E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
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   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
   Melanie Witte



ISSN 1619-6643

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Ausgabe 307 vom 2. März 2006

Liebe Leser,

auch diese Woche kommen wir um die Geflügelpest alias Vogelgrippe nicht herum.
Ich persönlich finde ja die Meldung wesentlich beunruhigender, daß die Treibhausgase nun einen Wert erreicht haben, der die Klimaerwärmung unumkehrbar macht. Das ist im deutschen Blätterwald und Funkrauschen offenbar völlig untergegangen. s. Naturschutzmeldungen.

War tatsächlich niemand auf die Idee gekommen, in den "Seuchengebieten" freilaufende Heimtiere zu unterbinden? Daß Katzen sich durch das Fressen toter Vögel Tiere infizieren können, wissen nicht nur thailändische Zoos schon lange. Aber es ist eine (1) Katze, die es mal wieder an die Spitze der Meldungen geschafft hatte.

Vielleicht sollte man mal reine Zahlen vergleichen:
Wie viele Wildvögel leben in Deutschland? Schon die Inn-Stauseen bevölkern rund 3000 Schwäne. Rechnet man mal Gösselzahlen, Überlebenswahrscheinlichkeiten und Durchschnittsalter zusammen, dürften tote Schwäne in dreistelligen Zahlen jeden Winter allein in Südbayern
"ganz normal" herumliegen. Wieviel Geflügel aller Arten ergibt das für Mitteleuropa? Wer will die alle suchen, gar testen? Bei jedem toten Vogel die Behörden anzurufen und die Journaille verrückt zu machen ist völlig sinnlos.

Andere Rechnung: auch in ganz normalen Jahren fordert die menschliche Grippe in Deutschland Menschenleben im fünfstelligen Bereich. In über zwei Jahren waren es an Vogelgrippe weltweit(!) weniger als 100. Wenn die große Gefahr neben wirtschaftlichen Verlusten in der (noch immer rein hypothetischen) Vermischung von Vogel- und Menschengrippe besteht, warum dann nicht besser gegen letztere vorgehen und "nebenbei" Menschenleben retten statt Millionen Vögel zu töten?

Übrigens wurde
bei Wildschweinen auf Usedom gerade erst eine neue Trichinen-Form festgestellt, ebenfalls potentiell tödlich für Menschen und kaum nachweisbar. Gut, daß Trichinen nicht direkt ansteckend sind und Wildschweine nicht sehr weit fliegen können. Zumindest, bis eine Zeitung oder ein Fernsehsender daraus eine Story bastelt. Dann nämlich kapituliert die Wirklichkeit vor journalistischem Sachverstand.

Aber es gibt auch wache Redaktionen, z.B. bei der Neuen Bildpost - s. unten.
Und auch diese Woche wieder der Versuch, der Sache etwas Positives abzugewinnen: Vielleicht passen Katzen- und Hundebesitzer ja dieses Jahr etwas besser auf ihre Lieblinge auf.

Dirk Petzold



Rätselflug

Dieser Bildausschnitt stammt aus dem Luftbild eines deutschen Zoos.
Was zeigt er? (langsam wird es schwieriger!)

Bei Klick auf's Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei
maps.google.com
Wenn Sie es dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die ganze Stadt bzw. deren Lage sehen.
(Sie benötigen dafür mindestens IE6 oder Netscape7.1 und Verwandte)
Und wer es gar nicht erkennt, muß bis zur Auflösung nächste Woche warten...

Lösung von letzter Woche: Eingang Zoom Gelsenkirchen
 

Zoos  –  Meldungen

Berliner Morgenpost - 28. Feb. 2006
Zoodirektor gesucht!
Gestern endete die Bewerbungsfrist um den zum Februar 2007 frei werdenden Posten des Berliner Zoodirektors. Als Nachfolger für den ausscheidenden Zoo-Chef Jürgen Lange (64) wird nicht weniger als ein Alleskönner gesucht: Ein Tierfachmann, der etwas von Finanzen, Marketing und Personalführung versteht, der Deutschlands ältesten Zoo fit für die Zukunft macht und den seit Jahren zerstrittenen Aufsichtsrat mit seinen Vorstellungen zu überzeugen vermag. Das Hauptproblem sind die Finanzen. Deshalb wird gespart und so gut wie gar nicht mehr investiert. Für die rund 230 Mitarbeiter bedeutet das Stellenabbau, Mehrarbeit und Nullrunden. Das verschlechtert die Stimmung und lähmt das Tagesgeschäft. Seit der Pensionierung einer Mitarbeiterin werden beispielsweise die drei internationalen Zuchtbücher (Gaur, Breit- und Spitzmaulnashorn), ein weltweites Aushängeschild, nur sporadisch geführt. Es gibt zurzeit keine großen Neubauprojekte, obwohl zahlreiche alte und teils marode Anlagen – z.B. das Raubtierhaus, das Affenhaus und der Bergtierfelsen – dringend einer Modernisierung bedürfen. Neue Bauvorhaben sollen jedoch erst angegangen werden, wenn ein Strukturplan vorliegt, der sich mit der Verzahnung von Zoo und Tierpark (ein Tochterunternehmen der Zoo AG), weiteren Sparpotentialen und Ideen zur Attraktivitätssteigerung beider Anlagen befasst. Vor zwei Jahren kündigte der Vorstand diesen Strukturplan an. Ein Abschluss ist jedoch nicht in Sicht, dem Aufsichtsrat liegt zurzeit das siebte Arbeitspapier vor. Intern kooperieren Zoo und Tierpark schon lange miteinander. Sie haben im vergangenen Jahr die kaufmännische Abteilung mit Sitz im Zoo zusammengelegt und teilen sich einen kaufmännischen Direktor. Dieser Umstand macht Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz zu einem aussichtsreichen Kandidaten für den Posten des Zoodirektors, er hat allerdings im Aufsichtsrat und in der Belegschaft nicht nur Befürworter. „Fachlich umstritten, menschlich schwierig“, sagt ein Zoo-Mitarbeiter, der nicht genannt werden möchte. Einen „schlauen Mann von außen“, der sich noch nicht im Intrigen durchzogenen Netz der Berliner Beteiligten verfangen hat, wünschen sich einige Zoo-Mitarbeiter, andere hoffen auf den Tierpark-Direktor, den sie noch aus seiner Zoozeit von 1984 bis 1991 kennen.

Berliner Kurier - 28. Feb. 2006
Auweia, ich komm' jetzt ins Fernsehen
Bloß nicht so schüchtern, Amira! Leos wie du, Elefantenkind Shaina Pali, die Polarwölfe und ihre Pfleger sind schließlich die Stars der neuen Zoo-Serie "Berliner Schnauzen" im ZDF (ab nächsten Montag täglich außer Sonnabend/ Sonntag um 15.15 Uhr). Da erzählt Affenchefpfleger Reimon Opitz, wie eine Orang- Utan-Dame ihn über Nacht als Geisel nahm und man sieht, wie die Giraffe beim Drehen gemütlich das Mikro auffrisst ... .

Walsroder Zeitung - 24. Feb. 2006
Vogelpark Walsrode startet wie geplant
Der Walsroder Vogelpark will wie vorgesehen am 11. März die Pforten zur Saison 2006 öffnen. Wegen der Stallpflicht („Vogelgrippe“) ist das Angebot allerdings zunächst eingeschränkt. Tiere wie Pinguine, Flamingos und Pelikane beispielsweise werden nicht aus den Winterquartieren in die Freiflächen gelassen und sind in Volieren zu bewundern. Zum Ausgleich für die Einschränkungen bekommt jeder zahlende Gast einen Gutschein im Wert von fünf Euro, anrechenbar in den Gastronomiebetrieben und Shops. Aus Sicherheitsgründen haben Experten eine Desinfektionswanne am Haupttor installiert. Sämtliche Fahrzeuge, zum Beispiel Lieferanten, müssen diese Wanne durchfahren. Am 11. März will die Einrichtung wie geplant starten. Ab diesem Tag bietet der Tag erstmals auch Indoor-Flugshows im jetzt leeren Vogelbauer-Museum an. Die Exponate waren in dieser Woche versteigert worden. Ebenfalls neu: Eine neue mittelalterliche „Uhu-Burg“ und ein Baumhausdorf .
>Schade um das Vogelbauer-Museum und einige Mitarbeiter

SZOn Freitag - 24. Feb. 2006
Øresund-Aquarium wird wieder geöffnet
Das Øresund-Aquarium in Helsingør in Dänemark wird am 1. Mai wiedereröffnet. Die Anlage wurde für mehr als zwei Millionen Euro renoviert. Neu sind in dem Aquarium ein Berührungsbecken mit Rochen und Haien sowie eine so genannte Quallenwand, an der über Feuerquallen und verwandte Arten informiert wird.

SZOn Freitag - 24. Feb. 2006
Raubtierfutter per Katapult
Löwen, Tiger, Leoparden und Panter im Zoo der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria bekommen ihr Futter künftig per Katapult. Das knapp zwei Meter große «Geschütz» ist eine Idee von Zoodirektor Willie Labuschagne, der den Tieren in ihren eintönigen Gehegen etwas Abwechslung zukommen lassen will. Bei Testschüssen klatschten die Fleischbrocken den Raubkatzen in einem Umkreis von bis zu 50 Metern an diversen Stellen ins Gehege. Da das Futter ohne sichtbare menschliche Beteiligung kommt, soll es für die Tiere interessanter werden. Zoodirektor Labuschagne will nun an den Erfolg anknüpfen und auch Gorillas und Schimpansen per Katapult zu Tisch bitten.



Vogelgrippe

Frankfurter Neue Presse - 24. Feb. 2006
Seuche: Zoo schützt Exoten
Frankfurt. Das Veterinäramt sieht die bisherigen Hygienemaßnahmen im Zoo in punkto Vogelgrippe vorerst als ausreichend an. «Wir warten ab. Es wird vorerst keine Impfungen der Zoo-Tiere geben», sagte der Leiter des Veterinäramtes, Fritz Merl, auf Anfrage. Andere Zoos, wie zum Beispiel Aachen, hätten andere Auffassungen, doch der Frankfurter Seuchenexperte teile die Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU), Impfungen von Geflügel zum Schutz vor der Vogelgrippe abzulehnen: «Die Nachteile sind einfach zu groß. Denn geimpfte Vögel sind nicht mehr von infizierten zu unterscheiden, sie können sich trotzdem infizieren und das Virus unbemerkt weitergeben.» Die Vorsichtsmaßnahmen für Gänse, Hühner- und Laufvögel seien derzeit ausreichend.

Berliner Morgenpost - 26. Feb. 2006
Berlin sieht sich gut gerüstet
Wie alles Geflügel bundesweit müssen auch die 7000 Nutzgeflügeltiere, die es in Berlin gibt, vorerst im Stall bleiben. Weitsicht ist nach Ansicht von Zoo-Chef Jürgen Lange gefragt: "Denn das Thema Vogelgrippe wird uns vermutlich noch einige Jahre beschäftigen." Schon in der kommenden Woche will Lange deshalb mit seinen Mitarbeitern beraten, wie Seuchen- und Tierschutz langfristig unter einen Hut gebracht werden können: "Denn viele Vögel wie Enten und Gänse können wir nicht ewig im Stall halten."
Er überlegt deshalb, kleine Teiche zu verdrahten und die Folien, mit denen Volieren zum Schutz vor Infektionen abgedeckt wurden, durch massivere Kunststoff-Dächer zu ersetzen.

Fränkische Nachrichten - 28. Feb. 2006
Wilhelma-Vögel müssen in Ställe
Die Vogelgrippe hat auch Auswirkungen auf die Wilhelma in Stuttgart. Da der gefährliche Erreger der Vogelgrippe nun auch in Baden-Württemberg nachgewiesen wurde, musste dort Maßnahmen ergriffen werden. Vorsorglich wurden alle gefährdeten Vögel in festen Ställen untergebracht, um so eine Ansteckung durch freifliegendes Wassergeflügel zu verhindern, teilt die Wilhelma mit. So wurden alle 61 Flamingos, die Kraniche, die Kormorane und alle anderen Vogelarten eingefangen und sicher untergebracht. Auch werden alle Volieren mit Folie abgedeckt, damit kein Vogelkot von außen eindringen kann. Zusätzlich werden sie noch mit einem feinmaschigen Netz umgeben, um sie so sicher gegen einfliegende Kleinvögel zu machen.

