Zoopresseschau

Zoo-AGBielefeld
http://www.zoo-ag.de

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Ausgabe 187 vom 13. November 2003
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse zusammengestellt von DirkPetzold
und Dr. Martina Raffel
zusätzliche Recherchen: Reinhard Hellwig
Pressemitteilungen: Kirstin Adrian
ISSN1619-6643

Liebe Leser,
 
die Zeit der Jahresrückblicke hat schon wieder begonnen. Den Anfang macht der WWF mit einer Rückschau auf die Naturschutz-Themen des letzten Jahres (Pressemeldungen).

Während Sumatranashorn Emi in Cincinnati wieder trächtig ist, starben leider drei Tiere in der Zuchtstation in Malaysia.

Bei einer Privatperson wurden kürzlich in New Jersey nicht weniger als 24 Tiger beschlagnahmt. Kaum vorstellbar scheint allerdings die Zahlen, die amerikanische Tierschützer verbreiten: Danach soll es in US-Haushalten bis zu 10.000 Tiger geben! Siegfried und Roy haben einmal behauptet, ihr eigentliches Anliegen sei es, Tiger vor der Ausrottung zu bewahren. Mit einem Bruchteil ihres Vermögens hätten sie dafür Beachtliches leisten können. Stattdessen züchteten sie "Weiße Tiger" und halten sie freilaufend in ihrem Palast. Hat dieses "Vorbild" nun für eine riesige Population in Menschenhand gesorgt??

Am Samstag waren wir mit der Zoo-AG in Duisburg, um Weißwal Ferdinand und Jacobita Yogi vor ihrem Transport nach Sea World zu verabschieden (auch wenn noch kein endgültiger Termin feststeht). Erst vor Ort erfuhren wir, daß ausgerechnet am Vortag das Delphin-Jungtier Duke unerwartet verstarb (s. u.). Gerade im Hinblick auf diese belastenden Umstände möchten wir uns für die großartige und nette Betreuung samt Führung hinter den Kulissen auch auf diesem Weg nochmals ganz herzlich bei Roland Edler und den übrigen Mitarbeitern bedanken!   

Dirk Petzold


 

  Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

WAZ - 12. Nov. 2003
Der Zoo trauert um Delphin "Duke"
Einen schweren Verlust erlitt das Duisburger Delphinarium am vergangenen Wochenende: Der kleine Tümmler "Duke" erlag einer Blutvergiftung Auch intensivste Bemühungen seitens des Pflegeteams und mehrerer Veterinärmediziner reichten nicht aus, das Leben Tiers zu retten. Wie genau es zu der Infektion kommen konnte, ist bislang unklar. Zootierarzt Manuel Garcia Hartmann erläuterte betroffen, dass "das Bakterium Delphine in freier Wildbahn durchaus befällt und dort in den meisten Fällen einen tödlichen Krankheitsverlauf auslöst" - doch wie es in den Zoo gelangen konnte, das bliebe noch zu ermitteln. Wahrscheinlich habe Duke es über die Nahrung aufgenommen. Da dies bedeuten würde, dass auch die anderen Tümmler gefährdet sind, wurden bei ihnen sofort Blutproben entnommen, deren Ergebnisse bislang noch ausstehen. Allerdings zeigt keines der anderen Tiere entsprechende Symptome. Dem Jungtier Duke, es kam erst im Oktober 2001 zur Welt, wurde offenbar sein eigenes Instinktverhalten zum Verhängnis. Manuel Hartmann erläutert, dass Delphine in der Lage sind, Krankheitssymptome besonders gut zu verstecken, da sie in der Natur mit Haien konfrontiert sind. Deshalb stellte das Zoopersonal die Erkrankung des kleinen Tümmlers auch erst fest, als sie in einem Stadium angelangt war, in der es - trotz richtiger Behandlung - keine Rettungschancen mehr gab.

Frankfurter Neueste Presse - 12. Nov. 2003
EU-Zoo-Richtlinie wird für Tierparks teuer
Die neue EU-Zoo-Richtlinie kommt einigen hessischen Tierparks teuer zu stehen. Betroffen sind nach einer dpa-Umfrage vor allem Zoos mit exotischen Tieren. Die neuen Vorgaben schreiben unter anderem geräumigere Gehege und eine ausführliche Beschilderung vor. So muss das «Vivarium» in Darmstadt rund 150.000 Euro für Umbauten ausgeben. Der Bergzoo im nordhessischen Bad Karlshafen wurde sogar vorerst geschlossen. Sven Schulze ist als Leiter des privaten Tierparks Bad Karlshafen am stärksten von der EU-Richtlinie betroffen. Er will das Gelände mit 200 Tieren in 50 Arten in den kommenden Wochen mit viel Eigeninitiative umgestalten. «Am teuersten wird die neue Beschilderung mit umfangreichen Angaben zu den Tieren», erklärt er. Die stärkere pädagogische Ausrichtung findet er grundsätzlich gut.
Fehlendes Augenmaß kritisiert auch Scarlett Umlauff vom Darmstädter «Vivarium». So muss der Tierpark für sein Krokodil, das sich die meiste Zeit kaum rührt, ein größeres Terrarium bauen. Auch die Echsen müssen umziehen, weil ihr Domizil fünf Zentimeter kleiner ist als die neue Norm vorschreibt. Die im Frankfurter Zoo verlangten geräumigeren Anlagen für Nashörner, Orang-Utans und Bonobos waren nach Auskunft von Rudolf Wicker, Leiter des Exotariums, längst geplant. Die Qualität der Haltung allein von der Gehegegröße abhängig zu machen, hält er jedoch für «blödsinnig». Der private Opel-Zoo mit 1200 Tieren in 200 Arten wird ebenfalls seinen Flusspferden, Elefanten und Giraffen ein neues Haus bauen. «Aber das alte Gebäude aus den 60er Jahren musste sowieso weg», sagte Direktor Thomas Kauffels. Er kritisierte, dass andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen die EU-Richtlinie noch nicht umgesetzt haben. Die Fasanerie Groß-Gerau musste sich von einigen Wildtieren trennen, um für den restlichen Bestand die EU-Norm zu erfüllen. Außerdem müssen einige Volieren erhöht werden. Keine Probleme haben die Fasanerie in Wiesbaden sowie die Wildparks in Hanau und Fürth im Odenwald, die je rund 250 Tiere in etwa 30 Arten betreuen. Die Auflagen aus Brüssel seien seit Jahren bekannt, sagt die Hanauer Leiterin Marion Ebel von der Hessischen Landesforstverwaltung. «Jeder hat ausreichend Zeit gehabt, sich darauf vorzubereiten.»

Neues Deutschland - 10. Nov. 2003
Für Zoo und Tierpark wird es enger
Berlin. Zehn Tage nach der Urteilsverkündung des Landesverfassungsgerichts, dass der Landeshaushalt 2002/3 verfassungswidrig ist, zeigt die rot-rote Koalition auch öffentlich mehr Nachdenklichkeit. »Es muss nachjustiert werden«, näherte sich gestern Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) vor Journalisten vorsichtig dem Problem. Während andere in der Koalition den Richterspruch schon dahingehend interpretierten, dass »Blut fließen« müsse, meint Wolf, das Urteil zwinge nicht zu massivem Sparen. Was konkret im Doppelhaushalt 2004/5 nicht mehr finanziert werden könne, sei offen. Jetzt sagt auch Wolf, dass Berlin »ein erhebliches rechtliches Problem« bekomme, wenn manche Ausgaben aufrechterhalten und begründen werden, die so genannte freiwillige Leistungen der öffentlichen Hand sind. Etwa Zoo und Tierpark – »ein Thema, über das wir uns verständigen müssen«, so Wolf. Für zwei Tiereinrichtungen werde es nach dem Urteil »schwieriger«.

Freie Presse (Chemnitz) - 07. Nov. 2003
Damit es endlich klappt - Frisches Sperma statt Tiefgefrorenes
Um den Elefantennachwuchs im Dresdner Zoo zu sichern, soll die afrikanische Elefantenkuh Drumbo mit frischem Sperma besamt werden. Zuvor seien drei Besamungsversuche mit tiefgefrorenem Elefantensamen gescheitert, teilte der Zoo am Freitag in Dresden mit. Das frische Sperma soll der afrikanische Elefantenbulle Tembo liefern, der im britischen Colchester zu Hause ist. Er hat die Qualität seiner Spermien bereits bei der Zeugung des Elefantenbabys Abu im Wiener Tiergarten unter Beweis gestellt. Drumbos Besamung soll am Sonntag oder Montag erfolgen, wenn die Elefantenkuh voraussichtlich ihren Eisprung hat.

Dresdner Neueste Nachrichten - 08. Nov. 2003
Tembo sei Dank: Gute Chancen für Elefantenbaby
Diesmal könnte es klappen: Wenn alles gut geht, kommt im Herbst 2005 zum ersten Mal in der 142-jährigen Geschichte des Dresdner Zoos ein Elefantenbaby zur Welt. Denn Drumbo, das 13-jährige Elefantenmädchen, wird an diesem Wochenende erstmals mit dem frischen Sperma von Tembo, einem 20 Jahre alten Bullen aus dem Zoo von Colchester, besamt. Tembo, ein ehemaliger Zirkuselefant, hat schon mehreren Dickhäuter-Damen auf diesem Wege zu Kindern verholfen - der afrikanischen Elefantin Sabi im Tierpark Schönbrunn in Wien zum Beispiel. Die beiden Berliner Tierärzte vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Thomas Hildebrandt und Frank Göritz, die Drumbo künstlich besamen, nehmen Tembo am Sonntag in Colchester auf mechanischem Wege das Sperma ab, setzen sich mit den 40 bis 50 Millilitern ins Flugzeug nach Berlin, um 20 Uhr in Dresden zu sein. Binnen acht bis zehn Stunden muss der in speziellen Thermobehältern bei 4 Grad Celsius transportierte Samen nämlich an Ort und Stelle sein. Drumbo ihrerseits hat die Besamung lange trainiert und etliche Hormonuntersuchungen und Blutprobenentnahmen klaglos über sich ergehen lassen, bevor es am Sonntag Abend ernst wird. Anschließend fliegen die beiden Tierärzte erneut nach Colchester, um die ganze Prozedur am Montag Abend noch einmal zu wiederholen - zur Sicherheit.
Die Schwierigkeit liegt nicht nur darin, bei Drumbo den Tag des Eisprungs zu erwischen. Das Hauptproblem ist die verwinkelte Anatomie der Tiere: "Wir müssen fast anderthalb Meter im Geschlechtskanal überwinden, bis wir mit der winzigen Videokamera und dem Besamungskatheder die nur einen Millimeter breite Scheidenöffnung erreichen können", erklärt Göritz. Ist die Besamung erfolgreich über die Bühne gegangen, dauert es noch einmal acht Wochen, bis Gewissheit besteht, ob Drumbo tatsächlich trächtig ist. Es ist nicht das erste Mal, dass die Dresdner Elefantin auf künstlichem Wege besamt wurde: Dreimal schon war ihr das zunächst tiefgefrorene und danach wieder aufgetaute Sperma Tembos sowie eines Wildbullen aus Tansania eingeflößt worden - allerdings ohne Erfolg. Diesmal stehen die Chancen weitaus günstiger.

Sächsische Zeitung - 10. Nov. 2003
Wird Elefanten-Dame Drumbo jetzt endlich schwanger?
Heute Nacht wurde Elefanten-Dame Drumbo (13) künstlich befruchtet. Wenn alles klappt, bekommt der Dresdner Zoo in 22 Monaten ein Elefanten-Baby. Streng nach Zeitplan lief die Besamung ab: Um 18 Uhr kamen Frank Göritz und Robert Hermes vom "Institut für Zoo- und Wildtierforschung" (IZW) in den Zoo. Die "Elefanten-Besamer" untersuchten Drumbo gründlich. Der Eisprung war erfolgt. IZW-Team-Chef Thomas Hildebrandt "sahnte" gestern Nachmittag im Zoo von Colchester 200 Milliliter Elefantensamen von Elefanten-Bulle Tembo ab. Mit einer Spezialmaschine flog Hildebrandt nach Berlin-Schönefeld, traf per Transporter um 21 Uhr in Dresden ein. Zoo-Chef Karl-Heinz Ukena: "Drumbo wurde in der Zwischenzeit bereits vorbereitet." Mit entleertem Darm wartete die Elefanten-Dame bereits seelenruhig. Mit einem 150 Zentimeter langen Führungskatheter führte Thomas Hildebrandt schließlich gegen 22 Uhr den Samen in Drumbo ein. Ukena: "Per Endoskop und Videobrille wurde der Samen exakt platziert." Nach zehn Minuten war alles vorbei. Heute Nacht wird die schwierige Prozedur wiederholt. Ukena hofft, dass es diesmal mit dem Lebendsperma geklappt hat: Drei Versuche, Drumbo zu schwängern, scheiterten bislang am Gefriersperma. Den Zoo kosten die vier Zeugungs-Versuche insgesamt 23000 Euro.

