Zoopresseschau

Zoo-AGBielefeld
http://www.zoo-ag.de

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Ausgabe 196 vom 15. Januar 2004
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse zusammengestellt von Dirk Petzold
und Dr. Martina Raffel
Artikel-Recherchen: Reinhard Hellwig
Bearbeitung Pressemitteilungen: Kirstin Adrian
ISSN 1619-6643

Liebe Leser,
 

gestern wurden die politischen Früchte der EAZA-Bushmeat-Kampagne und der Unterschriftensammlung geerntet: Das Europaparlament verabschiedete die Bushmeat-Resolution. Die deutsche Koordinatorin der Aktion, Dr. Holtkötter: "Immerhin ist es das erste Mal, dass eine Petition an die EU es bis zur Resolution im Parlament gebracht hat, und ein paar der 1,9 Millionen Unterzeichner aus den europäischen Zoos freuen sich bestimmt, zu hören, was aus ihrer Unterschrift geworden ist". Hoffen wir, daß die Politiker der Mitgliedstaaten zügig nun auch handeln. 

Passend dazu wurde erstmals ein Bushmeat-Händer in England zu Gefängnisstrafe verurteilt.
Alle Meldungen dazu gleich am Beginn unserer Übersicht.

Der Safaripark Gänserndorf bei Wien, langsam auf dem Weg der Konsolidierung, mußte nun doch Konkurs anmelden, nachdem das Sanierungskonzept abgelehnt wurde. Den engagierten Mitarbeitern, die uns im September durch den Park führten, allen voran Dr. Signe Preuschoft und Laszlo Törok, möchten wir unser Bedauern ausdrücken und die Hoffnung, daß durch eine Neugründung eine Chance zum Erhalt der Elefanten- und Affernprojekte bietet.

Das Rätsel um den 15-m-Python ist (leider) wenig spektakulär gelöst (und damit uninteressant für die deutschen Medien, die erst ausführlich berichtet hatten...):
World's 'longest snake' comes up short A photographer working for Reuters returned to the Curugsewu park with a measuring tape. The snake's true length – around 6.5 metres. "I have no idea why the snake has shrunk," said one keeper.
http://www.stuff.co.nz/stuff/0,2106,2778101a12,00.html

Auch die Frage von letzter Woche, wo denn das jährliche Flamingo-Zählen bliebe, wurde prompt beantwortet (Pressemitteilungen).

Und welche Meldung aus deutschen Zoos schaffte es wohl in die internationale Presse?
Cat and bear odd couple reunited in Berlin Zoo
Muschi, a small cat that formed an unlikely friendship with a half-tonne bear called "mouse" in Berlin Zoo, has been reunited with her companion
http://www.reuters.com/locales/newsArticle.jsp?storyID=4101787

Die 200. Ausgabe der Zoopresseschau steht vor der Tür. Wir würden gerne wieder ein Preisrätsel veranstalten - nur fehlen dafür noch die Preise. Vielleicht möchte ja der eine oder andere Zoo oder Verband etwas zur Verfügung stellen? (aber bitte kein Zoo Csemege...) 

Dirk Petzold


   Werbung in einem ungarischen Zoo
  Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

Brüssel, 14.Januar 2004
offizielle Pressemitteilung von EAZA und IFAW
EAZA und IFAW begrüßen Forderungen des Europaparlaments zur Rettung der letzten Menschenaffen und anderer Wildtiere vor der Ausrottung durch illegale Jagd.
Heute hat das Europäische Parlament mit überwältigender Mehrheit beschlossen, die Lösung eines der größten Probleme für das Überleben von Wildtieren weltweit in Angriff zu nehmen: Verabschiedet wurde eine Resolution, die die Überjagung von Wildtieren für den Fleischverzehr stoppen soll, die sog. Bushmeat-Krise (bushmeat, Buschfleisch = das Fleisch wildlebender Tiere).
Die in den letzten Jahren alarmierende Zunahme der nicht-nachhaltigen Jagd auf Wildtiere für den kommerziellen Fleischhandel, angeheizt durch die Ausbreitung der Holzwirtschaft, bedroht das Überleben ganzer Populationen gefährdeter Tierarten einschließlich der Menschenaffen und Waldelefanten. Der Buschfleischhandel gefährdet aber auch eine wesentliche Nahrungsressource von bis zu 150 Millionen Menschen, die zu den Ärmsten der Welt zählen und in Dorfgemeinschaften die Wälder bewohnen, von deren Wildtieren sie sich ernähren. Darüber hinaus stellt der illegale Wildfleischhandel eine erhebliche Gesundheitsgefährdung für die Menschen nicht nur in Afrika, sondern auch in Europa dar, wohin große Mengen illegal importiert werden. Der Kontakt mit Buschfleisch beinhaltet ein erhöhtes Infektionsrisiko für von Tieren ausgehende Krankheitskeime wie SIV/HIV, Affenpocken und Ebola.
Die vom Europaparlament verabschiedete Resolution beruht auf einer von 1,9 Millionen Menschen unterzeichneten Petition, die vom Europäischen Zooverband EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) initiiert und vom Welttierschutzfond IFAW (International Fund for Animal Welfare) unterstützt wurde. Sie fordert eine EU-Strategie zur Bekämpfung der Buschfleisch-Krise mit dem Ziel, die Biodiversität zu erhalten und Tierarten, die akut durch den Wildfleischhandel bedroht sind, zu schützen. Weiterhin wird ein Importstop für Produkte von Firmen (z.B. Holzkonzernen) verlangt, die bestehende Gesetze brechen und zum Bushmeat-Problem beitragen, indem sie ihren Arbeitern etwa erlauben, Wildtiere für den Fleischverzehr zu wildern und/oder dabei firmeneigene Transportmittel zu benutzen.
Dr. Bryan Carroll, Vorsitzender des EAZA Bushmeat Komitees, erklärte: „Das Parlament hat die Stimmen der 1,9 Millionen EU-Bürger und Wähler gehört, die nach Maßnahmen zur Lösung der Buschfleisch-Krise rufen, aber nun ist es Sache der Europäischen Kommission, den Willen des Parlaments auch umzusetzen. Wir fordern das Parlament und die Mitgliedstaaten dazu auf, die Finanzierung der in der Resolution genannten Maßnahmen sicherzustellen.“
Hemmo Muntingh, politischer Berater bei IFAW, betonte: „Genau in diesem Moment sterben in Afrika regional, lokal und national ganze Tierarten bzw. Populationen aus. Es ist höchste Zeit, der Lösung des Buschfleisch-Problems absolute Priorität einzuräumen und erheblich mehr Geld aus dem EU-Budget und dem Europäischen Entwicklungsfond für den Erhalt von Artenvielfalt, Schutzgebieten und Nationalparks zur Verfügung zu stellen.“
Der irische Europaabgeordnete Proinsias De Rossa, Autor des Berichtes des EU-Petitionsausschusses und der Resolution, sagte: „Dieser Bericht entstand als Antwort auf eine Petition, die von 1,9 Millionen EU-Bürgern unterschrieben wurde – eine beachtliche Demonstration von demokratischer Beteiligung.“ Er betonte, dass „das Ausmaß der Jagd auf Wildtierfleisch, vor allem in Afrika, ernstlich das Leben vieler Dorfgemeinschaften gefährdet, die auf das Fleisch wilder Tiere als Bestandteil ihrer Nahrung angewiesen sind.“
Der britische Europaabgeordnete John Corrie, Autor der Stellungnahme des Entwicklungsausschusses, sagte „Wenn die Jagd auf Wildtiere nicht wirksam kontrolliert wird, steht das Ökosystem Wald in Afrika und anderen Ländern vor dem Zusammenbruch, und damit auch die dortige Tourismusindustrie.“ Von noch größerer Bedeutung sei seiner Meinung nach „das mögliche weltweite Desaster infolge der Verbreitung von Ebola oder neuen Varianten von HIV, die mit dem illegalen Export von Wildfleisch zusammenhängt.“

ENTSCHLIESSUNGSANTRAG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
zum Schutz und zur Erhaltung von Großaffen und anderen durch den illegalen Handel mit Buschfleisch bedrohten Arten (Petition 461/2000)
Das Europäische Parlament,
-   in Kenntnis der Petition 461/2000 des Europäischen Zooverbandes, „European Association of Zoos & Aquaria“ (EAZA) und des Internationalen Tierschutzfonds (IFAW), mit 1,9 Millionen Unterschriften,
–   unter Hinweis auf den Aktionsplan zur Erhaltung der biologischen Vielfalt im Rahmen der Wirtschafts- und Entwicklungszusammenarbeit,
–   unter Hinweis auf die Entschließung der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung betreffend das Jagen und Töten von Großaffen und die Zerstörung der tropischen Wälder in Zentral- und Westafrika, angenommen am 22. März 1996 in Windhoek, Namibia(1),
–   unter Hinweis auf die Entschließung des World Conservation Congress zum nicht nachhaltigen Welthandel mit Wildfleisch, angenommen auf seiner 2. Tagung in Amman (Jordanien) vom 4. bis 11. Oktober 2000,
- fordert die Kommission dringend auf, im Zuge der Umsetzung des EU-Aktionsplans zur Erhaltung der biologischen Vielfalt eine EU-Strategie und einen Aktionsplan zum Thema Buschfleisch zu erstellen – und zwar mit dem eindeutigen unilateralen Ziel der Erhaltung der Artenvielfalt und des Schutzes der durch den Buschfleischhandel bedrohten Tierarten – und diesen mit ausreichenden Mitteln zur Durchsetzung dieses Ziels auszustatten;
- betont den Zusammenhang zwischen der Jagd auf Buschfleisch sowie dem Verzehr dieses Fleischs und dem Stand der wirtschaftlichen Entwicklung, weshalb die Frage der Buschfleischjagd und ihrer Bedrohung für gefährdete Arten, vor allem die Großaffen, im Rahmen einer integrierten Entwicklungsstrategie und Armutsbekämpfung angegangen werden muss;
- ist der Ansicht, dass Gemeinschaften, die traditionell von Buschfleisch als vorrangiger Quelle von tierischem Eiweiß abhingen, unterstützt werden müssen, um die Mittel zum Kauf anderer Nahrungsmittel zu entwickeln,
- fordert die Kommission nachdrücklich auf, eine effektive Verwaltung von geschützten Gebieten, die Entwicklung von Systemen zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Populationen von zur Buschfleischgewinnung verwendeten Tierarten und die Schaffung alternativer Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zu unterstützen;
- fordert die Kommission auf, Vorschläge zu entwickeln, die umwelterzieherische Aspekte in die Kapazitätsaufbauprogramme integrieren, und zwar sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gemeinden;
- fordert die finanzielle Unterstützung des Ökotourismus durch die EU, um den lokalen Gemeinschaften einen Anreiz für den Schutz von gefährdeten Arten, insbesondere Menschenaffen, zu bieten;
- fordert die Kommission auf, gemeinsam mit der Holzindustrie und den betroffenen Entwicklungsländern Mittel und Wege zu schaffen, um das Jagen von Wildtieren zur Buschfleischgewinnung in den Konzessionsgebieten zu kontrollieren
- fordert die Kommission nachdrücklich auf, mit Ländern, in denen das Buschfleisch-Problem akut ist, zusammenzuarbeiten, damit dafür gesorgt wird, dass in allen Länderstrategiepapieren und nationalen Richtprogrammen das Buschfleischproblem und die Erhaltung der Natur generell berücksichtigt werden
- fordert die Kommission auf, die Maßnahmen und finanziellen Mittel zu überprüfen, die von den Mitgliedstaaten bereitgestellt wurden, um illegale Buschfleischimporte nach Europa aufzudecken bzw. zu verhindern
- beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung der Kommission, dem Rat, den Regierungen der Mitgliedstaaten und den Regierungen der Mitgliedstaaten des Abkommens von Cotonou zu übermitteln

Die vollständige, 14 Seiten lange Fassung finden Sie in verschiedenen Sprachen hier im Word- oder PDF-Format:
http://www2.europarl.eu.int/omk/sipade2?PUBREF=-//EP//TEXT+REPORT+A5-2003-0355+0+DOC+XML+V0//DE


EU Urged to Act over Bushmeat Trade
http://www.news.scotsman.com/latest.cfm?id=2395935
The EU will this week face a tough call to curb the threat to the great apes and other wild creatures living in the tropics. A motion to support a petition signed by 1.9 million members of the international zoo community will be put to the European Parliament in Strasbourg on Wednesday, January 14. It warns of the dangers now posed by the unsustainable trade in wild animals known as bushmeat. The problem is that, although indigenous people have always eaten bushmeat, a huge increase in hunting in recent years is driving many species to the point of extinction. es and elephants are under attack and their flesh is now eaten on an enormous scale across the humid tropics, particularly in Africa. New roads through forests built by the timber industry, and more efficient firearms, are making the problem even worse. Wildlife campaign groups warn

BBC News, 6. Jan. 2004
UK bushmeat trader sent to prison
http://news.bbc.co.uk/1/hi/sci/tech/3371801.stm
The first prison sentence in the UK for the sale of bushmeat has been handed down by magistrates in north London.
Paulina Owusu Pepra was jailed for three months, after being convicted of selling meat unfit for human consumption.
Campaigners against the trade, which is threatening the survival of a number of endangered species, hailed the penalty. The magistrate said she was guilty of the worst offence of contravening the act to have come before the court, and the sentence was meant as a clear signal such conduct would not be tolerated.
The Bushmeat Campaign is a coalition of the Zoological Society of London, the International Fund for Animal Welfare, the European Association of Zoos and Aquaria, and a company, Ciel Logistics.



