 | | E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse http://www.zoo-ag.de  | Redaktionsteam: Dirk Petzold Dr. Martina Raffel Reinhard Hellwig Melanie Witte Dr. Silke Sorge Marco Smeets |  ISSN 1619-6643 | | Ausgabe 268 vom 2. Juni 2005 | | Liebe Leser, heute kommt die Zoopresseschau aus gutem Grund später: Eine Zoo-Marketing-Konferenz gleich in der Nachbarstadt darf man sich natürlich nicht entgehen lassen! Am ersten Tag sind mir vor allem zwei Dinge aufgefallen: Erstens, daß die meisten deutschen Zoos durch Abwesenheit glänzen - das magere Dutzend vertretener Parks des Gastgeberlandes läßt vielleicht auch einen Rückschluß zu, welche Zoos Notwendigkeit und Chancen guten Marketings erkannt haben. Zweitens: Bei fast allen Vorträgen und Diskussionen scheint völlige Übereinstimmung zu herrschen, daß Zoo-Marketing vor allem auch Geldbeschaffung für Naturschutzprojekte betrifft und der "grüne" Aspekt des Marketing (wie das Tagungsmotto schon ausdrückt) längst alle Bereiche des Zoos umfaßt. Das ist eindeutig ein gutes Zeichen. Passend dazu wurde auch gerade die neue Zoo-Welt-Naturschutz-Strategie veröffentlicht, die keineswegs nur eine überarbeitete Version der mittlerweile auch schon wieder 12 Jahre alten ersten Strategie ist, sondern eine sehr lesenswerte Standortbestimmung und Selbstverpflichtung, die der Handlungsleitfaden für die alle verantwortungsvollen Zoos bis in die nächsten Jahrzehnte sein wird. Mehr dazu unter "Neue Veröffentlichungen". Hiermit verabschiede ich mich für die nächsten Wochen, in der Gewißheit, daß Ihnen Reinhard Hellwig und die übrigen fleißigen Helfer in der gewohnten Zuverlässigkeit wöchentlich eine Zoopresseschau servieren werden. Dirk Petzold
Regensburg, 2. Juni 2016 Zootiere unter Dauerkontrolle Seit einem Jahr werden im Zoo die Tiere mit RFID-Chips markiert, mit denen alle Tiere jederzeit lokalisiert werden können (wir berichteten mehrfach). Nach Systemabsturz durch überfliegende Wildgänse im März läuft das System nun wieder und konnte letzte Woche erstmals bei einem Notfall getestet werden. Die zuständige Kuratorin Fenja M. berichtet: "Unser spurlos verschwundener Binturong konnte binnen weniger Minuten metergenau in einem etwa 300 m entfernten Straßenbaum ausfindig gemacht werden. Den hätten wir sonst lange nicht gefunden!". Mittlerweile wurden die Sensoren soweit verfeinert, daß nun sogar die Bewegungen der Tiere in den Anlagen ständig fernüberwacht werden können. "Wir bekommen sozusagen nebenher Daten zur Gehege-Nutzung für jedes Tier, ja sogar in Relation zu den anderen Tieren und zu Bewegungsmustern. Raumnutzung und einfache Bewegungs- und Sozialbeobachtungen, für die früher Zoologiestudenten wochenlang vor Gehegen ausharrten, erhalten wir nun auf Knopfdruck. Verändertes Verhalten vor Geburten oder bei Krankheit können wir grafisch darstellen. Sogar ein Frühwarnsystem für sich entwickelnde Stereotypien wäre denkbar: Wenn sich Verhaltensmuster häufig wiederholen, schlägt das System Alarm, und wir können Tierhaltung und Gehege-Einrichtung optimieren, bevor das Verhalten pathologisch wird" begeistert sich die Kuratorin. Tierrechtler beklagen den Verlust jeglicher Tier-Würde durch die lückenlose Überwachung und halten es nicht für Zufall, daß das System einst an Strafgefangenen getestet wurde. (Lassen auch Sie Ihre Phantasie spielen und schicken Sie uns Kurzartikel z.B. von 2015 oder 2055 - welche Themen mögen dann wohl die Zoowelt bewegen? Einige wenige Zeilen genügen.) | Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | | | Zoos und Tierparks | Aachener Zeitung - 30. Mai 2005 Tolle Anlage, hohe Preise, wenige Tiere Kerkrade. Das erste Tier, auf das wir nach 200 Metern stoßen, ist ein Tiger. Aus Kuschelstoff für 69 Euro. Aber gleich hinter dem Souvenirladen, da geht's endlich los. Der «Gaia-Park» in Kerkrade (15 Euro Eintritt, 12 Euro für Kinder), ein neuer Zoo in der Euregio, fünf Wochen nach dessen Eröffnung. «Schöne Anlage mit zum Teil tollen Gehegen, aber es gibt zu wenig Tiere - und die Preise sind viel zu hoch», resümieren Doris Hermanns und Tochter Jana sowie Kirsten Brummont und Tochter Marie-Christine aus Aachen, die einen «Schnupperbesuch» absolvieren. Das 20 Millionen Euro teure Projekt, vom US-Zoo-Architekten Patrik Janikowski entworfen, sieht sich getreu der Namensgeberin Gaia (griechische Göttin der Erde) als moderner Themenpark. Ob dazu auch gegen Wände glotzende Wölfe gehören? Oder die Leidensfähigkeit nordischer Rentiere, die - wie am Wochenende - schattenlos in der prallen Sonne japsen? Oder die von hin- und herpreschenden Fuchsmangusten, die hinter Metallwänden - ohne Abstand zu den Besuchern - nur noch die Flucht aus dem Minigehege suchen? Es gibt mit Sicherheit Korrekturbedarf im Gaia Park. Was sicher nicht für die faszinierende Regenwald-Szenerie gilt, in der sich über den Köpfen der Besucher kleine Totenkopfaffen an Ästen, Tauen und Netzen artistisch tummeln. Alleinstellungsmerkmale hat Kerkrade mit Gorillas, Giraffen, Wölfen und einem konzeptionellen Themenpark. Aachen mit Pinguinen, Savalen, Känguruhs, einem Streichelzoo sowie pädagogischem Konzept. BZ auf Draht - 25. Mai 2005 Zoodirektoren tagen im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde Der Tierpark Berlin-Friedrichsfelde ist von diesem Donnerstag bis Samstag Treffpunkt des Verbandes Deutscher Zoodirektoren. Nach Angaben des Tierparks gehören dem seit 1887 bestehenden Verband rund 160 Mitglieder aus 63 Zoologischen Gärten an. Bei der Sitzung geht es vorrangig um Haltung und Zucht von Nashörnern. Ein weiteres Thema ist das «Bauen für Mensch und Tier» in Zoos. Im Jahr des 50. Geburtstags des Tierparks kommen auch Gäste aus Dänemark, Frankreich, Estland, Ungarn und der Schweiz nach Berlin. Neue Ruhr Zeitung - 1. Jun. 2005 Zoo stellte sich TV-Test Ein Team des WDR-Fernsehens drehte für die "Servicezeit: Geld" in sechs Tierparks in Nordrhein-Westfalen. In einem Zoo stehen die Tiere im Mittelpunkt. Keine Frage. Gestern morgen mussten sie sich die Aufmerksamkeit der Kids, die mit ihren Schulklassen durch Duisburgs Tierpark liefen und versuchten, ihre Aufgaben zu lösen, mit ganz gewöhnlichen Zweibeinern teilen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hatte eine Fernsehteam der "Servicezeit: Geld" nach Duisburg geschickt, die sechs Zoos in Nordrhein-Westfalen miteinander verglichen. Nach Münster und Rheine war Duisburg an der Reihe, danach ging es noch nach Krefeld, Dortmund und Wuppertal. "Wir vergleichen die Zoos nach verschiedenen Kriterien", erzählte die WDR-Autorin. Das Ergebnis des Tests wollte Birgit Bonk, die sich bereits zuvor alle sechs Zoos angesehen hatte, nicht verraten. "Schließlich sollen die Leute die Sendung schauen." Dennoch hatte sie schon ihre Favoriten ausgemacht. "Die Koalas sind toll", sagte Bonk und gab dann doch einen kleinen Einblick. "Die größten Attraktionen haben einfach Duisburg und Münster. Die kleineren Zoos haben aber auch ihren Reiz." Für den rund achtminütgen Beitrag investierten Bonk und ihr Team rund zweieinhalb Wochen Arbeit. Hamburger Abendblatt 28. Mai 2005 Als Hagenbeck noch in Preußen war Von Claudia Sewig Vor einhundert Jahren, als Stellingen noch zu Preußen gehörte, herrschte Hochbetrieb auf einem 27 Hektar großen Gelände, das Carl Hagenbeck im Jahr 1897 für 35 000 Goldmark gekauft hatte. Der Tierhändler, der 1902 sein Geschäft vom neuen Pferdemarkt hierher vor die Tore Hamburgs verlegt hatte, bereitete die Eröffnung seines Tierparks am 7. Mai 1907 vor. Einhundert Jahre später ist "Hagenbecks Tierpark" nicht nur eine Hamburger Institution mit Weltruf - sondern in neuerlichen Vorbereitungen. Zum Jubiläumsjahr 2007 will das Familien-Unternehmen mit neuen Attraktionen aufwarten: ein eigenes Parkhotel, ein Troparium im Stil einer nepalesischen Festung und eine neue Elefantenhalle sind nur einige der Projekte, die bis 2007 fertiggestellt sein sollen. Zehn Millionen Euro stellte der Senat gerade aus Mitteln des Sonderinvestitionsprogramms dafür zur Verfügung. Der 50jährige Historiker Klaus Gille ist einen Tag in der Woche vom Tierpark damit beauftragt, das Archiv zu katalogisieren und zu ergänzen. Rund 10 000 Hagenbeck-Fotos, einige hundert Plakate und ebenso viele Postkarten hat Gille seit 1998 in den Händen gehabt, sie nach Datums- oder weiteren Beschriftungen abgesucht und in den Computer eingegeben. Noch hatte er längst nicht alles gesichtet und katalogisiert. Dabei nähert sich das Jubiläum mit großen Schritten. "Die Neubauten dafür werde ich sorgfältig dokumentieren", sagt Gille. sz-online - 1. Jun. 2005 Malik wirds versuchen - leider Pustekuchen ... Zwölf Tage haben sie sich nur durch die Gitterstäbe beschnuppert. Gestern durfte Malik, der neue Löwenjunge vom Chemnitzer Tierpark, endlich zu seiner Prinzessin Kimba. Es war Liebe auf den ersten Blick. Aber leider wird sie ohne Happy End bleiben. Denn die Aussicht auf Nachwuchs ist gleich null. Sie mögen sich, so Tierpark-Direktor Hermann Will (40) erleichtert. Er hatte die elf und neun Monate alten Teenager am 19. Mai aus dem Leipziger Tierpark abgeholt. Dort war der von seiner Mutter verstoßene Malik liebevoll zu einem stattlichen 70-Kilo-Burschen aufgepäppelt worden. Jetzt kann Malik von seiner jungen Angola-Löwin (sie wurde im Zoo Halle geboren) lernen, wie man sich als echte Raubkatze benimmt. Norddeutsche Neueste Nachrichten - 1. Jun. 2005 Tiger-Mama ringt mit dem Tod Erst vor sechs Monaten brachte Dschuna im Schweriner Zoo die drei niedlichen Racker Buran, Mandschu und Wassja zur Welt. Jetzt kämpfen Ärzte um das Leben der Tiger-Mama. Sie leidet unter einer Virus-Infektion, wurde gestern künstlich ernährt. Die Chancen auf Besserung sind ungewiss. Tragisch: Die Babys brauchen ihre Mutter. Vor zwölf Tagen gab es erste Anzeichen der Krankheit. Dschunas Zustand verbesserte sich zwar kurzzeitig, spitzte sich in den vergangenen Tagen aber erneut zu. Die drei Kleinen brauchen ihre Mutter noch. Schneider: "Sie hätten zwar auch ohne ihre Mutter keine Probleme mit der Nahrung. Aber ein Verlust hätte psychologisch schlimme Auswirkungen." Die Raubkatze muss ihre Kleinen erziehen und ihnen Tiger-Umgangsformen beibringen. Ob die schwache Tiger-Mama die Infektion überlebt, werde sich nach der Prognose der Ärzte erst in den nächsten Tagen zeigen. Landeszeitung (Lüneburg) - 26. Mai 2005 Kleiner Flattermann ganz groß: Wildpark Lüneburger Heide nimmt Riesenseeadler auf Noch ist Mischa klein. Noch etwas zersaust schaut das erst fünf Wochen alte Adlerjunge zu Falkner Lothar Askani auf, gibt ihm unmissverständlich zu verstehen: Ich habe Hunger. Denn Mischa will groß, ganz groß werden - schließlich ist er ein Riesenseeadler. Der Wildpark Lüneburger Heide in Nindorf/Hanstedt ist die neue Heimat Mischas, der aus dem Vogelpark Walsrode stammt. Dort wurde seiner Mutter aus Sicherheitsgründen - Riesenseeadler werden sehr selten gezüchtet - ein Ei von zwei entnommen. In der Brutmaschine schlüpfte nach 44 Tagen ein kerngesundes Adlerbaby. Von Hand wird der kleine Knirps jetzt von Lothar Askani (54) aufgezogen, bis er selbständig Nahrung zu sich nehmen kann. hr online - 26. Mai 2005 Tonnenschwer und liebestoll Er ist 29 Jahre jung, ca. 3 Meter lang und 2 Tonnen schwer: Maikel, der fesche Flusspferdbulle aus dem Frankfurter Zoo. Mit diesen Traummaßen und seinen unverwechselbaren Vorderzähnen betört er seit vielen Jahren Gattin Petra. Fünf schwergewichtige Nachkommen hat er im Laufe seines Lebens bereits gezeugt. Das letzte Junge, Bulle Kiboko, der Liebling aller Zoobesucher, kam im Juli 2004 zur Welt. Mit dem Familienzuwachs ist es im Frankfurter Flusspferdgehege etwas zu eng geworden, und so kam der Wunsch der Kollegen aus Hannover, Maikel auf eine ganz besondere Dienstreise zu schicken, wie gerufen. In Hannover warten 6 vollschlanke Flusspferd-Damen auf den Kavalier aus Frankfurt. Seit