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Ausgabe 306 vom 23. Februar 2006 |
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Liebe Leser,
das leidige Thema Geflügelpest läßt uns auch diese Woche
nicht in Ruhe - ganz im Gegenteil.
Kein Tag, an dem ich mich nicht über die Berichterstattung und die hilflosen
Maßnahmen aufregen könnte.
Da werden Autos auf den Straßen Rügens angehalten und von außen
komplett desinfiziert. Als wären die Autos alle über tote Schwäne
gerollt oder die Dächer voller Entensch***. Besonders lächerlich:
Auch hineinfahrende Autos wurden besprüht (das wurde mittlerweile dann
doch bemerkt und abgestellt) ... hingegen wurden die Schuhe der Insassen
nicht desinfiziert - hier könnte sich bei einer Wanderung doch am ehesten
etwas angesammelt haben??
Da werden die toten Tiere zwar erst nicht eingesammelt, dann aber schlägt
das Pendel in die Gegenrichtung aus und ABC-Schutzanzüge sorgen für
gruselige Fernsehbilder. Eine Atemmaske und Handschuhe hätten es wohl
auch getan. Eine reiche Auswahl mindestens genauso gefährlicher
Tierkrankheiten, an der jährlich viele Menschen sterben, finden Sie
in jeder zweiten Maus, Zecke oder Fuchs. Wo ist da die
Verhältnismäßigkeit?
Da haben wir Nachweise bislang nur von Rügen und aus der Gegend um Graz,
aber auf den
Karten
zur "Ausbreitung der Vogelgrippe" werden beide Staaten flächendeckend
eingefärbt. Vielleicht nur eine Frage der Zeit. Wer sucht, der findet.
CNN zeigt diese Woche
Bilder aus Nigeria, wo arme Bauern die gekeulten (infizierten) Hühner
aus den Gruben holten und aßen. Natürlich ein Skandal. Von
tödlichen Folgen ist allerdings nichts zu hören.
In den letzten Tagen haben zumindest ARD, WDR und ZDF angefangen, die Panikmache
der Medien (insb. "Bild" - s.u.) etwas zu hinterleuchten - vielleicht auch
nur mangels anderer Meldungen zum Thema. Wenn aber heute eine (1!) kranke
Ente auf Rügen in den Nachrichten noch vor dem Einsturz einer Markthalle
mit einer zweistelligen Zahl an Toten kommt, läuft wohl noch immer
irgendetwas falsch.
Die EU-Kommission
spricht sich jetzt für Impfungen aus, Frankreich und Niederlande impfen
auch Nutztiere. Selbst Horst Seehofer ruderte etwas zurück und deutete
an, daß in Deutschland Impfungen in bestimmten Bereichen
(ausdrücklich wurden Zoos erwähnt!) denkbar seien.
Der Tierpark Ueckermünde hat (wie der Zoo Kairo) vorsichtshalber
geschlossen.
Der Tierpark Herberstein, wo tote (Wild-)Tiere gefunden wurden, ist im Winter
ohnehin zu.
Eine tote
und dann verschollene Ente im Tierpark Limbach verunsichert eine ganze
Region.
Der Wildpark
Bad Mergentheim - weit abseits auch nur jeden Verdachtsfalles - tötete
sogar den gesamten Geflügelbestand vorsorglich. Schade um die
Hütehund-Entenparade.
Einige Parks haben wie zu besten MKS-Zeiten wieder Seuchenmatten an den
Eingängen ausgelegt.
Die schweizer Zoos haben dagegen eine Ausnahmegenehmigung beantragt und erhalten
- die Vögel bleiben draußen.
Die französische Sperrzone nördlich von Lyon liegt in direkter
Nähe zum großen Vogelpark Villars-les-Dombes.
Auffangstationen haben ebenfalls Probleme: Teilweise wollen oder dürfen
sie keine Wildvögel mehr aufnehmen; eine durchaus tierschützerisch
bedenkliche Entwicklung. Und es gibt bereits Berichte von Leuten, die Vögel
aus Angst aus ihren Gärten vertreiben, Nistkästen abhängen
oder Storchenester demontieren!
Versuchen
wir einfach mal, der Sache etwas Gutes abzugewinnen: Vielleicht werden dieses
Jahr in Italien, Malta & Co. (dies ist keine Dokusoap!) weniger
Zugvögel gefangen und gegessen. Wenn dies hilft, bitte dort noch etwas
mehr Panik in der Bevölkerung verbreiten...
17:35
Dirk Petzold
Die Lösung für
das Geflügelpest-Problem: Tiere direkt in der Kühlhaltung
aufziehen!
Rätselflug
Dieser Bildausschnitt stammt aus dem
Luftbild eines deutschen Zoos.
Was zeigt er?
Bei Klick auf's Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei
maps.google.com
Wenn Sie es
dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die ganze Stadt
bzw. deren Lage sehen.
(Sie benötigen dafür mindestens IE6 oder Netscape7.1 und
Verwandte)
Und wer es gar nicht erkennt, muß bis zur Auflösung nächste
Woche warten...
Lösung von letzter Woche:
Affenhaus Zoo
Neunkirchen
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Geflügelpest
- Zoo-Meldungen
Spiegel Online - 22. Feb 2006
Verunsicherung
in deutschen Zoos
Ärzte und Direktoren deutscher Tierparks sind sich uneinig, wie sie
gegen die Vogelgrippe vorgehen sollen: Zoos wie Duisburg oder Aachen würden
ihre Vögel impfen, wenn die Bundesregierung es erlaubt. Andere Tierparks
hingegen setzen auf verschärfte Hygienemaßnahmen. "Das genetische
Material ist einfach zu wertvoll", sagt Manuel Garcia Hartmann, Tierarzt
im Duisburger Zoo. "Wir reden hier nicht von Zuchthühnern, sondern Tieren
im Arterhaltungsprogramm." Deswegen hält er es auch für richtig,
die mehr als 400 Vögel im Tierpark gegen die Vogelgrippe zu impfen.
Vom Aussterben bedrohte Arten wie Hawaiigänse könnten so vor der
tödlichen Krankheit bewahrt werden. "Das ist doch der Grundgedanke eines
Zoos", erklärt Hartmann.
Bereits 2003, als die Geflügelpest von den Niederlanden nach
Nordrhein-Westfalen kam, entschieden der Zoo Duisburg sowie acht andere
Tierparks, ihr Gefieder gegen das Virus H7N7 zu schützen. Den Einwand,
geimpfte Tiere seien von erkrankten nicht zu unterscheiden, kann Wolfram
Graf-Rudolph, Direktor des Tierparks Aachen, nicht nachvollziehen: "Bei uns
sind die 2003 geimpften Tiere wie Strauß oder Emu mit Mikrochips und
Ringen gekennzeichnet." Die Einschränkung, seine Tiere nicht an andere
Zoos weitergeben zu dürfen, nimmt er in Kauf. Während viele andere
Direktoren einer Impfung gegen das Virus H5N1 skeptisch gegenüber stehen,
hat Graf-Rudolph schon im November dafür einen Antrag gestellt.
Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hält aber bislang
an einem Verbot fest. Graf-Rudolph ist dennoch optimistisch: Zurzeit wird
im Aachener Tierpark ein Zelt aufgebaut, damit im Falle einer Erlaubnis die
120 Vögel geimpft werden können.
Seit letzten Freitag gilt für die Vögel der deutschen Zoos
Stallpflicht. Für einige Tiere wie Nandus oder Strauße haben Tierparks
zum Teil Sondergenehmigungen bekommen: Da es oft keine artgerechte, dauerhafte
Unterbringung im geschlossenen Raum gibt, dürfen die Laufvögel
draußen bleiben. Gefüttert werden sie allerdings im Stall.
Einige Zoos wie in Schwerin oder Münster haben öffentliche
Fütterungen gestrichen, um keine Wildvögel anzulocken. "Die fressen
vor allem im Winter gerne mit", sagt Sandra Silinski, Tierärztin im
Münsteraner Allwetterzoo.
Der Tierpark Hellabrunn in München liegt im Haupteinflugsgebiet für
Wildgänse und Enten. Zoodirektor Henning Wiesner bleibt gelassen. Selbst
die frei fliegenden Streifengänse werden weiterhin gefüttert. "Die
gehören zum Zoo, sie nisten und brüten seit 20 Jahren hier",
erklärt er. Wiesner, der ebenfalls Tierarzt ist, stellt sogar in Frage,
ob die toten Schwäne auf Rügen überhaupt an der Vogelgrippe
gestorben seien. "Es muss noch in einer pathologischen Untersuchung gezeigt
werden, ob die Tiere nicht verhungert sind. Tote Schwäne gab es doch
jeden Winter, nur hat man sie nie untersucht".
Fränkischer
Tag - 16. Feb. 2006
Verstärkte
Kritik an Stallpflicht
In den deutschen Zoos bedeutet die Vogelgrippe Stress pur für tausende
von Vögeln. Enten, Gänse, Schwäne, Flamingos, Strauße,
Emus, Nandus, Thüringer Bartzwerghühner und andere Vögel werden
zum zweiten Mal seit Spätherbst vergangenen Jahres in Stallungen gesperrt.
Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag ergab,
werden die Zoos die Auflagen bis Sonntag zwar notgedrungen erfüllen.
Zunehmend verstärkt sich aber auch die offene Kritik an den Vorschriften,
die von der Vogelgrippe bedrohten Tierarten in scheinbare Sicherheit unter
Dach zu bringen. Die Zoo-Direktionen sind sich trotz ihrer Bedenken jedoch
darüber im Klaren, dass sie angesichts der Bilder der vielen toten
Schwäne auf Rügen keine Wahl haben. Die Fachleute versichern, dass
die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus H5N1 für Tiere und
besonders auch für die Zoo- und Tiergarten-Besucher wirksam sind. In
enger Zusammenarbeit mit den Behörden reicht es zum Beispiel aus, bestimmte
Anlagen kurzzeitig nur zu überdachen oder nur die Fütterung unter
Dach vorzunehmen. Für die Tiere werden sogar Zelte aufgebaut, wie in
Münster, und Volieren mühsam mit Folien überzogen, wie in
mehreren deutschen Zoos. In allen Anlagen sind den Angaben zufolge viele
Streichelzoos vorübergehend geschlossen werden.
SWR.de
Nachrichten 22. Feb 2006
Wildpark tötet vorsorglich
Hausgeflügel-Bestand
Aus Angst vor der Vogelgrippe sind im Bad Mergentheimer Wildpark rund 50
Gänse, Hühner und Enten vorsorglich getötet worden
der gesamte Bestand an Hausgeflügel. Auch der einzige Pfau des Tierparks
wurde eingeschläfert. Die Aktion im Geflügel-Freiluftgehege fand
bereits Ende vergangener Woche statt. Die Tiere wurden geschlachtet und -
wie auch schon zuvor - an das Wolfsrudel im Park verfüttert. Laut
Tierpflege-Chefin Sandra Hertweck war die Tötung der Tiere eine reine
Vorsichtsmaßnahme. Ein konkreter Krankheitsverdacht habe nicht bestanden.
Die Parkleitung habe sich zu dem Schritt entschlossen, weil der wirtschaftliche
Schaden durch eine mögliche Vogelgrippe-Infektion nicht tragbar wäre.
In diesem Fall würde der Wildpark unter Quarantäne stehen, und
Besucher wären nicht mehr zugelassen.
Lübecker Nachrichten
- 20. Feb. 2006
Tierpark
Ueckermünde wegen Vogelgrippeausweitung geschlossen
Nach der Ausweitung der Vogelgrippe auf das Festland ist der Tierpark
Ueckermünde vorläufig geschlossen worden. Es handele sich um eine
Vorsorgemaßnahme, teilte Direktor Helge Zabka am Montag mit. Alle
Veranstaltungen wie Vorträge würden aber stattfinden. Wie Zabka
weiter sagte, habe sich es sich als richtig bestätigt, dass
der Tierpark zur Sicherheit vor einer Übertragung des Erregers
seit längerem keine verletzten oder kranken Schwäne, Reiher oder
Bussarde mehr annimmt.
Freie Presse Online - 21.
Feb. 2006
Zoo-Vögel
werden wegen Vogelgrippe-Gefahr eingesperrt
Der Leipziger Zoo hat umfassende Vorsorgemaßnahmen gegen die drohende
Vogelgrippe getroffen. Die ansonsten freilaufenden der insgesamt 585 Vögel
müssen seit Freitag in den Gehegen bleiben. Dabei gebe es jedoch zwei
Ausnahmen: Aus Tierschutzgründen dürfen die Strauße auch
weiterhin im Freien bleiben, da sie sich als Laufvögel in Gefangenschaft
auf engem Raum selbst verletzen würden. Zum anderen blieben die Enten,
die die Teiche des Tierparks bevölkern, aus Platzgründen ebenfalls
im Freien. Zudem beherberge der Zoo auch zahlreiche Gast-Enten, die aus den
umliegenden Parks zeitweise in den Zoo kämen. Diese Tiere könne
man nicht fernhalten und auch nicht aussperren. Allerdings sei es zur Auflage
gemacht worden, dass der Zoo im Februar und März Kotproben zur Untersuchung
ans Labor schickt.
Freie Presse Online - 21.
