 | | E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse http://www.zoo-ag.de  | Redaktionsteam: Dirk Petzold Dr. Martina Raffel Reinhard Hellwig Melanie Witte Dr. Silke Sorge Marco Smeets |  ISSN 1619-6643 | | Ausgabe 271 vom 23. Juni 2005 | | Liebe Leser, mit dieser Presseschau verabschiede ich mich nun in den Urlaub. Ich hoffe, auch diesmal ist wieder etwas speziell für Sie Interessantes dabei. Bedanken möchte ich mich ganz herzlich beim Redaktionsteam für die prima funktionierende Zusammenarbeit in den letzten drei Wochen. Reinhard Hellwig | Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | | Zoos und Tierparks | 20min.ch 17. Jun 2005 Zoo Basel verzeichnet mehr Eintritte und Spendeneinbruch Der Zoo Basel bleibt ein Publikumsmagnet: Die Zahl der Eintritte nahm im vergangenen Jahr um 117 468 auf 1 503 724 zu. Finanziell entwickelte sich der Zolli weniger erfreulich - der Gewinn ging zurück und die Spenden brachen um 10 Mio. Fr. ein. 2004 flossen dem Zoo durch Spenden, Legate und Patenschaften rund 2,7 Mio. Fr. zu. Im Vorjahr waren es 12,5 Mio. Franken gewesen. Der deutliche Rückgang wird im Geschäftsbericht 2004 nicht näher begründet. Diese Einnahmen seien "höchst volatil und unmöglich voraussehbar", heisst es im Bericht lediglich. Der Betriebsertrag des Zolli stieg indessen um rund 700 000 Fr. auf 8,6 Mio. Fr.. Bei den Eintritten und Abonnements wurde ein Plus um rund 280 000 Fr. auf 6,9 Mio. Fr. verzeichnet. Unter dem Strich weist der Zoo einen Jahresgewinn von 17 229 Fr. aus. 2003 waren es noch 44 109 Fr. gewesen. Ende 2004 zählte der Zoologische Garten Basel gemäss dem Bericht insgesamt 8009 Tiere von 665 Arten. Der grösste Anteil entfällt auf Fische (3588), gefolgt von Wirbellosen (2976), Vögeln (701), Säugetieren (462), Reptilien (212) und Amphibien (70). Kölner Stadt-Anzeiger - 17. Jun 2005 Gemeinsam für den Erhalt der Orang-Utans Als natüliche Partner im Kampf für die Artenvielfalt, so Zoodirektor Gunther Nogge, präsentieren sich seit gestern der Kölner Zoo und der World Wildlife Fund for Nature (WWF). Gemeinsam mit Forstexpertin Nina Griesshammer vom WWF eröffnete Nogge vor dem Menschenaffen-Haus die Ausstellung Borneo: Rettet den Orang-Utan-Wald. Oberberg 24 - 17. Jun 2005 Neuzugang bereichert Affen- und Vogelpark Reichshof - In freier Wildbahn wurde er zuletzt 1981 in der Region gesichtet, in Reichshof ist er ab sofort Dauergast: Ein Wiedehopf-Pärchen zog vor kurzem in den Affen- und Vogelpark Eckenhagen ein. Genau so rar wie der Wiedehopf ist auch die Blauracke, die in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts aus dem Oberbergischen Landschaftsbild verschwand. Auch sie ist im beliebten Freizeitpark zu sehen. Als weitere Besonderheit kann Parkbetreiber und Ornithologe Dr. Werner Schmidt eine Kolonie westafrikanischer Kronenkraniche präsentieren. Mit ihren etwa 150 interessanten und selten Vogelarten, zwei begehbaren Affengehegen, abwechslungsreichen Spielgeräten und einer Indoor-Erlebnishalle eignet sich die Anlage ideal für einen Familien-Tagesausflug. Berliner Morgenpost 19. Jun 2005 Sonntag, 19. Juni 2005 Der Berliner Zoo muß sich möglicherweise von Tieren trennen. Im Verlauf der kommenden Monate erwarten Zoo und Tierpark hierzu Hinweise vom Naturschutzamt Mitte, das eine seit Frühjahr 2003 gültige EU-Richtlinie umsetzt, erklärt Zoo-Kurator Heiner Klös. "Das EU-Papier faßt zahlreiche bestehende Gesetze und Vorschriften zusammen, so zum Beispiel Haltungsvorschriften für Säugetiere, Bestimmungen des Tier- und Naturschutzgesetzes sowie der Bundesartenschutzverordnung", erläutert der ehemalige stellvertretende Zoo-Direktor. Auch notwendige Voraussetzungen zur Anerkennung als Zoo, wie wissenschaftliche Forschung, Bildungsmaßnahmen und ähnliches seien darin festgelegt. Ergänzende Bestimmungen sollten auf Landesebene erlassen werden. Berlin habe dies mit einer Novelle des Naturschutzgesetztes geregelt, so die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Bereits vor mehr als anderthalb Jahren hätten Experten daraufhin in Zoo und Tierpark eine Bestandsaufnahme vorgenommen sowie Käfige und Gehege vermessen. "Die Experten im Bezirksamt analysieren dies gegenwärtig und erarbeiten dazu einen Maßnahmenkatalog", so Klös. Während der Tierpark die geforderten Mindestnormen an Platz für Tiere deutlich übertrifft, wird es im Zoo im wahrsten Sinne des Wortes bei einigen Arten eng: Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte die Regelungen Berlins als zum großen Teil nicht konkret genug. Teilweise sei aus der Brüsseler Richtlinie abgeschrieben worden, hieß es. Noch immer werde beispielsweise ein Haltungsgutachten des Bundeslandwirtschaftsministeriums zu Grunde gelegt, das für ein bis zwei Elefanten 500 Quadratmeter für ausreichend erachtet. Das sei völlig überaltet, so ein Experte des Tierschutzbundes. Artenschutzrechtliche Vorschriften verlangten etwa 3000 Quadratmeter. "Es wäre schön, wenn der Tierschutzbund mit mehr Fachwissen und weniger Polemik argumentieren würde. Berlin berücksichtigt weit jüngere Haltungsrichtlinien, die der Länderarbeitskreis Natur- und Artenschutz Ende der neunziger Jahre erarbeitete", so Klös. Tirol Online 17. Jun 2005 25 Jahre Wildpark Wildbichl Auf einer Gesamtfläche von 80.000 Quadratmetern wird im Wildpark Wildbichl eine Vielzahl an Tieren gehalten. Zu viele sind es allerdings nicht, wie Richard Summerer, der zusammen mit seiner Frau Greta vor 25 Jahren den Wildpark gründete, erklärt: "Unsere Tiere sollen so artgerecht und naturnahe wie möglich gehalten werden." Auch die Besucher sollen nicht viel von der Gefangenschaft der Tiere mitbekommen. "Wir versuchen, die Zäune durch Pflanzen möglichst zu verstecken", erklärt Summerer. Neuester Zugang im Wildpark ist Wildkatzendame "Paola". Leipziger Volkszeitung 18. Jun 2005 Zoos müssen EU-Auflagen umsetzen - Raum und Geld sind Mangelware Die sächsischen Zoos müssen in den kommenden zwei Jahren ihre Anlagen auf Vordermann bringen. Bis Mai 2007 sollen die etwa 60 Tierparks zwischen Görlitz und Leipzig Brüsseler Auflagen zu Tierhaltung, Umweltschutz und Bildungsangeboten umsetzen. Die Folge der so genannten EU-Zoorichtlinie sind vierlerorts finanzielle Engpässe, auch müssen Tiere abgegeben werden. Es ist völlig klar, dass jetzt ein paar Einrichtungen Probleme bekommen werden, weiß der Geschäftsführer des Verbands deutscher Zoodirektoren, Hubert Lücker. Es habe aber Jeder gewusst, was auf ihn zukomme. Die Direktive stamme aus dem Jahr 1999 und sei im Mai 2004 in Landesrecht umgesetzt worden. Wer Tiere halten wolle, müsse dies eben artgerecht tun - Strauße beispielsweise bräuchten Wärmeschutz und Affen ausreichend Platz. Insgesamt sehen wir die Richtlinie in Sachsen mit Gelassenheit, wir haben viele Defizite bei der Tierhaltung im Vorhinein korrigiert, versichert Lücker. Zudem hätten die Betreiber, die Ende Mai vorläufige Genehmigungen bekommen haben, jetzt zwei Jahre Zeit, die jeweiligen Auflagen umzusetzen. Insbesondere bei kleineren Tierparks sei dafür Kreativität gefragt - denn die EU sehe schlimmstenfalls auch die Schließung von Zoos vor. B.Z. - 18. Jun 2005 EU zwingt Zoo Tiere zu verkaufen Berlin - Wenn Sie demnächst einige seltene Affen oder gar die Löwen im Zoo vermissen, bedanken Sie sich bei der EU, den Bürokraten aus Brüssel!Die Mammut-Behörde bestimmt nicht nur den Krümmungsgrad von Bananen und die Länge von Kondomen. Jetzt regelt sie auch die artgerechte Haltung von Wildtieren im Zoo. Vor einigen Tagen waren deshalb zwei Vertreter der Naturschutzbehörde im Zoo. Sie vermaßen alle Käfige und Gehege. Ergebnis: Bei den Affen und einigen anderen Tieren ist es zu eng! "Wir können nicht ausschließen, daß wir uns aus Platzgründen von einigen Halbaffenarten trennen müssen", sagt Affenkurator Dr. Peter Rahn der BZ am Sonntag. Im Blick hat er die Weißkopfmakis aus Madagaskar. "Diese Art züchten wir nicht mehr. Wenn wir sie abgäben, hätten wir mehr Platz, etwa für die Hauben-Languren." Bei den Menschenaffen (Schimpansen, Orang Utans, Gorillas) trennt sich der Zoo - wenn überhaupt - nur von einigen Exemplaren. Rath: "Wir werden auf keinen Fall eine Art aufgeben." Eine neue Affenanlage ist in Planung - wann sie allerdings kommt, ist ungewiß. Auch bei den Raubtieren ist der Platz knapp. "Von heute auf morgen können und werden wir uns aber nicht trennen", sagt Rath. "Vielleicht gelingt es uns sogar, alle zu behalten." Das hängt von der Analyse der Naturschutzbehörde ab. Im Tierpark Friedrichsfelde wurde die Naturschutz-Beamten ebenfalls mit dem Maßband vorstellig - und zuckelten ohne Beanstandung wieder ab. Mitteldeutsche Zeitung - 18. Juni 2005 Zoos hadern mit neuen EU-Anforderungen Sachsen-Anhalts Zoos und Tierparks hadern mit der Umsetzung neuer EU-Anforderungen an die artgerechte Haltung von Wildtieren. Viele der rund 30 Zoos müssen Auflagen erfüllen. Manche Tierparks sind gar gezwungen, Tiere abzugeben. Allerdings muss kein Zoo geschlossen werden, wie eine dpa-Umfrage ergab. Zumeist müssen die Tierparks ihre zu kleinen Gehege vergrößern und nachweisen, dass sie ihre Tiere nach den neuen Normen auch artgerecht halten. Die EU hat rechtlichen Rahmen festgelegt und Sanktionen bis hin zur Schließung angedroht. «Das bringt nicht nur kleine sondern auch große Zoos in Bedrängnis», sagte der Tierparkleiter des Zoos Aschersleben, Dietmar Reisky. Der Zoo Ascherleben hat über 500 Tiere und muss seine Anlagen für Flamingos und für die Krokodile vergrößern. Der Zoo Magdeburg hat rund 10 Auflagen zu erfüllen. So müssen die Gehege für Nashörner vergrößert werden. Auch der Zoo Dessau hat Probleme. «Wir müssen die Tierhaltung bei den Kronenkranichen verändern», sagte Tierparkleiterin Christine Kilz. Auf den kleinen Zoo auf dem Petersberg (Saalkreis) bei Halle kommen nach Angaben des Leiters Sascha Strauß Umbaukosten für die Gehege von rund 5000 Euro zu. «Elf von insgesamt 39 Gehegen müssen wir verändern», sagte Strauß. «Es geht zum Beispiel um die artgerechte Haltung der Rosaflamingos und der Affen.» Rund 16 Auflagen hat der Zoo in Halle zu erfüllen. Unter anderem geht es um mehr Platz für die Japanwachteln. Außerdem sollen die Mähnenspringer, eine Art Bergziege, in einer großen Gruppe gehalten werden, das wiederum verlangt mehr Platz, der im Bergzoo Halle nicht vorhanden ist. «Wir werden die Mähnenspringen wohl abgeben müssen», sagte Zoodirektor Andreas Jacob. Der Zoo Halle hatte bereits in den vergangenen Jahren seine Nashörner, Giraffen, Flusspferde, Rinder, Hirsche und Dromedare abgegeben. Immerhin leben in dem 1901 gegründeten Zoo auf neun Hektar noch 1700 Tiere in 300 Arten. RP-Online 20. Jun 2005 Zoo Dortmund: Kleinod in der Reviermetropole Dortmund Im Süden der Reviermetropole befindet sich ein Kleinod an Fauna und Flora: der Zoologische Garten. Er wurde 