 | Zoopresseschau Zoo-AG Bielefeld http://www.zoo-ag.de | | . | | Ausgabe 177 vom 4. September 2003 | | Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse | zusammengestellt von Reinhard Hellwig Pressemitteilungen: Kirstin Adrian |  | ISSN 1619-6643 | | | Liebe Leser, mancher wird sich letzte Woche gewundert haben, daß die aktuelle Zoopresseschau plötzlich eine Empfangsbestätigung von Ihnen forderte. Sorry, ein kleiner technischer Lapsus durch die Einstellung meines email-Systems. So viel Post habe ich lange nicht mehr bekommen ;-) Ansonsten wünsche ich Ihnen wieder viel Spaß beim Lesen und begrüße besonders die in dieser Woche neu angemeldeten Leser. Mit freundlichen Grüßen aus Leipzig Reinhard Hellwig | Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | | Zoos und Tierparks | Volksstimme Magdeburg 29. Aug. 2003 Zoo bekommt 5000 Euro für das Löwenhaus Über einen warmen Geldsegen in Höhe von 5000 Euro konnten sich gestern die drei Löwen des Magdeburger Zoos freuen: Stellvertretend für ihre Tiere nahm die amtierende Direktorin des Zoos, Gisela Stehle, eine Spende des Artenschutzkreises Deutschland e.V. entgegen. "Das Geld ist im Löwenhaus gut angelegt", meint Stehle. Das sei nämlich nach der Eröffnung im vergangenen Jahr noch immer stark ausbaubedürftig. Eigentlich war das Geld für den Bau der Anlage im vergangenen Jahr eingeplant. Doch dann kam die Flut und warf sämtliche Planungen über den Haufen. Die Spendenübergabe musste um ein Jahr verschoben werden. "Dabei wollen wir mit unseren Spenden, die wir fast komplett aus Beiträgen unserer 180 Mitglieder finanzieren, vor allem kleinere Zoos in den neuen Ländern unterstützen", erklärt Carl-Hans Adrian, Vorsitzender des Artenschutzkreises. "So bekamen vor drei Jahren die Schneeleoparden in Rostock unser Geld. Danach waren wir in Erfurt und wollten im letzten Jahr eigentlich in Magdeburg helfen. Aber die Spende für das Löwenhaus ist ja mit einem Jahr Verspätung doch noch angekommen", fügt Adrian hinzu. Der vom Artenschutzkreis einmal jährlich vergebene Preis geht in diesem Jahr übrigens in den Harz. Die Spende soll die Bemühungen des Nationalparks Harz unterstützen, dort einige Luchse auszuwildern. Mit der jährlichen Spende will der Zentralverband des Kürschnerhandwerks, die Mutterorganisation des Artenschutzkreises auf seine Sorge um die Natur aufmerksam machen. Hamburger Abendblatt 28. Aug. 2003 Eisbär Theo ist tot Theo (24), der Eisbär von Hagenbecks Tierpark, ist tot. Vor acht Monaten waren das betagte Tier und seine Partnerin Fanny (24) noch einmal überraschend Eltern der kleinen Victoria geworden. Jetzt fanden Pfleger Theo morgens tot in seinem Schlafgehege. Todesursache: Altersschwäche. Leipziger Volkszeitung 28. Aug. 2003 Abschied von Tamrin & Co.: Horst Spicale geht in Ruhestand Er hat viele Tiere unsterblich gemacht: Horst Spicale. Heute verabschiedet sich der zoologische Präparator, der über drei Jahrzehnte der "gute Geist" für viele Ausstellungen im Naturkundemuseum Leipzig war, von seinen Kollegen und geht in den Ruhestand. Spicale bereitete von Maus bis Hirsch die unterschiedlichsten Tiere für die wissenschaftlichen Sammlungen und die Ausstellungen des Museums auf. Wie viele es genau waren, weiß er nicht: "Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen." Wirbeltierzoologe Michael Meyer geht von mehr als 1800 zoologischen Präparaten aus. Eine der bekanntesten Arbeiten Spicales ist sicherlich "Tamrin", der einen Ehrenplatz in der Dauerschau innehat. Der Löwenmann erwies sich als echte Herausforderung, da der Meister nur das Fell vorfand und kein eigenes Modell mehr anfertigen konnte. Mit dem Ausscheiden Spicales, der weiterhin Tierplastiken anfertigen will, geht im Naturkundemuseum eine Ära zu Ende. Es wird sich künftig keinen eigenen Präparator mehr leisten, da das Rathaus diese Stelle einspart. Alle Präparate müssen künftig außerhalb des Hauses in Auftrag gegeben werden. WAZ 29. Aug. 2003 Die Stars wie Orang-Utans und Löwen kosten 500 Euro Die Patenschaft über den Steinadler, das Wappentier der Stadt, hat Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer bereits übernommen - jetzt sucht der Dortmunder Zoo weitere Paten für seine 2500 Schützlinge. Die Futterkosten reißen neben den Kosten für Personal und Energie das größte Loch in die Finanzdecke. Und die ist derzeit ohnehin reichlich dünn, klagt der Zoo. Die Einnahmen durch Eintrittsgelder und die Zuschüsse der Stadt reichten gerade mal aus, die nötigsten Ausgaben zu decken. Das aber sei nicht genug: Ein Zoo müsse mehr tun als nur seinen Bestand zu sichern. Deshalb der Appell: Tierfreunde können mit einer Jahrespatenschaft die Arbeit des Zoos unterstützen. Für ihr Geld können alle Paten das gute Gefühl erwerben, den Gedanken des Artenschutzes zu fördern, betont der Zoo. Die Gelder für Patenschaften würden vor allem für Verbesserungen in der Tierhaltung verwendet. Freie Presse (Chemnitz) 28. Aug. 2003 Lichtenstein : Auf der Spur des Löwen 125 Jahre Zoo Leipzig Der sechste Lichtensteiner Karl-Max-Schneider-Vortrag im 125. Jahr des Leipziger Zoologischen Gartens ist dessen Entwicklung gewidmet: Der Historiker Mustafa Haikal stellt am kommenden Mittwoch sein vor kurzem erschienenes Buch Auf der Spur des Löwen 125 Jahre Zoo Leipzig zur Leipziger Zoogeschichte vor. Zahlreiche Fotos aus dem in Lichtenstein liegenden Nachlass von Schneider, der vor 116 Jahren in Lichtenstein geboren und später als Direktor des Leipziger Zoos berühmt wurde, fanden darin Eingang. Volksstimme 30. Aug. 2003 Neuzugang im Zoo Der Große Ameisenbär "Kaspar" hat seit dieser Woche Gesellschaft. Nach jahrelangen Bemühungen des Magdeburger Zoos bekam er endlich eine Partnerin. Dabei soll der Neuzugang aus dem Londoner Zoo mit dem seit zwei Jahren in der Landeshauptstadt lebenden "Kaspar" eine Familie gründen. Dieses könnte sich aber als problematisch erweisen, da Nachzuchten in Menschenobhut bei dieser Tierart noch immer selten sind. Da sowohl "Kaspar" als auch seine neue Partnerin im Wildleben täglich etwa 35000 Ameisen vertilgen, muss für sie im Zoo ein gleichwertiges Ersatzfutter gemixt werden. Dafür werden feinstes Schabefleisch, Ei, Quark, Hundefutter, Garnelenschrot, Hafermehl, Früchte, Heilerde und Wasser zu einer dickflüssigen Suppe gemischt, welche die beiden bis zu zwei Meter langen Ameisenbären künftig gemeinsam mit ihren Zungen aufschlecken können. So können Zoobesucher das neue Duo mit etwas Glück in den nächsten Tagen beim Fressen und gleichzeitigen Beschnuppern beobachten. Sächsische Zeitung 30. Aug. 2003 Fünffache Orang-Mutti wurde 30 / Kronenkranich schlüpft mit ... Gestern beging Orang-Dame Djudi im Dresdner Zoo ihren 30. Geburtstag. Djudi ist gebürtige Dresdnerin. Mit 30 ist Djudi nun schon ins reifere Alter vorgerückt, könnte aber durchaus noch einmal für Nachwuchs sorgen, erläutert Wolfgang Ludwig, zoologischer Leiter. Doch im Grunde genommen hat die fünffache Mutter ihre Pflicht und Schuldigkeit getan. Ihre beiden Erstgeborenen, Sohn und Tochter, haben inzwischen in den Zoos von Wingst und Hannover ihr Zuhause. Nach Daisy und Dany brachte Djudi im Mai 1999 ihr bislang letztes Kind zur Welt: Djamuna. Inzwischen darf sich die muntere 30-Jährige rühmen, auch Großmutter zu sein. Tochter Daisy zieht seit Februar 2003 selbst ein Töchterchen auf. Ein drei Tage alter Kronenkranich, der sich momentan im Flamingo-Pavillon aufhält, wird momentan mit Hand aufgezogen. Nur ein Junges schlüpfte vor zwei Wochen aus dem Gelege des Kranich-Paares, das seither von den Eltern betreut wird. Zwei Eier schienen tot zu sein. Man legte sie in den Brüter, wo sich noch ein Kleines meldete, dem nun die besondere Obhut der Tierpfleger gilt. Elefantenmädchen Drumbo kann, wie bereits berichtet, nicht mit Nachwuchs rechnen. Aufgeschoben ist indes nicht aufgehoben. Wolfgang Ludwig: Ein fester Termin für eine neuerliche Besamung steht gegenwärtig allerdings noch nicht fest. Neue Ruhr Zeitung 30. Aug. 2003 Zoo ist jetzt ein legaler Betrieb "Im schlimmsten Fall hätte der Zoo geschlossen werden können, und Direktor Reinhard Frese hätte zusehen müssen, dass er die Tiere woanders unterbringt", beschreibt Stadtdirektor Jürgen C. Brandt ein Szenarium, das Duisburgs Publikumsmagnet Nummer Eins hätte passieren können, wenn er nicht die Anforderungen des § 11 Tierschutzgesetz erfüllt. Doch keine Sorge. Der Zoo mit seinen Bewohnern ist völlig legal und bleibt erhalten. Seit gestern hat Frese die Betriebserlaubnis schriftlich, überreicht von Brandt und bezeugt von Chef-Delfin Ivo und seinem Gefolge. Dass Frese und seine Mitarbeiter der Ordnungsbehörde nachweisen mussten, dass