E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
deutschsprachigen Online-Presse

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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
   Reinhard Hellwig
   Melanie Witte
   Dr. Silke Sorge
   Marco Smeets



ISSN 1619-6643


Ausgabe 267 vom 26. Mai 2005

Liebe Leser,

Umbenennungen von Organisationen sind in Mode. Aus IUCN wurde WCU, die alte IUDZG hieß zwischendurch WZO und nun WAZA, und die britischen Zoo-Kollegen, erst in FZG, zwischendurch in NFZG und dann in FedZoo organisiert, nennen sich mittlerweile BIAZA. Einher ging dort zudem eine Orientierung zu mehr Information für die Öffentlichkeit. Neben dem mehr für Zoobesucher gedachten Lifeline-Magazin gibt es seit diesem Jahr auch den BIAZA Research Newsletter - beide online kostenlos erhältlich.
Aus England kommt auch das ZOO!-Magazin der IZES; soeben erschien die lang erwartete No. 24., die weiter unten genauer besprochen wird.

Discounter Lidl gibt sich ja alle Mühe, in die Negativ-Schlagzeilen zu kommen. Die sofort verkauften Bahntickets mögen ja noch eine zweifelhafte Lockvogel-Nummer gewesen sein, aber der sogar stolz beworbene Verkauf von Hai-Produkten ist nun wirklich unverständlich. Wie unsensibel und ignorant muß ein Chef-Einkäufer samt seiner Kontrollinstanzen sein, wenn da niemandem im Unternehmen etwas auffällt? Vielleicht ist basales Naturschutz-Wissen auch etwas viel verlangt? - Es soll ja auch designierte Ministerpräsidenten geben, die glauben, bedrohte Feldhamster seien Haustiere (oder leben Goldhamster am Niederrhein?)!
Es könnte aber natürlich auch sein, daß Haifisch auf der Speisekarte schon fast wieder gesellschaftsfähig ist. Diese Woche stand deswegen nämlich noch ein anderes Unternehmen unter Kritik - pikanterweise ein Zoobetreiber: Disney. Mehr dazu unter
Artenschutz


Dirk Petzold


      

Wasserburg, 26. Mai 2015
Wasser weiß was
Mit einer neuartigen Wasseraufbereitungstechnik wartet seit einigen Tagen die Seehundanlage auf. Das Wasser werde während des Filter-Durchflusses nun durch einige Kilometer Spezialröhren magnetisch,
esoterisch und strukturell mit allen erdenklichen Informationen aufgeladen und lernt dabei nicht nur, welche Inhaltsstoffe abgebaut und welche erhalten bleiben sollen, sondern fördert gewünschte Mikroorganismen, während es schädliche im Wachstum einschränkt. Nach intensivem Training des so "informierten" Beckenwassers sind nun auch die Seehunde gesünder und erlernen Kunststücke in Rekordzeit (die Futterfische bleiben jedoch tot...). Geschäftsführer Platscher räumt zwar bereitwillig ein, dass niemand so richtig wisse, wie das Ganze eigentlich funktioniert, aber "Hauptsache es wirkt". Als nächster Schritt sei geplant, auch das Wasser selbst zu dressieren und an der Show zu beteiligen. Gerüchte, das Wasser wäre mittlerweile intelligenter als die Beckenbewohner und schon so gut informiert, dass es bereitwillig auch den Besuchern Auskunft gäbe, seien aber übertrieben.

(Lassen auch Sie Ihre Phantasie spielen und schicken Sie uns Kurzartikel z.B. von 2015 oder 2055 - welche Themen mögen dann wohl die Zoowelt bewegen? Einige wenige Zeilen genügen.)

Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

Volksstimme - 20. Mai 2005
Kai Perret musste sich im Stadtrat einige Kritik anhören...
Wohin im Magdeburger Zoo? Ein Leitsystem führt die Besucher. Den Zoo selbst führt seit 2003 Kai Perret als Direktor. Er hat Visionen nach Art eines großen Entwicklungs-Wurfes für 12,9 Millionen Euro bis 2011. Der Entscheid darüber, ob dieser Wurf getan wird, stand mit dem Wirtschaftsplan 2005 zwar noch gar nicht auf der Ratstagesordnung, aber die Diskussion drehte sich schon ganz und gar darum. Der Zoo und sein Direktor Kai Perret sind unter massiven Druck geraten. Die jüngste Ratssitzung sprach Bände über das angespannte Verhältnis zwischen Teilen des Stadtrates und dem Mann, den die Stadt 2003 wegen seiner ehrgeizigen Pläne für einen Erlebnis-Zoo an die Spitze des städtischen Eigenbetriebes setzte. Diese Pläne und die Art, in der sich Perret öffentlich und offensiv für ihre Umsetzung einsetzt, stoßen nun auf Kritik. Die Stadt lässt sich ihren Zoo was kosten, konkret 3, 4 Millionen Euro Zuschuss 2005. 1, 1 Millionen Euro ist die Anlage selbst zu erwirtschaften in der Lage. Im Zoo bröckelt hier und da und dort nicht nur der Putz ; viele Anlagen sind desolat (das unterscheidet den Zoo von durchsanierten Theatern ; er war investiv im Vergleich eher ein Stiefkind). Reparaturkosten steigen, Besucherzahlen sinken. Perret will jetzt den großen Wurf und keine kleinen Reparaturbrötchen. Die zu backen, war er 2003 auch nicht von Münster nach Magdeburg eingeladen worden. Kai Perret trat sichtlich aufgeregt ans Pult vor diesem „Tribunal“: „Der Zoo Magdeburg läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren und abgehängt zu werden von der Entwicklung anderer Freizeiteinrichtungen in der Umgebung. Die eingeschränkte Investitionstätigkeit 2005 entspricht nicht den Notwendigkeiten. Natürlich kenne ich die Haushaltslage der Stadt und weiß, dass Investitionen, wie sie im Zoo nötig sind, kaum aus der Stadtkasse bezahlt werden können.“ Deshalb strebe der Zoo die Umwandlung vom Eigenbetrieb in eine GmbH an, was die Möglichkeiten zur Kreditaufnahme eröffne. Darüber, ob der Zoo den Weg gehen soll, berät der Stadtrat erst im September. Perret kündigte einen entsprechenden Beschlussvorschlag an. Allgemein drängt sich machem der Eindruck auf, Perret müsse als Stellvertreter für einen politischen Feldzug gegen das Kulturdezernat herhalten. Der Zoo droht – wieder ähnlich das Theater – zum Politikum zu verkommen. Am Dienstag im Rat kamen Perret und der Zoo mit einem blauen Auge davon. Mit 25 zu elf Stimmen (bei sieben Enthaltungen) ging der Wirtschaftsplan durch. Die komplette CDU und PDS-Teile lehnten ab. Für die Visionen wird’s eng.


Der Standard - 24. Mai 2005
Tierpark Herberstein: BZÖ könnte für ÖVP neues Pachtmodell ...
In Wahlkampfzeiten wird auch ein Tierpark zum Gegenstand hitziger Debatten. So geschehen am Dienstag im Grazer Landtag, der nun - nach der Landesregierung - mit der Übernahme des Tier- und Naturparks Herberstein befasst ist. Die ÖVP nutzte eine "Aktuelle Stunde", um aus der Defensive heraus, in die sie in den vergangenen Wochen geraten war, ein neues, für das Land günstigeres Angebot zu unterbreiten. Die in der Causa Herberstein in Bedrängnis geratene Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V), legte ein überarbeitetes Pachtmodell vor, dass durch Kooperationen für das Land billiger wird und statt der 20-jährigen Bindung eine einseitige Ausstiegsklausel nach fünf Jahren vorsieht. Wenn der modifizierte Regierungsantrag voraussichtlich noch vor dem Ende der Legislaturperiode und damit wahrscheinlich vor der Sommerpause ins Plenum kommt, dürfte zumindest das BZÖ mit der ÖVP stimmen und ihr damit die Mehrheit sichern.


wienweb.at - 20. Mai 2005
Wien und Steiermark kooperieren
Der Tiergarten Schönbrunn und der oststeirische Tierpark Herberstein wollen in Zukunft enger kooperieren. Der Wiener Zoo-Direktor Helmut Pechlaner kündigte am Donnerstag eine finanzielle Unterstützung an. "Herberstein darf nicht vor die Hunde gehen", erklärte er. Neben einer wissenschaftlichen Forschungskooperation sollen auch spezielle Marketing- und Tourismuspakete geschnürt werden, um Besucher aus dem In- und Ausland zu Veranstaltungen an beiden Örtlichkeiten zu locken.

sz-online - 20. Mai 2005
Gestern machte sich eine Majestät auf die Reise nach Chemnitz
Chemnitz hat jetzt einen König - so jedenfalls heißt der arabische Name Malik übersetzt. Gestern zog der adlige Löwenjunge aus dem Leipziger Zoo in unseren Tierpark ein. Und brachte gleich seine neue Prinzessin mit - die acht Monate alte Löwin Kimba aus dem Zoo Halle. Während die junge Dame sofort ihr neues Revier erkundete, gab sich „King“ Malik dagegen äußerst schüchtern. In Leipzig hätte Malik, der im Juli ein Jahr alt wird, getrennt vom Rudel aufwachsen müssen. Beim Zusammenleben mit Vater Matadi und Mutter Luena hätte es ständige Kämpfe um die Rangfolge gegeben. In Chemnitz kann der Löwe mit seiner Löwendame nun das typische Raubkatzenverhalten lernen.


Mitteldeutsche Zeitung - 20. Mai 2005
Zoos verkuppeln ihre Löwen
Matt lag die Löwendame Kimba aus dem halleschen Bergzoo in ihrer Holzkiste. Beim ersten Rendezvous mit ihrem neuen Lebenspartner, dem Leipziger Löwen Malik, stand sie noch unter Narkose. Gemeinsam wurden sie am Donnerstag von Leipzig zu ihrem neuen Zuhause in den Chemnitzer Zoo gefahren. Im Chemnitzer Zoo ist die Freude über die neuen Bewohner groß. Das Außengehege für die Löwen wurde erweitert, mittelfristig soll eine neue Löwenanlage gebaut werden. Und auch in Halle ist man über die mitteldeutsche Kooperation erfreut. Zoodirektor Jacob: "Gut möglich, dass Kimba so eines Tages wieder zu uns kommt."


Leipziger Volkszeitung - 20. Mai 2005
Viel Spaß beim Kuscheln, Malik
Zwar ist er schon "sehr zerliebt", aber er musste einfach mit ins neue Zuhause nach Chemnitz: der Plüschlöwe, mit dem Malik von Anfang an gekuschelt hat. Gestern Vormittag hieß es Abschied nehmen von Leipzigs Lieblingskater, mit fast elf Monaten mittlerweile schon im Jugendalter. Und weil der kleine Löwe unbestritten ein Medienstar ist, gab's beim letzten Auftritt an seinem Geburtsort auch einen Mega-Rummel. Viel zu sehen war allerdings nicht vom Löwchen. Bereits früh, vor dem offiziellen Tschüss, lief Malik freiwillig und ohne Beruhigungsspritze in eine Transportkiste. Jede Aufregung sollte vermieden werden.


sz-online - 21. Mai 2005
Malik und Kimba erkunden ihr neues Zuhause
Der Neuzugang im Chemnitzer Tierpark fühlt sich pudelwohl. Der Leipziger Löwenjunge Malik und das Hallenser Löwenmädchen Kimba haben den Umzug vom Donnerstag gut überstanden und erkunden jetzt fleißig ihre neue Umgebung. Unsere königlichen Großkatzen sind noch immer etwas irritiert. „Doch das wird sich bald legen“, ist sich die Biologin Anja Dube sicher.


Kölnische Rundschau - 20. Mai 2005
Land bleibt im Streit mit Zoo hart
Das Land zeigt sich im Streit mit dem Kölner Zoo um den so genannten „Wassercent“ unnachgiebig. In einer Klageerwiderung des Landesumweltamtes besteht das Land auf der Zahlung von rund 40 000 Euro, weil der Zoo mit eigenen Brunnen Grundwasser fördert und damit Teiche und Aquarienbecken füllt sowie Wiesen wässert. Für das letzte Jahr hat der Zoo bereits rund 35 000 Euro zahlen müssen. Im „Wasserentnahmegesetz“ hat der Landtag Betriebe ausgenommen, die für gewerbliche Zwecke Wasser fördern. Dass somit Bauernhöfe von der Zahlung befreit werden, ein aus Steuergeldern subventionierter Zoo dagegen nicht, beschäftigt nun das Kölner Verwaltungsgericht. Wie bei Gärtnereien oder Bauernhöfen versickere der größte Teil des genutzten Wasser im Erdreich. Diese Argumentation spielt für das Land jedoch keine Rolle. Entscheidend sei, dass der Zoo kein Bauernhof und gemeinnützig sei. Deshalb müsse er zahlen. Eine andere Landesbehörde, nämlich das Finanzamt, tut das bereits: Es hat dem Zoo ein grünes, steuerbefreiendes Nummernschild für seinen Traktor genehmigt - ein Privileg, das in der Regel nur Bauernhöfen zusteht.
> vergl. Pressemeldung

Winti-Guide.ch - 23. Mai 2005
«Pongo» im Zoo Zürich gestorben
Das Orang-Utan-Männchen Pongo ist gestern im Zoo Zürich eingeschläfert worden. Pongo, der zuletzt akute gesundheitliche Probleme hatte, zählte zu den ältesten Orang-Utans in Europa. Pongo habe in letzter Zeit zunehmend Mühe gehabt, sich fortzubewegen. Gestern hätten die Kräfte des rund 44-jährigen Primaten gänzlich versagt, deshalb sei er vom Tierarzt eingeschläfert worden. Pongo kam 1966 in Begleitung zweier Weibchen in den Zoo Zürich und zeugte insgesamt 18 Jungtiere, sechs davon leben im Zoo Zürich.


