E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Christian Remenyi
   Anja Schulze
   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
   Melanie Witte



ISSN 1619-6643

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Ausgabe 302 vom 26. Januar 2006

Liebe Leser,


nach den Elefanten-, Aquariums- und Großkatzen-Wochen war nun Wal-Woche.

Da wäre die Strandung eines Finnwals bei Rügen und dessen Zerlegung für das Deutsche Meeresmuseum Stralsund. Wir dürften ihn sicherlich zur Eröffnung des Ozeanums 2008 wiedersehen.

Auch Rügen: Die Planung eines "Delphimars" zur kommerziellen Delphintherapie samt Wellnesshotel. Ungeachtet fehlender Beweise, daß diese Therapie mehr vermag als andere Ergotherapien mit Tieren. Mit den übrigen Aufgaben öffentlicher Wildtierhaltungen hat das Projekt offenbar auch nichts zu tun.

Der Seekrieg in der Antarktis zwischen Greenpeace und japanischer Walfangflotte geht weiter - immerhin mit Ramm-Manövern und Harpunenschüssen.

Und natürlich der Entenwal in der Themse. Bei aller Sympathie für ein verirrtes Einzeltier - der riesige "Medien-Hype" ist mir unverständlich. Es ist zwar immer gut, die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit auf bedrohte (oder auch weniger bedrohte) Tierarten zu lenken, aber wenn die Medien das Fangen und Zurückschleppen als praktizierten Artenschutz feiern, ist wohl auch bei den "Multiplikatoren" selbst noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten.


Die Boulevardpresse interessierte sich diese Woche - neben Walen - vor allem für Zootiere in der Kälte. Wenn man nichts zu sagen hat, spricht man über's Wetter. Das Thema wurde dann gerne von den Zoos bedient.

Ach ja, das ZDF startete diese Woche sehr kurzfristig einen
Tier-Doku-Soap-Versuchsballon. Ich erspare Ihnen und mir einen Kommentar und verweise auf die TV-Tipps.

Unsere Zoo-AG-Zoodatenbank www.zoo-infos.de ist um eine längst überfällige und vielfach gewünschte Funktion erweitert worden: Eine Deutschlandkarte, auf der wahlweise alle Zoos, nur Parks einer Kategorie oder einer bestimmten Region eingezeichnet werden. Ein nützliches Werkzeug für Überblicke und Reiseplanung. Die nächste inhaltliche Aktualisierung steht bevor - wir bitten um Mitteilung insbesondere geänderter Eintrittspreise und Öffnungszeiten für 2006 über unser Ergänzungsformular.

Die Verlängerung unseres Jubiläumsrätsels hat doch noch ein paar mehr Teilnehmer aus der Reserve gelockt. Alle Bilder genau zu bestimmen gelang niemandem, aber einige Leser haben offensichtlich ganze Nächte im Orbit verbracht, um die Ausschnitte wiederzufinden. Für jeden erkannten Zoo wurde ein Punkt vergeben, für jedes Haus einen weiteren. Maximal waren also 12 Punkte möglich.

Die Gewinner sind:
 
Marco Smeets (11 Punkte)
  Erik van Vliet (10 Punkte)
  Olaf Paterok (8 Punkte)
  Jonas Livet (6 Punkte)
Wir gratulieren!

Hier die Auflösung - Link führt zum Sat-Bild:
1. Österreich - Gänserndorf (Affenhaus) 1x erraten
2. Niederlande - Rotterdam (Rivierahal) 6
x erraten
3. Schweiz - Zürich (Masoala - noch in Bau) 6x erraten
4. Frankreich - Brest (Oceanopolis) 2x erraten
5. Polen - Wroclaw/Breslau (Vogelhaus) 1x erraten
6. Dänemark - Kopenhagen (Elefantenhaus) 2x erraten
Das Rätsel finden Sie nach wie vor online

Dirk Petzold



Rätselflug

Dieser Bildausschnitt stammt aus dem Luftbild eines deutschen Zoos.
Was zeigt er?

Bei Klick auf's Bild gelangen Sie direkt zum kompletten Luftbild bei maps.google.com
Wenn Sie es dann noch nicht wissen, können Sie heraus-zoomen und die ganze Stadt bzw. deren Lage sehen.
(Sie benötigen dafür mindestens IE6 oder Netscape7.1 und Verwandte)

Zoos  –  Meldungen

Berliner Morgenpost - 24. Jan. 2006
Spekulation um Zoo-Chef
Am Donnerstag treffen sich die Aufsichtsrats-Mitglieder der Zoo Berlin AG. Bereits im Vorfeld wird spekuliert, ob der 51jährige Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz die Nachfolge des 64jährigen Zoo-Chefs Jürgen Lange, dessen Vertrag in einem Jahr ausläuft, antreten könnte. "Alles ist noch offen, aber es wäre zumindest denkbar, daß das Gesamtkonzept für beide Tiergärten mit nur einem Direktor umgesetzt wird", sagte Aufsichtsratschef Wilm Tegethoff.

Wormser Zeitung - 25. Jan. 2006
Zoo meldet erneut Besucherrekord
489000 Menschen haben im vergangenen Jahr den Zoo in Heidelberg besucht. Das sind 34 000 oder 7,5 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2004. Damit bleibt der Zoo die beliebteste Freizeit und Kultureinrichtung der Stadt und der Region. "Zur Jahresmitte sah es noch nicht so gut aus. Wir hatten wetterbedingt den schlechtesten Februar und die zweitschlechtesten Zahlen für April und Juni seit 1989 zu verzeichnen", erinnert sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. 2006 wird von den Vorbereitungen für den Bau des Elefantenhauses dominiert. 500000 Euro muss der Zoo an Spenden und Sponsorenmitteln einwerben, damit das Haus gebaut werden kann. "Wir haben in den letzten Monaten soviel Hilfe und Zuspruch erfahren, dass wir mit dem Verein der Tiergartenfreunde die Aufgabe mit Zuversicht angehen." Ein weiterer Schwerpunkt der nächsten Jahre wird der Aufbau einer neuen Tierpark-Gastronomie sein. Der neue Pächter, eine Firma aus Ketsch, will bereits zur neuen Saison die gastronomische Versorgung der Zoobesucher deutlich verbessern.


Volksstimme Magdeburg - 23. Jan. 2006
Zoo-Chef Kai Perret: "Wir haben 2005 das Tal der Tränen durchschritten"
Eigentlich hatte man damit gerechnet, dass die Feiern zum Stadtjubiläum im vergangenen Jahr dem Zoo Besucher kosten könnten. Haben sie aber nicht, wie Zoo-Direktor Dr. Kai Perret kürzlich während eines Pressegespräches zur Jahresbilanz berichten konnte. "Wir haben das Tal der Tränen durchschritten ", sagte Perret. Ganz offensichtlich hätten die Konzepte, mit denen man mehr Besucher für den Zoo interessieren wollte, auch gegriffen. Auf der finanziellen Habenseite der Jahresbilanz steht auch der Zoo-Shop, der seinen Umsatz auf 80 000 Euro verdoppelt konnte. Zoologisch gesehen sei ganz besonders die Geburt des Spitzmaulnashorn-Babys zu erwähnen, die in ganz Europa in der Zoowelt für Aufsehen gesorgt habe. Das große Zoofest und die Dschungelnacht gehören ebenfalls mit auf die Erfolgsbilanz. Das Affenhaus nur bedingt. Zwar konnte es mittlerweile wieder für die Besucher geöffnet werden, ein Nachbarschaftsrechtsstreit allerdings sei noch nicht abgeschlossen. 2006 will der Zoo weiter an seinem neuen Profil feilen. Wie es mit den Gruson-Gewächshäusern, die seit einiger Zeit zum Zoo gehören, weitergehen werde, müsse in den kommenden Monaten entschieden werden.


Berliner Kurier - 19. Jan. 2006
Tierpark und Zoo mit größtem Bestand
Keine andere Stadt der Welt hat so viel Gegacker und Gefieder wie der Berliner Tierpark und Zoo. Im Tierpark leben derzeit 9278 Tiere in 1034 Arten, im Zoo 13 896 Tiere in 1437 Arten.


Wiesbadener Kurier - 21. Jan. 2006
Imbiss macht den Zoo nicht froh
Der "Caterer des Jahres" und Gourmet-Gastronom Klaus-Peter Kofler hat Ärger mit dem Frankfurter Zoo. Der smarte Unternehmer ist für die Besucherbewirtung im Hauptgebäude zuständig, aber die schmeckt der Stadt gar nicht. Sie hat ihm daher den Pachtvertrag gekündigt. Kofler klagte dagegen und siegte in erster Instanz. Nun gehe der Rechtsstreit in die nächste Runde. Das derzeitige räumliche Kofler-Angebot "entspricht nicht dem Niveau des Zoos", findet Hausherr Christian Schmidt. Der Zoo-Direktor wartet noch immer auf den versprochenen winterfesten Anbau auf der Terrasse. Zudem organisiere Kofler zu wenige Veranstaltungen für das breite Publikum im Zoo-Gesellschaftshaus. Bei höherem Umsatz, würde die Stadt auch mehr Pacht bekommen. "Wir wollen im Zoo bleiben", betont Kofler auf Anfrage. Die Kündigung sei praktisch "vom Tisch", glaubt er. Unter anderem erwäge er, seine Zoo-Bewirtung komplett an den Pächter des mexikanischen Restaurants unterzuverpachten. Für den Terrassen-Anbau habe er schon Architektenentwürfe vorgelegt, die aber den Verantwortlichen der Stadt oder der Vierer-Koalition im Stadtparlament nicht gefielen. Den regulär bis Ende 2007 laufenden Pachtvertrag würde er gern bis 2012 verlängern, wie es eine Optionsklausel vorsehe.


B.Z. - 22. Jan. 2006
Bokito muß NICHT in den Horror-Zoo!
Das wird die Bokito-Fans freuen. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß unser Lieblinsgorilla, der aus dem Berliner Zoo abgeschoben wurde, nicht in den Horror-Zoo von Shanghai muß. Dr. Sandra Altherr, Chefin der Tierschutzorganisation Pro Wildlife: "Die Chancen stehen sehr, sehr gut, daß Gorillamann Bokito in Rotterdam bleibt." Der Menschenaffe wurde von den Weibchen getrennt, mit denen er ursprünglich in den Zoo von Shanghai geschickt werden sollte - von Astra und Quenta. "Bokito sitzt jetzt mit den vier Weibchen Aja, Tamani, Annette, Luena und mit einem zweiten Männchen im Gehege.

B.Z. - 24. Jan. 2006
Na also, Bokito macht den Hengst
Fern der Heimat scheint Gorilla-Mann Bokito in Rotterdam seine große Liebe gefunden zu haben: Eine Zoo-Besucherin fotografierte den Ex-Berliner jetzt beim intensiven Techtelmechtel.

B.Z. Berlin  22. Januar 2006
Rotterdam sagt Tauschprogramm ab. Kommt unser Lieblingsgorilla vielleicht sogar wieder nach Berlin?
Alle Anzeichen sprechen dafür, daß unser Lieblinsgorilla, der aus dem Berliner ZOO abgeschoben wurde, nicht in den Horror-Zoo von Shanghai muß.

HaffZeitung - 21. Jan. 2006
Haff-Aquarium sorgt für Aufregung
Bei der kurzfristig einberufenen Sitzung der Ueckermünder Stadtvertretung am 2. Februar dürfte es hitzige Debatten geben. Denn der Widerspruch von Bürgermeisterin Heidi Michaelis (Linkspartei.PDS) gegen eine Ausfallbürgschaft der Stadt für das Tierpark-Projekt Haff-Aquarium (Nordkurier berichtete) sorgt bei CDU, FDP und Soziale für heftige Kritik. Bei dem Projekt handele es sich auch nicht nur um den Bau eines Aquariums, sondern um ein ganzes Paket von Investitionen im Tierpark. Im Übrigen, so Texter, gehe es doch gar nicht um einen Beschluss, sondern darum, ob sich die Stadt grundsätzlich für den langfristigen Erhalt des Tierparks bekennt. Die Bürgschaft würde ausschließlich im Fall einer Insolvenz des Tierparks zur Disposition stehen.


