E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Christian Remenyi
   Anja Schulze
   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
   Melanie Witte



ISSN 1619-6643

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Ausgabe 308 vom 9. März 2006

Liebe Leser,

Zoos sind zur Zeit aus ganz unterschiedlichen Gründen geschlossen.
Da gibt es welche, die aus Angst vor "Vogelgrippe" die Tore sperren. Mal wegen der Tiere, mal wegen Angst vor Rechtsstreits.
Der Ver.di-Streik in Stuttgart soll zwischenzeitlich auch kurzfristig die Wilhelma lahmgelegt haben, aber eine bestätigte Meldung dazu war nicht zu erhalten. Es ist nicht meine Aufgabe, mich sozialpolitisch zu Wort zu melden. Wer aber Salzdepots blockiert und damit schwerste Unfälle auf Autobahnen provoziert, darf auf keine Sympathie mehr hoffen. Solche Wetterbedingungen darf man nicht als zusätzliches Druckmittel für Eigeninteressen mißbrauchen. Vor allem von jenen, die sonst Solidarität fordern. Nun ja, auch schon wieder Schnee von gestern.
Und damit wären wir beim dritten Grund für Schließungen: Erstmals in seiner Geschichte mußte Hellabrunn vor den Schneemassen kapitulieren und aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben. In Basel-Lange Erlen gab es ernste Bauschäden.

In Sachen Geflügelpest tut sich etwas in Blätterwald und Fernsehsumpf. So langsam begreifen auch die schwerfälligsten Redaktionen, daß H5N1 nicht automatisch Gefährdung für den Menschen bedeutet, daß Wildvögel bzw. Vogelzug nicht so einfach als Ursache und Gefahr festzunageln sind. Und daß es eine ganze Reihe ernstzunehmender Stimmen gibt, die jetzt die Methoden der Massentierhaltung mit guten Argumenten in Verdacht bringen, für diese merkwürdigen Ausbreitungswege verantwortlich zu sein. Die Massentierhalter hingegen möchten nun gegen Katzen vorgehen! Eine Reihe interessanter Artikel und Hintergrundberichte haben wir wieder zusammengestellt.

Nur die ARD mußte mit einer dramatischen Serien-Episode, in der es um ein durch einen Papagei infiziertes Kind ging, die Panik noch weiter schüren. Einem Kollegen, der sich beschwerte und darauf hinwies, daß schon genug Papageien (und Katzen, und Hühner) aus Angst der Halter in Tierheime oder Auffangstationen kämen oder einfach ausgesetzt würden, wurde lapidar - und zwar von verschiedenen Redaktionen mit dem gleichen Wortlaut! - geantwortet, es sei ja eine fiktive Handlung, die zudem gut ausgehe... Peinlich.

17:34
Dirk Petzold



Rätselflug
Dieser Bildausschnitt stammt aus dem Luftbild eines deutschen Zoos.
Was zeigt er? Die Auswahl wird geringer, die Schwierigkeit höher!

Bei Klick aufs Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei
maps.google.com
Wenn Sie es dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die ganze Stadt bzw. deren Lage sehen.
(Sie benötigen dafür mindestens IE6 oder Netscape7.1 und Verwandte)
Und wer es gar nicht erkennt, muß bis zur Auflösung nächste Woche warten...

Lösung von letzter Woche: Elefantenhaus und Afrikagehege Opelzoo Kronberg
 

Zoos  –  Meldungen
Businessportal24 - 8. Mrz. 2006
Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie
Am Rande des heutigen Besuches von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) im EcoVin-Weingut Hohlreiter Frech in Göcklingen, Südpfalz, nutzte der Landauer Zoodirektor, Dr. Jens-Ove Heckel, die Gelegenheit, im Namen des Welt-Zoo- und Aquarium-Verbandes (WAZA) ein Exemplar der „Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutz-Strategie“ zu übergeben. Der seit dem letzten Regierungswechsel neu im Amt befindliche Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zeigte sich sichtlich überrascht und erfreut über die Tatsache, dass Landau über einen eigenen Zoo mit bis zu 200.000 Besuchern jährlich verfügt. An dem ihm übergebenen Naturschutz-Strategiepapier der Welt-Zoo-Gemeinschaft zeigte sich Minister Gabriel sehr interessiert. Heckel wies darauf hin, dass weltweit ca. 600 Millionen Menschen jährlich zoologische Einrichtungen besuchen und darin ein sehr großes Öffentlichkeitspotential für die Vermittlung von umweltrelevanten Themen zu sehen ist. Erste positive Tuchfühlung mit einem „Menschen aus der Zoowelt“ hatte Minister Gabriel erst jüngst aufnehmen können, „da er erst vor wenigen Tagen neben seinem ungarische Amtkollegen, Miklos Persányi, einstmals Direktor des Budapester Zoos, gesessen und sich gut mit ihm unterhalten habe!“ Mit der zweiten Version der Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutz-Strategie haben Zoos and Aquarien in aller Welt seit 2005 eine neue Richtschnur für ihre Weiterentwicklung.

wallstreet:online AG - 6. Mrz. 2006
Das Erste: Wie die Tier-Doku-Soap ins deutsche Fernsehen kam... / Das Erste setzt die erfolgreichen Zoogeschichten mit
Am Anfang war der sächsische Dialekt, das Lama  Horst und die sympathischen Tierpfleger vom Leipziger Zoo. Am 4. Oktober 2005 kam das vom MDR  geprägte neue Fernsehformat ins Erste - und löste bei den Zuschauern  ein "tierisches" Interesse und eine Welle der Sympathie aus. Die 57  Folgen "Elefant, Tiger & Co." sahen durchschnittlich fast zwei  Millionen Zuschauer. Seit Jahresbeginn 2006 zeigt "Pinguin, Löwe &Co." die alltäglichen Erlebnisse im Münsteraner Allwetterzoo: 2,41 Millionen Zuschauer verfolgten die ersten 36 Folgen des WDR, ein Marktanteil von 16%. Bis Ostern sind weitere 24 Episoden aus Münster im Programm. ARD-Familienkoordinator Dr. Gerhard Fuchs: "Wir  wollen mit jeweils 40 bis 60 Folgen aus den renommiertesten  Zoologischen Gärten in verschiedenen Bundesländern die Zuschauer mit einem Herz für Tiere erfreuen und dabei die regionale Kompetenz als Trumpfkarte der ARD ausspielen.

Frankenpost - 5. Mrz. 2006
Schneechaos: Münchner Tierpark erstmals in Geschichte geschlossen
Der Münchner Tierpark Hellabrunn wurde am Sonntag erstmals in seiner knapp 100-jährigen Geschichte wegen extremer Witterungsverhältnisse ganztägig geschlossen. Der Winterdienst im Tierpark schaffe es nicht, die Gehwege von den Schneemassen zu befreien, sagte eine Sprecherin. Herabfallende Äste würden zudem Besucher gefährden. Die Tiere in Hellabrunn seien allerdings nicht in Gefahr. Sie dürften zunächst nicht mehr ins Freie, sondern müssten das Schneetreiben von drinnen beobachten.

Hamburger Abendblatt - 1. Mrz. 2006
Eintauchen in die Fledermaus-Welt
Kaum steht der Freßnapf, kommen sie auch schon angeflogen: flitternd, flatternde Fledermäuse. Pfeilschnell steuern sie durch das verglaste Gehege, immer haarscharf an einem ihrer hundert Artgenossen vorbei. "Sie haben den Fruchtbrei gerochen, jetzt orientieren sie sich", sagt Florian Gloza-Rausch (33), Leiter des neuen Fledermaus-Zentrums Noctalis. Die tropischen Brillenblattnasen-Fledermäuse haben sich gut in Segeberg eingelebt. Ansonsten wird in dem holzverkleideten Neubau direkt neben den Kalkberghöhlen bis zur offiziellen Eröffnung noch kräftig gewerkelt. 560 Quadratmeter auf vier Stockwerken umfaßt die interaktive Erlebnisausstellung, die Bad Segeberg zu Deutschlands Fledermaus-Metropole machen soll. Vor acht Jahren hatte die Stadt sich zum Bau des Zentrums rund um die nachtaktiven Flugakrobaten entschlossen. "Wir haben hier das größte deutsche Winterquartier in den Kalkberghöhlen mit 15 000 Fledermäusen", sagt Langethal. In Kooperation mit dem Nabu, der eine Landesstelle für Fledermausforschung in Segeberg betreibt, den Universitäten Kiel und Hamburg sowie dem Frankfurter Senckenberg-Museum entstand das Konzept für das knapp 1,7 Millionen-Euro-Projekt. "Wir sehen uns als Kompetenzzentrum", sagt Antje Langethal (45), Segeberger Referatsleiterin Planen, Bauen, Umwelt und Noctalis-Geschäftsführerin, die das Projekt vom Beginn begleitet hat. Neben Info-Tafeln und Filmen, unter anderem von einer Exkursion ins Fledermaus-Land Transsilvanien, gibt es eine künstliche Höhle, durch die man mit Taschenlampe streift und neben (künstlichen) Fledermäusen in einem Aquarium auch blinde Höhlensammler entdeckt.


Salzburger Nachrichten - 3. Mrz. 2006
Zoo wehrt sich gegen Vorwürfe
Der Zoo Salzburg hat die Stelle seines Tierarztes neu besetzt. Mit 1. April wird Sandra Langguth, bisher als Fachtierärztin für Zoo- und Wildtiere in Hannover tätig, in Salzburg beginnen. Vorwürfe, dass es bei der früheren Tierärztin zu Mobbing gekommen wäre, wies der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Zoo Salzburg Gemeinnützige GmbH, Karl Ludwig Vavrovsky, am Freitag bei einem Pressegespräch vehement zurück. Angesichts von Medienberichten sah sich Vavrovsky zu Klarstellungen gezwungen: Die kaufmännische Geschäftsführerin Sabine Grebner sei keineswegs überfordert. Er stelle sich voll hinter die Geschäftsführung, sagte der Aufsichtsrat. Warum die frühere Zootierärztin gekündigt worden war, wollte Vavrovsky nicht sagen. Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses sei fristgerecht und mit Zustimmung des Betriebsrates erfolgt. Die ehemalige Mitarbeiterin habe geklagt und den Vorwurf des Mobbings erhoben. Man werde sehen, was bei diesem Verfahren herauskomme, meinte Vavrovsky. Bei dem Pressegespräch klang durch, dass es zwischen der Zoo-Geschäftsführung und der gekündigten Tierärztin unterschiedliche Ansichten über Vorkehrungen gegen die Vogelgrippe gegeben habe. Die veterinärmedizinische Leitung habe Maßnahmen nicht umgesetzt, sagte Grebner. Mittlerweile seien alle Vorbereitungen getroffen worden. Es gebe Seuchenteppiche in den Gehegen sowie Notfallpakete, teilte Grebner mit.

ORF Salzburg - 4. Mrz. 2006
Grebner: "Unterschiedliche Ansichten"
In Salzburg ist noch kein Fall von Vogelgrippe bekannt. Alle elf im Labor untersuchten Wildvögel waren H5N1-negativ. Der Zoo Hellbrunn ist gegen die Tierseuche gerüstet. Nicht so glatt läuft es dort aber bei Personalfragen. Anne Roth war ein knappes Jahr lang Tierärztin im Zoo Hellbrunn. Nun wurde sie gekündigt. Als Grund nennt Tiergarten-Chefin Sabine Grebner unterschiedliche Ansichten über Vorkehrungen gegen Vogelgrippe. Tierärztin Roth weist die Vorwürfe heftig zurück. Alle erforderlichen Vorkehrungen seien getroffen worden, sagt sie. Unter anderem habe sie nach dem Vogelgrippe-Fall in der Steiermark veranlasst, alle Vögel im Salzburger Vogelpark einzusperren. Das sei nachweisbar, so Roth. Ausständig ist übrigens noch immer eine Entscheidung der Bundesregierung - ob Wildvögel in Österreichs Tiergärten vorbeugend geimpft werden sollen.  

07.03.2006 - DIE ZEIT
Umfrage: Deutsche haben Vertrauen in Zoos
Zwei Drittel (62,3 Prozent) der Deutschen glauben, dass die Tiere in deutschen Zoos artgerecht gehalten werden. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Magazins ZeitWissen. Dabei wird die Art der Haltung in jüngster Zeit verstärkt kritisiert. Insbesondere an der Haltung der
Elefanten scheiden sich die Geister.


Nachrichten.ch - 8. Mrz. 2006
Zoo Zürich verabschiedet sich von Schimpansen
Noch dieses Jahr verabschiedet sich der Zoo Zürich von seinen acht Schimpansen. Die ganze Gruppe zügelt in einen anderen Zoo. In Zürich bleiben die Gorillas und die Orang Utans. Wie Kurator Robert Zingg auf Anfrage sagte, ist seit Jahren klar, dass die Schimpansen nicht in Zürich bleiben können. Dies hänge mit dem Masterplan zur Zoo-Entwicklung zusammen. Die Menschenaffen sollen neue, grosszügige Anlagen erhalten. Vorgesehen ist eine neue Gorilla-Anlage auf dem neuen Zoo-Gelände. Das heutige Menschenaffen-Haus steht dann ganz den Orang Utans zur Verfügung. Dass der Abschied ausgerechnet den Schimpansen und nicht einer der beiden anderen Primatengruppen gilt, hat einen einfachen Grund: Die Schimpansen sind sozial sehr aktiv und ihre Haltung aufwendiger als jene ihrer Vettern.

