 |  | E-Mail-Newsletter der Zoo-AG Bielefeld Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse http://www.zoo-ag.de  | Redaktion: Dirk Petzold Dr. Martina Raffel Artikel-Recherchen: Reinhard Hellwig Pressemitteilungen: Kirstin Adrian, Melanie Witte |  ISSN 1619-6643 | | Ausgabe 216 vom 3. Juni 2004 | | Liebe Leser, Pfingstwochenende ist Zoowochenende und so überwogen in der Online-Presse in dieser Woche bei weitem die Meldungen über Veranstaltungen in Zoos, Tier- und Wildparks. Eine Auswahl finden Sie heute in der Presseschau. Ansonsten wünsche ich Ihnen wieder viel Spaß beim Lesen und jetzt schon ein schönes sonniges Wochenende. Mit freundlichen Grüßen Ihr Reinhard Hellwig | Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | | Zoos und Tierparks | Freie Presse (Chemnitz) - 28. Mai. 2004 40 Jahre Tierpark Chemnitz Der Tierpark Chemnitz hat sich nach eigener Überzeugung in den 40 Jahren seines Bestehens vom Heimattiergarten zu einem international anerkannten Artenschutzzentrum entwickelt. Mit dem «Arche Noah»-Prinzip der Haltung sehr seltener beziehungsweise vom Aussterben bedrohter Tierarten habe Chemnitz seit etwa zehn Jahren seine Nische gefunden, sagte Will. Der Tierpark beteilige sich an mehreren Artenschutzprojekten und mehr als 20 internationalen Zuchtprogrammen. Insgesamt beherbergt die Chemnitzer Einrichtung rund 1000 Tiere in etwa 200 Arten. In Zukunft gehe es vor allem um die Verbesserung der Haltungsbedingungen, sagte Will. Dabei sei der Tierpark jedoch stark vom städtischen Haushalt abhängig. Früher oder später werde über eine andere Betreiberform nachgedacht werden müssen. In diesem Jahr sei die Modernisierung der Anlagen für Großkatzen und für Krallenäffchen vorgesehen. Zum Tierparkgeburtstag am Dienstag werde eine neue Besucherplattform am Ententeich übergeben. Der Förderverein «Arche Noah» wolle den Streichelzoo um eine Südamerika-Anlage erweitern. Eine verwitwete alte Grizzlybärin und ein Chinesisches Leopardenpaar erhielten noch ihr Gnadenbrot, aber die Haltung werde nicht fortgeführt, sagte Will. Dagegen sei der Umstieg auf bedrohte Verwandte wie Persische Leoparden und Malaienbären denkbar. news.de - 28. Mai. 2004 Walross Antje bleibt auch nach seinem Tod Publikumsmagnet Das Walross Antje bleibt auch nach seinem Tod ein Publikumsmagnet: In etwa zwei Monaten kann das Tier im Zoologischen Museum in Hamburg von seinen Fans als Modell besichtigt werden. «Die Leute rennen uns jetzt schon die Bude ein», sagte Klaus Zwonarz vom Zoologischen Institut am Freitag. Ein Fernsehsender hatte irrtümlich berichtet, das ehemalige Maskottchen des NDR sei bereits für die Besucher ausgestellt. Torgauer Zeitung - 28. Mai. 2004 Neues Spielzeug für Torgauer Bären Eine nicht alltägliche Aktion konnte gestern Vormittag vor Schloss Hartenfels beobachtet werden. Eine Lieferung mit neuem "Spielzeug" für die Bären war eingetroffen. Die Idee dazu stammte von Torgaus Bürgermeisterin Andrea Staude. "Eine abgestorbene Ulme wurde für den Bau des Spielzeugs verwendet", erläuterte Uwe Plaszkorski. Denn Hartholz muss es schon sein, wenn kräftige Bärentatzen zulangen. Die Stämme weisen anstelle des Kerns Aushölungen auf. Darin lassen sich verschiedenste Leckereien verstecken. Das gilt auch für die in den anderen Spielsachen angebrachten Einschnitte und Bohrungen. Sogar Beerenobst kann darin Platz finden. Der Duft animiert die Bären zur Futtersuche. Um es herauszubekommen, müssen sie sich schon bewegen und etwas anstrengen. Zwei Baumabschnitte hängen wie Bienenkörbe an einem im Bärengraben stehenden Baum. Will Meister Petz dorthin gelangen, muss er schon klettern. "Wir wollen, dass sich die Tiere mehr als bisher bewegen und nicht nur träge herumliegen", lautet die einhellige Meinung aller an der Aktion Beteiligten. Um das Ganze auch artgerecht zu machen, gab es Kontakte zum Leipziger Zoo. Märkische Allgemeine - 28. Mai. 2004 Kaya, Artus und Erik sind da Für sie ist es am 6. Juni das erste Tierparkfest in ihrem Leben: Kaya, Erik und Artus sind gerade einmal 24 Tage alte Wolfswelpen, die das Rudel in Kunsterspring ergänzen sollen. Mit elf Tagen und noch geschlossenen Augen kamen sie vom Tierpark Schorfheide. Nachdem Alpha-Wolf Arturas an einem Gift gestorben war, das Botulose-Bakterien in einem Stück Fleisch produziert hatten, reiften die Pläne, das nur noch dreiköpfige Rudel zu ergänzen. Eigener Nachwuchs blieb aus. Tierparkchef Peter Mancke sah sich nach externem Nachwuchs um, der in der Schorfheide schließlich gefunden wurde. Mit den Wölfen stellte Mancke auch das Programm für das Tierparkfest am 6. Juni vor, das wieder im Verein mit dem Kinderwaldfest veranstaltet wird. Freie Presse (Chemnitz) - 27. Mai 2004 Besucheransturm beim Dresdner Meerwasser-Aquarium Das mobile Meerwasser-Aquarium in Dresden hat seit der Eröffnung vor knapp vier Wochen einen Besucheransturm erlebt. Mehr als 40 000 Menschen haben sich die nachgebildete Unterwasserwelt seit 1. Mai angeschaut, wie «Sea-Life aktuell» am Donnerstag in Dresden mitteilte. Berliner Morgenpost - 30. Mai 2004 Warum auch Fische von Zeit zu Zeit mal baden müssen Manchmal ist die Aufregung in den Aquarien des Tierparks groß. Da kommen sie wieder, die Menschen mit dem Kescher. Fischen einen der Kumpels heraus und bringen ihn irgendwo hin, wo kaum ein anderer Fisch je gewesen ist. Es passiert regelmäßig und erinnert an Nemo, den kleinen Clownfisch aus dem Kinofilm. Nur dass die Berliner Fische nicht in einem Zahnarzt-Aquarium landen - sie müssen zum Baden. Fische zum Baden? Klingt seltsam, hat aber einen guten Grund. "Die Fischhaut ist bei diversen Parasiten sehr begehrt", sagt Tierpark-Sprecher Joachim Kormann. Mit diversen Bädern können diese Parasiten bekämpft werden. Das Baden ist die häufigste Behandlung bei Fischen. Manchmal, allerdings nur in ganz speziellen Fällen, wird operiert. Einer dieser seltenen Fälle war 1978 Aal Max. Der Publikumsliebling wies im Alter von 48 Jahren plötzlich eine Ausbuchtung in der Körpermitte auf. Da konnte kein Bad helfen. Der Tierarzt narkotisierte den Fisch und entfernte einen Tumor. Sächsische Zeitung - 29. Mai 2004 Nasenbär ausgebüxt Bischofswerda. Ein Nasenbär hielt am Freitagnachmittag Tierpark-Mitarbeiter und Feuerwehrleute zwei Stunden lang in Schach. Das Tier war aus seinem Gehege ausgebüxt und hatte sich in einer Baumkrone versteckt. Mittels Kescher fingen die Feuerwehrleute den Nasenbären ein und übergaben ihn wohl behalten dem Tierpark. Swiss Info - 31. Mai 2004 Das gestresste Fischotterweibchen Auf die Frage, ob die Tiere im Zoo gefangene Wildtiere seien, sagt der Zürcher Zoodirektor Alex Rübel ganz klar: nein, er glaube nicht, dass die Tiere sich als Gefangene fühlten. Seine Aussage untermauert er mit einer Geschichte, die sich im Zoo zugetragen hat. "Unser Fischotterweibchen hatte vier Junge und zog sie auf. Damit hatte es viel zu tun. Und wie beim Menschen auch, wurden die jungen Fischotter grösser und kamen in die Pubertät. Da war es dann für die Mutter gar nicht mehr einfach. Es kam zu Spannungen in der