Kölner Stadt-Anzeiger - 24. Jan. 2006
Wildpark schlägt überörtliche Wellen
Die Solidaritätsbekundungen für den Wildpark Reuschenberg reißen nicht ab, und Bündnis 90 / Die Grünen haben einen neuen Antrag zum Thema gestellt. Die Überlegung, den Wildpark Reuschenberg zu schließen, wie die Unternehmensberatung Kienbaum es im Rahmen ihres Sparpaketes vorgeschlagen hat, stößt auch weit über die Grenzen Leverkusens hinaus auf Ablehnung. Neben zahlreichen Bürgern aus Leverkusen und umliegenden Städten, die sich mit ihrer Unterschrift gegen die Schließung aussprachen, hat sich nun auch Horst Niesters, Mitbesitzer der Greifvogelstation im Wildgehege Hellenthal, zu Wort gemeldet. In einem öffentlichen Brief an Oberbürgermeister Ernst Küchler hebt Niesters, Experte für Greifvögel und in der Vergangenheit 15 Jahre lang Geschäftsführer des Deutschen Wildgehege-Verbandes, den „nicht zu unterschätzenden pädagogischen Wert“ des Geländes hervor, das er nach eigenen Angaben zweimal besuchte. Die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen Leverkusen hat sich unterdessen mit einem neuen Antrag zum Thema an Küchler gewandt. Darin fordert sie, den Wildtierbestand im Park „auf natürliche Art aussterben“ zu lassen und für die Haus- und Nutztiere „ein Konzept in Richtung Streichelzoo auf dem Gelände des Wildparks oder an anderer Stelle in Leverkusen“ zu erstellen.

Kölner Stadt-Anzeiger - 25. Jan. 2006
„Das ist grotesk und Zynismus hoch drei“
„Hier wird wieder ein Fass aufgemacht, um die Leute zu verunsichern.“ Ziemlich sauer kommentierte der Vorsitzende des Fördervereins Wildpark Reuschenberg, Frank Arentz, die Stellungnahme der Stadtverwaltung im Bauausschuss am Montagabend: Der Tierpark verstoße möglicherweise gegen die EG-Zoorichtlinie. Daher, so die Verwaltung, bestehe seit Oktober auch nur eine vorläufige Genehmigung zum Betrieb. Das Grünflächenamt, in dessen Zuständigkeitsbereich der Wildpark fällt, hat dagegen Einspruch erhoben. Der liegt mittlerweile beim Regierungspräsidenten. Und offensichtlich tut sich in der Sache nichts, so lange die Politik nicht entschieden hat, ob sie den Park schließen will oder nicht. Der Bauausschuss hat die Angelegenheit vertagt. Nun soll bis zur Finanzausschuss-Sitzung am 13. Februar geklärt werden, ob es tatsächlich Auflagen gibt, die Mehrkosten verursachen. Probleme könnte bereiten, dass es einen Ratsbeschluss gibt, der ein Eintrittsgeld für den Wildpark vorsieht: einen Euro für Erwachsene, Kinder die Hälfte. Dieser Beschluss vom 16. Februar 2004 wurde bislang nicht umgesetzt. Wütend ist Arentz auf Bündnis 90 / Die Grünen, die eine „auslaufende Auflösung“ des Wildparks vorgeschlagen haben, die Tiere „auf natürliche Art aussterben“ zu lassen. „Das ist grotesk und Zynismus hoch drei“, so Arentz, der sich wundert, dass ausgerechnet die „Öko-Partei“ einen solchen Vorstoß macht. Gute Nachrichten, so Arentz, gebe es aus der Sponsoren-Riege, die mittlerweile ihre Beiträge um 20 Prozent erhöht hätten. Und auch die Spenden flössen auf das mittlerweile eingerichtete Konto.

Märkische Allgemeine - 20. Jan. 2006
Tierpark in Not
Der Tierpark Geltow (Potsdam-Mittelmark) hat keine Zukunft mehr. Auf Anordnung des Landkreises wurde er vor drei Wochen für den Publikumsverkehr geschlossen. Das Gelände muss bis Jahresende vollständig geräumt sein. Die Nutzungsgenehmigung wird schon am 30. Juni ablaufen. Tierpark-Geschäftsführerin Gisela Rux bereitet nun den Verkauf der 350 Tiere vor. Darunter sind Affen, Damwild, Ponys, Vögel und verschiedene Schweinerassen. Bis zuletzt hatte die Betreiberfamilie Rux auf einen neuen Standort gehofft.

HL-live - 21. Jan. 2006
Rettet der Lübecker Tierpark zwei Tigermädchen?
In Frankreich droht zwei sechs Jahre alten Tigermädchen die Todesspritze. Der Tierpark Lübeck, der schon viele bedrohte Tiere aus der Lebensgefahr gerettet hat, wäre vielleicht die letzte Hoffnung für die Tiger. Für Helmut Rentsch von der Gruppe „Tigerschutz“ in Neumünster könnten jedoch Tierrechtler, die gegen den Tierpark demonstrieren, die Rettung der Tiere verhindern. Das drohende Schicksal der Tigermädchen ist kein Einzelfall: Schon ein Tiger musste sterben, weil die Gruppe „Tigerschutz" ihn nicht nach Lübeck vermitteln konnte.

Berliner Morgenpost - 24. Jan. 2006
Affenalarm im Hochschwarzwald
Affenalarm im badischen Löffingen: Dort hält ein Berberaffe die Umgebung auf Trab. Nach Angaben der Polizei vom Montag ist der Affe am Wochenende vermutlich aus dem Schwarzwaldpark Löffingen ausgebrochen. Autofahrer sichteten das Tier am Sonntagmorgen an einem Parkplatz an der B 31. Als ihn eine Streife schnappen wollte, flüchtete der Affe in den verschneiten Wald.

 


Planung und Bau 

Krone - 24. Jan. 2006
Zwei Panzernashörner für den Tierpark Schönbrunn
Ab März soll es im Tiergarten Schönbrunn in Wien zwei neue Publikumslieblinge geben: Die Panzernashörner "Junge" und "Beauty" aus Nepal. Das 6.000 Quadratmeter-Gehege für die beiden "Giganten aus der Vorzeit" wurde am Dienstag präsentiert. Spätestens im März sollen der siebenjährige Bulle und die vierjährige "Beauty" einziehen. Die Errichtung der Anlage kostete 3,5 Millionen Euro. Die beiden Panzernashörner, die im Unterschied zum afrikanischen Rhinozeros nur ein Horn haben, leben derzeit im Chitwan Nationalpark in Nepal, sind Waisen und in menschlicher Obhut aufgewachsen. Die beiden Tiere, die eine Lebenserwartung von rund 40 Jahren haben, sind ein Geschenk des nepalesischen Königs an die Republik Österreich. Was formell noch fehlt, ist das endgültige Okay der Regierung Nepals und die Organisation des schwierigen Transports. Die Kosten für den Transport liegen beim Tierpark Schönbrunn und sollen sich auf rund 100.000 Euro belaufen.

Wiener Zeitung - 25. Jan. 2006
Zwei neue Hörner im Zoo
In wenigen Monaten sollen im Tiergarten Schönbrunn zwei Neuankömmlinge zu bewundern sein. Zoodirektor Helmut Pechlaner hat am Dienstag angekündigt, im Rahmen eines internationalen Zuchtprogrammes zwei Panzernashörner aus einem Nationalpark in Nepal nach Österreich zu bringen. Wie die Tiere aus dem nepalesischen Hochland nach Österreich transportiert werden sollen, ist derzeit noch fraglich. Pechlaner: "Der Flug mit einer Frachtmaschine ist zwar in dieser Höhe aufwändig, für die Nashörner aber gar kein Problem." Er hofft auf die Hilfe des Bundesheeres mit seinen Transportflugzeugen. Schließlich kämen die beiden Kolosse als Staatsgeschenk von Nepals König in die Alpenrepublik. Aus dem Verteidigungsministerium hieß es dazu, die Sache werde geprüft. Mit 6000 Quadratmetern sei die Nashornanlage (Kosten 3,4 Millionen Euro) eine der größten weltweit. Vom Umzug der Nashörner profitiert auch der Artenschutz. Der Wiener Zoo sammelt unter anderem mittels einer Ausstellung Spenden für Verbesserungen in den nepalesischen Nationalparks. Neben den Nashörnern bekommen heuer auch die Flamingos in Schönbrunn ein neues Zuhause. Ein weiteres Projekt, das Pechlaner als scheidender Direktor seinem Nachfolger vererbt, ist die Revitalisierung des alten Palmenhauses. "Außerdem bekommen die Eisbären in den nächsten Jahren ein größeres Gehege", verspricht er.

Freie Presse Online - 22. Jan. 2006
Dresdner Zoo mit großen Plänen
Der Dresdner Tierparkchef Karl-Heinz Ukena hat große Pläne. Er möchte das Gelände zum «kinderfreundlichsten Zoo der Republik» ausbauen. Dazu hat er der Stadt Dresden einen 15-Jahres-Plan unterbreitet, der kommunale Investionen von 50 Millionen Euro für die Sanierung und den Ausbau alter sowie den Bau neuer Anlagen vorsieht. Eine Finanzierung über Spenden sei nicht vorgesehen. Sollten die Stadt und der Stadtrat zustimmen, ist die Beantragung von Fördermitteln möglich, doch dürfte der Eigenanteil der Stadt bei weit über 50 Prozent liegen. Geplant sind unter anderem ein Kinderbauernhof, ein neues Affenhaus sowie eine Raubtier- und Seebärenanlage. Ukena rechnet durchaus mit Widerstand gegen seinen 15-Jahres-Plan. Er schlägt daher fünf Varianten vor. Für 2006 hofft Ukena, dass die Marke von 600 000 Besuchern überschritten wird. Zum einen ist ein großes Fest zum 145-jährigen Jubiläum des Zoos am 9. Mai vorgesehen. Außerdem erhält die Pinguinanlage ein neues Außenbecken. Nach 20 Jahren sollen auch wieder Giraffen nach Dresden kommen. Der Bau der Anlage soll über Spenden finanziert werden. Wenn sich genügend Sponsoren finden, soll noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden.

AHGZ, 7. Januar 2006
Delphimar soll Gäste nach Rügen bringen / Bau umstritten
Attraktiv, aber umstritten ist die Realisierung des ab Sommer 2006 geplanten Baus eines Delfinariums in Glowe. Am schmalen Küstenstreifen der Schaabe auf der Insel Rügen will die „Nature Projekt GmbH“ kräftig investieren. Das künftige Delphimar wird nach Auskunft der Investoren eine wichtige medizinische Funktion erfüllen. Die Kapazität ermögliche etwa 600 bis 800 Therapien, wie sie derzeit fast ausschließlich in den USA möglich sind, jährlich an der Ostseeküste. Ganzjährig werden die intelligenten Tiere ihre Künste entweder in einem Hallenbecken vor bis zu 400 Besuchern oder im Außenbecken vor bis zu 1500 Besuchern zeigen. Die Projektplanung sieht den Bau eines Tagungs- und Wellnesshotels vor.

szonline.ch - 24. Jan. 2006
Leoparden erhalten grösseres Gehege
Die Leoparden des Berner Tierparks Dählhölzli erhalten ein grösseres Gehege. Ihr Lebensraum wird mit Felsen und Bäumen bereichert. Levante-Otter, Felsentauben und Springmäuse sind Bewohner desselben Lebensraumes im Osteuropa und Vorderasien und werden auch in der neuen Berner Leoparden-Anlage zu entdecken sein. Der Spatenstich erfolgte am Dienstag, wie der Tierpark mitteilte. Als erstes wird das alte Raubtierhaus von 1972 abgerissen. Die neue Anlage wird von einer Edelstahl-Zeltkonstruktion begrenzt. Sie wird von Eichen aus dem Dählhölzli-Wald getragen. Die neue Leopardenanlage soll im Sommer 2006 fertig sein.

Schwaebische Zeitung – 26 Jan 2006
Ulmer Tierpark meldet erneut einen Besucher-Rekord
Zum zweiten Mal in Folge meldet der Ulmer Tierpark einen Besucherrekord. Viel zu tun hat Peter Laipple mit einer Sache, die den Ulmer Tierpark bald noch um einiges attraktiver machen könnte: Dem geplanten Donau-Aquarium. Wenn alles glatt geht, könnte heuer schon mit dem Erweiterungsbau begonnen werden, und das Gebäude mit einem durch einen gläsernen Tunnel begehbaren Becken könnte 2007 eröffnet werden.