sie über die Kenntnisse und Fähigkeiten für die Tierhaltung verfügen, geht auf die Gesetzesänderung im Jahr 1998 zurück und war eigentlich das kleinere Übel. Viel schwieriger war, für alle Tierarten nachzuweisen, dass sie sich unter tierschutzrechtlichen Vorschriften wohl fühlen. Die Situation vor fünf Jahren: Der Zoo war nicht mehr in dem gesetzlichen Zustand und bekam eine vorläufige Genehmigung. Reinhard Frese: "Wir mussten bauliche Veränderungen, etwa beim Affenhaus, vornehmen und uns von der einen oder anderen Tierart trennen, wie zum Beispiel die Eisbären, die an einen dänischen Zoo gegangen sind." In enger Zusammenarbeit mit Ursula Formann (stellv. Leiterin des Ordnungsamtes) und Amtsveterinär Dr. Klaus Täpper wurde der Zoo in fünf Jahren den Buchstaben des Gesetzes angepasst, und das hat gleich mehrere Vorteile. Frese: "Maßnahmen, die zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen waren, wurden vorgezogen. Die Tiere sind ordentlich untergebracht, einige sogar besser. Und auch die Präsentation für die Besucher ist besser geworden." Sächsische Zeitung 31. Aug. 2003 Für alle Felle Viele Tiere leben im Dresdner Zoo. Und noch lebt der Zoo gut von dieser Vielfalt. Dennoch könnten dem Tierpark bald sämtliche Felle davonschwimmen. Was beispielsweise erinnert außer den Tieren in der Südamerika-Anlage an Südamerika. Was in der Indien-Anlage an Indien? Die Präsentation entspricht lange überholten Prinzipien. Tiere rein, Zaun drum. Für Kinder bleiben die Vierbeiner zwar nett anzusehen, aber nicht einzuordnen. Ausnahme ist das Afrika-Haus mit seiner Vegetation und der stimmigen Tierwelt, vom Fisch über den Vogel bis zum Säugetier. Noch zu selten ist aber eigene Aktivität möglich. Wie im Zoo unter der Erde. Aber gerade das fördert spielerische Wissensvermittlung. Kriterium für einen Vergleich der einzelnen Tier-Anlagen im Dresdner Raum ist die Frage: Wie erfüllen sie ihren eigenen Anspruch, ihre Aufgabe? Gerade das Wildgehege Moritzburg oder der Heimattierpark Hebelei tun es auf wunderbare Weise. Die heimatliche Tierwelt wird den Besuchern dort auf natürliche Art näher gebracht. Der Dresdner Zoo steht in der Reihe mit Einrichtungen wie Berlin und Leipzig. Auch denen in Dänemark oder den Niederlanden, die auf fantasievolle, kinderfreundliche Art zu einer Abenteuerreise einladen. Die darüber hinaus die eine oder andere Attraktion zu bieten haben. Sie haben Dresden damit lange überholt. Sächsische Zeitung 02. Sep. 2003 Tierisch was gelernt Gestern beging die Dresdner Zooschule bereits ihren 33. Geburtstag. Etwa hundert kleine und große Schüler sowie geladene Gäste feierten mit dem Leiter Wolfgang Neubert und seinen Mitarbeitern 33 Jahre tierischen Unterricht zwischen Affenhaus und Elefantengehege. Nach dem Vorbild der ersten Zooschule weltweit, die 1947 im amerikanischen New York gegründet wurde, rief Manfred Albrecht im September 1969 die Dresdner Einrichtung ins Leben. Nach einjähriger Aufbauzeit wurden 1970 die ersten Knirpse unterrichtet. Genügte damals noch ein einziger Lehrer, arbeitet heute ein mehrköpfiges Team mit den Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 18 Jahren. Bis zu 24 000 Mädchen und Jungen besuchen jährlich die Einrichtung des Schulamtes Dresden. Sie zählt damit zu den bestbesuchtesten ihrer Art in ganz Deutschland. Im Mittelpunkt steht natürlich das Tier, aber wir legen auch Wert auf Themen wie Umwelt- und Artenschutz, erklärt der Leiter der Zooschule. Doch nicht nur Schüler profitieren von der Einrichtung, auch Lehrerfortbildungen und Führungen für Umwelt- oder Seniorengruppen gehören zu deren Programm. Demnächst können sogar Blinde unseren Zoo erleben, sagt Wolfgang Neubert voller Freude. Denn zum 33. Jubiläum der Schule übergab die Stadtsparkasse, die hier seit langem aktiv ist, eine Spende von 7 000 Euro. Zum einen werden wir davon neues Schulmaterial kaufen, zum anderen aber einen Zooführer für Blinde erstellen, erklärt Neubert. Prignitzer 02. Sep. 2003 Vom Heimtiergarten zur Top-Adresse Die Suche nach Sponsoren gehört zu den wichtigsten Arbeiten der Angermünder Tierparkchefin. "Das ist schon wie mein Hobby. Ohne Sponsoren wären wir längst nicht da, wo wir jetzt sind", sagt Sabine Lehmann. Über 400 000 Euro Investitionsmittel flossen seit 1993 in die Sanierung und den Ausbau des Tierparks. Von dem einstigen Angermünder Tierpark, in dem Betonmauern und Stahlgitter dominierten, ist längst nichts mehr zu sehen. "Als ich 1981 hier anfing und den Tierpark als Chefin übernahm, fand ich chaotische Zustände vor", erinnert sie sich. Die 1963 aus einem Wildpark hervorgegangene Einrichtung, in dem Angermünder Privatleute ihre Tiere untergebracht hatten, war baulich nicht gut, und von wirklicher Attraktivität für die Besucher war wenig zu spüren. "Es war eine große Herausforderung für mich, die ich aber gern angenommen hatte", sagt die Tierpark-Chefin. In diesem Jahr feierte der Tierpark seinen 40. Geburtstag. Die Gäste honorieren die Anstrengungen des Tierpark-Teams. Mittlerweile zählt der Park jährlich 50 000 bis 60 000 Besucher. Der Angermünder Tierpark, darin ist Sabine Lehmann sich sicher, gehört längst zu den wichtigen Adressen, die die Touristen anlaufen, wenn sie die Uckermark besuchen. Sächsische Zeitung 03. Sep. 2003 Nicht zu Schnellschüssen zwingen Die Rotstift-Vorschläge der Stadtverwaltung Zittau sorgen für Unmut bei den Betroffenen. Beispiel Tierpark: Ihm droht laut Haushaltssicherungskonzept der Stadt das Aus ab 2005. Tierpark-Direktor Bernd Großer und seine Mitarbeiter hoffen aber auf eine Lösung. Zittau ohne Tierpark Bernd Großer kann sich das nicht vorstellen. Die Tierhaltung ist doch nur eine Sache, sagt der Direktor. Wir haben noch weitere Aufgaben: Zoopädagogik, Forschung, Naturschutz. Die Liebe zum Getier ist dabei das eine, die Finanzen das andere. Denn die Angebote des Tierparks sichern diesem auch Gelder des Kulturraumes. Nur wenn wir diese Kriterien erfüllen, bekommen wir die Mittel, erläutert Bernd Großer. Natürlich, weiß er, wird der jetzige Zustand nicht weiter zu halten sein. Aber eine Anpassung an neue Gegebenheiten bedarf einiger Zeit, sagt der Direktor. Der Tierpark arbeite nach abgestimmten Konzepten. Da kann nicht von heute auf morgen mit weniger Leuten, weniger Geld gearbeitet werden. Er hoffe auch auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Bis zu 60 000 Besucher zählt der Zittauer Tierpark pro Jahr. Der Direktor: Das zeigt, dass das, was wir hier machen, nicht so falsch sein kann. Und damit stellen wir auch ein touristisches Angebot nicht nur für Zittau. Neue Ruhr Zeitung 03. Sep. 2003 Der Wal macht die Mücke Weil in Duisburg das Geld für den Umbau eines Beckens fehlt, müssen "Ferdinand" und "Yogi" in die USA umziehen. In der Sea World von San Diego werden die Meeressäuger sich zu neuen Herden gesellen. Die Amerikaner hätten sowohl Jacobita- als auch Weißwalherden und damit Damenbegleitung zu bieten, und die Transportkosten nach Kalifornien übernähmen sie auch. Handlungsbedarf besteht durchaus. Das unterstreicht ein kurzer Besuch am Duisburger Becken. Die Bassinwände haben tiefe Risse. Ein Transport-Risiko für die Tiere sieht Frese nicht. Die Amerikaner, die an West- und Ostküste Filialen haben, hätten ausreichend Erfahrung mit Lufttransporten. Zudem werden auch die Duisburger sich bis zum Schluss um ihre Schützlinge kümmern. Zwei Pfleger, ein Tierarzt sowie der Direktor begleiten "Ferdinand" und "Yogi" auf der großen Reise zum Altersruhesitz. Zürcher Oberländer 04. Sep. 2003 Bärentötung als Hauptthema Der Zürcher Gemeinderat befasste sich mit Tierpark Langenberg. Im Wildpark soll auch künftig nicht grundsätzlich auf die Tötung von Jungbären verzichtet werden. Im Interesse einer artgerechten Haltung hat das Stadtparlament ein solches Verbot abgelehnt. Die Bärenfamilie im Wildpark und die putzigen Kleinbären sind seit Jahren die Hauptattraktion des der Stadt Zürich gehörenden Parks im Sihltal. Die Tiere fühlen sich in ihrem neuen, tiergerechten Gehege wohl, ihre muntere Fortpflanzung zieht jedoch auch Probleme nach sich. So musste in den letzten 15 Jahren im Durchschnitt jährlich ein Jungbär getötet werden. Vor diesem Hintergrund forderte die SVP den Stadtrat in einem Postulat auf, künftig auf die Tötung von Jungbären zu verzichten. Sie erhielt vor dem Rathaus Unterstützung durch die Stiftung für Tierschutz «Vier Pfoten», die gegen die Bärentötungen protestierte. Falls es zur Tötung keine Alternativen gebe, müsse auf die Bärenhaltung verzichtet werden, forderte eine SVP-Sprecherin. Planung, Bau und Neueröffnungen Hamburger Abendblatt 29. Aug. 2003 Platz für