E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
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   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
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ISSN 1619-6643

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Ausgabe 310 vom 23. März 2006

Liebe Leser,
auch wenn hierzulande der Winter noch nicht aufhören will - global war dies wieder einer der wärmsten Winter überhaupt, mit z. B. 5 Grad über dem Schnitt im Nordpolargebiet. Hinzu kommt, daß der CO2-Gehalt der Atmosphäre sowie dessen Anstiegsrate beide auf einem historischen Höchstwert angekommen sind (wobei sich "historisch" nach Meinung des Klimaforschers Prof. Andreae vom Max-Planck-Institut für Chemie auf die letzten 400 Millionen Jahre bezieht!).
Passend zu diesen erschreckenden aktuellen Daten sind nun nach USA und Ostasien die Autralier dran mit der Wirbelsturm-Saison. Die süffisante Feststellung, es träfe mal wieder die Hauptverursacher (die Australier erzeugen noch 30% mehr CO2 pro Person als die US-Amerikaner, und ihre Regierung hält genauso wenig vom Kyoto-Protokoll) ist insofern nicht ganz zutreffend, als es natürlich nicht die Entscheidungsträger, sondern unbeteiligte Bewohner trifft (unbeteiligt zumindest dann, wenn sie nicht diese Regierungen gewählt haben...).
200 Millionen Schäden allein in der Landwirtschaft durch "Larry" am Wochenende, zum Glück wenig Personenschäden rund um Innisfail.

Die dortige Johnstone River Krokodilfarm - eine Tourismusattraktion mit Zoo-Status, die ich 1998 besucht habe - wurde schwer getroffen:
The Age, Australia, 24.3.2006 (ja, dort ist schon "morgen"!)
Tourism rumours another blow for north Queensland
Businesses in the path of the cyclone had been severely impacted, including a crocodile farm and Paronella Park. Employees from those businesses had been left without any income.
Kanga on hop after cyclone
Since Cyclone Larry hit early on Monday, the whereabouts of nearly 50 kangaroos and related species are unknown. There are nearly 5 000 crocodiles on the farm, but Tabone was confident not a single one was on the loose since the cyclone sent trees tumbling down across her land.
Das könnte das Ende des ohnehin zum Verkauf stehenden Parks von Mike Tarbone sein
http://www.crocfarm.com/
Croc man farewells old saltie

Wärmstens empfohlen (im doppelten Sinn) sei Ihnen in diesem Zusammenhang das neue Buch des australischen Querdenker-Zoologen Tim Flannery "Wir Wettermacher", s. Buch-Tipps

Was wurde eigentlich aus der "Vogelgrippe"? Den Hauptmedien ist das Thema schon wieder zu langweilig geworden, nachdem die Panikmache abgeflaut und durch sachlichere Informationen ersetzt wurde. Natürlich werden aber noch immer tote Vögel gefunden und Viren nachgewiesen. In Aserbaidschan, Israel und Ägypten sind auch wieder Menschen erkrankt oder gar gestorben. Jede dieser Meldungen wäre noch vor einigen Wochen eine Sondersendung wert gewesen, jetzt sind sie auf die hinteren Seiten der Zeitungen verbannt.
Schwerpunktthema in der morgigen Nano-Sendung auf 3Sat:
Überblick Vogelgrippe - Die Sorge vor Zugvögeln ist unbegründet. Zudem ist der Vogelgrippe-Virus nicht so pathogen für die Vögel, wie bisher angenommen.


Dirk Petzold



Rätselflug
Diese Woche geht es ins Ausland. Der charakteristische Bildausschnitt stammt aus dem Luftbild eines europäischen Hauptstadt-Zoos.
Was zeigt er?

Bei Klick auf's Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei maps.google.com, das in diesem Fall in der höchsten Auflösung vorliegt - Sie können sogar Tiere erkennen.

Wenn Sie es dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die ganze Stadt bzw. deren Lage sehen.
(Sie benötigen dafür mindestens IE6 oder Netscape7.1 und Verwandte)
Und wer es gar nicht erkennt, muß bis zur Auflösung nächste Woche warten...

Lösung von letzter Woche: Antilopenhaus im Zoo Berlin 

Zoos  –  Meldungen

Kölner Stadt-Anzeiger 17. Mrz 2006
Zoo freut sich über Imagewandel
„Gratulation für den Zoo und sein Motto »Arche Noah«!“ Der Leiter des Instituts für Angewandte Sozialforschung der Universität, Jürgen Friedrichs, bescheinigte dem Kölner Zoo, zu einem „deutlichen Wandel des Bewusstseins“ bei seinen Besuchern beigetragen zu haben. Hatten 1991 nur 37 Prozent den Beitrag zum Artenschutz als eine Hauptaufgabe des Zoos genannt, waren es nun bei einer neuen Befragung 73 Prozent. Für Zoochef Gunther Nogge war der Imagewandel das wichtigste Ergebnis von zwei neuen empirischen Studien der Universität und des Meinungsforschungsinstituts infas, das auch Menschen befragte, die seit längerem nicht mehr in den Zoo gehen. Der Bewusstseinswandel spiegelt sich offensichtlich auch bei der Besucherstruktur: Der typische Zoobesucher ist jung, gut ausgebildet und - eine weitere Überraschung - ohne Kinder in den Tiergarten gekommen. Nur ein Drittel der Besucher war mit Kindern unterwegs. Die Zoobesucher wurden aufgefordert, den Zoo zu benoten. In fast allen Kategorien lagen die Durchschnittsnoten zwischen 1,6 und 2. Nur für die sanitären Anlagen und das Restaurant sowie die Kioske gab's schlechtere Bewertungen.

koeln.de - 17. Mrz 2006
Rekord-Besucherzahlen im Zoo
Der Kölner Zoo hat zur Zeit Rekord-Besucherzahlen. Derzeit läge der Wert 30 % über dem Zehn-Jahresdurchschnitt, berichtet Zoodirektor Prof. Dr. Gunther Nogge erfreut. Schon 2004, als der Elefantenpark eröffnet wurde, stiegen die Besucherzahlen bedeutend an. Bei einer Telefonumfrage wurden nur Leute befragt, die seit mehr als 2 Jahren den Zoo nicht mehr besucht hatten. Paradoxerweise herrsche aber unter den Nicht-Zoobesuchern die Meinung vor, dass ein Zoobesuch nur mit Kindern interessant sei. Jedenfalls war deren häufigste Begründung, weshalb sie nicht in den Zoo gehen, dass sie keine kleinen Kinder hätten. Auch die Eintrittspreise scheinen einige Menschen vom Zoobesuch abzuhalten, 32 % nannten dies als Grund. Am meisten freue ihn an den Ergebnissen, unterstrich Nogge, dass sie eine Veränderung des Zoo-Images gezeigt hätten. Mittlerweile habe der Großteil der Menschen verstanden, dass der Zoo eine wichtige Aufgabe habe. 73 % der Befragten sehen nämlich in der Artenerhaltung den Hauptauftrag des Zoos.

Express.de - 16. Mrz 2006
Zoodirektor Nogges Vermächtnis
Ein großer Kölner läutet leise seinen Abschied ein! Rund 100 Gäste erlebten im Tropenhaus Prof. Gunther Nogges (64) letzten Vortrag als Zoo-Direktor. Ein rührender Abend: Der Rückblick auf jahrzehntelange Forschungsreisen, Abenteuer und das Bemühen um den Schutz der Tierwelt geriet zu Nogges Vermächtnis. Der Direktor selbst rechnet damit, dass schon „zur Mitte des Jahres ein Nachfolger gefunden ist“, der dann voraussichtlich Februar 2007 die Geschäfte übernimmt – als Boss über 5000 Tiere und 150 Menschen und mit dem Privileg, in die schöne Zoo-Direktoren-Villa ziehen zu dürfen. „Ein Zoologe sollte es jedenfalls sein“, meint Nogge. „25 Jahre lang habe ich dafür gekämpft, Exemplare der vom Aussterben bedrohten Schneekraniche nach Köln zu holen. Jetzt ist es mir endlich gelungen.“

Hamburger Abendblatt, 21. März 2006
Eisbär (4) beißt Eisbärin (24) tot
Ein vier Jahre alter Eisbär hat gestern im Bremerhavener Zoo eine 20 Jahre ältere Artgenossin totgebissen. Das berichtete am Abend ein Sprecher des Tierparks, machte aber weiter keine Angaben. Bärin Senja war erst im November 2005 aus Leipzig nach Bremerhaven gekommen.

Die Welt, 23.3.06
Abgewiesener Eisbär beißt Weibchen tot
Der Eisbär Lloyd habe seine Artgenossin Senja am Montag getötet, nachdem diese sich gegen seine Annäherung gewehrt habe, teilte der Zoo am Dienstag mit.

B.Z., 21. März 2006
Sarrazin stellt dem Tierpark Ultimatum
Wird der Tierpark Friedrichsfelde kaputtgespart? Finanzsenator Thilo Sarrazin hat gestern die Zukunft der Anlage in Frage gestellt: Entweder es kommen mehr Besucher - oder der 50 Jahre alte Tierpark ist in Gefahr. Sarrazin besuchte am Vormittag erstmals den Park in Friedrichsfelde. Er wolle sich "selbst mal einen Eindruck verschaffen", sagte er und schwärmte sogar "von einer wunderschönen Anlage". Doch was aussah wie ein lockerer Rundgang, hatte in Wirklichkeit einen sehr ernsten Hintergrund - es geht um Einsparungen.
> Die BZ besser mit Vorsicht genießen - viele ihrer Meldungen haben sich in den letzten Monaten als Wunschdenken herausgestellt, wie das Aus für das Riesenrad und das endgültige Verbleiben von Bokito in Rotterdam

Berliner Zeitung, 20. März 2006

Harter Hund mit Tigerbaby
Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) besuchte den Tierpark Berlin - zum ersten Mal. Jenen Park in Friedrichsfelde, den das Land Berlin jährlich mit acht Millionen Euro alimentiert. Angesichts dieser hohen Summe hatte der Senator vor zwei Jahren schon mal laut überlegt, ob nicht eines Tages Giraffen geschlachtet werden müssten. Und weil der Besuch auch Eindruck machen sollte, durfte der Senator gleich noch Tigerbaby Darius auf den Arm nehmen. Der Acht-Kilo-Kater fauchte, aber der Griff des Finanzsenators blieb eisern. Als er vor einer Gruppe von Kamelen fotografiert werden sollte, murmelte er: "Ich bin ohnehin von Kamelen umgeben."

meinberlin.de - Montag, 20. März 2006
Wie langweilig ist der Tierpark?
Der Friedrichsfelder Tierpark müsse attraktiver werden, mahnte heute Finanzsenator Thilo Sarazzin. Wird der Park sonst bald eingespart? Die Zukunft des Berliner Tierparks hängt nach den Worten von Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) wesentlich von seiner künftigen Besucher-Attraktivität ab. Die Einrichtung müsse mehr West-Berliner und auswärtige Gäste anziehen.

