 | | E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse http://www.zoo-ag.de  | Redaktionsteam: Dirk Petzold Dr. Martina Raffel Reinhard Hellwig Melanie Witte Dr. Silke Sorge Marco Smeets |  ISSN 1619-6643 | | Ausgabe 280 vom 25. August 2005 | | Liebe Leser, eine "B5-Wetterlage" war es, so haben wir nun gelernt, die wieder einmal pünktlich zum Wahlkampf für ein Jahrhundert-, nein, richtiger: 6-Jahres-Hochwasser sorgte. Zwar liegen auch mehrere Zoos der Region in ehemaligen Auwäldern - München, Ulm, auch Augsburg -, doch von dort hört man zum Glück nichts Beunruhigendes. Anders in der Schweiz. Hier ist der untere Teil des Berner Tierparks Dählhölzli erneut überflutet. Im Gegensatz zu den Politikern und Wasserbauern, die noch immer auf rein technische Lösungen und noch höhere Dämme setzen, hatte man im Tierpark aber aus der Flut vor sechs Jahren gelernt und im Kleinen das umgesetzt, was Naturschützer schon längst fordern: Rückbau und Rückverlegung von Deichen sowie Auen-Renaturierung. Die weitgehend zerstörten Anlagen wurden damals durch eine Aulandschaft mit naturnahen Gehegen ersetzt, die den Wassermassen weniger Widerstand bietet und trotz unvermeidlicher Schäden die Flut viel besser überstehen soll. Dies ist die Bewährungsprobe. Nur die Nutrias waren unterwegs und schwammen vor die US-Botschaft - vielleicht, um für die Ratifzierung des Kyoto-Protokolls zu demonstrieren? Zeichen einer weiteren drohenden Katastrophe sehen manche im anstehenden herbstlichen Vogelzug, der uns die Vogelgrippe (hier merken Sie sich bitte "H5N1"...) bescheren könnte. Keine Frage, die großteils tödlichen Erkrankungen bei Menschen in Südostasien letztes Jahr haben gezeigt, daß man mit dem Erreger nicht spaßen sollte. Ob aber die Zugvögel wirklich die größte Gefahr darstellen? Besonders peinlich: Die Geflügel-Massentierhaltungs-Industrie, deren Haltungsbedingungen und Antibiotikaeinsätze der Gesundheitvorsorge nicht gerade förderlich sind, versucht über diesen Hebel, wieder einmal die Freiland- und Öko-Haltung als gefährlich zu diskriminieren. Wie vor zwei Jahren bei der Geflügelpest (letztlich dieselbe Krankheit, wenn auch die damalige Variante für den Menschen als ungefährlich galt) gibt es eine Impfmöglichkeit für die Tiere, was aber noch immer verboten ist. Das Argument damals: Man könne infizierte von geimpften Tieren nicht unterscheiden. Das aber soll der neue Impfstoff nun ermöglichen - nur reagiert die Verordnungsmaschinerie auf solche Entwicklungen nicht schnell genug. Damals hieß es auch noch, künftig dürften wenigstens Zoobestände geimpft werden. Und wie damals gilt unsere die Sorge nicht primär der Erkrankung von Zootieren, sondern möglicher überzogener(?) Auflagen vom wochenlangem Einsperren bis zur vorsorglichen Tötung der Bestände. Die Einschätzungen der Experten weichen weit voneinander ab: Wenn Wildgänse und sogar Adler den Virus tragen können, wenn geschmuggelte Singvögel die größere Gefahr sind, wenn das natürliche Reservoir in Entenvögeln liegen soll, wieso betreffen die Verordnungen dann nur Puten, Enten- und Hühnervögel, und weshalb sollten im Zoo wiederum nur freilaufende Hühnervögel betroffen sein? Und was ist überhaupt ein "Freiluftgehege"? - auch auf eine Voliere kann sich ein Zugvogel setzen. Fragen über Fragen. Vielleicht werden Sie auf der Suche nach Antworten in unserer Sonderrubrik "Vogelgrippe" fündig, in der wir Zeitungsartikel, Stellungnahmen mehrerer Naturschutzverbände und andere Quellen zusammengestellt haben. Das Thema Klonen beschäftigte mehrere unserer Leser, so auch diese Woche wieder in der Zukunftsmeldung. Und auch hier schleicht sich die Wirklichkeit langsam an - gerade zeigt der Zoo New Orleans Klonkatzenkinder. (18:15) Dirk Petzold
Neuer Pate für Höhlenbär Bernd Preußische Regentenzeitung - 25. August 2055 Das hätte sich Knutfried Zille nicht träumen lassen, als er als kleiner Junge den Berliner Zoopark besuchte: Er - ein Pate für einen Höhlenbären! Vor etwa 40 Jahren besuchte er regelmäßig den auf eine Privatinitiative gegründeten Zoopark im Berliner Stadtteil Potsdam. Zu jenem Zeitpunkt gelang österreichischen Wissenschaftlern unter anderem das Klonen von Ursus spelaeus. Heute nun, die Population in Menschenobhut besteht aus rund 500 Höhlenbären, konnte er die Patenschaft des Bären Bernd übernehmen. Für die nächsten 13 europäischen Kalendermonate finanziert er sein Futter, den Bau der neuen Höhle und die künstliche Befruchtung der Schweizer Bärendamen Rikoli und Rikola. (Lassen auch Sie Ihre Phantasie spielen und schicken Sie uns Kurzartikel z.B. von 2015 oder 2055 - welche Themen mögen dann wohl die Zoowelt bewegen? Zwei oder drei Zeilen genügen.) (Lassen auch Sie Ihre Phantasie spielen und schicken Sie uns Kurzartikel z.B. von 2015 oder 2055 - welche Themen mögen dann wohl die Zoowelt bewegen? Einige wenige Zeilen genügen.) | Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | | Schwerpunkt Vogelgrippe Westdeutsche Zeitung - 19. Aug. 2005 Zoo: Keine Vogelgrippe Während Deutschlands Hühnern wegen der aus Russland herannahenden Vogelgrippe ab September möglicherweise Stallarrest droht, bleibt man im Wuppertaler Zoo gelassen. Nach Rücksprache mit dem Amtstierarzt werden zunächst keine Vorkehrungen zum Schutz der Vögel getroffen, berichtete Zoo-Geschäftsführer Ulrich Schürer gestern der WZ. "Da wir keine freilaufenden Hühnervögel haben, besteht bei uns auch keine Gefahr der Ansteckung", so Schürer. Auf die freilaufenden Flamingos und ähnliche Tiere könne das Virus nicht übertragen werden, meint der Zoo-Chef. Ohnehin flögen die Wildgänse, die aus Ostasien kommen und als mögliche Überträger der Vogelgrippe gelten, nicht über Wuppertal, sondern eher am Niederrhein entlang. Aachener Zeitung - 19. Aug. 2005 Gehege können ihre Vögel nachimpfen «Jede Seuche ist unkontrollierbar», sagt Wolfram Graf Rudolf, Leiter des Aachener Tierparks. Die Vogelgrippe bedroht aus China kommend Europa und mittlerweile fürchten Experten, sie könnte sich zu einer globalen Epidemie ausweiten, die Tiere und Menschen gleichermaßen trifft. Für Graf Rudolf gibt es jedoch konkret keinen Anlaß zur Sorge: «Ich halte unsere Wildtiere für eher nicht gefährdet.» In den Niederlanden hat die Regierung mittlerweile veranlasst, dass Geflügel und Vögel nicht mehr in Freiluft-Gehegen gehalten werden dürfen. «In der Massentierhaltung kann das in der Tat sinnvoll sein», sagt Graf Rudolf. «Andererseits: Wie soll das funktionieren? Man kann die Tiere nicht so konsequent abschotten.» World Wide Fund For Nature - 24. Aug 2005 WWF fordert konsequentes Vorgehen der EU gegen Gefahrenquelle Tierschmuggel Der illegale Handel mit bedrohten Vögeln ist nach Einschätzung des WWF eine potentielle Quelle für die Ausbreitung der Vogelgrippe in Europa. Die Naturschutzorganisation fordert deshalb die Staaten der Europäischen Union zu einer engeren Zusammenarbeit im Kampf gegen den Tier-Schwarzmarkt auf. Der Fall von zwei mit dem H5N1-Virus infizierten Adlern, die der belgische Zoll im Oktober 2004 bei einem Thailänder entdeckte, sei eine deutliche Warnung. Das Thema Artenschmuggel wird noch immer vernachlässigt, sagte der WWF-Sprecher. Papageien wie Loris, Kakadus und Singvögel wie etwa Beos kommen auf direktem Wege aus Südostasien in die EU. Die Gefahr der Einschleppung des H5N1-Virus durch Schmuggel ist nach Einschätzung des WWF größer als die in den letzten Tagen diskutierte Verbreitung der Seuche durch ankommende Zugvögel. 19.08.2005 - NABU NABU warnt bei Vogelgrippe vor genereller Panik gegenüber Wildvögeln Der Naturschutzbund NABU hat mit Blick auf eine mögliche Ausbreitung der Vogelgrippe durch Zugvögel aus dem Osten vor einer generellen Panik gegenüber Wildvögeln gewarnt, die im Herbst Deutschland überqueren, hier rasten oder überwintern. 22.08.2005 Komitee gegen den Vogelmord e. V. Vogelgrippe: Ansteckungsgefahr bei der Wasservogeljagd? / 180.000 direkte Kontakte von Jägern zu möglichen Überträgern Vogelschützer warnen vor dem Risiko einer Übertragung der asiatischen Vogelgrippe bei der Wasservogel- und Schnepfenjagd. So dürfen in Deutschland ab September wieder insgesamt 23 Zugvogelarten bejagt werden, von denen insbesondere Saat- und Blessgänse, zahlreiche Entenarten sowie Waldschnepfen direkt aus Russland kommen. 23.08.2005 NABU NABU warnt vor Rückkehr zu Käfighaltung von Legehennen Angesichts der von Asien nach Europa vordringenden Vogelgrippe hat der Naturschutzbund NABU davor gewarnt, die anstehenden Vorsorgemaßnahmen von Bund und Ländern als Argument für eine Rückkehr zur Käfighaltung von Legehennen zu missbrauchen WWF 24. August 2005 WWF fordert konsequentes Vorgehen der EU gegen Gefahrenquelle Tierschmuggel http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02636/ Der illegale Handel mit bedrohten Vögeln ist nach Einschätzung des WWF eine potentielle Quelle für die Ausbreitung der Vogelgrippe in Europa. Die Naturschutzorganisation fordert deshalb die Staaten der Europäischen Union zu einer engeren Zusammenarbeit im Kampf gegen den Tier-Schwarzmarkt auf. Der Fall von zwei mit dem H5N1-Virus infizierten Adlern, die der belgische Zoll im Oktober 2004 bei einem Thailänder entdeckte, sei eine deutliche Warnung. "Der grenzenlose Binnenmarkt macht ein einheitliches Vorgehen der Behörden gegen die Tierschmuggler erforderlich. Was nützt uns aufmerksamer Zoll am Frankfurter Flughafen, wenn andernorts nur nachlässig kontrolliert wird", erklärte WWF-Artenschützer Volker Homes. Durch die EU-Erweiterung habe der Schmuggel vermutlich noch zugenommen. WWF 21. August 2005 WWF warnt vor Einschleppung der Vogelgrippe durch Tierschmuggel http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02630/ Der Schmuggel mit bedrohten Vögeln kann dazu führen, dass die Vogelgrippe nach Europa eingeschleppt wird, befürchtet der WWF aufgrund der nach wie vor hohen Importzahlen. Mit einem legalen Import von fast einer Million geschützter Singvögel pro Jahr sei die EU ein fragwürdiger "Weltmeister" in diesem Geschäft. Auch die illegale Einfuhr begehrter Vogelarten wird als hoch eingeschätzt. Die Gefahr der Einschleppung des gefährlichen H5N1 Virus durch Schmuggel sei sehr viel größer als die Verbreitung der Seuche durch nkommende Zugvögel. Neben dem Handel wird derzeit der Vogelzug als mögliche Quelle für die Einschleppung der Vogelgrippe diskutiert. In den kommenden Wochen werden in Deutschland vor allem Vögel aus nordischen Regionen erwartet, wo sie ihre Jungen aufgezogen haben. Für den WWF ist dies kein Grund zur Beunruhigung. "Fast alle unserer Zugvögel kommen aus nordischen Regionen, die nur dünn besiedelt sind. Dort gibt es nur wenig Geflügelhaltung und noch weniger große Massentierhaltungen, die als Quelle des Virus dienen könnten", berichtet Hans-Ulrich Rösner, Ornithologe beim WWF. