E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Melanie Witte
   Dr. Silke Sorge
   Marco Smeets



ISSN 1619-6643


Ausgabe 284 vom 22. September 2005

Liebe Leser,

am Wochenende tagten in Washington die
Experten des Global Amphibian Assessment, um Maßnahmen gegen das dramatische Sterben von Amphibienarten weltweit zu beschließen. Neben all den anderen Bedrohungen kam ja vor einigen Jahren die Chytridiomykose hinzu, die vermutlich schon Dutzende Arten komplett ausgelöscht hat und als Flächenbrand um den Globus zieht. Für manche Spezies wird als letzte Chance nun eine Erhaltungszucht vorgeschlagen. Soweit mir bekannt, hat in Europa bisher nur der Zoo Chester schnelle Konsequenzen gezogen und plant ein Zuchtzentrum. Leider sind Amphibien aller Art in den Zoos fast überall nur Beiwerk. An dieser Stelle ist sicherlich auch nochmals der Hinweis geboten (wie auch auf der EAZA-Tagung verkündet), daß nun ein PCR-Test (ZSL, London) bereitsteht, mit dem jeder Amphibienhalter seinen Bestand testen sollte, und daß strenge Vorkehrungen gegen Infizierung getroffen werden sollten. Meldungen dazu

Für einigen Wirbel hat der Zoo-Test der "Bild am Sonntag gesorgt". Leider scheint es den Test nirgends online zu geben, uns liegt er auch nur in einer Papier-Kopie vor. Die sehr subjektive Bewertung mit den Augen eines naiven Besuchers sagt natürlich nicht viel über die Qualität der Zoos, sondern eher über deren PR-Fähigkeiten und den Eindruck bei einem flüchtigen Rundgang aus.
Umgekehrt ist es den Gewinner-Zoos kaum zu verdenken, wenn sie mit dem Ergebnis auch werben, aber wirklich stolz sein kann man auf einen solchen Test nicht. Nicht ganz von Ungefähr hat diese Zeitung in einigen Zoos Hausverbot... Im Vergleich war sogar der Stern-Test noch gut recherchiert, und auch der hat zu Recht zahlreiche Gegendarstellungen aus der Zoolandschaft erhalten.
Mit Erstaunen haben wir die im Test kolportierte Zahl "600 Zoos in Deutschland" zur Kenntnis genommen, die wohl nur von www.zoo-infos.de oder der Zoo-AG-Zooliste stammen kann. In beiden Fällen muß die Angabe aber irgendwo abgeschrieben oder vor langer Zeit recherchiert worden sein - sie ist weder aktuell noch ohne weitere Erläuterungen in diesem Zusammenhang zutreffend. Und natürlich - muß man es betonen? - hatte sich auch kein Redakteur bei uns gemeldet; wir können uns also ganz und gar von diesem Test distanzieren.

Aber BILD hatte ja auch berichtet, daß der Zoo von New Orleans zerstört worden sei. Damit kommen wir wohl zum Thema der nächsten Woche: Hurrikan "Rita" ist schon jetzt
drittstärkster je gemessener Wirbelsturm und hat noch ein paar Tage, sich über dem 32 Grad warmen Wasser des Golfs von Mexiko aufzuladen. Die weltbekannten Aquarien der bereits vorsorglich evakuierten Region Galveston und Corpus Christi, aber auch der Zoo Houston dürfen sich wohl auf ähnliche Probleme einstellen wie New Orleans und Co. vor drei Wochen.

Dirk Petzold


      

Pirmasens, 22. Sept. 2008
Rasanter Schleim
Im Tierpark Pirmasens wurde am Wochenende eine Weltpremiere präsentiert: Ein Gehege für Schleimpilze. "Dass Pilze keine Pflanzen sind, weiß man schon lange. Gerade Schleimpilze sind von Verhalten her eher mit einem Tier-Staat, etwa mit Treiberameisen vergleichbar" erläutert uns die begeisterte Pressereferentin. "Die knallgelben amöbenartigen Einzelzellen ziehen im Verband durch unsere klimatisierte Spezialvitrine und machen sich über Futter aller Art her." Das geschieht freilich in Super-Zeitlupe, und so zeigt ein Monitor im Zeitraffer die Bewegung der jeweils letzten drei Tage. Da wird aus dem etwas unappetitlich herumliegenden gelben Matsch ein verblüffend, ja fast erschreckend agiler und zielstrebiger Organismus, der pulsierend durch seine Klimazelle streift.

(Lassen auch Sie Ihre Phantasie spielen und schicken Sie uns Kurzartikel z.B. von 2015 oder 2055 - welche Themen mögen dann wohl die Zoowelt bewegen? Einige wenige Zeilen genügen.)

Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

sz-online - 18. Sept. 2005
Wolf aus Zoo ausgebrochen
Ein aus dem Gelsenkirchener Zoo ausgebrochener Wolf hat am Wochenende Polizei und Tierpfleger in Aufregung versetzt. Die Suche nach dem Tier blieb nach Angaben der Polizei vom Sonntag bislang erfolglos. Mehrmals soll er von Anwohnern auf Brachgeländen und Bahngleisen nahe des Geheges gesichtet worden sein. Nach Angaben des Zoos hat das in Panik geratene Tier vermutlich nach Kämpfen innerhalb seines Rudels eine 3,50 hohe Wand erklommen und den Elektrodraht überwunden.

Focus Online - 19. Sept. 2005
Wolf zieht wild umher
In Gelsenkirchen ist ein Wolf ausgebrochen und streift nun auf der Flucht vor Jägern durch die Gegend. Das Tier war am Samstag aus der „Zoom-Erlebniswelt“ entlaufen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Von dem Limba-Wolf gehe keine Gefahr für Menschen aus. Kinder sollten jedoch nicht alleine draußen spielen und Hunde an der Leine geführt werden. „Die einzigen, die Angst haben müssen, sind die Kaninchen", sagte ein Polizeisprecher. Am Samstag wurde das Tier auf einem Brachgelände gesichtet, konnte aber nicht eingefangen werden.

Rheinische Post - 20. Sept. 2005
Wolf bleibt weiter verschwunden
Der aus der "Zoom-Erlebniswelt" in Gelsenkirchen ausgebrochene Wolf bleibt weiter verschwunden. "Wir bekommen zur Zeit diverse Hinweise aus der Bevölkerung", sagt Pressesprecherin Sabine Haas. "Wir wissen aber im Moment einfach nicht, wo wir suchen sollen". Wie der Wolf ausbrechen konnte, ist aber mittlerweile geklärt. Das zwei Jahre alte und in der Hierarchie unten stehende Tier war offenbar derart bedroht worden, dass es sich mit einem Sprung über die 3,50 Meter hohe Mauer rettete. Bereits in den vergangenen Tagen hatte die Polizei aber betont, dass von dem Tier keine Gefahr für den Menschen ausgehe. Allerdings sollten Hunde an der Leine geführt werden und Kinder nicht alleine draußen spielen. Die Polizei hat die Suche nach dem Tier inzwischen eingestellt, fährt aber vermehrt Streife und geht den Hinweisen aus der Bevölkerung nach.

eBund - 16. Sept. 2005
BERN, DÄHLHÖLZLI «Die Tiere freuen sich. Wir uns auch»
Gestern Donnerstag, 11.45 Uhr, im Tierpark Dählhölzli. Gemütlich trotten die beiden Ponys Lido und Shana in Richtung Kinderzoo. Kurz zuvor durften sie ihr «Exil» bei den Rentieren im oberen Teil des Parks verlassen. Nach und nach füllt sich der Kinderzoo mit Leben. Die sechs Alpakas werden mit einem Lastwagen herangekarrt, während Meerschweinchen, Minipigs, Gänse, Barthühner und Zwergziegen bereits in ihren eingezäunten Territorien herumtollen. Die Tiere mussten vor gut drei Wochen innert kürzester Zeit vor den Wassermassen gerettet und in höhere Regionen des Tierparks transportiert werden. Die Aare überschwemmte den Kinderzoo unten am Fluss vollständig und verwüstete ihn. Kaum liess die Hochwassersituation es zu, begannen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierparks mit tatkräftiger Unterstützung spezialisierter Firmen und freiwilliger Helfer mit den Aufräumarbeiten und dem Wiederaufbau des Kinderzoos. Aber nicht nur der Kinderzoo steht den Besucherinnen und Besuchern wieder zur Verfügung. Auch alle anderen von den Fluten in Mitleidenschaft gezogenen Bereiche des Tierpark sind wieder instandgestellt. «Ab heute ist der ganze Tierpark Dählhölzli wieder offen», betont Tierparkdirektor Schildger.


Blick - 21. Sept. 2005
Zoo Dählhölzli mit einzigartiger Show
Trotz Herbstwetter kommen bei den Termiten im Berner Tierpark Dählhölzli Frühlingsgefühle auf: Die ersten Tierchen sind am Dienstagabend zu ihrem Hochzeitsflug gestartet. Der Hauptharst wird in den nächsten Tagen erwartet. Die meisten Hochzeitspärchen vom Dienstagabend landeten indessen bereits in den Mägen von Echsen und Kröten. Eine Gruppe wurde für die Zucht sichergestellt. Der Berner Tierpark Dählhölzli ist laut Direktor Bernd Schildger der einzige Zoo weltweit, in dem dieses Ereignis beobachtet werden kann.


Blick - 16. Sept. 2005
Wie fühlt sich ein Löwe im Käfig?
«Das gefährlichste Tier auf dem Planeten» steht über dem Käfig im Zoo von Zagreb. Hinter den Gittern stehen Plastikstühle, in der Ecke liegt Müll. Ein Schild beseitigt letzte Zweifel: In diesem Zoo wird neben den vielen Tieren aus aller Welt auch der Homo Sapiens ausgestellt, der Mensch. Neben dem vermüllten Käfig für den rücksichtslosen Homo Sapiens, in dem sich ausschliesslich Materialien finden, welche die Natur schädigen, gibts nämlich noch einen zweiten für den umweltbewussten Artgenossen. Er ist ausgestattet mit Möbeln aus natürlichen Materialen wie etwa Stühlen aus Bambus. Die Besucher können diese Käfige betreten und die Welt im Tierpark einmal von der anderen Seite der Gitterstäbe aus betrachten. Zoodirektor Mladen Anic verfolgt mit seiner Aktion zwei Ziele. Zum einen will er den Besuchern einen Eindruck vermitteln, wie die Tiere ihren Käfig wahrnehmen. Zum anderen will er die Menschen auch auf die von ihnen selbst verursachten Umweltprobleme hinweisen.

Aachener Zeitung - 21. Sept. 2005
Enten füttern bei Strafe verboten
Dass Besucher im Alsdorfer Tierpark Enten füttern, wird in Zukunft nicht mehr möglich sein - zumindest temporär. Die Landesregierung hat das Füttern von Hühnervögeln, Enten oder Gänsen im Freien untersagt - bei Zuwiederhandlung droht eine Geldbuße. Die Verordnung gilt für jedermann, Privatpersonen wie Institutionen, und überall. Wegen der Vogelgrippe, die bereits bis in den Ural vorgedrungen ist, besteht die Sorge, dass durch Fütterung im Freien Zugvögel angelockt werden könnten, die das Virus in sich tragen und lokale Bestände infizieren könnten. Deshalb gilt die Verordnung zwischen dem 15. Oktober und dem 15. Dezember, der «Hauptsaison» der Zugvögel, die dann ihren Weg nach Süden antreten.


Rheinpfalz.de - 19. Sept. 2005
Tierpark von Jakarta wird wegen Vogelgrippe geschlossen
Der Tierpark der indonesischen Hauptstadt Jakarta wird bis Mitte Oktober geschlossen, nachdem dort bei mehreren Tieren die gefährliche Vogelgrippe festgestellt worden ist. Der Zoo solle bis 17. Oktober gereinigt und die betroffenen Tiere behandelt werden, sagte Indonesiens Landwirtschaftsminister Anton Apriantono. Bei der Untersuchung von 27 Vögeln sei der Vogelgrippe-Erreger bei 19 Tieren nachgewiesen worden, darunter auch bei Adlern und Zwerghühnern.