NEWS-Networld - 8. Mrz. 2006
Makaberes Fest im Tiergarten Schönbrunn: Ausgerechnt im Aquarium Meerestiere serviert
Die Tierrechtsorganisation PETA prangert ein "makaberes Fest" im Tiergarten Schönbrunn an: Ausgerechnet im Aquarienhaus wurde ein Fischbuffet serviert. Lebende Fische, Garnelen, Hummer und Austern in den Aquarien des Zoos sahen dabei zu, wie ihre toten Artgenossen von den Gästen verspeist wurden. Auch Zoodirektor Helmut Pechlaner habe sich an Austern, Sushi und Hummer gelabt. "Ein Zoo, der bei der Besichtigung des Aquariums Fisch und lebend gekochte Hummer serviert, zeige dadurch nicht besonders viel Respekt für seine "Insassen". Hummer werden lebend in kochendes Wasser geworfen, das hat mit "Tierschutz" oder "Pädagogik", der eigentlichen Aufgabe eines Zoos, nichts mehr zu tun", so Dr. Breining, Meeresbiologin von PETA. Die Organisation habe sich ein weiteres Mal an Pechlaner gewendet und ihn gebeten, "in Zukunft auf solch makabre Feste im Aquarium zu verzichten". Denn schließlich seien den Gästen "bei der Führung durch das Elefantenhaus auch keine 'Elefanten-Häppchen' serviert worden".

NÖN Online - 1. Mrz. 2006
Karl: „Idee kostete mich nur ein müdes Lächeln“
Der Streit um die Problem-Affen - abgesehen von den Löwen die einzigen Bewohner des ansonsten verwaisten Safariparks Gänserndorf - geht weiter. Nachdem sich der Masseverwalter über die Räumungsklage der Gemeinde beschwert hatte, meldet sich nun SPÖ-Bürgermeister Johann Karl zu Wort: „Die war absolut notwendig, sonst ersitzt er sich dort das Recht und wir werden die Affen überhaupt nicht mehr los.“ Die Firma Baxter - die Affen stammen aus dem Labor in Orth - kann die Tiere auf keinen Fall zurücknehmen. Sie bezahlt aber die Pflege. Die Frage ist nur, wie lange noch. Bruckner: „Wenn kein Geld mehr da ist, müssen die Affen eingeschläfert werden.“ Der Masseverwalter bedauert, dass es keine Unterstützung von der Gemeinde gibt. Sollte der Masseverwalter die Tiere nicht loswerden, ist die Bezirkshauptmannschaft als zuständige Behörde gefordert. Die Löwen - sie werden vom Verein „Vier Pfoten“ betreut - müssen bis 2007 verschwunden sein.

Die Presse.com - 6. Mrz. 2006
U-Ausschuss zu Herberstein kommt
Der steirische Landtag wird bei seiner nächsten Sitzung am 14. März gleich zwei Untersuchungsausschüsse beschließen. Laut SP-Landeshauptmann Franz Voves wird seine Fraktion einen U-Ausschuss zum Thema Herberstein beantragen. Konkret geht es um per Verfügung von der damaligen VP-Landeshauptfrau Waltraud Klasnic genehmigte Landesförderungen für den oststeirischen Tierpark.

Salzburger Nachrichten
Zoo wehrt sich gegen Vorwürfe
Der Zoo Salzburg hat die Stelle seines Tierarztes neu besetzt. Mit  Sandra Langguth

ORF.at - Wien
Streit um Vogelgrippe-Schutz im Zoo
Der Zoo Hellbrunn ist gegen die Tierseuche gerüstet. Nicht so glatt läuft es dort aber bei Personalfragen.Während in Salzburg die meisten Tierärzte durch das Thema Vogelgrippe mehr als beschäftigt sind, hat eine Veterinärin gerade deshalb weniger zu tun. Anne Roth war ein knappes Jahr lang Tierärztin im Zoo Hellbrunn. Nun wurde sie gekündigt. Als Grund nennt Tiergarten-Chefin Sabine Grebner unterschiedliche Ansichten über Vorkehrungen gegen Vogelgrippe. Tierärztin Roth weist die Vorwürfe heftig zurück. Alle erforderlichen Vorkehrungen seien getroffen worden, sagt sie



Geflügelpest

Das "Enfant terrible" des deutschen Naturschutzes, Prof. Reichholf, meldete sich mehrfach mit äußerst interessanten Argumenten zu Wort:

Focus

Der Münchener Ornithologe Josef Reichholf sagte im FOCUS-Interview: "Das Geflügel kann sich über verseuchtes Fischmehl, das häufig Bestandteil von Futtermitteln ist, angesteckt haben." Weder das geografische noch das zeitliche Auftreten der Vogelgrippe stimme mit dem Vogelzug überein.

Die Welt - 6. März 2006

Neue Pest, alte Angst - Essay
von Josef H. Reichholf
Von der bisherigen Annahme, die Zugvögel wären schuld, rückt man ab; zögerlich zwar, aber unübersehbar. Ornithologen glaubten ohnehin nie daran, weil sich die Vogelgrippe quer zum Vogelzug von Ost nach West ausbreitet, nicht entlang der großen Flugrouten und zudem zu den falschen Zeiten. Das bei Rügen gelegene renommierte Friedrich-Loeffler-Institut geriet denn auch in Argumentationsnöte, als es die Infektion der Höckerschwäne auf Rügen den über 1000 Kilometer weiten Flügen von Singschwänen aus der hohen Tundra in Westrußland anlasten wollte. Denn wenn ein infizierter Schwan solche Strecken im Kraftflug bewältigen kann, sollte es nicht sonderlich ernst um die Virulenz des  Erregers stehen.Doch nach anderen Wegen für die Ausbreitung der Seuche wird nach wie vor viel zu zögerlich oder gar nicht ernsthaft geforscht. Dabei könnte der mit Abstand für die Massengeflügelhaltung gefährlichste Infektionsweg über das Futter verlaufen. Wie schon die vielen Fälle in Südostasien legt der Ausbruch der Vogelgrippe in einer geschlossenen Großfarm für Puten bei Lyon in Frankreich, wo Ende Februar über 11 000 Truthühner getötet werden mußten, diese Annahme nahe. Über die als Dünger weiterverwerteten Exkremente der Geflügelhaltung, die nach Ansicht der Virologen als Hauptquellen für die aktiven Viren anzusehen sind, können die Erreger auf die Fluren und in die Gewässer gelangen und dort offenbar sogar von Fischen aufgenommen und weiterverbreitet werden. Das geht aus den an Vogelgrippe gestorbenen, aber mit Fischen gefütterten Zibetkatzen in Vietnam hervor. Die Entwicklungen mit der Vogelgrippe in Ostasien passen viel besser zum Konzept, daß sich Wildvögel an infiziertem Hausgeflügel und dessen Hinterlassenschaften ansteckten - und nicht umgekehrt! Deshalb müssen wir wohl in Zukunft mit dem Vogelgrippe-Virus leben. Vielleicht tun wir das schon seit Jahren und wußten es bloß nicht. Weil tote Vögel, die es nach jedem strengen Winter in großer Zahl gibt, daraufhin nicht untersucht worden sind. Oder weil das Virus gesunden, kräftigen Vögeln weit weniger anhaben kann als dem zu Zigtausenden in der Massenhaltung zusammengepferchten Geflügel. Wer die Zugvögel für die Hauptverbreiter der Seuche hält, muß von der geringen Gefährlichkeit der Geflügelpest für freilebende Vögel und für den Menschen ziemlich überzeugt sein. Wer dagegen die Vogelgrippe für höchst gefährlich einstuft, sollte dringend nach anderen Infektionsquellen suchen.

Vogelwarte 43, 2005: 249–260
Hintergrundinformationen zur Vogelgrippe und Hinweise für Vogelkundler
Wolfgang Fiedler, Stefan Bosch, Anja Globig & Franz Bairlein
Sehr ausführlicher wissenschaftlicher Bericht mit massenweise Hintergrundinfos.
Nachzulesen auf den Webseiten des Vereins Sächsischer Ornithologen e. V. www.vso-ineret.de als PDF
Dort finden sich auch weitere interessante Artikel.

Im WDR-Wissenschaftsmagazin Q21
gab es einen Schwerpunkt "Vogelgrippe", hier kam u. a. Johann Mooij von der Biolog. Station Wesel zu Wort.
Für die Vogelzug-Verdächtiger und Panikschürer irritierende Fakten:
- 3000 tote Vögel auf Rügen, davon nur 80 infiziert
- in Vietnam lebten 45.000 Leute im direkten Infektionsbereich, 8000 hatten grippeähnliche Symptome, keine Todesfälle bekannt.
- H5N1 ist nicht neu: es wurde 1959(!) in Schottland gefunden - neu ist lediglich die asiatische Form.
Die Sendung wird Sa, 10:15 im WDR wiederholt, online ist leider nur der Extra-Bericht über
Vogelgrippe - das Geschäft mit der Angst

http://www.wdr.de/themen/gesundheit/krankheit/vogelgrippe/infobox/html.php


Der gesundheitspolitische Experte der SPD-Bundestagsfraktion, Wolfgang Wodarg, hat davor gewarnt, wegen der Vogelgrippe in Panik zu verfallen: www.inforadio.de

news aktuell - 1. Mrz. 2006
Ausbreitung der Vogelgrippe stellt Forscher noch immer vor ein ...
Vogelkundler rätseln gegenwärtig über die Ausbreitung der Vogelgrippe und fordern eine verstärkte Überwachung auch von gesunden Tieren. Es sei unbekannt, sagt Wolfgang Fiedler, Leiter des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell am Bodensee, warum manche Vögel sich leichter ansteckten als andere. Karl Eduard Linsenmair, Präsident der Gesellschaft für Tropenökologie, geht sogar einen Schritt weiter: "Noch steht überhaupt nicht fest, ob die Wildvögel das Virus tatsächlich verbreiten". Er könne durchaus verstehen, warum zurzeit Tiere gekeult würden und Wildvögel unter Verdacht stünden, sagt Heribert Hofer vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung und betont: "An Seehofers Stelle würde ich genauso handeln." Im Grunde aber stünden die Tötungsaktionen nicht auf sicherem wissenschaftlichem Boden. Im Gegensatz zum Hausgeflügel erkranken Wildvögel sehr selten an H5N1. In Hongkong, wo 1997 die Vogelgrippe unter domestiziertem Geflügel wütete, untersuchten Forscher 4700 Wildenten und fanden das Virus in gerade einmal sechs Tieren, die angeblich keine Krankheitssymptome gezeigt hatten. In Deutschland müsste man also "rund 800 gesunde Tiere beproben, um einen Virusträger zu finden", sagt Fiedler.  

06.03.2006 - DIE ZEIT
Neues ZEITdokument zum Thema Vogelgrippe: "Die Geschichte eines Seuchenzugs"
DIE ZEIT bringt in dieser Woche ein Sonderheft ZEITdokumente zum Thema Vogelgrippe auf den Markt. Diese Krankheit, vor einigen Wochen für viele noch eine abstrakte Nachricht, scheint immer näher zu rücken. Die Bilder und Neuigkeiten wirken bedrohlich - doch wie groß ist die Gefahr wirklich?


09.03.2006 - NABU
NABU: Ursachenforschung zur Vogelgrippe darf nicht in Sackgasse geraten
Der Naturschutzbund NABU hat davor gewarnt, sich bei der Bekämpfung der Vogelgrippe ausschließlich auf Wildvögel zu konzentrieren. "Die Ursachenforschung zur Ausbreitung der Geflügelpest darf nicht in eine Sackgasse geraten", sagte NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow.


06.03.2006 - Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz
Niedersachsens Geflügelzüchter fordern Abschuss von Katzen
"Von wenig Sachkunde zeugt die jüngste Forderung des Vorsitzenden des niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverbandes, Wilhelm Hoffrogge, streunende Katzen abzuschießen", erklärt die Geschäftsführerin der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN




Lübecker Nachrichten - 7. Mrz. 2006
Tierpark Ueckermünde öffnet nach Schließung wegen Vogelgrippe wieder
Knapp drei Wochen nach Schließung wegen der Vogelgrippe öffnet der Tierpark Ueckermünde an diesem Samstag (11.03.) wieder für Besucher. "Ein Teil unserer Tiere wurde untersucht, die Öffnung ist mit dem Veterinäramt abgestimmt", sagte Direktor Helge Zabka am Dienstag. Alle Untersuchungen bei Wassergeflügel seien ohne Befund geblieben. Der Tierpark hatte - als einziger Zoo im Nordosten - nach den ersten Fällen auf dem Festland am 20. Februar seine Pforten vorsorglich geschlossen.