fast 10 Jahren leben sie in einer reinen Frauen-WG und sollen nun erstmals Herrenbesuch bekommen. Zwei der entzückenden weiblichen Dickhäuter sind die Auserwählten für eine bevorstehende Romanze mit dem Gigolo aus Frankfurt. Folgen: ausdrücklich erwünscht! Die Presse.com - 25. Mai 2005 "Hören nicht einmal zu" "Ja nicht einmal dran denken." Mit diesen scharfen Worten wehrt Hans Kortschak, Anwalt der den Tierpark derzeit noch betreibenden Herberstein OEG, den jüngsten Vorschlag der ÖVP ab, der Landesmuseum Joanneum GmbH als zukünftigem Pächter eine Ausstiegsklausel aus dem Vertrag einzuräumen. Kortschak spricht gegenüber der "Presse" von einem "verantwortungslosen Vorschlag": "Da hören wir nicht einmal zu." Gegenseitige Ausstiegsklauseln bei wichtigen Gründen seien bei derartigen Vertragswerken ohnehin immer vorgesehen. Ein Kündigungsrecht nur aufgrund eines auslaufenden Sponsorvertrages (die Shoppingcity Seiersberg übernimmt für die nächsten fünf Jahre die Pacht von 304.000 Euro) ist für den Rechtsanwalt jedoch "verantwortungslos". Im Landtag selbst zeichnet sich nach der gestrigen Debatte eine hauchdünne ÖVP-BZÖ-Mehrheit für diesen Vorschlag ab. Die Presse.com - 27. Mai 2005 Tierpark Herberstein: ÖVP: Kündigungsklausel ist fix Landeshauptfrau Waltraud Klasnic legt der Regierung am kommenden Montag das neue Vertragswerk über den Tierpark Herberstein vor. Wichtigstes Detail: Dem Landesmuseum Joanneum als künftigem Tierpark-Betreiber wird laut Klasnic-Papier ein "einseitiges Kündigungsrecht nach fünf Jahren" eingeräumt. Noch am Donnerstag hatte Tierpark-Vertreterin Andrea Herberstein in einem Radio-Interview gemeint, die Kündigungsklausel sei nicht akzeptabel. Herberstein hatte neuerlich ein Aus für den Tierpark in den Raum gestellt. Die ÖVP dürfte aber mittlerweile die Brisanz des Falles erkannt haben und ist zu keinerlei weiteren Konzessionen bereit. Damit dürfte ein Landtagsbeschluss mit der Mehrheit von ÖVP- und BZÖ-Stimmen gesichert sein. In der neuen Vorlage von Klasnic werden die öffentlichen Kosten für den Tierpark-Betrieb nun wie folgt berechnet: Da die Pacht fünf Jahre lang vom Sponsor SCS (Shopping City Seiersberg) übernommen wird, muss die öffentliche Hand im ungünstigsten Fall jährlich 500.000 Euro für "attraktivitätserhaltende Investitionen" aufwenden. Dies unter der Annahme, dass 210.000 zahlende Besucher kommen. Ist der Andrang größer, dann sei sogar ein operativer Gewinn möglich, der den Investitionsaufwand bis auf null (bei 260.000 Besuchern) senke. Der Standard - 30. Mai 2005 Tierpark Herberstein: Noch ein Anlauf mit "optimiertem Konzept" Die Zukunft des oststeirischen Tierparks Herberstein ist nach wie vor ein Zankapfel zwischen den Regierungsparteien der Steiermark, die sich bereits der Landtagswahl im Herbst entgegen kämpfen. Landeshauptfrau Waltraud Klasnic stellte am Montag der Landesregierung ihren "optimierten" Vertrag für eine Übernahme des Tierparks der "Gräfin" Andrea Herberstein durch das Land vor. Die Neuerung darin besteht in der Möglichkeit eines Ausstiegs des Landes nach fünf von 20 Jahren, für die der Vertrag gelten soll. Die Regierungspartner SPÖ und FPÖ lehnten den "sittenwidrigen Vertrag" wie alle vorangegangenen entschieden ab und wollen den Bericht des Rechnungshofs zu Herberstein abwarten. Nachdem sich überraschend in der "Shoppingcity Seiersberg" ein Sponsor für fünf von 20 Pachtjahren gefunden hatte, war Klasnic kurz glücklich. Doch SPÖ- Chef und Landeshauptfrau- Stellvertreter Franz Voves konnte diese Freude angesichts verbleibender 24 Millionen Euro nicht teilen. Die Presse.com - 30. Mai 2005 "Gräfliche Geiselhaft" Die Fronten in der Causa "Tierpark Herberstein" bleiben verhärtet: Die ÖVP spricht von einer "nachhaltigen und tragbaren Zukunftslösung" (Landeshauptfrau Waltraud Klasnic) beziehungsweise einem "optimierten Konzept" (Tourismuslandesrat Hermann Schützenhöfer). Demnach soll dem Landesmuseum Joanneum als künftigem Betreiber des Tierparks eine Ausstiegsmöglichkeit nach fünf der auf 20 Jahre ausgelegten Vertragsdauer eingeräumt werden. SP-Chef Franz Voves schimpft dagegen noch immer über einen "sittenwidrigen, unverschämten Pachtvertrag" und eine "gräfliche Geiselhaft", in die sich das Land begebe. Dass in der von Schützenhöfer vor einer Woche präsentierten Studie selbst im "worst case"-Szenario von 30 Prozent mehr Besuchern ausgegangen wird (210.000) als der Tierpark zuletzt hatte, ist für Voves ein Zeichen von "Auftragsgutachten". FP-Chef Leopold Schöggl warnt mit Verweis auf die Estag-Debatte vor "gefährlicher Wiederholungstäterschaft", sollte das Land vor einer endgültigen Entscheidung nicht den Bericht des Landesrechungshofes abwarten. Mit ersten Kontrollergebnissen ist aber frühestens im Sommer zu rechnen. Indes hat die ÖVP mit einer Mehrheitsentscheidung in der Landesregierung (gegen die Stimmen der SPÖ und FPÖ) das Konzept beschlossen und damit an den Landtag weitergeleitet. Dort wird mit einer VP-BZÖ Mehrheit gerechnet. Der Standard - 25. Mai 2005 Zoo Schmiding: Ein Partner für Antje Wels Antje ist bisher einzigartig in Österreich: Im Herbst vorigen Jahres kam das Faultier im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes von Dortmund in den Zoo Schmiding bei Wels. Jetzt hat Antje einen Partner bekommen. Pedro, geboren im Zoo in Zürich, schläft nun neben Antje. Der Zoo Schmiding hofft, dass die Tiere doch fleißig genug sind, um für Nachwuchs zu sorgen, meint Direktor Andreas Artmann. Planung und Bau Hamburger Abendblatt - 25. Mai 2005 Zuschuß fürs Troparium Der Senat hat einem Zuschuß zur Errichtung des Tropariums in Hagenbecks Tierpark zugestimmt. Der Neubau soll 2007, zum 100. Jubiläum des Tierparks, eingeweiht werden. Die Kosten sind mit rund 20,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt beteiligt sich daran mit knapp zehn Millionen Euro aus Mitteln des Sonderinvestitionsprogramms. Zuständig ist die Kulturbehörde, weil der gesamte Tierpark seit 1997 in die Denkmalliste der Stadt Hamburg eingetragen ist. "Hagenbecks Tierpark ist für Familien weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus eine wichtige Freizeit- und Erholungseinrichtung, die nun um eine spannende Facette reicher wird", sagte Kultursenatorin Karin von Welck. Leipziger Volkszeitung - 24. Mai 2005 Lissabon sagt Zucht ab - Leipzig greift zu Voraussichtlich Ende Juli trifft das erste Okapi im Zoo Leipzig ein. Die Koordinatoren des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms bestätigten Leipzig Anfang des Jahres als neuen Zucht-Standort - dank eines Glücksumstands: Der Zoo Lissabon ist nach 13 Jahren geduldigen Wartens von seiner Anmeldung für die Okapi-Zucht zurückgetreten. Und die Leipziger, erst seit drei Jahren auf der Warteliste, haben nun schnell gehandelt: Vergangene Woche wurde bereits mit dem Bau der Anlage losgelegt. Später soll die Gruppe auf zwei männliche und zwei weibliche Tiere samt Nachwuchs anwachsen. Die neue Anlage entsteht auf einem dicht bewachsenen, bisher ungenutzten Waldstück am nördlichen Ende des Zoos, zwischen Pongoland-Ausgang und Afrika-Savanne. Zunächst sollen rund 1000 Quadratmeter, später insgesamt 3900 Quadratmeter für die Okapis bebaut werden. Ursprünglich war das Gelände für einen begehbaren Affenwald reserviert, der jedoch aus Kostengründen auf Eis gelegt ist. Das Projekt kostet 300 000 Euro. "Wir haben keine fünf Minuten gebraucht, um zu entscheiden, dass wir das unterstützen", so Siegfried Stauche vom Freundes- und Förderkreis des Zoos. Der Förderkreis will zwei Drittel der Kosten für die Anlage, also rund 200 000 Euro, einsammeln. 100 000 Euro hat der Zoo selbst für den Bau flüssig gemacht. Stuttgarter Nachrichten - 25. Mai 2005 Studenten entwerfen Affenhaus - Stuttgarts Menschenaffen brauchen neues Heim Die Menschenaffen in der Wilhelma sollen nach dem Wunsch von Zoo-Direktor Dieter Jauch bald in ein neues Heim einziehen. Am Dienstag hat er einen Vorgeschmack darauf bekommen, wie Gorillas, Gibbons und Menschenaffenkinder zukünftig unter einem Dach wohnen könnten - als Architekturstudenten der Universität Stuttgart ihre Entwürfe in der Wilhelma präsentierten. Dächer zum Abnehmen, liebevoll modellierte Bäumchen, viele transparente Flächen: die Studenten hatten unter Anleitung von Professor Dieter Hauffe vom Institut für Entwerfen und Konstruieren ein Semester lang Zeit, ihre Vorstellung des neuen Menschenaffenhauses umzusetzen. Für angehende Architekten wie Wilhelma-Verantwortliche gleichermaßen eine "Spielwiese", sagt Jauch, der von den Ergebnissen der Studenten angetan ist: "Die Modelle schärfen den Sinn fürs Machbare, da sie unter realen Nutzungsanforderungen entstanden sind." Vielerorts habe man bereits neue Menschenaffenanlagen gebaut oder - wie in Frankfurt am Main - zumindest einen Wettbewerb für Entwürfe gestartet. In Stuttgart ist man offenbar bald soweit. "Bis Mitte 2006 soll eine Jury getagt haben und der Siegerentwurf feststehen", sagt Ilse Lange-Tiedje vom Landesbetrieb Vermögen und Bau, Baden-Württemberg. In der nächsten Woche werde man sich zusammensetzen, um die Auslobung des Wettbewerbs vorzubereiten. Die Finanzierung der Baukosten in Höhe von zwölf Millionen Euro ist bereits zur Hälfte gesichert, da der Wilhelma-Förderverein sechs Millionen aufbringt. Wenn das Land den Rest zuschießt, kann das neue Affenheim gebaut werden. Volksstimme Magdeburg - 27. Mai 2005 Umbau: Leoparden-Gehege wird zur Husky-Landschaft Mitte Juni soll im Zoo Magdeburg ein neues Gehege eröffnet werden. Das Ungewöhnliche daran ist: In dem Gehege werden Husky-Hunde leben, die im Zoo eine ganz besondere Aufgabe bekommen sollen. Ein Schild am Gehege der China-Leoparden verkündet, dass dort zukünftig Huskys präsentiert werden sollen. Natürlich handele es sich bei Huskys um Hunde, aber um solche, die sehr urwüchsig aussehen, sagte Frank Ahrens, zoologischer Leiter im Tierpark. Und genau das wolle sich der Zoo zunutze machen. Tierisch nah heißt bekanntermaßen das neue Zoo-Konzept, in das sich jetzt die Hunderasse aus dem hohen Norden einfügen soll. Zwei Jobs warten dabei auf die Vierbeiner mit den stahlblauen Augen. Wenn der Zoo für sich, beispielsweise in der Innenstadt oder bei Veranstaltungen, wirbt, sollen die Huskys als tierische Vertreter mit dabei sein. Der zweite Job ist ein pädagogischer, für den die Hunde engagiert werden sollen. Wir können mit den Hunden zum Beispiel Kindern ein Tiergehege in voller Aktion zeigen, sagt Frank Ahrens. Möglich seien auch Vergleiche mit den Rothunden im Zoo. Husky und Rothund gegenübergestellt und die Unterschiede zwischen Wildhunden und Haushunden ließen sich sehr anschaulich verdeutlichen. Auf diese Weise könne man auch den Sinn eines Tierparks recht gut darstellen. Die China-Leoparden wurden zu Gunsten der Huskys nicht einfach an die Luft gesetzt. Die drei Leoparden, ein Männchen und zwei Weibchen, seien vom Zuchtprogramm zur arterhaltenden Zucht ausgewählt und dazu in anderen Tierparks angesiedelt worden. Rund 15 000 Euro werde das Husky-Gehege, das Mitte Juni fertig sein soll, kosten, sagte Kai Perret. Dann soll eine Gruppe von sechs Hunden, gezüchtet in Brandenburg, dort heimisch werden und ihren Zoo-Job übernehmen. Kölnische Rundschau - 30. Mai 2005 Ein neues Zuhause für Balu und Siggi Hellenthal. Der Bär sieht harmlos, sogar niedlich aus und man möchte mit ihm kuscheln. Aber er ist brandgefährlich, erzählt der Tiermaler Conrad Franz vor der Kamera des WDR. Im Rahmen der Serie Tiere suchen ein Zuhause wurden im Wildgehege Hellenthal zwei Tiergeschichten gedreht. Zum einen geht es um einen Esel, der von einer Bonner Familie mit ihren zwei Kindern auf seiner Wiese betreut wird. Zum anderen geht es um den Jungbären Balu, der mit seinem Vater Siggi bald in ein großes neues Gehege umziehen darf. Für die Bären plant die Gehegeleitung ein neues, 4000 