1953 gegründet und beheimatet mittlerweile über 1.500 Tiere aus 240 Arten. Dabei ist es den Verantwortlichen wichtig, nicht nur die Tiere zu zeigen. Durch Haltung und Zucht bedrohter Tiere leistet der Zoo einen Beitrag zur Arterhaltung. So wurden zum Beispiel Bartgeier im Zoo gezüchtet und in den Alpen wieder ausgewildert. Im Afrika Park können Liebhaber des schwarzen Kontinents Grantzebra, Hornrabe, Pferdeantilope, Nashorn oder die größten Antilopen der Welt, die Elenantilope beobachten. Auch die Erwachsenen lädt der Dortmunder Zoo zum Verweilen ein. Das Regenwaldhaus hat etwas ganz Besonderes zu bieten. Hier leben Sumatra-Orang-Utan und Schabrackentapir. Der Clou: Die Besucher betreten das drei Etagen hohe Haus auf mittlerer Höhe und können die Menschenaffen sowohl über sich, unter sich oder Aug in Aug bewundern. Eine Wendeltreppe ermöglicht außerdem den Abstieg zu den Schabrackentapiren. Das Zuchtpaar in Dortmund hat regelmäßig Nachwuchs, wodurch der Tierpark weit über Deutschlands Grenzen bekannt wurde. Ein weiterer Höhepunkt ist die Nachzucht des sibirischen Amurleoparden. Der Dortmunder Zoo bietet noch viel mehr. Neben anderen Großkatzen wie Löwe und Jaguar kann man Brillenbären, Riesenkänguruh, Seelöwen, Pinguine und Hirsche besuchen. Einen Streichelzoo gibt es selbstverständlich auch und wem das noch nicht reicht der kann mit den Füchsen heulen oder bei den Faultieren entspannen. Ein Besuch lohnt sich allemal und es gibt noch viel mehr zu entdecken und zu erfahren im Süden der Westfalenmetropole. Stern - 19. Juni 2005 Invasion der Exoten Schlangen, Echsen, Giftspinnen und Insekten sind die Haustiere des Single-Zeitalters. Wie viele es sind, weiß niemand. Nur wenn sie ausbüxen oder zubeißen, wird ihre Allgegenwart offenbar. Weitgehend unbemerkt rollt seit Ende der 90er Jahre eine Flut von Echsen und Reptilien über Westeuropa und die USA hinweg. In Großbritannien tummeln sich laut "The Independent" bereits fünf Millionen Krokodile, Schildkröten, Gift- und Würgeschlangen. Das Blatt rechnet damit, dass die Exoten spätestens 2006 den Hund vom zweiten Haustierplatz hinter der Katze verdrängen werden. Bei uns könnte der Siegeszug der schuppigen Asylanten ähnlich fortgeschritten sein. Amtliche Angaben fehlen. Nach einer Studie des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) von Januar 2005 wohnen rund 23 Millionen Haustiere unter deutschen Dächern - schätzungsweise 7,3 Millionen Katzen, 5,9 Millionen Kleinsäuger wie Meerschweinchen und Mäuse, über fünf Millionen Hunde und 4,6 Millionen Ziervögel. Weiteres Getier schwimmt laut ZZF in etwa drei Millionen Aquarien und Gartenteichen und kriecht durch rund 400.000 Terrarien. Zahlen nannte der ZZF hier nicht. Die Münchner Artenschutzgruppe Pro Wildlife schätzt den Bestand an Aquarienfischen auf 80 Millionen. Wegen ihres meist raschen Ablebens werde die gesamte Population durchschnittlich viermal im Jahr ausgetauscht, was einem "Verbrauch" von 320 Millionen Tieren entspreche. Pro Wildlife schätzt, dass deutsche Tierfreunde ihr Heim mit etwa 100.000 Giftschlangen, 200.000 Riesenschlangen sowie, von zahllosen anderen Echsen und Reptilien abgesehen, Raubkatzen, Gürteltieren, Kleinbären und an die 30 Affenarten teilen, die der ZZF allesamt unerwähnt ließ. Berliner Zeitung - 20. Jun 2005 Viele Fragen: Zoo-Aufsichtsrat beschäftigt sich mit Vorwürfen gegen Tierpark-Chef Die umstrittene Amtsführung von Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz hat Konsequenzen. Reimon Opitz, Mitglied im Aufsichtsrat der Betreibergesellschaft Zoologischer Garten Berlin AG, sagte am Montag, dass die Anschuldigungen von Mitarbeitern gegen Blaszkiewitz zu prüfen seien. Wie berichtet klagen Tierpfleger seit Jahren über den zum Teil harschen Umgangston des Direktors gegenüber seinen Angestellten und über seine autoritäre Art der Amtsführung. Schlecht für seine Karrierepläne: Denn Blaszkiewitz will nach einer möglichen Pensionierung von Zoo-Direktor Jürgen Lange im Jahr 2007 den Tierpark im Ostteil und den Zoo im Westteil leiten. Mitglieder des Aufsichtsrates wollen dies mit ihrer Stimme verhindern. Möglicherweise bleibt ja auch Zoo-Direktor Lange länger im Amt. Der Biologe - seit 2002 erster Mann im Zoo - machte am Montag deutlich, dass er sich längst nicht reif für die Rente fühlt, wie es Mitglieder im Aufsichtsrat vermuten. "Mein Vertrag endet Anfang 2007, danach wird neu verhandelt", sagte Lange. "Ich denke auf keinen Fall daran, aufzuhören." Sollte sich der Aufsichtsrat für eine Vertragsverlängerung entscheiden, wären die Träume von Bernhard Blaszkiewitz geplatzt. Allerdings ließ Lange offen, ob er sich auch vorstellen könnte, Zoo und Tierpark zu leiten. Er sagte nur: "Wenn aber die Vereinigung beider Einrichtungen kommt, dann muss das ja einer machen." Blaszkiewitz äußerte sich am Montag wie bereits zuvor nicht zu den Beschwerden aus der Arbeitnehmerschaft. "Mir ist auch nicht bekannt, was dort los ist", sagte Zoo-Direktor Jürgen Lange, der zugleich Vorstands-Chef der Zoologischer Garten Berlin AG ist. "Wir werden mit Herrn Blaszkiewitz darüber reden." Lange sagte aber auch, dass die finanziell schwierige Lage von Zoo und Tierpark Auswirkungen aufs Betriebsklima hat. Unterdessen sprach sich Aufsichtsratsmitglied Reimon Opitz gegen die Fusion von Zoo und Tierpark aus. "Zumindest, wenn der Zoo den Tierpark finanziell unterstützen soll", sagte Opitz, der auch Betriebsratsvorsitzender des Zoos ist. Er wehre sich dagegen, denn das würde auf dem Rücken der Zoo-Beschäftigten geschehen. Der Posten des Zoo-Direktors müsse zudem auf jeden Fall international ausgeschrieben werden. "Jeder, der will, soll sich bewerben", sagte Opitz. "Und dann werden wir sehen, wer es macht." Es seien aber noch viele Fragen offen. Der künftige Direktor hat ohnehin einen schweren Job. Denn 2007 enden die Zuschüsse des Landes Berlin in Höhe von zehn Millionen Euro für beide Einrichtungen. Noch ist völlig unklar, wie es dann im Zoo und im Tierpark weitergeht. (Marcel Gäding) Der Standard - 20. Jun 2005 Safaripark Gänserndorf: Schließung des Affenhauses droht Dem ehemaligen Safaripark Gänserndorf droht ein weiteres trauriges Kapitel. Laut NÖ Grünen soll am Montag, 20. Juni, bei der Sitzung des Gänserndorfer Gemeinderates die Räumung des Affenhauses binnen 14 Tagen beschlossen werden. Klubobfrau LAbg. Madeleine Petrovic schlägt Alarm: "Das ist unmöglich. Für die Tiere hat man bis jetzt keine alternative Unterbringung gefunden. Man kann doch nicht 80 Primaten umbringen."Die NÖ Grünen haben deshalb neuerlich einen Antrag an das Land Niederösterreich gestellt, das Affenhaus zu erhalten und die wissenschaftlichen Projekte fortzusetzen. "Das Affenhaus hat mittlerweile internationale Bedeutung erlangt. Außerdem wäre der Standort überaus geeignet für exotische Tiere, die am Flughafen Schwechat ankommen und unter Quarantäne stehen", hofft Petrovic auf ein Einlenken der Politik.Der Gemeinderat will, so teilten die Grünen mit, der Pächterin das Nutzungsrecht für das Areal entziehen. Damit wäre auch das Schicksal des Affenhauses besiegelt. Dem 2.500 Quadratmeter großen Gebäude ist ein 6,5 Hektar großes Gehege für die aus der Pharma-Industrie stammenden Primaten angeschlossen. Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben beliefen sich auf rund 6,9 Mio. Euro, die zur Gänze vom Pharma-Konzern Baxter finanziert wurden. Dieser kommt auch für die Haltungskosten der Tiere auf. Das Affenhaus wurde erst im Dezember 2002 eröffnet. (APA) Mitteldeutsche Zeitung - 20. Jun 2005 Ulla fliegt gern bei Mondschein Halle. "Seit zehn Jahren gibt es den Vogelpark im vorpommerschen Marlow. Was hier von einer Hand voll engagierter Vogelfreunde auf die Beine gestellt wurde, ist durchaus einen Tagesausflug wert. 114 Vogel- und knapp 30 weitere Tierarten haben hier auf 20 Hektar Fläche ihr Zuhause, darunter so seltene Exemplare wie die Socorro-Taube, das Geierperlhuhn oder der Bali-Star, von dem es weltweit nur noch 14 frei lebende Exemplare gibt. Die Vogelpark-Chefs Matthias Haase und Jan Gereit nennen als Konzept: "Wir wollen zum Beispiel, dass unsere Besucher Tiere ganz nah und ohne Gitter erleben." Deshalb sind manche Volieren begehbar. Einmalig etwa der 4 680 Quadratmeter große Nachbau des Nationalparks Boddenlandschaft. In der Küstenvogelvoliere wurde der Lebensraum Ostseeküste nachgestaltet - Heimat für Austernfischer, Eiderenten und Kormorane. Unter schwierigen Existenzbedingungen und bei nur spärlich fließenden Spenden- und Sponsorengeldern ist man im Vogelpark auch stolz darauf, jedes Jahr mit neuen Attraktionen aufwarten zu können. Die jüngste ist ein Australienbereich mit über hundert Wellensittichen und fünf Kängurus. Berliner Kurier - 19. Juni 2005 Sind die Gehege im Zoo wirklich zu klein für glückliche Tiere? Berlin - Es ist eine Diskussion, die vielen Berliner Tierfreunden sehr wehtut. Denn sie lieben ihre Zoo-Tiere. Aber wer mit offenen Augen durch die Anlagen geht, der sieht natürlich auch, dass einiges wirklich nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind. Auch, was das Platzangebot angeht ... In einer Stadt mit zwei Zoos und viel zu wenig Geld führt das natürlich zu schmerzhaften Überlegungen. Und wenn dann noch jemand wie die zuständige Ministerin Renate Künast erklärt, dass man im Tierpark in Friedrichsfelde sehe könne, dass es auch Zoos mit schön viel Platz gebe, dann bricht da schnell ein Ost-West-Konflikt auf. Aber es geht um die Tiere! Eines steht auf jeden Fall fest: Das 50 Jahre alte Affenhaus ist viel zu klein, entspricht nicht mehr den EU-Richtlinien für die artgerechte Haltung von Wildtieren. "Bei den Affen wird es einen Kahlschlag geben. Da sind zu viele Tiere in teilweise zu kleinen Gehegen", fürchtet Heiner Klös. Der wissenschaftliche Assistent hat mit einem Mitarbeiter der Naturschutzbehörde von Mitte Gehege für Gehege im Zoo vermessen. Das Platz-Problem im Affenhaus wollte der Zoo schon vor zwei Jahren lösen, plante darum, alle fünf Schimpansen nach China wegzugeben. Doch empörte Berliner liefen dagegen Sturm, die Schimpansen durften bleiben (KURIER berichtete). Nicht nur bei den Affen ist es eng, auch bei den Halbaffen im 30 Jahre alten Nachttierhaus. Platz-Probleme haben auch Panther und Co. "Bei den Raubtieren haben wir schon ausgedünnt", sagt Klös. Stirbt ein Tier oder geht zur Zucht in einen anderen Zoo, wird es nicht durch einen Artgenossen ersetzt. Klös: "Früher hatten wir drei Hyänen, jetzt noch eine. Erdwölfe haben wir gar nicht mehr, auch keine Sumatra-Tiger und Luchse." Und der einzige Ozelot ist auch schon 19 Jahre alt ... Berliner Zeitung - 19. Juni 2005 Tierischer Ärger In knapp zwei Wochen feiert der Tierpark seinen 50. Geburtstag mit einer großen Party. Vielen Mitarbeitern allerdings ist gar nicht zum