Hamburger Abendblatt Online - 6. Mrz. 2006
Vogelpark Walsrode impft und öffnet
Der Saisonstart in Deutschlands größtem Vogelpark in Walsrode ist trotz des Auftretens der Vogelgrippe in unmittelbarer Nähe nicht gefährdet. "Wir wollen wie geplant nach der Winterpause am 11. März wieder eröffnen", sagte der Zoologische Leiter Dieter Rinke. Allerdings: "Wassergeflügel wie Enten, Gänse und Störche müssen erst mal im Gebäude bleiben." Rinke sagte, der Park habe beim niedersächsischen Landwirtschaftsministerium eine Ausnahmegenehmigung beantragt, um die teilweise sehr wertvollen Vögel impfen zu lassen. Er hoffe, daß in etwa vier Wochen fast alle Vögel zu besichtigen seien. Als Trost erhielten die Besucher im März Essensgutscheine im Wert von fünf Euro.

Nordkurier - 9. Mrz 2006
Adler und Eulen „genießen“ Vogelgrippe-Sonderrechte
Wachsame Ruhe herrscht derzeit in den meisten brandenburgischen Tierparks. Angesichts der Vogelgrippe verfolgen die Mitarbeiter die neuesten Nachrichten mit Spannung. „Die Angst ist da, aber keine Panik“, sagt der Leiter des städtischen Tierparks in Kunsterspring, Peter Mancke. Enten, Gänse und Hühner seien gemäß der Einsperrpflicht in zwei größeren Ställen untergebracht. Das sei gerade für die besonders freiheitsliebenden Schwimm- und Tauchenten schwierig, aber eben notwendig. Verletzte Vögel, die mitunter von Besuchern im Tierpark abgegeben werden, könnten wegen der Geflügelpest zurzeit allerdings nicht angenommen werden. Im Heimattiergarten Fürstenwalde sind Hühner und Fasane vorbeugend eingesperrt. Für Enten, Eulen und Greifvögel gelte aber eine „Sondergenehmigung bis auf weiteres“, erklärt Geschäftsführer Uwe Drewitz. Der Heimattiergarten beherbergt die größte Greifvogel- und Eulensammlung Brandenburgs. Volieren müssten nicht generell abgedeckt werden. Die Vögel seien bei der Balz und Brut. „Das funktioniert sonst nicht“, sagt Drewitz. Auch Thomas Streichan, Geschäftsführer im Wildpark Schorfheide, bleibt gelassen. „Bei uns gibt es nichts, was Federn hat“. Vom Zoo Eberswalde (Barnim), ebenfalls in der Nähe von Wandlitz und im Gegensatz zu Groß Schönebeck im Besitz diverser Vogelarten, war keine Auskunft zu den Auswirkungen der Geflügelpest zu bekommen. Direktor Bernd Hensch ließ lediglich mitteilen: „Alles unter Kontrolle.“

ORF Steiermark 9. Mrz 2006
Tierpark Herberstein öffnet in zwei Wochen
Aufatmen im Tierpark Herberstein und in umliegenden der Region: Nachdem die auf H5N1 getestete Ente negativ ist, wird der Tierpark in zwei Wochen öffnen. Auch die Bauern der Region sind erleichtert, dass die Schutzzone nun fällt. Zwei Mal wurde die Moschusente aus der Feistritzklamm in Mödling getestet, zwei Mal ergab der Test Vogelgrippe. Im EU-Labor Weybridge stellten die Experten allerdings fest, dass die Ente das gefährliche H5N1-Virus doch nicht in sich hatte. Bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), sprach man am Donnerstag von normaler Fehleranfälligkeit. Einer von tausend Tests liefere ein falsches Ergebnis.
Tierpark-Geschäftsführer Andreas Kaufmann: "Dadurch dass in den letzten Wochen alles konzentriert war auf Schutzmaßnahmen und auf Seuchenvorbeugungsmaßnahmen, sind wir mit den Vorbereitungen für die Öffnung des Tierparks etwas hinten nach. Der Park war ja für Außenstehende gesperrt, deshalb konnten die Firmen auch nicht hier arbeiten. Die Turbulenzen der letzten Wochen trägt der Tierparkleiter mit Fassung: "Herberstein ist nun der am Besten untersuchte Tierpark Österreichs". 

Bieler Tagblatt - 7. Mrz. 2006
Vogelgrippe: Tierpark Dählhölzli ist gerüstet
Die Vogelgrippe ist im Anflug. Im Tierpark Dählhölzli in Bern hat man alle erdenklichen Sicherheitsmassnahmen getroffen. Schliesslich seien all seine 150 gefiederten Tiere seit Wochen gegen das Virus geimpft und somit effektiv gegen eine mögliche Ansteckung geschützt. Der Tierpark als solcher bleibt jedoch gefährdet. Wildvögel scheren sich nicht um Umzäunungen und fliegen tagaus, tagein in die Gehege. Sollte sich unter ihnen ein Krankheitsfall befinden, der den Tierpark nicht mehr lebend verlässt, hätte der Tierpark Dählhölzli ein Problem. Das Krisenszenario für diesen Fall ist allerdings längst festgelegt und durchgespielt, erklärt Bernd Schildger. Das Seuchenset, bestehend aus Schutzanzügen, Masken, Brillen, Handschuhen, Säcken und Desinfektionsmitteln liege bereit.

ZDF Heute - 8. Mrz. 2006
Das Leiden im Vogelpark
Idyllisch am Rhein liegt der Vogelpark Biebesheim. Jetzt droht dem Park das Aus: Keine Besucher, kein Geld und keine Aussicht auf Besserung. Tausende Papageien, Sittiche, Kraniche, Störche und Kleintiere auf 20.000 Quadratmetern - aber es kommen keine Besucher mehr. Inzwischen ist der Vogelpark vorsorglich geschlossen, da dem Verein das finanzielle Risiko zu hoch ist. Sollte bei einem Kind das H5N1-Virus nachgewiesen werden, das irgendwann den Park besucht hat, würde der Verein den daraus wahrscheinlich resultierenden Rechtsstreit und die negative Publicity vermutlich nicht überleben, fürchtet der Vorstand. Als vor mehreren Jahren ein Kind von einem Affen gebissen wurde, entbrannte ein Verfahren, das den Verein mit einer Schuldenlast von einer Viertel Million Euro zurück ließ, so Rudolf Schmenger, der Schriftführer. Durch seine Popularität in der Region konnte Horst Zimmermann sich lange auf Spenden ortsansässiger Unternehmen verlassen. Aber die fließen nur noch spärlich, denn die Unternehmer drehen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten jeden Euro dreimal um.

Zoo: Für Impfung zu früh
Für Hobby- und Rassegeflügel will NRW-Landwirtschaftsminister Uhlenberg (CDU) eine Impf-Genehmigung gegen die Vogelgrippe einholen, für Zootiere gebe es sie bereits. Wir warten ab, heißt es aber z.B. aus dem Duisburger Zoo.

Freie Presse - 3. Mrz. 2006
Nandu-Trio darf ins Freie
Die drei Nandus im Limbach-Oberfrohnaer Tierpark dürfen wieder ins Freie. Für die südamerikanischen Laufvögel ist die Stallpflicht für Geflügel wegen der Vogelgrippegefahr aufgehoben worden. „Unsere Behörde hat eine Ausnahmegenehmigung erteilt“, so gestern Pressesprecherin Ilona Schilk vom Landratsamt Chemnitzer Land auf Anfrage.

Lübecker Nachrichten - 4. Mrz. 2006
Vogelparadies in der Zeit der Geflügelpest - Schaalsee im Visier
Im Biosphärenreservat suchen Ranger nach toten Vögeln. Im 302 Quadratkilometer großen Gebiet eine gigantische Aufgabe. Die bisher gefundenen Vögel starben aber nicht am Virus H5N1. Reiner Schmal sitzt in seinem Büro im Pahlhuus und zählt Kraniche. Ganz bequem geht das für den Sachbearbeiter für Artenschutz vom Sessel aus, denn gerade fliegt ein großer Schwarm vorbei. Bald werden sie irgendwo am Schaalsee rasten, weiterziehen und wiederkommen, und vielleicht wird dann der Virus und die Angst aus Schleswig-Holstein verschwunden sein. Jetzt aber suchen Ranger das Biosphärenreservat nach toten Vögeln ab. "Wir haben seit dem 15. Februar 24 tote Blässrallen, eine Silbermöwe, zwei Kormorane, einen Fuchs und einen verendeten Fischotter gefunden", sagt Schmal vom Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee. "Im Herbst haben wir 2000 Blässhühner gezählt", sagt der Zarrentiner. Und wenn er sich nicht irrt, haben nur 1200 den Winter überlebt. "Zumeist ist ein verendetes Tier nach zwei Tagen verschwunden", erklärt der Tierkenner. "Keines der von uns gefundenen Tiere wurde positiv getestet", sagt Schmal.

Rheinpfalz.de - 3. Mrz. 2006
Zoo in Estland nimmt wegen Vogelgrippe keine Wildhühner mehr auf
Wegen der Ausbreitung der Vogelgrippe in Europa nimmt ein Zoo in Estlands Hauptstadt Tallinn keine verletzten oder kranken Wildhühner mehr zur Behandlung auf. Weil die im Zoo lebenden Tiere geschützt werden müssten, sei dies ab sofort nicht mehr möglich.

 


Planung und Bau 

Segeberger-Zeitung - 1. Mrz. 2006
Neue Aquarien: Multimar Wattforum will Attraktivität steigern
Das Multimar Wattforum in Tönning will seine Attraktivität mit einer erweiterten Ausstellung steigern. Ein 5,2 Millionen Euro teurer Ausbau soll den Lebensraum der Meerestiere mehr als verdreifachen, sagte Multimar- Leiter Gerd Meurs bei der Präsentation der Pläne am Mittwoch. Die Aquarien sollen von bislang 150 000 Litern auf 500 000 Liter, und die gesamte Ausstellungsfläche um knapp ein Drittel auf insgesamt 3125 Quadratmeter vergrößert werden.

Hamburger Abendblatt Online - 7. Mrz. 2006
Ozeaneum live im Internet
Der Bau von Deutschlands größtem Meeresmuseum, dem Ozeaneum in Stralsund, kann jetzt live im Internet verfolgt werden. Die neue Internet-Präsentation informiert zudem über die geplanten Ausstellungen und Aquarien in dem rund 50 Millionen Euro teuren Bau mit knapp 10 000 Quadratmeter Nutzfläche. Das Ozeaneum soll 2008 öffnen.


Yahoo! Nachrichten - 2. Mrz. 2006
Wasser marsch im Münchner «Sea Life»
Sechseinhalb Wochen vor Eröffnung des neuen Münchner Großaquariums «Sea Life» sind am Donnerstag die mehr als 30 Becken geflutet worden. Wie Aquarium-Managerin Birgit Leitner sagte, sind für die insgesamt 48 Stunden dauernde Befüllung rund 700 000 Liter Leitungswasser nötig. Ab Ostern werden im Münchner «Sea Life» rund 10 000 Meerestiere und Süßwasserfische zu sehen sein. Um für die optimale Lebensqualität für Meeresbewohner wie Haie, Rochen oder Seepferdchen zu sorgen, müssten 20 Tonnen Spezialsalz beigemischt werden, betonte Chef-Aquarist Eric Jürgensen. Hauptwasserspeicher und zentrales Element des gesamten Versorgungssystems des «Sea Life» wird das 400 000 Liter fassende Mittelmeerbecken sein. Dieses können die Besucher durch einen Unterwassertunnel bestaunen.

Hannoversche Allgemeine Zeitung - 7. Mrz. 2006
Der Zoo erweitert seinen Dschungelpalast um einen Prunksaal
Der indische Dschungelpalast im Zoo Hannover wird gegenwärtig um einen Festsaal erweitert, an dem auch jeder Maharadscha seine Freude hätte. Die 700 Quadratmeter große und 900000 Euro teure Halle soll pünktlich zum Saisonstart am 25. März fertig sein. Durch große Glasscheiben haben die Besucher dann einen einzigartigen Blick auf das Gehege der Tiger. In erster Linie soll der außergewöhnliche Saal, der in der Region seinesgleichen sucht, jedoch als Veranstaltungsort für Feiern, Tagungen und Präsentationen aller Art genutzt werden. Er bietet für bis zu 400 Gäste Platz. VW Nutzfahrzeuge hat den Raum bereits für 28 Veranstaltungen zur Präsentation des gemeinsam mit Mercedes entwickelten Transportermodells „Crafter” gemietet. Bevor gefeiert werden kann, müssen letzte Arbeiten beendet werden. Die eigens aus Indien angereisten Künstler Panna Lal Jain und Adeesh Jain vom Unternehmen „Art of Legend India” sind gegenwärtig noch dabei, die Wände und Säulen des Saales mit Blüten, Blumen und Ornamenten ganz im Stil des Subkontinents zu verzieren. Die äußeren Wände werden zwölf große Wandgemälde zieren, die Szenen aus dem Leben der Maharadschas zeigen. An diesen mannshohen Bildern arbeiteten 75 indische Künstler.


