E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Anja Schulze
   Marco Smeets
   Dr. Silke Sorge
   Melanie Witte



ISSN 1619-6643


Ausgabe 296 vom 15. Dezember 2005

Liebe Leser,

diese Woche beherrschen andere "Große Tiere" die Hauptmeldungen: Die Zoodirektoren. Aus völlig unterschiedlichen Gründen.

Neues aus Herberstein und Gänserndorf haben wir auch zu berichten; zu den Sorgenkindern gesellt sich nun leider auch der Erlebniszoo Eichberg in der Schweiz.

Bessere Nachrichten kommen vor allem aus den Zoos im Nordosten, die gute Jahreszahlen und zahlreiche Projekte verkünden.

Und zu den guten Nachrichten gehört wohl auch, daß die Geflügel-Stallpflicht-Verordnung nun endet, ohne daß von der ach so gefürchteten Vogelgrippe bei uns irgendetwas zu sehen war. Der nächste Vogelzug kommt bestimmt. In den Niederlanden werden die Zoobestände schon geimpft - wann ist es bei uns soweit?

Als neues Redaktionsmitglied begrüßen wir Christian Remenyi, der sicher vielen unserer Leser als Webmaster von Zooelefant.de bekannt ist.

Baldige Genesung und Alles Gute nach Magdeburg, Kai!

Dirk Petzold



(Lassen Sie mal wieder Ihre Phantasie spielen und schicken Sie uns Kurzartikel z.B. von 2015 oder 2055 - welche Themen mögen dann wohl die Zoowelt bewegen? Einige wenige Zeilen genügen.)

Inhalt: Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps ~ Schöne Zoowelt

Zoos und Tierparks

Saar-Echo, 7.12.05
Zoodirektor Ceska des Amtes enthoben
Auf Antrag von SPD und Grünen stimmte der Saarbrücker Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag gegen den Verbleib von Vaclav Ceska als Direktor des Zoos. Anlaß für diesen Schritt boten neuerliche Streitigkeiten um die Amtsführung Ceskas. Die geheime Abstimmung ergab eine Stimme Vorsprung für die Antragsteller (31 : 30 Stimmen). Danach muß eine Person von CDU oder FDP gegen CDU-Mitglied Ceska gestimmt haben. Der Zoo wird nun vorläufig kommissarisch von Obertierpfleger Harald Weisgerber geführt. Nun wird die Stadt „in aller Ruhe die Vergangenheit weiter aufarbeiten“ und gemeinsam mit den Fraktionen über die Zukunft beraten. Vaclav Ceska wird indes nicht entlassen. Die Verwaltung sucht bereits nach einer anderen Beschäftigung für ihn. Der geschaßte Zoochef will angeblich Oberbürgermeisterin Charlotte Britz auf 50000 Euro Schmerzensgeld verklagen, weil sie den Stadtrat falsch informiert habe. Auch gegen den SPD-Fraktionsvorsitzenden Ralf Latz will Ceska prozessieren – wegen Verleumdung.

>> Die SPD Saarbrücken hat auf Ihren Webseiten zahlreiche Artikel zum ganzen Fall relativ neutral zusammengestellt, teils auch gescannte Berichte als PDF:
http://www.spd-saarbruecken.de/index.php?id=250&backPID=166&tt_news=770

Hier einige Auszüge:

SR Online 07.12.2005
Der Saarbrücker Stadtrat hat überraschend Zoodirektor Ceska abberufen. Hintergrund des Streits um den Werkleiter des Tierparks waren kaufmännische Unregelmäßigkeiten. Ceska bleibt weiter bei der Stadt beschäftigt. Wer sein Nachfolger wird, ist unklar.

29.11.2005: Saar-Echo
"Eine fiese, eine hinterhältige Klitterung" der Zoo-Geschichte
Die Zustände im Saarbrücker Zoo haben sich im Lauf der zurückliegenden zehn und mehr Jahre zum Chaos ausgewachsen. Begonnen hat das Ganze an dem Tag, als Vaclav Ceska das Kommando übernahm, denn mit dem brillanten Zoologen war zwar ein Fachmann eingezogen, aber keiner mit ausgeprägten Führungseigenschaften, keiner mit der Kraft zum Ausgleich, keiner mit dem Willen zur Kooperation. Die alten Strukturen wurden zerschlagen, der Zoo gehörte Vaclav Ceska und sonst niemandem, die Zoofreunde wurden nach jahrzehntelangem Engagement zurückgestoßen, die Mitarbeiter mißachtet, bevormundet, übergangen. Das Betriebsklima war schon bald wie eine Eiszeit in der Serengeti. Das Lied der CDU ist bekannt: Nicht der patente Vaclav Ceska ist schuld, sondern die böse SPD. Eine fiese, eine hinterhältige Klitterung der aktuellen Zeitgeschichte am Saarbrücker Eschberg."

7.12.2005: Zoodirektor in die Wüste geschickt (pdf; SR-Online)
24.11.2005: Gelbe Karte für Zoodirektor (pdf; SR-Online)
24.11.2005: Antrag auf Abberufung des Werkleiters ZGS, Vaclav Ceska (pdf)
25.11.2005: Keine Löwen, aber 2,7 Millionen Miese (pdf; Saarbrücker Zeitung]
28.10.2005: Zoodirektor nicht kritikfähig/Latz nimmt Stellung zu angekündigter Strafanzeige
28.10.2005: Will Stadt Zoodirektor fertig machen? (pdf; Saarbrücker Zeitung)
28.10.2005: Zoodirektor verklagt Saarbrücken (pdf; Saarbrücker Zeitung)



Mitteldeutsche Zeitung - 8. Dez. 2005
Huskys retten den Zoodirektor
Auf seine beiden Huskys ist Verlass. Der Direktor des Zoologischen Gartens im Magdeburg, Kai Perret, hatte es im Grunde schon immer geahnt, jetzt weiß er es genau. Wenn es gefährlich wird, sind "Hugo" und "Hanna" zur Stelle - und tun instinktiv das Richtige. Perret ist nicht nur Tierfreund aus Leidenschaft und von Berufs wegen, sondern, ebenso leidenschaftlich Jogger. "Ich weiß gar nicht mehr ganz genau, wie es passiert ist, aber irgen
dwie bin ich an einer hart gefrorenen Ackerkante umgeknickt und gestürzt", berichtet Perret jetzt über sein Missgeschick. Der Lauf war nicht nur abrupt beendet, sondern das rechte Bein gleich mehrfach gebrochen. Perret schleppte sich zu einem Weg, von dem er wusste, dass dort sein Nachbar irgendwann vorbeikommen musste. Seine beiden Hunden standen ihm treu zur Seite. Mehr noch: "Sie haben sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmt und ich Hilfe brauche", so Perret. Sie bestand vor allem darin, ihr "Herrchen" warm zu halten, bis Hilfe kommt. "Es waren draußen Minustemperaturen, und ich hätte tierisch gefroren, wenn die beiden mich nicht gewärmt hätten." Nach einer Dreiviertelstunde kam tatsächlich der Nachbar. Perret wurde in die Universitätsklinik gebracht, sein Bein operiert, und diese Woche konnte er "wegen guter Führung" vorübergehend wieder nach Hause.

Kurier 12. Dez 2005
Herberstein fördert Streitigkeiten
Graz - So etwas wie einen Koalitionskrach gibt es in der steirischen Landesregierung. Auslöser war einmal mehr der Tierpark Herberstein. Diesmal geht es um eine Überbrückungshilfe, von der SPÖ in Inseraten schon gewährt, von der ÖVP wegen noch zu klärender Fragen aufgeschoben. Es soll Zeit gewonnen werden, um den Tierpark zu retten und ein neues Betreiberkonzept, integriert in ein regionales touristisches Projekt, bis Sommer 2006 in die Gänge zu bringen. Knackpunkt ist aber das Procedere: Die ÖVP, die den "Umfaller" der SPÖ auskostete, wollte nicht als bloßer Erfüllungsgehilfe der SPÖ dastehen

ORF Steiermark 11. Dez 2005
SPÖ-Weihnachtsgeschenk für Herberstein
Der krisengeschüttelte Tierpark Herberstein bekommt ein Weihnachtsgeschenk - Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) hat in Zeitungsinseraten eine einmalige Geldsumme in der Höhe von 600.000 Euro zugesagt.  
Durch die Initiative von Voves sei das Überleben der Tiere für ein Jahr gesichert, heißt es in den Inseraten der SPÖ am Sonntag unter anderem.

NEWS-Networld 14. Dez 2005
Tierpark Herberstein vor dem Aus. Scheitert eine Rettung vor Weihnachten?
Herberstein droht noch vor Weihnachten das Aus. Der wissenschaftlich geführte Zoo war im steirischen Wahlkampf zum Politikum geworden. Seit Mitte 2005 versuchte Sohn Maximilian Herberstein, den finanziell schwer angeschlagenen Betrieb zu retten. "Es geht nun um die künftige Existenz. Nur noch wenige Tage - und dann kann sich meine Familie einen wissenschaftlich geführten Tierpark nicht mehr leisten." Zwar hat die steirischen SPÖ per Inserat eine "Überbrückungshilfe" von 600.000 Euro zugesagt, dennoch braucht Herberstein schon für die nächsten Tage flüssiges Kapital, um den Betrieb bis 2006 weiterführen zu können. Herberstein: "Ohne Überbrückung schließen wir in den nächsten Tagen endgültig." Max Herberstein bereitet bereits die Weitergabe der Tiere an andere Zoos vor.
Letzte Rettung: Am Montag könnte die steirische Landesregierung - quasi als Weihnachtswunder - eine Überbrückungssubvention beschließen.

derStandard.at - 15. Dez 2005
Tierparks Herberstein: Rot-schwarze Waffenruhe im Steirer Advent
In der Frage der künftigen Finanzierung des oststeirischen Tierparks Herberstein durch das Land Steiermark dürfte es nun doch zu einer Einigung der beiden Regierungsparteien SPÖ und ÖVP kommen. Nachdem Landeshauptmann Voves sichergestellt hatte, dass es ihm um die Rettung des Tierparks gehe, zeigte sich die ÖVP versöhnt. Der Sohn Andrea Herbersteins, Max Herberstein, ist nun Ansprechpartner für die Landesregierung. Die neuerlichen Zahlungen für den unter der Mutter schwer verschuldeten Tierpark, sollen künftig transparent und über ein Treuhandkonto fließen.


Berliner Morgenpost - 12. Dez 2005
Zoo: Weniger Besucher durch Bahnpläne
Nicht nur Hotels, Gaststätten und Geschäfte rechnen mit Umsatzrückgang, wenn ab Mai nächsten Jahres am Bahnhof Zoo kein ICE mehr hält. Auch der Zoologische Garten geht davon aus, daß sich der Wegfall negativ auswirkt. Dr. Gerald R. Uhlich, kaufmännischer Vorstand des Zoos und Geschäftsführer des Tierparks, schätzt den Besucherschwund auf zehn Prozent: "Bis zu 60 Prozent unserer 2,2 Millionen jährlichen Gäste sind Touristen. Manche kommen sogar mit dem Koffer in der Hand. Von den 1,5 Millionen verkauften Tickets für Zoo und Aquarium sind 600 000 bis 800 000 Touristen."
Der Zoo unterstütze deshalb alle Proteste. Verkehrstechnisch, so Uhlich, könne er die Entscheidung der Bahn allerdings verstehen. Für den Tierpark könnte der neue Hauptbahnhof sogar Vorteile haben und mehr Besucher nach Friedrichsfelde locken.

