E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

 http://www.zoo-ag.de

Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Melanie Witte
   Dr. Silke Sorge
   Marco Smeets



ISSN 1619-6643


Ausgabe 281 vom 31. August 2005

Liebe Leser,

diese Woche kommt die Zoopresseschau einen Tag früher - morgen ist ein Drittel der Redaktion bereits auf Prä-EAZA-Konferenz-Tour in England. Die übrigen Drittel werden Ihnen nächste Woche zuverlässig eine neue Ausgabe kredenzen.

Bereits zum viertem Mal in diesem Jahr haben wir die Zoo-AG-Zoodatenbank
www.zoo-infos.de völlig aktualisiert und mit weiteren Funktionen weiter ausgebaut. Hier finden Sie nunmehr Informationen über nicht weniger als 631 zoologische Einrichtungen, von den großen Zoos bis zu Aquarien, Schmetterlingsparks und kleineren Tiergehegen. Mit den Werbeeinnahmen von www.zoo-infos.de finanzieren wir u. a. auch das von uns "adoptierte" Pakarana-Projekt - daher bitte fleißig benutzen!
Und an dieser Stelle ganz herzlichen Dank an über 60 Nutzer - darunter viele Zoopresseschau-Leser -, die sich die Mühe gemacht haben, Korrekturen und ganze Zoo-Recherchen per
Ergänzungs-Formular zu senden oder sogar Faltblätter und Kopien zu schicken. Weitere Infos und Anregungen sind willkommen!

Jede Woche eine neue Naturkatastrophe. Wer die Lage des Audubon Zoo direkt am Mississippi kennt und die Bilder aus New Orleans in den letzten Tagen mitverfolgte, mußte sich ernsthafte Sorgen machen. Doch es sieht so aus, als sei er (auch dank insensiver Vorbereitung) noch einmal glipflich davongekommen (s.u.). Gerade dieses Wochenende sollte dort die Tagung der amerikanischen Zootierpfleger stattfinden, und nicht wenige Teilnehmer waren schon angereist. Die Website http://www.aazk.org/ verkündete in großen Letter "AAZK Conference in New Orleans has been cancelled! Please do not try to come down. Hurrican evacuation." Einige blieben aber, um zu helfen.
Auf dem Weg von "Katrina" liegen noch mehr Zoos - Die AZA hat eine eigene Website dazu erstellt:
http://www.aza.org/Newsroom/hurricaneupdate/

V
ielleicht wird "Katrina" noch eine weitere Konferenz heimsuchen: Die Wetterfrösche haben angekündigt, daß sie sich als Sturmtief am nächsten Wochenende über den Atlantik bewegen wird und dann nächsten Dienstag passend zur EAZA-Tagung in Bath das Ende des Sommers bringt. Damit habe ich elegant wieder den Kreis zum Anfang des Editorials geschlossen und verabschiede mich...

(9:00)
Dirk Petzold


      

31. Augut 2010
Vögel sehen bunt statt schwarz
Die teilweise exzessive Verwendung von Glascheiben in Zoo, besonders im Außenbereich, hat im letzten Jahrzehnt zu großer Besorgnis bei Vogelschützern geführt. Mit unverhohlenem Stolz präsentierte daher Uve Guckdurch die neueste Entwicklung seines jungen Unternehmens: "Freistehendes Glas stellt eine bedeutende Bedrohung für viele heimische, darunter auch viele auch bedrohte Vögel dar. Mit Inkrattreten des neuen Vogenschutzgesetzes vor zwei Jahren mußten viele Zoos provisorisch die Scheiben ihrer schönen neuen Anlagen verhängen oder mit häßlichen Aufklebern bepflastern, die kaum etwas bewirkten. Nun haben wir in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Zooarchitekten ein Spezialglas entwickelt, das absolut vogelschlag-sicher ist. Vögel haben nämlich vier verschiedene Rezeptoren in der Netzhaut, wir Menschen nur drei. Sie können zusätzlich UV-Licht erkennen. In unserem Glas ist eine spezielle Schicht eingearbeitet, die sichtbare Wellenlängen in UV-Licht umwandelt und von den Vögeln als deutliche Warnmuster und Farbflächen wahrgenommen wird. Wir Menschen sehen davon nichts". Durch Bestrahlung mit UV-Licht konnten so sogar besonders kritische Scheiben entschärft werden. Nun soll gezielt geforscht werden, welche anderen Tiere ebenfalls abweichende Bereiche des Farbspektrums sehen und so z. B. sicherere Glasscheiben für Huftiere entwickelt werden.


(Lassen auch Sie Ihre Phantasie spielen und schicken Sie uns Kurzartikel z.B. von 2015 oder 2055 - welche Themen mögen dann wohl die Zoowelt bewegen? Einige wenige Zeilen genügen.)

Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

Audubon Zoo New Orleans:

City is damaged, damp - and lucky
Baltimore Sun
Forman, president and chief executive of the Audubon Nature Institute, was happy his charges stayed inside. He oversees the Audubon Zoo, the aquarium and other facilities, which he said fared well in the storm. A few flamingos died, but he said there was little other loss of animal life.

Zoo ready to help
Houston Chronicle
The Houston Zoo was also standing at the ready to help the Audubon Zoo in New Orleans.
Sharon Joseph, director of animal programs for the Houston Zoo, said the staff is prepared to mobilize teams if help is needed. Joseph said Houston's zoo director Rick Barongi had talked with New Orleans zoo officials Sunday as they hunkered down in the reptile house to ride out the storm.
"The zoo industry is a tight community," she said. "As soon as the cry for help goes out, there will be a number of zoos responding."


Hurricane Response Team- Mitteilung des Audubon Zoo vor dem Sturm:
Audubon Zoo has a well devised plan to deal with the threat of a hurricane making landfall in the vicinity of New Orleans. In 1993 Audubon Zoo staff met with the General Curator from the Miami Zoo in order to upgrade our hurricane preparedness. In 1992 Hurricane Andrew devastated the greater Miami area, including the zoo, and we incorporated the Miami Zoo's experience and recommendations into our plan.
At Audubon Zoo the Reptile House is the command center for the Hurricane Response Team as it is sturdily constructed and positioned in the highest part of the zoo. Prior to a storm's arrival, animals would be secured in night houses, barns and other buildings, most of which, such as Asian Domain and World of Primates, are well constructed.
High voltage portable generators are positioned at critical places in the zoo and a large freezer and refrigeration truck is used to store a stockpile of perishable animal food. An eight member Hurricane Response Team of zoo staff stays on zoo grounds (even in the event of a Category 5 hurricane). The Reptile House is provisioned with ample quantities of food, water and survival gear.
When the storm passes the team would venture out into the zoo to shore up fences, buildings and to deal with the downed power lines (we have a qualified electrician on the team). When the zoo is secure, the team would direct their attention to the animal collection. The experience at Miami Zoo showed that the animals were so traumatized by the storm that they refused to eat for a couple of days, so primary attention would focus on capturing any escaped animals and securing our fences - especially our perimeter fence. When the staff and the animals have settled down, routine animal feeding and general care would commence. Eventually other zoo staff would manage to make their way to the zoo and more detailed animal procedures could begin.

 


Walsroder Zeitung - 27. Aug. 2005
„Einer der touristischen Leuchttürme im Land“
Walsrode. Bei den Verantwortlichen des Vogelparks herrscht „Geheimhaltungsstufe 1“. Nur so viel sickerte bisher durch. Die drei Gesellschafter des Vogelparks haben ein externes Unternehmen beauftragt, um eine Zukunftsplanung für den weltgrößten Vogelpark vorzunehmen. Titel der Studie „Vogelpark 2010“. Diese neuen Konzepte liegen nach WZ-Informationen vor und wurden am Donnerstag Vertretern aus dem Wirtschaftsministerium in Hannover vorgestellt. Das Land hatte sich schon einmal finanziell an einem Projekt des Vogelparks beteiligt, dem Bau der Tropenwaldhalle. Dies war allerdings ein Sonderfall, da es sich dabei um ein Projekt der Expo-Weltausstellung handelte. Jetzt könnte es um Landesbürgschaften in Millionenhöhe gehen.

Die Welt - 25. Aug. 2005
Bewegender Abschied von Caroline Hagenbeck
Im engsten Familienkreis wurde die Ururenkelin des Tierparkgründers Carl Hagenbeck, Caroline Hagenbeck, gestern in Niendorf beigesetzt. Es war ein bewegender Abschied von der langjährigen Geschäftsführerin des Tierparks. Die Mutter von drei Kindern im Alter von 13, 15 und 16 Jahren war am 14. August im Alter von 46 Jahren an Krebs gestorben. Pastor Uwe Nissen von der evangelischen Kirchengemeinde Niendorf-Markt würdigte in seiner Traueransprache das Lebenswerk jener Frau, die bereits im Alter von 23 Jahren die Leitung des weltberühmten Tierparks übernehmen mußte. Der plötzliche Tod ihres Vaters, der im Alter von 48 Jahren 1982 ebenfalls an Krebs gestorben war, stellte sie vor neue berufliche Herausforderungen.

news.ch - 26. Aug. 2005
Tierpark Dählhölzli: Fuchs frisst Pelikan
Die Welt der Tiere im Berner Dählhölzli ist mit dem Hochwasser arg durcheinander geraten: Ein freilebender Fuchs hat in die Gunst der Stunde genutzt und einen Krauskopf-Pelikan gefressen. Die ursprünglich am Schwarzen Meer beheimateten Krauskopf-Pelikane suchten wegen dem hohen Wasserstand der Aare neue, offenbar unsichere Schlafplätze auf, wie der Tierpark mitteilte. Der Fuchs aus dem Dählhölzli-Wald schlich sich zur Kolonie der 15 Vögel und riss ein sechsjähriges Weibchen. Von den ursprünglich zehn europäischen Bibern dürfte ein Teil definitiv in die Aare gelangt sein, wie Tierpark-Direktor Bernd Schildger sagte. Doch noch ausgerissen ist zudem ein Fischotter-Weibchen, dass man zuvor in sicherer Obhut glaubte. Eingefangen werden konnte der letzte ausgerissene Sumpfbiber. Ein weiterer Flüchtling seiner Art hatte am Dienstag bei der nahen US-Botschaft gestellt werden können. Die Schadensumme bezifferte Schildger mit weniger als 500 000 Franken. Für die Aufräumarbeiten hätten sich zahlreiche Freiwillige, «sogar aus Zürich», gemeldet.

Die Welt - 28. Aug. 2005
Nach der jahrelangen Laborroutine die Neugier wecken
Gänserndorf. "Schimpansen sind leidenschaftliche Politiker", sagt Signe Preuschoft. Sie sollte es wissen. Die promovierte Zoologin und Psychologin betreut seit vier Jahren 44 Schimpansen im ehemaligen Safaripark Gänserndorf nahe Wien. Die Wissenschaftlerin und ihr Team aus fünf Tierpflegern und einigen Studenten freuen sich über die Ränkespiele ihrer Schützlinge sogar. So können sie nicht nur deren Verhalten studieren, sondern auch die Fortschritte der Verhaltenstherapie verfolgen, die Signe Preuschoft den Tieren verordnet hat. Die Schimpansen von Gänserndorf haben ein bewegtes Leben hinter sich, viele waren vor vier Jahren noch stark verhaltensgestört. Ihre Geschichte begann irgendwann zwischen 1976 und 1986 im afrikanischen Regenwald. Damals wollte man Medikamente an den nächsten Verwandten des Menschen testen, später sollte der Aids-Erreger HIV in den Tieren untersucht werden. Die Pharmafirma Immuno hatte eine Reihe von Gründen, aus Sierra Leone und anderen afrikanischen Staaten Schimpansen nach Österreich zu holen. Am schlimmsten traf es die HIV-infizierten Schimpansen, die in einem Hochsicherheitslabor gehalten wurden. 1999 wurde Immuno vom US-Konzern Baxter übernommen, der die Schimpansentests beenden wollte. Zum einen brachten die Experimente keine überzeugenden Ergebnisse, die eine doch recht teure Haltung gerechtfertig hätten. Außerdem verstärkte sich weltweit der Druck, aus ethischen Gründen auf Versuchsschimpansen zu verzichten. Zunächst kümmerte sich die inzwischen für die Betreuung der Schimpansen angestellte Signe Preuschoft ohne Geldsorgen um ihre Affen. Diese hatten erhebliche Probleme beim Umzug in das liebevoll eingerichtete neue Affenhaus. Auch der Kontakt mit Artgenossen klappte anfangs kaum. Trotzdem sieht Signe Preuschoft ihre Verhaltenstherapie als eine Art Entwicklungshilfe für die Auswilderung anderer Schimpansen. Wenn die Forscherin in Österreich herausfindet, wie die Tiere ihr normales Sozialverhalten wieder erlernen, kann man mit diesem Wissen später vielleicht andere Tiere für das Leben in der Wildnis fit machen. Und Schimpansennachschub könnten die afrikanischen Länder brauchen, weil vielerorts die Affen dezimiert oder nahezu ausgerottet wurden. Ob Signe Preuschoft wirklich Entwicklungshilfe für die Auswilderung von Tieren aus europäischen Zoos leisten kann, steht zur Zeit in den Sternen. Denn die täglichen 15 Euro für einen Schimpansen reichen nicht aus, der Safaripark ist längst pleite, die Biologin und fünf Tierpfleger sind beim Konkursverwalter angestellt. Zwar haben sie jetzt den Verein "Hope: Menschen für Affen" für die Affenpension gegründet. Aber ohne gesicherte Finanzen ist das Schicksal der Schimpansen wieder einmal ungeklärt.

