentrum soll auch das denkmalgeschützte alte Elefantenhaus stehen, das mit seinem maurischen Stil gut zu der Umgebung passt.

koeln.de - 30. Jun. 2006
Zoo baut afrikanische Flusslandschaft
Der Kölner Zoo hat Großes vor, um seine Spitzenposition unter den Zoos der Welt zu festigen. In einem "Hippoaquarium", das in eine afrikanische Flusslandschaft eingebunden ist, sollen sich die Besucher zukünftig "Auge in Auge mit den Fußpferden" wiederfinden", so Bernhard Pagel, der das Großprojekt für den Zoo leitet. Die Tiere können dann aus nächster Nähe durch Glasscheiben beobachtet werden - sowohl über als auch unter Wasser. Das Besondere am Hippoaquarium ist die Vergesellschaftung mit anderen Tierarten. Neben einem Flußpferdbullen und fünf Weibchen sollen vier Krokodile sowie sechs Antilopen den überdachten Tropenbereich samt einer Außenanlage bevölkern. Dazu wurde vom Aufsichtsrat der Zoos Köln vor etwa eineinhalb Jahren ein Masterplan beschlossen, der die Umgestaltung des Zoos in den kommenden zehn Jahren vorsieht. Geplant ist unter anderem, das heutige Aquarium im Eingangsbereich des Zoos zu einer Tropenhalle umzubauen, die unter anderem ein Konferenzzentrum beinhalten soll. Das gesamte Gelände von etwa 20 Hektar wird in drei regionale Areale unterteilt werden: Eurasien, Asien sowie Afrika. Im großen Afrika-Areal wird außer der Flusslandschaft nebst Hippoaquarium eine Savannenlandschaft sowie eine südafrikanische Küstenlandschaft entstehen. Den zentralen Bereich des Asien-Areals bildet der Elefantenpark. Die Kosten für die afrikanische Flusslandschaft samt Hippoaquarium schätzt Nogge auf etwa neun bis zehn Millionen Euro.

Kölner Stadt-Anzeiger - 30. Jun. 2006
Millionen für Nilpferde
Der Zoo plant eine neue, großartige Attraktion. Mit einer Savannenlandschaft mit Krokodilen und Nilpferden zum 150. Geburtstag wird er seinem guten Ruf alle Ehre machen, sich ständig weiterzuentwickeln. Die Finanzierung sei gesichert, sagt der Zoochef, der auf Spenden und Förderverein verweist. Doch das hat auch beim Elefantenhaus nicht gereicht. Ein Kredit über acht Millionen Euro wird über Jahre abbezahlt. Zoobesucher und Stadt zahlen mit. Die Freude über den tollen Elefantenpark und die Vorfreude auf „Afrika in Köln“ darf nicht den Blick auf die nüchternen Zahlen trüben. Ziel des Zoos kann nicht nur sein, immer neue Attraktionen zu bauen. Genauso wichtig ist das Ziel, mit immer weniger Betriebskostenzuschüssen auszukommen.

Bote der Urschweiz - 4. Jul. 2006
Basler Zolli plant Aussenanlagen für Menschenaffen
Der Basler Zoologische Garten plant Aussenanlagen für seine Gorillas, Orang Utans und Schimpansen als Ergänzung zum Affenhaus. Eine Millionen-Spende erlaubt, dieses Vorhaben in einigen Jahren zu realisieren. Seit der Eröffnung des Basler Affenhauses 1969 habe man über die Haltung von Menschenaffen anhand der eigenen Tiere, anderer Zoos und Wild-Beobachtungen viel gelernt, sagte Affenexperte Jörg Hess vor den Medien. Die Basler Affenfamilien hätten Platz und es gehe ihnen gut, doch das Leben open air sei unersetzlich. Der Zolli kann dank einer Zusage der Credit Suisse Nordschweiz für eine gemäss einem Sprecher "sicher siebenstellige" Spende zum 150-Jahre-Firmenjubiläum jetzt beginnen, diese Aussenanlagen zu planen. Die Vorgaben sollen Ende Jahr definiert sein; das Vorprojekt dürfte dann noch mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen. Die drei Aussen-"Erlebniswelten" für Gorillas, Orang Utans und Schimpansen sollen in Etappen erstellt werden. Gleichzeitig ist die nötige Sanierung des Affenhauses vorgesehen. Noch sei aber nicht restlos gesichert, dass oder wie lange noch alle drei Arten in Basel gehalten werden können, hiess es weiter.


Oberpfalznetz - 30. Jun. 2006
Bärenpark sucht Investoren
Wunsiedel/München. "Bruno" ist tot, aber in Wunsiedel soll der Braunbär eine neue Heimat finden. Die Suche nach einem Investor für den geplanten Bärenpark geht weiter. Im Jahr 2004 wurden die Idee für ein Gehege auf dem Hausberg "Luisenburg" geboren. Die Regierung von Oberfranken hat bereits grünes Licht für das Vorhaben auf dem 15 Hektar großen Areal im Fichtelgebirge gegeben. Dort sollen 20 Bären zur Besucherattraktion werden und rund 150 000 Gäste im Jahr anlocken. Die Ereignisse um "Bruno" hätten keine Auswirkungen auf die Pläne. Die Zeit auf der Suche nach Investoren drängt: In Schöneck bei Klingenthal im Vogtland ist ein ähnliches Freigehege geplant. Nach Expertenmeinung sind zwei Bärenparks im Umkreis von nur rund 100 Kilometern kaum profitabel zu bewältigen.




Aktionen

Krefelder Zeitung - 5. Jul. 2006
Auch Davu darf am Freitag länger aufbleiben
Krefeld. Am Freitag darf Davu länger aufbleiben: Bei der vierten Auflage der "Sommernacht im Zoo" muss das Nashörnchen mal nicht um spätestens 17 Uhr zurück ins Haus, sondern darf sich den Besuchern präsentieren. Um 18 Uhr beginnt die besondere Nacht für alle Tierfreunde aus Krefeld und Umgebung, die bis Mitternacht Gelegenheit haben, die Tiere einmal zu einer ungewöhnlichen Zeit zu erleben. "Das ist Vergnügen auf der einen Seite, aber auch viele Informationen auf der anderen", sagt Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen. So wird es zahlreiche Stände geben, an denen Zoofreunde und -mitarbeiter informieren. "Kindgerecht", betont Dreßen, dass für die kleinen Besucher ohnehin eine Menge geboten wird. Beim Mitmach-Programm werden die Tiere teilweise mit einbezogen. So können Besucher einen Tapir streicheln oder am Fühlkisten-Quiz im Antilopenrevier teilnehmen.


Rhein Main Presse - 5. Jul. 2006
Ein Orang-Utan malt Fußballer - Beim "Festival der Künste" gibt es Affenbilder
Kunst und Künstler in sechs Mühlen gab es beim ersten "Durchlauf" des "Festivals der Künste" zu sehen. In der Kaiserbad-Mühle wurden Malereien und Zeichnungen von Affen aus dem Zoo Heidelberg versteigert. Fünf Menschenaffen hatten mit Fingerfarbe oder Buntstiften gemalt, zur Auswahl standen zehn Bilder der tierischen Künstler. Die Idee, Menschenaffen malen zu lassen, sei, so die Tierpfleger Bernd Kowalski und Corinna Schmitt, vor vier Jahren als Beschäftigungstherapie entstanden. Bereits der erste Versuch, die Affen zum Malen zu begeistern, sei ein voller Erfolg gewesen. Zwar hätten nicht alle Tiere die Geduld und Kreativität, aber immerhin seien wahre Affenkünstler daraus hervorgegangen. Bevor sich der Direktor des Heidelberger Tiergartens, Dr. Klaus Wünnemann, als Auktionator betätigte, meinte er mit Augenzwinkern, man solle zwar nicht jedes Wort zur Interpretation der Affenbilder tierisch ernst nehmen, aber womöglich drückten die Tiere ihre Persönlichkeit durch die Bilder aus. Der absolute Renner war das Bild zum Achtelfinale der Fußball-WM "Gefoulter Schwede" mit den Farben Blau und Gelb für die schwedische Flagge und Rot für die Verletzung des Spielers. Der Erlös der Auktion kommt dem Heidelberger Zoos zugute.


Kölner Stadt-Anzeiger - 3. Jul. 2006
Rochen füttern und Aquarien pflegen: Junge Aquaristen für einen Tag
Das Großaquarium Sea Life in Oberhausen sucht Schüler, die für einen Tag die Aquaristen bei ihrer Arbeit begleiten wollen. Fünf Kinder können den Profis tatkräftig zur Seite stehen, von der Pflege der Becken über die Rochenfütterung bis zum Training des Oktopus'. «Wir möchten Werbung für unseren Beruf machen», sagte Sea Life-Kurator Johannes Peschke am Montag in Oberhausen. Die Nachwuchs-Aquaristen von 8 bis 14 Jahren können sich mit Foto per Brief bewerben.

Leverkusen On - 30. Jun. 2006
Montag wieder erweiterte Öffnungszeiten zum Entspannen im Zoo Dortmund
Am kommenden Montag (3. Juli) öffnet der Zoo Dortmund zum vorerst letzten mal in diesem Jahr seine Pforten bis 21 Uhr. So haben Besucher die Gelegenheit, den Zoo bei einem abendlichen Spaziergang noch einmal in Ruhe zu erleben und den Feierabend zu genießen.

Fränkische Nachrichten - 3. Jul. 2006
Vielfalt der Nutztier-Rassen erhalten
Bad Mergentheim. Der Wildpark in Bad Mergentheim war am vergangenen Samstag Ort einer informativen und aufklärenden Veranstaltung der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustier-Rassen. Zielsetzung der Informationsstände der GEH und eines Rassequizes für Jung und Alt am Eingang des Wildparks sei einen effektiven Beitrag zu leisten, die gefährdeten Nutztier-Rassen mit ihren wertvollen Eigenschaften in ihrem bäuerlichen Umfeld zu erhalten. Milerski berichtet, dass allein in Deutschland über 90 Rassen auf der so genannten Roten Liste stünden. Stolz berichtete Milerski, dass seit Beginn der Arbeit der in Witzenhausen ansässigen GEH keine Nutztier-Rasse mehr in Deutschland ausgestorben sei. Jedoch gestalte sich das aktuelle Spendenaufkommen, Sponsorenwesen und ehrenamtliche Engagement neuer Mitglieder sehr schwierig.

Frankfurter Neue Presse - 3. Jul. 2006
Mit dem Alligator auf Du und Du
Schwanheim. Exoten zum Anfassen waren gestern der Publikumsmagnet des Wilhelm-Kobelt-Zoos: Orazio Martino stattete dem Kinderfest des Tierparks einen Besuch ab. Und obwohl Echsen, Schlangen und Krokodile allesamt zu den Tieren zählen, vor denen die meisten sonst eher die Flucht ergreifen, wollten am Ende nicht nur die Mutigen zumindest ein Mal ihre schuppige Haut berühren. In seiner Show forderte Martino, der seit fast 20 Jahren Krokodile hält, immer wieder Zuschauer auf, die Transportgefäße der Tiere zu öffnen. Vogelspinne, Skorpion oder Schlangen ließen die Kinder und Erwachsenen zunächst zurückschrecken, aber dann trauten sich doch fast alle, die Tiere in die Hand zu nehmen. Martino sieht es als seine Verpflichtung an, den Menschen die Exoten näher zu bringen – das habe sich so ergeben, meint der gebürtige Römer, den selbst Zoll und Polizei zur Hilfe rufen, wenn es gilt, eine große Echse zu bändigen. Seinen privaten Tierpark auf dem Grundstück seines Hauses in Dietzenbach musste Martino im Herbst vergangenen Jahres bei Ordnungs- und Veterinäramt als „Zoo“ abnehmen lassen, weil er dort regelmäßig Besuchergruppen empfängt.

