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   Dirk Petzold
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   Dr. Silke Sorge
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ISSN 1619-6643

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Ausgabe 306 vom 23. Februar 2006

Liebe Leser,

das leidige Thema Geflügelpest läßt uns auch diese Woche nicht in Ruhe - ganz im Gegenteil.
Kein Tag, an dem ich mich nicht über die Berichterstattung und die hilflosen Maßnahmen aufregen könnte.

Da werden Autos auf den Straßen Rügens angehalten und von außen komplett desinfiziert. Als wären die Autos alle über tote Schwäne gerollt oder die Dächer voller Entensch***. Besonders lächerlich: Auch hineinfahrende Autos wurden besprüht (das wurde mittlerweile dann doch bemerkt und abgestellt) ... hingegen wurden die Schuhe der Insassen nicht desinfiziert - hier könnte sich bei einer Wanderung doch am ehesten etwas angesammelt haben??

Da werden die toten Tiere zwar erst nicht eingesammelt, dann aber schlägt das Pendel in die Gegenrichtung aus und ABC-Schutzanzüge sorgen für gruselige Fernsehbilder. Eine Atemmaske und Handschuhe hätten es wohl auch getan. Eine reiche Auswahl mindestens genauso gefährlicher Tierkrankheiten, an der jährlich viele Menschen sterben, finden Sie in jeder zweiten Maus, Zecke oder Fuchs. Wo ist da die Verhältnismäßigkeit?

Da haben wir Nachweise bislang nur von Rügen und aus der Gegend um Graz, aber auf den Karten zur "Ausbreitung der Vogelgrippe" werden beide Staaten flächendeckend eingefärbt. Vielleicht nur eine Frage der Zeit. Wer sucht, der findet.

CNN zeigt diese Woche Bilder aus Nigeria, wo arme Bauern die gekeulten (infizierten) Hühner aus den Gruben holten und aßen. Natürlich ein Skandal. Von tödlichen Folgen ist allerdings nichts zu hören.

In den letzten Tagen haben zumindest ARD, WDR und ZDF angefangen, die Panikmache der Medien (insb. "Bild" - s.u.) etwas zu hinterleuchten - vielleicht auch nur mangels anderer Meldungen zum Thema. Wenn aber heute eine (1!) kranke Ente auf Rügen in den Nachrichten noch vor dem Einsturz einer Markthalle mit einer zweistelligen Zahl an Toten kommt, läuft wohl noch immer irgendetwas falsch.

Die EU-Kommission spricht sich jetzt für Impfungen aus, Frankreich und Niederlande impfen auch Nutztiere. Selbst Horst Seehofer ruderte etwas zurück und deutete an, daß in Deutschland Impfungen in bestimmten Bereichen (ausdrücklich wurden Zoos erwähnt!) denkbar seien.

Der Tierpark Ueckermünde hat (wie der Zoo Kairo) vorsichtshalber geschlossen.
Der Tierpark Herberstein, wo tote (Wild-)Tiere gefunden wurden, ist im Winter ohnehin zu.
Eine tote und dann verschollene Ente im Tierpark Limbach verunsichert eine ganze Region.
Der Wildpark Bad Mergentheim - weit abseits auch nur jeden Verdachtsfalles - tötete sogar den gesamten Geflügelbestand vorsorglich. Schade um die Hütehund-Entenparade.
Einige Parks haben wie zu besten MKS-Zeiten wieder Seuchenmatten an den Eingängen ausgelegt.
Die schweizer Zoos haben dagegen eine Ausnahmegenehmigung beantragt und erhalten - die Vögel bleiben draußen.
Die französische Sperrzone nördlich von Lyon liegt in direkter Nähe zum großen Vogelpark Villars-les-Dombes.

Auffangstationen haben ebenfalls Probleme: Teilweise wollen oder dürfen sie keine Wildvögel mehr aufnehmen; eine durchaus tierschützerisch bedenkliche Entwicklung. Und es gibt bereits Berichte von Leuten, die Vögel aus Angst aus ihren Gärten vertreiben, Nistkästen abhängen oder Storchenester demontieren!

Versuchen wir einfach mal, der Sache etwas Gutes abzugewinnen: Vielleicht werden dieses Jahr in Italien, Malta & Co. (dies ist keine Dokusoap!) weniger Zugvögel gefangen und gegessen. Wenn dies hilft, bitte dort noch etwas mehr Panik in der Bevölkerung verbreiten...

17:35
Dirk Petzold


   Die Lösung für das Geflügelpest-Problem: Tiere direkt in der Kühlhaltung aufziehen!


Rätselflug

Dieser Bildausschnitt stammt aus dem Luftbild eines deutschen Zoos.
Was zeigt er?

Bei Klick auf's Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei
maps.google.com
Wenn Sie es dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die ganze Stadt bzw. deren Lage sehen.
(Sie benötigen dafür mindestens IE6 oder Netscape7.1 und Verwandte)
Und wer es gar nicht erkennt, muß bis zur Auflösung nächste Woche warten...

Lösung von letzter Woche:
Affenhaus Zoo Neunkirchen
 


Geflügelpest - Zoo-Meldungen

Spiegel Online - 22. Feb 2006
Verunsicherung in deutschen Zoos
Ärzte und Direktoren deutscher Tierparks sind sich uneinig, wie sie gegen die Vogelgrippe vorgehen sollen: Zoos wie Duisburg oder Aachen würden ihre Vögel impfen, wenn die Bundesregierung es erlaubt. Andere Tierparks hingegen setzen auf verschärfte Hygienemaßnahmen. "Das genetische Material ist einfach zu wertvoll", sagt Manuel Garcia Hartmann, Tierarzt im Duisburger Zoo. "Wir reden hier nicht von Zuchthühnern, sondern Tieren im Arterhaltungsprogramm." Deswegen hält er es auch für richtig, die mehr als 400 Vögel im Tierpark gegen die Vogelgrippe zu impfen. Vom Aussterben bedrohte Arten wie Hawaiigänse könnten so vor der tödlichen Krankheit bewahrt werden. "Das ist doch der Grundgedanke eines Zoos", erklärt Hartmann.
Bereits 2003, als die Geflügelpest von den Niederlanden nach Nordrhein-Westfalen kam, entschieden der Zoo Duisburg sowie acht andere Tierparks, ihr Gefieder gegen das Virus H7N7 zu schützen. Den Einwand, geimpfte Tiere seien von erkrankten nicht zu unterscheiden, kann Wolfram Graf-Rudolph, Direktor des Tierparks Aachen, nicht nachvollziehen: "Bei uns sind die 2003 geimpften Tiere wie Strauß oder Emu mit Mikrochips und Ringen gekennzeichnet." Die Einschränkung, seine Tiere nicht an andere Zoos weitergeben zu dürfen, nimmt er in Kauf. Während viele andere Direktoren einer Impfung gegen das Virus H5N1 skeptisch gegenüber stehen, hat Graf-Rudolph schon im November dafür einen Antrag gestellt. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hält aber bislang an einem Verbot fest. Graf-Rudolph ist dennoch optimistisch: Zurzeit wird im Aachener Tierpark ein Zelt aufgebaut, damit im Falle einer Erlaubnis die 120 Vögel geimpft werden können.
Seit letzten Freitag gilt für die Vögel der deutschen Zoos Stallpflicht. Für einige Tiere wie Nandus oder Strauße haben Tierparks zum Teil Sondergenehmigungen bekommen: Da es oft keine artgerechte, dauerhafte Unterbringung im geschlossenen Raum gibt, dürfen die Laufvögel draußen bleiben. Gefüttert werden sie allerdings im Stall.
Einige Zoos wie in Schwerin oder Münster haben öffentliche Fütterungen gestrichen, um keine Wildvögel anzulocken. "Die fressen vor allem im Winter gerne mit", sagt Sandra Silinski, Tierärztin im Münsteraner Allwetterzoo.
Der Tierpark Hellabrunn in München liegt im Haupteinflugsgebiet für Wildgänse und Enten. Zoodirektor Henning Wiesner bleibt gelassen. Selbst die frei fliegenden Streifengänse werden weiterhin gefüttert. "Die gehören zum Zoo, sie nisten und brüten seit 20 Jahren hier", erklärt er. Wiesner, der ebenfalls Tierarzt ist, stellt sogar in Frage, ob die toten Schwäne auf Rügen überhaupt an der Vogelgrippe gestorben seien. "Es muss noch in einer pathologischen Untersuchung gezeigt werden, ob die Tiere nicht verhungert sind. Tote Schwäne gab es doch jeden Winter, nur hat man sie nie untersucht".

Fränkischer Tag - 16. Feb. 2006
Verstärkte Kritik an Stallpflicht
In den deutschen Zoos bedeutet die Vogelgrippe Stress pur für tausende von Vögeln. Enten, Gänse, Schwäne, Flamingos, Strauße, Emus, Nandus, Thüringer Bartzwerghühner und andere Vögel werden zum zweiten Mal seit Spätherbst vergangenen Jahres in Stallungen gesperrt. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag ergab, werden die Zoos die Auflagen bis Sonntag zwar notgedrungen erfüllen. Zunehmend verstärkt sich aber auch die offene Kritik an den Vorschriften, die von der Vogelgrippe bedrohten Tierarten in scheinbare Sicherheit unter Dach zu bringen. Die Zoo-Direktionen sind sich trotz ihrer Bedenken jedoch darüber im Klaren, dass sie angesichts der Bilder der vielen toten Schwäne auf Rügen keine Wahl haben. Die Fachleute versichern, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus H5N1 für Tiere und besonders auch für die Zoo- und Tiergarten-Besucher wirksam sind. In enger Zusammenarbeit mit den Behörden reicht es zum Beispiel aus, bestimmte Anlagen kurzzeitig nur zu überdachen oder nur die Fütterung unter Dach vorzunehmen. Für die Tiere werden sogar Zelte aufgebaut, wie in Münster, und Volieren mühsam mit Folien überzogen, wie in mehreren deutschen Zoos. In allen Anlagen sind den Angaben zufolge viele Streichelzoos vorübergehend geschlossen werden.

SWR.de Nachrichten 22. Feb 2006
Wildpark tötet vorsorglich Hausgeflügel-Bestand
Aus Angst vor der Vogelgrippe sind im Bad Mergentheimer Wildpark rund 50 Gänse, Hühner und Enten vorsorglich getötet worden – der gesamte Bestand an Hausgeflügel. Auch der einzige Pfau des Tierparks wurde eingeschläfert. Die Aktion im Geflügel-Freiluftgehege fand bereits Ende vergangener Woche statt. Die Tiere wurden geschlachtet und - wie auch schon zuvor - an das Wolfsrudel im Park verfüttert. Laut Tierpflege-Chefin Sandra Hertweck war die Tötung der Tiere eine reine Vorsichtsmaßnahme. Ein konkreter Krankheitsverdacht habe nicht bestanden. Die Parkleitung habe sich zu dem Schritt entschlossen, weil der wirtschaftliche Schaden durch eine mögliche Vogelgrippe-Infektion nicht tragbar wäre. In diesem Fall würde der Wildpark unter Quarantäne stehen, und Besucher wären nicht mehr zugelassen.

Lübecker Nachrichten - 20. Feb. 2006
Tierpark Ueckermünde wegen Vogelgrippeausweitung geschlossen
Nach der Ausweitung der Vogelgrippe auf das Festland ist der Tierpark Ueckermünde vorläufig geschlossen worden. Es handele sich um eine Vorsorgemaßnahme, teilte Direktor Helge Zabka am Montag mit. Alle Veranstaltungen wie Vorträge würden aber stattfinden. Wie Zabka weiter sagte, habe sich es sich als richtig bestätigt, dass der Tierpark zur Sicherheit vor einer Übertragung des Erregers seit längerem keine verletzten oder kranken Schwäne, Reiher oder Bussarde mehr annimmt.


Freie Presse Online - 21. Feb. 2006
Zoo-Vögel werden wegen Vogelgrippe-Gefahr eingesperrt
Der Leipziger Zoo hat umfassende Vorsorgemaßnahmen gegen die drohende Vogelgrippe getroffen. Die ansonsten freilaufenden der insgesamt 585 Vögel müssen seit Freitag in den Gehegen bleiben. Dabei gebe es jedoch zwei Ausnahmen: Aus Tierschutzgründen dürfen die Strauße auch weiterhin im Freien bleiben, da sie sich als Laufvögel in Gefangenschaft auf engem Raum selbst verletzen würden. Zum anderen blieben die Enten, die die Teiche des Tierparks bevölkern, aus Platzgründen ebenfalls im Freien. Zudem beherberge der Zoo auch zahlreiche Gast-Enten, die aus den umliegenden Parks zeitweise in den Zoo kämen. Diese Tiere könne man nicht fernhalten und auch nicht aussperren. Allerdings sei es zur Auflage gemacht worden, dass der Zoo im Februar und März Kotproben zur Untersuchung ans Labor schickt.