Quadratmeter großes Gehege mit zwei Teichen und einer Höhle. Das neue Bärengehege wird am Eingang des Wildgeheges auf der linken Seite in einem Tal gebaut. Dort entsteht auch das Bärenhaus, in dem die Bären über Nacht sein werden. Aber auch die Zuschauer werden eine Höhle am neuen Bärengehege erhalten, von wo aus sie bequem das Treiben der Bären beobachten können. Zudem wird es eine Aussichtsplattform mit fest montierten Fernrohren geben. In das jetzige Bärengehege von Siggi und Balu, das immerhin 740 Quadratmeter groß ist und einem Hochsicherheitstrakt gleicht, wird dann der Fischotter einziehen, denn dort gibt es auch ein großes Planschbecken. Die beiden Tiergeschichten aus dem Wildgehege Hellenthal sendet der WDR voraussichtlich am 3. Juli um 17.45 Uhr. sz-online - 1. Jun. 2005 Tierpark feiert und stellt Modell für Bärenanlage vor Zu einem Fest rund um das Thema Bären lädt am Sonnabend ab 14 Uhr der Tierpark in Bischofswerda Groß und Klein ein. Kinder, die ihren Plüschteddy mitbringen, haben freien Eintritt. Eine Informationsveranstaltung beginnt 10 Uhr. Hier wird das Modell einer neuen Bärenanlage vorgestellt. Das rund 350 Quadratmeter große Freigehege soll Herzstück eines Bärenerlebnispfades werden, dessen Bau rund 150 000 Euro kostet. Um das Projekt zu finanzieren, wirbt der Tierpark um Spenden. azonline.ch - 31. Mai 2005 Viel Geld für den Betrieb im Roggenhausen Der Wildpark im romantischen Roggenhausen liegt den Aarauer Ortsbürgerinnen und Ortsbürgern seit Jahrzehnten am Herzen. Neben den jährlichen Zuschüssen an den Trägerverein und der Personalfinanzierung haben die Ortsbürger immer ein offenes Ohr für Investitionsanliegen gehabt. Das dürfte wohl auch am kommenden Montag, 6. Juni, der Fall sein, wenn an der Sommer-Gmeind ein Kreditantrag von knapp 1,5 Millionen Franken zu behandeln sein wird. Bereits im Rahmen des Projektierungskredites von 80 000 Franken war unbestritten, dass «der gegenwärtige Zustand der Liegenschaft Roggenhausen den heutigen Anforderungen nicht mehr genügt». In erster Linie geht es um eine Entflechtung des Wildpark- und des Gastronomiebetriebes. Summa summarum rechnet der Stadtrat mit Investitionskosten von 1 473 500 Franken. Die Bauausführung ist für die Zeit von Mitte 2005 bis Sommer 2006 vorgesehen. Mit geeigneten Provisorien soll der Betrieb von Restaurant und Park möglichst wenig beeinträchtigt werden. Aktionen Kölnische Rundschau - 30. Mai 2005 Regenwald in Gefahr: Ausstellung im Zoo Die tropischen Regenwälder sind in akuter Gefahr. Jedes Jahr werden weltweit 1,5 Milliarden Kubikmeter Holz geschlagen, eine Fläche, die mehr als doppelt so groß ist wie Deutschland. Rund 8800 Baumarten sind existenzgefährdet. Mit diesen alarmierenden Erkenntnissen eröffnete gestern Jürgen Wolters von der Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz eine Ausstellung im Kölner Zoo. Wir wollen das Bewusstsein der Menschen über die Auswirkungen unkrontrollierter Holzwirtschaft stärken und jeden zum Schutz von Wäldern auffordern. Die Ausstellung Runter vom Holzweg im Tropenhaus soll während des Sommers über die vielfältigen Arten und Nutzungsmöglichkeiten von Holz und die Folgen der Holzfällung für Mensch und Tier aufklären. Heimische Hölzer mit dem Gütesiegel des deutschen Forstrats, sind von guter Qualität und können bedenkenlos zur Möbelproduktion eingesetzt werden. Auch Recyclingpapier mit dem Blauen Umweltengel ist laut Wolters eine Alternative aus 100 Prozent Altpapier. Hamburger Abendblatt - 28. Mai 2005 Eine Ausstellung über den Werdegang des Tierparks Dem Hamburger Traditionsunternehmen Hagenbeck und seiner Geschichte widmet die HSH Nordbank zur Zeit die Ausstellung "Hagenbecks Tierpark". Die Ausstellung zeigt in zum Teil nie zuvor gezeigten Dokumenten den Werdegang von der Gründung der berühmten Hamburger Institution bis zu den heutigen Aufgaben der Stiftung Tierpark Hagenbeck. Die Ausstellung im Konferenzzentrum der HSH Nordbank, Gerhart-Hauptmann-Platz 50, ist bis zum 2. September montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Frankfurter Rundschau - 27. Mai 2005 Augsburger Tierpark will afrikanisches Dorf Mit ihrem Plan, im Augsburger Zoo ein afrikanisches Dorf zu errichten, hat sich die Tierparkleitung herbe Kritik und Rassismusvorwürfe eingehandelt. "Ein Zoobesuch mit Überraschung: Für vier Tage entsteht im Augsburger Tierpark ein afrikanisches Dorf. Um eine einmalige afrikanische Steppenlandschaft gruppieren sich Kunsthandwerker, Silberschmiede, Korbflechter, Zöpfchenflechter." So preist der Augsburger Zoo die Veranstaltung "African Village": vom 9. bis zum 12. Juni zwischen Pavian- und Zebragehege. Wissenschaftler aus dem In- und Ausland sowie Initiativen von Menschen dunkler Hautfarbe haben in Aufrufen und Protestbriefen die Zoodirektion aufgefordert, das "African Village" abzusagen. Neues Deutschland 2. Jun 2005 Direkt neben den Pavianen Der Augsburger Tierpark will für vier Tage zwischen Affen und Zebras ein afrikanisches Dorf errichten. Die Vorwürfe von Kritikern weisen der Zoo und die beteiligten Künstler zurück. Ausgerechnet neben dem Paviangehege soll im Augsburger Zoo ein »African Village« errichtet werden. »Vier Tage lang afrikanische Kultur, Kunsthandwerk, Kulinarisches« mit diesen Worten wirbt der Zoo für sein Projekt. Vom 9. bis 12. Juni soll afrikanische Lebensweise vorgestellt werden. Zoodirektorin Barbara Jantschke findet daran nichts Ungewöhnliches. Sie denkt, »dass der Augsburger Zoo genau der richtige Ort ist, um auch die Atmosphäre von Exotik zu vermitteln«. Das sehen Organisationen wie die »Initiative Schwarze Menschen in Deutschland« (ISD) und ADEFRA e.V. (»Schwarze deutsche Frauen und Schwarze Frauen in Deutschland«) völlig anders. Sie erheben schwere Vorwürfe gegen den Zoo. Wenn schwarze Menschen als exotische Objekte in trauter Einheit mit der Tierwelt betrachtet werden können, sei das kaum als gleichberechtigte kulturelle Begegnung zu verstehen. Die gesamte Herangehensweise der Veranstalter spreche von einer erschreckend ungebrochenen Verdrängung historischer Kontinuitäten. Im ahistorisch situierten Kontext des Zoos würden in geschmackloser Art die Kolonial- und NS-Opfer verhöhnt. Kritik an dem Projekt übt auch die Initiative Kirche von unten. Für Toleranz und Völkerverständigung sei ein Zoo kein geeigneter Ort. Diese Kritik weist Robert Vogl, Integrationsbeauftragter der Stadt Augsburg, zurück. Die Darstellung sei weit entfernt von den früheren Völkerschauen. Es gehe nicht um eine Zurschaustellung. Beteiligt sei u.a. der Augsburger Togo-Verein, der für ein Projekt wirbt, das in Zusammenarbeit mit einer togoischen Hilfsorganisation obdachlosen jungen Müttern und Kindern ein Haus als Anlaufstelle errichten soll. Auch die an dem »African Village« beteiligten Künstler können mit der Kritik nichts anfangen. taz - 31. Mai 2005 Die etwas andere Völkerschau Die Eventkultur macht vor Löwen-Gehegen und Pinguin-Becken längst keinen Halt mehr. Weil es Geld bringt, vermieten viele Zoodirektoren ihr Haus für Veranstaltungen; die lärmempfindlichen Tiere werden so lange weggeschlossen. "Für Ferien, Partys und Events finden Sie im Zoo den richtigen Rahmen", protzt zum Beispiel der Berliner Zoo. Parallel zum Christopher Street Day steigt dort in drei Wochen eine glamouröse "Gay Night at the Zoo". Etwas daneben gegriffen hat nun allerdings der Zoo in Augsburg. "Für vier Tage entsteht im Augsburger Zoo ein afrikanisches Dorf", warb der Tierpark für einen "Zoo-Besuch mit Überraschungen" vom 9. bis 12. Juni. Manch einer fühlte sich da an die unselige Tradition der "Völkerschauen" der Jahrhundertwende erinnert, bei denen halbnackte Afrikaner dem amüsierten Publikum zur Schau gestellt wurden. Vor allem die "Initiative Schwarzer Deutscher" (ISD) schlug Alarm, ihr Protestschreiben machte als Kettenbrief im Internet die Runde. Seitdem wird die Direktorin des Augsburger Zoos, Barbara Jantschke, mit Protestmails überschüttet. Inzwischen gibt sie zu, zumindest der Name sei unglücklich gewählt. Symptomatisch ist die Provinzposse dafür, welch große Unbedarftheit in Deutschland mancherorts vorherrscht, wenn es um die eigene rassistische Kolonialvergangenheit geht. Pech nur für den Augsburger Zoo, dass die öffentliche Sensibilität diesbezüglich zugenommen hat und auch afrodeutsche Interessenverbände zunehmend selbstbewusst agieren. "Kunsthandwerker, Korbflechter und Zöpfchenflechter", wie angekündigt, findet man schließlich auf jedem besseren Straßenfest, erst recht auf einem der grassierenden "Afrika-Festivals". Jungle World - 1. Jun. 2005 Neuzugänge im Zoo Zwischen Zebras und Pavianen soll im Augsburger Zoo vorübergehend ein afrikanisches Dorf aufgebaut werden. Kritiker fühlen sich an die Zeit der »Völkerschauen« erinnert. Holzfiguren, Perlenschmuck, farbenfrohe Kente-Gewänder, Jembes und Congas liegen an Verkaufsständen aus. Frauen flechten Haarzöpfe, Trommelmusik ertönt. Statt Wurst und Pommes werden Teller mit Couscous, Fufu oder Akara gereicht. So etwas kann man an vielen Orten in Deutschland erleben, zum Beispiel auf dem Afrikanischen Markt in Hamburg, beim Africa-Festival in Würzburg oder bei den Afrika-Tagen in München. In Augsburg wurde jedoch ein ganz spezieller Ort ausgesucht. »Ein Zoobesuch mit Überraschung: Für vier Tage entsteht im Augsburger Tierpark ein afrikanisches Dorf. Möglicherweise werden die Besucher dort nicht nur von Trommlern, Geschichtenerzählern und Tänzern »überrascht«, sondern auch von Protesten gegen diese Veranstaltung. Leipziger Volkszeitung - 29. Mai 2005 Freibier ruckzuck "verdampft" Beim 13. Brauereifest der Reudnitzer am Sonnabend lag es in den Händen von Zoochef Jörg Junhold, das Fass mit dem Freibier fachmännisch anzustechen. Und bei Temperaturen um die 30 Grad blieb der Gerstensaft natürlich nicht lange in seinem hölzernen Behältnis - das 30-Liter-Fass war im Nu leer. Er gab den symbolischen Startschuss für eine neue Aktion: "Wenn bis Ende August insgesamt eine Million Reudnitzer Zoo-Kronenkorken gesammelt und ins Leipziger Brauhaus geschickt werden, dann zahlt Reudnitzer als Goldsponsor des Zoos 10.000 Euro für den neuen Elefantentempel." mephisto 97.6 - 31. Mai 2005 Zoo tauft Hyänenjungen Am Vormittag sind die beiden acht Monate alten Hyänen im Leipziger Zoo getauft worden. Wie der Zoo mitteilte, bekommen sie die Namen Etana und Kibaya. Die Idee für beide Namen stammt von einem Leipziger Bürger und wurde unter 400 Vorschlägen ausgewählt. Für seine Idee erhält er eine Jahreskarte für den Zoo. Etana bedeutet die Starke, Kibaya ist eine Stadt in Tansania. Ein Unternehmen aus Ostrau übernimmt die Patenschaft für die beiden Jungtiere und deren Eltern. Leipziger Volkszeitung - 31. Mai 2005 Ein Pate, zwei Taufen Im September geboren, mittlerweile ordentlich gewachsen, hatten die beiden Hyänen-Mädchen im Zoo Leipzig bis gestern noch keine Namen. Doch jetzt steht fest, wie sie heißen sollen: Auf Etana (die Starke) und Kibaya (Name einer Stadt in Tansania) wurden die Jungtiere gestern getauft. 