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Ausgabe 316 vom 4. Mai 2006 |
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Liebe
Leser,
auch wenn die "Vogelgrippe" in den Medien nicht mehr viel Aufmerksamkeit
findet, bereits sie den Zoos noch immer Sorgen. Weniger aus Angst vor Infektion,
sondern durch die langsamen Mühlen der Behörden und Gesetzgeber.
Nachdem in der "heißen Phase" Impfen verboten war und aus dem Gezerre
um Sondergenehmigungen kaum etwas Brauchbares entstand, heißt es nun,
natürlich um Monate zu spät: Impfpflicht! Genauso verspätet
und überzogen, wie die Behörden samt Ministerium reagiert und nun
die Stallpflicht unbegrenzt verlängert haben (eine gute Methode, die
lästigen Bio-Hühnerhalter loszuwerden?), trifft es nun auch die
Zoos: Egal, wie akut die Bedrohung noch ist (vermutlich wird sich das Virus
ohnehin in den Wildpopulationen dauerhaft latent halten), und ungeachtet
der Tatsache, daß in der Brutzeit die Tiere längst wieder in den
Außengehegen sein sollten, bleiben während der mehrwöchigen
verordneten Impfphase alle betroffenen Vögel weiterhin weggesperrt.
Viele Zoos beklagen nun Tierverluste, von einem Totalausfall der Nachzuchten
vieler Arten in diesem Jahr ganz zu schweigen.
Eine nun 20 Jahre zurückliegende Katastrophe ganz anderer Art feierte
makabres Jubiläum letzte Woche:
Der GAU von Tschernobyl,
der etwa 10.000 km² (vierfache Größe des Saarland) dauerhaft
unbewohnbar machte, war aber kein Einzelfall. Die
Karte
der schlimmsten Nuklearunfälle zeigt z.B., dass es schon 1957 einen
schweren Unfall gab. Damals starben in Mayak (UdSSR) 200 Menschen, fast eine
halbe Million waren der Strahlung ausgesetzt. Eine Übersicht bietet
auch die
Wikipedia-Liste der Nuklearunfälle. Unter dem Vorwand
der CO2-Einsparung fühlt sich weltweit die Atomkraft
wieder gefragt, hunderte AKWs sind in Planung - gut, daß wir eine
Physikerin an der Regierungsspitze haben, die die Risiken sachverständig
bewerten kann - ?
17:43
Dirk Petzold
Rätselflug
Dieser Bildausschnitt stammt aus dem
Luftbild eines europäischen Hauptstadt-Zoos.
Was zeigt er?
Bei Klick auf's Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei
maps.google.com
Wenn Sie es dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die
ganze Stadt bzw. deren Lage sehen.
(Sie
benötigen dafür mindestens IE6 oder Netscape7.1 und Verwandte)
Und wer es gar nicht erkennt, muß bis zur Auflösung nächste
Woche warten...
Im Übrigen sind seit einigen Tagen wesentlich mehr Bereiche Deutschands
und Europas in hoher Auflösung verfügbar - wer sich also auf Zoo-Suche
begibt und fündig wird, möge uns doch Zoo und direkten Link (rechts
oben: "Link to this page") schicken.
Lösung von letzter Woche: die fast legendäre
Pinguinanlage
in Edinburgh mit der größen Pinguinkolonie Europas
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| Zoos
Meldungen |
Westdeutsche Zeitung
- 27. Apr. 2006
Die Politik ist
für Elefanten
Der Aufsichtsrat der Zoo-GmbH stand am Mittwoch vor der Entscheidung, die
Elefanten-Haltung in Krefeld aufzugeben und die drei Dickhäuter
abzuschaffen. Durch die Reihen tausender Zoo-Besucher wäre ein Schrei
des Entsetzens gegangen, wäre dieser Part des so genannten Masterplans
beschlossen worden: Rhena und Mumtas Mahal, die bereits 1971 nach Krefeld
gekommenen Asiatischen Elefanten-Kühe (beide um 37 Jahre alt) sowie
die 1980 aus Burma importierte, zuvor als Arbeitselefant numerierte Yheeto
(28), sollten nach dem Willen von CDU und FDP abgeschafft werden. Das
Zoo-Planungsbüro Wiesenthal (Göttingen), das am Mittwoch dem
Aufsichtsrat der gemeinnützigen Zoo-GmbH seine Vorschläge zur Zukunft
des Tierparks vorlegte, forderte eine Entscheidung über die drei
Dickhäuter, die durchaus noch eine Lebenserwartung von 20 bis 30 Jahren
haben. In einer Presseerklärung teilte Aufsichtsratsmitglied Hans Butzen
(SPD) mit, dass "der Zoo erhebliche Einnahmeverluste erlitten hätte,
wenn der Plan Realität geworden wäre". Im Aufsichtsrat (Vorsitzender:
Joachim C. Heitmann, FDP) stimmten CDU, SPD und FDP für die Elefanten,
die Grünen und die Zoofreunde (Anteilseigner der GmbH) gegen sie. Die
Unterbringung sowohl der nun drei Spitzmaulnashörner, der Elefanten
und des noch verbliebenen Zwergflusspferdes Sophie im Großtierhaus
des Krefelder Zoos ist nur knapp unter der Grenze des Erlaubten. Gegenüber
der WZ räumte Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen kürzlich ein,
dass Krefeld in der heftigen Kritik von Tierschützern stehe, die die
"zeitgemäße und voll den neuen EU-Richtlinien für die
Elefantenhaltung entsprechenden neuen Anlagen in Köln, Emmen (Nordholland)
oder Leipzig vor Augen haben". Der Beschluss vom Mittwoch ist auf jeden Fall
ein teurer für die junge Zoo-GmbH, an der die Stadt 77 Prozent Anteile
hält. Joachim C. Heitmann: "Wir wollen langfristig im Zoo eine neue
Fläche für die Elefanten eine größere Behausung mit
entsprechender Freianlage suchen." Heitmann teilte auf WZ-Nachfrage mit,
dass man am Mittwoch ferner beschlossen habe, den Wirtschaftshof dort zu
bauen, wo derzeit die Schneeeulen heulen. Am 8. Juni sei dann wohl auch klar,
welche Vorschläge aus dem "Masterplan" Priorität bekommen. In Krefeld
geht halt wenig schnell.
Die Welt
3.5.06
Prominente Politiker
enthüllen bei Feierstunde Büste von Heinz-Georg Klös
Als Heinz-Georg Klös am 3. Mai 1956 aus Osnabrück kam und die Leitung
des Berliner Zoos übernahm, war er 30 Jahre alt und der jüngste
deutsche Zoodirektor. Genau 50 Jahre später wurde gestern an der
Dreisternpromenade auf dem Zoogelände eine von Heinz Spilker geschaffene
Büste von Klös enthüllt. Außer Wowereit gaben noch drei
seiner Vorgänger die Ehre: Altbundespräsident Richard von
Weizsäcker, Eberhard Diepgen und Klaus Schütz. Der
Zoo-Aufsichtsratsvorsitzende Wilm Tegethoff sagte, die Büste solle "die
Erinnerung an einen großen deutschen Zoodirektor wachhalten und zur
Nachahmung anregen". Wowereit flachste, daß die Büste einen Klös
in mittleren Jahren zeige und "dem Geehrten auch noch ähnelt". Daß
Klös jetzt kürzer treten werde, glaube er nicht. "Denn der Zoo
ist immer noch sein Zoo, das wird sich nicht ändern und ist auch sein
Charme." Klös bedauerte, daß sein Schulfreund Johannes Rau die
Feier nicht miterleben durfte. "Er hatte bereits eine Rede vorbereitet. Aber
dann hat es der Herrgott anders gefügt."
OÖ Lokal
- 3. Mai 2006
Entlaufene
Bärin erschossen
Gefährliche Szenen haben sich kürzlich im Cumberland-Tierpark in
Grünau abgespielt. Wie erst jetzt bekannt wurde ist am Ostersonntag
einer zweijährigen Bärin plötzlich die Flucht aus dem Gehege
gelungen. Als Besucher die Bärin frei umherlaufen sahen, schlugen sie
sofort Alarm. Die Parkverwaltung brachte umgehend alle Gäste in Sicherheit.
Den Berufsjägern um Forstmeister Harald Lindner blieb keine andere Wahl,
als das Tier zu töten. Damit hat der Park nur noch zwei Bären,
die im Gehege um ihre verlorene Gefährtin trauern.
HL-live -
29. Apr. 2006
Bonjour
Natascha et Gandhi
Am Freitagabend ging eine mehrjährige Odyssee für die beiden Tiger
Natascha und Gandhi zu Ende. Sie kamen im Lübecker Tierpark an. Die
beiden vierjährigen Großkatzen haben ein trauriges Schicksal in
Frankreich hinter sich. Der Dompteur, der die beiden Tiger ein Jahr lang
aufgezogen hatte, bekam keine Lizenz die Tiger vorzuführen. Er verschwand
über Nacht und ließ die namenlosen Tiere in Südfrankreich
zurück. Der Zirkus Zawatta nahm die beiden auf. Eingesperrt in kleine
Zirkuswagen vegetierten sie dort fast drei Jahre vor sich hin. Die Krallen
wurden gezogen, die Zähne geschliffen. Der Zirkus zog weiter und ließ
den Wagen mit den Tigern zurück. Der Zoo Barbene bei Marseille war die
nächste Notaufnahme für die Tiere. Dort war kein Platz. Durch
Medienberichte über das traurige Schicksal von Natascha und Gandhi wurde
die "Foundation Brigitte Bardot" auf die Zustände aufmerksam. Die
Tierschutzorganisation suchte ein neues Zuhause für die Tiere und wurde
in Lübeck fündig. Die Tiger, die 20 bis 24 Jahre alt werden
können, haben erst einmal für ein Jahr Asyl in dem kleinen Privatzoo
bekommen. Die "Foundation Brigitte Bardot" unterstützt die Unterbringung
mit 1000 Euro, die dem Tierpark-Inhaber Günther Lehmensiek übergeben
wurden. Lehmensiek zeigte sich vom erbärmlichen Zustand der Tiere sichtlich
geschockt. Ein weiteres Problem: Beide Tiere wurden immer getrennt gehalten.
Ob es gelingt, sie beide gleichzeitig in den Auslauf zu lassen, ist
fraglich.
Kieler Nachrichten - 2.
Mai 2006
Brigitte
Bardots Tiger in Lübeck
"Natascha" und "Ghandi" heißen die Tigerdamen, die für ein Jahr
im Lübecker Tierpark bleiben sollen. Freitag Nacht kamen sie endlich
an. Weltweit suchte die Tierschutzorganisation von Brigitte Bardot nach einem
Quartier. Erst im letzten Moment, als die Behörden bereits mit der
Todesspritze vor den Käfigen standen, wurde über die
Tierauffangorganisation Tierart und den Neumünsteraner Tigerschützer
Helmut Rentsch der Kontakt nach Lübeck vermittelt.
Der Tagesspiegel
- 26. Apr. 2006
Der doppelte Zoo-Vorstand
Ab 31. Januar 2007 haben Zoo und Tierpark Friedrichsfelde einen gemeinsamen
Chef Bernhard Blaszkiewitz. Der Aufsichtsrat der Zoologischer Garten
Berlin AG berief den Tierpark-Direktor mit Wirkung vom 1. Juli 2006 zum
Vorstandsmitglied und übertrug ihm zusätzlich die Aufgabe des
künftigen Zoo-Chefs. Um den international ausgeschriebenen Posten hatte
sich der 52-jährige Berliner beworben. Wen Blaszkiewitz unter 15
Mitbewerbern aus dem Feld geschlagen hatte, wussten gestern weder er, noch
der jetzige Amtsinhaber Jürgen Lange, der altersbedingt Anfang 2007
ausscheidet. Die künftige doppelte Verantwortung im Tierpark
und Zoo kreuchen, fleuchen und schwimmen etwa 20 000 Tiere scheut
er nicht. Tiere sind sein Leben was mit Viechern wollte
er schon als Fünfjähriger werden. Im Zoo hat Blaszkiewitz erstmals
vor 32 Jahren gearbeitet als Biologiestudent an der Freien
Universität war er dort als Tierpflegervolontär tätig. Nach
Stationen in Frankfurt und dem Ruhr-Zoo Gelsenkirchen zog es 1984 den
promovierten Kurator für Säugetiere wieder in den Zoo zurück.
1991 übernahm er die Leitung des Tierparks Friedrichsfelde eine
100-prozentige Zoo-Tochter.
B.Z. - 27. Apr. 2006
Tierpark-Chef
übernimmt Berliner Zoo
Die Entscheidung ist gefallen: Die Hauptstadt bekommt einen neuen Super-Direktor.
