E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
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ISSN 1619-6643

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Ausgabe 303 vom 2. Februar 2006

Liebe Leser,

heute ist der zweite Februar. Murmeltiertag. Oder eigentlich Groundhog Day, kommt ja aus den USA.

So richtig hat sich dieser "Feiertag" in Deutschland noch nicht durchgesetzt, zumindest gemessen an zwei Kriterien: Kein Fernsehsender schafft es, den im
Original gleichnamigen Film mit Bill Murray passend zu senden. Und kein Zoo organisiert irgendeine Aktion. Dabei ist nicht nur der Tier-Bezug, sondern ein ganzes Bündel an passenden Zusammenhängen von der aktuellen Winterschlaf-Winterruhe-Debatte bis hin zu Wetter-Klima-Umwelt-Aspekten gegeben. Da hätte nicht einmal Carsten Schöne etwas dran auszusetzen.

Um was geht es überhaupt, wird sich der eine oder andere jetzt fragen.
Also, jedes Jahr am 2. 2. wurde in
Punxsutawney - das liegt in Pennsylvania - ein Groundhog aus dem Winterschlaf gezerrt. Ein Groundhog, das ist Marmota monax, also ein Flachland-Murmeltier, auch bekannt als Woodchuck, Whistlepig oder Squeaver.
In Punxsutawney, wo der Brauch US-erstaunliche 119 Jahre alt ist, lebt das Show-Murmeltier heute in einem Gehege des kleinen Zoos der örtlichen Bibliothek (Webcam!), wurde heute auf einer Bühne namens Gobblers Knob präsentiert, und es heißt Phil. Und wenn es seinen Schatten sieht, herrscht noch weitere sechs Wochen Winter.
Es hat auch eine Website: www.punxsutawneyphil.com.

Man beachte das ".com", und da commercial Phil für die verschlafene Kleinstadt bare Münze wert ist, sind natürlich viele andere Städte auf die Idee gekommen, sich einen eigenen Phil zu suchen.
New York City hat ein offizielles(!) Murmel namens "Pothole Pete". Es gibt auch "General Beauregard Lee", "Wiarton Willie", "Balzac Billy" und "Staten Island Chuck". Kanada verläßt sich bei der Wettervorhersage auf ein Albino-Murmeli namens "Wiarton Willie".
Ach ja, sind Groundhogs eigentlich bedroht? Nein, sie gehören zu den ganz wenigen Arten Nordamerikas, die von der Rodung der Wälder und den Agrarsteppen sogar profitiert haben.

Aber eigentlich kommt die Idee gar nicht aus den USA. Pennsylvania wurde vor allem von deutschen Siedlern bevölkert, und die brachten einen Brauch mit, der bei uns fast vergessen ist.
Denn eigentlich ist Anfang Februar Lichtmeß. Halbzeit zwischen Winter- und Frühlingsbeginn. Zum keltischen Fest Imbolc (von den Römern und der Kirche später gleichermaßen vereinnahmt) kamen die Fruchtbarkeitsgeister aus der Erde, allen voran der Bär, um zu sehen, wie weit der Frühling schon gediehen ist. Mangels Bären mußten vielerorts auch Dachse und Igel dafür herhalten. Ähnliche Bräuche gab und gibt es in Frankreich und England. Die Siedler fanden in der Neuen Welt nun zwar keine Igel, aber die Murmeltiere boten sich an.

Das mit der Wettervorhersage hat durchaus einen Hintergrund, denn wenn im Februar noch ein stabiles Winter-Hoch herrscht (also die Sonne scheint), bleibt es kalt. Ziehen bereits die berüchtigten atlantischen Tiefausläufer übers Land, wird es wärmer. Das funktioniert nun leider weder in Pennsylvania noch heute in Norddeutschland, wo trotz Hochdruckgebiet eine Hochnebeldecke jeden Schattenwurf vereitelt.

Und hier noch die Vorhersage-Statist
ik in Punxsutawney seit 1887: 104x Schatten, 15x kein Schatten.
Heutige Vorhersage: Schatten - noch 6 Wochen
Winter.

Armes Moskau: Kein Murmeltier für Wettervorhersage im Zoo
Blood drive to be held at Zoo during Groundhog event (Staten Island Zoo)
Dom says early spring (Cohanzick Zoo)
Groundhog confessions: It's love, not weather forecasting (Zoo in Suamico)
The winter that isn't (Roger Williams Zoo)

und www.groundhog.org - brauchen Sie heute aber nicht zu probieren, ist hoffnungslos überlastet

In Oregon besinnt man sich sogar auf die europäischen Wurzeln:
Hedgehog Day Is Coming To The Oregon Zoo February 2

Nun hätte ich gern allen, die heute eine Führung machen müssen, diesen Stoff für ein zusätzliches Geschichtchen ans Herz gelegt, aber dafür erscheint die Zoopresseschau wohl zu spät. Speichern Sie es ab, tragen Sie es für 2007 in den Kalender ein oder verwenden Sie es für die Event-Planung.

Damit Sie aber heute dennoch persönlich etwas von diesem Exkurs haben, hier noch ein Zungenbrecher zum Thema: 

"How much wood would a woodchuck chuck if a woodchuck could chuck wood? —
A woodchuck would chuck as much wood as a woodchuck could chuck if a woodchuck could chuck wood."

Damit entlasse ich Sie nun endlich in die heutige Zoopesseschau und hoffe, Sie haben Ihre Zunge spätestens beim Impressum wieder entknotet und sind nicht in eine Zeitschleife geraten.

Dirk Petzold



Rätselflug
Dieser Bildausschnitt stammt aus dem Luftbild eines deutschen Zoos.
Was zeigt er?
Bei Klick auf's Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei
maps.google.com
Wenn Sie es dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die ganze Stadt bzw. deren Lage sehen.
(Sie benötigen dafür mindestens IE6 oder Netscape7.1 und verwandte)
Und wer es gar nicht erkennt, muß bis zur Auflösung nächste Woche warten...

Lösung von letzter Woche:
Dschungelpalast Hannover
 

Zoos  –  Meldungen

Fuerther Nachrichten – 27. Jan. 2006
Rekordbesuch im Zoo
Der Nürnberger Tiergarten erfreut sich wachsender Beliebtheit. Über 1,13 Millionen Gäste, mehr als jemals zuvor in seiner fast 70-jährigen Geschichte, kamen im vergangenen Jahr an den Schmausenbuck. Der Anstieg um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist für den Leitenden Direktor Dag Encke „mehr als zufrieden stellend“. Zu den „spannendsten Ereignissen“ in diesem Jahr gehört für ihn die bevorstehende Geburt von drei Delfinen im Frühjahr. Die große Resonanz beim Publikum führt der Tiergarten-Chef vor allem auf das Interesse an der neuen Eisbären-Anlage zurück. Es gibt aber auch einige neue „Stars“. Neben weniger beachteten Fischarten und dem Buntmarder gehören für Encke vor allem Spanische Wölfe dazu. Zu den tragischen Sterbefällen im Tiergarten gehörte im vergangenen Jahr der Tod eines neugeborenen Delfins. Ein großer Verlust war auch der Tod zweier Giraffen, die unter Verdauungsproblemen gelitten hatten, und eines 27 Jahre alten Seekuhmännchens, das als einer der weltweit erfolgreichsten Zuchtbullen galt. Aufsehen erregende Neubauten gab es 2005 nicht, dafür intensive Vorbereitungen für die nächsten Großprojekte. Dazu gehören das Amazonashaus, die Sanierung des Raubtierhauses und vor allem die DelfinLagune. Mit dem Bau der Anlage für die Meeressäuger kann nach Auskunft Enckes im kommenden Jahr begonnen werden. 


Nürnberger Zeitung – 28. Jan. 2006
So viele Besucher wie noch nie
Das Jahr 2005 war für den Tiergarten das erfolgreichste seiner Geschichte. Mit mehr als 1 130 000 Besuchern konnte der Vorjahresrekord noch um 2,7 Prozent gesteigert werden. „Die Resonanz in der Bevölkerung ist gut“, urteilte Tiergartendirektor Dag Encke bei der Pressekonferenz zum Jahresrückblick. Mit 2349 Individuen aus 282 verschiedenen Arten hat sich der Tierbestand kaum verändert. Ein Hyazinth-Ara, ein Bartgeier, drei Habichtskäuze, ein Kronenbasilisk, Urwildpferde, Kulane und neun Pinguine führen die Liste der Zuchterfolge an. Aus tiergärtnerischer Sicht besonders wertvoll sind die Nachzuchten beim Schabrackentapir und beim Somali-Wildesel, da beide Tierarten nicht nur vom Aussterben bedroht sind, sondern auch selten in Zoos gehalten werden. Andere Tierarten sind dagegen so gut im Zoo etabliert, dass sie seit Jahren erfolgreich ausgewildert werden. So fanden fünf Steinböcke und drei Uralkäuze eine neue Heimat in den Nationalparks Hohe Tauern und Bayerischer Wald. Mit dem europäischen Ziesel, einem rund 20 Zentimeter großen geselligen Nagetier, möchte der Tiergarten seinen Trend zu kleineren Tieren fortsetzen. Mit Spannung erwartet man im Frühjahr die Geburt von drei Delfinen. Eine weiblichen Netzgiraffe aus dem Frankfurter Zoo soll das verwaiste Giraffenhaus beleben.


Volksstimme - 31. Jan. 2006
Höchst geteilte Lesermeinungen zur Idee eines Zooumzuges ...
Der Vorstoß der Ratsfraktionen von Bund für Magdeburg / Tierschutzpartei und CDU für die Prüfung eines langfristigen Zooumzuges auf das Gelände des Elbauenparks bewegt die Gemüter vieler Magdeburger. Während die Idee in den Ausschüssen des Stadtrates verhandelt wird – die Entscheidung, ob sie überhaupt ernsthaft geprüft wird, steht noch aus – erreichen die Redaktion zahlreiche Leserbriefe zum Thema. Zwei Probleme auf der Hand: "1. Das Wohngebiet Neustädter See verliert mit dem Umzug an Attraktivität und Wohnqualität. Bekanntlich waren die Nähe zum Zoo und zum Neustädter See entscheidend für die Annahme dieses Wohnstandortes. 2. Der Antrag bedeutet für den Zoo schlicht, dass in den nächsten 10 bis 15 Jahren keine Neubauten errichtet und die vorhandenen Anlagen auf Verschleiß gefahren werden."


Dresdner Neueste Nachrichten – 26. Jan. 2006
Giraffen werden sehr vermisst
"Dass die Arbeit unserer Mitarbeiter so gut eingeschätzt wird und das Preis-Leistungs-Verhältnis für die Besucher stimmt, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", stellte Karl-Heinz Ukena gestern zufrieden fest. Der Chef des Dresdner Zoos hatte im letzten Jahr die studentische Unternehmensberatung der Technischen Universität Dresden Paul Consultants beauftragt, eine Zufriedenheitsanalyse unter den Kunden des Zoos durchzuführen. Die gesamte Zoo-Anlage nehmen fast 400 der insgesamt 500 Befragten positiv wahr. Die Zufriedenheit mit den einzelnen Gebäuden und Gehegen hält sich die Waage. 258 von ihnen wollen Giraffen im Zoo. Aber auch Bären, Nilpferde, Robben und Nashörner werden gewünscht. Ukena zeigte sich erstaunt, dass bei den Verbesserungsvorschlägen die meisten (179 Befragte) die Raubtierhaussanierung nannten. Erst danach folgten größere Gehege und die Sanierung des alten Affenhauses. Der Zoo-Chef weiß auch, dass viele Besucher interaktive Angebote vermissen. Eine Raubtierhaus-, Affenhaus- sowie Aquariumsanierung und vieles mehr ist in dem Masterplan des Zoos enthalten, dessen komplette Umsetzung bis 2019 insgesamt 51 Millionen Euro kosten würde. "Unser oberstes Ziel ist es, den Zoo noch kinderfreundlicher zu gestalten", betont Ukena. Im März oder April will der Stadtrat über die Vorlage entscheiden. Derzeit warten alle Zoo-Mitarbeiter gespannt auf die Geburt eines afrikanischen Elefanten, den die knapp drei Tonnen schwere Mutter Drumbo in ein paar Wochen zur Welt bringt. Der voraussichtliche Geburtstermin ist der 20. Februar.


Berliner Zeitung
Noch kein Nachfolger für den Zoo-Chef - Aufsichtsrat berät weiter über Fusion
Berlin. Zoo und Tierpark sollen künftig nach einem unternehmerischen Gesamtkonzept betrieben werden. Darüber beriet am Donnerstagabend der Aufsichtsrat. Eine Entscheidung wurde aber bislang noch nicht getroffen.Der Vertrag von Zoodirektor Lange (64) läuft 2007 aus. Dieser hat bereits um Vertragsverlängerung gebeten. Am Chefposten ist aber auch Tierparkdirektor Bernhard Blaszkiewitz (51) interessiert. Der Tierparkchef ist insbesondere unter den Arbeitnehmern umstritten. Während seine fachliche Qualifikation nicht angezweifelt wird, gab es immer wieder Klagen von Mitarbeitern über die Amtsführung. Reimon Opitz, Chef-Affenpfleger im Zoo, hatte verlangt, dass ein neuer Chef mittels einer europaweiten Ausschreibung gesucht wird.