 



Planung und Bau 


mephisto 97.6 - 20. Sept. 2005
Richtfest im Zoo: der neue Elefantentempel
Seit 3 Jahren laufen in Leipzig die Bauarbeiten für die 1 Hektar große Elefanten-Tempelanlage. Dr. Jörg Junhold ist Zoodirektor und freut sich beim Richtfest über den Baufortschritt. Neben einem 5000 qm großen Außengehege bekommen die Tiere auch noch Boxen für Rückzugs- und Schlafgelegenheiten. Außerdem soll es 4 große Badebecken geben. Auch der Wasserfall wird für die Dickhäuter ein wahres Duscherlebnis. Und wenn die Sonne mal zu sehr auf der Haut brennt, sorgen Bäume in der Außenanlage für ausreichend Schatten. Die indische Tempelanlage „Ganesha Mandir“ bietet so einige Highlits.

Leipziger Volkszeitung - 21. Sept. 2005
Weihnachtsgeschenk für Zoo-Elefanten
Gut Ding will manchmal Weile haben: Immerhin 80 Jahre nach der Eröffnung steht jetzt das Elefantenhaus im Zoo vor der Vollendung. Gestern war Richtfest für den Anbau, der von Stadtbaurat James Bühring in den 1920er-Jahren schon geplant war, damals aber aus Geldmangel nicht verwirklicht wurde. Allerdings setzt Leipzig nun noch eins drauf: Zoochef Jörg Junhold kündigte an, dass der Tiergarten mit der Einweihung des Elefantentempels am 2. April 2006 eine weitere Weltneuheit bekommt. Die sechs Dickhäuter können sich im Innenbereich erstmals in einem riesengroßen Sandkasten tummeln, mit dem für Elefanten in freier Wildbahn üblichen Boden. Außerdem stehen ihnen ein beheiztes Badebecken und insgesamt vier Außenanlagen zur Verfügung. Asiatische Brücken, einbrechende Stollen, Pagoden, ein asiatischer Bambuswald und ein unterirdischer Gang am Badebecken entlang sollen besondere Attraktionen für die Besucher werden. Für die Tierpfleger verbessert sich die Sicherheit: Sie können je nach Situation direkten Kontakt mit den Elefanten aufnehmen, sie aber auch durchs Gitter betreuen beziehungsweise den Kontakt ganz unterlassen. Die Kosten des Neubaus betragen 7,65 Millionen Euro. OBM Wolfgang Tiefensee bekannte sich dazu, dass die Stadt trotz der schwierigen Haushaltslage auch in den nächsten Jahren die Investitionen im Zoo weiterführt, um seine Attraktivität für die Zukunft zu sichern.


sz-online - 21. Sept. 2005
Ein Tempel für die grauen Riesen
Großer Bahnhof gestern im Leipziger Zoo. Hier wurde Richtfest gefeiert für den neuen, nach einem indischen Gott benannten Asiatischen Elefantentempel „Ganesha Mandir“. Der 488 Quadratmeter große Innenbereich unter dem originalgetreu rekonstruierten Dach von 1926 wird dem Besucher faszinierende Einblicke in das Leben der grauen Riesen bieten. Durch eine 15 Zentimeter dicke Plexiglasscheibe kann man ihnen in einem 20 Meter langen Tunnel sogar beim Schwimmen zusehen. Der Umbau des alten Dickhäuterhauses (7,65 Millionen Euro) soll Anfang 2006 abgeschlossen sein.




Aktionen

Berliner Zeitung - 15. Sept. 2005
Nach Feierabend zu den Schlangen
Zum letzten Mal in diesem Jahr veranstaltet der Tierpark Berlin heute eine Lange Nacht. Von 20 bis 24 Uhr kann man auf beleuchteten Wegen durch Europas größten Landschaftstiergarten wandeln, von 20 bis 22 Uhr sind das Krokodilhaus und die Schlangenfarm geöffnet. Nach 21 Uhr gibt es in der Cafeteria eine Diskussionsrunde mit dem Tierparkchef.


TLZ - 18. Sept. 2005
Pferde striegeln und Löwen beobachten: Zootag in Erfurt
Im Erfurter Zoo können die Besucher den Tieren heute (Sonntag) näher kommen als sonst. Die Tierpfleger in der Landeshauptstadt laden zum 12. Deutschen Zootag ein. Kinder dürfen Pferde und Esel einmal selbst striegeln oder auf ihnen reiten. Ein Pfleger aus dem Elefantenrevier erläutert die Eigenarten der Elefantendamen Aja, Safari, Seronga und Csami. Höhepunkt in der Löwensavanne ist die Fütterung der Raubkatzen mit ganzen, toten Ziegen.

Die Welt - 21. Sept. 2005
Hamburger Grundschüler lernen Zahnpflege im «Tierpark Hagenbeck»
Rund 900 Hamburger Schulkinder haben am Mittwoch im «Tierpark Hagenbeck» anschaulichen Zahnpflege-Unterricht bekommen. Bei Zoo-Rundgängen mit Zahngesundheitslehrerinnen erfuhren die Drittklässler, für welche Nahrung die Gebisse von Löwen, Elefanten und Mandrill-Affen geeignet sind und wie die Tiere es mit der Mundhygiene halten. So ließen sich Schüler dazu motivieren, ihre eigenen Zähne gesund zu halten.


Fuldaer Zeitung - 17. Sept. 2005
Man kann den Hirsch bald röhren hören
Zur Rotwildwoche lädt der Wildpark Gersfeld von Montag, 26. September, bis Sonntag, 2. Oktober, ein. In diese Zeit fällt die Brunft der Hirsche. Im Wildpark Gersfeld werden Führungen angeboten, die das Brunftgeschehen und die Geweihentwicklung zum Hauptthema haben.

Holsteiner Zeitung - 19. Sept. 2005
Mit Hund und Schildkröte zur Predigt: Erster Tiergottesdienst in ...
Das Positive in der Beziehung zwischen Mensch und Tier stand im Mittelpunkt des ersten Tier-Gottesdienstes in der Arche Warder in Warder. Pastorin Babette Lorenzen predigte vor 60 Gläubigen, die sich mit ihren Haustieren unter einem weißen Segel versammelt hatten, über das was, Tiere den Menschen lehren können: Im Hier und Jetzt zu leben. Die Kollekte des Gottesdienstes kommt der Vervollständigung des Camp-Bereichs im Tierpark zu Gute. War die Resonanz beim ersten Feldgottesdienst auch etwas geringer als erhofft, kann Arche-Warder-Geschäftsführer Heinrich Laing sich vorstellen, im nächsten Jahr wieder zum Gottesdienst einzuladen.

Rhein Main Presse - 20. Sept. 2005
Gesellen mit frechen Gesichtern: AZ-Vogelpark feiert sein Herbstfest mit Kürbis- und Marmeladenverkauf
Gut besucht ist am Sonntag das Herbstfest des Lampertheimer AZ-Vogelparks gewesen. Bei schönem Wetter fanden viele Familien den Weg dorthin, um gemeinsam die letzten sommerlichen Sonnenstrahlen zu genießen. Die Kinder konnten indes die vielen Tiere des Parks bewundern, streicheln und füttern. Saisonabschluss ist am 16. Oktober, was jedoch nicht heißen soll, dass dann der Park eingemottet wird. Die Tiere müssen gefüttert und gepflegt, die Außenanlagen müssen wintertauglich gemacht und die kommende Saison besprochen werden.

 



Nachwuchs 
 
Kölner Stadt-Anzeiger - 16. Sept. 2005
Riesen-Baby lässt auf sich warten
"Wann kommt es denn endlich zur Welt, das Elefanten-Baby?" "Müsste es nicht schon längst da sein?" Wie oft derartige Fragen im Kölner Zoo tagtäglich gestellt werden bleibt wohl offen. Doch Khaingh Lwin Htoo lässt auf sich warten. Ganz entspannt bleibt auch Zootierarzt Dr. Olaf Behlert - auch wenn der frühest mögliche Geburtstermin inzwischen mehrere Wochen überschritten ist. Schließlich hätten Elefanten eine Geburtsspanne von zwei Monaten, erklärt er einer Gruppe Schülern, die neugierig nachfragt. Es könne also noch durchaus bis Ende September dauern, bevor das Jungtier das Licht der Welt erblickt.

General-Anzeiger (Bonn) - 16. Sept. 2005
Familie Mähnenwolf hat Nachwuchs bekommen
Dass der Zoo Neuwied tiergärtnerisch viel zu bieten hat, ist über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Die Berberlöwenzucht hat der sehr gefährdeten Löwenart innerhalb von zwei Jahren bereits fünf Jungtiere zur Bestandssicherung gebracht, und seit über 15 Jahren werden in Neuwied auch Straußenküken in Naturbrut großgezogen. Zum ersten Mal in der nun 35-jährigen Geschichte des Zoos Neuwied ist es in diesem Jahr gelungen, Mähnenwölfe nachzuziehen. Die zwei Welpen kommen immer öfter zum Spielen auf die offene Grasfläche mitten in den Anlage. "Mähnenwölfe sind von Natur aus extrem scheue Tiere und suchen mit ihren Welpen gerne Deckung unter Sträuchern oder in Erdhöhlen", erklärt Zoochef Klein. "Man muss schon sehr genau hinsehen, denn mittlerweile sind die beiden Kleinen schon fast so groß wie ihre Eltern, und von denen kann man sie hauptsächlich an den kürzeren Haaren unterscheiden."

Mitteldeutsche Zeitung - 21. Sept. 2005
Kleine Erdmännchen sind noch ohne Namen
Die kleinen Erdmännchen sind seit ihrem Einzug im Wittenberger Tierpark der Blickfang. Neben Aras und Ziegen sind es die putzigen Pelztiere, an deren Freigelände die Besuchern gern stehen bleiben. Zumal seit der Nachwuchs, die drei Anfang Juli geborenen Erdmännchen, ebenfalls um Baumstämme und Steine herum tollt. Die drei Nachkömmlinge haben noch keine Namen, aber zwei seien schon "verpatet".
Zum anderen war das Fernsehen im Aquarium des Tierparks und drehte dort einige Szenen für eine 30-minütige Reportage über Elbe, Biber, Fischreiher und mehr. Am Donnerstag, 6. Oktober, 16.30 Uhr läuft im MDR-Fernsehen "Safari zu Hause", unter anderem mit Szenen aus dem Tierpark Wittenberg.



Artikel aus der niederländischen Presse

RTV Rijnmond – 21. September 2005
Entrüstung über Affentausch
http://www.rtvrijnmond.nl/Homepage/Regionieuws/Nieuws?itemid=30848
Nach starken Protesten deutscher und niederländischer Tierschützer gegen den Transfer von Gorillas aus dem Rotterdamer Zoo (die Tiere stammen u.a. auch aus Berlin) sicherte dessen Direktor Ton Dorresteijn zu, dass die Haltung der Tiere jährlich kontrolliert werden wird.

Dierennieuws – 21. September 2005
Tiergarten Blijdorp erhält weiterhin Subventionen
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200509/nw36057.htm
Entgegen der Ankündigungen vom Mai werden dem Rotterdamer Zoo (wie auch dem botanische Garten Arboretum Trompenburg und dem Tierpark Plaswijk) nicht die Subventionen gekürzt. Blijdorp erhält somit nach wie vor 4,7 Millionen Euro pro Jahr. Dennoch wird seitens der Gemeinde in den nächsten Jahren untersucht, ob der Tierpark durch seine Einnahmen auf Teile der Zuschüsse verzichten könne.



Hurrican Update

Gulfport Oceanarium:
The dolphins who got knocked out of their aquarium during Katrina returned this week. The dolphins getting fed, and very happy to be back 'home' with their trainers


Hattiesburg Zoo:

We have gotten many utilities back on line this past week and are able to catch up with friends and family.
We were approximately 10-15 miles from the eye of the storm with winds up around 110 mph. The Hattiesburg Zoo sustained major tree damage to our perimeter fencing and some exhibits. Most importantly, ALL our animals survived the storm and are still doing well. We were lucky to sustained minimal building damage from the 30 or so large pines and oaks that fell within the 15 acres of our zoo. We are still cleaning up and making adjustments in the management of our animals to insure the best care possible. Many of the staff members have worked exhaustively in the summer heat of Southern Mississippi in order to gain some "normality". Many of them weathered the storm well, but still have a personal life to get back in order. We have had some physical help from the Birmingham Zoo in Alabama, which was a great morale boost for the staff. We have also been in contact with the Jackson Zoo, who have also received major tree lose and no animal lose. If I have learned one thing from this, is the dedication and determination of the professional staff and professional community to make a difference, for the animals and for each other. John Wright, General Curator




sz-online - 17. Sept. 2005
Frechster aller Affen muss Leipzig verlassen
Affentheater im Leipziger Zoo: Weil Schimpanse Brent (6) nur Blödsinn im Kopf hat und seine Artgenossen ärgert, muss Leipzigs frechster Affe den Tiergarten verlassen. Der kleine Flegel wird am Montag nach Dänemark abgeschoben. „Der Frechdachs ärgert ständig seine Familie und sorgt so für Tumult im Rudel“, erklärt Zoo-Sprecherin Kathleen Raschke. Mit Vorliebe ahmt er seine Artgenossen nach. Selbst Zoodirektor Jörg Junhold soll von dem Faxenmacher schon mit bedeutungsschwerer Mimik nachgeäfft worden sein. Junhold befürchtet, dass sich Brent als nächstes mit seinem Vater Robert (30) anlegt und dann richtig die Fetzen fliegen. Im Safaripark Givskud sollen ihm scharfe Schimpansen-Damen zeigen, dass es neben Faxenmachen noch andere schöne Dinge auf der Welt gibt ...

