Zoopresseschau

Zoo-AGBielefeld
http://www.zoo-ag.de

.
Ausgabe 199 vom 5. Februar 2004
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse zusammengestellt von Dirk Petzold
und Dr. Martina Raffel
Artikel-Recherchen: Reinhard Hellwig
Bearbeitung Pressemitteilungen: Kirstin Adrian
ISSN 1619-6643

Liebe Leser,
 
wenn Themen wie ein toter Hundshai die Medien füllen, fragt man sich schon, ob diese Zeitungen wirklich noch einen Blick für das Wesentliche haben. Statt einem einzelnen Aquarienfisch hinterherzutrauern wären Berichte über die massenweise Ausbeutung und Überfischung von Haien wohl angebrachter - sei es als Schillerlocke, Öllieferant oder Finning für Haiflossensuppe.

Statt Panik vor einer noch nicht einmal eingetretenen Genübertragung vom Geflügelgrippe-Virus auf einen Humanvirus zu schüren - das Bundesgesundheitsamt spricht tatsächlich eine Reisewarnung aufgrund eines Dutzend Opfer aus! - und Abermillionen von Hühnern zu töten, die nicht einmal "entsorgt" werden können, sollte man über die wirklichen Gesundheitsgefahren in den südost-asiatischen wie Cholera, Malaria und Hepatitis aufklären und diese bekämpfen- die fordern nämlich ein Vielfaches an Toten allein unter Touristen. Das scheint völlig in Vergessenheit geraten zu sein.
Mal ganz abgesehen von der Frage, warum eigentlich der Großteil der Fleischprodukte dieser wohl kaum EU-Standards und Tierschutz-Richtlinien entsprechenden Thai-Hühner-Farmen ausgerechnet nach Deutschland exportiert wird...

Freuen Sie sich hingegen schon einmal auf die 200. Ausgabe der Zoopresseschau - es wartet ein Jubiläumsrätsel mit schönen Preisen!

Dirk Petzold


 

  Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

NÖN Online - 30. Jan. 2004
Ausstehende Gehälter werden ausbezahlt
Die Mitarbeiter des Safariparks Gänserndorf erhalten nach Monaten des Wartens endlich ihr Geld. "Die seit September ausständigen Gehälter werden samt Urlaubs- und Weihnachtsgeld in der kommenden Woche überwiesen", überbrachte Roland Sperk, Vizepräsident der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ), am Freitag die frohe Kunde. Von dem nun doch noch erfolgten Geldsegen sind sämtliche 64 Beschäftigte betroffen. Für die 30 verbliebenen Mitarbeiter, die seit der Konkurseröffnung am 19. Jänner im Safaripark verblieben sind, beginnt der Kampf ums Geld jedoch erneut: "Der Masseverwalter kann die laufenden Gehälter nicht auszahlen, das Spiel geht somit wieder von vorne los", musste Sperk auch eine Hiobsbotschaft überbringen. Im Rahmen einer heute abgehaltenen Betriebsversammlung sprachen sich die Mitarbeiter dafür aus, neuerlich ihren Austritt anzudrohen, sollte die finanzielle Situation bis Samstag kommender Woche nicht geklärt sein. 

Der Standard - 30. Jan. 2004
Gänserndorf: Land sucht Betreiber für Safaripark
Die Tierpflege im insolventen Safaripark Gänserndorf scheint vorerst gesichert zu sein. Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann (VP) teilte am Donnerstag mit, dass Masseverwalter Ferdinand Bruckner die weitere Vorgangsweise mit der Österreichischen Zoo Organisation (OZO) vereinbart habe. Demnach übernimmt die Pflege eine neue Gesellschaft, der neben einer OZO-Tochter die Veterinärmedizinische Universität Wien und die Konrad Lorenz-Forschungsgesellschaft angehören. Beschäftigt werden die 30 noch verbliebenen Mitarbeiter. Parallel dazu werde ein Rohkonzept zur Weiterführung erarbeitet, auf dessen Basis neue Betreiber gesucht werden, so Gabmann.

Die Presse.com - 29. Jan. 2004
Existenzangst im Safaripark
Seltene Einhelligkeit bei den politischen Parteien im niederösterreichischen Landtag: Am Fortbestand des Safariparks Gänserndorf rüttelt niemand. Die Fakten lassen allerdings Zweifel aufkommen - auch nachdem die Landesregierung 100.000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung gestellt hat. "Ich habe das Geld noch nicht bekommen und das werde ich auch nicht", erklärt Ferdinand Bruckner, Rechtsanwalt in Korneuburg und Masseverwalter des Safariparks. Es gebe EU-Richtlinien, die untersagen, dass einem Unternehmen im Konkursverfahren öffentliche Mittel direkt zugeschossen werden. Deshalb wird der Umweg über die Österreichische Zoo-Gesellschaft (OZO) gewählt. Deren Sprecher Helmut Pechlaner zur "Presse": "Wir müssen vom Masseverwalter dazu beauftragt werden. Bereit sind wir." Pechlaner will, dass zumindest sicher gestellt sei, dass der Safaripark "für vier bis sechs Monate" mit dem Geld auskommen könne und erwartet sich vom Land auch die "Übernahme von Haftungen". Pechlaner verlangt schließlich auch zu prüfen, "wer mit welcher Qualifikation angestellt ist und wie diese Dienstleistungen honoriert werden".

Salzburger Nachrichten - 29. Jan. 2004
Erstmals mehr als zwei Mio. Besucher in Schönbrunn
Die symbolische Grenze von zwei Millionen zahlenden Gästen hat der Schönbrunner Tiergarten in Wien im vergangenen Jahr durchbrochen. Diesen Rekord führte am Donnerstag Direktor Helmut Pechlaner auf Sonderfaktoren wie das Eintreffen der Pandabären zurück. Exakt 2.001.791 Besucher wollten 2003 den Wiener Tierpark sehen - nahezu eine Verdreifachung gegenüber 1991, dem Jahr der Ausgliederung aus der Bundesverwaltung. Weitere Attraktionen sind bereits geplant, allen voran die Eröffnung der neuen Robbenanlage, des Polariums. Außerdem springt für die Königspinguine im Zuge der Generalsanierung eine neue Freianlage mit Wintergarten heraus, die ausschließlich in den kalten Monaten geöffnet wird. Die Eröffnung möchte man am 24. Mai 2004 feiern. Bereits heuer will der Bund eine Million Euro zur Verfügung stellen, um bis Ende 2005 eine neue Panzer-Rhinozerosanlage errichten zu können.

Solms-Braunfelser - 30. Jan. 2004
Knapp eine Million Besucher im Zoo Duisburg
Mit knapp einer Million Besucher im vergangenen Jahr zählte der Zoo in der Ruhrgebietsstadt Duisburg nach eigenen Angaben zu den meist besuchten zoologischen Einrichtungen Deutschlands. Wie Michael Hilbert vom Tierpark am Freitag mitteilte, hält der Zoo mit dieser Zahl in Nordrhein-Westfalen die Spitzenstellung. Allein das Delphinarium habe 2003 insgesamt 550.275 Tierfreunde angelockt, sagte Hilbert. Nach der letzten Inventur zum Jahresanfang haben 2.212 Tiere aus 272 Arten im Duisburger Zoo ihr zu Hause.

Berliner Zeitung - 02. Feb. 2004
Grüne Tierfreunde wollen weniger Elefanten
Der Zoologische Garten und der Tierpark Berlin müssen effizienter arbeiten. Auslöser für diese rot-grüne Koalition der Tierfreunde ist ein gestern von Claudia Hämmerling vorgestelltes Konzept für die Zukunft von Zoo und Tierpark. "Die zwei Einrichtungen benötigen nur eine Verwaltungsspitze", sagt Claudia Hämmerling. Und: "Wir brauchen keine drei Elefantenherden in Berlin." Man müsse dem Grundsatz folgen, dass in Berlin jede Tierart nur einmal gezeigt wird. Der wesentlich größere Tierpark müsse zudem mehr Angebote für Kinder schaffen. Im Gegenzug zu den vorgeschlagenen Umstrukturierungen solle sich der Senat vertraglich zur Finanzierung der Einrichtungen verpflichten, fordern die Grünen in einem Antrag. Zoo-Direktor Jürgen Lange sagt, dass die Kürzungen jetzt an das absolut Machbare herangingen. Es werde bereits über die Erhöhung der Eintrittspreise nachgedacht. Auf Dauer aber einen Zoologischen Garten mit zwei Gesichtern zu schaffen, wie es die Grünen formulieren, findet Lange aber gut. 

Berliner Morgenpost - 03. Feb. 2004
Heute geht es den Affen ans Geld
In der Berliner Senatsfinanzverwaltung verhandeln die Direktoren von Zoo und Tierpark um die Subventionen für die nächsten zwei Jahre. Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) fordert Einsparungen von 500.000 Euro in diesem und eine Million Euro im kommenden Jahr. "Wir wollen sparen, aber so viel in so kurzer Zeit geht nicht", sagen Zoodirektor Jürgen Lange und sein Kollege Bernhard Blaszkiewitz. Die Grünen stellten derweil gestern im Abgeordnetenhaus ein Konzept vor, mit dem beide Einrichtungen erhalten, der Tierschutz verbessert und trotzdem gespart werden soll. Sie schlagen nur noch eine Leitung und Verwaltung vor, raten außerdem zu mehr Sponsoring.

Berliner Morgenpost - 04. Feb. 2004
Tierischer Sparzwang
Die Sparvorgabe ist hoch und sie wurde durchs Reden nicht kleiner. Dreieinhalb Stunden dauerte gestern Mittag in der Berliner Senatsfinanzverwaltung die Diskussion um die Zukunft von Zoo und Tierpark. Danach brauchte Zoo-Direktor Jürgen Lange erst mal einen Kaffee und sein Kollege Bernhard Blaszkiewitz vom Tierpark frische Luft. Beide Einrichtungen sollen in diesem Jahr zusätzlich zu den bereits vereinbarten Kürzungen kurzfristig weitere 500.000 Euro einsparen, für 2005 plant Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) den weiteren Abbau von einer Million Euro. Gesprochen wurde gestern über den effizienteren Einsatz und den sozialverträglichen Abbau des Personals. Die Eintrittspreise wurden ebenfalls zum Thema. Zoo-Direktor Jürgen Lange kann nicht mehr ausschließen, dass die Preise von 9 Euro für Erwachsene und 4,50 Euro für Kinder schon bald auf zehn und fünf Euro angehoben werden müssen. Beide Direktoren bezeichneten die Gesprächsatmosphäre gestern zwar als "sachlich", Unmut schimmerte jedoch durch. Finanzsenator Thilo Sarrazin hätten sie bisher kein einziges Mal persönlich sprechen können. Die plötzliche Sparaufforderung von 500 000 Euro scheint ihnen "willkürlich" gewählt. Außerdem sei man gestern mit der nicht nachvollziehbaren Prognose konfrontiert worden, dass die Kosten in den kommenden fünf Jahren nicht steigen werden. Am Donnerstag wird es im Zoo eine Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses geben, bei der mit spitzen Stiften gerechnet wird. Anfang der Woche treffen sich die Vertreter der Tiergärten und der Senatsfinanzverwaltung ein drittes Mal, im Anschluss wird der Aufsichtsrat der Zoo AG tagen. Was die Tiere angeht, werden kaum Veränderungen zu erwarten sein. Der Tierbestand unterscheidet sich bereits jetzt zu 75 Prozent, so dass Zusammenlegungen kaum möglich sind. Unter den restlichen "Dubletten" sind Publikumsmagneten wie Elefanten, Giraffen und Zebras, die in keinem Tierpark fehlen dürfen. Tierpark-Chef Blaszkiewitz ist die Diskussion leid: "Außerdem halten wir die Tiere nicht, um ein Geschäft zu machen. Wir erfüllen mit der Zucht, der Forschung, der Bildung und der Wissenschaft einen gesellschaftlichen Auftrag."

