Zoopresseschau

Zoo-AG Bielefeld
http://www.zoo-ag.de

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Ausgabe 114 vom 6. Juni 2002 
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse
zusammengestellt von Dirk Petzold
und Dr. Martina Raffel
ISSN 1619-6643

Liebe Leser der Zoopresseschau,

von der Geburt einer Weißscheitelmangabe im Zoo Accra berichtet Julia Trillmich, die für die WAPCA und die europäischen Partnerzoos das Projekt zum Schutz seltener westafrikanischer Primaten vor Ort leitet. Glückwunsch! Pressemitteilungen

Da beschäftigt man sich seit Jahren mit bedrohten Affenarten, doch offenbar ist dabei eine ganze Unterordnung der Aufmerksamkeit entgangen - Zitat der Woche:
"Nr. 18: geplante Gehege für Neu- und Halbweltaffen"
(auf der Orientierungstafel eines deutschen Affenparks, gesehen letztes Wochenende)

Allen, die am Tag der Artenvielfalt am Samstag teilnehmen, gutes Wetter und viel Erfolg!


 

  Inhalt: Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps


Zoos und Tierparks

Der Landbote (Schweiz) 31.5.2002

Zoo-Tagung
http://www.winti-guide.ch/index.php?id=55430
Internationaler Erfahrungsaustausch, Tipps von Zoo zu Zoo und nicht zuletzt die Vertrauensbildung sind Hauptziele an der diesjährigen Tagung der deutschsprachigen Zoodirektoren in Zürich. Für den Austausch im Rahmen der verschiedenen Erhaltungszuchtprogramme spiele das Vertrauen eine besondere Rolle, sagte der Zürcher Zoodirektor Alex Rübel. An der diesjährigen Tagung nehmen rund 100 Fachleute teil; vertreten sind auch Dänemark und Litauen. Im Zentrum steht laut VDZ-Präsident Ulrich Schürer nebst Führungsfragen der Austausch über madagassische Tiere – nicht ganz zufällig, wird doch im Zürcher Zoo in einem Jahr die Madagaskar-Regenwaldhalle eröffnet.

Süddeutsche Zeitung 3.6.2002
Neue Direktorin im Augsburger Zoo
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel405.php

Für Barbara Jantschke ist gestern ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Die gebürtige Nürnbergerin trat ihr Amt als neue Direktorin des Augsburger Zoos an. Sie war bislang im Zoo des mecklenburgischen Ueckermünde Abteilungsleiterin der Zoologie. Das Wichtigste sei, dass der Zoo so schnell wie möglich eine Betriebserlaubnis bekommt, sagte sie bei ihrem Amtsantritt. In den vergangenen Monaten waren nicht nur erschreckende Mängel in der Tierhaltung publik geworden. Auch besitzt der Zoo nicht die seit 1999 aufgrund geänderter, strengerer Auflagen notwendigen Genehmigungen. Nach einer Kostenschätzung müssen in den nächsten Jahren für zehn Millionen Euro Stallungen abgerissen oder modernisiert werden.

Saarbrücker Zeitung 31.5.2002
Im Zoo regiert das Sparschwein
http://www.sz-newsline.de/sta/GU27H3RM_1.php3
Den Tieren im Saarbrücker Zoo geht es zwar (vorerst) nicht ans Leder. Doch in Zeiten knapper Kassen werden heilige Kühe geschlachtet. In einem unmissverständlichen Brief fordert der Finanzdezernent eine Reduzierung des Zuschussbedarfs an den Zoo und die Vorlage eines beschlussreifen Sanierungskonzepts bis 15. August 2002. Eine immer wieder vorgetragene Idee: Geländeverkauf, weil die Grundstücke in hervorragender Lage viel Geld in die städtische Kasse spülen würden. Doch wer sich das Areal des Zoos auf der Karte betrachtet, erkennt schnell, dass höchstens in Norden ein schmaler Grünstreifen zu veräußern wäre. Und hier hätten Häuslebauer beispielsweise das Menschenaffenhaus direkt vor Augen. Landgewinn käme also nur dadurch zu Stande, dass Gebäude abgerissen und Gehege entfernt würden. 400000 Euro soll der Zoobetrieb dieses Jahr einsparen. Und nächstes Jahr, daran lässt der Finanzdezernent keinen Zweifel, wird es wohl noch haariger kommen. Am Ende könnte es das Personal treffen; die Tierpfleger plagt schon seit geraumer Zeit die Angst um ihren Arbeitsplatz. Derweil hat sich jetzt mit einem offenem Brief der Schatzmeister der "Freunde des Saarbrücker Zoos", Gert Gleßgen, geäußert. Der Verein liegt bekanntermaßen seit vielen Jahren arg über Kreuz mit Zoodirektor Ceska. Gleßgen schlägt eine "gemeinsame Betriebsgesellschaft" für die zoologischen Gärten von Saarbrücken und Neunkirchen und dem Erlebnispark Rappweiler bei Weiskirchen vor. Von einem Zusammenlegen der drei Einrichtungen könnten alle nur profitieren. Gleßgen macht diesen Vorschlag in Hinblick auf die "bevorstehende Zeit nach Ceska". Der allerdings ist mit seinen 57 Jahren noch längst nicht im Rentenalter.