Lübecker Nachrichten - 22. Jan. 2006
In Eekholt entsteht eine moderne Baummarderanlage
Für 20 000 Euro entsteht derzeit im Wildpark Eekholt eine neue Baummarderanlage. Für die Besucher wird sie deshalb besonders interessant werden, weil die Tiere von zwei Ebenen aus beobachtet werden können. Von der Besucherplattform aus kann man sich mit den possierlichen Tieren fast auf Augenhöhe begeben, wenn sie Bäume hochlaufen. Zumindest für Laien ist der Zaun, der die Anlage in zwei Hälften teilt, kurios. Die Erklärung: Moritz und Morla mögen sich nur in der Paarungszeit - dann aber richtig (drei bis vier Mini-Marder sind die Folge). Außerhalb dieser Zeit vertragen sie sich jedoch gar nicht. Wenn man sie nicht separat halten würde, würden sie sich gegenseitig durchs Gehege jagen und aufeinander losgehen. Besucherfreundlich sind auch die neuartigen netzähnlichen Zäune, hinter denen Moritz (mit 15 Jahren fast schon ein Baummarder-Methusalem) und Morla (12) leben werden. Man nimmt sie optisch kaum wahr, sie stören also nicht.

Schenefelder Tageblatt - 20. Jan. 2006
Tierische Strategien gegen eisige Kälte
Diejenigen, die diese Tiere einmal „live“ erleben möchten, müssen dafür nicht weit reisen. Moschusochse, Polarfuchs und Schneeleopard können im Wildpark Lüneburger Heide in Niendorf-Hanstedt beobachtet werden. Mit mehr als 1000 Tieren ist er eigenen Angaben zufolge der wohl größte Tierpark im deutschsprachigen Raum. Um den Park attraktiver und familienfreundlicher zu gestalten, wird derzeit die „Elchlodge“, ein Restaurant im kanadischen Blockhausstil mit 60 Sitzplätzen innen und 100 Sitzplätzen auf der Terrasse, fertig gestellt. Darüber hinaus entstehen eine neue Show-Bühne für die Greifvogel-Vorführungen und ein neues Wildkatzen-Gehege.

Lübecker Nachrichten - 25. Jan. 2006
Wismarer Tierpark wartet mit Kattas als weiterer Attraktion auf
Erfolg kommt nicht von allein. Das ist auch im Wismarer Tierpark bekannt. Um die Attraktivität zu steigern, ist nun ein neues Projekt geplant. Besuchermagnet soll eine für das Publikum begehbare Affeninsel werden. Auf ihr wird hautnaher Kontakt mit Kattas möglich. "Die Tiere werden erst geholt, wenn die neue Anlage komplett steht", erklärt der Tierparkchef. Bis es soweit ist, gibt es noch eine Menge im gesamten Tierpark zu tun. Vor allem werden Verbesserungen an den Gehegen vorgenommen. Zudem werden neue Bänke aufgestellt und die gastronomische Terrasse soll eine wesentlich attraktivere Form bekommen. Damit soll letztendlich auch ein weiterer Besucherzuwachs erreicht werden. Am 5. März beginnt wieder die tägliche Öffnungszeit, und zwar mit der schon traditionellen Austreibung des Winters.

Tages-Anzeiger Online
Der Zoo Zürich macht Druck für die Gondelbahn
Der Zoo Zürich hat ein Problem - nicht tierischer, sondern verkehrstechnischer Art.

Schaffhauser Nachrichten
Zoo wirbt für Gondelbahn
Begleitet von Kamelen und Lamas, den Transportmitteln aus einer anderen Welt, hat der Zoo Zürich gestern die Werbetrommel für seine geplante Gondelbahn gerührt.



Aktionen

Dresdner Neueste Nachrichten - 22. Jan. 2006
Zoo feiert 145-jähriges Jubiläum mit großem Fest
Der Zoo will den 145-jährigen Geburtstag am 9. Mai mit einem großen Fest feiern, sagte Zoo-Geschäftsführer Karl-Heinz Ukena.

Berliner Zeitung - 23. Jan. 2006
Olms Tierporträts im Affenhaus
Im Affenhaus des Tierparks Friedrichsfelde hängen seit gestern Tierfotos von Wulf Olm - die 150 schönsten Aufnahmen des vergangenen Jahres. Der 63-jährige Fotoreporter der "Berliner Zeitung" kennt Tierpark und Zoo wie kein anderer - zweimal in der Woche zieht es ihn mit seiner Kamera dorthin. Im Affenhaus sind Olms Tierporträts bis 19. Februar täglich von 9-16.30 Uhr zu sehen, anschließend zieht die Ausstellung um - ins Raubtierhaus des Zoos.

Leipziger Volkszeitung - 23. Jan. 2006
Fischotter, Pinguin und Uhu strahlen vom Poster
Delitzsch. Zwei Felsen-Pinguine schauen putzig in die Welt, ein Fischotter streckt sich in die Höhe und die Augen eines Uhus strahlen kugelrund. Die Motive auf den Zooplakaten sind attraktiver Blickfang und ziehen an, auch das kleiner Gedruckte zu lesen. Stefan Biewald aus Hoyerswerda zeigt seit Sonnabend im Delitzscher Tiergarten seine Ausstellung "Zoovenirs" und in ihr sind bei weitem nicht nur Poster zu sehen. Bücher und Broschüren, Postkarten, Gläser, Kartenspiele, Taschen, Briefmarken, Videos - alles, was so an der Kasse oder an Verkaufsständen in Tierparks den Besuchern als Erinnerung angeboten wird, ist in seiner Sammlung vertreten. Inzwischen sind es um die 600 Einzelobjekte geworden, schätzt er. 250 Tiergärten weltweit hat der Hoyerswerdaer bereits schon besucht. Bis zum April besteht im Delitzscher Tiergarten die Möglichkeit, die "Zoovenirs" zu bestaunen, die allerdings nur ein Ausschnitt aus der Sammlung von Biewald sind.

Frankenpost - 24. Jan. 2006
Mama-Mammut zieht in den Zoo
„Bei unseren Temperaturen fühlen sich die Mammuts so wohl, dass gleich drei von ihnen nach Hof gezogen sind“, witzelte gestern der Leiter des Zoos, Janusz Gutkowski. Echt ist das vier Meter große, prähistorische Wesen nicht, sondern aus Harz und Kunsthaar. Stoßzähne und Rüssel waren zum besseren Transport abgenommen worden.
Panscha, Primi und Genia heißen die Mutter und ihre beiden Kleinen, sie werden im nächsten Vierteljahr im Hofer Zoo „leben“. Ihre Heimat ist das Urweltmuseum in Bayreuth. Gestern jedenfalls ließen sich die harzigen Eiszeittiere geduldig herumtragen und vor dem Terrarienhaus in ein eigenes Gehege positionieren.

Tagesspiegel - 20. Jan. 2006
HINTER DEN KULISSEN
Sie ist bekannt als Kämpferin für die Interessen von verrufenen Großstadt-Hunden, durchreisenden Zirkuselefanten oder gefährdeten Greifvögeln. Jetzt hat
Claudia Hämmerling, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus, zwei frisch geborene Paten-Igel, die im Zoo über den Winter aufgepäppelt werden. Am Montag sollen die beiden offiziell ihre Namen erhalten, Ideen per Mail an claudia.haemmerling@gruene-fraktion-berlin.de.
 

Nachwuchs 
 
Berliner Morgenpost - 20. Jan. 2006
Seltener Zuchterfolg
Die Familie der Klippschliefer im Erfurter Zoo hat Nachwuchs bekommen. Gleich zwei Weibchen haben Kinder geboren und damit für einen seltenen Zuchterfolg mit den afrikanischen Savannentieren gesorgt, sagte Direktor Norbert Neuschulz. Ein Weibchen und eines ihrer Kinder starben trotz eines Kaiserschnitts bei der Geburt. Ihr zweites Kind wird von einer Pflegerin mit Hand aufgezogen. Die andere Mutter ist mit ihren drei Kindern wohlauf.

Kölner Stadt-Anzeiger - 23. Jan. 2006
Elefantenprofis kommen täglich zur Visite
Die Elefantenmama ist der Star im Kölner Zoo. Über ihr Baby - samt Namen - wird eifrig spekuliert. Tierarzt Olaf Behlert winkt jedoch ab: „Die Geburt steht nicht bevor.“

Kölner Stadt-Anzeiger - 23. Jan. 2006
Geburtshilfe-Tipps aus aller Welt
Khaing lässt sich Zeit. Viel, viel Zeit. Die Grande Dame des Kölner Zoos denkt offenbar nicht dran, ihre so lange gespannt beobachtete Schwangerschaft zu beenden und den Zoo mit Elefanten-Nachwuchs zu beschenken. Die Live-Webcam des WDR zählt hunderttausende Zugriffe täglich und Zoo-Direktor Gunther Nogge freut sich über Fan-Post aus aller Welt - Geburtshelfer-Tipps inklusive. Auf zahlreichen Internet-Plattformen haben sich Elefanten-Fan-Gemeinden gebildet. Im Internet-Tagebuch „blog.de“ wurden bis zum September die Schwangerschaftsphasen von Khaing mit denen von Britney Spears verglichen. „Britney war schneller“, lautete das überprüfbare Ergebnis.

Berliner Morgenpost - 21. Jan. 2006
Mücke wartet auf ihr Baby
Der Bauch wird immer runder, die tägliche Bewegung immer weniger, aber noch ist Geduld gefragt. Gemeinsam mit Orang-Utan-Weibchen Mücke warten die Tierpfleger im Berliner Zoo-Affenhaus und zahlreiche Besucher auf ein Jungtier.



New Kerala - 22 Jan 2006 (Indische Zeitung!)
A tropical environ for primates in Germany
Leipzig: Tropical heat, trees to climb, water plants and apes. This scene right out of a tropical jungle can be found at an international research centre on primates in this German city. More than 1.3 million people visit the centre, called Pongoland, and experience the exotic wildlife at Leipzig zoo every year. The tropical section groups all four primate species together on three hectares, with the air temperature maintained at a constant 30 degrees Celsius. It is the biggest facility of its kind in the world.
>>recht ausführliche, gute Darstellung, aber dann hapert es am Verständnis der historischen Zusammenhänge...:
Pongoland was once well known for breeding lions in its safari park

Berliner Morgenpost - 22. Jan. 2006
Elefanten-Mädchen Shaina Pali liebt den Schnee und kann schon schlittern
Dem ersten Schnee ihres Lebens begegnete das kleine Elefanten-Mädchen Shaina Pali im Berliner Zoo noch mit Zurückhaltung. Der in dieser Woche gefallenen zweiten Fuhre konnte sie schon mehr abgewinnen.

Neue OZ Online - 24. Jan. 2006
Heizung hoch, Tiere rein: Minusgrade setzen auch Zoos zu
Die frostigen Temperaturen setzen derzeit auch Zootieren und ihren Pflegern zu. So müssen etwa Futternäpfe häufiger ausgetauscht werden, damit die Nahrung nicht einfriert. In den Tränken, Teichen und Gräben müsse für Bewegung gesorgt werden, damit genügend Wasser für die Tiere bereitstehe, hieß es am Montag im Zoo Münster. In den Tierhäusern wird meist nur die Heizung etwas höher gedreht. «Bleibt es so kalt, trifft es unseren sibirischen Tiger "Rasputin" trotz seines dicken Fells besonders hart», sagte Zoosprecherin Ilona Zühlke. Wenn der Wassergraben - die natürliche Sicherheitsbarriere zwischen Gehege und Besucherbereich - zufriert, muss der im Prinzip an Kälte gewöhnte Tiger das Haus hüten. Sonst werde es für die Besucher gefährlich.