Wiener Zeitung - 27. Aug. 2005
Herberstein: Positionen der Parteien
ÖVP: Bei heiklen Projekten muss eine Kontrolle der Ressorts erfolgen. Ziel ist, noch vor der Landtagswahl eine Stellungnahme der Ressorts an den Rechnungshof zu schicken. Bis dahin gibt es keine weiteren Förderungen für Herberstein. Der Landesamtsdirektor wurde beauftragt ein neues Förderungsmodell auszuarbeiten. SPÖ: Mit Hilfe eines Sponsorenkonzepts soll der Tierpark weiter geführt werden. Die Landeshauptfrau wird aufgefordert, die letzte Förderungsmillion von 2004 zurück zu holen. Grüne: Für die Transparenz von Förderungen wird ein Informationssystem vorgeschlagen. Gewährte Förderungen müssen regelmäßig auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. FPÖ: Ein Herberstein-Tierpark zählt nicht zu den Kernaufgaben eines Bundeslandes. Die FPÖ schlägt deshalb vor, das Fördersystem zentral zu verwalten und im Internet zu veröffentlichen. BZÖ: Eine Untersuchungskommission der Staatsanwaltschaft soll den Fall restlos aufklären. Geprüft werden soll, ob das missbräuchlich verwendete Geld zurück gefordert werden kann. Liste Hirschmann: Wenn es zu einer Einigung mit den Eigentümern kommt, soll der Tierpark zu einer Außenstelle des Zoos Schönbrunn werden. Der Bund soll den Tierpark finanzieren.

H@ll Anzeiger - 29. Aug. 2005
Deutsche Zoo-Gorillas als Staatsgeschenk nach China?
Am Mittwoch fällt der Startschuss für eine lange Odyssee deutscher Zoo-Gorillas, die in dem für seine Tierquälerei berüchtigten Zoo Shanghai enden soll. Gorilla-Junge Bokito (9) aus dem Zoo Berlin wird am 31. August im Safaripark Hodenhagen eintreffen und von dort wenig später mit Gorilla-Mädchen Quenta aus dem Zoo Saarbrücken sowie einem holländischen Tier nach Rotterdam weitergeschickt. Von dort sollen die Gorillas baldmöglichst als offizielles "niederländisches Staatsgeschenk nach China - ausgerechnet in den Zoo Shanghai. Die geplante Abgabe des Gorillas Bokito stößt angesichts des drohenden Schicksals ebenfalls auf Protest: "Warum ist ausgerechnet China immer wieder erklärte Endstation ehemaliger Berliner Zoo-Schützlinge? Und warum soll Bokito zuvor noch mehrfach sein Zuhause wechseln, was für ihn immensen Stress und unnötiges Leiden bedeutet?" Das sind Fragen, die PRO WILDLIFE in einem Schreiben an den Berliner Zoodirektor Dr. Jürgen Lange stellt. Absurd ist auch, dass nach Angaben des als Zwischenstation fungierenden Safariparks Hodenhagen in Deutschland aufgezogene Gorillas als "niederländisches Staatsgeschenk" für China bestimmt sind. PRO WILDLIFE hat herausgefunden, dass Rotterdam im Gegenzug lebende Raritäten aus China erwartet, nämlich die nur dort lebenden und vom Aussterben bedrohten Gold-Stumpfnasenaffen.

Berliner Zeitung - 24. Aug. 2005
Bokito geht auf Brautschau nach Schanghai
Gorilla Bokito aus dem Zoo geht auf lange Reise: Kommenden Mittwoch wird das neunjährige Männchen in den Serengeti-Park nach Hodenhagen (Niedersachsen) gebracht, wo er sich an zwei Weibchen gewöhnen darf. Dann geht es Ende 2005 gemeinsam in den Zoo nach Rotterdam - und dann weiter nach Schanghai. Der Zoo der chinesischen Metropole soll das neue Zuhause von Bokito werden. Bei der Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife stößt das auf heftige Kritik. Der Zoo Schanghai behandele seine Tiere nicht artgerecht. Schon 2003 hatte Pro Wildlife dem Zoo Ärger beschert. Damals wollte der Zoo seine Schimpansen nach Schanghai abgeben - aus Platzgründen. Und Pro Wildlife protestierte erfolgreich. Bis heute leben die Schimpansen im Zoo - sehr beengt, wie Rahn sagt. Eine Sammelaktion zum Bau eines neuen Affen-Hauses brachte nicht genügend Geld ein. "Und von Pro Wildlife haben wir nichts mehr gehört."

B.Z. - 25. Aug. 2005
Das erwartet Bokito in der TIERQUÄLER-HÖLLE
Bokito wird nach China geschickt, in den Zoo von Shanghai. Direkt in die Tierquäler-Hölle, fürchten Tierschützer.Sie bangen um das Leben des 9jährigen Gorillas. "Im Zoo von Shanghai werden Tiere verprügelt und für Kunststücke mißbraucht", klagt Dr. Sandra Altherr von der Tierschutzorganisation "pro Wildlife" an. Sie hat einen Brief an den Berliner Zoo geschrieben, fordert: Bokito darf nicht nach Shanghai geschickt werden. Die Tierschützer wittern bei der Abschiebung von Bokito einen Deal - der heißt: Gorilla gegen Panda. Affen-Kurator Dr. Peter Rahn aus dem Berliner Zoo will von alledem nichts wissen: "Die Dame von Pro Wildlife soll sich lieber um gequälte Meerschweinchen und Legehennen-Batterien kümmern." Und weiter: "Der Zoo in Shanghai baut für die Gorillas extra ein Gehege. Pfleger kommen nach Europa, um den Umgang mit den Menschenaffen zu erlernen."

Berliner Morgenpost - 25. Aug. 2005
Grüne fordern Zoo auf: Gorilla Bokito darf nicht nach China
Der 9jährige Gorilla Bokito soll im Zoologischen Garten bleiben und darf nach Ansicht der Grünen nicht an einen Tierpark in Shanghai abgegeben werden. Die Abgeordnete Claudia Hämmerling forderte gestern die Direktion auf, entsprechende Pläne aufzugeben. Es sei bekannt, daß in Shanghai Wildtiere tierschutzwidrig untergebracht seien. Nach bisherigen Planungen soll Bokito mit zwei Weibchen eine Zuchtgruppe bilden und noch in diesem Jahr von Rotterdam aus als offizielles niederländisches Staatsgeschenk nach China exportiert werden. Der Zoo wollte keine Stellungnahme dazu abgeben.

B.Z. - 26. Aug. 2005
Haut Bokito wieder ab?
Berlin - Bokito (9) sitzt nachdenklich in seinem Außengehege. Traurige Augen hat der beliebte Gorilla-Boy vom Zoo. Er ahnt bestimmt, daß er bald Abschied nehmen soll, in den Horror-Zoo von Shanghai umgesiedelt wird. Tiere haben manchmal den sechsten Sinn, oder? Affenpfleger Reimon Opitz schaut etwas bedrückt drein, nickt bedächtig mit dem Kopf: "Schon möglich, daß der Bursche ahnt, was sich da anbahnt. Gorillas sind intelligent. Sie erfühlen Stimmungen." Ob Bokito seine Flucht plant, ob er wieder abhaut - um der Abschiebung nach Shanghai zu entgehen? "Ich hätte lieber gesehen, wenn Bokito in Hodenhagen geblieben wäre oder in den Niederlanden. Shanghai ist so verdammt weit weg. Da kann ich ihn kaum besuchen - und wenn er Junge hat, sehe ich sie bestimmt auch nicht." Reimon Opitz ist nachdenklich, viele Berliner Zoo-Besucher sind stinksauer.

Berliner Morgenpost - 26. Aug. 2005
Aufregung um den Umzug von Gorilla Bokito nach China
Bei Affenhaus-Chef Reimon Opitz steht das Telefon kaum noch still, seit bekannt wurde, daß das 9jährige Gorilla-Männchen Bokito (von Opitz einst mit der Flasche aufgezogen), am kommenden Mittwoch den Zoo verlassen wird. Zunächst geht es zusammen mit Pfleger Opitz nach Hodenhagen (Niedersachsen), wo Bokito mit zwei Weibchen zusammentreffen wird, um eine Zuchtgruppe zu bilden. Im Berliner Zoo darf er sich wegen Inzucht nicht paaren. "Wir verstehen, daß Bokito nicht in Berlin bleiben kann", sagt Sandra Altherr von der Organisation "Pro Wildlife". "Bei dem Zoo in Shanghai handelt es sich aber bekanntermaßen um eine üble Einrichtung. Wir haben Fotos, die belegen, daß Tiere dort oft geprügelt oder für Zirkus-Shows mißbraucht werden." Auch die Odyssee von Bokito beklagt Altherr. "Er wird dreimal herumgeschubst, dabei vertragen Gorillas es oft schlecht, aus ihrer vertrauten Umgebung und ihrem Sozialverband herausgerissen zu werden."

Die Welt - 29. Aug. 2005
Zoo-Gorilla «Bokito» verlässt Berlin
Trotz Protesten von Tierschützern zieht der Berliner Zoo-Gorilla «Bokito» am Mittwoch endgültig um. Das neunjährige Affenmännchen wird vorläufig im Serengetipark Hodenhagen in der Lüneburger Heide untergebracht. Später soll er in den Zoo Shanghai umsiedeln. Dort wird im Moment eine neue Gorilla-Anlage gebaut, teilte der Zoo am Montag mit. Die Berliner Grünen und die Tierschutzorganisation «Pro Wildlife» hatten gegen den Umzug des Gorillas protestiert.


Kölnische Rundschau - 29. Aug. 2005
Tierschützer kritisieren Gorilla-Geschenk
Ein deutsch-niederländisches Geschenk für den Zoo von Schanghai hat Proteste von Tierschützern ausgelöst. Zwei junge Gorillas aus Deutschland und einer aus den Niederlanden sollen im Auftrag des Tiergartens von Rotterdam in der chinesischen Hafenstadt eine neue Heimat finden. Das Männchen aus Berlin und die beiden Weibchen aus Saarbrücken und Rotterdam erwarte ein schweres Schicksal, kritisierte die Tierschutzorganisation Pro Wildlife am Montag in München. Der Tierpark Rotterdam nannte diese Befürchtungen unbegründet. Alles geschehe in Koordination mit dem Europäischen Züchtungsprogramm. Der Direktor des Rotterdamer Tiergartens Blijdorp, Ton Dorresteijn, bestätigte den Austausch, wies die Kritik daran jedoch zurück. Anlass der Aktion sei die jetzt 25-jährige Partnerschaft zwischen seinem Zoo und dem in Schanghai. Die Gorillas kämen in einen neu errichteten Bau, ihre künftigen Pfleger würden in Rotterdam ausgebildet. Der Länderdirektor Zhang Li vom Internationalen Tierschutzfonds (IFAW) in Peking sagte der dpa: "Auch wenn die Bedingungen simpel sind, beginnen Zoos damit, das Umfeld für die Tiere zu verbessern."

Die Welt
Bye, bye, Bokito! Berliner trauern um ihren Lieblingsgorilla
"Wir sind mit den Nerven am Ende!"


APA OTS (Pressemitteilung) - 25. Aug. 2005
Fototermin im Tierpark Schönbrunn mit Sima
Manche mögen's kalt, so auch die Pinguine des Tiergarten Schönbrunn. Deshalb wird das Polarium künftig mit Sonnenstrom gekühlt. Zoodirektor Helmut Pechlaner, Umweltstadträtin Ulli Sima und oekostrom AG Vorstand Ulfert Höhne eröffnen kommenden Dienstag die Photovoltaik-Anlage am Dach des Polariums und schlagen dabei die Brücke von Pinguinen zur Photovoltaik, sowie von Ökologie zu Ökostrom.

Tirol Online - 26. Aug. 2005
IVB-Buslinie soll Parkchaos rund um den Alpenzoo entflechten
Aktuell ist der Alpenzoo nur mit der Hungerburgbahn, dem Touristenbus Sightseer oder dem Privat-Pkw erreichbar. "Wir sind ans öffentliche Netz nicht direkt angebunden", sagt Direktor Michael Martys. Die Folge ist ein Verkehrschaos besonders an Wochenenden. Weil es rund um den Tierpark außerdem nur eine begrenzte Zahl von Parkplätzen gibt, fahren immer mehr Besucher enttäuscht wieder ab. Der umstrittene Vorschlag, bei der Sophienruhe neue Parkplätze einzurichten, stieß bei Naturschützern, aber auch bei der Stadt bisher allerdings auf wenig Gegenliebe. Ein IVB-Bus mit regelmäßigen Betriebszeiten dagegen könnte außerdem die Schüler der Villa Blanka, die derzeit Zooparkplätze besetzen, zum Umsteigen bewegen. Einen Nachteil gibt es aber auch beim Linienbus, und dieser könnte sich als entscheidend herausstellen: Weil er wesentlich größer ist, könnte ein Vorwärtskommen durch die enge, verparkte Weiherburggasse zum Zoo zum großen Problem werden. Dadurch dürften nämlich weitere Parkplätze entlang der Straße fallen, und das will Martys auf keinen Fall akzeptieren.