Berliner Morgenpost - 05. Feb. 2004
CDU fordert mehr Engagement für Zoo und Tierpark
Die CDU fordert ein stärkeres Engagement der Wirtschaft für die unter Sparzwängen leidenden Berliner Tiergärten. Die Unternehmen sollten den Zoologischen Garten und den Tierpark unterstützen, um "eines der besonderen Angebote" der Stadt zu bewahren, sagte gestern der Abgeordnete Gregor Hoffmann. Zugleich kritisierte er die vom rot-roten Senat beschlossenen erneuten Kürzungen von 500 000 Euro für die beiden Einrichtungen. Dabei hätten die Tiergärten auch eine wichtige soziale Funktion.

Sächsische Zeitung - 05. Feb. 2004
Reizvoller Tierpark zu jeder Jahreszeit
Am 23. Januar fand die erste turnusmäßige Vorstandssitzung des Tierparkvereins Weißwasser e.V. statt. Die kontinuierlich steigenden Besucherzahlen zeigen, dass der Tierpark in Weißwasser angenommen und gebraucht wird. Das ist für das Team, die Leitung und den Vorstand Ansporn und Motivation. Ein Jahr ist vergangen, seitdem der Tierpark privatisiert wurde und wirtschaftlich selbstständig ist.

Berliner Morgenpost – 01. Febr. 2004
Die seltenen Rotbauchmakis kuscheln gern
Manche Tiere sind so selten, dass selbst der Berliner Zoo und der Tierpark nicht viele davon zeigen können. Zum Beispiel die Rotbauchmakis. Seit einigen Wochen gibt es vier dieser Halbaffen von der Insel Madagaskar im Affenhaus im Tierpark. Sie haben sich gut eingelebt und gleich zu Pärchen zusammengefunden.

Sächsische Zeitung - 30. Jan. 2004
Löwenpärchen hätte durch neue Technik überlebt
Eine absolut technische Neuheit wurde gestern im Tropenhaus des Zoos Hoyerswerda vorgestellt. Mittels einer Wärmebildkamera können jetzt Infrarotthermografien bei Tieren durchgeführt werden. Norbert Pätzold, der seit vorigem Jahr ein Ingenieurbüro in Hoyerswerda betreibt und sich seit 1987 näher mit der Infrarotthermografie beschäftigt, stellte die Funktionsweise und Einsatzgebiete des Gerätes näher vor, das demnächst im Zoo eingesetzt werden soll. Zuvor erläuterte Zoodirektor Dr. Werner Jorga, wie wichtig es sei, sich wissenschaftlichen Erkenntnissen im Zoo zu stellen, um weiterhin eine artgemäße Haltung der Tiere zu gewährleisten: „Heute schreiben wir durch den neuen Einsatz dieser Wärmebildkamera ein neues Kapitel in der Zoogeschichte“, sagt er. Etwas wehmütig blickte Zoodirektor Dr. Werner Jorga in die Vergangenheit als vor einigen Jahren ein Löwenpärchen im Zoo eingeschläfert werden musste. „ Wenn wir damals dieses Gerät schon zur Verfügung gehabt hätten, dann wäre auch bei diesen Tieren eine schnellere Diagnose möglich gewesen“.
 


Planung und Bau 
 
Hamburger Abendblatt - 02. Feb. 2004
Hagenbecks Orang-Utans: So sieht ihr neues Heim aus
Sechs Stunden saß Dr. Stephan Hering-Hagenbeck (36) auf der Baumplattform. In 30 Meter Höhe, auf einem Urwaldriesen - hoch über dem Blätterdach des tropischen Regenwaldes auf Borneo. Hering-Hagenbeck war im vergangenen Dezember nach Indonesien gereist, um möglichst viele Eindrücke aus dem natürlichen Lebensraum der Orang-Utans zu sammeln und diese in das neue Affenhaus des Tierparks einzubringen, dessen Innenausbau in Kürze beginnt. Zusammen mit Pflegerin Tanja Evers (26) war Hering-Hagenbeck zuerst nach Jakarta geflogen, der Hauptstadt Indonesiens. Der Tierpark engagiert sich seit Jahren für das BOS-Projekt des holländischen Forstökologen Willie Smits. Der Sitz der von ihm gegründeten "Balikpapan Orang-utan Survival Foundation" auf Borneo, kurz BOS, war der zweite Anlaufpunkt der Reise. Zurück in Hamburg, gilt es nun, die Ideen unter der 16 Meter hohen Kuppel des Neubaus umzusetzen. Hering-Hagenbeck: "Auf jeden Fall soll es viele, möglichst natürliche Klettermöglickeiten für die Tiere geben." Ein Wasserfall wird in den Graben des Geheges fließen. Hier sollen Zwergotter ein neues Zuhause finden. Besucher sollen sich inmitten von nachgebildeten Urwaldriesen und Kletterpflanzen wie im Regenwald fühlen. Wenn es nach Hering-Hagenbeck geht, kommt es auch zu interaktiven Spielen zwischen Tieren und Menschen. Zum Beispiel, indem ein Affe einen Besucher auffordert, einen bestimmten Knopf vor dem Gehege zu drücken - worauf das Tier eine Belohnung bekommt. Hering-Hagenbeck: "Den Besuchern wird so eindrucksvoll die Intelligenz der Tiere verdeutlicht." Das ganz Besondere: Die Kuppel des 360 Quadratmeter großen Hauses lässt sich aufschieben, macht so die Anlage zu einem überdachten Außengehege. 4,6 Millionen Euro kostet der Neubau zwischen Elefantengehege und Saurier-Wiese, bezahlt mit der ersten finanziellen Unterstützung des Senats in der Geschichte des Tierparks. Im Mai sollen die elf Orang-Utans einziehen.

Sächsische Zeitung - 30. Jan. 2004
Hai! Bald schwappt das Meer auf der Cockerwiese
Das größte transportable Meeresaquarium „Sea Life“ schlägt für drei Jahre seine Becken in Dresden auf. Das Aquarium-Gastspiel dauert drei Jahre. Noch bis Ende Februar steht der tausend Quadratmeter große Komplex in Dortmund. „Sobald der Frost aus dem Boden ist, bauen wir auf der Wiese vor dem Hygiene-Museum ein Fundament, dann das Aquarium auf“, sagt Johannes Mock von Merlin Entertainments. Kosten: eine Million Euro. In rund 30 Becken mit zusammen mehreren Millionen Liter Salzwasser sind komplette Lebensräume naturgetreu nachgebildet - von der wilden Felsküste über sandigen Nordseegrund bis zu Tiefsee-Landschaften. Es gibt sogar ein „Streichelgehege“. Darin können die Besucher spüren, wie sich Krabben und Seepferdchen anfühlen. Mock hofft, dass „Sea Life“ jährlich 200.000 Gäste anlockt.

Tagesanzeiger - 30. Jan. 2004
Seilbahn: Faszination und Skepsis
Um den Zürcher Zoo mit dem öffentlichen Verkehr besser zu erschliessen, prüft der Stadtrat den Bau einer Luftseilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zooeingang. Für die Ausarbeitung eines Vorprojekts hat er 270.000 Franken bewilligt. Erste Schätzungen gehen von Kosten von 13,5 Millionen Franken aus. Begeisterung löst das Vorhaben beim Zoo Zürich aus. «Wir freuen uns, wenn es vorwärts geht, das könnte ein grosser Wurf werden», sagt der stellvertretende Direktor Andreas Hohl, der mit einer Realisierung allerdings erst in zehn Jahren rechnet. «Wir gehen davon aus, dass die öffentliche Hand die Finanzierung übernimmt.» Immerhin sei der Zoo ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Es sei aber auch denkbar, dass der Zoo etwas bezahlt.

Tagesanzeiger - 04. Feb. 2004
Stettbach gegen Zoo-Seilbahn
Um den Zoo besser ans öffentliche Verkehrsnetz anzuschliessen, plant der Zürcher Stadtrat langfristig eine Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo. Während der Quartierverein Schwamendingen, auf dessen Gebiet der Bahnhof Stettbach liegt, das Projekt begrüsst, stösst es den Bewohnern des zu Dübendorf gehörenden Weilers sauer auf: «Praktisch alle hier sind klar gegen die Seilbahn», bestätigt Ursula Diener vom Ortsverein. Der Weiler, über den die Gondeln einst schweben sollen, zählt rund 300 Einwohner. Laut Diener befürchten die Stettbacher Mehrverkehr im Wohngebiet, Parkplatzprobleme beim Bahnhof Stettbach und eine Verschandelung des Naherholungsgebiets.

Ostsee Zeitung - 31. Jan. 2004
Meerestraum hinter Glas
4,5 Millionen Euro kostete das neue Aquarium für die Schildkröten im Stralsunder Meeresmuseum, das einzige und damit größte in Deutschland. Seit gestern ist es für die Öffentlichkeit da. 350 000 Liter Wasser fasst die neue Behausung der Salzwassertiere, jedes bis zu 100 Kilogramm schwer. Die vier Bewohner wurden in den vergangenen Tagen aus ihrem alten und engen Aquarium in das neue umgesetzt. Um den Bereich des Aquariums herum wurde aus dem südlichen Besucherhof ein Vortragssaal, anbei Räume für museumspädagogische Angebote. Direkt bei den Schildkröten ist das Hotel „Baltic“ Betreiber eines neuen Bistros, das den Namen Tartaruga – italienisch für Schildkröte – erhielt.

Norddeutsche Neueste Nachrichten - 02. Feb. 2004
Paradies für bedrohte Reptilien
Mit einer Evolutionsgeschichte von mehr als 100 Millionen Jahren gelten die Meeresschildkröten als faszinierende Relikte. Seit dem Wochenende hat Deutschlands einziges Meeresschildkröten-Aquarium geöffnet. Mehr als zwei Jahre bauten Fachleute an dem Riesenaquarium, das 350 000 Liter Seewasser fasst und den "Ureinwohnern" des Deutschen Meeresmuseums optimale Lebensbedingungen bietet, wie Aquarienleiter Ernst Pawlowsky sagt. Fünf Tonnen echtes Korallenriffgestein wurden aus Vietnam eingeflogen, 35 Tonnen Kalktuffgestein verarbeitet. Bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 28 Grad sollen sich die bis zu 100 Kilogramm schweren Panzertiere wie in der Südsee fühlen und in diesem "Luxus-Becken" möglicherweise für Nachwuchs sorgen, schaut Benke hoffnungsvoll in die Zukunft. "Eine Auswilderung kam für uns nicht in Frage", sagt Benke. Die Tiere lebten von klein auf in Gefangenschaft. Stattdessen wurde in Stralsund ein vier Millionen teures Aquarium gebaut, das den Bedingungen in der natürlichen Umgebung nahe kommen soll. Die Haltung in dem Seewasseraquarium wird von Tierschützern als artgerecht eingestuft. Ein künstlich angelegter Strandabschnitt im Stralsunder Aquarium soll den Schildkröten sogar die Möglichkeit zur Fortpflanzung geben. Mit 20 bis 40 Jahren sind die Tiere im geschlechtsreifen Alter. Allerdings gibt es ein Problem: Die Stralsunder Tiere sind alle weiblich. Deshalb wollen die Biologen Kontakt mit dem Meereszoo im polnischen Gdansk aufnehmen. Dort lebt eine unechte Karettschildkröte männlichen Geschlechts, die zum Liebesakt nach Stralsund gelotst werden soll...  