Freie Presse Online - 21. Feb. 2006
Dresdner Zoo will Ausnahmegenehmigungen beantragen
Der Dresdner Zoo will im Zuge der seit Freitag verhängten Stallpflicht Ausnahmegenehmigungen beantragen. Besonders für Laufvögel werde es zum Problem, wie vom Sozialministerium vorgesehen, bis Ende April eingesperrt zu werden, sagte Zoo-Tierärztin Eva Zimmermann. Andere betroffene Vogelarten, beispielsweise Enten und Gänse, seien in Ställen untergebracht, und die Volieren der Fasane seien mit Planen abgedeckt. Insgesamt seien 40 Arten von der verhängten Stallpflicht betroffen. Damit die Tierpfleger sich auch in den Ställen bewegen können, sind vor den Eingängen Desinfektionsmatten ausgelegt worden. Bevor ein Pfleger zu den Tieren gehe, müssen die Schuhe desinfiziert werden, um den Schmutz von draußen nicht hinein zu tragen, sagte Zimmermann und betonte: «Irgendwie müssen wir Barrieren schaffen, ansonsten brauchen wir auch keine Stallpflicht.«

sz-online - 21. Feb. 2006
Aufruhr um eine tote Ente im Limbacher Tierpark
In Limbach-Oberfrohna herrscht Aufregung: Ein Tierparkbesucher hatte eine tote Ente entdeckt - und sogar ein Beweisfoto geschossen. Doch nun ist die Ente - ohne Vogelgrippe-Untersuchung - wie vom Erdboden verschluckt. Tierpark-Verantwortlicher Thomas Biegl (41) begutachtete das Foto: „Das kann nur eine wilde Stockente sein. Unsere eigenen Vögel haben wir ja schon vergangenen Mittwoch eingestallt.“ Jetzt glaubt Biegl, dass ein Fuchs sich den möglicherweise verseuchten Kadaver geholt hat. Die Tierpark-Anwohner sind verunsichert. Wolfgang Nußmann (68) verängstigt: „Hoffentlich wird die Ente gefunden. Was, wenn sich eines der Kinder ansteckt?“

sueddeutsche.de - 16. Feb. 2006
"Vögel können auch an Altersschwäche sterben"
Nach den ersten Vogelgrippe-Fällen in Deutschland haben die bayerischen Tierparks erste Vorsorgemaßnahmen getroffen. Auch in München muss das Federvieh jetzt zum größten Teil in den Ställen bleiben. Im Tierpark Hellabrunn wurde Geflügel wie Hausgänse und Hausenten, aber auch Laufvögel wie Emus, Strauße und Nandus in die Quarantänestation verlegt. Die Behörde weist darauf hin, dass Vögel "auch in Zeiten von Vogelgrippe an Altersschwäche oder an Krankheiten verschiedenster Ursache sterben können". Einzeln auftretende Todesfälle bei heimischen Vögeln bedeuten nicht automatisch den Ausbruch der Seuche. „Erst wenn mehr als fünf Vögel gleichzeitig auf einer zusammenhängenden Fläche aufgefunden werden, besteht Anlass, die Polizei oder Feuerwehr zu verständigen.“

Stuttgarter Nachrichten - 15. Feb. 2006
Federvieh in der Wilhelma eingefangen
In der Wilhelma haben die Mitarbeiter schon am Montag begonnen, gefährdetes Federvieh in Ställe und geschützte Volieren zu sperren. Vor allem Hühner- und Entenvögel, aber auch Pfaue und Pelikane sollen voraussichtlich bis Ende April unter Dach bleiben. Das Futter der Großkatzen wird vorerst nicht umgestellt. "Wir füttern Geflügel aus unseren Beständen", sagt Wilhelma-Direktor Dieter Jauch. Sollte das Futter knapp werden, bekämen Löwe, Tiger und Co. künftig Kaninchen.

Hamburger Abendblatt - 16. Feb. 2006
Ein Riesenzelt für Hamburgs Alsterschwäne
In Hamburg laufen die Vorbereitungen zum Schutz vor der Vogelgrippe nun auf Hochtouren. Im Winterquartier der Alsterschwäne am Mühlenteich wird derzeit ein rund 700 Quadratmeter großes Zelt aufgebaut, in dem die 120 Tiere - wie bereits im Herbst - bis auf weiteres untergebracht werden. Auch in den Tierparks bereitet man sich auf die Umsetzung der Verordnungen vor. "Wir führen derzeit Gespräche mit der Amtstierärztin, wie unsere Tiere am besten geschützt werden können", so Hagenbecks Tierarzt Dr. Michael Flügger. "Wir kennen das ja schon vom letzten Mal, als die Tiere reinmußten", sagt Tatjana Jensen vom Wildpark Schwarze Berge.

Solinger Tageblatt - 16. Feb. 2006
Vogelgrippe: Gitter sollen Tiere schützen
In der Fauna decken Tierpfleger vorschriftsmäßig die Dächer der Käfige ab, in denen gefährdete Tiere wie Hühner oder Schwäne leben. So kann der Kot vorüberfliegender, möglicherweise infizierter Zugvögel nicht in die Käfige gelangen. Die Zuglinie der Kraniche etwa verläuft über Solingen. Übertriebene Sorgen sollte man sich nicht machen. Um sich zu infizieren, müsse man eine an Vogelgrippe verendete Ente roh verschlingen.

Freie Presse - 22. Feb 2006
Ab sofort gilt: Enten füttern im Tierpark strikt verboten
In der großen Teichanlage am Haupteingang des Heimattierparks in Hirschfeld herrscht Betrieb. Rund 30 Arten von Schwänen, Enten und Gänsen bevölkern die Wasserfläche und das angrenzende Gelände.Dass diese Tiere noch ungehindert und ohne besondere Schutzmaßnahmen herumschwimmen und -laufen sowie beobachtet werden können, verdanken sie einer Ausnahmegenehmigung: Es ist unmöglich, die Wasservögel einzufangen und wegzusperren.

Tagesspiegel - 15. Feb. 2006
Mit jedem toten Vogel wächst die Angst
Im Berliner Tierpark ist ein Großteil der rund 3000 dort untergebrachten Vögel derzeit ohnehin noch in den Volieren, berichtet Kurator Martin Kaiser.

Berner Zeitung - 16. Feb. 2006
Zoo: Bleiben Vögel draussen?
Bei der ersten vom Bundesrat verordneten Stallpflicht vom vergangenen Oktober wurden über 100 gefiederte Tiere im Berner Dählhölzli in einer Grossaktion eingefangen und in Ställe gebracht. Die Besucher konnten deshalb Pinguine, Pelikane, Flamingos und Eiderenten bis Mitte Dezember 2005 nicht im Freien beobachten. Von der erneuten Ausgehsperre für Geflügel, die am kommenden Montag beginnt, könnten die Vögel im Tierpark Dählhölzli diesmal nicht betroffen werden. Grund: «Alle Tiere wurden im letzten Dezember, als die Stallpflicht aufgehoben wurde, gegen das Vogelgrippevirus geimpft», sagt Tierpark-Dählhölzli-Kurator Marc Rosset. «Damit alle geimpften Vögel auch während der Sperre draussen bleiben können, haben wir ein Gesuch für eine Sonderbewilligung eingegeben», sagt Rosset. Der Entscheid sei allerdings noch nicht eingetroffen, meint der Kurator.

Basler Zeitung - 17. Feb. 2006
Zoovögel dürfen im Freien bleiben
Die ab Montag verhängte Stallpflicht für Geflügel gilt weder für den Basler Zolli noch für den Tierpark Lange Erlen. Gemeinsam mit dem Zoo in Zürich sowie den Tierparks in Bern und Goldau hatten die Verantwortlichen der Tiergehege um eine Ausnahmebewilligung gebeten. Sie hatten geltend gemacht, dass ein Freilandverbot für ihre Vögel während der Brut- und Balzzeit unzumutbar sei.

Nachrichten.ch - 17. Feb. 2006
Zoo Zürich will die Vögel draussen behalten
Der Zoo Zürich hat beim Kanton eine Ausnahmebewilligung für die am Montag beginnende Stallpflicht beantragt. Er begründet dies damit, dass die Vögel im Zoo sich zu paaren begonnen hätten. Im Frühling beginne die Brutsaison der Vögel im Zoo, sagte Robert Zingg, Zoologe im Zürcher Zoo. Der Zoo befürchtet Stresssymptome bei Vögeln, wenn sie eingesperrt sind.

Berner Rundschau - 21. Feb. 2006
Auch Vögel im Zoo Zürich bleiben draussen
Nach den Zoos von Basel, Bern und Goldau hat nun auch der Zoo Zürich eine Ausnahmebewilligung für Vögel von der Stallpflicht. Im Freien bleiben dürfen rund 120 Vögel.
Von der letzte Woche verhängten Stallpflicht waren im Zoo rund 180 Tiere betroffen. Zwei Drittel sind nun davon ausgenommen. Laut Zoo-Kurator Robert Zingg handelt es sich um rund 30 Vogelarten.


Basler Zeitung - 17. Feb. 2006
Zoos wollen keine Stallpflicht für ihr Federvieh
Die balzenden Wasser- und Laufvögel in den Schweizer Zoos sollen ab Montag nicht in den Stall. Die Zoo in Zürich, Basel sowie die Tierparks in Bern und Goldau haben Ausnahmegesuche für die Stallpflicht gestellt. Derweil läuft der Impfversuch gegen Vogelgrippe mit 500 Zoovögeln weiter. Neben den biologischen Problemen, die eine Stallpflicht für die balzenden und brütenden Vögel bedeute, stelle die zeitlich unbegrenzte Massnahme zudem das Tierhaltekonzept des Zoo in Frage, sagte Robert Zingg, Kurator für Säugetiere und Vögel am Zoo Zürich. Im Berner Tierpark Dählhölzli waren ähnliche Gründe ausschlaggebend für das Ausnahmegesuch, wie Direktor Bernd Schildger erklärte. Für den Tierpark Goldau ist die Stallpflicht laut Direktor Felix Weber ein Ding der Unmöglichkeit. Der Tierpark sei eine Naturzone, über die kein Netz gespannt werden könne, sagte Weber.

20min.ch - 19. Feb. 2006
Walter-Zoo: Eingesperrte Flamingos werden aggressiv

Thurgauer Zeitung - 23. Feb 2006
Plättli-Zoo: Keine Angst vor der Vogelgrippe
Im einzigen Zoo im Kanton Thurgau wurden die im letzten Herbst getroffenen Vorkehrungen für die Vogelgrippe beibehalten. Das geplante Papageien-Haus wird die Gefahr zusätzlich verringern. «Die Vogelgrippe stellt für uns praktisch keine Gefahr dar, denn wir haben ja fast keine gefährdeten Tierarten mehr. Letztes Jahr hat uns der Fuchs die Pfauen und andere gefiederte Tiere geholt. Auch die Enten sind weg. Nun habe ich noch einige Hühner», sagte gestern Walter Mauerhofer junior, Mitinhaber des Plättli-Zoos in Frauenfeld, auf Anfrage. Die drei Flamingos hat Mauerhofer seinem Schwager Jerry Wegmann in den Zoo im Jura gebracht.

ORF Steiermark - 18. Feb. 2006
Vogelgrippe erreicht Tierpark Herberstein
Von Seiten des Tierparks Herberstein ist man nach Bekanntwerden des fünften Vogelgrippe-Verdachtsfalles in der Steiermark um Beruhigung bemüht: Das infizierte Tier sei in Quarantäne genommen worden und habe keinen Kontakt mit den Tieren des Parks gehabt. Das Gesundheitsministerium teilte in der Nacht auf Samstag mit, dass bei einer Moschus-Ente das für den Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen wurde. Insgesamt sind drei Enten in der Feistritzklamm nahe des Tierpark-Areals verendet. Gesundheitsministerin Rauch-Kallat verordnete eine drei Kilometer-Schutzzone rund um das betroffene Areal, die auch den Tierpark miteinschließt. Im Tierpark selbst leben derzeit 19 Enten, Gänse und Schwäne - also Geflügel, das unmittelbar betroffen wäre. Darüberhinaus sind aber weit mehr als 80 Vögel im Tierpark beheimatet, die durch das Virus auch gefährdet wären. Im Tierpark Herberstein werden derzeit auch lebende Tiere auf die Vogelgrippe getestet - bis jetzt alle negativ. 