ORF - 24. Mai 2005
Österreichs einziges Faultier bekam Partner
Für Österreichs bisher einziges Faultier - Antje im Zoo Schmiding bei Wels - ist ein Partner gefunden worden. Pedro aus Zürich und das Weibchen hängen nun gemeinsam in den Ästen des Tropenhauses und lassen die Seele baumeln.


nachrichten.at - 20. Mai 2005
Die Braunbären "Hänsl" und "Gretel" im Tierpark Enghagen in Roßleithen
Die Besucher vom Österreichischen Tierschutzverein waren schockiert, als sie diese Woche im Tierpark Enghagen in Roßleithen (Bezirk Kirchdorf) waren: "Ein Bärenpaar muss dort in einem viel zu kleinen, dazu noch verschmutzten Gehege sein Dasein fristen", klagt eine Dame vom Tierschutzverein. Etwa 130 Quadratmeter stünden den Braunbären "Hänsl" und "Gretel" zur Verfügung. Artgerechte Einrichtungen wie ein geschützter Liegeplatz würden in dem Betongehege fehlen. Der Gnadenschuss muss nicht sein, beruhigt Tierparkbetreiber Hermann Schmidleitner: "Die Bären übersiedeln in den nächsten Tagen in ein anderes Gehege." Künftig werden sich "Hänsl" und "Gretel" mit zwei anderen Bären ein 800 Quadratmeter großes Gehege mit artgerechten Liegeplätzen teilen.


ORF - 20. Mai 2005
Frau von Bären in polnischem Zoo zerfleischt
Eine Zoobesucherin ist heute im oberschlesischen Chorzow von Bären zerfleischt worden. Die etwa 40 bis 45 Jahre alte Frau balancierte auf der Brüstung des Bärengeheges, verlor das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP. Ehe sie wieder aus dem Gehege herausklettern konnte, wurde sie von den Tieren angegriffen. Zoomitarbeitern gelang es nicht mehr, die Frau zu retten.

Der Spiegel
Unglück im Zoo: Frau von fünf Bären zerfleischt
Ein Besuch im Zoo hat für eine Frau in Polen ein tödliches Ende genommen. ..

Netzeitung  
Bären töten Zoobesucherin
Eine Frau balancierte in Polen auf der Brüstung eines Bärengeheges... ..
 



Planung und Bau 

Leipziger Volkszeitung - 21. Mai 2005
Afrika-Landschaft im Zoo erhält Okapi-Zuwachs
Der Zoo Leipzig will bis zum Sommer ein neues Gehege bauen und künftig die stark bedrohte Tierart Okapi halten. "Wir haben uns schon lange um diese seltenen Tiere bemüht. Will ein Zoo eine Okapihaltung beginnen, muss er sich in eine lange Warteliste einreihen. Durch einen Glückumstand erhielten wir die Option und haben natürlich sofort die Chance ergriffen", so Zoodirektor Jörg Junhold. Für die Haltung von Waldgiraffen erarbeitete Leipzigs Zoo kurzfristig ein Konzept. Die Pläne zum Gehegeneubau und die Besonderheiten der Haltung dieser Tiere will Zoochef Jörg Junhold gemeinsam mit Siegfried Stauche, dem Vorsitzenden des Zoo-Freundes- und Förderkreises, nächste Woche vorstellen. Der Freundes- und Förderkreis möchte den Hauptteil der notwendigen Finanzierung aufbringen und über einen Spendenaufruf versuchen, die Mittel für den Bau der Anlage zusammen zu bringen.


Leipziger Volkszeitung
Lissabon sagt Zucht ab - Leipzig greift zu
Voraussichtlich Ende Juli trifft das erste Okapi im Zoo ein.

Stuttgarter Nachrichten
Studenten entwerfen Affenhaus
Die Menschenaffen in der Wilhelma sollen nach dem Wunsch von Zoo-Direktor Dieter Jauch ein neues Zuhause erhalten

Allgemeine Zeitung Mainz - 20. Mai 2005
"Nemo" hat nasses Quartier bezogen
Mainz. Die in den 60er Jahren im Stadtpark entstandenen Pflanzenhäuser im Stadtpark sind Geschichte. Die Hotelier-Familie Barth öffnet am Dienstag, 24. Mai, die "Nachfolgegeneration" der Schauhäuser für die Allgemeinheit. Integriert sind diese in den Erweiterungsbau des Favorite Parkhotels, der am heutigen Freitag offiziell eröffnet wird. Die beiden riesigen Aquarien mit jeweils 15000 Liter Wasser sind Blickfang des neuen Schauhauses. "Rund 30 tropische Arten haben wir jeweils eingesetzt und die beiden Becken unterteilt in eines für räuberische Fische und ein ausgesprochenes Riff-Aquarium", verraten Mitarbeiter der "Korallenwelt" aus dem pfälzischen Hassloch.
Reptilien wird es im neuen Schauhaus nicht mehr geben. "Wir hätten ansonsten als Zoo gegolten und extra Pfleger einstellen müssen", erklärt Hotelchef Christian Barth und verweist auf den verglasten Bachlauf im Neubau. Kois und Goldfische ziehen ihre Bahn. Noch allerdings kämpft man gegen die Tücken des Kondenswassers an, das den freien Blick auf die Tiere fast unmöglich macht.


Tirol Online - 22. Mai 2005
Osttirols Wildpark bietet jetzt einen Aussichtsturm an
Der Wildpark Assling wartet mit einem neuen Steinwildgehege auf. "Nach der Tierschutznorm sind wir ein Zoo der Kategorie B", erläutert Wildparkchef Markus Lukasser. Das heißt, dass er keine Affen halten darf und keinen Zoologen anstellen muss. Lukasser hat einen Steilhang bis auf den felsigen Untergrund abgeräumt und davor einen 22 m hohen Aussichtsturm aufgestellt. Von zwei Plattformen aus kann man dem Steinwild (13 Exemplare) zusehen. Ferngläser liegen bereit. Der Turm, von Zimmermeister Hannes Weingartner geschaffen, ist selbst eine Attraktion. "Ingesamt hat das Steinwildgehege 70.000 Euro gekostet", verrät Lukasser. "Die Gehege für die Luchse und für die Wildkatze wollen wir ausbauen. Dann möchten wir einen Erlebnisgarten schaffen." Vorher wird aber noch, demnächst, das dreißigjährige Bestehen gefeiert. Bald könnte das Gebiet noch mit einer ganz anderen Zugnummer auftrumpfen: Es laufen Gespräche, eine Sommerrodelbahn zu errichten.



Aktionen


kobinet-nachrichten - 21. Mai 2005
Afrikanisches Dorf im Zoo.
Im Augsburger Zoo sorgt eine Art afrikanisches Dorf für Aufregung, das vom 9. bis 12. Juni vorgeführt werden soll. «Die Zoowelt entwickelt sich ständig weiter, stets im Sinne eines besseren Wohlbefindens der gehaltenen Tiere», wird auf der Webseite des Augsburger Zoos festgestellt. Mit dem für vier Tage angekündigten «African Village» wurden jedoch Erinnerungen an die Völkerschauen vergangener Zeiten geweckt. «Um eine einmalige afrikanische Steppenlandschaft gruppieren sich Kunsthandwerker, Silberschmiede, Korbflechter, Zöpfchenflechter», heißt es im Werbetext der Veranstaltung. Zoodirektorin Dr. Barbara Jantschke sieht den Tierpark als richtigen Ort, «um auch die Atmosphäre von Exotik zu vermitteln». Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, ein bundesweiter Verein von Bürgern afrikanischer Herkunft, hat gegen «eine kolonialrassistische Zur-Schau-Stellung im Zoo» protestiert.


Hamburger Abendblatt - 20. Mai 2005
Nachterlebnis im Zoo
In Hagenbecks Tierpark ist selten Ruhe. Ja, auch nachts gibt es bei Hagenbeck viel zu entdecken - in der Regel aber nur wenn man heimlich über den Zaun springt und dabei nicht im Löwengehege landet. Doch zum Glück gibt es die Dschungelnächte. Von 18 Uhr an bis in die Nacht hinein können die neugierigen Besucher einen Blick auf das Geschehen im Tierpark nach Einbruch der Dunkelheit werfen, natürlich wie immer mit einem exotischen Rahmenprogramm: An jeder Ecke gibt es karibische, afrikanische und amerikanische Rhythmen, Shows mit und ohne Zoobewohner und kulinarische Spezialitäten, vielfältig wie die Wildnis.

Waldeckische Landeszeitung - 23. Mai 2005
Freier Eintritt in den Wildpark Edersee
Am 29. Mai steigt auf dem Gelände im und um das Fagutop und Wildpark Edersee das diesjährige Nationalparkfest. In der Zeit von 10 bis 19 Uhr laufen für groß und klein vielfältige Aktionen. Dazu gibt es Informationen. Attraktive Preise warten auf die Gewinner des großen Nationalparkquiz, auf die "Nationalparkfamilie" und auf die Rätsellöser und Bastler in der Waldschule. Der Eintritt in den Wildpark ist frei. Vorführungen in Seilklettertechnik durch Nationalpark-Ranger, Schaufütterungen von Wolf und Luchs sowie Otterdame Jule stehen auf dem Programm. Die Falkner der Greifenwarte legen eine Extra-Flugschau ein.

 

Nachwuchs 
 
Esslinger Zeitung - 20. Mai 2005
Erstmals Nachwuchs bei Sumatra-Tigern
Stuttgart. Die Freude bei den Wilhelma-Verantwortlichen ist riesig: Sumatra-Tigerdame Dumai hat am Pfingstsonntag Nachwuchs auf die Welt gebracht. Tragischerweise ist von der Drillingsgeburt eines der Babys gestorben. Die beiden anderen sind wohlauf, sagt Lutz Plasa. Damit Dumai ihre Kinder auch ungestört säugen kann, bleibt das Raubtierhaus mindestens vier Wochen für Besucher geschlossen. Tiger-Dame Dumai hat am Sonntag den in der Wilhelma so lange und heiß erhofften Nachwuchs auf die Welt gebracht, und zwar im Außengehege. Das ist, laut Holtkötter, nicht ungefährlich für die kleinen Tiger. Deshalb sollten die Pfleger die Tiere zunächst ins Innengehege und dann in eine Wurfbox locken. Das gelang jedoch erst im Laufe des Montags. Doch in der Wurfbox schien es der neuen Tigerfamilie nicht zu gefallen und Dumai zog mit ihren beiden Babys wieder ins Innengehege.
> s.a.
Weitere Infos

MDR
Magdeburger Zoo erwartet Nashorn-Nachwuchs
Der Magdeburger Zoo beteiligt sich an einem europäischen Erhaltungszuchtprogramm und kann bereits auf mehrere Erfolge zurückblicken.

Zeitungsgruppe Lahn-Dill - 23. Mai 2005
Gleich zwei Babys im Elchgehege
Weilburg-Hirschhausen. Der Tiergarten in Hirschhausen hat eine neue Attraktion. Gleich zweimal Nachwuchs gab es im Elchgehege. Liebevoll leckt Elchmutter "Adelheid" den Nachwuchs. Elch-Bulle "Ferdinand" darf sich erst gar nicht in das Blickfeld der besorgten Mutter wagen. In der Nacht nach Pfingstmontag brachte die Elchkuh "Adelheid" im Weilburger "Wildpark Tiergarten" ein weibliches und ein männliches Elchkalb zur Welt, worüber sich nicht nur die Tierpfleger Armin Daniel und Jörg Schmidt sowie Forstamtsleiter Professor Dr. Gisbert Backhaus freuen.

Nordbayr. Nachrichten 23.5.2005
Gesundes Elchbaby wurde geboren
Im Wildgehege Hundshaupten freut man sich seit Samstag über neue Attraktion
Erst seit eineinhalb Jahren sind dessen Eltern Lars und Lotta im Wildgehege des Landkreises heimisch. Ungewöhnlich sei, dass die beiden zwei Jahre alten Elche bereits Nachwuchs gezeugt haben, erklärte Wildgehege-Leiterin Karola Wendschuh. Das Problem ist, die Elche gesund zu halten, denn sie sind sehr anfällig für Parasiten. Unbekannt ist noch das Geschlecht des kleinen Babys. Bisher wollten die Gehege-Mitarbeiter nicht zu nahe an Mutter und Neugeborenes, um sie nicht zu stören.