Tiroler Tageszeitung Online - 15. Jan. 2004
Safaripark Gänserndorf wird Konkurs anmelden
Ein dem Land Niederösterreich vorgelegtes Sanierungskonzept für den Safaripark Gänserndorf ist heute, Mittwoch, abgelehnt worden. Der Geschäftsführung blieb nichts anderes übrig, als den Weg in den Konkurs zu verkünden. Sowohl das Schicksal der rund 850 Tiere als auch jenes der 64 Mitarbeiter des Safariparks scheint derzeit völlig unklar.
"Die Versorung der Tiere muss gesichert werden", bekräftigte Tierschutzreferentin LHStv. Heidemaria Onodi (S) unmittelbar nach der gescheiterten Verhandlung. "In dem Konzept war kein Fortführungsszenario erkennbar", so Onodi. Die Liquidität des Safariparks sei schlecht, die Situation dramatisch. Nun werde man Landeshauptmann Erwin Pröll (V) über den Konkurs informieren und mögliche weitere Gesprächsrunden initiieren.
Laut Onodi müsse es auch eine vernünftige Lösung für die Mitarbeiter und die Region geben, für die eine voraussichtliche Schließung des Safariparks einen herben Verlust am Tourismus-Sektor bedeuten würde. Derzeit scheint es aber eher unwahrscheinlich, dass sämtliche 64 Mitarbeiter ihren Job behalten werden.
"Die Rettung der Tiere wird mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden sein. Die Probleme sind nicht gelöst", sagte ein sichtlich geknickter Safaripark-Geschäftsführer Georg Scheifinger. Ob es ein Nachfolgeprojekt geben wird, weiß Scheifinger nicht: "Das entzieht sich unserer Kenntnis." Eine Verteilung der Tiere "quer über Europa" hält er jedenfalls für "nicht realisierbar".

Kurier - 14. Jan. 2004
Safaripark meldet Konkurs an
Die Geschäftsführung des Safariparks Gänserndorf wird den Konkurs anmelden. Ein dem Land Niederösterreich vorgelegtes Sanierungskonzept ist heute, Mittwoch, abgelehnt worden
Die finanziellen Nöte des Safariparks Gänserndorf waren Anfang Dezember vergangenen Jahres bekannt geworden. Es sehe "nicht besonders rosig" aus, sagte Geschäftsführer Georg Scheifinger damals und gab der Hoffnung Ausdruck, dass ein erarbeitetes Sanierungskonzept "breite Zustimmung" erfahre.
Für die schwierige finanzielle Situation nannte der Geschäftsführer insbesondere zwei Faktoren als maßgeblich: Einerseits die Wettersituation der vergangenen Jahre mit der Hitzwelle des Sommers 2003 als Gipfel (die Temperaturen hätten "ins Bad statt in den Safaripark gelockt"), andererseits Investitionen im Bereich der Tierhaltung für einen zeitgemäßen Standard. Damit sei die Bildung von Rücklagen nicht möglich gewesen. Um kostendeckend arbeiten zu können, brauche der Safaripark 235.000 bis 250.000 Besucher jährlich, so Scheifinger. 2003 seien es nur knapp 200.000 gewesen.
Der Safaripark hat in diesem Jahr zu reduzierten Eintrittspreisen erstmals auch im Winter geöffnet. Etwa 850 Tiere sind zu versorgen. Die damit beschäftigten Mitarbeiter würden "Engagement zeigen und hervorragende Arbeit machen", obwohl sie (Stand Anfang Dezember) laut Scheifinger schon seit zwei bis drei Monaten auf Gehälter warten mussten.
In einer Pressekonferenz Anfang Jänner hatte es dann geheißen, dass der Safaripark akut von Konkurs bedroht sei. Die laufenden Kosten des vom Pharmakonzern Baxter finanzierten Affenhauses sowie die artgerechte Betreuung der Schimpansen sei nicht länger zu bewältigen. "Wir warten weiter auf die notwendigen Mittel, zu deren Zahlung sich Baxter vertraglich verpflichtet hat", berichtete Scheifinger. Die Baxter AG wies die geäußerten Vorwürfe, man habe vereinbarte Gelder nicht fließen lassen, umgehend zurück.
In der Folge gab es zahlreiche Stimmen, die sich für die Erhaltung der Einrichtung in Gänserndorf aussprachen. Für zumindest einen Teil der Tiere wurde auch "Asyl" angeboten.

Österreich Journal - 15. Jan. 2004
Eco Plus kann Sanierungskonzept der Safaripark-Geschäftsführung nicht zustimmen
Nach einem Gespräch zwischen Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, Vertretern der Niederösterreichischen Regionalen Entwicklungsgesellschaft Eco Plus und der Geschäftsführung des Safariparks Gänserndorf am Mittwoch (14. 01.) im NÖ Landhaus steht nun fest, dass eine Rettung des Parks durch die finanzielle Unterstützung der Eco Plus nicht möglich ist.
„Wir haben das Sanierungskonzept der Geschäftsführung des Safariparks vorige Woche bekommen und dieses so schnell wie möglich geprüft. Das Konzept ist aber nicht so, dass man davon ausgehen kann, dass der Park gut weiter geführt werden kann. Auf politischer Ebene wird es jetzt noch einige Gespräche geben, so dass Lösungen für die Region und die Arbeitnehmer des Safariparks gefunden werden“, sagte Onodi im Anschluss an das Gespräch. Auch mit der Zukunft der Tiere werde man sich auseinander setzen.
Man habe das Konzept durch Experten überprüfen lassen und sei zu dem Schluss gekommen, dass hier kein Landesgeld investiert werden könne. Man werde sich erneut zusammensetzen müssen, meinte Eco Plus-Geschäftsführer Helmut Miernicki. Ob es bei den rund 60 Mitarbeitern des Safariparks Kündigungen geben werde, sei Sache des Masseverwalters.
Der Geschäftsführer des Safariparks, Georg Scheifinger, zeigte sich enttäuscht über den Ausgang des Gesprächs: „Unsere Projekte der letzten Jahre haben internationale Anerkennung gefunden und man hat auch international vom Know-how aus unseren Projekten profitiert. Seit letzten Juni ist der Safaripark auch ein Zoo. Da unser Konzept abgelehnt wurde, bleibt uns nur der Weg in die Insolvenz.“ Eine Rettung der Tiere sei auch bei einem Konkurs notwendig, eine Verteilung der Tiere auf ganz Europa nicht durchführbar.

Krone.at - 15. Jan. 2004
Safaripark-Konkurs

Neue Kärntner Tageszeitung - 14. Jan. 2004
Kärntner wollen auf Elefantenjagd
Fassungslos zeigte sich gestern der aus Ungarn stammende Betriebsleiter des Safariparks Gänserndorf, Laszlo Töröek, im Gespräch mit der neuen "KÄRNTNER TAGESZEITUNG". Tatsächlich haben nämlich bei ihm diverse Herren - darunter auch Kärntner - vorgesprochen, die sich für den Abschuss von Tieren im Park interessieren. Besonderes Interesse, so Töröek, haben die so genannten Jäger an Elefantenköpfen bekundet, die ihnen "in der Trophäensammlung noch fehlen" würden.

Der Standard - 10. Jan. 2004
Safaripark-Angestellte setzen Frist
Die 64 Beschäftigten des vom Konkurs bedrohten Safariparks Gänserndorf stehen zwar weiter zu ihrem Unternehmen, allerdings haben sie bei einer Betriebsversammlung erklärt, nur noch zehn weitere Tage zu arbeiten. Die Zoo-Angestellten haben seit knapp fünf Monaten kein Gehalt mehr bekommen. Landes-Tierschutzreferentin Heidemaria Onodi (SP) will bis zum 16. Jänner über ein Sanierungskonzept entscheiden.

NÖN Online - 09. Jan. 2004
Belegschaft steht zum Unternehmen Safaripark
Die Beschäftigten des vom Konkurs bedrohten Safariparks Gänserndorf stehen weiter zu ihrem Unternehmen. Keiner der 64 Beschäftigten hat bei der Betriebsversammlung am Donnerstag seinen vorzeitigen Austritt erklärt. Die Mitarbeiter hätten sich bereit erklärt, die Frist für die vom Land NÖ zugesagte Prüfung des Sanierungskonzeptes abzuwarten. Deadline ist nun der 21. Jänner. An diesem Tag soll gemeinsam mit der AKNÖ eine weitere Betriebsversammlung abgehalten werden. Grund für diesen Termin ist laut Sperk, dass Tierschutzreferentin LHStv. Heidemaria Onodi bis zum 16. Jänner über das Sanierungskonzept entscheiden will. Bei einer Zustimmung sollen 200.000 Euro Förderung (über Eco Plus) fließen. Sollte das Konzept jedoch abgelehnt werden, bliebe Zeit, die Zahlungsunfähigkeit zu erklären, so dass bis zum 21. Jänner bereits ein Masseverwalter eingesetzt werden könnte.

Der Standard - 08. Jan. 2004
Safaripark soll "Ressourcen nutzen"
Ein konkreter Vorschlag, der mithelfen soll, denn rund 850 Wildtieren des finanzmaroden Safariparks Gänserndorf auch in Zukunft ein Dach über dem Kopf zu garantieren, kommt jetzt auch vonseiten der Österreichischen Zoo Organisation. Deren Präsident, Andreas Kaufmann, erinnert an eine bereits vor einem halben Jahr fixierte Aufnahme in die EAZA (European Association of Zoo and Aquaria). "Der Safaripark wurde probeweise auf zwei Jahre in die EAZA aufgenommen, um wegen der damals bereits bedrohlichen Finanzsituation im Falle einer Schließung einen internationalen Tieraustausch zu ermöglichen." Man sollte deshalb jetzt im Falle eines Zusperrens diese "bereits vorhandenen Ressourcen nützen". Kritik übt der Ozo-Präsident an der Haltung der Parkleitung, dem US-Konzern Baxter "den schwarzen Peter zuzuschieben". Die von Baxter monatlich bezahlten 500 Euro für 43 "laborpensionierte" Schimpansen seien in Anbetracht der anfallenden Kosten etwa für Futter, Heizung, veterinärmedizinische Versorgung und Personalkosten "zwar sicher nicht die Welt", aber "die Geschäftsführung hat diesen Betrag selbst berechnet und dann vertraglich mit dem US-Konzern fixiert. An ein generelles "Zoo-Sterben" in Österreich glaubt der Experte aber nicht.

Kleine Zeitung - 09. Jan. 2004
Grazer Menschenaffen-Projekt wankt
Die Finanz-Turbulenzen des Safaripark Gänserndorf bringen auch ein Forschungsprojekt der Universität Graz ins Wanken. Das Institut für Zoologie der Uni beteiligt sich in Gänserndorf an einem weltweit nahezu einzigartigen Forschungsprojekt an "pensionierten" Versuchsaffen der Firma Baxter, mit dem das Verhalten der Schimpansen untersucht werden soll. Zoologen der Uni Graz begleiten derzeit die rund 120 Tiere, die aus den Laboren in den Safaripark in "Pension" geschickt wurden. Untersucht wird, inwieweit sich ihr Verhalten verändert und wie sie wieder "gesellschaftsfähig" gemacht werden können. Die unklare Zukunft des vom Konkurs bedrohten Safariparks gefährdet nun auch diese einzigartigen Forschungen. Leben und Verpflegung der Tiere scheinen zwar auf lange Zeit gesichert, die Qualität der Betreuung sei allerdings noch fraglich. "Für die Affen wären eine Umsiedelung und ein Wechsel des Betreuungspersonals jetzt eine Katastrophe. Ich hege Bedenken, dass wir unsere Projekte fortführen können, wenn für Gänserndorf nicht rasch eine Lösung gefunden wird", so Karl Crailsheim vom Institut für Zoologie. Obwohl das Zusammenführen in Gruppen für diese Individuen eine neuerliche Belastung darstellte, führen die meisten Tiere mittlerweile ein relativ normales Leben in Gesellschaft und haben viel von ihrem gestörten Verhalten abgelegt.



Thüringische Landeszeitung - 09. Jan. 2004
Hitzegeschädigte Bilanz
Der Hitzesommer des vergangenen Jahres hat sich auch in der Bilanz des Thüringer Zooparks Erfurt bemerkbar gemacht: Die Besucherzahlen gingen um zehn Prozent zurück - nur 288889 Besucher konnten verbucht werden. Nur mit den 40404 Besuchern, die im zum Jahresbeginn übernommenen Aquarium gezählt wurden, hätte man die Zahlen des Vorjahres erreichen können. Die Zugänge im Verlaufe des Jahres halten sich eher in Grenzen. Beim gestrigen Bilanzgespräch wusste Zooparkdirektor Norbert Neuschulz in Sachen Zuwachs über Goldstirnklammeraffen, Blattstirnkaiman und Dexterrinder zu berichten - die Todesfälle und Abgänge überwogen allerdings. Löwe Ramses und Elefantin Marina verstarben im hohen Alter. Die zwei Riffhaie des Aquariums starben in ihrem Becken an Leberverfettung und fünf Schneeeulen an einer Infektion, die ihnen unbewusst mit den Futterküken ins Nest gelegt wurde. Die Geburt von zwölf Blattstirnkaimanen und die fast gelungene künstliche Befruchtung von Nashornkuh Temba (eine neuer Versuch folgt in diesem Jahr), können da nur bedingt zufrieden stimmen. Um so wichtiger ist es für die Zoobeschäftigten, dass Kulturdirektor Jürgen Bornmann für 2004 zusicherte, dass die Stadt am Zoopark nicht nur festhalten werde, sondern die jährliche Unterstützung von 2,8 Millionen Euro um 40000 Euro erhöht hat. 