Hamburger Abendblatt - 11. Nov. 2003
Corny und Bala gingen auf Reisen
Die beiden Elefanten Corny (7) und Bala (19) haben gestern dem Tierpark Hagenbeck und Hamburg für immer den "Rüssel" gekehrt. "Da die Kühe bei uns nicht gedeckt werden können, werden sie zur Zucht in den Zoo Münster gebracht", sagt Hagenbeck-Tierarzt Dr. Michael Flügger (42). "Da unser einziger Bulle Hussein (30) der Vater von Corny ist, darf er sie nicht decken. Das wäre Inzucht." An Bala zeige Hussein hingegen kein Interesse, reagiere sogar aggressiv auf sie. "Wir hoffen, dass der Bulle in Münster erfolgreicher ist, und Corny und Bala bald Nachwuchs bekommen", sagt Tierpark-Chef Dr. Claus Hagenbeck (62). "Der Abschied fällt trotzdem schwer, vor allem von Corny", sagt Elefantenpfleger Thomas Moderegger (41), der bei der Geburt der Elefantenkuh dabei war.

Westfälische Nachrichten - 11. November 2003
Nachwuchs mit Corny und Bala?
Neugierig inspizieren Corny und Bala ihr Domizil im Allwetterzoo. Ihren neuen Chef, Michael Adler, kennen sie ja bereits, mit ihm haben sich die Elefantendamen schon angefreundet. Der Revierleiter reiste vor dem Umzug der Dickhäuter zum Tierpark Hagenbeck, um seine Schützlinge auf der Reise zu begleiten. Freiwillig stiegen die Schwergewichte Corny und Bala in ihre Transportkisten. Wir haben ordentlich geübt, versicherte Hagenbecks Tierarzt Dr. Michael Flügger. Mindestens 50 Mal kletterten die Elefantendamen zuvor in eine Holzkiste.
Mit dem Einzug der halbstarken Corny und der 19 Jahre alten Bala leben jetzt wieder sieben Elefanten im Zoo. Zoodirektor Jörg Adler hofft, dass sich die beiden Damen mit dem elfjährigen Elefantenbullen Chamundi anfreunden. Der Bulle findet zurzeit lediglich in der gleichaltrigen Ratna eine passende Partnerin. Die übrigen Kühe, die älter sind, können den jungen Spund nicht riechen. Jetzt setzt Jörg Adler auf die hübsche Corny. Die Elefantendame wurde 1996 in Hamburg geboren, verstand sich aber dort nicht mit dem Bullen. Auch mit Bala könnte es mit dem Nachwuchs in Münster klappen, hofft Adler. Die 19-Jährige wurde 1984 in Burma geboren.
  
Münstersche Zeitung -  11. November 2003
Corny und Bala bezogen das Elefantenhaus
Keine leichte Reise für die beiden Elefantenkühe aus dem Tierpark Hagenbeck, die gestern nach fünf Stunden in ihrer neuen Heimat im Allwetterzoo angekommen sind. "Bala ist nicht ganz so schön anzusehen wie ihre Artgenossin. Sie ist ja auch mit ihren 19 Jahren schon etwas älter", beschreibt Adlers Sohn Michael die Neuzugänge. Er war auch seit dem 3. November bei den Tieren in Hamburg, um sie besser kennen zu lernen. Den gestrigen Transport begleitete er ebenfalls. Vollkommen unkompliziert verlief die Ankunft im Gehege für Corny. Sie ließ sich ohne Probleme in ihren Stall führen, fing sofort an zu fressen. Anders dagegen die ältere der beiden Damen. Sie wurde schon beim Anheben des Containers durch den großen Kran unruhig. Zwar erforschte sie ihr neues Revier ganz langsam und vorsichtig, doch kaum war sie in ihrem Käfig, steckte sie auch schon ihren Rüssel zu ihrer Mitreisenden in das benachbarte Gehege.

Thüringische Landeszeitung - 07. Nov. 2003
Willie tut desinteressiert
Es war eine sehr lange Reise für Nashornkuh Natala: Donnerstagabend, 19 Uhr, kam die gewichtige Dame im Schweriner Zoo an - nach sieben Stunden auf der Autobahn und dies alles im Stehen. Weil es dann aber zum "Aussteigen" zu dunkel war, verbrachte Natala die Nacht noch in ihrer Transportkiste. Bulle Willie, auf dessen Trauer-Phase hin die Erfurterin in den Norden reiste, hat seine neue Freundin noch nicht kennen gelernt. "Er hat sie wohl erschnuppert im Nashornhaus, aber keine Regung gezeigt", sagt Norbert Neuschulz, Direktor des Zooparks Erfurt. Natala und Willie sollen sich in den nächsten Tagen bei einem ersten "Date" treffen. Und wie geht es auf dem Roten Berg weiter? "Nun, wir haben ja jetzt Platz geschaffen im Nashornhaus. Und das ist gut, denn Nashornkuh Numbi ist tragend", sagt Neuschulz. Natala fuhr nicht allein nach Schwerin. Sechs Zwergmäuse, Männchen und Weibchen, zogen mit um. "Dies war ein Geschenk von uns, die Schweriner haben ein riesiges Terrarium, dort werden die sechs nun leben", so Neuschulz.

Schweriner Volkszeitung - 07. Nov. 2003
Willies Einsamkeit hat ein Ende
Es war eine harte Arbeit, eine neue Gefährtin für Nashornwitwer Willie aufzutreiben. Gestern ist Natala in Schwerin angekommen und soll nun allmählich an ihre neue Umgebung gewöhnt werden - auch an Willie. Da hatte die Schweriner Zoo-Mannschaft Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um Nashornwitwer Willie eine neue Gefährtin zu beschaffen und der kolossale Publikumsliebling des Tierparks verschlief die Ankunft seiner neuen Mitbewohnerin. Registriert hat er die Ankunft der 33-jährigen Nashorndame später aber sehr wohl. "Er ist allerdings nicht sonderlich aufgeregt", sagte Dr. Wolfgang Zessin, stellvertretender Zoodirektor. Direktor Michael Schneider und alle an der monatelangen Suche Beteiligten waren "sehr erleichtert", dass der Zoo endlich wieder ein zweites Breitmaul-Nashorn hat. Bis sich Willie und Natala von Horn zu Horn beschnuppern können, werden noch einige Tage vergehen, so Zessin. Dienstag kommender Woche soll Natala zum ersten Mal das frisch umgebaute Außengehege inspizieren dürfen. Bis sie mit Willie auf Tuchfüphlung gehen kann, wird es noch länger dauern. Nashornpfleger Bernd Tippelt und seine Kollegen werden dem Bullen vor der ersten Begegnung noch eine Kotprobe von Natala unter die gehörnte Nase halten - um die Hormone in Wallung zu bringen. Auch wenn die Chancen für Nachwuchs also schlecht stehen, Dr. Wolfgang Zessin ist von dem Neuzugang begeistert: "Sie ist bestens in Form." Davon können sich am 16. November auch alle Schweriner überzeugen, wenn im Zoo von 10 bis 15 Uhr das Nashorn-Willkommensfest steigt.

Thüringer Allgemeine - 10. Nov. 2003
Munter wie lange nicht
480 Kilometer Reise für einen neuen Freund. Derartige Touren nimmt nicht jeder in Kauf. Die Nashornkuh Natala schon, um zu ihrem neuen Kameraden Will nach Schwerin zu gelangen.Die erste vorsichtige Annäherung von Natala in ihrer neuen Umgebung im Schweriner Zoo ist am Montag Morgen sehr zur Freude ihres neuen Kumpels Willi ausgefallen. Gestern gingen die Gitter hoch und die beiden Dickhäuter konnten sich erstmals durch ein stabiles Gitter direkt beschnüffeln. "Beide starteten sofort Scheinangriffe und standen sich dann aufgeregt gegenüber", verriet der stellvertretende Zoodirektor Wolfgang Zessin. Gestern wurde Natala zum ersten Mal in das Außengehege gelassen. Sie soll sich in Ruhe dort umsehen, wo sie die nächsten Jahre ihres Lebens wohnen wird. Zu Willi freilich besteht bis auf Weiteres nur der bereits erwähnte Schnüffelkontakt. Zessin: "Wir wollen nichts überhasten, beide sollen sich erst richtig aneinander gewöhnen und frühestens zu Beginn nächster Woche werden wir den ersten Versuch eines Direktkontaktes wagen". Dabei könne es allerdings durchaus passieren, dass die Kolosse aufeinander losgehen. Damit bei der Gelegenheit nicht gleich die ganze Einrichtung zu Bruch geht, hat sich der Schweriner Zoo den Umbau des Nashorngeheges 30 000 Euro kosten lassen.

St. Galler Tagblatt - 12. Nov. 2003
Affenweibchen Jenny ist tot
Über zwanzig Jahre lebte das Schimpansenweibchen Jenny im Gossauer Walter-Zoo. Vor wenigen Tagen ist es an einer Leberkrankheit gestorben. Eine Nacht und einen halben Tag lang haben die Schimpansen Abschied von Jenny genommen. Sie sassen in einem mit Gittern abgetrennten Raum, betrachteten das tote Tier, wollten es «stüpfle». Der Schimpanse Cess, er ist der Vater der beiden Kinder von Jenny, habe die Trauer noch nicht überwunden. Jennys vierjährige Tochter Elisha sei wohlauf, suche die Mutter nicht mehr. Im März dieses Jahres stellte das Zoo-Team fest, dass Jenny wieder schwanger war. «Schimpansen tragen knapp neun Monate», erklärt Federer. Im August hatte Jenny einen Abort, bekam Eisenpräparate. Der Bauch ging aber nicht zurück. Vermutet wurde, dass sie noch einen Fötus in sich trug, «da sie sich normal verhielt und aktiv in der Gruppe war». Eine Untersuchung wäre nicht möglich gewesen. Federer: «Wir hätten sie mittels Blasrohr narkotisieren und von ihrem Kind trennen müssen. Viel zu gefährlich, viel zu viel Stress für die Tiere.» Anfang November erbrach Jenny morgens, bekam Schüttelfrost. Trotz Hilfe von Tierarzt André Künzle kam Jenny nicht mehr auf die Beine. Am Abend verstarb sie.

Jülicher Zeitung - 07. Nov. 2003
Brückenkopf-Park will Zoo attraktiver gestalten
Der Brückenkopf-Park Jülich hat im Oktober die Vorjahreszahlen überboten. Rund 500 zahlende Gäste mehr als im Vergleichsmonat 2002 zählte die Betreibergesellschaft. Auch dieses Einzelergebnis hätte wesentlich besser ausfallen können, wenn die Kälte in den Herbstferien nicht viele von einer Tour nach Jülich abgehalten hätte. So wurden aktuell bislang 185000 Tickets verkauft. Das sind knapp 22000 weniger als im Vorjahr. Die «neue» Brückenkopf-Park-GmbH unter Führung von Dr. Dorothee Esser ist nun amtlich. Der Kreis Düren hat die Erweiterung der Gesellschaft zum 1. November genehmigt. Diese Woche präsentierte die Parkchefin mit Landschaftsplaner Norbert Klöthers einen blütenreinen Zukunftsplan. Schon seit dieser Woche wandern 32000 Blumenzwiebeln in die Erde, die im nächsten Frühjahr für eine andere Optik sorgen werden. Der Brückenkopfverein als «ältester Partner» der Park-GmbH will sich in der nächsten Saison auch mächtig ins Zeug legen, um den Zoo als wichtiges Standbein attraktiver zu gestalten. Das erklärte Vorsitzender Wolfgang Dehlen.

Merkur Online - 07. Nov. 2003
Das Ende des Korallen-Aquariums
Geretsried - Seit einem Jahr ist das Vivaria-Korallen-Aquarium am Seniweg geschlossen. Zu wenige Besucher hatten zu wenig Geld in die Kassen gebracht, um die Anlage erhalten zu können. Einen Wiedereröffnung ist unwahrscheinlich: Schon vor Wochen wurde das Insolvenzverfahren am Amtsgericht eröffnet. Der Wolfratshauser Anwalt Josef Hingerl kümmert sich als Insolvenzverwalter um das Verfahren. "Alle Gläubiger werden wohl befriedigt werden können", sagt Hingerl auf Anfrage. Derzeit versuche man zudem, eine neue Verwertung für das Objekt zu finden. Nur drei Jahre hatte das Korallen-Aquarium am Seniweg geöffnet. Ein 200.000-Liter-Becken und 16 kleinere Aquarien sollten Besucher anlocken. 13 Jahre lang hatte Hans Koerper zuvor an seiner Unterwasserwelt gebaut. In mühevoller Kleinarbeit trug er die Korallen, Muscheln und Fische zusammen.

