 | | E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse http://www.zoo-ag.de  | Redaktionsteam: Dirk Petzold Dr. Martina Raffel Reinhard Hellwig Melanie Witte Dr. Silke Sorge Marco Smeets |  ISSN 1619-6643 | | Ausgabe 288 vom 20. Oktober 2005 | | Liebe Leser, so langsam entwickelt sich das Editorial zur Rubrik "was mich persönlich in der letzten Woche am meisten geärgert hat". Diese Woche gäbe es da genug, ich erspare Ihnen das aber. Die Geflügelpest (zwecks De-Eskalation sollte man vielleicht wieder diesen "klassischen" Begriff verwenden) beherrscht die Berichterstattung und treibt merkwürdige Blüten: - der Grüne Jürgen Trittin fordert genetisch veränderte Impfstoffe - der Präsident des Bauernverbandes unterstützt Öko-Bauern, indem er betont, die Label "Freilandhaltung" und "Ökohaltung" blieben auch während der verordneten Stallhaltung erhalten. - Reporter fordern lautstark Impfungen gegen ein Super-Virus, das es noch gar nicht gibt und dessen Entstehung bislang hypothetisch ist - die Bevölkerung, der jahrelang geraten wurde, sich gegen Grippe impfen zu lassen, wird aufgefordert, dies NICHT zu tun, um die Impfstoffvoräte nicht aufzubrauchen - die ersten Spam-Mails mit Angeboten für Atemschutzmasken tauchen auf... Lassen wir uns nicht kirre machen, und vor allem die drei Aspekte Gefährdung der Zootiere durch das Virus, durch behördliche Auflagen und Gefährdung der Menschen klar auseinander halten. Eine Zusammenstellung von Stellungnahmen von Naturschutzverbänden und verordneten Maßnahmen in den Zoos haben wir in einer eigenen Rubrik zusammengefaßt. Die zahlreichen Ausschnitte im Fernsehen haben mir jede Lust genommen, den neuen Pinguin-Kinofilm zu sehen (zumal der Regisseur zumindest von der Ausbildung her Biologe ist). Sprechende Tiere, theatralische Musik, Vermenschlichungen und unnötige Emotionalisierung brauche ich nicht. Den Kommentar dazu hat dankenswerterweise das Wissenschaftsmagazin nano in 3Sat übernommen. Die Website ist lesenswert: Luc Jacquets Quasi-Dokumentarfilm bedient sich mitunter plumper Erzähltricks Als würde er der Kraft seiner Hymne auf das Leben misstrauen, unterlegt Jacquet sein Werk mit kitschigen Stimmen von Mutter, Vater und Baby Pinguin, die eher stören als verstärken. Der neue Stil hat sich von den pädagogischen Lehrstücken der Vergangenheit weit entfernt. Statt dessen setzen die neuen Naturfilmer ganz auf Visualität, Emotion und Dramatik. Für tief gläubige Christen dürfte "Die Reise der Pinguine" der größte Filmgenuss sein (New York Times) . Die Tiere zeigten beispielhaft "Aufopferung, Zusammenarbeit und Zuneigung". Im stramm konservativen "National Review" pries der Kolumnist die Kaiserpinguine als Muster der Monogamie, religiöse Abtreibungsgegner sahen in ihnen eine Art Wappentier. Haben Sie Probleme damit, daß die Zoopresseschau von ihrem Mail-Provider als Spam eingestuft wird? Um unerwünschte Spam von ihren Kunden fern zu halten, blocken Provider oft Nachrichten, die nicht in den Adressbüchern ihrer Empfänger enthalten sind. Das umgehen Sie, indem Sie neben unserer Redaktions-Adresse auch zoopresseschau@domeus.de in Ihr Adressbuch bzw. Ihre SafeList eintragen. Mehr Infos und Anleitung für die häufigsten Provider finden Sie dazu hier. Dirk Petzold London, 11.10.05 Cyber-Karpfen erobern London Zu Londons zahlreichen Attraktionen ist eine weitere Sehenswürdigkeit hinzugekommen: Die weltweit ersten Roboterfische. Sie sehen aus wie ein bunter Karpfen, haben aber ein selbstständiges Sensor-Kontroll-System und schwimmen so schnell wie ein echter Thunfisch. Die drei bunt schillernden Roboterfische dienen der Faszination der Besucher des Londoner Aquaruims. "Die Leute sind verwirrt und denken, es seien lebendige Fische". Auch in den Schwimmbewegungen imitieren die 50 Zentimeter langen Roboter ihre Vorbilder in der Natur. >Nein, diesmal ist es keine Phantasiemeldung. Bilder und den ganzen Artikel gibt's bei Tagesschau.de hier: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4838660_TYP6_THE_NAV_REF_BAB,00.html (Lassen Sie Ihre Phantasie spielen und schicken Sie uns Kurzartikel z.B. von 2015 oder 2055 - welche Themen mögen dann wohl die Zoowelt bewegen? Einige wenige Zeilen genügen.) | Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | | | Zoos und Tierparks | Westfälische Nachrichten - 18. Okt. 2005 Der Zoo muss Federn lassen Münster. Der Zoo ist zurzeit ein bevorzugtes Ziel von Kommunalpolitikern sowie von Vertretern der Stadtverwaltung und des Zoo-Vereins. Sie alle treffen sich dort aber nicht, um gemütlich zwischen Gehegen zu schlendern, sondern brüten über der Finanzformel, nach der entschieden wird, wie viel Geld die Einrichtung aus dem Stadtsäckel erhält. Der Tiergarten-Direktor hatte erwogen, auf Protest und lautstarke Lobby-Arbeit zu setzen. Doch der Wahl-Westfale hält sich im Zaum. Er akzeptiere, dass auch seine Wirkungsstätte Federn lassen müsse. Wie weit der Aderlass gehen soll, ist noch längst nicht ausgemachte Sache. Der Zoo müsse Einsparmöglichkeiten nennen, um den Zuschussbedarf zu begrenzen. Die Attraktivität des Zugpferdes Zoo solle nicht leiden. Jörg Adler treibt indessen die Frage um, wie weit das Knausern gehen muss. Das Sparen hat eine Grenze. Eine Schmerzgrenze. Die sei erreicht, wenn es um die gut 80 fest angestellten Mitarbeiter und den Tierbestand gehe. Umweltjournal - 16. Okt. 2005 Skandal um Gorilla-Abschiebung: Frankfurter Zoofunktionär tritt zurück Der Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Gorillas der Direktor des Frankfurter Zoos, Dr. Christian Schmidt sieht sich gezwungen, sein Amt niederlegen. Nach Informationen von PRO WILDLIFE wurde die Kritik an seinen eigenmächtigen Entscheidungen u.a. durch einen aktuellen Deal mit dem Zoo Shanghai nun übermächtig. Die Artenschützer ließen den dubiosen Gorilla-Deal auf die Tagesordnung der Jahrestagung des Dachverbandes Europäischer Zoos setzen. Dort wurde Schmidt so stark kritisiert, dass er nun mit seinem Rücktritt einer Abwahl zuvorkommen will. PRO WILDLIFE fordert vom Dachverband der europäischen Zoos EAZA und dem hier angesiedelten EEP: Zoos haben eine besondere Verantwortung für bedrohte und streng geschützte Tiere. Eine Abgabe an einen anderen Tierpark darf deshalb nur unter strengsten Auflagen erfolgen, die dem Tier- und Artenschutz zweifelsfrei gerecht werden!" Saar-Echo - 17. Okt. 2005 Zoo: Es wird eng und einsam um Ceska Die Saarbrücker Stadtverwaltung arbeitet die Vorgänge im Zoo auf. Spekulationen und Verdächtigungen helfen uns aber nicht weiter, sagte Oberbürgermeisterin Charlotte Britz. Sie unterstrich, dass sie im Februar eine Sonderprüfung des Rechnungsprüfungsamtes angeordnet hatte. Nachdem die Fachleute mehrere Monate alle Unterlagen des Zoos genau unter die Lupe genommen haben, liegt nun ein erster interner Bericht vor. Dieser wird im Augenblick im Personal- und im Rechtsamt ausgewertet. Britz verwies darauf, dass parallel zur Aufarbeitung der Vergangenheit schon an einer neuen Struktur gearbeitet werde. Mit Rainer Christ sei ein neuer kaufmännischer Werkleiter einstimmig im Stadtrat berufen worden und die Verwaltung hat einen zusätzlichen Mitarbeiter im Zoo eingesetzt, der nur dem Beigeordneten Schwarz-Paqué zugeordnet ist. Wir wollen den Zoo als Aushängeschild für die Stadt erhalten und endlich aus den Schlagzeilen bringen, sagte die Oberbürgermeisterin, dazu klären wir, was früher war und sorgen dafür, dass in Zukunft alles transparent abgewickelt wird. Unterdessen werfen die Grünen im Saarbrücker Stadtrat dem Zoochef Vaclav Ceska vor, er habe den Stadtrat falsch informiert und erneuern die Rücktrittsforderungen. Die Grünen fordern nun eine lückenlose Aufklärung bezüglich der Vorgänge im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss als auch im Fall der Gorillafrau Quenta. Volksstimme - 14. Okt. 2005 Überraschende Entscheidung des Zoochefs Eine Betriebsausschusssitzung des Magdeburger Zoos brachte gestern die letzte Entscheidung: Das Affenhaus wird heute wiedereröffnet. Wir mussten eine Reihe von Genehmigungen und Zusagen einholen, sagt Zoo-Chef Kai Perret. Die Luftverbesserung im Affenhaus sei damit zu erklären, dass man das belastete Material kurz nach der Sperrung ausgetauscht habe. Seitdem sei es mit der Luftqualität bergauf gegangen. Sie habe jetzt einen Punkt erreicht, der diese Zwischenlösung möglich mache. Das sei auch im Sinne der beiden Schimpansen Nana und Wubbo. Sie benötigen den Besucherstrom unbedingt als Abwechslung. Die Wiedereröffnung des Affenhauses bedeutet keineswegs die Lösung des Grundproblems. Nach wie vor muss das Haus grundsaniert werden. Doch wann das passiert, steht noch in den Sternen. Schuld daran ist zum einen die klamme Haushaltskasse der Stadt. Zum anderen steht der Zoo noch in mindestens zwei ungeklärten Verfahren vor Gericht. Volksstimme - 16. Okt. 2005 Nach über zweijähriger Isolation bekamen Wubbo und Nana am Wochenende endlich wieder Besuch Wubbo benimmt sich affig. Er begrüßt mit affenstarken Schlägen gegen das Panzerglas die Besucher, als sie sich am Sonnabend nach mehr als zweijähriger Abwesenheit endlich wieder blicken lassen. Wubbo und Nana die beiden letzten Mieter des Menschenaffenhauses im Zoo bekommen gerne Besuch und haben unter der baurechtlich begründeten Isolierung gelitten. Umso größer die Freude am Wochenende. Ausgelassene Affenstimmung. Das Haus ist fortan täglich wieder offen. Dass das nicht gefeiert wurde, hat seinen schlechten Grund. Hinter der frohen Kunde vom wiedereröffneten Affenhaus liegt die unfrohe davon, dass der Zoo die Hoffnung auf baldige Klärung und Baustart ad acta gelegt hat und sich vorerst mit der Notlösung behilft: Öffnen, so lange es eben wieder geht. Im Hintergrund schmiedet der Zoo an einem GmbH-Konzept, das stimmt der Stadtrat zu Investitionen ermöglichen soll. Geht die Rechnung (und gehen die Klagen vor Gericht) für die Stadt auf, soll das Affenhaus nicht nur saniert, sondern sogar um zwei Außengehege erweitert werden. Wubbo und Nana bekämen dann noch einen Artgenossen dazu, einen Schimpansen. Und drei Gorillas, wünscht sich Zoochef Perret für seine Affenhaus-Kommune. Volksstimme - 17. Okt. 2005 Dickhäuterhaus: Grundsatzentscheidung notwendig Der Magdeburger Zoo braucht ein neues Dickhäuterhaus. Das ist seit geraumer Zeit nichts Neues. Langsam muss aber eine grundsätzliche Entscheidung getroffen werden. Dickhäuterhaus oder nicht, vor der Frage steht man jetzt im Zoo und, weil der Tiergarten ein städtischer ist, auch im Stadtrat. Möglichst noch in diesem Jahr, so Zoo-Direktor Dr. Kai Perret, sollte eine Entscheidung getroffen werden, ob es zukünftig Elefanten und Nashörner im Magdeburger Zoo zu sehen geben soll. Darüber wurde am Freitag im Betriebsausschuss des Zoos diskutiert, und Perret habe dort, wie er sagt, auf jeden Fall eine allgemeine Stimmung pro Dickhäuter wahrgenommen. Rund 10 Millionen Euro werden für eine neue Anlage benötigt, wenn sie den gesetzlichen