Feiern zu Mute. Denn hinter den Kulissen von Europas größtem Landschaftstiergarten gibt es seit Jahren Ärger mit Direktor Bernhard Blaszkiewitz. Da ist von Tierpflegern die Rede, die sich von ihm eingeschüchtert fühlen, von Kuratoren, die mit ihrem Chef unzufrieden sind und von verprellten Sponsoren. Trotz all dieser Kritik: Blaszkiewitz will nach Informationen der Berliner Zeitung künftig auch den Zoologischen Garten als eine Art Superdirektor führen. Mitglieder des Aufsichtsrates in der Betreibergesellschaft wollen das aber verhindern. Tierpark und Zoo gehören zur Zoologischen Garten AG. Bislang ist Blaszkiewitz einer von zwei Geschäftsführern, sein Kollege Jürgen Lange Direktor des Zoos. Im Januar 2007 wird Lange 65 und scheidet damit aus dem Amt. "Bis dahin soll jemand gefunden werden, der beide Einrichtungen leitet", heißt es aus Aufsichtsratskreisen. "Nach Möglichkeit soll der aber nicht Bernhard Blaszkiewitz heißen." Es müsse auf jeden Fall eine internationale Ausschreibung geben. "In Frage kämen für den Posten auch mehrere Kuratoren aus dem Zoologischen Garten." Zwölf Aufsichtsratsmitglieder werden am Ende über die Zukunft von Blaszkiewitz entscheiden. "Dort hat er eine nicht gerade kleine Minderheit gegen sich", sagt ein leitender Mitarbeiter. Auch das frühere Zoo-Vorstandsmitglied Heiner Klös taucht in der Liste der Interessenten auf, winkt aber auf Anfrage ab: "Bis 2007 ist noch viel Zeit." Auch er ist im Aufsichtsrat nicht wohl gelitten. Gründe für die Vorbehalte gegen Blaszkiewitz gibt es reichlich. "Er verbreitet Angst in der Belegschaft", heißt es zum Beispiel aus den Reihen der Beschäftigten im Tierpark, den Blaszkiewitz seit 1991 leitet. Dort soll mitunter ein sehr harscher Umgangston herrschen. "Wenn Mitarbeiter Anliegen vortragen, hört er sie sich geduldig an", sagt ein Pfleger, der seinen Namen nicht nennen will. Am Ende rufe der Chef in der Regel: raus! "Dr. Blaszkiewitz meidet einige Mitarbeiter, darunter auch Kuratoren", sagt er. "Die gehören zu den wenigen, die sich auch mal trauen, etwas gegen ihn zu sagen." Würde der Direktor von den Beschäftigten gewählt, "würde Blaszkiewitz keine Stimme bekommen". Kritisiert wird Blaszkiewitz auch deshalb, weil mit ihm die Suche nach privaten Geldquellen so gut wie gar nicht stattfindet. Er verlasse sich darauf, Geld vom Land zu bekommen. Aus der Verwaltung heißt es, dass er auf private Mittel, die für Gegenleistung erbracht werden, kaum Wert lege. Gerade das aber ist für die Zukunft der Zoos wichtig. In den vergangenen Monaten, billigen ihm Mitarbeiter jedoch zu, habe sich das etwas geändert. Im Jubiläumsjahr werden auch Unternehmen angesprochen, die sich finanziell beteiligen sollen. Allerdings soll sich die Zusammenarbeit kompliziert gestalten, weil sich Blaszkiewitz gern einmischt. Für moderne Betriebsführung hat er dagegen eher wenig übrig. Unter Blaszkiewitz herrscht so etwas wie kommunikative Urzeit im Tierpark, kritisieren Mitarbeiter. Erst vor kurzem wurden für leitende Angestellte Diensthandys angeschafft. Bis vor kurzem waren sie nur über die Telefonzentrale erreichbar. Die Herausgabe von Durchwahlnummern war der Vermittlungsstelle verboten. Lange Zeit gab es nur ein Faxgerät und bis April auch nur eine offizielle E-Mail-Adresse. Im Zoo hingegen sind alle Verwaltungsmitarbeiter, Kuratoren und Tierärzte seit Jahren per Handy erreichbar, jeder verfügt über eine eigene E-Mailadresse. Zu all den Vorwürfen schweigt Bernhard Blaszkiewitz. Trotz einer umfangreichen schriftlichen Anfrage der Berliner Zeitung wollte er sich nicht äußern. "Was wir brauchen ist ein Direktor, der nicht mehr im Mittelpunkt steht", heißt es aus der Zoologischer Garten AG. Im Mittelpunkt müssten die Einrichtungen stehen. "Der Neue muss bereit sein, die Zukunft der Einrichtungen aktiv mitzugestalten." Unabhängig davon gibt es bereits jetzt erste personelle Veränderungen: So gibt es im Tierpark keinen stellvertretenden Direktor mehr, die komplette kaufmännische Abteilung zieht Ende Juni in den Zoo. Dann werden noch technische Angestellte und Kuratoren das Verwaltungsgebäude im Tierpark nutzen. (Marcel Gäding) Westfalenpost 21. Jun 2005 Kultur: Tierische Kunstwerke In London sind drei Bilder, die der Schimpanse Congo 1957 im Londoner Zoo gemalt hat, für den Sensationspreis von mehr als 20 000 Euro versteigert worden. newsclick.de - 21. Jun 2005 Tierpark Essehof bei Braunschweig Im Tierpark Essehof warten heimische und exotische Tierarten auf große und kleine Entdecker. Abwechslungsreich und spannend ist die Safari durch die Tierwelt der afrikanischen und australischen Savanne mit Zebras und Kängurus, Flamingos, Marabus und natürlich Vogel Strauß. Zu bestaunen sind im Tierpark Essehof seit kurzem auch die Luchse aus dem Braunschweiger Zoo. Als neues Zuhause dient nun ein 800 m² großes Gehege, dessen Gestaltung dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfunden ist. Und was an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben soll: Der Internetauftritt des Tierparks ist wirklich gelungen. Neben vielen Bildern und Infos gibt es auch einen Bereich für Kinder, wo etliche Vorlagen zum Ausmalen als Download bereitstehen. Mitteldeutsche Zeitung - 21. Jun 2005 Beim Abschied Tränen in den Augen Aschersleben. Tigerdame Zahni liegt friedlich in ihrem Käfig, die Augen weit geöffnet. Sie bekommt von dem Stress um sie herum gar nichts mehr mit. Tierarzt Dr. Frank Lüpfert hat die Katze gerade mit einer Spritze betäubt, um sie für ihren Transport in den Braunschweiger Arche Noah Zoo reisefertig zu machen. Tierparkchef Dietmar Reisky und Tierpflegerin Marion Schmidt beobachten dies aus sicherer Entfernung. Marion Schmidt kann ihre Tränen kaum noch zurückhalten. Zahni, die vor einem Jahr im Ascherslebener Tierpark geboren wurde, ist der sympathischen Frau nämlich ans Herz gewachsen. Und nicht nur ihr: Alle Mitarbeiter des Tierparks, die am Montag mit dabei waren, können nur allzu gut verstehen, wenn beim Abschied Wehmut aufkommt. Auf die Reise in den Privatzoo der Familie Edith und Uwe Wilhelm schicken die Ascherslebener noch zwei Gürteltiere mit. "Das ist ganz normal, dass sich die Tiergärten austauschen", sagt Reisky. Bei den Tigern komme noch eine Besonderheit hinzu. Zahnis Mutter - die mit 15 Jahren schon recht betagte Tanja - wurde vor wenigen Tagen operiert und kann nunmehr keinen Nachwuchs mehr bekommen. "Um Inzucht zwischen Vater Puhdy und Tochter zu vermeiden, mussten wir für Zahni ein neues Zuhause und einen neuen Partner suchen. Fündig wurden wir in Braunschweig, wo Tiger Nico seine neue Partnerin bestimmt schon erwartet. Vor zwei Jahren verstarb seine Gefährtin", weiß Reisky. Die Ascherslebener hoffen nun darauf, auch für Puhdy bald eine neue Partnerin zu finden, die dann für Nachwuchs sorgen soll. Die im Oktober vergangenen Jahres neu eröffnete Tigeranlage in Aschersleben biete dafür beste Voraussetzungen. Die 1 000 Quadratmeter große Tigeranlage in Braunschweig ist zwar schon sechs Jahre alt, aber "ein Paradies im Grünen", versichert Edith Wilhelm. In der Anlage befinden sich ein Teich und ein Wasserfall sowie ein Haus mit zwei getrennen Buchten, in denen die Tiere ungestört und getrennt voneinander fressen können. Die Besucher schauen durch eine Glasscheibe auf die grüne Anlage. Gegen 14 Uhr meldet sich Zooleiter Uwe Wilhelm freudestrahlend am Handy und sagt: "Zahni ist gut angekommen und gerade dabei, ihre neue Umgebung zu erkunden. Wenn es dann auch noch mit dem Nachwuchs klappt - was gibt es Schöneres." Am kommenden Sonntag, dem 26. Juni, sendet der MDR voraussichtlich ab 19 Uhr einen Beitrag aus dem Ascherslebener Tierpark. Norddeutsche Neueste Nachrichten - 20. Jun 2005 Die beste Freundin der Raubtiere Sie muss immer wachsam sein, aber sie ist auch die Freundin der gefährlichsten Tiere im Schweriner Zoo: Petra Schreiber arbeitet im Raubtierrevier, wo Wölfe, Bären, Löwen leben und sich die Tiger-Dame Dschuna gerade von einer gefährlichen Virus-Infektion erholt. Die Tierpflegerin nahm SVZ jetzt exklusiv mit hinter die Kulissen des Zoos. sz-online 21. Jun 2005 EU-Auflagen: Dresdner Zoo muss umbauen Der Dresdner Zoo muss in einigen Jahren auf seine Pumas verzichten und ein neues Löwengehege bauen. Dies seien Auflagen aus der EU-Zoorichtlinie, sagte der zoologische Leiter Wolfgang Ludwig am Mittwoch. Auch müssten etwa 100 Tierarten mit implantierten Chips oder Ringen gekennzeichnet und ihr Bestand künftig jährlich an das Regierungspräsidium gemeldet werden. Das betroffene Puma-Pärchen habe noch etwa fünf Jahre zu leben, sagte Ludwig. Danach werde der Bestand nicht erneuert, da das Gehege nicht mehr den Anforderungen entspreche. Im Zoo Dresden decken sich die Auflagen laut Ludwig mit den Vorstellungen der Betreiber. So sei der Bau eines neuen Geheges für das Löwenrudel bereits im vergangenen Jahr beschlossen worden. Problematisch ist nach Worten von Ludwig allerdings das Anlegen der Ringe. Diese müssten künftig den gerade geschlüpften Tieren noch im Nest übergestreift werden. Das ist zwar gut für den Naturschutz, bedeutet für das Tier aber einen extremen Eingriff, sagte Ludwig. Thüringische Landeszeitung - 22. Jun 2005 Heuschrecken als Belohnung Erfurt. Suchend blicken sechs Augenpaare durchs Glas. "Ja wo sind denn jetzt die Löwen?", fragt die kleine Cäcilia ihre Freundinnen. Gut getarnt liegen die Raubkatzen ganz weit weg vom Trubel, der um ihr neues Zuhause gemacht wird. Auch Klippschliefer, Borstenmännchen und Schakale - allesamt Bewohner der neuen Löwensavanne - suchten gestern lieber den Schutz der Höhlen, als sich dem Blitzlichtgewitter der neugierigen ersten Besucher zu stellen. Die warteten geduldig bis 14 Uhr - da endlich schnitt Oberbürgermeister Manfred Ruge mit Unterstützung von Ministerpräsident Althaus das weiße Band durch, gemeinsam betraten sie das Löwenhaus. Und von kleinen Erdmännchen wurden sie begrüßt - sie waren die einzigen Neulinge, die sich nicht verkrochen und bekamen als Belohnung eine ganze Hand voll Heuschrecken. Für den Verein der Zooparkfreunde ging mit der gestrigen Eröffnung ein langer Traum in Erfüllung: 1999 hatten sie das riesige Projekt gemeinsam mit der Zoodirektion angestoßen. Aus privaten Mitteln konnten 115500 Euro organisiert werden, der Freistaat Thüringen gab 383000 Euro, den größten Teil der Kosten mit 3,6 Millionen Euro finanzierte die Stadt Erfurt. Und die haben sich gelohnt. Die ersten Gäste kamen aus dem Staunen nicht wieder heraus, die Savanne ist gelungen - und die Löwen zeigten sich dann auch noch von der besten Seite und zerfledderten einen Pappkarton, so dass auch Cäcilia und ihre Freundinnen sie noch sahen. Weniger Grund zur Freude gibt es unterdessen im Elefantenhaus, wo das kleine Nashornbaby ein Gehege bezogen hat. "Es hat im Moment eine