 | | E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse http://www.zoo-ag.de  | Redaktionsteam: Dirk Petzold Dr. Martina Raffel Reinhard Hellwig Melanie Witte Dr. Silke Sorge |  ISSN 1619-6643 | | Ausgabe 259 vom 31. März 2005 | | Liebe Leser, noch habe ich Hoffnung, daß die Zoopresseschau 258 doch noch erscheint und auch diese Ausgabe durchkommt. Alle bisherigen Versuche, die Ausgabe letzter Woche über Domeus zu versenden, sind gescheitert; die dortigen Techniker haben auch noch keine Erklärung. Bis dahin kann ich Sie erneut nur auf unsere Website verweisen - dort ist die aktuelle Version stets nachlesbar: http://www.zoopresseschau.info Damit es wegen der Versand-Probleme nicht ganz untergeht, möchte ich auch diese Woche nochmals auf "unser" Artenschutz-Projekt hinweisen: Die Zoo-AG Bielefeld übernimmt eine Patenschaft über das kolumbianische Pakarana-Projekt und unterstützt es über die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz. Schon seit Jahren stellten wir die Erlöse aus unseren diversen Web-Projekten dem Artenschutz zur Verfügung, nun wollten wir erstmals ein bestimmtes Projekt zu unterstützen. Und wenn alles klappt, gibt es vielleicht auch bald in einem deutschen Zoo Pakaranas als Zuchtleihgaben. Weitere Infos über das Projekt und unser Zoo-AG-Artenschutz-Engagement. Dirk Petzold
Berlin, 31. März 2018 Neues Konzept zur Zoofinanzierung - rent a director In den Zoos wird das Geld knapp, klagen die Direktoren der fünf deutschen Tiergärten. Schuld daran seien, so Prof. Dr. Sorrow, Leiter des Zoos NRW-Niedersachsen, die Steuergesetzgebung der schwarz-rot-gelb-grünen Bundesregierung sowie die Flut von EU-Verordnungen. "Mit der Vergnügungssteuer auf das Füttern von Zoomitarbeitern durch Besucher hätten wir noch leben können", so Prof. Sorrow, "aber die EU-Richtlinien zur tierschutzgerechten Haltung von Mehlkäferlarven in Landschaftsgehegen sowie zur artgemäßen Ausbildung von Elefanten in impressionistischer Malerei und Zwölftonmusik überfordern uns finanziell. Deshalb habe man sich in den Zoos entschlossen, offensiv zu werden. "Rent a director" heißt das attraktive Angebot, von dem ab sofort alle Tierhalter Gebrauch machen können. Ab 50 Euro pro Stunde schneiden hochmotivierte Zoodirektoren die Krallen des Sittichs, führen den Hund aus oder streicheln die Katze. Die Honorare sollen ohne Abzug den Zootieren zugute kommen. (Lassen auch Sie Ihre Phantasie spielen und schicken Sie uns Kurzartikel z.B. von 2015 oder 2055 - welche Themen mögen dann wohl die Zoowelt bewegen? Zwei oder drei Zeilen genügen.) | Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | | | Zoos und Tierparks | Berliner Kurier - 26. Mrz. 2005 Derrick: Tod nach dem Abendbrot Er war im besten Mannesalter. Sein jüngstes Kind zählt gerade mal neun Monate. Affenpapa Derrick aus dem Berliner Zoo ist ganz plötzlich gestorben. Vor den Augen Dutzender entsetzter Zoo-Besucher sank der Gorilla zusammen. Sofort wurde Zoo-Tierarzt Dr. Andreas Ochs geholt. "Wir haben darauf verzichtet, Derrick zu narkotisieren, weil das seine Atemprobleme noch verschlimmert hätte. Ich habe ihm Medikamente gespritzt, die den Kreislauf stabilisieren sollten." Doch vergebens. Der vor 25 Jahren im Zoo Frankfurt/Main geborene Affe kam nicht wieder zu sich. BZ auf Draht - 26. Mrz. 2005 Tränen im Zoo Wäre Derrick ein Mensch gewesen, könnte man auch auf Herzinfarkt kommen. Aber er war ein Menschenaffe, der größte, stärkste und friedlichste aller Primaten. Ein Gorilla. "Die fallen nicht von einer Sekunde auf die andere tot um", sagt der Chef der Affenpfleger Reimon Opitz, und er sagt es mit verheulten Augen. Ein außergewöhnlicher Affe ist verstorben. Er liegt jetzt im Tiefkühlhaus der Krankenstation des Zoos. Auf unsere Frage, ob wir ihn dort fotografieren dürfen, reagiert der Chefpfleger eindeutig. Das dürfen wir auf keinen Fall. Das verbietet seine Ethik. "Vielleicht findet sich ja jemand, der ihn ausstopfen will", sagt der Pfleger, dem es immer noch schwerfällt, nicht einfach loszuweinen. Aber dann kommt ein Gedanke, der ihm hilft. "Vielleicht hat er nach Weihnachten noch seine Weibchen gedeckt. Ende März ist der Schwangerschaftstest. Auf den hoffen wir jetzt alle." BZ auf Draht - 26. Mrz. 2005 Verschluckte sich Derrick am Obst? Noch ist die Todesursache von Gorilla Derrick unklar. Zoo-Tierarzt Dr. Andreas Ochs schließt allerdings Altersschwäche aus. "Es muß etwas Akutes gewesen sein. Vielleicht Herzprobleme oder ein Hirninfarkt. BZ auf Draht - 26. Mrz. 2005 Gorilla-Witwen hungern vor Trauer Berlin. Sie sitzen still und betrübt im Affen-Gehege. Die Gorilla-Witwen Mpenzi und Effi trauern um Derrick. B.Z. - 29. Mrz. 2005 Ein BZ-Leser fotografierte ihn bei der Fütterung 10 Minuten vor seinem Tod Gestern, nach fünf Tagen im Kühlhaus, wurde der Silberrücken obduziert. Zwei Stunden untersuchen die Ärzte den Gorilla akribisch. Dann haben sie die verstopfte Stelle in den Blutgefäßen zwischen den Herzkammern entdeckt. Derrick starb an einem Kammerscheidewandinfarkt. Zootierarzt Dr. Andreas Ochs: "So ein Fall ist bei Gorillas bisher nicht bekannt. Derrick wurde gesund ernährt, hatte kein Übergewicht. Möglicherweise ist der Infarkt genetischen Ursprungs." Dr. Christian Schmidt, Chef des Frankfurter Zoos und Gorilla-Koordinator für Europa, ist für Derricks Nachfolge zuständig. Laut Schmidt kommt Derricks Nachfolger schon im Mai in den Zoo. Berliner Morgenpost - 31. Mrz 2005 Gorilla Derrick wird im Museum für Naturkunde präpariert Der vor einer Woche an einem Herzinfarkt gestorbene Zoo-Gorilla Derrick wird bis auf weiteres nicht in der Ausstellung des Museums für Naturkunde zu sehen sein. Ob zu einem späteren Zeitpunkt eine Dermoplastik für die Ausstellung gefertigt werde, hänge unter anderem vom Zustand des Körpers ab. In jedem Fall soll Derrick aber im Dienst der Wissenschaft stehen, wie Säugetier-Kustos Robert Asher betont. Berliner Morgenpost - 26. Mrz. 2005 Tierpark und Zoo verzeichneten am Karfreitag Besucherrekorde Die beiden Zoos in Berlin haben am Karfreitag dank des milden Frühlingswetters Besucherrekorde erzielt. Sowohl der Zoologische Garten in Charlottenburg als der Tierpark Friedrichsfelde zählten je rund 15.000 Gäste. «So einen Besucherandrang haben wir selten», hieß es begeistert aus beiden Anlagen. Beim Zoo lag die Zahl der Tierliebhaber um 5000 über der des Karfreitag 2004, beim Tierpark sogar um 7000 darüber. Berliner Morgenpost - 28. Mrz. 2005 Sonniges Wetter beschert Zoo und Tierpark großen Besucherandrang Zoo-Sprecher Rudolf Reinhard rechnete am Montag nachmittag mit einem "Rekordergebnis"; allein gestern und am Karfreitag wurden dort jeweils mehr als 15 000 Besucher gezählt. Insgesamt besuchten zirka 51 000 Osterausflügler den Zoo, im Tierpark Friedrichsfelde wurden nach Angaben des dort diensthabenden Wissenschaftlers Falk Dathe 40 000 Besucher gezählt. Im Zoo herrschte nach dem überraschenden Tod von Gorilla Derrick am vergangenen Donnerstag (wir berichteten) besonders im Affenhaus dichtes Gedränge, wo die beiden Gorilladamen Mpenzi und Effi von Besuchern intensiv beobachtet wurden. BZ auf Draht - 28. Mrz. 2005 Senat will Zoo und Tierpark verkleinern Berlins Zoo und Tierpark sollen verkleinert werden. "Es gibt konkrete Senatspläne, den beiden zoologischen Einrichtungen Flächen wegzunehmen", sagt CDU-Finanzexperte Gregor Hoffmann. Beim Zoo geht es um ein rund 2,5 Hektar großes Areal an der Jebenstraße, das abgetrennt werden soll. Ein Filetstück mitten in der City West - als Bauland Gold wert. "Das Gelände wurde schon von Architekten begutachtet", bestätigt Zoo-Vizechef Heiner Klös. "Wir brauchen aber die Fläche. Hier befinden sich lebensnotwendige Teile des Zoos wie Tierklinik oder Gärtnerei." Zoo-Vize Klös: "Diese Kröte schlucken wir nicht." Mehr noch: "Wir überlegen, auf dem Gelände weitere Attraktionen einzurichten." Ähnlich die Situation im Tierpark Friedrichsfelde. Hier wurde nach BZ-Informationen in Geheimverhandlungen über Lagerflächen an der B 1 gesprochen. Auf diesem Areal befindet sich auch die Gärtnerei. Kreiszeitung Syke - 28. Mrz. 2005 Glänzendes Jahr im Zoo am Meer Der Zoo am Meer in Bremerhaven hat ein glänzendes Jahr hinter sich: Zwölf Monate nach dem großen Umbau ist Direktorin Heike Kück zufrieden: "Wir hatten rund 490 000 Besucher in den ersten neun Monaten." Der einzige Zoo im kleinsten Bundesland war mit großem Aufwand komplett umgebaut worden. Nun konzentrieren sich die ehemaligen "Tiergrotten" wieder auf ihr ursprüngliches Konzept, nordische Tiere und die Artenvielfalt des Meeres zu präsentieren. Der neue Zoo will auch in Zukunft weiter wachsen. "Wenn wir uns in das Gesamtkonzept Alter/Neuer Hafen einfügen und noch mehr Touristen kommen, werden die Karten noch mal neu gemischt", erzählt Heike Kück. Der Standard - 29. Mrz. 2005 Safaripark Gänserndorf steht vor Räumung "Von der Gemeinde müssen unbezahlbar hohe Kosten abgehalten werden", begründet der Gänserndorfer Bürgermeister Johann Karl (SP) den ans Gericht ergangenen Räumungsauftrag für das Areal des früheren Safariparks. Laut Auftrag soll die Pächterin des 43 Hektar großen Geländes eine Gänserndorferin, die den in Konkurs gegangenen Parkbetreibern Unterpacht gewährt hatte verpflichtet werden, alles aus dem Park zu entfernen, was mit dem Safaribetrieb in Zusammenhang stand: Zäune, Gehege, eine komplette Tankstelle. Sowie und das sorgt für Proteste sämtliche noch im Park lebende Tiere. "Der Bürgermeister soll den Räumungsauftrag auf Sachgüter beschränken", fordert etwa Grünen-Gemeinderat Gerhard Krammer. Er fürchtet vor allem um die früheren Immuno-Versuchsaffen, die in einem Affenhaus im Parkgelände auf Kosten des Pharmakonzerns Baxter ihre Pension fristen. Saar-Echo - 25. Mrz. 2005 Marga Herzog erwartet "durchgerechnete Konzepte" für Löwenanlage ... Saarbrücken. Die SPD-Stadtratsfraktion zeigt sich über die Informationspolitik der Werkleitung des städtischen Zoobetriebs verwundert. Wie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marga Herzog mitteilte, habe der kaufmännische Direktor des Zoos, Rainer Hück, in der jüngsten Sitzung des Werksausschusses unter dem Punkt mündliche Berichterstattung mögliche Bau- und Finanzierungsvarianten für eine Löwenanlage angesprochen.Neben den Bau- und Investitionskosten müsse auch eine Kalkulation der jährlichen Folgekosten für die Unterhaltung der baulichen Anlage sowie Pflege und Betreuung der Tiere vorgelegt werden. Herzog: Der Verweis des kaufmännischen Direktors auf die Möglichkeit zur Kreditaufnahme kennzeichnet die Mentalität, mit der im Zoo gewirtschaftet wird. Ich erwarte durchgerechnete Konzepte. Die SPD-Politikerin fordert in diesem Zusammenhang auch eine Übersicht über die Realisierung weiterer geplanter Baumaßnahmen. Die Anregung der Grünen-Fraktion, die Zoos in Neunkirchen und Saarbrücken unter dem Dach eines gemeinsamen Zweckverbandes unter Beteiligung des Landes zu vereinen, sei überlegenswert. Die SPD im Saarbrücker Stadtrat versucht in einer merkwürdigen Allianz mit der Saarbrücker Zeitung seit 15 Jahren, dem Saarbrücker Zoo den Garaus zu machen. Und nun heuchelt die gleiche Partei besondere Anteilnahme am Wohlergehen dieser populären Einrichtung. Der Partei geht es unter dem Strich um den Rausschmiß der CDU-Leute Dr. Vaclav Ceska als Zoodirektor mitsamt dem kaufmännischen Leiter Rainer Hück. sz-online - 28. Mrz. 2005 Tierpark Chemnitz sucht Heimat für Karpatenluchse Der Tierpark Chemnitz sucht nach einem neuen Zuhause für zwei Karpatenluchse. Noch teilen sich die Jungtiere das Gehege im Wildgatter Oberrabenstein mit den Eltern. Doch die Mutter erwartet erneut Nachwuchs. Nun wird europaweit nach einer Einrichtung gesucht, in der die Luchse für die Zucht gebraucht werden. e110 - 25. Mrz. 2005 Jugendliche randalierten im Zoo - Tier an Verletzungen gestorben Jugendliche haben im Frankfurter Zoo randaliert und dabei zwei Tiere verletzt, eines von ihnen tödlich. Wie die Polizei berichtete, waren die Heranwachsenden nachts in den Zoo eingedrungen und hatten auf dem gesamten Gelände Mülltonnendeckel sowie Schaufeln, Schubkarren und Rechen in die Tiergehege geworfen. Auch an einer Sitzbank machten sich die Randalierer zu schaffen. Durch die Wurfgeschosse wurden eine Ziege und ein Pampashase verletzt. Die Ziege verendete später. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf 2000 Euro. Nach den drei Tätern wird gefahndet. Rhein Main Presse - 28. Mrz. 2005 Tierpflegerstelle in der Fasanerie wird gekappt Wiesbaden. Die Fasanerie muss ab April mit einer Tierpflegerstelle weniger auskommen als bisher: Wie Frank Sand, Referent des Dezernenten Peter Grella bestätigte, läuft die Stelle einer Tierpflegerin zum 31. März aus. Entschieden habe die Lenkungsgruppe der Stadt. Klaus Ries, Vorsitzender des Fördervereins Fasanerie, zeigte sich überrascht darüber, dass der Tierpark nur noch mit fünf Pflegern auskommen soll. "Mir ist immer gesagt worden, dass aus Sicherheitsgründen zwei Tierpfleger anwesend sein müssen, damit der Park öffnen kann." Neu sei für ihn auch, dass Waldarbeiter an ihrer Stelle eingesetzt werden sollen: "Die kann man sicher für Unterhaltungsmaßnahmen brauchen, für die Grünpflege und das Fällen von Bäumen, aber für die Tiere? Wer zu den Bären geht, muss wissen, was er macht und sich auskennen. Tierpfleger ist nicht ohne Grund ein Ausbildungsberuf". boot.de - 29. Mrz. 2005 Weißer Hai in Gefangenschaft Das Monterey Bay Aquarium in Californien feiert ein kleines Jubiläum: Genau ein halbes Jahr ist es nun her, dass ein Baby-Weißhai ins Aquarium kam. Das aus Beifang stammende juvenile Hai-Weibchen ist der weltweit einzige Große Weiße in Gefangenschaft. Vor fast genau sechs Monaten, am 14. September 2004, wurde das gerade mal 160 Zentimeter lange und 62 Pfunde schwere Haimädchen in die "Outer Bay" Ausstellung des Aquariums gebracht. Mit dem "Young White Shark 3-Year Programme" will das weltweit renommierte Monterey Bay Aquarium den Lebenszyklus der Weißen Haie erforschen - unter anderem durch Markierung freilebender Weißhaie mit Satellitensendern. Im Programm soll auch heraus gefunden werden, ob die Haltung Weißer Haie in Gefangenschaft möglich ist. Bisher zeigt das junge Haiweibchen seine natürlichen Verhaltensweisen und hat sich offenbar gut in dem viereinhalb Millionen Liter Wasser fassenden Aquarium eingelebt. Planung und Bau mzbern.ch - 30. Mrz. 2005 Spatenstich für neue Löwenanlage Mit einer indischen Zeremonie ist am Mittwoch der Spatenstich zur neuen Löwenanlage im Zoo Zürich erfolgt. Eröffnet werden soll die 7,5-Millionen-Franken-Anlage Ende 2006. Gemeinsam mit den Löwen sollen Asiatische Otter dort leben. 1700 Quadratmeter gross wird die Aussenanlage - mehr als zehnmal so gross wie die heutige. Dazu kommt ein Abtrenngehege von rund 150 Quadratmetern. An Stelle des heute 30 Quadratmeter engen Innenkäfigs haben die indischen Löwen - ein Männchen, zwei Weibchen und Jungtiere - im Haus künftig 130 Quadratmeter unter Dach zur Verfügung, wie Architekt Walter Vetsch sagte. Das Aussengehege werde «keine grüne Wiese». Man versuche, die Trockenlandschaft im indischen Reservat Gir Forest zu simulieren, erklärte Vetsch. Zur Anlage gehören Felsen und Sand, Bäume und Sträucher, Wasserläufe und ein kleiner See. Dieser wird nicht nur aus ästhetischen Gründen angelegt: In der Anlage sollen zusammen mit den Löwen auch Asiatische Otter leben. Im Wasser, vor dem die Katzen zurückschrecken, können sie sich wenn nötig in Sicherheit bringen. Die künftige Löwenanlage zieht sich vom heutigen Katzenhaus über den früheren, heute aufgeschütteten Eisbärengraben weiter über ein noch «unbesetztes» Areal - die Bäume dort sind schon gekappt. Im veralteten Gebäude werden künftig ausser den indischen Löwen keine Katzen mehr untergebracht sein. Dafür steht den Besucherinnen und Besuchern mehr Platz zur Verfügung. In einem Informationszentrum erfahren sie, wie die Bedrohung der indischen Löwen mit der Kulturgeschichte der Menschen zusammenhängt. Die Geldsammlung geht vorläufig weiter: «Wir haben für die nächsten 15 Jahre noch viele Pläne», sagte Naville. Unter anderem sollen die Elefanten eine grosszügige Anlage erhalten. Aber dafür gibt es laut Zoodirektor Alex Rübel noch keine konkreten Pläne. Leipziger Volkszeitung - 26. Mrz. 2005 Gesucht und gefunden im Zoo: Asiatische Exoten und Shop Ist denn heute schon Ostern?" Das fragte sich so manch erstaunter Zoobesucher, als die Asiatische Freivogelvoliere am Donnerstagmittag im Leipziger Zoo eröffnet wurde. Trotzdem musste er suchen, bevor er gerade mal drei Malayenenten entdecken konnte. Oder den Kuhreiher - sonst war keiner der groß angekündigten Exoten zu erspähen. Zoodirektor Jörg Junhold klärte auf. Erst in den vergangenen Tagen seien die Tierchen in ihrer neuen Heimat eingetroffen. Seidenreiher, Brauner Sichler und Nachtreiher würden sich noch im rückwärtigen Bereich verstecken. Der Freundes- und Förderkreis des Tiergartens investierte 400.000 Euro. Wenngleich noch knapp 100.000 Euro bis zum Glück fehlen, wie Chef Siegfried Stauche erklärte. Der Zoo sei mit dem Bau einfach zu schnell gewesen, witzelte Stauche. Nur acht Monate brauchte es, den "Riesenbauer" detailgetreu und denkmalpflegerisch herzurichten. "Der Zustand war zuvor so jämmerlich, dass die Baubehörde die 1928 in Betrieb genommene Anlage schon sperren wollte", erzählte Junhold. Heute, punkt 14 Uhr, eröffnet der Direktor im Konzertgarten die Zoosaison - mit Osterzootierparade und Jongleuren. Bis Montag entsteht hier mit der künstlerischen Hilfe kleiner Zoofans ein Asiatisches Großbildpanorama. Täglich von 10 bis 17 Uhr dürfen Kleine und Große ihr Geschick bei den Osterolympics unter Beweis stellen. Neben vielen weiteren Attraktionen gibt es für kleine Osterhasen Ferienführungen. Leipziger Volkszeitung - 24. Mrz. 2005 Leipziger Zoo eröffnet neue Freiflugvoliere nach Sanierung Seltene Vögel aus Asien haben ein neues Zuhause im Zoo Leipzig. Nach viermonatiger Umbauzeit wurde am Donnerstag die neue Freiflugvoliere eröffnet. Die Voliere ist eine detailgetreue Nachbildung des Originalbaus von 1928 und wurde nach historischen Vorlagen rekonstruiert, teilte der Tiergarten mit. Die Sanierungskosten von 400 000 Euro übernahm der Freundes- und Förderkreis des Zoos. In der neuen Voliere sind asiatische Vögel wie Seidenreiher und Braune Sichler untergebracht. OÖNachrichten - 31. Mrz 2005 Schmiding: Haie als neue Attraktion 1,5 Meter lange Schwarzspitzenriffhaie sollen die neue Attraktion des Zoos in Schmiding werden. Das passt jedoch dem Tierschutzverein nicht. Der spricht von "einem Haiwahnsinn, der verhindert werden muss" und stößt damit bei Experten auf Unverständnis. Das 2000 Quadratmeter große Haifischbecken sei weder großzügig noch naturnah, so Roman Kopfer vom Österreichischen Tierschutzverein. "Für Tiere, denen in Freiheit der ganze Ozean offen steht, müssen diese Bezeichnungen wie blanker Hohn klingen." Die heftige Kritik aus Wien ist für Andreas Artmann, dem Chef des Zoologischen Gartens Schmiding, nicht nachvollziehbar. "Mit 300.000 Litern Fassungsvolumen wird es eine Dimension aufweisen, die es in Österreich bisher noch nie gegeben hat", so Artmann zu den OÖN. Im Übrigen würden die Exemplare des bis Herbst 2006 fertig gestellten Aquazoos in Schmiding keine Monsterhaie sein und nicht aus dem Ozean kommen, sondern von anderen Aquarien in Europa - und die wären wesentlich kleiner. "Die Größe des geplanten Haibeckens beträgt ein Mehrfaches der im neuen österreichischen Tierschutzgesetz vorgeschriebenen Normen. Und die wurden aufgrund langjähriger internationaler Erfahrungen festgelegt. Für mich ist diese Diskussion völlig unverständlich", sagte Andreas Kaufmann, Präsident der österreichischen Zoo-Organisation. Bote der Urschweiz 31. Mrz 2005 Stütze geknickt: Eulenvoliere musste geschlossen werden Der Wintersturm von Mitte Februar hat dem Tierpark Goldau zugesetzt: Im Eulengehege knickte eine massive Holzstütze um. Jetzt werden die Bäume durch Stahlstützen ersetzt. Es war einer der stärksten Stürme seit langem: Die Wetterstation Diesel in Ibach registrierte am Samstag, 12. Februar, Spitzengeschwindigkeiten von 106 km/h. Das war zu viel für das 600 Quadratmeter grosse Eulengehege im Tierpark Goldau: Die zwei knorrigen Baumstämme, welche die begehbare Voliere stützten, wurden beschädigt. «Zusammen mit der Schneelast waren die Winde einfach zu viel für die Bäume», so Tierpark-Bauchef Fredy Schurtenberger. Schurtenberger rechnet damit, innert eines Monats die vierjährige Eulenschlucht wieder eröffnen zu können. «Anstelle der Bäume werden wir zwei massive Stahlträger montieren». Königsteiner Woche - 30. Mrz. 2005 Osterwald lockte wieder viele Kinder in den Zoo Bei zwar etwas trübem Wetter, aber dafür umso besserer Laune wandelten am vergangenen Osterwochenende wieder Scharen von Kindern auf den Spuren des Osterhasen im Opelzoo. Bereits am Eingang zum Osterwald gegenüber vom kleinen Spielplatz wartete ein buntes Osterhuhn mit ein paar Lockeiern für jedes Kind auf. Und dann konnten sich die Kids im festlich geschmückten Osterwald bewaffnet mit Körbchen auf die Suche nach den bunten, süßen Ostereiern machen. Aber nicht nur Ostereier gab es im Opel-Zoo zu entdecken, sondern auch viel Neues bei den Tieren. So haben z.B. die Stachelschweine gegenüber dem Warzenschweingehege eine neue Anlage bekommen, neu ist auch das Waschbär-Gehege mit den zahlreichen, natürlichen Klettermöglichkeiten, den Ruhe- und Schlafplätzen, dem Wasserbecken und den Wurfboxen in unmittelbarer Nachbarschaft des Luchsgeheges, in das die possierlichen Kleinbären umgezogen sind und hoffentlich bald für Nachwuchs sorgen. Neu ist auch die großzügige Freianlage für Europäische Wildkatzen, die zum ersten Mal im Opel-Zoo präsentiert werden. Wenn die Zoobesucher ihren Rundgang durch das Waldrevier fortsetzen, werden sie auf eine weitere, neue Kleinkatzenart aufmerksam, für deren artgerechte Unterbringung eine bestehende Anlage neu eingerichtet wurde. Sie befindet sich zwischen den Totenkopfäffchen und Haubenkapuzinern und beherbergt ein Paar südamerikanischer Salzkatzen. Main-Rheiner - 30. Mrz. 2005 Im Sommer ziehen die Kaninchen um Die Kaninchen und Meerschweinchen im Gonsenheimer Wildpark müssen sich demnächst ans Ausmisten machen: Im Sommer ziehen sie um. Mit Spenden finanziert der Förderverein ein neues Kleintiergehege - die Ziegen müssen dafür ein paar Quadratmeter abgeben. Dazu soll das Tor, bislang stets verschlossen, tagsüber geöffnet werden, erklärte Norbert Rudloff vom Grünamt - die städtische Behörde steckt schon mitten in den Planungen. Im Eingangsbereich soll die Straße verengt werden, damit die Fußgänger auf künftig breiteren Gehwegen mehr Platz haben. WAZ - 28. Mrz. 2005 Greifvögel sorgen für weitere Attraktion im Wildpark Der Wildpark auf Schloss Cappenberg ist seit Ostersonntag wieder geöffnet. Dort wird den Besuchern jetzt eine ganz besondere Attraktion geboten: Die drei Falkner Joachim Müller, Thilo Nesnidal und Paul Fander, die als Pächter die Leitung des Parks übernommen haben, stellen ihre Arbeit mit Greifvögeln künftig regelmäßig in einer Greifvogelschau vor. Nach der Flugschau stellten sich die Falkner den Fragen der Zuschauer. Während Joachim Müller sich um die Falknerei kümmert, bewirtschaften seine Frau, die Großmutter und Tochter Sarah das im Wildpark gelegene Waldcafe mit dem angrenzenden Spielplatz. Im Laufe des Jahres sollen Volieren für die Greifvögel an der Mauer zum Schlossgarten errichtet werden. Diese sollen auch den Besuchern zugänglich sein. Weitere Greifvogelarten wie Bussard, Milan, Uhu und Geier aber auch andere heimische Vogelarten werden dann im Wildpark zu sehen sein. Der Wildpark am Schloss Cappenberg ist an den Wochenenden jeweils ab 10 Uhr geöffnet. Die Flugvorführungen sind für 11 und 15 Uhr geplant. