 |  | | | Ausgabe 202 vom 26. Februar 2004 | | Liebe Leser, keine gute Woche für den Naturschutz. Auf Sumatra geht entgegen aller Abkommen die Abholzung ungebremst weiter und wird wohl bereits 2005 in der vollständigen Entwaldung münden. Das Great Barrier Reef ist einer neuen Studie zufolge wegen der Klimaerwärmung nicht mehr zu retten. Und auf Galapagos belagern Fischer erneut die Nationalparkstationen und drohen offen mit Ökosabotage. Auch die wichtigsten Zoomeldungen sind wenig erfreulich. Da kann man wohl kaum viel Spaß beim Lesen wünschen. Dirk Petzold Jubiläums-Rätsel nachzulesen im Zoopresseschau-Archiv Letzte Chance auf einen der Preise von insgesamt über 250 ¬. Das Lösungswort senden Sie bitte bis zum So., 29. Februar 2004 mit dem Betreff "Rätsellösung" an unsere Redaktionsadresse (redaktion@zoo-information.de). Diese kreative Info-Tafel zum Thema "Falsche Stubenvogel-Haltung" konnten alle Teilnehmer der ZooKunft-Tagung in Landau bewundern. Ein echter Hingucker. | | Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | | | Zoos und Tierparks | Berliner Morgenpost - 25. Feb 2004 Entscheidung über Zukunft von Zoo und Tierpark Von der heutigen Hauptausschusssitzung erhoffen sich Zoo und Tierpark ein kleines Wunder. Berlins Politiker entscheiden, wie viel Geld das Land beiden Einrichtungen überweisen wird. Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) will zusätzlich zu jährlich vereinbarten Reduzierungen 2004 weitere 500.000 Euro sowie 2005 die doppelte Summe einsparen. Dies gefährde bereits 2005 die Existenz von Zoo und Tierpark, warnen Insider. "2004 kommen wir noch über die Runden", sagt auch der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière, der im Tierpark-Aufsichtsrat sitzt. "Aber 2005 wäre dies nicht mehr möglich." Gerüchte, denen zufolge der Finanzsenator gern das lukrative City-Grundstück des Zoo-Wirtschaftshofs veräußern möchte, wollen beide Aufsichtsratsmitglieder nicht kommentieren. "Die Zoo AG braucht Planungssicherheit mit einem Fünf-Jahresvertrag, der maximal um fünf Prozent abgesenkt werden darf", forderte gestern die Grüne Claudia Hämmerling. Seit zehn Jahren werde kontinuierlich gekürzt. Auch die Eintrittspreise seien drastisch angehoben wurden. "Die Stadt muss wissen, was sie will", sagen Trendelenburg und de Maizière. Es werde immer nur gefragt, was Kultur koste, nie, was sie einbrächte. ExpeditionZone - 25. Feb 2004 Angst im Affenhaus - 5 Todesfälle in Wiener Zoo Zwei Orang-Utans und drei Berberaffen verstarben im Schönbrunner Tiergarten an einer vermuteten Lebensmittelvergiftung, bzw. durch einen ansteckenden Durchfallerreger. Doch eine weitere Ausbreitung der so genannten Shigellose-Ruhr dürfte nun unterbunden sein. Sirih, Orang-Utan-Weibchen des Schönbrunner Tiergartens in Wien, hatte am 21.2.2004, wieder ein Junges geboren. Die Tragödie begann, als Jungly Durchfall bekam und von den behandelnden Tierärzten auf Spezialdiät gesetzt wurde. Am Sonntag, dem 22. Februar, verstarb Jungly aber völlig unerwartet in den frühen Morgenstunden und zu Mittag stellten sich bei Mutter Sirih ähnliche Krankheitssymptome ein. Trotz sofortiger Notmaßnahmen konnte auch sie nicht mehr gerettet werden. Die vorläufigen Untersuchungsergebnisse stammen zwar von Kotproben der Schönbrunner Berberaffen, bei denen kurz zuvor ebenfalls drei Tiere verstarben, legen aber eine Analogie zu den Todesfällen bei den Orang-Utans nahe. Bei der Verwaltung des ältesten in Betrieb befindlichen Zoos der Welt löste diese Nachricht Alarmstimmung aus - denn diese Erreger sind extrem ansteckend. Bereits geringste Bakterienmengen können einen Ausbruch der Shigellose zur Folge haben. Eine Übertragung vom Pflegepersonal auf die Tiere käme als Ursache in die engere Wahl. Laut Tiergarten-Mitarbeiterin Barbara Koch kann zur Zeit aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass all dies durch die Zufütterung verdorbener Lebensmittel von wohlmeinenden Besuchern ausgelöst wurde, obwohl Fütterungsverbot im Affenhaus besteht. Das Schönbrunner Affenhaus bleibt jedenfalls bis zum endgültigen Nachweis von Krankheitsursache und Infektionsweg geschlossen. Die drei verbliebenen Orang-Utans - Wladimir, Nonja und das neugeborene Weibchen, das nun mit der Flasche aufgezogen wird - sind zwar gesund, vorbeugend werden aber alle Menschen- und Berberaffen nun mit einem speziellen Antibiotikum behandelt. Saarbrücker Zeitung - 25. Feb 2004 Wo ist der Pinselschwanzbilch? Wurden Patenschaften für ein Tier verkauft, das es im Zoo gar nicht gibt? Diese Frage wirft Carlo Donner auf. Er wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe als Zoo-Geschäftsführer schlecht gearbeitet. Dass die Geschichte mit dem Pinselschwanzbilch wahr ist, kann Carlo Donner nicht beweisen. Aber sie würde gut passen zu dem, was der ehemalige kaufmännische Direktor des Saarbrücker Zoos sonst noch zu sagen hat über die Zoologische Gesellschaft Saarbrücken. Für einen Pinselschwanzbilch habe die Zoologische Gesellschaft an Besucher des Saarbrücker Zoos Tierpatenschaften geworben - obwohl es so ein Tierchen im Zoo gar nicht gebe. Nachzuprüfen sei das nicht. Denn - und das ist das, was Carlo Donner der Zoologischen Gesellschaft eigentlich vorwirft - der Verein hütet seine Buchhaltung beinahe wie ein Staatsgeheimnis. Der Verein sei "rechtlich nicht verpflichtet, irgend jemandem über eingegangene Spenden Rechenschaft abzulegen außer dem Finanzamt", sagt Astrid Hub, die Vorsitzende der Zoologischen Gesellschaft. Donner reicht das nicht. Die Wirtschaftsprüfer, die seine Jahresabschlüsse unter die Lupe genommen haben, hätten immer wieder bemängelt, dass nicht ersichtlich sei, welche Spenden dem Zoo zur Verfügung stehen. Spenden, die über die Zoologische Gesellschaft und den konkurrierenden Förderverein Saarbrücker Zoo akquiriert wurden. Stuttgarter Nachrichten - 21. Feb. 2004 Mysteriöses Tiersterben "Sie war das liebste und sanftmütigste aller Tiere", sagt der 64-jährige Tierpfleger Vicente Lucas Soares, der sich um Elefantendame Baira gekümmert hatte, seit sie vor fast 30 Jahren im Zoo von Sao Paulo ankam. "Baira" ist eines von 13 Tieren, die zwischen dem 24. Januar und dem 14. Februar plötzlich und auf mysteriöse Weise ums Leben kamen. Außer ihr starben noch drei Schimpansen, ein Orang-Utan, drei Tapire, vier Kamele und ein Bison. Laboruntersuchungen, die an acht der Tierleichen durchgeführt wurden, ergaben, dass die Tiere mit Natriumfluoracetat vergiftet wurden und infolgedessen an multiplem Organversagen starben. National Zoo chief quits after critical report The U.S. National Zoo's director resigned on Wednesday, hours after an expert panel criticized the park's handling of animals, including the deaths of two red pandas, a zebra and an elephant. http://www.enn.com/news/2004-02-26/s_13490.asp National Zoo Deaths Blamed on Bad Management http://www.planetark.com/dailynewsstory.cfm/newsid/24003/story.htm Explosion in Moskauer Zoo-Aquarium AFP - 14. Feb 18:00 Moskau. Bei einer Explosion in einem Moskauer Aquarium hat es eine zunächst unbekannte Zahl von Verletzten oder Toten gegeben. Die Detonation zerriss einen Teil des Dachs, wie die Nachrichtenagentur ITAR-TASS unter Berufung auf Polizeiangaben meldete. (seither keine neuen Meldungen zu finden) Planung und Bau Nordwest Zeitung - 20. Feb. 2004 Bei Eisbären ist das Eis gebrochen Die meisten Tiere haben bereits ihre neuen Gehege bezogen und beobachten neugierig jeden Handschlag der Bauarbeiter. Am Sonnabend, 27. März, übergeben die Firmen in Bremerhaven einen fertigen Zoo am Meer. Christian Bruns, Geschäftsführer, und Oberbürgermeister Jörg Schulz verschafften sich gestern einen Überblick über