E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld

Zoo und Artenschutz in der
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Redaktionsteam:
   Dirk Petzold
   Dr. Martina Raffel
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   Kirstin Adrian
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ISSN 1619-6643


Ausgabe 231 vom 16. September 2004

Liebe Leser,

Ferdi und Yogi haben es geschafft: Nach fast einem Jahr Warten sind Weißwal und Jacobita aus Duisburg heil bei Sea World in San Diego eingetroffen und können wieder die Gesellschaft von Artgenossen genießen. Unser Abschiedsbesuch letzten November war etwas verfrüht.

Dieses Wochenende ist die Eröffnung des Kölner Elefantenparks. Wer es nicht live miterleben kann, sollte sich die WDR-Doku nicht entgehen lassen.

Großer Werberummel um den neuen Film "Zwei Brüder", der die Geschichte zweier Tiger darstellt. Und wenn der Film künsterlisch auch noch so toll ist und die Zuschauer für den Schutz der gestreiften Katzen motiviert, sollte man doch nicht vergessen, daß für den Dreh nicht weniger als 30 Tiger, viele handaufgezogen und dressiert, herhalten mußten. Regisseur
Jean-Jacques Annaud hat sich schon früher unrühmlich hervorgetan, als die tierischen Darsteller von "Der Bär" in den fürchterlichen Zoo von Genk abgeschoben wurden (wo ich sie selbst sehen konnte; der belgische Zoo ist zum Glück seit 1996 geschlossen, die Tiere sind nach Emmem umgezogen).  Vor diesem Hintergrund halte ich die Unterstützung des Films durch Naturschützer zumindest für fragwürdig - vergl. Artikel und Pressemitteilungen.

Dirk Petzold


  

Hinweisschild in einem großen Vogelpark


  Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

Neue Ruhr Zeitung - 13. Sep. 2004
Good bye, Ferdinand !
Der Weißwal Ferdinand und Jacobita-Delphin Yogi sind am Wochenende von Duisburg nach San Diego/USA übersiedelt. Damit geht das "Wal-Zeitalter" in europäischen Zoos zu Ende. Seine Umsiedlung von Duisburg ins kalifornische San Diego wurde schon mehr als einmal geplant und immer wieder verschoben. Stets kam etwas dazwischen, was die Reise verhinderte. Zuletzt fehlten für die Einreise noch ein paar Zertifikate. Am vergangenen Wochenende aber war dann für Weißwal Ferdinand und seinen Kumpel Yogi, den Jakobiter-Delphin, "D-Day": Der Umzug in die us-amerikanische Sea-World begann am Samstag mit einem Umzug in einen gewaltigen wassergefüllten Spezial-Transportbehälter. Reisebegleiter von Ferdi und "Yogi", die im "Sea World" in San Diego nun endgültig in Rente gehen sollen, waren Zoo-Direktor Reinhard Frese und Zoo-Tierarzt Manuel Garcia-Hartmann. Tier und Mensch, so war am Sonntag zu erfahren, haben den Flug über den großen Teich offenbar unbeschadet überstanden und sind dabei, sich an die gänzlich neuen, aber für die Tiere günstigeren Verhältnisse einzugewöhnen. Mit der Übersiedlung von Ferdi und Yogi nach Amerika gibt es in europäischen Zoologischen Gärten keine Weißwale oder Jacobitas mehr zu sehen.
>Stimmt nicht ganz: Im neuen Okeanos-Aquarium von Valencia leben seit diesem Jahr auch Belugas

Mitteldeutsche Zeitung - 10. Sep. 2004
Freiheit oder Zoo
Zur Wahl stehen die Freiheit in der weiten Nordsee mit hunderten Artgenossen oder die Rückkehr in die kleine Familie im Nordhorner Tierpark. Seehundbaby «Hannes», das vor gut einer Woche ausgebüxt war und wenig später niederländischen Fängern ins Netz ging, kann nicht gefragt werden. Für «Hannes», derzeit in Quarantäne in einer Seehundauffangstation im niederländischen Küstenort Pieterburen, springen seit Bekanntgabe der Auswilderungspläne verschiedenste Experten in die Bresche. Die heftige Diskussion - von deutschen wie niederländischen Medien begleitet - dreht sich zwar auch um das konkrete Schicksal von «Hannes», viel mehr aber noch um das Für und Wider von Tierschutz auf der einen und Naturschutz auf der anderen Seite.

Hamburger Abendblatt - 11. Sep 2004
Seehund "Hannes" zwischen den Fronten
Seehundbaby "Hannes", das vor knapp zwei Wochen im Tierpark Nordhorn (Niedersachsen) ausgebüxt war und wenig später niederländischen Fängern ins Netz ging, schwimmt zwischen Freiheit und Zoo. Das Tier, das derzeit in Quarantäne in einer Auffangstation im niederländischen Pieterburen lebt, hat eine Diskussion ausgelöst.
Mehrere Experten äußerten Bedenken gegen die Auswilderung in die als gesund geltende Population in der Nordsee. Das Risiko, der in einem Zoo aufgezogene Seehund könne Keime (etwa die Hundestaupe) auf seine Artgenossen übertragen, sei zu groß, lautet das Argument. Wildtierbiologe Jaap Mulder: "Es ist Wahnsinn, das Tier freizulassen. ,Hannes' hatte mit anderen Tieren im Zoo und möglicherweise Hunden von Besuchern Kontakt." Die Auffangstation sieht das anders: "Das sind Fundamentalisten, die jedes Eingreifen in die Natur ablehnen", sagt Direktorin Lenie t'Hart. Gerüchten, wonach das Baby getötet werden soll, trat sie entgegen. "Hannes" wird leben!

Die Glocke - 14. Sept. 2004
Münsteraner Biologe neuer Chef des Nürnberger Tiergartens
Der Kurator des Allwetterzoos in Münster, Dag Encke, leitet künftig den Nürnberger Tiergarten. Darauf habe sich der Personalausschuss des Nürnberger Stadtrats am Dienstag verständigt, teilte eine Stadtsprecher mit. Der promovierte Biologe tritt die Nachfolge des bisherigen Zoo-Chefs Peter Mühling an. Der Nürnberger Zoo verfügt über 300 Tierarten und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter.

NÖN Online - 15. Sep. 2004
Safaripark: "Ergänztes" Betriebskonzept wird geprüft
Josef Zoher hatte in den vergangenen Tagen viel zu tun. Denn sein Konzept zum Weiterbetrieb des Safariparks Gänserndorf war lückenhaft. Am Montag hat der Tierarzt aus Deutsch-Wagram Vertretern der Regionalentwicklungsagentur Eco Plus die Ergänzungen vorgelegt. Diese werden nun geprüft. Eine Entscheidung, ob das Land Niederösterreich Zohers Vorhaben finanziell unterstützt oder nicht, ist somit frühestens Mitte Oktober zu erwarten. "Die Gespräche mit Eco Plus haben in einem sehr guten Klima stattgefunden", macht sich Zoher Mut. Die eingeforderten Nachbesserungen im vorgelegten Förderantrag wurden erledigt. Hinzugefügt hat Zoher nun ein Marketingkonzept, ein Modell zur Verlustabdeckung im Fall eines Besucherminus sowie kaufmännische Kompetenz. Das Schicksal der 20 im Safaripark verbliebenen Mitarbeiter ist hingegen noch ungewiss. Fest steht lediglich, dass sie Ende September gekündigt werden. Der Tierbestand macht Zoher weniger Sorgen: Löwen, Elefanten, Nashörner und Kamele gibt es noch in Gänserndorf. "Es werden nach wie vor Tiere verkauft - auch von uns", sagt Zoher. Die künftigen Touristenmagnete werden bis zur möglichen Eröffnung im Frühjahr 2005 in einem Ausweichquartier untergebracht.

B.Z. (Berlin) - 09. Sep. 2004
Drama im Zoo: Gorilla biss Pfleger Fingerkuppe ab!
Blutiger Beiß-Alarm im Zoo: Gorilla Derrick, 24, der riesige Silberrücken, hat nach der Hand seines Pflegers Alexander G., 33, geschnappt und ihm eine Fingerkuppe abgebissen. Der Notruf ging um gestern 15.02 Uhr bei der Feuerwehr ein. Die schickte sofort einen Rettungswagen in den Zoo, transportierte den Pfleger ins Virchow-Klinikum Wedding. Dort diagnostizierten die Ärzte: Kuppe des Mittelfingers der rechten Hand bis zum ersten Glied abgebissen.

Berliner Morgenpost - 12. Sep 2004
Gorilla "Derrick" beißt Pfleger Fingerkuppe ab
Gorilla-Mann "Derrick" ist gestern durch sein Freigehege im Berliner Zoo getobt, als sei nichts gewesen. Kein Arrest droht dem Beißer, keine weiteren Sanktionen: "Derrick" hatte am Donnerstag seinen 33 Jahre alten Pfleger Alexander Germer gebissen und ihm dabei eine Fingerkuppe der rechten Hand abgerissen. Der Pfleger hatte dem Affen einen Reiskuchen geben wollen, da schnappte der Gorilla zu. Germers Kollegen fanden das Stückchen Finger zwar noch, doch die Notärzte konnten es nicht wieder annähen. Der Pfleger stand zunächst unter Schock, er ist nun für zwei Wochen krank geschrieben. Warum "Derrick" zugebissen hat, ist unklar. "Wir vermuten, dass es sich um einen Unfall handelt", sagte gestern Biologe Ragnar Kühne.

Münstersche Zeitung - 10. Sept. 2004
"Arche Noah" im Zoo daheim
Münster. Wo sonst gehört eine "Arche Noah" besser hin als in den Zoo". Als vor zwei Jahren der Abriss des Sparkassengebäudes begann und das stadtbekannte Bronze-Wandrelief "Arche Noah" von Prof. Jo Jastram von der Fassade des Geschäftshauses weichen musste, wurde das Kunstwerk zunächst auf dem Zoogelände zwischengelagert. Gestern nun begann die Reise der knapp zwei Tonnen schweren Plastik am Haken des Spezialkranes quer durch den Tierpark zum Landoisplatz, wo die "Arche Noah" an der farbigen Außenwand des Aquariums fixiert wurde. Den Transport sponserte sehr zur Freude von Zoochef Jörg Adler der münstersche Lionsclub "Landois", der pünktlich zum 100. Geburtstag des Zoogründers Prof. Landois im kommenden Jahr das "Arche"-Projekt realisieren wollte. Im Oktober folgt die offizielle Einweihung der "Arche", dann auch mit den dazugehörigen Figuren "Hahn mit ohne Füße" und "Beinchen hebender Hund".