Familie. Die waren nicht gross, aber doch merkbar. Dann lese ich auf dem Rapport eines Tierpflegers, man habe Fischgräte gefunden neben der Futterstelle der Marder. Das sei komisch. Was, fragten wir uns, fressen denn diese Marder wieder? Was war geschehen? Das von seinen pubertierenden Kindern offenbar gestresste und wohl auch genervte Fischotterweibchen verliess in der Nacht es hatte einen Weg gefunden sein Gehege, um mal in Ruhe essen zu können. Am Morgen ging es wieder zurück. Aber es hatte die Nacht genutzt, um etwas Distanz vom Jungvolk zu gewinnen. Obwohl es die Möglichkeit gehabt hätte, das Weite zu suchen, mit all den Konsequenzen natürlich, war es für das Fischotterweibchen klar, ich bin in meinem Gehege zu Hause, da ist mein Daheim. Es hatte offenbar nicht das Gefühl, es müsse aus einem Gefängnis ausbrechen." Swiss Info - 31. Mai 2004 Botschafter der Tiere Der Zoo in Zürich wird in diesem Jahr 75 Jahre alt. Die zahlreichen Aktionen sollen unter anderem auch Geld für ein neues Löwen-Gehege bringen. Im Gespräch mit swissinfo sagt Zoo-Direktor Alex Rübel, was ein Zoodirektor tut und welche Aufgabe ein Zoo heute hat. Frankfurter Neue Presse - 28. Mai 2004 Wie der kleine Komet zu den Antilopen kam Namensmäßig ist die Harry-Potter-Familie im Frankfurter Zoo nun fast komplett vertreten: Harry und Hermine haben nämlich einen Sohn bekommen: Komet. Harry und Hermine sind allerdings Zwergesel, keine Zauber-Lehrlinge. «Leuchtturmzoo» nennt der Direktor seinen Tiergarten, denn der gute Ruf reiche weit über die Region hinaus bis nach Südamerika sogar. «Der Wirtschaftspolitiker Ricardo Lopez Murphy hat extra ein früheres Flugzeug genommen, um sich vor seiner Konferenz den Zoo zeigen zu lassen.» Und außerdem sei Rappenantilope Judith nach Santiago de Chile zu einem Privatzüchter gebracht worden. Fünf Rappenantilopen sind seit Mitte der 80er Jahre in Frankfurt auf die Welt gekommen. Auch wenn die knapp ein Jahr alte Rappenantilope Jan-Rüdiger bald in den englischen Marwell Zoo übersiedelt, lebt auf der Afrikasavanne 1964 gebaut und mit 3000 Quadratmetern die größte Tieranlage noch eine Herde mit sieben Rappenantilopen. Doch in zwei bis drei Wochen werden es schon acht sein: Weibchen Rote ist trächtig. Ostsee Zeitung - 01. Jun. 2004 Erste Ernte bei den Bienen im Zoo Umlarvlöffel oder Entdeckelungsgabel mögen für Uneingeweihte seltsame Fremdworte sein. Kenner hingegen wissen sofort hier geht es um Spezialgeräte aus der Imkerei. Der Imkerverein der Hansestadt Rostock nutzte die Pfingsttage, um am Bienenwagen im Rostocker Zoo möglichst vielen Gästen die Geheimnisse der Imkerei nahe zu bringen. Sächsische Zeitung - 01. Jun. 2004 Dienstältester Zootierarzt in ganz Deutschland Bei einem Rundgang mit Tierpark-Gründer Günter Peter lernte er den Hoyerswerdaer Zoo kennen. Das war heute vor 40 Jahren. Seither ist Dr. Werner Tschirch der betreuende Zoo-Tierarzt - der dienstälteste noch tätige in ganz Deutschland und vielleicht sogar in Europa! Die Betreuung der Zoo-Tiere war aber nie die Hauptbeschäftigung von Dr. Tschirch, der unter rund 31 000 Tierärzten in Deutschland zu den sieben gehört, die vier Facharzttitel vorweisen können. Als Rinder-Fachtierarzt hatte er bis 1990 von seiner Praxis aus 16 Dörfer sowie die Milchviehanlagen in Bluno und Seidewinkel und den Schafstall in Partwitz betreut. Das war eine sehr schmutzigen, sehr schwere Arbeit. Was ich jetzt tue, ist körperlich einfacher, aber geistig sehr anspruchsvoll. Die Tätigkeit im Zoo ist ein sehr schöner Ausgleich dazu, sagt der Mann, der Mitglied der Europäischen Vereinigung der Zoo- und Wildtier-Tierärzte sowie - auf Grund seines Hobbys, er züchtet Papageien und Prachtfinken - auch in der Amerikanischen Vogeltierärzte-Vereinigung ist. Mitteldeutsche Zeitung - 01. Jun. 2004 Besucher können die ersten Langohren bestaunen Seit Freitag hat der Köthener Tierpark zwei neue Bewohner. Einen "Holländer schwarz-weiß" und einen "Kleinsilber hell". Die beiden Kaninchen werden in den nächsten Wochen hier zu bestaunen sein - als Teil einer Kooperation zwischen dem Kaninchenzüchter-Verein zu Anhalt-Köthen und dem Tierpark. "Bis Oktober wollen wir aller drei bis vier Wochen hier neue Rassen zeigen", sagt Dieter Ebert, selbst Züchter und bis zum vergangenen Jahr noch Vorsitzender des Vereins. Man wolle präsentieren, welche Rassenvielfalt praktiziert wird - und sich gegenseitig helfen. Denn ebenso wie Tierparkchef Manfred Andreae sich freut, dass die Besucher nun immer mal wieder auch neue Tiere zu Gesicht bekommen werden, ist es für den Züchterverein eine willkommene Werbung für das eigene Hobby. Thüringische Landeszeitung - 1. Jun 2004 Schüchterner Franzose Hinter hochgewachsenen Büschen, die den Zaun verschwinden lassen, steht Kenia zum Greifen nah im Zoo von Lille. Ein wenig lässt die Erfurter Nashorn-Dame, die im Juli 2003 in die nordostfranzösische Partnerstadt kam, ihren Kopf hängen, denn der französisch-deutsche Nachwuchs lässt auf sich warten. Ihr Lover Christian ist nicht so recht an ihr interessiert, da halfen auch die aufmunternden Rufe der Erfurter Delegation, die in der vergangenen Woche dem Liller Zoo einen Besuch abstattete, nicht viel. Immerhin hat Kenia die Gesellschaft von Zebras in ihrem Gehege und die Pfleger gönnen ihr Streicheleinheiten. Auch vor dem Zaun ist viel los: Rund 1,5 Millionen Besucher zählt der städtische Tierpark, der keinen Cent Eintritt kostet, aber 350 Tiere (90 verschiedene Tierarten) beherbergt. news.de - 2. Jun 2004 Ratte aus Berliner Zoo tierischer Star im neuen Potter-Film Die Ratte «Krätze» im neuen Harry-Potter-Film kommt aus dem Berliner Zoo. Zoo-Vorstand Heiner Klös bestätigte einen entsprechenden Bericht des «Berliner Kurier». Die westafrikanische Riesenhamster-Ratte sei über eine Tiervermittlung für den Film entdeckt und zusammen mit einem zweiten Exemplar aus dem ältesten Zoo Deutschlands nach England gebracht worden. St. Galler Tagblatt - 2. Jun 2004 Gorilla im Operationssaal Was zum medizinischen Triumph hätte werden sollen, wurde zur Tragödie im Zoospital Eine bahnbrechende Operation an einem Menschenaffen zeigt, dass komplexe chirurgische Eingriffe der Humanmedizin an unseren tierischen Verwandten durchführbar sind. Für den Patienten war es trotzdem zu spät. Kubi, der besagte Patient, war ein westlicher Tieflandgorilla und Patriarch einer fünfköpfigen Familie im Zoo von San Francisco. Der sanfte Hüne, Liebling von Publikum und Personal, litt unter einer fortgeschrittenen Lungeninfektion. Seine letzte Chance: eine Operation, um den verseuchten Lungenflügel zu entfernen. Noch nie zuvor war ein derartiger Eingriff an einem Menschenaffen versucht worden. Die Zooärzte wandten sie an die Spezialisten der nahe liegenden Universität. Lungenspezialist David Jablons leidet nicht unter Mangel an Selbstvertrauen. «Bei uns gehören Herausforderungen zur Tagesordnung. Wir operieren in Fällen, wo sich sonst niemand getrauen würde.» Einem 192 kg schweren Gorilla die halbe Lunge zu entfernen, fand er «interessant», und er erklärte sich