Der Tagesspiegel 17. Mrz 2006
Unsere große Farm
Zoo und Tierpark sind unter Druck: Sie bekommen immer weniger Zuschüsse. Die Lage ist kritisch. Vor wenigen Monaten geisterte durch den Senat ein finsterer Plan: Innerhalb der nächsten sechs Jahre sollten die Zuschüsse von jetzt rund neun Millionen Euro für beide Einrichtungen auf fast die Hälfte reduziert werden. Davon ist nicht mehr die Rede. Im Jahr 2004 bekamen beide Häuser zusammen noch fast zehn Millionen. Dass es unwirtschaftlich ist, zwei Zoos in einer armen Stadt zu subventionieren, wissen alle Beteiligten. Sie akzeptieren zähneknirschend (Senat) oder vertrauen darauf (Zoo und Tierpark), dass beide Einrichtungen historisch gewachsen sind. Burgfrieden also. Der Zoologische Garten könnte ohne Zuschüsse überleben, der Tierpark, der den Löwenanteil der Subventionen erhält, nach aktuellem Stand nicht. Vor drei Jahren wurden beide Häuser von Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) aufgefordert zu kooperieren, wirtschaftlicher zu arbeiten. Die kaufmännische und die tierbiologische Abteilung wurden vereint, der gemeinsame Zentraleinkauf soll folgen. Stellen wurden nicht wiederbesetzt, Baupläne zurückgestellt. Aber die Besucherzahlen stagnieren. Finanzsenator Thilo Sarrazin stellt sich einen attraktiven, wirtschaftlichen Hauptstadtzoo „mit zwei Gesichtern“ vor, einen City- und einen Landschaftszoo, die sich im Tierbestand ergänzen. Das ist Zukunftsmusik. Interne Planungen in den Häusern gehen von Terminen bis 2020 aus. Die Finanzverwaltung unterstützt das Projekt eines Riesenrades am Zoogelände. Sie verlangt von den Direktoren Jürgen Lange (Zoo) und Bernhard Blaszkiewitz (Tierpark), „Potenziale einer Flächenvermarktung"“ zu untersuchen. Soll heißen: sich von Grundstücken zu trennen. Etwa das in den achtziger Jahren eröffnete Erweiterungsgelände am Landwehrkanal zu verkaufen.

Tagesspiegel - 16. Mrz 2006
Beide bewahren, beide fördern
Gregor Hoffmann, CDU: Herzlos wollte Sarrazin bereits im Jahr 2004 den Giraffen im Zoo und Tierpark an den langen Hals. Schlachten oder verkaufen, so seine Konsequenz der leeren Kassen Berlins. Rot-Rot hat in den vergangenen Jahren die Zuwendung an die beiden Tiergärten um insgesamt drei Millionen Euro gesenkt. Wir wollen mit diesen „Diamanten“ unserer Stadt werben und sie weiter entwickeln. Wir wollen die Aufgaben des größten Landschaftstierparks Europas und des Hauptstadt-Zoo unter einem Dach, aber an zwei Standorten, mit Perspektive bündeln.
Claudia Hämmerling, Grüne: Der Senat kürzt die Zuschüsse für Zoo und Tierpark, ohne beide Einrichtungen zu verzahnen und dadurch bei der Verwaltung Geld zu sparen. Ein neuer Zoodirektor /eine neue Zoodirektorin sollte geeignet sein, die Leitung von Zoo und Tierpark zu übernehmen. Dort sollten künftig weniger Tiere gezeigt werden, dafür aber in tierschutzgerechteren Anlagen. Die Zoos müssen alles unterlassen, was ihrem Ruf schadet: die Jagd auf Füchse wie die Abgabe von Menschenaffen in Länder ohne Tierschutz.
Sibylle Meister, FDP: Berlin hat einen fabelhaften Zoo und Tierpark verdient. Das Land Berlin kann sich aber in der Krise nicht leisten, was diese Einrichtungen brauchen. Deshalb müssen wir offen sein für neue Wege. Vor allem braucht unser Zoo privates Geld. Das Beispiel Hagenbeck in Hamburg zeigt: Private Tierparks funktionieren und sind attraktiv.

Mitteldeutsche Zeitung - 16. Mrz 2006
Für den Zoo Dresden soll ein neues Zeitalter anbrechen
Zoodirektor Karl-Heinz Ukena ist viel zu nüchtern, um auf Missstände in seinem Tierreich allergisch zu reagieren. Dennoch entbehren seine Worte zur Umgestaltung des 145 Jahre alten Zoos nicht einer gewissen Dramatik. «Ohne aktives Handeln wird es zur Schließung von Tierhäusern kommen. In einigen Jahren müssten das Raubtier- und das Affenhaus geschlossen werden.... Das endgültige Aus tritt dann in 13 bis 17 Jahren ein». Knapp 51 Millionen Euro haben Ukena und seine Kollegen für die Evolution in eigener Sache veranschlagt. «Entweder man investiert in einen Zoo oder man beerdigt ihn», sagte der Geschäftsführer des Zoos Osnabrück, Andreas Busemann. Der Diplomkaufmann gibt europaweit Seminare, um die Spezies der Zoodirektoren für finanzielle Belange empfänglich zu machen. Anlagen wie die Zoos in Hannover und Leipzig haben mit ihrer Strategie millionenschwerer Investitionen Erfolg. Obwohl der Eintritt teurer wurde, kamen die Leute in Scharen. Für Dresden stellt sich ohnehin kaum eine andere Alternative: «Wenn nichts passiert, bricht der Zoo irgendwann zusammen, das kostet dann auch etwas.» Künftig soll der Gast eine Weltreise von Kontinent zu Kontinent machen können. Am Anfang steht die Tierwelt Afrikas. Über Asien, Amerika und Europa geht es zum Ausgang. «Momentan schießt man achterbahnmäßig durch den Zoo», beschreibt Ukena den thematischen Dschungel. Der Bestand von 2800 Tieren in 350 Arten soll weitgehend bleiben. Wenn Dresden einen neuen Zoo bekommt, soll es der kinderfreundlichste in Deutschland sein.

Krefelder Zeitung, 20. März 2006
Affen und Davu machen den Zoo zum Fernziel
Krefeld. Nur ein Drittel der Besucher des Krefelder Zoos kommt aus der Stadt selbst. Aber: Ein weiteres Drittel nimmt bis zu anderthalb Stunden Autound Bahnfahrt in Kauf, um etwa das hiesige Affenhaus zu besuchen, im Regenwaldhaus zu schwitzen oder ganz aktuell das kürzlich geborene Nashorn Davu zu besichtigen. Der Zoo-Aufsichtsrat hatte sich am Wochenende getroffen, um über den gegenwärtigen Stand des Masterplans für den Zoo zu diskutieren. Dieser Plan hinkt im Zeitplan noch kräftig nach. "Es gibt da einige beratungsbedürftige Punkte. Die nun vorliegenden Zwischenergebnisse sollen aber zur nächsten Sitzung im April eingearbeitet sein." Klarheit scheint nun darüber zu bestehen, wo der Neubau des Betriebshofs errichtet werden soll: Im Rücken der Nordtribüne des Grotenburg-Stadions. Im Masterplan noch nicht festgeschrieben sind einige wichtige Pflichtaufgaben. Dazu gehören neben dem Neubau des Betriebshofs etwa die Sanierung des Regenwaldhauses, die Einrichtung eines Außengeheges für die Menschenaffen oder auch der Bauernhof, der ebenfalls einer umfänglicheren Sanierung bedarf. Für besonders wichtig hält der Aufsichtsratsvorsitzende allerdings einen weiteren Punkt: "Es geht um die Zielgruppen, um das Publikum. Kinder sollten auf dem Gelände mehr Kontakt zu Tieren erhalten. Und die derzeitigen Spielangebote sind ebenfalls sehr dürftig."

ORF Steiermark, 20. März 2006
Tierpark öffnet mit einigen "Zuckerln"
Abseits der politischen Querelen rund um die Causa Herberstein versucht der Tierpark Herberstein wieder den Normalbetrieb einkehren zu lassen. Nach der Winterpause startet man mit einigen Neuerungen in die neue Saison. So wurden zum Beispiel die Eintrittspreise gesenkt. Neu im Tierpark sind zwei weibliche Mähnenwölfe, die vom britischen "Jersey Zoo" nach Herberstein umgezogen sind.

Kleine Zeitung Online Montag, 20. März 2006
Hickhack um Herberstein verlängert
Das Hickhack in der Landesregierung zwischen SPÖ und ÖVP geht auch nach der Kür von LHStv. Hermann Schützenhöfer zum steirischen VP-Obmann weiter. Schützenhöfer wollte sich mit einem dringlichen Antrag in der Landesregierung gegenüber dem Herberstein-Untersuchungsausschuss absichern. Der neue VP-Chef und LHStv. befürchtete, dass ihm die SPÖ wegen künftiger Förderungen für den Tierpark im U-Ausschuss des Landtags am Zeug flicken wolle. Im vergangenen Dezember hat die Landesregierung Mittel für den Tierpark im Ausmaß von 450.000 Euro beschlossen, für die Schützenhöfer als Tourismuslandesrat zuständig ist und deren korrekte Verwendung aus einem Treuhandkonto heraus ein Wirtschaftstreuhänder prüft.

ORF Steiermark Montag, 20. März 2006
Landeshauptmann Voves will Tierpark pachten
Der steirische Landeshauptmann kann sich vorstellen, den Tierpark Herberstein zu pachten. "Wir könnten als Land sagen, wir pachten den Tierpark um einen Euro, und zwar wirklich nur den Tierparkinhalt und übernehmen auch das Personal für zwei Jahre, bis wirklich Gerichte entschieden haben und bis man genau weiß, ob man die längerfristige Überlegung realisieren kann", so Voves. Schützenhöfer befürchtet, dass ihm die SPÖ, wegen künftiger Förderungen für den Tierpark, im Untersuchungsausschuss einen Strick drehen könnte. Man müsse bedenken, dass die ÖVP die Wahl wegen Herberstein verloren hat und jetzt stehe im Landtagsbeschluss zum Herberstein-U-Ausschuss, dass schon gewährte und auch geplante Förderungen für den Tierpark Gegenstand der Prüfung sind. Die Landesregierung wiederum habe Förderungen für den Tierpark im Ausmaß von 450.000 Euro grundsätzlich beschlossen, für die Schützenhöfer als Tourismuslandesrat zuständig ist. "Da schön mitbeschließen, im Landtag dann irgendwie eine andere Kurve fahren, um am Ende mir irgendetwas umzuhängen, das geht bei mir nicht", sagt Schützenhöfer. "Ich hoffe, dass sich Franz Voves in der SPÖ durchsetzt", so der neue ÖVP-Chef, der in der SPÖ mindestens zwei Richtungen in Bezug auf Herberstein sieht.
 


Planung und Bau 

wienweb.at, 22. März 2006
Nashorn-Park eröffnet
Nach rund einem halben Jahr Bauzeit eröffnet am Mittwoch im Tiergarten Schönbrunn der neue "Nashorn-Park". Die Anlage befindet sich zwischen dem Regenwaldhaus und dem Eingang Neptunkassa und hat eine Gesamtfläche von rund sechstausend Quadratmetern. Das Innengehege für die Nashörner wurde zum Teil unterirdisch angelegt. Die Besucher des Geheges haben nun über einer Aussichtsterasse auf dem begrünten Dach des Baus Ausblick auf die Tiere. Die Nashörner teilen sich ihr Gehege in Zukunft auch mit den bereits vorhandenen asiatischen Antilopen und Hirschen.

derStandard.at, 22. März 2006
Gekommen, um zu bleiben
Kronprinz Paras Bir Bikram Shah Dev übergab die beiden Panzernashörner Sundari und Jange als Geschenk Nepals an Direktor Helmut Pechlaner, Vizekanzler Hubert Gorbach und Staatssekretär Alfred Finz. Die Tiere hatten nicht gerade einen guten Start ins Leben: Ihre Mütter wurden im Royal Chitwan Nationalpark von Wilderern getötet, sie selbst gefunden und in einer "Waisenstation" mit der Flasche aufgezogen, erzählte der Tiergartendirektor. Alle Versuche, das Paar wieder auszuwildern, scheiterten. Nun sollen die beiden frisches Blut in das rund 150 Tiere umfassende europäische Zuchtprogramm bringen. Wie bei den Panda-Bären unterstützt der Tiergarten Schönbrunn auch Naturschutzprojekte in der Heimat der Nashörner. Eine österreichische Außenstelle der nepalesischen Naturschutzorganisation KMTNC (King Mahendra Trust für Naturschutz in Nepal) wurde bei der Eröffnung aus der Taufe gehoben. So soll u.a. Geld für die Bekämpfung der Wilderer aufgetrieben werden. Die von den Grünen geäußerte Kritik am Königshaus und dem Zusammentreffen mit österreichischen Politikern wies der Tiergartendirektor zurück. Es liege wohl am Wahljahr, dass versucht werde, daraus ein Politikum zu machen. "Für mich ist dies eine unverzichtbare Sache für den Artenschutz."

wienweb.at, 21. März 2006
Neuer Nashorn-Park wird eröffnet
Nach rund einem halben Jahr Bauzeit wird am Mittwoch im Tiergarten Schönbrunn der neue "Nashorn-Park" eröffnet. Die Anlage hat eine Gesamtfläche von rund sechstausend Quadratmetern. Das Innengehege für die Nashörner wurde zum Teil unterirdisch angelegt. Die Besucher des Geheges haben nun über einer Aussichtsterasse auf dem begrünten Dach des Baus Ausblick auf die Tiere. Die Nashörner teilen sich ihr Gehege in Zukunft auch mit den bereits vorhandenen asiatischen Antilopen und Hirschen.