ORF.at - 16. Feb. 2006
Herberstein sperrt Geflügel ein
Obwohl trotz Vogelgrippe noch keine offizielle Stallpflicht besteht, hat der Tierpark Herberstein für Hausgeflügel Stallpflicht verordnet. Man wolle kein Risiko eingehen, heißt es von der Tierparkleitung. "Wir wollen keine Panik verbreiten, dennoch haben wir uns in enger Abstimmung mit der zuständigen Behörde zu diesem Selbstschutz entschlossen. Wir hoffen trotzdem, dass der Tierpark am 1. März aufsperren kann", so kommentiert der Tierarzt des Tierparks, Jochen Lengger, die Vorsichtsmaßnahme in Herberstein. Doch gibt es zu Saisonbeginn eine neue Tierattraktion: Zwei weibliche Mähnenwölfe sind vom britischen "Jersey Zoo" auf den Kanalinseln nach Herberstein umgezogen. Die beiden Wölfe sind die einzigen ihrer Art die in Österreich zu sehen sind. 

BRF Hauptportal - 19. Feb. 2006
Antwerpener Zoo und Tierpark Planckendael : vorsorgliche Impfung ...
Im Antwerpener Zoo sowie im Tierpark Planckendael werden ab morgen etwa 300 meist exotische Vögel vorsorglich gegen eine Ansteckung mit dem lebensbedrohliche Virus H5N1 geimpft. Die föderale Nahrungsmittelagentur hatte der Anfrage der beiden Einrichtungen gestern zugestimmt und diesen den notwendigen Impfstoff zur Verfügung gestellt. Nach Informationen des Antwerpener Zoos und des Tierparks in Planckendael handelt es sich bei den Tieren, die geimpft werden, um frei fliegende Vögel, die im Gegensatz zu Vögeln, die in Käfigen gehalten werden, gefährdeter seien, sich mit dem Vogelgrippe-Virus anzustecken.

OÖNachrichten -
22. Feb 2006
Linzer Zoo beugt mit Seuchenschleusen vor
Um Pfleger und Tiere auf der Windflach vor der Vogelgrippe zu schützen, hat der Zoo bei den Volieren Seuchenschleusen eingerichtet.


Neues Volksblatt - 22. Feb 2006
Im Linzer Zoo denkt man über Seuchenwannen zur Schuhreinigung für Besucher nach - Tiergarten fürchtet Wildenten
„Wir haben alle Enten und Hühnervögel in Ställen“, berichtet die Leiterin Sonja Sinnmayer. „Die exotischen Vögel sind im Winter sowieso unter Dach. Und die Papageien dürfen teilweise noch in Volieren raus.“ Probleme gebe es keine — derzeit jedenfalls. Sollte die Stallpflicht aber über Ende April hinaus ausgedehnt werden, könnte es Schwierigkeiten geben. Denn dann beginne die Brutsaison mit dem Balzverhalten. „Die Männchen werben dann um die Weibchen“, erklärt Sinnmayer. Und das könnte in geschlossenen Ställen zu Streitigkeiten führen.

Reuters 21. Febr.
Stallpflicht für Londons Tower-Raben
Wegen der Vogelgrippe müssen die berühmten schwarzen Raben des Londoner Towers in den Stall. Die Verwaltung des ehemaligen Gefängnisses liess die sechs Vögel einfangen und in Vogelhäuser sperren. «Obwohl wir unsere Tower-Raben nur ungern hereinholen, ist es angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich das Virus in Europa ausbreitet, das Sicherste, um sie zu schützen», sagte der Raben-Meister Derrick Coyle Der Legende nach wird das britische Königreich untergehen, sollten die Raben den Tower of London verlassen.

Basler Zeitung - 19. Feb. 2006
Vogelgrippe im Zoo von Kairo - Tierpark geschlossen
Im Zoo von Kairo sind zwei Vögel am Vogelgrippevirus H5N1 gestorben. Das Gesundheitsministerium ordnete vorsorglich die Schliessung des Tierparks an, wie die Nachrichtenagentur MENA am Sonntag meldete. Die beiden toten Vögel seien keine Bedrohung für die Bevölkerung, hiess es.


n-tv - 19. Feb. 2006
Todeszug um den Erdball H5N1 nicht zu stoppen
Die auch für den Menschen lebensbedrohliche Form der Vogelgrippe breitet sich in Europa und Asien weiter aus. Am Sonntag schlossen die Behörden den Zoo in Kairo, um die Tiere vor der Seuche zu schützen. Augenzeugen berichteten jedoch bereits von toten und kranken Vögeln im Zoo.

Geflügelpest - Hintergrund

sueddeutsche.de - 20. Feb. 2006
Erreger der Angst
Wieso ist die Angst der Experten vor der Vogelgrippe so groß, wenn doch nur Menschen betroffen sind, die direkt mit Geflügel zu tun haben – und selbst die Übertragung des Virus vom Vogel bzw. über Vogelkot auf den Menschen nur selten stattfindet? Noch dazu wird eine Übertragung des Vogelgrippe-Erregers (Influenza A-Virus, Subtyp H5N1) von Mensch zu Mensch für nahezu ausgeschlossen gehalten. Lediglich drei Fälle sind bekannt, wo eine Infektion zwischen zwei Personen mit sehr engem Kontakt nicht völlig ausgeschlossen werden konnte. Es besteht jedoch die Gefahr von Mutationen im Viren-Erbgut, die dazu führen könnten, dass die Erreger sich auch an menschliche Zellen anheften können. Beängstigend ist in diesem Zusammenhang, dass das H5N1-Virus bereits verschiedene Säugetiere infiziert und getötet hat. Dazu gehören Großkatzen in einem thailändischen Zoo, die mit infiziertem Geflügel gefüttert worden waren. Bislang bemüht man sich, die Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern oder zu bremsen, indem sämtliche möglicherweise betroffenen Vögel getötet und verbrannt werden. Da das gefährliche Virus H5N1 jedoch nicht nur in Haus- sondern auch in Wildvögeln vorkommt, raten Welternährungs- und Landwirtschaftsbehörde (FAO) und Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) inzwischen dazu, statt der so genannten Massenkeulungen Tierimpfstoffe einzusetzen.


ZEIT online, 21.2.2006
Bild schießt den Vogel ab
Die Pressekommentare zur Vogelgrippe sind angenehm sachlich - mit Ausnahme Bild-Zeitung: "Immer mehr tote Vögel. Viel zu wenig Tamiflu. 1. Isolierstation für Menschen". Im Kommentar wird es konspirativ: "Warum tragen die Helfer, die ein paar tote Seevögel am Strand aufsammeln, modernste Schutzanzüge und Atemmasken? Ist der Virus wirklich so harmlos? Glauben die Behörden etwa ihren eigenen beschwichtigenden Worten selber nicht? " "Sie" - die Politiker und Behörden - verfügen dem Bild-Kommentar nach über ein Geheimwissen, das uns - "den Bürgern" vorenthalten wird.
> s. a. Bildblog.de

BBC-Online
Reality takes wing over bird flu

>lesenswerter Kommentar von Dr. Leon Bennun (Director of Science, Policy and Information for BirdLife International)
Vested interests mean wild birds are being blamed for the spread of avian flu, argues Dr Leon Bennun in this week's Green Room, whereas responsibility really lies with modern farming. Demands for culling and the destruction of nesting sites threaten, he says, to bring rare species to extinction, but will do nothing to halt the disease.

Deutscher Naturschutzring  22.02.2006
Der Deutsche Naturschutzring (DNR) warnt vor Panikmache bei der Vogelgrippe
Der DNR warnte heute in Berlin vor den völlig überzogenen Reaktionen auf die Vogelgrippe. Der DNR sieht die Gefahr der „Verteufelung" von Wasservögeln und Aasfressern, wie Möwe, Bussard und Seeadler. Er wendet sich gegen die diskutierte Zerstörung von Schwalben- und Störchennestern-


Bird Protection / Arbeitsgruppe "Aviäre Influenza", 17.2.06
(sehr ausführliches Positionspapier, hier stark gekürzt, leider ohne Weblink, auch eine Website scheint die Gruppe nicht zu haben)
Sind temporäre Aufstallungen ein probates Mittel der Influenza-Prävention ?
Restriktive Haltungsbedingungen, die sich u.a. aus den in vielen Fällen nicht verfügbaren Möglichkeiten der Bereitstellung hinreichend dimensionierter (geschlossener) Räumlichkeiten für zuvor in Freilandhaltung befindliches Geflügel im Rahmen der Befolgung der Aufstallungsverpflichtung nicht vermeiden lassen, führen mit einer gewissen Zwangsläufigkeit zu Beeinträchtigungen und Störungen des Verhaltens mit Auswirkungen auf Psyche, Physis und letztlich Immunstatus. Auf Artgenossen und Ersatzobjekte gerichtete Stereotypien werden als häufig beschrieben. Restriktive Aufstallungsbedingungen schwächen nachweislich das Immunsystem des betroffenen Geflügels und erhöhen die Anfälligkeit für Infektionen jeder Art.
Im Hinblick auf mögliche Expositionen des Nutzgeflügels mit aviären Influenzaviren nach Ende der Aufstallzeiten sind repräsentative Arbeiten zum Immunstatus aufgestallten Nutzgeflügels angezeigt.
Das Infektionsgeschehen auf der Insel Rügen stand/steht nach Expertenmeinung in keinem direkten Zusammenhang mit Teil- oder Kontinentalzüglern.
Systematische (und nicht "ereignisabhängige") Beprobungen von Wildvögeln im Hinblick auf die (notwendige) Beantwortung der Frage, ob H5N1 in heimischen Beständen bereits endemisch sein könnte, fanden bisher nicht statt.
Belastbare (wissenschaftlichen Kriterien genügende) Daten zur Beantwortung der Frage danach, ob H5N1 in heimischen Wildvogel-Beständen endemisch ist, sind nicht verfügbar. Die Ereignisse auf Rügen und (bedingt) auch die ursächlich auf H5N1 zurückzuführenden Totfunde von Höckerschwänen in Italien rücken die Annahme allerdings in den Bereich einer gewissen Wahrscheinlichkeit.
Unabhängig davon, ob man zur Annahme tendiert, dass H5N1 in heimischen Wildvogelbeständen endemisch ist (oder nicht) verbleibt die Tatsache, dass bei Beachtung der bisher bekannten Infektionskausalitäten auch nach den verordneten Aufstallungszeiten Infektionsrisiken (für Nutzgeflügelbestände) durch Wildvögel (hier insbesondere: "Kulturfolger") bestehen.
Einer temporär verordneten Aufstallung fehlt die Schlüssigkeit, weil (siehe obige Ausführungen) auch nach den Aufstallungszeiten (theoretisch) Expositionen mit H5N1 nicht auszuschließen sind. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Vielzahl des zuvor aufgestallten Geflügels über ein aus den restriktiven Bedingungen der Aufstallung geschwächtes Immunsystem (und somit über eine erhöhte Infektanfälligkeit) verfügt.
Die Verfügbarmachung geeigneter Impfseren ist kurzfristig möglich. Ein Mittel der Prävention ist die Immunisierung von Nutz- und Ziergeflügelbeständen. Eine Immunisierung (Impfkampagne) aller bundesdeutschen Bestände indiziert logistische Probleme. Geeignete Planungen für eine (realistischer Weise wohl nur mittelfristig umsetzbare) Immunisierungs-Kampagne wären sinnvoller Weise einzufordern und kurzfristig aufzunehmen.

Vier Pfoten - 
22.02.2006
Vogelgrippe rechtfertigt keine Rückschritte beim Tierschutz
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN warnt die Bundesländer eindringlich davor, den Ausbruch der Vogelgrippe in Deutschland als Begründung für die Aufhebung des Käfigverbotes zu benutzen. Die ohnehin große Verunsicherung der Menschen würde damit unnötig angeheizt

Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. - 16. Februar 2006
Keinen Verrat an Hennen und Schweinen begehen! Menschen für Tierrechte ermahnen Politiker und rufen Bürger zum Protest auf
Für Montag, 20. Februar 2006, werden folgenschwere Beratungen zur Hennen- und Schweinehaltung im Agrarausschuss des Bundesrates erwartet. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ermahnt daher erneut Bundes- und Landespolitiker, die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, das Grundgesetz mit seinem Staatsziel Tierschutz sowie den breiten Bürgerwillen nicht zu missachten. Gleichzeitig appelliert der Verband an die Bürger, gegen die Vorhaben zu protestieren und startet eine Online-Aktion.

n-tv - 19. Feb. 2006
Todeszug um den Erdball H5N1 nicht zu stoppen
Die auch für den Menschen lebensbedrohliche Form der Vogelgrippe breitet sich in Europa und Asien weiter aus. Am Sonntag schlossen die Behörden den Zoo in Kairo, um die Tiere vor der Seuche zu schützen. Augenzeugen berichteten jedoch bereits von toten und kranken Vögeln im Zoo.