Ostthüringer Zeitung - 14. Sep 2004
Übergangsgenehmigung für Geraer Tierpark läuft aus
Der Geraer Tierpark benötigt ab 9. April 2005 eine Betriebserlaubnis der Europäischen Union. Dann wird eine Übergangsgenehmigung für die 20 Hektar große Anlage im Martinsgrund ausgelaufen sein. Schlimmstenfalls droht die Schließung. Geras Tierparkleiter Ulrich Fischer weiß noch nicht, welche Konsequenzen auf den Ostthüringer Waldzoo zukommen. Er ahnt aber bereits, dass nur mit Auflagen der Tierpark weiter betrieben werden kann. Oftmals lägen widersprüchliche, weit auseinander gehende Aussagen vor, wieviel Platz mindestens für ein Tier bereitgehalten werden muss. Das Landesverwaltungsamt habe den Zooantrag geprüft. Zurzeit werden die Tierparkbewohner gezählt und die Gehege ausgemessen. Fischer weiß, dass Umbauten an den Gehegen erforderlich sein werden, wobei die Kosten völlig unklar sind. Die Gelder, die der Stadthaushalt für dieses Jahr bzw. im Entwurf für 2005 vorsieht, werden jedenfalls nicht ausreichen, um die Investitionen zu sichern. Im Martinsgrund leben rund 500 Tiere, achtzig Tierarten sind beheimatet. Der Geraer Tierpark war 1962 als Heimattiergehege gegründet worden. Zu den Attraktionen gehören neben den Tieren der Stadtwald selbst und die Parkeisenbahn.

Magdeburger Volksstimme, 15.9.2004
(offline)
Elefantenkuh Arusha in Spanien verstorben
Magdeburg / Sevilla: Die Elefantenkuh Arusha ist tot, möglicherweise ist sie schon vor einigen Wochen in dem Wildpark im spanischen El Castillo verstorben. Für Zoodirektor Dr. Perret völlig unverständlich ist, daß der Zoopark in Spanien den Magdeburger Zoo über das tragische Ereignis nicht informiert habe. Über die Todesursache herrscht noch Unklarheit. Eine inzwischen kursierende Vermutung, daß sich das Tier vergiftet habe, bestätigte Dr. Perret nicht. Es soll zwar irgendwelche Substrate vom Boden aufgenommen haben, aber ob das mit dem Tod des Tieres in Zusammenhang stehe, könne derzeit nicht gesagt werden. Allerdings soll noch ein zweiter Elefant dort gestorben sein.
>> Foto- und Filmaufnahmen, die seit über einem Jahr vorliegen, zeigten primitivste Gehege, ungeeignetes Futter und dilettantische Tierpflege nicht nur bei den Elefanten. Die Tiere stehen am steilen Berghang auf offenem Abraumschutt eines Erzbergwerkes mit rostfarbenem Wasserlauf, der ins Badebecken mündet. Es bleibt unverständlich, daß auch nach Arusha noch Zoos Elefanten in diesen Park schickten.




Planung und Bau

Welt am Sonntag - 12. Sep 2004
Zur Futtersuche ins Gelände
Olaf Behlert hat als Tierarzt und stellvertretender Direktor des Kölner Zoos allen Grund, glücklich zu sein: Aung Si, Aung Bo und ihre Mütter Thi Ha Phyu und Khaing Lwin Htoo sind die ersten Bewohner des neuen Kölner Elefantenparks - und fühlen sich dort sichtlich wohl. Am 19. September 2004 können sich davon auch die Zoo-Besucher überzeugen. Dann wird der Kölner Elefanten-Park offiziell eröffnet, was auch bedeutet, dass die Tiere nach ihrer Akklimatisierung im Elefantenhaus endlich auch das Freigelände inspizieren dürfen. 15 Millionen Euro hat das großzügig bemessene Domizil für die grauen Riesen gekostet - eine Menge Geld, doch das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. 15 000 Quadratmeter ist die Außenanlage groß, 5000 Quadratmeter das dazugehörige Gebäude - das entspricht zehn Prozent der Gesamtfläche des Kölner Zoos. Das Elefantenhaus wirkt bei aller Solidität filigran und fügt sich mit seinem begrünten Dach in das Freigelände ein. Bis auf 6,50 Meter kommen die Menschen an die Elefanten ran - oder umgekehrt.


Der Standard - 13. Sept. 2004
Affen ziehen ins älteste Palmenhaus Wiens
Man sieht dem Gebäude in der Maxingstraße (Hietzing) nicht an, dass es einmal ein Palmenhaus war. Und schon gar nicht, dass es das erste ist, das einst in Schönbrunn unter Kaiser Franz I. ab 1817 erbaut wurde. Dass darin einmal die Orang-Utans herumturnen werden, kann man sich derzeit auch kaum vorstellen. Genau das wird aber ab 2007 der Fall sein sein. Im Tiergarten Schönbrunn wälzt Direktor Helmut Pechlaner wieder einmal Ausbaupläne und dieses Mal betrifft es jenes Gebäude in der Maxingstraße, das derzeit noch Studios der Filmakademie beherbergt. Bis 2005 ist die Filmakademie in Untermiete in dem Haus, sie übersiedelt dann in ein neues Gebäude in Wien-Landstraße. Ab dann sind große Umbauten geplant. Einerseits soll ein originalgetreuer Nachbau des Palmenhauses gelingen. Es werden dann Glasfronten eingezogen und die Rundbögen wieder freigelegt. Neben den Affengehegen werden ein Veranstaltungszentrum und Gastronomie untergebracht. Auch die bestehende "Zooschule" wird dorthin verlegt. Nach ersten Schätzungen betragen die Umbaukosten sieben Millionen Euro, die das Wirtschaftsministerium als Eigentümer der Betriebsgesellschaft aufbringen wird. Der Tiergarten muss dann selber für Ausstattung und Betrieb des neuen Hauses aufkommen.


Westdeutsche Zeitung - 10. Sep. 2004
Beheizter Felsen für die Löwen
Wuppertal. Noch gehen Spaziergänger mit ihren Hunden über die Sambatrasse. Eine Idylle, die bald in den Händen der Landschaftsarchitekten zu einer afrikanischen Savanne und einem sibirischen Tigerdschungel werden soll. Die Ausführungsplanung ist in den letzten Zügen. "Nach langem Ringen sind für dieses Jahr 1,5 Millionen Euro für die Erweiterung des Zoos frei gegeben worden, so konnte das Bahn-Gelände schon mal erworben werden", erläutert Oberbürgermeister Hans Kremendahl. Rund 500 Meter der ehemaligen Sambatrasse hat die Stadt angekauft, um auf dem nördlichen Höhenzug ein Paradies für die derzeit beengt gehaltenen Raubtiere zu schaffen. Die Savanne der Löwen ist von einem 4,5 Meter hohen Zaun umgeben. Ein Tunnel führt zu einem künstlichen Felsen inmitten der Anlage. Dieser ist hohl, mit Fenstern und gläsernem Dach. "Da ergibt sich die Möglichkeit, Löwen von unten zu betrachten", meint Zoodirektor Ulrich Schürer. Ein beheizbarer Felsen in 15 Meter Entfernung soll die Löwen in die Nähe dieses Aussichtsfelsen locken. Zusätzlich gibt es ein Löwenhaus für den Winter und eine Außenfreianlage für den Nachwuchs. Östlich der Savanne entsteht dann der Tiger-Dschungel. "Dort bleibt der Wald größtenteils erhalten", berichtet Schürer. Der Clou wird eine Teichanlage für die wasserliebenden Tiere sein. Wie bei den Eisbären soll eine Scheibe ermöglichen, die Tiger während des Schwimmens zu beobachten. Insgesamt wird der Zoo nach Abschluss der Erweiterungen um rund 25 Prozent größer. Insgesamt kostet das Regionale-Projekt 11,5 Millionen Euro. Bis zum Herbst 2006, zum 125-jährigen Bestehen des Zoos soll alles fertig sein.

Märkische Oderzeitung - 10. Sep. 2004
Viel Trubel im neuen Haus
Die neue Südamerika-Anlage im Zoo Eberswalde ist fertig. Zwei Jahre wurde an dem Haus mit Wintergarten und großen Sichtscheiben gebaut. Zur offiziellen Übergabe gestern hatte Zoochef Bernd Hensch nicht nur Bürgermeister Reinhard Schulz eingeladen, sondern auch die Sponsoren. "Die neue Anlage hat die Stadt keinen Cent gekostet. Den Sponsoren, die auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zur Stange halten, möchte ich deshalb ganz besonders danken", sagte Hensch. Die Südamerika-Anlage teilen sich vier Nandus, fünf Lamas, drei Stinktiere und 15 Nasenbären. Bei letzteren herrscht derzeit besonders viel Trubel. Die beiden Nasenbär-Damen haben zehn Junge zu betreuen.

Norddeutsche Neueste Nachrichten - 15. Sep. 2004
Ein geheimnisvoller Garten mit Bildungsauftrag
Ab Sonnabend eröffnet, dank der Förderung durch die Umweltlotterie Bingo Mecklenburg-Vorpommern, das Zoonarium für Schulklassen und Besucher am gleichzeitigen Bingo-Tag im Rostocker Zoo. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich ein modernes Zentrum für Naturerlebnis und Umweltbildung. "Ich bin der Meinung, dass der Zoo seinen Bildungsauftrag mit dem Zoonarium weiter führt", sagt Zoodirektor Udo Nagel. Zugleich wollen sie die Kinder neugierig machen – auf das Naturerlebnis Zoo, fügt Nagel hinzu.

China Internet Information Center - 9. Sept. 2004
Beijinger Zoo zieht vorerst nicht um
Ein geplanter Umzug des Beijinger Zoos kommt nach Angaben des städtischen Entwicklungs- und Reformausschusses auf absehbare Zeit nicht in Betracht. Nach den neulich durch das Bauministerium revidierten entsprechenden Verwaltungsregelungen sollten Planungen über den Neu- oder Umbau eines zoologischen Gartens öffentlich beraten werden. Im März hatten Abgeordneten des städtischen Volkskongresses die Lage des Beijinger Zoos im Stadtzentrum kritisiert und einen Umzug vorgeschlagen.




Aktionen


Hamburger Abendblatt - 10. Sep. 2004
Orang-Utan-Fest
Hagenbecks Tierpark lädt am kommenden Sonnabend, 11. September, zu einem großen Orang-Utan-Sommerfest ein. Um die gemeinnützige "Borneo Orangutan Survival Foundation" (BOS) darin zu unterstützen, abgebrannte Regenwaldgebiete wieder aufzuforsten und anschließend Orang-Utans in diese Gebiete auszuwildern, spenden alle Mitarbeiter ab 15 Uhr ihre Stundenlöhne für BOS. Zusätzlich fließen alle Eintrittsgelder (für das Fest gelten die normalen Tierpark-Eintrittspreise) ebenfalls in das Projekt.