den Stand der Arbeiten. Auf die ersten Zoobesucher warten die beiden Eisbären Irka und Lloyd. Erst seit kurzem bewohnen sie gemeinsam ein Außengehege. Erst wenige Tage im neuen Gehege sind die beiden Puma-Weibchen. Sie leben künftig in naturgetreuer Umgebung. Selbst ein eigener Wasserlauf fehlt nicht. Die fraglos größte Attraktion des Zoos aber sind die großen Glasscheiben, durch die sich Eisbären, Pinguine und Robben unter Wasser beobachten lassen. Trierischer Volksfreund - 21. Feb. 2004 « Sylt Aquarium » wird am Himmelfahrtstag eröffnet Das «Sylt Aquarium» wird 20. Mai in Westerland für die Besucher eröffnet. Das beschloss jetzt die Gesellschafterversammlung der Investoren. Unter dem Titel «Eine Welt - zwei Ozeane» werden in dem neuen Sylter maritimen Erlebniszentrum die Ökosysteme Atlantik/Nordsee und Tropen im Kleinformat präsentiert. Zurzeit läuft in dem Aquarium- Rohbau die Innenausstattung auf Hochtouren. Die künftigen Besucher flanieren zwischen 30 Becken hindurch. Sie erleben dabei mehr als 2000 Fische. Die Tiere tummeln sich in 500.000 Litern Meerwasser, das direkt der Nordsee entnommen wird. Die Betreiber garantieren nach eigenen Angaben ein Erlebnis-Aquarium, wie es in dieser Art einmalig in Europa sein soll. Im «Sylt Aquarium» mit seinen gut 1700 Quadratmetern Schau- und Informationsfläche erwarten die Betreiber jährlich 180.000 Gäste. Der Eröffnungstermin hatte sich wegen einer veränderten Planung um mehr als ein Jahr verzögert. Frankfurter Allgemeine Zeitung - 24. Feb 2004 Platz für die Riesenschildkröten Können Schildkröten Muskelkater bekommen? Die Frage erhebt sich unter den Besuchern im Stralsunder Meeresmuseum, wenn sie vor dem gewaltigen neuen Becken für die vier Riesenschildkröten des Hauses stehen. Seit ihrem Umzug in das neue Becken Ende Januar schwimmen sie. Beinahe pausenlos. Sie hatten ja auch gleich zu Jahresbeginn doppeltes Glück, denn sie durften nicht nur in ein größeres Becken umziehen, sondern wurden beim Umzug auch noch gründlich geputzt. Die älteste Schildkröte - sie schlüpfte vermutlich 1965 ist eine Unechte Karettschildkröte und wiegt mehr als hundert Kilogramm. Die Schildkrötenseniorin war die erste, die sich Ende Januar zum Umzug bequemte. Es folgten die drei anderen Tiere, zwei Suppenschildkröten, knapp zwanzig Jahre alt, und eine Echte Karettschildkröte, geschlüpft vermutlich 1988. Besucher können die Tiere aus zwei Perspektiven sehen. Die Frontscheibe unten, die einem großen Druck standzuhalten hat, wurde in einem Stück gegossen. Acht mal drei Meter ist sie groß, zwanzig Zentimeter dick und wiegt fast sieben Tonnen. Ein kleiner Strand ist auch da - für den Fall, daß es Nachwuchs geben sollte, denn Schildkröten müssen ihre Eier vergraben. Für die vier Weibchen soll eine männliche Schildkröte nach Stralsund gebracht werden. Auch Haie sollen hinzukommen und Korallenfische. Das Deutsche Meeresmuseum hat drei weitere Standorte - das Nautineum auf dem Dänholm, das Natureum am Leuchtturm Darßer Ort westlich von Stralsund sowie eine Sonderausstellung auf der Hafeninsel, die in einer Traglufthalle untergebrachte Ausstellung "Meereswelten". Letztere soll bis 2008 von einem Neubau, dem Ozeaneum, am gleichen Standort abgelöst werden. Die Gelder sind vom Bund, dem Land und der Stadt bewilligt - insgesamt 50 Millionen Euro. Das Ozeaneum soll den Lebensraum Nordatlantik, Nord- und Ostsee zeigen. Das Meeresmuseum widmet sich hingegen ausschließlich dem Mittelmeer und den Tropen. Thüringer Allgemeine - 23. Feb. 2004 Zooparkfreunde: Noch dieses Jahr Adler-Voliere Kaffeeklatsch mit Rhinozeros - da staunten Besucher und Bewohner des Nashornhauses nicht schlecht. Hierher hatten die Organisatoren vom Verein der Zooparkfreunde vorsorglich die Kaffeetafel für das Tierpatentreffen verlegt. Zu Recht: Über 70 Paten folgten der Einladung zum traditionellen Treffen am Jahresbeginn. Schließlich kann man auf den Tierpatentreffen erfahren, was mit dem Geld geschieht, das der Zoo dank der Spenden einspart. Das Löwenhaus soll nun endgültig fertig werden, wenn möglich noch in diesem Jahr. Sorgen bereiten zur Zeit noch die Außenanlagen. 600.000 Euro wird deren aufwändige Gestaltung verschlingen. Fast 120.000 Euro kann der Förderverein dank fleißiger Spender bereitstellen. Nebenbei möchte man aber auch ein eigenes Projekt auf den Weg bringen. Neben der begehbaren Ibis-Voliere soll eine große Adler-Voliere entstehen. Planung und Bau werden komplett aus den Kassen des Fördervereins bestritten. Noch in diesem Jahr sollen die Adler und andere Greifvögel ihr neues Zuhause beziehen können. Sächsische Zeitung - 25. Feb 2004 Kampf für stufenlose Elbe Mit einem Elbe-Informationszentrum auf dem Gebiet des Klostertiergartens will sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dauerhaft in Riesa niederlassen. Von dort wird die Organisation auch gegen einen massiven Ausbau des Flussen samt Staustufen kämpfen. Wolfgang Riether ist ein Riesa-Fan. Vor allem das Gelände um den Klostertiergarten hat es dem sächsischen Landesvorsitzenden des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) angetan. Genau hier will er sein Elbe-Informationszentrum errichten. Riesa mit seiner Anbindung an die Elbe wäre ein optimaler Standort für die Entwicklung des Informations- und Bildungszentrums, schwärmt er. Die hervorragende Lage des Areals Rathaus-Kloster-Tierpark-Stadtpark bis zur Elbe hinunter ist ideal. Die Elbe ist das letzte große freifließende Gewässer in Deutschland, betont der BUND-Landeschef. Und wir wollen natürlich dafür kämpfen, dass das auch so bleibt. Aktionen Autowelt - 24. Feb 2004 Fiat übergibt zwei Panda an den WWF Die Fiat Automobil GmbH übergab dem WWF im Tiergarten Schönbrunn unter dem Beisein von Zoo-Direkter Dr. Helmut Pechlaner zwei nagelneue Fiat Panda. Wir freuen uns wirklich sehr über diese Kooperation und hoffen, den WWF mit diesen beiden Fahrzeugen in punkto Mobilität dementsprechend unterstützen zu können, sagt Weis, der natürlich auch die Duplizität zur Sprache brachte: Ostsee Zeitung - 23. Feb. 2004 Kleine Jungs und große Schildkröten Die gepanzerten Meerestiere in Stralsund waren angesichts der Menschenmassen vor ihrem Aquarium etwas schüchtern und hielten sich beim gestrigen Familiensonntag erst einmal versteckt. Und das, obwohl die Vier bei der von Aquarienleiter Ernst Pawlowsky geleiteten Führung im Mittelpunkt standen. Etwa 2200 Besucher wurden gezählt an anderen Familiensonntagen zieht es im Schnitt eintausend Gäste ins Katharinenkloster. Sächsische Zeitung - 25-02-2004 Ein zünftiger Tierparkfasching Weißwasser. Einen zünftigen Fasching konnten die jüngsten Weißwasseraner Karnevalfans am vergangenen Sonntag im Tierpark feiern. Die Resonanz war erfreulich groß. Hamburger Abendblatt - 20. Feb. 2004 Wolfsnacht in der Heide "Mit den Wölfen heulen" heißt es am 21. Februar, wenn der Wildpark Lüneburger Heide zur Wolfsnacht lädt. Ab 16 Uhr erzählt Falknerin Tanja Askani am Wolfsgehege von der Aufzucht der Wölfe. Ab 11 Uhr findet ein Rahmenprogramm mit Geschichten am Lagerfeuer und im Indianerzelt statt. Nachwuchs sz-online - 21. Feb. 2004 Alle wollen Kirbys Tochter sehen Die jüngste Zoobewohnerin in Dresden zeigt sich an der Seite von Mutter Kirby dem Publikum. Das in der Nacht zum Montag zur Welt gekommene Chapman-Zebra war eigentlich schon zwei Wochen früher erwartet worden. 