Finanztreff - 22. Feb 2006
VOGELGRIPPE/EU-Länder beraten über Impfpläne für Nutztiere
Die EU-Kommission bereitet zurzeit einen Gesetzesvorschlag für Massenimpfungen gegen die Vogelgrippe vor. Der Kommissionsentwurf wurde am Mittwoch den Veterinärexperten aus den 25 Mitgliedsstaaten vorgelegt, die gleichzeitig über den französischen und niederländischen Impfplan für Zuchtgeflügel beraten. Frankreich und die Niederlande wollen ein Programm für vorbeugende Massenimpfungen von Nutztieren auflegen, benötigen dafür aber die Genehmigung der EU-Kommission.
Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer hatte zu Wochenbeginn in Brüssel erklärt, Impfungen bei Zoo- und Hobbytieren seien durchführbar, nicht aber für den gesamten Geflügelbestand in Deutschland. "Es besteht die Gefahr, dass bei Präventivimpfungen von Geflügel die Krankheit verdeckt weiterverbreitet wird", sagte Seehofer.


Vogelgrippe-Gefahr: Freibrief für Tauben
Forscher sehen keinen Anlass, Stadttauben zu vergiften - selbst wenn diese infiziert wären. Nur Züchter halten ihre teuren Zuchttiere lieber freiwillig unter Verschluss.

Kleine Zeitung Online - 17. Feb. 2006
Vogelgrippe-Verdacht in Grazer Tierheim
Im Grazer Tierheim "Arche Noah" ist wegen Vogelgrippe-Verdachts der gesamte Federviehbestand notgeschlachtet worden. Noch vor Bekanntwerden der Verdachtsfälle aus Mellach, wurde ein Schwan aus der Mur geborgen und in der Einrichtung aufgenommen. Ein zweiter Schwan stammte aus einem privaten Gehege. Beide Tiere waren kurz nach der Einlieferung verendet. Notschlachtungen wurden veranlasst. Ein drittes Tier war hingegen ein alter fügellahmer "Insasse" des Heims. Über die "Arche Noah" wurde am Freitag eine Art Quarantäne verhängt. Der Amtstierarzt besorgte die Tötung des Federviehbestands, das ganze Haus muss desinfiziert werden und bis auf Weiters dürfen keine Neuaufnahmen erfolgen.



Zoos  –  Meldungen

Solinger Tageblatt - 23. Feb 2006
Fehlwirtschaft? Fauna in Not
Die Vereins-Führung des Tierparks Solingen ist zurückgetreten. Als Grund werden erhebliche Probleme in der Geschäftsführung genannt. Derzeit beraten täglich Förder-Mitglieder und festangestellte Fauna-Mitarbeiter, um einen Überblick über die finanzielle Misere zu bekommen. Nach mehreren klärenden Gesprächen sind Ingeborg Kunst (75) und Andreas Kreitz (36) von ihren Vorstandsämtern zurückgetreten. Durch Mahnungen, Erinnerungen und Anrufe verschiedenster Firmen sei die missliche Lage aufgefallen. "Dabei haben sich Firmen, denen der Tierpark am Herzen liegt, sogar zurückgehalten und nicht auf Zahlung gedrängt", sagt Vereinsmitglied André Kurbjun, der sich auch für die Rettung einsetzt. Seinen Angaben zufolge soll der alte Vorstand in den letzen Jahren Opfer von dubiosen Werbefirmen aus dem ganzen Bundesgebiet geworden sein. "Unklar ist, wie viel Geld in den vergangenen Jahren in diese Kanäle geflossen ist." Gerüchte gibt es über eine sechsstellige Summe.
"Zum Glück haben wir gerade eine Erbschaft bekommen, damit konnten wir einiges auffangen", sagt Ulrich Wilde. Ingeburg Kunst hatte den Vorsitz des Vereins in den 90er Jahren von ihrem Mann übernommen. "Wir sind zurückgetreten, weil eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich war", betont Kreitz. "Wir haben uns nichts zuschulden kommen lassen." Von Misswirtschaft will er nichts wissen. "Uns schwebte vor, die Fauna mit allen Mitteln unabhängig von Zuschüssen zu machen." Doch auch die Biologin Lore Köhler, die für die Tiere in der Anlage verantwortlich ist, bestätigt, dass die Fauna in Not ist. Ulrich Wilde lässt ebenfalls keinen Zweifel am Ernst der Lage: "Wir machen uns Sorgen, wie wir die Gehälter finanziert bekommen." Es sei zum Schluss schwer gewesen, mit der Vereinsführung ins Gespräch zu kommen. Am kommenden Donnerstag (2. März) wird ein neuer Vorstand gewählt.

NÖN Online - 22. Feb 2006
„Affenzirkus“: Kein Ende in Sicht
Gänserndorf. Abgesehen von den Löwen sind sie die einzigen Bewohner des ansonsten verwaisten Safariparks: Die Affen. Ihre Zukunft ist nach wie vor völlig ungewiss. Laut Masseverwalter ist kein Ende der Misere abzusehen. Fest steht auch, dass die Firma Baxter die Tiere auf keinen Fall zurücknehmen kann. Es war im Jahr 2004, als der Safaripark Pleite ging. Zum Masseverwalter wurde Dr. Ferdinand Bruckner bestellt. Für 70 der ursprünglich 150 Affen hat der Korneuburger Jurist mittlerweile ein neues Zuhause gefunden. 80 Vierbeiner, ein Teil davon HIV-infiziert, befinden sich noch im Safaripark. „Die HIV-infizierten Affen sind kaum zu vermitteln. In Österreich findet man überhaupt keinen Platz. Bei diesem Problem ist kein Ende abzusehen. Die Gemeinde hat den ehemaligen Safaripark-Pächter und somit auch mich mit einer Räumungsklage eingedeckt.“
Bruckner ortet jede Menge Fehler im Vorfeld des Konkurses: „Als die Affen nach Gänserndorf kamen, war der Safaripark inoffiziell bereits pleite. Der Pächter hat geglaubt, er kann mit den Affen seine Budgetlöcher stopfen. Ein fataler Irrtum.“ Der Rechtsanwalt bemängelt auch, dass die Tiere von Orth nach Gänserndorf übersiedelten, als die Anlage noch gar nicht fertig war: „Es fehlt ein Freigehege. Die Affen werden derzeit gar nicht artgerecht gehalten.“ Auch für die Löwen gibt es derzeit noch kein adäquates Plätzchen. Masseverwalter Bruckner sichtlich erleichtert: „Das ist zum Glück nicht mein Problem. Die Löwen habe ich dem Verein ‚Vier Pfoten‘ übergeben. Der allein muss für die Raubkatzen eine Lösung finden.“

Leverkusen Lokal - 21. Feb 2006
Wildpark wird nicht geschlossen
Leverkusen. Entgegen der Forderung Kienbaums den Wildpark Reuschenberg zu schließen, stimmte der Rat dafür die Schließung für zwei Jahre auszusetzen. Eine Kommission, zusammengesetzt aus Mitgliedern des Fördervereins und Vertretern aus Politik und Fachverwaltung, soll ein Konzept zum Erhalt des Tierparks vorlegen. Dieses Konzept soll die Kosten und damit den städtischen Zuschuss "nachhaltig und signifikant" reduzieren und andere Finanzierungswege finden.

Kölner Stadt-Anzeiger - 17. Feb. 2006
Wildpark-Ausstellung in den Luminaden
Zwischen Schuh- und Modegeschäften: Der Wildpark Reuschenberg präsentiert sich mit einer Ausstellung in der City. Nach der Diskussion um den Erhalt des Tierparks wollen Klaus Kretzschmar und Frank Arentz mit einer Ausstellung von Tierpräparaten im ehemaligen Modehaus Böhme für eine noch größere Präsenz des Parks im Bewusstsein der Leverkusener sorgen. Fuchs, Mauswiesel, Wanderfalke, Rothuhn und andere Tiere können nun von Passanten in den Schaufenstern der City begutachtet werden. Außerdem weisen Informationstafeln auf die Aktivitäten des Wildparks in Sachen Artenschutz hin. Absoluter Hingucker im Schaufenster ist allerdings ein Braunbär, der vor vielen Jahren im Wildpark zu Hause war. Die Reduzierung der städtischen Zuschüsse soll wahrscheinlich durch Eintrittsgelder und einen Kiosk im Park aufgefangen werden. Der Raiffeisen-Erzeugergroßmarkt wolle verstärkt Futtermittelkosten übernehmen, und ein Unternehmen habe ebenfalls finanzielle Unterstützung für die kommenden fünf Jahre angekündigt.

Travemünder Möwenpost - 20. Feb. 2006
Eulenklau schlug schon dreimal zu
„Soll ich noch mal in den Park gehen und nachsehen?": Diesen Gedanken hat Niendorfs Vogelpark-Chef Klaus Langfeld jetzt immer öfter. Der Grund: Seit Dezember wurde schon dreimal in seinen Park eingebrochen, zuletzt vor etwa zehn Tagen. Beute der Vogeldiebe bei ihrem letzten Raubzug: Seltene Brillenkäuze, Malayenkäuze und Streifen-Ohreulen.

derStandard.at - 17. Feb. 2006
Fall Mongu: Anzeige gegen Tiergarten Schönbrunn zurückgelegt
Die angebliche Misshandlung des Elefantenbabys "Mongu" hat für den Tiergarten Schönbrunn keine strafrechtlichen Konsequenzen. Der Österreichische Tierschutzverein (ÖTV) wollte die angebliche Misshandlung und mit einem Video zu belegen. Die Staatsanwaltschaft Wien hat am Freitag die Anzeige gegen die Verantwortlichen unter Zoo-Direktor Helmut Pechlaner zurückgelegt. "Der Verdacht der Tierquälerei konnte nicht erhärtet werden", erläuterte Walter Geyer, der Pressesprecher der Anklagebehörde. Das zur fachkundigen Beratung beigezogene Veterinäramt der Stadt Wien sei nach Prüfung des vorgelegten, mehr als einstündigen Films zu dem Ergebnis gekommen, "dass eine Ausbildung junger Tiere notwendig ist und im konkreten Fall in angemessener Form ohne übermäßige Härte erfolgte", meinte Geyer. Laut Pechlaner soll es sich bei dem mitgeschnittenen Video um einen willkürlichen Zusammenschnitt von Szenen gehandelt haben, bei denen "Phasen der Belohung" gefehlt hätten.
> s.a. Pressemitteilung


Anzeiger Sternberg-Brüel-Warin - 21. Feb. 2006
Arbeit im Schweriner Zoo anerkannt
Dass er anspruchsvolle Kriterien für die Haltung von Tieren erfüllt, hat der Schweriner Zoo etzt einmal mehr Schwarz auf Weiß. Umweltminister Wolfgang Methling überreichte gestern das Zertifikat zur Genehmigung nach EU-Zoorichtlinie und Landeszoogesetz. "Die Genehmigung ist eine Anerkennung unserer Arbeit", sagte Zoo-Direktor Michael Schneider, der die Urkunde aus der Hand des Ministers entgegennahm.
Derzeit laufen auch im Schweriner Zoo die Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe. Die Flamingos dürfen nicht mehr ins Freie, Gänse und Enten werden regelmäßig untersucht. Aus Sicherheitsgründen dürfe die Lori-Voliere nicht mehr von den Gästen betreten werden, so der Direktor. Für die Fütterung der Pinguine lägen Handschuhe bereit.