News4Press.com (Pressemitteilung) - 27. Jan. 2006
Umweltminister Methling übergab Zoogenehmigungen an Rostocker Zoo...
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling und der Leiter des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur (StAUN) Rostock, Hans-Joachim Meier, haben heute in Rostock die Genehmigungen für den Zoo der Hansestadt sowie den Natur- und Umweltpark Güstrow an die Leiter der Einrichtungen Udo Nagel und Klaus Tuscher übergeben. In seinem Grußwort informierte Minister Methling darüber, dass insgesamt 29 tiergärtnerische Einrichtungen Anträge auf Erteilung einer Zoogenehmigung gestellt hatten. Mit dem heutigen Tag seien nunmehr 14 Einrichtungen im Besitz einer Zoogenehmigung, 13 weitere Genehmigungen werden in den nächsten Tagen erteilt. Von den 29 Anträgen wurden 21 zum Weiterbetrieb gestellt, acht Anträge waren von Einrichtungen eingereicht worden, die bisher nicht als Zoo galten. Dazu gehören zum Beispiel das Ozeaneum in Stralsund, das Müritzeum in Waren oder der Bärenwald Müritz.

Nordkurier - 27. Jan. 2006
Zoos entsprechen Standards
Nach millionenschweren Investitionen erfüllen alle großen zoologischen Gärten in Mecklenburg-Vorpommern die neuen EU-Standards. Der Zoo Rostock und der Natur- und Umweltpark Güstrow erhielten gestern die Genehmigungen laut europäischer Zoorichtlinie. 27 Einrichtungen werden es laut Umweltministerium bis Monatsende sein. Sie alle dürfen sich dann laut europäischer Vorgaben als Zoos bezeichnen. Landesweit flossen rund 15 Millionen Euro vor allem in neue Gehege.

Hamburger Abendblatt - 26. Jan. 2006
"Warder"-Tiere bekommen neue Chefin
Alte, vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen zu züchten - daran arbeitet der Greenpeace-Tierpark "Arche Warder" seit der Übernahme im Jahr 2003 mit viel Erfolg. Mit mehr als 63 000 Besuchern 2005 habe sich die Lage des Tierparks stabilisiert, so Geschäftsführer Heinz Laing, der in dem aus einer Insolvenz hervorgegangenen Park für frischen Wind gesorgt hat. Birgit Radow (50), früher in der Greenpeace-Geschäftsführung, übernimmt die Park-Leitung am 1. Juni.

Morgenweb - 31. Jan. 2006
Landau: Gepardin "Cheetah" im Zoo eingeschläfert
Die Mitarbeiter des Landauer Zoos trauern um die Gepardendame "Cheetah". Das 17 Jahre alte Tier habe wegen chronischer Leber- und Nierenleiden eingeschläfert werden müssen. "Cheetah" war nicht nur der letzte Gepard des Zoos, sondern auch das derzeit älteste Tier im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Geparden. Sie war 1990 mit Gepard "Odysseus" nach Landau gekommen. Die Zucht gelang aber nicht. Bereits im kommenden März sollen aber neue Geparden in den Zoo einziehen. Dabei handelt es sich um eine seltene Unterart, um den so genannten Nordostafrikanischen oder Sudan-Geparden. Sie stammen aus einer Zuchtstation in den Vereinigten Arabischen Emiraten.


Format online - 26. Jan. 2006
Herberstein: Der Kripo-Bericht
Ein Kripobericht an die Staatsanwaltschaft zeigt, wie das System Herberstein funktionierte. Auch die Rolle von Starbariton Thomas Hampson ist Gegenstand der Untersuchung. Mit einem Urteil ist in dem Fall aber noch lange nicht zu rechnen. Der Affäre rund um Schloss und Tierpark wird, so viel ist bereits klar, ein langwieriges Gerichtsverfahren folgen. Von Herberstein wurden angeblich bereits 400.000 Euro Kaution hinterlegt. Denn die Vorwürfe, die sich in erster Linie gegen Andrea Herberstein, ihren Lebensgefährten, Starbariton Thomas Hampson, und einen Exmitarbeiter richten, sind zahlreich und betreffen unterschiedliche Delikte. Grundsätzlich gilt aber die Unschuldsvermutung. Neben diesem Strafverfahren, bei dem es primär um Untreue, schweren Betrug und Förderungsmissbrauch geht, wird in der Causa auch wegen Steuerhinterziehung ermittelt. Wobei hier frühestens in fünf Wochen mit einem Schlussbericht zu rechnen ist, da sich die zuständigen Fahnder durch einen Wust an Unterlagen wühlen müssen, die bei fünf Hausdurchsuchungen in Graz, Wien und auf Schloss Herberstein beschlagnahmt wurden.

Kölner Stadt-Anzeiger - 30. Jan. 2006
Zoo ist großen Familien zu teuer
Türkische Familien gehen seltener in den Zoo als deutsche Familien. Der Kölner Zoo wollte wissen, ob es kulturelle Hemmnisse dafür gibt. Eine Vermutung, die jetzt zwei Studentinnen der Universität in einer wissenschaftlichen Arbeit widerlegt haben. Es scheint schlicht der Eintrittspreis, der viele Familien abschreckt. Außerdem vermissen türkischstämmige Familien kommunikative Elemente im Zoo. Man treffe sich zum Grillen im Park, weil dabei der wichtigste Anspruch - das Beisammensein und die damit verbundene Kommunikation - erfüllt werde. Entscheide man sich für eine gemeinsame Unternehmung, überlege man sehr genau, was man für die in der Regel hohen Kosten durch Eintrittspreise und Verpflegung für eine großen Familie bekomme. „Da gehen türkische Familien lieber ins Phantasialand als in den Zoo“, sagt Wolf-Dieter Bukow, der für die Forschungsstelle für Interkulturelle Studien die Arbeit von Rebecca Müller und Kristina Franck betreute. Die beiden angehenden Lehrerinnen haben zahlreiche Befragungen in und außerhalb des Zoos durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass auch unter türkischen und türkisch-stämmigen Familien der Zoo ein außerordentlich positives Image hat. „Es wäre gut, wenn es einen Bonus für große Familien gebe“, sagt Bukow. Das würde nicht nur mehr Besucher locken, sondern auch helfen, dem bildungspolitischen Auftrag des Zoos gerecht zu werden. Die Studie schlägt weiter vor, einen mehrsprachigen Flyer als Zooführer anzubieten und die offenbar nicht ganz vorurteilsfreien Materialen der Zooschule zu überarbeiten.

Kölner Stadt-Anzeiger - 30. Jan. 2006
Familienkarte für den Zoo
Köln soll familienfreundlicher werden. Da sind sich alle einig. Doch Ansprüche müssen sich an der Praxis messen lassen. Es ist erstaunlich, wie beharrlich und folgenlos sich der Kölner Zoo seit Jahren gegen die Einführung einer Familienkarte wehren kann, obwohl er doch weiterhin mit Millionen aus dem Steuersäckel subventioniert wird. Gegen die Subventionen ist wenig einzuwenden. Dass der Zoo jedoch etwas verweigern kann, das in städtischen Schwimmbädern oder Museen dieser Stadt üblich ist, stößt sauer auf. Es ist Zeit für eine neue Initiative für die Familienkarte (die nicht teurer als 30 Euro sein darf). Hinzu müssen eine Vergünstigung für Alleinerziehende sowie die Einführung einer preiswerten Jahreskarte für Familien kommen.

Rheinpfalz.de - 31. Jan. 2006
Antilopen bei Überschwemmungen in Frankreich ertrunken
Bei Überschwemmungen in Südfrankreich sind 15 Antilopen in einem Tierpark ertrunken. Auch drei Wildesel und ein Grevy-Zebra, die zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten gehörten, wurden von den Fluten mitgerissen und getötet, wie die Leitung des Afrika-Parkes in Sigean am Montagabend mitteilte. Sie warf den Behörden Versäumnisse bei der Instandhaltung der Deiche vor, die den Park vor Hochwasser schützen sollen. 1999 waren in der Gegend bei starken Überschwemmungen 34 Menschen ums Leben gekommen.

 



Planung und Bau 

Neue OZ Online - 28. Jan. 2006
Zoo möchte nach Süden wachsen
Osnabrück. Der unterirdische Zoo rückt in greifbare Nähe, das "Tal der grauen Riesen" wächst, das Mombasa-Kinderland nimmt Konturen an - und schon gibt es neue Visionen für den Zoo. Am Südhang des Schölerbergs könnte in einigen Jahren "Samburu 2", eine weitere Afrikalandschaft, entstehen. Bei der Vorstellung der Zahlen 2005, dem achten Rekordjahr in Folge, gaben Schatzmeister Reinhard Sliwka, Geschäftsführer Andreas Busemann und Zoodirektor Dr. Wolf Everts die Überlegungen für eine mögliche Zoo-Erweiterung bekannt. In nächster Zeit werde es Gespräche mit der Stadt über diese Fläche und über Finanzkonzepte geben. Die Kosten für eine zweite Afrikaanlage werden auf knapp fünf Millionen Euro geschätzt. Leisten könne sich das der Zoo in einigen Jahren, so Geschäftsführer Andreas Busemann, denn die Bilanzen seien hervorragend. Die Finanzierung des unterirdischen Zoos sei ebenfalls gesichert: Die Stadt finanziert die Kongresslandschaft (die das Geld wieder erwirtschaften werde), ferner beteiligten sich renommierte private Stiftungen und die Bundesstiftung Umwelt. "Wir stehen so gut da, dass der städtische Zuschuss für den Zoo derzeit nur 15 Prozent beträgt. In anderen Zoos liegt er bei 50 Prozent", erläuterte Busemann. Nachdem die Außenanlage der Elefanten erweitert und der Bullenstall fertig gestellt sind, wird bis März 2007 nebenan das neue, für die Besucher begehbare Haus für die Breitmaulnashörner gebaut, dazu die 2000 qm große Außenanlage. Zoodirektor Everts hält schon Ausschau nach einem neuen Bullen und einem Weibchen. Schon im Frühjahr wird das Mombasa-Kinderland eröffnet.

Höchster Kreisblatt – 27. Jan. 2006
Neue Gehege für sechs Millionen Euro
Kronberg. Die Giraffen brauchen eine Turnhalle. 400 Quadratmeter wird sie groß und im September soll sie fertig sein. Das stattliche Haus, in dem künftig Netzgiraffen-Bulle Gregor zusammen mit drei langbeinigen Damen umhertraben kann, gehört zum Bauprojekt «Afrika Savanne», ebenso wie ein neues Restaurant und ein neues Verwaltungsgebäude. Auch der Zoo-Eingang wird umgestaltet. Am 20. September soll die Landtagsabgeordnete Brigitte Kölsch (CDU) die Bauten einweihen. Zugleich wird eine Woche lang das 50-jährige Bestehen des Opel-Zoo-Vereins gefeiert. Danach allerdings wird der Verein aufgelöst. Denn eine Stiftung soll die Zoo-Trägerschaft übernehmen. Das aktuelle Bau-Projekt – das größte, das es im Freigehege je gegeben hat – verschlingt sechs Millionen Euro. «Das Land Hessen und der Hochtaunuskreis haben für uns gebürgt, damit wir den nötigen Kredit bekommen», so von Opel. Im vorigen Jahr ist der erste Bauabschnitt fertig geworden. Mehrere Gehege im Europa-Teil gehören dazu. Unter anderem wohnen dort die europäische Wildkatze, von der die Hauskatze abstammt, drei Waschbären und die Stachelschweine. Neu im Zoo ist die Salzkatze, eine graue Kleinkatze mit schwarzem Tupfen-Muster, die aus Südamerika stammt. Weitere Baumaßnahmen waren die neue Heizung für die Zooschule und die neue Sanitäranlage. Insgesamt 1,7 Millionen Euro hat das gekostet. Projekte für die Zukunft sind je ein neues Gehege für die Elefanten und die Flusspferde.

Kronberger Bote - 1. Feb. 2006
Stadt und Opel-Zoo gehen weiteren Schritt zur Zukunftssicherung
Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet in ihrer nächsten Sitzung Donnerstag, 16. Februar, über eine Vereinbarung zwischen der Stadt Kronberg und dem Georg von Opel-Freigehege für Tierforschung, die einen weiteren wichtigen Schritt für die Zukunftssicherung des Opel-Zoos bedeutet. Gegenstand des Vertrages ist eine neue Wegeführung, die sowohl den städtischen Interessen als auch den Bedürfnissen des Opel-Zoos Rechnung trägt. Die Stadt Kronberg überlässt dem Freigehege den Teil des Philosophenweges, der als öffentlicher Weg durch das Zoogelände führt. Im Gegenzug erhalten alle Personen, die ihren ersten Wohnsitz in Kronberg haben, auf Dauer freien Eintritt in den Opel-Zoo. Die neue Wegeführung im und rund um den Opel-Zoo ist auch Teil des Gesamtkonzeptes zur Neugestaltung und Zukunftssicherung dieser Einrichtung. „Teil des Konzeptes ist schließlich auch ein neues Beschilderungs- und Informationssystem, das Besucher des Opel-Zoos insbesondere auch auf die nahe Kronberger Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten und Kultureinrichtungen hinweist (Burg, Stadtmuseum, Museum Kronberger Malerkolonie), aber auch auf die Fuß- und Radwegeverbindungen zum Bahnhof oder zum Quellenpark Kronthal“, so der Rathauschef abschließend.