Kleine Zeitung - 10. Jan. 2004
Aufregung um kranke Weißbüscheläffchen in Graz
Weil ein Grazer Amtstierarzt zwei kranke Weißbüscheläffchen im Tierpark Herberstein untergebracht hatte, strebt der Aktive Tierschutz ein Verfahren wegen Amtsmissbrauchs an: Der Arzt nahm die illegal gehaltenen Tiere bereits im November einer Grazerin ab, weil sie schwer erkrankt waren. Tierpark-Direktor Andreas Kaufmann: "Dort, wo sie waren, wären die Äffchen langsam, aber sicher gestorben." Auf Grund mangelhafter Ernährung wiesen die kleinen Affen Mangelerkrankungen des Skelettsystems auf.

Bremer Nachrichten - 09. Jan. 2004
Inventur im Zoo Hannover bringt Ordnung
Frodo, die zwölf Zentimeter lange Stabheuschrecke, ist eines von 2663 Tieren, die bei der jährlichen Inventur im Zoo Hannover jetzt gewogen, gemessen und gezählt wurden. Zwei Wochen lang waren die 50 Pfleger damit beschäftigt, Ordnung in das tierische Durcheinander zu bringen. Das Washingtoner Artenschutzabkommen verpflichte zu akribisch genauer Buchführung über den Bestand des Zoos, sagte Sprecherin Simone Hagenmeyer gestern. „Allerdings können wir nicht immer ganz exakt rechnen“, gab sie zu. Insgesamt 240 Tierarten haben die Pfleger gezählt. Hin und wieder kommt sogar ungewollt eine hinzu: 50 bis 100 Tiere setzen Besucher pro Jahr aus. Erst vor kurzem hätten Mitarbeiter eine der in Europa äußerst seltenen „Mud-Turtles“ gefunden, eine bissige Schnappschildkröten-Art aus den USA, sagt der Zoologische Leiter Heiner Engel. Publikumsmagneten waren aber vor allem die 683 Neugeborenen im Jahr 2003, insbesondere die beiden asiatischen Mini- Elefantendamen Califa und Farina. Mit fast 1,1 Millionen Besuchern verbuchte der Zoo nach eigenen Angaben einen neuen Rekord.

Zeitungsgruppe Lahn-Dill - 08. Jan. 2004
Flamingos und Zwergmäuse erschweren Inventur im Zoo Hannover
Von der Stabheuschrecke bis zur Giraffe sind bei der jährlichen Inventur im Zoo Hannover alle Tiere gezählt worden. 2.663 Tiere in 240 Arten ergab der Zählappell, wie Zoosprecherin Simone Hagenmeyer am Donnerstag sagte. Der Flamingoschwarm sei zur Sicherheit drei Mal gezählt worden, bis feststand, dass genau 105 rosarote Vögel auf dem Gelände flattern. Die Zahlen werden nach Angaben der Zoosprecherin im Computer archiviert und mit den bisherigen Aufzeichnungen verglichen. "Fehlt plötzlich eine Maus, muss noch einmal gründlich im Zoo gesucht werden", sagte Hagenmeyer.

Berliner Morgenpost - 10. Jan. 2004
Tierischer Zählappell - Inventur im Zoo
Im Zoo und Tierpark Berlin wird zurzeit gezählt. Jedes Tier, und sei es noch so klein, landet auf der Inventurliste für 2003. Neu auf der Liste sind z. B. drei Pakas, die im Frühling in den Zoo kamen. Dem Männchen Edmond gelang die Flucht, vor zwei Tagen konnte er aber mit Hilfe von Schrippen wieder eingefangen und nun auch gezählt werden. Gleich nebenan sind die beiden Tayras Bonnie und Clyde so flink, dass sie dem Zählstift fast entkommen wären. Auch im Tierpark gab es 2003 reichlich Neuzugänge, darunter das Moschusochsenkalb Schnuppe. Es ist das erste weibliche Tier nach vielen Jahren und wird dringend zur Zucht gebraucht. Als echte Besonderheit wird im Tierpark zum ersten Mal ein am 7. Dezember geschlüpfter Kampfadler gezählt. Tierpfleger Ronald Richter gelingt mit ihm gerade zum ersten Mal weltweit die Aufzucht.

Berliner Morgenpost - 13. Jan. 2004
Tier-Inventur: Alles, was sich bewegt, wird auch gezählt
Einige Tierpfleger im Zoo und Tierpark haben Glück: Ihre Pfleglinge sind so groß und einfach zu zählen, dass sie sich die Inventurzeit mit anderen Messungen vertreiben können. Das zwei Monate alte Spitzmaulnashorn Binti im Berliner Zoo bringt es zum Beispiel auf ein Minihörnchen von einem Zentimeter Länge, wie die jüngste Kontrolle durch Tierpfleger Günther Pott (50) ergab. Kiwi Wai, lange Zeit ein Sorgenküken, knackte gestern bei der Zählung zur Freude seiner Pflegerin Janine Brix die Ein-Kilo-Grenze. Das sind die Ergebnisse: Im Zoo lebten zum Jahreswechsel 13 042 Tiere, der Tierpark brachte es auf 9841 Tiere. Nicht nur die Tiere, auch Menschen wurden gezählt: Der Zoo registrierte 2 579 001 Besucher, der Tierpark kam auf 1 106 972.

Freie Presse (Chemnitz) - 13. Jan. 2004
Tierische Inventur - Dresdner Zoo zählt seinen Bestand
Im Dresdner Zoo wird derzeit fleißig gezählt. Nach der ersten Zählung bei der diesjährigen Inventur steht fest, dass der Park 350 Tierarten beherbergt, wie der zoologische Leiter, Wolfgang Ludwig am Dienstag in Dresden mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr seien fünf Arten ausgestorben, räumt Ludwig ein. Die Gesamtzahl der Tiere ist noch nicht ermittelt. Im Jahr 2002 zählte der Zoo zwischen 2600 und 2800 Tiere. «In diesem Jahr wird es ähnlich sein», sagte Ludwig.

Nürnberger Nachrichten - 14. Jan. 2004
Fische und Vögel im Wirrwarr ausgezählt
Erfreuliche Zahlen: Genau 1.054.667 Besucher aus nah und fern sind im vergangenen Jahr in den Nürnberger Tiergarten gekommen. Damit konnte die Einrichtung am Schmausenbuck das zweitbeste Ergebnis in ihrer über 90-jährigen Geschichte und zum dritten Mal in Folge über eine Million zahlende Gäste registrieren. Die Inventurergebnisse von 2003 lassen Helmut Mägdefrau, den stellvertretenden Direktor des Tiergartens, fast ins Schwärmen geraten: Insgesamt 2300 Tiere, 265 verschiedene Arten, dazu bilanziert er tonnenweise verfütterte Salatköpfe, Bananen, Fisch und Fleisch. Für heuer stehen vor allem die Arbeiten an der Eisbärenanlage auf dem Programm, die im Herbst beendet sein sollen. Die Entscheidung darüber, woher die neuen Bären kommen, fällt im Sommer. Im Gespräch sind momentan Zoos unter anderem in Rostock und in Wien. Schon am 28. März findet der Tag des Tiergartens statt. Dann können sich Besucher über die aktuellen Projekte informieren.

Norddeutsche Neueste Nachrichten - 09. Jan. 2004
Inventur im Stralsunder Zoo
Auch im Stralsunder Zoo findet die jährliche Inspektion statt. Dabei werden zu Jahresbeginn stets alle Bewohner gezählt und überprüft. Das diesjährige Ergebnis: Derzeit leben 787 Tiere aus 133 Arten in dem 16 Hektar großen Tierpark. Mehr als 90 000 Besucher beobachteten 2003 vor allem die 72 Haustierrassen.

Lübecker Nachrichten - 13. Jan. 2004
Kein leichtes (Unter-) Fangen: Im Sea-Life werden 5000 Fische gezählt
"Wie viel schwimmt denn da?", fragen sich die Mitarbeiter im SeaLife Timmendorfer Strand. Sie sind derzeit mit der Inventur beschäftigt. Die Angabe, dass es fast 5000 Lebewesen sind, ist zu ungenau. Das Finanzamt will genau wissen, wie viele Tiere sich im SeaLife tummeln. Auch für das Unternehmen selbst sind die Zahlen von Bedeutung. "Sie helfen uns zum Beispiel, Futtermengen zu bestimmen", erklärt Natasha Topp. Genauso kann aufgrund der Zahlen die Wasseraufbereitung optimiert und entschieden werden, welches Lebewesen in ein größeres Aquarium umziehen sollte.

Berliner Morgenpost - 10. Jan. 2004
Berliner des Tages
Ein Mensch ist dabei, der zum ersten Mal zählt und gleichzeitig mitgezählt wird. Christian Matschei hatte am 2. Januar nämlich seinen ersten Arbeitstag als Tierpark-Volontär. Nach dem Zoologie-Studium, das der 27-Jährige gerade erst mit einer Doktorarbeit über Gämsen abschloss, ist das für ihn der absolute Traumjob. Jeden ersten Sonntag im Monat werden Spezialführungen angeboten; die nächste ist am 1. Februar und gewährt "Einblicke in die Unterwasserwelt", am 7. März geht es um "Zebras, Esel und Pferde".



Planung und Bau 
 
  Norddeutsche Neueste Nachrichten - 09. Jan. 2004
Ältestes Zoo-Gehege wartet auf Sanierung
"Die Attraktivität der Anlage muss dringend verbessert werden", sagt Uwe Jansch. Der Inspektor im Schweriner Zoo hat dabei das Bergtier-Gehege im Auge, die älteste und bisher noch unsanierte Anlage im Zoo. Jansch: "Wir müssen weg von der Gitterhaltung." Sattdessen soll ein artgerechtes Gehege entstehen, die alte Anlage wird völlig abgerissen und beim Neubau auf die doppelte Größe erweitert. Statt der bisherigen Gitterstäbe sollen ein leichter Zaun und transparentes Glas das Gelände der Mähnenschafe abgrenzen. "Ein Teil des Geheges wird begehbar sein", kündigt Uwe Jensch an. Allerdings nur in Begleitung kundigen Personals - etwa beim Biologieunterricht in der Zooschule. Finanziert werden die Arbeiten an dem Areal durch Förderung der Bundesanstalt für Arbeit - den Neubau übernehmen ABM-Kräfte. Tierinspektor Jansch plant auch, den die Bergtier-Anlage bewohnenden Schafen Gesellschaft zu verschaffen: "Wir denken über eine so genannte Vergesellschaftung mit Affen oder Vögeln nach."

Thüringische Landeszeitung - 12. Jan. 2004
Countdown mit Löwengebrüll
Rationalisieren und Sparen wird im Erfurter Zoopark zwar groß geschrieben - die Fortführung der Bauarbeiten soll davon aber nicht beeinflusst werden. Nachdem im Vorjahr eine neue Affenunterkunft, ein Natur- und Erlebnisgarten und eine Schopfkarakaravoliere neu gebaut wurden, geht es in diesem Jahr neben dringende Reparaturen am desolaten Wassergraben vor allem um die Fertigstellung der Löwenresidenz. Der Terminplan ist wegen Konkursen, Mängelbeseitigungen und schleppender Zusammenarbeit mit den Vertragspartnern zwar längst aus den Fugen geraten, bis zum Jahresende soll aber alles fertig sein, um dem Nachfolger von Ramses ein würdiges Zuhause bieten zu können. "Eine Eröffnung ohne Löwen wird es nicht geben", versichert Zoopark-Direktor Norbert Neuschulz. Er habe bereits "vorgefühlt" und sich im Zoo Neuwied (Rhein) in die Warteliste der Nachzüchtungen von Berberlöwen aus dem Bestand des Sultans von Marokko eintragen lassen. Jetzt geht es darum, den Rohbau zu vollenden. Und jetzt steht auch fest, wo sich die Löwen, Fuchsmangusten und Schakale künftig außerhalb ihrer Residenz tummeln werden. Zoodirektor Norbert Neuschulz präsentierte den Zooparkfreunden beim Empfang erstmals den Entwurf. Etwa 600.000 Euro sollen die 9000, an die afrikanische Savanne erinnernden Quadratmeter kosten - 288.000 spendiert die Stadt, mit 200.000 beteiligt sich der Zoo, die restlichen 110.000 Euro haben die Zooparkfreunde im Rahmen diverser "Löwen-Aktionen" gesammelt. Wann nun genau zur Eröffnung der Löwenresidenz eingeladen wird, bleibt abzuwarten.
Konkrete Vorstellungen gibt es auch, wie die zum Schuljahresbeginn wieder eröffnete Zooschule weiter entwickelt werden kann. Um diese und den zugehörigen Naturgarten mit Leben zu füllen, soll das in der Grundschule 22 stillgelegte Schüler-Öko-Zentrum übernommen werden.