Ebersberger Zeitung - 28. Feb. 2006
Nur Greifvögel dürfen fliegen
Wer im Wildpark Poing derzeit Enten, Gänse und Hühner wie in freier Wildbahn sehen will, hat dazu keine Gelegenheit. Denn Wildpark-Eigentümer Josef Festl hat das Geflügel wegen der Vogelgrippe-Gefahr in Ställe gesperrt. Ansonsten aber läuft auf dem knapp 60 Hektar großen Gelände Normalbetrieb. Die Greifvögel-Flugvorführungen werden wie gehabt stattfinden. Nun gelte es abzuwarten, ob sich die Vogelgrippe in Bayern ausbreitet. "Ich kann den Behörden nicht vorgreifen und werde abwarten, welche Verordnungen kommen." Eines aber sei sicher: In Hysterie werde man im Wildpark Poing nicht ausbrechen. "Aber wenn es sein muss, dann nehmen wir all die Tiere heraus, die irgendwie mit der Vogelgrippe in Verbindung gebracht werden könnten", kündigt Festl an.

Zoo wartet mit Vogelgrippe-Impfung ab
WDR Nachrichten -
1. März 2006
Nutzgeflügel gegen die Vogelgrippe zu impfen, ist umstritten. Für Hobby- und Rassegeflügel will NRW -Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg ( CDU ) dagegen jetzt die Genehmigung einholen, für Zootiere gebe es sie bereits.

ORF Steiermark - 27. Feb. 2006
Keine Konsequenzen für Tierpark
Die verspätete Öffnung des Tierparks Herberstein wegen der Vogelgrippe wird keine rechtlichen Konsequenzen für den Tierpark haben. Nach einem Vertrag mit dem Land müsste der Tierpark am ersten März aufsperren. Tourismuslandesrat und LH-Stv. Hermann Schützenhöfer sagte am Montag, da der Tierpark wegen der Vogelgrippe-Maßnahmen bis auf weiteres gesperrt sei, wäre auch die Verpflichtung seitens Herberstein gegenüber dem Land nicht haltbar. Es sei auch ein Unterschied, ob der Tierpark nun Mitte oder Ende März oder auch erst im Juni öffne. Wenn sich eine längere Schließungszeit abzeichne, müsse man auch die finanzielle Frage diskutieren, sagte der Landesrat. Jedenfalls gebe es auch noch Gespräche zwischen dem Tierpark, der Gemeinde Stubenberg, dem Sponsor Shopping City Seiersberg und dem Schönbrunner Zoodirektor Helmut Pechlaner als Experten in Hinblick auf die Zukunft der Einrichtung als touristisches Leitprojekt der Oststeiermark. 


Fränkische Nachrichten -
28. Febr. 2006
Wilhelma-Vögel müssen in Ställe
Stuttgart Die Vogelgrippe hat auch Auswirkungen auf die Wilhelma in Stuttgart. Da der gefährliche Erreger der Vogelgrippe nun auch in Baden-Württemberg nachgewiesen wurde, musste dort Maßnahmen ergriffen werden

Merkur Online 2. Mrz 2006
Vogelpark kämpft um die Existenz
Olching - Aus dem Teich ragen Bierbänke als Stützpfeiler für einen Pavillon, Gartenzelte werden kurzerhand in Ställe, Plastikboxen in Desinfektionswannen umgewandelt. Im Vogelpark Olching ist wegen der drohenden Gefahr der Geflügelpest dieser Tage vor allem eines gefragt: Kreativität. Mit bescheidensten Mitteln, aber großem Engagement haben die Mitglieder des Vogelliebhabervereins den verzweifelten Kampf gegen die Vogelgrippe aufgenommen. Schließlich geht es um die Existenz ihres Parks.
"Wir versuchen alles, um uns und unsere Tiere zu beschützen", sagt Daniela Kuchenbaur. Sie ist 2. Kassierin im Verein, der das knapp 20 000 Quadratmeter große Gelände mit seinen rund 600 gefiederten Bewohnern aus aller Welt betreut. In enger Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt habe man die Stallpflicht umgesetzt. Während der ersten Stallpflichtphase im vergangenen Jahr hatte der Vogelpark für seine Tiere eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Die Vögel durften im Freien bleiben, mussten sich aber regelmäßigen Blutuntersuchungen unterziehen. "Das war jedoch Stress pur für die Viecherl", erzählt Kuchenbaur. Da eine erneute Stallpflicht absehbar war, haben die Vogelfreunde deshalb seit Anfang des Jahres versucht, ihre Tiere an Käfige und Ställe zu gewöhnen. Mit Erfolg: Auch Fluchtvögel wie die vier Nandus (südamerikanische Straußenvögel) haben sich an ihre Notunterkunft - ein 64 Quadratmeter großes Zelt - gewöhnt. Die ganze Prävention hat die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder mittlerweile 2000 Euro gekostet. Das Geld wird knapp, denn große Rücklagen hat der Verein nicht. Am 2. April, will der Vogelpark wieder seine Pforten für Besucher öffnen.


Spiegel Online
Vogelgrippe: Das Geschäft mit der Angst
Bauern und Tourismusbranche fürchten um ihren Umsatz und manche Betriebe gar um ihre Existenz, seit die Vogelgrippe in Deutschland angekommen ist. Geschäftemacher versuchen inzwischen, Profit zu schlagen aus der Angst vor einer Pandemie, die es noch gar nicht gibt.

Neue Bildpost, Ausgabe 9/06
100 größere Gefahren
Kommentar gerichtet an Jörg Adler, Direktor des Allwetterzoos Münster
Sehr geehrter Herr Adler,
in den Phantasie-Geschichten um den sprechenden Elefanten Benjamin Blümchen heißt der Zoodirektor – wie passend, aber eben erfunden – Tierlieb. Im bundesweit einmaligen Allwetterzoo Münster sind Sie der „Chef“. Doch der Anlaß, einem Mann wie Ihnen zu schreiben, ist so heiter nicht wie dieser launige Einstieg: die Vogelgrippe ist auch für Zoologische Gärten ein Thema – wie für das ganze Land. Dabei sollte man meinen: nach BSE, Maul- und Klauenseuche, Nikotin-Skandal in der Geflügelzucht oder Schweinepest hätten die Deutschen sich insoweit an – oft vom Menschen verursachte – Katastrophen im (Nutz-)Tierreich gewöhnt, daß bei neuen Zwischenfällen nicht immer gleich die große Hysterie losbricht.
Doch die Vogelgrippe belehrt uns: angefeuert von Medien, ist die Krankheit Dauerbrenner an Haltestellen, in Arztpraxen und am Stammtisch. Außerdem ist sie offenbar willkommen, endlich wieder Parteipolitik auf Länderebene zu machen, nachdem das wegen der Koalition in Berlin schlechterdings nicht mehr geht…
Ihre Warnung ist da wohltuend anderslautend – und noch dazu fundiert: „Ich bin fest davon überzeugt, daß es für Menschen und Tiere 100 größere Gefahren gibt.“ Und das sagt immerhin jemand, dessen Tagwerk der Umgang mit Tieren und die Erhaltung bedrohter Arten ist, um die sich Zoos von München bis Berlin verdient machen.
Täglich, darauf haben Sie ergänzend hingewiesen, würden irgendwo auf der Welt Tier- und Pflanzenarten für immer (!) ausgerottet, stündlich riesige Flächen Natur vernichtet. „Doch darüber wird weit weniger berichtet. Dabei sind die nachhaltigen Gefahren wesentlich schlimmer“, schoben Sie nach. Es ist traurig: der Mensch sieht sich zusehends weniger als Bewahrer der Schöpfung, er nutzt sie zu wirtschaftlichen Zwecken aus, wo und wie er kann. Die Globalisierung ist da nicht eben positiv. Grenzwerte für Motoren in China? Staubfilter für alle amerikanischen Kraftwerke? Fangverbote für japanische Walfänger? Oftmals Fehlanzeige!
Da auch vor unser aller Haustür viel Raubbau an der Natur getrieben wird, sollte man Ihre Warnung – und die Vogelgrippe – statt zur Panik lieber zum Innehalten nutzen: es wäre an der Zeit, die von Ihnen genannten falschen Entwicklungen, die wir der Natur antun, zu stoppen. Für jeden von uns, damit es nicht immer mehr Arten nur in so schönen Zoos wie dem von Münster zu bestaunen gibt…
Mit freundlichen Grüßen, Ihre NEUE BILDPOST


Mangels eines besseren Platzes hier die Geflügelpest-Meldungen der Umwelt- und anderer Verbände:

01.03.2006 - Bioland e.V.
Bioland fordert von Landesminister Backhaus und Woidke Rückkehr zur Sachdiskussion / Käfigverbot bei Legehennen muss bestehen bleiben
Bioland weist entschieden Äußerungen der Landesagrarminister Backhaus (Mecklenburg-Vorpommern) und Woidke (Brandenburg) zurück. Minister Woidke hatte in einem Interview mit den Potsdamer Neuesten Nachrichten vom 27.2.06 eine unbegrenzte Stallpflicht und das Ende der Freilandhaltung angekündigt.

01.03.2006 - Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz
VIER PFOTEN kritisiert überzogene Abschuss-Pläne für Streunerkatzen
Nachdem bei einer toten Katze auf Rügen das Vogelgrippe-Virus H5N1 gefunden wurde, macht sich bei vielen Katzen- und Hundehaltern Verunsicherung und Angst breit. "Gefahren für Haustiere bestehen weniger durch die Vogelgrippe, als durch Jagdschein-Besitzer

01.03.2006 - Bund Deutscher Tierfreunde e.V
Tierfreunde starten Infokampagne zur Vogelgrippe
Unter dem Motto "Keine Panik" hat der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. (BDT) eine bundesweite Informationskampagne zum Thema Vogelgrippe gestartet.

24.02.2006 - Bioland e.V.
Bioland fordert auch in Zeiten der Vogelgrippe artgerechte Tierhaltung
Käfigverbot bei Legehennen muss bestehen bleiben Eine artgerechte Haltung mit ausreichend Auslauf muss auch in Krisenzeiten wie der Vogelgrippe oberste Priorität haben. Deshalb fordert Bioland ein sofortiges Forschungs- und Investitionsprogramm zur Weiterentwicklung des Auslaufmanagements bei Geflügel

02.03.2006 - Deutscher Bauernverband
Umfassende Maßnahmen gegen die Vogelgrippe - Sonnleitner: Impfung kommt zurzeit nicht in Frage
Der Deutsche Bauernverband (DBV) unterstützt die derzeitige Seuchenbekämpfungsstrategie von Bund und Ländern.