Kronberger Bote - 1. Feb. 2006
Opel-Zoo feiert im September sein 50-jähriges Jubiläum
Der Vorstand des Opel-Zoos hat vor einigen Tagen im Rahmen einer Jahrespressekonferenz die Bilanz des letzten Jahres vorgestellt und einen Ausblick auf das laufende Jahr gewagt. „Mit einem erfreulichen Zuwachs in Höhe von rund acht Prozent auf zirka 600.000 Besucher konnten wir das Gesamtjahr 2005 abschließen und somit auch wirtschaftlich an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen“, resümierte Gregor von Opel. Wie bei der Grundsteinlegung im Oktober letzten Jahres berichtet, ist das Kronberger Freigehege mit dem Bauprojekt „Afrika Savanne“ in eine neue Dimension der Investitionen eingetreten, die zur Zukunftssicherung des Freigeheges unerlässlich sind und mit Hilfe einer Patronatserklärung des Landes Hessens und des Hochtaunuskreises ermöglicht werden. Im Einzelnen geplant sind neue Stallungen für die Giraffen, die dann über vier komfortable Boxen von je rund 50 Quadratmetern, über Laufflächen von mehr als 400 Quadratmetern und über zwei Vorgehege für Kühe und Bullen mit je 120 Quadratmetern verfügen werden. Hinzu kommen die Stallungen für Zebras, Antilopen und Strauße, die dann gemeinsam mit den Giraffen auf der rund 7.500 Quadratmetern Außenanlage weiden werden. „Darüber hinaus ermöglicht die neue Restauration über die Tiere hinweg einen atemberaubenden Blick in die Rhein-Main-Ebene. Der Eingangsbereich wird neu gestaltet und rechts vom Haupteingang entsteht ein neues Verwaltungsgebäude“, berichtete von Opel. Die Eröffnung und Übergabe der „Afrika Savanne“ an die Besucher ist für den September geplant, dem Jubiläumsmonat zum 50-jährigen Bestehen des Trägervereins. „Anlässlich unseres Jubiläums haben wir zahlreiche Sonderveranstaltungen geplant“, so Dr. Thomas Kauffels, der Direktor des Opel-Zoos. „Wir freuen uns ganz besonders, dass wir im Jubiläumsjahr erstmals in der Geschichte des Freigeheges auf eine Unterstützung der Adam Opel GmbH rechnen dürfen“, führte der Vorstand des Opel-Zoos, Gregor von Opel, weiter aus.


Frankenpost – 26. Jan. 2006
Jetzt kapitulieren sogar die Paviane
„Menschen suchen nach der perfekten Illusion“, sagt Kai Hammerschmidt, Geschäftsführender Gesellschafter, und zusammen mit Klaus Gohl Chef des Unternehmens in Wunsiedel-Schönbrunn. Das Ziel: Mit Wohlfühl-Oasen und Erlebnislandschaften die Träume der Kunden zu verwirklichen. Die Firma hat seit ihrer Gründung als Ein-Mann-Betrieb im Jahr 1992 einen rasanten Aufstieg zum Marktführer der Branche hinter sich gebracht. Das Gestalten von Kunstfelsen ist das Hauptsegment von KaGo & Hammerschmidt; eine weitere wesentliche Rolle spielt die Objektbegrünung. Zu den bekannten Kunden zählt das Legoland in Günzburg, wo die Wunsiedler Firma im Jahr 2003 eine 400 Quadratmeter große Felsenlandschaft installierte. Was sich als Folgeauftrag anschloss, bezeichnet Kai Hammerschmidt als „gewaltige Herausforderung“. Zwanzig Mal größer, 8000 Quadratmeter nämlich, war der Auftrag, der in Europas größter Kunstfelsen-Baustelle wartete: In der Robben- und Eisbärenanlage von Gelsenkirchen bildeten die Spezialisten aus dem Fichtelgebirge ein Gebirgsmassiv der Landschaft Alaskas nach. Neben einem Folgeauftrag aus Gelsenkirchen im Wert von 500 000 Euro schloss sich eine Order des Wuppertaler Zoos an, wo KaGo & Hammerschmidt in das Löwengehege Kunstfelsen im Wert von einer Million Euro einbauen wird. Tierisch freut sich Hammerschmidt auch über einen „Test-Auftrag“ des Hamburger Tierparks Hagenbeck, wo die Spezialisten aus Wunsiedel wanderfreudige Paviane zur Kapitulation gezwungen haben.




Aktionen

HNA Online - 31. Jan. 2006
Durch den Wildpark im Fackelschein
Von seiner mystischen Seite zeigt sich der Wildpark Knüll am kommenden Samstag, 4. Februar. Die Mitarbeiter laden zur Nachtwanderung ein. Mit Fackeln führt das Wildpark-Team die Besucher durch den Park. Im Anschluss gibt es heißen Punsch zum Aufwärmen.


Berliner Zeitung - 25. Jan. 2006
Volksbank sammelt für den Tierpark
Die Berliner Volksbank hat in ihren Filialen Spendenhäuschen der Fördergemeinschaft des Berliner Tierparks aufgestellt. Der Tierpark trage entscheidend zur Attraktivität Berlins bei, sagte Regionalleiter Hans-Günter Zeger. "Als Berliner Unternehmen fördern wir somit ein Stück Berlin."

 

Nachwuchs 
 
Westdeutsche Zeitung - 31. Jan. 2006
Endlich sicher: Sabi ist schwanger
Wuppertal. Die jüngste Urinprobe brachte Gewissheit, zumindest zu 99 Prozent, wie sich Zoo-Direktor Ulrich Schürer ausdrückt: Sabi ist schwanger. Im Wuppertaler Elefantenhaus stehen die Chancen damit gut, dass es bald das dritte Elefantenbaby nach Bongi und Kibo geben wird. Wenn alles nach Plan läuft, erblickt das dritte Elefantenbaby Mitte 2007 das Licht der Welt im Wuppertaler Zoo. Die Elefantenzucht im Wuppertaler Zoo hat System. Und so kann es auch für die vierte Elefantenkuh im Zoo demnächst ernst werden. "Der Zyklus hat bereits eingesetzt und wir bringen sie regelmäßig mit dem Bullen zusammen", so Sliwa.


WDR - 1. Feb. 2006
Zoo Wuppertal erwartet Elefantennachwuchs
Der Zoo in Wuppertal bekommt wieder Nachwuchs. Nachdem bereits im vergangenen Jahr zwei Elefanten in dem Tierpark geboren wurden, ist nun auch die Kuh "Sabie" trächtig. Allerdings wird das Baby erst in ein bis eineinhalb Jahren erwartet. Derzeit hat der Zoo sieben Elefanten - neben den beiden Jungtieren "Bongi" und "Kibo" vier Kühe und einen Bullen.


Express - 1. Feb. 2006
Schwangerer Dickhäuter im Zoo: Elefanten–Geburt erst im März?
Eines vorweg: Im Kölner Zoo ist alles ruhig. Aber viele Elefanten-Fans, die die schwangere Dickhäuterin Khaing Lwin Htoo per Webcam im Internet beobachten, waren am Dienstag in heller Aufregung. Der Grund: Die Elefanten-Cam war ausgefallen, am PC blieb der Bildschirm schwarz. 200.000 Zugriffe hat die Cam täglich – und viele der Elefanten-Fans auf der ganzen Welt machten sich Sorgen. Vielleicht ist die Geburt schon im Gange, eventuell was Schlimmes passiert? Alles falsch – technische Probleme. Der nächste Geburtstermin ist jetzt übrigens für Anfang März angesetzt.


Vogtland Anzeiger – 26. Jan. 2006

Chemnitz hat eine «Prinzessin» - Nachwuchs bei Prinz-Alfred-Hirschen
Im Tierpark Chemnitz hat sich Nachwuchs bei den vom Aussterben bedrohten Prinz-Alfred-Hirschen eingestellt. Die Freude über den Zuchterfolg sei besonders groß, da das Chemnitzer Hirschpaar erstmals ein Mädchen bekam. Bislang gab es vier Mal männliche Jungtiere. Derzeit besteht die Familie in dem Tierpark aus den Eltern, der eine Woche alten «Prinzessin» und ihrem anderthalb Jahre alten Bruder.


Die Welt – 27. Jan. 2006
Nachwuchs bei den Orang-Utans im Zoo

Große Freude bei Affenhaus-Chef Reimon Opitz im Zoo: Am vergangenen Mittwoch um 20.10 Uhr brachte das 16jährige Sumatra-Orang-Utan-Weibchen Njanuk, besser bekannt als "Mücke", ein Jungtier zur Welt. "Obwohl es das erst Kind von Mücke ist, klappt bislang alles ganz wunderbar", so Opitz, der Mücke selbst zusammen mit Kurator Peter Rahn mit der Hand aufgezogen hatte.

Berliner Morgenpost - 31. Jan. 2006
Orang-Utan-Dame Mücke zeigt sich als Bilderbuchmutter
Gemütlich kuschelt sich Orang-Utan-Dame Mücke in eine Ecke ihres Käfigs. Immer eng an sich gedrückt ihr Kleines, das vergangenen Mittwoch im Zoo das Licht der Welt erblickte. "Und das, obwohl Mücke eine Handaufzucht ist und noch nie gesehen hat, wie eine Mutter mit ihrem Kind umgeht. Die Instinkte setzen sich eben durch", sagt Affenhaus-Chef Reimon Opitz zufrieden. Ebenfalls im Käfig ist der 17jährige Enche. Der Vater des kleinen Äffchens war auch bei der Geburt dabei.

Sächsische Zeitung – 27. Jan. 2006
Ein kleiner Hirsch namens 'Morgenröte'

„Hurra, wir haben eine Prinzessin!“: Tierparkpfleger Uwe Rühling (41) ist außer sich vor Freude. Bei den vom Aussterben bedrohten Prinz-Alfred-Hirschen hat sich erstmals weiblicher Nachwuchs eingestellt: „Wir tauften das Tier auf Aurora.“ Übrigens: Prinz Junior, der „blaublütige“ Ausreißerkönig der Hirschfamilie (bisher vier männliche Jungtiere), hat nun in Decin (Tschechien) eine neue Zoo-Heimat gefunden. Prinz Junior hatte für Aufsehen gesorgt, als er im Juli 2001 für eine Woche aus dem Tierpark ausgebüxt war. Tierparkchef Hermann Will fing ihn mit Nachtsichtgerät und Falle wieder ein.

Nachrichten.ch - 30. Jan. 2006
Basler Zolli: Seltener Nachwuchs
Ein neugeborenes Giraffenmädchen erfreut im Basler Zolli die Gäste: Dawa kam am 16. Januar zur Welt und kann mit ihrer Mutter Wari im Antilopenhaus beobachtet werden. Mutter und Kind gehören zu den in europäischen Zoos seltenen Massai-Giraffen. Die sechsjährige Mutter Wari zieht zum ersten Mal ein Junges auf. Wegen der klirrenden Kälte bleiben Dawa und Wari vorerst noch im Stall, wo sie für Zolli-Besucherinnen und -Besucher zu sehen sind.

Berliner Morgenpost - 1. Feb. 2006
Großes Geschrei bei den Pelikanen
Bei den Pelikanen im Tierpark Berlin hat es wieder Nachwuchs gegeben. In der gut geheizten Vogelaufzucht werden von den Tierpflegern vier Rotrückenpelikane und ein Rosapelikan von Hand aufgezogen. Ein zweiter Rosapelikan wächst bei den Eltern in der großen Brutkolonie auf. Die Handaufzuchten waren notwendig, da die Rotrückenpelikane bereits im Herbst auf der Freianlage gelegt hatten, so daß die Eier in die Brutmaschine überführt werden mußten. Die Rosapelikane waren zwar beide bei den Eltern geschlüpft, jedoch mit einem Abstand von drei Tagen. Das am Neujahrstag geschlüpfte Nesthäkchen wurde von seinem älteren Geschwistertier drangsaliert und bekam kaum Futter ab, so daß auch hier die Handaufzucht nötig war.


Hannoversche Allgemeine Zeitung - 25. Jan. 2006
Mit schwarzen Schafen möchte man ja eigentlich nichts zu tun haben
Doch im Zoo Hannover ist das naturgemäß ein bisschen anders. Dort ist nicht nur Tierpflegerin Sigrid Flohr (38) über die insgesamt sieben kleinen Rauwolligen Pommerschen Landschafe, die zwischen dem 23. Dezember und jetzt zur Welt kamen, sehr erfreut. Gestern durften die Lämmer, die auf Meyers Hof leben, erstmals nach draußen und ein wenig im Schnee herumtollen. Die Familie gehört übrigens einer sehr alten Schafrasse an, deren Bestände seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts rapide abnehmen.