Hannoversche Allgemeine Zeitung 13. Dez 2005
Klaus-Michael Machens fordert ein Grundgehalt von 145.000 statt 130.000 Euro im Jahr.
Hannover. Zoo-Direktor Klaus-Michael Machens hat seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag gekündigt – und will ihn nun zu besseren finanziellen Bedingungen wieder verlängern. Nach Informationen der HAZ fordert der Tierpark-Chef ein Grundgehalt von 145.000 statt 130.000 Euro Jahreslohn, sein Ruhestandsgeld will er von 5000 auf 6500 Euro monatlich angehoben haben. Am kommenden Montag entscheidet der Aufsichtsrat über den neuen Vertrag. Machens bestätigte die Kündigung, sagte aber, dass die Zahlen „nicht ganz stimmen”. Seine Forderungen begründet der Zoo-Direktor mit den Maßstäben, wie sie bei Geschäftsführen üblich seien. In der Regionspolitik wird die Angelegenheit derzeit mit spitzen Fingern angefasst.


stimme.de 13. Dez 2005
Blutiges Ende für Wölfe aus Tripsdrill?
Dass sieben Jungwölfe, die aus dem Wildparadies Tripsdrill stamen, im Frühjahr 2005 nach Spanien verkauft wurden, ist klar. Unklar ist, was aus ihnen geworden ist. Einiges spricht dafür, dass die Tiere bei einer so genannten Gatterjagd von zahlungskräftigen Jägern erschossen wurden. Frank Albrecht spricht von einem Artenschutzskandal. Der 36-jährige Nürtinger Tierrechtler, der seit Jahren den Verbleib verschwundener Tiger- und Wolfbabys zu klären versucht, wurde im Februar auf Tripsdrill aufmerksam, als bei einer Verladeaktion ein junger Wolf ausbüxte. Der Wolf wurde nach zwei Tagen wieder eingefangen - betäubt durch einen Schuss aus dem Gewehr des Tierhändlers Reiner Jobst aus Bayreuth. Jobst war es, der dem Tierpark Tripsdrill damals insgesamt sieben Wölfe zum Preis von 840 Euro abkaufte. Beim Wolfsrudel hatte es 2004 Nachwuchs gegeben. Doch damit war die Kapazität im Gehege für eine artgerechte Haltung nicht mehr gegeben, so Tripsdrill-Pressesprecherin Britta Dirrler. Was aus den Tieren geworden ist, weiß man in Tripsdrill nicht. Herr Jobst hat uns zugesichert, dass die Tiere in ein großes Gehege kommen und artgerecht untergebracht würden, so Britta Dirrler. Jobst habe erklärt, dass die Tiere nach Spanien, in die Nähe von Badajoz, verkauft worden seien. Angeblich in einen Zoo. Der einzige Tierpark in Spanien, der Wölfe hält, ist der Lobopark in Antequera. Und der hat die Tiere nicht bekommen. Eine Nachricht, die jetzt durch die spanische und deutsche Presse ging, gibt der Befürchtung neue Nahrung: Die spanische Polizei hat bei Badajos sieben Verdächtige wegen der Beteiligung an einer illegalen Gatterjagd festgenommen, bei der Tiger, Löwen, Luchse und Wölfe geschossen wurden. Der Tierpark Tripsdrill hat die Zusammenarbeit mit Reiner Jobst offenbar eingestellt. Einige Tiere des Wolfsnachwuchses von 2005 wurden direkt an den Wild- und Freizeitpark Klottern abgegeben.
> Zoos mit Wölfen gibt es in Spanien allerdings reichlich

Uetersener Nachrichten 14. Dez 2005
Rostocker Zoo mit elf Prozent mehr Besuchern
Wie der Zoo am Mittwoch mitteilte, wurden 10 700 Jahreskarten verkauft. Laut einer Studie des Ostseeinstituts für Marketing zeigten sich 92 Prozent der Besucher sehr zufrieden mit dem Angebot des Tierparks. Besonders gut wurden die weitläufige Anlage und die Kinderfreundlichkeit bewertet.

MVregio - 14. Dez 2005
Zoo Rostock - Erfolgreiche Jahresbilanz 2005
Zahlen, die beweisen, dass sich der Rostocker Zoo weiterhin zu einem erfolgreichen Themen- und Erlebniszoo entwickelt. Unterstützung erhielt er dabei auch in diesem Jahr durch seine starken Partner aus der Region wie die Ostseesparkasse, die Rostocker Stadtwerke und Lotto-Toto Mecklenburg-Vorpommern. Beim Jahresthema "Im Reich der Sinne -Tierische Fähigkeiten" 2005 konnten die Besucher spektakuläre tierische Sinnesleistungen entdecken und erleben. In der Darwin-Box, dem Experimentarium im Zoo, wurde dazu die Ausstellungstrilogie "Feine Nasen und große Gefühle", "Adleraugen und Brillenschlangen" "Große Lauscher und kleine Piepser" präsentiert.Mit über 20 Veranstaltungen von Januar bis Dezember konnten die Besucher aus einem vielfältigen Angebot wählen.
Von März bis Oktober wurde im Zoo eine Umfrage durch das Institut für Marketing der Universität Rostock unter der Leitung von Prof. Benkenstein durchgeführt. Daran nahmen 6.000 Besucher teil. 92 Prozent der Befragten verteilten die Noten 1 bis 2 auf einer Skala bis 5.
Die angespannte wirtschaftliche Haushaltslage der Hansestadt Rostock hat auch Zuschusskürzungen für den Zoo zur Folge, was erstmals nach drei Jahren wieder eine Preiserhöhung erforderlich macht. 2005 wurde im Zoo viel gebaut, saniert, renoviert. Saniert wurden die Sozialräume für die Mitarbeiter, umgebaut die Zoo-Gaststätten Elefantenlodge und Cafe Käfer. Die Robbenanlage der Seebären und Seehunde ist rekonstruiert worden, umfassend renoviert das Elefanten-Haus. In die neu gestaltete ehemalige Schildkröten-Vitrine im Elefanten-Haus sind Kurzohrrüsselspringer umgezogen. Im Juli war Baubeginn für ein Geparden "Männerhaus". An den Planungen für das Menschenaffenhaus sowie für den Umbau des Vogel-Reptilien-Hauses wird weiterhin gearbeitet.
Das Jahresthema 2006 heißt "Liebeswerben der Tiere - Auf Brautschau in der Natur". Dann dreht sich im Zoo alles um Balzende Vögel und betörende Gesänge, Röhrende Hirsche und duftende Weibchen. Die Besucher erwarten mehr als 20 Veranstaltungen, darunter der BINGO-Tag der Umweltlotterie von Lotto im Mai, das Große Zoofest im Juli, die Zoo-Sommernacht mit dem Internationalen Kleinkunstfestival und die Klassik-Nacht "Amerikanische Klänge" im September.


NÖN Online - 14. Dez 2005
Safaripark: Tristesse und Ungewissheit prolongiert
Der Safaripark Gänserndorf ist längst Geschichte. Selbst einige Ideen und Konzepte für eine mögliche Nachnutzung des 43 Hektar großen Areals sind bereits gestorben. Was bleibt, sind Tristesse und die Ungewissheit der noch verbliebenen Tierbetreuer - allen voran jenen im Affenhaus. 14 Löwen halten in einem Freigehege des ehemaligen Safariparks die Stellung und vermitteln damit das letzte Bisschen der einstigen Exotik. Gehören tun sie "Vier Pfoten", versorgt werden sie von Mitarbeitern des Vereins "Momo". Dieser wurde vom Tierarzt Josef Zoher gegründet - jener Zoher, der die bisher besten Karten für ein Nachfolgeprojekt hatte. Aber auch das ist mittlerweile Geschichte, die Stadtgemeinde Gänserndorf hat den Vorschlag des ambitionierten Tierfreundes abgelehnt.
Interessenten für das Gelände gibt es nach wie vor. Die Gebrüder Wild etwa, Grill-Ranch-Besitzer aus Deutsch-Wagram, haben nach Angaben der Stadtgemeinde angeklopft. Doch deren Idee für einen Tierpark mit Streichelzoo harmoniert nicht so ganz mit den Vorstellungen von Bürgermeister Johann Karl. Der wollte eigentlich traditionelle Tierarten aus der Region ansiedeln - und wurde von Tierschützern prompt attackiert, weil diese eine "Tötungsstation" mit Gänsestopfleber und anderen Grauslichkeiten befürchteten.
Noch schlechter steht es um das Affenhaus, das sich zwar am Safaripark-Areal befindet, jedoch nicht dazugehört. Nur noch 70 Affen werden derzeit betreut, und es ist zu befürchten, dass ein weiterer Primaten-Exodus bevorsteht. "Die langfristige Versorgung der Tiere ist nicht gesichert - selbst bei stark reduziertem Bestand nicht", sagte Signe Preuschoft, die wissenschaftliche Leiterin des Affenhauses.
Außerdem verbiete die Stadtgemeinde den Betreibern des Affenhauses, die Freigehege zu bauen. Projekte - wie etwa die Resozialisierung verhaltensauffälliger Schimpansen - werden dadurch natürlich erschwert. Gegen Masseverwalter Ferdinand Bruckner hat, so Preuschoft, die Stadt mittlerweile Räumungsklage eingebracht. "Wahrscheinlich will man Vorkehrungen treffen, um nicht haftbar gemacht werden zu können. Man hat uns aber versichert, dass man die Tiere nicht loswerden will."


Rheintalische Volkszeitung 15. Dez 2005
Eichberger Erlebniszoo in Finanznöten
Wie Zoodirektor Richard Spira erklärt, ist der Zoo weder verlottert, noch müssen die Tiere frieren oder gar hungern. Nachdem aber die Bankkredite gekündigt sind, sieht sich der Zoodirektor in arger Bedrängnis. Bereits 1999 gelangte Richard Spira an die Vereinigung der Rheintaler Gemeindepräsidenten. Diese erachteten den Zoo «als erhaltenswürdig und gute Einrichtung», berichtete Spira. Feste finanzielle Unterstützung in Form eines Pro-Kopf-Beitrags der Bevölkerung leisten indessen die Gemeinden Eichberg, Oberriet und die Stadt Altstätten. Seit dem Jahr 2000 wird der Erlebniszoo Eichberg von einem Förderverein mit heute rund 230 Mitgliedern begleitet, dem es immer wieder gelungen war, finanzielle Unterstützung etwa vom Lotteriefonds oder durch gezielte Aktionen wie die Versteigerung von «Kunst für Tiere», herbeizuführen. Trotz alldem genügen die Finanzen nicht, um den Zoo überwintern zu können. So hat sich auch in Sachen Tierverkäufe – der Erlebniszoo Eichberg ist im In- und Ausland für seine Zuchterfolge bekannt –, als einst gutes Standbein des Zoos, die Situation in den letzten Jahren drastisch verändert. So sind auch die seltenen und bedrohten Tierarten nur mehr schwer handelbar. Trotzdem wurde der Zoo in den Jahren 2003/04 erweitert. Das Problem der Geldknappheit wurde schon im Sommer erkannt und als weitere Massnahme unter dem Präsidium von Wolfgang Kessler, Altstätten, eine Stiftung gegründet. Diese, zurzeit noch im Aufbau begriffen, hat inzwischen einen Businessplan erarbeitet und weitere Strategien zur Rettung des Erlebniszoos entwickelt. Wie Stiftungsratspräsident Wolfgang Kessler ausführte, soll vor der Umsetzung der vorhandenen Ideen der Erlebniszoo längerfristig gerettet werden. Dazu gelte es nun, bis im Mai 250 000 Franken zu sammeln. www.zooeichberg.ch

St. Galler Tagblatt - 15. Dez 2005
Fünf vor zwölf für den Zoo Eichberg
Der Erlebniszoo Eichberg braucht dringend Geld: Die Hausbank hat der touristischen Attraktion den Kredit gekündigt. In die Bresche springen sollen Private, Wirtschaft und Gemeinden. Man erhofft sich nicht nur die Mittel, um über den Winter zu kommen, sondern eine Viertelmillion Franken als finanzielle Basis für eine vorerst auf dem Papier bestehende Stiftung, die den Zoo übernehmen und seinen Bestand langfristig sichern soll. Gestern hat man zudem bei der rheintalischen Gemeindepräsidentenkonferenz vorgesprochen, die in Altstätten tagte. Um zusätzliche Einnahmequellen zu erschliessen, hat man in den letzten Jahren den Bereich der Erlebnisführungen erweitert und bietet Gruppen wie Schulklassen, Vereinen und Firmen Lama-Trekking, Übernachten im Tipi und anderes an. Diesen Zweig möchte man noch ausbauen. Mit der Einrichtung eines Märchenwegs mit Streichelzoo hofft man, vermehrt Familien anzusprechen.

Berliner Morgenpost - 14. Dez 2005
Stallpflicht für Geflügel endet morgen
In Berlin hat es mit der Stallpflicht für Geflügel keinerlei Probleme gegeben. "Uns sind keine Verstöße bekannt geworden", sagte Gesundheitssenatssprecherin Roswitha Steinbrenner. Für freilaufendes Federvieh im Zoologischen Garten und im Tierpark habe es nach Absprachen mit den zuständigen Tierärzten teilweise Ausnahmegenehmigungen gegeben.

presse-service.de (Pressemitteilung) - 15. Dez 2005
Tierpark: Nicht im Freiland füttern
Das Hausgeflügel und die Entenvögel dürfen sich wieder frei im Gelände des Heimat-Tierparks Olderdissen bewegen. Das Freilandverbot ist aufgehoben. Fast zwei Monate mussten etwa 65 verschiedene Hühner, Gänse und Enten in geschlossenen Volieren leben.