B.Z. - 18. Sept. 2005
Stubenarrest für Bokito
Armer Bokito! Unser Gorilla-Mann, der aus dem Zoo in den Serengeti-Park von Hodenhagen gebracht wurde, hat seit über zwei Wochen Stubenarrest. Denn draußen tummeln sich drei andere Gorilla-Männchen. "Wir können die Affen nicht gemeinsam auf die Außenanlage lassen, weil es sonst Zoff gibt", sagt Michael Böer, zoologischer Leiter des Parks. Eigentlich sollten die drei Stammgorillas längst weg sein - zwei nach Holland, einer in einen russischen Zoo. "Aber das dauert. Bis alles geregelt ist, können noch ein bis zwei Wochen vergehen", sagt Michael Böer. Und so hängt Bokito weiter in der Warteschleife.

Die Welt - 21. Sept. 2005
Berlins Gorilla-Damen bekommen neuen Mann - Zoo hofft auf Nachwuchs
Neue Hoffnung für Berlins einsame Gorilla-Damen: Am Mittwoch ist ein neuer Mann ins Affenhaus eingezogen. Der 17 Jahre alte Ivo aus Amsterdam soll in Berlin endlich für Nachwuchs sorgen - und hat es dabei gleich mit sechs Damen zu tun: Mpenzi, Effi, Gigi, Fatou, Sangha und Djambala erwarten den Silberrücken. Kritik dazu kam von den Berliner Grünen. Der Nachzucht fehle ein Konzept für die Zukunft der Tiere.


Die Welt - 19. Sept. 2005
Neues Schnee-Eulen-Pärchen im Berliner Zoo
Der Berliner Zoo hat wieder ein Schnee-Eulen- Pärchen. In den vergangenen Tagen zogen ein junges Weibchen aus dem Vogelpark Marlow und ein im Naturschutzpark Görlitz geschlüpftes Männchen im Zoologischen Garten ein. Nach »anfänglichen Streitereien» hätten sich die beiden Vögel aneinander gewöhnt, teilte der Zoo am Montag mit.

Berliner Zeitung - 20. Sept. 2005
Gestatten Mirko
Der Berliner Zoo hat einen neuen Bewohner. Schnee-Eule Mirko kam in der vergangenen Woche aus dem Naturschutz-Tierpark Görlitz an die Spree. Hier soll er mit einem Weibchen, das vor zehn Tagen aus dem Vogelpark Marlow eintraf, für Nachwuchs sorgen. Benannt ist Mirko übrigens nach Mirko Kolodziej, der beim Berliner Rundfunk die Nachrichten liest und dabei auch über Neuzugänge im Zoo berichtet.

Berliner Morgenpost - 18. Sept. 2005
Die Würgeschlange, die gern kuschelt
Gladys hängt über den Schultern von Tierpfleger Thomas Warkentin, ringelt ihre fein gezeichneten 3,30 Metern um seine Arme und den Brustkorb, ihr Schwanzende steckt sie elegant in seine linke Hosentasche. Zwei Schulklassen umringen den jungen Tierpfleger, die Kinder wollen den Dunklen Tigerpython anfassen. Einige dürfen, dann bringt der 27jährige das entspannte Tier wieder in sein Terrarium. Angst hat er dabei keine. "Warum auch?", sagt Thomas Warkentin, "Gladys ist doch eine Kuschelschlange." Begonnen hat die ungewöhnliche Beziehung zwischen Mensch und Schlange vor vier Jahren, als Gladys im Allwetterzoo in Münster schlüpfte. Sie hatte 24 Geschwister, fast alle Tiere wechselten aus Münster zu Zoos in aller Welt - bis auf Lieblingsschlange Gladys. An sie dachte Tierpfleger Warkentin noch, als er vor einem Jahr im Aquarium Berlin anfing. Und als dort ein großes Terrarium frei wurde, nutzte er die Gelegenheit und schlug den Tigerpython aus Münster vor.

Berliner Zeitung - 19. Sept. 2005
Tigermann sucht Tigerfrau
Berlin ist die Hauptstadt der Singles - es gibt sie auch im Tierreich. Im Tierpark Berlin und im Zoologischen Garten leben Tiere, die die einzigen ihrer Art sind. In der Regel werden von jeder Art mehrere Exemplare gehalten. Zoos wollen Tiere schließlich nicht nur zeigen, sondern auch züchten. Wenn aber Tiere sterben oder in andere Zoos gegeben werden, kann es vorkommen, dass vorübergehend ein Einzeltier übrig bleibt.

koeln.de - 21. Sept. 2005
Zoo: Elefantenpark lässt Besucherzahlen steigen
Die grauen Dickhäuter sind beliebt beim Publikum des Kölner Zoo. Der Elefantenpark im Kölner Zoo, der letztes Jahr eröffnet wurde, sorgte für einen zweistelligen Besucheranstieg: 18 Prozent mehr Besucher als im Jahr 2003 wurden vom Zoologischen Garten Köln gezählt. Auch die Mitgliederzahl des Fördervereins konnte einen leichten Anstieg auf 3400 Mitglieder verzeichnen, teilte der Vorsitzende Klaus Josef Maus auf der Jahresversammlung der Zoofreunde mit.


Focus Online - 21. Sept. 2005
In der Schule mit Kamelen
Die achtjährige Johanna, die kleine Constanze und ihre Freunde von der Ferienfreizeit-Gruppe betrachten die Dromedare im Landauer Zoo und stellen eine Menge Fragen. Für die 23-jährige Lehramtsstudentin Bianca Gros, im Freizeitjob Lehrkraft an der Zooschule Landau, sind die Beobachtungen der Gruppe Ausgangspunkt für anschauliche Tierkunde. 1992 wurde die Zooschule Landau gegründet. Inzwischen ist das Gemeinschaftsunternehmen der Universität Koblenz-Landau und des Zoos Landau ein voller Erfolg: Mittlerweile unterrichten zwischen 35 und 40 angehende Lehrer und Diplompädagogen pro Jahr rund 13 000 Kinder aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg oder dem benachbarten Elsass, sagt die Leiterin Gudrun Hollstein. Von der Verbindung profitieren beide Partner. Die Studenten der Universität können „ganz viel praktische Erfahrung“ mit Gruppen unterschiedlichen Alters und von unterschiedlichem Bildungsstand sammeln, sagt Zoolehrerin Bianca Gros. Und für den Zoo selbst, so Direktor Jens-Ove Heckel ist das ein weiterer Schritt in Richtung Zentrum für Bildung, Arten-, Natur- und Umweltschutz sowie für Werbung in eigener Sache.


Berliner Morgenpost - 16. Sept. 2005
Drei Känguruhs auf der Flucht
Drei Känguruhs, die vor wenigen Tagen aus einem Tierpark in Böhl-Iggelheim ausgebüxt sind, sind noch immer in Freiheit. Ein Jäger sichtete am Mittwoch zwei der "Ausreißer" - vermutlich ein junges Känguruh und seine Mutter - im Wald. Die Känguruh-Damen ließen in dem Tierpark ein Männchen zurück.


Märkische Allgemeine - 16. Sept. 2005
Schnappi ist da
Einen Namen für eine Schnappschildkröte zu finden, ist nun wirklich nicht schwer. "Klar, dass sie Schnappi heißt", sagt Hans-Dieter Eichholz vom Tierpark Germendorf, der die neue Zoobewohnerin in Empfang nahm. Gebracht wurde sie von Mitarbeitern des Landesumweltamtes, Abteilung Naturschutz. Ihren privaten Besitzern ist Schnappi offenbar zu groß geworden. Sie setzten die große Schildkröte in einem Meliorationsgraben aus, wo sie von Arbeitern bei Räumarbeiten gefunden wurde. Diese brachten sie in eine Tierauffangstation, von der sie schließlich in die Obhut des Landesumweltamtes kam.


Rhein Main Presse - 16. Sept. 2005
"Engagieren statt meckern" Rentner sind im Tiergarten aktiv
Otto Flassak ist als Kfz-Mechaniker im Ruhestand für die Schlosserarbeiten im Tiergarten Worms zuständig. Zusammen mit drei weiteren Rentnern leistet er zweimal wöchentlich ehrenamtliche Arbeit im Tierpark. Was als nächstes angegangen wird, sprechen die Rentner mit Betriebsleiter Ernst Jockers ab, der die helfenden Hände zu schätzen weiß. "Die Zusammenarbeit klappt bestens", meint er. Kein Wunder, denn die vier arbeiten weitestgehend eigenständig an ihren Arbeitsprojekten.

Fuldaer Zeitung - 17. Sept. 2005
Die Herren über Gams & Co
Wildhüter Hermann Bleuel ist Herr über rund 150 Tiere und für deren Wohl und Wehe im Wildpark Gersfeld verantwortlich. Mit seinen beiden Kollegen Dieter Kircher und Thomas Sauer sorgt er dafür, dass es Reh, Hirsch, Gams und Co gut geht.

Kieler Nachrichten - 21. Sept. 2005
Herbstzeit im Wildpark: Jetzt röhrt der Platzhirsch
Im Wildpark Eekholt hat die Paarungszeit des Rotwildes begonnen. Die Hirschbrunft ist ein optisch wie akustisch imposantes Naturschauspiel.


azonline.ch - 21. Sept. 2005
Rätselhafter Waldrapp im Zürcher Zoo
Der Zürcher Naturwissenschaftler Conrad Gessner (1516-1565) hat ein immenses Werk hinterlassen. Vor 450 Jahren veröffentlichte er seine Vogelkunde. Darin beschreibt er erstmals den Waldrapp. Eine Gruppe des bedrohten Vogels lebt in Zürich. Zu Zeiten von Conrad Gessner brütete der Zugvogel in der Schweiz. Keine hundert Jahre später war er in den europäischen Alpen ausgerottet. Nicht nur, weil die Jungvögel lecker zubereitet werden konnten, sondern auch, weil ihnen durch die Trockenlegung von Sümpfen die Lebensgrundlage entzogen wurde. Der ausgesprochen soziale Waldrapp gehört heute zu den am meisten gefährdeten Vogelarten. Einige Kolonien gibt es noch in der Osttürkei und in Marokko. Eine Handvoll Tiere wurde kürzlich in Syrien entdeckt. Wiederansiedelungsversuche sind im Gange.


Krone.at - 16. Sept. 2005
Zoo konstruiert das erste Laufband für Elefanten
Elefanten gelten gemeinhin als Dickhäuter. Maggie, die 23-jährige Elefanten-Kuh, ist jedoch viel zu dick - selbst für einen Elefanten. Für das ganz spezielle Fitnessprogramm konstruierte ein Zoo in Alaska jetzt das erste Laufband für Elefanten. Nach einem kompletten Umbau des Geheges darf Maggie dann in ca. zwei Monaten ihr erstes Training absolvieren.


Die Zeit - 16. Sept. 2005
Fitness für Elefanten
Der Zoo in Anchorage, Alaska, baut seiner Elefantendame Maggie gerade ein sechs Meter langes Laufband, damit sie sich erstens nach dem Tod ihrer Kameradin nicht mehr langweilt und zweitens - abspeckt!


gay-industries - 20. Sept. 2005
Schwules Pinguin-Paar trennt sich
Nach über sechs Jahren hat sich im New Yorker Zoo ein schwules Pinguin-Paar getrennt. Silo und Roy, die sogar gemeinsam ein Kind aufzogen und sechs weiteren Homo-Pinguin-Paaren als Vorbild dienten, kamen zum Ende ihrer Beziehung, als eine Single-Pinguindame aus SeaWorld in San Diego in den Central Park Zoo importiert wurde. Silo stoppte recht schnell den Kontakt zu seinem Lebensgefährten und baute ein Nest zusammen mit Scrappy, dem weiblichen Neuankömmling.