Grafschafter Nachrichten v. 30. August 2005
Tierpark zählt 50000 Besucher in nur einem Monat

Der Nordhorner Tierpark meldet erneut ein Rekordergebnis: Bereits vier Tage vor Monatsende zählte der Zoo im August mehr als 50000 Besucher. "Wir sind selbst ein bisschen erstaunt. Damit, dass wir so früh die 40000-er Marke und sogar die 50000-er Marke überschreiten würden, hätten wir nicht gerechnet", sagte Geschäftsführer Thomas Berling. Insgesamt hält der positive Trend mit steigenden Besucherzahlen weiter an: Seit Jahresanfang passierten bis Sonntagabend 211000 Gäste den Eingang. Der Tierpark rechnet fest damit, in diesem Jahr erstmals die 250000-Besucher-Marke zu knacken.



Planung und Bau 

Täglicher Anzeiger - 26. Aug. 2005
In wenigen Wochen heulen die Wölfe im Wildpark Neuhaus
Fast können einem all’ die anderen rund 250 Tiere im Wildpark Neuhaus ein wenig leid tun. Seitdem vor zwei Jahren die Luchse ihr Gehege bezogen und sofort zu erklärten Publikumslieblingen avancierten, führen sie so etwas wie ein Statistendasein. Wenn in ein paar Wochen am anderen Ende des Wildparks erst die Wölfe ihr Gehege beziehen, dann werden die Karten neu gemischt. Das 11.000 Quadratmeter große Wolfsgehege ist schon fast fertig. Hier werden zunächst drei Jungwölfe ihr neues Revier beziehen.




Aktionen


Münster am Sonntag - 27. Aug. 2005
Heute ist der Tag der Schildkröte
Der heutige Sonntag (28.8.05) steht im Allwetterzoo ganz im Zeichen der Schildkröte. Anlässlich der Schildkröten-Kampagne "ShellShock" des europäischen Zoo-Verbandes (EAZA) werden an diesem Tag zahlreiche Aktionen durchgeführt. Als besonderes Highlight werden am Sonntag Führungen durch das Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz (IZS) angeboten, das normalerweise nicht für die Besucher zugänglich ist. Elmar Meier, der Initiator und Projektbetreuer, wird den Zoobesuchern persönlich Einblicke in das Leben seiner hochbedrohten Schützlinge gewähren. Weitere Programmpunkte sind: eine Schildkröten-Rallye für Kinder, bei der die Kinder ein "Schildkröten-Diplom" bei erfolgreicher Absolvierung erhalten, Schildkröten-Führungen durch den Zoo, Schildkröten-Falten (Origami) zugunsten des Schildkrötenschutzes sowie eine Kinder-Schminkaktion. Zudem verkauft die Stadtbäckerei Schildkröten-Gebäck und "andere Tiere" zugunsten des Artenschutzes. An einem Infostand in der BioCity können sich die Besucher über die Kampagne und den Schildkrötenschutz informieren und gegen eine Spende kleine Zoo-Mitbringsel erstehen.

Leipziger Volkszeitung - 25. Aug. 2005
Jules Verne im Zoo
"In 80 Tagen um die Welt". Die legendäre Weltreise des Phileas Fogg ist morgen und am Samstag als MDR- Hörspiel in 5.1 Mehrkanalton an ungewöhnlichem Ort zu erleben: in der Afrika-Lodge Kiwara im Leipziger Zoo. Jeweils 20.30 Uhr geht's los. Das umfangreiche Rahmenprogramm beginnt gleich am Tierpark-Eingang: Die Gäste werden auf Wunsch per Rikscha zur Lodge transportiert. Dort folgt eine Gesprächsrunde mit den Hörspielmachern. Die Salon-Philharmoniker Leipzig musizieren im englischen Kolonialstil. Außerdem wird ein Films über die Produktion des Hörbuchs gezeigt, das im Hörverlag erscheint. Es sprechen unter anderen Peter Fricke, Axel Milberg, Boris Aljinovic und Martin Semmelrogge.

Leipziger Volkszeitung - 28. Aug. 2005
Im Schein der Fackeln um die Welt
Fackeln erleuchten den Weg vom Zoo-Tor zur Afrika-Lodge Kiwara. Tropische Vögel kreischen im Abenddunkel. Ein Rikschafahrer rauscht vorbei und trägt seine Passagiere durch die Dunkelheit, erleuchtet nur vom flammenden Atem einer Feuerspuckerin. Ein paar hundert Meter weiter leuchten die Lichter der Lodge, ein leichter Windhauch trägt Salonmusik herüber. Stimmungsreiche Bilder von einem wunderbaren Abend. Vor etwas mehr als hundert Zuschauern präsentiert das Kulturradio MDR Figaro am Wochenende zusammen mit dem Leipziger Zoo die neue Hörbuchproduktion "In 80 Tagen um die Welt" nach Jules Verne. Zunächst stimmen die Leipziger Salonphilharmoniker die Gäste ein. Der Musik folgt ein Filmbeitrag, in dem der Weg der aufwändigen Hörbuchproduktion nachgezeichnet wird. Nach dem "Making of" folgen vier spannende, jeweils 20-minütige Ausschnitte aus dem Hörspiel, unterbrochen von Gesprächen mit Sprechern, Bearbeitern und Dramaturgen, und der Pressesprecherin des Münchener Hörverlages, wo das Werk als DVD-Edition und Doppel-CD erschienen ist.

Echo online - 29. Aug. 2005
Das lebendige Klassenzimmer
Biologie- oder Naturkundeunterricht mit knapp 1200 Tieren. Eine perfekte Ausstattung für anschaulichen Unterricht. Nicht verwunderlich ist da, „dass sich Schulklassen hier die Türklinke in die Hand geben“, berichtet Thomas Becker, Veterinär und Leiter des Darmstädter Vivariums. Und das ist nun schon seit 40 Jahren so. Denn ursprünglich wurde das Vivarium am Schnampelweg von Gründer Heinz Ackermann als Schulvivarium und sozusagen lebendiges Klassenzimmer geplant. Wie die Entwicklung verlief, welche Gebäude hinzukamen, und welche Tiere als neue Bewohner dort einzogen, gibt zur Zeit eine Ausstellung an neun Stationen im Darmstädter Tierpark wieder. Dass ein großes Interesse am Vivarium nicht nur bei Kindern besteht, zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag, bei der auch Mitglieder des Fördervereins Kaupiana teilnahmen. Noch im Bau befindet sich das Haus für Krallenotter und Marderbären. Laut Becker soll dies voraussichtlich Ende des Jahres für Besucher geöffnet werden. Die neuen Bewohner dürfen zwar schon früher rein, aber nur, damit man erst mal beobachten könne, ob ihnen das neue Heim auch gefällt und sie sich daran gewöhnen können.

Kieler Nachrichten - 29. Aug. 2005
Wasserflöhe unter der Lupe
Wasser ist der Ursprung allen Lebens. Unter dieser Prämisse stand ein Tierparkfest, das am Sonntag zahlreiche Familien in den Gettorfer Zoo lockte. Das kühle Nass lud nicht nur zum Spielen, Matschen und Spritzen ein. Den Kindern wurde vor allem ein Einblick in das wimmelnde Leben im Wasser gewährt. Während einige Fischfreunde aus Lübeck ihre Aquarien in der Tropenhalle zur Schau stellten, durften die kleinen Forscher unter Aufsicht einen neu angelegten Amphibienteich ergründen. Aufsehen erregte eine Afrikanerin, die auf der Spielwiese für die Hilfsaktion "Brot für die Welt" warb. Elisabeth Mwakalambo, so ihr Name, zeigte den Besuchern, wie in ihrer Heimat die Wassereimer auf dem Kopf getragen werden.

Wiesbadener Kurier - 25. Aug. 2005
Vom unfolgsamen Wölfchen zu den scheuen Mufflons
WIESBADEN. Wird der Wolf es schaffen, die kleinen Lämmlein aus dem Haus zu locken? Gebannt hängen die Kinderaugen an Irmtrud Wendling-Edler. Das Feuer knackt, und wenig später darf aufgeatmet werden: Letztendlich geht es gut aus für die kleinen Schafe. Gut geht es auch den mehr als 40 Kindern und ihren Eltern, die der Einladung zu Leos Lesestunde in der Fasanerie gefolgt sind. Sie erleben in dem Tierpark vor den Toren Wiesbadens Tiermärchen, Tiergeschichten und natürlich auch Tiere zum Anfassen. Schafe füttern, Märchen hören, Lagerfeuer - die Mischung, die Pädagogin Wendling-Edler diesmal für Leos Lesestunde ausgesucht hat, kommt prima an.

Super Sonntag - 29. Aug. 2005
Benefizkonzert zu Gunsten des Tierparkes Walbeck - am 25. September ab 18 Uhr
Es ging durch alle Medien: Erst wurde im Tierpark Walbeck das Kälbchen auf bestialische Weise ermordet, und dann, kaum sechs Wochen später, die gesamte Vogel - Voliere in der Nacht von 20. zum 21. Juli von Dieben ausgeraubt. „Ich finde es furchtbar, wenn Jemand sich an wehrlosen Tieren vergreift“, bringt es Steffen Marienberg, vom Medienhaus Hettstedt, auf den Punkt. Er wird für das Benefizkonzert, das am 25. September im Tierpark Walbeck stattfindet, die gesamte Technik zur Verfügung stellen. Bürgermeisterin und Schirmherrin dieser Veranstaltung, Petra Wernicke, freut sich über so viel Engagement und Hilfe, die dem Heimattierpark zuteil wird. „Es wäre schön, wenn viele Besucher kommen, denn die gesamten Eintrittsgelder kommen dem Tierpark zu Gute.“ Und für 5 Euro dieses tolle Abendprogramm, das sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen!

Abg-Net.de - 26. Aug. 2005
Der Zoo macht Gymnastik
Altenburg. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Michael Wolf starten die DAK und der Inselzoo eine ungewöhnliche Aktion gegen das zunehmende Übergewicht, mangelnde Bewegung und Haltungsschäden von Kindern in Altenburg. „Der Zoo macht Gymnastik!“ heißt das Motto für den speziellen Familienzoobesuch am Sonntag, dem 4. September.

Neues Volksblatt - 25. Aug. 2005
Hilfe für Gorillas
Als Arche Noah für Gorillas fungiert der Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels, in dem Österreichs einzige Gorillas leben. Der Verein Endangered, von Mitarbeitern des Zoos gegründet, setzt sich für den Schutz von Berggorillas ein. Im Rahmen einer Benefizveranstaltung sammelte man am Mittwoch Spenden, um den Kauf von Medikamenten und medizinischen Behandlungsgeräten zu finanzieren. Diese kommen Berggorillas in afrikanischen Naturschutzgebieten zugute.

ORF Oberösterreich - 26. Aug. 2005
Flachlandgorillas im Zoo Schmiding
Der Zoo Schmiding im Bezirk Wels-Land ist der einzige Zoo Österreichs, der Flachlandgorillas hält. Der Tiergarten kümmert sich aber auch um eine Gorilla-Art, die nur in Freiheit überleben kann: Die Berggorillas. Da sich der Zoo für das internationale Gorilla-Erhaltungsprogramm massiv einsetzt und eben die einmalige Gelegenheit bieten kann, Gorillas ganz aus der Nähe betrachten zu können, wurde dort von einem Tierarzt-Ehepaar aus Wien das Schutzprogramm für Berggorillas präsentiert.

ORF - 25. Aug. 2005
"Homo sapiens sapiens" als Neuzugang in Londons Zoo
Im Londoner Zoo gibt es eine neue Attraktion: acht Exemplare der Art "Homo sapiens sapiens", also ganz gewöhnliche Menschen: Acht leicht bekleidete Männer und Frauen tollen seit heute durch ein Gehege aus Kunstbergen und bringen Besucher zum Staunen. Die Sonderausstellung "Human Zoo" solle "die Bedeutung der Stellung des Menschen im Ökosystem des Planeten veranschaulichen", teilte der Tierpark mit.

Krone.at - 25. Aug. 2005
Londoner Zoo stellt den "Homo Sapiens" aus
Das war noch nie da! Besucher, die sich dieser Tage im Londoner Zoo ein paar exotische Tiere ansehen wollen, werden ordentlich überrascht. Von 26. bis 29. August läuft dort nämlich die Aktion "Homo Sapiens". Ganze drei Tage werden freiwillige "Homo sapiens" in einem großen Gehege ihr Dasein fristen. Die Aktion soll Besucher anlocken. Die Zoodirektion hat damit den Spieß fast umgedreht - es fehlen nur noch die zuschauenden Tiere. Übrigens: Das Füttern der lustigen Zoobewohner ist erlaubt!

NYC & Company - 29. Aug. 2005
Das New Aquarium präsentiert die Aqua Nights
Das New York Aquarium ist mehr als nur ein einfacher Tierpark: Hier haben mehr als 20.000 Meerestiere ihr Zuhause, die man in ihren natürlichen Lebensräumen bewundern kann. Darüber hinaus ist das New York Aquarium eine Forschungsstätte für Meereskunde und eine der grössten Meeresforschungsorganisationen, die sich für Tierschutz wild lebender Tiere und der Erhaltung ihrer Lebensräume auf der ganzen Welt einsetzt. Das New York Aquarium präsentiert derzeit zum 4. Mal die Konzertreihe Aqua Nights. Jeweils am letzten Freitag im Juli, August und September tritt ein großes Aufgebot an New Yorkern Künstlern auf.