Die Presse - 5. Mrz. 2006
Garagen-Pläne im Tiergarten
Mit einem neuen Plan zur Entschärfung der Parkplatz-Probleme rund um den Schönbrunner Zoo lässt Hietzings Bezirksvorsteher Heinz Gerstbach aufhorchen: Er tritt für den Bau einer öffentlichen Garage bei der unteren Maxingstraße auf Höhe der Trautmansdorffgasse ein. Diese Tiefgarage solle aber auf dem Gelände des Tiergartens errichtet werden, fordert Gerstbach im Gespräch mit der "Presse". Tiergartenchef Helmut Pechlaner steht dem Garagenplan offen gegenüber. "Es ist eine Idee, die ich prinzipiell nicht schlecht finde. Aber die Frage ist - wer zahlt?" Auf jeden Fall wird es demnächst Gespräche zwischen Gerstbach, Pechlaner und dem Garagen-Koordinator der Stadt Wien geben, wo es um mögliche Betreiber geht. Auf jeden Fall sollte rasch eine Lösung gefunden werden, denn der Tiergarten Schönbrunn breitet sich räumlich aus und erhofft sich noch mehr Besucher: Das Alte Palmenhaus, das zwischen Maxingstraße und Tiergarten liegt, wird - voraussichtlich ab Sommer/ Herbst - generalsaniert. Dort soll dann ein Orang-Utan-Gehege, ein Mehrzwecksaal sowie eine Zooschule untergebracht werden. Was Pechlaner besonders freut, ist der Umstand, dass die Stadt Wien ein Drittel der knapp zehn Millionen Euro teuren Sanierung übernimmt. In der Maxingstraße wird ein neuer öffentlicher Eingang in den Tiergarten entstehen. Ungelöst ist dabei aber das Problem der Busse, die dort Besucher aus- und einsteigen lassen werden. Pechlaners Vorschlag: Man könne in diesem Bereich die Tiergartenmauer auf eine bestimmte Länge entfernen, den Gehsteig auf das Gelände des Tiergartens verlegen und somit Platz für eine eigene Bus-Haltespur schaffen.

Zoo Hasel wird in Streichelzoo umgewandelt
Aargauer Zeitung - Switzerland
Der von Tierschützern jahrelang bekämpfte Zoo Hasel wird in einen Streichelzoo umgewandelt.

Ein Riesenrad am Bahnhof Zoo
meinberlin.de - Berlin,Germany
Berlin kann weiter auf den Bau des mehr als 170 Meter hohen Riesenrades am Zoo hoffen. Das Vorhaben sei noch nicht auf Eis gelegt

Die Zeit für das Riesenrad am Zoo läuft ab
Tagesspiegel - Germany
Die Investoren des geplanten Riesenrades am Zoo erwägen ihren Rückzug, falls die Berliner Verwaltung nicht bald über das Projekt entscheide

Riesenrad am Berliner Zoo: Investoren läuft Zeit weg
Berliner Morgenpost - Berlin,Germany
Von Gilbert Schomaker. Die Verhandlungen um ein Riesenrad am Bahnhof Zoo kommen in die Endphase.




Aktionen

wienweb.at - 5. Mrz. 2006
Rettet die Nashörner
Ab Montag bietet der Tiergarten Schönbrunn viel Wissenswertes über das Nashorn. In der Aktionswoche bis 12. März finden Führungen und eine Ausstellung statt - alles zugeschnitten auf die interessante, leider auch bedrohte, Tierart. So erfährt man, "welches Nashorn zwei Hörner hat, welche natürlichen Feinde sie haben und vieles mehr", erklärte Zoodirektor Helmut Pechlaner nun gegenüber Radio Wien. Demnächst wird im Tiergarten eine neue Panzernashorn-Anlage eröffnet. Aus diesem Anlass bietet der Zoo den "Spezialkurs" in Sachen Nashörner. Bei einer Ausstellung im Katzenhaus sind naturgetreue Modelle des Spitzmaulnashorns zu sehen. Sie informiert über fünf bedrohte Arten und Schutzprojekte. Die Aktionswoche findet nämlich im Rahmen der Aktion "Rettet die Nashörner" statt.

Hamburger Abendblatt - 3. Mrz. 2006
Wildpark - Winterwetter ist Wolfswetter
Ob als Raubtier gefürchtet oder als Sinnbild für Mütterlichkeit verehrt - das Verhältnis zwischen Mensch und Wolf spiegelte schon immer ein Wechselbad der Gefühle wider. Einen Beitrag zur Klärung vieler Mißverständnisse und unbegründeter Ängste will der Wildpark Lüneburger Heide mit den "Wolfstagen" leisten. Am Sonnabend, 11. März, und Sonntag, 12. März, haben Besucher die Möglichkeit, die Wölfe des Parks "näher kennenzulernen".

Businessportal24 - 9. Mrz 2006
Aktuelles aus dem Zoo Landau
Mit einem neuen Informationsangebot für Freunde, Tierparten und Förderer des Zoo Landau in der Pfalz setzt der Zoo seine „Service-Offensive 2006“ fort. Per Email können sich Zoofreunde ab sofort in regelmäßigen Abständen über die neuesten Begebenheiten wie Tiergeburten, Sonderveranstaltungen, Vorträge oder geplante und abgeschlossene Baumaßnahmen informieren lassen. Zusätzlich wird es Neues zu bestimmten Tierarten oder Tierpersönlichkeiten geben und die einzelnen Reviere und Arbeitsbereiche des Zoos mit ihren Mitarbeitern werden sich ebenfalls vorstellen.

MVregio - 9. Mrz 2006
Zoo: Männerhaus für Geparden zu besichtigen
Rostock. Tag der offenen Tür am 19. März mit Führungen und Kinderprogramm Im Oktober des vergangenen Jahres wurde im Zoo Richtfest gefeiert, schon in diesem Frühsommer werden die Geparden in ihr neues Domizil einziehen. Die Besucher sind eingeladen, sich am 19. März vor Ort ein Bild zu machen und Antworten zu erhalten. Von 10.00 bis 16.00 Uhr stehen Baustellenführungen und Gesprächsrunden über diese interessanten Katzen auf dem Programm.

presse-service.de - 3. Mrz. 2006
Enten und Mufflons in der Sonntagsschule
Am Sonntag, 19. März, haben Schulkinder bis zu zwölf Jahren die Möglichkeit, in einer etwa einstündigen Veranstaltung Muffelwild und Enten im Heimat-Tierpark Olderdissen kennen zu lernen. Veranstalter ist die Sonntagsschule des Förderkreises ‚Lernort Natur’.

 

Nachwuchs 
 
Berliner Morgenpost - 8. Mrz. 2006
Traumtyp mit Streifen
Sie wollen sich verlieben? Kein Problem. Gehen Sie im Tierpark ins Alfred-Brehm-Haus. Dort finden sie Darius. Mit gerade mal sieben Wochen ist er noch klein und kuschelig, aber jetzt schon frech und übermütig und bald ein großer Sibirischer Tiger. Am 21. Januar kam Darius auf die Welt. Vater Sandor war bei der Geburt dabei und kümmert sich auch jetzt aufmerksam um seinen Sohn. Ein bisschen mehr Betüddelung hat der kleine Tiger auch verdient. Mit gerade mal zwei Wochen zog er plötzlich das linke Hinterbein nach und schrie bei Berührung auf. Er wurde geröntgt. Die Diagnose: Oberschenkelhalsbruch. "Wahrscheinlich waren die Eltern beim Liebesspiel etwas unvorsichtig", sagt Tierpfleger Detlev Jany. Weil es aber ein glatter Bruch war, wurde von einer Behandlung abgesehen. Und tatsächlich heilte der Bruch innerhalb weniger Tage. Inzwischen springt Darius durchs Gehege, als wäre nichts geschehen.


Liechtensteiner Vaterland - 1. Mrz. 2006
Junger Kamelhengst im Zoo Zürich
Im Zoo Zürich ist vor einer Woche ein Kamel zur Welt gekommen: Der kleine Gambaj entwickelt sich prächtig. Über einen Meter hoch und 46 Kilogramm schwer sei der Hengst inzwischen, wie Zoo-Kurator Robert Zingg sagte. Noch leben er und seine Mutter Urga von der Familie getrennt.

mephisto 97.6 - 3. Mrz. 2006
Beobachtung der Lippenbärenjungen im Zoo per Monitor
Die beiden Lippenbären kamen kurz vor Weihnachten zur Welt. Bärenmutter Ludmilla hat sich seitdem mit ihrem Nachwuchs in die so genannte Mutterstube zurückgezogen. Dort hat der Zoo jetzt eine Kamera installiert.

Berliner Morgenpost - 4. Mrz. 2006
Skandal im Skudden-Stall: Frühreifer Sohn sticht Vater aus
Es war der Sonntag vor vier Wochen und die Tierpfleger im Tierpark-Streichelzoo staunten nicht schlecht. Da stand ein kleines Skudden-Lämmchen inmitten seiner Herde und beschaute sich die Welt, die für seinen Geschmack eindeutig zu kalt und zu unfreundlich daher kam. Wenigstens blieb es nicht allein. Schon in der nächsten Nacht folgte ein weiteres Lamm. Und seitdem erkunden der kleine Bock, erkennbar am braunen Fleck im Nacken, und seine große Schwester das Gehege. Geplant waren sie nicht. Normalerweise darf der erfahrene Bock im Oktober zu seiner Herde und dort Nachwuchs zeugen, weshalb die Tierpark-Mitarbeiter diese Zeit auch "Bocktober" nennen. Geschieht alles planmäßig, kommen die Lämmer fünf Monate später und damit pünktlich zu Ostern zur Welt. Bei den Skudden, die übrigens kleinwüchsige weiße Hausschafe aus dem Baltikum sind, kam im vergangenen Herbst jedoch einer seiner Söhne dem schon ungeduldig nebenan wartenden Vater in die Quere. Zumindest zwei Schafe waren dem Werben des knackigen Skudden-Teenies nicht abgeneigt - und können ihren Nachwuchs jetzt schon stolz präsentieren.



Basler Zeitung
Basler Tierpark Lange Erlen wieder offen
Der nach den enormen Schneefällen vom Wochenende geschlossene Tierpark Lange Erlen in Basel ist am Mittwoch wieder geöffnet worden. Eine neu gebaute Anlage ist von der Schneelast allerdings teilweise zerstört worden. Die neugebaute Anlage für Feldhasen, Rebhühner und Steinkäuze hätte von den Tieren kommende Woche bezogen werden sollen.

Kölner Stadt-Anzeiger - 7. Mrz. 2006
Dortmunder Zoo trauert: Faultier «Hugo» friedlich entschlafen
Eines der ältesten Zweifingerfaultiere weltweit, «Hugo» aus dem Dortmunder Zoo, ist mit etwa 30 Jahren gestorben. Bereits am Sonntag sei «Hugo» in den Armen eines Tierpflegers friedlich eingeschlafen, berichtete der Zoo am Dienstag. Das Zweifingerfaultier galt als Vaterfigur seiner sechs Artgenossen in Dortmund - diese Rolle soll nun Faultier «Florian» übernehmen.

Sachsen Fernsehen Chemnitz - 7. Mrz. 2006
Trauer um Grizzly-Bärin Kitty
Die Grizzly-Bärin Kitty aus dem Tierpark Chemnitz lebt nicht mehr. Die alte Bären-Dame wurde am Dienstag nach einer mehrwöchigen Erkrankung des Bewegungsapparates eingeschläfert. Der Krankheitsprozess begann schleichend. Zunächst war nur ein leichtes Hinken erkennbar, später schleifte sie das rechte Hinterbein beim Gehen hinterher und sackte immer wieder zusammen. Therapien schlugen nicht an. Um die genaue Ursache für die Erkrankung zu erfahren, wird die Bärin an der Universität Leipzig in der Veterinärpathologie obduziert.

Sachsen Fernsehen Chemnitz - 8. Mrz. 2006
Bären-Nachfolge im Tierpark
Nach dem Tod der Grizzly-Dame Kitty soll schon bald wieder Leben im Bärengehege einziehen. Der Chemnitzer Tierpark plant, sich an einem Artenschutzprogramm zu beteiligen und ein Zuchtpärchen nach Chemnitz zu holen. In Frage kommen zum Beispiel asiatische Brillen- oder südamerikanische Lippenbären. Die Grizzly-Bärin Kitty, die seit fünf Jahren allein im Gehege wohnte, musste am Dienstag nach schwerer Krankheit eingeschläfert werden.