Esslinger Zeitung
Wo die Sonne blutrot im Grün versinkt - Uraufführung
Esslingen - Was sie genau wollen, das wissen die Tiere im Zoo nicht. Aber sie wissen, was sie nicht wollen...
Dass das im Zoo und in der restlichen Welt nicht leicht ist, schildert die Autorin Karin Eppler. Ihre Geschichte von "Banana Jane" handelt von Tieren mit menschliche Verhaltensmustern. Inszeniert vwurde sie von der Esslinger Landesbühne im Kindertheater.


Blick Online - 22. Sep 2005
«Na Freunde, wie gehts denn so?»
Sydney – Der kontaktfreudige Klein-Krallen-Otter ist sein Geld wert. Er schwimmt schnurstracks auf die Scheibe seines Bassins zu und winkt den Besuchern zu. Ihm jedenfalls scheints im «Taronga Zoo» der australischen Metropole Sydney bestens zu gefallen.

Berliner Zeitung - 22. Sep 2005
Allein unter Weibern
Berlin. Es war eine beschwerliche Reise für Ivo: Mehr als 14 Stunden dauerte gestern die Fahrt von Amsterdam nach Berlin, dann kam das Gorilla-Männchen im Zoologischen Garten an. Ivo ist dann der einzige Mann in der Gorilla-Gruppe.

Berliner Morgenpost - 18. Sept. 2005
Berberaffen überleben im Elsaß
In ihrer nordafrikanischen Heimat droht den Berberaffen das Aussterben, doch im französischen Elsaß haben sie eine Zuflucht gefunden: Am "Affenberg" beim Winzerdörfchen Kintzheim nahe Selestat tummeln sich an die 300 der possierlichen Kletterer auf einem 24 Hektar großen Gelände unter freilandähnlichen Bedingungen.



Bild-am-Sonntag Zootest

Zwanzig Zoos wurden nach den drei Kriterien Haltung & Gestaltung, Kinderfreundlichkeit sowie Service & Gastronomie untersucht.

Augsburger Allgemeine (nur noch im Google-Cache online)

Zoo-Test: "Sind doch in guter Gesellschaft"
Bei einem Vergleich der 20 größten Zoos in Deutschland ist der Augsburger Tiergarten im Mittelfeld gelandet. Die Zeitung "Bild am Sonntag" vergab für die Anlage die Note 3+, schlechter als Hannover, Leipzig oder Nürnberg, aber besser als Dortmund oder Frankfurt. Zoodirektorin Dr. Barbara Jantschke zeigte sich insgesamt zufrieden - und kündigte weitere Verbesserungen an.

Note "sehr gut" für den Erlebnis-Zoo!
Die Bild am Sonntag bewertete den Zoo in Hannover mit der Traumnote 1- !
Im Erlebnis-Zoo Hannover gibt’s am „meisten Löwe fürs Geld“! Das befand die Redaktion der Bild am Sonntag in ihrer Ausgabe vom 11. September 2005 und bewertete den Zoo in Hannover mit der Traumnote Note: 1- !

Bestnote für den Leipziger Zoo
Bild am Sonntag krönt Deutschlands beste Zoos
Der Leipziger Zoo zählt zu den besten Deutschlands. Im Zoo-Test der „Bild am Sonntag“ vom 11. September wurde der Zoo Leipzig zum Gewinner gekrönt und im Vergleich mit 19 anderen Zoologischen Gärten der Republik, mit der Note „eins minus“ bewertet.

 
Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Münchener Tierpark Hellabrunn, 21.09.05
Was lange währt, wird endlich gut!
Am 22. Juni d. J. kam nach 17 Jahren wieder ein Silbergibbon auf die Welt. Vater „Peter“, der 1988 in Hellabrunn geboren wurde, war unser letztes Jungtier. 2004 wurde er mit einem Gibbon-Weibchen aus dem Zoo Howletts, England, vergesellschaftet: „Pangrango“, die 1997 dort geboren wurde. Sie hat sich direkt in ihrem neuen Zuhause sehr wohl gefühlt und mit „Peter“ war es Liebe auf den ersten Blick. Nach einer Tragzeit von ca. 7 Monaten kam ein gesundes Jungtier auf die Welt. Im Gegensatz zu vielen anderen Primatenarten führen Gibbons ein Leben lang eine Einehe und leben in festen Bezirken. Herzlich danken wir Herrn Ernst Menzel, Vertreter der Sparda-Bank München eG, für die Übernahme der Patenschaft unseres kleinen „Flip“.

Tiergarten Heidelberg, 21.09.05
„Jolie“ und „Zinedine“ - zwei kleine Stars im Tiergarten Heidelberg -
Auf wackeligen Beinchen steht es schon, das kleine Eselfohlen mit Namen „Zinedine“. Vor einer guten Woche kam es zur Welt und sieht noch aus „wie ein Plüschtier“, so ein kleines Mädchen, das mit seiner Mutter den Heidelberger Zoo besucht. Keinen Zentimeter weicht Esel-Mutter „Resi“ von dem kleinen Fohlen. „Resi kümmert sich ganz großartig um ihr Junges“, so Arthur Asmann, Revierleiter im Tiergarten Heidelberg. Nicht so einfach war es für die kleine Eselstute „Jolie“, die Ende Juli geboren wurde. Ihre Mutter, „Madeleine“, hatte zu wenig Milch. Das Problem war dem Zoo bekannt: „Im letzten Jahr musste das Jungtier komplett mit der Flasche aufgezogen werden. In diesem Jahr hat Madeleine mehr Milch“, sagt die Tierpflegerin Anke Jakob, „so dass wir nur noch mit der Flasche zufüttern müssen.“
Alle paar Tage wird kontrolliert, ob die Kleinen auch angemessen zunehmen. Und so marschieren TierpflegerIn und Eseljunge in regelmäßigen Abständen durch den Zoo zur Elefantenanlage, um Gewicht zu messen. Auf der Waage, die Zoobesuchern vor Augen führen soll, wie viele Personen nötig sind, um die 4 Tonnen eines Elefanten zur erreichen, bringt es „Jolie“ derzeit auf 61 kg; ihr jüngerer Kollege schafft gerade mal die Hälfte. Aber „Jolie“ und „Zinedine“ müssen noch größer werden, denn ihre Eltern gehören zu einer der größten Esel-Rassen weltweit, den Poitou-Eseln, die ursprünglich aus der Region Poitou in Westfrankreich stammen. Zu früheren Zeiten war es beliebt, diese Rasse mit Pferdestuten zu kreuzen und so geduldige und kräftige Arbeitstiere, die Maultiere, zu züchten. Sogar als Zugtier für Löschzüge wurden die robusten Kreuzungen eingesetzt und zum Schutz ihr langes Haar benässt. Das müssen „Jolie“ und „Zinedine“ jedoch nicht: Sie dürfen mit ihren Müttern „Resi“ und „Madeleine“ auf der Weide grasen, im Esel- oder Ponygehege herumtollen und haben nur eine Aufgabe: gesund groß zu werden.

Wilhelma, 21.09.05
Coole Sonnenanbeter
Fehlen nur noch die Sonnenbrillen – mit unnachahmlich coolem Gesichtsausdruck recken 6 kleine stachelige Echsen die Köpfchen in die künstliche Sonne: Als Nachzuchten von einer Reptilienfarm im fernen Natal sind die seltenen Riesengürtelschweife nach Stuttgart in die Wilhelma gekommen. Gürtelschweife sind eine nur im Süden und Osten Afrikas vorkommende Echsenfamilie. Sie leben in felsigen Trockengebieten und ernähren sich von allerlei Gliedertieren. Bei Gefahr flüchten sie in enge Felsspalten und klemmen sich dort mit ihren Stachelschuppen fest. Die Riesengürtelschweife sind mit bis zu 40 cm Länge die größten Vertreter der Familie. Passend zur Größe sind sie auch besonders lang bestachelt. Die Echsen sind untereinander recht verträglich und können daher in Gruppen gehalten werden. Im Terrarium der Wilhelma sonnen sich 2 Männchen und 4 Weibchen ... klarer Hintergedanke der Zoologen bei dieser Zusammensetzung: Die stacheligen Sonnenanbeter mögen sich –sobald sie die passende Größe erreicht haben- doch auch in Stuttgart bitteschön intensiv der Fortpflanzung widmen: Massenvermehrung ist aber selbst bei Erfolg nicht zu befürchten, bekommt ein Weibchen doch nur 2 Junge pro Jahr ... Bis jetzt aber üben sie sich eifrig im Sonnen und Höhlen graben – und probieren eifrig aus, wer mit wem welche Höhle bewohnen darf!

Zoo Wuppertal, 21.09.05
„Unser Zoo zeigt die Zähne – Zahnpflege ist ein Kinderspiel“ - Zahnsafari zum Tag der Zahngesundheit im Zoo Wuppertal
Gibt es Zahnpflege bei Elefanten? Unter dem Motto „Unser Zoo zeigt die Zähne – Zahnpflege ist ein Kinderspiel“ startet die Gemeinschaft der Bergischen Zahnärzte am 23. September 2005 ab 10 Uhr eine Zahnsafari durch den Wuppertaler Zoo: Drei Schulklassen der Stufen 5 und 6 aus Remscheid, Solingen und Wuppertal durchlaufen verschiedene Zoo-Stationen und lernen dabei alles über die eigene Zahn- und Mundhygiene und über die Besonderheiten der Zähne der verschiedenen Tierarten, z.B. über die Unterschiede des Zahnaufbaus bei Fleisch- und Pflanzenfressern. Wir laden Sie ein, die Kinder bei der Zahnsafari durch den Zoo zu begleiten. Wir treffen uns um 10.30 Uhr an der Zookasse, Hubertusallee 30.

Zoo Köln, 21.09.05
Weiblicher „Riese“ zur Welt gekommen !
Fast 1,70 m groß und 60 kg schwer ist unser jüngster Nachwuchs im Zoo. Passend zum Familientag am kommenden Wochenende, wo man den ganzen Zoo nebst Zusatzprogramm zum halben Preis besuchen kann, ist das Riesenjungtier zur Welt gekommen. Zwar handelt es sich bei diesem Jungtier noch nicht um einen Elefanten, sondern um eine Netzgiraffe, aber wir freuen uns ebenso, Ihnen dieses Jungtier auf unserem Pressetermin vorzustellen am Donnerstag, dem 22. September 2005 um 11.30 Uhr.

Zoo Leipzig, 21.09.05
Richtfest bei den Elefanten- Tempelanlage „Ganesha Mandir“ nimmt Gestalt an
Mit dem Umbau des alten Leipziger Dickhäuterhauses zum Asiatischen Elefantentempel „Ganseha Mandir“ entsteht gegenwärtig im Zoo Leipzig auf einer Fläche von rund einem Hektar Europas modernste Elefantenhaltung. Die neue Anlage bietet dem Besucher faszinierende Einblicke in das Leben der „Grauen Riesen“ – sei es beim Schwimmen durch eine riesige Plexiglasscheibe, beim Sonnen im Freien oder bei einem Sandbad in der neuen großzügigen Innenanlage. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren, um den Meilenstein auf dem Weg zum „Zoo der Zukunft“ Anfang 2006 eröffnen zu können. Mit der Restaurierung und Erweiterung des schützenswerten „Zollinger Dachs“ ist ein wesentlicher Bauabschnitt geschafft.