Bestimmungen zum einen und den tiergärtnerischen Anforderungen zum anderen gerecht werden soll. Wie das ganz konkret aussehen soll, das könne geplant werden, wenn ein grundsätzliches Votum des Stadtrats gefallen sei, so Perret. Kölner Stadt-Anzeiger - 18. Okt. 2005 440 000 Besucher in der Zoom-Erlebniswelt nach 111 Tagen Die Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen hat in den ersten 111 Tagen nach Eröffnung des neuen Alaska-Bereichs mehr als 440 000 Besucher gezählt. Der Andrang übertreffe alle Erwartungen, berichtete der Zoo am Dienstag. Als neueste Attraktion gilt ein mächtiger männlicher Kodiakbär, der sich seit wenigen Tagen zu den zwei Weibchen gesellt. Wenn bis 2007 im größten deutschen Zoo-Ausbauprojekt auch die Afrika- und Asien-Erlebniswelten stehen, werden jährlich mehr als eine Million Besucher erwartet. Die Welt - 17. Okt. 2005 Tasmanischer Teufel "Ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen" - vielleicht hat sich die dänische Kronprinzessin Mary an die Worte des trojanischen Priesters Laocoon erinnert, als ihr Paul Lennon, der Ministerpräsident von Tasmanien, das Geschenk anzeigte, das sein glückliches Land zur Geburt des dänischen Kronprinzen auf den Weg bringen will. Zwei Tasmanische Teufel sollen den Weg buchstäblich um die halbe Welt antreten, um ein bißchen Leben in das Kinderzimmer im Kopenhagener Schloß zu bringen. Dänemarks Prinzessin Mary ist also wirklich gut beraten, die putzigen Teufel ihres Sohnes umgehend im Kopenhagener Zoo abzuliefern. Berliner Morgenpost - 17. Okt. 2005 Tasmanische Teufel für den dänischen Prinzen Anläßlich der Geburt des ersten Sohnes der dänischen Kronprinzessin Mary will deren australischer Heimatstaat Tasmanien zwei Tasmanische Teufel nach Kopenhagen schicken. "Wir wollen dem dänischen Volk etwas einzigartig Tasmanisches schenken, um die königliche Geburt zu feiern", kündigte der Ministerpräsident von Tasmanien, Paul Lennon, an. Die Tiere sollten dem Kopenhagener Zoo übergeben werden. ORF Niederösterreich - 13. Okt. 2005 Safaripark-Areal soll neu genutzt werden Mehr als ein Jahr nach dem Aus für den Safaripark Gänserndorf gibt es jetzt wieder einen Anlauf, das Areal zu nutzen. Dem Gänserndorfer Bürgermeister schwebt ein Streichelzoo mit Gänsen und Ziegen vor - inklusive Vermarktung von Fleisch und Federn. Ein ausgearbeitetes Konzept liegt derzeit noch nicht vor. Für Bürgermeister Karl steht jedoch fest, dass er keine exotischen Tiere mehr in Gänserndorf will. Am Gelände des ehemaligen Safariparks sind noch etwa 100 Affen und 14 Löwen untergebracht. WirtschaftsBlatt - 17. Okt. 2005 Herberstein sahnte in den vergangenen fünf Jahren 73 Mio. Euro an ... Die Förderungen, die der Tier- und Naturpark Herberstein von Bundesseite bekommen hat, sind nun zur Gänze offen gelegt. Wie aus parlamentarischen Anfragebeantwortungen hervorgeht, gab es Zuwendungen von Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Bildungsministerium sowie vom Bundeskanzleramt im Umfang von fast zwei Mio. Euro. Gemeinsam mit den Landesmitteln von 5,3 Mio. Euro ergibt sich eine Fördersumme von etwa 7,3 Mio. Euro in fünf Jahren. Krone.at - 14. Okt. 2005 Teenager verfüttern Zoo- Kaninchen an Alligator In einem Zoo in Wales haben Teenager ein süßes Kaninchen von der Streichelwiese entführt und das arme lebende Tier an einen Alligator verfüttert. Wie der Daily Mirror weiter mitteilt, habe der vier Meter lange Mississippi-Alligator Albert den kuscheligen Happen aus dem Streichelzoo des Welsh Mountain Zoo in Colwyn Bay vorgesetzt bekommen. Einer der Burschen konnte geschnappt werden, die beiden anderen flüchteten. Jetzt sucht die Polizei nach den Tierquälern. Der Zoo-Direktor war ebenfalls betroffen von dem Vorfall: In der gesamten 43-jährigen Geschichte ist so etwas Brutales und Gefühlloses noch nie vorgekommen. Geflügelpest Auch zu diesem Thema bietet nano auf 3Sat.de aktuell hervorragende News und Hintergrundartikel. http://www.3sat.de/nano/astuecke/62057/index.html Darunter ein Interview mit dem Mikrobiologen Prof. Sucharit Bhakdi vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene in Mainz. Sein Resümee: Das Entstehen eines "Supervirus" ist zwar nicht unmöglich, aber ausgesucht unwahrscheinlich. 13.10.2005 - NABU NABU warnt wegen Vogelgrippe vor Panikmache Angesichts der Diskussion um Vogelgrippe-Vorsorgemaßnahmen von Bund und Ländern hat der Naturschutzbund NABU erneut vor Panikmache gegenüber der Freilandhaltung von Geflügel sowie vor überzogenen Maßnahmen im Rahmen eines Zugvogel-Monitorings gewarnt. Avian Influenza: BirdLife Position Statement http://www.birdlife.org/action/science/species/avian_flu/index.html Berliner Zeitung - 13. Okt. 2005 Angst vor der Vogelgrippe: Tiergärten in Alarmbereitschaft Berlin und Brandenburg bereiten sich auf einen möglichen Ausbruch der Vogelgrippe vor. Mitarbeiter der Senatsgesundheitsverwaltung orderten Impfstoffe im Wert von 2,2 Millionen Euro. In Brandenburg werden jetzt von Biologen Wildvögel wie Gänse, Enten, Amseln, Rotkehlchen und Stare eingefangen, um sie zu untersuchen. "Das geschieht vorsorglich auf den Rastplätzen der Vögel", sagt Regina Kneiding, Sprecherin der Senatsgesundheitsverwaltung. Den Tieren wird Blut abgenommen, das auf einen möglichen Erreger hin überprüft wird. Außerdem seien Zoo und Tierpark angewiesen worden, tote Wasservögel vom ILAT untersuchen zu lassen, sagt der Vize-Direktor des Tierparks, Claus Pohle. Der Berliner Notfallplan sieht vor, dass bei einem positiven Befund sämtliche 5 700 Vögel aus den Volieren und Freigehegen in Zoo und Tierpark geholt und in Gebäuden untergebracht werden müssen. Märkische Allgemeine - 14. Okt. 2005 Zur Sicherheit ins Winterquartier Da hilft auch das spätsommerliche Wetter nichts: Im Tierpark Cottbus hat die Unterbringung tropischer Vögel in die Winterquartiere begonnen. Vorzeitig kommen jetzt Jendayasittiche, Aras, Kakadus und Co. aus den Freilandgehegen in die geschützten Volieren. Eigentlich sollte mit dem Saisonumzug bis zum ersten Frost gewartet werden. Wegen der Vogelgrippe wird damit nun früher begonnen. Dennoch warnt Tierpardirektor Jens Kämmerling vor "unangebrachter Aufregung". Im Berliner Zoo bleibt man angesichts drohender Gefahren, die durch Wildvögel eingeschleppt werden könnten, gelassen. Allerdings hat die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung eine erste Vorbeugemaßnahme angeordnet. In Geflügelhaltungen mit mehr als 100 Tieren müssen Blutproben zur Grippeuntersuchung genommen werden. Das betrifft neben drei Bauernhöfen in Spandau auch den Tierpark und den Zoo. In Brandenburg gilt das morgen beginnende so genannte Monitoring in Geflügelbetrieben mit mehr als 100 Tieren hingegen nicht für Tierparks. Dort sei die Gefahr geringer, weil die Vögel in Käfigen untergebracht seien und laufend von Veterinärmedizinern beobachtet würden. Das Freilandverbot ist Teil der vom nationalen Krisenstab am Mittwoch beschlossenen Eilverordnung, die innerhalb eines Tages umgesetzt werden kann. Auslöser wäre das Auftreten der Vogelgrippe in Deutschland oder einem direkten Nachbarland. Das bundeseigene Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit auf der Insel Riems hält ein nationales Freilaufverbot für Geflügel bislang für nicht erforderlich. Die Gefahr einer Einschleppung über illegale Tiertransporte sei hingegen hoch. Freie Presse - 14. Okt. 2005 Gefiedert und gefährdet Nach dem ersten Auftauchen des ansteckenden Vogelgrippe-Virus bei Tieren in Europa hat das sächsische Gesundheitsministerium die Gefährdung für Sachsens Bevölkerung als gering eingestuft. Der legale Handel mit Geflügel, Vögeln und deren Erzeugnissen aus den betroffenen Ländern Türkei und Rumänien sei durch die Europäische Union (EU) verboten worden. Gefahr bestehe allerdings bei illegalen Importen. Ab kommender Woche sollen in Sachsen Geflügelbestände mit mehr als 100 Tieren in Freilandhaltung auf das Virus getestet werden. Unterdessen schätzen die sächsischen Zoos die Gefahr für ihre Tiere als gering ein. Erst wenn die Situation akut werde, würden die kostbarsten Tiere sicher untergebracht, sagte Kathleen Raschke vom Leipziger Zoo. Die Gefahr einer Infizierung durch Zugvögel werde als gering eingeschätzt, weil die Schwärme an Sachsen vorbei zögen. Denkbar sei allerdings, dass verirrte Einzeltiere wie Wildenten den Erreger einschleppten. B.Z. - 14. Okt. 2005 So kämpft Berlin gegen die Vogelgrippe Berlin wappnet sich gegen die Vogelgrippe. Ab Montag stehen deshalb rund 7000 Vögel aus Zoo, Tierpark und Geflügelfarmen unter strenger Beobachtung. Amtstierärzte nehmen auf Weisung der Gesundheitsverwaltung regelmäßig Blut ab bei den Tieren. Das Institut für Tierseuchen (ILAT) untersucht die Proben auf den tödlichen Vogelgrippe-Erreger H5N1. "Die Bluttests finden stichprobenartig statt", sagt Zoo-Tierarzt Dr. Andreas Ochs. Betroffen sind Hühner, Gänse, Wasservögel. Greifvögel und Pelikane sind zunächst ausgenommen. Probleme würde dem Zoo die Unterbringung aller Vögel in geschlossenen Gehegen bereiten: "Wir wissen gar nicht, wo wir sie alle unterbringen sollen", so Ochs. taz Nord 17.10.2005 Alles im Griff "Hannover", sagt die Sprecherin des Erlebnis-Zoos vor Ort, "ist nicht gerade eine der Durchflugstrecken für die Zugvögel" - trotzdem "sind wir bestens vorbereitet". Die 105 Flamingos zum Beispiel "würden in den Stall kommen. Das dauert fünfzehn Minuten". Gleiches gilt für die Hühner auf dem Zoobauernhof. Die 50-100 Enten, die auf dem zooeigenen Fluss paddeln, müsste man allerdings nach und nach an der Futterstelle einfangen: "Das dauert einen ganzen Tag." Die Vogelgrippe im Zoo Hannover: eine Frage der Geschwindigkeit. Zudem gibt es mit Seuchen eine gewisse Erfahrung - zuletzt beschäftigte den Zoo Hannover die Maul- und Klauenseuche. "Damals baten wir die Besucher, nichts rüberzureichen zu den Tieren." Oberberg Aktuell - 14. Okt. 2005 Vogelgrippe: Keine Gefahr für Eckenhagener Park Reichshof-Eckenhagen. Parkchef Dr. Werner Schmidt geht nicht davon aus, dass durch das jetzt auch in Europa aufgetauchte Virus Gefahr für den Affen- und Vogelpark besteht. Für den seit 1981 bestehenden Park mit seinen ungefähr 180 Vogelarten wäre es laut Schmidt eine mittlere Katastrophe, sollte sich die nun auch in der Türkei und Rumänien ausgebrochene Krankheit bis nach Mitteleuropa ausbreiten und somit auch den Eckenhagener Zoo bedrohen. Das einzige Gegenmittel sei dann, die Tiere in die Ställe zu sperren, um den Kontakt zu anderen Vögeln zu unterbinden. Ich wüsste nicht, wie ein Vogel von der Türkei ins Oberbergische kommen soll. Die Saison der Zugvögel ist fast vorbei und deren Zugrichtung zudem genau umgekehrt. Die größte Gefahr lauert bei illegalen Tier- und Lebensmittelimporte, die Einfuhr von Geflügel aus der Türkei und Rumänien hat die EU mittlerweile gestoppt. Märkische Oderzeitung - 17. Okt. 2005 Keine Angst vor Vogelgrippe Die Vogelgrippe ist in Europa angekommen. Landwirtschaftsexperten