Hamburger Abendblatt - 13. Sep. 2004
Hagenbeck: Orang-Utans planten Flucht
Sie standen im Mittelpunkt des Sommerfests bei Hagenbeck - und steuerten einen außerplanmäßigen Programmpunkt bei: Die Orang-Utans kippten gestern in ihrem Gehege einen kleinen Baum um. Hätte Pflegerin Tanja Evers (26) nicht schnell alle Tiere von der Anlage geholt, hätten die Menschenaffen mit Hilfe des Baumstamms in den Besucherraum gelangen können. "Ujian, Tuan und Toba drehten den Stamm schon hin und her", so Dr. Stephan Hering-Hagenbeck (36). Allein damit sich die Tiere nicht an einer herausgebrochenen Sicherungsschelle verletzten, war schnelles Eingreifen nötig. Davon abgesehen war das Fest ein voller Erfolg: 15.000 Euro Spenden kamen für den Freiland-Schutz der bedrohten Tiere zusammen.

Berliner Kurier - 10. Sept. 2004
Musik und Show beim Tierparkfest
"Hallo, Matibi!" Anna, Friederike, Luise und Romy vom Deutschen Fernsehballett des MDR begrüßen mit den Schlagerstars Kirsten McK und Uwe Jensen das Elefantenmädchen im Tierpark. Die Zweibeiner haben ein Herz für Tiere, werden deshalb morgen ab 11 Uhr gemeinsam mit vielen Kollegen das Tierparkfest auf der Freilichtbühne gestalten. Bis in den Nachmittag gibt's Musik, Show und natürlich Tiere zu erleben. Tierparkdirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz wird sie mit Reporterin Karin Rohn vorstellen.

Berliner Kurier - 12. Sep 2004
Der Laufsteg der Tiere
Welch eine Stimmung! Professor Dathe hätte seine helle Freude gehabt. Der Wiederauftakt des legendären Tierparkfestes gestern war ein toller Erfolg. Mehr als 2000 Besucher amüsierten sich tierisch in der vollbesetzten Freilichtbühne. "Wir freuen uns riesig, dass sie alle gekommen sind", begrüßten die Moderatoren Uwe Jensen und Kirsten McK das Publikum, das sich auf den Holzbänken im Halbrund der Freilichtbühne drängelte. Die absoluten Stars des Tages aber waren die Tiere. Direktor Dr. Bernhard Blaszkiewitz stellte sie gemeinsam mit Tierpark-Reporterin Karin Rohn vor: Pelikane, kleine Servale, Krallenäffchen, Schildkröten und zwei sibirische Tigerbabys.


WAZ - 15. Sep. 2004
"Rattenfänger" lockt kleine Besucher zu einer "Giftprobe"
Schaukämpfe, Ritterspiele und Zeltlager - zu einem Abenteuer für Kinder lädt der Ruhr Zoo ein. Am Samstag, 18. September (12-17 Uhr), und Sonntag, 19. September (10-17 Uhr), verwandelt sich der Zoo in eine Bühne des Altertums und bietet den jungen Besuchern Gelegenheit, sich ins Mittelalter entführen zu lassen.

Rhein Main Presse - 13. Sep. 2004
"Tiere in der Dämmerung": Fasanerie-Führung im stillen Park fand
Wiesbaden. Spätsommerabend im September. Die Sonne sinkt langsam den Taunuskämmen entgegen und die Fasanerie sollte eigentlich längst geschlossen haben, als sich am Freitagabend eine Gruppe von etwa 25 Menschen am Eingang versammelt. Bären, Füchse und Uhus waren bei der Führung "Tiere in der Dämmerung" mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Fasanerie, Klaus Ries, zu ungewohnt später Stunde zu beobachten.

 

Nachwuchs 
 
B.Z. (Berlin) - 15. Sep. 2004
Sensation im Zoo von Barcelona: Gorilla-Zwillinge geboren!
Gleich im Doppelpack kamen im Zoo von Barcelona Gorilla-Babys zur Welt - eine Sensation. Denn bei Gorillas in Gefangenschaft gibt es nur bei einer von 122 Geburten Zwillinge. Beim Menschen ist es häufiger: im Schnitt bei einer von 85 Geburten. Der niedliche Gorilla-Nachwuchs wurde schon vor einem Monat geboren, wog damals je 2 Kilo. Aber erst jetzt gibt es die ersten Fotos der putzigen Wuschel. Der Junge und seine Schwester sind putzmunter, kerngesund und fühlen sich saustark. Kein Wunder: Sie bekommen von Mama "Kena" ja auch acht Mal am Tag Milch! Übrigens: Großvater der Zwillinge ist der berühmte "Snowflake" (Schneeflocke), der einzige bekannte Albino-Gorilla der Welt. Er starb 2003 im Alter von 40 Jahren an Hautkrebs. Von seinen 22 Kindern erbte kein einziger sein weißes Fell - auch die beiden jüngsten Enkel nicht.


Bote der Urschweiz - 15. Sep. 2004
Panzernashornfamilie im Zoo Basel erhält Nachwuchs
Ein Panzernashorn-Mädchen ist im Basler Zoo zur Welt gekommen. Die kleine Batschii sei putzmunter und ihre Mutter Quetta sorgsam und ruhig, sagte eine Zolli-Sprecherin. Es ist die erste Nashorn-Geburt in Basel seit acht Jahren. Batschii, in der Nacht auf den 2. September geboren, ist Quettas erstes Kind. Sie passt gut auf, gibt aber etwas zu wenig Milch. So wird das Kleine zusätzlich mit der Flasche gefüttert. Dies kann man teils auf der Aussenanlage beobachten, wo Mutter und Kind täglich zu sehen sind. Der Stall ist zwecks Schonung derzeit geschlossen. Im Zoologischen Garten Basel war 1956 weltweit das erste Panzernashorn in Gefangenschaft geboren worden. Seither gab es 29 Mal Nachwuchs, zuletzt vor acht Jahren. Der Zolli koordiniert zudem international die Erhaltungs-Zuchten.

Berliner Zeitung - 10. Sep. 2004
Sorge um Patna: Das Bein des Nashornbabys ist schwer entzündet
Patna, das Panzernashornbaby aus dem Tierpark Berlin, wird wohl Zeit seines Lebens behindert bleiben. Denn das Bein, auf das sich Patnas Mutter einen Tag nach der Geburt des Kleinen gesetzt hatte, ist nicht nur kompliziert gebrochen. Patna leidet auch an einer schweren Entzündung des offenen Bruchs. "Er ist zwar auf dem Weg der Besserung", sagt Tierarzt Günther Strauß, "sicher ist aber, dass sein Bein dauerhaft beschädigt ist." Zunächst hoffte der Tierarzt auf die Wirkung von Antibiotika. Doch die Medikamente schlugen nicht an, die Wunde verheilte nicht. "So bleibt uns nichts anderes übrig, als sie täglich zu spülen", sagt Strauß. Dafür braucht er Wasserstoffperoxid und die Kraft von drei Pflegern. Wie lange Patna behandelt werden muss, können zum jetzigen Zeitpunkt weder die Tierärzte noch die Pfleger voraussagen. Solange das Jungtier in Behandlung ist, werden es die Besucher nicht zu Gesicht bekommen.

Vorarlberg Online - 13. Sep. 2004
Wien: Noch kein Panda-Nachwuchs in Sicht
Sie sind ein Herz und eine Seele. Täglich wird gespielt, geschmust und gekuschelt - aber trotz tausender Berührungen ist bisher noch nichts „passiert“. Yang Yang und Long Hui sind einfach noch nicht so weit, um dem Tiergarten Schönbrunn einen Herzenswunsch zu erfüllen: Panda-Nachwuchs. Frühestens in einem Jahr könnte es bei optimistischer Prognose so weit sein. Fraglich ist laut Pflegerin Gudrun Aumayer überdies, ob Long Hui den Rollenwechsel vom besten Freund zum Geliebten schaffen kann...

Tiroler Tageszeitung Online - 13. Sep. 2004
Wiener Pandas - tausend Mal berührt, bisher ist nichts passiert

Berliner Kurier - 15. Sep. 2004
He, Sie da. Ja, Sie da! Lassen sie meine Kinder in Ruhe!
Ein ganz schönes Durcheinander stellte der übereifrige frisch gebackene Vati einer Erdmännchenfamilie im Zoo jetzt an. Erst als ihn die Tierpfleger aussperrten, konnte Mutti in Ruhe die drei Kleinen säugen. "Die Tiere sind sehr sozial", erklärt Dr. Ragnar Kühne. "Der Vater wollte wohl helfen, aber tat genau das Falsche. Er zerrte die Babys aus dem Bau, unterm wärmenden Rotlicht hervor an die kühle Luft. Erst als Mutter und Kinder alleine waren, kehrte endlich Ruhe ein." Inzwischen ist Vati wieder bei den Kindern. Dr. Kühne: "Jetzt ist er eine Hilfe, führt seine Kinder nach draußen zum Mehlwurm-Fressen."




News - 10. Sep. 2004
Älteste Giraffenkuh im Zoo Basel tot
Die älteste Giraffenkuh im Zoo Basel ist tot. Die 18-jährige Kimya musste wegen chronischen Fussproblemen getötet werden. Die Giraffenkuh hatte sieben Giraffenkälber zur Welt gebracht und galt als ruhiges Tier und umsichtige Mutter. Bereits seit einigen Jahren hätten die Klauen von Kimya - der Name bedeutet auf Suaheli die Stille - regelmässig von den Zootierärzten gepflegt werden müssen, wie der Zoo Basel mitteilte. In den letzten Tagen habe das Tier nun kaum mehr gehen wollen. Nachdem zusätzlich auch noch altersbedingte Zahnabnutzungen auftraten, entschied sich der Zoo Basel, Kimya von ihrem Leiden zu erlösen.

Saar-Echo - 9. Sept. 2004
60-köpfiges Sonderkommando löst in Ostfrankreich Privat-Zoo auf
Ein Sonderkommando aus rund 60 Gendarmen, Feuerwehrleuten und Tierärzten hat am Mittwoch in der ostfranzösischen Ortschaft La Côte bei Belfort einen Privat-Zoo aufgelöst. In einer mehrstündigen Aktion befreiten sie rund hundert Tiere - Leguane, Kaimane, Füchse, Emus, Schildkröten sowie Skorpione und allerlei Insekten - die von einem begeisterten Sammler in schmutzigen und zu kleinen Käfigen gehalten wurden. Die Exoten sollen nun in Tierparks untergebracht werden, wo sie artgerecht leben können. Der Aktion war eine monatelanger Rechtsstreit zwischen dem Sammler, einem 45-jährigen Handwerker, und den zuständigen Behörden vorangegangen.
Über Einsamkeit braucht der Franzose auch weiter nicht zu klagen: Ihm bleiben rund 150 Katzen, Hunde, Schafe, Gänse, Hühner und andere Haustiere, die zunächst nicht beschlagnahmt wurden. Nach ihren Angaben wollen die Behörden aber überwachen, ob sich der Mann künftig angemessen um seine Zöglinge kümmert.