Die Zeit 23. Feb 2006
Elefanten: Sanfte Killer
> sehr ausführlicher 4-Seiten-Bericht, gut und fair, aber kritisch recherchiert - unbedingt lesenswert. Hier nur einige Zitate:
Kein Tier lockt mehr Besucher in den Zoo als der Elefant - und keines hat mehr Pfleger auf dem Gewissen.
In Hagenbecks Tierpark kommen sich Elefanten und Menschen ganz nah. Chefpfleger Thorsten Köhrmann schlendert mitten hinein ins Außengehege, wo Thai, Thuras Nachwuchs, aufgeregt herumwuselt. Köhrmann merkt, dem Kleinen ist nach Schubsen und Balgen zumute. Mit einem Klaps bedeutet er ihm: Nichts da! Abu aus dem Wiener Tierpark Schönbrunn war gerade mal zwei Jahre älter, als er 2005 seinen Pfleger Gerd Kohl umbrachte. Im Frühjahr 2001 verletzte die 7-jährige Maya ihren Pfleger Thomas Ruby im Baseler Zoo schwer. Im selben Jahr tötete die 18-jährige Mya im Londoner Zoo ihren Pfleger Jim Robson. Der Bulle Bindu brach 1984 im englischen Port Lympne seinem Pfleger mit einem Rüsselschlag das Genick.
»Auf jeden in einem Zoo gehaltenen Elefantenbullen kommt ein toter Pfleger«, schrieb der Verhaltensforscher Heini Hediger, der als Begründer der Tiergartenbiologie gilt. Elefanten sind »haltungsbedingt das gefährlichste Wildtier in Menschenhand« - das ist kein Stehsatz militanter Zoogegner, sondern die Beobachtung der European Elephant Group (EEG), einer Art Nichtregierungsorganisation für Elefantenbelange. Seit 1982, so belegen deren Zahlen, starben bei 90 bekannt gewordenen Angriffen in Zoos 40 Menschen; über 50 wurden verletzt
Die Zoohaltung von Elefanten steht am Scheideweg. In den USA und im europäischen Ausland ist der protected contact schon üblich, das Prinzip des geschützten Kontakts. So wie in Köln. Fachleute wie Elefantenpapst Fred Kurt haben an dem 15 Millionen Euro teuren Projekt mitgewirkt. Innerhalb relativ kurzer Zeit scheint geglückt, was Experten an der hands-off-Haltung als schwierig bezeichnen: Aus den tierischen Individualisten hat sich eine intakte Gruppe gebildet.
Thorsten Köhrmann - seit 20 Jahren bei Hagenbeck, wie vor ihm sein Vater und sein Großvater, seit zehn bei den Elefanten: Wenn ein Pfleger gut ausgebildet sei und aufpasse, sei der Beruf nicht gefährlicher als Malermeister oder Dachdecker. Neue Haltungsformen? »Futter übern Zaun werfen - das kann jeder.« Schon jetzt mangele es an qualifiziertem Nachwuchs, weil an den Gehältern gespart werde. Dann wird er richtig wütend: »Es kann doch nicht jeder Papageien- oder Pferdeonkel hier im Stall rumlatschen.« Unter den Menschen im Zoo sind die Elefantenwärter klar die Alphatierchen. »Seht, wir beherrschen die grauen Riesen. Ohne uns könntet ihr sie gar nicht halten«, beschreibt EEG-Mann Alexander Haufellner deren Selbstverständnis.
»Wenn die Besucher sagen, dass die Tiere ihnen leid tun, haben wir etwas falsch gemacht«, sagt Gunther Nogge. Kölns umtriebiger Zoodirektor ist mit der neuen Elefantenhaltung auch der Mode gefolgt. Stephan Hering-Hagenbeck, der hanseatisch distanzierte Gegentyp zum Rheinländer Nogge, kann mit Stolz darauf hinweisen, dass »sein« Zoo der erste in Deutschland war, in dem die »Gruppengeburt« gelang. Auf dem Gelände vor dem Hamburger Elefantenhaus wird emsig gebaut.Wohl schon für den nächsten Winter werden auch die Hamburger Elefanten eine große Halle haben - mit Wasserbecken, Naturboden und Futter, das elefantengerecht von den Bäumen abgeweidet werden kann; alles womöglich noch schöner als in Köln, verspricht der Geschäftsführer. Und die Pfleger? Wird sich auch die Philosophie der Betreuung ändern? »Ob direkter oder geschützter Kontakt, ist doch Nebensache«, weicht Hering-Hagenbeck aus. Aber er lässt durchblicken: »Wenn der protected contact einmal offiziell Vorschrift wird, sind wir jedenfalls vorbereitet.«

 


Planung und Bau 

Die Welt  22.2.2006
Investoren bieten 22 Millionen Euro
Mehr als 70 Millionen Euro will die World Wheel Berlin in den Bau eines 175 Meter hohen Riesenrades auf dem Betriebshof des Zoos investieren. 22 Millionen Euro wollen sie für den heutigen Betriebshof des Zoos bezahlen. Am Wochenende war bekannt geworden, daß die Technische Universität ihre Flächen nicht den Riesenrad-Planern der World Wheel Berlin zur Verfügung stellen will. Allerdings benötigen die Planer die TU-Flächen nicht. Ihnen reicht der Betriebshof des Zoos mit seinen 20 000 Quadratmetern aus. Veranschlagt sind für das 175 Meter hohe Rad und ein benachbartes Parkhaus etwa 12 000 Quadratmeter.
Für den Zoo soll sich das Riesenrad aber auch rechnen, nicht nur durch den Erlös für das Gelände. Er soll auch von den Fahrgästen der Attraktion profitieren. Allerdings gibt es auch im Zoo-Vorstand Kritiker, die befürchten, daß es einen Wettstreit um die Besucher geben könnte. Während der Zoo die gesamte Summe einnehmen will, pocht Finanzsenator Thilo Sarrazin auf einen Anteil für die Berliner Landeskasse. Denn das Grundstück gehört dem Land.

B.Z. - 19. Feb. 2006
Aus für das Riesenrad am Zoo!
Es sollte das neue Wahrzeichen der City-West werden: das größte Riesenrad der Welt, 175 Meter hoch. Im letzten Jahr wehrte sich das Technikmuseum erfolgreich gegen den Bau am Gleisdreieck, jetzt legt die Technische Uni ihr Veto gegen das Gelände am Zoo ein. Aus der Traum vom Riesenrad. "Es ist richtig, daß die TU ihr Grundstück für eigene Einrichtungen vorgesehen hat", so Petra Rohland, Sprecherin der Senatsbauverwaltung. "Sollte sich das in weiteren Gesprächen bestätigen, müssen wir neu überlegen." Die zuständigen Bezirke Charlottenburg und Mitte hatten den Bau auf dem Areal zwischen Hertzallee und Müller-Breslau-Straße sehr begrüßt. Ein vereinbartes Gutachten zur Prüfung der Anfahrtsmöglichkeiten wurde aber nie in Auftrag gegeben. Aus Senatskreisen heißt es außerdem: Vor der Wahl wird nichts mehr entschieden.

Berner Rundschau - 16. Feb. 2006
Papageitaucher im Anflug
Mit dem rotschnäbligen Papageitaucher hält im Tierpark Dählhölzli 2007 ein neuer Bewohner Einzug. Die geplante Anlage ist gemäss Tierpark schweizweit die einzige ihrer Art. Im Tierpark ersetzen die Papageitaucher künftig die Pinguine, und zwar im Rahmen der vor einiger Zeit eingeleiteten Spezialisierung auf europäische Tierarten. Die Papageitaucher sind europäische Tiere, die von Island über England und die Bretagne bis Spitzbergen und Sibirien vorkommen. Im Dählhölzli werden die Vögel in einem naturnah gestalteten Gehege zu bestaunen sein. Bestandteil ist ein Wasserbecken mit künstlich produzierten Wellen, in dem auch der «Unterwasserflug» beobachtet werden kann. Dank der Grosszügigkeit der Anlage werden die Tiere auch fliegen können, dank der geplanten künstlichen Bruthöhlen hofft der Tierpark zudem auf Nachwuchs. Die Kosten der Anlage werden mit 2 Mio. Franken beziffert.

innovations report - 20. Feb. 2006
Hightech für Eisbären
Siemens hat für die Eisbären des Nürnberger Zoos eine automatische Reinigungsanlage für das Wasser im Gehege installiert. Damit haben die Raubtiere das ganze Jahr über möglichst natürliche Lebensbedingungen. Laub, Blütenpollen oder Besuchermüll – ständig muss etwas aus dem 600 Quadratmeter großen Freibecken herausgefischt werden. Für einen Wärter ist diese Arbeit angesichts dreier erwachsener Eisbären allerdings zu gefährlich. Deswegen übernimmt eine Steuerung von Siemens diese Aufgabe. Das System, das zunächst nur die Wasseraufbereitungsanlage bedient, ist beliebig ausbaufähig und könnte alle technischen Einheiten des Tiergartens steuern; die Nürnberger Anlage würde dann zum automatisierten Hightech-Zoo.


Rhein Main Presse - 17. Feb. 2006
Erster Platz fürs Elefantenhaus
Kreativ und abwechslungsreich sind die Diplomarbeiten, die während des Wintersemesters 2005/06 in den Studiengängen Innenarchitektur und Kommunikationsdesign der Fachhochschule entstanden. Die Ergebnisse der 49 Diplomanden sind jetzt in der Ausstellung "next level" Unter den Eichen zu sehen. Die Erstplatzierung aus dem Bereich Innenarchitektur geht an "dick und rund" mit der Gestaltung eines Elefantenhauses, das laut Carmen Jahnke, der Schöpferin, "in jedem beliebigen Zoo stehen könnte". Sie hat in ihren Entwürfen das Außen- und Innengehege in Miniaturformat gebaut. Alle Eventualitäten sind dabei bedacht und vom Elefantenbullen- über das Paar- bis zum Kuh-und-Kalb-Gehege ist alles vorhanden. Daneben verzieren handgemalte Elefantenporträts ihre Idee.

Freie Presse - 21. Feb. 2006
Wolf streift schon durchs „Bärenland“
Als erster Bewohner hat gestern Isegrim Junior im Hirschfelder „Bärenland“ sein Quartier bezogen. Er, der zurzeit noch allein ist, teilt künftig das weiträumige Domizil mit den vier im Tierpark Hirschfeld beheimateten Braunbären. Diese müssen sich allerdings, bevor sie dort einziehen können, noch etwas gedulden. Spätestens zu Ostern werden sie sich Groß und Klein präsentieren können. Denn zum traditionellen Familienfest soll das kombinierte Bären-Wolf-Gehege feierlich eingeweiht werden. Bereits im Januar hatten Hunderte Besucher die einmalige Gelegenheit genutzt, im Keller einen Blick in den ansonsten für sie nicht zugängigen „Wohn- und Schlafbereich“ der Raubtiere zu werfen. Darüber hinaus konnten sie das knapp einen Hektar umfassende Freigelände samt Kletterfelsen, wo sich später die Bären und Wölfe tummeln, auf eigene Faust erkunden.


Potsdamer Neueste Nachrichten - 22. Feb 2006
Adoption oder neuer Zoo?
Der Tierpark Geltow könnte den Großteil seiner etwa 350 Tiere problemlos verkaufen. „Viele Leute haben uns bereits angerufen und würden die Tiere nehmen“, sagte Tierpark-Geschäftsführerin Gisela Rux. Allerdings würden weiterhin – wenn auch geringe – Hoffnungen bestehen, den Bestand der Einrichtung durch einen Umzug zu retten. „Wir haben Signale, dass das Geld dafür jetzt bereit steht“, sagte Rux mit Verweis auf den pensionierten Berliner Wirtschaftsberater Gunther Schlegel. Der 69-Jährige war vor gut zwei Jahren als Retter des Tierparks aufgetaucht und hatte angekündigt, Investoren für einen Neubau auf der Löcknitz in Petzow werben zu können. Schon damals hatte die Anlage auf dem Franzensberg vor dem Aus gestanden, weil die Tierhaltung nicht mehr den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Die Nutzungsgenehmigung des Landkreises läuft am 30. Juni endgültig aus. Bereits am 31. Dezember wurde der Tierpark für den Besucherverkehr von Amts wegen geschlossen. Schlegel wollte für den Umzug an die Löcknitz 6 Millionen Euro unter anderem von wohltätigen, anonymen Geldgebern beschaffen, konnte das Geld bislang aber noch nicht vorweisen. „Das Ganze hat etwas länger gedauert. Ich habe aber auch nie einen Termin zugesagt. Ich werde persönlich Frau Rux mit Geld für ihre Tiere helfen“, sagte Schlegel.




Aktionen

wallstreet:online AG - 20. Feb. 2006

lefantendame Daisy neuer Star bei "Volle Kanne –Service täglich" / ZDF-Magazin übernimmt Zoo-Patenschaft
Das ZDF-Vormittagsmagazin "Volle Kanne – Service täglich" übernimmt die Patenschaft für eine afrikanische Elefantendame aus dem Duisburger Zoo. Die 21-jährige Daisy ist in einem Wanderzirkus aufgewachsen und entsprechend abenteuerlustig. Davon können sich die Fernsehzuschauer am Dienstag, 28. Februar 2006, ab 9.05 Uhr bei "Volle Kanne – Service täglich" erstmals überzeugen. ZDF- Reporterin Valentina Uhlmann wird in regelmäßigen Abständen über Daisys Werdegang und weitere tierische Randgeschichten aus dem Duisburger Zoo berichten. Zum Start ihrer "Fernsehkarriere" wird die Elefantendame auch in den "Volle Kanne"-Sendungen am 1., 2. und 3. März 2006, ab 9.05 Uhr zu sehen sein.

Fränkische Nachrichten - 20. Feb. 2006
Zum Sehen, Staunen und Fühlen
Beim mitternächtlichen Besuch am 18. März in der Stuttgarter Wilhelma wird der Rundgang im Freien ein besonderes Erlebnis sein. In der Dunkelheit setzen sich die beleuchteten historischen Bauwerke, Skulpturen und Baumpersönlichkeiten reizvoll ab und geben dem Park eine märchenhafte Atmosphäre. In den geöffneten Häusern erwartet den Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Informationen, Musik und Verköstigung. Alle Gewächshäuser werden zugänglich sein, bei den Tierhäuser sind es das Aquarium, das Amazonienhaus und das Insektarium. Im Terrarium können Mutige oder die,

die es werden wollen, einmal mit Schlangen und Echsen auf Tuchfühlung gehen. Im Insektarium mit der Schmetterlingshalle werden Tierpfleger den Nachtschwärmern Krabbeltiere und Spinnen näher bringen.