Aktionen 
 
Hamburger Abendblatt - 29. Jan. 2004
Kirschblütenfest bei Hagenbeck?
Wird das kommende Kirschblütenfest in Hagenbecks Tierpark veranstaltet? Nach den Berichten über fehlende Sponsoren für die Traditions-Veranstaltung hat Tierpark-Chef Joachim Weinlig-Hagenbeck (47) der Stadt in einem Brief an die Senatskanzlei jetzt vorgeschlagen, das Fest in den Tierpark zu verlegen. Joachim Weinlig-Hagenbeck: "Wir würden das Kirschblütenfest liebend gerne bei uns ausrichten. Es würde wunderbar in unseren Tierpark passen."

Sächsische Zeitung - 03. Feb. 2004
Tierpark mit Anden-Flair für das Dreiländereck
Noch ist nicht entschieden, wie und wann der Zittauer Tierpark in eine neue Trägerschaft übergeht. Dennoch stecken die Mitarbeiter trotz wahrscheinlicher tiefgreifender Veränderungen und drastischem Sparen nicht wie der berühmte Vogel Strauß den Kopf in den Sand. Im Gegenteil: Sie präsentieren neue Ideen, um Besucher zu locken. Zum Beispiel mit Lama-Trekking. Lama-Trekking ist dabei nur ein Teil des Projekts „Tier-mit-Mensch“. Dieses Vorhaben beinhaltet neben dem touristischen einen therapeutischen Schwerpunkt.

Hamburger Abendblatt - 03. Feb. 2004
Bettina Tietjen schrubbte
Umringt von blökenden Ziegen, griff NDR-Moderatorin Bettina Tietjen im Tierpark Hagenbeck für einen guten Zweck zum Besen. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern und deren Schulfreunden putzte sie den Streichelzoo des Tierparks für die Aktion "Tag der Staub-Engel" der Kindernothilfe. Der Lohn wird für Projekte in Indien eingesetzt.

Berliner Morgenpost - 03. Feb. 2004
Die gute Nachricht
Für kleine und große Berliner starten Rätseltouren im Berliner Zoo. Bei den Spezialführungen können wetterfeste Kinder und Erwachsene beweisen, was sie über Zoo- und Wildtiere wissen und noch viel Neues und Spannendes erfahren, sagte ein Zoo-Sprecher. Die nächste Führung beginnt am Donnerstag, 14 Uhr an der Zookasse am Hardenbergplatz.

St. Galler Tagblatt - 04. Feb. 2004
Gossauer Tag im Walter-Zoo
Auch dieses Jahr lädt das Abenteuerland Walter-Zoo, Gossau, die Bewohnerinnen und Bewohner von Gossau, Andwil und Arnegg zu einem speziellen Zoo-Besuch ein. Der «Gossauer Tag» findet am Samstag, 7. Februar statt. Mit diesem speziellen Tag bedankt sich der Walter-Zoo bei der Bevölkerung für die stetige ideelle und finanzielle Unterstützung. Nach dem Spendenaufruf Ende des vergangenen Jahres durfte der Zoo einmal mehr die grosse Sympathie spüren, die dem Betrieb entgegengebracht wird.
 


Nachwuchs 
 
Frankfurter Neue Presse – 30. Jan. 2004
Löwennachwuchs im Frankfurter Zoo - Erstmals seit fast 20 Jahren
Zum ersten Mal seit knapp 20 Jahren sind im Frankfurter Zoo wieder Löwen auf die Welt gekommen: Der Zoo präsentierte am Freitag das fünf Wochen alte Pärchen Joy und Juna. Es war die erste Geburt seltener indischer Löwen in der Geschichte des 1858 gegründeten Frankfurter Tiergartens. Von den indischen Löwen, die ihr Revier in Nordwest-Indien haben, gibt es nur noch 300 frei lebende Exemplare, wie Direktor Christian Schmidt sagte. Der Zoo beherbergt seit 2001 indische Löwen, mit dem neuen Nachwuchs derzeit vier Tiere. Von 1862 bis 1995 lebten afrikanische Löwen in dem Zoo.

Berliner Zeitung – 31. Jan. 2004
Affenliebe
Es ist noch namenlos, das kleine Haubenlanguren-Äffchen, das im Berliner Zoo geboren wurde. Weil Mutter Evi ihren Nachwuchs nicht hergibt, können die Pfleger noch kein Geschlecht ausmachen.

Berliner Zeitung - 03. Feb. 2004
Doppeltes Mutterglück im Affenhaus
Zwei auf einen Streich: Im Tierpark Berlin kamen am Wochenende zwei Rotscheitelmangaben zur Welt. Besucher können den Nachwuchs im Affenhaus bereits bewundern - die Mütter tragen die kleinen Äffchen bei sich.

Sächsische Zeitung - 31. Jan. 2004
Ein Jahresstart mit Nachwuchsflaute
Der Zoostorch hält Winterschlaf. Anders lässt sich die momentane Geburtenflaute in der Dresdner Anlage kaum erklären. Als der Jahrgang 2004 schon 27 Tage alt war, kam das bislang einzige Junge zur Welt: ein Kamerunschaf. Wolfgang Ludwig, zoologischer Leiter, kann sich nicht entsinnen, jemals einen so geburtenschwachen Januar erlebt zu haben.

Hamburger Abendblatt - 02. Feb. 2004
"Schazi" - vorne Ziege, hinten Schaf
Auf wackeligen Beinen stolperte ein Neugeborenes durch das Gehege der Moorschnucken. Neumünsters  Tierparkleiter Dr. Peter Drüwa kratzte sich am Kopf. Nachwuchs bei den Moorschnucken? In dem Gehege gab es doch gar keinen Bock! Er sah sich das Tier genauer an. "Den Kopf von der Ziege, den Körper vom Schaf - ich dachte, ich träume", erinnert er sich. Dann fiel ihm Kaspar ein, der alte Ziegenbock. Weil der so alleine auf seiner Weide stand, hatte Drüwa ihn "aus reiner Freundlichkeit" zu den Moorschnucken gestellt. Jetzt freut Drüwa sich über den Nachwuchs, zumal eine lebensfähige Kreuzung aus Schaf und Ziege höchst selten, wenn nicht gar einzigartig ist. Und einen passenden Namen für den kleinen Bock haben die Zoo-Mitarbeiter schnell gefunden: Schazi. So hat er etwas von Mutter Schaf und Vater Ziege.  
 


Stuttgarter Wochenblatt - 05. Feb. 2004
Wihelma. Aus der Steppe in den Stall
Ohne Pferde wäre der Menschheit vieles nicht möglich gewesen, und selbst in unserer modernen Zeit haben sie als ""Sport- und Freizeitpferde" ihren Platz. Allerdings hat sich das Pferd im Laufe der Jahrmillionen mindestens ebenso stark verändert wie der Mensch: Die Vorfahren des modernen Menschen können aber nur als Nachbildung im Museum bestaunt werden, den Vorfahren der heutigen Hauspferderassen gibt es noch. Live. Im Zoo. Und dank der Bemühungen der Zoos auch wieder im ursprünglichen Lebensraum, den Steppen der Mongolei.
Auch die Wilhelma hält eine kleine Herde dieser letzten noch existierenden sogenann-ten Przewalski-Urwildpferde und stellt daraus Tiere für das Auswilderungsprojekt zur Verfügung. Während sich die Ponies gerne streicheln lassen, bleiben Przewalskis Wildtiere und sind stets mit Vorsicht zu genießen. Jüngster Zugang der Herde ist ein kleines Hengstfohlen namens "Mio", geboren am 6. Januar. Ob er eines Tages in der Mongolei oder in einem anderen Zoo der Arterhaltung frönen wird, ist noch ungewiß. Jetzt hält er mit seinen Kapriolen erst mal die Herde auf Trab und die Besucher bei Laune.

Hofgeismarer Allgemeine - 05. Feb. 2004
Führungim Tierparkmit Fackeln
Eine Führung durch den Tierpark Sababurg mit Fackellicht bietet der Landkreis Kassel mit dem Kreisjagdverein Hofgeismar zum ersten Mal an. Am Sonntag, 8.  Februar, begeleitet Dieter Sellemann, ein gestandener Jäger, der auch die Führungen zur Hirschbrunft im Tierpark leitet, die Besucher mit einem Tierpfleger. Entlang des kleinen Rundweges erlebt man die Wisente in ihrer Nachtunterbringung, beobachtet die Wildschweine, Luchse und Wölfe bei ihrem Nachtverhalten und kann sehen, wie sich im Kinderzoo die Zwergziegen zur Ruhe legen.


Basler Zeitung - 29. Jan. 2004
Giraffe « Zahiri » : Todesursache geklärt
Der plötzliche Tod des Giraffenmädchens «Zahiri» im Zoo Basel war auf eine Blutvergiftung durch Bakterien oder Bakterientoxine zurückzuführen. Bei einer Untersuchung wurden schwerwiegende Veränderungen der inneren Organe festgestellt. Die vierzehn Monate alte Giraffenkuh war am 21. Dezember 2003 unerwartet gestorben, ohne vorher Krankheitszeichen gezeigt zu haben.

Märkische Oderzeitung - 04. Feb. 2004
Hundshai im Riesen-Aquarium gestorben
Nur wenige Wochen nach Eröffnung des Berliner Sea Life Centers ist ein Hundshai gestorben. Das kranke Tier musste eingeschläfert werden, sagte Aquariumsleiter Martin Hansel am Mittwoch. Zuvor war der Fisch in einem Quarantänebecken wegen einer Verletzung am Maul isoliert gewesen. Der gut einen Meter lange Hai hatte sich kurz nach seiner Ankunft an der Dekoration des Ozeanbeckens verletzt, so Hansel. "Der Hai hat die Eingewöhnung nicht verkraftet und war orientierungslos."
Dem Aquarienneuling sollten weitere Qualen erspart werden, sagte Hansel. Noch nicht geklärt ist laut Aquariumsleiter, ob der andere Hundshai, der den Wechsel aus einer südenglischen Aufzuchtstation besser verkraftete, wieder einen neuen Partner bekommt.