Deutsche Welle - 15. Sep. 2004
Predigt aus dem Löwenkäfig
Dank aufmerksamer Wärter hat ein australischer Evangelist seinen Versuch überlebt, in einem Löwenkäfig zu predigen. Der 21-Jährige war im Zoo von Melbourne über einen sechs Meter hohen Zaun in das Gehege der vier ausgewachsenen Raubkatzen geklettert. Als die Tierpfleger den jungen Mann bemerkten, öffneten sie eine Tür zum Futterbereich der Löwen, die sich daraufhin von dem Eindringling abwandten und zum Fressen davontrabten. Der Mann werde nun in einer Klinik auf seinen Geisteszustand untersucht.

Salzburger Nachrichten - 15. Sep. 2004
Weg mit Speckbrachte Scheck
Printmedien, Radio, Fernsehen: Es ist zur Zeit nicht leicht, Rainer Revers zu entgehen. Der Salzburger Zoodirektor spielt die Hauptrolle im aktuellen Werbespot des Mobiltelefonbetreibers Telering.

Neue Ruhr Zeitung - 13. Sep 2004
Adios, kleiner Panda
Frisch war es gestern morgen, als der kleine Panda einen letzten Blick auf Kleve geworfen hat: Um 6.50 Uhr ging sein Flieger Richtung Spanien. Die junge Bären-Dame, die im Tierpark Kleve geboren wurde, soll im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) dazu beitragen, dass ihre Art nicht ausstirbt. Deshalb darf sie jetzt im schönen Malaga wohnen. Und in ein paar Tagen bekommt sie Gesellschaft: Ein Tierpark aus Görlitz schickt dann ein junges Panda-Männchen.


Bocholter Borkener Volksblatt - 15. Sep. 2004
Katzenbär auf Hochzeitsreise
Kleiner Bär auf großer Reise: Der 15 Monate alte Kleine Panda aus dem Klever Tierpark soll in Malaga eine Familie gründen.

taz - 15. Sep. 2004
elch: groß, grau, scheu
Der Zoo von Toronto hatte den jungen Elch Kenwood ins niederländische Emmen verkauft, wo ein großes Freigehege und einige attraktive Elchkühe auf ihn warteten. Kenwoods erster Tag in der neuen Heimat verlief jedoch traumatisch: Kaum angekommen, wurde er auf der Stelle zum Mobbingopfer. Besonders tat sich die Elchkuh Winya beim Kenwood-Klatschen hervor. Um seine Elchparanoia abzubauen, wurde Kenwood noch am Abend seines ersten niederländischen Tages zur Psychotherapie geschickt. Gemeinsam mit einem sehr netten und freundlichen Artgenossen namens Icmu lebte er einige Wochen in einer geschlossenen Abteilung des Zoos und gewann nach und nach wieder Vertrauen in das Gute im Elch. Dann durfte er zurück zur Herde. Winya rannte zwar sofort zu ihm und trat und biss ihn, aber Kenwood wehrte sich so vehement, dass er seither seine Ruhe hat.

Berliner Morgenpost - 10. Sept. 2004
Rarität im Zoo: Seepferdchen aus Küstengewässern Australiens
Erst beim zweiten Hinschauen entdecken die meisten Besucher die Fetzen-Seepferdchen im Aquarium des Zoologischen Gartens - obwohl die Seepferdchen mit etwa 30 Zentimeter Länge nicht gerade klein sind. Nach einer Eingewöhnungsphase präsentiert das Aquarium die seltenen und kostbaren Fische erstmals der Öffentlichkeit. "In der Natur leben die Seepferdchen nur in den kälteren Küstengewässern Australiens und haben sich dort als Beute auf ganz bestimmte Garnelen spezialisiert", sagt Zoodirektor Jürgen Lange. Auch im Zoo-Aquarium sind sie bei der Futterwahl selbst nach langer Eingewöhnungszeit noch immer äußerst wählerisch und fressen nur eine einzige in der Nord- und Ostsee lebende Garnelenart. Ein Ostseefischer bringt deshalb jede Woche frisch gefangene, lebende Garnelen nach Berlin.

Berliner Morgenpost - 12. Sep 2004
Eifersucht und Raub bei Kranichen und Flamingos: Geschichten aus Zoo und Tierpark
Unfruchtbarkeit, Adoption, Eifersucht unter Geschwistern, Arbeitsteilung, elterlicher Rollentausch, Raub, Kindesentführung und unterlassene Hilfeleistung. Sie glauben, dazu sind nur Menschen fähig? Falsch. Unter Vögeln spielen sich Geschichten ab, die sich für eine Vorabend-Soap im TV eignen würden. Tierpfleger Hartmut Micheel vom Tierpark in Friedrichsfelde könnte stundenlang Storys aus dem Vogelreich erzählen.


Frankfurter Rundschau - 15. Sep. 2004
Im Vogelpark leben Störche und Strauße aus drei Kontinenten
Im Vogelpark Biebesheim gibt es nicht nur die meisten Störche im Kreis, sondern auch 60 verschiedene heimische und exotische Vogelarten. In einer Quarantänestation werden Tiere betreut, die der Zoll am Frankfurter Flughafen beschlagnahmt hat. Gut 10.000 Quadratmeter groß ist das Gelände, auf dem der Vogelpark ursprünglich errichtet wurde. "Wir haben das Gelände von der Gemeinde gepachtet, 1972 mit dem Bau begonnen und ein Jahr später den Park eröffnet", erinnert sich Horst Zimmermann. Mittlerweile ist das Parkareal am Anglerweg doppelt so groß und Eigentum des Vereins für Vogelzüchter und -liebhaber. Weitere 4,5 Hektar haben Zimmermann und seine Mitstreiter dazugepachtet und nicht nur jede Menge Volieren sowie Sommer- und Wintergehege für insgesamt 1500 Vögel errichtet, sondern auch ein Vereinsheim mit Gaststätte gebaut, Grünflächen, Teiche und Wege angelegt.

Hamburger Abendblatt - 10. Sep. 2004
Eekholt - Eine Expedition ins Tierreich
Ausflugstipp: In Schleswig-Holsteins schönstem Wildpark am Rande des Segeberger Forstes sind mehr als 100 verschiedene Tierarten zu Hause.

Hamburger Abendblatt - 10. Sep. 2004
Die Affenbande von Hagenbeck

MVregio - 13. Sep. 2004
Das Kinder-Baumhaus von TLG IMMOBILIEN GmbH für den Zoo Rostock



Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps
Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Wilhelma Stuttgart, 15.09.04
Tiere und Pflanzen hautnah am Wilhelma-Tag!
Am Sonntag, dem 19.September ist Wilhelma-Tag: Gewächshäuser, Ställe, Futterkammern, das Aquarium und die Krankenstation  öffnen ihre Bereiche hinter den Kulissen. Endlich erfahren die Besucher, warum nur die Hälfte der fast 30 Hektar der Wilhelma zugänglich ist. „Was passiert eigentlich auf dem Rest des Geländes?“, diese und weitere Fragen werden am Wilhelma-Tag von 9 Uhr bis 17 Uhr an vielen Stellen beantwortet. Das genaue Programm wird an den Eingängen und an den einzelnen Gewächshäusern und Ställen ausgehängt, damit die Besucher den Überblick nicht verlieren. Bleibt nur noch zu hoffen, dass das Wetter am Sonntag auch in Wilhelma-Laune ist ...


Zoo Leipzig, 15.09.04
Tüpfelhyäne „Lubanga“ bekam ihren ersten Nachwuchs
Am späten Dienstag nachmittag war es so weit: Tüpfelhyänendame „Lubanga“ (geb. 31.10.1999, seit 2004 in Leipzig) bekam ihren ersten Nachwuchs. Wie viele Jungtiere sie zur Welt brachte und ob es den Nachwuchs gut geht, steht noch nicht fest, da sich „Lubanga“ mit dem Nachwuchs in einer der Erdhöhlen zurückgezogen hat und keinen Einblick in die Mutterstube gewährt. Fest steht, dass sich „Lubanga“ und auch der Vater „Kitano“ (geb. 01.01.1999) liebevoll um den Nachwuchs kümmern.

Allwetterzoo Münster, 15.09.04
Erster Nachwuchs bei den Goldenen Löwenäffchen im Allwetterzoo
Am 28. Juli wurde das erste Jungtier bei den Goldenen Löwenäffchen im
Allwetterzoo Münster geboren. Diese etwa eichhörnchengroßen Krallenaffen
erinnern mit ihrer üppigen Mähne und ihrem goldgelben Fell tatsächlich an
Löwen.

Vogelpark Walsrode, 15.09.04
Im Vogelpark gibts Ententanz
Auf Kinder, jetzt geht’s zur Flugshow! Da scheint die gesamte Familie Duck aus Entenhausen nach Walsrode gekommen zu sein: Sechzehn watschelnde Artisten aus der Laufentengruppe sind ab Samstag die neuen Stars der sensationellen Flugshow im Vogelpark – trainiert von ihrem Chef German Alonso. Dabei zeigen sich sich die schnatternden Bühnendebütanten als gelehrige Showtalente. Besucherkinder können sich sogar als Co-Trainer betätigen und die Entengruppe auf Kommando hinter sich her trotten lassen.  Über soviel Disziplin können die Solokünstler nur lächeln: zum Beispiel die Zwergeule „Goliath“, die sich aus dem Fluge ins Gebüsch stürzt, um die piepsende Maus zu fangen... (Pech, Goliath, das Geräusch kam vom Kassettenrecorder!) Oder der Tukan „Tuki”, der versucht, mit waghalsigen Sprüngen eine „fliegende“ Weintraube zu ergattern. Und wenn der majestätische Gaukler millimeterscharf über die Köpfe des Publikums hinwegrauscht, läuft den Besuchern regelmäßig ein Schauer über den Rücken. (Da wird der feste Halt so mancher Perücke überprüft.) Aber nicht nur Goliath oder Familie Duck und Co. aus der Flugshow (täglich 11 und 14.30 Uhr) locken in den größten Vogelpark der Welt: Über 4000 Vögel aus 700 Arten zeigen sich hier von ihrer besten Seite. Der Vogelpark ist täglich von 9-19 Uhr geöffnet.