Waschbären Vahrendorf - "Luna", "Ben" und Sohnemann "Baby" haben es geschafft: Die kleine Waschbärenfamilie ist umgezogen. Das drollige Trio wechselte in eine 1000 Quadratmeter große "Wohnung". Zwar leben sie bereits seit einigen Jahren im Wildpark Schwarze Berge in Vahrendorf. Doch wurde es nun Zeit für ein neues Domizil. Mit Kletterbäumen, Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten sowie einem Bachlauf, in dem sie ihre Nahrungsmittel waschen können - da fühlen sie sich rundum wohl. Davon überzeugten sich auch die geladenen Gäste, die zur Einweihungsparty eingeladen waren. Unter ihnen auch Wolfgang Poggenpohl, Geschäftsführer des Tierschutzverbandes Hamburg. Er lobte das Biotop und freut sich darüber, dass die Waschbären hier im naturbelassenen Terrain artgerecht leben können. Bis zu sieben der kletterfreudigen Kleinbären finden hier Platz. Leipziger Volkszeitung 30. Aug. 2003 Alles rückt näher an den Chef ran Kurze Wege jetzt im Zoo: In diesen Tagen beziehen die rund hundert Mitarbeiter den neuen Wirtschaftstrakt, der gestern übergeben wurde. Damit ist ein weiterer Baustein für den Zoo der Zukunft fertig. Diesmal verbessern sich nicht die Bedingungen für die Tiere, sondern die Arbeitsbedingungen für die Menschen. Das Objekt kostete 7,9 Millionen Euro und besteht aus drei Gebäuden: Verwaltung, Tierklinik, Futterlager. In der Tierklinik kurieren die Zootierärzte Klaus Eulenberger und Andreas Bernhard, Veterinäringenieurin Christa Bachmann sowie Doktoranden und Praktikanten tierische Patienten. OP-Saal, Labor, Apotheke und erstmals auch eine Krankenstation gehören zu ihrem Revier. Im Verwaltungstrakt sind 30 moderne, helle Büros für leitende Mitarbeiter, Marketing, Bauleitung oder Freundes- und Förderkreis entstanden. Bisher war das Personal auf mehrere altertümliche und baufällige Gebäude im gesamten Gelände verteilt, lange Wege erschwerten die Kommunikation. Ab sofort hat der Chef fast die gesamte Belegschaft in Reichweite um sich. Dazu gibt es Konferenz- und Tagungsräume, ein ordentliches Archiv, Bibliothek und zwei Gästewohnungen. Der Futtertrakt ist schon ein halbes Jahr in Betrieb, wurde gestern erstmals öffentlich vorgestellt. In der Warmküche schwingt Ilona Liebau den Kochlöffel. Auch lebendiges Futter wartet hier auf seinen Verzehr: Kleine Fische werden für die Raubfische bereitgehalten. Mäuse, Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen werden als Futter für Giftschlangen, Löwen oder Erdmännchen gezüchtet. Ostseezeitung 30. Aug. 2003 350 000 Liter Wasser im neuen Aquarium Die Flut stieg langsam im zukünftigen Schildkrötenbecken des Meeresmuseums, als am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr vier Feuerwehrleute den Befehl Wasser Marsch! gaben. Um zu testen, ob die neu eingebauten Aquarienscheiben den Beanspruchungen durch den Wasserdruck standhalten, wurde das gesamte Becken geflutet. Etwa 800 Liter Wasser pro Minute fließen in das Aquarium, sagte Wachführer Gerhard Möller. Bei dieser ersten technischen Bewährungsprobe war auch Museumsdirektor Dr. Harald Behnke vor Ort und verfolgte mit großer Aufmerksamkeit das Geschehen. Neben den Schildkröten werden Ende des Jahres auch Haie und Korallenfische ein neues Zuhause finden, kündigte der Museumschef an. Auf die Frage, wann genau die ersten Besucher das Aquarium bewundern können, antwortete er salomonisch: Auf jeden Fall Anfang des kommenden Jahres. Bis dahin gibt es noch viele Sicherheitsprozeduren zu durchlaufen. Zu den Experten zählte Diplomingenieur Holger Spohr von der Kunststoffprüfstelle Franken. Wenn sich die Acrylscheiben durchbiegen, ist das für das menschliche Auge kaum sichtbar, erläuterte Spohr während er ein hochempfindliches Messgerät an die Scheibe presst und die Kräfte berechnet, die auf das Glas wirken. Erst in den frühen Morgenstunden war das Becken komplett gefüllt. Baulex 02. Sep. 2003 Spinnennetz auf grünem Grund - Das innovative Tiergehege in Burgers Zoo Arnheim Ein einmalig gewachsener Wald aus amerikanischen Eichen, dazu Leoparden und Schakale das war die Aufgabe im Burgers Zoo Arnheim. Die Lösung von Officium: ein Haus aus Edelstahlseilnetzen mit 700 Quadratmetern Nutzfläche für die Leopardenfamilie und 230 Quadratmeter für die Schabrakenschakale, beides bei einer Höhe von bis zu 7 Metern. Denn Kletterbäume für die Kraxler sollten ins Haus passen. Das bestehende Raubtierhaus genügte den Anforderungen nicht mehr, kleine und mit Gitterstäben gesicherte Gehege machten Mensch und Tier das gegenseitig beschauende Leben schwer. Die neue, großzügige Anlage sollte sich ohne Aufsehen ins Gelände einfügen, Nachbargehege optisch nicht stören und vor allem die dicht gewachsenen Bäume respektieren. Die Idee der Officium Planerin Marlene Thimet bestand darin, die natürlichen Bäume um artifizielle zu ergänzen. Sie warf einem Spinnennetz gleich in großem Bogen das Edelstahlseilnetz über die Wipfel und befestigte die Enden an stählernen Masten. Statische Anforderungen und natürliche Gegebenheiten führten zur Platzierung der alles tragenden Pylone. Denn keine Wurzel der wertvollen Bäume durfte beschädigt und kein Baum gar gefällt werden. Bis das Puzzle vollendet war, rechneten die Statiker Variante um Variante, bekamen schließlich das Optimum und setzten die künstlichen Bäume ins Gelände. Leicht und erhaben ragen sie aus dem Boden und haben unter der Erde ein gerüttelt Maß an Stahlbeton um stabil im Fundament zu stehen. Das riesige Gehege präsentiert sich dem Besucher in tanzender Leichtigkeit so er die Augen dafür hat. Denn der Clou der Masche besteht darin, sich selbst ganz verborgen zu halten. In seiner ganzen Schönheit zeigen sich dafür Flora und Fauna. Doch wenn die Tiere versteckt im Geheimen verschwinden, tritt die Konstruktion in ihrer Schönheit hervor. Mal höher, mal tiefer umkränzen die Ringe die Bäume und tragen durch ihre Schwere dazu bei, die genau berechnete Verkrümmung des Netzes zu formen. Ein Gebilde, das so natürlich erscheint wie die Lebenswelt der darin wohnenden Tiere. Aktionen Kleine Zeitung 28. Aug. 2003 Märchenstunde im Tierpark Herberstein Am 31.08.2003 findet im Tier- und Naturpark Schloss Herberstein um 15 Uhr eine Märchenstunde für Kinder statt. Extra für diesen Anlass wurde ein "Herberstein-Märchen" verfasst, das die Gräfin Herberstein den Kindern vorlesen wird. Sächsische Zeitung 01. Sept. 2003 32. Tierparkfest bot gute Unterhaltung Das 32. Tierparkfest in Weißwasser bot wieder gute Unterhaltung. Ganz in Familie wurde am Sonntag gebummelt. Indianischer Besuch sowie eine Western-Modenschau gehörten zum Programm. Einer der Höhepunkte war die Tiertaufe. Allerlei Spiel-, Bastel- und Schminkideen sorgten für genügend Abwechslung bei den jüngeren Besuchern. Helfer im Hintergrund waren auch in diesem Jahr wieder die Mitglieder des DRK Weißwasser. Ostsee Zeitung 02. Sep. 2003 Parade von Rössern und Reitern Fjordpferde, Shetlandponys, Warm- und Kaltblüter, ein Quarterhorse und viele andere Vierbeiner gab es bei der Pferdeschau des Tierparks zu sehen, zu der am Sonntag mehr als 700 Besucher kamen. Eigentlich wollte der Tierpark die Pferdeschau wieder in ein großes Erntefest einbetten. Wegen fehlender Gelder wird aber aus dem Fest nichts. Trotzdem: 15 Pferdefreunde blieben dabei und präsentierten am Sonntag auf der Festwiese eine Schau. Die Besucher erfuhren viel Wissenswertes über die eleganten Vierbeiner. Zoodirektor Christoph Langner kommentierte die Parade Thüringische Landeszeitung 03. Sep. 2003 Premiere im Zoopark: Die erste Wild-West-Show für die Familie Die Bisons sind im Gehege, die Pferde auf der Koppel -- für die Thüringer Country- und Westernfans ist also Zeit genug, sich diversen Vergnügungen hinzugeben. Und wie im Wilden Westen einst gefeiert wurde, das weiß man auch im Osten und lädt ein, dies gemeinsam zu tun - am Sonnabend, 13. September, auf der Festwiese des Erfurter Zooparks, wenn das erste "Erfurter Country- und Indianistikfest" über die Bühne gehen wird. Hessische Allgemeine 03. Sep. 2003 Mit Pfauen und Luchsen in die Nacht Homberg. Wer die Töne kennt, die Pfaue von sich geben, der weiß, wie gruselig das in der Dämmerung klingen kann. Am Wochenende können die Besucher dieses Grusel-Kribbeln erleben: Am Samstag, 6. September, veranstaltet der Wildpark Knüll die zweite lange Wildpark-Nacht. An diesem Tag hat der Park von 9 Uhr bis 22 Uhr seine Tore geöffnet. Dann können die Besucher erleben, wie sich die Dämmerung über den Park senkt und wie anders dann die Tiere klingen, die man bisher nur am Tag hörte. Märkische Allgemeine 03. Sep. 2003 "Blut" vom Abgeordneten Obwohl die Fledermaus-Zuständigkeit auf