machen sich Sorgen, wie das Geflügel am besten geschützt werden kann. Vögel gibt es aber auch in den Zoos. Die MOZ fragte in den Tiergärten der Region nach, ob man sich dort schon Gedanken über die Bedrohung durch den Virus gemacht hat. MVregio - 17. Okt. 2005 Schweriner Zoo beim Schutz gegen Vogelgrippe nahezu machtlos Der Schweriner Zoo sieht im Kampf gegen die Vogelgrippe kaum Möglichkeiten vorbeugender Schutzmaßnahmen. "Vorauseilend kann man gar nichts machen", sagte am Dienstag der stellvertretende Direktor Wolfgang Zessin in der Landeshauptstadt. Zwar seien Hühner in Volieren untergebracht worden. Dies betreffe jedoch nur wenige Tiere. Für viele Arten gebe es jedoch keine Innenunterkünfte. Nur wenn es dringlich werde, würden Pelikane, Flamingos und Marabus eingesperrt. Sollte die Vogelgrippe jedoch in dem Gehege auftreten, müsste im äußersten Fall bei offizieller Anordnung der gesamte Bestand an Gänsen, Enten und Kormoranen, für die es keine Volieren gebe, getötet werden. Die Gefahr der Infektion besteht laut Zessin hauptsächlich durch Wildvögel, die die Wasservogelanlage des Zoos regelmäßig anfliegen. Um die Gefahr einzudämmen, verzichtet der Zoo derzeit auf jeglichen Import von Geflügel aus Risikoländern. Zudem werden bis auf weiteres keine verletzten Tiere aus freier Wildbahn zur Behandlung angenommen. Norddeutsche Neueste Nachrichten - 18. Okt. 2005 Zoo auf Schutz der Vögel vorbereitet Mit einiger Sorge betrachten auch die Verantwortlichen im Rostocker Zoo die Ankunft der Vogelgrippe in Europa. Erste Schutzmaßnahmen betreffen zunächst einmal die Fütterung. So dürfen die Besucher derzeit aus Sicherheitsgründen den Enten in den Freiteichen keine "Leckerlis" reichen. Zudem werden alle freilebenden Vögel vorerst nur noch unter Überdachungen gefüttert. Dadurch soll deren Nahrung vor Verunreinigung durch einfliegende Wildvögel geschützt werden. Im Ernstfall müssen alle freilebenden Vögel in feste Behausungen umziehen. "Wir werden diese Maßnahmen erst ergreifen, wenn es auch wirklich sinnvoll ist", sagt Karin Linke. Schließlich bedeute das Einfangen für die freilebenden Vögel einen enormen Stress, der im Rostocker Zoo möglichst vermieden werden soll und hoffentlich vermieden werden kann. Planung und Bau Der Standard - 17. Okt. 2005 Insektarium voller "Schrecken" Das "große Krabbeln" hat im Wiener Tiergarten Schönbrunn am Dienstagvormittag Einzug gehalten. Direktor Helmut Pechlaner eröffnete das "Haus der Schrecken", ein Insektarium mit 14 Terrarien, das hauptsächlich Heuschrecken beherbergt und "informieren, so wie Begeisterung für die Tiere wecken" soll. Ein Jahr lang wurde an diesem Projekt gearbeitet. Vor sechs Monaten begannen der Umbau und die Sanierung der ehemaligen Pelikan-Zuflucht, dem Burgenlandhaus. In weniger als zwei Monaten wurden die Terrarien auf 120 Quadratmetern errichtet und die Insekten konnten einziehen. Finanziert wurde das "Haus der Schrecken" von einem in den USA lebenden Auslandsösterreicher. Der 84-jährige Anton Schindler hat in Andenken an seine verstorbene Frau Valerie H. Schindler, die eine große Natur- und Tierfreundin war, die gesamten Kosten von 200.000 Euro übernommen. Mitteldeutsche Zeitung - 16. Okt. 2005 Krokodilhaus lockt neugierige Hallenser Seit Samstag ist das nagelneue Krokodilhaus im halleschen Zoo für die Besucher geöffnet. Fünf Nilkrokodile, jedes passable 1,80 Meter lang, und drei kleinere Mississippi-Alligatoren genießen es, bestaunt zu werden. Kroko zum Anfassen, das ist in dem neuen Haus auch möglich. Ein dem Original in Größe und Aussehen nachgebautes Krokodil kann man auf der Brücke nicht nur bewundern, sondern auch mal berühren. Runde 1,8 Millionen Euro hat das Haus gekostet. Und nur wenige Meter entfernt wächst eine neue Attraktion unaufhaltsam: das Elefantenhaus. Im Juni 2006 sollen hier fünf Dickhäuter einziehen. Und das Bauen ist auch dann noch nicht zu Ende. Bereits begonnen wurde die Neugestaltung des alten Eingangsbereiches Reilstraße, der geschlossen ist. Hier entsteht eine Tiefgarage, die noch eins draufgesattelt bekommt - in Form eines Tiergeheges. Der jetzige Eingang zum Zoo befindet sich neben dem neuen Busparkplatz an der Reilstraße. Anzeiger Sternberg-Brüel-Warin - 19. Okt. 2005 Zoo plant neue Nashorn-Anlage Im Schweriner Zoo haben die Vorbereitungen für das 50-jährige Jubiläum im kommenden Jahr begonnen. Viele Veranstaltungen stehen bereits auf dem Terminplan für das "Happy Birthday"-Jubiläumsjahr von der Arche-Woche unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Norbert Claussen im April bis zur Dunkel-Munkel-Party im Oktober. Im Mai soll wieder ein Pinguinfest stattfinden, und im Juni gibt es einen Klassikabend im Zoo. Der Termin für das traditionelle SVZ-Sommerfest steht auch schon fest: Es soll am 23. Juli gefeiert werden. Neben der Neugestaltung der Anlage für die Mähnenspringer, dem Umbau der alten Fischotter-Anlage zum vergrößerten Pinguin-Gehege und dem Bau einer Waldschule will der Zoo im kommenden Jahr noch mit einem besonders ambitionierten Projekt beginnen: dem Umbau und der Erweiterung der Nashorn-Anlage. "Diese Maßnahme ist erforderlich, wenn wir künftig Nashörner aus dem Europäischen Erhaltungszucht-Programm bekommen wollen", sagt Vize-Zoodirektor Dr. Wolfgang Zessin. Spätestens 2009 werde es im Zoo dann vermutlich fünf Nashörner geben. Rund 600000 Euro seien dafür veranschlagt, erklärt Erika Hellmich: "Wir setzen bei dem Projekt auf Fördermittel, aber auch auf Sponsoren." Uetersener Nachrichten - 19. Okt. 2005 Schweriner Tierpark plant Erweiterung der Nashornanlage Der Schweriner Zoo plant eine Erweiterung seiner Nashornanlage. Dafür sollen 600 000 Euro investiert werden. Der Zoo, der 2006 sein 50-jähriges Bestehen feiert, wird voraussichtlich in diesem Jahr mit 220 000 Besuchern etwa 15 000 mehr als 2004 verzeichnen können. Einer der Gründe dafür sei die zunehmende Besucherstrom aus dem Nachbarland Schleswig-Holstein. MVregio - 19. Okt. 2005 Savannenlandschaft im Elefanten-Haus - Renovierungsarbeiten nach ... Rostock. Ende April begannen die Renovierungsarbeiten am Elefanten-Haus mit der Dachdämmung. Weitere Arbeiten zur Luftfeuchtigkeitsreduzierung und Wärmerückgewinnung wurden vorgenommen, so unter anderem die Lüftungsanlage erneuert, der Windfang instandgesetzt und gestrichen. Die künstlerische Gestaltung übernahm die Rostocker Malerin Ina Wilken. Sie verwandelte den Besucherbereich in eine Savannenlandschaft, Lebensraum der beiden Afrikanischen Elefanten Sara und Dzomba. Umgezogen in die neugestaltete ehemalige Schildkröten-Vitrine sind Kurzohrrüsselspringer. Im Elefantenhaus erwarten die Besucher außerdem interaktive Stationen, an denen zu erfahren ist, wie oft Elefanten die Zähne wechseln oder wozu der Rüssel benutzt wird. mdr.de - 18. Okt. 2005 Willkommen Dibaya! Der Leipziger Zoo ist wieder um eine Attraktion reicher: Ein Okapibulle ist seit letzter Woche der neueste Bewohner und seit Dienstag sogar in seinem eigenen Gehege. Schon lange bemühte sich der Leipziger Zoo um diese imposanten und hochsensiblen Tiere und setzte den Okapi auf die "Bestellliste". Nun ergab sich die Gelegenheit, da der Zoo Lissabon von der Warteliste zurücktrat. Leipzig rückte in der Warteschlange nach vorn und musste nun mit einem Konzept die Koordinatoren des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) überzeugen, dass der Zoo dem Okapi die erforderlichen Haltungsbedingungen gewähren kann. Ende Mai begannen die Bauarbeiten zwischen dem Pongoland und dem hinteren Teil der Afrikaanlage - Ende Juli konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Kosten für die Okapi-Anlage belaufen sich auf 300.000 Euro. 100.000 davon bezalhte der Zoo, 200.000 der Freundes- und Förderkreis. mephisto 97.6 - 18. Okt. 2005 Neues Zuhause für Okapis Am Nachmittag eröffnet im Zoo eine neue Anlage für Okapis. Wie der Zoo mitteilte, können dort bis zu sechs Okapis untergebracht werden. Der Okapibulle Dibaya wird zunächst allein in das neue Gehege einziehen. Er ist am vergangenen Donnerstag aus dem Wuppertaler Zoo nach Leipzig gekommen. Leipziger Volkszeitung - 19. Okt. 2005 Glänzendes Fell und freundlicher Blick Ist der Hals auch etwas kurz: Dibaya ist keine Giraffe zweiter Wahl. Samtig glänzendes Fell, zebraähnliche Zeichnung der hinteren Gliedmaßen und ein freundlicher Blick - so umschrieb Jörg Junhold gestern den jüngsten Neuzugang im Zoo. "Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, es gehört nicht zu den Bestrebungen eines Direktors, Okapis zu präsentieren." Nun ist eines der europaweit 55 Tiere in Leipzig zu sehen. Der Zoo reiht sich in das gute Dutzend jener Einrichtungen ein, die die aus dem Kongobecken stammenden Waldgiraffen halten. Main-Rheiner - 12. Okt. 2005 Luchse brauchen mehr Auslauf und Ruhe Wer in Mainz seltene heimische Tierarten unter freiem Himmel erleben will, für den ist der Wildpark in Gonsenheim die richtige Adresse. Bei freiem Eintritt ist er ein beliebtes Reiseziel. Nicht so für Ute Blankenheim. Den Grund erklärt Blankenheim der AZ bei einem Ortstermin: "Es geht mir um die Luchse", sorgt sich die 41-Jährige: Der 112 Quadratmeter große Käfig sei einfach zu klein. "Der Tiergarten ist in der Tat nicht optimal", gibt Norbert Rudloff zu. Aber: "Er ist alt und genießt daher Bestandsschutz", sagt der leitende Geschäftsführer des Wildparks und Abteilungsleiter im Grünamt auf Anfrage, "rein rechtlich sind wir da im Reinen." Im Interview mit dieser Zeitung im Dezember ging Wolfgang Reichel (CDU) noch einen Schritt weiter: "Die zwei Luchse sind zwar auch jetzt artgerecht untergebracht", sagte damals der Grün- und Umweltdezernent, räumte aber zugleich ein: "Ich wünsche mir mehr Platz und Rückzugsmöglichkeiten für die beiden." Längerfristiges Ziel sei daher ein neues größeres Luchsgehege, das seit etwa zwei Jahren auf einem weiteren Gelände nahe dem Rotwild-Gehege geplant ist. Hierfür benötigte Gelder (nach AZ-Informationen 80000 bis 200000 Euro allein für die reinen Baukosten ohne Grundstück) fehlen. Ob und wann das Luchsareal gebaut werden kann, ist angesichts dessen, dass der Tierpark 2003 fast vor dem finanziellen "Aus" stand, reine Zukunftsmusik. Denn das Areal fällt nach wie vor unter die so genannten "freiwilligen Leistungen", die von der Aufsicht- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier jederzeit aus dem Etat gestrichen werden können. Sächsische Zeitung, 15. Oktober 2005 Im Elefantenhaus wird vorgebaut Die Vorbereitungen auf das freudige Ereignis im Elefantenhaus nehmen Form und Gestalt an. Zwei Meter hohe Stahlschäfte ragen auf stabile Pfeiler der künftigen Abgrenzung. Eine Vorsichtsmaßnahme. Das Separee für Drumbo, die werdende Mutter, und ihren im Februar oder März 2006 zur Welt kommenden Sprössling muss sein, erläutert Wolfgang Ludwig, Zoologischer Leiter: Eine feste Bindung von Mutter und Kind kann sich nur abgeschieden von den anderen Mitgliedern der Gruppe entwickeln. In freier Wildbahn haben Mütter für gewöhnlich Verwandte, die sich mit für die Erziehung des Kleinen zuständig fühlen. Das ist bei einer bunt zusammengewürfelten Zooformation anders. Da gibt es keine verwandtschaftlichen Bande. Die Folgen Eifersüchteleien wären möglich, weil sich unsere übrigen Dickhäuter vernachlässigt fühlen. Denkbar wäre aber auch, dass sie über ihren Nachwuchs so begeistert sind, dass sie die Mutter verdrängen würden. Niemand kann im Moment sagen, ob es zu solchen Situationen kommt. Auch im Bereich der Außenanlage wird eine Sonderbox eingerichtet. Drumbo selbst scheint sich gut zu fühlen, neigt neuerdings aber etwas zu Trägheit. Um die 15-jährige Elefantenkuh in Form zu halten, unternimmt sie mit Tierpflegern zusätzliche Spaziergänge. Die augenblicklichen Arbeiten im Haus nehmen Drumbo, Schöpfi, Mogli und Sabu eher gelassen zur Kenntnis. Nur ab und zu signalisieren sie mit Trompetenstößen Aufgeregtheit und Unwillen. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende des Jahres vorgesehen. Hamburger Abendblatt - 19. Okt. 2005 Orang-Utan-Haus unter den Bauwerken des Jahres Zum 25. Mal verleiht der Architekten- und Ingenieurverein Hamburg die begehrte Auszeichnung "Bauwerk des Jahres". Das Besondere: Die Preisträger sind immer gleichrangig Bauherren, Architekten und Ingenieure. Unter den 60 Bewerbern, die von den Baudezernenten der sieben Bezirke vorgeschlagen wurden, zeichnete die Jury auch das Orang-Utan-Haus im Tierpark Hagenbeck aus, wegen der "Harmonie zwischen Natur, zeitgemäßer Architektur und Ingenieurtechnik. Immobilienzeitung 12. Oktober 2005 Zaha Hadid erhält Architekturpreis der Stadt Leipzig Leipzig. Ein Preis ging an das Parkhaus Zoo (HPP International Planungsgesellschaft mbH, Leipzig). General-Anzeiger (Bonn) - 19. Okt. 2005 Atlantis taucht aus der Versenkung auf Das Sea Life Center in Königswinter wird sagenhaft. Im wörtlichen Sinne. Auch wenn das Aquarium erst Anfang Dezember seine Tore öffnet, lässt sich soviel jetzt schon sagen. Den Besucher erwartet dort ein Rundgang durch die Nibelungensage, die mystischen Welten von Atlantis, Kapitän Nemo und dem Fliegenden Holländer. Zurzeit sind die 16 Mitarbeiter der Berliner Agentur Niessler fieberhaft damit beschäftigt, den spannenden Weg zu gestalten. Besondere Bedeutung kommt dabei der ersten Station zu, einem abgedunkelten Raum, in dem eine Stimme aus dem Off dem Besucher erzählen wird, was ihn in der nächsten Stunde erwartet. Von diesem Raum gelangt der Besucher durch ein plötzlich sich öffnendes Bücherregal in einen verzauberten Nebelwald, der das heimische Siebengebirge mystifiziert darstellen soll. Immer tiefer dringt der Besucher anschließend in die Wasserwelt ein. Um im nächsten Augenblick in die wunderbare Welt von Atlantis, die in Königswinter noch einmal aus der Versenkung auftaucht, zu gelangen. Anders als Atlantis überlebt der Besucher, auf den als nächstes die Welt von Kapitän Nemo wartet. In dem acht Meter tiefen Ozeanbecken hat die Nautilus bereits ihren endgültigen Platz gefunden, während das Wasser und die Fische noch bis November auf sich warten lassen. Bereits jetzt lässt sich erahnen, dass der Blick durch das riesige Bullauge oder von dem noch eindrucksvolleren zehn Meter langen gläsernen Panoramatunnel aus einmal die Höhepunkte des Besuchs werden dürften. Demnächst werden hier die bis zu 1,80 m großen Glatthaie, Rochen und andere Meeresbewohner einziehen. Der Sagenweg ist damit aber immer noch nicht zu Ende. Er führt weiter zum Schiff des Fliegenden Holländers, von wo aus sich der Blick auf das Ozeanbecken herab bietet. Den Schlusspunkt setzt Greenpeace mit einer wechselnden Ausstellung. Das Anliegen der Umweltorganisation: Unsere Kindeskinder sollen sich einmal nicht die Frage stellen müssen, ob auch Glatthaie und Rochen nur Fabeltiere gewesen sind. sueddeutsche.de - 13. Okt. 2005 Grundsteinlegung für das Sea Life Center Unterwasserwelt am See Die neuen Hügel, die im schönen Olympiapark aufgeschüttet wurden, sind nicht grün, sondern haben die Farbe grauer Kieselsteine. Und sie passen auch überhaupt nicht in die kunstvoll modellierte Landschaft. Die Erdmassen stammen aus der Baugrube für das Sealife Aquarium, das gerade auf einer Fläche zwischen dem Eissportzentrum und dem nördlichen Seeufer gebaut wird. Zur Zeit wird am Fundament für die knapp 2200 Quadratmeter große und rund 10,5 Millionen teure Aqua-Schau gearbeitet. Zu Ostern nächsten Jahres soll die neue Olympiapark-Attraktion eröffnet werden. Ein Großteil des Bauwerks verschwindet unter die Erde. Voraussetzung für die Genehmigung war, dass sich das Aquarium in Bezug auf die Topografie und die Bepflanzung harmonisch in das denkmalgeschützte Olympiapark-Ensemble einfügen muss. Der Standard - 13. Okt. 2005 Alte Palmenhaus wird generalsaniert Der Tiergarten Schönbrunn erhält räumlichen Zuwachs: Ab kommendem Frühjahr wird das Alte Palmenhaus in der Maxingstraße in Wien-Hietzing generalsaniert, wo künftig ein Orang Utan-Gehege, ein Mehrzwecksaal und die Zooschule untergebracht werden soll. Gemeinsam mit Bürgermeister Michael Häupl führte Pechlaner Journalisten durch die baufällige Anlage, die bis vor kurzem von der Filmakademie genutzt worden ist. Pechlaner gab sich über die Finanzierungszusage der Stadt hoch erfreut. Bei Häupl bedankte er sich auch für die Anregung, in dem Haus ein digitales Archiv des naturwissenschaftlichen Films anzulegen. "Das ist die Initiative des Bürgermeisters, der Gott sei Dank einen vernünftigen Beruf gelernt hat, nämlich Biologe", so der Tiergarten-Chef. Es seien nun die Weichen gestellt, um den "letzten Schandfleck im Weltkulturerbe Schönbrunn" zu beseitigen. Die Bauzeit wird rund zweieinhalb Jahre betragen. Spätestens dann erhält der Tiergarten auch einen neuen Zugang in der Maxingstraße. Die Verbindung zum Zoo wird als 13 Meter langer unterirdischer Gang gebaut, der unter dem Botanischen Garten durchführen wird. Kunstmarkt.com - 13. Okt. 2005 Gironcoli-Museum im Tierpark Gestern hat im österreichischen Tierpark Herberstein ein neues Museum für die Kunst Bruno Gironcolis eröffnet. Untergebracht sind die groß dimensionierten Figuren des letztjährigen Biennale-Teilnehmers in einem Tennengebäude aus dem Jahr 1594 und einem modernen Erweiterungsbau in Glas-Stahl-Kunststoffkonstruktion des Architekten Hermann Eisenköck. Auf 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche müssen sich die skurrilen und irritierenden Gebilde aus technischen und organischen Versatzstücken mit ihren glatten, hyperästhetischen Oberflächen nun unter einem offenen Holzdachstuhl behaupten. Die Aufstellung erfolgte in Kooperation mit dem Landesmuseum Joanneum in Graz und wurde von dessen Intendanten Peter Pakesch kuratiert. Das Bauvorhaben kam mit einem Gesamtbudget von 3 Millionen Euro aus, das der österreichische Staat, das Land Steiermark und Gräfin Andrea Herberstein mit Sponsoren zu gleichen Teilen übernommen haben. Der Leihvertrag mit Gironcoli läuft zunächst zehn Jahre. Vorstadt (Zürich) - 13. Okt. 2005 Auch ein Beitrag zur Imageverbesserung Vor zwölf Monaten hat die Stadt Zürich Pläne präsentiert, wonach in rund fünf Jahren zwischen dem Bahnhof Stettbach und dem Zoo eine Seilbahn verkehren soll. Der stellvertretende Zoodirektor Andreas Hohl korrigiert diesen optimistischen Zeitplan nun jedoch um mindestens fünf Jahre: «Wir haben unterdessen sämtliche Ecken des Projekts ausgeleuchtet und festgestellt, dass es komplizierter wird, als zunächst angenommen.» Hohl erwähnt, dass die Finanzierung noch nicht feststehe, und dass die langwierigen Bewilligungsverfahren länger dauerten als geplant. Die Stadt Dübendorf hat ihren Widerstand gegen die Seilbahn angekündigt. «Bei solchen Projekten muss man Geduld haben. Doch damit kennen wir uns seit dem Bau der Masoala-Halle ja bestens aus.» Aktionen Naumburger Tageblatt - 14. Okt. 2005 Ausstellung über bedrohte Tiger im Magdeburger Zoo eröffnet Eine Ausstellung über Tiger ist am Freitag im Magdeburger Zoo eröffnet worden. Die Schau dokumentiert mit Hilfe von Fotos, Schautafeln und anderen Ausstellungsstücken, wie bedroht die größte Raubkatze der Welt in ihrer Heimat in Asien ist. Die Ausstellung wurde vom Esso-Konzern initiiert. Mitteldeutsche Zeitung - 16. Okt. 2005 Ozelot auf den Namen «Özzi» getauft Bei dem diesjährigen Herbstfest im Ascherslebener Tierpark waren die Tiger die Hauptpersonen. Das hatte seinen guten Grund, denn vor einem Jahr war im Tierpark die neue Tigeranlage feierlich eröffnet worden. Daran wollte der Tierpark mit seinem Herbstfest erinnern. Höhepunkt des Nachmittags war die Tiertaufe. Getauft wurde ein im September geborenes Ozelotbaby. Der kleine Ozelotjunge hört jetzt auf den Namen "Özzi". Als Patengeschenk übergab das Haarstudioteam an die zweite Vorsitzende des Tierparkfördervereins, Rita Kahl, 300 Euro. Mitteldeutsche Zeitung - 13. Okt. 2005 250 Euro für die Jaguardame «Gilda» Die Ascherslebener Kaufmannsgilde hat für ihr Patenkind, die Jaguardame "Gilda", die Patenschaft um ein weiteres Jahr verlängert. Das Patenschaftsgeschenk, einen Scheck über 250 Euro, übergab die Gilde an die zweite Vorsitzende des Tierparkfördervereins, Rita Kahl. Mitteldeutsche Zeitung - 18. Okt 2005 Neue Spielgeräte locken im Tierpark Aschersleben. Die zehnjährige Michelle hatte ganz schön zu tun, das weiß-rote Absperrband durchzuschneiden, welches das neue Kletternetz am Mittwochvormittag noch von der Kinderschar trennt. Berliner Morgenpost - 14. Okt. 2005 Philharmoniker im Zoo Weil die Berliner Philharmoniker ihre Wildheit beim dirigentenlosen Kammermusizieren geradezu tierisch finden, haben sie jetzt die Aktion "Wilde Klassik" ins Leben gerufen. Vom 26. Oktober bis März nächsten Jahres finden acht Kammerkonzerte mit wechselnder Besetzung in der Philharmonie statt, nach denen die Besucher per Shuttle-Bus in den Zoologischen Garten kutschiert werden. Dort gibt es dann eine Führung im Aquarium bei den - na ja, nicht ganz so wilden - Fischen. Als Abschlußkonzert aber wollen die Philharmoniker Camille Saint-Saens´ Karneval der Tiere im Zoo selbst spielen. Berliner Kurier - 17. Okt. 2005 Gedenktafel für Dathe Friedrichsfelde - Eine Gedenktafel würdigt ab Freitag den Tierparkgründer Heinrich Dathe. Der Zoologe leitete den Tierpark von 1955 bis 1990. Die Tafel wird um 11 Uhr am Eingang Bärenschaufenster eingeweiht. Berliner Morgenpost - 15. Okt. 2005 Morgenpost blickt hinter Zoo-Kulissen Eine Giraffe wird geboren, ein Gorilla zieht um, und ein Drei-Meter-Python bekommt Streicheleinheiten. Im Berliner Zoo, Tierpark und Aquarium ist immer etwas los, und darum heißt das neue Morgenpost-Weblog, das heute im Internet startet, auch "Tierisch was los". Jeder Leser kann seine Meinung zu einem Thema äußern oder seinerseits Fragen stellen. Neben der Kommunikation gibt es außerdem die Möglichkeit, sich unter "Alben" Fotos anzuschauen, beim Zoo-Weblog also Bilder aus den drei Anlagen. Im Zoo-Blog