Wildpark Dillenburg-Donsbach, 14.09.04
Im Wildpark Dillenburg-Donsbach röhren jetzt wieder die Hirsche
Im Wildpark Dillenburg-Donsbach (Lahn-Dill-Kreis) beginnt jetzt wieder die „hohe Zeit“ der Brunft. Wer die eindrucksvolle Rotwildbrunft aus nächster Nähe erleben möchte, hat in den nächsten Wochen die Möglichkeit, den Rothirsch im Wildpark zu bestaunen. Wer dem Hirsch schon einmal in stimmungsvoller Herbstlandschaft begegnet ist und ihn während der Brunftzeit urig röhren hörte – oder ihn gar in einem Zweikampf mit einem Rivalen erlebt hat – der kann nachvollziehen, warum er auch König der Wälder genannt wird.

Zoo Heidelberg, 14.09.04
„Puna“ endlich wieder unter Tigern
Die am 11. Juni geborenen kleine Tigerin „Puna“ hat nun zwei Freunde. Abends spielt sie eine Runde mit dem Hund des Zoodirektors und den Tag verbringt sie mit Ihrem Vater „Timophi“ im großen Tigergehege. „Puna“ musste von Hand aufgezogen werden, da ihre Mutter kein ausreichendes Pflegeverhalten zeigte. Damit aus ihr ein richtiger kleiner Tiger wird, der weiß wie er sich unter Tigern zu benehmen hat wird sie schrittweise an das Raubtierverhalten herangeführt. Seit einigen Wochen hat „Basko“ ein Collie-Husky-Mischling diese Aufgabe übernommen und nun kann sie auch von ihrem Vater lernen, wie sich ein Tiger zu benehmen hat.

Wildpark Lüneburger Heide, 13.09.04
Duell der Hirsche
Vor wenigen Tagen waren sie noch Freunde, jetzt aber bittere Rivalen. Wenn es um die Frauen geht, hört auch bei Hirschen die Freundschaft auf. Die Brunft ist die Paarungszeit des Rotwildes. Das Röhren der Hirsche ist kilometerweit zu hören und zeigt für viele naturverbundene Menschen den endgültigen Abschied des Sommers an. Auch der Wildpark Lüneburger Heide ist von den Brunftrufen der Hirsche erfüllt. Die jährliche Hirschbrunft bildet den "gesellschaftlichen" Höhepunkt im Jahresablauf des Rotwildes. Die Brunft hat keinen festen Termin, sie findet in der Regel zwischen Mitte September bis Mitte Oktober statt. Die Witterungsverhältnisse spielen hierbei eine große Rolle. Kühle Nächte und sonnige Tage sind das ideale Wetter für dieses grandiose Naturschauspiel, das im Wildpark Lüneburger Heide auch tagsüber beobachtet werden kann. Besonders der Platzhirsch, dies ist immer ein älterer Hirsch mit einem besonders starken Geweih, hat in der Brunft viel Stress. Er ist ständig damit beschäftigt die weiblichen Tiere, die er als Brunftrudel um sich schart, gegen seine Konkurrenten zu verteidigen.Ab Mitte September bietet der Wildpark Lüneburger Heide, Hanstedt-Nindorf, immer mittwochs um 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Brunftführungen an.

Zoo Köln, 13.09.04
Eröffnung des Elefantenparks
Am 19.9.2004 um 15 Uhr wird durch den Oberbürgermeister und Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Zoo AG, Herrn Fritz Schramma, der ELEFANTENPARK Köln offiziell eingeweiht.

Thüringer Zoopark Erfurt, 10.09.04
Zierfisch- und Wasserpflanzenbörse im Erfurter Aquarium
Am Sonntag, dem 19. September 2004 findet im Erfurter Aquarium am Nettelbeckufer 28a in der Zeit von 9 bis 12 Uhr als Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Verein  Erfurter Aquarienfreunde 1912 e.V. wieder eine Fischbörse statt. In zahlreichen Becken steht erneut ein reichhaltiges Angebot an Zierfischen und Wasserpflanzen  bereit.  Wer Ausführliches über die Pflege von Zierfischen oder die Einrichtung eines neuen Aquariums wissen möchte, kann sich von erfahrenen Aquarianern umfangreich beraten lassen.

Thüringer Zoopark Erfurt, 10.09.04
Blick hinter die Zookulissen beim 11. Deutschen Zootag
In einem Zoo ist immer etwas los. Was im zurückliegenden Jahr im Erfurter Zoopark und Aquarium passierte, darüber werden die Zootierpfleger am kommenden Sonntag
(19. 9.2004) ab 10 Uhr berichten. Zum 11. Mal wird dann in allen tiergärtnerischen Einrichtungen der Bundesrepublik der Deutsche Zootag durchgeführt. Ziel der vom Berufstierverband der Zootierpfleger und dem Verband Deutscher Zoodirektoren 1993 ins Leben gerufenen Veranstaltung ist, den Zoobesuchern, angefangen vom Tiererwerb bis zum Baugeschehen, umfassend Einblick in die Arbeit eines modernen Tiergartens zu geben.

Zoo Duisburg, 10.09.04
Spiele, Spiele, Spiele - Trendsport-Spaß im Zoo
Im Rahmen der Vorbereitungen zur 7. Veranstaltung der World Games in Deutschland Mitte Juli 2005 können die Mädchen und Jungen vom Duisburger Stadt-Sportbund schon einmal ihre außergewöhnlichen - nichtolympischen - Disziplinen vorstellen  - und das zwischen Elefanten und Robben, Affen und Delphinen! Wer immer noch nicht weiß, was „Aikido, Frisbee oder ‚Tanzen auf kindgerechte Weise’“ ist, der sollte nicht versäumen, sich auch noch über die männliche Zugkraft „Deutscher Tauzieher“ oder die nationale „Wake Board-Elite“ zu informieren, denn all diese Trendsportarten werden mit vielen weiteren im Mittelpunkt der Sportmeisterschaften der World Games 2005 stehen. Die Akteure können vorab zeigen, wie sich giraffenlange Hälse strecken lassen beim „Kopfballspielen“; in berüchtigtem „Affenzahn“ werden Kinder Kletterfelsen erklimmen, und für die Sportart „Lebensrettung“ wurde die Nachbarschaft zu Duisburgs Flippern gesucht, denn mit Schwimmflossen an den Füßen werden die jungen Sportbegeisterten durch einen Hindernisparcours laufen - soweit das mit Paddelfüßen eben möglich ist.

Allwetterzoo Münster, 10.09.04
EnergieDschungel – eine Ausstellung im Allwetterzoo Münster
Die Ausstellung "EnergieDschungel" des entwicklungspolitischen Vereins Vamos e.V. ist am 9.9.04 im Allwetterzoo vor 120 Gästen feierlich eröffnet worden. "EnergieDschungel" beschreibt die Gefahr durch die Ölförderung für Mensch und Umwelt im Amazonas-Regenwald. Den Besuchern werden die Probleme vor Ort aus Sicht der betroffenen Ureinwohner geschildert, die von Vertreibung, Bestechung und Enteignung berichten. Seit im Regenwald Erdöl gefunden und gefördert wird, spielen die Interessen der Ureinwohner keine Rolle mehr. Der Staat und die Ölfirmen setzen ihre Interessen durch. Die Ausstellung macht auch auf Veränderungsmöglichkeiten hier bei uns aufmerksam: sei es durch einen veränderten Umgang mit Energie - vor allem Erdöl, sei es durch die politische oder finanzielle Unterstützung von Organisationen der Ureinwohner. Als konkreten Beitrag zum Schutz des Regenwaldes präsentierte Vamos e.V. den "Regenwaldschutzbrief".

Stukenbrock, 10.8.04
Gestreiftes Wunder im Tigergehege:
Babyglück in braun, weiß, gold. Die braune Tigerin Rani (5) sorgt für die zoologische Sensation im Hollywood- und safaripark. Drei Babys in drei Farben. Tigerstreifen haben sie alle, aber eines ist schneeweiß, eines braun wie Mama und Papa, und das dritte ist goldfarben.

Thüringer Zoopark Erfurt, 09.09.04
Feuerwehr übt im Zoo
Was tun, wenn die Katze ängstlich auf dem Baum sitzt und nicht wieder herunter will? Man ruft die Feuerwehr! Aber nicht nur bei kleinen Mietzen, sondern auch bei größeren Tieren sind die Kameraden der Berufsfeuerwehr vom Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz Erfurt gefragt. Da heißt es womöglich, Pferde oder Rinder einfangen. Selbst Einsätze, bei denen es um Schlangen oder Krokodile geht, sind möglich. Und wo ist ein besserer Platz, um den Umgang mit großen und kleinen Tieren zu üben als im Thüringer Zoopark Erfurt? So kommen jedes Jahr die drei Wachabteilungen zur praktischen Schulung in den Zoo. Hier lernen die Feuerwehrmänner zum Beispiel, wie man aus einem Strick ein Halfter fertigt und wie man ein Pferd führt, ohne dass es einem auf die Füße tritt. Es bleibt zu hoffen, dass die Feuerwehr das Gelernte nur selten anwenden muss.

Zoo Duisburg, 09.09.04
Glücksschweinchen im Afrikanum
Über ein „Glücksschweinchen“ freut man sich dieser Tage im Afrikanum des Zoo Duisburg:
Bei den ebenso seltenen wie kostbaren Pinselohrschweinen hat sich weiblicher Nachwuchs eingestellt! Die zweijährige Duisburger Muttersau RAMADI verlebte vor einigen Monaten mit dem im vergangenen Jahr aus dem niederländischen Zoo Rotterdam an den Kaiserberg gereisten Eber SHAKI einige glückliche Stunden, und als Folge dieses Techtelmechtels gebar RAMADI am 12. Mai 2004 ihr erstes Schweinekind mit Namen BWINDI!

Thüringer Zoopark Erfurt, 09.09.04
Deutscher Zootag im Thüringer Zoopark Erfurt
Am Sonntag, dem 19. September 2004 begeht der Thüringer Zoopark Erfurt gemeinsam mit anderen zoologischen Gärten zum 11. Mal den Deutschen Zootag. Den Gästen auf dem Roten Berg und im Aquarium am Nettelbeckufer soll wiederum die Möglichkeit gegeben werden, mehr über die Zootiere und die Arbeit der Zootierpfleger zu erfahren und auch einmal hinter die Zookulissen zu schauen.

RuhrZoo Gelsenkirchen, 09.09.04
Neuer ökologischer Parkplatz
Parkprobleme: Wer kennt sie nicht? Der Ruhr Zoo Gelsenkirchen möchte seinen Besuchern die langwierige Suche nach einem Abstellplatz für den eigenen fahrbaren Untersatz ersparen und baut einen neuen Parkplatz: Südlich der Grimbergstraße entstehen 2.000 neue Stellplätze.