Tierpark-Chef Bernhard Blaszkiewitz (51) übernimmt ab Januar nächsten
Jahres auch den Zoo. Bekommt der Superdirektor auch ein Supergehalt? "Weiß
ich nicht. Habe ich den Aufsichtsrat nicht gefragt", sagt Blaszkiewitz, der
seinen Posten in Friedrichsfelde nach der Wende angetreten hatte. Er will,
daß Zoo und Tierpark künftig erhalten bleiben. Sein Dienstsitz
wird weiter Friedrichsfelde sein: "Ich werde eben pendeln. Allerdings halte
ich mich in der ersten Zeit bestimmt öfter im Zoo auf, um die Menschen
und Tiere dort besser kennenzulernen." Zu den ersten Aufgaben des neuen
Superdirektors wird es gehören, die Tierbestände beider Einrichtungen
aufeinander abzustimmen. Heißt im Klartext: Doppelbestände werden
abgebaut.
news aktuell
Schweiz, 3. Mai 2006
VIER
PFOTEN: Neues Zuhause für Bär Mario
Für den Bären Mario im aargauischen Haselzoo ist ein neues,
artgerechtes Refugium gefunden. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN
übernimmt den Bären. Dann wird er in den Alternativen Bärenpark
Worbis gebracht. Für die Tierschützer ist der Fall Mario ein
Paradebeispiel für das Versagen des gesetzlichen Tierschutzes: Noch
in den 90er Jahren investierten die Zoopächter auf Geheiss der
Behörden viel Geld in ein neues Bärengehege. Dieses hat die
Grundfläche eines Einfamilienhauses. Odermatt kritisiert: "Schon damals
war klar, dass ein solches Gehege niemals eine artgerechte Haltung erlaubt."
VIER PFOTEN betreibt in Österreich und Bulgarien eigene Bärenparks
und eröffnet im Herbst einen weiteren in Müritz. Im Alternativen
Bärenpark Worbis trifft Mario übrigens auf zwei alte
Schicksalsgenossen, Max und Emma aus Biberstein (AG). In langen Verhandlungen
gelang es VIER PFOTEN, den Besitzer des Haselzoo für ein neues Konzept
zu motivieren. Der Zoo wird umgebaut, auf die Ausstellung von Wildtieren
soll künftig verzichtet werden.
"Vogelgrippe"
Krefelder
Zeitung 4.5.2006
Haushenne Blondie
im Griff von Zoo-Tierarzt Martin Straube
Krefeld. Enten, Pfauen, Perl-, Haus- und andere Hühner, die den Zoo
bewohnen, hatten am Mittwoch großen Stress. Denn Martin Straube, Vertreter
des Direktors und Veterinär, zog mit den beiden Pflegern Kai Hoffmann
und Jennifer Niewöhner von Voliere zu Voliere, um das Federvieh gegen
den Vogelgrippe-Virus zu impfen. Bereits vor Wochen hatten die EU beschlossen,
dass Tierparks und Zoos in Deutschland impfen müssen. Vorletzte Woche
dann gab die Landesregierung grünes Licht per Erlass. Vergangene Woche
war auch der Impfstoff in Bonn eingetroffen, Abgabe an Selbstabholer nur
auf Antrag, "in dem jeder Vogel anzugeben war", so Martin Straube. In Krefeld
wurde sofort mit der Impfung begonnen. "Die meisten Vögel sind jetzt
im Brutstress", weist der Tierarzt auf die Zeitnot hin, in der alle Zoos
sind. Vor allem Eider- und Schellenten sind nach Einführung der Stallpflicht
eingegangen die Vögel sind zu eng beieinander, sie müssen `raus.
Wegen des späten Erlasses wird das geimpfte Zoo-Federvieh erst in sechs
Wochen aus den Ställen entlassen werden können. Nach vier Wochen
ist nicht nur ein zweiter Impf-Durchgang für Ente & Co. nötig,
sondern 20 ausgewählte Vogel (repräsentativer Durchschnitt)
müssen weitere zwei Wochen später einer zweiten Blutuntersuchung
unterzogen werden. Erst wenn die negativ ausfällt, dürfen alle
Vögel ins Freie. "Bis dann werden noch einige am Stress eingehen", ist
Martin Straube sicher. Im Hinblick auf die von Rügen
herübergeschwappte Vogelgrippe-Welle speckt der Krefelder Zoo ab. "Einige
Arten haben wir bereits abgegeben, andere werden wir kaum los. Mandarin-Enten
würden wir verschenken." Enten und Gänse sind irgendwie "out".
Nicht geimpft werden übrigens Pinguine und Greifvögel, in Krefeld
die Eulen. Das haben die Zoos beschlossen, obwohl keiner weiß, ob diese
Gattungen nicht doch erkranken können. Martin Straube betont, dass die
Impfung nur eine Risiko-Minimierung darstellt, keinesfalls einen
hundertprozentigen Schutz. Fachleute haben amüsiert zur Kenntnis genommen,
dass das am vorpommerschen Bodden angesiedelte Friedrich-Löffler-Institut
(Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) zehn Millionen Euro aus
Berlin auch zur Fortsetzung der Vogelgrippe-Untersuchung erhält, die
schon als "bundesweiter Feldversuch" belächelt wird. Auch Martin Straube
findet es seltsam, dass die toten Vögel von Rügen pathologisch
nicht untersucht worden sind: "Nachgewiesen wurde in den Kadavern nur das
Virus H5N1ob das aber die tatsächliche Todesursache war, ist völlig
offen."
Solinger
Tageblatt - Mittwoch, 3. Mai 2006
Freiheitsdrang
kostet das Leben
28 Vögel, deren Art besonders durch den Erreger gefährdet ist,
sind auch in der Gräfrather Fauna eingesperrt. Fasane, schwarze
Schwäne, Enten und die zwei kapitalen Nandus halten es schon lange in
den engen Verhältnissen eines provisorischen Stalls nicht mehr aus.
Die Tierpflegerin will die kerngesunden, anderthalb Meter hohen Tiere wieder
ins weitläufige Gatter entlassen. Doch der Seuchenschutz erlaubt die
Freilassung nur nach einer aufwendigen Impfung. Drei Mal in diesem Jahr werden
die Vögel geimpft, nach zwei Impfungen im Mai dürfen sie gegen
Ende des Monats wieder auf ihre Freiflächen. Um 13 Uhr beginnt am
vergangenen Samstag im Stall ein kleines Drama. Die großen Vögel
reagieren panisch, wenn man sie anfaßt. Was bei Nandu Nr. 1 gelingt,
führt bei Männchen Hein Blöd zum Tod. Auch wenn der Name lustig
klingt, keinem im Raum ist mehr zum Lachen zumute, als das Tier nach der
Impfung an Herz-Kreislauf-Versagen verendet. Impfungen sind nicht
ungefährlich: In einem niedersächsischen Tierpark verendeten rund
25 Tiere bei über 1000 Impfungen.
Thüringer
Allgemeine 1.5.06
Umstrittene
Impfung im Zoo
Suhl ist der einzige Zoo im Freistaat, der die Immunisierung beantragt
hat.
mdr.de -
2. Mai 2006
Erstmals
Vogelgrippe-Impfungen in Thüringer Zoo
In Thüringen sollen Zoo-Tiere erstmals gegen die Vogelgrippe geimpft
werden. Wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums Thomas Schulz "MDR 1
Radio Thüringen" bestätigte, hat das Land dem Tierpark in Suhl
eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Grundlage ist eine Neuregelung auf Bundesebene
nach einem entsprechenden Beschluss der EU-Kommission. Dem Sprecher zufolge
können vom Aussterben bedrohte oder sehr wertvolle Vogelarten in Zoos
und Tiergehegen gegen die Vogelgrippe geimpft werden.
szonline.ch - 27. Apr.
2006
Kanton
hebt Schutzzonen auf
Mit der Aufhebung der Stallpflicht per 1. Mai gelten im Kanton Zürich
auch keine Vogelgrippe-Schutz- und Überwachungszonen mehr. Zürich
zieht damit mit den Nachbarkantonen gleich. Ob beim Vogelzug im Herbst wieder
ein Freilandverbot gilt, ist noch offen. Der Kanton Zürich hatte bei
der vor 70 Tagen angeordneten Stallpflicht einige Ausnahmebewilligungen erteilt,
unter anderem dem Zürcher Zoo. Diese Tiere seien bereits einmal beprobt
geworden, dies werde nun noch einmal gemacht.
Lampertheimer
Zeitung - 3. Mai 2006
"Tierattraktionen"
trotz Stallpflicht
Am 1. Mai hatte der Lampertheimer AZ-Vogelpark für Besucher seine Pforte
geöffnet. Einzig und allein die Stallpflicht bereitet den Organisatoren
immer noch Sorgen. "Wir hoffen, dass sie bald aufgehoben wird", erklärte
Kassenwartin Gerlinde Hartl. Die Großsittiche dürfen aufgrund
der Stallpflicht nicht raus und sind somit für die Besucher nicht
zugänglich. Weniger Besucher mit kleinen Kindern seien die Folge, denn
gerade für diese stelle das Füttern der Tiere einen Anreiz dar.
Vogelgrippe-Schutz:
Züchter-Selbstmorde - Bauern wettern gegen Stallpflicht
Wegen der Vogelgrippe-Gefahr will Minister Seehofer deutsches Nutzgeflügel
länger einsperren - womöglich unbefristet. Die
Suizide zweier Züchter dienen den Gegnern der Stallpflicht
als drastisches Argument: Das sei ein Berufsverbot
Planung und
Bau
Dresdner
Neueste Nachrichten - 28. Apr. 2006
Ende Mai gehen die
Elefanten "schnorcheln"
Wozu haben Elefanten eigentlich Rüssel? Klar, zum Tauchen. Jedenfalls
können, wenn's entsprechend warm draußen ist, Thabo-Umasai und
die anderen vier Rüsselträger aus dem Zoo schon Ende Mai im neuen,
etwa zweieinhalb Meter tiefen mit Wasser gefüllten Badebecken auf der
Außenanlage "schnorcheln" gehen. Kaum zu glauben, aber: "Das Bassin
mit seinen 240 Quadratmetern und den beiden Eingängen ist so groß,
dass alle Dickhäuter zugleich Platz haben", verspricht Wolfgang Ludwig,
der Zoologische Leiter. "Wenn ihnen danach ist, dürfen die Elefanten
jederzeit ins Wasser." Wunderbar beobachten lässt sich das Schauspiel
dann auch von oben. Ein Drittel des benachbarten Robbenfelsens nämlich
wird gerade begehbar gemacht. Die gesamte "Baby-Erstausstattung", wie Zoo-Chef
Karl-Heinz Ukena den Umbau von Afrikahaus und Außenanlage scherzhaft
nennt, kostet 500 000 Euro. Es ist Geld, dass der Zoo als Zuschuss von der
Stadt bekommen hat. Ende Mai dürften auch die Humboldt-Pinguine im Ostteil
des Zoos aufatmen, weil ihre Außenanlage dann komplett ist. Wer mag,
kann den possierlichen Frackträgern durch eine Glasscheibe beim Schwimmen
zuschauen - auf Augenhöhe sozusagen. 90000 Euro hat die ausschließlich
über Spenden und Benefizkonzerte finanzierte Anlage gekostet. Auf der
anderen Seite des Pinguincafés entsteht im Moment ein etwa 200
Quadratmeter großer Spielplatz mit fünf Tipis darauf. Weil das
undichte Dach des Orang-Hauses aus dem Jahre 1985 neu gedeckt und mit einer
Lüftung versehen werden muss, finden Äffchen Djasinga und seine
fünf Artgenossen für drei, vier Wochen Asyl bei den Löwen,
den Sand- und Fischkatzen im Raubtierhaus. Der Masterplan sieht vor, den
Zoo bis 2019 für insgesamt 50 Millionen Euro auf Vordermann zu bringen.
Prignitzer - 2. Mai 2006
Waldrappengehege
und Eulenburg
Mit zwei neuen Anlagen möchte der Perleberger Tierpark-Förderverein
die beliebte Anlage noch attraktiver machen. Zum einen ist ein Waldrappengehege
geplant. Und zwar dort, wo einmal die Wölfe untergebracht waren, die
im vergangenen Jahr auch das Dank der Initiative des Fördervereins
in ein wunderschönes neues Wildgehege umziehen konnten. Die Planungen
für das Gehege sind abgeschlossen. Innerhalb von zwei Jahren soll die
Waldrappenanlage als begehbares Gehege fertig gestellt werden. Das zweite
Highlight soll eine Eulenburg werden. Darunter sei eine begehbare Voliere
in Form einer alten Burgruine zu verstehen, erklärte Moormann. Das Material
für die Burganlage soll unter anderem aus alten Abrisssteinen gewonnen
werden. Die Voliere, in der Eulen und Falken, eventuell Waldkauze und Turmfalken,
ihre neue großzügige Heimat finden, wird etwa 1000 Quadratmeter
umfassen und im naturbelassenen Teil des Tierparks im Eingangsbereich entstehen.
Tierparkleiter Wilhelm Lüdke hat den Auftrag, gemeinsam mit einem
Architekten die Planung dafür zu entwickeln.
Die Welt,
29.4.2006
Fischfrühstück
bei Hagenbeck
Riesenotter Maku ließ sich die erste Fischmahlzeit schmecken, als er
gestern mit Schwester Yukuna zum ersten Mal das neue Freigehege inspizierte.
Das Pärchen, Mitte 2002 in Kolumbien geboren, wohnt seit Ende 2005 bei
Hagenbeck. Nach zehn Jahren sind die Großsäugetiere aus
Südamerika jetzt erstmals wieder im Hamburger Tierpark zu sehen.