Ostsee Zeitung 1.6.2002
Bund unterstützt Bau des Ozeaneums
http://www.ostsee-zeitung.de/st/start_112741_450166.html
Labyrinth-Aquarium, Robbenanlage, Helgolandfelsen, tauchende Vögel und Kampf der Meeresgiganten am Hafen, umgeben von einer außergewöhnlichen Architektur – dies alles soll kein Traum bleiben, sondern Wirklichkeit werden. Staatsminister Rolf Schwanitz verkündete, dass Bundeskanzler Schröder dem 51 Millionen Euro teuren Stralsunder Projekt „uneingeschränkt positiv“ gegenüber steht. In Kürze solle mit dem Land ein Arbeitstreffen stattfinden, wie das Ozeaneum gemeinsam gefördert werden kann. Wie das neue Museum aussehen wird, können sich die Stralsunder ab 13. Juni im Alten Kanonenbootschuppen am Fischmarkt ansehen. Baustart könnte bereits im kommenden Jahr sein.

Ostsee Zeitung 3.6.2002
Alte Wassertanks ausgebaut
http://www.ostsee-zeitung.de/st/start_112741_450477.html
Luft anhalten mussten nicht nur die Bewohner der Aquarien im Meersmuseum Stralsund. Es wirkte schon bedrohlich als die fünf, jeweils 10 000 Liter fassenden Tanks aus den Katakomben des Südhofes geholt wurden. Vier von ihnen fanden auf dem Innenhof einen provisorischen Standplatz, wurden sofort wieder an den museumsinternen Wasserkreislauf angeschlossen. Wo einst die Tanks in der Erde schlummerten, wird jetzt ein unterirdisches Gebäude entstehen. So verdopple sich das Fassungsvermögen mit neuen Tanks annähernd. Zu dem entsteht ein neues Schaubecken für Haie und Schildkröten mit einem Fassungsvermögen von 400 000 Litern – achtmal so viel wie das alte Becke. Auch überirdisch soll sich einiges tun. Eine Überdachung des Südhofes soll her und nicht nur den Service für die Besucher verbessern, sondern auch die Einrichtung einer neuen Cafeteria erlauben. Ende 2003 sollen das Projekt vollendet, gut 4,1 Millionen Euro verbaut sein.

Nordkurier 3.6.2002
Tierpark muss kleine Brötchen backen
http://www.nordkurier.de/lokal/usedom/tiere/tiere.html
Zusätzliche Wegweiser und Informationstafeln sollen dafür sorgen, dass wieder mehr Besucher den Weg in den Wolgaster Tierpark finden. Denn im vergangenen Jahr hatte die Einrichtung erstmals seit langem die wichtige "Schallmauer" von 30 000 Besuchern verpasst. Angesichts gekürzter Zuschüsse von Stadt und Kreis konnte der Tierpark nur durch die erhöhten Eintrittspreise und einen Zugriff auf die Rücklagen einen ausgeglichenen Jahresabschluss erreichen. Neben der Fertigstellung des Geheges für das Rebhuhn-Projekt soll noch vor der Saison das alte Affenhaus ein neues Aussehen bekommen. Geplant ist, die marode Rückwand der Gehege für die Rhesusaffen und Paviane durch Holzelemente zu ersetzen. Wahrscheinlich erst im Herbst sind Veränderungen am Außengelände der Bärenburg vorgesehen. Dagegen soll das Rattenhaus zum Tierparkfest im August eingeweiht werden.
Ostsee Zeitung 3.6.2002
Tierpark will mehr Initiative zeigen
http://www.ostsee-zeitung.de/wo/start_112756_450386.html
Große Sorgen um die knappen Finanzen beschäftigen die 76 Mitglieder des Tierparkvereins Wolgast. Zwar stiegen die Gästezahlen in den ersten vier Monaten dieses Jahres wieder. Weil auch die personelle Unterstützung für die Tierparkarbeit gekürzt wird, sind in den nächsten Monaten vor allem Vereinsmitglieder, Sponsoren und ehrenamtliche Helfer gefragt, um Veranstaltungen wie das Tierparkfest, Familientage und Kinderangebote abzusichern. Aber auch die Öffentlichkeitsarbeit muss offensiver werden.
Ostsee Zeitung 3.6.2002
Tierpark braucht Hilfe
http://www.ostsee-zeitung.de/gr/start_112751_450431.html
Der wohl schönste Tierpark Ostvorpommerns, der Wolgaster, braucht Hilfe. Zwar stieg die Besucherzahl in den ersten vier Monaten dieses Jahres wieder, doch macht der Einrichtung noch immer die absolute Gästeflaute des Vorjahres zu schaffen. 25 000 Mark Eintrittsgelder gingen dadurch verloren. 