420 Namensvorschläge erhielt der Zoo, nachdem die Besucher gebeten worden waren, ihre Ideen einzuschicken. Die Sieger-Vorschläge kamen von Dana Kantzke aus Österreich und Thomas Nitschke aus Leipzig. Möglicherweise gibt es im August oder September schon neuen Nachwuchs. "Wir müssen abwarten. Gedeckt wurde das Weibchen jedenfalls", so Zoodirektor Jörg Junhold. Neue Ruhr Zeitung - 27. Mai 2005 "Blitz Blind Date" im Zoo Berührungsängste kennen Seelöwen nicht. Hier ein Küsschen, da eine Zärtlichkeit. Hauptsache Seelöwe. Bei Menschen ist das bisweilen etwas anders. Mehrere hunderttausen Bundesbürger fristen ein Single-Dasein. Die meisten von ihnen würden aber ein Leben zu zweit vorziehen - wenn sie den richtigen Partner fänden. Da will der Zoo Duisburg helfen. Gemeinsam mit der Wuppertaler Agentur "Just Dates" veranstaltet der Zoo am Samstag, 25. Juni, ab 15.30 Uhr einen Single-Tag. Die Teilnehmerzahl ist auf 80 Personen beschränkt. Die Kosten liegen bei 35 Euro. Berliner Morgenpost - 27. Mai 2005 Die schönsten Bilder von Tierkindern gesucht Bis einschließlich heute findet im Tierpark noch die Jahrestagung des Verbandes Deutscher Zoodirektoren (VDZ) statt. Gestern wurde im Rahmen der Tagung auch die Neubearbeitung der Welt-Zoo-Naturschutz-Strategie des Weltzooverbandes vorgestellt. Der Tierpark Berlin wurde aus Anlaß des 50. Tierpark-Jubiläums als Treffpunkt ausgewählt. Der runde Geburtstag am 2. und 3. Juli ist auch der Grund für die Berliner Morgenpost, zu einem Malwettbewerb für Schüler aus Berlin und Brandenburg aufzurufen. Alle Schüler aus den ersten bis fünften Klassen werden aufgefordert, Bilder von den Tierkindern des Parks zu malen. Jede Klasse schickt die schönsten drei Bilder an die Berliner Morgenpost. Die eingereichten Bilder sollen den Besuchern in einer großen Ausstellung am Geburtstagswochenende Anfang Juli gezeigt werden. Mitteldeutsche Zeitung - 27. Mai 2005 Zoo lockt Umland-Bewohner Mit einer bislang einzigartigen Aktion will der Zoo in Halle Publikum aus anderen Städten der Region anlocken: Von Montag, 30. Mai, bis zum 4. Juni läuft im Tierpark die "Städtewoche Querfurt". In der Zeit haben Bewohner der Stadt im Kreis Merseburg-Querfurt und ihrer Umgebung verbilligten Eintritt. Zudem wartet auf die Besucher ein buntes Programm unter anderem mit Schaufüttern und Gesprächen mit Pflegern. Laut Zoo-Sprecherin Ilona Idziok sind auch schon weitere Städtewochen geplant: Sangerhausen (4. bis 9. Juli) und Bitterfeld (29. August bis 4. September). "Je nachdem, wie die Aktionen angenommen werden, wird es wahrscheinlich auch für Köthen und Weißenfels Städtewochen geben", sagte sie. Bei der Städtewoche können Bewohner der jeweiligen Kommune eine Begleitperson kostenlos zum Zoo-Besuch mitnehmen. Als Legitimation würden ein Coupon - er wird zuvor unter anderem in der MZ-Lokalausgabe veröffentlicht -, der Personalausweis und andere Dokumente anerkannt. Mitteldeutsche Zeitung - 30. Mai 2005 Querfurt erobert den Reilsberg in Halle Einen weiten Weg hatte der Heilige Brun von Querfurt gestern zurückzulegen. Von der Stadt an der Querne zog er mit seinem Esel nach Halle, in die Stadt an der Saale. Dort wurde er auf dem Reilsberg herzlich begrüßt als Repräsentant der Stadt, die in dieser Woche im halleschen Bergzoo im Mittelpunkt stehen wird. Mit ihm gekommen waren auch der Bürgermeister Querfurts, Peter Kunert, weitere Mitarbeiter aus dem Rathaus und 17 Knirpse und ihre Erzieherinnen der Querfurter Kindereinrichtung "Buratino". HL-live - 31. Mai 2005 Sommerfest im Tierpark Der Lübecker Tierpark in Israelsdorf lädt am Sonntag, 5. Juni, ab 10 Uhr zu einem großen Familienfest ein. Als Höhepunkt wird der Nachwuchs aus dem Frühjahr, unter anderem zwei Kamele, an diesem Tag getauft. Saarbrücker Zeitung (Abonnement) - 30. Mai 2005 Taufe wird zum Wildpark-Festival Freisen. Dem Uhu sein Fest. Das hat sich auch der Naturwildpark Freisen gedacht und veranstaltet am 11. und 12. Juni ein großes Uhu-Fest. Hintergrund ist die Tatsache, dass der deutsche Naturschutzbund und der bayerische Landesverband für Vogelschutz den europäischen Uhu zum Vogel des Jahres gewählt haben. An diesem Tag stehen nicht nur Eulengesichter schminken, Malwettbewerb und Tombola auf dem Programm, sondern auch ein ein von Falkner Jörg Broszeit großgezogenes Jungtier wird getauft. Das Angebot an Flugvorführungen wird an beiden Tagen forciert. Märkische Oderzeitung - 31. Mai 2005 Zickig zur Namensgebung Müncheberg. Bis die beiden meckernden VIPs ihren Auftritt haben, vergehen am Sonntag zum Heimattiergarten- und Jägerfest einige Stunden. Während die Kinder von Gehege zu Gehege laufen, Quizfragen lösen und Einfälle für passende Ziegennamen notieren, erzählt Helmut Füller als Vorsitzender des Heimattiergartenvereins Mitteldeutsche Zeitung - 31. Mai 2005 Schneewittchen zu Besuch bei Affen und Lamas Sie sind mopsfidel und schwarz wie der Schlammpfuhl, in dem sie sich genüsslich wälzen. Nur im Pulk macht das richtig Spaß - die kleinen Hängebauchschweine, die da die Suhle belagern, sind der jüngste vierbeinige Zugang im Westerhäuser Tiergehege. Die Einrichtung feiert am Sonntag, 5. Juni, ihr siebtes Tierparkfest. Am Sonntag werden auch Papageien einfliegen - vom Tierpark Halberstadt. In der Papageienshow der Brüder Bussenius zeigen die gefiederten Exoten, was sie so alles draufhaben. Das Geld der Patenschaften wird zusammen mit Spenden und Eintrittsgeldern für die weitere Gestaltung des Tiergeheges verwendet. So sollen die Paviane dringend ein neues Domizil bekommen. Das kostet. Ebenso wie neue Spielgeräte für den Spielplatz oder die kleine Bühne, auf der künftig kleinere kulturelle Veranstaltungen präsentiert werden sollen. Schwäbisches Tagblatt - 27. Mai 2005 Flugschau mit dem Großen Fuchs Der botanischen Garten Tübingen hat ein Gewächshaus für den Sommer wieder zur Halle umfunktioniert, in der es fliegt und flattert. So stellte Gartendirektor Prof. Franz Oberwinkler Europas einzige Ausstellung heimischer Schmetterlinge gestern bei der Eröffnung vor. Über den Sommer hin sind dort 30 bis 40 Arten vom schlichten Kohlweißling bis zum Großen Fuchs zu bewundern. Die Schmetterlings-Schau im Botanischen Garten, die vor drei Jahren schon mal 40000 Besucher anzog, erwies sich auch gestern, zur Eröffnung des neuen Sommerhauses, wieder als Publikumsmagnet. Was sich so einfach anhört, heimische Schmetterlinge unterm Netzdach zeigen, ist ein schwieriges Unterfangen. Selbst häufige Arten wie der kleine Fuchs sind nicht leicht groß zu ziehen. Man muss schon wissen, welche Brennesseln, welchen Alters und welchen Standorts ein mit Eiern beladenes Weibchen vorzieht, um dort eins abzufangen. Alles in allem, so bilanzierte Garten-Kustos Matthias Hendrichs, verschlingt die Ausstellung an die 40000 Euro. Zur zweiten Auflage der Ausstellung suchte Hendrichs deshalb nach Sponsoren. Finanzielle Unterstützung kam vom Naturschutzfonds, der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg und vom Uni-Bund. Einen größeren Betrag, eine kleine fünfstellige Summe, so Ilja Reichert, stellte die Brillenkette Fielmann zur Verfügung. Mitteldeutsche Zeitung - 30. Mai 2005 «Sahne» steht auf Möhren Endlich ist das Rätsel um "Sahne" gelöst. Wer hätte das gedacht? Eine Zebra-Dame im Zoo Halle trägt diesen ungewöhnlichen Namen, nach dem in den vergangenen Tagen in der MZ gefragt worden war. Abgesehen vom Esel und einigen anderen Irrtümern sind die meisten Antworten richtig gewesen. GlaubeAktuell - 27. Mai 2005 Neue Ausstellung zu Elefanten in Jena Die filigran präparierten Blutgefäße aus einem Ohr der Elefantendame Marina, aufgenommen am 25.05.2005, gehört zu den Exponaten einer neuen Ausstellung des Phyletischen Museums der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die seit Mitte Mai gezeigt wird. Das Tier, das 2003 im Alter von 45 Jahren im Erfurter Zoo gestorben ist, war der erste Afrikanische Savannenelephant der DDR. Die Jenaer Ausstellung mit dem Titel "Marina und andere Elephanten", die voraussichtlich eineinhalb Jahre zu sehen sein wird, informiert jedoch nicht nur über die Unterschiede zwischen Afrikanischen und Asiatischen Elefanten, ihre Stammesgeschichte, die Herden- und Sozialstruktur, sondern will durch Schaukästen zu Elfenbeinkunst, Mythologie und Elefantenverehrung auch Denkanstöße geben. Sulinger Kreiszeitung - 25. Mai 2005 Naturkundliche Einblicke in die Welt der Spinnentiere und Insekten Sulingen. Die nach Angaben der Veranstalter "größte Spinnenausstellung Deutschlands" gastiert am Sonnabend und Sonntag, 28. und 29. Mai, in der Alten Bürgermeisterei. Fachleute und interessierte Laien haben hier die Möglichkeit, Vogelspinnen, Skorpione und andere Gliederfüßer aus nächster Nähe kennen zu lernen. Von kleinen Jagdspinnen über die tödlichen Schwarzen Witwen bis zur größten bekannten Vogelspinne der Welt mit über 25 Zentimetern Beinspannweite, gibt es diese Tiere in allen Formen und Farben zu sehen. Das Konzept der Ausstellung, versprechen die Veranstalter, "erlaubt entspanntes Beobachten ohne Gedränge. Detaillierte Beschreibungen von Lebensräumen, -gewohnheiten und Beute jedes einzelnen Tieres runden den Besuch der Ausstellung zu einer kleinen Bildungsreise ins Reich der Gliederfüßer ab." Zwei Spinnenexperten machen kleine Führungen und beantworten alle Fragen vor Ort. Nachwuchs Westdeutsche Zeitung - 27. Mai 2005 Zittern im Zoo: Wann kommt das Baby? Wuppertal. Hochspannung herrscht derzeit im Elefantenhaus im Wuppertaler Zoo: Punda, die elfjährige Elefantenkuh, ist schwanger. Immer näher rückt der Geburtstermin, immer nervöser wird das Pfleger-Team um Arne Lawrenz, Zootierarzt und stellvertretender Direktor. Noch nie ist in Wuppertal ein Elefantenjunges geboren worden, selbst in Nordrhein-Westfalen wäre die erfolgreiche Niederkunft eines afrikanischen Elefanten eine Premiere, wie Lawrenz sagt. In immer kürzeren Abständen wird nun der Wert des Schwangerschaftshormons in Pundas Blut bestimmt, zudem untersucht sie der Zootierarzt zwei- bis dreimal pro Woche mit einem eigens für die Elefanten angeschafften Ultraschall-Gerät. "Punda ist zum ersten Mal schwanger, für sie bedeutet das schweren Stress und wahnsinnige Schmerzen." Wie auch der Rest der Herde, die aus weiteren drei Kühen und einem Bullen besteht, habe die Elefantenkuh noch nie ein Jungtier gesehen. Sie wisse nicht, wie sie sich zu verhalten habe und könnte das Neugeborene tot treten, sagt Lawrenz. "Deshalb machen wir mit ihr Geburtsvorbereitungstraining, rollen eine Tonne unter ihrem Bauch her, kriechen selbst unter ihr durch und rennen um sie herum, damit sie sich an die Bewegungen gewöhnt." Zusätzlich bekommt die werdende Mutter nach Angaben des Tierarztes Laufund Sitztraining, um Kondition und Beckenbodenmuskulatur zu stärken. In 90 Prozent der Fälle kommen Elefantenjunge nachts zur Welt, wie Lawrenz sagt. Deshalb schlafe Punda seit Mitte April nur noch in Gesellschaft eines Pflegers. Berliner Kurier - 29. Mai 2005 Im Gleichstampf, marsch! Die sind ja wirklich oberniedlich! Im Gleichschritt (na ja, fast) stampften Horas, Cinta und Yoma gestern erstmals gemeinsam durch das Freigehege der asiatischen Elefanten im Tierpark Friedrichsfelde. Die Parkbesucher waren begeistert und fühlten sich an Disneys Zeichentrickfilm "Das Dschungelbuch" erinnert. Berliner Kurier - 30. Mai 2005 Die Ri-Ra-Rüssel-Rackerchen Die drei Minis purzeln und stampfen so herrlich ungelenkig und knuffig durch ihr frisches Leben, dass nicht nur den Tierpark-Besuchern das Herz aufgeht. Auch alle Pfleger haben jetzt auf einmal dieses Dauergrinsen, das man sonst nur hat, wenn man frisch verliebt ist oder von der richtigen Sekt-Sorte genascht hat. Die kühlere Witterung ist für die Besucher übrigens optimal: Denn bei der Hitze am Wochenende waren die Elefanten noch furchtbar schläfrig und faul. Jetzt hoppeln sie wieder wie die Oster-Häschen durch ihr großes Gehege. Und noch eines: Obwohl sich wegen der Minis die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt haben, hat sich am Eintritt nichts geändert. Berliner Morgenpost - 31. Mai 2005 Seltene Brillenkäuze haben Küken Der Berliner Zoo hat seltenen Nachwuchs: zwei kleine Brillenkäuze. Die Küken, die bei der Geburt vor knapp drei Monaten wenige Gramm wogen und aufgepäppelt werden mußten, können inzwischen selbständig fressen. Märkische Oderzeitung - 26. Mai 2005 Katta-Nachwuchs heißt Luca Familie Katta im Eberswalder Zoo hat Nachwuchs. Die stolze Affenmutti trägt ihre beiden Jungen geduldig auf dem Rücken spazieren, lässt aber niemanden zu dicht an sich heran. Zoochef Bernd Hensch kann daher nur vermuten, dass die Zwillinge, die Ende März geboren wurden, männlichen Geschlechts sind. Einer