MVregio - 20. Feb. 2006
Tage des Aquariums und Terrariums im Rostocker Zoo
Im Jubiläumsjahr dieser traditionellen Veranstaltungsreihe im Zoo-Aquarium stehen Wasserpflanzen im Mittelpunkt. Ein Spezialist auf diesem Gebiet, Hans Barth aus Dessau, hält dazu am Sonnabend, den 25. Februar zwei Vorträge. Um 11 Uhr zur Haltung und Züchtung von Wasserpflanzen und um 14.30 Uhr geht es um Wasserpflanzengärtnereien von Sri Lanka bis Singapur. Am Sonntag, den 26. Februar, besteht von 10 bis 12 Uhr Gelegenheit zu Konsultationen und den Austausch von Erfahrungen rund um Aquarien und Terrarien.


Morgenweb - 21. Feb. 2006
Auf den Spuren des Heldbocks
Der Wildpark Rheingönheim erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit. Die Besucherzahlen stiegen von 50 000 im Jahr 2003 auf 77 000 im vergangenen Jahr. Dies sei vor allem das Ergebnis vieler Aktionen der letzten beiden Jahre, ist sich Umweltdezernent Ernst Merkel sicher, wie die Tierpatenschaften, der "Tag der offenen Tür" und naturpädagogische Führungen. Beim Aktionsprogramm für dieses Jahr werde das Wildgehege als "grünes Kleinod und Treffpunkt für Familien" weiter "in Richtung Naturpädagogik gestärkt", so Merkel. Zwischen März und Dezember stehen 35 Aktionen im Wildpark an - damit hat sich das Angebot gegenüber 2003 vervierfacht.
 



Nachwuchs 
 
Kölner Stadt-Anzeiger - 19. Feb. 2006
Nachwuchs im Krefelder Zoo: Nashornbaby im Großtierhaus
Im Krefelder Zoo ist lang ersehnter Nachwuchs eingetroffen: Spitzmaulnashorn «Nane» habe am frühen Morgen ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Der kleine Nashornbulle sei schnell auf den Beinen gewesen und habe auch schon Milch bei seiner Mutter getrunken. Die beiden haben sich in eine Box zurückgezogen, um ungestört zu sein. Die Besucher können den jungen Bullen aber auf einem Bildschirm beobachten.

Bocholter-Borkener Volksblatt - 20. Feb. 2006
SENSATION IM KREFELDER ZOO Erster Nashornnachwuchs in NRW
Ganz grazil wie eine Primaballerina spreizt die tonnenschwere Spitzmaulnashorndame Nane ihr Bein nach hinten. Und gibt so für ihren Nachwuchs den Weg zum Gesäuge frei. Sonntag Nacht um 1 Uhr erblickte der kleine Nashornbulle im Krefelder Zoo das Licht der Welt. Es ist eine Premiere: das erste Spitzmaulnashorn in NRW, das lebend geboren wurde. Das Baby ist knapp 30 Kilogramm schwer, gut 70 Zentimeter groß und einen Meter lang. „Die Geburt ging sehr schnell und verlief problemlos. Nach zehn Minuten war der Kleine draußen“, sagt Zoodirektor Wolfgang Dreßen. Über einen Monitor können die Zoobesucher den kleinen Riesen beobachten. Das noch namenlose Nashörnchen ist mit seiner Mutter in einer von Besuchern abgeschirmten Box untergebracht.

> erster SPITZMAUL-Nashorn-Nachwuchs, soviel Zeit muß sein

Merkur Online 23. Feb 2006
Junge Flösselhechte im Basler Zoo
Dem Zoo im schweizerischen Basel ist ein seltener Zuchterfolg bei urzeitlichen Fischen gelungen. Im Aquarium erblickten sechs Flösselhechte das Licht der Welt

sz-online - 20. Feb. 2006
Dresdner Elefantenbaby hat einen Namen
Die Suche nach einem Namen für den am 4. Februar im Dresdner Zoo geborenen Elefantenbullen ist beendet. Nachdem die Dresdner dazu aufgerufen waren, Vorschläge für einen auf Afrika bezogenen Namen einzureichen, hatte der Zoo aus über 700 Vorschlägen die folgenden fünf Namen zur Wahl gestellt: Umasai, Amun, Thabo, Assum und Mafunyane. Am Montagmittag war es dann endlich soweit: Nach Sichtung von über 7.500 Stimmzetteln mit den favorisierten Namen entschlossen sich die Verantwortlichen, dem Mini-Elefanten einen Doppelnamen zu geben: Thabo-Umasai. In der Sprache des südafrikanischen Tswana-Volkes heißt das „Glücklicher Krieger“.
Obwohl Thabo bei der Abstimmung der meistgewünschte Name war, bestanden Bedenken, dass es beim Ansprechen der Elefanten zu Irritationen hätte kommen können. Schließlich sei Thabo in der zweiten Silbe identisch mit Drumbo, begründete der Zoo die Entscheidung. Mit einem Doppelnamen bestünde daher die Möglichkeit, zwischen zwei Rufnamen zu wählen.


sz-online - 21. Feb. 2006
Der kleine Glücks-Krieger
Nicht nur, dass sich durch ihn die Gästezahl im Dresdner Zoo erhöht hat. Nein, er hat auch noch einen modischen Doppelnamen bekommen. Der kleine Elefant, am 4. Februar geboren, hört nun auf Thabo-Umasai. Dass nun zwei Namen ausgewählt wurden, überrascht. „Eindeutig vorn lag Thabo“, sagt der zoologische Leiter Wolfgang Ludwig. „Da das Wort in der zweiten Silbe identisch mit der des Muttertieres Drumbo ist, wurde Umasai dran gehängt.“ Der gleiche Klang könne sonst bei der Anrede des Tieres durchaus zu Irritationen führen. Warum diese Tatsache niemandem vorher aufgefallen ist, und warum Thabo trotzdem unter die Favoriten kam, konnte keiner erklären. Die Frage „Wie wird das denn ausgesprochen?“ wurde gestern oft gestellt. Da wäre es hilfreich gewesen, wenn einer der Zooverantwortlichen ein paar Worte an die Gäste gerichtet hätte. So sahen zwar viele den Elefanten, bekamen aber gar nicht mit, dass er nun nicht mehr nur kleiner Elefant heißt. Und auch nicht, was die beiden Wörter bedeuten: Umasai steht für Krieger, Thabo für Glück. Wann der Elefant offiziell seinen Namen während einer Taufe bekommt, steht allerdings noch nicht fest.

mephisto 97.6 - 15. Feb. 2006
Säbelantilopen-Nachwuchs im Zoo
Die Säbelantilopen im Leipziger Zoo haben Nachwuchs bekommen. Gestern und in der Nacht brachten die Antilopendamen Bara und Maremba jeweils ein gesundes Junges zur Welt. Um die Jungtiere zu schonen, werden sie zunächst nicht für Besucher zu sehen sein.

Schwerin-News - 21. Feb. 2006
Stolze Eltern und liebevolle Tanten
Im Schweriner Zoo leben Erdmännchen in Nachbarschaft mit Löwen und Giraffen. Nach einer etwa elf Wochen dauernden Tragzeit sind vor etwa 14 Tagen zwei Jungtiere zur Welt gekommen, die sich bereits in der Außenanlage zeigen.

SZOn - 18. Feb. 2006
Nach Entführung: Neuer Nachwuchs für britisches Pinguin-Paar
Zwei Monate nach der Entführung ihres Kindes aus einem englischen Zoo hat das Pinguin-Paar Kyala und Oscar wieder Nachwuchs bekommen. Das Küken schlüpfte am Valentinstag (14. Februar) im Tierpark Amazon World auf der Isle of Wight putzmunter aus dem Ei. Einen Namen hat der Nachwuchs noch nicht. Von dem kleinen Brillenpinguin Toga, der kurz vor Weihnachten von Unbekannten gestohlen worden war, fehlt jedoch weiterhin jede Spur.



NZZ 23. Feb 2006
Auf Zoo-Safari in New York
Im Beton- und Asphaltdschungel der Metropole ist die Fauna der halben Welt versammelt
> ausführlicher Bericht über einen Besuch in den New Yorker Zoos
Der Bronx Zoo ist so gross, dass man leicht vergisst, in einer Grossstadt zu sein. Bekannt geworden ist dieser Tierpark vor allem wegen eines erfolgreichen Zuchtprogramms: Aus dem Bronx Zoo kamen die Bisons, die 1907 auf den Prärien angesiedelt wurden, nachdem sie im einst «wilden Westen» ausgerottet waren. Die Renner im Bronx Zoo sind thematische Erlebniswelten wie «Jungle World», «Tiger Mountain» oder «Congo Gorilla Forest», wo nicht mehr das einzelne Tier Mittelpunkt ist. Dem Besucher wird vielmehr eine Vorstellung von der ökologischen Vernetzung vermittelt. Er soll verstehen, auf welche Weise der Mensch den Lebensraum der Tiere und in vielen Fällen die Spezies selbst gefährdet. Die New Yorker Zoos widmen sich auch dem Tier- und Landschaftsschutz in aller Welt. Diese Aufgabe kommt im neuen Namen der New York Zoological Society zum Ausdruck, welche die städtischen Zoos betreibt: Seit 1993 heisst sie Wildlife Conservation Society.
Der älteste New Yorker Zoo, 1862 eröffnet, liegt in der südöstlichen Ecke des Central Park, wenige Schritte von der Fifth Avenue entfernt. Keiner der fünf New Yorker Stadtteile ist zoolos. So gibt es in Queens einen Tierpark, wo ausschliesslich nordamerikanische Fauna gezeigt wird. Der Pfad führt auch durch einen Friedhof mit Grabsteinen für den Dodo und den Auerochsen (um 1600 ausgerottet), den Hokkaido-Wolf und den Braunbären aus dem Atlas (um 1800 ausgerottet), den persischen Löwen und den sardischen Luchs (um 1900 ausgerottet).
Der Zoo in Staten Island ist bekannt für seine Reptilien und seine Zuchtprogramme. Brooklyn, der bevölkerungsreichste New Yorker Stadtteil, hat sogar zwei Tierpärke, einen im Prospect Park, wo es auch den lehrreichen Parcours «Tiere in unserem Alltag» gibt, und einen in Coney Island: das New York Aquarium. Ein Höhepunkt sind die beiden Belugawale. Dem New York Aquarium gelang es erstmals, diese weissen Riesen zu züchten.

Westdeutsche Zeitung - 22. Feb 2006
Im Moment kann nur gerüsselt werden
Wuppertal. Zickenalarm im Elefantengehege, und die Leidtragenden sind die süßen Elefantenkinder Bongi und Kibo. Weil nämlich Elefantendame Punda, Bongis Mutter, Kibo offensichtlich immerzu piesakt und ärgert, sind die Elefantenkinder voneinander getrennt worden: In einem abgesperrten Areal sind Bongi und Punda untergebracht, im Innenfreigehege lebt Kibo weiterhin mit dem Rest der Herde. Zoodirektor Ulrich Schürer: "Wenn das Wetter wieder besser ist, kommen alle Elefanten wieder zusammen."
Inzwischen hat sich Punda wieder beruhigt. In der Zwischenzeit trainierten die Pfleger, allen voran Reviervorsteher Felipe von Gilsa, mit ihr "Sozialverhalten".

Businessportal24 - 22. Feb 2006
Caroline Hagenbeck: Die jüngste Tierparkchefin Europas
Leseprobe (Kurzbiografie) aus dem Taschenbuch "Superfrauen 4 - Wirtschaft und Verkehr" von Ernst Probst:
Zur jüngsten Chefin eines Tierparks in Europa stieg 1982 die 23-jährige Caroline Hagenbeck auf. Zusammen mit ihrem Onkel, dem Tiermediziner Dr. Carl Claus Hagenbeck, leitete sie von 1982 bis 1989 den traditionsreichen „Tierpark Carl Hagenbeck“ in Hamburg-Stellingen. Zugleich war sie seit fünf Generationen die erste Direktorin dieses Unternehmens.

Berliner Morgenpost - 18. Feb. 2006
Go East!
In diesen Tagen rücken im Tierpark Friedrichsfelde die Schneeleoparden Sayan und Omar und ihre Söhne Kashi und Naryn ganz dicht zusammen. Für Kashi und Naryn werden gerade die Papiere für ihre Ausreise vorbereitet. Kashi wird eine neue Heimat im ukrainischen Nikolajew am Schwarzen Meer finden. Naryn verschlägt es noch weiter weg in eine Stadt, wo ihn zum Jahresende hin ein richtig kalter Winter erwartet. Er geht nach Nowosibirsk, wo zurzeit immer noch Schnee fällt und Temperaturen von minus 18 Grad gemessen werden. Aus Sibirien kamen dafür Manule und Luchse in den Berliner Tierpark. Noch im März werden Kashi und Naryn Berlin verlassen. Es wird Zeit, sonst machen die beiden bald ihrem Vater Konkurrenz, wenn es um die Gunst des einzigen Weibchens im Gehege geht.