bereit, zusammen mit dem Rest des Teams im Zoospital gratis Einsatz zu leisten. Der Einblick in den Lungenraum bestätigte, dass der Eingriff unumgänglich gewesen war. «Der rechte Lungenflügel war zerstört, voller Abszesse, mit Eiter gefüllt und etwa zehnmal so schwer wie normal.» Eine solche Infektion sei nicht mehr heilbar. Die andere Lunge erschien erstaunlich unberührt und gesund. Man begann Hoffnung zu schöpfen. Kubis Überlebenschancen waren auf 50:50 geschätzt worden. Am Abend des zehnten Tags herrschte im Zoo Festfreude. «Wir planten, Kubi am Wochenende ins Freigehege zu seiner Familie zu entlassen», sagt Zooärztin Jaqueline Jencek. Am Nachmittag des elften Tages liess die Wärterin ihn zehn Minuten lang alleine. Als sie zurückkehrte, war Kubi tot. Im Lesesaal zeigt ein Diabild des Brustkorbes mit brutaler Deutlichkeit, was geschah: Die Naht an einer Arterie riss und verursachte eine massive innere Blutung. «Die Infektion hatte das Lungengewebe geschwächt, ausgerechnet an einer Stelle, welche unverdächtig aussah.» «Wir hätten früher operieren sollen, bevor die Infektion so weit fortgeschritten war», kommentierte David Jablons nach der Vorlesung. Die Operation sei ein Erfolg gewesen. Man habe daraus gelernt, dass solche Eingriffe möglich seien. Der Enttäuschung über das tragische Ende gibt er auf typisch kalifornische Art Ausdruck. «It sucks.» Tiroler Tageszeitung - 03. Jun. 2004 Bärin Martina auf Entdeckungsreise Noch weiter in Geduld üben muss sich wohl oder übel Braunbär "Fritz" vom Innsbrucker Alpenzoo. Seine zukünftige Partnerin "Martina" lässt ihn nach wie vor zappeln. Am Donnerstag unternahm "Martina" allerdings eine erste größere Expedition ins Freigehege. Zwei Wochen nach ihrer Übersiedelung nach Tirol fühlt sich "Martina" draußen noch unsicher und durch die Besucher irritiert. Für die Bärin gilt es erst mal, in aller Ruhe ihr neues Zuhause bis in den abgelegensten Winkel zu erforschen. Daher wird es laut Martys voraussichtlich noch einige Tage dauern, bis sie ihrem Zukünftigen vorgestellt werden kann. Planung und Bau Hamburger Abendblatt - 28. Mai. 2004 Orang-Utan-Haus: Hagenbecks größte Attraktion seit Jahren Wasserrauschen, Urwaldlaute, exotische Pflanzen unter (fast) freiem Himmel. Und mittendrin elf Orang-Utans. Kletternd, spielend, das Gelände erkundend. Es ist so, als hätte man ein Stück des tropischen Regenwaldes mitsamt der baumbewohnenden Menschenaffen darin nach Stellingen verpflanzt. Mit der Eröffnung des neuen Orang-Utan-Hauses in Hagenbecks Tierpark weht seit gestern frischer Wind durch das Traditionsunternehmen. "Dieses ist die größte Attraktion, die der Tierpark seit vielen Jahren eröffnet hat", sagte Tierparkchef Joachim Weinlig-Hagenbeck (48) in seiner Begrüßungsrede vor rund 100 geladenen Gästen. Das Gehege wird von einer halbkugelförmigen, durchsichtigen Kuppel überspannt, die bis zur Hälfte aufzuschieben ist - und dadurch das Innengehege zum Außengehege macht. Das 16 Meter hohe Haus können die Orang-Utans durch fünf hohe, zum Teil lebende Kletterbäume und viele Seile bis in 13 Meter Höhe nutzen. Bambusstangen, im Boden mit einer Feder verankert, laden die turnfreudigen Affen zum Spielen ein. Durch das Gehege mit Naturboden, Natur- und nachempfundenen Steinen läuft ein Wasserfall, der in einen Wassergraben mündet - er ist die einzige Barriere zu den Besuchern und wird die neue Heimat einer Gruppe von Zwergottern, die in den kommenden Wochen einziehen sollen. Im Hintergrund schließlich steht ein alter Urwaldriese, der auf verschiedenen Ebenen spezielle Futterspiele für die Tiere bereithält. Ostsee Zeitung - 28. Mai. 2004 Fischotter haben neues Zuhause am Stettiner Haff Zwei Fischotter aus dem Tierpark Neumünster (Schleswig-Holstein) sind in den Tierpark Ueckermünde umgezogen. Sie leben nun im neuen unterirdischen Otterbau in dem kleinen Zoo am Stettiner Haff, wie Tierparkchef Helge Zabka sagte. Der noch etwas scheue Rüde ist sechs Jahre alt, sein neugieriges Weibchen fünf Jahre. Fischotter können bis zu 22 Jahre alt werden. Der Tierpark Ueckermünde beherbergt rund 400 Tiere aus 100 Arten. Tiroler Tageszeitung Online - 27. Mai. 2004 Neues Polarium im Wiener Tiergarten Schönbrunn eröffnet Die Robben und die Pinguine im Wiener Tiergarten Schönbrunn haben seit heute, Donnerstag, offiziell ein neues Zuhause. Nach knapp zweijähriger Bau- und Sanierungsarbeit wurde das Polarium eröffnet. Rund 4,3 Mio. Euro kostete die Adaption. "Es ist ein wunderbares Projekt, weil ohne Abreißen neu gebaut wurde", sagte Zoodirektor Helmut Pechlaner. Für Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V), der für den Tiergarten verantwortlich ist, stellt das Polarium ein weiteres Prunkstück dar. Einzigartig in Europa ist zum Beispiel der Glasboden, durch den die Robben von oben beim Tauchen beobachtet werden können. Der stellvertretende Zoodirektor Harald Schwammer versprach, in der neuen Anlage die Brutkolonien der Pinguine weiter auszubauen. Im Zuge des Umbaus wurden die Tauchbecken tiefer gemacht, Land- und Wasserflächen vergrößert. Für Burghauptmann Wolfgang Beer stellte der Umbau eine große Herausforderung dar. Die neue Konzeption mit Kühlanlagen und Umwälzpumpen musste in die bestehende Anlage eingebaut werden. Rund sechs Grad beträgt die Wassertemperatur, für alle, die es testen wollen: es handelt sich um Süßwasser Berliner Zeitung - 28. Mai. 2004 Eine tierische WG Berlin. Stockenten leben im Zoologischen Garten einträchtig mit Nilpferden zusammen, die Netzgiraffen teilen sich ihr Gehege mit Wasserböcken. Aber vertragen sich auch Wölfe und Bären? Ja, sagen die Zoologen und eröffnen am Sonntag eine Bären- und Wolfsanlage. Acht weiße Kanadische Wölfe und vier europäische Braunbären sollen dort zusammen leben. "Die Wölfe und Bären werden sich necken und viel mehr Platz haben als bisher", sagt der Biologe Heiner Klös. Als Mitglied des Zoo-Vorstandes hatte Klös den Bau der Bären- und Wolfanlage maßgeblich vorangetrieben. Natürlich müsse man damit rechnen, dass es zwischen den Tieren zu gefährlichen Begegnungen kommen könnte, dass sie sich provozieren oder schon mal ums Futter streiten. "Aber das ist Risiko", sagt Klös. "Die Jungs müssen sich beschäftigen und das ist eine der besten Lösungen." Doch die neuen Hausgenossen müssen sich erst aneinander gewöhnen. Deshalb werden sie anfangs noch getrennt gehalten. Wann sich die Türen öffnen und die Wölfe zu den Bären kommen, ist aber noch unklar. Die Berliner Zoologen werden sich an Eberswalde orientieren, vor vor fünf Jahren inmitten eines Mischwaldes eine weitläufige Anlage mit einem Bach und einem künstlichen Gewässer entstand. Ein halbes Jahr lebten Bär und Wolf nebeneinander, bevor sie sich das Gehege teilten. Der Standard - 30. Mai 2004 Braunbären und Wölfe lernen friedliches Zusammenleben Der Zoologische Garten in Berlin hat Pfingsten eine gemeinsame Anlage für vier Braunbären und acht weiße Wölfe eröffnet. Direktor Jürgen Lange sagte am Sonntag, der Zoo gehe aber zunächst kein Risiko ein und wolle die Tiere langsam aneinander gewöhnen. Am