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung der Zugvögel sei daher gering. Sollte sich wirklich eine wilde Ente oder Gans infizieren, sei es unwahrscheinlich, dass sie den weiten Zugweg noch schafft. Würde trotz dieser Unwahrscheinlichkeiten ein infizierter Zugvogel nach Europa gelangen, stelle auch das kaum eine Gefahr dar, weil es kaum Berührungspunkte von wildlebenden Zugvögeln mit Menschen oder Geflügelfarmen gebe. "Durch ein Jagdverbot auf Zugvögel würden sich diese Kontakte im Sinne der Vorbeugung sogar noch massiv verringern lassen", hebt Rösner hervor. Vogelgrippe: WHO schlägt Alarm Die von der Vogelgrippe ausgehende Gefahr wird nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation bislang stark unterschätzt. Der Leiter des WHO-Influenza-Programms hat jetzt vor einer Seuche gewarnt, "wie wir sie vielleicht noch nicht gesehen haben". Vogelgrippe: Russland bittet um internationale Unterstützung Im Kampf gegen die Vogelgrippe hat Russland jetzt internationale Finanzorganisationen um Hilfe gebeten. Es handele sich schließlich um ein Problem der ganzen Menschheit, erklärte ein Vertreter des Agrarministeriums. Experteninterview zur Vogelgrippe-Gefahr: "Hühner zurück in den Stall" Eben hat die russische Regierung um Hilfe bei der Bekämpfung der Vogelgrippe gebeten, in Westeuropa geht die Angst vor der Seuche um. Im SPIEGEL-Interview spricht Erhard Kaleta, Leiter der Vogelklinik an der Universität Gießen, über die Risiken der Freilandhaltung von Hühnern. Ausführliche Infos des Robert-Koch-Instituts Merkblatt des Auswärtigen Amtes FAQs des Auswärtigen Amtes Europäische Kommission Wikipedia: Vogelgrippe Zoos und Tierparks | Hamburger Abendblatt - 19. Aug. 2005 Trauer um Caroline Hagenbeck Die Familie Hagenbeck und die Mitarbeiter des Tierparks trauern um Caroline Hagenbeck. Die Mitinhaberin des Tierparks und Ehefrau von Geschäftsführer Joachim Weinlig-Hagenbeck ist, wie erst jetzt bekannt wurde, am Sonntag nach schwerer Krankheit im Alter von 46 Jahren gestorben. "Wir sind sehr traurig, daß unsere beliebte ehemalige Chefin mitten aus dem Leben gerissen wurde", sagte der Betriebsratsvorsitzende Walter Wolters. Caroline Hagenbeck wurde am 23. Februar 1959 als älteste von vier Töchtern des Tierparkdirektors Dietrich Hagenbeck und seiner Frau Karin geboren. Nach dem Abitur und einer Banklehre ging sie nach Großbritannien. Als sich der Gesundheitszustand ihres Vaters verschlechterte, kehrte sie nach Deutschland zurück und machte ein Volontariat im Zoologischen Garten Berlin. 1981 trat sie in den Hagenbeckschen Familienbetrieb ein und übernahm ein Jahr später nach dem Tod ihres Vaters an der Seite des Tierarztes Dr. Claus Hagenbeck die kaufmännische Leitung des Tierparks. Mit 23 Jahren war sie die jüngste Tierparkchefin Europas. Nach der Geburt ihres ersten Kindes 1989 gab Caroline Hagenbeck die Geschäftsführung an ihren Ehemann Joachim Weinlig-Hagenbeck ab. Caroline Hagenbeck hinterläßt ihren Ehemann und drei Kinder im Alter von 13, 15 und 16 Jahren. Die Welt, 20. August 2005 Caroline Hagenbeck war Europas jüngste Tierpark-Chefin Nachrichten.ch - 22. Aug. 2005 Tiere im Dählhölzli evakuiert Der Berner Tierpark Dählhölzli befindet sich auf Grund des Aarehochwassers im Ausnahmezustand. Im flussnahen Kinderzoo wurden Esel und Ponys evakuiert. Steigt das Wasser weiter, drohen wie 1999 die Biber zu entweichen. Teile des Aareuferwegs, der Spielplatz, die Terrasse des Tierpark-Restaurants und Teile des Kinderzoos stehen seit dem frühen Morgen unter Wasser. Aareaufwärts steht das Wildschwein-Gehege teilweise unter Wasser. Die Tiere haben sich in höher gelegene Zonen des Geheges zurückgezogen. Nachrichten.ch - 23. Aug. 2005 Sumpfbiber in der US-Botschaft Aus den reissenden Fluten im aarenahen Kinderzoo wurden bis rund 50 Tiere evakuiert. Für drei Sumpfbiber reichte die Zeit nicht mehr, sie konnten entweichen. Ein Tier wurde von der Polizei vor dem Eingang der nahen US-Botschaft gestellt und konnte eingefangen werden. Zwei dürften aber definitiv ausgebüchst sein, wie Tierparkdirektor Bernd Schildger auf Anfrage sagte. Auch sie könnten sich davongemacht haben, möglicherweise haben sie sich aber auch in den Bau zurückgezogen. Dem Zoo die Treue gehalten hat anders als befürchtet das Berner Fischotter-Pärchen. Das Hochwasser mit dem Leben bezahlt hat im Dählhölzli bisher einzig eine Graugans. Sie verkraftete den Stress der Evakuierung nicht. Auch am Dienstag standen die Keller des Ökonomiegebäudes und des Restaurants unter Wasser. Tages-Anzeiger Online - 22. Aug. 2005 Esel und Ponys im Berner Tierpark Dählhölzli evakuiert Im flussnahen Kinderzoo wurden Esel und Ponys evakuiert. Ausnahmezustand im Tierpark Dählhölzli Aargauer Zeitung - 22. Aug. 2005 ORF Niederösterreich - 23. Aug. 2005 Wo sind die Tiere aus dem Safaripark? Im Safaripark in Gänserndorf findet man derzeit nicht mehr als den traurigen Rest des ehemaligen Abenteuerparks. Eineinhalb Jahre nach dem Konkurs sind fast alle Tiere verkauft. 850 Tiere hat der Safaripark beherbergt. Drei Monate nach dem Konkurs hat man mit dem Verkauf der Tiere begonnen, weil alle Rettungsversuche gescheitert sind. Ein Drittel der Tiere, vor allem die kleinen, hat der Österreichische Tierschutzverein gekauft - eigentlich mit dem Ziel, sie wieder nach Gänserndorf zurück zu bringen, wenn ein neuer Betreiber gefunden wird. Einer dieser potentiellen neuen Betreiber war der Tierarzt Josef Zoher. Sein Verein hat die großen Tiere wie das Nashorn, die Elefanten und Kamele gekauft. Aus der Übernahme des Safariparks durch Zoher ist aber nichts geworden, und so sind die Tiere an Tier- und Safariparks in Spanien und Deutschland weiterverkauft worden. In Gänserndorf leben jetzt nur mehr 14 Löwen, die vom Verein "Vier Pfoten" versorgt werden, und der Großteil der ehemaligen Laboraffen. Nur für 20 Kleinaffen sind neue Quartiere in Mallorca und Prag gefunden worden. Die restlichen 90 Affen, vor allem die HIV-infizierten, werden wohl noch sehr lange im Affenhaus im Safaripark leben. NZZ Online - 21. Aug. 2005 Die Erdmännchen sind los! Seit zehn Tagen sind die Erdmännchen aus dem Kinderzoo in Rapperswil verschwunden. Am Montag sichteten Spaziergänger die Tiere im Joner Wald, die zahlreichen Fahndungen blieben aber ohne Erfolg. Am Donnerstagmorgen, dem 11. August, hatten die Wärter das Fehlen der Tiere festgestellt. Die zwei Erdmännchenmännchen und das dazugehörende Erdmännchenweibchen, am 6. März dieses Jahres vom Kölner Zoo überführt, waren verschwunden. «Wir können mit grosser Sicherheit sagen, dass die Tiere nicht mehr im Zoo sind», meinte Benjamin Sinniger, der Direktor des Zoos, am gestrigen Samstag. Wie sie allerdings aus diesem entweichen konnten, das sei nach wie vor ein Rätsel, sagte er. «Am realistischsten ist die Möglichkeit, dass die Erdmännchen unter Fremdeinwirkung aus der Anlage entfernt wurden.» Eine heisse Spur hat der Zoo bereits. Am letzten Montagmorgen sah Marianne Kälin, 67-jährige Rentnerin aus Jona, bei ihrem Spaziergang im Wald hinter dem Schiessstand Gruenau auf einer Holzbeige «drei blonde Ratten», wie sie erzählt, «wunderschöne Tiere, mit Augenringen, sie güxelten über den Holzstoss und spitzten die Ohren». Reporter, Zoodirektor, Erdmännchenwärter sowie der Mann mit der Wärmebildkamera trafen am Schauplatz ein. Aber nichts da, keine Erdmännchen nirgends. ORF - 22. Aug. 2005 Tierpark Herberstein: Familieninterne Kritik an Betriebsführung "Stinksauer" und "todtraurig" hat sich Johann Georg Herberstein (71), in direkter Linie das älteste Mitglied der Familie, über die Missstände im steirischen Tierpark gezeigt. "Das gesamte familienhistorische Erbe scheint verloren, der Imageschaden für das Land ist enorm", sagte Herberstein gegenüber der Tageszeitung "Kurier". Über Schuld oder Unschuld in der Causa, in der mittlerweile wegen Verdachts des Betrugs, Anstiftung, Förderungsmissbrauchs, Urkundenfälschung und Steuerhinterziehung ermittelt wird, will Georg Herberstein nicht urteilen: "Diese Fragen zu klären ist Sache der Gerichte und Behörden. Ich will niemanden diffamieren." Sehr wohl aber wolle er klarstellen, dass "Andrea und ihre Performance nicht ident sind mit der Familie und ihrer Werthaltung" und "dass der Betrieb Herberstein zur Zeit meiner Führung ein kerngesunder, schuldenfreier Großbetrieb mit 1.500 Hektar war - und leider durch Andrea und zuvor schon durch Otto zu einem schuldenbeladenen Sanierungsfall wurde". Geht es nach Georg Herberstein, sollte das Land den Tierpark übernehmen. Planung und Bau Leipziger Volkszeitung - 22. Aug. 2005 Neues Zuhause für Meister Petz Delitzschs Braunbär Knicki müsste eigentlich sein abgeknicktes Ohr, das ihm den Namen gab, klingeln. Im Delitzscher Tiergarten wird spätestens seit dem Tag der offenen Tür am Wochenende laut über eine neue Bärenburg nachgedacht. Ein Modell für die Anlage, die dreieinhalb mal so groß wie die alte werden soll, zeigt schon, was Studenten gemeinsam mit der Tiergartenleitung und einem Delitzscher Ingenieurbüro entwarfen. Statt auf Beton sollen die beiden Petze künftig auf Naturboden tollen. Mehr Möglichkeiten für Einbauten bieten mehr Bewegungsraum. Das Wasserbecken wird größer und bekommt einen Wasserfall. Die Anlage wird in zwei Etagen gestaltet. Besucher können einen Ausguck über eine künstliche Naturstein-Begrenzung erklimmen und außerdem durch Panzerglas betrachten, was die Bewohner der Bärenburg so treiben. Allgemeine Zeitung Mainz - 19. Aug 2005 Kaninchen-Besuch im Tunnel Mainz. Die Besucher des Wildparks können sich freuen. Als erstes großes Neubauprojekt im Rahmen der Umgestaltung entsteht in den kommenden Monaten eine Kleintier-Anlage für Kaninchen und Meerschweinchen. Möglich wurde die Maßnahme durch die große Spendenaktion. Die AZ-Leser sammelten 30000 Euro, die an den Förderverein "Gonsenheimer Wildpark" flossen. Das Konzept des Zooplaners Dirk Petzold stößt bei Gregor J. Mayer, der dem 60 Mitglieder zählenden Förderverein vorsteht, und seinen Kollegen auf rückhaltlose Begeisterung. "Im Frühjahr wollen wir zur Eröffnung ein großes Fest veranstalten", kündigt Stenner an. Allerdings sei es durchaus möglich, dass die Anlage schon früher fertig sei. Entlang des Tierpflegerweges zwischen Ziegen- und Wildschweingehege entstehen zwei neue, getrennte Anlagen für Kaninchen und Meerschweinchen. Streicheln und Hochheben darf man die Tiere nicht, da in diesem Fall eine ständige Aufsicht nötig wäre. "Ein Streichelzoo", erläutert Abteilungsleiter Norbert Rudloff vom Grünamt, "geht aus personellen Gründen nicht." Das 30 Quadratmeter große Kaninchengehege wird den Eindruck eines grünen Hügels machen, der an der Besucherseite angeschnitten ist - sodass man direkt ans Gehege herantreten kann. In die Böschungsmauer eingelassen ist als besonderer Anziehungspunkt ein Krabbeltunnel. "Dieser Tunnel", prophezeit Rudloff, "wird ein echtes Highlight werden." Norddeutsche Neueste Nachrichten - 18. Aug. 2005 Viel Leben in der Afrika-Savanne Wie in den Savannen Afrikas leben auch im Schweriner Zoo Erdmännchen, Giraffen, Hyänenhunde, Strauße und Zebras in unmittelbarer Nachbarschaft einträchtig zusammen. Im Savannengehege konnte der Zoo mit dem Umbau der Außenanlage jetzt die Vergesellschaftung von Giraffen, Zebras und Schleichkatzen erfolgreich durchführen. In getrennten Außenanlagen, aber in Sichtweite, leben Afrikanische Strauße und Hyänenhunde in der Afrika-Savanne. Ostthüringer Zeitung - 18. Aug. 2005 Alles putzen fürs Fest mit den Tieren Wie immer am letzten August-Wochenende soll auch diesmal zum Sommerausklang Tiergartenfest gefeiert werden. Besondere froh ist Tiergartenleiter Mathias Wiesenhütter, dass die Besucher nun die neue Waldkauzanlage am unteren Hauptweg bewundern können. Aufgetaucht aus dem Quarantänebereich sind inzwischen die Diamanttäubchen. Denn auch die neue Unterkunft für sie am unteren Eingang des Känguru-Geheges ist ebenfalls fertig. Dort werden die schönen grau-weißen Vögel