Basler Zeitung
Vogelgrippe: Schweizer Federvieh darf wieder ins Freie
Im Zürcher Zoo verlassen rund 200 Tiere die gedeckten Volieren.

 



Planung und Bau 

FAZ.NET 12. Dez 2005
Stapfende Schleichkatzen im Darmstädter Zoo Vivarium
Arctictis binturong lautet die wissenschaftliche Bezeichnung für jene eigenartigen Tiere, die auf deutsch Schleichkatzen heißen. Besucher der neuen Binturong-Anlage im Vivarium, die dieser Tage eröffnet worden ist, kann es passieren, daß sie intensiv Ausschau halten müssen, denn die Schleichkatzen sind Dämmerungs- und Nachttiere. Zu den Besuchszeiten des Darmstädter Zoos machen sie vor allem eines: Sie schlafen auf einem Ast und führen damit, wie es Vivarium-Leiter Thomas Becker ausdrückt, ein „Schattendasein”.
Die neue Anlage ist ein Glasbau. Er besteht aus einem für die Besucher zugänglichen 245 Quadratmeter großen Teil sowie drei Gehegen für die Binturongs mit 50 Quadratmetern und einer weiteren 60 Quadratmeter große Fläche, die eingesehen werden kann. Markant ist das Wasserbecken mit Besucherbrücke, das von einem kleinen Wasserfall gespeist wird. Die Anlage hat 450.000 Euro gekostet, von denen die Stadt 100.000 Euro aufbrachte. Den Hauptanteil mit 350.000 Euro trug der Zoo-Förderverein Kaupiana bei, der, wie Becker betonte, in den vergangenen 15 Jahren alle größeren Projekte des Vivariums maßgeblich finanziert hat. Mit seinen 4.500 Mitgliedern bildet er den größten Verein der Stadt.
Das Glashaus wurde notwendig, weil die alte Anlage nicht mehr artgerecht war. Der Neubau soll aber nicht nur den Anforderungen an die Tierhaltung genügen, sondern auch die Erwartungen der Besucher befriedigen. Da die tagsüber verschlafenen Binturongs nur begrenzt faszinieren, bekommen sie im Frühjahr mit Zwerg- oder Kurzkrallenottern lebendigere Nachbarn. Auch diese Tiere, die von Zoo-Managern wegen ihre „Plüsch-Knopfaugen” und ihrer quirligen Verspieltheit als „Everybodies Darling” gelten, stammen ursprünglich aus Südostasien. Sie haben anders als die Schleichkatzen ihren Lebensraum auf der Erde und im Wasser und verschlafen nicht die Tage.

webjournal.ch - 14. Dez 2005
Info-Pavillon «Rettet die Nashörner» im Zolli eröffnet
Der Zoo Basel beteiligt sich am Projekt «Indian Rhino Vision 2020». Sein Ziel ist es, alle Panzernashörner in Assam unter besseren Schutz zu stellen. In neuen Schutzgebieten sollen weitere Populationen aufgebaut und Tiere aus überfüllten Regionen in neue Reservate umgesiedelt werden. Im Infopavillon neben der Afrikaanlage informiert der Zoo Basel über die Eaza Kampagne «Rettet die Nashörner» und das Projekt «Indian Rhino Vision». An Sonn- und ausgewählten Feiertagen gibt es an einem Panzernashorn-Infomobil weitere spannende Aspekte dieser seltenen Tierart zu erfahren.
Eine struppige Schar Welpen unternimmt bei den afrikanischen Wildhunden im Zoo Basel ihre ersten Entdeckungsgänge. Es ist der dritte Wurf Junge, den Mombo (6) und Moremi (6) am 20. Oktober zur Welt brachten.


Anzeiger Sternberg-Brüel-Warin - 15. Dez 2005
Zoo hat große Pläne für Jubiläumsjahr
Schwerin. Zoo-Direktor Michael Schneider kann zufrieden in das neue Jahr gehen: Seine Besucherstatistik für das zu Ende gehende Jahr weist ein sattes Plus aus. Ein Grund mehr, das 50-jährige Zoo-Jubiläum angemessen zu feiern. Am 12. Januar soll im Staatstheater die Ausstellung "50 Jahre Arche Zoo Schwerin" eröffnet werden. In der Ausstellung werden die Besucher anschaulich erleben können, wo und wie die Gehege erweitert und umgebaut werden sollen. Zwei Vorhaben stehen dabei im Vordergrund: Der Umbau der Pinguinanlage und die Neugestaltung des Nashorngeheges.Von 2006 bis 2007 will der Zoo jetzt das Gehege ausbauen und in die Rhinozeros-Nachzucht einsteigen. "Es hat sich gezeigt, dass das bei paarweiser Haltung nicht klappt", sagt Michael Schneider. Um mit Unterstützung des europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) eine größere, nachwuchsträchtige Nashorn-Gruppe aufbauen zu können, sei die groß angelegte Erweiterung des Geheges – zwei zusätzliche Boxen im Stall, drei untereinander abtrennbare Außenbereiche – unabdingbar. Rund 600 000 Euro, größtenteils Fördergeld, soll die neue Anlage kosten.

Uetersener Nachrichten 14. Dez 2005
Grundstein für neues Informationszentrum "Müritzeum" gelegt
Im Luftkurort Waren ist am Mittwoch feierlich der Grundstein für ein neues Informationszentrum der Mecklenburgischen Seenplatte gelegt worden. Das 13 Millionen Euro teure "Müritzeum" soll von der Saison 2007 an über Besonderheiten und Naturschönheiten zwischen Plauer See und Tollensesee Auskunft geben. In dem runden Bauwerk mit einem Durchmesser von etwa 55 Metern werden auch 25 Aquarien mit heimischen Süßwasserfischen ihren Platz finden.

HaffZeitung - 10. Dez 2005
Bürgschaft für Tierpark zugestimmt
Ueckermünde. Der Tierpark plant den Bau eines Haff-Aquariums und Robbariums, um für Besucher noch attraktiver zu werden. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das 8,5 Millionen Euro teure Projekt mit Fördermitteln.




Aktionen

Segeberger-Zeitung 13. Dez 2005
Generalprobe für "Wildweihnacht" im Park Eekholt
Die Generalprobe für die traditionelle "Wildweihnacht" im Wildpark Eekholt (Kreis Segeberg) hat am Dienstag problemlos geklappt: Tierpark-Chef Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck besuchte persönlich mit rotem Mantel und weißem Rauschebart die Tiere. "Sie sollen sich an den Anblick gewöhnen, damit sie sich Heiligabend bei der Bescherung nicht erschrecken".

Salzburger Nachrichten 14. Dez 2005
Ausstellung "Spinnen und Skorpione" im Wiener Zoo
Bis Ende Februar 2006 ist im Wüstenhaus des Tiergartens Schönbrunn die Sonderausstellung "Spinnen und Skorpione" zu sehen. Insgesamt sind über 40.000 Arten bekannt. Auf Grund dieser Vielfalt "müssen wir den Tieren mehr Raum geben", sagte Dagmar Schratter, stellvertretende Direktorin des Tiergartens Schönbrunn, am Mittwoch bei der Eröffnung der Sonderausstellung. Zwischen Taranteln und dem riesigen Geißelskorpion tummeln sich in 23 Terrarien vier heimische Skorpion-Arten und Hausspinnen. Auch Milben und Zecken gehören zu den Spinnentieren, die dort zu sehen sind. "Star" der Ausstellung ist die Riesenvogelspinne - "obwohl sie noch ein Teenager ist", meinte Herwig Pucher, der die Ausstellung konzipiert hat. Der Mitarbeiter der Aquarien- und Terrarienabteilung hat rund die Hälfte der Tiere erst am Dienstagabend in ihre neue Heimat gebracht. 2.500 Kilometer weit sei er insgesamt gefahren, denn die Tiere stammen u.a. aus deutschen Zoos und von Privatspendern.
 


Nachwuchs 
 
Grafschafter Nachrichten, 15.12.2005
Faultier macht "Liebesurlaub" in Nordhorn
Mit einem Liebesurlaub im Tierpark Nordhorn für sein Faultierweibchen will der Osnabrücker Zoo endlich für Nachwuchs sorgen. Obwohl sich Männchen Lutz und Weibchen Lucie schon seit 2001 ein Gehege teilen, habe es noch kein Faultierbaby gegeben, sagte gestern Zoo-Tierärztin Susanne Klomburg. In Nordhorn habe das Pärchen Diego und Efra in diesem Jahr schon ein Junges zur Welt gebracht. "Da wissen wir also, dass das Männchen dort es reißen kann", betonte Klomburg. Das aus dem Dortmunder Zoo stammende Männchen sei wohl etwas stur, sagte Zoodirektor Wolf Everts. "Der Funke ist noch nicht übergesprungen."Möglicherweise hänge es damit zusammen, dass der 1998 geborene Lutz als Einzelkind mit der Hand aufgezogen wurde. Zurück nach Osnabrück soll es erst wieder gehen, wenn Lucie trächtig ist, betonte Klomburg. Das könne durchaus ein halbes Jahr dauern.


Goslarsche Zeitung/Harzer Tagblatt 9. Dez 2005
Pandababy präsentiert sich bei Premiere als Schlafmütze
Von Lampenfieber war wahrlich nichts zu sehen, als Pandababy «Tai Shan» im Washingtoner Zoo am Donnerstag seine Weltpremiere hatte: Der Kleine präsentierte sich hunderten von Besuchern, die eines der begehrten Gratistickets für das Panda-Debüt ergattert hatten, als Schlafmütze. Die 13 000 Tickets für einen Besuch im Pandahaus bis zum 2. Januar waren innerhalb von zwei Stunden vergriffen. «Wir wären 100 000 Karten losgeworden», erklärte Zoo-Direktor John Berry. Der Zoo will die Zahl der Besucher wohl dosieren, um dem kleinen Panda Stress zu ersparen. Vor fünf Monaten hatte «Tai Shan» - kaum größer als ein Butterstück - das Licht der Welt erblickt.

MDR - 9. Dez 2005
Nashorn-Baby wird auf "Malindi" getauft
Nun ist es endlich so weit, das kleine Spitzmaulnashorn-Baby im Magdeburger Zoo hat einen Namen: "Malindi". Wie der Zoo mitteilte, soll das etwa einen Monat alte Rhino in der kommenden Woche getauft werden. Zur Namenssuche für den in diesem Jahr europaweit einzigartigen Nashornnachwuchs waren 1.200 Vorschläge aus Deutschland, Namibia, Österreich, der Schweiz und Schottland eingegangen. Der Magdeburger Tierpark hat nach eigenen Angaben eine glückliche Hand mit Nashörnern - in Deutschland soll er führend in deren Zucht sein. Seit dem ersten Zuchterfolg 1979 kamen bereits fünf Spitzmaulnashörner auf die Welt.

meinberlin.de - 9. Dez 2005
Giraffenbaby lässt sich sehen
Er ist zwar wenige Tage nach seiner Geburt noch etwas wackelig auf den Beinen. Doch der kleine Giraffen-Nachwuchs vom Berliner Zoo zeigte sich erstmals der Öffentlichkeit. Die neunjährige Giraffen-Mutter "Malindi" hatte am 1. Dezember den Jungen "Narok" zur Welt gebracht.
>>Malindi scheint ja ein sehr beliebter Name zu sein

Berliner Morgenpost - 9. Dez 2005
Nachwuchs im Zoo: Giraffenbabys fallen tief
Am 1. Dezember ist im Berliner Zoo eine kleine Giraffe geboren. Das männliche Jungtier, das noch keinen Namen hat, war am Abend aus etwa 1,60 Metern Höhe auf das "Wurflager" aus einer dicken Strohschicht geplumpst. "Giraffen fallen bei der Geburt gleich tief - bei Menschen kommt das gelegentlich etwas später im Leben", scherzt Zoo-Kurator Peter Rahn.
Der Kleine ist bereits Malindis zweites Kind: Im April des vergangenen Jahres hatte sie das Mädchen Kibaya zur Welt gebracht. Mit Vater Seppl hatten die Tierpfleger nach der Geburt ihre liebe Mühe: Sie wollten ihn vorläufig von der Mutter und dem Kleinen trennen, damit das Jungtier zwischen den Erwachsenen nicht übersehen oder von Seppl getreten und verletzt wird. Dieser aber wich partout nicht von Malindis Seite. Erst nach zwei Tagen hatte er sich so weit beruhigt, daß er in eine andere Käfigbox gebracht werden konnte.