 



Planung und Bau 

Bad Vilbel Online - 28. Feb. 2006
Kelele, Makulla und Matze ziehen um
Die Menschenaffenfamilien im Zoo Frankfurt, sieben Gorillas, sieben Orang-Utans und zehn Bonobos, bekommen ein neues Zuhause. Im Jahr 2007 werden sie ihr neues Haus beziehen, das - nach dem endgültigen Ausbau - Teil einer großzügigen Parklandschaft von über 10.000 Quadratmetern sein wird. Einen Affensprung entfernt vom jetzigen Menschenaffenhaus entsteht ab Sommer das "Bonoboland". "Unsere Anlage für die Menschenaffen entspricht nicht mehr den deutschen Mindestanforderungen an die Haltung von Affen", räumt Frankfurts Zoodirektor Dr. Christian R. Schmidt ein. "Wir standen vor der Entscheidung, entweder die Haltung von Orang-Utans und Bonobos aufzugeben oder eine neue Anlage zu bauen." Was aber wäre der Frankfurter Tiergarten mit dem kleinen Bonobo im Logo ohne seine Maskottchen? Die Orang-Utans aus Sumatra werden durch eine zwölf Meter hohe naturalistische Anlage streifen, die von zwei Besucherebenen aus eingesehen werden kann. Und die Flachlandgorillas - allen voran Matze, Frankfurts beliebtester Gorilla - teilen sich eine 3.600 Quadratmeter große Außenanlage gemeinsam mit Kikuyuguerezas, Dianameerkatzen und den farbenprächtigen Mandrills. "Das wird eine Spitzenanlage, auch im Vergleich mit anderen europäischen Tiergärten", ist sich der Zoodirektor gewiss. Dass die ehrgeizigen Pläne Wirklichkeit werden können, hängt auch mit einem kreativen Finanzierungsplan zusammen, denn das neue Menschenaffenhaus wird erstmals in Form eines so genannten Public-Private-Partnership (PPP) verwirklicht. Dabei sichert der Investor, das Unternehmen Avicenna, eine Tochtergesellschaft der Hannover Leasing, die Finanzierung des ohne Mehrwertsteuer 12,3 Millionen Euro teuren Projekts. Die Architektengemeinschaft Harald Fay und liquid Architekten setzt das Bauvorhaben gemeinsam mit dem Bauunternehmen Wiemer & Trachte um; die Bauunterhaltung garantiert ein Unternehmen der Wisser-Gruppe. Die Stadt Frankfurt wird von Anfang der Besitzer sein und zahlt über 20 Jahre hinweg jährlich die Investition mit Zinsen an die Betreiber. Das neue Zooareal wird in zwei Schritten gebaut: Zunächst entsteht im Norden des derzeitigen Menschenaffenhauses bis zum Juli 2007 der Neubau, so dass dann die gesamten Affenfamilien in die neuen Räumlichkeiten einziehen können. Das alte Menschenaffenhaus wird anschließend abgerissen, und auf dieser Fläche werden die naturalistischen Außenanlagen mit bepflanzten Ufern und Wassergräben gestaltet. Ein geschwungenes, luftiges Dach wird weithin sichtbar sein und sorgt mit durchsichtigen Teflonfolien für optimale Lichtverhältnisse.

sz-online - 25. Feb. 2006
Minister Jurk: Beste Chancen für Megaprojekt in Leipzig
Der Leipziger Zoo ist auf seinem Weg in die Zukunft einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Denn es gilt als ziemlich sicher, dass das 45 Millionen Euro teure Megaprojekt Gondwanaland - es soll 2006 begonnen werden - vom Freistaat eine Förderung in Höhe von 26 Millionen Euro erhält. Dies bestätigte Wirtschaftsminister Thomas Jurk. Der Zoo habe beim Antrag bewusst auf „die touristische Karte“ gesetzt - und damit auf das richtige Pferd. „Die Nachricht aus Dresden zeigt uns, dass wir mit unseren Plänen auf dem richtigen Weg sind“, sagte Zoodirektor Jörg Junhold. Das Gondwanaland ist vom Umfang und von der tierpflegerischen Herausforderung her das bislang größte Projekt der Einrichtung. Es handelt sich dabei um eine riesige Tropenhalle, in der ein Urzeitmeer mit Tropenwald nachgestellt werden soll. Deren Bauzeit beträgt etwa drei Jahre.

mdr.de - 25. Feb. 2006
Millionenzuschuss für Leipziger Zoo
Der Freistaat hat dem Zoo 26 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Laut Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk soll mit dem Geld der Bau einer Tropenhalle unterstützt werden. Darin will der Leipziger Zoo nach eigenen Angaben das so genannte Gondwana-Land bauen. Das 45 Millionen Euro teure Projekt lässt den Urkontinent wieder entstehen, als Asien, Afrika und Südamerika noch eine gemeinsame Landmasse waren. Baubeginn ist im kommenden Jahr.

Rasender Reporter - 26. Feb. 2006
US-Spezialfirma baut Aquarien für Ozeaneum
Die riesigen Aquarien des Ozeaneums in Stralsund werden von dem amerikanischen Unternehmen Reynolds gebaut. Ein entsprechender Auftrag sei nach einer weltweiten Ausschreibung an die Spezialfirma in Colorado gegangen, sagte der Chef des Meeresmuseums, Harald Benke. Reynolds war auch am Bau des Aquadoms in Berlin beteiligt. Für die 15 Großaquarien des Ozeaneums müssen Sichtscheiben mit Stärken von bis zu 46 Zentimetern miteinander verklebt werden. Das größte Becken werde etwa 2,6 Millionen Liter Wasser fassen. Das Ozeaneum, das rund 51 Millionen Euro kosten wird, soll Ostern 2008 auf der Stralsunder Hafeninsel eröffnet werden. Es wird mit insgesamt 15 Großaquarien die Unterwasserwelten der pommerschen Boddengewässer, der Ostsee, der Nordsee, des Atlantiks und des Polarmeeres vorstellen. Für die Becken sollen Tank- und Forschungsschiffe gechartert werden, die regelmäßig in der Nord- und Ostsee frisches Salzwasser bunkern und nach Stralsund befördern.

Hamburger Abendblatt -2. Mrz 2006
Das Wattenmeer im Aquarium
Das Multimar Wattforum in Tönning soll größer und attraktiver werden. "Ein weiterer Anbau wird den Lebensraum der Meerestiere mehr als verdreifachen", sagte Multimar-Leiter Gerd Meurs gestern bei der Präsentation des 5,2 Millionen-Euro-Projekts. Die Aquarien sollen von derzeit 150 000 Liter auf 500 000 Liter, die Ausstellungsfläche um knapp ein Drittel auf mehr als 3000 Quadratmeter vergrößert werden. Meurs Vision: das Multimar als eine Art touristischer "Leuchtturm" für das ganze Land. Hauptattraktion des erweiterten Baus wird ein Großaquarium mit 250 000 Liter Wasser.

Stuttgarter Wochenblatt - 2. Mrz 2006
Vier große Krokos sind da
"Ich kann es kaum erwarten wieder Krokodile hier zu haben", sagt Harald Aberle, Tierpfleger im Terrarium der Wilhelma.
Vor sechs Jahren hat er das Weiße (so hieß das alte weiße Leistenkrokodil der Wilhelma) morgens tot im Becken der alten Krokodilhalle gefunden. Seitdem hat es kein Leistenkrokodil mehr auf Stuttgarter Boden gegeben. Und erst recht kein weißes. Weiße Leistenkrokodile sind sehr selten. Jetzt gibt es gleich zwei davon in der Wilhelma, ein weißes Männchen und ein weißes Weibchen. Mit den zwei anderen normal gefärbten Weibchen sind es also insgesamt vier Leistenkrokodile. Sie sind alle um die sechs Jahre jung und zwischen 2,15 Meter und 2,30 Meter lang. Die Krokodilhalle war seit Spätsommer 2004 geschlossen. Die letzten Bewohner (Krokodile verschiedener Arten, Schildkröten etc. ) wurden an andere Zoos abgegeben. Seitdem wurde die Krokodilhalle komplett erneuert. Eine Felslandschaft mit den dazugehörigen Pflanzen ist der natürlichen Heimat der Leistenkrokodile in Australien nachempfunden. Besucher können erst nach der offiziellen Eröffnung am 14. März die vier Großen begrüßen.

sz-online - 2. Mrz 2006
Fischotteranlage nicht Ostern fertig
Hoyerswerda. Mit einer Einweihung der neuen Fischotteranlage im Zoo wird es zum Osterfest definitiv nichts. Das sagte gestern Planer Thomas Gröbe, der auch Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde ist. Angesichts der seit Wochen anhaltenden Kälte mit Schnee und Eis konnten die Arbeiten im Außenbereich nicht fortgeführt werden.

mzbern.ch -
24. Febr. 2006
Wildpark Mühletäli wird erneuert
Am Fusse zwischen Engelberg und Säli, auf Gemeindegebiet von Starrkirch-Wil, befindet sich der 55 Jahre alte Wildpark Mühletäli.




Aktionen

Kölner Wochenspiegel - 28. Feb. 2006
Schau zur Geschichte der "Grauen Riesen"
Die beiden heutigen Elefantenarten sind Überbleibsel einer einst weit verbreiteten und großen Gruppe von Rüsseltieren, die im Laufe der Erdgeschichte entstanden und wieder vergangen sind. Zur Veranschaulichung der stammesgeschichtlichen Zusammenhänge hat das Zoologische Institut der Universität Köln dem Kölner Zoo eine ganze Anzahl von Modellen, die den Werdegang der Rüsseltiere seit der Urzeit veranschaulichen, zur Verfügung gestellt. Die von Günter Nagel schon vor 50 Jahren angefertigen Modelle sind nun in einer gläsernen Vitrine im Elefantenpark zu bewundern. Außerdem zeigt die Ausstellung handwerkliche Raritäten aus der Sammlung des ehemaligen Kölner Oberbürgermeisters Theo Burauen, der ein außergewöhnlicher Fan der Elefanten war und dessen Zoobegeisterung den Kölner Zoo zu dem machte, was er heute ist. Dazu gehört auch das Gelände auf dem sich heute der größte Elefantenpark nördlich der Alpen befindet, wie Zoodirektor Professor Gunther Nogge anlässlich der Ausstellungseröffnung erläuterte.

swissinfo - 24. Feb. 2006
Nashorn-Bulle verzweifelt gesucht
Nashörner sehen aus wie Wesen aus einer anderen Zeit und gehören zu den bedrohtesten Tierarten der Welt. Mit einer Kampagne wollen die europäischen Zoos, unter ihnen auch der Zürcher, die Situation dieser Tiere in der Wildnis verbessern. Die Zoos sammeln rund 550'000 Franken für 13 Projekte in Afrika und Asien. Ausgewählt wurden Projekte, welche die Population schützen und zu deren Wachstum beitragen, wie Robert Zingg, Kurator des Zoos Zürich, erklärte. Zürich, wo zwei Spitzmaulnashorn-Weibchen leben, unterstützt Projekte in Kenia, der Heimat dieser Art. Angestrebt werden 30'000 Franken.

HaffZeitung - 27. Feb. 2006
Experte bittet um Geduld mit Stören
Der Stör – für viele ist er der Kaviar-Lieferant. Für Dr. Eckehard Anders von der Gesellschaft zur Rettung des Störs in Rostock ist er der Symbolfisch der Region. Doch seit mehr als 100 Jahren gibt es ihn nicht mehr in heimischen Gewässern. Schuld daran war der Mensch, der Flüssen einen anderen Lauf gab und den Stör zu extrem fischte. Ab April wird sich die Situation ändern. Dann wollen Anders und seine Mitstreiter die ersten Tausend Störe in die Oder setzen. Einige der einjährigen Tiere werden dann mit einem Sender ausgerüstet. Anhand der Signale wollen sie heraus bekommen, wohin der Stör wandert, wann er ins Haff geht, wie lange er dort bleibt und welchen Untergrund er bevorzugt. Der Stör, der wieder in der Oder angesiedelt werden soll, kommt aus Kanada, berichtet Anders. Derzeit werde er in Polen und Deutschland großgezogen. Mehr über den gigantischen Fisch, der mehr als drei Meter lang werden kann, gibt es ab März im Tierpark Ueckermünde zu erfahren. Das Deutsche Meeresmuseum Stralsund hat dem Stör eine Ausstellung gewidmet.

Krone.at - 24. Feb. 2006
Schwein gehabt!
Kunst liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Deshalb wundert es nicht, dass nach Affen mit Zeichenbegabung und malenden Hunden jetzt auch ein weiterer tierischer Freund den Pinsel, ähm, die Hufe schwingt: Schwein Pinto ist in dieser Disziplin ein wahrer „Pig-casso“. Pinto, ein Yucatan Miniature Schwein im Zoo von Brookfield schuftet schwer für seinen Unterhalt, nachdem sein großes Talent und seine Leidenschaft zum Malen entdeckt wurden. Pinto hat sich mittlerweile einen gänzlich unverwechselbaren Stil zugelegt: Seine Unikate zaubert er mit Hilfe von Hufen und Rüssel aus einer Auswahl (ungiftiger) Grundfarben und Essensresten. Am 1. März, dem nationalen Tag des Schweins, sind die Werke im Zoo ausgestellt.