den Australien-Bereich des Eisenberger Tiergartens eröffnen. Einziges kleines Handicap für die Bewegungsfreiheit der Besucher sind die beiden Baustellen an den künftigen Gehegen für Euronerz und Europäische Sumpfschildkröte. Aktionen Westdeutsche Zeitung - 21. Aug. 2005 Zoo-Sommernacht: Die Reise der Regenschirme Regen kann die Wuppertaler nicht schrecken - das ist bekannt. Die Zoo-Sommernacht am Freitag war sogar noch besser besucht als die Premiere 2004. Rund 2600 Besucher blieben mit Schirmen und in Regenkleidung bis kurz vor Mitternacht, zumindest bis zum Abspann der Kino-Vorpremiere "Die Reise der Pinguine", den Cinetal und Filmstiftung NRW auf Großbildleinwand in der Zoo-Arena präsentierten. Der brandaktuelle Streifen mit wunderschönen Bildern, aber entsetzlich kitschiger Vertonung über das harte Los der Königspinguine passte so recht zur leicht melancholischen Stimmung im Zoo. Hunderte Tiere konnten geschmackvoll ins Szene gesetzt und um den Schlaf gebracht werden: Eisbären in blau, Seelöwen in grün und Kaninchen in rot. Berliner Morgenpost - 21. Aug. 2005 Tiere im alten Ägypten: Zoo plant Exkursion ins Land der ... Berlin. Gregor sieht gar nicht böse aus. Fröhlich taucht das kleine Flußpferd hinter seiner Mutter Nicole durchs Wasser. Was das Land der Pharaonen mit dem Berliner Zoo zu tun hat? Im kommenden Sommer eine ganze Menge. Im Juli 2006 wird im Zoo nämlich die Ausstellung "Ägypten. Ein Tempel der Tiere" eröffnet. Die Idee: Ein Bogen soll geschlagen werden von der von Tieren geprägten altägyptischen Kultur hin zu den Arten, die heute noch leben und im Zoo zu sehen sind. Erdacht wurde die geniale Kombination im Ägypten Forum Berlin e.V. In einem Jahr wird die Ausstellung im Antilopenhaus zu sehen sein. Dort werden in Vitrinen ägyptische Originale wie Tierplastiken, Tiermumien und Schmuckstücke gezeigt. An rund 20 Gehegen werden außerdem Tafeln angebracht, die die Rolle des Tieres einst in Ägypten erklärt. Bis zum August 2006 gibt es für alle Beteiligten von Zoo, Humboldt-Uni und Ägyptischem Forum noch eine Menge zu tun. Sie bitten deshalb um Hilfe. Dringend gesucht werden außerdem Berliner, die noch Aufnahmen (Fotos oder Postkarten) vom Straußenhaus im Zoo besitzen. Das Gebäude wurde 1901 im ägyptischen Stil erbaut, im Zweiten Weltkrieg jedoch zerstört. Die Ausstellungsmacher wollen die Geschichte des mit Malereien und Hieroglyphen geschmückten Hauses so ausführlich wie möglich dokumentieren. Zwar haben das Ägyptische Museum, die Ägyptische Botschaft und das Imax-Kino ihre Unterstützung bereits zugesagt, weitere Sponsoren werden, zum Beispiel für den Druck eines wissenschaftlich ausgerichteten Begleitbuches, noch gesucht. Aachener Zeitung 24. Aug 2005 Zoofest im Brückenkopf gibt Einblick in die heimische Fauna Das Zoofest am 28. August im Brückenkopf-Park Jülich, von 12 - 17 Uhr, gibt mit Tiervorführungen, Kinderanimationen und Informationen rund um die Arbeit im Zoo Einblicke in die Artenvielfalt unserer heimischen Tierwelt. Die Besucher erfahren Spannendes über die Pflege und Aufzucht der Tiere, die Futterzubereitung und Bruträume. Interessantes gibt es auch zur Historie des Festungsbauwerkes Brückenkopf. Neue OZ Online - 24. Aug 2005 Im Fackelschein zu den Tieren von Samburu Osnabrück. Die Buchenwaldkulisse des Zoos verwandelt sich am Freitag und Samstag mit Beginn der Dämmerung in einen Traum, der mit afrikanischen Gesängen, Modenschauen und Musik zu einem Fest für die Sinne werden soll. Afrikanische Musik und Modenschauen, Barbecue an offenen Feuerstellen, Fackelrendezvous mit exotischen Tieren und ein Zoo, der mit Beginn der Dämmerung in einem bunten Lichtermeer versinkt: Das sind, einmal mehr, die Samburu-Nächte. Uetersener Nachrichten - 18. Aug. 2005 Buntes Familienprogramm im Rostocker Zoo an diesem Wochenende Der Zoo Rostock bietet an diesem Wochenende seinen Besuchern ein buntes Familienprogramm. Am Freitagabend leite die Zoo-Sommernacht mit Musik, Tanz und Theater die Veranstaltung ein, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Am Sonntag können Besucher dann das Zoo-Fest mit einem bunten Familienprogramm sowie einer Dahlien- und Tierschau besuchen. Außerdem gebe es ein Erlebnisland "Kinder stark machen" von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit Spielstationen, Bühne und Infozelt. MVregio - 19. Aug. 2005 Rostocker Zoo lockt mit Kleinkunstfestival Ein nächtliches Spektakel mit Musik und Tanz verwandelt den Rostocker Zoo heute Abend in eine fantastische Welt. Künstler aus dem In- und Ausland nutzen den Tiergarten als Kulisse für Jonglage, Slapstick und Puppenspiel. An Stationen im Gelände gibt es unter anderem Fackelswinging und Maskenspiel. Kurz vor Mitternacht kommt eine riesige Wassertrommel ins Spiel, aus der bunte Fontänen in den Nachthimmel schießen werden. Studenten der Rostocker Hochschule für Musik und Theater begleiten durch den Abend mit Live-Musik. hr online - 19. Aug. 2005 "Der Waschbär im Kellerwald - eine Erfolgsstory" Was mit der Aussetzung zweier Waschbärpärchen am Edersee begann, ist heute mehr als 70 Jahre später beinah zu einer Plage geworden. Trotz allen Ärgers den die kleinen Racker anstellen, die meisten schauen ihnen gerne bei ihren Streichen zu. Alles über Geschichte, Biologie und Verhalten der Waschbären gibts bei einer Führung am 22. August im Wildpark Edersee. Deutsche Welle - 22. Aug. 2005 In der Höhle des Bären Vor einigen Jahrhunderten befand sich im heutigen Nationalpark Bayerischer Wald das "Reich der Bären". Einst in großer Stückzahl vertreten, wurde der letzte wilde deutsche Bär 1833 getötet. Im Bärengehege in Neuschönau können die braunen Riesen noch heute beobachtet werden, zusammen mit Wölfen, Luchsen und anderen Tierarten. In diesem Sommer gibt es an speziellen "Bärentagen" Führungen durch das Gehege. Dabei können sich Besucher den Pelztieren bis auf wenige Meter nähern und ihnen bei der Fütterung Kohlköpfe und andere Gemüsesorten geben. Rhein Main Presse - 23. Aug. 2005 Viele Ideen fallen dem Regen zum Opfer Kinderfest im AZ-Vogelpark... AZ-Vogelpark-Jugendleiter Jörg Schmidt sagte bekümmert: "Wir hatten uns so viele Spiele ausgedacht. Alle halt im Freien. Heute Morgen regnete es in Strömen. Da kam schon gar niemand hier vorbei. Wir mussten alle Aktivitäten auf den Nachmittag verschieben." Nur einige Angebote konnten am Nachmittag nachgeholt werden. "Immer bei unseren Kinderfesten haben wir so ein Wetterpech", beschwerte sich Jörg Schmidt zu Recht. "Der Papst hätte ruhig für uns beten können, wenn er schon mal in Deutschland ist!" Nachwuchs Bad Vilbeler Events - 23. Aug. 2005 Trauer um Bonobo Linda Der Zoo Frankfurt teilt mit, dass das Bonobo-Jungtier LINDA am Freitag abend plötzlich verstorben ist. Am Freitagnachmittag verschlechterte sich der Zustand von LINDA dramatisch. Der Zootierarzt Dr. Bert Geyer mußte die Mutter KAMITI erst narkotisieren, um ihr das Baby abnehmen zu können. Obwohl er sich mit dem Team des Menschenaffenhauses enorm um die kleine LINDA kümmerte, verstarb sie bedauerlicherweise am frühen Abend. SWR.de Nachrichten - 18. Aug. 2005 Zoo präsentiert Berberlöwen-Nachwuchs Der Zoo Neuwied präsentiert derzeit stolz seinen Nachwuchs: ein Berberlöwenbaby namens Lekysha ("Die Schöne"). Die kleine Katze wurde am 30. Juni in Neuwied geboren. Der Zoo Neuwied ist nach eigenen Angaben der einzige in Deutschland, in dem die Zucht von Berberlöwen geglückt ist. Lekysha ist das fünfte Jungtier in Neuwied und wiegt inzwischen mehr als zwei Kilo. "Wir haben drei erwachsene und drei kleine Löwen", sagte der stellvertretende Zoodirektor Mirko Thiel. Die Eltern von Lekysha, Alia ("Die Erhabene") und Rafik ("Freund"), wurden in einer Aufzuchtstation in Marokko geboren. In freier Wildbahn lebten die Berberlöwen im Norden Afrikas am Atlasgebirge, bis sie vollständig abgeschossen wurden und inzwischen ausgestorben sind. In Tierparks leben weltweit schätzungsweise 50 bis 60 Tiere. Berliner Morgenpost - 24. Aug 2005 Nachwuchs bei den Zebras im Zoo Die Steppenzebras im Berliner Zoo haben Nachwuchs bekommen: Bei den Böhm-Zebras hat Mutter Mabuki ein Stutenfohlen zur Welt gebracht. Artikel aus der niederländischen Presse Dierennieuws 22. August 2005 Wasserschwein-Geburt im Zoo Parc Overloon http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200508/nw35095.htm Vergangenen Freitag gebar ein Weibchen vor den Augen zahlreicher Besucher drei Jungtiere. Dierennieuws 19. August 2005 Bongos Todesursache geklärt http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200508/nw35025.htm Die Sektion des verstorbenen Apeldoorner Gorilla-Mannes Bongo ergab eine bakterielle Infektion mit Streptokokken. Möglich ist, dass Bongos Immunsystem geschwächt war. Spannungen durch seinen herangewachsenen Sohn Uzuri sorgten für vermehrten Stress. Dierennieuws 18. August 2005 Das Ende für Apenheuls Gorillagruppe? http://www.dierennieuws.nl/nw/art/200508/nw34990.htm Nach dem Tod des Haremsführers Bongo wird nach einem Nachfolger für die Führung der Apeldoorner Gorillagruppe gesucht. Es wird schwierig sein, ein geeignetes Tier zu finden. Bongo hat sehr viele Nachkommen, sodass nicht mit der Gruppe verwandte Silberrücken nur schwer zu finden sind. Auch sein elf jähriger Sohn Uzuri darf die Gruppe nicht übernehmen. Schwabmünchner Allgemeine - 24. Aug 2005 Schlauer Schwertwal fängt Möwen Ein vierjähriger Schwertwal hat eine Methode zum Vogelfang entwickelt und das Wissen an seine Familie weitergegeben. Wie das britische Fachmagazin «New Scientist» berichtet, lockte der Wal Möwen an, indem er Fischreste auf die Wasseroberfläche erbrach. Der Schwertwal (Orca) wartete dann unter Wasser auf die neugierig heranfliegenden Vögel und schnappte sie sich. Noonan hatte den Schwertwal in einem Meereszoo der kanadischen Provinz Ontario beobachtet. Einige Monate später hätten die Verwandten des Wals in dem riesigen Aquarium auf dieselbe Weise ihre gefiederten Snacks gejagt, berichtete Noonan jüngst auf einem Treffen der US-Gesellschaft für Verhaltensforschung in Snowbird (US-Staat Utah). Bislang galten Delfine als die einzigen Meeressäuger, die zu kulturellem Lernen untereinander fähig sind. Thüringische Landeszeitung - 19. Aug. 2005 Liebesleben geht weiter Noch sind sie ja voneinander getrennt: die zwei Löwen-Männchen aus Ueckermünde, die beiden Katzen aus Neuwied und die drei Löwinnen aus Münster. Würde man sie zusammentun und sie verstünden sich auf Aufhieb, "hätten wir in kürzester Zeit mindestens sechs bis neun Löwenbabys", sagt Zoopark-Direktor Dr. Norbert Neuschulz. Was für die Zoo-Besucher sicher niedlich, für den Zoo selber aber nicht so gut wäre. EU-Zoorichtlinien setzen Platz-Grenzen, absetzbar wäre der Nachwuchs nicht, da die Zooparks weltweit belegt sind. Also werden die beiden knapp zwei Jahre alten Männer Jantar und Amos am heutigen Samstag sterilisiert. Sollte der Thüringer Zoopark eines Tages eine Löwenzüchtung ins Auge fassen, werde entweder ein Löwen-Männchen aus einem anderen Zoo geholt oder eine Erfurter Löwin anderenorts auf Bräutigam-Schau gehen. TLZ - 20. Aug. 2005 Löwen Amos und Jantar im Erfurter Zoo sterilisiert Die Löwen Amos und Jantar im Erfurter Zoo sind am Samstag im Tiefschlaf sterilisiert worden. Ohne den Eingriff zur Empfängnisverhütung wäre sonst mit sechs bis neun Löwenbabies zu rechnen gewesen, sagte Zoodirektor Norbert Neuschulz. Im Erfurter