Allwetterzoo Münster, 20.09.05
"Tag des Pferdes" und Familientag im Allwetterzoo Münster: Kostenlose Führungen zu Ponys, Zebras & Co. und ermäßigte Eintrittspreise
Der "Familientag" am kommenden Samstag (24.9.) im Allwetterzoo Münster steht dieses Mal unter dem Motto "Tag des Pferdes". Wissenswertes rund um das westfälische Wappentier und seine Verwandten erfahren die Besucher bei
kostenlosen Führungen. Und nicht nur das: Vor allem sparen sie an diesem Tag bei den Eintrittskarten. Am Familientag gelten reduzierte Preise für Erwachsene (8 Euro statt 11,50) und für Kinder von 3 bis 17 J. (4 Euro statt 5,75) für den Zoo inklusive Delphinarium und Pferdemuseum im Zoo. Die Kasse ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Einstündige Führungen zu den Pferden im Allwetterzoo beginnen um 11.00, 12.00, 14.00 und 15.00 Uhr, Treffpunkt ist in der Eingangshalle. Die
Teilnahme ist für Zoobesucher kostenfrei. Gestartet wird bei den Hauspferden, zum Beispiel Islandpferden oder Mongolenponys. Danach geht es zu den Urwildpferden und den afrikanischen Pferden, den Zebras. Auch das Westfälische Pferdemuseum hat am "Tag des Pferdes" besondere Highlights im Programm: Neben einer bunten Westernshow kann man live einem Hufschmied bei seiner Arbeit über die Schulter schauen, Beginn ist um 12.30
und 15.00 Uhr. Die jeweils 1,5-stündigen Vorführungen sind für Zoobesucher kostenfrei.

Zoo Köln, 20.09.05
„Die Eröffnung des Elefantenparks hat im Jahr 2004 über 18 % mehr Besucher in den Zoo gelockt als im Jahr zuvor. Die Mitgliederzahl des Fördervereins stieg auf knapp 3.400. Diese Zahlen teilte der Vorsitzende Klaus Josef Maus auf der Jahresversammlung der Zoofreunde mit. Er verwies auf die Beliebtheit der großen Feste wie Sommernacht, Halloweenfeier und das Familienwochenende, bei dem an diesem Wochenende der Eintritt zum halben Preis angeboten wird. Einstimmig wählte die Versammlung den Vorstand wieder: Klaus Josef Maus (Vorsitzender), Prof. Dr. Gunther Nogge (stellv. Vorsitzender), Dr. Ingo Ellgering (Schatzmeister) und Christopher Landsberg (Schriftführer).

Zoo Duisburg, 20.09.05
Schnee-Mann eingetroffen
Obwohl nach der wochenlangen Hitze- und Dürreperiode der Gedanke an Schnee derzeit etwas Unwirkliches an sich haben mag, lässt sich dennoch aus dem Zoo die frohe Kunde vernehmen: Nach langem Suchen (und kurzem Finden!) dürfen die schneeweiß gefiederten Schnee-Eulen-Damen im Nordland-Revier des Zoos sich auf einen neuen schmucken Eulen-Gatten freuen, nachdem ihr Uralt-Veteran des Jahrgangs 1982 vor Monaten bereits gestorben war.
Aus dem Zoo Nürnberg reiste im Spezialkarton der kälte- und sturmerprobte Jung-Vogelmann an den Kaiserberg, um künftig wieder für möglichst viele bleigraue, daunenbeflaumte Küken zu sorgen.
Übrigens: Die derzeit gemäßigten Temperaturen - einschließlich der kühlen Nächte - versprechen ein problemloses Zusammensein der zoogeborenen Eulen - und damit termingerechte Planung für eine erfolgreiche Familienbalz im kommenden Sommer.

Vogelpark Herborn, 20.09.05
Vogelpark Herborn lädt zu den Zootagen ein: Sonderaktionen inKooperation mit dem Zoo Neuwied, dem Wildpark Westerwald in Gackenbach und dem Erdbacher Museum „Zeitsprünge“
Zu den diesjährigen Zootagen am Samstag, 24. und Sonntag, 25 September lädt der Vogelpark im Herborner Stadtteil Uckersdorf große und kleine Naturfreunde ein. Auch in diesem Jahr haben sich die Verantwortlichen wieder etwas Besonderes einfallen lassen: Am Samstag steht um 14.30 Uhr Parkleiter Wolfgang Rades bei der beliebten Führung „Mit dem Tierpfleger unterwegs“ zur Beantwortung von Fragen rund um das Naturerlebnis-zentrum zur Verfügung. Im Anschluss an diese etwa einstündige Führung erhalten die naturkundlich interessierten Vogelparkbesucher die Möglichkeit, in Fahrgemeinschaft zum befreundeten Museum „Zeitsprünge“ in Erdbach zu fahren: Dort bietet das Team des Heimat- und Geschichtsvereins Breitscheid um Dr. Uwe Peters zum Sonderpreis von nur ¬ 1,00 pro erwachsenem Besucher eine knapp zweistündige Sonderführung durch das Museum und über den Karstlehrpfad zu den bekannten Erdbacher Höhlen an. Kinder, für die diese Veranstaltung in Erdbach kostenfrei ist, sollten unbedingt eine Taschenlampe mitbringen! Der Sonntag steht im Herborner Vogelpark dann im Zeichen von zwei Sonderführungen: Um 11.00 und 14.30 Uhr informiert Wolfgang Rades die Vogelparkbesucher über Bewohner der Feuchtgebiete. Dabei gibt es nicht nur Informationen über Störche, Ibisse und andere gefiederte Bewohner der Sumpflandschaften, sondern es werden mit Hilfe von Netz und Becherlupe auch kleinere Gewässerbewohner erforscht. Der Biologe informiert dabei auch über die Bewohner unserer Gartenteiche und beantwortet hierzu gerne Fragen interessierter Teichbesitzer. Dank einer Spende der Firma aqua natura in Leun bevölkern übrigens seit kurzem einige farbenfrohe japanische Koi-Karpfen den Storchenteich des Herborner Naturerlebniszentrums. Rades informiert deswegen auch darüber, wie sich Zierfischhaltung und Naturschutz im Gartenteich vereinbaren lassen. Übrigens erhält jeder Vogelparkbesucher an den Zootagen einen Gutschein, der im Zeitraum bis Anfang November zu ermäßigtem Eintritt in den beliebten Wild- und Freizeitpark Westerwald in Gackenbach bei Montabaur, in dem unter anderem Braunbären und eine attraktive Sommerrodelbahn die Besucher erwarten, berechtigt. Doch damit nicht genug: Gleichfalls erhält jeder Vogelparkbesucher am 24. und 25. September einen Ermäßigungs-gutschein für den Zoo Neuwied mit Schimpansen, Großkatzen, Seehunden und vielen anderen Tieren.

Wisentgehege Springe, 20.09.05
Rotwildwoche im Wisentgehege Springe
Die Brunft des Rotwildes ist ein untrügliches Zeichen für den Herbst. Im Wisentgehege in Springe ist es so weit. Noch ist es vorsichtig und verhalten, aber es ist bereits zu hören: das eindrucksvolle Röhren der Hirsche. Wenn das weibliche Geschlecht beeindruckt werden soll oder wenn Nebenbuhler in die Flucht geschlagen werden sollen, dann legen sich die Hirsche so richtig ins Zeug. Der Wald ist erfüllt vom majestätischen Ruf des Hirsches. Und wenn all das Imponieren und Drohen nicht hilft, wird der Eindringling oder Nebenbuhler in den Kampf gezwungen. Nur der Sieger erlebt im Mai/Juni Vaterfreuden. Leider hat das Rotwild nicht überall in Mitteleuropa so paradiesische Bedingungen wie im Wisentgehege. Durch die Zersiedlung der Landschaft, agrarpolitische Vorgaben und die Zerstörung seiner Lebensräume ist das Rotwild auf unsere Hilfe angewiesen. Wildtierökologische Forschung und Umweltbildung sollen dazu beitragen, das Wissen um diese Art zu erweitern und damit einen Beitrag dazu leisten, seinen Bestand auch für zukünftige Generationen zu sichern. Deshalb beteiligt sich das Wisentgehege vom 26. September bis zum 02. Oktober an der "Rotwildwoche". Diese Themenwoche wurde initiiert vom Deutschen Wildgehegeverband und der Deutschen Wildtier Stiftung. Wenn sich das Rotwild an die Lehrbücher hält, wird zu dieser Zeit der Höhepunkt der Brunft liegen. Eine gute Möglichkeit über die größte einheimische Hirschart zu informieren. Wer die Rotwildbrunft nicht selbst erkunden möchte, hat Gelegenheit sich im Rahmen von Führungen informieren zu lassen. Täglich um 17.00 Uhr vom 26.09. bis zum 02.10. finden im Wisentgehege "Themenführungen Rotwild" statt. Diese Führungen werden als Service für die Besucher angeboten. Sie kosten keinen Aufpreis. Ein besonderes Angebot unterbreitet die Gehegeschule des Wisentgeheges. Am Freitag, den 30.09. um 15.00 Uhr gibt es die Rotwildwanderung für Kinder im Alter von 6-12 Jahren. Wegen der begrenzten Kapazität wird um telefonische Anmeldung der Teilnehmer gebeten. Sie erreichen das Wisentgehege unter 05041/5828. Fotofans haben schon am kommenden Wochenende die Möglichkeit, während eines Fotoworkshops im Wisentgehege Ihre Erlebnisse auf Zelluloid zu bannen. Infos zum Workshop gibt es im Internet unter www.wisentgehege-springe.de.

Tiergarten Kleve, 19.09.05
Ergebnis Wahl zum Lieblingstier
Knapp 2.000 Besucher kamen gestern bei wunderschönem Wetter zu unserem diesjährigen Herbstfest. Über 80 engagierte Helfer sorgten dafür, dass das Fest für unsere Besucher zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Ein besonderer Höhepunkt war die erste Wahl zum Lieblingstier im Tiergarten Kleve. Wohl jede Familie (insbesondere die Kinder) hat sich an der Wahl beteiligt. Hier nun das „endgültige amtliche Endergebnis“: Seehunddame „Lisa“ 23,99 %,
Bennettkänguru „Onkel Olly“ 21,58 %, Kleiner Panda „Popey“ 16,13 %, Eichhörnchen „Shakira“ 11,89 %, Poitou-Esel „Dodu du Bourg“ 9,47 %, Zwergziege „Flecki“ 4,83 %, Lamastute „Ronja“ 4,03 %, Jakobschafbock „Toni“ 3,02 %, Sonstige ( Wolf, Waschbär, Luchs, Eule, Damhirsch, Präriehund, Pony, Frettchen u.a.) 4,84 %, Ungültige Stimmen 0,21 %. Somit wurde unsere Seehunddame „Lisa“ zum Lieblingstier 2005 gewählt. Unter ihren Wählern haben wir eine Familienjahreskarte für 2006 verlost. Die Gewinnerin ist Melanie Möllmann aus Kleve. Da die Wahl so gut von unserem Publikum angenommen wurde, werden wir diese Aktion sicherlich wiederholen und zwar nicht erst in vier Jahren, sondern schon nächstes oder übernächstes Jahr.

Chemnitz, 16. September 2005
Erster Zuchterfolg auf der Südamerika-Anlage
Der Tierpark Chemnitz hat wieder erfreulich viele Geburten zu vermelden: So gab es zum ersten Mal Nachwuchs auf der Südamerika-Anlage. Bei den Capybaras, die bereits im Tropenhaus mehrfach für Nachkommen gesorgt haben, ist nun erstmals ein Jungtier in ihrem neuen Sommerquartier zur Welt gekommen. Derzeit hält sich die Familie noch im abgesperrten Bereich nahe des Eingangs zum Vivarium auf, wo die Tiere auch die Möglichkeit haben, sich in den Stall zurück zu ziehen.



WWF – 21. September 2005
WWF kritisiert Wasserverschwendung in der Landwirtschaft
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02681/
Während die iberische Halbinsel unter einer Jahrhundertdürre ächzt, werden in der spanischen Landwirtschaft nach wie vor riesige Mengen Wasser verschwendet. Die Naturschutzorganisation rechnet vor, dass jährlich etwa eine Milliarde Kubikmeter Wasser allein für die Überproduktion von Mais, Reis, Baumwolle und die Futterpflanze Luzerne benötigt werde. Das entspreche dem Jahresverbrauch von 16 Millionen Spaniern. Auch der Anbau von Tomaten und Gemüse basiere auf einer „gigantischen Wasserverschwendung“. Die Wasserknappheit wird in Spanien durch eine mangelhafte Kontrolle und marode Leitungssysteme verschärft. Ein großer Teil des kostbaren Nass’ stammt aus illegalen Brunnen. Die spanische Regierung beziffert ihre Zahl mittlerweile auf mindestens eine halbe Million. Der WWF schätzt, dass sich damit eine Fläche von 500.000 Hektar – etwa die doppelte Größe des Saarlandes – bewässern ließe. Die exzessive Bewässerung steigert zwar die Erträge und führt zu höheren EU-Subventionen, doch die Auswirkungen auf die Natur sind fatal: „Der Grundwasserspiegel in der Doñana, einem der artenreichsten Feuchtgebiete Europas, ist in den vergangenen Jahren immer weiter gefallen. In der Folge trocknen viele Bäche und Buchten aus, und damit verschwinden wichtige Rast- und Brutplätze von Zugvögeln wie Flamingos und Graugänsen“, erläutert Guido Schmidt.