Berliner Kurier - 10. Dez 2005
Die Niedlich-Konkurrenz der Tiere
Berlin - "Ist der süüüüß!" Diesem Ruf kann man zurzeit weder im Tierpark noch im Zoo entgehen. Grund: Mega-Niedlich-Nachwuchs. Der ist im Zoo mit 1,80 Meter allerdings recht hoch und heißt "Narok". Er ist der jüngste Spross von Giraffenmutti "Malindi". Gestern empfing das Kälbchen erste Besucher in der Mittelhalle des Antilopenhauses. "Narok ist schon ganz selbstbewusst und neugierig", sagt Zoologe Peter Rahn. Selbstbewusst tobt auch Minifant Shaina Pali durch sein Gehege im Tierpark und treibt Unfug mit allem, was sein Rüssel greifen kann. Weniger niedlich, aber imposant sind die Riesenschildkröten im Tierpark. Sie bezogen jetzt ihr Überwinterungshaus, das auch Besucher betreten dürfen.

Berliner Morgenpost -10. Dez 2005
Giraffenbaby Narok mißt jetzt schon 1,80 Meter
Ganz schön vorwitzig, der Neuzugang im Zoo. Traut sich ganz allein zu den vielen Fotografen und Kameraleuten, während seine Mutter Malindi lieber Abstand hält.

Kölner Stadt-Anzeiger 15. Dez 2005
Panthernachwuchs im Wuppertaler Großkatzenhaus wohlauf
Der Wuppertaler Zoo freut sich über Panther- Nachwuchs. Die zwei Monate alten Kater seien bereits drei Kilogramm schwer, teilte Zoodirektor Ulrich Schürer am Donnerstag mit. Panther sind schwarze Leoparden. Dabei kommt die Überproduktion schwarzer Fellfarbstoffe in Asiens Regenwäldern häufiger vor als in Afrika.

Berliner Morgenpost
Kleiner Eisbär gestorben
Seit Jahren wird in Zoo und Tierpark auf einen kleinen Eisbären gehofft, bisher umsonst.



Stern Shortnews 13. Dez 2005
Brennpunkte: Tokio: Brünftiger Elefant schlägt seinen Pfleger zu Boden - Kollege rettet ihn
Im Ueno-Zoo in Tokio hat ein brünftiger Elefant seinen Pfleger angegriffen und auf den Boden befördert. Der Elefant schlug mit einem Stoßzahn nach dem Mann, der daraufhin bewusstlos zusammensackte. Der Pfleger liegt jetzt schwer verletzt in einer Klinik.
Ein Arbeitskollege, der das Geschehen verfolgt hatte, holte den Tierwärter aus dem Areal. Der 2,2 Tonnen schwere und neun Jahre alte Bulle mit dem Namen Artid ist derzeit in der sogenannten Musth.

NGZ - Online 12. Dez 2005
Frau verliert Finger nach Löwenbiss
Im Melbourner Zoo hat ein junger Löwe am Donnerstag einer Frau die Fingerspitze abgebissen und anschließend aufgefressen. Wie der Zoodirektor am Montag mitteilte, sei die Frau über eine Absperrung am Gehege geklettert, um Blumen zu pflücken. Da habe der Löwe sie attackiert und zugebissen. Zoodirektor John Gibbons: "Es ist nicht besonders klug, über eine Barriere zu klettern und hier im Zoo Blumen zu pflücken",

Rheinpfalz.de 12. Dez 2005
Löwe in australischem Zoo beißt Frau Finger ab
Wie der Direktor des Melbourner Zoos, John Gibbons, am Montag mitteilte, war die junge Frau über eine ein Meter hohe Absperrung geklettert, um neben dem Löwenkäfig Blumen zu pflücken. Der Löwe habe ihr die Spitze des Fingers wahrscheinlich abgebissen, als sie ihre Hand durch ein zweites Gitter steckte, das das Tiergehege umgibt. Gibbons sagte, das Zoopersonal sei angewisen, den Finger nicht zu suchen, da man davon ausgehe, dass der Löwe ihn gefressen habe.

MVregio - 14. Dez 2005
Schweriner Zoo zieht positive Jahresbilanz
Der Zoo Schwerin blickt in diesem Jahr auf eine erfolgreiche Saison zurück. Zum ersten Mal seit zehn Jahren habe das Gehege geplante Einnahmen auch erzielt, sagte Geschäftsführer Michael Schneider. Zudem werden bis Ende Dezember etwa 20.000 Besucher mehr als im Vorjahr den Weg in den Zoo gefunden haben. Trotz positiven Kassensturzes arbeite das Tiergehege nicht kostendeckend, räumte Schneider ein. Im Frühjahr bekamen die Fischotter ein neues Zuhause. Erstmalig gelang zudem die Aufzucht eines Zweizehenfaultieres. Ebenfalls seien zum ersten Mal in Schwerin Rothalsgänse aufgewachsen.

Zisch - 14. Dez 2005
Besucher des Tierparks Goldau bringen jährlich 12,6 Millionen in Umlauf
Der Natur- und Tierpark Goldau löst jährlich Zahlungsströme von 12,6 Mio. Franken aus. Das ergab eine Studie der Hochschule für Wirtschaft in Luzern, die am Dienstag vorgestellt wurde. Von den 12,6 Mio. Franken fliesst rund die Hälfte - über Eintrittsgelder, Konsumation, Spenden usw. - in den Betrieb des einzigen wissenschaftlich geführten Zoos der Zentralschweiz. Die andere Hälfte geben die jährlich über 350'000 Besucher ausserhalb des Tierparks aus. Für den Kanton Schwyz ergibt sich laut Studie unter dem Strich ein Nettokaufkraftzufluss von rund 4,2 Mio. Franken.

Nordkurier - 15. Dez 2005
Ein „tierisches“ Jahr vergeht
Den Tierparks im Land hat das Wetter in diesem Jahr gute Zahlen beschert. Der lange Herbst und der durchwachsene Sommer lockten deutlich mehr Besucher zu Spaziergängen in die Zoos und Heimattiergärten als im Vorjahr. Eine Attraktion ist dieser Tage im Zoo Stralsund übergeben worden. Bärin Jule hat ein riesiges Gehege. Der Vogelpark Marlow hatte mit relativ wenigen Seuchenschutz-Einschränkungen zu kämpfen. „Bei uns sind viele Vögel in großen Volieren, da kommen fremde Tiere nicht rein“, erklärte Vogelparkchef Matthias Haase. In Ueckermünde lockt seit Februar ein neues Wolfsgehege. Geplant sind zudem der Bau eines Störaquariums und eine Ausstellung zu den jetzt in der Ostsee wieder angesiedelten Stören. Fische spielen im Güstrower Natur- und Umweltpark (NUP) eine Hauptrolle. Der Park wird zunehmend von Teenagern entdeckt, die Gäste der Zooschule sind. Vor allem die Nachtwanderungen begeistern Jugendliche, sagte Marianne Tuscher, wissenschaftliche Mitarbeiterin.


Wiesbadener Kurier - 10. Dez 2005
Projekte suchen Unterstützer
Die Vernetzung von bürgerschaftlichem Engagement stand im Mittelpunkt des Hessischen Stiftertages im Biebricher Schloss. Dort präsentierten sich 34 Stiftungen und Stiftungsverbände aus Hessen. Der Opel-Zoo warb um Zuschüsse für die Sicherstellung seiner zoopädagogischen Arbeit.

Märkische Oderzeitung 9. Dez 2005
Borschtel weist den Weg
Eberswalde. Eine Tierfamilie soll Besuchern von Zoo und Familiengarten künftig den Weg weisen. Ein etwa fünf Meter hohes Figurenensemble: Ein Hund, ein Äffchen und der Borschtel, Maskottchen der Eberswalder Landesgartenschau


Koeln.de - 14. Dez 2005
Zootickets sind auch Fahrausweise
Unbürokratisch löst der Kölner Zoo in Zusammenarbeit mit dem Ticketdienstleister KölnTicket das vieldiskutierte Parkplatzproblem rund um den Kölner Zoo: Ab sofort sind auch die begehrten Tageskarten für den Kölner Tierpark - und nicht nur Großveranstaltungen, wie die Sommernacht oder Halloween im Zoo, - ganzjährig über KölnTicket erhältlich.

Berliner Kurier - 13. Dez 2005
Welcher dumme Esel hat unserer süßen Grisella den Schwanz gekappt?
Berlin - Arme kleine Grisella! Was haben Menschen dir angetan! Schnipp, so kappten gemeine Zoo-Besucher die Schwanz-Quaste der Zwergeselin. Schnapp, so schnitten sie der zutraulichen Kleinen große Stücke aus dem Fell. Das Zwergesel-Mädchen aus dem Streichelzoo ist der Liebling aller Kinder. Nicht zum ersten Mal ging es einem Streichelzoo-Tier ans Fell!
Revier-Chefpfleger Peter Griesbach: "Aber immer nur die Esel! Einmal stand eine Frau mit ‘ner Schere vor mir, fragte, ob sie Haare abschneiden könnte." Natürlich nicht! Doch die Esel müssen auch für wirklich Ekliges herhalten. Eltern geben den Tieren Brot zu kauen, um es ihnen dann wieder weg zu nehmen. "Das sollen die Kinder essen, weil die Esel-Spucke angeblich gegen Keuchhusten hilft." Aber wofür brauchen Menschen Eselshaare? In Wein und Bier eingelegt und getrunken sollen sie gegen Blähungen helfen. Aber nicht gegen die im Hirn.

Berliner Morgenpost - 11. Dez 2005
Eselmädchen Grizella und der Aberglaube von Tierquälern
Manche Zootiere können sich wehren. Andere sind zumindest durch einen Zaun oder Graben geschützt. Wieder andere aber sind den Menschen hilflos ausgesetzt, wie zum Beispiel das kleine, liebe und treuherzige Zwergesel-Mädchen Grizella im Streichelzoo. Wer den Tieren im jederzeit zugänglichen Streichelzoo Haare abschneiden oder Federn ausreißen will, sollte sich nicht erwischen lassen - weder vom gepeinigten Tier, noch von einem der Tierpfleger. Sie verstehen dann gar keinen Spaß mehr. Was alle anderen Tiere angeht, gilt: Alles, was sie verlieren, bleibt grundsätzlich im Zoo. Ob sich ein Elefant einen Zahn abstößt, ein Löwe eine Kralle verliert oder ein Antilopeneuter prall mit Milch gefüllt ist: So gut wie jede Anfrage wird negativ beschieden. Eine Ausnahme wird nur bei der Wolle der Alpakas gemacht, die nach der Schur an eine Behindertenwerkstatt geht. Selbst Schädel und abgeworfene Geweihe bleiben im Zoo und landen im Geweihkeller. Ein absolutes Herausgabeverbot besteht bei dem Material von stark bedrohten Tieren, das aber auch besonders gefragt ist. Pulver vom Horn eines Nashorns etwa oder die Kralle eines Raubtieres, beides, so glauben nicht wenige, soll die Potenz stärken. "Von Raubtieren geben wir nicht mal ein Haar heraus", sagt Zoo-Kurator Heiner Klös. Der Grund: Weil die Tiere geschützt sind, muß jeder Vorgang mit ihnen gemeldet werden. Heiner Klös: "Da müßte ich für ein paar Haare einen Antrag stellen. Das wäre echte Haarspalterei."

Frankfurter Neue Presse - 12. Dez 2005
Der Kobelt-Zoo feierte mit Känguru
Schwanheim. Die gestiegenen Energiekosten reißen am Ende des Jahres vielen ein Loch ins Budget. Auch im Kobelt-Zoo beherrscht das Thema seit Wochen die Diskussion unter den Mitgliedern des Trägervereins «Gesellschaft Prof. Dr. Wilhelm Kobelt». Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind die Energiekosten im Monat um 200 Euro gestiegen. Dabei erfreut sich der Zoo immer größerer Beliebtheit. «Wir sind größer geworden und waren im Sommer so stark frequentiert wie noch nie.» Doch je mehr Leute den Zoo besuchen, umso öfter geht auch mal etwas kaputt. Während die Unterhaltungskosten also stiegen, nahm die Spendenbereitschaft der Besucher immer weiter ab. Die Boxen am Eingang, in denen jeder einen Obolus nach eigenem Ermessen hinterlassen kann, blieben immer öfter leer. Bleibt nur zu hoffen, dass die Besucher am vergangenen Wochenende etwas spendabler waren. Der Weihnachtsmarkt ist nämlich seit Jahren eine wichtige Einnahmequelle für den Zoo.