Berliner Zeitung - 05. Feb. 2004
Zu wenig Platz im Glaskasten
Wie viel Platz muss ein Hundshai haben, damit er glücklich und zufrieden ist? Seit bekannt wurde, dass ein Hundshai im erst Ende vergangenen Jahres eröffneten Sea Life Center eingeschläfert werden musste, melden sich die Experten zu Wort. "Das Becken für die Hundshaie ist viel zu klein", sagt Jürgen Lange vom Zoologischen Garten. Und Harald Ullmann von der Tierschutzorganisation Peta behauptet gar, die Tiere im Sea Life Center würden nicht artgerecht gehalten. Glaskästen sind kein Lebensraum für Haie, sagt Ullmann.
Schon bei der Ankunft des Hais habe es Auffälligkeiten gegeben, sagt Martin Hansel, der Leiter des Aquariums. "Er schwamm wiederholt gegen die Scheibe und verletzte sich am Maul."

Berliner Morgenpost - 05. Feb. 2004
Tierschützer kritisieren Sea-Life-Center
Sieben mal 14 Meter Becken waren nicht genug für ihn: Der mehr als einen Meter lange Hundshai im Berliner Sea Life Center musste eingeschläfert werden - eine Folge der Verletzungen, die das Tier sich in dem Becken selbst zufügte. "Eine schlimme Sache, die wir sehr bedauern", sagte Claudia Pfister vom Berliner Tierschutzverein gestern. Die Sprecherin hofft, "dass Sea Life wenigstens von nun an von der Haltung dieser speziellen Tierart absieht. Es handelt sich um extrem agile, bewegliche und nervöse Tiere - die offenbar für diese Aquarien nicht geeignet sind."
Sea Life selbst schätzt den Fall völlig anders ein: "Eine Verquickung unglücklicher Umstände", bedauert Aquariumsleiter Martin Hansel den Tod des Tieres, nur wenige Wochen nach Eröffnung des Erlebnisaquariums im Domaquarée. "Wir haben jahrzehntelange Erfahrungen mit Hundshaien - aber dieser Fall war nicht absehbar". Rainer Kaiser vom Aquarium des Berliner Zoos hält Hundshaie generell für in Aquarien haltbar. "Anders als etwa viel zu große Walhaie."

TAZ - 04. Feb. 2004
WAS MACHT EIGENTLICH ...der Hundshai? Kieloben treiben
Der Kosename war nicht mal übel. "Axel" taufte die B.Z. den ungestümen Hundshai, der im neuen SeaLife Center hinterm Dom seine Runden drehte. Und sich dabei prompt ein blaues Auge holte. Und eine platte Nase. Und ein blutiges Maul dazu. Rrrums, donnerte der Fisch immer wieder an die künstlichen Unterwasserfelsen. Bis er, angezählt, in Quarantäne kam. Jetzt ist er tot. Der Schrecken der Meere (Galeorhinus galeus, Länge ca. 110 cm) wurde eingeschläfert.
Wie hatte es überhaupt so weit kommen können? Rammen Haie auch in freier Wildbahn den Kopf in die Korallen? Sind die schwimmenden Zahnmonster in Wirklichkeit tollpatschig wie Kinder? "Das Tier konnte sich nicht schnell genug an seine neue Umgebung gewöhnen", erklärt Martin Hansel, Berlin-Chef des Aquarienmultis SeaLife. Nach der Verlegung aus der britischen Aufzuchtstation bekam der Hai die Orientierung einfach nicht geregelt.
Jürgen Lange, den Chef vom Zoo-Aquarium, wunderts nicht: "Hundshaie sind nervöse Tiere, wir lassen die Finger davon." Das klingt hämisch - aber zwei hochpreisige Fischguckkästen in der Stadt sind eben eine Überausstattung par excellence. Da heißt es Profil zeigen. Beziehungsweise Zähne.

St. Galler Tagblatt - 31. Jan. 2004
Auf winterlichen Trampelpfaden
Während unsereins friert, wenn die Temperaturen unter null Grad sinken, fühlen sich die Tiere auf Peter und Paul so richtig wohl. Ihr Winterfell schützt sie vor Kälte, und sie versuchen, möglichst wenig Kalorien zu verbrennen.

Der Standard - 29. Jan. 2004
Weißer Tiger in Indien am Rückenmark operiert
Ein weißer Tiger ist in Indien bei einem nach Zeitungsangaben bisher weltweit einmaligen Eingriff am Rückenmark operiert worden. Das extrem selten vorkommende Tier habe seit einem Monat an einer Lähmung der Hinterbeine gelitten, berichtete die Zeitung "The Asian Age" am Donnerstag unter Berufung auf den Zoo des Tigers in der Stadt Mysore. Röntgenbilder hätten gezeigt, dass das Rückenmark gequetscht gewesen sei. Ob die riskante Operation im südindischen Bundesstaat Karnataka erfolgreich gewesen sei, werde sich erst nach der vollständigen Erholung des Tigers zeigen.

Lausitzer Rundschau - 02. Feb. 2004
« Tiervater » Alfred Brehm weckte Begeisterung
«Der Bär, das plumpeste und schwerste Raubthier Europas, ist wie die meisten seiner engeren Verwandten ein tölpelhafter und geistloser Gesell», schreibt Naturforscher Alfred Edmund Brehm. «Er hat ein gerades, offenes Naturell ohne Tücke und Falsch. Was der Fuchs mit Klugheit, der Adler mit Schnelligkeit zu erreichen sucht, erstrebt er mit gerader offener Gewalt.» In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind solche leicht verständlichen Sätze in der Biologie revolutionär. Der am 2. Februar vor 175 Jahren in Thüringen geborene Brehm löst damit eine anhaltende Welle der Begeisterung für die Biologie aus. Das Hauptwerk des Autors, «Brehms Tierleben», erscheint in allen Weltsprachen, in Deutschland kommen mehr als 200 Ausgaben heraus. In den heutigen Bänden stammt zwar kein Satz mehr von dem Naturforscher. Der Name Brehm hat sich im Segment Tier-Enzyklopädien aber fest etabliert.

Rheinische Post - 04. Feb. 2004
Gedenkfeier für "Keiko" in den USA
Weltweit hatte der Tod des Schwertwals "Keiko" im Dezember Trauer ausgelöst. Jetzt ist für den 20. Februar in den USA eine Trauerfeier geplant. Ein Geistlicher wird eine Ansprache halten, außerdem wird im Meeresaquarium in Oregon, wo "Keiko" zwei Jahre lebte, ein Kondolenzbuch ausliegen.


Mad cow bans mean breeding curbs at Canadian zoos

Canadian zoos may have to curb breeding programs for some rare animals because a U.S. ban on imports of giraffe, deer, and other ruminants means there is no market south of the border for the babies.

http://www.enn.com/news/2004-01-30/s_12576.asp

Illegale Rinderschlachtung in Brandenburg
Nach bisherigen Erkenntnissen verkaufte der Schlachter aus Steintoch (Märkisch-Oderland) bis zu 30 von 118 illegal geschlachteten Rinder als Tierfutter an den Zoo in Eberswalde (Barnim) und den TIERPARK in Angermünde (Uckermark).

Kurier
Chronik  Gästerekord für Schönbrunn
2,001.791 Besucher wollten 2003 den Wiener TIERPARK sehen - nahezu eine Verdreifachung gegenüber 1991

 

Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps
Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Wilhelma Stuttgart, 04.02.04
Blühende Werte
Zu den Schätzen des Landes zählen auch die Pflanzen in der Wilhelma. König Wilhelm I. legte mit seinen Einkäufen den Grundstock für die Sammlungen in der Wilhelma. Zu den ältesten und wertvollsten gehören die teils über 160 Jahre alten Kamelien. Diese bezaubernden Verwandten des Teestrauchs waren damals sehr in Mode, aber nur die reichen Pflanzenliebhaber konnten sich die fernöstlichen Kostbarkeiten leisten.
In China und Japan wurden die immergrünen Sträucher schon seit Jahrhunderten gezüchtet, aus der einfachen rosafarbenen Wildform entstanden im Lauf der Zeit zahllose Züchtungen auch mit halbgefüllten oder gefüllten Blüten in allen Farbschattierungen von Weiß über Rosa bis Purpur. 1731 kamen die ersten Pflanzen nach Europa. Hier fällt die Hauptblütezeit der Schönheiten aus den Gebirgsregionen Japans, Koreas und Taiwans in die triste Jahreszeit von Dezember bis Februar und sorgt so für herrliche Farbtupfer in dieser ansonsten blütenarmen Periode. Bei Temperaturen unter 16°C, genügend Feuchtigkeit und kalkarmem Boden entfalten sie ihre ganze Pracht.
Fast 100 Arten und Sorten werden in der Wilhelma gepflegt, ihre Blüte ist ein herrliches Erlebnis für die „Winterbesucher“. Manche der alten Pflanzen sind bereits so groß, dass sie eigentlich nicht mehr ins Gewächshaus passen würden – Dank der Dekorationskünste der Wilhelmagärtner fällt es nicht auf, dass sie in Betonschächte eingesenkt wurden. Benannt sind die Kamelien (lat. Camellia japonica) übrigens nach dem Jesuitenpater Georg Joseph Kamel (1661-1706), dessen Name, wie in der wissenschaftlichen Beschreibung von Pflanzen und Tieren üblich, latinisiert wurde.

Tierpark Chemnitz, 03.02.04
Informationen aus dem Tierpark Chemnitz:
Einladung zu besonderen Aktionen während der Winterferien
Außerdem: ab 09. Februar täglich 14:00 Uhr Tierpflegertreffpunkt
Während der Winterferien ab Montag, den 09. Februar bis zum 20. Februar 2004 bietet der Tierpark Chemnitz eine Vielzahl besonderer Aktionen für Kinder und Jugendliche: Herzlich eingeladen wird täglich von 09:00 bis 16:00 Uhr in das Areal an der Nevoigtstraße 18 in Chemnitz - bitte beachten: letzter Einlass zu allen Aktionen oder auch zum Spaziergang  jeweils 15:00 Uhr!
Über die Winterferien-Aktionen informiert Tierparkdirektor Dr. Hermann Will ab sofort auch mit einem Plakat als Aushang in den Chemnitzer Schulen; auf diesem Plakat macht eine hübsche Schnee-Eule  - einer der vielen interessanten Bewohner des Chemnitzer Tierparks – auf die Extraangebote aufmerksam: So wird hier ab 09. Februar täglich ab 14:00 Uhr zum Tierpflegertreffpunkt eingeladen Wer also Lust hat, einem Tierpfleger bei seiner gerade auch für Stadtkinder sicher  sehr spannenden Arbeit über die Schulter zu schauen und so aus nächster Nähe mehr über die verantwortungsvolle und vielseitige Tätigkeit kennen zu lernen, der ist herzlich eingeladen! Über den konkreten Treffpunkt zum Treffpunkt wird jeweils täglich am Eingang des Tierparks auf einem Schild informiert. Weitere spezielle Winter-ferien-Aktionen hat das Tierpark-Team gemeinsam mit verschiedenen Aktionspartnern vorbereitet – so werden Bastelstraßen an den folgenden Tagen stattfinden: Montag, den 09. Februar und Dienstag, den 10. Februar: Pom-Pom-Tiere – Bildhalter zum Valentinstag – eine Aktion gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendhaus Treff Donnerstag, den 12. Februar und Mittwoch, den 18. Februar: Arbeiten mit Ton (Tierrelief oder Plastik), Papier- und Linoldruck – eine Aktion gemeinsam  mit dem KJF Kreativzentrum Chemnitz Donnerstag, den 19. Februar: Origami – eine Aktion gemeinsam mit dem RAGH Haus der Begegnung. Selbst-verständlich ist neben den genannten Winterferien-Aktionen auch und gerade während der Winterferientage ein langer Spaziergang durch den Chemnitzer Tierpark und auch durch das Wildgatter Rabenstein immer ein besonderes Erlebnis! Der Tierpark ist in den Wintermo-naten von 09:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist 15:00 Uhr. Das Wildgatter kann von 08:00 bis 16:00 Uhr besucht werden.

