 | | E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse http://www.zoo-ag.de  | Redaktionsteam: Dirk Petzold Dr. Martina Raffel Reinhard Hellwig Melanie Witte Dr. Silke Sorge |  ISSN 1619-6643 | | Ausgabe 255 vom 3. März 2005 | | Liebe Leser, die Zoopresseschau wird immer länger. Nicht nur, daß unsere fleißigen Mitarbeiter immer effizienter Artikel finden, Leser zunehmend Artikel einsenden und weitere Zoos uns Pressemitteilungen zusenden. Es kommen auch neue Rubriken hinzu: Heute finden Sie erstmals übersetzte Artikel aus der französischen Presse, zusammengestellt durch Jonas Livet, der sicher vielen von seiner umfangreichen Website www.leszoosdanslemonde.com bekannt ist. Auch der Umfang mancher Themen ändert sich: Während wir kaum noch Museums-Ausstellungstipps haben (die Hauptquellen sind versiegt), stapeln sich die Tagungs- und Veranstaltungsankündigungen. Daher wurden die Rubriken etwas umgestellt in der Hoffnung, die Zoopresseschau trotz zunehmendem Umfangs noch übersichtlicher zu machen. Wir machen uns nichts vor - wohl kaum jemand liest die Zoopresseschau komplett. Ein Überfliegen aller Überschriften lohnt aber in jedem Fall. Dirk Petzold
Regensburg, 3. März 2015 Tierbestände automatisch überwacht und aktualisiert RFID-Chips werden schon seit Anfang des Jahrhunderts in Supermärkten und Lagersystemen eingesetzt. Nun wurde die Technik für Zootiere adaptiert und mit den seit fast 30 Jahren üblichen Transponder-Chips kombiniert. "Mit überall im Zoo verteilten Lesegeräten, dem neuen Computerprogramm ZAMS (Zoo Animal Monitoring System) und den neuen Chips mit Diagnose-Funktionen aktualisiert sich unsere Tierdatenbank sozusagen automatisch", begeistert sich Kuratorin Fenja Machensiesmal. "Sobald ein Tier gechipt ist, können wir nun jederzeit nicht nur ablesen, in welchem Gehege es sich befindet, sondern sogar medizinische Basisdaten wie Herzrate und Blutdruck direkt abrufen. Das System schlägt bei ungewöhnlichen Werten sofort Alarm. Neue Tiere aus anderen Zoos werden künftig automatisch verzeichnet, ebenso Abgänge." Probleme hätte es bisher noch nicht gegeben - "nur in der Testphase haben gechipte Besucher-Hunde Fehleinträge produziert". Wir werden weiter berichten. (Lassen auch Sie Ihre Phantasie spielen und schicken Sie uns Kurzartikel - ob als Wunsch-Headlines für 2005 oder als Vorschau auf z.B. 2015 oder 2055 - welche Themen mögen dann wohl die Zoowelt bewegen? Zwei oder drei Zeilen genügen. Wir veröffentlichen sie an dieser Stelle anonym, und vielleicht finden wir auch noch eine Möglichkeit, die kreativsten Köpfe zu prämieren.) | Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Veranstaltungen ~ Weitere Infos ~ TV-Tipps | | | Zoos und Tierparks | Vienna Online - 26. Feb. 2005 Safaripark: Nachfolgeprojekt abgelehnt Mit einem überraschenden Ergebnis endete am Freitagabend in Gänserndorf die Gemeinderatssitzung zum Thema Safaripark-Nachfolge - Elefanten, Nashörner, Kamele und Löwen müssen endgültig weggebracht werden. Die Entscheidung des Gemeinderates kommentierte der Tierarzt mit Fassungslosigkeit: Es ist mir völlig unerklärlich. Wir wissen auch den Grund für die Ablehnung unseres Projektes nicht. Doch Vermutungen hat er bereits angestellt: Denn in den vergangenen Tagen hat sich ein weiterer Interessent für die Safaripark-Nachfolge gemeldet. Dieser war ebenfalls bei der Sitzung anwesend. Zoher ist enttäuscht: Vielleicht glaubt die Gemeinde, mit ihm den besseren Fisch an der Angel zu haben. Dieser heißt Jürgen Auer, ist Sprecher einer finanzstarken Investorengruppe und nach eigenen Angaben seit zehn Jahren im Tier- und Naturschutz tätig. Seit sechs Jahren leitet Auer die Orang-Utan-Schutzorganistion BOS Austria. Der unterlegene Zoher wird sein Projekt nun einstellen und sämtliche Pläne verwerfen. > s. http://www.orangutan.at , dort auch Statement zu Gänserndorf NÖN Online - 28. Feb. 2005 Endgültiger Todesstoß für den Safaripark! Von offizieller Seite war der Safaripark Gänserndorf bereits im Vorjahr aufgegeben worden. Dennoch kämpfte der Tierarzt Josef Zoher aus Deutsch Wagram weiter verbissen darum, wenigstens eine kleine Auffangstation für die Tiere zu erhalten. Seit der Vorwoche ist auch dieser Kampf zu Ende. Der Gänserndorfer Gemeinderat hat sich mit 22:5 Stimmen gegen die Verpachtung des Safaripark-Areals an Zoher ausgesprochen. Ich bin fassungslos, das kann ich mir absolut nicht erklären. Josef Zoher reagierte bestürzt, als das Ergebnis verlautbart wurde. Er war sich sicher gewesen, dass er seinen Safaripark light umsetzen kann, nachdem eine Investorengruppe rund um Jürgen Auer, Leiter der Orang-Utan-Schutzorganisation BOS Austria, wenige Tage vor der Gemeinderatssitzung abgesprungen war. Im Gemeinderat selbst gab es über den Safaripark keine Debatte. Ohne eine Erklärung wurde die geheime Abstimmung durchgeführt. Für den Safaripark dürfte die Entscheidung jedenfalls der endgültige Todesstoß gewesen sein. Die am Areal verbliebenen Elfanten, Löwen, Kamele, Hirsche und das Nashorn müssen nun weggebracht werden. Die Betreuung der 14 Löwen durch Vier Pfoten wird ebenfalls beendet. Und Josef Zoher muss seine fünf Mitarbeiter, die er für das Safaripark-Projekt behalten hatte, kündigen. Als Schlusspunkt will Zoher am kommenden Wochenende noch einmal einen Tag der offenen Tür veranstalten: Damit sich die Menschen von den Tieren verabschieden können. ORF - 26. Feb. 2005 Gänserndorf kippt Nachfolgeprojekt für Safaripark Es wird kein Nachfolgeprojekt für den Safaripark Gänserndorf geben. Die Gemeinde erteilte den Plänen gestern Abend überraschend eine glatte Abfuhr. Die Tiere müssen nun weg. Der Planer des Projekts wittert eine Bevorzugung eines möglichen Konkurrenten. NÖN Online - 1. Mrz. 2005 Das Aus ist noch nicht endgültig! Gänserndorf. Mit überwiegender Mehrheit lehnten die Mandatare das Ansuchen um Verpachtung des Safariparks an den Deutsch Wagramer Tierarzt Mag. Josef Zoher ab! Ein Abstimmungsergebnis, das nicht zu erwarten war! Wie ausführlich berichtet, hatte Bürgermeister Johann Karl dem vehementen Drängen des Veterinärs nachgegeben und noch vor den Gemeinderatswahlen eine Sitzung einberufen. Zoher hatte immer wieder betont, dass ein späterer Zeitpunkt eine etwaige Weiterführung des Safariparks in einer Light-Version aus terminlichen Gründen unmöglich gemacht hätte. Warum überwog die Skepsis bei den Gänserndorfer Stadtpolitikern? ÖVP-Fraktionsvorsitzender Gemeinderat Rudolf Stöger: Wir wollten nicht auf Biegen und Brechen entscheiden. In der ganzen Angelegenheit muss man verantwortungsbewusst handeln, das wäre bei einem Schnellschuss sicher nicht der Fall gewesen. Bürgermeister Johann Karl hat eine ähnliche Erklärung und liefert einen Hintergrund: Erstens bin ich froh, dass der 6. März als Drohung vom Tisch ist. Man kann wieder ruhig und vernünftig handeln. Zweitens hat es im Beisein von Zoher am Donnerstag noch einmal eine Sitzung gemeinsam mit den vier Klubobleuten gegeben. Die Stadt hat sich eine Ausstiegsklausel nach einem Jahr erbeten, und zwar ohne, dass sie dazu Gründe angeben muss. Bei ,Gefahr in Verzug wäre das Areal gänzlich an die Stadt gefallen, Zoher wäre natürlich für seine Investitionen entschädigt worden. Der Tierarzt wollte das nicht einsehen, das dürfte den Ausschlag zu seinen Ungunsten gegeben haben. Mittlerweile hat sich eine Sprecherin der Investorengruppe rund um Jürgen Auer, Dr. Irmgard Mietka, bei der NÖN gemeldet: Unser Interesse ist ungebrochen. Neue Kronen Zeitung - 24. Feb. 2005 Nach Todesdrama Schwer geschockt und so gut wie unansprechbar selbst drei Tage nach dem Todesdrama im Tiergarten Schönbrunn ist Augenzeuge Simon S. in psychologischer Betreuung. Vor seinen Augen wurde Kollege Gerd Kohl von Elefant Abu beim Training getötet. Die einzige Erklärung, die sich Zoo-Direktor Helmut Pechlaner für das ausrasten Abus vorstellen kann: "Vielleicht ist Gerd ein Werkzeug runtergefallen und Abu hat sich erschreckt." Das Elefantenhaus jedenfalls bleibt vermutlich noch bis nächste Woche geschlossen. Die einzige Konsequenz für den kleinen Abu: Kein Pfleger des Tiergartens wird mehr - wie berichtet - direkten Kontakt zu dem heranwachsenden Dickhäuter haben. Leipziger Volkszeitung - 24. Feb. 2005 Bestürzung über Tod eines Kollegen Der Tod des Elefantenpflegers Gerd Kohl (38), der am vergangenen Sonntag im Wiener Tiergarten Schönbrunn von einem jungen Elefantenbullen erdrückt wurde, ist von seinen Leipziger Kollegen mit Bestürzung aufgenommen worden. Während der Zoopark Erfurt bereits ankündigte, Konsequenzen aus dem Zwischenfall zu ziehen, will der hiesige Zoo in der nächsten Woche über das weitere Vorgehen beraten. Die Elefantenpfleger Michael Tempelhoff, Holger Wust, Dieter Jäger und Robert Stern wollten sich nach Auskunft der Sprecherin aus persönlichen Gründen nicht zu dem Tod ihres Kollegen äußern. Der ursprünglich aus Suhl stammende und in Erfurt praktisch ausgebildete Kohl war in Leipzig kein Unbekannter. Insbesondere Chefpfleger Tempelhoff war mit dem Verunglückten gut befreundet. Die beiden standen für die MDR-Produktion "Die Babymacher im Zoo", zuletzt bei Arte ausgestrahlt, gemeinsam vor der Kamera. Auch Thomas Suckow, Vorsitzender des Zootierpfleger-Verbandes, dessen langjähriger Schatzmeister der Verunglückte war, ist betroffen: "Wir kannten uns seit den Tagen unserer gemeinsamen Theorieausbildung in Prädikow. Gerd gehörte zu den besten Elefantenpflegern Europas." Ob der Zwischenfall von Wien sich auf die Umbaumaßnahmen des Leipziger Elefantengeheges, die planmäßig am 1. März beginnen soll en,auswirkt,konntedieSprecherinnichtsagen. Krone - 27. Feb. 2005 "Krone"-Interview Trauer im Tierpark Schönbrunn: Letzten Sonntag tötete "Abu" seinen Pfleger. Im Interview mit Conny Bischofberger reagiert Helmut Pechlaner auf böse Gerüchte und erklärt, wie das ist, wenn Elefanten erwachsen werden... wienweb.at - 28. Febr. 2005 Zoo am 2. März geschlossen Der Tiergarten Schönbrunn bleibt am 2. März geschlossen, da an diesem Tag eine Trauerfeier für den getöteten Elefanten-Pfleger abgehalten wird. So können alle Mitarbeiter des Zoos daran teilnehmen. Salzburger Nachrichten - 2. Mrz. 2005 Kollegen nahmen Abschied von totem Elefantenpfleger Die Mitarbeiter des Tiergartens Schönbrunn sowie Freunde und Familie hatten am Mittwoch früh Gelegenheit, Abschied von ihrem Kollegen Gerd Kohl zu nehmen. Damit alle Angestellten die Möglichkeit hatten, an der Zeremonie in der Feuerhalle Simmering teilzunehmen, blieb der Tiergarten am Mittwoch geschlossen. Die Beisetzung Kohls wird zu einem späteren Zeitpunkt im engen Familienkreis in Deutschland stattfinden. Die Info-Illustrierte "News" hält unterdessen nach dem Tod des Pflegers die Diskussion um die Elefantenhaltung im Tiergarten Schönbrunn am köcheln: In der neuesten Ausgabe kommen ein Deutscher und ein Schweizer, die von dem Blatt als Experten tituliert werden, mit Kritik an der Direktion zur Wort. "Die Elefantenhaltung im Schönbrunner Zoo ist ein absolutes Auslaufmodell, das nicht aufrechtzuerhalten ist", wird der Münchner Alexander Haufellner zitiert. In die selbe Kerbe schlug gegenüber "News" Ruedi Tanner, der vier Jahrzehnte lang Elefantenchef im Züricher Zoo war und dort selbst eine Elefantenkuh nach einem tödlichen Zwischenfall einschläfern musste: "Sofort nach den ersten Attacken Abus hätte Herr Schwammer Kohl schützen müssen und keinen direkten Kontakt mehr erlauben dürfen." Die Presse.com - 2. Mrz. 2005 Heftiger Streit um Haltung von Elefanten Während am Mittwoch Freunde, Familie und Mitarbeiter vom Elefantenpfleger Gerd Kohl, der am 20. Februar vom dreijährigen Bullen Abu attackiert und tödlich verletzt worden war, Abschied nehmen konnten, gehen die Vorwürfe gegen die Tierhaltung in Schönbrunn weiter. "Die Elefantenhaltung im Schönbrunner Zoo ist ein absolutes Auslaufmodell." So zitiert die Illustrierte "News" den Münchner Alexander Haufellner, der sich seit 30 Jahren mit der Problematik der Elefantenhaltung beschäftigt. Die Kritik richtet sich gegen den Vizedirektor des Tiergartens und Chef des