Rhein Main Presse - 4. Jul. 2006
Von der Ziege bis zum Bienenvolk
Als kleiner, aber feiner Tierpark präsentierte sich der Tiergarten Kastel bei seinem Sommerfest. Vor allem waren Familien mit Kindern gekommen, um im Streichelzoo und an den Gehegen die heimische Tierwelt zu erleben. Im Tierpark kümmern sich außer dem hauptamtlichen Tierpfleger noch ehrenamtliche Helfer aus dem Vorstand um die Tiere und das Gelände, das neben Hasen, Enten, Gänsen, Schildkröten und Schafen auch ein Bienenvolk beherbergt. Seit einem guten Jahr hat Bio-Imker Tillmann Hirsch aus Essenheim sechs Bienenkästen auf dem Gelände des Tierparks installiert. Im Bienenschauhaus konnten sich die Besucher des Sommerfests über diese nützlichen Insekten informieren und sogar selbst Honig schleudern.


Märkische Oderzeitung - 30. Jun. 2006
Oderbruchzoo und Safari-Park besiegeln Pakt
Der Oderbruchzoo Altreetz überschreitet Grenzen. Peter Wilberg und sein Kollege Søren Rasmussen vom polnischen Zoosafari-Park in Swierkocin haben am 29. Juni einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Diesen gilt es nun mit Leben zu füllen. Ziel ist es, beide Einrichtungen im jeweils anderen Land bekannter zu machen und den Austausch zu fördern. Eigens dafür ließ Peter Wilberg Werbetafeln anfertigen, die in den zwei Einrichtungen Auskunft über den Partnerzoo geben werden. So wollen sich nicht nur die Leiter beider Einrichtungen zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch treffen, sondern sollen auch die Mitarbeiter in einer Art Praktikum die jeweils andere Einrichtung kennenlernen. "Und ein Traum ist es, ein interaktives Klassenzimmer für Schulen zu gestalten", verrät Agnieszka Bollmann. So könne man Tierkunde und gleichzeitig Sprache vermitteln.

Jungfrau Zeitung - 3. Jul. 2006
Neue Paten für Steinkitze
Am Samstag gab es im Wildpark Brienz Grund zum Anstossen: Zwei Patenschaften wurden geschlossen. Die glücklichen Tiere waren das Steinböcklein Leon und die Geiss Alpina – Zwillinge.

Die Welt - 3. Jul. 2006
Warten auf das Geburtstagsfest
Tai Shan im Washingtoner Zoo wird am Sonntag ein Jahr alt: Der Panda kam durch künstliche Befruchtung zur Welt, entwickelt sich aber prächtig: Bei seiner Geburtstagsparty wird es traditionelle chinesische Tänzer geben, Musik und Reden von den Tierpflegern. Bis dahin bleibt Tai Shan vielleicht einfach ganz bequem liegen.

 

Nachwuchs 
 
Bote der Urschweiz - 30. Jun. 2006
Zoo Basel: Nilkrokodile haben erstmals Nachwuchs
Die Nilkrokodile im Basler Zolli haben erstmals Nachwuchs: Am 20. Juni sind zwölf Krokodil-Babies aus ihren Eiern geschlüpft. Die Mutter sammelte die etwa 25 Zentimeter langen Winzlinge sofort ein und trug sie vorsichtig ins Wasser. Besucher können die winzigen Reptilien im Haus Gamgoas bestaunen. Fünf von ihnen leben mit der Mutter zwischen Steinen und Zyperngras und jagen bereits kleine Beutetiere wie Heuschrecken. Sechs wurden in einem Aquaterrarium einquartiert, ein Jungtier wurde von einem erwachsenen Krokodil gefressen. Es ist das erste Mal, dass die imposanten Nilkrokodile Nachwuchs haben: Ende März hatte eines der Weibchen 23 Eier gelegt, von welchen 14 im Brutkasten ausgebrütet und kurz vor dem Schlüpfen dem Weibchen wieder untergeschoben wurden.

Pforzheimer Zeitung - 5. Jul. 2006
Platzhirsch Pit tut seine Pflicht
Stolz präsentierten dieser Tage Jäger Helmut Schäfer, Betreuer Werner Bredenhagen und Förster Oliver Gall die jungen Hirschbabies von Enzklösterle, die vor ein paar Wochen auf die Welt kamen. „Jede Hirschkuh hat ihre Pflicht erfüllt“, ist Helmut Schäfer glücklich. Der Kreis Calw habe laut Statistik eine hohe Geburtenrate, freut sich der Jäger, dass die Hirsche in Enzklösterle hier nun fröhlich der menschlichen Statistik nacheifern.



Rheinische Post - 3. Jul. 2006
Südamerikanische Nagetiere im Aquazoo: Zwergagutis brauchen Nachwuchs
Agutis, entfernte Verwandte der Meerschweinchen, sind eine wenig bekannte Säugetiergruppe aus Südamerika. Insbesondere die kleinen Zwergagutis oder Acouchis sind bisher kaum erforscht. Die scheuen, etwa 35 Zentimeter großen Tiere sind vom Aussterben bedroht, da hilft nur Nachwuchs. Im Aquazoo Düsseldorf ist jetzt eine neue Zuchtgruppe Zwergagutis mit zwei männlichen, zwei weiblichen und drei jugendlichen Tieren eingetroffen. Der Aquazoo, der die Nagetiere in der Vergangenheit mehrfach nachzüchtete, verlor vor einigen Monaten sein Zuchtweibchen durch einen Unfall. Mit Hilfe der neu eingetroffenen Tiere will der Aquazoo nun eine langfristig erfolgreiche Nachzucht einsteigen, um so die Biologie dieser Kleinsäuger intensiver zu erforschen. Sie sind in ein Gehege eingezogen, in dem bereits einige Köhlerschildkröten aus ihrer südamerikanischen Heimat Quartier bezogen haben.

Basler Zeitung - 1.7.
Zoo-Elefant findet durch Mozart aus der Depression
Die 45-jährige Suma liess nach dem Tod ihrer langjährigen Stallgenossin Patna im Mai im Zoo von Zagreb ihr Futter links liegen

Berliner Zeitung - 30.6.
Post vom Zoo
Berlin. Post vom Zoo, unterschrieben von Jürgen Lange und Gerald Uhlig, traf in der FDP-Fraktion ein. Adressiert an den FDP-Fraktionsvorsitzenden Axel Kammholz. Dumm nur, dass Kammholz die Fraktion von 1994 bis 1995 leitete. Martin Lindner, seit 1999 Chef der Fraktion, dankte für die Einladung. Er hoffe, dass "der Bestand an Tieren ein wenig aktueller ist als Ihre Adressdaten"

Frankfurter Neue Presse - 30.6.
Zwerg-Mangusten bevölkern Kobelt-Zoo
Gleich zehn neue Bewohner hat der Wilhelm-Kobelt-Zoo, die beim Kinderfest am kommenden Sonntag wohl die Attraktion sein werden

Yahoo! Nachrichten - 4. Jul. 2006
Klammeraffe «Bilbo» verabschiedet Franzosen im Halbfinale
Der Klammeraffe «Bilbo» hat den Franzosen - im übertragenen Sinn - ein herzliches «Adieu, les bleus!» zugerufen: Im 23. WM-Tier-Orakel des Chemnitzer Tierparks sagte der Affe am Dienstag einen Sieg des portugiesischen Teams im (morgigen) Halbfinale zwischen Frankreich und Portugal voraus, wie der Tierpark mitteilte. Vor die Wahl gestellt, entschied sich der Klammeraffe für die portugiesische Weintraube und verschmähte die französische Frucht. Beim Tier-Orakel bieten die Pfleger des Chemnitzer Tierparks zu ausgewählten WM-Partien ihren Schützlingen Leckerbissen an, die für die beiden Mannschaften stehen.

mdr.de - 3. Jul. 2006
Weißer Tiger von Aschersleben erstmals im Freigehege
Beim Zoofest in Aschersleben haben etwa 1.500 Besucher den einzigen weißen Tiger in Ostdeutschland bestaunt. Die knapp ein Jahr alte Tigerdame wurde erstmals ins Freigehege gelassen. Tierpark-Leiter Reisky sagte, das Tier habe sich trotz des Besucherandranges wacker gehalten. Die Tigerin war in der vergangenen Woche aus Frankreich nach Aschersleben gekommen. Der Zoo sucht noch einen Namen für das Tier. 45 Vorschläge sind bislang eingegangen.

e110 - 4. Jul. 2006
Schlange aus Zooterrarium gestohlen
Ein Unbekannter hat in der Nacht zum Montag eine ungiftige Schlange aus dem Neuwieder Zoo gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich der Täter Zutritt zum Gelände verschafft und im Exotarium das Glas einer Sicherheitstür eingeschlagen. Aus einem Terrarium nahm der dann die 50 Zentimeter lange Albino-Kornnatter mit. Der Sachschaden wird auf rund 500 Euro geschätzt.


Zisch - 30. Jun. 2006
Zoo-Elefant findet durch Mozart aus der Depression
Die tröstliche Wirkung klassischer Musik hat einer Elefantendame im Zoo von Zagreb aus tiefer Depression geholfen. Die 45-jährige Suma liess nach dem Tod ihrer langjährigen Stallgenossin Patna im Mai ihr Futter links liegen und war für nichts mehr zu begeistern - bis der Zoo aus Anlass seines 81. Gründungstages direkt vor dem Elefanten-Gehege ein klassisches Konzert veranstaltete. Anfangs habe Suma nervös reagiert und gar Kiesel und Staub in Richtung der Musiker und des Publikums geworfen. Als jedoch die ersten Töne eines Mozart-Stückes erklungen seien, habe der Elefant die Augen geschlossen und sei ganz ruhig geworden. Suma habe nun ihre Lebensfreude wiedergefunden und höre neben Mozart auch gern Vivaldi, Bach.

NÖN Online - 4. Jul. 2006
Aufregung: Echter Bär saß im Geländewagen!
Als eine Frau in der Vorwoche zum Einkaufen in die Traisner Billa ging, traute sie ihren Augen kaum. Auf der Ladefläche eines Pickup-Geländewagens saß in einem Transportkäfig ein ausgewachsenes rund 380 Kilogramm schweres Braunbärenweibchen. Leicht verblüfft und in Sorge um das Tier verständigte die Dame die Polizeiinspektion Traisen. Die Beamten machten auch schon bald die Besitzer ausfindig. Die drei Männer aus Ungarn waren gerade im Billa-Markt gewesen, um eine Jause zu kaufen. Den Bären ließen sie einstweilen unbeaufsichtigt auf der Ladefläche. Das Tier befand sich gerade auf dem Heimweg von Fernseh-Dreharbeiten im Ötschergebiet. Es war im Besitz eines der Ungarn, der in seiner Heimat einen Zoo für Wölfe und Bären betreibt. Die Ungarn führten einen gültigen Impfpass für das Tier mit. Nach Absprache der Exekutive mit der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld durfte der Bär seine Weiterreise antreten. . .

Stern Shortnews - 4. Jul. 2006
Virginia/USA: Affe "Oops" aus Zoo entwischt
Zoo-Mitarbeiter versuchen derzeit, einen japanischen Makake-Affen zu finden, der am Samstag aus dem Mill Mountain Zoo in Virginia entwischen konnte. Der Affe mit dem Namen "Oops" ergriff die Flucht, als man ihn zum Füttern und Säubern aus seinem Käfig wegbrachte. "Oops" ist elf Jahre alt, wiegt 20 Pfund, hat hellbraune Haare und ist die Jüngste der vier so genannten Schnee-Affen im Zoo. Den Namen bekam sie, weil sich die Affen des Zoos eigentlich nicht hätten fortpflanzen sollen.