Überlebenschance von 30 Prozent", meint Zoodirektor Dr. Norbert Neuschulz. Tierpflegerin Martina Böhm sieht das lieber Fifty-Fifty - sie verbringt fast 24 Stunden am Tag mit dem Kleinen, den sie gern Schlumpi oder Schnuckelchen nennt, kuschelt und spielt mit ihm, gibt ihm die Flasche und schläft nachts mit im Stroh. Doch sie weiß: "Er muss zwei Liter am Tag trinken, aber meist wird es nur ein halber." sz-online -23. Jun 2005 Affe aus Leipzig brachte Johannesburgs Feuerwehr auf die Palme Ein tierisches Geschenk aus Leipzig hat die Johannesburger Feuerwehr auf die Palme gebracht. Einer von sieben seltenen Mona-Meerkatzen aus dem Leipziger Zoo, die Ende vergangenen Jahres in Südafrika eine neue Heimat gefunden hatten, war die Flucht aus dem Gehege geglückt. Eine am Johannesburger Zoo vorbeiführende Hauptstraße wurde daher vorübergehend für den Verkehr gesperrt, berichtete die Zeitung The Star am Mittwoch. Das Äffchen wurde schließlich auf einem Baum in einem benachbarten Stadtteil entdeckt. Nachdem ein Tierarzt die Meerkatze mit einem Schuss aus dem Betäubungsgewehr betäubt hatte, schlug die Stunde der Feuerwehr. Mit einer Leiter wurde das Tier aus der Palme geholt. Die unter strengem Artenschutz stehenden Äffchen waren im Mai 2001 auf dem Flughafen Frankfurt in der Reisetasche einer Nigerianerin entdeckt worden, die sie nach Deutschland schmuggeln wollte. Sie fanden vorübergehend im Leipziger Zoo ihr Zuhause und wurden später nach Johannesburg gebracht. Planung und Bau Aachener Zeitung - 17. Jun 2005 Hellenthal: Balu und Siggi ziehen um Balu ist ein europäischer Braunbär, mit seinem Vater Siggi lebt er gemeinsam mit 400 anderen Tieren im Wildgehege Hellenthal. Vater und Sohn sollen demnächst umziehen: aus dem alten Gehege in die neue Bärenschlucht ganz in der Nähe des Eingangs zum Tierpark. Das neue Gehege wird mindestens 4000 Quadratmeter groß, dazu gehören zwei großzügige Badeteiche für die beiden Bären. Thüringische Landeszeitung - 17. Juni 2005 Afrika ist jetzt ganz nah Wenn am kommenden Mittwoch die neue Raubtieranlage im Zoopark übergeben wird, wenn Ministerpräsident Dieter Althaus gegen 13 Uhr das obligatorische Band durchschneiden wird, soll dies mit einem kleinen Volksfest gefeiert werden. Immerhin wurden 4,1 Millionen Euro investiert, darunter 113500 Euro Spenden, die vom Verein der Zooparkfreunde gesammelt wurden. Passend zur nachgebildeten Landschaft wird am 22. Juni die nigerianische Gruppe "Oodua" west- und zentralafrikanische Rhythmen zu Gehör bringen, die Erstklässler der Grundschule 21 führen mit einem kleinen Programm "Durch Urwald und Savanne" und an verschiedenen Ständen wird es afrikanische Spezialitäten geben. Die Superstars der Inszenierung werden die aus Münster, Neuwied und Ückermünde zugereisten Thüringer Löwen sein. Seit gestern schließen sie Bekanntschaft mit den Außenanlagen, in denen sie durch eine Panzerglasscheibe Kontakt mit ihren Besuchern aufnehmen können. Aber nicht nur für die Löwen ist die Anlage neue Heimstatt, auch vier Schabracken-Schakale, Borstenhörnchen, Erdhörnchen und Klippschleifer freuen sich auf Besucher - und darauf, dass die Arbeiter endlich fertig werden. Denn bis zur Eröffnung muss noch einiges gepflanzt, gesägt, geschraubt und gestrichen werden Tirol Online 21. Jun 2005 Die Tiere im Alpenzoo ziehen um Im Alpenzoo sollen bis 2010 alle alten Gehege durch moderne Lebensräume ersetzt werden. In Sachen Parkplatznot gibt es einen neuen Vorstoß. Ein neues Konzept soll noch mehr Besucher in den Alpenzoo bringen. Das Parkchaos ist bereits jetzt groß genug. Direktor Michael Martys will die letzten Altbestände aus der Gründerzeit des Zoos im Jahr 1962 noch in den nächsten Jahren erneuern. Damit verbunden ist auch eine Übersiedlungsaktion, die unter anderem Hirsche, Steinböcke, Steinadler, Bartgeier und Raben betrifft, denn die Tiergehege sollen nach Lebensräumen und Höhenverteilung neu geordnet werden. Noch in diesem Jahr wird deshalb am höchsten Punkt des Zoos, wo jetzt die Hirsche untergebracht sind, eine neue Steinbockanlage entstehen. Martys: "Dort gehört diese hochalpine Tierart hin!" Auch Steinadler und Bartgeier sollen ins obere Drittel des Geländes übersiedeln. Elch und Wisent ergänzen den Bereich für Gebirgsbewohner und Eiszeitrelikte. Wenn es die finanziellen Mittel zulassen, wird das alte Geiergehege noch heuer umgebaut. Es soll künftig die Kolkraben beherbergen. Schon jetzt wird im Kleinvogelbereich eine begehbare Auwald-Voliere errichtet, die thematisch vom Wald zum Lebensraum Wasser überleiten und demnächst eröffnet werden soll. Das neue Konzept wird Tiergemeinschaften in den Vordergrund stellen, wie Biber, Fischotter, Enten und im Aquarium lebende Tiere. "Wir sind ein moderner Zoo", sagt Martys. Heute könne nicht mehr von "Tieren hinter Gittern" oder "Tiere in Käfigen" gesprochen werden, sondern von "Tieren im gestalteten Lebensraum Zoo". Das beste Beispiel dafür sei die Erneuerung der alten Bärengrube zum großzügigen Gehege. mdr.de 22. Jun 2005 Zoo eröffnet Löwensavanne Der Erfurter Zoo hat eine neue Attraktion. Nach fünf Jahren Bauzeit ist am Mittwoch die neue Löwensavanne feierlich eröffnet worden. Künftig sollen sieben Löwen auf einem mehr als 2.000 Quadratmeter großen Areal leben, das der afrikanischen Savanne nachempfunden ist. Insgesamt umfasst der rund vier Millionen Euro teure Bau 9.000 Quadratmeter. Neben Löwen finden auch Erdmännchen und Schabrackenschakale ein neues Zuhause. Aktionen Lübecker Nachrichten - 17. Jun 2005 Im Wildpark Eekholt erfahren Besucher alles über die wunderbare Welt der Bienen Honigbienen stehen am Sonntag, 19. Juni, im Wildpark Eekholt im Mittelpunkt. Imker Alfred Fürstenberg aus Quickborn wird im Bienenhaus Groß und Klein die faszinierende Welt der summenden Nektarsammler näher bringen. HL-live - 16. Juni 2005 Familien-Führungen im Tierpark An den ersten beiden Wochenenden im Juli (03. und 10. Juli) lädt der Tierpark Lübeck seine großen und kleinen Gäste zu einer kostenlosen Führung über das Gelände ein. Während der ca. einstündigen Veranstaltung erfahren die Besucher viele spannende Geschichten rund um den Tierpark und seine Bewohner. Treffpunkt ist jeweils um 15.00 Uhr an der Tierpark-Kasse. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Berliner Kurier - 20. Jun 2005 Der Tierpark feiert und die Puhdys rocken mit Der Tierpark-Berlin feiert seinen 50. Geburtstag. Und zum Gratulieren kommen natürlich auch die ganz großen Tiere des Showgeschäfts wie die Puhdys, die am 2. Juli (22 Uhr) in dem Park auftreten. Norddeutsche Neueste Nachrichten - 20. Jun 2005 Spiel und Spaß für die ganze Familie Das Zoofest der Schweriner Volkszeitung hat gestern wieder Spiel und Spaß für die ganze Familie geboten. Mehr als 2000 Besucher kamen bei bestem Sommerwetter in den Tierpark. Höhepunkt des Tages war die Einweihung der neuen Fischotter-Anlage. Nachwuchs WDR 17. Jun 2005 Elefantenbaby im Wuppertaler Zoo - wdr.de - Freizeit In Sägespänen baden, Lederbälle kicken, gegen Strohballen kämpfen und dann in einen tiefen Schlaf sinken - so sieht das Tagesprogramm des kleinen Elefantenbabys im Wuppertaler Zoo aus. Rund 3000 Besucher schauen dem kleinen Docken dabei täglich zu. Gerade mal zwei Wochen alt, gibt das Wuppertaler Elefantenbaby den selbstbewussten Entertainer im Zoo und hält seine Pfleger auf Trab. Und auch Zoodirektor Ulrich Schürer kommt immer wieder mal vorbei, um nach dem Kleinen zu sehen. Schließlich ist die Geburt des Elefantenbabys eine echte Sensation. "Geburten von afrikanischen Elefanten sind sehr selten", erklärt Schürer. "Wir haben in Deutschland einfach nicht genügend Herden und Elefantenkühe im gebärfähigen Alter." Im Gegensatz zu ihren asiatischen Verwandten sei es auch viel schwieriger, afrikanische Elefanten zu halten. "Sie vertragen weniger Druck durch die Tierpfleger und sind nicht so leicht zu erziehen. Doch die Zoos haben in den letzten Jahrzehnten viel dazu gelernt. Die Gehege sind großzügiger geworden und auch das trägt zum Zuchterfolg bei." Auf diesen ersten Nachwuchs hat der Wuppertaler Zoo zehn Jahre lang gewartet. 1995 wurde die jetzige Herde aus drei Kühen und einem Bullen aus dem afrikanischen Krüger Nationalpark importiert. Dass "Punda" mit erst 12 Jahren nun schon ein gesundes Elefantenbaby zur Welt gebracht hat, sei ebenfalls ungewöhnlich und umso erfreulicher. "Punda ist zwar eine junge Mutter, aber dafür eine sehr gelassene. Das liegt auch an den Pflegern, auf die sie sehr fixiert ist." Wenn vertraute Menschen in der Nähe sind, fühle sich das Muttertier sehr sicher und lasse ihren Nachwuchs sogar für kurze Momente aus den Augen. "Ganz anders sieht das hingegen Tante "Sabie". Die Leitkuh der Herde kümmere sich aufopferungsvoll um das Elefantenbaby. Sie ist sofort zur Stelle, wenn die Kleine zum Beispiel mal hinfällt." Berliner Morgenpost - 18. Jun 2005 Königsgeier Naomi kann ganz schön zickig sein Sie ist schön. Ein eleganter schwarzer Kopf, große dunkle Augen, langer Hals. Ihren Körper bedecken schneeweiße Daunenfedern. Ein Supermodel. "Sie sieht doch aus, als hätte Karl Lagerfeld ihr eine Federboa umgelegt", sagt Tierpfleger Ronald Richter. Er half dem jungen Königsgeier am 8. März auf die Welt, zieht ihn auf und durfte ihm auch den Namen geben: "Sie heißt Naomi, nach Naomi Campbell." Und das nicht nur, weil sie so schön ist. Wie seine Namensgeberin ist nämlich auch der Jungvogel ein bißchen zickig. Los ging es schon kurz nach dem Schlupf. Ronald Richter: "Ihr klebte etwas Eihaut am Kopf. Ich habe sie abgezogen. Das muß geziept haben, denn sie schaute mich total empört an." Inzwischen habe sich diese Empfindlichkeit gelegt. Eigentlich sei Naomi sogar sehr pflegeleicht, sagt der Tierpfleger. Eigentlich. Denn die Strecke bis zum Futternapf scheint heute einfach unüberwindbar. Naomi wirft einen bittenden Blick und hat damit Erfolg. Ronald Richter greift nach seiner "süßen Maus" und trägt sie zu den frischen Leckerbissen - abgezogene Mäuse und Küken. Mit Naomi ist dem Tierpark zum ersten Mal die Nachzucht der in Südamerika beheimateten Königsgeier gelungen. Als ihre Eltern Mitte Januar Zweige zusammensuchten und plötzlich ein Ei zwischen den Ästen lag, konnten die Tierpfleger es kaum glauben. 