ORF.at - 27. Apr. 2006
Elfenberg will noch mehr
Erlebnis bieten
Das erfolgreiche Konzept des obersteirischen Elfenbergs Mautern soll fortgesetzt
werden", kündigte der neue Geschäftsführer Peter Hölzl
am Donnerstag an. Die Positionierung der Anlage im Bezirk Leoben als Freizeit-
und Erlebnispark soll weiter gefestigt werden, meinte er. Der
SPÖ-Bürgermeister von Mautern löste am 1. April Doris Wolkner
in ihrer Funktion als Geschäftsführerin ab. Die Attraktion des
Parks auf über 1.000 Metern Seehöhe liege in der Kombination von
Wild-, Panorama- und Freizeitpark. Letzterer war seit 2002 zu einem
"verwunschenem Berg" umgestaltet worden, auf dem "Elfen und Kobolde" leben.
Die Zauberfiguren sollen künftig vermehrt eingesetzt werden,
erläuterte Hölzl. Entsprechend naturnah werden die Gehege gestaltet.
Anstelle von Zäunen sollen Brüstungen und Steinschlichtungen Mensch
und Tier trennen. Beim Saisonstart am kommenden Samstag erwarten die Besucher
am Elfenberg neben rund 200 Wildtieren auch die Bärenmädchen Heidi
und Irmi, die Ende Dezember auf die Welt gekommen sind. Der Gastronomiebereich
wurde um ein Restaurant mit Sonnenterrasse für 370 Gäste erweitert.
Die Kosten betrugen rund 350.000 Euro. Im Juni eröffnet die Ausstellung
"Schafe, Hirten und Wölfe". Interessierten soll auf diese Weise die
Rolle des Schafs in der Kulturgeschichte - und des Wolfs als "Gegner" von
Schaf und Hirte - näher gebracht werden.
ORF Wien Mittwoch, 3. Mai
2006
Diskussion um
Tiefgarage beim Tiergarten
Die Parkplatz-Probleme rund um den Tiergarten Schönbrunn ärgern
Anrainer und Besucher. Eine Tiefgarage bei der Maxingstraße auf dem
Tiergartengelände soll Abhilfe schaffen. Das Palmenhaus wird ab Herbst
dieses Jahres zu einem Orang-Utan-Gehege umgebaut. Rund 200
Garagenstellplätze könnten künftig die Parkplatzprobleme rund
um den Tiergarten entschärfen. Tiergartendirektor Helmut Pechlaner
unterstützt die Idee einer Tiefgarage, allerdings unter zwei Bedingungen:
Die Bauarbeiten an einer Garage dürften die Renovierungsarbeiten am
Palmenhaus nicht verzögern und der Tiergarten könne keinerlei Kosten
übernehmen.
Russland Aktuell - den 28. April 2006
Größtes Ozeanarium Russlands in Petersburg
eröffnet
St. Petersburg. Die Petersburger haben ab sofort eine neue Freizeitstätte
und eine ganz besondere dazu: Im Geschäftszentrum Planeta
Neptun gibt es ab sofort etwa 100 Sorten Fische zu sehen, u. a. zwei
Meter lange Haie. Auf 5.000 Quadratmetern in sieben halbrund angelegten Aquarien
tummeln sich an die 5.000 Fische. Den russischen Designern standen
neuseeländische Berater zur Seite, und das sieht man dem Ozeanarium
auch an: Neben den Aquarien gibt es dort Wasserfälle, Korallenriffe
und einen Unterwassertunnel.
Aktionen
Schwerin-News
- 3. Mai 2006
Versteigerung
im Zoo Schwerin
Damit die Versteigerung überhaupt stattfinden kann, bedarf es der
Unterstützung möglichst vieler Besucher, die sich mit einem Mitbringsel
als Spende an der Auktion beteiligen. Dafür gewährt der Zoo ab
16.30 Uhr allen Besuchern, die zur Versteigerung kommen, freien Eintritt.
Den Erlös aus der Versteigerung setzt der Zoo in Bausteine für
die neue Nashornanlage um.
Weilburger
Tageblatt - 29. Apr. 2006
Wanderung
im Wildpark
Zu einer rund zweistündigen Wanderung zum Thema "Natur des Jahres 2006"
lädt das Forstamt Weilburg am 1. Mai in den Wildpark "Tiergarten Weilburg"
in Hirschhausen ein. Von den in diesem Jahr ausgewählten
schutzbedürftigen Pflanzen- und Tierarten werden die Schwarpappel, der
Ästige Stachelbart, die breitblättrige Stendelwurz, das
Wiesenschaumkraut, der Kleiber, die Koppe und der Siebenpunkt-Marienkäfer
besprochen.
Nachwuchs
Kurier - 2. Mai 2006
Pandas
in Schönbrunn: Erste Paarung
Zoologische Sensation im Tiergarten Schönbrunn: Das gerade erst
geschlechtsreif gewordenen Pandapärchen hat sich zum ersten Mal gepaart.
Die Geburt eines Wiener Panda-Babys sei damit nun sehr wahrscheinlich geworden,
hieß es am Dienstag in einer Aussendung des Tiergartens. Die Tragzeit
der Tiere beträgt knapp fünf Monate. Pandaweibchen Yong Yong und
ihr Partner Long Hui haben sich am Samstag etwa drei bis vier Mal gepaart.
Beobachtet wurden die etwa fünfeinhalb Jahre alten Tiere bei ihrem "ersten
Mal" von Besuchern des Tiergartens. Laut Literatur liegt die Wahrscheinlichkeit
für eine Befruchtung nach einer natürlichen Besamung bei 60 Prozent.
Ob es ein Baby geben wird, kann frühestens in zwei bis drei Monaten
per Ultraschall oder Harnuntersuchung festgestellt werden. Nur an drei, vier
Tagen pro Jahr (!) sind Panda-Weibchen empfängnisbereit.
B.Z. - 2. Mai 2006
Süße
Tierbabys
Die zwei Wochen alten Riesenseeadler-Babys Lara, Nina und Kolja in der
Aufzuchtstation im Vogelpark Walsrode. Sie sind weltweit die ersten Vögel
dieser Art, die bereits in zweiter Generation in einem Zoo geschlüpft
sind.
Tageblatt-online, 3. Mai
2006
Einmalige
Adler-Drillinge
Was ist klein, grau und hat einen lustigen Strubbelkopf? Genau, die drei
neuen Riesenseeadler-Babys im Vogelpark Walsrode! Vor gerade einmal zwei
Wochen erblickten die drolligen Geschwister das Licht der Welt. Wir
freuen uns riesig über diesen Zuchterfolg, so Zooleiter Dieter
Rinke, auch weil es weltweit nur noch rund 2000 wildlebende Paare gibt
und es sich um eine bedrohte Tierart handelt.
Frankfurter
Rundschau - 30. Apr. 2006
Giraffenbaby
Lengai darf ins Freie
Frankfurt. Damit hat Lengai nicht gerechnet. Da hatte er gerade ein bisschen
seine langen Beine ausprobiert, zu einem kurzen Galopp angesetzt, froh über
die frisch gewonnene Freiheit, und dann..., plumps, liegt er im Wassergraben,
der das Freigehege der Netzgiraffen begrenzt. Doch der vier Monate junge
Giraffenbulle nimmt das unfreiwillige Bad gelassen, klettert schnell wieder
aus dem Graben und lässt sich von seinen Eltern Hatari und Monique erst
einmal liebevoll ablecken. "Wahrscheinlich ist er zu schnell gelaufen, und
das ungewohnte Tageslicht hat ihn irritiert", erklärt Zoodirektor Christian
Schmidt den Unfall. Denn Lengai darf in dieser Woche zum ersten Mal ins Freie.
Der Kleine ist aber nicht das jüngste Mitglied der Netzgiraffenfamilie.
Seit zehn Tagen hat Lengai eine Halbschwester. Die Kleine hat noch keinen
Namen und braucht viel Ruhe. Deshalb ist das Giraffenhaus die nächsten
Tage geschlossen.
Szenenwechsel. Am Hintereingang des Raubkatzengeheges ist ein kleiner
Flachbildschirm angebracht. Das gefleckte Wollknäuel, das die Kamera
Tag und Nacht filmt, ist ein neugeborener Nebelparder, gerade mal drei Wochen
alt. Das Geschlecht des Babys ist noch unbekannt, denn bisher wurde es noch
nicht untersucht. Deshalb hat es auch noch keinen Namen. Für den Zoo
ist die Geburt des Nebelparders eine kleine Sensation. Eigentlich hatte Mama
Kamiri Zwillinge zur Welt gebracht. Ein Junges starb allerdings nach einem
Tag und wurde daraufhin von der Mutter gefressen.
B.Z. - 29.
Apr. 2006
Sex-Schlaffi
Ivo. Wo bleiben deine kleinen Gorilla-Babys?
Gorilla-Mann Ivo aus dem Zoo und sein schlaffes Sex-Leben: Zuerst zeigte
er sich schüchtern im Umgang mit den Gorilla-Damen. Jetzt heißt
es sogar hinter vorgehaltener Hand, daß der Holland-Import keine Babys
machen kann. "Schließlich war er öfter mit Gorilla-Dame Effi intim,
die inzwischen im Zoo von Leipzig lebt. Dort wurde bei ihr ein
Schwangerschaftstest gemacht. Ergebnis negativ", sagt ein Pfleger. Ganz anders
ist das mit Gorilla-Mann Bokito, der im Zoo von Rotterdam gelandet ist. Der
hat inzwischen zwei Weibchen geschwängert. Er wird Doppel-Papa. Also
Berlin ohne Gorilla-Nachwuchs? Das wäre schade.
NGZ-Online - 27. Apr. 2006
Der Nashornflüsterer
Krefeld. Niemand ist dem kleinen Davu - dem Nashorn, für das unsere
Zeitung die Patenschaft übernommen hat - näher als Ronald Melcher.
Der 46-Jährige arbeitet als Tierpfleger im Krefelder Zoo. Wenige Meter
von der Box entfernt wird ohne Tiere gearbeitet: Drei Bauarbeiter passen
das Außengehege der Nashörner an die Bedürfnisse von Davu
an. Sie verschließen zum Beispiel den Zaun zu den benachbarten Elefanten
rüsseldicht. So soll das Nashornbaby vor eventuellen Liebesbezeugungen
der drei asiatischen Dickhäuter-Damen verschont bleiben.
Berliner
Morgenpost - 30. Apr. 2006
Volle Beutel
Im Tierpark Friedrichsfelde haben bei den Bennett-Kängurus in diesem
Jahr sechs Jungtiere den weiten und gefahrvollen Weg geschafft. Vier von
ihnen gucken auch schon aus dem Beutel, zwei weitere machen durch Beulen
im Beutel auf sich aufmerksam und dürfen bestimmt bald Frischluft
schnuppern.
RZ online Mittwoch, 3. Mai 2006
Geburten
- Explosion in lothringischem Zoo
Metz - Eine Geburtenexplosion vermeldet der lothringische Zoo in Amnéville
bei Metz. Schlangen, Wölfe und Kängurus sorgten bei sommerlichen
Temperaturen für Nachwuchs. Rekordhalterin war eine Boa Constrictor
mit 19 Minischlangen
Freie Presse
- 27. Apr. 2006
Nachwuchs
im Tiergehege genießt sonnige Stunden
Nicht nur die Menschen freuen sich über die ersten warmen
Frühlingstage. Auch der Nachwuchs im Tiergehege am Pöhlberg in
Annaberg-Buchholz genießt das Sonnenlicht. Vier kleine Mufflons entdecken
dort zurzeit neugierig ihre Umgebung. Die Vierbeiner kamen Mitte März
zur Welt. Wer einen Spaziergang zum Gehege unternimmt, kann noch mehr Jungtiere
sehen.
Tagesspiegel
- 26. Apr. 2006
Große
Klappe und viel dahinter
Pelikane zählen zu den weltweit größten Wasservögeln
und werden im Tierpark Friedrichsfelde seit 1961 regelmäßig
gezüchtet augenblicklich in vier von insgesamt sieben Arten.
Tagesspiegel - 1. Mai 2006
Die
Niedliche und ihr Grobian
Der Große Panda ist außerhalb Chinas eine Rarität, Berlin
hat gleich zwei davon. Nur vermehren wollten sie sich leider nicht. Viel
zu sehen gibt es bei ihnen nie. Tägliches Ziel unzähliger
Besucherscharen sind Bao Bao und Yan Yan aber auch ohne Nachwuchs
der Zoo leistet sich die teuren Kostgänger daher gern.
Bieler Tagblatt - 3. Mai
2006
Hirsch
im Kleinformat
Bern Exotischer Nachwuchs im Berner Tierpark Dählhölzli: Vor wenigen
Tagen wurde ein männliches Kleinkantschil geboren: Der Vertreter der
kleinsten Huftierart der Welt wog bei der Geburt nicht mehr als 250 Gramm.
Anzeiger
Sternberg-Brüel-Warin - 27. Apr. 2006
"Tiere
wollen Abwechslung haben"
Buran, Mandschu und Wassja, so heißen die drei jungen sibirischen Tiger
des Schweriner Zoos, der in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen feiert.
Betreut werden die Tiere von Petra Schreiber. Zu ihrem Revier gehören
aber unter anderen auch noch die Bären und die Fischotter.