 

Nachwuchs 
 
uniprotokolle  - 29. Aug. 2005
Tod kurz vor der Geburt
Das erste Nashornkalb, das durch künstliche Befruchtung gezeugt wurde, ist tot. Es starb noch im Mutterleib wenige Stunden vor dem errechneten Geburtstermin am 9. August. Vermutlich hatte sich ein Teil der Placenta abgelöst, wodurch es zu einer Unterversorgung des Kalbes kam. Derartige Komplikationen kämen leider immer wieder vor, sagte Dr. Thomas Hildebrandt, Veterinär und Reproduktionsexperte am Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Die Tatsache, dass das Kalb mit einer künstlichen Befruchtung der Kuh erzeugt wurde, habe nichts mit der Totgeburt zu tun. Eine Obduktion habe keine weiteren Hinweise ergeben. Dies ist zwar eine herbe Enttäuschung für das Team aus dem IZW und die anderen beteiligten Spezialisten, doch vergebens war die Mühe nicht. Denn die Trächtigkeit hat den gesundheitlichen Zustand der heute 25-jährigen Lulu verbessert. Durch die künstliche Befruchtung konnte der drohenden Degeneration ihres Uterus Einhalt geboten werden. Und, wichtiger noch, die lange Tragezeit hat den Erfolg des Verfahrens unter Beweis gestellt. Das Budapester Team ist besonders betroffen von der Totgeburt. Die Zootierärzte mussten mit ansehen, wie sich das Drama über Nacht durch Blutungen ankündigte. Ein sofortiges Eingreifen wie bei Menschen war nicht möglich: "Man kann ein Nashorn nicht einfach rasch in einen OP schaffen und einen Kaiserschnitt durchführen", sagte Hildebrandt. Er hofft jetzt darauf, dass sein Team Lulu bald wieder zu einer Schwangerschaft verhelfen kann. Außerdem laufen weitere Besamungsversuche mit anderen Nashörnern.

Die Welt - 29. Aug. 2005
Erstes künstlich gezeugtes Nashornbaby kommt tot zur Welt
Enttäuschung bei Berliner Wildtierforschern: Das erste künstlich gezeugte Nashornbaby ist tot zur Welt gekommen. Nach 16 Monaten Tragezeit sollte Nashornkuh «Lulu» im Budapester Zoo ihr Junges bekommen. Doch wenige Stunden vor dem errechneten Geburtstermin starb das Nashornbaby im Mutterleib, teilte das Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) am Montag mit. Damit missglückte nach IZW-Angaben die weltweit erste erfolgreiche künstliche Nashorn-Besamung.

Berliner Kurier - 25. Aug. 2005
Neue Streifen im Zoo
Zebras sehen doch alle gleich aus. Denkste! Wer genau hinguckt, erkennt, dass jedes der schwarz-weißen Pferdchen ein einzigartiges Muster hat. So ist das auch bei Mama Mabuki (5) und ihrem vor einer Woche im Berliner Zoologischen Garten geborenen Töchterchen. Die beiden gehören zu den Steppenzebras. Das neugeborene Zebra-Baby ist bereits das zweite Kind von Mabuki. Zoo-Besucher können die beiden in der großen Gemeinschaftsanlage für Zebras und Elenantilopen bewundern.

Rundfunk Berlin-Brandenburg - 25. Aug. 2005
Schneeleoparden zeigt sich erstmals
Die vor zwei Monaten geborenen Schneeleoparden Kashi und Naryn zeigen sich an diesem Freitag erstmals den Besuchern im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde. Mutter Sayan (9), die aus dem Zoo im schottischen Edinburgh stammt, wird in dem großen mit Pflanzen und Felsen bestückten Käfig auf der Rückseite des Alfred-Brehm-Hauses bei der Premiere genau aufpassen. Vater Omar (6) muss zur Zeit vorsorglich aus Sicherheitsgründen noch allein leben, soll aber bald zu seiner Familie kommen.

Berliner Morgenpost - 27. Aug. 2005
Die haarsträubende Mutterliebe der Malaienbärin Tina
Können Mütter zu sehr lieben? Sie können. Eine solche Mutter lebt im Berliner Tierpark, und jedes Jahr wieder spielt sich im Gehege der Malaienbären ein Drama ab. Bärin Tina bringt im Frühjahr ein Jungtier zur Welt und liebt es so sehr, daß sie es fast pausenlos hält und leckt. Dabei zupft sie ihm mit ihrer rauhen Zunge die Haare aus. Jedes Haar hinterläßt eine kleine Wunde, die sich infizieren kann. "Das erste Jungtier ist uns an einer solchen Infektion eingegangen. Seitdem müssen wir ihr die Jungtiere wegnehmen und sie mit der Flasche aufziehen", sagt Tierpflegerin Evelyn Schmidt. Am 28. April wurde Matú geboren, aber alles Hoffen der Tierpfleger war umsonst. Nach nur acht Wochen hatte der Kleine so viele kahle Stellen am Körper, daß das Risiko zu groß wurde. Mutter und Sohn wurden getrennt, Matú zog in das angrenzende Gehege und bekam seine Milch (und reichlich Streicheleinheiten) fortan von den Tierpflegern.

Wochenspiegel - 29. Aug. 2005
23-köpfige Seelöwen-Familie ohne Nachwuchs-Sorgen
Im Loro Parque lebt die größte Kolonie kalifornischer Seelöwen Europas. Inge Feier, Pressechefin des Loro Parque, muss allmählich einen Stammbaum zuhilfe nehmen, wenn sie von dem dreifachen freudigen Ereignis in Europas größter kalifornischer Seelöwen-Familie berichtet. Im letzten Jahr gleich dreifachen Nachwuchs, und in diesem Jahr den gleichen Erfolg nochmal wiederholt – der Baby-Segen in der Seelöwen-Arena ist in Wirklichkeit das größte Kompliment, das sich der Tierschutz-Unternehmer Wolfgang Kiessling und sein Loro Parque-Team überhaupt denken können. „Gerade Meeressäuger“, räumt Wolfgang Kiessling gerne ein, „gründen bekanntlich nur dann eine neue Familie und sorgen nur dann für Nachwuchs, wenn sie sich in Menschenobhut genau so frei und häuslich fühlen wie im offenen Meer, in der Wildnis. Die vier Seelöwen-Planschbecken hat Kiessling unterirdisch direkt mit dem Atlantik vor der Nordküsten-Haustüre von Punta Brava verbinden lassen. Dieses Meereswasser ist ihm für seine Seelöwen-Kolonie aber nicht rein und auch nicht biologisch sauber genug. Deswegen lässt der Loro-Parque-General die zwei Millionen Liter Meerwasser alle fünf Stunden einmal komplett reinigen. Fünfmal am Tag lässt der Unternehmer das Wasser in den Seelöwen-Becken testen und analysieren.

Blick - 25. Aug. 2005
Eiei, «Mei Mei» - es ist eine Tochter!
Zärtlich hält «Mei Mei» ihre frisch geborene Tochter im Arm. Sie ist die vierte Panda-Mama, die im Zoo von Shirahama ein Kind zur Welt brachte. Eigentlich brachte «Mei Mei» letzte Nacht Zwillinge zur Welt. Erst kam das Mädchen. Es wog 180 Gramm. Dann folgte der kleine Bruder. Er starb allerdings kurze Zeit später. Mutter und Tochter aber sind wohlauf. Für den Zoo ist die Geburt des kleinen, noch namenlosen Babys ein kleines Wunder – schon zum vierten Mal gelang es den Verantwortlichen, Nachwuchs zu züchten.




Artikel aus der niederländischen Presse

Het Laatste Nieuws – 30. August 2005
Ungarischer Zoo schafft große Tiere wegen Verschmutzung ab
http://www.hln.be/hln/cch/det/art_118318.html
Der Zoo im ungarischen Pecs muss sich von einigen seiner großen Bewohner trennen, da diese das Grundwasser und damit den Trinkwasserbrunnen für die 160.000-Einwohner-Stadt verschmutzen.

Dierennieuws – 30. August 2005
Arnheimer Mönchsgeier erkundet die Alpen
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200508/nw35417.htm
Ein männlicher Mönchsgeier aus dem Zoo Arnheim ist zusammen mit einem Weibchen aus dem französischen Doué la Fontaine am 20. August nahe dem französischen Ort Verdon ausgewildert worden. Inzwischen machen beide Tiere erste Erkundungsflüge in den Südalpen.

Dierennieuws – 30. August 2005
Nach Tuberkulose-Fall komplette Rotterdamer Onagergruppe getötet
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200508/nw35416.htm
In Rotterdam war ein Onager an Tuberkulose gestorben. Um der Ausbreitung der Krankheit zuvor zu kommen, wurden alle Tiere, die mit dem Erkrankten in Kontakt standen, getötet. Betroffen waren somit drei Onager und zwei Trampeltiere, die gemeinsam die Mongolische Steppe des Tierpark Blijdorp bewohnten.

Ebenfalls zum Thema TBC in Rotterdam:
Nederlands Dagblad – 30. August 2005
TBC trifft Blijdorp
http://www.nd.nl/newsite/artikel.asp?id=67860

spitsnet.nl – 30. August 2005
TBC trifft Mongolische Steppe in Blijdorp
http://spitsnet.nl/nieuws.php/1/375999/anp/Tbc_treft_Mongoolse_steppe_Blijdorp.html

zibb.nl – 30. August 2005
Rindertuberkulose im Tiergarten Blijdorp
http://www.zibb.nl/landbouw/nieuwsbericht/asp/artnr/1011956/versie/1/index.html

Dierennieuws – 30. August 2005
Junge Amsterdamer Löwen dürfen ins Freie
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200508/nw35403.htm
Die am 21. Juli geborenen jungen Löwinnen Ayana und Nyota durften schon früher als geplant ihr Außengehege erkunden.

Dierennieuws – 27. August 2005
Neue Art im Londoner Zoo: Der Mensch
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200508/nw35321.htm
Mit einer spektakulären Aktion macht der Londoner Zoo vom 26. bis 29. August auf sich aufmerksam: In einer ehemaligen Bärenanlage werden Freiwillige nur in grüner Unterwäsche bekleidet den Tag verbringen und wie Zootiere versorgt werden. Zum schlafen dürfen sie allerdings nach Hause. Die Aktion soll darauf aufmerksam machen, dass der Mensch eine der anpassungsfähigsten Arten der Erde ist.

Dierennieuws – 27. August 2005
Seehund Hannes erhält ein Denkmal
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200508/nw35323.htm
Der kleine Seehund Hannes, der im letzten Jahr aus dem Tierpark Nordhorn entwichen war und auch nach seinem Fang in den Niederlanden für einige Schlagzeilen gesorgt hatte, erhält in Dalfsen, an der Stelle, an der er eingefangen wurde, ein Denkmal.

Dierennieuws – 25. August 2005
Riesenpandazwillinge in Japan geboren
http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200508/nw35244.htm
Im japanischen Erlebnis- und Tierpark „Adventure World“ (in der Stadt Shirahama; Anm. d. Red.) sind am 23. August Panda-Zwillinge geboren worden. Eines der Tiere starb jedoch bald.



Kölner Stadt-Anzeiger - 26. Aug 2005
Druckmessung unter Elefantenfüßen - Zoo unterstützt Forschung
Wieviel Druck hat ein Elefantenfuß? Der Allwetterzoo Münster leistet Schützenhilfe bei einem wissenschaftlichen Experiment zur Beantwortung dieser Frage. Gemessen werde mit einer Sensormatte unter dem Fuß der Dickhäuter, teilte der Zoo am Freitag mit. Dabei könne das Druckprofil des Fußes ermittelt werden. «Um die Tiere an den Ablauf zu gewöhnen, haben die Pfleger mit den Elefanten bereits mit einer Attrappe trainiert», hieß es. Damit wird die Forschung eines Tierarztes aus Gießen unterstützt.

Volksstimme - 26. Aug. 2005
Magdeburger Zoo: Die sechs Huskys beginnen ihre „Ausbildung“
Gestern begann im Magdeburger Zoo die Trainingssaison der Huskys. Die Tierpflegerinnen Doreen Flagmansky und Susan Jauch bringen den sechs jungen Hunden in den nächsten Monaten bei, im Gespann zu laufen. An diesen Anblick müssen sich die Zoobesucher in Zukunft gewöhnen, denn mit den fallenden Temperaturen beginnt auch die Trainingssaison der insgesamt sechs Huskys – seit diesem Juni die Attraktion im Magdeburger Zoo. Jeweils pärchenweise absolvieren die sechs Hunde ihre ersten Einheiten zwei- bis dreimal wöchentlich. Später bilden alle gemeinsam ein Gespann. Bis März werden die Tierpflegerinnen mit den Hunden trainieren. Bis dahin ist die Ausbildung hoffentlich abgeschlossen. Später dann sollen die sechs Huskys die Zoobesucher als ausgebildete Schlittenhunde begeistern, bei Veranstaltungen oder eben auch beim einfachen Lauftraining.

sz-online - 29. Aug. 2005
21 Enten aus dem Leipziger Zoo gestohlen
Aus dem Leipziger Zoo sind 21 Enten gestohlen worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, haben bislang unbekannte Einbrecher mehrere Parkbänke übereinander gestellt und sind so in der Nacht zum Sonntag in die Wassergeflügelaufzuchtanlage im Tierpark eingedrungen. Sie zerschnitten ein Schutznetz und stahlen zwölf Braut- und neun Amazonasenten.