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4 Euro und für Kinder 2,50 Euro. Mitteldeutsche Zeitung - 28. Mrz. 2005 Vier Minischweine zogen um Lieblingstiere hat wohl jeder. Das konnte man wieder einmal am Ostersonntag im Köthener Tierpark sehen. Ex-OB Rainer Elze etwa hatte für die Minischweine, die zum ersten Mal offiziell in ihr neues, deutlich größeres Gehege durften, sogar spezielle Nahrung mitgebracht. Es ist nun schon zu einer guten Tradition geworden, dass zu den Osterfeiertagen im Köthener Tierpark eine neue oder erweiterte oder renovierte Anlage übergeben wird. Dass es in diesem Jahr sogar zwei waren, hatte eben mit dem Umstand zu tun, dass es kurzfristig möglich war, die Galloways zu erwerben, die erst am Karfreitagabend den Weg aus Süddeutschland nach Köthen gefunden hatten. Dafür wurden die Lamas abgegeben. Das Gehege für die Galloways hat im übrigen der Bauhof binnen 14 Tagen aus dem Boden gestampft. Wie man auch Dank sagte an Planer Thomas Rau, der die Minischweinanlage entwarf und "ohne zu klagen" auch die Umplanungen einarbeitete. Lob erhielt ebenso der Förderverein, der in die Anlage rund 6000 Euro investiert hat. Das benachbarte Stachelschweingehege dürfte demnächst auch fertig gestellt werden, ebenso die Ausstellung im ehemaligen Nachttierhaus, das schon ein neues Dach trägt. Und zukünftige Entwicklungen lassen bereits aus der Ferne grüßen - etwa in Form einer schon existierenden hinteren Begrenzungsmauer für ein verändertes Wildschweingehege. Aktionen Mitteldeutsche Zeitung - 28. Mrz. 2005 Tigerfräulein heißt nun Reila Halle/Sa. Gebannt starrte eine dicht gedrängte Besucher-Menge Ostersonntag im Zoo auf die große Glasscheibe im Raubtierhaus. Kurz darauf betrat Zoo-Direktor Andreas Jakob die Szene und lüftete das gut gehütete Geheimnis. Der Name des Tigermädchens, an dem fast 100 kleine und große Freunde des halleschen Tiergartens geknobelt und gebastelt hatten, wurde verkündet: Unter 300 Vorschlägen hatte ihn die Jury ausgewählt. Kurz und knackig, einprägsam und mit Bezug zu Halle - das alles sprach für den siegreichen Vorschlag von Jana Käsebier. Er lautete: Reila. Was nach orientalischer Nacht, nämlich wie Laila klingt, aber im Wortstamm den Geburtsort - den Zoo auf Halles Reilsberg enthält - hatte sich die Mutter von drei Kindern allein ausgedacht. Norddeutsche Neueste Nachrichten - 28. Mrz. 2005 Zu Ostern Besucherrekord im Zoo Jetzt ist der Frühling wirklich da: Sommerzeit, leuchtende Frühblüher, bunte Ostereier und Festgottesdienste die Schweriner feierten ein schönes Osterfest 2005. Jede freie Minute hatten die Zoomitarbeiter seit Jahresbeginn genutzt, um bunte Osterkörbchen zu basteln und am Ostersonntag dann seit 8 Uhr die kleinen Nester versteckt insgesamt 3500. Aber auch an den anderen Tagen des Osterwochenendes konnte sich der Zoodirektor über einen wahren Besucheransturm freuen. "Wir hatten mehr als 10 000 Gäste. Das ist rekordverdächtig," sagte Schneider gestern Abend ganz glücklich. Erstmals war die komplette Griraffenfamilie mit dem im Winter geborenen Kalb im Freien. Auch die Tigermutti führte ihre drolligen Drillinge ins Freigehege, passte aber argwöhnisch auf, dass sie nicht zu lange draußen blieben. Geduldige Besucher bekamen an der Fischotteranlage ebenfalls Nachwuchs zu sehen: zwei kleine Otterbabys. Mitteldeutsche Zeitung - 29. Mrz. 2005 Zwei Zicklein auf die Namen Micki und Christho getauft Höhepunkt des Osterfestes im Ascherslebener Tierpark war die schon obligatorische Tiertaufe. Täuflinge waren in diesem Jahr zwei Zwergziegen. Vor dem Taufakt zeigten Pfleger den vielen Besuchern auf der Terrasse verschiedene Tierparkbewohner. Und weil Ostern war, durfte der Osterhase als Erstes ein Hauskaninchen aus dem Streichelzoo präsentieren. Danach ließ dann das Mini-Shetland-Pony "Paul" geduldig viele Streicheleinheiten der Kinder über sich ergehen. Es folgten die Geyerschildkröte, eine Königsboa und der stattliche Tigerpython. Zu jedem vorgestellten Tier erfuhren die Gäste viel Wissenswertes vom Tierparkchef. Danach konnten die Besucher im Planetarium alles über den Sternenhimmel im Frühling erfahren. Vor der Tierparade hatte die zweite Vorsitzende des Fördervereins der Tierparkfreunde Aschersleben, Rita Kahl, den Startschuss für den Malwettbewerb "Mein schönstes Tiererlebnis oder mein Lieblingstier im Tierpark" gegeben. Märkische Oderzeitung - 28. Mrz. 2005 Eierei im Tierpark lockte Tausende an Mehrere Tausend Besucher feierten am Sonntag die 9. MOZ-Osterfete im Angermünder Tierpark mit. Sie zeigten sich begeistert von dem neuen Programm, das die Organisatoren mit den Music-Dolphins, der Uckermärkischen Musik- und Kunstschule Angermünde und dem KinderKlub auf die Beine gestellt hatten. Reich mit Preisen bepackt traten die Gewinner an den Wettspielstationen am Ende den Heimweg an. Geilenkirchener Zeitung - 28. Mrz. 2005 15.000 Eier zwischen Rehen und Schweinen Dazu nahm man sich im Gangelter Wildpark das Osterwochenende über Zeit und führte damit eine lieb gewonnene Tradition in ein kleines Jubiläum: Zum zehnten Mal gab´s das beliebte Ostereiersuchen zwischen Rehen, Wildschweinen und Greifvögeln. Das heißt, das Ganze passierte natürlich außerhalb des Zauns, und so richtig versteckt werden die Eier auch nicht mehr. In Osterhasenkostümen gesteckt verteilen junge Mädchen die 10.000 Schokoladen- und 5.000 bunten Hühnereier an die Besucher. Damit zählen die Ostertage im Gangelter Wildpark zu den besucherstärksten Tagen im Jahr. Leipziger Volkszeitung Ostern lockt auf Festplatz und in Zoo Im Eilenburger Tierpark begrüßte ein Meister Lampe aus Plüsch höchstpersönlich die Besucher. Der kleine Zoo lud zum traditionellen großen Osterfest - und 2500 Besucher kamen. Im Verhältnis zum Wetter ein gutes Ergebnis. Berliner Morgenpost 31. Mrz 2005 Berliner Zoo-Aquarium bietet Schaufütterungen zur 10. Shopping Nacht Zur zehnten Langen Nacht des Shoppings können müde Schnäppchenjäger am Samstagabend bis Mitternacht im Berliner Zoo-Aquarium entspannen. Jede Stunde werden Karpfen, Welse und andere Süßwasserfische gefüttert, wie der Betreiber am Donnerstag mitteilte. Außerdem können Besucher auch die giftigen Rotfeuerfische, Katzenhaie und Zitteraale bestaunen. Nachwuchs Merkur Online - 28. Mrz. 2005 Delfin-Baby wurde nur eine Woche alt Nürnberg - Als Delfinmutter "Eva" ihr insgesamt fünftes Junges zur Welt brachte, war der Jubel im Nürnberger Tiergarten groß. Doch die Freude schlug schnell in Trauer um: Am Karfreitag war das zuvor putzmuntere eine Woche alte Baby gegen 21 Uhr plötzlich an der Wasseroberfläche getaumelt. Eine Delfintrainerin alarmierte den Tierarzt, der aber nur den Tod des noch namenlosen Delfins feststellen konnte. Die Ursache sei noch unklar, sagte Tiergartendirektor Dag Encke. Man habe Hinweise, dass die Blutwerte des Baby-Delfins nicht in Ordnung gewesen seien. Möglicherweise habe es Probleme mit den Nieren oder mit dem Hormonhaushalt gegeben. "Wir waren total bestürzt", sagte Encke. "Das Tier sah völlig gesund aus." Es habe regelmäßig bei der Mutter getrunken und sich normal verhalten. Der Tod sei ohne jede Vorwarnung binnen einer Viertelstunde eingetreten. Berliner Zeitung - 30. Mrz. 2005 Blaues Wunder im Zoo-Aquarium Das Aquarium des Berliner Zoologischen Gartens ist um eine Attraktion reicher: Im Becken Nummer 33 sind einige Exemplare der seltenen Blauen Kreuzqualle zu bewundern. Auf die neuen Bewohner sind die Mitarbeiter besonders stolz - als erste in Europa ist ihnen die Zucht dieser Art gelungen. Im Monterey Bay Aquarium werden Blaue Kreuzquallen seit Jahren gezüchtet. Aber eben nur dort. In ihrer Heimat Australien kommen die bis 40 Zentimeter großen Tiere so häufig vor, dass sie zu Speisezwecken im großen Stil gefangen werden. Die Berliner Exemplare sind jetzt zehn Zentimeter groß. Blick - 24. Mrz. 2005 Die Gehörnten sind unterwegs Batschii und Baabuu sorgen derzeit im Basler Zolli für ein besonderes Spektakel. Die zwei Panzernashorn-Jungen tollen gemeinsam im Gehege herum einmalig in ganz Europa. Übermütig springen die beiden jungen Panzernashörner in der Aussenanlage des Basler Zoos herum. Berliner Kurier - 28. Mrz. 2005 Tierische Frühlinge Großes Nachwuchs-Gucken im Berliner Zoo und Tierpark Friedrichsfelde. In den ersten Frühlingswochen sind dort ganz viele Tierbabys zur Welt gekommen. Der oberaffensupersüße Mantelpavian ist erst wenige Tage alt. Am anderen Ende der Stadt süßelt's auch gewaltig: Die neugeborenen Skudden-Schäfchen im Tierpark Friedrichsfelde haben noch ganz weiches, weißes, wolliges Fell. Und während sie im Heu liegen und schlafen, üben ihre Nachbarn, die rosa-nasigen Baby-Zicken (pardon, korrekt heißen sie Girgentische Hausziegen) schon fleißig lautes Gemecker. Natürlich präsentieren uns jetzt im Frühling auch die großen Exoten ihren Nachwuchs: Im Zoo paddelt die dicke Debby mit ihrem Kind durchs Flusspferdhaus. Und in Eberswalde kann man das vier Wochen alte Zebra-Mädchen Auguste bewundern. Berliner Morgenpost - 30. Mrz. 2005 Tierpark erwartet Elefanten-Nachwuchs Der kleine Elefant Horas hat es vorgemacht. Jetzt warten die Pfleger im Tierpark Friedrichsfelde auf weiteren Nachwuchs bei den Dickhäutern. Und das gleich drei Mal. Die asiatische Elefantendame Nova hatte Horas am 14. Februar zur Welt gebracht. Auch bei Cynthia handelt es sich um eine Erstgeburt, doch die läßt auf sich warten. "Wir messen jeden Tag ihre Hormonwerte", sagt Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz. "Geht dieser nach unten, dann kann es relativ rasch, also innerhalb der nächsten Tage, zur Geburt kommen." Neben Cynthia erwarten im Tierpark auch die Asiatin Kewa und die afrikanische Elefantendame Pori Nachwuchs. Beide sind jedoch schon erfahrene Muttertiere. Salzburger Nachrichten - 24. Mrz. 2005 Zoo Salzburg ist stolz auf junge Geparden Sieben junge Geparden sind seit kurzem im Salzburger Zoo Hellbrunn im über 4000 Quadratmeter großen Freigehege zu bewundern. Die beiden Gepardinnen "Afra" und "Namibia" hatten die Jungen im vorigen Herbst zur Welt gebracht. Namen haben die Jungtiere noch nicht, "es müssen erst Paten gefunden werden", sagte am Donnerstag Pressesprecherin Christine Beck-Graninger. Österreich Journal - 30. Mrz. 2005 Geparden-Nachwuchs im Zoo Salzburg An ihrem fünften Geburtstag, dem 22. Oktober 2004, brachte Gepardenmutter Afra im Zoo Salzburg vier winzige Buben zur Welt: Seitdem hält die mittlerweile recht aufgeweckte Schar die junge Mutter sichtbar auf Trab. Vor dem Osterwochenende präsentierte