Märkische Allgemeine
- 3. Mai 2006
Nachwuchs
im Tierpark
Der Luckenwalder Tierpark hat Nachwuchs bekommen. In der Nacht von Freitag
zu Sonnabend wurde ein Stutenfohlen geboren, das gestern zum ersten Mal ins
Freie durfte. Die Sonne tat der Fjordpferd-Stute Tessa und ihrer Kleinen
gestern sichtlich gut. Doch bevor der Tierparksonntag gefeiert wird, gibt
es anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Luckenwalder Tierparks
eine Reihe von Veranstaltungen. Startschuss ist am 15. Mai.
Blick Dienstag,
2. Mai 2006
Kasih
und Co.
Kasih, das kleine Orang-Utan-Mädchen, ist derzeit die Attraktion im
Zoo von Phoenix.
Ganz schön anstrengend findet der kleine Löwe
im Feizeitpark
«Everland»
in
Süd-Korea die Menschen-Kinder.
Schwein haben die beiden Ferkelchen im Zoo von San Diego. Ihren allerersten
Auftritt meistern die zwei roten Fluss-Säuli mit Bravour. Ursprünglich
kommen sie aus Afrika.
Märkische Allgemeine
- 27. Apr. 2006
Die
Gibbons kommen
Sie sind Österreicher, haben kurze Beine, enorm lange Arme, hakenartige
Hände und können sich schnell von Baum zu Baum bewegen. Zwei Gibbons
aus Gehegen in Salzburg und Wien werden am nächsten Wochenende ihr neues
Quartier in Germendorf beziehen. Tierparkchef Horst Eichholz denkt, dass
die ursprünglich in Südostasien beheimateten Neuankömmlinge
sich schnell einleben werden. Schließlich wurde in den vergangenen
Monaten eine ganze Menge für sie gebaut. So ist die Mitte der 90er-Jahre
im Waldsee aufgeschüttete Insel zum Sommerquartier für die Gibbons
ausgebaut worden. Außerdem errichteten die Germendorfer ein Affenhaus
in unmittelbarer Nähe, in der die Tiere auch im Winter wohlige 21 Grad
haben werden. Die Germendorfer Gruppe soll einmal auf vier Tiere anwachsen.
Wenn die heute zwei und drei Jahre alten männlichen Gibbons mit sieben
Jahren geschlechtsreif sind, werden sie an andere Zoos ausgeliehen, um dort
für Nachwuchs zu sorgen. Zufrieden ist der Chef damit, dass die Stadt
inzwischen in ihrer Flächennutzungsplanung nun doch die Erweiterung
des Tierparks von 35 auf 55 Hektar unterstützt. Allerdings hat die
Forstbehörde dagegen Einspruch eingelegt.
Frankfurter Neue Presse
- 27. Apr. 2006
Wir
sind die Neuen im Kobelt-Zoo
Schwanheim. Hoch her gehts zurzeit im Wilhelm-Kobelt-Zoo: Die Mitglieder
der Wilhelm-Kobelt-Gesellschaft, die das kleine Tierparadies am Schwanheimer
Wald betreibt, haben alle Hände voll zu tun, um das Gelände für
die Eröffnung am kommenden Sonntag herzurichten. Zwar wurde auch den
Winter über eifrig gearbeitet und gewerkelt, aber die letzten Tage ist
natürlich besonders viel zu tun. Zumal der Zoo sein 90-jähriges
Bestehen feiert und auch noch einige neue Bewohner präsentieren kann.
Und das alles zum Nulltarif, denn der Eintritt in den Zoo bleibt weiter
kostenlos. Umso mehr ist der Verein auf Spenden angewiesen.
Märkische Allgemeine
- 2. Mai 2006
Drewes
soll Martin ablösen
Eine Wachablösung kündigt sich an der Spitze des Fördervereins
für den Perleberger Tierpark ab. Der bisherige Vorsitzende Hartmut Martin
wird im kommenden Jahr nicht mehr für den Vorsitz kandidieren. Nachdem
es für die geplante Waldrapp-Anlage auf dem Standort des alten Wolfsgeheges
keine Fördermittel gibt, setzt der Verein auf eigene Mittel und
Kreativität, um das Vorhaben doch noch in die Tat umzusetzen.
20min.ch - 26. Apr. 2006
Wisi
und Salsa verstehen sich
Die Wildkatzenanlage im Wildpark Langenberg in Langnau am Albis steht nicht
mehr leer. Kater Wisi und Katze Salsa sind in das Gehege eingezogen. Vor
einem Jahr war das alte Wildkatzenpaar gestorben. Im Dezember 2005 versuchte
man vergeblich ein neues Paar aneinander zu gewöhnen: Der Kater tötete
die Katze.
Aichacher Nachrichten -
Mittwoch, 3. Mai 2006
Mit
der Maus in den Zoo
Einen neuen Gefährten haben die beiden Löwendamen im Augsburger
Zoo. Dass sich die drei Raubkatzen bereits nach kurzer Zeit gut vertragen,
ist im virtuellen Rundgang im Zoo-Special zu sehen.
Wochenblatt.online - 1.
Mai 2006
Zügelpinguine
neu im Loro Parque
Seit wenigen Tagen gibt es im Planet Penguin im Loro Parque einige
neue Bewohner: 12 niedliche Zügelpinguine vervollständigen die
Polarausstellung des Parks. Die Vögel gehören zur zweithäufigsten
Pinguinart der Antarktis. Sie haben sich zwischenzeitlich gut an ihre
Mitbewohner, die Königs-, Esels- und Felsenpinguine gewöhnt, mit
denen sie zusammen auf der weltweit größten Nachbildung der Antarktis
leben.
NZZ - 29. Apr. 2006
Jugendliche
Freude an der Wissenschaft
Die Planung eines neuen Geheges für die Dscheladas im Zoo Zürich,
die Untersuchung der antimikrobiellen Wirkung von sieben Heilpflanzen und
die Entwicklung eines rauchfreien Brenners - dies sind nur einige der am
diesjährigen Wettbewerb der Stiftung «Schweizer Jugend forscht»
eingereichten Forschungsarbeiten von Jugendlichen. Dieses Jahr haben 56
Jugendliche insgesamt 44 Arbeiten eingereicht, von denen 13 mit dem
Prädikat «hervorragend» ausgezeichnet wurden.
|
| Sie
fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen
wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere
Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem
Ortsnamen. |
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Niederländische
Meldungen
Dierennieuws
3. Mai 2006
Breedvoorhoofdkrokodillen leggen eieren
Eiablage bei den Stumpfkrokodilen
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200605/nw42695.htm
Erstmals haben die seit November letzten Jahres im Aqua Zoo Friesland lebenden
Stumpfkrokodile ein Gelege abgesetzt.
Dierennieuws 3. Mai 2006
Primeur dwergapen voor Dierenpark Wissel
Zwergaffen-Premiere für Tierpark Wissel
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200605/nw42694.htm
Der Tierpark Wissel hat ein Pärchen Silberäffchen aus Twycross
bzw. Colchester erhalten. Es sind die einzigen Vertreter der Art in
niederländischen Zoos.
Dierennieuws 28. April 2006
Baby geboren bij zeldzame bonobo's!
Geburt bei seltenen Bonobos
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200604/nw42589.htm
In Apenheul wurde am Mittag des 26. April 2006 vor den Augen der Besucher
ein weiblicher Bonobo geboren. Es handelt sich um die fünfte Geburt
in der inzwischen zehnköpfigen Bonobogruppe.
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Allwetterzoo Münster, 03.05.2006
Zooführungen zum Thema "Informatik" im Allwetterzoo Münster
Was haben Zoologische Gärten mit Informatik zu tun? Man vermutet
es nicht, aber in modernen Zoos läuft nichts mehr ohne PC und Internet.
Zoos sammeln Informationen und speichern Details über Haltung und
tiermedizinische Aspekte, um Tierbestände und Zuchtgruppen optimal zu
managen. Zoos sind weltweit miteinander vernetzt, um ihre Funktion als Arche
Noah für bedrohte Tierarten erfüllen zu können. So werden
Zuchtbücher für seltene Tierarten über Ländergrenzen
hinweg koordiniert oder Wiederansiedlungsprojekte aufeinander abgestimmt.
Die erste Version einer Zoo-Datenbank existiert
schon seit 1974. In ihr sind Informationen von über zwei Millionen Tieren
aus 10.000 Arten gespeichert - und zwar aus 630 Zoos in über 70
Ländern. Im "Wissenschaftsjahr 2006", das sich mit der Informatik und
ihrer Anwendung beschäftigt, wurde der Verband Deutscher Zoodirektoren
als Partner gewonnen. Deshalb finden unter dem Titel "Arche Noah: Arten
schützen - dank Informatik" bundesweit spezielle Zoo-Rundgänge
statt. Ziel dieser Führungen ist es, den Zoobesuchern Sinn und Zweck
einer globalen Tier-Datenbank vorzustellen und die Bedeutung der Informatik
für Arterhaltung und Forschung aufzuzeigen. Der Allwetterzoo Münster
beteiligt sich am "Informatikjahr" mit zwei Führungen am ersten
Mai-Wochenende, 6. und 7. 5., die jeweils um 14 Uhr bei den Nasenbären
beginnen. Die Biologen Dr. Martina Raffel und Dr. Dirk Wewers leiten die
Rundgänge durch den Zoo und erläutern unter anderem, was der digital
gesteuerte Artenschutz für den Nasenbären oder den Nordpersischen
Leoparden zu tun vermag. Auch das Münstersche Wieselmeerschweinchen
und der Malaienbär sowie die BioCity und die Artenschutzprojekte in
Vietnam und Kambodscha werden eine zentrale Rolle einnehmen. Eine Anmeldung
für die Führungen ist nicht erforderlich; die Teilnahme ist für
Zoobesucher kostenlos.
Vogelpark Herborn, 03.05.2006
Einladung zur vogelkundlichen Wanderung am 7. Mai:
Mit dem Herborner Vogelpark auch an der NABU-Aktion Stunde der
Gartenvögel teilnehmen
Im Blickpunkt der naturkundlichen Veranstaltungsreihe des Vogelparks im Herborner
Stadtteil Uckersdorf steht unter dem Motto Der Natur auf der Spur
am Sonntag, den 7. Mai, von 6.00 bis 9.00 Uhr die einheimische Vogelwelt.
Unter der Leitung des engagierten Erdbacher Vogelexperten Jan Heckmann, der
Mitherausgeber der vogelkundlichen Berichte Lahn-Dill ist, lädt der
Vogelpark zu einer Wanderung in und um Uckersdorf ein. Die Teilnehmer dieser
Exkursion erhalten für einen kleinen Obolus vom ¬ 4,00 für
Erwachsene und ¬ 2,00 für Kinder die Möglichkeit der Teilnahme
sowohl an dieser empfehlenswerten Vogelstimmenwanderung als auch an einem
daran anschließenden einstündigen Rundgang durch den Vogelpark
mit dem Parkleiter. Die Teilnehmer können dabei ihre in Wald und Flur
gewonnenen Kenntnisse sogleich anwenden und die Anzahl der im Park beobachteten
wildlebenden Vögel an den Naturschutzbund NABU Hessen melden, um sich
so an dem vom 5. bis 7. Mai bundesweit stattfindenden Aktionswochenende
Stunde der Gartenvögel zu beteiligen. Denn in diesem Zeitraum
sind Naturfreunde dazu aufgerufen, die Vögel im eigenen Garten, vom
Balkon aus oder in öffentlichen Grünanlagen wie eben dem
Vogelpark in Herborn-Uckersdorf zu beobachten und dem NABU zu melden.
Diese Meldung kann bis zum 10. Mai per Internet
(www.nabu-hessen.de);
Post (NABU Hessen, Friedenstr. 26, 35578 Wetzlar) oder telefonisch (kostenlose
Rufnummer am 6. und 7. Mai von 10.00 bis 18.00 Uhr 0800-1157-115) erfolgen.
Übrigens winken den Teilnehmern an der NABU-Aktion Stunde der
Gartenvögel wertvolle Sachpreise und Naturreisen als Gewinne.
Natürlich lohnt ein Besuch des Herborner Vogelparks in diesen Tagen
auch aus anderen Gründen. Denn derzeit bieten die Grünanlagen und
Beete des Parks eine besonders schöne Blütenpracht. Zahlreiche
Vogelarten, vom Storch über den Roten Ibis bis zur Schnee-Eule brüten.
Zudem ist eine Gruppe von fünf aparten Seidenreihern aus dem Zoo Rheine
neu im Bestand.