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Zoos  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Vogelpark Marlow, 05.07.2006
Riesenschlangen und Spinnentiere erobern das Tropenhaus im Vogelpark Marlow

„Haben Sie eigentlich noch die Schmetterlinge“, fragt ein Anrufer, als das Telefon im Vogelpark Marlow klingelt. Geduldig erklären die Mitarbeiter dann, dass das Tropenhaus im Winter dank der Unterstützung der Bingo Umweltlotterie und der Förderung des Umweltministeriums umgestaltet wurde und sich auch der Tierbestand verändert hat. Inzwischen sind recht exotische Arten eingezogen. Manche haben acht Beine und andere wiederum gar keine. Aus dem Tierpark Stralsund kam beispielsweise eine echt haarige Vogelspinne in den Vogelpark. Wenn Sie sich jetzt fragen, wie man ein solches Krabbeltier transportiert, kommt hier die Antwort. Gut gesichert und möglichst mit einer lauwarmen Wärmflasche am Boden des Transportbehälters. Eine Besonderheit unter vielen ist außerdem ihre Eigenart, bei Stress die Haare des Hinterleibes blitzartig schnell abzustreifen. Der Fachmann nennt das Bombardieren. Die winzigen kleinen Härchen reizen dann die Schleimhäute der Augen und überhaupt im ganzen Gesicht derartig, dass dem Angreifer sprichwörtlich Hören und Sehen vergeht. Aus diesem Grund nähern sich die Tierpfleger dem Achtbeiner sehr vorsichtig. „Die Haare werden auch als eine Art Verteidigungswall rund um die Wohnhöhle gelegt, quasi als Alarmanlage“, erklärt Andrea Harm, Tierpflegerin im Vogelpark. Natürlich gibt es im Tropenhaus auch gefiederte Vertreter. Etwa 40 verschiedene Vögel, darunter die in freier Wildbahn extrem bedrohten Balistare, Reisfinken, Bülbüls und Dolchstichtauben.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 05.07.2006
Noch Plätze frei für Dämmerexpedition
Wussten Sie schon, dass sich die Eisbären Elvis und Sonja ein Bett für die Nacht richten? Die mächtigen Bären graben eine Sandkuhle, die sie mit Zweigen und anderem Pflanzenmaterial auspolstern und in der sich die Nachtstunden verbringen. Diese und viele andere spannende Geschichten um die Schlafgewohnheiten der Zoobewohner präsentiert die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen bei seinen beliebten Dämmerexpeditionen. Auch in den Ferien wird ein Termin angeboten: Am 7. Juli steht ein weiterer Rundgang für all diejenigen auf dem Programm, die sich auch für die Gelsenkirchener Tierwelt bei Nacht begeistern. Interessenten sollten sich schon jetzt Karten sichern. Im Mittelpunkt der Dämmerexpedition steht natürlich die ZOOM Erlebniswelt Alaska. Der 90minütige Rundgang durch die hereinbrechende Dunkelheit beginnt um jeweils 21 Uhr am Treffpunkt direkt hinter dem Haupteingang der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen. Hier stehen Zoolotsen bereit, um in kleinen Gruppen zu den nachtaktiven Tieren zu führen.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 05.07.2006
Teure Flecken
Es gibt Nachwuchs bei den Nord-Persischen Leoparden im Raubtierhaus der Wilhelma: Ganz der Papa kann man bei dem kleinen „Sadegh“ aber nicht sagen, denn Vater „Saracen“ hat ein jaguarartig geflecktes Fell – ziemlich ungewöhnlich für einen Leoparden. Sein Sohn kommt fleckenmäßig eher nach Mutter „Mesched“. Die ersten Wochen nach seiner Geburt am 14.05. hat der kleine Leopardenkater mit seiner Mutter in der Wurfbox oder im Inneren des für Besucher zu der Zeit gesperrten Raubtierhauses verbracht. Jetzt aber ist Zeit für die ersten Ausflüge, stets unter den wachsamen Blicken der Mama. Papa hatte und hat keinen Zutritt zum Nachwuchs – er hätte ihn nämlich buchstäblich zum Fressen gern. So hängt also die gesamte Arbeit mit dem Nachwuchs an der Mutter: „Mesched“ ist 6 Jahre alt, im Zoo Münster geboren und kam im Mai 2002 in die Wilhelma. Vater „Saracen“ ist 1994 in Bristol geboren und kam nach einem Intermezzo in London im August 2001 in die Wilhelma. Der kleine „Sadegh“ ist der zweite Nachwuchs des Paares – 2004 hatten die beiden ein geflecktes Töchterchen. . Das Verbreitungsgebiet der Leoparden reicht von der Südspitze Afrikas bis in den Osten Russlands. Bis zu 30 Unterarten der prächtigen gefleckten Katzen werden unterschieden – und allen will der Mensch ans Fell oder an die Knochen. Nord-Persische Leoparden gehören zu den am stärksten bedrohten Katzen – in freier Wildbahn gibt es keine 50 Tiere mehr. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für diese Katzenart forciert die Nachzucht in den Zoos, denn ob die Schutzbemühungen in der Kaukasusregion für diese herrlichen Katzen noch rechtzeitig kommen, ist mehr als fraglich. Daher ist in der Wilhelma die Freude groß über den gefleckten Nachwuchs, ist es doch wieder ein winziger Schritt Richtung Arterhalt.

Tiergarten Heidelberg, 05.07.2006
Leonardo im Whirlpool

Wer würde bei diesem Wetter nicht am liebsten am Strand liegen, sich von Blubberblasen umschmeicheln lassen und gelegentlich unter einem erfrischenden Wasserstrahl Abkühlung finden? All das können die Robben des Tiergartens Heidelberg in Kürze erleben. Als Sponsoring vom Miramar in Weinheim und HeidelbergCement wird die Robbenanlage im Zoo zum Robben-Erlebnisstrand umgebaut. Was für die Robben ein Paradies zu werden verspricht, ist zur Zeit noch Knochenarbeit für die beteiligten Arbeiter. 100 Tonnen Spritzbeton werden auf die Flächen verbracht und von einem Betonskulpteur zu überhangenden Felsen mit Erosionsrinnen etc. verarbeitet. Der Whirlpool für Robben wird derzeit angeschlossen und verkleidet, an einem erhöhten Punkt des Geheges entsteht eine Höhle mit Panzerglaseinsicht für Besucher in der Leonardo, Donatella und Co. sich in einem Solarium aufwärmen können – wenn es dann wieder kalt wird. „Es ist toll zu sehen, wie diese Anlage nun ein neues Gesicht erhält und mit vielen guten Ideen für Robben und Besucher noch interessanter wird,“ freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann über dieses besondere Sponsoring aus der Metropolregion. Die Bauarbeiter geben sich alle Mühe, damit die Robben bereits am Wochenende wieder in ihrem großen Becken schwimmen können. Die Bauphase überbrücken sie im Robbenhaus hinter den Kulissen mit individuellem Training und gutem Fisch – wer weiß, bei den sommerlichen Temperaturen sind sie vielleicht sogar ganz froh, im kühlen Haus bleiben zu können.

Zoo Landau, 05.07.2006
Zoo-Sommerfest war ein Erfolg

Das diesjährige Zoo-Sommerfest unter dem Motto „Nashörner und ihre Lebensräume“ war trotz der hohen Temperaturen ein voller Erfolg. Zahlreiche
Besucher von Nah und Fern kamen an diesem sonnigen Sonntag in den Zoo und genossen das abwechslungsreiche Programm. Neben den gut besuchten Führungen hinter die Kulissen, einer interessanten Ausstellung des Naturschutzbundes Deutschland e.V. NABU über den Arabuko-Sokoke-Wald in Afrika, Kinderschminken durch Azubis der VR-Bank, Ponyreiten und Nashorn-Bastelaktionen der Zooschule konnten sich nicht nur unsere Besucher an den teils südafrikanischen Klängen des Landauer Gospel-Chores „da capo“ erfreuen. So spitzten Hartmann-Bergzebras, Gnus und Watussi-Rinder die Ohren, als u.a. die Südafrikanische Nationalhymne gesungen wurde und die Zuhörer begeistert im Takt mitklatschten. An den Ständen des Freundeskreises konnten sich Besucher über die Aktivitäten des Vereins informieren und nebenbei die Weine aus der diesjährigen Zooweinedition probieren. Der 2005er St. Laurent vom Weingut Werner Anselmann wurde sogar kürzlich in der Bundesweinprämierung mit dem Goldenen DLG-Preis ausgezeichnet. Die Weinflaschen mit attraktiven Schmucketikett kosten pro Flasche vier Euro, wovon je ein Euro dem Freundeskreis zugeführt wird. Der Freundeskreis des Landauer
Tiergartens e.V. hat jedoch noch einen weiteren Trumpf im Ärmel: In diesem Jahr läuft eine große Mitgliederwerbeaktion bei der jeder Werber, sowie jedes geworbene neue Mitglied ein Los erhält, mit dem man automatisch an der Verlosung eines Platzes für die im Frühjahr 2007 stattfindende Freundeskreisreise nach Neu-Seeland teilnimmt. Mit dem Mitgliederzuwachs zeigt sich der Vorstand des Freundeskreises bislang sehr zufrieden und auch beim Zoo-Sommerfest entschieden sich einige Besucher dazu, den Zoo durch eine Mitgliedschaft zu unterstützen.

Zoo Leipzig, 05.07.2006
Gestreifte Savannenbewohner haben wieder Nachwuchs - Zebraweibchen Nora brachte Jungtier zur Welt

Der zweite gestreifte Zebranachwuchs in der Kiwara-Savanne ist da! Heute Nacht brachte Zebradame Nora (geb. 16.08.1997 in Leipzig) ein kleines Zebrafohlen zur Welt. Als die Tierpfleger am Morgen ihren Dienst antraten, war schon alles geschehen. Nora hatte bereits ihren Sprössling sauber und trocken geleckt. Voller Stolz präsentierte sie es den Pflegern. Nach Nelly (geb. 2001) und Layla (geb. 2003) ist es für die erfahrene Mutter das dritte Jungtier. Die Jungtierprophylaxe ergab, dass es sich wieder um ein Mädchen handelt. Vater des neuen Herdenbewohners ist der Zebrahengst Grommit. Bereits am 13. Mai gebar Zebrastute Dolly ein Weibchen, welches zusammen mit der Herde auf der Kiwara-Savanne für die Besucher zu sehen ist. Nora und ihr Nachwuchs sind vorerst nicht für die Zoobesucher zu sehen. Erst wenn sich die Mutter-Kind-Bindung gefestigt hat, werden sie an die Gruppe und die anderen Mitbewohner der Savanne gewöhnt und zusammengelassen.

Zoologischer Garten Berlin, 05.07.2006
Sommerferien im Zoo Berlin: Rätselmontag und Rätseldonnerstag sowie die Magische Zootour am Dienstag

Wie gewohnt starten unsere Rätseltouren in den Ferien montags und donnerstags um 14.30 Uhr vom Zooeingang am Hardenbergplatz. Außerdem bieten wir als Spezialtouren dienstags, ebenfalls um 14.30 Uhr, magische Zootouren an. Montags und donnerstags: Bei den Rätseltouren können Kinder, Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene ab 7 Jahren zeigen, was sie über Zoo- und Wildtiere wissen und erfahren noch viel Neues und Spannendes hinzu. Zunächst müssen Wissens-, Geschicklichkeits- oder auch Scherzpunkte gesammelt werden, dann gibt es eine Siegerehrung und zum Abschluss für alle den Spezialistenblick hinter die Kulissen oder eine Tierfütterung. Dienstags: Bei den Magischen Zootouren versuchen wir unseren Gästen einige Tiere aus den Büchern und Filmen über Harry Potter und seine Freunde etwas näher zu bringen. Dabei trifft Zoologisches auf Magisches und wir hoffen auf regen Austausch. Zudem diskutieren wir über die begrenzten Ressourcen von Zaubermitteln und riskieren auch einmal einen Blick „hinter die Kulissen des Zoos“. Karten für alle Veranstaltungen gibt es bereits im Vorverkauf an der Zookasse Hardenbergplatz/ Löwentor. Dort beginnen auch die Führungen hinter dem Einlass. Wer an einer der Touren teilnehmen möchte, zahlt 4. - Euro Aufpreis zur Eintrittskarte. Wir empfehlen ein Mindestalter von 7 Jahren. Kinder ab 10 Jahren können ohne die Begleitung Erwachsener teilnehmen. Eine Kartenreservierung ist nicht möglich, daher empfehlen wir den Kartenkauf bis 14.00 Uhr. Danach hilft nur noch Glück oder Zauberei!