MVregio - 23. Mai 2005
Erster Wisentnachwuchs auf der Insel Usedom
Knapp ein Jahr nach der Eröffnung wird im neuen Wisentgehege auf der Insel Usedom der erste Nachwuchs gefeiert. Eine der drei Kühe habe am vergangenen Freitag ein 25 Kilogramm schweres Kalb zur Welt gebracht, sagte Dirk Weichbrodt vom Naturpark Usedom am Montag. Es ist der erste Wisentnachwuchs seit der Ausrottung der einst auch auf Usedom verbreiteten eurasischen Wildrinder vor 641 Jahren. Auf einem Fest soll demnächst dem ersten Usedomer Wisentjungen ein Name gegeben werden.


Baslerstab 20. Mai 2005
Kindersaison bei den Kängurus im Zolli
Im Zolli ist bei den Kängurus zurzeit Kindersaison. Das lässt sich sagen, weil einzelne Kleine dem Beutel schon entwachsen sind, andere gelegentlich den Kopf in der Taschenöffnung sehen lassen oder die Mütter von noch unsichtbaren Kindern einen verräterischen nackten Fleck auf dem Nasenrücken tragen. Diese haarlose Stelle entsteht, wenn häufige Schnauzenkontakte im Beutel nötig werden, und die Hygiene von der Mutter regelmässig Beutelreinigungen verlangt.

Saarbrücker Zeitung
Zebrafohlen vom eigenen Vatertot gebissen
Eines der beiden vor fünf Wochen im Neunkircher Zoo geborenen Zebrafohlen ist tot. Es starb einen grausigen Tod: Ihr eigener Vater hat die kleine Billy tot gebissen. Beobachtet hat es keiner, wie Zoodirektor Fritsch mitteilte. "Dabei war der Fritz früher so brav", hat Fritsch nur eine Erklärung für den "Durchdreher" des Hengstes: Eifersucht, weil das Kleine seinen weiteren Annäherungsversuchen an die Mutter im Wege stand. "Ein ganzes Stück hat er dem Fohlen aus dem Hals gerissen, im Lauf war der Knochen zerquetscht." Jetzt wird der Hengst von den anderen Zebras getrennt gehalten, im Juni an "einen seriösen Tierhändler" abgegeben.



Artikel aus der französischsprachigen Presse
zusammengestellt und übersetzt von Jonas Livet - www.leszoosdanslemonde.com

Neue Tigeranlage im Zoo de La Fèche
http://www.leszoosdanslemonde.com/html/actualite/actualite.htm
In großer Regelmäßigkeit werden im Zoo de La Flèche neue Anlagen eröffnet. Nach den Afrikanischen Elefanten (1998), den Eisbären (1999), der Falknerei (2000), den Polarwölfen (2001), den Kleinen Pandas (2002) und den Grizzlies (2003) erhielten nun die drei Tiger (darunter auch ein "weißes" Exemplar) eine neue Anlage.

Drei Känguruhs im Zoo Beauval entwendet
http://filinfo.france3.fr/popup_afp.php?nameRegion=idfcentre&id=%20050524091152.amgar2m1
http://ozforums.free.fr/zoos/read.php?f=2&i=10035&t=10035
Drei Wallabies sind in der Nacht von Freitag auf Samstag letzter Woche im Zoo Beauval gestohlen worden. Direktor Rudolphe Delord zeigte sich besorgt, da die Tiere sorgfältiger Pflege und Versorgung bedürfen. Über implantierte Transponder sind sie individuell wieder erkennbar. Bereits eine Woche zuvor war im Tierpark ein Affe gestohlen worden.

Känguruh-Diebstahl geklärt
http://www.desinformations.com/news.php?_id=1008
Die drei Känguruhs, die vergangene Woche im Zoo Beauval gestohlen wurden, wurden offenbar vom Restaurantchef eines nahe liegenden Hotels entwendet. Sein Kommentar: Er wollte sie zum hüpfen veranlassen.




Berliner Morgenpost - 22. Mai 2005
Wenn bei den Vielfraßen im Tierpark die Herzen höher schlagen
Berlin. Vor einem Jahr kam das drei Jahre alte Weibchen Belana aus dem Salzburger Zoo nach Berlin. Es bezog ein luxuriöses, für einen Single eigentlich viel zu großes Gehege und richtete es sich gemütlich ein. Ende Januar dieses Jahres folgte aus dem Zoo in Magdeburg Männchen Manuel - und damit ging die Aufregung los. Die Menschen hatten es sich so einfach vorgestellt: Käfig auf, Tiere zusammen, alles gut. So einfach ging das aber nicht mit zwei pubertierenden Bärenmardern. Belana saß im Außengehege, hatte das Männchen gerochen und ging nicht mehr rein. Manuel saß derweil im Innenkäfig, hatte das Weibchen gerochen und traute sich nicht raus. Selbst als die Tierpfleger sich als Kuppler versuchten und ihnen den Weg zueinander mit feinem Rinderfilet auslegten, blieben die zwei in ihren Ecken hocken. Ein Tierpfleger griff schließlich zum Besen und versetzte Belana einen beherzten Schubs. So landete sie im Innenkäfig, von Manuel nur noch durch das "Hochzeitsgitter" getrennt. "Man freundete sich an", beschreibt Klaus Rudloff das Geschehen.


Berliner Kurier - 23. Mai 2005
Diese Zottel sind so kuschelig
Der Countdown läuft: Noch 40 Tage, dann feiert der Tierpark Friedrichsfelde 50. Geburtstag. Bis dahin stellt der KURIER jeden Tag ein Tier vor. Heute: das mit dem längsten Fell. "Zottel" heißt eine der drei Moschusochsen-Damen um Bulle Jimmy: Als eine der feinsten Natur-Fasern überhaupt ist die Unterwolle der Moschusochsen weich wie Kaschmir und acht Mal wärmer als die der Schafe.


Berliner Kurier - 24. Mai 2005
Tembo: Zu schwer zum Hüpfen
Heute: das schwerste Tier. Er ist stolzer Vater von drei Minifanten und für sein viertes (von Mama Pori) kann's jeden Tag so weit sein. Doch Freuden-Sprünge sind für Tembo (20) kein Thema - mit seinen 4,5 Tonnen ist er zu schwer! Dabei ist Tembo mit 3,10 Metern noch nicht mal ausgewachsen. Afrikanische Elefanten können bis zu sieben Tonnen schwer werden.

Aachener Zeitung - 24. Mai 2005
Affenforschern über die Schulter schauen
Im Pongoland des Zoos Leipzig betreten jährlich 1,32 Millionen Gäste über einen Holzsteg die Tropenhalle, in der alle vier Menschenaffenarten zuhause sind. Die drei Hektar große Anlage ist aber auch ein Forschercamp des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie. Nur durch eine Fensterscheibe getrennt, können die Zoobesucher manche der Tests verfolgen und erkennen, wie ähnlich sich die Spezies sind. Nach vier Jahren Arbeit liegen erste Puzzleteile der Forschungen vor, doch die Wissenschaftler sehen sich immer noch am Anfang.


Thüringische Landeszeitung - 20. Mai 2005
Mit Knochen, Herz und Ohr
Erfurt/Jena. Etwa 40 Jahre alt wird ein Elefant. Grund dafür ist der Zahnwechsel. Der so genannte Dickhäuter hat zeit seines Lebens nur einen großen Zahn pro Kieferhälfte. Fünf Mal rückt ein Zahn horizontal von hinten nach vorn nach. Der sechste Zahn bricht im Alter von 35 bis 40 Jahren durch. Wenn dieser abgekaut ist, stirbt der Elefant, weil er keine Nahrung mehr aufnehmen kann. Dies und vieles mehr ist zu erfahren in der neuen Ausstellung im Phyletischen Museum Jena "Marina und andere Elefanten".
Auch das Skelett von Miss Baba ist zu sehen, einer indischen Elefantenkuh, die 1857 als Wanderzirkusattraktion unterwegs war. In einer Vitrine zu betrachten ist zudem das Herz von Marina, das mit Polyethylenglykol imprägniert worden ist. "Der Tod der Elefantendame Marina im Erfurter Zoo und die Übernahme des Kadavers waren der Punkt, dass wir gesagt haben, wir machen etwas über Elefanten", sagt Prof. Dr. Martin S. Fischer, Direktor des Instituts für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie und des Phyletischen Museums. Seit mehr als 20 Jahren arbeitete er wissenschaftlich über Elefanten.

swex.de - 20. Mai 2005
Ein Wildpark mit 500 nicht nur wilden Tieren
„Am Wald" bedeutet übersetzt der Name des neuen Schweinfurter Sport- und Freizeitbades, das diesen Sommer eröffnet wird. „Silvana" heißt es und soll „zu einer großen Einheit werden, wie sie vergleichbare Städte nicht haben", zeigt sich Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser stolz. Auf das Bad, aber auch auf den Wald nebenan. Denn der Wildpark an den Eichen hat sich in der Kugellagerstadt gerade zur warmen Jahreszeit als eines der Ausflugsziele gemausert, das mittlerweile die Menschenmassen auch aus anderen Landkreisen anzieht. Schier endlose Wege führen durch das gewaltige Areal. Obwohl in der riesigen, von sechs Mitarbeitern gepflegten Erholungsanlage 500 dorthin gebrachte Tiere wohnen, stolze 48 verschiedene Arten, verlangt die Stadt für ihren Naturzoo keinen Eintritt. Der Wildpark finanziert sich fast ausschließlich über den Verkauf an einer Waldschänke, an der sich an schönen Tagen teils lange Schlangen bilden.

SWR Nachrichten - 22. Mai 2005
Tier- und Pflanzenpark Fasanerie
Die Fasanerie Wiesbaden wurde 1955 eröffnet. Der wichtigste Tierpark in unserer Region vertritt ein umweltpädagogisches Konzept: Kontakt mit Tieren in artgerechter Präsentation. Auf einer Fläche von 25 Hektar werden 250 Tiere in 56 Arten gehalten.

Segeberger-Zeitung 21. Mai 2005
Hans-Heinrich Hatlapa wurde Ehrenbürger
Dr. h.c. Hans-Heinrich Hatlapa ist neuer Ehrenbürger von Großenaspe. In einer Feierstunde am Donnerstagabend in den „Kiek-ut-Stuben“ im Wildpark Eekholt verlieh ihm Bürgermeister Willi Wisser das Ehrenbürgerrecht. Damit ist der Wildparkbesitzer neben Albert Gudat und dem ehemaligen Bürgermeister Hans Asbahr der dritte noch lebende Bürger, dem diese seltene Ehre widerfahren ist.


Leipziger Volkszeitung - 24. Mai 2005
Delitzscher Tierparkchef zieht junge Drossel von Hand auf
Delitzsch. Die erste Brut der Stare ist eben dabei, ihre Kästen zu verlassen und auch die Amseljungen machen erste Flugversuche. Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass die jungen Piepmätze nach der Nestlingszeit noch nicht selbstständig sind. "Als Ästling werden die Jungen oft wochenlang betreut, ehe sie selbst in der Lage sind, Futter zu suchen", sagt der Delitzscher Tierparkchef Hans-Dieter Hohmann. So mag es auch bei einer jungen Wacholderdrossel gewesen sein, die Delitzscher Urlauber in Franken am Boden fanden, als ein Hund gerade mit ihr spielen wollte. Aus Mitleid nahmen sie sich der Drossel an und brachten sie in den Tierpark. "Natürlich macht die Aufzucht viel Mühe und Arbeit, dafür ist die kleine Drossel besonders zahm und zutraulich", sagt Hohmann. Doch diese Zutraulichkeit wird später die Auswilderung erschweren. "Deshalb wird sie im Tiergarten bleiben und sich eventuell im Herbst umherziehenden Schwärmen anschließen können." Generell rät der Tierparkchef ab, scheinbar hilflose Vögel mitzunehmen. Besser sei es, sie an Ort und Stelle zu belassen und auf einen Baum zu setzen.

azonline.ch - 23. Mai 2005
Rotary Club Aarau Einsatz zu Gunsten des Wildtierparks
Mit seinem dritten Arbeitseinsatz im Wildpark Roggenhausen hat der Rotary Club Aarau das 100-Jahre-Jubiläum von Rotary International beschlossen und dabei Spenden von annähernd 60 000 Franken getätigt. Eigentlich wollten die Mitglieder des Rotary Club Aarau Hand anlegen bei der Erstellung eines neuen Geissenstalls im Wildpark Roggenhausen, wozu mit 30 000 Franken auch drei Viertel der Gesamtkosten des Neubaus gespendet wurden. Nachdem die Baubewilligung jedoch erst nach etlichen Verzögerungen eingetroffen war und sich das Projekt somit nicht mehr im geplanten zeitlichen Rahmen realisieren liess, setzte Wildparkleiter Christoph Fischer seine Mitrotarier anderwertig ein: Zur Ausführung gelangten Reparaturarbeiten im so genannten Arboretum am südlichen Parkeingang, sowie Bodenerneuerungen beim Minipic- und Hasengehege.