Berliner Kurier - 29. Aug. 2005
Killer-Attacke im Zoo: Reiher erdolchte Pinguin!
Pinguine sind eigentlich wahre Frohnaturen. Im Berliner Zoo sieht man die Tiere allerdings auch oft sorgenvoll in den Himmel starren: Von dort kam der Mörder ihres Artgenossen... Es geschah während der Fütterung. Kurz nachdem der Pfleger eine Ladung Fisch verteilt hatte, stürzte sich plötzlich ein Graureiher im Sturzflug aufs Pinguin-Gehege... Im Kampf um einen köstlichen Tintenfisch erdolchte der riesige Vogel einen Pinguin mit seinem langen Schnabel – und flog mit der Beute davon.
Das Ganze ist schon einige Zeit her. Aber die Berliner Pingus haben immer noch Angst: Inzwischen lauern nämlich bis zu 200 Graureiher in den Baumwipfeln des Zoos! Die Vögel (stehen unter Naturschutz) haben die Becken und Teiche im Zoo als Gratis-Cateringservice entdeckt. Seit der fiesen Attacke traut sich kaum ein Pinguin, sich gegen die Killer-Reiher zu wehren ... Vize-Zoodirektor Heinz-Georg Klös: "Die Pinguine füttern wir seitdem nur noch drinnen. Und Störche und Pelikane bekommen inzwischen so große Portionen Fisch, dass sie und die Graureiher satt werden ..."

Hamburger Abendblatt - 26. Aug. 2005
Wenn Doktor Neumann mit den Wölfen singt
Dirk Neumann begrüßt seine dressieten Wölfe bei der Show mit Handschlag. Aber sobald die Tiere keine Lust mehr haben, ist ihr Auftritt vorbei. "Singen mit den Wölfen" heißt das wundervolle spätabendliche Tête-à-Tête im ostwestfälischen Tierpark Kalletal. Zweimal im Monat finden hier "Wolfsnächte" statt, und Hauptattraktion dabei ist "Dr. Neumanns Wolfsschule" - nach seinen eigenen Angaben die einzige Wolfsdressur, die es in Europa gibt. Mit kurzen Kommentaren und ruhigen Bewegungen bringt Neumann zunächst Ordnung in das Gewusel. Nebenbei stellt er den Zuschauern seine Zöglinge und deren Eigenheiten vor. Neumann erzählt, daß er vor 20 Jahren seinen Job als Tierarzt aufgab, weil er "die Nase voll hatte von all den kranken und traurigen Hunden in der Praxis". Endlich konnte er seinen Kindheitstraum vom Leben mit Wölfen verwirklichen. Er berichtet weiter, wie er die sechs Tiere, die alle aus einem Wurf stammen, 1995 als zehntägige Babys unter einer wärmenden Joppe aus dem Wildpark Hanau nach Kalletal brachte. Und er erklärt - während er einige seiner Wölfe mit Handschlag begrüßt -, daß er, anders als bei einer klassischen Raubtierdressur, keineswegs der Chef im Ring sei und schon gar nicht der Leitwolf, "darüber würden sich die Wölfe auch totlachen". Er sei ein Freund der Wölfe, ihr Animateur, ihr Lehrer, ihr Kumpel, ihre Vertrauensperson.

mephisto 97.6 - 26. Aug. 2005
Fische sind Freunde- kein Futter!
Stellen Sie sich mal vor, Sie wären ein Fisch. Am besten so ein schöner, bunter aus dem Indischen Ozean. Und stellen Sie sich weiter vor, Sie wohnten in einem tollen Aquarium im Leipziger Zoo, zusammen mit vielen schuppigen Freunden. Aber dann, urplötzlich erscheint eine dunkle Wolke am sonst sonnigen Fisch-Himmel: Gerüchte werden laut, im Zoo-Restaurant würde gegen die Idylle gearbeitet. Fisch steht auf der Speisekarte- ein Skandal! Das findet zumindest die Tierschutzorganisation PETA.

sz-online - 26. Aug. 2005
Schnurps! Frau Urzsa rührt das große Fressen ein
Niedlich sind sie ja - die kleinen und großen Vierbeiner im Chemnitzer Tierpark. Den lieben langen Tag liegen sie auf der faulen Haut und fressen, und fressen, und fressen...
„Wir benötigen allein 50 Tonnen Heu im Jahr für die Huftiere und 16 Tonnen Fleisch für die Raubtiere“, weiß Mitarbeiterin Gabriele Arnold (51). „Die Tiere brauchen viele Vitamine und Eiweiße“, so Tierparkdirektor Hermann Will (40), „und schmecken soll es ja auch.“ Wir haben uns deshalb mal den Speiseplan genauer angeguckt und sind auf richtige Feinschmecker gestoßen.

sz-online - 26. Aug. 2005
Bärchen soll abspecken
Bischofswerda. Vorschläge, wie Wasch- und Nasenbären aktiver werden können, erarbeiten Studentinnen aus Bielefeld. Der Tierpark Bischofswerda hat seit zwei Wochen tatkräftige Unterstützung von zwei Studentinnen aus Bielefeld. Die beiden jungen Frauen studieren Biologie mit dem Schwerpunkt Ethnologie – Verhaltensforschung – und nutzen nun ein vierwöchiges Praktikum, um Praxiserfahrungen zu sammeln. Dabei geht es um die Entwicklung von Beschäftigungsprogrammen.

Märkische Oderzeitung - 26. Aug. 2005
Püpi erobert die Herzen der Besucher
Gemächlich trabt Püpi zum Zaun. Die junge Kameldame ist neugierig. Was denn wohl Peter Wilberg heute will, mag sie denken. Der Zoodirektor der Altreetzer Einrichtung hat ein Extra-Leckerli in der Tasche - eine Hand voll frischer Möhren. Wilberg weiß eben, womit er Püpi locken kann. Überhaupt ist das zweihöckrige Kamel sehr zutraulich und damit ein echter Gewinn für den Zoo. Musste die Einrichtung doch in diesem Jahr den Verlust der alten Dromedar-Dame Amanda hinnehmen. Sie gehörte zu den Lieblingen bei den Besuchern. Doch Püpi ist nicht die Einzige, die neu im Oderbruchzoo ist. Auch die ceylonischen Zwergzebus bereichern die Einrichtung. Die Tiere stammen aus dem Tierpark Berlin, mit dem der Oderbruchzoo eine Zuchtgemeinschaft gebildet hat.

SF DRS - Zurich
Mausmaki - neue Lemurenart im Zürcher Zoo
Nach einer Quarantänenzeit von rund 120 Tagen sind die Lemuren nun im nachgebauten Regenwald ausgesetzt worden, wie der Zoo mitteilt.

Futter-Trick: Wal lockt Möwen in die Falle
Ein Schwertwal fängt Möwen, indem er die Vögel in eine raffinierte Falle lockt. Die Artgenossen des listigen Jägers, der in einem kanadischen Aquarium lebt, haben die Taktik mittlerweile kopiert - ein Vorgang, der in der Natur äußerst selten ist.

Spiegel Online
Chinesischer Zoo vermisst 13 Krokodile
Aus einem chinesischen Zoo sind bei einer Überschwemmung 13 seltene Siamkrokodile ausgebrochen

Krone.at
Londoner Zoo stellt den "Homo Sapiens" aus
"Die spinnen, die Briten", sagt ja schon Obelix. Statt Löwe, Tiger und Elefant, tummeln sich in den Londoner Gehegen Menschen wie du und ich

eBund
Londoner Zoo zeigt Menschen im Bärengehege
Der Londoner Zoo präsentiert am Wochenende eine «neue» Spezies - den Menschen.

sz-online
Erstmals Zebra-Nachwuchs im Breslauer Zoo
Wroclaw (Breslau). Im Zoo der Oderstadt hat jetzt erstmals seit 30 Jahren wieder ein mähnenloses Zebra das Licht der Welt erblickt

Die Welt
Berliner Zoo hätschelt Tiere bis ins hohe Alter
Im Berliner Zoo werden Tiere bis ins hohe Alter gehätschelt und gepflegt. Die bekannteste alte "Dame" im Zoo heißt Bulette.

Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Tiergarten Heidelberg, 30.08.05
Hamsterzuchtstation Tiergarten Heidelberg
Als 2001 die ersten Planungsschritte für die SAP-Arena unternommen worden sind, wurde sehr schnell klar, dass der Feldhamster in besonderer Weise berücksichtigt werden muss. Dies musste insbesondere im Hinblick auf seinen europaweiten Schutz als so genannte Anhang IV-Art der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie erfolgen. Bereits frühzeitig wurden die zuständigen Stellen des Ministeriums für Ernährung und ländlichen Raum, des Regierungspräsidiums Karlsruhe, der Landesanstalt für Umweltschutz und der damals noch bestehenden Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe eingeschaltet, um das weitere Vorgehen in Sachen Hamsterschutz festzulegen. Das Institut für Faunistik wurde 2001 in diesem Zusammenhang von der Stadt Mannheim beauftragt die Feldhamsterbestände in Mannheim systematisch zu erfassen. Damit hatte man zum ersten Mal eine Gesamtüberblick. Hierbei wurde offensichtlich, dass durch bestehende Infrastrukturmaßnahmen, wie Autobahnen und Bahnlinien eine langfristige Erhaltung der Feldhamsterbestände nur schwer möglich ist. Diese Barrieren verhindern einen Austausch zwischen den einzelnen Teilpopulationen und machen diese wiederum anfällig für unvorsehbare Ereignisse, die zum Erlöschen führen können. Bereits im „Artenhilfsprogramm „Feldhamster“ der Stadt Mannheim“ wurde die Möglichkeit überprüft, neuen Lebensraum in Straßenheim für den Hamster zu erschließen. Die Umsetzung des Artenhilfsprogramms war zentraler Bestandteil der notwendigen Befreiung des Regierungspräsidium Karlsruhe für die SAP-Arena. Das seit langem geplante Landschaftsschutzgebiet „Straßenheimer Hof“ bekommt als zusätzlichen Schutzzweck den Feldhamster.

Zoo Duisburg, 30.08.05
Schweinchen mit Pfiff
„Schweine“, die nicht grunzen - sondern pfeifen, „Schweine“, die Hemd und Haut zerkratzen - und nicht auf Klauen trippeln, „Schweine“, die nicht schmatzen, sondern kraftvoll beißen,
dies sind keine Fabelwesen, sondern alteingesessene Zoobewohner, deren Ahnen dereinst die südamerikanischen Grasländer oder Pampas zu Hunderttausenden bevölkerten. Dreifacher Nachwuchs hat sich vor zehn Tagen eingestellt bei den Wasserschweinen oder Capybaras, die entgegen ihrem Namen keine „wasserbewohnenden Schweine“, sondern Verwandte unserer Mäuse und Meerschweinchen, also Nagetiere sind - und die größten noch dazu. Die bis zu 50 Kilogramm schwer werdenden Riesenmäuse o h n e Schwanz und spitzem Näschen suchen in ihrer tropischen Heimat die Nähe von Kühlung verheißenden Flüssen, in denen sie nicht nur zum Vergnügen und zur Vermeidung von Überhitzungserscheinungen baden, sondern in die sie sich auch auf der Flucht von drohenden Gefahren zurückziehen. In Südamerika werden diese Riesen-„Ratten“ versuchsweise sogar zu Labortieren missbraucht; vielerorts auch entstanden Zuchtfarmen, wo den borstenfelligen „Chiguire“ (so ihr spanischer Heimatname) das schmackhafte Fleisch von den Knochen geschabt wird, um damit ärmeren Bevölkerungsschichten als Eiweißlieferanten dienlich zu sein. Dem gegenüber sehen die drei Duisburger Zoo-Neubürger einer weit ansprechenderen Zukunft entgegen: Sie brauchen nur Mohrrüben zu knabbern und später einmal für (weiteren) Nachwuchs zu sorgen.

AllwetterZoo Münster,30.08.05
Botschafter von Madagaskar lädt Jörg Adler nach Berlin ein
Zu einem Gespräch über den Naturschutz in Madagaskar hat der madagassische Botschafter Dr. Andriamandroso den münsterschen Zoodirektor Jörg Adler nach Berlin eingeladen. Der dramatische Verlust an Lebensräumen auf dem flächenmäßig zweitgrößten Inselstaat der Welt mit einer enormen Zahl einzigartiger Tier- und Pflanzenarten macht umfassende Schutzmassnahmen dringend nötig. Adler versprach dem Botschafter, in den kommenden Wochen Partner in der internationalen Zoogemeinschaft zu suchen, die gemeinsam mit dem Allwetterzoo und der Stiftung Artenschutz Projekte auf Madagaskar unterstützen sollen. Im Rahmen des Kinofilms "Madagascar" hat derAllwetterzoo einen eigenen Kurzfilm über die seltenen Halbaffen gedreht, die auch im Film vorkommen, und auf deren Bedrohung hingewiesen. Zu sehen ist dieser Beitrag Sonntags im Cineplex als Vorprogramm zu "Madagascar ".