Wildpark Lüneburger Heide, 05.07.2006
Waschbären im Glück - Tragödie von zwei Waschbärenbabys hat ein Happy End

Zwei junge Waschbären haben Glück im Unglück. Bei einem Ausflug mit ihrer Mutter, wird diese in der Nähe von Paderborn, von einem Auto überfahren und getötet. Völlig hilflos verweilen die erst weinige Tage alten Tierwaisen neben ihrer Mutter bis sich Spaziergänger der Kleinen annehmen und sie in eine Auffangstation für Wildtiere bringen. Dort werden sie mit der Flasche aufgezogen und innerhalb kürzester Zeit sind sie über den Berg. Ein neues Zuhause haben die mittlerweile sechs Wochen alten Findelkinder jetzt im Wildpark Lüneburger Heide gefunden. Die Wolfsexpertin und Falknerin Tanja Askani (44), hat sich den noch namenlosen Tieren angenommen. Liebevoll kümmert sich die Ersatzmutti um die “Minibärchen“. Für junge Waschbären ist Körperkontakt überlebenswichtig und welches Baby schmust nicht gerne. Mittlerweile haben sie sich so gut entwickelt, dass sie sich mit lauten keckern bemerkbar machen, wenn sie Hunger haben. Natürlich ist Tanja Askani dann sofort zur Stelle um die hungrigen Mäulchen zu füttern. Wer den Waschbären persönlich auf den Pelz schauen und sie in Aktion erleben möchte, hat jetzt zurzeit die Möglichkeit, täglich bei der ersten Greifvogelvorführung.

Worbis, 05.07.2006
23 Jahre hinter Gittern sind genug!
Gemeinschaftliche Rettungsaktion für Schweizer Bär Mario
Nach 23 Jahren Gefangenschaft darf Bär Mario den Privatzoo Hasel in der Schweiz verlassen. In einer gemeinsamen Aktion mit VIER PFOTEN Schweiz wird Mario am Donnerstag, dem 6. Juli d. J., aus seinem Käfig befreit und die Reise nach Worbis, in den Alternativen Bärenpark der STIFTUNG FÜR BÄREN antreten. Seine Ankunft wird am 7. Juli gegen 8 Uhr erwartet.  
Im Jahre 1983 wird Bär Mario planmäßig im Zoologischen Garten Basel geboren. Er ist ein Zuchterfolg des kommerziellen Programms„Publikumsmagneten“. Alsbald in Basel überflüssig,  reicht man ihn an einen Dompteur weiter. Mario soll Zirkusbär werden, bringt aber dafür wohl nicht die notwendigen Voraussetzungen mit. Seine nächste  Station, in der er bis heute vegetiert, ist der Privatzoo Hasel. Hier steckt man ihn eine tiefe Betongrube. Das einzige Stück Natur, das er sieht, ist der Himmel. Doch dafür muss er immer wieder nach oben schauen.
1993 erhält Mario ein neues Bärengehege, das zwar den Mindestanforderungen des Schweizer Tierschutzgesetzes entspricht, jedoch nicht den Ansprüchen eines Wildtieres genügt.  Tote Bäume und ein Gummireifen können die jahrelange Langeweile des Bären nicht vertreiben.
Die Tierschützer von VIER PFOTEN Schweiz haben nach anstrengenden, aber erfolgreichen Verhandlungen mit den Betreibern des Zoos erreicht, dass der Bär nun endlich abgegeben wird. Für Marios neues Leben haben die Schweizer Tierschützer den Alternativen Bärenpark in Worbis auserwählt.
Hier wird Mario auf elf Artgenossen treffen, die vor ihrer Rettung ebenfalls in tierquälerischen Käfigen, Gruben und Zwingern vegetieren mussten. Sein neuer Lebensraum wird 40 000 m² Wald- und Wiesenflächen umfassen. Hier wird es Mario lernen, seine längst verkümmerten natürlichen Instinkte zu nutzen.
Doch bevor Mario die große, naturbelassene Freianlage betreten kann, muss er eine Zahnbehandlung über sich ergehen lassen. Durch die jahrelange Fehlernährung sind die Zähne in einem sehr schlechten Zustand. Außerdem wird Mario kastriert, da im Bärenpark Worbis keine Bären gezüchtet werden. Hier finden nur Bären aus tierquälerischen Haltungen Aufnahme.
Allerdings wird Mario vorerst der letzte Bär sein, der in Worbis aufgenommen werden kann. Die Kapazität ist ausgeschöpft, ein Überbesatz nicht gewollt. Weitere in Not geratene Bären werden deshalb einen Platz im Bärenwald Müritz, ein Projekt von VIER PFOTEN Deutschland – Stiftung für Tierschutz, finden. Dieser Bärenwald, der auch mit fachlicher Beratung der Mitarbeiter der STIFTUNG FÜR BÄREN entstanden ist, wird in den nächsten Monaten bezugsfertig sein.
Nach Fertigstellung des Alternativen Bärenparks Schwarzwald, dem zweiten Projekt der STIFTUNG FÜR BÄREN, werden auch hier Bären aus miserablen Haltungen Aufnahme finden.

Zoo Basel, 04.07.2006
Neue Erlebniswelt für Menschenaffen

Der Zoo Basel möchte seiner Vorreiterrolle in der Menschenaffenhaltung auch in Zukunft gerecht werden und will deshalb diesen faszinierenden Geschöpfen artgerechte Aussenanlagen zur Verfügung stellen. Es geht dabei vordergründig weniger um den Platzgewinn sondern vor allem darum, den Tieren eine neue Erlebniswelt zu erschliessen. In einer Aussenanlage erfahren Tiere das Wetter und die Elemente, sie hören die Geräusche der Stadt, der Natur und der Besucher, sie nehmen Düfte wahr und können ihre Nachbarn in den angrenzenden Gehegen beobachten. Ausserdem stehen dem Zoo mit neuen Aussenanlagen mehr Möglichkeiten für die so wichtige Beschäftigung der Tiere zur Verfügung. Die neue Erlebniswelt für die Menschenaffen wird ein weiterer sichtbarer Ausdruck der Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie im Zolli werden: Hoch gefährdete Arten werden in vorbildlichen Anlagen leben und sollen die Besucherinnen und Besucher für die Situation ihrer Artgenossen im Freiland sensibilisieren. Mit ihrer namhaften Donation leistet die Jubiläumsstiftung der Credit Suisse einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung dieses zukunftweisenden, tollen Projektes.

Tierpark Arche Warder, 04.07.2006
„Echt tierisch“: Sommerferien-Programm im Tierpark Arche Warder

Einmal Tierpfleger sein und bei der Versorgung von Tieren aktiv mithelfen. Das können Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren im Tierpark Arche Warder bei Neumünster während der Sommerferien in Schleswig-Holstein vom 10. Juli bis 18. August. Pferde, Esel, Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine und Geflügel füttern, Flaschenkinder versorgen, Ställe ausmisten, Gehege reinigen, Lämmern gut zureden und mit Glück bei der Geburt von Jungtieren dabei sein – all das erwartet die jungen Helfer in Europas größtem Zentrum für seltene und vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen. Die Tierpflege ist Bestandteil eines ganztägigen Programms für Kinder, das während der gesamten Ferienzeit jeweils von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr angeboten wird. Nach der Tierpflege am Vormittag, bei denen erfahrene Tierpfleger die Kinder in Kleingruppen von jeweils fünf bis sechs Teilnehmern betreuen, können sich die Kids mittags am Lagerfeuer erholen. Nachmittags stehen Spiel- und Bastelaktionen an, so etwa das Wikingerspiel „Kubb“, Papierschöpfen, Filzen, Spinnen, Weidenlampen basteln, Bogenschießen, Lehmtiere formen, Mini-Lehmofen bauen, Keschern gehen, Bewegungs- und Sinnerfahrungsspiele oder Malen mit Naturfarben. „Die Aktionen und Spiele variieren täglich, damit kein Tag wie der andere abläuft“, betont Tierparkpädagoge Rainer Jensen. Den Abschluss bildet geführtes Reiten, und wer will, der kann noch Pferde striegeln, putzen, füttern und führen. Zum Abschied können die Kinder auf dem Weg zum Ausgang die Rotbunte Husumer Sau „Renate“ an der Leine führen – wenn diese es zulässt.

Zoo Leipzig, 04.07.2006
INSOMNIA – Schlaflos in Leipzig - Sommer-Open-Air des Krystallpalast Varietés im Zoo Leipzig

Unter dem Motto „Schlaflos in Leipzig“ präsentiert das Krystallpalast Varieté vom 5. Juli bis zum 12. August 2006 sein diesjähriges Sommervarieté im Zoo Leipzig. Im historischen Gründergarten entführt die spektakuläre Open-Air Show die Besucher in eine zauberhafte Welt aus virtuoser Artistik, modernem Tanz und klassischer Clownerie. Mit wunderbaren sinnlichen Bildern, Gedichten und Projektionen erzählt das Berliner Artistenensemble eine Geschichte von Ungeduld, Sinnlichkeit, Angst und Freude und verspricht magische Momente unter dem - hoffentlich wolkenlosen - Leipziger Sommernachtshimmel. Für einen rundum perfekten Genuss sorgt ab 19 Uhr bis zum Beginn jeder Vorstellung um 21 Uhr das „All-you-can-eat“ Buffet im Marché-Restaurant, das für 13,-Euro pro Person zum Schlemmen einlädt.

Tierpark Ueckermünde, 03.07.2006
Schaufütterungen im Tierpark Ueckermünde: während der Sommerferien vom 8. Juli bis zum 20. August täglich
Die Schaufütterungen im Tierpark Ueckermünde erfreuen sich immer großer Beliebtheit bei Urlaubern und Tagesgästen. Vor allem die Fischotter haben in
den vergangenen Monaten eine stetig wachsende Fangemeinde bekommen. Während des gesamten August finden täglich Schaufütterungen statt.





Zoologischer Garten Magdeburg, 30.06.2006
Affenstarke Zwillinge und Nachwuchs beim Wappentier

Gleich zwei auffällig gefärbte Jungtiere sind bei den Kattas zu beobachten. Kattas sind Sonnenanbeter, bei denen die Weibchen „das Sagen“ haben. Die Katta-Zwillinge versuchen ihre ersten selbstständigen Klettertouren zu unternehmen. Markenzeichen der Kattas ist der schwarz-weiß geringelte Schwanz, der wie eine Standarte hoch aufgerichtet wird, sobald sie am Boden laufen.