der Zitadelle vom Stadtrat für Kultur, Gerhard Hanke, in andere Hände gelegt wurde, nämlich in die des Berliner Artenschutzteams (Bat), wird es wieder ein Fest geben. Diesmal nicht "europäisch" unter der Schirmherrschaft des Umweltministers Jürgen Trittin, sondern einfach ein Fledermausfest. Ziel wird es sein, nicht die Masse durch Action auf die Zitadelle zu holen, sondern den Artenschutz in den Vordergrund zu stellen, so Stadtrat Hanke. Die Besucher lockt aber ein umfangreiches Angebot, das sie kommenden Sonnabend bis 24 Uhr und am Sonntag bis 19 Uhr beschäftigen soll: Ein Bühnenprogramm mit Live-Musik und Moderation läuft ,rund um die Uhr'. Ab 12 Uhr gibt es vielseitige Vorträge, dazu "locken wir die Fachkompetenz ins Haus", so der Vorsitzende des Vereins Bat, Jörg Harder. Mit Ausstellungen sind der Naturschutzbund Nabu Berlin, ein Vogelschutzkomitee, die Pflegestation Göttingen, das Zollamt, das Landesumweltamt Brandenburg, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Verein Mausohr dabei. Klassik für die Affen Mit einem Sonderzug der Linie 6 fuhren gestern die Akteure der fünften Klassik-Nacht zum Zoo. Mit an Bord war der Pinguin Phillipp, der den Rummel genoss. Der spanische Dirigent Karel Mark Chichon freute sich über seinen kleinen Kollegen im Frack. Unter der Leitung Chichons spielt am Freitag die Norddeutsche Philharmonie Rostock mit dem Solo-Gitarristen José Maria Gallardo del Rey ein rein spanisches Programm. Von dem Konzert profitieren die Menschenaffen: die Einnahmen werden für ihre neue Anlage investiert. Thüringische Landeszeitung 04. Sep. 2003 Schlangentanz und Tiertaufe Seit Tagen wird im Gothaer Tierpark am Rande des Seeberges gekehrt, geputzt und gestrichen. Grund dafür ist das am kommenden Sonntag, 7. September, stattfindende Tierparkfest. Der Veranstalter, der Tierpark-Förderverein, hat sich für diesen Tag viel Neues einfallen lassen, verriet am gestrigen Mittwoch Tierparkleiter Roland Walther. Nachwuchs Westdeutsche Allgemeine 28. Aug. 2003 Nachwuchs im Ruhr Zoo: Rötelpelikan ist zoologische Überraschung Über seltenen Pelikan-Nachwuchs freut sich derzeit der Gelsenkirchener Ruhr Zoo. Wie der Zoo am Donnerstag mitteilte, sei der Schlupf eines kleinen Rötelpelikans eine echte zoologische Überraschung, denn bislang seien alle Brutversuche ohne Erfolg geblieben. Auch in anderen deutschen Zoos sei dies nur selten gelungen. Damit der Jungvogel unter optimalen Bedingungen heranwachsen kann, wird er im Ruhr Zoo von Hand aufgezogen, bevor er in das Gehege seiner Eltern zurückkehren kann. Neues Volksblatt 29. Aug. 2003 Neues Volksblatt Online Nachwuchs Der Goliathreiher, mit seinen 1,40 Metern der größte Reiher der Welt, hat im Zoo Schmiding fast unbemerkt Junge bekommen. Völlig versteckt hat das in Österreich einzigartige Tier die Eier ausgebrütet und ihre Jungen aufgezogen. Seit wenigen Tagen wagen sie sich aus dem Versteck um ihre Künste im Speerfischen zu beweisen und sind mit ihrer punkigen Frisur der Renner bei den Besuchern. Thüringer Allgemeine 28. Aug. 2003 Volle Kinderstuben im Tiergarten Im Tiergarten der Stadt Eisenberg im Saale-Holzland-Kreis hat sich in diesem Jahr jede Menge Nachwuchs eingestellt. So steckt im Beutel von Bennetkänguru-Dame Kicky ein Junges. Und wenn man ganz, ganz leise das begehbare Gehege betritt, kann man es mit etwas Glück schon bei seinen ersten Exkursionen bewundern. Am Wochenende allerdings wird es wohl eher den schützenden Beutel vorziehen. Denn dann geht es etwas munterer zu zwischen all den Tieren. Es wird nämlich Tiergartenfest gefeiert. Und da sind dann auch viele andere Jungtiere zu bewundern. Die beiden Mantelpaviane Gina und Gretel sind Mütter geworden. Den beiden Kleinen kann man stundenlang beim Herumtollen zuschauen. Auf dem Bauernhof der Zwerge mit den kleinsten Haustieren der Welt wuselt es nur so von Jungtieren. In der Herde der Quessantschafe wurde ein Lämmchen geboren, bei den Zwergkaninchen ist die Kinderstube voll und Zwergente Schnattchen ist stolz auf ihre drei Küken. Grenz-Echo 29. Aug. 2003 Zebra und Esel gekreuzt Den einzigen bekannten lebenden Mischling zwischen einem Zebra und einem Esel können Besucher ab der kommenden Woche in einem japanischen Safaripark bewundern. Der kleine männliche »Zesel« ist knapp drei Wochen alt, hat Eselsohren und sieht aus, als würde er quer gestreifte Strümpfe tragen. »Da wir die pflanzenfressenden Tiere in gemeinsamen Gehegen halten, kann Unverhofftes passieren«, kommentierte der stellvertretende Zoo-Chef die Kreuzung. Berner Zeitung 28. Aug. 2003 Schneeleoparden im Basler Zoo im Babyglück Bei den Schneeleoparden im Basler Zoo hat es Nachwuchs gegeben. Gleich beide Weibchen haben ein Junges zur Welt gebracht, wie der Zolli mitteilte. In beiden Fällen ist das Schneeleoparden-Männchen Puschkin der Vater. Zur Welt gekommen sind die Schneeleoparden-Babys schon im Mai. Dem Publikum blieben sie jedoch bisher verborgen, weil die ganze Schneeleoparden-Familie während des heißen Ausnahmesommers die Tage im kühlen Bau verschlief und jeweils erst bei Einbruch der Dunkelheit ins Freie kam. Seit einigen Tagen sind die beiden Weibchen mit ihrem Nachwuchs auch tagsüber zu sehen, bevorzugt in den frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden wie der Zolli schreibt. Die Weibchen seien ein Herz und eine Seele, säugten sogar gegenseitig die Jungen und lägen stundenlang aneinandergeschmiegt. Puschkin dulden die Weibchen allerdings noch nicht in ihrer Nähe. "Erstaunlicherweise", so der Zolli, dürfen hingegen die unternehmungslustigen Fellknäuel ihren Vater besuchen, wenn die Mutter ihre Ruhe haben wollen. Der "Ménage r' trois" von Puschkin und den beiden Weibchen wird vom Zoo Basel als sehr ungewöhnlich beurteilt. Denn Schneeleoparden seien eigentlich eher Einzelgänger. Dass gleich zwei Weibchen rund ums Jahr ihr Leben friedlich mit einem Mann teilen, spreche für den sanften Charakter aller Beteiligten Berliner Morgenpost - 29-08-2003 Baby-Boom lockt Besucher in den Tierpark Friedrichsfelde Der Tierpark Friedrichsfelde ist eine artenreiche "Geburtenstation". Bis August erblickten in diesem Jahr schon mehr als 1000 Tiere das Licht der Welt. 234 vier- und zweibeinige Nachkommen wurden allein im Mai geboren beziehungsweise schlüpften aus ihrer Eihülle. Manche haben den Vorteil, als "Einzelkinder" die ganze Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu ziehen, wie Paula, das Kälbchen der Rothschildgiraffen. Einige kamen paarweise, wie die strammen Jungs von Sumatratigerin Santana, andere als Drillinge, wie bei den Husarenäffchen und den Streifenhyänen. Es gab Vierlingsgeburten, wie bei den Südafrikanischen Straußen, oder gleich eine ganze Lämmerherde bei den Schafen und eine zahlreiche Ferkelei bei den Schweinen. Dass bei den seltenen, in Australien fast ausgerotteten Lake-Eachams (Regenbogenfischen) die Züchtung gelungen ist, wissen indes nur eingefleischte Aquarianer. Und der Nachwuchs-Boom ist für dieses Jahr noch lange nicht vorbei: Erst am Montag gab es bei den aus Tibet stammenden Wildpferden Nachwuchs. Mitteldeutsche Zeitung 29. Aug. 2003 Nach 30 Minuten auf eigenen Beinen Immer, wenn im Tierpark in Aschersleben ein Tier geboren wird, herrscht nicht nur bei den Pflegern große Freude, weil bei den Besuchern auch. Das war nicht anders, als am vergangenen Mittwoch ein kleines Lama zur Welt kam. "Schon nach einer halben Stunde konnte das Junge auf seinen Beinen stehen", berichtete mit einem Lächeln die zuständige Pflegerin Marion Schmidt. WAZ 29. Aug. 2003 Fritzemann verputzt 20 Jungmäuse In der Kinderstation des Ruhr-Zoos ist im Moment viel los: Nach fünf Leopardengeckos löste jetzt der höchst seltene Schlupf eines afrikanischen Rötelpelikans Begeisterung bei den Zoologen aus. Tierpflegerin Tanja Dickert streichelt liebevoll über den noch nackten Rücken des kleinen Rötelpelikans. "Mittlerweile sieht er schon richtig süß aus", so die Ersatzmama über den Nachwuchs, der viermal am Tag gefüttert wird und bis zu 20 Jungmäuse pro Mahlzeit verzehrt. "Als der Kleine frisch aus dem Ei kam, hatte er einen im Verhältnis zur Körpergröße riesigen Wasserkopf." Seit 15 Jahren leben im Ruhr-Zoo die Vögel mit dem zartrosafarbenen Gefieder. Der kleine "Fritzemann", wie der Jungvogel bis zur Geschlechtsbestimmung genannt wird, ist der erste gelungene Brutversuch. "Seit gut eineinhalb Jahren legen die Rötelpelikane Eier", so Sabine Haas, die Pressesprecherin des Zoos. "Die Eltern haben die Eier allerdings immer nach kurzer Zeit aus dem Nest geworfen. Aus diesem Grund haben wir die letzten aus dem Nest geholt und in den Brutkasten gelegt." Der