Krokodilzoo Friedberg, 29.08.05
Sensationeller Neuzugang im Krokodilzoo Friedberg
Tief in den Sümpfen Lousianas erzählen die „Cajuns“ noch heute vom wundersamen „Weissen Alligator“,der demjenigen lebenslang Glück und Erfolg verspricht, dem es vergönnt sei, dem seltenen Tier in die Augen zu sehen... Mit dieser in Europa einmaligen Attraktion kann der Krokodilzoo Friedberg-Ockstadt nun aufwarten: Ein äusserst seltener weisser Alligator bezog eine separate Anlage in der Friedberger Einrichtung . Das Tier, einen echten Albino dessen Haut Farbpigmente fehlen, erhielt Zoochef Rene Renz von der weltberühmten St. Augustine Alligator Farm in Florida. „Es handelt sich hier um den ersten und einzigen Albino-Alligator, der europaweit gezeigt werden kann“ so Rene Renz stolz. Das Tier ist ein Wildfang und stammt aus den Sümpfen Lousianas, von wo es in den Besitz der St.Augustine Alligator Farm gelangte. Nur ganz wenige Tiere befinden sich in US-amerikanischen Zoos. Albino-Alligatoren haben in freier Wildbahn keine Überlebenschance: Wegen der fehlenden Tarnfarbe werden frisch geschlüpfte Albinos schnell zur Beute potentieller Fressfeinde. Schon deshalb zählt der Fund eines solchen Tieres zu den allergrössten Seltenheiten. Auch die Pflege in menschlicher Obhut ist nicht ganz einfach, müssen Albino-Alligatoren doch im Gegensatz zu ihren natürlich gefärbten Verwandten vor den ultravioletten Strahlen des Sonnenlichtes geschützt werden.

Zoo Krefeld, 29.08.05
Krefelder Zoo lädt am Sonntag zum Familientag ein / Großes Programm mit reichlich Information zu den Zoobewohnern, dazu Hüpfburgen, Kasperltheater und Gewinnspiel
Einen großen Familientag veranstaltet der Krefelder Zoo am kommenden Sonntag, 4. September. Neben zahlreichen, auch kindgerechten Informationsveranstaltungen, die sich mit Hintergrund- und Insiderneuigkeiten aus dem Leben der verschiedenen tierischen Bewohner des Krefelder Zoos befassen, gibt es zwischen 9 und 17 Uhr ein Rahmenprogramm mit Animation und Attraktionen für die ganze Familie, das keine Wünsche offen lässt. Nachdem die neue Tigeranlage gerade erst eröffnet ist, steht sie natürlich auch am Familientag im Mittelpunkt. Der Blick durch die großen Scheiben, der es ermöglicht, die ersten Aktivitäten der beiden Sumatratiger in ihrem neuen Zuhause mitzuverfolgen, zeigt den Besuchern die moderne und artgerechte Unterbringung der Großkatzen auf einem Gelände von rund Quadratmetern mit abwechslungsreicher Bepflanzung und einem künstlichen Wasserlauf. Außerdem gibt es eine „Tigerralley“ als Gewinnspiel, bei der so attraktive Preise wie ein Schnuppertag im Raubtierrevier, eine Nachtsafari oder eine Zooführung für die ganze Familie winken. Im bunten Rahmenprogramm werden neben den Zoomitarbeitern und dem Zooführerteam die „Rollende Waldschule“, die Zoofreunde, der Juniorclub des Zoos und die WWF-Ortsgruppe Krefeld allerlei Informatives anbieten. Dabei klären sie solche Fragen wie: „Warum tarnen die Streifen die Tiger im neuen Großkatzengehege?“ oder „Wie fängt die Katze ihre Mäuse“. Die Tierpfleger zeigen Besonderheiten ihrer Schützlinge und ermöglichen den Besuchern Einblicke, die sonst nicht möglich sind. Zusätzlich gibt es ein Kasperltheater, eine Hüpfburg und eine Kinderschminkaktion. Außerdem werden den Kindern Zoogeschichten erzählt. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt die Gastronomie des Grotenburg-Schlösschens.

Zoo Nordhorn, 28.08.05
Erneuter Rekordmonat mit erstmalig über 50.000 Besucher !Das Jahr der Nordhorner Rekorde
Der Vormonat Juli war mit 39.846 Besuchern der bisher stärkste Monat in der Geschichte des Nordhorner Zoos. Nur knapp wurde die 40.000 Grenze verfehlt. Das heute in diesem Monat erstmalig die 40.000er Grenze überschritten und sogar der 50.000 Besucher begrüßt werden kann, wurde nicht erwartet. Das Ergebnis ist besonders erfreulich, da durch das verregnete Wetter im August mehrere Tage und Veranstaltungen förmlich "ins Wasser gefallen" waren. Der positive Trend steigender Besucherzahlen hält im Tierpark Nordhorn mit über 10% weiter an. Bis heute passierten über 25.000 Besucher mehr das Eingangstor als im vergangen Jahr zur gleichen Zeit. In diesem Jahr wird aufgrund der guten Entwicklung ein weiterer Rekord eingestellt und erstmalig über eine Viertel Millionen Besucher begrüßt.

Wildpark Lüneburger Heide, 27.08.05
Hochzeit der Hirsche
Das tiefe dröhnende Röhren geht durch Mark und Bein und ist kilometerweit zu hören. Wenn der Herbst langsam Einzug hält, dann beginnt im Wildpark Lüneburger Heide ein einzigartiges Naturschauspiel, die Brunft des Rotwildes. Die Hochzeitsvorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, denn auch das Geweih der Hirsche muss rechtzeitig “kampfbereit“ sein. Das Ablösen des Bastes verursacht einen starken Juckreiz, so dass die Tiere durch heftiges Schlagen und Reiben des Geweihs an Büschen und Bäumen versuchen, sich Linderung zu verschaffen. Dieses „Grobpeeling“ wird auch als Fegen bezeichnet. Das Resultat ist ein blankes Geweih, dessen rötliche Farbe aus den Rückständen der Pflanzensäfte und dem eigenen Blut herrührt. Es dient einerseits als Waffe, andererseits wird es von den männlichen Tieren auch als Statussymbol gebraucht, jetzt kann die spektakuläre Hochzeit beginnen. Erst sind einige Stimmen zu hören, dann vereinigen sich immer mehr zu einem urzeitlichen Konzert, dass die Paarungszeit des Rotwilds begleitet. Die jährliche Hirschbrunft bildet den "gesellschaftlichen" Höhepunkt im Jahresablauf des Rotwildes. Die Brunft hat keinen festen Termin. Sie findet in der Regel zwischen Anfang September bis Mitte Oktober statt. Die Witterungsverhältnisse spielen hierbei eine große Rolle. Kühle Nächte und sonnige Tage sind das ideale Wetter für dieses grandiose Naturschauspiel, dass im Wildpark Lüneburger Heide auch tagsüber beobachtet werden kann. Besonders der Platzhirsch, dies ist immer ein älterer Hirsch mit einem besonders starken Geweih, hat in der Brunft viel Stress. Er ist ständig damit beschäftigt die weiblichen Tiere, die er als Brunftrudel um sich schart, gegen seine Konkurrenten zu verteidigen. Das Furchteinflössende Röhren reicht meistens aber gelegentlich kommt es auch zu erbitterten Kämpfen, die mit den Geweihen ausgetragen werden. Jüngere Hirsche duldet er als Beihirsche oder Adjutanten, diese jedoch müssen unter Kontrolle gehalten werden, sie nutzen jede Gelegenheit zum Seitensprung. Da er kaum zur Nahrungsaufnahme kommt verliert er bis zu 30% seines Körpergewichtes. Der Winter steht vor der Tür, viel Zeit zum Erholen hat er nicht. Ende Februar wird das Geweih abgeworfen dann beginnen wieder die Vorbereitungen auf die nächste Brunft. Im Wildpark Lüneburger Heide lässt sich das Schauspiel der Brunft, im Gegensatz zur freien Wildbahn aus nächster Nähe bestaunen. Ab Mitte September bietet der Wildpark Lüneburger Heide, Hanstedt-Nindorf, immer mittwochs um 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Brunftführungen an.

Zoo Dresden, 26.08.05
Tag des Schachs in Dresden am Samstag, dem 27.08.2005
Im Wettbewerb mit vielen anderen deutschen Großstädten möchte Dresden auch dieses Jahr wieder gewinnen und seinen Ruf als Schachhauptstadt bestätigen. Dazu werden ganz viele Dresdnerinnen und Dresdner benötigt, die sich an diesem Tag nachweislich mit Schach beschäftigen. Das kann das Spielen einer Partie sein, das Lösen einer Mattkombination oder die Teilnahme am Schachquiz. An zahlreichen Stellen in der Stadt wird es dazu Möglichkeiten geben. Erstmalig findet in diesem Rahmen eine gemeinsame Aktion zwischen dem Dresdner Zoo und der Schachschule Meng statt. Im Zoo werden von 10 - 18 Uhr ein Großfeldschach und Bretter für freie Partien zur Verfügung stehen. Die Lehrer der Schachschule können herausgefordert werden und Interessenten können sich an den Testaufgaben der Kinder versuchen. Wer vor dem Eingangsbereich am Stand der Schachschule eine knifflige Schachaufgabe "Matt in einem Zug" löst, erhält für diesen Tag einen Gutschein, mit dem 2 Personen zum Eintrittspreis von einer den Zoo besuchen können. Aus allen Gutscheinen wird der Gewinner einer Zoojahreskarte für eine Person ausgelost.

Zoo Landau, 26.08.05
Abendliche Zooführung für die ganze Familie - mit anschließendem Grillen und Sitzen am Lagerfeuer
Am 2. September 2005 bietet der Zoo Landau letztmals für dieses Jahr die beliebte abendliche Führung für die ganze Familie an. „Gegen Abend herrscht immer eine ganz besondere Stimmung im Zoo“, schwärmt Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Er und weitere Zoomitarbeiter werden die Führungen zu einigen ausgewählten Tieren durchführen und dabei allgemein über neue Entwicklungen im Tiergarten aber natürlich auch speziell zum Ruhe- und Schlafverhalten verschiedener Tiere berichten. Im Anschluss an die ca. eineinhalb stündige Führung können die Teilnehmer, wenn es die Witterung zulässt, den Abend am Lagerfeuer auf der Zoowiese ausklingen lassen. Im Veranstaltungspreis von ¬ 10 pro Person sind der Eintritt, die Führung, eine Bratwurst mit Pommes frites, ein Getränk und eine Portion Stockbrot zum Grillen am Lagerfeuer enthalten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich! Treffpunkt ist jeweils kurz vor 18 Uhr an der Zookasse.

AllwetterZoo Münster, 26.08.05
"Tag der Schildkröte" im Allwetterzoo
Der kommende Sonntag (28.8.05) steht im Allwetterzoo ganz im Zeichen der Schildkröte. Anlässlich der Schildkröten-Kampagne "ShellShock" des europäischen Zoo-Verbandes (EAZA) werden an diesem Tag zahlreiche Aktionen durchgeführt. Da sich der Allwetterzoo bereits seit Jahren intensiv mit dem Thema Schildkrötenschutz beschäftigt, wurde er im Vorjahr zum deutschsprachigen Koordinator dieser Kampagne ernannt. Der Schildkröten-Aktionstag bildet nun den Höhepunkt der Kampagnen-Aktivitäten, mit denen der Allwetterzoo auf die Gefährdung vieler Schildkrötenarten hinweist und Spenden zur Durchführung von Schutzprojekten sammeln möchte. Die Zerstörung des natürlichen Lebensraumes sowie der Handel von Schildkröten als Nahrungsmittel oder zur Herstellung von Medizin stellen die Hauptursachen für den dramatischen Rückgang vieler Schildkrötenarten dar. Bereits mit wenigen tausend Euro können in Asien entsprechende Schutzprojekte im Freiland finanziert werden. Als besonderes Highlight werden am Sonntag Führungen durch das Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz (IZS) angeboten, das normalerweise nicht für die Besucher zugänglich ist. Elmar Meier, der Initiator und Projektbetreuer, wird den Zoobesuchern persönlich Einblicke in das Leben seiner hochbedrohten Schützlinge gewähren. Weitere Programmpunkte sind: eine Schildkröten-Rallye für Kinder, bei der die Kinder ein "Schildkröten-Diplom" bei erfolgreicher Absolvierung erhalten, Schildkröten-Führungen durch den Zoo (11.30, 12.30, 14.30 und 15.30 Uhr), Schildkröten-Falten (Origami) zugunsten des Schildkrötenschutzessowie eine Kinder-Schminkaktion. Zudem verkauft die Stadtbäckerei Schildkröten-Gebäck und "andere Tiere" zugunsten des Artenschutzes. An einem Infostand in der BioCity können sich die Besucher über die Kampagne und den Schildkrötenschutz informieren und gegen eine Spende kleine Zoo-Mitbringsel erstehen. Wir würden uns freuen, wenn Sie über unseren Schildkröten-Tag berichten. Anbei erhalten Sie ein Foto von einer unserer Schildkröten aus dem IZS. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Zoo Duisburg, 26.08.05
Großer Artenschutztag im Zoo am Sonntag, dem 28. August 2005
Artenschutz als Teilbereich des Umwelt- und Naturschutzes bemüht sich um den Erhalt wildlebender Tier- und Pflanzenarten in ihrer natürlichen und entwicklungsgeschichtlich gewachsenen Vielfalt. Dem 1973 in Kraft getretenen Washingtoner Artenschutzabkommen sind derzeit rund 140 Staaten beigetreten, die sich freiwillig Handelsüberwachungen und –beschränkungen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten unterworfen haben. An diesen nationalen wie internationalen Vorkehrungen zum Schutz unserer bedrohten Um- und Mitwelt sind an vorderster Front auch die Zoologischen Gärten beteiligt. Allein vom Zoo Duisburg aus werden vier Zuchtbücher auf internationaler Ebene für hochgefährdete oder sogar akut von der Ausrottung bedrohte Tierarten geführt: Für die madagassische Frettkatze (Fossa), das west- und zentralafrikanische Pinselohrschwein, den ostafrikanischen Bärenstummelaffen und den weltweit verbreiteten Großen Tümmler. Einen ganzen Tag lang werden an mehreren Ständen bzw. Standorten Spezialisten, Zoo- und Bundesämter sowie diverse Naturschutzorganisationen Informationen zu den brennenden Problemen des Artenschutzes geben.