Emi das Sumatranashorn wieder trächtig!
Cincinnati, Ohio
Es ist bereits offiziell: „Emi“ das Sumatranashorn (0,1 Dicerorhinus s. sumatrensis)
ist wieder trächtig! Und dieses Mal ohne die Zuführung des Hormons Progesteron.
Ihr erstes männliches Kalb „Andalas“ ist im Sommer 2003 nach Los Angeles umgezogen.
Wenn keine Komplikationen auftreten, wird Emis zweites Kalb im Juli 2004 erwartet.
Quelle: Rhino Resource Center

 

Planung und Bau 
 
Freie Presse (Chemnitz) - 11. Nov. 2003
LeipzigerZoo startet mit Afrika-Savanne in nächste Saison
Der Leipziger Zoo will die nächste Saison mit einer weiteren Großattraktionen eröffnen. Bis zum 2. April werde die Afrika-Savanne fertig sein, sagte Zoo-Direktor Jörg Junhold am Dienstag in Leipzig. Auf 40.000 Quadratmetern sollen dann bis zu 50 Zebras, Giraffen, Strauße und Antilopen leben. Für die Gäste ensteht eine Afrika-Lodge mit Bar und Imbiss. Die Investition von acht Millionen Euro schlägt sich auch im Eintrittspreis für den Zoo nieder: Die Tageskarte für Erwachsene werde im nächsten Jahr um einen Euro teurer und neun Euro kosten, sagte Junhold. Gesenkt werden soll hingegen die Familienjahreskarte von 95 auf 90 Euro. In Angriff genommen werden soll im nächsten Jahr auch der Bau eines Elefantentempels. Bis zu seiner Fertigstellung im Jahr 2006 sind laut Zoo knapp sieben Millionen Euro eingeplant. Insgesamt sollen im kommenden Jahr rund acht Millionen Euro investiert werden. Die Afrika-Savanne, für die noch ein Name gesucht wird, ist das größte Projekt nach dem Primatengehege «Pongoland», das vor zwei Jahren eröffnet worden war und als die umfangreichste Menschenaffen-Anlage der Welt gilt.

Leipziger Volkszeitung - 11. Nov. 2003
Zoo dreht an der Preisschraube und baut weiter
Der Eintritt in den Leipziger Zoo wird ab April 2004 erneut teurer - um je einen Euro bei den Tageskarten. Grund dafür seien die hohen Investitionen, die mit Afrika-Savanne, Parkhaus und Elefantentempel fortgesetzt werden. Tiger-Taiga und Wirtschaftshof waren die großen Neueröffnungen des zu Ende gehenden Jahres. Sie kosteten zusammen 11,3 Millionen Euro und sind Bausteine auf dem Weg zum "Zoo der Zukunft". Direktor Jörg Junhold bezeichnete als weiteren Grund für die Anhebung der Ticketpreise zu erwartende Steigerungen bei Personal-, Sach-, Energie- und Futterkosten. Der Zoo müsse mehr als 70 Prozent seiner laufenden Kosten und über 75 Prozent seiner Investitionen aus eigener Kraft aufbringen. Ob sich die Preisschraube künftig jedes Jahr dreht, darüber wollte er gestern keine Prognose treffen. Über den Winter jedenfalls wird an der Pfaffendorfer Straße kräftig gebaut: Wenn im April die nächste Saison startet, sind weitere Neuerungen fertig. Auf dem ehemaligen Zooschaufenster wird die Afrika-Savanne eröffnet, nach dem Pongoland zweitgrößte Anlage des Zoos. 50 bis 60 Tiere sollen dort in Vergesellschaftung leben. Erstmals wächst damit auch wieder der Tierbestand - neue Hyänen, Giraffen, Zebras, Säbelantilopen, Strauße oder Hornraben kommen hinzu. Gegenüber von der Kongresshalle geht das Parkhaus in Betrieb. Auch mit der Schaffung eines modernen Elefantentempels wird begonnen.

Berliner Morgenpost - 07. Nov. 2003
Helft unseren Affen": Berliner Zoo bittet um Spenden
Um ein Schimpansenhaus unweit des Cafés am Neuen See bauen zu können, braucht der Berliner Zoo dringend Geld. Fünf Millionen Euro sind für den Bau auf dem Erweiterungsgelände oberhalb des Landwehrkanals nötig. Im Herbst 2004 soll mit den Arbeiten begonnen werden. Ostern 2006 könnten die ersten Affen einziehen. Die Bayerische Immobilien Gruppe, Besitzer des Zoobogen-Komplexes an der Budapester Straße gegenüber der Gedächtniskirche, hörte von den Sorgen des Nachbarn und bot als Hauseigentümer Hilfe an: In einer gemeinsamen Spendenaktion wird seit gestern auf einem Großplakat am 63 Meter hohen Huthmacher-Haus an der Hardenbergstraße mit dem Slogan "Helft unseren Affen" geworben. Außerdem brachten die Münchner gleich noch einen Scheck über 5000 Euro mit. Er stockt die 50.000 Euro auf, die der Zoo seit Februar an Zuwendungen fürs Schimpansenhaus verbuchen konnte. Eigentlich sollten die fünf Schimpansen Pedro, Karel, Soko, Lilly und Gusta nach China abgeschoben werden. Der Platz im Menschenaffenhaus mit den acht Gorillas, fünf Orang-Utans, vier Bonobos und drei Siamangs reichte nicht mehr. Doch die Berliner protestierten, in Erinnerung an die Nachkriegszeit. Damals war ein Schimpanse, der den Krieg überlebt hatte, zum Symbol für den Wiederaufbau geworden. Die Bayerische Immobilien, die den Zoobogen abschnittsweise entwickeln möchte, hat ebenfalls Pläne mit den Affen: Gefeilt wird derzeit an Plänen für ein Themen-Hotel mit einem "Schaufenster" zum Zoo. Ins Auge gefasst dafür haben die Entwickler das Bikinihaus. Aber auch eine ergänzende Neubebauung auf der Rückseite des Zoobogen-Areals ist nicht ausgeschlossen. Die Pläne will der Investor Ende des Jahres vorstellen.

F.A.Z. - 09. Nov. 2003
Stiftungsmodell für Fasanerie
Die Stadt Wiesbaden wolle sich aus der Finanzierung des Tier- und Pflanzenparks Fasanerie zurückziehen. Das hat Klaus Ries, erster Vorsitzender des Fördervereins Fasanerie, am Samstag mitgeteilt. Der zuständige Dezernent Peter Grella fordere deshalb, daß der Förderverein bis zum 21. Juli 2004 in eine Stiftung überführt werde. Nach Einschätzung Grellas sei es steuertechnisch vorteilhafter, für eine Stiftung anstatt für einen Verein Geld zu spenden, sagte Ries. Die Stadt erhoffe sich deshalb von der Umstrukturierung zusätzliche Einnahmen. Grella habe in Aussicht gestellt, daß sich die Stadt an der Stiftung beteilige, indem sie jener das Land und die Immobilien der Fasanerie überschreibe. Ziel der Stadt sei es aber, den jährlichen Zuschuß von 750.000 Euro zu streichen. Zu welchem Zeitpunkt dies geschehen soll, darüber wird laut Ries noch verhandelt. Die Finanzierung der für den Betrieb des Tierparks nötigen Personalstellen sei schon heute schwierig. Um Überstunden abzubauen, habe Grella nun eine zweiwöchige Schließung angeordnet. Voraussichtlich bleibe der Tierpark von Ende November bis Anfang Dezember für Besucher geschlossen. Der Förderverein plane, den Tierpark umfassend umzugestalten. Die Gesamtkosten der Umbauten beliefen sich auf drei Millionen Euro, sagte Ries. Laut Beschluß der Stadtverordneten vom vorigen Jahr übernehme die Stadt ein Drittel der Kosten. Für die übrigen zwei Millionen müsse der Förderverein aufkommen. Zudem werde, so Ries, eine Hypothek aufgenommen. Außerdem sollten Spendengelder gesammelt werden. Ein Tierparkladen und Gastronomiebetriebe gehörten zu den Neuerungen, ebenso wie der Umbau des Eingangs, der sanitären Anlagen, der Verwaltungsgebäude und die Renovierung des denkmalgeschützten Jagdschlosses aus dem Jahr 1732. Mit einem neuen Jugendbauernhof wolle der Tierpark sein naturpädagogisches Angebot ausbauen.

Rhein Main Presse - 10. Nov. 2003
Park schließt Ende November für zwei Wochen
Drei Millionen Euro will der Förderverein Fasanerie bis 2005 in eine Komplettsanierung des Angebots für die Besucher stecken. Die Baupläne für die Sanierung des historischen Jagdschlosses und für einen Jugendbauernhof mit Kinderwerkstatt und Seminarräumen sind bereits fertig und von den zuständigen Ämtern genehmigt. Nun fehlt nur noch grünes Licht seitens der Politik. Dass dies auch gegeben wird, hält der Fördervereins-Vorsitzende Klaus Ries für eine logische Folge der positiv verlaufenen Gespräche. Strukturell wird sich in der Fasanerie auch einiges ändern. Bis zum Juli nächsten Jahres soll der Tier- und Pflanzenpark aus der kommunalen Trägerschaft herausgelöst und in eine Stiftung überführt werden, deren Stiftungskapital sowohl von der Landeshauptstadt als auch vom Verein kommt. Der Stiftung kommt dann die Rolle des Betreibers zu, dem Förderverein wird das Gelände in Erbpacht auf 66 Jahre überschrieben. Dass sich die Stadt dabei erhofft, zukünftig Verwaltungs- und Personalkosten zu sparen, liegt auf der Hand. Im Optimalfall wird es auf lange Sicht gelingen, die laufenden Kosten von derzeit 750.000 Euro aus den Zinserträgen des Stiftungskapitals zu finanzieren. "Vereinsziel ist der kostenlose Zugang für jedermann und dabei wird es auch bleiben." Flexiblere, dem Besucherstrom angepasste Öffnungszeiten, ein attraktiveres gastronomisches Angebot, Zusatzveranstaltungen und Vermietung von Räumen im Jagdschloss, all das soll in Zukunft den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens Fasanerie garantieren.

Ostsee Zeitung - 08. Nov. 2003
Korallenwand für die Schildkröten
Anfang kommenden Jahres soll das neue Schildkrötenbecken des Stralsunder Meeresmuseums eröffnet werden. Der Innenausbau läuft auf Hochtouren. Der Meister der bauausführenden Firma selbst fuhr im Juni nach Weimar, um den Kalkstein, ganz genau heißt er Ehringsdorfer Travertin, auszusuchen. Seine Wahl fiel auf fossile Blöcke, die wegen ihrer vielen Poren eine große Oberfläche haben. Zudem bieten sie im Gegensatz zu glatten Betonflächen Mikroorganismen die Chance, sich dort anzusiedeln. Die Einfuhr der Korallen aus Südostasien war freilich etwas aufwändiger. Um die Organisation kümmerte sich eine Firma, die auch die Aus- und Einfuhr-Genehmigungen einholte. Denn: Der Handel mit Korallen ist normalerweise verboten. In diesem Fall ist er wohl möglich gewesen, weil die Korallen aus einem Hafenbecken stammen, das zurzeit erweitert wird. Es wird sogar eine kleine steinerne Rampe gepflastert, über die die Schildkröten künftig eine Sandfläche erreichen können. Ob sie dort dann tatsächlich Eier legen, weiß noch keiner genau. Für die Besucher öffnen soll das 350.000-Liter-Aquarium Anfang kommenden Jahres.

Schweriner Volkszeitung - 12. Nov. 2003
Im Januar soll Zuhause der Schildkröten stehen
Mit einer bundesweit einzigartigen Schauanlage für Meeresschildkröten bereitet das Stralsunder Meeresmuseum derzeit eine weitere Besucherattraktion vor. Für das 4,1 Millionen Euro teure Superterrarium im Hof des Katharinenklosters gestaltet ein Steinmetz derzeit eine südländische Fels- und Korallenlandschaft, wie das Museum gestern mitteilte. Voraussichtlich Ende Januar sollen vier Meeresschildkröten ihre inzwischen zu klein gewordenen Aquarien verlassen und die 300 000 Liter Meerwasser fassende Anlage beziehen. Später sollen auch Haie und tropische Fischschwärme das durch eine mehr als 20 Zentimeter dicke Glasscheibe einsehbare Becken bevölkern. Für das teuerste Terrariumprojekt in Norddeutschland greifen die Stralsunder auf neueste Entwicklungen zurück. Im Herbst installierten japanische Experten in dem sieben Meter hohen Wasserbecken eine neun Meter lange und sieben Tonnen schwere Sichtscheibe. Das mehr als 20 Zentimeter starke Acrylglas trennt die Zuschauer von einer Wassermenge, die dem Fassungsvermögen von 175 Feuerwehrlöschfahrzeugen entspricht.
 