1970 zogen die Chapmans, eine Unterart der in Afrika weit verbreiteten Steppen-Zebras in der Dresdner Anlage ein. Von den bislang elf im elbflorentinischen Garten geborenen Jungtieren gehen allein vier auf Kirbys Konto. Bocholter Borkener Volksblatt - 20. Feb. 2004 Vollständiger Bericht Keine Frage, die Pfleger im Allwetterzoo Münster haben ein Herz und ein Händchen für Brillenpinguine. Auf 72 Frackträger ist die münstersche Kolonie angewachsen. Allein im vergangenen halben Jahr schlüpften 24 Küken. Das ist rekordverdächtig - europaweit. Um zu diesem beachtlichen Zuchterfolg zu kommen, haben die Fachleute zu einem Trick gegriffen. Um willigen Pinguinpaaren eine weitere störungsfreie Brut zu ermöglichen, wurden erstmals die Halbstarken, die zwischen August und Oktober 2003 geschlüpft sind, in eine eigene Kinderstube verlegt. Im Zoo nehmen die Pfleger die Küken bereits nach 60 Tagen unter ihre Fittiche. Sie bringen ihnen in der Pinguinschule bei, aufgetaute Sprotten als Futter zu akzeptieren. Ein Teil der hier Geschlüpften wird, je nach Nachfrage und Bedarf, in europäischen Tiergärten zu Zuchtzwecken eingestellt. Berliner Kurier - 24. Feb 2004 Überraschungs-Baby bei Alpakas im Tierpark Zur Überraschung der Pfleger wurde im Tierpark Berlin ein Alpaka-Baby geboren. Die Mutter Cinderella kam vor knapp einem Jahr aus dem Tierpark Angermünde in die Hauptstadt. Da die Tragzeit der Alpakas auch Schafkamele genannt bei einem Jahr liegt, muss das Baby "Happy" noch in Angermünde gezeugt worden sein offensichtlich kurz vor dem Transport nach Berlin. DDP 26. Feb Sechs Rosapelikane im Magdeburger Zoo geschlüpft Im Magdeburger Zoo sind seit Jahresbeginn sechs Rosapelikane im Brutkasten geschlüpft. Berliner Morgenpost - 21. Feb. 2004 Das doppelte Bärchen Putzmunter purzeln die beiden fünfmonatigen männlichen Zwillingspandas Ryu-Hin and Shu-Hin aus dem "Adventure World"-Zoo in Shirahama im Südwesten Japans durch die Gegend. Kein Wunder - ihre Mutter Mei-Mei aus China kümmert sich liebevoll um sie, was durchaus nicht selbstverständlich ist. Die seltenen Zwillingspandas sind ein außergewöhnlicher Glücksfall. Denn im Zoo bekommen die gefleckten Bären nur sehr selten Nachwuchs, und meist gelingt dies nur durch künstliche Befruchtung. Berliner Morgenpost - 22. Feb. 2004 Tierpfleger warten auf den Nachwuchs von Flusspferd Kathi und Gorilla Effi Im Berliner Zoo haben Flusspferd Kathi und Gorilla Effi momentan schwer zu tragen. Knapp drei Tonnen bringt Flusspferd Kathi momentan auf die Waage, zirka 60 Kilogramm davon sind das Jungtier mit Gebärmutter und Fruchtwasser. Wenn Kathi wie bei der Geburt von ihrem Sohn Emilio vor drei Jahren wieder genau 234 Tage trägt, wird das kleine Flusspferd am 5. März auf die Welt kommen. Diesmal wird Kathi bis zum Schluss mit der Gruppe zusammen sein. Erst von der kommenden Woche an geht sie abends in das abgesperrte Wurfbecken, um auch in der Nacht im Wasser liegen zu können. Während die Flusspferde sich für den Herdenzuwachs nicht interessieren, ist bei den Gorillas die ganze Familie in Aufregung. Das Affenkind wird wahrscheinlich in den kommenden zwei Wochen auf die Welt kommen - im Beisein von Gorillamann Derrik und Weibchen Mpenzi. Die beiden beobachten das Geschehen bereits jetzt aufmerksam. Bei der Geburt von Djambala vor zwei Jahren haben sie nicht geschlafen und neben Effi gewacht. Hamburger Abendblatt - 19. Feb. 2004 Schwarze Berge: "Olga", das Flaschenkind Vahrendorf - Gesine, das Bentheimer Landschaf, war total überfordert: Erst überlebten nur zwei von drei Lämmern die Geburt. Dann wurden ihr auch noch die zwei zu viel. Kurzerhand entschied sie sich, nur das Böckchen "Orion" anzunehmen. Die kleine, zarte "Olga" bekam sie beim besten Willen nicht satt und so überließ sie sie lieber vertrauensvoll der Obhut der Menschen. Heilbronner Stimme - 25. Feb 2004 Orang-Utan "Puan" ist wieder zuhause Das Orang-Utan-Weibchen "Puan" ist in ihren Heimatzoo in Heidelberg zurückgekehrt. "Puan" hatte fünf Jahre im Magdeburger Tiergarten gelebt, dort jedoch das Klima nicht vertragen und deswegen gesundheitliche Probleme gehabt. Niederrhein Zeitung - 25. Feb 2004 "Königliche" Namen vorn Sandra Sinn, gerade ausgelernte Tierpflegerin im Krefelder Zoo, spielte gestern die Glücksfee im engen Großkatzen-Stall: Sie zog die Gewinner beim Wettbewerb um die Namen für die zwei Monate jungen Sumatra-Tiger. Und die schienen jedenfalls für einen kurzen Moment interessiert zuzuschauen, als die fünf Einsendungen aus der Box gezogen wurden. Diese enthielt immerhin 193 Zuschriften von Lesern, die die malaiischen Namen Raja (König) und Ratu am passendsten fanden. Raubtierpfleger Knut Nielsen überraschte das Ergebnis wenig: "Was meinen Sie, wie viele Zoo-Tiger Raja heißen . . ." Norddeutsche Neueste Nachrichten - 23. Feb. 2004 Willie und Natala sind bei Tisch schon ein Paar Die beiden Nashörner im Schweriner Zoo verstehen sich immer besser. Seit November vergangenen Jahres leistet die 33-jährige Nashornkuh Natala aus dem Erfurter Zoo dem neun Jahre jüngeren Willie Gesellschaft. Der Nashornbulle war nach dem Tod seiner Gefährtin Dicke in eine schwere Depression verfallen. Doch an Natalas Seite hat sich sein Gemüt wieder aufgehellt. Damit sich die beiden Nashörner im Zoo auch rundherum wohlfühlen, wurde in ihrem Stall eine Fußbodenheizung installiert. Eine Höhensonne soll noch folgen. Auch das Außengehege wurde teilweise neu gestaltet, so etwa die Umfassung für die Teichanlage. Geplant ist jetzt noch, eine Brücke an das Gehege heranzuführen. Von einer Plattform aus sollen die Zoo-Besucher dann in das Nashorn-Areal schauen können. Berliner Morgenpost - 22. Feb. 2004 Abtauchen im Aquadom Tauchen im größten Zylinder-Aquarium der Welt, abtauchen auf 14 Meter Tiefe im Berliner Aquadom. Und das mitten in Berlin, inmitten einer Hotelbaustelle. Manchmal gibt es Pressetermine, auf die man sich richtig freut. Und die lange brauchen, bis alle Beteiligten ihr Okay geben: Bauherr und Eigentümer Difa, der Chefkurator des Aquadoms, Pygor Schröder, und Tauchmanager Peter Müller. Denn entgegen anders lautenden Informationen wird es künftig - vor allem im Interesse der Fische und wegen des sensiblen Aquarien-Systems - keine öffentlichen Tauchgänge im Aquadom geben. Sächsische Zeitung - 20. Feb. 2004 Echt bockig dieser Bock Hoyerswerda. Falls Ihnen gestern ein Steinbock über den Weg gelaufen sein sollte - keine Sorge: Es kommt nicht wieder vor. Wahrscheinlich! Der Ausreißer aus dem Zoo ist wieder dort, nachdem er stundenlang für Aufregung sorgte... Der Alpensteinbock ist ein Huftier, dessen Klauen regelmäßig gekürzt werden müssen, wie bei uns Menschen. Eine Routinesache, sagt Zoodirektor Dr. Werner Jorga. Der Spezialist Dr. Ochs kam aus Berlin. Nur ganz selten gehe etwas schief. Die Ausnahme war gestern: Die Narkosekanüle blockierte beim Tier. Das hat ihn erst richtig in Stimmung gebracht, beschreibt Dr. Werner Jorga die Situation. Aus dem Stein- wurde ein Springbock, der einen Satz über den Zaun nahm und davon lief. Fangversuche im Stadtpark neben der Pinguin-Eisbar blieben erfolglos. Der junge Bock verschwand entlang des alten Elsterarmes. Die Aufregung des Zoodirektors teilte Margit Spantig aus Neuwiese. Wer stand auf der Terrasse: Der Steinbock! Wenig später waren die Zooverantwortlichen da und Amtstierarzt Dr. Werner Tschirch traf mit dem Narkosepfeil. Glückliches Ende: Dem Tier gehts gut. Freie Presse - 23. Feb 2004 Chemnitz: Beschnuppern weckt Hoffnung auf Frühling Erste Annäherungsversuche haben sie schon hinter sich, der weiße Polarfuchs aus dem Tierpark und die Neue mit dem blauen Fell, die ihm sein Pflegepersonal als künftige Partnerin ausgewählt hat. Schließlich hofft der Tierpark bald auf Nachwuchs, seit der Sohn des Chemnitzer Männchens, mit dem dieses sich zuvor das Gehege teilte, vor einem halben Jahr einging. Ostsee Zeitung - 21. Feb. 2004 Seebär füttert Seebären Ihre Zusammenarbeit intensivieren wollen künftig der Rostocker Zoo und