sich die Familie erstmals den neugierig wartenden FotografInnen und Kameraleuten. Noch etwas schüchtern unternahmen sie ihren ersten Spaziergang im rund 4000 qm großen Freigehege für Geparden. Es ist der erste Wurf der 1999 im Zoo Schönbrunn geborenen Gepardendame, die seit Juli 2001 im Zoo Salzburg lebt. Survivor, der Vater ihrer Jungen, wurde zwecks Brautschau von Frankreich nach Salzburg geholt. Dass er dabei aber nicht nur an Afra Gefallen fand, beweist ein von der Öffentlichkeit noch abgeschirmtes Familienglück um Gepardenmutter Namibia, die im Zoo Salzburg am 16. Dezember 2004 ihren Nachwuchs - zwei Männchen und ein Weibchen - zur Welt brachte. WAZ - 28. Mrz. 2005 Selbst die Tigerdame nahm ein kühlendes Bad Osterzeit im Duisburger Zoo. Zusammen mit Zoomaskottchen Dinki Di verteilt er bunte Ostereier an die Besucher. Etwa 6000 sind´s allein am Sonntag, die in Anlagen des Zoos nach gut versteckten Eiern suchen. Am Ostermontag ist der Andrang nicht weniger groß. Osterlämmchen hat der Zoo keine zu bieten. Dafür aber andere Jungtiere. Pünktlich zu Ostern hat sich Nachwuchs bei den Alpakas angemeldet. Dort stakst das Kleine noch etwas unbeholfen hinter der Mutter her. Das Koalababy verzückt vor allem die kleinen Besucher, wenn es mutig wagt, die ersten Blicke aus Mamas Beutel zu werfen. In der Stube der possierlichen Beuteltiere hat sich bereits der nächste Nachwuchs angekündigt. Auch die Tigerdame, Neuankömmling am Kaiserberg, scheint an dem milden Frühlingstag ihre Scheu zu verlieren: Zum ersten Mal testet sie das kühle Nass in ihrem Gehege. NÖN Online - 29. Mrz. 2005 Albino-Känguru-Baby ist Sensation in der Tierwelt Der Tierpark Kernhof kann mit einer zoologischen Sensation aufwarten - mit Nachwuchs bei einem Albino-BenettKänguru. Jedes Wochenende ab 2. April ist der private Tierpark samt Shows im Kameltheater wieder geöffnet. Die Experten im Tierpark geben gerne über die Albino-Kängurus Auskunft. Nirgends sonst in einem Zoo in Europa sind solche Tiere zu sehen und man weiß auch nicht, wie viele Albino-Kängurus es überhaupt in Australien gibt, da die Gebiete so weitläufig sind und eine Fortpflanzung aufgrund der Überzahl der normal-färbigen Boomer eine Albino-Fortpflanzung so gut wie nicht zulässt. Im kleinen Tierpark Kameltheater Kernhof wurden ideale Voraussetzungen für ein Zuchtprogramm geschaffen und so konnte erstmals vor wenigen Tagen das Babyköpfchen, aus dem Beutel lugend, beobachtet werden. >Quatsch. Vor allem in britischen und französischen Zoos sind die Albino-Känguruhs (leider) sehr beliebt. Bloß nicht noch ein "Zuchtprogramm" für "seltene Albinos"! Krone.at 31. Mrz 2005 Putzig Schneeweiß wie Mama Kimberley ist die putzige Canberra, die im niederösterreichischen Tierpark Kernhof das Licht der Welt erblickte. Die beiden Kängurus - Mutter und Tochter - sind die einzigen weißen Beuteltiere, die es in Europa überhaupt gibt. General-Anzeiger (Bonn) - 31. Mrz 2005 Ribat und Lubaya sind nur noch Gäste auf Zeit Der Nachwuchs der Berberlöwen im Zoo von Neuwied ist ein Anziehungspunkt. Und auch die Humboldt-Pinguine sind Stars, vor allem, seit sie in ihre Anlage mit Unterwasser-Fenstern eingezogen sind. Die Bilanz des Zoos fällt gut aus: "die zweitbeste Besucherzahl seit Bestehen des Zoos", stellte Zoodirektor Heinrich Klein kürzlich im Geschäftsbericht stolz fest. 1 105 Tiere aus 149 Arten leben im Zoo. Versorgt werden die Raubkatzen, Vögel, Büffel oder Rehe von 31 Mitarbeitern, denen Klein dankte. Die Zoofamilie wächst: "Wir haben die Känguruhherde um 20 Tiere aus England verstärkt. Und der Mulhouse hat uns eine Mähnenlöwin überlassen", sagte Klein. "Durch einen tragischen Unfall haben wir leider sechs Pinguine verloren", berichtete Klein. Offensichtlich aus Stress waren sie im Winter unter eine Eisfläche geflüchtet und hatten nicht mehr zurück gefunden. Als Ersatz werden sechs Humboldt-Pinguine aus Landau nach Neuwied kommen. "Die guten Besucherzahlen haben auch den Jahresabschluss positiv beeinflusst, so dass wir eine Rücklage für die geplante Menschenaffen-Anlage schaffen konnten", sagte Wirtschaftsberater Dieter Rollepatz. Etwas mehr als 250 000 Euro des 1,23 Millionen Euro teuren Projektes muss der Zoo selber tragen. "Aber das ist gut investiertes Geld, denn ein familienfreundlicher Zoo muss immer neue, interessante Angebote parat haben, um die Besucher auf ein intensives Tiererlebnis neugierig zu machen", so der Chef des Fördervereins, Neuwieds Oberbürgermeister Nikolaus Roth. Allerdings werden sich die Schimpansen noch ein bis zwei Jahre gedulden müssen, bis sie auf ihrer "Insel" entspannen und von den Besuchern ohne Sicht hindernde Stäbe beobachtet werden können. Auch der Schneeleopard bekommt ein größeres Gehege, ebenso der Nasenbär. Außerdem ist in dem Zoo-Etat von 720 000 Euro der Bau von zwei Vogelvolieren vorgesehen. Klein: "Verabschieden müssen wir uns leider von Ribat und Lubaya." Der Berberlöwennachwuchs wird nach Erfurt umsiedeln. Ein besonderer Höhepunkt erwartet die Besucher am Freitag: Um 18 Uhr beginnt die erste Abendführung in diesem Jahr. Österreich Journal - 28. Mrz. 2005 Frühlingserwachen im Linzer Tiergarten Im Linzer Tiergarten herrscht allgemeines Frühlingserwachen. Die Störche können beim Nestbau beobachtet werden und die Kranichmännchen erfreuen ihre Partnerinnen und natürlich auch die BesucherInnen mit Balztänzen. Auch der erste Nachwuchs hat sich im Linzer Zoo bereits eingestellt. Zwei junge Zackelschafe tollen im Schaf- und Ziegengehege herum und sind zu Publikumslieblingen avanciert. Das von Stadt und Land mit je 187.200 Euro unterstützte Sanierungs- und Modernisierungsprogramm für den Tiergarten läuft mittlerweile auf Hochtouren. So ist ein neues Wirtschaftsgebäude bis auf kleinere Restarbeiten bereits fertig gestellt. Weitere Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen sind die Befestigung der Wege entlang der Vogelvolieren und die Erneuerung und Modernisierung von Stallungen. Auch Heizung und Kanalisation werden auf den letzten Stand der Technik gebracht. Berliner Morgenpost - 27. Mrz. 2005 Ansehnlich und anhänglich: Die drei Kuttengeier im Tierpark-Freifluggehege Die meisten Menschen halten Geier für wenig ansehnliche und sympathische Tiere. Wer jedoch das Freifluggehege im Tierpark Friedrichsfelde besucht, der kann sich eines besseren belehren lassen. Gerade die drei Kutten- oder Mönchsgeier bieten mit ihrem dichten braunen Gefieder, den langen Wimpern und der Spannweite von bis zu drei Metern einen eindrucksvollen Anblick. Die drei Tierpark-Exemplare sind schon über dreißig Jahre alt. Nachwuchs bekommen sie nicht mehr, aber die Hennen legen noch "taube Eier", die zwar nicht befruchtet sind, aber trotzdem bebrütet werden. Kölnische Rundschau - 25. Mrz. 2005 Die Kleinen stehen im Mittelpunkt Die Frühlingssonne und das bevorstehende Osterfest treiben Mensch und Tier gleichermaßen an: Die Störche stibitzen sich gegenseitig das Nistmaterial, Mutter Warzenente trippelt stolz mit ihren gelben Küken durchs Gehege, und die Zicklein sind einfach nur drollig. Währenddessen haben die Mitarbeiter binnen weniger Tage im Affen- und Vogelpark Eckenhagen Frühjahrsputz gehalten. Berliner Morgenpost - 31. Mrz 2005 Frühjahrsmüdes Wohlgefühl in den Tiergehegen Eisbären fläzen sich im Stile geübter Mallorca-Strandurlauber auf ihren Felsen. Löwen lümmeln sich ganz unköniglich gähnend im warmen Gras. Bloß keinen Sonnenstrahl durch unnötige Hektik verpassen, lautet offenbar die tierische Devise - frühjahrsmüdes Wohlgefühl bis zum Abwinken. "Den Tieren geht es genau wie uns", sagt Zoomitarbeiter Rudolf Reinhard. "Nach dem langen Winter genießen sie die warme Sonne auf ihrem Fell. Berliner Morgenpost - 31. Mrz 2005 Tierpark bietet Begleitservice für Gehbehinderte Der Tierpark Berlin bietet wieder einen kostenlosen Begleit- und Rollstuhlservice für ältere oder behinderte Menschen an. Partner ist dabei der Lichtenberger Verein "Jahresringe". Wie Tierpark-Verwaltungschef Manfred Bienge mitteilte, werden die Besucher von Vereinsmitarbeiterinnen auf kleinen oder ausgedehnten Spaziergängen begleitet und auf Wunsch im eigenen oder ausgeliehenen Rollstuhl durch den Park und zu den Tiergehegen gefahren. Anmeldungen unter Telefon 51 53 14 70. | | | | Pressemitteilungen teilweise gekürzt | Tierpark Hagenbeck, 31.03.05 Frühlingserwachen im Tierpark Hagenbeck - Vierfacher Nachwuchs bei den Kattas Mit den ersten warmen Frühlingsstrahlen erblicken im Tierpark Hagenbeck auch viele Jungtiere das Licht der Welt. Bei den Kattas den niedlichen Halbaffen aus Madagaska gab es in den vergangenen zwei Wochen gleich vierfachen Nachwuchs. Darunter eine Zwillingsgeburt. Die Jungtiere, die das Gehege den ersten Monat noch festgeklammert an Mamas Bauch erkunden, sind im Kattahaus direkt hinter dem Haupteingang zu sehen. Wilhelma, 31.03.05 Bunte Eier, blühende Bäume Die Zeit um Ostern ist auch die Zeit der Magnolien: Die herrlichen alten Bäume im Mauri-schen Garten in der Wilhelma haben fleißig Knospen angesetzt und werden frostfreie Nächte vorausgesetzt- am Wochenende ihre volle Blütenpracht entfalten. Über 70 Magno-lien stehen in der Wilhelma zwei Sternmagnolien empfangen die Besucher bereits vor dem Haupteingang. Der Maurische Garten in der Wilhelma birgt einen der größten Magno-lienhaine in Europa geschaffen nebst maurischer Kulisse vor über 150 Jahren vom Schwa-benkönig Wilhelm I. Die exotischen Bäume aus Asien waren damals teuer und eines Herr-schers durchaus würdig. Das Bewundern der Pflanzenpracht sowie das Wandeln im Park waren selbstverständlich Privileg der königlichen Familie und ausgewählter Gäste das Volk blieb außen vor. Heute ist das Volk gerne gesehener Gast in der Wilhelma, und für ambitionierte Gartenbesitzer bieten Gärtnereien bezahlbare Magnolien auch für den priva-ten Gebrauch. Wenn das Wetter mitspielt, bietet der Garten des Königs den Wilhelmabesu-chern alljährlich im Frühling ein üppiges Blütenmeer in allen Farbschattierungen von rein-weiß über rosa bis dunkelpurpur. Da die Blüten der Magnolien vor den Blättern erscheinen, liefern geschnittene Eiben den dunkelgrünen Kontrast für die farbige Pracht. Jede Magnolie hat ihren besonderen Reiz, sei sie nun immergrün, frostempfindlich, winterhart, früh oder spät blühend. Das Herzstück der Wilhelma hat zu jeder Jahreszeit seine bezaubernden As-pekte: Im Winter die flauschige Schneedecke auf orientalischem Gemäuer, im Herbst gol-dene Sonnenreflexe auf maurischem Halbmond hinter den knorrigen Baumveteranen, im Sommer den wohltuend kühlen Schatten des Laubes. Aber die Farbenpracht der Magno-lienblüten im Frühling ist gewiss einer der schönsten Momente im Wilhelmajahr! Zoo Leipzig, 31.03.05 Die Frühlingsgefühle zeigen Wirkung - Zoo Leipzig freut sich über zahlreiche Geburten Pünktlich zur Frühstückspause am gestrigen Mittwoch brachte Säbelantilopendame Maremba (geb. 14.11.1999 in Karlsruhe) ihr drittes Jungtier, ein kleines Antilopenweibchen, zur Welt. Die Geburt, die nur ungefähr 15 Minuten dauerte, verlief ohne Komplikationen. Bereits nach einer halben Stunde trank das Kalb bei seiner Mutter die nahrhafte Muttermilch. Der Zootierarzt nahm wenig später die notwendige Jungtierprophylaxe (Vitamine, Transponder) vor und überprüfte gleichzeitig das Geburtsgewicht. Stolze 7.480 Gramm brachte das Jungtier auf die Waage. Der Nachwuchs wird vorerst nicht für die Besucher zu sehen sein. Erst in ein paar Wochen, wenn es der Mutter