mutigsten erkundeten die Bärinnen das neue Revier, ehe nach langem Zögern der große Braunbär hinterher trottete. In den nächsten Tagen sollen die Wölfe Freigang auf der Anlage erhalten, wenn die Bären in Stallungen eingesperrt sind. Bis zur endgültigen Freigabe des Terrains für Bären und Wölfe wollen ihnen die Experten im Juni mehrere Wochen Zeit lassen, ihre neue Umgebung zu erschnuppern. "Schritt für Schritt soll das friedliche Zusammenleben gelernt werden", sagte Lange. Berliner Morgenpost - 01. Jun. 2004 Tierisches Rendezvous im Zoo Neugierig riskiert der Braunbär ganz nah am Zaun einen Blick auf die schneeweißen Wölfe - die jedoch ziemlich desinteressiert tun. Die neue Multi-Kulti-WG der Wölfe und Bären im Zoo, die aus Sicherheitsgründen noch ein Gitter trennt, war bereits am Tag ihrer Eröffnung ein Besucherhit, ebenso wie die zahlreichen Live-Konzerte von Gospel bis Jazz zum Pfingstfest. Etwa 15 000 Gäste schauten dem ersten zarten Flirt der acht kanadischen Wölfe mit den vier Braunbären am Sonntag zu. Die Bären lugten zur Freude vieler Zuschauer neugierig in jede Ritze ihres mit rund 1,1 Millionen Euro Spendengeldern gestalteten, 2500 Quadratmeter großen Terrains mit Bach, Wasserfällen und schattigen Plätzen unter mächtigen Baumwipfeln. Leipziger Volkszeitung - 01. Jun. 2004 Neues Streichelgehege mit Ziegen eröffnet "Die Kinder sollen richtig Kontakt zu den Tieren bekommen", erklärte Tierpark-Chef Stefan Teuber am Sonntag zur Eröffnung eines neuen Streichelgeheges im Tierpark Eilenburg. Über eine Rutsche können die Kinder aufs Gelände gelangen. Für zehn Cent gibt es Futter aus einem Automaten. Märkische Oderzeitung - 31. Mai. 2004 Neues Zooerlebnis im Draufblick So ähnlich muss der Blick aus einem Baumhaus sein: Am Gibbon-Gehege im Eberswalder Zoo können Besucher seit Pfingsten einen Aussichtsturm nutzen, der ein völlig neues Zooerlebnis ermöglicht. Das Treiben der Gibbonaffen im Käfig und auf dem Freigehege sieht de Besucher jetzt aus der Vogelperspektive. Zur feierlichen Übergabe des Turmes, des neuen Naturbackofens und der verbreiterten Teichbrücke kam Zoo-Direktor Bernd Hensch am Pfingstsonntag bereits richtig ins Schwärmen: "Von dem Turm aus kann man ideal auf die Gibbons herunterschauen. Ostsee Zeitung - 2. Jun 2004 Hunderte Besucher bei Affenhaus-Eröffnung Riesenandrang gestern im Stralsunder Tierpark. Mit der neuen Schimpansenanlage für 320 000 Euro wurde der größte Neubau seit der Wende im Stralsunder Zoo übergeben. Bevor Flo, Gerome, Bimbo und Clodette aber ihr neues Zuhause in Besitz nehmen konnten, erinnerte Tierparkdirektor Christoph Langner an den langen Weg bis zur Errichtung der modernen Anlage. Er dankte vor allem dem Förderverein und der OSTSEE-ZEITUNG, die eine Spendenaktion ins Leben gerufen hatte. Wirtschaftsminister Otto Ebnet, der im August 2002 einen Scheck über 226 400 Euro für das Projekt übergeben hatte, und Senator Wolfgang Fröhling lobten die zusätzliche touristische Attraktion. Von der Einrichtung, die mit 800 Tieren zu den größten im Land gehört, zeigte sich auch Berlins Zoochef Dr. Bernhard Blaszkiewitz beeindruckt. Der Dathe-Nachfolger überbrachte die Grüße des 1887 gegründeten Verbandes deutscher Zoodirektoren. Aktionen Norddeutsche Neueste Nachrichten - 28. Mai. 2004 Chansons im Zoo Einen französischen Abend mit Chansons organisiert am 8. Juni der Deutsch-Französische Club gemeinsam mit dem Institut Français und dem Zoo. Er findet um 19 Uhr in der Elefantenlodge statt. Der Erlös der Veranstaltung wird den Deutsch-Französischen Grundschulen in Rostock für den Kauf neuer Bücher gespendet. Mitteldeutsche Zeitung - 28. Mai. 2004 Fische im Aquarium brauchen keinen Arzt Was haben Wellensittiche mit Wellen zu tun? Welche Fische vertragen sich im Aquarium? Fragen über Fragen mussten die Umweltpädagogen bei der Führung am Donnerstag, Teil der MZ-Zoofest-Woche, beantworten. Kein Wunder, ging es doch um Haustiere. Ostsee Zeitung - 29. Mai 2004 Besucher dürfen eine Tigeranlage planen Seit 1972 wird weltweit der Tag der Umwelt begangen und seit 1994 gibt es diesen Tag auch in Mecklenburg-Vorpommern. Am 6. Juni findet er in unserem Bundesland unter dem Motto Zoo & Co. was tun die so? erstmals im Rostocker Zoo statt. Dass das Land die zoologischen Einrichtungen diesmal so stark in den Mittelpunkt stellt, begründete gestern Umweltminister Wolfgang Methling im Zoo der Hansestadt: Unser Bundesland verfügt mit 31 tiergärtnerischen Einrichtungen über eine vielfältige Zoolandschaft, und Mecklenburg-Vorpommern wird noch in diesem Jahr als einziges Bundesland die EU-Zoorichtlinie mit einem eigenständigen Gesetz umsetzen. Zu den vielen Attraktionen an diesem Tag gehört auch, dass die Besucher zusammen mit dem Zoodirektor Udo Nagel das Modell für eine Tigeranlage bauen können. Höhepunkt des Tages für viele Zoofans ist dann sicherlich die Taufe der zwei jungen Geparden. WAZ - 31. Mai 2004 Wildpark lockte mit echten Hirschen und "falscher" Giraffe Auf das vergangene Pfingstwochenende schauen die Veranstalter des Familientages im Wildpark Cappenberg mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits strömten am Sonntag zahlreiche Besucher in den Park, um das bunte Programm rund um das Parkcafé zu nutzen, andererseits sorgte der Montag mit strömendem Regen für einbrechende Bescherzahlen. Naumburger Tageblatt - 28. Mai 2004 Äpfel sind die Lieblingsspeise Mal einen Blick in die Futterküche werfen, mal unter dem Raubtierhaus spazieren gehen. Dazu hatten die Besucher am Freitag im Hallenser Zoo Gelegenheit. Nur Zoo-Inspektor Hans Hofmann kannte das Sesam-öffne-dich für das Labyrinth unterm Raubtierhaus. Hier schlummert die riesige Heizungsanlage, hier blubbert die Wasseraufbereitung. Unter den Raubtierkäfigen befindet sich auch eine Quarantäne-Station für Tier-Neulinge, die erst einmal untersucht und beobachtet werden müssen, ehe sie beispielsweise in die Terrarien zu den anderen gesetzt werden dürfen. Nachdem Hofmann den Weg aus dem Labyrinth gewiesen hatte, übernahm Umwelt-Pädagogin Anke Lehmann die Besuchergruppe. "Auf ins Wirtschaftsgebäude." Hier gab es Erstaunliches zu sehen, zu hören und zu riechen. Leipziger Volkszeitung - 01. Jun. 2004 Dino Barney schwingt im Zoo die lila Hüften "Dinosaurier gibt's ja gar keine mehr", da war sich Laura Jessica Koch sicher. Falsch lag die Fünfjährige damit nicht. Doch einen hatte sie übersehen: Barney. Der lila Dino verbreitet bei den kleinen Zuschauern von Super RTL jeden Morgen gute Laune. Derzeit ist er auf Tour durch Deutschlands Zoos, machte am Sonntag und Montag mit seiner Dance-Show Station an der Pleiße. 