55 Tage später schlüpfte Naomi, deren Geschlecht in ein paar Wochen mit Hilfe der Gentechnik ermittelt wird. Aber für Ronald Richter ist es keine Frage mehr: "Ganz klar ein Mädchen." Schade nur, daß diese Schönheit im Tierpark vielleicht nie zu sehen sein wird. Wahrscheinlich wechselt sie bald in einen anderen Zoo zu einem geeigneten Partnergeier. GlaubeAktuell - 17. Juni 2005 Schneeleoparden-Babys im Krefelder Zoo Neugierig betrachtete ein Schneeleoparden-Baby am Donnerstag das Mikrofon eines Reporters im Zoo in Krefeld. Das Jungtier wurde am 3. Mai 2005 geboren und wird seitdem zusammen mit zwei weiteren Leoparden von einem Radioteam des Westdeutschen Rundfunks (WDR) beobachtet. Insgesamt ist dieses Projekt auf zwei Jahre angelegt, in denen den Hörern der Wachstum der Raubkatzen näher gebracht werden soll. Das erste Highlight nach ihrer Geburt erwartet die Schneeleoparden am kommenden Sonntag: Dann werden sie von einer Gruppe Kindern getauft. Die Welt - 17. Juni 2005 Die kleine Elefantendame im Zoo heißt Shaina Pali Riesenandrang gestern im Elefantenhaus des Berliner Zoos. "Man muß einfach dabei gewesen sein, das ist schließlich ein Ereignis. Wir freuen uns doch alle", sagte eine ältere Berlinerin, die ebenfalls das Kalb von Pang Pha und Victor in Augenschein nehmen wollte. Die kleine Elefantendame, die bei ihrer Geburt am Dienstag schon 145 Kilogramm wog, wurde nicht nur zum ersten Mal den Besuchern gezeigt, sondern erhielt auch ganz offiziell ihren Namen. "Sie wird Shaina Pali heißen", verkündete Zoo-Direktor Jürgen Lange strahlend. Der Name setzt sich zusammen aus dem hebräischen Namen Shaina (die Schöne) und dem thailändischen Namen Pali (die Hüterin) - schließlich kommt Mutter Pang Pha aus Thailand und Vater Victor aus Israel. So nahmen Freitag auch die Thailändische Botschafterin Colchineepan Chiranond und der Pressesprecher der Israelischen Botschaft Amit Gilad an der Namensgebung teil. Berliner Morgenpost - 21. Jun 2005 Berberaffen-Boom im Tierpark Fünf Berberäffchen sind zwischen dem 9. Mai und 9. Juni zur Welt gekommen. Das teilte der Tierpark in Friedrichsfelde gestern mit. | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | Pressemitteilungen teilweise gekürzt | Tiergarten Heidelberg, 18.6.05 Zu Besuch bei den Waldmenschen Borneo-Ausstellung des WWF im Zoo Heidelberg eröffnet. Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann und Waldexpertin Nina Griesshammer vom WWF (World Wide Fund for Nature) eröffneten heute gemeinsam eine Borneo-Ausstellung im Heidelberger Zoo. Die WWF-Schau informiert Zoo-Besucher über das Leben der Orang-Utans (malaiisch für Waldmenschen) in den ältesten Regenwäldern der Erde auf der südostasiatischen Insel Borneo. Mit der WWF-Ausstellung möchten wir unseren Besuchern die Faszination und die Bedrohung der Orang-Utans nahe bringen. Der Zoo Heidelberg und der WWF sind natürliche Partner im Kampf für die Artenvielfalt, erläuterte Klaus Wünnemann.Die Ausstellungstexte sind auf Säulen gedruckt und so aufgestellt, dass der Besucher den Eindruck gewinnt, er liefe durch einen Tropenwald. Großflächige Bilder zeigen Borneos Landschaften, man hört die Geräusche des Regenwaldes. Über allen thronen Orang-Utans. Die Schau beantwortet viele Fragen: Wie sieht es bei den Waldmenschen zu Hause aus? Was machen Orang-Utans den ganzen Tag? Bauen sie wirklich Nester wie ein Vogel? Warum sind sie so bedroht? Was können wir in Deutschland für die Orang-Utans und ihren Lebensraum, den Tropenwald, tun? Die Ausstellung die zeitgleich in 14 deutschen Zoos gezeigt wird - ist Teil einer WWF-Kampagne zur Rettung der Regenwälder Borneos. In wenigen Jahren könnte der Orang-Utan-Wald auf Borneo abge-holzt sein. Alle 20 Sekunden verschwindet Regenwald von der Größe eines Fußballfeldes, berichtet WWF-Expertin Nina Griesshammer. Wir müssen den rasanten Kahlschlag stoppen. Sonst werden die Orang-Utans 2020 nahezu ausgestorben sein. Seit Mitte der 1990er Jahre sei die Zahl der Borneo-Orang-Utans dramatisch von 150.000 auf 55.000 gesunken. Tierpark Chemnitz, 18.6.05 Luchs- und Mardernachwuchs im Wildgatter Bei den Karpatenluchsen im Wildgatter hat sich wieder Nachwuchs eingestellt zwei Jungtiere, geboren Anfang des Monats. Sie halten sich momentan die meiste Zeit des Tages gut versteckt und sind daher in dem weiträumigen und naturnahen Gehege bisher noch selten zu sehen. Karpatenluchse sind eine stark bedrohte Unterart des Luchses, die nur in wenigen Zoos weltweit gehalten werden. Voriges Jahr glückte bei dem Luchspaar im Wildgatter erstmalig die Nachzucht. Diese beiden Jungtiere, zwei Kater, haben inzwischen die Familie verlassen. Einer von beiden reiste vorgestern in den Alpenzoo Innsbruck, der andere soll im Zoo von Liberec für Nachwuchs sorgen. Bis zu seiner Abreise kann er noch im Tierpark besucht werden, er bewohnt ein Gehege bei den Leoparden. Auch für die diesjährigen Jungtiere gibt es schon interessierte Zoos. Tiergarten Nürnberg, 18.6.05 Fohlen vom Feinsten Auch im JAKO-O-Kinderzoo gab es reichlich Fohlen-Nachwuchs. Nachdem bei den Vertretern der wildlebenden Pferdearten, also bei den Grevy-Zebras am 07.05., bei den Kulanen am 30.05. und bei den Urwildpferden am 06.04., 07.05. und 12.05. jeweils Fohlen zur Welt gebracht wurden, kamen bei den Haustieren auch drei Fohlen zur Welt: Am 24.05. hat bei den Hauseseln ein kleines Hengstfohlen das Licht der Welt erblickt. Die Hausesel des Tiergartens sind in der Region inzwischen weit bekannt, da die Schwester des Jungen , die jetzt 7-jährige MOTTE beim Eselsrennen in Hersbruck mehrfach gute Platzierungen erlaufen hat. Der junge Hengst ist durch seine dunkle Fellfarbe bereits zu einem Publikumsliebling herangewachsen. Erstmals wird auch bei den Shetlandponies Nachwuchs groß. Hier kam am 31.05. ein Stutfohlen und am 09.06. ein Hengstfohlen zur Welt, die von ihren Müttern bestens umsorgt werden. Die Mitarbeiter hoffen, die Eselin mit ihrem Nachwuchs bald mit den Ponies vergesellschaften zu können. So zeigt der Tiergarten der Stadt Nürnberg mit Urwildpferden und Ponies sowohl die Wildform und eine Haustierform bei den Pferden, als auch mit den Somalischen Wildeseln und den Hauseseln bei den Eseln. So können die Besucher sich direkt vor Ort ein Bild von der Veränderung der Tierformen im Laufe der Haustierzucht machen. In beiden Fällen wurden über Jahrtausende hinweg durch gezielte Auswahl Tierrassen herausgezüchtet, um bestimmte Nutztiere zu erhalten. Die Shetlandponies sind heute beliebte Reitpferde für Kinder und die Esel spielen im südlichen Europa nach wie vor eine wichtige Rolle als Tragtier. Stadt Krefeld, 18.6.05 Schneeleoparden-Drillinge im Krefelder Zoo: WDR 5 sendet am Sonntag in Lilipuz die Taufe aus dem Gehege der Kätzchen / Kinder haben freien Eintritt in den Zoo Die drei jungen Kätzchen, die Schneeleopardin Odett An-fang Mai im Krefelder Zoo zur Welt brachte, stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung am Sonntag, 19. Juni. Der WDR, der für seine Sendung Lilipuz - das Kinderradio auf WDR 5 - eine Programmaktion zur Schneeleopardengeburt veranstaltet, überträgt an diesem Tage ab 14.05 Uhr live aus dem Krefelder Zoo die von Insa Backe moderierte fei-erliche Taufe der drei kleinen Kätzchen. Die Patenschaf-ten für die zwei männlichen und ein weibliches Kätzchen wurden zuvor mittels einer Namensaktion des WDR unter den Zuhörerkindern verlost. Bei der Veranstaltung am Sonntag werden die Gewinner der Aktion ihre Patenkinder persön-lich kennen lernen. Auf der Lilipuz-Bühne, die neben dem Regenwaldhaus auf-gebaut wird, erwarten die großen und kleinen Zoo-Besucher Live-Musik der Band Randale und viele Überraschungen. Zweimal werden dort Direktübertragungen mit Bildern von den kleinen Schneeleoparden und deren Taufpaten zu sehen sein. An diesem Tag haben alle Kinder freien Eintritt in den Krefelder Zoo. Zoo Dortmund, 17.06.05 WWF startet Kampagne: Borneo: Rettet den Orang-Utan Wald Borneo-Ausstellung ab Samstag im Regenwaldhaus des Dortmunder Zoos zu sehen Unsere engsten Verwandten im Tierreich, die Orang-Utans, sind vom Aussterben bedroht. Der WWF (World Wide Fund for Nature) hat deshalb die Kampagne Borneo: Rettet den Orang-Utan Wald gestartet. Im Rahmen dieser Initiative zeigt der Zoo Dortmund ab Samstag, 18. Juni, eine Borneo-Ausstellung des WWF im Regenwaldhaus Rumah hutan. Dort bilden Schabrackentapire und Orang Utans weltweit einmalig eine tierische Wohngemeinschaft. Die im Aufbau einem Regenwald nachempfundene Schau geht auf die Faszination und die Bedrohung der Artenvielfalt in einem der letzten Regenwaldparadiese der Erde ein. Die Ausstellung klärt über den rasanten Kahlschlag in Borneos Wäldern auf. Sie zeigt, wie jeder einzelne zur Rettung der Menschaffen und ihres Lebensraumes beitragen kann. Die WWF-Schau wird in den kommenden Monaten zeitgleich in 14 deutschen Zoos zu sehen sein. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins Pro Kultur betreuen die Ausstellung in Dortmund. Die Borneo-Ausstellung im Zoo Dortmund wird am Samstag, 18. Juni, um 11 Uhr im Regenwaldhaus des Zoos, Mergelteichstraße 80, in Dortmund- Brünninghausen von Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter und dem WWF-Artenschutzexperten Stefan Ziegler eröffnet. Infos zum WWF gibt es von Ralph Kampwirth, Pressestelle WWF, Telefon: 069-79144-153 oder unter www.wwf.de. Infos zum Zoo und zum Regenwaldhaus unter www.dortmund.de/zoo. Zoo Dortmund, 17.06.05 Angler Sattelsau Brünni bringt zehn Ferkel zur Welt Im Bauernhof des Zoos ist zur Zeit wieder jede Menge Stimmung: zehn muntere kleine Ferkel hat die Angler Sattelsau Brünni zur Welt gebracht. Traditionell hält der Zoo Dortmund im Bauernhofbereich alte Haustierrassen, deren große Zeit längst vorbei ist, weil sie von moderneren Hochleistungsrassen verdrängt wurden. Auch das Angler Sattelschwein, jene Rasse, der Brünni angehört, war einstmals ein Schwein, das eine gute Fleischleistung und, aufgrund seiner Fortpflanzungsfreudigkeit, diese auch in großer Menge geliefert hat. Gegen die sogenannten Edelrassen unserer modernen Zeit hatte das Angler Sattelschwein jedoch keine Chance, weil es den wirtschaftlichen Standards nicht genügte. Wie zahlreiche andere Haustierrassen auch, hat das Angler Sattelschwein nur noch in Zoologischen Gärten und bei einigen Privathaltern eine Chance für die Zukunft. Dabei leistet der Zoo einen wertvollen kulturellen Beitrag. Beim Erhalt seltener Haustierrassen geht es nicht um Artenschutz und Arterhaltung, sondern um den Erhalt eines kulturellen Gemeingutes, waren und sind Haus- und Nutztiere doch stets die Begleiter des Menschen auf seinem Weg zur gegenwärtigen Zivilisation gewesen. Zoo Duisburg, 17.06.05 Noch einmal: Singles in den Zoo Kaum zu glauben: Die Schar der (echten?) Singles oder aber anderer (angeblich?) Einsamer scheint erheblich zahlreicher zu sein als Partneragenturen, Serviceabteilung des Zoos oder sonstige Lebens- oder Liebesberater vorherzusagen wagten! Aus diesem Grunde erweitert der Zoo Duisburg das Projekt Singles in den Zoo Duisburg, einen zielgruppenspezifischen Aktionstag, der partnersuchende Damen und Herren an ausgewählte Stationen des Zoos führt wie z.B. den Chinesischen Garten, das Delphinarium, die Großen Robben-Anlagen, den Gorilla-Bush und die Elefanten-Freianlage. Das große Event beginnt mit einer Kurzvorstellung der möglichen