Feb. 2006
Dresdner
Zoo will Ausnahmegenehmigungen beantragen
Der Dresdner Zoo will im Zuge der seit Freitag verhängten Stallpflicht
Ausnahmegenehmigungen beantragen. Besonders für Laufvögel werde
es zum Problem, wie vom Sozialministerium vorgesehen, bis Ende April eingesperrt
zu werden, sagte Zoo-Tierärztin Eva Zimmermann. Andere betroffene
Vogelarten, beispielsweise Enten und Gänse, seien in Ställen
untergebracht, und die Volieren der Fasane seien mit Planen abgedeckt. Insgesamt
seien 40 Arten von der verhängten Stallpflicht betroffen. Damit die
Tierpfleger sich auch in den Ställen bewegen können, sind vor den
Eingängen Desinfektionsmatten ausgelegt worden. Bevor ein Pfleger zu
den Tieren gehe, müssen die Schuhe desinfiziert werden, um den Schmutz
von draußen nicht hinein zu tragen, sagte Zimmermann und betonte:
«Irgendwie müssen wir Barrieren schaffen, ansonsten brauchen wir
auch keine Stallpflicht.«
sz-online - 21. Feb.
2006
Aufruhr
um eine tote Ente im Limbacher Tierpark
In Limbach-Oberfrohna herrscht Aufregung: Ein Tierparkbesucher hatte eine
tote Ente entdeckt - und sogar ein Beweisfoto geschossen. Doch nun ist die
Ente - ohne Vogelgrippe-Untersuchung - wie vom Erdboden verschluckt.
Tierpark-Verantwortlicher Thomas Biegl (41) begutachtete das Foto: Das
kann nur eine wilde Stockente sein. Unsere eigenen Vögel haben wir ja
schon vergangenen Mittwoch eingestallt. Jetzt glaubt Biegl, dass ein
Fuchs sich den möglicherweise verseuchten Kadaver geholt hat. Die
Tierpark-Anwohner sind verunsichert. Wolfgang Nußmann (68)
verängstigt: Hoffentlich wird die Ente gefunden. Was, wenn sich
eines der Kinder ansteckt?
sueddeutsche.de - 16.
Feb. 2006
"Vögel
können auch an Altersschwäche sterben"
Nach den ersten Vogelgrippe-Fällen in Deutschland haben die bayerischen
Tierparks erste Vorsorgemaßnahmen getroffen. Auch in München muss
das Federvieh jetzt zum größten Teil in den Ställen bleiben.
Im Tierpark Hellabrunn wurde Geflügel wie Hausgänse und Hausenten,
aber auch Laufvögel wie Emus, Strauße und Nandus in die
Quarantänestation verlegt. Die Behörde weist darauf hin, dass
Vögel "auch in Zeiten von Vogelgrippe an Altersschwäche oder an
Krankheiten verschiedenster Ursache sterben können". Einzeln auftretende
Todesfälle bei heimischen Vögeln bedeuten nicht automatisch den
Ausbruch der Seuche. Erst wenn mehr als fünf Vögel gleichzeitig
auf einer zusammenhängenden Fläche aufgefunden werden, besteht
Anlass, die Polizei oder Feuerwehr zu verständigen.
Stuttgarter Nachrichten - 15. Feb. 2006
Federvieh
in der Wilhelma eingefangen
In der Wilhelma haben die Mitarbeiter schon am Montag begonnen, gefährdetes
Federvieh in Ställe und geschützte Volieren zu sperren. Vor allem
Hühner- und Entenvögel, aber auch Pfaue und Pelikane sollen
voraussichtlich bis Ende April unter Dach bleiben. Das Futter der
Großkatzen wird vorerst nicht umgestellt. "Wir füttern Geflügel
aus unseren Beständen", sagt Wilhelma-Direktor Dieter Jauch. Sollte
das Futter knapp werden, bekämen Löwe, Tiger und Co. künftig
Kaninchen.
Hamburger Abendblatt - 16. Feb. 2006
Ein Riesenzelt
für Hamburgs Alsterschwäne
In Hamburg laufen die Vorbereitungen zum Schutz vor der Vogelgrippe nun auf
Hochtouren. Im Winterquartier der Alsterschwäne am Mühlenteich
wird derzeit ein rund 700 Quadratmeter großes Zelt aufgebaut, in dem
die 120 Tiere - wie bereits im Herbst - bis auf weiteres untergebracht werden.
Auch in den Tierparks bereitet man sich auf die Umsetzung der Verordnungen
vor. "Wir führen derzeit Gespräche mit der Amtstierärztin,
wie unsere Tiere am besten geschützt werden können", so Hagenbecks
Tierarzt Dr. Michael Flügger. "Wir kennen das ja schon vom letzten Mal,
als die Tiere reinmußten", sagt Tatjana Jensen vom Wildpark Schwarze
Berge.
Solinger
Tageblatt - 16. Feb. 2006
Vogelgrippe:
Gitter sollen Tiere schützen
In der Fauna decken Tierpfleger vorschriftsmäßig die Dächer
der Käfige ab, in denen gefährdete Tiere wie Hühner oder
Schwäne leben. So kann der Kot vorüberfliegender, möglicherweise
infizierter Zugvögel nicht in die Käfige gelangen. Die Zuglinie
der Kraniche etwa verläuft über Solingen. Übertriebene Sorgen
sollte man sich nicht machen. Um sich zu infizieren, müsse man eine
an Vogelgrippe verendete Ente roh verschlingen.
Freie Presse - 22.
Feb 2006
Ab
sofort gilt: Enten füttern im Tierpark strikt verboten
In der großen Teichanlage am Haupteingang des Heimattierparks in Hirschfeld
herrscht Betrieb. Rund 30 Arten von Schwänen, Enten und Gänsen
bevölkern die Wasserfläche und das angrenzende Gelände.Dass
diese Tiere noch ungehindert und ohne besondere Schutzmaßnahmen
herumschwimmen und -laufen sowie beobachtet werden können, verdanken
sie einer Ausnahmegenehmigung: Es ist unmöglich, die Wasservögel
einzufangen und wegzusperren.
Tagesspiegel -
15. Feb. 2006
Mit
jedem toten Vogel wächst die Angst
Im Berliner Tierpark ist ein Großteil der rund 3000 dort untergebrachten
Vögel derzeit ohnehin noch in den Volieren, berichtet Kurator Martin
Kaiser.
Berner
Zeitung - 16. Feb. 2006
Zoo: Bleiben Vögel
draussen?
Bei der ersten vom Bundesrat verordneten Stallpflicht vom vergangenen Oktober
wurden über 100 gefiederte Tiere im Berner Dählhölzli in einer
Grossaktion eingefangen und in Ställe gebracht. Die Besucher konnten
deshalb Pinguine, Pelikane, Flamingos und Eiderenten bis Mitte Dezember 2005
nicht im Freien beobachten. Von der erneuten Ausgehsperre für
Geflügel, die am kommenden Montag beginnt, könnten die Vögel
im Tierpark Dählhölzli diesmal nicht betroffen werden. Grund:
«Alle Tiere wurden im letzten Dezember, als die Stallpflicht aufgehoben
wurde, gegen das Vogelgrippevirus geimpft», sagt
Tierpark-Dählhölzli-Kurator Marc Rosset. «Damit alle geimpften
Vögel auch während der Sperre draussen bleiben können, haben
wir ein Gesuch für eine Sonderbewilligung eingegeben», sagt Rosset.
Der Entscheid sei allerdings noch nicht eingetroffen, meint der Kurator.
Basler Zeitung
- 17. Feb. 2006
Zoovögel
dürfen im Freien bleiben
Die ab Montag verhängte Stallpflicht für Geflügel gilt weder
für den Basler Zolli noch für den Tierpark Lange Erlen. Gemeinsam
mit dem Zoo in Zürich sowie den Tierparks in Bern und Goldau hatten
die Verantwortlichen der Tiergehege um eine Ausnahmebewilligung gebeten.
Sie hatten geltend gemacht, dass ein Freilandverbot für ihre Vögel
während der Brut- und Balzzeit unzumutbar sei.
Nachrichten.ch
- 17. Feb. 2006
Zoo
Zürich will die Vögel draussen behalten
Der Zoo Zürich hat beim Kanton eine Ausnahmebewilligung für die
am Montag beginnende Stallpflicht beantragt. Er begründet dies damit,
dass die Vögel im Zoo sich zu paaren begonnen hätten. Im Frühling
beginne die Brutsaison der Vögel im Zoo, sagte Robert Zingg, Zoologe
im Zürcher Zoo. Der Zoo befürchtet Stresssymptome bei Vögeln,
wenn sie eingesperrt sind.
Berner
Rundschau - 21. Feb. 2006
Auch
Vögel im Zoo Zürich bleiben draussen
Nach den Zoos von Basel, Bern und Goldau hat nun auch der Zoo Zürich
eine Ausnahmebewilligung für Vögel von der Stallpflicht. Im Freien
bleiben dürfen rund 120 Vögel.
Von der letzte Woche verhängten Stallpflicht waren im Zoo rund 180 Tiere
betroffen. Zwei Drittel sind nun davon ausgenommen. Laut Zoo-Kurator Robert
Zingg handelt es sich um rund 30 Vogelarten.
Basler
Zeitung - 17. Feb. 2006
Zoos
wollen keine Stallpflicht für ihr Federvieh
Die balzenden Wasser- und Laufvögel in den Schweizer Zoos sollen ab
Montag nicht in den Stall. Die Zoo in Zürich, Basel sowie die Tierparks
in Bern und Goldau haben Ausnahmegesuche für die Stallpflicht gestellt.
Derweil läuft der Impfversuch gegen Vogelgrippe mit 500 Zoovögeln
weiter. Neben den biologischen Problemen, die eine Stallpflicht für
die balzenden und brütenden Vögel bedeute, stelle die zeitlich
unbegrenzte Massnahme zudem das Tierhaltekonzept des Zoo in Frage, sagte
Robert Zingg, Kurator für Säugetiere und Vögel am Zoo
Zürich. Im Berner Tierpark Dählhölzli waren ähnliche
Gründe ausschlaggebend für das Ausnahmegesuch, wie Direktor Bernd
Schildger erklärte. Für den Tierpark Goldau ist die Stallpflicht
laut Direktor Felix Weber ein Ding der Unmöglichkeit. Der Tierpark sei
eine Naturzone, über die kein Netz gespannt werden könne, sagte
Weber.
20min.ch
- 19. Feb. 2006
Walter-Zoo:
Eingesperrte Flamingos werden aggressiv
Thurgauer
Zeitung - 23. Feb 2006
Plättli-Zoo:
Keine Angst vor der Vogelgrippe
Im einzigen Zoo im Kanton Thurgau wurden die im letzten Herbst getroffenen
Vorkehrungen für die Vogelgrippe beibehalten. Das geplante Papageien-Haus
wird die Gefahr zusätzlich verringern. «Die Vogelgrippe stellt
für uns praktisch keine Gefahr dar, denn wir haben ja fast keine
gefährdeten Tierarten mehr. Letztes Jahr hat uns der Fuchs die Pfauen
und andere gefiederte Tiere geholt. Auch die Enten sind weg. Nun habe ich
noch einige Hühner», sagte gestern Walter Mauerhofer junior, Mitinhaber
des Plättli-Zoos in Frauenfeld, auf Anfrage. Die drei Flamingos hat
Mauerhofer seinem Schwager Jerry Wegmann in den Zoo im Jura gebracht.
ORF Steiermark
- 18. Feb. 2006
Vogelgrippe
erreicht Tierpark Herberstein
Von Seiten des Tierparks Herberstein ist man nach Bekanntwerden des fünften
Vogelgrippe-Verdachtsfalles in der Steiermark um Beruhigung bemüht:
Das infizierte Tier sei in Quarantäne genommen worden und habe keinen
Kontakt mit den Tieren des Parks gehabt. Das Gesundheitsministerium teilte
in der Nacht auf Samstag mit, dass bei einer Moschus-Ente das für den
Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen wurde. Insgesamt
sind drei Enten in der Feistritzklamm nahe des Tierpark-Areals verendet.
Gesundheitsministerin Rauch-Kallat verordnete eine drei Kilometer-Schutzzone
rund um das betroffene Areal, die auch den Tierpark miteinschließt.
Im Tierpark selbst leben derzeit 19 Enten, Gänse und Schwäne -
also Geflügel, das unmittelbar betroffen wäre. Darüberhinaus
sind aber weit mehr als 80 Vögel im Tierpark beheimatet, die durch das
Virus auch gefährdet wären. Im Tierpark Herberstein werden derzeit
auch lebende Tiere auf die Vogelgrippe getestet - bis jetzt alle negativ.
ORF.at - 16. Feb.
2006
Herberstein sperrt
Geflügel ein
Obwohl trotz Vogelgrippe noch keine offizielle Stallpflicht besteht, hat
der Tierpark Herberstein für Hausgeflügel Stallpflicht verordnet.
Man wolle kein Risiko eingehen, heißt es von der Tierparkleitung. "Wir
wollen keine Panik verbreiten, dennoch haben wir uns in enger Abstimmung
mit der zuständigen Behörde zu diesem Selbstschutz entschlossen.