Kölner Stadt-Anzeiger - 24. Jan. 2006
Löwen mit Fußbodenheizung
Wegen der strengen Kälte haben die Zoos im Ruhrgebiet Stallpflicht für zahlreiche Tiere angeordnet. "In unserer afrikanischen Savanne haben sich Eisflächen gebildet, da könnten die Zebras und Antilopen drauf ausrutschen", erläuterte Sabine Hass, Sprecherin des Gelsenkirchener Zoos, am Dienstag. Ausgang haben dagegen die drei Löwen. Denn ihr Lagerplatz im Freigehege hat eine Fußbodenheizung - über den gleichen Luxus verfügen auch die Gorillas im Duisburger Zoo. Gefährlich ist die Kälte besonders für Reiher und Enten. Erst vergangene Woche habe die Feuerwehr einen Reiher mit heißem Wasser aus dem Tümpel loseisen müssen.

Berliner Morgenpost - 25. Jan. 2006
Familie Erdmännchen friert nicht
Die Kolonie der Erdmännchen im Kölner Zoo sitzt die derzeitige sibirische Kälte einfach unter einer Wärmelampe aus. Nicht alle Tiere in den Zoologischen Gärten haben es so leicht: Häufig wird Stallpflicht angeordnet. Beispielsweise für die Zebras in Gelsenkirchen, die in ihrem Savannenbereich Glatteis haben. In Rostock dürfen die Humboldt-Pinguine nicht mehr ins teilweise zugefrorene Badebecken.

Uetersener Nachrichten - 24. Jan. 2006
Badeverbot für Humboldtpinguine - Kälte macht Zootieren zu schaffen
Die klirrende Kälte macht auch den Zoos und Tiergärten in Mecklenburg-Vorpommern zu schaffen. Ein Teil der Tiere kommt wie die Nashörner in Schwerin nur zeitweise ins Freie, in Wolgast bleiben die Emus im Stall, im Vogelpark Marlow dürfen die Humboldt-Pinguine nicht mehr in das teilweise zugefrorene Badebecken. Der Tierpark am Klüschenberg in Burg Stargard bei Neubrandenburg ist wegen Glätte ganz geschlossen.

Neue Osnabrücker Zeitung – 26 Jan 2006
Schafzüchter auf Grüner Woche erfolgreich
Titel gingen an Ludwig Schmitz (Bentheimer Landschaf). Mit dem Tierpark Nordhorn waren auch Betriebe aus dem Nachbarkreis in Berlin erfolgreich.

taz Berlin - 24. Jan. 2006
Sich wohl fühlen
Bei den Lebensumständen und Vorlieben der zotteligen Tiere ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich die Eisbären im Berliner Zoo und Tierpark in diesen Tagen äußerst wohl fühlen. Dennoch halten sich die imposanten Tiere nicht zu lange draußen auf. Sie vermissen bei dieser Kälte den viel intensiveren Sonnenschein ihrer Heimat. So bleibt den Riesen nichts anderes übrig, als sich im Innengehege immer wieder aufzuwärmen. Ein Eisbad bleibt ihnen leider auch verwehrt: Das Wasser im Bassin des Tierparks wurde abgelassen. Die Eisbären könnten sonst über die Eisschollen hinweg ins benachbarte Gehege klettern.


Merkur Online - 25. Jan. 2006
Pfleger achten auf die Elefantenohren
Die Urwildpferde sind momentan wohl die glücklichsten Tiere im Nürnberger Tiergarten. "In ihrer Heimat in der Mongolei kann es minus 40 Grad kalt werden, da leben die hier doch wie im Paradies", sagt der Stellvertretende Direktor Helmut Mägdefrau. Nach seinen Worten kommen die rund 2500 Tiere sehr gut mit der klirrenden Kälte zurecht.


HaffZeitung - 25. Jan. 2006
Lama „Lieschen“ lässt der Winter kalt
„Väterchen Frost“ hat die Region voll im Griff. Auch die Tiere im Ueckermünder Tierpark haben mit den Minusgraden zu kämpfen. Erdmännchen, Flamingo, Wüstenfuchs und Co. halten es zurzeit wie viele Menschen: „Nur wenn es unbedingt notwendig ist, gehen sie vor die Tür.“ Der knackige Winter beschert indes den Mitarbeitern des Tierparks nicht nur kalte Füße, sondern auch ein Mehr an Arbeit: „Der Schnee auf den Gehegen muss geräumt und das Trinkwasser immer wieder gewechselt werden“, sagt die 44-jährige Biologin. Auch das Futter friere teilweise am Boden fest.


Hannoversche Allgemeine Zeitung - 20. Jan. 2006
Katzenjammer im Separée
Der kleine Katzenbär Manni aus dem Zoo Hannover, der es durch seine Ausflüge in die Eilenriede zu einer gewissen Berühmtheit gebracht hat, wird wohl noch eine Weile in seinem Separée bleiben müssen. Alles deutet darauf hin, dass seine Partnerin Margarita schwanger ist. Ob sie tatsächlich tragend sei, könne jedoch erst in ein paar Wochen mit einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden.

Freie Presse - 20. Jan. 2006
Promi-Besuch beim Löwen Malik
Löwe Malik, der seit Mai 2005 mit Löwendame Kimba im Tierpark Chemnitz lebt, bekam gestern prominenten Besuch aus Leipzig. Brigitte Tübke-Schellenberger, die Witwe des bekannten Malers Werner Tübke, schaute noch vor der abendlichen Ausstellungseröffnung in der Galerie Schmidt-Rottluff bei dem stattlichen Pärchen im Tierpark vorbei. Ihr Mann sei ein großer Löwenfreund gewesen, habe für den Vater und Großvater von Malik viel Geld gespendet. Nun wolle sie als Patin und „Großmutter“ nach dem Rechten sehen.

Naumburger Tageblatt - 24. Jan. 2006
Barlebens Bürgermeister verlängert Patenschaft für Elefantin
Die Elefantendame «Mwana» aus dem Zoo in Magdeburg hat für 2006 erneut einen Paten gefunden. Die Gemeinde Barleben übernimmt bereits zum dritten Mal die Patenschaft für den Dickhäuter. Jährlich sind dafür 4500 Euro fällig.

Krefelder Zeitung - 19. Jan. 2006
Mein Freund der Hornrabe
Tierpfleger oder Tierarzthelfer sind die absoluten Traumberufe des 19-jährigen Tim Goller aus Kaarst, der demnächst sein Fachabitur baut. Und so schenkte ihm seine Mutter kurzerhand zu Weihnachten ein Schnupperpraktikum im Krefelder Zoo. Jetzt war es soweit und der "Tierpfleger für einen Tag" trat seinen Dienst um 7.45 Uhr im Antilopenrevier an.

Solingen-online - 21. Jan. 2006
Vogelpark: Zwei Schülerinnen sammelten für die Tiere 120 Euro
Stolze 120 Euro haben Maren Sandmöller (12) und Jana Franzgrote (11) gestern an den Vogelpark in Ohligs überreicht. Eingenommen haben die beiden das Geld mit einer Tombola.

Russland Aktuell - 19. Jan. 2006
Tag der offenen Tür im Zoo wegen Frost
Der Moskauer Zoo will durch freien Eintritt am Freitag mehr Besucher anlocken. Gewöhnlich gehen pro Tag mehrere Tausend Menschen in den Zoo. Wegen des starken Frostes waren die Besucherzahlen in den letzten Tagen stark zurückgegangen. Sollten am Wochenende die Temperaturen unter minus 25 Grad liegen, werde an diesen Tagen der Eintritt ebenfalls frei sein.

Bote der Urschweiz - 24. Jan. 2006
Pinguin-Paar von entführtem Toga legt ein Ei
Die Eltern des im Dezember aus einem britischen Zoo gestohlenen Pinguin-Babys "Toga" erwarten wieder Nachwuchs. Das Pinguinweibchen Kyala habe am vergangenen Donnerstag ein Ei gelegt, teilte der Besitzer des Tierparks auf der Isle of Wight, Derek Curtis, mit. Unbekannte hatten den drei Monate alten Toga im Dezember aus dem Tierpark Amazon World gestohlen. Curtis hält es für nahezu ausgeschlosssen, dass Toga noch am Leben ist: Das Vogelbaby habe "nie einen Fisch gesehen" und sei von seinen Eltern mit Nahrung gefüttert worden, die sie vorgekaut und dann wieder hochgewürgt hätten.


Sie fragen sich, wo der eine oder andere deutsche Tierpark aus den Meldungen wohl liegt oder suchen weitere Informationen darüber? Fragen Sie unsere Zoo-Datenbank Zoo-Infos.de nach einem Ortsnamen.

N
iederländische Meldungen

Dierennieuws – 25. Januar 2006
Naam voor Rotterdams neushoorntje
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200601/nw40020.htm
Name für Rotterdamer Nashornjunges
Nachdem über die Medien nach einem Namen für das Ende Dezember geborene Panzernashorn gesucht wurde, ist er nun gefunden. Das Tier wurde „Sophie“ getauft.
 
Dierennieuws – 25. Januar 2006
Geboorte zeldzame bladaap in Blijdorp
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200601/nw40019.htm
Langurengeburt in Rotterdam
Im Rotterdamer Zoo ist am 22. Januar ein Francois-Langur (Trachypithecus francoisi) in bereits zweiter Generation geboren worden. Die Tiere wurden 1992 aus dem Zoo Schanghai importiert. Der Zoo verzeichnete im Jahr 2005 1.478.513 Besucher (etwa 22.000 weniger als im Vorjahr) und zählt damit zu den drei meist besuchten Attraktionen des Landes.
 
Dierennieuws – 25. Januar 2006
Oliefanten terug in Ouwehand
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200601/nw39853.htm
Rhenen erhält wieder Elefanten
Nach Jahren ohne Elefanten wird der Ouwehands Dierenpark Rhenen noch vor Ostern wieder Elefanten halten. Zunächst werden drei Kühe (31, 36 und 40 Jahre) aus einem italienischen Zirkus gekauft. Die Gruppe soll später um zwei weitere Kühe und einen Bullen ergänzt werden, um eine Zucht zu starten. Für die Tiere wird das alte Elefantenhaus, welches derzeit als Studio für eine Fernsehserie dient, umgebaut. Die Anlage wird 5300qm umfassen und damit die zweitgrößte Elefantenanlage der Niederlande sein.



Französischsprachige Meldungen
(mangels Bearbeiter als automatische Übersetzung)

Régions.be
Une nouvelle vie pour Birma l'éléphante
Ein neues Leben für Birma die Elefantenkuh
An 21 Jahren wird Birma einem neuen Leben versprochen. Die Elefantenkuh von Asien des Zoos von Maubeuge ist Mittwoch dem Tier Park von Chester (das Vereinigte Königreich) gegeben worden. Alles wird sie ihre Stelle in einer Gemeinschaft von neun Elefanten in einer ausgedehnten Weide machen. Birma ist Träger von Reproduktionshoffnungen! Daisy und Dina aus Rotterdam werden zwei Elefantenkühe in Maubeuge vom Monat April an. Bis dahin werden große Investitionen  verwirklicht sein. " Eine Million Euro wird im Jahre 2006 der Schaffung einer ausgedehnte Weide zugewiesen, die zwei Tiger und drei Löwen empfangen wird. Die Erneuerung des éléphanterie (neue Schiebetüren, Vergrößerung der Außenweide), stellt die andere unmittelbare Investition dar ".


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Zoos  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Zoo Dortmund, 25.01.2006
Dortmunder Zoo stellt Zooführer für blinde und sehbehinderte Menschen vor
Der Lions Club Dortmund-Hanse schenkt dem Zoo Dortmund einen „Blindenzooführer“. Es handelt sich um eine stark abgewandelte Version eines Zooführers, der die repräsentativsten Tiere des Zoos anhand eines Rundgangs vorstellt und auch einen Wegeplan enthält. Das Werk heißt: „Zooführer für blinde und sehbehinderte Besucherinnen und Besucher“. Die Texte sind sowohl in Braille-Schrift, als auch in Großschrift, die Bilder als Schwarzweiß-Konturen bzw. als taktile Abbildungen enthalten. Die Herstellung des Zooführers war technisch, personell und überhaupt .. sehr schwierig und hat fast zwei Jahre in Anspruch genommen.
Idee und Text stammen von Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter. Finanziert wurde das Projekt vom Lions Club Dortmund-Hanse. Die Umsetzung hat die Universität Dortmund im Rahmen eines „Studierendenprojektes der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik“ der Fakultät Rehabilitationswissenschaften (Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium) unter der Leitung von Dr. Birgit Drolshagen (taktile Abbildungen, Übersetzung der Texte, Druck, Herstellung) übernommen. Neben den Studierenden waren noch Dipl. Informatiker Ralph Klein und Peter Knabe beteiligt. Vermittelt wurde der Kontakt durch Hermann Steiner.