Spiegel Online - 20. Mai 2005
Nachwuchs im Zoo: Stachelige Geschlechtsbestimmung
Ist es ein Mädchen oder ein Junge? Wenn das Neugeborene ein Stachelschwein ist, ist das nicht offensichtlich. Denn das beste Stück der Männchen versteckt sich innerhalb ihres Körpers. Bislang dauerte es etwa sechs Wochen, um das Geschlecht des Stachelschweinnachwuchses zu bestimmen. Diese Prozedur haben Genetiker des "National Zoo" in Washington D.C. nun abgekürzt. Es gelang ihnen, aus den Stacheln des neugeborenen Tieres die Erbinformation zu extrahieren. Innerhalb einer Woche stand fest: Es ist ein Mädchen.

Reuters Deutschland - 23. Mai 2005
Elefanten-Angriff macht ein Lokal in Seoul zur Attraktion
Einen Monat nach der Verwüstung durch Elefanten hat ein Restaurant in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul wieder eröffnet und vermarktet nun erfolgreich seine kuriose Geschichte. "Gaststätte, in der die Elefanten gewesen sind", heißt das Lokal inzwischen, das vor allem heimische Kost anbietet. Über dem Eingang hängt ein Schild, das drei Elefanten zeigt - in Anspielung auf jene Dickhäuter, die Ende April durch die Gaststätte stürmten, nachdem sie zusammen mit drei weiteren Artgenossen aus dem Zoo ausgebrochen waren. Damals flohen die Angestellten und Gäste panikartig; die Elefanten zerstörten die Inneneinrichtung und fraßen beinahe alle Karotten auf. Seit der Neueröffnung vor wenigen Tagen pilgerten die Gäste nun in Scharen in das Restaurant, die Umsätze hätten sich verdoppelt.


Krone.at 20. Mai 2005
Katzenbär verblüfft gesamten Zoo
Ein Katzenbär ist der neue Star seines Zoos, dem Chiba Zoological Park in der Nähe Tokios: Denn Futa - so sein Name - steht oft einfach so aufrecht im Gehege und schaut interessiert durch die Gegend. Wie der Zoo mitteilte, habe das zwei Jahre alte und männliche Tier seit neuestem die Angewohnheiten, sich auf zwei Beine aufzurichten und richtig menschlich dazustehen. Futa schaffe es dann, mehr als zehn Sekunden auf zwei Beinen zu stehen und interessiert durch die Gegen zu blicken.


Nachwuchs im Zoo: Stachelige Geschlechtsbestimmung
Ist es ein Mädchen oder ein Junge? Wenn das Neugeborene ein Stachelschwein ist, ist das nicht offensichtlich. Denn das beste Stück der Männchen versteckt sich innerhalb ihres Körpers. Die Genetiker des Zoos in Washington sahen sich daher ersatzweise die Stacheln des Babys genauer an.

Salzburg 24.05.2005

lion.cc macht dem Löwen Mut
Der Online-Buch- und Medienshop lion.cc übernimmt die Patenschaft für den Publikumsliebling des Salzburger Zoos, den Löwen Stinki. Am Dienstag übergab Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner die Patenschaftsurkunde an Vorstandssprecher Albert Hirsch von der buch.de internetstores AG, zu der lion.cc seit Februar gehört.

Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Zoo Köln, 25.05.05
Runter vom Holzweg
In der Ausstellungshalle des Tropenhauses DER REGENWALD wird den Besuchern des Kölner Zoos während des Sommers 2005 eine dem genius loci entsprechende Ausstellung angeboten. Sie demonstriert die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Holz, zeigt aber zugleich die Folgen von unkontrolliertem Holzeinschlag für Mensch und Natur. Es handelt sich um eine Initiative der Stiftung "Eine Welt - Eine Zukunft" in Zusammenarbeit mit ARA, der Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz e.V., dem NABU-Landesverband Nordrhein-Westfalen, der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und der FSC(Forest Stewardship Council)- Arbeitsgruppe Deutschland sowie der NRW-Stiftung für Umwelt und Entwicklung. Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung dieser Sonderausstellung im REGENWALD "Runter vom Holzweg" am Sonntag, dem 29. Mai 2005 um 11.00 Uhr.

Zoo Duisburg, 25.05.05
Zoo hautnah - Tag der Offenen Tür
Im Rahmen einer vorsommerlichen Sonderaktion für Zoo-Besucher wird am kommenden Freitag, dem 27. Mai 2005, in der Zeit von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr nahezu der gesamte Zoo zu einem „gläsernen Unternehmen“; fast alle Reviere samt ihrer zweibeinigen Vorstände werden einen knappen Tag lang für Zoobesucher zugänglich bzw. zuständig sein und für Tausende von Fragen bereitstehen! Wer sich über die Geheimnisse des Korallenriffs informieren, wer Waschbären mit Mehlwürmern verwöhnen, wer Bären beim Forellen-Fischen oder Elefanten bei der Fußpflege beobachten möchte gar mit den Koala-Pflegern ein gutes Dutzend Eukalyptus-Arten bestimmen oder dem „Herrn der Tausend Fische“ bei der Wasseranalyse über die Schultern schauen möchte, der sollte die an allen Kassen erhältlichen Handzettel mit sämtlichen Tagesaktivitäten hierzu studieren.

Wildpark Lüneburger Heide, 25.05.05
Der größte Adler der Welt jetzt im Wildpark Lüneburger Heide
Im Wildpark Lüneburger Heide, gibt es jetzt einen jungen Riesenseeadler namens “Mischa“ zu bewundern. Noch etwas zerzaust und voller Erwartung, schaut das erst fünf Wochen alte Adlerjunges zu dem Falkner, Lothar Askani (54) auf. Er hat Hunger und dieses gibt er seinem Ziehvater unmissverständlich zu verstehen. Klein Mischa ist aus dem Vogelpark Walsrode, dort ist seiner Mutter aus Sicherheitsgründen, Riesenseeadler werden sehr selten gezüchtet, ein Ei von zwei entnommen worden. In der Brutmaschine schlüpfte nach  44Tagen ein kerngesundes Adlerbaby. Von Hand wird der kleine Knirps jetzt von Lothar Askani aufgezogen bis er selbständig Nahrung zu sich nehmen kann. Mit etwa zwölf Wochen wird er flügge sein und seine ersten Flugversuche unternehmen können.

Zoo Frankfurt, 25.05.05
Happy End für ein Nashorn – Preview der BR Dokumentation über Hama
Vor einem Jahr hat ein Nashorn aus Frankfurt Schlagzeilen gemacht: Die Spitzmaulnashorn-
Dame Hama. Unter den Augen zahlreicher Kameras wurde sie im Zoo Frankfurt für ihren Flug nach Südafrika „verpackt“. Mittlerweile ist sie in ihrem endgültigen Zuhause, dem Marakele Nationalpark, angekommen. Vor wenigen Wochen hat ihr Pfleger Karlheinz Jahnel sie besucht, begleitet von einem Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks. Die  BRDokumentation „Happy End für ein Nashorn“ möchten wir Ihnen gut zwei Wochen vor der Erstausstrahlung vorstellen und Ihnen die Gelegenheit von Karlheinz Jahnel sowie dem Filmautor Christian Herrmann Informationen aus erster Hand zu erhalten. Pressevorführung: „Happy End für ein Nashorn“ am Dienstag, den 31. Mai 2005 um 10.00 Uhr

Donsbacher Wildpark, 24.05.05
Wald-Jugendspiele im Donsbacher Wildpark
Wald-Jugendspiele im Donsbacher Wildpark mit 650 Schülern Spielerisch Tiere, Pflanzen und Forst erkunden Dillenburg-Donsbach (kaw). Im Donsbacher Wildpark beginnen am kommenden Dienstag die ersten Wald-Jugendspiele. Für die Aktionstage vom 31. Mai bis zum 2. Juni und am 7. Juni haben sich 27 Klassen aus dem ehemaligen Dillkreis angemeldet. Über 650 Mädchen und Jungen erkunden spielerisch Tiere, Pflanzen und auch Forstwirtschaft. Die Stadt Dillenburg, die Waldjugend Manderbach mit Patenförster Ralf Bräunche und Waldjugend-"Urgestein" Herbert Schulz, Revierförster Jens Büttner, die Lehrerinnen Angelika Willmann und Christina Kewitz von der Liliensternschule sowie Dr. Stefan Helm von der Dillenburger Wilhelm-von-Oranien-Schule (WvO) haben das Konzept für die Erlebnistage ausgearbeitet.

Vogelpark Herborn, 24.05.05
Der Vogelpark und die heimischen Imker laden zum Kindertag ein
Kostenloser Eintritt für Kinder, ein „Parcours der Sinne“ mit Luftballonwettbewerb, Kinderflohmarkt, Kinderschminken und Honigschleudern in Herborn-Uckersdorf. "Artenvielfalt ist Lebensqualität": Dieses aktuelle Motto füllt der Herborner Vogelpark und besonders die hier präsentierte Vogelvielfalt aus aller Welt mit Leben. Das beliebte Naturerlebniszentrum ist weithin bekannt dafür, daß im Herborner Stadtteil Uckersdorf keine staubtrockene Wissensvermittlung erfolgt, sondern für die Vielfalt des Lebens begeistert wird. Und natürlich kommt dabei auch der Spaß nicht zu kurz! Ein gutes Beispiel dafür ist der jährlich mit großem Erfolg in Uckersdorf stattfindende Kindertag, an dem Kinder  freien Eintritt haben. Am Sonntag, den 29. Mai, ab 10.00 Uhr ist es endlich wieder so weit: Der Naturschutz- und Förderverein Vogelpark Herborn-Uckersdorf e.V. um Harald Fey sowie Reinhold und Monika Wiegand lädt auch in diesem Jahr wieder zu vielfältigen Aktivitäten ein: Mit Unterstützung von Johanna Fricke und Katja Hümer wird an mehreren Stationen ein spannender „Parcours der Sinne“ angeboten. Kinder, die diesen absolvieren, können auch an einem Luftballonwettbewerb teilnehmen.

Tiergarten Heidelberg, 24.05.05
Heiß auf Eis
Die Temperaturen steigen es wird sommerlich warm. Im Zoo Heidelberg heißt das: verstärkte Produktion von Eisbomben für die Bären. Die lieben das sommerliche Beschäftigungsprogramm besonders. Für den menschlichen Gaumen sind die Eisbomben weniger geeignet: Die Geschmacksrichtung variiert von reiner Fruchtmischung bis hin zu exotischen Mixturen wie Fleischfetzen oder Fischteile. Am Pool liegen, ein riesiges, köstliches Eis schlecken und das Strandleben beobachten – für die Syrischen Braunbären des Zoos wird dieser menschliche Urlaubstraum Realität – jeden Sommer. Denn jetzt bricht die Eisbombenzeit an. Im Kühlhaus des Zoos werden die gefrorenen Schlemmerportionen speziell für die Bären gerichtet. Dabei ist Abwechselung Trumpf: Obst der Saison, Fleisch, Fisch, Gemüse oder Rosinen lassen sich mit reichlich Wasser in einem Eimer zu einer phantastischen Bäreneisbombe kombinieren. Der Spaß an der ganzen Sache wird noch erhöht, wenn die Eisbomben in den Wassergraben geworfen werden. Dann versuchen die Bären, die Eisbomben an Land zu ziehen oder springen gleich hinterher und verzehren ihre Portion im Schwimmen – was sicher kein Hotelgast im Pool darf – das dürfen nur die Bären. Zum Eisbombenabwurf laden wir Sie ganz herzlich am Mittwoch, den 25.5. um 11.30 Uhr zum Bärengehege am Zooeingang ein.

Zoo Köln, 24.05.05
Podolskis Inkarnation
Sonntag – 1. FC Köln gegen MSV Duisburg, 88. Spielminute – Lukas Podolski schießt sein drittes Tor: da kreißt der Büffel. Für die Sioux war er das Symbol der kosmischen Harmonie: des Einklangs der vier Elemente, vier Richtunhen, vier Weltzeitalter, vier Tore im Fußball. Schon das Neugeborene besitzt übernatürliche Macht, Stärke, innere Stoß- und Durchsetzungskraft – genau wie Podolski. Überzeugen Sie sich selbst am: Mittwoch, dem 25. Mai 2005 um 11.30 Uhr.