Nachwuchs 
 
Berliner Morgenpost - 08. Nov. 2003
Binti ist ein Sonnenkind
Erst fünf Tage alt und schon die schwer wiegende Attraktion im Berliner Zoo. Binti ist die zweite Tochter von Spitzmaulnashorn Ine (17) und mittlerweile 40 Kilogramm schwer. Binti schläft, trinkt und tobt den ganzen Tag im warmen und trocknen Nashornhaus unter den Fittichen der Mutter. Binti gehört schon zur dritten Generation, ihre Mutter und Großmutter wurden auch schon in Berlin geboren." Bintis Vater ist ein Import aus Tschechien, lebt jetzt in Berlin. Das im Verhältnis zu seinen Eltern kleine Nashörnchen wird drei Jahre lang bei seiner Mutter bleiben.

Berliner Kurier - 10. Nov. 2003
Vieeeel Schokolade! Das Geheimnis der süßen Nashorn-Milch
Eigentlich ist Ine (17) aus dem Berliner Zoo ein ganz normales Spitzmaulnashorn. Mit was Süßem an ihrer Seite: Tochter Binti ist erst acht Tage alt. Die kann an Mamas Milchbar jetzt sogar "Schoko-Milch" schlürfen. Denn Ine will auch anderen süßen Sachen nicht widerstehen - Schokolade! Gestern gab's für die junge Mama sogar feinste Schweizer Süßigkeiten. "Ine ist eine ganz Süße!", sagt Pfleger Jürgen Jahr liebevoll und krault ihr zärtlich das Maul, als sie mit spitzen Lippen nach der Schokolade in Jahrs Hand angelt.
> und nach solchen Artikeln will man die Zoobesucher vom Fütterungsverbot mit Süßigkeiten überzeugen?

Frankfurter Rundschau - 11. Nov. 2003
Gorilla-Oma bringt ihrer Tochter Muttergefühle bei
 Erstmals hat ein Tierforscher eine Gorilla-Oma dabei beobachtet, wie sie ihrer Tochter Nachhilfe in Sachen Mutterliebe gibt: Die 21 Jahre alte Großmutter hielt ihrer elfjährigen Tochter deren vernachlässigtes Neugeborenes immer wieder unter die Nase, bis diese nach drei Tagen das Gorilla-Baby endlich annahm.
Der Primatologe Masayuki Nakamichi von der Universität Osaka (Japan) hatte das trächtige Gorilla-Weibchen im San Diego Wildpark (US-Bundesstaat Kalifornien) ins Visier genommen, weil es bereits sein erstes Baby allein zurückgelassen hatte, berichtet das britische Fachmagazin "New Scientist" (Nr. 2421, S. 12). Das erste Junge war daraufhin von Tierpflegern großgezogen worden.
Nach der Geburt des zweiten Babys verhinderte das hartnäckige Beharren der Großmutter dieses Schicksal. Die Tochter hatte ihr zweites Junges zunächst direkt vor den Füßen der Oma abgesetzt und sich davongemacht. Nakamichis Originalarbeit ist im Fachblatt "Primates" veröffentlicht (DOI: 10.1007/s10329-003-0061-9).

St. Galler Tagblatt - 12. Nov. 2003
Bei Geburt baden gegangen: Flusspferd-Nachwuchs im Basler Zoo
Die Flusspferd-Familie im Basler Zoo hat Nachwuchs bekommen: Mutter Helvetia hat am frühen Nachmittag des 12. Oktober nach acht Monaten Tragzeit ein gesundes Mädchen geboren, wie der "Zolli" mitteilte. Die bei der Geburt rund 45 Kilo schwere Asita ist bereits das sechste Kind von Helvetia. Wegen kühler Aussentemperaturen fand der Wurf im Innenbassin statt.

Hamburger Abendblatt - 08. Nov. 2003
Hagenbeck: Elefantenkuh schwanger
In Hagenbecks Tierpark in Lokstedt gibt es bald wieder Nachwuchs. Elefantenkuh Thura (31) ist wieder schwanger. "Wir rechnen Ende November nächsten Jahres mit der Geburt", bestätigte Zoo-Tierarzt Dr. Michael Flügger (42). Für die Indische Elefantendame ist es die vierte Schwangerschaft. Tochter Ratna (11) und Sohn Tharun (8) sind wohlauf, doch im November 2001 starb Thuras drittes Baby kurz nach der Geburt. Vater von allen ist Elefantenbulle Hussein (30). Thura soll umgeben von anderen Kühen gebären

 

Berliner Zeitung, 9. November 2003
Ein Dschungel für Guste und Kalle Mit einem Riesenplakat bittet der Zoo um Spenden fürs Schimpansenhaus
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/291277.html
Berlin. Die fünf Schimpansen sollen einen Neubau bekommen, doch der Zoo kann das Geld dafür aus eigenen Mitteln nicht aufbringen.

Hamburger Abendblatt - 12. Nov. 2003
Baby soll mit Gorillas leben
Kinderschützer laufen Sturm, die Polizei ermittelt wegen Kindesmissbrauchs. Der britische Zoobesitzer Damian Aspinall (42) will seine vier Wochen alte Tochter Freya in die Hände von Gorillas geben. "Ich bin als Kind selbst im Wildpark meines Vaters mit den Menschenaffen aufgewachsen, habe mit ihnen gespielt und gefrühstückt", sagt er. Mutter Donna (24) ist einverstanden. Auch ihre Töchter Clary (11) und Tansy (14) sind Mitglieder der Affenfamilie.

Berliner Zeitung - 12. Nov. 2003
Nach Ede kommt Claudius
Er kommt aus Senftenberg und soll im Tierpark Berlin für Nachwuchs bei den Zwergzebus sorgen. Nach monatelangen Vorbereitungen ist am vergangenen Freitag Bulle Claudius in Friedrichsfelde angekommen. Jetzt ist er das Oberhaupt über fünf Zwergzebu-Kühe. Vorgänger Ede hatte aus Altersgründen seinen Posten vor einem Jahr aufgegeben. Drei in diesem Jahr geborene Kälber stammen noch von ihm. Jetzt ruhen alle Hoffnungen für eine erfolgreiche Weiterführung der Zucht auf dem zweijährigen Claudius.

Ostsee Zeitung - 12. Nov. 2003
Tierpark heißt Dybowski-Hirsche willkommen
Weiße Punkte auf braunem Fell – und doch sind es keine Rehkitze mehr. Die beiden reinrassigen Dybowski-Hirsche, die bereits vorigen Dienstag im Greifswalder Tierpark eingetroffen sind, können heute erstmals ihr neues Gehege betreten. Nachdem vor sechs Wochen der 15 Jahre alte Rothirsch eingeschläfert wurde, hat Tierparkleiter Dr. Lüer Kühne die beiden eineinhalb und zweieinhalbjährigen Tiere zu sich geholt. Sie sind etwa 30 Zentimeter kleiner als ihr Vorgänger. Eine Kuh soll in den nächsten Wochen nachkommen.

eBund - 12. Nov. 2003
Die Sika-Saga, letzter Teil
Erst blieb er als Einziger daheim, dann verliess er sein Gatter doch noch just in dem Augenblick, als zwei seiner Gspänli heimkehrten. Eine Woche lang blieb Sikahirsch Baschi in Freiheit, strich aber immer wieder ums Gatter und suchte vergeblich den Eingang. Doch am vergangenen Sonntagabend schliesslich hat er in den Tierpark Gäbelbach zurückgefunden. Militante Tierschützer hatten vor drei Wochen ein Loch in das Gehege der elf asiatischen Hirsche im Tierpark Gäbelbach in Berns Westen geschnitten. Zehn Tiere flüchteten. Zwei wurden auf der Autobahn überfahren, sechs von Jägern erlegt. Damit die Tiere «nicht noch einmal von so genannten Tierschützern befreit werden», lässt Oswald Zobrist seinen Tierpark nun streng überwachen. «Denn eines möchte ich noch betonen», sagt er: «Diese Leute haben mit ihrer Aktion den Tieren keineswegs die Freiheit geschenkt. Sie haben die in Freiheit nicht überlebensfähigen Sikahirsche vielmehr in den Tod getrieben.»

Leipziger Volkszeitung - 10. Nov. 2003
Tino und Henry zogen gestern in den Tierpark
Zwei neue Bewohner hat Geithain seit gestern. Sie heißen Henry und Tino und wohnen nun im Geithainer Tierpark. Unter der Anteilnahme von vielen Kindern hielten die beiden Lamas gestern dort Einzug. Der Tierpark hat die beiden Tiere Sponsoren zu verdanken.

sz-online - 10. Nov. 2003
Im Geisinger Wildpark sind Tiere und Pfleger bestens auf den Winter vorbereitet
Im Wildpark Geising-Hartmannmühle bereiten sich die Tiere seit Wochen auf den Winter vor.Hirsch Heinrich, das Oberhaupt der siebenköpfigen Damwildfamilie, hat schon im September sein Sommerkleid abgelegt. Von herbstlicher Gelassenheit ist bei den Mufflons wenig zu spüren. Die beiden Männchen stecken mitten in der Brunftzeit. Flori, die Luchsdame, schaut weniger glücklich drein. Ihr Männchen verstarb in diesem Jahr an einem Nierenleiden, nun guckt sie traurig und verlassen aus ihrer Kiste. Unbeirrt von der trauernden Nachbarin genießen die drei tapsigen Waschbären die letzten Sonnenstrahlen. Von Winterruhe können die Mitarbeiter im Wildpark nur träumen. Für sie geht das Programm weiter, auch im Winter. „Wenn draußen dann nicht mehr viel zu machen ist, nutzen wir die Zeit, klar Schiff in der Futterküche zu machen. Im Moment sind wir aber erstmal mit Unmengen Laub beschäftigt“, sagt Maika Naß.

Dresdner Neueste Nachrichten - 11. Nov. 2003
Möhren, Mäuse, und Mehlwürmer zum Futtern
Otto, der Rammler vom Futterhof, hat's gut getroffen im Vergleich zu seinen Sprösslingen: Seine Aufgabe ist es, immer ausreichend Kaninchenkinder zu zeugen, die sich über kurz oder lang die Raubtiere im Zoo schmecken lassen werden. Etwa 500 Kilogramm Rindfleisch, 800 Kilogramm Möhren und acht Tonnen Grünfutter pro Woche sowie 100 Tonnen Heu und 20 Tonnen Stroh im Jahr futtern die Tiere im Dresdner Zoo. Alles in allem hat der Zoo im vergangenen Jahr 210.000 Euro für Nahrungsmittel aller Art ausgegeben.

Freie Presse (Chemnitz) - 09. Nov. 2003
Andrang zur Wiedereröffnung des Görlitzer Naturkundemuseums
Das Görlitzer Naturkundemuseum hat zur Wiedereröffnung am Samstag einen Besucheransturm erlebt. Hunderte Besucher nahmen gleich am ersten Tag das Haus in Besitz, das in den vergangenen vier Jahren wegen Umbaus und Sanierung geschlossen hatte. Nach Angaben des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements wurden in das Gebäude am Marienplatz rund 3,1 Millionen Euro investiert. Das Naturkundemuseum lockt nun mit komplett neu gestalteten Ausstellungen zur Natur der Oberlausitz, zu geologischen Besonderheiten der Region sowie über Regenwald und Savanne. Im Keller des Hauses wurde ein Vivarium mit neun Aquarien und Terrarien eingerichtet, in denen sich Tiere aus tropischen und einheimischen Lebensräumen tummeln.

Thüringer Allgemeine - 11. Nov. 2003
Das Gelbbäuchlein
Obwohl der Scheltopusik fast 30 Jahre im Zoopark-Aquarium am Erfurter Nettelbeckufer 28a lebt, haben ihn nur sehr wenige Besucher bisher gesehen. Im Zoopark-Aquarium lebt der Scheltopusik im Terrarienhaus bei den Landschildkröten. Auch dort versteckt er sich meist hinter Steinen und ist daher nur selten einmal zu sehen. Ernährt wird er mit Eiern, Insekten und Mäusen. Wer das Tier einmal aus der Nähe sehen möchte, der möchte das Pflegepersonal darum bitten.

Thurgauer Zeitung - 10. Nov. 2003
Zirkus Stey unterstützt Plättli-Zoo
Freude herrscht im Plättli Zoo Frauenfeld, überbrachten doch Zirkusdirektor Rolf Stey und Pressesprecher Harry Karrer den Erlös der letzten Vorstellung des Zirkus Stey der Saison von 2110 Franken der Gönnervereinigung Pro Plättli Zoo.  Das Geld wird für die neuen Löwen- und Tiergehege verwendet.

Hamburger Abendblatt - 08. Nov. 2003
Othmarschen: Polizisten auf Affenjagd
Große Aufregung am Freitag Vormittag in Othmarschen: Mehrere Stunden hielten fünf ausgebrochene Rhesusaffen die Mitarbeiter des Zirkus Paul Busch und die Polizei in Atem. Nach Polizeiangaben wurden zwei der Zirkusangestellten beim Einfangen der Affen durch Bisse leicht verletzt.

Neues Volksblatt - 11. Nov. 2003
Neues Volksblatt Online
China hat nach einem Zeitungsbericht eine Keksfabrik ausschließlich für in Gefangenschaft lebende Große Pandas errichtet. Bisher wurden die seltenen Tiere mit Brot ernährt. Weltweit leben rund 140 Große Pandas in Zoos und anderen Einrichtungen.