Hamburger Abendblatt 2.6.2002
Mehr Parkplätze für Hagenbeck
http://www.abendblatt.de/contents/ha/news/lokales/html/030602/1603CRIM1.HT M
Mit neuen Attraktionen will Hagenbeck seine derzeitige Besucherzahl von 700 000 pro Jahr auf über eine Million steigern. So soll bis im Sommer nächsten Jahres nahe des neuen Haupteinganges ein 16 Meter hoher Nepal-Tempel entstehen. Für Mai 2004 ist die Eröffnung des neuen Orang-Utan-Hauses geplant. Doch für den erwarteten Besucherandrang würden die bisher vorhandenen 1100 Stellplätze nicht ausreichen. Deshalb hat die Stadtplanungsabteilung ein Konzept für weitere 300 Stellplätze ausgearbeitet.

Rheinpfalz Online 5.6.2002
Verbundkarte für drei Zoos -
Landau, Karlsruhe und Heidelberg beschließen Kooperation bei Tickets

http://www.ron.de/osform/cms_osmm?articleName=HERMES:20020605:294369 3
Für vier (Kinder) bzw. acht Euro (Erwachsene) können ab sofort gleich drei Zoos im pfälzisch-badischen Raum besucht werden. Die neue Zoo-Verbundkarte macht es möglich. Wer sie erwirbt, hat die Möglichkeit, innerhalb eines Jahres rund 2600 Tiere in Landau, Karlsruhe und Heidelberg beobachten zu können.
Die drei Zoos haben die Kooperation beschlossen, um die jeweiligen Besucherzahlen zu erhöhen und damit das überall bestehende Defizit etwas abzubauen. Geplant ist noch im zweiten Halbjahr 2002 ein Kombi-Ticket, das zurzeit von den Verkehrsverbünden Karlsruhe und Rhein-Neckar erarbeitet wird und in Verbindung mit der Verbund-Eintrittskarte benutzt werden kann.

Mitteldeutsche Zeitung 3.6.2002
Tafel enthüllt - Lebensräume schützen - Gastgeber für Kinderfest
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?MZWebArtikelID=102148419508 2
Der Förderverein Tierparkfreunde Aschersleben ist seit Sonnabend Partner der Stiftung Artenschutz. Gemeinsam mit dem Mitglied des Vorstandes der Stiftung Artenschutz, Dirk Petzold, enthüllte der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Frank Lüpfert, am Affengehege die Stiftungstafel. "Da die Stadt die 2 000 Euro nicht aufbringen konnte, hat sich der Förderverein entschieden, die Tafel zu finanzieren", erklärte Lüpfert. Im Tierpark würden einige Tierarten gehalten oder gezüchtet, die ebenfalls stark vom Aussterben bedroht sind. "21 vom Aussterben bedrohte Tierarten sind auf der Tafel abgebildet", berichtete Petzold. Ziel der Stiftung sei es, für diese Tierarten Firmen als Überlebenspartner zu finden. Mit dem Geld werde dann versucht, in den verschiedenen Ländern die Lebensräume für die Tiere zu sichern. Erfreut zeigte sich auch der Leiter des Tierparks, Dietmar Reisky, dass der Förderverein der Stiftung beigetreten ist.

nordwest.net 3.6.2002
Ein Aquarium für unsere Region
http://www.nordwest.net/region/kultur/9911_40833.html
Am 11. Juni wird im Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg ein neues Aquarium eröffnet. Dann wendet sich das Oldenburger Museum einer faszinierenden Unterwasser-Welt zu. Die Region zwischen Weser und Ems bietet eine Fülle von Phänomenen in ihrer Unterwasserwelt. Die Hunte verbindet Geest, Moore und Marsch, bevor sie sich mit dem Wasser der Nordsee vereint. Der gewundene Lauf und die verschiedenen Wassertypen finden sich auch im Oldenburger Aquarium wieder.


Berliner Zeitung 31.5.2002
Ursula Piëch übernimmt Patenschaft für Yan Yan
http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_zeitung/berlin/.html/147001.htm l
Der Berliner Zoo bekommt Unterstützung bei der Pflege seiner Pandabärin Yan Yan. Die Frau des VW-Aufsichtsratschefs, Ursula Piëch, übernehme die Patenschaft. Das Futter und die medizinische Betreuung kosten nach Zoo-Angaben jährlich knapp 35 000 Euro. Die Patenschaft soll fünf Jahre laufen.
Berliner Morgenpost 30.5.2002
Prominente Patentante für Yan Yan
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/berlin/story523614.html
Berliner Zeitung 4.6.2002
Die Bärentante
http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_zeitung/berlin/.html/148154.html
Seit kurzem hofft der Zoo bei Yan Yan wieder auf Nachwuchs. "Die künstliche Besamung vor einigen Wochen ist zu fast 70 Prozent Erfolg versprechend", sagte Zoodirektor Hans Frädrich.

Der Bote 4.6.2002
Die Wölfe im Visier
http://www.der-bote.de/artikel.asp?art=15290&kat=29&man=11
Ein Abschuss der entlaufenen Jungwölfe aus dem Bayerischen Nationalpark wird immer wahrscheinlicher. Alle Versuche, die beiden Ausreißer lebend einzufangen, waren bisher ohne Erfolg. Mittlerweile melden sich immer häufiger besorgte Anwohner zu Wort. Bisher respektieren und meiden die Wölfe jedoch die Menschen. Allerdings sollen sie nach Einschätzung der Wildhüter seit ihrem Ausbruch Anfang April mehrere Hühner, ein Schaf, ein Reh sowie zwei Hunde gerissen haben. Hans Aschenbrenner, Leiter des Bayerwald-Tierpark in Lohberg, glaubt, dass die Jungwölfe problemlos im Freien überleben können. Wenn sich die Anwohner auf die Situation einstellen und die Jungwölfe nicht provozieren, kann nichts passieren.