das Marineamt. Wenn man etwas für die Region tun will, muss man gemeinsam auftreten, erklärte Zoo-Chef Udo Nagel. Konteradmiral Ulrich Otto, Chef des Marineamtes, sagte: Ein gut geführter Zoo bedeutet einen entscheidenden Standortvorteil für uns. Ostsee Zeitung - 26-02-2004 Minister Holter zu Gast im Meeresmuseum Der Schweriner Arbeitsminister Helmut Holter besuchte gestern die Hansestadt und unternahm auch einen Abstecher ins Meeresmuseum. Dort informierte er sich eingehend über die neue Attraktion des Hauses, das 350 000-Liter-Meeresschildkröten-Aquarium Tiroler Tageszeitung Online - 20. Feb. 2004 Geflohener Tiger kehrte von selbst in chinesischen Zoo zurück Zwei Tage nach seiner Flucht aus einem Zoo in China ist ein Sibirischer Tiger von selbst in die Gefangenschaft zurückgekehrt. Das Tier war auf eine Kiefer und von dort aus über den vier Meter hohen Zaun geklettert, um aus dem Tierpark bei Erdo in der nordöstlichen Provinz Jilin auszubrechen. Außerhalb des Zauns fiel er einen Zoomitarbeiter an und fügte ihm schwere Bisswunden zu. Eine Suche in der Umgebung brachte keine Spur. Nach zwei Tagen sei das Tier dann von selbst wieder zum Zoo zurückgetrottet. Freie Presse - 19. Feb. 2004 Crimmitschau: Fast 13.000 Euro für Gehege im Sahnpark Nachdem voriges Jahr die beliebte Aktion Tierpatenschaften bereits seit zehn Jahren bestand, haben Freunde und Gönner auch heuer wieder die Möglichkeit, Patenschaften zugunsten des Geheges im Sahnpark abzuschließen. So gingen sieben Geld-, Sach- und Futterspenden ein und es wurden immerhin 32 Tierpatenschaften abgeschlossen. Dank dieser Einnahmen konnten etliche Investitionen zusätzlich realisiert werden. Dazu gehörten die Anschaffung bzw. Erneuerung verschiedener Informationstafeln, Futter- und Tierarztkosten und auch die Anschaffung neuer Tiere. Berliner Kurier - 24. Feb 2004 Mein lieber Schwan , sei nicht traurig ! Wenn im Tierpark Friedrichsfelde die Gondeln Trauer tragen, sind die Schwarzen Schwäne unterwegs. "Unsere Trauerschwäne sind sogar eher komische Vögel", sagt Pfleger Hartmut Micheel schmunzelnd. "Sie brüten, warum auch immer, gern mitten zwischen den Flamingos, machen denen ihren Platz streitig. " Sächsische Zeitung - 21. Feb. 2004 Der Herr der Spinnen Seit zwei Wochen lädt das Jonsdorfer Schmetterlingshaus zum Besuch. Nicht nur in der Flughalle, sondern auch vor den Terrarien drängen sich seither die Besucher. Einer, den dieses Interesse besonders freut, ist Frank Böhmer, der Vogelspinnen und Hundertfüßler schon immer mochte. Rheinische Post - 24. Feb 2004 Eisbären im Zoo in Singapur färben sich grün In einem Zoo in Singapur haben sich zwei Eisbären grün gefärbt. Schuld an der eher ungewöhnlichen Fellfarbe sind tropische Algen. Die Tiere sollen nun einer Bleich-Aktion unterzogen werden. Berliner Morgenpost - 19. Feb. 2004 Jäger erschießen zwei Hirsche im Franckepark Der Jäger kam im Morgengrauen: Der alte Platzhirsch (12) und sein Sohn (2) aus dem Damwildrudel im Franckepark mussten abgeschossen werden. Der Abschuss sei "nicht aus Jagdleidenschaft erfolgt, sondern aus Gründen des Tierschutzes" geboten gewesen, begründet Umweltstadtrat Gerhard Lawrentz (CDU) die Aktion. Auf Grund der Gehegegröße dürfen im Franckepark nicht mehr als zehn Tiere gehalten werden. Welt, Die - 20. Feb. 2004 Geflügelpest Bei einem weißen Tiger in einem thailändischen Zoo sei der Geflügelpest-Erreger H5N1 gefunden worden. Die Großkatze sei aber wieder genesen. Ende Januar war das Virus bei einem Leoparden nachgewiesen worden, der ebenfalls in einem thailändischen Zoo starb. Can zoos save species without saving habitat? Visitors to America's zoos and circuses are regularly informed, via signs and announcements, that these institutions are working overtime on behalf of endangered species. Indeed, you can visit critically endangered animals in theme parks all across the country. http://www.enn.com/news/20-02-2004/s_12997.asp | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | | Pressemitteilungen teilweise gekürzt | Bielefeld, 23. Februar 2004 Sonntagsschule in Olderdissen Heißt ein Vielfraß Vielfraß, weil es so viel frisst? Legt ein Rebhuhn Eier, die man essen kann? Die Antworten auf diese und andere Fragen bekommen Schulkinder bis zu zwölf Jahren am kommenden Sonntag, 29. Februar, von zehn bis elf Uhr in der Sonntagsschule im Heimat-Tierpark Olderdissen. Zoopark Erfurt, 23.02.04 Naturbeobachtungen im pazifischen Regenwald Der Verein der Zooparkfreunde lädt am 27.Februar um 19 Uhr zum 39. Zoovortrag in das Haus Dacheröden (am alten Angerbrunnen) ein. Der Eintritt ist frei. Das bekannte Autorenehepaar Christel und Andreas Nöllert aus Jena besuchte bei seinen Reisen durch Nordamerika auch den pazifischen Regenwald im Bundesstaat Washington und berichtet nun in einem interessanten Lichtbildervortrag über seine Beobachtungen. Zoopark Erfurt, 23.02.04 2. Zierfisch- und Wasserpflanzenbörse 2004 im Erfurter Aquarium Am Sonntag, dem 22. Februar, findet im Erfurter Aquarium am Nettelbeckufer 28 in der Zeit von 9 bis 12 Uhr als Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Verein Erfurter Aquarienfreunde 1912 e.V. eine Fischbörse statt. In über 30 Becken steht wiederum ein reichhaltiges Angebot an Zierfischen und Wasserpflanzen bereit. Wer Ausführliches über die Pflege von Zierfischen oder die Einrichtung eines neuen Aquariums wissen möchte, kann sich von erfahrenen Aquarianern umfangreich beraten lassen und auch die zahlreiche Musterbecken betrachten. Vogelpark Walsrode, 23.02.04 Vogelpark Walsrode öffnet am Sonnabend und... Wolo wartet auf sein Weibchen Baumkänguru-Männchen Wolo aus dem Vogelpark Walsrode ist mit seinen 5 Jahren im besten Mannesalter und denkt an nichts anderes mehr als an Zweisamkeit, wartet sehnsüchtig auf seine versprochene Partnerin Djalili, die bald die Reise aus dem Frankfurter Zoo nach Walsrode antreten wird. Mit Djalili will er in der mollig-beheizten Tropenwaldhalle ein kuscheliges Nest bauen. Aber er muss sich eben noch gedulden. Nicht so Vogelfreunde, Spaziergänger, Naturliebhaber, jung und alt aus Nah und Fern. Am kommenden Sonnabend startet der Vogelpark in die neue Saison: Die ersten Schneeglöcken und Narzissen stecken neugierig die Köpfe aus dem Boden der 24 Hektar großen, herrlichen Parklandschaft. 4000 bunte Vögel aus allen Teilen dieser Welt begrüßen die Besucher mit fröhlichem Gezwitscher. Dazu macht die Vogelpark-Crew schönes Wetter, denn selbst wenn Petrus vielleicht noch den einen oder anderen eisigen Schauer schicken sollte in der Paradieshalle, dem Lori-Atrium, dem Papageienhaus und der Tropenwaldhalle können die Besucher eine Stippvisite in die warmen Regionen dieser Welt unternehmen. Und auch das Restaurant Rosencafé mit seiner gepflegten Küche heizt den Gästen mit Tee oder Kaffee am Kamin tüchtig ein. Einlass ist ab 9 Uhr. Und jetzt kommt die Überraschung: Der 50. Besucher darf sich den Park aus der Vogelperspektive anschauen aus dem Korb eines Heißluftballons, der um 11 Uhr beim Vogelpark startet und zwei bis drei Stunden über die Heidelandschaft gleitet Ein optischer Leckerbissen: Im Forum in der Paradieshalle zeigt die Naturfotografin Carola Vahldiek hinreißende Bilder von der Romantik und Kraft des Wassers. Natürlich warten die Hausartisten auf die Besucher: die Vögel aus der Flugschau, die neue atemberaubende und unterhaltsame Kunststücke während der Winterpause eingeübt haben. Mit diesen Künstlern können die Besucher richtig auf Tuchfühlung gehen. Und da Wolo in seiner Tropenwaldhalle auch auf Tuchfühlung wartet, sollte man ihm einen Besuch abstatten zum Trost. Übrigens: Für die ersten Saisontage im Vogelpark schließt Geschäftsführer