Schönbrunner Elefantenprojekts, Harald Schwammer. Dieser kontert, dass Haufellner ein Werbefachmann sei, der sich als Hobby-Elefantenliebhaber zwar mit der Materie befasst, aber "null praktische Erfahrung besitze". Profil.at Der Tiergarten Schönbrunn und sein Zoodirektor: Ein Leben im ... Mit neuen Ideen, seinem Verkaufstalent und guten Kontakten zur Politik hat Helmut Pechlaner aus seinem Zoo ein erfolgreiches Unternehmen gemacht. ... Salzburger Nachrichten Frühere Tierpfleger prangern Zoo an ... Eine Abgabe Abus an einen anderen Zoo sei derzeit kein Thema, hieß es in Schönbrunn. News Networld Neue Vorwürfe gegen Schönbrunner Zoo-Vize: "Elefantenhaltung ist ... "Die Elefantenhaltung im Schönbrunner Zoo ist ein absolutes Auslaufmodell, das nicht aufrechtzuerhalten ist", meint der Münchner Alexander Haufellner Der Standard - 2. Mrz. 2005 Nach dem Wechsel im Salzburger Zoo Mit der Salzburger Tiergartendirektorin Sabine Grebner nahm im Jänner erstmals in Österreich eine Frau die Leitung eines Geo-Zoos in die Hand. Ihr Vorgänger Rainer Revers, der Öffentlichkeit auch durch eine Telering-Werbung bekannt, scheidet Anfang Juni aus der Geschäftsführung aus. Auch der renommierte Zootierarzt Christian Walzer verabschiedet sich Ende März. Die Gerüchte, wonach internationale Forschungsprojekte eingestellt würden, wies Grebner entschieden zurück. Christian Walzer hatte für die künstliche Besamung von Nashörnern ein spezifisches Narkoseprotokoll entwickelt. Der Tierarzt beteiligte sich unter anderem an der Wiederansiedelung von Przewalski-Pferden - wilde Vorfahren der heutigen Hauspferde - in der Mongolei und an der Verhaltensforschung von Geparden. "Die Projekte bleiben alle im Zoo. Einen Großteil davon hat Walzer schon abgeschlossen", erklärte Grebner. Bei den Przewalski-Pferden handle es sich um ein internationales Forschungsprojekt der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (EEP). "Mitglied ist nicht die Person Walzer, sondern der Zoo Hellbrunn. Wir bleiben weiterhin beteiligt", betonte die Direktorin. Die Besamung der Nashörner sei abgeschlossen, ein Zwischenbericht wurde erstellt. Ein Nachfolger Walzers wurde mittlerweile gefunden. Es handle sich um eine Fachtierärztin für Wildtiere. Die Salzburgerin tritt am 1. April ihren Dienst an. Rainer Revers widmet sich in Zukunft einer noch nicht näher genannten Organisation, die unter anderm den Ökotourismus in südeuropäischen und afrikanischen Nationalparks forciert. Einen Arbeitsschwerpunkt legt Grebner in Zukunft auf die Vergrößerung der Raubtier-Gehege. Kleine Zeitung - 25. Feb. 2005 Eine Lanze für den Tierpark Eine Lanze für den Weiterbestand des finanziell angeschlagenen Tierparks Herberstein brechen die oststeirischen Touristiker. Die erste große Herausforderung für das Tourismuskompetenzzentrum Oststeiermark-Thermenland werde die bessere Vernetzung des Tierparks mit den anderen Angeboten der Region sein, erklärte Erich Pöltl, neu gewählter Obmann des Zentrums. Für Thermengäste stelle der Park ein tolles Zusatzangebot dar, im Winter sorge er für Besucherfrequenz abseits der Schipisten. Man vermarkte Herberstein nicht umsonst als eine der fünf Top-Destinationen der Steiermark. Unter einem neuen Betreiber könne der Tierpark im Sinne stärkerer Vernetzung mit dem Umland höhere Umwegrentabilität erzielen. Yahoo! Nachrichten - 28. Feb. 2005 Milzbrandgefahr im Wildpark Leverkusen Der Wildpark Leverkusen muss wegen Milzbrandgefahr für mehrere Wochen geschlossen werden. Bei zwei inzwischen verendeten Damhirschen wurden Hinweise für die gefährliche bakterielle Infektion festgestellt, wie die Stadt Leverkusen am Montag mitteilte. Die Krankheit kann auf den Menschen übertragen werden und verläuft unbehandelt tödlich. Die Mitarbeiter des Wildparks werden zur Vorbeugung mit Antibiotika behandelt. Leverkusen (Pressemitteilung) - 1. Mrz. 2005 Milzbrandverdacht im Wildpark nicht weiter erhärtet Die bisher durchgeführten Untersuchungen und Schnelltests, so beispielsweise der angekündigte Befund aus Jena, haben den Verdacht auf Milzbrand erfreulicherweise nicht weiter erhärtet. Milzbrand lässt sich aber nach wie vor noch nicht ausschließen. Der Verdacht bleibt bestehen. Zum Ausschluss oder der Bestätigung des Milzbrandes erforderliche Laborbefunde stehen noch aus. Mit den weiteren hierfür notwendigen Untersuchungsergebnissen ist nicht vor dem kommenden Wochenende zu rechnen. Kölner Stadt-Anzeiger - 3. Mrz 2005 Verzwickte Situation Wie geht es weiter nach dem Milzbrandverdacht am Reuschenberg?Amtsveterinär Kurt Molitor gibt Auskunft. Eineinhalb Wochen ist es her, seit im Wildpark Reuschenberg der Damhirsch verendete, dem wenige Tage später eine Hirschkuh aus der selben Herde folgte. Ob tatsächlich der gefährliche Milzbrand für den Tod der Tiere verantwortlich war, ist weiterhin ungeklärt. Der letzte konkrete Milzbrand-Fall in Deutschland sei seiner Kenntnis nach im Jahr 2000 aufgetreten. Zunächst habe man sich nun entschlossen, von einem Verdachtsfall auszugehen. Sollte es dazu kommen, dass man den Milzbrand als nachgewiesen betrachte, kämen unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten in Betracht. Die eine beinhalte unter anderem die Tötung auch anderer, überlebender Tiere. Bei der anderen werde der Milzbrand dann als erledigt betrachtet, wenn 14 Tage nach Beseitigung verstorbener Tiere und entsprechender Desinfektion der Umgebung kein neuer Milzbrand auftauche. Sämtlichen Tieren im Wildpark gehe es bislang aber gut, so Molitor. Anzeichen weiterer Erkrankungen gebe es bisher nicht. sz-online - 24. Feb. 2005 Flusspferde reisen nach Südafrika Die Flusspferde Brandy und Stenek aus dem Leipziger Zoo gehen morgen auf große Reise. Sie werden nach Südafrika gebracht. Zunächst fahren sie im beheizten Spezialfahrzeug nach Frankfurt am Main, von wo aus die beiden Dickhäuter, die zusammen acht Tonnen auf die Waage bringen, per Flugzeug weiterreisen. Vom südafrikanischen Johannesburg aus geht es nach Zululand auf eine Privatranch. Notwendig wurde die Reise, weil das Elefantenhaus umgebaut wird. Lange und gründlich wurde geprüft, ob nicht eine Übergangslösung gefunden werden kann, wenn am 1. März der Umbau des Elefantenhauses beginnt .br Leipziger Volkszeitung - 26. Feb. 2005 Das riecht nach einer verdammt langen Fahrt Brandys und Steneks Zeit im Leipziger Zoo ist passé. Die beiden Flusspferde haben gestern Morgen ihr Gehege in Richtung Südafrika verlassen. Ziel: eine private Ranch in der Provinz Zululand. Notwendig wurde der insgesamt 50.000 Euro teure Umzug, weil das Raumangebot für die Elefantenherde des Zoos erweitert werden soll. Die Tierpfleger sahen die Abreise ihrer beiden Lieblinge mit gemischten Gefühlen. "Natürlich fällt die Trennung nach so vielen gemeinsamen Jahren schwer", sagte Chefpfleger Michael Tempelhoff. Auf der anderern Seite, so Tempelhoff, wisse man, dass die beiden in ihrer neuen Heimat optimale Lebensbedingungen vorfinden werden. Yahoo! Nachrichten - 28. Feb. 2005 Leipziger Flusspferd in Südafrika gestorben Die Flusspferddame Brandy des Leipziger Zoos hat ihren Transport in ihr neues Zuhause in Südafrika nicht überlebt. Das knapp 15 Jahre alte Tier hatte nach der Ankunft in der Quarantänestation am Sonntag plötzlich hyperventiliert und war anschließend gestorben. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest. Auch der mitreisende Tierarzt habe nicht mehr eingreifen können, erklärte der Zoo. Leipziger Volkszeitung - 1. Mrz. 2005 Umzug ohne Happyend: Flusspferddame Brandy ist tot Schock im Zoo - damit hat niemand gerechnet: Für Flusspferddame Brandy endete der Umzug nach Südafrika ohne Happyend. Die Happy-Hippo-Lady starb am Sonntag, einen Tag nach Ankunft in der neuen Anlage. Ihrem männlichen Partner gehe es dagegen bisher gut, so Zoodirektor Jörg Junhold. Stenek versuche, sich in der neuen Umgebung zu orientieren und sei schon in den Pool gestiegen. Am Freitag hatten beide Tiere Leipzig verlassen. Am Sonntag begann Brandy in der sommerlichen Hitze Südafrikas plötzlich zu hyperventilieren. Die 35-jährige Flusspferddame habe sich hingelegt, und dann sei alles ganz schnell gegangen. Wenig später sei sie tot gewesen. Tierarzt Bernhard habe ihr nicht helfen können. "Ich kann es mir nicht erklären. Vermutlich war es ein Herz-Kreislauf-Versagen", sagt Zoodirektor Jörg Junhold, selbst ausgebildeter Tierarzt. WAZ - 2. Mrz. 2005 Big Brother-Haus für Riesenotter Der Dortmunder Zoo beherbergt Bewohner aus fast allen Regionen der Erde. Ein guter Teil von ihnen ist Objekt der Wissenschaft. "In Dortmund wurde stets Wert darauf gelegt, dass es eine wissenschaftliche Leitung gibt", so Direktor Dr. Frank Brandstätter. Der Zoo nimmt seine Aufgabe so ernst, dass er als erste Einrichtung in NRW nach der EU-Zoorichtlinie - ja, so etwas gibt es - zertifiziert wurde, in der die Forschung zum Artenschutz, zur Arterhaltung und zur Artenvielfalt festgeschrieben ist. Mit dem Schwerpunkt auf Nebengelenktiere ist der Zoo die Welthauptstadt der großen Ameisenbären. Aber mindestens auch Weltstadt für Riesenotter. Beide Arten sind in der Wildnis "bedroht", "wir betreiben hier Reservezucht für die freie Wildbahn", so Brandstätter. Sowohl für die Ameisenbären als auch für die Otter wird in Dortmund das Zuchtbuch geführt. "Wir haben eine Reihe von Kooperationen mit Universitäten und damit einen bundesweiten Forschungsverkehr. Bei uns sind schon eine Reihe von Diplomarbeiten entstanden. Wir können sogar Themenwünsche äußern", beschreibt Brandstätter die zoologische Forschungslandschaft. Und Wünsche gibt es jede Menge, denn: "Tiere werden nie ganz erforscht sein." Menschen auch nicht. Im vergangenen Jahr entstand im Zoo eine soziologische Diplomarbeit zum Besucherverhalten. Sehr interessant: Die Ergebnisse sind bislang unter Verschluss... Kölnische Rundschau - 28. Feb. 2005 Streit um Wassercent : Zoo verklagt Land Rund 800.000 Kubikmeter Wasser im Jahr fördert der Kölner Zoo mit vier Rohrfilterbrunnen. Es fließt in die Teiche für die Wasservögel, in die Tränken der Zootiere, in die Becken des Aquariums oder der Nilpferde und in die Wassergräben um das alte Elefantenhaus oder den Pavianfelsen. Außerdem werden Beete und Rasenflächen bewässert. Eine kluge Idee, die dem Zoo seit Jahrzehnten hilft, viel Geld zu sparen. Doch seit Februar letzten Jahres ist es mit der kostenlosen Nutzung des Grundwassers vorbei. Das Land verlangt vom Zoo den Wassercent. Fast 35.000 Euro musste er im ersten Jahr zahlen. Zurzeit werden die Verbrauchszahlen fürs vergangene Jahr berechnet. Der Zoo will das Wasserentnahmeentgelt nicht zahlen. Nachdem sein Widerspruch gegen den Zahlungsbescheid abgelehnt wurde, ist er nun gegen die Landesregierung vor das Kölner Verwaltungsgericht gezogen. Hintergrund ist, dass alle gärtnerisch, landwirtschaftlich und forstwirtschaftlichen Flächen, deren Bewirtschaftung vorrangig der erwerbsmäßigen Nutzung dient, von der Abgabe befreit sind. Wer mit dem Wasser Geld verdient, muss nicht zahlen. Weil der Zoo aber gemeinnützig sei, könne für ihn die Befreiung nicht gelten, so das Landesumweltamt. WAZ - 28. Feb. 2005 Delphine mussten ausziehen Um 11.30 Uhr ist im Delphinarium des Duisburger Zoos eigentlich immer reger Betrieb. Doch nicht an diesem Samstag. Grund der Zwangspause für die verspielten Delphine war eine dringende Reparatur an den Felsen im Vorführ-Becken. Brocken hatten sich in den vergangenen Wochen vom Beton gelöst. Die Tiere hätten sie verschlucken können oder sich an den scharfen Kanten schneiden können. Deshalb stiegen Klaus Spieler und Christian Patzak, Taucher bei der Duisburger Firma UWT Unterwasser-Technik, in ihre Anzüge und schwammen an die Arbeit. Mit Spezialzement aus Frankreich, der unter Wasser leicht verarbeitet werden kann und für die Tiere unschädlich ist, wurde der Felsen geflickt. Während die Tiere bei Fensterputz-Aktionen im Becken bleiben können, wurden sie am Samstag für drei Stunden ausgesperrt und bekamen ihr Revier um 12 Uhr wieder zurück. Westdeutsche - 26. Feb. 2005 Einsatz für schnorchelnde