Rudel hätte das aber eine Überbevölkerung zur Folge gehabt - und auch weltweit gebe es für die Raubkatzen keine »Abnehmer«. Die Löwenmänner sollen nun in sechs Wochen in der neuen Löwensavanne erstmals wieder mit Weibchen zusammentreffen. Thüringer Allgemeine - 23. Aug. 2005 Unter der Erde zu Hause Eine interessante Bereicherung in der kürzlich eröffneten Löwensavanne im Erfurter Zoopark ist eine Gruppe Kap-Borstenhörnchen, die das geräumige Gehege mit den Klippschliefern teilen. Sie sind zwar noch etwas scheu, man kann sie aber schon beobachten. Westdeutsche Zeitung - 24. Aug 2005 Jeden Morgen um 8 Uhr geht die Reise in die Tropen Krefeld. Urlaubsziel Südamerika der Strand von Copacabana, bei einem Cocktail läuft im Hintergrund Frank Sinatras "The Girl from Ipanema". Und nach dem Strandurlaub noch eine "Abenteuertour" durch den tropischen Regenwald. Dort ist der Arbeitsplatz von Rabea Hartmann im 1100 Quadratmeter großen Regenwald in Krefeld. Den täglichen Klimawandel von der gemäßigten Zone des Niederrheins in die Tropen verkrafte sie gut. "Den Flüssigkeitsverlust muss man ausgleichen. Alles andere ist Anpassungsfähigkeit." Und dabei sei sie nicht ein mal ein ausgesprochener Sommertyp. "Ich sage immer, ich will ein Alaska-Haus." Vor zwölf Jahren hat die 32-Jährige ihre Ausbildung im Krefelder Zoo begonnen. Für Hartmann ist es nach wie vor der Traumberuf. Seit sieben Jahren ist das Regenwaldhaus ihr Revier. Berliner Morgenpost - 20. Aug. 2005 Singles leben gefährlich 13 Männchen und nur zwei Weibchen - so ist die Situation bei den Brillenpinguinen im Tierpark Berlin. Zwei mal schon hat es regelrechte Massenschlägereien gegeben. Der Krieg ging um die Weibchen im Gehege. Die Zucht ist in Gefahr, und die ist für die Tierpark-Strategen die Herausforderung, denn um die Brillenpinguine, beheimatet auf den Inseln vor dem südafrikanischen Kap der Guten Hoffnung, ist es nicht gut bestellt. Innerhalb der letzten Jahrzehnte ist ihr Bestand von 1,2 Millionen auf 120 000 geschrumpft. Weibchen, dringend gesucht, heißt es also in Friedrichsfelde. Als die insgesamt 15 Pinguine in Friedrichsfelde vor Jahren aus Stuttgart angeliefert wurden, hatte niemand eine Ahnung, wessen Geschlechtes die Tiere waren. Berliner Zeitung - 22. Aug. 2005 Auch der Tierpark ist barrierefrei Der Tierpark Berlin ist für seine Behindertenfreundlichkeit mit dem Siegel "Berlin barrierefrei" ausgezeichnet worden. Mit der Anerkennung würdigt das Bezirksamt vor allem den Service für Behinderte in Europas größtem Landschaftstiergarten. So können sich Rollstuhlfahrer kostenfrei durch die Anlage schieben und begleiten lassen. Bislang tragen 14 Einrichtungen im Bezirk das Siegel. Holsteiner Zeitung - 19. Aug. 2005 Highlanderin Olga frisst keinen Knöterich "Jetzt hat der Tierpark Neumünster echte Highlander" begrüßte Tierparkleiter Dr. Peter Drüwa beim Antrittsbesuch auf der Weide seine drei neuen Park-Bewohner: Seit zwei Wochen stehen die schottischen Hochlandrinder Olga, Trine und Ratzeputz auf dem Gelände zwischen dem alten Geesthof und dem Werkbereich des Tierparks. Die zwei und drei Jahre alten Tiere hat der Einfelder Züchter Hermann Stock dem Tierpark überlassen. Das Besondere: Es handelt sich ausschließlich um gekörte Tiere, die sich zur Zucht eignen. Besucher können die drei braunfelligen Vierfüßer mit den freundlich wirkenden Gesichtern vom "Bohlenpfad" aus sehen, der zum Geisterhaus führt. Hamburger Abendblatt - 23. Aug. 2005 Hagenbecks tierische EU Während die EU bei uns Menschen kriselt, läuft die (tierische) Völkerverständigung auf Hochtouren. Im Tierpark Hagenbeck leben englische Zebras und belgische Warzenschweine einträchtig mit einem Löwen aus Dänemark und einem deutschen Elefanten nebeneinander - auch wenn noch nicht alle Grenzen, beziehungsweise Gehegetüren geöffnet wurden. Die Welt - 23. Aug. 2005 Auf du und du mit den Rochen im Aqua Dom & Sea Life Einen Tag lang hat sich Jonas Jahn aus Panketal gestern als Nachwuchsbiologe im Aqua Dom & Sea Life Berlin versuchen dürfen. Für den 13jährigen Schüler ging damit ein Traum in Erfüllung. Er war aus mehr als 100 Bewerbern ausgelost worden. Martin Hansel, Chefbiologe im Sea Life-Center, nahm Jonas gestern unter seine Fittiche, besser: Flossen. Gemeinsam fütterten sie Rochen. Sie sammelten die Eier der Katzehaie ein, überprüften die Filteranlagen, führten Wassertests durch und trainierten die Oktopusse. Zum Schluß mußten die 35 Aquarien geputzt werden. Oberhessische Presse - 19. Aug. 2005 Tropische Schmetterlinge flattern auf den Lahnbergen Marburg. Ein Schmetterlingshaus, in dem drei tropische Schmetterlingsarten zu bewundern sind, ist die neue Attraktion im Botanischen Garten auf den Lahnbergen. Wir wollen keinen Zoo installieren, aber wir heben die strikte Trennung zwischen Pflanzen- und Tierwelt bewusst auf, erklärte Dr. Andreas Titze, wissenschaftlicher Leiter des Neuen Botanischen Gartens der Universität auf den Lahnbergen, gestern zur offiziellen Eröffnung des Schmetterlingshauses. In Marburg wurden aus den Schmetterlingseiern zunächst Larven und Puppen und dann Falter. Wie Schmetterlinge entstehen, das sollen im Schmetterlingshaus demnächst Schulklassen aus nächster Nähe miterleben können, erläutert Andreas Titze. Das Gelingen des Umbaus eines der Gewächshäuser in ein Schmetterlingshaus ist übrigens Heiko Moog, dem Leiter der Tropenhäuser, und seinem Mitarbeiter Werner Pabst zu verdanken. Sie haben sich um die Ausstattung und den Aufbau der Schleusen gekümmert. Leipziger Volkszeitung - 22. Aug. 2005 Wildpark zieht Paunsdorfer an Ein Jahr nach Eröffnung haben viele Paunsdorfer ihren Grünen Bogen ins Herz geschlossen. Auf der Bürgerterrasse und dem Rundweg sind immer Leute unterwegs, die Ausschau halten nach Heckrindern und Wildpferden, Rehen, Hasen, Füchsen und Fasanen, die auf dem früheren Truppenübungsplatz heimisch geworden sind. Sieben Heckrinder - eine Nachzüchtung der ausgestorbenen Auerochsen -, drei Przewalski-Wildpferdstuten und ein Hauspferd wurden vom NABU-Kreisverband Köthen, dem Träger des Beweidungsprojektes, angesiedelt. Rehe, Hasen, Füchse, Frösche, Kröten, Molche und zahlreiche Vogelarten sind ohne menschliches Zutun gekommen. Reuters Deutschland - 21. Aug. 2005 Löwen töten japanische Botschaftsmitarbeiterin in Simbabwe Löwen haben in Simbabwe eine Mitarbeiterin der japanische Botschaft getötet. In einem Gehege des "Lion and Cheetah"-Parks 20 Kilometer westlich der Hauptstadt Harare habe eines der Tiere die Japanerin angegriffen. "Dann stürzten sich weitere Löwen ebenfalls auf die wehrlose Frau." Der Touristenführer und ein Kollege des Opfers vertrieben das Rudel mit Steinen. Die Frau erlag später in einem Krankenhaus ihren Verletzungen. Die Welt 24. Aug 2005 Affensucht Das ist so menschlich: Aiai, so der Name der Schimpansendame im Zoo von Xian (Nordwestchina), war nach dem Tod ihres Partners total fertig und griff zur Zigarette. Das war 1998. Die Zooverwaltung hat alles versucht, aber Aiai entzieht nicht. Da hilft wohl nur ein neuer Affenmann. Spiegel Online - 20. Aug. 2005 Premiere: Katzenklone bekommen Nachwuchs Zum ersten Mal haben zwei geklonte Katzen Junge bekommen - auf natürliche Weise. Wissenschaftler erhoffen sich davon vor allem Fortschritte beim Artenschutz. Das Aubudon-Zentrum für die Erforschung Gefährdeter Arten erklärte in New Orleans, eine geklonter afrikanischer Kater habe acht Junge mit zwei ebenfalls geklonten weiblichen Tieren bekommen. Dies sei der Beweis, dass mit Hilfe der Gentechnik gefährdete Arten gerettet werden könnten. Die fünf Jungen, die am 26. Juli und 2. August geboren wurden, sollen zunächst im Zoo präsentiert werden und ziehen dann in eine Katzen-Kolonie im Forschungszentrum um. Web.de - 23. Aug. 2005 Geklonten Wildkatzen bekamen acht Junge Zoobesucher in New Orleans werden in Kürze acht kleine Wildkatzen zu Gesicht bekommen, die für Wissenschaftler eine Sensation darstellen. Die Jungtiere sind der natürlich gezeugte Nachwuchs geklonter Wildkatzen, erklärte das Audubon-Zentrum für gefährdete Tierarten in New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana). Das Institut feiert ihre Geburt als Durchbruch. Noch nie zuvor sei es gelungen, gesunde Junge von nicht verwandten Klonen einer bedrohten Tierart zu bekommen. Fünf braune Wildkätzchen mit auffälligem Streifen auf dem Rücken wurden am 26. Juli von ihrer Mutter Madge geboren. Katzenmutter Caty brachte etwa eine Woche später drei Junge zur Welt. Vater aller acht Tiere ist der ebenfalls geklonte Ditteaux. Das Institut sieht in seinem Erfolg das Rezept für den Erhalt aussterbender Arten. >es handelt ich übrigens um Falbkatzen. Die Pressemitteilung des Audubon Nature Institute of New Orleans findet sich hier. | | | | Pressemitteilungen teilweise gekürzt | Zoo-Freunde Dresden, 24.08.05 2. Ausgabe der Dresdner Zoo-Zeitschrift Noch druckfrisch ist die 2. Ausgabe von Zoo Dresden erleben, einer Zusammenarbeit des Zoo Dresden und seines Fördervereins ZOO-FREUNDE DRESDEN e.V. Auf 28 Seiten bietet die Zeitschrift einen spannenden Einblick in den Zooalltag, informiert z.B. über neue Tiere, Zuchterfolge, Bauvorhaben und die Geschichte des Zoo Dresden. Tierpfleger berichten über ihre Arbeit und der Zoo-Förderverein über geplante Projekte im Zoo. Für die Kinder gibt es eine eigene Seite mit Rätselspaß und als i-Tüpfelchen einen tierischen Bastelbogen. Neu hinzugekommen in Heft 2 sind eine Rubrik zum Artenschutz und ein Poster in der Heftmitte. Die Zeitschrift kann im Zoo Dresden und Zeitschriftenhandel in Dresden und Umgebung für zwei Euro erworben werden, erzielte Gewinne kommen den Zoobewohnern zugute. Weitere Informationen auch unter www.zoofreunde-dresden.de/news.htm Zoo Leipzig, 24.08.05 Nachwuchs im Aquarium - Erster Zuchterfolg bei Madagaskarbuntbarschen Im Aquarium tummeln sich seit letzter Woche circa einhundert winzige Kotsovatobuntbarsche aus zwei verschiedenen Gelegen. Besonders stolz ist der Zoo auf diesen ersten Zuchterfolg, da bereits einige Zuchtversuche im letzten Jahr ergebnislos verliefen. Der Nachwuchs ist für Besucher nicht zu sehen, da die Jungtiere in den rückwärtigen Becken, getrennt von den erwachsenen Tieren, gehalten werden. Kotsovatobuntbarsche gehören zu den Madagaskarbuntbarschen und zählen damit zu den am stärksten bedrohten Süßwasserfischen der Erde. Durch massive Eingriffe in ihren Lebensraum sind seit 1950 bereits drei Arten vollständig ausgestorben und eine vierte existiert nur noch in Menschenobhut. Der Zoo Leipzig ist mit diesem Zuchterfolg, neben dem Londoner Aquarium, die einzige Einrichtung in Europa, die sich dem Artenschutzprojekt für Madagaskarbuntbarsche widmet. Wer sich für die erwachsenen Madagaskarbuntbarsche mit ihrer orange schillernden Schwanzflosse interessiert, sollte sie im Tropischen Afrika -Becken im Aquarium besichtigen kommen. Stadt Nürnberg, 24.08.05 Europäische Fledermausnacht im Tiergarten Nürnberg In ganz Europa organisieren Fledermausfreunde Veranstaltungen rund um die Kobolde der Nacht anlässlich der Europäischen Nacht der Fledermäuse. Der Tiergarten der Stadt Nürnberg veranstaltet zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Nürnberg einen Informationsabend.Am Freitag, den 26. August 2005 findet von 19 bis 22.30 Uhr die Informationsveranstaltung über Fledermäuse statt. Tiergarten Heidelberg, 24.08.05 Streicheln erlaubt! Am