Zoo Duisburg, 03.05.2006
Sommermode wie gehabt: Schwarz-weiße Streifen, viel Beinfreiheit
An der Mode der ursprünglich aus dem südwestlichen Afrika
stammenden Damara-Zebras des Duisburger Afrikanums hat sich auch für
die Sommerkollektion des Jahres 2006 nichts geändert: bei betonter Taille
und viel Beinfreiheit sind Streifen weiter in. Die beiden vor
wenigen Wochen geborenen Stut-Fohlen bringen in dieser Hinsicht also keine
Überraschung; der Freude über den tiergärtnerisch wertvollen
Zuwachs tut das aber selbstverständlich keinerlei Abbruch! Die
Kaiserberg-Zucht der schönen Tigerpferde gilt seit vielen Jahren als
die bestflorierende dieser Art in Mitteleuropa. Eine knapp 20-köpfige
Herde wie die der Duisburger Serengeti gibt es in keinem anderen
Zoo der Bundesrepublik. Made-im-Ruhrgebiet-Zebras werden übrigens weltweit
nachgefragt und ein cleverer Tiermanager soll die deutsch-stämmigen
wilden Streifen-Pferde sogar ans Kap der Guten Hoffnung (zurück) verschiffen
wollen
Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 03.05.2006
WISENTE STATT WAFFEN
Die
Wilhelma unterstützt die Umwandlung eines ehemaligen
Militärgeländes in ein Naturschutzgebiet. Der ehemalige
Truppenübungsplatz Döberitzer Heide in Brandenburg soll zu einem
wildnisähnlichen Naturschutzgebiet werden, in dem seltene Tier- und
Pflanzenarten überleben und Menschen Natur erleben können. Nach
der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH) Richtlinie wird dieses Gebiet
als besonders schutzwürdig eingestuft. Auch die Wilhelma trägt
mit Tieren aus ihrem Bestand zum Erhalt der Naturlandschaft bei. Vom
Schaubauernhof der Wilhelma reisen vier junge Wisente und der erfahrene
Przewalskihengst Billy vom Neckar nach Brandenburg und werden
Teil der naturpflegenden Herden in der Döberitzer Heide. Die Ansiedlung
der Tiere schafft gleich zweierlei Vorteile: Sie dient sowohl der Arterhaltung
als auch der Landschaftspflege. Die Herden werden zur Zeit aus Nachkommen
von Zootieren verschiedener Tiergärten zusammengestellt, um eine
größtmögliche genetische Vielfalt der Gruppen zu
gewährleisten. Nach über 200 Jahren werden damit wieder Wisente
in Brandenburg leben. Für die Rettung der europäischen Wildrinder
setzen sich die zoologischen Gärten schon seit über 80 Jahren ein.
Seit 1923 wird das Zuchtbuch für die europäischen Wildrinder
geführt. Es ist das erste internationale Zuchtbuch von zoologischen
Gärten überhaupt. Przewalskipferde, die Urwildpferde, werden zum
ersten Mal in der Döbritzer Heide vorkommen. Der Przewalskihengst
Billy aus der Wilhelma soll als Zuchthengst wirken und so für
Nachkommen einer kleinen Herde Urwildpferde sorgen. Die neu eingebürgerten
Tiere erhalten durch ihr Fressverhalten auch die natürliche Landschaft.
So sollen die laubfressenden Wildrinder im Gelände die zu starke Ausbreitung
der Wälder verhindern. Die weidenden Przewalskipferde wiederum sollen
garantieren, dass das Gras nicht zu hoch wird. Die Döberitzer Heide
liegt zwischen Berlin und Potsdam und ist etwa 5400 ha (54 km2) groß.
Der ehemalige Truppenübungsplatz der Sowjetstreitkräfte beherbergt
Tiere und Pflanzen mit einem ungewöhnlichen Artenreichtum. Die gesamte
Fläche ist heute ein Naturschutzgebiet und hält für
Erholungssuchende und Naturfreunde ein Wanderwegenetz von 25 km bereit. Das
etwa 20 ha (20 000 m2) großes Schaugehege mit Wisenten, Przewalski-Pferden
und anderen Tieren wird am 20. Mai 2006 für das Publikum freigegeben.
Tierpark Nordhorn, 03.05.2006
NIEDERSÄCHSISCHE SCHAFSCHURMEISTERSCHAFT 2006
Am
07.Mai 2006 veranstaltet der Tierpark Nordhorn den mittlerweile 9. "Tag des
Schafes". Seit 1995 findet dieser Tag mit Programm rund ums Schaf große
Resonanz. Bei gutem Wetter kamen in den vergangenen Jahren 4.000 bis 5.000
Besucher zu dieser Veranstaltung. Zum bunten Programm mit Ausstellern für
Schäfereibedarf, Hütevorführungen und Rassedemonstration findet
in diesem Jahr auch die erste Niedersächsische Schafschurmeisterschaft
statt. Aus dem Landesschafzuchtverband Niedersachsen und dem
Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems haben sich 8 Scherer zum Wettkampf
angemeldet.
Stadt Krefeld, 03.05.2006
Krefelder Zoo impft jetzt die Hühner-, Enten- und
Straußenvögel gegen Vogelgrippe
Weil die Schutzvorkehrungen der Europäischen Union zur Bekämpfung
der Vogelgrippe auch in Deutschland noch weiterhin eine Stallpflicht für
die meisten Vogelarten vorsehen, hat sich der Krefelder Zoo jetzt entschlossen,
die gerade erst für Zoovögel genehmigte Impfung gegen den
Vogelgrippe-Virus möglichst schnell durchzuführen. So soll das
Federvieh im Zoo gegen H5N1 immun werden und nach einer Wiederholungsimpfung
in drei Wochen und anschließenden Überprüfung des Impferfolges
wieder in die Freigehege dürfen. Vorab hatte Zootierarzt Martin Straube
deshalb bereits von zehn Prozent der zu impfenden Vögel Blutproben zur
Antikörpertestung entnommen, die zur Kontrolle des Impferfolgs herangezogen
werden. Inzwischen hat der Zoo den Impfstoff bekommen und beginnt nun sofort
mit der ersten Impfung. Die lange Zeit in den beengten Volieren und Ställen
haben bereits manche Tiere nicht verkraftet. Mehrere tierärztliche
Behandlungen, vor allem an den Füßen der Wasservögel waren
schon nötig. Einige Eiderenten und eine Schellente sind sogar verendet.
Damit die anderen Zoovögel möglichst bald wieder ins Freie
dürfen, bleibt ihnen die Impfung nicht erspart. Der Stress, den eine
weitere Stallhaltung bedeuten würde ist allerdings viel größer
als der, den die Impfung hervorrufen wird. Das Zoo-Team geht davon aus, dass
es dieses Jahr kaum Nachwuchs bei den betroffenen Vogelarten geben wird.
Bis die Imfpung wirkt und sie wieder unter normalen Bedingungen leben
dürfen ist die Brutzeit nahezu vorbei.
Münchner Tierpark Hellabrunn, 03.05.2006
Es tut sich was in Hellabrunn!
Am ersten Mai-Wochenende (06./07.05.06) findet die 4. Sonderveranstaltung
Vom Wildtier zum Haustier statt unter dem Motto Wir spucken
für Euch im hohen Bogen! Alles Wissenswerte über die
Domestikation zum Lama und Alpaka ist von 10.00 bis 16.00 Uhr im Zelt bei
den Pavianen zu erfahren. Es gibt wieder schöne Preise zu gewinnen und
man kann sich schon mal Gedanken über die Frage machen, was eigentlich
das Lama spuckt. Am zweiten Mai-Sonntag (14.05.06) ist Muttertag. An diesem
Tag können alle Mütter mit ermäßigtem Eintritt einen
Tierpark-Spaziergang machen. Große Ereignisse werfen ihre Schatten
voraus: Am Sonntag, 25. Juni 2006, findet um 11.00 Uhr in der Philharmonie
im Gasteig ein Benefizkonzert für unser neues Tier-, Natur- und
Artenschutzzentrum statt, das der Verein der Tierparkfreunde veranstaltet.
Von der Diebischen Elster (Rossini) über Die Libelle
op. 204 (J. Strauß), den Hummelflug (Rimski-Korsakoff)
bis zum Karneval der Tiere (Saint- Saëns) mit Texten von
Herbert Rosendorfer, Sprecherin Gisela Schneeberger und Dirigent Carlos
Dominguez-Nieto. Für alle Konzertbesucher gilt die Konzertkarte am 25.06.06
auch als Eintrittskarte in den Tierpark Hellabrunn.
Vogelpark Marlow, 02.05.2006
Neue Flitzer im Vogelpark Marlow unterwegs
In seinem nun beinahe zwölfjährigen Bestehen kann der Vogelpark
Marlow auf zahlreiche Geschichten und Erfahrungen zurück blicken. Dabei
war der Park immer auf engagierte und kreative Mitarbeiter, eine gute
Zusammenarbeit mit der Stadt Marlow sowie auf hilfsbereite Förderer
angewiesen. Ohne deren Unterstützung wären viele Projekte nicht
denkbar gewesen. Und das Spenden nicht immer in Form von Geld erfolgen
müssen und dennoch äußerst wirkungsvoll sein können,
bewies kürzlich Thomas Müller von der Rats-Apotheke Marlow. Er
sponserte dem Vogelpark Marlow zwei nigelnagelneue Bollerwagen. Wissen
Sie, ich kam auf die Idee, weil ich das unheimlich praktisch finde. Wenn
man mit kleinen Kindern unterwegs und der Kinderwagen schon zu klein ist,
dann sind gerade die Ziehwagen eine gute Alternative, erklärt
der Inhaber der Marlower Apotheke. Ein kleiner Hinweis aus dem Vogelpark
verriet mir schließlich, dass Bollerwagen immer gebraucht werden,
fügt er hinzu. Dank dieser Spende können in dieser Saison zwei
neue Wagen mit dem Logo der Rats-Apotheke mit kleinen Gästen durch den
Park flitzen. Eingeweiht wurden die Wagen von der Kindertagesstätte
Sonnenblume aus Damgarten. Die kleinen Racker testeten nämlich,
wie viele Kinder in den Wagen hinein passen. Natürlich hatten ihre Erzieher
immer ein wachsames Auge auf die Rasselbande. Erstaunt waren alle, dass bis
zu fünf Kinder in dem Wagen Platz fanden. Zugegeben, die Kleinen mussten
ordentlich sitzen und das hält bekanntermaßen kein Kinderherz
allzu lange aus. Ein Vergleich mit den ebenfalls frisch von JAKOO gesponserten
Bollerwagen ergab übrigens, dass hier höchstens vier Kinder hinein
passten. Dank dieser großzügigen Spenden können nun elf Wagen
mit Insassen gleichzeitig den Park und seine Bewohner erkunden. Der Vogelpark
Marlow sagt Herzlichen Dank!
Tiergarten Schönbrunn, 02.05.2006
PANDASEX IN SCHÖNBRUNN: DAS ERSTE MAL
Was alle
Mitarbeiter des Tiergartens lange erhofft haben, ist nun tatsächlich
eingetreten: Die Wiener Pandas haben sich gepaart nach Lust und Laune,
ganz ohne stimulierende Hilfsmittel. Die beiden sind eine Leihgabe der
Volksrepublik China an die Republik Österreich und seit 2003 in Wien.
Sie sind noch jung, es war für sie also gewissermaßen das
erste Mal. Jedenfalls ist die Geburt eines Wiener Panda-Babys nun sehr
wahrscheinlich geworden. Die Tragzeit beträgt knappe fünf Monate,
im Idealfall stünde Schönbrunn also im Herbst eine kleiner Großer
Panda ins Haus. Abteilungsleiterin Dr. Dagmar Schratter dämpft die
Erwartungen: Es war eine echte Paarung, keine Frage, die Besamung ist
dennoch reine Glückssache. Ein Baby wäre daher zwar nicht wie
Lotto-Sechser, aber ein zumindest wie ein Fünfer.
NABU-Artenschutzzentrum, 02.05.2006
Naturkundliche Viehmoorexkursion
Am Sonntag, den 07.05.06 bietet das NABU-Artenschutzzentrum eine
Frühexkursion in das Naturschutzgebiet Viehmoor bei Leiferde statt.
Das etwa 360 ha große Naturschutzgebiet setzt sich zusammen aus Wald-
und Wiesenbereichen und einer ca. 36 ha großen Teichlandschaft, welche
auch Ziel der etwa 1,5-stündigen, von Joachim Neumann fachkundig geleiteten
Wanderung sein wird. Ein Schwerpunkt der Exkursion liegt wie immer auf den
Lautäußerungen heimischer Singvögel, welche diesbezüglich
in den frühen Morgenstunden besondere Aktivität zeigen. Neben den
Singvögeln lassen sich zumeist zahlreiche weitere, häufig auch
seltene Tierarten beobachten, die den besonderen ökologischen Wert des
Viehmoores erkennen lassen. Wer Interesse an dieser schönen Exkursion
hat, sollte sich telefonisch unter 05373/6677 im NABU-Artenschutzzentrum
anmelden. Treffpunkt ist um 6.00 Uhr auf dem Parkplatz des
NABU-Artenschutzzentrums, Interessierte können nach der Exkursion noch
an einer Führung über das Stationsgelände teilnehmen.