ORF.at, 22. März 2006

Frist für Pechlaner-Nachfolge endet
Mit dem Nashorn-Park ist heute wohl die letzte Attraktion unter der Direktion Helmut Pechlaner eröffnet worden. Pechlaner geht mit Jahresende in Pension. Bis Ende März läuft die Bewerbungsfrist für einen möglichen Nachfolger. "Es gibt ein tolles Projekt für Giraffen, das meine Nachfolger zu regeln haben. Die Giraffen sind jetzt nicht bestmöglich gehalten, bekommen aber doppelt so viel Platz, weil wir das Areal der Ameisenbären dazubekommen", sagte Helmut Pechlaner. Für den Sommer sei eine Eröffnung für die Flamingos geplant und im Herbst soll Spatenstich sein für die Orang Utans, die im Botanischen Garten ein "Paradies" bekommen werden. Zu seiner Nachfolge sagte Pechlaner, dass an die 15 Bewerbungen im Wirtschaftsministerium eingelangt seien. Pechlaner selbst wünscht sich einen seiner Stellvertreter.

Leipziger Volkszeitung, 21. März 2006
Asiatisches Tempelfest im Zoo Leipzig
Die Eröffnung des Elefantentempels "Ganesha Mandir" als größte Anlage im Kontinentbereich Asien wird am 1. April 2006 mit einem asiatischen Tempelfest groß gefeiert. Ab 11 Uhr laden verschiedene Aktionen und Tanzshows rund um den Elefantentempel zum Staunen und Mitmachen ein.
Exotische Tanzdarbietungen mit indischer Live-Musik, rasante Kampfkunstdarbietungen wechseln sich mit dem Auftritt eines Riesenstelzenelefanten ab. Umbau und die Erweiterung der alten Elefantenanlage zum neuen Elefantentempel "Ganesha Mandir" erfolgte in mehreren Etappen, da die Elefanten aufgrund besonderer Haltungsbedingungen nicht anderweitig untergebracht werden konnten. In einem ersten Schritt wurden 2002 ein separater, nicht einsehbarer Bullenstall und zwei Freianlagen fertig gestellt. Im zweiten Bauabschnitt, den Herbst- und Wintermonaten 2004 / 2005, erfolgte eine endgültige Gehegeabgrenzung zwischen neuen und alten Freianlagen. Die bereits fertig gestellte Freianlage erhielt ihre abschließende Gestaltung in Form eines alten asiatischen Tempelhofes. In einem dritten Schritt, der Hauptbauphase 2005 bis Frühjahr 2006, wurde nun das 1926 eingeweihte Dickhäuterhaus umgebaut und die alten Außenanlagen erweitert und neu gestaltet. Das zur damaligen Zeit nach Plänen des Architekten und Stadtbaurates Carl James Bühring, in typischer Ziegelarchitektur, errichtete Haus, war beispielhaft für die moderne Tierhaltung der damaligen Zeit. Die Elefanten wurden zum ersten Mal nur durch einen tiefen Graben getrennt, den Besuchern gezeigt. Allerdings konnte damals aus wirtschaftlichen Gründen das Haus nur zu 2/3 fertig gestellt werden. Heute, fast 80 Jahre später, wurde das gesamte Gebäude in seiner ehemals geplanten Länge als "Elefantentempel" fertig gestellt. Die alten Außenanlagen wurden um die Flächen das alten Giraffenhauses samt Freianlagen und des danebenliegenden Katzenkäfigs bis zum Parthe-Ufer erweitert und neu gestaltet. Die Gesamtfläche der Anlage beträgt nun ca. 7000 qm und umfasst drei große Freianlagen mit zwei großen Badeteichen. Auf dieser Fläche können bis zu 12 Elefanten gehalten werden. Von zwei als Pagoden gestalteten Unterständen aus können die "Dickhäuter" an den Badeteichen beobachtet werden. Der große Laufstall im Haus hat als tiergärtnerische Besonderheit teilweise einen Sandboden zum Wohlbefinden der Tiere. Ein großes Badebecken mit Wasserfall komplettiert die exquisite Ausstattung. Unterhalb der Freianlagen führt ein dunkler Tunnel in den Tempelkeller des Hauses. Mit etwas Glück kann man dort sogar einen Elefantenfuß durch eine Panzerglasscheibe am Boden sehen oder die Tiere durch Unterwassersichtscheiben im 3,5 m tiefen Wasser beim Baden beobachten.

Neue OZ Online - 17. Mrz 2006
Für die Tiere wird der Tag zur Nacht
Osnabrück. Abtauchen in die Unterwelt. Am Schölerberg wird dieses in Europa einmalige Erlebnis Ende 2008 Realität. Mit der Zusage der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, gut die Hälfte des 1,2 Millionen Euro teuren unterirdischen Zoos zu finanzieren, können jetzt die Feinplanungen beginnen, sagt Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. Der neue Komplex beginnt mit einer oberirdischen Anlage für Präriehunde. Ihrem in den Boden gebauten Höhlensystem können die Besucher folgen und gelangen in den 500 qm großen unterirdischen Zoo. Die Feldhamster, die Graumullen mit ihren hervorstehenden Schneidezähnen oder die Erdhummeln brauchen ein spezielles Mikroklima in ihren unterirdischen Behausungen. Und ihre Tunnel und Röhren müssen so gebaut werden, dass die Besucher die Tiere später auch gut beobachten können. "Spannung und Nervenkitzel" verspricht Zoodirektor Dr. Wolf Everts. Drei Behausungen für Wanderratten werden durch gläserne Röhren miteinander verbunden. Die allerdings verlaufen über den Köpfen und unter den Füßen der zukünftigen Besucher. In Computerspielen werden sich die Besucher in die Rolle eines Feldhamsters versetzen können oder die Bedeutung der Feldmaus für die Bodenbelüftung begreifen.

Neue OZ Online 16. Mrz 2006
550000 Euro für Osnabrücker Zoo
Die Bundesumweltstiftung unterstützt den Bau des unterirdischen Zoos in Osnabrück mit 550000 Euro. Das teilte der Generalsekretär der Stiftung, Fritz Brickwedde, gestern nach einer Kuratoriumssitzung in Berlin mit.
Der unterirdische Zoo wird weltweit einmalig sein. Besucher werden Tiere, die im Boden leben, in ihren Gangsystemen, Bauten und Nischen sehen können. Der Tunnel, der 1,15 Millionen Euro kosten wird, soll 2008 fertig sein. Er schließt direkt an das Naturkundemuseum an. "Eine in Deutschland einmalige Kooperation zwischen einem Zoo und einem Umweltmuseum," sagte Brickwedde. Der Boden werde als lebenswichtige und bedrohte Umweltressource dargestellt.

Süddeutsche Zeitung, 21. März 2006
Nemo und seine Freunde beziehen Quartier
In den Aquarien des neu gebauten Sea Life Centers haben es sich die Ersten von mehr als 10.000 Meeresbewohner bequem gemacht. Eine lange Reise liegt hinter den Tieren: Kleinere Fische gingen in speziellen Kunststoffbehältern auf die Reise. Die größeren Exemplare, wie Haie und Rochen, hatten ihr eigenes Transportbecken. Für die Öffentlichkeit zugänglich ist das Aquarium von 15. April an.

tz Online, 21. März 2006

Hai-Society schwimmt jetzt im Olympiapark
Seit gestern Mittag ist der Münchner Olympiapark um eine Attraktion reicher: Die ersten 1300 Sea-Life-Bewohner trafen gestern nach 22stündiger Fahrt um 13.15 Uhr in München ein. 15 Katzenhaie, fünf Schwarzspitzenriffhaie, 20 Rochen und ungezählte Anemonen, Korallen, Krebse, Schnecken, Drachenköpfe, Knurrhähne und Seepferdchen – sie waren gestern nur die Vorhut von insgesamt 10 000 Meeres- und Flussbewohnern, die in den nächsten Tagen mit ähnlichen Transporten ankommen werden.
Den Haien galt auf dieser Mammut-Reise die größte Sorge. Herzklopfen vor der Durchquerung des Eurotunnels, wo alle Überwachungsgeräte abgeschaltet werden mussten. Auch der Zoll wollte es diesmal ganz genau wissen. Und so traf der weiße 40-Tonner erst mit vierstündiger Verspätung ein. In über 30 geheimnisvoll leuchtenden und extrem aufwändig gestalteten Aquarien können Besucher die Neuankömmlinge in Kürze in der neuen Unterwasserwelt bewundern. Das flache Rochenbecken in Form eines Piers zum Beispiel wurde von Film-Kulissenbauern („Das Boot“) gestaltet, jede Muschel einzeln mit der Hand angeklebt. Die Haie umkreisen Atlantis.

Der Tagesspiegel, 21. März 2006
Das Riesenrad am Zoo ist eine Runde weiter
Ausgerechnet am Rande eines Besuches im Tierpark (Ost) hat Finanzsenator Thilo Sarrazin eine gute Nachricht für den Zoo (West) verkündet: Er sei optimistisch, dass sich alle Beteiligten etwa binnen der nächsten fünf Wochen über das geplante Riesenrad in der City West einigen werden. „Der Senator steht dem Projekt sehr positiv gegenüber“. Favorisierter Standort ist der Wirtschaftshof des Zoos. Als Kaufpreis ist von 22 Millionen Euro die Rede, wobei der Zoo das Geld am liebsten komplett für sich hätte. Das Minimum wären nach einer Rechnung von Zoodirektor Jürgen Lange die zwölf bis 14 Millionen, die der Bau eines neuen Wirtschaftshofes kosten würde. Die denkbare Variante, dass Sarrazin dem Zoo das Geld aus dem Grundstücksverkauf überlässt und dafür die Subventionen weiter kürzt, sieht der Direktor skeptisch.

Die Welt - 23.3.06

Riesenrad am Zoo soll sich ab 2008 drehen
Der Bau eines 175 Meter hohen Riesenrades am Bahnhof Zoo wird immer wahrscheinlicher. Endgültige Klarheit soll ein Gutachten über die Wirtschaftlichkeit erbringen. Herausgefunden werden soll, ob das Riesenrad einen Synergieeffekt für den Zoo mit sich bringe. "Ich bin sehr zuversichtlich, daß das Riesenrad gebaut werden wird", sagte Zoodirektor Jürgen Lange. Er gehe bereits jetzt davon aus, daß das Riesenrad und der Zoo sich wechselseitig ergänzen werden. Von dem 20 000 Quadratmeter großen Gelände nordwestlich des Hardenbergplatzes will die Stadt Berlin als Eigentümer dem Investor World Wheel 12 000 Quadratmeter zum Preis von 22 Millionen Euro überlassen. "Für einen neuen Wirtschaftstrakt, den wir dann bauen müßten, benötigen wir allerdings 12 bis 14 Millionen Euro", betont Lange. Der Geschäftsführer von World Wheel, Michael Waiser, ist inzwischen sehr optimistisch, das Riesenrad bauen und später auch betreiben zu können. Der Geschäftsführer korrigierte inzwischen die Baukosten von bisher rund 70 Millionen auf jetzt 80 Millionen Euro.

