E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

 http://www.zoo-ag.de

Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Christian Remenyi
   Anja Schulze
   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
   Melanie Witte



ISSN 1619-6643

RSS-Feed


Ausgabe 320 vom 1. Juni 2006

Liebe Leser,

aus Zeitgründen heute keine lange Prosa, sondern kurz und knapp:

Lieber Achim, herzlichen Glückwunsch! Der Zoo Köln hat einen neuen Direktor und Dr. Nogge einen würdigen Nachfolger gefunden.

Der Bär, jetzt JJ1 oder Bruno geheißen, scheint sich die Krimmler Wasserfälle ansehen zu wollen, während die Wogen um Abschuß und/oder Einfangen weiterhin hoch schlagen.

Dirk Petzold



Rätselflug
Dieser Bildausschnitt stammt aus dem Luftbild eines deutschen Zoos.
Was zeigt er?


Bei Klick auf's Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei maps.google.com
Wenn Sie es dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die ganze Stadt bzw. deren Lage sehen.
(Sie benötigen dafür mindestens IE6 oder Netscape7.1 und Verwandte)
Und wer es gar nicht erkennt, muß bis zur Auflösung nächste Woche warten...

Lösung von letzter Woche:
ZoORANGerie, Allwetterzoo Münster

"Der Bär"

Sat.1 News 31. Mai 2006
Bär soll ins Umerziehungslager
Der Braunbär "JJ1", der in Bayern und Österreich herumstreunt, soll gefangen und umerzogen werden. Die Naturschutzorganisation WWF plane, den Bären mit einer Falle zu fangen. Danach soll er vorübergehend in ein Gehege bei München ziehen, sagte Susanne Grof, Sprecherin des WWF. Wenn der Bär eingefangen ist, könne man darüber nachdenken, wie man das Tier umerziehen und an einem anderen Ort wieder aussetzen könne. Im Moment könne der Bär wegen seinen Verhaltens nicht in Freiheit leben. Vor allem die Angewohnheit des Bären, immer weiter zu ziehen, stelle die Naturschützer vor ein Problem. Das Umherstreunen habe der Bär von seiner Mutter gelernt. Auch die Bärin "Jurka" kehrte nie wieder an einen Ort zurück, an dem sie ein Tier gerissen hatte. Wie ihre beiden Söhne "JJ1" und "JJ2" war sie aufgefallen, weil sie keine Scheu vor Menschen zeigte. Ein Versuch, den Bären umzuerziehen, schlug fehl. Im Frühjahr hatten Jäger ihn auf einem Streifzug in Norditalien gefangen und "ordentlich Stress ausgesetzt", sagte Laas. Allerdings habe das den Bären nur in seinem Verhalten bestärkt, herumzustreunen. "JJ1" sei allerdings eine Ausnahme. Kein normaler Bär verhalte sich so.

Der Spiegel, 30.5.06
Auf der Flucht: Streunender Bär auf der Autobahn gesichtet
Seitdem er in Bayern und Tirol zum Abschuss freigegeben ist, hat er sich aus dem Staub gemacht: Der Unheil stiftende Braunbär spielt seit Wochen Katz und Maus mit Behörden und Tierschützern. Zuletzt wurde er auf einer Autobahn gesehen. Vorher hatte er erneut ein Blutbad angerichtet

Focus Online - 1.6.06
Schnappauf lässt finnische Hunde los
taz -
1.6.06
Bär soll ins Lager
Spiegel Online -
1.6.06
Bär soll ins Umerziehungsheim
Die Presse.com -
1.6.06
Experten-Verdacht: Noch ein Bär in Tirol
Andreas Sax, Geschäftsführer der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten": "es ist gut möglich, dass mittlerweile auch ein zweiter Bär in Tirol herumstreift"


N24 - 30. Mai 2006
Der "gläserne" Bär: Gen-Test überführt Streuner
Das Rätsel um die Herkunft des Braunbären im österreichisch-bayerischen Grenzgebiet ist gelöst: Bei dem zotteligen Streuner handelt es sich um das Tier «JJ1» aus Italien. Das hat ein genetischer Vergleich von Bärenhaaren ergeben, wie das bayerische Umweltministerium am Dienstag in München mitteilte. Damit sehen sich bayerische Experten in ihrer Einschätzung bestätigt, dass es sich um einen Problembären handele. Denn Bärenmutter «Jurka» und ihr zweiter Sohn «JJ2» seien wegen mangelnder Scheu vor menschlichen Siedlungen ebenfalls bereits aufgefallen, sagte Ministeriumssprecher Roland Eichhorn. Die Tiere stammen aus einem Bären-Wiederansiedlungsprojekt im Adamello-Brenta-Naturpark in Südtirol. Experten der Umweltstiftung WWF versuchen weiter, das Tier mit einer Falle einzufangen.

Scienceticker - 30. Mai 2006
Problematischer Braunbär stammt aus Italien
Die Herkunft des Braunbären, der seit zwei Wochen an bayerisch-österreichischen Grenze für Aufregung sorgt, ist geklärt. Laut Mitteilung der Naturschutzorganisation WWF stammt das Tier aus Italien und dürfte seine geringe Menschenscheu von der Mutter übernommen haben. Die Identifizierung erfolgte anhand von Haaren, die am 10. Mai in St. Gallenkirch in Vorarlberg gefunden worden waren. Der genetischen Analyse zufolge, handelt es sich um "JJ1", den im Jahr 2004 geborenen Sohn von Jurka und Joze. Die beiden Alttiere waren in Slowenien gefangen und später im oberitalienischen Trentino wieder freigelassen worden.

Märkische Oderzeitung - 30. Mai 2006
Mutter vorbestraft: Bär Bruno kommt aus Problemfamilie
Der Braunbär, der seit Wochen im österreichisch-bayerischen Grenzgebiet umherzieht, stammt aus einer "Problemfamilie". Das hat ein Erbgutvergleich ergeben, wie die Sprecherin der Umweltstiftung WWF in Österreich, Susanne Grof, und das bayerische Umweltministerium am Dienstag bestätigten. Der von den Medien in Deutschland und Österreich "Bruno" genannte Streuner kommt demnach aus einem Wiederansiedlungsprojekt im italienischen Trentino und heißt für die Experten "JJ1". Bereits Bärenmutter "Jurka" und Bruder "JJ2" hatten durch mangelnde Scheu vor menschlichen Siedlungen auf sich aufmerksam gemacht, wie Ministeriumssprecher Roland Eichhorn betonte. "Die Mutter hat quasi ein langes Vorstrafenregister." Die Bärenmutter hatte nach Angaben des WWF auf ihren wiederholten Streifzügen bei menschlichen Siedlungen ihre beiden Söhne "JJ1" und "JJ2" mitgenommen. "Dabei haben die Jungen das an sich für Bären untypische Verhalten der Mutter gelernt" und wenig Angst vor menschlicher Nähe entwickelt, sagte Grof. Auch die extrem ausgeprägte Wanderfreudigkeit sei eine "Familienangewohnheit".

Welt am Sonntag - 27. Mai 2006
Der nächste kommt bestimmt
Es war ein Comeback, wie es spektakulärer nicht sein konnte. 170 Jahre war der Braunbär aus Deutschland verschwunden. Dann, vergangene Woche, setzte erstmals wieder eines der riesigen Tiere seine Pfoten auf deutschen Boden. Von der Öffentlichkeit freudig zur Kenntnis genommen, solange bis der Bär die dargebotene Gastfreundschaft maßlos ausnutzte. Er wütete in Hühnerställen und auf Schafweiden, wurde als "Problem-Bär" zum Politikum - und verdrückte sich wieder über die österreichische Grenze. "Es werden immer wieder Bären nachkommen", sagt Henning Wiesner, Direktor des Münchner Tierparks Hellabrunn, Zoologe und ausgewiesener Experte für bedrohte Tierarten, für deren Nachzucht und Auswilderung. "Wenn die Biotope zu klein werden, wandern die Bären", sagt Wiesner. In diesem Fall von Italien und Österreich, wo es dank Auswilderungsprogrammen und strenger Unterschutzstellung inzwischen wieder größere Bärenpopulationen gibt. Und die können sich ungehindert bewegen, "weil sie in Österreich, Italien und der Schweiz natürlich nicht gejagt werden". Insgesamt verhielt sich Meister Petz in den steilen Bergwäldern in der Grenzregion zu Österreich alles andere als schläfrig. Er dachte gar nicht daran, sich abschießen oder gar einfangen zu lassen und seine letzten Tage als Attraktion im Wildpark Poing zu verbringen. Auch Artenschützer Wiesner machte sich dafür stark, den Bären lebend zu fangen. Er schlug vor, zusammen mit dem Landesjagdverband eine Hundestaffel aufzustellen, die auf die Fährte des "Problem-Bären" gesetzt werden sollte. Im Umweltministerium wurde Wiesners Vorschlag indes zwar dankend zur Kenntnisgenommen, eine Zusammenarbeit unter seinen Bedingungen lehnten die Beamten aber ab: Sollte der wanderfreudige Braunbär auf bayerischem Boden gefunden werden, wollte Wiesner ihn mit der von ihm entwickelten Methode mittels Blasrohr und Pfeilen betäuben, anschließend mit einem Sender versehen und im Nationalpark Berchtesgadener Land aussetzen. Aussetzen in der freien Natur kommt für das Ministerium aber auch nicht in Frage. "Das können wir politisch nicht verantworten", sagte Eichhorn. "Bei diesem verrückten Bären sagen unsere Experten: Das ist Harakiri." Deshalb bleibe die "Doppelstrategie": "Der Abschuß wird erlaubt, gleichzeitig verstärken wir unsere Fangbemühungen durch den World Wildlife Fund." Doch was dann?

Express - 26. Mai 2006
Meister-Petz-News: Bär wieder gesichtet: Er wandert zurück nach Bayern
Alle suchen Meister Petz! Und jetzt ist der Braunbär wieder in Österreich aufgetaucht. Ein Jäger teilte der Polizei mit, er habe das etwa zwei Meter große Tier am Donnerstagnachmittag in Tirol gesehen, nur 10 bis 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Das Tier sei Richtung Bayern gewandert. WWF-Experten setzen unterdessen die Suche nach dem Tier fort. Neben dem Wildpark Poing bei München hat sich inzwischen auch der italienische Adamello-Naturpark bereit erklärt, den Bären aufzunehmen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung - 26. Mai 2006
Abschießen oder einfangen - was tun mit Bruno?
Schade, daß „Bruno“ nicht über die Inntal-Autobahn spazierte. Dort wäre der Braunbär, der seit Tagen das österreichisch-deutsche Grenzgebiet im Raum Lech-Loisach-Isar-Inn in Atem hält, seines Lebens sicher gewesen und man hätte ihn vielleicht mittels Einfangen vor dem Abschuß bewahren können. Die jüngste Meldung einer „Bärensichtung“ stammt vom Freitag. Ein Jäger gab bei der Polizei in Schwaz zu Protokoll, daß er das Tier am Donnerstag nachmittag um 17 Uhr im Rofangebirge auf Gemarkungsgebiet der Gemeinde Brandenberg erblickt habe; es sei unterm Wimmerkopf unterwegs gewesen und in Richtung Aschau getrottet. Der in Tirol zuständige Landesrat (Minister) für Land- und Forstwirtschaft sowie Umweltschutz, Anton Steixner, befand, die jeweilige Situation drüben im Bayrischen und herüben im Unterinntal sei „völlig unterschiedlich“ gewesen. Steixner hat daher für den Tiroler Bezirk Reutte „Abschußbefehl“ erteilt - was in jenen österreichischen Medien, welche sich als Hort des Tierschutzes gerieren und daher am bayerischen Umweltminister Schnappauf kein gutes Haar ließen, weil der sich für Abschuß aussprach, eher ausgespart ward. Doch wegen der dreißig in Österreich „bekannten“ Tiere könne es sich bei dem im Unterinntal anzunehmenden Tier „auch um einen Bären der österreichischen Gruppe handeln“; Gewißheit sei erst nach Auswertung von DNA-Spuren zu erlangen. Entgegen ersten Vermutungen ist „Bruno“ nicht der Bruder von „JJ2“, einem männlichen Tier aus dem von der Autonomen Provinz Trient (Norditalien) betriebenen Braunbären-Wiederansiedelungsprojekt. Das ergaben Untersuchungen von Spuren und Haaren, welche jener Bär hinterließ, der am 17. Mai in Flach im Lechtal (Bezirk Reutte) gesehen worden war. Während auch dort der Schießbefehl aufrecht bleibt, sind mittlerweile Fachleute aus Rumänien, Skandinavien, Slowenien und aus dem Zoo Schönbrunn in Wien angereist, die den oder die Bären vor der Jägerschaft retten wollen. Der WWF hat auf Reutter Terrain eine sogenannte Röhrenfalle aufgestellt, in welche man das Tier zu locken hofft, die angeblich erfolgversprechendere „Schlingenfalle“ sei vom Land Tirol aus Gründen des Tierschutzes nicht erlaubt worden.