erwarten Sie zur Premiere drei Geschichten. Eine ist die des Gänseflüsterers im Zoo. Eine andere Geschichte dreht sich um das Pandapärchen Bao Bao und Yan Yan. In der dritten Geschichte erfahren Sie, wie es zur Zeit den vier Berliner Elefantenkindern geht. http://morgenpost.de/zoo-weblog Bad Vilbel Online (Pressemitteilung) - 19. Okt. 2005 2. Mittelalter-Spektakel Das 2. Mittelalter-Spektakel findet am 22. + 23. Oktober 2005 von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr im Zoo Frankfurt statt. Mit mehr als 60 zeittypischen Handwerks- und Handelsständen, Zelten und einem offenen Lagerleben des 11. und 13. Jahrhunderts sowie Gauklern und Märchenerzählern wird dieses Spektakel zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt - unter anderem duftet Fladenbrot aus mittelalterlichen Steinöfen, eine Suppenküche sowie Met stillen den aufkommenden Hunger und Durst. Westdeutsche Zeitung - 14. Okt. 2005 Ein Rüssel für die kalte Dusche Bongi und Kibo mischen den Wuppertaler Zoo kräftig auf: Lange Menschenschlangen an den Kassen, das Elefantenhaus belagert wie eine Trutzburg. Schließlich hat der Wuppertaler Zoo, der das zehnjährige Bestehen des Elefantenhauses feiert, zum großen Infotag eingeladen, an dem ausgewiesene Kenner Erstaunliches berichten. ORF.at - 16. Okt. 2005 Geisterstunde auf Herberstein Von seiner unheimlichen Seite präsentieren sich Schloss und Tierpark Herberstein am Sonntag: Am "Mystery Day" können Mutige bei einer Führung durch die alten Gemäuer auf eine schaurige Begegnung hoffen. Der Eintritt ist für Kinder bis zum 12. Lebensjahr gratis. Anzeiger Sternberg-Brüel-Warin - 14. Okt. 2005 Im Zoo steigt der Grusel-Faktor Im Zoo wird es gruselig: Mit Hexengeschichten in der Bauernstube und Puppenspiel im Löwentunnel steigt am morgigen Sonntag, 16. Oktober, die Dunkel-Munkel-Nacht. "Im Dunkeln, da lässt sich gut munkeln", sagt Zoo-Mitarbeiterin Erika Hellmich. "Wir hören Geschichten von den wilden Tieren im Zoo. Donna Donia und Baba Jaga treiben mit Zaubersprüchen, Hexenbesen und Hexengedichten ihr Unwesen auf dem Bauernhof." Anzeiger Sternberg-Brüel-Warin - 16. Okt. 2005 Hexengeschichten und Lampionrundgang Im Dunkeln ist bekanntlich gut munkeln. Gruselig wurde es im Schweriner Zoo gestern aber schon am helllichten Tag, und zwar mit Absicht. Die Hexen Donna Donia und Baba Jaga trieben mit Zaubersprüchen, Besen und Gedichten ihr "Unwesen". Doch die vielen Kinder, die in den Tierpark kamen, ließen sich durchaus nicht einschüchtern. Sie hatten ihren Spaß bei der "Dunkel-Munkel-Party". so langsam entwickelt sich das Editorial zur Rubrik "was mich persönlich in der letzten Woche am meisten geärgert hat". Diese Woche gäbe es da genug, ich erspare Ihnen das aber. Die Geflügelpest (zwecks De-Eskalation sollte man vielleicht wieder diesen "klassischen" Begriff verwenden) beherrscht die Berichterstattung und treibt merkwürdige Blüten: - der Grüne Jürgen Trittin fordert genetisch veränderte Impfstoffe - der Präsident des Bauernverbandes unterstützt Öko-Bauern, indem er betont, die Label "Freilandhaltung" und "Ökohaltung" blieben auch während der verordneten Stallhaltung erhalten. - Reporter fordern lautstark Impfungen gegen ein Super-Virus, das es noch gar nicht gibt und dessen Entstehung bislang hypothetisch ist - die Bevölkerung, der jahrelang geraten wurde, sich gegen Grippe impfen zu lassen, wird aufgefordert, dies NICHT zu tun, um die Impfstoffvoräte nicht aufzubrauchen - die ersten Spam-Mails mit Angeboten für Atemschutzmasken tauchen auf... Lassen wir uns nicht kirre machen, und vor allem die drei Aspekte Gefährdung der Zootiere durch das Virus, durch behördliche Auflagen und Gefährdung der Menschen klar auseinander halten. Eine Zusammenstellung von Stellungnahmen von Naturschutzverbänden und verordneten Maßnahmen in den Zoos haben wir in einer eigenen Rubrik zusammengefaßt. Die zahlreichen Ausschnitte im Fernsehen haben mir jede Lust genommen, den neuen Pinguin-Kinofilm zu sehen (zumal der Regisseur zumindest von der Ausbildung her Biologe ist). Sprechende Tiere, theatralische Musik, Vermenschlichungen und unnötige Emotionalisierung brauche ich nicht. Den Kommentar dazu hat dankenswerterweise das Wissenschaftsmagazin nano in 3Sat übernommen. Die Website ist lesenswert: Luc Jacquets Quasi-Dokumentarfilm bedient sich mitunter plumper Erzähltricks Als würde er der Kraft seiner Hymne auf das Leben misstrauen, unterlegt Jacquet sein Werk mit kitschigen Stimmen von Mutter, Vater und Baby Pinguin, die eher stören als verstärken. Der neue Stil hat sich von den pädagogischen Lehrstücken der Vergangenheit weit entfernt. Statt dessen setzen die neuen Naturfilmer ganz auf Visualität, Emotion und Dramatik. Für tief gläubige Christen dürfte "Die Reise der Pinguine" der größte Filmgenuss sein (New York Times) . Die Tiere zeigten beispielhaft "Aufopferung, Zusammenarbeit und Zuneigung". Im stramm konservativen "National Review" pries der Kolumnist die Kaiserpinguine als Muster der Monogamie, religiöse Abtreibungsgegner sahen in ihnen eine Art Wappentier. Haben Sie Probleme damit, daß die Zoopresseschau von ihrem Mail-Provider als Spam eingestuft wird? Um unerwünschte Spam von ihren Kunden fern zu halten, blocken Provider oft Nachrichten, die nicht in den Adressbüchern ihrer Empfänger enthalten sind. Das umgehen Sie, indem Sie neben unserer Redaktions-Adresse auch zoopresseschau@domeus.de in Ihr Adressbuch bzw. Ihre SafeList eintragen. Mehr Infos und Anleitung für die häufigsten Provider finden Sie dazu hier. Dirk Petzold London, 11.10.05 Cyber-Karpfen erobern London Zu Londons zahlreichen Attraktionen ist eine weitere Sehenswürdigkeit hinzugekommen: Die weltweit ersten Roboterfische. Sie sehen aus wie ein bunter Karpfen, haben aber ein selbstständiges Sensor-Kontroll-System und schwimmen so schnell wie ein echter Thunfisch. Die drei bunt schillernden Roboterfische dienen der Faszination der Besucher des Londoner Aquaruims. "Die Leute sind verwirrt und denken, es seien lebendige Fische". Auch in den Schwimmbewegungen imitieren die 50 Zentimeter langen Roboter ihre Vorbilder in der Natur. >Nein, diesmal ist es keine Phantasiemeldung. Bilder und den ganzen Artikel gibt's bei Tagesschau.de hier: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4838660_TYP6_THE_NAV_REF_BAB,00.html (Lassen Sie Ihre Phantasie spielen und schicken Sie uns Kurzartikel z.B. von 2015 oder 2055 - welche Themen mögen dann wohl die Zoowelt bewegen? Einige wenige Zeilen genügen.) | Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | | | Zoos und Tierparks | Westfälische Nachrichten - 18. Okt. 2005 Der Zoo muss Federn lassen Münster. Der Zoo ist zurzeit ein bevorzugtes Ziel von Kommunalpolitikern sowie von Vertretern der Stadtverwaltung und des Zoo-Vereins. Sie alle treffen sich dort aber nicht, um gemütlich zwischen Gehegen zu schlendern, sondern brüten über der Finanzformel, nach der entschieden wird, wie viel Geld die Einrichtung aus dem Stadtsäckel erhält. Der Tiergarten-Direktor hatte erwogen, auf Protest und lautstarke Lobby-Arbeit zu setzen. Doch der Wahl-Westfale hält sich im Zaum. Er akzeptiere, dass auch seine Wirkungsstätte Federn lassen müsse. Wie weit der Aderlass gehen soll, ist noch längst nicht ausgemachte Sache. Der Zoo müsse Einsparmöglichkeiten nennen, um den Zuschussbedarf zu begrenzen. Die Attraktivität des Zugpferdes Zoo solle nicht leiden. Jörg Adler treibt indessen die Frage um, wie weit das Knausern gehen muss. Das Sparen hat eine Grenze. Eine Schmerzgrenze. Die sei erreicht, wenn es um die gut 80 fest angestellten Mitarbeiter und den Tierbestand gehe. Umweltjournal - 16. Okt. 2005 Skandal um Gorilla-Abschiebung: Frankfurter Zoofunktionär tritt zurück Der Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Gorillas der Direktor des Frankfurter Zoos, Dr. Christian Schmidt sieht sich gezwungen, sein Amt niederlegen. Nach Informationen von PRO WILDLIFE wurde die Kritik an seinen eigenmächtigen Entscheidungen u.a. durch einen aktuellen Deal mit dem Zoo Shanghai nun übermächtig. Die Artenschützer ließen den dubiosen Gorilla-Deal auf die Tagesordnung der Jahrestagung des Dachverbandes Europäischer Zoos setzen. Dort wurde Schmidt so stark kritisiert, dass er nun mit seinem Rücktritt einer Abwahl zuvorkommen will. PRO WILDLIFE fordert vom Dachverband der europäischen Zoos EAZA und dem hier angesiedelten EEP: Zoos haben eine besondere Verantwortung für bedrohte und streng geschützte Tiere. Eine Abgabe an einen anderen Tierpark darf deshalb nur unter strengsten Auflagen erfolgen, die dem Tier- und Artenschutz zweifelsfrei gerecht werden!" Saar-Echo - 17. Okt. 2005 Zoo: Es wird eng und einsam um Ceska Die Saarbrücker Stadtverwaltung arbeitet die Vorgänge im Zoo auf. Spekulationen und Verdächtigungen helfen uns aber nicht weiter, sagte Oberbürgermeisterin Charlotte Britz. Sie unterstrich, dass sie im Februar eine Sonderprüfung des Rechnungsprüfungsamtes angeordnet hatte. Nachdem die Fachleute mehrere Monate alle Unterlagen des Zoos genau unter die Lupe genommen haben, liegt nun ein erster interner Bericht vor. Dieser wird im Augenblick im Personal- und im Rechtsamt ausgewertet. Britz verwies darauf, dass parallel zur Aufarbeitung der Vergangenheit schon an einer neuen Struktur gearbeitet werde. Mit Rainer Christ sei ein neuer kaufmännischer Werkleiter einstimmig im Stadtrat berufen worden und die Verwaltung hat einen zusätzlichen Mitarbeiter im Zoo eingesetzt, der nur dem Beigeordneten Schwarz-Paqué zugeordnet ist. Wir wollen den Zoo als Aushängeschild für die Stadt erhalten und endlich aus den Schlagzeilen bringen, sagte die Oberbürgermeisterin, dazu klären wir, was früher war und sorgen dafür, dass in Zukunft alles transparent abgewickelt wird. Unterdessen werfen die Grünen im Saarbrücker Stadtrat dem Zoochef Vaclav Ceska vor, er habe den Stadtrat falsch informiert und erneuern die Rücktrittsforderungen. Die Grünen fordern nun eine lückenlose Aufklärung bezüglich der Vorgänge im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss als auch im Fall der Gorillafrau Quenta. Volksstimme - 14. Okt. 2005 Überraschende Entscheidung des Zoochefs Eine Betriebsausschusssitzung des Magdeburger Zoos brachte gestern die letzte Entscheidung: Das Affenhaus wird heute wiedereröffnet. Wir mussten eine Reihe von Genehmigungen und Zusagen einholen, sagt Zoo-Chef Kai Perret. Die Luftverbesserung im Affenhaus sei damit zu erklären, dass man das belastete Material kurz nach der Sperrung ausgetauscht habe. Seitdem sei es mit der Luftqualität bergauf gegangen. Sie habe jetzt einen Punkt erreicht, der diese Zwischenlösung möglich mache. Das sei auch im Sinne der beiden Schimpansen Nana und Wubbo. Sie benötigen den Besucherstrom unbedingt als Abwechslung. Die Wiedereröffnung des Affenhauses bedeutet keineswegs die Lösung des Grundproblems. Nach wie vor muss das Haus grundsaniert werden. Doch wann das passiert, steht noch in den