Express.de - 11. Dez 2005
Schimpanse ausgebrochen
Drama in einem Vergnügungspark in England. Ein Schimpansen-Weibchen kletterte aus seinem Käfig, erklomm die Wildwasser-Bahn – und wurde von der Polizei erschossen. Seit acht Jahren lebte die 42 Kilo schwere Mischa im Freizeitpark „Flamingo Land“ in North Yorkshire. „Wie sie über die Gitterstäbe kommen konnte, ist uns völlig schleierhaft“, so ein Zoo-Sprecher später. Trotz des Nebels wurde Mischa bald entdeckt. Zoo-Direktor Kirby Misperton aktivierte den Lautsprecher-Alarm: „Bleiben Sie in den geschlossenen Gebäuden!“ Dann verständigte er Tierarzt und Polizei. Mittlerweile war Mischa auf die 20 Meter hohe Wildwasser-Rutsche geklettert. Der Arzt schoss mit dem Betäubungsgewehr zwei Pfeile in ihr Bein. Doch Mischa wurde nur noch wilder. Fletschte die Zähne, kletterte bedrohlich knurrend in Richtung Zoo-Personal. Ein Augenzeuge: „Ein Auftritt wie King Kong!“ Ein Polizei-Scharfschütze legte mit einem Zielfernrohr-Gewehr auf den Schimpansen an. Vor den Augen der Angestellten fiel Mischa, von einem einzigen Schuss ins Herz getroffen, vom Gerüst der Wildwasser-Rutsche. Tierschützer kritisieren den Vorgang heftig.
>
Kirby Misperton ist nicht der Direktor (der heißt Gordon Gibb), sondern die nächstgelegende Ortschaft..

Die Welt - 11. Dez 2005
Kong ist nicht immer der King
Das Verhältnis von Gorillas und Menschen war vom Beginn an von Mißverständnissen geprägt. Als 1877 der erste Gorilla im von Alfred Brehm geleiteten alten Berliner Aquarium eintraf, fütterte man ihn mit Frankfurter Würstchen, Rauchfleisch, Berliner Kuhkäse und belegten Brötchen. Dazu servierte man dem Gorilla gekühlte Berliner Weiße. Sie müssen ihn damals schon als verwandt empfunden haben. Daß reine Vegetarier wie die Gorillas bei solch einem Futter nicht sehr alt werden, wußte man damals zwar nicht, mußte es aber schnell bemerken. Und das wird dem Zoo keine Freude gewesen sein, denn der Berliner Gorilla war der erste seiner Art, der in Europa ausgestellt wurde und solche Attraktionen ließen regelmäßig die Zuschauerzahlen in den Zoos anwachsen.
Das hatte man bereits 1839 in Paris feststellen können, als man dort den ersten Orang-Utan Europas wahrscheinlich eher aussaß als -stellte. Die Haltungsbedingungen für die großen Menschenaffen waren überall so gruselig wie die Nachrichten, die über sie in Umlauf waren. Das änderte sich entscheidend erst in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und war eine Folge der Beobachtungen der englischen Primatologin Jane Goodall an freilebenden Schimpansen in Tansania.
>ausführliche Betrachtungen

Nordkurier Online 9. Dez 2005
Elchvater kam einst als Elin in den Park
GroßSchönebeck. Seit einigen Monaten leitet eine junge Frau den Wildpark Schorfheide: Imke Heyter. Die Leitung des Wildparks übernahm die gelernte Reisekauffrau, nachdem sie den Park fast zehn Jahre mit aufgebaut hatte, von ihrem Vater Frank Heyter. Der promovierte Landwirt, der nach wie vor Geschäftsführer ist, hatte 1996 den Grundstein für den 100 Hektar großen Wildpark gelegt. Insgesamt sind 25 verschiedene Tierarten im Wildpark beheimatet, darunter auch Rot-, Dam-, Schwarz- und Muffelwild sowie vom Aussterben bedrohte alte Haustierrassen wie Exmoor-Pony, Pommernschafe und Wollschweine. Zu den Lieblingen Imke Heyters gehören allerdings die Elche. Insgesamt vier Elche wurden seit 1997 im Wildpark geboren. Elch-Vater Karl-Maria war dem Park als weiblicher Elch – eine so genannte Elin – aus Belgien angeboten worden. „Obwohl wir eigentlich auf der Suche nach einem männlichen Tier waren, stimmten wir dem Kauf zu“, erzählt Imke Heyter. Doch weil sich das Geschlecht bei Elchen erst sehr spät mit Sicherheit bestimmen lässt, war es dann doch ein männliches Tier.

Basler Zeitung - 13. Dez 2005
2006 ist der Steinbock 100 Jahre wieder in der Schweiz
1906 hat in der Schweiz die Wiederansiedlung des Steinbocks begonnen: Der St. Galler Wildpark Peter und Paul führte die ersten Tiere illegal ein. 2006 wird das Jubiläum schweizweit begangen, wie es am Dienstag vor den Medien hiess.
Im Zentrum der Jubiläumsfeier vom 22. Juni 2006 in St. Gallen steht der St. Galler Wildpark. Exakt an diesem Tag vor hundert Jahren nahm in Martigny der St. Galler Hotelbesitzer Robert Mader mit dem Parktierarzt die ersten drei illegal über die italienische Grenze geschmuggelten Steinbockkitze entgegen.


Krefelder Zeitung - 9. Dez 2005
Vier-Tonnen-Dame räumt auf
Krefeld. Die Elefanten-Lady Rhena hat gestern im Zoo angepackt und gemeinsam mit Pfleger Wolfgang Nehring im Hirschgehege für Ordnung gesorgt, alte Baumstämme und schwere Äste aus dem Gehege, das in den kommenden zwei Wochen trockengelegt und verschönert wird.

donau.de - 9. Dez 2005
Riesenspaß für riesige Tiere
München. Steffi ist eine geborene Stürmerin, Kati ist  als Torfrau einfach unschlagbar . Als die Elefantendamen die bunten Fußbälle in ihrem Freigehege entdecken, heben sie die Rüssel,  laufen  los und trompeten begeistert: Ein Sportartikelhersteller hat dem  Münchner Tierpark Hellabrunn zwanzig Fußbälle vermacht, was für die  Tiere an diesem Freitagmorgen eine Menge Vergnügen bedeutet. 
 
Wiesbadener Tagblatt - 9. Dez 2005
Bären sind beliebt aber teuer
Im Tier- und Pflanzenpark Fasanerie lassen sich die Mitarbeiter mit ihrer Chefin immer etwas Neues einfallen, um potenzielle Spender anzuwerben. Der Unterhalt des Tierparks mit seinen 50 Tierarten ist teuer. Und will man auf Eintrittsgelder verzichten, ist der freiwillige Obolus interessierter Bürger immer herzlich willkommen. Ein Weihnachtsgeschenkt der besonderen Art haben sich deshalb Ute Kilian und ihre Mitarbeiter ausgedacht. Wer noch kein sinnvolles Weihnachtsgeschenk hat, kann in der Fasanerie einfach eine Tierpatenschaft übernehmen.


taz Berlin - 9. Dez 2005
Flughund soll in Spandau bleiben
Der Streit um Riesenflughund Kasimir geht in eine neue Runde. Nun befasst sich das Kammergericht mit dem Tier, das derzeit in der Spandauer Zitadelle lebt. Die Fledermausexperten vom Berliner Artenschutz-Team wollen mit einer Berufungsklage erreichen, dass der knapp 20 Jahre alte Flughund sein Quartier nicht verlassen muss. Er werde dort artgerecht gehalten. Die frühere Besitzerin hatte in erster Instanz ein Urteil erwirkt, dass das Tier zu ihr zurückkehren soll.



Artikel aus der niederländischen Presse

Dierennieuws – 12. Dezember 2005
Vogelgrippe-Impfungen in vielen niederländischen Zoos
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200512/nw38712.htm
Die 15 Mitgliedszoos der niederländischen Zoo-Vereinigung NVD werden ab dieser Woche Impfungen gegen die Vogelgrippe durchführen. So sollen die Zoo-Bestände für den Fall geschützt werden, dass der Virus im Frühjahr von Zugvögeln aus Afrika eingeschleppt wird.
  

Dierennieuws – 13. Dezember 2005
Erste Impfungen gegen Vogelgrippe in Rotterdam
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200512/nw38758.htm
Seit Dienstag werden im Rotterdamer Diergaarde Blijdorp Impfungen gegen die Vogelgrippe durchgeführt. Als erstes betroffen sind Enten, Flamingos und Pinguine. Die Impfung besteht aus zwei Impfstoffgaben im Abstand von sechs Wochen.
 
Dierennieuws – 12. Dezember 2005
Impfungen auch in Amersfoort
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200512/nw38713.htm
Auch im Tierpark Amersfoort werden ab dem 14. Dezember etwa 300 Vögel gegen die Vogelgrippe geimpft.
 
Dierennieuws – 8. Dezember 2005
Entwichener Marabu nach Monaten eingefangen
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200512/nw38626.htm
Ein im Sommer aus dem Roterdamer Zoo entwichener Marabu konnte in Zevenhuizen (Provinz Groningen) eingefangen werden, nachdem er zuvor in Süd-Holland, Brabant und Friesland gesichtet wurde. Der Rotterdamer Zoo zeigte sich erstaunt, dass das an den Schwungfedern beschnittene Tier so weite Strecken zurücklegen konnte.


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Pressemitteilungen teilweise gekürzt

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen 15.12.05
Riesentorte als Patengeschenk für Eisbär Elvis
Gelsenkirchen. – Elvis hat einen Paten bekommen: Das Wohnungsunternehmen LEG
übernimmt die Patenschaft für den Eisbären Elvis aus der ZOOM Erlebniswelt Alaska. Als Überraschungsgeschenk und vorweihnachtlicher Leckerbissen wartete eine Rie-senbärentorte aus Obst und Fisch auf das Patenkind.
Eisbär Elvis gehört neben Elchen, Wölfen, Bibern, Rentieren und Ottern sowie mehr als einem Dutzend weiteren Tierarten zu der sechs Hektar großen ZOOM Erlebniswelt Alaska, die in diesem Sommer eröffnet wurde. Das kapitale Männchen ist mit seinen 20 Lebensjahren schon ein erfahrener Eisbär-Mann. Ursprünglich stammt er aus Os-nabrück. Sein Frau Sonja lebt ebenfalls in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen und tummelte sich wie Elvis schon im alten Gehege des Gelsenkirchener Zoos. In der neu-en ZOOM Erlebniswelt Alaska fühlt sich Elvis jedenfalls pudelwohl, denn er hat dort ordentlich an Gewicht zugelegt. Und nach der Riesenbärentorte dürfte er noch ein paar Gramm mehr auf seinen Rippen haben…
"Die finanzielle Unterstützung ist ein direkter Beitrag zu Haltungs- und Pflegekosten und hilft, eine optimale Haltung der Tiere zu gewährleisten“, so Dipl.-Biologin Sabine Haas, Pressesprecherin der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen. 

Heidelberg, 14.12.2005
Ein Freudentag für die Elefantendamen im Heidelberger Tiergarten!
Passend zum Frühstück wurde den beiden Elefantendamen des Tiergarten Heidelberg –„Ilona“ und „Maya“- am heutigen Mittwoch, dem 14.12.2005, ein unerwarteter Leckerbissen serviert.
Frau Anneliese Braun, kaufmännische Angestellte in der Personalabteilung der Haldex Brake Products GmbH, zeigt ein Herz für die Heidelberger Dickhäuter. Nach 44 Jahren engagierter Tätigkeit geht Frau Braun in den wohlverdienten Ruhestand. Als begeisterter Elefantenfan und aufgrund ihrer starken Tierverbundenheit setzt sich Frau Braun für den Bau des neuen Elefantenhauses im Tiergarten Heidelberg ein und spendete den gesamten für sie gesammelten Betrag der Kollegen in Höhe von 1200,00 ¬ für den Bau dieses Hauses. Damit nicht genug, „versüßte“ sie den Elefantendamen die Geldspende durch ein kleines Mitbringsel aus frischen Möhren und Äpfeln. Ein Angebot, das vor allem der Elefantendame „Ilona“ nicht zweimal gemacht werden musste und mit Begeisterung verschlungen wurde.
Der Tiergarten Heidelberg und seine Elefanten danken Frau Anneliese Braun für die freundliche und hilfreiche Spende.
Sollten auch Sie Interesse haben, den Elefanten des Tiergartens zu helfen und für das neue Elefantenhaus zu spenden, wenden Sie sich bitte an Frau Imke Figura, Tel.:06221-6455-19 oder überweisen Sie Ihre Spende direkt auf das Spendenkonto Tiergarten HD GmbH, Konto-Nr.: 15911, 672500200 Sparkasse Heidelberg unter dem Verwendungszweck: „Elefant“.