Freitag, den 26. August um 11.00 Uhr wird der 1. Bürgermeister der Stadt Heidelberg, Prof. Dr. Raban von der Malsburg, das Streichelgehege im Zoo Heidelberg eröffnen. Damit erfüllt sich ein großer Wunsch der vielen Eltern und Kinder, die den Zoo besuchen. Endlich können die Ziegen gestreichelt werden. Den Grundstock für das neue Gehege bildete eine großzügige Spende des REGA-Hotels. Zwischen Hühnerhof und Gorillas waren in den letzten Wochen die Handwerker des Zoos emsig beschäftigt. Rangerzaun, Kletterfelsen, Baumstapel und Pflasterweg entstanden um das Streichelgehege termingerecht fertigzustellen. Auf dem Gelände, das später einmal zu einem echten Gorilladschungel umgebaut werden soll, entstand in Eigenleistung ein Streichelgehege. Wir wollten das Gelände zwischenzeitlich nutzen und ein Streichelgehege wünschen sich unsere Besucher schon lange, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Im neuen Streichelgehege sollen bald die bunten Afrikanischen Zwergziegen herumtollen. Auch die Hühner werden das Gelände mitnutzen können. Für die Ziegen sind die vielfältigen Klettermöglichkeiten gedacht. Der Besucherweg ist so eingezäunt, dass die Ziegen Kontakt zu den Besuchern aufnehmen können - wenn Sie es wollen. Sie können sich aber auch zurückziehen. Um ihnen den Kontakt zu versüßen, wird außerhalb des Geheges ein Futterautomat aufgehängt. Vorsichtige Kinder können dort die Ziegen durch den Zaun hindurch füttern, mutige Naturen nehmen das Futter mit in das Streichelgehege und werden sicher bald von den Ziegen umringt werden. Besonders wichtig der alte Onagerstall wurde für die Ziegen umgestaltet, so dass die Ziegenmütter mit ihren Jungen nun nicht mehr nach der Geburt in einen anderen Stall gebracht werden müssen. Und die Besucher können im Winter die jungen Zicklein schon bald nach der Geburt begutachten. In diesem Jahr waren besonders elegante Farbvarianten dabei der neue Zuchtbock Peter hat bereits seine Spuren hinterlassen. Wilhelma Stuttgart, 24.08.05 Treppen in den Süden Subtropenterrassen laden zum Verweilen ein Der August zeigt sich bei uns nicht gerade von seiner besten Seite. Ein Glück, dass es die Subtropenterrassen der Wilhelma gibt. Selbst bei kühleren Temperaturen umfängt einen hier südländischer Zauber. Wegen der sehr geschützten und sonnenexponierten Lage wachsen auf den Terrassen Pflanzen, die sonst bei uns kaum den Winter überstehen. Andere, die noch empfindlicher sind, stehen in über 50 Terrakottakübeln, die vor allem für toskanische Villengärten charakteristisch sind. So sieht der Besucher Hanfpalmen, Pinien, Zypressen, Feigenbäume, Maulbeerbäume, Ölbäume und Bitterorangen. Neben kleinen Springbrunnen und Skulpturen bietet sich dem Publikum noch eine breite Palette an Sommerblumen. Auf der ersten Etage leuchten sie vor allem in rosa, auf der zweiten in gelb-orange Farben. Zudem verstreuen verschiedene Duftpflanzen ihr Parfum. Inmitten dieser Pracht sind auch fleischfressende Pflanzen in vier Vitrinen zu sehen. Aber auch Tierliebhaber kommen auf ihre Kosten. In 26 Volieren sind Papageienvögel zu sehen, wie verschiedene Aras, Kakadus und Nestorpapageien und eine Gruppe Totenkopfäffchen. Den krönenden Abschluss der Terrassen bildet ein Aussichtspavillon, das Belvedere. Von hier hat man einen wunderschönen Blick über die gesamte untere Parkanlage der Wilhelma und bis weit über Bad Cannstatt hinaus. Den Aufstieg in den Süden beginnt der Besucher am besten auf der Rückseite des maurischen Landhauses. Verein Tiergarten Kleve, 24.08.05 Der Tiergarten Kleve ist wieder um eine Attraktion reicher: Für seine kleinen und großen Besucher bietet er ab sofort ein begehbares Kängurugehege, in dem die Bewohner gestreichelt und gefüttert werden dürfen natürlich nur, wenn sie mögen! 4 muntere Bennettkängurus tummeln sich in der großzügigen Anlage, die auch bei starkem Besucherandrang den Tieren genügend Rückzugsmöglichkeiten bietet.Aufmerksame Besucher haben in den letzten Wochen den Bau der Anlage und den Einzug der australischen Beuteltiere miterlebt, deren Stall so gebaut ist, dass die Besucher jederzeit einen Blick auf die Hüpfer werfen können. Im Gehege selber gibt es eine Weitsprunggrube, in der die Kinder ihre Sprünge mit denen der Kängurus messen können, und bequeme Parkbänke laden auf dem Rundweg zum Verweilen und Beobachten ein. Am Freitag, dem 26.August 2005 um 13.00 Uhr, werden wir die Anlage offiziell einweihen und für die Besucher öffnen. Dazu sind Sie herzlich eingeladen. Zoo Leipzig, 23.08.05 MDR FIGARO und Zoo Leipzig präsentieren In 80 Tagen um die Welt Hörspielerlebnis in der Kiwara-Savanne Gibt es einen schöneren Ort als die Kiwara-Savanne des Zoo Leipzig, um Jules Vernes Abenteuer In 80 Tagen um die Welt zu lauschen? Am kommenden Wochenende geht Phileas Fogg im Zoo Leipzig auf seine legendäre Weltreise. Die Reise beginnt am 26. und 27. August 2005 jeweils um 20.30 Uhr. Wer ihn dabei begleiten und den Anblick der weitläufigen Savanne, die Salon-Philharmoniker Leipzig, das Theater aus dem Hut und indischen Feuerzauber genießen möchte, sollte sich das Stereo-Hörspielerlebnis auf keinen Fall entgehen lassen! Ausschnitte in 5.1 Dolby Digital versprechen eine Klangqualität der besonderen Art. Talkrunden mit den Schauspielern und Machern des Hörspiels und des MDR FIGARO sorgen in den Pausen für Unterhaltung. Vor einhundert Jahren legte der große Jules Verne seine so erfolgreiche Feder endgültig aus der Hand. Der Klassiker der Science Fiction Literatur starb im März 1905. MDR FIGARO nahm dies zum Anlass, insgesamt drei seiner erfolgreichsten Romane in neuen Hörspielbearbeitungen aufleben zu lassen. 20.000 Meilen unter den Meeren eröffnete die Trilogie, gefolgt von In 80 Tagen um die Welt und Die Reise zum Mittelpunkt der Erde. Zoo Duisburg, 23.08.05 Sonnenanbetende Halb-Affen erstmals im Zoo Varikandanas - Sonnenanbeter -, nannte die eingebore Landbevölkerung Madagaskars die fuchsgesichtigen V a r i s - und das aus gutem Grund: Diese dämmerungsaktiven Halbaffen setzen sich nämlich nach durchwachter kühler Nacht auf tragfähige Äste dichtbelaubter Urwaldbäume, strecken beim morgendlichen Sonnenbad ihre Beine weit von sich und lassen die wärmenden Strahlen der Morgensonne auf Brust und Bäckchen scheinen. Diese Verhaltensweise und zudem noch der Glaube, die Seelen menschlicher Ahnen würden sich in diesen Lemuren verkörpern, ließen sie für Jahrtausende nicht zu Verfolgten werden - bis Europäer Feuerwaffen und Äxte auf die Rieseninsel brachten. Varis zählen zu den sogenannten Halbaffen oder Lemuren, womit keineswegs ein Zwitterwesen gemeint ist, sondern eine Frühform der richtigen Affen, weil diese gruppenlebenden Makiverwandten entwicklungsgeschichtlich weniger in Richtung Schimpanse als eher zu spitzmausartigen Vorfahren hin orientiert sind. Auf alle Fälle sind Halbaffen, Makis oder Lemuren heute recht selten geworden, in einigen Teilen Madagaskars sogar völlig ausgerottet; und auch die letzten Vertreter dieser uralten Primaten schwinden unter dem Druck einer wachsenden Bevölkerung, Kultivierung und Besiedelung der letzten heimatlichen Urwälder so rasch dahin, dass die Zukunft dieser springgewandten Herrentiere ausgesprochen düster ausschaut, weshalb deren Export vor Jahrzehnten bereits gestoppt wurde. Neben Kattas (oder Ringelschwanzlemuren) lebt nun eine zweite attraktive Halbaffen-Art in Gestalt der Varis am Kaiserberg. Die durch verschiedene Farbvarianten hervorragend an die Licht- und Schattenverhältnisse des Regenwaldes angepassten Tiere sind in Duisburg mit ihrer braunroten Variante vertreten - und zudem zur Zeit noch als reines Damen-Sextett! Es klingt fast wie ein (trauriger) Witz: Während die Freilandbestände auf Madagaskar bedrohlich weiter schrumpfen, nimmt die Zahl der in ausgewählten Zoos gepflegten Varis ständig zu, sodass die verantwortlichen Zoologen beschlossen, die (Weiter-)Zucht nur in Ausnahmefällen zuzulassen und einen Großteil der vorhandenen Tiere in reinen Damen- oder Herren-Gruppen zu halten. Vier der in einem völlig umgestalteten Groß-Gehege lebenden Sonnenkinder wurden im Zoo Köln geboren, während zwei jüngere Damen aus dem tschechischen Ustì nad Labem an den Kaiserberg reisten. Zwischen riesigen Felsblöcken, knorrigen Baumstämmen und üppig wucherndem Bambus fühlen sich alle sechs Damen jedenfalls so wohl, dass beim lautstarken Morgenschwätzchen der Ruf nach kräftigen Männern (einstweilen) noch selten zu vernehmen ist
Naturschutz-Tierpark Görlitz, 23.08.05 Mis(s)ter Pony 2005 - das schönste Pony Sachsens - Tierische Schönheitskonkurrenz im Naturschutz-Tierpark Görlitz Am 25. September 2005 startet nun schon zum 6. Mal der beliebte tierische Schönheitswettbewerb im Görlitzer Naturschutz-Tierpark. Im Herbst 2000 war Mary aus Gersdorf die schönste Sau Sachsens. In den darauffolgenden Jahren machten Zwergziegenbock Pedro, Gans Schnattel, Esel Sunny und Landschaf Rudi das Rennen. Diesmal sind Miniponys, Kleinpferde und alle anderen pferdeähnlichen Vierbeiner unter 1,48 m Widerristhöhe die Hauptakteure. Vor der mit Kennern besetzten Jury und einem interessierten Publikum können sich Ponys aller Rassen aus ganz Sachsen präsentieren. Gefragt sind Tiere, die mehr zu bieten haben als simples Dösen und Fressen auf der Weide. Genau richtig für die Wahl sind Kandidaten mit Charakter, wie wilde Hengste oder schlaue Füchse, aber auch alte Klepper und faule Gäule können sich präsentieren, vorausgesetzt es fehlt ihnen nicht an Humor. Vielleicht hat der eine oder andere, warm- , kalt- oder vollblütige Teilnehmer sogar ein kleines Kunststückchen auf Lager. Wer sich also mit seinem edlen Ross am Wettbewerb beteiligen möchte, der sollte so schnell wie möglich beim Naturschutz-Tierpark einen Bewerbungsbogen anfordern, denn es werden nur 10 Ponys zugelassen. Für den Halter, dessen bestes Pferd im Stall bei diesem einmaligen Wettbewerb triumphiert, winken wertvolle Geld- und sicherlich auch das Pferd ansprechende Sachpreise. NABU-Artenschutzzentrum, 23.08.05 Weinfest am 20.8.05 im NABU-Artenschutzzentrum Am Samstag den 20.8.05 bietet das NABU-Artenschutzzentrum wieder die Gelegenheit, in fröhlicher Runde bei hoffentlich guten Temperaturen ein Gläschen Wein im Hof des Zentrums zu genießen. Ab 16.00 Uhr steht der gekühlte Wein bereit. Wer also Lust und Laune hat, den Tag in gemütlicher Atmosphäre ausklingen zu lassen sollte sich den Abend reservieren. Ein vorheriger Rundgang über das Gelände des NABU-Artenschutzzentrums lohnt sich allemal, sind doch gerade jetzt die Freilandterrarien mit 3 Grünen Leguanen und diversen Land- und Wasserschildkröten sehr attraktiv. Zoo Landau, 19.08.05 Universum Kinocenter und Zoo Landau: Gemeinschaftsaktion zum Kinofilm Madagaskar erfolgreich verlaufen Das Universum Kinocenter in der Königstraße und der Zoo Landau zogen eine positive Bilanz aus der Gemeinschaftsaktion, die anlässlich des Kinostarts des Zeichentrickfilms Madagaskar durchgeführt wurde. Während der Laufzeit des Kinofilms warben Kino und Zoo durch Aktionen für einander und erreichten so ein großes gemeinsames Besucherklientel, nämlich Familien mit Kindern. Der Geschäftsführer des Landauer Innenstadtkinos, Oliver Lang, zeigte sich mit dem Besuch in den letzten Wochen zufrieden. Zwar wurde die am Startwochenende unter Kindern verloste Abenteuerreise durch den Zoo offenbar wegen der Sommerferien nicht ganz so genutzt