Handwerker - Delfinarium repariert Ein riesiges Loch in einem Felsen des Duisburger Delfinariums hat am Samstag Unterwasser-Handwerker auf den Plan gerufen. Ausgerüstet mit Spezialzement hätten die schnorchelnden Hilfskräfte den Schaden in Angriff genommen. Ob die tierischen Bewohner mit ihrem ausgeprägten Spieltrieb und ihren »eisenharten Schnabelschnauzen« für den Schaden verantwortlich seien, sei unklar. Yahoo! Nachrichten - 24. Feb. 2005 Hagens will Elefant und Riesenkraken plastinieren Der umstrittene Plastinator Gunther von Hagens will demnächst die Kadaver eines Elefanten und zweier Riesenkraken präparieren. Die toten Tierkörper seien jetzt im Institut für Plastination in Heidelberg eingetroffen, teilte Hagens am Donnerstag mit. Der Elefant stamme aus dem Zoo in Neunkirchen/Saar. Es handele sich um die 41-jährige Elefantenkuh Samba, die dort vor wenigen Tagen an einer Herz-Kreislauf-Schwäche gestorben ist. Der Kadaver sei «buchstäblich in letzter Minute vor der Zerlegung in der Tierkörperbeseitigungsanstalt gerettet» worden. Die zwei Riesenkraken mit 2,5 Meter langen Tentakeln stammten aus Neuseeland. Hagens will sie «beim Geschlechtsakt zeigen». «Die Besucher wollen das Großartige, das Einmalige sehen», sagte er. Hagens war Mitte 2004 mit seiner Ausstellung in die USA gegangen. Als Grund für seinen Abwanderungsentschluss nannte er Versuche in Deutschland, ihn persönlich zu kriminalisieren. Saarbrücker Zeitung 26.02.2005 Am Ende kommt ein Buch heraus Die Neunkircher Elefantendame Samba liegt zurzeit in Heidelberg im Institut für Plastination. Dort soll sie entsprechend präpariert und für eine Ausstellung hergerichtet werden. Als weltweit größtes Plastinat soll sie Einblick in die Anatomie eines Elefanten gewähren. Der in der vergangenen Woche an Herz-Kreislauf-Versagen gestorbene Elefant Samba aus dem Neunkircher Zoo ist zur Plastination vorgesehen ist. Auf Initiative der Neunkircherin Claudia Dausend hatte Professor Gunther von Hagens Interesse angemeldet. Zoodirektor Norbert Fritsch sagte sofort zu und begleitete den Transport von Rivenich nach Heidelberg. "Das war auf jeden Fall besser, als das Tier durch die Mühle zu drehen", unterstützt Neunkirchens Oberbürgermeister Friedrich Decker Fritschs Entscheidung. "Das musste sofort entschieden werden. Das war eine Lösung, auf die von uns gar keiner gekommen wäre." "Wenn Samba das größte Plastinat wird, dann wird sie auch noch Geschichte machen." Klar sei für ihn allerdings gewesen, dass die Plastination mit der Zusage, dass Neunkirchen erster Ausstellungsort ist, verbunden wird.". Wie Kallenborn weiß, ist die Körperwelten-Ausstellung auch unter Wissenschaftlern sehr umstritten. Die wissenschaftliche Sensation schlechthin sei die Plastination von Samba nicht. "Aber der Zoo wird sicher davon profitieren, weil das Publikumsmagnet ist." Wie Zoodirektor Norbert Fritsch verriet, wird die Plastination von Samba noch weitere Früchte tragen. Gemeinsam mit Gunther von Hagens wird er eine Dokumentation erstellen über die Anatomie der Elefanten. SR Online - 24. Feb. 2005 Samba kommt zurück! Elefantenkuh Samba wird plastiniert Es wird eine Rückkehr aus dem Reich der Toten: Die kürzlich im Neunkircher Zoo gestorbene Elefantenkuh Samba wird von dem "Körperwelten"-Erfinder Gunther von Hagens präpariert. Zu verdanken ist dies hauptsächlich einer engagierten Zoobesucherin. Sie konnte sich nicht mit dem Gedanken abfinden, dass Samba in der Tierkörperverwertung enden würde. Sie benachrichtigte von Hagens. Der "Körperwelten-Macher war sofort begeistert: Nachdem er bereits ein Pferd und ein Kamel für die Nachwelt konserviert hatte, war er schon seit Jahren auf der Suche nach einem geeigneten Elefanten. Unverzüglich telefonierte er mit dem Neunkircher Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch. Dieser teilte von Hagens mit, dass sich Samba bereits auf dem Gelände der Tierkörperverwertungsanlage befände. Durch einen Anruf dort konnte Samba buchstäblich in den letzten fünf Minuten vor ihrem Schicksal bewahrt werden. Mittlerweile ist das Tier in von Hagens' Institut in Heidelberg angekommen, und die Präparationsarbeiten haben bereits begonnen. In einer Vakuumkammer werden zuerst mit Hilfe von Chemikalien die Verwesungsprozesse gestoppt. Danach ersetzen von Hagens und seine Mitarbeiter die Körpersäfte komplett durch eine Kunsstofflösung, die das Präparat dauerhaft konserviert. Dieser Vorgang kann insgesamt zwei bis drei Jahre dauern, denn immerhin müssen knapp drei Tonnen Elefant plastiniert werden. SOL.de Tier und Mensch den Frieden lassen Vor allem die jungen Neunkircher sind mit der Präpierung des verstorbenen Elefantendame Samba aus dem Neunkircher Zoo durchaus einverstanden. Dies war das Ergebnis einer Umfrage auf dem Stummplatz. "Ich finde das in Ordnung, das dient wissenschaftlichen Zwecken", ist die 16-jährige Saskia Treitz sich sicher, dass Zoodirektor Norbert Fritsch die richtige Entscheidung getroffen hat. Ganz anderer Meinung ist das Birgit Reichardt. Die Sulzbacherin mag diese Form der Darstellung nicht. Auch der Illinger Thomas Kuhn kann sich ganz und gar nicht mit der Ausstellung von Plastinaten anfreunden. "Aber ich mag von Hagens auch nicht auf Grund seiner exzessiven Selbstdarstellung." In seinen Augen dienen die "Körperwelten"-Ausstellungen nicht wissenschaftlichen Zwecken sondern der Befriedigung von Neugier. Wolfgang Streithoff findet die geplante Plastination von Samba "nicht verkehrt, so kann man sie der Nachwelt erhalten". Seine Tochter spricht jedoch ein klares Plädoyer aus:" Man sollte Mensch und Tier nach dem Tod ihren Frieden lassen". Gunther von Hagens: "Beim Elefant werde ich die starken Muskeln zeigen. Entweder dabei, wie er in die Ausstellung stürmt oder aber ich zeige ihn in transparenten Körperscheiben, die Größten, die es je gegeben hat. Sie werden so schön sein wie Kirchenfenster mit anatomischen Informationen", entnommen von www.koerperwelten.de Planung und Bau Schwerin-News - 25. Feb. 2005 Schwimmer im Frack Humboldtpinguine gehören zu den am stärksten bedrohten Pinguinarten. Im Schweriner Zoo gibts keine Nachwuchssorgen bei den Pinguinen. Hier sind bereits rund 100 Tiere nachgezogen und zum größten Teil an andere Zoos abgegeben worden, damit sie dort für weiteren Nachwuchs sorgen können. Zurzeit hält der Schweriner Zoo 20 Bruttiere, von denen sich 6 -8 Brutpaare bilden. Damit es mit dem Nachwuchs noch besser klappt und sich der Lebensraum für die Tiere weiter verbessert, wird die Pinguinanlage im Jahr 2006 großzügig erweitert. Unter dem Motto" Plitsch , Platsch,. Pinguin" feiern wir am 17. Juli das erste Kinderfest bei den Pinguinen am Teich mit einer Pinguinparade. Mit Saisonbeginn finden täglich die beliebten Schaufütterungen um 14.30 Uhr statt. Lübecker Nachrichten - 2. Mrz. 2005 Becken mit drei Millionen Liter Wasser: Viel Platz für die Haie Das "Meereszentrum" Fehmarn eröffnet heute die neue Halle "Haiwelten". Hauptattraktion ist das Drei-Millionen-Liter-Aquarium für 20 gefährliche Meeresräuber. Mit einer Länge von fast drei Metern ist der Sandtigerhai der größte unter den 20 Haien, die vom heutigen Mittwoch an in ihrem neuen Domizil in der Gertrudenthaler Straße im Burger Gewerbegebiet zu bewundern sind. Nach über dreijähriger Bauzeit - erster Spatenstich war am 4. Februar 2002 - öffnen heute die neuen "Haiwelten" im "Meereszentrum" Fehmarn ihre Pforten. Schon vor gut einem Monat ist "Sharky" zusammen mit seinen Artgenossen - darunter auch Schwarzspitzen-, Leoparden- und Ammenhaie - aus dem wesentlich kleineren Becken im bisherigen Gebäude des "Meereszentrums" in den Neubau umgezogen - ein Riesenaufwand, zu dem extra ein Spezialteam der "Dynasty Marine" aus Florida mit dem Hai-Experten Ben Daughtry eingeflogen wurde. Einzeln wurde jeder Hai unter Aufsicht eines Tierarztes mit einem Spezialnetz eingefangen und in einen wasserdichten Container verbracht, der jeweils durch eine Öffnung im Dach mit einem Kran vom alten in das neue Becken gehievt wurde. Dort wurden die Meeresräuber dann wieder freigelassen. Neben dem Riesenaquarium, in dem sich laut Aquariumleiter Thomas Ulrich die Haie bereits gut eingelebt haben, erfährt der Besucher durch Multimedia-Shows, Präparate, echte Knochen und Gebisse sowie durch Videofilme alles über das faszinierende Leben der Haie. So laufen permanent die Filme "Die Liebe der Haie" und "Die Geburt der Haie" auf mehreren Monitoren. Für "Meereszentrum"-Inhaberin Evelyne Schopf ist mit der Neueröffnung in Burg noch lange nicht Schluss. Wie berichtet, hat sie den früheren Fernmeldeturm der Bundeswehr in Klaustorf erworben, den sie zum "Ocean-Tower"-Aquarium umgestalten will. Kieler Nachrichten - 2. Mrz. 2005 Friedlich im Haifisch-Becken Gemächlich, geradezu behäbig zieht er seine Bahnen. Mit einer Länge von 2,90 Meter und einem geschätzten Gewicht von knapp 200 Kilogramm ist der Sandtigerhai der größte Bewohner des neuen Beckens. Sein Wachstum war ein Anlass für den drei Millionen Liter fassenden Anbau des Meereszentrums Fehmarn, der heute in Burg eröffnet wird. Um es den 14 Haien (darunter ein Zitronenhai und drei Ammenhaie mit jeweils mehr als zwei Meter Länge) und rund 250 kleinen Schwarmfischen etwas gemütlich zu machen, wurden auch 100 Tonnen Steine und Sand sowie ein kleines Schiffswrack ("Sharky I") in dem Becken verteilt. Zur Reinigung der Scheiben kommt Franz-Josef Vennewald mit seinem speziell angefertigten "Putz-Roboter". Mit rund 500.000 Besuchern sei das Meereszentrum Fehmarn bereits im vergangenen Jahr die zweitgrößte Besucherattraktion in Schleswig-Holstein gewesen. Mit dem rund fünf Millionen Euro teuren Anbau und damit statt einer nun insgesamt vier Millionen Liter Wasser sei die Anlage jetzt eines der größten Aquarien in Europa. Dort, wo früher alle Haie schwammen, ist inzwischen ein farbenprächtiges Riffbecken entstanden. Insgesamt hält das Meereszentrum Fehmarn jetzt knapp 1000 tropische Meeresbewohner von Seesternen bis zu Haien. Segeberger-Zeitung - 1. Mrz. 2005 Neues Drei-Millionen-Liter-Becken bietet viel Platz für Haie 14 Haie im Meereszentrum Fehmarn haben ein neues Zuhause. Der Umzug der Fische war aufwendig, da ein Kran die Container mit den Haien durch Luken im Dach aus dem kleineren alten in das neue Becken hieven musste. Beim "Umzug" der Ammenhaie, Sandtigerhaie, Schwarzspitzen-Riffhaie und Zitronenhaie leisteten vier Taucher Hilfestellung. Hartberger Bezirks Zeitung - 1. Mrz. 2005 Ökopark: Weltweit erstes Hai-Zentrum Sensationelle Nachrichten gibt es vom Ökopark Hartberg. Am Rande des großen Hai-Vortrages Angstzination Hai wurde bekannt, dass am Gelände des Hartberger Erlebnis-, Forschungs- und Gewerbeparks das weltweit erste Hai Forschungs- und Demonstrations-Aquarium errichtet werden soll. Ökopark-Chef und Stadtwerke Hartberg-Direktor DI Reinhard Fink: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Baubeginn in den nächsten Monaten erfolgen wird, liegt bei mehr als 90 Prozent. Ozeanarium Austria Projektleiter ist Josef Drabek, der die Realisierung des Ozeanariums Austria, so der offizielle Name für das Hai Aquarium, als sein Lebenswerk sieht. Ein Investitionsvolumen von mehr als sieben Millionen Euro, 3,5 Millionen Liter Wasser, ein Auditorium für 700 Personen und eine 22x6 Meter große Glasscheibe, laut Drabek damit die zweitgrößte Glasscheibe der Welt. Die Bauzeit für das Aquarium, das sich zum größten Teil unter der Erde befindet, wird rund 64 Wochen betragen, weitere 12 Wochen werden für die biologische Aufbereitung des Wassers benötigt. Frühestens im Herbst 2006 könnten dann die ersten Bullenhaie, Zitronenhaie und Schwarzspitzenhaie in Hartberg zu sehen sein. Die Einzigartigkeit des Projektes hat auch die Hai-Schutzorganisation Sharkproject dazu veranlasst, sich für das Ozeanarium zu engagieren. Mit Dr. Erich Ritter konnte einer der bekanntesten Haiforscher der Welt als wissenschaftlicher Leiter für das Aquarium gewonnen werden. Pro Jahr wird mit 100.000 bis 200.000 Hai-Interessenten gerechnet, ab 135.000 Besuchern beginnt