selbständig folgen kann, wird es mit der gesamten Herde einen Ausflug in die Weiten der Savanne unternehmen und dabei die Zebras und Giraffen kennenlernen. Der Vater der Kleinen hat den Zoo Leipzig im Herbst letzten Jahres in Richtung Teneriffa verlassen. Um die Zucht weiter voranzutreiben, zog im März 2005 ein neuer Bock in die Savanne ein. Insgesamt leben nun sechs Säbelantilopen in der Kiwara-Savanne. Der Nachwuchs ist für uns etwas ganz Besonderes. Diese Tierart ist stark vom Aussterben bedroht und kommt nur noch in wenigen Naturschutzgebieten Afrikas vor. Der Leipziger Zoo beteiligt sich an Auswilderungsprojekten des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Zoologischer Garten Köln, 31.03.05 Bei den Alpakas schlägts 13 ! Vom Alpaka kennen die Meisten nur die Wolle. Aber wie sieht das Tier aus, das sie liefert? Wo lebt es und von welchem Wildtier stammt es ab? Diese und weitere Fragen, die Sie haben mögen, beantworten wir gern. Der Kölner Zoo hat eine Herde von 13 Alpakas, die jüngsten im Alter von drei und zwei Monaten, genau im richtigen Alter Allwetterzoo Münster, 30.03.05 Zwillinge bei den Acouchis im Allwetterzoo Münster "Süß" finden kleine Besucher die am 6. März 2005 geborenen Zwillinge bei den Acouchis. Ebenso häufig hört man die Aussage "Guck mal, ein hochbeiniges Meerschweinchen!". Und tatsächlich sind die kleinen Nager mit dem goldbraunen Fell mit den Meerschweinchen verwandt, haben aber längere Beine. Als "Untermieter" von Weißgesichtsakis, Rothandtamarinen und Goldkopflöwenäffchen bewohnen die beiden jungen Acouchis und ihre Eltern eine große Anlage im Tropenhaus des münsterschen Zoos. Während die Affen sich nur in den Bäumen aufhalten, suchen die Nager am Boden nach Nahrung. Gemeinsam ist allen Tieren die Heimat Südamerika. NABU-Artenschutzzentrum, für 1.04.05 Ein Guru für den Uhu? Physiotherapie und Wellness für Wildtiere und Exoten das war Thema eines internationalen Tierpflegerkongresses in Wuppertal, der vergangene Woche stattfand. Auch Olaf Lessow, der Tierpfleger des NABUArtenschutzzentrums, holte sich dort neue Anregungen für seine tägliche Arbeit. Im Mittelpunkt des Interesses stand hierbei besonders die traditionelle asiatische Tierhaltung, die nun auch langsam Einzug in deutsche Tierparks und Auffangstationen erhält. Von besonderem Nutzen für das NABUArtenschutzzentrum könnte unter Anderem die ThalassoTherapie für Reptilien sein. Es wurden spezielle Schlammmischungen vorgestellt, die feuchtigkeitsspendend wirken und so das Wohlbefinden der Tiere steigern. Für Schildkröten gibt es eine Panzerpolitur, mit der man schonend Algenreste entfernen kann. Auch Meersalzpeelings werden nun regelmäßig bei den Wasser und Landschildkröten im Artenschutzzentrum angewandt. Auch für das Fortpflanzungsproblem der Uhus Franz und Franziskas könnte eine Lösung gefunden worden sein. Die neu entstehende Uhuvoliere wird nach der Feng Shui Philosophie gebaut und eingerichtet. Die dadurch entstehende positive Energie soll stimulierend auf das Paarungsverhalten der beiden Uhus einwirken. So wird es hoffentlich nächstes Jahr Uhunachwuchs im NABUArtenschutzzentrum geben. Die FengShui Lehre kann auch bei aus dem Winterschlaf erwachenden Landschildkröten angewandt werden. Durch sanftes Meeresrauschen und besondere ätherische Duftöle wird ein stressfreier Übergang in die Frühlingsmonate gewährt. Des Weiteren wurden physiotherapeutische Fähigkeiten geschult, die dazu beitragen sollen, dass Wildtiere möglichst schnell und effektiv auf das Leben in Freiheit vorbereitet werden können. So kann nach verheilten Flügelverletzungen die Muskulatur gezielt durch Stretching auf Muskelaufbauübungen vorbereitet werden. Anschließend werden besondere Ultraleichtgewichte an den Alulafedern befestigt, womit der Muskelaufbau beschleunigt wird. Tierpark Chemnitz, 29.03.05 Österlicher Besucheransturm im Tierpark Chemnitz über 15.000 Gäste in Tierpark und Wildgatter! Am Karfreitag wurde im Tierpark Chemnitz eine neue Attraktion eröffnet die Südamerika-Anlage (siehe auch PD Nr. 163 vom 22.03.05). Das wollten sich erfreulich viele Chemnitzerinnen und Chemnitz und ihre Gäste nicht entgehen lassen und pilgerten sehr zahlreich in das Tierpark-Areal an der Nevoigtstraße. Auch die inzwischen traditionellen Osterveranstaltungen am Ostersamstag und am Ostersonntag erfreuten sich großer Beliebtheit. Insgesamt kamen nach Information aus dem Tierpark Chemnitz an den Ostertagen über 15.000 Besucher in Tierpark und Wildgatter! Die südamerikanische Wohngemeinschaft funktioniert inzwischen gut, Nandus und Alpakas (Foto) haben sich gut eingelebt und auch aneinander gewöhnt. Der fünfjährige Alpakahengst hat sogar schon deutlich Frühlingsgefühle gezeigt und der älteren der beiden Stuten seine Aufwartung gemacht. Zoo Dortmund, 24.03.05 Neuer Zooführer erschienen Den neuen Zooführer präsentierten Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter und seine Stellvertreterin Ilona Schappert am 24. März im Dortmunder Zoo. Auf 100 Seiten haben sie Informationen über die wichtigsten Tiergruppen und Themenbereiche im Zoo Dortmund zusammengestellt. Er wird zum Preis von fünf Euro an der Zookasse verkauft. Dieses Begleitbuch soll weniger als Zooführer dienen, denn als Nachschlagewerk, in dem einige der wichtigsten Stichworte genannt werden, denen sich der ZOO DORTMUND verpflichtet fühlt. Daher folgt der Text nicht etwa einem Rund-gang, sondern ist in Themenbereiche gegliedert, die im Zoo Dortmund eine Rolle spielen. Tierarten, die im Bestand des Zoos zu sehen sind, werden im Text her-vorgehoben. Am Ende des Buches ist ein aktueller Wegeplan zu finden, der das Auffinden der Tiere ermöglicht. Zoo Heidelberg, 24.03.05 Langohren im Einsatz Auch in diesem Jahr stellt Ostern wieder den Saisonauftakt für Tiere und Besucher im Zoo Heidelberg dar. Die Sonne ist rechtzeitig zurückgekehrt, die Gehege und Wasserbecken erstrahlen nach dem Frühjahrsputz, die Störche kehren zurück an den Neckar, die Erdmännchen haben ihr Winterquartier verlassen und die jungen Skudden-Lämmer laden zum Osterspaziergang im Zoo ein. Die Kinder erwartet am Ostersonntag ab 11.00 Uhr eine besondere Überraschung: ein lebensgroßer Osterhase verwöhnt die kleinen Zoobesucher mit schokoladigen Überraschungseiern. Damit auch jedes Kind eines abbekommt, hat er in diesem Jahr fleißige Assistenten, die sich ebenfalls durch lange Ohren auszeichnen. Die Poitou-Esel bekommen große Weidenkörbe umgeschnallt, in denen sie die wertvollen Schokoladeneier zu den Kindern tragen. Natürlich dürfen die Esel dann auch mal zum dank hinter den langen Ohren gekrault werden. Zoo Wuppertal, 24.03.05 Frühjahrsprogramm 2005 Über die Osterfeiertage lohnt es sich wieder besonders, einen Besuch im Zoo mit einzuplanen. Dort können nicht nur die Tiere mit ihren inzwischen zahlreichen Tierkindern beobachtet werden, auch finden im Rahmen des Frühjahrsprogramms 2005 von Karfreitag bis Ostermontag verschiedene Aktionen im Zoo statt. Vogelpark Herborn, 24.03.05 Flamingos neu im Vogelpark Die Verantwortlichen des Vogelparks im Herborner Stadtteil Uckersdorf erwarten an den Osterfeiertagen den ersten größeren Besucherandrang des Jahres. Denn: Schon jetzt streben zahlreiche Erholungssuchende nach den langen Wintertagen in den Park und nutzen quasi jeden Sonnenstrahl zu einem Besuch des beliebten Naturerlebnis-zentrums am Ostrand des Westerwaldes. Und sie zeigen sich begeistert von der Frühlings-stimmung in den naturnahen und blumenbestandenen Gehegen und Volieren des Vogelparks. Die Vogelparkfreunde erwartet zudem eine besondere Überraschung: Als Dauerleihgabe des befreundeten Tierparks in Nordhorn beleben seit Gründonnerstag acht aparte Rosa Flamingos das Freigehege zwischen dem großen Kinderspielplatz und der Freiflugvoliere der Roten Ibisse. Stimmungsvoll zeigen sie bereits ihr attraktives Gruppenbalz-Verhalten. Tiergarten Nürnberg, 24.03.05 Geburt eines Delfins im Delfinarium des Tiergarten Nürnberg Am 18.03.05 um 15.02 Uhr wurde im Tiergarten Nürnberg ein Delfin geboren. Nach vier erfolgreichen Aufzuchten stellt diese Geburt der erfahrenen Delfinmutter Eva einen Rekord in Europa dar. Die Geburt des kleinen Delfins kam nicht unerwartet. Seit Monaten wurde die Trächtigkeit von Eva über Ultraschall und Hormonuntersuchungen, Temperaturmessungen und die Beobachtung des Zitzenabstandes verfolgt. Erwartet wurde die Geburt Mitte März. Deshalb wurde Eva seit Anfang des Monats von ihr vertrauten Pflegern rund um die Uhr bewacht. Zoo Dresden, 24.03.05 Osterhasen im Zoo am 27. und 28. März - Kunterbuntes Riesen-Ostereiernest Trotz des langen Winters hat im Zoo pünktlich zu Ostern der Frühling Einzug gehalten. Die letzten Spuren des Winters sind beseitigt und überall blühen bunte Krokusse. Aus der Tundra-Anlage tönen Balzgesänge von Rotschenkeln und Birkhähnen, bei den Flamingos beginnen die Balzläufe, die Störche beginnen zu klappern und die Enten suchen nach Nistmöglichkeiten. Im Vogelbestand ist richtig was los. Im Flamingopavillon kann man Kücken beim Schlupf zusehen. An beiden Tagen haben wir wieder zahlreiche interessante Höhepunkte vorbereitet Moonlit Sanctuary, Pearcedale, Australia 24.3.05 "Adult Only" Tours at Moonlit Sanctuary this winter! Come the end of Daylight Saving Moonlit Sanctuary at Pearcedale will be running adult-only versions of their award-winning evening tours. The Sanctuary specializes in fully guided, interactive visitor experiences with some very special endangered species and other bush creatures. "We find adults often stand back when children are present. The tour gives them the opportunity to be up front" said Sanctuary Director, Michael Johnson, "the adult-only tours will allow adults to get up close to the wildlife. We can also touch on subjects that might not be appropriate in front of younger children!" The sanctuary has a range of rare and endangered species from the region, and concentrates on animals that were found in the Western Port Biosphere Reserve. The evening tours allow visitors to come close and watch the animals as they go about their normal nocturnal activities. Web: http://www.moonlit-sanctuary.com Auch: http://www.zoo-ag.de/ZooAG-Pearcedale.htm Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig Museumssonntag Interessantes aus der Tierwelt verständlich dargeboten für Jung und Alt. Am jeweils ersten Sonntag eines Monats ist Museumssonntag im Naturhistorischen Museum in Braunschweig. Auf dem Programm stehen dabei: Natur verstehen (11-12 Uhr und 15-16 Uhr) Natur verstehen umfasst Veranstaltungen ebenfalls zu abwechselnden naturkundlichen Themen, die spannend und leicht verständlich dargeboten werden. Natur verstehen findet in den Museumspädagogischen Arbeitsräumen statt. Die Teilnehmerzahl ist deshalb begrenzt. 