Zoo Leipzig, 01.05.2006
Abschied im Przewalskigehege - Zwei Wildpferddamen verlassen morgen den
Zoo Leipzig
Die im Jubiläumsjahr des Zoo Leipzig geborene Przewalskistute
Valeska (geb. 14. Juni 2003) und die seit 2001 im Zoo lebende
Pferdedame Virginia (geb. 16. Juni 1996 in Berlin) werden am
3. Mai 2006 die Reise in ihre neue Heimat antreten. Sie ziehen um
Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide bei Berlin, deren
Schaugehege am 20. Mai 2006 eröffnet wird. Dort werden Sie mit insgesamt
acht Artgenossen aus verschiedenen europäischen Zoos und Tierparks,
unter anderem aus Prag, Nürnberg, Stuttgart und Kerkrade,
zusammengewöhnt. Im Sommer 2004 konnte die Heinz-Sielmann-Stiftung die
Döberitzer Heide erwerben, um diese Landschaft nachhaltig für den
Naturschutz zu sichern. In den nächsten Jahren soll dort in einer
geschützten Kernzone ein Wildnis-Großprojekt entstehen, in dem
wertvolle Offenlandschaften mit großen Pflanzenfressern wie
Przewalskipferden oder Wisenten entstehen und erhalten werden. Das Schaugehege
bildet den ersten Meilenstein dieses Projektes. Sehr gern
unterstützen wir das Vorhaben der renommierten Heinz-Sielmann-Stiftung.
Hinzu kommt, dass wir bereits im Sommer wieder Nachwuchs bei den Wildpferden
erwarten und uns der Umzug von Valeska und Virginia
damit auch entgegenkommt. Zusammen mit ihren Artgenossen werden sie im neuen
Schaugehege der Döberitzer Heide optimale Bedingungen vorfinden.,
so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Mit der Abgabe der beiden Stuten reduziert
sich die Leipziger Gruppe auf 11 Tiere. Der Leipziger Zoo beteiligt sich
seit Jahren mit seinen Tieren am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm
für diese Art. Erst im letzten Jahr wurde der Wildpferdhengst
Georgi zusammen mit weiteren Artgenossen aus verschiedenen Zoos
im Rahmen eines Wiedereinbürgerungsprojektes ins Kalameili Naturreservat
zwischen Tien Shan und dem Altaigebirge gebracht.
Zoo Hannover, 28.04.2006
Die jungen Wilden sind da
Von einem zaghaften Frühlingserwachen kann wirklich keine
Rede sein im Erlebnis-Zoo Hannover feiern die Jüngsten geradezu
übermütig den Frühling! Ob kurzbeinig, stummelschwänzig
oder langohrig, gescheckt, gefleckt oder gestreift: Überall im Zoo verlassen
die Jungtiere den schützenden Stall und genießen die Sonne. Ganz
besonders angetan von der spannenden großen Welt war Bison-Mädchen
Mela. Es stürzte sich gleich beim ersten Ausgang mutig ins Wasser und
nahm damit seine Taufe praktisch selbst in die Hand, Verzeihung, in den Huf
(und wurde von den Tierpflegern aus dem Wasser gezogen...). Mela hat ihr
nasses Abenteuer gut überstanden und tobt mit ihrem karamellfarbenen
Fell putzmunter durch die Gegend. Alle Hufe voll zu tun haben auch unsere
Zwergziegen auf Meyers Hof. Dort müssen gleich acht vorwitzige
Sprösslinge erzogen werden, denn die tanzen ihren Eltern am liebsten
auf dem Rücken herum. Oder sie lassen sich genüsslich den weichen
Hals von Kinderhänden kraulen denn auf der Streichelwiese ist
anfassen erlaubt und sogar erwünscht! Noch kuscheliger geht es bei den
Weißkehlmeerkatzen zu. Arm in Arm sitzen Mutter und Kind auf der
Affenschaukel und sind zufrieden mit sich und der Welt. Und wenn nicht gekuschelt
wird, wird geübt der große Bruder gibt all seine Klettertricks
an Schwester Emilia weiter und zeigt, wies geht. Die kleine Pferdeantilope
Frederic und der ganz kleine Kleine Kudu Kunigunde staksen noch mit unsicheren
Schritten durch die Steppe. Wenn sie nicht gerade staksen, sind sie nicht
leicht zu entdecken: In freier Wildbahn versteckt sich der Nachwuchs im
Gebüsch, bis die Mutter wiederkommt. Tipp: Ausschau nach den Rotduckern
halten, da findet man auch die Kudu-Jungen. Pferdeantilope Frederic erkundet
bis jetzt nur stundenweise auf die Anlage zur Probe bis er sich ganz
sicher fühlt. Dann soll er aber auch seine Tanten und irgendwann den
Herrn Papa kennen lernen.
Alternativer Bärenpark® Worbis, 28.04.2006
Paarungszeit bei Bären und Erdkröten - Aus der Exkursionsreihe:
Auf den Spuren der Braunbären
Am Sonnabend, dem 6. Mai 2006, findet die nächste vom Alternativen
Bärenpark® Worbis organisierte Wanderung Auf den Spuren der
Braunbären statt. Diplombiologe Arne Willenberg führt die
Interessierten an den Nordrand des Düns bei Reifenstein. Im Bärenpark
Worbis hat die Paarungszeit bei den Braunbären begonnen. Nette und heftige
Spiele sind zwischen den Bären zu beobachten, die anschließend
ihr Mütchen in einem der Teiche kühlen. Wer also nicht unbedingt
auf den Spuren der Braunbären durch die Wälder wandern möchte,
sollte die im Bärenpark zurzeit sehr aktiven Bären beobachten.
Genauso aktiv und wohl ebenso interessant dürfte die Beobachtung des
Paarungs- und Laichverhalten der Erdkröten sein. Und genau das kann
man bei der nächsten Wanderung mit großer Wahrscheinlichkeit
beobachten. Diese führt zu den ursprünglich künstlich angelegten
Teichen am Nordrand des Düns bei Reifenstein. Diese sind u.a. wichtige
Laichgewässer für mehrere Amphibienarten. Weiterhin soll die Tier-
und Pflanzenwelt am Waldbach erkundet werden. Hierher kommt der Feuersalamander
zur Ei- und Jungenabgabe. Eine Begegnung ist nicht ausgeschlossen. Noch mehr
interessante Pflanzen und Tiere gibt es im Laubmischwald zu entdecken.
Tiergarten Schönbrunn, 28.04.2006
LAUFEN FÜR DIE RHINOS!
27
Mitarbeiter des Tiergarten Schönbrunn werden am 7. Mai im Rahmen des
Vienna City Marathon auf die kostbare Vielfalt der Tierwelt aufmerksam machen
und auf die Notwendigkeit, sie zu bewahren. Bundesminister Martin Bartenstein
selbst ein begeisterter Läufer hat für diese Initiative
den Ehrenschutz übernommen. Den Schönbrunner Tierpflegern, Zoologen,
Futterköchen, Tierärzten, Technikern und Gastronomiebeschäftigten
geht es mit ihrer Teilnahme darum, das Charity-Armband Rettet die
Rhinos bekannt zu machen. Jeder Käufer eines solchen Armbandes
kann damit etwas zur Rettung der Panzernashörner im fernen Nepal beitragen
und seine Verbundenheit mit dem Artenschutz zeigen. Obendrein sind alle
Armbandträger am 30. Juli in Schönbrunn zu Gast: Zum 254. Geburtstag
des Tiergartens haben Besucher, die ein Rhino-Armband tragen, freien Eintritt!
Von den 27 Läufern des Tiergartens nehmen 16 an Staffelläufen teil,
die restlichen elf laufen die Halbmarathon-Distanz (21 km). Das Team wird
von der Betriebsärztin des Tiergartens Ulli Enzenberger und den beiden
jungen Sportwissenschaftern Christian Zauner und Katharina Knezicek betreut.
Die Armbänder sind ab sofort an den Kassen und an den Buffets, Restaurants
und Imbissständen des Tiergartens erhältlich.
Zoo Frankfurt, 28.04.2006
Erster Blick in die Nebelparder-Wurfbox auf dem Monitor
Am 07. April 2006 sind nach einer Tragzeit von 87 bis 92 Tagen in der
neuen Nebelparderanlage im Katzendschungel die ersten Nebelparderzwillinge
geboren. Der Vater TEZPUR (geboren 07.09.2004) und die Mutter KAMIRI (geboren
07.11.2003) trafen zur Eröffnung der Neuanlage am 11.06.2005 aus dem
englischen Howletts Zoo bei uns ein und waren auch bei der Geburt zusammen.
Es gibt Hinweise aus dem Freiland, dass Paare ganzjährig zusammen leben
und auch entsprechend erfolgreiche Zoonachzuchten. Der eine Zwilling ist
am zweiten Lebenstag gestorben und Mutter KAMIRI siedelte mit dem zweiten
Jungen am 12. und 13. Lebenstag in andere Wurfboxen um. Wir bieten nun unseren
Besuchern einen direkten Blick in die Nebelparderwurfbox auf dem Monitor.
Diese bisher erfolgreiche Aufzucht ist zurzeit die einzige in Kontinentaleuropa
neben denen im britischen Howletts Zoo und Santago Rare Leopard Project.
In Zoos leben weltweit 172 Nebelparder, davon allerdings nur 36 in 12 Zoos
des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP). Der Zoo Frankfurt
hielt schon Nebelparder von 1961 bis 1988 im alten Raubtierhaus. Hier zog
1963 erstmals in Menschenobhut ein Paar Junge auf; von 1963 bis 1970 brachten
zwei Weibchen in elf Würfen 29 Jungtiere zur Welt, von denen 27 aufgezogen
werden konnten. Der gefährdete Nebelparder bewohnt die Regenwälder
von Sumatra und Borneo bis Burma und Taiwan, wo er allerdings bereits ausgerottet
wurde. Er hält sich einzeln oder paarweise vor allem in den Baumkronen
auf. Die Lebensweise ist noch weitgehend unerforscht.
Zoo Leipzig, 28.04.2006
Eingewöhnung der Hamburger Riesen verläuft gut - Saida
und Salvana bekommen die volle Aufmerksamkeit der Pfleger
Die beiden Hamburger Elefantendamen Saida und
Salvana haben sich seit ihrer Ankunft am 19. April 2006 gut an
ihr neues Domizil und an die Tierpfleger gewöhnt. Das Team kümmert
sich rührend um die Neuankömmlinge und nutzt jede freie Minute,
um nach ihnen zu sehen. In den ersten Tagen waren beide Tiere noch
ziemlich nervös und mussten sich erst einmal an die neue Situation
gewöhnen. Gerade in dieser Phase ist es wichtig, dass sie Ruhe haben
und sie nicht mit weiteren Aufregungen konfrontiert werden. Die
Eingewöhnung verläuft zu unserer vollsten Zufriedenheit. Von Tag
zu Tag vertrauen sie immer mehr ihren Pflegern und werden dadurch auch
ruhiger., so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Bis sie für
die Zoobesucher zu sehen sind, wird es aber noch ein paar Tage dauern. Erst
einmal muss mit ihnen der Gang durch die Schiebetüren zu den Freianlagen
geübt werden. Danach erfolgt das Training auf der Anlage. Da Elefanten
Gewohnheitstiere sind, müssen sie Schritt für Schritt an eine neue
Situation gewöhnt werden.
Tierpark Stralsund, 28.04.2006
"Peep-Show" im Zoo
Über eine eigene " Peep-Show"- bessser "Piep-Show "- verfügt
seit heute der Tierpark Stralsund. Besucher können in einem eigens
eingerichteten Forschercamp Einblicke in das Nistverhalten und die
Jungtieraufzucht eines Dohlenpäärchens erhalten. Gemeinsam mit
der unteren Natuschutzverwaltung der
Hansestadt Stralsund wurde im Tierparkwald eine Baumbrüter-Kolonie
freilebender Dohlen etabliert. Die angebotenen Nistkästen wurden sofort
von den Dohlen angenommen. Grund dafür dürften die dramatisch
verschlechterten Bedingungen für Dohlen in den Altstädten sein.
Die Dohle ist als Höhlenbrüter auf Nischen und Höhlen in und
an Gebäuden angewiesen. Derartige Nistgelegenheiten sind durch Sanierungen
und Abrissarbeiten so selten geworden, daß unter den Dohlen echte
Wohnungsnot herrscht. Im Tierpark
Stralsund haben sich die Dohlen bestens an die angebotenen Nistkästen
gewöhnt und ziehen alljährlich zahlreiche Junge auf. Ein Nistkasten
wurde zusätzlich mit einer Kamera ausgestattet. Derzeit können
die Altvögel bei der Bebrütung von 6 Eiern beobachtet werden.
Tierpark Chemnitz, 27.04.2006
Nachwuchs beim
Mesopotamischen Damhirsch - Einladung zur Löwenparty am 29. April im
Tierpark
Bei den Mesopotamischen Damhirschen im
Tierpark Chemnitz kam vergangene Woche ein männliches Jungtier zur Welt.
Das mit seinem Fleckenmuster gut getarnte Kalb wird momentan noch oft von
seiner Mutter, einer erfahrenen Damhirschkuh, an einem geschützten Platz
abgelegt, ist aber auch häufig im Gehege unterwegs und kann gut beobachtet
werden. Beim Mesopotamischen Damhirsch handelt es sich um eine aus dem
Südiran stammende seltene und bedrohte Art, die weltweit nur in wenigen
Zoologischen Gärten gehalten wird. Am Samstag, dem 29. April 2006,
veranstaltet der Lions Club Wasserschloss Klaffenbach im Tierpark
eine Löwenparty zugunsten der neuen Löwenanlage. Beginn ist 13:00
Uhr, es werden viele Aktivitäten für Groß und Klein geboten.
So stehen Kinderschminken, Expeditionen in den Tierpark, Puppenspiel,
Wissensolympiade, Bootsrennen und Kulissenblick bei den Löwen
(limitierte Plätze) auf dem Programm. Gegen 18:30 Uhr erfolgt der erste
Spatenstich auf der neuen Löwenanlage.