45 000 Besucher zählte der Zoo von Sonnabend bis Montag, 20 000 waren es allein am Samstag: "Absoluter Rekord seit Jahren", sagte Mitarbeiter Claus Barthold. Heute, zum Kindertag, gehen die Veranstaltungen weiter. Ostseezeitung - 01. Jun. 2004 Affenhaus wird eingeweiht Zur offiziellen Einweihung des neuen Affenhauses lädt der Tierpark Stralsund heute um 16 Uhr alle Interessenten ein. Besonders herzlich sind jene Bürger aus Stralsund und der Umgebung willkommen, die durch ihre Spenden und ihr Mitwirken die Errichtung der Anlage erst möglich gemacht haben. Ostthüringer Zeitung - 01. Jun. 2004 An sonnigen Pfingsttagen 5000 im Tierpark auf Safari Rundum stimmte zur 10., der Jubiläums-Tierpark-Safari in Gera an Pfingstsonntag und -montag alles: Sonnenhungrige konnten ihren Nachholbedarf stillen, anderen bot der Martinsgrund kühlenden Schatten. Für die Safari-Willigen gab es neben dem Fragenkatalog einen hilfreichen Wegweiser. Und selbst wer "nur" einen abwechslungsreichen Tag ganz in Familie erleben wollte, fand für Jung und Alt jede Menge tierische und andere Angebote. Armin Allgäuer, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins der Freunde und Förderer des Tierparks Gera e.V. zeigte sich denn auch gestern zufrieden. Am Ende wurde eine Besucherzahl von an die 5 000 erreicht. Mitteldeutsche Zeitung - 01. Jun. 2004 Minischwein auf den Namen « Mattheo » getauft Tiertaufen gehören im Ascherslebener Tierpark zur festen Tradition. Das war zum Tierparkfest am Pfingstsonntag nicht anders. Täuflinge waren zwei 14 Tage alte, etwa meerschweinchengroße, peruanische Minischweine. sz-online - 01. Jun. 2004 Im Naturschutz-Tierpark gab es gestern nicht nur Geschichten ... Störche zum Anfassen begeisterten Familien auf dem Storchenfest im Naturschutz-Tierpark Görlitz. Daneben gab es für die Besucher auf der Wiese auch eine Ausstellung des Naturschutzbundes Deutschland zum Thema Naturgarten. WAZ - 01. Jun. 2004 WR-Zoo-Safari lockt 15 000 Besucher Gelsenkirchen. Riesenandrang im Zoo: Die Zoo-Safari der WR bescherte dem Tierpark am sonnigen Pfingstsonntag einen Spitzenbesuch von über 15 000 Besuchern. Thüringische Landeszeitung - 1. Jun 2004 Kindertag im Gothaer Zoo Der Gothaer Tierpark feierte am gestrigen Dienstag gemeinsam mit den Kindern aus Stadt und Kreis den Internationalen Kindertag. Die Tierparkmitarbeiter um Leiter Roland Walther hatten ein abwechslungsreiches Programm für die kleinen Zoobesucher auf die Beine gestellt. Märkische Oderzeitung - 1. Juni 2004 Pinguinjunges im Zoo heißt Caruso Der kleine Pinguin, für den der Zoo auf Namenssuche war, hat seine Taufe gut überstanden. Seit Pfingstsonntag heißt der putzige Frackträger Caruso. Auf den ausgefallenen Namen waren die Zwillinge Marvin und Kevin von Tierpflegerin Silke Lemm gekommen. Bei ihrem Vorschlag dachten die beiden Fünfjährigen allerdings nicht an den berühmten Tenor, sondern vielmehr an ihren Lieblingstrickfilm mit dem Eisbären Lars und Pinguin Caruso. "Mehr als 80 Namensvorschläge waren eingereicht worden. Die Tierpfleger, die tagtäglich mit den Pinguinen zu tun haben, entschieden sich für die Idee der Zwillinge", freut sich Zoochef Bernd Hensch über das rege Interesse an seinen Humboldt-Pinguinen. Über Pfingsten zählte der Zoo rund 10 500 Besucher. Volksstimme - 03. Jun. 2004 14. Pusteblume-Fest der Volksstimme in Magdeburg "Kinder affenstark" heißt es am kommenden Sonnabend ab 10 Uhr im Magdeburger Zoo: Die Volksstimme lädt zum 14. Pusteblume-Fest ein. Bis 17 Uhr gibt es Spiel, Spaß und Spannung auf den Bühnen und im Gelände des Zoos. Nachwuchs Freie Presse (Chemnitz) - 28. Mai. 2004 Keine Nachwuchssorgen - Leipziger Löwendame offenbar trächtig Nach der Geburt von zwei Tigerbabys am Donnerstag kündigt sich im Leipziger Zoo offenbar weiterer Nachwuchs an. Es deute alles daraufhin, dass auch Angola-Löwin «Luena» trächtig ist. Mit der Geburt der Jungtiere sei Ende Juni/Anfang Juli zu rechnen, teilte der Zoo am Freitag in Leipzig mit. Die siebenjährige «Luena» stammt ebenso wie ihre Artgenossen Kimbali und Matadi aus Lissabon. In ihrem Heimatzoo hat sie bereits erfolgreich Jungtiere aufgezogen. Mit den Zukäufen verstärkt der Zoo seine Zuchtbemühungen und hat sich zum Ziel gesetzt, einen umfangreichen Bestand an Angola-Löwen in Europa aufzubauen. Der 1878 gegründete Leipziger Zoo war früher weltweit berühmt für seine Löwenzucht. Dort kamen bisher mehr als 2300 dieser Großkatzen zur Welt. Der Löwe ist auch das Leipziger Wappentier. GlaubeAktuell - 28. Mai 2004 Nachrichten / Aus aller Welt Neugierig beobachtete am Donnerstag im Leipziger Zoo das acht Wochen alte Nasenbär-Baby beim Spielen seine Ersatzmama Anita Färber. Die Zootierpflegerin kümmert sich seit der Geburt des kleinen Bären Tag und Nacht um das Tier, da es von der Mutter keine Milch erhalten hat. Das inzwischen 20 Zentimeter große und 447 Gramm schwere Rüsseltier soll jetzt in seine Artgenossen-Gruppe eingewöhnt werden. Im Leipziger Zoo leben gegenwärtig sieben dieser Kleinbären mit der rüsselartig verlängerten Schnauze. Freie Presse (Chemnitz) - 01. Jun. 2004 Kleine Tigerkater im Leipziger Zoo wohlauf Die neugeborenen Tiger im Leipziger Zoo sind wohlauf. «Es rumpelt und quietscht in der Mutterstube», sagte Zoo-Sprecherin Kathleen Raschke am Dienstag. Daher sei davon auszugehen, dass Tigermutter «Taiga» sich um die kleinen Kater kümmere. Die Pfleger versuchten nun, Amurtigerin «Taiga» dazu zu bewegen, die Mutterstube ab und zu verlassen, damit die Welpen gewogen werden können, sagte Raschke weiter. Man hoffe, den Tigernachwuchs noch in dieser Woche der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Außerdem sei eine Videokamera installiert worden. Bis die Jungen ins Freigehege könnten, werde es noch etwa acht Wochen dauern, da sie noch recht unsicher auf den Beinen seien. «Taiga» hatte in der Nacht zu Donnerstag vier Junge zur Welt gebracht. Zwei von ihnen fanden die Pflegerinnen kurz darauf tot in der Mutterstube. Ende Dezember vergangenen Jahres hatte Tigerin «Conny» vier Junge im Leipziger Zoo geboren, von denen allerdings nur eines überlebte. Hamburger Abendblatt - 2. Jun 2004 Jungtiere im Wildpark Viel zu tun haben zurzeit die vielen Eltern-Tiere im Wildpark Schwarze Berge in Vahrendorf. Überall wimmelt es von Jungtieren. Kleine Elche, Rehe, Ziegen und Hängebauchschweine halten die Großen auf Trab. Die Möglichkeit zuzusehen, wie es dabei zugeht und mehr über die Erziehung der Jungtiere zu erfahren, bietet das Natur-Erlebnis-Zentrum im Wildpark. Am kommenden Freitag, 4. Juni, startet um 17 Uhr eine abwechslungsreiche Führung. Circus | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | Pressemitteilungen teilweise gekürzt | Fehmarn, 28.05.2004 MEGA HAIAQUARIUM wird geflutet Mit dem neuen, gigantischen Haiaquarium rückt das Meereszentrum Fehmarn in die Rangliste der größten Aquarien Europas auf. Nach nunmehr zweijähriger Bauzeit sind alle technischen Vorbereitungen für das Fluten des 3 MillionenLiter-Aquariums beendet. Insgesamt wurden für das lebende Riff 25 Tonnen echtes Riffgestein und 20 cbm Korallensand verarbeitet. Ein echtes Segelboot bietet den zukünftigen Bewohnern zusätzliche Versteckmöglichkeiten. In einem speziellen Verfahren( Druckumkehrosmose) werden nun in den nächsten 30 Tagen 4000 lit. Wasser pro Stunde gereinigt und in ein Filterbecken geleitet. Dieses hat ein Fassungsvermögen von 100.000 lit. und wird einmal pro Tag in das neue Aquarium gepumpt. Die besonders konzipierte Filteranlage wird danach in Betrieb genommen. Die Filterleistung beträgt 1. 