NDR Online - 8. Mrz. 2006
Schildkröten im Meeresmuseum erhalten männliche Gesellschaft
Die Zeit der Einsamkeit ist für die Unechten Karettschildkröten im Deutschen Meeresmuseum in Stralsund vorbei. Bislang mussten die vier Weibchen der Meeresschildkröten ohne männliche Artgenossen auskommen. Das Museum teilte am Dienstag mit, dass eine männliche Unechte Karettschildkröte aus dem polnischen Gdynia jetzt in das Aquarium zu den weiblichen Tieren gelassen wurde. Zuvor wurde das Tier medizinisch untersucht und musste einige Wochen in Quarantäne bleiben.


B.Z. - 1. Mrz. 2006
Bokito wird stolzer Vater!
Unser Berliner Export-Gorilla Bokito (9) hat's bewiesen: Er ist ein richtiger Mann! Im Rotterdamer Zoo hat er zwei Weibchen geschwängert - und so vielleicht seine Verschiffung in den Horror-Zoo von Shanghai verhindert!

Sachsen Fernsehen Chemnitz - 8. Mrz. 2006
Neue Wölfin im Tierpark Hirschfeld
Der Tierpark Hirschfeld hat eine neue Bewohnerin. Wölfin Dana hat am Freitag das neue Gehege mit Junior, den im Tierpark geborenen Wolf bezogen. Die Wölfin kam Mitte letzter Woche aus einem Forschungszentrum in Kiel nach Hirschfeld. Die beiden verstanden sich auf den ersten Blick und im Tierpark wird gemunkelt, dass beide schon am Nachwuchs basteln.

sz-online - 3. Mrz. 2006
Kaiman ,Sammy‘ geht zurück in den Westen
Einer der prominentesten Vogtländer muss gehen: Brillenkaiman „Sammy“, der 1994 mit seinem Baggersee-Ausflug bundesweit bekannt geworden war, verlässt den Tierpark Falkenstein und zieht in den Reptilienzoo Renz bei Frankfurt/Main. Seine Unterkunft in Falkenstein war zu klein geworden. Aus seinem Pool wird dann ein Terrarium für zwei Grüne Leguane.

Berliner Zeitung - 7. Mrz. 2006
Geklaute Vögel in Gemüsekiste ausgesetzt
Vor eineinhalb Wochen waren acht exotische Vögel aus dem Tier- und Freizeitpark Germendorf (Oberhavel) gestohlen worden. Zwei Artgenossen, die die Diebe offenbar in der Voliere übersehen hatten, blieben allein zurück. Die Fahndung der Polizei nach den Tieren blieb erfolglos. Auch ein Mithilfeersuchen in der RBB-Fernsehreihe "Täter-Opfer-Polizei" am Sonntag führte nicht auf die Spur der Täter. Stattdessen, so ist sich Tierpark-Juniorchef Hans-Dieter Eichholz sicher, hat der TV-Fahndungsaufruf dazu geführt, dass "die Diebe kalte Füße bekommen haben". Denn die wertvollen Sittiche wurden ausgesetzt - eingesperrt in zwei Gemüsekisten aus Plastik, die wegen der Kälte mit Filz umwickelt waren. Die Kisten standen am Montagmorgen vor einem Haus in Rheinsberg.


HaffZeitung - 9. Mrz 2006
Marderhund-Pärchen nun komplett
Neu im Tierpark Ueckermünde sind die Marderhunde. Seit kurzem ist das Paar komplett. Ebenfalls neu ist das Zebra, das vor wenigen Tagen aus dem Zoo Eberswalde in den Tierpark Ueckermünde kam. Für die Bennettkängurus konnte ein wesentlich größeres Gehege bereitgestellt werden, daher sind sie umgezogen.

Hamburger Abendblatt - 3. Mrz. 2006
Hagenbeck - eine Volkszählung mit Hindernissen
Thai ist gerade mal eineinhalb Jahre alt - und wiegt schon fast so viel wie ein Kleinwagen. Der junge Elefant bringt stolze 714 Kilo auf die Waage. Gemeinsam mit seiner Mutter Thura (4172 kg) und seiner Tante Shandra (3910 kg) mußte er gestern auf einer speziellen Waage zeigen, was in ihm steckt: Inventur im Tierpark Hagenbeck. Größe, Gewicht, Alter, Bestand - wie jedes Jahr zum Saisonbeginn wird bei Hagenbeck rund vier Wochen lang gemessen, gewogen und gezählt.

sz-online - 7. Mrz. 2006
Frackträger unterm Lesegerät
Im Zittauer Tierpark gibt es zweimal im Jahr eine Inventur. Jetzt waren die sechs Pinguine an der Reihe. Am Jahresanfang und im Sommer kommen alle Parkbewohner auf die Waage. Vom Lungenfisch bis zum Känguru wird jedes Tier gezählt.

Die Welt - 7. Mrz. 2006
Rüssel im Schnee
Schnee statt Wüstensand finden zwei Elefanten in "ihrer" Außenanlage im Opel-Zoo von Königstein vor. Die grauen Riesen scheinen sich in der "weißen Wüste" ganz wohl zu fühlen und drehen ihre Runden.

Tages-Anzeiger Online - 3. Mrz. 2006
Warum Kultur schlau macht
Die Früchte des Neesia-Baums im indonesischen Urwald enthalten zwar fettreiche Samen, doch sie sind durch scharfe Haare geschützt, die zu sehr schmerzhaften Verletzungen führen, wenn man sie berührt. Kein Problem für den Orang-Utan, den Carel van Schaik auf Sumatra beobachtete. «Mit einem Holzstöckchen im Mund brach der Affe die Samen aus der Frucht», erzählt der Direktor des Anthropologischen Instituts der Universität Zürich. Weitere Mitglieder der Orang-Utan-Gruppe benutzten ebenfalls ein Stöckchen als Werkzeug, um an die schmackhafte Nahrung zu gelangen. Doch nicht so Orang-Utans, die Forscher an anderen Stellen auf Sumatra oder Borneo beobachteten. Dafür haben die Wissenschaftler nur eine Erklärung: Einer der Affen hat die Technik erfunden, die anderen haben sie von ihm gelernt und an die Nachkommen weitergegeben. Über die Kultur bei Menschenaffen diskutierten Van Schaik und Kollegen aus Grossbritannien und den USA kürzlich am Jahrestreffen der Amerikanischen Vereinigung für Wissenschaftsförderung (AAAS) in St. Louis, Missouri. Bei Schimpansen in freier Wildbahn kennt man inzwischen über 40 Verhaltensmuster, die erlernt und nicht vererbt sind. Bei Orang-Utans sind es zwei Dutzend. Doch erst im letzten November berichteten Forscher erstmals über den Gebrauch von Werkzeugen bei frei lebenden Gorillas. Ein Gorillaweibchen im nördlichen Kongo prüfte mit einem Ast die Tiefe eines Wassertümpels, ein anderes benutzte einen Baumstrunk als selbst gemachte Brücke über einen Sumpf. Weil es nur wenige Daten über Gorillas in freier Wildbahn gibt, machte Tara Stoinski vom Zoo Atlanta eine Umfrage bei US-Zoos, die diese Menschenaffen in Gefangenschaft halten. Das Ergebnis von 25 Affengruppen mit insgesamt 370 Tieren: Je nach Gruppe brauchen die Gorillas verschiedene Signale zur Kommunikation untereinander, sie benutzen Werkzeuge unterschiedlich, oder sie machen es sich auf andere Art bequem. Stoinski zählte insgesamt 48 Variationen im kulturellen Verhalten.

Bocholter-Borkener Volksblatt - 3. Mrz. 2006
Managerqualitäten bei Affen entdeckt
Anzüge tragen sie in der Regel nicht, doch auch ohne Krawatte und Dienstwagen können sich Schimpansen wie kleine Manager verhalten. Wissenschaftler fanden heraus, dass die Affen Produktivität und Effektivität richtig einschätzen können. Sie erkennen etwa, wann sie Hilfe brauchen und suchen sich dann die besten Helfer. "Niemals zuvor haben wir bei Tieren ein so hohes Maß an Verständnis für kooperatives Handeln festgestellt", sagte die Max-Planck-Forscherin Alicia Melis vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Verhaltensforschung in Leipzig. "Wir fanden heraus, dass Schimpansen besonders effektive Helfer bevorzugen." Die Affen mussten bei den Experimenten in Uganda an verschieden langen Seilen ziehen, um an ein mit Futter beladenes Holzbrett zu kommen. War das Seil zu weit entfernt, holten sich die Schimpansen gezielt andere Artgenossen aus dem Nebenraum zu Hilfe. Dabei erinnerten sie sich genau, wer ein guter und wer ein schlechter Helfer gewesen ist. Schlechte Helfer holten die Affen kein zweites Mal zur Unterstützung.



Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

N
iederländische Meldungen

Dierennieuws – 7. März 2006
Arguswarane im Tierpark De Oliemeulen geschlüpft
Argusvaraan geboren in dierenpark De Oliemeulen
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200603/nw41280.htm
Im Tierpark De Oliemeulen in Tilburg sind vier Arguswarane geschlüpft.
 
Dierennieuws – 4. März 2006
Fische emigrieren
Vis gaat emigreren
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200603/nw41206.htm
Das von einem acht Meter langen Tunnel durchquerte Nordsee-Becken des SeaLife-Centers Scheveningen wird in ein tropisches Becken umgewandelt. Die bisherigen Bewohner werden dazu in deutsche SeaLife-Center sowie in den Rotterdamer Zoo gebracht.
 
Dierennieuws – 4. März 2006
Nashörner zufrieden mit privater Höhensonne
Neushoorns tevreden over privéhoogtezon
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200603/nw41202.htm
Die Nashörner des Noorder Dierenpark Emmen scheinen die im letzten Jahr installierte Höhensonne in ihren Ställen zu genießen. Sie haben seit der Installation weniger Hautprobleme, die besonders im Winter aufgrund der geringen Sonnenstrahlung auftreten können. Was nun noch fehlt, ist ein Schlammbad, welches im Stall geboten werden kann.
 
Ouwehands Dierenpark Rhenen – 6. März 2006
Weltpremiere in Rhenen – Eisbärendrilling erstmals für Besucher zu sehen
Wereldprimeur in Ouwehands Dierenpark Rhenen - IJsbeerdrieling voor het eerst naar buiten
Am 10. März werden die am 26. November 2005 geborenen Eisbärendrillinge im Ouwehands Dierenpark Rhenen erstmals dem Publikum präsentiert. Es ist das erste Mal, dass in einem Zoo drei Eisbären-Jungtiere aufgezogen wurden.
 
Wildlife Magazine – 2. März 2006
Wildlife Magazine sucht bemerkenswerteste Nase der Niederlande
Wildlife Magazine zoekt de Opmerkelijkste Neus van Nederland
Zeitgleich mit der EAZA-Nashornkampagne sucht das niederländische Wildlife Magazine die Person mit der bemerksenswertesten Nase der Niederlande. Der Gewinner der Aktion darf zwei Wochenlang Nashorn-Rangern in Südafrika unter die Arme greifen.


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Zoos  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Tierpark Chemnitz, 09.03.2006
Ganz in Weiß - weiblicher Neuzugang bei den Eisfüchsen

Seit Dienstag gibt es wieder einen weißen Eisfuchs im Tierpark. Nachdem im letzten Jahr das Weibchen verstorben war, lebte der Rüde, ein Mischling zwischen Weiß- und Blaufuchs, eine Zeitlang allein. Nun hat er eine neue Gefährtin bekommen, die im weißen Winterfell aus einem ungarischen Zoo angereist ist. Der Tierpark hofft nun, dass sich beide gut vertragen und auch für Nachwuchs sorgen. Die Tiere wechseln zweimal im Jahr das Fell als Anpassung an den Lebensraum und damit auch die Farbe: Der Weißfuchs ist seinem Namen nach im Winter ganz weiß, der Blaufuchs dagegen hat meist ein graublaues Winterfell. Beide sind im Sommer grau bis braun.

Thüringer Zoopark Erfurt,  09.03.2006
Hundespaziergang im Zoopark

Am 19. März ist es wieder soweit: der Zoopark und die Hundeschule „Passion“ aus Weimar-Schöndorf laden ein zum Zoospaziergang mit dem vierbeinigen Freund. Los geht es um 10 Uhr am Zooplan. Nicht nur für den Vierbeiner gibt es Spannendes und Neues zu entdecken. Unter der fachlichen Führung von Zoodirektor Dr. Neuschulz  kann man Interessantes und Erstaunliches rund um das Thema Wild- und Haushunde an verschiedenen Stationen im Zoo erfahren.