Christian Kohler eine Wetter-Wette ab: Ich wette, dass die Außentemperatur am Eröffnungswochenende im Park nicht unter 12 Grad plus liegt! Und wenn er die Wette verliert? Dann spendieren wir jedem Besucher eine Tasse heiße Schokolade mit Schlagsahne. Tierpark Chemnitz, 20.02.04 Neue Partner für Eisfuchs und Dolchstichtaube Graublau ist die Neue, und gar nicht schüchtern. Seit Donnerstag ist nun der im Tierpark Chemnitz lebende Eisfuchs nicht mehr allein, denn aus dem Zoo Lodz in Polen kam ein weibliches Tier. Schon die erste Kontaktaufnahme sah vielversprechend aus: keine Aggressionen, dafür freundliches Beschnuppern und munteres Keckern. Die Füchsin machte sich auch sofort daran, das neue ungewohnte Gelände zu erkunden und später auch zu markieren. Der Tierpark hofft nun, dass beide gut harmonieren und für Polarfuchs-Nachwuchs sorgen. Polarfüchse sind in den Tundren, Schneewüsten, Küstengebieten und Inseln des hohen Nordens verbreitet. Es gibt auch in freier Wildbahn zwei Farbvarianten, die zudem, als Anpassung an den Lebensraum, zweimal im Jahr das Fell und damit auch die Farbe wechseln: Der Weißfuchs, wie unser Männchen, ist im Winter ganz weiß, der Blaufuchs dagegen, wie unser Weibchen, hat meist ein graublaues Winterfell. Beide sind im Sommer grau bis braun. Im Freiland überwiegen in schneereichen Gegenden die weißen Tiere. Durch auch heute noch praktizierte Bejagung kann sich das Verhältnis künstlich verschieben, da die Blaufüchse begehrter sind. Füchse sind keine Nahrungsspezialisten und nutzen ein breites Spektrum: kleine Säugtiere, Vögel, Insekten, Beeren, Aas. Auch die seit März letzten Jahres im Tropenhaus lebende männliche Dolchstichtaube hat eine Partnerin bekommen - ein Weibchen aus dem Frankfurter Zoo. Diese beiden sind vorwiegend auf dem Boden der Tropenhalle zu beobachten und hin und wieder auch zu hören. Für die auf den Philippinen vorkommende Dolchstichtaube, deren Name von dem roten Brustfleck herrührt, stehen neben Insekten auch Körner und Beeren auf dem Speisezettel. Zoo Duisburg, 20.02.04 Europas Elefanten-Pfleger und Manager in Duisburg Wer nicht weiß, was eine EEKMA-Tagung ist, muss nicht verzweifeln, sondern sich vom 20. 22. Februar 2004 im Zoo Duisburg aufhalten; das von der Sparkasse Duisburg gespendete abendliche Wochenendbuffet bleibt allerdings den Tagungsteilnehmern allein vorbehalten. Hier treffen sich nämlich rund 80 europäische Elefantenspezialisten Pfleger, Direktoren, Kuratoren, Tierärzte und Wissenschaftler -, sämtlich organisiert im Verein der Elefantenpfleger und manager Europas (engl. European Elephant Keeper and Manager Association = EEKMA), um fachzusimpeln, was die Grauen Riesen Asiens und Afrikas so alles an Problemen mit sich bringen. Von haltungsbedingten Erkrankungen über Management der Schwergeburt oder Charakterisierung des Musth-Phänomens bis hin zur Ersten Europäischen Elefanten Management-Schule reicht der Themenkomplex, über den sich die Kenner und Liebhaber dieser in ihren Heimatländern überaus stark bedrohten Tierarten austauschen werden. Unter dem Vorsitz des stellvertretenden Direktors des Zoologischen Gartens Wien/Schönbrunn Österreich, Dr. Harald Schwammer, parlieren, diskutieren, manchmal auch spekulieren Praktiker wie Wissenschaftler über Möglichkeiten, die Haltungsbedingungen dieser Tiere in Menschenobhut zu verbessern, aber auch die Schutzprogramme der gefährdeten Rüsseltiere vor Ort zu optimieren. Zoopark Erfurt, 18.02.04 Der Ausbau des neuen Löwenhauses im Zoopark macht weitere Fortschritte. Gestern wurde bei der Errichtung einer Eingeborenenhütte im Inneren des Hauses im kleinen Kreise Richtfest gefeiert. Bildhauer Christian Paschold und Maler Uwe Schmidt stießen gemeinsam mit Zoodirektor Dr. Norbert Neuschulz auf ein weiteres Gelingen des Baues der künftigen Anlage für Erdmännchen an. Diese Schleichkatzen sollen ebenso wie Klippschliefer, Borstenhörnchen, Schabracken-schakale und natürlich der König der Tiere künftig in der Löwenresidenz gehalten werden. Der erste Berberlöwe für Erfurt wurde bereits im Januar im Zoo Neuwied geboren. Sein Geschlecht ist noch unbekannt. Wilhelma Stuttgart, 18.02.04 Wilhelma-Fotos helfen wilden Tigern Viele Wilhelma-Besucher kennen Tuan und Dumai, die beiden Sumatratiger im Raubtierhaus. Seit einiger Zeit sind die beiden für den Schutz ihrer letzten wilden Artgenossen auf der indonesischen Insel aktiv . Der Tigerfan und Amateur-Fotograf Harald Löffler hat viele Stunden seiner Freizeit vor dem Zoogehege verbracht und fantastische Portraits der gestreiften Schönheiten angefertigt, die man in der Wilhelma und auch im Internet unter www.eye-of-the-tiger.com anschauen und kaufen kann. Der Fotograf verzichtet auf jegliches Honorar, der Erlös geht komplett an die Tigerkampagne des europäischen Zooverbandes, an der die Wilhelma sich seit letztem Jahr beteiligt. Ende 2003 waren bereits 4000.- Euro Besucherspenden aus Stuttgart an den Kerinci-Seblat-Nationalpark auf Sumatra überwiesen, der damit seine Wildhütereinheiten verstärkt. Dass die Tiger in den Zoos als Botschafter für ihre wilden Artgenossen sehr erfolgreich sind, zeigt sich in der Summe der Spenden, die bisher aus allen europäischen Zoos zusammenkamen: über 250.000 Euro! Auch im Jahr 2004 beteiligt sich die Wilhelma an der Tigerkampagne, z.B. durch den Verkauf von Fotos und Schlüsselanhängern. Im Raubtierhaus und am Zoomobil des Wilhelma-Vereins gibt es dazu weitere Informationen. >> eines der Tiger-Portraits kann beim Jubiläums-Rätsel der Zoopresseschau gewonnen werden: Zoopresseschau-Archiv Ruhr Zoo Gelsenkirchen, 17.02.04 Neue Nachbarn für Elefantendame ARTAIDA: Afrikanische Dornschwänze Ein Dornschwanz-Pärchen hat ein neu eingerichtetes Terrarium im Elefantenhaus im Ruhr Zoo Gelsenkirchen bezogen und freut sich auf Besucher. Das Dornschwanz-Pärchen hatte sich vor dem Einzug in das neue Terrarium einem Gesund-heits-Check mit Wurmkur unterzogen. In der Natur verkriechen sich die Echsen, die zu den Agamen gehören, zu heißen Tageszeiten gerne in Sandhöhlen oder unter Steine. Auch im Terrarium haben sie diese Möglichkeit, doch sind sie als tagaktive Tiere auch häufig zu beobachten. Richtig spannend wird es, wenn Ehekrach im neuen Terrarium ansteht und eine der beiden Echsen mit ihrem schildkrötenartigen Kopf nickt eine handfeste Drohgebärde nach Reptilienart. Der breite Schwanz mit in Ringen angeordneten, dornartigen Schuppen macht etwa ein Drittel der gesamten Körperlänge von bis zu bis zu 75 Zentimeter aus. Daher stammt auch der deutsche Name Afrikanischer Dornschwanz. Mit dem Einzug der Dornschwänze wird die Attraktivität des Ruhr Zoos auch während der Umbauphase unterstrichen, denn durch diese kleinen, aber hochinteressanten Tiere kommt neues Leben in das Elefantenhaus. ZGF, 26.2.2004 Naturparadies Galapagos bedroht: Fischer legen Nationalpark und Forschungsstation lahm Mit Forderungen nach einer Lockerung der Fischereibeschränkungen blockieren Fischer auf Galápagos (Ecuador) seit einer Woche die Arbeit des Nationalparks und der Charles Darwin Forschungsstation. In einem der wichtigsten Meeresschutzgebiete der Erde versuchen Einzelne massiv ihre kommerziellen Interessen gegen langjährige internationale Naturschutzbemühungen durchzusetzen. In einem offenen Brief an Ecuadors Präsident Lucio Gutiérrez drückte die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) jetzt ihr Entsetzen über die Untätigkeit der Behörden vor Ort aus. Bereits vor drei Jahren hatten Fischer mit gewaltsamen Protesten erfolglos versucht, eine Erhöhung der Fangquoten für Hummer und Seegurken zu erzwingen. Seit letzten Donnerstag (19. Feb.) blockieren Fischer die Zufahrten