Wilhelma, 14.11.05
Saftschleckende Zwerge in der Wilhelma

Zwergseidenäffchen machen ihrem Namen alle Ehre: Die 15 cm großen Winzlinge mit dem seidigen, gelbbraun-marmorierten Fell sind die kleinste Primatenart der Welt und bringen nur gut 100 Gramm auf die Wage. Im Jungtieraufzuchthaus der Wilhelma haben die charmanten Zwerge gerade Nachwuchs: Zwillinge, denn so ist es bei dieser Art üblich. Die Jungtiere sind noch winziger – wie zwei Fellbällchen sitzen sie den Eltern im Nacken. Kinderbetreuung ist bei den Krallenäffchen Familienangelegenheit, da muss jeder mit ran. Theoretisch angenehm für die Mutter – sie hat mehr Zeit für die Nahrungssuche und kann so genug Milch für die Kleinen produzieren! Praktisch hilft Mutter „Jasper“ in der Wilhelma nur Vater „Chico“ beim Huckepack-Tragen, denn die beiden sind noch eine Kleinfamilie: Es ist ihr erster Nachwuchs. Die Zwergenkinder können von ihrem sicheren Ausguck auf den Schultern der Eltern genau beobachten, was später mal auf ihre Speisekarte gehört und wie man da am besten rankommt: Zwergseidenäffchen stehen auf Baumsäfte! Im südamerikanischen Regenwald nagen sie dazu kleine Löcher in die Rinde bestimmter Bäume und lecken den austretenden Saft auf. Insekten werden aber auch gerne genommen. Nach gut 3 Monaten steigen die Jungen von Muttermilch um auf feste Nahrung. Wenn sie ihren zahlreichen Feinden erfolgreich aus dem Weg gehen, können sie über 10 Jahre alt werden.

Vogelpark Herborn, 13.12.05
Das ideale Weihnachtsgeschenk: Eine Tierpatenschaft
Für Tierfreunde besteht die Möglichkeit, die gemeinnützigen Aufgaben des Vogelparks im Herborner Stadtteil Uckersdorf durch die Übernahme von Tierpatenschaften zu fördern. Besonders für die Arbeit des Parks als Pflegestation für verunglückte Wildvögel, in der in diesem Jahr bereits mehr als 80 Tiere, vom verunglückten Bussard bis zu Rotmilan, Kranich, Turmfalke und Waldkauz aufgenommen wurden, sind die Tierpatenschaften von großer Bedeutung. Nicht zuletzt macht eine hübsche Patenschaftsurkunde und der Gutschein für eine Vogelpark-Jahreskarte für die kommende Besuchersaison eine Tierpatenschaft für den beschenkten Tierfreund attraktiv.“ Tierpatenschaften im Herborner Vogelpark sind für Beträge ab 50,- EURO (z.B. für einen Beo, eine Brandgans, einen Storch oder die Wildvogelpflegestation) über 75 EURO (für Balistar, Graupapagei oder Pfau), 130 EURO (für Ara, Bartkauz, Uhu oder Schnee-Eule) bis zu 250,- EURO (für Krontaube oder Paradieskranich) möglich. Für die Tierpaten findet einmal jährlich - im nächsten Jahr am 14. Oktober – eine exklusive Führung mit Blick hinter die Kulissen des Vogelparks statt. Die mit der Patenschaft verbundene Jahreskarte ermöglicht dem Tierfreund während der von Mitte März bis zumindest Anfang November andauernden Besuchersaison täglich zwischen 9.30 und 18.00 Uhr den Besuch „seines“ Lieblings.Wie der Tiergartenbiologe betont, ist eine Tierpatenschaft somit auch eine echte Alternative zum eigenen Haustier. Rades: „Und dies ohne die tägliche Verpflichtung, das Tier füttern, es erforderlichenfalls tierärztlich versorgen und insbesondere, es sauber halten zu müssen!“

Zoo Köln, 13.12.05
Ohne Parkplatzsorgen in den Zoo – Kölner Zoo erweitert Kooperation mit KölnTicket!

Unbürokratisch löst der Kölner Zoo in Zusammenarbeit mit dem Ticketingdienstleister KölnTicket das vieldiskutierte Parkplatzproblem rund um den Kölner Zoo. Ab sofort sind auch die begehrten Tageskarten für den Kölner Tierpark - und nicht nur Großveranstaltungen, wie die Sommernacht oder Halloween im Zoo, - ganzjährig über KölnTicket erhältlich. Flexibel buchbar, gilt das „ZooKölnTicket“ für nur einen Euro Vorverkaufsgebühr als Fahrausweis im gesamten VRS-Gebiet und macht für KölnTicket-Kunden schon den Weg in den Zoo zum entspannten Vergnügen. Wer seine Eintrittskarten an der Schlange vorbei, bequem von zu Hause aus organisieren möchte, kann dies online über www.koelnticket.de oder telefonisch unter der bekannten KölnTicket-Hotline 0221-2801. Mit den „KölnTickets“ wird der Besuch im Zoo außerdem zur attraktiven (Weihnachts)-Geschenkidee: Eine 12-monatigen Gültigkeit macht die gebuchten Tickets individuell einlösbar und zu einem originellen (Weihnachts-)Präsent, das Freude macht.

Zoo Duisburg, 13.12.05
Grundsteinlegung für Erweiterung des Äquatoriums im Zoo - ThyssenKrupp Steel schafft Raum für moderne Primatenhaltung
Metertiefe Kanalschächte, geradlinige Kabeltrassen und akkurat geflochtene Stahlmatten zur Armierung stabiler Betonfundamente versperren zur Zeit den Zugang zum Ost-Eingang des Duisburger Äquatoriums - bis vor wenigen Jahrzehnten weltweit noch eine der imposantesten Anlagen zur Haltung und Zucht bestandsgefährdeter Affen-Arten. Damit Duisburgs Zoo bei der Arterhaltung von bedrohten Primaten nicht den Anschluss ans Weltniveau verpasst, unterstützt der zweitgrößte Stahlhersteller Europas, die ThyssenKrupp Steel AG, den Zoo dabei, das riesige Tierhaus neu zu gestalten. Unter Einsatz von innovativen Produkten wird ein komplett veränderter Eingangsbereich gebaut, dessen publikumsfreundliche wie tiergerechte Highlights ein vielgestaltiges Gehege für die kostbaren afrikanischen Bärenstummelaffen einerseits und eine - auch für Besucher begehbare - Voliere für australische Lori-Papageien andererseits sein werden.

Zoo Frankfurt, 12.12.05
Bonoboland
Wer von uns möchte in einer Wohnung mit dem Ausbaustandard von 1933 leben? Auch unseren Orang-Utans und Bonobos ist dies nicht mehr zuzumuten. Denn Tierhäuser veralten noch viel schneller als Menschenwohnungen. Der 1933 (im Jahr als der erste King Kong Film Premiere feierte) eröffnete Längstrakt unseres Menschenaffenhauses war damals ein modernes Tierhaus - eines der ersten mit Glasscheiben zwischen Besuchern und Menschenaffen, um die letzteren vor menschlichen Infektionen zu schützen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Menschenaffenhaus von Professor Grzimek wieder aufgebaut, mit Fliesen, Epoxyböden und Edelstahlklettergerüsten (so genannte Badezimmerarchitektur). Die dadurch erzielte Hygiene diente in Ermangelung entsprechender Medikamente der Bekämpfung von Parasiten. Der 1965/66 geschaffene Anbau für Gorillas wies schon größere Anlagen auf mit ausschließlicher (weltweit erstmals auch außen) Verglasung. Obwohl von 1994 bis heute die Anzahl der Menschenaffengruppen von fünf auf drei reduziert wurde, entsprechen die Anlagen für Orang-Utans und Bonobos (seit 1994 unser Logotier) nicht den „Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren“. BONOBOLAND wird eine Fläche von 10´000 Quadratmetern beanspruchen. Das Haus hat einen umbauten Raum von 24´415 Kubikmetern, der Innenbereich für Besucher und Tiere umfasst knapp 2´700 Quadratmeter und die Außenanlagen knapp 5´500 Quadratmeter. BONOBOLAND wird zur neuen Heimat von: Sumatranischen Orang-Utans (Schauanlagen innen 153 qm + 100 qm, 12 m hoch mit versenktem Anlagenboden und Baumwipfelsicht für Besucher, außen 587 qm, 12 m hoch plus 6 Abtrennanlagen innen)(bisher im alten Menschenaffenhaus innen 43 qm,3,75 m hoch, außen 93 qm, 3,75 m hoch), Bonobos (Schauanlagen innen 160 qm + 94 qm, 6 m hoch, außen 650 qm + 380 qm plus 6 Abtrennanlagen innen)(bisher innen 74 qm, außen 96 qm), Westliche Flachlandgorillas (Schauanlagen innen 305 qm + 161 qm rund um zentralen Besucherbreich mit Besucherblick von unten durch verglastes Tunneldach auf Gorillas, außen 3´190 qm + 470 qm. Die Außenanlagen werden in Gemeinschaft auch von Kikuyuguerezas, Dianameerkatzen und Mandrills mitgenutzt. Zum Vergleich: Unsere bisher größte Freianlage, die Afrikasavanne, misst 3´000 qm. 7 Abtrennanlagen innen vervollständigen den Gorillabereich)(bisher innen 93 qm, außen 440 qm), Kikuyuguerezas (Schauanlage innen 75 qm plus 2 Abtrennanlagen)(bisher in Affenanlagen innen 28 qm, außen 45 qm), Dianameerkatzen (Schauanlage innen 50 qm plus 2 Abtrennanlagen)(bisher innen 14 qm, außen 26 qm), Mandrills (Schauanlage innen 75 qm plus 2 Abtrennanlagen). Erstmals in Europa verwirklichen wir im BONOBOLAND die Gorilla-Rundum-Anlage sowie die Gemeinschaftshaltung der Gorillas mit Mandrills (mit Meerkatzen und Guerezas werden Gorillas auch in anderen Zoos gehalten).

Thüringer Zoopark Erfurt, 12.12.05
Kindersegen bei der Zierfischausstellung
Die Sonderausstellung im Aquarium wird täglich um weitere Attraktionen reicher. Die Fische fühlen sich in den neu eingerichteten Schauaquarien derartig wohl, dass einige bereits mit der Eiablage begonnen haben. Die Punktierten Panzerwelse (Corydoras paleatus, Züchter Andreas Nennewitz aus Kranichborn) haben nach erfolgreicher Balz ihre kleinen weißen Eier an Pflanzenteile und die Scheiben geklebt. Bei den Skalaren sind bereits winzige Jungfischchen zu sehen. Bei der ausgestellten Art Skalar Halbschwanz (Pteropyllum scalare, Züchter Bernhard Noack aus Erfurt) bewachen beide Elternteile ihre Jungen. Geht ein Besucher zu nah an die Scheibe, um eines der knapp 1 cm großen Jungtiere näher anzusehen, schwimmt prompt ein Elternteil drohend herbei. Ohne ihre Eltern wären die Kleinen verloren. Sind sie doch bereits als Ei eine bevorzugte Nahrung von Räubern. Bereits das Nest wird sorgfältig ausgesucht. Die Eier werden zunächst auf Steine oder Pflanzen abgelegt und bewacht. Die geschlüpften Jungen werden dann von den Eltern aufgenommen und zu einer zuvor gesäuberten Bodennestmulde gebracht. So steht einer optimalen Aufzucht nichts mehr im Wege. Beim Blauen Diskus von Züchter Gerd Kaiser aus Erfurt dagegen ist das Paar noch in Balzstimmung. Gut zu sehen ist für die Besucher jedoch schon jetzt, wie sie ihr ausgesuchtes Revier im Aquarium gegenüber den anderen Artgenossen verteidigen. Man darf gespannt sein, was in der Zierfischausstellung noch passiert.

presse-service.de (Pressemitteilung) - 12. Dez 2005
Affenstarke Neulinge im Zoologischen Garten Magdeburg
Ungewöhnlich sehen die affenstarken Neulinge des Magdeburger Zoos schon aus: Ohren wie Mr. Spock, braunes Rückenfell wie ein umgehängter Mantel gegen das sonst weiße Haarkleid und eine hohe Stirnglatze. Sie erhielten daher den Namen Mantelaffen oder Zweifarbaffe. Europaweit wird diese stark von der Ausrottung bedrohte Affenart nur in fünf Zoos gehalten, in Deutschland nur in Magdeburg.
Manteläffchen haben ihre Heimat in einem sehr kleinen Amazonasgebiet nahe Manaus/Brasilien. Alle in Menschenobhut gepflegten Manteläffchen (in Europa nur 60 Tiere!) gehören ihrem ursprünglichen Heimatland Brasilien, auch wenn sie bereits seit Generationen in Zoos geboren wurden. Der in internationalen Fachkreisen für seine Krallenaffenzucht anerkannte Zoologische Garten Magdeburg kann sich daher glücklich schätzen, vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm als einziger deutscher Zoo ausgewählt worden zu sein, auch diese seltene Affenart zu pflegen. Die zwei Manteläffchen kamen von Apeldoorn/Holland am 30.11.2005 an die Elbestadt. Zoobesucher können die beiden quirligen Äffchen sehr gut beobachten. Ihr neues Zu Hause befindet sich direkt gegenüber der Ameisenbärenanlage.
Ergänzung: Wir haben 2 männliche Zweifarbaffen mit den Namen "ONO" (geb. 29.3.2000 in Apeldoorn/Holland) und "Verdi" (geb. 13.7.2001 in Apeldoorn). In Europa wird diese seltene Affenart nur in Jersey, Mulhouse, Apeldoorn und jetzt in Magdeburg gepflegt!