Zoo Köln, 30.06.2006
Der Kölner Zoo als Trend-Setter

Manche Zoobesucher fragen sich, wie ist es möglich, dass man im Zoo Tiere wie Gorillas, Sibirische Tiger oder Schneekraniche besichtigen kann, die es in der Natur kaum noch oder gar nicht mehr gibt. Einige wissen, dass die Zoos die Tiere, die sie zeigen, selber züchten und haben schon einmal etwas von Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) gehört. Aber: dass die ersten EEPs 1985 in Köln aus der Taufe gehoben wurden und der Kölner Zoodirektor einer der Motoren oder – wie manche aufgrund seines Alters heute sagen – Väter der europäischen Zoobewegung war, weiß in Köln niemand. Der Zusammenarbeit auf freiwilliger Basis folgte 1988 ein formaler Zusammenschluss europäischer Zoos. Wie könnte es anders sein, gehört Nogge zu den Gründern des Europäischen Zooverbandes (EAZA). Bis heute ist er Mitglied des Präsidiums und von 1998 – 2000 war er der Verbandspräsident. 2004 ehrte der Verband ihn mit der Verleihung des 1. „EAZA-Awards for professional excellency”. Wenn Nogge nun am 1. Juli nach Amsterdam fährt, dem Sitz des Verbandes, dann nicht, um sich selbst zu verabschieden, sondern einen langjährigen Weggefährten, Drs. Koen Brouwer, der mehr als zehn Jahre lang das Verbandssekretariat geleitet hat. Während Nogges aktive Zeit als Zoodirektor zu Ende geht, fängt sie für Drs. K. Brouwer erst an (in Valencia/Spanien). Anlässlich eines Abschiedssymposiums hält Nogge eine Laudatio mit dem programmatischen Titel: „Moving EAZA forward“

Arche Warder, 30.06.2006
1. und 2. Juli im Tierpark Arche Warder - „Pferde in Aktion“ – Ein Wochenende rund ums Pferd
Am 1. und 2. Juli erwartet die Besucher im Tierpark Arche Warder zwischen Neumünster und Rendsburg von 11 bis 17 Uhr ein buntes Programm rund um Pferde: Pferdepräsentationen und Verkauf, Gespann-Wettfahrten, Ungarische Post, Rücke-Pferde, Barockpferde, Pferdeflüsterer, Hufschmied, Reitsportbedarf, geführtes Reiten, Kutschfahrten, Bauernmarkt und für Kinder Steckenpferd-Wettrennen und Heuhüpfburg.


Zoo Krefeld, 30.06.2006
Sommernacht im Krefelder Zoo: Bis 24 Uhr Informationen und Tiere „life“ mit Tapirstreicheln, Fühlkisten-Quiz, Tierbeschäftigung, Musik, Tanz, Märchen und Kunst
Eine besondere Nacht bietet der Krefelder Zoo am kommenden Freitag, 7. Juli, allen Tierfreunden aus Krefeld und Umgebung an. Dann gibt es bei der „Sommernacht im Zoo“ ab 18 Uhr bis Mitternacht die Gelegenheit, den Krefelder Zoo und seine Tiere einmal zu einer ungewöhnlichen Zeit zu erleben. Dazu gibt es ein umfangreiches Programm mit Information und Unterhaltung rund um das Leben der Tiere, Kinderschminken, sommerlicher Lifemusik von der Gruppe Womba mit die afrikanischen Trommeln und Tanz, Tanzvorführungen der Tanzschule Maria Rodloff mit orientalischen Tänzen, anschließend Funk, Blues und Soul mit der Gruppe „Easy Brof.“ sowie Jazzmusik mit „tierischen“ Einlagen auf der Terrasse des Grotenburgschlösschens. Für kulinarische Köstlichkeiten ist ebenfalls gesorgt.

Zoo Basel, 30.06.2006
Erstmals junge Nilkrokodile im Zoo Basel geschlüpft

Am frühen Morgen des 20. Juni 06 sind im Zoo Basel zum ersten Mal junge Nilkrokodile geschlüpft. Die ca. 25 cm langen Winzlinge sind fertige kleine Krokodile und können im Haus Gamgoas bestaunt werden. Lange musste bei den imposanten Grossechsen auf Nachwuchs gewartet werden. Als dann vor Weihnachten 2005 erste spektakuläre Paarungen beobachtet werden konnten, stiegen die Hoffnungen. Am 27. März war es so weit. Eines der Weibchen legte 23 enteneigrosse, ovale, weisse Eier vierzig Zentimeter tief in eine von ihm ausgehobene Grube. Vorsichtig wurde das Gelege wieder mit Sand zugedeckt und von da an bewacht. Mit viel Mut und grossem Geschick gelang es den Pflegern, einen Teil der Eier zu entnehmen. Diese wurden im Wärmeschrank bei rund 29 Grad bebrütet. Eine Durchleuchtungskontrolle Anfangs Juni ergab, dass in einigen tatsächlich sich entwickelnde Keime waren. Von da galt es, mittels täglich mehrmaligen diskreten Kontrollen den Schlüpfzeitpunkt zu erkennen. Junge Nilkrokodile sind nämlich in der Lage, sich schon vor dem Verlassen des Eis mit quäkenden Lauten bemerkbar zu machen. Genau das trat am Morgen des 85. Bebrütungstages ein. Den Pflegern gelang es, die 14 Eier dem Weibchen, das sein Gelege bewachte, unterzuschieben. Bange Minuten folgten für die Beobachter. Als hätte sie nur darauf gewartet, begann die gepanzerte Riesenechse aber, die frisch geschlüpften Tierchen eines ums andere einzusammeln. Zwischen ihren dolchscharfen Zähnen trug die fürsorgliche, 15- Jährige Mutter ihre Jungen zu einer sicheren Uferstelle im Flachwasserbecken. Von dort ist sie seither kaum mehr gewichen.

Zoo Landau, 29.06.2006
Roter Zoowein mit dem goldenen DLG-Preis ausgezeichnet - tierische Weinproben fördern den Verkauf
„2005er Edesheimer Ordensgut, St. Laurent Rotwein trocken“, 13,94% vol Alkohol ..., das sind die wichtigsten Daten eines Siegerweins! Darüber freuen sich nicht nur die Erzeuger aus dem Weitgut Werner Anselmann aus Edesheim, sondern natürlich auch in gleichem Maße der 1. Vorsitzende des Freundeskreises des Landauer Tiergartens e.V., Frank Keller, sowie Zoodirektor, Dr. Jens-Ove Heckel. Ausgezeichnet wurde nämlich besagter Rotwein der Landauer „Zoowein-Edition“ mit dem goldenen DLG-Preis! Bei der Prämierung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) handelt es sich um die wichtigste Prämierung auf nationaler Ebene. Der mit eigens kreiertem Schmucketikett versehene Rotwein zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus: Tiefdunkle rubinrote Färbung, ein ausdrucksvolles und intensiv fruchtiges Bukett an Kirschen, Himbeeren und Johannisbeeren erinnernd. Ralf Anselmann sieht bei dem jungen Rotwein ein großes Entwicklungspotential und beschreibt den Geschmack als sehr intensiv, komplex und vollmundig, harmonisch und samtig. Davon konnten sich Zoodirektor und Freundeskreisvorstand während einer kleinen Weinprobe jüngst überzeugen und regen dabei Zoo- und Weinfreunde an, es bei einer der vielen Gelegenheiten während Sonderveranstaltungen im Zoo gleichzutun. Ob am Weinprobierstand des Freundeskreises während des Zoo-Sommerfestes am kommenden Sonntag, 02.07.2006, oder im Anschluss an die beliebten Vortragsabende im Zoo Landau. Hier kann nicht nur der Sieger-Rotwein, sondern auch der hervorragende 2003er Grauer Burgunder Kabinett trocken aus dem Weingut Theobald Pfaffmann, Landau-Nußdorf oder der 2004er Rose Portugieser Weißherbst aus dem Weingut Raabe-Schönhof, St. Martin probiert und natürlich auch in der Flasche erworben werden. „Nur vier Euro pro Flasche muss der Weinfreund anlegen“, so Keller vom Freundeskreis, „und davon geht noch jeweils ein Euro als Spende an den Tiergarten-Freundeskreis! Zoodirektor Heckel zeigt sich immer wieder begeistert vom großen Erfolg dieser Marketing-Idee und spielt mit dem Gedanken, die Palette der „Zooweine“ zukünftig auch durch ökologisch erzeugte Weine aus der Region zu ergänzen.

Tierpark Herberstein, 29.06.2006
"Wer hat die Kokosnuss geklaut?" Das heitere Kinderfest im Tierpark am 8. und 9. Juli 2006
Die Suche nach dem "Dieb" und der richtigen Antwort führt quer durch den Tierpark! Bei lustigen Spielestationen wie zB. dem Kokosnussparcours sind wichtige Hinweise versteckt! Spiel und Spass sind garantiert! Dafür sorgen auch Zauberer Hannes - er zaubert einiges aus seiner Zaubertüte und verrät dabei auch Tricks - und eine lustige Hupfburg!

Zoo Duisburg, 29.06.2006
SARINA (erstmals) auf der Freianlage
Gerade zwei Wochen alt, 115 cm Stockmaß hoch mit zwei zartschwellenden Rundungen auf dem R ü c k e n – im Übrigen plüschweich eingepackt in e c h t K a m e l h a a r – stakelt seit heute SARINA – eines der jüngsten Tierkinder im Zoo – über die Kamel-Freianlage. Mutter RASHIDA – selbst geborene Duisburgerin – hatte freilich während der ersten Lebenstage ihrer sanftäugigen Tochter alle Schwierigkeiten, den spitzlippigen Säugling ans milchpralle Euter zu bugsieren; schließlich halfen die Tierpfleger kurzerhand mit guten Worten und Baby-Halfter aus, um dem stelzbeinigen Trampeltier durch leichtes Nachschieben den Weg zur mütterlichen Nahrungsquelle zu weisen. Weil Vater SULTAN, geb. 1999 im Zoo Heidelberg und mittlerweile ruhiger geworden, weil den rauflustigen Rüpeljahren entwachsen, seine niedliche Tochter mit stolz erhobenem Haupt betrachtet, darf die kleine SARINA ganztägig auf die Freianlage zu ihren übrigen Herdengenossen. Zuvor jedoch wird ihr lichtbraunes Fellkleid für Duisburger Zoobesucher geputzt, gestriegelt und lockenschonend hergerichtet – stilgerecht mit der Mistkratze versteht sich…

Tiergarten Schönbrunn, 29.06.2006
SOMMERAKTION: JAHRESKARTE UM 40 PROZENT BILLIGER!!
Statt 50 Euro kostet eine Jahreskarte für den Tiergarten Schönbrunn ab sofort nur noch 29 Euro – ein Urlaubsangebot, das vorerst bis Ende September gilt. Direktor Helmut Pechlaner will die Österreicher mit diesem supergünstigen Tarif dazu verführen, den Tiergarten verstärkt als Erholungsraum zu nutzen und hier mit einer gewissen Selbstverständlichkeit die Freizeit zu genießen. Motto: 365 Tage Urlaub in Schönbrunn um 29 Euro! Im Vergleich zu Einzelkarten ist man als Erwachsener mit der neuen Jahreskarte schon beim dritten Tiergartenbesuch günstiger dran. Für Kinder von 3 bis 15 Jahren kostet die verbilligte Jahreskarte 15 Euro.

presse-service.de - 3. Jul. 2006
Tierpark: Ameisen in Sonntagsschule
Am Sonntag, 9. Juli, können alle Schulkinder bis zu 12 Jahren von 10.00 bis 11.00 Uhr in der Sonntagsschule im Heimat-Tierpark Olderdissen Waldameisen in ihrer Umgebung und unter dem Mikroskop beobachten. Treffpunkt ist die Holzsitzgruppe in der Nähe der Gastronomie. Veranstalter sind die Mitglieder des Förderkreises „Lernort Natur“.


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Natur- und Artenschutz  –  Meldungen

Der Bär

Bilden Sie sich selbst eine Meinung, ob es sich um einen Risikobären handelte - auch nach dem nicht unumstrittenen, oft zitierten, aber schwer zu findenden österreichischen Bärenmanagement-Plan (http://www.wwf.at/downloads/BMP05.pdf). Dieser definiert "Risikobär" (Abschnitt 3.1) nur vage und mit Beispielen, und erklärt: "Es ist nicht möglich, eine klare Grenze anzugeben, ab wann ein Bär zum Risiko-Bären wird". Es gibt dort eine Verhaltensliste aus 14 Punkten vom "unaufälligen" zum "Risikobären". Die wenigen davon dem Bären zur Last legbaren "Delikte" befinden sich überwiegend in der grün hinterlegten "unauffällig"-Hälfte der Tabelle.