Augsburger Allgemeine 5.6.2002
Jetzt wird geschossen
http://www.augsburger-allgemeine.de/Portal/start?arid=1023158750763
Ihre letzte Chance heißt Romadur: Den mögen die beiden Wölfe nämlich, die vor sieben Wochen aus einem Gehege im Nationalpark Bayerischer Wald ausgebrochen sind. Und mit dem streng riechenden Käse will die Parkverwaltung den beiden Jungtieren nun noch eine weitere Möglichkeit geben, heil ins Gehege heimzukehren. Denn seit gestern sind ein halbes Dutzend Parkangestellte mit scharfen Jagdgewehren unterwegs, um die beiden abzuschießen.

Lübecker Nachrichten 31.5.2002
Gütesiegel für Erlebniswald Trappenkamp
http://www.ln-online.de/Nachrichten/Lokales/segeberg__786951.htm
Das Kieler Bildungsministeriums hat den Erlebniswald Trappenkamp mit dem Zertifikat "Regionales Pädagogisches Umweltzentrum" ausgezeichnet, weil sich die Einrichtung in den letzten Jahren "hervorragend entwickelt" habe und hohe Standards im pädagogischen Konzept und dazu nötigen Anlagen aufweise. Das Trappenkamper Waldpädagogik-Zentrum der Landesforstverwaltung ist damit nach dem Pädagogischen Umweltzentrum Neumünster und dem Wildpark Eekholt landesweit der dritte von 18 derartigen außerschulischen Lernorten, der dieses Qualitätprädikat verliehen bekam. In Trappenkamp sind jährlich rund 13 000 Kinder und Jugendliche aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen Nutznießer der praktischen Umweltbildung im Wald.

Salzburger Nachrichten 3.6.2002
Meister Petz tappt in die Falle
http://www.salzburg.com/sn/02/06/03/artikel/271083.html
Seit ungefähr 13 Jahren sind Braunbären in Österreichs Wäldern wieder heimisch. Die etwa 30 zotteligen Gesellen leben in den Karawanken, den Karnischen und Gailtaler Alpen in Kärnten und Osttirol sowie in den Nördlichen Kalkalpen in der Steiermark, in Niederösterreich und den oberösterreichischen Kalkalpen. Müssen Bären untersucht oder umgesiedelt werden, sind Experten gefragt. So stand kürzlich für angehende Veterinärmediziner im Salzburger Tiergarten Hellbrunn "Bärenfang" auf dem Stundenplan. Zoo-Tierarzt Christian Walzer und Franz Schwarzenberger, Professor an der Veterinärmedizin der Universität Wien, zeigten, wie das gemacht wird, ohne dass ein Tier leiden muss.

Thüringer Allgemeine 3.6.2002
Mondschein für die Liebe
http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.thueringen.volltext.php?id=286974
Wer die Attraktionen im Erfurter Aquarium bewundern will, muss schon ganz genau hinschauen. Viele der ausgestellten Fischarten sind ausgesprochen winzig. Neben dem Burma-Stichling sind noch elf weitere neue Arten seit kurzen am Erfurter Nettelbeckufer zu bestaunen. "Die Tiere kommen aus bisher kaum erforschten Süßgewässern in Thailand, Burma und dem östlichen Indien und sind deshalb in keinem anderen europäischen Schauaquarium zu finden", ist Direktor Rolf Meyer stolz. 1953 eröffnet, feiert das Aquarium nächstes Jahr fünfzigjähriges Bestehen. Doch das Jubiläums-Jahr ist auch das letzte Amtsjahr von Rolf Meyer. Einen Nachfolger für seine Stelle wird es wahrscheinlich nicht geben, denn das Aquarium soll nach einem Beschluss der Stadtverwaltung aus finanziellen Gründen verwaltungstechnisch dem Zoo angegliedert werden.

Lippische Landes-Zeitung 3.6.2002
Einbruch im Vogelpark
http://www.lz-online.de/news/lokal/dt/LZ_20020603_2317364.html
Einbrecher haben den Vogelpark Detmold-Heiligenkirchen heimgesucht: Nach Angaben der Polizei überkletterten unbekannte Täter in der Nacht von Freitag auf Samstag die Umzäunung des Vogelparks und hebelten an insgesamt neun Kinderspielautomaten die Geldsammelbehälter auf und entnahmen das Münzgeld.

Ostsee Zeitung 5.6.2002
Erstmals hängen Faultiere im Berliner Tierpark
http://www.ostsee-zeitung.de/aw/start_141261.html
Noch nie zuvor hatte der Tierpark in seiner 47-jährigen Geschichte Faultiere, teilte Direktor Blaszkiewitz mit. Nun gehört ein Pärchen aus dem Nürnberger Tiergarten zu den Neulingen. Der Tierpark hofft, mit Pärchen eine eigene Zucht beginnen zu können.