Morgenweb, 22. März 2006
Wildpark-Freunde leisten im ersten Jahr einiges
Ludwigshafen. "Wir wachsen mit unseren Aufgaben", beruhigt Wilhelm Wißmann alle, denen der Förderverein Wildpark in seinem ersten Jahr vielleicht noch nicht aktiv genug war. Der Vorsitzende machte bei der Hauptversammlung deutlich, dass sich die von 30 Wildpark-Freunden gegründete Gemeinschaft durchaus einige Aktivitäten vorweisen kann und genügend Ideen hat, um das Naturidyll zwischen Rheingönheim und Neuhofen weiter zu fördern. Die erste Großaktion war die Finanzierung und Aufstellung der neuen Futterraufe für die Tarpane. Das "Haus der Naturpädagogik", das bis Ende des Jahres fertig gestellt sein soll, werde zu einer Bereicherung für den Park werden und mit dessen Bestand sichern.

Märkische Allgemeine, 21. März 2006
Adler bald im Anflug
In der Nähe der Tropenhalle in Brand soll nach den Vorstellungen des Berliner Falkners Bernd Wesener ein Greifvogelpark entstehen. Für die Planung gab es von der Gemeinde Rietzneuendorf, auf deren Fläche der Park entstehen soll, in diesen Tagen grünes Licht. Danach soll es langfristig 1000 Vögel auf dem 13 Hektar großen Gelände, das Wesener erworben hat, geben. Jetzt komme es darauf an, für 200 Vögel aus Bayern schnell eine Bleibe zu schaffen. "Jetzt drängt die Zeit, die Vögel werden sonst auf andere Stellen verteilt oder sogar eingeschläfert."
Wenn alles klappt, könnte im Juni der Bauantrag gestellt werden. Dann will die Internationale Greifvogelpark Brand GmbH & Co.KG, die gerade gegründet wird und fünf Millionen Euro investieren will, noch im Sommer mit dem Bau der ersten Volieren beginnen. Wesener macht kein Hehl daraus, dass es schwierig sei, Investoren für das Projekt zu finden. "Noch haben wir bei den Banken keine Chance", sagt er. Doch der Vogelpark komme auf jeden Fall nach Brand.
> es handelt sich um die Greifvögel aus Bad Wörishofen


TLZ, 20. März 2006
Arbeiten für Känguru-Anlage im Zoo starten
Mit finanzieller Unterstützung des Vereins der Zooparkfreunde soll der Thüringer Zoo in Erfurt eine neue Attraktion erhalten. Heute starten die Arbeiten für eine Anlage für Kängurus. Die Kosten werden auf rund 200 000 Euro geschätzt. Das »Känguruland« soll nach bisherigen Planungen eine Fläche von 6200 Quadratmetern umfassen und neben acht Bennett- auch neun graue Riesenkängurus sowie zwei Emu-Pärchen beherbergen.

HaffZeitung - 17. März 2006
Dreimal ja und noch kein Ende
Ueckermünde. Die nunmehr dritte Abstimmung der Ueckermünder Stadtvertreter über eine Bürgschaft für den Tierpark zum Bau des Haffaquariums sorgte am Donnerstagabend für Verwirrung im Ratssaal. CDU-Fraktionschef Kurt Hardow verlas einen Antrag, der nicht identisch mit dem von
8. Dezember 2005 beziehungsweise 2. Februar 2006 war. „Dieser Antrag reicht über den bisherigen hinaus und soll den Zweiflern und Gegnern eine Brücke schlagen, denn es geht um mehr als um ein Aquarium“, erklärte Kurt Hardow. Die Chance, einen touristischen Anziehungspunkt der Region weiter zu entwickeln, dürfe nicht vergeben werden.

Wiesbadener Kurier - 17. März 2006
Tierpark braucht jetzt Hilfe
Wiesbaden. Der Eingangsbereich der Fasanerie ist derzeit eine Großbaustelle. Böse "Überraschungen" rund ums Jagdschloss und der strenge Winter haben die Arbeiten verzögert, die Kosten explodieren lassen. Bei 400 000 Euro Deckungslücke werden händeringend Sponsoren gesucht.Beim Rundgang durchs völlig entkernte ehemalige nassauische Jagdschloss machen Stützsäulen und Stahlträger schnell klar: Hier ist Grundsanierung zur Sicherung des Gebäudes notwendig. Allein das Problem der Statik in den Griff zu bekommen, hat mit rund 250 000 Euro zu Buche geschlagen. Aufwändiger als gedacht sind auch die Tiefbauarbeiten rund um das Jagdschloss, in dem Mitte 2007 ein neues Restaurant eröffnen wird. Derzeit führt ein provisorischer Eingang vorbei am neuen Gebäude, in dem die technische Versorgung und die Toilettenanlage für die künftige Jagdschloss-Gastronomie untergebracht wird. Der Förderverein versucht aufs Tempo zu drücken, damit der Kiosk an Ostern öffnen kann.



Aktionen

HaffZeitung - Dienstag, 21. März 2006
Störausstellung beginnt Sonnabend
Ueckermünde. Professor Harald Rosenthal, Präsident der Weltgesellschaft zum Schutze des Störs, wird der am kommenden Sonnabend zusammen mit Umweltminister Wolfgang Methling die Sonderausstellung „Störe – Bedrohte Giganten – Lebende Fossilien“ eröffnen. Fachleute vom Deutschen Meeresmuseum Stralsund sowie deutsche und internationale Gesellschaften zum Schutz und zur Rettung des Störs haben die Schau erarbeitet. Unter anderem sind im Brehm-Haus ein Aquarium mit fünf sibirischen Stören und ein Film über den imposanten Wanderfisch zu sehen.

Kieler Nachrichten - 17. März 2006
Arche läutet Frühling ein
Der Tierpark Arche Warder hat den Saisonbeginn vor Augen. Am Sonntag wird erstmals das komplett umgebaute Restaurant in Betrieb genommen. Der Gastronomiebereich mit 60 Innen- und 100 Außenplätzen ist nicht mehr verpachtet, sondern wird in Eigenregie betrieben. Das "eigene Fleisch" – das würden etwa Angeler Sattelschwein oder Moorschnucke oder andere Arten sein, die nicht überall zu bekommen seien. Zu schaffen macht Europas größtem Tierpark für seltene und vom Aussterben bedrohte Nutztiere derzeit die Vorbeugung gegen Vogelgrippe. Die Aufstallung des Geflügels bremse die Brutlust, sagt Laing – da werde es Nachwuchsmangel geben. Das für den 26. März geplante "Frühlingserwachen" werde man aber in jedem Fall feiern.
 
fnweb 15. Mrz 2006
Wilhelma öffnet nächtliche Pforten
Ein Höhepunkt im Programm der Wilhelma zur Langen Nacht der Museen ist zweifellos die neu eröffnete Krokodilhalle. Wenn am Samstag, 18. März, die Wilhelma zum ersten Mal in ihrer Geschichte ihre Tore für das Publikum bis 2 Uhr morgens öffnen wird, werden viele Menschen auch zum ersten Mal die vier neuen Leistenkrokodile sehen können. Sämtliche Häuser im unteren, dem historischen Teil der Parkanlage sind geöffnet. Ferner sind das Amazonienhaus und das Insektarium geöffnet.

Echo-online - 17. März 2006
Der Winter wird verbrannt
Die Flamingos und Pelikane am Seeufer wirken etwas trostlos. Von Frühlingsstimmung ist auf dem weiten Gelände am Rande der Mannheimer Innenstadt noch nichts zu spüren. Am Sonntag (19.) soll der Winter mit vereinten Kräften vertrieben werden. Um 14.30 startet am Haupteingang der traditionelle Sommertagszug. Wenn das alles nicht hilft, kann man sich zumindest in den Pflanzenschauhäusern wärmen. Üppiges Grün aus Tropen und Subtropen umgibt die Besucher auf dem Rundweg, dazwischen sieht man in Terrarien diverse Schlangen und Echsen. In einem Gehege hüpfen ein paar Äffchen umher, in einem Becken tummeln sich Schildkröten und Kaimane. Die reizvollste Atmosphäre aber herrscht im Schmetterlingshaus. Der 41 Hektar große Luisenpark, der Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurde, bekam seine heutige Gestalt durch die Umbauten für die Bundesgartenschau 1975. Eine bunte Mischung aus Botanischem Garten, Zoo und Unterhaltungspark. 

Mitteldeutsche Zeitung - 17. Mrz 2006
Esel trainieren für Auftritt
Halle. Wenn der Bürgerpreis "Der Esel, der auf Rosen geht" verliehen wird, was am Sonntag wieder der Fall ist, dann darf der Esel als Namenspate nicht fehlen. Im vergangenen Jahr zum Beispiel blieb er einfach stehen. "Esel sind nicht bockig", verteidigt Christiane Heidt ihren Schützling. Die Reviertierpflegerin im halleschen Zoo kennt die sieben Zoo-Esel genau. Da Wildesel in steinigen Wüsten leben, dürfen sie nicht in Panik geraten. Statt dessen bleiben sie stehen, wenn ihnen etwas nicht geheuer erscheint, prüfen die Situation und suchen in Ruhe einen sicheren Weg. Und so zieht sie denn ab und an mit den sieben Grautieren, jedes geführt von einem Azubi, durch den Zoo. Eine Station dabei ist das neue Reptilienhaus. Aber nicht die Krokodile sind das Problem für Charly und Co., sondern ein simpler Plaste-Vorhang am Eingang. Freddy, mit 23 Jahren der älteste Esel, spitzt kurz die Ohren, guckt sich um, bleibt stehen - und läuft vorsichtig rückwärts. Die Esel mögen diese Ausgangsstunden. Laufen, einer hinter dem anderen, durch den Zoo - bergauf und bergab, steigen Treppen, würden am liebsten auch mal galoppieren, was natürlich nicht geht, wenn man an einer dicken Leine geführt wird.

Tagesspiegel - 16. Mrz 2006
Paten und Publicity
Berlin. Vor zwei Jahren ging Daniel Wall mit seiner Familie durch den Zoo – und war enttäuscht: Die hölzernen Wegweiser erschienen ihm mehr als dürftig, die Hinweise auf Fütterungszeiten kaum erkennbar. Der Juniorchef des Stadtmöblierungs-Unternehmens fand, es sei Hilfe angebracht. Inzwischen hat der Zoo ein schmuckes, übersichtliches Leitsystem mit Informationssäulen und -Vitrinen. Zusätzlich wurde eine Medienpartnerschaft vereinbart, ein Kooperationsvertrag über 250 000 Euro. Gleich am Eingang danken Zoo und Tierpark auf Tafeln ihren Spendern. Die Wohnungsbaugesellschaft GSW hat dafür gesorgt, dass die aus Finanznot geschlossenen Zoo- und Tierpark-Schulen für Kinder und Jugendliche im letzten Jahr wieder eröffnet werden konnten. Zusätzliche Großsponsoren sind nötig – aber nicht in Sicht, wie die Direktoren Jürgen Lange und Bernhard Blaszkiewitz sagen. Mercedes, Sparkasse oder Langnese – das sind Namen, über die sich der Leipziger Zoo freuen kann. „Wir bemühen uns, Kontakte zu pflegen und zu bewahren“, sagen die Leipziger. Sie gelten als besonders agile Sponsor-Experten.