Brennessel - 4. Jul. 2006
Unterstützung für Bärenprojekte
Nach dem Abschuss von Braunbär Bruno wollen bayerische Tierschützer ein Volksbegehren zum Artenschutz im Freistaat starten. Der neu gegründete Verein "Baerlife" wird zunächst versuchen, im Landtag eine entsprechende Gesetzesinitiative auf den Weg zu bringen. Dem Vereinsvorstand gehören der SPD-Umweltexperte Thanheiser, der Münchner Tierpark-Chef Wiesner und der Münchner Bund-Naturschutz-Chef Hierneis an. Ihr Ziel ist unter anderem ein Bärenmanagement nach Schweizer Vorbild. 50.000 Unterschriften sollen dafür gesammelt werden. Unterstützt wird der Verein von 13 Umweltschutzverbänden. Unterdessen hat Italien offiziell die Rückgabe des getöteten Bären Bruno verlangt.


Oberbayerisches Volksblatt - 4. Jul. 2006
"Bruno gehörte niemandem"
Die Italiener wollen den toten Bruno zurückhaben - nach Ansicht von Eric Imm, Naturschutzreferent beim Landesjagdverband Bayern, ein aussichtsloses Unterfangen. "Ich bin kein Jurist, aber Bruno wurde in freier Wildbahn geboren, er war ein reines Wildtier und gehört deshalb niemandem." Da der Bär auf bayerischer Flur erlegt wurde, könne der Freistaat nach Gutdünken mit dem Tier verfahren. Das Sicherheitsteam, das Bruno im staatlichen Auftrag erlegte, habe in diesem Fall kein Aneignungsgrecht. Sollte Italiens Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio weiterhin auf das Eigentumsrecht am toten Bruno beharren, müsste sein Finanzminister den Geldbeutel öffnen und die vielen bayerischen Schafhalter entschädigen. Das wird nicht passieren, da ist sich Imm sicher. "Außerdem hatten die Italiener laut Umweltminister Werner Schnappauf während der Jagd auf Bruno schriftlich mitgeteilt, dass sie ihn lebend nicht mehr wiederhaben wollen. Deshalb ist nicht zu verstehen, warum sie den toten Bären auf einmal haben wollen."


Verbände Forum - 3. Jul. 2006
Brunos Tod hat rechtliche Folgen: Deutscher Tierschutzbund und sein Landesverband Bayern stellen Strafanzeige gegen Staatsminister, Staatssekretär und Regierungsvertreter von Oberbayern
Der Todesschuss auf den jungen Braunbär JJ1, genannt „Bruno“, hat rechtliche Folgen. Der Deutsche Tierschutzbund und sein ihm angeschlossener Landesverband Bayern stellen Strafanzeige wegen der Tötung eines Wirbeltieres der streng geschützten Art in Tateinheit mit dem Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund. Die Anzeigen richten sich u. a. namentlich gegen Staatsminister Werner Schnappauf, seinen Staatssekretär Otmar Bernhard und gegen Vertreter der Regierung von Oberbayern und die namentlich nicht bekannten Schützen. Brunos Tod darf nicht ohne Folgen bleiben“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, zur Strafanzeige, die wegen der täglich neuen Details und der Aufarbeitung einer Fülle von Informationen erst heute bei der zuständigen Staatsanwaltschaft beim Landgericht München II eingereicht wird. Die Tötung eines Wirbeltieres muss die absolut letzte zu ergreifende Möglichkeit sein. „Es ist klar, Menschenschutz geht vor Tierschutz, aber diese Frage stellt sich in diesem Fall nicht. Es lag keine Notstandslage vor“, so Apel. Die weitere Begründung: Die Regierung von Oberbayern beruft sich in ihrer Allgemeinverfügung vom 23.06.2006 auf die Ausnahmetatbestände des Naturschutzrechtes zur Abwehr gemeinwirtschaftlicher Schäden. Solche unzumutbaren gemeinwirtschaftlichen Schäden sind aber nicht zu erkennen. Auch war bis dato kein Menschenleben durch Bruno bedroht worden.

Spiegel Online - 3. Jul. 2006
Streit um Brunos Auslieferung
Zwischen Italien und Bayern ist ein Streit um das Fell des vor einer Woche erlegten Bären entfacht. Im Umweltministerium in München gibt man sich jedoch gelassen. Inzwischen prüft die Staatsanwaltschaft Ermittlungen zum Tode Brunos. Bei der Staatsanwaltschaft München sind mittlerweile bereits mehr als 50 Strafanzeigen eingegangen. Nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Rüdiger Hödl ist noch keine Entscheidung gefallen, ob die Behörde offizielle Ermittlungen aufnimmt. Die Prüfung der Anzeigen auf einen Anfangsverdacht werde "frühestens Ende der Woche" beendet sein, sagte Hödl. Die meisten Anzeigen richteten sich gegen Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU), Mitarbeiter seines Ministeriums und die drei Jäger, die Bruno abgeschossen haben. Deren Identität wird aber weiterhin von den Behörden geheim gehalten. Nach den Plänen des bayerischen Umweltministeriums soll der tote Bär ausgestopft und im Museum "Mensch und Natur" am Schloss Nymphenburg ausgestellt werden. Dagegen hatte der italienische Umweltminister protestiert. Der Sprecher des Ministers, Giovanni Nani, sagte gestern, es gehe nicht um den Anspruch auf eine Jagdtrophäe, sondern darum, auf den Fehler aufmerksam zu machen, der mit dem Erlegen des Bären geschehen sei.

Fränkischer Tag - 3. Jul. 2006
Auch in Kanada ist der Bär los
Der Abschuss von Braunbär „Bruno“ in den bayerischen Alpen sorgt weiter für Aufregung. Der italienische Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio will offenbar die „Auslieferung“ des toten Tieres nach Italien verlangen. Urlauber stornieren aus Protest ihren Urlaub in Schliersee, und in Berlin demonstrierten Jagdgegner unter dem Motto „Alle Jäger sind Bruno-Töter“. Am morgigen Dienstag soll es nun ein Treffen europäischer Bären-Experten in Trient geben, die über ein gemeinsames Bärenmanagement beraten wollen. Nach Deutschland ist nun auch in Kanada der Bär los. „Boo“ heißt der Ausreißer, der sich für ein Schäferstündchen in Freiheit unter Zäunen durchzwängt und Zentner schwere Stahltüren eindrückt. Schon zwei Mal ist der junge Grizzly seit Anfang Juni ausgebüxt. Und kanadische Zeitungsleser verfolgen seine Abenteuer in Sachen Liebe mit ebenso viel Sympathie, wie viele Deutsche an den Streifzügen „ihres“ Braunbären „Bruno“ durch das Alpenland teilnahmen. Anders aber als „Bruno“ droht „Boo“, dem viereinhalbjährigen Grizzly aus den Rocky Mountains, nicht die Kugel. Vielmehr meinen Wildhüter, ihn durch Kastration von weiteren Fluchtmanövern abhalten zu können.

Die Welt 29.6.
Wie Bruno starb - Sektionsbericht zum Download
Berlin - Die Jäger von Bruno haben den in Bayern streunenden Braunbären mit zwei Schüssen getötet. Dies bestätigte das bayerische Umweltministerium nach der Veröffentlichung des Sektionsbefundes von Tiermedizinern der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Der Abschuß sei waidgerecht ausgeführt worden. "Der erste Schuß wurde aus rund 150 Metern Entfernung abgegeben, sicherheitshalber wurde ein zweiter Schuß gesetzt", teilte der Sprecher von Minister Werner Schnappauf (CSU) mit.
Die Tieranatomen stellten fest, daß der Bär bis zu seinem Tod gesund und gut ernährt war. Dem Sektionsbericht zufolge fraß Bruno zuletzt sowohl Pflanzen- als auch Fleischnahrung. Der zweijährige Bär hatte in der Alpenregion mehrere Schafe, Ziegen so wie kleinere Hoftiere gerissen. Bruno wog zuletzt 110 Kilo.
Die beiden Einschüsse führten der Untersuchung zufolge zu tödlichen Verletzungen der Lunge und der Leber. "Es kann davon ausgegangen werden, daß die inneren Verletzungen zu einem schnellen Tod des Bären geführt haben", erklärte der Ministeriumssprecher. Die Gendaten des erschossenen Tieres sollen mit der italienischen Bären-Gendatenbank abgeglichen werden, um das Tier sicher zu identifizieren. Das bayerische Umweltministerium schaltete sich in den Museen-Streit um das Fell des Bären ein. Bruno soll ausgestopft und ausgestellt werden, soviel steht bislang fest. Die Landesregierung favorisiert das Museum Mensch und Natur im Münchener Schloß Nymphenburg. Außer dem Münchener Museum hatten das Bauernhofmuseum Schliersee und Leichen-Plastinator Gunther von Hagens Interesse an einer Ausstellung des präparierten Bären bekundet. Beide haben derzeit keine dauerhafte, diktaktisch aufbereitete Ausstellung.

Download des Sektionsberichts zum Tod von Bruno Bär

Toter Bär: Bruno-Freunde stornieren Bayern-Urlaub
Braunbär Bruno macht selbst nach seinem Tod noch Ärger - und das nicht nur in Bayern, sondern auch in Berlin. In der Hauptstadt kam es zu einer Demonstration gegen die Jagd. Zugleich haben zahlreiche erboste Urlauber ihre Aufenthalte im bayerischen Schliersee stornier

Frankfurter Neue Presse 5.07.2006 Frankfurt . Gut eine Woche nach dem Tod von Braunbär „Bruno“ wittern immer mehr Firmen Geschäfte mit „bärigen“ Produkten. Nach flugs aufgetauchten Solidaritäts-T-Shirts oder Trauerflaggen für den auch „JJ1“ genannten Bären bringen nun auch große Süßwarenhersteller und Stofftierunternehmen Waren mit Bruno-Bezug auf den Markt.
Der Süßwarenkonzern Haribo kündigte am Dienstag in Bonn an, von Ende Juli an „Bruno Braunbär“-Schaumzucker zu verkaufen. Der schwäbische Stofftierhersteller Steiff bietet bereits einen Trauerflor tragenden Braunbären an. Die Konkurrenz, der Thüringer Sammelplüschtier-Anbieter Schildkröt, vermarktet eine „Bruno mein Bärenfreund“-Sonder-Edition.
>eine wirklich peinliche Trittbrettfahrerei, teilweise auch noch mit vorgeschobenem Naturschutz-Engagement verbrähmt

Frankfurter Neue Presse, 1.7.2006
Spekulationen über Abschuss von «Bruno»
Fünf Tage nach dem Abschuss von Braunbär «Bruno» wird weiter über den genauen Hergang spekuliert. Unter Umständen seien sogar alle drei Jäger Polizisten gewesen, schreibt der «Münchner Merkur». Das Umweltministerium, das den zweijährigen Bären aus dem italienischen Trentino zum Abschuss freigegeben hatte, machte keine Angaben zur Identität der Jäger. Der Jagdverband hatte stets unterstrichen, dass er mit dem Abschuss nichts zu tun hatte. Zugleich gehen bei der Anklagebehörde immer mehr Strafanzeigen ein, am Donnerstagabend habe die Zahl der Anzeigen bei 48 gelegen. Eine Entscheidung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens werde die Anklagebehörde aber «frühestens Ende nächster Woche» treffen. Die Münchner «Abendzeitung» schreibt, Bruno sei möglicherweise nicht sofort tot gewesen. Die Schüsse hätten den Bären aus unterschiedlichen Richtungen getroffen.