Sternen. Schuld daran ist zum einen die klamme Haushaltskasse der Stadt. Zum anderen steht der Zoo noch in mindestens zwei ungeklärten Verfahren vor Gericht. Volksstimme - 16. Okt. 2005 Nach über zweijähriger Isolation bekamen Wubbo und Nana am Wochenende endlich wieder Besuch Wubbo benimmt sich affig. Er begrüßt mit affenstarken Schlägen gegen das Panzerglas die Besucher, als sie sich am Sonnabend nach mehr als zweijähriger Abwesenheit endlich wieder blicken lassen. Wubbo und Nana die beiden letzten Mieter des Menschenaffenhauses im Zoo bekommen gerne Besuch und haben unter der baurechtlich begründeten Isolierung gelitten. Umso größer die Freude am Wochenende. Ausgelassene Affenstimmung. Das Haus ist fortan täglich wieder offen. Dass das nicht gefeiert wurde, hat seinen schlechten Grund. Hinter der frohen Kunde vom wiedereröffneten Affenhaus liegt die unfrohe davon, dass der Zoo die Hoffnung auf baldige Klärung und Baustart ad acta gelegt hat und sich vorerst mit der Notlösung behilft: Öffnen, so lange es eben wieder geht. Im Hintergrund schmiedet der Zoo an einem GmbH-Konzept, das stimmt der Stadtrat zu Investitionen ermöglichen soll. Geht die Rechnung (und gehen die Klagen vor Gericht) für die Stadt auf, soll das Affenhaus nicht nur saniert, sondern sogar um zwei Außengehege erweitert werden. Wubbo und Nana bekämen dann noch einen Artgenossen dazu, einen Schimpansen. Und drei Gorillas, wünscht sich Zoochef Perret für seine Affenhaus-Kommune. Volksstimme - 17. Okt. 2005 Dickhäuterhaus: Grundsatzentscheidung notwendig Der Magdeburger Zoo braucht ein neues Dickhäuterhaus. Das ist seit geraumer Zeit nichts Neues. Langsam muss aber eine grundsätzliche Entscheidung getroffen werden. Dickhäuterhaus oder nicht, vor der Frage steht man jetzt im Zoo und, weil der Tiergarten ein städtischer ist, auch im Stadtrat. Möglichst noch in diesem Jahr, so Zoo-Direktor Dr. Kai Perret, sollte eine Entscheidung getroffen werden, ob es zukünftig Elefanten und Nashörner im Magdeburger Zoo zu sehen geben soll. Darüber wurde am Freitag im Betriebsausschuss des Zoos diskutiert, und Perret habe dort, wie er sagt, auf jeden Fall eine allgemeine Stimmung pro Dickhäuter wahrgenommen. Rund 10 Millionen Euro werden für eine neue Anlage benötigt, wenn sie den gesetzlichen Bestimmungen zum einen und den tiergärtnerischen Anforderungen zum anderen gerecht werden soll. Wie das ganz konkret aussehen soll, das könne geplant werden, wenn ein grundsätzliches Votum des Stadtrats gefallen sei, so Perret. Kölner Stadt-Anzeiger - 18. Okt. 2005 440 000 Besucher in der Zoom-Erlebniswelt nach 111 Tagen Die Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen hat in den ersten 111 Tagen nach Eröffnung des neuen Alaska-Bereichs mehr als 440 000 Besucher gezählt. Der Andrang übertreffe alle Erwartungen, berichtete der Zoo am Dienstag. Als neueste Attraktion gilt ein mächtiger männlicher Kodiakbär, der sich seit wenigen Tagen zu den zwei Weibchen gesellt. Wenn bis 2007 im größten deutschen Zoo-Ausbauprojekt auch die Afrika- und Asien-Erlebniswelten stehen, werden jährlich mehr als eine Million Besucher erwartet. Die Welt - 17. Okt. 2005 Tasmanischer Teufel "Ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen" - vielleicht hat sich die dänische Kronprinzessin Mary an die Worte des trojanischen Priesters Laocoon erinnert, als ihr Paul Lennon, der Ministerpräsident von Tasmanien, das Geschenk anzeigte, das sein glückliches Land zur Geburt des dänischen Kronprinzen auf den Weg bringen will. Zwei Tasmanische Teufel sollen den Weg buchstäblich um die halbe Welt antreten, um ein bißchen Leben in das Kinderzimmer im Kopenhagener Schloß zu bringen. Dänemarks Prinzessin Mary ist also wirklich gut beraten, die putzigen Teufel ihres Sohnes umgehend im Kopenhagener Zoo abzuliefern. Berliner Morgenpost - 17. Okt. 2005 Tasmanische Teufel für den dänischen Prinzen Anläßlich der Geburt des ersten Sohnes der dänischen Kronprinzessin Mary will deren australischer Heimatstaat Tasmanien zwei Tasmanische Teufel nach Kopenhagen schicken. "Wir wollen dem dänischen Volk etwas einzigartig Tasmanisches schenken, um die königliche Geburt zu feiern", kündigte der Ministerpräsident von Tasmanien, Paul Lennon, an. Die Tiere sollten dem Kopenhagener Zoo übergeben werden. ORF Niederösterreich - 13. Okt. 2005 Safaripark-Areal soll neu genutzt werden Mehr als ein Jahr nach dem Aus für den Safaripark Gänserndorf gibt es jetzt wieder einen Anlauf, das Areal zu nutzen. Dem Gänserndorfer Bürgermeister schwebt ein Streichelzoo mit Gänsen und Ziegen vor - inklusive Vermarktung von Fleisch und Federn. Ein ausgearbeitetes Konzept liegt derzeit noch nicht vor. Für Bürgermeister Karl steht jedoch fest, dass er keine exotischen Tiere mehr in Gänserndorf will. Am Gelände des ehemaligen Safariparks sind noch etwa 100 Affen und 14 Löwen untergebracht. WirtschaftsBlatt - 17. Okt. 2005 Herberstein sahnte in den vergangenen fünf Jahren 73 Mio. Euro an ... Die Förderungen, die der Tier- und Naturpark Herberstein von Bundesseite bekommen hat, sind nun zur Gänze offen gelegt. Wie aus parlamentarischen Anfragebeantwortungen hervorgeht, gab es Zuwendungen von Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Bildungsministerium sowie vom Bundeskanzleramt im Umfang von fast zwei Mio. Euro. Gemeinsam mit den Landesmitteln von 5,3 Mio. Euro ergibt sich eine Fördersumme von etwa 7,3 Mio. Euro in fünf Jahren. Krone.at - 14. Okt. 2005 Teenager verfüttern Zoo- Kaninchen an Alligator In einem Zoo in Wales haben Teenager ein süßes Kaninchen von der Streichelwiese entführt und das arme lebende Tier an einen Alligator verfüttert. Wie der Daily Mirror weiter mitteilt, habe der vier Meter lange Mississippi-Alligator Albert den kuscheligen Happen aus dem Streichelzoo des Welsh Mountain Zoo in Colwyn Bay vorgesetzt bekommen. Einer der Burschen konnte geschnappt werden, die beiden anderen flüchteten. Jetzt sucht die Polizei nach den Tierquälern. Der Zoo-Direktor war ebenfalls betroffen von dem Vorfall: In der gesamten 43-jährigen Geschichte ist so etwas Brutales und Gefühlloses noch nie vorgekommen. Geflügelpest Auch zu diesem Thema bietet nano auf 3Sat.de aktuell hervorragende News und Hintergrundartikel. http://www.3sat.de/nano/astuecke/62057/index.html Darunter ein Interview mit dem Mikrobiologen Prof. Sucharit Bhakdi vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene in Mainz. Sein Resümee: Das Entstehen eines "Supervirus" ist zwar nicht unmöglich, aber ausgesucht unwahrscheinlich. 13.10.2005 - NABU NABU warnt wegen Vogelgrippe vor Panikmache Angesichts der Diskussion um Vogelgrippe-Vorsorgemaßnahmen von Bund und Ländern hat der Naturschutzbund NABU erneut vor Panikmache gegenüber der Freilandhaltung von Geflügel sowie vor überzogenen Maßnahmen im Rahmen eines Zugvogel-Monitorings gewarnt. Avian Influenza: BirdLife Position Statement http://www.birdlife.org/action/science/species/avian_flu/index.html Berliner Zeitung - 13. Okt. 2005 Angst vor der Vogelgrippe: Tiergärten in Alarmbereitschaft Berlin und Brandenburg bereiten sich auf einen möglichen Ausbruch der Vogelgrippe vor. Mitarbeiter der Senatsgesundheitsverwaltung orderten Impfstoffe im Wert von 2,2 Millionen Euro. In Brandenburg werden jetzt von Biologen Wildvögel wie Gänse, Enten, Amseln, Rotkehlchen und Stare eingefangen, um sie zu untersuchen. "Das geschieht vorsorglich auf den Rastplätzen der Vögel", sagt Regina Kneiding, Sprecherin der Senatsgesundheitsverwaltung. Den Tieren wird Blut abgenommen, das auf einen möglichen Erreger hin überprüft wird. Außerdem seien Zoo und Tierpark angewiesen worden, tote Wasservögel vom ILAT untersuchen zu lassen, sagt der Vize-Direktor des Tierparks, Claus Pohle. Der Berliner Notfallplan sieht vor, dass bei einem positiven Befund sämtliche 5 700 Vögel aus den Volieren und Freigehegen in Zoo und Tierpark geholt und in Gebäuden untergebracht werden müssen. Märkische Allgemeine - 14. Okt. 2005 Zur Sicherheit ins Winterquartier Da hilft auch das spätsommerliche Wetter nichts: Im Tierpark Cottbus hat die Unterbringung tropischer Vögel in die Winterquartiere begonnen. Vorzeitig kommen jetzt Jendayasittiche, Aras, Kakadus und Co. aus den Freilandgehegen in die geschützten Volieren. Eigentlich sollte mit dem Saisonumzug bis zum ersten Frost gewartet werden. Wegen der Vogelgrippe wird damit nun früher begonnen. Dennoch warnt Tierpardirektor Jens Kämmerling vor "unangebrachter Aufregung". Im Berliner Zoo bleibt man angesichts drohender Gefahren, die durch Wildvögel eingeschleppt werden könnten, gelassen. Allerdings hat die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung eine erste Vorbeugemaßnahme angeordnet. In Geflügelhaltungen mit mehr als 100 Tieren müssen Blutproben zur Grippeuntersuchung genommen werden. Das betrifft neben drei Bauernhöfen in Spandau auch den Tierpark und den Zoo. In Brandenburg gilt das morgen beginnende so genannte Monitoring in Geflügelbetrieben mit mehr als 100 Tieren hingegen nicht für Tierparks. Dort sei die Gefahr geringer, weil die Vögel in Käfigen untergebracht seien und laufend von Veterinärmedizinern beobachtet würden. Das Freilandverbot ist Teil der vom nationalen Krisenstab am Mittwoch beschlossenen Eilverordnung, die innerhalb eines Tages umgesetzt werden kann. Auslöser wäre das Auftreten der Vogelgrippe in Deutschland oder einem direkten Nachbarland. Das bundeseigene Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit auf der Insel Riems hält ein nationales Freilaufverbot für Geflügel bislang für nicht erforderlich. Die Gefahr einer Einschleppung über illegale Tiertransporte sei hingegen hoch. Freie Presse - 14. Okt. 2005 Gefiedert und gefährdet Nach dem ersten Auftauchen des ansteckenden Vogelgrippe-Virus bei Tieren in Europa hat das sächsische Gesundheitsministerium die Gefährdung für Sachsens Bevölkerung als gering eingestuft. Der legale Handel mit Geflügel, Vögeln und deren Erzeugnissen aus den betroffenen Ländern Türkei und Rumänien sei durch die Europäische Union (EU) verboten worden. Gefahr bestehe allerdings bei illegalen Importen. Ab kommender Woche sollen in Sachsen Geflügelbestände mit mehr als 100 Tieren in Freilandhaltung auf das Virus getestet werden. Unterdessen schätzen die sächsischen Zoos die Gefahr für ihre Tiere als gering ein. Erst wenn die Situation akut werde, würden die kostbarsten Tiere sicher untergebracht, sagte Kathleen Raschke vom Leipziger Zoo. Die Gefahr einer Infizierung durch Zugvögel werde als gering eingeschätzt, weil die Schwärme an Sachsen vorbei zögen. Denkbar sei allerdings, dass verirrte Einzeltiere wie Wildenten den Erreger einschleppten. B.Z. - 14. Okt. 2005 So kämpft Berlin gegen die Vogelgrippe Berlin wappnet sich gegen die Vogelgrippe. Ab Montag stehen deshalb rund 7000 Vögel aus Zoo, Tierpark und Geflügelfarmen unter strenger Beobachtung. Amtstierärzte nehmen auf Weisung der Gesundheitsverwaltung regelmäßig Blut ab bei den