Wiesbadener Kurier - 31. Jan. 2006
Makulla - seit 50 Jahren der Star im Frankfurter Zoo
Makulla tapst unbeholfen auf den Baumstümpfen in ihrem Gehege herum. Die alte Gorilla-Dame im Frankfurter Zoo ist mittlerweile 50 Jahre alt und gilt als das Tier, das am längsten im Frankfurter Zoo gelebt hat. Es dauert deshalb eine ganze Weile, ehe Makulla ihre Geburtstagstorte aus Quark, Zwieback, Pfirsich und Kirschen erspäht hat. Große Medienauftritte scheint das 50 Jahre alte Gorilla-Weibchen, das am grauen Star leidet, nicht mehr zu schätzen. Im Juni 1956 kam sie als sechs Monate altes Baby ins Menschenaffenhaus nach Frankfurt. Damals war sie bereits eine Sensation, doch zu Berühmtheit gelangte Makulla 1965, als sie mit der Geburt des ersten Gorillas in Deutschland für Schlagzeilen sorgte. Zwei Jahre später gebar sie sogar Zwillinge, was es in deutschen Zoos zuvor noch nie gegeben hatte.

Neue OZ Online - 27. Jan. 2006
Viel Malzbier: So schmeckt Affen bittere Medizin
172 Geburten gab es 2005 im Zoo Osnabrück, 90 Prozent der Jungtiere überlebten. "Das ist auf unsere guten Haltungsbedingungen zurückzuführen, auf die tierärztliche Versorgung, aber auch auf das Fressen", erläuterte Zoodirektor Dr. Wolf Everts. Damit die Zoobesucher in Zukunft auch wissen, wofür sie (unter anderem) Eintritt bezahlen, werden bald die enormen Futterzahlen am erweiterten Wirtschaftshof angeschlagen sein. 212774 Euro gab der Zoo im vergangenen Jahr allein für die Futterkosten aus, das sind 583 Euro am Tag. Und wo viel gefressen wird, entsteht auch viel Mist: 330 Tonnen.


Lifestyle: 30 January 2006
Sofia Zoo Eldest Elephant Dies Aged 58
One of the symbols of Sofia's Zoo the elephant Sivitri passed away Monday morning aged 58, which is equal to 100 human years. The elephant named after an Indian goddess was first transported to Sofia from India at the age of 7. Sivitri was first transported to Sofia back in 1955. In India she "worked" at a school for lumbermen. Sivitri was the eldest animal at Sofia Zoo. Now Sofia's Zoo is left with only one elephant - Artaida. Doctor Ivan Ivanov, director of the Zoo said in an interview for local Darik radio that Sivitri has been sick over the last few months.

>> Artaida war erst vor 1 1/2 Jahren kürzlich aus Gelsenkirchen gekommen

Höchster Kreisblatt – 27. Jan. 2006
1380 Tiere und 191 Arten wohnen im Opel-Zoo
Der Opel-Zoo ist der einzige Zoo in Hessen, in dem Elefanten zu bewundern sind. Am 31. Januar 2005 beherbergte das Freigehege 1380 Tiere und 191 Arten, berichtete Gregor von Opel. Mufflons, Ziegen und Hirsche werden nachgezüchtet. Auch die mesopotamischen Damhirsche vermehren sich gut. Die Besucher-Bilanz für das vergangene Jahr fällt gut aus. Um insgesamt 8 Prozent seien die Besucherzahlen angestiegen.

Berliner Zeitung - 30. Jan. 2006
Chinas trojanische Bären
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul - diese Höflichkeitsregel gilt zwischen China und Taiwan nicht. Seit vergangenem April währt nun schon der Streit um ein Panda-Pärchen, das Peking dem Zoo von Taipeh stiften will. In der Nacht zu gestern bekamen die beiden vier und zwei Monate alten Bären in einer Fernsehgala anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes ihre offiziellen Namen: "Tuan Tuan" und "Yuan Yuan" sollen sie heißen. Das klingt hübsch, ist es aber nicht. Denn "tuan yuan" bedeutet "Zusammensein" oder "Zusammenkommen". Sprich: Wiedervereinigung. Die de facto unabhängige Inselrepublik Taiwan, die von einer Wiedervereinigung unter dem Dach der Volksrepublik nichts wissen will, ist empört. Die Regierung in Taipeh klagt über eine "Politisierung der Panda-Frage". Angeblich soll es bei der Namenswahl ausgesprochen demokratisch zugegangen sein. Drei Wochen lang konnten die Chinesen Vorschläge einreichen; 23 davon standen am Sonnabend zur Auswahl. 100 Millionen Menschen sollen sich dann per Telefon, Internet oder SMS an der Abstimmung beteiligt haben.

China Internet Information Center - 27. Jan. 2006
Shanghaier Zoo will zum Schutz wilder Wölfe beitragen
Der Shanghaier Zoo hofft bald Heimat des größten Wolfsrudel des Landes zu sein und so zum Schutz der Tiere vor dem Aussterben in China beizutragen. Am vergangenen Dienstag sind fünf Wölfe aus Xi'an, der Hauptstadt der Provinz Shaanxi, in dem Zoo eingetroffen. Die neuen Wölfe und vier Wölfe, die bereits in dem Zoo leben, werden der Öffentlichkeit während des Frühlingsfestes ab Sonntag zur Schau gestellt. Nach Angaben des Zoos hat Überjagung den Wolfbestand des Landes in Gefahr gebracht. Vor einigen Monaten entsandte der Zoo Forscher zur Suche nach wilden Wölfen ins ganze Land, es wurden aber keine Anzeichen größerer Wolfsrudel mehr gefunden. Der Zoo plant einige Wölfe zu importieren und zu züchten, um sicherzustellen, dass er bis zum Ende des Jahres über ein Rudel von 20 Wölfen verfügt. Einige sollen schließlich wieder ausgewildert werden. Für die gegenwärtig neun Wölfe hat der Zoo ein 300 Quadratmeter großes Gehege eingerichtet.


affolternonline.ch - 30. Jan. 2006
Drei Fliegen am Tag sind den einen genug
Mehr als 500 Tonnen Nahrung haben die gut 4000 Tiere im Zoo Zürich letztes Jahr verspeist. Es wird in der Zoo-Grossküche zubereitet. Tierpfleger und Tierarzt tüfteln wenn nötig individuelle Diätpläne für ihre Schützlinge aus.

Prignitzer - 25. Jan. 2006
Trotz "Affenkälte" alles am Laufen
Bei der "Affenkälte" ziehen die Totenkopfäffchen die wohlige Wärme im Affenhaus vor, und auch die Resusaffen stecken nur ganz verstohlen die Nase mal ins Freie. "Hausarrest" haben jetzt auch die Papageien. Die Gefahr, dass sie mit ihren warmen Füßen am Gitter des Außengeheges kleben bleiben, ist zu groß, erläutert Tierparkleiter Wilhelm Lüdke. Tierisch wohl fühlen sich hingegen Polarfuchs und Schneeeule. Nachwuchs hat sich gar bei den Kamerunschafen eingestellt. Acht Lämmer zählte Wilhelm Lüdke bereits.

Höchster Kreisblatt – 27. Jan. 2006
Tierische Splitter
Kronberg. Noch keinen Monat alt und schon Aussicht auf ein Eigenheim mit Harem: Giraffenbulle Gregor, der erst am 7. Januar dieses Jahres auf die Welt gekommen ist, soll in das neue Giraffenhaus einziehen, das gerade gebaut wird. Der Zoo besorgt ihm dann noch drei nette Gesellschafterinnen mit langen Hälsen. Und damit das junge Glück nicht gestört wird, ziehen Gregors Eltern nicht mit um. Sie sollen im alten Gehege bleiben und bekommen dort ihr Gnadenbrot.

Berliner Morgenpost - 28. Jan. 2006
Ein Fisch, der im Wasser ertrinken kann
Es gibt einen Fisch, der kann ertrinken. Schon sein Name beseitigt alle Zweifel: Lungenfisch. "Es ist tatsächlich so, daß der Lungenfisch den allergrößten Teil seiner Atmung über die Lungen erledigt", sagt Tierpark-Kurator Klaus Rudloff. In der Tierpark-Cafeteria lebt ein solches Exemplar, ein Vertreter der afrikanischen Gattung. Der Tierpark Friedrichsfelde kam durch einen Zufall in den Besitz des inzwischen mindestens 32 Jahre alten Tieres. FU-Professor Burkhard Schricker suchte vor dreieinhalb Jahren eine neue Bleibe für den Fisch und bot ihn dem Tierpark an.

Südkurier – 26. Jan. 2006
Ein Äffchen auf Schwarzwaldtour
10 Uhr morgens an der Wutachmühle bei Bonndorf im Schwarzwald: Andreas Schey kurbelt die Scheibe herunter: "Ja, er ist noch oben", seufzt er. Mit einem Kollegen wartet der Tierpfleger bereits wieder seit 6 Uhr auf dem Parkplatz, schaut hinauf in die Wipfel eines Baumes. Ein Berberaffe sitzt dort im Geäst. Das Äffchen, keinen Meter groß und mit vier Jahren noch jung, haust mit seiner Horde von rund 40 Berberaffen im Schwarzwaldpark in Löffingen. Zumindest bis vergangenen Freitag. Da machte der Affe sich auf, den Schwarzwald zu erkunden.

Bietigheimer Zeitung online – 26. Jan. 2006
Wanderer entdecken ausgebrochenen Berberaffen
Drei Tage nach seinem Verschwinden aus einem Tierpark in Löffingen ist ein Berberaffe von Wanderern im Wald bei Bonndorf (Kreis Waldshut) entdeckt worden. Das vier Jahre alte Tier konnte von Pflegern unter anderem mit Bananen angelockt werden, sagte eine Parksprecherin. Der Affe wurde betäubt und zurück in den Schwarzwaldpark gebracht.


Kölner Stadt-Anzeiger - 1. Feb 2006
Der Hirsch genießt ausgiebig
Troisdorfern ist der Hirschpark einer der liebsten Flecken in der Stadt - und an einem kalten Wintertag lohnt ein Besuch ganz besonders. Kein Laub verstellt die Sicht auf das Sika- und Rotwild, und die Gehege-Landschaft hat unter harschem Schnee und Raureif einen besonderen Charme.

Sachsen Fernsehen Chemnitz - 28. Jan. 2006
Zu Besuch im Tierpark Hirschfeld


ka-news.de - 26. Jan. 2006
Karlsruher Zoo bald wieder länger geöffnet

Ärzte Zeitung - 27. Jan. 2006
Club der einsamen Tigerin
Der Zoo der mexikanischen Stadt Culiacan, 1300 Kilometer nord-westlich von Mexiko-Stadt, sucht für seine weiße Tigerin einen weißen Tiger. "Schöne weiße Tigerin von vier Jahren sucht einen weißen Tiger, um eine schöne Familie zu gründen", heißt es in der Werbekampagne des kleinen Zoos. Wie Direktor Humberto Hiriarte sagte, verspricht sich der arme Tierpark von der Geburt weißer Tiger einen Einnahme-Zuwachs bis zu 60 Prozent. Da die Summe von 23 500 US-Dollar (etwa 20 000 Euro) für den Versuch einer Tigerzeugung fehlen, gründete Hiriarte einen "Club der einsamen Herzen", der das Geld einsammeln soll.

Verhaltensforschung: Die guten Seiten der Bosheit
Gemein ist nur der Mensch - das jedenfalls legt der jüngste Versuch des kanadischen Verhaltensforschers Keith Jensen nah. Der Biologe vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie im Leipziger Zoo wollte wissen, ob der Schimpanse zu ähnlicher Bosheit fähig ist. Jensen baute eine Apparatur aus Seilen und zwei rollenden Tischchen, jeweils bestückt mit Bananen. Zog der Affe aus seinem Glaskäfig heraus an der linken Strippe, rollte ein Tablett mit Bananenstückchen in seine Reichweite. Wählte er dagegen die rechte, so kam auch sein Nachbar an die Leckereien heran. Steckte im Tier die Bosheit der kleinen Mimi, zöge es immer am linken Seil - um nur ja dem anderen nichts zu überlassen. Das tut der Schimpanse aber nicht. Wahllos zieht er mal links, mal rechts. Von Missgunst keine Spur. "Ich konnte es kaum glauben", sagt der blondbärtige Forscher und schüttelt den Kopf. "Diese Tiere schikanieren sich ständig, prügeln sich - ich war mir sicher, dass sie auch zur Bosheit fähig sind!"