Allwetterzoo Münster, 03.02.04   
Der WDR-Talk "Müller live" kommt aus dem Allwetterzoo:
Samstag, 7. Februar 2004, 20.15 - 21.45 Uhr im WDR Fernsehen
Um "Tierische Leidenschaften" geht es bei "Müller live" am Samstag, 7.Februar, von 20.15 bis 21.45 Uhr. Der WDR sendet aus einem nostalgischen Spiegelzelt, das auf dem Platz vor dem Eingang des Allwetterzoos Münster aufgebaut wird. Rund 120 Zuschauer werden die Gespräche Bernd Müllers mit seinen Gästen "hautnah" erleben können. Das Interesse an dieser Sendung war so groß, dass binnen zwei Tagen nach Ankündigung sämtliche Teilnehmerkarten vergeben waren.
Bernd Müller stellt in seiner Sendung Menschen vor, die mit Tieren leben und arbeiten. Im lockeren Gespräch berichten sie von ihren Erlebnissen und erzählen über ihre Leidenschaften in einer tierischen Welt. Gesprächspartner von Bernd Müller sind neben Zoodirektor Jörg Adler, der von Erlebnissen mit großen und kleinen Tieren berichten wird, der weltbekannte Raubtierdompteur a.D. und Zirkusdirektor Gerd Simoneit-Barum, Schäferin Anne Krüger, die mit ihren Hunden ein einzigartiges Showprogramm zeigt, und Claudia Ludwig, die Moderatorin der Sendung "Tiere suchen ein Zuhause". Stellvertretend für die 3.265 Tiere des Allwetterzoos wird Pinguin Sandy, begleitet von seinem Pfleger Peter Vollbracht, Bernd Müller im Spiegelzelt einen Besuch abstatten.

Ruhr Zoo Gelsenkirchen, 02.02.04
Der Veranstaltungskalender 2004 ist da!
Baustellenführungen, Dämmerführungen, Eröffnung des Westfälischen Bauernhofes, Ritterfest, Kinderfest, Halloween-Party und vieles mehr – auch in diesem Jahr bietet der Ruhr Zoo seinen Besuchern ein abwechslungsreiches Programm.
Der neue Veranstal-tungskalender 2004 ist da! Prall gefüllt mit spannenden, lustigen, phantasievollen und informativen Sonderveranstaltungen für die ganze Familie. So wird im Frühjahr dieses Jahres eine weitere Teil der ZOOM Erlebniswelt eröffnet. Ab Sonntag, 2. Mai 2004, wartet der Westfälische Bauernhof mit Biergarten, Kletterspielplatz, Streichelanlage, Bauerngarten und neuem zoopädagogischen Zentrum auf Besucher.
Ein Highlight des Veranstaltungskalenders 2004 werden sicherlich die neuen Baustellenführungen sein: Mit Gummistiefeln ausge-rüstet erfahren die Besucher an Ort und Stelle Insider-Informationen über den Baufortschritt der ZOOM Erlebniswelt und den Umzug der Tiere.
Aber auch die im letzten Jahr sehr beliebten Veranstaltungen „Ritterfest“ und „Halloween-Party“ werden wieder spannend gestaltet und viele Besucher anlocken.

Nationalpark Harz, 02.02.04
Winterliche Spurensuche nach den Harzer Luchsen
Wie viele Luchse gibt es im Harz und wo leben sie? Das wollten Förster, Jäger und Naturschützer mit einer gemeinsamen Abfährtaktion herausfinden. Die Ergebnisse wurden inzwischen vom Nationalpark Harz ausgewertet. Wie die Nationalparke Harz und Hochharz und die Stelle für Waldinformation im Niedersächsischen Forstamt Braulage mitteilten, gaben Neuschnee und eine darauf folgende klare Nacht am 22.1.2004 das Startsignal für die diesjährige, harzweite Abfährtaktion nach dem Luchs. Förster, Jäger und Naturschützer in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen suchten auf zuvor von den Forstämtern festgelegten Wegen nach Spuren des Luchses. Jeder Spurfund wurde sofort per Handy an die koordinierenden Stellen in den Nationalparken Harz und Hochharz weitergeleitet. Ziel der gleichzeitig durchgeführten Aktion war es, den Bestand der Luchse zu schätzen, die seit Anfang 2000 ausgewildert wurden. In einigen Fällen konnten die Spurfunde sogar durch Sichtbeobachtungen und den Fund von Beuteresten des gespürten Luchses ergänzt werden.
Inzwischen liegen die Ergebnisse vor. Demnach wurden 6 - 8 Luchse bestätigt, die sich am Donnerstag in dem Gebiet zwischen Herzberg, Walkenried, Darlingerode und Bad Harzburg aufhielten. In einem Fall wurden sogar die Spuren zweier erwachsener Luchse gemeldet, die gemeinsam umherzogen - ein erstes Zeichen der beginnenden Paarungszeit. Hoher Schnee in den Hochlagen des Harzes erschwerte es den Mitarbeitern, die Fährtenlinien abzulaufen. So wurden mit der Aktion nicht alle Luchse erfasst, sondern lediglich ein Mindestbestand entdeckt. So liegen z.B. aus den vergangenen Wochen durchaus auch Luchsbestätigungen aus dem Nordwest-Harz vor. Dort konnten Forstbeamte und Jäger am Donnerstag keinen Spurfund melden. Zum Teil mag dies aber auch am Verhalten der Luchse liegen, die nach erfolgreicher Jagd einige Tage lang ihr Beutetier bewachen und somit auch keine Fährtenlinien kreuzen. 
     
Zoo Osnabrück, 02.02.04
Neues von den Afrikanischen Elefanten Sikkim, Sabi und Tutume!
Nach dem Tod von der Elefantenkuh Toto ist die Elefantenherde im Zoo Osnabrück auf drei Tiere geschrumpft. Wie geht es Sikkim, Sabi und Tutume ohne ihre Leitkuh Toto? Nicht nur die Zoomitarbeiter, auch die verbliebene Elefantenherde vermissen Toto. Vor allem Sabi, die vor Jahren von Toto adoptiert wurde, war besonders irritiert über den Weggang von Toto.
Sikkims Eingliederung in die Gruppe wurde im September und im Dezember von Praktikanten beobachtet. Dabei wurde ziemlich schnell klar, dass Sikkim mit Sabi und Tutume sehr schnell Freundschaft geschlossen hatte. Nur gegenüber Toto hielt Sikkim respektvoll Abstand. Es zeichnete sich aber auch deutlich ab, dass Sikkim und Sabi um ihre Stellung in der Gruppe konkurrierten. Spannend ist nun die Frage, welche sozialen Beziehungsgeflechte sich in dieser neuen Situation herausbilden. Toto war immer, auch in den Zeiten ihrer Krankheit, die unangefochtene Leitkuh der Herde. Wer übernimmt nun ihren Rang? Sikkim oder Sabi?  Nun, einen Monat, nach dem Tod von Toto, werden die Elefanten wiederum von einer Praktikantin beobachtet. Die Ergebnisse ihrer Verhaltens-beobachtungen bestätigen den Eindruck der Pfleger. Sikkim scheint die Rolle der Leitkuh
übernommen zu haben. Trotz ihrer Behinderungen scheint sie Sabi weit überlegen. Das Sozialgefüge innerhalb der Gruppe ist sehr stark und die Tiere gehen liebevoll mit einander um. Aber es gibt bei ihnen auch kleine Streiterein wie überall, gerade wenn es um Futter geht oder um die Aufmerksamkeit der Pfleger. Aber die Versöhnung, ein freundlicher Rüssel-kontakt, lässt nicht lange auf sich warten!
     
Ruhr Zoo Gelsenkirchen, 29.01.04
Klirrende Kälte im Ruhr Zoo:
Elefantendame bekommt jetzt „Frostschutz“
Leise rieselte der Schnee im Ruhr Zoo. Einige Tiere haben sich in ihren Stall zurückgezogen, andere fühlen sich im Schnee pudelwohl. So zum Beispiel KANO, MARO und SULTAN, die drei Löwenkater, die sich über die weiße Abwechslung freuen und majestätisch durch den Schnee stapfen. Eisbärin ANTONIA und den Schnee-Eulen liegt das Treiben in den Genen, obwohl sie ihre weiße Heimat nie gesehen haben. Die Wärme liebende Elefantendame ARTAIDA aber wird jetzt „winterfest“ gemacht, damit sie bei diesen frostigen Temperaturen auf die Außenanlage kann. Pfleger Markus Tekampe pflegt ihre Augenpartie jetzt mit Melkfett, damit die Haut trotz tränender Augen schön geschmeidig bleibt. Wer sagt denn, dass Dickhäuter keine Winterpflege benötigen?

Stralsund, 29.01.04
Stralsunder Meeresschildkröten in neuem Zuhause
Gemächlich ziehen die Stralsunder Meeresschildkröten ihre Runden in Deutschlands größtem Schildkrötenaquarium, einem 350.000 Liter großen Becken. Etwas ungewohnt scheint das neue Zuhause noch zu sein, ist es immerhin siebenmal größer als das alte "Planschbecken". Nach zwei Jahren Bauzeit sind vier Schildkröten - eine Unechte und eine Echte Karettschildkröte sowie zwei Suppenschildkröten - am 27. Januar endlich in das 13 m x 6 m große Aquarium umgezogen. Die gepanzerten Damen, wovon eine sogar 102 kg auf die Waage bringt, wurden einzeln gewogen und vermessen sowie anschließend einem ausführlichen Gesundheits-Check unterzogen, bevor sie vorsichtig ins neue Becken eintauchen konnten. Wie der Rostocker Tierarzt Dr. Dieter Göbel versicherte, sind alle Tiere in bester Verfassung. Und Museumsdirektor Dr. Harald Benke sowie Aquarienleiter Ernst Pawlowsky sind glücklich, dass der Schildkrötenumzug so reibungslos verlaufen ist. Nun können die Schildkrötenweibchen durch eine 8 m x 3 m große Scheibe beobachtet werden - die wahrscheinlich größte durchgehende Scheibe Mecklenburg-Vorpommerns.