der beiden Kleinen hat seit kurzem sogar einen Namen. Der zweijährige Luca Preißel durfte nicht nur Pate, sondern auch Namensgeber sein. Klar, dass er dem Katta-Jungen seinen eigenen Namen verpasste. Als er mit seinen Eltern Marei und Michael Preißel, dem stellvertretenden Zoochef Siegfried Dombrowski und Tierpflegerin Anke Damerau die Affenanlage betreten durfte, war die Aufregung natürlich groß. Hamburger Abendblatt - 30. Mai 2005 Nachwuchs in Wild- und Vogelparks Die Tierparks rund um Hamburg vermelden niedlichen und auch seltenen Nachwuchs. So kam im Wildpark Lüneburger Heide kürzlich der Riesenseeadler "Mischa" zur Welt. Da können die kleinen Waschbär-Babys natürlich nicht mithalten, von denen gleich neun Stück im Wildpark Schwarze Berge geboren wurden - jetzt tollen sie niedlich durch das Gehege. Und im Vogelpark Walsrode ist jüngst ein kleiner Uhu aus dem Ei geschlüpft - und wird nun auf der Babystation des Parks aufgepäppelt. Stader Tageblatt - 31. Mai 2005 Jaguare unter dem Messer Harsefeld. Die Frage nach der Notwendigkeit und dem warum beantwortet der Tierarzt kurz und bündig: Tierbabys, die in Zoos nicht für die Nachzucht bestimmter Arten gebraucht werden, sind niedlich, solange sie klein sind. Wenn sie wachsen, sind sie oft über und werden entsorgt, weiß Dr. Gottfried Kelch aus Harsefeld. Deshalb ist das Spezialwissen des weltweit anerkannten Fachmannes in Minimal Invasiver Chirurgie (Operation mittels Endoskopie) gefragt, wenn es um die Ovar-Ektomie (Kastration) von Großkatzen und anderen wilden Tieren geht. Kürzlich waren die Spezialisten (Dr. Kelch arbeitet am liebsten mit der gut eingespielten Mannschaft aus seiner Praxis) wieder gefragt: Gemeinsam mit den Wiener Kollegen Dr. Czedik-Eysenberg und Dr. Lehmann operierte das Team aus Hamburg zwei Jaguare im Tierpark von Schloss Schönbrunn. Obwohl Kelch den Verlust seiner privaten Instrumente beklagen musste der Koffer mit Trocaren und Spezialkamera wurde ihm auf dem Hamburger Flughafen gestohlen verlief der Termin ohne Probleme. Berliner Morgenpost - 27. Mai 2005 Klauende Raben, lachende Hühner Wer sein Schwein pfeifen hört, hat sich verhört. Doch wer glaubt, daß Elche knutschen, liegt richtig. Aber können Hühner lachen? Klaut der Rabe? Auf 54 tierisch schräge Fragen mit ernsthaftem Hintergrund gibt Henning Wiesner in dem wunderschön illustrierten Kinderbuch "Müssen Tiere Zähne putzen?" Antwort. Der Direktor des Münchner Tierparks Hellabrunn formuliert seine Auskünfte so verständlich wie unterhaltsam. Pipeline - 31. Mai 2005 Elefanten sind bei Hagenbeck die Lieblinge Gesunde Ernährung ist bei Hagenbecks Elefanten im Kommen: «Wir haben die Besucher gerade umerzogen: Früher brachten sie vor allem Nudeln und Brot mit, heute sind es Obst und Gemüse», sagt Stephan Hering-Hagenbeck, einer der beiden Zoodirektoren. Dass die Besucher die Elefanten füttern dürfen, erlauben längst nicht alle Zoos, doch in Hamburg ist das schon lange so - und es macht die grauen Dickhäuter zu den Publikumslieblingen. Daneben lohnt aber auch die Gestaltung der Anlage den Besuch: Die «Landschaftspanoramen», in denen viele Tiere leben, waren bei der Eröffnung 1907 eine Sensation und gelten bis heute als vorbildlich. An diese Tradition knüpfte der privat betriebene Zoo zuletzt mit dem 2004 in Betrieb genommenen neuen Affenhaus an. Aon - 31. Mai 2005 Ein Besuch im Zoo Hagenbeck Ein Besuch im Tierpark Hagenbeck in Hamburg ist ein Erlebnis. Die Tiere dürfen hier gefüttert werden. Doch auch die Gestaltung der Anlage ist einen Besuch wert: Die "Landschaftspanoramen", in denen viele Tiere leben, gelten bis heute als vorbildlich. "Das war und ist Hagenbecks Konzept: Tiere ohne Barrieren zeigen", sagt Hering-Hagenbeck. Die nun bald 100 Jahre alte "Löwenschlucht" sei einst die erste offene Raubtieranlage der Welt gewesen. An diese Tradition knüpfte der privat betriebene Zoo zuletzt mit dem 2004 in Betrieb genommenen neuen Affenhaus an. Zunehmend versucht Hagenbeck, mehrere Arten in gemeinsamen Gehegen zu halten, so wie es auch die modernen "Erlebniszoos" praktizieren. So leben die Giraffen zusammen mit den Kudus, den Impalas und Hornraben. Hier gibt es auch den bislang einzigen Giraffen-Fütterungsstand Deutschlands: In 3,50 Metern Höhe stehen die Besucher Auge in Auge mit den langhalsigen Tieren. Fuldaer Zeitung 2. Jun 2005 Endstation war der Wald bei Kerzell Der Hirsch ist wieder da, verkündete Peter Weber freudig am gestrigen Mittwoch. Vor 14 Tagen (unsere Zeitung berichtete) verließen drei junge Damhirsche durch ein Loch im Zaun des Fuldaer Heimattiergartens ihr Gehege und erkundeten die Gegend rund um Sickels. Zwei konnten direkt am Tag wieder eingefangen werden. Der letzte war nun 13 Tage rund um Fulda unterwegs. Gefunden haben wir ihn schliesslich in einem Waldstück zwischen Kerzell und Ziegel. Kleine Zeitung - 2. Jun 2005 "Wölfen ist egal, was man ihnen erzählt" Nach einem "Ausflug" in die Freiheit genießen die vier Timberwölfe im Wild- und Freizeitpark Mautern wieder die Sicherheit ihres Geheges. Ihr Zuhause, das sie in der Nacht von Montag auf Dienstag für knapp zwei Stunden verlassen hatten. Nicht ganz freiwillig. Die Gendarmerie nimmt an, dass "die Wölfe von einem unbekannten Täter aus dem gesicherten Wildgehege" freigelassen worden waren. "Durch Heulen und Rufen haben wir sie völlig verängstigt bei der Talstation gefunden", erzählt Sonja Gollenz. "Wahrscheinlich hatten die vier jungen Wölfe Angst vor dem Lärm der Autobahn und auch vor den Lichtern im Ort. "Am Dienstag waren die vier Wölfe noch ziemlich streichfähig. Sie haben sich aber schnell erholt", freut sich Gollenz. Thurgauer Zeitung - 2. Jun 2005 Tierpark Kreuzlingen ohne UHU An der Mitgliederversammlung des Tierparks Kreuzlingen trat Rolf Uhler nach 31 Jahren aus dem Vorstand zurück. Weiter verlässt auch Bernhard Weber, Prorektor der Pädagogischen Mittelschule, aus beruflichen Gründen den Vorstand. Beim Verlesen des Jahresberichtes wurde allen klar, wie arbeitsintensiv, aber auch abwechslungsreich so ein Tierparkjahr verläuft. Die Geburten bei Geissen und Schafen verliefen nicht immer reibungslos. An den offenen Sonntagen im Frühling und am Naturschutztag im September wurden die Gehege für Streichelsüchtige geöffnet. Das Bedürfnis, die Tiere einmal ohne störenden Zaun zu berühren, ist gross. Berliner Kurier - 2. Jun 2005 m Wildpark Eekholt gelungen, diesen schönen Vogel im Park anzusiedeln. Ermöglicht wurde dieses Projekt durch den "Eisvogelmann" Horst Boedler aus Flensburg. In den neuen "Brutcontainern" sind die ersten Jungvögel geschlüpft, die sechs kleinen Eisvögel wurden jetzt beringt. Vom Beobachtungsstand ist für die Besucher des Parkes gut zu sehen, wie die Jungen von den Vogeleltern in ihrer Bruthöhle gefüttert werden, bevor sie ausfliegen. Märkische Oderzeitung - 1. Jun. 2005 1700 Schüler kamen in die Zooschule Über Zuschuss-Kürzungen für die Fürstenwalder Zooschule und Umweltbildungsstätte wird derzeit im Kreistag Oder-Spree diskutiert. Zunächst sollten die jährlichen 12 000 Euro generell gestrichen werden, inzwischen ist von Kürzungen in Jahresscheiben bis 2009 die Rede. Ab da soll dann die Bildungsstätte im Heimattiergarten ohne Kreisfinanzen auskommen. Am 6. Juni, ab 17 Uhr, können sich die Kreistagsabgeordneten selbst ein Bild von der Arbeit der Zooschule machen - parteienübergreifend sind alle Abgeordneten eingeladen. sz-online - 30. Mai 2005 Tropische Temperaturen lähmen Sachsen Im Dresdner Zoo bremste die Hitze erheblich den Andrang. Am Samstag wurden nur 1100 Gäste gezählt - an guten Tagen kommt die drei- bis vierfache Menge: Die Temperaturen sind für Besucher definitiv zu hoch. Die Tiere kommen besser damit klar, sagte ein Mitarbeiter. Freilich gab es für bestimmte Tiere auch Sonderbehandlung. Die Elefanten wurde mit Duschen auf Normaltemperatur gehalten. Am Sonntag lief das Geschäft bei leichter Abkühlung schon wieder besser. Segeberger-Zeitung - 27. Mai 2005 Diebe im Zoo: Zwei Jungen nach sechs Taten bei Hagenbeck gefasst Die Hamburger Polizei hat zwei Jugendliche nach mindestens sechs Diebstählen im Tierpark Hagenbeck festgenommen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, waren am Donnerstag innerhalb kurzer Zeit fünf Anzeigen von Zoobesuchern erstattet worden, denen die Portemonnaies gestohlen wurden. Polizisten sperrten sofort alle Ausgänge. Nachdem ein sechstes Opfer die 13 und 17 Jahre alten Jungen bei einer weiteren Tat sogar filmte, konnte er den Beamten die Jungen beschreiben. Beim Versuch, den Zoo zu verlassen wurden sie gefasst. Mitteldeutsche Zeitung - 29. Mai 2005 Unbekannte töten Kälbchen Isabell Mit einem grausigen Fund wurde Cornelia Rohr, die Leiterin des Heimattierparks Walbeck, am Sonntagmorgen konfrontiert. In der Nähe des beliebten Ausflugszieles lag Isabell, das zehn Wochen alte Kälbchen des Tierparks und Liebling der Besucher, tot im Gras. Das Tier war von Unbekannten auf äußerst brutale Weise getötet worden. Das Kalb wurde durch den Bach unter dem Zaun hindurchgezogen. Dann ging es bis zur Pferdekoppel. Die Schleifspuren der kleinen Hufe waren auch hier noch zu sehen." Etwa 100 Meter vom Ausgang des Tierparks entfernt wurde das Kalb getötet - mit einem großen tiefen Stich in den Hals. Die Hinterbeine des Tieres wurden herausgetrennt und mitgenommen. Mitteldeutsche Zeitung - 30. Mai 2005 Nach Tod von Kälbchen erste Spur Nach dem grausamen Tod eines Kälbchens im Tierpark Walbeck verfolgt die Polizei eine erste heiße Spur. Die Beamten suchen nach einem roten Seat Ibiza, der am Sonnabend gegen 22.30 Uhr in einem Waldstück in der Nähe des Tierparkes durch zwei Jäger gesichtet wurde. Als die Jäger sich dem Auto näherten, gab der Fahrer Gas und raste davon, sagte Kripo-Chef Hartmut Voigt. Die Kennzeichen an dem Wagen gehören jedoch laut Voigt nicht zu dem gesuchten Seat. Sie waren gestohlen. Thurgauer Zeitung - 1. Jun. 2005 Forscher Blick ins Schlafzimmer der Wölfe Katrin Bösiger aus Bürglen reiste für eine Studienwoche von «Schweizer Jugend forscht» in den Berner Tierpark Dählhölzli. Dort warf sie einen scharfen Blick ins Wolfsgehege. Was ein Wolf den ganzen Tag so treibt? Der vom Betreuer und Zoologen Mark Fischbacher ausgehändigte Leitfaden gab wertvolle Anstösse, wie die Beobachtungen vorzunehmen, zu protokollieren und auszuwerten waren. Krone.at - 31. Mai 2005 Nacht-Aktion: Wölfe in der Steiermark entlaufen Aus dem Wildpark Mautern in der Steiermark sind am Montagabend vier Wölfe entlaufen. Unbekannte haben offenbar das Gehege geöffnet. Gendarmerie und Wildparkpersonal haben die Tiere noch in der Nacht im strömenden Regen wieder einfangen können - mittels einer ungewöhnlichen, aber naheliegenden Methode. Gemeinsam mit Wildpark-Hund Sammy, einem Labrador-Mischling, zog die Gesellschaft durch den strömenden Regen. Sie hefteten sich auf die Fährte der einjährigen Tiere, ahmten ihr Geheul nach und riefen immer wieder und wieder nach den Wölfen. Nach eineinhalb Stunden Suche waren die entlaufenen Tiere wieder eingefangen, sie hatten sich durch das Heulen anlocken lassen. "Das sind sie gewohnt, wir rufen sie mit dem Heulen täglich zur Fütterung", so Doris Wolkner. Rheinpfalz.de - 31. Mai 2005 Pubertierender Affe flieht nach Familienstreit aus nordirischem Zoo Nach einem Streit mit seinem Vater ist ein seltener schwarz-weißer Stummelaffe aus Kenia in den Stadtdschungel des nordirischen Belfasts geflohen. Der vier Jahre alte, knapp einen Meter große Primat irre noch immer umher, berichtete der "Daily Telegraph" am Dienstag. Offenbar habe das halbstarke Tier die Führungsrolle seines Vaters beansprucht und sei davongejagt worden. Spiegel Online - 26. Mai 2005 Hungertod der Zootiere: Das große Sterben In einem Zoo in Zentralchina sind einem Zeitungsbericht zufolge Dutzende Tiere qualvoll verhungert. Mindestens acht Löwen und zwölf Strauße