Partner, gefolgt von einer Sonder-Vorführung im Neuen Delphinarium, einem Kaffee (und Kuchen-)Kränzchen sowie einer ausgeklügelten Zoorallye, bei der selbstverständlich gezielt nach Balz-, Brut- und sonstigen Bindungsvorgängen aus dem Reich der Tiere gefragt wird. Sollte allerdings jemand nach dem Studium dauerbrünftiger Primaten im Äquatorium/Affenhaus oder den lautstarken Liebesspielen der Kalifornischen Seelöwen noch immer nicht den richtigen Partner gefunden haben, so kann der oder die Single anschließend (gegen einen Aufpreis von 13,00 Euro) während eines Single-Buffets in den Zooterrassen weitere zarte Kontakte suchen. Der Vorverkauf für die Aktion am 25. Juni 2005 Singles in den Zoo findet ab sofort an der Hauptkasse des Zoo Duisburg/Mülheimer Str. statt. Die Veranstaltung beginnt um 15.30 Uhr. NaturZoo Rheine, 20.06.05 Das Volk in Wasserfroschs Reich Auf Entdeckungstour mit den Zooschullehrern Die Wasserfrösche in den Teichen und Tümpeln im NaturZoo Rheine quaken derzeit um die Wette. Da wird es nicht lange dauern, bis unzählige Kaulquappen in den naturnahen Gewässern herum schwimmen. Und wen diese dabei im Reich ihrer Eltern treffen, das zeigen am kommenden Wochenende die Zooschullehrer den kleinen und großen Zoobesuchern. Wasserfloh und Co. Beobachtungen am Froschteich heißt das Motto, und aus Keschern und unter Lupen offenbart sich der Mikrokosmos im Wasser. Am Samstag, dem 25. Juni kann man von 14.00 h 17.00 h , und am Sonntag von 13.00 h 17.00 h Bekanntschaft mit Taumelkäfern, Schlammwürmern, Posthornschnecken und vielen anderen Bürgern in Froschkönigs Reich (nämlich am Froschteich im NaturZoo) machen. Und das zum Nulltarif: Außer dem Zooeintritt entstehen keine weiteren Kosten. Krokodilzoo Friedberg, 20.06.05 Europas grösster Alligator lebt nun in Friedberg Stolz vermeldet Rene Renz, der Besitzer des Krokodilzoos in Friedberg-Ockstadt seinen neuesten Pflegling: Phantom, ein riesiger, schwarzer Mississippi-Alligator wartet nun auf die Besucher der zoologischen Einrichtung. Phantom misst vom Kopf bis zum Schwanzende knappe 4 Meter und ist damit der grösste Mississippi-Alligator in menschlicher Obhut in Europa. Die genau Länge des Alligators kann Renz allerdings nur vermuten, denn in jungen Jahren muss Phantom von einem Artgenossen einmal die Schwanzspitze abgebissen worden sein. Da fehlen rund 40 cm Schwanz, schätzt Krokodilexperte Renz und ergänzt: Solche Verletzungen, die stets hervorragend abheilen, kommen sowohl bei wildlebenden Alligatoren als auch bei Tieren in Menschenobhut vor. Bei Territorialkämpfen zwischen den erwachsenen Männchen kommt es immer mal zu Schrammen und Verletzungen. Es kann aber auch sein, dass Phantom die Schwanzspitze schon als Jungtier verlor. Stadt Krefeld, 20.06.05 Livesendung von Lilipuz in WDR 5 aus dem Krefelder Zoo / Schneeleoparden-Drillinge wurden getauft Merlin, Tarim und Dina heißen die drei jungen Kätzchen, die Schneeleopardin Odett Anfang Mai im Krefelder Zoo zur Welt brachte. Der WDR, der für seine Sendung Lilipuz - das Kinderradio auf WDR 5 - eine Programmaktion zur Schneeleopardengeburt veranstaltet, übertrug live aus dem Krefelder Zoo die von Insa Backes moderierte Ausgabe. Die Patenschaften für die zwei männlichen und ein weibliches Kätzchen wurden zuvor mittels einer Namensaktion des WDR unter den Zuhörerkindern verlost. Gewinner der Aktion waren der sechsjährige Jannik Müsse aus Essen als Pate von Merlin, die neunjährige Katharina Massold aus Tönis-vorst, Patin von Tarim und die siebenjährige Antonia Kaiser aus Krefeld, die Dina als ihr Patenkind taufen durfte. Da Mama Odett wegen des außergewöhnlichen Rummels um ihre Kinder sehr vorsichtig war, konnten die Paten ih-re ihre Patenkinder erst nach der Sendung persönlich kennen lernen. Auf der Lilipuz-Bühne neben dem Regenwaldhaus gab es für die großen und kleinen Zoo-Besucher, die sich trotz der großen Hitze eingefunden hatten, Live-Musik der Band Randale, ein Quiz über Schneeleoparden und einige Über-raschungen. Schließlich konnte auf einer Leinwand doch noch die Direktübertragung mit Bildern von den kleinen Schneeleoparden und deren Taufpaten gezeigt werden. Außerdem wurde eine mehrwöchige Ausstellung mit allen Bildern von Schneeleoparden eröffnet, die bei einer Mal-Aktion des WDR eingesandt wurden. Der WDR wird die kleinen Schneeleoparden im Krefelder Zoo auch weiterhin im Auge behalten, weitere Treffen der Kinder mit ihren Patentieren sind geplant. Zoo Leipzig, 20.06.05 18. Internationales Zoo-Fußballturnier - Leipziger Team entzaubert mit fußballerischem Talent und holt den Pokal Die Leipziger Zoo-Fußballmannschaft kann sich mit den Teilnehmern des Confederations Cup messen: Die Tierpfleger holten beim internationalen Zoo-Fußballturnier in Stuttgart am 11. Juni den ersten Platz und somit den heiß begehrten Pokal nach Leipzig. Mit brasilianischem Zauber und spielerischem Können entzauberten sie ihre Gegner bereits in der Vorrunde und bezwangen im Halbfinale die Wiener Mannschaft mit 5:0 und im Finale die Prager Kollegen klar mit 3:0. Dank der taktischen Meisterleistung des Teamchefs und der sehr guten Abwehr wurden die Spiele immer eindeutig gewonnen. Es war nicht immer einfach, denn die anderen Mannschaften waren gut vorbereitet und hatten den einen oder anderen Trick parat, dennoch haben sich das Training und die Moral der Tierpfleger ausgezahlt und zum Sieg geführt. Wir sind alle sehr stolz auf unsere Fußballmannschaft und freuen uns sehr über das Gewinnen dieses Turniers, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Bereits zum vierten Mal in Folge gelang der Zoo-Mannschaft, die mit fünf Spieler und einem Torwart aufgestellt war, dieser Coup. Im letzten Jahr besiegten sie im Finale in Amsterdam die Stuttgarter Mannschaft. Unterstützt wurde das Team von einer großen Fangemeinde, die die Spieler mit den üblichen Trommel- und Rasselklängen anfeuerten. Zoo Wuppertal, 22.06.05 Großes Interesse an kleinem Elefanten Riesiges Interesse hat die Geburt des kleinen Afrikanischen Elefanten im Wuppertaler Zoo ausgelöst. Seit zwei Wochen darf das Elefantenjungtier besucht werden, und in dieser Zeit haben sich bereits so viele Tierfreunde auf den Weg nach Wuppertal gemacht, dass wir morgen nachmittag den 50.000. Besucher bei unserem Elefantenbaby erwarten. Wildpark Lüneburger Heide, 22.06.05 Ein Knäuel Buntes - Zuwachs bei Familie Polarfuchs Die fünfjährigen Polarfüchse, Susi und Eddy, aus dem Wildpark Lüneburger Heide, sind Eltern von acht putzigen Fuchs-Babys geworden. Susi hat mit ihrer Nachkommenschaft alle Pfoten voll zu tun. Die vier weißen und vier dunklen, noch namenlosen Jungen, halten sie den ganzen Tag auf trab. Drei Wochen alt sind die drei Fähen und die fünf Rüden alt und haben gerade erst die Augen geöffnet. Durch eine in der Kinderstube installierte Kamera, können die Besucher des Wildparks ganz in den Privaten Bereich der Familie schauen um die Babys beim säugen zu beobachten. In wenigen Tagen werden die kleinen Füchse schon auf Entdeckungsreise gehen können um von ihrer Mutter zu lernen, wie sich ein richtiger Polarfuchs zu benehmen hat. Der Polarfuchs hat das wärmste Fell aller Säugetiere, wärmer sogar als das des Polarbären. Durch sein dichtes Fell kann der Polarfuchs Temperaturen bis zu minus 70 Grad aushalten! Die jetzt sommerlichen Temperaturen machen den, sehr anpassungsfähigen, Tieren nichts aus, sie suchen sich wie wir Menschen auch ein schattiges Plätzchen zum abkühlen. Der Polar- oder Eisfuchs ist in Norwegen vom Aussterben bedroht, der Bestand ist dort sehr klein geworden. Alle Versuche, den Bestand zu stärken, seit die Art vor über 70 Jahren geschützt wurde, sind misslungen. Nicht nur in Russland werden diese Tiere in großen Pelzfarmen gehalten. Zoo Köln, 22.06.05 Strandleben Am Ende der Fasanerie befindet sich ein Stück Sandstrand. Den ganzen Sommer über brüten dort schon die Säbelschnäbler, so dass es mittlerweile Nachwuchs in allen Größen gibt. Die Schau wird ihnen jedoch von den Kampfläufern gestohlen, denn die Hähne kämpfen immer noch, und zwar verbissen und mit allen Mitteln, um die Gunst der Weibchen. Die ganz große Sensation aber ist in diesem Jahr die Bernier-Ente. Diese aus Madagaskar stammende und eine der seltensten Enten der Welt hat den Bestand ihrer Art um sieben Exemplare aufgestockt. Zoo Köln, 22.06.05 Zwergenzwillinge = Zwillingszwerge Keine Säugetierordnung ist so vielgestaltig in Größe und Erscheinungsform wie die Primaten: vom winzigen Zwergseidenäffchen bis zum mehrere Zentner schweren Gorilla. Schließlich gehört der Mensch selber dazu, weshalb er sie ja auch als Primaten, als die Ersten und Besten, als Herrentiere und sich selbst als Krone von allem, der gesamten Schöpfung bezeichnet. Im Kölner Zoo brachten in diesem Jahr die Zwergseidenäffchen Zwillinge zur Welt. Wilhelma, 22.06.05 Eröffnung der Sonderausstellung in der Wilhelma über den Wellensittich Vor genau 200 Jahren beschrieben die englischen Vogelkundler Shaw und Nodder zum ersten Mal einen Vogel, den sie in Australien entdeckt hatten. Sie nannten ihn wegen seiner Wellenzeichnung auf dem Rücken Undulated Parakeet, gewellter Papagei. Seit dieser Zeit hat sich für den Wellensittich viel verändert. Die Sonderausstellung in der Wilhelma beschreibt diese Entwicklung vom australischen Wildvogel zum beliebtsten Hausvogel in Deutschland. Auf großen Schautafeln wird deutlich wie aus dem wilden Nomaden, der vor allem in Schwärmen vorkommt, ein sesshafter Bewohner europäischer Volieren und Käfigen wurde. Drei Volieren mit Vögeln veranschaulichen die Informationen auf den Tafeln. So sind etwa die Unterschiede zwischen Wildformen und gezüchtete Formen im direkten Vergleich leicht erkennbar. Text und Ausstellungsobjekte zusammen lassen dann leicht nachvollziehen, wie aus dem grünen Wildvogel aus Australien, die unterschiedlich gefärbten und gemusterten Zuchtformen entstehen konnten. Allerdings rot wird ein Wellensittich nie auch dieses Geheimnis wird gelüftet. Die Bepflanzung in dem großen Ausstellungsraum ist der natürlichen Heimat nachempfunden: australische Trockensavanne mit Eukalyptusbäumen. Die Ausstellung hat Dr. Günther Schleussner, zuständiger Zoologe in der Wilhelma, konzipiert. Sie ist noch bis zum 18. September im Wechselschauhaus zu sehen. Stadt Hanau, 22.06.05 In den Herbstferien sind die Kinder wieder Wild im Park Jetzt anmelden für die Erlebnistage in der Fasanerie Klein-Auheim. "Wild im Park" können während der Herbstferien wieder Kinder zwischen acht und zehn Jahren im Wildpark "Alte Fasanerie" Klein-Auheim sein. Oberbürgermeister Claus Kaminsky lädt ein zur Teilnahme an den spannenden Erlebnistagen und erinnert alle Eltern daran, dass die Anmeldefrist noch bis zum 15. Juli läuft. Die Abteilung Familien- und Jugendarbeit im