Neu im Aquazoo Düsseldorf: Ökosystem Wüste
Zu den bereits seit einiger Zeit im Aquazoo in Betrieb genommenen interaktiven Multimedia-Säulen mit den Themen Watt und Haie ist nun eine dritte, im Aquazoo selbst entwickelte Einheit hinzugekommen, die Auskunft gibt über das Ökosystem Wüste und einige  in diesem kargen, aber dennoch  faszinierenden Lebensraum vorkommenden Organismen. Von der texanischen Klapperschlange bis zur südafrikanischen Zwergmanguste, vom Chuckwalla bis zum Apothekerskink, vom Schwarzkäfer bis zum Skorpion fehlt keine Lebensform, die nicht auf dem Bildschirm - und natürlich auch „in natura“ - vertreten wäre. Also, ran an die Tasten: Trotz der vorherrschenden Trockenheit dieses Lebensraumes können die Besucherinnen und Besucher hier ihren „Wissensdurst“ stillen.


     


Frankfurt a. M., 04.02.04, WWF
Deutsches Geld für gefährliche BP-Pipeline im Krisengebiet Kaukasus
Bundesregierung und Banken finanzieren Öl-Projekt in Erdbebengebiet
Trotz eindringlicher Warnungen der Umweltstiftung WWF beteiligen sich die Bundesregierung, die HypoVereinsbank und die West LB an der Finanzierung der wegen seiner Trassenführung umstrittenen BTC-Pipeline im Kaukasus. Sie sichert dem vom Ölkonzern BP angeführten Betreiberkonsortium den direkten Zugriff auf bis zu 5,6 Milliarden Barrel Öl im Kaspischen Meer. WWF-Experte Frank Mörschel: „Die 1.760 km lange Pipeline verläuft durch eine von Erdbeben bedrohte Region des Kaukasus. Eine Ölkatastrophe ist schon deshalb vorprogrammiert. Die Trasse zerschneidet zudem wertvolle Naturschutzgebiete, sowie Lebensräume von Braunbären, Kaukasischen Schneehühnern und Kaiseradlern. Darüber hinaus führt die Trasse durch Feuchtgebiete, die extrem wichtige Zwischenstationen für den Vogelzug sind.“
Die Bundesregierung stellt eine Hermes-Kreditbürgschaft für die Pipeline bereit. Sie ignoriert dabei Tausende Protest-Mails von Naturschützern. Das Finanzierungskonzept für die BTC-Pipeline war am gestrigen Dienstag in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku unterzeichnet worden. Neben dem Weltbank-Arm IFC geben auch weltweit 15 Banken Kapital für das umstrittene Projekt, darunter leider auch die HypoVereinsbank und die West LB. Beide Banken haben sich dazu verpflichtet, die Umweltstandards der Weltbank einzuhalten, gegen die das Pipeline-Projekt jedoch klar verstösst, wie eine ausführliche Stellungnahme des WWF zeigt.

Hamburg, 4. 2. 2004, WWF
Eine Milliarde Euro aus Deutschland für den Schutz von Urwäldern und Meeren
Deutschland muss auf der am Montag beginnenden UN-Artenschutzkonferenz (CBD) eine Milliarde Euro pro Jahr für Schutzgebiete bereit stellen. Dies fordern heute 13 Umweltschutzorganisationen in einer gemeinsamen Resolution von der Bundesregierung. Statt Milliarden umweltschädlicher Subventionen zum Beispiel für Verkehrsprojekte und Landwirtschaft auszugeben, sollte die Regierung das Geld für Schutzgebiete in Urwäldern und Meeren verwenden. Jeder für den globalen Schutz der Arten und ihrer Lebensräume investierte Euro brächte 100 Euro Gewinn für die Volkswirtschaft, weil Trinkwasser und Bergwälder geschützt sowie Hochwasser vermieden würden.
Vertreter der über 180 Vertragsstaaten verhandeln auf der 7. Konferenz der Konvention über die Biologische Vielfalt vom 9. bis 20. Februar 2004 in Kuala Lumpur, Malaysia, über die Einrichtung eines weltweiten Netzwerks von Schutzgebieten. Damit wollen sie das Sterben von Arten und den Verlust von Lebensräumen bis 2010 deutlich verringern. Zur Zeit sterben täglich bis zu 150 Tier- und Pflanzenarten aus.
Wissenschaftler der Universität Cambridge schätzen, dass weltweit 25 Milliarden US-Dollar (20 Milliarden Euro) jährlich für den Erhalt der bestehenden und den Aufbau neuer Schutzgebiete fehlen. Neben der Weltbank müssen nach Ansicht der Umweltorganisationen die reichen Länder wie USA, und Japan sowie die EU ihre Beiträge an die Globale Umweltfazilität (GEF), stark erhöhen. Mit dem Geld der GEF werden die CBD-Beschlüsse umgesetzt.
Federführend bei den CBD-Verhandlungen ist das Bundesumweltministerium (BMU). Doch für die GEF ist das Entwicklungshilfeministerium zuständig. Die 13 Umweltschutzverbände appellieren an Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Bundeskanzler Gerhard Schröder, ihre bisherige ablehnende Haltung aufzugeben. Mit einer Kanzler-Initiative solle Deutschland auf der UN-Konferenz mehr Geld für weltweite Schutzgebiete zur Verfügung stellen.
Ein Netzwerk von Schutzgebieten ist nicht nur entscheidend für den Erhalt der Artenvielfalt. Hochwasserschutz, Bergwaldschutz, Lawinenschutz und Trinkwasserschutz sind kostenlose Leistungen von Naturschutzgebieten. Nach Studien des CIFOR (Center for International Forestry Research, Indonesien) hat der Verlust an Ökosystemen auch direkt Armut und Verelendung zur Folge. Die Bundesregierung muss Urwald- und Meeresschutz daher als Beitrag zur Armutsbekämpfung begreifen.
Die gemeinsame Resolution wird unterstützt von: Greenpeace, Deutscher Naturschutzring (DNR), Naturschutzbund Deutschland (NABU), WWF Deutschland, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Tropenwaldstiftung OroVerde, Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz (ARA), Europarc Deutschland, Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM), Vogelschutz-Komitee (VSK), Deutscher Alpenverein (DAV), Zoologische Gesellschaft Frankfurt, AG Wald vom Forum Umwelt & Entwicklung.

WWF 29.01.2004
WWF Studie offenbart besorgniserregende Wirkungen von Chemikalien auf Mensch und Natur
Selbst am entlegensten Pol der Erde haben Wissenschaftler Industriegifte gefunden. Eine heute veröffentlichte Studie der Umweltstiftung WWF (World Wide Fund for Nature) zeigt anhand aktueller Forschungsergebnisse die chemische Belastung von Menschen und Tieren (u.a. Wale, Eisbären, Seehunde und Falken) auf. Viele der nachgewiesenen Substanzen werden nach wie vor in täglichen Konsumartikeln eingesetzt.
Die WWF Studie macht erstmals umfassend die Gefahren beispielsweise von Fluorchemikalien deutlich, die heute immer noch auf dem Markt sind. Diese Fluorverbindungen werden unter anderem bei der Herstellung von Textilien und Antihaftbeschichtungen wie Teflon eingesetzt. Viele Fast-Food Verpackungen sind mit Fluorchemikalien beschichtet, die über die Nahrung aufgenommen werden und sich im menschlichen Körper anreichern. Wissenschaftler haben verschiedene Fluorchemikalien in Delfinen, Walen und Kormoranen im Mittelmeer nachgewiesen, darüber hinaus in Seehunden und Seeadlern in der Ostsee und Eisbären in der Arktis.
Der Bericht hebt außerdem Phthalate, Phenole und bromierte Flammschutzmittel als besonders besorgniserregende neue Substanzgruppen hervor.    

Nationalpark Harz
Winterliche Spurensuche nach den Harzer Luchsen
Wie viele Luchse gibt es im Harz und wo leben sie? Das wollten Förster, Jäger und Naturschützer mit einer gemeinsamen Abfährtaktion herausfinden. Die Ergebnisse wurden inzwischen vom Nationalpark Harz ausgewertet. Wie die Nationalparke Harz und Hochharz und die Stelle für Waldinformation im Niedersächsischen Forstamt Braulage mitteilten, gaben Neuschnee und eine darauf folgende klare Nacht am 22.1.2004 das Startsignal für die diesjährige, harzweite Abfährtaktion nach dem Luchs. Förster, Jäger und Naturschützer in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen suchten auf zuvor von den Forstämtern festgelegten Wegen nach Spuren des Luchses. Jeder Spurfund wurde sofort per Handy an die koordinierenden Stellen in den Nationalparken Harz und Hochharz weitergeleitet. Ziel der gleichzeitig durchgeführten Aktion war es, den Bestand der Luchse zu schätzen, die seit Anfang 2000 ausgewildert wurden. In einigen Fällen konnten die Spurfunde sogar durch Sichtbeobachtungen und den Fund von Beuteresten des gespürten Luchses ergänzt werden. Inzwischen liegen die Ergebnisse vor. Demnach wurden 6 - 8 Luchse bestätigt, die sich am Donnerstag in dem Gebiet zwischen Herzberg, Walkenried, Darlingerode und Bad Harzburg aufhielten. In einem Fall wurden sogar die Spuren zweier erwachsener Luchse gemeldet, die gemeinsam umherzogen - ein erstes Zeichen der beginnenden Paarungszeit. Hoher Schnee in den Hochlagen des Harzes erschwerte es den Mitarbeitern, die Fährtenlinien abzulaufen. So wurden mit der Aktion nicht alle Luchse erfasst, sondern lediglich ein Mindestbestand entdeckt. So liegen z.B. aus den vergangenen Wochen durchaus auch Luchsbestätigungen aus dem Nordwest-Harz vor. Dort konnten Forstbeamte und Jäger am Donnerstag keinen Spurfund melden. Zum Teil mag dies aber auch am Verhalten der Luchse liegen, die nach erfolgreicher Jagd einige Tage lang ihr Beutetier bewachen und somit auch keine Fährtenlinien kreuzen.


WWF legt Report über die wirtschaftliche Bedeutung von Feuchtgebieten vor
Frankfurt a. M., 02.02.2004:
Flüsse, Seen und Sümpfe sind nicht nur als Trinkwasserspeicher, Erholungsgebiete und Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen von unschätzbarem Wert, Feuchtgebiete haben darüber hinaus eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. Sie dienen als Wasserfilter und tragen zum Hochwasserschutz bei. Der jährliche Wert dieser Funktionen liegt bei 70 Milliarden US Dollar. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des WWF. Die Naturschützer erinnern anlässlich des Internationalen Tag der Feuchtgebiete, wie leichtsinnig diese Werte aufs Spiel gesetzt werden: Überflutungsflächen werden trockengelegt, Flüsse begradigt, und Industrie und Landwirtschaft verschmutzen die Flüsse
Der Report verdeutlicht, dass in den vergangenen 100 Jahren die Hälfte aller Feuchtgebiete weltweit verschwunden ist. „Damit wurden zugleich enorme Werte vernichtet. Bislang hat man diese ökonomische Bedeutung aber weit unterschätzt“, bemängelt der WWF. Im Gegenteil: Statt diese Gebiete zu erhalten, werden Milliarden ausgegeben, um Auwälder und Überflutungsflachen als Bauland oder für die Landwirtschaft zu nutzen. Dies möge zwar kurzfristig Gewinne abwerfen, sei aber mittelfristig kontraproduktiv. Der WWF fordert eine Umkehr in der internationalen Wasserpolitik. Es sei viel billiger, die Feuchtgebiete zu bewahren als anschließend die Schäden zu beseitigen, die durch eine verfehlte Politik hervorgerufen werden. 