zur Charles Darwin Forschungsstation und den Büros des Nationalparks auf den Galápagos-Inseln Santa Cruz und Isabela und verhindern damit jegliche Arbeit der beiden Institutionen. Seit gestern sind die Wissenschaftler, die auf der Station wohnen, auch von der Versorgung mit Lebensmitteln abgeschnitten. Die Forderungen der Fischer umfassen die Abschaffung der Fischereibeschränkungen innerhalb des Marinen Reservats, die freie Langleinenfischerei, die Einstellung der Strafverfolgung bei Verstößen gegen die Fischereigesetze genauso wie die Absetzung des Nationalparkchefs. Eine unbeschränkte Fischerei wäre das Aus für die einmalige Unterwasserwelt von Galápagos und widerspricht fundamental dem Ziel des Meeresschutzgebietes. Die Fischer drohen bereits mit Ökosabotage, etwa Ziegen auf unbewohnten Inseln auszusetzen und damit langjährige Naturschutzbemühungen, in die Hunderttausende von Spenden-Dollars auch deutscher Spender geflossen sind, mit einem Schlag zu vernichten. Die Ziegen fressen die Inseln kahl und bedrohen massiv gefährdete Arten wie Riesenschildkröten und Landleguane. Bislang sind die Behörden vor Ort nicht eingeschritten und lassen die Besetzer gewähren, die eine Radikalisierung ihrer Proteste bereits angekündigt haben. In einem offenen Brief an Ecuadors Präsident Lucio Gutiérrez prangert die Zoologische Gesellschaft Frankfurt nun die unhaltbaren Zustände auf Galápagos an. Darin heißt es: Die internationale Naturschutzgemeinschaft ist zutiefst entsetzt über die aktuellen Protestaktionen. Die anhaltende Blockade behindert die wichtige Arbeit von Nationalpark und Darwin Station und stellt auch die Sicherheit auf den Inseln in Frage. Einnahmen in Millionenhöhe aus dem Tourismus und langjährige Investitionen der Spendenorganisationen stehen auf dem Spiel. In den letzten 50 Jahren hat Ecuadors Regierung mit der Einrichtung des Nationalparks und einem speziellen Galápagosgesetz ein starkes Engagement für die Erhaltung der Galápagos-Inseln gezeigt. Der partizipatorische Prozess, der alle betroffenen Parteien einbindet, war bisher ein einzigartiges Beispiel für gelungene Konfliktlösung. All das darf nicht einer Hand voll gewaltbereiter Fischer geopfert werden, die lediglich ihre persönlichen finanziellen Interessen im Auge haben. Wir hoffen, dass die Regierung umgehend entsprechende Schritte einleitet, um die Bedrohung von den einmaligen Inseln abzuwenden. WWF, 19.02.2004 Indonesischer Papierriese will Regenwald auf Sumatra weiter kahlschlagen. Kunden und Banken müssen den Konzern APP zum Einschlagsstopp drängen Heute wurde bekannt, dass sich der indonesische Papier- und Zellstoffkonzern Asia Pulp & Paper (APP), eines der weltweit größten Unternehmen seiner Branche, nicht an eine mit dem WWF im August 2003 getroffene Vereinbarung zum Schutz der letzten Regenwälder auf der Insel Sumatra hält. WWF und APP hatten im vergangenen Sommer eine Abmachung zur Vorlage eines Aktionsplans unterzeichnet, der dazu führen soll, dass bei der Papier- und Zellstoffproduktion des Unternehmens ausschließlich nachhaltig und legal bewirtschaftetes Holz zum Einsatz kommt. Der heute von APP vorgelegte Aktionsplan sieht allerdings vor, innerhalb der nächsten zwei Jahre weitere 180.000 Hektar Regenwald auf Sumatra kahlzuschlagen das entspricht der doppelten Fläche Berlins. Ob die dafür vorgesehenen Wälder schutzwürdig sind und deshalb von der Rodung ausgenommen werden müssten, will APP nicht vorab prüfen. Dies hatte das Unternehmen den Umweltschützern jedoch mehrmals schriftlich zugesichert. Auch bei den Rechten der lokalen Bevölkerung und bei der Legalität aller Operationen erfüllt der Konzern die bisherigen Abmachungen mit dem WWF nicht. Da unsere Verhandlungen mit APP offensichtlich gescheitert sind, hilft jetzt nur noch der Druck der Kunden und Gläubigerbanken von APP, wenn wir die letzten Regenwälder auf der indonesischen Insel Sumatra und die dort heimischen Elefanten retten wollen, sagt Martin Geiger, Tropenwaldexperte des WWF, der die Verhandlungen mit APP zusammen mit seinen indonesischen Kollegen führte. Die Tiefland-Regenwälder auf Sumatra verschwinden so schnell wie nirgendwo sonst auf der Welt. Nach Schätzungen der Weltbank werden sie bis zum nächsten Jahr vollständig gerodet sein, wenn der Kahlschlag für die Holz, Papier- und Palmölindustrie so weitergeht wie bisher. | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | | Natur- und Artenschutz | Galapagos fishermen protest to demand more freedom Fishermen in Ecuador's pristine Galapagos islands led protests Thursday to demand greater freedom from environmental regulations and blocked park officials from attending work, island sources said. On the remote island of Isabela, fishermen held a peaceful protest and prevented environmental authorities from working until their demands are met to loosen norms so they can use long-line fishing and sell by-catch of sharks in the islands. http://www.enn.com/news/2004-02-24/s_13403.asp (vergl. ZGF-.Pressemeldung) Great Barrier Reef faces major coral destruction Australia's Great Barrier Reef will lose most of its coral cover by 2050 and, at worst, the world's largest coral system could collapse by 2100 because of global warming, a study released on Saturday said. The study by Queensland University's Centre for Marine Studies, commissioned by the Worldwide Fund for Nature, said that the destruction of coral on the Great Barrier Reef was inevitable due to global warming, regardless of what actions were taken now. http://www.enn.com/news/2004-02-24/s_13397.asp Barrier Reef just 50 years from death http://www.smh.com.au/articles/2004/02/20/1077072841007.html The late Barrier Reef http://www.smh.com.au/articles/2004/02/20/1077072836996.html Braunschweiger Zeitung, Wolfsburger Nachrichten, Salzgitter-Zeitung - 24. Feb. 2004 Nationalparkverwaltung plant Freilassung weiterer Luchse Die Nationalparkverwaltung plant die Freilassung weiterer Luchse im Harz. Wir prüfen derzeit, ob es in Wildparks geeignete Tiere für eine Auswilderung gibt, sagte der Leiter des Wiederansiedlungsprojektes, Ole Anders, am Dienstag. Derzeit leben im Harz und in den angrenzenden Regionen knapp 20 Luchse. 13 davon gehören zu den seit dem Jahr 2000 freigelassenen 17 Tieren. Bei den anderen Exemplaren handelt es sich um Jungluchse, die in freier Natur geboren wurden. Es sei zweifelhaft, ob die derzeitige Anzahl der Luchse ausreiche, wenn sich dauerhaft eine überlebensfähige Population entwickeln solle, sagte Anders. Sächsische Zeitung - 24. Feb 2004 Der Wolf ist unser Jagdpartner Der Wolf habe seine Beutetierarten niemals ausgerottet. Deshalb seien Befürchtungen, der in unserer Region lebende Isegrim würde die hiesigen Wildtierbestände zu stark dezimieren oder gar gänzlich vernichten, unbegründet. Dieses und anderes erfuhren Bürger aus Klein Priebus am Freitagabend aus berufenem Munde. Die beiden in der Region tätigen Biologinnen Gesa Kluth und Ilka Reinhardt sowie Friedrich Koppelt vom Bundesforstamt Muskauer Heide stellten sich als Gesprächspartner eines Forums im Festsaal zur Verfügung. Das Verhältnis des Wolfes zu den Füchsen, den Elchen des Biosphärenreservates und den Haushunden interessierte die Leute besonders. Braunschweiger Zeitung - 20. Feb. 2004 Artenschützer: Junghasen nicht mitnehmen Es ist wieder soweit: Die Hasen bekommen Nachwuchs. Der Naturschutzbund NABU warnt davor, die Jungtiere voreilig aufzulesen oder anzufassen. Hasenmütter seien den ganzen Tag unterwegs und nur zwei oder drei Mal bei ihren Jungen. In den vergangenen Jahren wurden im Artenschutzzentrum viele junge Hasen abgeben, die weder elternlos noch notleidend waren. Einmal von