sich das Ozeanarium, mit dem rund 20 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen, auch wirtschaftlich zu rechnen. Bieler Tagblatt - 25. Feb. 2005 Den Seeteufel an die Wand malen Vier Monate war der Zoo Seeteufel in Studen wegen Umbauarbeiten geschlossen. Am Samstag öffnet er als neu gestaltete «Erlebniswelt» seine Tore. Der neue Seeteufel hat nicht mehr viel mit dem alten zu tun. Im Becken, wo sich bis letzten Herbst grosse Krokodile tummelten, sollen dies ab Sommer die Gäste rund um eine grosse Erlebnisbar tun. Bären, Löwen und die Orang-Utans fanden Plätze in anderen zoologischen Gärten. Doch nicht nur bei den Tieren setzen Stefan und Bruno Steiner auf ein neues Konzept. An Stelle von Plastikstühlen sitzt man in der Lounge des Seeteufels nun in Clubsesseln und Sofas. Ein DJ sorgt für die richtige Musik. Unterstützt wird die Clubathmosphäre durch Graffitis an den Wänden. Der junge Ipsacher Remo Lienhard sorgte in einem Teil der Lounge für eine Unterwasserambiance mit Rochen und Korallen. Im Schlangengehege sprayte der 15-Jährige eine Dschungellandschaft mit Wasserfall an die Wand. Eine ganz andere Dimension hat das Bild von Christof Studer alias «drom». Der Zürcher lässt im hinteren Teil des Hauptgebäudes auf einer 22 mal 4 Meter grossen Wand eine fantasievolle Comicwelt entstehen, die bei Remo Lienhard auf Begeisterung stösst. «Wir wollen in unserem Club die über 25-Jährigen ansprechen. Für die Jüngeren ist das Angebot in der Region schon gut genug», so Stefan Steiner, dem 80er-Jahre-Partys oder Schlagerabende vorschweben. Bieler Tagblatt - 28. Feb. 2005 Schöner wohnen für Pinseläffchen und Co. Verändert hat er sich schon, der Tierpark Seeteufel: farbiger ist er geworden, der 60-Jahre-Look dadurch frech und fröhlich aufgepeppt. Eines bleibt aber beim Alten: «Jööös» und «Oooohs» gehören auch weiterhin zu den beliebtesten Kommentaren der Tierparkbesucher, wenn sie vor den Gehegen stehen. Zurzeit sind sie am meisten zu hören vor dem Affengehege, in dem das Orang-Utan-Pärchen Napoleon und Tilda gerade ausgiebig seinen im Januar geborenen Nachwuchs E.T. umsorgt. Wenn der Kleine etwas grösser ist, wird die Orang-Utan-Familie den Seeteufel voraussichtlich im Sommer verlassen. Tierisch zugehen wird es in den Gehegen im geschlossenen Bereich aber weiterhin. Pinselohr-, Totenkopf- und Krallenäffchen, Python- und Tigerschlangen, Brillenkaimane, Rotwangenschildkröten und viele andere Tiere sind bereits da oder tummeln sich bald darin herum. Die einen gehen, die anderen kommen gerade an, wie etwa die Kakadus und Aras, die zurzeit im Innenbereich in provisorischen Käfigen auf die baldige Fertigstellung ihrer Gehege warten. Das frostige Wetter hat die Umbauarbeiten verzögert. Da deshalb nicht alle neuen Spielgeräte installiert und nicht sämtliche Umgebungsarbeiten abgeschlossen werden konnten, gilt noch bis Mitte März ein reduzierter Eintrittspreis. Geschrumpft ist aber eigentlich nicht das richtige Wort, den weniger Tiere sind es nicht, und wie gesagt: Im Frühling werden es noch mehr sein. Aktionen FAZ.NET - 26. Feb. 2005 Zoo: Schimpansen-Forscherin hält Vortrag Zoodirektor Christian Schmidt kennt sie seit 40 Jahren. Damals bereitete sein späterer Doktorvater, der Tierpsychologe und Zürcher Zoodirektor Heini Hedinger, gerade einen Ethnologenkongreß vor. "Als Vorlesungsassistent mußte ich mit seiner Sekretärin die Knochenarbeit machen", erinnert sich Schmidt. "Dabei lernte ich auch Jane Goodall kennen." Heute noch weiß er, daß es der 21.September 1965 war. Die 31 Jahre alte Schimpansen-Forscherin hatte gerade erst in Cambridge ihre Promotion nachgeholt. Mittlerweile ist Jane Goodall nicht nur Verhaltensforschern und Primatologen ein Begriff. Am Freitag wird sie um 20 Uhr im großen Saal des Zoo-Gesellschaftshauses einen Vortrag in englischer Sprache darüber halten, warum es immer noch "Reason for Hope", also "Grund zur Hoffnung", für den Natur- und Artenschutz gibt. Etwa 300 Tage im Jahr ist die mittlerweile siebzigjährige Goodall im Namen des Naturschutzes unterwegs. Länger als drei Wochen hält es sie weder in ihrem englischen Landhaus noch in ihrem ersten Wohnsitz in der tansanischen Hauptstadt Dar-es-Salaam oder in ihrem Forschungszentrum im "Gombe Nationalpark" am Tanganjikasee. Goodall verließ den Dschungel 1986, um sich ganz dem Artenschutz zu widmen. Zwischen ihren Reisen findet die Naturschützerin, die von Kofi Annan als Friedensbotschafterin in ein Beratungsteam der Vereinten Nationen berufen und von Königin Elisabeth II. zur "Dame of the British Empire" ernannt wurde, immer noch Zeit, Bücher zu schreiben. Ihr jüngster Band ist voriges Jahr unter dem Titel "Das Leben retten" erschienen. Berliner Kurier - 2. Mrz. 2005 Zuckersüßer Schmatzer für Mami Schmusen mit Mami "Tso": Das ist für den kleinen Sichuan-Takin "Peooleng" das Schönste. Der süße Fratz wurde genau vor einem Monat im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde geboren. Solche Geschichten wie mit "Tso" und "Peooleng" können Besucher täglich erleben und ab heute sogar lesen. Das Buch "Die schönsten Geschichten" aus 50 Jahren Tierpark hat Autor Werner Synakiewicz aufgeschrieben (be.bra-Verlag, 9,80 Euro). Hamburger Abendblatt - 25. Feb. 2005 Eekholt - Hier gibt der Wolf den Ton an Eekholt - Offiziell gibt es in Deutschland zwei freilebende Wolfsrudel, die offensichtlich einen geeigneten Lebensraum gefunden haben. Der Wolf, der lange Zeit bei uns ausgerottet war, genießt als Neuankömmling unter den heimischen Tierarten in Deutschland größte Beachtung. Aber wird er wirklich akzeptiert oder spukt immer noch das Märchen vom bösen Wolf in den Köpfen? Im Wildpark Eekholt gibt es Antworten: Mit der Sonderveranstaltung "Eekholter Wolfsnächte" wird am Sonnabend, 26., und am Sonntag, 27. Februar, über den Wolf aufgeklärt. Rund um den Wolf gibt es interessante Darbietungen. Die Deutsche Wolfsgemeinschaft, der Club Nordische Rassehunde, die Nothilfe für Polarhunde sowie der Freundeskreis Lausitzer Wölfe unterstützen den Wildpark mit Informationsständen. Hamburger Abendblatt - 28. Feb. 2005 Der Wildpark zeigt, wie der Wolf wirklich ist Wer kennt sie nicht, die vielen Geschichten vom bösen Wolf? Dabei ist der vermeintliche Fiesling aus dem Tierreich ganz anders, sagt Ute Kröger (48) vom Wildpark Eekholt. Er ist vorsichtig, intelligent und stellt wenig Ansprüche. Der Tierpark will ihn zeigen, wie er wirklich ist. Und so wurde vor mehr als zehn Jahren die Idee der "Wolfsnacht" in Eekholt geboren. Ute Kröger ist seit 13 Jahren hier. Sie ist Leiterin der Wildparkschule und hatte die Idee. An diesem Wochenende kamen Tausende von Besuchern. Außer einem Besuch bei den Isegrimms hatte der Wildpark noch weitere Attraktionen vorbereitet: Husky-Schlitten rasten über die Wege. Kinder konnten sich als kleine Wölfe schminken. Als es dunkel im Wildpark wurde, begann eine besondere Schau: Bei Flutlicht konnten die Gäste die Fütterung der Wölfe beobachten. wien.at (öffentlicher Dienst) - 2. Mrz. 2005 ferienspiel-Abschlussfest im Tiergarten Schönbrunn Für alle TierfreundInnen ein absolutes Muss ist das semesterferienspiel-Abschlussfest am 6. März im Tiergarten Schönbrunn. Von 10:00 bis 17:00 Uhr dreht sich alles um die vom Aussterben bedrohten Schildkröten-Arten. Ein buntes Programm mit Workshops, Spielstationen, oder Rätsel-Rallyes sorgt für "tierisch viel" Spaß und Abenteuer. education highway - 27. Feb. 2005 Der Lebensraumzoo Schmiding öffnet ab dem 12.März wieder und bietet wie in den Vorjahren ein spannendes Zoopädagogikprogramm. Für die neue Saison wurde ein besonders aktuelles Thema als zusätzliche Spezialführung aufbereitet. "Der Zoo als Arche Noah" bietet einen anschaulichen Einblick in den Artenschutz, wobei wichtige Grundbegriffe anhand realer Hilfsaktionen erörtert werden. Schwerin-News - 25. Feb. 2005 Tierisches Zoovergnügen das ganze Jahr Neu in diesem Jahr: Von März bis September tierische Aktionen um das Tier des Monats. Können Giraffen brüllen, warum hat der Tiger ein gestreiftes Fell und fliegen Pinguine? Aufklärung gibts dazu bei unserer Tiersprechstunde mit Frau Otterbeck - Meyer. Die zwei Schlafmützen "Claudia" und "Vica" halten nach Bärenart noch ihre Winterruhe. In der zweiten Märzwoche sollen sie mit einem Frühlingsfest an der Bärenanlage nach der Winterruhe begrüßt werden. Nachdem die Schlafmützen aufgestanden sind, werden sie im März täglich um 15.30 Uhr gefüttert und dienstags zusätzlich um 10.30 Uhr. Am 18.03.2005 laden wir zum Schnuppertag ein. An diesem Tag gibts viel Spaß im Zoo zum halben Preis! Nachwuchs BZ auf Draht - 24. Feb. 2005 Knickohr lernt trompeten "Unser Minifant hat ein ordentliches Organ. Sobald er Durst auf Muttermilch hat, trötet er los", erzählt Pfleger Ingolf Kastirke, 54, vom Tierpark Friedrichsfelde. "Und er zwickt seiner Mama ganz feist in den Oberschenkel, damit sie ihr Hinterbein hebt. Anders kommt der Kleine nämlich nicht an die Zitzen ran." Doch Mutter Nova bleibt ganz gelassen. Die Welt - 25. Feb. 2005 Kuscheleinheiten für den kleinen Elefanten im Tierpark "Na, da ist ja die kleine Rüsselmaus." Genauso verliebt wie Tierpark-Sprecher Christian Matschei sind auch die sechs Elefantenpfleger in den Baby-Elefanten, der am Valentinstag im Tierpark Friedrichsfelde das Licht der Welt erblickte. Begeistert sind auch die vielen Besucher, die geduldig vor der Absperrung im Elefantenhaus stehen und ihren neuen Liebling beobachten. Auch in der Nacht bewachen die Tierpfleger den Kleinen - und achten gleichzeitig auf die schwangere Elefantendame Cynthia, die mit ihm und seiner Mutter Nova eine Box teilt. Auch bei Cynthia wird bald mit Nachwuchs gerechnet. Bis es so weit ist, kann sie schon ein wenig mit Novas Kind üben. "Neulich ist er über einen Kothaufen gestolpert, als er hinterher wollte", erzählt Pfleger Hammerschmidt. Und das eine oder andere Mal ist der Mini-Elefant auch schon im Stehen eingeschlafen und dann vornübergefallen. Einen Namen hat der Mini-Elefant immer noch nicht. Noch können die Berliner also Vorschläge machen. BZ auf Draht - 28. Feb. 2005 Wie lange hat Knickohr noch ein Knickohr? Der süße Minifant aus dem Tierpark Friedrichsfelde. Zwei Wochen ist Baby Knickohr jetzt alt, und jeden Tag lernt es etwas Neues. Nur: Wie lange hat Knickohr eigentlich noch einen Knick im Ohr? Während sich der Rüssel des Kleinen schon bewegt wie bei einem großen Elefanten, klappen die rosafarbenen Öhrchen immer wieder ein. "Sie sind einfach etwas zu groß für den kleinen Körper. Das ist bei Elefantenbabys aber normal", erklärt Pfleger Mathias Otto, der sich um den Kleinen kümmert. "Die Ohrmuschel wird erst in den nächsten Monaten richtig fest werden. Dann wachsen Knorpel und Hornhaut, um die Ohren zu straffen", sagt Otto. Yahoo! Nachrichten - 24. Feb. 2005 Raus aus dem Beutel - Nachwuchs bei Parmakängurus im Zoo Ein neugeborenes Parmakänguru im Berliner Zoo hat den Beutel seiner Mutter verlassen und ist jetzt auch für Besucher zu sehen. Das Jungtier wurde bereits vor sieben Monaten geboren. Zu diesem Zeitpunkt war es allerdings erst bohnengroß, nackt und blind. Kurz vor Weihnachten hatte das Kängurubaby einen ersten neugierigen Blick aus dem Beutel seiner Mutter geworfen. Im Januar wagte es dann seinen ersten Ausflug und seit dieser Woche ist das kleine Männchen auf sich selbst gestellt. Vermutlich befindet sich bereits das nächste Geschwisterchen an einer der Zitzen seiner Mutter. Die Gruppe der im Berliner Zoo gehaltenen Beuteltiere ist inzwischen wieder auf sieben Köpfe angewachsen, nachdem sie in den vergangenen Jahren bereits auszusterben drohte. Yahoo! Nachrichten - 28. Feb. 2005 Kleine Gnuziege stakst durch den Tierpark Über einen seltenen Zuchterfolg freut sich der Tierpark Berlin: Anfang Februar wurde der erste Sichuan-Takin geboren, und es ist auch noch ein weibliches Kalb. Wie ein Sprecher am Montag mitteilte, ist die kleine «Peooleng» nach einigen Wochen in Stall und Vorgehege jetzt mit seiner Mutter «Tsangpo» in der Anlage für asiatische Gebirgstiere zu bewundern. Vater des