Rötelpelikan ist aber nicht der einzige Nachwuchs im Ruhr-Zoo. Mitte Juli ist das erste von insgesamt fünf Leopardengecko-Babies, die ihrem Namen dem Muster auf ihrer Haut zu verdanken haben, geschlüpft. Drei kleine Geckos haben bereits ihr neues Terrarium im Elefantenhaus bezogen, die anderen zwei befinden sich noch in der Obhut von Lars Heymann, dem Reptilien-Experten des Zoos. Berliner Morgenpost 31. Aug. 2003 Für das mäkelige Kiwi-Küken buddeln die Tierpfleger täglich nach Würmern Der kleine Wai ist ein Sorgenkind. Es ging schon mit dem Schlüpfen los. Nach 75 Tagen im Ei pochte das Küken zum ersten Mal von innen an die Schale. Es kam zu einem Riss, dann einem kleinen Loch, dann war Schluss. "Hätten wir ihm nicht geholfen, er hätte es nicht geschafft", sagt Tierpfleger Thomas Lenzner. Fast vier Monate später wiegt der kleine Kiwi gerade mal 300 Gramm. Sein großer Bruder Kaha, der einen Monat früher geschlüpft war, schleppt schon 600 Gramm auf die Waage. Kaha ernährt sich ja auch ordnungsgemäß von Rinderherzstreifen in Babybrei mit Reisschleim. Wai dagegen pickt nur ausgesuchte Tauwürmer. "Er ist mäkelig", sagen die Tierpfleger aus der Fasanerie im Zoo. Das macht Arbeit, aber weil bei Wai jedes Gramm ein kleiner Erfolg ist, zieht einer von ihnen jeden Tag los und buddelt nach Würmern. "Diesen Sommer wurden wir immer erst bei 50 bis 60 Zentimetern Tiefe fündig. Wir mussten richtig suchen", sagt Lenzner. Trotzdem lohnt jede Mühe. Die beiden Kiwis sind nämlich im Zoo der erste Kiwi-Zuchterfolg nach einer Pause von 14 Jahren. So fit sind beide Tiere immerhin, dass sie vor ein paar Tagen aus ihrem Innenstall in ein Außengehege umziehen konnten. Für Zoobesucher sind sie trotzdem nicht zu sehen. Zum einen, weil die Tiere nachtaktiv sind. Zum anderen, weil die Voliere mit gutem Grund nicht am Besucherweg steht. "Kiwis sind wie Magneten. Die finden und schlucken alles: Nägel, Nadeln, Müll", sagt Lenzner. Wer die beiden sehen will, muss an einer abendlichen Sonderführung teilnehmen. Saarbrücker Zeitung 29. Aug. 2003 Stolz auf die Falknerei Im Rahmen ihres Sommerprogramms haben die Mitglieder des Lions-Club jüngst den Neunkircher Zoo besucht. Dieser älteste saarländische Zoo hat sich in den letzten Jahren zu einem herausragenden Besuchermagneten in der Kreisstadt Neunkirchen entwickelt. Besonders stolz ist Zoodirektor Norbert Fritsch auf seine neu eröffnete Falknerei, die in Rekordzeit gebaut und privat von Falkner Theo Omlor betrieben wird, "dem wohl kompetentesten Falkner im südwestdeutschen Raum", wie Fritsch anerkennend anmerkt. Neue Ruhr Zeitung 28. Aug. 2003 Schadet das Aquarium dem Zoo? Die Dinslakener und Voerder Politiker bleiben bei ihrem harten Kurs gegen eine Centro-Erweiterung in Oberhausen. Das machten Vertreter der CDU aus den beiden Kommunen noch einmal deutlich. Zugleich tun sich offenbar in Duisburg, wo man die Centro-Vergrößerung noch recht locker sieht, neue Eifersüchteleien auf: Wie eine örtliche Zeitung berichtete, sieht man dort im geplanten Oberhausener "Sealife"-Center eine ungeliebte Konkurrenz zum Aquarium im Duisburger Zoo. Hamburger Abendblatt - 29-08-2003 Giraffenbaby Jambo erkundet die Freiheit Knapp sechs Wochen nach seiner Geburt im Frankfurter Zoo durfte Giraffenhengst Jambo zur Freude der Zuschauer erstmals das Freigehege erkunden. Zusammen mit Mutter Saida wird das 1,95 Meter große "Baby" nun täglich eine Stunde unter freiem Himmel. "Jambo muss jetzt erst einmal das Gelände richtig kennen lernen", berichtete Zoo-Sprecherin Bettina Ax vom "großen Abenteuer". Mit der neuen Umgebung scheint sich der Kleine nämlich noch etwas schwer zu tun. Bei seinem ersten Ausflug landete Jambo gleich im Graben, der das Gelände umgibt. Der Fehltritt blieb glücklicherweise ohne Folgen. Thurgauer Zeitung 01. Sept. 2003 Zwillinge heißen Gismo und Munira Frauenfeld - Gismo (Männchen) und Munira (Weibchen) heißen die Tiger-Zwillinge, die im Plättli-Zoo am 1. August das Licht der Welt erblickten. Gestern Sonntagmorgen wurden sie von ihren Taufpaten der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 3. Oktober beziehen die Jungtiere zusammen mit ihren Eltern Korfu und Eika das neue Tiger-Gehege, später werden sie in einen anderen Zoo wechseln. Wuppertaler Lokalseiten 01. Sept. 2003 Regionale-Projekt Zoo auf sicherem Weg Wuppertal. Zufrieden zeigte sich der Leiter des Stadtbetriebs Zoologischer Garten, Dr. Schürer beim gestrigen Besuch der CDU-Fraktion im Zoo mit der Beschlussfassung zum Regionale-Projekt Zoo. Er sei sehr froh, dass das Projekt nun zeitgerecht seinen Lauf nehmen könne und damit gewährleistet sei, dass man zum 125jährigen Jubiläum im Jahr 2006 auch die Zoo-Erweiterung die neue 15.000 qm Großkatzenanlage und die Aufwertung der Zooanlage insgesamt präsentieren könne. Thüringer Allgemeine -01. Sept. 2003 Besuch im Zoopark: Bezaubernd, aber giftig Zu den auffälligsten Fischgestalten im Korallenriff des Indischen und Stillen Ozeans und des Roten Meeres gehört der Rotfeuerfisch (Pterois volitans) aus der Familie der Drachenköpfe. Doch so zauberhaft diese Geschöpfe auch anmuten, beim Umgang mit ihnen ist besondere Vorsicht geboten. Im Aquarium des Thüringer Zooparks am Erfurter Nettelbeckufer können Rotfeuerfische auch bei der Fütterung beobachtet werden und zwar montags, mittwochs und freitags um 14 Uhr. Saarbrücker Zeitung 03. Sep. 2003 Abenteuer-Museum in den Zoo? Saarbrücken . Mumie, Schrumpfköpfe, eine ausgestopfte Würgeschlange neben quicklebendigen Giraffen, Fledermäusen und Gorillas? Vielleicht wird das schon nächstes Jahr wahr. Denn: In der Stadtverwaltung kursieren neuerdings Pläne, das Abenteuermuseum von Heinz Rox-Schulz aus dem Alten Rathaus am Schloss herauszunehmen und in den Zoo am Fuße des Eschbergs zu integrieren. Düsseldorfer Nachrichten 03. Sep. 2003 In Sachen Zoo will die CDU ganz sicher sein Der Krefelder Zoo ist wieder zum öffentlichen Streitfall geworden. Nachdem die CDU bei der jüngsten Sitzung des Vergabeausschusses den Planungsauftrag für das marode Wirtschaftsgebäude zurückgestellt hatte, sprechen die anderen Fraktionen von einer "Katastrophe". Der Neubau des Wirtschaftshofes mit geschätzten Kosten von über drei Millionen Euro steht ganz oben auf der Prioritätenliste aller bisherigen Planungskonzepte, die die Zukunft des Zoos sichern wollen. Neue Ruhr Zeitung 03. Sep. 2003 Der kleine Unglücksrabe Krefeld. "Lismore" ist endgültig ausgezogen. Vor einer Woche nahm Ersatzmutter Christine Osswald seine Kuscheldecken und den jungen Hüpfer selbst unter den Arm und baute ihm im Gehege ein Bett. Er soll ja wieder ein richtiges Känguru werden. Kein Muttersöhnchen mit Fell. Der Krefelder Springbeutler wurde prominent, als fast seine ganze Herde vor einem Jahr von einem Geparden gerissen wurde, Unbekannte hatten die Raubkatze aus dem Käfig gelassen. "Lismore" überlebte die Attacke im Beutel der Mutter, die zwar ebenfalls davonkam, aber ihr Junges nicht mehr angenommen hatte. Seither erledigt Tierpflegerin Osswald diesen Job. Weil das nicht so bleiben soll, wird "Lismore" seit Monaten im Gehege des Krefelder Zoos an den Rest der Herde gewöhnt. Ostsee Zeitung 04. Sep. 2003 Seit gestern murmelt es im Heimattierpark Der Heimattierpark Grimmen hat neue Bewohner Murmeltiere aus Österreich. Josef Streicher vom Tier- und Wildgehege Kolopfern hatte eine Nachtreise hinter sich, als er am Mittwoch kurz vor 9 Uhr im Heimattierpark der Kreisstadt eintraf. Vier Monate alt sind die neuen Bewohner zwei Böcke und zwei Katzen, wie es in der Fachsprache für diese Alpentiere heißt, die reine Vegetarier sind. Natürlich war Tierparkleiter Bodo Teichmann genau so aufgeregt wie die Sponsoren Manfred Ludek und Hans Kampe vom Nissan-Autocenter, als die vier Murmler ins neue Gehege gebracht wurden. Seit Wochen schon wurde im Tierpark fleißig am neuen Gehege gearbeitet. Der Strukturförderverein Stremlow und Firmen gaben dabei Unterstützung. Mitteldeutsche Zeitung 04. Sep. 2003 Schildkröten neue Bewohner der Bärenanlage Drei Geier- und acht Schnappschildkröten tummeln sich seit einigen Tagen im Teich der ehemaligen Bärenanlage im Ascherslebener Tierpark. "Diese Tiere hat der ehemalige Besitzer dem Tierpark geschenkt, weil er sie nicht mehr halten konnte", berichtete Tierparkchef Dietmar Reisky. Für die neuen Bewohner haben die Tierparkmitarbeiter den Teich in der alten Bärenanlage wieder hergerichtet. Die Haltung dieser Schildkröten ist nur mit einer Sondergenehmigung gestattet. Die hat der Tierpark erhalten. Zürich Online 03. Sept. 2003 2000 Pavian-Nasen aufgespürt Was für ein grausiger Fund: Niederländische Zöllner entdeckten auf dem