Fachbereich für Soziale Dienste, der Wildpark "Alte Fasanerie" und das Forstmuseum Klein-Auheim führen ihre gelungene Kooperation bei den diesjährigen Aktionstagen in Klein- Auheim fort. Während der Herbstferien können von 17. bis 21. Oktober insgesamt 20 Kinder im Alter zwischen 8 und 10 Jahren jeweils von 9 bis 16 Uhr Natur, Spaß und Abenteuer im Wildpark erleben. Die Anmeldeformulare können bis zum 15. Juli im Rathaus, Zimmer 177, bei Claudia Häring oder Frank Bornmann abgegeben werden. Selbstverständlich kann die Anmeldung auch auf dem Postweg erfolgen. Sollte die Zahl der Anmeldungen die vorhandenen Plätze übersteigen entscheidet das Los. Tierpark Hagenbeck, 21.06.05 Eröffnung des neuen Hagenbeckschen Tiger-Pfads Ein schmaler Pfad führt durch den Dschungel. Aufmerksame Abenteurer können einen Blick in den natürlich gestalteten Lebensraum eines Tigers werfen. Die Spuren dieser Raubkatze sind nicht zu übersehen: Fußabdrücke, frische Kratzspuren an einem Baumstamm oder auch zurückgelassene Knochen eines Beutetiers. Spannung, Abwechslung und Lernen mit allen Sinnen ein Erlebnis nicht nur für Kinder! Hagenbecks Tierpark unterstreicht damit sein Anliegen, ein Ort des Lernens, der Unterhaltung und des Erlebens zu sein und wirbt gleichzeitig um Aufmerksamkeit für die stark von der Ausrottung bedrohten Sibirischen Tiger. Esso ermöglichte mit einer großzügigen Spende die Neugestaltung des Tiger-Pfads. Die weltweite ExxonMobil Organisation gibt pro Jahr mehr als eine Million Dollar für Tigerschutzprojekte in der ganzen Welt aus. Darüber hinaus hat Esso im Lauf der Jahre zahlreiche Projekte zur Unterstützung der in den zoologischen Gärten in Deutschland lebenden Tiger durchgeführt. Im Tierpark Hagenbeck hat der Mineralölkonzern so einen großen Beitrag zu der erfolgreichen Zucht Sibirischer Tiger geleistet. Thüringer Zoopark Erfurt, 21.06.05 Löwensavanne eröffnet Bis zuletzt haben die Zooparkmitarbeiter um Kurator Dietmar Kulka und Zooinspektor Rudi Toll Hand angelegt, um das größte, je im Thüringer Zoopark Erfurt errichtete Bauvorhaben pünktlich fertig zu stellen. Pflanz- und Reinigungsarbeiten waren noch erforderlich, um die Löwensavanne den über 250 geladenen Gästen und interessierten Zoobesuchern aus nah und fern heute (22.6.2005) glanzvoll präsentieren zu können. Das Bauwerk entstand auf einer Gesamtfläche von über 9.000 Quadratmetern und stellt, dank der Architekten Giggi Heuss aus Karlsruhe und Reinhard Lipka aus Erfurt sowie des Erfurter Bildhauers Christian Paschold einen wirklichkeitsnahen Ausschnitt der afrikanischen Savanne dar. Verbunden damit, so Zoodirektor Dr. Norbert Neuschulz, ist die Botschaft, auf das unendlich scheinende Grasmeer als prägenden Lebensraum des Schwarzen Kontinents und seine Bedrohung aufmerksam zu machen. Die Stars der neuen Tieranlage im Erfurter Zoo sind natürlich die Löwen. Die Besucher können den sieben Königen der Tiere, darunter zwei Männchen, nur durch Glasscheiben getrennt, Auge in Auge gegenüber stehen. | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | Natur- und Artenschutz | webjournal.ch - 17. Jun 2005 Philippe Roch übernimmt Präsidium der NATUR Der abtretende BUWAL-Direktor Philippe Roch ist zum Präsidenten der NATUR gewählt worden. Elf grosse Organisationen und Institutionen *) führen ab 2006 in Basel unter dem Namen NATUR eine jährliche nationale Messe, einen Kongress und ein Festival über Natur und Landschaft, Arten und Lebensräume durch. Die NATUR will Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Nichtregierungsorganisationen zu konkreten, gemeinsamen Umsetzungsschritten bewegen, umreisst Roch die Aufgabe der neu geschaffenen Plattform. Der Beirat der NATUR hat sich in einem Verein zusammengeschlossen, dem folgende Organisationen angehören: Akademie der Naturwissenschaften Schweiz; Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL; Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL aus dem ETH-Bereich; Greenpeace Schweiz; Universität Basel, Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz; Kanton Basel-Stadt, Baudepartement (Stadtgärtnerei); Pro Natura; Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz; Stiftung Landschaftsschutz Schweiz; WWF Schweiz und Zooschweiz. Baulinks.de - 21. Jun 2005 WWF und Lafarge erneuern ihre Partnerschaft in Sachen Naturschutz Der weltweit aufgestellte Baustoffhersteller Lafarge und die internationale Naturschutzorganisation WWF haben heute die Verlängerung ihrer Partnerschaft bekannt gegeben und setzen damit eine Arbeit fort, die zu deutlichen Fortschritten bei der Senkung des CO2-Ausstoßes, der Rekultivierung von Steinbrüchen und der Einführung von acht Leistungsindikatoren im Umweltschutz führte. Geschlossen wurde diese Partnerschaft im März 2000 für die Dauer von fünf Jahren; jetzt wurde sie für weitere drei Jahre verlängert. FAZ.NET 22. Jun 2005 Artenschutz: Kommission verurteilt Japans Walfangprogramm Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat Japan mit Nachdruck dazu aufgerufen, auf die umstrittene wissenschaftliche Waljagd zu verzichten. Eine entsprechende Resolution, die von Australien eingebracht wurde, nahmen die IWC- Mitgliedstaaten am Mittwoch bei ihrer Jahrestagung im südkoreanischen Ulsan mit 30 zu 27 Stimmen an. Der Beschluß gegen das japanische Fangprogramm wurde in Ulsan als wichtiger symbolischer Erfolg für die am Walschutz interessierten Länder wie Deutschland bewertet. Die Resolution hat jedoch keinen verbindlichen Charakter. Frankfurter Allgemeine Zeitung - 22. Jun 2005 Großer Bärentöter Die gute Nachricht, daß es statt der rund 1000 Großen Pandas in Chinas freier Wildbahn knapp 1600 der schwarzweißen Tiere gibt, ist noch nicht ein Jahr alt. Schon kommen alarmierende Neuigkeiten aus der Heimat der Bambusbären. Eine Bambusblüte droht in mehreren Revieren von Da Xiong-mao der Großen Bärenkatze. Und das kann den Tod vieler der seltenen Tiere bedeuten. Denn nach dem Blühen stirbt der Bambus ab, und es dauert einige Jahre, bis er wieder nachgewachsen ist. Bambus aber ist die einzige Nahrung des Großen Pandas, der seit mehr als 50 Jahren Symboltier für den internationalen Naturschutz ist. Märkische Oderzeitung - 23. Jun 2005 Exotische Schildkröten in Überzahl Nordostbrandenburg und das südliche Mecklenburg gelten als Rückzugsgebiet der Europäischen Sumpfschildkröte. Darüber informiert eine von der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Artenschutz (AGENA) initiierte Ausstellung im Blechenhaus im Familiengarten. Ehrenamtliche Naturschützer, Wildbiologen und Forstleute haben zehn Jahre lang die Sumpfschildkröte in Nordostdeutschland untersucht. "Eigentlich galt die Region Berlin-Brandenburg als von Sumpfschildkröten dicht besiedelt", sagte Norbert Schneeweiß, Leiter der Naturschutzstation Linum (Kreis Ostprignitz) des Landesumweltamtes. Doch nach langjährigen Untersuchungen stellten die Naturschützer fest, dass die meisten nachgewiesenen Sumpfschildkröten eigentlich in Nordamerika oder auf dem Balkan beheimatet sind. In der Regel seien sie von Aquarianern ausgesetzt worden, so Schneeweiß. Nur in kleinen Tümpeln zwischen Rheinsberg und Oderberg seien noch sechs Populationen der heimischen Sumpfschildkröten festgestellt worden. Insgesamt geht Schneeweiß von höchstens 150 Exemplaren aus. Die Zahl der exotischen Sumpfschildkröten, die Dahme, Spree und Havel bevölkern, sei um ein Vielfaches höher. In Eberswalde seien exotische Wasserschildkröten gesichtet worden. Ostthüringer Zeitung - 23. Jun 2005 Natur- und Artenschutz mit Vorrang vor Windkraft Das Verwaltungsgericht Gera hat gestern die Begründung für seine Entscheidung gegen den Bau von Windkraftanlagen in Kleinreinsdorf mitgeteilt. Demnach ist den Belangen des Natur- bzw. Artenschutzes ein größeres Gewicht beizumessen, heißt es im jetzt veröffentlichten Urteil vom 28. April 2005 (Aktenzeichen 4 K 1071/02 GE). education highway - 23. Jun 2005 Oldtimer der Tierwelt in Gefahr Informationsstand im Zoo ... Die Bedrohung der Schildkröten durch Menschenhand ist beispiellos im Tierreich. Der Zoo Schmiding bietet ausführliche Informationen rund um den Schutz der Schildkröten und ruft zum Spenden auf. Maskottchen des neuen Informationsstands ist der lebensgroße Abguss einer Riesenschildkröte. WWF 22. Juni 2005 Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission IWC in Südkorea: Konferenz verurteilt wissenschaftlichen Walfang Die Mitgliedsstaaten der Internationalen Walfangkommission IWC haben Japans Programm zum wissenschaftlichen Walfang eine deutliche Abfuhr erteilt. Eine von Australien eingebrachte Resolution, die den wissenschaftlichen Walfang verurteilt, wurde mit 30 zu 27 Stimmen angenommen. Nach den Ergebnissen der ersten beiden Tage, ist dies eine weitere Niederlage für die Japaner auf dem diesjährigen Treffen der IWC. Die Resolution hat für Japan allerdings keinen verbindlichen Charakter. Japan wird sein Walfangprogramm durchziehen, fürchtet Volker Homes, Walexperte des WWF. Trotzdem ist das Ergebnis ein moralischer Erfolg. Es zeige, dass der japanische Stimmenkauf bisher keinen Erfolg hat. Der Vorsprung der Walschützer werde allerdings immer kleiner. Japans neues Programm zum wissenschaftlichen Walfang sieht eine Ausweitung der Fangquoten auch auf die stark bedrohten Finn- und Buckelwale vor. Jeweils 50 der seltenen Tiere sollen in den kommenden Jahren in den Gewässern der Antarktis gefangen werden. Artenschützer Homes: Die Japaner jagen damit ausgerechnet in einem Gebiet, das von der IWC mit großer Mehrheit als Walschutzgebiet ausgewiesen wurde. Der WWF hat im Vorfeld der IWC eine Studie vorgestellt, die belegt, dass wissenschaftlicher Walfang, der tödlich für die Wale endet, vollkommen unnötig ist. Es ist heute möglich Wale zu erforschen, ohne sie dabei zu töten, sagt Volker Homes. Die Hightech-Nation Japan arbeitet im 21. Jahrhundert noch mit den Methoden von 1940. Das Walfleisch aus den Forschungsprogrammen landet als Delikatesse auf japanischen Märkten. WWF 22. Juni 2005 Der Panda auf Wachstumskurs - WWF freut sich über zehn Prozent Zuwachs bei Unterstützern Der WWF Deutschland findet immer mehr Freunde. 2004 legte die Zahl der Förderer um zehn Prozent zu und stieg damit auf 284.000. Sie trugen mit ihren Spenden 60 Prozent und damit den Löwenanteil zu den Einnahmen der Umweltstiftung bei. Dem heute in Frankfurt vorgestellten Jahresbericht zufolge lagen die Erlöse des WWF im vergangenen Jahr bei 24,2 Millionen Euro und damit zwar unter den Rekordeinnahmen des Vorjahres aber über dem Plan. Angesichts eines schrumpfenden Spendenmarktes und der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist das ein Superergebnis, freut sich WWF-Finanzgeschäftsführer Werner Zidek. Die wachsende Unterstützung zeige, dass der engagierte, optimistische Kurs der Organisation bei den Menschen ankomme. 