Kalbs ist der Bulle «Nam Tso». Dass jetzt nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen ein weibliches Sichuan-Takin-Kalb mit dem charakteristischen helleren Fell durch den Tierpark stakst, freut die Tierpark-Experten besonders. Außerhalb Asiens gibt es neben der erwachsenen «Tsangpo» im Tierpark nur noch ein weiteres Weibchen in Rotterdam. Berliner Morgenpost - 1. Mrz. 2005 Hündin zieht Sibirische Tiger groß Eine Tigermutter weigert sich, ihre Jungen zu versorgen. Die sieben Jahre alte Schäferhündin Balu kümmert sich rührend um ihre drei Sibirischen Tigerbabys im Wildlife Zoo von Shanghai. Hündin Balu hat bereits einschlägige Erfahrung mit Tigerkindern. Sie hat in den vergangenen fünf Jahren bereits zwölf verwaiste oder verstoßene Tiger großgezogen. Nebenbei versorgt sie auch noch ihre beiden eigenen Jungen - viel Arbeit für die Hundemutter. Artikel aus der französischsprachigen Presse zusammengestellt und übersetzt von Jonas Livet - www.leszoosdanslemonde.com La Dernière Heure - 24.02.2005 Bombay, Asian elephant female living in the Zoo of Amiens (France), was euthanasied on February 17, 2005. Born in 1948, she had been transferred to Amiens Zoo in 2003 after living in Antwerp Zoo. Its health had been degraded considerably these last months and she currently carried an orthopedic leather boot. Presse Xinhua - 19.02.2005 The director of the Abidjan Zoo launched a call for his structure which, according to him, risk to disappear if rigorous and immediate measures are not taken. The major problem relates to food for the animals, difficult to find and expensive. >> Sollte sich unter unseren Lesern jemand befinden, der Spaß daran hat, französische Meldungen direkt ins Deutsche zu übersetzen - bitte bei uns melden! Das gilt ebenfalls für eine Übersetzung der wichtigsten deutschen Artikel ins Englische für ZooNewsDigest - wir würden dies gerne wieder aufleben lassen. Yahoo! Nachrichten - 25. Feb. 2005 Wolf aus Freizeitpark Tripsdrill ausgebrochen Aus dem baden-württembergischen Freizeitpark Tripsdrill im Kreis Heilbronn ist am Donnerstagnachmittag ein Wolf ausgebrochen. Wie Polizei und Parkleitung mitteilten, entwischte das zweijährige Tier durch eine Schleuse des Wolfsgeheges, als andere - narkotisierte - Artgenossen wegen eines geplanten Transports in einen spanischen Tierpark aus dem Gehege getragen wurden. Nach Angaben der Tierparkleitung ist nicht zu erwarten, dass das als sehr scheu beschriebene Tier zu einer Gefahr für Menschen werden könnte. Zur Suche wurde unter anderem ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Yahoo! Nachrichten - 25. Feb. 2005 Wolf gesucht - Jungtier will offensichtlich zum Rudel zurück Die Polizei sucht weiter nach einem am Donnerstag aus dem baden-württembergischen Freizeitpark Tripsdrill entwichenen Wolf. Der Wolf halte sich aber weiterhin in einem Waldgebiet zwischen dem «Wildparadies» des Parks und Freudenthal auf. Das zweijährige Jungtier wolle offenbar zu seinem Rudel zurück und orientiere sich eher in Richtung des Geheges, sagte der Polizeisprecher. Die Lage ist nach Angaben des Polizeisprechers nicht mit jener in Nordrhein-Westfalen vergleichbar, wo Polizisten am Montag bei Heinsberg einen entlaufenen Wolf erschossen hatten. Er war aus einem belgischen Zuchtgehege entlaufen. Die Polizei musste davon ausgehen, dass er Menschen angreifen könnte. Fränkische Nachrichten - 26. Feb. 2005 Wolf in Tripsdrill ausgebrochen Das Wolfrudel im zu Tripsdrill gehörenden Wildparadies bekam im letzten Jahr zum ersten Mal Nachwuchs: neun Junge auf einen Streich. Da das Rudel mit insgesamt 14 Wölfen zu groß für das Gehege wurde, sind am Donnerstag sieben Wölfe auf die Reise in einen Tierpark nach Spanien gegangen. Beim Herausholen der narkotisierten Tiere brach ein zweijähriger Wolf des zurückbleibenden Rudels um 14.30 Uhr durch die Schleuse aus dem Gehege aus. Die Polizei war bereits am Donnerstag mit einem größeren Suchtrupp inklusive Helikopter vor Ort. Insgesamt neun Polizeistreifen der Polizeidirektionen Heilbronn und Ludwigsburg sowie ein Polizeihubschrauber, Förster und Tierpfleger waren beteiligt. Das Tier konnte zwar vom Hubschrauber aus kurzfristig ausgemacht werden, entzog sich aber den Bodenkräften. Hohenloher Zeitung - 26. Feb. 2005 Ausgebrochener Wolf ist zurück im Tierpark Der am Donnerstag aus dem Cleebronner Tierpark Tripsdrill entlaufene Wolf ist gestern Abend eingefangen worden. Zwei Tage lang waren am Stromberg Suchtrupps unterwegs. Das Tier war am frühen Abend an der Straße zwischen Freudental und Cleebronn auf Höhe der Burg des Freizeitparks entdeckt worden. Gegen 17.30 Uhr saß der erste Schuss aus dem Betäubungsgewehr von Wildtier-Händler Reiner Jobst. Der Tripsdrill-Suchtrupp verfolgte den Wolf anschließend in den Heidewald, bis etwa eine Viertelstunde später das Narkosemittel wirkte. Dann wurde er in eine Transportkiste gelegt und in den Wildpark gebracht. Der Rückkehrer wird vorerst in einer Quarantäne-Station beobachtet, bevor er wieder ins Gehege kommt. Hätten ihn die Tripsdrill-Mitarbeiter gestern nicht gefangen, wäre es gefährlich für ihn geworden: Seit Donnerstagabend war der Ausreißer offiziell zum Abschuss freigegeben. Heidenheimer Zeitung - 26. Feb. 2005 Die "Hellabrunner Mischung" saß Ein Schuss aus dem Narkosegewehr beendete den Ausflug in die Freiheit eines Wolfs. Das zwei Jahre alte Tier war am Donnerstag aus einem Gehege beim Freizeitpark Tripsdrill ausgebrochen. Die Polizei hatte den Rüden zuvor vergebens mit einem Huschrauber gesucht. Der Wolf ist geflüchtet, als sieben junge Artgenossen für einen Zoo in Spanien verladen wurden. Seither streifte er nervös durch den Wald, immer in der Nähe des Geheges, in dem er geboren ist. Bis zum Zaun traute er sich nicht. Die Suche spielte sich dort ab, wo ein Wildschütz am 10. März 1847 Württembergs letzten wilden Wolf getötet hat. Die Bestie, wohl ein Einzelgänger aus den Vogesen, hatte über 50 Schafe gerissen. Das Gewann heißt seither Wolfsklinge. NRZ - 24. Feb. 2005 Affen-Kinder Pongo und Demo sorgen für Stimmung im Münsteraner Zoo Die Ankunft der beiden Orang-Utan-Kinder Pongo (6) und Demo (7) im Allwetterzoo Münster sorgt für Trubel im Affenhaus. Die beiden lebhaftigen Affen-Jungen aus Dänemark seien dabei, sich in die bestehende Affen-Gruppe einzuleben, berichtete Pflegerin Bärbel Uphoff. Das Duo habe sich schon an die anderen fünf Orang-Utans gewöhnt und halte die älteren Tiere auf Trab. Um die Orang-Utan-Zucht im Zoo weiterführen zu können, waren Pongo und Demo nach Münster geholt worden. Thüringische Landeszeitung - 25. Feb. 2005 Skelett soll wieder laufen lernen Marina war der Star im Erfurter Zoopark. Die Elefantendame aus dem Kongo gehörte seit Juli 1960 gewissermaßen zum Inventar des Zoos. Der Koloss Marina wog etwa 3,5 Tonnen, war vier Meter lang und wies eine Schulterhöhe von etwa 2,5 Meter auf. Allein das Herz der Elefantendame wog 18 Kilogramm. Am 30. Juli 2003 hörte es auf zu schlagen. Was für die Zoobesucher ein Schock war, stellte sich für Matthias Krüger als Herausforderung dar. Der 41-jährige Jenaer ist Präparator am Phyletischen Museum. "Unser Chef hatte den Elefanten dem Naturkundemuseum abgeluchst; die wollten ihn eigentlich für ihr Arche-Projekt haben." Nun soll Marina wieder ein Star werden: als Objekt in einer Sonderschau des Museums, die am 22. April eröffnet werden soll. Die Präparatoren Matthias Krüger und Renate Rub, die einzige Kollegin, haben den Ehrgeiz, das Elefantenskelett in einer Laufpose zu zeigen. Zur Entlastung der Konstruktion wird auf die originalen Stoßzähne verzichtet, stattdessen wurden Kunstharz-Abformungen hergestellt. Die echten Stoßzähne des Tieres werden die Besucher der Ausstellung in die Hand nehmen können. Marina ist nicht das einzige Objekt der Schau. Gezeigt werden noch gigantische Walknochen, darunter ein 6,3 Meter langer Kieferknochen des Grönlandwals, ein weiteres Elefantenskelett und Teile der Anatomie von Marina. Darunter das 18 Kilo schwere Herz, das Matthias Krüger mit Poly-Ethylen-Glykol haltbar gemacht hat. Die Sonderschau zu Marina soll zwei Jahre lang im Phyletischen Museum gezeigt werden. Danach wird ein Abnehmer gesucht, weil Marinas Gebeine sonst im Magazin verschwinden würden. RP Online - 25. Feb. 2005 En Besuch im Zoo..... Ein Besuch im Zoo und das im Februar? Das ist doch kalt und usselig.... kalt schon, aber ein wundervolles Erlebnis. Meine Tochter wollte in den Allwetterzoo in Münster um Material für ihre Facharbeit zu sammeln. Zum Begleiten überredet, packte ich meine Digitalkamera ein und wir machten uns an einem kalten aber sonnigen Februartag auf die Reise. Der Mix aus Tierhäusern, Freigehegen und überdachten Wegen machte diesen Tag zu einem wundervollen Mutter/Tochterausflug. Als ich abends meine Fotos sortierte, ergab sich, wie von selbst, die Elefantenpostkarte, die bei den Zoofans des Allwetterzoos Münster großen Anklang fand. Fazit: Allwetterzoo im Winter... gerne wieder. news.de - 2. Mrz. 2005 Überraschung im Magdeburger Zoo: Strauß Bert ist eine Berta Überraschung im Magdeburger Zoo: Strauß Bert, der vor einem Jahr als Männchen aus Münster an die Elbe kam, ist in Wahrheit ein Weibchen. «Nach seinen Begattungsversuchen mit Männchen Erni dachten wir schon, Bert sei schwul», sagte Zoodirektor Kai Perret. «Auf Grund der Färbung seiner Federn steht nun aber fest, dass er eine Straußen-Frau ist.» Der Zoo hofft jetzt auf Nachwuchs bei den Riesenvögeln. Und die Magdeburger Tierpfleger benannten Bert kurzerhand in Berta um. MDR - 28. Febr. 2005 Aufs Tier gekommen (1/5) Wir wollen über Menschen erzählen, für die ein Leben ohne Tiere nicht mehr vorstellbar ist. Der erste Beitrag erzählt von der spektakulären Rettung eines Bären. Ein verlassener Tierpark bei Fulda. Seit Tagen lebt der Kragenbär Speedy in einem Kellerloch ohne Licht. Er wurde weggesperrt, weil kein Platz mehr war. Mit einigen Helfern ist Uwe Lagemann angerückt, um den Bären zu retten. In einer spektakulären Aktion wird Speedy mit einem Pusterohr betäubt und aus dem Verließ befreit. Sein neues Zuhause ist der Bärenpark in Worbis. Uwe Lagemann hat 1996 den Bärenpark im Auftrag des Deutschen Tierhilfswerkes ins Leben gerufen. Zusammen mit seiner Frau und zwei Raubtierpflegern aus Holland macht er hier aufmerksam auf die katastrophalen Bedingungen, unter welchen Meister Petz oft sein Dasein fristen muss. Stuttgarter Wochenblatt - 24. Feb. 2005 Mit den Affen auf Du und Du Kürzlich war Gundi Scharpf, Mitarbeiterin bei der Wilhelma Stuttgart, auf Besuch in der Stadtteilbücherei Degerloch und berichtete von ihrer Arbeit mit den Menschenaffen. Als sie im Zoologischen Garten anfing, habe es noch keine Aufzuchtstation für kleine Menschenaffen gegeben, erzählte die 40-jährige Gundi Scharpf. Da diese sehr heikel in der Pflege sind, nahm sich Gundi Scharpf ihrer an und zog sie kurzerhand zu Hause auf. Dort teilte sie ihre Fürsorge für die kleinen Affen mit ihren zwei Kindern. Nach 15 Jahren häuslicher Pflege konnte auch in der Wilhelma eine heute vorbildliche Jungtieraufzuchtstation für Menschenaffen eingerichtet werden. "Da die Tiere nicht in freier Wildbahn aufwachsen, müssen wir ihnen alles beibringen, was sie im Zusammenleben mit den Artgenossen wissen müssen." Ein wichtiges Thema bei dem Vortrag in der Stadtteilbücherei war auch die Rolle der Zoologischen Gärten beim Artenschutz. Frankfurter Neue Presse - 24. Feb. 2005 Aufatmen im Kobelt-Zoo: Zaun bleibt stehen Schwanheim. Die Mitarbeiter des Wilhelm-Kobelt-Zoos können endlich aufatmen: Der vor fünf Wochen ohne Genehmigung errichtete Industriezaun aus Stahl zum Schutz gegen Wildschweine darf stehen bleiben. «Wir weisen aber darauf hin, dass das eine Ausnahme ist und dass wir gegen jede weitere unerlaubte Errichtung von Zäunen beinhart vorgehen werden», betont Stephan Heldmann. Der Leiter des Grünflächenamts konnte den Stadtforst und die Untere Naturschutzbehörde davon überzeugen, dass mit dem Erhalt des Zaunes der pragmatische Ansatz verfolgt werde. Mit den hungrigen Wildschweinen