Wir hoffen trotzdem, dass der Tierpark am 1. März aufsperren kann",
so kommentiert der Tierarzt des Tierparks, Jochen Lengger, die
Vorsichtsmaßnahme in Herberstein. Doch gibt es zu Saisonbeginn eine
neue Tierattraktion: Zwei weibliche Mähnenwölfe sind vom britischen
"Jersey Zoo" auf den Kanalinseln nach Herberstein umgezogen. Die beiden
Wölfe sind die einzigen ihrer Art die in Österreich zu sehen
sind.
BRF
Hauptportal - 19. Feb. 2006
Antwerpener
Zoo und Tierpark Planckendael : vorsorgliche Impfung ...
Im Antwerpener Zoo sowie im Tierpark Planckendael werden ab morgen etwa 300
meist exotische Vögel vorsorglich gegen eine Ansteckung mit dem
lebensbedrohliche Virus H5N1 geimpft. Die föderale Nahrungsmittelagentur
hatte der Anfrage der beiden Einrichtungen gestern zugestimmt und diesen
den notwendigen Impfstoff zur Verfügung gestellt. Nach Informationen
des Antwerpener Zoos und des Tierparks in Planckendael handelt es sich bei
den Tieren, die geimpft werden, um frei fliegende Vögel, die im Gegensatz
zu Vögeln, die in Käfigen gehalten werden, gefährdeter seien,
sich mit dem Vogelgrippe-Virus anzustecken.
OÖNachrichten -
22. Feb
2006
Linzer Zoo beugt mit
Seuchenschleusen vor
Um Pfleger und Tiere auf der Windflach vor der Vogelgrippe zu schützen,
hat der Zoo bei den Volieren Seuchenschleusen eingerichtet.
Neues Volksblatt
- 22. Feb
2006
Im
Linzer Zoo denkt man über Seuchenwannen zur Schuhreinigung für
Besucher nach - Tiergarten fürchtet
Wildenten
Wir haben alle Enten und Hühnervögel in Ställen,
berichtet die Leiterin Sonja Sinnmayer. Die exotischen Vögel sind
im Winter sowieso unter Dach. Und die Papageien dürfen teilweise noch
in Volieren raus. Probleme gebe es keine derzeit jedenfalls.
Sollte die Stallpflicht aber über Ende April hinaus ausgedehnt werden,
könnte es Schwierigkeiten geben. Denn dann beginne die Brutsaison mit
dem Balzverhalten. Die Männchen werben dann um die Weibchen,
erklärt Sinnmayer. Und das könnte in geschlossenen Ställen
zu Streitigkeiten führen.
Reuters
21. Febr.
Stallpflicht für Londons
Tower-Raben
Wegen der Vogelgrippe müssen die berühmten schwarzen Raben des
Londoner Towers in den Stall. Die Verwaltung des ehemaligen Gefängnisses
liess die sechs Vögel einfangen und in Vogelhäuser sperren.
«Obwohl wir unsere Tower-Raben nur ungern hereinholen, ist es angesichts
der Geschwindigkeit, mit der sich das Virus in Europa ausbreitet, das Sicherste,
um sie zu schützen», sagte der Raben-Meister Derrick Coyle Der
Legende nach wird das britische Königreich untergehen, sollten die Raben
den Tower of London verlassen.
Basler
Zeitung - 19. Feb. 2006
Vogelgrippe
im Zoo von Kairo - Tierpark geschlossen
Im Zoo von Kairo sind zwei Vögel am Vogelgrippevirus H5N1 gestorben.
Das Gesundheitsministerium ordnete vorsorglich die Schliessung des Tierparks
an, wie die Nachrichtenagentur MENA am Sonntag meldete. Die beiden toten
Vögel seien keine Bedrohung für die Bevölkerung, hiess es.
n-tv - 19.
Feb. 2006
Todeszug um den Erdball H5N1 nicht
zu stoppen
Die auch für den Menschen lebensbedrohliche Form der Vogelgrippe breitet
sich in Europa und Asien weiter aus. Am Sonntag schlossen die Behörden
den Zoo in Kairo, um die Tiere vor der Seuche zu schützen. Augenzeugen
berichteten jedoch bereits von toten und kranken Vögeln im Zoo.
Geflügelpest -
Hintergrund
sueddeutsche.de - 20. Feb. 2006
Erreger der
Angst
Wieso ist die Angst der Experten vor der Vogelgrippe so groß, wenn
doch nur Menschen betroffen sind, die direkt mit Geflügel zu tun haben
und selbst die Übertragung des Virus vom Vogel bzw. über
Vogelkot auf den Menschen nur selten stattfindet? Noch dazu wird eine
Übertragung des Vogelgrippe-Erregers (Influenza A-Virus, Subtyp H5N1)
von Mensch zu Mensch für nahezu ausgeschlossen gehalten. Lediglich drei
Fälle sind bekannt, wo eine Infektion zwischen zwei Personen mit sehr
engem Kontakt nicht völlig ausgeschlossen werden konnte. Es besteht
jedoch die Gefahr von Mutationen im Viren-Erbgut, die dazu führen
könnten, dass die Erreger sich auch an menschliche Zellen anheften
können. Beängstigend ist in diesem Zusammenhang, dass das H5N1-Virus
bereits verschiedene Säugetiere infiziert und getötet hat. Dazu
gehören Großkatzen in einem thailändischen Zoo, die mit
infiziertem Geflügel gefüttert worden waren. Bislang bemüht
man sich, die Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern oder zu bremsen,
indem sämtliche möglicherweise betroffenen Vögel getötet
und verbrannt werden. Da das gefährliche Virus H5N1 jedoch nicht nur
in Haus- sondern auch in Wildvögeln vorkommt, raten Welternährungs-
und Landwirtschaftsbehörde (FAO) und Weltorganisation für
Tiergesundheit (OIE) inzwischen dazu, statt der so genannten Massenkeulungen
Tierimpfstoffe einzusetzen.
ZEIT online, 21.2.2006
Bild schießt
den Vogel ab
Die Pressekommentare zur Vogelgrippe sind angenehm sachlich - mit Ausnahme
Bild-Zeitung: "Immer mehr tote Vögel. Viel zu wenig Tamiflu. 1.
Isolierstation für Menschen". Im Kommentar wird es konspirativ: "Warum
tragen die Helfer, die ein paar tote Seevögel am Strand aufsammeln,
modernste Schutzanzüge und Atemmasken? Ist der Virus wirklich so harmlos?
Glauben die Behörden etwa ihren eigenen beschwichtigenden Worten selber
nicht? " "Sie" - die Politiker und Behörden - verfügen dem
Bild-Kommentar nach über ein Geheimwissen, das uns - "den Bürgern"
vorenthalten wird.
> s. a. Bildblog.de
BBC-Online
Reality takes wing
over bird
flu
>lesenswerter Kommentar von Dr. Leon Bennun (Director of Science,
Policy and Information for BirdLife International)
Vested interests mean wild birds are being blamed for the spread of avian
flu, argues Dr Leon Bennun in this week's Green Room, whereas responsibility
really lies with modern farming. Demands for culling and the destruction
of nesting sites threaten, he says, to bring rare species to extinction,
but will do nothing to halt the disease.
Deutscher
Naturschutzring 22.02.2006
Der
Deutsche Naturschutzring (DNR) warnt vor Panikmache bei der
Vogelgrippe
Der DNR warnte heute in Berlin vor den völlig überzogenen Reaktionen
auf die Vogelgrippe. Der DNR sieht die Gefahr der Verteufelung" von
Wasservögeln und Aasfressern, wie Möwe, Bussard und Seeadler. Er
wendet sich gegen die diskutierte Zerstörung von Schwalben- und
Störchennestern-
Bird Protection
/ Arbeitsgruppe "Aviäre Influenza", 17.2.06
(sehr ausführliches Positionspapier, hier stark gekürzt, leider
ohne Weblink, auch eine Website scheint die Gruppe nicht zu haben)
Sind temporäre Aufstallungen ein probates Mittel der
Influenza-Prävention ?
Restriktive Haltungsbedingungen, die sich u.a. aus den in vielen
Fällen nicht verfügbaren Möglichkeiten der Bereitstellung
hinreichend dimensionierter (geschlossener) Räumlichkeiten für
zuvor in Freilandhaltung befindliches Geflügel im Rahmen der Befolgung
der Aufstallungsverpflichtung nicht vermeiden lassen, führen mit einer
gewissen Zwangsläufigkeit zu Beeinträchtigungen und Störungen
des Verhaltens mit Auswirkungen auf Psyche, Physis und letztlich Immunstatus.
Auf Artgenossen und Ersatzobjekte gerichtete Stereotypien werden als häufig
beschrieben. Restriktive Aufstallungsbedingungen schwächen nachweislich
das Immunsystem des betroffenen Geflügels und erhöhen die
Anfälligkeit für Infektionen jeder Art.
Im Hinblick auf mögliche Expositionen des Nutzgeflügels mit
aviären Influenzaviren nach Ende der Aufstallzeiten sind
repräsentative Arbeiten zum Immunstatus aufgestallten Nutzgeflügels
angezeigt.
Das Infektionsgeschehen auf der Insel Rügen stand/steht nach Expertenmeinung
in keinem direkten Zusammenhang mit Teil- oder Kontinentalzüglern.
Systematische (und nicht "ereignisabhängige") Beprobungen von
Wildvögeln im Hinblick auf die (notwendige) Beantwortung der Frage,
ob H5N1 in heimischen Beständen bereits endemisch sein könnte,
fanden bisher nicht statt.
Belastbare (wissenschaftlichen Kriterien genügende) Daten zur Beantwortung
der Frage danach, ob H5N1 in heimischen Wildvogel-Beständen endemisch
ist, sind nicht verfügbar. Die Ereignisse auf Rügen und (bedingt)
auch die ursächlich auf H5N1 zurückzuführenden Totfunde von
Höckerschwänen in Italien rücken die Annahme allerdings in
den Bereich einer gewissen Wahrscheinlichkeit.
Unabhängig davon, ob man zur Annahme tendiert, dass H5N1 in heimischen
Wildvogelbeständen endemisch ist (oder nicht) verbleibt die Tatsache,
dass bei Beachtung der bisher bekannten Infektionskausalitäten auch
nach den verordneten Aufstallungszeiten Infektionsrisiken (für
Nutzgeflügelbestände) durch Wildvögel (hier insbesondere:
"Kulturfolger") bestehen.
Einer temporär verordneten Aufstallung fehlt die Schlüssigkeit,
weil (siehe obige Ausführungen) auch nach den Aufstallungszeiten
(theoretisch) Expositionen mit H5N1 nicht auszuschließen sind. Erschwerend
kommt hinzu, dass eine Vielzahl des zuvor aufgestallten Geflügels über
ein aus den restriktiven Bedingungen der Aufstallung geschwächtes
Immunsystem (und somit über eine erhöhte Infektanfälligkeit)
verfügt.
Die Verfügbarmachung geeigneter Impfseren ist kurzfristig möglich.
Ein Mittel der Prävention ist die Immunisierung von Nutz- und
Ziergeflügelbeständen. Eine Immunisierung (Impfkampagne) aller
bundesdeutschen Bestände indiziert logistische Probleme. Geeignete Planungen
für eine (realistischer Weise wohl nur mittelfristig umsetzbare)
Immunisierungs-Kampagne wären sinnvoller Weise einzufordern und kurzfristig
aufzunehmen.
Vier Pfoten
-
22.02.2006
Vogelgrippe
rechtfertigt keine Rückschritte beim Tierschutz
Die
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN warnt die Bundesländer eindringlich
davor, den Ausbruch der Vogelgrippe in Deutschland als Begründung für
die Aufhebung des Käfigverbotes zu benutzen. Die ohnehin große
Verunsicherung der Menschen würde damit unnötig
angeheizt
Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
- 16. Februar 2006
Keinen Verrat an Hennen und Schweinen
begehen! Menschen für Tierrechte ermahnen Politiker und rufen Bürger
zum Protest auf
Für
Montag, 20. Februar 2006, werden folgenschwere Beratungen zur Hennen- und
Schweinehaltung im Agrarausschuss des Bundesrates erwartet. Der Bundesverband
Menschen für Tierrechte ermahnt daher erneut Bundes- und Landespolitiker,
die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, das Grundgesetz mit seinem
Staatsziel Tierschutz sowie den breiten Bürgerwillen nicht zu missachten.
Gleichzeitig appelliert der Verband an die Bürger, gegen die Vorhaben
zu protestieren und startet eine Online-Aktion.
n-tv - 19.
Feb. 2006
Todeszug um den Erdball H5N1 nicht
zu stoppen
Die auch für den Menschen lebensbedrohliche Form der Vogelgrippe breitet
sich in Europa und Asien weiter aus. Am Sonntag schlossen die Behörden
den Zoo in Kairo, um die Tiere vor der Seuche zu schützen. Augenzeugen
berichteten jedoch bereits von toten und kranken Vögeln im Zoo.