Tieren. Das Institut für Tierseuchen (ILAT) untersucht die Proben auf den tödlichen Vogelgrippe-Erreger H5N1. "Die Bluttests finden stichprobenartig statt", sagt Zoo-Tierarzt Dr. Andreas Ochs. Betroffen sind Hühner, Gänse, Wasservögel. Greifvögel und Pelikane sind zunächst ausgenommen. Probleme würde dem Zoo die Unterbringung aller Vögel in geschlossenen Gehegen bereiten: "Wir wissen gar nicht, wo wir sie alle unterbringen sollen", so Ochs. taz Nord 17.10.2005 Alles im Griff "Hannover", sagt die Sprecherin des Erlebnis-Zoos vor Ort, "ist nicht gerade eine der Durchflugstrecken für die Zugvögel" - trotzdem "sind wir bestens vorbereitet". Die 105 Flamingos zum Beispiel "würden in den Stall kommen. Das dauert fünfzehn Minuten". Gleiches gilt für die Hühner auf dem Zoobauernhof. Die 50-100 Enten, die auf dem zooeigenen Fluss paddeln, müsste man allerdings nach und nach an der Futterstelle einfangen: "Das dauert einen ganzen Tag." Die Vogelgrippe im Zoo Hannover: eine Frage der Geschwindigkeit. Zudem gibt es mit Seuchen eine gewisse Erfahrung - zuletzt beschäftigte den Zoo Hannover die Maul- und Klauenseuche. "Damals baten wir die Besucher, nichts rüberzureichen zu den Tieren." Oberberg Aktuell - 14. Okt. 2005 Vogelgrippe: Keine Gefahr für Eckenhagener Park Reichshof-Eckenhagen. Parkchef Dr. Werner Schmidt geht nicht davon aus, dass durch das jetzt auch in Europa aufgetauchte Virus Gefahr für den Affen- und Vogelpark besteht. Für den seit 1981 bestehenden Park mit seinen ungefähr 180 Vogelarten wäre es laut Schmidt eine mittlere Katastrophe, sollte sich die nun auch in der Türkei und Rumänien ausgebrochene Krankheit bis nach Mitteleuropa ausbreiten und somit auch den Eckenhagener Zoo bedrohen. Das einzige Gegenmittel sei dann, die Tiere in die Ställe zu sperren, um den Kontakt zu anderen Vögeln zu unterbinden. Ich wüsste nicht, wie ein Vogel von der Türkei ins Oberbergische kommen soll. Die Saison der Zugvögel ist fast vorbei und deren Zugrichtung zudem genau umgekehrt. Die größte Gefahr lauert bei illegalen Tier- und Lebensmittelimporte, die Einfuhr von Geflügel aus der Türkei und Rumänien hat die EU mittlerweile gestoppt. Märkische Oderzeitung - 17. Okt. 2005 Keine Angst vor Vogelgrippe Die Vogelgrippe ist in Europa angekommen. Landwirtschaftsexperten machen sich Sorgen, wie das Geflügel am besten geschützt werden kann. Vögel gibt es aber auch in den Zoos. Die MOZ fragte in den Tiergärten der Region nach, ob man sich dort schon Gedanken über die Bedrohung durch den Virus gemacht hat. MVregio - 17. Okt. 2005 Schweriner Zoo beim Schutz gegen Vogelgrippe nahezu machtlos Der Schweriner Zoo sieht im Kampf gegen die Vogelgrippe kaum Möglichkeiten vorbeugender Schutzmaßnahmen. "Vorauseilend kann man gar nichts machen", sagte am Dienstag der stellvertretende Direktor Wolfgang Zessin in der Landeshauptstadt. Zwar seien Hühner in Volieren untergebracht worden. Dies betreffe jedoch nur wenige Tiere. Für viele Arten gebe es jedoch keine Innenunterkünfte. Nur wenn es dringlich werde, würden Pelikane, Flamingos und Marabus eingesperrt. Sollte die Vogelgrippe jedoch in dem Gehege auftreten, müsste im äußersten Fall bei offizieller Anordnung der gesamte Bestand an Gänsen, Enten und Kormoranen, für die es keine Volieren gebe, getötet werden. Die Gefahr der Infektion besteht laut Zessin hauptsächlich durch Wildvögel, die die Wasservogelanlage des Zoos regelmäßig anfliegen. Um die Gefahr einzudämmen, verzichtet der Zoo derzeit auf jeglichen Import von Geflügel aus Risikoländern. Zudem werden bis auf weiteres keine verletzten Tiere aus freier Wildbahn zur Behandlung angenommen. Norddeutsche Neueste Nachrichten - 18. Okt. 2005 Zoo auf Schutz der Vögel vorbereitet Mit einiger Sorge betrachten auch die Verantwortlichen im Rostocker Zoo die Ankunft der Vogelgrippe in Europa. Erste Schutzmaßnahmen betreffen zunächst einmal die Fütterung. So dürfen die Besucher derzeit aus Sicherheitsgründen den Enten in den Freiteichen keine "Leckerlis" reichen. Zudem werden alle freilebenden Vögel vorerst nur noch unter Überdachungen gefüttert. Dadurch soll deren Nahrung vor Verunreinigung durch einfliegende Wildvögel geschützt werden. Im Ernstfall müssen alle freilebenden Vögel in feste Behausungen umziehen. "Wir werden diese Maßnahmen erst ergreifen, wenn es auch wirklich sinnvoll ist", sagt Karin Linke. Schließlich bedeute das Einfangen für die freilebenden Vögel einen enormen Stress, der im Rostocker Zoo möglichst vermieden werden soll und hoffentlich vermieden werden kann. Planung und Bau Der Standard - 17. Okt. 2005 Insektarium voller "Schrecken" Das "große Krabbeln" hat im Wiener Tiergarten Schönbrunn am Dienstagvormittag Einzug gehalten. Direktor Helmut Pechlaner eröffnete das "Haus der Schrecken", ein Insektarium mit 14 Terrarien, das hauptsächlich Heuschrecken beherbergt und "informieren, so wie Begeisterung für die Tiere wecken" soll. Ein Jahr lang wurde an diesem Projekt gearbeitet. Vor sechs Monaten begannen der Umbau und die Sanierung der ehemaligen Pelikan-Zuflucht, dem Burgenlandhaus. In weniger als zwei Monaten wurden die Terrarien auf 120 Quadratmetern errichtet und die Insekten konnten einziehen. Finanziert wurde das "Haus der Schrecken" von einem in den USA lebenden Auslandsösterreicher. Der 84-jährige Anton Schindler hat in Andenken an seine verstorbene Frau Valerie H. Schindler, die eine große Natur- und Tierfreundin war, die gesamten Kosten von 200.000 Euro übernommen. Mitteldeutsche Zeitung - 16. Okt. 2005 Krokodilhaus lockt neugierige Hallenser Seit Samstag ist das nagelneue Krokodilhaus im halleschen Zoo für die Besucher geöffnet. Fünf Nilkrokodile, jedes passable 1,80 Meter lang, und drei kleinere Mississippi-Alligatoren genießen es, bestaunt zu werden. Kroko zum Anfassen, das ist in dem neuen Haus auch möglich. Ein dem Original in Größe und Aussehen nachgebautes Krokodil kann man auf der Brücke nicht nur bewundern, sondern auch mal berühren. Runde 1,8 Millionen Euro hat das Haus gekostet. Und nur wenige Meter entfernt wächst eine neue Attraktion unaufhaltsam: das Elefantenhaus. Im Juni 2006 sollen hier fünf Dickhäuter einziehen. Und das Bauen ist auch dann noch nicht zu Ende. Bereits begonnen wurde die Neugestaltung des alten Eingangsbereiches Reilstraße, der geschlossen ist. Hier entsteht eine Tiefgarage, die noch eins draufgesattelt bekommt - in Form eines Tiergeheges. Der jetzige Eingang zum Zoo befindet sich neben dem neuen Busparkplatz an der Reilstraße. Anzeiger Sternberg-Brüel-Warin - 19. Okt. 2005 Zoo plant neue Nashorn-Anlage Im Schweriner Zoo haben die Vorbereitungen für das 50-jährige Jubiläum im kommenden Jahr begonnen. Viele Veranstaltungen stehen bereits auf dem Terminplan für das "Happy Birthday"-Jubiläumsjahr von der Arche-Woche unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Norbert Claussen im April bis zur Dunkel-Munkel-Party im Oktober. Im Mai soll wieder ein Pinguinfest stattfinden, und im Juni gibt es einen Klassikabend im Zoo. Der Termin für das traditionelle SVZ-Sommerfest steht auch schon fest: Es soll am 23. Juli gefeiert werden. Neben der Neugestaltung der Anlage für die Mähnenspringer, dem Umbau der alten Fischotter-Anlage zum vergrößerten Pinguin-Gehege und dem Bau einer Waldschule will der Zoo im kommenden Jahr noch mit einem besonders ambitionierten Projekt beginnen: dem Umbau und der Erweiterung der Nashorn-Anlage. "Diese Maßnahme ist erforderlich, wenn wir künftig Nashörner aus dem Europäischen Erhaltungszucht-Programm bekommen wollen", sagt Vize-Zoodirektor Dr. Wolfgang Zessin. Spätestens 2009 werde es im Zoo dann vermutlich fünf Nashörner geben. Rund 600000 Euro seien dafür veranschlagt, erklärt Erika Hellmich: "Wir setzen bei dem Projekt auf Fördermittel, aber auch auf Sponsoren." Uetersener Nachrichten - 19. Okt. 2005 Schweriner Tierpark plant Erweiterung der Nashornanlage Der Schweriner Zoo plant eine Erweiterung seiner Nashornanlage. Dafür sollen 600 000 Euro investiert werden. Der Zoo, der 2006 sein 50-jähriges Bestehen feiert, wird voraussichtlich in diesem Jahr mit 220 000 Besuchern etwa 15 000 mehr als 2004 verzeichnen können. Einer der Gründe dafür sei die zunehmende Besucherstrom aus dem Nachbarland Schleswig-Holstein. MVregio - 19. Okt. 2005 Savannenlandschaft im Elefanten-Haus - Renovierungsarbeiten nach ... Rostock. Ende April begannen die Renovierungsarbeiten am Elefanten-Haus mit der Dachdämmung. Weitere Arbeiten zur Luftfeuchtigkeitsreduzierung und Wärmerückgewinnung wurden vorgenommen, so unter anderem die Lüftungsanlage erneuert, der Windfang instandgesetzt und gestrichen. Die künstlerische Gestaltung übernahm die Rostocker Malerin Ina Wilken. Sie verwandelte den Besucherbereich in eine Savannenlandschaft, Lebensraum der beiden Afrikanischen Elefanten Sara und Dzomba. Umgezogen in die neugestaltete ehemalige Schildkröten-Vitrine sind Kurzohrrüsselspringer. Im Elefantenhaus erwarten die Besucher außerdem interaktive Stationen, an denen zu erfahren ist, wie oft Elefanten die Zähne wechseln oder wozu der Rüssel benutzt wird. mdr.de - 18. Okt. 2005 Willkommen Dibaya! Der Leipziger Zoo ist wieder um eine Attraktion reicher: Ein Okapibulle ist seit letzter Woche der neueste Bewohner und seit Dienstag sogar in seinem eigenen Gehege. Schon lange bemühte sich der Leipziger Zoo um diese imposanten und hochsensiblen Tiere und setzte den Okapi auf die "Bestellliste". Nun ergab sich die Gelegenheit, da der Zoo Lissabon von der Warteliste zurücktrat. Leipzig rückte in der Warteschlange nach vorn und musste nun mit einem Konzept die Koordinatoren des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) überzeugen, dass der Zoo dem Okapi die erforderlichen Haltungsbedingungen gewähren kann. Ende Mai begannen die Bauarbeiten zwischen dem Pongoland und dem hinteren Teil der Afrikaanlage - Ende Juli konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Kosten für die Okapi-Anlage belaufen sich auf 300.000 Euro. 100.000 davon bezalhte der Zoo, 200.000 der Freundes- und Förderkreis. mephisto 97.6 - 18. Okt. 2005 Neues Zuhause für Okapis Am Nachmittag eröffnet im Zoo eine neue Anlage für Okapis. Wie der Zoo mitteilte, können dort bis zu sechs Okapis untergebracht werden. Der Okapibulle Dibaya wird zunächst allein in das neue Gehege einziehen. Er ist am vergangenen Donnerstag aus dem Wuppertaler Zoo nach Leipzig gekommen. Leipziger Volkszeitung - 19. Okt. 2005 Glänzendes Fell und freundlicher Blick Ist der Hals auch etwas kurz: Dibaya ist keine Giraffe zweiter Wahl. Samtig glänzendes Fell, zebraähnliche Zeichnung der hinteren Gliedmaßen und ein freundlicher Blick - so umschrieb Jörg Junhold gestern den jüngsten Neuzugang im Zoo. "Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, es gehört nicht zu den Bestrebungen eines Direktors, Okapis zu präsentieren." Nun ist eines der europaweit 55 Tiere in Leipzig zu sehen. Der Zoo reiht sich in das gute Dutzend jener Einrichtungen