Norddeutsche Neueste Nachrichten - 12. Nov. 2003
Schüler wissen über "ihr" Tier schon eine Menge
"Etwa 40 Kilogramm Futter braucht ein ausgewachsener Braunbär täglich", erklärt die Tierpflegerin vom Schweriner Zoo den Schülern der Klasse 7b des Pädagogiums und weist auf den Fressplatz des Raubtieres. Die Schüler hören aufmerksam zu. Sie machen bei der vom Zoo und der AOK ins Leben gerufenen Aktion "Kreative Köpfe" mit und haben gemeinsam mit ihrem Partner Antenne MV die Patenschaft über die Bären übernommen.
Mit Kamera und Notizblock werden die Schüler die Bären nun regelmäßig besuchen, ihre Lebensweise und Eigenheiten erkunden und dokumentieren. Die Siebenklässler freuen sich über ihre Aufgabe und möchten im Frühjahr interessante Ergebnisse präsentieren. Ein Spezialausweis ermöglicht ihnen für Forschungszwecke einen ständigen Zutritt.

Berliner Morgenpost - 12. Nov. 2003
Speiseplan
Die drei Parmakängurus (Wallabia Parma) leben im Zoo zusammen mit einem Grauen Riesenkänguru und einem Flinken Känguru in einer Anlage auf dem Erweiterungsgelände. Gemeinsam wird auch gefuttert: Heute gibt es um 14 Uhr Möhren, Äpfel und Salat.

Berliner Morgenpost - 10. Nov. 2003
Speiseplan
Feuerwiesel kommen aus Sibirien und sind quicklebendige Räuber mit einem gelbroten Pelz. Heute um 14.30 Uhr werden sie sich im Tierpark blitzschnell auf ihr Futter stürzen. Der Tierpfleger bringt tote Mäuse, Küken oder kleine Ratten.

Berliner Morgenpost - 11. Nov. 2003
Speiseplan
Im Nachttierhaus im Zoo finden sich die Tiere mit den tollsten Namen. Hier leben unter anderen die Schlankloris, nachtaktive Halbaffen mit riesigen Augen. Sie bekommen heute um 11.30 Uhr ihr Futter: Insekten und gemischtes Obst.

 

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Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Görlitz 13.11.2003   
Vorweihnachtliches aus dem Naturschutz-Tierpark Görlitz
Bereits seit 1995 gibt es nun schon das vorweihnachtliche Krippenspiel im Bauernhof des Naturschutz-Tierparks in Görlitz. Entstanden ist die Idee, weil Jesus ja bekanntlich in einem Stall in Betlehem geboren wurde. Der damals neu errichtete Bauernhof bot sich geradezu an, diese Geschichte mit lebenden Tieren im Haustierstall nachzuspielen.
In diesem Jahr wird es erstmals kein Krippenspiel geben, dafür aber die Geschichte von der Weihnachtsgans Auguste (frei nach Friedrich Wolf). Die Schülerinnen und Schüler des Musischen Profils der Klasse 10 der MS  Innenstadt stehen schon in den Startlöchern. Sie bereiten sich derzeit hochmotiviert auf einen Auftritt der besonderen Art vor. Am 2.  Adventsonntag (7.12.2003) sollen sie im Tierpark spielen, ohne Bühne und unter freiem Himmel bzw. im Stall und natürlich mit lebendigen Tieren. Das Geschnatter und Geplapper von "Gustje" wird im Original zu hören sein, denn auch die Gänse des Naturschutz-Tierparks werden aktiv mitspielen. Als Umrahmung werden Weihnachtslieder vorgetragen, die  hoffentlich alle Besuchern kräftig mitsingen.

Köln, 13. November 2003
Erstmals im Kölner Zoo ausgestellt:
Drahtesel zur Personenbeförderung

Vom 12. – 30. November 2003 trifft der Besucher des asiatischen Regenwalds im Kölner Zoo auf eine Ansammlung originaler (meist Fahrrad-)Rikschas aus Nepal, Indien, Myanmar, Malaysia, Vietnam, Singapur, Indonesien und Deutschland.
Die Sonderausstellung sowie zwei Veranstaltungen informieren über die Bedeutung von Fahrradrikschas in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (Anlage).
Die  Deutsch-Nepalische Gesellschaft, die Deutsch-Indonesische Gesellschaft, die Asienstiftung und der Kölner Zoo laden Sie zu einer Vorstellung des Phänomens Rikscha ein am Sonntag, dem 16. November 2003 um 11.00 Uhr.
Zwischen dem Haupteingang des Zoos und dem Regenwald hat die Firma Perpedalo Rikscha-Taxi einen Schuttle-Service eingerichtet.

Stuttgart, 13.11
Wollmodenschau in der Wilhelma
Zur Farbauffrischung war „Caruso“, ein silbergrauer, in Peru geborener Alpakahengst (im Bild rechts), letztes Jahr in die Wilhelma gekommen. Die Herde auf der Südamerika-Anlage war im Laufe der Jahre ein wenig eintönig dunkelbraun-weiß geworden, es fehlte die farbliche Vielfalt der domestizierten Andenkamele. 7 Fohlen hat er in seiner ersten Saison gezeugt – und bis jetzt die in ihn gesetzten Erwartungen durchaus erfüllt. Sein silbergraues Fell hat, mit den Farben der Mütter gekreuzt, zu einer bunten Mischung bei den Kindern geführt. Von reinweiß über einen Hauch von Champagner, rötlich-grau, rotbraun-melange und tiefdunkelbraun reicht die Palette. Und wer weiß, welche Farbkombinationen in den nächsten Jahren mit diesem neuen Farb-Genpool sonst noch möglich sind ...
Die kleinen Alpakas sind jetzt selbstständig, nachdem sie etwa ein halbes Jahr lang von den Müttern gesäugt wurden. In der Wilhelma teilen sich die Alpakas einen halben Hektar „Ersatzhochland“ mit Maras, Nandus, Wasserschweinen, Ameisenbären und Halsbandpekaris. 

Gelsenkirchen, 12. November 2003
„Bauernhoftage“ im Ruhr Zoo
Nahe des Eingangsbereiches des Ruhr Zoos wird gerade der Westfälische Bauernhof gebaut. Am Wochenende des 22. und 23. November haben die Besucher die Möglichkeit, einen Blick hinter die Baustellenkulissen zu werfen.
An den „Bauernhoftagen“ im Ruhr Zoo können die Besucher die Roh-bauten der Bauernhäuser begutachten, mit Handwerkern über Fachwerkhäuser fachsimpeln und Informationen über die Ent-wicklung der ZOOM Erlebniswelt sammeln.
Für Kinder finden tolle Aktionen wie Basteln und Malen statt, zudem gibt es Spielzeug zum Mitnehmen. Spannend wird es beim Quiz mit Verlosungsaktion. Zur Zeit wird an der Entstehung des 600 qm großen Westfälischen Bauernhofes gearbeitet: Seit dem Spatenstich am 18. August sind bereits das Toilettengebäude und der neue Kletterspielplatz errichtet worden. Am 27. Oktober hat der Bau des „Haupthauses“ begonnen. In nur drei Wochen steht der Ausbau des Hauses, danach folgt der Innenausbau. Die Bauernhäuser sind Unikate und werden von der Firma M+H Baubetreuung GmbH in traditioneller Fachwerk-Ständerwerk-Bauweise mit Eichenholz, Tonziegeln und denkmalgerechten Dachschindeln erbaut. Fertigbauteile werden in der Schreinerei vorgefertigt und im Ruhr Zoo montiert.
Im Erdgeschoss des zweistöckigen Baus wird künftig die Gastronomie mit Biergarten der ZOOM Erlebniswelt untergebracht sein – mehr als vierhundert teilweise überdachte Außenplätzen laden dann zum Verweilen ein. Im ersten Stock des neuen ZOOM Erlebniswelt-Schmuckstücks wird das neue Zoopädagogischen Zentrum eingerichtet.

Gelsenkirchen, 12. November 2003
Tigerpython wird auf den Namen „Herr Friedrich“ getauft
Weniger exotisch als erwartet geht es bei den Schlangen im Ruhr Zoo Gelsenkirchen zu. Genau wie Müllers oder Meiers heißen sie Sigi, und Bertha. Und ab Montag, 17. November, gibt es auch noch einen „Herrn Friedrich“.
Günther Friedrich, Geschäftsführer von Gelsen Log, WTC Ruhrgebiet und des Best Western Hanse Hotels in Warnemünde, hat die Patenschaft über eine Tigerpython übernommen. Die Namenssuche fiel ob der traditionell altdeutschen Besetzung im Terrarium nicht schwer: Kurzerhand entschied sich Günther Friedrich dazu, die Tigerpython zu seinem Namensvetter zu machen.

Zoo Wuppertal, 12.11.03
Das neue Winterprogramm 2003/2004 ist da!
auch in der kalten Jahreszeit sollte man es nicht versäumen, dem Zoo einen Besuch abzustatten. Viele Tiere freuen sich in der ruhigeren Jahreszeit besonders über einen Besuch, und bei allzu kalter Witterung laden viele Tierhäuser zum Verweilen ein. Für ein attraktives Rahmenprogramm ist ebenfalls gesorgt, denn der Zoo lädt seine Gäste wieder zu zahlreichen Führungen und Veranstaltungen ein:
Märchenführungen*    Einen „märchenhaften Abend im Zoo“ können Kinder bei diesen Führungen im Zoo erleben. Nach einem Tiermärchen in der Hummelschule geht es auf einen Lampionrundgang durch den Zoo.
Termine: 17.11., 24.11., 01.12., 08.12., 15.12., 22.12, jeweils 16.30 Uhr
Tiere der Bibel*    Im Jahr der Bibel bieten diese Führungen einen etwas anderen Blick auf das „Buch der Bücher“.
Termine: 30.11., 07.12., 14.12., 21.12., jeweils 14.00 Uhr
Ein Besuch bei Hedwig & Co.*    Diese Lampionführungen zu Tieren aus den Harry-Potter-Geschichten werden besonders stimmungsvoll, wenn die Kinder in Zaubererverkleidung erscheinen.
Termine: 12.01., 26.01., 09.02., jeweils 16.30 Uhr
Der Nikolaus kommt!*    Nach einem stimmungsvollen Lampionrundgang durch den Zoo wartet der Nikolaus mit einer kleinen Überraschung auf alle Kinder.
Termin: 06.12., 16.30 Uhr
* Die Kosten für die Lampionführungen betragen 6,- ¬/Teilnehmer zzgl. Zooeintritt, für die Tiere der Bibel 3,- ¬/Teilnehmer zzgl. Zooeintritt. Anmeldung erforderlich.
Kostenlose Führungen werden an Heilig Abend (Tiere der Bibel), Neujahr (Neujahrsrundgang durch den Zoo) und Rosenmontag (Tarnen und warnen im Tierreich) angeboten.

Zoo Duisburg, 11.11.03
DUKE ist tot
Am vergangenen Wochenende starb der am 21. Oktober 2001 im Duisburger Delphinarium geborene Große Tümmler DUKE.
Der 120 kg schwere jüngste Spross von PEPINA und IVO zeigte Tage zuvor Anzeichen einer schnell fortschreitenden Infektion, die trotz intensiver Bemühungen seitens mehrerer Tierärzte und des Duisburger Pflegeteams nicht aufgehalten werden konnte.

Zoo Zürich , 11.11.03   
Einladung zum Presse-Apéro des Zoo Zürich
Datum:    Mittwoch, 19. November 2003
Thema:    Von Wasser- und anderen Mardern
Nebst den Fischottern, die kürzlich nach längerem Unterbruch wieder für Nachwuchs sorgten, gehen drei weitere Vertreter der Familie der Marderartigen im Zoo ein und aus.

Zoo Dortmund, 11.11.03
Balletthasen spenden für große Tiere
Die Ballettschule Hoskins lud am 11. Oktober zum Tag der offenen Tür. Viele interessante Angebote standen auf dem Veranstaltungsprogramm, wie Ballettaufführungen, Mal- und Schminkaktionen und ein Gewinnspiel. Verbunden wurde der Tag mit einem Spendenaufruf für das Regenwaldhaus im Dortmunder Zoo.
Nun wird das Ergebnis der Sammelaktion am Donnerstag, 13. November, dem Zoo in Form eines tierischen Geschenkes von Solange Hoskins und in Tierkostüme gekleidete Kinder übergeben. Die stellvertretende Zoochefin, Ilona Schappert, wird die Spende entgegennehmen.