Finanztreff - 22. Feb 2006
VOGELGRIPPE/EU-Länder
beraten über Impfpläne für Nutztiere
Die EU-Kommission bereitet zurzeit einen Gesetzesvorschlag für
Massenimpfungen gegen die Vogelgrippe vor. Der Kommissionsentwurf wurde am
Mittwoch den Veterinärexperten aus den 25 Mitgliedsstaaten vorgelegt,
die gleichzeitig über den französischen und niederländischen
Impfplan für Zuchtgeflügel beraten. Frankreich und die Niederlande
wollen ein Programm für vorbeugende Massenimpfungen von Nutztieren auflegen,
benötigen dafür aber die Genehmigung der EU-Kommission.
Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer hatte zu Wochenbeginn in
Brüssel erklärt, Impfungen bei Zoo- und Hobbytieren seien
durchführbar, nicht aber für den gesamten Geflügelbestand
in Deutschland. "Es besteht die Gefahr, dass bei Präventivimpfungen
von Geflügel die Krankheit verdeckt weiterverbreitet wird", sagte Seehofer.
Vogelgrippe-Gefahr: Freibrief für
Tauben
Forscher sehen keinen Anlass, Stadttauben zu vergiften - selbst wenn diese
infiziert wären. Nur Züchter halten ihre teuren Zuchttiere lieber
freiwillig unter Verschluss.
Kleine Zeitung Online -
17. Feb. 2006
Vogelgrippe-Verdacht
in Grazer Tierheim
Im Grazer Tierheim "Arche Noah" ist wegen Vogelgrippe-Verdachts der gesamte
Federviehbestand notgeschlachtet worden. Noch vor Bekanntwerden der
Verdachtsfälle aus Mellach, wurde ein Schwan aus der Mur geborgen und
in der Einrichtung aufgenommen. Ein zweiter Schwan stammte aus einem privaten
Gehege. Beide Tiere waren kurz nach der Einlieferung verendet. Notschlachtungen
wurden veranlasst. Ein drittes Tier war hingegen ein alter fügellahmer
"Insasse" des Heims. Über die "Arche Noah" wurde am Freitag eine Art
Quarantäne verhängt. Der Amtstierarzt besorgte die Tötung
des Federviehbestands, das ganze Haus muss desinfiziert werden und bis auf
Weiters dürfen keine Neuaufnahmen erfolgen.
Zoos
Meldungen
Solinger
Tageblatt - 23. Feb 2006
Fehlwirtschaft?
Fauna in Not
Die Vereins-Führung des Tierparks Solingen ist zurückgetreten.
Als Grund werden erhebliche Probleme in der Geschäftsführung genannt.
Derzeit beraten täglich Förder-Mitglieder und festangestellte
Fauna-Mitarbeiter, um einen Überblick über die finanzielle Misere
zu bekommen. Nach mehreren klärenden Gesprächen sind Ingeborg Kunst
(75) und Andreas Kreitz (36) von ihren Vorstandsämtern zurückgetreten.
Durch Mahnungen, Erinnerungen und Anrufe verschiedenster Firmen sei die missliche
Lage aufgefallen. "Dabei haben sich Firmen, denen der Tierpark am Herzen
liegt, sogar zurückgehalten und nicht auf Zahlung gedrängt", sagt
Vereinsmitglied André Kurbjun, der sich auch für die Rettung
einsetzt. Seinen Angaben zufolge soll der alte Vorstand in den letzen Jahren
Opfer von dubiosen Werbefirmen aus dem ganzen Bundesgebiet geworden sein.
"Unklar ist, wie viel Geld in den vergangenen Jahren in diese Kanäle
geflossen ist." Gerüchte gibt es über eine sechsstellige Summe.
"Zum Glück haben wir gerade eine Erbschaft bekommen, damit konnten wir
einiges auffangen", sagt Ulrich Wilde. Ingeburg Kunst hatte den Vorsitz des
Vereins in den 90er Jahren von ihrem Mann übernommen. "Wir sind
zurückgetreten, weil eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich war",
betont Kreitz. "Wir haben uns nichts zuschulden kommen lassen." Von
Misswirtschaft will er nichts wissen. "Uns schwebte vor, die Fauna mit allen
Mitteln unabhängig von Zuschüssen zu machen." Doch auch die Biologin
Lore Köhler, die für die Tiere in der Anlage verantwortlich ist,
bestätigt, dass die Fauna in Not ist. Ulrich Wilde lässt ebenfalls
keinen Zweifel am Ernst der Lage: "Wir machen uns Sorgen, wie wir die
Gehälter finanziert bekommen." Es sei zum Schluss schwer gewesen, mit
der Vereinsführung ins Gespräch zu kommen. Am kommenden Donnerstag
(2. März) wird ein neuer Vorstand gewählt.
NÖN
Online - 22. Feb 2006
Affenzirkus:
Kein Ende in Sicht
Gänserndorf. Abgesehen von den Löwen sind sie die einzigen Bewohner
des ansonsten verwaisten Safariparks: Die Affen. Ihre Zukunft ist nach wie
vor völlig ungewiss. Laut Masseverwalter ist kein Ende der Misere abzusehen.
Fest steht auch, dass die Firma Baxter die Tiere auf keinen Fall
zurücknehmen kann. Es war im Jahr 2004, als der Safaripark Pleite ging.
Zum Masseverwalter wurde Dr. Ferdinand Bruckner bestellt. Für 70 der
ursprünglich 150 Affen hat der Korneuburger Jurist mittlerweile ein
neues Zuhause gefunden. 80 Vierbeiner, ein Teil davon HIV-infiziert, befinden
sich noch im Safaripark. Die HIV-infizierten Affen sind kaum zu vermitteln.
In Österreich findet man überhaupt keinen Platz. Bei diesem Problem
ist kein Ende abzusehen. Die Gemeinde hat den ehemaligen Safaripark-Pächter
und somit auch mich mit einer Räumungsklage eingedeckt.
Bruckner ortet jede Menge Fehler im Vorfeld des Konkurses: Als die
Affen nach Gänserndorf kamen, war der Safaripark inoffiziell bereits
pleite. Der Pächter hat geglaubt, er kann mit den Affen seine
Budgetlöcher stopfen. Ein fataler Irrtum. Der Rechtsanwalt
bemängelt auch, dass die Tiere von Orth nach Gänserndorf
übersiedelten, als die Anlage noch gar nicht fertig war: Es fehlt
ein Freigehege. Die Affen werden derzeit gar nicht artgerecht gehalten.
Auch für die Löwen gibt es derzeit noch kein adäquates
Plätzchen. Masseverwalter Bruckner sichtlich erleichtert: Das
ist zum Glück nicht mein Problem. Die Löwen habe ich dem Verein
Vier Pfoten übergeben. Der allein muss für die Raubkatzen
eine Lösung finden.
Leverkusen
Lokal - 21. Feb 2006
Wildpark
wird nicht geschlossen
Leverkusen. Entgegen der Forderung Kienbaums den Wildpark Reuschenberg zu
schließen, stimmte der Rat dafür die Schließung für
zwei Jahre auszusetzen. Eine Kommission, zusammengesetzt aus Mitgliedern
des Fördervereins und Vertretern aus Politik und Fachverwaltung, soll
ein Konzept zum Erhalt des Tierparks vorlegen. Dieses Konzept soll die Kosten
und damit den städtischen Zuschuss "nachhaltig und signifikant" reduzieren
und andere Finanzierungswege finden.
Kölner
Stadt-Anzeiger - 17. Feb. 2006
Wildpark-Ausstellung
in den Luminaden
Zwischen Schuh- und Modegeschäften: Der Wildpark Reuschenberg
präsentiert sich mit einer Ausstellung in der City. Nach der Diskussion
um den Erhalt des Tierparks wollen Klaus Kretzschmar und Frank Arentz mit
einer Ausstellung von Tierpräparaten im ehemaligen Modehaus Böhme
für eine noch größere Präsenz des Parks im Bewusstsein
der Leverkusener sorgen. Fuchs, Mauswiesel, Wanderfalke, Rothuhn und andere
Tiere können nun von Passanten in den Schaufenstern der City begutachtet
werden. Außerdem weisen Informationstafeln auf die Aktivitäten
des Wildparks in Sachen Artenschutz hin. Absoluter Hingucker im Schaufenster
ist allerdings ein Braunbär, der vor vielen Jahren im Wildpark zu Hause
war. Die Reduzierung der städtischen Zuschüsse soll wahrscheinlich
durch Eintrittsgelder und einen Kiosk im Park aufgefangen werden. Der
Raiffeisen-Erzeugergroßmarkt wolle verstärkt Futtermittelkosten
übernehmen, und ein Unternehmen habe ebenfalls finanzielle
Unterstützung für die kommenden fünf Jahre angekündigt.
Travemünder
Möwenpost - 20. Feb. 2006
Eulenklau
schlug schon dreimal zu
Soll ich noch mal in den Park gehen und nachsehen?": Diesen Gedanken
hat Niendorfs Vogelpark-Chef Klaus Langfeld jetzt immer öfter. Der Grund:
Seit Dezember wurde schon dreimal in seinen Park eingebrochen, zuletzt vor
etwa zehn Tagen. Beute der Vogeldiebe bei ihrem letzten Raubzug: Seltene
Brillenkäuze, Malayenkäuze und Streifen-Ohreulen.
derStandard.at - 17.
Feb. 2006
Fall Mongu: Anzeige gegen Tiergarten
Schönbrunn zurückgelegt
Die angebliche Misshandlung des Elefantenbabys "Mongu" hat für den
Tiergarten Schönbrunn keine strafrechtlichen Konsequenzen. Der
Österreichische Tierschutzverein (ÖTV) wollte die angebliche
Misshandlung und mit einem Video zu belegen. Die Staatsanwaltschaft Wien
hat am Freitag die Anzeige gegen die Verantwortlichen unter Zoo-Direktor
Helmut Pechlaner zurückgelegt. "Der Verdacht der Tierquälerei konnte
nicht erhärtet werden", erläuterte Walter Geyer, der Pressesprecher
der Anklagebehörde. Das zur fachkundigen Beratung beigezogene
Veterinäramt der Stadt Wien sei nach Prüfung des vorgelegten, mehr
als einstündigen Films zu dem Ergebnis gekommen, "dass eine Ausbildung
junger Tiere notwendig ist und im konkreten Fall in angemessener Form ohne
übermäßige Härte erfolgte", meinte Geyer. Laut Pechlaner
soll es sich bei dem mitgeschnittenen Video um einen willkürlichen
Zusammenschnitt von Szenen gehandelt haben, bei denen "Phasen der Belohung"
gefehlt hätten.
> s.a.
Pressemitteilung
Anzeiger
Sternberg-Brüel-Warin - 21. Feb. 2006
Arbeit
im Schweriner Zoo anerkannt
Dass er anspruchsvolle Kriterien für die Haltung von Tieren erfüllt,
hat der Schweriner Zoo etzt einmal mehr Schwarz auf Weiß. Umweltminister
Wolfgang Methling überreichte gestern das Zertifikat zur Genehmigung
nach EU-Zoorichtlinie und Landeszoogesetz. "Die Genehmigung ist eine Anerkennung
unserer Arbeit", sagte Zoo-Direktor Michael Schneider, der die Urkunde aus
der Hand des Ministers entgegennahm.
Derzeit laufen auch im Schweriner Zoo die Schutzmaßnahmen gegen die
Vogelgrippe. Die Flamingos dürfen nicht mehr ins Freie, Gänse und
Enten werden regelmäßig untersucht. Aus Sicherheitsgründen
dürfe die Lori-Voliere nicht mehr von den Gästen betreten werden,
so der Direktor. Für die Fütterung der Pinguine lägen Handschuhe
bereit.
Die Zeit 23. Feb 2006
Elefanten:
Sanfte Killer
> sehr ausführlicher 4-Seiten-Bericht, gut und fair, aber kritisch
recherchiert - unbedingt lesenswert. Hier nur einige Zitate:
Kein Tier lockt mehr Besucher in den Zoo als der Elefant - und keines hat
mehr Pfleger auf dem Gewissen.
In Hagenbecks Tierpark kommen sich Elefanten und Menschen ganz nah. Chefpfleger
Thorsten Köhrmann schlendert mitten hinein ins Außengehege, wo
Thai, Thuras Nachwuchs, aufgeregt herumwuselt. Köhrmann merkt, dem Kleinen
ist nach Schubsen und Balgen zumute. Mit einem Klaps bedeutet er ihm: Nichts
da! Abu aus dem Wiener Tierpark Schönbrunn war gerade mal zwei Jahre
älter, als er 2005 seinen Pfleger Gerd Kohl umbrachte. Im Frühjahr
2001 verletzte die 7-jährige Maya ihren Pfleger Thomas Ruby im Baseler
Zoo schwer. Im selben Jahr tötete die 18-jährige Mya im Londoner
Zoo ihren Pfleger Jim Robson. Der Bulle Bindu brach 1984 im englischen Port
Lympne seinem Pfleger mit einem Rüsselschlag das Genick.