derStandard.at - 26. Mai 2006
Alpenzoo-Direktor: Gehege für "Problembär" ist Tierquälerei
Den im deutsch-österreichischen Grenzland herum streunenden "Problembären" einzufangen und in ein Gehege zu sperren, sei Tierquälerei. Dies erklärte Michael Martys, Direktor des Innsbrucker Alpenzoos, der zwei Bären beheimatet. Das Tiroler Karwendelgebirge (in unmittelbarer Nähe soll am Donnerstag dort ein Meister Petz gesichtet worden sein; Anm. ) sei als Lebensraum für den Bären durchaus geeignet. "Selbst wenn ein Gehege sehr groß ist, wird es dem Wildtier nicht gerecht", sagte der Zoo-Direktor. Zunächst müsse dem Tier Scheu vor dem Menschen beigebracht werden. Denn wenn sich der Bär vor dem Menschen fürchte, dann meide er seine Nähe. Das Problem liege aber darin, "dass das Tier den Menschen mit leicht zu findendem Futter gleichsetzt". Ein Abschuss sollte Martys zufolge trotzdem die aller letzte Lösung bleiben. Wenn es gelinge den Bären zu narkotisieren, dann sollte er in eine für den Bären geeignete Umgebung gebracht werden.

scienceticker - 30.5.2006
Problematischer Braunbär stammt aus Italien
http://www.scienceticker.info/news/EEulAAyyuuMBarHIhQ.shtml
Die Herkunft des Braunbären, der seit zwei Wochen an der bayerisch-österreichischen Grenze für Aufregung sorgt, ist geklärt. Laut Mitteilung der Naturschutzorganisation WWF stammt das Tier aus Italien und dürfte seine geringe Menschenscheu von der Mutter übernommen haben.
Die Identifizierung erfolgte anhand von Haaren, die am 10. Mai in St. Gallenkirch in Vorarlberg gefunden worden waren. Der genetischen Analyse zufolge, handelt es sich um "JJ1", den im Jahr 2004 geborenen Sohn von Jurka und Joze. Die beiden Alttiere waren in Slowenien gefangen und später im oberitalienischen Trentino wieder freigelassen worden. Bereits früher hätten das auffällige Verhalten und die große Wanderlust dieser Bärenfamilie für Probleme gesorgt, so der WWF. JJ1 habe bereits im letzten Jahr im Trentino die dortige Bären-Eingreiftruppe auf den Plan gerufen, während sein Bruder JJ2 im August in der Schweiz und in Tirol aufgefallen sei. Die besonderen Eigenschaften der Tiere erklärten die Häufung von Schäden, etwa an Hühnerbeständen und Bienenhäusern, und das Auftreten in Menschennähe.
Laut Angaben der Naturschutzorganisation ist es im Trentino einmal gelungen, JJ1 mit Gummikugeln zu beschießen. Um einen Bären dauerhaft zu "vergrämen", müssten allerdings viele solcher Einsätze und an verschiedenen Orten stattfinden. Im Falle von JJ1 ständen die Chancen, ihn noch die Scheu vor Menschen zu lehren, sehr schlecht. Daher versucht der WWF mit einem Expertenteam, den Bären lebend zu fangen und so auf unblutige Weise aus der Wildbahn zu nehmen.
 

NABU 26. Mai 2006
Doppelzüngigkeit der Bayerischen Staatsregierung beim Bärenschutz!
Während der Bayerische Umweltminister schon die Zukunft des Bären im Wildgehege plant, droht dem Bären entgegen aller Beteuerungen bei Rückkehr nach Bayern der Abschuß. Zwar sprechen alle vom Fang, jedoch geht aus der Abschußerlaubnis, die die Regierungen von Oberbayern und Schwaben erlassen haben, entgegen öffentlicher Stellungnahmen eindeutig die Gleichrangigkeit von Fang und Tötung hervor.
Die Begründung der Erlaubnis ist rechtswidrig und skandalös. Qualifiziert als „Notstandsmaßnahme im öffentlichen Interesse“ wird die Erlaubnis damit begründet, daß „der Bär jegliche Scheu vor dem Menschen verloren habe“. Was durch die Flucht des Tieres bei Menschenkontakt widerlegt ist. Die Ausnahme vom Arten- und Populationsschutz wird damit begründet, daß der Bär „unnatürliches Verhalten“ an den Tag lege. Diesem von den Bärenanwälten des WWF Österreich verbreiteten Unsinn hat sich keine einzige Fachorganisation angeschlossen! Aus der anerkannten Klassifizierung der Schweiz ergibt sich, daß es sich um einen Schadbären, aber noch keinen Problembären handelt. Selbst Problembären werden nach Ansicht wirklicher Fachleute vergrämt oder gefangen. Ein Abschuß kommt erst in Betracht, wenn der Bär auf Menschen zugeht -was im aktuellen Fall nicht stattfindet.
Sven Thanheiser: „Es ist für Bayerns Regierungen sehr peinlich, daß der Abschuß u.a. damit begründet ist, daß die „(Bären)population nicht mehr verbreitet ist“. Will man nun Bären oder will man sie nicht? Alle Artenschutzbekenntnisse des Umweltministers werden durch die Abschußerlaubnis Makulatur“. Da in Bayern skandalöserweise in solchen Fällen keine Antragsbefugnis für Umweltverbände besteht, wird gerade mit der Regierung von Oberbayern direkt verhandelt.
Valentinesk: Die Abschußerlaubnis enthält eine Rechtsbehelfsbelehrung: „Gegen diesen Bescheid können Sie Widerspruch erheben…“ Ob’ s der Bär lesen wird?
Für den Fall des Abschusses wird Thanheiser Strafanzeige erstatten, da die Erlaubnis unrechtmäßig war und der Abschuß nach Bundesnaturschutzgesetz eine Straftat darstellt, die mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe geahndet wird.

NABU 30.05.06
Migrant mit Problemhintergrund – Die Mär vom Killerbär!
Es ist fast schon grotesk, wie die Bayerische Staatsregierung und der WWF Österreich immer krampfhafter versuchen, Bruno zum Problembären zu machen! Und damit dem weltweiten Artenschutz schweren Schaden zufügen! Was Zoologen und Jäger von den Argumenten für die ererbte Abnormalität halten: Er sei abnormal, weil er wandere, was er von der bösen Mutter gelernt habe. Daß Jungbären auf der Suche nach Weibchen oder Jagdgründen wandern, ist völlig normal und muß nicht erlernt werdenl!  Stichwort: Alte Bärenwege… Er sei abnormal, weil er nicht an den Ort seiner Beute zurückkehre. Dies tun ortsfeste Bären, aber Bruno wandert! Im Übrigen haben Bären eine sehr feine Nase, also scheut er die zahlreichen Schaulustigen und ihre olfaktorischen Hinterlassenschaften. Er sei abnormal, weil er wie seine Mutter menschliche Siedlungen aufsuche. Komisch, dass Bruno dann tagelang nicht zu sehen war und mehrfach bei Auftauchen von Menschen geflohen und angeblich nicht nachzusuchen ist. Er sei abnormal, weil er mehrere Beutetiere übel zugerichtet hat. Auch dieses Verhalten ist normal! Der Fuchs z.B. macht es genauso. Trotz der unschönen Bilder: Die Natur ist kein Metzgereischaufenster! Schnappaufs Bekenntnisse sind die Bankrotterklärung Bayerischer Umweltpolitik:
Weil die Mutter in ihrer Heimat eingesperrt wurde (im Trentino gibt es kein fundiertes Bärenmanagement!), darf Bruno in Bayern naturschutzrechtswidrigerweise
erschossen werden. Unfassbar auch, daß der WWF Österreich letzte Woche im Bayerischen Umweltministerium den Ausschlag für Brunos Abschußerlaubnis gab,  aber seit gestern auf seiner Homepage schon immer für den Fang war und sich erdreistet, dafür auch noch Spenden zu sammeln! Es geht um mehr als nur um Bruno: Wie wollen wir Japaner vom Walfang abhalten, Nepalesen vom Nashornwildern und Zentralafrikaner vom Schimpansenverzehr, wenn der erste bärige Zuwanderer in Bayern dafür zum Tode verurteilt wird, dass er sich benimmt wie ein Braunbär? Das Beste zum Schluß:  Der Bär sei abnormal, weil er durch Zäune dringt! Vermutlich hielte der WWF Österreich es für normaler, wenn der Bär vorher beim Bauern klingeln würde…

WWF - 25.Mai 2006 Pressemappe
WWF ordert weitere Bärenfalle WWF: "Wir wollen den Bären lebend"
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=827852
Der WWF intensiviert seine Bemühungen, den Bären im Grenzgebiet zu Österreich lebend zu fangen. Bei Grizzly-Experten im US-amerikanischen Montana wurde eine weitere Bärenfalle bestellt. Diese Spezialfallen müssen gesondert hergestellt werden. Die Ladung aus den USA wird in der kommenden Woche in Europa ankommen. Überdies erwägen die WWF-Spezialisten den Einsatz von Fangschlingen. Auch mit dieser Methode sei ein Lebendfang möglich Für diese sehr schwierige Fangmethode sei allerdings sowohl in Bayern als auch in Österreich eine Ausnahmegenehmigung erforderlich. Diese liege bislang nicht vor. Zudem müsse sicher-gestellt sein, dass die Schlingen häufig abgesucht werden, damit sich gefangene Tiere nicht unnötig quälen. Mittlerweile ist ein Bär in der Nähe von Kufstein, 9o Kilometervon den zuletzt entdeckten Spuren von einem Rebhuhnjäger gesichtet worden. Die Begegnung verlief ohne Zwischenfälle. Das Tier knurrte den Jäger warnend an und verschwand danach im Dickicht. Ob es sich um den gesuchten Bären aus Bayern handelt, ist unklar. Von der zurückgelegten Distanz könnte es der Bär aus Bayern gewesen sein. Eine genetische Analyse von Haar- oder Kotspuren müsse abgewartet werden.
 

Vier Pfoten - 24.Mai 2006 Pressemappe
Weitläufiges Gehege für Braunbär im Wildpark Poing / Vertreter der Landesregierung, VIER PFOTEN, Stiftung für Bären und WWF heute vor Ort
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=827729
Während des heutigen Pressegespräches im Wildpark Poing präsentierten VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz und die Stiftung für Bären das Freigehege, das sie der Bayerischen Landesregierung zur Unterbringung des nach Deutschland eingewanderten Braunbären angeboten haben. Es liegt im Wildpark Poing und ist drei Hektar groß. Das weitläufige Gelände ist abwechslungsreich strukturiert. Neben einem großen Badesee bietet das Areal einen Bachlauf sowie Wald- und Wiesenflächen. ... Der anwesende Umweltsprecher des WWF Deutschland Christoph Heinrich betonte: "Der WWF Deutschland zielt darauf ab, dass auch die bayerischen Alpen in Zukunft dazu beitragen, im gesamten Alpenraum eine größere, lebensfähige Bärenpopulation zu haben. Wir müssen uns darauf einstellen, dass hin und wieder auch Bären Probleme bereiten. Wenn das wie hier der Fall ist, dann möchten wir als Lösung immer den Lebendfang. Dazu braucht man Gehege, die bärengerecht sind. Wir sind froh, dass wir im Wildpark Poing ein solches Gehege zur Verfügung gestellt bekommen haben."
 