Stadtverwaltung Landau, 24.05.05
Große Resonanz auf Schildkrötenseminar im Zoo Landau – Seminarreihe wird fortgeführt
Nach Ankündigung des jüngsten Anfängerseminars für Schildkrötenfreunde, -halter und Einsteiger in der Presse, liefen die Telefone im Zoo Landau heiß. Binnen eines Tages meldete sich die maximal mögliche Teilnehmerzahl von 40 Personen für dieses Seminar an. Am Samstag, den 21. Mai 2005 wurde von Herrn Peter Buchert, Leiter der DGHT- Regionalgruppe Kurpfalz (Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V.) und der Zooverwalterin Dipl. Biologin Sandra Honigs das erste Schildkrötenseminar in der Landauer Zooschule durchgeführt. Die Teilnehmer erarbeiteten anhand von verschiedenen Diavorträgen und einem anschließenden Besuch bei den zooeigenen Schildkröten viele Grundlagen über die Biologie und die Haltungsansprüche dieser interessanten Tiere. Besonders großes Interesse zeigten die Teilnehmer, als es um Fragen zur artgerechten Ernährung und Haltung von Landschildkröten ging. Aber auch Probleme des Artenschutzes wurden eifrig diskutiert. Sowohl die Zooverwaltung als auch der Vertreter der DGHT waren von der positiven Resonanz und interessierten Mitarbeit der altersmäßig sehr gemischten Seminarteilnehmer überwältigt.  Um auch zukünftig möglichst vielen Schildkrötenhaltern und –interessierten wichtige Informationen zu ihren Pfleglingen zu vermitteln, bietet die Zooverwaltung in Zusammenarbeit mit der DGHT zwei weitere Seminare an. Das nächste Seminar unter dem Motto „Was schmeckt ist noch lange nicht gesund – artgerechte Ernährung von Schildkröten“ wird am 16. Juli 2005 von 10:00 bis 12:00 Uhr in der neuen Zooschule stattfinden. Das dritte Seminar für Einsteiger wird am 5. November 2005 ab 10:00 Uhr im Zoo mit dem Thema „Winterruhe der Schildkröten“ beschäftigen. Ein weiteres Highlight für Schildkrötenfreunde wird am 17. Juni 2005 um 19:00 Uhr ein Abendvortrag von Herrn Peter Buchert zum Thema „Schildkröten – faszinierende Lebewesen“ mit anschließendem „artgerechten“ Salatbuffet und Zooweinprobe sein. Eine Anmeldung ist hierzu nicht erforderlich. Der Eintritt inkl. Salatbuffet und Zooweinprobe beträgt nur ¬ 3,-/Person.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten, 24.05.05
„Sau, Kerle, sau“!
Dieser liebenswert-schwäbischen Aufforderung, sich doch etwas schneller zu bewegen, kommen die vier Frischlinge im Schaubauernhof der Wilhelma gerne nach – schließlich zählen mit heftige Gequieke verbundene „Rennerles-Spiele“ durchs Gehege neben Fressen, im Schlamm wühlen und Schlafen zu den Lieblingsbeschäftigungen der erst vier Wochen alten, kleinen Wildsäule. Auch wenn der Umgang untereinander recht ruppig ist – die tarnfarben gestreifte Schwarte kann schließlich einiges ab – so werden die Eltern „Tristan“ und „Isolde“ ausgesprochen unangenehm, wenn dem noch namenlosen Nachwuchs von dritter Seite Unheil droht: Mit schlecht gelaunten Wildschweinen ist dann nicht zu spaßen! Im Alter von 2 bis 3 Monaten verlieren die Frischlinge ihre Streifen und ähneln dann farblich den Erwachsenen. Die Hobbies bleiben die gleichen – ein Umstand, der in der Natur bei Bauern und Gartenbesitzern für gewissen Unmut sorgt: Zählt doch ein völlig zerwühltes Terrain bei beiden nicht zur angestrebten Geländeform. Da Wildschweine Allesfresser sind, lohnt sich die zerstörerische Arbeit für sie auf jeden Fall – Wurzeln, Knollen, Käfer oder Mäusenester sind gleichermaßen willkommen auf der Speisekarte der vermehrungsfreudigen Schwarzkittel. Dies sollten Zoobesucher bedenken, die allzu leichtfertig die Hände nach den süßen Kleinen strecken – Schweine betrachten Finger nicht nur als essbar, ihr Gebiss versetzt sie auch in die Lage, welche abzutrennen!  

Tierpark Chemnitz, 23.05.05
Krallenaffenhaus im Tierpark Chemnitz nun wieder mit allen vier Arten besetzt
Der Umbau des Krallenaffenhauses und die Einrichtung der erweiterten Gehege ist nun weitestgehend abgeschlossen. Heute zogen als letzte Art die Springtamarine zurück in die Anlage. So sind nun im Chemnitzer Tierpark wieder vier Krallenaffenarten zu beobachten. Die Bewohner des Krallenaffenhauses gehören stark bedrohten Tierarten an, deren Erhaltungszuchten in Europäischen Zuchtprogrammen koordiniert werden. Der Tierpark Chemnitz konnte in der Vergangenheit schon durch viele Jungtiere zur Stabilisierung der Zoopopulationen beitragen. Für die nächste Zeit ist ein Austausch mit anderen Zoos bei Springtamarinen und Lisztaffen geplant, um wieder neue Zuchtgruppen zusammenzustellen. Weiterhin ist der Zuzug eines Zuchtpaares Goldgelber Löwenäffchen vorgesehen. Übrigens, der momentan zusammen mit den Zwergseidenaffen lebende Goldgelbe Löwenaffe hat neue Paten bekommen: der Leo-Club Clara Mosch aus Chemnitz hat zwei Benefizaktionen im Tierpark veranstaltet und mit dem Erlös die Patenschaft für das Tier übernommen.

Zoo Zürich, 23.05.05
Abschied vom Orang-Utan Männchen PONGO
Am Wochenende musste der Zoo Zürich Abschied nehmen vom rund 44-jährigen Orang-Utan
Männchen PONGO. In letzter Zeit bekundete PONGO zunehmend Mühe, sich fort zu
bewegen. Am Sonntag versagten nun seine Kräfte, und in der Folge wurde er vom Tierarzt
eingeschläfert. PONGO zählte zu den ältesten Orang-Utans in Europa. PONGO kam 1966 in Begleitung zweier Weibchen als Wildfang nach Zürich. Er entwickelte sich hier zu einem äusserst prächtigen Männchen. Vater wurde er erstmals 1973, letztmals 2003, er hat insgesamt 18 Jungtiere gezeugt, von welchen 6 noch in Zürich leben. Zuletzt war PONGO ‚Oberhaupt’ einer 10köpfigen Familie. Der Zoo Zürich pflegt Sumatra-Orang-Utans. Innerhalb der in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) koordinierten Zoopopulation von rund 140 Tieren wird nun nach einem geeigneten neuen Männchen für die Zürcher Gruppe gesucht.

Zoo Duisburg, 23.05.05
„Singles in den Zoo Duisburg“
Duisburgs Seelöwen kennen kein Single-Dasein; dort sind Küsschen und Zärtlichkeiten zwischen (fast) allen flossentragenden Gruppenmitgliedern erlaubt. Vor dieser Kulisse gibt es weitere - und genauere - Informationen zum Projekt „Singles in den Zoo“ am Dienstag, dem 24. Mai 2005, um 11.00 Uhr.  Zu einem „zielgruppenspezifischen Aktionstag“ laden die Wuppertaler Event-Agentur ‚Just Dates’ und der Zoo Duisburg in den Chinesischen Garten, in das Delphinarium, zu den Robben, Affen, Elefanten und, und, und… Was im neuhochdeutschen Kürzel-Jargon so locker daher kommt, umschreibt einerseits unglückliche, andererseits selbstgemachte Notlagen einer stetig wachsenden gesellschaftlichen Gruppe, den sog. Singles nämlich. Seien nun mangelnde Kontaktmöglichkeiten oder mangelndes Bindungsvermögen Gründe hierfür, fest steht, dass mehrere Hunderttausend Bundesbürger mittlerweile - gewollt oder ungewollt - ohne festen Partner leben. Laut Umfragen jedenfalls würde ein Großteil dieser Einsamen es vorziehen, ein Leben zu Zweit zu führen, wenn nur der oder die Richtige gefunden werden könnte.  Dies möglich zu machen, veranstalten der Zoo Duisburg und die Single-Spezialisten von ‚Just Dates’ einen Single-Tag im Zoo am Samstag, dem 25. Juni 2005, ab 15.30 Uhr. Nach einem Sektempfang trifft sich eine Hälfte der Anwesenden zu einem „Blitz Blind Date“, zu Deutsch: Man sitzt sich nach dem Prinzip „Bäumchen wechsle dich“ für jeweils wenige Minuten gegenüber, um sich anschließend reihum mit anderen Banknachbarn auszutauschen, während die andere Hälfte der Anwesenden auf Rallye-Kurs entlang der Gehege und Freianlagen des Zoos zum „Schnupper-Findekurs“ aufbricht. Eine Delphin-Vorführung im Neuen Delphinarium und ein Abendbuffet in den Zooterrassen (bei gutem Wetter Open Air) runden den offiziellen Tages-Treff ab. Vielleicht findet der oder die Eine auf diesem Wege seinen/ihren ersehnten Herzenspartner, für den das offizielle Ende um 21.00 Uhr noch lange nicht den Tagesausklang bedeutet… Die Teilnehmerzahl ist auf 80 Personen beschränkt; Anmeldungen und Kosten in Höhe von 35 Euro pro Person einschl. Zooeintritt werden entgegengenommen von der Agentur „Just Dates“, Schusterstraße 7, 42105 Wuppertal, Telefon: 0202/76906936, e-mail: info@justdates.de, Internet: www.justdates.de.

Zoo Leipzig, 20.05.05
Neue Sensation im Leipzig Zoo! Nach 46 Jahren erstmals wieder Waldgiraffen in Leipzig
Der Zoo Leipzig wartet mit einer neuen Attraktion auf:  Ab dem Sommer 2005 bekommt der Zoo nach Jahre langem Warten endlich die Gelegenheit, die stark bedrohte Tierart Okapi zu halten. „Wir haben uns schon lange bemüht, diese seltenen Tiere bei uns halten zu können. Möchte ein Zoo eine Okapihaltung beginnen, muß er sich in eine lange Warteliste einreihen. Durch einen Glückumstand erhielten wir die Option und haben natürlich sofort die Chance ergriffen“ so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. „Die Haltung von Waldgiraffen erfordert besondere Haltungsbedingungen, die wir mit einem kurzfristig erarbeiteten Konzept erfüllen konnten. Wir sind überaus glücklich über diesen Erfolg“! Feuer und Flamme für dieses Projekt war sofort der Freundes- und Förderkreis, der den Hauptteil der notwendigen Finanzierung aufbringen möchte. Über einen Spendenaufruf wird  er versuchen, die erforderlichen Mittel für den Bau der Anlage zusammen zu bekommen. „Wieder ermöglicht uns unser starker Partner eine neue Tieranlage zu bauen, die wir aus eigener Kraft nicht hätten finanzieren können“ so Dr. Junhold.

Thüringer Zoopark Erfurt, 20.05.05
Vogelstimmenexkursion im Zoopark
Am 28. Mai um 6.30 Uhr können Interessierte, geführt von Zoopädagogen Roy Bäthe, an einer Vogelstimmenexkursion durch den Zoopark teilnehmen. Das Zoogelände beherbergt eine der größten Nachtigallenbestände Thüringens. Besonders in den frühen Morgenstunden ist der Gesang dieses Singvogels zu hören. Auch der seltene Pirol brütet auf dem Roten Berg. Er ist der einzige europäische Vertreter einer sonst in den Tropen heimischen Vogelgruppe. Während des Morgenspazierganges auf dem Roten Berg ist auch ein Blick in das neue Löwenhaus möglich.  Wer Lust hat, kann sogar einer Blaumeise bei der Jungenaufzucht zusehen. In der Zooschule des Zooparks gibt es eine Live-Übertragung aus einem Meisenkasten.

Thüringer Zoopark Erfurt, 20.05.05
Happy Hours für Kinder
Zum diesjährigen Internationalen Kindertag am 1. Juni ist auf dem Zoopark wieder eine Menge los. Auf Axmanns Hof, im Westen des Zooparkgeländes findet von 10- 17 Uhr eine große Kinderfeier statt. Ausgelassen können dort die Kinder auf einer Hüpfburg tollen oder beim Eierlaufen und Sackhüpfen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Den Siegern winken lustige Preise. Nachwuchskünstler können auf großen Blättern malen oder ausmalen. Von Interesse ist auch der Nagelwettbewerb oder das Ball-Zielwerfen. Mädchen lassen sich bestimmt lieber ein zauberhaftes Gesicht schminken. Pferde- und Eselreiten und das Fahren mit der Pferdekutsche stehen ebenfalls auf dem Programm. Wer das Besondere liebt, sollte einen Ritt auf der blonden Trampeltierstute „Vanja“ unternehmen. Es werden kostenlos Zooposter verteilt. Das ist aber noch längst nicht alles! Um 11 Uhr können die Giraffen mit Baumlaub gefüttert werden und als Gast wird das Frettchen „Freddy“ dabei sein. Auf dem Berberaffenberg kann man Auge in Auge mit „Mogwai“, dem Affenpascha, um 11.30 Uhr einer Affenfütterung beiwohnen. Die Elefanten werden 13.15 Uhr von den Pflegern gefüttert und anschließend wird die 8jährige Elefantin „Csami“ gewogen. Wer sehen möchte, wie viel Kinder diesen Elefanten aufwiegen, kann sich gleich danach mit auf die große Waage stellen.