Gen-ethische Netzwerk – 20. September 2005
Gentech-Bäume gefährlicher als bisher angenommen - Schäden für Umwelt irreversibel
Während genetisch veränderte Nahrungs- und Ackerpflanzen bereits in aller Munde sind, widmet sich die Öffentlichkeit bisher kaum den genveränderten Bäumen und Sträuchern. Das Berliner Gen-ethische Netzwerk http://www.gen-ethisches-netzwerk.de warnt vor den Gefahren der transgenen Bäume für die Umwelt. Diese stellen für die biologische Vielfalt, der Biodiversität, eine besonders große Gefahr da, weil sie langlebig sind. Schnell wachsende Bäume wie etwa Pappeln sollen als klimaverbessernde Maßnahmen unter dem Klimaschutz-Protokoll der UNO angepflanzt werden. Internationale Kampagnen wollen dies verhindern. Auch wenn es noch kein Schadensbild gebe, sei dieser Schritt mit allen Mitteln zu verhindern, denn der Schaden wäre unmöglich wieder gut zu machen. Eine Verbreitung der synthetischen Gene ist praktisch nicht zu kontrollieren.
International sind auch Unternehmen und Konzerne aus der Papier- und Zellstoff-Branche die treibenden Kräfte hinter der Forschung und Entwicklung gentechnisch veränderter Bäume. Dabei spielen die drei Forstbäume Pappel, Eukalyptus und Kiefer die zentralen Rollen, wie der GID berichtet.

Greenpeace – 19. September 2005
Greenpeace-Flaggschiff "Esperanza" entdeckt Piratenfischer vor Norwegen
Umweltschützer protestieren gegen Plünderung der Kabeljau-Schwärme
In der Barentssee vor der Nordküste Norwegens hat das Greenpeace-Flaggschiff "Esperanza" heute einen Piratenfischer im Seegebiet des so genannten Loophole entdeckt. Die 61 Meter lange "Murtosa" fischt in der Region nach Kabeljau und hält sich dabei nicht an gültige Fischereiabkommen. Die Umweltschützer näherten sich dem Fischdampfer am Abend in Schlauchbooten, stiegen an Bord, forderten den Kapitän zum Verlassen der Region auf und hissten auf der "Murtosa" den "Jolly Roger", die Piraten-Flagge mit dem Totenkopf.
"Hier werden ganze Kabeljau-Schwärme geplündert, ohne dass die Behörden eingreifen können. Obwohl die norwegische Küstenwache von den illegalen Aktivitäten weiß, sind ihr die Hände gebunden", sagt Stefanie Werner, Meeresexpertin von Greenpeace an Bord der "Esperanza". In internationalen Gewässern können die Behörden nicht gegen jedes Schiff vorgehen. Nach Angaben der norwegischen Küstenwache werden jedes Jahr bis zu 150.000 Tonnen Kabeljau von Piratenfischern in der Barentssee gewildert.
Greenpeace fordert eine nachhaltige, Bestand sichernde Fischerei. Illegal gefischte Ware darf in den Häfen der EU nicht mehr angelandet werden. "Wenn Ware beschlagnahmt, Händler verhaftet und Piratenfischer an die Kette gelegt werden können, haben Kabeljau und Co. noch eine Chance". Anfang der 70er Jahre gab es allein in der Nordsee noch dreimal so viele geschlechtsreife Tiere wie heute. Heutzutage werden die Tiere hauptsächlich mit Grundschleppnetzen gefangen, in denen auch viele unerwünschte Arten (so genannter Beifang) landet, der tot oder sterbend über Bord geworfen wird.

Zoologische Gesellschaft Frankfurt – 19. September 2005
Jahresbilanz 2004
ZGF: Den Status Quo zu erhalten, ist im Naturschutz oft schon ein Erfolg
Mit 96 Projekten verteilt auf 32 Länder war das Naturschutzprogramm im vergangenen Jahr so umfangreich wie noch nie zuvor. Erfolge und Rückschläge liegen im Naturschutz oft eng beieinander und so ist auch der Rückblick der ZGF auf ihre Projekte im vergangenen Jahr von beidem geprägt.
„Zu den absoluten Highlights des Jahres zählte die Geburt des ersten in der Freiheit des Bukit Tigapuluh Nationalparks auf Sumatra geborenen Orang-Utan Babys“, berichtet Geschäftsführer Dr. Christof Schenck. Dort hat die ZGF über viele Jahre eine Auswilderungsstation für konfiszierte Orang-Utans aufgebaut. Auch aus Peru kamen 2004 ermutigende Signale für den Naturschutz. Mit der Ausweisung des neuen Nationalparks Alto Purus angrenzend an den bestehenden Manu Nationalpark hat Peru einen Verbund geschaffen, der weltweit einzigartig in seiner Größe ist.
Rückschläge musste die ZGF im letzten Jahr vor allem im Kongo hinnehmen. Im Virunga Nationalpark, wo die ZGF Projektleiter ohnehin unter extrem kritischen Bedingungen arbeiten, stellten bewaffnete Überfälle von Milizen den Einsatz für die letzten Berggorillas und deren Lebensraum immer wieder infrage. Weiter im Norden des Landes, im Garamba Nationalpark, werden die letzten nördlichen Breitmaulnashörner Opfer von Wilderern. Ein Versuch, von Seiten der ZGF und anderer Naturschutzorganisationen, Ende letzten Jahres die 5-10 verbliebenen Tiere aus dem Kongo auszufliegen und an sicherem Ort zu bewahren scheiterte am Unwillen der politisch Verantwortlichen. „Für uns und die anderen engagierten Organisationen ist es tragisch zu sehen, dass hier eine Unterart vor unseren Augen von diesem Planeten verschwindet, ohne dass wir etwas tun können“, sagt Christof Schenck.
Ein zukünftiger immer wichtiger werdender Schwerpunkt in allen Projekten wird die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung in die Naturschutz- und Managementkonzepte sein. „So genannte community based conservation ist eine der wichtigsten Aufgaben für uns in den nächsten Jahren“.
Die Einnahmen der ZGF lagen 2004 bei 4,3 Mio. Euro und fielen damit um rund 1,3 Mio. Euro niedriger aus als im Vorjahr. Den größten Anteil der Einnahmen der ZGF stellen trotz eines allgemein rückläufigen Trends die Erbschaften und Vermächtnisse dar. Die Ausgaben lagen 2004 mit 5,41 Mio, Euro leicht höher als im Vorjahr, davon entfielen 4,44 Mio. Euro auf die weltweiten Projektausgaben.

Greenpeace – 16. September 2005
Ölverseuchung nach Hurrikan Katrina schlimmer als befürchtet Greenpeace: Ölindustrie muss sich ihrer Verantwortung stellen
Mehr als zwei Wochen nach dem katastrophalen Hurrikan Katrina an der Golfküste von Mexiko sind die Auswirkungen von Ölleckagen auf Mensch und Umwelt weitaus schlimmer als befürchtet. In einer Bilanz, die Greenpeace heute veröffentlicht, zeigt sich das wahre Ausmaß der Zerstörungen in einer der Schlüsselregionen der amerikanischen Ölindustrie. Satellitenbilder zeigen kilometerlange Ölteppiche, die von haverierten Ölplattformen ausgehen. Öltanklager sind leck geschlagen und überflutet, durch den Sturm beschädigte Raffinerien verschmutzen den Mississippi und New Orleans.
"Die Ölmengen, die dort das Meer vergiften, sind gigantisch", erklärt Greenpeace Energieexperte Karsten Smid. Auf Satellitenbildern sind dutzende Ölteppiche auszumachen, die sich über eine Fläche von mehr als 18.000 Quadratkilometern ausdehnen. Das entspricht der Fläche Sachsens. Insgesamt sind 58 Ölbohrinseln und Förderplattformenim Golf von Mexiko schwer geschädigt, 22 sind durch die Wucht des Hurrikans nur noch Schrott. Allein in der Region New Orleans gab es nach dem Hurrikan fünf größere Ölleckagen. "Die Ölkonzerne waren auf diesen zerstörerischen Hurrikan nicht vorbereitet", so Smid. "Der laxe Umgang der amerikanischen Ölindustrie in Umweltfragen rächt sich nun bitter. Wenn das Wasser geht, bleibt giftiger Ölschlamm zurück."

 
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Natur- und Artenschutz

Süddeutsche Zeitung - 20. Sept. 2005
Elefanten in Amerika
Warum haben Pinguine keine Angst vor Eisbären? Weil sie ihnen nie begegnen. Sie leben nämlich in der Antarktis, der Eisbär am Nordpol. Dieser alte Witz kommt einem bei dem Projekt von Josh Donlan von der Cornell University in Ithaka in den Sinn: Um die afrikanische Megafauna zu retten, will der Biologe Löwen, Elefanten und Kamele aus Afrika und Asien in die Prärien Nordamerikas verfrachten (Nature, Bd.436, S.913, 2005). Politische Probleme und die Bevölkerungsexplosion machten einen effektiven Artenschutz in den meisten afrikanischen Staaten unmöglich, schreibt Donlan in Nature. Deshalb sei es besser, die Tiere dorthin zu bringen, wo es künftig immer weniger Menschen geben wird, wie in den Great Plains der USA. Einen nicht weniger verwegenen Vorschlag machen Andrew Ramsey und Owen Nevin von der britischen University of Central Lancashire. „Wir wollen 50 Grauwale von der kalifornischen Pazifikküste in die Irische See einfliegen, um dort eine neue Population aufzubauen“, verkündeten die Forscher im Juli auf der Welt-Naturschutz-Konferenz in Brasilien. Dass die Zeit tatsächlich knapp wird, belegen neueste Studien: Infolge der weltweiten Klimaveränderung prognostizieren Wissenschaftler in den nächsten Jahrzehnten Artenverluste zwischen 15 und fast 40 Prozent weltweit.

Rheinpfalz.de - 16. Sept. 2005
Polnische Zöllner beschlagnahmen Europäische Sumpfschildkröten
Polnische Zollbeamte haben an der Grenze zur Ukraine hundert Exemplare der vom Aussterben bedrohten Europäischen Sumpfschildkröte beschlagnahmt. Wie eine Zollsprecherin am Freitag mitteilte, wurden die streng geschützten Tiere am Grenzübergang Korczowa in einem von einem Ukrainer gesteuerten Fahrzeug entdeckt. Statt wie geplant in Polen verkauft zu werden, seien sie in den auf Reptilien spezialisierten Zoo von Wroclaw (Breslau) gebracht worden.

Der Standard - 16. Sept. 2005
Erfolg für die Bartgeier
Die Wiederansiedlung der Bartgeier im gesamten Alpenraum ist auf gutem Weg: Allein heuer haben zehn Paare erfolgreich in freier Wildbahn gebrütet, berichtete Richard Zink vom Eulen- und Greifvogelverein Österreich. Die Zahl der frei geschlüpften Küken könnte demnach bald die Zahl der ausgesetzten Jungtiere übersteigen. Seit 1986 wurden im Alpenraum im Rahmen des Projektes zur Wiederansiedlung von Bartgeiern im Alpenraum 137 Junggeier ausgewildert. Seither sind 27 Küken in freier Wildbahn geschlüpft - 14 in Frankreich und 13 in Italien.

Mitteldeutsche Zeitung - 20. Sept. 2005
Elstern fühlen sich recht wohl inmitten der Stadt
Zuerst habe sie die Vögel ja noch ganz possierlich gefunden, sagt Johanna Gotzmann. "Jetzt nehmen die Elstern überhand, es sind ganze Heerscharen geworden, die sogar an Jungvögel gehen", berichtet sie. Ihr Mann sieht das etwas gelassener. In die Natur einzugreifen, das müsse gut überlegt sein, so seine Meinung. Doch auch er betrachtet mehrere Nester auf hohen Bäumen am Hahnstückenweg als Anzeichen dafür, dass sich am Rande der Stadt mehr Elstern als früher angesiedelt haben. Eine allgemeine Entwicklung, bestätigt ein aktueller Bericht des Naturschutzbundes über die Bestandsentwicklung von Rabenvögeln. Darin wird festgestellt, dass es in offener Feldflur weniger, in Städten und Siedlungsrändern aber mehr Elstern gibt. "Dort werden sie dann leichter und häufiger beobachtet als draußen."