Naturschutz-Tierpark Goerlitz, 25.01.2006
Trotz Winterwetter - Arbeiten am ersten Tibetdorf-Haus gehen weiter
Dimitrij Genze und Sergius Miller haben bei ihrer Ausbildung in der Görlitzer Berufsakademie Ostsachsen (BAO) eine Menge gelernt. Unter Anleitung ihres Lehrmeisters Siegfried Gierth fertigten die beiden aus Kasachstan stammenden AZUBIS zusammen mit ihren deutschen Kollegen nun sogar Fenster für ein tibetisches Haus. Um diese einzubauen, mussten sie allerdings nicht nach Tibet reisen, sondern lediglich bis in den Naturschutz-Tierpark, wo derzeit ein tibetisches Dorf entsteht. Zum Frühjahr soll das erste Haus, eines für Yaks und Kaschmirziegen, fertig sein. Heute wurden die von Hartz-IV-Mitarbeitern des Tierparks mit typisch tibetischen Farben angemalten Fenster angepasst und probehalber eingebaut. Die zukünftigen Bewohner werden an der handwerklich soliden und farbenprächtigen Gestaltung ihrer Unterkunft hoffentlich ebenso erfreut sein wie die Besucher. Den Tierparkmitarbeitern selbst bereitet jedenfalls die Zusammenarbeit mit der BAO und der Arbeitsgemeinschaft Görlitz (Hartz IV) große Freude, denn sie ermöglicht eine kostengünstige, detailgetreue und für alle Seiten nutzbringende Verwirklichung des Tibetdorf-Projektes.

Zoo Dresden, 25.01.2006
Im Auftrag des Dresdner Zoos wurde im Sommer letzten Jahres eine Kunden-zufriedenheitsanalyse durchgeführt.
Hierbei schilderten insgesamt 500 Besucher verschiedenster Altersklassen ihre Eindrücke, charakterisierten den Zoo und nannten Verbesserungsvorschläge zur Steigerung seiner Attraktivität. Die Auftragnehmer waren Mitglieder von PAUL Consultants, der studentischen Unternehmensberatung der TU Dresden, die eigens für dieses Projekt eine GbR gegründet haben. Ihre Aufgabe war die Planung der Befragung, die Erstellung des Fragebogens sowie die Auswertung der Umfrage. Im Anschluss daran wurden Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität abgeleitet. Diese Ergebnisse möchten wir Ihnen am Donnerstag, dem 26. Januar, 11.30 Uhr im Auditorium des Dresdner Zoos vorstellen. Anwesend werden neben Herrn Ukena auch die Mitglieder von PAUL Consultants sein, die dieses Projekt durchgeführt haben.

Natur- und Wildpark Buchenberg, 25.01.2006
Mit Schneeschuhen durch die Waidhofener Bergwelt
Spuren im Schnee - Auf Schneeschuhen durch die Waidhofner Bergwelt. Die Naturparkführer und Förster der Waldschule Buchenberg begleiten Kinder- und Erwachsenengruppen durch die einmaligen Waldlandschaften rund um Waidhofen an der Ybbs. Dabei wird in spannender Weise Wissen rund um unsere heimische Natur und unser Ökosystem Wald vermittelt. So manche geheimnisvolle Tierspur im frisch verschneiten Winterwald wird zum spannenden Naturerlebnis.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 25.01.2006
Nicht nur für Damen ...
Die Kameliensammlung der Wilhelma zählt eindeutig zu den botanischen Pretiosen des Landes. Teils über 160 Jahre alt, wollen die Sensibelchen alljährlich aufs sorgsamste gepflegt werden, damit sie ihre Bewunderer in der kalten Jahreszeit mit üppiger Blüte erfreuen. Und so schaffen die Gärtner denn mit kühlen Temperaturen, kalkarmem Boden und hinlänglich feuchter Atmosphäre Bedingungen wie in den fernöstlichen Gebirgsregionen, aus denen die immergrünen Sträucher ursprünglich stammen. Benannt sind die Kamelien (Camellia japonica) nach dem Jesuitenpater Georg Joseph Kamel (1661-1706), dessen Name, wie in der wissenschaftlichen Beschreibung von Pflanzen und Tieren üblich, latinisiert wurde. Bereits 1731 kamen die ersten Pflanzen nach Europa – auch König Wilhelm I. von Württemberg besorgte sich einige der sehr teuren Exemplare für seine Wilhelma. Einige dieser Sträucher bilden den Grundstock der wertvollen Sammlung, die heute fast 100 Arten und Sorten umfasst und alljährlich im Winter die Besucher erfreut. In China und Japan wurden Kamelien schon seit Jahrhunderten gezüchtet: Aus der Wildform mit einfachen rosafarbenen Blüten entstanden so zahllose Formen mit halbgefüllten oder gefüllten Blüten in allen Farben von Weiß über Rosa bis Purpur. Bis Anfangt März dauert die Hauptblütezeit - solange können sich die Wilhelmabesucher die Pracht genießen und unter der Vielfalt ihre Lieblingsform und –farbe suchen. Bis Anfang Mai bleiben die Kamelien dann noch im Schaugewächshaus, aber wenn mit steigenden Temperaturen draußen die Blütezeit anderer Pflanzen beginnt, ziehen sich die noblen Asiaten in den lichten Schatten einer geschützten Stelle im Freiland zurück.  In der Sommerfrische bereiten sie sich auf den nächsten Winter vor, um dann die Wilhelma-Besucher erneut zum günstigen Tarif mit herrlichen Blüten zu erfreuen. 

Wildpark Lüneburger Heide, 24.01.2006
Mit Papa auf Expedition ins Reich der Tiere - ein Vater-Kind-Wochenende im Wildpark Lüneburger Heide
… als Forscher die Wildtiere beobachten … den Wildpark und die nachtaktiven Tiere in der Dunkelheit erleben … mit den Wärtern die Tiere füttern … über dem Lagerfeuer kochen und den Wölfen lauschen … den Wald und seine Bewohner erforschen Am 9.-11. Juni 2006  ziehen Väter mit ihren Kindern von 6 bis 12 Jahren ins Abenteuer. Sie zelten mitten im Wald nahe dem Wildpark Lüneburger Heide. Für ein Wochenende schlüpfen sie in die Rolle echter Wildbiologen. Sie beobachten die Tiere im Wildpark, erforschen bei einer Nachtexpedition das Verhalten der Wildtiere in der Nacht, betreten bei der Fütterung die Gehege, erkunden bei einem großen Geländespiel den Wald aus Sicht der Ameisen und lauschen abends am Lagerfeuer dem Wolfsgeheul. Gekocht wird auf dem offenen Lagerfeuer – das ist Abenteuer pur! Die gemeinsam verbrachte Nacht unterm Sternenhimmel werden Papa und Kind so schnell nicht vergessen! Nachts rufen die Wölfe, morgens wachen die Luchse Der erste morgendliche Blick aus dem Zelt streift die Luchse, die in 20 Meter Entfernung ihre Runden drehen. Luchse, Wölfe, Waschbären – Väter und Kinder erleben die Wildtiere hautnah. Organisiert wird das Vater-Kind-Wochenende von Arillus (Gesellschaft für Umweltbildung, Beratung, Naturerlebnis mbH) in Zusammenarbeit mit dem Wildpark Lüneburger Heide. Die Wildtierforscher-Wochenenden erfreuen sich großer Beliebtheit und finden nun bereits im vierten Jahr statt. „Wir möchten den Vätern die Möglichkeit geben, ein ganzes Wochenende gezielt mit ihren Kindern zu nutzen und die Natur dabei zu erkunden“, so Ralf Gerhard von Arillus, der Gesellschaft für Umweltbildung, Beratung & Naturerlebnis aus Göttingen. „Und die Mütter können derweil ein Wochenende ganz ohne Familie genießen!“

Münchner Tierpark Hellabrunn, 24.01.2006
Trotz eisiger Kälte: unsere Tiere sind fidel!
Tiere in der freien Wildbahn haben verschiedene Mechanismen entwickelt, um mit tiefen Temperaturen fertig zu werden. So verfallen viele Amphibien und Reptilien als wechselwarme Tiere in eine Kältestarre. Auch Säugetiere wie z. B. das Murmeltier verabschieden sich vor dem Winter oberirdisch und verschlafen die eisigen Temperaturen. Das alles haben unsere Exoten nicht nötig. Sie fühlen sich in ihren geheizten Gehegen pudelwohl und können in den Häusern beobachtet bzw. besucht werden. Trotzdem lassen es sich z. B. die Elefanten nicht nehmen, jeden Morgen einen kurzen Temperaturcheck zu machen und am Nachmittag zwischen 13.30 und 14.30 Uhr üben sie sich in Schneeballschlacht. Unsere Schimpansen und Gorillas ziehen es allerdings vor, bei diesen eisigen Temperaturen ihr warmes, kuscheliges Zuhause nicht zu verlassen. Aber bei so optimalen Bedingungen wie Tageslicht, Rasen und tropischem Grün zieht einen auch nichts nach draußen. Unser Eisbär und unsere Robben sehen das alles sehr gelassen und warten mit uns auf wärmere Tage.

Zoologischer Garten Magdeburg, 23.01.2006
Elefantenpatenschaft verlängert
Es muss ja nicht immer gleich ein Elefant sein! Bei dem Bürgermeister der Gemeinde Barleben, Franz-Ulrich Keindorff schon.  Bereits das dritte Jahr übernimmt die Gemeinde Barleben die Patenschaft über die Elefantin „Mwana“ (Jahresbetrag: 4500 Euro).  Gemeinsam mit dem Zoodirektor Dr. Kai Perret wird der Bürgermeister der Gemeinde Barleben, Franz- Ulrich Keindorff  die neue Tierpatentafel am Ost-Zooeingang (Starße Am Vogelgesang) einweihen.

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 23.01.2006
Dem Tierpfleger über die Schulter schauen
Bald sind Winterferien, Zeit zum Schlitten oder Ski fahren, Schlittschuh laufen und den Winter genießen.
Wer sportlich nicht so interessiert ist, hat vielleicht mehr Zeit für Tiere. Die im Tierpark haben sich besonders fein gemacht und ihren echten Winterpelz angelegt. Ob Trampeltier, Luchs oder Ziege, im Winter sehen sie besonders schön aus und sie lassen sich auch sehen! Wer nicht nur schauen will, sollte sich in den Ferien den 15. Februar und den 22. Februar von 14.00 bis 15.30 Uhr vormerken. Für jeweils 12 interessierte Ferienkinder (ab 10 Jahre) besteht dann die Möglichkeit, den Tierpflegern über die Schulter zu schauen, sie bei ihrer Arbeit zu begleiten und mitzuhelfen. Man darf endlich einmal füttern, putzen, streicheln, beobachten und richtig Tierpfleger sein.

Meeresmuseum Stralsund, 20.01.2006
Toter Finnwal wird in Stralsund seziert
Donnerstag kurz nach 16 Uhr ist der gestrandete Finnwal nach einem Umweg über Berlin wohlbehalten in Stralsund angekommen. Vom Südhafen wurde das Tier dann per Schwimmkran zum NAUTINEUM Dänholm übergesetzt. Bereits Donnerstagabend wurden die ersten Maße genommen: das Tier ist 16,53 m lang und ca. 20 Tonnen schwer. Bei dem Meeressäuger handelt es sich um ein ausgewachsenes Weibchen. Die Breite der Schwanzflosse (Fluke) beträgt 3,16 m. Der Kadaver ist sehr dünn und noch sehr frisch - bedingt durch die kalte Witterung. Zur Stunde wird der Wal, unter Leitung von Museumsdirektor und Walforscher Dr. Harald Benke, von Mitarbeitern des Deutschen Meeresmuseums sowie weiteren Helfern, insbesondere Biologiestudenten der Universitäten Rostock und Greifswald, seziert. Dabei wird zunächst die Fettschicht abgetragen. Anschließend werden die Muskeln und inneren Organe frei gelegt sowie das Skelett vollständig entfleischt. Während dieser Prozedur werden von allen großen Organen, wie z. B. Herz, Niere, Lunge und Leber, Proben entnommen, die u. a. auf Schadstoffe, Bakterien und Viren untersucht werden. Die entnommenen Proben werden zur Untersuchung an das FTZ (Forschungs- und Technologiezentrum) Westküste Büsum der Universität Kiel geschickt. Erst nach deren Auswertung ist eine Aussage zur Todesursache des Walweibchens möglich.  Bis zum Mittag hatten ca. 500 Besucher die Gelegenheit genutzt, um sich den Wal anzuschauen. Die Sektion des Wales wird heute noch beendet, so dass das NAUTINEUM ab Samstag wieder geschlossen ist.