Wolfsburger Nachrichten - 13. Jan. 2004
Wählerische Gepardin geht auf Liebesreise
Es krächzt, faucht und schnattert nur so im Arche Noah Zoo Braunschweig. Inhaber und Betreiber Uwe Wilhelm nutzt den Januar für die Inventur. Und um Pläne für 2004 zu schmieden.Erneut möchte er seinen Zoo erweitern. An den vor eineinhalb Jahren eröffneten Eingangsbereich soll sich ein Fischteich für Koi-Karpfen anschmiegen, dahinter sind Freigehege geplant. Unter anderem Baumstachler und Nasenbären können sich dort tollen. Erstmals sehen Besucher im Herbst dann Präriehunde im Zoo. Einzig die Gepardendame ist wählerisch. Wilhelm: "Fünf Männchen hat sie bisher verschmäht." Als nächstes darf sie eine Liebesreise nach Holland antreten. Der Rohbau des Menschenaffenhauses steht bereits; der Einzug von Schimpansen, Orang Utans oder Gorillas liege aber noch in weiter Ferne. "Wir bauen alles selbst und finanzieren uns nur über die Eintrittsgelder, deshalb dauert alles seine Zeit." Im Sommer sei erst einmal das Freigelände für die Präriehunde dran, die die Besucher dann eben so nah sehen wie bereits die Waschbären.

Leipziger Volkszeitung - 09. Jan. 2004
Ab Frühjahr können die Ziegen gestreichelt werden
Stefan Teuber und sein Eilenburger Tierparkteam haben ihre Vision seit der Aufstellung des Masterplanes 2007 vor etwa zwei Jahren fest im Blick. Dieser Plan, der bis 2007 verwirklicht werden soll, sieht eine thematische Dreiteilung des Tierparkes vor. Der Exotenwelt mit dem Tropicano im Eingangsbereich schließt sich dann der Bereich der Haus- und Heimtiere sowie das der einheimischen Feucht- und Waldgebiete an.Beim Wiederaufbau des Eilenburger Tierparkes, der beim Augusthochwasser 2002 einen Sachschaden von über 300.000 Euro erlitt, werden entsprechend des Masterplanes nun einige Gehege gleich an anderer Stelle neu errichtet. Als Ersatzneubau für etliche kleinere Haustiergehege soll im Sommer oder Herbst beispielsweise eine Haustierstation eröffnet werden. Von einer überdachten Stelle wird der Besucher dann gleich bei vier Haustierfamilien wie Milchziege oder großes Hausschwein in die gute Stube schauen können. Im Sommer sollen die Kraniche an die bereits sanierte Teichanlage ziehen. Auch Uhus werden spätestens im nächsten Jahr wieder weise von der Stange schauen.
Noch in diesem Jahr möchte der Tierpark zudem die Ara-Anlage sowie die Erweiterung des Zuhauses für die Hutaffen beginnen. Das Streichelgehege soll bereits im Frühjahr eingeweiht werden.

Hamburger Abendblatt - 10. Jan. 2004
Wildpark Eekholt: Mit Wasser leben
Im Frühjahr soll in Eekholt der Erlebnisbereich "Lebenselement Wasser" fertig gestellt werden. "An konkreten Beispielen wollen wir den Umgang des Menschen mit dem Wasser verdeutlichen. Kaum ein anderes Element prägt uns und unsere Umwelt in ähnlich starker Weise", sagte Wolf-Gunthram Freiherr von Schenk, Geschäftsführer des Wildparks, beim Jahresempfang in Eekholt. Die Erlebnisbereiche "Wald", "Moor und Heide", "Feld und Niederung" gibt es bereits. Für den neuen Bereich "Wasser" bietet Eekholt mit der Osterau, die durch den Park fließt, mit Bächen, Teichen und Moortümpeln beste Voraussetzungen. In diesem Jahr werden außerdem die Greifvogelvolieren an der Flugwiese erweitert.

Ostseezeitung - 13. Jan. 2004
Wo Bären Tannenbäume fressen
Jule ist die einzige Bärin des Stralsunder Tierparks. Noch. „Es sollen mal zwei, höchstens drei werden“, sagt Zoodirektor Christoph Langner. Neben Jules Käfig entsteht derzeit ein Gehege. Eines, das ihr und künftigen Gefährten ein schöneres, weitläufigeres Wohnen ermöglicht. Ob die Anlage in diesem Jahr fertig wird? „Wir wissen es noch nicht. Momentan fehlt uns das Geld“, sagt Langner. Das Affenhaus dagegen soll um Ostern herum eröffnet werden. Knapp 800 Tiere in 133 Arten leben derzeit im Tierpark. Der Tierpark begeht am 4. Juli mit einem Fest seinen 45. Geburtstag.

Lausitzer Rundschau - 09. Jan. 2004
Im Tierpark wird gebaut
Selbst zu Wochenbeginn bei extremen Minusgraden hörte man im Dahmer Tierpark das Bohren, Klopfen, Sägen vom Bau. Anfang Dezember begann die Gehegerekonstruktion. Seit gebaut wird, vermissen die Besucher Wildschwein Speedi, das bis dahin in dem Gebäude Nachbar der Meerschweinchen war. Hintergrund ist die Zoo-Richtlinie der Europäischen Union, die sich mit ihren hohen Anforderungen jetzt auch auf die Tierparks in der Bundesrepublik auswirke. Wildschweine seien Rottentiere und eine Einzelhaltung deshalb nicht artgerecht, sagt Ulrich Redlich. Die bislang geltende Ausnahmegenehmigung für das Tier wäre 2004 nicht mehr verlängert worden, wie die Untere Naturschutzbehörde mitgeteilt hatte.




Aktionen 
 
Freie Presse (Chemnitz) - 14. Jan. 2004
Tierpark Chemnitz feiert 40. Geburtstag
Der Tierpark Chemnitz feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag. Das Jubiläum werde im Juni mit einem großen Fest begangen, sagte Direktor Hermann Will. Von den geplanten Umbaumaßnahmen werde bis dahin voraussichtlich nur eine neue Besucherplattform am Ententeich fertig. Die größeren Arbeiten wie Erweiterung des Krallenäffchengeheges und der Raubtieranlagen könnten wegen der Haushaltsperre der Stadt derzeit noch nicht in Angriff genommen werden. Nach dem Rekordjahr 2002 zählten Tierpark und Wildgatter nach Wills Angaben 2003 erneut mehr als 200 000 Besucher. Der 1954 eröffnete «Heimattierpark Pelzmühle» widmete sich zu DDR-Zeiten vor allem der Tierwelt der Sowjetunion. Heute werden im Tierpark und in dem zur Einrichtung gehörenden Wildgatter Oberrabenstein nahezu 190 Arten gehalten. Das so genannte Vivarium ist das einzige Spezial-Amphibienhaus Europas.

sz-online - 10. Jan. 2004
Wenn Nachbarn planen, bleibt der Erfolg nicht aus
"Noch mehr aufs «Gemeinsam» setzen!" – das war der Tenor einer Arbeitsberatung von Vertretern des Zoo Hoyerswerda, des Vereines der Zoofreunde, der Kinder- und Jugendfarm/ Zooschule Hoyerswerda sowie des Kinderhauses "Am Zoo". Die zwei letztgenannten Einrichtungen befinden sich in Trägerschaft des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen (CSB). Ein erster Höhepunkt der Zusammenarbeit in diesem Jahr ist die gemeinsame Präsentation zum "Markt der Möglichkeiten", der am 31. Januar 2004 in der Hoyerswerdaer Lausitzhalle stattfindet. Weitere Planungen für das Jahr 2004 sind bereits in einem gemeinsamen Arbeitsplan festgehalten worden, unter anderem der Zoo-Schul-Tag 2004, thematische Seniorenveranstaltungen des CSB mit Zooführungen durch Zoodirektor Dr. Werner Jorga und natürlich Bildungsangebote für Schulen und Schülergruppen mit den Projekt- und Zooschul-Unterrichtsangeboten der Kinder- und Jugendfarm.
 


Nachwuchs 
 
Leipziger Volkszeitung - 13. Jan. 2004
Erstmals Geburt eines Gorillas im Pongoland
Im Pongoland des Leipziger Zoos ist gestern erstmals ein Gorilla geboren worden. Wie der Tierpark mitteilte, sind das 2270 Gramm schwere Mädchen und seine Mutter Viringika wohlauf. Die junge Mutter und ihre Tochter hielten sich vorerst in einem abgetrennten Gehege auf, um sich ungestört aneinander gewöhnen zu können. Vater des Gorillamädchens ist Silberrücken Gorgo. "Das Baby ist nicht nur der erste im Pongoland geborene Gorilla, sondern auch der zweite in der Geschichte des Leipziger Zoos überhaupt", so Geschäftsführer Jörg Junhold.

Freie Presse (Chemnitz) - 14. Jan. 2004
Gorillamädchen im Leipziger Zoo geboren
Im Pongoland des Leipziger Zoos ist am Dienstag erstmals ein Gorilla geboren worden. In den nächsten Tagen würden die beiden schrittweise wieder Kontakt zu ihren Artgenossen aufnehmen. Bis dahin seien keine Fototermine möglich.

Sächsische Zeitung - 15. Jan. 2004
Das Geschlecht bleibt geheim
Im Dresdner Zoo ist das junge Faultier Sid zurzeit der Star
Wir haben hier also ein Fellknäuel, welches stumm auf einer elektronischen Waage kauert und 2.738 Gramm wiegt. Menschen und Tiere im Affenhaus sind begeistert. Nervös zucken die Blitzlichter der Fotografen. Das grelle Licht einer Fernsehkamera blendet die schwarzen Knopfaugen, mit denen das reglose Wesen müde in die Runde blickt. „Sid ist bei uns der Star dieses Jahr“, sagt der zoologische Leiter Wolfgang Ludwig. Es ist das erste Faultier, das hier im Zoo geboren wurde. Neun Monate ist das her. Mittlerweile hat Mutter Britta keine Lust mehr, ihren Pflichten nachzukommen. Sie interessiert sich nur noch für Vater Daniel. „Deshalb mussten wir uns um Sid kümmern“, sagt Ludwig. Jetzt lebt Sid alleine, in einem eigenen Käfig, abgeschottet vom Zoobetrieb.



Nordbayrische Nachrichten - 15. Jan. 2004
Tierpark bringt keine Pferde mehr
Das spurlose Verschwinden von drei Przewalski-Stuten aus dem Naturschutzgebiet Leonie gibt immer noch Rätsel auf. Professor Dr. Henning Wiesner, Direktor im Münchner Tierpark Hellabrunn, beziffert den Wert eines der seltenen Tiere auf 30 000 Euro. Dem Park ist damit hoher Schaden entstanden.
Im Vorjahr kamen die ersten Tiere in ihre ursprüngliche Heimat nach Kasachstan. Die Herden in Auerbach und im mittelfränkischen Tennenlohe ließen auf weitere Transporte nach Asien hoffen. Umso bitterer ist das plötzliche Verschwinden von drei Stuten, eine davon dürfte sogar trächtig gewesen sein. Der Tierpark hat 5000 Euro für Hinweise zum Wiederfinden der Tiere ausgelobt. Auf welche Art die Przewalskis verschwunden sind, ist nach wie vor rätselhaft. Weggelaufen können sie nicht sein, sonst wären die Fohlen mitgekommen.
Im Auerbacher Naturschutzgebiet wird es nie wieder Urwildpferde geben, das steht für den Zoodirektor fest. Der Landesbund für Vogelschutz hat als Betreiber des Leonie-Gebietes inzwischen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Wiesner hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Es könne doch kaum möglich sein, dass drei große Tiere gänzlich unbemerkt abtransportiert wurden. „Ich hoffe sehr, dass die Pferde noch irgendwo leben.“

Nürnberger Nachrichten - 15. Jan. 2004
Fall erscheint rätselhaft — Münchner Zoo zog Rest der Herde ...
Herber Rückschlag für ein Artenschutzprojekt am Ortsrand von Auerbach (Kreis Amberg-Sulzbach): Aus einem weitläufigen Gehege im Naturschutzgebiet „Leonie“ sind aus einer zehnköpfigen Herde drei Urwildpferde spurlos verschwunden. Die wertvollen Przewalski-Stuten werden bereits seit Mitte Dezember vermisst. Rätselhaft erscheint der Fall, weil nichts auf einen Diebstahl hindeutet und auch keine Spuren die Vermutung erhärten, dass die Pferde ausgerissen sind: Der 1,20 Meter hohe Elektrozaun ist ganz offensichtlich unbeschädigt. Auf Hinweise aus der Bevölkerung über den Verbleib der Tiere hoffte man vergeblich.
Eigentümer der Herde ist der Tierpark Hellabrunn, der sich mit Zuchtprogrammen weltweit einen Namen gemacht hat und an der Auswilderung der in ihrer Heimat ausgestorbenen Urwildpferde beteiligt ist. Nach dem Verschwinden der Stuten zieht der Zoo die restlichen Tiere aus Auerbach und verlegt sie zurück nach München.
Ein vergleichbares Projekt mit Hellabrunner Wildpferden startete der Landschaftspflegeverband Mittelfranken im vorigen Herbst im Tennenloher Forst bei Erlangen. Dort sollen sieben Przewalskis zum Fortbestand des Urahns aller Hauspferde beitragen.

News - 14. Jan. 2004
Zoo Basel betrauert Tod von Giraffenmädchen Zahiri
Im Basler Zolli ist das Giraffenmädchen Zahiri gestorben. Der Tod des vermeintlich kerngesunden Tieres war für die Verantwortlichen eine traurige Überraschung.
Zahiri ist nur gut 14 Monate alt geworden. Die Todesursache ist unbekannt; Proben werden derzeit routinemässig in der Uni Bern untersucht. Kurator Gerry Guldenschuh dämpft die Erwartungen: Ob man herausfinde, woran die junge Massai-Giraffe in der Nacht auf 21. Dezember 2003 starb, sei völlig offen.
Nach dem Todesfall zählt die Giraffengruppe im Basler Zolli noch vier Tiere: drei Weibchen und einen jungen Bullen. Die alte Zahl dürfte indes rasch wieder gelten, da eines der Weibchen trächtig ist. Guldenschuh rechnet mit der Geburt noch im Januar; das Geschlecht des Kindes kenne man noch nicht.
Massai-Giraffen gehören zwar nicht zu den gefährdeten Arten und werden daher selten in Zoos gehalten; der nächstgelegene davon liegt bei Tel Aviv. Transportbeschränkungen wegen der Maul- und Klauenseuche-Gefahr in Israel erschweren indes die gegen Inzucht nötige Blutauffrischung in Basel mit jenen Tieren.