 

Nachwuchs 
 
Hamburger Abendblatt Online - 24. Feb. 2006
Augenblick mal!
In der Nacht zum 2. Februar kam sie zur Welt - gesund und voller Übermut. Das gefleckte Mädchen mit den zwei puscheligen Hörnchen auf der Stirn gehört zur Familie der Rothschild-Giraffen. Bei Hagenbeck gibt es eine ganze Herde dieser schönen Tiere - vier wurden innerhalb der vergangenen vier Jahre geboren. Laylas Halbgeschwister kümmern sich rührend um die Kleine.

NonstopNews - 24. Feb. 2006
Niedliches Giraffenbaby auf noch wackeligen Endlos-Beinen
40 Tage und 40 Nächte haben die Zoomitarbeiter in Hannover auf ein wahres Riesenbaby gewartet, nun ist es da. Nicht nur Giraffenmama Shahni ist tierisch stolz, auch Schwesterchen Suse, die vor etwa anderthalb Jahren am gleichen Ort das Licht der Welt erblickte, darf sich auf ein Geschwisterchen freuen. Heute nun darf der „Mini-Maxi“-Giraffe das erste Mal von den neugierigen Blicken der ersten Öffentlichkeit bestaunt werden.

RZ online - 28. Feb. 2006
Nachwuchs für die Tempelaffen im Neunkircher Zoo
Der Zoo im saarländischen Neunkirchen freut sich über Nachwuchs im Affenhaus - die achtjährige Tempelaffen-Dame Devi ist zum zweiten Mal Mutter geworden. Der Name der Affen - in der Fachsprache Hanumanlanguren - leitet sich ab vom Affengott Hanuman, der in Indien verehrt wird. Der Neunkircher Zoo hat mit 13 Tieren bundesweit die größte Tempelaffen-Gruppe.

Sachsen Fernsehen Chemnitz - 24. Feb. 2006
Süße Sauerrei im Tierpark
Das Tropenhaus des Tierparks Chemnitz ist gerade im Winter ein sehr angenehmer Ort, denn man kann nicht nur viele exotische Tiere beobachten, sondern sich dabei auch wunderbar aufwärmen. Und seit einigen Tagen gibt es noch eine besondere Attraktion: Nachwuchs bei den Wasserschweinen, auch Capybaras genannt. Die beiden Kleinen sind sehr aktiv und auch für die Besucher gut zu sehen.

Anzeiger Sternberg-Brüel-Warin - 24. Feb. 2006
Erdmännchen im Zoo vergrößern ihre Gruppe
Im Schweriner Zoo leben Erdmännchen in Nachbarschaft mit Löwen und Giraffen. Nach einer etwa elf Wochen dauernden Tragzeit sind vor etwa 14 Tagen zwei Jungtiere zur Welt gekommen, die sich bereits in der Außenanlage zeigen.

Freie Presse - 27. Feb. 2006
Nachwuchs bei den Zwergziegen
Im Limbach-Oberfrohnaer Tierpark ist der erste Nachwuchs in diesem Jahr eingetroffen. Ein Zwillingspärchen Zwergziegen kam am Mittwoch zur Welt.

Berliner Morgenpost 1. Mrz 2006
Claudias Kumpel
Berlin. Trampeltier Claudia hat einen Spielgefährten. Am 20. Februar wurde ihr Halbbruder Klaus-Dieter geboren.

Bieler Tagblatt - 2. Mrz 2006
Junger Kamelhengst im Zoo Zürich
Im Zoo Zürich ist vor einer Woche ein Kamel zur Welt gekommen: Der kleine Gambaj entwickle sich prächtig, wie der Zoo gestern mitteilte.



Maerkische Allgemeine Freitag - 24. Feb. 2006
Wertvolle Sittiche aus Tierpark entwendet - Hinweise erbeten!
In der Nacht zu Freitag (24. Februar) öffneten in Germendorf unbekannte Täter gewaltsam einen Vogelkäfig auf dem Gelände des Tierparks. Aus dem Käfig wurden vier Felsensittiche, zwei Mönchsittiche und zwei Chinasittiche gestohlen. Die Sittiche sollen sehr wertvoll sein und einen Wert von etwa 1.990 Euro haben, der Wiederbeschaffungswert soll jedoch erheblich höher liegen. Die Kriminalpolizei untersuchte den Tatort nach Spuren und nahm die Ermittlungen auf.

Maerkische Allgemeine Freitag - 24. Feb. 2006
Versuchter Einbruch in Vogelpark
Am Mittwoch versuchten Unbekannte in der Zeit von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr in Lindow, Straße des Friedens, in den dortigen Vogelpark einzubrechen. Auf dem Gelände des Parks wurden ein Schuppen geöffnet und aus diesen Schuppen zwei Gartenscheren entnommen. Mit den Gartenscheren wurde versucht eine Geldkassette zu öffnen, was nicht gelang. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Hannoversche Allgemeine - 1. Mrz 2006
Der Zoo legt bald wieder richtig los
Das Unternehmen Zoo startet am 25. März in die neue Saison, die Vorbereitungen für die Eröffnung laufen auf vollen Touren: Seit Mittwoch werden die neuen Mitarbeiter, die dort bis Ende Oktober Dienst tun werden, mit ihrer künftigen Tätigkeit vertraut gemacht.
Allein in diesem Jahr sollen insgesamt rund 70 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit und als Aushilfen für den Service und die Zoo-Shops eingestellt werden. Studenten, die gerne als Scouts, Bootsfahrer, in den Shops oder auf der Pony-Reitbahn arbeiten möchten, können sich noch bewerben. Vom kommenden Wochenende an werden die 3 500 Kubikmeter Wasser aus dem künstlichen Flusslauf Sambesi abgelassen, damit die umfangreiche Unterwasser-Technik anschließend gewartet werden kann. Ab 25. März kostet der Eintritt für Erwachsene dann mit 18 Euro einen Euro mehr als in der vergangenen Sommersaison.

Pforzheimer Zeitung - 27. Feb 2006
Dickes Lob an „Wildpark-Vater“
Den Pforzheimer Wildpark zu gründen und wirtschaftlich zu verwalten – das war Ewald Steinles Lebenswerk. Dafür wurde er in dem nach ihm benannten Haus von ehemaligen Kollegen und Freunden geehrt. Das Ewald-Steinle-Haus diente gestern nicht wie sonst als Naturbildungsstätte, sondern zur Ehrung und Erinnerung an einen engagierten Mann. Aus gesundheitlichen Gründen konnte der 91-Jährige nicht an der Ehrung teilnehmen. Seine Nachfolge tritt nun ein Förderverein an, dessen Vorstand aus den Stadträten Christine Stavenhagen, Jürgen Schroth und dem Naturschutzbeauftragten Manfred Thiemes besteht.
> Herr Steinle war einst auch für die Anschaffung diverse "Exoten" wie Flamingos, Mähnenspringer, Kulane und Davidshirsche im Wildpark verantwortlich, und zuletzt im von ihm selbst eingerichteten "Ewald-Steinle-Haus" ein Aquarium mit tropischen Fischen.

Berliner Morgenpost - 24. Feb. 2006
Von Luft und Futter
Die Stachelschweine, die Nutrias und die Afrikanischen Quastenstachler sind nachtaktiv und gehören damit - rein organisatorisch - zum Nachttierhaus im Berliner Zoo. Sie leben aber draußen in drei Gehegen nahe der Zooverwaltung. Was bedeutet, daß ein Nachttierhaus-Mitarbeiter einmal am Tag den dunklen Keller des Raubtierhauses verlassen und für einen Moment an der frischen Luft arbeiten darf.

Berliner Morgenpost - 26. Feb. 2006
Stachliges Sensibelchen auf Diät

Märkische Oderzeitung - 25. Feb. 2006
Braten aus dem Wildpark
"Wildfleischverkauf", wirbt ein Plakat im Wildpark Rosengarten. Verziert mit kunstvollen Tier-Darstellungen, ist es ausgerechnet an der Abgabestelle für Futterspenden angebracht. Nun ist der Verkauf von Bratwürsten in Tierparks nichts Ungewöhnliches, aber muss es denn gleich der Hirsch aus dem Gatter nebenan sein? "Wir verkaufen kein Fleisch", stellt Parkleiter Jochen Hanschel klar. "Das Plakat gehört der Agrar GbR in Booßen, die Eigentümer des Dam- und Muffelwildes im Park ist. Und die bietet auch Wildfleisch an - aber nicht im Park." Das Plakat sei allerdings etwas unglücklich gestaltet, gab er zu. Das Plakat sei lediglich als Information für Interessenten gedacht.

Tagesspiegel - 27. Feb. 2006
Menschen streiten, Affen lieben Die Not einer Deutschen im Zoo von Jakarta
„Privatweg“, steht mitten im Zoo von Jakarta an einem kleinen Tor. Dahinter führt ein Weg zu einem schlichten Haus. Zu Affen, Vögeln, Katzen, Hunden und zu deren Ziehmutter. Zu kahlen Bäumen, zwischen denen ein Orang-Utan sich an einem Seil entlanghangelt. Der Weg führt in die Welt der Ulrike Freifrau von Mengden. Die Tochter eines preußischen Offiziers war 1950 mit ihrem Mann nach Indonesien gekommen. Als er starb, blieb sie. „Ich hab mich nie beschwert, aber nun ist die Schmerzgrenze erreicht. Ich habe Orang-Utans hier, die dringend aus den Käfigen müssen.“ Mitte der 60er Jahre baute Mengden das Haus im Zoo und nahm dort alle auf, die Hilfe brauchten: Schwache und Kranke, Verwirrte und Ängstliche. Hunderte Orang-Utans hat sie gepflegt. Mengden hat versucht, aus ihnen wieder richtige Affen zu machen. Manchmal gelang es. Nach Stärkung und Klettertraining konnten einige Orang-Utans aus ihrem Haus ins Zoogehege, dann zu Affenstationen auf den Inseln Borneo oder Sumatra, und schließlich dorthin zurück, wo sie hingehören: in die Freiheit. Vor vier Jahren war alles noch gut. Jakartas Zoo sollte eine der besten Affenanlagen der Welt bekommen, mit zwei Gehegen allein für die Orang-Utans, eines für die aus Sumatra und eines für die aus Borneo. Eine Trennwand und das Sumatra- Gehege sind bis heute nicht fertig. Und so hocken einige ihrer Tiere seit Jahren in Käfigen. Seite Ende 2004 ist Sri Mulyono Jakartas Zoodirektor. „Sie kann bleiben. Aber wie sie ihre Affen hält, verstößt gegen Richtlinien. Menschen und Tiere müssen getrennt leben“, sagt er. Was der Direktor über Richtlinien sagt, stimmt. „Und trotzdem: Es ist ein Unding, dass Mengden nicht mehr der Respekt entgegengebracht wird“, findet Willie Smits. Smits hat die Affenanlage gebaut und leitet sie jetzt.

Stern Shortnews - 28. Feb. 2006
Brennpunkte: Moskau: 19-Jährige wollte im Zoo Leoparden streicheln - Sie verlor ihre Hand
Elena Vronskaya hat beim Versuch, im Moskauer Zoo einen Schneeleoparden zu streicheln, weil sie ihn so "knuddelig" fand, ihre Hand verloren. Die Raubkatze, einer der gefährlichsten Jäger der Tierwelt, riss der 19-Jährigen den größten Teil der Hand ab.

Berliner Morgenpost - 2. Mrz 2006
Affenmutter Mücke liebt ihr Baby
In diesen Tagen herrscht reges Treiben im Berliner Zoo. Noch immer sind Kamerateams unterwegs, die für das ZDF die 20teilige Serie "Berliner Schnauzen - Geschichten aus dem Hauptstadtzoo" drehen. Orang-Utan-Dame Mücke mit ihrem Baby ist schließlich ein wunderbares Motiv.
Wie der Zoo Rotterdam mitteilte, hat Gorilla Bokito, den der Affenhauschef einst in Berlin mit der Hand aufgezogen hat, dafür gesorgt, daß die Gorilla-Damen Tamani und Luena tragend sind. Ob Bokito nun tatsächlich, wie ursprünglich geplant, in den umstrittenen Zoo von Shanghai muß, wird abschließend erst im April von den Verantwortlichen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) geklärt werden.