2004 war der WWF in 48 internationalen und 30 nationalen Naturschutzprojekten aktiv. Ein Schwerpunkt war die Rettung der Regenwälder auf Sumatra. Nirgendwo auf der Welt werden tropische Wälder so schnell abgeholzt wie hier. Allein in der indonesischen Provinz Riau wird pro Stunde eine Fläche von 32 Fußballfeldern gerodet, berichtet Dr. Peter Prokosch, Geschäftsführer des WWF Deutschland. Die dramatische Situation war der Anlass, sich auf das Tesso Nilo-Gebiet mit einem der artenreichsten Regenwälder der Erde zu konzentrieren. Die Lobbyarbeit trug Früchte: 2004 wies die indonesische Regierung große Teile dieses Gebietes als Nationalpark aus. Für den WWF ist das ein großer Zwischenerfolg zur Rettung der einmaligen Wälder. Parallel verhandelt man mit international tätigen Palmölimporteuren und Papiermühlen, um den Kahlschlag zu stoppen. Wichtig sei, die verbliebenen Naturschutzgebiete mit Waldkorridoren zu verbinden. Nur so können seltene Arten, wie die letzten Sumatra-Tiger, die große Distanzen zurücklegen, überleben. In Deutschland war 2004 die Eröffnung des Nationalparkhauses am Königsstuhl auf Rügen ein wichtiges Projekt der Naturschützer. Traditionell ist der WWF an den Küsten von Nord- und Ostsee sehr aktiv. Ziel ist es, die Ostsee endgültig als besonders sensibles Meeresgebiet auszuweisen. Dadurch lassen sich höhere Sicherheitsstandards zum Schutz vor Ölkatastrophen und anderen Schiffsunfällen durchsetzen. WWF 20. Juni 2005 Internationale Walfangkommission IWC in Ulsan, Südkorea - Stimmenverhältnis weiter auf der Kippe Japan versucht den Walschutz zu torpedieren. Auf der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission IWC, die heute im südkoreanischen Ulsan begonnenen hat, kämpft Japan für eine Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs. Die ersten Anträge der größten Walfangnation hatten die Abschaffung des Ausschusses zum Walschutz und die Einführung geheimer Abstimmungen zum Ziel. Über Walbeobachtung und den Schutz der Kleinwale will Japan auf der IWC überhaupt nicht mehr reden. Gleichzeitig kündigte Japan offiziell an, seine Fangquoten im Walschutzgebiet rund um die Antarktis zu verdoppeln und die Jagd außerdem auf die stark gefährdeten Finn- und Buckelwale auszuweiten. Von Japan wird das Vorgehen als wissenschaftlicher Walfang bezeichnet. Mit diesem Trick nutzen die Japaner ein Schlupfloch der IWC-Vereinbarungen aus. Für den Walschutz ist das eine Katastrophe, sagt Volker Homes, Walexperte des WWF Deutschland. Alle paar Jahre weitet Japan sein Programm zum so genannten wissenschaftlichen Walfang aus und neue bedrohte Arten kommen hinzu. Das Problem ist, dass sich die IWC in einer Pattsituation befindet. Die Parteien stehen sich kompromisslos gegenüber. Und momentan ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Experten gehen von weniger als 30.000 Buckelwalen aus, die heute noch in den Meeren der Welt leben. Neuere Schätzungen beziffern die Bestände vor Beginn des kommerziellen Walfangs auf mehr als eine Million Tiere. Für die Finnwale stellt sich die Situation ähnlich dar. Bei den ersten Abstimmungen am heutigen Montag konnten die Walfangnationen noch keine Mehrheit erreichen. Sie unterlagen der Gruppe der Walschützer mit 27 zu 30 Stimmen. Doch Volker Homes warnt: Das kann sich bis zum Ende der Konferenz am Freitag noch ändern. Momentan sind 66 Nationen bei der IWC registriert. Manche Länder hatten ihre Beiträge heute noch nicht bezahlt. Sobald sie ihre Rechnung begleichen, dürfen Sie auch mit abstimmen. Japan und seine Unterstützer werden den Fangstopp zwar nicht aufheben können, da dazu eine Dreiviertelmehrheit nötig ist. Solange die Walfänger ihre Quoten jedoch ohne internationale Kontrolle erhöhen können, diene diese Situation nur ihnen, so Homes. WWF 21. Juni 2005 Zur Sitzung des EU-Fischereirats in Luxemburg, 20./21. Juni 2005: Auch Schwebenetze gehören zu den EU-weit im Mittelmeer geächteten Treibnetzen In der kommenden Woche entscheiden die EU-Fischereiminister auf ihrer Ratssitzung in Luxemburg unter anderem darüber, künftig im Mittelmeer so genannte Schwebenetze einsetzen zu dürfen. Nach Ansicht des WWF besteht die Gefahr, dass damit die bereits seit mehreren Jahren EU-weit im Mittelmeer für den Fang verschiedener Tunfischarten verbotenen Treibnetze unter einem neuen Namen wieder eingeführt werden. Denn dabei handelt es sich laut WWF-Fischereireferentin Heike Vesper um nichts anderes als Treibnetze, die mit einem Anker versehen werden. Länder wie Frankreich und Italien befürworten eine solche Fischereimethode. Sie haben Treibnetze noch immer nicht vollkommen gebannt. Heike Vesper: Treibnetze können bis zu zehn Kilometer lang sein und treiben wie nahezu unsichtbare Gardinen im Wasser. Dadurch gefährden sie Delfine, Haie und andere Meeresbewohner. Die Tiere verfangen sich in den Netzen und sterben einen qualvollen Tod. Jedes Jahr fallen dieser Art der Fischerei, die in Gewässern außerhalb der EU noch bis Sommer 2005 erlaubt ist, alleine im südwestlichen Mittelmeer 3.000 bis 4.000 der Gemeinen Delfine und der bedrohten Streifen-Delfine zum Opfer. An die 100.000 Haie sterben jedes Jahr auf diese Weise, darunter Blau-, Makrelen- und Drescher-Haie. Die Treibnetzfischerei im Mittelmeer war aus diesem Grund bereits 2002 EU-weit verboten worden. Die Fischereireferentin weist darauf hin, dass der Abbau der Treibnetzfischerei in den vergangenen Jahren innerhalb der EU sogar bewusst subventioniert wurde. Es ist einfach unverschämt, dass sich die Nutznießer dieser Subventionen durch die Hintertür wieder für die Treibnetzfischerei stark machen, sagt Heike Vesper. | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | TV-Tipps | Do, 23.06.2005, 11:30-12:00 WDR, 360°, Beuteltiere an der Börse, die Earth Sanctuaries Do, 23.06.2005, 17:45-18:00 HR, Naturwelten, Elefant, Tiger & Co., Selbst ist der Tierpfleger Do, 23.06.2005, 20:15-20:45 ARTE, Delphin-Kinder (4/5), (4): Nadja, Doku-Soap Do, 23.06.2005, 21:00-21:45 XXP, Dickhäuter in anderen Umständen Protokoll einer Elefantengeburt Do, 23.06.2005, 21:30-22:00 RBB, Elefant, Tiger & Co. (6) Fr, 24.06.2005, 13:45-14:15 XXP, Faszination Tierpark - hinter den Kulissen deutscher Zoos: Vogelpark Walsrode Fr, 24.06.2005, 15:30-16:00 XXP, Faszination Tierpark - hinter den Kulissen deutscher Zoos: Der Zoo Bremerhaven Fr, 24.06.2005, 17:45-18:00 HR, Naturwelten, Elefant, Tiger & Co., Jens Weißflog und die Wölfin Fr, 24.06.2005, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Geschichten aus dem Leipziger Zoo (109) Fr, 24.06.2005, 20:15-20:15 ARTE, Delphin-Kinder (5/5), (5): Moni und Konrad Fr, 24.06.2005, 22:15-22:45 XXP, Faszination Tierpark - hinter den Kulissen deutscher Zoos: Zoo Duisburg Sa, 25.06.2005, 09:45-10:15 B-alpha, Welt der Tiere, Hippos Traum vom tiefen Wasser Sa, 25.06.2005, 09:55-10:05 ORF1, Miniversum, Kulturfolger - Tiere vor der Haustüre Sa, 25.06.2005, 12:45-13:30 WDR, Der Etosha-Nationalpark - Paradies für wilde Tiere Sa, 25.06.2005, 14:45-15:30 Phönix, Tatort Erde, 1/4: Invasoren Sa, 25.06.2005, 15:30-16:15 Phönix, Tatort Erde, 2/4: Räuber Sa, 25.06.2005, 16:15-17:00 Phönix, Tatort Erde, 3/4: Trübe Wasser Sa, 25.06.2005, 17:55-18:30 VOX, tierzeit, Die Wild-Life-Reportage, Thema: Die Bushmeatkrise - Bonobos im Kongo, Doku 2004 Sa, 25.06.2005, 19:00-19:45 BR, TIERE, Alaskas Welt der Giganten, Der Denali-Nationalpark Sa, 25.06.2005, 19:10-20:15 VOX, BBC Exklusiv, Thema: Hammerhaie Aliens aus der Tiefe, Doku, GB 2005 Sa, 25.06.2005, 20:15-21:00 BR, PLANET ERDE, Tiere und Legenden -3 , Der Hai... Gott oder Dämon? Sa, 25.06.2005, 22:50-23:50 RBB, Dickes Fell und große Klappe, Der Zoologische Garten Berlin So, 26.06.2005, 06:35-06:50 ORF1, Miniversum, Kulturfolger - Tiere vor der Haustüre So, 26.06.2005, 08:35-09:00 ZDF, Wombaz, Das Tiermagazin, Vogel Strauß So, 26.06.2005, 10:15-11:00 MDR, Die Gorillas der Vulkanberge, Der Kahuzi-Biega-Nationalpark im Kongo So, 26.06.2005, 12:35-12:50 MDR, Tier-Exoten, Der Herr der Büffel So, 26.06.2005, 13:15-14:00 MDR, Kinder des Dschungels, 3/6: Vor dem Monsun, Film über Asiens Tierwelt So, 26.06.2005, 13:30-14:15 N3, Die Supernasen von Borneo So, 26.06.2005, 13:55-14:35 VOX, tierzeit, Die Wild-Life-Reportage, Thema: Die Bushmeatkrise - Bonobos im Kongo, Doku 2004 So, 26.06.2005, 15:15-16:00 WDR, Sylt - Von Seehunden und Seeschwalben So, 26.06.2005, 16:00-16:30 BR, Welt der Tiere, Orcas, Nashörner und Eisbären - die Tiere von San Diego So, 26.06.2005, 16:00-16:45 SWR, Rekorde im Tierreich, Todeskampf und Marathon Mo, 27.06.2005, 09:45-10:15 BR, Welt der Tiere, Orcas, Nashörner und Eisbären - die Tiere von San Diego Mo, 27.06.2005, 12:15-13:00 N3, Im Meer der Schlangen Mo, 27.06.2005, 16:15-17:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Mit wildem Schrei nach Süden Mo, 27.06.2005, 17:15-18:00 HR, Im Dschungel der Ginsterkatze Mo, 27.06.2005, 21:15-21:45 HR, Welt der Tiere, Der Andenbär Mo, 27.06.2005, 21:30-22:00 3sat, Galapagos Eine Reise in die Vergangenheit der Erde Mo, 27.06.2005, 22:30-23:15 SWR, betrifft: Bye, bye Schmetterling Di, 28.06.2005, 12:15-13:00 N3, Der Nationalpark Kornati in Kroatien Di, 28.06.2005, 14:15-14:45 HR, Natur-Nah (8/29): Von Mäusen, Falken und Schwalben Di, 28.06.2005, 15:35-16:00 HR, Sommer der Murmeltiere (I) Di, 28.06.2005, 16:05-16:30 HR, Sommer der Murmeltiere (II) Di, 28.06.2005, 16:15-17:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Der giftige König der Provence Di, 28.06.2005, 17:15-18:00 HR, Spanische Raubkatzen, Die Iberischen Luchse Di, 28.06.2005, 20:15-21:00 SWR, Giganten der Tiefe - Wale Di, 28.06.2005, 20:15-21:00 WDR, Adebars verwunschenes Paradies - Störche in Polen Di, 28.06.2005, 21:45-22:15 N3, Die Reportage, Die Wolfsmutter - Zwei Welpen suchen Anschluss Mi, 29.06.2005, 16:15-17:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Otterleben Mi, 29.06.2005, 19:00-19:45 ARTE, Die letzten Paradiese (3/3): Im Garten Eden Costa Ricas - Der Corcovado Nationalpark Mi, 29.06.2005, 20:15-20:45 HR, Hessen-Reporter, Die Helfer des Klapperstorchs Mi, 29.06.2005, 20:15-21:00 N3, Expeditionen ins Tierreich, Schwertwale Killer mit Köpfchen Mi, 29.06.2005, 21:30-22:00 RBB, Großtrappen - Die Rückkehr der Riesenvögel Do, 30.06.2005, 14:30-15:15 XXP, Dickhäuter in anderen Umständen Protokoll einer Elefantengeburt, SPIEGEL TV Extra Do, 30.06.2005, 16:15-17:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Der Etosha Nationalpark - Paradies für wilde Tiere Do, 30.06.2005, 17:15-18:00 HR, Lebensraum Mittelamerika, Regenwald in Guatemala Do, 30.06.2005, 19:00-19:45 ARTE, Nationalparks Europas - Pirin, Doku, D 2005 XXP wiederholt weitere Folgen von "Faszination Tierpark" vor allem donnerstags und freitags zu unterschiedlichen Zeiten: | |