des Frankfurter Stadtwalds hatte alles begonnen. Die schafften es nachts nämlich immer wieder, den alten Maschendrahtzaun, der den an der Schwanheimer Bahnstraße befindlichen Zoo umzäunt, von unten aufzubiegen, und sich dann am Futter der Tiere gütlich zu halten. Und nicht nur das: Sieben Tierbabys starben bei den nächtlichen Besuchen der ungebeteten Gäste. Als die wilden Schweine plötzlich auch tagsüber den Zoo unsicher machten und Mitarbeiter sich vor den heran rasenden Tieren in Sicherheit bringen mussten, schritten die Mitglieder der Wilhelm-Kobelt-Gesellschaft, die den Zoo ehrenamtlich betreibt, zur Tat. Doch kaum errichtet, kam am 17. Januar der Einspruch des Stadtforsts gegen einen solchen Stahlzaun, der im Wald nichts zu suchen habe. Märkische Oderzeitung - 1. Mrz. 2005 Winter schlägt Zoo-Chef Schnippchen Noch hat zwar der Winter die Region fest im Griff, doch im Oderbruchzoo Altreetz stehen die Vorbereitungen auf die neue Saison vor dem Abschluss. Vor allem mit neuen Attraktionen will Zoo-Chef Peter Wilberg Gäste in die Einrichtung an der "touristischen Eiszeitstraße" locken. Erst vor wenigen Wochen konnte Kamel Püppi im Tiergehege Einzug halten. Zu den Zoo-Bewohnern gehört jetzt auch eine Zebu-Herde, ein Geschenk des Berliner Tierparks. Bis zur Saisoneröffnung werden sich die Neuen eingewöhnt haben. Allerdings: Peter Wilberg befürchtet, den Termin nicht halten zu können. Ursprünglich sollte am 22. März der Startschuss fallen. Doch der Winter schlägt Wilberg ein Schnippchen. Peter Wilberg kommt um die Erhöhung der Eintrittspreise nicht herum. Zwar bleibt es bei den Kindern bei einem Euro, doch Erwachsene zahlen künftig statt 1,50 Euro dann zwei Euro. Die Übernachtung im Feriendorf für Behinderte steigt ebenfalls, von vier Euro auf fünf Euro. Peter Wilberg erklärt den unumgänglichen Schritt: "Wir haben in den vergangenen Jahren 180 000 Euro in die Einrichtung investiert. Das Angebot ist breiter und interessanter geworden. Damit steigen aber auch die Unterhaltungskosten, u. a. für das Affengehege oder die Galerie." Westdeutsche Zeitung - 28. Feb. 2005 "Ich hänge an jedem einzelnen Tier hier" Im Tiergarten Odenkirchen war der Bär los. Allerdings nicht im entsprechenden Gehege, sondern in der Cafeteria der Anlage Am Pixbusch. Oberbürgermeister Norbert Bude, Odenkirchens Bezirksvorsteherin Renate Zimmermanns und der gesamte Vorstand hatten sich auf den Weg gemacht, um den langjährigen ersten Vorsitzenden des Tiergartenvereins, Franz Stevens, zu verabschieden. Die Entwicklung des Tiergartens hat er lange Zeit begleitet und geprägt. "Als ich 1968 erstmals in den Vorstand gewählt wurde, gab es vom heutigen Park bis auf das Seelöwenbecken noch nichts." Den Ausbau der einzelnen freien Gehege bis zum Bau von Affenhaus, Cafeteria und Zooschule das alles hat er miterlebt. 1980 wurde er dann zum ersten Vorsitzenden gewählt. Berliner Zeitung - 26. Feb. 2005 Zum Abschied ein Kamel namens Joachim Seit Jahren begleitet Joachim Kormann jeden Morgen den Tierparkdirektor auf seinem Rundgang. Doch am Montag wird alles ganz anders sein. Es ist sein letzter Arbeitstag. Kormann ist jetzt 65 und geht nach 39 Jahren im Dienste des Tierparks Berlin in Rente. Sein schönster Termin liegt nicht lange zurück: Vor fünf Jahren durfte Kormann den ersten Elefantennachwuchs präsentieren. "Das war ein großartiges Ereignis", sagt er. Einer der jüngsten Bewohner, ein junges Kamel, trägt den Namen Joachim. Kormanns Kollegen hatten die Idee - als Geschenk zum Ausstand. Auch wenn Kormann in Rente geht, bleibt er dem Tierpark erhalten. Er darf weiterhin in seiner Dienstwohnung auf dem Areal leben. Und er wird weiter in der Cafeteria mit den 20 Aquarien zu sehen sein, weil er sich dort - vor allem vor der Riff-Lagunenlandschaft - am liebsten aufhält. Berliner Kurier - 28. Feb. 2005 Der Tierpark sagt tschüss Er ist ein alter Hase. Doch auch der muss einmal in Rente gehen. Heute hat Tierpark-Sprecher Dr. Joachim Kormann (65) in Friedrichsfelde seinen letzten Arbeitstag. Ein Tierpark ohne Dr. Kormann? Eigentlich unvorstellbar! Darum wird er dort weiter wohnen, sich um die Fische kümmern. Übrigens: An seinem 65. Geburtstag wurde im Tierpark ein kleines Kamel geboren. Das heißt jetzt ihm zu Ehren auch Joachim. Die Welt - 1. Mrz. 2005 Zoologe aus Leidenschaft: Tierpark-Sprecher geht in Ruhestand Joachim Kormann hat geschafft, wovon viele nur träumen: Er konnte seine Leidenschaft, die Zoologie, zum Beruf machen. Denn bis gestern war Kormann als Mitarbeiter der Aquaristik und offizieller Sprecher des Tierparks Berlin in Friedrichsfelde tätig. Nach 29 Jahren geht der 65jährige in Rente. Daß er von nun an nicht mehr für Pressetermine zuständig ist, sieht Kormann gelassen; er freut sich über die gewonnene Zeit, in der er sich dem tierischen Leben unter Wasser widmen möchte. Und so wird er auch künftig auf dem Zoogelände wohnen bleiben. Berliner Morgenpost - 1. Mrz. 2005 Zoologe aus Leidenschaft Joachim Kormann hat geschafft, wovon viele nur träumen: Er konnte seine Leidenschaft, die Zoologie, zum Beruf machen. Denn bis gestern war Kormann als Mitarbeiter der Aquaristik und offizieller Sprecher des Tierparks Berlin in Friedrichsfelde tätig. Nach 29 Jahren geht der 65jährige nun in Rente. "Manchmal stand die Pressearbeit so sehr im Vordergrund, daß die Biologie fast schon zu kurz gekommen ist." Berliner Morgenpost - 27. Feb. 2005 Frodo und Lisa von Schmausenbug - die ausgefallenen Namen Noch hat der kleine Elefant im Tierpark Friedrichsfelde keinen Namen, aber man muß sich wirklich keine Sorgen machen. Hier ist man äußerst kreativ, wenn es um das Benennen der Parkbewohner geht. Manchmal - wie auch beim Mini-Elefanten - sind es die Berliner, die Vorschläge einbringen können. Oft sind es aber die Pfleger, die ihre Schützlinge taufen. Märkische Oderzeitung - 26. Feb. 2005 Waschbärfamilie wieder vereint Familie Waschbär im Eberswalder Zoo ist wieder vollständig. Doch schon in wenigen Wochen könnte Mutti Waschbär wieder das Weite suchen, spätestens dann, wenn sie der Nachwuchs allzu sehr nervt. Während Vater Waschbär aus einem Eilenburger Tierpark stammt, wurde seine Partnerin von einem Eberswalder aus einer Mülltonne geborgen. "Wir haben das Tier bei uns aufgenommen und es schien, als hätte es sich gut bei uns eingelebt", sagt Zoochef Bernd Hensch. Im April vergangenen Jahres gab es den ersten Familienzuwachs. Vier muntere Waschbärkinder sorgten für allerlei Trubel in der Anlage. Die frischgebackene "Mama" kam nur selten zur Ruhe. "Jedes Mal, wenn es zu bunt wurde, kletterte sie auf den höchsten Ast im Bau. Es dauerte aber nicht lange, da hingen die vier Jungen selbst da oben an ihrer Mutter. Im Juli schließlich, als sie die vier Kleinen aus dem Gröbsten heraus hatte, war sie plötzlich verschwunden", erzählt Hensch. news.search.ch - 2. Mrz. 2005 Auch die Tiere haben Mühe mit der Kälte Im Zoo Basel haben derzeit einzig die Flusspferde ein Ausgangsverbot, wie eine Zoosprecherin sagte. Die Elefanten dürfen zwar nach draussen, aber nur für beschränkte Zeit. Denn den Dickhäutern drohen bei arktischen Temperaturen Erfrierungen an ihren grossen, aber dünnen und gut durchbluteten Ohren. Besondere Aufmerksamkeit ist bei den Raubtieren gefordert. Das Eis in den Gräben muss täglich aufgepickelt werden, damit sich die Tiere nicht plötzlich über Eis aus dem Staub machen. Märkische Oderzeitung - 2. Mrz. 2005 Trockene Kälte schadet Tieren nicht Neugierig kommt Gaby angetrabt. "Die hofft auf was zu naschen", sagt Gerd Friedrich. Der Pony-Stute aus dem Kleinen Zoo in Seelow scheint die klirrende Kälte nichts auszumachen. Kein Wunder: Gaby hat sich ein dickes Fell zugelegt und ordentlich Winterspeck angefressen. "Trockene Kälte schadet Haustieren grundsätzlich nicht", weiß der Experte auch. Wichtig sei es deshalb vor allem, den Haustieren trockene und windgeschützte Unterstände bzw. Ställe zu sichern, appelliert der Amtstierarzt an alle Tierhalter. "Das Futter darf nicht gefrieren. Am besten ist derzeit Trockenfutter. Und öfter neues, warmes Wasser", so Dr. Fritzsch. Focus Online - 1. Mrz. 2005 Zoo in Rom - Pullis und Wärmflaschen für Affen Angesichts der frostigen Temperaturen haben die Affen im römischen Tierpark Pullover und Wärmflaschen bekommen. Das italienische Fernsehen zeigte am Dienstag Bilder von einer kräftigen Orang-Utan-Dame, die sich einen ausgeleierten Pullover überstülpte. Die Zooleitung verteilte außerdem alte Decken und Wärmflaschen an die Tiere. Die Schimpansen wurden von den Pflegern mit warmem Tee, Brioche und Keksen versorgt. Alle Tiere erhielten wegen der in Rom ungewöhnlich niedrigen Temperaturen um den Gefrierpunkt zusätzliche Futterrationen. Yahoo! Nachrichten - 28. Feb. 2005 Methusalems hinter Gittern - Zootiere werden immer älter Moderne Medizin und komfortable Lebensbedingungen verhelfen nicht nur Menschen zu einem immer längeren Dasein. Auch Zootiere entwickeln sich dank aufwändiger Hege und Pflege mittlerweile zu regelrechten Methusalems. Im Tierpark Stralsund hält derzeit die maurische Landschildkröte «Morla» mit über 50 Jahren den Altersrekord. Gut gehalten haben sich den Angaben zufolge auch die 21-jährige Ozelotkatze «Evelin 2» und die kaukasische Zwergzebukuh «Spitzhorn», die vor 17 Jahren das Licht der Welt erblickte. Frankenpost - 3. Mrz 2005 Keine Söckchen für die Erdmännchen Es gefällt den großen und kleinen Bewohner des Hofer Zoos ganz gut an der frischen Luft. Wir besuchten die Alpakas, Kängurus, Fuchsmangusten oder Nasenbären und fragten bei Zooleiter Janusz Gutkowski nach, wie seinen pelzigen, geschuppten und gefiederten Attraktionen die klirrende Kälte bekommt. Von Wärmflaschen für die Kängurus oder Söckchen für die Erdhörnchen kann der Hofer Zooleiter Janusz Gutkowski eigentlich gar nichts berichten. Sehr viele unserer Tiere vertragen die Kälte ohne Probleme. Auch zahlreiche Zootiere, die in freier Wildbahn Winterschlaf halten oder in den Süden fliegen würden, sitzen bei uns auch nachts gerne draußen, verrät Gutkowski. Denn im Gegensatz zur Wildnis bekommen sie im Zoo genug zu fressen. Mitteldeutsche Zeitung Fußbodenheizung für Löwen Und die Raubtiere im Zoo suchen in ihren Freianlagen jene Stellen, die eine Fußbodenheizung haben. Die Welt Zoologe aus Leidenschaft: Tierpark-Sprecher geht in Ruhestand Bis gestern war Kormann als Mitarbeiter der Aquaristik und offizieller Sprecher des Tierparks Berlin in Friedrichsfelde tätig. Kölnische Rundschau Streit um Wassercent": Zoo verklagt Land Rund 800 000 Kubikmeter Wasser im Jahr fördert der Kölner Zoo mit vier Rohrfilterbrunnen. Das Land verlangt vom Zoo den Wassercent" Märkische Oderzeitung Winter schlägt Zoo-Chef Schnippchen Vor allem mit neuen Attraktionen will Zoo-Chef Peter Wilberg Gäste in die Einrichtung an der "touristischen Eiszeitstraße" locken. Web.de - 2. Mrz. 2005 Riesenhummer aus Atlantischem Ozean vor Kochtopf gerettet Ein zehn Kilogramm schwerer Riesenhummer aus dem Atlantischen Ozean ist nach öffentlichem Druck in den USA in einem Aquarium und nicht im Restaurant gelandet. Das Prachtexemplar mit dem Namen «Bubba» sei möglicherweise 100 Jahre alt. Fischhändler Robert Wholey habe das Tier dem Aquarium im Pittsburgher Zoo (US-Bundesstaat Pennsylvania) gespendet, obwohl er das Fleisch für mindestens 330 Dollar (rund 250 Euro) hätte verkaufen können. «Bubba» wird nun einige Wochen in Pittsburgh verbringen, bevor er in ein Aquarium in Niagara Falls in Kanada gebracht wird. «Bubba» ist über 53 Zentimer lang und seine größte Zange misst fast 40 Zentimeter - das 15 Zentimer lange Bein, an dem die Zange sitzt, nicht eingeschlossen. Yahoo! Nachrichten - 1. Mrz. 2005 Akupunktur für Elefantendame in Singapur Kranke Tiere im Zoo von Singapur kommen neuerdings in den Genuss einer alternativen Heilmethode: Sie werden akupunktiert. Die jüngste Patientin ist «Tun», eine 15 Jahre alte, 2.400 Kilogramm schwere Elefantendame. Eine Artgenossin fügte ihr bereits vor neun Jahren eine Beinverletzung zu, und die Tierpfleger sorgten sich nun, dass das