Tierpark Chemnitz, 20.01.2006
Bärenmakaken gut eingelebt – Nachwuchs bei den Hauseseln
Die siebenköpfige Gruppe Bärenmakaken hat sich gut im Tierpark eingelebt. Die Tiere waren Ende letzten Jahres aus dem Tiergarten Straubing nach Chemnitz gekommen. Inzwischen haben die Affen regelmäßig Zugang zum Außengehege und sind dort auch gut zu sehen. Schnee und Kälte machen ihnen wenig aus, sie kommen in ihrer Heimat in Gebirgsregionen bis in 2000 m Höhe vor und sind zudem auch an mitteleuropäische Winter gewöhnt. Oft sitzen sie nach Affenart eng aneinander geschmiegt und wärmen sich gegenseitig. Dabei können auch viele interessante Verhaltensweisen, wie zum Beispiel die gegenseitige Fellpflege, sowie der Verständigung dienenden Gesichtsausdrücke und Laute beobachtet werden. Auch die meisten anderen Tiere sind trotz Kälte und Schnee zu sehen. Sie haben zwar die Möglichkeit, sich bei Bedarf in ihre Unterkünfte zurückzuziehen, nutzen aber ebenso ihre Außenanlagen.
Bei den Haustieren gibt es auch im Winter viel Nachwuchs. Nach dem ‚Babyboom‘ im Streichelzoo bei den Ziegen und Schafen kam Anfang der Woche eine Eselstute zur Welt. Mutter und Kind sind wohlauf, die anderen Mitglieder der Herde sehr interessiert.

Thüringer Zoopark Erfurt, 20.01.2006
Führungen in den Winterferien

In den Winterferien vom 6. bis 10. Februar werden im Thüringer Zoopark Erfurt und im Zoopark-Aquarium am Nettelbeckufer 28a wieder Führungen mit interessanten und wissenswerten Themen durchgeführt. Tierinteressierte Kinder und Erwachsene sind herzlich eingeladen.

Zoo Hannover, 20.01.2006
Junggesellenbude mit Bambus

Wenn es in der Beziehung kracht und einer von beiden Partnern fluchtartig die gemeinsame Wohnung verlassen muss, kommt er oder sie in der Regel bei Freunden unter. Schläft auf der Luftmatratze im Wohnzimmer oder – bei räumlich gut ausgestatteten Freunden – darf das Gästezimmer bewohnen, schleicht auf Zehenspitzen herum, um möglichst unauffällig zu sein und die Gastfreundschaft der Freunde nicht zu strapazieren. Nicht so Katzenbär Manni! Als Manni Anfang Januar zum zweiten Mal (!) von seiner offensichtlich unpässlichen Partnerin Margarita des Geheges verwiesen wurde, konnte er nach kurzen Zwischenstopps im Stadtwald sofort in eine eigene Wohnung einziehen. Die aparte Junggesellenbude im Zooviertel hat zwei Zimmer, eine geräumige Terrasse und ist modern mit Edelstahl und Holz ausgestattet. Sogar einen exotisch-spannenden Namen hat das Appartement: „Quarantäne“ steht an Mannis Türklingel. Mit viel frischem Bambus hat Manni es sich in seiner neuen Singlewohnung gemütlich gemacht.  Hier genießt er die Ruhe, schläft ausgiebig und freut sich täglich über frisches Obst und knackiges Grün. Nur eines fehlt ihm trotz des angenehmen Junggesellendaseins doch: seine feurige Margarita, die dem Leben des Kleinen Pandas täglich die richtige Würze gegeben hat. Und so hofft Manni, dass seine Junggesellenbude nur eine vorübergehende Bleibe ist und er irgendwann zu Margarita zurück kehren kann. Grund für die Unpässlichkeit Margaritas könnte sein, dass die hübsche Katzenbärin tragend ist. Dann wäre es ganz normal, dass sie das Gehege für sich beansprucht und von ihrem Partner nichts wissen will. In ein paar Wochen kann mit einer Ultraschall-Untersuchung festgestellt werden, ob Margarita tragend ist. Sollten Katzenbärchen unterwegs sein, muss Manni noch ein wenig länger in der Junggesellenbude bleiben. Denn würde er sich im gemeinsamen Gehege in die Kindererziehung einmischen, wäre bei den Kleinen Pandas vielleicht gleich wieder der Bär los!

Zoo Duisburg, 20.01.2006
Ein Dankeschön von PIT

Seit gut einem halben Jahr schweißen, schleifen und bohren die Lehrlinge Sebastian Kesselhut, Marcel Lorenz und Daniel Noreika gemeinsam mit ihrem Ausbilder Hans-Georg Seifer in und an den Innenstallungen der Kalifornischen Seelöwen im Zoo. Wohl keiner der Auszubildenden hätte je geglaubt, im Verlaufe seiner Lehrzeit als Metallbauer einen solch lebensnahen, mit Sicherheit aber außergewöhnlichen Ausbildungsort in Anspruch nehmen zu dürfen. - Dank der Leitung der HKM (Hüttenwerke Krupp Mannesmann) in Duisburg.  Während ihrer praktischen Ausbildung vor Ort im Zoo sanierten die jungen Männer sämtliche Metallabsperrungen und –schieber in den Ruhezonen und Wurfboxen der quirligen Meeressäugetiere; durch geschickte Aufteilung des über 50 m² großen Innengeheges schufen sie neue Wohlfühl-Anlagen für gemischte Gruppen, Mutter und Kind-Abteil und/oder Einzelaufstallung allzu hitziger Bullen. Nun, da das Werk erfolgreich abgeschlossen wurde, soll der flossenfüßige Haremsboss PIT einen frischen Fettfisch mit einem Frühlings-Blumenstrauß vertauschen, den der schnauzbärtige Seelöwen-Pascha als kleines Dankeschön fürs neue Zuhause an die Leiterin der Berufsbildung, Frau vom Ende, überreichen soll (zur Zeit wird allerdings noch an einer robbengerechten Übergabe der Blütenpracht geübt…).

Zoo Dortmund, 20.01.2006
Ältester Amur-Leopard der Welt bekommt Gesellschaft: Frankfurter Amur-Leoparden neu im Dortmunder Zoo
Im Zoo Dortmund ist ein Pärchen der seltenen Amur-Leoparden aus dem Zoo Frankfurt eingetroffen. „Sungari“ und „Caesar“ sind zwar schon ein betagtes Paar, mussten im Zoo Frankfurt jedoch dem Neubau einer Anlage weichen. Im Zoo Dortmund haben sie nun ein neues Zuhause gefunden und dürfen hier nun ihren Lebensabend verbringen. Damit kann der Zoo Dortmund nun drei Vertreter dieser Unterart des Leoparden zeigen. Amur-Leoparden stark vom Aussterben bedroht und gerade eben wurde wieder ein Großteil ihres Lebensraumes für den Bau einer Pipeline zerstört. Naturschützer fürchten um den Bestand der Population in freier Wildbahn. Nach aktuellen Schätzungen leben nur noch rund 30 Tiere im Amur-Gebiet (Nordostasien) Offenbar muss auch der Amur-Leopard in die Reihe jener Tierarten aufgenommen werden, deren Überleben nur noch in Zoos gewährleistet werden kann. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Amur-Leoparden hat daher den Erhalt dieser Tiere zum Ziel. An diesem Ziel beteiligt sich auch der Zoo Dortmund seit vielen Jahren. In der Vergangenheit hat es immer wieder erfolgreich Nachzuchten bei den Amur-Leoparden gegeben, zuletzt im Jahr 2000. Mittlerweile jedoch ist das Zuchtweibchen aus Altersgründen verstorben und der Kater „Amur“ ist mit seinen fast 22 Jahren der älteste lebende Amur-Leopard der Welt. Im Rahmen des Zuchtprogramms geht es jedoch nicht ausschließlich um die Zucht von Tieren. Auch die sinnvolle Unterbringung der vorhandenen Tiere, auch der nicht mehr zuchtfähigen Alttiere, muss organisiert werden. Daher hat der Zoo Dortmund seine Anlage zur Unterbringung der beiden Tiere aus Frankfurt angeboten. Mit dem Aufbau eines neuen Zuchtpaares soll ohnehin erst wieder begonnen werden, wenn der Zoo die Gelegenheit und Mittel hatte, seine Anlage zu verbessern. Bis dahin darf „Amur“ einen teil der Anlage für sich selbst beanspruchen. Das Pärchen „Sungari“ und „Caesar“ nutzt den größeren Teil der Anlage. Als Einzelgänger bevorzugt „Amur“ es, seine alten Tage alleine zu verbringen und dies will der Zoo ihm auch gerne zugestehen.

Zoologischer Garten Magdeburg, 20.01.2006
TIERISCH NAH: Neues für Zoobesucher im Jahr 2006
2005: 267 644 Besucher konnte der Zoologische Garten Magdeburg im Jahr 2005 begrüßen. Das waren 6.139 Zoobesucher mehr als im Vorjahr. Europaweit einmalig war die Geburt eines Spitzmaulnashornes am 3.11.2005 im Magdeburger Zoo. Neben diesen international beachteten Zuchterfolg hatten die Magdeburger Tiergärtner weitere sensationelle Zuchterfolge wie beim Großen Ameisenbären, beim Tamandua (Kleiner Ameisenbär), bei den Gelbbrustkapuzinern, Weißkopfsakis und bei vielen Krallenaffenarten. Schwarzweiße Varis und eine quirlige Husky-Gruppe eroberten 2005 schnell die Herzen der Zoobesucher. Ab Oktober 2005 bekamen die beiden Schimpansen „Wubbo“ und „Nana“ wieder Besuch – Tausende Besucher kamen ins Menschenaffenhaus. 2006: Der Zoologische Garten Magdeburg erwartet 2006 einige Tierische Neulinge und hofft natürlich wieder auf zahlreichen Nachwuchs.

Tierpark Ueckermünde, 20.01.2006
Die aktuellen Wetterkapriolen bereiten auch dem Tierpark Ueckermünde ein paar Sorgen.
Wegen des Glatteisregens muss der Tierpark auch am Samstag noch geschlossen bleiben. Die Eintrittskasse und die Tierparkgaststätte werden
dennoch von 10 bis 15 Uhr geöffnet sein, da im Moment noch zahlreiche Gäste nach den Jahreskarten zum halben Preis fragen. Am Sonntag kann man übrigens bei der Schaufütterung um 11 Uhr bei dem Fischotter beobachten, wie er mit dem Eis auf seinem Teich zurechtkommt. Fischotter haben ein gewaltiges Orientierungsvermögen und finden zielsicher auch unter der Eisdecke die wenigen Löcher. Um 14 Uhr findet die Schaufütterung bei den Löwen statt.