000.000 Liter pro Stunde. In kleinen Schritten lösen dann 100 Tonnen Meersalz in dem Wasser auf um die richtige Dichte für das tropische Aquarium zu bekommen. Alle die Vorarbeiten sind notwendig, um den ersten Bewohnern , den Mikroorganismen, den Weg zu bereiten. Erst diese Verwandeln das Wasser in eine überlebensfähige Umgebung. Die Übersiedelung der Haie finden ab November 2004 statt. Die Eröffnung ist für Januar 2005 geplant. Zoo Köln, 28.05.2004 Tigertag im Kölner Zoo am Pfingstsonntag, 30.05.2004, 10 18 Uhr. Der Kölner Zoo widmet den Pfingstsonntag ganz dem Schutz der größten Raubkatze, von der es weltweit nur noch ca. 5000 Exemplare gibt, drei Arten sind bereits ausgestorben. Ziel der Tiger-Kampagne, an der sich Zoos und Aquarien aus ganz Europa beteiligen, ist es, Geld für Tiger-Schutzprojekte zu sammeln. Am Tigertag im Kölner Zoo können Kinder mit ihren Eltern mit einem Stempelpass an fünf Stationen vom Spurenpfad bis zum Tigerfüttern viel Interessantes über die Besonderheiten des Tigers und über Schutzprojekte erfahren. Um 11 Uhr findet eine kostenlose Führung zum Thema Tiger statt, Treffpunkt ist hinter dem Haupteingang. Allwetterzoo Münster, 28.05.2004 Zauberhafte Führung zu Eulen, Einhörnern, Drachen und Co. im Allwetterzoo Münster Eine außergewöhnliche Führung zu fabelhaften Tieren findet erstmals am kommenden Mittwoch im Allwetterzoo statt. Einige Biologen der Abteilung für Verhaltensbiologie der Uni Münster haben in den mittlerweile fünf Romanen über einen berühmten Zauberlehrling geschmökert und dabei festgestellt, dass neben Menschen auch Tiere eine Rolle spielen: die weise Eule, das sagenhafte Einhorn oder der feurige Drache beispielsweise. Und dann fiel ihnen auf, dass Verwandte dieser Tiere auch im Allwetterzoo leben! Da lag es nahe, die Tiere der Harry-Potter-Romane zum Inhalt ganz besonderer Zooführungen zu machen. Pünktlich zum Kino-Start des dritten Harry-Potter-Films am 3. Juni beginnt der Zoo mit seinen "Zauberhaften Führungen", für die allerdings eine Gebühr zusätzlich zum Zooeintritt erhoben wird: Kinder zahlen 2 Euro, Erwachsene 3 Euro, und zwar direkt an die Zooführer. Treffpunkt ist um 15 Uhr in der Eingangshalle. Die Führung dauert zwei Stunden. Und wer an diesem Mittwoch keine Zeit hat, dem sei verraten, dass es noch weitere Termine gibt, bei denen Einhorn & Co. im Mittelpunkt stehen, und zwar am 9., 16. und 23. Juni jeweils von 15 bis 17 Uhr. Zoopark Erfurt, 28.05.2004 Lieblingszoo gesucht Deutschlands größtes Tiermagazin hat in seiner neuesten Ausgabe ein Blitzumfrage gestartet. Ein Herz für Tiere sucht auch in diesem Jahr wieder den schönsten Zoo des Landes. Der Thüringer Zoopark, so Zoodirektor Dr. Norbert Neuschulz, braucht den Vergleich nicht zu scheuen. Zwar hat er keine spektakulären Kunstkulissen, die natürlichen Lebensräumen nachempfunden sind, dafür aber jede Menge geräumige Tiergehege, einen Original-Bauernhof und viel natürliches Grün. Man denke nur an den Berberberg, das Nashornareal, die Bisonanlage oder den Affendschungel, alle erst nach der gesellschaftlichen Wende entstanden. Am Besten ist es, empfiehlt der Zoodirektor, sich zu Pfingsten für nur 4 Euro Eintritt nochmals von der reizvollen Zoolandschaft auf Erfurts Rotem Berg ein Bild zu machen. Wer danach meint, dass der Thüringer Zoopark sein Lieblingszoo ist, sollte das schnellstmöglich an Ein Herz für Tiere, Postfach 400 529, 80705 München, schreiben oder eine E-Mail an redaktion@herz-fuer-tiere.de senden. Neunkircher Zoo, 28.05.2004 Es ist soweit: Umzug der Elefanten Ab Dienstag den 8 Juni gegen 11 Uhr können die beiden Elefantendamen in ihr neues Haus umziehen. Dann wird das Tor zum neuen Haus geöffnet und man ist im Zoo sehr gespannt, wann Samba und Chiana einziehen. Derzeit sind noch einige Bauarbeiten im Gang, die vor dem Umzug unbedingt abgeschlossen sein müssen. Es dürfen anschließend keine Bauarbeiten mehr im unmittelbaren Bereich der Elefanten durchgeführt werden bzw. nur, wenn die Elefanten sich auf der Freianlage befinden. Sobald sie umgezogen sind, werden sie zunächst eine Woche im neuen Haus gehalten, um sich an die neue Heimat zu gewöhnen. Dann erst kann man sie wieder auf die große Außenanlage lassen; andernfalls besteht die Gefahr, dass sie womöglich von der Außenanlage nicht in das ungewohnte Haus hineingehen wollen. Der Umzugstermin ist nicht gleichbedeutend mit der Eröffnung des neuen Elefantenhauses! Die Eröffnung für die Besucher erfolgt nach Abschluss der Außenarbeiten voraussichtlich gegen Ende Juni. Am geplanten Umzugstag wird einfach das Tor zwischen den beiden Häusern geöffnet und versucht, die Elefanten hinüber zu locken. In den vergangenen Wochen hatten die Tiere immer wieder Gelegenheit in das neue Haus zu schauen. Die anfängliche Nervosität scheint sich verloren zu haben und die beiden Elefantenkühe schauen interessiert durch die geöffnete obere Hälfte des Tores. Der Zoo bemüht sich den neuen Raum positiv zu tönen, indem von dort die Elefanten immer mit Leckerbissen gefüttert werden. Es kann nichts Schlimmes passieren, weil bei dieser Gelegenheit keinerlei Druck auf die Tiere ausgeübt wird. Gehen die Elefanten in das neue Haus, dann hat es prima geklappt, wenn nicht, dann brauchen sie eben noch einige Tage - soviel Zeit muss sein. Der Zoo kann aber für diesen Termin nichts versprechen. Es wird aber sehr spannend sein zu beobachten, was bei Öffnung des Tores wirklich passiert. NaturZoo Rheine, 28.05.2004 Eröffnung der neuen Anlagen für Seehunde und Pinguine Am Sonntag, dem 6. Juni ist es endlich soweit. Nach vielen Jahren des Wartens und rund einem Jahr intensiver Bauarbeiten werden die neuen Anlagen für Seehunde und Pinguine im NaturZoo Rheine eröffnet. Um 9.30 Uhr werden im offiziellen Teil der Bürgermeister der Stadt Rheine Wilhelm Niemann und Landrat Thomas Kubendorff sowie Vertreter des NaturZoo Rheine e.V. und der Stiftung NaturZoo Grußworte an die geladenen Gäste richten. Der Vize-Präsident des Verbandes Deutscher Zoodirektoren Dr. Bernhard Blaszkiewitz wird einen Festvortrag unter dem Titel Nicht nur zum Spaß Zoologische Gärten heute halten. Im Anschluss daran findet ein ganztägiges Programm für kleine und große Zoobesucher statt, bei dem sich alles um Seehunde und Pinguine drehen wird. Unter anderem wird Radio RST von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr eine Live-Reportage mit Interviews und einem Meerestierquiz übertragen. Die Clowns Lotta und Konrad schlüpfen passend für diesen Tag in den (Pinguin-) Frack. Wenn alle fleißig mitkneten, dann wird am Nachmittag vielleicht die größte Pinguin-Kolonie Deutschlands entstanden sein zumindest als Knet-Modell. Und selbstverständlich werden die neuen Anlagen auf Führungen von allen Seiten vorgestellt werden. Die Seehund- und Pinguin-Anlagen sind ein Projekt der Regionalen 2004. Finanziert wurden sie von der Stadt Rheine, den Mitteln der Regionale, vom NaturZoo Rheine e.V. und Spenden von Zoofreunden. Obwohl schon einige Wochen