seitdem geschwächte rechte Bein «Tuns» zunehmendem Gewicht nicht mehr lange würde standhalten können. Tierarzt und Akupunkteur Oh Soon Hock hat vor wenigen Wochen mit «Tuns» Therapie begonnen und berichtet von ersten Erfolgen. Oh hat nach eigenen Angaben mit Hilfe von Akupunktur bereits einen Orang-Utan aus dem Koma erweckt, das gebrochene Bein eines Geparden geheilt sowie eine Python wiederbelebt. AP state. (02-25-05) Third woman files suit alleging pressure to show breasts to Koko Woodside, Calif. (AP) -- Another former employee has filed suit against the Gorilla Foundation, saying that she was repeatedly forced to show her breasts to Koko, the internationally famous sign language "talking" primate. Two other former employees filed similar claims last week. But while Alperin and Keller refused to expose themselves to Koko, Rivera, who was pregnant at the time, acquiesced. "She took it as a disagreeable duty of her employment," said Rivera's lawyer, Michael Adams, in a phone interview."To Rivera's shock and surprise, Patterson informed Rivera that Koko was communicating by sign language that `she wants to see your nipples,'" the suit alleged. "When Rivera expressed her incredulity at the apparent request, Patterson pressured Rivera to comply, telling her, 'Everyone does it for her around here' and telling Koko to 'calm down' and 'just give her time.' | | | | Pressemitteilungen teilweise gekürzt | Zoo Magdeburg, 2.3.05 Wie aus Bert eine Berta wurde Vor fast einem Jahr erhielt der Magdeburger Zoo zwei männliche Strauße aus dem Zoo Münster. Die beiden Südafrikanischen Strauße Bert und Erni lebten sich gut auf der Afrikaanlage in Gesellschaft mit den Grevy-Zebras, Marabus und Kronenkranichen ein. Die Magdeburger Zoologen staunten nicht schlecht, als sich das Gefieder des einen Straußes nicht wirklich verfärbte, wie es sich bei einem ordentlichen Straußen-Mann gehört. Es kam aber noch besser, denn Erni schickte sich an, Bert begatten zu wollen. Wir vermuteten schon, dass wir ein schwules Straußenpaar aus Münster bekommen hatten, erläutert Zoodirektor Kai Perret. Aber Berts Gefieder blieb wie bei Weibchen braun und es stand nun fest, dass Bert dem anderen Geschlecht angehört. Kurzentschlossen tauften daher die Tierpfleger Bert in Berta um. Unverhofft kam Erni so zu einer Partnerin. Zoo Duisburg, 02.03.05 Lockenkopf auf (vier) langen Beinen Spätestens dann, wenn es statt zu bellen zu blöken anfängt, kommt man dahinter, dass es sich bei dem schokofarben-gelockten Wollknäuel im Stall der Südamerika-Anlage weder um einen Pudel noch um einen vierfüßigen Beatle-Verschnitt handeln kann! Es ist ein vor genau zwei Wochen geborenes A l p a k a-Böckchen, also ein Spross der zur weitläufigen Kamelverwandtschaft zählenden Lama-Familie, das statt am Fuße der Anden neben dem östlichen Brückenkopf der Neuen Landschaftsbrücke im Zoo zur Welt kam. Alpaka-Wolle zählt zu den kostbarsten Spinnprodukten überhaupt, deshalb auch kann dem kleinen Neuankömmling das derzeit grimmige Winterwetter nicht viel anhaben; Schwierigkeiten machen zur Zeit lediglich die überlangen Stakelbeine, zumal beim Galopp ist der Viertakt noch etwas stolpernd... Wilhelma Stuttgart, 2.3.05 Eierlegende Wollmilchsäue ... ...gibt es nicht. Aber ein sogenanntes Dreinutzungsrind wie etwa das Limpurger Rind aus dem Welzheimer Wald kommt der Sache schon ziemlich nah. Solche Rinder liefern Milch und Fleisch und finden gleichzeitig als Zugtiere Verwendung als Multitalente waren sie früher bei den Bauern sehr gefragt, verschwanden aber im Zuge der Umstellung auf Traktoren und Turbokühe innerhalb kürzester Zeit aus den Ställen. Viele Nutztierrassen sind so ausgestorben, einige wenige haben in den Ställen traditionsbewusster Bauern oder in zoologischen Gärten überlebt. So auch das Limpurger Rind: Um 1960 gab es noch 17 Kühe, einen Bullen und einige wenige Liebhaber, die diese Rasse einfach nicht aussterben lassen wollten. 1987 wurde ein Zuchtverband neu gegründet, der heute auf einen Bestand von über 200 Herdbuchkühen und genügend Bullen zurückgreifen kann ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und unschätzbare Genreserve für anfällige Hochleistungsrassen. Auch die Wilhelma beteiligt sich an der Erhaltungszucht alter Haustierrassen: Auf dem Schaubauernhof tummeln sich Schwäbisch-Hällische Schweine, Skudden, Poitou-Esel sowie Hinterwälder und Limpurger Rinder. Der Bestand an Limpurgern ist dort gerade wieder um 2 Kälbchen gewachsen: Pedro und Steffi sind die jüngsten Zugänge im Rinderstall, niedlich anzusehen für die Besucher der Wilhelma und wertvoll für den jungen Zuchtverband. Aquazoo Düsseldorf 2.3.05 Eröffnung der Sonderausstellung "Bye-bye butterfly?" Die Entwicklung der Schmetterlingsfauna in Düsseldorf seit 1900 am Donnerstag, dem 10. März 2005, um 12.00 Uhr im Aquazoo - Löbbecke Museum, Kaiserswerther Str. 380, Düsseldorf Nach der im Aquazoo - Löbbecke Museum betreuten Landessammlung rheinisch-westfälischer Schmetterlinge kamen um 1900 über 60 Tagfalterarten in Düsseldorf vor. Weniger als 30 dieser Arten sind nach aktuellen Untersuchungen des Düsseldorfer Naturschützers Ludwig Amen heute noch in der Landeshauptstadt zu finden. Die vom 10. März bis zum 16. Mai 2005 im Aquazoo - Löbbecke Museum laufende Sonderausstellung stellt die Tagfalter sowie tagaktive Nachtfalter Düsseldorfs mit 74 brillanten Farbfotos vor. Alle Tagfalterarten, die um 1900 in Düsseldorf vorkamen, werden als naturgetreue Reproduktionen aus der Landessammlung rheinisch-westfälischer Schmetterlinge gezeigt, alle heute noch vorkommenden Arten auch als Originale aus der Landessammlung. Die Ausstellung informiert über die Ursachen der heutigen Gefährdung von Schmetterlingen, wichtige Merkmale zur Bestimmung der einheimischen Arten, das Programm Tagfaltermonitoring in Nordrhein-Westfalen sowie über Möglichkeiten, Schmetterlingen in ihrem Fortbestand zu helfen. Tierpark Chemnitz, 01.03.05 Riesensalamander reist in den Norden - Blattschneideameisen bei Lexi-TV jetzt auch im Internet Das Vivarium des Tierparks Chemnitz ist auch über Sachsens Grenzen hinaus gut bekannt und viele Amphibienfreunde nehmen eine weite Anfahrt in Kauf, um es zu besuchen. Jetzt legte ein Bewohner des Vivariums seinerseits einen langen Weg zurück, um seine Tiergruppe den Menschen bekannter zu machen. Er reiste ins NATUREUM NIEDERELBE, in ein Museum der besonderen Art, welches an der Elbemündung gelegen ist und auf vielfältige Weise über Natur und besonders die Lebenswelt Küste informiert. Das Museum hat sich nun für eine Sonderausstellung zum Thema Amphibien in Chemnitz einen Riesensalamander, auch Schlammteufel genannt, ausgeliehen. Er hat dort beste Lebensbedingungen und wird im Herbst wieder nach Sachsen zurück kehren. Übrigens, die kleinsten Bewohner des Tierparks Chemnitz können jetzt auch im Internet bewundert werden: Lexi-TV (MDR) widmete kürzlich eine Sendung den Ameisen und filmte dabei die Kolonie Blattschneiderameisen im Chemnitzer Tropenhaus. Da kann man die kleinen Tiere ganz groß erleben und erfährt Interessantes über ihre Lebensweise. Die Sendung und der im Tierpark gedrehte Beitrag (Voller Fleiß im Zoo) kann unter http://www.lexi-tv.de/lexikon/thema.asp?InhaltID=2605 angesehen werden. Städtisches Presseamt Krefeld, 01.03.05 Unerwarteter Nachwuchs bei den Servalen im Krefelder Zoo Der Frühling schickt seine Boten überall voraus, so auch im Gehege der Servale im Krefelder Zoo. Dort erblickten am 21. Januar zwei junge Katzenmädchen das Licht der Welt und erfreuen sich bester Gesundheit. Das stellte sich bei der jetzt erfolgten Impfung der Kätzchen heraus. Sie sind der elfte Wurf ihrer Mutter, welche seit 1994 im Krefelder Zoo lebt und inzwischen fast zwölf Jahre alt ist. Die beiden Kleinen gedeihen prächtig und unternehmen jetzt ihre ersten kurzen Ausflüge ins Gehege, was Zoobesuchern die Gelegenheit gibt, ihre Aktivitäten zu verfolgen. Stadtpressedienst Dortmund, 01.03.05 Wissenschaft findet auch im Zoo statt Vortragsreihe der Zoofreunde Die Stadt Dortmund hat das Jahr 2005 unter dem Motto Wissenschaft findet Stadt zum Jahr der Wissenschaften erklärt. Zu den wenig beachteten Wissenschaftstandorten Dortmunds gehört auch der Zoo, der auch bundesweit zu den wissenschaftlich geleiteten Zoos Deutschlands gehört. Immerhin beschäftigt der Zoo Dortmund drei Naturwissenschaftler: neben Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter (Zoologe) die stellvertretende Zoodirektorin Dipl. Biologin Ilona Schappert (Zoologin) und die Tierärztin Dr. Christine Osmann (Veterinärmedizinerin). Zwar bleibt neben der Alltagsarbeit nur wenig Zeit für echte wissenschaftliche Forschung, doch wird diese um so intensiver genutzt. Einen Überblick über die wissenschaftliche Arbeit des Zoos gibt Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter in seinem Vortrag Wissenschaft findet auch im Zoo statt am kommenden Mittwoch, 09. März, ab 19.00 Uhr im Vortragssaal des Zoos im Rahmen der Vortragsreihe der Zoofreunde Dortmund. Der Besuch des Vortrags ist kostenlos, Interessierte sind herzlich eingeladen. Die wissenschaftliche Forschung gehört zu den Pflichtaufgaben eines Zoos. Dies ist auch in der sogenannten Zoorichtlinie der EU festgeschrieben, nach der auch der Zoo Dortmund zertifiziert werden muss. Wisentgehege Springe, 01.03.05 Am Sonntag, den 6. März fliegen sie wieder! - Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt Nach dem aktuellen Wintereinbruch in Norddeutschland ist es schwer vorstellbar, aber die Greifvögel im Falkenhof des Wisentgeheges beenden ihre Winterpause und starten erholt und mit frischem Schwung in die Saison. Das Falknerteam um Christin Krischke und Rouven Polep hat die Bussarde, Uhus, Milane, Falken und Adler, die Könige der Lüfte pünktlich zum Saisonbeginn fit gemacht. Am Sonntag den 06. März startet das Wisentgehege mit einem besonderen Familienangebot in die Saison. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Um 11.30 Uhr und um 15.00 Uhr zeigen die tollkühnen Flieger mit großem Spaß ihr Können. Spannende Unterhaltung und fachkundige Informationen erhalten die Besucher durch die professionelle Moderation über Lautsprecher. Die Ökologie und besondere, bemerkenswerte Eigenschaften und Leistungen der Vögel werden vorgestellt. Die Besucher erfahren allerlei über die Geschichte der Falknerei. Bis Ende März bietet das Wisentgehege seinen Besuchern diese außergewöhnliche Attraktion täglich außer Montag um 14.00 Uhr. Ab April starten die Vögel dann täglich zweimal auf dem Falkenhof durch. Zoo Leipzig, 28.02.05 Trauer um Brandy - Leipziger Flusspferddame starb in Südafrika Die Leipziger Flusspferddame Brandy (geb. 1970 in Pretoria) starb gestern in Südafrika. Wie die Zoodirektion am Sonntag gegen 20.30 Uhr erfuhr, begann sie im Quarantäneareal zu hyperventilieren. Alle sofortigen Bemühungen des begleitenden Leipziger Zootierarztes Dr. Andreas Bernhard konnten Brandys Tod nicht verhindern. Brandy war gemeinsam mit ihrem Artgenossen Stenek (geb. 1978 in Prag) am Freitag, dem 25. Februar per Spezialtransport vom Zoo Leipzig zum Flughafen nach Frankfurt gebracht worden. Sowohl das Einsteigen in die Transportkisten als auch das Verladen mit dem Kran verliefen problemlos und ohne Zwischenfälle. Auch auf dem Flug selbst hatten sich die beiden Dickhäuter ruhig und ausgeglichen verhalten. Am Zielort stiegen Brandy und Stenek ohne Zögern aus ihren Transportkisten. Stadtpressedienst Dortmund, 28.02.05 Die Orang-Utans sind umgezogen Gute Nachricht aus dem Regenwaldhaus Rumah hutan: die Orang-Utans Djarius und Suma sind heute (18. Januar) umgezogen! Das bereits im Frühjahr 2004 eröffnete Regenwaldhaus war bislang von den Schabrackentapiren bewohnt. Diese werden sich künftig ihre Heimstatt mit den beiden Sumatra-Orang-Utans teilen und so eine Wohngemeinschaft bilden, die Ausschnittsweise eine seminatürliche Lebensgemeinschaft aus dem Urwald Sumatras repräsentiert. ALLERDINGS: die Besucher des Zoos müssen noch warten, bis sie die Orang-Utans in Aktion erleben. Zunächst