Zoo Leipzig, 09.09.04
Das Riesenkinderfest im Zoo zugunsten der Uni-Kinderklinik mit Pünktchen-Theater und Kinderolympiade
„Große helfen Kleinen“ und Große feiern mit Kleinen – beim Riesenkinderfest am 11.09.2004 ab 10.00 Uhr im Zoo Leipzig. Unter der Schirmherrschaft von „Prinz“ Sebastian Krumbiegel werden auch in diesem Jahr wieder viele namhafte Leipziger Unternehmen den Kindern ein tolles Fest und der Universitätskinderklinik einen hohen Spendenbetrag (circa  11.000 Euro im Vorjahr) bescheren. Damit soll ein Transkutaner Sauerstoff- und Kohlendioxid Monitor finanziert werden, der dringend benötigt wird.

Warder, 10. September 2004
Neu  in der Arche Warder: Vom Aussterben bedrohte Thüringer Waldziegen
Seit einigen Tagen mischen sich neue Meckerlaute in das übliche Muhen und Blöken im Tierpark Arche Warder. Sie stammen von vier Thüringer Waldziegen, einem Bock und drei Geißen, die als Basisgruppe zur weiteren Zucht angeschafft worden sind. Die Neuankömmlinge haben ein eigens für sie gebautes Gehege bezogen und können dort bestaunt werden.
Thüringer Waldziegen, einst wegen ihrer guten Milchleistungen und häufigen Zwillings- und Drillingsgeburten hoch geschätzt, gehören heute zu den bedrohten Nutztierrassen.  In der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen werden sie sogar als „stark gefährdet“ eingestuft. Die Thüringer Waldziege gilt als besonders robust und widerstandsfähig. Daher kann sie auch im rauen Klima des Thüringer Waldes bis 1000 Meter Höhe, bei hohen Niederschlagsmengen und harten Wintern gehalten werden.
Ziegenzüchter aus Thüringen holten gegen Ende des 19. Jahrhunderts Toggenburger Ziegen aus der Schweiz, um die Milchleistung der eigenen regionalen Landschläge zu verbessern. Aus den Kreuzungen entwickelte sich mit der Zeit ein recht einheitlicher Typ, den man 1935 auf Drängen des Nazi-Regimes in „Thüringer Waldziege“ umbenannte und seitdem als Rasse anerkannte. Die Arche Warder, die seltene und hoch gefährdete Nutztierrassen in ihrem Bestand hat und durch Erhaltungszucht vor dem Aussterben bewahrt, möchte von nun an  auch die Thüringer Waldziegen in das Erhaltungs- und Zuchtprogramm mit einbeziehen.



WWF, 14. September 2004
Zum Kinostart des Tigerfilms „Zwei Brüder“ am 16. September
Am 16. September kommt der neue Film von Jean-Jacques Annaud (Der Bär, Der Name der Rose) in die deutschen Kinos. „Zwei Brüder“ erzählt die märchenhafte Geschichte der Tiger Kumal und Sangha. Der französische Oscar-Preisträger hat seinen Film mit echten Tigern gedreht. Die Geschichte ist frei erfunden, aber sie vermittelt eine klare Botschaft: Lasst den Tigern ihren Lebensraum! Wie kaum eine andere Art ist die majestätische Raubkatze durch die Zerstörung der Wälder und Wilderei bedroht. Der WWF will den Film nutzen, um auf die Situation der bedrohten Katzen aufmerksam zu machen.
Vor dem Filmstart haben die Umweltstiftung und der Filmverleih TOBIS einen kostenlosen Unterrichtsleitfaden an 20.000 Schulen verschickt. „Wir möchten den Film nutzen, um den Kindern auf spielerische Art die Faszination Tiger und seine Bedrohung nahe zu bringen“, erläutert WWF-Artenschützer Stefan Ziegler.
„Zwei Brüder“ spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Damals lebten noch etwa 100.000 Tiger. Heute durchstreifen nach Schätzungen des WWF höchstens noch 7.000 Tiere die Wälder Asiens. „Von einigen Unterarten wie dem südchinesischen Tiger leben bereits mehr Tiere in Zoos oder Gehegen als in freier Wildbahn“, beschreibt Stefan Ziegler die kritische Situation der größten Raubkatze der Erde. Von ehemals acht Unterarten haben nur fünf überlebt - und auch deren Bestand ist bedroht.
Der WWF Deutschland kämpft seit drei Jahrzehnten für das Überleben der Tiger. Für den Herbst bereitet die Umweltstiftung eine Kampagne vor, um auf die verzweifelte Situation der letzten 500 Sumatra-Tiger aufmerksam zu machen. Ziel ist es, den Kahlschlag in den Regenwäldern der indonesischen Insel zu stoppen und den Wilderern das Handwerk zu legen. Nach einer aktuellen Studie fallen jedes Jahr 50 Sumatra-Tiger der Wilderei zum Opfer. Vor allem die Nachfrage nach Tigerprodukten in der traditionellen chinesischen Medizin macht die illegale Jagd zu einem lukrativen Geschäft. „Wenn wir nicht entschlossen handeln, werden wir Tiger in Zukunft nur noch auf der Leinwand und im Zoo bewundern können“, so Ziegler. Die Einrichtung von Schutzgebieten, die untereinander durch Korridore verbunden sind, gehört zu den wichtigsten Zielen der Naturschützer.
Star-Regisseur Jean-Jacques Annaud unterstützt das WWF-Engagement: „Tiger gehören in die Wildnis. Ich hoffe sehr, dass es dem WWF gelingt, ihren Lebensraum zu erhalten. Es wird noch ein langer Kampf für das Überleben der faszinierenden Tiere. Ich hoffe, mein Film trägt ein wenig dazu bei, dass die majestätischen Katzen eine Zukunft haben.“
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02102/index.html

WWF, 17.09.04
Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES (2. bis 14. Oktober 2004):
Handel mit dem „weißen Gold“ geht weiter. Einzig China verschärft Kontrollen. Das sind die Ergebnisse einer heute veröffentlichten Studie von TRAFFIC, dem gemeinsamen Artenschutzprogramm von WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN. Die Studie steht auf der Tagesordnung der Weltartenschutzkonferenz CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora) im Oktober in Bangkok. Der WWF ist mit einer großen Delegation auf der Konferenz vertreten und will sich dafür einsetzen, dass sich die „Problemstaaten“ in Bangkok dazu verpflichten, nationale Gesetze zu verbessern und striktere Kontrollen durchzuführen. Nur so können nach Ansicht des WWF die Elfenbeinmärkte in Asien und Afrika endlich trockengelegt werden.
„Der kommerzielle Elfenbeinhandel ist seit 1989 durch CITES international verboten. Aber die Verbote alleine nützen nichts, wenn es in vielen Ländern große Schlupflöcher für Schmuggler und Elfenbeinschnitzer gibt. Jedes Jahr werden 4.000 Elefanten getötet, um die Nachfrage zu stillen“, beklagt WWF-Artenschutzexperte Volker Homes das Elfenbein-Dilemma. Die Studie benennt neben China die lokalen Märkte in Thailand, Kamerun, in der Demokratischen Republik Kongo, in Äthiopien und Nigeria als „El Dorados“ des Elfenbeinschmuggels. Allein in Thailand, Gastgeber der CITES-Konferenz, fand man bei einer Marktanalyse 88.000 Elfenbeinschnitzereien im Verkauf. Volker Homes: „Den betreffenden Staaten müssen die Daumenschrauben angelegt werden. CITES muss dafür sorgen, dass nationale Sanktionsmechanismen entwickelt und umgesetzt werden.“ Auch in den USA und Singapur müssten bessere Kontrollen eingeführt werden. In Bangkok werden Regierungsdelegationen aus insgesamt 166 Staaten über rund 50  verschiedene Anträge zum Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten debattieren. Unter anderem liegen Anträge zum Handel mit Produkten von afrikanischen Elefanten vor: Namibia beantragt, jährlich 2.000 Kilogramm Roh-Elfenbein sowie Elfenbeinprodukte und Produkte aus Elefantenleder und –haaren handeln zu dürfen. Auch Südafrika möchte mit Elefantenlederwaren handeln.
China ist zwar nach wie vor der weltweit größte Markt für illegales Elfenbein, doch belegt die Studie positive Entwicklungen bei der Kontrolle der Märkte: In den vergangenen zwei Jahren wurden in China insgesamt 182 Beschlagnahmungen von illegalem Elfenbein durchgeführt – mehr als je zuvor. Volker Homes: „China ist auf dem richtigen Weg. Die einzige Chance, um den Elfenbeinschmuggel zu drosseln, ist: Die Staaten müssen härter durchgreifen.“
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02104/index.html


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Natur- und Artenschutz

Mitteldeutsche Zeitung - 13. Sept. 2004
Kleiner Wühler ist ein Wende-Verlierer
Die Geschichte des Feldhamsters in Sachsen-Anhalt ist ein dramatischer Niedergang. Noch vor wenigen Jahrzehnten kam er so häufig vor, dass es eine Plage war. Damals wurde der Hamster sogar gejagt. In den neuen Roten Listen des Landesamtes für Umweltschutz wird der Hamster nun als eines von sieben Säugetieren geführt, die vom Aussterben bedroht sind. Aber nicht die Jagd hat die Hamster-Bevölkerung so stark schrumpfen lassen. Laut Martin Trost vom Bereich Artenschutz des Landes-Umweltamtes ist der Nager eine Art Wende-Verlierer. Früher sei die Ernte nicht so gründlich gewesen, so dass immer noch Getreide für die Hamster übrig blieb. Heute würden die Felder effektiver bewirtschaftet, für die 20 bis 35 Zentimeter kleinen Wühler bleibe oft nichts zurück.

Berliner Zeitung - 11. Sep 2004
Export aus der Mark: Bundesweit gibt es nirgends mehr Fischadler - sie fliegen bis Frankreich
Paul Sömmer hat seit einiger Zeit Besuch. Der hat zwar keinen Namen, aber eine Nummer: ED 64. Der Besuch ist ein Fischadler, der unter einem "Anflugtrauma" leidet und nicht mehr richtig fliegen kann. "Aber es geht ihm langsam besser und er macht wieder die ersten Flugversuche", sagt der Chef der Naturschutzstation Woblitz bei Himmelpfort. Die liegt im Naturpark Uckermärkische Seen, einem der größten Siedlungsgebiete des Fischadlers im Land. "Wir haben die größte Fischadlerpopulation in ganz Deutschland und die größte nach den Skandinaviern", sagt Sömmer. Die Statistik klingt beeindruckend: Mehr als 270 Brutpaare leben in Brandenburg, in Mecklenburg-Vorpommern 120, dazu je ein Dutzend in Sachsen und Sachsen-Anhalt - die meist aus Brandenburg dorthin übersiedelten. Und dann gibt es noch je zwei Paare in Bayern und Niedersachsen.


Umweltjournal - 10. Sep. 2004
Die 10 Meistgesuchten auf dem Weltmarkt
Der Napoleonsfisch, der Weiße Hai und das Tropenholz Ramin gehören nach Angaben des WWF zu den zehn im internationalen Handel am stärksten nachgefragten Tier- und Pflanzenarten. Der WWF wird sich auf der nächsten Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES, die im Oktober in Thailand stattfindet, dafür einsetzen, dass der Handel mit diesen und vielen weiteren bedrohten Arten so gut wie möglich kontrolliert wird.