bestens in Betrieb werden an diesem Tag auch der im Rahmen der Neugestaltung des Salinenparks erweiterte Eingangsbereich und der neue Kinderspielplatz offiziell präsentiert. Wilhelma Stuttgart, 02.06.2004 Hirschkälbchen aus dem Zweistromland Die zwei kleinen Hirschkälber auf dem Schaubauernhof sehen zwar aus wie jedes x-beliebige Bambi, nämlich süß und irgendwie getupft. Aber diese kleinen Hirschlein gehören zu einer der seltensten Hirscharten der Welt! 1950 galten die Mesopotamischen Damhirsche bereits als ausgestorben, als noch einige wenige Tiere im Iran entdeckt und zur Erhaltungszucht auf verschiedene Zoos verteilt wurden. Ein Paar kam nach Kronberg in den Opel-Zoo alle Hirsche in europäischen Zoos gehen auf deren Nachkommen zurück. Im Iran, ihrer ursprünglichen Heimat, leben nur noch in Wildgattern und Reservaten einige Tiere, in freier Wildbahn gibt es keine Mesopotamischen Damhirsche mehr. In den Zoos der Welt werden noch etwa 60 dieser hübschen Hirsche gehalten. Damit ist der Bestand bedrohlich klein, womöglich auch langfristig zu klein, um die Art zu erhalten. Aber noch geben die Zoos nicht auf, und jede Geburt eines kleinen Mesopotamischen Damhirsches ist ein kleiner Schritt zum Arterhalt. Die beiden Hirschkälber in der Wilhelma kümmern solch existentielle Überlegungen wohl kaum sie toben in bester Bambimanier vergnügt herum. Erst wenn sie geschlechtsreif sind, werden sie ihrerseits den Beitrag zum Erhalt ihrer Art leisten müssen dann aber sicher nicht im Rudel der Wilhelma, sondern in einem anderen Zoo... Zoo Köln, 02.06.2004 Nachwuchs beim Wanderu oder Bartaffen Als die Buren nach Südafrika kamen, stießen sie auf Tiere, die sie aus ihrer holländischen Heimat nicht kannten. Sie benannten sie einfach nach Tieren aus Europa, von denen sie aber weil diese in Holland nicht vorkamen auch keine rechte Vorstellung hatten. So wird Afrika heute von Gams-, Reh- und Steinböcken, von Dachsen und Meerkatzen bevölkert, die bis auf die Meerkatzen ihr Pendant in Europa haben. Als Meerkats bezeichneten die Buren die Erdmännchen. Die richtigen Meerkatzen sind natürlich Affen, die allerdings weder mit dem Meer noch etwas mit Katzen zu tun haben. Meerkats heißen auf bengalisch nämlich die in Indien vorkommenden Rhesusaffen. Meerkatze ist also eine Verballhornung dieser Bezeichnung, die dann auf eine ganze Gruppe von Primaten übertragen wurde. Für derartige Ungenauigkeiten gibt es viele weitere Beispiele, eines ist der Wanderu. Als Wanderu wird in Sri Lanka ein Schlankaffe bezeichnet, während wir darunter den Bartaffen verstehen, der gar nicht in Sri Lanka, sondern im westlichen Indien vorkommt. Mehr über Bartaffen erfahren Sie anlässlich eines Pressetermins, zu dem der Zoo herzlich einlädt am Donnerstag, dem 3. Juni 2004 um 11.30 Uhr. Allwetterzoo Münster, 02.06.2004 Begrüßung mit Küsschen: Zwei neue Gorillas im Allwetterzoo Münster Vielleicht war es Liebe auf den ersten Blick? Jedenfalls hat Gana den ein Jahr älteren N'Kwango stürmisch begrüßt, als er gut zwei Stunden nach ihr in seinem neuen Domizil eintraf. Für den Allwetterzoo ging mit der Ankunft zweier neuer Gorillas am 1. Juni ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, denn jetzt steigt die Hoffnung auf baldigen Nachwuchs bei diesen großen Menschenaffen: Gana und N'kwango sollen das Sozial- und Liebesleben der bislang dreiköpfigen Gorillagruppe in Münster auf Schwung bringen. Den wertvollen Zuwachs hat der Allwetterzoo wohl vor allem der vorbildlichen neuen Anlage im Affricaneum zu verdanken, das erst vor knapp einem Jahr eröffnet wurde. Den Gorillas stehen allein im Freigehege 1.250 m² Fläche zur Verfügung, dazu kommen ein verglaster "Wintergarten" und ein Innengehege im Menschenaffenhaus. In diesem Gehege lernten Gana und N'Kwango sich gleich am ersten Tag in Münster kennen. Zu den schon länger im Allwetterzoo lebenden Gorillas, dem 18jährigen Gorillamann Makokou und den 32 und 8 Jahre alten Weibchen, werden die Neuen vorerst nur Sichtkontakt haben. Beim ersten direkten Kontakt nach einer Eingewöhnungsphase von einigen Tagen wird es für alle spannend, denn N'Kwango und Makokou, bislang einziger Mann in Münster, werden sich wohl als Konkurrenten betrachten. Da Makokou als Zuchtmann vermutlich untauglich ist, wird er über kurz oder lang das Feld räumen oder sich mit dem neuen Mann arrangieren müssen. Das Affricaneum mit seinen sehenswerten, großzügig und natürlich gestalteten Freianlagen wurde im Juli 2003 eröffnet. Es umfasst neben den Anlagen für Gorillas, die hier mit den wesentlich kleineren Rotscheitelmangaben zusammen leben, auch große Freigehege für Schimpansen und afrikanische Schweine. Zoo Duisburg, 02.06.2004 Löwen(-affen)-Baby noch ohne Mähne Duisburgs ÄQUATORIUM ist bekanntlich ein Affenhaus, trotzdem hat sich das vor einer guten Woche entdeckte Goldgelbe Löwenäffchen nicht in der Adresse geirrt, denn seine beiden gleichermaßen mit einer wuschelig gold-farbigen Mähne gezierten Elternteile erinnern tatsächlich an rauschebärtige Mini-Löwenhäupter; der Rest ihrer zarten Körper hat weder mit Raubtieren noch Urwaldkönigen zu tun: diese auch Marmosetten genannten L ö w e n ä f f c h e n hüpfen im Sauseschritt und mit unglaublichen Sprungkünsten auf der Suche nach Blüten und Beute durch die oberen Baumregionen ihrer tropisch-brasilianischen Heimat. Während in Duisburg bei den richtigen Löwen seit Jahren die Anti-Baby-Pille zur morgendlichen Fleischration gehört, brauchen sich die Löwenäffchen in puncto Zeugungsfreuden keineswegs Zwang anzutun: jeder Nachwuchs wird von knallenden Sektkorken begleitet, denn bei einem derzeitigen Weltbestand von gerade einmal knapp 400 Tieren in Menschenobhut zählen sie zu jenen Tierarten, die fast schon von unserer Erde verschwunden sind. Schuld daran sind rücksichtslose Abholzung der Brasilianischen Regenwälder, schonungslose Jagd nach diesen als Haustiere so beliebten Krallenaffen sowie ihr extrem inselartiges Vorkommen in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, das eine Vermischung und Aufstockung vereinzelt lebender Populationen unmöglich macht. Und zu den weltweit 105 zoologischen Institutionen, die sich um die Zucht und Arterhaltung der zierlichen Knirpse bemühen, darf nunmehr ein Neuzugang mehr vermeldet werden, der mithelfen wird, am Abgrund der Ausrottung vorbeizuschlittern.... | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | Natur- und Artenschutz | Tiroler Tageszeitung Online - 27. Mai. 2004 Tierschutz in Österreich künftig einheitlich Tiere werden künftig österreichweit gleich behandelt. Ermöglicht wird dies durch das bundeseinheitliche Tierschutzgesetz, das die bisherigen Länderregelungen ablöst und heute vermutlich von allen vier Parteien im Plenum des Nationalrats beschlossen wird. Enthalten im Gesetz sind etwa ein schrittweiser Ausstieg aus der Käfighaltung bei Hühnern, schärfere Strafen für Tierquälerei, die Etablierung von Tierschutzombudsmännern sowie das Ende der Kettenhaltung und des Schwänze-Kupierens bei Hunden. Neue Ruhr Zeitung - 28. Mai. 2004 Kreuzkröte