müssen die beiden Menschenaffen sich ein paar Tage an den Hinter-den-Kulissen-Bereich gewöhnen, bevor sie die neuen Räumlichkeiten im Besucherbereich aufsuchen. Dann werden die Orang-Utans bei ihren Erkundungstouren durchs Haus zeigen, was jetzt noch unsicher ist. Zu einem ersten Kontakt zwischen Orang-Utans und Schabrackentapiren wird es dann im Frühjahr kommen. Zoo Heidelberg, 28.02.05 Der Zoo hilft helfen Zwischen Zoo und Technischem Hilfswerk (THW) gibt es eine gute Verbindung in ruhigen Zeiten nutzen die Ausbilder des THW den Zoo als Trainingsgelände und haben so manches schwere Stück bewegt. Doch die ruhigen Zeiten sind leider selten: Erdbeben, Überschwemmungen und zuletzt die gewaltige Flutwelle in Südostasien haben die Kräfte des THW stark in Anspruch genommen. Von allen Seiten hat das THW für seine engagierte und kompetente Hilfe viel Anerkennung erhalten. Der Zoo möchte mehr tun und am 6. März für die Arbeit des THW sammeln. Wir haben hohen Respekt vor der Arbeit der Einsatzkräfte des THW. Eine Mitarbeiterin war beim Tropenarzt als sich die jungen Menschen, die sich auf den Einsatz in Südostasien vorbereiteten, impfen ließen. Wenn man darüber genauer nachdenkt, kann man nur den Hut ziehen, fasst Sandra Reichler, die wissenschaftliche Assistentin des Zoos ihre Gefühle zusammen. Am 6. März 2005 wird der Zoo nicht nur seine Eintrittseinnahmen dem THW zur Verfügung stellen. Durch vielfältige Aktionen wird der Zoobesuch an diesem Tag so spannend sein wie selten. RuhrZoo Gelsenkirchen, 28.02.05 Winterausflug der Pelikandame Fritzi Das nasskalte Winterwetter lockt zur Zeit nur wenig nach draußen. Vielmehr lädt es dazu ein, sich am heimischen Ofen zu räkeln und auf den nahenden Frühling zu warten. Eine Bewohnerin des Ruhr Zoos Gelsenkirchen hatte das Warten nun anscheinend satt und unternahm kurzerhand auf eigene Faust einen Ausflug in die verschneite Zoowelt. Pelikandame Fritzi, die im vergangenen Jahr liebevoll von den Pflegern des Ruhr Zoos Gelsenkirchen mit der Hand aufgezogen wurde, versetzte diese nun mit ihrem Ausbruch in Angst und Schrecken. Die abenteuerlustige Dame ging auf Sightseeing-Tour durch den weißgepuderten Zoo. Sie wollte sich wohl persönlich davon überzeugen, dass auch alle anderen Mitbewohner der tierischen Wohngemeinschaft den langen Winter gut überstanden haben. Am Giraffenhaus war der Spaß dann vorbei. Im Baum legte Fritzi eine Pause ein. Nach einigen Lockversuchen der Tierpfleger ließ sie sich dann glücklicherweise zum Abstieg überreden. Als Dank für den unterhaltsamen Zootag bekam Fritzi direkt eine neue Frisur verpasst: Der Pelikandame wurden die Federn ein wenig gestutzt, um künftige Ausflüge dieser Art zu verhindern. Tierpark Hagenbeck, 28.02.05 Namensgebung bei Giraffen-Nachwuchs Im Herbst 2004 riefen das Modeunternehmen Hennes & Mauritz und Hagenbecks Tierpark zu einem großen Giraffennamens- und malwettbewerb für Kinder auf. Nach einer zahlreichen Beteiligung steht nun die 12-jährige Gewinnerin und somit auch ein schöner Name für das kleine Giraffenmädchen - fest. Im Rahmen dieser Aktion übernimmt H & M eine zweijährige Patenschaft für den Giraffen-Nachwuchs. Naturschutz-Tierpark Görlitz, 28.02.05 Schafschur und Hilfe für den Osterhasen im Naturschutz-Tierpark Görlitz Auch wenn es derzeit draußen noch nicht so aussieht, der Frühling ist nicht mehr weit. Der Osterhase hat alle Hände voll zu tun. Bei dieser Witterung braucht er unbedingt Hilfe, die er natürlich von den Mitarbeitern des Tierparks bekommt. Wer dem Osterhasen und seinen Helfern bei der Vorbereitung des großen Festes schon einmal über die Schulter schauen möchte, sollte am 6. März seinen Sonntagsspaziergang im Tierpark machen. Ab 15:00 Uhr findet die alljährliche Schafschur der Rauhwolligen Landschafe statt. Herr Elsner aus Uhsmannsdorf wird wie jedes Jahr dafür eine traditionelle Handschere benutzen. Bleibt zu hoffen, dass es bald warm wird, damit die Schafe mit ihrer Kurzhaarfrisur nicht frieren. Für alle, die schon immer mal rumspinnen wollten, besteht auch die Möglichkeit, mit Hilfe eines Spinnrades aus der Wolle einen Faden zu zaubern. Zoo Duisburg, 25.02.05 Blitzeinsatz im Delphinarium - Spezialisten reparieren Unterwasserfelsen Liegts am Zahn der Zeit oder schlechtem Material oder gar an der Verarbeitung? Oder sollten vielleicht die Großen Tümmler selbst ihre eisenharten Schnabelschnauzen gegen Beton und Stahlarmierung gerichtet haben? Sicher ist jedenfalls: Seit einigen Tagen klafft ein riesiges Loch in einem der Unterwasserfelsen des Neuen Delphinariums im Zoo Duisburg. Was tun, damit die ebenso spielfreudigen wie kräftigen Meeresakrobaten den Schaden nicht noch erweitern oder sogar Betonstückchen verschlucken? Dankenswerterweise fanden sich Spezialisten der Duisburger Firma UWT Unterwasser-Technik GmbH zu spontaner Hilfe bereit, checkten die Lagerbestände seewasserfesten Spezialzementes und schickten ihre Taucher auf den Weg zum Kaiserberg, um das Malheur vor Ort in Augenschein zu nehmen. Laut Aussage der Unterwasser-Handwerker muss kein Tropfen Seewasser aus dem Riesenbecken abgelassen werden; mit Hilfe von Unterwasserkameras wurden die beschädigten Felswände aufgenommen und am Überwassermonitor ausgewertet, um eine Sofort-Sanierung starten zu können. Allwetterzoo Münster, 24.02.05 Neu im Allwetterzoo Münster : Pongo und Demo, zwei halbstarke Orang-Utans aus Dänemark "So ein Jutesack ist doch praktisch, den zieh' ich mir über den Kopf, dann sieht mich keiner!" Das war die Devise von Demo nach seiner Ankunft im Allwetterzoo. Immer wenn dem sechsjährigen Orang-Utan eine Situation nicht geheuer war, zog er sich den Sack über und linste vorsichtig darunter hervor, jedenfalls in seinen ersten Wochen in Münster. Inzwischen haben Demo und sein siebenjähriger Artgenosse Pongo sich an das Leben im Allwetterzoo gewöhnt. Geboren wurden beide im Juni bzw. Januar 1998 im Zoo von Aalborg in Dänemark. Nach Münster kamen die beiden jungen Orang-Utans, weil der bislang einzige Mann, der inzwischen 32jährige Jonny, vermutlich nicht mehr zeugungsfähig ist und seine Tochter Mali deshalb auch in der Familie bleiben kann. Eigentlich wurde nur ein männliches Tier gesucht, aber im "Doppelpack" fiel den beiden Dänen die Trennung vom Geburtsort und die Eingewöhnung in fremder Umgebung leichter. Ob beide auf Dauer im Allwetterzoo bleiben können, wird sich zeigen. Zoo Duisburg, 24.02.05 Erstmals Kormorane im Zoo Seit vor einigen Jahren die Jagd auf sie verboten wurde, nahmen die Freilandbestände der rabenschwarzen Kormorane entlang unserer großen Flussläufe, Binnenseen und Teiche rapide zu; den Berufsfischern, Forellenzüchtern und Teichwirten blieben die Krähen des Meeres bis heute noch vermeintliche Konkurrenten, weil die großen, schlanken Vögel sich angeblich an deren kostbaren Edelfischen gütlich tun sollen. Naturschützer und Wildbiologen allerdings sehen in den hochspezialisierten Ruderfüßern weniger Fischereischädlinge, sondern eher Gesundheitspolizisten unserer allzu oft überfüllten oder mit weniger guten Fischen bestückten künstlichen Gewässer. Insgesamt acht Exemplare dieses über ganz Mitteleuropa, Asien bis hin in die australische Region verbreiteten Gemeinen Kormorans gingen freilich weder Fischern noch Fallenstellern ins Netz, sondern wurden im niederländischen Zoo von Arnheim ausgebrütet und aufgezogen. Der kleine Trupp dieser plattfüßigen Supertaucher besiedelt einstweilen die von einem breiten Wassergraben umgebene Felsanlage gegenüber dem Freigehege der Sibirischen Tiger. NaturZoo Rheine, 24.02.05 NaturZoo für zuhause Neuer Zooführer und überarbeitete Website Ein Zooführer ist die Visitenkarte eines Zoologischen Gartens. In dieser Broschüre werden die Tiere und Gehege vorgestellt, anhand eines Wegeplans kann man sich beim Rundgang orientieren und zuhause beim Nach-Lesen die Eindrücke vom Besuch noch einmal revue passieren lassen oder vertiefen. Seit den siebziger Jahren bietet der NaturZoo Rheine einen Zooführer an, der normalerweise eine Laufzeit von 4 bis 5 Jahren hat. Die großen Entwicklungen in den vergangenen Jahren machten jetzt aber eine umfangreiche Überarbeitung notwendig, und ohnehin war die letzte Auflage bedingt durch die gestiegenen Besucherzahlen früher als erwartet ausverkauft worden. Auf 46 Seiten lernt man den NaturZoo und vor allem seine Bewohner in Wort und Bild auf 130 Fotos! kennen, und zwar in der Reihenfolge eines vorgeschlagenen Rundgangs. Darüberhinaus erhält man noch eine Fülle von Hintergrundinformationen, z.B. zu Tierbeschäftigung und Zuchtprogrammen für bedrohte Tiere. Der neue Zooführer kostet 2,40 ¬ und ist am Zooeingang erhältlich. Zoo Leipzig, 24.02.05 Es ist ein Junge! Angola-Löwin Luena brachte kleinen Kater zur Welt Das Löwenbaby, das am 16. Februar 2005 im Zoo Leipzig zur Welt kam, ist ein kleiner Kater. Die Tierpfleger begutachteten heute zum ersten Mal das Junge aus der Nähe. Mutter und Kind mussten sich zunächst aneinander gewöhnen. Deshalb ließen wir den beiden einige Tage Zeit. Erst als Luena (geb. 04.08.1998 in Lissabon) freiwillig die Mutterstube verließ, nahmen die Tierpfleger das Kleine heraus so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Mit 2390g ist das Löwenjunge ein wahrhaft stattlicher Bursche. Dass die Mutter ihren Sprössling gleich ableckte, als sie in die Mutterstube zurückkehrte, ist ein gutes Zeichen. Tierpark & Fossilium Bochum, 24.02.05 8. Bochumer Fossilientage Am Samstag und Sonntag, 12. und 13. März 2005 von 11:00 18:00 Uhr bietet der Tierpark + Fossilium Bochum, Klinikstr. 49, ein umfangreiches Aktionsprogramm für junge und erwachsene "Hobby-Dinologen"! Zum Schwerpunktthema "Riffe in der Erdgeschichte und heute" gibt es eine bunt bebilderte Posteraustellung zu bewundern, in der nicht nur aktuelles über die Korallenriffe unserer Welt steht, sondern auch viel über ihre Entstehung und ihre Bedeutung für uns Menschen. Für Kinder gibt es besonders viele Mitmach-Aktionen: unter Anleitung von Betreuern des Westfälischen Museums für Archäologie Herne können Kinder mit Steinwerkzeugen selber Schmuck aus Muscheln herstellen, Feuersteine bearbeiten oder echte Jagdpfeile bauen. Beim Stand des Museums für Ur- und Frühgeschichte Hagen können sie mit Faustkeilen Holz bearbeiten oder mit selbstgemachter Kreidefarbe wie die Höhlenbewohner Tiere auf Schiefertafeln malen. Es gibt eine Goldwäscherei, in der nach echtem Gold gesucht werden kann, eine Schatzsuche nach Strandfunden und Trommelsteinen aus der Toscana, und wer mag, kann an einem Malwettbewerb teilnehmen. WWF, 02.03.2005 Nach dem Tsunami folgt eine Welle missverstandener Hilfe WWF kritisiert scharf die von der EU beschlossene Sendung ungeeigneter Fischerboote Die internationale Umweltschutzorganisation WWF ist entsetzt über die von der EU beschlossene Entsendung von EU-Booten für Tsunami geschädigte Fischer. Deutschland hat sich dem Votum angeschlossen, obwohl klar ist, dass die Boote den traditionellen Fischereigewohnheiten widersprechen und dadurch mehr schaden als nützen werden kritisiert WWF-Geschäftsführer Dr. Peter Prokosch. Die Europäische Union hatte am Montag entgegen strikter Warnungen von WWF, Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen (FAO) und Interessenverbänden der asiatischen Fischer wie beispielsweise des International Collective in Support of Fishworkers (ICSF) einstimmig beschlossen, ausgemusterte EU-Fischerboote an Fischer in den Tsunami-Regionen zu übersenden. Dies ist nach Ansicht der Umweltschutzorganisation WWF der falsche Weg, weil die meisten Fischer in Sri Lanka, Indonesien oder Indien individuell in kleinen Booten, nicht in hierarchischen Mannschaften an Bord größerer Kutter arbeiten. Peter Prokosch: Die EU-Boote werden die Fischer in Bootseigentümer und Lohnarbeiter aufspalten. Sinnvoll wäre es hingegen, die einheimischen Bootsbauer mit nachhaltig erzeugtem Holz zu unterstützen. Die Umweltschützer geben zudem zu bedenken, dass die EU-Boote anders betrieben, gewartet und ausgestattet werden müssen als die landläufig bekan | |