January 29, 2006
Bush lifestyle, city views
http://www.smh.com.au/articles/2006/01/28/1138319491153.html
Sydney. A city oasis is already greeting those walking through Darling Harbour as construction on Sydney's newest tourist attraction, Sydney Wildlife World, takes shape. A rainforest canopy with ferns and tropical flowers is beginning to peek through the mesh roof, which will house aviaries of butterflies and native birds. The $45 million wildlife park is expected to open late October
(mit Luftbild)

Elephant Tramples Teen to Death at Zoo
ASUNCION, Paraguay (Jan. 31)
A 13-year-old boy who entered an elephant's open-air cage to feed it a mango was crushed to death on Tuesday. Guillermo Gonzalez got past a rock wall and two metal fences to reach the 4 1/2-ton elephant, named Maia, but the animal reacted violently, stomping the teenager to death before a trainer could intervene. Carlos Britos, a veterinarian and director of the zoo.
He described the 35-year-old elephant as docile and obedient with him and other handlers.

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Zoos  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 01.02.2006
Kamelhengst Achmed erlitt einen Magendurchbruch
Heute ist den Mitarbeitern des Görlitzer Tierparks der von den Veterinären der Universität Leipzig am gestern eingeschläferten Kamelhengst erhobene Untersuchungsbefund mitgeteilt worden: Er litt an Magengeschwüren, von denen einige bereits früher zu kleinen Magendurchbrüchen geführt hatten. Die waren zum Glück alle wieder verheilt. Erst kürzlich kam es nun zu einer erneuten aber extrem schweren Ruptur, die der Körper nicht von allein durch eine
Wundheilung schließen konnte. Der in die Bauchhöhle geratene Futterbrei führte zu einer Bauchfellentzündung, in deren Folge es zu einer Bauchwassersucht kam. Mehr als 80 Liter Sekret haben deshalb die Pathologen in der Bauchhöhle vorgefunden. In solch einem Fall ist keinerlei Hilfe mehr möglich. Die Entscheidung, das Tier einzuschläfern, war also richtig.

Tiergarten Nürnberg, 01.02.2006
GRUNDIG Intermedia GmbH unterstützt das Projekt Delphintherapie des Tiergartens Nürnberg
Der Gesamterlös aus dem Verkauf der Produkt-Kataloge bei den Internationalen Funkausstellungen in Berlin, wird traditionsgemäß von der Firma Grundig Intermedia GmbH einem guten Zweck gespendet. Dieses Mal entschied sich die Firma GRUNDIG Intermedia GmbH das Projekt Delphintherapie des Tiergartens Nürnberg zu unterstützen. Bei der letztjährigen Ausstellung wurden Kataloge für insgesamt ¬ 4.144,70 verkauft. Diese Summe kommt nun den Eltern und Kindern zugute, die bei den nächsten Therapiesitzungen nach Nürnberg kommen. Außerdem stattet Grundig Intermedia GmbH den Eingangsbereich des Delphinariums sowie den Infocontainer des Fördervereins DelphinLagune e.V. mit diversen LCD- und Plasma TVs, DVD-Playern bzw. -Recordern aus.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 01.02.2006
No net hudle ...
Sollten übermäßige Eile beim Essen und Hektik im Alltag tatsächlich ungesund und einem langen, glücklichen Leben abträglich sein, dann müssten Faultiere die allerzufriedensten, langlebigsten Tiere auf diesem Planeten sein! Diese Gemütstiere aus südamerikanischen Regenwäldern haben Slowfood und Entschleunigung quasi schon vor Jahrmillionen erfunden – kopfunter hängen sie in Bäumen mit ihrem Lieblingsfutter und tragen ihr Haar am Bauch gescheitelt, damit der Regen besser abläuft. Der Tarnung halber nisten Algen im Fell, so dass nur wenige Entdecker die Ruhe der verträumten Vegetarier stören. Auf den Boden geht’s nur für sanitäre Zwecke, oder falls sich ein neuer Baum nicht durch Hinüberhangeln erreichen lässt – notfalls können Faultiere aber sogar schwimmen! Die Faultiereltern „Mike“ und „Marlies“ sind sogenannte Zweizehen-Faultiere, die bei aller Gemütlichkeit erstaunlicherweise doch immer wieder mal ein kleines Faultierchen zustande bringen. Der Faultierteenager „Sid“ im Kleinsäugerhaus der Wilhelma hat am 23. Januar seinen 1. Geburtstag gefeiert. „Sid“ ist sehr zutraulich, übertreibt es mit der Faulheit aber ein bisschen, denn eigentlich sollte man in dem Alter als Faultier schon etwas selbstständiger sein. Benannt wurde „Sid“ nach dem Faultier in „Ice Age“ – ein bisschen voreilig allerdings, denn „Wilhelma-Sid“ darf in dem Kinofilm nicht mitspielen und ist auch kein Junge, sondern ein Mädchen. Letzteres ist allerdings bei Faultieren zugegebenermaßen sehr schwer zu bestimmen. Die Wilhelma-Besucher jedenfalls können die Faultiere im Kleinsäugerhaus der Wilhelma aus nächster Nähe beobachten .. und sich dabei auch gleich auf einen entspannten Tag in der Wilhelma einstimmen.

Zoo Frankfurt, 01.02.2006
Von allen neun Giraffen-Unterarten
ist sicher die Netzgiraffe aus Nordkenia und Südäthiopien mit den tief rotbraunen Flecken und weißen Netzzeichnung die schönste. In unserem im September 2005 eröffneten Giraffen-Informationszentrum (Geschenk Stadt Eschborn) wird in interaktiver Form viel Wissenswertes geboten, z.B. über Unterarten und deren Verbreitung, Blutdruck, Schlaf (für Minuten wird Kopf auf Boden gelegt), Kampf (Bullen stehen parallel und schlagen Hörner gegeneinander), Fressen (Akazien und anderes Laub aus Baumkronen; deshalb Bein- und Halsverlängerung – trotzdem nur sieben Halswirbel). Eine Skulptur einer Junggiraffe von Ernst Paulduro steht mit Blindenbeschriftung im 1953 erbauten Giraffenhaus (Haus von der Vorgängerin der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt geschenkt). Das Netzgiraffen-EEP (Europäisches Erhaltungszucht-Programm) wies am 01.01.2004 nur 99 Netzgiraffen in 31 Zoos auf. Die größte Herde lebt im tschechischen Zoo Dvur Kralove, während die Gruppen in den Zoos von Köln und Frankfurt jeweils sechs bis acht Köpfe stark sind und neben der Zucht in Dvur Kralove die besten Zuchterfolge aufweisen.

Zoo Duisburg, 01.02.2006
Hunde in den Zoo
Was seit Jahrzehnten tabu war, wird künftig im Zoo am Kaiserberg keine Geltung mehr haben:
Frauchen und Herrchen, die mit ihren treuesten Vierbeinern zwischen Elefantenhaus und Delphinarium spazieren gehen wollten, wurden bis Ende Januar diesen Jahres stets höflich aber bestimmt an den Kassen des Zoos abgewiesen. Das wird sich ändern: Denn in den vergangenen Jahren stiegen nicht nur Anfragen, sondern auch Unverständnis für das kompromisslose Hunde-Verbot im Zoo. Ein Blick in die Zoologischen Gärten von Münster, Gelsenkirchen, Bochum und Krefeld zeigt auch, dass deren Duldung von „Herr/Frau mit Hund“ entlang von Rasen, Rabatten und Raubtiergehegen keine nennenswerten Zwischenfälle aufzuweisen hatte. Um dem Drängen hundehaltender Tierfreunde nachzugeben, wird – zunächst probeweise und unter Vorbehalt bis zu Beginn der Osterferien – allen Hundebesitzern Einlass in den Zoo gewährt - vorausgesetzt, „Strolch“, „Rex“ oder „Waldi“ gelten als umgänglich untereinander und gegenüber Fremden, sind dauerhaft und sicher angeleint und – hoffentlich – weder verschreckt noch verstört, wenn sie Elefant, Nashorn oder Kranich – nur durch Gräben getrennt – Nase an Schnabel gegenüberstehen. Um Sicherheit für Mensch und Tiere bei hoher Besucherdichte zu gewährleisten, dürfen Hunde allerdings grundsätzlich nicht in Tierhäuser und auf Kinderspielplätze; eine Begleitperson also muss z.B. vor dem Delphinarium, Äquatorium, Rio Negro und/oder Koala-Haus auf den vierbeinigen Zoogast aufpassen.

Zoo Leipzig, 01.02.2006
Zoofreunde aufgepasst! Sparwoche im Leipziger Zoo
Vom 6. Februar bis 12. Februar 2006 bietet der Zoo Leipzig seinen Besuchern die ganze Faszination der Tierwelt zu günstigeren Eintrittspreisen. Erwachsene zahlen in dieser Woche statt den üblichen 10 nur 8 Euro, Kinder statt 6 nur 4,50 Euro und Familien kommen für 22 statt 25 Euro in den Genuss des Naturerlebnisses Zoo. Natürlich hat der Zoo seinen Gästen auch im Februar einiges zu bieten. Neuankömmlinge, wohin das Auge auch blickt. So gab es zum Beispiel endlich den ersehnten Nachwuchs bei den kleinsten Bewohnern des Huftierhauses. Sowohl die Mulle, als auch die Fetten Sandratten sind jetzt mit der Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt. Genauso wie die Mähnenwölfe, die sich rührend um ihre Jungen kümmern. Einen wahren Kindersegen konnte in den letzten Wochen der Tierkindergarten bei den Ziegen verzeichnen. Neues Bestaunen im Leipziger Zoo – in der Zoosparwoche ein doppeltes Vergnügen!

Tiergarten Heidelberg, 01.02.2006
Vorsicht: Gefährliche Bäume!
Sie kennen keine gefährlichen Bäume? Dann fragen Sie doch mal Ihre Kinder oder die der Nachbarn - denen fällt dabei bestimmt die Peitschende Weide aus Harry Potter ein. Natürlich sind die Bäume im Tiergarten Heidelberg nicht aktiv gefährlich, dennoch könnten sie Besucher wie Tiere ebenso ernsthaft verletzen, wie der Baum aus der bekannten Buchreihe. Zweimal im Jahr werden deshalb im Zoo alle Bäume auf ihren Zustand untersucht. So fand man bei der letzten Überprüfung 20 Gefahrenbäume, die es nun zu beseitigen galt. Aber keine Angst – der Säge viel kein einziger Baum zum Opfer. „Wie kann denn aber nun so eine normale Weide oder Buche gefährlich sein?“ werden Sie jetzt vielleicht denken. In erster Linie handelt es sich dabei um morsche Äste, die nicht nur einen vorbeigehenden Besucher oder Pfleger treffen, sondern auch die Zäune der Gehege beschädigen könnten. Zudem waren einige Bäume gefährdet, bei ungünstigen Windverhältnissen umzustürzen. Da der Zoo weder technisch noch personell dafür gerüstet ist, größere Baumschneidearbeiten durchzuführen, erklärte sich die Firma Hoffmann freundlicherweise bereit, ihren Hubsteiger vergünstigt für die fünftägigen Arbeiten bereitzustellen. So wurden alle Gefahrenquellen zusammen mit den Zoohandwerkern beseitigt und die 20 Bäume – unter denen sich auch eine Weide befand – konnten erhalten bleiben.

Zoo Wuppertal, 01.02.2006
Nachwuchs bei den Mittelamerikanischen Tapiren im Zoo Wuppertal
Am 18. Januar 2006 kam im Zoologischen Garten Wuppertal ein Mittelamerikanischer oder Baird’s Tapir zur Welt. Die Mutter ist „Susanna“, der Vater heißt „Jasper“, das Jungtier „Chico“. Mittelamerikanische Tapire werden in Europa nur im Zoo Wuppertal gepflegt und der nun geborene kleine Tapirbulle ist erst der zweite Baird’s Tapir der in Europa aufwächst. Seine Mutter „Susanna“ wurde hier im August 1998 geboren und hat nun mit dem 14 jährigen Tapirbullen „Jasper“, der aus dem Zoo Wichita in Kansas 1996 nach Wuppertal kam, erstmalig Nachwuchs bekommen. Nach 414 Tagen Tragzeit wurde das kleine längs gestreifte Jungtier geboren. Die Mutter kümmert sich hervorragend um den Kleinen. In den Zoologischen Gärten Mittel- und Nordamerikas gibt es für die bedrohten Mittelamerikanischen Tapire ein kleines Erhaltungszucht-programm mit nur etwa 90 Tieren. Mittelamerikanische Tapire bewohnen als Einzelgänger die tropischen Regenwälder von Südmexiko bis ins westliche Ekuador und ernähren sich rein vegetarisch. Sie sind vor allem durch Lebensraumzerstörung und intensive Bejagung durch den Menschen bedroht. Die Populationszahlen belaufen sich auf weniger als 5.000 Tiere in den Ursprungsgebieten. Die Nachzucht in Wuppertal ist ein wichtiger Beitrag zum Erhaltungszuchtprogramm.