auf Halde Viele deutsche Großstädte sind um bis zu 20 Prozent artenreicher als ihr landwirtschaftlich genutztes Umland. In Berlin wurden bereits "Verhaltensmaßregeln für das Zusammentreffen mit Wildschweinen in der Stadt" erlassen. Kassel hat sich den Ruf der europäischen Hauptstadt für Waschbären erworben, die zu Hunderten allabendlich innerstädtische Vorort-Mülltonnen stürmen. Bis zu 4000 Füchse machen sich in Essen in der Dämmerung über weggeworfene Essensreste und totgefahrenes Kleingetier her oder gehen in Hinterhöfen auf Mäusejagd. Viele Wildtiere verlassen das öde gewordene Land und rücken den Städtern auf die Pelle. Dem Grünflächenmanagement der letzten Jahrzehnte sei es zu verdanken, dass "wir keine Betonwüsten haben, sondern eine Komposition aus Parks, Häusern, Kleingärten, Gebüschen, Gartenteichen, Wäldchen." Diese vielfältigen Unterschlupf- und Rückzugsmöglichkeiten, gepaart mit Mauerritzen, Dachstühlen oder Kirchtürmen bieten einer Vielzahl mehr Tieren Lebensräume, als es eine gleich große, tiefengepflügte Ackerfläche könnte. Das Ruhrgebiet mit seinen Industriebrachen kruppschen Ausmaßes, Zechenhalden und stillgelegten Güterbahnhöfen ist übrigens für die Stadtökologen ein Schatzkästlein. Durch sie gehe es in einem "Megapool mit acht Millionen Menschen partiell ruhiger und geschützter zu als in einem Naturschutzgebiet im Münsterland", so Schütz. Allerdings ist zu bedenken: Die Tiere sind ja nicht freiwillig gekommen. Sie mussten auf diese Inseln, um zu überleben. Und es haben die Klügsten, die Opportunisten, die Mutigsten geschafft - siehe Saatkrähe, Elster, Fuchs. Von 20 Fledermausarten wagten vier den Sprung in die Stadt - doch was ist mit den anderen 16? Was ist mit Baummarder, Eisvogel, Kreuzotter oder der Wildkatze? Städte bauen reicht nicht, um die Natur zu erhalten! Main-Rheiner - 01. Jun. 2004 Fledermaus-Projekt: Informationskeller soll Artenschutz und Tourismus miteinander verbinden Oppenheim. Die Stadt unter der Stadt lebt auf. Doch nicht nur Touristen besuchen die alten Ganganlagen und Gewölbekeller. Auch andere Spezies zieht es regelmäßig in die kühle Dämmerung unter die Erde - die Fledermäuse. Insgesamt 23 Arten gibt es in Deutschland, einige davon auch in Rheinland-Pfalz. Und sie alle stehen unter strengem Artenschutz. Beides will man nun in Oppenheim verbinden. "Die Idee dazu wurde am Rheinland-Pfalz-Tag geboren", sagt Umweltbeigeordneter Torsten Kram (SPD). "Während wir die Räume zur Verfügung stellen könnten, würden das Landesamt und die ehrenamtlichen Fledermausschützer ihr fachliches Knowhow einbringen", erläuterte Torsten Kram die Arbeitsteilung. "Dieses Angebot wäre gleichermaßen ein Beitrag zum Artenschutz und eine weitere Attraktion für Touristen", so Kram. "Und nicht zuletzt erschließt sich die Stadt damit auch einen neuen Besucherkreis", fügt der Wahl-Oppenheimer und Landesamt-Referent Ullrich Jäger an. Bund - 2. Jun 2004 Anzeige gegen Connyland wegen Leoparden Nach den Delfinen gerät der Freizeitpark Connyland in Lipperswil TG nun wegen seiner Leopardenhaltung ins Schussfeld der Tierschützer. Der Schweizer Tierschutz (STS) hat eine Strafanzeige eingereicht. Connyland missbrauche Leoparden für eine fragwürdige Bühnenshow und halte sie unter tierschutzwidrigen Bedingungen, heisst es in einer Mitteilung des STS von heute Mittwoch. Die Gehege der Leoparden würden eine Grundfläche von nur rund 20 Quadratmetern aufweisen. Als Witterungsschutz diene lediglich ein Brettverschlag. Der STS kritisiert zudem, dass die Tiere nach der Show an Leinen zu ihren Käfigen zurück geführt werden. Ein Urteil des Bundesgerichts habe das Führen von Leoparden an einer Leine ausserhalb der gesicherten Gehege als unzulässig bezeichnet. Thurgauer Zeitung - 03. Jun. 2004 Rechtsstreit um Leoparden Im Freizeitpark Connyland würden Leoparden «für eine fragwürdige Bühnenshow missbraucht» kritisiert der Schweizer Tierschutz (STS). Er hat deshalb beim Bezirksamt Kreuzlingen Strafanzeige eingereicht. Der Artist und Raubkatzen-Illusionist Herbert de Larott, dem die Tiere gehören, findet die Beschuldigungen «unfair». Für seine drei Leoparden und den schwarzen Panther habe er Gehege von 106 Quadratmetern errichtet, mit erhöhten Liegeflächen und Schlafhöhlen. Der Kantonstierarzt habe an den Gehegen nichts zu beanstanden gehabt. Kantonstierarzt Paul Witzig bestätigt, das Veterinäramt habe die Bewilligung zur Leoparden-Haltung erteilt. Die Conny Land AG will jetzt ihrerseits rechtliche Schritte gegen den STS wegen übler Nachrede einleiten. Rhein Zeitung - 03. Jun. 2004 Zoologen warnen vor Artensterben Die Deutsche Zoologische Gesellschaft (DZG) hat vor einer wachsenden Gefährdung der weltweiten Artenvielfalt gewarnt. Pro Stunde sterben ein bis zwei Tierarten unwiderruflich aus und das sind konservative Schätzungen, sagte DZG-Präsidentin Barbara König bei der Verbandsjahrestagung. Hauptgrund für den Artenrückgang sei die wachsende Zerstörung des Lebensraumes. Bei der Konferenz wurde der Berliner Neurobiologe Randolf Menzel mit dem DZG-Wissenschaftspreis und der Karl-Ritter-von-Frisch Medaille ausgezeichnet. An der bis Freitag dauernden Tagung nehmen 450 Zoologen aus zwölf Ländern teil. Ein Schwerpunkt ist das Thema Biosensoren. Dabei geht es um sensible Sinnesorgane und deren technische Anwendung. | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | Weitere Infos | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | Ausstellungen | DARMSTADT Hessisches Landesmuseum: DINO & CO - Erstmals in Europa: 59 Saurier aus Asien bis 1.8.2004 http://www.hlmd.de BERLIN Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem: VICTORIA & CO. IN BERLIN 100. Geburtstag des Botanischen Gartens bis 5.9.2004 http://www.bgbm.org/BGBM ZÜRICH Landesmuseum Zürich: FASZINATION FORSCHUNG bis Juni 2004 http://www.musee-suisse.ch | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | TV-Tipps | tv.nrw: Samstags ca. 18:15 Uhr "Ein Platz für Tiere" mit Bernhard Grzimek aus den 70er und 80er Jahren; teilweise mit Zoo-Berichten. RTL2, Sonntags ca 13:30: Mehrere Folgen "Crocodile Hunter", mit Steve Irvin, aus dem Australia Zoo, Beerwah ausführliche Vier-Wochen-Vorschau: http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm | | Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo und Naturschutz aus Online-Zeitungen. Aus Copyright- und Platzgründen zitieren wir lediglich aus den Meldungen und versuchen, sie dabei inhaltlich unverändert wiederzugeben. Die vollständigen Artikel sind verlinkt; leider werden die Links oft nach kurzem ungültig oder die Artikel in ein Archiv verschoben. Meist lassen sie sich dort mit einer Suchfunktion wiederfinden. Für den Inhalt der Artikel können wir natürlich keine Verantwortung übernehmen. | Für wöchentliche englische, weltweite Zoo-Meldungen empfehlen wir ZooNewsDigest. Anmelden: E-Mail an zoonewsdigest-subscribe@yahoogroups.com | Pressemitteilungen und Hinweise auf weitere Artikel sind ausdrücklich erwünscht: redaktion@zoo-information.de. 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