seien gestorben, weil sich der überschuldete Tierpark kein Futter mehr leisten konnte. "Wir hatten weder die notwendige technische Ausstattung, noch Erfahrung und Mittel. Wir konnten nur da sitzen und zuschauen, wie die Tiere sterben", zitierte die Zeitung den Zoobesitzer. Als der Tierpark im Oktober 2003 eröffnet worden sei, hätten dort mehr als 500 Tiere gelebt, schrieb das Blatt. Inzwischen seien nur noch drei Löwen, ein Tiger und einige kleinere Tiere übrig. Umweltschützer haben wiederholt die Zustände in chinesischen Zoos kritisiert. Um das gestiegene Bedürfnis der Bevölkerung nach Unterhaltung zu befriedigen, seien viele Tierparks aus dem Boden gestampft worden. Während viele chinesische Zoos dafür kritisiert werden, dass sie ihren Raubkatzen lebende Pferde zum Fraß vorwerfen, seien die Kreaturen in Xiantao mit Hühnerknochen gefüttert worden. Zudem stellten die rostenden Gitterstäbe ein hohes Sicherheitsrisiko dar, meldete die Zeitung. Es könnte den verhungernden Raubtieren gelingen, aus ihren Käfigen auszubrechen. | | | | Pressemitteilungen teilweise gekürzt | Chemnitz, 2. Juni 2005 Annäherungen und Nachwuchs im Tierpark Chemnitz Am Dienstag (31.05.) war es nun soweit: der Trennschieber zwischen den beiden Löwengehegen wurde geöffnet. Löwin Kimba zögerte nicht lange, Maliks bisheriges Abteil zu betreten. Die Begegnung verlief recht ruhig. Wie erwartet fing Malik bei seinen tapsig-freundlichen Annäherungen ein paar leichte Nasenstüber ein. Die löwenumgangserfahrene Kimba übernahm rasch das Zepter, es gab aber keine ernsthaften Rangeleien. Beide Tiere harmonieren gut und sind inzwischen unzertrennlich. Bei den Steinböcken gab es den ersten Nachwuchs, ein kleines Böckchen. Auch bei den Steppenadlern können Jungtiere beobachtet werden: die vor kurzem geschlüpften Küken strecken nun schon oft den Kopf aus dem Nest. Diesmal hat das Elternpaar etwas mehr zu tun, denn nachdem in den vergangenen Jahren nur ein Ei erfolgreich bebrütet wurde, sind es dieses mal zwei. Krefeld, 2.6.05 Zoochef Dreßen bei Zoodirektorentagung in Berlin / Neue Welt-Zoo-Naturschutzstrategie vorgestellt / Krefeld koordiniert Zusammenarbeit bei Panda-Projekt An der Verbandstagung der Deutschen Zoodirektoren (VDZ), die am Wochenende in Berlin stattfand, nahm auch der Krefelder Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen teil. Im bereits 1887 gegründeten Verband sind die meisten wissenschaftlich geführten Zoos in Deutschland (das sind über 50) zusammen geschlossen. Die Mitglieder des Verbandes fühlen sich gemeinsamen Aufgaben und Zielsetzungen verpflichtet und tauschen regelmäßig ihre Erfahrungen aus. Von der Tagung brachte Dreßen die aktuell erschienene zweite Welt-Zoo-Naturschutzstrategie mit, die jetzt zum Preis von fünf Euro in deutscher Sprache an der Zookasse erhältlich ist. Nach dieser Strategie, die ein 1991 erschienenes Nachschlagewerk ablöst und Ziele und Methoden für die Zoos des 21. Jahrhunderts formuliert, richten und orientieren sich die Zoos bei ihrer weiteren Entwicklung. Erfreut war Dreßen über den Entschluss des VDZ, die tradtionell gute Zusammenarbeit mit dem World Wildlife Fund (WWF) weiter fortzusetzen, die schon einer von Dreßens Vorgängern als Direktor des Zoo Krefeld, Dr. Walter Encke, tatkräftig unterstützte. Die Zoos fördern jetzt ein neues Freilandprojekt des WWF zum Schutz des Kleinen Panda in Nordindien. So können die Zoos die bedrohten Tierarten nicht nur in ihren Gehegen zeigen, sondern informieren ihre Besucher auch darüber, was im Freiland, also im natürlichen Lebensraum der Tierarten zu deren Schutz und Erhaltung getan wird. Der Zoo Krefeld wird dabei als Koordinator zwischen VDZ und WWF fungieren. Der Kleine Panda, der auch im Krefelder Zoo vertreten ist, ist durch die Einengung seines Lebensraumes fast genauso stark vom Aussterben bedroht wie der große Panda, der zum Symboltier des WWF wurde. Nun kann der Große Panda in Form von Spendenbüchsen zu Erhaltung seines kleinen Artgenossen beitragen. Bochum, 2.6.05 Naturschutztag im Tierpark + Fossilium Bochum In diesem Jahr organisiert der Tierpark Bochum zum fünften Mal zusammen mit anderen Vereinen und Organisationen eine Veranstaltung zum Thema "Natur". Achtundzwanzig regionale und überregionale Naturschutzverbände verschiedener Zielsetzungen und Ausrichtungen, Organisationen der Stadt Bochum und des Landes Nordrhein-Westfalen sowie andere Veranstalter werden an diesem Wochenende ihre aktuellen Projekte vorstellen, an ihren Informationsständen beraten und informieren und mit Präsentationen und Aktionen aufwarten. Viele Stände bieten auch Aktionen speziell für Kinder an. Der Tierpark Bochum möchte auf diese Weise einen Einblick in bestehende Angebote in Bochum und Umgebung bieten, die Themen zu Umweltfragen, Ökologie, Tier-, Pflanzen- und Artenschutz sowie Landschaftsschutz, alternative Energien und gesunde Ernährung zum Inhalt haben. Zum Thema "Tier- und Artenschutz" präsentieren die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT), der Tierpark Bochum, der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum, der Imkerverein Bochum-Mitte als ältester und größter Imkerverein Bochums, die Zierfischfreunde "Roter von Rio Hattingen", Fledermausnotruf.de und der Rassegeflügelzuchtverein RGZV Phönix Bochum-Stiepel umfangreiche Informationsstände. Ein lebendes Bienenvolk wird gezeigt und Besucher dürfen nach der Königin suchen oder die Zahl der Bienen schätzen. Allgemeine Themen zum Naturschutz werden repräsentativ betreut von der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet, dem Regionalverband Ruhr (RVR) Ruhr Grün, dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Hagen, dem Naturschutzbund (NABU) Bochum, der Naturschutzjugend NRW (NAJU), dem Förderverein Lernort Natur und dem Umweltamt der Stadt Bochum. Herborn, 1.06.2005 Einladung zu naturkundlichen Exkursionen: Mit dem Vogelpark der Natur auf der Spur Schon seit Jahren engagiert sich der Vogelpark Herborn als Kooperationspartner der Naturschutz-verbände, insbesondere der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und des NABU, im Natur- und Artenschutz: Beispiele sind das Weißstorchprojekt, die Vogelpflegestation und nicht zuletzt die Funktion des Vogelparks als Naturerlebnis- und Naturschutzinformationszentrum. Der Mensch ist nur bereit zu schützen, was er kennen- und lieben gelernt hat, betont der Herborner Tiergartenbiologe Wolfgang Rades. In Anlehnung an die vom Weltverband der Zoos und Aquarien vor kurzem neu aufgelegte Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie wird der Vogelpark im Herborner Stadtteil Uckersdorf sein diesbezügliches Engagement durch verschiedene zusätzliche Angebote künftig noch verstärken. So möchte das Team um die Geschäftsführer Reinhold Wiegand und Jörg Kring sowie Parkleiter Wolfgang Rades in diesem Sommer mit Unterstützung verschiedener Experten naturkundliche Exkursionen in der näheren Umgebung des Vogelparks in Herborn-Uckersdorf anbieten. Ziel ist es, für die große Schönheit der heimischen Natur zu begeistern. Duisburg, 1.06.05 Fünf Knacker auf dürren Beinchen R e n t i e r hat nichts mit rennen zu tun, sondern leitet sich vom skandinavischen Wort hren = Hirsch ab. Die vor drei Wochen geborenen Ren-Kälber dürften aber vorläufig zufrieden sein, wenn sie auf ihren dürren Stakelbeinen überhaupt erst einmal Stehvermögen erlangen; das arttypische Kna-cken ihrer überlangen Hufe allerdings läßt sich oft schon im zarten Kindesalter gut hören. Rentiere werden als einzige domestizierte Hirschart in Lappland und Sibirien fast wie Haustiere gehalten, sind aber im Zoo recht anspruchsvolle Pfleglinge; unter hohen schattigen Kastanien am Kaiserberg bevorzugen sie weichen Untergrund, der den mächtigen Klauenschalen ihrer Füße nicht hinderlich ist. Für ihre Fütterungen muß übrigens regelmäßig das sogenannte Isländische Moos aus Schweden (!) importiert werden eine F l e c h t e n-Art, die bei uns sonst nur zu Allerseelen als Grabschmuck Verwendung findet. Köln, 1.06.05 Zwergenzwillinge = Zwillingszwerge Keine Säugetierordnung ist so vielgestaltig in Größe und Erscheinungsform wie die Primaten: vom winzigen Zwergseidenäffchen bis zum mehrere Zentner schweren Gorilla. Schließlich gehört der Mensch selber dazu, weshalb er sie ja auch als Primaten, als die Ersten und Besten, als Herrentiere und sich selbst als Krone von allem, der gesamten Schöpfung bezeichnet. Im Kölner Zoo brachten in diesem Jahr die Zwergseidenäffchen Zwillinge zur Welt. Inzwischen sind sie so groß, dass wir es wagen, sie anlässlich eines Pressetermines am Donnerstag, dem 1. Juni 2005 um 11.30 Uhr den Linsen von Fotografen und Kameraleuten auszusetzen. Wilhelma Stuttgart, 01.06.05 Küken des Jahres Der stechende Blick aus den großen Augen mit der leuchtend orangefarbenen Iris sieht schon sehr nach Uhu aus. Der zugegeben sehr große, dafür aber zerzaust-wuschelige Rest lässt bestenfalls hoffen, dass daraus mal ordentliche Vertreter der größten europäischen Eulenart werden mögen mit einer Höhe bis zu 70 cm und einer Flügelspannweite von 180 cm: Noch fehlen ordentliches Gefieder, die Federohren und ein wenig Größe, um aus den drei Uhuküken in der Wilhelma ordentliche Uhus zu machen. Rummel um die Kleinen ist aber bereits garantiert, hat der Uhu dieses Jahr doch das zweifelhafte Vergnügen, Vogel des Jahres zu sein. Das ist beleibe kein Verdienst, schon gar keine Vergünstigung, sondern vielmehr ein Anzeichen dafür, dass es mit der Art nicht allzu gut bestellt ist. Nach jahrelangen intensiven Bemühungen um die Wiederansiedlung des Vogels, zu der auch die Wilhelma Jungtiere beigetragen hat, sind immerhin wieder etwa 850 Brutpaare der riesigen Eule auf ganz Deutschland verteilt und die haben mit ausgeräumten Landschaften, schwindendem Nahrungsangebot und tödlichen Gefahren wie Autos und Strommasten zu kämpfen. Probleme, die auch ein sehr gelassener Uhu nicht so einfach aussitzen kann. Die Uhueltern in der Wilhelma werden ihren Küken noch viel Futter (Ratten, Mäuse, Küken) in den Rachen stecken müssen, bis sie im August selbstständig sein und auch wie richtige Uhus aussehen werden. Ob ihr Weg dann in die Auswilderung oder in einen anderen Zoo führt, ist noch ungewiss. Zoo Duisburg, 01.06.05 Feierabend im Zoo Neben den beliebten Nachtführungen im Zoo (jeweils für Kinder und Erwachsene) bietet der Zoo nunmehr auch einen Feierabend-Spaziergang entlang der Freigehege und durch die Tierhäuser an. Wenn (fast) alle Tagesbesucher des Zoos zu ihren Freunden und Familien zurückgekehrt sind, erwartet fachkundiges Personal die anderen Gäste, denn zwischen Abendrot und Dämmerung wollen längst noch nicht alle tierlichen Zoobewohner sich zur Ruhe begeben