Hannoversche Allgemeine - 1. Mrz 2006
Mannis Partnerin ist tot
Die 13-jährige Katzenbärin Margarita aus dem Zoo musste eingeschläfert werden. Der betagte kleine Panda litt an einem Nierentumor und mehreren Entzündungsherden.

The Sydney Morning Herald February 18, 2006
Skippy for elephants: alarm at zoo wildlife trade
Aussie animals for troubled Thai zoo

Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

N
iederländische Meldungen

Dierennieuws – 25. Februar 2006
Drie olifanten verlaten Blijdorp
Drei Elefanten verlassen Blijdorp
Im Laufe des Jahres wird die stark angewachsene Elefantengruppe des Rotterdamer Zoos geteilt. Drei unterschiedlich alte Tiere werden in den Zoo von Dublin umziehen, wo derzeit eine neue Anlage im Bau ist. Es handelt sich um die schwangeren Kühe Bernadine (1984 als erster in den Niederlanden geborener Elefant) und Jasmine sowie den 3jährigen Anak.
 
Dierennieuws – 25. Februar 2006
'Ontwaken met de Dieren' in DierenPark Amersfoort
Aufwachen mit den Tieren im Tierpark Amersfoort
Am 2., 9., 23. und 30. April werden im Tierpark Amersfoort besondere Führungen vor den Besuchszeiten angeboten. Ab 7:45 Uhr können die Besucher sich mit Kaffee oder Tee stärken, um dann ab 8 Uhr durch den Zoo geführt zu werden.



Aus den NL-zooforum, übersetzt durch A Roolfs

Der Zoo Antwerpen tauscht zwei alte Elefanten gegen eine neue Zuchtgruppe
Dina und Daisy, die beiden unzertrennlichen aber unfruchtbaren Circuselefanten verlassen bald den Antwerpener Zoo. Sie ziehen um nach Frankreich. Antwerpen stürzt sich dann voll aufs Zuchtgeschehen und wird, neben Dumbo, eine Zuchtgruppe bestehend aus drei weiblichen Tieren beherbergen.
Die KMDA (königliche Gesellschaft für Tierkunde Antwerpen) investiert einige Millionen Euro für das Zuchtprogramm der asiatische Elefanten. Um am Zuchtprogramm teilnehmen zu können, muss ein Zoo sowohl Weibchen und Jungtiere als auch Bullen beherbergen. In Antwerpen wird jetzt am Elefantenhaus gebaut, aber nicht für einen Bullen. Denn hierfür ist das Gebäude nicht stark genug. Um trotzdem einen Bullen zu halten, wird in Kürze in Planckendael investiert in ein neues Elefantenhaus. Der Umstand, dass Dina und Daisy verschwinden, ist vornehmlich für die Tierpfleger eine harte Nuss zu knacken. “Das ist natürlich sehr schade, aber auf der anderen Seite, steht die Herausforderung eine neue Zuchtgruppe zu empfangen.” antwortete der Pfleger Bruno Melens. “Es wird einige Zeit dauern bis wir wieder aufs neue das Vertrauen der Tiere gewinnen und um Dumbo an die neuen Tiere zu gewöhnen, aber es wird gelingen.”
Durch den Tausch kommen drei neue Elefanten anstatt der zwei die ausziehen. Außerdem wird gehofft auf Babys. “Das ergibt zusätzliche Arbeit. Der Chefpfleger wird dafür eine Lösung finden müssen” lach der Chefpfleger Bruno. “Zur Zeit wird ein Pfleger angelernt, sodass wir bald zu sechst sind, trotzdem wird dann bald eine geschäftige Zeit kommen.” Nicht nur die neue Gruppe sorgt für extra Arbeit sondern auch der Umzug von Dina und Daisy. In der nächsten Woche werden Pfleger aus Maubeuge erwartet, diese möchten ihr Duett kennen lernen. Sobald die Tiere dann umgezogen sind, werden Antwerpener Tierpfleger für drei bis vier Wochen da bleiben. Damit sich, sowohl die Tiere als auch die neuen Tierpfleger an die neue Situation gewöhnen können. Der komplette Tausch soll noch vor dem Sommer abgeschlossen sein.


Französischsprachige Meldungen
Vogelgrippe in Frankreich

Poitiers Magazine
Fermeture du zoo du Bois de Saint-Pierre
Le parc animalier du bois de Saint-Pierre est fermé pour une durée encore indéterminée suite aux mesures de confinement liées au risque de grippe aviaire.

20 minutes

Au zoo, les oiseaux en conditionnelle
En liberté vaccinée. Les 250 oiseaux du parc zoologique de Lille vont être vaccinés à partir de lundi pour se prémunir de tout risque lié à la grippe aviaire.

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Zoos  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Erlebnis-Zoo Hannover, 02.03.2006
Katzenbärin Margarita gestorben
Am ersten Weihnachtstag 2005 hatte es bei Familie „Kleiner Panda“ im Zoo heftig gekracht. Die sonst zwar resolute, aber doch eher träge Katzenbärin Margarita verhielt sich ihrem Mann „Manni“ gegenüber so ungewohnt kratzbürstig, dass Manni das Weite suchte und in den Stadtwald Eilenriede auswanderte. Ein Versöhnungsversuch einige Tage später scheiterte: Manni nahm vor seiner angriffslustigen Margarita erneut Reißaus und blieb – nachdem er von den Zoomitarbeitern wieder eingefangen worden war – in einer separaten Junggesellenbude hinter den Kulissen. Die erste Vermutung im Zoo war, dass Margarita – wenn mit 13 Jahren auch schon recht betagt – vielleicht tragend sein könnte und daher höchst unpässlich wäre. Und so hoffte man auf ein Happy End des Beziehungsstreits. Doch während Manni hinter den Kulissen weilte, beobachteten die Tierpfleger weiterhin auffallende Verhaltensänderungen bei Margarita. Margarita wurde zur Untersuchung in den Stall gebracht. Bei der Untersuchung stellte der Zootierarzt ein schweres Nierenleiden fest. Margarita musste eingeschläfert werden. Der Befund aus der Pathologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover ergab jetzt, dass die Katzenbärin einen Nierentumor hatte. So erklärt sich im Nachhinein Margaritas seltsames Verhalten ihrem Partner gegenüber. Katzenbär Manni bleibt vorerst in seiner Junggesellenbude, da Umbauarbeiten am Nachbargehege die Wiedereingewöhnung des Kleinen Pandas stören könnten. Jetzt ist der Zoo weltweit auf der Suche nach einer neuen Partnerin für Manni.

Tiergarten Schönbrunn, 02.03.2006
FAMILIE WASSERSCHWEIN LIEBT FRÜHLINGSSONNE
Die südamerikanischen Wasserschweine sind die größten Nagetiere der Welt. Bei strahlendem Himmel versammelt sich Familie Wasserschwein im Tiergarten Schönbrunn mittags zum Sonnenbaden. Wie wohl das nach dem langen Winter tut, zeigen die scheinbar verklärten Gesichtszüge. Wasserschweine werden 1.30 Meter groß und bis zu fünfzig Kilogramm schwer. Wie der Name besagt, lieben sie das Wasser. Was der Name nicht besagt: Sie haben ebenso wenig mit Schweinen zu tun wie die Meerschweinchen. Es sind nur die plumpe Gestalt und die Borsten, die angeblich daran erinnern.

Wildpark Lüneburger Heide, 01.03.2006
Wolfstage im Wildpark Lüneburger Heide: Expedition ins Reich der Wölfe
Ob als Raubtier gefürchtet oder als Sinnbild für Mütterlichkeit in vielen Sagen und Legenden verehrt. Das Verhältnis zwischen Mensch und Wolf spiegelte schon immer ein Wechselbad der Gefühle wieder. Grund genug für den Wildpark Lüneburger Heide, über die "Wolfstage" teilnehmenden Besuchern das wahre Wesen dieser Tiere einmal näher zu erläutern. Als ganz besonderes Highlight kommt der bekannteste Tiertrainer für Wildtiere, Zoltan Horkai, aus Ungarn angereist um seinen europäischen Braunbären hautnah im Wildpark vorzustellen. Schon in den letzten beiden Jahren stiessen die Veranstaltungen auf großes Interesse. Am 11. und 12.03.2006 ab 11.00 Uhr, haben die Besucher die Möglichkeit die Wölfe des Wildparks persönlich kennen zu lernen. Der Tierarzt Thomas Mack, aus Ashausen, zeigt an praktischen Beispielen in einen “Erste Hilfe Kurs für Hunde“, wie ein Hundebesitzer seinen Liebling im Notfall
helfen kann. Die Falknerin Tanja Askani erzählt am Gehege von ihren Erfahrungen in der Aufzucht der Wölfe. Der Höhepunkt ist die Wolfsfütterung und als krönenden Abschluss wird Frau Askani und der Falkner und Betreuer der Wölfe Jörg Ahrend, versuchen die Wölfe gemeinsam mit den Besuchern zum Heulen zu bringen. Die Deutsche Gesellschaft zum Schutz der Wölfe, Nothilfe für Polarhunde, Thoddys Kinderwolfsclub, Wolfssiegelgießen, Wolfsrally, Stockbrot für Kinder, Geschichten am Lagerfeuer und im Indianerzelt von Gerd Brand runden das interessante Rahmenprogramm ab und machen die “Expedition ins Reich der Wölfe“ zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Thüringer Zoopark Erfurt, 01.03.2006
Nachmittagskurse in der Zooschule
Das neue Schulhalbjahr hat begonnen und mit ihm die neuen Nachmittagskurse in der Zoo- und Naturschule. Wir werden im Zoo auf Entdeckungsreise gehen, werden Tiere im Zooschulteich suchen und bestimmen, wollen Nisthilfen für Insekten bauen und vieles mehr. Für die Kleinen soll der Spaßfaktor sehr im Vordergrund stehen. Lernen muss schließlich Freude machen. Die Großen sollten aber schon ein bisschen ernsthafter an das eine oder andere Projekt gehen. Welche Gehäuseschnecken leben im Zoopark? Welche Grashüpfer gibt es hier? Welche Singvögel brüten im Gelände? Zur Vogelbeobachtung gibt es übrigens einen Nistkasten mit Kamera. Ach ja, Kaninchen und Hühner zum Kuscheln haben wir auch! Na, neugierig geworden? Dann kommt doch zu einem kostenlosen Schnuppernachmittag am Montag um 15 Uhr oder am Donnerstag um 15 Uhr.