Thüringer Zoopark Erfurt, 20.05.05
Randale im Zoo
Im Zoo passieren viele herrliche Dinge. Jungtiere werden geboren, wachsen und gedeihen. Auch das Leben der Tiergärtner könnte so schön sein. Aber es gibt eine Gruppe von Menschen, die es einem schwer machen können. Die kommen am frühen Abend. Die Besucher sind auf dem Heimweg. Der Zoo hat aber noch für ein paar Minuten geöffnet. Dann schlägt deren Stunde. Es klirrt eine Scheibe, die mit brachialer Gewalt eingeschlagen wurde. Und der Zoo hat ein oder mehre Tiere weniger. So geschehen am 18. Mai. Kurz vor Schließung des Zoos kamen diese Menschen (andere Worte wären vielleicht passender) und stahlen eine Zwergbartagame aus einem Terrarium im Elefantenhaus. Geldgier? Lust an Zerstörung? Dummheit? Möglicherweise alles zusammen. Der Schaden wurde erst am Folgetag bemerkt. Es gibt Besucher, denen das Wohl des Zoos am Herzen liegt und die gerne und ohne großes Aufsehen bereit sind, einige Euros zu spenden. Diesen sei herzlich gedankt. So befindet sich eine massive Spendenbox aus Stahl mit Sicherheitstür im Elefantenhaus. Es gibt aber auch Diebe. Nachdem die Bartagame gestohlen wurde, gingen sie mit einer Brechstange bewaffnet an diese Spendenbox. Aber damit nicht genug. Wir haben für Kinder einen Automaten mit Spielzeug vor dem Hasendorf aufgestellt. Auch der musste zerstört werden! Was treibt solche Leute zu diesen Taten? Die Zooleitung wird Maßnahmen veranlassen, solchem Treiben Einhalt zu gebieten. Die Tierhäuser werden ab 18 Uhr geschlossen werden. Späten Zoobesuchern wird die Möglichkeit genommen werden, die Tiere dort zu besuchen. Wir hoffen dennoch zum Wohle der Tiere auf Ihr Verständnis!

Zoo Duisburg, 20.05.05
Kunst und Kultur im Zoo Duisburg
Nachdem  - gemeinsam mit dem Kulturbüro der Stadt Duisburg - das Projekt „Kunst und Kultur im Zoo Duisburg“ im August des vergangenen Jahres in Anwesenheit von Politprominenz, Künstlern und Sponsoren der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, wird kommenden Sonntag, dem 22. Mai 2005, die letzte Aktion dieses multifunktionalen Kunstprojektes über die Bühne gehen.  Die Duisburger Künstlerin Sigrid BEUTING wird während ihrer Malerei-Performance unter dem Titel WIR SEHEN UNS Wir sehen uns. Wir sehen uns. Wir sehen uns.  Zoo-Tiere und -Besucher gemeinsam in ihr künstlerisches Konzept einschließen. Vor der „Open-Air-Anlage“ der Liszt-Äffchen im Äquatorium/Affenhaus des Zoos nimmt die Künstlerin vor einer von ihr selbst hergerichteten Leinwand Platz, um darauf sowohl den Farbenreichtum der Tierwelt selbst als auch die diese bunten Facetten bestaunenden menschlichen Augen bildhaft sicht- und erlebbar zu machen. Diese Sicht- und Verhaltensweisen sollen zeitgleich an einer Edelstahlplatte gespiegelt werden. Solche Art diffuser Bildgestaltung soll den Zoobesucher daran erinnern, dass alle fühlenden Wesen miteinander verwandt sind  - und deshalb auch füreinander verantwortlich sein sollten.

Zoo Köln, 20.05.05
Landesregierung bleibt hart: Kölner ZOO muss Wassercent zahlen!
Der ZOO ist kein Bauernhof und gemeinnützig, daher greift für ihn die im Wasserentnahmeentgeltgesetz (WasEG) vorgesehen Befreiung von der Zahlungspflicht nicht. Dies ist der Kernsatz der Klageerwiderung des Landesumweltamtes im derzeitigen Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht Köln. Der ZOO hatte eigentlich auf ein Einlenken der Landesregierung gehofft, denn die mit dem Wassercent verbundenen Kosten belasten den ZOO über Gebühr. Dringend benötigte Instandsetzungsarbeiten an einzelnen Tiergehegen müssen nun zurückgestellt werden, um dem Land NRW aus der Finanzkrise zu helfen. Nicht genug damit, in der Zwischenzeit ist der nächste Zahlungsbescheid für das laufende Jahr über weitere 40.000.- ¬ ins Haus geflattert. Die Begründung der Landesregierung bleibt dem ZOO unverständlich, versickert doch der größte Teil des geförderten Brunnenwassers gleich wieder im Boden. Gründe dafür sind Leckagen und Bewässerungsmaßnahmen, die ähnlich wie in den gleichfalls von der Zahlungspflicht befreiten Gärtnereien natürlich auch im ZOO und seinen zahlreichen Pflanzbeeten, Rabatten und Grünflächen anfallen. Darin sieht das Landesumweltamt indes keinen Widerspruch und führt in seiner Klageerwiderung aus, dass trotz der fehlenden tatsächlichen Nutzung, die Entgeltpflicht entsteht. Ob eine Zahlungspflicht entsteht oder nicht, hängt somit nicht davon ab, ob der ZOO das Wasser verbraucht, sondern davon ob der ZOO ein „Bauernhof“ ist. Für das Finanzamt – übrigens auch eine Landesbehörde – ist diese Frage schon lange geklärt und der ZOO als ein solcher anerkann . So hat der Trecker des ZOOs eine grüne, steuerbefreite Nummer. Damit wird das Gras und Heu nicht nur für die Elefanten, sondern auch für die im Kölner ZOO gehaltenen Coburger Fuchsschafe und Ziegen  von den Wiesen rund um Köln geholt. Der Wassercent trifft übrigens nicht nur den Kölner, sondern sämtliche gemeinnützigen ZOOs im Land Nordrhein Westfalen. Das sind immerhin 11 an der Zahl, die von rund 6 Mio. Menschen im Jahr besucht werden. Die im Partner-ZOO-Verbund agierenden NRW- ZOOs werden somit rein statistisch von jedem 3. Einwohner des Landes besucht und haben damit mehr Besucher als alle Theater und Fußballstadien zusammen. Nordrhein-Westfalen ist damit das ZOO-Land Nr. 1 und die NRW-ZOOs stellen somit einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor im Lande dar. Letztlich sollten diese Einrichtungen vom Land unterstützt werden, zumal alle ZOOs in kommunaler Trägerschaft stehen und der Wassercent damit lediglich eine Umverteilung öffentlicher Gelder darstellt.

Tiergarten Heidelberg, 19.05.05
Tagung über Flamingos, Tukane und Pelikane
Vom 19. –21. Mai 2005 treffen sich die Spezialisten für die Haltung und Zucht von Vögeln der europäischen Zoos in Heidelberg. Bei der Tagung nimmt die Haltung und der Schutz von Flamingos mit einem eigenen Workshop einen breiten Raum ein. Dazu kommen allgemeine Themen und die Sitzungen der Spezialistengruppen für Pelikane, Tukane, Sperlingsvögel, Kraniche, Hokkos und Enten. Die Tagung wird gemeinsam vom Europäischen Zooverband und dem Zoo Heidelberg ausgerichtet. Teilnehmer sind 20 Kuratoren für Vögel aus europäischen Zoos und Gäste aus den USA und Argentinien. Im Vordergrund steht der Erfahrungsaustausch. Die gewonnen Erkenntnisse fließen in Handbücher und Haltungsempfehlung für die einzelnen Vogelarten ein. Bei dem Treffen in Heidelberg wird auch an den regionalen Bestandsrichtlinien (Regional Collection Plan) gearbeitet. Dies sind die Empfehlungen der Spezialisten, um welche Vogelarten sich die europäischen Zoos in den nächsten Jahren besonders kümmern sollten. „Wir freuen uns sehr diese Tagung auszurichten, denn Heidelberg hat eine lange Tradition in der Vogelhaltung. Schließlich wurden wir als Kurpfälzischer Tiergarten mit Vogelwarte“ gegründet“ erklärt der Heidelberger Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir freuen uns besonders, dass die Vogelexpert(in)nen aus Los Angeles, Disneys Animal Kingdom in Orlando und dem Segdewick County Zoo in Kansas gekommen sind, um dieser Tagung zu einem weiteren Blickfeld zu verhelfen. Am Freitag Nachmittag steht der Besuch des Zoo Heidelberg auf dem Tagungsprogramm, gefolgt von einem gemütlichen Abend in der Zooscheune.

Zoo Wuppertal, 19.05.05
Über 25 Pinguine sind bereits verkauft!
Rund 6 Wochen nach ihrer Vorstellung auf der Pressekonferenz des Oberbürgermeisters der Stadt Wuppertal ist die PINGUINALE 2006 auf einem guten Weg. Bisher wurden bereits Vereinbarungen für 27 Pinguine von 20 „Pinguinisten“ unterzeichnet, zahlreiche weitere Anfragen und Zusagen liegen vor. Ziel bleibt es, für mindestens 125 PINGUINALE-Pinguine Sponsoren zu finden. Dafür wurden in den vergangenen Wochen 35 cm hohe Info-Pinguine aus Pappe an fast 5000 Adressen in Wuppertal und Umgebung verschickt. Die meisten der aktuellen Pinguinisten kommen natürlich aus Wuppertal, doch mit dem Partner Boesner aus Witten und dem Remscheider General –Anzeiger sind auch schon Pinguinisten außerhalb von Wuppertal mit dabei. Da die PINGUINALE 2006 eine Aktion mit überregionaler Strahlkraft sein soll, die nicht nur Werbung für den Zoo Wuppertal, sondern für die ganze Stadt und Region macht, werden auch in der Umgebung von Wuppertal, mit Remscheid und Solingen insbesondere im Bergischen Städtedreieck, weitere Pinguinisten gesucht. Der 25ste Pinguin ging übrigens an den 19. Pinguinisten, die Wuppertaler Firma Hectas Gebäudedienste Stiftung & Co. KG, die drei Pinguine in ihrem Logo führt und aus diesem Grund auch gleich drei Pinguine für die PINGUINALE 2006 gekauft hat. Aus diesem Anlass wird am Freitag ein Vertreter der Firma Hectas zur Übergabe der Unterlagen im Zoo erwartet.

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 19.05.05
Plaudereien über „Tierische Liebesspiele“ im Frühling
Am Mittwoch, den 25.05.2005 wird von 15.00 – 17.00 Uhr im Naturschutz-Tierpark Görlitz über die Liebe geplaudert! Dabei stehen natürlich die tierischen Leidenschaften im Mittelpunkt. Wenn der Goldfasan seine Halskrause breit fächert und sich seiner Auserwählten von der besten Seite zeigt, wenn Schweine quieken und die Gänse ihren Sex-Appeal zeigen,
dann ist Paarungszeit. Sich zur Paarung finden, ist auch im Tierreich gar nicht so einfach und der Akt selbst keineswegs immer die reine Freude. Die Balz ist jedenfalls ein hervorragender Zuneigungstest. Reicht sie, um eine wirkliche Beziehung einzugehen? Steigen die Chancen in der Liebe, wenn der Partner zeigt, was er bieten kann? Gibt es Treue unter den Tieren oder ist
das nur ein Ammenmärchen? Was können uns die Tiere des Tierparks über Verführung, Liebesspiele, Fremdgehen und Dauerehe erzählen? Antworten auf all diese Fragen geben die Tiere selbst, wenn man sie nur intensiv beobachtet. Plaudernde Hilfestellung dabei leistet während eines Frühlingsspazierganges Zoopädagogin Katrin Matthieu.

Allwetterzoo Münster, 19.05.05
Mongolische Ponys - eine Rarität im Allwetterzoo Münster
Die beiden Fohlen sind entzückend und temperamentvoll und ahnen selbst nicht, wie selten sie in Deutschland sind, denn Mongolenponys sind hierzulande eine Rarität! Der Allwetterzoo verdankt seine Tiere der Hartnäckigkeit eines schwäbischen Pferdeliebhabers. Mit ihm freut man sich in Münster über die glückliche Geburt zweier gesunder Fohlen. Die Stuten waren Ende letzten Jahres bereits tragend im Zoo eingetroffen. Der von seinem Nachwuchs nichts ahnende Vater lebt weiterhin in Gammertingen. Den Eröffnungstrubel für den neuen Kinder- und Pferdepark haben die beiden Fohlen nicht erlebt, denn ihre ersten Lebenstage verbrachten sie zumeist im Stall. Allein mit ihren Müttern tobten sie sich in den ruhigen Morgenstunden auf der großen Pferdeanlage aus. Inzwischen haben sie ihre oftmals etwas ruppigen "Mitbewohner", die Dülmener Wildpferde, Islandponys und Riesenesel, nach und nach kennen gelernt.