»Auf jeden in einem Zoo gehaltenen Elefantenbullen kommt ein toter
Pfleger«, schrieb der Verhaltensforscher Heini Hediger, der als
Begründer der Tiergartenbiologie gilt. Elefanten sind »haltungsbedingt
das gefährlichste Wildtier in Menschenhand« - das ist kein Stehsatz
militanter Zoogegner, sondern die Beobachtung der European Elephant Group
(EEG), einer Art Nichtregierungsorganisation für Elefantenbelange. Seit
1982, so belegen deren Zahlen, starben bei 90 bekannt gewordenen Angriffen
in Zoos 40 Menschen; über 50 wurden verletzt
Die Zoohaltung von Elefanten steht am Scheideweg. In den USA und im
europäischen Ausland ist der protected contact schon üblich, das
Prinzip des geschützten Kontakts. So wie in Köln. Fachleute wie
Elefantenpapst Fred Kurt haben an dem 15 Millionen Euro teuren Projekt
mitgewirkt. Innerhalb relativ kurzer Zeit scheint geglückt, was Experten
an der hands-off-Haltung als schwierig bezeichnen: Aus den tierischen
Individualisten hat sich eine intakte Gruppe gebildet.
Thorsten Köhrmann - seit 20 Jahren bei Hagenbeck, wie vor ihm sein Vater
und sein Großvater, seit zehn bei den Elefanten: Wenn ein Pfleger gut
ausgebildet sei und aufpasse, sei der Beruf nicht gefährlicher als
Malermeister oder Dachdecker. Neue Haltungsformen? »Futter übern
Zaun werfen - das kann jeder.« Schon jetzt mangele es an qualifiziertem
Nachwuchs, weil an den Gehältern gespart werde. Dann wird er richtig
wütend: »Es kann doch nicht jeder Papageien- oder Pferdeonkel hier
im Stall rumlatschen.« Unter den Menschen im Zoo sind die
Elefantenwärter klar die Alphatierchen. »Seht, wir beherrschen
die grauen Riesen. Ohne uns könntet ihr sie gar nicht halten«,
beschreibt EEG-Mann Alexander Haufellner deren Selbstverständnis.
»Wenn die Besucher sagen, dass die Tiere ihnen leid tun, haben wir etwas
falsch gemacht«, sagt Gunther Nogge. Kölns umtriebiger Zoodirektor
ist mit der neuen Elefantenhaltung auch der Mode gefolgt. Stephan
Hering-Hagenbeck, der hanseatisch distanzierte Gegentyp zum Rheinländer
Nogge, kann mit Stolz darauf hinweisen, dass »sein« Zoo der erste
in Deutschland war, in dem die »Gruppengeburt« gelang. Auf dem
Gelände vor dem Hamburger Elefantenhaus wird emsig gebaut.Wohl schon
für den nächsten Winter werden auch die Hamburger Elefanten eine
große Halle haben - mit Wasserbecken, Naturboden und Futter, das
elefantengerecht von den Bäumen abgeweidet werden kann; alles
womöglich noch schöner als in Köln, verspricht der
Geschäftsführer. Und die Pfleger? Wird sich auch die Philosophie
der Betreuung ändern? »Ob direkter oder geschützter Kontakt,
ist doch Nebensache«, weicht Hering-Hagenbeck aus. Aber er lässt
durchblicken: »Wenn der protected contact einmal offiziell Vorschrift
wird, sind wir jedenfalls vorbereitet.«
Planung und
Bau
Die Welt
22.2.2006
Investoren bieten 22
Millionen Euro
Mehr als 70 Millionen Euro will die World Wheel Berlin in den Bau eines 175
Meter hohen Riesenrades auf dem Betriebshof des Zoos investieren. 22 Millionen
Euro wollen sie für den heutigen Betriebshof des Zoos bezahlen. Am
Wochenende war bekannt geworden, daß die Technische Universität
ihre Flächen nicht den Riesenrad-Planern der World Wheel Berlin zur
Verfügung stellen will. Allerdings benötigen die Planer die
TU-Flächen nicht. Ihnen reicht der Betriebshof des Zoos mit seinen
20 000 Quadratmetern aus. Veranschlagt sind für das 175 Meter hohe
Rad und ein benachbartes Parkhaus etwa 12 000 Quadratmeter.
Für
den Zoo soll sich das Riesenrad aber auch rechnen, nicht nur durch den
Erlös für das Gelände. Er soll auch von den Fahrgästen
der Attraktion profitieren. Allerdings gibt es auch im Zoo-Vorstand Kritiker,
die befürchten, daß es einen Wettstreit um die Besucher geben
könnte. Während der Zoo die gesamte Summe einnehmen will, pocht
Finanzsenator Thilo Sarrazin auf einen Anteil für die Berliner Landeskasse.
Denn das Grundstück gehört dem Land.
B.Z. - 19.
Feb. 2006
Aus für
das Riesenrad am Zoo!
Es sollte das neue Wahrzeichen der City-West werden: das größte
Riesenrad der Welt, 175 Meter hoch. Im letzten Jahr wehrte sich das Technikmuseum
erfolgreich gegen den Bau am Gleisdreieck, jetzt legt die Technische Uni
ihr Veto gegen das Gelände am Zoo ein. Aus der Traum vom Riesenrad.
"Es ist richtig, daß die TU ihr Grundstück für eigene
Einrichtungen vorgesehen hat", so Petra Rohland, Sprecherin der
Senatsbauverwaltung. "Sollte sich das in weiteren Gesprächen
bestätigen, müssen wir neu überlegen." Die zuständigen
Bezirke Charlottenburg und Mitte hatten den Bau auf dem Areal zwischen Hertzallee
und Müller-Breslau-Straße sehr begrüßt. Ein vereinbartes
Gutachten zur Prüfung der Anfahrtsmöglichkeiten wurde aber nie
in Auftrag gegeben. Aus Senatskreisen heißt es außerdem: Vor
der Wahl wird nichts mehr entschieden.
Berner
Rundschau - 16. Feb. 2006
Papageitaucher
im Anflug
Mit dem rotschnäbligen Papageitaucher hält im Tierpark
Dählhölzli 2007 ein neuer Bewohner Einzug. Die geplante Anlage
ist gemäss Tierpark schweizweit die einzige ihrer Art. Im Tierpark ersetzen
die Papageitaucher künftig die Pinguine, und zwar im Rahmen der vor
einiger Zeit eingeleiteten Spezialisierung auf europäische Tierarten.
Die Papageitaucher sind europäische Tiere, die von Island über
England und die Bretagne bis Spitzbergen und Sibirien vorkommen. Im
Dählhölzli werden die Vögel in einem naturnah gestalteten
Gehege zu bestaunen sein. Bestandteil ist ein Wasserbecken mit künstlich
produzierten Wellen, in dem auch der «Unterwasserflug» beobachtet
werden kann. Dank der Grosszügigkeit der Anlage werden die Tiere auch
fliegen können, dank der geplanten künstlichen Bruthöhlen
hofft der Tierpark zudem auf Nachwuchs. Die Kosten der Anlage werden mit
2 Mio. Franken beziffert.
innovations
report - 20. Feb. 2006
Hightech
für Eisbären
Siemens hat für die Eisbären des Nürnberger Zoos eine automatische
Reinigungsanlage für das Wasser im Gehege installiert. Damit haben die
Raubtiere das ganze Jahr über möglichst natürliche
Lebensbedingungen. Laub, Blütenpollen oder Besuchermüll
ständig muss etwas aus dem 600 Quadratmeter großen Freibecken
herausgefischt werden. Für einen Wärter ist diese Arbeit angesichts
dreier erwachsener Eisbären allerdings zu gefährlich. Deswegen
übernimmt eine Steuerung von Siemens diese Aufgabe. Das System, das
zunächst nur die Wasseraufbereitungsanlage bedient, ist beliebig
ausbaufähig und könnte alle technischen Einheiten des Tiergartens
steuern; die Nürnberger Anlage würde dann zum automatisierten
Hightech-Zoo.
Rhein Main Presse -
17. Feb. 2006
Erster
Platz fürs Elefantenhaus
Kreativ und abwechslungsreich sind die Diplomarbeiten, die während des
Wintersemesters 2005/06 in den Studiengängen Innenarchitektur und
Kommunikationsdesign der Fachhochschule entstanden. Die Ergebnisse der 49
Diplomanden sind jetzt in der Ausstellung "next level" Unter den Eichen zu
sehen. Die Erstplatzierung aus dem Bereich Innenarchitektur geht an "dick
und rund" mit der Gestaltung eines Elefantenhauses, das laut Carmen Jahnke,
der Schöpferin, "in jedem beliebigen Zoo stehen könnte". Sie hat
in ihren Entwürfen das Außen- und Innengehege in Miniaturformat
gebaut. Alle Eventualitäten sind dabei bedacht und vom Elefantenbullen-
über das Paar- bis zum Kuh-und-Kalb-Gehege ist alles vorhanden. Daneben
verzieren handgemalte Elefantenporträts ihre Idee.
Freie
Presse - 21. Feb. 2006
Wolf
streift schon durchs Bärenland
Als erster Bewohner hat gestern Isegrim Junior im Hirschfelder
Bärenland sein Quartier bezogen. Er, der zurzeit noch allein
ist, teilt künftig das weiträumige Domizil mit den vier im Tierpark
Hirschfeld beheimateten Braunbären. Diese müssen sich allerdings,
bevor sie dort einziehen können, noch etwas gedulden. Spätestens
zu Ostern werden sie sich Groß und Klein präsentieren können.
Denn zum traditionellen Familienfest soll das kombinierte Bären-Wolf-Gehege
feierlich eingeweiht werden. Bereits im Januar hatten Hunderte Besucher die
einmalige Gelegenheit genutzt, im Keller einen Blick in den ansonsten für
sie nicht zugängigen Wohn- und Schlafbereich der Raubtiere
zu werfen. Darüber hinaus konnten sie das knapp einen Hektar umfassende
Freigelände samt Kletterfelsen, wo sich später die Bären und
Wölfe tummeln, auf eigene Faust erkunden.
Potsdamer Neueste Nachrichten - 22. Feb 2006
Adoption
oder neuer Zoo?
Der Tierpark Geltow könnte den Großteil seiner etwa 350 Tiere
problemlos verkaufen. Viele Leute haben uns bereits angerufen und
würden die Tiere nehmen, sagte Tierpark-Geschäftsführerin
Gisela Rux. Allerdings würden weiterhin wenn auch geringe
Hoffnungen bestehen, den Bestand der Einrichtung durch einen Umzug zu retten.
Wir haben Signale, dass das Geld dafür jetzt bereit steht,
sagte Rux mit Verweis auf den pensionierten Berliner Wirtschaftsberater Gunther
Schlegel. Der 69-Jährige war vor gut zwei Jahren als Retter des Tierparks
aufgetaucht und hatte angekündigt, Investoren für einen Neubau
auf der Löcknitz in Petzow werben zu können. Schon damals hatte
die Anlage auf dem Franzensberg vor dem Aus gestanden, weil die Tierhaltung
nicht mehr den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Die
Nutzungsgenehmigung des Landkreises läuft am 30. Juni endgültig
aus. Bereits am 31. Dezember wurde der Tierpark für den Besucherverkehr
von Amts wegen geschlossen. Schlegel wollte für den Umzug an die
Löcknitz 6 Millionen Euro unter anderem von wohltätigen, anonymen
Geldgebern beschaffen, konnte das Geld bislang aber noch nicht vorweisen.
Das Ganze hat etwas länger gedauert. Ich habe aber auch nie einen
Termin zugesagt. Ich werde persönlich Frau Rux mit Geld für ihre
Tiere helfen, sagte Schlegel.
Aktionen
wallstreet:online AG -
20. Feb. 2006
lefantendame Daisy neuer Star bei "Volle Kanne Service täglich"
/ ZDF-Magazin übernimmt Zoo-Patenschaft
Das ZDF-Vormittagsmagazin "Volle Kanne Service täglich"
übernimmt die Patenschaft für eine afrikanische Elefantendame aus
dem Duisburger Zoo. Die 21-jährige Daisy ist in einem Wanderzirkus
aufgewachsen und entsprechend abenteuerlustig. Davon können sich die
Fernsehzuschauer am Dienstag, 28. Februar 2006, ab 9.05 Uhr bei "Volle Kanne
Service täglich" erstmals überzeugen. ZDF- Reporterin Valentina
Uhlmann wird in regelmäßigen Abständen über Daisys Werdegang
und weitere tierische Randgeschichten aus dem Duisburger Zoo berichten. Zum
Start ihrer "Fernsehkarriere" wird die Elefantendame auch in den "Volle
Kanne"-Sendungen am 1., 2. und 3. März 2006, ab 9.05 Uhr zu sehen
sein.
Fränkische
Nachrichten - 20. Feb. 2006
Zum
Sehen, Staunen und Fühlen
Beim mitternächtlichen Besuch am 18. März in der Stuttgarter Wilhelma
wird der Rundgang im Freien ein besonderes Erlebnis sein. In der Dunkelheit
setzen sich die beleuchteten historischen Bauwerke, Skulpturen und
Baumpersönlichkeiten reizvoll ab und geben dem Park eine märchenhafte
Atmosphäre. In den geöffneten Häusern erwartet den Besucher
ein abwechslungsreiches Programm mit Informationen, Musik und Verköstigung.
Alle Gewächshäuser werden zugänglich sein, bei den
Tierhäuser sind es das Aquarium, das Amazonienhaus und das Insektarium.
Im Terrarium können Mutige oder die,
die es werden wollen, einmal mit Schlangen und Echsen auf Tuchfühlung
gehen. Im Insektarium mit der Schmetterlingshalle werden Tierpfleger den
Nachtschwärmern Krabbeltiere und Spinnen näher bringen.