Zu keiner Zeit schmatzen die Flamingos lauter ihr Paprikasüppchen, mampfen die Elefanten genüsslicher ihre zentnerschwere Ration Wiesenheu; die Nasenbären steigen von ihren Kletterbäumen herab, um Fell und Pfoten zur Nacht zu putzen, und die nassforschen Liebesspiele Kalifornischer Seelöwen treiben ihrem Höhepunkt zu. Auf jeden Fall genießen die knapp 3000 nichtmenschlichen Kaiserberg-Bewohner den Tagesausklang ebenso wie die meisten ihrer zweibeinigen Betrachter; mit einem Unterschied allerdings: Letztere sollten ihr Abendbrot schon zu sich genommen und in Freizeitlaune sein, denn zu einem Abendspaziergang lädt der Zoo interessierte Erwachsene ein ab Juni bis September 2005 immer freitags zu bestimmten Terminen, Beginn 19.30 Uhr. Treffpunkt: Haupteingang Mülheimer Straße. Die Führung endet mit einem Gläschen Sekt und auf Wunsch anschließender Fachsimpelei mit Tierpflegern des Zoos. Kosten: Euro 16,-- pro Person (Zoo-Eintritt, Führungskosten und 1 Glas Sekt). Anmeldung zwingend erforderlich unter 0203/305590. Zoo Leipzig, 31.05.05 Dreifaches Mutterglück bei den Seebären - Pfundiger Nachwuchs von Wassi, Lippi und Kosma In der Nacht vom 29. auf den 30. Mai erblickten im Zoo Leipzig zwei Seebärenbabys das Licht der Welt. Während sich die Mütter Lippi und Wassi von der Geburt erholten, schenkte auch Seebärin Kosma in der Nacht von 30. zum 31. Mai einem Jungtier das Leben. Nachdem es zwischen Lippi und Wassi immer wieder Streitigkeiten gab, hat nun jede Seebärenmama ihre eigene Mutterstube hinter den Kulissen der Anlage. Lippi hat es bereits zugelassen, dass ihr Sohn gewogen wird. Er brachte stolze 7250 g auf die Waage. Die anderen Mütter behüten ihre Kinder noch sehr aufmerksam und lassen die Tierpflegerinnen nicht heran. Deshalb ist auch unklar, ob es Jungen oder Mädchen sind. Wassi und Lippi sind Wildfänge aus Südafrika, seit 1998 in Leipzig und ca. 8 Jahre alt. Beide haben nun jeweils ihr zweites Baby bekommen. Kosma wurde 1996 geboren und kam 1998 aus dem Zoo Bremerhaven. Sie brachte bereits zwei Jungtiere zur Welt, die jedoch nicht überlebten. Vater Danny ist am 27.05.1997 im Frankfurter Zoo geboren und seit Anfang des Jahres 2001 der Haremsbulle in Leipzig. Nach der kleinen Lina sind Kalima und Matze nun der zweite bzw. dritte Nachwuchs für ihn. Mit 6 Jahren ist er noch lange nicht ausgewachsen und hätte in freier Wildbahn sicher keine Chance gehabt, sich ein Stückchen Strand mit paarungswilligen Weibchen zu erobern. Die Kleinen bleiben zunächst mit ihren Müttern hinter den Kulissen. Sobald sie das erste Mal auf der Anlage zu sehen sein werden, informieren wir Sie umgehend Zoo Leipzig, 31.05.05 Hyänenweibchen haben Taufe mit Bravour überstanden! Etana und Kibaya wurden als Namen ausgewählt Heute um 10 Uhr war es so weit: Die am 19. September 2004 geborenen Hyänenzwillinge wurden heute auf die Namen Etana, die Starke, und Kibaya, eine Stadt in Tansania, getauft. Die Namen haben uns auf Anhieb gefallen. Es sind sehr klangvolle afrikanische Namen, so Dr. Junhold. Sowohl die Kleinen als auch Mutter Lubanga (geb. 31.10.1999) und der Vater Kitano (geb. 01.01.1999) beobachteten aufgeregt die Szenerie und freuten sich offensichtlich über das erhaltene Taufgeschenk. Neben der Taufe übernahmen die Ostrauer Kalkwerke die Patenschaft über das Rudel im Wert von 6.000 Euro. Wir haben uns sehr über das Angebot der Ostrauer Kalkwerke eine Patenschaft für die Hyänen übernehmen zu wollen, gefreut. Damit haben wir einen neuen starken Partner bekommen so Zoodirektor Dr. Junhold. Sehr zur Freude des Zoos haben sich die Jungtiere in den letzten Monaten gut entwickelt. Klein sind sie wohl wahrlich nicht mehr. Raufend toben sie über die Anlage und spielen allzu gern mit den Großen. Unter den Zoobesuchern haben sie echte Fans! Zoo Wuppertal, 31.05.05 50 Jahre Zoo-Verein Wuppertal e.V.: Letzter Monat des Fotowettbewerbs Der Fotowettbewerb, den der Zoo-Verein Wuppertal e.V. anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums in diesem Jahr initiiert hat, geht in den letzten Monat. Noch bis zum 30. Juni (Einsendeschluss) können Interessierte mit einem Bild von Tieren aus Anlagen, die der Zoo-Verein im Laufe seines 50-jährigen Bestehens finanziert hat, an dem Wettbewerb teilnehmen. Attraktive Preise wie Frei- und Jahreskarten für den Zoo, Sonderführungen oder Zookalender können gewonnen werden. Der Hauptpreis für das Siegerfoto ist die kostenlose Teilnahme für zwei Erwachsene an der mehrtägigen Fahrt des Zoo-Vereins im Jahre 2006, die in Zoologische Gärten in drei Länder (Deutschland, Schweiz und Frankreich) führt, im Wert von 1270,- Euro! Eine Auflistung der vom Zoo-Verein finanzierten Anlagen finden die Teilnehmer auf den Schautafeln des Zoo-Vereins im Menschenaffenhaus. Interessierte Fotografen können eine Informationsbroschüre zum Fotowettbewerb an der Zoo-Kasse erhalten. Wilhelma Stuttgart, 31.05.05 Kinder aus Beslan auf Tuchfühlung mit Wilhelma-Tieren Vor genau neun Monaten nahmen Terroristen in Nordossetien quasi eine ganze Schule als Geisel. Als russische Sicherheitskräfte im September 2004 nach einigen Tagen die Schule stürmten, starben über 330 Menschen. Die Bilder von Schülern, die aus der Sporthalle flüchteten und um ihr Leben rennen, sind unvergesslich. Genau diesen Kindern wollte die Wilhelma einen schönen, abenteuerlichen Nachmittag bereiten. 39 Kinder im Alter von 8 18 Jahren, die selbst als Geisel in der Schule waren oder Angehörige bei der Katastrophe verloren, sind auf Einladung des Europaparks in Rust für 10 Tage nach Deutschland gekommen. Nur die Kinder konnten fahren, deren Gesundheitszustand es zuließ und deren Eltern einverstanden waren. Noch immer sind viele im Krankenhaus oder seelisch viel zu instabil. Bei einem Tagesauflug nach Stuttgart kamen sie auch in die Wilhelma. Zwei Dolmetscher aus dem Europapark waren mit dabei. Als es anfängt aus Kübeln zu schütten, werden sie kurzerhand in Wilhelma-Regenmäntel eingepackt und los geht es durch den Park. Im Terrarium legen Tierpfleger den ernsten, aber neugierigen Kindern ungefährliche, zahme Riesenschlagen um die Schultern. Die Jungens sind dabei natürlich an vorderster Front. Nächste Station ist das Menschenaffenhaus. Die großen Familiengruppen der Bonobos und Gorillas faszinieren die jungen Gäste. Besonders als einige ausgewachsene Gorillas gegen die Fensterscheiben schlagen, ist das Gekreische groß. Zum Schluss geht es in das Elefantenhaus. Hier dürfen die Kinder Äpfel und Möhren an die Elefantendame Molly verfüttern. Die beiden Jungen Konstantin Marusic (16) und Suslan Eltarov (13) tauen auf. Erst vorsichtig, dann immer mutiger und schließlich mit Begeisterung greifen sie in die beiden Kisten und reichen Molly das Futter. Die lässt sich geduldig alles gefallen, auch das zögernde Streicheln des Rüssels und der Ohren. Die Kinder lachen und bestaunen das große Tier. Auch Kasik (12) sagt, dass es ihm sehr gut gefällt. Die kleine Alana (11) fürchtet sich zuerst. Doch der Futtermeister Klaus-Dieter Strauß nimmt sie auf den Arm und hilft ihr, Molly zu streicheln. Endlich erstrahlt auch auf ihrem Gesicht ein Lächeln. Das ist die beste Therapie für sie, sagt Ermak Bickegkuev. Der Chirurg arbeitet im Krankenhaus der nordossetischen Stadt Wladikawkas. Nach der Geiselnahme hat er viele verletzte und traumatisierte Kinder und Erwachsene betreut. Am Donnerstag, den 2. Juni geht es zurück nach Beslan. Tiergarten Nürnberg, 31.05.05 Tohuwabohu-Indianerleben im Nürnberger Tiergarten Zu einem Indianerfest mit Spiel und Spaß für die ganze Familie lädt JAKO-O, das Versandhaus für ausgewählte Kindersachen, am 4. und 5. Juni jeweils von 10 bis 18 Uhr in den Tiergarten der Stadt Nürnberg ein. An den verschiedenen Bastel- und Spielstationen tauchen Eltern und Kinder ganz tief in die Welt der Rothäute ein. Denn um im Stamm der Tohuwabohu-Indianer aufgenommen zu werden, müssen sich alle mächtig ins Zeug legen: Schmuck basteln, Kleidung fertigen, Kriegsbemalung auftragen, Schleichpfade durchlaufen, Abenteuer bewältigen, Trommelzeichen lernen, Stockbrot backen und alles was zu einem Indianerleben gehört ... Gezahlt werden muss nur der übliche Zoo-Eintritt. Das JAKO-O Fest und die Materialien kosten nichts extra. Die selbst gebastelte Indianer-Ausstattung können alle mit nach Hause nehmen. Auf kleine und große Besucher ob kostümiert oder nicht wartet im Nürnberger Tiergarten außerdem der JAKO-O Kinderzoo: Inmitten des großen Zoos mit vielen exotischen Lebewesen geht es hier vor allem um die Tiere aus der Nachbarschaft wie Schweine, Hühner, Pferde, Esel oder Kühe. Tiergarten Heidelberg, 31.05.05 "Kunst kommt von Künden" ...... so lautet das Schaffensmotto des bekannten Künstlers Otmar Alt, der vom 1. Juni bis 1. Juli 2005 einen Teil seiner Werke im Tiergarten Heidelberg ausstellt. Otmar Alt hat sich nie mit dem eigenen künstlerischen Erfolg zufrieden gegeben. Er fühlt sich aufgefordert, eine breite Öffentlichkeit für die Kunst zu interessieren. Die Auseinandersetzung mit immer neuen Materialen und Techniken ist für ihn eine Herausforderung. So entstehen neben Gemälden, Grafiken und Skulpturen auch Kinderbücher, Plakate, Wand- und Fassadengestaltungen, Springbrunnenanlagen, Bühnenbilder, Designerarbeiten etc. Herr Alt zeigt wenig Berührungsängste hinsichtlich des Materials und in Bezug auf die Popularisierung von Kunst, ohne dabei einem Mainstream verhaftet zu sein: Ob es sich um die Gestaltung von Telefonkarten, Porzellan, Autos, T-Shirts, Regenschirmen oder Kinderspielzeug handelt, Otmar Alt zeigt sich offen. Aus banalen Gebrauchsgegenständen werden kleine Kunstwerke, die jedermann - unabhängig von Alter und Bildungsstand - zugänglich sein sollen. Otmar Alt, geb. am 17. Juli 1940 in Wernigerode ist heute einer der erfolgreichsten deutschen Künstler der Gegenwart. Aus der Abstraktion heraus fand Otmar Alt seinen eigenen Weg. Schon früh entdeckt man in seinen Bildern zaghaft angedeutete Figuren und Zeichen, die er schließlich mit phantasiereichen Titeln auf neue Bedeutungsebenen hebt. Zugleich wird seine Vorliebe für intensive Farben und bald auch für klar definierte Formen und Konturen aus der Tier- und Pflanzenwelt ersichtlich. Erlebnis-Zoo Hannover, 30.05.05 Schneeweißchen mit meerblauen Augen Wenn man eigentlich nur aus Beinen besteht und sich zudem noch auf Füßen halten soll, die auf der Sohlenseite gerundet sind, kann das Gehen wahrlich schwer werden. Auf wackeligen Beinen erobert jetzt ein zwei Wochen altes schneeweißes Dromedarbaby (*14. Mai) sein Gehege im Erlebnis-Zoo Hannover. Die meerblauen Augen und das schneeweiß gelockte Fell hat der der kleine Dromedar-Junge von seiner Mutter Samina. Der Erlebnis-Zoo Hannover ist besonders stolz, dass mit dem Kleinen der Zuchterfolg der wertvollen weißen Dromedare fortgesetzt wurde. Das Dromedarbaby versucht gerade, würdevoll zu gehen und wenn möglich nach allem zu treten, was es vor die putzigen Füße bekommt (Dromedare gehören zu den Schwielensohlern, und Dromedarbabys haben ganz weiche, runde Schwielensohlen, damit sie die Mutter bei der Geburt nicht verletzen ) (ach so). Mutter Samina bringt das nicht aus der Ruhe. Sie ist auf ihren ersten Nachwuchs so stolz, dass ihr schneeweißer Rücken-Höcker noch ein wenig aufrechter gen Himmel zeigt! Zoo Leipzig, 30.05.05 Löwentreffen am 31. Mai 2005 Ab morgen nun sollen die beiden Löwen Malik und Kimba ohne trennendes Gitter zusammen spielen können. In den ersten Tagen in ihrem neuen Heim zeigte sich die Hallenser Löwin sehr zurückhaltend und verließ ihr Innengehege kaum. Doch seit dem Wochenende ist sie aufgetaut und hat keine Scheu mehr vor die Tür zu gehen. Sie bevorzugt dort eindeutig die Seite zu Maliks derzeitigem Gehege und zeigt viel Interesse an ihrem Artgenossen. Auch Malik ist freundlich und nimmt oft Kontakt zu ihr auf. Daher wurde beschlossen, beide Tiere morgen, 31. Mai 2005, zusammen zu lassen. Damit stehen dann auch den Junglöwen beide Außengehege und mehr Platz zur Verfügung. Allwetterzoo Münster, 30.05.05 5. Weltkonferenz für Zoo-Marketing vom 1. - 4. Juni 2005 in Münster "The Colour of Zoo Marketing is Green"! Unter diesem Motto steht die diesjährige Marketingkonferenz, die gemeinsam vom Weltverband Zoologischer Gärten WAZA und dem Europäischen Zooverband EAZA organisiert wird. Münster als lebenswerteste Stadt der Welt, als Klimahauptstadt und kinderfreundlichste Stadt ist ein idealer Austragungsort für diese Konferenz, die im zweijährigen Turnus stattfindet. Über 130 Teilnehmer und Referenten aus 29 Ländern und allen Kontinenten, zumeist Marketingexperten aus Zoos, aus der Wirtschaft und freien Verbänden, haben sich angemeldet. Die Vorträge und Workshops des dreitägigen Programms dienen der Umsetzung der soeben erschienenen Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie. Diese auf 72 Seiten in neun Kapiteln verfasste Strategie bildet die Richtschnur dafür, wie Zoos und Aquarien in aller Welt ihren Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität leisten und wie sie ihren Betrieb nachhaltig führen sollen. Weitere Themen der Konferenz sind effektive und innovative Möglichkeiten für das Zoomarketing, die Balance zwischen optimaler Tierhaltung und Besucher-Events oder das Corporate Design. Viele der teilnehmenden Zoos haben Beiträge für einen Marketing-Award eingereicht. In sechs Kategorien ermittelt eine Jury der münsterschen Fachhochschule für Design jeweils drei Preisträger. Zoo Dresden, 27.05.05 Gewinnerin unseres Namenswettbewerbes! In unserer 1. Zoozeitschrift Zoo Dresden erleben suchten wir für das Maskottchen der Kinderseite, einen Namen. Die Gewinnerin Sophia, 8 Jahre, aus Dresden wählte den lustigen Namen Kiki aus. Sophia wird am Montag, dem 30. Mai ihre Lieblingstiere im Primatenhaus besuchen. Dazu laden wir herzlich zum Fototermin 12:30 Uhr in das Primatenhaus ein. Unsere Zoozeitschrift Zoo Dresden erleben ist im Zeitschriftenhandel und im Zoo für nur 2,- Euro erhältlich. Der Erlös kommt den Zootieren zu Gute. Neben Neuigkeiten aus dem Zoo, einem Tag mit einem Tierpfleger und jungen Zoofreunden, welche den Zoo entdecken, kann man viele interessante Informationen über die Geschichte des Zoo Dresden erfahren. Arche Warder, 27.05.05 4.und 5. Juni 2005 im Tierpark Arche Warder - Pferde in Aktion Ein Wochenende rund ums Pferd. Am 4. und 5. Juni 2005 erwartet die Besucher im Tierpark Arche Warder ein buntes Programm rund um das Pferd. Samstag ab 14.00 Uhr: Rasseschau mit seltenen Pferden und Pferdemarkt Sonntag ab 10.30 Uhr: Kräftemessen der Kaltblutpferde, Stunt-Show der Comanches Schau-Dressur, Geschicklichkeitsfahrten der Kutscher uvm. Außerdem : Großer Öko-Bauernmarkt, Essens- und Getränkestände ZooLeipzig, 27.05.05 Über 400 Namensvorschläge! Zoo Leipzig und Ostrauer Kalkwerke taufen Hyänenjungtiere Die über acht Monate alten Hyänenjungtiere erfreuen sich bester Gesundheit! Gemeinsam toben die beiden Raufbolde mittlerweile ausgiebig auf der Außenanlage und treiben den einen oder anderen Schabanack mit ihren Eltern. Bislang waren die im September 2004 geborenen weiblichen Geschwister noch namenlos! Der Leipziger Zoo und die Ostrauer Kalkwerke starteten deshalb einen Namensaufruf für ihre Schützlinge. Dieser sollte mit der Heimat, Afrika, im Zusammenhang stehen. Über 400 Einsendungen konnte der Zoo innerhalb von zwei Wochen verzeichnen. Die Wahl unter den vielen Namensvorschlägen ist getroffen und ich freue mich, Sie aus diesem Anlaß einladen zu können zur Hyänentaufe und Patenschaftsübername am Dienstag, dem 31. Mai 2005 um 10 Uhr an der Hyänenanlage. Tierpark Chemnitz, 26.05.05 Chemnitzer Löwen haben sich eingelebt - Tipp für Tierparkbesuch: Tierparkfest am 11. und 12. Juni 2005 Seit einer Woche gibt es nun wieder Löwen im Chemnitzer Tierpark! Malik aus Leipzig und Kimba aus Halle haben sich inzwischen eingelebt. Malik hat sich schon gut mit seinem Außengehege und den neuen Nachbarn vertraut gemacht und ist täglich zu sehen. Kimba dagegen zeigt sich eher noch schüchtern und hält sich im Hintergrund. Zur Zeit werden beide getrennt gehalten, der Zeitpunkt der Zusammenführung steht noch nicht fest. Übrigens: eine gute Möglichkeit, die beiden Löwen zu begrüßen, ist das Tierparkfest, welches am 11. und 12. Juni stattfinden wird. Neben vielen Aktionen für Groß und Klein wird es am Samstag auch wieder die traditionelle Nachtführung und an beiden Tagen Kurzführungen zu verschiedenen Tiergruppen geben. Detaillierte Informationen zum Tierparkfest erhalten die Redaktionen rechtzeitig über die Pressestelle der Stadt Chemnitz! Stuttgart, 1.6.05 Unsere neue Mitarbeiterin in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Liebe Partnerinnen und Partner der Wilhelma, gestatten Sie mir, Ihnen heute ein neues Gesicht in der Wilhelma vorzustellen: Anja Paumen. Sie wird zukünftig bei uns für das weite Feld der Öffentlichkeitsarbeit und des Marketings zuständig sein und als Pressesprecherin den Kontakt mit Ihnen noch enger gestalten. Sie folgt in dieser Position unserem langjährigen Mitarbeiter Dr. Lutz Plasa. Herr Dr. Plasa hat die Öffentlichkeitsarbeit seit 1982 betreut. Inzwischen sind seine übrigen Aufgaben im Zuge des Wilhelmaausbaus so umfangreich geworden, dass es uns geraten schien, ihn vor allem mit kurativen Aufgaben zu betrauen und die Öffentlichkeitsarbeit auf ein neues Fundament zu stellen. Anja Paumen ist gebürtige Düsseldorferin. Nach dem Abitur studierte sie in Berlin Biologie mit dem Ziel Wissenschaftsjournalistin zu werden. Die Natur hatte sie schon früh fasziniert. Im Studium interessierte sie sich besonders für Neurobiologie und Mikrobiologie. Während eines Stipendiums in den USA konnte sie ihr Verständnis von molekularbiologischen und genetischen Abläufen vertiefen. Nach dem Erwerb des Diploms schrieb sie für Tageszeitungen über verschiedenste Themen aus dem Bereich medizinische Forschung, Umwelt und Hochschule. Gleichzeitig hospitierte sie bei Presse und Rundfunkredaktionen wie Stuttgarter Zeitung, Die Welt, dem Süddeutschen Rundfunk, dem Südwestrundfunk und privaten Rundfunkanstalten. Ein zweites Standbein baute sie sich im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf. Schon während und auch nach der Studienzeit in Berlin arbeitete sie bei der Unternehmenskommunikation der Schering AG. Für eine dreimonatige Hospitanz ging sie in die Pressestelle des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Später konnte sie als Pressesprecherin der Deutschen Knochenmarkspenderdatei in Tübingen ihre PR-Erfahrungen vertiefen. Da sie ihre Ausbildung als Journalistin abrunden wollte, arbeitete sie wieder als freie Autorin. Diesmal nicht nur für Tageszeitungen und Fachmagazine, sondern auch für verschiedene Hörfunk- und Fernsehprogramme der ARD. Als Reporterin und Moderatorin war sie vor allem für Nachrichten und Magazinsendungen beim Kurpfalzradio in Mannheim tätig. Daran schloss sich eine Anstellung als Redakteurin beim Saarländischen Rundfunk in Saarbrücken an, erst beim Hörfunkprogramm SR 1, danach beim Fernsehen in der Nachrichtensendung Aktuell. Aus dem Saarland ging es schließlich wieder zurück nach Baden-Württemberg, diesmal in die Hauptstadt des Landes: Seit dem 1. April leitet sie den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Marketing der Wilhelma. Wir heißen unsere neue Kollegin herzlich willkommen. Sie freut sich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Dieter Jauch, Direktor der Staatlichen Anlagen und Gärten | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | | Natur- und Artenschutz | T-Online - 31. Mai 2005 Wie viele "Fremde" erträgt die deutsche Tierwelt? Die einen räubern nur nachts, die anderen haben auch tagsüber keine Hemmungen - gern gesehen sind beide Tierarten inzwischen nicht mehr. Marderhund und Waschbär gelten in einigen Regionen Deutschlands schon als Plage. "Sie stellen eine große Gefahr für das Niederwild dar", sagt Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdschutzverband (DJV). Deshalb wollen die rund 250 Delegierten des Verbandes an diesem Freitag auf ihrer Jahrestagung in Neubrandenburg darüber beraten, was gegen die ungebetenen "Einwanderer" unternommen werden kann. Neben Waschbären und Marderhunden besiedeln inzwischen auch andere Exoten Wälder und Felder im Hinterland der Ostsee. So haben sich australische Benett-Kängurus bei Burg Stargard nur 150 Kilometer nördlich Berlins angesiedelt. Die ersten Tiere waren aus einem Zoo entkommen. Nandus schreiten durch die Wakenitz-Niederung bei Lübeck. Dort streiten Tierschützer und Zoologen darüber, ob die vor Jahren aus einem Zuchtbetrieb ausgebrochenen Laufvögel weiter ungestört brüten sollen. Weil der Marderhund Bodenbrüter und Feldhasen frisst, darf er gejagt werden. Aber trotz aller Bemühungen der Jäger scheint der Bestand immer weiter zu wachsen. So wurden im Jagdjahr 2003/2004 mehr als 18.600 Marderhunde erlegt, davon 11.000 im Nordosten Deutschlands - ein Anstieg um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die possierlich anmutenden Waschbären erweitern seit Jahren von Göttingen und Berlin aus ihre Reviere und treffen dabei keine echten Feinde. Bundesweit wurden zuletzt 21.000 Waschbären erlegt, so viele wie nie vorher. Passauer Neue Presse - 2. Jun 2005 Ein Niederbayer züchtet die wildesten Miezen Wiesenfelden. Die Miezen von Günther Worel sind ganz und gar keine verspielten Schmusekätzchen. Er kümmert sich seit 20 Jahren täglich um ihr Wohlergehen in der Zuchtstation in Wiesenfelden. Bisher hat der Ökolandwirt rund 500 Tiere aufgezogen und sie vor allem im Bayerischen Wald und im Spessart ausgewildert. Hubert Weinzierl, damaliger Vorsitzender des Bundes Naturschutz, machte sich nach erfolgreichem Abschluss der Biber-Ansiedelung in Bayern stark für ein Wiederansiedelungs-Projekt. Es gibt nur wenige Arten, die man wieder einbürgern kann. Und dass auch nur, wenn ihr Lebensraum noch vorhanden ist, erklärt Weinzierl. Und dass sei bei der Europäischen Wildkatze der Fall. Auf Weinzierls Initiative hin baute Worel 1984 die Wildkatzenzuchtstation in Wiesenfelden auf und übernahm die Leitung des Projekts Wiedereinbürgerung der Europäischen Wildkatze. Das Projekt wird auch von der Uni Würzburg wissenschaftlich betreut. Zurzeit leben 17 Katzen plus zwei Würfe Junge in der Zuchtstation im Schlosspark von Wiesenfelden. 108 Katzen wurden zum Beispiel zwischen 1984 und 1997 im Vorderen Bayerischen Wald angesiedelt, erzählt Worel. >Ausführlicher Bericht Presseportal - 1. Jun. 2005 NABU sieht mehr Licht als Schatten bei Umwelt- und Naturschutzpolitik Der Naturschutzbund NABU sieht mehr Licht als Schatten im Bericht der Bundesregierung zur Lage der Natur, den das Kabinett am heutigen Mittwoch beschlossen hat. Vor allem im Artenschutz als eine der zentralen Aufgaben des Naturschutzes sind wir einen guten Schritt vorangekommen, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Bestände vieler Arten hätten sich stabilisiert, und mit der Ende vergangenen Jahres verabschiedeten Novelle der Bundesartenschutzverordnung sei auch der Schutz des seltenen Wanderfalken vor Greifvogel-Hybriden verbessert worden. Ferner unterstütze das Bundesumweltministerium derzeit die Naturschutzverbände beim Aufbau eines bundesweiten Vogelmonitorings auf ehrenamtlicher Basis. Ausdrücklich hat der NABU das Vorhaben des Bundesumweltministeriums begrüßt, die Situation der einzigen frei lebenden Wolfspopulation in Deutschland in der Lausitz zu verbessern. Die Bundesregierung habe ihre Hausaufgaben auch beim Aufbau des EU-weiten Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 gemacht. Nun seien die Länder am Zuge, ihre Schutzgebiete dauerhaft zu sichern. Enttäuschend ist aus Sicht des NABU, dass die Bundesregierung es bisher nicht geschafft hat, Instrumente zur Sicherung des Nationalen Naturerbes auf den Weg zu bringen. Vom Versprechen, 100 000 Hektar Naturfläche der ehemaligen DDR an Verbände, Stiftungen und die Länder zu übertragen, sind lediglich 32 000 Hektar übriggeblieben, kritisierte Miller. sz-online - 28. Mai 2005 Dreiste Rotten spazieren durch Senftenberg Die südbrandenburgische Bergarbeiterstadt hat seit Wochen Probleme mit Wildschweinen. Gegen die Schwarzkittel scheint kein Kraut gewachsen. Drei wohl um die 150 Kilo schwere Bachen und über 20 Frischlinge ziehen ihre Bahn über städtische Grünflächen, durch Gassen und vorbei an Geschäften. Auch in anderen Regionen hat sich das Schwarzwild seit dem Jahre 2002 fast verdoppelt. Von den Jägern werden mehr Abschüsse von Bachen gefordert, die älter als zwei Jahre sind. Im Vorjahr wurden landesweit immerhin 52 596 Wildschweine erlegt. Tirol Online - 30. Mai 2005 Nachwuchs für Waldrapp-Projekt In Mutters werden acht kleine Waldrappe großgezogen. Im Wiederansiedelungsprojekt in Oberösterreich sollen sie die große Freiheit kennenlernen. Beim Füttern der derzeit noch sechskö | |