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 31.01.2006
Trauer im Tierpark – Kamelhengst Achmed musste eingeschläfert werden
Kamelhengst Achmed war der dienstälteste Tierparkbewohner. Fast 21 Jahre lebte er im Naturschutz-Tierpark Görlitz. Am 17. April hätte er seinen 22. Geburtstag begehen können. Leider musste er aber heute früh eingeschläfert werden. Die Entscheidung für diesen Schritt fiel allen Tierparkmitarbeitern schwer. Zusammen mit dem Vertragstierarzt hatten sie sich seit dem Frühjahr 2005 um das kranke Kamel bemüht. Achmed litt an Ernährungs-, Stoffwechsel- und Kreislaufproblemen, deren Ursachen man trotz intensiver Untersuchungen und der Hinzuziehung vieler erfahrener Kamelhalter und Veterinäre nicht herausfinden konnte. Sowohl schulmedizinische als auch homöopathische Heilmethoden brachten keinen dauerhaften Erfolg, so dass Achmed immer mehr abmagerte. Am 6. Dezember vergangenen Jahres wurde er zum wiederholten Male in Narkose gelegt, um die sehr scharfkantigen Zähne abzuschleifen, Blutproben zu entnehmen und Medikamente zu verabreichen. Am 16. Januar lag er morgens reglos im Gehege, so dass der Tierarzt schnell helfen musste. Danach verschlimmerte sich sein Zustand immer mehr: Er nahm kaum noch Nahrung auf und lag viel. Schließlich wurde am Freitag vergangener Woche ein letzter Versuch unternommen, nachdem man sich im Leipziger Zoo nochmals Rat geholt hatte. Achmed bekam eine Infusion und verschiedene Medikamente, doch auch das half ebenso wenig wie die sichtbare Zuwendung seiner Artgenossinnen. Um dem Tier weitere Schmerzen und Qualen zu ersparen, sah man sich schlussendlich gezwungen, Achmed zu erlösen. Er wurde sofort zur pathologischen Untersuchung an die renommierte Universitätsklinik nach Leipzig gebracht, in der Hoffnung, dass die Veterinäre herausfinden, an welcher Krankheit der Görlitzer Kamelhengst litt.

Zoo Leipzig, 31.01.2006
Endlich ist es so weit:
Orangmann Walter (geb. 24.04.1989 in Frankfurt, seit 1993 in Leipzig) kann mit seinen beiden Frauen, Toba (geb. 07.02.1994 in Leipzig) und Tochter Tao (geb. 17.11.2004 in Leipzig) endlich die Reise in einen neuen Zoo antreten. In Zukunft wird das Dreigestirn gemeinsam mit Schabrackentapiren im Dortmunder Regenwaldhaus „Rumah hutan“ leben. „Wir freuen uns sehr, dass wir einen geeigneten Zoo gefunden haben. Nun müssen wir nur noch hoffen, dass sie sich gut in der neuen Unterkunft eingewöhnen. Besonders Walter hatte uns ja diesbezüglich schon viele Sorgen bereitet“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Ebenfalls mit auf Reise wird das Orangweibchen Zora (geb. 01.05.1990) gehen, die gemeinsam mit der Walter-Familie in der Quarantänestation des Pongolandes untergebracht war.

Zoo Landau, 31.01.2006
Zoo Landau nahm Abschied von Gepardin „Cheetah“
Mit stolzen 17 Jahren war die Gepardendame „Cheeta“ aus dem Zoo Landau in der Pfalz das derzeit älteste Tier im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Geparden (Acinonyx jubatus). Nun musste der bislang letzte Gepard im Zoo Landau auf Grund altersbedingter chronischer Leber- und Nierenleiden eingeschläfert werden. Im Mai 1990 gelangte die damals junge Gepardin gemeinsam mit „Odysseus“ aus Namibia in den Zoo Landau. Leider gelang die Zucht dieser imposanten Großkatzen in Landau bisher nicht. „Allerdings gilt die Nachzucht von Geparden in menschlicher Obhut als nicht ganz einfach,“ erläutet Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Neben einer notwendigen grundsätzlichen Sympathie zwischen den Partnern ist zusätzlich ein recht aufwendiges Zuchtmanagement mit Möglichkeiten zur vorübergehenden Trennung der Tiere und häufigem Austesten der Paarungsbereitschaft erforderlich. Bis zum März werden dafür, finanziert durch den Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. und die Beiträge zweier Geparden-Tierpaten, durch Umgestaltungen und Erweiterungen an den Gepardenanlagen in Landau verbesserte Voraussetzungen geschaffen. Denn bereits im Frühjahr sollen neue Geparden in den Zoo Landau einziehen. Bei den Neuankömmlingen wird es sich um eine seltene Unterart, den Nordostafrikanischen oder Sudan-Geparden (Acinonyx jubatus soemmeringii) handeln. Die Tiere stammen aus einer Zuchtstation für bedrohte arabische Wildtiere, dem Breeding Centre for Endangered Arabian Wildlife in Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate. Über den aktuellen Bestand dieser Geparden-Unterart in der Wildbahn (Sudan, Äthiopien, Somalia) gibt es keine gesicherten Angaben. Die größten Gepardenbestände existieren noch in den Schutzgebieten Ostafrikas und im südwestafrikanischen Etoschagebiet. Außerhalb dieser Schutzgebiete ist der Bestand stark gefährdet und gebietsweise von weiterer Ausrottung bedroht. In den Zoos werden Geparden regelmäßig gezüchtet und durch das Internationale Zuchtbuch erfasst und koordiniert. Nach dem Niederländischen Safaripark Beekse Bergen wird der Zoo Landau der zweite europäische Zoo sein, der sich an dem Zuchtprogramm für die seltenen Sudan-Geparden beteiligt.

Zoo Leipzig, 30.01.2006
Traurige Nachricht - Leguan Flex aus bisher ungeklärter Ursache verstorben
Der Zoo Leipzig trauert um seinen Grünen Leguan. Am vergangenen Montag starb Flex, aus bisher ungeklärter Ursache in der Zootierklinik. Nachdem die Pfleger bei dem Tier Appetitlosigkeit und andauernde Kraftlosigkeit bemerkt hatten, wurde Flex am 20. Januar in die Tierklinik des Zoos aufgenommen, um ihn dort intensiv behandeln zu können. Die Hilfe kam leider, wie so oft bei Reptilien, zu spät. Drei Tage später starb das Tier! Im Februar vergangenen Jahres kam der Leguan aus einer Privathaltung in unseren Zoo und erhielt in der Freiflughalle des Vogelhauses ein neues Domizil. Da er unter menschlicher Obhut aufwuchs, gewöhnte er sich schnell an die Besucher. Das 1,50 m lange Tier wusste das großzügige Platzangebot rasch zu schätzen, lief sogar über den Besucherweg und badete im Teich auf der Mittelanlage. Eigens für ihn wurde ein Baumstamm mit Futterstelle aufgestellt, der fortan sein Revier darstellte. An jenem Futternapf tolerierte er selbst die Flugfüchse, die sich gelegentlich an seinem vegetarischen Buffet bedienten. Allerdings zog sich Flex nach und nach immer mehr zurück. Als die Pfleger Ende des vergangenen Jahres eine starke Gewichtsabnahme feststellten, kam der Leguan auf die Quarantänestation des Zoos. Hier wurde das Reptil wieder aufgepäppelt und konnte die Station nach einigen Tagen wieder verlassen. Kürzlich der erneute Rückschlag, von dem sich das Tier nicht mehr erholen sollte. Die Tierärzte vermuten eine Lungenentzündung als Ursache für den traurigen Abschied von Flex. Eine endgültige Diagnose wird die Obduktion des Tieres ergeben.

NABU-Artenschutzzentrum, 30.12.2006
Zahlreiche geschwächte Tiere im NABU-Artenschutzzentrum
Der anhaltende Dauerfrost hat zur Folge, dass viele Tierarten, insbesondere verschiedene Vogelarten, derzeit unter akutem Nahrungsmangel zu leiden haben. Durch die sehr tiefen Temperaturen frieren nicht nur stehende Gewässer, sondern auch Bäche und Flüsse zu, so dass vor allem Wasservögel oder sich von Fisch ernährende Arten (Graureiher, Eisvögel, …) unter den derzeitigen Bedingungen zu leiden haben. Darüber hinaus sind aber auch Greifvögel und Eulen betroffen, da sich ihre winterliche Hauptbeute, Mäuse, bei den eisigen Temperaturen kaum an die Oberfläche wagen. „Der Nahrungsmangel trifft die Tiere zu einer Zeit, in der sie zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur ohnehin mehr Energie als üblich benötigen“, so berichtet Joachim Neumann vom NABU-Artenschutzzentrum. Für die Mitarbeiter bedeutet dies, dass sie gegenwärtig viel Zeit damit verbringen, um geschwächt aufgefundene Tiere wieder aufzupäppeln, zudem ist das Einsatzfahrzeug nahezu rund um die Uhr im Einsatz. So erreichten das Zentrum am Montag Anrufe zur Abholung von Tieren aus dem Raum Celle, Schladen sowie 3x aus dem Landkreis Gifhorn. Da Wildtiere derzeit auf einen effizienten Energiehaushalt angewiesen sind, sollten sie nach Möglichkeit nicht gestört werden. Wer jedoch ein offensichtlich stark geschwächtes Tier findet, kann dies im NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde abgeben. Eine Abholung der Tiere ist zumeist nicht möglich, da nur ein Fahrzeug zur Verfügung steht. Bei unklaren Situationen steht das NABU-Artenschutzzentrum während der normalen Öffnungszeiten von 9.00 bis 17.00 Uhr unter 05373/6677 als Ansprechpartner zur Verfügung, in Notfällen auch außerhalb dieser Zeiten. Da zur Zeit zahlreiche fischfressende Arten in Leiferde gepflegt werden, sind Fischspenden äußerst wilkommen.

Zoo Zürich, 30.12.2006
Jahresabschluss der anderen Art
Zürich, 30. Januar 2006 - Zu Beginn des neuen Jahres präsentiert der Zoo Zürich eine Bilanz. Diese Zahlen der anderen Art geben Auskunft über den jährlichen Futterverbrauch im Zoo Zürich und zeigen, wie ähnlich das Ernährungsverhalten der Tiere dem der Menschen eigentlich ist. Im Zoo Zürich wird mit grossen Zahlen gerechnet. Der Jahresabschluss belegt, dass während der letzten zwölf Monate 1’703 417 Millionen Besucher im Zoo Zürich gezählt wurden. Doch auch andere Zoo- Zahlen lassen sich sehen: Die über 4000 Tiere verzehren pro Jahr über 500 Tonnen Nahrung. Die
Futterpalette reicht von einheimischem Obst und Gemüse, exotischen Früchten, frischem Fleisch und Fisch bis hin zu Orangen-Jus, Kräutertee, Mehlwürmern und Popkorn. Die Gerichte für die vielen Zoo-Gourmets werden unter der Leitung des Futtermeisters André Schatz in der zooeigenen Grossküche täglich frisch zubereitet. Dies ermöglicht den Tierpflegern, in Zusammenarbeit mit dem Zootierarzt, den individuellen Menüplan eines Tieres bei Bedarf anzupassen.

Allwetterzoo Münster, 30.12.2006
Zoodirektor Werner Schmitz: Seit 25 Jahren verantwortlich für das finanzielle Wohlergehen des Allwetterzoos Münster
Eine "unbekannte Größe" war der 1949 in Dülmen geborene Werner Schmitz für die Mitarbeiter des Allwetterzoos Münster nicht, als er hier am 1. Februar 1981 seinen Dienst antrat. Immerhin hatte er schon mehrfach als Mitarbeiter
eines bundesweit tätigen Wirtschaftsberatungsunternehmens Buchhaltung und Bilanzen des Zoos prüfen müssen. Nach einer kurzen Zeit als Leiter des Rechnungswesens bei der WBI, Westfälische Bauindustrie Münster, bewarb sich
der Diplom-Kaufmann Werner Schmitz Ende 1980 erfolgreich um die neu geschaffene Stelle eines Kaufmännischen Leiters beim Allwetterzoo. Werner Schmitz brachte Struktur in die Zoo-Finanzen und sorgte dafür, dass die Rechtsform des Zoos von einer AG in die einer kostengünstigeren GmbH umgewandelt wurde. Bereits im November 1982 wurde ihm Prokura erteilt. Die Verantwortung für Buchhaltung und Personalwesen, die Organisation des Kassenwesens, das Erstellen von Finanz- und Wirtschaftsplänen, Bilanzen und Geschäftsberichten und nicht zuletzt das Ringen um Zuschüsse waren bis 1994 sein alltägliches Geschäft, das er mit Bravour meisterte. Dank seines Geschicks vermochte der Zoo genügend Rücklagen zu bilden, um aus eigenen Mitteln das Elefantenhaus wesentlich zu erweitern und umzugestalten. Dessen Eröffnung im Juni 1994 erlebte Werner Schmitz in besonderer Verantwortung: Er wurde am 21. April dieses Jahres zum alleinigen Geschäftsführer und Direktor der Zoo GmbH ernannt, denn der bisherige Zoodirektor war von seiner Funktion entbunden worden.