Arche Warder,  09.03.2006
Frühlingserwachen in der Arche Warder
Rege Bautätigkeit / Restaurant-Neueröffnung / Lämmersaison hat begonnen

Die Arche Warder bereitet sich mit Macht auf die neue Saison vor. Trotz Schnee und Eis sind in Europas größtem Tierpark für seltene und vom Aussterben bedrohte Nutztiere jetzt die Arbeiten voll im Gange, um für die Saison notwendige Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen, neue Wege und Koppeln anzulegen oder Vorbereitungen für größere Baumpflanzaktionen Anfang April zu treffen.  Im Restaurant des Tierparks wird eifrig umgebaut, gestrichen und montiert. Das Lokal mit 60 Innen- und 100 Außenplätzen wird ab 19. März wieder in Betrieb genommen und jetzt in Eigenregie der Arche Warder betrieben. Günstige, aber trotzdem leckere und frisch zubereitete regionale und saisonale Speisen sollen die Gäste des Tierparks verwöhnen. Dazu gehören auch Angebote mit Fleisch und Wurstprodukten aus dem Bestand der Arche Warder und selbstgebackener Kuchen. Die bisherige Eingangshalle des Tierschauhauses wird bis Ostern zu einem Ausstellungsraum umgestaltet. Hier können sich Besucher dann detailliert über die Arbeit und das Konzept der Arche Warder sowie das Engagement der Umweltschutzorganisation Greenpeace für den Tierpark informieren. Das Haus der Natur im Zentrum des Parks kann ab dieser Saison endlich von der Arche Warder genutzt und betrieben werden und wird im Laufe des Frühjahrs wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bei den Tieren hat die Lammsaison begonnen. Im Laufe des März sollen fast alle 100 Schaf-Muttertiere ihre Lämmer zur Welt bringen. Die Girgantana-Ziegen haben bereits im Januar ihre Lämmer bekommen. Während die Walliser jetzt nachziehen, warten die Pfleger nun auf die Lämmerei bei den übrigen Ziegen. Die ersten Kühe haben draußen in Schnee und Kälte ihre Kälber zur Welt gebracht, die alle wohlauf sind. Ab Mai werden dann die Pferde ihre Fohlen bekommen. Das Geflügel bleibt im Tierpark unter Dach und ist zum Teil außerhalb der Arche Warder in sicheren Ställen untergebracht, um es vor der Vogelgrippe zu schützen.  Das erste große Ereignis in diesem Jahr wird am 26. März das Fest „Frühlingserwachen“ sein. Viele der Tiere, die über den Winter im sicheren und geschützten Winterquartier außerhalb des Parks untergebracht waren, ziehen an diesem Sonntag um 11 Uhr und um 14 Uhr geschmückt und mit musikalischer Begleitung wieder in den Park ein: Pferde, Rinder, Schafe mit ihren Lämmern, Ziegen und das neue Maskottchenschwein „Renate“, ein rotbuntes Husumer, das von einem Auszubildenden des Tierparks mit der Flasche groß gezogen wurde.

Naturschutz-Tierpark Görlitz,  09.03.2006
Schafschur und Hilfe für den Osterhasen im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Auch wenn es derzeit draußen noch weiß ist, der Frühling kommt bestimmt. Nicht nur zu Hause steht der Frühjahrsputz an. Im Tierpark kommen dabei die Schafe nicht ungeschoren davon. Am 12. März ab 14.30 Uhr bekommen die vier Rauhwolligen Pommerschen Landschafe „Oscar“, „Anna“, „Hanna“ & „Selma“ während der alljährlichen Schafschur im Haustierstall einen neuen Kurzhaarschnitt. Herr Elsner aus
Uhsmannsdorf wird wie jedes Jahr dafür eine traditionelle Handschere benutzen. Bleibt zu hoffen, dass es bald warm wird, damit die Schafe mit ihrer „Kurzhaarfrisur“ nicht frieren. Nach der Schafschur, um 16.00 Uhr steht die Tür des Brutraumes offen. Hier kann sich jeder über den Stand der Vorbereitungsarbeiten für den Osterhasen überzeugen, denn auch das Osterfest naht mit großen Schritten. Die Brutschränke sind gefüllt. Beim Durchleuchten der Eier kann man sich die Entwicklungsstadien der Küken im Ei ansehen und vielleicht auch schon einmal ein Küken in die Hand nehmen. Keine Angst, da die Küken im Brutapparat schlüpfen und im Brutraum bleiben, sind sie gesund! Ein Risiko, die Vogelgrippe zu bekommen, besteht nicht!

Stadtverwaltung Landau,  09.03.2006
Aktuelles aus dem Zoo Landau in der Pfalz per Email - die erste „Zoo-Infopost“ wurde versendet

Mit einem neuen Informationsangebot für Freunde, Tierparten und Förderer des Zoo Landau in der Pfalz setzt der Zoo seine „Service-Offensive 2006“ fort. Per Email können sich Zoofreunde ab sofort in regelmäßigen Abständen über die neuesten Begebenheiten wie Tiergeburten, Sonderveranstaltungen, Vorträge oder geplante und abgeschlossene Baumaßnahmen informieren lassen. Zusätzlich wird es Neues zu bestimmten Tierarten oder Tierpersönlichkeiten geben und die einzelnen Reviere und Arbeitsbereiche des Zoos mit ihren Mitarbeitern werden sich ebenfalls vorstellen. Neben der kontinuierlich aktualisierten, informativen Zoo-Homepage (www.zoo-landau.de) nutzt der Zoo mit der Infopost per Email eine weitere Möglichkeit des Internets. Viele positive Rückmeldungen auf die erste „Infopost“ erhielt der Zoo bereits und man freut sich über weitere Anmeldungen zur Aufnahme in den Email-Verteiler - natürlich gerne per Email. Wer Interesse an den regelmäßig erscheinenden Ausgaben der „Zoo-Infopost“ hat, sendet bitte eine Email mit einer Einverständniserklärung an den Zoo Landau unter: heike.pfalzer@landau.de

Tiergarten Heidelberg,  09.03.2006
Keine Gefahr im Zoo

Viele Menschen sind verunsichert. Eine gestorbene Ente wird zur Top-Nachricht in der Presse.
Abseits aller gerechtfertigten Vorsichtsmaßnahmen zeigt dies Auswirkungen auf den Zoo. „Was, Du willst im Zoo arbeiten, gerade jetzt?“ bekam neulich eine Mitarbeiterin zu hören. In der Zooschule fragen Eltern, ob Sie ihre Tickets für das Ferienprogramm der Osterferien zurück geben können – wegen Vogelgrippe. Jahreskarteninhaber erkundigen sich, ob es wegen der Vogelgrippe einen Rabatt gibt. „Die Vogelgrippe ist eine Tiererkrankung. Bei engstem Menschenkontakt, d.h. wenn Mensch und kranker Vogel Haus, Bad, Bett und Küche teilen, sind Infektionen bei Menschen aufgetreten“ ,erläutert Zootierärztin Kerstin Jurczynski, „abgesehen davon, dass in den Zoos noch kein Fall  aufgetreten ist, ist hier ein derart enger Kontakt zu den Tiere gar nicht möglich.“ Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann vergleicht: „An der normalen Grippe sterben jedes Jahr einige tausend Menschen. Jede Fahrt mit dem Bus, jedes gut besuchte Sportereignis, jede Kneipe mit einer tollen Atmosphäre ist um ein Vielfaches gefährlicher als ein Zoobesuch. Und ich werde trotzdem zum Heidelberger Frühling gehen. Auch die Zugvögel, die  über unsere Landschaft ziehen, sind keine „Infektionsbomber“. Der starke Kranichzug vom letzten Wochenende, als über 100 Kraniche über der Stadt kreisten und dann nach Norden weiterzogen, ist ein wunderbares Naturschauspiel, das wir  ohne flaues Gefühl in der Magengrube genießen dürfen.“  Gerade jetzt hofft der Zoo auf zunehmende Besucher, da das Wetter der letzten Wochen die Bilanz  „versaut“ hat. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen  Jahr fehlen bereits über 100.000 Euro in der  Kasse. Die Summe kommt durch den schlechteren Besuch bei frostigen Temperaturen, erhöhte  Energiekosten und erhöhten Wasserverbrauch, um die Teiche eisfrei zu halten, zustande. Dann fallen für  das Schneeschippen und Abstreuen zusätzliche Arbeitskosten an. Wo normalerweise morgens die  Elefanten oder Kamele einfach auf die Außenanlage gelassen werden, ist jetzt abkehren und Eishacken  angesagt „Uns reicht es mit dem Wetter“, da sind sich die Mitarbeiter des Zoos einig – wahrscheinlich mit  den meisten Menschen unserer Region. 

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 08.03.2006
Görlitz zeigt Flagge für Tibet
Oberbürgermeister Paulick und Yak Chamu aus dem Naturschutz-Tierpark Görlitz hissen am 10. März eine Tibetflagge. Gleichzeitig werden am kommenden Freitag bundesweit in mindestens 540 Kommunen tibetische Flaggen an öffentlichen Gebäuden wehen. Auch wenn sich Görlitz erst zum zweiten Mal an dieser 1996 in´s Leben gerufenen Aktion beteiligt (Hintergrundinformationen siehe Anhang), spielt die östlichste Stadt Deutschlands diesmal eine besondere Rolle. Nirgendwo sonst wird nämlich ein echtes tibetisches Haustier beim Hissen der farbenprächtigen Nationalflagge Tibets helfen. Während die Hilfe in Görlitz eher symbolischer Natur ist, wäre in Tibet auch heutzutage mancherorts ein Leben ohne Yaks undenkbar, ja die zottigen und robusten Grunzochsen ermöglichten überhaupt erst eine Besiedlung des Daches der Erde. Inzwischen gibt es Straßen und Bahnlinien, die über 6.000 m hohe Pässe dorthin führen. Sie bringen nicht nur Fortschritt, sondern auch Millionen chinesischer Siedler, Umweltprobleme und Einschränkungen des Selbstbestimmungsrechtes in das Land der Tibeter. Die strahlende Sonne und die beiden Schneelöwen auf der Tibetflagge stehen vielleicht für den Wunsch des tibetischen Volkes nach einem friedlichen und freundlichen Nebeneinander. Der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick,Yak Chamu und Mitarbeiter aus dem Görlitzer Tierpark, in dem derzeit ein tibetisches Dorf entsteht, setzen mit dem Hissen der Flagge nun auch in Görlitz ein sichtbares Zeichen für diesen Wunsch der Tibeter.

Vogelpark Walsrode, 08.03.2006
Frühlingserwachen im Vogelpark Walsrode am 11. März / Schutzimpfung für den wertvollen Vogelbestand beantragt
Wie groß sind die Eulenbabys vom letzten Herbst geworden? Ist der Papagei Captain Hook immer noch der unangefochtene Star der Flugshow? Und welche flauschigen Neuankömmlinge gibt es im Vogelpark Walsrode? Wer nach den trüben Wintermonaten seine tierische Neugier stillen möchte, hat ab dem 11. März Gelegenheit dazu. Denn der größte Vogelpark der Welt in der Lüneburger Heide mit über 700 Vogelarten begeht kurz vor Frühlingsbeginn seinen traditionellen Saisonstart. Damit alle Besucher den Park wie gewohnt genießen können, hat die Zoo-Leitung eine Schutzimpfung der wertvollen Vögel beantragt. Sobald diese erfolgt ist, können die gefiederten Tiere in ihren üblichen Gehegen, also auch in den Freianlagen, dem Publikum präsentiert werden. Bis diese Impfung greift, wird es für die Besucher bis April leicht geänderte Wege geben: Die sonst im Wiesental in Freigehegen lebenden Pinguine, Pelikane und Flamingos sind zum Schutz vor Wildvögeln vorübergehend in überdachte Behausungen umgezogen und können nun in einer großen Voliere begrüßt werden, während das Wiesental vorübergehend nicht
begehbar ist. Alle anderen gewohnten Highlights wie das Tropenhaus, die faszinierende Flugshow und regelmäßige Tierfütterungen bleiben bestehen, nur die Hühner- und Entenvögel, Schwäne, Störche und Kraniche sowie Laufvögel wie Strauße und Emus bleiben zur Sicherheit im Stall und sind gegenwärtig nicht zu sehen. Ganz neu im Programm ist dafür eine Indoor-Tiershow, bei der Beutelgleiter, Leguane und sogar eine Schlange die exotischen Hauptdarsteller sind.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 08.03.2006
Mobile Wollpullis
Fein raus sind sie bei diesen winterlichen Verhältnissen, die beiden neugeborenen Alpaka-Fohlen auf der Südamerika-Anlage der Wilhelma: Sie haben ihr angeborenes Wollpullöverchen immer dabei! Es ist immer wieder spannend zu erleben, welche Farbkombinationen in der Alpaka-Herde der Wilhelma auftauchen – Hengst „Caruso“, ein echter silbergrauer Peruaner, sorgt jedenfalls für bezaubernde Nuancen in der Herde. Vier Fohlen sind bereits geboren, weitere werden im Lauf der nächsten Wochen noch folgen. Die Kleinen werden gut ein halbes Jahr lang von ihren Müttern gesäugt. Mit zwei Jahren sind sie dann bereits erwachsen und können ohne weiteres ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. Die kleinen Neuwelt-Kamele sind Haustiere, die von den Inkas aus einfarbigen wilden Guanakos gezüchtet wurden. Im Hochland der Anden hält man sie in großen Herden, hauptsächlich wegen ihrer feinen Wolle. Einmal pro Jahr werden sie –auch in der Wilhelma- geschoren: Ein Alpaka liefert immerhin zwischen 4 und 5 Kilo Wolle. Lasten tragen Alpakas übrigens nicht, das ist Aufgabe der Lamas! In der Wilhelma teilt sich die Alpaka-Herde oberhalb der Bärenanlage einen halben Hektar „Ersatzhochland“ mit Maras, Nandus, Wasserschweinen und Halsbandpekaris.