Internetseite des Bayrischen Staatsministeriums
"Deshalb ist es bedauerlich, dass der erste Bär der nach 170 Jahren bayerischen Boden betritt sich so untypisch verhält und gleichsam außer Rand
und Band geriet."
http://www.stmugv.bayern.de/de/natur/baer_bayern/index.htm


Website des WWF zum Bären
mit Tagebuch, Karte, dem Managementplan für Österreich und weiteren Ressourcen


Zoos  –  Meldungen



koeln.de - 31. Mai 2006
Kölns neuer Zoo-Chef kommt aus Duisburg
Die Geschäfte des Kölner Zoos soll Achim Winkler ab Februar 2007 übernehmen - dann tritt der neue Zoodirektor offiziell seinen neue Stelle als Herr über die Tiere an und übernimmt die Obhut über Marlar, den Elfantennachwuchs, Erdmännchen, Tiger und Co. Der 44-jährige Biologe Winkler, bislang stellvertretender Direktor des Duisburger Zoos, wurde vom Aufsichtsrat des Zoos am Montag, den 29. Mai, überraschend zum Nachfolger des scheidenden Direktors Gunther Nogge bestimmt. Drei Kandidaten standen für die Nachfolge Nogges zur Wahl, davon einer aus der internen Verwaltung des Zoos. Die Mehrheit des Aufsichtsrates habe sich schließlich für Winkler entschieden, da er, wie Aufsichtsratschef Walter Grau im "Kölner Stadt-Anzeiger" verrät, "dem Zoo am besten seinen Stempel aufdrücken kann".

Express - 30. Mai 2006
Nogges Nachfolger gewählt: Neuer Zoo-Chef kommt aus Duisburg
Er ist Diplom-Biologe und Koala-Fan: Achim Winkler (45), noch Vize-Chef vom Duisburger Zoo, wird Kölns neuer Zoo-Direktor! Am Montag wurde er vom Aufsichtsrat gewählt. Der Diplom-Biologe und Zoologe hatte bei der Wahl die Nase vorn – gegen ihn hatte sogar Theo Pagel keine Chance. Der Kurator des Kölner Zoos – zuständig fürs Federvieh – hatte sich ebenfalls um Nogges Nachfolge beworben, scheiterte aber nach EXPRESS-Informationen daran, dass der Aufsichtsrat die Stelle nicht intern besetzen wollte.

Express - 31. Mai 2006
Der neue Mr. Zoo: Achim Winkler: Schenkt er den Kölnern Koalas?
Unser neuer Zoodirektor Achim Winkler tritt spätestens am 1. Februar 2007 seinen Job in Köln an. Er muss auch von Düsseldorf nach Köln ziehen – so steht es im Vertrag. Aber er wird wohl nicht – wie bisher der amtierende Zoochef Prof. Dr. Gunther Nogge – die Dienstvilla bewohnen. Sie soll anders genutzt werden. Ganz Köln fragt sich: Ziehen dort bald Koalabären ein? „All das hängt vom neuen Zoodirektor ab.“ Der hat bereits ein langes Tierleben hinter sich: Studium in London, dann fünf Jahre Afrika: Achim Winkler ist ein Tausendsassa. Dabei hatte er immer ein Ziel im Auge: „Irgendwann wollte ich auf dem Chefsessel sitzen“, gesteht er. Danach ging’s über die Zoos in Bristol und Aachen nach Duisburg, wo er 1993 als wissenschaftlicher Assistent anfing. Den Kölner Zoo kennt Winkler schon sehr gut. „Ich war schon unzählige Male hier und habe ein freundschaftliches Verhältnis zu den Mitarbeitern“, sagt er.

ka-news.de - 26. Mai 2006
Elefantin "Nepal" ist tot Karlsruher Zoo verliert "Persönlichkeit"
Während die zukünftige Unterbringung der Elefanten im Rahmen der geplanten Zooerweiterung weiterhin ungeklärt bleibt, muss die Stadt Karlsruhe jetzt einen schmerzhaften Verlust im Dickhäuterbestand vermelden. Die Elefantendame "Nepal" musste am gestrigen Donnerstag im hohen Alter von 50 Jahren eingeschläfert werden. "Nepal" hatte seit Jahren Arthrose in den Füßen mit einem akuten Krankheitsschub im vergangenen Dezember, von dem sie sich aber erholte. Seit Monaten wurden sie medikamentös, mit Bädern und mit einer täglichen Bewegungstherapie behandelt. Vor zwei Wochen verschlechterte sich dann aber das Krankheitsbild rapide. Am vergangenen Freitag lag sie morgens fest und konnte nur noch mit Hilfe eines Flaschenzuges wieder aufgerichtet werden. Seit dieser Zeit hat sie ihr Innengehege nicht mehr verlassen. Das Blutbild ergab zudem eine Nierenerkrankung.

Yahoo! Nachrichten - 30. Mai 2006
Gorillaweibchen Sangha geht zum Mutterschaftstraining nach Holland
Das Gorillaweibchen Sangha aus dem Berliner Zoo zieht in den GaiaPark im holländischen Kerkrade. Dort soll es sich bei anderen Gorillas abgucken, wie diese mit Schwangerschaft und Nachwuchsbetreuung umgehen, wie ein Zoosprecher am Dienstag mitteilte. Nötig sei dieser Schritt geworden, weil die von Hand aufgezogene Sangha noch nie eine natürliche Geburt und die Aufzucht eines Affenbabys miterlebt habe. In Kerkrade ist derzeit ein Gorillaweibchen hochschwanger. Dessen Verhalten soll Sangha als Vorbild dienen. Nach Holland gebracht wird Sangha am Freitag.

Ostthüringer Zeitung - 29. Mai 2006
Dreharbeiten für ARD-Serie »Tierärztin Dr. Mertens« im Leipziger Zoo
Die Schauspieler Elisabeth Lanz und Sven Martinek lernen derzeit in Leipziger Zoo den Umgang mit großen Tieren. Sie stehen dort für die neue ARD-Serie »Tierärztin Dr. Mertens« vor der Kamera. Bis zum 17. August dauern die Dreharbeiten für die 13-teilige Serie an, sagte Produzent Oliver Vogel am Montag. Vom 17. Oktober an läuft sie dienstags auf dem Sendeplatz von »Familie Dr. Kleist«, die bis zu 7,54 Millionen Zuschauer erreicht hatte.


Volksstimme - 30. Mai 2006
Zoo bittet zur " Adler-Visite " Trümper lädt Bush nach Magdeburg ...
Mitte Juli – voraussichtlich am 14. – will US-Präsident George W. Bush auf der Durchreise zum G-8-Gipfel der Wirtschaftsmächte in Sankt Petersburg einen Zwischenstopp in Ostdeutschland einlegen. Das hat er Bundeskanzlerin Angela Merkel versprochen. Stralsund steht auf dem Reiseplan. Magdeburg hat sich offiziell als weiterer Besuchsort beworben – auf Anregung des Zoodirektors. Was wie eine Lokalposse klingt, hat zumindest tierisch einen bemerkenswerten Grund. Vor etwa drei Wochen hat sich im Zoo der Landeshauptstadt Nachwuchs bei den Weißkopfseeadlern eingestellt. Direktor Kai Perret : "Ein einmaliger Zuchterfolg. In diesem und im vergangenen Jahr gab es in Zoos weltweit außerhalb Amerikas keinen Nachwuchs bei der Art." "Da Herr Bush nun ohnehin gerade Ostdeutschland kennen lernen möchte, wäre der außerhalb seines Kontinents weltweit einzige Nachwuchs beim USamerikanischen Wappenvogel doch ein guter Anlass, dass er ihn bei der Gelegenheit besichtigt", findet Perret. Oberbürgermeister Lutz Trümper hat einen Brief ans Kanzleramt geschrieben und darin die Bush-Visite in Magdeburg offiziell angeregt. Eine Antwort steht allerdings noch aus.


wien.at - 31. Mai 2006
Sima und Pechlaner: Durstlöschen aus Biokunststoffbechern
"Natürlich weniger Mist" - unter diesem Motto können künftig die BesucherInnen des Tiergartens Schönbrunn ihren Durst aus umweltfreundlichen Biokunststoffbechern löschen. Umweltstadträtin Ulli Sima und der Direktor des Tiergartens Schönbrunn, Helmut Pechlaner, haben die Becher aus nachwachsenden Rohstoffen, kurz Nawaros, heute am Jumboplatz beim Elefantengehege präsentiert. Die Förderung und der Einsatz von umweltfreundlichen Produkten sind sowohl der Stadt Wien als auch dem Tiergarten Schönbrunn ein besonderes Anliegen. Seit Anfang Mai sind die biologisch abbaubaren 0,3 l und 0,5 l Trinkbecher aus transparenter Polymilchsäure (PLA) im Tiergarten in den Gastronomiebetrieben am Jumboplatz und beim Buffet am Hietzinger Eingang im Einsatz. Sie werden anstelle von herkömmlichen Kunststoffbechern für alle Kaltgetränke genutzt. Als Ausgangsbasis für Polymilchsäure dient z. B. Maisstärke. Bei der Gewinnung von Speiseöl aus Maiskeimen ist es möglich, den Rest des Maiskorns so aufzubereiten, dass die enthaltene Stärke für andere Zwecke weiter verwendet werden kann.

Tirol Online - 30. Mai 2006
Pechlaner gewährt Einblicke ins Schönbrunner Zooleben
TT: Wie wild ist das Leben im ältesten Zoo der Welt wirklich?
Pechlaner: Es ist zumindest immer wieder voller Überraschungen, wie die Dokusoap zeigen wird, in der den 60 Tierpflegern und Tierärzten über die Schulter geschaut wird. Da hat z.B. über Nacht die 2000 Kilogramm schwere Flusspferddame ein Junges geboren und wir haben nicht einmal gewusst, dass sie schwanger ist. Oder wir werden zum Zoll gerufen, weil dort geschmuggelte Giftschlangen beschlagnahmt wurden Bei all diesen Aktionen ist die Kamera mit dabei.
TT: Die Dokusoap begleitet Sie auch persönlich in die Pension?
Pechlaner: Ich habe 15 Jahre den Zoo geleitet, werde 60 und gehe mit Jahresende in Pension. Langweilig wird mir aber bestimmt nicht. Möglicherweise werde ich für meinen Nachfolger/in ein Jahr als Konsulent zur Verfügung stehen, habe gerade den Verein "Tierschutz macht Schule" gegründet. Politische Ambitionen, über die spekuliert wurde, habe ich aber keine. Dafür kümmere ich mich um meinen Bauernhof im Burgenland. Dort tummeln sich Hunde, Katzen, Schafe und Esel.

ORF.at - 28. Mai 2006
Weniger Besucher im Zoo
Dass der Salzburger Zoo in Hellbrunn mit Besucherschwund kämpft, bestätigte Landesfinanzreferent Othmar Raus (SPÖ) in seiner Antwort auf eine Landtagsanfrage der Grünen. Trotz geringerer Besucherzahlen sind die Einnahmen aus dem Kartenverkauf jedoch leicht gestiegen. Sie lagen im Vorjahr bei 1,3 Millionen Euro. Seit der Abberufung von Rainer Revers als Zoodirektor ist der Tiergarten immer wieder in die Schlagzeilen geraten: Vor allem die Grünen werfen der neuen Führung vor, den Zoo von einem international anerkanntes Artenschutzzentrum zu einem "Streichelzoo" verkommen zu lassen. 

 


Planung und Bau 

Walsroder Zeitung - 27. Mai 2006
Ein Hauch Harry Potter bald im Vogelpark
Mit neuen Erlebnis- und Entdeckerstationen soll der Vogelpark Walsrode zukünftig vor allem für junge Familien noch attraktiver werden. Den Auftakt für die neue Investitionswelle bildete jetzt die Einweihung einer Baumhausanlage, in der die Besucher auf verschiedene Arten die Welt aus der Vogelperspektive erleben können. Zeitgleich laufen die Bauarbeiten für eine urige Uhu-Burg, die einen Hauch Harry-Potter-Atmosphäre in den Vogelpark bringen soll. An den neuen Entdeckerstationen gibt es dazu Wissenswertes rund um die gefiederten Parkbewohner – nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Erleben. Die hölzerne Baumhaus-Anlage kostete rund 300.000 Euro und entstand in nur sechswöchiger Bauzeit. Rund 1,8 Millionen Euro investiert die neue Betreibergruppe noch in diesem Jahr in zusätzliche Attraktionen. Dr. Rinke hofft, dass damit der schlechte Start – bedingt durch die Vogelgrippe-Gefahr – bei den Besucherzahlen wieder aufgefangen werden kann.