Zoo Leipzig, 12.12.05
Überzeugende Servicequalität - Zoo Leipzig wurde mit der Plakette „Familienurlaub in Sachsen“ ausgezeichnet
Am 8. Dezember 2005 bekam der Zoo Leipzig in Wilsdruff, als eine der ersten Einrichtungen überhaupt, eine Urkunde und die Plakette „Familienurlaub in Sachsen“ verliehen. Initiator der Auszeichnung ist die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH. Die Übergabe des Preises erfolgte durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der TGMS, Herrn Staatssekretär Christoph Habermann. Bereits im Mai dieses Jahres hatte sich der Leipziger Zoo um die Ausweisung als familienfreundliches Unternehmen beworben. Im September erfolgte dann eine Begehung der Zooanlage durch die Agentur FUTOUR. Diese bescheinigte dem Zoo, alle MUSS-Kriterien erfüllt zu haben und darüber hinaus noch über 70 % der KANN-Kriterien. Die Vorraussetzung für die Anerkennung als „Familienfreundliche touristische Freizeiteinrichtung in Sachsen“ war somit gegeben. Besonders ausschlaggebend waren die Vielzahl an gastronomischen Einrichtungen, die guten Sanitärbereiche und der umfassende Service im Safari-Büro am Haupteingang. Bonuspunkte vergab die Jury außerdem für die Schließfächer am Eingangsbereich und die zahlreichen Ausleihmöglichkeiten von Kinderwagen, Bollerwagen und Rollstühlen. Mit der Zertifizierung „Familienurlaub in Sachsen“ ist dem Zoo Leipzig ein weiterer Schritt in Richtung bestmöglicher Servicequalität gelungen. Da die Plakette in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen wurde, zählt das tierische Unternehmen auch zu den ersten ausgezeichneten Einrichtungen. Der Termin der Ausstellung wurde bis zum 27. Dezember verlängert. Das Aquarium am Nettelbeckufer 28a hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Thüringer Zoopark Erfurt, 09.12.05
Der Weihnachtsmann kommt in den Zoo
Auch dieses Jahr hat der Weihnachtsmann fest zugesagt, im Zoopark Erfurt für die Kinder da zu sein. Am Sonntag, dem 18. Dezember kommt er extra mit der Pferdekutsche gefahren. Natürlich hat er wie immer in seinem großen Sack kleine Geschenke für die Besucherkinder dabei. Wer weiß ein schönes Gedicht oder kann ein kleines Liedchen singen für den Weihnachtsmann? Der Zoo ist groß, wo findet man den roten Mann? Um 14.30 Uhr wartet er am Zooplan auf die kleinen Gäste. Bekommen die Zootiere auch Geschenke an Weihnachten? Aber ja, dann gibt es etwas Besonderes für die gefiederten Freunde, für die Langohren, für die Langhälse, für die vielen kleinen, flinken Tiere genauso wie für die grauen Riesen. Ein Besuch im Zoo oder im Aquarium lohnt immer. Im Aquarium am Nettelbeckufer 28a kann man zurzeit zusätzlich noch eine Sonderausstellung besuchen. Dort gibt es zwar keinen „Weihnachtsfisch“ aber einen Schokoladengurami. Was das ist? Das kann man im Aquarium von 10 bis 18 Uhr täglich selbst entdecken. Das Aquarium am Nettelbeckufer 28a und der Zoopark sind am 24. und 31. Dezember nur bis 15 Uhr geöffnet.

Tierpark Chemnitz, 09.12.05
Neuer Tropenhausbewohner - Faultier bezieht obere Etage bei den Wasserschweinen
Das Tropenhaus hat einen neuen Bewohner bekommen: gestern reiste aus dem Zoo Dresden ein Zweifinger-Faultier an. Es bezog die bisher ungenutzte obere Etage des Wasserschweingeheges, die jetzt faultiergerecht eingerichtet wurde: dichtes Geäst mit Ruheplätzen, Futterstelle und Schlafkiste. Faultiere sind fast ausschließlich Baumbewohner und kommen nur selten auf den Boden, Wasserschweine dagegen halten nichts von Kletterpartien. So kommen sich die beiden südamerikanischen Arten nicht ins Gehege. Für die freifliegenden Vögel des Tropenhauses war der Neuankömmling eine Sensation, die Wasserschweine nahmen den Obermieter eher gelassen hin. Doch auch für Mitarbeiter und Besucher ist er etwas Neues, wurden doch Faultiere bisher noch nie im Tierpark Chemnitz gehalten.
Das Faultier wurde im Juli 2004 geboren und ist noch nicht ganz ausgewachsen. Ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt, kann noch nicht gesagt werden, da bei Faultieren das Geschlecht nur schwer feststellbar ist.

Zoo Dresden, 09.12.05
Am 10. Dezember, 14:30 – 16:00 Uhr Advent im Zoo zugunsten der neuen Pinguin-Anlage
Besinnlich können sich unsere Besucher von 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr im Zoo etwas abseits vom üblichen Stress in der Vorweihnachtszeit erholen. Auch der Weihnachtsmann schaut vorbei und auf einem kleinen Weihnachtsbasar sind sicher noch interessante Dinge für das bevorstehende Fest zu finden. 14:30 Uhr bekommen unsere Elefanten je einen mit Obst und Gemüse bunt geschmückten Weihnachtsbaum und unsere Besucher können sich überraschen
lassen, was sie alles damit anstellen. Im Auditorium singen 15:00 Uhr Heike Liebmann (Mezzosopran) und Katharina Flade (Sopran) begleitet am Klavier von Annegret Kuttner Ausschnitte aus der Oper "Hänsel und Gretel“. Vorbeischauen lohnt sich und das alles zum normalen Eintrittspreis!

Tiergarten Schönbrunn, 09.12.05
Ab 14. Dezember im Wüstenhaus: Sonderausstellung Spinnen und Skorpione
Bis März 2006 werden im Schönbrunner Wüstenhaus in neu aufgestellten Spezialterrarien 23 Arten von Spinnentieren gezeigt – viele davon Raritäten, die man im Freiland ebenso wie in Zoos kaum jemals zu Gesicht bekommt.
Geißelskorpione, Walzenspinnen, soziallebende Kugelspinnen, auf der Wasseroberfläche jagende Fischerspinnen und einige der giftigsten und größten Spinnen können gefahrlos aus nächster Nähe beobachtet werden. Die Spinnentiere, zu denen neben den Spinnen auch Skorpione, Zecken und Milben zählen, gehören zu den ältesten Tierklassen der Erde. Das Verhältnis des Menschen zu den Spinnen ist seit jeher gespalten, viele ängstigen sich sogar vor ihnen. Dennoch sind diese Tiere äußerst nützlich. Wissenschaftler haben errechnet, dass in Mitteleuropa auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern bis zu 1,5 Millionen Spinnen leben können, die während eines Sommers um die 1500 Kilogramm Insekten vertilgen.

Thüringer Zoopark Erfurt, 09.12.05
Fisch- und Wasserpflanzenbörse

Am 18. Dezember von 9 bis 12 Uhr lädt der Verein der Aquarienfreunde 1912 e. V. zur vierten Fisch- und Wasserpflanzenbörse des Jahres in das Aquarium des Zooparks am Nettelbeckufer 28a ein. Auch dieses Mal stehen zahlreiche Nachzuchten von Süßwasserfischen sowie Wasserpflanzen zum Verkauf. Wer Fragen zum Einrichten von Fischbecken, zu einzelnen Fischarten oder zu anderen Aquarienthemen hat, kann sich kostenlos beraten lassen. Aber auch das Aquarium bietet viel Interessantes und Neues zum Entdecken. So sind kleine Haibabys zu bewundern. Der Umbau des ehemaligen Kaimanterrariums in ein Riffaquarium steht kurz bevor.

Landau, 08.12.2005
Landauer Zooschule unter den Siegern der bundesweiten Initiative „365 Orte im Land der Ideen“
Das Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter der Landauer Universität ist mit der Einrichtung Zooschule unter den Siegern des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“, an dem sich über 1.200 Bewerber bundesweit beteiligt hatten. Anfang dieser Woche verkündete Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble in Berlin die Gewinner. Aus Rheinland-Pfalz wurden elf Projekte ausgewählt, darunter die Landauer Zooschule als einzige südpfälzische Einrichtung. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler wird sich an jedem Tag des kommenden Jahres je ein „Ausgewählter Ort 2006“ präsentieren. Die Zooschule wird sich mit einer besonderen Veranstaltung am 19. September 2006 der Öffentlichkeit vorstellen.
„Es ist für uns eine große Auszeichnung, dass wir uns gegen die große Zahl an Mitbewerbern durchsetzten konnten“, bekräftigt Dr. Gudrun Hollstein, Leiterin der Zooschule und Mitarbeiterin am Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter der Universität Koblenz-Landau. „Das zeigt uns, dass das Konzept der Zooschule auch bundesweit Anerkennung findet.“ Seit 1992 existiert die Zooschule, in der Lehramtsstudierende bereits während des Studiums praktische Erfahrung im Unterrichten sammeln können. Die Zooschule ist Kooperationseinrichtung vom Zoologischen Garten der Stadt Landau und der Universität. Mittlerweile besuchen rund 14.000 Kinder aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und dem Elsass jährlich die Zooschule.
An dem 19. September des kommenden Jahres wird die Zooschule mit zahlreichen Aktionen im Rahmen eines Tages der Offenen Tür für die interessierte Öffentlichkeit erlebbar werden. Darüber hinaus stellt die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ die Zooschule neben den anderen Gewinnern in dem „Land der Ideen-Reiseführer“ vor, der in Zusammenarbeit mit dem DuMont-Verlag entstanden ist. Der Reiseführer lädt zu einer Entdeckungsreise durch Deutschland ein und ist ab dem 1. Januar 2006 im Buchhandel erhältlich. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ wird ab Anfang des kommenden Jahres in jeder Ausgabe die Orte der Woche vorstellen.

Vogelpark Herborn, 08.12.05
Vogelpark im ersten Fernsehprogramm: Am Sonntag berichtet „Tier hoch vier“ über die Flamingos und Roten Sichler des Herborner Naturerlebniszentrums
Zwar ist der Vogelpark im Herborner Stadtteil Uckersdorf derzeit bis zum 12. März geschlossen. Dennoch haben die Freunde des beliebten Naturerlebniszentrums schon bald Gelegenheit, einigen seiner gefiederten Bewohner einen Besuch abzustatten. Und zwar im Fernsehen. Denn am Sonntag, den 11. Dezember um 10.30 Uhr ist es endlich so weit: Im Rahmen des ARD-Tiermagazins „Tier hoch vier“ wird die Folge „Rot, gelb, bunt - im Farbenrausch der Tierwelt“ ausgestrahlt. Die charmante Moderatorin Anja Backhaus stellt darin, unterstützt von Reporter Paul Simon Wagner, unter anderem die Kolonien der Rosa Flamingos und Roten Ibisse des Herborner Vogelparks vor. Die Dreharbeiten zu dieser Sendung erfolgten bereits im August. Vogelparkleiter Wolfgang Rades, der zuvor schon einige Male mit verschiedenen gefiederten Parkbewohnern und auch mit Lurchen im Fernsehstudio in Rommerskirchen bei Köln zu Gast war, ist voll des Lobes über die Professionalität, mit der das „Tier Hoch vier“-Team des WDR arbeitet. Wie der Biologe betont, hat für ihn beim Handling der Tiere die Tierschutz-gerechtigkeit die oberste Priorität. Rades: „Die Umsicht und Sensibilität, mit der die Fernsehleute unter der fachlichen Betreuung der Biologin Dr. Sabine Dahm vorgehen, ist vorbildlich und wesentliche Grundlage der schon fast eineinhalbjährigen Zusammenarbeit des Herborner Vogelparks mit „Tier hoch vier“.