Nachwuchs 
 
Märkische Oderzeitung, 22. März 2006
Europa-Premiere: Sunda-Marabu schlüpft im Cottbuser Tierpark
Im Cottbuser Tierpark ist erstmals in Europa ein Sunda-Marabu geschlüpft. Die schwierige Zucht dieses tropischen Großstorches gelang nach Angaben des Tierparkdirektors Jens Kämmerling bisher erst im New Yorker Zoo. Er bezeichnete den Cottbuser Erfolg als ein Ergebnis jahrelanger, beharrlicher Zuchtarbeit. Nun sei mit dem Bau der Großvoliere im Frühsommer 2005 und einem verbesserten Raumangebot im Stelzvogelhaus offenbar der Durchbruch gelungen. Der erste Afrika-Marabu wurde im Cottbuser Tierpark vor zehn Jahren aufgezogen. Seitdem wuchsen im Tierpark mehr als 100 dieser großen Vögel auf. Die Anlage gilt europaweit als führend in der Marabuzucht.

Berliner Kurier, 21. März 2006
Herzmassage rettet Minifant
Es war in der Nacht zum letzten Freitag. "Um 3.15 Uhr ging's bei Sabah plötzlich los", erzählt Mike Jarzebowski. Nur 20 Minuten später ist das Baby da: ein Mädchen! 97 Kilo schwer, 86 Zentimeter groß. Aber was ist mit der Kleinen los? "Das Junge atmete, lag aber leblos da. Da haben wir eine Herzmassage gemacht." Geschafft! Nur eine halbe Stunde später steht die Kleine auf eigenen Beinen, trinkt sieben Stunden nach der Geburt zum ersten Mal bei Mama Sabah. Die hatte inzwischen Beruhigungsmittel bekommen, damit nicht noch so ein Drama passiert wie letzten Sommer, als Elefantin Pori ihr Neugeborenes tötete.

Berliner Zeitung, 21. März 2006
So weich wie ein nasser Radiergummi
Das kleine Elefantenmädchen, das am vergangenen Freitag im Tierpark Berlin geboren wurde, hat gestern seinen ersten Auftritt vor Zuschauern absolviert. Das Dickhäuterhaus, seit der Geburt des Elefanten geschlossen, um Mutter und Kalb Ruhe zu gönnen, wurde punkt elf Uhr für Besucher geöffnet.
Einen Namen bekommt der Elefant erst in etwa zwei Wochen - von einem möglichen Paten.

NGZ-Online, 21. März 2006
Elefantenbaby begeistert Zoobesucher
Im Berliner Zoo kennt die Begeisterung der Besucher seit einigen Tagen keine Grenzen. Alle wollen nur eins sehen: das vier Tage alte afrikanische Elefantenmädchen. Pfleger Mathias Otto: "Es war eine spontane und schnelle Geburt"o. Danach hätten Pfleger das Kalb weggezogen und der Mutter Beruhigungsmittel verabreicht.

Die Welt Dienstag, 21. März 2006
Berlins jüngster Rüssel
Kaum vier Tage alt und schon fast hundert Kilo schwer: Dieses Elefantenbaby bewohnt seit neuestem den Berliner Tierpark, zusammen mit seiner Mutter Sabah. Jetzt zeigte sich das Kleine erstmals den Besuchern.

Berliner Morgenpost - 17. März 2006
Nachwuchs bei den afrikanischen Elefanten im Berliner Tierpark
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam im Berliner Tierpark eine kleine Elefantendame zur Welt. Mutter des 86 Zentimeter großen und 97 Kilogramm schweren Jungtieres ist Sabah. Es ist bereits das zweite Kalb für die 21jährige afrikanische Elefantendame. Vater ist der ebenso alte Tembo. "Die Geburt ging unglaublich rasch und war problemlos", sagte gestern Claus Pohle, stellvertretender Direktor und Kurator für Säugetiere. "Um 23.30 Uhr, als ich mich das letzte Mal erkundigt hatte, war alles noch ruhig. Und um 3.35 Uhr war das Kalb dann schon da."

Berliner Zeitung - 17. März 2006
86 Zentimeter groß und 97 Kilo schwer
Seit Mitte Februar hatten sie darauf gewartet, dann ging alles ganz schnell. Die ersten Stunden seines kurzen Lebens verbrachte das Elefantenbaby damit, erste Schritte zu machen und die Zitzen der Mutter zu suchen. "Sieben Stunden nach der Geburt hat das Kalb zum ersten Mal getrunken. Das ist ein guter Schnitt. Wir mussten auch schon mal 26 Stunden warten. Ohnehin läuft alles bislang extrem gut." Die Aufzucht von Elefanten im Tierpark verlief in den vergangenen Jahren überaus erfolgreich: Seit 1997 wurden elf Elefanten geboren, fünf afrikanische und sechs asiatische.

Yahoo!, 21. März 2006
Nachtwache für ein Zwei-Zentner-Baby
«Wir halten deshalb im Moment noch Nachtwachen, bis wir ganz sicher sein können, dass nichts passiert», sagt Otto. Sobald das Wetter es zulässt, sollen die Kleine und ihre Mutter erstma

nach draußen ins Freigehege und wenig später zur Herde der afrikanischen Elefanten stoßen.

Express.de - 16. Mrz 2006
Nogges Prognose: Elefantenbaby kommt am Wochenende
Eins ist klar: Einer Prognose, wann das Dumbo-Baby nun kommt, mag in Köln keiner mehr recht glauben - aber: Der Zoo-Direktor wagt´s!  „Wenn der Progesteron-Wert, der den Trächtigkeitszustand der Kuh anzeigt, weiter so heftig sinkt wie in den letzten Tagen, dann ist er morgen bei Null. Und dann sind es noch ein, zwei Tage und wir können uns auf ein aufregendes Wochenende gefasst machen.“

Westdeutsche Zeitung, 21. März 2006
Wenn Davu fiept, wird Nane zur Furie
Die Krefelder werden nie erfahren, wieviel Davu, der kleine Nashornbulle im Zoo, wirklich auf die Waage bringt. Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen: „Den kleinen Burschen werden wir nie anpacken und auf eine Waage bringen können, außer wir narkotisieren die Mutter.”  Jedenfalls, so Dreßen, sei leicht zu erkennen, dass Davu ordentlich zunimmt und größer wird: „Wir werden an der Box demnächst mal eine Messlatte anbringen, so dass wir zumindest die Größe abschätzen können.” Leider wird es noch einige Zeit dauern, bis das Publikum Mutter und Kind im Freien bestaunen kann. Erstens ist es noch zu kalt. Zweitens muss der Graben rund um das Nashorn-Gehege erst zugeschüttet werden. Glücklich ist Dreßen über den derzeitigen Publikumszuspruch. Am Sonntag wurden 5000 Besucher gezählt, am Samstag waren es 2500. Ein neuer Rekord in den Zooannalen. Es gibt noch eine weitere erfreuliche Nachricht aus dem Zoo: Irgendwann in näherer Zukunft sollen die Schneeleoparden ein größeres Gehege erhalten, wie bei den Tigern. Erste Pläne gehen dahin, den am Gehege vorbeiführenden Weg mit einer Brücke zu überspannen, über die die seltenen Großkatzen in ein weiteres Revier wechseln können.

Die Neue Epoche - 17. Mrz 2006
Kennen Sie Fischkatzen?
Im Tierpark Berlin sind sie zu sehen, sogar mit Nachwuchs. Die stolzen Fischkatzen-Eltern „Perak“ und „Lenya“ kamen erst vor 4 Jahren nach Berlin im Rahmen des offensichtlich erfolgreichen Erhaltungszuchtprogramms.



Liechtensteiner Vaterland, 20. März 2006
Elefantenkuh Chhukha aus dem Zoo Zürich ist tot
Die Elefantenkuh Chhukha im Zoo Zürich ist tot. Das 39-jährige Tier wurde eingeschläfert, nachdem die schmerzhaften Altersbeschwerden in den letzten Wochen immer schlimmer geworden waren, wie der Zoo mitteilte.
Chhukha litt an schmerzhafter Arthrose in den Gelenken der Vorderbeine und der Hüfte. In den letzten zwei Monaten seien die Symptome immer stärker geworden. Das Tier konnte nicht mehr auf drei Beinen stehen, was die nötige Fusspflege verunmöglichte, und wenn es einmal lag, wurde das Aufstehen zur Qual. Weil sie auf Anordnungen der Tierpfleger nur noch unzuverlässig und ärgerlich reagierte, wurde die Behandlung des 4,5-Tonnen-Tieres immer schwieriger. Therapien blieben wirkungslos, und so beschränkte man sich auf schmerzstillende und entzüngungshemmende Medikamente. 1967 hatte der König von Bhutan dem Zoo Zürich das einjährige Elefantenkind geschenkt. 1986 brachte Chhukha ein totes Jungtier zur Welt.

Netzzeitung, 23.3.06
Ganze Kolonie seltener Affen aus Zoo gestohlen
Eine Gruppe seltener Affen und Vögel haben Diebe aus einem Englischen Zoo entwendet. Die Tiere haben einen Wert von umgerechnet knapp 15.000 Euro. Tierdiebe haben aus einem Zoo im südwestenglischen Bratton Fleming eine Kolonie von wertvollen Schwarzpinseläffchen und acht Vögel gestohlen. Unter den elf Affen sind auch zwei erst vier Wochen alte Jungtiere. Bei den Vögeln handelt es sich um vier Paare Papageien und Kakadus.
>gemeint ist der Exmoor Zoo bei Newport

Lübecker Nachrichten, 22. März 2006
Hereinspaziert: Lübecks Zoo rettet Brigitte Bardots Tiger
Der Tierpark Lübeck bekommt wieder eine Besucherattraktion: Zwei französische Tigerdamen sollen dort ein Jahr Asyl finden. Die Tierschutzorganisation "Brigitte Bardot Foundation", die in den 80ern von der französischen Filmdiva ins Leben gerufen wurde, hat sich Hilfe suchend an die Hansestadt gewandt, um vorübergehend ein neues Zuhause für die Großkatzen zu finden. Die Tigerschwestern waren in Frankreich von ihrem Dompteur zurückgelassen worden. "Es handelt sich hier wirklich um einen Notfall", sagt Susanne Kasimir, Leiterin des Bürgerschaftsbüros, die das Projekt "Tigermädchen" übernommen hat. "Einen anderen Platz als Lübeck gab es nicht. Würden wir sie nicht nehmen, wären sie eingeschläfert worden." Von anderer Seite wird die Entscheidung scharf kritisiert: "Der Tierpark hat keine müde Mark auf der Naht", schimpft Ursula Müller, Vorsitzende der "Bürgerinitiative gegen den Tierpark Lübeck-Israelsdorf". "Wenn noch mehr Tiere aufgenommen werden, wird sich die Situation für die, die schon da sind, noch weiter verschlimmern." Lübecks leitender Amtstierarzt Andreas Müller weist die Kritik der Tierschützer zurück: "Die Zoo-Richtlinien werden erfüllt, unter der Voraussetzung allerdings", schränkt er ein, "dass es sich um eine zeitlich befristete Angelegenheit handelt." Normalerweise dürfe der Zoo keine neuen Wildtiere aufnehmen. Eine Lanze für Tierpark-Besitzer Günther Lehmensiek bricht Helmut Rentsch von der Gruppe "Tigerschutz", der den Kontakt zwischen Lübeck und der Foundation hergestellt hat. "Herr Lehmensiek liebt seine Tiere und tut für sie, was er kann. Das findet man sonst selten in deutschen Zoos."