Allgemeine Zeitung Mainz - 22. Sep 2005
Winzige Säuger mit großem Nutzen
Oppenheim. "Fledermäuse sind Kulturfolger - menschliche Behausungen können ihnen die ursprünglich bevorzugten Felsspalten ersetzen", erklärt Ludwig Simon, Biologe und Referatsleiter für Artenschutz des Landesamtes für Umwelt, das Erscheinen der Mückenfledermaus im alten Neubaugebiet. Hier hatte sich die erst seit 1996 bekannte, äußerst seltene Fledermausart hinter einer Wohnhausverschalung eine Kinderstube eingerichtet.

Wormser Zeitung - 21. Sept. 2005
Im Floßhafen Zähne gezeigt
"Ich hab´s gleich gewusst: Das, was da zappelt, ist kein normaler Fisch". Jürgen Becker, versierter Angler, staunte nicht schlecht, als er am Montag sah, was er da am Abend aus dem Floßhafen-Wasser gezogen hatte: Einen Piranha. Die zur Familie der Salmler Gehörigen wetzen ansonsten gerne im Amazonas ihre Zähne, doch diesen rund 25 Zentimeter langen Burschen hatte es in den Rhein verschlagen - wahrscheinlich zwangsweise.


Pinguine reagieren nervös auf Menschen in Antarktis
Die Pinguine in der Antarktis reagieren nach Erkenntnis von Polarforschern nervös auf die zunehmende Beliebtheit des Südpols bei Menschen. «Wir sind nicht gegen Tourismus in der Antarktis, aber unkontrollierte Wanderungen zu den Brutplätzen und Tiefflüge über Schutzgebieten sollte es nicht geben», sagte Simone Pfeiffer, Polarforscherin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, am Mittwoch. In Jena treffen sich derzeit Polarexperten aus 18 Ländern. Polarforscher aus zehn Ländern haben in stark besuchten Gebieten Daten über die Auswirkung menschlicher Aktivitäten auf Flora und Fauna gesammelt. Eine Beobachtung: «Riesensturmvögel meiden angestammte Brutplätze, weil sie vor menschlicher Störung fliehen». Die Forscher schlagen unter anderem Flugkorridore und festgelegte Wege und Wanderrouten auf dem Eis vor.

Forscher finden 200 unbekannte Pflanzen in Kamerun
Ein Forscherteam des Royal Botanical Gardens in Kew/Surrey http://www.rbgkew.org.uk hat mehr als 200 bisher unbekannte Pflanzen in Kamerun entdeckt. Neben spektakulären Orchideen und einer bisher unbekannten Verwandten der Feige, konnten die Wissenschaftler auch neue Kaffeearten finden. Die Arbeit hat bereits unmittelbare Folgen für die Region: Schutzzonen wurden bereits errichtet, um die wertvolle Flora zu erhalten. Nach angaben der Wissenschaftler ist die Biodiversität in der Region um Kupe-Bakossi, etwa 100 Kilometer nördlich der Stadt Douala, das artenreichste Gebiet im tropischen Afrika.

Brasilianische Forscher entdeckten neun neue Spinnen-Arten
Sieben davon seien im Amazonas-Gebiet gefunden worden, die anderen im Zentrum des Landes, sagte Antonio Brescovit vom Butatan Institut in São Paulo

Meeresforscher von Weißem Hai getötet
Ein Hai-Angriff nahe der australischen Stadt Adelaide hat am Mittwoch offenbar einen Meeresforscher das Leben gekostet. Nach Polizeiangaben griff der Hai den Forscher und seinen Kollegen an, die in etwa zwei Kilometer Entfernung von einem beliebten Strand tauchten. Zwei Begleiter auf dem Tauchboot sahen den Hai am Nachmittag heranschwimmen und versuchten, die Taucher aus dem Wasser zu holen. Sie konnten aber nur einen der beiden aufs Boot ziehen.

Biologists Encouraged by Ferrets' Progress
Wildlife biologists believe that black-footed ferrets released into the wilds of Colorado are thriving -- and breeding -- as the state tries to build a self-sustaining population of the mammal considered to be the rarest in North America.

Campaign To Save Sea Turtles Takes Aim at Mexico City Market
Environmental activists and government prosecutors on Tuesday took aim at Mexico City's most dangerous neighborhood in a controversial campaign to discourage the illegal consumption of sea-turtle eggs.

Endangered Species Act Rewrite Would Cut Critical Habitat Provisions
Congress is considering proposed changes to the 32-year-old Endangered Species Act that would get the government out of the business of setting aside critical habitat for threatened plants and animals.

Most Cypriots disapprove, but lucrative songbird slaughter continues
http://www.birdlife.org/news/news/2005/09/cyprus.html



Fröschen und Kröten geht's an den Kragen
Mio. Dollar zum Artenschutz: Ein Drittel der Amphibien vom Aussterben bedroht
An diesem Wochenende werden sich Experten des Global Amphibian Assessment http://www.globalamphibians.org in Washington DC treffen, um wirkungsvolle Pläne gegen das Aussterben der Amphibien auszuarbeiten. Etwa ein Drittel der bisher bekannten 5.743 Frosch-, Kröten- und Salamanderarten sind weltweit vom Aussterben bedroht. Die Kosten für Schutzmaßnahmen belaufen sich auf mehrere zehn Mio. Dollar. Die Liste der International Conservation Union (IUCN) http://www.iucn.org zeichnet kein positives Bild, wenn es um Amphibien geht. Insgesamt sind bereits 34 Arten ausgestorben und mehr als 100 Spezies wurden von Forschern schon so lange nicht gesichtet, dass man davon ausgehen kann, dass sie ebenfalls ausgerottet wurden. Zu den großen Bedrohungen der Tiere zählt neben der Zerstörung des Lebensraumes eine erst vor sechs Jahren entdeckte Pilzerkrankung namens Betrachochytrium dendrobatidis, die auf den Kontinenten Amerika, Australien und Europa aufgetreten ist. Dieser Pilz greift die Haut der Amphibien an und ist tödlich. Auch virale Erkrankungen, Trockenheit und Umweltverschmutzung setzen den Amphibien stark zu. Zu den Rettungsprogrammen der Reptilien zählt nach Ansicht der Experten sogar ein Programm, dass Tiere in Gefangenschaft nachgezüchtet werden und anschließend in die freie Wildbahn entlassen werden.

Global Amphibian Assessment www.globalamphibians.org
Experts Develop Global Action Plan To Save Amphibians Facing Extinction
Sept. 20, 2005 - A summit of leading scientists have agreed to an action plan intended to save hundreds of frogs, salamanders and other amphibians facing extinction from familiar threats such as pollution and habitat destruction, as well as a little-known fungus wiping out their populations. The world's amphibian species are under unprecedented assault and are experiencing tens of thousands of years worth of extinctions in just a century, according to the most comprehensive study. The Amphibian Conservation Summit held Sept. 17-19 concluded with proposals for a series of actions, including emergency responses to save species under the greatest threat. More than 60 specialists convened by the Species Survival Commission of IUCN-The World Conservation Union drafted the seven-page Amphibian Conservation Action Plan declaration.
It responds to findings in last year's Global Amphibian Assessment (GAA) that almost a third of the world's amphibians are in serious
trouble, with dramatic declines since the 1980s signaling one of the worst extinction crises of our time.
"We still have time to save these threatened species if appropriate conservation action is taken now," said Claude Gascon, chairman of
the IUCN Global Amphibian Specialist Group and senior vice-president of Conservation International (CI). "This is kind of a Noah's Ark
situation for amphibians, particularly because of the fungus. It is so deadly where it occurs, there really is no hope of saving a lot
of these species if we leave them in the wild."
According to the IUCN Red List of Threatened Species, 1,856 of the 5,743 known amphibian species -- almost one in three -- are
threatened with extinction. By comparison, one in eight birds face a similar level of threat, and one in four mammals.
A new and serious threat is a chytrid fungal disease Batrachochytrium dendrobatidis that kills amphibians by attacking their sensitive skins. The little known pathogen was first identified six years ago and so far cannot be controlled in the wild.
The action plan adopted at the summit divided into four key strategies:
- Understanding the causes of declines and extinctions
- Documenting amphibian diversity and how it is changing
- Developing and implementing long-term conservation programs
- Delivering emergency responses to crises
"As a short-term response to prevent extinctions, the establishment of captive assurance colonies for the 200 or so most threatened
species appears to be a promising option," said Simon Stuart, senior director of the IUCN/Biodiversity Assessment Unit and leader of the GAA research. ''The good news is that the fungal disease can be eliminated from captive colonies."


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Veranstaltungen

DTG-Seminar 2005
28. bis 30. September in Zittau

Vorträge:
Der Tierpark Zittau– Geschichte, Gegenwart, Visionen. Bernd Großer, Tierparkleiter
Haben kleine Zoos in der heutigen Zoolandschaft eine Chance? Eduard Stirnberg, Tierpark Bochum
Entwicklung eines eigenen Profils: Tiernähe als Chance für den Vogelpark Marlow. Matthias Haase, Vogelpark Marlow
Der europäische Nerz (EEP) in kleinen Zoos - Erfahrungsbericht, Vorstellung von attraktiven Nerzgehegen, Zukunftsvisionen, Wolfgang Festl, 1. Vorsitzender EuroNerz e.V.
BDZ-Biber - Der Preis für vorbildliche Tiergehege. Thomas Suckow, 1. Vorsitzender des Berufsverbandes der Zootierpfleger (BDZ)    
Der Ziesel, Status und Schutzbemühungen     
Tier mit Mensch – ein Projekt im Tierpark Zittau, Tiergestützte Aktivitäten. Andreas Stegemann, Technischer Direktor Tierpark Zittau     

Freitag, 30 September: Fahrt zum Zoo Prag, Tschechische Republik

Anmeldung
Um die Organisation des Seminars zu erleichtern wird um möglichst frühe Anmeldung der Teilnahme in der DTG-Geschäftsstelle gebeten.  
Die Teilnahmegebühr beträgt 50 ¬ und schließt am Donnerstag während des Seminars Tagungsgetränke, Frühstücksimbiss und das Mittagessen mit ein. Jedes DTG-Mitglied hat eine Person frei.
Für das abendliche Buffet (auch vegetarisch) am Donnerstag im Hotel Riedel werden 12 Euro je Teilnehmer bei Tagungsbeginn kassiert.
Die Busfahrt zum Zoo Prag kostet ca. 15,- ¬ je Teilnehmer (bei Anmeldung von mindestens 45 Personen).
Anmeldung bitte an die Geschäftstelle der DTG
Frau Oellerich
Telefon: 04778- 255
Fax: 04778- 811154
info@deutsche-tierparkgesellschaft.de



INTERNATIONAL SYMPOSIUM
THE STABILITY OF TROPICAL RAINFOREST MARGINS:
LINKING ECOLOGICAL, ECONOMIC AND SOCIAL CONSTRAINTS OF LAND USE AND CONSERVATION
19 - 23 September 2005
Georg-August-University of Göttingen, Germany
Tropical rainforests disappear at an alarming rate in Africa, Latin America and Southeast Asia causing unprecedented losses in biodiversity and ecosystem services. Despite an increased recognition of the value of these goods at national and international levels, rainforests continue to be seriously threatened by various forms of encroachments. This international symposium provides an open platform for all leading scientists from socio-economic and natural sciences interested in the use and conservation of tropical rainforest resources.
Internet: www.storma.de/symp2005
email: symp2005@gwdg.de
Fax: +49 551 39 9658
Phone: +49 551 39 9928



24. bis 25. September 2005
Schafrassen im Alpenraum
Internationale Ausstellung aller im Alpenraum ansässigen Schafrassen. Veranstaltet von der Bayerische Herdbuchgesellschaft und der GEH im Freilichtmuseum Glentleiten/Kochel.

22. bis 25. September 2005
Dorf der alten Haustierrassen auf der Norla.
Züchter und Anbieter von Produkten alter Haustierrassen bekommen eine gute Gelegenheit sich einem großen Publikum zu präsentieren. Kontakt und Infos über Jörg Wehrend, Tel.: 0175-4481975.