Mitteldeutsche Zeitung - 23. Feb 2006
Zwei Zwergotter als Testtiere
"Aderlass" am Mittwoch im Ascherslebener Tierpark. Anlass dafür war eine Frage: Wirkt der Staupe-Impfstoff, wie er zum Beispiel bei Hunden angewandt wird, auch bei Mardern? Astrid Günther-Weigel vom Institut für Zoo- und Wildforschung Berlin möchte dies gerne genau wissen und den Impfstoff an etwa 60 Otter (sie gehören zu den Mardern) und anderen Mardern in den verschiedenen Zoos und Tiergärten testen.

Berliner Kurier - 22. Feb 2006
Leopard geht nach Sibirien, muss er da richtig frierien?
Lichtenberg - Lächerliche minus 15 Grad! Schneeleopard Naryn hat eigentlich vom Berliner Winter die Schnauze voll. Doch schon in ein paar Tagen zieht der Kleine vom Tierpark in die Taiga, bis nach Nowosibirsk. Sibirien! Muss er da etwa frierien? "Niemals!", beruhigt Kurator Claus Pohle. "Schneeleoparden trotzen mit ihrem dicken Fell sogar den Temperaturen im zentralasiatischen Hochgebirge!"

Berliner Morgenpost - 19. Feb. 2006
Die kleinen Schneeleoparden kuscheln vor der weiten Reise
Noch kuscheln sie gemeinsam. In diesen Tagen rücken im Tierpark die beiden Schneeleoparden Sayan und Omar und ihre beiden Söhne Kashi und Naryn ganz dicht zusammen. "Als es vor ein paar Tagen noch kalt war, sah es ganz anders aus", erzählt Tierpfleger Detlev Jany. Da tobten die zwei jungen Kater durch den Schnee, kämpften mit Tannenbäumen und jagten sich - und ihre Eltern - durchs Gehege.

HaffZeitung - 17. Feb. 2006
Otter sind noch ängstlich
Sie sind zwar noch nicht zu sehen, aber sie sind da: ein weiblicher und ein männlicher Fischotter. Am Sonntagabend sind die beiden Jungtiere im Ueckermünder Tierpark eingetroffen. Allerdings bezogen die Tiere erst einmal getrennte Gehege in der Quarantänestation des Zoos. Wenn alles gut klappe, dann könnten die Tiere frühestens in der kommenden Woche in die Otteranlage umziehen. Tierpflegerin Annegret Krüger ist da eher skeptisch, denn noch seien die Otter sehr ängstlich und haben bisher auch keine Lust verspürt, sich durch das Gitter zu beschnuppern, sagt sie. Offizielle Namen haben die beiden Neuankömmlinge noch nicht.

Stuttgarter Wochenblatt - 16. Feb. 2006
Zwei Damen buhlen um Antons Gunst
Die Eisbärendamen Corina und Hallensia buhlen nun schon seit fast 14 Jahren gemeinsam um die Gunst von Eisbär Anton. Im Jahre 1991 kamen alle drei im jugendlichen Alter von zwei Jahren zusammen in die neue Eisbärenanlage der Wilhelma. Damals waren noch zwei weitere Männchen dabei. Nur leider blieb bis heute der ersehnte Nachwuchs aus. Mittlerweile haben die Damen Corina und Hallensia aber auch einen weiteren, diesmal zahlungskräftigen Verehrer gefunden. Die Firma Kälte Eckert aus Markgröningen hat für ein Jahr die Patenschaft für sie übernommen.

Mitteldeutsche Zeitung - 15. Feb. 2006
Schnappi auf dem heimischen Sofa
Im Terrarium des Ascherslebener Tierparks tummeln sich zwei etwa zwei Meter große Nilkrokodile und ein etwa 90 Zentimeter großer Brillenkaiman. Die beiden Nilkrokodile sind 1990 im Zoo in Münster geschlüpft und haben 1991, damals etwa 70 Zentimeter groß, in Aschersleben ihre neue Heimat gefunden. Der Brillenkaiman ist eine Leihgabe eines Tierpflegers.

Freie Presse - 17. Feb. 2006
Auch als Rentner kann früherer Chef nicht vom Tierpark lassen
Harry Hinkel ist 72 Jahre alt. „Aber ein reines Rentnerdasein zu führen, das kann ich mir noch nicht so recht vorstellen“, sagt der Mann, dessen große Liebe nach wie vor dem Tierpark in Hirschfeld gehört. 26 Jahre lang, von 1972 bis 1998, hat er als Leiter die Entwicklung dieser Freizeiteinrichtung entscheidend mit bestimmt.

Mendener Zeitung - 17. Feb. 2006
"Haifische sind meine Dauergäste"
Tropical-Live-Import-Firmengründer Thomas Lage: Vor vier Jahren machte der 42-Jährige Mendener sein Hobby, die Seewasser-Aquaristik zu seinem Beruf und beliefert heute als ausgewiesener Experte für Seewassertiere Zoos und Großhändler rund um den Globus mit bunten Fischen, kleinen Haien, Seesternen, Krebsen oder Korallen.
Echte Hingucker sind die Fische, die in den meterlangen Aquarien des Thomas Lage, der in den ehemaligen Klusendick‘schen Hallen sein Unternehmen "Tropical-Live-Import" angesiedelt hat, quicklebendig umher schwimmen. "Auswendig weiß ich die Namen aller Fische nicht, mit denen wir handeln. Wir geben jede Woche eine neue Liste heraus, so können unsere Kunden stets aktuell ordern".

Blick Online - 17. Feb. 2006
Jetzt aber Suppe essen!
Guwahati hat ein Problem. Und das sind streunende Leoparden. Diese suchen nämlich immer häufiger die grösste Stadt im Nordosten Indiens heim. Immer wieder gelingt es den Wildhütern, einen der edlen Jäger zu fangen. Nun aber machten sie einen äussert erstaunlichen Fund. Ein Leoparden-Weibchen hat in der Stadt nicht nur nach Futter gesucht. Sondern dort auch gleich ihr Junges zur Welt gebracht. Es wurde in den Zoo gebracht, wo es die Wärter nun mittels Milch-Spritzen aufpäppeln. Die Bewohner von Guwahati dürfen sich übrigens nicht beklagen, dass die Leoparden in der Abenddämmerung Rinder, Ziegen und sogar Hunde reissen. Denn den Raubkatzen wurde ihr natürlicher Lebensraum gestohlen: Die mächtigen Wälder rund um die Kapitale des Bundesstaates Assam werden seit Jahrzehnten abgeholzt und nicht wieder aufgeforstet.

Krone.at 23. Feb 2006
Wenn das Schwein mit der Antilope...
Der alte Lebensgefährte Ruby hat letzten Sommer im Zoo von Los Angeles das Zeitliche gesegnet. Seither ist im Leben von Schweinchen Willy kein Stein mehr auf dem anderen geblieben. Die zehn Jahre alte Sau hat sich nämlich wieder verliebt und lebt nun Seite an Seite mit Waldantilope Nicole. Die außergewöhnliche Liebschaft könnte allerdings schon bald vorbei sein, denn das Zoo-Management ist auf der Suche nach einem gleichartigen Genossen für Willy...


Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

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iederländische Meldungen

Dierennieuws – 21. Februar 2006
Vogelgriep doet deur dicht voor dierenpark
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200602/nw40870.htm
Tierpark wegen Vogelgrippe geschlossen
Aus Sorge, Besucher könnten mit mit der Vogelgrippe infizierten Vögeln in Kontakt kommen, wurde der Tierpark im niederländischen Dronten geschlossen, obwohl kein Tier Anzeichen der Krankheit zeigt. Auch in den Niederlanden herrscht seit Montag eine Aufstallungspflicht.
 
Dierennieuws – 21. Februar
KidsPower in Zodiac Zoos
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200602/nw40864.htm
In den Zoodiac Zoos Wissel, Overloon und Aquazoo Friesland wird vom 11. März bis zum 15. April zum siebten Mal die Kinderaktion „KidsPower“ angeboten. Sie ist ein Angebot, bei dem Kindern der Beruf des Tierpflegers näher gebracht werden soll.
 
Dierennieuws – 19. Februar 2006
Neushoorn Campagne van start in NVD dierentuinen
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200602/nw40795.htm
Nashornkampagne startet in NVD-Zoos
Am 18. Februar starteten die Zoos des Niederländischen Zooverbandes NVD die Aktivitäten im Rahmen der EAZA-Nashornkampagne im Safaripark Beekse Bergen. Enthüllt wurde bei diesem Anlass auch die Beschilderung zur Kampagne, die von nun an in allen teilnehmenden NVD-Zoos über die Bedrohung der Nashörner informiert. Zusammen wollen die NVD-Zoos 50.000 Euro an Spenden einnehmen.
Bergen bietet seinen Besuchern einen Blick hinter die Kulissen der Nashornhaltung.Neben den gemeinsamen Aktivitäten haben die Zoos auch eigene Aktionen und Angebote geplant. In Amsterdam kann der Besucher ein lebensgroßes Nashorn-Modell bewundern, in Rotterdam gibt es eine Nashorn-Rallye, in Amersfoort wurde eine Nashorn-Transportkiste in einen Ausstellungsraum umgewandelt und der Safaripark Beekse
In den Niederlanden werden Breitmaulnashörner (Arnhem, Beekse Bergen, Emmen) und Panzernashörner (Amersfoort, Rotterdam) gehalten.
  

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Zoos  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 22.02.2006
Der Geburtstag der „alten Damen“
In den Hüften ziept’s ein bisschen, die Zähne lassen nach und die Frisur wirkt manchmal etwas struppig – aber die Stimme ist noch respektheischend, und ein spielerischer Prankenhieb auf die Schulter wäre für Menschen nach wie vor wenig bekömmlich: „Schiela“ und „Elektra“, die beiden Löwinnen in der Wilhelma, sind stolze 21 Jahre alt geworden. Auch wenn die Figur für den Laufsteg nicht mehr taugt, so ruht auf der Wärmebank im Raubtierhaus der Wilhelma doch richtig seltener Löwenadel: „Schiela“ und „Elektra“ sind nämlich Berberlöwen, deren Großeltern noch Palastlöwen beim marokkanischen König waren! Ihren Rudelchef, den prächtigen „Atlas“, haben „Schiela“ und „Elektra“ locker überlebt, er starb 2003 im Alter von 18 Jahren. Die Wissenschaftler weltweit haben sich förmlich um Gewebepröbchen von ihm gezankt, um am Stammbaum der Berberlöwen genetisch forschen zu können! In freier Natur sind Berberlöwen längst ausgestorben – der letzte freilebende Berberlöwe wurde 1922 im Atlasgebirge von einem Farmer erschossen. In Menschenobhut haben einige wenige überlebt, weil Berberstämme aus dem Atlas beim König ihre Steuerschuld mit gefangenen Löwen beglichen. 1970 zogen die königlichen Löwen um in den Zoo von Rabat: Alle etwa 60 Berberlöwen in den Zoos der Welt sind Nachkommen dieser „Steuerlöwen“, wobei die Reinrassigkeit infolge ungenügender Zuchtbuchführung in Marokko zweifelhaft ist. Die Löwendamen in der Wilhelma („Elektra“ ist die dunklere der beiden, sie zeigt Ansätze einer „Altersmähne“) genießen jedenfalls ihren „herrenlosen“ Ruhestand: Zum Beispiel bei einem schmackhaften Seniorenteller, sprich 5 bis 6 Kilogramm Fleisch pro Tag und Löwe, aber bitte nicht püriert: Als kleiner körperlicher Ausgleich für die fehlende Jagd kämpft man zumindest mit Knochen, Sehnen oder Federn. Allerdings wird die „Beute“ nicht mehr in jugendlicher Gier verschlungen, sondern gemächlich über den Tag verteilt weggeknabbert. Daher können die Besucher fressende Löwen auch außerhalb der Fütterungszeit der Raubtiere antreffen.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 22.02.2006
Baustellenführung durch die zukünftigen Savannen Afrikas
Gelsenkirchen. – Gerade erst hat die neue ZOOM Erlebniswelt Alaska ihre Tore für die Besucher geöffnet, da wirft bereits die Fertigstellung des nächsten Bauabschnittes, die ZOOM Erlebniswelt Afrika, ihre Schatten voraus. Dazu bietet die Erlebniswelt am 5. und 18. März eine 90-minütige Baustellenführung an. Der Rundgang startet um 14.00 Uhr. Treffpunkt ist am Servicecenter. Im Wohnzimmer der Giraffe stehen, im Badezimmer der Flusspferde oder sich die Entstehung des großen Tropenhauses der ZOOM Erlebniswelt Afrika anzuschauen, ist nur während der Bauzeit möglich. Spannende Einblicke in den größten Zooumbau in Deutschland bietet die ZOOM Erlebniswelt nun ihren Besuchern. Kaum ein Kontinent ist aufregender als Afrika. Nashörner, Löwen und Hyänen – in freier Natur treffen sie täglich aufeinander. In der ZOOM Erlebniswelt Afrika wird das nicht anders sein. Hier stehen die Besucher Auge in Auge mit Giraffen, bei einer Bootstour fährt man fast hautnah in die Welt der Flusspferde. Afrika in Gelsenkirchen sind auch original nachgebaute Hütten und landestypische Mahlzeiten in der Afrika Lodge sowie authentische Landschaften. Buschsavanne, Grassavanne, Feuchtsavanne – die ZOOM Erlebniswelt Afrika steckt voller Natur. Mit 14 Hektar und einer Wegelänge von 1,8 Kilometern wird sie mit deutlichem Abstand die größte ZOOM Erlebniswelt. Die Fertigstellung erfolgt 2006, Asien folgt dann 2007 / 2008. Für den Rundgang durch das zukünftige Afrika gelten die Sonderführungspreise: 12 ¬ für Erwachsene bzw. für Gruppen ab 20 Personen 10 ¬ für Erwachsene. Gummistiefel oder festes Schuhwerk sind sehr empfehlenswert. Für Kinder unter 12 Jahren ist die Führung nicht geeignet. Es besteht eine begrenzte Teilnehmerzahl. Daher ist es erforderlich sich unter der Telefon-Nummer 02 09–954 50 anzumelden. Ab einer Gruppengröße von 10 Personen können die Baustellenführungen auch individuell gebucht werden.