Erlebnis-Zoo Hannover, 07.03.2006
Der Prunksaal des Maharadschas

Der legendäre indische Dschungelpalast im Erlebnis-Zoo Hannover birgt viele Geheimnisse, die Stück für Stück freigelegt werden. Im vergangenen Jahr gelang es, den Palastgarten des Maharadschas mit seinen verblassenden Malereien, kostbaren Springbrunnen mit Mosaiken, geschwungenen Torbögen und prächtigen Amphoren wieder zum Blühen zu bringen. Kurz vor der Fertigstellung des Gartens hat sich eine Leopardenfamilie in diesem herrlichen Ambiente dauerhaft niedergelassen – die Baustelle blieb unvollendet... Jetzt konnte ein weiteres Juwel des Palastes freigelegt und in seiner ganzen Pracht wieder hergestellt werden: Der Prunksaal des Maharadschas! Die 35 x 25 Meter große Halle grenzt direkt an das Reich der Tiger – doch dieses Mal waren die Bauarbeiter schneller und sicherten die Halle: Die majestätischen Tiger können vom Prunksaal aus durch hohe Glasscheiben beobachtet werden. Der Prunksaal des Maharadschas ist ein außergewöhnlicher Raum für Ausstellungen, Vorträge, Lesungen und für Events jeder Art - Feiern, Tagungen, Präsentationen –, der Platz für bis zu 400 Gäste bietet. Wenn der Prunksaal nicht für eine Veranstaltung genutzt wird, steht er auch den Zoobesuchern zum Staunen offen.

Zoo Duisburg, 07.03.2006
Sofa-Sau übernimmt Ammendienst

Der seit Monaten vogelgrippe-vorsichtige Bundesbürger darf derzeit auch noch zusätzliche Meldungen über eine weiter um sich greifende Schweinepest verdauen… Solche realen oder virtuellen Horrorszenarien allerdings kratzen das rostrote afrikanische Borstenvieh im Zoo Duisburg wenig. Am 27. November vergangenen Jahres ferkelte die Pinselohrschwein-Bache KATANGA (1997 selbst in Duisburg geboren) vier niedliche Schweinemädchen, mit deren ordentlicher Aufzucht das etwas hysterische Mutterschwein jedoch schlicht überfordert war. Als zwei der gelbgestreiften Winzlinge an Austrocknung, ja Unterernährung einzugehen drohten, entschloss sich deren Reviertierpfleger, Peter Dieckmann, die beiden dürren Babys ans Fläschchen (um-)zu gewöhnen. Mit Kunstmilch, Bäuchleinreiben und noch mehr Zuwendung kamen die beiden Nachzüglerinnen wieder zu Kräften, hielten aber ihre menschlichen Betreuer über Gebühr im pflegerischen Dauereinsatz.  Doch just zu diesem Zeitpunkt begann sich Nachbarschwein MASABI – seit 1993 als „Sofa-Sau“ benannt (dieses Sitzmöbel im Dieckmannschen Wohnzimmer erwählte die handaufgezogene Schweinedame zu ihrem damaligen Lieblingsplatz) – für die beiden Zöglinge zu interessieren. In Ermangelung einer eigenen Mutterrolle gab’s zwar keine Milch, dafür aber jede Menge Liebe zu verschenken…, was Ziehvater Peter Dieckmann veranlasste, die wuseligen Schweinemädchen rund um die Uhr gemeinsam mit MASABI als Amme wühlen, grunzen und schmusen zu lassen – s e i n e Fürsorge beschränkt sich seither lediglich auf das morgendliche und nachmittägliche Tränken der kugelbäuchigen Miniwutzen. Also: Bis jetzt üben zwei glückliche Schweinemütter friedliche Nachbarschaft, die eine mit, die andere ohne milchgefüllte Zitzen, dazu je zwei Schweineweiblein, die ihre Tagesration an Flüssignahrung und Streicheleinheiten jeweils von zwei verschiedenen „Bachen“ bzw. deren „menschlichem Ersatz-Mann“ entgegennehmen, obwohl sie Wurfgeschwister sind…

Münchner Tierpark Hellabrunn, 07.03.2006
„Kommt, wir mümmeln mal zusammen“
Sonderausstellung „Vom Wildtier zum Haustier“ am 11./12. März 2006 von 10.00 bis 15.30 Uhr im Niederaffenhaus. Selbst wenn es den Anschein hat, dass uns der Jahrhundertwinter noch eine Weile nerven wird, schicken wir Ihnen hiermit einen Vorgeschmack auf den Frühling. Wenn an diesem Wochenende unsere putzige Kaninchenschau stattfindet, kann der Osterhase ja wirklich nicht mehr lange auf sich warten lassen! Hier kann man eine Menge über unser niedliches Haustier lernen. Oder wussten Sie schon, dass es über 200 Kaninchenrassen gibt? Wir freuen uns auf viele vorösterliche Kaninchenfans!

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 07.03.2006
Spiegel TV Thema - 100 Minuten Winter im Gelsenkirchener Zoo  VOX – 21.55 bis 23.55 – 10. März 2006
Mitten im Ruhrgebiet entsteht der Zoo der Zukunft. Mehr als eine halbe Million Besucher ließen sich seit der Eröffnung der ZOOM Erlebniswelt  Alaska für einen Tag in ferne Lebensräume entführen. Bis Sommer 2006 entsteht die größte der drei geplanten Erlebniswelten: Afrika! Spiegel TV hat das spannende Leben in der ZOOM Erlebniswelt und deren zahlreiche Tierbewohner in einer eindrucksvollen Reportage festgehalten: Was erleben die Tierpfleger mit ihren Zöglingen? Wie lautet der nächste Einsatz der Zootierärztin? Mit welchen Tricks schulen die Robbentrainer ihre wendigen Schüler? Wie entwickelt sich der nächste Kontinent in der Erlebniswelt? Die Reporter begleiten und dokumentieren die Entstehung des neuen Kontinents, der in wenigen Monaten für Zoobesucher eröffnet wird. Die erste komplett naturnah gestaltete zoologische Erlebniswelt Europas bietet schon heute eine einzigartige Kombination aus hautnaher Wildnis, fremder Kultur und Freizeit-Erlebnissen. Auf über 30 ha – eine Fläche von rund 45 Fußballfeldern – werden 500 Tiere und mehr als 100 Tierarten zu erleben sein.

Tierpark Ueckermünde, 07.03.2006
Tierpark Ueckermünde ist ab 11. März wieder geöffnet - Jahreskartenaktion bis zum 15. März verlängert
Nach dem ersten Schock durch die Vogelgrippe ist der Tierpark Ueckermünde in den vergangenen Tagen im Schnee versunken. Am Samstag, den 11 März, wird der Tierpark wieder öffnen. Vorher hat es eine ausführliche Beratung mit dem Kreis-Veterinäramt gegeben. Es gibt leider auch ein paar Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen für die Gäste des Tierparks: Seuchenmatten für die Gäste am Tierparkeingang, Das Füttern der Tiere ist untersagt! Die Nisthilfen für die Störche wurden abmontiert Viele Vögel müssen die kommenden Wochen aus Sicherheitsgründen im Stall verbringen. Eine Ausnahmegenehmigung vom Einstallungsgebot wird es vorerst nicht geben. Die Ententeiche bleiben abgelassen, damit sich keine Wildenten im Tierpark ansammeln. Alle Vogeltransporte wurden abgesagt. Die Aktion „Wir haben etwas gegen Schlangen – Jahreskarten zum halben Preis“ wurde bis zum 15. März verlängert. Neu ist auch ein Verzehrgutschein in Höhe von 1 EURO, den jeder Gast mit dem Erlös der Eintrittskarte erhält, der in der Tierparkgaststätte eingelöst werden kann. Diese Aktion gilt für die Zeit der Einschränkungen durch die Vogelgrippe, also voraussichtlich bis zum 30. April.

Tierpark Ueckermünde, 07.03.2006
Neuigkeiten im Tierpark für 2006
Neu im Tierpark Ueckermünde sind die Marderhunde. Seit kurzem ist das Paar komplett. Ebenfalls neu ist das Zebra, das vor wenigen Tagen aus dem Zoo Eberswalde in den Tierpark Ueckermünde kam. Für die Bennettkängurus konnte ein wesentlich größeres Gehege bereitgestellt werden, daher sind sie umgezogen. Wenn nicht die Vogelgrippe dazwischen gekommen wäre, hätten Sie auch Gesellschaft bekommen. Sie sollen mit Trauerschwänen vergesellschaftet werden, die ebenfalls aus Australien stammen. Ebenfalls neugestaltet wurde die Außenanlage der Mandrills. Hier entstand aus Tropenhölzern ein kleiner Urwald, in dem sich die Affen bestimmt bald heimisch fühlen werden.

Zoologischer Garten Magdeburg, 07.03.2006
Rasante Schlittenhundefahrt im Zoo
Es ist endlich soweit. Unsere sechsköpfige Husky-Gruppe ist nicht nur gut konditioniert, sondern topfit beim Bewegungslauf im Vierergespann. Zu diesem beeindruckendem Schauspiel laden wir Sie recht herzlich ein am Mittwoch, 8. März 2006 um 10.30 Uhr.

Tierpark Chemnitz, 07.03.2006
Tierpark-Mitarbeiter trauern um Grizzly-Bärin Kitty
Grizzly-Bärin Kitty lebt nicht mehr. Die alte Bären-Dame (Alter zwischen 26 und 30 Jahren) wurde heute nach einer mehrwöchigen therapieresistenten Erkrankung des Bewegungs-apparates eingeschläfert.
Der Krankheitsprozess begann schleichend. Zunächst war nur ein leichtes Hinken erkennbar, später schleifte sie das rechte Hinterbein beim Gehen hinterher und sackte immer wieder zusammen. Therapien schlugen nicht an. Anstatt einer Milderung der Symptome verschlechterte sich der Zustand langsam aber stetig. Heute wurde Kitty nun von ihrem Leiden erlöst.  Um die genaue Ursache für die Erkrankung zu erfahren, wird die Bärin an der Universität Leipzig in der Veterinärpathologie obduziert.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 06.03.2006
Aus aktuellem Anlass möchten wir noch mal darauf hinweisen, dass der Tierpark auch heute
Montag, 06. März 2006, aus Sicherheitsgründen geschlossen bleibt. Sollten keine neuen Schneefälle mehr kommen, haben wir ab morgen, Dienstag, 07. März 2006, wieder geöffnet.

Stadt Dortmund, 06.03.2006
Weltwassertag im Dortmunder Zoo verleben
Der 22. März eines jeden Jahres wurde im Dezember 1992 in einer Resolution von den Vereinten Nationen zum „Tag des Wassers" ("Day of Water") erklärt. Er soll die Öffentlichkeit auf Probleme im Zusammenhang mit dem Element Wasser aufmerksam machen und sie verstärkt für den sorgsamen Umgang mit dem Lebensmittel Nr.1 sensibilisieren.  Am Weltwassertag können im Dortmunder Zoo Kinder ab neun Jahren einen Blick in einen Wassertropfen werfen. Mit dem Mikroskop tauchen die Kinder am Mittwoch, 22. März, ab 15 Uhr ein in die Welt von Pantoffeltierchen und Wasserflöhen und vielen anderen „Mini-Lebewesen“. Es wird ein Unkostenbeitrag von 6,50 Euro erhoben. Im Anschluss gibt es eine Führung für die Kinder durch den Zoo zum Thema „Tiere im und am Wasser“. Diese Führung, an der auch Erwachsene teilnehmen können, startet um 16.30 Uhr an der Zooinfo. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Es ist nur der reguläre Zooeintritt zu zahlen.