Ausstellungen

Neue OZ Online - 16. Sept. 2005
Schwarze Witwen, Skorpione und die echten Taranteln
Am 17. und 18. September gastiert eine der spektakulärsten Zoo-Ausstellungen Deutschlands im Saal des Bohmter Landgasthauses Gieseke-Asshorn. Große und kleine Besucher haben auf dieser außergewöhnlichen Veranstaltung die Möglichkeit, Vogelspinnen, Skorpione und andere Gliederfüßer aus nächster Nähe kennen zu lernen. Von kleinen Jagdspinnen über die tödlichen Schwarzen Witwen bis zur größten bekannten Vogelspinne der Welt gibt es diese Tiere in allen Formen, Größen und Farben live zu sehen.

Freiburger Nachrichten - 22. Sep 2005
Schmetterlinge und Kunst
Seit gestern ist das Tropenparadies Papiliorama in Kerzers um eine Attraktion reicher: In einem speziell ausgestatteten Raum zeigt es Bilder von drei Malern. Betritt man den neu geschaffenen Ausstellungsraum im Papiliorama, dann tritt man in ein anderes Jahrhundert ein, und zwar ins 19. In diesem entstanden die Werke, welche nun im Salon-ähnlichen Raum zu sehen sind. Es sind Aquarelle und Lithographien von Jonas David Labram (1785-1852), Léo-Paul Robert (1851-1923) und Paul André Robert (1901-1977). Die Bilder stammen aus der Stiftung Robert, welche mehr als 2000 Natur-Illustrationen umfasst.
Das Papiliorama möchte mit der Ausstellung, welche «Fünf vor Zwölf, Schmetterlinge und Kunst» heisst, seine Besucher für das Verschwinden der Biodiversität sensibilisieren. Die temporäre Kunstausstellung ist bis am 21. März 2006 im Papiliorama zu sehen.

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Weitere Infos


Aus dem Neunkirchener Zoo-Newsletter
Judy und Kirsty sind gut angekommen
Die drei Elefanten sind ab sofort für die Besucher zu sehen – das Elefantenhaus ist geöffnet.
Nachdem der Elefantentransport am Mittwoch gegen Mittag in Dublin abgefahren war hatte er nach cirka 40 Stunden in der vergangenen Nacht den Neunkircher Zoo erreicht. Die Tiere haben den Transport sehr gut überstanden. Es lief alles so, wie es „generalstabsmäßig“ im Vorfeld geplant war. Im Elefantenhaus wurden in den letzten Tagen für die Ankunft der Elefanten noch mal cirka 4 Tonnen Stahl für Sicherungsmaßnahmen an den Stallungen verbaut. „Wir haben aber noch mehr Tonnen Elefant“ sagte Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch, kurz vor dem Ausladen der beiden 3,5 und 4,5 Tonnen schweren Elefantendamen.Mit Hilfe eines Kranes wurde der Spezialcontainer von dem Transporter in das Elefantengehege gehoben, kurz danach öffnete das Expertenteam die Tür und Kirsty, die jüngere der beiden neuen Elefanten konnte zum ersten Mal ihre neue Heimat bestaunen. Neugierig schnüffelte sie mit ihrem Rüssel aus dem Container im Elefantengehege herum. Als die letzte Stahlstrebe des Containers entfernt wurde, machte sie sich auf den kurzen Weg in das Elefantenhaus, wo sie zunächst „Chiana“ begrüßte und einen großen Schluck aus dem Wasserbecken nahm. Im Anschluss wurde Judy in ihre Box geführt. Auch sie zeigte keine Anzeichen von Nervosität. Bilder vom Entladen der Elefanten finden Sie auf www.zoo-nk.de




Wiener Zeitung - 16. Sept. 2005
Neue Untersuchungen zeigen, dass wir mit den Affen viel, aber ...
Wer sich selbst zum Spielball divergierender Gefühle machen will, dem sei ein Besuch im Affenhaus empfohlen. Vor den Käfigen der großen Menschenaffen erlebt man Kinder, denen die "Bambifizierung" der Welt durch Hollywood den Blick völlig verzerrt hat, neben Erwachsenen, welchen die Menschenähnlichkeit dieser Tiere offensichtlich fast peinlich ist. Anfang September 2005 erschienen in einer offensichtlich konzertierten Aktion in der englischen "Nature" und der amerikanischen "Science" Artikelserien über Schimpansen, ausgelöst durch eine erheblich erweiterte und verbesserte Version eines weiteren Rohentwurfes der Basensequenz im Genom der Schimpansen und deren Vergleich mit dem menschlichen Genom. Die Ergebnisse sollten zumindest ein Missverständnis endgültig beseitigen, das in unzähligen Artikeln auftauchte und in "wissenschaftlichen" Diskussionen immer wieder aufgetischt wird – das Märchen von der enormen Aussagekraft der linearen Basensequenz selbst für Fragen nach der "Natur" der Menschen – und ihrer wesentlichen Unterschied
e zu Schimpansen. Die neuen Daten zeigen, dass die Duplikation einzelner Genabschnitte, das Einfügen von Gensequenzen oder ihre Deletion die Struktur der DNA von Schimpansen mehr geprägt haben als die 1,2-Prozent-Substitution einzelner Nucleotide: die Unterschiede zur menschlichen Basensequenz sind zu weiteren 2,7 Prozent durch Duplikation von Genabschnitten entstanden.

umwelt.cc - 16. Sept. 2005
Proteste gegen Verkauf von Hummern bei Metro
TierrechtlerInnen protestierten in einer Metro-Filiale bei Stuttgart gegen ein erschreckendes Angebot: lebende Hummer. Die Aktivisten positionierten sich in der Abteilung für lebende und tote Meeres-Lebewesen neben einem tristen, dunklen Aquarium in dem sich viele Hummer übereinander befanden. Nach einiger Zeit friedlicher Demonstration erschien ein Angestellter und schickte die Demonstranten hinaus. Ein Gespräch mit einem Verantwortlichen zeigte mit welcher Kompetenz auf Kundenkritik dieser Art eingegangen wird: nämlich gar nicht. Die Demonstranten kündigten weitere Aktionen an.

CIRCUS
openPR.de (Pressemitteilung) - 16. Sept. 2005
Protest gegen Tierausbeutung in Zirkussen
Am Sonntag, dem 18. September, werden Aktivisten der TierrechtsInitiative Rhein-Main und anderer Tierrechtsorganisationen wiederholt ein sofortiges Tierhaltungsverbot in Zirkusbetrieben fordern. Anlass ist das Gastspiel des Circus Universal Renz in Wiesbaden. In Deutschland reisen zur Zeit mehr als 200 Zirkusse mit Tieren umher und meist sind die Haltungsbedigungen extrem schlecht. In vielen deutschen Zirkussen werden selbst die Zirkusleitlinien vom Bundesverbraucherministerium nicht eingehalten, obwohl diese nur eine Mindestanforderung festlegen, die weit unter dem sonst geltenden Säugetiergutachten oder den europäischen Richtlinien für die Haltung von Säugetieren liegen. Die TierrechtsInitiative Rhein-Main beobachtet seit Jahren die Wanderzirkusse, die im Rhein-Main-Gebiet auftreten. »So gut wie nie werden bei den Zirkussen, die wir dokumentieren, alle Mindestanforderung der Zirkusleitlinien eingehalten, aber die Amtsveterinäre verhängen nur selten Auflagen oder Bußgelder für diese Verstöße«, meint dazu Heiko Weber, 1. Vorsitzender der TierrechtsInitiative Rhein-Main.
Der Circus Universal Renz ist ein Paradebeispiel dafür, wie extrem die Tierausbeutung betrieben werden kann. Laut Webseite führt der Zirkus ca. einhundert Tiere mit sich, darunter auch Elefanten und Bären. Selbst die hessische CDU, die im Bereich Tierschutz ja eher eine zurückhaltende Stellung bezieht, forderte mit einer Bundesratsinitiative in 2003, dass Elefanten und Bären in deutschen Zirkussen verboten werden sollen, weil diese Tiere unmöglich in einem Wanderzirkus bedürfnisgerecht gehalten werden können.
Viele erfolgreiche und weltweit agierende Zirkusbetriebe (z.B. der Cirque du Soleil und Flic Flac) haben gezeigt, dass auch ohne Tiere ein unterhaltsames Programm geboten werden kann. Tierrechtler fordern, dass die mittelalterliche Form der Zurschaustellung exotischer Lebewesen (früher wurden auch missgebildete und behinderte Menschen in Zirkussen präsentiert) endlich verboten wird und der moderne tierfreie Zirkus gesetzlich festgesetzt wird.

>der "klassische" Circus mit Tiernummern ist erst im 19. Jdh. entstanden und damit keineswegs so traditionell wie die Circusse gerne vorgeben, aber auch keine mittelalterliche Zurschaustellung, wie es hier argumentiert wird.

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Neue Veröffentlichungen

Earlier this year CIFOR published a book with the title
‘Life after logging – Reconciling wildlife conservation and production forestry in Indonesian Borneo’
It provides updated reviews on how selected vertebrate taxa are affected by logging. Even more interesting are the species vulnerability analyses which could possibly be adopted for tropical forests outside of Sundaland.
Best of all: the book can be downloaded for free from
www.cifor.cgiar.org/scripts/newscripts/publications/detail.asp?pid=1663


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TV-Tipps

Do, 22.09.2005, 19:00-19:45 ARTE, Wenn Nashörner fliegen, Rhinotransfer in Sambia
Fr, 23.09.2005, 11:30-11:50 N3, Expedition Seehund - Mit dem Jagdaufseher im Wattenmeer
Fr, 23.09.2005, 16:15-17:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Von Wasseramseln und Feuersalamandern, Porträt eines Schwarzwaldbaches
Fr, 23.09.2005, 19:00-19:45 ARTE, Die Rückkehr der Könige, Geparde der Kalahari
Fr, 23.09.2005, 19:50-20:15 MDR. Elefant, Tiger und Co.: Rettung in letzter Sekunde
Fr, 23.09.2005, 20:15-21:00 HR, Wunder der Erde, Mönchsrobben - Überleben im Schutz der blauen Grotten
Fr, 23.09.2005, 21:00-21:45 RBB, Amur - Fluss zwischen zwei Weltreichen
Sa, 24.09.2005, 06:00-06:25 HR, Welt der Tiere, Nasenaffen - Die sanften Diktatoren
So, 25.09.2005, 16:00-16:30 BR, Welt der Tiere, Die bayerischen Delfine
Mo, 26.09.2005, 12:15-13:00 N3, Das Leben der Säugetiere, Zurück ins Wasser
Di, 27.09.2005, 12:15-13:00 N3, Das Leben der Säugetiere, Leben in den Bäumen
Di, 27.09.2005, 14:15-15:00 ZDF, Wunderbare Welt, Abenteuer Tierfilm
Di, 27.09.2005, 15:45-16:30 3sat,
Abenteuer Zoo, Familienbande in Basel , Elefanten, Flusspferde und Zwergmangusten
Mi, 28.09.2005, 12:15-13:00 N3, Das Leben der Säugetiere, Aufsteiger
Mi, 28.09.2005, 14:15-15:00 ZDF, Wunderbare Welt, Madagaskar - Hightech im Blätterdach
Do, 29.09.2005, 17:15-18:00 HR, Naturwelten, Tierparadies am Äquator, Ugandas Queen-Elizabeth-Nationalpark
Fr, 30.09.2005, 19:50-20:15 MDR. Elefant, Tiger und Co.
Fr, 30.09.2005, 00:40-05:30 VOX, SPIEGEL TV: Giganten der Meere - Tauchgang in die Welt der Wale, Die wahre Geschichte von Moby Dick


Elefant, Tiger und Co. aus dem Zoo Leipig: Neue Folge wöchentlich 19:50 im MDR. Wiederholungen alter Folgen im MDR montags ca. 16:30, im WDR donnerstags 22:30 Uhr. Der KiKa bringt seit Ende August eine (bearbeitete) Folge Sonntag 20:15
XXP wiederholt weitere Folgen von "Faszination Tierpark" vor allem donnerstags und freitags zu unterschiedlichen Zeiten: http://www.xxp.tv/programm


ausführlichere Vorschau: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
 

© 2005 Zoo-AG Bielefeld

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