Stadtverwaltung Landau, 19.01.2006
Zoo Landau in der Pfalz startet mit „Service-Offensive“ ins Jahr 2006
Nicht nur in Bezug auf die Anzahl und Qualität der geplanten Sonderveranstaltungen legt sich der Zoo Landau 2006 mächtig ins Zeug, sondern auch in Hinblick auf einen verbesserten Besucherservice hat man sich einiges vorgenommen. Besonders um die Bereiche Gästeinformation, Gastronomie und Sauberkeit möchte man sich noch intensiver kümmern. Eine „Jahreskartenaktion“ eigens für Erwachsene und Senioren zielt darauf ab, gerade auch diesem Kundenkreis außerhalb der „klassischen Elternzeit“ den Zoo Landau als Erholungs- und Freizeitort näher zu bringen. Das Motto einer zunächst bis Ende März 2006 laufenden Aktion für Erwachsene beziehungsweise Senioren lautet: „Wenn es Ihnen heute bei uns gefallen hat, dann rechnen wir Ihnen Ihren heutigen Einzeleintritt auf den Kauf einer Jahreskarte an!“ Die so erworbene Jahreskarte (regulär: ¬ 35,--/Erwachsene; ¬ 30,--/Senioren) wird bis 31.12.2006 gültig sein. „Immer wieder hören wir das Argument älterer Erwachsener,“ so Heckel, „dass mit dem Großwerden der Kinder der Zoo nur noch selten oder gar nicht besucht wird.“ Das sei schade, zumal andererseits sehr viel positive Rückmeldung aus diesem Personenkreis kommt, wenn man sich eben doch einmal wieder zu einem Zoobesuch entschlossen hat.  Während der Ferienwochen bieten die Tierpfleger des Zoos ab diesem Jahr an den „Tierpfegerinfotagen“ einen ganz besonderen Service: Jeden Ferien-Mittwoch stehen die Mitarbeiter der verschiedenen Reviere ab 13 Uhr nacheinander für je ca. eine halbe Stunde an ausgewählten Treffpunkten für die Beantwortung der Fragen kleiner und großer Zoobesucher bereit.

Whale and Dolphin Conservation Society – 25. Januar 2006
Bau eines neuen Delfinariums in Deutschland geplant / WDCS kritisiert Vorhaben zu Delfintherapie auf Rügen
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=777392
Die Firma "Nature Projekt GmbH" aus Westerland will im Sommer 2006 mit dem Bau eines Delfinariums in Glowe auf Rügen beginnen, um Delfintherapie in Deutschland kommerziell anbieten zu können. Fünf Große Tümmler sollen dazu als "Therapietiere" angeschafft werden.

Diergaarde Blijdorp Rotterdam – erhalten 26. Januar 2006
Activiteitenlijst 2006
Jahresprogramm 2006  
Orchideenschau: 18. Februar bis 5. März
In den Gewächshäusern des Tiergartens findet im Frühjahr eine Ausstellung tropischer asiatischer und südamerikanischerOrchideen statt. Im Mittelpunkt werden verschiedene Vermehrungsstrategien der Orchideen stehen.
EAZA Nashornkampagne: Start Ende Februar
In Rotterdam wird den kleinen Zoobesuchern eine spezielle Nashornrallye zum Preis von 2 Euro angeboten.  
Familienaktivität „Lentekriebels“ („Frühlingsgefühle“): 1. April bis 11. Juni
Im Frühjahr, wenn viele Tiere des Zoos Frühlingsgefühle bekommen, wird eine Rallye „Babyboom“ für die gesamte Familie gratis angeboten.  
Weltozeantag: 8. Juni
Im Rahmen des Weltozeantages werden im Oceanium diverse Aktivitäten ageboten.  
Neues „Oewanja Restaurant“: Fertigstellung im Sommer
In afrikanischer Athmosphäre wird man ab Sommer 2006 in der „Oewanja Lodge“ speisen können.  
Neue Voliere für Rote Sichler und Aras: Fertigstellung in der ersten Jahreshälfte
Im Südamerikateil des Zoos wird eine neue Flugvoliere für Aras und Rote Sichler fertiggestellt werden.
Neue Anlage für China-Alligatoren: Herbst
Im Chinesischen Garten erhalten die China-Alligatoren einen Weiher mit reichlich Lotuspflanzen, Felsen und Bambus.  
Neue begehbare Voliere für Löffler, Rotschenkel, Kampfläufer u.a.: bis Anfang 2007
Mittels dieser neuen Anlage soll der Fokus auf verschiedene einheimische Vögel gerichtet werden, die sich jedes Jahr auf den Weg nach Afrika machen, um dort zu überwintern.
Die Großvoliere wird Anfang 2007 um ein begehbares Gewächshaus ergänzt, in dem die Situation in den afrikanischen Überwinterungsgebieten dargestellt wird. In diesem Teil werden u.a. farbenprächtige Bienenfresser zu sehen sein.
Neue Anlage für Servale: im Laufe des Sommers Als Ergänzung der Afrikanischen Savanne entsteht eine Anlage für diese kleinen Katzen.
Neue Anlage für Colobusaffen: im Laufe des Sommers
Eine neue, mit zahlreichen Bäumen bestandene Anlage wird im Laufe des Sommers den Colobusaffen zur Verfügung gestellt werden können. Von einem Aussichtspunkt wird von hier auch die Savannenanlage und die Servalanlage zu überblicken sein.
Zoomonat Juni
Im Juni organisieren die 15 NVD-Zoos gemeinsam Aktivitäten zum Thema „Ein Blick hinter die Kulissen“. An den Wochenenden stehen jeweils andere NVD-Zoos im Mittelpunkt.  
Familienaktivität „Spurensuche“: 21. Juni bis 17. September
Im Rahmen einer spannenden Rallye muss ein Nashornmord aufgeklärt werden.
Zoocamp: Juli und August
In den Sommerferien (8. Juli bis 20. August) können Kinder zwischen 9 und 11 Jahren für 42,50 Euro eine Nacht im Zoo verbringen.
Familienaktivität „Vet Cool“: 1. Oktober bis 15. Dezember
Workshop für Kinder, die vielleicht mal Tierarzt werden wollen. Lustige Geschichten, eine „Röntgenroute“ und Spezialaufgaben werden zeigen, wer wirklich Zootierarzt werden kann.  
Familienaktivität „Midwinterzoo“: Weihnachtsferien
Der Diergaarde Blijdorp wird während der Weihnachtsferien in „Midwinterzoo“ umbenannt. In der warmen Riviera-Halle werden verschiedene Aktivitäten angeboten, durch den Zoo verläuft eine Midwinter-Route und das Oceanium ist auch abends geöffnet.
150 Jahre Blijdorp: 2007
Im Jahr 2007 feiert der Diergaarde Blijdorp sein 150jähriges Bestehen. Neben diversen Jubiläumsaktionen stehen im Jubiläumsjahr zwei Großprojekte im Mittelpunkt: Ein Savannenhaus sowie eine neue Eisbärenanlage.  


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Natur- und Artenschutz  –  Meldungen

Spiegel Online - 24. Jan. 2006
UMWELT-RANGLISTE Costa Rica schlägt Deutschland
In einem internationalen Umwelt-Ranking landet Deutschland abgeschlagen auf dem 22. Platz - hinter Ländern wie Kolumbien und Costa Rica, aber noch vor den USA. Sieger ist Neuseeland, gefolgt von Schweden und Finnland. Im diesjährigen Umweltranking der
US-Universitäten Yale und Columbia landete Großbritannien überraschend auf Platz 5 - vor einem Jahr lag das Land noch abgeschlagen auf Rang 65. In den vergangenen zwölf Monaten haben die Briten ihre Umweltpolitik kaum signifikant verändert - dafür aber die Wissenschaftler ihre Kriterien. Wurde Großbritannien im Jahr 2005 noch wegen der Abholzungen abgestraft, die Hunderte Jahre zurückliegen, so spielten die fehlenden Wälder in diesem Jahr kaum noch eine Rolle, weil sie nicht im direkten Verantwortungsbereich der heutigen Politik liegen. Der Pilot 2006 Environmental Performance Index (EPI) umfasst 133 Länder und soll am 26. Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt werden. Grund für das unerwartet schlechte Abschneiden Deutschlands ist die niedrige Bewertung von Artenvielfalt und Habitaten. Auch wenn Deutschland in allen anderen Kriterien gut bis sehr gut abschneidet, war ein Platz in der Spitzengruppe so nicht mehr drin. Die USA landeten abgeschlagen auf Rang 28 - deutlich hinter anderen Industrienationen wie Großbritannien (5) oder Kanada (8). "Vielleicht weckt diese Studie ja die amerikanische Öffentlichkeit auf, vor allem die Politiker in Washington." Die vollständige Studie kann bei der Yale University heruntergeladen werden.

FAZ.NET - 20. Jan. 2006
Wal in der Themse ist Londons neue Sensation
Hunderte Londoner und Besucher der britischen Hauptstadt sind am Freitag Zeugen einer außergewöhnlichen Szene geworden: Ein Wal schwamm mitten im Stadtzentrum die Themse hinauf. Bei dem Tier handelt es sich um einen Nördlichen Entenwal. Dem Museum für Naturgeschichte zufolge ist es das erste Exemplar dieser Art, das seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1913 in der Themse gesichtet wurde. Warum sich der Wal in den Fluß verirrt hat, ist bisher nicht bekannt. Möglicherweise sei das Tier krank. Medienberichten zufolge wurde ein zweiter Wal an der Flußmündung in Südostengland gesichtet. Nach Aufzeichnungen der Londoner zoologischen Gesellschaft haben sich im vergangenen Jahr zahlreiche Tiere vom Atlantik in die Themse verirrt, darunter Robben und auch einige Delfine.

Süddeutsche Zeitung - 21. Jan. 2006
Dramatisches Ringen um Londons Wal
Tierschützer in London haben um das Leben des verirrten Wals gekämpft. Mit einem Kran wurde das sechs Meter lange Tier, das im Westen der Stadt in der flachen Themse strandete, am Nachmittag auf ein Frachtboot gehievt. Das Boot nahm Kurs auf das Meer in 60 Kilometern Entfernung. Die Entscheidung über Leben oder Tod des Meeressäugers war damit aber noch nicht gefallen. Ausschlaggebend für die Entscheidung, ob der Wal freigelassen oder getötet wird, seien Ergebnisse von Gesundheitstests.

Saarbrücker Zeitung (Abonnement) - 22. Jan. 2006
Zoo-Direktor: Ganze Welt schaute auf Rettungsversuch für den Wal
Der vergebliche Überlebenskampf des in der Londoner Themse gestrandeten Wals hat nach Überzeugung des Zoologen Jürgen Lange sehr große Bedeutung für den Artenschutz. «Auf diesen Rettungsversuch hat die ganze Welt geschaut.» Angesichts der weltweiten Bedrohung für die Wale sei «jedes Tier wichtig für die Gesamtart». Andererseits sei die starke Emotion der Menschen auch «ein Zeichen, wie krank wir selbst sind». Der Wal war am Samstagnachmittag auf einen Schleppkahn gehievt worden. Auf der Fahrt Richtung Nordsee war das Tier am Abend auf dem Schiff verendet.

London: Toter Wal soll obduziert werden
Der in der Themse verirrte Wal ist nach einer dramatischen Rettungsaktion gestorben. Das Tier verendete auf einem Transportschiff auf dem Weg zurück in die Nordsee. Wissenschaftler wollen nun mit einer Obduktion die Todesursache klären.

London: Todesursache des Wals geklärt
Der Wal, der am Wochenende die Themse hinauf bis nach London geschwommen war, beschäftigt die Briten über seinen Tod hinaus. Experten haben jetzt bei einer Obduktion festgestellt, dass der Meeressäuger an einer Kombination aus mehreren Ursachen gestorben ist.

N24 - 19. Jan. 2006
Umweltschützer kritisieren Walfangkommission
Auf der Jahreskonferenz der International Whaling Commission in Ulsan, Südkorea, ist die Aufhebung des seit knapp 20 Jahren bestehenden Fangstopps von Großwalen abgewendet worden. Doch für den Schutz der Wale verliere die Kommission an Bedeutung, kritisieren Umweltschützer. Der Stimmenvorsprung der Walfanggegner sei so knapp gewesen wie nie zuvor, teilte die Naturschutzorganisation WWF mit. Doch auch ohne Zustimmung der Delegierten erreichten die Fangquoten jedes Jahr neue Höhen und umfassten immer mehr Arten. Japan kündigte an, die Quote für den wissenschaftlichen Walfang auf mehr als tausend Wale zu verdoppeln. Künftig sollen zudem nicht nur Zwergwale, sondern auch stark bedrohte Finn- und Buckelwale gejagt werden.