03.04.2005 - Hühnervögel 10-Minuten Führung (10 Uhr, 10.30 Uhr, 14 Uhr und 14.30 Uhr) In den 10-Minuten-Führungen erfahren unsere Besucher Interessantes zu immer wieder neu ausgesuchten Exponaten oder Themen innerhalb der Ausstellung. Die Teilnehmerzahl ist nicht begrenzt. Die Themen werden am jeweiligen Freitag vorher im Museum ausgehängt. WWF, 24.03.2005 Nachwuchs nach dem Winterschlaf? Mit 3 Wochen Verspätung erwachen Österreichs Bären. Bestand muss sich zum Überleben verdoppeln. Nach Angaben des WWF erwachen Österreichs Bären in diesen Tagen aus ihrem Winterschlaf. Ein Förster entdeckte am vergangenen Montag in Oberösterreich eine Bärenspur im Schnee. Nur etwa 25 bis 30 dieser mächtigen Tiere leben in der Alpenrepublik. Damit die Population langfristig überleben kann, muss sich ihre Zahl nach Einschätzung des WWF verdoppeln. Leider gab es im vergangenen Jahr keinen Nachwuchs. Ein Jahr davor konnte nur ein Junges nachgewiesen werden. Dieses Jahr sind die Chancen gut, dass der Bestand endlich wieder anwächst, so Bärenexperte Norbert Gerstl vom WWF Österreich. Große Hoffnungen setzt der WWF auf eine zwei- und eine vierjährige Bärin. Beide sind im richtigen Alter, um Nachwuchs zu bekommen. Durch den langen Winter und die tiefen Temperaturen hat sich das Bärenerwachen um fast 3 Wochen verschoben. Gerstl vermutet, dass es sich bei dem jetzt erwachten Bären um M handelt, der schon im Vorjahr im Bereich der oberösterreichischen Kalkalpen beobachtet wurde. Dieses 2001 geborene Männchen ist ein ausgesprochener Weitwanderer und konnte es offenbar als erster österreichischer Bär nicht erwarten, seiner Winter-Höhle Adieu zu sagen, so der WWF-Experte. Die Rückkehr der Bären in die österreichischen Alpen ist eines der erfolgreichsten Artenschutzprojekte des WWF. 1842 war der letzte österreichische Braunbär erlegt worden. Damals fürchteten die Menschen die bis zu 2 Meter großen und 250 Kilo schweren Tiere. 130 Jahre später kehrten die Bären jedoch überraschend zurück. Aus Slowenien wanderte 1972 der Ötscherbär - so benannt nach einem nahe gelegenen Gebirgsmassiv - ein. 1989 setzte der WWF die Bärin Mira in den österreichischen Alpen aus. Mira und der Ötscherbär enttäuschten nicht. 1991 wurde die Bärin mit drei Jungen gesichtet. Seitdem wuchs die Population kontinuierlich an. http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02372/index.html WWF, 24.03.05 Für mehr Freude am Garten Teak, Mahagoni, Ebenholz, Meranti das ist der Stoff, aus dem viele Möbel-Träume sind. Für die Abholzung dieser edlen Hölzer werden Naturparadiese in Südamerika, Asien und Afrika unwiederbringlich zerstört. Speziell zum Beginn der Gartensaison landen nach Einschätzung des WWF viele wetterfeste Möbel in deutschen Haushalten, für die wertvolle Wälder abgeholzt wurden. Wer Garten oder Terrasse mit ökologisch einwandfreien Möbeln bestücken möchte, sollte nach Ansicht des WWF beim Kauf der neuen Sonnenliegen, Hängematten, Stühle und Tische auf das Zertifikat des Forest Stewardship Council, ein stilisierter grüner Baum mit dem Kürzel FSC, achten. Eine Liste mit den Verkaufsstellen von FSC-Gartenmöbeln hält der WWF im Internet unter http://www.wwf.de/naturschutz/lebensraeume/waelder/nutzung/Anbieter/ bereit. Das FSC-Siegel ist nach Einschätzung des WWF das derzeit einzige internationale Zertifizierungssystem, das eine umweltverträgliche, wirtschaftlich tragfähige und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung garantiert und die Verwendung von illegal geschlagenem Holz ausschließt. http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02370/index.html Rettet Den Regenwald 29.3.2005 450 Quadratkilometer Wald in Laos bedroht In den nächsten Tagen entscheidet die Weltbank über den Nam Theun 2 Damm in Laos. Durch den Stausee würden 450 Quadratkilometer Regenwald überflutet und 100.000 Menschen in ihrer Existenz bedroht. Bitte protestieren Sie sofort bei dem deutschen Exekutivdirektor der Weltbank Herrn Dr. Eckhard Deutscher. Sie können Ihren Protest online versenden und mehr Infos finden unter http://www.regenwald.org | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | | Natur- und Artenschutz | Der Standard - 30. Mrz. 2005 Wissenschafter freuen sich über "historischen" Zuchterfolg Erstmals hat in Spanien ein Pardelluchs in Gefangenschaft Nachwuchs bekommen. Die drei Jahre alte "Saliega" habe in ihrem Gehege im Donana-Nationalpark bei Sevilla drei Junge zur Welt gebracht, berichtete die Presse am Mittwoch. Wissenschafter und Naturschützer sprachen gleichermaßen von einem "historischen" Erfolg. Der nur in Spanien und Portugal vorkommende Pardelluchs (Lynx pardinus) ist eines der am stärksten vom Aussterben bedrohten Raubtiere der Welt. In freier Wildbahn leben Schätzungen zufolge noch rund 100 Exemplare, davon nur etwa 30 gebärfähige Weibchen. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es auf der Iberischen Halbinsel noch rund 100.000 Pardelluchse. Hauptgrund für den Niedergang der Population war die durch Epidemien verursachte Ausrottung der Wildkaninchen, wichtigste Nahrung der Pardelluchse. Zudem zerstörte der Bau von Straßen und Bahnstrecken die Jagdreviere der Raubtiere. Thüringische Landeszeitung - 30. Mrz. 2005 Mitteleuropäer fachsimpeln in Gera über Schildkröten Diesmal wird´s einer Nummer größer. Nicht nur ein Workshop für die Arbeitsgemeinschaft Schildkröten in der Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) wird in Ostthüringen abgehalten. Diesmal hat der Hirschfelder Züchter Ingo Giebner gleich die Jahrestagung der DGHT-AG Schildkröten hierher geholt. Die findet vom 1. bis zum 3. April in Gera im Hotel Dorint Novotel statt. "Ich hoffe, dass 300 Teilnehmer da sein werden", plant Giebner. Teilnehmer aus Mitteleuropa werden erwartet: aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus den Niederlanden, Polen und Tschechien. Weitere Interessierte seien willkommen, um über Schildkröten zu fachsimpeln. Das Hören der Vorträge ist kostenlos, meint Giebner. szonline.ch - 31. Mrz 2005 Über hundert Kraniche vermutlich vergiftet Mehr als 100 Kraniche sind im ungarischen Nationalpark Körös-Maros, in der Nähe von Örmenykut im Komitat Bekes verendet, berichteten ungarische Medien am Mittwoch. Nach ersten Untersuchungen soll das Massensterben der Vögel nicht auf natürlichem Weg erfolgt sein. Die Tiere seien durch Vergiftung gestorben, erklärt der Direktor des Nationalparks, Laszlo Tirak. Acht Tiere sind lebend aufgefunden worden, die nun im Wildpark in der südungarischen Stast Szeged behandelt werden. Geschädigt wurden vor allem Leber und Dünndarm der Kraniche. Ungewiss ist noch, wie stark der Organismus der geschützten Vögel gelitten hat. Die Polizei wurde zwecks Aufdeckung der Gründe der Massenvergiftung eingeschaltet. Die auch in Ungarn als geschützt geltenden Kraniche überwintern im Mittelmeerraum und nehmen nach ihrem Frühlingsflug nach Ungarn grosse Flächen im Nationalpark ein. Berliner Morgenpost - 27. Mrz. 2005 Hungrige Fledermäuse beenden Winterschlaf Tierliebhaber können in diesen Tagen das "Frühlingserwachen" von Tausenden Fledermäusen in der Spandauer Zitadelle miterleben. Während der kalten Jahreszeit haben die Tiere im Gewölbekeller der Festung Winterschlaf gehalten. Mit den steigenden Temperaturen brechen die Insektenjäger nun zu ihren ersten Jagdausflügen auf. Interessierte können an einer Führung durch das Gewölbe der Zitadelle teilnehmen. Voranmeldungen werden unter Tel.: 36 75-00 61 erbeten. Lübecker Nachrichten - 27. Mrz. 2005 Immer mehr exotische Tiere werden im Nordwestkreis heimisch Wildschwein, Fuchs und Reh sind für den Feldhasen alte Bekannte. Doch in den vergangenen 15 Jahren hat der Ostereier-Lieferant im Nordwestkreis etliche neue Nachbarn bekommen. Einige leben in Gehegen, andere in freier Wildbahn - und nicht alle sind Meister Lampe wohlgesonnen. Nandus gebärden sich ganz friedlich. Aber sie sind mächtig groß, und ihre Fußtritte und Schnabelhiebe können äußerst schmerzhaft sein. Mittlerweile leben etwa 50 bis 60 der südamerikanischen Laufvögel frei in Nordwestmecklenburg, und von Jahr zu Jahr werden es mehr. Känguruhs sind Neubürger in Hohen Viecheln. Waschbären sind im Nordwestkreis nur selten außerhalb von Gehegen anzutreffen, die Mehrzahl der Waschbären im Wismarer Tierpark. In Platschow stehen die Afrikanischen Elefanten der Familie Frankello neben Ponys und Kühen auf der Weide. Vor Marderhunden, die zwischen 1950 und 1960 in Ostasien ausgesetzt wurden und über Westrussland etwa um 1990 in den Nordwestkreis kamen, muss der Hase seinen Nachwuchs schon in Sicherheit bringen. Der Hase, einst auch Symbol der Fruchtbarkeit, hat mit selbiger immer öfter Probleme. Minister Trittin: "Windräder keine Vogelschredderanlagen" Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat Vorwürfe zurückgewiesen, Windkraftanlagen würden Vogelbestände gefährden. Er verwies auf eine Studie des Naturschutzbundes Deutschland, laut der Windkrafträder der Vogelwelt nur geringfügig schaden. An den Rotorblättern sterben vor allem Raubvögel und Fledermäuse. Meerkühe: Knochen zerbrechlich wie Porzellan Den Seekühen vor Floridas Küste machen ihre leicht brüchigen Knochen zu schaffen. Weil diese bei Kollisionen mit Booten schnell brechen, ist der Bestand der Tiere gefährdet. Nachahmung: Elefanten zwitschern und brummen Zwei afrikanische Elefanten haben Forscher in tiefes Erstaunen versetzt: Einer ahmt das Brummen von Lkw nach, der andere teilt sich durch Zwitschern mit. Bisher hatte niemand den Dickhäutern die Fähigkeit zur Geräuschimitation zugetraut. India to ban vulture death drug http://www.birdlife.org/news/news/2005/03/diclofenac.html More action needed to conserve Asia's vultures http://www.birdlife.org/news/pr/2005/03/diclofenac.html Easter eggs for world's largest parrot http://www.birdlife.org/news/news/2005/03/kakapo.html Global science panel calls for action on ecosystems http://www.birdlife.org/news/news/2005/03/mea.html Tiger Future Not Burning Bright in India It was once one of the favorite hunting grounds of India's royalty. Flamboyant maharajahs in natty breeches combed the sprawling Sariska forest nestled in the low-lying Aravali hills in the desert state of Rajasthan, hunting for the many tigers that roamed the jungle. Tasmanian tiger reward slammed A $1.25 million reward offered for a live Tasmanian tiger would be impossible to win, wildlife biologist Nick Mooney said. Critics have slammed the reward, offered by The Bulletin magazine earlier this week, saying the money would be better spent preserving the Tasmanian devil, currently under threat from facial tumour disease. To win the $1.25 million, entrants must legally capture a live Tasmanian tiger, obeying all laws and legislation. Mr Mooney - a wildlife biologist for the Tasmanian Department of Primary Industries, Water and Environment - said scientific permits would not be issued for the sake of a competition. "They can't win because one of the conditions is to do it legally. If they do it illegally and they haven't got the permits, well they can't claim the money," he said. The competition has prompted concern in the Tasmanian community, particularly of its effects on other wildlife. Environment Minister Judy Jackson said an influx of people hunting for thylacines in the wilderness would put other species at risk. The Tasmanian tiger, or thylacine, was officially declared extinct in 1986 but has not been reliably sighted since the last one died in captivity in Hobart in 1936. New Straits Times Mar 23 Jumbo 'Tali' gets new lease on life Veterinarians who treated the young female Borneo pygmy elephant believed she had stepped into a snare and, in struggling to free herself, had had the nylon rope deeply embedded in her foot. On Jan 8, wildlife experts tracked the elephant down, shot her with a tranquilliser dart and transported her to the Sepilok Orang Utan Sanctuary in Sandakan, where she was aptly named "Tali" (rope). Following her rescue, the state Wildlife Department, World Wide Fund for Nature (WWF), local tour company North Borneo Safari and Japanese