Thüringer Zoopark Erfurt, 01.03.2006
Freitag ist Schnuppertag im Zoo
Es ist wieder soweit: am Freitag, dem 3. März zahlen die Besucher nur den halben Eintritt im Zoopark und im Aquarium. Also nichts wie reingeschnuppert in die Zooluft! Für nur 3 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder steht einem der ganze Zoopark von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit offen. Und im Aquarium können Erwachsene schon für 1 Euro und Kinder für 50 Cent Fische, Frösche und mehr von 10 bis 18 Uhr besuchen gehen.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 01.03.2006
SClub der Sparkasse übernimmt Patenschaft für Eisbär-Teenie Lara
Die Eisbärdame Lara ist zwar noch ein Teenie, bekommt aber schon einen Paten: Die Sparkasse Gelsenkirchen übernimmt die Patenschaft für die junge Eisbärin aus der ZOOM Erlebniswelt Alaska. Zur Übergabe der Patenschaftsurkunde laden wir Sie herzlich ein am Donnerstag, 02. März 2006, um 11.00 Uhr;
Treffpunkt: Eingang der ZOOM Erlebniswelt. Warum übernimmt ein Unternehmen eine Patenschaft? Wie viele Firmenpatenschaften bestehen bereits? Wozu verpflichtet sich der Zoo? Wie wird man Pate? Antworten auf diese und andere Fragen geben Ihnen Sabine Haas von der ZOOM Erlebniswelt und Vertreter der Sparkasse Gelsenkirchen

Zoo Duisburg, 01.03.2006
Neuer Glanz für Rio Negro
Obwohl manch ein Bürger in Zeiten sich ausbreitender Vogelgrippe-Fälle das Wort „Ente“ kaum noch in den Mund nehmen möchte, sind die vier vor drei Wochen im mollig-warmen Tropenhaus ‚Rio Negro’ eingezogenen Rotschulter-Enten dennoch eine Meldung wert. Die sehr kleinen, fast schon gedrungen wirkenden Vögel zieren sich über graumeliertem Grundgefieder mit schwarzbraunen Hand- und erzgrünglänzenden Armschwingen, zwischen denen die namengebenden dunkelroten Schulterfittiche besonders ins Auge fallen. Die hübschen Südamerikaner gehören zur Gruppe der Glanzenten, die mit Vorliebe das undurchdringliche Dickicht tropischer Flusssäume bewohnen, wozu ihnen die starken, spitzen Krallen am Vorderrand ihrer Paddelfüße besonders gute Kletterdienste leisten. Die zierlichen Höhlenbrüter zeigen nicht etwa den ententypischen Watschelgang, sondern bewegen sich eher hinkend fort, wobei sie nur bei jedem zweiten Schritt mit dem Kopf nicken… In ihrer südamerikanischen Heimat nicht unbedingt häufig, galten sie sogar in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts als nahezu ausgestorben, mittlerweile aber haben sich ihre natürlichen Bestände im südamerikanischen Chaco wieder erholt. Das Duisburger Quartett schlüpfte im vergangenen Jahr im Allwetterzoo Münster; die genaue Geschlechtszugehörigkeit der niedlichen Rotschulter-Enten wird sich aber erst dann zeigen, wenn die letzten Reste des Jugendgefieders abgetan und der Glanz des künftigen Balzkleides durchgemausert sein werden.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 01.03.2006
Blütenfeen im Gewächshaus
Dr. Oetkers Lieblingsgewürz rankt sich im Gewächshaus der Wilhelma über den Vitrinen mit den Orchideen – Vanilleduft erwartet der Besucher allerdings vergebens, denn es duften nicht die Blüten, sondern nur die Früchte mit den winzigen Samen. Ebenso wie über 18 500 weitere Arten und Tausende von Zuchtformen gehört auch die Vanille in die große Familie der Orchideen. Die Orchideensammlung der Wilhelma umfasst über 5000 Pflanzen aus 1200 Arten und Sorten, eine der größten Sammlungen in Deutschland. Da Orchideen in ihrer oft langen blütenlosen Phase vergleichsweise unattraktiv sind, befindet sich jeweils nur ein kleiner Teil der Sammlung im Schaugewächshaus – die Exemplare nämlich, die gerade besonders schön blühen. Und so leuchten denn die bizarren Blüten der Cattleyen, Cymbidien, Frauenschuhe, Malayenblumen und wie sie alle heißen in porzellanweiß, sonnengelb, bonbonrosa, zartviolett und dunkelpurpur. Die Orchideenblüten bezaubern nicht nur die Menschen – dies ist biologisch gesehen ein unerheblicher Nebeneffekt – sie sollen vor allem die Bestäuber anlocken: Bienen, Fliegen, Ameisen, Käfer, Schmetterlinge, Kolibris, Fledermäuse und Frösche erfüllen in der Natur diese wichtige Aufgabe. In der Wilhelma liegt die Vermehrung allerdings in der Hand der Gärtner: In 4 Gewächshäusern mit unterschiedlichem Klima werden die Orchideen gepflegt und vegetativ vermehrt. Und sobald die sensiblen Pflanzen ihre zauberhaften Blüten dem Betrachter anmutig entgegen neigen, dürfen sie für eine Weile ins Schaugewächshaus, um die Wilhelmabesucher zu erfreuen – bis Ende Februar übrigens noch zum günstigen Wintertarif!

Zoo Dortmund, 01.03.2006
Kostenlose Zoo-Tickets beim Hilton-Brunch - Sonntags mit Kindern brunchen und dann ab in den Zoo
Das Hilton Dortmund und der Zoo bieten im Monat März eine ganz besondere Familien-Aktion an: Alle Brunch-Besucher mit Kindern bekommen ein kostenloses Zoo-Ticket pro Kind geschenkt. Kinder bis 6 Jahre schlemmen ohnehin während des Sonntagsbrunches im Viereinhalbsterne-Haus kostenfrei, Kinder von 7-12 zum halben Preis. Außerdem gibt es ein separates Kinderbuffet und eine Spielecke für die Kleinen. Die Eltern können für 25,00 p.P. schlemmen, soviel sie mögen. Im Preis inklusive ist ein Glas Sekt, Säfte, Mineralwasser, Kaffee und Tee. Das Zooticket ist natürlich nicht tagesgebunden und muß auch nicht am selben Tag eingelöst werden. Lohnenswert ist es allerdings, nach 3stündigem Brunch einen kleinen Spaziergang zum Zoo zu unternehmen und dort den Sonntag Nachmittag zu verbringen.

Tierpark Ueckermünde, 28.02.2006
Große Nachfrage nach Jahreskarten zum halben Preis - Aktion wird bis zum 15. März verlängert
Die telefonischen Anfragen im Tierpark haben sich in den vergangenen Tagen überschlagen. Die Nachfrage nach den Jahreskarten zum halben Preis war enorm. Aus diesem Grund verlängert der Tierpark Ueckermünde den Verkauf bis zum 15. März. In den kommenden Tagen hat die Eintrittskasse im Tierpark weiter täglich von 10 bis 15 Uhr geöffnet, das gilt auch für Samstag und Sonntag. Tierpark Ueckermünde am kommenden Wochenende noch geschlossen Auch am kommenden Wochenende, also am 4. und 5. März, ist der Tierpark geschlossen. Voraussichtlich am 7. März wird bekannt gegeben, wann der Tierpark wieder öffnen wird.

Wisentgehege Springe, 28.02.2006
Am 05. März wird durchgestartet - Saisonstart auf dem Falkenhof im Wisentgehege
Auf dem Falkenhof im Wisentgehege Springe ist der Winterurlaub für die Greifvögel beendet. Seit 2 Wochen werden die Tiere mit täglichem Training auf den Saisonstart am Sonntag, den 05. März vorbereitet. Mit viel Eifer und Freude ist das Falknerteam um Rouven Polep dabei, die Vögel pünktlich zum Termin fit zu machen. Nun gilt es für Falken, Adler und Eulen wieder Leistung zu bringen, Besucher zu begeistern und richtig durchzustarten. Uhudame Lili, die dem Besucher den lautlosen Flug des Nachtjägers präsentiert, ist ebenso dabei wie die „Kompanie der Alphaneten“. Das sind zwei bis vier Lannerfalken, die gemeinsam auf eine Beuteattrappe jagen und dem Falkner höchste Leistung abverlangen. Die Besucher erfahren in der moderierten Flugvorführung viele interessante Details zur Ökologie einheimischer Greifvögel und über die Geschichte der Falknerei. Wenn die so genannten Bells, kleine Glöckchen, die die Vögel tragen, um dem Falkner eine akustische Orientierung zu ermöglichen, am Sonntag um 14 Uhr erstmalig in der Saison ertönen, wird vielleicht gleichzeitig der Frühling eingeläutet. Frühlingsgefühle sind zumindest bei den Luchsen schon aufgekommen. Weithin hörbares Rufen kündet von der Ranz, also der Paarungszeit der Luchse. Auch im Wolfsrudel kommt langsam Unruhe auf. Ebenfalls ein sicheres Zeichen für den nahenden Frühling. Spannend bleibt, ob die Wildschweine oder das Muffelwild mit dem ersten Nachwuchs des Frühjahres die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich ziehen werden. Die Flugvorführungen auf dem Falkenhof finden im März täglich um 14 Uhr statt. Ab April sind die Flugvorführungen täglich um 11.30 Uhr und 15.00 Uhr zu bestaunen. Montags ist während der ganzen Saison im Falkenhof Ruhetag. Die nächsten Veranstaltungen im Wisentgehege sind der Osterspaß für Kinder und die „Wolfstage“ am 14. und 15. Mai. Erstmals wird an einem Thementag die faszinierende Tierart Wolf genauer vorgestellt.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 28.02.2006
Auswirkungen der Vogelgrippe auf die Wilhelma
Da der gefährliche Erreger der Vogelgrippe nun auch in Baden-Württemberg nachgewiesen wurde, mussten auch in der Wilhelma Maßnahmen ergriffen werden. Vorsorglich wurden alle gefährdeten Vögel in festen Ställen untergebracht, um so eine Ansteckung durch freifliegendes Wassergeflügel zu verhindern. So wurden alle 61 Flamingos, die Kraniche, die Kormorane und alle anderen Vogelarten eingefangen und sicher untergebracht. Auch werden alle Volieren mit Folie abgedeckt, damit kein Vogelkot von außen eindringen kann. Zusätzlich werden sie noch mit einem feinmaschigen Netz umgeben und sie so sicher gegen einfliegende Kleinvögel zu machen. Alle diese Maßnahmen geschahen einvernehmlich mit dem für die Wilhelma zuständigen städtischen Veterinäramt. Für unsere Besucher ist es jetzt leider so, dass ein Teil unserer Vögel nicht oder nur eingeschränkt zu sehen sind. Aber so ist sichergestellt, dass jegliche Ansteckungsgefahr unserer Vögel ausgeschaltet ist und die wertvollen Tiere am Leben bleiben.

Zoo Leipzig, 27.02.2006
Sonntagsbesuch bei den lieben Verwandten - Sonderführungen im März zu den Schimpansen
Ihr Verhalten, ihre Mimik, die Fähigkeit Werkzeuge herzustellen und zu gebrauchen und die Art, wie sie miteinander umgehen, erinnert recht oft an den Menschen. Schimpansen sind unsere nächsten Verwandten. Ein guter Grund, etwas mehr über die vom Aussterben bedrohte Menschenaffenart zu erfahren. An jedem Sonntag im März, um 11.00 Uhr starten die Zoolotsen mit interessierten Zoobesuchern eine Entdeckungsreise zu den Schimpansen im Pongoland. Treffpunkt ist das Safaribüro im Eingangsbereich des Zoos. Nicht ohne Grund wird den Schimpansen eine vergleichsweise hohe Intelligenz nachgesagt. Aber wie clever sind sie wirklich? Wie weit reicht ihr Verständnis für mathematische Probleme? Woher stammt das hohe Aggressionspotential der Tiere? Haben die Tiere einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn? Gerade zu letzterer Frage haben die Forscher des Max-Planck-Institutes für evolutionäre Anthropologie kürzlich erstaunliche Erkenntnisse gewonnen. Worum es sich dabei handelt, dass erfahren Zoofans auf den Sonderführungen im März.

Erlebnis-Zoo Hannover, 24.02.2006
Giraffenbaby geboren!
Kaum wird es Frühling, purzelt überall im Zoo der Nachwuchs auf die Welt. Der kleine Kerl hier auf meinem Arm ist Brillenpinguin "Piet". Der hat uns ganz schön auf Trab gehalten, denn seine Eltern haben das Piet-Ei einfach ignoriert. Also haben sich die Tierpfleger rund um die Uhr um das Küken gekümmert. Mittlerweile ist Piet aus dem Gröbsten raus und Sie können jetzt beobachten, wie er schwimmen lernt (noch mag er Wasser aber gar nicht). Von "Purzeln" kann man bei unserem Giraffenbaby nicht gerade reden: Aus einer Höhe von fast zwei Metern plumpste das Jungtier ins Leben und erobert jetzt mit seinem unsicheren Gang und den platten Hörnchen auf dem Kopf jedes Herz. Am besten, Sie kommen vorbei und lassen sich von unseren Kleinen einfach verzaubern!