Zoo Dortmund, 11.11.03
Zoo lädt zum Patenschaftstag ein
Der Zoo feierte in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurden die Patenschaften Ende 2002 verbilligt. Die Preise liegen zwischen 25 Euro für Frösche, Spinnen, Singvögel, Dachse, Rehe, Nutrias und Gürteltiere und 500 Euro für Giraffen, Nashörner und Löwen. Wer also noch keine Idee für ein Weihnachtsgeschenk hat und gleichzeitig was gutes tun möchte, der kann eine Tierpatenschaft erwerben. Der Erlös kommt in vollem Umfang dem Zoo zugute.
Als Dank lädt der Zoo alle Paten (zur Zeit 260) einmal im Jahr zum „Patenschaftstag“ ein. Am Samstag, 14. November, treffen sich die Paten um 13 Uhr erstmalig zu ihrem Patenschaftstag mit einer Führung durch den Zoo und einem Gläschen Sekt im Regenwaldhaus.

Zoo Dortmund, 10.11.03
Jetzt Zoo-Dauerkarte kaufen
Auch im nächsten Jahr ist der Zoo Dortmund wieder ein attraktives Ausflugziel, insbesondere ist die Eröffnung des Regenwaldhauses „Südostasien“ geplant. Auch deswegen ist die Zoo-Dauerkarte das ideale Weihnachtsgeschenk, und das noch zu den Preisen des Jahres 2003. Die Eintrittspreise werden zum 01.01.2004 moderat erhöht. Der Rat der Stadt Dortmund hat dies bereits am 04.Oktober 2001 beschlossen, um weitere notwendige Investitionen zu sichern und die Umsetzung des Haushaltssicherungskonzepts möglich zu machen.
Ab dem 01.01.04 gelten nun die folgenden Eintrittspreise
                                        bisher:            ab 01.01.04:
Erwachsene/r (ab 18 Jahren)        5,00 Euro        6,00 Euro
Jugendliche/r (6 – 17 Jahre)        2,50 Euro        3,00 Euro

WWF, 10.11.2003
WWF zieht Resümee und blickt in Zahlen auf den Umweltschutz des Jahres 2003 zurück
Insgesamt leben in Asien und Afrika nur noch 13.000 Nashörner. Die ursprünglich rund eine Million Tiere wurden durch die Jagd auf das begehrte Nasen-Horn dezimiert, das in der traditionellen Medizin ostasiatischer Länder als Potenz steigerndes und Fieber senkendes Mittel verwendet wird.
Im gesamten Westpazifik gibt es gerade noch knapp 100 Grauwale. Durch den Bau von Pipelines und Plattformen für Öl und Gas im Ochotskischen Meer nördlich von Japan ist das Überleben der letzten westpazifischen Grauwale extrem gefährdet.
Um 95 Prozent geschrumpft ist die Population der Nilpferde im Virunga Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo. Wo vor dreißig Jahren noch 29.000 der gemütlichen Dickhäuter lebten, wurden 2003 nur noch 1.300 Tiere gezählt. Hohe Preise, die auf den lokalen Elfenbeinmärkten für die Eckzähne der Nilpferde gezahlt werden, und der Handel mit Nilpferdfleisch haben die illegale Jagd auf die Tiere vor allem seit dem Ausbruch der Bürgerkriege in Zentralafrika in den neunziger Jahren verschärft.
85 Luchse wurden 2003 in Norwegen zum Abschuss freigegeben. Der Bestand norwegischer Luchse ist in den vergangenen Jahren durch skrupellose Jäger, die auch auf Mutter- und Jungtiere keine Rücksicht nehmen, auf lediglich 350 Tiere geschrumpft. Damit die Luchse in Norwegen überhaupt überleben können, werden nach Schätzungen des WWF mindestens 200 Weibchen gebraucht. Jeder tote Luchs ist einer zuviel.
300.000 Walen und Delfinen kann künftig jedes Jahr das Leben gerettet werden: Die Mitgliedsländer der Internationalen Walfangkommission verabschiedeten im Juni 2003 in Berlin eine Strategie, um die Meeressäuger, die sich jedes Jahr auf der ganzen Welt in Fischernetzen verfangen, zu schützen.
Das Washingtoner Artenschutzabkommen feierte im März seinen 30. Geburtstag. Das Abkommen regelt weltweit den Handel mit 5.000 Tier- und 25.000 Pflanzenarten, um sie vor der Ausrottung zu bewahren.
Eine Gruppe von elf Pazifikstaaten ernannte eine Fläche von 28 Millionen Quadratkilometern zum Schutzgebiet für Wale. In China wurden in diesem Jahr fünf neue Schutzgebiete für Panda-Bären ernannt. Die letzten 1.000 Pandas finden nun auf insgesamt 334.000 Hektar ihre Ruhe.
93 Prozent aller Europäer forderten in einer Umfrage des WWF, dass die heimischen Wälder besser geschützt werden. In Deutschland gibt es insgesamt rund zehn Millionen Hektar Wald.
Im Sommer 2003 brannten Europas Wälder: Insgesamt fielen in Spanien, Frankreich, Portugal und Italien 630.000 Hektar Wald den Flammen zum Opfer – doppelt soviel wie im Jahr zuvor. Der WWF fordert, dass bei der Wiederaufforstung heimischen Bäumen und Sträuchern der Vorzug gegeben wird, um ähnliche Katastrophen künftig zu verhindern. Vor allem in Portugal, wo 417.00 Hektar Wald brannten, waren die für die Region untypischen und besonders Feuer anfälligen Eukalyptus-Plantagen Brandherde erster Güte. Der WWF schätzt, dass jedes Jahr weltweit etwa fünfzehn bis zwanzig Millionen Hektar Wald durch Holzeinschlag, Feuersbrünste und Waldumwandlung verschwinden – das entspricht drei- bis viermal der Fläche der Schweiz.
Im zentralafrikanischen Regenwald können durch eine gemeinsame Initiative des WWF und der Krombacher Brauerei fast 3.000 Hektar Regenwald dauerhaft geschützt werden.
Jedes Jahr landen rund 260.000 Tonnen Öl in der Nordsee. Die Ostsee muss jährlich 60.000 Tonnen vertragen. Schuld sind Ölunfälle und illegale Einleitungen von Motorenöl. Zum Vergleich: Beim Unfall des Tankers Prestige vor Spaniens Küste im November 2002 flossen 75.000 Tonnen Öl ins Meer. Im gesamten Mittelmeer werden einer Studie des WWF zufolge jedes Jahr absichtlich drei Millionen Tonnen Öl „verklappt“.
1.500 Tonnen Schweröl hatte der chinesische Frachter „Fu Shan Hai“ an Bord, der im Juni in der Ostsee verunglückte. Jedes Jahr werden auf der Ostsee 40 Millionen Tonnen Öl transportiert.
12.000 Tonnen Öl gelangten im August vor Pakistan ins Meer und verschmutzten die Strände. Der Tanker „Tasman Spirit“ war dort auf Grund gelaufen.
Die Meere sind überfischt, in den Netzen der Fischer landet immer weniger Beute. Gleichzeitig werden immer mehr Fische in Aquakulturen „produziert“. Das Paradoxe: Um ein Kilogramm Aquakulturfisch zu bekommen, müssen vier Kilogramm lebender Fisch verfüttert werden. Das mit 130 Quadratkilometern größte Kaltwasserkorallenriff der Erde, das Röst Riff in Norwegen, wurde von der norwegischen Regierung unter Schutz gestellt. Korallen existieren in bis zu 2.000 Metern Tiefe und können bis zu 4.000 Jahre alt werden.
Eine neue Insel, die sich bereits seit etwa drei Jahrzehnten im Niedersächsischen Wattenmeer zwischen Juist und Borkum bildet, ist mittlerweile drei Quadratkilometer groß und wurde im Sommer 2003 von der Tourismusindustrie als mögliches neues Reiseziel entdeckt. Die „Kachelotplate“ dient zurzeit als Sonnenbank und Kinderstube für Seehunde und Kegelrobben und kann nach Ansicht des WWF zu einem Naturparadies für viele weitere Arten des Wattenmeeres werden, wenn es gelingt, die Mini-Insel frei von menschlichen Störungen zu halten.
Die großen Wunden der Flutkatastrophe an der Elbe sind in 2003 weitgehend verheilt. Der WWF rechnete nun vor, dass nur zehn Prozent der Wiederaufbausumme nötig gewesen wären, um ausreichende Überflutungsflächen für die Elbe zu schaffen und das „Jahrhunderthochwasser“ zu verhindern.
Von 100.000 auf dem Markt erhältlichen Chemikalien sind bislang weniger als ein Prozent auf ihre Auswirkungen auf Menschen und Umwelt geprüft.
2003 ist ein Jubiläumsjahr für den Natur- und Umweltschutz: Seit 40 Jahren ist der WWF als Anwalt der Natur aktiv. In diesem Jahr gewinnt der WWF 6.000 neue Mitglieder und erreicht mit fast 250.000 Förderern einen neuen Rekordstand.
Neun gemeinnützige Organisationen, darunter auch der WWF, starten im Oktober 2003 in Nordrhein-Westfalen die Umweltlotterie „Unsere Welt“, deren Erlöse in Umwelt- und Sozialprojekte fließen.

WWF, 07.11.03
Deutsche Bank verweigert Teilnahme an Umweltrating  
Auch NordLB und Industriekreditbank entziehen sich einer unabhängigen Bewertung zu nachhaltigen Investitionskriterien für Projekte, die zu Lasten von Wäldern gehen
In Indonesien fallen die letzten wertvollen Regenwälder gigantischen Papierfabriken und Ölpalmenplantagen zum Opfer. Diese Plantagen und Fabriken wurden von deutschen Banken finanziert. Recherchen des WWF zufolge werden bei der Kreditvergabe ökologische und soziale Kriterien nur mangelhaft berücksichtigt.
Die drei Banken lehnen nicht nur die Teilnahme an dem unabhängigen Rating ab, sondern verweigern außerdem Gespräche mit dem WWF über die Unterzeichnung, Veröffentlichung und Anwendung wirksamer Nachhaltigkeitskriterien bei Wald relevanten Finanzgeschäften.
An dem Rating beteiligen sich die niederländische Bank ABN AMRO, die schweizerische UBS sowie HypoVereinsbank, Westdeutsche Landesbank, Dresdner Bank, Commerzbank, Kreditanstalt für Wiederaufbau und die Deutsche Entwicklungsgesellschaft. Es handelt sich um das weltweit erste Bankenrating, das sich explizit den Umwelt- und Sozialstandards für Finanzierungen und Kredite im Bereich der Waldumwandlung und Waldwirtschaft widmet. Darunter versteht man den Kahlschlag von wertvollen Waldflächen für landwirtschaftlich-industrielle Zwecke (zum Beispiel Viehzucht, Rohstoffplantagen) oder für Infrastrukturprojekte wie Bergbau, Staudämme und Pipelines sowie die Nutzung von Holz und anderen natürlichen Rohstoffen aus den Wäldern.

WWF, 11.11.2003
Bundesregierung darf geplante Bürgschaft für chinesische Papierfabrik nicht genehmigen
Der WWF fordert die Bundesministerien für Wirtschaft, Finanzen und Entwicklung sowie das Außenministerium heute dazu auf, eine geplante Hermes-Bürgschaft für den Ausbau einer chinesischen Papierfabrik nicht zu genehmigen. Der Exportkredit fördert nach Ansicht des WWF die weitere Zerstörung der letzten Regenwälder auf der indonesischen Insel Sumatra, da keine umwelt- und sozial verträgliche Rohstoffzufuhr für die Papierproduktion gewährleistet werden kann. Die Papierfabrik soll ausschließlich mit Zellstoff aus Indonesien versorgt werden, wo 70 Prozent des Holzes illegal geschlagen werden.
Allein auf der Insel Sumatra wurden seit den neunziger Jahren 830.000 Hektar Regenwald für die Produktion von Papier vernichtet. Das entspricht der Hälfte der Fläche Thüringens. Der einst üppige und artenreiche Urwald wird in gigantischen Papiermühlen zerschreddert und anschließend zu Kopier- und Faxpapier verarbeitet. „Wenn sich die rot-grüne Regierung für diesen Kredit entscheidet, dann stellt sie ihre wirtschaftlichen Interessen eindeutig über eine sozial- und umweltverträgliche Waldwirtschaft“, stellt Martin Geiger, Tropenwaldexperte des WWF, klar. Werde die Bürgschaft genehmigt, seien weitere großflächige Rodungen des indonesischen Regenwalds die zwangsläufige Folge. Der WWF fordert die Bundesminister auf, sich aktiv für eine nachhaltige Rohstoffzufuhr bei der Papierproduktion einzusetzen. Diese könne durch eine Zertifizierung nach den Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) oder durch die Verwendung von Altpapier im Recyclingverfahren gewährleistet werden.


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Natur- und Artenschutz

Tiroler Tageszeitung Online - 11. Nov. 2003
Drei seltene Sumatra-Nashörner in Gefangenschaft gestorben
Der Tod von drei seltenen und vom Aussterben bedrohten Sumatra-Nashörnern in den vergangenen zwei Wochen in Malaysia hat die Bemühungen um die Rettung der Tierart weit zurückgeworfen. Wie die Zeitung "New Strait Times" am Dienstag berichtete, verendeten die Tiere in einer Zucht- und Pflegestation im Bundesstaat Selangor, in der jetzt noch zwei Nashornkühe lebten. Untersuchungen am Kadaver des zuletzt verendeten Tieres hätten Hinweise auf eine bakteriell bedingte Blutvergiftung ergeben, die möglicherweise über das Futter ausgelöst worden sei, zitierte das Blatt einen Veterinär. Weltweit gibt es nur noch etwa 300 dieser kleinsten Nashörner.