Zoo Krefeld, 27.04.2006
Bagger und Menschen tummeln sich derzeit
im Freigehege der Nashornanlage im Krefelder Zoo. Der Graben wird
größtenteils zugeschüttet und für die Dickhäuter
begehbar gemacht. Weit über 100 Quadratmeter mehr Auslauf entsteht auf
diese Weise. Ein Nebeneffekt der Baumaßnahme zeichnet sich schon jetzt
ab: Die Anlage wird auch optisch für die Besucher deutlich aufgewertet,
man kann die Nashörner anschließend viel besser beobachten. Bis
Mitte Mai soll alles für den ersten großen Außenspaziergang
von Nashörnchen Davu fertig sein.
Zoo Duisburg, 27.04.2006
Zwergenfrau im Seidenpelz
Eigentlich s i e h t und h ö r t man nichts von ihnen: Weder in
ihrer brasilianischen Urwaldheimat noch in der mit üppigem Grün
und sparrigem Laubwerk ausgestatteten Voliere im Äquatorium/Affenhaus
des Zoos. Nur feinen Ohren vernehmlich ist ihr spitzes Wispern, und selbst
ihre akrobatischen Spielereien durchs dürre Geäst hinterlassen
weder Geräusch noch Geraschel. Wer sie beobachten möchte, braucht
Geduld und ggf. saubere Brillengläser, denn weniger klein als eine
Damenfaust sind die zierlichsten Affen der Welt: Die in ihrer
südamerikanischen Dschungelheimat hochbedrohten Zwergseidenäffchen,
die weltweit nur von wenigen handverlesenen zoologischen
Einrichtungen überhaupt gezüchtet werden.
In längst vergangenen Tagen ihrer Entdeckung wurden die nur knapp 100
g schweren Zwerge für Jungtiere anderer Krallenaffen gehalten,
bis genauere Untersuchungen ergaben, dass diese wegen ihrer schräg
stehenden Augen mongolisch erscheinenden Kobolde einer
eigenen Art zuzuordnen sind. Flink und eichhörnchengleich beeilen sie
sich, unter trillernden Lauten in langen Spiralen durchs Astwerk zu hasten
stets auf der Jagd nach Insekten oder der Suche nach saftreichem
Pflanzengewebe.
Vor wenigen Tagen übersiedelte ein knapp 6-jähriges
Zwergseidenäffchen-Fräulein aus dem Tierpark in Bochum an den
Kaiserberg, um Stellung und Rang einer Ehefrau desjenigen Duisburger Partners
einzunehmen, dessen langjährige Lebensgefährtin im Austausch
gewissermaßen kurz zuvor von Duisburg nach Bochum verschickt
worden war. Grund für diesen Frauentausch ist die Vermutung, dass das
Ausbleiben dringend erwünschter Zwergseidenäffchen-Sprösslinge
möglicherweise auf zu enge Verwandtschaftsbande zwischen den beiden
Ex-Ehepartnern zurückzuführen ist. Zoologen und Tierpfleger hoffen
nun, dass diese neue Ehe-Konstellation nicht nur friedlich, sondern auch
fruchtbar verlaufen möge.
Tierpark Herberstein, 27.04.2006
Publikumslieblinge Präriehunde!
Vor kurzem
aus dem Winterschlaf erwacht, verlassen die kleinen Nager gleich bei
Sonnenaufgang ihren Bau und laufen neugierig durch das Tierparkgelände!
Bei Besuchern sind Präriehunde besonders beliebt, denn im Verhalten
kann man mitunter einige menschliche Züge beobachten. Bei
den Thementagen am kommenden Wochenende erfahren Besucher jede Menge
Interessantes über die munteren Tiere. Mit dem plumpen Körper,
ihren kurzen Beinen und dem kurzen Schwanz sehen sie fast aus wie kleine
Murmeltiere. Aber Präriehunde gehören zur Familie der
Erdhörnchen. Sie haben eine Kopfrumpflänge von 30 bis 35 Zentimetern
und ein Gewicht von 800 bis 1400 Gramm. Tagsüber sind die Präriehunde
meist im Gelände unterwegs; die Nacht verbringen sie in ihren komfortablen
unterirdischen Wohnungen, die sie über unterirdische Tunnel mit Längen
bis zu 300 Meter erreichen. Die etwa 40cm großen Nestkammern liegen
bis zu 5 Meter unter der Erdoberfläche. Die Ausstattung ihres Heimes
ist Präriehunden besonders wichtig, weshalb sie sich gerne als
Raumausstatter betätigen. Im Mund wird Laub zum Bau getragen,
um damit das Wohnzimmer gemütlich zu machen. In einem Bau lebt meistens
nur ein Weibchen mit seinen Jungen; andere Mitglieder der Kolonie haben eigene
Baue. Die sozialen Bande zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern sind gering.
Ähnlich wie bei beim Menschen kommt es auch in der
Präriehundestadt immer wieder zu Streitigkeiten unter Nachbarn.
Eine Besucherbefragung im Herbst 2005 ergab, dass Präriehunde zu den
beliebtesten Tieren im Tierpark zählen. Rund 50 Exemplare leben nun
in Herberstein, jedoch wächst dieser Bestand täglich, denn in den
Frühlingsmonaten ist Nachwuchs angesagt. Wir rechnen mit mindestens
25 Babys, die zum Teil schon geboren sind und in den nächsten Tagen
die ersten Ausflüge mit ihren stolzen Müttern unternehmen
werden. Freut sich Tierparkleiter Mag. Andreas Kaufmann. Viel Wissenswertes
rund um Präriehunde und ihre Vorlieben erfahren die Besucher am Wochenende
beim Thementag Präriehund am 30. April und 1. Mai von 11
bis 16 Uhr! Der Tierpark Herberstein ist täglich von 9 bis 17 Uhr
geöffnet.
Thüringer Zoopark Erfurt, 27.04.2006
Ein großes Fest für große Tiere
Am 14. Mai steigt das Nashornfest im Zoopark. Ab 11 Uhr wartet ein buntes
Programm auf große und kleine Nashornfans und solche, die es
werden wollen. Die grauen Kolosse sehen dem Trubel gelassen entgegen. Denn,
je mehr Besucher kommen, desto besser. Der Erlös der Veranstaltung wird
nämlich für den Schutz von wild lebenden Nashörnern in Afrika
verwandt. Viele Mitwirkende haben deshalb attraktive Schaustücke oder
tolle Ideen mitgebracht. Bei einer Lesung können Kinder ganz in die
afrikanische Tierwelt eintauchen. Zu afrikanischen Trommeln liest Frau
Tina-Louise Fischer mit weiteren Erzählern aus ihrem Kinderbuch Na
so was aber auch mit verteilten Rollen vor. Ab 14 Uhr können Kinder
der spannenden Geschichte afrikanischer Tierkinder lauschen. Im Nashornhaus
geht die Post ab. Am Stand der jungen Briefmarkenfreunde Weimar und Magdala
kann man einen Sonderumschlag mit Sonderstempel zum Nashornfest kaufen.
Vorfrankiert mit Nashornbriefmarke kann dann der Brief direkt vom Zoo aus
auf die Reise gehen. Klar: das Briefpapier im passenden Outfit kann man sich
in der Bastelecke selbst dazu gestalten. Oder man steckt einfach eine
Nashornpostkarte in den Umschlag, fertig ist die Sammlerpost. Die
Philatelistenjugend wartet auch noch mit verschiedenen Wettspielen auf. Wer
wirft seine Marke am weitesten beim Briefmarkenweitwurf? Wie viele Briefmarken
sind in der Glaskugel? 1000, 10 000 oder noch mehr? Und ganz toll: bei der
Tombola gibt es nur Gewinner. Der Hauptgewinner darf dann
höchstpersönlich das Nashornkind Amari aus der Hand
mit der Flasche füttern. Engagement zeigen auch die Mitglieder von der
Jugend und Schulplattform e. V.. Ihre Präsentation ist im Affenhaus
zu sehen. Am Stand vom Zollamt Erfurt kann man wunderschöne Felle und
Souvenirs entdecken. Leider sind diese Objekte alle von gewilderten Tieren.
Nicht nur beim Nashorn ist die Wilderei eine der Hauptgründe für
die Bedrohung. Was man als Tourist unbeschwert aus dem Urlaub als Andenken
mitbringen kann, erläutern die Experten vom Zollamt im Elefantenhaus.
Souvenirs der unbedenklichen Art kann man dagegen am Infomobil Nashorn im
Nashornhaus erwerben. Dort gibt es auch eine Bastel- und Aktionsecke, wo
Nashörner gemalt, gebastelt oder geklebt werden.
Thüringer Zoopark Erfurt, 27.04.2006
Schwarzes Fellknäuel
Ein
kleines Eichhörnchen-Mädchen ist das jüngste Findelkind im
Thüringer Zoopark Erfurt. Gerade mal 93 Gramm schwer und unterkühlt
war es Anfang April von jungen Leuten des SOS Kinderdorfes Weimar auf dem
Roten Berg abgegeben worden. Trotz strengem Winter hatten sich in der
Klassikerstadt Eichkatze und Eichkater bereits im Februar gepaart. Das vier
Wochen alte Jungtier war vermutlich aus dem Kobel gefallen. Das besondere
an Speedy, wie das wuschelige Etwas im Zoopark getauft wurde,
sein Fell ist, abgesehen von einem weißen Latz, kohlrabenschwarz. Liebevoll
von Revierleiterin Susanne Meyer zuhause aufgepäppelt hat der kleine
Springinsfeld schon kräftig zugenommen. Stolze 170 Gramm zeigte die
Waage beim letzten Wiegen an. Inzwischen gibt es neben drei Milchmahlzeiten
zu je 8 Milliliter Milch auch schon Mais, Äpfel, Karotten,
Getreide und natürlich Nüsse. Letztere muss die Ersatzmama allerdings
noch knacken; denn das Eichhörnchenkind hat die richtige Technik noch
nicht gelernt, mit der es der harten Nuss zu Leibe rücken kann. Sobald
es auch diese Lektion beherrscht, wird es Zeit für Speedy
zurück in die Freiheit zu flitzen. Dabei muss sich das junge
Baumhörnchen allerdings gewaltig vor den immer häufiger werdenden
Krähen in Acht nehmen. Wenn alles gut geht, wird Speedy
einmal selbst kleine Eichhörnchen in die Welt setzen und wer
weiß, vielleicht ist dann auch wieder ein schwarzes darunter.
Vogelpark Walsrode, 27.04.2006
Drollige Drillinge sind international einmaliger Zuchterfolg
Was
ist klein, grau und hat einen lustigen Strubbelkopf? Genau, die drei neuen
Riesenseeadler-Babys im Vogelpark Walsrode! Vor gerade einmal zwei Wochen
erblickten die drolligen Geschwister das Licht der Welt, und trotzdem haben
sie bereits Geschichte geschrieben. Denn sie sind weltweit die ersten Vögel
dieser Art, die bereits in zweiter Generation in einem Zoo geschlüpft
sind. Wir freuen uns riesig über diesen Zuchterfolg, so
Zooleiter Dieter Rinke, auch weil es weltweit nur noch rund 2000
wildlebende Paare gibt und es sich um eine bedrohte Tierart handelt.
Wie einen Augapfel hüten die neun Jahre alten Küken-Eltern ihre
Kinder, die in einem imposanten Adlerhorst aufwachsen. Damit die Eltern
ihre
Aufmerksamkeit uneingeschränkt dem Nachwuchs widmen können, ist
das riesige Nest in einem für Besucher nicht einsehbaren Bereich
untergebracht. Unterstützt bei der Aufzucht ihrer Jungen werden die
Riesenseeadler von den Tierpflegern im Vogelpark Walsrode. Drei Jungtiere
auf einmal sind sehr
ungewöhnlich, sodass wir darauf achten müssen, dass bei der
Fütterung keines der Tiere zu kurz kommt, erklärt Dieter
Rinke. Zurzeit ernähren sich die Küken von schnabelgerechten
Fleischstückchen, später stehen größere Fische und
Wassergeflügel auf dem Speiseplan. Die Piepmätze sibirischen Ursprungs
können einmal bis zu 2,8 Meter Spannweite erreichen und sind damit die
größten Adler der Welt. Sie werden bis zu 50 Jahre alt und bleiben
als Paare ein Leben lang zusammen. Doch für die Partnersuche können
sich die drei Adler-Küken mit den russischen Namen Lara, Nina und Kolja
noch viel Zeit lassen, denn sie werden erst mit sieben Jahren geschlechtsreif.
Bis dahin haben die drei hauptsächlich eines im
Sinn: schlafen, essen und um die Wette piepsen.
Tiergarten Nürnberg, 27.04.2006
Löwenfamilie auf Freianlage
Bereits am 06.04.2006 wurden die zwei kleinen - am 05.03.2006 geborenen
- Löwen den Medien vorgestellt. Nachdem die Kleinen laufen gelernt haben
und das Wetter wärmer wurde, konnte für sie und ihre Mutter
Keera am 21.04. der Weg auf die Freianlage geöffnet werden.