Main Rheiner 2.6.2002
Zu Weihnachten eine Schildkröte
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=706272
Der Mainzer Stadtrat Rainer Schuster hatte geladen, um über den Stand der Vereinigung von Tier- und Cyperuspark zu informieren. Erklärtes Ziel der Umbaumaßnahmen sei, das unter Naturschutz stehende Gelände in ein Biotop zu verwandeln, wo heimische Flora und Fauna naturbelassen zu bewundern seien. Die Vorsitzende des Tierparkvereins Sabine Böhringer berichtete von bisherigen Aktionen. So wurde der künstlich angelegte Teich von der Freiwilligen Feuerwehr Kastel ausgepumpt, um die störende Schlammschicht zu verringern. Die Ziegen eroberten ihr völlig neu gestaltetes Heim. Auch der neue Hasen- und Hühnerstall ist fertig, aber dessen Bewohner müssen warten, bis das zugehörige Freigehege bewohnbar ist. Im Cyperuspark plane man ein Naturterrarium mit Ringel- und Würfelnattern. Gemeinsam baut man an einem Rundweg mit Aussichtspunkten, der beide Teile verbindet. Da der Weg im Tierpark noch nicht verkehrssicher ist, hat bisher nur der Cyperuspark an Wochenenden und Feiertagen geöffnet.

Main Rheiner 5.6.2002
Zuschuss für den Tierpark
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=708919
Mit einem Zuschuss will der Ortsbeirat die Wiedereröffnung des Tiergartens am Unteren Zwerchweg beschleunigen. 500 Euro soll der Trägerverein erhalten, damit er Absperrbänder anschaffen kann, um schon im Sommer die ersten Besucher sicher in dem im Umbau befindlichen Streichelzoo begrüßen zu können. Margot Schäfer (SPD) wies darauf hin, dass der Beirat die Eigeninitiative von Tiergarten- und Cyperusverein fördern wolle.

Neue Ruhr Zeitung 2.6.2002
Ein gestreifter Rabauke
http://www.nrz.de/nrz/nrz.rheinberg.volltext.php?id=285245
Reviertierpfleger Peter Dieckmann fand Ostern im Duisburger Zoo ein kleines Pinselohrschwein, das die Mama nicht wollte. Mutter Katanga wollte von dem einzig Überlebenden der Frühgeburt nichts wissen. So übernahm Peter Dieckmann notgedrungen Mutter- und Vaterpflichten und nahm es im Einkaufskörbchen mit nach Hause. Nanuki hat sich zu einem Rabauken entwickelt, der die ganze Familie auf Trab hält. Nächste Woche ist´s vorbei mit der glücklichen Kinderzeit in Eversael. Der sechs Kilo schwere Wonneproppen zieht um ins Duisburger Afrikanum-Gehege.

Sächsische Zeitung 4.6.2002
Sommerferien ohne Heimattiergarten?
http://www.sz-online.de/news/artikel.asp?id=132939
Seit einem Monat ist der Heimattiergarten in Meißen geschlossen. Die zwei beschäftigten Tierpfleger hatten gekündigt. Mit entsprechendem Personal will das Osteuropäische Hilfswerk e.V. als Betreiber der städtischen Einrichtung noch zu den Sommerferien die Freizeiteinrichtung wieder aktivieren. Ursprünglich wollte der Verein den städtischen Freizeitpark mit Tiergarten bereits zu Pfingsten wieder geöffnet haben, nachdem seit Anfang Mai die Pforten verschlossen blieben. Die beiden bis dahin beschäftigten Tierpfleger hatten gekündigt, weil das OHW ihnen Lohnzahlungen schuldete. Zum Rückstand war es gekommen, weil das Arbeitsamt ,,wegen Unregelmäßigkeiten“ bei der Lohnzahlung die Zuschüsse für die geförderten Arbeitsplätze nicht mehr ausgezahlt hatte. Allerdings sind nun die beiden Tierpfleger nicht mehr für den Verein tätig; sie bleiben bei ihrer Kündigung. Jetzt werde sich der Vorstand mehr Zeit nehmen für die Auswahl des neuen Personals, was die Öffnung mit bestimmt.

Neue Deister-Zeitung 31.5.2002
Freunde des Wisentgeheges besuchen die Eifel
http://www.dewezet.de/Redaktion/NewsArticle.php3?id=274347
Die Freunde des Wildgeheges Springe besuchten auf einer Lehr- und Informationsreise das Wildgehege Hellenthal und den Opel-Zoo Kronberg.

Nordkurier 31.5.2002
Tierpark lädt ein zum Familientag
http://www.nordkurier.de/lokal/ueckermnde/b/b.html
Familien-Freitag hieß es im Tierpark Ueckermünde. Neben einem Vogel-Quiz bot der Tierpark zusätzlich öffentliche Schaufütterungen.