Märkische Allgemeine, 22. März 2006
Der Tierpark braucht Geld
Bei der ersten festlichen Mitgliederversammlung des Tierparkfördervereins am Montagabend anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Luckenwalder Tierparks wurde auch Kritik geübt. Tierparkdirektor Michael Geißler versäumte nicht, auf die Finanzlage hinzuweisen. "13 Jahre haben wir es geschafft, einen ausgeglichenen Haushalt zu erwirtschaften, trotz des sich täglich zuspitzenden Kampfes ums Futter", sagte Geißler. Die hohen Energiekosten und der zusätzliche Futtermittelzukauf bringen den Tierpark in finanzielle Schwierigkeiten, zumal man die Eintrittspreise nicht erhöhen will. "Die Scheune auf dem Wirtschaftshof bricht fast zusammen, Wege müssen erneuert werden und die Mitarbeiter haben seit 13 Jahren keine Lohnerhöhung bekommen. Das heißt, wir bräuchten künftig rund 10 000 Euro mehr im Jahr". Seiner Ansicht nach hätte der Tierpark im Urban-Projekt Berücksichtigung finden müssen. Zum Budget wollte sich Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide bei der Festveranstaltung am Montag nicht äußern, dafür erschien ihr der Rahmen unpassend.

Berchtesgadener Anzeiger, 21. März 2006
Büro mit Blick auf Weißhand-Gibbon
Salzburg. Sie ist die Managerin von fast 500 Tieren und 150 Tierarten. Sabine Grebner leitet seit gut einem Jahr den Zoo Salzburg als kaufmännische Direktorin. Die 36-jährige Salzburgerin streicht im Gespräch mit dem »Berchtesgadener Anzeiger« vor allem die Aufgaben des Artenschutzes und der Information gerade für Erwachsene heraus. Gerade ist eine neue Afrika-Anlage im Entstehen, sie soll im Frühsommer eröffnet werden. Gegenüber soll ein Stall für Alpakas und Maras, die »Hasen auf Stelzenfüßen« entstehen, direkt unterhalb des Hellbrunner Berges. Ein Zoo ist nicht nur eine »Tierschau«, sondern ebenso ein Wirtschaftsunternehmen. Stadt und Land Salzburg finanzieren die gemeinnützige GmbH, die nicht auf Gewinnerwirtschaftung, sondern auf pädagogische Zwecke und eben Artenschutz ausgerichtet ist. »Den Tieren soll es gut gehen, und den Mitarbeitern auch«, sagt Sabine Grebner, die mit eigenen Ideen die Linie ihres Vorgängers als Zoochef weiter verfolgen will. Am 23. April lockt ein Nashorn-Informationstag, denn das internationale Jahr des Nashorns soll nicht unbemerkt an den Besuchern aus Salzburg und Bayern vorbei gehen.

Neue Kärntner Tageszeitung, 20. März 2006
Vogelpark bleibt vorerst gesperrt
Auch der artenreichsten und damit größten Vogelschau Österreichs am Turnersee macht die Vogelgrippe zu schaffen. Derzeit ist völlig unklar, wann der Betrieb seine Pforten für die Gäste öffnen darf. Viele Jahre schon zählt der Vogelpark Turnersee zu den beliebtesten Attraktionen der Ferienregion Klopeiner See. "Wegen der Zugvögel müssen wir die Volieren derzeit abgedeckt haben", erklärt Daniel Zupanc. Frühestens zu den Osterfeiertagen, spätestens aber Anfang Mai soll der Betrieb aufgesperrt werden. Zwei Neuerungen sollen künftig noch mehr Schaulustige nach St. Kanzian locken. Drei Mal täglich werden die frisch geschlüpften Jungen in der Vogelbabyaufzuchtstation, für die Besucher frei sichtbar, gefüttert. Zudem gibt es jeden letzten Sonntag im Monat einen Vogelmarkt.

uniprotokolle, 21. März 2006
Grasdiät im Dienst der Forschung
Angela Schwarm vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung untersucht die Verdauung von Flusspferden. Wie Rinder haben die Tiere einen viergeteilten Magen, doch Flusspferde nutzen diesen nicht zum Wiederkäuen. In Zusammenarbeit mit der ETH Zürich und der FU Berlin bearbeitet sie ein Forschungsprojekt, das die Verdauung von Flusspferden und Zwergflusspferden untersucht.In der Phase der Markerfütterung werden der abendlichen Grasration einmalig drei Metallverbindungen (Marker) beigemischt, die man anschließend im Kot wiederfindet. Der Kot wird sieben Tage lang aufgesammelt, gewogen und eingefroren. Später getrocknet, gemahlen und analysiert, sodass man eine Konzentrations-Zeit-Reihe des Markermetalls und damit Aussagen über die Verdauungsphysiologie bekommt. "Wir wollen Erkenntnisse gewinnen, die uns einen Vergleich zu den Wiederkäuern liefern", sagt Angela Schwarm, "aber vielleicht können wir den Zoos anhand unserer Ergebnisse auch Futterempfehlungen geben."

Spiegel Online, 22. März 2006
Zoo-WG: Löwin flirtet mit Hund
Soonee hat diesen traurigen Blick, den wohl nur Zootiere hinter Gittern haben. Einsam liegt die Löwin in ihrem Käfig und schaut vorbei an den Kameralinsen der Besucher ins Leere. Doch nicht lange: Durch eine Klappe an der Käfigwand stolpert plötzlich Tang-chil herein, ein vierjähriger Hund. Anstatt ihn anzugreifen, schmiegt sich Soonee an das struppige Haustier - Hund und Löwin in inniger Zweisamkeit. Seit vier Jahren leben Soonee und Tang-chil zusammen in einem Käfig im Zoo der südkoreanischen Stadt Jinjoo.

Die Welt Montag, 20. März 2006

Freundschaft im Zoo
Chinhae - Eine seltsame Freundschaft hat sich im Zoo der südkoreanischen Stadt gebildet. Die Löwin "Soonee" (10) and der Hund "Tangchil" (5) leben bereits seit vier Jahren zusammen in einem Käfig.

Yahoo! Nachrichten - 16. Mrz 2006
Seltene Gürteltiere im Dortmunder Zoo
Der Dortmunder Zoo hat ein Pärchen seltener Gürteltiere von einem Privatmann geerbt. Damit hat der Zoo nun nach den Borsten- sowie den Neunbindengürteltieren eine dritte Art dieser Tiere.

Berliner Morgenpost - 16. Mrz 2006
"Massai" aus dem Heim für undressierbare Löwen
Baruth - Drei Löwen sind seit vergangenem Dezember in das Großkatzengehege im Wildpark Johannismühle in Baruth (Teltow-Fläming) zugezogen. Ende 2005 übernahm der Wildpark von einem Zirkus zwei Löwendamen; sie kamen ins Gehege eines verstorbenen Tigers. Am 27. Februar kam Löwe "Massai" hinzu. Bis dahin war er wegen Undressierbarkeit in einem Tierheim untergebracht. In Johannismühle sollen die drei nun ein Rudel bilden.

Nordkurier Online 16. Mrz 2006
Neu im Wildtierpark
Der Löwe „Massai“ ist neu im Johannismühler Wildpark. Seit der Wildpark im Jahr 1999 die Tiger vom ehemaligen DDR-Staatszirkus in Pflege nahm, besitzt er die Kapazitäten für Großkatzen. Nach dem Tod eines Tigers wurde ein Gehege frei, was einen Zirkus im Dezember 2005 bewog, zwei Löwendamen hierher abzugeben. Ende Februar kam dann der Löwe „Massai“ aus einem Tierheim, in das er wegen Undressierbarkeit musste, nach Johannismühle

Tirol Online - 19. März 2006
Im Innsbrucker Alpenzo hat der Frühling tierisch begonnen
Frühlingsstart in den Gehegen. Lautstark zum Ausdruck brachte das auch der Schwarzstorch. "Es schaut fast so aus, als würden wir nach einigen Jahren wieder Nachwuchs bekommen", sagt ein erfreuter Zoodirektor. Schon viel weiter sind Bewohner anderer Gehege: Darauf deuten etwa die sichtbaren Körperrundungen der Steingeißen hin, aber auch die Luchsin und die Rehgeiß könnten Nachwuchs bekommen.

bkz-online, 18. März 2006
Safaripark in Peaugres rüstet sich gegen die Vogelgrippe
Der Safaripark in Peaugres, einem Vorort von Annonay, beherbergt über 250 Vögel. Wegen der Vogelgrippe wurden nun Gänse, Pfauen, Truthähne, Schwäne und Enten in Volieren untergebracht, die früher für Raubvogelvorführungen benutzt wurden und bisher leer standen. Problematisch sind die äußerst sensiblen Flamingos, die diese Stallpflicht schlecht vertragen. Ob die Flamingos auch geimpft werden können, ist unklar. Sie könnten vom Impfvorgang schwer traumatisiert werden.

Berliner Morgenpost, 18. März 2006
Dingos - Wärmflaschen in kalter Nacht
Tierpflegerin Evelyn Schmidt kann sich noch genau an die Zeit erinnern, als Mike und Cindy klein waren. Die Welpenzeit von Mike und Cindy liegt inzwischen 15 Jahre zurück. Mike und Cindy heulen mehrmals am Tag, vor allem aber gegen 14.30 Uhr, wenn ihr Futter kommt. Als Zugeständnis an ihr Alter bekommt das Pärchen inzwischen kleingeschnittenes Gulasch. Ab und zu passiert es allerdings, daß die Dingos das angebotene Futter verschmähen. Der Grund: Ihr Hunger wurde anderweitig gestillt. "Die beiden haben ihre Fans", sagt Evelyn Schmidt. Hundefans kommen mit Hundetrockenfutter vorbei oder kaufen beim nahen Kiosk Würstchen. Die Tierpfleger sehen das gar nicht gern. Zum einen, weil das zugesteckte Futter nicht das Gesündeste ist. Zum anderen, weil die Dingos nicht berechenbar sind.

Kölner Stadt-Anzeiger 17. Mrz 2006
Bei eisigen Temperaturen fliegt Zoo Münster Kängurus in den Frühling
Münster - Bei eisigen Temperaturen hier zu Lande hat der Allwetterzoo Münster in der Nacht zum Freitag drei Kängurus in den Frühling ausgeflogen. Im israelischen Rishon Le-Zion sollen die Beuteltiere nicht nur die milderen Temperaturen genießen, sondern auch für Nachwuchs sorgen.

20min.ch 17. Mrz 2006
Aufgewacht: Die Bären sind los
Die Bären im Berner Tierpark Dählhölzli haben trotz eisiger Temperaturen und nur schleppendem Einzug des Frühlings ihren Winterschlaf beendet.

Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

N
iederländische Meldungen

Dierennieuws – 18. März 2006
Blijdorp bekommt einen Sumpf
Blijdorp krijgt een moeras
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200603/nw41543.htm
Der Rotterdamer Zoo erhält einige Flächen zugesprochen, die nach dem Bau einer Bahnlinie brach liegen. Zum Teil werden in diesen Flächen in den nächsten Monaten Moore angelegt. Eine weitere Fläche an der Südgrenze des Zoos wird als Ausweichareal für ggf. aus den Gruppen ausgestoßene Tiere genutzt. Auch für eine neue Quarantänestation für tropische Vögel erhält der Zoo Platz.