Flughafen in einem Koffer 2000 abgeschnittene Pavian-Nasen. Eigentlich sollte der Koffer in die USA weiterverschickt werden. Der Koffer kam aus Nigeria. Wie ein herbeigezogener Experte vermutet, waren die abgeschnittenen Nasen für traditionelle afrikanische Heilmethoden bestimmt. Der Besitzer des Koffers ist verschwunden. Nach ihm wird gefahndet, da Paviane unter internationalem Artenschutz stehen. Berliner Morgenpost -01. Sept. 2003 Speiseplan Drei Arten Falterfische leben im Meeresaquarium in der Cafeteria im Tierpark. Dreimal täglich bekommen sie Kleinkrebse, Muschelfleisch und Algen, so auch heute um 16 Uhr. Berliner Morgenpost 02. Sept. 2003 Speiseplan Kein Wunder, dass viele Tiere Respekt vor dem Stachelschwein haben: Wenn es sich schüttelt, können die spitzen Stacheln bis zu zwei Meter weit geschleudert werden. Um 15.30 Uhr sind die Stachelschweine im Nagetierfelsen des Zoos aber bester Laune: Sie warten schon auf ihren Pfleger, der sie mit Möhren, Äpfeln und Birnen füttern wird. Berliner Morgenpost 03. Sep. 2003 Speiseplan Rotscheitel-Mangaben gehören zu den farbenprächtigsten Affen: Sie haben schiefergraues Fell, ein weißes Gesicht und einen roten Schopf. Um 14 Uhr bekommen die 13 Tiere im Tierpark von den Pflegern eine bunte Mischung aus Obst und Gemüse. Berliner Morgenpost 04. Sep. 2003 Speiseplan Die prachtvollen Hyazintharas im Zoo stammen ursprünglich aus Südamerika und bekommen heute um 9 Uhr neben Obst der Saison auch einige Sonnenblumenkerne, die sie mit ihren mächtigen Schnäbeln geschickt entkernen. Zirkus Westfalenpost 02. Sep. 2003 Tierischen Artisten droht Berufsverbot Elefanten, Tiger oder Nashörner sind Publikumsmagneten im Zirkus. Nicht nur die Herzen kleiner Kinder schlagen höher, wenn die Exoten in der Manege erscheinen. Ob sie im Zirkus auch artgerecht untergebracht werden können, ist jedoch umstritten. Das Bundesland Hessen bringt im September eine Initiative in den Bundesrat ein, die ein Verbot der Haltung von Elefanten, Affen und Bären im Zirkus vorsieht. "Tierschutz steht nun im Grundgesetz. Damit müssen auch die Zirkusleitlinien auf den Prüfstand", fordert Madeleine Martin, Tierärztin und hessische Landesbeauftragte für Tierschutz. Die im Jahr 2000 vom Bundeslandwirtschaftsministerium herausgegebenen Leitlinien regeln Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben. "Sie haben aber nur empfehlenden Charakter", erklärt Martin. Der hessische Vorschlag sieht vor, nach einer Übergangsfrist die Haltung von bestimmten Wildtieren völlig zu verbieten - für Betriebe mit langer Tiertradition ein schwerer Schlag. "Das wäre das Ende des klassischen Zirkus", konstatiert Susanne Matzenau vom Zirkus Krone. | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | Pressemitteilungen teilweise gekürzt | Ruhr Zoo Gelsenkirchen, 27. August 2003 Rötelpelikan schlüpft im Ruhr Zoo Gelsenkirchen Im Ruhr Zoo Gelsenkirchen hat der Schlupf eines Rötelpelikans Begeisterung bei den Zoologen ausgelöst. Zum ersten Mal haben die afrikanischen Vögel damit Nachwuchs. Eine kleine zoologische Überraschung, denn auch in anderen Zoos ist der Schlupf dieser Tiere äußerst selten. Am 19. August 2003 schlüpfte der Nachwuchs unter der Aufsicht der Tierpfleger, während gegenüber der Pelikananlage das afrikanische Dorf für Haustiere eröffnet wurde. Vom Timing passend, denn Pelikane finden sich auf dem gesamten afrikanischen Kontinent südlich der Sahara. Für den Ruhr Zoo ist der Schlupf eine kleine zoologische Überraschung, denn bislang blieben alle Brutversuche der Pelikane ohne Erfolg. Auch aus anderen Zoos in Deutschland sind wenige erfolgreiche Brutversuche bekannt. Der Jungvogel im Ruhr Zoo wird von Hand aufgezogen. So ist sicher gestellt, dass er unter optimalen Bedingungen heranwachsen kann, ehe er ins Gehege seiner Familie zurückkehrt. Chemnitz, den 28. August 2003 Nachwuchs bei den Wasserschweinen im Tropenhaus Am 25. August 2003 gab es im Tropenhaus des Chemnitzer Tierparks zum zweiten mal Nachwuchs bei den Wasserschweinen oder Capybaras: Diesmal sind es nach Information von Tierparkdirektor Dr. Hermann Will sogar fünf Jungtiere, die von der südamerikanischen Riesen-Nager-Mutter zur Welt gebracht wurden. Ähnlich wie bei den nahe verwandten Meerschweinchen kommen die Babys vollständig fertig zur Welt, das heißt sie sind komplett behaart, haben geöffnete Augen und laufen gleich nach der Geburt umher. Auch beginnen sie bereits während der ersten Lebenstage das gleiche Futter wie die Eltern zu fressen, obwohl ihnen, wie das bei Säugetieren üblich ist, die Milchbar bei Mutti zur Verfügung steht, die sie selbstverständlich auch nutzen. Ruhr Zoo Gelsenkirchen, 28. August 2003. Federn und Vögeln auf der Spur Die bunte Vogelwelt hautnah erleben können Schulkinder und Erwachsene jetzt im Ruhr Zoo. Dort finden am Dienstag, 2. September, und Donnerstag, 4. September, jeweils um 14.30 Uhr Ferienführungen mit dem Titel Federn und Vögel eine bunte Vogelkunde statt. Bunte Vogelfedern lassen Sammlerherzen höher schlagen. Federkleider faszinieren einfach und so führt der Ruhr Zoo diesmal zu den Vögeln. Sonst eher eine Randerscheinung im Ruhr Zoo, stehen Pelikane, rote Sichler & Co. dann im Rampenlicht. Natürlich werden sie sich von ihrer besten Seite zeigen, wenn Sinn und Funktion ihrer Federn sowie ihre biologische Eigenheiten erläutert werden. Die Ferienführung Federn und Vögel eine bunte Vogelkunde ist im Eintrittspreis enthalten und startet vom Eingangsbereich aus. Ruhr-Zoo Gelsenkirchen, 01.09.2003 Dämmerführung durch den Ruhr Zoo am 4. September Wenn Affen, Giraffen und Eisbären müde sind, wird so mancher Zoobewohner erst richtig munter. Am 4. September 2003 können Besucher während einer Dämmerführung durch den abendlichen Ruhr Zoo nachtaktive Tiere wie Biber, Waschbären und Uhus in Action erleben. Los geht´s um 21 Uhr. Schließlich verlassen nachtaktive Tiere erst mit Einbruch der Dämmerung ihre Verstecke und erst dann ist´s so richtig spannend! Vom Haupteingang des Ruhr Zoo aus starten kleine, von Zoolotsen begleitete Gruppen ihre Tour zu den Tieren, die dem Besucher tagsüber verborgen bleiben. Der Ruhr Zoo rät Interessenten, sich in den nächsten Tagen anzu-melden. Für Kurzentschlossene wird der Ruhr Zoo am Freitag-abend zwar noch wenige Restkarten an der Abendkasse vorrätig haben, die bereits ab 20 Uhr geöffnet hat. Die Teilnahme ist jedoch nur mit der Anmeldung über das Call-Center unter der Rufnummer 0209 954 50 garantiert. Die Telefonzentrale ist wochentags zwischen 8 und 18 Uhr besetzt. Kinder zahlen für die ca. 90-minütige Führung durch den abend-lichen Zoo 6 . Der Eintritt kostet Erwachse 8 . Ruhr Zoo Gelsenkirchen, 02.09.03 Der Westfälische Bauernhof nimmt Gestalt an. Und der bringt eine ziemlich schicke Sanitäreinrichtung mit. Das Gebäude aus Eichenfachwerk ähnelt allerdings mehr einem Einfamilienhaus. Seit gestern wird das Fachwerk-Ständerwerk in Rekordzeit aufgebaut. Am 18. August erfolgte der Spatenstich für den Westfälischen Bauernhof. Die Holzaufbauten des kleineren Gebäudes dauerten lediglich zwei Tage. Die Bauernhäuser sind Unikate und werden nach alten Traditionen mit Eichenholz, Tonziegeln und denkmalgerechten Dachschindeln erbaut. Fertigbauteile wurden in der Schreinerei vorgefertigt und im Ruhr Zoo montiert. Die Firma M+H Fachwerkhäuser aus Lemgo ist seit sieben Jahren Spezialist im Bau von traditionellen Fachwerkhäusern und liefert die Teile und das technische Know-how für den Aufbau. Wenn die Toiletten auch nicht in den Stallungen der Tiere, so wie im 19. Jahrhundert in westfälischen Bauernhäusern üblich, untergebracht sind, mutet das neue stille Örtchen der ZOOM Erlebniswelt jetzt schon sehr westfälisch an. Der Westfälische Bauernhof wird mit Streichelzoo und Bauerngarten zur Saison 2004 eröffnet. Zoo Osnabrück, 02.09.2003 Brückenschlag zwischen Kunst und Artenschutz Ausstellung Wilde Tiger von Bandhavgarh Artists for Nature Eine ganz besondere Ausstellung über den Tiger zeigt der Zoo Osnabrück gemeinsam mit dem Museum am Schölerberg ab dem 31. August unter dem Titel Wilde Tiger von Bandhavgarh Artists for Nature. Artenschutz und Kunst werden hier auf eindrucksvoller Weise verknüpft. Die niederländ. Artist for Nature Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht künstlerisches Potential für den Artenschutz einzusetzen. So verbrachten 1997 fünfzehn Künstler auf Einladung dieser Stiftung einige Wochen im Bandhavgarh National Park in Indien. Sie begegneten wildlebenden Bengalischen Tigern und hielten ihre Eindrücke von Wildtieren, Lebensraum und Bevölkerung in ihren Bildern fest. Das Anliegen der Ausstellung ist, die Aufmerksamkeit auf die Schönheit des Tigers und auf die Bedrohung dieser Wildkatzenart zu lenken. Eine Auswahl dieser Bilder ist in der Ausstellung im Museum für Umwelt und Natur am Schölerberg zu sehen. Die Eröffnung begleitete der Bildhauer und Grafiker Wolfgang Weber, der als einziger deutscher Künstler an diesem Projekt teilnahm. Schutz ist wichtig, denn die faszinierende Großkatze ist von der Ausrottung bedroht. Unbarmherzige Wilderei und Verlust des Lebensraumes machen es dem Tiger schwer, in der Natur zu überleben. 