Menschen angefasst, werde der Nachwuchs nicht mehr von der Mutter weiterversorgt. TAZ - 21. Feb. 2004 Arche Noah für Tiere und Pflanzen Woran misst man den Erfolg einer internationalen Konferenz? Erwartet man rechtlich bindende Beschlüsse, war die siebte UN-Vertragsstaatenkonferenz zur Biodiversität in Malaysia sicher eine Enttäuschung. Misst man den Erfolg an der Ambition der Beschlüsse, und der möglichen Dynamik, die sie entfalten, könnte die Konferenz dagegen ein großer Erfolg werden. Denn in Kuala Lumpur einigten sich gestern die Verhandlungsgruppen auf ein Programm, nach dem bereits bis 2010 ein weltweites Netz von Naturschutzgebieten errichtet werden soll, um den Artenschwund endlich einzudämmen. Zusätzlich soll eine internationale Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die die Unter-Schutz-Stellung anleitet, koordiniert und gegebenenfalls auch überprüft. Der deutsche Delegationsleiter Jochen Flasbarth sprach von einem "ehrgeizigen Programm". Zwei Wochen tagten in Kuala Lumpur 2.000 Delegierte aus 180 Ländern. Die zentrale Aufgabe: Wie lässt sich das Aussterben von jährlich geschätzt mehr als 60.000 Tier- und Pfanzenarten bremsen. Die Entwicklungsländer fürchten, der Naturschutz könne ihre Entwicklung behindern. Die Industrieländer setzen dagegen, dass Naturparks dauerhafte Einnahmen für die Bewohner schaffen statt kurzfristiger Profite durch Raubbau. Doch das weltweite Naturnetz kostet Geld. Nach Schätzungen der Umweltschützer wären jährlich 20 Milliarden Euro für den Artenschutz nötig - hundert Mal mehr, als das GEF bislang zahlt. sueddeutsche.de - 21. Feb. 2004 Die Erde stirbt Die Entwicklung ist alarmierend: Täglich sterben 130 Tier- und Pflanzenarten aus, zehntausende Gattungen sind bedroht, und die Menschheit ist nicht in der Lage, etwas für den Erhalt der Ökosysteme zu tun. So düster fällt die Bilanz des siebten UN-Gipfeltreffens zum Schutz der Artenvielfalt aus, das am Freitag in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur endete. An Absichtserklärungen hat es auf der Konferenz nicht gemangelt, wohl aber am politischen Willen und dem nötigen Geld, konkrete Schritte einzuleiten. Viele der 187 Staaten, welche die UN-Konvention über die biologische Vielfalt damals unterzeichneten, hätten die eingegangenen Verpflichtungen nicht erfüllt, betonte Klaus Töpfer, der Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Es sei bemerkenswert, erklärte EU-Umweltkommissarin Margot Wallström, dass die USA nach Leben auf dem Mars suchen. Vielleicht sollten wir auch sicherstellen, dass es in Zukunft weiterhin Leben auf unserem Planeten gibt. Einer der wenigen handfesten Beschlüsse bestand darin, dass der Artenschutz auf die hohe See ausgedehnt wird, die 200 Seemeilen von den Küsten entfernt beginnt. ttungen sind bedroht, und die Menschheit ist nicht in der Lage, etwas für den Erhalt der Ökosysteme zu tun. So düster fällt die Bilanz des siebten UN-Gipfeltreffens zum Schutz der Artenvielfalt aus, das am Freitag in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur endete. An Absichtserklärungen hat es auf der Konferenz nicht gemangelt, wohl aber am politischen Willen und dem nötigen Geld, konkrete Schritte einzuleiten. Viele der 187 Staaten, welche die UN-Konvention über die biologische Vielfalt damals unterzeichneten, hätten die eingegangenen Verpflichtungen nicht erfüllt, betonte Klaus Töpfer, der Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Es sei bemerkenswert, erklärte EU-Umweltkommissarin Margot Wallström, dass die USA nach Leben auf dem Mars suchen. Vielleicht sollten wir auch sicherstellen, dass es in Zukunft weiterhin Leben auf unserem Planeten gibt. Einer der wenigen handfesten Beschlüsse bestand darin, dass der Artenschutz auf die hohe See ausgedehnt wird, die 200 Seemeilen von den Küsten entfernt beginnt. Tiscali - 24. Feb 2004 Europas Wildtiere im Überlebenskampf Jede zweite Art gilt mittlerweile als bedroht. Das erste Säugetier, das im neuen Jahrtausend verschwand, war der Pyrenäen-Steinbock. Der letzte Überlebende dieser Unterart, der im Gebiet der spanischen Hochgebirgsregion gefunden wurde, starb am 6. Januar 2001, trotz aller Anstrengungen der spanischen Regierung, ihn zu retten. Das gleiche Schicksal könnte fast die Hälfte (45%) der heute (noch) in der Europäischen Union wild lebenden Säugetiere und mehr als ein Drittel (38%) der Reptilien, Vögel und Fische ereilen. Es sind dabei keineswegs nur seltene Arten, die vom Aussterben bedroht sind. Auch einst weit verbreitete Vögel, wie die Lerche und die Gartengrasmücke, sowie Meerestierarten, wie Mönchsrobben oder Schweinswale, sind ebenfalls in Gefahr. Besonders bedrohte Arten sind Luchs, Braunbär, Mönchsrobbe, Schweinswal, Unechte Karettschildkröte, Wanderfalke, Wachtelkönig und Saimarobbe. Die folgenden Arten werden ebenfalls als besonders gefährdet eingestuft: Korallenmöve, Gefiederte Klauentaube, Seeadler, Waldrapp, Sao Miguel-Gimpel, Kaiseradler, Hierro-Rieseneidechse, Feuerkröte, Sumpfschachbrettschmetterling, Korsischer Schwalbenschwanz. Der Standard - 23. Feb. 2004 Jagd-Empfehlung: Löwen mit dunkler Nase erlegen Wenn ein Jäger einen Löwe zur Strecke bringen will, sollte er im Sinne des Artenschutzes ausschließlich auf Tiere mit dunkler Nase anlegen. Craig Packer empfiehlt Trophäenjägern, nur Löwen mit ausgeprägter Mähne und dunkler Nase auszuwählen, weil diese mindestens fünf Jahre alt sind. Wenn Löwenmännchen ein neues Rudel übernehmen, pflegen sie den bereits vorhandenen Nachwuchs zu töten, um die Weibchen für neuen Nachwuchs freizumachen. Für die Forscher ergibt sich daraus die Notwendigkeit, die Abfolge der Rudelführer nicht unnötig zu beschleunigen und nur alte, als Anführer nicht mehr in Frage kommende Tiere zu schießen. Nations pledge to do more to stop extinctions at biodiversity conference in Malaysia Top environment officials from 100 countries vowed Thursday to curb the extinctions by 2010, warning that human activity is causing the planet's diversity of life to be "lost an at unprecedented rate." http://www.enn.com/news/20-02-2004/s_13316.asp Beaver populations expanding in Tierra del Fuego Argentina The Great Beaver Plague began in 1946 when Argentina imported 25 pairs of beavers from Canada, hoping they would multiply and create a fur industry among the chilly, lush forests on this large island at the very tip of South America. http://www.enn.com/news/2004-02-26/s_13493.asp ARGENTINA: Dam Beavers! Scandal Flares at 'End of the World' http://www.planetark.com/dailynewsstory.cfm/newsid/23980/story.htm | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | Weitere Infos | Klassenfahrten-Magazin Heft 1 / 2004 Schwerpunkt: Natur verstehen lernen u.a.: Zoos Köln, Halle, Leipzig Verband deutschsprachiger Zoopädagogen Schulbauernhöfe, Harzer Nationalparke www.klassenfahrten-magazin.de Angabe der Redaktion: Einige Exemplare sind noch vorhanden, die wir bei Bedarf gegen Erstattung der Portokosten (1,40 EUR) verschicken. Künftig erhält das Thema "Zooschule/Schulbauernhöfe" ständig Platz in jeder Ausgabe. verlag@klassenfahrten-magazin.de 15. Zoohistorica Arnheim 2004 Das 15. internationale Treffen der Sammler von allem rund um die Tiergärtnerei Burgers Zoo, Arnheim, NL, 10. 