Zoologischer Garten Magdeburg, 27.01.2006
Paten für Pinguingruppe und Löwen gefunden
Glücksfall im Zoologischen Garten Magdeburg: Vier schwarze Frackträger – die Humboldt-Pinguine und Löwe „Parys“ haben jetzt einen Paten (2500 Euro für das Magdeburger Tierpatenschaftskonto!).

Thüringer Zoopark Erfurt, 27.01.2006
Fisch- und Wasserpflanzenbörse
Der Verein der Aquarienfreunde 1912 e. V. lädt am 5. Februar zur zweiten Fisch- und Wasserpflanzenbörse des Jahres in das Aquarium des Zooparks am Nettelbeckufer 28a ein. Von 9 bis 12 Uhr werden wieder zahlreiche Nachzuchten verschiedener Süßwasserfische angeboten. Auch Wasserpflanzen können käuflich erworben werden. Gerade für Neueinsteiger in dieses interessante Hobby bietet die Gratis-Beratung in Sachen Aquarium viele wertvolle Tipps. Zur Zeit wird im Aquarium gebaut. Das ehemalige Kaimanterrarium soll zu einem Riffaquarium umgestaltet werden.

Thüringer Zoopark Erfurt, 27.01.2006
Schnuppertag im Zoo: ein ganzer Tag zum halben Preis
Am Freitag, dem 3. Februar, bieten der Zoopark und das Aquarium wieder ganz besondere Besuchskonditionen an. Wie jeden ersten Freitag im Monat können beide Einrichtungen am Schnuppertag zum halben Eintrittspreis besucht werden. Erwachsene können so für nur 3 Euro und Kinder für 1,50 Euro den neugeborenen Klippschliefern und Borstenhörnchen guten Tag sagen. Das handaufgezogene Klippschlieferbaby ‚Kitti’ ist nun wieder in der Familiengruppe im Löwenhaus integriert. Im Aquarium zahlen Erwachsene nur 1 Euro und Kinder 50 Cent für einen Besuch bei den Fischen, Fröschen und Reptilien. Der Zoopark hat bis Ende März täglich von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Das Aquarium am Nettelbeckufer hat täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Tiergarten Nürnberg, 27.01.2006
Rückblick 2005 – Ausblick 2006
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hatte im Jahr 2005 insgesamt 1.130.453 Besucher registriert. Dies bedeutet eine Zunahme um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Davon besuchten 422.078 auch das Delphinarium – eine Steigerung um 13,7 %, die aber auf die Schließung des Delphinariums im Sommer des Vorjahres (2004) zurückzuführen ist.
Zu den besonderen Veränderungen im Tierbestand gehören als Zugänge die neu im Tiergarten aufgenommenen Seehunde, die Spanischen Wölfe und der Buntmarder sowie einige Fischarten (z. B. Tapirfisch) im Aquarium. Zu den wichtigen Abgängen gehören vier Humboldtpinguine nach München, je ein Rotrückenducker nach Landau und Hannover, ein Kondor nach Gran Canaria (Spanien), fünf Biber nach Langenberg (Schweiz) und zwei Mähnenwölfe nach Amiens und Asson (Frankreich). Zu den traurigen Ereignissen gehören die Todesfälle des kleinen Delphins, zweier Giraffen und des alten Seekuhmännchens, das weltweit als einer der erfolgreichsten Zuchtbullen gilt.
Das vergangene Jahr brachte eine Vielzahl von schönen Zuchterfolgen, darunter ein Hyazinth-Ara, ein Bartgeier, drei Habichtskäuze und neun Humboldt-Pinguine. Unter den Säugetieren sind vor allem die vielen Nachzuchten bei den Pferdeartigen (Urwildpferde, Kulane, Grevy-Zebra, Somali-Wildesel, Zwerg- und Poitou-Esel, Ponies und der beiden Tapirarten zu nennen. Bei den Reptilien konnte Nachwuchs bei den Kronenbasilisken verzeichnet werden.
Fünf Steinböcke und drei Uralkäuze gingen in Auswilderungsprojekte in die Nationalparks Hohe Tauern und Bayerischer Wald. Der Bartgeier musste mangels Partnerin im Tiergarten verbleiben und wird in die Erhaltungszucht in den Zoos eingesetzt werden.
Das Berichtsjahr 2005 weist keine großen Neubauten auf. Es war vielmehr gekennzeichnet durch intensive Planungsarbeiten für die Großprojekte DelphinLagune und das Amazonashaus sowie für die Sanierung des Raubtierhauses. Dennoch konnten im Bereich des hinteren Weihers, der Afrika-Weide kleinere Baumaßnahmen durchgeführt werden. Komplett umgestaltet wurde das Gehege für die Kropfgazellen, das demnächst fertiggestellt wird und das Bibergehege, das jetzt zu einer naturnahen Flusslandschaft vollendet wurde.

Tierpark Chemnitz, 27.01.2006
Hurra wir haben eine Prinzessin! Nachwuchs bei den Prinz-Alfred-Hirschen
Bei den Prinz-Alfred-Hirschen im Tierpark hat sich wieder Nachwuchs eingestellt. Die Freude über den Zuchterfolg dieser bedrohten Art ist besonders groß, da nun endlich ein Mädchen geboren wurde. Das Chemnitzer Zuchtpaar, das 1999 aus den Zoos Mulhouse und Berlin nach Chemnitz kam, hat schon mehrmals für Nachkommen gesorgt. Bisher waren aber alle vier Jungtiere männlichen Geschlechts. Der Erstgeborene machte 2001 Schlagzeilen, da es ihm gelungen war, aus dem Gehege auszubüxen und sich einige Tage versteckt zu halten. Der Ausreißer lebt jetzt im Zoo von Decin, und auch die beiden nächsten Jungtiere sind inzwischen an andere Zoos abgegeben worden. So besteht die Familie im Moment aus den Eltern, dem etwa einwöchigem Neuzugang und seinem anderthalb jährigen Bruder. Prinz-Alfred-Hirsche sind auf den Philippinen beheimatet, wo ihre Art rapide schwindet. Nur wenige Zoos weltweit halten diese Tierart, das Zuchtbuch wird von einem deutschen Zoo geführt. Aufgrund der kalten Witterung sind die wärmeliebenden Tiere, und ganz besonders natürlich das Kalb, derzeit jedoch nur selten im Außengehege und damit für die Besucher auch kaum zu sehen. In den Winterferien wird es ab 11. Februar wieder die beliebten Kurzführungen zu bestimmten Tiergruppen geben. Jeden Tag um 14:00 Uhr gibt ein Tierpfleger Auskunft über seine Schützlinge. Zudem besteht an vielen Tagen die Möglichkeit, in der Tierparkschule zu basteln.

Zoo Dortmund, 26.01.2006
Preise im Dreivierteltakt: Zum Valentinestag Tierpatenschaften des Zoo Dortmund zum Dreiviertelpreis verschenken
Nach altem Volksglauben wird ein lediges Mädchen den Burschen zum Ehemann nehmen, den es am 14. Februar als ersten erblickt. Junge Männer, die sich ein Mädchen auserkoren hatten, überreichten ihr darum schon in aller Frühe dieses Tages einen Blumenstrauß. Der Dichter Chaucer findet in seinem „Parlament der Vögel“ allerdings noch eine andere Erklärung für den Tag der Verliebten: Er bringt die Paarung der Vögel damit in Zusammenhang; denn es war am Valentinstag, als die Vögel sich zusammentaten. Der Zoo hat nun Tiere „zusammengetan“, über die Verliebte die Patenschaft übernehmen können. Der Liebsten oder dem Liebsten zum Valentinstag eine Patenschaft für ein Jahr zu schenken, ist sicherlich eine dauerhafte Liebesbezeugung, die nicht verwelken kann. Unter dem Motto „Zwei Herzen im dreiviertel Takt“ wurden attraktive Dreiviertel-Preise als Patenschaftsbeträge gebildet, so dass auch für den kleineren Geldbeutel etwas dabei ist.

Tiergarten Heidelberg, 26.01.2006
Tiger helfen Elefanten - Fotoausstellung von Rose von Selasinsky im Zoo HD
Ob Mutter Kim liebevoll ihre Kleinen putzt oder die Tigerkinder neugierig das Gehege erkunden - Rose von Selasinsky hat ihre Kameraausrüstung schon parat. Die begabte Hobbyfotografin mit großer Fangemeinde hat sich entschlossen, den Zoo beim Bau des neues Elefantenhaus zu unterstützen. Dafür arbeitet sie schon seit dem 14. November mehrere Stunden am Stück: „Überall wird für das geplante Elefantenhaus gesammelt – da will ich in Nichts nachstehen,“ meint Frau von Selasinsky. Die Tigermutter passt auch auf, dass es für die Kleinen nicht zu anstrengend wird und schlafend sehen die drei Raubkatzensprösslinge sowieso gleich doppelt so niedlich aus. Die so entstandenen Fotos werden vom 29. Januar bis zum 28. Februar im Raubtierhaus des Heidelberger Zoos ausgestellt – Frau von Selasinsky wird natürlich bei der Eröffnung am Sonntag um 11 Uhr anwesend sein. „Der Reinerlös der Bilder ist für das neue Elefantenhaus bestimmt,“ betont die Künstlerin, „Leicht war es zwar nicht, ohne Blitzlicht durch die Gitter zu fotografieren, aber die Aufnahmen sprechen für sich.“ Jeder, der für sein Wohnzimmer oder sein Büro gerne ein Tigerbaby hätte, sollte sich die Ausstellung „Impressionen von der Tigerkinderstube“ nicht entgehen lassen – insgesamt gibt es 20 Bilder zu bewundern

Zoo Wuppertal, 26.01.2006
Nachwuchs bei den Wappentieren des Wuppertaler Zoos - Zwei junge Königspinguine noch im Jugendkleid
Am 9. und 13. September 2005 schlüpften bei uns zwei Küken der prächtigen Königspinguine aus den künstlich bebrüteten Eiern. Dank der intensiven Pflege bringen die kleinen Pinguine inzwischen schon 9 und 7 kg auf die Waage. Das beim Schlupf noch spärliche dunkelgraue Dunengefieder ist nun sehr dick, weich und gut isolierend gewachsen und schützt die 70 cm großen Jungvögel wie ein warmer Wintermantel gegen die Kühlschrankkälte unseres Pinguingeheges. Sie haben die mehrmalige Nahrungsumstellung mit Appetit gemeistert und bekommen inzwischen ganze Heringe zu fressen. Sie können nun auch schon Kontakt zu den übrigen Königspinguinen über eine Absperrung hinweg aufnehmen. Diese schützt sie vor dem Hineinfallen in das Schwimmbecken, denn ihr Dunengefieder ist noch nicht wasserdicht. Königspinguine brüten auf den der Antarktis vorgelagerten Inseln, wie etwa den Falklandinseln oder Südgeorgien. Die meisten Brutkolonien, die bis zu 300.000 Paare umfassen können, befinden sich an flach abfallenden Stränden, wo Küken gewöhnlich nicht nass werden. Mit unserem inzwischen 17. geschlüpften Königspinguin ist es zwar noch ein langer Weg zu einer großen Kolonie, doch können diese großen Pinguine mit den goldgelben Ohrflecken über 30 Jahre alt werden. Am Freitag um 15.30 wird der Zoo-Verein von der Firma Fliesen-Kollwitz einen Spende in Höhe von 1.500 ¬ erhalten, die für die Pinguine im Zoo bestimmt ist. Die Spendenübergabe findet um 15.30 in Anwesenheit des Zoo-Vereins Vorsitzenden, Herrn Bruno Hensel, an der Anlage der Königspinguine statt.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 26.01.2006
ZOOM ERLEBNISWELT, bitte aussteigen: Bogestra-Haltestelle umbenannt
Gelsenkirchen. Den meisten Besucher geht der neue Name schon lange flüssig über die Lippen, nun hat auch der öffentliche Nahverkehr offiziell umgestellt: Ab Ende Januar 2006 heißt die Bogestra-Haltstelle der Linie 301 statt Ruhr Zoo jetzt ZOOM Erlebniswelt. An den Fahrplänen und Preisen ändert sich natürlich nichts, doch als sichtbares Zeichen für die Umbenennung wird am 27. Januar ein neues Haltschild eingeweiht. In einem symbolischen Akt werden dafür ein Zoolotse der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen in Rangerkleidung sowie eine Kundenbetreuerin in Uniform der Bogestra-Verkehrsbetriebe die Taufe der neuen Haltstelle vornehmen. Und die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen hat sich natürlich anlässlich der Taufe der neuen Haltestelle ebenfalls etwas für seine Besucher einfallen lassen. Dazu Dipl. Biologin Sabine Haas, Pressereferentin der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen: „Alle Gäste, die am 29.01.2006 mit einem Bogestra-Ticket der Linie 301 zur ZOOM Erlebniswelt anreisen, erhalten an diesem Tag freien Eintritt!“ Der Name ZOOM Erlebniswelt spiegelt auch Stück des innovativen Zookonzeptes wieder, an dem seit Monaten eifrig in Gelsenkirchen gebaut wird. Er leitet sich von „heranzoomen“ ab, denn so nah wie in Gelsenkirchen war noch niemand im Reich der Tiere. Die ZOOM Erlebniswelt gehört zu wenigen europäischen Zoos, die ihre Besucher auf Augenhöhe mit wilden Tieren schicken. Naturnahe Erlebniswelten statt herkömmlicher Gehege: Damit werden ehemals passive Besuchern zu miterlebenden Abenteurern, Forschern und Entdeckern. Und die Besucher sind nicht nur mittendrin in den Erlebniswelten Asien, Afrika und Alaska, sondern – ZOOM – auch ganz nah dran.