WWF 23.05 2005: Von Rastatt bis an den Mekong
WWF-Auen-Institut feiert 20 jähriges Bestehen
Am 23. Mai 1985 weihte der damalige WWF-Präsident Prinz Philip das Auen-Institut im badischen Rastatt ein. Die Forschungseinrichtung des WWF lieferte in den kommenden Jahren die Grundlagen für Naturschutzaktivitäten zum Erhalt von Flusslandschaften in aller Welt. Das Spektrum der Projekte reicht vom Kampf gegen die Verbauung von Flüssen über die Umsetzung von Renaturierungen bis hin zur Entwicklung von umweltverträglichen Hochwasserschutzkonzepten. Die Spuren dieser Arbeit zeigen sich in aller Welt. Am kolumbianischen Rio Magdalena konnten Flächen gekauft und Auwälder wieder aufgeforstet werden. Im rumänischen Donaudelta wurden Deiche geöffnet und wichtige Überflutungsflächen für die Natur zurückerobert. In Österreich und Frankreich konnte der Bau von Staustufen und Dammbauten mit wissenschaftlichen Studien und dank des Widerstandes der Bevölkerung verhindert werden.
Nach zwei Jahrzehnten Forschung unter dem Dach des WWF strebt das Auen-Institut jetzt zu neuen Ufern. Seit dem vergangenen Jahr gehören die Wissenschaftler zur Universität Karlsruhe. Das WWF-Auen-Institut arbeitet jetzt als eigenständige Forschungseinrichtung im neuen "Institut für Wasser und Gewässerentwicklung" der Universität. Die wissenschaftliche Beratung von Naturschutzorganisationen gehört weiter zu seinen Aufgaben.
Weitere Informationen: http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02442/

ZGF, IFAW, NABU und VDST 23.05.2005
Ausverkauf bedrohter Haie in Lidl-Discountmärkten für 4,49 ¬
Von heute an bietet die Handelskette Lidl in ihren Märkten Haifisch-Fleisch in großen Mengen an. Die Tier- und Naturschutzorganisationen Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF), Internationaler Tierschutz-Fonds (IFAW), und NABU sowie der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) verurteilen diese Geschäftspraxis als verantwortungslos und fordern die Verbraucher auf, keine Hai-Steaks zu kaufen. Haie - und zwar alle Arten - sind weltweit in ihren Beständen bedroht. Viele Arten drohen auszusterben. Experten schätzen, dass für die Lidl-Aktion rund 150.000 Haie getötet worden sein könnten. Haiprodukte wurden bislang hauptsächlich auf dem asiatischen Markt angeboten. Für die begehrten Flossen, aus denen die Haifischflossen-Suppen hergestellt werden, zahlen viele Esser absurd hohe Preise. Auf dem deutschen Markt werden - neben dem Haifisch-Steak - Haifisch-Produkte unter Handelsnamen wie Seeaal, Schillerlocken, Kalbsfisch, Speckfisch, Karbonadenfisch, Königsaal, Steinlachs und Seestör verkauft. Schätzungen zufolge sind die Bestände des Dornhais, aus dessen Fleisch Schillerlocken produziert werden, im Nordatlantik in den letzten zehn Jahren um 89 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig steigt weltweit die Nachfrage nach Haiprodukten drastisch an.
Lidl ist hierzulande einer der ersten Discountmärkte, der offensiv mit dem Angebot "Hai-Steaks" Werbung macht. Die 2.500 deutschen Filialen von Lidl bieten Packungen mit 0,880 Kilogramm tiefgefrorenem Hai-Steak, wahrscheinlich vom Blauhai, für 4,95 ¬ an. Insgesamt dürften so ca. 440.000 Kilo Hai-Fleisch in die Einkaufswagen wandern. Sollte sich die Aktion über eine Woche erstrecken, würde sich die Angebotsmenge auf 2,2 Millionen Kilogramm belaufen. Dafür müssten rund 150.000 Blauhaie sterben.
"Lidl fördert mit seiner gedankenlosen Aktion die weitere Zerstörung des Ökosystems Meere," sagt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Leiter des IFAW-Büros in Deutschland.
Erst vor wenigen Monaten hatte Deutschland auf der Konferenz der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens in Bangkok versucht, die durch Überfischung in ihren Beständen stark eingebrochenen Dorn- und Heringshaie unter den Schutz der Konvention zu bringen. Der Antrag scheiterte jedoch innerhalb der Europäischen Union am Widerstand von Frankreich, Griechenland, Spanien und Irland. Jährlich werden offiziell über 800.000 Tonnen Haie und Rochen gefangen, das entspricht etwa 100 Millionen Haien. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weitaus höher. Über 200 Millionen Tiere pro Jahr, so schätzen Fachleute, sterben durch gezielte Jagd auf Haifisch-Flossen und Haifisch-Steaks sowie als Beifang in Langleinen und Netzen.
Solange es keine verbindlichen nationalen und internationalen Regelungen gibt, appellieren IFAW, NABU, VDST und ZGF (Zoologische Gesellschaft Frankfurt) an Verbraucher und Unternehmen, Verantwortung zu zeigen und sich nicht am Ausverkauf der weltweit vom Aussterben bedrohten Haie zu beteiligen.
www.hai-society.org
>> Mittlerweile wurde die Aktion gestoppt, s. Naturschutz-Meldungen

NABU 23.05.2005
Storchenfest im NABU-Artenschutzzentrum wieder ein voller Erfolg
Der Wettergott hatte ebenso gute Laune wie die zahlreichen Helfer und Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums die am Sonntag den 22.5.05 wieder zum traditionellen Storchenfest geladen hatten. Von 11.00 bis 17.00 Uhr strömten dann auch tausende Besucher über das Gelände um sich als Fahrradfahrer das Begrüßungsgetränk zu holen, sich einer Führung anzuschließen, die unterschiedlichsten Stände zu besuchen wo man u.a. ein Bienenvolk und einen Steinadler bewundern konnte, bei einer Vogelralley teilzunehmen oder auch einen Happen zu Essen.
Über dem ganzen Geschehen thronte Familie Weißstorch, deren Junge - drei an der Zahl -   wieder pünktlich zum Fest ihre kleinen Hälse in die Höhe reckten. Hinzu kamen einige fremde Weißstörche die an diesem Tag das NABU-Artenschutzzentrum überflogen und von den dort ansässigen "Ureinwohnern" mit heftigem Geklapper und Drohgebärden am Landen gehindert wurden.
Nutznießer des Storchenfestes werden die Uhus Franz und Franziska sein, denn vom Erlös soll eine neue Uhuvoliere begonnen werden.      
www.nabuzentrum-leiferde.de

Earthlink 24.05.2005
Zerstörung des Miombowaldes im Schatten des Tabakanbaus
Bis zu 700 Tonnen Holz werden täglich für den Münchner Zigarettenkonsum verbrannt. Dies errechnete der Münchner Verein EarthLink aus dem Verbrauch von 4,5 Millionen Zigaretten am Tag. "Während die gesundheitlichen Risiken des Rauchens jedem bekannt sind, weiß kaum jemand von den ökologischen und sozialen Folgen der Tabakproduktion", kommentiert Bernhard Henselmann von EarthLink diese Zahl.
80 Prozent des Tabaks auf dem Weltmarkt kommen mittlerweile aus der sogenannten Dritten Welt. Die Folge ist die zunehmende Zerstörungen der Wälder in den Subtropen. Besonders betroffen ist der Miombowald, der sich über sieben afrikanische Länder erstreckt. Dieser größte Trockenwald der Erde muss zunehmend neuen Tabakfeldern weichen. Der Tabakanbau beansprucht den Boden extrem. Nach zwei Ernteperioden lässt der Bauer ein ausgelaugtes Erdreich zurück und sucht sich Platz für eine neue Anbaufläche. Außerdem stammt aus dem Miombo das Holz zum Trocknen der Tabakblätter. Für ein marktfähiges Kilogramm Tabak müssen 160 Kilogramm Holz verfeuert werden. Nach Berechnung der Weltgesundheitsorganisation fallen in den Subtropen jährlich 1,2 Millionen Hektar Waldland dem Tabakanbau zum Opfer.

NABU 23.05.2005
NABU Aktion ,Stunde der Gartenvögel'
NABU legt Trendmeldung vor und ist überrascht von starker Teilnahme in 2005

Der NABU Niedersachsen legte eine erste Trendmeldung zu seiner bundesweiten Mitmach-Aktion ,Stunde der Gartenvögel' vor.  Nach den per Telefon abgegebenen und online eingegangenen Meldungen haben sich jetzt schon 1.037 Vogelfreunde aus ganz Niedersachsen an der Aktion beteiligt. Der Haussperling ist der häufigste Gartenvogel Niedersachsens gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Star und Blaumeise auf den weiteren Plätzen. Die Aktion fand bereits zum dritten Mal in Niedersachsen statt.
"Es  liegen für die erste Trendmeldung schon ein Drittel mehr Rückmeldungen vor wie in den Vorjahren. Die Aktion fand nun schon zum dritten Mal in Niedersachsen statt. Wir sind sicher, dass die Resonanz noch weiter steigen wird, denn noch befinden sich ja die Meldebögen auf dem Postweg und werden danach aufgenommen. Aus allen Teilen der
Bevölkerung haben uns Rückmeldungen erreicht. Auch Schulklassen und Kindergartengruppen haben an unserer Aktion im Sinne eines Wettbewerbes - wer beobachtet die meisten Vögel - teilgenommen. Auch die von NABU Gruppen veranstalteten Vogelrallyes erfreuten sich einer großen Nachfrage", erklärte Hans-Jörg Helm, NABU Landesvorsitzender.
Die Ergebnisse zur NABU Aktion ,Stunde der Gartenvögel' im Netz unter
www.nabu.de/stundedergartenvoegel/ergebnisse/html
 
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Natur- und Artenschutz

NABU 24.05.2005
NABU begrüßt Lidl-Stopp beim Verkauf von Haifisch-Steaks
Der Naturschutzbund NABU hat die Entscheidung der Supermarktkette Lidl begrüßt, den Verkauf von Haifisch-Steaks zu stoppen und diese künftig auch nicht mehr im Sortiment anzubieten. Das hatte Lidl am Dienstag mitgeteilt.

Disney in Hot Water over Hong Kong Shark's Fin Soup
Conservationists slammed Disney on Monday for its plans to serve dishes such as shark's fin soup, sea cucumber and abalone in its hotel restaurants when it opens a new theme park in Hong Kong in September

GEO 19.05.2005
Der Natur auf der Spur mit dem GEO-Tag der Artenvielfalt
GEO und die Deutsche Umwelthilfe rufen bundesweit zum 7. GEO-Tag der Artenvielfalt auf / Über 200 Projekte sind bereits registriert / Anmelde-Countdown läuft

Zoologie: Neue Affenart in Afrika entdeckt
Lange konnten sich die schüchternen Tiere vor den Menschen verstecken. Nun wurden sie in gleich zwei abgelegenen Teilen von Tansania gesichtet: Mit den Hochland-Mangaben kennen Biologen eine Affenart mehr. Allerdings sind die Affen mit dem Irokesenschnitt bereits jetzt vom Aussterben bedroht.