Nach vorsichtiger Erkundung der neuen Umgebung und entsprechender
Eingewöhnung wurde am Morgen des 24.04. der Vater Thar zur
Gruppe gelassen. Nach einer freundlichen Begrüßung zeigte die
Mutter ihrem Partner sehr deutlich, dass sie keine Annährung an den
Nachwuchs wünscht. Erst nach einigen Stunden suchte sie den Kontakt
zu ihm und führte die Jungen näher an ihn heran. Am nächsten
Morgen durften die Jungen ihrem Vater erstmals für kurze Zeit die
Mähne kraulen. Seither rückt die Familie enger zusammen, wie es
sich für eine Löwenfamilie gehört. Da die Geburt noch in der
kalten Jahreszeit war , musste der Vater im Haus von Mutter und Kindern getrennt
bleiben und durfte erst jetzt zu seinem Nachwuchs.
NVD Zoos 3. mai 2006
Rhino Run groot succes!
Rhino Run großer Erfolg!
Am Mittwoch um 12 Uhr passierte die letzte Läufergruppe die Ziellinie
des Rhino Run im Noorder Dierenpark Emmen. Sportliche Mitarbeiter der NVD-Zoos
absolvierten in drei Tagen insgesamt eine Strecke von 400km entlang sechs
Zoos quer durch die Niederlande. Der erzielte Erlös beträgt 25.950
Euro für die EAZA-Nashorn-Kampagne.
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FAZ.NET -
2. Mai 2006
Flußpferd und Eisbär Neuzugänge auf Roter
Liste
Der Eisbär und das Flußpferd stehen vor dem Aussterben. Das geht
aus der neuen Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN hervor, die am Dienstag
im Schweizer Gland veröffentlicht worden ist. Insgesamt stehen 16.119
besonders gefährdete Arten auf der Liste. Auch Wüstengazelle und
Süßwasserfische sind prominente Zugänge auf der
Liste, der akut bedrohten Tierarten. Vor zwei Jahren, bei der letzten
großen IUCN-Erhebung, waren es 15.589 Arten. Besonders dramatisch sei
die Lage der Süßwasserbewohner, erklärte die
Umweltschutzorganisation WWF in Frankfurt: 56 Prozent aller nur in der
Mittelmeerregion vorkommenden Süßwasserfischarten seien vom Aussterben
bedroht - so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt. In Ostafrika sei mehr
als jede vierte Süßwasserfischart vom Aussterben bedroht. Dem
Eisbären macht vor allem die globale Erwärmung zu schaffen. Auf
der Roten Liste stehen unter anderem jede dritte Amphibienart, ein Viertel
aller Säugetier- und Nadelbaumarten sowie jede achte Vogelart.
Umweltjournal - 2. Mai
2006
Rote
Liste verzeichnet 530 Neuzugänge - Trend beim Artensterben ...
16.119 ist die traurige Zahl des heutigen Tages: Sie ist die Summe aller
Tier- und Pflanzenarten, die auf der neuesten Ausgabe der Roten Liste der
vom Aussterben bedrohten Arten geführt werden. Im Vergleich zu 2004
ist die Liste um 530 Arten angewachsen. Die Rote Liste ist lang: Darauf stehen
unter anderem eine von drei Amphibienarten, ein Viertel aller Säugetier-
und Nadelbaumarten sowie jede achte Vogelart.
Artensterben:
530 neue Todeskandidaten auf Roter Liste
Die Liste der bedrohten Tiere und Pflanzen ist erneut länger geworden.
Mehr als 500 neue Arten, darunter der Eisbär und das Flusspferd, sind
demnach vom Aussterben bedroht - neben rund 15.500 weiteren
Spezies
Spiegel - 28. Apr. 2006
Artenschutz:
Zuchtpanda funkt in der Wildnis
Mit einem GPS-Sender um den Hals tapst weltweit der erste Panda durch freie
Wildbahn, der in Gefangenschaft geboren wurde. Chinesische Wissenschaftler
verfolgen jeden seiner Schritte, denn die Tiere sind vom Aussterben bedroht.
Wissenschaftler brachten den vier Jahre alten Xiang Xiang am Freitag in eine
entlegene Bergregion in Südwestchina, wie Mitarbeiter des Forschungs-
und Schutzzentrums im Wolong-Reservat berichteten. Das Tier gilt als "Pionier"
für seine bedrohte Art, da Wissenschaftler lernen wollen, wie sich in
Gefangenschaft aufgezogene Pandas der Wildnis anpassen. Im August 2001 war
der Riesenpanda nach einer künstlichen Befruchtung seiner Mutter auf
die Welt gekommen und wuchs zusammen mit 102 anderen Exemplaren im Wolong-Schutz-
und Forschungszentrum für Riesenpandas in Sichuan auf. Drei Jahre lang
war Xiang Xiang auf seine heikle Aufgabe vorbereitet worden. Der rund 1,10
Meter große Pandabär wurde auf dem Höhepunkt der Bambussaison
ausgesetzt, um es ihm zu erleichtern, die nötigen Bambussprossen als
Nahrung zu finden. Für die Tierschützer des World Wide Fund for
Nature (WWF) ist der Freilandversuch mit Xiang Xiang keine Lösung des
Panda-Problems. "Selbst wenn in Gefangenschaft gezüchtete Pandas erfolgreich
in der Wildnis ausgesetzt werden, glaubt der WWF nicht, dass die Zucht allein
eine wirksame Schutzmaßnahme ist, um die Riesenpandas zu retten", sagte
Dermot O'Gorman, WWF-Repräsentant in China. Die wichtigste Aufgabe zum
Schutz der Riesenpandas sei vielmehr, ihren Lebensraum der Tiere zu
schützen. Nach amtlichen chinesischen Angaben leben 1590 Riesenpandas
in der freien Wildbahn, größtenteils in den Bergen von Sichuan.
derStandard.at - 2. Mai
2006
Menschenrechte für
Affen
Sollen Menschenaffen so etwas wie "Menschenrechte" erhalten? Darüber
wird in Spanien heftig debattiert, seit die Regierungspartei der Sozialisten
im Parlament eine entsprechende Initiative gestartet hat. Drei Rechte sollen
den Menschenaffen zugesprochen werden: Das Recht auf Leben (Schutz ihrer
Lebensräume, Tötung nur zur Selbstverteidigung), das Recht auf
Freiheit (keine Haltung im Zoo oder im Zirkus) und das Recht auf
körperliche Unversehrtheit (kein Einsatz mehr in Labortests). Die
Sozialisten von Ministerpräsident José Luis Rodríguez
Zapatero machten sich mit dem Vorstoß die Forderungen des internationalen
"Projekts Menschenaffen" zu Eigen, das vor acht Jahren gegründet wurde
und laut Angaben von Wissenschaftern an 70 Universitäten unterstützt
wird. "Wenn Spanien die Vorschläge annimmt, wäre es nach Neuseeland
weltweit das zweite Land, das unseren Empfehlungen folgt", sagt Pedro Pozas,
der Generalsekretär des Projekts in Spanien. Die Chefin der spanischen
Sektion von Amnesty International, Delia Padrón, beklagte: "Es ist
erstaunlich, dass Affen Menschenrechte zugesprochen werden sollen, obwohl
noch nicht einmal alle Menschen diese Rechte
besitzen."
Kurier Dienstag, 2. Mai
2006
Braunbär
zeigt sich in der Flachau
Jener Braunbär, der am Sonntag in Hof in der Flachau am Rande einer
Wohnsiedlung gesichtet wurde, "hat bereits fluchtartig das Weite gesucht
und ist in Richtung Totes Gebirge davongelaufen", sagte am Dienstag
Bärenanwalt Walter Wagner. Das rund 150 Kilogramm schwere Tier sorgt
aber weiterhin für Aufsehen. Wagner hatte am Montag die Spuren und
Abdrücke in Hof untersucht und ist sich ziemlich sicher, dass sie von
Moritz stammen. Der Braunbär hält sich seit zwei Jahren in der
Gegend zwischen Ebensee und Bad Ischl (OÖ) auf, ist aber auch ausgedehnten
Wanderungen nicht abgeneigt. Zwischenfälle mit Moritz gibt es selten,
aber doch berichtet der Bärenexperte Wagner:"Vor zwei Jahren hat er
einen Bienenhütte in Bad Ischl geplündert. Aber sonst ist er sehr
scheu." Sieben Bären gibt es laut Wagner zwischen Maria Zell (Steiermark)
und der Stadt Salzburg, mit den Karawankenbären sind es rund 20 in ganz
Österreich.
Umweltjournal
- 30. Apr. 2006
NABU
ruft zum Bambi-Mord auf
Anlässlich des Kinostarts von Bambi II ruft der Naturschutzbund
NABU in einer Pressemitteilung bundesweit zur effizienten Jagd
auf Rehe und Hirsche auf. Begründung: Es gäbe zu viele Rehe und
der Wald würde durch diese Tiere geschädigt. Die bundesweit agierende
Tierrechtsorganisation die Tierfreunde e.V. sieht darin einen
Aufruf zum flächendeckenden Bambi-Mord.
ratingenweb.de - 30. Apr.
2006
BUND
feiert 30. Geburtstag
Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND) feiert am Wochenende in Köln seinen 30.
Geburtstag. Die Umweltschützer blicken dabei auf zahlreiche Erfolge
wie die Etablierung des Nationalparks Eifel zurück. Angesichts der derzeit
drohenden Demontage des Naturschutzes sieht sich der BUND jedoch in seiner
Rolle als unabhängiger und kritischer Umweltverband unentbehrlicher
denn je.
ENN 2 .Mai
2006
Polar Bears, Hippos Added
to Threatened Species
http://www.enn.com/today.html?id=10374
Polar bears and hippos have
joined the ranks of species threatened with extinction from climate change,
unregulated hunting and other man-made dangers, a leading environmental agency
said on Tuesday.
ENN 1. Mai
2006
California Frog at Center
of Protection Debate
http://www.enn.com/today.html?id=10366
The national debate over
protecting fragile species comes to life here, where upscale housing developments
push ever deeper into the rumpled blanket of grassy hills at the eastern
edge of the San Francisco Bay area.
ENN 1. Mai
2006
China Releases Panda Into
the Wild
http://www.enn.com/today.html?id=10362
China on Friday released
a panda bred in captivity into the wild for the first time, and the animal
scampered into a nearby bamboo forest where he will be monitored via
satellite.
ENN 27. April 2006
Healing Plants Found in
Threatened Borneo Forest, WWF Says
http://www.enn.com/today.html?id=10348
Plants thought to help treat
or cure cancer, AIDS and malaria have been found in the rainforests of Borneo,
a report from the Swiss-based global conservation group WWF said on
Thursday.
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Pressemitteilungen
teilweise
gekürzt
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Stiftung Artenschutz, 4.5.2006
5 Jahre Stiftung Artenschutz: 5 erfolgreiche Jahre im Kampf gegen die
Naturzerstörung
Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Stiftung
Artenschutz ist der Tiergarten Heidelberg Gastgeber einer Beiratssitzung
der Stiftung.
Die noch relativ junge, aber in der Fachwelt anerkannte Stiftung zieht eine
positive Bilanz. Die Förderung von Schutzprojekten für hochbedrohte,
aber wenig bekannte Tierarten hat Meilensteine im internationalen Natur-
und Artenschutz gesetzt. Der Goldkopflangur, eine der bedrohtesten
Primatenarten weltweit, wäre ohne unser Schutzprojekt bereits
ausgerottet, betont Jörg Adler, Vorstandsvorsitzender der Stiftung
Artenschutz und Direktor des Allwetterzoo Münster. Auch die Errichtung
eines der ersten Naturschutzzentren in Kambodscha konnte nur durch die Stiftung
Artenschutz ermöglicht werden.
Der Direktor des Tiergartens, Dr. Klaus Wünnemann zugleich
Beiratsmitglied der Stiftung Artenschutz hebt hervor, dass die Kooperation
der Stiftung mit zoologischen Einrichtungen eine gelungene Verbindung darstellt,
die Knowhow bündelt und Öffentlichkeit für Naturschutzthemen
sensibilisiert.
Bei einem Pressegespräch, zu dem wir herzlich einladen, werden Ihnen
Vertreter der Stiftung Artenschutz weitere Informationen zur Stiftungs-Arbeit
geben.
Ort: Tiergarten Heidelberg
Datum: 9. Mai 2006 14:00 Uhr
WWF 4, Mai
2006
Abgesang auf die Nordsee
WWF kritisiert das Ende
der Internationalen Nordseekonferenz
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/03004/
Die sechste Internationale
Nordseekonferenz (INK), die heute und morgen in Göteborg tagt, wird
zugleich das letzte Regierungstreffen dieser Art sein. Künftig soll
der Schutz der Nordsee im Rahmen der EU-Meerespolitik verhandelt werden.
Der WWF kritisiert das Ende der INK und fürchtet, dass die EU-Politik
hinter deren Vereinbarungen zurückfallen wird. Um die Zukunft
der Nordsee ist es schlecht bestellt, so WWF-Meeresschützer Stephan
Lutter. Die Nordseekonferenz habe in der Vergangenheit richtungsweisende
Beschlüsse gefällt aber leider nur weniges davon umgesetzt.
Jetzt drohen selbst die hehren Ziele im Dickicht de | |