Wiesbadener Kurier - 1. Jun 2006
Auf Augenhöhe mit Giraffen
Opel-Zoo. Von der vorbei führenden Bundesstraße 455 aus wirkt der Zoo derzeit eher wie eine Großbaustelle. Lang gestreckte Rohbauten aus Beton und Holz ragen in den trüben Himmel, Baumaschinen tuckern zwischen Sand und Kieshügeln. Große Tafeln klären über die Baustelle auf. Hier wird mit dem Projekt "Afrika Savanne" die größte Investition in der Geschichte des privat geführten Tierparks in die Tat umgesetzt. Für sechs Millionen Euro entsteht unter anderem ein zehnmal so großes Giraffenhaus wie bisher. Hinzu kommen ein neuer Haupteingang mit Geschäften, ein Verwaltungsgebäude und ein Restaurant mit Panoramablick auf Giraffen, Zebras und Antilopen. Der in seiner Art beispiellose Landschafts-Tierpark mit Blick auf Kronberg und die Frankfurter Skyline wird in diesem Jahr 50 Jahre alt.

NZZ Online - 1. Jun 2006
Der Zoo soll Zoo bleiben
Die von den Zoo-Verantwortlichen und der Stadt Zürich geforderte Gondelbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zürcher Zoo verschandele das einzige, attraktive Naherholungsgebiet von Schwamendingen und Dübendorf, hiess es an einer von gegen 200 Personen besuchten Informationsveranstaltung im Gelände nahe dem Dübendorfer Ortsteil Stettbach. Farbige Ballons markierten das geplante Trassee sowie die Position der Masten, die eine Höhe von bis zu 48 Metern erreichen sollen. Der Stadtrat von Dübendorf sei gegen das Projekt, sagte dessen Präsident Lothar Zjörien: Die Bahn sei ein Unsinn. Der Zoo solle weiterhin die Attraktion sein, und nicht die Gondelbahn. Die Zoodirektion, sagte er, solle aufhören, den Garten ständig zu erweitern und noch mehr Tiere einzusperren.



Aktionen

Kleine Zeitung Online 1. Jun 2006
Tierpark Mautern befasst sich mit Mythos "Schaf und Wolf"
Die beiden Tierarten, die in Geschichten und Mythologien untrennbar miteinander verbunden sind, befinden sich praktischerweise in ausreichender Zahl im Tierpark.
Am Elfenberg im obersteirischen Mautern befasst man sich diesen Sommer in einer Sonderausstellung mit der Dreiecksbeziehung "Schafe, Hirten und Wölfe". Zur Veranschaulichung der Jahrtausende alten Historie des Schafes in Kultur- und Wirtschaftsgeschichte des Mittelmeer- bzw. Alpenraumes gibt es Ausstellungsstücke wie Werkzeuge zur Wollverarbeitung sowie Schwerpunkttage mit den Themenstellungen "Schafkirtag und Hütehundevorführungen" oder "Kulinarisches Erlebnis rund ums Schaf".

Westdeutsche Zeitung 31. Mai 2006
So kommen die Pinguine in den Zoo
Wer am 19. August die Schwebebahn benutzt, sollte sich darauf gefasst machen, dass neben ihm ein ungewöhnlicher Fahrgast Platz nimmt. Denn der 19. August ein Samstag ist der Tag, an dem die überall in der Stadt verteilten Kunststoff-Pinguine ihr Kombi-Ticket einlösen und mit der Schwebebahn von Oberbarmen in Richtung Zoo aufbrechen. Denn der Tierpark wird 125 Jahre alt und feiert dies entsprechend. Als Hauptdarsteller wollen die Pinguine die Geburtstagsparty natürlich nicht verpassen.

Neue OZ Online 1. Jun 2006
Mit der Webcam über den Beckenrand zu den Seelöwen spähen
Heute schon geschmust? Wenn Sie Seelöwen beim Baden, Fressen oder Schmusen beobachten möchten, besuchen Sie entweder den Osnabrücker Zoo - oder Neue OZ online. Mit unserer Web-Kamera, die einen freien Blick auf das Zuhause der eleganten Schwimmer bietet, können Sie über den Beckenrand zu den Seelöwen spähen und dort auch das tägliche Programm der Tiere beobachten.

Schwerin-News - 30. Mai 2006
Kindertag im Schwerin Zoo
Am Kindertag ist tierisch viel los im Schweriner Zoo. Von 9.30 Uhr bis 16 Uhr gibt es an verschiedenen Standorten viel zu erleben. Die kunterbunten Loris können von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr in der Voliere besucht und gefüttert werden. Auf dem Bauernhof werden an der Riech- und Schmeckwand kleine Verkostungen angeboten, die erraten werden sollen. An der Giraffenanlage laden Spiele zu den Tieren der Afrikasavanne und eine Rallye zum Mitmachen ein. An der Arche Noah kann den ganzen Tag tüchtig gebastelt werden. Auf der großen Zoowiese bei den Löwen wird das Glücksrad gedreht.

Frankfurter Neue Presse - 29. Mai 2006
Markt machte bärig viel Spaß
Teddybären, Kunstbären, Bärenbücher oder Bärengebäck – auf dem Bärenmarkt am Wochenende im Zoo war für jeden etwas dabei. Mit insgesamt etwa 9000 Besuchern war das Spektakel wieder ein voller Erfolg. Während die Großen an den zahlreichen Verkaufsständen stöbern konnten, durften die Kleinen ihren eigenen Bären basteln oder mit einer Form Bärenkekse ausstechen und in einem kleinen Ofen fertig backen. Während sich die Menschen auf dem Markt amüsierten, kletterten die drei Lippenbären Nici, Helga und Raja auf ihren fast drei Tonnen schweren Baumstämmen herum und kugelten sich ausgelassen am Boden. Ihnen kamen sämtliche Einnahmen aus den verschiedenen Aktionen sowie die Gebühren für die Verkaufsstände zu Gute – so können sie schon bald in ein neues Gehege umziehen. Der geplante Bärenbusch soll den Tieren mit 700 Quadratmetern nicht nur mehr Platz bieten: „Statt der sterilen Stein- und Betonflächen wird es außerdem eine natürliche Bepflanzung geben, die mehr dem natürlichen Lebensraum entspricht.“ Dafür will der Zoo insgesamt 1,5 Millionen Euro investieren. Ein Drittel sind schon beisammen – einen weiteren Beitrag lieferte der Bärenmarkt. Die Veranstalter schätzen, dass hier rund 2000 Euro für das neue Zuhause der Bären zusammengekommen sind.

WDR - 30. Mai 2006
Auge in Auge mit den Koalas
Petra Batz hat sich einen Herzenswunsch erfüllt. Einen halben Tag lang arbeitet die 46-Jährige als Tierpflegerin im Koala-Gehege des Duisburger Zoos. Ein Angebot, das Zoobesucher für 150 Euro buchen können, inklusive Anleitung durch den Tierpfleger. Besucher können dem Pfleger bei jeder Tierart einen halben Tag über die Schulter schauen. Nach den Koalas sind besonders die Delfine und Elefanten gefragt.

Berliner Kurier - 26. Mai 2006
Tierpark heute bis Mitternacht offen
Nach "Langer Nacht der Museen" und "Langer Nacht der Wissenschaft" nun zum ersten Mal: der "lange Abend" der Tiere – heute im Tierpark Friedrichsfelde. Da hat das Elefantenhaus, in dem auch Nashörner und Seekühe leben, bis 22.30 Uhr geöffnet. Der Tierpark selbst hält seine Tore bis Mitternacht offen. Und auch für musikalische Begleitung des Tierpark-Besuches ist gesorgt. Das alles zu ermäßigtem Eintritt: Acht Euro für Erwachsene, vier Euro für Kinder.

NGZ-Online - 30. Mai 2006
LTU-Chef Marbach im Krokodilgehege
Seltenen Besuch bekam das Krokodil "Sammy Jazz" im Aquazoo: Jürgen Marbach, Geschäftsführer der LTU, und Bettina Donges, Pressesprecherin von Vodafone, kletterten für einen Fototermin anlässlich der Jazz-Rally in das Gehege des Reptils. Vodafone und LTU sind Sponsoren der Jazz-Rally, die vom 2. bis 4. Juni in Düsseldorf stattfindet.

HNA.de - 28. Mai 2006
Fest bei Tinka und Jule
Kanadier sind besser als Europäer. Zumindest, was die Wölfe im Wildpark Edersee betrifft. Denn die sind nicht so scheu wie ihre europäischen Artgenossen und drehen ihre Runden auch gern mal am Zaun für die Besucher. Gerade beim gestrigen Nationalparkfest im Wildpark kamen viele Gäste zu den Tieren. Neben den tierischen Attraktionen wartete der Nationalpark Kellerald-Edersee mit jeder Menge Aktionen am Gelände des Wildparkes auf. Beim Quiz wurden ganze Familien mit einbezogen, die an verschiedenen Stationen ihr Wissen über Flora und Fauna beweisen mussten. Beim Trommelworkshop wurde es laut, als Übungsleiter Theo Piskorz seine Schlagkraft auf Gamben und Xylophon bewies. Bei Sinneswanderungen oder Kutschfahrten mit Wanderung lernten die Besucher aus Nah und Fern die Schönheit des Nationalparkes kennen.

swex.de - 30. Mai 2006
Holzelche symbolisieren im Wildpark das WM-Fieber
Das Fußball-Fieber hat nun auch den Schweinfurter Wildpark befallen. Auf dem Gelände wurden 31 Holzelche verteilt - bemalt in den Landesfarben der WM-Teilnehmer. Alleine 14 davon hängen an der Wand der Waldschänke. Einer fehlt, denn den mit den Farben Tunesiens haben die Macher an Schweinfurts Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser überreicht - mit der Bitte, diesen an die am Pfingstmontag in der Stadt eintreffenden Nordafrikaner zu überreichen. Dieser 32. Elch ist, anders als die anderen, beidseitig bemalt, vorne mit den Farben Tunesiens, hinten mit dem Stadtadler und dem Logo Schweinfurts. Die Holzelche werden am 23. Juli im Rahmen des Luchslandfestes bzw. des 4. Schweinfurter Stadtwaldtages versteigert. Je zur Hälfte gehen die Erlöse an die Schule und an den Wildpark. 1000 Euro für das neue Luchsland, das demnächst eingeweiht wird, durfte das Forstamt aber bereits in Empfang nehmen. Der „US Spouses Club", der amerikanische Frauenclub also, überreichte den Betrag.

Freie Presse - 29. Mai 2006
Heute beginnt Jubiläumsfestwoche
Anlässlich des 50. Geburtstages des Hirschfelder Tierparks beginnt heute eine Festwoche. Bis zum Pfingstmontag löst in der Naherholungsanlage ein Höhepunkt den anderen ab. Fast jeder Tag steht unter einem bestimmten Motto. Heute ist Behinderten- und morgen Seniorentag. Eine Kindertagsfete startet am 1. Juni. Am Pfingstsonnabend dreht sich alles um die Familie.

Hamburger Abendblatt - 29. Mai 2006
Theater im Wildpark
In dem vom Uetersener Unternehmer Hans-Heinrich Hatlapa gegründeten Wildpark Eekholt in Großenaspe gastiert am Pfingstsonntag und Pfingstmontag "Kreft's Puppenbühne" und spielt das Stück "Der Umweltkasper". Die Vorstellungen beginnen jeweils um 12.30 Uhr, 14.30 Uhr und 15.30 Uhr.

Grafschafter Nachrichten 23.05.2006
Jedes Jahr eine Tierart "unter der Lupe"
Kooperation Tierpark und Naturkundemuseum "Natura docet" rücken zusammen – Projektstart 2007
Mit einem aufwändigen, grenzüberschreitenden Kooperationsprojekt wollen der Tierpark Nordhorn und das Denekamper Naturkundemuseum "Natura Docet" vor allem Schüler erreichen. Mit Ausstellungen und Unterrichtsangeboten soll jedes Jahr eine andere Tireart "unter die Lupe genommen" werden. Den Auftakt macht im nächsten Jahr die Schildkröte. Der Tierpark Nordhorn und das "Natura Docet", das älteste Naturkundemuseum der Niederlande, pflegen schon seit Jahren freundschaftliche Kontakte. Die Erkenntnis, dass Angebote und Informationen beider Einrichtungen sich hervorragend ergänzen, führt jetzt zu dem aufwändigen Kooperationsprojekt "Tiere unter der Lupe". Über die Tiere, die im Tierpark Nordhorn "live" zu erleben sind, werden im "Natura Docet" interessante Informationen geboten: Wie sind sie entstanden? Wie und wo leben sie heute? Wodurch sind sie bedroht? Die Schildkröte, die ab Mai 2007 erstes Thema dieser Kooperation sein wird, zeigt sehr gut, was gemeint ist: "Schildkröten gehören zu den letzten lebenden Fossilen, sie leben schon mehr als 250 Millionen Jahre auf der Erde", sagt Erik Mulder vom Naturkundemuseum. In Nordhorn sind verschiedene Schildkrötenarten zu sehen. Das Projekt wird seit 2004 intensiv vorbereitet. Es soll mehrere Tausend Euro kosten. Bei der Euregio läuft ein Antrag auf EU-Fördermittel. "Wir haben uns viel vorgenommen", sagt Tierparkleiter Thomas Berling. Nach der Schildkröte, so viel steht bereits fest, wird 2008 das Bentheimer Landschaf "unter die Lupe genommen".