Neue Zürcher Zeitung - 12. Nov. 2003
Die Tüpfelhyänen des Ngorongoro-Kraters
Tüpfelhyänen gehören zu den letzten Grossraubtieren, die nicht vom Aussterben bedroht sind. Die begnadeten Jäger leben in grossen Gruppen, in denen die Weibchen das Sagen haben. Die Männchen kommen nur über Freundschaftsbildung zur Fortpflanzung. Das Sozialverhalten ist deshalb durch Kooperation geprägt.
Ein ausführlicher Artikel von Bettina Wachter und Oliver Höner. Die Autoren sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Seit 1996 erforschen die beiden Schweizer die Hyänenpopulation im Ngorongoro- Krater in Tansania.

Neue Zürcher Zeitung - 12. Nov. 2003
Neues vom unbekanntesten Wal der Welt
Die Familie der Schnabelwale, der Ziphiidae, umfasst mit gegen zwanzig Vertretern rund einen Viertel sämtlicher bekannter Wal- und Delphinarten. Der seltenste der Seltenen, da sind sich die einschlägigen Werke einig, ist der Pazifische oder Longman-Schnabelwal. Falls sie überhaupt eine Abbildung geben, ist diese zumeist nur als Umrisszeichnung, jedenfalls aber sehr fragmentarisch ausgeführt. Was weiter nicht erstaunt, sagt doch noch die bisher jüngste massgebliche Publikation («Sea Mammals of the World», 2002) von Longman's beaked whale, dass diese Art eines der grössten ungelösten Rätsel der Waltierkunde darstelle. Denn noch war weder je eine beglaubigte Sichtung eines lebenden Vertreters der Spezies erfolgt noch auch nur ein vollständiger Kadaver gefunden worden. Nun gibt die jüngste Ausgabe von «Marine Mammal Science» umfassend Aufschluss über den neusten, erheblich erweiterten Stand der Forschung. Neun Wissenschafter von Forschungsinstituten aus dem indopazifischen Raum, von Auckland über Canberra, Male, Nairobi, Pretoria, Durban bis La Jolla, untersuchen «Appearance, distribution, and genetic distinctiveness of Longman's beaked whale, Indopacetus pacificus». Zu den bisher bekannten zwei Schädeln konnten von Strandungen im westlichen und zentralen Indischen Ozean vier neue Exemplare der Gattung beigezogen werden. Erstmals werden dabei Abbildungen der toten Tiere sowie der Zähne gegeben. Die Autoren können auch nachweisen, dass der «Tropische Schnabelwal» in der Tat identisch ist mit I. pacificus.

Berliner Morgenpost (Magazin) - 08. Nov. 2003
Der nackte König
Die Savanne ist nicht irgendeine Steppe in Afrika. Hier ist die Wiege der Menschheit, hier startete sie ihren ersten Probelauf im aufrechten Gang. Doch der wahre Herrscher der Gegend zwischen Wüste und Dschungel ist ein anderer - der Löwe. So war es zumindest einmal, zu Brehms Zeiten, vor mehr als 100 Jahren. Heute ist das Bild des Königs der Tiere ein anderes. Er ist seines charismatischen Herrschergewandes entkleidet, ja man kann fast sagen, er steht nackt da. Das liegt nicht nur daran, dass manchen Löwen in Ostafrika heute die Haare ausfallen, die Löwenherren ohne Mähne dastehen, und die Krise der Männlichkeit insgesamt auch sie erreicht hat. Auch die Wissenschaft hat ihren Teil zur Entzauberung beigetragen, hat errechnet, wie wenige Minuten pro Tag Panthera Leo überhaupt auf den Beinen ist, und bewiesen, dass der gefürchtete Herrscher selbst gar nicht auf die Jagd geht, sondern sich lediglich satt frisst und von seinem Harem jagen lässt. Löwen brauchen Platz. Im Etoscha-Nationalpark im Norden Namibias leben auf 22 000 Quadratkilometer gerade mal rund 300 Löwen - kein ungewöhnliches Verhältnis für afrikanische Parks. Aber auch die Menschen benötigen immer größere Flächen auf dem Kontinent mit dem größten Bevölkerungswachstum. Ein Konflikt, der seit den achtziger Jahren zu einem starken Rückgang der Löwenpopulation beigetragen hat. Gab es damals noch 200.000 Tiere, gehen Experten heute von einer Gesamtzahl von 23.000 aus, die in 32 Staaten südlich der Sahara leben, die Hälfte von ihnen in geschützten Parks. Seit 1927 im Tschad ein Löwe geschossen wurde, ward nördlich davon keiner mehr gesehen. Dabei ist es gerade erst rund hundert Jahre her, dass die letzten freien Löwen nördlich der Sahara, die Berberlöwen, aus Tunesien, Algerien und Marokko verschwanden. Heute dürften sie auch südlich der Sahara außerhalb von Nationalparks keine langfristige Überlebenschance haben. Vom asiatischen Löwen ist lediglich im indischen Gir-Urwald eine kleine Population übrig geblieben, 200 Exemplare, womit dort wohl das Minimum eines arterhaltenden Genpools erreicht sein dürfte.
>weder von den Zahlen noch dem Status der Art her aktuell, und mit mangelhaftem geographischen Wissen. Aber der erste Satz stimmt: Eine Savanne ist schon definitionsgemäß keine Steppe...


Straubinger Tageblatt / Landshuter Zeitung - 09. Nov. 2003
Tierschützer wollen Nerzfarm mit E-Mails und Anrufen lahm legen
Auch mehr als fünf Jahre nach einem Beschluss des Bayerischen Landtags zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Pelztieren wird der entsprechende Erlass von den Tierfarmen im Freistaat nicht beachtet. Der Pelztiererlass der Staatsregierung von 1998 sei zunächst wegen einer dreijährigen Übergangsfrist und dann wegen der Klage eines Pelzfarmers nicht umgesetzt worden, sagte ein Sprecher des bayerischen Umweltministeriums. Derzeit würden Verstöße gegen den rechtskräftigen Erlass von den Behörden nicht verfolgt, da eine entsprechende Bundesverordnung in Kürze in Kraft treten solle. Die Tierschutzorganisation PETA hält die Verzögerung für nicht hinnehmbar. Deshalb wollen die Tierschützer am Montag und am 20. November bei dem Ministerium und einer Nerzfarm im oberpfälzischen Hahnbach (Landkreis Amberg-Sulzbach) protestieren. Mit E-Mails, Anrufen und Faxen wollen die Aktivisten die Leitungen der Farm und des Ministeriums lahm legen. Außer der Oberpfälzer Nerzfarm gibt es noch eine weitere Pelztierzucht in Bayern. Im Landkreis Ansbach müssen laut dem Pressesprecher 150 Polarfüchse leiden. Wenn die neuen Vorgaben verwirklicht würden, rentiere sich die Tierhaltung für die Unternehmer nicht mehr. "Dann müssten die Farmen schließen und die Tiere könnten freigelassen werden", sagte er.

Rüsselsheimer Echo - 11. Nov. 2003
50 Kängurus leben seit Jahrzehnten frei in Wald bei Paris
Im Wald von Rambouillet westlich von Paris leben rund 50 wilde Kängurus: Wie eine Mitarbeiterin des Schloss-Tierparks Sauvage in Emancé bei Versailles am Dienstag sagte, siedeln Nachkommen der einst aus dem Tierpark-Gehege entflohenen Beuteltiere seit nunmehr gut drei Jahrzehnten friedlich in den Forstgebieten. Die eigentlich nur in Australien heimischen Säuger ernähren sich von Blüten und Blättern und pflanzen sich im August fort. Für die Bewohner von Emancé zähle der Anblick von Kängurus längst zum Alltag, sagte die Bürgermeisterin des Ortes, Françoise Grangeon.

Neue Ruhr Zeitung - 12. Nov. 2003
Wildpferde starben durch Klimawechsel aus
Wildpferde in Alaska sind einer US-Studie zufolge durch einen Wechsel des Klimas ausgestorben und wurden nicht vom Menschen ausgerotten. Bisher war es umstritten, ob das Klima oder der Mensch für das Aussterben vor rund 12500 Jahren verantwortlich waren.
Dale Guthrie von der University of Alaska in Fairbanks fand nun heraus, dass Wildpferde durch den Klimawandel und das veränderte Nahrungsangebot im Laufe der Generationen zunächst um 12 Prozent schrumpften. Zudem seien sie mindestens 500 Jahre, bevor die ersten Menschen Alaska besiedelten, ausgestorben, berichtet der Wissenschaftler im britischen Fachblatt »Nature« (Bd. 426, S. 169). Dies seien starke Hinweise dafür, dass ein Klimawechsel das Aussterben verursacht habe.

New Jersey seizes 24 tigers from "Tiger Lady"
New Jersey authorities aided by specialists from a Texas wildlife sanctuary raided an animal preserve run by a former circus trapeze artist known as the "Tiger Lady" Tuesday and removed 24 Bengal tigers, officials said.
http://www.enn.com/news/2003-11-12/s_10329.asp

Climate change is linked to extinction of Alaskan horses
Climate change, rather than hunting, may have triggered the extinction of Alaska's native horses about 12,500 years ago, researchers said Wednesday.
http://www.enn.com/news/2003-11-13/s_10369.asp

Singapore is hub of rising Asia illegal wildlife trade
In gritty cardboard boxes, exotic tortoises are stacked like saucers, their heads taped back into their shells. In rolled up socks, rare lizards are holed up in suitcases stored in an overhead flight compartment.
http://www.enn.com/news/2003-11-07/s_10205.asp

Australia: Giant Moths Herald Swatting Season Down Under
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/22829/story.htm



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Weitere Infos

The Sumatran Orangutan Conservation Programme
have produced an emergency
bulletin to provide information about the massive flash flood last weekend
which destroyed the town of Bukit Lawang (site of the original orang utan
rehabilitation centre). The bulletin can be accessed from
www.sumatranorangutan.com



Kritische Ökologie
Ausgabe 19(1) 2003
Inhalt u.a.:
Durchbruch bei der Erhaltungszucht von Sumatranashörnern
Verhinderung von Biopiraterie
Der Narr - Geschichte aus Nigeria












Aus dem Newsletter der Auffangstation für Reptilien
www.reptilienauffangstation.de
!
3 Brillenkaimane in der Auffangstation
Am 28.10.03 trafen drei Brillenkaimane aus Krefeld bei uns ein. Die Tiere wurden von ihrem Vorbesitzer abgegeben, weil er die Haltungsbedingungen für die noch im Wachstum befindlichen Tiere nicht erfüllen konnte. Mitarbeiter des Krefelder Zoos übernahmen den Transport und so konnten wir die Tiere an besagtem Dienstag einem allgemeinen Gesundheitscheck unterziehen. Dabei stellte sich heraus, dass die Gruppe von 1 Männchen und 2 Weibchen vermutlich deutlich jünger ist als sie laut ihren Cites-Papieren sein müssten. Verwirrend war auch die sehr ungewöhnliche Gestalt des männlichen Tieres, das sich allerdings mittlerweile als Unterart des Brillenkaimans erwiesen hat. Nach einer Sichtung durch den Krokodil-Spezialisten Ralf Sommerlad ist zumindest klar, dass es sich nicht um eine andere Art handelt. Dennoch scheinen die vorhandenen Papiere nicht zu den Tieren zu passen. Bis zur eindeutigen Klärung der Herkunft der Tiere werden sie wohl noch bei uns in der Auffangstation bleiben, danach hoffen wir einen schönen Platz für die Gruppe zu finden. Alle drei Tiere erfreuen sich bester Gesundheit.
Bericht über die Arbeit in Reptilienklinik und Auffangstation auf Kabel 1
Vermutlich am Donnerstag, den 20.11.03 wird auf Kabel 1 im Sendeformat „k1-das magazin“ ein Beitrag über unsere Arbeit laufen.
Helfen Sie Leben retten mit einer Genesungs-Patenschaft für eine Bartagame
Immer wieder werden bei uns Tiere abgegeben, deren Vorbesitzer die Behandlungskosten scheuen und lieber eine Euthanasie wünschen. Da in unseren Augen Sparsamkeit kein vernünftiger Grund ist, der das Töten eines Tieres rechtfertigt, übernimmt der Förderverein die anfallenden Behandlungskosten. Da die so entstehenden Kosten teilweise beträchtlich sind, wollen wir Ihnen gerne die sogenannte „Genesungs-Patenschaft“ vorstellen. Ziel ist es, dass sich jemand bereit erklärt, die entstehenden Kosten eines konkreten Falles zu übernehmen, dabei steht es Ihnen selbstverständlich auch offen, das Tier anschließend zu übernehmen.
Nutzen Sie die letzten Wochen des Jahres noch für eine Spende
Haben Sie Ihr Kontingent für Abschreibungen in diesem Jahr noch nicht voll erschöpft? Dann haben wir Ihnen einen sehr guten Vorschlag zu unterbreiten. Der Förderverein der Auffangstation für Reptilien ist gemeinnützig. Überweisen Sie uns einfach eine Spende auf folgendes Konto 157164 der Stadtsparkasse München (BLZ 701 500 00). Die Auffangstation braucht dringend Geld um die Außenanlagen zu renovieren und zu erweitern.