MVregio - 20. Feb.
2006
Tage des Aquariums und Terrariums
im Rostocker Zoo
Im Jubiläumsjahr dieser traditionellen Veranstaltungsreihe im Zoo-Aquarium
stehen Wasserpflanzen im Mittelpunkt. Ein Spezialist auf diesem Gebiet, Hans
Barth aus Dessau, hält dazu am Sonnabend, den 25. Februar zwei
Vorträge. Um 11 Uhr zur Haltung und Züchtung von Wasserpflanzen
und um 14.30 Uhr geht es um Wasserpflanzengärtnereien von Sri Lanka
bis Singapur. Am Sonntag, den 26. Februar, besteht von 10 bis 12 Uhr Gelegenheit
zu Konsultationen und den Austausch von Erfahrungen rund um Aquarien und
Terrarien.
Morgenweb - 21. Feb. 2006
Auf den Spuren des Heldbocks
Der Wildpark Rheingönheim erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit.
Die Besucherzahlen stiegen von 50 000 im Jahr 2003 auf 77 000 im vergangenen
Jahr. Dies sei vor allem das Ergebnis vieler Aktionen der letzten beiden
Jahre, ist sich Umweltdezernent Ernst Merkel sicher, wie die Tierpatenschaften,
der "Tag der offenen Tür" und naturpädagogische Führungen.
Beim Aktionsprogramm für dieses Jahr werde das Wildgehege als "grünes
Kleinod und Treffpunkt für Familien" weiter "in Richtung
Naturpädagogik gestärkt", so Merkel. Zwischen März und Dezember
stehen 35 Aktionen im Wildpark an - damit hat sich das Angebot gegenüber
2003 vervierfacht.
Nachwuchs
Kölner Stadt-Anzeiger
- 19. Feb. 2006
Nachwuchs im Krefelder Zoo: Nashornbaby im
Großtierhaus
Im Krefelder Zoo ist lang ersehnter Nachwuchs eingetroffen: Spitzmaulnashorn
«Nane» habe am frühen Morgen ihr erstes Kind zur Welt gebracht.
Der kleine Nashornbulle sei schnell auf den Beinen gewesen und habe auch
schon Milch bei seiner Mutter getrunken. Die beiden haben sich in eine Box
zurückgezogen, um ungestört zu sein. Die Besucher können den
jungen Bullen aber auf einem Bildschirm beobachten.
Bocholter-Borkener Volksblatt -
20. Feb. 2006
SENSATION
IM KREFELDER ZOO Erster Nashornnachwuchs in NRW
Ganz grazil wie eine Primaballerina spreizt die tonnenschwere
Spitzmaulnashorndame Nane ihr Bein nach hinten. Und gibt so für ihren
Nachwuchs den Weg zum Gesäuge frei. Sonntag Nacht um 1 Uhr erblickte
der kleine Nashornbulle im Krefelder Zoo das Licht der Welt. Es ist eine
Premiere: das erste Spitzmaulnashorn in NRW, das lebend geboren wurde. Das
Baby ist knapp 30 Kilogramm schwer, gut 70 Zentimeter groß und einen
Meter lang. Die Geburt ging sehr schnell und verlief problemlos. Nach
zehn Minuten war der Kleine draußen, sagt Zoodirektor Wolfgang
Dreßen. Über einen Monitor können die Zoobesucher den kleinen
Riesen beobachten. Das noch namenlose Nashörnchen ist mit seiner Mutter
in einer von Besuchern abgeschirmten Box untergebracht.
> erster
SPITZMAUL-Nashorn-Nachwuchs, soviel Zeit muß sein
Merkur Online 23. Feb 2006
Junge Flösselhechte im Basler Zoo
Dem Zoo im schweizerischen Basel ist ein seltener Zuchterfolg bei urzeitlichen
Fischen gelungen. Im Aquarium erblickten sechs Flösselhechte das Licht
der Welt
sz-online - 20. Feb. 2006
Dresdner Elefantenbaby hat einen Namen
Die Suche nach einem Namen für den am 4. Februar im Dresdner Zoo geborenen
Elefantenbullen ist beendet. Nachdem die Dresdner dazu aufgerufen waren,
Vorschläge für einen auf Afrika bezogenen Namen einzureichen, hatte
der Zoo aus über 700 Vorschlägen die folgenden fünf Namen
zur Wahl gestellt: Umasai, Amun, Thabo, Assum und Mafunyane. Am Montagmittag
war es dann endlich soweit: Nach Sichtung von über 7.500 Stimmzetteln
mit den favorisierten Namen entschlossen sich die Verantwortlichen, dem
Mini-Elefanten einen Doppelnamen zu geben: Thabo-Umasai. In der Sprache des
südafrikanischen Tswana-Volkes heißt das Glücklicher
Krieger.
Obwohl Thabo bei der Abstimmung der meistgewünschte Name war, bestanden
Bedenken, dass es beim Ansprechen der Elefanten zu Irritationen hätte
kommen können. Schließlich sei Thabo in der zweiten Silbe identisch
mit Drumbo, begründete der Zoo die Entscheidung. Mit einem Doppelnamen
bestünde daher die Möglichkeit, zwischen zwei Rufnamen zu wählen.
sz-online - 21. Feb.
2006
Der
kleine Glücks-Krieger
Nicht nur, dass sich durch ihn die Gästezahl im Dresdner Zoo erhöht
hat. Nein, er hat auch noch einen modischen Doppelnamen bekommen. Der kleine
Elefant, am 4. Februar geboren, hört nun auf Thabo-Umasai. Dass nun
zwei Namen ausgewählt wurden, überrascht. Eindeutig vorn
lag Thabo, sagt der zoologische Leiter Wolfgang Ludwig. Da das
Wort in der zweiten Silbe identisch mit der des Muttertieres Drumbo ist,
wurde Umasai dran gehängt. Der gleiche Klang könne sonst
bei der Anrede des Tieres durchaus zu Irritationen führen. Warum diese
Tatsache niemandem vorher aufgefallen ist, und warum Thabo trotzdem unter
die Favoriten kam, konnte keiner erklären. Die Frage Wie wird
das denn ausgesprochen? wurde gestern oft gestellt. Da wäre es
hilfreich gewesen, wenn einer der Zooverantwortlichen ein paar Worte an die
Gäste gerichtet hätte. So sahen zwar viele den Elefanten, bekamen
aber gar nicht mit, dass er nun nicht mehr nur kleiner Elefant heißt.
Und auch nicht, was die beiden Wörter bedeuten: Umasai steht für
Krieger, Thabo für Glück. Wann der Elefant offiziell seinen Namen
während einer Taufe bekommt, steht allerdings noch nicht fest.
mephisto 97.6 - 15. Feb.
2006
Säbelantilopen-Nachwuchs
im Zoo
Die Säbelantilopen im Leipziger Zoo haben Nachwuchs bekommen. Gestern
und in der Nacht brachten die Antilopendamen Bara und Maremba jeweils ein
gesundes Junges zur Welt. Um die Jungtiere zu schonen, werden sie zunächst
nicht für Besucher zu sehen sein.
Schwerin-News - 21. Feb.
2006
Stolze
Eltern und liebevolle Tanten
Im Schweriner Zoo leben Erdmännchen in Nachbarschaft mit Löwen
und Giraffen. Nach einer etwa elf Wochen dauernden Tragzeit sind vor etwa
14 Tagen zwei Jungtiere zur Welt gekommen, die sich bereits in der
Außenanlage zeigen.
SZOn - 18. Feb. 2006
Nach Entführung: Neuer Nachwuchs für britisches
Pinguin-Paar
Zwei Monate nach der Entführung ihres Kindes aus einem englischen Zoo
hat das Pinguin-Paar Kyala und Oscar wieder Nachwuchs bekommen. Das Küken
schlüpfte am Valentinstag (14. Februar) im Tierpark Amazon World auf
der Isle of Wight putzmunter aus dem Ei. Einen Namen hat der Nachwuchs noch
nicht. Von dem kleinen Brillenpinguin Toga, der kurz vor Weihnachten von
Unbekannten gestohlen worden war, fehlt jedoch weiterhin jede Spur.
NZZ 23. Feb 2006
Auf
Zoo-Safari in New York
Im Beton- und Asphaltdschungel der Metropole ist die Fauna der halben Welt
versammelt
> ausführlicher Bericht über einen Besuch in den New Yorker
Zoos
Der Bronx Zoo ist so gross, dass man leicht vergisst, in einer Grossstadt
zu sein. Bekannt geworden ist dieser Tierpark vor allem wegen eines erfolgreichen
Zuchtprogramms: Aus dem Bronx Zoo kamen die Bisons, die 1907 auf den
Prärien angesiedelt wurden, nachdem sie im einst «wilden Westen»
ausgerottet waren. Die Renner im Bronx Zoo sind thematische Erlebniswelten
wie «Jungle World», «Tiger Mountain» oder «Congo
Gorilla Forest», wo nicht mehr das einzelne Tier Mittelpunkt ist. Dem
Besucher wird vielmehr eine Vorstellung von der ökologischen Vernetzung
vermittelt. Er soll verstehen, auf welche Weise der Mensch den Lebensraum
der Tiere und in vielen Fällen die Spezies selbst gefährdet. Die
New Yorker Zoos widmen sich auch dem Tier- und Landschaftsschutz in aller
Welt. Diese Aufgabe kommt im neuen Namen der New York Zoological Society
zum Ausdruck, welche die städtischen Zoos betreibt: Seit 1993 heisst
sie Wildlife Conservation Society.
Der älteste New Yorker Zoo, 1862 eröffnet, liegt in der
südöstlichen Ecke des Central Park, wenige Schritte von der Fifth
Avenue entfernt. Keiner der fünf New Yorker Stadtteile ist zoolos. So
gibt es in Queens einen Tierpark, wo ausschliesslich nordamerikanische Fauna
gezeigt wird. Der Pfad führt auch durch einen Friedhof mit Grabsteinen
für den Dodo und den Auerochsen (um 1600 ausgerottet), den Hokkaido-Wolf
und den Braunbären aus dem Atlas (um 1800 ausgerottet), den persischen
Löwen und den sardischen Luchs (um 1900 ausgerottet).
Der Zoo in Staten Island ist bekannt für seine Reptilien und seine
Zuchtprogramme. Brooklyn, der bevölkerungsreichste New Yorker Stadtteil,
hat sogar zwei Tierpärke, einen im Prospect Park, wo es auch den lehrreichen
Parcours «Tiere in unserem Alltag» gibt, und einen in Coney Island:
das New York Aquarium. Ein Höhepunkt sind die beiden Belugawale. Dem
New York Aquarium gelang es erstmals, diese weissen Riesen zu züchten.
Westdeutsche
Zeitung - 22. Feb 2006
Im Moment kann nur
gerüsselt werden
Wuppertal. Zickenalarm im Elefantengehege, und die Leidtragenden sind die
süßen Elefantenkinder Bongi und Kibo. Weil nämlich Elefantendame
Punda, Bongis Mutter, Kibo offensichtlich immerzu piesakt und ärgert,
sind die Elefantenkinder voneinander getrennt worden: In einem abgesperrten
Areal sind Bongi und Punda untergebracht, im Innenfreigehege lebt Kibo weiterhin
mit dem Rest der Herde. Zoodirektor Ulrich Schürer: "Wenn das Wetter
wieder besser ist, kommen alle Elefanten wieder zusammen."
Inzwischen hat sich Punda wieder beruhigt. In der Zwischenzeit trainierten
die Pfleger, allen voran Reviervorsteher Felipe von Gilsa, mit ihr
"Sozialverhalten".
Businessportal24
- 22. Feb 2006
Caroline Hagenbeck:
Die jüngste Tierparkchefin Europas
Leseprobe (Kurzbiografie) aus dem Taschenbuch "Superfrauen 4 - Wirtschaft
und Verkehr" von Ernst Probst:
Zur jüngsten Chefin eines Tierparks in Europa stieg 1982 die
23-jährige Caroline Hagenbeck auf. Zusammen mit ihrem Onkel, dem
Tiermediziner Dr. Carl Claus Hagenbeck, leitete sie von 1982 bis 1989 den
traditionsreichen Tierpark Carl Hagenbeck in Hamburg-Stellingen.
Zugleich war sie seit fünf Generationen die erste Direktorin dieses
Unternehmens.
Berliner Morgenpost - 18. Feb. 2006
Go East!
In diesen Tagen rücken im Tierpark Friedrichsfelde die Schneeleoparden
Sayan und Omar und ihre Söhne Kashi und Naryn ganz dicht zusammen. Für
Kashi und Naryn werden gerade die Papiere für ihre Ausreise vorbereitet.
Kashi wird eine neue Heimat im ukrainischen Nikolajew am Schwarzen Meer finden.
Naryn verschlägt es noch weiter weg in eine Stadt, wo ihn zum Jahresende
hin ein richtig kalter Winter erwartet. Er geht nach Nowosibirsk, wo zurzeit
immer noch Schnee fällt und Temperaturen von minus 18 Grad gemessen
werden. Aus Sibirien kamen dafür Manule und Luchse in den Berliner Tierpark.