sponsors Saraya Corporation and Japan Television Workshop launched a programme to nurse Tali back to health. Veterinary surgeons removed the nylon rope through a series of operations, rehabilitated her, and released her into the wild on March 12. Conservation International eNews Cambodia: Protecting the Cardamom Mountains In 2002, the government of Cambodia placed 400,000 hectares of the Central Cardamom Mountains under legal protection. With two adjoining wildlife sanctuaries, this expanse is one of the few remaining large tracts of wilderness left in mainland Southeast Asiaabout the size of Yellowstone National Park. To protect the forest from illegal logging and poaching, CI works with local communities and the national government to conserve biodiversity in this important region of the Indo-Burma Hotspot. Marine RAP Survey Reveals an Undersea Paradise Marine Rapid Assessment Program (RAP) scientists conducted a shallow-water coastal survey of the reefs off Mount Panié, New Caledonia. Sheila A. McKenna, Director of Marine Biodiversity for the Center for Applied Biodiversity Science (CABS) gives a personal account of the expedition. Find out what it's like to come face-to-face with a shark. The Chicago Sun-Times, March 28, 2005 Film about volcanoes falls victim to creationists IMAX theaters in several Southern cities have decided not to show a film on volcanoes out of concern that its references to evolution might offend those with fundamental religious beliefs. | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | Anzeige |  T-Shirts, Grußkarten-Geschenkdosen, Big-Cards u.v.m. mit Tiermotiven! Living Colours bietet Ihnen mit Ts and more ein hochwertiges Geschenke-Programm für Ihren Zoo-Shop. Wir liefern kurzfristig auch in kleinen Stückzahlen aus unserem deutschen Lager und unterstützen Ihre Artenschutz-Arbeit auf Wunsch durch unseren Artenschutz-Euro. Weitere Infos erhalten Sie von Dipl.-Biol. Christof Würth: (Fon) 05209-918201 christof@livingcolours-gt.com - www.livingcolours-gt.com | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | Veranstaltungen | Jahrestagung der DGHT-AG Schildkröten vom 1. bis 3. April 2005 in Gera u.a.: Freitag, den 1. April 2005 20.15 Uhr "Madagaskar Der Masoala-Regenwald und die Biotope der madagassischen Schildkröten", Nicolà Lutzmann, Zürich Samstag, den 2. April 2005 09.30 Uhr "Langjährige Erfahrungen bei der Nachzucht der Gewöhnlichen Moschusschildkröte, Sternotherus odoratus", Dr. Stefan Thierfeldt 10.10 Uhr "Mock Turtles bewusste(?) Bastardisierung asiatischer Schildkröten in China", Torsten Blanck 14.45 Uhr "Bemerkungen zur Systematik der Altwelt-Sumpfschildkröten Geoemydidae", Maik Schilde 15.35 Uhr "Genetischer Nachweis von Unterarten bzw. Verwandtschaftsverhältnissen am Beispiel der Europäischen Sumpfschildkröte", Dr. Jens Poschadel 16.15 Uhr "Pflege und Vermehrung der Steppenschildkröte (Testudo horsfieldii) sowie Vorstellung des Reptiliums Landau", Thomas Wilms 16.45 Uhr "Ergebnisse und Zusammenfassungen der Workshops Cuora, Emys sowie Südamerikanische Wasserschildkröten 20.15 Uhr "Der Regenwald Venezuelas mit seinen Menschen, Pflanzen und Tieren", Herbert Meier Sonntag, den 3. April 2005 09.30 Uhr "Schildkröten Südafrikas und Namibias", Mats Blohm 10.00 Uhr "Vorstellung meiner neuen Haltungs- und Zuchtanlage für Schnapp- (Chelydra serpentina) und Geierschildkröten (Macroclemys temminckii)", Ingo Giebner 10.50 Uhr "Vorstellung des neuen Indonesien-Hauses im Zoo Prag und der daran angeschlossenen Nachzuchtstation für asiatische Schildkröten, Petr Velensky 11.10 Uhr "Vorstellung der EAZA-Aktion Shell Shock zur Rettung gefährdeter Schildkrötenarten", Hans - Dieter Philippen, Heinsberg 11.30 Uhr "Nordamerikanische Dosenschildkröten der Gattung Terrapene langjährige Erfahrung und Probleme bei der Haltung und Zucht, Irmi Jasser-Häger Tagungshotel ist das Dorint Hotel, Berliner Straße 38 Weitere Infos zur AG und zur Tagung auf www.radiata.de. Programm zur Jahreshauptversammlung der ZOOLOGISCHEN GESELLSCHAFT FÜR ARTEN- UND POPULATIONSSCHUTZ E.V. am 9. und 10. April in Trier Freitag, 08. April 2005 19:00 Uhr Begrüßung / Abendessen, Weinstube Palais Kesselstatt Samstag, 09. April 2005 10:00 Uhr Jahreshauptversammlung der ZGAP (nur für Mitglieder) öffentliches Vortragsprogramm 13:30 Uhr Das nördliche Weiße Nashorn, Armin Püttger-Conradt 14:15 Uhr Artenjagd in Amazonien - Auf der Spur von Riesenpekari & Co, Lothar Frenz 15:00 Uhr Erhaltung gefährdeter genetischer Ressourcen alter Haus- und Nutztierrassen, Jürgen Güntherschulze 15:30 Uhr Auswilderung von Orang Utans in Sumatra, Roland Gerstmeier 16:30 Uhr Beutelwolf und Falkland-Fuchs - von Menschen ausgerottete Tierarten Utz Anhalt 17:00 Uhr Das Rotsteisskakadu-Projekt in Palawan, Peter Widmann 17:30 Uhr Evolution und Gefährdung neotropischer Crotalus durissus Populationen, Paul Müller 18:00 Uhr "Umweltproben- und Genbanken für Umweltbewertung und Artenschutz", Hr. Klein < weitere Vorträge vorgesehen > Sonntag, 10. April 2005 09:30 Uhr "Artensterben und die Zukunft der Biodiversität", Paul Müller 10:00 Uhr Führung durch den Fachbereich Biogeographie der Universität Trier 11:30 Uhr Fahrt nach Luxemburg auf Einladung des Zoo Parc Merveilleux, Mittagessen und Führung Anmeldungen an: Dr. Florian Brandes Tel. 05725-708730 Florian.Brandes@wildtierstation.de http://www.zgap.de ~°v°~ ~°v°~ ~°v°~ ~°v°~ ~°v°~ ZOOLEX WORKSHOP GEHEGEPLANUNG Mittwoch, 20. April und Donnerstag, 21. April 2005 im Tierpark Nordhorn Thema: Was macht ein Zoogehege attraktiv? Programm: Planungsbeispiele für ausgewählte Tiergruppen. Moderation: Dr. med. vet. Wolfgang Salzert, Zoodirektor a.D. DI Monika Fiby, MLA, Landschaftsplanerin Information und Anmeldung: http://www.zoolex.org/workshop.html#nordhorn ~°v°~ ~°v°~ ~°v°~ ~°v°~ ~°v°~ | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | Weitere Infos | Utila-Leguan-News Unsere Internetseite www.utila-iguana.de wurde heute aufgefrischt und erneuert. Der Frankfurter Zoo hält Utila-Leguane im Rahmen des Europäischen Zuchtprogrammes für gefährdete Arten. Das von Matthias Götz, Reptilienkurator am Jersey Zoo, geführte europäische Zuchtprogramm ist ein wichtiger Bestandteil unseres Artenschutzprogrammes. Auf der Webseite des Frankfurter Zoos wird ein Tierlexikon aufgebaut, das verschiedene Arten aus dem Zoo vorstellt. Das Lexikon wird noch ausgebaut, aber der Utila-Leguan ist schon jetzt aufgeführt. http://www.zoo-frankfurt.de/deutsch/tierlex/utila_leguan.htm BLE sucht Interessenten für Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich der biologischen Vielfalt Mitte Februar hat das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) die "Richtlinie zur Förderung von Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich der Erhaltung und innovativen nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt" verabschiedet. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gewährt auf Grundlage dieser Richtlinie Zuwendungen und sucht im Auftrag des BMVEL Interessenten mit Projektideen zu folgenden Themenschwerpunkten: - Entwicklung und Aufbau von ex situ Sammlungen: Im Mittelpunkt des Interesses stehen hier die Entwicklung sowie die sinnvolle Erweiterung von Sammlungen und deren Sicherung. - Entwicklung und Erprobung von neuartigen Konzepten und Verfahren unter in situ Bedingungen: Hierunter fallen vorrangig Projekte zur Entwicklung und Erprobung einer nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt, z.B. die Erprobung neuartiger Erhaltungsmethoden genetischer Ressourcen am natürlichen Standort im Rahmen von Naturschutz- oder Agrarumweltmaßnahmen. - Entwicklung und Erprobung spezieller Bewirtschaftungsmaßnahmen (on farm Erhaltung) oder besonderer Züchtungsprogramme zur Erhaltung der biologischen Vielfalt - Maßnahmen zur Überwindung von technologischen, ökonomischen oder institutionellen Hemmnissen, die einer breiteren Nutzung von genetischen Ressourcen entgegenstehen sowie - Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren mit Blick auf eine nachhaltige Nutzung. Von besonderem Interesse sind beispielsweise Vorhaben zur effizienten Erhaltung, nachhaltigen Erzeugung oder besseren Verfügbarkeit genetischer Ressourcen, zur integrierten ländlichen Entwicklung oder zur Sicherung von Grundlagen für die zukünftige Ernährung, Rohstoff- und Energieversorgung. Besonders erwünscht sind ferner Vorhaben, die bisher getrennt betriebene, gleichartige oder sich ergänzende Maßnahmen zusammenführen. Grundvoraussetzung für die Förderwürdigkeit ist der Vorbildcharakter der Vorhaben. Das heißt, die Vorhabensergebnisse sollen auf ähnlich gelagerte Fälle und auch auf die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft übertragbar sein. Vor Antragstellung ist zunächst eine Projektskizze bei der BLE einzureichen, anhand derer die Zuständigkeiten und Fördermöglichkeiten für das Projekt geprüft werden. Weitere Informationen zu Modell- und Demonstrationsvorhaben, zur Förderrichtlinie, zu entsprechenden Mustergliederungen für die Projektskizzen und zu den Zuwendungsvoraussetzungen finden Sie auf der Internetseite der BLE (www.ble.de -> Forschung Agrar- und Verbraucherschutz) oder bei: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Referat 514 Projektträger Agrarforschung Deichmanns Aue 29 53179 Bonn Tel.: 0228/6845-2966 E-Mail: projekttraeger-agrarforschung@ble.de "Bis jetzt sind bereits 5700 Rabenvögel dieser Aktion zum Opfer gefallen ! Eine zusammenfassende Darstellung von Dr. Hans-Wolfgang Helb, Technische Universität Kaiserslautern, FB Biologie, Abt. Ökologie Dr. Ulrich Mäck Dr. Wolfgang Epple Prof. Dr. Hans-Heiner Bergmann (Vollversion auf http://www.thoki.net/petition) Fragwürdiges Forschungsvorhaben - "Freilandforschung" mal anders Normalerweise zählt die Feldforschung zu den sanftesten "Tierversuchen", die man sich vorstellen kann. Der Biologe und Ökologe, der mit Fernglas und Fotoapparat "bewaffnet" zu Bestandsaufnahmen oder Verhaltensbeobachtungen von freilebenden Wildtieren unterwegs ist, kommt mit dem Tierschutzgesetz höchst selten in Konflikt. In Ostfriesland gibt es aber auch die etwas andere Freilandforschung, wie die Diskussionen der letzten Wochen und Monate eines aktuellen Falles aus Norddeutschland belegen. Anfang des Jahres 2004 wurden im Rahmen einer Studie des Institutes für Wildtierforschung an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover Tausende von Rabenvögeln in Massenfallen gefangen und anschließend erschlagen. In Leer, Kreis Ostfriesland, will die Hochschule mit dieser Maßnahme versuchen, den schädlichen Einfluss der schwarzen Gesellen auf die Bestandsentwicklung von Wiesenbrütern, insbesondere dem Kiebitz nachweisen. Die Wissenschaftler versuchen flächendeckend den "Faktor Rabenvogel" auszuschalten, um zu sehen, ob sich die Bestände der bedrohten Vogelarten wieder erholen, wenn der angenommene Druck auf diese Tiere entfällt. Eine Fragestellung, die viele für trivial halten, da die Einflüsse von Beutegreifern auf ihre Nahrungstiere hinlänglich bekannt sind und selbst aus einem Wechsel der Örtlichkeiten für diese oder jene anwendungsorientierte Fragestellung keine grundlegend neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, die einen "Tierverbrauch" in dem dazu erforderlichen Maße rechtfertigen. Die Mitarbeiter der Hochschule haben im Rahmen ihrer Freilandforschung Fallen aufgestellt, die in der gesamten EU (auch Deutschland!) grundsätzlich