Nachwuchs 
 
news.ch 1. Jun 2006
Weltpremiere im Zoo Zürich
Zum ersten Mal weltweit hat ein Pärchen Blaukopf-Erdracken in menschlicher Obhut Nachwuchs bekommen. Für die Premiere sorgten die auffällig gefärbten Vögel in der Masoala-Halle im Zoo Zürich. Am Dienstag nun schlüpften zwei Jungvögel zum ersten Mal aus ihrem Versteck.

Westdeutsche Zeitung 31. Mai 2006
Wilde Welpen wirbeln im Wolfsgehege
Wuppertal. Die Verbindung einer Wolfsdame aus Toronto mit einem Wolfsherren aus Berlin sorgt bei den ursprünglich aus der Antarktis stammenden Tieren für Nachwuchs. Mutter Micmac, die nach einem indianischen Volksstamm von der Ostküste Kanadas benannt ist, brachte am 21. April ihren vierten Wurf zur Welt. Mutter Micmac kommt aus dem kanadischen Metro Zoo in Toronto, der Vater aus dem Berliner Zoo. Doch ursprünglich stammen die Wuppertaler Wölfe aus der Antarktis. Diese Unterart ist laut Zoodirektor Ulrich Schürer besonders groß und schwer.

szonline.ch - 1. Jun 2006
Elchzwillinge geboren
Noch etwas ungelenk, aber neugierig erkunden Elch- Zwillinge auf recht langen Beinen ihre Anlage im Tierpark Dählhölzli: Die 8-jährige Elch-Kuh «Raissa» hat das Zwillingspaar am 22. Mai geboren.


Berliner Morgenpost - 27. Mai 2006
Steinbock-Kabale und Elch-Liebe
Zwei Jahre ist es her, daß im Tierpark Friedrichsfelde das Areal für europäische Gebirgstiere eröffnet wurde. Damals machten die sieben Hektar ihrer Bestimmung als Bergwelt alle Ehre: Sie wirkten schroff und unbewohnt, und das war kein Wunder, denn die Pflanzen waren noch klein, und die Zahl der Tiere war überschaubar. Wer die ehemalige Schuttkippe (67 Meter!) heute erklimmt, gerät jedoch ins Staunen. Da finden sich große Gehege, interessante Tiere - und haufenweise Nachwuchs. Gleich am Fuß des Berges sitzt eine kleine Sensation im Horst. Am 18. April schlüpfte ein Bartgeier, dessen Eltern sich bei der Aufzucht nicht von den Besuchern stören lassen, die ihnen aus nur vier Meter Entfernung zusehen. Wer den steilen Anstieg wagt, kommt als nächstes zu den Steinböcken. Anfangs waren es fünf Tiere, inzwischen sind sie zu siebt. Bei den Mufflons nebenan kann niemand mehr sagen, wer mit wem und wann und wo. Auf zehn Weibchen kommen zehn Lämmer. Neun sind schon da und hüpfen vergnügt durcheinander, das letzte Lämmchen 2006 steht noch aus. So wie die nächste Sensation der europäischen Bergwelt: Elchkuh Beta ist trächtig. Als sie und Schaufler Linus im November 2003 nach Berlin kamen, war an Nachwuchs nicht zu denken, dafür waren beide Tiere noch zu jung. Zum Vielfraß-Paar Belana und Manuel; wer bei den zwei Bärenmardern auf niedlichen Nachwuchs wartet, wird enttäuscht. Als das Männchen im Januar 2005 in Berlin ankam, machten die zwei Tiere wochenlangen einen großen Bogen um sich. Inzwischen toben sie zwar ab und zu gemeinsam durchs Gehege, aber Tierpark-Kurator Martin Kaiser gesteht ebenso enttäuscht wie ehrlich: "Von großer Liebe kann da nicht die Rede sein."

MVregio - 26. Mai 2006
Löwen im Rostocker Zoo - Namen für Nachwuchs gesucht
Die Haltungsgeschichte der Löwen im Rostocker Zoo reicht von allen hier lebenden Katzenarten am weitesten zurück. Löwen gab es schon vor dem 2. Weltkrieg im damaligen Tiergarten und auch in den 50er Jahren. Die Statistiken zum Tierbestand aus dieser Zeit sind allerdings nicht erhalten geblieben. Aber zwischen 1960 und 1989 weißt die Tierkartei 162 im Zoo geborene Löwen aus. Der letzte kam am 21.Mai 1989 zur Welt. Ganz bewusst wurde dann für diverse Jahre eine Löwen-Baby-Pause eingelegt. Im vergangenen Jahr haben wir ebenso bewusst beschlossen, den Löwinnen, und den Zoobesuchern und -mitarbeitern, Löwenjungtiere zu "gönnen". Auch wenn es mit der geplanten Trächtigkeit nach der Unterbrechung der Verhütung noch ein paar Monate dauerte, nun haben drei Löwenkinder ihren ersten Auftritt. Der Zoo ruft zur Namensgebung auf. Mädchen- und Jungennamen mit Anfangsbuchstaben Z und A wie die Namen der Mütter beginnen, afrikanisch klingende.

Hamburger Abendblatt - 31. Mai 2006
Udo Kier: Pate für die Schneekatzen
Als "Bösewicht" kennt man den deutschen Kinostar Udo Kier (60) aus seinen zahlreichen Filmen. Doch bei der Taufe der beiden Schneeleoparden-Babys im Nindorfer Wildpark Lüneburger Heide war davon nichts zu spüren. Liebevoll nahm er den nur wenige Wochen alten tapsigen Nachwuchs von den Eltern "Guhrl" und "Patron" in den Arm und kuschelte ausgiebig, bevor er sie taufte. Dabei gab es eine unverhoffte Änderung. Spontan machte der populäre Schauspieler aus "Undine" kurzerhand "Unda". Am Ostermontag, 17. April, wurden die beiden Schwestern, die zu den seltensten Großkatzen überhaupt gehören, geboren.

Märkische Allgemeine - 26. Mai 2006
Raubtier an der Milchflasche
Anna Pier verzieht schmerzhaft das Gesicht. Das agile Fellknäuel auf ihrem Schoß hat sich statt der Nuckelflasche den kleinen Finger der jungen Frau geschnappt, um genüsslich daran zu saugen. Obwohl erst knapp drei Wochen alt, hat der Wolf schon äußerst spitze Zähne. Die beiden Wolfsjungen, am 29. April und am 1. Mai geboren, werden von den Mitarbeitern im Wildpark Schorfheide von Hand aufgezogen. Alle drei Stunden bekommen die Kleinen die Milchflasche, die sie eifrig schmatzend leeren. Imke Heyter, Chefin des Wildparks, hat sich bewusst dafür entschieden. "Wenn wir sie quasi mit der Muttermilch an Menschen gewöhnen, leben sie später im Gehege ruhiger und die Besucher können die Wölfe wunderbar beobachten." In ein paar Tagen sollen die noch namenlosen Wölfe auch nachts in einem speziellen Aufzucht-Gehege leben, rund um die Uhr betreut und bewacht. Bis der quirlige Nachwuchs ins eigentliche Wolfsrudel integriert wird, vergehen wohl noch einige Wochen. Wie sich die Jungtiere bei den Großen einleben, können ab dem Sommer Teilnehmer eines zweitägigen Wolfs-Seminars beobachten. Gemeinsam mit einer Motivationstrainerin, die Führungskräfte großer Unternehmen schult, will Imke Heyter dabei beweisen, dass der Mensch sich durchaus etwas von den Wölfen abschauen kann.

Holsteiner Zeitung - 26. Mai 2006
Eine Stunde alt und immer hinter Mama hinterher
Gerade eine Stunde alt und schon unterwegs. Das kleine Ungarische Steppenrind-Kalb, das am Mittwochmorgen im Tierpark Arche Warder das Licht der Welt erblickte, weicht seiner Mama nicht von der Seite.
Gestern startete im Warderaner Tierpark die Ferienaktion, bei der Kindern als Tierpfleger mitarbeiten können.

Mitteldeutsche Zeitung - 24. Mai 2006
Frei lebende Störche ziehen Jungtiere im Tierpark auf
Erstmals seit 38 Jahren ziehen frei lebende Weißstörche wieder drei Jungtiere im Dessauer Tierpark auf. "Das Besondere daran ist, dass dies ein Erfolg unserer Auswilderungsaktion aus dem Jahre 2004 ist", erklärte Dessaus Tierparkchefin Christine Kilz. "Damit ist unser Storchenprojekt gelungen und wir haben einen Beitrag zum Natur- und Artenschutz im Land geleistet." Dies beweisen Wiederfunddaten: Am 20. Februar wurde beispielsweise in Frankreich ein in Dessau ausgewilderter Weißstorch gesichtet - genau 733 Tage nach erfolgter Beringung und 831 Kilometer von Dessau entfernt. Festgestellt wurde auch eine erfolgreiche Nachzucht: In Waldersee zogen ein freigelassener männlicher Storch aus dem Tierprk Dessau und eine so genannte Freifliegerin ein Jungtier auf.

Freie Presse - 26. Mai 2006
Drei kleine Uhus stellen sich in der Jubiläumsparade vor
Hirschfeld. An Nachwuchs mangelt es nicht, wenn am Pfingstsonntag um 16 Uhr MDR-Moderation Uta Bresan und Tierparkleiterin Ramona Demmler die traditionelle Tierparade im Rahmen der Festwoche zum 50. eröffnen. Auch die Mufflons, die Waschbären, die Rotfüchse und Stachelschweine haben für Zuwachs gesorgt. Vor allem aber können sich die Besucher über drei kleine Uhus mit der lateinischen Bezeichnung Bubo bubo freuen.



suedkurier.de 1. Jun 2006
Ein Hai im Eimer
Zwei blaue VW Transporter stehen auf der regennassen Wiese am Seiteneingang des Sea Life Konstanz. Bald haben die beiden Riffhaie ein neues Zuhause. Paul Müller, Kurator des Sea Life Konstanz und Zootransportunternehmer Peter Faltermaier beugen sich über die Wannen. Die Strapazen der dreistündigen Autofahrt von Ludwigshafen nach Konstanz scheinen den Raubfischen nichts ausgemacht zu haben. Sie waren für das Aquarium des dort ansässigen Kölle Zoo, einem Tierhändler, zu groß geworden und brauchten dringend ein neues Zuhause.

B.Z. - 1. Jun 2006
Jetzt nehmen sie uns auch noch Ivo weg!
Die Tage von Silberrücken Ivo (18) im Zoo scheinen gezählt. Der mächtige Gorilla-Mann könnte noch im Laufe des Jahres abgeschoben werden - ihn würde dann das gleiche Schicksal ereilen wie Gorilla-Mädchen Sangha, die morgen nach Holland verfrachtet wird. Warum steht Silberrücken Ivo plötzlich auf der Abschiebe-Liste?
"Weil man mit dem keinen Nachwuchs züchten kann. Der sieht gut aus, hat aber das Sexualverhalten einer Backpflaume", heißt es im Zoo hinter vorgehaltener Hand.
Der Unmut unter den Pflegern im Gorilla-Revier ist groß. Dort meint man, daß der Zoo mit Ivo einen schlechten Tausch gemacht hat. "Der Silberrücken hat in der Vergangenheit nie Junge gezeugt. Das hätte die Verantwortlichen doch stutzig machen müssen", so der Vorwurf. Was sagt Chef-Affenpfleger Reimon Opitz zu dem ganzen Affen-Theater? "Nichts. Kein Kommentar", meint Opitz. Er hat den holländischen Affenpfleger kennengelernt, der Sangha nach Kerkrade bringt. "Ein netter Kollege." Begleitet er die Gorilla-Dame auf den Weg in die Fremde? "Nein. Aber später fahre ich hinterher und schaue mir an, wie sie untergebracht ist."

Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

N
iederländische Meldungen

HLN.be – 30. Juni 2006
Nieuw reptielengebouw in Antwerpse Zoo
Neues Reptilienhaus im Zoo Antwerpen
http://www.hln.be/hlns/cache/det/art_215133.html
Am Montag wurde im Antwerpener Zoo das erneuerte Reptilienhaus im Stil eines griechischen Tempels eröffnet. Das Haus beherbergt 45 Reptilien und Amphibien (-arten?). Über dem Krokodil-Gehege wird einmal stündlich ein tropisches Gewitter niedergehen.
 
Dagblad Suriname – 29. Mai 2006
Paramaribo Zoo bestaat 40 jaar
Zoo von Paramaribo feiert 40jähriges Bestehen
http://www.dbsuriname.com/archief/nat/2006/mei06/29-05-06/Nat_Paramaribo%20Zoo%20bestaat%20veertig%20jaar.asp
Der Zoo von Paramaribo war einst, durch die Zusammenarbeit zwischen Surinam und den Niederlanden, einer der schönsten Zoos in Süd-Amerika. Anlässlich des 40jährigen Jubiläums wurde nun der erste Spatenstich zur Jubiläumsrenovierung getätigt.
 
Dierennieuws – Mai 2006
Spectaculaire oeverzwaluwen in Aqua Zoo Friesland
Spektakel bei den Uferschwalben im Aqua Zoo Friesland
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200605/nw43436.htm
Über 80 Paare der Uferschwalben bieten derzeit ein eindrucksvolles Schauspiel bei der Jungenaufzucht im Aqua Zoo Friesland.
Auch in diesem Zoo finden zu Pfingsten Aktionen wie Puppentheatertheater, Eier-Rallye, Ballon-Künstler und Maskottchen-Fotos statt. Auch ein Info-Mobil steht den Besuchern zur Verfügung.
 
Dierennieuws – 29. Mai 2006
Vele geboortes in Zoo Parc Overloon
Viele Geburten im Zoo Parc Overloon
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200605/nw43435.htm
Im Zoo Parc Overloon kamen eine Hirschziegenantilope, zwei Axishirsche, Streifengänse, ein Uhu, Felsenpapageien und Störche zur Welt.
Zu Pfingsten gibt es auch in Overloon Theater, Eier-Rallye, Ballon-Künstler und Maskottchen-Fotos.
 
Dierennieuws – 29. Mai 2006
Capibara's geboren in Dierenpark Wissel
Wasserschweine geboren im Tierpark Wissel
http://www.dierennieuws.nl/dierentuinen/img/capibar6.jpg
Die Wasserschweingruppe des Tierparks Wissel ist durch die Geburt von 3 Jungtieren auf 10 Mitglieder angewachsen.
Über Pfingsten gibt es im Tierpark das Theater „Apekop“ („Affenkopf“). Eine spezielle Eier-Rallye wurde verlängert und wird auch noch Pfingsten angeboten. Ein Infomobil wird verschiedene Schädel, Federn und andere tierische Objekte vorstellen. Ferner gibt es einen Schminkstand für Kinder, einen Ballon-Künstler und die Möglichkeit, sich mit „Wiebel, dem Wisselaffen“ fotographieren zu lassen.
 
Stadsomroep Brugge – 28. Mai 2006
Gril van de natuur ceëert sneeuwwitte rog
Albino-Rochen im SeaLife Center Blankenberge / Belgien
http://www.stadsomroep.com/Detail.asp?NUM=17469
Fischer haben vor der englischen Küste einen Albino-Rochen gefangen. Das etwa 60cm große Männchen wurde lebend dem SeaLife Center Blankenberge übergeben. Es ist untypisch, dass ein solch auffälliges Tier so lange überleben konnte, ohne gefressen zu werden.

Diergaarde Blijdorp – 31. Mai 2006
Junimaand Dierentuinmaand: Activiteiten Blijdorp op 24 en 25 juni
Aktivitäten im Rotterdamer Zoo im „Zoomonat Juni“
Im Rotterdamer Zoo werden im Rahmen der landesweiten Aktion „Junimaand Dierentuinmaand“ am 24. und 25. Juni die Behandlungs- und Untersuchungszimmer des Zootierarztes für die Besucher offen stehen. Auch zum Thema Tiertransporte wird an einer Elefanten-Transportkiste informiert werden. Im Oceanium werden die Filteranlagen der Seelöwen zu besichtigen sein, ferner werden die jüngsten Nachzuchten der Seepferdchen, Haie und Anemonenfische präsentiert.
Auch viele Jungtiere gilt es zu bewundern: eine Giraffe, ein Panzernashorn, Präriehunde, Kitfüchse, Weißnackenkraniche, Störche, Bisons und verschiedene Antilopen.

Wereld-Oceaandag in Blijdorp
Welt-Ozeantag in Blijdorp
Am 8. Juni wird im Oceanium die Bedrohung der Weltmeere in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. So werden Ausstellungen über die Nordsee, Albatrosse und über die Aktion „Save the Albatros“, welche vom Volvo Ocean Race „adoptiert“ wurde, informieren.

NVD–Zoos – 26. Mai 2006
Startsein massale verjonging in Nederlandse dierentuintop
Startsignal für massive Verjüngung der niederländischen Zoo-Spitze
Am 31 Mai geben 15 Schüler zusammen mit den Menschenaffen in Apenheul das Startsignal für den landesweiten Wettbewerb „Wirst Du der neue Zoodirektor?“. Die teilnehmenden Kinder können ein Jahr lang „Direktor“ von einem der NVD-Zoos werden. Dies beinhaltet für sie u.a. eine Geburtstagsfeier und eine spätere Zusammenkunft aller jungen „Direktoren“ mit brainstorming über Zukunftspläne. Der Wettbewerb ist Teil des „dierentuinmaand“, der damit eingeläutet wird. Er soll den Besuchern einen näheren Einblick in die heutigen Zoos bieten und einige Arbeitsfelder der modernen Tiergärtnerei beleuchten.
Gleichzeitig feiern die niederländischen Zoos im Juni das 40jährige Bestehen ihres Dachverbandes NVD.


Zoo: Meldungen ° Pressemitteilungen | Naturschutz: Meldungen ° Pressemitteilungen | Weitere Infos | Veranstaltungen | TV-Tipps | Schöne Zoowelt
Zoos  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

WAZA – The World Zoo and Aquarium Association Launches Virtual Zoo
What is a tamandua? Is it true that the Californian condor would be extinct by now if zoos hadn’t established a conservation breeding programme? Does the giant anteater really eat ants? How is the lion called in isiZulu? Are there migratory butterflies? Do you have any idea what a dibbler is and how a numbat looks like? How many European bison are there in institutions participating in the International Studbook, and how many are there (again) in the wild? Can the Galapagos giant tortoise really become older than 100 years? Why do zoos keep gorillas and why do they breed Pacific tree snails? What is the size of a fully grown Orinoco crocodile? How many puppies may a litter of African wild dogs comprise? What is the purpose of a zoo keeping American burying beetles? Is it true that kiwis smell their prey rather than see it? These and hundreds of other questions are answered by WAZA’s Virtual Zoo on www.waza.org.
On 1st of June www.waza.org, the website of the World Association of Zoos and Aquariums has been considerably expanded by the addition of a virtual zoo, informing about animals, both rare and common, visitors may encounter in WAZA member institutions. At the time of opening, the zoo contains 266 species with an emphasis on mammals.
Because WAZA is a global organisation, the collection of the Virtual WAZA Zoo consists of animal species from all parts of the world and includes representatives of a wide range of taxa – from field cricket to gorilla. These are presented in a taxonomic setting – a traditional Zoo with e.g. Primate Complex, Cat House, Bear Pits, Deer Enclosures, Bird House, Aquarium etc., which makes it easier to find a particular species. Each species is presented on a fact sheet which contains several photographs and a distribution map. The scientific name, common names in several languages, and basic information on taxonomy, habitat, population and conservation status are provided. There are boxes containing fun facts, and texts written by some 30 experts giving biological information, reasons why zoos and aquariums keep the species concerned in their custody, and requirements for keeping the animals in human care. The minimum standards quoted are usually those of the Austrian Zoo Ordinance (2005), which is the most recent and most comprehensive legislation in this field. Finally the fact sheets contain links to in situ projects displayed in the Conservation section of the WAZA web site, exhibit presentations on the ZOOLex website, and relevant links to external web sites.
A zoo is never completed, and also the Virtual WAZA Zoo is constantly under construction. The fact sheets will be permanently updated and several animal groups are that are still in quarantine will be added to the collection. An additional GeoZoo, where the animals will be grouped according to geographic distribution and type of habitat, is under preparation.


> weitere Pressemitteilungen dieser Woche folgen in der nächsten Ausgabe <


Zoo: Meldungen ° Pressemitteilungen | Naturschutz: Meldungen ° Pressemitteilungen | Weitere Infos | Veranstaltungen | TV-Tipps | Schöne Zoowelt
Natur- und Artenschutz  –  Meldungen

Die Bundeskanzlerin – 30. Mai 2006
100 Jahre staatlicher Naturschutz
Mit den Worten "100 Jahre staatlicher Naturschutz - darauf können wir stolz sein" hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Engagement und Erfolge im Naturschutz gewürdigt. Den Gründervätern des Naturschutzes ging es um die Erhaltung einzelner Natur-Denkmäler. Dann kam der Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten hinzu. Heute geht es um die Erhaltung der biologischen Vielfalt insgesamt. Die Sicherung des nationalen Naturerbes sei ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung, versicherte die Kanzlerin. In der Koalitionsvereinbarung sei festgelegt worden, dass 80.000 bis 125.000 ha Naturschutzflächen des Bundes unentgeltlich in eine Bundesstiftung eingebracht werden sollen. Oder sie werden an die Länder übertragen. Die Kanzlerin unterstrich auch die große Verantwortung der Industrieländer für den Naturschutz. Merkel verwies auf die internationale Vereinbarung über die biologische Vielfalt, die Maßstab für unser gemeinsames Handeln sein müsse. Die Kanzlerin begrüßte es, dass die nächste Konferenz der Vereinten Nationen im Jahr 2008 in Deutschland stattfinden wird. Insbesondere auf deutsche Initiative haben die Vertragsstaaten vor zwei Jahren ein ehrgeiziges Arbeitsprogramm beschlossen. Im Anschluss an den Festakt beginnt mit dem 28. Deutschen Naturschutztag ein Fachkongress mit über 1.000 Gästen aus dem In- und Ausland. Unter dem Motto "Von lokalem Handeln und globaler Verantwortung" werden in verschiedenen Veranstaltungen und Foren Naturschutzexperten Bilanz ziehen. 

taz - 30. Mai 2006
Emden packt den Tiger in den Tank
Auf dem Emdener Hafengelände sollen eine Palmöl-Raffinerie und ein entsprechendes Kraftwerk gebaut werden. Umweltschützer weisen darauf hin, dass dieser Rohstoff zwar nachwächst, seine Produktion aber den Regenwald vernichtet. Niedersachsen Ports (NPorts), die ehemalige Hafen und Schifffahrtsverwaltung des Landes, verhandelt mit potentiellen Investoren. Dass diese möglicherweise Palmöl verarbeiten werden, ist für NPorts-Geschäftsführer Gerd Meyer-Schwickerath kein Thema. Zu den Aufgaben von NPorts gehört die Vermarktung der Hafenflächen. Der Leiter der Emdener Niederlassung Berend Snippe versichert, dass das Palmöl nur von bereits bestehenden Plantagen kommen werde, also kein Wald gerodet werden müsse. "In den Pachtverträgen, die wir abschließen, verpflichten sich die Kunden zertifiziertes Palmöl zu verwenden", sagt Snippe - ein Argument, auf das sich auch der Emdener Oberbürgermeister Alwin Brinkmann (SPD) zurückzieht. Bei beiden bleibt unklar, was sie unter "zertifiziert" verstehen. Eine Palmöl-Monokultur könne "nicht ökologisch nachhaltig bewirtschaftet werden" und bringe "für die Menschen vor Ort eher Probleme als nachhaltigen Nutzen", meint der Verein Rettet den Regenwald. "Wenn wir zertifiziertes Palmöl hätten, dann könnten wir das gerne für die Produktion von Speiseeis nehmen", sagt Vereinssprecher Reinhard Behrend. "Aber es ist völlig absurd, es zu verbrennen." Rettet den Regenwald hat dazu aufgerufen, Protestbriefe an den Emdener Oberbürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden von SPD, CDU und FDP zu schreiben.