2003 ist für die Zoos des Europäischen Zooverbandes (EAZA) das Jahr des Tigers - auch für den Zoo Osnabrück. Mit gebündelten Kräften setzen sich die Zoos für die Rettung wildlebender Tiger ein. Im Rahmen dieser Kampagne ist schon seit Pfingsten im Affenhaus die Ausstellung Tiger in Gefahr zu sehen. Begleitend dazu fand ein Tigermalwettbewerb statt. Mehr als 270 Bilder wurden abgegeben. Die 16 prämierten Bilder werden mit den Bildern der Artist for Nature Künstler ausgestellt. Außerdem werden an Sonntagen Buttons mit Tigermotiven verkauft, natürlich zugunsten von Tigerschutzprojekten und in einem Tigerquiz können Kinder dem Tiger auf die Spur kommen. 820 Euro haben die Zoobesucher bereits für die Rettung des Tigers gespendet. Anlässlich der Ausstellungseröffnung am Sonntag haben Axel und Kirsten Ziemek von der Stiftung Pro Kreatur dem Zoo einen Scheck von 1.250 Euro übergeben. Somit kann der Zoo über 2000 Euro an Projekte überweisen, die vor Ort um das Überleben des Amurtigers kämpfen. Zoo Nordhorn, 02.09.2003 Bundestreffen der kleinsten Schafrasse der Welt Am 13./14. September findet im Tierpark Nordhorn das zweite Deutsche Ouessant-Züchtertreffen der "Interessengemeinschaft Ouessantzüchter" statt. Für Samstagabend ab 18.30 Uhr steht der Züchterabend mit umfangreicher Tagesordnung auf dem Programm. Am Sonntagmorgen ab 9 Uhr findet eine Tierausstellung und -bewertung statt. Auskünfte: Dr. Horst Roller, Bildäckerstr. 19, 72813 St. Johann, 07122/9351 Horst.Roller@GMX.de . Ausstellung im Tierpark am 14.09.: 9.00 Uhr Tierbewertung und Tierbesprechung 11.00 Uhr Prämierung der Siegertiere 15.00 Uhr Tiervorstellung WWF 28.08.2003 Meeresschutzgebiete bieten Beitrag zur Rettung der Fischerei WWF-Studie: Schutzzonen ermöglichen Erholung vieler dezimierter Fischbestände Bremen, 28.08.2003:. Bis auf das Fünffache vergrößern sich Fischbestände in marinen Schutzgebieten (Marine Protected Areas, MPAs) innerhalb von fünf Jahren. Dies geht aus einer internationalen wissenschaftlichen Studie der Umweltorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) hervor. Ganz im Gegensatz zu der Befürchtung, marine Schutzgebiete würden den Fischereien das Leben schwer machen und zu Umsatzeinbußen führen, zeigt unsere Studie, dass MPAs eines der wirksamsten Mittel sind, um vor allem Fischbestände mit geringem Wanderradius wieder aufzupäppeln. Die sich erholenden Fischpopulationen schwappen quasi vom Schutzgebiet auf benachbarte Fischereigebiete über und sorgen dort für gefüllte Netze, sagt Stephan Lutter, Experte für internationalen Meeresschutz des WWF. Weltweit sind derzeit ca. 75 Prozent aller kommerziell nutzbaren Fischbestände überfischt, bis an die Grenzen befischt oder zusammengebrochen. Der WWF fordert als wirksame Antwort darauf ein Bündel an Schutzmaßnahmen. Neben einem Netz mariner Schutzzonen, das bis zu einem Drittel der globalen Meeresoberfläche umfasst, gehören dazu schonende Fangmethoden, die unerwünschte Beifänge möglichst gering halten sowie eine Reduzierung der Fischereiflotte. Nur wenn wir heute die Kinderstube der Fische schützen und den bis an die Grenzen des Erträglichen strapazierten Beständen Zeit geben, sich zu erholen, wird auch die nächste Generation noch Seefisch essen können, resümiert Stephan Lutter. Die marinen Schutzzonen bereichern und entlasten das Ökosystem Meer in vielfacher Hinsicht: Sie kommen neben den Fischbeständen auch Meeressäugern und Seevögeln sowie empfindlichen Lebensräumen wie Korallenriffen zugute. WWF 29. August 2003 Das große Hipposterben WWF schlägt Alarm: Nach Bürgerkriegen in Zentralafrika schrumpft die größte Flusspferdpopulation der Welt um 95 Prozent Der Virunga Nationalpark an der Ostgrenze der Demokratischen Republik Kongo war einst Heimat der größten Flusspferdpopulation der Welt: Vor knapp 30 Jahren lebten in dem Schutzgebiet noch 29.000 Tiere. Doch nun schlägt der WWF Alarm: Im August wurden auf dem Gebiet des Nationalparks nur noch insgesamt 1.300 Flusspferde gezählt. Volker Homes, Artenschutzexperte des WWF: Wilderer töten die Tiere, um an deren Fleisch und Zähne zu kommen. Derzeit herrscht auf dem illegalen Elfenbeinmarkt eine gesteigerte Nachfrage nach den großen Eckzähnen der Flusspferde. Deshalb habe die Wilderei in dieser Region in einem beängstigenden Maße zugenommen. Schon zu Beginn des Jahres gab es Berichte von hunderten toten Flusspferden am Rutsuru Fluss. Dieser war vermutlich von Wilderern vergiftet worden, um mit möglichst wenig Aufwand möglichst viele Tiere auf einmal zu töten. Homes: Aufgrund der problematischen Sicherheitslage in der Region war es dem WWF zuletzt nicht möglich, vor Ort zu arbeiten und sich aktiv für den Schutz bedrohter Arten einzusetzen. Nachdem sich die Lage inzwischen beruhigt zu haben scheint, müssen die zuständigen Behörden jetzt mit aller Macht gegen die Wilderer vorgehen. 95 Prozent der Population sind schließlich schon verloren. Werde das Töten nicht gestoppt und der illegale Handel nicht kontrolliert, drohe den Nilpferden im Virunga Nationalpark die Ausrottung. Flusspferde erreichen ein Gewicht von mehr als drei Tonnen und werden bis zu 40 Jahre alt. Sie verbringen den größten Teil des Tages im Wasser, um ihre Füße von ihrem Gewicht zu entlasten. Obwohl sie sich ausschließlich vegetarisch ernähren, verfügen sie über scharfe Eckzähne. Gesunde Flusspferdbestände sind für das ökologische Gleichgewicht von Flüssen und Seen sehr wichtig, denn der Dung der scheinbar trägen Riesen stellt einen wesentlichen Bestandteil der Nahrungskette dar, insbesondere für Fische. Der WWF-Experte erklärt: Ein Verlust von 27.000 Tieren kann tiefgreifende Folgen haben: Den Süßwasserökosystemen fehlen täglich hunderte Tonnen Nährstoffe, sodass die Fischbestände schwinden. Das ist schlecht für die örtliche Fischerei. Der WWF hofft, dass die jüngsten Friedensabkommen der Regierung der Demokratischen Republik Kongo erlauben, in der lange Zeit umkämpften Region einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu etablieren. Die Frage nach einem langfristigen Schutz für Nationalparks und andere wertvolle Schutzgebiete in Krisenregionen wird auch Thema des World Parks Congress sein, der vom 8. bis 15. September in Durban, Südafrika, stattfindet. WWF 3. September 2003 Schwarzes Schaf schießt auf Schraubenziegen Schwarzes Schaf schießt auf Schraubenziegen - WWF fordert harte Strafen für illegale Jagd auf bedrohte Tiere Frankfurt a. M./Straßburg, 03.09.2003: Auslandsjäger aus Europa können durch kontrollierte Jagd zur nachhaltigen Entwicklung in entlegenen Regionen beitragen. Leider gibt es in ihren Reihen jedoch schwarze Schafe, die illegal Jagd auf vom Aussterben bedrohte Tiere machen. Auch wenn es sich dabei um Einzelfälle handelt, ist die Professionalität und Skrupellosigkeit der illegalen Jäger und ihrer Helfershelfer nicht zu unterschätzen. Eigens darauf spezialisierte Agenturen machen geschützte Tiere in ihren Lebensräumen ausfindig und führen Großwildjäger für viel Geld zu den illegalen Jagdgründen. Deshalb fordert der WWF-Artenschutzexperte Roland Melisch eine konsequente Verfolgung und Sanktionierung solcher Straftaten. In seiner heutigen Rede vor dem für Jagd, Fischerei und Umwelt zuständigen Gremium des Europaparlaments in Straßburg sagt er: Wenn wir diesem Trend ernsthaft etwas entgegensetzen wollen, müssen wir auf Abschreckung setzen. Diese Art der Wilderei darf nicht länger als Kavaliersdelikt gelten. Von den Jagdverbänden und Reiseveranstaltern wünscht sich Melisch zugleich mehr Transparenz: 20 bis 30 Prozent der europäischen Jäger fahren regelmäßig auf Auslandsjagden und geben dafür jährlich 120 bis 180 Millionen Euro aus. Damit diese Mittel dem Naturschutz zugute kommen können, müssen Jagdverbände und Reiseveranstalter die Geldflüsse nachvollziehbar dokumentieren. Das sei auch im Interesse der meisten Jagdtouristen, denn die hätten mit illegaler Auslandsjagd nichts zu tun. | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | Natur- und Artenschutz | Leipziger Volkszeitung 31. Aug. 2003 Per Kran hinter Fröschen und Fledermäusen her Bei Zoologen und Botanikern