DIE ABENDZEITUNG 30.6.
Es waren drei Schüsse! Neues über Brunos Tod: Er war vermutlich nicht sofort tot
Aus dem Obduktionsbefund des Instituts für Tieranatomie der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität geht hervor, dass der Bär möglicherweise nicht sofort tot war. Fest steht nämlich, dass den Bären zwei Kugeln getroffen haben. Möglicherweise sogar drei, da laut Obduktionsbericht zwischen der ersten und zweiten Rippe eine dritte drei Zentimeter grosse Wunde festgestellt worden ist. Ein Jagdexperte zur AZ: "Das liest sich wie ein Streifschuss." Bisher sprach das Umweltministerium von einem Schuss, der Bruno schmerzlos und sofort getötet haben soll.
Doch nicht nur die Anzahl der Schüsse, die das Umweltministerium bekannt gegeben hat, sind offensichtlich falsch. Bruno war möglicherweise auch nicht sofort tot. Nach Angaben von Prof. Hans-Georg Liebich, Vorstand (LMU) wurden zwei Projektile in dem Bären gefunden. Ein Projektil auf der rechten Seite, das zweite in der linken Seite. Der Jäger folgert: "Bruno ist nicht sofort umgefallen. Er hat die Richtung gewechselt, sodass die Schüsse unterschiedliche Flanken treffen konnten." Das Umweltministerium war gestern zu einer Stellungsnahme nicht bereit.
Unterdessen hält in Bayern die Kritik zum Abschuss des Braunbären Bruno unvermindert an. Juristisch gegen den verantwortlichen Umweltminister Schnappauf will die SPD-Landtagsfraktion vorgehen. Die Strafanzeige gegen den Minister lautet "Töten eines Tieres ohne vernünftigen Grund", was ein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz wäre.

Leserbriefe im "Tagespiegel"
Musste der Todesschuss auf Bruno wirklich sein?
Dr. Jürgen Lange, Vorsitzender des Vorstandes, Zoologischer Garten Berlin AG:
Da, wo der Bär sich in Bayern wohl fühlte, war nicht sein viele Hektar großer, arttypischer Lebensraum. Der Bär stand sofort in Konkurrenz zu den Bedürfnissen der Menschen. Der Konflikt war vorprogrammiert. Je weiter die Menschen vom Geschehen entfernt wohnten, desto mehr idealisierten sie den Bären. Wie meistens liegt auch hier die Wahrheit in der Mitte. „Bruno“, der Braunbär, war in eine nicht gerade dünn besiedelte Gegend geraten, hatte vor den Menschen keine Scheu und wurde so schnell zur Touristenattraktion. Das aber ist kein Bärenleben und kann durch Fehlverhalten des Menschen schnell lebensgefährlich für diesen enden.
Deshalb konnte der Bär nicht dort bleiben, sondern er hätte in große, abgeschiedene Alpentäler vertrieben oder ausgesetzt werden müssen. Trotz großen finanziellen Aufwandes geschah dies wohl nicht konsequent und überlegt genug. Sicher hätten die Jäger, die den Bär am Ende zur Strecke bringen sollten, statt mit scharfer Munition auch mit einer Betäubung arbeiten können. Auch überrascht den Außenstehenden, dass Bayern Spezialisten aus Finnland einfliegt, die eigenen Fachleute für Wildbiologie und Wildtiermanagement und vor allem aus dem Münchner Zoo anscheinend aber nicht zu Rate zieht, obwohl gerade sie über große Erfahrung im Umgang mit Blasrohr und Betäubungsgewehr verfügen. Auch in der Öffentlichkeitsarbeit wurden offensichtlich Fehler gemacht. Sonst würde Brunos Geschichte die Menschen im Land sicher nicht so beschäftigen.
Am Ende hat Bruno sogar etwas Gutes bewirkt. Es wird darüber nachgedacht, ob und wie auch Bären wieder bei uns heimisch werden können.



Verivox - 3. Jul. 2006
NABU fordert dauerhaftes Verbot von Wildvogelhandel
Der Naturschutzbund NABU hat ein dauerhaftes Verbot des Wildvogelhandels gefordert. "Das gegenwärtige Moratorium, das die Einfuhr von Wildvögeln in die EU wegen der sich global ausbreitenden Vogelgrippe noch bis zum 31. Juli verbietet, muss dauerhaft verankert werden", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Auf der ab dem morgigen Dienstag in Brüssel stattfindenden Sitzung der EU-Chefveterinäre steht das Thema Wildvogelimporte erneut auf der Tagesordnung. Es droht eine Aufweichung der jetzigen Regelung. Der NABU und sein Dachverband BirdLife International setzen große Hoffnungen auf EU-Kommissar Dimas: Europa muss nun Farbe bekennen, welchen Stellenwert es dem internationalen Artenschutz beimisst.

sz-online - 3. Jul. 2006
Der in Hessen wieder aufgepäppelte Gänsegeier soll freigelassen werden
Ein in Hessen aufgepäppelter Gänsegeier soll in den nächsten Tagen in Rheinland-Pfalz wieder freigelassen werden. Das Tier war Ende Mai völlig entkräftet im Kreis Groß-Gerau gefunden und in eine Wildtierstation gebracht worden. „Fulvio“, wie ihn Vogelkundler getauft haben, habe sich gut erholt, sagte Gerd Bauschmann von der Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland am Montag. In Deutschland haben Gänsegeier zuletzt vor über 150 Jahren auf der Schwäbischen Alb und am Oberrhein gebrütet. Der Vogel soll beringt werden und einen Peilsender bekommen, damit die Experten seien künftigen Weg verfolgen können. Ende Mai waren zahlreiche, vermutlich aus Spanien kommende Gänsegeier in Deutschland beobachtet worden. „Fulvio“ werde voraussichtlich in einigen Tagen auf einem Truppenübungsgelände im rheinland-pfälzischen Baumholder freigelassen. Grund für den Flug nach Deutschland könnte nach Vermutungen von Vogelexperten Nahrungsmangel in Spanien und Südfrankreich sein, weil Richtlinien der Europäischen Union (EU) die umgehende Beseitigung von Tierkadavern verlangen. Damit ist das Nahrungsangebot stark eingeschränkt.

Hamburger Abendblatt - 5. Jul. 2006
Sie bringen den Fischotter zurück
Wer heute einen Fischotter sehen will, muß entweder elbaufwärts in die Lausitz fahren oder in den Tierpark gehen. Die possierliche Marderart ist seit Jahrzehnten aus den Flüssen Schleswig-Holsteins verschwunden. Das soll sich in den nächsten fünf Jahren ändern. Der Wasser- und Bodenverband Krückau beteiligt sich aktiv an dem Projekt "Das Blaue Metropolnetz", das zum Ziel hat, die Fließgewässer im Bereich Hamburgs wieder ökologisch durchlässiger für Fische und andere Wasserlebewesen zu machen, erläutert Karl-Heinz Bonnhoff vom Boden- und Wasserverband. Zur Leit-Tierart dieses Projekts wurde der Fischotter erklärt. Dafür müßten aber im sehr dichtbesiedelten Raum Hamburg Gewässer-Korridore geschaffen werden, die dem Otter Wege ebnen auf seiner Wanderung zwischen Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

NZZ Online - 4. Jul. 2006
Gegen Schänden, Schächten und «wissenschaftliche Tierfolter»
1856 wurde im Zürcher Casino mit dem «Verein gegen Thierquälerei» einer der ersten Tierschutzvereine der Schweiz gegründet. Heute heisst er Zürcher Tierschutz und feiert sein Jubiläum mit Publikationen und einem Festanlass. Es war eine Frau, die bei der Gründung des Zürcher Tierschutzes die Fäden zog: die Zürcher Bürgerin Vögeli-Holzhalb - ihr Vorname ist nicht überliefert. Die Gründungsgeschichte schildert Claudia Schnieper in ihrem Buch zum 150-Jahr-Jubiläum des Zürcher Tierschutzes, das im Herbst erscheinen wird. Die Tierfreunde stiessen sich damals vor allem am brutalen Umgang der Fuhrknechte mit ihren Pferden und konnten bereits ein Jahr nach der Gründung einen ersten Erfolg verbuchen: Das erste Zürcher Tierschutzgesetz, das auf eine Motion ihres Präsidenten zurückging, stellte Tierquälerei unter Strafe. Der Zürcher Tierschutz engagierte sich in den folgenden Jahren für die Verbesserung der Nutztierhaltung. Heute hat der Zürcher Tierschutz rund 20 000 Mitglieder und ein Jahresbudget von 4 Millionen Franken, das vor allem aus Legaten und Spenden gespeist wird. An der Zürichbergstrasse, direkt neben dem Zoo, hat er nicht nur seine Büros eingerichtet, sondern auch ein Tierheim; ganz in der Tradition des ersten «Tierasyls» von 1899, in welchem herrenlose Katzen und Hunde aufgenommen und kranke Pferde kostenlos getötet wurden. Das Jubiläumsbuch «Blickpunkt Tiere - Professioneller Tierschutz im Lauf der Zeit» von Claudia Schnieper erscheint im Herbst 2006 im Paul-Haupt-Verlag. Ebenfalls aus Anlass des Jubiläums ist die Broschüre «Fährtenleser» erschienen, ein didaktisches Hilfsmittel zum Aufspüren von Fuchs, Dachs, Igel und anderen Gästen in Gärten und Parks. Sie kann unter www.zuerchertierschutz.ch bestellt werden.

NZZ Online - 5. Jul. 2006
Der biologischen Systematik droht das Ende
Die Schweizer Akademie der Naturwissenschaften beklagt, dass Fachleute für biologische Systematik hier selten würden. Verantwortlich sein sollen unter anderem mangelnde Gelder. Die Gefährdung und der Schutz der Biodiversität sind heute akzeptierte Anliegen. Doch nun scheinen die Wissenschafter, die diese Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten beurteilen, die Systematiker, langsam selbst vom Aussterben bedroht zu sein. Die Systematik als biologische Schlüsseldisziplin habe in den letzten Jahren stark an Bedeutung verloren, schreibt die Akademie in ihrem Positionspapier «Die Zukunft der Systematik in der Schweiz». Es mangle vor allem an Fachleuten für die verschiedenen wirbellosen Tiergruppen und für Pilze. Laut der Akademie bekommt die systematische Biologie in der Schweiz besonders den Spardruck der öffentlichen Hand zu spüren. So seien in den vergangenen 30 Jahren die Stellen von Systematikprofessoren nach deren Pensionierung meist nicht mehr besetzt oder anderen Fachgebieten zugeschlagen worden, heisst es. Deshalb fehle heute eine attraktive Lehre mit genügend qualifizierten Dozenten - und damit bleibe auch der akademische Nachwuchs aus. Die Hochschulen werden aufgefordert, die systematische Grundausbildung in der Biologie zu verbessern und längerfristig wieder zusätzliche Lehrstühle in Systematik zu besetzen. In der Schweiz reagiere man spät auf diese Entwicklung, sagt Nyffeler. In den USA etwa seien bereits vor 15 Jahren solche Massnahmen realisiert worden. Die Situation habe sich dort entsprechend verbessert.

BirdLife - 30.Juni 2006
Bush-quail makes unexpected reappearance
The poorly known Manipur Bush-quail Perdicula manipurensis has been seen in India, the first confirmed sighting of this small gamebird for over seventy years.
 
Planet Ark – 6. Juli 2006
Canada, Mexico, US Agree to Protect Butterflies
http://www.planetark.com/dailynewsstory.cfm/newsid/37129/story.htm
Wildlife officials in Mexico, the United States and Canada have agreed to work together to protect the Monarch butterfly, which makes a spectacular migration every year from Canada to Mexico.
 
African Grey Parrots "Under Threat From Pet Trade"
http://www.planetark.com/dailynewsstory.cfm/newsid/37128/story.htm
Britain's favourite talking parrot, the African grey, is being put at risk by the wild bird trade, wildlife campaigners said on Thursday.
The African grey, one of the most popular avian pets in the world, is declining in most of the 23 countries in which it is found and may soon become a threatened species, the Royal Society for Protection of Birds (RSPB) said.
 
Bushmeat "Sold in Secret European, US Markets"
http://www.planetark.com/dailynewsstory.cfm/newsid/37133/story.htm
Meat from wild animals including primates is being sold in clandestine markets in North America and Europe, according to scientists on Wednesday.
Wildlife biologist Justin Brashares, of the University of California, Berkeley, and a team a volunteers tracked down the illicit trade in Paris, Brussels, London, New York, Montreal, Toronto and Los Angeles.
"I have 27 records of chimpanzee and gorilla parts being sold in markets," Brashares told New Scientist magazine.
 