ein, die die aus dem Kongobecken stammenden Waldgiraffen halten. Main-Rheiner - 12. Okt. 2005 Luchse brauchen mehr Auslauf und Ruhe Wer in Mainz seltene heimische Tierarten unter freiem Himmel erleben will, für den ist der Wildpark in Gonsenheim die richtige Adresse. Bei freiem Eintritt ist er ein beliebtes Reiseziel. Nicht so für Ute Blankenheim. Den Grund erklärt Blankenheim der AZ bei einem Ortstermin: "Es geht mir um die Luchse", sorgt sich die 41-Jährige: Der 112 Quadratmeter große Käfig sei einfach zu klein. "Der Tiergarten ist in der Tat nicht optimal", gibt Norbert Rudloff zu. Aber: "Er ist alt und genießt daher Bestandsschutz", sagt der leitende Geschäftsführer des Wildparks und Abteilungsleiter im Grünamt auf Anfrage, "rein rechtlich sind wir da im Reinen." Im Interview mit dieser Zeitung im Dezember ging Wolfgang Reichel (CDU) noch einen Schritt weiter: "Die zwei Luchse sind zwar auch jetzt artgerecht untergebracht", sagte damals der Grün- und Umweltdezernent, räumte aber zugleich ein: "Ich wünsche mir mehr Platz und Rückzugsmöglichkeiten für die beiden." Längerfristiges Ziel sei daher ein neues größeres Luchsgehege, das seit etwa zwei Jahren auf einem weiteren Gelände nahe dem Rotwild-Gehege geplant ist. Hierfür benötigte Gelder (nach AZ-Informationen 80000 bis 200000 Euro allein für die reinen Baukosten ohne Grundstück) fehlen. Ob und wann das Luchsareal gebaut werden kann, ist angesichts dessen, dass der Tierpark 2003 fast vor dem finanziellen "Aus" stand, reine Zukunftsmusik. Denn das Areal fällt nach wie vor unter die so genannten "freiwilligen Leistungen", die von der Aufsicht- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier jederzeit aus dem Etat gestrichen werden können. Sächsische Zeitung, 15. Oktober 2005 Im Elefantenhaus wird vorgebaut Die Vorbereitungen auf das freudige Ereignis im Elefantenhaus nehmen Form und Gestalt an. Zwei Meter hohe Stahlschäfte ragen auf stabile Pfeiler der künftigen Abgrenzung. Eine Vorsichtsmaßnahme. Das Separee für Drumbo, die werdende Mutter, und ihren im Februar oder März 2006 zur Welt kommenden Sprössling muss sein, erläutert Wolfgang Ludwig, Zoologischer Leiter: Eine feste Bindung von Mutter und Kind kann sich nur abgeschieden von den anderen Mitgliedern der Gruppe entwickeln. In freier Wildbahn haben Mütter für gewöhnlich Verwandte, die sich mit für die Erziehung des Kleinen zuständig fühlen. Das ist bei einer bunt zusammengewürfelten Zooformation anders. Da gibt es keine verwandtschaftlichen Bande. Die Folgen Eifersüchteleien wären möglich, weil sich unsere übrigen Dickhäuter vernachlässigt fühlen. Denkbar wäre aber auch, dass sie über ihren Nachwuchs so begeistert sind, dass sie die Mutter verdrängen würden. Niemand kann im Moment sagen, ob es zu solchen Situationen kommt. Auch im Bereich der Außenanlage wird eine Sonderbox eingerichtet. Drumbo selbst scheint sich gut zu fühlen, neigt neuerdings aber etwas zu Trägheit. Um die 15-jährige Elefantenkuh in Form zu halten, unternimmt sie mit Tierpflegern zusätzliche Spaziergänge. Die augenblicklichen Arbeiten im Haus nehmen Drumbo, Schöpfi, Mogli und Sabu eher gelassen zur Kenntnis. Nur ab und zu signalisieren sie mit Trompetenstößen Aufgeregtheit und Unwillen. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende des Jahres vorgesehen. Hamburger Abendblatt - 19. Okt. 2005 Orang-Utan-Haus unter den Bauwerken des Jahres Zum 25. Mal verleiht der Architekten- und Ingenieurverein Hamburg die begehrte Auszeichnung "Bauwerk des Jahres". Das Besondere: Die Preisträger sind immer gleichrangig Bauherren, Architekten und Ingenieure. Unter den 60 Bewerbern, die von den Baudezernenten der sieben Bezirke vorgeschlagen wurden, zeichnete die Jury auch das Orang-Utan-Haus im Tierpark Hagenbeck aus, wegen der "Harmonie zwischen Natur, zeitgemäßer Architektur und Ingenieurtechnik. Immobilienzeitung 12. Oktober 2005 Zaha Hadid erhält Architekturpreis der Stadt Leipzig Leipzig. Ein Preis ging an das Parkhaus Zoo (HPP International Planungsgesellschaft mbH, Leipzig). General-Anzeiger (Bonn) - 19. Okt. 2005 Atlantis taucht aus der Versenkung auf Das Sea Life Center in Königswinter wird sagenhaft. Im wörtlichen Sinne. Auch wenn das Aquarium erst Anfang Dezember seine Tore öffnet, lässt sich soviel jetzt schon sagen. Den Besucher erwartet dort ein Rundgang durch die Nibelungensage, die mystischen Welten von Atlantis, Kapitän Nemo und dem Fliegenden Holländer. Zurzeit sind die 16 Mitarbeiter der Berliner Agentur Niessler fieberhaft damit beschäftigt, den spannenden Weg zu gestalten. Besondere Bedeutung kommt dabei der ersten Station zu, einem abgedunkelten Raum, in dem eine Stimme aus dem Off dem Besucher erzählen wird, was ihn in der nächsten Stunde erwartet. Von diesem Raum gelangt der Besucher durch ein plötzlich sich öffnendes Bücherregal in einen verzauberten Nebelwald, der das heimische Siebengebirge mystifiziert darstellen soll. Immer tiefer dringt der Besucher anschließend in die Wasserwelt ein. Um im nächsten Augenblick in die wunderbare Welt von Atlantis, die in Königswinter noch einmal aus der Versenkung auftaucht, zu gelangen. Anders als Atlantis überlebt der Besucher, auf den als nächstes die Welt von Kapitän Nemo wartet. In dem acht Meter tiefen Ozeanbecken hat die Nautilus bereits ihren endgültigen Platz gefunden, während das Wasser und die Fische noch bis November auf sich warten lassen. Bereits jetzt lässt sich erahnen, dass der Blick durch das riesige Bullauge oder von dem noch eindrucksvolleren zehn Meter langen gläsernen Panoramatunnel aus einmal die Höhepunkte des Besuchs werden dürften. Demnächst werden hier die bis zu 1,80 m großen Glatthaie, Rochen und andere Meeresbewohner einziehen. Der Sagenweg ist damit aber immer noch nicht zu Ende. Er führt weiter zum Schiff des Fliegenden Holländers, von wo aus sich der Blick auf das Ozeanbecken herab bietet. Den Schlusspunkt setzt Greenpeace mit einer wechselnden Ausstellung. Das Anliegen der Umweltorganisation: Unsere Kindeskinder sollen sich einmal nicht die Frage stellen müssen, ob auch Glatthaie und Rochen nur Fabeltiere gewesen sind. sueddeutsche.de - 13. Okt. 2005 Grundsteinlegung für das Sea Life Center Unterwasserwelt am See Die neuen Hügel, die im schönen Olympiapark aufgeschüttet wurden, sind nicht grün, sondern haben die Farbe grauer Kieselsteine. Und sie passen auch überhaupt nicht in die kunstvoll modellierte Landschaft. Die Erdmassen stammen aus der Baugrube für das Sealife Aquarium, das gerade auf einer Fläche zwischen dem Eissportzentrum und dem nördlichen Seeufer gebaut wird. Zur Zeit wird am Fundament für die knapp 2200 Quadratmeter große und rund 10,5 Millionen teure Aqua-Schau gearbeitet. Zu Ostern nächsten Jahres soll die neue Olympiapark-Attraktion eröffnet werden. Ein Großteil des Bauwerks verschwindet unter die Erde. Voraussetzung für die Genehmigung war, dass sich das Aquarium in Bezug auf die Topografie und die Bepflanzung harmonisch in das denkmalgeschützte Olympiapark-Ensemble einfügen muss. Der Standard - 13. Okt. 2005 Alte Palmenhaus wird generalsaniert Der Tiergarten Schönbrunn erhält räumlichen Zuwachs: Ab kommendem Frühjahr wird das Alte Palmenhaus in der Maxingstraße in Wien-Hietzing generalsaniert, wo künftig ein Orang Utan-Gehege, ein Mehrzwecksaal und die Zooschule untergebracht werden soll. Gemeinsam mit Bürgermeister Michael Häupl führte Pechlaner Journalisten durch die baufällige Anlage, die bis vor kurzem von der Filmakademie genutzt worden ist. Pechlaner gab sich über die Finanzierungszusage der Stadt hoch erfreut. Bei Häupl bedankte er sich auch für die Anregung, in dem Haus ein digitales Archiv des naturwissenschaftlichen Films anzulegen. "Das ist die Initiative des Bürgermeisters, der Gott sei Dank einen vernünftigen Beruf gelernt hat, nämlich Biologe", so der Tiergarten-Chef. Es seien nun die Weichen gestellt, um den "letzten Schandfleck im Weltkulturerbe Schönbrunn" zu beseitigen. Die Bauzeit wird rund zweieinhalb Jahre betragen. Spätestens dann erhält der Tiergarten auch einen neuen Zugang in der Maxingstraße. Die Verbindung zum Zoo wird als 13 Meter langer unterirdischer Gang gebaut, der unter dem Botanischen Garten durchführen wird. Kunstmarkt.com - 13. Okt. 2005 Gironcoli-Museum im Tierpark Gestern hat im österreichischen Tierpark Herberstein ein neues Museum für die Kunst Bruno Gironcolis eröffnet. Untergebracht sind die groß dimensionierten Figuren des letztjährigen Biennale-Teilnehmers in einem Tennengebäude aus dem Jahr 1594 und einem modernen Erweiterungsbau in Glas-Stahl-Kunststoffkonstruktion des Architekten Hermann Eisenköck. Auf 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche müssen sich die skurrilen und irritierenden Gebilde aus technischen und organischen Versatzstücken mit ihren glatten, hyperästhetischen Oberflächen nun unter einem offenen Holzdachstuhl behaupten. Die Aufstellung erfolgte in Kooperation mit dem Landesmuseum Joanneum in Graz und wurde von dessen Intendanten Peter Pakesch kuratiert. Das Bauvorhaben kam mit einem Gesamtbudget von 3 Millionen Euro aus, das der österreichische Staat, das Land Steiermark und Gräfin Andrea Herberstein mit Sponsoren zu gleichen Teilen übernommen haben. Der Leihvertrag mit Gironcoli läuft zunächst zehn Jahre. Vorstadt (Zürich) - 13. Okt. 2005 Auch ein Beitrag zur Imageverbesserung Vor zwölf Monaten hat die Stadt Zürich Pläne präsentiert, wonach in rund fünf Jahren zwischen dem Bahnhof Stettbach und dem Zoo eine Seilbahn verkehren soll. Der stellvertretende Zoodirektor Andreas Hohl korrigiert diesen optimistischen Zeitplan nun jedoch um mindestens fünf Jahre: «Wir haben unterdessen sämtliche Ecken des Projekts ausgeleuchtet und festgestellt, dass es komplizierter wird, als zunächst angenommen.» Hohl erwähnt, dass die Finanzierung noch nicht feststehe, und dass die langwierigen Bewilligungsverfahren länger dauerten als geplant. Die Stadt Dübendorf hat ihren Widerstand gegen die Seilbahn angekündigt. «Bei solchen Projekten muss man Geduld haben. Doch damit kennen wir uns seit dem Bau der Masoala-Halle ja bestens aus.» Aktionen Naumburger Tageblatt - 14. Okt. 2005 Ausstellung über bedrohte Tiger im Magdeburger Zoo eröffnet Eine Ausstellung über Tiger ist am Freitag im Magdeburger Zoo eröffnet worden. Die Schau dokumentiert mit Hilfe von Fotos, Schautafeln und anderen Ausstellungsstücken, wie bedroht die größte Raubkatze der Welt in ihrer Heimat in Asien ist. Die Ausstellung wurde vom Esso-Konzern initiiert. Mitteldeutsche Zeitung - 16. Okt. 2005 Ozelot auf den Namen «Özzi» getauft Bei dem diesjährigen Herbstfest im Ascherslebener Tierpark waren die Tiger die Hauptpersonen. Das hatte seinen guten Grund, denn vor einem Jahr war im Tierpark die neue Tigeranlage feierlich eröffnet worden. Daran wollte der Tierpark mit seinem Herbstfest erinnern. Höhepunkt des Nachmittags war die Tiertaufe. Getauft wurde ein im September geborenes
| |