Circus

Sächsische Zeitung - 12. Nov. 2003
Vorhang auf zum Elefantenkrieg
Erbittert streiten Tierschützer und Zirkusse um die Haltung von Wildtieren – Die einen reden von „Tierquälern“, die anderen von „Verrückten“. Auf einer weitläufigen Wiese, nicht weit vom Zentrum von Döbeln, hat der Zirkus Renz Berlin Station gemacht für ein paar Tage. Die Zirkusleute fühlen sich kriminalisiert und als Tierschänder in die Ecke gedrängt. Zirkusse sind Foltereinrichtungen für Wildtiere und Dompteure sind Tierquäler, kontern die Tierschützer. Sie schreiben Strafanzeigen und Beschwerden an Behörden, demonstrieren vor den Zirkuszelten und schleichen sich mit Kameras bewaffnet in die Tierschauen, um das vermeintliche Elend der Kreaturen festzuhalten. „Die Bilder von gequälten Tieren sind 20 Jahre alt und wahrscheinlich auch überhaupt nicht aus Deutschland“, faucht Mandy Kliemond. Nicht einmal von Schwarzen Schafen ihrer Zunft will sie sprechen. „Ich kenne keinen Zirkus, der so eine abartige Tierhaltung hat, und man kennt viele.“ Unversöhnlich stehen sich Tierschützer und Zirkusleute gegenüber. Einzelne Tierschicksale scheinen die Kritik zu bestätigen, so wie das von „Rani“. Die Elefantenkuh fand sich in einer alten, leer stehenden Schweinemästerei in Sachsen-Anhalt. „Die Tiere sind unsere Künstler“, sagt Mandy Klimond. Exotische Tiere gelten noch immer als Publikumsmagnet, auch wenn einige Zirkusse schon freiwillig auf wilde Tiere verzichtet haben.


Frankfurter Rundschau - 11. Nov. 2003
Zirkus-Demo gegen Elefantenverbot
Mehr als 100 Zirkusunternehmen aus ganz Deutschland haben in Berlin gegen das geplante Auftrittsverbot von Elefanten, Affen und Bären protestiert. Bei der Kundgebung rollten am Mittwoch 140 Zirkuswagen durch die Hauptstadt, teilte die Polizei mit. Die Unternehmen wehren sich gegen einen Vorstoß des Bundesrates. Die Länderkammer hatte Mitte Oktober die Regierung aufgefordert, das Halten von Wildtieren im Zirkus zu verbieten und ein zentrales Tierschau- und Zirkusregister zu schaffen.
Mitbegründer und Direktor des Circus Roncalli, Bernhard Paul: "Es gibt zirka 50 Elefanten in deutschen Zirkussen. Wo sollen die denn hin? Will man die erschießen?". Die Zoos hätten bereits erklärt, die Tiere nicht aufnehmen zu können.
Das Problem sei nicht die Tierhaltung an sich, sondern die "Schwarzen Schafe" in der Zirkus-Szene. "Da muss man etwas tun.“





Rheinische Post - 07. Nov. 2003
Entzauberte Ikone: Konrad Lorenz zum 100. Geburtstag
Vor 100 Jahren wurde Konrad Lorenz geboren. Der österreichische Verhaltensforscher war Zeit seines Lebens einer der großen Stars im internationalen Wissenschaftsgeschäft. 1973 erhielt er für seine Arbeiten den Medizin-Nobelpreis. Doch jetzt, 14 Jahre nach seinem Tod, scheint Lorenz zumindest teilweise entzaubert. Viele seiner wissenschaftlichen Erfolge bleiben ebenso unbestritten wie sein Engagement als Umweltschützer. Medizinhistoriker werfen dem am 7. November vor 100 Jahren geborenen Verhaltensforscher jedoch vor, dass er als junger Arzt und Biologe eine aktive Rolle bei der Entwicklung nationalsozialistischer Rassentheorien gespielt habe. Lorenz, der in der Zeit des Nationalsozialismus seine Karriere begann, habe nicht nur Texte mit nationalsozialistischem Gedankengut verfasst, sondern auch an einem rassenpsychologischen Projekt unter Einbeziehung der SS teilgenommen, hat Michael Hubenstorf vom Wiener Universitäts-Institut für Medizingeschichte herausgefunden. Sein internationales Ansehen sei seiner charismatischen Persönlichkeit, seinem Talent zur Selbstdarstellung und seinen "gewagten Analogieschlüssen zwischen tierischem und menschlichem Verhalten" zuzuschreiben.
Unvergessen ist sein Einsatz als engagierter Umweltschützer. Mit dem so genannten Konrad-Lorenz-Volksbegehren wurde 1985 die Errichtung eines Kraftwerks in den Donau-Auen beim österreichischen Hainburg verhindert.

Salzburger Nachrichten - 07. Nov. 2003
Konrad Lorenz wäre heute 100
Der 1989 verstorbene Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz wäre am Freitag 100 Jahre alt geworden. Auch 14 Jahre nach seinem Tod erhitzt der umstrittende Wissenschafter die Gemüter. Für die einen ist er der Darwin des 20. Jahrhunderts, für die anderen ist er als Forscher längst überholt und widerlegt und außerdem ein entlarvter Parteigänger der Nationalsozialisten. Er studierte ab 1922 an der Universität Wien und der Columbia University in New York Medizin. 1928 wurde er zum Doktor der Medizin, und nach weiterem Studium der Zoologie, das seinen wahren Interessen entsprach, in Wien 1933 zum Dr.phil. promoviert. Schon während des Studiums widmete er sich der Erforschung von tierischen Instinktbewegungen und entdeckte, dass bei sehr verschiedenen Tiergruppen Bewegungsweisen auftreten, die gruppenspezifisch und daher ebenso kennzeichnend sind wie etwa Merkmale des Körperbaus. Damit legte Lorenz aus heutiger Sicht die Grundlage für die vergleichende Verhaltensforschung.
Er folgte 1950 dem Ruf der deutschen Max-Planck-Gesellschaft als Leiter der Forschungsstelle für Verhaltensphysiologie am Institut für Meeresbiologie in Buldern und Wilhelmshafen. In Seewiesen in Oberbayern stand er dem für ihn eingerichtetem Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie Seewiesen von 1961 bis 1973 als Direktor vor. 1973 kehrte Lorenz nach Wien zurück und wurde zum Leiter der Abteilung Tiersoziologie des Instituts für vergleichende Verhaltensforschung der ÖAW in Altenberg und Grünau im Almtal (OÖ) ernannt. In diesem Jahr erhielt Lorenz, gemeinsam mit dem gebürtigen Österreicher Karl von Frisch und dem Niederländer Nikolaas Tinbergen den Nobelpreis für Medizin. Sie erhielten die Auszeichnung "in Anbetracht der Tragweite ethologischer Erkenntnisse auch für Psychiatrie und Psychosomatik".


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Ausstellungen

Senckenbergmuseum Frankfurt:
Wiedereröffnung nach Totalumbau
November 2003

BREMEN Übersee-Museum:
BIOKOMMUNIKATION
Jan 2004 bis Aug 2004
http://www.uebersee-museum.de/

SCHWANDORF Stadtmuseum
EULE UND MENSCH
bis 11.1.2004
http://www.schwandorf.de/kultur/kulmus.htm


MAGDEBURG Museum für Naturkunde

Tiere und Pflanzen des Jahres 2003
bis 31.12.2003

BAD WURZACH Naturschutzzentrum:
VON MENSCHEN UND BIBERN
bis 25.1.2004
http://www.naturschutzzentren-bw.de/badwurzach/

BREMEN Übersee-Museum:
BIOKOMMUNIKATION
bis Jan 2004
http://www.uebersee-museum.de/

LÜNEBURG Ostpreußisches Landesmuseum:
Der Völkerkundler, Zoologe und Museumsgründer Hugo Schauinsland (1857 - 1937)
bis 4.1.2004
http://www.ostpreussisches-landesmuseum.de

BIEL-BIENNE Schweizerisches Landesmuseum
Über den Ursprung unserer Haustiere
(mit Pro Specie Rara)
bis März 2004
http://webmuseen.de/Ausstell_23731.html

WIEN Naturhistorisches Museum
INMITTEN PARASITEN. ES BETRIFFT UNS ALLE.
bis 11.1.2004
http://www.nhm-wien.ac.at/nhm/

 

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TV-Tipps

tv.nrw: Jeden Samstag ca. 18:15 Uhr "Ein Platz für Tiere" mit Bernhard Grzimek aus den 70er und 80er Jahren; teilweise mit Zoo-Berichten. 

Do., 13.11.2003, 20:00-21:00 SF1, Netz Natur, Of Moose and Men NEU
Fr., 14.11.2003, 08:45-09:30 WDR, Hyazintharas - Brasiliens blaue Papageien
Fr., 14.11.2003, 12:30-13:15 SWR, Abenteuer Zoo, Fernost in Rotterdam, Babirussas, Fledermäuse und Komodo-Waran Wh
Fr., 14.11.2003, 15:35-16:00 HR, Das lustige Treiben der Little Corellas, Von Ernst Arendt und Hans Schweiger
Fr., 14.11.2003, 20:15-20:55 3sat, Geister vom steinernen Wald - Lemuren auf Madagaskar

Sa., 15.11.2003, 17:55-18:30 VOX, tierzeit: Heimliche Räuber - Die Leoparden von Phinda
Sa., 15.11.2003, 19:10-20:15 VOX, BBC Exklusiv, Thema: Kein Platz für Dickhäuter
So., 16.11.2003, 13:30-14:15 N3, Länder - Menschen - Tiere, Kronenaffen und Krokodile
So., 16.11.2003, 16:00-16:30 BR, Welt der Tiere, ...und täglich pfeift das Murmeltier
So., 16.11.2003, 16:10-17:00 SF1, Die Flusspferde des Sambesi
So., 16.11.2003, 17:15-17:30 3sat, Elefant, Tiger & Co., 3. Geburtstagsfeier im Pongoland Wh
Mo., 17.11.2003, 12:30 -13:15 SWR, Abenteuer Zoo, Dickes Fell in Helsinki, Vielfraße, Rentiere und Schneeleoparden

Mo., 17.11.2003, 13:45-14:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Zoogeschichten (32) Wh
Mo., 17.11.2003, 21:00-21:45 HR, Kamele - Herrscher der Wüste, Überleben im Extremen
Mo., 17.11.2003, 22:05-23:00 VOX, Süddeutsche TV, Thema: Wie das Nashorn Liebe macht: Ein Jahr im Kölner Zoo, Teil 3 NEU
Di., 18.11.2003, 13:30-14:00 N3, Die Farm der Schmetterlinge, 360° - Die GEO-Reportage Wh
Di., 18.11.2003, 22:00-22:30 ORB, Elefant, Tiger & Co, 2. Geburtstagsfeier in Pongoland Wh
Mi., 19.11.2003, 15:45-16:30 3sat, Geschützte Paradiese, Im Nationalpark Jasmund auf Rügen
Mi., 19.11.2003, 20:45-21:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Zoogeschichten (33) NEU?
Mi., 19.11.2003, 21:00-21:45 MDR, Europas wilder Osten, Der Tatra-Nationalpark in der Slowakei
Do., 20.11.2003, 12:15-13:00 N3, Abenteuer Zoo, Herbe Vielfalt, Wölfe, Elche und Delphine in Kolmarden
Do., 20.11.2003, 15:00-16:00 3sat, NetzNatur: Nationalpark, Gämsen, Geier und Gelehrte
Do., 20.11.2003, 15:55-16:00 ORB, Tiere, die es einmal ab: Der Leguan von Jamaika
Do., 20.11.2003, 16:00-16:30 3sat, Zoos der Welt, Bongo, Lukas und Haoko - ein Affenalltag, Apeldoorn, Wh



ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
 

Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo, die in Online-Zeitungen erschienen sind. Aus Copyright- und Platzgründen zitieren wir lediglich aus den Meldungen und versuchen, sie dabei inhaltlich unverändert wiederzugeben. Die vollständigen Artikel finden sich unter den Links; leider werden sie oft bereits nach Stunden ungültig oder die Artikel in ein Archiv verschoben. Meist lassen sie sich dort mit einer Suchfunktion wiederfinden. Für den Inhalt der Artikel können wir natürlich keine Verantwortung übernehmen. 
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