Kaum gefunden, schon gefährdet - zwei Forscherteams haben eine neue Affenart im ostafrikanischen Tansania entdeckt. Von den "Hochland Mangaben" gibt es nur noch etwa 1000 Tiere, berichten Forscher aus Tansania, Kenia und den USA im Fachmagazin "Science". Die mittelgroßen Affen leben in Gruppen von etwa 15 Tieren auf Bäumen im Regenwald. Auf Grund ihrer geringen Zahl werden sie voraussichtlich bald zur gefährdeten Tierart erklärt. "Ich dachte, ich seh' nicht richtig", erinnert sich Trevor Jones, ein Biologe, der im Udzungwa Nationalpark in Tansania arbeitet. Der Affe, den er im Fernglas erblickte, hatte ein schwarzes Gesicht, langen Schwanz und einen Haarbüschel auf dem Kopf, der an den Irokesenschnitt eines Punks erinnerte.

uniprotokolle - 20. Mai 2005
Internationaler Tag der biologischen Vielfalt am 22.05.05
"Biodiversität: Lebensversicherung für unsere sich ändernde Welt" unter diesem Motto steht der diesjährige Tag der biologischen Vielfalt am 22.Mai. "Dieser internationale Tag bietet Gelegenheit, sich unsere Verantwortung bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt, d.h. des gesamten nicht-menschlichen Lebens als Quelle der vielfältigen Lebensformen menschlicher Gesellschaften und Nutzungsreserven wieder ins Bewusstsein zu rufen," erklärte der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann. "Nachhaltige menschliche Entwicklung bleibt das Primärziel und wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, dieses Ziel in allen Bereichen des menschlichen Lebens zu verankern. Die biologische Vielfalt bildet die unverzichtbare Grundlage dafür. Ihre Erhaltung ist unsere Lebensversicherung - heute wie auch für eine sich in Zukunft verändernde Welt."

innovations report - 23. Mai 2005
Artenvielfalt unter extremem Druck
Die Artenvielfalt des Planeten Erde schwindet immer schneller. Nach einem Bericht der UNO hat aber gerade der Verlust der Biodiversität auch schlimme Folgen für die Menschen, denn weniger Lebewesen schaffen auch menschliche Armut, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Allein im vergangenen Jahrhundert lag aufgrund menschlichen Zutuns die Aussterbensrate 1.000 Mal höher als bei einer natürlichen Selektion. Nur ein artenreicher Planet ist aber der Garant dafür, die Erdbewohner mit genügend Nahrung zu versorgen, so der Bericht "Ecosystems and Human Well-being: the Biodiversity Synthesis Report". Wie schlimm der Zustand des Planeten tatsächlich ist, das haben mehr als 1.300 Forscher erhoben. Der Bericht ist nur ein Teilbericht des Millennium Ecosystem Assessment. Demnach sind 12 Prozent der Vogelarten, fast ein Viertel aller Säugetiere und ein Drittel der Amphibien massiv bedroht. Gründe dafür sind die Zerstörung der Lebensräume der Tiere. Die Forscher haben daher eine monetäre Beurteilung von Ökosystemen vorgenommen. Sie haben beispielsweise errechnet, dass ein Hektar intakter Mangroven in Thailand mehr als 1.000 Dollar wert ist. Intensiv bebaute gerodete Mangroven aber nur 200 Dollar.

China Internet Information Center - 20. Mai 2005
Effektiver Schutz der Artenvielfalt in China
Der Abteilungsleiter für Natur und Umwelt beim Staatlichen Hauptamt für Umweltschutz, Wan Bentai, hat am Donnerstag in Beijing erklärt, dass der Artenschutz in China in letzten Jahren deutlich besser geworden ist. Das Bewusstsein der Bevölkerung habe sich in diesem Bereich inzwischen ebenfalls deutlich erhöht. Seit der Unterzeichnung der "Konvention zur Erhaltung der Artenvielfalt" im Jahr 1992 hat die chinesische Regierung eine Reihe von Maßnahmen zum Artenschutz getroffen. Bis Ende des vergangenen Jahres sind knapp 2200 Naturschutzgebiete eingerichtet worden. Das entspricht fast einem Sechstel der Landesfläche. Zugleich habe China die Kooperation mit internationalen Organisationen verstärkt, wodurch mehr moderne Technik und finanzielle Unterstützung bereitgestellt werden konnte, sagte Wang.

Der Standard - 23. Mai 2005
Millionen Wildvögel in die EU importiert
Die Europäische Union importiert nach Angaben von Tierschützern jährlich rund 1,75 Millionen "Ziervögel", die in freier Wildbahn gefangen wurden. Etwa noch einmal so viele kämen nach vorsichtigen Schätzungen beim Fang und auf dem gesamten Transport um, berichtete die Organisation Pro Wildlife, die eine Untersuchung über den Handel mit Wildvögeln erstellt hat. Bei den Graupapageien beispielsweise verendeten je nach afrikanischem Herkunftsland zwischen 45 und 82 Prozent in Folge grausamer Fangmethoden oder zusammengepfercht in unhygienischen und überfüllten Kisten. Der Handel sei nicht nur ein immenses Artenschutzproblem, sondern berge etwa mit der in Asien grassierenden Vogelgrippe auch erhebliche Gesundheitsgefahren. Die USA haben laut Pro Wildlife bereits vor zwölf Jahren den Handel mit Wildvögeln weitgehend gestoppt und damit schätzungsweise 8,5 Millionen Tiere gerettet. Schweden und Dänemark verbieten bereits die Haltung wildgefangener Vögel.

Norddeutsche Neueste Nachrichten - 24. Mai 2005
Böckchen "Mobby" ist der Chef
Dobbertin. Die Gäste der Familie Kriesel schauten leicht irritiert: Auf dem Sofa in der guten Stube thronte ein kleiner Rehbock! Diese vergnügliche Geschichte erzählen Hausherr Heinz-Joachim Kriesel und seine Frau Hannelore immer wieder gern. Inzwischen ist das muntere Tierchen in ein Gehege der Naturkundlichen Station Kläden e.V. (ein Ortsteil von Dobbertin) umgezogen, denn für die Wohnung ist das etwa einjährige Böckchen zu groß geworden. "Mobby vom Bergring" heißt es, und damit hat es folgende Bewandnis: Genau dort nämlich, wo alljährlich zu Pfingsten die Motoren dröhnen, hatten Tierfreunde das Reh in einem erbärmlichen Zustand aufgegriffen und zu Heinz-Joachim Kriesel gebracht. Allen Befürchtungen zum Trotz erholte sich das Böckchen, das munter in seinem Gehege umherspringt und sich ganz schön wehrhaft gibt – wie ein Chef. Das bekam auch die gleichaltrige Artgenossin "Mausi" zu spüren, der er einige Löcher im Fell verpasst hatte. Heinz-Joachim Kriesel, der bis zur Wende als Präparator für den Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb tätig war, hatte die Station vor vier Jahren aufgebaut, um im Zusammenwirken mit der Unteren Naturschutzbehörde verwaiste und kranke wild lebende Tiere zu pflegen und möglichst wieder auszuwildern. Die schwierige finanzielle Situation machte im Februar dieses Jahres die Gründung des Fördervereins erforderlich. 

sz-online - 24. Mai 2005
Kampagne auf deutschen Flughäfen beginnt in Dresden
Unter dem Motto „Kein Tier als Urlaubssouvenir“ hat am Dienstag auf dem Dresdner Flughafen eine bundesweite Kampagne für den Artenschutz begonnen. Damit sollen Passagiere für das Anliegen sensibilisiert werden. Trotz vielfältiger Aufklärung haben Reisende häufig verbotene „tierische“ Mitbringsel im Gepäck. Nach Angaben des Zolls wurden 2004 in 1150 Fällen rund 37 000 geschützte Tiere und Pflanzen oder daraus entstandene Produkte sicher gestellt. An der Kampagne ist auch der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) beteiligt. Die Kampagne auf den Flughäfen soll demnächst in Bremen und Berlin weitergehen.

The Economist May 5th 2005  JAKARTA
Illegal logging in Indonesia - Tackling wood-nappers - The new government gets tough
Damning reports about the damage done to Indonesia's forests by illegal logging are nothing new. Nor are government promises to do something about it. In February, for instance, a group called the environmental Investigation Agency (EIA) alleged that $600m-worth of timber was being smuggled from Indonesia to China every month, with the active help of the army and police. Susilo Bambang Yudhoyono, Indonesia's president, duly pledged a crackdown in March. But Operation Sustainable Forest, as the resultant campaign is known, does stand out from its many predecessors in one respect: it appears to be yielding some results.
The authorities say they have arrested 157 people in Papua province, the focus of the EIA's report, since the campaign began, and another 250 or so elsewhere in Indonesia over the past six months. Previous crackdowns have netted mainly labourers hired to cut trees down, or sailors paid to transport them. But this time, the detainees include a few policemen, soldiers, and forestry officials-who are often accused of complicity in illegal logging, but seldom prosecuted. The police have even asked the
 financial-crimes unit to investigate the accounts of a few suspected masterminds.

Greenpeace e.V. 20.05.2005
Ölausbeutung in Sachalin bedroht Grauwale / Greenpeace fordert Ölmulti Shell zur Umkehr auf
Greenpeace fordert den Shell-Konzern auf, seine Pläne für die Ölausbeutung vor der russischen Insel Sachalin im Nordpazifik zu stoppen. Das weltweit teuerste Öl- und Gasförderprojekt "Sachalin II" bedroht das Überleben der letzten hundert Westpazifischen Grauwale.

Right Livelihood Award Stiftung 19.05.2005
Alternativer Nobelpreis bleibt in Schweden
Die schwedische Regierung hat beschlossen, die Right Livelihood Award Stiftung in eine kleine Gruppe von automatisch von der Steuer befreiten Organisationen aufzunehmen. Der gemeinnützige Status ist damit sichergestellt.

24.05.2005
DANKE und Deutsche Umwelthilfe (DUH) starten gemeinsame Wald-Projekte / Umweltfreundliches Engagement für 20 Waldgebiete
Im Favoritepark in Ludwigsburg fällt der Startschuss der Kooperation zwischen der Hygienepapiermarke DANKE und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) im Jahr 2005. 20 Projekte zum Schutz lebendiger Wälder in Deutschland, aber auch weltweit

Whale and Dolphin Conservation Society 24.05.2005
Walfänger haben Vertrauen verspielt / Neue Studie zeigt: Walfang nach Aufhebung des Moratoriums ist nicht kontrollierbar
Im Juni wird auf der diesjährigen Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Ulsan, Südkorea, beraten, ob das kommerzielle Walfangverbot durch einen "kontrollierten Walfang" ersetzt werden soll.

BUND
Im Falle eines Wahlsiegs von CDU, CSU und FDP droht ökologisches Rollback
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt vor Rückschritten in der Umweltpolitik, wenn CDU, CSU und FDP ihre bisherigen Vorstellungen in diesem Bereich umsetzen.

Leben in Freiheit: Riesenvögel auf ostdeutschen Äckern
In Mecklenburg-Vorpommern leben Nandus in freier Wildbahn. Die südamerikanischen Riesenvögel, Straußen nicht unähnlich, sorgen für hitzige Debatten: Die einen sehen das ökologische Gleichgewicht gestört, die anderen freuen sich über die niedlichen Neulinge.

Artenvielfalt unter extremem Druck
UN-Ökosystem-Studie: Arme Natur schafft arme Menschen
Cambridge (pte/23.05.2005/11:24) - Die Artenvielfalt des Planeten Erde schwindet immer schneller. Nach einem Bericht der UNO hat aber gerade der Verlust der Biodiversität auch schlimme Folgen für die Menschen, denn weniger Lebewesen schaffen auch menschliche Armut, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com

Wren-babbler found after 50 years
http://www.birdlife.org/news/news/2005/05/wren-babbler.html

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Für Ihren Zoo-Shop: T-Shirts, Grußkarten-Geschenkdosen, u.v.m. mit Wildlife-Designs!
Living Colours bietet Ihnen mit „T’s and more“ ein hochwertiges Geschenke-Programm. Wir liefern kurzfristig ohne Mindestbestellmengen aus unserem deutschen Lager und unterstützen Ihre Artenschutz-Arbeit auf Wunsch durch unseren „Artenschutz-Euro“.
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Veranstaltungen

5th International Zoo & Aquarium Marketing Conference
1. – 4. Juni 2005 in Münster
"THE COULOUR OF ZOO MARKETING IS GREEN!"
Vertreter von Zoos und Aquarien werden sich damit beschäftigen, wie der Beitrag der weltweiten Zoogemeinschaft zur Bewahrung der Biodiversität und der natürlichen Lebensräume besser vermarktet werden kann. Seien auch Sie dabei!
Detaillierte Informationen zu den Referenten, den Plenarthemen und den Workshops entnehmen Sie bitte dem KONFERENZ-PROGRAMM: http://www.allwetterzoo.de/pdf/draft_programme.pdf
Weitere Informationen zur Konferenz und zum Rahmenprogramm finden Sie unter
http://www.allwetterzoo.de/index.php?p=artikel&nid=74




ECCB 2006 - the First European Congress of Conservation Biology
will be held in Eger, Hungary, from 23rd to 27th August 2006
organised by the Society for Conservation Biology - European Section and the Hungarian Natural History Museum. This cornerstone international event will first time bring academics, students, policy makers, natural resource managers and NGO representatives together from all over Europe to address all aspects of conservation biology from research to application. Please visit the website (www.eccb2006.org) for details, and register for new information.

András Báldi, Chair, Local Organising Committee



The 2nd International Congress on Zookeeping
Gold coast, Queensland, Australia, 7th - 11th May 2006
First Call for Papers/Posters and Workshops
After the success of the 1st conference in 2003, a second conference will be held in Australia in 2006 with more than 300 zookeepers from around the world expected to attend.  The conference will cover all areas of Zookeeping.
You are invited to submit an abstract of a paper or presentation you would like to give.  More information and guidelines can be found at http://www.iczoo.org
Abstracts for oral and poster presentations should be written in English and no more than 600 words long.  If you want to run a workshop focused on developing zoo keeper skills please send a short description.  
These should be sent to: Paul Howse, ICZ Programme Committee at p.howse@chesterzoo.org  Preferably in RTF or MS word format marked `ICZ Programmme'
Deadline for submissions is 30th September 2005.



Ausstellungen

idea DschungelParadies Neuenmarkt
    * - 31. Mai 2005: Sonderausstellung "Violetter Feuerfalter" vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz

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