Aargauer Zeitung - 23. Jan. 2006
Grauhörnchen müssen in England dran glauben
Mit einer massiven Tötungsaktion soll in Grossbritannien die Zahl der aus Amerika eingewanderten grauen Eichhörnchen stark reduziert werden. Damit soll das Aussterben des einheimischen roten Eichhörnchens verhindert werden, das erheblich schwächer als seine amerikanischen Vettern ist. Ein entsprechendes Schutzprogramm gab die Regierung in London bekannt. Die grauen Eindringlinge sollten durch eine «humane und gezielte» Methode überall dort zurückgedrängt werden, wo sie die roten Eichhörnchen gänzlich zu vertreiben drohen. Dafür solle in den nächsten drei Jahren vor allem Gift eingesetzt werden.

Westdeutscher Rundfunk –  25 Jan 2006
Widerstand gegen wilde Wisente
Einmaliges Auswilderungsprojekt im Rothaargebirge
Im Rothaargebirge sollen 25 Wisente ausgewildert werden. Frühestens in zwei Jahren werden die gewaltigen Zottelrinder im Sauerland grasen.
Das deutschlandweit einmalige Naturschutzprojekt ist nicht unumstritten, wie eine Informationsveranstaltung zeigte. "Da ging es ganz schön hoch her", berichtet Projektleiter Uwe Lindner. Es gebe Befürchtungen von Seiten einiger Landwirte und von Forstämtern wegen der möglichen Fraßschäden durch die Zottelrinder. Vertreter des Tourismusgewerbes befürchteten, dass Feriengäste aus Angst vor den Wisenten ausbleiben. Gerade dies kann Lindner überhaupt nicht nachvollziehen: "Die Leute fahren in die USA in die Nationalparks oder nach Afrika, um unberührte Natur zu erleben. Kein Mensch geht nicht in den Wald, weil dort Hirsche und Wildschweine herumlaufen."Doch Bison Bonasus soll nicht nur eine Touristenattraktion sein, sondern dem aktiven Naturschutz dienen. Der Wisent war fast vom Aussterben bedroht, weltweit gibt es nur noch 3.000 Tiere, berichtet Lindner. In Deutschland lebten Wisente nur im Zoo. Und die können durch die Inzucht anfällig werden für Krankheiten. Es sei gut, eine Reserve zu haben, "dafür ist die Auswilderung notwendig."
Homepage des Wisentprojektes im Rothaargebirge


Usedom Kurier - 24. Jan. 2006
Naturschützer starten Bau von Insektenhotels
Insel Usedom. Bei Kindern und Jugendlichen Interesse für Natur und Umwelt zu wecken und gleichzeitig den Artenschutz voranzutreiben – mit diesem Ziel startet die Regionalgruppe des Naturschutzbundes (NABU) jetzt ein neues Projekt. „Wir bieten Jugendlichen an, in Zusammenarbeit mit Fachberatern, Forstleuten, Ausbildern, Pädagogen und Psychologen Insektenhotels zu planen, zu bauen, aufzustellen und zu betreuen“, schildert Regionalgruppen-Chef Werner Scheibelt. Die von den Jugendlichen gebauten Insektenhotels sollen im Frühjahr und Sommer an verschiedenen Standorten auf der Insel Usedom aufgestellt werden. Das von der „Aktion Mensch 5000 x Zukunft“ unterstützte Projekt beginnt im Februar in Koserow, läuft ausschließlich in der schulfreien Zeit, sonnabends sowie in den Ferien.


Erbgut-Studie: Schimpansen sollen wieder Menschen werden
Schimpansen sind nicht nur die nächsten Verwandten des Menschen - sie sind dem Homo sapiens sogar näher verwandt als anderen Affenarten, wie eine neue Erbgutanalyse ergab. Die beteiligten Forscher fordern nun, Schimpansen wieder der Gattung Homo zuzuordnen.


Judge Upholds Old Growth and Imperiled Species' Protection
Center for Biological Diversity , January 11, 2006
SEATTLE — Late yesterday, U.S. District Court Judge Marsha Pechman issued a final decision declaring illegal the Bush administration’s decision to eliminate safeguards that protected old-growth forests and associated plants and wildlife.


ENN – 25. Januar 2006
Coral Reefs Cheaper to Protect than Neglect, U.N. Finds
Costs of safeguarding the world's fast-disappearing coral reefs and mangroves are small compared to the benefits they provide from tourism to fisheries, the U.N. Environment Programme (UNEP) said on Tuesday.
 
ENN – 24. Januar 2006
Warming Probably Not Killing Arizona Frogs
Arizona researchers say that a fungal disease killing off frogs in the state probably isn't being triggered by global warming.
 
ENN – 19. Januar 2006
New Animal Species Found in California Caves
http://www.enn.com/today.html?id=9700
Twenty-seven previously unknown species of spiders, centipedes, scorpion-like creatures and other animals have been discovered in the dark, damp caves beneath two national parks in the Sierra Nevada.
 
ENN – 19. Januar 2006
Judge Rules Alaskan Wolf-Killing Program Illegal
http://www.enn.com/today.html?id=9699
A judge declared illegal Tuesday Alaska's controversial program of shooting wolves from the air to boost the population of moose and other game, prompting state officials to suspend the policy.
 
ENN – 17. Januar 2006
Conservationists Agree on Steps to Save African Lion
http://www.enn.com/today.html?id=9678
Regional governments and conservationists have agreed on initial steps that need to be taken to save the African lion, which has been pushed to the brink of extinction throughout much of its range.

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Natur- und Artenschutz  –  Pressemitteilungen teilweise gekürzt

WWF – 25. Januar 2006
Mini-Fisch: Das kleinste Opfer der Holzmafia
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02863/
Raubbau an Sumpf-Regenwäldern Indonesiens gefährdet unbekannte Artenvielfalt
Der in den indonesischen Regenwäldern entdeckte kleinste Fisch der Welt ist nach Einschätzung des WWF durch massiven Raubbau gefährdet. „Die Tropenwälder Indonesiens drohen zu verschwinden, bevor wir überhaupt eine Chance haben, ihren Artenreichtum zu erforschen“, so WWF-Waldexpertin Nina Griesshammer. Deutsche Biologen hatten den Mini-Fisch (Paedocypris progenetica) in den Sumpfwäldern der Insel-Sumatra entdeckt. Manche Exemplare des bislang kleinsten bekannten Wirbeltieres der Welt werden nur knapp acht Millimeter groß – das entspricht der Größe einer Mücke.
Der Kahlschlag hat bereits den Sumatra-Tiger, den Orang-Utan und das Sumatra-Nashorn an den Rand des Aussterbens gebracht. Auch Deutschland profitiert vom Kahlschlag: Jedes Jahr wird allein aus Indonesien illegales Holz im Wert von 150 Millionen Euro importiert.

WWF – 25. Januar 2006
Gut die Hälfte der Hundeartigen ist stark bedroht
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02860/
Während die Chinesen am 29. Januar das „Jahr des Hundes“ einläuten, gibt es für die wilden Verwandten des Haushundes wenig Grund zum Schwanzwedeln. Nach Angaben des WWF stehen 16 der 34 Hundeartigen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. „Dem besten Freund des Menschen ist in der Wildnis hundeelend“, sagt WWF-Artenschützer Stefan Ziegler. „Sein Lebensraum schrumpft, er wird gejagt und seine Nahrungsgrundlage nimmt stetig ab.“ „Der Falklandinsel-Wolf ist bereits seit 1876 ausgestorben. Wir müssen aufpassen, dass einige seiner Verwandten nicht das gleiche Schicksal ereilt“, warnt Ziegler.   
Besonders gefährdet ist auch der Rothund. Von dem Tier, das im „Dschungelbuch“ literarisch verewigt worden ist, gibt es wahrscheinlich nur noch 2.500 geschlechtsreife Exemplare. Ursprünglich erstreckte sich ihr Verbreitungsgebiet von Russland über die Mongolei, China, Nepal, Indien und Sumatra bis nach Java. „In Russland und der Mongolei wurde der Rothund seit Jahren nicht gesichtet“, so Ziegler. „Ob er noch in Nepal und China vorkommt, ist unklar.“ Eine Ursache für den Rückgang der Bestände sind Krankheiten wie Staupe und Tollwut, die durch streunende Haushunde übertragen werden. Viele Rothunde sterben auch durch vergiftete Köder. „Die Menschen glauben, dass sie ihre Rinder reißen. Dabei greifen sie nur in seltenen Fällen Nutztiere an“, sagt der WWF-Experte.
 
WWF – 23. Januar 2006
WWF warnt vor „Kommunalpark“/Verwaltung des Nationalparks Wattenmeer muss Ländersache bleiben
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02857/
Der WWF warnt die schleswig-holsteinische Landesregierung vor einer Kommunalisierung des Nationalparks Wattenmeer. Ein solcher Schritt würde den Schutz des Wattenmeeres gefährden, Schleswig-Holstein bundesweit im Naturschutz isolieren und den Ausgleich zwischen den Interessengruppen erschweren. Der WWF befürchtet zudem einen großen Imageschaden für den weltweit bedeutenden Nationalpark. Am morgigen Dienstag entscheidet das Kieler Kabinett über einen Umbau der Behörden im Land. Dabei wird nach vorliegenden Informationen auch vorgeschlagen, die bislang im Nationalparkamt in Tönning gebündelten Zuständigkeiten für den 441.000 Hektar großen Nationalpark Wattenmeer den beiden Kreisen Dithmarschen und Nordfriesland zu übertragen.
   
BUND – 20. Januar 2006
Der Schwalbenschwanz ist „Schmetterling des Jahres 2006“
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=775673
Die BUND NRW Naturschutzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen haben den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) zum „Schmetterling des Jahres 2006“ gekürt. Aus einem erfreulichen Grund: „Der Bestand des Schwalbenschwanzes hat sich nach einem Tief in den 70er und 80er Jahren leicht erholt, so dass der Schmetterling inzwischen deutschlandweit nicht mehr als gefährdet gilt“, teilte Rainer Lechner von der Stiftung mit. „Eine Hauptursache ist ein geringerer Einsatz von Umweltgiften in Gärten und im öffentlichen Bereich
z.B. auf Straßenböschungen“, so Lechner weiter.
 
Stadt Bonn, 19. Januar 2006
Jahr der Naturparke 2006 - Gemeinsame Kampagne der 95 Naturparke unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler
Das Jahr der Naturparke steht unter dem Motto "Natürlich Naturparke". Die gemeinsame Kampagne der 95 Naturparke in Deutschland wird von Verband Deutscher Naturparke (VDN), Bonn, und EUROPARC Deutschland, Berlin, veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. In den Bundesländern haben zusätzlich auch die Ministerpräsidenten bzw. zuständigen Minister die Schirmherrschaft übernommen. Der bundesweite Start erfolgte kürzlich in Berlin.
Vor 50 Jahren wurde die Naturparke-Idee in Deutschland geboren. Am 6. Juni 1956 stellte der Hamburger Großkaufmann und Mäzen Dr. Alfred Toepfer in der Universität Bonn sein Programm für 25 Naturparke vor. Heute nehmen 95 Naturparke ein Viertel der Fläche der Bundesrepublik ein. Die Naturparkregionen verbinden den Schutz und die Nutzung von Natur und Landschaft und bieten den Menschen ideale Erholungsmöglichkeiten in der Natur vor der Haustür. Zu ihren Zielen gehört auch die Förderung von nachhaltigem Tourismus und umweltschonender Landnutzung.
Zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen finden 2006 auf Bundesebene, in den Bundesländern und in den einzelnen Naturparken statt. Die vom 3. bis 5. Februar 2006 stattfindende Messe Reisepavillon in Hannover steht unter dem Motto "Natürlich Naturparke" und wird durch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eröffnet. Die Internationale Tourismusbörse ITB vom 8. bis 12. März in Berlin, der Deutsche Naturschutztag vom 29. Mai bis 2. Juni in Bonn und der Deutsche Wandertag vom 12. bis 17. Juli in der Eifel sind weitere Veranstaltungen, auf denen die Naturparke ihre Angebote vorstellen.
Aktuelle Informationen zum Jahr der Naturparke sowie Veranstaltungshinweise sind unter www.naturparke.de oder unter