12. September 2004 Einladung und Programm unter ZooAG-Zoosammlertreff.htm TanzArt & Artenschutz Tanz-Licht-Klang-Performance im Allwetterzoo Münster unterstützt Artenschutzprojekt auf den Philippinen Spektakuläre Impressionen verspricht Ende Mai Tuatha, eine Tanz-Licht-Klang-Performance im Allwetterzoo Münster. Die amerikanische Choreographin Claudine Merkel und die britische Dramaturgin Monica Stiles konfrontieren ihr Publikum mit existenziellen Fragen. Ihre dramatischen, zuweilen auch erotischen oder skurril-komischen Szenen verbinden modernes Tanztheater mit Kunstaktionen und Licht-Klang-Kompositionen eine Aufführungsform eigener Prägung, für die sich der Begriff TanzArt vielleicht am besten eignet. Ein Teil des Erlöses kommt dem Artenschutz zugute. Über die Stiftung Artenschutz soll ein Vogel erhalten werden, der in seiner Art extrem bedroht ist, der Philippinen-Uhu. Christine Adler von der Stiftung Artenschutz eine Initiative von über 40 zoologischen Gärten, Tierparks und Naturschutzorganisationen freut sich über die Verbindung von TanzArt und Artenschutz: Es geht dabei nicht nur um den finanziellen Output. Das einzelne Tier, das wir schützen, steht für den Naturschutz einer ganzen Region. Und der geht bis in die Entwicklungshilfe hinein. Auf den Philippinen leben rund 30 verschiedene Eulenarten. Die meisten davon sind auch nur dort zu finden. Die über 7.000 Inseln der Philippinen brachten schon vor Urzeiten zahlreiche, wenig bekannte Tierarten hervor. Doch innerhalb weniger Jahrzehnte wurde ihr Lebensraum so stark eingeschränkt, dass viele von ihnen heute in ihrer Art bereits bedroht sind. Die Übernutzung der Wälder nicht zuletzt möglich durch Korruption während der Marcos-Ära führte zu deren drastischem Rückgang. Heute ist der Wald auf vielen Inseln weitgehend verschwunden und mit ihm die einzig darin vorkommenden Arten. Hohe Bevölkerungsdichte und auch die Bejagung tragen zur Bedrohung einiger Tierarten bei. Die Stiftung Artenschutz setzt sich für den Schutz gefährdeter Arten und ihrer Lebensräume ein, auch für den Philippinen-Uhu. Der dunkelorange bis rotbraun gefärbte Philippinen-Uhu (bubo philippensis) hat kleine Federohren. Er ist auf den Inseln Luzon, Samar, Cebu und Mindanao in zwei Unterarten zu finden. Gemeinsam mit der Partnerorganisation World Owl Trust fördert die Stiftung Artenschutz auf den Philippinen ein Eulenschutzprogramm. Zunächst sollen die Gebiete systematisch erfasst werden, in denen bedrohte Eulenarten vorkommen. Umweltbildung und Forschung sollen gefördert und ein Zuchtprojekt philippinischer Eulen eine gesetzliche Basis erhalten. Anfang 2000 wurden erste Volieren für eine Auffangstation in Bacolod auf der Insel Negros erbaut. Es ist schön, dass gerade ein Uhu durch unser Projekt unterstützt wird, meint Claudine Merkel. Er gilt nicht nur als weise. Als Nachttier hatte der Uhu schon immer eine tiefe Bedeutung für die Menschen. Er passt sehr gut zu TUATHA, da wir unser Spiel ja auch erst abends beginnen werden. TUATHA TanzArt im Zoo Veranstaltungstermine: Mi, 26.05.2004, 21.00 Uhr (Premiere) Do, 27.05.2004, 21.00 Uhr Fr, 28.05.2004, 21.00 Uhr Mi, 02.06.2004, 21.00 Uhr Do, 03.06.2004, 21.00 Uhr Fr, 04.06.2004, 21.00 Uhr Sa, 05.06.2004, 21.00 Uhr Aufführungsort: Allwetterzoo Münster Sentruper Str. 315, 48161 Münster Veranstalter: dance events productions Stübbenstr. 11 48149 Münster Tel. (02 51) 2 29 32 Rückfragen, Fotos und weitere Infos: Franz-Helmut Richter (Öffentlichkeitsarbeit) Tel. + Fax: (02 51) 9 19 87 15 E-Mail: fh.r@gmx.de | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | Neue Veröffentlichungen | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | | Ausstellungen | OLTEN Naturmuseum Olten: LEBENDE OSTERHASEN UND KÜKEN 2.4. bis 18.4.2004 http://www.naturmuseum-olten.ch BERLIN Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem: VICTORIA & CO. IN BERLIN 100. Geburtstag des Botanischen Gartens bis 5.9.2004 http://www.bgbm.org/BGBM BAD WURZACH Naturschutzzentrum: UND IST MEIN NEST GEBAUT, SING ICH ZUM DANKE DIR... Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten bis 18.4.2004 VILLINGEN-SCHWENNINGEN Uhrenindustriemuseum: DAS GLÜCK FLIEGT IN DER LUFT Die Geschichte der Brieftauben bis 31.3.2004 ZÜRICH Landesmuseum Zürich: FASZINATION FORSCHUNG März 2004 bis Juni 2004 http://www.musee-suisse.ch GOTHA Museum der Natur: KANARISCHE INSELN. SCHMELZTIEGEL DER EVOLUTION bis 31.3.2004 BAD DÜRKHEIM Pfalzmuseum für Naturkunde PFLANZEN UND TIERE DES JAHRES 2004 Ab März 2004 http://www.pfalzmuseum.de/ PADERBORN Naturkundemuseum im Marstall: GLANZLICHTER 2003 - Projekt Natur & Fotografie bis 14.3.2004 http://www.paderborn.de/cs_kunst_kultur/content/sp_auto_7329.php BIEL-BIENNE Schweizerisches Landesmuseum Über den Ursprung unserer Haustiere (mit Pro Specie Rara) bis März 2004 http://webmuseen.de/Ausstell_23731.html | | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | | TV-Tipps | tv.nrw: Samstags ca. 18:15 Uhr "Ein Platz für Tiere" mit Bernhard Grzimek aus den 70er und 80er Jahren; teilweise mit Zoo-Berichten. RTL2, Sonntags ca 13:30: Mehrere Folgen "Crocodile Hunter", mit Steve Irvin, aus dem Australia Zoo, Beerwah Do., 26.02.2004, 20:00-21:00 SF1, Robohai und die Räuber der Meere Fr., 27.02.2004, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Geschichten aus dem Leipziger Zoo Fr, 27. Februar, 21.15 Uhr N3, Aktuelle Schaubude: Showstars vom Vogelpark Walsrode - Tiertrainer German Alonso mit 3 Vögeln Sa., 28.02.2004, 10:30-11:15 B-alpha, Zoo & Co., Languren - Die Herrscher der blauen Stadt Sa., 28.02.2004, 14:45-15:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Eine Robbe zum Küssen Sa., 28.02.2004, 16:45-17:15 HR, Leichenschau und Horrortrip, Zum Streit um die Ausstellung "Körperwelten" Sa., 28.02.2004, 17:55-18:30 VOX, tierzeit: Chinas Mondbären - gejagt, gequält... gerettet! So., 29.02.2004, 09:50-10:50 VOX, Süddeutsche TV, Thema: Wie das Nashorn Liebe macht - Ein Jahr im Kölner Zoo, Teil 3 So., 29.02.2004, 13:00-13:30 RBB, Natur-Nah, 1. In Portugals Alentejo So., 29.02.2004, 16:00-16:30 BR, Welt der Tiere, Der Igel mit dem Entenschnabel Mo., 01.03.2004, 14:30-15:15 N3, Bilderbuch Deutschland, Leipziger Neuseenland, Vom Tagebau zum Erholungsgebiet Mo., 01.03.2004, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Wildnis Schlosspark Ludwigslust Mo., 01.03.2004, 21:00-21:45 HR, Der Siegeszug der Wölfe Di., 02.03.2004, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Der Erfolg der Rehe Di., 02.03.2004, 20:15-21:00 WDR, Abenteuer Erde, Unser blauer Planet, 1. Leben im Meer Di., 02.03.2004, 20:15-21:05 ORF2, Universum Down under, Wildes Australien Mi., 03.03.2004, 14:15-15:00 ZDF, Wunderbare Welt, Korallen auf Kanonen Mi., 03.03.2004, 15:40-16:30 3sat, Geschützte Paradiese, Wildnis am großen Strom, Der Nationalpark Donauauen Mi., 03.03.2004, 20:15-21:00 N3, Tierwelten, Der Tatra-Nationalpark Mi., 03.03.2004, 21:45-23:30 ARD, Wunder der Erde, Sibirien - Heimat der weißen Kraniche Do., 04.03.2004, 16:00-16:30 3sat, Zoos der Welt, Affenliebe, Affenfriede ..., Bonobos in San Diego Fr., 05.03.2004, 13:30-14:00 MDR, Welt der Tiere, Gesichter im Urwald Muriqui Fr., 05.03.2004, 15:35-16:00 HR, Deutschlands verbotene Zonen, Wildnis russische Manöverplätze Fr., 05.03.2004, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Geschichten aus dem Leipziger Zoo Fr., 05.03.2004, 21:30-22:00 Phönix, Kamtschaka - Ein Naturparadies in Gefahr Sa., 06.03.2004, 14:45-15:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Riskante OP im Giraffenhaus Sa., 06.03.2004, 17:55-18:30 VOX, tierzeit: Fangschreckenkrebse - Scharfschützen des Meeres Sa., 06.03.2004, 23:30-00:00 N3, Die Insel der Drachen, Indonesiens Urzeit-Echsen in Gefahr So., 07.03.2004, 09:50-10:50 VOX, Süddeutsche TV, Thema: Wie das Nashorn Liebe macht - Ein Jahr im Kölner Zoo, Teil 4 ausführliche Vier-Wochen-Vorschau: http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm | | | Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo und Naturschutz aus Online-Zeitungen. 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