Zoo Leipzig, 25.08.05
Wie hilft der Zoo beim Überleben? Sonderführung im September zum Thema Artenschutz
Das Thema Artenschutz wird im Monat September im Mittelpunkt der sonntäglichen Sonderführungen um 11.00 Uhr stehen. Die Zoolotsen starten wie immer am Safaribüro und werden allen wissbegierigen Zoobesuchern erklären, was der Zoo zum Artenschutz beiträgt, welche Tiere im Zoo zu den bedrohten Arten zählen und warum der Schutz der verschiedenen Tierarten dringend notwendig ist. Der Zoo Leipzig ist seit Jahrzehnten intensiv in Artenschutzarbeiten eingebunden. Eine Erkundungssafari durch das liebevoll gestaltete Entdeckerhaus Arche wird veranschaulicht, wie vielfältig die Strategien zum Schutz der Artenvielfalt sind. Die umgebauten Käfige im ehemaligen Raubtierhaus regen alle Sinne der Besucher an und beleuchten gleichzeitig die Zusammenarbeit des Zoos auf internationaler Ebene. An Erhaltungszuchtprogrammen beteiligt sich der Zoo Leipzig momentan mit über 50 Arten seines Bestandes. Weiterhin ist er bereits seit 2001 Mitglied der Stiftung Artenschutz und der Wild Chimpanzee Foundation. Artenschutz vor Ort nimmt der Leipziger Zoo in Zusammenarbeit mit dem Endangered Primate Rescue Center im Cuc Phuong Nationalpark in Vietnam war.



Leiferde, 29. August 2004
Vogel des Jahres/Aktion für Kinder
Der Uhu – Kinder malen den Vogel des Jahres
Am Freitag den 2. September können Kinder ab 6 Jahren im NABU-Artenschutzzentrum interessantes über den Uhu erfahren. Der Vogel des Jahres 2005, wovon 2 Vertreter seit Jahren im Artenschutzzentrum zu Hause sind, werden näher betrachtet und unter die Lupe genommen. Die Kinder erfahren wo und wie unsere größte Eule lebt, warum sie einst in Niedersachsen ausgestorben war und wieso die Uhus „Franz und Franziska“ im NABU-Artenschutzzentrum leben.
Anschließend wird der Uhu in verschiedenen Techniken von der Pastellkreide bis zu Aquarellfarben gemalt bzw. gezeichnet. Frau Dreschke von der Kreiskunstschule wird die Kinder in den verschiedensten Techniken anleiten und Hilfestellung geben. Die hierbei entstandenen Bilder der kleinen Künstler werden ab dem 2. Dezember in einer Ausstellung der Kreisvolkshochschule Gifhorn zu sehen sein. Wer hat Lust mitzumachen? Dann schnell anmelden unter Tel. 05373/6677.

WWF – 30. August 2005
Boddenschutz an der Ostsee auf 750 km².
Umweltminister Methling, Sportler, Angler und WWF vereinbaren Schutzkonzept

http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02645/
Das sensible Meeresgebiet Strelasund/Zudar südlich der Insel Rügen wird künftig durch eine freiwillige Vereinbarung geschützt. Darauf einigten sich Umweltminister Prof. Wolfgang Methling, lokale Angel- und Wassersportvereinen und der WWF am Montag im Yachtclub Strelasund. Sie unterzeichneten eine gemeinsame Vereinbarung mit dem Titel "Naturschutz, Wassersport und Angeln im Bereich Strelasund/Zudar". Das Abkommen komplettiert eine Reihe von Vereinbarungen für vier Teilbereiche im Gebiet Greifswalder Bodden und Strelasund. Damit ist das Gewässer auf seiner Gesamtfläche von 750 km² geschützt.
Die Vereinbarung  regelt das Befahren der Wasserflächen so, dass den Bedürfnissen von Naturschutz und Nutzern gleichermaßen Rechnung getragen wird. Dabei galt den Buchten und Wieken besonderes Augenmerk. Das Abkommen wurde innerhalb von zwei Jahren erarbeitet, über 20 Vereine waren daran beteiligt. In Kürze werden ein Faltblatt sowie ein Poster zum Thema erscheinen, um besonders auch auswärtige und unorganisierte Wassersportler und Angler über die Vereinbarungen zu informieren.

 

Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps
Natur- und Artenschutz

Thüringische Landeszeitung - 25. Aug. 2005
"Sie können sie nicht einsperren"
"Achtung Tierseuchengefahr" steht auf einem vom Bundes-Verbraucherschutzministerium herausgegebenen Blatt, es warnt vor der "in Asien verbreitet auftretenden Vogelgrippe". Und kündet vom Verbot, aus 13 genannten asiatischen Ländern Geflügel und Geflügelprodukte einzuführen. Man solle die Verbraucher doch nicht verunsichern, sagt Pusch, "es ist ja noch gar nicht sicher, ob die Vogelgrippe überhaupt von Mensch zu Mensch übertragen wird." Außerdem sei sie "noch weit weg". Die größte Gefahr sei nicht die Übertragung durch Zugvögel, wie sie Künast sieht: "Sondern der Schmuggel aus den asiatischen Ländern." Aber auch diese "Gefahr über die Flughäfen" gibt es laut Pusch "nicht erst seit gestern".

Aichacher Nachrichten - 26. Aug. 2005
Kein EU-weites Freilandverbot für Geflügel
In der Europäischen Union wird es vorerst kein EU-weites Verbot der Freilandhaltung von Geflügel geben, um eine mögliche Ausbreitung der Vogelgrippe aus Russland nach Europa zu verhindern. Fachleute aus den 25 EU-Staaten konnten sich am Donnerstag in Brüssel nicht darauf einigen, das in den Niederlanden bereits geltende Freilandverbot für Hühner und anderes Geflügel für die gesamte Union vorzuschreiben. Die Kontrollen des Geflügels in der EU sollen jedoch verstärkt werden, teilte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel mit. Die Experten aus den EU-Staaten forderten die Regierungen zu verstärkter Wachsamkeit auf. Es sei entscheidend, ein mögliches Auftreten der Vogelgrippe sofort zu entdecken. Über gezielte Maßnahmen müsse «von Fall zu Fall auf örtlicher Basis» entschieden werden. So könne beispielsweise das Wegsperren von Geflügel sinnvoll sein, wenn sich deren Gehege in unmittelbarer Nähe von Teichen befinden, auf denen Zugvögel zwischenlanden. Dort könnten auch Schutzimpfungen geboten sein.

Tages-Anzeiger Online - 27. Aug. 2005
Der Wahn um die Vogelgrippe
Noch ist die Vogelgrippe hinter dem Ural. Doch Experten nehmen das Problem ernst und setzen alles daran, es in den Griff zu bekommen. In Südostasien fielen dem gefährlichen Virus mehr als 220 Millionen Hühner und anderes Geflügel zum Opfer, 57 Menschen sind daran bereits gestorben. Mittlerweile hat es auch in Russland über 10 000 Hühnern den Garaus gemacht und über 130 000 Tiere wurden getötet. «Man sollte den Teufel nicht gleich an die Wand malen», warnt auch Ortrud Werner vom Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald auf der Insel Riems, die seit mehreren Jahren Wildenten auf Influenzaviren untersucht. «In Europa gibt es derzeit keinen Grund zur Panik. Bisher gibt es keine Hinweise dafür, dass mit einem hoch pathogenen Erreger infizierte Tiere überhaupt in der Lage sind, weite Strecken zurückzulegen. Allerdings haben wir auch des Öftern Zugvögel mit gering pathogenen Influenzaviren gefunden. Wenn sich Geflügelbestände damit anstecken, können diese Viren mit der Zeit auch gefährlich werden.» Obwohl man die Viren durch simple Hygienevorschriften wie etwa Händewaschen ohne weiteres vernichten kann, weil dadurch ihre Oberfläche zerstört wird, sind sie weiter auf dem Vormarsch. Aus diesem Grund bereiten sich immer mehr Länder auf den Notfall vor. Sie legen sich ein Lager an dem antiviralen Grippemedikament Tamiflu der Firma Roche zu, das die Vermehrung der Viren in den ersten zwei Tagen nach der Ansteckung deutlich hemmt. Allerdings ist das rezeptpflichtige Medikament kein Allheilmittel, sondern es reduziert lediglich den Schweregrad der Symptome um 38 Prozent oder etwa die Krankheitsdauer um 37 Prozent und kann beträchtliche Nebenwirkungen zeigen.

Die Welt - 25. Aug. 2005
Hauptstadt der Fledermäuse
Berlin ist Deutschlands Fledermausstadt Nummer eins. "Von bundesweit 24 Arten kommen allein in Berlin 17 vor", sagte Gabriele Müller vom Berliner Artenschutz Team. Es gebe aber noch Vorurteile gegen das nützliche, kleine Säugetier. "Sie befreien sie uns von dem, was uns ärgert - von Insekten." Eine Fledermaus vertilge bis zu 3000 Insekten pro Nacht. An diesem Sonnabend gibt es im Potsdamer Park Sanssouci eine "Fledermaus-Nacht" mit Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Am 3. und 4. September werden in der Zitadelle wieder tausende Besucher zum Fledermausfest erwartet, sagte Müller. Dabei können die Winterquartiere der Flugakrobaten erkundet werden.

Passauer Neue Presse (Abonnement) - 25. Aug. 2005
Fledermäuse fliegen aus: Strahlt bald St. Michael?
Röhrnbach. Der barocke Kirchturm von Sankt Michael beherbergt rare Gäste: Von April bis August nisten rund 100 Fledermäuse in dem imposanten Bauwerk. Das ist auch der Grund dafür, warum das weitum bekannte Wahrzeichen des Marktes in dieser Zeit nicht beleuchtet werden darf. Das Licht würde die unter Artenschutz stehenden Tiere irritieren und daran hindern, bei Einbruch der Dunkelheit auszufliegen. Jetzt wird allerdings in der Gemeinde darüber nachgedacht, die Kirche wenigstens in den Herbst- und Wintermonaten anzustrahlen.

Pressrelations (Pressemitteilung) - 29. Aug. 2005
Trittin: Fledermausschutz zeigt Wirkung
Der Schutz der Fledermaeuse in Deutschland zeigt Wirkung: Bei vielen Arten wie dem grossen Mausohr oder der Zwergfledermaus deuten die Bestandszahlen nach oben. 'Das Engagement vieler freiwilliger Helfer in den vergangenen Jahren hat sich also gelohnt', sagte Bundesumweltminister Juergen Trittin anlaesslich der 9. Europaeischen Fledermausnacht, die an diesem Wochenende (27. /28. August) bundesweit stattfindet. Trittin wird heute Abend zur Fledermausnacht eine Veranstaltung des Naturschutzbundes NABU im Schlosspark Sanssouci in Potsdam besuchen.

FAZ.NET - 28. Aug. 2005
Artenschutz: Eine Allianz für das Rebhuhn
Rebhühner sind eigentlich Steppenbewohner. Doch wo der Wald der Landwirtschaft weichen mußte, konnten sie auch hierzulande heimisch werden. Bis vor wenigen Jahrzehnten zählte dieser Hühnervogel zur typischen Fauna der Feldflur. Wie rapide die Zahl der Rebhühner abgenommen hat, läßt sich auch aus der Jagdstatistik ablesen. In Hessen zum Beispiel erlegten die Jäger in den sechziger Jahren noch Zehntausende pro Saison, Ende der siebziger Jahre nur noch fünftausend. Seit 1982 steht das Rebhuhn bundesweit auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Um diese Entwicklung umzukehren, muß man die Lebensbedingungen für das Rebhuhn verbessern. Ein entsprechendes Projekt hat dieses Jahr im Landkreis Göttingen begonnen. Gemeinsam mit dem Zentrum für Naturschutz der Universität versucht dort ein Naturschutzverein, die Biologische Schutzgemeinschaft Göttingen, den raren Vögeln wieder auf die Sprünge zu helfen. Sogenannte Blühstreifen zwischen den Feldern sollen den Tieren ein günstiges Ambiente schaffen.