Hamburger Abendblatt - 14. Jan. 2004
Zoobesucher sprang ins Löwengehege
Bizarre Begegnung im Zoo von Buenos Aires (Argentinien). Ein verwirrter Besucher hat ohne erkennbaren Grund sein Leben riskiert. Lucas Tomas (22) kletterte auf die Mauer des Löwengeheges - und sprang zu den zwei dort lebenden Raubtieren.
Auge in Auge mit dem Löwen Quique zog Tomas sein Jacket aus und wedelte damit wie bei einem Stierkampf.
Quique ließ sich nicht lange bitten. Er rang den Eindringling zu Boden und verletzte ihn mit Tatzenhieben leicht an Kopf und Brust. Am Ende setzten Experten den Löwen mit einem Betäubungspfeil außer Gefecht. Tomas kam in die Psychiatrie.

sz-online - 09. Jan. 2004
Ausgestoßene Wölfin starb in Narkose
Tragisches Ende für eine ruhelose Wölfin. Das ausgestoßene Tier im Chemnitzer Tierpark, für das sich trotz aller Bemühungen kein Quartier finden ließ, ist tot. Gestern endlich schafften es die Tierpfleger, die verängstigte Wölfin aus dem Gehege zu holen. Doch sie wachte nicht wieder aus der Narkose auf, starb auf dem OP-Tisch des Tierarztes.

Ostseezeitung - 13. Jan. 2004
Eisbärenmädchen heißt Vera
Die russische Freundin des Rostocker Eisbärenmädchens Vilma erhielt in der vergangenen Woche einen Namen – sie heißt Vera. Der Zoo hatte im Dezember zur Namensgebung aufgerufen und fast 50 Vorschläge gingen ein. Noch bis zum Herbst sind die Eisbärenmädchen in Rostock, danach wird der Nürnberger Zoo ihre neue Heimat.

Berliner Zeitung - 09. Jan. 2004
Kragenbär und Katze leben jetzt in einem Käfig im Zoo
Sie sind seit drei Jahren ein unzertrennliches Paar, teilen ihr Fressen gütlich, kuscheln und verbringen ihre Tage. Muschi, die Katze, und Mausi, die Kragenbärin, mögen einander offensichtlich. Doch seit Oktober war es vorbei mit der ungewöhnlichen Verbindung. Weil die Bärenanlagen im Zoologischen Garten umgestaltet werden, wurden Mausi und Muschi getrennt. Die 36 Jahre alte Kragenbärin lebte fortan im Käfig, das Kätzchen saß mauzend vor der Tür. Gestern hatten Pfleger ein Erbarmen und ließen Muschi zu Mausi. Jetzt leben beide im Käfig. Bereits zu Ostern werden Katz und Bär wieder über die Anlage spazieren, allerdings an einem neuen Standort. Denn Mausi und Muschi ziehen zusammen mit den übrigen Kragenbären in die alte Anlage der Mähnenwölfe.

Märkische Oderzeitung - 12. Jan. 2004
Zoo: Wisent ohne BSE-Test getötet
Im Landkreis Barnim gebe es nur einen Fall eines geschlachteten Rindes, das nicht einem BSE-Test unterzogen wurde, sagte Vize-Landrat Carsten Bockhardt gegenüber der Märkischen Oderzeitung. So sei im Eberswalder Zoo ein Wildrind geschlachtet worden, ohne dass die ordnungsgemäße Meldung erfolgt sei. Das Fleisch des Tieres werde aber nicht an Menschen, sondern nur an Löwen und Tiger verfüttert, so der stellvertretende Landrat. Von einem Test der Raubkatzen sieht der Landkreis jedoch ab. 

Eckernförder Zeitung – 08. Jan. 2004
Für die Tierpfleger im Gettorfer Zoo bedeuten die Wintermonate mehr Arbeit
Affen, Papageien, Zebras Tapire – die meisten Tiere im Gettorfer Zoo stammen aus tropischen Gefilden. Sie sind Regenzeit gewohnt, nicht die Kälte des Winters.
Dr. Gabriele Thomas, Biologin des Zoos, sagt: „Bei den Exoten müssen wir schon aufpassen, dass die nicht zu viel Kälte abbekommen.“ Die Tropentiere seien zwar in der Lage, sich zu akklimatisieren, aber nur bedingt. Grundsätzlich, so Thomas, sei der Arbeitsaufwand im Winter höher als im Sommer. Die Tierpfleger müssen die Tiere stärker beobachten und bei Auffälligkeiten handeln.

Leipziger Volkszeitung - 13. Jan. 2004
Was die Spuren im Tierpark-Schnee verraten
Der erste Schnee in diesem Winter, der einige Nächte liegenblieb, hat nicht nur den Eilenburger Tierpark vorübergehend mit einer weißen Pracht geschmückt, sondern Tierparkehepaar Gabi und Stefan Teuber auch eine langersehnte Nachricht gebracht. Ihr Fuchs Findel, der ihnen am 31. März wenige Stunden alt als indifferentes Tierbaby gebracht wurde, lebt. Monatelang hatte das verwaiste Tierkind das Leben bei Familie Teuber auf den Kopf gestellt. Bis Findel am 31. Oktober 2003 von einem seiner nächtlichen Spaziergänge nicht wie üblich nach ein, zwei Tagen zurückkam, sondern verschollen blieb. Stefan Teuber: "Im Schnee haben wir Fuchsspuren im Tierpark gesehen. Während ein fremder Fuchs wohl wahllos durch den Tierpark gestrichen wäre, verliefen diese Fuchsspuren zielsicher zum Wirtschaftshof. Auch am Holzstapel, in dessen Hohlraum sich Findel so manches Stündchen verkroch, waren Fuchsspuren. Das ausgelegte Futter war zudem verschwunden." Das könne nur Findel sein, ist sich Stefan Teuber sicher.

Berliner Kurier - 09. Jan. 2004
Glückwunsch, Stadtbär Tilo!
Berlins Stadtbär Tilo blühte in seinem Gehege am Köllnischen Park (Mitte) gestern was: Blumen zum 14. Geburtstag! Die wucherten auf dem Geschenkpapier um das große Überraschungs-Fresspaket mit Pansen und getrockneten Schweinepfoten! Doch natürlich gab's für Süßmaul Tilo auch eine Torte mit Apfelsinen, Kirschen und sogar einem Schokobären. Am 18. Januar um 12.30 Uhr wird im Bärengehege wieder gefeiert: der 18. Geburtstag von Maxi, der 23. von Schnute.

Hessische Allgemeine - 10. Jan. 2004
Würdiges Ende für Esel Hugo im Wildpark
Er war der Liebling der Kinder und auch vieler Erwachsener im Wildpark Hardegsen: Der Esel Hugo. Jetzt werden ihn viele vermissen. Denn das mindestens 30  Jahre alte Tier starb in dieser Woche. Überraschend kam Hugos Ende nicht, bestätigt Wildpark-Betreuer Wolfgang Schlemme, der das Tier noch im Dezember mit Vitamingaben und einer Wurmkur behandelt hatte.

Märkische Allgemeine - 14. Jan. 2004
Kiefer als Zubrot im Tierpark
Die heimische Kiefer bevorzugen Mufflons, Schafe, Ziegen, Steinböcke, Kamele und Hirsche. Weniger beliebt sind Fichten, etwa die als Weihnachtsbaum sehr geschätzte Sitka-Fichte und solch edle Gewächse wie Douglasien. Für die genannten Vierbeiner des Perleberger Tierparks brachte die Zeit nach Weihnachten mit ihrem Grün als Zubrot eine schmackhafte Bereicherung. Tierparkleiter Wilhelm Lüdke verweist aber darauf, dass das ganze Jahr über Bäume, etwa aus dem Perleberger Stadtforst, zum Zufüttern für ausgewählte Tiere in die Gehege gebracht werden.

Weilburger Tageblatt - 10. Jan. 2004
Kein Schmerzensgeld für "verfemten" Jäger
Das Landgericht Hildesheim hat am Freitag die Schmerzensgeldforderung eines Jägers abgewiesen, der eine aus einem Tierpark entwichene Wölfin abgeschossen hatte und danach Anfeindungen ausgesetzt war. Wie ein Gerichtssprecher berichtete, hatte der Jäger das niedersächsische Landesamt für Ökologie auf Zahlung von Schmerzensgeld und Anwaltskosten in Höhe von insgesamt rund 4.000 Euro verklagt. Das Gericht kam zu der Ansicht, den Mitarbeitern der Behörde könne keine Amtspflichtverletzung vorgeworfen werden. Der Schmerzensgeldanspruch sei völlig unzureichend dargelegt worden.

Neues Deutschland - 08. Jan. 2004
Selbst der Storch bringt keine Stellen
Die Satellitenüberwachung von Störchen hat ein Naturschutzprojekt im sachsen-anhaltischen Loburg bundesweit bekannt gemacht. Doch die Finanznot des Landes bedroht die Existenz des Storchenhofes. »Missionsleiter« für Jonas, Prinzesschen und einige weitere angepeilte Störche ist Christoph Kaatz – besser: er war es. Der passionierte Vogelkundler hat die Einrichtung im Jahr 1979 eröffnet und dort seither zusammen mit anderen Engagierten bereits 1000 verletzte oder elternlose Weißstörche aufgezogen. Seit 1989 arbeitete der Storchenhof gemeinsam mit der Forschungsstelle für Ornithologie der Max-Planck-Gesellschaft sowie der Vogelwarte Radolfzell zudem an der Überwachung des Vogelzuges per Satellitentelemetrie. Zwar gibt es einen Nachfolger für Kaatz: Stefan Fischer, ein Biologe von der Vogelschutzwarte Steckby und Mitglied im Förderverein des Storchenhofs, wird heute von Ministerin Petra Wernicke (CDU) offiziell in sein Amt eingeführt. Doch seine Tätigkeit ist auf zwei Jahre befristet. Der Großteil der wissenschaftlichen Arbeit wird bereits jetzt ausgegliedert. Nach der Übergangsfrist soll der Hof gänzlich aus der Verantwortung des Landes entlassen werden.

Wolfsburger Nachrichten - 13. Jan. 2004
Tiergehege: Gründung eines Vereins geplant
Die Wolfsburger haben ein Herz für das Tiergehege am Klinikum. Mehr als 30 ehrenamtliche Helfer kümmern sich um das Kleinod, dazu kommt eine ausgeprägte Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Für die nächste Versammlung der Arbeitsgruppe "Initiative Tiergehege Wolfsburg" am 18. Februar planen Sprecher Frank P. Haufe und Ortsbürgermeister Wilfried Andacht bereits den nächsten Schritt: die Gründung eines eingetragenen Vereins. Zur professionellen Koordinierung der anfallenden Aufgaben, zu denen das Reinigen von Volièren und Käfigen und das Erneuern von Informationstafeln gehört, wird der Vorstand des Vereins beraten.

January 10, 2004
Langkawi’s underwater wonder
SITUATED in Kedah's legendary island of Langkawi, the Underwater World Langkawi is a rich treasure trove of marine life and a fascinating window on the aquatic world. Boasting South-East Asia’s largest collection of aquatic life, the Underwater World is home to over 5,000 varieties of fish and other animals. Located at the popular Pantai Cenang beach, this major draw features more than 100 tanks of different sizes. 
This marine showcase includes a freshwater section, a seashell display, a hexagon fish tank, an underwater tunnel, a koi pond, a mini reptile section and an invertebrate exhibit. In addition, there is a coral reef display and a venomous creatures section.
The highlight is a giant tank housing large species such as sharks, stingrays, groupers, snappers and green turtles. A 15m underwater tunnel runs through this tank and enables visitors to enjoy the feeling of being with the fish without getting wet.
20 Rockhopper penguins from from Nightingale Island, some 2,000km west of South Africa will be part of the added attractions in the expansion project, part of the coming attractions under our RM30mil expansion project which includes the sub-Antarctic, temperate and tropical rainforest ecosystems.
There will also be a special museum to showcase the Malaysian expeditions to Antarctica, including the one led by Tun Dr Mahathir last February. Langkawi Underwater World will be the first aquarium in South-East Asia to be equipped with a 3D theatre facility with a 200-seating capacity. The 3,038sq m Underwater World was opened on Aug 26, 1995 by former Prime Minister Tun Dr Mahathir Mohamad.
 

Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps
Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Allwetterzoo Münster, 14.01.04
Nachwuchs bei den Nasenbären im Allwetterzoo Münster
Fünf junge Nasenbären wuseln seit wenigen Tagen durch das Gehege im Bärenhaus des Allwetterzoos Münster. Bis vor Kurzem hielt die Mutter ihren Nachwuchs noch versteckt in der Geburtsbox, aber jetzt sind die Kleinen schon recht sicher auf ihren kurzen Beinchen. Alle Schwänzchen hoch, folgen sie eifrig der Mutter und wühlen schon wie die Alte im Rindenmulch. Sie werden noch gesäugt, doch fressen sie auch schon Obst und am allerliebsten Mehlwürmer. Die Geburt der fünf Jungtiere am 9. 11. 2003 war eine ziemliche
Überraschung für Zoologen und Pfleger, denn die Mutter war erst im September mit neun weiteren Tieren aus Paraguay nach Münster umgezogen. Weil das Muttertier schon tragend in den Allwetterzoo kam, sind die Jungtiere für die weitere Zucht besonders wertvoll. Mit den fünf Jungtieren und den zehn neuen Tieren ist die münstersche Nasenbärengruppe jetzt auf 21 Tiere angewachsen!