WWF/Conservation Action Network
http://takeaction.worldwildlife.org/action/
RUSSIA'S NATURE RESERVES AND PARKS AT RISK
Russia's world-class nature reserves and national parks face a serious threat and need
help from activists around the world. Recently, the managers of Russia's 100 nature
reserves and 35 national parks received a telegram from the Ministry of Natural Resources
informing them that these protected areas would soon be closed. Although the government
subsequently reversed course after an outcry from the public, saying that the telegrams
had been sent mistakenly, the managers and other Russian conservationists believe the
nature reserves and national parks are still in grave danger.
Closing the nature reserves (known as zapovedniks) and the national parks would be
an enormous loss for Russia and for the world. The zapovedniks alone comprise 83 million acres,
encompass some of the world's most biologically diverse ecosystems, and provide habitat and
migratory stop overs for countless species.


Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps
Natur- und Artenschutz

Freie Presse (Chemnitz) - 02. Feb. 2004
Lausitzer Wölfin meldet sich per Funk
In der Lausitz wurden am Sonnabend zwei Wölfe gefangen. Das Leittier des Rudels, das in der Neustädter Heide lebt, ist mit einem Peilsender versehen und wieder freigelassen worden. Der zweite Wolf war ein zehn Monate alter Welpe. Ein Gen-Test soll klären, ob sich seine Mutter mit einem Hund gepaart hat. Drei weitere Welpen sollen aus demselben Grund gefangen werden. Tragen sie Hundegene in sich, werden die Tiere in einen Zoo gebracht.

Bautzener Bote - 03. Feb. 2004
Zwei Wölfe lebend gefangen – Vater des einen könnte ein Hund sein
Bundesförster und Wildbiologen haben in einer in Deutschland seit Jahrhunderten einmaligen Jagd zwei Wölfe lebend gefangen. Die Aktion fand am vergangenen Wochenende auf dem Oberlausitzer Truppenübungsplatz im Raum Neustadt/Spree statt. Wolfsexperten gehen davon aus, dass die Welpen des Neustädter Wolfsrudels Hybriden sind. Diese vier Tiere stammen vermutlich von einer Wölfin und einem Hund ab. Bei den jetzt gefangenen Tieren handelt es sich um die Wölfin und ein Jungtier, das vermutlich ein Wolfsmischling ist. Die Gene der Hybriden dürften sich aus Artenschutzgründen nicht in der Lausitzer Wolfspopulation ausbreiten. DNA-Analysen vom Blut des Welpen sollen nun Aufschluss darüber geben, ob es sich tatsächlich um einen Mischling handelt.

Tiroler Tageszeitung Online - 30. Jan. 2004
Deutscher mit 450 Fröschen im Gepäck in Peru festgenommen
Ein Deutscher ist auf dem Flughafen der peruanischen Hauptstadt Lima mit 450 unter Artenschutz stehenden Zwergfröschen festgenommen worden. Der Mann habe die lebenden, nur drei Zentimeter großen Tiere in Dosen verpackt und in seinem Gepäck versteckt. Außerdem habe er versucht, eine größere Zahl exotischer Käfer außer Landes zu schmuggeln. Der Deutsche habe angegeben, die Tiere in einem Geschäft im Zentrum Limas gekauft zu haben. Er habe die Tiere nicht zum Weiterverkauf erworben, sondern für einen kleinen Zoo, den er in Frankfurt am Main unterhalte.

Umweltjournal - 2. Febr. 2004
Ebay: Tierhandel und kein Ende
Auf den Seiten des Internet-Auktionshauses Ebay werden nach wie vor geschützte Tierarten in erheblichem Umfang gehandelt. Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord am Montag mitteilte, hat die Anzahl illegaler Tier-Versteigerungen bei Ebay im Januar 2004 wieder deutlich zugenommen. Unter anderem sind innerhalb weniger Wochen mehrere hundert geschützte Vogelarten, insbesondere Greifvögel und Eulen, Dutzende Bären- und Raubkatzenfelle, Elfenbeinprodukte sowie Schädel von Leoparden, Delfinen und Belugawalen versteigert worden. Zwar habe man bei Ebay nach heftigen Protesten von Naturschützern im letzten Jahr damit begonnen, artgeschützte Produkte zu löschen, diese Tätigkeit aber offensichtlich Ende 2003 wieder eingestellt, so Hirschfeld. Und das trotz eines schwebenden Ermittlungsverfahrens wegen Unterstützung von Artenschutz-Straftaten der Staatsanwaltschaft Bonn. Seit Dezember 2003 haben Komitee-Mitarbeiter etwa 650 weitere illegale Tier-Auktionen bei Ebay ausfindig gemacht.

Newsclick.de 31. Jan. 2004
T-Shirt-Kiste voller Vogelspinnen
Das Spektrum an Tieren, die im Artenschutzzentrum Leiferde betreut werden, wird immer größer. Auf der anderen Seite wachsen die Sorgen, wie lange die Arbeit bei schwindenden Ressourcen noch in vollem Umfang geleistet werden kann. Bärbel Rogoschik, Leiterin des vom Naturschutzbund (Nabu) geführten Hauses, zog gestern dennoch eine unter dem Strich zuversichtliche Bilanz. 2003 haben wir 2.064 Tiere aus 191 Arten gepflegt", berichtete Rogoschik, damit sei das schon im Vorjahr sehr hohe Aufkommen erneut übertroffen worden. "Es muss damit aufhören, dass Haustiere immer exotischer werden müssen", mahnte Rogoschik.

Der Standard – 01. Febr. 2004
Die Rückkehr der Bongo-Antilope
Die seltene Bongo-Antilope ist am Samstag in ihrer ostafrikanischen Heimat Kenia offiziell wieder angesiedelt worden. 18 der seltenen, weißgestreiften Tiere sind am Freitag nach Medienberichten mit einem Flugzeug aus dem US-Bundesstaat Florida angekommen. Den Behörden zufolge sollen mehr ihrer Art folgen. Die jungen Huftiere stammen aus amerikanischen Tiergärten, die seit langem ein Zuchtprogramm für die Wiederansiedlung betreiben. Wegen ihres Fleisches und ihrer schönen Haut begehrt, wurden die Bongo-Antilopen bis in die 60er Jahren gezielt gejagt. Früher wurden Bongo-Trommeln in West-Afrika mit ihrer Haut bespannt. Bongo Woodley, ein Wächter aus dem Wildpark Mount Kenya, der sogar den Namen der Unterart trägt, sagte er habe seit zehn Jahren keine einzige Bongo-Antilope zu Gesicht bekommen.

Rheinische Post - 04. Feb. 2004
Die Rückkehr der Bongos
18 Bongo-Antilopen sind aus einem amerikanischen Zuchtprogramm in ihre natürliche Heimat geflogen worden. Bis Jäger und Umweltzerstörung sie fast ausgerottet hätten, gab es Bongo-Antilopen von der West- bis zur Ostküste Afrikas. "Heute ist der größte Tag meines Lebens", sagt Don Hunt. "Davon haben wir 35 Jahre lang geträumt." Hunt kam 1964 als Jäger nach Kenia. Doch als er bemerkte, dass die Tierpopulation unaufhörlich schrumpfte, verschrieb er sich dem Umweltschutz.
Zusammen mit seinem Freund, dem Schauspieler William Holden, fing der Amerikaner 20 vom Aussterben bedrohten Bongos ein und schickte sie für Zuchtprogramme in die USA. Nun sind die Nachkommen dieser Tiere zum Mount Kenya zurückgekehrt - ein wichtiger Schritt hin zur Erfüllung von Hunts Traum, die Antilopen in der Gegend wiederanzusiedeln, die der 72-Jährige jetzt seine Heimat nennt. Eines der Hauptprobleme dabei sei die Finanzierung. Allein das Chartern des Flugzeugs habe 240.000 Dollar gekostet. Die Zootiere, die zunächst in ein rund 40 Hektar großes Gehege gebracht wurden, seien für ein Leben in freier Wildbahn zu zahm. "Bevor wir in Betracht ziehen, sie ganz freizulassen, müssen wir sie dazu bringen, dass sie die Nähe von Menschen meiden und in der Lage sind, selbst Nahrung zu finden", sagt Surrat.

Basler Zeitung - 02. Feb. 2004
Schweiz setzt sich für Artenschutz-Massnahmen ein
Die Schweizer Delegation will sich an der UNO-Biodiversivitätskonferenz in Malaysia ab kommendem Montag für konkrete Vorgaben und Umsetzungsmassnahmen einsetzen. An der Tagung zur Ausfuhr von gentechnisch veränderten Organismen soll die Frage der Haftpflicht geklärt werden. Das Ziel ist es, den weltweiten Biodiversitätsverlust bis 2010 zu vermindern und anschliessend ganz zu stoppen. Heute verschwinden jährlich weltweit 27.000 Arten. Die Schweiz wolle sich deshalb dafür einsetzen, dass die 188 Vertragsparteien der UN-Biodiversitätskonvention klare Vorgaben formulieren und konkrete Umsetzungsmassnahmen festlegen. Die Delegation wird laut Communiqué auf die Bedeutung einer Vernetzung der Schutzgebiete hinweisen und ein System vorstellen, das zur Förderung der Ursprungserklärungen bei genetischen Ressourcen beitragen soll. Ebenfalls traktandiert ist ein Arbeitsprogramm zum Schutz der Artenvielfalt der Berge.

Sächsische Zeitung - 04. Feb. 2004
Lutz Michel ist der Koala-Mann
Das Hobby seiner Frau und sein ursprünglicher Beruf führten Lutz Michel zu einem eher seltenen Engagement. Von Großschönau aus setzt sich der studierte Tierarzt für den Schutz der Koalas in Australien ein. Er sammelt Spenden für das Koala-Krankenhaus in Port Macquarie und findet Tierpaten selbst in der Schweiz und Österreich.

Die Totengräber sterben aus
Veterinärmediziner belegen: Ein Medikament ist verantwortlich für
eine Seuche bei Geiern in Pakistan
http://www.wams.de/data/2004/02/01/231204.html

Poachers drive orang-utans to extinction
http://www.smh.com.au/articles/2004/01/25/1074965436614.html
http://www.theage.com.au/articles/2004/01/25/1074965433539.html
The number of orang-utans has declined by a third in the past 10 years and the species could become extinct in two decades if nothing is done to save the great ape, a conference in Jakarta has concluded. However, the most detailed count of wild orang-utans in the past decade has found between 50,000 and 60,000 in the Indonesian islands of Sumatra and Borneo, twice as many as had previously been estimated.
Aerial and ground counts of the forest-canopy nests the apes build each day have revealed several new populations in central and west Kalimantan. "It's clear that we have made a big underestimate of the numbers in Borneo," said Willie Smits, head of the Borneo Orang-utan Survival Foundation, the world's largest great ape preservation project. "But this is not great news if you look at the percentage of orang-utan habitat being lost every year and the numbers still being poached and killed. If this continues, in 20 years there will be no orang-utans left in the wild." Seven prosecutions of illegal traders by Indonesian authorities in the past six months had done little to slow smuggling operations, Dr Smits said.