Grenchner Tagblatt - 1. Jun 2006
Gemischte Bilanz zur biologischen Vielfalt
Internationaler Tag der Umwelt. Aus diesem Anlass hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in Bern erste Ergebnisse des seit fünf Jahre laufenden «Biodiversitätsmonitorings» (BDM) präsentiert. Die Bilanz ist gemischt. «Wir sind einigermassen zufrieden damit, dass es hierzulande rund 50 000 Tier- und Pflanzenarten gibt, sagte BAFU-Sektionschef Erich Kohli. Seit 1997 sei namentlich die Zahl der hier wild lebenden Säugetiere, Amphibien, Reptilien, Vögel und Fische nahezu gleich geblieben. Laut Kohli sind in der selben Zeitspanne wegen des Verlusts weiter Feuchtgebiete allerdings fünf Brutvogelarten verschwunden, darunter die Bekassine und der Grosse Brachvogel. Anderseits wurden Arten wie der Wolf oder der Bienenfresser wieder heimisch. »Die Biodiversität ist ein Reichtum, den wir hüten und entwickeln müssen«, sagte BAFU-Direktor Bruno Oberle. Nach Schätzung Oberles werden jährlich bis zu 500 Millionen Franken in die Biodiversität investiert.


Seuchenherd: Aids kommt aus Kamerun
Dass Aids zunächst unter Schimpansen grassierte und dann auf den Menschen übersprang, war schon lange vermutet worden. Jetzt konnten Forscher das Virus bis zu einer Menschenaffengruppe in Kamerun zurückverfolgen.

Zugvögel: Flug ins Winterquartier führt ins Verderben
Wendehals, Neuntöter, Turteltaube und Co. sind bedroht - und zwar erheblich stärker als ihre gefiederten Kollegen, die den Winter in Europa verbringen. Manche Zugvogel-Art zeigt 80 Prozent weniger Exemplare als 1970.

Esslinger Zeitung - 29. Mai 2006
eBay führt strenge Regeln beim Elfenbein-Verkauf ein
Das Online-Auktionshaus eBay hat zum Artenschutz strenge Regeln für den Handel mit Elfenbein eingeführt. Er wird nur noch zugelassen, wenn mit dem Angebot eine Vermarktungsgenehmigung abgebildet ist. Bei anderen Produkten aus geschützten Tier- und Pflanzenarten werden Kaufinteressenten auf artenschutzrechtliche Bestimmungen aufmerksam gemacht. Das teilte das Bundesamt für Naturschutz am Montag in Bonn mit. eBay reagiere damit auf Vorwürfe, der anonyme Internet-Handel biete ein Schlupfloch für den illegalen Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten. eBay hatte in Zusammenarbeit mit den Artenschutzbehörden des Bundes und der Länder verstärkt die Auktionsangebote nach unzulässigen Angeboten geschützter Tiere und Pflanzen kontrolliert.

derStandard.at - 29. Mai 2006
Delfinen nutzt der Artenschutz ziemlich wenig
Das Meer vor Galicien, dem Nordwestzipfel Spaniens, ist für seine tosende Brandung bekannt. Mit fast 300 Fisch- und 75 Tintenfischarten sowie mindestens 19 Arten von Meeressäugern bergen die galicischen Gewässer aber auch eine enorm hohe Biodiversität. Das lockt wiederum die Fischereiindustrie. Eine von der EU geförderte Langzeitstudie gibt nun Aufschluss über den Eingriff des Menschen in diese Biodiversität. Dreizehn Jahre lang haben Biologen vom Spanischen Institut für Ozeanografie in Vigo die angeschwemmten Kadaver des Gemeinen Delfins untersucht. Als häufigster Wal im Atlantik steht er besonders im Visier der Fischer. Die Forscher um Begona Santos analysierten den Mageninhalt von 413 angeschwemmten Delfinen auf ihr Beutespektrum und diagnostizierten, falls möglich, anhand von Verletzungen die Todesursache. Mehr als ein Drittel der Kadaver wies Verletzungen auf, die eindeutig für Tod durch Fischerei sprachen: Schnitte im Fleisch, Reste von Schnüren an der Schwanzflosse oder gar abgerissene Fluken. Zwei Delfine waren offenbar von Haien gebissen worden, einer von einem Großen Tümmler angegriffen und ein weiterer war erschossen worden. Die Forscher haben den jährlichen Beifang von Gemeinen Delfinen in Galicien auf 764 geschätzt. Da diese Zahl auf eigenen Beobachtungen und Berichten von Fischern beruht, gilt sie bei Wissenschaftern als Untergrenze. Bei einer Population von 8000 Delfinen bedeutet dies jedoch, dass pro Jahr mehr als neun Prozent der Tiere in Netzen zu Tode kommen. Und das liegt weit über der Grenze, die nach dem Abkommen zum Schutz der Kleinwale als tolerierbar gilt: zwei Prozent.

OÖNachrichten - 30. Mai 2006
Illegale Einwanderer: Minke, Marderhunde und ein Puma?
Anfang der 90er-Jahre schreckten mehrere Pumasichtungen Oberösterreich auf. Gab es ihn wirklich? Vermutet wurde damals, dass der Puma aus einem illegalen privaten Zoo ausgerissen ist, der Besitzer es aber tunlichst vermied, dies zu melden. Dass es viele Tiere nach Österreich verschlägt, die nicht bei uns heimisch sind, ist Tatsache. Marderhunde, Waschbären, Minke, Goldschakale und Signalkrebse ... Die Reihe dieser Tierarten, die sich Österreich als Heimat ausgesucht haben, - so genannte Neozoen - ließe sich beliebig lange fortsetzen. Seit dem Wegfall des "Eisernen Vorhangs" kommen wieder Elche zu uns. Die Tiere waren bis zum 18. Jahrhundert in Österreich beheimatet. Auch Wölfe kehren vereinzelt in ihre alte Heimat zurück. In Oberösterreich wurden bis jetzt zwei Wölfe geschossen. Versehentlich, wie die Jäger sagten. Man habe sie mit wildernden Hunden verwechselt.

Die Welt - 31. Mai 2006
Wahnsinnige Wildschafe
Sechs Fälle der Tierkrankheit Scrapie bei Mufflons in Großbritannien bescheren Kai Frölich vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) jede Menge Arbeit. Denn die schafsähnlichen Tiere leiden damit an einer sehr ähnlichen Krankheit wie dem Rinderwahnsinn BSE. Diese wiederum wurde seit den 1980er Jahren bei rund 200 000 Rindern in Großbritannien festgestellt, 152mal sprang dort der Rinderwahnsinn auch auf Menschen über. Bei solchen Zahlen betrachtet man auch Scrapie argwöhnisch, an der auf den Inseln jedes Jahr rund 10 000 Schafe erkranken. Bis heute weiß niemand genau, wie sich Schafe untereinander anstecken und ob Scrapie auch auf den Menschen überspringen kann.

Yahoo! Nachrichten - 29. Mai 2006
Vier Wisente im Emsland ausgewildert
Vier Wisente leben seit Montag in freier Wildbahn in der Nähe von Vrees im Emsland. Die Tiere verließen nach einer fünfmonatigen Eingewöhnungsphase ein Gatter und streifen nun im 1000 Hektar großen Wildpark Eleonorenwald umher, wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im ostfriesischen Norden mitteilte. Die aus einem Gehege in Springe bei Hannover und dem Zoo Friedrichsfelde in Berlin stammenden Pflanzenfresser sollen die Vielfalt im Eleonorenwald bewahren. Wisent-Stier Spinax und die drei Wisentkühe Spanyr, Tirila und Tita sollen dafür sorgen, dass die halboffenen Landschaften zwischen Wald und landwirtschaftlichen Nutzflächen nicht vollständig bewalden und ihren Artenreichtum behalten. Die Projektträger rechnen 2008 mit dem ersten Nachwuchs. Die Herde soll jedoch nicht die Zahl von 25 Tieren überschreiten, um die Schäden in der Forstwirtschaft in Grenzen zu halten. Wie sich die Wisente mit ihrem Lebensraum und den anderen Bewohnern des Eleonorenwaldes arrangieren, wird von der Universität Osnabrück erforscht. Die Tiere tragen einen Sender am Halsband, um sie jederzeit orten zu können.

Mitteldeutsche Zeitung - 28. Mai
Leipzigerin zählt Schmetterlinge statt Schafe
Es darf nicht zu kalt sein. In der Mittagssonne zu zählen, ist aber auch nicht gut. Wenn es geregnet hat oder frisch gemäht wurde, lohnt es sich nicht. Auch kräftiger Wind ist nicht günstig. Das Zählen von Schmetterlingen scheint eine echte Wissenschaft zu sein. «Es ist eigentlich gar nicht so schwer», sagt Anja Heim. Sie geht im Auftrag des Umweltforschungszentrums Leipzig- Halle (UfZ) einmal in der Woche durch den Wildpark im Süden von Leipzig und versucht, die dort herumschwirrenden Tagfalter zu erfassen. Die 28-Jährige arbeitet beim Grünen Ring in Leipzig, der das Umland und die Stadt attraktiv für seine Bewohner machen will. Mit ihrer Arbeit leistet sie einen Beitrag zum so genannten Tagfalter-Monitoring, das jedes Jahr in ganz Deutschland durchgeführt wird. Regionalkoordinator Ronald Schiller vom Naturkundemuseum in Leipzig beschreibt die Ziele: «Es gibt keinerlei Verbreitungskarten für Tagfalter in Deutschland. Wir wollen schrittweise ein aktuelles Verbreitungsmuster der Schmetterlinge erstellen und somit auch Trends für Europa herausfinden.» In Leipzig gebe es 69 verschiedene Schmetterlingsarten. Die häufigsten seien das Tagpfauenauge, der Kohlweißling und das große Ochsenauge.


Zoo: Meldungen ° Pressemitteilungen | Naturschutz: Meldungen ° Pressemitteilungen | Weitere Infos | Veranstaltungen | TV-Tipps | Schöne Zoowelt
Natur- und Artenschutz  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Deutscher Naturschutzring - 29.Mai 2006 Pressemappe
100 Jahre Naturschutz in Deutschland - DNR-Präsident Weinzierl betont Rolle des Ehrenamts für erfolgreiche Umweltpolitik: "Ohne Bürgerarbeit keine zukunftsfähige Gesellschaft"
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=829017
Aus Anlass des Jubiläums "100 Jahre Naturschutz als Staatsaufgabe" hat der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weinzierl, heute die besondere Bedeutung des ökologisch engagierten Ehrenamts herausgestellt. "Erfolgreicher Arten-, Biotop- oder Landschaftsschutz, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder Verfahrensbegleitung wären ohne die Aktivisten der Umweltbewegung undenkbar", sagte Weinzierl vor Beginn der offiziellen Feierlichkeiten.
Der kooperative Naturschutz von Staat und Ehrenamt hat sich nach Meinung des DNR prinzipiell bewährt und sei heute "ein Markenzeichen deutscher Umweltpolitik". Dennoch forderte der DNR-Präsident, das Ehrenamt ernster zu nehmen, und verlangte von Staat und Politik "ein positives Klima der Anerkennung". ... Um das ökologisch engagierte Ehrenamt aufzuwerten, fordert der DNR, dass Naturschutzarbeit genauso gefördert wird wie der Sport oder die Freiwillige Feuerwehr. Auch die Qualifizierung müsse nachhaltig verbessert werden.
 

Deutscher Naturschutzring - 30.Mai 2006 Pressemappe
Umweltverbände begrüßen Initiative der Bundesregierung zur Sicherung des nationalen Naturerbes und fordern strenge Kriterien für die Übertragung von Naturschutzflächen des Bundes an die Länder
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=829437
Der Deutsche Naturschutzring (DNR) sowie zahlreiche Umweltverbände und Umweltstiftungen begrüßen die heute von Bundeskanzlerin Merkel auf dem Deutschen Naturschutztag vorgestellte Initiative der Bundesregierung zur Sicherung des nationalen Naturerbes. "Die Zusage der Bundesregierung, bis zu 125.000 Hektar national bedeutsamer Naturschutzflächen im Eigentum des Bundes langfristig für den Naturschutz zur Verfügung zu stellen, ist ein Meilenstein im deutschen Naturschutz", so Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings. Nun müsse die Ankündigung mit anspruchsvollen Zielen in die Praxis umgesetzt werden. Die Umweltverbände BUND, NABU, GRÜNE LIGA und WWF sowie die Heinz-Sielmann-Stiftung, die Michael-Succow-Stiftung, die Stiftung Euronatur und die Naturstiftung David weisen darauf hin, dass die entscheidenden Weichen für die Sicherung des nationalen Naturerbes erst in den nächsten Wochen gestellt werden. Denn dann entscheiden Bundesumweltministerium und Bundesfinanzministerium, welche Flächen unter die Regelung fallen. Außerdem wird festgelegt, mit welchen Auflagen die Naturschutzflächen an die Bundesländer übertragen werden sollen. ... Die Umweltverbände fordern die Länder auf, dem positiven Beispiel des Bundes zu folgen und auf die Privatisierung wertvoller Naturschutzflächen zu verzichten. "Es kann nicht sein, dass die Bundesländer Naturschutz-Flächen des Bundes übernehmen und gleichzeitig ähnlich bedeutsame Gebiete im Landeseigentum verkaufen", so DNR-Präsident Weinzierl.
 