Allgemeine Zeitung Mainz - 29. Aug. 2005
Wiesenweihe im Weizenfeld fast ein kleines Wunder
Vor wenigen Wochen entdeckten Mitarbeiter der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e.V. ("Gnor") ein Nest der in Rheinland-Pfalz vom Aussterben bedrohten Wiesenweihe (Circus pygargus) in einem Weizenfeld bei Ober-Hilbersheim. Nur fünf bis zehn Paare gibt es aktuell überhaupt noch in unserem Bundesland. Die Strategie, die Horste am Boden zu errichten, wird den Weihen oft zum Verhängnis. Da ausgedehnte Wiesen meist fehlen, nisten sie heute in der Regel in Getreidefeldern. Wenn dann Ende Juli die Ernte ansteht, sind die kleinen Weihen oft noch nicht flügge und werden Opfer des Mähdreschers. Durch die freiwillige Verschiebung des Erntetermins und den damit verbundenen Aufwand erleidet der Flächenbewirtschafter Ertragseinbußen. Diese Einbußen werden finanziell kompensiert, weshalb die Landwirte auch um der guten Sache willen gerne mitmachen.

Tirol Online - 29. Aug. 2005
Wieder wurde Bär in Nauders gesehen
Näher als im Zoo konnte eine deutsche Urlauberin am Samstagvormittag den Nauderer Bären betrachten. Erika Schneider aus Sachsen-Anhalt war mit ihrer Freundin in der Nähe des Schwarzen Sees in Nauders beim Wandern. "Plötzlich hat meine Freundin laut geschrien und ich habe oberhalb von ihr auf der Wiese beim Abhang den Bären gesehen", erzählt die deutsche Urlauberin. "Das Tier war vielleicht fünf Meter von meiner Freundin entfernt." Die Schreie hätten das Tier vertrieben.

Mitteldeutsche Zeitung - 25. Aug. 2005
Alligator-Besitzer verhaftet
Ein gut zwei Meter langer, herumstromernder Alligator hält in Kalifornien seit Wochen Polizei und Tierexperten auf Trab. Am Mittwoch nahm die Polizei seinen 36-jährigen Besitzer fest. Gemeinsam mit einem Freund muss sich der Mann nun vor Gericht verantworten, weil er unerlaubt exotische Haustiere besessen und freigelassen hat, berichtete die «Los Angeles Times». Das Reptil, das vor zwei Wochen in einem See bei Los Angeles entdeckt wurde, läuft aber weiterhin frei herum, bislang scheiterten alle Fangversuche. Die Männer sollen den Alligator vor zwei Monaten im Lake Machado ausgesetzt haben. In den Wohnungen der beiden Beschuldigten fanden die Beamten drei weitere Alligatoren sowie Klapperschlangen, Skorpione und Piranhas.

N24 - 25. Aug. 2005
Vater von Hai-Opfer gegen Tötung des Tieres
Einen Tag nach dem wahrscheinlich tödlichen Hai-Angriff auf einen Meeresforscher vor der australischen Küste hat sich der Vater des Opfers gegen eine Tötung des Tieres ausgesprochen. Sein Sohn würde nicht wollen, dass der Hai gejagt werde, sagte David Stehbens in Canberra. Der 23-jährige Jarrod Stehbens und ein Kollege waren am Mittwoch von dem Hai attackiert worden, als sie zwei Kilometer vor Adelaide tauchten. Zwei Begleiter auf einem Tauchboot hatten den Hai heranschwimmen sehen und versucht, die Taucher aus dem Wasser zu holen. Sie konnten aber nur einen der beiden Männer in Sicherheit bringen.

26.08.2005 - Vier Pfoten
VIER PFOTEN befragt Parteien vor der Bundestagswahl / Schwarz-Gelb will beim Tierschutz den Rückwärtsgang einlegen
Im Vorfeld der Bundestagswahl hat VIER PFOTEN die fünf großen Parteien nach ihren tierschutzpolitischen Prioritäten und Zielen befragt und ihre Wahlprogramme analysiert. Das Ergebnis unter http://www.vier-pfoten.de stellt die Haltung der Parteien zu 12 Themen vor

26.08.2005 - Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Dem Wald aufs Dach steigen und so seine Öko-Bedeutung begreifen / Einziger Baumkronenpfad in einem europäischen Nationalpark in Langensalza eröffnet - DBU: 600.000 Euro
Der einzige Baumkronenpfad in einem europäischen Nationalpark ist offiziell eröffnet. Bernhard Schönau, Bürgermeister Bad Langensalzas (Thüringen), und Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück), gaben heute den Startschuss zu dem Modellprojekt

29.08.2005 - NABU
NABU wertet 9. Europäische Fledermausnacht als großen Erfolg
Der Naturschutzbund NABU hat die diesjährige 9. Europäische Fledermausnacht als großen Erfolg gewertet. Zehntausende Besucher kamen am Wochenende in über 230 Städten zu den Veranstaltungen der Naturschutzverbände. Allein zur Hauptveranstaltung in Bad Segeberg in Schleswig-Holstein kamen mehr als 5000

30.08.2005 Animals Asia Foundation e.V.
Tibetanische Mönche übergeben zwei Bären an Animals Asia
In einem Kloster tibetanischer Mönche in Litang, in der Provinz Loaning, entdeckten zwei chinesische Studenten der Universität Chengdu während ihrer Semesterferien zwei Bären, die dort in einer Grube gehalten wurden. Die Mönche hatten sich der Bären, die eigentlich für eine Bärenfarm bestimmt

NEXRAD Waterfowl: Conservation at the Speed of Light
The next generation of wildlife biologists is using a tool to help manage waterfowl, and migratory birds in general. It's the same tool you might rely on hoping to see tomorrow's sky will be dark, blustery and gray. It's NEXRAD Doppler radar.

North Dakota Pelicans Probably Headed to Canada
Thousands of American white pelicans that abandoned the Chase Lake National Wildlife Refuge in central North Dakota after their chicks mysteriously died appear to have headed across the border to Canada, in southern Manitoba.

U.S. Conservationist Fulfills His Chilean Dream
Thirty million dollars and eight years later, businessman/conservationist Douglas Tompkins' dream has come true. Co-founder of Esprit clothing, Tompkins has donated more than 700,000 acres of pristine forestland to a foundation in Chile to operate as a nature preserve. "All of our work is aimed to get private land back into the public domain," Tompkins said.

Mit dieser Internetseite hat Chemie- und Gentec-Monsanto auf die Proteste gegen ihr Produkt Roundup reagiert, das nachgewiesenermaßen für Froschsterben verantwortlich ist:
http://www.monsanto.de/Produktbereiche/rd_sicherheit_info.php

Knock knock, who's there? - Woodpecker
http://www.birdlife.org/news/news/2005/08/ivory-billed_woodpecker.html


Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps
Anzeige

Hochwertige The-Mountain-T-Shirts

mit wunderschönen Tier-Motiven gibt es jetzt im Internet unter http://t-shirts.naturspot.de. Jeder Käufer eines T-Shirts erwirbt aber nicht nur ein hochwertiges Produkt, an dem er lange Freude hat, sondern beteiligt sich zudem aktiv am Artenschutz; denn pro Shirtkauf kommt 1 Euro dem Schutz des Äthiopischen Wolfes zugute.
Der Äthiopische Wolf gehört zu den bedrohtesten Wildhunden weltweit. Nur noch etwas mehr als 500 Tiere bewohnen die Hochlandregion Äthiopiens. Er gilt als Flaggschiffart für dieses Ökosystem, das auch viele andere endemische Tier- und Pflanzenarten beherbergt. Gegen das drohende Aussterben des Äthiopischen Wolfes und für den Erhalt der Hochlandregion Äthiopiens werden zahlreiche Schutzmaßnahmen durchgeführt. Der "Wolf-Euro" ist eine Initiative der Firmen Living Colours, dem Europa-Importeur der Shirts, und Andreas Höner Internet-Entwicklung.


Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps
Veranstaltungen

DTG-Seminar 2005
28. bis 30. September in Zittau

Vorträge:
Der Tierpark Zittau– Geschichte, Gegenwart, Visionen. Bernd Großer, Tierparkleiter
Haben kleine Zoos in der heutigen Zoolandschaft eine Chance? Eduard Stirnberg, Tierpark Bochum
Entwicklung eines eigenen Profils: Tiernähe als Chance für den Vogelpark Marlow. Matthias Haase, Vogelpark Marlow
Der europäische Nerz (EEP) in kleinen Zoos - Erfahrungsbericht, Vorstellung von attraktiven Nerzgehegen, Zukunftsvisionen, Wolfgang Festl, 1. Vorsitzender EuroNerz e.V.
BDZ-Biber - Der Preis für vorbildliche Tiergehege. Thomas Suckow, 1. Vorsitzender des Berufsverbandes der Zootierpfleger (BDZ)    
Der Ziesel, Status und Schutzbemühungen     
Tier mit Mensch – ein Projekt im Tierpark Zittau, Tiergestützte Aktivitäten. Andreas Stegemann, Technischer Direktor Tierpark Zittau        

Freitag, 30 September: Fahrt zum Zoo Prag, Tschechische Republik

Anmeldung
Um die Organisation des Seminars zu erleichtern wird um möglichst frühe Anmeldung der Teilnahme in der DTG-Geschäftsstelle gebeten.  
Die Teilnahmegebühr beträgt 50 ¬ und schließt am Donnerstag während des Seminars Tagungsgetränke, Frühstücksimbiss und das Mittagessen mit ein. Jedes DTG-Mitglied hat eine Person frei.
Für das abendliche Buffet (auch vegetarisch) am Donnerstag im Hotel Riedel werden 12 Euro je Teilnehmer bei Tagungsbeginn kassiert.
Die Busfahrt zum Zoo Prag kostet ca. 15,- ¬ je Teilnehmer (bei Anmeldung von mindestens 45 Personen).
Anmeldung bitte an die Geschäftstelle der DTG
Frau Oellerich
Telefon: 04778- 255
Fax: 04778- 811154
info@deutsche-tierparkgesellschaft.de



Ausstellungen

Parasiten im Museum Koenig in Bonn
Sonderausstellung über unliebsame Plagegeister
Liebenswerte Geschöpfe sind Kopfläuse, Hundebandwürmer, Zecken oder Flöhe nun wirklich nicht. Aber Parasiten haben hochinteressante Lebensstrategien entwickelt, die das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig jetzt in einer Sonderausstellung zeigt. Vom 2. September bis 5. Februar sind die Parasiten Gäste an der Bonner Museumsmeile.
Mit ausgewählten Beispielen bietet die Schau den Besuchern auf 200 Quadratmetern eine Reise durch die faszinierende Welt der Schmarotzer. Gleichzeitig werden die Bedeutung sowie die wissenschaftliche Erforschung der Plagegeister dargestellt.
Parasiten leben überwiegend im Verborgenen und sind meist sehr klein. Deswegen werden in der Ausstellung in erster Linie Modelle und rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen gezeigt, die die kleinen, unliebsamen Gesellen auf ein Vielfaches vergrößern. Auch einige lebende Parasiten wie Bettwanzen, Katzenflöhe und Zecken sind mit dem nötigen Sicherheitsabstand zu bestaunen.


Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps
Weitere Infos


Hilfe für unsere nächsten Verwandten
Menschenaffenkonferenz der Vereinten Nationen
Vom 5. bis 9. September 2005 findet in der Demokratischen Republik Kongo die erste zwischenstaatliche GRASP-Konferenz der Vereinten Nationen statt. Das Ziel der Konferenz ist es, einen gemeinsamen Aktionsplan zur Eindämmung der Wilderei und des illegalen Tierhandels zu verabschieden. Das gemeinsame Aktionspaket sieht unter anderem vor, die Menschenaffenbestände in 100 ausgewählten Lebensräumen bis zum Jahre 2010 zu stabilisieren. Der WWF will darauf hinwirken, dass sich die Bundesregierung in angemessener Weise an diesem Überlebensplan für die letzten Großaffen beteiligt. Denn wenn der gegenwärtige Trend nicht umgekehrt wird, werden die meisten unserer nächsten Verwandten in weniger als 50 Jahren ausgestorben sein. Deshalb unsere Bitte: Beteiligen Sie sich an unserer E-Mail-Aktion an Bundesumweltminister Jürgen Trittin! Die Bundesregierung soll sich verpflichten,
- finanzielle Soforthilfe für Menschenaffen zu leisten,
- keine Kredite für Großprojekte zu vergeben, die das Überleben von Menschenaffen gefährden und
- den Schutz des Orang-Utans in seinem Lebensraum in Indonesien und Malaysia auf die Tagesordnung der deutschen Umwelt- und Entwicklungspolitik zu setzen.
Um die zahlreichen Initiativen zum Schutz der Menschenaffen durch verstärktes internationales Engagement zu bündeln und zu verbessern, haben die UNESCO und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP)  einen Überlebensplan für Großaffen, das Great Ape Survival Project (GRASP), aufgelegt. Neben den beiden UN-Organisationen engagieren sich für diesen Überlebensplan zahlreiche Regierungen, mulilaterale Organisationen - so auch die Europäische Union - gemeinsam mit Wissenschaftlern und mehr als 20 internationalen Nicht-Regierungs-Organisationen, darunter der WWF. Dieses weltweite partnerschaftliche Programm verfolgt eine einheitliche Strategie zur Rettung der Menschenaffen.
E-Mail-Aktion an Bundesumweltminister Trittin http://www.wwf.de/aktive-hilfe/email_neu.php?id=28




Verkehrs-Rundschau -
19. Aug. 2005
Andreas Grasmüller gestorben
Andreas Grasmüller, 79, ist nach längerer Krankheit gestorben. Der Münchner Tierschützer zählte zu den bekanntesten Verkehrsanwälten Deutschlands.
>Er w