Yahoo! Nachrichten - 09. Sep. 2004
Umweltschützer wollen Weißen Hai retten
Der WWF will sich auf der Washingtoner Artenschutzkonferenz in Bangkok vom 2. bis 14. Oktober dafür einsetzen, dass der Handel mit seltenen Tier- und Pflanzenarten weltweit stärker kontrolliert wird. Deshalb hat er eine aktuelle Liste mit den zehn meistbedrohten Arten der Welt aufgestellt.


Norddeutsche Neueste Nachrichten - 15. Sep. 2004
Kranich und Seeadler auf der Spur
Drei Jahre lang zog es den Tierfotografen Jürgen Reich von März bis November immer wieder zu den Kranichplätzen im Reinshäger Forst bei Bad Doberan, wo er das Brutgeschehen und die Schlafnester dieser "Vögel des Glücks" beobachtete, und zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, wo bis zu 40.000 Kraniche als Durchzügler vom Norden zum Süden im Herbst und umgekehrt im Frühling neue Kraftreserven für die langen Flüge tanken. Davon erzählt Jürgen Reich in Wort und Bild in seinem bei Hinstorff edierten Band "Ein Kranichjahr in Mecklenburg-Vorpommern" und verknüpft Anekdotisches und Überraschendes mit Biologischem und Informationen über Artenschutz – für jeden Natur- und Vogelfreund eine wahre Schatzgrube.

Cameroon's Campo Park gets management plan
afrol News, 14 September
http://www.afrol.com/articles/13952
The Campo Ma'an National Park in southern coastal Cameroon is close to having a management plan that is to safeguard its biological diversity. The park, covering the hinterland of Cameroon's beach tourism resorts Kribi and Campo, is home to many endangered species - including lowland gorillas and forest elephants - but increased pressure from human settlements were endangering the park. The management plan was partly designed by international environmentalist groups as WWF. "We have the obligation vis-à-vis present and future generations to safeguard the huge biological diversity in the sub-region," commented yesterday Laurent Somé of WWF.  Amadi Ali, the Secretary General of Cameroon's Minister of Environment and Forestry, who attended the meeting, reiterated the government's willingness to cooperate with environmentalist groups for the sake of natural resource management.  According to WWF, Campo Ma'an National Park is considered important to conservation due to "its biologically diverse coastal forest." The park is home to a significant population of elephants, lowland gorillas, chimpanzees, hippos, giant pangolins, black colobuses, mandrills, and leopards. The avifauna is also rich and diverse. The biologically rich park is also on of Cameroon's most accessible and visited wildlife areas.

Australians asked to provide water as koalas are dropping from trees because of thirst
Residents of Australia's drought-ravaged east coast were urged Wednesday to leave buckets of water underneath trees because koalas are dropping dead of thirst.

Colorado Sand Dunes to Become Newest National Park
Colorado became home to the country's newest national park when Interior Secretary Gale Norton officially reclassified the Great Sand Dunes National Monument.


Dark Future for White Animals in Arctic

Ideal for an Ice Age, white fur used as camouflage by animals from polar bears to Arctic foxes may be going out of fashion because of global warming.


Polar Bears Are Suffering from Industry Chemicals, Says WWF
New evidence shows that polar bears are suffering from industrial chemicals swept to the Arctic from nations thousands of kilometers (miles) to the south

Lucrative, rare species need trade protections, says WWF
Booming global trade in rare forms of wildlife ranging from tropical fish and trees to African lizards is threatening many of them with extinction

Extinct species take others along, study finds
More than 6,000 species of butterflies and other insects as well as mites, fungi, and assorted unloved but important species will also be wiped out when listed endangered species go extinct

Kiwis face minefield of threats
http://www.birdlife.org/news/news/2004/09/kiwi.html

International collaboration helps Peru's new wetland reserve
http://www.birdlife.org/news/news/2004/09/tinajones.html

Continuing the fight to save the Gediz Delta - one of Turkey’s most important wetlands
http://www.birdlife.org/news/pr/2004/09/gediz_delta.html


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Weitere Infos

Der Zoologische Garten, Volume 74, Issue 3 (2)
Wilbert Neugebauer zum 80. Geburtstag. Von Dieter Jauch, Stuttgart    
Eine neue Freianlage für Orang Utans im Zoologischen Garten Wuppertal und Anmerkungen zur Entwicklung gitterloser Freianlagen. Von Ulrich Schürer, Wuppertal
Menschenaffen in Menschenhand. Langzeitentwicklung europäischer Menschenaffenpopulationen. Von Wernern Kaumanns, Ellen Krebs & Gunther Nogge, Köln  
Menschenaffenhaltung in der Wilhelma, Stuttgart. Von  Marianne Holtkötter, Stuttgart   
Quallenhaltung im Zoo-Aquarium Berlin. Von Jürgen Lange, Berlin    
Neue Freunde für die Grüne Hölle: Das Amazonienhaus der Wilhelma, Stuttgart. Von Dieter Jauch & Franziska Lô-Kockel, Stuttgart   
Die neuen Gebirgstieranlagen (europäische Fauna) im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde. Von Bernhard Blaszkiewitz, Berlin
Tb or not Tb (nicht von Shakespeare). Von Wolfram Rietschel, Stuttgart 



Aus den Monterey Bay Aquarium Sea Notes:
EXHIBIT NEWS: WHITE SHARK, OCEAN SUNFISH IN THE OUTER BAY
In the third year of our white shark field research project, we've just brought a young 4-foot, 4-inch white shark back to the aquarium from Southern California. She’s the only one on exhibit anywhere in the world, and we're hoping she'll do well in the exhibit. As long as she does, you'll be able to see her in person when you visit. Or you can log on to our Outer Bay cam to try to get a glimpse of her.
http://www.montereybayaquarium.org/news/



Dear Friends of BOS and the orangutans
Petition: ""Bring me home..." Repatriation of orangutans from Bangkok Safari World"
We are trying to reach 100000 signatures, and we need YOUR HELP!
Please help by signing this petition. It takes 30 seconds and will really help. Please follow this link:
http://www.thepetitionsite.com/takeaction/822035733
Michelle Desilets
Director
Borneo Orangutan Survival Foundation UK
"Primates Helping Primates"
www.savetheorangutan.org.uk



Tiroler Tageszeitung Online - 13. Sep 2004
Die Tiger sind los: "Zwei Brüder" von Jean-Jacques Annaud
Mit "Der Bär" hat der französische Regisseur Jean-Jacques Annaud ("Der Name der Rose") 1988 einen ungewöhnlichen Tierfilm gedreht. Sechzehn Jahre später bringt der 60-Jährige neuerlich ein Tierabenteuer in die Kinos, das mit seinen Aufnahmen verblüfft: "Zwei Brüder" ist die Geschichte zweier Tiger im Dschungel Südostasiens zur Zeit der französischen Kolonialherrschaft. Das Drehbuch von Annaud und Alain Godard unterscheidet sich kaum von einschlägigen Tiergeschichten aus dem Hause Walt Disney. Die Machart jedoch beeindruckt. Mit riesigem Aufwand wurde bei den Tieraufnahmen auf größte Natürlichkeit Wert gelegt. Mehr als 30 Tiger, darunter 18 Babys, kamen bei den Dreharbeiten unter der Anleitung von Dresseur Thierry Le Portier zum Einsatz, nur selten wurde auf ferngesteuerte Stofftiere, so genannte Animatronics, zurückgegriffen. Auch wenn manche tierische Verhaltensweisen allzu menschlich wirken, so belässt Annaud seinen Protagonisten doch ihre eigenen Ausdrucksmöglichkeiten. Weder Off-Kommentare noch ins Maul gelegte Dialoge versuchen das Verhalten der Tiger zu "erklären".




Liebe Kolleg/inn/en !
Es ist wieder soweit, der
12. Workshop Tiergartenbiologie in Erlangen/Nürnberg
wirft seine Schatten voraus. Wir werden uns treffen wie besprochen
vom 22. bis 24.10. 2004,
und das
Schwerpunktsthema wird Prädatoren jeder Art und Größe im Zoo
sein.
Als Hauptredner haben wir bereits Th. Knauf zur Reproduktion der Bären, und C. Fentzloff zur Wiederansiedelung von SeeAdlern. Dazu gibt es sicher Beiträge zu Erdferkeln, Mandrills, zur Forschungslandschaft im Zoo allgemein, zu Sib. Tigern , einige weitere sind gerade in der Planung.
Wer einen Beitrag anmelden möchte, egal ob zum Schwerpunkt oder den freien Themen, auch Diskussionsrunden, Workshops und Poster sind sehr willkommen, der möge doch bitte bald Bescheid geben.
Die Anmeldung kann erst mal ganz formlos gehen, nähere Infos kriegen die Angemeldeten dann rechtzeitig.
Ich hoffe wieder auf rege Anmeldung und Beteiligung und freue mich von jedem/r bald zu hören.
Einstweilen verbleibe ich mit besten Grüßen für das Team
Udo Gansloßer
ganslosser@zoobiology.de

www.zoobiology.de


DTG Seminar 2004
6. bis 8. Oktober in Nordhorn

    Mittwoch, 6. Oktober
Außerordentliche Mitgliederversammlung, „Ice-Breaker“
    Donnerstag, 7. Oktober
Eröffnung des Seminars -      Gerd Emmrich, Präsident der DTG
Der Nordhorner Tierpark – Geschichte, Gegenwart, Visionen - Thomas Berling, Tierpark Nordhorn
             „Bauen in Zoos“
Bauen für Tiere, Bauen für Menschen – was macht  einen Zoo attraktiv?  (Dr. Wolfgang Salzert)
Systematische Planung von Tiergehegen (Dr. Dag Encke u. Johannes Deiting, Allwetterzoo Münster)
Preisgünstige Alternativen zu herkömmlichen Tropenhäusern (Reiner Winkendick)
Begehbare Tiergehege im Tierpark Nordhorn – Was  ist gelungen und was würden wir heute anders bauen? (Thomas Berling, Dr. Wolfgang Salzert)
Zooführung
            „Spielen in Zoos“
Planung von Spielplätzen (Peter Fleckenstein, HAGS-Spielgeräte )
Sicherheit auf Spielplätzen, sachgerechte Wartung (Matthias Biek, HAGS-Spielgeräte)
Spielend lernen im Zoo – der Einsatz interaktiver Bildungsmedien (Hans Röttger, Zoopädagoge im Naturzoo Rheine)
    Freitag, 8. Oktober
Fahrt zum Affenpark „Apenheul“ in Appeldoorn-NL