Mexico designates 34 new areas as protected marshland
They will fall under the protection of the international Ramsar Convention on Wetlands.
http://www.enn.com/news/2004-02-03/s_12697.asp

Bush budget cuts environmental funding by 7 percent
It includes more money to clean up toxic waste sites, while slashing funds for clean water projects by about $500 million.
http://www.enn.com/news/2004-02-03/s_12690.asp

Malaysian conference gets to the heart of sustainability
Hear the term "convention on biological diversity," and one might tend to think of biologists gathered over a buffet of rubber chicken to discuss the mating habits of snails. But the meeting of the Convention on Biological Diversity, which begins next week in Kuala Lumpur, Malaysia, is actually more about people than other animals.

http://www.enn.com/news/2004-02-05/s_12788.asp

Malaysia is accused of illegally selling millions of dollars of Indonesian hardwood

Baby cribs, pictures frames, and many consumer items destined for Western markets are made from illegally logged Indonesian timber, which is smuggled across the border into Malaysia, environmentalist groups said Wednesday.

http://www.enn.com/news/2004-02-05/s_12801.asp

Alaska sea otters' disappearance a mystery

When Russian explorers first saw sea otters bobbing in the waters off Alaska's Aleutian Islands in the mid-18th century, they knew they had discovered a money maker.

http://www.enn.com/news/2004-02-05/s_12792.asp

Mexican sea turtles are massacred by armed poachers

Carcasses of hundreds of endangered sea turtles, bludgeoned and carved open by poachers, litter the virgin beach of San Valentin on Mexico's Pacific coast in Guerrero state.

http://www.enn.com/news/2004-01-30/s_12617.asp

Orangutans in rehab are only the start for Borneo apes

In great ape terms, 9-month-old orangutan orphan CT could consider herself lucky. After a plantation owner tipped off staff about her fate, the furry orange ball's was sent to Malaysia's main orangutan center last month, making her future prospects quite bright.

http://www.enn.com/news/2004-01-30/s_12575.asp
Bush Budget Calls for Oil Drilling in Alaska Refuge
http://www.planetark.com/dailynewsstory.cfm/newsid/23687/story.htm


Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen     ~ TV-Tipps
Weitere Infos


Neues Schmetterlingshaus in Sachsen feiert Eröffnung
Einmalig in Sachsen eröffnet am 7. Februar 2004 im Zittauer Gebirge das Schmetterlings- und Reptilienhaus, das unter unserem exotischen idea-Know How frei nach dem Motto "Erholen, erleben und erlernen" im Kurort Jonsdorf entstand.
Mehr Infos unter http://www.schmetterlingshaus.info



International Zoo News Vol. 50/8 (No. 329) 
IN MEMORIAM – Gerard van Dam
Husbandry of Dholes at San Diego Wild Animal Park      
Vocalizations of Juvenile Cheetahs   
during Feeding at Schönbrunn Zoo   
Heidelberg – a Zoo Reborn 
Kerbert and the Japanese Giant Salamander: Early Scientific Achievements in the Amsterdam Aquarium
A Note on the Births of Bearded Saki and Woolly Monkey in Brazilian Zoos
http://www.zoonews.ws/IZN/329/IZN-329.htm
(kostenlos online, leider nicht als PDF-Download, sondern als riesige, verhauene Website)


Journal for Nature Conservation, Volume 11(4)
Abstracts and the full text will be available at:
http://www.ingenta.com/journals/browse/urban/341?mode=direct
Special issue: Management of visitor flows in protected areas
Section 1 – Visitor monitoring methods
Section 2 – Modelling visitor flows
Section 3 – Conflicts
Section 4 – Standards
Section 5 – Visitor management


Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps
Ausstellungen

OLTEN Naturmuseum Olten:
LEBENDE OSTERHASEN UND KÜKEN
2.4. bis 18.4.2004

BERLIN Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem:
VICTORIA & CO. IN BERLIN
Ausstellung zum 100. Geburtstag des Botanischen Gartens
27.2. bis 5.9.2004
http://www.bgbm.org/BGBM

Kirchgasse 10, CH-4600 Olten, 0041-62/2127919
http://www.naturmuseum-olten.ch

BAD WURZACH Naturschutzzentrum:
UND IST MEIN NEST GEBAUT, SING ICH ZUM DANKE DIR...
Eine Ausstellung übr Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten
bis 18.4.2004


VILLINGEN-SCHWENNINGEN Uhrenindustriemuseum:
DAS GLÜCK FLIEGT IN DER LUFT
Eine Ausstellung über die Geschichte der Brieftauben
bis 31.3.2004

ZÜRICH Landesmuseum Zürich:
FASZINATION FORSCHUNG
März 2004 bis Juni 2004
http://www.musee-suisse.ch

GOTHA Museum der Natur:
KANARISCHE INSELN. SCHMELZTIEGEL DER EVOLUTION
bis 31.3.2004

Parkallee 15, DE-99867 Gotha, 03621/8230-10
http://www.gotha.de/sehensw_mus_natur.asp

Fotoausstellung: Berliner Tierpark- und Zooporträts:
bis 15. Februar im Affenhaus des Tierparks Friedrichsfelde

BAD DÜRKHEIM Pfalzmuseum für Naturkunde
PFLANZEN UND TIERE DES JAHRES 2004
Ab März 2004
http://www.pfalzmuseum.de/

PADERBORN Naturkundemuseum im Marstall:
GLANZLICHTER 2003 - Projekt Natur & Fotografie
 bis 14.3.2004
http://www.paderborn.de/cs_kunst_kultur/content/sp_auto_7329.php

BIEL-BIENNE Schweizerisches Landesmuseum
Über den Ursprung unserer Haustiere
(mit Pro Specie Rara)
bis März 2004
http://webmuseen.de/Ausstell_23731.html

 

Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps
TV-Tipps

tv.nrw: Samstags ca. 18:15 Uhr "Ein Platz für Tiere" mit Bernhard Grzimek aus den 70er und 80er Jahren; teilweise mit Zoo-Berichten. 
RTL2, Sonntags ca 13:30: Mehrere Folgen "Crocodile Hunter", mit Steve Irvin, aus dem Australia Zoo, Beerwah

Fr., 06.02.2004, 12:30-13:00 B1, Natur-Nah, Herr der Wölfe - Ein Wildbiologe in den Karpaten
Fr., 06.02.2004, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Geschichten aus dem Leipziger Zoo
Fr., 06.02.2004, 20:15-21:00 B1, Tierwelten, Ostpreußens Wälder
Sa., 07.02.2004, 05:55-06:25 HR, Welt der Tiere, Der Krieg der Hörnchen
Sa., 07.02.2004, 10:30-11:00 B-alpha, Zoo & Co., Wenn Kängurus die Wand hoch gehen
Sa., 07.02.2004, 14:45-15:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Bruno und die Storchenhochzeit
So., 08.02.2004, 14:20-15:05 ORF2, Universum, Der Fluss der Hippos
So., 08.02.2004, 16:00-16:30 BR, Welt der Tiere, Gorillas zwischen den Fronten
So., 08.02.2004, 18:55-19:25 B1, Welt der Tiere, Eyespot - ein Hund wird zur Legende
Mo., 09.02.2004, 12:30-13:00 BR, Welt der Tiere, Gorillas zwischen den Fronten
Mo., 09.02.2004, 21:00-21:45 HR, Anklage Mord!, Ein Krokodil vor Gericht
Mo., 09.02.2004, 21:30-22:00 3sat, AmaZoonico, Ein Zoo im Urwald von Ecuador
Di., 10.02.2004, 14:00-14:25 WDR, Felix und die wilden Tiere, 51. Im bayerischen Urwald ist was los
Di., 10.02.2004, 20:15-21:05 ORF2, Universum, Die Krokodile der Pharaonen
Di., 10.02.2004, 21:15-22:00 ORB, Planet der Menschen, Welt ohne Wildtiere
Di., 10.02.2004, 22:05-22:35 ORB, Elefant, Tiger & Co. (12)
Di., 10.02.2004, 22:15-23:00 N3, Prisma, Die Tiere der Vergangenheit (1), Säbelzahntiger, Mammut und Riesenhirsch
Mi., 11.02.2004, 15:45-16:30 3sat, Grüne Inseln im steinernen Meer - Nationalpark Nockberge
Do., 12.02.2004, 16:00-16:30 3sat, Zoos der Welt, Dschungel unterm Glasdach - vom Zoo zum Bio-Park
Do., 12.02.2004, 20:00-21:00 SF1, Alligatoren hautnah, Bei den Riesenreptilien in Florida
Fr., 13.02.2004, 15:35-16:00 HR, Das Tal der Raben (I)
Fr., 13.02.2004, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Geschichten aus dem Leipziger Zoo
Fr., 13.02.2004, 23:00-00:10 WDR, Der Weiße Wal, Moby Dick im Rhein
Sa., 14.02.2004, 05:45-06:15 HR, Vogelparadies am Wüstenrand, Der Djoudj-Nationalpark im Senegal
Sa., 14.02.2004, 09:35-10:35 VOX, BBC Exklusiv, Die Affenbande - Tagebuch einer Schimpansenfamilie, Teil 2
Sa., 14.02.2004, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Der afrikanische Wolf
Sa., 14.02.2004, 12:00-12:15 BR, Zoo & Co., Im Zeichen des Gorilla
Sa., 14.02.2004, 14:45-15:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Frühjahrsputz im Haifischbecken
Sa., 14.02.2004, 17:55-18:30 VOX, tierzeit: Der Andenkondor - Comeback des Flugkünstlers
So., 15.02.2004, 09:45-10:45 VOX, Süddeutsche TV, Wie das Nashorn Liebe macht, Ein Jahr im Kölner Zoo, Teil 1
So., 15.02.2004, 16:00-16:45 SWR, Terra Fantastica, Der Zoo - Letzte Chance für wilde Tiere? *beste Zoo-Doku 2001*


ausführliche Vier-Wochen-Vorschau: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
 

Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo und Naturschutz aus Online-Zeitungen. Aus Copyright- und Platzgründen zitieren wir lediglich aus den Meldungen und versuchen, sie dabei inhaltlich unverändert wiederzugeben. Die vollständigen Artikel sind verlinkt; leider werden die Links oft nach kurzem ungültig oder die Artikel in ein Archiv verschoben. Meist lassen sie sich dort mit einer Suchfunktion wiederfinden. Für den Inhalt der Artikel können wir natürlich keine Verantwortung übernehmen. 
Für wöchentliche englische, weltweite Zoo-Meldungen empfehlen wir ZooNewsDigest. Anmelden: E-Mail an zoonewsdigest-subscribe@yahoogroups.com
Pressemitteilungen und Hinweise auf weitere Artikel sind ausdrücklich erwünscht: redaktion@zoo-information.de. Wir freuen uns über jede Form auch kritischer Rückmeldung und über einen Besuch der Zoo-AG unter www.zoo-ag.de
Die Zoopresseschau ist eine unabhängige Publikation der Zoo-AG Bielefeld: Anbieterkennzeichnung. Weitere Hinweise, Impressum, Optionen, An- und Abmelden und Archiv aller Ausgaben unter www.zoopresseschau.info

© 2004 Zoo-AG Bielefeld

zur Startseite

Suche im Archiv


Archiv Web

über 630 Zoos in Deutschland