Wilhelma Stuttgart, 14.01.04
„Turtleburger“
Die Füße scheinen viel zu groß, die Nase sieht aus wie eine etwas seltsame Steckdose, der Hals ist mal da und mal nicht, der Panzer panzert auch nicht so richtig .... es ist schon ein seltsames Wesen, das da bei den Schützenfischen im Terrarium der Wilhelma paddelt. Noch ist der Name fast länger als das Tier – es handelt sich um eine junge Neuguinea-Weichschildkröte. Der Name erklärt schon viel: Die Herkunft und auch die Tatsache, dass der Panzer eben nicht mit Hornschilden, sondern mit einer ledrigen Haut bedeckt ist. Die Neuguinea-Weichschildkröte ist der einzige noch lebende Vertreter einer einst sehr großen und weit verbreiteten Schildkrötenfamilie. Die heutige Verbreitung beschränkt sich auf Papua-Neuguinea und den Norden Australiens. In Australien ist es die einzige Halsberger-Schildkröte. Diese können Kopf und Hals in den Panzer zurückziehen, während Halswender beides nur seitlich unter den Panzerrand legen können. Diese zoologische Kostbarkeit wird nur selten in Menschenobhut gehalten und noch seltener gezüchtet. 2001 gelangen in der Wilhelma und im Bronx Zoo in New York erstmalig die Nachzucht. In beiden Fällen war das Ergebnis nur ein Jungtier – aber immerhin! Der kleine Paddler hat sich seither gut entwickelt und kann jetzt zusammen mit Fischen ein Aquarium bewohnen. Bis er sich mit großen Fischen tummeln kann, werden aber noch viele Jahre vergehen. Die Eltern des kleinen Paddlers in der Wilhelma leben übrigens direkt nebenan in der großen Asienlandschaft bei den Haiwelsen und den Riesenguramis.     

Zoo Zürich, 13.01.04
Thema: Schildturako – ein farbenprächtiger ‚Bananenfresser‘
Einladung zum Presse-Apéro des Zoo Zürich
Mittwoch, 21. Januar 2004, 10.00 Uhr beim Zooeingang
Ein Vogel, der sich mit Pigmentfarben schmückt und bei uns gleich mehrmals in Folge erfolgreich gebrütet hat.

Landauer Zoo, 13.01.04
Der neue Zooführer - Wissen rund um den Landauer Zoo - Kompakt und immer aktuell
Rechtzeitig zum Beginn des Jubiläumsjahres, in dem der 100. Geburtstag des Landauer Zoos gefeiert wird, ist der neue Zooführer fertiggestellt. Dieser wird am Mittwoch, 14. Januar 2004, um 11:15 Uhr im Raum Levy in der Landauer Jugendstil-Festhalle vom Zoodezernenten Beigeordneten Hans-Joachim Kreisel, dem Zoodirektor Jens-Ove Heckel und dem Vorsitzenden des Freundeskreises des Landauer Tiergartens e. V., Hermann Ernst, der Öffentlichkeit vorgestellt.
Diese aktuelle Informationsschrift ist ein Gemeinschaftsprojekt des Zoos und des Freundeskreises. Auf 150 Seiten werden dem interessierten Leser Fakten über Tiere, Pflanzen, Artenschutzprojekte und vieles mehr nähergebracht. Der umfangreiche Zooführer ist ab sofort für 5 Euro pro Exemplar erhältlich.
Des Weiteren werden Zoodezernent Kreisel und Direktor Dr. Heckel beim oben genannten Termin die Besucherstatistik des Jahres 2003 vorstellen.

Zoo Duisburg, 12.01.04
Kleine Tollitäten im Zoo zu Gast
Im Rahmen einer Rund-Um-Visite durch ihre Heimatstadt Duisburg wird das
Kinder-Prinzenpaar des Duisburger Karnevals Prinz Markus I. mit Prinzessin Nathalie I.
auch Hof im Zoo am Kaiserberg halten.
Neben einem Rundgang entlang der Freianlagen werden die prinzlichen Hoheiten samt Ihrem Hofstaat – allen voran Pagin Lara (sämtlich aus dem Verein der Ehrengarde der Stadt Duisburg Blau-Weiß) - auch unser aller nächsten Verwandten – den Affen - des Äquatoriums  einen Besuch abstatten.
Duisburgs Tierpfleger jedenfalls werden einige besonders schmackhafte Futtertiere beim Prinzenbesuch bereithalten; die Frage ist allerdings, ob Prinz Markus I. (13 Jahre) samt Prinzessin Nathalie I. (11 Jahre) den Mut aufbringen, die fingerlangen Kerbtiere den verwöhnten Affenmäulern entgegenzuhalten.
Im Anschluss an diese Stippvisite geht es zum Delphinarium, wo das Kinder-Prinzenpaar um 15.00 Uhr den sprunggewandten Meeresakrobaten bei ihren Kunststücken zusehen wird. 

Zoo Hannover, 12.01.04
2.663 Tiere in 240 Arten. Tierische Inventur im Zoo
„101, 102, 103, 104, 105. Alle da.“  Dreimal haben Tierpfleger Heinrich Grütter und seine Kollegen den Flamingoschwarm an sich vorbeiziehen lassen und dabei die Tür zum Gehege gerade so weit geöffnet, dass immer nur ein Vogel zur Zeit auf das Gelände flattert. Die Prozedur wurde an drei Tagen wiederholt, jetzt ist man sich sicher: Es sind genau 105 rosarote Flamingos, die am Flussufer des Sambesi tröten. Jedes Jahr zählt, der Zoo seine Tiere bei einer tierischen Inventur. Ergebnis für 2003: Im Erlebnis-Zoo Hannover leben 2.663 Tiere in 240 Arten!
Mehrere Wochen mühten sich die Tierpfleger, um alle Tiere genau zu erfassen, denn nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ wie  zum Beispiel Elefanten. Die stellen sich zum Appell auf und lassen sich seelenruhig zählen. Die Zwergmäuse dagegen wollen einfach nicht stillhalten, die Kuhreiher fliegen immer wieder durcheinander und statt durchzuzählen, tauchen die Goldfische einfach ab. Trotzdem: Von der Stabheuschrecke bis zur Giraffe wird alles notiert, eine Bestandsaufnahme ähnlich wie im Supermarkt – nur quirliger.
Und so werden manche Tierarten nach ausgeklügelten Methoden geschätzt, wie der Vogelschwarm im Urwaldhaus oder die Goldfische in den Affenhäusern. Etwa 450 der goldigen Kerlchen schwimmen dort schätzungsweise herum. Die freifliegenden Vögel lassen sich nicht einfangen, und so wird eben ihre Futterstelle stundenlang beobachtet. Die Anzahl der dort pickenden Vögeln wird später hochgerechnet. Erheblich einfacher ist das Zählen bei den Faultieren: Siggi, Lothar und Freddy hängen wahrscheinlich jetzt immer noch an der selben Stelle, an der sie gezählt worden sind.
Die Zahlen vergleichen die Zoomitarbeiter schließlich mit den Aufzeichnungen des Jahres. Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weggezogen oder zugereist ist. Die täglichen Zahlen werden im Computer archiviert und mit dem Inventurergebnis verglichen. Fehlt plötzlich eine Maus, muss noch einmal gründlich im Zoo gesucht werden.

Zoo Heidelberg, 12.01.04
Eine Super-Reise hilft dem Zoo!
Der Verein der Tiergartenfreunde fährt nach Sachsen. Auf dem Programm stehen Besuche der Städte Leipzig und Dresden sowie des sehr interessanten Tierpark Chemnitz und des Zoo Leipzig, der sich in kürzester Zeit zu einem der Top-Zoos in Europa entwickelt hat. Der besondere Clou der Reise: Ins Programm eingeschlossen ist ein Konzert im Leipziger Gewandhaus, das von der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer e.V. veranstaltet wird. Und die spendet pro Konzertbesucher einen ordentlichen Betrag für den Zoo des jeweiligen Herkunftsortes. „Das hat es noch nie gegeben,“ freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Ich würde mir wünschen, dass möglichst alle Heidelberger dorthin fahren!“
Der Reinerlös der Veranstaltung kommt den verschiedenen Projekten der Deutschen Zooförderer  zu. Eines dieser Projekte ist auch das vom Heidelberger Tiergarten aus koordinierte Artenschutzprogramm für westafrikanische Primaten (WAPCA). Im Rahmen dieses Projektes werden Schutzmaßnahmen vor allem für Roloway-Meerkatzen und Weißscheitel-Mangaben in Ghana durchgeführt. „So profitieren wir in Heidelberg doppelt von diesem Konzert. Nach den beeindruckenden Anfangserfolgen unserer Naturschutzarbeit in Ghana möchten wir das Projekt gerne erweitern und können dafür jeden Euro gut brauchen.“
Die Reise der Tiergartenfreunde führt vom 29.April bis 2.Mai 2004 nach Leipzig. Der gesamte Fahrtpreis beträgt 299,- ¬/Person im Doppelzimmer und 349,- ¬/Person im Einzelzimmer. Das ausführliche Programm und die Anmeldeunterlagen sind im Internet unter www.tiergartenfreunde.de zu finden. Anmeldeschluss ist der 25.Januar 2004.

NaturZoo Rheine 12.01.04
Überraschungseier – Schildkröten-Nachwuchs im NaturZoo
Es war eine schöne Überraschung zu Weihnachten, als im NaturZoo Rheine 3 Griechische Landschildkröten aus den Eiern schlüpften. Und auch etwas Trost und Hoffnung nach einem ansonsten leider traurigen Schildkröten-Jahr: Mehrere erwachsene Tiere waren im Laufe der vergangenen Monate einer Virusinfektion erlegen. 
Den ganzen Sommer über wurden aber auch Fortpflanzungsaktivitäten beobachtet, und mehrmals wurden in dem großen Freiland-Terrarium Gelege mit bis zu 11 weißen, hartschaligen Eiern gefunden, in denen sich aber keine Embryos entwickelten.
Die zuletzt gelegten vier Eier nahm Tierpflegerin Kerstin Bertels mit nach Hause. Mitte Dezember fand Kerstin Bertels bei der Kontrolle drei Junge im Schlupf vor! 86 Tage hat die Brut gedauert, eine recht lange Zeit für diese Art. Die Schildkröten-Babies haben Quartier in einem Terrarium in der Aufzuchtstation des Zoos gefunden. Mehrmals am Tag finden sie sich an ihrem Futterplatz ein und bedienen sich an dem ausgelegten Grünzeug aller Art. Wenn der Appetit so anhält, dann kann man ihnen beim Wachsen zuschauen. Aber als Schildkröte darf man sich auch damit etwas Zeit lassen, schließlich liegt ein 80 Jahre langes Leben vor ihnen...

Tiergarten Heidelberg, 12.01.04
Knapp daneben ist auch vorbei!
Mit 417.526 Besuchern kamen im Jahr 2003 knapp 27.000 Besucher mehr in den Tiergarten Heidelberg als im Vorjahr. Für einen neuen Rekord hat es dennoch nicht ganz gelangt: Im Jahr 1999 waren es noch 566 Besucher mehr gewesen. „Trotzdem sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden“ berichtet Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Unter den schlechten Rahmenbedingungen des Jahres 2003 dieses Ergebnis zu erzielen ist schon eine Leistung, auf die ganze Zooteam stolz sein darf. Wir haben in 2003 den heißen Rekordsommer verkraftet, der uns allein fast 30.000 Besucher gekostet hat. Seit drei Jahren parken überwiegend die Bauhandwerker vom Klinikum auf unseren Parkplätzen. Zu Ostern 2003 hat Sea-Life direkt vor unserer Tür in Speyer eröffnet,“ listet er auf. „Ich wüsste wirklich gerne mal, wo wir landen würden, wenn die Straßenbahn durch das Neuenheimer Feld schon Wirklichkeit wäre und für die Gäste vor allem aus dem Umland genügend Parkplätze vorhanden wären.“
In den letzten fünf Jahren hat der Zoo drei Mal die Marke von 400.000 Besuchern überschritten – das ist ein Zeichen, dass die Akzeptanz bei der Bevölkerung sehr hoch ist. Gerade die Zahl der verkauften Jahreskarten ist deutlich nach oben geschnellt – in 2003 wurden über 50% mehr als im Vorjahr verkauft. „Unsere Besucher vertrauen uns, dass sich auch in Zukunft ein mehrmaliger Zoobesuch lohnt.“ Dafür wird sich das Zooteam  2004 wieder mächtig ins Zeug legen: Das neue Freigehege für Elefanten soll im Sommer eingeweiht werden, die Erneuerung der alten Eulenvolieren, die zu den größten „Schandflecken“ des Zoos gehören, wird abgeschlossen,  und die Sanierung der Fasanerie mit einer begehbaren Großvoliere fortgesetzt. Durch die Finanzierung der Felix-Wankel-Stiftung kann mit einem traditionellen Hühnerhof ein Tierschutzprojekt realisiert werden. Es soll darauf hinweisen, was wir unseren Hühnchen antun, wenn wir sie in Legebatterien halten und für den Kauf von Freilandeiern werben. „Da steckt dann wieder viel Eigenleistung und Hilfe von Sponsoren drin. Unser Haushalt für 2004, der gegenüber 2003 eine Kürzung des städt. Zuschusses von rd. 170.000 ¬ verkraften muss, lässt auch kleine Schritte allein aus eigener Kraft nicht mehr zu. An vielen Stellen können wir nur noch den Mangel verwalten.“ Für das Jahr 2004 hofft der Zoo deshalb auf viele Besucher und darauf, dass die Heidelberger Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft ihre Liebe zum Zoo bewahren bzw. neu entdecken  und auch in Taten umsetzen Das Zooteam ist sich sicher: Es gibt keinen besseren Platz für Zuschüsse, Förderung und Engagement als den Zoo.   