Anmeldung

Um die Organisation des Treffens zu erleichtern wird um frühstmögliche Anmeldung der Teilnahme gebeten. 
Die Teilnahmegebühr beträgt 50 ¬ und schließt ...... das Abendessen am ... im Tierpark mit ein.
Tierpark Nordhorn
Thomas Berling/ Ina Brockmann
Heseper Weg 140, 48531 Nordhorn
Telefon: +49-5921-32397
Fax: +49-5921-330128
E-Mail: berling@tierpark-nordhorn.de  oder brockmann@tierpark-nordhorn.de




ZooKunft 2005
in Kursaal, Bad Cannstatt und Wilhelma am 18., 19. und 20. Februar 2005
* Behavioural Enrichment für Tiere (Eigene Erfahrungen oder wiss. begleitet): Verhaltens-, Lebensraumbereicherung
1) Animal welfare;-Förderung: Maßnahmen für Wohlbefinden und Aktivitätsförderung
2) Arterhaltungs-relevante Maßnahmen: Simulierung wichtiger Umweltko mponenten, um natürliches Verhalten zu fördern und unnatürliche Selektion zu minimieren 3) Schau-Aspekte: Förderung für Besucher interessanter Verhaltensweisen; Enrichment für Zoo-Besucher
4) Behindertengerechter Zoo * Botanik und Zoo: Bepflanzung von Tiergehegen * Zoo-Zertifizierung. Erfahrung und Problematik bei der Umsetzung
1. Themen einsenden für Poster oder Vortrag per Email an Quantum@t-online.de oder Fax an 0441-2182708 (bis: 1. Oktober, 2004)


CIRCUS

Hamburger Abendblatt - 13. Sep. 2004
Manege frei für Tierquälerei?
Der Name steht für große Zirkusgeschichte: Althoff. Doch von dem einstigen Glanz lässt sich beim Osnabrücker Wanderzirkus "Giovanni Althoff" kaum noch etwas erahnen. Gegen das Unternehmen laufen mehrere Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Betrugs, Beleidigung und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Seit sieben Wochen sitzen die Zirkusleute inzwischen in Rheinland-Pfalz fest - und dürfen bis auf Weiteres nicht auftreten. "Wir geben nicht auf", sagt Inhaberin Barbara Rothmund und hat gegen die Verfügungen Einspruch erhoben. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Osnabrück soll in der nächsten Woche fallen. 40 Menschen, fünf Elefanten und 19 Pferde gehören noch zu dem Traditionszirkus, den Rothmund vor drei Jahren von dem Gründerehepaar Giovanni und Evelyn Althoff übernommen hatte. Inzwischen sind die Zirkusleute von ihrem letzten Auftrittsort in Oppenheim in den Nachbarort Bodenheim umgezogen. Noch zahlt offenbar die Stadt Oppenheim die Platzmiete. Das Futter wird mit Spenden finanziert. Und die Mitarbeiter hätten Sozialhilfe beantragt, heißt es. Der Zirkus habe 300.000 Euro Schulden. Dazu kommt ein komplizierter Verwaltungssachverhalt: Weil derzeit niemand im Zirkus eine Erlaubnis besitzt, die Tiere zur Schau zu stellen, gelten nicht mehr die Haltungsrichtlinien für Zirkusse, sondern die gleichen wie beispielsweise im Zoo. "Das heißt, die Tiere müssen mehr Platz haben", erläutert Wiethäuper. Er bestätigt, dass er "seit 1996 immer wieder mit Unregelmäßigkeiten in dem Zirkus" zu tun gehabt habe. Um den Zirkus zu retten, so Resch, wolle nun die frühere Miteigentümerin Evelyn Althoff den Zirkus übernehmen. Inzwischen weitet sich der Streit aus. Die Stadt Oppenheim, in der der Zirkus fünf Wochen ohne Auftrittserlaubnis festsaß, fordert von der Stadt Osnabrück 4700 Euro für Platzmiete, Strom. Wasser und Müllentsorgung.


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Neue Veröffentlichungen

Schwimm! Gaston schwimm!
Eine tierisch-menschliche Geschichte.
erzählt und bebildert von Irene Pietsch


Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis es der internationale Tierstar der Elbeflut 2002 zu Buchehren brachte. "Gaston" war damals mit den Fluten aus dem Prager Zoo über Moldau und Elbe bis nach Wittenberge geschwommen, leider mit tödlichem Ausgang. Aus dem Zwergseebär-Bullen (damals auch gern als "Seelöwe" bezeichnet), ist im Buch eine "Jungrobbe" geworden, das Cover zeigt einen Seehund. Nun, da hätte man ihn auch gleich "Hannes" nennen können...
Das Buch orientiert sich zwar wenig an den Fakten oder Biologie, ist aber eine wunderschöne Kindergeschichte geworden.

Der Verlag über das Buch
Der Leser wird vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe 2002 als Begleiter einer übermütigen Robbe ins Abenteuer geschickt. Es gilt Herausforderungen anzunehmen, sich unter Beweis zu stellen und sogar mit Gott zu rechten. Mit der Figur der menschlich anrührenden Robbe vermittelt Irene Pietsch nicht nur ein Gefühl des Verständnisses, sondern auch ihr persönliches Anliegen, Barrieren zu durchbrechen.

Germa-Press-Verlag, 2004


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Ausstellungen

Olten, Naturmuseum
Tiere als Musikanten
20.10.04-30.01.05

Delitzsch, Museum im Schloß
Erlebnis Natur - Artenvielfalt und biologische Forschung
bis 21.11.04
http://webmuseen.de/Ausstell_26902.html

Sihlwald Naturzentrum Sihlwald
BILDER BUCH WÄLDER
bis 31.10.2004
BAUMEISTER UND MEISTERSCHWIMMER - Im Reich von Biber und Fischotter
bis 31.10.2004

Freiburg/Fribourg Naturhistorisches Museum
SCHWALBEN & SEGLER
bis 31.10.2004

BAD WURZACH Naturschutzzentrum:
ERLEBNISRAUM FLIEßGEWÄSSER
bis 26.9.2004
http://www.naturschutzzentren-bw.de/badwurzach/

Gotha - Museum der Natur
NATUREINDRÜCKE VON DEN GALAPAGOS-INSELN - Foto-Ausstellung von Helmut Walther
bis 3.10.2004

125 Jahre Herzogliches Museum, 50 Jahre Wiedereröffnung als Naturmuseum

bis 30.10.2004

Hamburg, Rieck-Haus - Vierländer Freilichtmuseum
UNGEBETENE GÄSTE - Von Spatzen, Fliegen und Mäusen
bis 31.10.2004

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TV-Tipps

Do., 23.09.2004, 21:30-22:00 XXP, Faszination Tierpark - hinter den Kulissen deutscher Zoos, Folge 9: Jaderberg
Fr., 24.09.2004, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Zoogeschichten (72)
Sa., 18.09.2004, 14:45-15:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Selbst ist der Tierpfleger
Sa., 18.09.2004, 17:55-18:30 VOX, tierzeit: Letzte Zuflucht für Schimpansen
Sa., 18.09.2004, 18:45-19:20 SWR, Gorillas zwischen den Fronten
Sa., 18.09.2004, 21:35-22:30 ARTE, 360º - Die Geo-Reportage, Razzia im Regenwald
Sa., 18.09.2004, 22:25-00:30 VOX, SPIEGEL TV Special: Die Show der Tiere - Beobachtungen am Beckenrand: Sea World, Duisburg Delphinarium, Loro Parque Papageienzucht, Gorillas + Delphine
So., 19.09.2004, 13:05-14:15 VOX, Das Genesis-Projekt, Teil 3: Elefanten in Gefahr
So., 19.09.2004, 15:30-15:50 3sat, Zoo Zürich, 6. Kleine Freiheiten
So., 19.09.2004, 15:30-16:25 WDR, Ein Paradies für Dickhäuter, Eröffnung des neuen Elefantenparks im Kölner Zoo
So., 19.09.2004, 17:15-17:30 3sat, Elefant, Tiger & Co., 3. Geburt unter freiem Himmel
So., 19.09.2004, 17:30-18:00 3sat, Teletipps vom Tierarzt, Themen: Zooaquarium Berlin
Mo., 20.09.2004, 13:00-13:30 RBB, Vogelparadies und Biberburg, Naturwunder Unterer Inn
Mo., 20.09.2004, 23:45-01:15 N3, Exil am Bosporus, Der Zoologe Curt Kosswig
Di., 21.09.2004, 14:15-15:00 ZDF, Wunderbare Welt, Tiger in Gefahr
Di., 21.09.2004, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Tiere der Großstadt - Lebensraum Stuttgart
Mi., 22.09.2004, 12:30-13:15 SWR, Auf den Spuren der Wüstenelefanten
Mi., 22.09.2004, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Der Etosha Nationalpark - Paradies für wilde Tiere
Mi., 22.09.2004, 20:15-21:15 3sat, NetzNatur: Vom hohen Ross, Die Naturreportage aus der Schweiz
Do., 23.09.2004, 14:30-15:30 MDR, LexiTV - Wissen für alle, Fischotter
Do., 23.09.2004, 15:30-16:00 XXP, Faszination Tierpark - hinter den Kulissen deutscher Zoos, Folge 9: Jaderberg
Do., 23.09.2004, 17:15-18:00 HR, Naturwelten, Zum Geier! – Versuch einer Ehrenrettung
Do., 23.09.2004, 21:30-22:00 XXP, Faszination Tierpark - hinter den Kulissen deutscher Zoos, Folge 10
Fr., 24.09.2004, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Zoogeschichten (72)
Fr., 24.09.2004, 20:15-21:00 RBB, Vorsicht Kamera! Elefanten ganz nah
Sa., 25.09.2004, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Daphne Sheldrick – Die Mutter der Elefanten
Sa., 25.09.2004, 14:30-14:45 MDR, Elefant, Tiger & Co., Jens Weißflog und die Wölfin
Sa., 25.09.2004, 14:45-15:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Countdown für das Giraffenbaby
Sa., 25.09.2004, 17:55-18:30 VOX, tierzeit: Die Kinderjahre der Karettschildkröte
Sa., 25.09.2004, 19:00-19:45 BR, Das Leben der Säugetiere, Ein erfolgreiches Modell
Sa., 25.09.2004, 23:30-00:15 N3, Die Nacht des Waldes, Die letzten Auenwälder, Europas grüne Inseln
So., 26.09.2004, 13:15-14:25 VOX, Das Genesis-Projekt, Teil 4: Spiel mit dem Feuer
So., 26.09.2004, 16:00-16:30 BR, Welt der Tiere, S.O.S. - Robbenbaby in Not!
RTL2, Sonntags ca 13:10: "Crocodile Hunter", mit Steve Irvin, aus dem Australia Zoo, Beerwah


ausführlichere Vorschau: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
 

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