wie erwartet, dafür erwies sich die abendliche Führung mit anschließendem Stockbrot-Grillen und sitzen am Lagerfeuer zu einem besonders intensiven Erlebnis für die Teilnehmer. Der Zoo Landau freut sich indessen über die Übernahme einer Tierpatenschaft durch das Universum Kinocenter für seine in Zoos äußerst selten zu sehenden Madagaskar-Schienenschildkröten. Zudem übergaben Oliver Lang und der Theaterleiter, Lars Pfeifer, einen Scheck über 200 Euro an Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Wir werden mit dieser Spende unsere Naturschutzarbeit auf Madagaskar zusätzlich unterstützen, so Heckel. Gleichzeitig betonte der Zoodirektor, dass er sich auch in Zukunft eine Zusammenarbeit mit dem Kino zum Beispiel in Form von Freilichtaufführungen im abendlichen Zoo vorstellen kann. Thüringer Zoopark Erfurt, 19.08.05 Donnernde Hufe im Zoopark - Sensationeller Rekord: 32-Spänner in Aktion Von den Pferdefreunden lang ersehnt findet am 28. August unter der Federführung des Pferdezuchtverbandes Sachsen-Thüringen der 12. Thüringer Tag des Pferdes statt. Ab 9 Uhr lädt der Zoopark zuerst zur VII. Ponyverbandsschau und ab 14 Uhr zum großen Schauprogramm auf die Festwiese ein. Zur Ponyverbandsschau werden in zwei Ringen Ponies der verschiedensten Rassen vorgestellt und bewertet. Ab 14 Uhr beginnt das große Schauprogramm, das traditionell vom Shire Horse-Gespann des Thüringer Zooparks Erfurt eröffnet wird. Einen Hauch von Antike vermittelt der Pferdesportverein Urbich, der mit Römerwagen über die Festwiese rasen wird. Zirkusatmosphäre verbreitet die Interessengemeinschaft Pferde des Zooparkvereins. Es folgen verschiedene Anspannungen mit Shetlandponies, Voltigieren und Springdarbietungen. Auch eine Russische Troika wird zu sehen sein. Tinker, die Pferde der Zigeuner, sind zu bewundern. Das Jugend- und Behindertenpferdesportzentrum Erfurt präsentiert Trakehner, eine der bekanntesten Reitpferderassen. Ein besonderes Highlight wird die Exotic-Show des Zoopark werden. Mit dabei: Amari das kleine Nashörnchen. Es wird im Parcours ein paar Runden drehen. Was der Begriff Pferdestärke bedeutet, werden die Kaltblüter vorführen. Sie werden sich in einem Stechen im Holzrücken gegen Shetlandponies antreten. Maike Probst wird einen Russischen Traberhengst am langen Zügel präsentieren. Das Schullandheim im Zöthen hat ein Programm mit Ponies und Eseln vorbereitet. Das Flair von 1001 Nacht verbreitet Stefan Poppitz mit seinen Arabern. Fjordpferde, eine norwegische Rasse, werden von Almut Switalla vorgestellt. Der absolute Höhepunkt ist die wohl weltweit einmalige Anspannung, die Günter Langbein vorführen wird: 32 Shetlandponies vor dem Wagen. Große und kleine Pferdeliebhaber werden voll auf ihre Kosten kommen. Umrahmt wird die Veranstaltung mit viel Musik, Verkaufsständen und einer ansprechenden Gastronomie. Zoo-Verein Wuppertal, 19.08.05 Ottmar Alt gestaltet Pinguine für die PINGUINALE 2006 Die PINGUINALE 2006 findet auch in Künstlerkreisen Anhänger. Verschiedene Künstlerinnen und Künstler haben bereits Ihr Interesse bekundet, einen Pinguin für die PINGUINALE 2006 zu gestalten. Pinguinisten, die ihren Pinguin nicht selbst gestalten können oder möchten, können sich mit diesen Künstlerinnen und Künstlern in Verbindung setzen. Einen sehr bekannten Künstler konnte nun der Zoo-Verein Wuppertal e.V., Initiator der PINGUINALE 2006, selbst für seine Pinguine gewinnen. Ottmar Alt, Ehrenbürger des Landes NRW und vielen Menschen durch seine farbigen Gemälde und Skulpturen ein Begriff, wird für den Zoo-Verein zwei Pinguin-Rohlinge für die PINGUINALE 2006 gestalten. Mit Pinguinen und anderen Tieren hat sich der Tierfan Ottmar Alt bereits in zahlreichen seiner Bilder und Skulpturen beschäftigt, sogar Tuffi, der berühmte Elefant, wurde von ihm gemalt. Schon 1994 gab es im Von der Heydt-Museum in Wuppertal eine Ottmar Alt-Ausstellung. Nun darf man gespannt sein, welche Ideen Ottmar Alt für die beiden Pinguine einfallen. Als ein Höhepunkt der PINGUINALE 2006 dürfen sie sicher schon jetzt bezeichnet werden. Die fertigen Pinguine werden nach der PINGUINALE 2006 getrennte Wege gehen: ein Pinguin wird im Zoo verbleiben, den anderen nimmt Ottmar Alt mit in seine persönliche Sammlung von Skulpturen in den Park seiner Stiftung in Hamm. Am Montag, 22. August besucht Ottmar Alt in Begleitung des künstlerischen Leiters der PINGUINALE 2006, Hans Geiger, den Zoo Wuppertal. Aus diesem Anlass laden wir zu einem Pressetermin am Montag, 22. August, um 10.30 Uhr im Zoo herzlich ein. Treffpunkt ist die Zoo-Kasse. Tiergarten Heidelberg, 19.08.05 Auf kleinen Flossen voran Ungeduldig warteten alle auf den großen Tag, Anfang dieser Woche war es dann soweit: die beiden jungen Mähnenrobben durften erstmals auf das Außengehege. Bisher mussten das am 10. Juli geborene Weibchen Rafaela und das am 19. Juli geborene Männchen Atos nämlich gemeinsam mit ihren Müttern, Luzia und Lolita, getrennt von der übrigen Gruppe im Robbenhaus bleiben. Der Grund für diese Maßnahme ist im Sozialleben der Mähnenrobben zu finden: die mitunter etwas raueren Umgangsformen können für die jungen Robben gefährlich werden. Zum einen ist das Paarungsverhalten lebensgefährlich: Robbenweibchen sind bereits unmittelbar nach der Geburt wieder paarungsbereit. Die Annäherungsversuche des gut 400 Kilogramm schweren Bullen Leonardo stellen daher ein nicht unbeträchtliches Verletzungsrisiko für Rafaela und Atos dar, die sich in der ersten Zeit ständig nahe bei ihrer Mutter aufhalten. Auch in freier Natur an den Küsten Südamerikas, wo die Mähnenrobben leben, kommt es häufig zu solchen Unfällen, weshalb zahlreiche Jungtiere die erste Zeit nicht überleben. Leonardo ist eigentlich ein sehr vorsichtiger Vater, doch in Heidelberg kommt ein anderes Problem noch hinzu: Durch die regelmäßige Zucht der Mähnenrobben sind immer auch ältere Jungtiere in der Gruppe. Diese spielen mit den Kleinsten sehr gerne, aber auch ungestüm und können nicht abschätzen, was so ein Robbenbaby aushält. In ihrer südamerikanischen Heimat sind Robben-Teenager draußen im Meer unterwegs und stören bei der Jungenaufzucht nicht. In den letzten Wochen sind die Kleinen durch die extrem fett- und nährstoffreiche Milch ihrer Mütter bereits ein gutes Stück gewachsen und haben sich eine Speckschicht zugelegt. Nun müssen sie sich im Schwimmen üben, was die Besucher im Außenbecken beobachten können. Erfurt, 19.8.05 Keine Entmannung Interview zur Sterilisation der Löwenkater Jantar und Amos Die Zusammenführung der sieben Löwen in der neuen Löwensavanne ist problema-tisch. Welches sind die Ursachen dafür und was hat die Sterilisation der Kater Jantar und Amos damit zu tun? Dr. Neuschulz: Es gibt zwei Probleme. Zum einen stammen die Tiere aus drei verschiedenen Haltungen und sollen sich, obwohl sie bei ihrem Eintreffen in Erfurt alle schon im fortgeschrittenen jugendlichen Alter waren, nun zu einem neuen Rudel zusammen finden. Das bereitet mit Löwen unterschiedlichen Geschlechts kaum Schwierigkeiten, wohl aber mit Weibchen verschiedener Herkünfte. Sie machen, wie in der Wildbahn auch, regelrecht Front gegeneinander. Was ist das andere Problem? Dr. Neuschulz: Hier geht es um Empfängnisverhütung. Würden wir die beiden Kater mit einem der Weibchenclans zusammenbringen, hätten wir bald sechs bis neun Löwenbabys, mit denen wir, wenn sie dann groß geworden sind, nicht wüssten wohin. Da wir weltweit für sie keine Abnehmer finden würden, käme es in unserer Löwensavanne schnell zu einer Überbevölke-rung mit allen negativen Begleiterscheinungen. Wie wollen Sie die beiden Probleme lösen? Herr Kulka: Um die weiblichen Tiere zusammenzubringen, müssen wir zuerst die beiden Kater aus Ueckermünde mit der kleineren Weibchengruppe aus Neuwied vergesellschaften. Danach sollen die drei Löwinnen aus Münster einzeln in die neue Gruppe gelassen werden. Trotz allem sind Beißereien und Prankenhiebe zu erwarten, die nicht immer glimpflich ausgehen. Auch Todesfälle hat es dabei schon gegeben. Warum haben Sie sich bei der Wahl der Verhütungsmethode ausgerechnet für die Sterilisation der Kater entschieden? Damit können Sie niemals mehr Väter werden. Herr Kulka: Wir haben lange überlegt und anfangs erwogen, den Weibchen mit dem Futter oder durch Einbringung unter die Haut die Pille zu geben. Dies wäre jedoch mit einem nicht unerhebli-chen Risiko für die Tiergesundheit verbunden gewesen. Insbesondere bösartige Geschwül-ste wurden unter dauerhafter Einwirkung so genannter Schwangerschaftsverhütungshor-mone im Geschlechtstrakt behandelter Tiere vermehrt festgestellt. So bot sich die Sterilisation der Kater an, zumal die Methode bei Männern bereits seit längerem ohne Nebenwirkungen erfolgreich praktiziert wird. Aber Jantar und Amos werden dann keine richtigen Mannsbilder mehr sein? Dr. Neuschulz: Doch! Den beiden werden ja nicht durch Kastration die Hoden entfernt. Die Produktion des für die Geschlechtsbereitschaft, Mächtigkeit des Körpers und Mähnenbildung verantwortli-chen Hormons Androgen geht unvermindert weiter. Die beiden Jungs werden auch nach dem Eingriff die Weibchen motiviert erobern und sie begatten. Nur können sie bei der Kopulation eben keine Samenfäden mehr abgeben, weil ihnen die Samenleiter durchtrennt wurden. Dann ist es also entgültig vorbei mit einer Löwenzucht? Dr. Neuschulz: Nein! Es bleibt weiterhin die Option bestehen, z. B. eine der beiden Berberlöwinnen in einem anderen Zoo durch einen reinblütigen Berberlöwenmann decken zu lassen und so ein Beitrag zum Fortbestand dieser Löwenunterart aus dem afrikanischen Atlasgebirge zu leisten. Zoo Leipzig, 18.08.05 Puppentheater auf dem Lesehügel im Leipziger Zoo - Rosi Lampe präsentiert König Drosselbart Erneut und zum letzten Mal werden die Puppen am 27. und 28. August um 15.00 Uhr auf dem Lesehügel am Aquarium tanzen. Die Märchenstars des Puppentheaters Rosi Lampe werden ihre kleinen Zoogäste ins Reich der Fantasie entführen. Am letzen der vier Wochenenden wird den Ferienkindern die Geschichte von König Drosselbart geboten. Wer das Sommerpuppentheater also bis jetzt verpasst hat, sollte seine letzte Chance nutzen und kommenden Samstag oder Sonntag jeweils 15.00 Uhr auf dem Lesehügel erscheinen. Bei Regen wartet König Drosselbart am Sonntag in der Hacienda Las Casas auf alle, die sich während der 45minütigen Vorstellung in seinen Bann ziehen lassen wollen. Am Samstag hingegen findet die Regenalternative unter dem überdachten Bühnenpodest auf dem Marktgral statt. Der Besuch der Vorstellungen ist im Zooeintritt enthalten. Und weil am 27. August Schulanfängertag im Zoo ist, können sich alle theaterbegeisterten ABC-Schützen über freien Eintritt, ein umfangreiches Mitmachprogramm und eine bunt gefüllte Zuckertüte freuen. Tierpark Hagenbeck, 18.08.05 Trauer um Caroline Hagenbeck Die Familie Hagenbeck und die Mitarbeiter des Tierparks trauern um Caroline Hagenbeck. Am vergangenen Sonntag starb die Mitinhaberin des Tierparks im Alter von 46 Jahren nach schwerer Krankheit. Hagenbecks Tierpark war Ihr Leben. Sie kam am 23. Februar 1959 als älteste von vier Töchtern des Tierparkdirektors Dietrich Hagenbeck und seiner Frau Karin auf die Welt. Als Urururenkelin des Parkgründers Carl Hagenbeck wuchs sie mit den Tieren in Hamburg-Stellingen auf. Nach dem Abitur begann ihre berufliche Laufbahn mit einer Banklehre. Danach arbeitete sie für eine Bank in England. Eine Erkrankung ihres Vaters bewirkte die Entscheidung, nach Deutschland zurückzukehren und nach einem Volontariat im Zoologischen Garten West-Berlin in das Familienunternehmen einzutreten. Nach dem frühen Tod des Vaters übernahm sie 1982 in sechster Generation an der Seite des Tierarztes Dr. Claus Hagenbeck die kaufmännische Leitung des traditionsreichen Tierparks. Sie wurde mit 23 Jahren die jüngste Tierparkchefin Europas. 