Zoo: Meldungen ° Pressemitteilungen | Naturschutz: Meldungen ° Pressemitteilungen | Weitere Infos | Veranstaltungen | TV-Tipps | Schöne Zoowelt
Zoos  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Tierpark Arche Warder, 22.03.2006
Saisonstart im Tierpark Arche Warder - Tierauftrieb am 26. März / Zahlreiche Jungtiere zu bestaunen
„Mäh“ tönt es seit einigen Wochen im Tierpark Arche Warder. Es ist Lämmerzeit in Europas größtem Zentrum für seltene und vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen. Von Weihnachten bis März kommt der frische Nachwuchs bei den weißen gehörnten Heidschnucken, den Rotkopf-, Walachen- und Waldschafen, den Girgentana-Ziegen und bei anderen gefährdeten Schafs- und Ziegenrassen zur Welt. Allein in der vergangenen Woche konnte das Team um Geschäftsführer Heinrich Laing gut ein Dutzend Neugeborene begrüßen, darunter drei Zwillingspärchen bei den Bentheimer Landschafen, dem größten deutschen Moor- und Heideschaf. Auch die Pferde haben ersten Nachwuchs. So wurde pünktlich zum Frühlingsanfang am 20. März das Tarpanfohlen „Lorenz“ geboren. Tarpane sind Rückzüchtungen des Europäischen Wildpferdes, das schon in der Eiszeit die Steppen und Wälder Europas bewohnte und Vorbild für viele Höhlenmalereien war. Ende des 19. Jahrhunderts starb diese Pferderasse aus, heute existieren nur noch etwa 100 Rückzüchtungen. Umso größer deshalb die Freude in der Arche Warder, wenn Nachwuchs kommt. Noch sind die meisten Jungtiere mit ihren Müttern im Stall. Die Lämmer und Zicklein mögen die nasskalten Wetterbedingungen gar nicht. Außerdem brauchen die Koppeln Ruhezeiten, damit sich die Grasnarbe erholen kann. Am kommenden Sonntag, den 26. März, ist es aber soweit. Dann heißt es: Raus aus den Winterquartieren, rein in den Park! Die Arche Warder feiert das Fest „Frühlingserwachen“ mit einem großen Einzug der Tiere. Der Nachwuchs kommt zum ersten Mal nach draußen auf die Weiden, wo er sich nach Herzenslust austoben kann. Neben Schafen und Ziegen können die Besucher dann auch zahlreiche Rinder-, Pferde- und Schweinerassen bewundern und mit den Tieren in Kontakt treten. Nur das Geflügel bleibt eingesperrt, um es vor der Vogelgrippe zu schützen.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 22.03.2006
Zwei neue Seelöwen ziehen in Alaska ein
Gelsenkirchen. – Mit dem heranziehenden Frühling wird auch der Tierbestand in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen weiter ergänzt. So kann die ZOOM Erlebniswelt Alaska den Einzug zwei neuer Seelöwen vermelden. Der vierjährige Kim und die fast zehnjährige Lady stammen beide aus den Niederlanden. Lady mag am liebsten Heringe, Kim dagegen ist weniger wählerisch und „frisst fast alles“, wissen die Tierpfleger zu berichten. Beide Seelöwen wurden mittlerweile aus der Quarantäne entlassen und kommen heute zu den anderen Robben auf die Anlage. Kim und Lady leben dann in der größten Seelöwenanlage Europas. Ihr besonderer Anziehungspunkt für die Besucher ist ein beeindruckender, neun Meter langer Unterwassertunnel. Von dort lassen sich die Schwimmbewegungen und Spiele der Seelöwen aus einer ganz neuen, faszinierenden Perspektive beobachten.

Zoo Frankfurt, 22.03.2006
Eine neue Tierart in den Affenanlagen: Goldstirn-Klammeraffen
Von 1949 bis 2004 hielten wir Mexikanische Klammeraffen (Ateles geoffroyi vellerosus) in unseren Affenanlagen. Nachdem unser einziges Männchen im Rekordalter von 46 Jahren gestorben war, haben wir die Weibchen an andere Zoos abgegeben. Der Grund war, dass der Mexikanische Klammeraffe im Freiland nicht gefährdet ist und in Europa nur wenige Tiere leben, die keine gute Grundlage für eine (nicht notwendige) Erhaltungszucht ergeben. Wir haben uns gleich beworben für eine Gruppe der von der Ausrottung bedrohten Goldstirn-Klammeraffen (Ateles hybridus) – keine Hybriden, das ist nur der sonderbare Artname – aus Kolumbien, für die der französische Zoo Doué-la-Fontaine (Pierre Gay, Dr. Brice Lefaux) ein Europäisches Erhaltungszucht-Programm (EEP) mit nur 34 Tieren in 6 Zoos koordiniert. Es dauerte zwei Jahre bis diesen Monat das Männchen ZAC (5,6 kg, geboren am 12.01.2001 im Twycross Zoo, The World Primate Center – Direktorin Dr. Susanne Boardman, Vizedirektor John Ray, Seniorkurator Neil Dorman) und die Weibchen SANDRA (9,3 kg, geboren 01.06.1999) und SHAKIRA (6,6 kg, geboren 10.11.2002 beide in der Wilhelma Stuttgart – Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch, Vizedirektorin Dr. Marianne Holtkötter). ZAC, SANDRA und SHAKIRA haben sich sofort angefreundet und bilden eine echte Bereicherung für unsere Affenanlagen. Sieben Arten Klammeraffen leben in den Baumkronen der Regenwälder Mittel- und des nördlichen Südamerikas. Der Name nimmt Bezug auf den Klammerschwanz, dessen untere Spitze von einer nackten Hautleiste bedeckt ist. Damit können Klammeraffen Dinge herumtragen und wie eine fünfte Hand beim Klettern einsetzen – sie können sich daran sogar allein festhalten und haben alle vier Hände und Füße frei zum pflücken ihrer Nahrung, die aus Früchten und Blättern besteht. Als Parallelentwicklung zu den afrikanischen Guerezas ist ihr Daumen stark reduziert. Als soziale Tiere bilden Klammeraffen Gruppen mit bis 20 Mitgliedern.

Zoo Duisburg, 22.03.2006
Der Countdown läuft
Es geht los: Am heutigen Tage begannen Spezialisten mit dem Aufbau eines 60-Tonnen Kranes, der in den nächsten zwei Wochen die marode Dachhaut des Duisburger Delphinariums Stück für Stück abtragen helfen soll. Rund ein Dutzend Handwerker schrauben, stemmen und brechen Holzelemente, Stahlträger, Glasgewerke und tausend Meter Kabel heraus aus Bindern und Isolierungen. Wenn Wetter und Zeitplan es zulassen, wird die erste Open Air-Show der Duisburger Flipper zu sehen sein am Samstag, dem 8. April 2006, zur gewohnten Zeit um 11.30 Uhr. Ab heute läuft der Countdown: Nur noch 18 Tage bis zur Wiedereröffnung des Neuen Delphinariums.

Zoo Duisburg, 21.03.2006
Und er kommt doch…
„Frühling lässt sein b u n t e s Band…“ - so würde heute der schwäbische Lyrik-Pfarrer Eduard Mörike (1804 – 1875) die Zeilen eines seiner berühmtesten Gedichte einleiten können… Auch wenn diensttuende Wetterfrösche und frostgläubige Klimaforscher uns immer wieder weismachen wollen, dass der Frühling noch in weiter Ferne sei, so wird der heiter-unvoreingenommene Zoobesucher entlang der Wege und Rabatten am Kaiserberg eines Besseren belehrt: Zu Hunderten nämlich beginnen blaue, weiße und gelbe Krokusse ihre Blütenkelche zu entfalten – trotz gelegentlicher Schneeflocken oder schneidender Winde. Unter den kahlen Ästen einer gewaltigen Rotbuche am Rande des Afrikanums stehen die zauberhaften Frühlingsboten Spalier; bewundert oder begehrt von den Augen wintermüder Watussirinder und Pinselohrschweine. Zu Hunderten künden die kleinen bunten Blütenbecher immer nur eines: … und er kommt doch – der Frühling!“

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 21.03.2006
Trauer um Kameljunges - Heute früh starb das am Samstag geborene Kamelmädchen
Eine völlig gedrückte Stimmung herrscht derzeit im Görlitzer Tierpark. Trotz aller erdenklichen Hilfe starb heute früh eines der beiden am Samstag geborenen Kameljungen. Tierarzt Hubertus Thomas hatte gestern Abend noch zweimal eine Infusion verabreicht, weil die Tochter von Shila keinen Saugreflex mehr zeigte und deshalb kaum noch Milch aus der Flasche aufnahm. Zootierinspektorin Karin Riedel schlug sogar ihr Nachtlager direkt neben dem Kamelfohlen auf, um es nachts regelmäßig mit Nahrung versorgen zu können. Da kann man nachvollziehen, dass ihr die Tränen in den Augen standen als es heute früh in ihren Händen starb. Das Jungtier von Wally, der zweiten Kamelmutter, ist allem Anschein nach in Ordnung. Es trinkt regelmäßig und läuft der Mama auf seinen langen stakseligen Beinen hinterher. Allerdings haben die beiden ebenso wie die ohnehin gestresste Shila und die dritte Stute Alya gestern Abend noch einen gewaltigen zusätzlichen Stress hinnehmen müssen. Das Kamelgehege liegt an der Tierparkaußengrenze, und genau von dort flogen gegen 20:00 Uhr plötzlich einige Sylvesterknaller auf die Koppel. Shila raste gleich wie irre umher und wusste nicht, wie ihr geschieht. Frau Riedel beobachtete das Ganze und sprach sofort mit den Verursachern, einer Gruppe Jugendlicher, die einlenkten und offenbar einsahen, dass sie die Folgen ihres „Scherzes“ nicht richtig eingeschätzt hatten. Bleibt zu hoffen, dass sie in Zukunft derlei Dinge unterlassen. Die Hoffnung der Tierparkmitarbeiter liegt jetzt ganz bei Wally, die ihren Sohn unbehelligt und möglichst komplikationslos großziehen soll.

Jaderpark, 21.03.2006
Freizeitpark im Jaderpark soll planmäßig seine Tore öffnen
Der Winter möchte uns in diesem Jahr zwar gar nicht aus seinen Fängen lassen, wir sehnen uns jedoch mit all unseren Sinnen nach Frühling, Sonne und Wärme. Dazu gehört natürlich auch, schöne Erlebnisse an frischer Luft zu genießen. Auch der Jaderpark möchte seine Tore wieder komplett öffnen. Nachdem sich in diesem Jahr die erste Wintersaison erfolgreich dem Ende neigt, soll ab 25. März wieder Spaß und Trubel im Freizeitpark bei vielen Attraktionen möglich sein. Die Vorbereitungen dafür laufen auf vollen Touren. Dick eingemummelt wird an der Betriebstüchtigkeit von Achterbahn und Wildwasserbahn gearbeitet. Der Jade-Express, der durchs Abenteuerland fährt, wird auf Hochglanz poliert, allerdings werden wir die Giraffen vorläufig wohl eher im warmen Haus besuchen als bei einer Fahrt mit der Eisenbahn zu sehen bekommen. Auch die ersten Frühlingsblumen halten sich noch sehr bedeckt und hoffen wie wir auf wärmere Tage. Wenn uns der Frühling auch warten läßt, die Tiere des Jaderparks tuen es nicht. In den Tropenhäusern können wir Zwergflußpferde, Riesenschlangen, Affen und viele andere jederzeit besuchen, Löwen und Geparde haben sich schon längst an unser Klima gewöhnt und den Pinguinen ist die Kälte sowieso egal. Auf den Spaß müssen wir natürlich auch nicht verzichten. In der neuen Spielscheune, dem Spaßpark im Jaderpark können die Kinder bei angenehmen Temperaturen Kletterlabyrinth, Trampolin und Wabbelberg erobern.

Zoo Leipzig, 21.03.2006
Goodby „Ruby“ - Gorillaweibchen verlässt die Luxusherberge in Leipzig
Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms wird das Gorillaweibchen „Ruby“ (geb. am 19.12.1997 in Arnheim, seit 2001 in Leipzig) die weltweit größte Menschenaffenanlage „Pongoland“ im Leipziger Zoo in Richtung Frankfurter Zoo verlassen. „Ruby“, die Tochter von „Bebe“ und dem Silberrückmann „Gorgo“, ist im geschlechtsfähigen Alter. Damit sie nicht von ihrem Vater „Gorgo“ gedeckt wird, muß sie die Leipziger Gruppe verlassen. Im Zoo Frankfurt, der auch das internationale Zuchtbuch für diese Tierart führt, findet das imposante und freundliche Wesen die besten Bedingungen vor. Nach einem kurzen Aufenthalt im Quarantänegehege wird „Ruby“ mit den sieben Frankfurter Gorillas zusammengeführt. Wir möchten Sie daher am 22. März um 8.50 Uhr zum Verladen der Tiertransportbox recht herzlich einladen. Treffpunkt: Safari-Simulator Die Flachlandgorillas zählen, wie auch die Berggorillas, zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. Es gibt noch schätzungsweise 100.000 freilebende Gorillas. Am häufigsten ist der westliche Flachlandgorilla, dessen Population auf circa 90.000 Tiere geschätzt. Erwachsene Gorillas haben keine natürlichen Feinde. Lediglich die Jungtiere fallen gelegentlich Raubtieren zum Opfer. Die größte Bedrohung geht von den Menschen aus, der durch Rodung des Lebensraums dieser Tiere immer mehr einschränkt.