ENN – 5. Juli 2006
Bald Eagles Recovering Across the Country
When Pennsylvania officials began a campaign in 1983 to re-establish the state's bald eagle population, only three pairs of the birds and 12 eaglets remained here. Now there are more than 100 bald eagle nests in the state for the first time in over a century.
 
Planet Ark – 5. Juli 2006
Illegal Fishing Threatens Survival of Europe's Tuna
http://www.planetark.com/dailynewsstory.cfm/newsid/37112/story.htm
Illegal fishing has devastated Europe's stocks of the highly prized bluefin tuna and threatens the species' survival in the eastern Atlantic and Mediterranean, environmental campaign group WWF said on Wednesday.
With Atlantic fish numbers at dangerously low levels, fleets were moving to Mediterranean waters to catch the fish there too, the report's author Roberto Mielgo Bregazzi said.
"In the race to catch shrinking tuna stocks, industrial fleets are switching from traditional grounds to the last breeding grounds in the eastern Mediterranean and Libyan waters," he said in a statement.
 
PlanetArk - 03.Juli 2006
Indian Tidal Power Plant to Threaten Tigers
Tigers in the world's largest reserve for the big cats are threatened by Indian plans for a tidal power project that will only provide electricity for a few thousand families, scientists and critics said on Friday.

ENN - 03.Juli 2006
China Offers Hungry Elephants 'Dinner Halls'
Chinese officials hope to lure hungry wild elephants away from farmland by offering "dinner halls" with banana and sugar on the menu, state media reported.

Pentagon Exempts Navy from Whale Protection Law
The Pentagon Friday exempted the Navy for six months from a law protecting whales and other marine mammals, a move that may allow planned naval exercises using military sonar to proceed despite a lawsuit.

ENN - 30.Juni 2006
Baby Rhino Tracks in Malaysia Raise Hopes
Rangers sighted tracks of a baby Sumatran rhino in the heart of Borneo's jungles, raising hopes for the survival of a species pushed to the brink of extinction by poaching and habitat destruction, conservationists said.

Judgment Day Set for Polar Bears
By: the Center for Biological Diversity
Conservation groups announced on June 29 that they have reached a settlement in a lawsuit to protect polar bears under the Endangered Species Act. Under the settlement, the U.S. Fish and Wildlife Service must complete its "12-month" finding on whether polar bears should be listed under the Endangered Species Act by December 27, 2006.

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Natur- und Artenschutz  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

WWF – 5. Juli 2006
WWF-Studie dokumentiert illegale Fischerei in Europa. Tunfisch vor dem Kollaps.
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/03122/
Illegale Fischerei bedroht laut einer neuen WWF-Studie die Tunfisch-Bestände im Mittelmeer und im Ostatlantik. Die Umweltschützer dokumentieren erstmals, dass die Flotten der Europäischen Union, insbesondere Frankreichs, weit größere Mengen fangen, als die offiziellen Quoten erlauben. Auch Libyen und die Türkei ignorieren die Höchstgrenzen. Der begehrte Rote Tunfisch (Thunnus thynnus) wird vor allem für die Trendspeise Sushi verarbeitet. Die Preise liegen bei über 150 Euro pro Kilo. Tunfisch ist damit ähnlich lukrativ wie Kaviar. Der wichtigste Markt ist Japan, aber auch Deutschland zählt zu den Abnehmern. „Piraterie kommt leider nicht nur in Geschichtsbüchern vor. Die Kriminellen sitzen im Herzen Europas. Sie plündern mit dem Tunfisch einen der wertvollsten Schätze der Ozeane“, so WWF-Fischereiexpertin Heike Vesper. Der WWF fordert einen sofortigen Fangstopp, bis ein Plan zur Wiederherstellung der Bestände ausgearbeitet ist.
Wie der WWF-Report nachweist, wurden die Fangquoten für den Roten Tunfisch in jüngster Zeit um über 40 Prozent überschritten. Statt der erlaubten 32.000 Tonnen entnahm die Fischindustrie 2004 etwa 44.949 Tonnen, 2005 sogar 45.547 Tonnen aus dem Mittelmeer und dem Ostatlantik. Die tatsächliche Menge lag in beiden Jahren sogar weit über 50.000 Tonnen. Diese Zahl bestätigen auch die Wissenschaftler des Internationalen Fischereiabkommens für den Atlantischen Tunfisch (ICCAT), das die Fanquoten festlegt. Die Piratenfischer melden ihre Fänge häufig nicht, um so Kontrollen zu entgehen und Steuern zu sparen. Zudem wird der Tunfisch oftmals bereits an Bord verarbeitet und direkt an die Importländer geliefert.
Die wichtigste Triebfeder für das illegale Geschäft ist laut WWF die ungezügelte Ausweitung der Fischzuchten im Mittelmeer. In den Aquakulturen werden im Meer gefangene Tunfische gemästet und dann weiter verarbeitet. Die Zucht gefährdet auch andere Arten, denn für jedes Kilo Tunfisch werden über 20 Kilo Fisch verfüttert. Die Europäische Union subventioniert Zuchten und Fangflotten. „Der Raubbau wird aus Steuergeldern finanziert“, erläutert Vesper. Der WWF fordert die EU auf, die Subventionen zu streichen und ihre tragende Rolle in der ICCAT zu nutzen, um die Plünderung zu stoppen. „Die EU-Kommission darf nicht länger zusehen, wie eine jahrhundertealte Fischerei zugrunde gerichtet wird.“

Stiftung Artenschutz - 04.Juli 2006
Tier des Monats: Annam-Schildkröte wiedergefunden
Über die Annam-Schildkröte (Mauremys annamensis) ist wenig bekannt, denn seit dem Jahr 1939 wurde diese Art nicht mehr in der Natur beobachtet. Lediglich Funde auf regionalen Märkten zeugten noch von ihrer Existenz. Eine Studie des Asian Turtle Program (ATP) brachte jetzt Licht in die ungewisse Situation dieser Schildkrötenart, für deren Erhalt sich die Stiftung Artenschutz einsetzen will. In Quang Nam in Zentralvietnam konnte eine Untersuchung, deren Grundlage eine Befragung der lokalen Bevölkerung bildete, sieben lebende Exemplare aufspüren. Die Tiere wurden unter anderem bei Händlern und in einem Teich der Tempelanlage von Hoi An gefunden. In weiterführende Befragungen konnten einige Dörfer identifiziert werden, in deren Umgebung die Annam-Schildkröte wahrscheinlich noch vorkommt. Hier sollen ab September 2006 zusätzliche Untersuchungen zur Bestandssituation durchgeführt und Maßnahmen zum Schutz der Tiere eingeleitet werden. Die Studie wurde mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Bildung und Forschung und des Allwetterzoo Münster durchgeführt.

Stiftung Artenschutz - 04.Juli 2004
Okapi wiederentdeckt
Im Jahre 1901 muss der Anblick eines Okapi auf dem Gebiet des heutigen Virunga-Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo für die europäischen Entdecker sehr befremdlich ausgesehen haben. Das Tier ähnelt einer Giraffe, doch es hat einen kurzen Hals und besitzt Steifen wie ein Zebra, wenn auch nur am Hinterteil. Seit dem Jahr 1957 wurde kein Okapi mehr im Gebiet seiner Entdeckung beobachtet und man hielt die Art für regional ausgerottet. Im Juni 2006 fand ein Forscherteam 17 Okapi-Spuren sowie weitere Hinweise auf die Existenz der Kurzhalsgiraffe. Auch wenn kein Tier beobachtet werden konnte, werten die Experten die Spuren als sicheren Beweis für das Überleben der Okapis in Virunga.

BUND – 04.07.2006
NRW-Naturschutzverbände zum Entwurf des Landschaftsgesetzes: „Generalangriff auf Natur und Landschaft in NRW“
Als „Generalangriff auf Natur und Landschaft und Rückschritt auf dem Weg zu einem lebenswerteren Nordrhein-Westfalen“ werteten die nordrhein-westfälischen Naturschutz-verbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt und Naturschutzbund Deutschland (NABU) den heute von Umweltminister Eckhard Uhlenberg vorgelegten Entwurf zur Novellierung des Landschaftsgesetzes. Sehenden Auges nehme die Landesregierung sogar Verstöße gegen höherrangige Rechtsvor-schriften wie das EU- und Bundesrecht in Kauf. BUND, LNU und NABU kritisieren u.a.:
• die Aufweichung der bisherigen Verpflichtung zur Einrichtung eines Biotopverbundsystems auf mind. 10 % der Landesfläche,
• die massive Beschneidung der Mitwirkungs- und Klagerechte der Naturschutzverbände („Ver-bandsklage“),
• die Einschränkung des Schutzes seltener Biotoptypen und Einführung des Vorrangs des Baurechts.
Dabei, so die Naturschutzverbände, argumentiere Minister Uhlenberg rein ideologisch: Anstatt die Stand-ortvorteile einer intakten Kulturlandschaft und die positiven Effekte des Naturschutzes für die Regional-entwicklung zu würdigen, werde dieser als vermeintliches Hemmnis für den Standort Nordrhein-Westfalen diskreditiert. Die Reduzierung der Beteiligungs- und Klagemöglichkeiten verstoße dabei schon jetzt erkennbar gegen europäisches Recht und werde damit noch nicht einmal dem selbst gewählten Anspruch einer 1:1-Umsetzung gerecht.
„Mit diesem Gesetzentwurf, so die Naturschutzverbände, „hat sich Uhlenberg von seinem Job als Umwelt- und Naturschutzminister verabschiedet.

WWF - 04.Juli 2006
Ein Glücksfall für das Wattenmeer 20 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Umweltverbände ziehen positive Bilanz, kritisieren aber die Politik der Landesregierung
Die Gründung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer vor 20 Jahren ist ein Glücksfall für die einzigartige Küstenlandschaft an der Nordsee. Auf heute fast 2.800 Quadratkilometern werden Watt, Priele, Strände, Dünen, Salzwiesen und Sandbänke geschützt. Millionen Brut- und Zugvögel und tausende Seehunde fühlen sich hier wohl. Nach wie vor gefährden jedoch zahlreiche Eingriffe für Deichbau, Schiffsverkehr, Energiegewinnung sowie die Fischerei den Nationalpark. Im Zweifel werde zu häufig zu Lasten der Natur entschieden. Dies geht aus einer vom WWF herausgegebenen Bilanz der aus 11 Umwelt-verbänden bestehenden Arbeitsgemeinschaft (AG) Nationalpark hervor. Am kommenden Wochenende finden die offiziellen Jubiläums-Feierlichkeiten statt.

NABU - 03.Juli 2006
NABU fordert dauerhaftes Verbot von Wildvogelhandel
Der Naturschutzbund NABU hat ein dauerhaftes Verbot des Wildvogelhandels gefordert. "Das gegenwärtige Moratorium, das die Einfuhr von Wildvögeln in die EU wegen der sich global ausbreitenden Vogelgrippe noch bis zum 31. Juli verbietet, muss dauerhaft verankert werden", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. ... Der NABU und sein Dachverband BirdLife International setzen große Hoffnungen auf EU-Kommissar Dimas: Europa muss nun Farbe bekennen, welchen Stellenwert es dem internationalen Artenschutz beimisst. Nach Einschätzung des NABU konnten durch den gegenwärtigen Importstopp bereits mehr als eine Million Wildvögel vor einem Leben hinter Gittern bewahrt werden. Die EU galt zuvor als der weltweit größte Abnehmer exotischer Vögel. Nur ein vollständiges Importverbot kann aber das drohende Aussterben von Arten, wie dem afrikanischen Graupapagei noch verhindern. Eine Aufhebung sei nicht nachvollziehbar, selbst wenn sie geographisch auf bestimmte Herkunftsländer beschränkt bliebe. Eine Lockerung des EU-Importverbots zöge eine fatale Kette von illegalem Handel nach sich.

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