Ruhr Zoo Gelsenkirchen, 06.01.04
1, 2, 3 ... 545 Tiere – Inventur im Ruhr Zoo
Einmal im Jahr braucht auch ein Zoo Inventur. Dann wird alles erfasst, gezählt und addiert, was so kreucht, fleucht, brüllt und grunzt. Ergebnis des Ruhr Zoo-Jahresabschlusses 2003: 545 Wirbeltiere, 16 Tonnen verfütterte Äpfel und viele Feste.
Insgesamt 545 Wirbeltiere, darunter 185 Säugetiere, 224 Vögel und 136 Reptilien, wurden bei der Bestandsaufnahme im Dezember 2003 gezählt. Viele Tierbabies sind geboren worden: Zebra UPELE, Kudu NATASCHA, ein seltenes Rötelpelikan-Junges, zwei Tschaja-Vogeljungen sowie Leopardengeckos und Dosenschildkröten.
Bei der Entstehung der ZOOM Erlebniswelt wurden große Fortschritte erzielt: So eröffnete im Januar die neue Technikstation, im März der erneuerte Eingangsbereich, im August das Afrikanische Dorf für Haustiere und im Oktober der neue Kletterspielplatz. Im November fand auf dem Westfälischen Bauernhof das Richtfest statt und wurde mit dem Spatenstich offiziell der Bau der neuen ZOOM Erlebniswelt Alaska begonnen.

Ruhr Zoo Gelsenkirchen, 12.01.04
Heute werden in Alaska die ersten Kunstfelsen montiert
Erst vor zwei Monaten gaben Regierungspräsident Twenhöven und Gelsenkirchens Oberbürgermeister Wittke den Startschuss für die Bauarbeiten zur neuen ZOOM Erlebniswelt Alaska. Heute werden dort die ersten Kunstfelsen montiert.
Auf den ersten Blick ist das ehemaligen Gelände der Emschergenossenschaft eine Großbau-stelle: Aufgewühlte Erde, meterhohe Spundwände, Bull-dozer und schweres Gerät. Doch auf den zweiten Blick nimmt die Kodiakbären-Anlage der ZOOM Erlebniswelt Alaska bereits Gestalt an; ab heute werden die Spundwände dort mit schmückendem Kunstfelsen verkleidet.
Die Besucher werden sichtbar nur durch einen Wassergraben von den drei Meter langen und bis zu 800 Kilogramm schweren Kodiakbären, den größten Landraubtieren der Welt, getrennt sein. Eine Besucherattraktion wird auch der große Wasserfall sein, den „Alaska-Abenteurer“ von einer Hängebrücke aus erleben können.
Im Laufe dieses Jahres sollen fast alle Anlagen der sechs Hektar großen ZOOM Erlebniswelt Alaska mit vielen Freizeit-Attraktionen und mehr als einem Kilometer Rundweg fertig gestellt werden. Dann können die Eisbärin ANTONIA und die Seelöwen, Wölfe, Elche und anderen neuen Alaska-Bewohner ins Gelsenkirchener Alaska ziehen.

Tierpark Chemnitz, 08.01.04
Information aus dem Tierpark Chemnitz:
Nachwuchs bei den Kubanischen Schlankboas – drei Jungtiere gehören zur Familie
Das erste der Jungtiere kann ab Wochenende im Tropenhaus bewundert werden
Die seit Januar des vergangenen Jahres im Tropenhaus des Chemnitzer Tierparks gehaltenen Kubanischen Schlankboas hatten nach Information aus dem Tierpark im Juli 2003 eine rege Paarungsaktivität gezeigt, deren erfreuliches Ergebnis Ende des Jahres dann schließlich auch sichtbar wurde: nach einer Tragzeit von etwa fünf Monaten vergrößern nun drei Jungtiere den Bestand!
Die Jungschlangen wurden – so informiert Tierparkdirektor Dr. Hermann Will - vorerst von der Verwandtschaft getrennt, bis sie eine gewisse Größe erreicht haben. Nun haben sie schon die erste Häutung hinter sich gebracht und nehmen auch eigenständig Nahrung auf.
Eines dieser Jungtiere kann nun bereits ab diesem Wochenende (09./10. Januar) in einem separaten Terrarium bewundert werden. Die Art ist sehr selten und in ihrer Heimat Kuba streng geschützt.

idw (Pressemitteilung) - 14. Jan. 2004
Artgemäße Zootierhaltung in Leipzig - tiergerecht und menschenfreundlich?
Das Studium universale findet diesmal im Zoo statt. Zoodirektor Junhold persönlich spricht über das Konzept des Leipziger Zoos, der immer mehr Besucher in seinen Bann zieht.
Zeit: 21.01.2004, 18.15 - 19.45 Uhr
Ort: Zoo Leipzig, Restaurant Hacienda
Die Haltung wilder, exotischer Tiere hat den Menschen seit jeher fasziniert. Als vor etwa 250 Jahren die ersten Zoos in Mitteleuropa gegründet wurden, war die Beziehung der Menschen zu diesen Tieren durch Wandermenagerien und Abenteuerromane geprägt. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten Zootiere in spartanischen, hygienisch korrekten Unterkünften, und es wurde Wert auf eine möglichst breite Artenvielfalt gelegt.
Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Heute, am Beginn des 21. Jahrhunderts, werden unsere Tiere mehr und mehr zu Botschaftern ihrer vom Aussterben bedrohten frei lebenden Artgenossen. Möglichst naturnahe Simulation von Lebensräumen, europaweit geltende Mindeststandards für die Tierhaltung und ausgedehnte Beschäftigungsprogramme ermöglichen eine artgemäße Zootierhaltung. Am Beispiel des Leipziger Zoos werden im Vortrag die Möglichkeiten und Grenzen einer zeitgemäßen Zootierhaltung beleuchtet. Denn ein Zoo kann den natürlichen Lebensraum der Tiere nicht ersetzen. Seine Existenzberechtigung hat ihre Wurzeln in der globalen, hauptsächlich durch uns Menschen verursachten Umweltzerstörung. Er wird immer ein Kompromiss zwischen den Ansprüchen der Tiere und der Zoobesucher sein.
Der Referent, Jörg Junhold, ist seit 1997 Direktor und Geschäftsführer des Leipziger Zoos. Unter seiner Federführung wird gegenwärtig das Konzept vom "Zoo der Zukunft" verwirklicht.


WWF, 12.01.04
WWF kritisiert überdimensionierte Kreuzfahrten
Southampton / Bremen: Die Umweltschutzorganisation WWF macht anlässlich der heute startenden Jungfernfahrt des weltgrößten Kreuzfahrtschiffes „Queen Mary 2“ auf die Risiken für Natur und Meeresumwelt durch überdimensionale oder schlecht gemanagte Kreuzfahrtschiffe aufmerksam.
„Ein Luxusliner vom Kaliber der Queen Mary 2 verbraucht für die Beheizung seiner Schwimmbäder, Klimatisierung und andere Finessen so viel Strom wie eine mittlere Kleinstadt. Die dafür und für die Fahrt verbrannten enormen Mengen an Dieselkraftstoff tragen zur Belastung der Atmosphäre und des Klimas bei. Außerdem gibt es ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential für Korallenriffe und empfindliche Küsten, wenn es zu Manövrierproblemen kommt,“ kritisiert Dr. Peter Prokosch, Geschäftsführer des WWF Deutschland.
Kreuzfahrten werden immer populärer. Durch die Tendenz zu immer gewaltigeren Riesenschiffen werden Überkapazitäten geschaffen, die auf die Preise drücken. Das geht häufig auf Kosten der Qualität und der Umweltstandards an Bord. Kostendruck, Nachlässigkeit oder fehlende Schulung des Fachpersonals haben in der Vergangenheit immer wieder dazu geführt, dass die Abwässer oder Öl von Kreuzfahrtschiffen stattdessen ins Meer gelangten. Manchmal sogar in besonders empfindlichen Naturräumen, mit verheerenden Auswirkungen auf Tiere und Meeresumwelt. Beispielsweise kontaminierte eine der größten Kreuzfahrtgesellschaften mehrfach Gewässer in Alaska mit giftigen Chemikalien und mit Öl.
„Teile der Kreuzfahrtindustrie haben schon erkannt, dass eine intakte Natur das Kapital ihrer Reise ist. So haben sich zum Beispiel die Veranstalter  von Expeditions-Kreuzfahrten um die Inselgruppe Spitzbergen im Nordpolarmeer zusammengetan, um in Kooperation mit dem WWF und den örtlichen Behörden die Umweltherausforderungen vor Ort zu meistern. Dass dies möglich ist, zeigt die Arbeit einer ähnlichen Kooperation in der Antarktis.  Deswegen hoffen wir, dass auch andere Teile der Kreuzfahrtindustrie sich ihrer Verantwortung für den Umwelt- und Naturschutz stellen“, appelliert Dr. Peter Prokosch.

Rettet den Regenwald e.V., 12.01.04
Bitte beteiligen Sie sich an zwei neuen Protestaktionen von Rettet den Regenwald!
Zellstoff-Fabrik bedroht Borneos Regenwälder
Mit finanziellen Garantien will die Weltbank eine 1,2 Milliarden US-Dollar teure Zellstoff-Fabrik in Südkalimantan auf der indonesischen Insel Borneo absichern. Die Zellstoff-Industrie in Indonesien ist für das illegale Abholzen riesiger Regenwaldflächen und die Vergiftung  von Flüssen, Böden und Luft verantwortlich. Das geplante Projekt bedroht
die ohnehin schon stark degradierten Wälder auf Borneo, Heimat der letzten Orang-Utans. Deutschland ist drittgrößter Geldgeber der Weltbank und hat einen eigenen Exekutivdirektor. Bitte protestieren Sie umgehend gegen das geplante Zellstoff-Werk. Auf unserer homepage
http://www.regenwald.org haben wir einen Musterbrief formuliert.


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Natur- und Artenschutz

Rare wallaby's future bright
http://www.theage.com.au/articles/2003/12/31/1072546593118.html
When bushfires ripped through East Gippsland's Snowy River National Park last January, it was feared the blaze would wipe out Victoria's most endangered mammal, the brush-tailed rock wallaby. But almost a year later, wildlife experts say the future of rock wallabies is looking brighter than ever, with a group of Australian trappers this month repatriating 20 of the tiny animals from New Zealand. Expedition leader Jim Reside said the removal of rock wallabies from NZ's Kawau Island  to the Waterfall Springs sanctuary in NSW was a milestone for the species.  "We're now down to less than 10 in the wild in Victoria and they don't have any time."

TAZ - 08. Jan. 2004
Das Klima artet aus
Sollte es nicht rasch zu einer deutlichen Senkung der Emission von Treibhausgasen kommen, könnte bis 2050 ein Viertel aller Landtiere und Pflanzen am Aussterben sein. Zu diesem Schluss kommt eine heute im Wissenschaftsjournal Nature veröffentlichte Studie, die ein Team von 19 Biologen aus sieben Ländern zusammengetragen hat. Die Biologen untersuchten 1.100 Arten - von Raubvögeln über Schmetterlinge bis Pflanzen. Nach Einschätzung der Klimaforscher wird die Temperatur ohne einschneidende Maßnahmen zum Klimaschutz um gut 1,8 Grad bis 2050 steigen. Unter diesen Bedingungen kamen die Forscher zu dem Schluss, dass 15 bis 37 Prozent der von ihnen untersuchten Arten bis 2050 entweder ausgestorben oder todgeweiht sind. "Unter der Annahme, dass sich unsere Ergebnisse hochrechnen lassen, legt die Studie nahe, dass deutlich mehr als eine Million Arten in Folge des Klimawandels vom Aussterben bedroht sind", resümiert Chris Thomas, Artenschutzexperte von der Universität Leeds in England und Hauptautor der Studie. Schon heute gelten Experten zufolge 18 Prozent der Säugetiere, 12 Prozent der Vögel und 5 Prozent der Fische als bedroht.

Freie Presse (Chemnitz) - 09. Jan. 2004
Lausitzer Wölfe reißen wieder ein Schaf
Die Wölfe holten das Schaf in der Nacht. Am Montagmorgen wurde der Kadaver am Ortsrand von Bärwalde gefunden, einem Dorf im niederschlesischen Oberlausitzkreis. Mitte Dezember war dort schon einmal ein Schaf gerissen worden, auf der Weide desselben Bauern. Erste Meinungen werden laut, dass es in der Lausitz bereits zu viele Wölfe geben könnte. Die Wolfsforscherinnen Gesa Kluth und llka Reinhardt gehen davon aus, dass in der Region 18 der grauen Wanderer leben – verteilt auf ein Gebiet von mehr als 600 Quadratkilometern. Ein Rudel durchstreift die Muskauer Heide, ein anderes hat sein Revier westlich davon. Michael Gruschwitz, der für Artenschutz zuständige Referatsleiter im sächsischen Umweltministerium, glaubt nicht, dass sich die Landbevölkerung plötzlich wieder vor dem bösen Wolf fürchtet. „Es sind einzelne Stimmen aus Kreisen der Jagdpächter, die denken, dass ihnen die Wölfe das Wild streitig machen.“ Eine Befürchtung, die von den Forstbehörden nicht geteilt wird.