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Natur- und Artenschutz  –  Meldungen

diepresse.com - 1. Feb. 2006
Hoffnung für Geier
Heute gibt es kaum Geier mehr. Vor 15 Jahren begann in Asien ein Massensterben der einst Millionen Aasfresser, von den drei heimischen Arten - Gyps bengalensis, Gyps indicus, Gyps tenuirostra - sind noch ein bis drei Prozent übrig, pro Jahr stirbt fast die Hälfte. Das bringt nicht nur die Parsen in Bedrängnis - es gibt heftigen Streit darüber, ob man die Leichen ersatzweise mit Techniken der Solarenergie vom Übel der Verwesung befreien darf -, die ganze Region leidet unter dem Geier-Mangel: Die Vögel haben auch Tierkadaver entsorgt, das tun nun mancherorts verwilderte Hunde, aber sie haben oft Tollwut. Und wenn die Ratten die verwaiste ökologische Nische besiedeln, ist die Verbreitung der Pest zu befürchten. Also ist die Lösung klar: Diclofenac muss ersetzt werden, Indien beschloss das im Vorjahr auch. Nur, durch was? Wie und wo soll man Alternativen testen, an den verbliebenen asiatischen Geiern? Das verbot sich, afrikanische mussten einspringen, auch sie sterben an Diclofenac, aber in Afrika wird das Mittel nicht verwendet. Man fand ein für Geier harmloses Medikament - Meloxifam -, man testete es dann auch an indischen Geiern, erfolgreich. Die Forscher rufen nach raschem Ersatz, sie werden wohl Gehör finden, die indische Regierung hält gerade eine Konferenz zum Thema.


Stern Shortnews - 26. Jan. 2006
Brennpunkte: NRW: 30 tote, unter Artenschutz stehende Schildkröten entdeckt
In der Umgebung von Heinsberg hat die Polizei bei mehreren Tierhändlern Razzien durchgeführt. Dabei stießen sie auf 30 tote, unter Artenschutz stehende Schildkröten. Die Schildkröten wurden auf illegale Weise beschafft. Angestellte der Heinsberger Kreisverwaltung werden beschuldigt, entgegen der Gesetze Formulare ausgestellt zu haben, die bestätigten, dass die Tiere Nachzüchtungen sind.

Verivox - 31. Jan. 2006
Gutachten: Fledermäuse wurden von Windkraftrotoren getötet
Die toten Fledermäuse, die in der Nähe von südbadischen Windkraftanlagen entdeckt wurden, sind von den Rotoren der Anlagen erschlagen worden. Das geht aus einem am Dienstag vom Regierungspräsidium Freiburg vorgelegten Fachgutachten hervor. Die Studie bestätigt die Vermutungen von Tierschützern. Diese hatten in der Vergangenheit den Verdacht geäußert, dass die Anlagen den Tod der Tiere verursachten. Für die Studie im Auftrag des Regierungspräsidiums wurden 16 überwiegend im Schwarzwald aufgestellte Windkraftanlagen überprüft. Dabei gehen Hochrechnungen für das Jahr 2005 von insgesamt 95 "Kollisionsopfern" aus. 2004 waren es laut Studie noch 335 gewesen. Die meisten toten Fledermäuse im Schwarzwald und in dessen Vorbergzonen wurden unter Anlagen entdeckt, die im Wald oder auf Windwurfflächen stehen. Nach einer Untersuchung der Universität Freiburg hat der Streit auch Folgen für die Anerkennung der Alternativenergie. Nach einer aus dem Jahr 2005 stammenden Studie des Instituts für Forst- und Umweltpolitik sorgte vor allem der aktuelle Streit um die Auswirkungen von Windrädern auf den Artenschutz für sinkende Akzeptanz. Danach hielten 2005 nur noch 57 Prozent der 326 Befragten die Freiburger Windräder für sinnvoll. 2004 waren es noch 61 Prozent und 2003 sogar 65 Prozent gewesen.


taz Berlin - 26. Jan. 2006
Der unaufhaltsame Absturz eines Flughundes
Aufruhr in der Zitadelle Spandau: Heute um halb zehn kommt der Gerichtsvollzieher, um aus dem in der alten Wehranlage gelegenen Fledermausgehege des Berliner Artenschutz Teams (BAT) den Riesenflughund Kasimir zu holen. Seine ehemalige Besitzerin Monika Rothgänger soll ihn nach jahrelanger undurchsichtiger Gemengelage zurückbekommen. Wann und wo Kasimir geboren wurde, steht nicht fest. Vermutlich aber brachte man ihn Anfang der 80er-Jahre nach Belgien und von dort ein paar Jahre später illegal nach Berlin. 17 Jahre soll er sein Dasein in einem Hundesalon in der Weddinger Togostraße gefristet haben. Seit 1992 ist der Flughund aktenkundig. Das Amtsgericht Tiergarten hatte damals eine förmliche Beschlagnahme wegen Verstoßes gegen Artenschutzbestimmungen angeordnet. Weil aber niemand wusste, wohin mit dem Tier, blieb es, wo es war. Vor zwei Jahren kam der Flughund wieder in die Schlagzeilen. Warum das Tier damals nicht in einen Zoo kam, wie die Artenschutzbeauftragten des Senats angeregten, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Stattdessen kam er ins Schaugehege der tropischen Tiere im Fledermauskeller in der Zitadelle. Als Rothgänger gegen die Beschlagnahme Widerspruch einlegte, bekam sie Recht. Da das Tier vermutlich zu einer Zeit nach Berlin gebracht wurde, als es das Artenschutzgesetz noch nicht gab, könne es nicht angewendet werden. Als die ehemalige Besitzerin mit Hilfe der Polizei den Flughund abholen wollte, weigerten sich die Tierschützer, ihn herauszugeben.

Berchtesgadener Anzeiger - 27. Jan. 2006
Siebzig Jahre Steinböcke in Berchtesgaden
In diesen Monaten sind es siebzig Jahre her, dass in den Berchtesgadener Alpen in der Röth am Fuße der Teufelshörner vier Steinböcke - drei Geißen und ein Bock - eingesetzt wurden. Die Anordnung dazu ging vom »Reichsjägermeister« Hermann Göring persönlich aus. Dementsprechend eilig und ohne Rücksicht auf die Kosten musste die Forstverwaltung das Projekt durchführen. Für die Zuchttiere war ein etwa fünfzehn Hektar großes Gatter vorgesehen, umgeben von einem über vier Meter hohen Drahtzaun. Die Tiere stammten vom Schweizer Wildpark St. Gallen, wurden mit dem Schiff über den Bodensee und per Zug nach Berchtesgaden verfrachtet. In den folgenden Jahren wurden weitere Steinböcke nach Berchtesgaden gebracht, teils aus St. Gallen, teils aus der Zoologischen Gärten in München und Berlin. Mussolini schickte als persönliches Geschenk an Hermann Göring einen Bock und eine Geiß. Leider erfüllten die Zuchtergebnisse in den nächsten Jahren nicht die Erwartungen der Experten. Bis zum Jahre 1942 waren bei elf eingesetzten Geißen, von denen allerdings zwei eingegangen und eine außgerissen war, insgesamt neun Kitze geboren worden, davon sind zwei frühzeitig gestorben. Die Bilanz bei der Öffnung des Gatters im Jahr 1944: Acht Böcke und fünfzehn Geißen. Siebzig Jahre nach der Einbürgerung hat sich die Situation der Steinböcke in den Berchtesgadener Alpen stabilisiert, wenn auch die ursprünglichen Erwartungen in Bezug auf Vermehrung und Ausbreitung sich nicht erfüllten. Sie haben sich inzwischen mit den Steinböcken jenseits der bayerischen Grenze vermischt, die bereits im Jahre 1920 in der Krupp’schen Jagd im Blühnbachtal eingebürgert worden waren.

Märkische Allgemeine - 26. Jan. 2006
Alarm in der Biberburg
Vermutlich Jugendliche beim Eisangeln haben aus Unwissenheit eine Biberburg am Gränert in Kirchmöser direkt am Ufer des Möserschen Sees zerstört. Den jungen Menschen war wohl kalt gewesen, sie entzündeten ein Feuer in dem Holzstapel, leere Würstchentüten deuten darauf hin, dass sie sich auch gestärkt haben. "Gut möglich, dass der Biber jetzt für immer von diesem Standort vertrieben worden ist", sagt Maja Lüth vom Natur- und Umweltamt der Stadt.

Finanztreff - 30. Jan. 2006
Praktikum im Nationalpark Wattenmeer
Wattführungen auf Sylt, Vogelzählungen auf Hallig Hooge oder vor St. Peter-Ording - ab April bietet die Schutzstation Wattenmeer Studenten und anderen jungen Leuten wieder interessante Praktikumsstellen in der Schutzgebietsbetreuung im Nationalpark Wattenmeer an. Auch einige Stellen im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) oder im Zivildienst sind noch zu besetzen. Einen großen Teil der Arbeitszeit nehmen Führungen in den Nationalpark ein. Die Schutzstation Wattenmeer betreibt im Nationalpark Wattenmeer ein, in Europa einzigartiges, Netzwerk von 20 Stationen. Die kleinsten bestehen nur aus einzelnen Bauwagen zur Bewachung wichtiger Vogelbrutgebiete. Die drei größten, die Nationalpark-Seminarhäuser auf den Halligen Hooge und Langeneß sowie am Leuchtturm Westerhever, bieten Gruppen und Schulklassen die Möglichkeit, über mehrere Tage die Natur des Wattenmeers kennen zu lernen.

Echo online - 28. Jan. 2006
Echo Online - Flugblätter zum Artenschutz
Das Regierungspräsidium Darmstadt hat jetzt neue Flugblätter zum Thema Artenschutz erstellt, die an zahlreiche Zoofachgeschäfte, Verbände und Behörden verteilt werden. In diesen Infoblättern wird Wissenswertes über den Umgang mit artgeschützten Tieren und daraus gewonnenen Erzeugnissen vermittelt. Die Hinweise sind von besonderem Interesse für die Halter von Reptilien, Papageien, Eulen und Greifvögel.

N24 - 31. Jan. 2006
Tierschützer attackieren Camilla
Camilla, Herzogin von Cornwall, muss sich gegen die Vorwürfe von Tierschützern wehren. Ein Hasenfell, das den Hals der Prinzengattin bei einem Besuch in einer Eliteschule wärmen sollte, habe bei Tierschützern für Empörung gesorgt. Mitglieder der Tierschutzorganisation People for Ethical Treatment of Animals (PETA) waren wegen des Halsschmucks der Prinzengattin aufgebracht und titulierten sie als "schlechtes Vorbild". Camilla solle besser mit gutem Beispiel vorangehen, angesichts der dezidierten Meinung ihres Gatten zum Artenschutz.

Berliner Zeitung - 26. Jan. 2006
Polizei im Affenstaat
Eine Affengesellschaft ohne Polizei funktioniert nicht richtig. Das schreiben Biologen um Jessica Flack vom Santa Fe Institute in den USA im Forschungsjournal Nature.
Die Forscher hatten eine große Gruppe von Schweinsaffen (Macaca nemestrina) beobachtet, die in einem Gehege im Yerkes National Primate Center im US-Bundesstaat Georgia leben. Dabei entdeckten sie komplexe soziale Beziehungen zwischen den 84 Tieren. Flack und ihr Team beobachteten aber auch immer wieder Konflikte in der Gruppe - dann mischten sich oft ein paar besonders kräftige Männchen mit hohem sozialem Status ein und beendeten den Streit. Die "Polizisten" verhindern, dass Tiere verletzt werden oder dass die sozialen Bindungen zerbrechen. Flack zufolge bringt ein großes Netzwerk für die Affengesellschaft Vorteile: Es erleichtert etwa die Aufzucht des Nachwuchses und erhöht die Überlebenschance der Jungtiere. Auch begünstigten die stabilen Beziehungen einer solchen Gesellschaft soziales Lernen und die Bildung von Traditionen. Solche kulturellen Errungenschaften gibt es offenbar nicht ohne eine gut funktionierende Polizei.


ENN – 1. Februar 2006
Australia's Reefs Face Bleaching Risk
A bout of coral bleaching hitting Australia's Great Barrier Reef could be as bad as an episode in 2001-2002 that affected 60 percent of the reef, scientists warned Tuesday.

Experts Say Black-Footed Ferrets Reproducing
In an encouraging sign for the black-footed ferret, wildlife officials say the an