ist der Leipziger Auwald-Kran gegenwärtig eine angesagte Adresse. In einer Gondel auf eine Höhe von 33 Metern gebracht, erforschen die Wissenschaftler das Leben in den Kronen der Bäume. Momentan laufen zehn Projekte. Der Leipziger Turmdrehkran ist einer von insgesamt vier in Mitteleuropa. In Wäldern bei Göttingen, Hofstetten und Freising stehen weitere. Das Vorhaben im hiesigen Auwald knüpft an vorangegangene Forschungen in tropischen Regenwäldern an. "Interessant wäre es, Vergleiche zwischen den dort gewonnenen und unseren Daten zu ziehen", sagt Horchler. Professor Wilfried Morawetz, Chef des Instituts für Botanik, hatte das Vorhaben "Auwaldkran" 2001 ins Leben gerufen. Geplant ist eine Dauer von mindestens 10 Jahren. Sächsische Zeitung 03. Sep. 2003 Freistaat Sachsen startet 160 000 Euro teure Umwelt-Kampagne Wunder Natur Der Slogan hat etwas: Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Marienkäfer! Damit will Sachsen um mehr Akzeptanz für den Naturschutz werben. Hintergrund ist der wachsende Unmut über die Ausweisung von 270 Naturschutzgebieten. Nichts macht Sachsen nach Meinung seiner Einwohner im Vergleich zu anderen Bundesländern so attraktiv wie seine Naturschönheiten 81 Prozent nennen diesen Standortvorteil laut aktueller Emnid-Umfrage der Staatsregierung. Dennoch bereitet die mangelnde Liebe der Sachsen zur Natur Umweltminister Steffen Flath (CDU) ernsthafte Sorgen: Naturschutzmaßnahmen stießen zunehmend auf Akzeptanzprobleme. Betroffenen Bauherren seien umweltrechtliche Prüfungen und Auflagen nur schwer vermittelbar Und solche Probleme dürften sich in naher Zukunft häufen. Neben zehn Vogelschutzgebieten hat Sachsen bisher 270 so genannte Fauna-Flora-Habitate (FFH), also Tier- und Pflanzen-Schutzgebiete, an die EU gemeldet insgesamt elf Prozent der Landesfläche. Fünf weitere FFH-Gebiete mit einer Fläche von 2 000 Hektar sollen demnächst nachgemeldet werden. 20 eigens eingestellte Mitarbeiter des Freistaats arbeiten nun daran, bis 2008 für jedes Gebiet einen Maßnahmenplan aufzustellen, wie die dortige Artenvielfalt geschützt werden soll. Der bürokratische Aufwand und die erforderlichen Schutzmaßnahmen dürften wie in der Vergangenheit Eigentümer und Kommunalpolitiker auf die Palme bringen. Denen sind die FFH-Gebiete ein Dorn im Auge, weil sie angeblich die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen behinderten. Trotzdem ist der Artenschutz eine dringende Aufgabe, ist doch in den vergangenen 30 Jahren bereits jede zehnte sächsische Pflanzen- und Tierart ausgestorben, bei Fisch- und Moos-Arten sogar jede fünfte. Als letzte Spezies verabschiedeten sich neben zahlreichen Pflanzenarten beispielsweise Ziesel und Großtrappen aus dem Freistaat. Rund ein Drittel der überlebenden Spezies sind immer noch gefährdet. Jedes Jahr sterben im Schnitt acht Arten in Sachsen aus. Die 160 000 Euro teure Kampagne Wunder Natur soll deshalb nun um Verständnis für den Naturschutz werben. 100 000 Euro davon werden allein für 270 Großplakate mit vier Motiven (beispielsweise Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Baum) ausgegeben, die in acht sächsischen Städten gehängt werden sollen. Der Rest floss in einen Internet-Auftritt, der über Natura 2000, das EU-weite Netz von FFH-Gebieten, informiert. Wir wollen mit den Menschen, nicht gegen sie Naturschutz betreiben, umreißt Flath das Ziel der Werbeaktion. Die Natur müsse als Standortvorteil für den Freistaat ins öffentliche Bewusstsein rücken. Innerhalb von zehn Jahren will Flath den Artenrückgang spürbar gestoppt haben. Sächsische Zeitung 04. Sep. 2003 Für Sachsen ein Geschenk Die Lausitzer Wölfe haben Kinder bekommen, und zwar nicht wenige. Mit diesen tierischen Neuigkeiten war der sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath gestern nach Neustadt gekommen. Gleich 14 Welpen haben im Frühjahr das Licht der Welt erblickt. Diesen unerwartet großen Kindersegen bezeichnen Fachleute als sensationell. Niemand hätte erwartet, dass sie sich in diesem Maße vermehren, so Flath, der den Nachwuchs als Geschenk für Sachsen bezeichnet und damit gleichzeitig die Hoffnung hegt, den Freistaat mit dem Wolf als Werbeträger weltweit bekannt zu machen. Wolfsexpertin Gesa Kluth vom Wildbiologischen Institut Lupus, die seit dem Frühjahr 2000 die Lausitzer Wälder nach Isegrim durchforstet, berichtete begeistert von inzwischen 18 Tieren, die sich in zwei Rudeln auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes hinter Neustadt angesiedelt haben. Das traditionelle Rudel lebe im Zentrum der Muskauer Heide, ein Elternpaar mit fünf Welpen und drei Jährlingen. Zum anderen Rudel, das sich im westlichen Teil des Übungsplatzes in der Gegend um Neustadt konzentriert, sollen neben den Eltern neun Welpen gehören. Das sind ungewöhnlich viele, bemerkt Kluth, es scheint genügend Nahrung hier vorhanden zu sein, sonst würden sie das nicht machen. Ob noch alle neun am Leben sind, ist indes unklar. Momentan könne nur die Existenz von sechs Welpen nachgewiesen werden. Dresdner Neueste Nachrichten 03. Sept. 2003 Chinesische Tiger auf Fortbildung in Südafrika In Südafrika ist der Tiger los. «Cathay» und «Hope» heißen die beiden Jungtiere, die zu Wochenbeginn auf einen Fortbildungskurs in Sachen Jagd und Überleben in die Wildnis geschickt wurden. Die chinesischen Tiger im Alter von sechs und sieben Monaten aus dem Zoo in Schanghai bilden die Vorhut von bis zu sieben weiteren Tieren. Durch das ebenso ungewöhnliche wie ehrgeizige Naturschutz-Projekt sollen sie vor dem Aussterben gerettet werden. «In freier Wildbahn gibt es weltweit nur noch 30 chinesische Tiger», erklärte die Initiatorin des Projekts und Gründerin der britischen Initiative «Rettet Chinas Tiger», Li Quan. Bei ihren zahlreichen Reisen war sie in Südafrika so von der Expertise dortiger Wildhüter beeindruckt, dass spontan die Idee einer Auswilderungsaktion für einige der rund 60 in Zoos gehaltenen China-Tiere entstand. Sie sollen zunächst ans Leben in der Wildnis gewöhnt und dann ab 2008 in ihrer Heimat in einem noch zu schaffenden Naturreservat ausgesetzt werden. | Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps | TV-Tipps | Do., 04.09.2003, 12:15-13:00 N3, Abenteuer Zoo, Rasse hat Klasse, Esel, Schweine und Rinder in Warder Do., 04.09.2003, 16:00-16:30 3sat, Jäger im Zwielicht - Afrikanische Wildhunde Do., 04.09.2003, 16:00-16:10 BR, Zoo & Co., Fischotter Fr., 05.09.2003, 13:30-14:00 MDR, Das Waldrapp-Projekt - Wie lehrt man Vögel fliegen? Sa., 06.09.2003, 10:00-10:25 ARD, Willi will's wissen, Wie lebt's sich so als Tier im Zoo? So., 07.09.2003, 13:15 -13:50 ZDF, ZDF.umwelt: Dschungelland wird abgebrannt . . . So., 07.09.2003, 13:15-14:00 MDR, Im Reich der Rüsselhündchen - Kenias Küstenwald So., 07.09.2003, 17:15-17:30 3sat, Zoo-Geschichten: Dresden, Film von Björn Enke So., 07.09.2003, 18:00-18:45 N3, Hanseblick, im Rostocker Zoo So., 07.09.2003, 21:30-22:05 SF2, NZZ, Tag und Nacht im Tierpark Hagenbeck So., 07.09.2003, 22:30-23:00 WDR, Elefant, Tiger & Co. Doku-Soap aus dem Leipziger Zoo So., 07.09.2003, 23:50 -04:45 ZDF, nachtstudio Die lange Nacht der Tropen Mo., 08.09.2003, 10:00-10:15 BR, Zoo & Co., Im Zeichen des Gorilla Die ZGF Mo., 08.09.2003, 12:30-13:15 SWR, Abenteuer Zoo - Kaum zu bremsen, Der zoologische Garten von Singapur Mo., 08.09.2003, 13:45-14:00 MDR, Elefant, Tiger & Co, Zoogeschichten (23) Mo., 08.09.2003, 23:10-00:00 VOX, NZZ Format, Tag und Nacht im Tierpark Hagenbeck Di., 09.09.2003, 12:30 -13:15 SWR, Abenteuer Zoo - Eine seltsame Sippe, Der Tierpark in Dortmund Di., 09.09.2003, 14:10-14:35 BR, Willi wills wissen, Wie lebt sich's so als Tier im Zoo? Di., 09.09.2003, 20:15-21:05 ORF2, Universum, Heißblütig! - Die Natur der Säugetiere, Die Dynastie der Allesfresser Mi., 10.09.2003, 12:30-13:15 SWR, Abenteuer Zoo - Afrikanische Legenden, Der Zoo von Pretoria Mi., 10.09.2003, 20:45-21:00 MDR, Elefant, Tiger & Co, Zoogeschichten (24) Do., 11.09.2003, 00:00-00:55 Kabel1, K1 Reportage, Arche Noah in der Stadt - Hagenbecks Tierpark Do., 11.09.2003, 12:30 -13:15 SWR, Abenteuer Zoo - Tierisch irisch, Im Fota Wildlife Park Do., 11.09.2003, 17:15-18:00 HR, Im Sumpf der Kaimane, Expedition ins Herz Guyanas Do., 11.09.2003, 22:25-23:20 VOX, SPIEGEL TV Extra, Thema: Tierkindergärten - Nachwuchs im Zoo Do., 11.09.2003, 22:45-23:00 B-alpha, Zoo & Co, Der Elefanten-Bulle von Kiew | | Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo, die in Online-Zeitungen erschienen sind. Aus Gründen des Copyrights, aber auch Platzgründen übernehmen wir die Meldungen nicht vollständig. 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