Pressetext – 31. Mai 2006
Irakische Marschländer leben wieder auf / Erfolgreiche Bewässerung als Zukunftschance
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060530046
Es klingt vielleicht seltsam, wenn man im Irak auf die katastrophale Umweltsituation hinweist, letztlich wird aber nur eine relativ intakte Ökologie ein langfristiges Überleben der Bevölkerung ermöglichen. Der so genannte Garten Eden, ein 15.000 Quadratkilometer großes Sumpfland zwischen den beiden Flüssen Euphrat und Tigris, dem ehemaligen Mesopotamien, wurde bereits 1990 zerstört. Nun berichten Wissenschaftler in der jüngsten Ausgabe des Journals BioScience von der erfolgreichen Wiederbelebung der wertvollen Tiefebene. Von den ursprünglich 15.000 Quadratkilometern Feuchtgebiet waren im Jahr 2000 weniger als zehn Prozent übrig geblieben. Der Rest war ausgetrocknet. Seit 2003 wurde das Gebiet erneut geflutet und das was dabei herausgekommen ist, haben die Wissenschaftler als "Mirakel Mesopotamiens" bezeichnet. Die dichte Vegetation breitet sich derzeit jährlich um 800 Quadratkilometer aus.
 
WWF – 31. Mai 2006
Holzklau via Internet boomt / WWF: Immer mehr Produkte tragen das FSC-Logo, illegaler Holzhandel grassiert aber weiter
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/03033/
Die Hemmungen aus den Tagen des Tropenholz-Boykotts in den 1980er Jahren scheinen vielerorts verflogen zu sein: Das Internet hat sich nach neuesten Erkenntnissen aus einer heute vorgelegten Unternehmensbefragung des WWF zu einer Plattform entwickelt, über die große Mengen Gartenmöbel aus Tropenholz gehandelt werden, für die keine anerkannten Nachweise über die Herkunft und über den Ausschluss von illegalem Holz vorliegen. Teak, Bangkirai, Yellow- oder Red-Balau, Mahagoni, Ramin und andere exotische Hölzer stammen aus Ländern, in denen die Bäume zu großen Teilen illegal gefällt werden. In Indonesien schätzt der WWF die Rate auf mehr als 70 Prozent. Um die Einstellung der deutschen Holzbranche zum weltweiten Tropenholzhandel zu untersuchen, hatte der WWF zum vierten Mal seit 2003 rund 250 Unternehmen befragt. Johannes Zahnen, Waldexperte des WWF, stellte dabei fest, dass in der Branche noch immer eine „Weiter wie bisher“-Mentalität vorherrsche: „Die Fachbetriebe setzen lieber auf die altbekannten Tropenhölzer statt auf nachhaltige Alternativen.“ Obwohl es inzwischen qualitativ gleichwertige oder sogar bessere Alternativen mit Nachhaltigkeitszertifikat gebe, werden zum Beispiel oft noch Gartendielen aus Bangkirai angeboten - obwohl die Preise für dieses Holz steigen. Große Sorgen bereitet dem WWF, dass vor allem im Internet die Skrupel von Anbietern und Käufern offensichtlich sehr klein sind: Tropenholz-Gartenmöbel ohne Zertifikat aus den Urwäldern Südamerikas und Asiens werden hier bedenkenlos und in großem Stil gehandelt. Verantwortungsbewusste Firmen haben im Preisvergleich das Nachsehen Die Untersuchung durch den WWF brachte auch positive Ergebnisse: So steigt der Anteil von Produkten, die mit dem Zertifikat des FSC (Forest Stewardship Council) ausgezeichnet sind. Viele der großen Handelshäuser haben sich nach Einschätzung des WWF mit der Tropenholzproblematik befasst und Konsequenzen gezogen. So werden in manchen Baumärkten und Versandhäusern mittlerweile keine Tropenhölzer ohne das FSC-Logo (ein stilisierter grüner Baum mit dem Kürzel FSC) mehr angeboten. Der WWF hat auf www.wwf.de eine Datenbank mit rund 2.000 Adressen erstellt, in der die FSC-Anbieter recherchiert werden können.
   
Greenpeace e.V. - 28.Mai 2006 Pressemappe
Frankfurts Bäume in Flammen / Internationale Greenpeace-Aktion in zehn Ländern gegen die Brandrodung im Amazonas-Regenwald
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=828604
Die Bäume der Frankfurter Innenstadt scheinen heute in Flammen aufzugehen. Unter dem Motto "Amazonien brennt für unser Essen" verkleiden 300 Greenpeace-Aktivisten 2000 Bäume mit Postern im Flammenmotiv. Damit protestieren sie gegen die fortschreitende Brandrodung des Amazonas-Regenwaldes zum Anbau von Sojabohnen. Die nach Europa exportierte Soja dient hier als billiges Futter für Masttiere wie Schweine, Rinder oder Hühner. ... "Der größte Regenwald der Erde verkommt zur Anbaufläche für Europas Tierfutter", sagt Waldexperte Thomas Henningsen. "Dabei ist der Urwald am Amazonas einer der artenreichsten Gebiete der Erde und unersetzlich für die Stabilität unseres Klimas. Dieses unschätzbare Juwel muss endlich geschützt werden." Passanten in Frankfurt können helfen, "die Flammen zu löschen", indem sie den brasilianischen Präsidenten Lula da Silva mit einer Postkarte auffordern, den Regenwald zu schützen.
 
scienceticker - 24.5.2006
Langusten isolieren kranke Artgenossen
http://www.scienceticker.info/news/EEuluApukVUNROWsDH.shtml
Die Ausbreitung einer ansteckenden Krankheit kann gebremst werden, indem man die Infizierten isoliert. Diese Taktik beherrschen auch Langusten, berichten amerikanische Biologen im Magazin "Nature". Die normalerweise sehr geselligen Krebse erkennen von einem Virus infizierte Artgenossen und meiden fortan den Kontakt mit ihnen. Ein derartiges Verhalten sei niemals zuvor bei sozial lebenden Tieren beobachtet worden, schreiben die Forscher um Mark Butler von der Old Dominion University in Norfolk, Virginia. Die neuen Resultate könnten jedoch erklären, warum im Meer stets nur etwa 7 Prozent der Tiere infiziert seien, während Laborpopulationen binnen Wochen von dem Virus dezimiert würden.
 

BirdLife International – 26. Mai 2006
Climate change link to ouzel decline?
http://www.birdlife.org/news/news/2006/05/ouzel.html
Pioneering research work undertaken by the RSPB (BirdLife in the UK) has shown that a sharp decline in the numbers of one of the UK’s least understood birds could be linked to climate change.
 
BirdLife International - 26.Mai 2006
FAO says human activities, not wild birds, spread H5N1
http://www.birdlife.org/news/news/2006/05/avian_flu.html
The UN’s Food and Agriculture organisation says it is unreasonable to blame wild birds as the source of H5N1, in the absence of rigorous research into their role in the ecology and dynamics of the virus. (Avian flu: Don't place all the blame on wild birds, 22 May 2006)

BirdLife International - 26.Mai 2006
Mystery shrouds loss of migrant birds
http://www.birdlife.org/news/news/2006/05/migrants.html
Mystery is surrounding the huge declines of birds that migrate thousands of miles from Africa to Europe each spring.
 
ENN – 30. Mai 2006
China Says It's Slowing Rate of Desertification
China, with desert covering one third of its landmass, is slowing the rate at which desertification is eating up arable and other land but the problem remains serious, a government official said on Monday.
Poorly Mapped and Policed, Amazon Rain Forest Suffers from a Settler Influx
Izidio Orlando de Brito used to walk for hours down a jungle path hauling his manioc, beans, corn and rice to market, thinking how much easier life would be if there was a road to his village.
 
ENN – 26. Mai 2006
Southeast Asia Plans Wildlife Crime-Busting Units
Special wildlife crime-busting units will form the core of Southeast Asia's first coordinated effort against the multi-billion-dollar illegal trade in animals and plants, officials said on Thursday.

Report Says Tropical Timber is Better Protected, Not Safe
Developing nations have got far better at protecting rain forests over the past two decades but are a long way short of doing enough to save the crucial global resource, a new report said on Thursday.

Drug Trade, Land Grabs Threaten Guatemala Rainforest
The ancient Mayans abandoned their monumental cities in Central America's jungles over a thousand years ago, and many blame their civilization's collapse on massive deforestation.

Zoo: Meldungen ° Pressemitteilungen | Naturschutz: Meldungen ° Pressemitteilungen | Weitere Infos | Veranstaltungen | TV-Tipps | Schöne Zoowelt
Weitere Infos

~°v°~  ~°v°~  ~°v°~  ~°v°~  ~°v°~
Hallo ZooLex-Fans,
NEUE GEHEGEPRÄSENTATION
Die Löwenanlage in Victoria's Open Range Zoo in Werribee, Australien, ist ein Erlebnis mit Überraschungen. Wie ist es zum Beispiel, in einem Auto zu sitzen, Auge in Auge mit einem Löwen am Kühler? Dies ist der Höhepunkt einer Wanderung durch eine Landschaft, die jener Botswanas gleicht. Dazu gibt es Informationen über die Beziehungen zwischen Löwen und Menschen in freier Natur und im Zoo:
http://www.zoolex.org/zoolexcgi/view.py?id=762
              ~°v°~
PUBLIZIEREN IN ZOOLEX
Wir möchten unsere LeserInnen einladen, zur ZooLex Gallery beizutragen. Das Publizieren in ZooLex ist kostenlos. Einreichungen für die ZooLex Gallery können von ZoomitarbeiterInnen, jemandem vom Planungsteam oder Freiwilligen durchgeführt werden. Wir veröffentlichen nur mit dem Einverständnis der Einrichtung, die das Gehege beherbergt, das präsentiert wird.
Einreichungen von Text und Bildern sind in digitaler Form willkommen. Bitte verwenden Sie die ZooLex Vorlage, um Ihre Präsentationen für die ZooLex Gallery vorzubereiten: http://www.zoolex.org/service.html
In der ZooLex Gallery werden alle Arten von Gehegen vorgestellt. Das ZooLex-Publikum interessiert sich für neue Technologien in der Gehegeplanung und für neue Artenkombinationen in Gemeinschaftsgehegen. Wir präsentieren auch Gehege von Tieren, die schwer zu halten oder besonders selten sind. Wir zeigen gerne Gehege, die den Tieren ein artgemäßes Umfeld bieten, den TierpflegerInnen einen angemessenen Arbeitsplatz und den Besuchern ein wünschenswertes Erlebnis. Wir freuen uns über Präsentationen von kostengünstigen Gehegen für unser Fachpublikum. Wir meinen, dass Pflanzen und Interpretation eine wichtige
Rolle in der Gehegeplanung spielen sollen und laden Sie ein, Beschreibungen von Gehegen mit einem botanischen oder didaktischen Schwerpunkt zu präsentieren. Wir suchen auch Gehege mit Schwerpunkt im Arten- oder Ressourcenschutz. Präsentationen all dieser Gehege sind wünschenswerte Beiträge zur ZooLex Gallery.
Die ZooLex Gallery ist eine wissenschaftliche Publikation, die von Fachleuten redigiert wird. Derzeit beinhaltet sie Präsentationen von 77 Gehegen von 52 Zoos in 12 Ländern. Das ZooLex Editorenkommitee prüft alle Präsentationen vor der Veröffentlichung:
http://www.zoolex.org/editors.html
Das ZooLex-Archiv wird im Büro der WAZA in Bern aufbewahrt.
http://www.zoolex.org/archive.html
Wir würden uns freuen, Ihren Beitrag zur ZooLex Gallery zu erhalten!
              ~°v°~

Die ZooLex Zoo Design Organization ist in Österreich als gemeinnütziger Verein registriert. ZooLex betreibt eine wissenschaftliche Website zum
Thema Zooplanung


Circus

<