1989 gab Sie die Geschäftsführung an ihren Ehemann Joachim Weinlig-Hagenbeck ab. 1998 gründete Caroline zusammen mit Dr. Claus Hagenbeck die Stiftung Tierpark Hagenbeck. Sie schuf damit die Voraussetzung für die langfristige Erhaltung des Hamburger Tierparks. Eine besondere Tragik liegt darin, dass sie die vielen Projekte im Hinblick auf das 100-jährige Jubiläum des Tierparks 2007 (Tropen-Aquarium, Park-Hotel, Elefantenhalle), die sie mit entwickelt hat, nicht mehr selbst erleben darf. Caroline Hagenbeck hinterlässt ihren Ehemann und drei Kinder im Alter von 13, 15 und 16 Jahren. Wir bitten um Verständnis, dass die Familie Hagenbeck keine Interviews geben möchte. Tierpark Chemnitz, 18.08.05 Malik und Kimba, die beiden Angola-Löwen, sind nun schon seit drei Monaten im Tierpark Chemnitz. Sie haben sich bestens eingelebt und verstehen sich prima. Und weitere Neuigkeiten zum Thema Löwen gibt es auch: Die Pläne für eine neue Löwenanlage nehmen langsam Gestalt an (Foto 1) und viele Besucher und Löwenfreunde aus Nah und Fern haben schon eine beachtliche Summe dafür gespendet. Jetzt engagiert sich sogar der Chemnitzer Schlagersänger Harald Leiter für den Bau der Anlage. Er wird am kommenden Sonntag, dem 21. August 2005 von 14:30 bis 16:00 Uhr im Tierpark Chemnitz im Gelände an der Nevoigtstraße 18 ein Benefizkonzert geben. Mit dem Kauf einer Eintrittskarte für den Tierpark können Tierparkgäste das Konzert ohne Zusatzkosten besuchen. Wenn sich bei dieser Gelegenheit die Spendenbox kräftig füllt, wird dadurch der Bau der Löwenanlage ein Stück näher rücken. Neuigkeiten gibt es auch von den drei Leopardenjungtieren, die nun schon sechs Wochen alt sind. Sie sind sehr agil geworden und halten sich jetzt, vor allem bei gutem Wetter, auch gern im Außengehege auf. Dort können sie beim Herumtoben und Klettern, beim Kuscheln mit Mama oder bei einem Snack an der Milchbar beobachtet werden. Ihr liebstes Spielzeug ist übrigens momentan der Schwanz der Leopardin, die das Toben ihrer Kleinen mit viel Geduld erträgt. NABU-Artenschutzzentrum, 18.08.05 Wieder neue Findelkinder im NABU-Artenschutzzentrum - 2 Schlangen aufgegriffen Erneut wurden im NABU-Artenschutzzentrum 2 Schlangen abgegeben, die entweder ausgesetzt oder aus ihrem Terrarium entwichen sind. So wurde am 16.8.05 eine Rote Königsnatter, von knapp einem Meter Länge, als Fundtier über das Tierheim Hildesheim eingeliefert. Einen Tag später, am 17.8.05 wurde eine kleine Kornnatter aus Grußendorf gebracht, die im Gebüsch aufgefunden wurde. Wer nähere Auskünfte zu den Schlangen geben kann, sollte sich bitte mit Frau Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum unter Tel.Nr. 05373/6677 in Verbindung setzten. Bei beiden Schlangen handelt es sich um ungeschützte Arten, die hier jedoch nicht zu Hause sind und den Sommer in der vermeintlichen Freitheit wohl nicht überleben würden. Das NABU-Artenschutzzentrum weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, das der Halter eine Sorgfaltspflicht für sein Haustier hat und verpflichtet ist, dieses tier- und artgerecht zu halten. WWF 24. August 2005 Die rotnasigen Opfer des Palmöl-Booms http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02633/ Die wachsende weltweite Nachfrage nach Palmöl gefährdet die einmalige Tierwelt Borneos. Nach einer WWF-Studie wuchs die Fläche der Ölpalmen-Plantagen allein im malaysischen Teil der Insel Borneo von 1998 bis 2003 jährlich um acht Prozent. Malaysia ist nach Angaben des WWF das weltweit wichtigste Herkunftsland für den begehrten Rohstoff. Im Jahr 2003 exportierte der südostasiatische Staat 13 Millionen Tonnen Palmöl im Wert von 4,1 Milliarden Euro. Palmöl findet sich in Konsumartikeln wie Lippenstiften, Waschmitteln oder Margarine. Für die Plantagen werden die Regenwälder abgeholzt. Auch Deutschland spielt als siebtgrößter Importeur der Welt eine wichtige Rolle im Palmöl-Geschäft. Opfer des Booms sind auch viele der 44 nur auf Borneo vorkommenden Säugetierarten wie der Nasenaffe. Die Affen sind wegen ihrer auffälligen roten Nasen berühmt. Diese werden beim Männchen im Alter immer größer, so dass alte Tiere beim Essen ihre Nase zur Seite schieben müssen, um Futter in den Mund zu stecken. Die Bewohner Borneos nennen die Nasenaffen "Kera Bellanda" - Holländeraffen, weil die roten Nasen denen sonnenverbrannter Europäer ähneln. Am Kinabatangan-Fluss im malaysischen Bundesstaat Sabah, einem der wichtigsten Verbreitungsgebiete der Nasenaffen, leben heute nach Schätzungen des WWF nur noch 900 Tiere, auf ganz Borneo etwa 8.000. Ihre Zahl ist seit den 1960er Jahren drastisch zurückgegangen. Die Ölpalmen-Plantagen haben am Kinabatangan nur noch einen schmalen Regenwaldkorridor übrig gelassen. "Geht der Palmöl-Boom weiter, droht das Aus für Borneos einmalige Fauna", so WWF-Artenschützer Stefan Ziegler. WWF 23. August 2005 Bald Jagd auf Trauerenten und Nonnengänse im Wattenmeer? Geplante Ausweitung der Jagd wäre ein herber Rückschlag für den Artenschutz http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02631/ Die Schutzstation Wattenmeer und die Umweltstiftung WWF kritisieren die geplante Ausweitung der Jagd in Schleswig-Holstein. Ein aktueller Verordnungsentwurf des Landwirtschaftsministeriums sieht vor, dass künftig mehr Tiere bejagt und die Jagdzeiten erheblich ausgedehnt werden. Der Entwurf liegt bis Anfang September zur Stellungnahme aus, die Verordnung könnte noch in diesem Jahr in Kraft treten. Die beiden Umweltverbände fordern, dass die geltende Jagdverordnung von 2002 beibehalten wird. Die bisherige Jagdzeitenverordnung des Landes Schleswig-Holstein gilt bundesweit als fortschrittlich. Sie beschränkt die Jagd auf solche Arten, die tatsächlich verwertet werden und die gesicherte Bestände aufweisen. Zudem verbietet sie zum Beispiel, dass Vögel in der Mitte des Winters gejagt werden dürfen. Zu dieser Zeit sind die Lebensbedingungen der Tiere durch Schnee und Eis besonders erschwert. In dem neuen Entwurf sollen die Jagdzeiten in Schleswig-Holstein nun an die veraltete Bundesjagdzeitenverordnung aus den 1970er Jahren angepasst werden. "Eine solche Verordnung widerspricht den aktuellen ökologischen Erkenntnissen", stellt Rösner klar. "Die geplante Jagdzeitenverordnung wäre ein Schnellschuss, der fachlichen Begründungen entbehrt", kritisiert Silvia Gaus, Biologin bei der Schutzstation Wattenmeer in Husum. Die neue Regelung sieht vor, dass beispielsweise Trauerenten und Möwen wieder gejagt werden dürfen. Sie gehören zu den Arten, die weder verzehrt noch einer anderen sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Außerdem besteht nach Ansicht der beiden Verbände kein Anlass, die zum Teil ohnehin rückläufigen Bestände durch Jagd zu regulieren. Bei vielen Enten und Gänsen, die nun stärker bejagt werden sollen, handelt es sich zudem um Zugvögel, für die Schleswig-Holstein mit seinen vogelreichen Feuchtgebieten eine besonders hohe Verantwortung trägt. "Man kann nicht die Italiener für die Jagd auf ziehende Singvögel anprangern und dann hier ohne triftigen Grund andere Zugvögel schießen", meint Silvia Gaus. Völlig unverständlich sind für die Umweltschützer die Ausweitungen der Jagdzeiten auf bedrohte Vogelarten wie Rebhuhn und Waldschnepfe sowie die geplante Bejagung des winzigen Mauswiesels. Für sehr problematisch halten Schutzstation Wattenmeer und WWF die Ausdehnung der Jagd auf Nonnengänse auf so genanntem Grünland (Wiesen und Weiden). Nonnengänse leben im jahreszeitlichen Wechsel vor allem auf den Salzwiesen des Nationalparks Wattenmeer und in den angrenzenden Marschgebieten. Um Schäden durch die Pflanzen fressenden Gänse in der Landwirtschaft zu vermeiden, wurde 2002 erlaubt, Nonnengänse auf Raps- und Weizenäckern, nicht jedoch auf Grünland, zu jagen. "Wenn die neue Regelung in Kraft tritt, werden die Nonnengänse zwischen Grünland und Ackerflächen hin und her gescheucht. Dabei wäre es viel sinnvoller, die Gänse weiterhin auf dem Grünland zu dulden, um die wirtschaftlichen Schäden auf den Äckern möglichst gering zu halten", betont Silvia Gaus. Die Biologin empfiehlt, die auf Grünlandflächen entstehenden Schäden im Rahmen der Landwirtschaftsförderung auszugleichen. "Fraglich ist, wie Schleswig-Holstein sein Profil als Reiseziel für Natur liebende Touristen aufrechterhalten will, wenn man die beliebten Gänse vertreibt oder sie so scheu macht, dass man sie kaum noch beobachten kann", meint Hans-Ulrich Rösner. BUND 22. August 2005 Ökologische Folgen des Weltjugendtags BUND fordert Rückbau des "Papsthügels" Entgegen einiger euphorischer Forderungen von Parteienvertretern, den rekultivierten Tagebau nach dem Weltjugendtag auch weiterhin als "Freizeitfläche" zu gestalten und den Hügel als "Denkmal" zu erhalten, fordert der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den kompletten Rückbau des Hügels sowie sämtlicher anderer baulicher Anlagen auf dem gesamten Marienfeld. "Die Landschaft, Tiere und Pflanzen haben genug unter dem Weltjugendtag gelitten. Nun gilt es, den Boden so schnell wie möglich mit einem Spezialpflug zu lockern, damit wieder Sauerstoff in die Erde dringt. Erst durch Stille und das Vermeiden weiterer Störungen können die Tiere in den angrenzenden Naturschutzgebieten wieder beruhigt werden", meint Christine Zechner, Vorstandsmitglied des BUND-Landesverband NRW. Außerdem seien keine neuen Freizeitmöglichkeiten für die Menschen in dieser Natur nötig, sondern Schutz und Pflege der Landschaft. Denn eine schöne Naturlandschaft mit reicher Pflanzen- und Tierwelt biete dem Menschen die beste Erholung. Radfahrer/innen und Fußgänger/innen sowie Reiter/innen könnten die alten Wege weiter nutzen wie bisher, Cross- und Trekkingkurse, Bolz- und Golfplatz, Zelten, Skaten oder gar Baden seien dort aber völlig unvereinbar mit der Natur. Zechner: "Am 21. März habe ich die Bürgermeisterin von Kerpen in einem Schreiben gefragt, wie die Kosten des Rückbaus des Hügels gesichert seien, wenn die WJT gGmbH und inzwischen auch der Landrat Stump die Kosten auf 800.000,- EUR bezifferten, in der Teilbaugenehmigung dafür aber nur eine Sicherung in Höhe von 60.000,- EUR vorgesehen seien. Am 7. April kam dann die Antwort, der Hügel sei laut Teilbaugenehmigung bis zum 31.01.2006 insgesamt wieder zu entfernen, bestünde lediglich aus angefahrenem wieder verwertbaren Kies und der Bürgermeisterin seien die hohen Beseitigungskosten auch nicht erklärbar." BUND 20. August 2005 BUND-Aktion für Klimaschutz auf dem Weltjugendtag Mit dem Dino beim Papst www.bund-nrw.de/braunkohle Mit einem Dinosaurier empfingen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und sein europäischer Dachverband Friends of the Earth Europe (FoEE) am Samstag den Papst am Marienfeld bei Frechen. Im Rahmen einer europaweiten Klimaschutzkampagne warben die Umweltschützer mit dem 9 m hohen "Kohlenstoff-Dinosaurier" für einen effizienteren Klimaschutz. Zahlreiche "Klimabotschaften" für den kommenden UN-Klimagipfel in Montreal wurden von den Pilgerinnen und Pilgern verfasst. Gleichzeitig versuchten BUND und FoEE die Jugendlichen aus aller Welt über die Problematik der Stromgewinnung aus der umweltschädlichen Braunkohle zu sensibilisieren. Die Aktion ist Teil der neuen europaweiten Kampagne von FoEE: Auf 40 x 40 cm großen Holzschildern malen hunderte ihre persönliche "Klimabotschaft" für den nächsten UN-Klimagipfel in Montreal im Herbst. Dort weisen die europaweit gesammelten Klimabotschaften" dann den Politikern den Weg zum Klimaschutz. Damit werden ganz viele individuelle Zeichen gesetzt, damit den Verhandlungen endlich Taten folgen. Rettet den Regenwald e.V. Hände weg von Tropenholz, Herr Thierse! Bei der Bundestagsverwaltung in Berlin sollen Fensterrahmen aus asiatischem Merantiholz eingebaut werden. Das Tropenholz für die rund 500 Fenster stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus illegalen Einschlägen und nicht aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Bitte protestieren Sie noch heute beim Präsidium des Deutschen Bundestages und verlangen Sie, den Einbau der Fenster zu stoppen. Informationen und einen Musterbrief finden Sie auf unserer Homepage unter http://www.regenwald.org | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | | Natur- und Artenschutz | innovations report - 23. Aug. 2005 Die Rettung bedrohter Tierarten ist kein Zufall Der deutsche Naturschutz ist sich seiner Sache sicher: Wenn überall der Wille und die erforderlichen Mittel da wären, dann könnte fast jede vom Aussterben bedrohte Tierart gerettet werden. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass der Artenschutz sowohl die notwendigen Kenntnisse und Instrumente als auch entsprechend geschulte Helfer hat. Leider werden die Bemühungen des Artenschutzes von einigen Politikern nicht verstanden. Vor dem Hintergrund einer angespannten wirtschaftlichen Situation werden die innovativen Vorschläge des Naturschutzes für ein Nebeneinander von wirtschaftlichen Entwicklungsachsen und Schutzzonen für Kammmolche, Mopsfledermäuse oder Feldhamster als Jobkiller abgetan. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Seit 1998 sind vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) beispielsweise bundesweit 24 Bauvorhaben registriert worden, in denen der Feldhamster eine Rolle spielte. In gerade Mal einem Fall (Golfplatz beim hessischen Ockerstadt) wurde die Planung durch den Regierungspräsidenten Darmstadt gestoppt. Die anderen 23 Fälle konnten unter verschiedenen Auflagen realisiert werden.Der Naturschutz ist durch diese Debatte fälschlicherweise in die Rolle eines Bremsers des wirtschaftlichen Fortschritts gedrängt worden. Die Programme und Maßnahmen zur Erhaltung bedrohter Arten bieten vielen qualifizierten Fachleuten einen Arbeitsplatz und sind Vorbild für andere Staaten in Europa. Auch indirekt tragen Arten zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei, indem sie Vorbilder für Anpassungen und Lösungen sind, die dann in unsere Technologie und Forschung einfließen. Zugleich ist der Artenschutz das wichtigste Feld des Naturschutzes für eine Nachwuchsförderung. Das Bundesamt für Naturschutz fördert Modellprojekte und bietet mit seinen Veröffentlichungen aktuelle Informationen zum Tierartenschutz an. innovations report - 24. Aug 2005 Reiselust als Überlebensprinzip - Vögel, Fledermäuse und Fische wandern regelmäßig durch Europa Die Singvögel kommen im Frühling zu uns und ziehen ins sonnige Afrika, sobald die ersten Nebeltage den Herbst ankündigen. Andere Vogelarten und Fledermäuse wandern ebenfalls zwischen nördlichen Gebieten, wo sie ihre Jungen aufziehen, und südlichen Winterquartieren hin und her.Die Wanderungen der Tiere sind für deren Überleben notwendig. Um dies zu gewährleisten, haben die Staaten Europas internationale Abkommen vereinbart. Der Schutz wandernder Tierarten ist für den deutschen Naturschutz ein wichtiges Thema, denn in Deutschland kreuzen sich die Routen vieler Tiere. Vom Alpenstrandläufer über den Schreiadler und den Weißstorch bis zum Zilpzalp sind es über 180 Vogelarten, die bei uns brüten und im Herbst nach Süden fliegen. Das wichtigste internationale Regelwerk zum Schutz wandernder Arten ist die Bonner Konvention (CMS), deren Name auf ihren Entstehungsort weist. Sie steht unter dem Dach des UN-Umweltprogramms (UNEP) und hat ihren Sitz in Bonn. Zur Bonner Konvention gehören drei spezielle Abkommen: eines über Wasservögel, die von Europa bis Afrika ziehen (AEWA), eines über europäische Fledermäuse (EUROBATS) und eines über Wale in Nord- und Ostsee (ASCO-BANS). Diese Vertragswerke bewirken eine enge Zusammenarbeit unter den ihnen beigetretenen Ländern. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ist dafür oft die Drehscheibe, die Modellvorhaben und Fachinformationen aus Deutschland für den internationalen Artenschutz aufbereitet und weiter gibt. Beispiele hierfür sind die jüngst veröffentlichten Übersichtswerke zur Verbreitung von Seevögeln in der Ostsee und zur Ökologie von Fledermäusen. Mitteldeutsche Zeitung - 22. Aug. 2005 Wölfe wollen sich in Sachsen-Anhalt wieder ansiedeln In Sachsen-Anhalt mehren sich Anzeichen, dass sich wieder Wölfe ansiedeln wollen. In den letzten Jahren seien an der Elbe im Landkreis Stendal mehrfach Spuren der Raubtiere entdeckt worden, sagte der Biologe und Wolf-Fachmann Wolfgang Lippert. «Vor geraumer Zeit habe ich bei Tangermünde sogar erstmals ein Jungtier entdeckt, das Mäuse jagte. Dafür gibt es auch eine Zeugin.» Ein Problem für die Wölfe sind laut Lippert einige Jäger, die die Tiere trotz Verbots schießen. Ängste vor Wölfen entbehrten einer sachlichen Grundlage, erläuterte der Fachmann, der sich im Tierpark Berlin jahrzehntelang mit Wölfen beschäftigte. Die Tiere seien obendrein sehr nützlich, weil sie die wachsende Populationen von Waschbär, Mink, Marderhund sowie die des Fuchses regulieren könnten. Volksstimme - 23. Aug. 2005 Isegrim in der Altmark gesichtet Der Wolf könnte schon bald wieder zur Fauna Sachsen-Anhalts gehören. Voraussetzung: Die Jäger geben ihm eine Chance, so der Diplombiologe Wolfgang Lippert, der in der Altmark einen Jungwolf beobachtet hat. Der Diplombiologe mit 50-jähriger Freiland-Erfahrung nennt dafür gleich mehrere Indizien. Das wichtigste: Am 9. Februar dieses Jahres bekam Lippert Isegrim persönlich zu Gesicht. Es handelte sich um einen Jungwolf, etwa ein dreiviertel Jahr alt. Südlich von Tangermünde an der Elbe konnte der Naturschützer aus 200 Meter Entfernung beobachten, wie das Tier Mäuse jagte und sich zwischenzusammengefahrenem Treibgut niederließ. Auch Fährten bekam der Biologe zu Gesicht. Die Wölfe kämen aus Polen zu uns. Es gäbe Filmaufnahmen die dokumentieren, wie diese Tiere die Oder durchschwimmen. Demnach sei auch die Elbe kein Hindernis. Pro Nacht könne ein Wolf 50 Kilometer wandern. Übrigens: Die zuständige Untere Jagdbehörde reagierte bereits, nachdem Lippert seine Beobachtungen schilderte. Im Bereich Tangermünde-Jerichow-Parey sollen wildernde Schäferhunde nicht bejagt werden. Es könnte sich um Wölfe handeln. Russland.RU - 22. Aug. 2005 Versuch der illegalen Einfuhr von Würgfalken nach Russland In der Altai-Region im Südwesten Sibiriens wurde ein Mann gestellt, der versucht hatte, 19 unter Artenschutz stehende Würgfalken aus der Mongolei nach Russland zu schmuggeln. Die Falken wurden bei der Durchsuchung des Gepäcks des Mannes in fünf Bananenkisten gefunden, wobei drei von ihnen zum Zeitpunkt der Festnahme bereits tot waren. Die Zöllner ermitteln gegenwärtig die Komplizen des Täters. Elf der lebenden Vögel wurden in die Freiheit entlassen. Fünf Würgfalken konnten nicht fliegen, weil sie durch den Transport geschwächt waren. Die Würgfalken gehören zu den aussterbenden Vogelarten, die im internationalen Roten Buch der artgeschützten Tiere aufgeführt sind. Die Population dieser Vögel nahm in den letzten Jahren wegen Wilderei ganz erheblich ab. Nachrichten.ch - 21. Aug. 2005 253 Kilo Elfenbein in Kongo beschlagnahmt Die Polizei in der Republik Kongo hat 253 Kilo Elfenbein beschlagnahmt, das Wilderer ausser Landes schmuggeln wollten. 66 Stücke von Elefantenstosszähnen wurden am Flughafen der Hauptstadt Brazzaville gefunden. Wo die Lieferung genau hingehen sollte, war unklar. "Wir haben den Überbringer gefasst und die noch laufenden Untersuchungen werden uns Aufschluss über das Ziel geben", sagte der Chef der Sicherheitsabteilung des Flughafens. azonline.ch - 19. Aug. 2005 Sex-Kampagne soll Schildkröten schützen Mit einer Sex-Kampagne will die Regierung des Staates Guerrero in Mexiko die Existenz der Meeresschildkröten sichern. Seit einigen Tagen behauptet eine Frau auf Plakaten: «Mein Mann benötigt (zum Sex) keine Eier der Schildkröte.» Denn er wisse, dass sie ihn nicht potenter machten. Hintergrund ist der Glaube vieler Mexikaner an eine anregende Wirkung der Eier, die die Schildkröten derzeit zu Tausenden an den Stränden Mexikos ablegen. Nicht nur die Eier, auch das Fleisch der unter Artenschutz stehenden Tiere ist seit den Zeiten der Azteken eine Spezialität der mexikanischen Küche. rbi-aktuell - 19. Aug. 2005 Hotspots der Artenvielfalt schwer auszumachen Eine internationale Studie über die Vogelpopulation hat deutlich gemacht, wie schwierig es ist, so genannte Biodiversitäts-Hotspots auszumachen. Wissenschaftler fordern nämlich immer wieder, die Regionen, an denen besonders viele Arten vorkommen, unter Schutz zu stellen. Das ist allerdings nicht wirklich einfach, berichtet David Orme vom Imperial College in London in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature. Im Prinzip kommt es nämlich darauf an, wie man die Schutzwürdigkeit einer Region ausweist. Die Forscher haben dafür drei Kriterien herangezogen: die generelle Biodiversität, das Vorkommen bedrohter Spezies und die Anzahl endemischer Arten, schreibt Orme. In früheren Studien war die Rede davon, daß es eine Überlappung dieser schützenswerten Gebiete gibt. "Bei den mehr als 9.500 untersuchten Vogelarten kann man das aber nicht behaupten", so Orme. Nur 6,8 Prozent der Gebiete sind Regionen, in denen bedrohte und endemische Arten vorkommen. Die Zahl der Regionen, in denen alle drei Kriterien zutreffend waren, lag bei lediglich 2,5 Prozent. Diese befanden sich ausnahmslos in den südamerikanischen Anden. Einige der Umweltorganisationen sehen in der neuen Studie keine wesentlichen Strategieänderungen in der Ausweisung von Naturschutzgebieten oder bei der Errichtung von Schutzzonen. natur&kosmos - 23. Aug. 2005 Neue Heimat für Simba und Co Wenn es nach einer Gruppe amerikanischer Ökologen geht, sollen Löwen und Elefanten sich bald im Wilden Westen der USA tummeln. Sie wollen afikanische Tiere in die Prärie transplantieren, umso deren Austerben zu verhindern. In ihrer ursprünglichen Heimat würde der Lebensraum knapp. Außerdem setzen Bauern und Wilderer den Tieren immer mehr zu, so die Initiatoren, zu denen etwa Wissenschaftler der Cornell University gehören. Zudem könnte mit der Umsiedlung die Biodiversität in den Grassteppen der USA erhöht und letztendlich auch Touristen angelockt werden. Durch die afrikanischen Wildtiere sollen Bedingungen geschaffen werden, wie sie vor der Besiedelung des Menschen herrschten. Dem Menschen sollen Löwe, Elefant oder Kamel dabei nicht oder zumindest kaum in die Quere kommen. Ökologen und Artensc | |