Kieler Nachrichten 31.5.2002
Ausgebüxt? Sau sucht Besitzer
http://www.kn-online.de/htm/aktuell/kiel/c-roe-fundsau_ART.htm
Dem Molfseer Ordnungsamt wurde ein waschechtes Hängebauchschwein als "Fundsache" gemeldet. Das Tier zu fangen, gestaltete sich für die herbeigerufene Polizei und für Jürgen Güntherschulze, Direktor des Tierparks Warder, allerdings schwierig. Fast eine Stunde lang lieferte ihnen die Sau eine "Verfolgungsjagd" über den Parkplatz und durch die angrenzenden Gärten. In der Auffangstation des Tierparks Warder hat das Hängebauchschwein vorerst eine Bleibe gefunden.

Frankfurter Rundschau 30.5.2002
Parks und Gärten (7): In der Fasanerie Klarenthal leben heimische Tiere
Einst als Pflanzengarten geplant

http://www.fr-aktuell.de/fr/0408/t0408006.htm
Portrait des Tier- und Pflanzenparks Fasanerie Wiesbaden. 1749 wurde die Fasanerie als Fasanenzucht für Jagden der Nassauer Herzöge erbaut. Wer den Park plante und anlegte, ist laut Tierpark-Leiterin Ute Kilian bisher nicht erforscht: "Über die Fasanerie müsste mal einer eine Diplomarbeit schreiben". Die Stadt kaufte die Fasanerie 1904 von der preußischen Forstverwaltung und baute den Pflanzenpark in den 50ern zum Tierpark aus - bei garantiert freiem Eintritt.

Main Rheiner 6.6.2002
Eine Überraschung zum Jubiläum
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=709726
Darmstadt. Angereichert mit einer ganzen Menge Informationen, Bildern und einem Memory für Kinder enthält die Broschüre auch einen Lageplan des Tiergartens. Für drei Euro wird sie verkauft, dass ein Teil des Erlöses dem Tiergarten zugute kommt, ist keine Frage. Knapp 400 Mitglieder zählt der Förderkreis, der es sich vor acht Jahren bei seiner Gründung zum Ziel gesetzt hat, die Einrichtung im Süden der Stadt mit Rat und Tat, aber auch mit finanziellen Mitteln zu unterstützen. Nicht zu vergessen die Patenschaften, die der Förderkreis vergibt. Interessierte Bürger zahlen für ein Tier die Futter- und Tierarztkosten für ein Jahr. Am Sonntag wird ein mehrere Meter langer Baumkuchen zu Gunsten des Affenhauses verkauft.

Hannoversche Allgemeine 5.6.2002
Vom Zerrspiegel bis zur Zauberschule
Freizeitparks in Niedersachsen unterscheiden sich nicht nur bei der Länge der Warteschlangen.
http://www.haz.de/niedersachsen/nachrichten/132882.html
In Hodenhagen faucht ein Vulkan aus dem Heideboden. In Walsrode sausen Adler über die Köpfe der Zuschauer, und in Soltau können Besucher neuerdings Tina Turner die – wächserne – Hand schütteln . . . Wer einen der zahlreichen Freizeitparks rund um Hannover gesehen hat, hat sie keineswegs alle gesehen. So lassen sich im Heide-Park Soltau nach der Übernahme durch die britische Tussaud-Gruppe nun auch Wachsnachbildungen von Prominenten bestaunen. Der Safari-Park in Hodenhagen hat seit dem vergangenen Jahr eine höchst amüsante „Dschungel-Safari“ mit künstlichen Erdbeben und anderen Hollywood-Effekten im Programm. Der Vogelpark lockt, ebenfalls seit vergangenem Sommer, mit Flugvorführungen von Greifvögeln wieder mehr Zuschauer in seine gepflegte Parkanlage am Rand von Walsrode. Neuorientierung des recht kleinen Parks in Verden. Seit dem Kauf durch die Familie Sepe, Betreiber des Serengeti-Parks, heißt er „Magic Park“. Mehrmals täglich wendet sich eine Magier-Show nicht zuletzt an erwachsene Zuschauer.

Kleine Zeitung 5.6.2002
Erschöpfte Tiere in Lkw aus Holland: 18 Stunden ohne Pause, Wasser, Frischluft unterwegs.
Zoll stoppte Zoo-Lieferung
http://druck.kleinezeitung.at/kaernten/ARTIKEL?whichone=1216325
Achtzehneinhalb Stunden ohne Pause, ohne Wasser und ohne ausreichende Frischluft: Unter diesen unzumutbaren Umständen wurden 28 Tiere in einem Transporter von Holland durch Europa gekarrt. Ziel: ein slowenischer Zoo. In Oberkärnten konnten die bedauernswerten Kreaturen erstmals eine Pause genießen: Zollwachebeamten der Mobilen Überwachungsgruppe Mauthen war der Tiertransporter aufgefallen. "In den Boxen waren fünf Hochlandrinder, fünf Lamas, sechs Emus und zwölf Straußenvögel." Besonders erschöpft seien die Emus gewesen: "Sie waren in einer Box, die überhaupt nicht belüftet war." Der Firmeninhaber wird wegen der überlangen Transportzeit für die Tiere angezeigt. Weiters lag eine saftige Lenkzeitüberschreitung vor, überdies fehlten die Transportbegleitpapiere