Zooschule Heidelberg, 24.02.2006
Private Stiftung liefert Beitrag zur Chancengleichheit

Gerade haben unsere Bildungspolitiker von der UN einige harsche Sätze zur Chancengleichheit in unserem Schulsystem in ihr Stammbuch geschrieben bekommen. Behinderte und sozial benachteiligte Kinder haben bei uns deutlich schlechtere Chancen in der Schule. Da kommt die Initiative der „Anja und Markus Adam Stiftung für Tier- und Artenschutz“ zum bestmöglichen Zeitpunkt. Pro Jahr ermöglicht die Stiftung 150 Sonder- und Förderschulen einen kostenfreien Besuch im Heidelberger Zoo. Im Zoo erwartet die Klassen unter anderem ein erlebnisreicher Rundgang mit speziell geschulten Zoobegleitern der Heidelberger Zooschule, den so genannten Info-Rangern. Die Rundgänge werden an die jeweilige Gruppe angepasst und sollen die Aufmerksamkeit für Natur und Umwelt schärfen. So kann eine positive Einstellung zum Tier- und Artenschutz vermittelt werden. Auch der direkte Kontakt zu Tieren im Zoo wird dazu beitragen, eine schützende Haltung zur belebten Natur zu entwickeln. Unter anderem dürfen die Schüler auch einmal ein – ungefährliches - Tier füttern oder streicheln. Über 2000 Kinder, deren Schulen sich solche Aktivitäten oft nicht leisten können, haben so die Möglichkeit, den Zoo zu besuchen und tiefe Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. Die Schülerinnen und Schüler sollten etwa in der 4. bis 6. Klasse (oder vergleichbares Niveau) sein. Die Anreise in den Zoo sollte im Einzugsgebiet des VRN (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) liegen, da die Stiftung auch dafür alle Kosten übernimmt. Klassen, die sich für den Erlebnistag im Zoo bewerben möchten, finden im Internet auf der Homepage der Zooschule (www.initiative-zooerlebnis.de) die entsprechenden Antragsunterlagen. Der Einsendeschluss für die erste Phase der Bewerbungen ist der 07.04.2006.

Erlebnis-Zoo Hannover, 24.02.2006
Nachwuchs bei den Rothschild-Giraffen - Riesenbaby mit Verspätung
40 Tage und 40 Nächte haben die Zoomitarbeiter auf ein wahres Riesenbaby gewartet. Jetzt ist es endlich da: 190 cm groß, 100 Kilo schwer, mit ewig langen Beinen (die ziemlich schwer zu koordinieren sind), großen schwarzen Augen, ganz weicher Schnauze und zwei Hörnchen, die noch platt in die Stirn gedrückt sind. Rein rechnerisch hätte das Baby von Rothschild-Giraffe Shahni (7) bereits Anfang Januar kommen sollen. Schließlich war die Paarung von Shahni und Schorse eindeutig beobachtet worden. 16 Monate später hätte demnach die Mini-Giraffe im Stroh liegen sollen. Das wäre Anfang Januar gewesen. Doch es scheint, dass Shahni mit dem schicken Schorse erst vier Wochen später das wirkliche Techtelmechtel hatte – das dann aber unbeobachtet geblieben ist (und wer könnte es den beiden verdenken). Aber wie dem auch sei, am Freitag, 17. Februar, kam Shahnis Sohn um 17.30 Uhr zur Welt. Aus zwei Metern Höhe stürzte er auf die weiche Strohmatte und bemühte sich redlich, die langen Beine unter Kontrolle zu bringen und aufzustehen. Schon eine Stunde später hatte es der Kleine geschafft! Im Stehen zeigt sich auch, wie hübsch der kleine Giraffenjunge ist: Das Fell zeichnet ein extravagantes Muster aus hellbraunen Rhomben, Sechsecken, Achtecken und ecklosen Tupfen, die durch zart-weiße Linien harmonisch voneinander getrennt sind. Und auf die langen Wimpern wäre jedes Supermodel neidisch! Die kleine Rothschild-Giraffe bringt alle Voraussetzungen mit, ein echter Herzensbrecher zu werden. Und in einigen Tagen richten sich dann auch die Hörnchen auf...

Thüringer Zoopark Erfurt, 24.02.2006
Fisch- und Wasserpflanzenbörse
Am 05. März findet die nächste Fisch- und Wasserpflanzenbörse des Vereins der Aquarienfreunde 1912 e.V. im Aquarium des Zooparkes am Nettelbeckufer 28 a statt. Von 9 bis 12 Uhr können Nachzuchten diverser Süßwasserfische sowie viele Arten Wasserpflanzen erworben werden. Gerade Neueinsteiger in das interessante Hobby der Fischhaltung sollten die Gelegenheit nutzen, die Aquarianer nach Tipps zu befragen. Aber auch das Aquarium bietet Gelegenheiten, das Leben der Fische kennen zu lernen. Wer zum Beispiel nicht weiß, wie eine Muräne schläft, sollte unserem großen Exemplar mal zuschauen.

Tiergarten Nürnberg, 24.02.2006
Der Botschafter der Republik Makedonien, Herr Dr. Gjorgji Filipov, unterstützt die Zoopartnerschaft zwischen Nürnberg und Skopje
Gemeinsam mit Herrn Bürgermeister Horst Förther und dem Leiter des Tiergartens Nürnberg, Herrn Dr. Dag Encke, wird der Plan der Neugestaltung des Zoologischen Gartens in Skopje vorgestellt. Diese Planungen beruhen auf einem Besuch des Tiergartendirektors Dr. Dag Encke und dem Architekten, Herrn Martin Schuchert, im Zoo Skopje zu Beginn des Jahres. Dort konnten sie vor Ort mit dem Zoodirektor von Skopje, Herrn Dr. Anastas Petrov, ihre Vorstellungen absprechen und in der Zwischenzeit entsprechend zu Papier bringen. Der Botschafter der Republik Makedonien, Herr Dr. Gjorgji Filipov, hat nun die aktuelle Planung im Rahmen eines Besuchs des Tiergarten Nürnberg bei einem Pressetermin in Empfang genommen. Die Zusammenarbeit der beiden Zoos geht zurück auf die Partnerschaft der beiden Städte. Am 16. Oktober 1982 ging als erstes Tier ein junger Flusspferdbulle nach Skopje, der sich auch heute noch bester Gesundheit erfreut. Später folgten noch Affen und im vergangenen Jahr einige Reptilien. Neben diesen Tiergeschenken war die Zoopartnerschaft – besonders in den letzten Jahren – geprägt durch gegenseitige Informations- und Arbeitsbesuche der Mitarbeiter, die jetzt in einer tatkräftigen Kooperation der beiden Zoos mündete.

Tierpark Chemnitz, 24.02.2006
Nachwuchs bei den Wasserschweinen
Das Tropenhaus des Tierparks Chemnitz ist gerade im Winter ein sehr angenehmer Ort, denn man kann nicht nur viele exotische Tiere beobachten, sondern sich dabei auch wunderbar aufwärmen. Und seit einigen Tagen gibt es noch eine besondere Attraktion: Nachwuchs bei den Wasserschweinen, auch Capybaras genannt. Die beiden Kleinen sind sehr aktiv und auch für die Besucher gut zu sehen. Die in Südamerika beheimateten Wasserschweine sind die größten Nagetiere der Welt. Sie sind Verwandte von Meerschweinchen und Degu. Die Capybaras ernähren sich vorwiegend von Gras, das sie regelrecht abweiden. Die Jungtiere nehmen neben der Muttermilch schon zeitig feste Nahrung auf.

Zoo Osnabrück, 24.02.2006
Drillinge im Giraffenhaus
Nicht bei den Giraffen, sondern bei den Klippschliefern. Diese kaninchengroße Tierart ist aufgrund anatomischer Merkmale mit Elefanten und Seekühen enger verwandt als mit jedem anderen Säugetier. Nach einer außergewöhnlich langen Tragzeit von ca. 7 Monaten, werden voll behaarte und sehende Jungtiere geboren, die gleich selbständig ihren Eltern folgen. Seit dem 21. Februar bringen 3 putzmuntere Klippschlieferkinder noch mehr Leben in die Anlage.


Stadt Krefeld, 24.02.2006
„Zeigt her Eure Füße… oder kann ein Nashorn leichtfüßig sein?“ / Krefelder Zoo bietet jetzt After Work Führungen an jedem 1. Mittwoch im Monat
Unter dem Motto „Zeigt her Eure Füße… oder kann ein Nashorn leichtfüßig sein?“ beginnt nach Karneval die erste einer ganzen Reihe von After Work Führungen, die das Zooführerteam im Krefelder Zoo ab jetzt regelmäßig am ersten Mittwoch eines Monats anbietet. Kriechen wie die Schlangen, leichtfüßiges Springen wie die Antilopen, sanftes Anschleichen wie ein Großkatze oder Springen von Ast zu Ast wie die Affen. Vom Vierfüßer zum Zweibeiner ist es ein langer Weg. Welche Vorteile bestimmte Fortbewegungsarten bieten und warum sie sich so entwickelt haben wird bei der ersten After Work Führung erklärt. Wer die Füße vom Karnevalstrubel oder vom Skifahren noch spürt, kann am Aschermittwoch, 1. März, ab 17 Uhr im Zoo Spannendes zur Entwicklung der Füße erfahren und wahrscheinlich auch die noch etwas tolpatschigen Füße des kleinen Nashorns „Davu“ selbst in Augenschein nehmen. Die After Work Führungen bieten den Teilnehmern die Gelegenheit, nach einem anstrengenden Arbeitstag den Beginn des Feierabends an der frischen Luft bei den Zootieren zu verbringen und dabei auch noch interessantes aus dem Tierleben zu erfahren. Eine Führung kostet drei Euro pro Person zuzüglich Zooeintritt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Treffpunkt ist an der Zookasse. Informationen sind in der Sprechstunde des Zooführerteams möglich jeweils montags und donnerstags von 11 bis 15 Uhr unter Telefon 02151/955213.

Tierpark Ueckermünde, 24.02.2006
Tierpark Ueckermünde weiter geschlossen
Der Tierpark Ueckermünde bleibt auch am Wochenende und in den nächsten Tagen vorläufig geschlossen. Hierbei handelt es sich um eine Vorsorgemaßnahme nach dem Ausbruch der Geflügelpest in Mecklenburg-Vorpommern. In der kommenden Woche wird es in Abstimmung mit den Veterinärbehörden eine Entscheidung geben, wann und unter welchen Bedingungen der Tierpark Ueckermünde wieder öffnen wird. Jahreskarten zum halben Preis noch bis zum 28.02. Tierparkkasse und Tierparkgaststätte sind weiter täglich von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Hier gibt es weiter die Jahreskarten zum halben Preis zu kaufen. Diese Aktion endet am 28. Februar.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 23.02.2006
Vier Große sind da! Leistenkrokodile in Wilhelma angekommen
„Ich kann es kaum erwarten wieder Krokodile hier zu haben“, sagt Harald Aberle, Tierpfleger im Terrarium. Vor sechs Jahren hat er das Weiße (so hieß das alte weiße Leistenkrokodil der Wilhelma) morgens tot im Becken der alten Krokodilhalle gefunden. Seitdem hat es kein Leistenkrokodil mehr auf Stuttgarter Boden gegeben. Und erst recht kein weißes. Weiße Leistenkrokodile sind sehr selten. Ab heute gibt es gleich zwei davon in der Wilhelma, ein weißes Männchen und ein weißes Weibchen. Mit den zwei anderen normal gefärbten Weibchen sind es also insgesamt vier Leistenkrokodile. Sie sind alle um die 6 Jahre jung und zwischen 2,15 Meter und 2,30 Meter lang. Sie wiegen zwischen 43 und 58 Kilogramm. Den Flug haben sie in 2,50 Meter langen Holzkisten verbracht. Die waren weich ausgekleidet. Trotzdem wird es für die Riesenechsen etwas unbequem gewesen sein – schließlich waren sie gut verschnürt.
Um 6 Uhr morgens war Ankunft in Frankfurt Flughafen. Dann ging es durch den Zoll und auf einen Lkw Richtung Stuttgart. Gegen 14 Uhr konnte die kostbare Fracht dann in der Wilhelma in Empfang genommen werden. Nachdem die Kisten mit vielen Helfern in das komplett neue Gehege getragen worden waren, durften die Krokodile aus ihren Transportkisten hinaus und ins Wasser kriechen. Die Krokodilhalle war seit Spätsommer 2004 geschlossen. Die letzten Bewohner (Krokodile verschiedener Arten, Schildkröten etc. ) wurden an andere Zoos abgegeben. Seitdem wurde die Krokodilhalle komplett erneuert. Eine Felslandschaft mit den dazugehörigen Pflanzen ist der natürlichen Heimat der Leistenkrokodile in Australien nachempfunden. Allen sind erleichtert, dass die Tiere die Reise gut überstanden haben. Prof. Dr. Dieter Jauch: „Mit den vier neuen Bewohnern können wir nun an die Tradition des weißen Leistenkrokodils der Wilhelma anknüpfen.“ Nach ihrer Reise können sich die Krokodile in ihrer neuen Behausung erst einmal ungestört ausruhen. Besucher können erst nach der offiziellen Eröffnung am 14.3. 2006 die vier Großen begrüßen.
Das Leistenkrokodil ist das größte lebende Reptil. Es jagt selbst so große Tiere wie Büffel. Auch unvorsichtige Menschen werden angegriffen und gefressen. Die Männchen können bis zu 6 Meter lang werden, die Weibchen 3 Meter. Sie kommen in Südostasien, Indien und Australien vor.