Tier- und Naturpark Schloss Herberstein, 20.03.2006
Tierpark Herberstein startet besucherfreundlich in die neue Saison: Günstigere Eintrittspreise – einzigartige Attraktionen
Am 23. März ist es soweit: der Tierpark Herberstein ist wieder täglich von 9 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Auf die Gäste warten zu Saisonbeginn einige „Überraschungen“: Der Eintrittspreis wurde deutlich reduziert und trotzdem konnte das Angebot erweitert werden! Attraktive Eintrittspreise für Familien - Spannende kommentierte Fütterungen Noch besucherfreundlicher startet der Tierpark in die neue Saison, indem viele Eintrittspreise gesenkt wurden. Besonders wirkt sich diese Reduzierung auf Familienkarten aus. Doch dies ist nicht die einzige Neuigkeit in Herberstein! Künftig werden die Gäste noch näher an den Tieren sein, täglichen erzählen die Mitarbeiter des Tierparks bei kommentierten Tierfütterungen spannende Details rund um ihre Schützlinge.

Schönbrunner Tiergarten-Gesellschaft, 20.03.2006
Erster Fototermin bei den Panzernashörnern!
Wir laden die Vertreter der Medien bereits um 9.00 Uhr am Tag der Veranstaltung zur Besichtigung des Nashorn Parks, ein. Neben der zuständigen Zoologin Dr. Dagmar Schratter und ihrem Team, steht Dir. Dr. Helmut Pechlaner für Auskünfte und Interviews zur Verfügung. Schönbrunns neuer Nashorn-Park ist eines der größten derartigen Gehege Europas. Der zuständige Bundesminister Dr. Martin Bartenstein wird die Anlage am 22. März 2006 um 10.00 Uhr im Rahmen einer prominent besetzten Veranstaltung eröffnen. Die beiden jungen Panzernashörner (Waisen aus einem Nationalpark) sind ein Geschenk des Königreichs Nepal an die Republik Österreich. Aus diesem Grund ist auch Kronprinz Paras Bir Bikram Shah Dev, der Vorsitzende der nepalesischen Naturschutzorganisation KMTNC (King Mahendra Trust for Nature Conservation) in Wien. Gleichzeitig wird ein neuer Verein aus der Taufe gehoben: eine österreichische Außenstelle der nepalesischen Naturschutzorganisation KMTNC (King Mahendra Trust für Naturschutz in Nepal, Austria).

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 20.03.2006
Kamelgeburt im Doppelpack
Zwei Kamelstuten bringen im Görlitzer Tierpark am selben Tag ein Fohlen zur Welt Bei Shila warteten die Tierpfleger schon seit einem halben Jahr auf die Geburt eines Fohlens. Am Samstag Vormittag um 10:00 Uhr war es nun endlich soweit. Nach vergleichsweise geringen Schwierigkeiten (Die Kopflage des Jungen konnte diesmal mit wenig Aufwand korrigiert werden, in den zurückliegenden Jahren waren manchmal massive Eingriffe nötig.) kam ein kräftiges Mädchen zur Welt. Als der Pfleger am Nachmittag von Besuchern auf die nahende Geburt bei eine anderen Stute hingewiesen wurde, traute er seinen Ohren kaum. Gegen 16:00 Uhr hatte Wally schließlich einen Kameljungen geboren. Die Freude war bei den Tierparkmitarbeiten riesig groß, denn erst im Januar starb der Vater der beiden Neugeborenen an einem nicht heilbaren Magenleiden. Heute früh fiel die Freude schon etwas verhaltener aus, denn die Tochter von Shila hatte im Gegensatz zu Wallys Sohn immer noch nicht selbstständig getrunken. Der Tierarzt verabreichte ihr Gammaglobuline, um die Immunabwehr zu stärken. Die Tierpfleger führten die Kleine wiederholt zum Euter der Mutter, doch so recht wollte oder konnte sie nicht trinken, auch dann nicht als man ihr extra abgemolkene Milch der Kamelstute mit einer Nuckelflasche gab. Schließlich ist das Kamelmädchen in einen warmen Stall gebracht worden, um weitere Energieverluste durch die niedrigen Außentemperaturen zu vermeiden und Möglichkeiten für eine „rund-um-die-Uhr-Betreuung“ durch eine Tierpflegerin zu schaffen. Bleibt zu hoffen, dass diese Mühen Erfolg haben!

Zoo Dortmund, 20.03.2006
Zoo Dortmund bietet 2006 wieder tolles Programm

Druckfrisch liegen die neuen Heftchen zum Veranstaltungsprogramm im Zoo und zu den Angeboten für Kinder auf dem Tisch Sie enthalten viele interessante und spannende Termine und Angebote. Mittlerweile traditionell bietet der Zoo Dortmund im Jahresverlauf diverse Veranstaltungen an, bei denen er sich auch von einer anderen Seite präsentiert und einen tieferen Einblick in den Zooalltag gewährt.
Zu den Fixpunkten im Veranstaltungsjahr des Zoos gehören natürlich auch in diesem Jahr die Ferienprogramme zu Ostern, im Sommer und im Herbst, die im Detail jeweils wenige Wochen vor Ferienbeginn in der Tagespresse bekannt gegeben werden. Ebenfalls obligatorisch sind die monatlichen Rundgänge der Zoofreunde jeden ersten Mittwoch im Monat ab 18 Uhr (bis September).
Daneben bietet der Zoo wieder zahlreiche Themenführungen an, wobei die Führungen zum Thema „Tiere der Bibel“ am Karfreitag und an Heiligabend als besonderes Highlight bewährt sind. Der Zoo beteiligt sich aber auch an der „Europa-Woche“ in NRW mit der Themenführung „Tiere Europas“ und zur WM gibt es die Führung „Fußball-Maskottchen“. Ein besonderes Schmankerl und neu im Programm des Zoos sind die verlängerten Öffnungszeiten des Zoos an einigen Sommerabenden. Um möglichst vielen Besuchern zu ermöglichen, in den Genuss derselben zu kommen, finden sie an verschiedenen Wochentagen statt, die dem Programm zu entnehmen sind. Ebenfalls neu sind die Abendlichen Spaziergänge im Zoo – geführte Touren durch den Zoo nach Toresschluss, wozu sich Interessierte im Vorfeld anmelden können. Den Abschluss des Jahres bilden dann wieder die bewährten Veranstaltungen zu Halloween und Nikolaus, sowie das Barockkonzert der Musikschule Dortmund im Raubtierhaus.

Tierpark Ueckermünde, 20.03.2006
Eröffnung der Ausstellung "Störe - Bedrohte Giganten - Lebende Fossilien" im Tierpark Ueckermünde
Wir möchten Sie recht herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Störe – Bedrohte Giganten – Lebende Fossilien“ im Tierpark Ueckermünde. Um 11.30 Uhr findet die Eröffnung mit einer Ansprache von Umweltminister Prof. Dr. W. Methling statt. Im Laufe der Eröffnungsveranstaltung wird es eine Pressekonferenz geben, an der neben Umweltminister Prof. Dr. W. Methling, der Präsident der World Sturgeon Conservation Society (WSCS) Herr Prof.em. Dr. Dr. h.c. mult. Harald Rosenthal, Vorsitzender der Gesellschaft zur Rettung des Störs, der Vorsitzende der Gesellschaft zur Rettung des Störs Herr Dipl.Biol. Jörn Gessner und weitere REpräsentanten aus der Region teilnehmen. Die Wiedereinbürgerung des Atlantischen Störs in der Ostsee und damit in Deutschland soll in den kommenden Tagen beginnen.

Zoo Köln, 20.03.2006
Rettet die Nashörner
Keine anderen Großsäuger schwinden derzeit so rasch dahin wie die Nashörner. Von der einst großen Gruppe von Nashornartigen, die im Laufe der Zeit entstanden sind, gibt es nur noch fünf Arten und auch diese sind vom Aussterben bedroht. Während das afrikanische Breitmaulnashorn schon vor rund 100 Jahren durch einen Flaschenhals von 20 – 30 Exemplaren in seiner Populationsentwicklung gegangen ist, befindet sich nun der Bestand der Spitzmaulnashörner auf dem Sturzflug. In den achtziger Jahren zählte man noch über 60.000. Heute sind es weniger als 3.000. Um die Öffentlichkeit auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, führt der europäische Zooverband in diesem Jahr in allen europäischen Zoos eine Bewusstseinskampagne durch. Dazu wurde im Kölner Zoo im alten Elefantenhaus, wo die Nashörner des Zoos leben, eine Informationsausstellung erstellt, die wir Ihnen gern anlässlich eines Medientermins vorstellen möchten am: Dienstag, dem 21. März 2006 um 11.30 Uhr.

Wisentgehege Springe, 20.03.2006
Der Förderverein packt kräftig zu - Arbeitseinsatz im Wisentgehege
17 Mitlieder der Freunde des Wisentgeheges hatten sich angemeldet zum ersten Arbeitseinsatz in der Saison im Wisentgehege Springe. Bei echtem Winterwetter waren alle angemeldeten Helfer am Samstag um 9 Uhr am Eingang, um die Arbeitsaufträge in Empfang zu nehmen. Und diese Aufträge waren nicht ohne. Thomas Hennig, Leiter des Wisentgeheges, verlangte den ehrenamtlichen Helfern harte körperliche Arbeit ab. An zwei Baustellen waren die Mitglieder im Einsatz. Im Eingangsbereich wird ein neues Gebäude entstehen. Kasse, Souvenirshop und Büro sollen hier komfortabel von einem Arbeitsplatz aus bedient werden. Dazu muss aber zunächst das bisherige Kioskgebäude abgerissen werden. Die Mitglieder des Fördervereins hatten die schwierige Aufgabe, die Baumaterialien, die getrennt zu entsorgen sind auszubauen. Dabei ging es um Glaswolle, Dämmung, Dachpappe. Materialien wie Dachziegel, Elektroleitungen und ähnliches, die eine Wiederverwendung finden, wurden aufgehoben. Das größte Problem für die ehrenamtlichen Helfer, war das Kiesdach. Der lang anhaltende Frost hatte es mit dem Schnee zusammen zu einer dicken Eispackung verwandelt. Mit Spitzhacke und Vorschlaghammer rückten die Helfer dem Dach zu Leibe, um den Kies abschaufeln zu können. In der Freiflugvoliere wurde mit der Gestaltung des Teichufers begonnen. Zunächst wurden schwere Steine gepackt, um ein Abrutschen des Ufers und den Eintrag von Tonbestandteilen in das Gewässer zu verhindern.

Vogelpark Herborn, 18.03.2006
Der Frühling naht: Vogelpark Herborn öffnet wieder seine Tore:
Endlich schickt sich der lange und harte Winter an, Mittelhessen zu verlassen Am Sonntag, den 19.03.06 beginnt um 9.30 Uhr die von zahlreichen Natur- und Tierfreunden in Mittelhessen, dem Siegerland und dem Westerwald sehnsüchtig erwartete Saison im Vogelpark im Herborner Stadtteil Uckersdorf. Und schon zeigen sich im Park vorsichtig die ersten Krokusblüten. Etwa 400 einheimische und exotische Tiere, zumeist Vögel, in 75 Arten füllen das familienfreundli