Ostsee Zeitung 3.6.2002

Grenzzaun ist abgebaut worden
http://www.ostsee-zeitung.de/gn/start_112749_450388.html
Der große grüne Zaun, der den Heimattierpark Grimmen quasi in der Mitte zerschnitt, ist weg. Ursprünglich war der Zaun für die Abgrenzung der Ponys notwendig gewesen. Nachdem die kleinen Pferdchen aber umzogen waren und einen neuen Unterstand erhalten hatten, konnte auch der Zaun verschwinden. Als nächstes ist geplant, den rostigen Eisenzaun rings um das Ziegen-Streichel-Gehege zu erneuern; hier wird ein Holzzaun entstehen. Ab heute werden drei weitere, über 55-jährige Arbeitskräfte die ABM-Mannschaft im Tierpark ergänzen. Dann sind hier neun Personen tätig. Sichtblenden aus Naturmaterial in Richtung Straße werden von ihnen ebenso gefertigt wie Kinder- und Jugendarbeit geleistet.

Nordkurier 4.6.2002
Bereits 60 000 Besucher gezählt
http://www.nordkurier.de/lokal/waren/d/d.html
Bericht über den Affenwald Malchow.

Thüringer Allgemeine 5.6.2002
Die alte Dame
http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.thueringen.volltext.php?id=291955
Im Erfurter Zoopark lebt seit 34 Jahren eine weibliche Glattrandgelenkschildkröte. Ein Afrikareisender hatte sie 1968 aus Äthiopien mitgebracht. Bis 1984 war sie im Schildkrötenhaus untergebracht. Danach wurde sie ins Elefantenhaus übergesiedelt, wo sie heute in einem geräumigen Terrarium zusammen mit mehreren Sternschildkröten aus Sri Lanka lebt.

Hamburger Abendblatt 4.6.2002
Drachen bei Hagenbeck
http://www.abendblatt.de/contents/ha/news/lokales/html/050602/1105CLS0.HTM
Drei Seedrachen sind die neue Attraktion in Hagenbecks Tierpark.Tropariumschef Uwe Richter ist stolz auf seinen australischen Neuzugang: "Seedrachen sind in nur ganz wenigen Aquarien zu sehen, weil sie mit Futter, Wassertemperatur und Lichtverhältnissen sehr heikel sind." Die zu den Seepferdchen zählenden Seedrachen tarnen sich mit ihrer ungewöhnlichen Körperform in Seetang-Wiesen vor der Küste Südwestaustraliens.

Schaffhauser Nachrichten 6.6.2002
Junger Ameisenbär im Zoo geboren
http://www.shn.ch/pages/artikel.cfm?id=61612
Im Zoo Zürich ist ein junger Ameisenbär zur Welt gekommen. Es ist das erste Mal in der Schweiz, dass die Nachzucht der exotischen Tiere gelungen ist.

Nordkurier 4.6.2002
Aquarium feiert seinen 20. Geburtstag - Einrichtung als Besuchermagnet gewürdigt
http://www.nordkurier.de/lokal/waren/aquarium/aquarium.html
Mit einer kleinen Feierstunde wurde die Festwoche zum 20. Jubiläum des Warener Aquariums, das zum Müritz-Museum gehört, eröffnet. 26 000 Liter Wasser befinden sich in den 24 Becken unter der Herrensee-Brücke. 40 Fischarten haben darin ihren Lebensraum - ausschließlich Süßwasserfische. Daneben gibt es noch Sumpfschildkröten und einige Krebsarten zu sehen. Ein rekonstruierter Ausstellungsbereich konnte nun der Öffentlichkeit übergeben werden. Drei Sonderausstellungen sind ebenfalls eröffnet worden.

Dresdner Neueste Nachrichten 4.6.2002
Papagei mit Kobold-Zügen
http://www.dnn.de/regional/26172.html
Die Keas im Dresdner Zoo sind für jeden Schabernack zu haben.

Berliner Kurier 5.6.2002
Grüne Pferde und eine gestreifte Kuh im Zoo
http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_kurier/kultur/.html/artik3.html
In der Fasanerie des Berliner Zoos wird morgen eine Ausstellung mit Tierdarstellungen in der zeitgenössischen Kunst eröffnet. Große und bekannte Künstler sind mit ihren Arbeiten versammelt; Zoo-Chef Dr. Hans Frädrich stellte die Schau mit der Berliner Ladengalerie zusammen.

Hamburger Morgenpost 5.6.2002
Pieks für drei Wölfchen
http://www.mopo.de/nachrichten/102_8262.html
Da geht es den kleinen Wölfen im Wildpark Schwarze Berge nicht besser als ihren Hundeverwandten: Sie müssen geimpft werden – gegen Staupe, Hepatitis, Tollwut. Bald werden sie sich zusammen mit den Großen auf dem 10 000 Quadratmeter großen Wolfsgehege tummeln.

Sächsische Zeitung 31.5.2002
Märchennacht
http://www.sz-online.de/news/artikel.asp?id=132368
Zur ersten Märchennacht 2002 wird den Besuchern wieder viel im Tierpark Zittau geboten. Bevor sich die Besucher am Schattentheater „Die Bremer Stadtmusikanten“ ergötzen, wird Liebhabern mittelalterlicher Musik an diesem Abend ein Ohrenschmaus der besonderen Art geboten.