verboten sind, wie auch Umweltminister Jürgen Trittin in diesem Zusammenhang ausdrücklich betont hat. In der umstrittenen Untersuchung soll ebenfalls die Funktion dieser Fallen für den großflächigen Einsatz getestet werden. Während der Brutsaison waren die Fallen inaktiv, nun, nach Beendigung dieser Schonzeit, sind sie teilweise wieder "scharf" gemacht worden. Namhafte Biologen, darunter Privatdozent Dr. Hans-Wolfgang Helb von der Universität Kaiserslautern (Fachbereich Biologie, Abteilung Ökologie; Rabenvogelgutachter des Landes Rheinland-Pfalz), Dr. Ulrich Mäck (Biologe, Rabenvogelgutachter der Bundesregierung) und Dr. Wolfgang Epple (Biologe & Ethologe, freier Gutachter, Buchautor von "Rabenvögel - Göttervögel - Galgenvögel") laufen inzwischen dagegen Sturm. Sie verweisen auf der Grundlage eigener Untersuchungen und wissenschaftlicher Studien darauf, dass der Einfluß von Rabenvögeln auf Wiesenvögel deutlich überschätzt wird und diese häufig zu Unrecht in den Verdacht kommen, die Bestände der Wiesenbrüter zu bedrohen. Biologen konnten z.B. mit Hilfe von Wärmesensoren in den Nestern in mehreren hundert Fällen belegen, dass die Gelege nächtens durch andere Beutegreifer ausgeräubert werden. Rabenvögel schlafen nachts und scheiden somit als "Hauptverdächtige" für den europaweiten "Wiesenvogelschwund" aus. Da sich die Tierärztliche Hochschule Hannover bislang uneinsichtig zeigt, geht die tausendfache Tötung der geschützten Rabenvögel trotz rechtlicher Intervention wohl vorerst unvermindert weiter. So mancher Bundesbürger stellt sich angesichts der vorliegenden Erkenntnisse und längst bekannten biologischen Tatsachen und Fakten die Frage nach dem sinnvollen Einsatz von Fördergeldern. Dass ein solches Vorhaben zudem ausgerechnet von einer "tierärztlichen" Hochschule betreut wird, verleiht der Diskussion zudem eine besondere Brisanz. Inzwischen sind auch begründete Zweifel aufgetaucht, dass die Fangmethode so selektiv wirkt, wie das internationale Artenschutzrecht dies vorgibt. Nachdem in den frisch aktivierten Fallen nicht nur bereits Rabenkrähen, sondern nachweislich - und fotografisch belegt - auch Greifvögel elend verenden können, beschäftigt sich nun auch die Justiz mit dem umstrittenen Feldversuch. Petition: http://www.thoki.net/petition Stellenausschreibung Leiter für Forschungsstation auf Utila gesucht Für die Position des Leiters unserer "Iguana Research & Breeding Station" auf der honduranischen Insel Utila, die im Rahmen des "Schutzprojektes Utila-Leguan, Honduras" (ein gemeinsames Projekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V. - Hilfe für die bedrohte Tierwelt, und der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft) betrieben wird, wird ein(e) Diplom-Biologe(in) oder Tierarzt(ärztin) ab 1. Juli 2005 für den Zeitraum von mindestens einem Jahr gesucht. Die Position ist bedingt durch die Projektstruktur kein Arbeitsverhältnis, sondern eine freie Mitarbeit, die über eine Aufwandsentschädigung vergütet wird. Bei besonderer Eignung kommen Absolventen verwandter Fachgebiete wie z.B. Geographie (Nebenfach Zoologie) oder Umweltwissenschaften ebenfalls in Frage. Neben dem abgeschlossenen Studiengang sind Grundkenntnisse im Umgang mit Leguanen und deren Biologie sowie handwerkliche Fähigkeiten und gute englische Sprachkenntnisse (Spanischkenntnisse sind zusätzlich von Vorteil) Voraussetzung. Weiterhin notwendig sind diplomatisches Geschick, Koordinationsfähigkeit und Menschenführung (v.a. im Umgang mit und der Anleitung von Volontären). Das Betätigungsfeld umfasst die Leitung und Koordination aller Projektaktivitäten auf Utila (gemeinsam mit Volontären: Instandhaltung und Erweiterung der baulichen Infrastruktur der Station, Umwelterziehung und Öffentlichkeitsarbeit, Leitung des Vermehrungsprogramms für Utila-Leguane und Grüne Leguane, Mitarbeit am Entwicklungsplan für die Insel Utila, Koordination des Vorhabens Schutzgebiet Utila, Betreuung laufender wissenschaftlicher Untersuchungen). Der Stationsleiter wird von einem honduranischen Biologen in seinen Tätigkeiten unterstützt. Informationen über unser Projekt erhalten Sie im Internet. www.utila-iguana.org Bitte senden Sie Ihre schriftliche Bewerbung an Dr. Gunther Köhler, Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg, Sektion Herpetologie, Senckenberganlage 25, D-60325 Frankfurt, Tel. 069-7542-232 oder -236; Fax 069-746238; Bewerbungen in PDF-Form werden gerne als E-Mail entgegen genommen: gkoehler@senckenberg.de. Bitte nennen Sie in ihrer Bewerbung 1 bis 2 Ansprechpartner als Referenz für ihre fachliche Qualifikation. | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | | TV-Tipps | ARD verzichtet ab April gänzlich auf Naturdokus! Ab 11. April 2005 entfällt die Reihe "Abenteuer Wildnis" 15.15 Uhr zugunsten des neuen Unterhaltungsformats "NachTisch", der "Fliege"-Talkshow" sowie Wiederholungen von Hauptabendserien. Der Mittwoch-Abend-Sendeplatz, auf dem jetzt wenigstens hin und wieder noch "W wie Wissen" läuft, steht ebenfalls nicht mehr für Dokus wie "Wunder der Erde" zur Verfügung und entfällt durch die Vorverlegung der Tagesthemen demnächst gänzlich. In der Konsequenz bedeutet das: Es gibt nun keinen regelmäßigen Tierfilm-Platz mehr im Ersten! Sendungen wie "Expeditionen ins Tierreich", "Tiere vor der Kamera" oder "Abenteuer Zoo" sind damit endgültig in die Dritten Programme verbannt und nicht mehr für jedermann zu sehen. Protestmöglichkeit:zured@das-erste.de Fr., 01.04.2005, 14:15-15:00 ZDF, Wunderbare Welt, Das Rätsel der Glattwale Fr., 01.04.2005, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Die letzten Paradiese, Steinadler der Alpen Fr., 01.04.2005, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Zoo: Stimmen im Wald - Bartkäuze, Biber und Braunbären in Bad Mergentheim Fr., 01.04.2005, 16:30-17:00 RBB, Naturparadiese Europas, Am Tor zum Balkan - Wilde Wasser, große Höhlen Fr., 01.04.2005, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Geschichten aus dem Leipziger Zoo (97) Fr., 01.04.2005, 22:15-22:45 XXP, Faszination Tierpark: Der Zoo Hannover, Teil 2 Sa., 02.04.2005, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Die schönste Gams der Welt Sa., 02.04.2005, 12:00-14:00 WDR, Der NDR-Tiergarten - Aus den Tierparks Hagenbeck und Eekholt Sa., 02.04.2005, 17:55-18:30 VOX, tierzeit: Im Wald der Würgeschlangen So., 03.04.2005, 14:10-14:55 ORF2, Universum, Spuren im Sand So., 03.04.2005, 16:00-17:00 SF1, Island Life - Kangaroo Island, Invasion der Kuschelbären Mo., 04.04.2005, 14:45-15:10 BR, Felix und die wilden Tiere, Täglich pfeift das Murmeltier Mo., 04.04.2005, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Zoo: Budapester Augenweiden - Schmetterlinge, Leoparden und Zwergotter Mo., 04.04.2005, 16:30-17:30 MDR, Elefant, Tiger & Co., Kleine Tiere - große Rätsel Di., 05.04.2005, 14:30-15:30 MDR, LexiTV - Wissen für alle, Thema: Frösche Di., 05.04.2005, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Zoo: Karibisches Dschungelbuch, Jaguare, Krokodile und kleine Ameisenbären in Belize. Erstaustrahlung - NEU! Di., 05.04.2005, 15:35-16:00 HR, Das lustige Treiben der Little Corellas, von Ernst Arendt und Hans Schweiger Mi., 06.04.2005, 12:15-13:00 N3, In den Nationalparks Harz und Hochharz Mi., 06.04.2005, 15:30-15:45 3sat, Zoo-Geschichten: Zoo Prag - Exoten an der Moldau Mi., 06.04.2005, 19:00-19:45 ARTE, Großstadtdschungel, Die neuen Zoos in Europa Do., 07.04.2005, 08:30-09:00 SWR, Gen-Jäger (10/12), Der Untergang der Wale Do., 07.04.2005, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Ein Pferd namens Chianti - Przewalskipferd-Auswilderung Fr., 08.04.2005, 14:15-15:00 ZDF, Wunderbare Welt, Drama am Schildkrötenstrand Fr., 08.04.2005, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Tiere der Großstadt - Lebensraum Stuttgart Fr., 08.04.2005, 15:30-16:00 XXP, Faszination Tierpark: Der Zoo Hannover, Teil 2/2 Fr., 08.04.2005, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Geschichten aus dem Leipziger Zoo (98) Fr., 08.04.2005, 20:15-21:00 RBB, Der Luchs - Die wilde Katze aus den dunklen Wäldern Fr., 08.04.2005, 22:15-22:45 XXP, Faszination Tierpark: Tierpark Jaderberg Sa., 09.04.2005, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Hot Spot Philippinen Letzte Zuflucht Dschungel Sa., 09.04.2005, 12:00-14:00 WDR, Der NDR Tiergarten - Aus den Zoos Schwerin und Rostock So., 10.04.2005, 14:30-15:00 ARD, Tonnenschwer und liebestoll, Flusspferd Maikel beim Seitensprung Samstag, 9. April 2005 um 21.35 Uhr auf ARTE "Die Kichwa-Krieger und das Öl"/ Sarayaku (ECUADOR) Öl im Quechua Wald Ureinwohner in Ecuador wehren sich gegen die Ölförderung am Amazonas. von Holger Riedel Ein neuer Krieg um Öl, nicht im Nahen Osten, der in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit absorbierte, sondern unbemerkt von der Weltöffentlichkeit im Regenwald am Amazonas? Sarayaku, ein Urwalddorf im ecuadorianischen Amazonasgebiet, wird von Ölfirmen bedroht, weil seine Bewohner die Ölausbeute auf seinem Gebiet nicht zulassen. Das Militär soll einmarschieren, wenn es nach dem Willen der Regierung geht. Aber Sarayaku verteidigt sich mit allen Mitteln notfalls mit Gewalt. Sarayaku liegt im Osten Ecuadors, in einem wilden und ursprünglichen Teil des großen Amazonasbeckens. In der Gegend lagern die größten Erdölreserven des Landes. Das Geschäft mit dem Öl gilt als bedeutendster Wirtschaftszweig Ecuadors. Aber dreißig Jahre Förderung haben zu katastrophalen Umweltschäden geführt. Alle drei Tage bricht eine Pipeline. Geschätzte siebzig Milliarden Liter verseuchtes Wasser aus den Öllagerstätten wurden in den Regenwald und in die Flüsse geleitet. Die Sarayaku-Indios vom Stamm der Quechua haben sich bis heute trotz vieler Einflüsse von außen ihr eigenes Weltbild, ihre traditionelle Medizin, Kultur und eigene Sprache bewahrt. Sie gehen jagen und fischen und legen im Regenwald ihre Gärten an. Technische Errungenschaften aus der Welt der Weißen wissen sie für sich zu nutzen, gehen aber bewusst zurückhaltend damit um. Sie dulden nur, was den sozialen Frieden nicht stört. Und sie nutzen die Neuen Medien für ihren Kampf gegen die Öllobby. "Die Kichwa-Krieger und das Öl" wird erstmalig am Samstag, den 9. April 2005 um ca. 21.35 Uhr auf ARTE gesendet. Eine Wiederholung gibt es am Sonntag darauf um ca. 14.55 Uhr. In den Wochen darauf senden die Dritten den Film in einer kürzeren Version (45 Minuten)in der Reihe Länder-Menschen-Abenteuer. XXP wiederholt zurückliegende Folgen von Faszination Tierpark vor allem donnerstags und freitags zu unterschiedlichen Zeiten http://www.xxp.tv/programm RTL2, Sonntags ca 16:00: "Crocodile Hunter", mit Steve Irvin, aus dem Australia Zoo, Beerwah ausführlichere Vorschau: http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm | | | Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo und Naturschutz aus Online-Zeitungen. Aus Copyright- und Platzgründen zitieren wir lediglich aus den Meldungen und versuchen, sie dabei inhaltlich unverändert wiederzugeben. Die vollständigen Artikel sind verlinkt; leider werden die Links oft nach kurzem ungültig oder die Artikel in ein Archiv verschoben. Meist lassen sie sich dort mit einer Suchfunktion wiederfinden. Für den Inhalt der Artikel können wir natürlich keine Verantwortung übernehmen. | | Für wöchentliche englische, weltweite Zoo-Meldungen empfehlen wir ZooNewsDigest. 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