Tierpark Ueckermünde, 22.02.2006
Die Rückkehr eines Giganten - die Wiedereinbürgerung des Störs in Mecklenburg-Vorpommern
Ein Vortrag von Dr. Eckehard Anders (Born) am 23.02. um 19 Uhr im Tierpark Ueckermünde. Die Gesellschaft zur Rettung des Störes verfolgt seit mehreren Jahren ein ehrgeiziges Ziel: die Wiedereinbürgerung des Störes in der Ostsee. In diesem Jahr ist es nun so weit. Die ersten Störe werden in die Oder ausgesetzt. Auch wenn es nur eine kleinere Menge von wenigen Tausend Stück sein werden, die in erster Linie die Daten für notwendige Voruntersuchungen liefern sollen, so ist damit doch der erste praktische Schritt zur Rückkehr der Art in unsere Region getan. Über das gesamte Projekt und die dazu notwendigen Arbeiten soll ein Vortrag am 23. 02. 2006 im Tierpark Ueckermünde Auskunft geben. Ohne die aktive Mitwirkung der Menschen im gesamten unteren Oderbereich und darüber hinaus ist ein Erfolg des Vorhabens nicht vorstellbar. Der Vortrag, sowie die geplante Ausstellung zu den Stören im Tierpark soll die Bevölkerung aber nicht nur informieren, sonder auch ein Apell zur aktiven Mitarbeit sein. Der Vortrag richtet sich an Naturschützer, Fischer, Angler, Biologielehrer und alle Freunde der Natur. Der Vortrag von von Tierparkdirektor Dr. Helge Zabka moderiert. Der Referent ist Dr. Eckehard Anders, Leiter der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei in Born. Er beschäftigt sich bereits seit über 30 Jahren mit Stören.

Zoo Leipzig, 21.02.2006
Erneute Bundesweite Stallpflicht für Geflügel gilt auch im Zoo Leipzig - Maßnahmen zum Schutz des Bestandes wurden bereits umgesetzt
Die seit 17.02.2006 geltende Stallhaltungspflicht für „Geflügel“ ist auch im Zoo Leipzig umgesetzt worden. Die Maßnahmen wurden in Abstimmung mit dem Amtstierarzt Dr. Wolfgang Paul festgelegt. Amtstierärzte sind durch die „Verordnung zur Aufstallung des Geflügels zum Schutz vor der klassischen Geflügelpest“ ermächtigt, unter Auflagen Ausnahmegenehmigungen für Zoologische Gärten zu erlassen. Dies ist notwendig, um die Haltung der meist exotischen Arten wildvogelgerecht fortzusetzen. Voraussetzung für mögliche Ausnahmen jedoch ist, dass diese den Belangen der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstehen. Im Zoo Leipzig wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:
-Alle Hühnervögel werden im Stall beziehungsweise in einer nach oben abgedeckten Voliere gehalten und gefüttert. Das betrifft zum Beispiel verschiedene Hühnerrassen im Tierkindergarten, die Perlhühner, die sonst in der Nähe der Nashornanlage freien Auslauf genießen und die Pfauen. -Alle Entenvögel werden an abgedeckten Futterstellen versorgt und wöchentlich durch den Tierarzt in Augenschein genommen. Dies wird dokumentiert. Bis zum 30.04.06 werden von diesen Tieren zweimal Kotproben entnommen und der Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheits- und Veterinärwesen zur Kontrolle auf Viren der klassischen Geflügelpest zugesandt. Das betrifft vor allem die Enten und Gänse auf den Teichanlagen des Zoos. -Die Straußen werden ebenfalls im Stall gefüttert, vom Tierarzt wöchentlich in Augenschein genommen, die Visite dokumentiert und bis 30.04.06 werden zweimal Kotproben an die Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheits- und Veterinärwesen gesandt. -Alle anderen Vögel mit möglichem Wildvogelkontakt werden an abgedeckten Futterstellen versorgt. Bis zum 30.04.06 werden diese Tiere einmal pro Woche vom Tierarzt in Augenschein genommen und die Visite dokumentiert. Darüber hinaus wird von diesen Vögeln in diesem Zeitraum einmal eine Kotprobe entnommen und der Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheits- und Veterinärwesen zur Kontrolle auf Viren der klassischen Geflügelpest zugesandt. „Durch unsere intensive Zusammenarbeit mit der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig und dem Amtstierarzt ist unser gesamter Tierbestand stets hervorragend veterinärmedizinisch überwacht und versorgt, auch außerhalb solcher kritischer Situationen. Daher ist die Umsetzung der Verordnung für uns gut realisierbar“, schätzt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold den Maßnahmenplan ein. „Drastische Einschränkungen für unsere Besucher erwarten wir derzeit nicht. Sicher werden in vereinzelten Volieren Tiere nicht zu sehen sein, aber das ist z.B. während der Brutzeit ähnlich und wir bitten dafür um Verständnis.“

NABU-Artenschutzzentrum, 21.02.2006
NABU-Artenschutzzentrum präsentiert sich völlig neu im Internet
Ab sofort kann sich jeder ausführlich über das NABU-Artenschutzzentrum im Internet informieren. Unter www.nabuzentrum-leiferde.de gibt es viele Informationen über die Arbeit des Zentrums, Öffnungszeiten, Preise, Mitarbeiter usw. So findet man unter „NABU aktuell“ die Jahresbilanz 2005, Tiere und Pflanzen des Jahres 2006 sowie aktuelle Presseartikel und Projekte. Des weiteren gibt es Tipps bei tierischen Notfällen, die Möglichkeit eine Tierpatenschaft zu übernehmen oder Mitglied im Förderverein des NABU-Artenschutzzentrums zu werden. Beschreibungen der ZDL- und FÖJ-Stellen und Anforderungen an Bewerber kann man nachlesen. „Auch Veranstaltungstermine und Umweltbildungsangebote kann man erfahren und Veranstaltungen direkt online buchen,“ so Karin Brech vom NABU-Artenschutzzentrum. Ganz neu ist die Möglichkeit die zahlreichen Shopartikel, wie z.B. Nisthilfen, T-Shirts, Bücher und Broschüren, Karten und Plüschtiere direkt zu bestellen. Da nicht alle Shopartikel im Internet vorgestellt werden können, lohnt sich bei speziellen Wünschen eine Nachfrage immer.
Die Seiten des NABU-Artenschutzzentrums werden noch weiter ausgebaut, immer aktualisiert und sind mit vielen Bildern versehen, so dass sich auch „einfach mal durchblättern“ lohnt .

Zoo Duisburg, 21.02.2006
Ehren-Patenschaft für GOONAWARRA
„Eine solche Patenschaft ist eine große Ehre für jeden Australier, denn der Koala symbolisiert mein Heimatland. Ich frage mich, ob GOONAWARRA hier auch so friert wie ich? An das Wetter in Deutschland muss ich mich noch gewöhnen. Schnee kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen…“ So lässt sich Brett Hibberd zitieren und zieht sich Schal und Mütze fester ins Gesicht, um am kommenden Donnerstag den Duisburger Koalas einen Besuch abzustatten. Ein Besuch allerdings, der ebenso ungewöhnlich wie nachhaltig sein dürfte, denn der junge australische Tänzer übernimmt die Ehrenpatenschaft für den am 24. August 2004 in Duisburg geborenen Kletterbeutler. (Sein Name – aus der Sprache der australischen Ureinwohner – bedeutet übrigens ‚Schwan’! Der putzmuntere Beutler mit flauschigen Haaren und vier Händen aber ist garantiert vogelgrippefrei…) Brett Hibberd gastiert zur Zeit in Disneys „Die Schöne und das Biest“, einem Musical, das im Metronom Theater am CentrO Oberhausen aufgeführt wird; der Künstler übrigens spielt einen „verzauberten Salzstreuer“… Weder Salz noch Sekt, sondern hustenbonbonduftendes Eukalyptuslaub wird Brett Hibberd seinem Ehren-Patentier überreichen und dabei fest versprechen, nicht nur während seines Deutschlandaufenthaltes beständig Werbung für die Hege, Pflege und Zucht der bedrohten australischen Koalas zu machen.

Zoo Dresden, 20.02.2006
Unser Elefantenbaby hat einen Namen

Zunächst ein riesiges Dankeschön an alle Zooanhänger in Nah und Fern für die bergeweise eingegangenen Stimmabgaben zur Namenswahl unseres kleinen Elefanten. Von diesem großen Engagement waren wir doch überrascht. Es gingen insgesamt über 7 500 Stimmzettel ein. Nach Sichtung der favorisierten Namen haben wir uns entschlossen, unserem Elefantenbaby einen Doppelnamen zu geben: Thabo-Umasai Thabo und Umasai sind die mit Abstand am häufigsten genannten Namen, wobei auf Thabo die meisten Stimmen entfielen. Warum ein Doppelname? Obwohl Thabo der meistgewünschte Name ist, bestehen inzwischen Bedenken, dass es beim Ansprechen der Elefanten zu Irritationen kommen kann, da Thabo in der zweiten Silbe identisch mit Drumbo ist. Mit einem Doppelnamen besteht die Möglichkeit zwischen zwei Rufnamen zu wählen.

Tierpark Ueckermünde, 20.02.2006
Sofortmaßnahmen des Tierparks Ueckermünde, Geflügelpest - Tierpark Ueckermünde vorläufig geschlossen
Der Tierpark ergreift Maßnahmen gegen die Vogelgrippe. Nachdem auf der Insel Rügen wegen des Auftretens der Geflügelpest Kastastrophenalarm ausgerufen wurde, wird der Tierpark Ueckermünde vorläufig geschlossen. Hierbei handelt es sich um eine Vorsorgemaßnahme. Wenn sich die Lage in Mecklenburg-Vorpommern entspannt hat, wird der Tierpark wieder geöffnet. Weitere Informationen gibt es unter der 24-Stunden-Hotline 039771-5494-10 (in deutsch) oder 039771-5494-20 (in polnisch) bzw. auf der Internetseite www.tierpark-ueckermuende.de Alle Veranstaltungen, z.B. der Vortrag über Störe am 23.02.2006, finden dennoch statt . Auch die Jahreskarten zum halben Preis sind weiter in der Zeit von 10 bis 15 Uhr an der Tierparkkasse erhältlich. Natürlich werden alle Medien informiert, wenn der Tierpark wieder offen ist. Tierpark Ueckermünde nimmt grundsätzlich keine Tiere an. Dass der Tierpark Ueckermünde grundsätzlich keine verletzten oder kranken Schwäne, Reiher oder Bussarde mehr annimmt, ist ja bereits seit langem bekannt. Dafür wurden die Mitarbeiter des Tierparks gelegentlich kritisiert. Dass diese Entscheidung aber richtig war, zeigt die gegenwärtige Berichterstattung zum Thema „Vogelgrippe“. Der Tierpark wird auch weiterhin keine kranken Wildvögel oder Säugetiere aufnehmen, die Tierseuchen oder andere gefährliche Krankheiten übertragen können. – Bürger, die derartige Tiere finden und sich darum kümmern wollen, müssen sich an die zuständigen Behörden wenden. Auch keine Annahme von Meerschweinchen oder Mäusen zu Futterzwecken. Der Tierpark hat kürzlich (im Zusammenhang mit Erteilung der Zoogenehmigung) eine Ausnahmegenehmigung gemäß Tierisches Nebenproduktegesetz erhalten. H