Märkische Oderzeitung - 13. Jan. 2004
Minister Birthler knackt Rohrdommel-Tresor
Mit Erfolg hat die Landesanstalt für Großschutzgebiete 2003 zwei von der Europäischen Union geförderte Rohrdommel-Projekte abgeschlossen: in den Biosphärenreservaten Flusslandschaft Elbe und Schorfheide-Chorin. Die Ergebnisse wurden gestern im Beisein des brandenburgischen Agrar- und Umweltministers präsentiert. Wolfgang Birthler lobte die Maßnahmen insbesondere auch als Beitrag zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes.

India begins massive tiger census
Donning fiberglass vests and steel helmets, scores of wildlife officials began scouring the Sunderbans forest in eastern India to count tigers Wednesday and find out why some become man-eaters.


Indian tribe takes Everglades fight to U.S. Supreme Court

Looking out over the water and sawgrass that stretches for miles in every direction, William Buffalo Tiger recalled one of the first signs that pollution was slowly killing the Everglades: batches of dead snakes.


Groups fear for Yellowstone bison

With Yellowstone National Park's bison population at its highest level in years, some environmentalists fear huge numbers of the beasts will wander into Montana this winter and be killed in the name of controlling disease.


Group names 10 most endangered parks
A conservation group's annual list of the 10 most endangered national parks

Judge allows use of controversial whale-seeking sonar
A federal judge rejected environmentalists' pleas to immediately halt testing of an experimental sonar system to detect whales


Buch-Tipps

Ecology of Ungulates
L. M. Baskin, Kjell Danell

In May 2003, Springer-Verlag has published the "Ecology of Ungulates. A Handbook of Species in Eastern Europe and Northern and Central Asia". It is
the main result of an exciting five year project. It extracts the rich Russian information from the 20th century available in more than 1,000 theses and major scientific papers and present it in a condensed book format (434 pages including 251 tables and 61 figures).

First, the book gives information on the ecology of 25 species of ungulates in a geographical area covering 1/6 of the land surface of the world.
Included are species on the tundra and taiga, mountains of Caucasus and Central Asia as well as steppes and deserts.
Second, you will find information on your favourite species as it occurs in different habitats than you may be used to. Many interesting comparisons are possible.

Third, you will find a large volume of quantitative data which has been more or less hidden in the Russian literature. You can see the contents and examine some sample pages here: http://www.springer.de/cgi/svcat/bag_generate.pl?ISBN=3-540-43804-1

Gebundene Ausgabe - 392 Seiten - Springer, Berlin
EUR 213,95 bei Amazon

Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen     ~ TV-Tipps
Weitere Infos

Einladung zum Seminar:
Tierpflege heute - Brücke zwischen Tieren und Besuchern
Interdisziplinäres Fortbildungsseminar zur Öffentlichkeitsarbeit in Zoos
Wildpark Knüll - Homberg (Efze)
15. - 18. April 2004
Veranstalter: Deutscher Wildgehege Verband
In Kooperation mit Biologisches Institut Metelen e.V. Bundesweite Artenschutzschule
Kontaktadresse
Eckhard Wiesenthal, Rosenstraße 14a 37136 Seeburg-Bernshausen
Tel.: 05528/200966; Fax: 05528/200967
eMail: Tie.Ga.Wiesenthal@t-online.de
Als Teilnehmer begrüßen wir...
 ... alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Arbeitsplatz in Zoos, Wild- und Tierparks oder anderen zoologischen Einrichtungen.
Unser Ziel...
 ... ist es, Wege aufzuzeigen, um den Arbeitsalltag Zoo auf die heutigen Wünsche und Ansprüche unserer Besucher abzustimmen.
Die Vorstellung der Tiere und Naturschutzge­danken gegenüber den Besuchern erfordert neue Wege und Strategien im Zoo-Bertrieb.
Unser Seminar...
 ... ist praxisorientiert. Erfahrungen der Teilnehmer werden mit neuesten Erkenntnissen zur Besu­cherlenkung konfrontiert.
... wird die modernen Aufgaben eines Zoos aufgreifen und zur realitätsbezogenen und besucherorien­tierten Erweiterung der einzelnen Arbeitsfelder im Zoo beitragen.
Der Preis für das 3-tägige Seminar beträgt: Euro  245,-
Anmeldeschluß ist der 1. März 2004



Stadt Bonn, 15. Januar 2004
Biotreibstoff als Herausforderung für deutsche Landwirte
Die Landwirtschaft steht bei der Entwicklung von Biomasse als Energieträger im Mittelpunkt. Etwa Ethanol- oder Methan-Kraftstoff besitzen unbestreitbare Vorteile, sie können problemlos und relativ umweltfreundlich erneuert werden und sind obendrein auch noch preiswerte Alternativen zu bislang herkömmlichen Kraftstoffen.
Die Bonner Organisation EUROSOLAR e.V. hebt die Biomasse und die Rolle der Landwirtschaft in das Zentrum seiner diesjährigen, 6. EUROSOLAR-Konferenz "Der Landwirt als Energie- und Rohstoffwirt" am 5. und 6. Februar. In der Stadthalle Bad Godesberg wollen anerkannte Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft einen Beitrag leisten, der Landwirtschaft diese Herausforderung zu erleichtern.
Neben anderen wird Dr. Hermann Scheer, Bundestagsabgeordneter, Träger des alternativen Nobelpreises und Präsident von EUROSOLAR, über die "Bedeutung der Biomasse für den Energiemix der Zukunft" referieren. Die Bonner Oberbürgermeisterin wird zu einem Grußwort erwartet.



Utila-News
NÄCHSTES VOLONTÄRS UND INFOTREFFEN SAMSTAG
Das nächste Volontärstreffen findet am Samstag den 17. Januar im Frankfurter Senckenbergmuseum statt. Beginn des Treffens ist um 15:00 Uhr im Konferenzsaal des Museums Eingang in der Ägyptologischen Ausstellung.
Das "Senckenberg" wurde gerade vor kurzem nach einer Grundrenovierung und Ausstellungsumgestaltung wiedereröffnet. Das Utila-Treffen ist also zusätzlich eine gute Gelegenheit um sich im "neuen" Senckenberg umzusehen.
Programm:
15:00 Vorstellung des Projektes und aktueller Stand
15:20 Vorstellungsrunde der Anwesenden
15:50 Reisetips
16:15 Fragerunde
16:45 Dias Fotos Filme
18:00 Ende des offiziellen Treffens
- offener Abschluss in einer nahen Kneipe bei Interesse
Wir bitten um Anmeldung wenn Sie zum Treffen kommen wollen. ->volo@utila-iguana.de
Sollten Sie sich erst kurzfristig entscheiden können Sie natürlich auch ohne Anmeldung kommen.



Norwegian children pay tribute to Keiko, the killer whale
Hundreds of children laid stones on the grave of "Free Willy" movie star Keiko the killer whale in Norway in an emotional Viking-style ceremony.

Rheinische Post - 14. Jan. 2004
Affen besetzen Botschaft
Ein tierisches Problem hat die indische Botschaft in Nepal. Dort haben rund drei Dutzend Affen die Vertretung besetzt und sogar die Beschäftigten angegriffen.
Nach Angaben eines Botschaftssprechers in Kathmandu zerstörten die Affen auch Einrichtungsgegenstände. Die Diplomaten forderten die Hilfe von Experten der nepalesischen Naturschutzbehörde und eines Zoos an, um die Affen wieder loszuwerden.


Norddeutsche Neueste Nachrichten - 12. Jan. 2004
Elefantendorf trauert um Balumba
Ein schwerer Schicksalsschlag durchkreuzt die Pläne der Zirkusfamilie Frankello: Kurz vor der geplanten Abreise zum Weltzirkusfestival ins Fürstentum nach Monaco ist die 16-jährige Elefantenkuh Balumba in der vergangenen Woche plötzlich verstorben. Ab Abend des 29. Dezember waren Frankellos mit ihren vier Elefantenkühen nach einer überaus erfolgreichen Tournee durch Belgien und Holland in ihrer Wahlheimat Platschow eingetroffen. Im Gepäck befand sich auch der Siegerpokal, den sie zum Abschluss des internationalen Zirkusfestivals im niederländischen Eschede gewonnen hatten. Nach dem üblichen Elefantenfrühstück mit Heu, Stroh, Runkelrüben und Vitaminen am Neujahrsmorgen reagierte die 16-jährige Elefantenkuh Balumba am Nachmittag mit ungewohnter Appetitlosigkeit. Als auch ihre Augen anschwollen, wurde ein Tierarzt aus Schwerin hinzugezogen. Trotz genauer Untersuchung und der Behandlung mit Antibiotika sowie Schmerzmitteln verschlechterte sich der Zustand zusehend. Auch die Blut- und Stuhlproben hatten keine Auffälligkeit ergeben. In der Nacht zum 6. Januar hat sich Balumba an ihrem Lieblingsplatz niedergelegt und ist gestorben. Fachärzte des Institutes für Zoo- und Wildtierforschung haben die Elefantenkuh in Malchin umgehend obduziert. Als wahrscheinliche Todesursache wurde eine Art Darmverschlingung diagnostiziert.


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Ausstellungen

ZÜRICH Landesmuseum Zürich:
FASZINATION FORSCHUNG
März 2004 bis Juni 2004
http://www.musee-suisse.ch

GOTHA Museum der Natur:
KANARISCHE INSELN. SCHMELZTIEGEL DER EVOLUTION
bis 31.3.2004

Parkallee 15, DE-99867 Gotha, 03621/8230-10
http://www.gotha.de/sehensw_mus_natur.asp

Fotoausstellung: Berliner Tierpark- und Zooporträts:
Vom 5. bis 17. Januar im Zentrum Schöneweide, Schnellerstraße 21;
vom 19. Januar bis 15. Februar im Affenhaus des Tierparks Friedrichsfelde, Am Tierpark 125.

IDEA Schmetterlingsparadies Neuenmarkt:
3. Januar 2004 bis 3. Februar 2004:
Fotoausstellung "Sprache der Bilder -  aus der Arbeit eines dpa-Fotografen"
http://www.pressefotos-fuehrer.de

BAD DÜRKHEIM Pfalzmuseum für Naturkunde
PFLANZEN UND TIERE DES JAHRES 2004
Ab März 2004
http://www.pfalzmuseum.de/

PADERBORN Naturkundemuseum im Marstall:
GLANZLICHTER 2003 - Projekt Natur & Fotografie
16.1. bis 14.3.2004
http://www.paderborn.de/cs_kunst_kultur/content/sp_auto_7329.php

BAD WURZACH Naturschutzzentrum:
VON MENSCHEN UND BIBERN
bis 25.1.2004
http://www.naturschutzzentren-bw.de/badwurzach/

BIEL-BIENNE Schweizerisches Landesmuseum
Über den Ursprung unserer Haustiere
(mit Pro Specie Rara)
bis März 2004
http://webmuseen.de/Ausstell_23731.html

 

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TV-Tipps

tv.nrw: Jeden Samstag ca. 18:15 Uhr "Ein Platz für Tiere" mit Bernhard Grzimek aus den 70er und 80er Jahren; teilweise mit Zoo-Berichten. 

Fr., 16.01.2004, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Geschichten aus dem Leipziger Zoo
Sa., 17.01.2004, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Der Löwe von Gujarat - Ein Menschenfresser?
Sa., 17.01.2004, 17:05-17:45 ORF2, Erlebnis Österreich, Waidmannsdank - Jagd und Ökologie im Burgenland
Sa., 17.01.2004, 17:55-18:30 VOX, tierzeit: Frauenpower - Äthiopiens Blutbrustaffen
So., 18.01.2004, 13:30-14:00 SWR, Der dreibeinige Elefant
So., 18.01.2004, 14:25-15:10 ORF2, Universum - Zur Lage des Planeten, 3. Die Zukunft des Lebens
Di., 20.01.2004, 22:05-22:35 ORB, Elefant, Tiger & Co. Doku-Soap aus dem Leipziger Zoo
Mi., 21.01.2004, 20:15-21:05 ORF2, Universum, Plitvice - Im Land der fallenden Seen
Do., 22.01.2004, 14:15-15:00 ZDF, Wunderbare Welt, Kriminalfall Kiwi
Do., 22.01.2004, 16:00-16:30 3sat, Zoos der Welt, Die Münchner Löwen ziehen um ... (Wh1997)
Fr., 23.01.2004, 14:15-15:00 ZDF, Wunderbare Welt, Umbria - Vom Wrack zum Riff
Fr., 23.01.2004, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Geschichten aus dem Leipziger Zoo
Fr., 23.01.2004, 21:45-22:15 ARD, ARD-exclusiv, Die Wolfsmutter, Zwei Welpen suchen Anschluss
Sa., 24.01.2004, 05:45-06:15 HR, Welt der Tiere, Arche Noah im Victoriasee
Sa., 24.01.2004, 10:30-11:00 B-alpha, Zoo & Co., Koalas - Teddybären im Eukalyptuswald
Sa., 24.01.2004, 14:45-15:00 MDR, Elefant, Tiger & Co. Geburtstagsfeier im Pongoland



ausführliche Vier-Wochen-Vorschau: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
 

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