Noch im März werden Kashi und Naryn Berlin verlassen. Es wird Zeit,
sonst machen die beiden bald ihrem Vater Konkurrenz, wenn es um die Gunst
des einzigen Weibchens im Gehege geht.
Mitteldeutsche
Zeitung - 23. Feb 2006
Zwei
Zwergotter als Testtiere
"Aderlass" am Mittwoch im Ascherslebener Tierpark. Anlass dafür war
eine Frage: Wirkt der Staupe-Impfstoff, wie er zum Beispiel bei Hunden angewandt
wird, auch bei Mardern? Astrid Günther-Weigel vom Institut für
Zoo- und Wildforschung Berlin möchte dies gerne genau wissen und den
Impfstoff an etwa 60 Otter (sie gehören zu den Mardern) und anderen
Mardern in den verschiedenen Zoos und Tiergärten testen.
Berliner Kurier - 22. Feb 2006
Leopard
geht nach Sibirien, muss er da richtig frierien?
Lichtenberg - Lächerliche minus 15 Grad! Schneeleopard Naryn hat eigentlich
vom Berliner Winter die Schnauze voll. Doch schon in ein paar Tagen zieht
der Kleine vom Tierpark in die Taiga, bis nach Nowosibirsk. Sibirien! Muss
er da etwa frierien? "Niemals!", beruhigt Kurator Claus Pohle. "Schneeleoparden
trotzen mit ihrem dicken Fell sogar den Temperaturen im zentralasiatischen
Hochgebirge!"
Berliner
Morgenpost - 19. Feb. 2006
Die
kleinen Schneeleoparden kuscheln vor der weiten Reise
Noch kuscheln sie gemeinsam. In diesen Tagen rücken im Tierpark die
beiden Schneeleoparden Sayan und Omar und ihre beiden Söhne Kashi und
Naryn ganz dicht zusammen. "Als es vor ein paar Tagen noch kalt war, sah
es ganz anders aus", erzählt Tierpfleger Detlev Jany. Da tobten die
zwei jungen Kater durch den Schnee, kämpften mit Tannenbäumen und
jagten sich - und ihre Eltern - durchs Gehege.
HaffZeitung - 17. Feb. 2006
Otter
sind noch ängstlich
Sie sind zwar noch nicht zu sehen, aber sie sind da: ein weiblicher und ein
männlicher Fischotter. Am Sonntagabend sind die beiden Jungtiere im
Ueckermünder Tierpark eingetroffen. Allerdings bezogen die Tiere erst
einmal getrennte Gehege in der Quarantänestation des Zoos. Wenn alles
gut klappe, dann könnten die Tiere frühestens in der kommenden
Woche in die Otteranlage umziehen. Tierpflegerin Annegret Krüger ist
da eher skeptisch, denn noch seien die Otter sehr ängstlich und haben
bisher auch keine Lust verspürt, sich durch das Gitter zu beschnuppern,
sagt sie. Offizielle Namen haben die beiden Neuankömmlinge noch nicht.
Stuttgarter Wochenblatt - 16. Feb. 2006
Zwei
Damen buhlen um Antons Gunst
Die Eisbärendamen Corina und Hallensia buhlen nun schon seit fast 14
Jahren gemeinsam um die Gunst von Eisbär Anton. Im Jahre 1991 kamen
alle drei im jugendlichen Alter von zwei Jahren zusammen in die neue
Eisbärenanlage der Wilhelma. Damals waren noch zwei weitere Männchen
dabei. Nur leider blieb bis heute der ersehnte Nachwuchs aus. Mittlerweile
haben die Damen Corina und Hallensia aber auch einen weiteren, diesmal
zahlungskräftigen Verehrer gefunden. Die Firma Kälte Eckert aus
Markgröningen hat für ein Jahr die Patenschaft für sie
übernommen.
Mitteldeutsche Zeitung - 15. Feb. 2006
Schnappi
auf dem heimischen Sofa
Im Terrarium des Ascherslebener Tierparks tummeln sich zwei etwa zwei Meter
große Nilkrokodile und ein etwa 90 Zentimeter großer Brillenkaiman.
Die beiden Nilkrokodile sind 1990 im Zoo in Münster geschlüpft
und haben 1991, damals etwa 70 Zentimeter groß, in Aschersleben ihre
neue Heimat gefunden. Der Brillenkaiman ist eine Leihgabe eines
Tierpflegers.
Freie Presse - 17. Feb. 2006
Auch
als Rentner kann früherer Chef nicht vom Tierpark lassen
Harry Hinkel ist 72 Jahre alt. Aber ein reines Rentnerdasein zu
führen, das kann ich mir noch nicht so recht vorstellen, sagt
der Mann, dessen große Liebe nach wie vor dem Tierpark in Hirschfeld
gehört. 26 Jahre lang, von 1972 bis 1998, hat er als Leiter die Entwicklung
dieser Freizeiteinrichtung entscheidend mit bestimmt.
Mendener Zeitung - 17. Feb. 2006
"Haifische
sind meine Dauergäste"
Tropical-Live-Import-Firmengründer Thomas Lage: Vor vier Jahren machte
der 42-Jährige Mendener sein Hobby, die Seewasser-Aquaristik zu seinem
Beruf und beliefert heute als ausgewiesener Experte für Seewassertiere
Zoos und Großhändler rund um den Globus mit bunten Fischen, kleinen
Haien, Seesternen, Krebsen oder Korallen.
Echte Hingucker sind die Fische, die in den meterlangen Aquarien des Thomas
Lage, der in den ehemaligen Klusendickschen Hallen sein Unternehmen
"Tropical-Live-Import" angesiedelt hat, quicklebendig umher schwimmen. "Auswendig
weiß ich die Namen aller Fische nicht, mit denen wir handeln. Wir geben
jede Woche eine neue Liste heraus, so können unsere Kunden stets aktuell
ordern".
Blick Online - 17. Feb. 2006
Jetzt aber Suppe
essen!
Guwahati hat ein Problem. Und das sind streunende Leoparden. Diese suchen
nämlich immer häufiger die grösste Stadt im Nordosten Indiens
heim. Immer wieder gelingt es den Wildhütern, einen der edlen Jäger
zu fangen. Nun aber machten sie einen äussert erstaunlichen Fund. Ein
Leoparden-Weibchen hat in der Stadt nicht nur nach Futter gesucht. Sondern
dort auch gleich ihr Junges zur Welt gebracht. Es wurde in den Zoo gebracht,
wo es die Wärter nun mittels Milch-Spritzen aufpäppeln. Die Bewohner
von Guwahati dürfen sich übrigens nicht beklagen, dass die Leoparden
in der Abenddämmerung Rinder, Ziegen und sogar Hunde reissen. Denn den
Raubkatzen wurde ihr natürlicher Lebensraum gestohlen: Die mächtigen
Wälder rund um die Kapitale des Bundesstaates Assam werden seit Jahrzehnten
abgeholzt und nicht wieder aufgeforstet.
Krone.at
23. Feb 2006
Wenn das Schwein mit der Antilope...
Der alte Lebensgefährte Ruby hat letzten Sommer im Zoo von Los Angeles
das Zeitliche gesegnet. Seither ist im Leben von Schweinchen Willy kein Stein
mehr auf dem anderen geblieben. Die zehn Jahre alte Sau hat sich nämlich
wieder verliebt und lebt nun Seite an Seite mit Waldantilope Nicole. Die
außergewöhnliche Liebschaft könnte allerdings schon bald
vorbei sein, denn das Zoo-Management ist auf der Suche nach einem gleichartigen
Genossen für Willy...
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| Sie
fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen
wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere
Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem
Ortsnamen. |
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Niederländische
Meldungen
Dierennieuws 21.
Februar 2006
Vogelgriep doet deur dicht voor dierenpark
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200602/nw40870.htm
Tierpark wegen Vogelgrippe geschlossen
Aus Sorge, Besucher könnten mit mit der Vogelgrippe infizierten Vögeln
in Kontakt kommen, wurde der Tierpark im niederländischen Dronten
geschlossen, obwohl kein Tier Anzeichen der Krankheit zeigt. Auch in den
Niederlanden herrscht seit Montag eine Aufstallungspflicht.
Dierennieuws 21. Februar
KidsPower in Zodiac Zoos
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200602/nw40864.htm
In den Zoodiac Zoos Wissel, Overloon und Aquazoo Friesland wird vom 11.
März bis zum 15. April zum siebten Mal die Kinderaktion
KidsPower angeboten. Sie ist ein Angebot, bei dem Kindern der
Beruf des Tierpflegers näher gebracht werden soll.
Dierennieuws 19. Februar 2006
Neushoorn Campagne van start in NVD dierentuinen
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200602/nw40795.htm
Nashornkampagne startet in NVD-Zoos
Am 18. Februar starteten die Zoos des Niederländischen Zooverbandes
NVD die Aktivitäten im Rahmen der EAZA-Nashornkampagne im Safaripark
Beekse Bergen. Enthüllt wurde bei diesem Anlass auch die Beschilderung
zur Kampagne, die von nun an in allen teilnehmenden NVD-Zoos über die
Bedrohung der Nashörner informiert. Zusammen wollen die NVD-Zoos 50.000
Euro an Spenden einnehmen.
Bergen bietet seinen Besuchern einen Blick hinter die Kulissen der
Nashornhaltung.Neben den gemeinsamen Aktivitäten haben die Zoos auch
eigene Aktionen und Angebote geplant. In Amsterdam kann der Besucher ein
lebensgroßes Nashorn-Modell bewundern, in Rotterdam gibt es eine
Nashorn-Rallye, in Amersfoort wurde eine Nashorn-Transportkiste in einen
Ausstellungsraum umgewandelt und der Safaripark Beekse
In den Niederlanden werden Breitmaulnashörner (Arnhem, Beekse Bergen,
Emmen) und Panzernashörner (Amersfoort, Rotterdam) gehalten.
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Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 22.02.2006
Der Geburtstag der alten Damen
In
den Hüften ziepts ein bisschen, die Zähne lassen nach und
die Frisur wirkt manchmal etwas struppig aber die Stimme ist noch
respektheischend, und ein spielerischer Prankenhieb auf die Schulter wäre
für Menschen nach wie vor wenig bekömmlich: Schiela
und Elektra, die beiden Löwinnen in der Wilhelma, sind stolze
21 Jahre alt geworden. Auch wenn die Figur für den Laufsteg nicht mehr
taugt, so ruht auf der Wärmebank im Raubtierhaus der Wilhelma doch richtig
seltener Löwenadel: Schiela und Elektra sind
nämlich Berberlöwen, deren Großeltern noch Palastlöwen
beim marokkanischen König waren! Ihren Rudelchef, den prächtigen
Atlas, haben Schiela und Elektra locker
überlebt, er starb 2003 im Alter von 18 Jahren. Die Wissenschaftler
weltweit haben sich förmlich um Gewebepröbchen von ihm gezankt,
um am Stammbaum der Berberlöwen genetisch forschen zu können! In
freier Natur sind Berberlöwen längst ausgestorben der letzte
freilebende Berberlöwe wurde 1922 im Atlasgebirge von einem Farmer
erschossen. In Menschenobhut haben einige wenige überlebt, weil
Berberstämme aus dem Atlas beim König ihre Steuerschuld mit gefangenen
Löwen beglichen. 1970 zogen die königlichen Löwen um in den
Zoo von Rabat: Alle etwa 60 Berberlöwen in den Zoos der Welt sind Nachkommen
dieser Steuerlöwen, wobei die Reinrassigkeit infolge
ungenügender Zuchtbuchführung in Marokko zweifelhaft ist. Die
Löwendamen in der Wilhelma (Elektra ist die dunklere der
beiden, sie zeigt Ansätze einer Altersmähne) genießen
jedenfalls ihren herrenlosen Ruhestand: Zum Beispiel bei einem
schmackhaften Seniorenteller, sprich 5 bis 6 Kilogramm Fleisch pro Tag und
Löwe, aber bitte nicht püriert: Als kleiner körperlicher Ausgleich
für die fehlende Jagd kämpft man zumindest mit Knochen, Sehnen
oder Federn. Allerdings wird die Beute nicht mehr in jugendlicher
Gier verschlungen, sondern gemächlich über den Tag verteilt
weggeknabbert. Daher können die Besucher fressende Löwen auch
außerhalb der Fütterungszeit der Raubtiere antreffen.
ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 22.02.2006
Baustellenführung durch die zukünftigen Savannen Afrikas
Gelsenkirchen. Gerade erst hat die neue ZOOM Erlebniswelt Alaska
ihre Tore für die Besucher geöffnet, da wirft bereits die
Fertigstellung des nächsten Bauabschnittes, die ZOOM Erlebniswelt Afrika,
ihre Schatten voraus. Dazu bietet die Erlebniswelt am 5. und 18. März
eine 90-minütige Baustellenführung an. Der Rundgang startet um
14.00 Uhr. Treffpunkt ist am Servicecenter. Im Wohnzimmer der Giraffe stehen,
im Badezimmer der Flusspferde oder sich die Entstehung des großen
Tropenhauses der ZOOM Erlebniswelt Afrika anzuschauen, ist nur während
der Bauzeit möglich. Spannende Einblicke in den größten Zooumbau
in Deutschland bietet die ZOOM Erlebniswelt nun ihren Besuchern. Kaum ein
Kontinent ist aufregender als Afrika. Nashörner, Löwen und Hyänen
in freier Natur treffen sie täglich aufeinander. In der ZOOM
Erlebniswelt Afrika wird das nicht anders sein. Hier stehen die Besucher
Auge in Auge mit Giraffen, bei einer Bootstour fährt man fast hautnah
in die Welt der Flusspferde. Afrika in Gelsenkirchen sind auch original
nachgebaute Hütten und landestypische Mahlzeiten in der Afrika Lodge
sowie authentische Landschaften. Buschsavanne, Grassavanne, Feuchtsavanne
die ZOOM Erlebniswelt Afrika steckt voller Natur. Mit 14 Hektar und
einer Wegelänge von 1,8 Kilometern wird sie mit deutlichem Abstand die
größte ZOOM Erlebniswelt. Die Fertigstellung erfolgt 2006, Asien
folgt dann 2007 / 2008. Für den Rundgang durch das zukünftige Afrika
gelten die Sonderführungspreise: 12 ¬ für Erwachsene bzw.
für Gruppen ab 20 Personen 10 ¬ für Erwachsene. Gummistiefel
oder festes Schuhwerk sind sehr empfehlenswert. Für Kinder unter 12
Jahren ist die Führung nicht geeignet. Es besteht eine begrenzte
Teilnehmerzahl. Daher ist es erforderlich sich unter der Telefon-Nummer 02
09954 50 anzumelden. Ab einer Gruppengröße von 10 Personen
können die Baustellenführungen auch individuell gebucht werden.
Tierpark Ueckermünde, 22.02.2006
Die Rückkehr eines Giganten - die Wiedereinbürgerung des Störs
in Mecklenburg-Vorpommern
Ein
Vortrag von Dr. Eckehard Anders (Born) am 23.02. um 19 Uhr im Tierpark
Ueckermünde. Die Gesellschaft zur Rettung des Störes verfolgt seit
mehreren Jahren ein ehrgeiziges Ziel: die Wiedereinbürgerung des
Störes in der Ostsee. In diesem Jahr ist es nun so weit. Die ersten
Störe werden in die Oder ausgesetzt. Auch wenn es nur eine kleinere
Menge von wenigen Tausend Stück sein werden, die in erster Linie die
Daten für notwendige Voruntersuchungen liefern sollen, so ist damit
doch der erste praktische Schritt zur Rückkehr der Art in unsere Region
getan. Über das gesamte Projekt und die dazu notwendigen Arbeiten soll
ein Vortrag am 23. 02. 2006 im Tierpark Ueckermünde Auskunft geben.
Ohne die aktive Mitwirkung der Menschen im gesamten unteren Oderbereich und
darüber hinaus ist ein Erfolg des Vorhabens nicht vorstellbar. Der Vortrag,
sowie die geplante Ausstellung zu den Stören im Tierpark soll die
Bevölkerung aber nicht nur informieren, sonder auch ein Apell zur aktiven
Mitarbeit sein. Der Vortrag richtet sich an Naturschützer, Fischer,
Angler, Biologielehrer und alle Freunde der Natur. Der Vortrag von von
Tierparkdirektor Dr. Helge Zabka moderiert. Der Referent ist Dr. Eckehard
Anders, Leiter der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei
in Born. Er beschäftigt sich bereits seit über 30 Jahren mit
Stören.
Zoo Leipzig, 21.02.2006
Erneute Bundesweite Stallpflicht für Geflügel gilt auch im Zoo
Leipzig - Maßnahmen zum Schutz des Bestandes wurden bereits umgesetzt
Die seit 17.02.2006 geltende Stallhaltungspflicht für
Geflügel ist auch im Zoo Leipzig umgesetzt worden. Die
Maßnahmen wurden in Abstimmung mit dem Amtstierarzt Dr. Wolfgang Paul
festgelegt. Amtstierärzte sind durch die Verordnung zur Aufstallung
des Geflügels zum Schutz vor der klassischen Geflügelpest
ermächtigt, unter Auflagen Ausnahmegenehmigungen für Zoologische
Gärten zu erlassen. Dies ist notwendig, um die Haltung der meist exotischen
Arten wildvogelgerecht fortzusetzen. Voraussetzung für mögliche
Ausnahmen jedoch ist, dass diese den Belangen der Tierseuchenbekämpfung
nicht entgegenstehen. Im Zoo Leipzig wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:
-Alle Hühnervögel werden im Stall beziehungsweise in einer nach
oben abgedeckten Voliere gehalten und gefüttert. Das betrifft zum Beispiel
verschiedene Hühnerrassen im Tierkindergarten, die Perlhühner,
die sonst in der Nähe der Nashornanlage freien Auslauf genießen
und die Pfauen. -Alle Entenvögel werden an abgedeckten Futterstellen
versorgt und wöchentlich durch den Tierarzt in Augenschein genommen.
Dies wird dokumentiert. Bis zum 30.04.06 werden von diesen Tieren zweimal
Kotproben entnommen und der Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheits-
und Veterinärwesen zur Kontrolle auf Viren der klassischen
Geflügelpest zugesandt. Das betrifft vor allem die Enten und Gänse
auf den Teichanlagen des Zoos. -Die Straußen werden ebenfalls im Stall
gefüttert, vom Tierarzt wöchentlich in Augenschein genommen, die
Visite dokumentiert und bis 30.04.06 werden zweimal Kotproben an die
Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheits- und Veterinärwesen
gesandt. -Alle anderen Vögel mit möglichem Wildvogelkontakt werden
an abgedeckten Futterstellen versorgt. Bis zum 30.04.06 werden diese Tiere
einmal pro Woche vom Tierarzt in Augenschein genommen und die Visite
dokumentiert. Darüber hinaus wird von diesen Vögeln in diesem Zeitraum
einmal eine Kotprobe entnommen und der Landesuntersuchungsanstalt für
Gesundheits- und Veterinärwesen zur Kontrolle auf Viren der klassischen
Geflügelpest zugesandt. Durch unsere intensive Zusammenarbeit
mit der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig
und dem Amtstierarzt ist unser gesamter Tierbestand stets hervorragend
veterinärmedizinisch überwacht und versorgt, auch außerhalb
solcher kritischer Situationen. Daher ist die Umsetzung der Verordnung für
uns gut realisierbar, schätzt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold
den Maßnahmenplan ein. Drastische Einschränkungen für
unsere Besucher erwarten wir derzeit nicht. Sicher werden in vereinzelten
Volieren Tiere nicht zu sehen sein, aber das ist z.B. während der Brutzeit
ähnlich und wir bitten dafür um Verständnis.
NABU-Artenschutzzentrum, 21.02.2006
NABU-Artenschutzzentrum präsentiert sich völlig neu im
Internet
Ab sofort kann sich jeder ausführlich über das
NABU-Artenschutzzentrum im Internet informieren. Unter
www.nabuzentrum-leiferde.de
gibt es viele Informationen über die Arbeit des Zentrums,
Öffnungszeiten, Preise, Mitarbeiter usw. So findet man unter NABU
aktuell die Jahresbilanz 2005, Tiere und Pflanzen des Jahres 2006 sowie
aktuelle Presseartikel und Projekte. Des weiteren gibt es Tipps bei tierischen
Notfällen, die Möglichkeit eine Tierpatenschaft zu übernehmen
oder Mitglied im Förderverein des NABU-Artenschutzzentrums zu werden.
Beschreibungen der ZDL- und FÖJ-Stellen und Anforderungen an Bewerber
kann man nachlesen. Auch Veranstaltungstermine und Umweltbildungsangebote
kann man erfahren und Veranstaltungen direkt online buchen, so Karin
Brech vom NABU-Artenschutzzentrum. Ganz neu ist die Möglichkeit die
zahlreichen Shopartikel, wie z.B. Nisthilfen, T-Shirts, Bücher und
Broschüren, Karten und Plüschtiere direkt zu bestellen. Da nicht
alle Shopartikel im Internet vorgestellt werden können, lohnt sich bei
speziellen Wünschen eine Nachfrage immer.
Die Seiten des NABU-Artenschutzzentrums werden noch weiter ausgebaut, immer
aktualisiert und sind mit vielen Bildern versehen, so dass sich auch
einfach mal durchblättern lohnt .
Zoo Duisburg, 21.02.2006
Ehren-Patenschaft für GOONAWARRA
Eine solche Patenschaft ist eine große Ehre für jeden
Australier, denn der Koala symbolisiert mein Heimatland. Ich frage mich,
ob GOONAWARRA hier auch so friert wie ich? An das Wetter in Deutschland muss
ich mich noch gewöhnen. Schnee kannte ich bisher nur aus dem
Fernsehen
So lässt sich Brett Hibberd zitieren und zieht
sich Schal und Mütze fester ins Gesicht, um am kommenden Donnerstag
den Duisburger Koalas einen Besuch abzustatten. Ein Besuch allerdings, der
ebenso ungewöhnlich wie nachhaltig sein dürfte, denn der junge
australische Tänzer übernimmt die Ehrenpatenschaft für den
am 24. August 2004 in Duisburg geborenen Kletterbeutler. (Sein Name
aus der Sprache der australischen Ureinwohner bedeutet übrigens
Schwan! Der putzmuntere Beutler mit flauschigen Haaren und vier
Händen aber ist garantiert vogelgrippefrei
) Brett Hibberd gastiert
zur Zeit in Disneys Die Schöne und das Biest, einem Musical,
das im Metronom Theater am CentrO Oberhausen aufgeführt wird; der
Künstler übrigens spielt einen verzauberten
Salzstreuer
Weder Salz noch Sekt, sondern hustenbonbonduftendes
Eukalyptuslaub wird Brett Hibberd seinem Ehren-Patentier überreichen
und dabei fest versprechen, nicht nur während seines Deutschlandaufenthaltes
beständig Werbung für die Hege, Pflege und Zucht der bedrohten
australischen Koalas zu machen.
Zoo Dresden, 20.02.2006
Unser Elefantenbaby hat einen Namen
Zunächst ein riesiges Dankeschön an alle Zooanhänger in Nah
und Fern für die bergeweise eingegangenen Stimmabgaben zur Namenswahl
unseres kleinen Elefanten. Von diesem großen Engagement waren wir doch
überrascht. Es gingen insgesamt über 7 500 Stimmzettel ein. Nach
Sichtung der favorisierten Namen haben wir uns entschlossen, unserem
Elefantenbaby einen Doppelnamen zu geben: Thabo-Umasai Thabo und Umasai sind
die mit Abstand am häufigsten genannten Namen, wobei auf Thabo die meisten
Stimmen entfielen. Warum ein Doppelname? Obwohl Thabo der meistgewünschte
Name ist, bestehen inzwischen Bedenken, dass es beim Ansprechen der Elefanten
zu Irritationen kommen kann, da Thabo in der zweiten Silbe identisch mit
Drumbo ist. Mit einem Doppelnamen besteht die Möglichkeit zwischen zwei
Rufnamen zu wählen.
Tierpark Ueckermünde, 20.02.2006
Sofortmaßnahmen des Tierparks Ueckermünde, Geflügelpest
- Tierpark Ueckermünde vorläufig geschlossen
Der Tierpark ergreift Maßnahmen gegen die Vogelgrippe. Nachdem
auf der Insel Rügen wegen des Auftretens der Geflügelpest
Kastastrophenalarm ausgerufen wurde, wird der Tierpark Ueckermünde
vorläufig geschlossen. Hierbei handelt es sich um eine
Vorsorgemaßnahme. Wenn sich die Lage in Mecklenburg-Vorpommern entspannt
hat, wird der Tierpark wieder geöffnet. Weitere Informationen gibt es
unter der 24-Stunden-Hotline 039771-5494-10 (in deutsch) oder 039771-5494-20
(in polnisch) bzw. auf der Internetseite
www.tierpark-ueckermuende.de
Alle Veranstaltungen, z.B. der Vortrag über Störe am 23.02.2006,
finden dennoch statt . Auch die Jahreskarten zum halben Preis sind weiter
in der Zeit von 10 bis 15 Uhr an der Tierparkkasse erhältlich.
Natürlich werden alle Medien informiert, wenn der Tierpark wieder offen
ist. Tierpark Ueckermünde nimmt grundsätzlich keine Tiere an. Dass
der Tierpark Ueckermünde grundsätzlich keine verletzten oder kranken
Schwäne, Reiher oder Bussarde mehr annimmt, ist ja bereits seit langem
bekannt. Dafür wurden die Mitarbeiter des Tierparks gelegentlich kritisiert.
Dass diese Entscheidung aber richtig war, zeigt die gegenwärtige
Berichterstattung zum Thema Vogelgrippe. Der Tierpark wird auch
weiterhin keine kranken Wildvögel oder Säugetiere aufnehmen, die
Tierseuchen oder andere gefährliche Krankheiten übertragen
können. Bürger, die derartige Tiere finden und sich darum
kümmern wollen, müssen sich an die zuständigen Behörden
wenden. Auch keine Annahme von Meerschweinchen oder Mäusen zu Futterzwecken.
Der Tierpark hat kürzlich (im Zusammenhang mit Erteilung der Zoogenehmigung)
eine Ausnahmegenehmigung gemäß Tierisches Nebenproduktegesetz
erhalten. H | |