Stadtverwaltung Landau, 06.03.2006
Zoodirektor Dr. Jen-Ove Heckel übergibt die neue „Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie“ an Bundesumweltminister Sigmar Gabriel
Am Rande des heutigen Besuches von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) im EcoVin-Weingut Hohlreiter Frech in Göcklingen, Südpfalz, nutzte der Landauer Zoodirektor, Dr. Jens-Ove Heckel, die Gelegenheit, im Namen des Welt-Zoo- und Aquarium-Verbandes (WAZA) ein Exemplar der „Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutz-Strategie“ zu übergeben.  Der seit dem letzten Regierungswechsel neu im Amt befindliche Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zeigte sich sichtlich überrascht und erfreut über die Tatsache, dass Landau über einen eigenen Zoo mit bis zu 200.000 Besuchern jährlich verfügt. An dem ihm übergebenen Naturschutz-Strategiepapier der Welt-Zoo-Gemeinschaft zeigte sich Minister Gabriel sehr interessiert. Heckel wies darauf hin, dass weltweit ca. 600 Millionen Menschen jährlich zoologische Einrichtungen besuchen und darin ein sehr großes Öffentlichkeitspotential für die Vermittlung von umweltrelevanten Themen zu sehen ist. Erste positive Tuchfühlung mit einem „Menschen aus der Zoowelt“ hatte Minister Gabriel erst jüngst aufnehmen können, „da er erst vor wenigen Tagen neben seinem ungarische Amtkollegen, Miklos Persányi, einstmals Direktor des Budapester Zoos, gesessen und sich gut mit ihm unterhalten habe!“

Zoo Zürich, 06.03.2006
Eröffnung Amphibien Ausstellung: „Das Schweigen der Frösche“
Die Welt der Amphibien ist in Gefahr. Ein Drittel aller 5800 Amphibienarten ist bedroht. Für viele Arten kommt jedoch jede Rettung zu spät. 130 Arten sind seit 1980 für immer ausgestorben. Über 400 Arten sind derzeit unmittelbar vom Aussterben bedroht – ihre Zukunft liegt allein in unseren Händen. Der Zoo Zürich reagiert auf diese Entwicklung mit einer permanenten Ausstellung, einem Infopavillon und zahlreichen unterstützenden Massnahmen.

Stadt Dortmund, 03.03.2006
Schabrackentapirnachwuchs im Regenwaldhaus zu sehen
Im Regenwaldhaus des Dortmunder Zoos, „Rumah hutan“,  werden Schabrackentapire und Orang-Utans zusammen in einem Haus gehalten. Diese tierische Wohngemeinschaft ist weltweit einmalig!
Mit der neuen Anlage am und im „Rumah hutan“ (Haus des Waldes) verfügt der Zoo über die modernste Anlage zur Haltung von Schabrackentapiren, einer in freier Wildbahn stark bedrohten Tierart. Der besondere Clou ist die gemeinsame Haltung von Schabrackentapiren und Sumatra-Orang-Utans – eine Gemeinschaftshaltung die so bisher noch nie irgendwo sonst praktiziert wurde. Der Zoo Dortmund hofft, dass die Schabrackentapire sich hier in dieser Anlage auch weiterhin gut fortpflanzen und so wieder die Nummer 1 der Schabrackentapirzucht zu werden. Weiterer Zuwachs im Regenwaldhaus Nachdem erst vor kurzem eine neue Orang-Utan-Familie im Regenwaldhaus „Rumah hutan“ des Dortmunder Zoos eingezogen ist, hat sich die Zahl der Bewohner des Hauses nun schon wieder erhöht. Schabrackentapir – Weibchen „Aria“ hat ein Jungtier zur Welt gebracht. Es ist der erste Schabrackentapir der im Regenwaldhaus geboren wurde und damit der erste Schabrackentapir, der in einer Gemeinschaftshaltung von Orang-Utan und Tapir geboren wurde. Der kleine Junge ist wohlauf und erfreut den Zoo Dortmund gleich mehrfach. Mit der Geburt des kleinen Tapirs, der auch schon in diesem Haus gezeugt wurde, hat das Regenwaldhaus sich in einem weiteren kritischen Punkt bewährt. Der Zoo etabliert seinen Status als einer der wenigen Zoos, die weltweit kontinuierlich diese Tierart erfolgreich nachziehen. Insbesondere in diesem Falle ist die nunmehr zweite Geburt aus „Aria“ besonders erfreulich, da diese bei ihrer Ankunft im Zoo Dortmund vor einigen Jahren als Problemfall galt, wie Zoodirektor Dr. Brandstätter erst kürzlich in einer internationalen Publikation dokumentiert hat (Tapir Conservation, Jg. 13). Wie alle Tapirjungen zeigt der kleine Schabrackentapir nicht die bei den Erwachsenen übliche markige Schwarzweißzeichnung, sondern eine völlig anders geartete Frischlingszeichnung, mit der junge Tapire in freier Wildbahn hervorragend im Unterholz getarnt sind. Obgleich Tapire nicht mit Schweinen verwandt sind, findet sich diese Jungtierzeichnung bei allen Tapirarten, auch bei den Flachlandtapiren, die ebenfalls regelmäßig im Dortmunder Zoo nachgezüchtet werden.  Der kleine Schabrackentapir ist bereits in den Anlagen des Regenwaldhauses „Rumah hutan“ an der Seite seiner Mutter zu sehen.

Tierpark Ueckermünde, 03.03.2006
Tierpark Ueckermünde: Große Nachfrage nach Jahreskarten zum halben Preis
Aktion wird bis zum 15. März verlängert
Die telefonischen Anfragen im Tierpark haben sich in den vergangenen Tagen überschlagen. Die Nachfrage nach den Jahreskarten zum halben Preis war enorm. Aus diesem Grund verlängert der Tierpark Ueckermünde den Verkauf bis zum 15. März. In den kommenden Tagen hat die Eintrittskasse im Tierpark weiter täglich von 10 bis 15 Uhr geöffnet, das gilt auch für Samstag und Sonntag. Tierpark Ueckermünde am kommenden Wochenende noch geschlossen. Auch am kommenden Wochenende, also am 4. und 5. März, ist der Tierpark geschlossen. Voraussichtlich am 7. März wird bekannt gegeben, wann der Tierpark wieder öffnen wird.

Zoo Leipzig, 02.03.2006
In Augenschein nehmen
Zoobesucher können via Monitorübertragung die Lippenbärenjungtiere  sehen
Die am 19. Dezember 2005 geborenen Lippenbären präsentieren sich per Monitorübertragung in der Besucherhöhle der Lippenbärenschlucht den Zoobesuchern. Tapsig und noch unbeholfen erkunden sie unter den wachsamen Augen der Mutter ihr Kinderzimmer. Lange war im Unklaren geblieben, um wie viele Jungtiere es sich bei dem Nachwuchs von Lippenbärendame Ludmilla (geb. 1991, seit 1997 in Leipzig) handelt. Doch seit kurzem haben die Pfleger die Gewissheit, dass es sich um zwei kleine Lippenbären handelt. In den ersten Wochen nach der Geburt bleibt das Weibchen mit ihren Sprösslingen in der Mutterstube, die die Tierpfleger bereits Wochen zuvor in den hinteren Bereich der rückwärtigen Gehege eingerichtet hatten, um dem Muttertier die erforderliche Ruhe für die Geburt zu ermöglichen. Bei einem der beiden Geschwister herrscht bereits Klarheit über das  Geschlecht. Es handelt sich um einen Lippenbärenmann. Das zweite Lippenbärenkind konnte bisher noch nicht von der Mutter getrennt werden. Hier bleibt also abzuwarten, ob es sich um noch ein Männchen oder doch um ein Weibchen handelt.  „Wir freuen uns sehr, dass sich die beiden Neuankömmlinge bisher so gut entwickelt haben und sich Ludmilla auch so rührend um ihre Jungtiere kümmert. Für die Zoobesucher wird es sicherlich ein schönes Erlebnis sein, die ersten Schritte der Kleinen auf dem Übertragungsmonitor mitverfolgen zu können. Allerdings wird es noch ein paar Wochen dauern bis Ludmilla mit ihren Kleinen die Aussenanlage erkunden wird.“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

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Natur- und Artenschutz  –  Meldungen

ORF On Science - 7. Mrz. 2006
Artenschutz: Forscher sehen 20 "Hotspots"
Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt setzen zumeist da an, wo Arten aktuell vom Aussterben bedroht sind. Englische Forscher haben jetzt weltweit 20 potenzielle Gefahrengebiete ermittelt, in denen die dort lebenden Säugetiere zukünftig stark gefährdet sein könnten. Derzeit laufende Schutzprogramme konzentrieren sich laut den Forschern insbesondere auf Gebiete, die aktuell durch die höchste Anzahl an gefährdeten Arten und/oder den größten Verlust von Lebensräumen charakterisiert sind. Dem Biologen Marcel Cardillo und seinen Kollegen ist dieses Herangehen zu kurzsichtig: Sie richteten nun ihre Aufmerksamkeit auf die Gebiete, die zukünftig neue Gefährdungszonen beschreiben könnten. Cardillo und sein Team bestimmten das so genannte "latente Risiko eines Aussterbens" für mehr als 1.500 Land-Säugetiere: Sie zogen das derzeitige Extinktions-Risiko - vorgegeben durch die Liste der gefährdeten Arten der World Conservation Union (IUCN) - von dem prognostizierten Risiko ab.
Letzteres ermittelten die Forscher aufgrund dessen, wie die Arten biologisch auf menschliche Einflüsse und Aktivitäten in ihren Lebensräumen reagiert haben, so etwa mit einer veränderten Körpergröße oder Reproduktionsrate. Die von den Forschern ermittelten 20 Hotspots mit sehr hohem latenten Risiko verteilen sich vor allem auf zwei Erdregionen. Das sind zum einen die Wälder und die Tundra des nördlichen Kanadas und Alaskas - derzeit noch wenig beachtet - und zum anderen die Inselkette, die sich von Indonesien zum Süd-Pazifik erstreckt. Weitere Hotspots stellen die Bahamas im Atlantik, die australische Insel Tasmanien und die Küste Patagoniens in Südamerika dar.


"Dicker Hund der Woche"

Financial Times Deutschland - 6. Mrz. 2006
200 Euro für einen Molch
Artenschutz ist wichtig, Investitionen sind es auch - leider kommen sich beide Ziele häufig ins Gehege. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag ist nun mit seiner Geduld am Ende und fordert neue Regeln. Die Autobahn endet von Kassel kommend einfach im Nirgendwo. Schuld an der Misere: ein Trupp von 4000 Kammmolchen, die einen Weiterbau der Fernstraße auf der nach langem Tamtam beschlossenen Trasse unmöglich macht. Solche und ähnliche Fälle werden dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beinahe täglich gemeldet - und deshalb hat der Verband jetzt die 17 schönsten Beispiele in einem Positionspapier zusammengefasst. Tenor der zwölfseitigen Schrift: Die EU-Naturschutzrichtlinien, so sinnvoll ihre Ziele auch seien, "hemmen, verteuern und verhindern Investitionen".
> Proteste an: Umweltreferent des DIHT, Herrn Hüwels, huewels.hermann@bruessel.dihk.de

Die Welt - 8. Mrz. 2006
Jeder vierte Naturschutz-Paragraph entfällt
Beim Naturschutz in Schleswig-Holstein soll es künftig weniger Bürokratie geben. Das sieht ein Gesetzesentwurf vor, den das Landeskabinett am Dienstag beschloß. Jeder vierte der 103 Paragraphen im Landesnaturschutzgesetz wird gestrichen, kündigte Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) in Kiel an. Dopplungen, bei denen nur das ohnehin geltende Bundesrecht zitiert wird, sollen wegfallen. Künftig soll auch der Handel mit "Ökokonten" erlaubt sein. Wer etwas für den Naturschutz tut, bekommt Leistungen gutgeschrieben und kann sie verkaufen. Andere können sie dann bei Eingriffen verrechnen. Der Entwurf geht nun an Verbände und an den Landtag. Das Gesetz soll bis 2008 kommen. Das Land verabschiedet sich mit der Neufassung allerdings von dem erklärten Vorsatz, 15 Prozent der Landesfläche unter Naturschutz zu stellen. Das Land werde dort Biotope einrichten, wo es sich lohnt.
> allein diese Vorstellung von einem Biotop (wie so mancher Gartenteich auch genannt wird, komischerweise auch in manchen Tierparks!) spricht Bände

Hamburger Abendblatt -  7. März 2006
Kiel stutzt Naturschutz
Umwelt: Kabinett stimmt neuem Gesetz zu. Viele Öko-Standards werden gesenkt oder gestrichen. Grüne und der SSW: Entwurf wurde "mit der Axt geschrieben". Von Ulf B. Christen. Die schleswig-holsteinische Regierung will den Naturschutz schleifen


pressetext deutschland - 6. Mrz. 2006
EU-Länder für Zerstörung des Tiefsee-Lebens verantwortlich
Greenpeace hat auf der OECD-Konferenz einen neuen Bericht vorgestellt, der enthüllt, dass die europäischen Länder für einen Großteil der Tiefsee-Zerstörung verantwortlich sind. Unter ihrer Flagge fahren 60 Prozent aller Schiffe, die Tiefsee-Schleppnetz-Fischerei betreiben und mit dieser Methode das Ökosystem der Ozeane zerstören. Meist bewegen sich die Schiffe außerhalb der 200-Seemeilen-Zone und fallen damit nicht unter die nationalen Gerichtsbarkeiten. Da die Biodiversität deshalb nicht von einem einzelnen Staat geschützt werden kann, fordert Greenpeace internationale Abkommen auf UN-Ebene.

Echo-online - 3. Mrz. 2006
Ruf der Spechte, Flug der Fledermäuse
Die Darmstädter Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) veranstaltet ab März wieder zahlreiche Exkursionen, bei denen die Bio-Indikatoren Vögel, Schildkröten und Fledermäuse, aber auch komplette Biotop-Wechselwirkungen im Vordergrund stehen, wie die Naturschützer mitteilen.

Märkische Allge