Tiergarten Schönbrunn, 23.02.2006
GROSSER ANDRANG: SPINNENTIERAUSSTELLUNG VERLÄNGERT!
In den vergangenen zwei Monaten haben mehr als 12000 Menschen die Spinnen- und Skorpionausstellung im Schönbrunner Wüstenhaus besucht. Tiergarten und Bundesgärten haben aufgrund des großen Andrangs nun beschlossen, die Ausstellung bis 18. April zu verlängern. Den Besuchern werden in Spezialterrarien 23 Arten von bemerkenswerten Spinnentieren präsentiert – die meisten davon Raritäten, die man im Freiland ebenso wie in Zoos kaum jemals zu Gesicht bekommt.

Zoo Dortmund, 23.02.2006
Osterferienprogramm für Kinder ab neun Jahren im Dortmunder Zoo ganz im Zeichen der Wissenschaft
Zu Ostern stellt der Zoo als Wissenschaftsstandort sein Ferienprogramm unter das Motto: „Den Zoo erleben“. Das Programm bietet vom 10. bis 21. April (täglich, außer 14. und 17. April, 9.30 - 12.30 Uhr) ein interessantes und lehrreiches Programm. Für die täglichen Spaziergänge wird strapazierfähige und wetterfeste Kleidung empfohlen. Die Teilnahmegebühr beträgt inklusive Eintritt pro Person und Tag 6,5 Euro. Für Kinder ab neun Jahren werden vom 10. bis 13. April Artenschutzprojekte vorgestellt. Es geht um Fragen wie, warum gibt es solche Projekte, welche Tiere sind vom Aussterben bedroht und was wird dagegen getan? Eine Anmeldung ist für alle vier Tage notwendig.
Vom 18. bis 21. April lernen Kinder ab neun Jahren spielerisch in Form einer Rallye Tiere aus Afrika (Dienstag), Asien (Mittwoch), Australien (Donnerstag) und Amerika (Freitag) kennen.

Zoo Dortmund, 23.02.2006
Osterferienprogramm für Kinder ab sechs Jahren im Dortmunder Zoo ganz im Zeichen der Wissenschaft
Zu Ostern stellt der Zoo als Wissenschaftsstandort sein Ferienprogramm unter das Motto: „Den Zoo erleben“. Das Programm bietet vom 10. bis 21. April (täglich, außer 14. und 17. April, 9.30 - 12.30 Uhr) ein interessantes und lehrreiches Programm. Für die täglichen Spaziergänge wird strapazierfähige und wetterfeste Kleidung empfohlen. Die Teilnahmegebühr beträgt inklusive Eintritt pro Person und Tag 6,5 Euro.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 23.02.2006
Helau zwischen echten Löwen und Eisbären
Wie wird wohl ein Eisbär reagieren, wenn er plötzlich einem verkleideten “Artgenossen“ gegenübersteht? Was werden wohl die Löwen sagen, wenn sie plötzlich auf der anderen Gehegeseite anscheinend „tierische Verwandtschaft“ entdecken? Diese Fragen können sich tierisch verkleidete Närrinnen und Narren am Rosenmontag in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen beantworten. Viele Schulen und Kindergärten, aber auch zahlreiche Betriebe bleiben im Ruhrgebiet am ranghöchsten Karnevalsfeiertag traditionell geschlossen. Zeit für Eltern und Kinder, einen gemeinsamen Vormittag im Zoo zu verbringen. Und bei einem Rundgang im Karnevalskostüm ergeben sich vielleicht ganz neue Einblicke in die Tierwelt... Fern ab vom jecken Treiben ist natürlich auch ein gemütlicher Spaziergang ganz ohne Pappnase in der ZOOM Erlebniswelt möglich. Allerdings nur bis 14.00 Uhr, dann schließt auch der Zoo am Rosenmontag seine Pforten. Kassenschluss ist um 13.00 Uhr.

Tierpark Hagenbeck, 22.02.2006
Giraffen-Nachwuchs im Tierpark Hagenbeck
Anfang Februar gab es eine schöne Überraschung im Tierpark Hagenbeck: Ein 1,70 m großes gesundes Giraffen-Baby erblickte das Licht der Welt! Diese Geburt der extrem von der Ausrottung bedrohten Rothschild-Giraffe, deren Herkunftsgebiet Uganda ist, weist einen schönen Start in das Jahr 2006 – und unterstreicht zugleich die große Bedeutung der zoologischen Einrichtungen zur Erhaltung dieser wunderschönen Tiere. Das kleine Giraffen-Mädchen, das bislang noch keinen Namen trägt, fühlt sich in der Hagenbeck´schen Herde sehr wohl und wird von allen Familienmitgliedern behutsam aufgenommen. Mutter Etoscha und Vater Jou-Jou sehen es gelassen, wenn die große Schwester Yalinga das jüngste Familienmitglied zum Spielen auffordert. In dieser Herde sind innerhalb der letzen vier Jahre bereits vier Giraffen-Babys groß geworden – ein außergewöhnlicher Zuchterfolg, auf den der Tierpark besonders stolz ist.

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Natur- und Artenschutz  –  Meldungen

Offenbar in deutschen Medien gar nicht gemeldet? -
Globare Erwärmung nicht mehr zu stoppen
The Independent February 11, 2006
Global warming past the 'tipping point' - Stormy path to a warmer world
A crucial global warming "tipping point" for the Earth, highlighted only last week by the British Government, has already been passed, with devastating consequences, reports Michael McCarthy in The Independent newspaper today.Research commissioned by The Independent reveals that the accumulation of greenhouse gases in the atmosphere has now crossed a threshold, set down by scientists from around the world at a conference in Britain last year, beyond which really dangerous climate change is likely to be unstoppable.

news aktuell - 2. Mrz 2006
Kiebitz und Uferschnepfe: eine Chance für bedrohte Wiesenvögel
Osnabrück - Der Kiebitz steckt in der Krise. Wie die Uferschnepfe. Experten registrieren seit Jahrzehnten einen Rückgang der Population dieses typischen Wiesenvogels. Doch Hilfe ist in Sicht! Wird weniger stark entwässert, werden die Grabenprofile flacher, liegen die Mahdtermine möglichst spät und werden die Flächen von innen nach außen gemäht,  dann haben die Bodenbrüter eine Chance. Das ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes der Hochschule Vechta in der Stollhammer Wisch, einem Gebiet mit gesamtstaatlicher Bedeutung für den Artenschutz. Gefördert wurde es mit rund 125.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

NZZ Online - 28. Febr. 2006
Ökologie und Ökonomie im Artenschutz
Mit der Schaffung von Waldreservaten wird versucht, die Artenvielfalt in den Wäldern zu erhalten. Eine Studie aus Finnland zeigt, dass bei der Auswahl der Reservatsflächen neben ökologischen auch ökonomische Kriterien zu berücksichtigen sind

Madagaskar: Drei neue Lemuren-Arten entdeckt

Forscher haben auf Madagaskar drei neue Halbaffen-Arten identifiziert. Gänzlich unbekannt waren die Lemuren den Forschern allerdings nicht: Genetische Analysen ließen aus zwei Primaten-Spezies fünf werden.

Handelsblatt
Rauhautfledermaus fliegt Weltrekord
Die bisher weiteste dokumentierte Flugentfernung wurde bei einer Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Museum Koenig in Bonn als Ergebnis jahrelanger Forschungen festgestellt.


Kieler Nachrichten
Stiftung Naturschutz holt widerstandsfähige Konik-Pferde
Konik-Wildpferde werden zukünftig neben Galloway- Rindern und Moorschnucken den Naturschutzbund in Wallnau bei der Landschaftspflege unterstützen.

Golden Langurs disease
Wildlife authorities sounded an alert over the deaths of a rare primate species in Assam of a mysterious disease in the past week. A wildlife official in Assam said forest rangers recovered corpses of  9 golden langurs in the western district of Kokrajhar. "9 deaths in a few days is a matter of serious concern. We are worried, as the disease might spread further and hence an alert to save this rare primate from getting wiped out," Kempa Borgoyary, a wildlife warden. The golden langur is one of the world's most endangered species, found only in a few pockets in western Assam and adjoining Bhutan. The total population of this rare primate species is about 10 000.

ENN – 1. März 2006
Scientists Studying Decline of Cook Inlet Beluga Whales
In the 1970s, there used to be about 1,300 beluga whales in Cook Inlet, delighting locals and tourists alike. Last year, the number was estimated at just 278.
 
ENN – 27. Februar 2006
Scientists Study Sound, Marine Creatures
The Natural Resources Defense Council and other plaintiffs alleged in a federal lawsuit last fall that the Navy's mid-frequency sonar used for detecting enemy submarines disturbs and sometimes kills whales and dolphins.

Seychelles Bans Cutting Sharks' Fins
The Seychelles has banned the cutting off of sharks' fins by foreign fishermen to curb a flourishing global trade that is threatening the survival of the sea predator and marine ecosystems.
 
ENN – 24. Februar 2006
In Chile, Going for Gold Means Digging under Glaciers
As the world's largest gold mining company, Barrick Gold Corp. of Canada planned to relocate three huge ice fields to dig for gold high up on the spine of the Andes mountains.
 
ENN – 23. Februar 2006
Coral Reef Discovered off Thailand Cost
A coral reef spanning several hundred acres and teeming with fish has been discovered off the coast of Thailand and should be given protected status, the World Wide Fund for Nature said Wednesday.

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Natur- und Artenschutz  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

WWF – 23. Februar 2006
„Vogelfischer“ in die Pflicht nehmen/ WWF begrüßt Anordnung zur Bergung von Vogelbeifängen durch Fischer
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02900/
Die Vogelgrippe schlägt nicht nur an Land, sondern auch auf dem Meer zu. Um umfassende Informationen über die Tierseuche zu sammeln, ist es nach Einschätzung des WWF nötig, die Fischer stärker einzubinden. Sie kommen vielfach in Kontakt mit toten Vögeln, weil sich jedes Jahr tausende von Vögeln in ihren Netzen verheddern und oft qualvoll als so genannter „Beifang“ verenden. Ob darunter auch infizierte Tiere sind, ist bislang völlig unklar. Das
Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern hat die Küstenfischer jetzt angewiesen, alle in Stellnetzen und Reusen ertrunkenen Seevögel zu sammeln und an die Veterinärbehörden weiterzuleiten. Der WWF begrüßt die Neuregelung als längst überfällige Maßnahme.
 
NABU – 23. Februar 2006
NABU kritisiert Ausrichtung von EU-Forschungsprogramm zu Agrar und Ernährung
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=789753
Umwelt- und Landwirtschaftsorganisationen haben die einseitige Ausrichtung des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms im Bereich Agrar und Ernährung zugunsten der Agrar-Industrielobby heftig kritisiert und eine nachhaltige Forschungspolitik gefordert. Die Europäische Kommission plant, die Forschung zu "Food, Feed and Agriculture" von 2007 bis 2013 mit etwa 2,5 Milliarden Euro zu fördern. "Das Schwergewicht liegt auf der Förderung von Gentechnik.
"Mit Steuergeldern von europäischen Bürgern wird hier an einer Vision  der zukünftigen Landwirtschaft gestrickt, die vor allem Industrieinteressen entgegenkommt", sagte NABU-Gentechnikexpertin Steffi Ober.