Tierpark Arche Warder, 08.12.05
Weihnachtsmarkt im Tierpark Arche Warder am Sonntag den 18. 12.05 von 10.00 – 17.00
Rund um die lebendige Weihnachtskrippe im Tierpark Arche Warder bieten am 18 Dezember 15 Aussteller eine feine Auswahl an kunstwerklichen Produkten wie handgefärbte Seidenschals, geschmackvolle Keramik, freche Gürtel- und Umhängetaschen, witzige Tiere aus Filz, Schmuckwaren, duftende Bioseifen und vieles mehr an. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: vom köstlichen Bio-Käse bis hin zu selbstgemachten Pralinen und Weihnachtsgebäck. Eine gute Gelegenheit, um noch ein schönes und originelles Weihnachtsgeschenk zu ergattern. Zur Aufwärmung und Stärkung werden Punsch/Kinderpunsch und Grillwürste angeboten. Der Weihnachtsmarkt beginnt um 10.00 und endet um 17.00.

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald, 08.12.05
"Junger Bayerwald-Otter wechselt sein Revier"
Seit Juli 2002 bemühen sich verschiedene Organisationen mit vereinten Kräften, den Fischotter wieder in Hollands zahllose Kanäle, Wasserläufe und an seine Meeresküste zurückzuholen. Gut zwei Dutzend Europäische Otter wurden seither im Rahmen eines wohl vorbereiteten Wiederansiedlungsprogramms in die Freiheit entlassen. Der erste im Schaugehege des Nationalparks Bayerischer Wald im Mai 2004 geborene Jungotter (siehe Foto) wurde nun ausgewählt, um in Kürze sein Gehege bei Altschönau mit der freien Wildbahn in den Niederlanden zu vertauschen, nachdem er über ein Jahr mit seinen Schwimmkünsten zusammen mit den Eltern zahlreiche Besucher begeistert hatte. Bereits am kommenden Wochenende wird der inzwischen ausgewachsene, kräftige Jungotter zusammen mit weiteren Artgenossen aus dem Tierpark Görlitz die große Reise antreten, nicht ohne dass zuvor streng seine Herkunft und Tauglichkeit geprüft wurden. Nach einer ca. einwöchigen Quarantäne mit Gesundheitscheck wird er anschließend freigelassen und bald sein neues Revier erkunden. Der Nationalpark Bayerischer Wald unterstützt mit der Übersiedlung des Jungotters nach Holland die Rückkehr einer der am stärksten gefährdeten Säugetierarten Europas. Dieser seltene züchterische Erfolg ist das Resultat naturnaher und artgerechter Haltungsbedingungen und gleichzeitig ein Beleg für die hohe Qualität der tierpflegerischen Betreuung durch die Nationalparkverwaltung.

Zoo Frankfurt, 08.12.05
Sumatratiger sind zusammen
Die Sumatratiger MALEA und IBAN sind zusammen. Endlich, denn schließlich lebte MALEA bereits seit dem Frühjahr 2004 im Zoo Frankfurt. Am 25.4.2001 im Tierpark Berlin geboren verbrachte MALEA einen großen Teil ihrer Jugend gemeinsam mit ihrem Bruder im Zoo Wuppertal. Sie kannte also „Männer“ und dies war vielleicht auch der Grund, dass sie sofort nach ihrer Ankunft in Frankfurt freundlich und selbstbewusst den Kontakt mit Tigermann IBAN (am 8.6.2001 im Zoo Amnéville geboren) suchte. Allerdings durch ein Gitter getrennt. Denn nachdem IBAN die handaufgezogene Vorgängerin im September 2002 während des ersten Zusammenlassens bei einem Gerangel tödlich verletzte, war man vorsichtig. Die Marschroute war klar. Erst bei Rolligkeit (Paarungsbereitschaft) der Tigerin sollte IBAN direkten Zugang bekommen. Doch MALEA machte es den Zooleuten nicht leicht, die Rolligkeit zu erkennen. Auch die 2005 getätigten Hormonuntersuchungen erbrachten keinen Hinweis auf eine Paarungsbereitschaft. Mitte September wurde auf Verdacht die Besucherinformation mit „Löwen- und Tigergebrüll vom Band“ leise gestellt. Der Verdacht bestand, dass die territorialen Rufe MALEA und IBAN unter Stress setzten. Tatsächlich zeigte MALEA dann am 28. Oktober und 27. November eine leichte Rolligkeit. Nun wurden der leicht beruhigte IBAN und MALEA unter starken Sicherheitsvorkehrungen im kleinen Außengehege ab dem 28. November täglich für wenige Stunden zusammengelassen. Eine spannende Woche für alle Beteiligten, denn trotz freundlicher Begrüßungen, dem Prusten, kam es am ersten Tag zu einer kurzen Auseinandersetzung. Danach entspannte sich die Lage zusehends und so durften die beiden ab dem 2. Dezember gemeinsam auf die große Außenanlage, wo die Eingriffsmöglichkeiten für das Zoopersonal stark eingeschränkt sind. Spielerische Jagdszenen unterbrochen von längeren, entspannten Ruhepausen und ersten Paarungsversuchen zeigten den erleichterten Pflegern und Wissenschaftlern aber, dass MALEA und IBAN wohl bald auf dem Pfad der Arterhaltung wandeln werden. Das ist auch dringend notwendig. Das Europäische Erhaltungszucht-Programm (EEP) erfasst gerade mal 99 Individuen in 47 Zoos. Schlimm sieht es im Lebensraum aus. Abholzung und Wilderei haben den Tigerbestand auf Sumatra auf weniger als 300 Individuen absinken lassen. So kommt der Erhaltungszucht in den Zoos erhöhte Bedeutung zu.




WWF – 14. Dezember 2005
WWF: Lust auf Öko-Fisch /Umfrage - Europas Verbraucher und Händler bevorzugen Fisch ohne Umweltzerstörung
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02821/
Der Schutz der Umwelt spielt für 79 Prozent der Verbraucher und Händler eine wichtige Rolle beim Kauf von Meeresfrüchten. 86 Prozent der Konsumenten würden an der Ladentheke Fisch aus nachhaltigen Quellen bevorzugen, wenn dieser entsprechend gekennzeichnet wäre. Zwei von fünf Kunden wären bereit, mehr Geld für Öko-Fisch zu zahlen. Dies sind die Ergebnisse einer heute von Greenpeace und dem WWF veröffentlichten Befragung des Londoner Meinungsforschungsinstitutes RSM. Als erfreulich hoch bewerten Greenpeace und der WWF das Problembewusstsein der Befragten. 88 Prozent der Händler und 85 Prozent der Verbraucher zeigen sich besorgt über den Zustand der Meere. Über 70 Prozent der Händler und über die Hälfte der Konsumenten nennen Überfischung und Beifänge als Bedrohungen für die Ozeane. Allerdings mangelt es derzeit noch an der nötigen Aufklärung, damit das Wissen in Kaufentscheidungen umgemünzt werden kann. 95 Prozent der Verbraucher und 85 Prozent der Fischereiwirtschaft wünschen sich mehr Informationen über die Möglichkeiten, nachhaltigen Fisch zu kaufen. „Mit dem Ökosiegel MSC sind wir auf dem richtigen Weg“, freut sich WWF-Sprecherin Vesper. Immer mehr Supermärkte böten Fisch mit MSC-Siegel an. Dieses Angebot müsse ausgeweitet werden.

WWF - 12. Dezember 2005
Schwertwale sind die am stärksten mit Chemikalien belasteten Säugetiere der Arktis
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02815/
Norwegische Schwertwale sind mit gefährlichen Chemikalien wie PCB, Pestiziden und bromierten Flammschutzmitteln belastet. Die Schadstoffkonzentrationen übertreffen die Werte von Eisbären, die bislang als die am stärksten belasteten Säugetiere der Arktis galten. Dies geht aus Untersuchungen norwegischer Wissenschaftler hervor, die der WWF heute veröffentlichte. „Die alarmierenden Ergebnisse zeigen, wie schlecht es um den Lebensraum Meer steht. Die Schwertwale stehen am Ende der Nahrungskette. In ihnen spiegelt sich die bedenkliche Verbreitung von Industriechemikalien wider“, so WWF-Expertin Karoline Schacht.
 
BUND - 11. Dezember 2005
BUND appelliert an Tiefensee: Elbausbau Absage erteilen/ "Spiegel"-Bericht über Ausbaupläne der Bundesregierung
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=760661
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee in einem Brief aufgefordert, allen Plänen zum Ausbau der Elbe eine Absage zu erteilen. Die Koalitionsvereinbarung sehe zwar vor, die see- und landseitigen Anbindungen der deutschen Häfen zu verbessern.
 
Greenpeace e.V. - 09. Dezember 2005
WTO verhandelt Urwälder weg / Greenpeace veröffentlicht Studie im Vorfeld der WTO-Ministerkonferenz
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=760086
Der von der Welthandelsorganisation (WTO) geplante erleichterte Marktzugang für Industriegüter fördert die Zerstörung der Urwälder. Notwendige Urwaldschutzmaßnahmen wie Einfuhrverbote von Holz aus Urwaldzerstörung oder die Kennzeichnung von Öko-Holz widersprechen zudem laut WTO dem Freihandel.
 

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Natur- und Artenschutz

Spiegel Online 13. Dez 2005
Schimpansen-Schicksale: Insel der Verwaisten
Ngamba ist ein Waisenhaus mitten im Victoriasee: Hier haben Pasa, Okech und 37 weitere Schimpansen ein Zuhause gefunden. Zuvor hatten sie das Schicksal Tausender Artgenossen geteilt. Als Babys mussten sie mitansehen, wie Wilderer ihre Familie töteten, wurden dann, während das Fleisch von Mutter, Tanten und Onkel als besondere Delikatesse verkauft wurde, irgendwo auf einem Markt als Haustier angeboten. Neun von zehn solcher Waisen sterben noch in den ersten Wochen, Pasa & Co. hatten Glück im Unglück: Sie wurden von der Polizei konfisziert und nach Ngamba gebracht. Hier soll ihnen ein einigermaßen artgerechtes Leben ermöglicht werden.
Ngamba ist eine von 84 Inseln der Ssese-Gruppe und liegt 23 Kilometer vor der Küste Entebbes. Hier stehen den Schimpansen rund 40 Hektar tropischen Regenwalds zur Verfügung - eine Fläche etwa so groß wie der Vatikan. 1998 kamen die ersten Affen nach Ngamba, heute sind es insgesamt 39 Tiere. Da Schimpansen nicht schwimmen können, bietet der See eine perfekte, natürliche Einzäunung.

Verbände Forum  - 12. Dez 2005
Nationales Naturerbe in Händen der Länder gefährdet ...
125.000 Hektar Naturschutzfläche des Bundes sollen unentgeltlich in eine Bundesstiftung überführt oder an die Länder übertragen werden. So steht es im Koalitionsvertrag vom 11. November 2005. Damit soll das Nationale Naturerbe für künftige Generationen gesichert und vermutlich auch der Haushalt konsolidiert werden. Seitdem stehen die Telefone bei der IG Bauen-Agrar-Umwelt nicht mehr still. Über 200 Spezialisten bewirtschaften und pflegen die zum Teil erheblich mit Munition und Blindgängern verseuchten Flächen und kennen diese wie ihre Westentasche. „Eine unabdingbare Eigenschaft, um drohende Gefährdungen wenn nicht völlig auszuschließen, so doch zu minimieren“, sagt der für den Bundesforst zuständige Vorstand der IG BAU Hans-Joachim Wilms. Ständige Weiterbildung und Qualifikation habe diese exzellenten Fachleute im Natur- und Artenschutz geformt. Wilms fürchtet um die nachhaltige Sicherung der Arbeitsplätze, wenn die Flächen in die Hände der Länder übergehen. Daran hätten die Koalitionäre wohl nicht gedacht.

St. Galler Tagblatt - 13. Dez 2005
Viele Kormorane, wenig Felchen
Ermatingen. Heinz Hermann, Präsident des Fischereivereins Untersee, blickt auf ein durchschnittliches Fischerjahr zur&uum