Frankfurter Rundschau 1.6.2002
"Tierische Erlebnisse" in den Sommerferien
http://www.fr-aktuell.de/fr/181/t181032.htm
"Tierische Erlebnisse" bietet der Frankfurter Zoo Schülern in den Sommerferien. Vom 3. Juli bis zum 9. August gibt es immer mittwochs für Kinder von sechs bis acht Jahren und freitags für den Nachwuchs von acht bis elf Jahren zwischen 10 und 12 Uhr "Ferien im Zoo". Auf dem Programm stehen unter anderem ein Besuch bei den Raubtieren, deren Leben und Fähigkeiten als Jäger spielerisch erklärt werden sollen oder der Besuch besonders bedrohter Tierarten.

Rheinpfalz Online 3.6.2002
Knifflige Fragen bei der Wildparkrallye
http://www.ron.de/osform/cms_osmm?articleName=HERMES:20020603:2936594
Humbergturm-Verein lädt zum Waldtreff am Wildpark ein

Ostsee Zeitung 3.6.2002
Trubel, Spiele und viel Spaß
http://www.ostsee-zeitung.de/gn/start_112744_450395.html
Mit einem bunten Programm feierte die Stadt im Grimmener Tierpark den Kindertag. Besondere Attraktion waren am Nachmittag zwei Tiertaufen.
 

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Pressemitteilungen

Heidelberg 3.6.2002
Erster Zuchterfolg im Partnerzoo Accra, Ghana
Mangabenbaby   Seit etwa einem Jahr arbeitet der Tiergarten Heidelberg mit dem Zoo in Accra/Ghana zusammen, um die letzten Roloway-Meerkatzen und Weißscheitelmangaben in ihren Heimatländern zu schützen. Der Zoo in Accra führt mit Hilfe der Europäischen Partnerzoos eine Aufklärungskampagne zu bedrohten einheimischen Affenarten durch, bietet beschlagnahmten Tieren eine Unterkunft und will sich an der Erhaltungszucht beteiligen. Der erste Zuchterfolg kam überraschend und wurde deswegen umso freudiger aufgenommen: Bei den  Weissscheitelmangaben, einer stark bedrohten Affenart, die nur noch in wenigen Gebieten Ghanas und an der Elfenbeinküste gefunden werden kann, gab es im Zoo von Accra vor wenigen Tagen zum ersten Mal Nachwuchs.
„Als ich bei meiner morgendlichen Runde durch den Zoo das kleine Bündel in den Armen der Mutter entdeckt habe, wollte ich meinen Augen nicht trauen“, berichtet Julia Trillmich, die Projektkoordinatorin vor Ort, die seit April im Zoo der ghanaischen Hauptstadt Accra arbeitet. „Das hat niemand erwartet, denn es gab keinerlei Hinweise, dass das Muttertier schwanger war! Die Tierpfleger haben insgeheim sogar schon an der Manneskraft des Männchens gezweifelt“, schmunzelt sie. Das Weibchen wurde vor zwei Jahren aus dem Zoo in Kumasi, einer Stadt im Landesinneren, nach Accra gebracht und ist seitdem mit einem erwachsenen Männchen vergesellschaftet, das bis dahin alleine gehalten wurde. „Die beiden scheinen sich in ihrem Käfig sehr wohl zu fühlen. Vielleicht ist der Zuchterfolg auch darauf begründet,“ so die Biologin weiter. Der Käfig ist einer der wenigen Käfige im Zoo von Accra, der nicht zum größten Teil aus Zement besteht. Ein großer alter Baum wurde stattdessen mit Maschendraht umrundet und der Boden natürlich belassen, so dass die Tiere sich wie in freier Wildbahn bewegen und zwischen den Steinen eifrig nach Insekten und Samen suchen und die Äste des Baums zum Sitzen nutzen können. Wie fast alle Käfige stammt auch dieses Gehege aus den sechziger Jahren, als das Gelände für den ersten Präsidenten Ghanas, Dr. Kwame Nkrumah, als Privatzoo errichtet wurde.
„Wir sind alle sehr froh, dass die Mutter das Jungtier so gut angenommen hat und genug Milch hat, um es ausreichend zu ernähren“ erklärt der Zoodirektor in Accra, Herr Dr. Suu-Ire, stolz. „Für uns ist ein solcher Zuchterfolg sehr wichtig, denn zu häufig verknüpfen die Menschen einen afrikanischen Zoo immer noch mit einem negativen Image. Das wollen wir ändern und deswegen sind wir auch sehr froh über die Unterstützung, die wir durch WAPCA erhalten.“
Die West African Primate Conservation Action (WAPCA), eine Initiative mehrer Europäischer Zoos, die vom Tiergarten Heidelberg gegründet und auch von hier aus koordiniert wird, hat  sich zum Ziel gesetzt, den Schutz bedrohter Affenarten in Westafrika voranzutreiben. Dies ist dringend notwendig, da neben dem schwindenden Lebensraum der Handel mit den seltenen Tieren blüht und man entlang der Straßen immer noch Wilderer sieht, die tote oder lebende Tiere zum Kauf anbieten. „Alles wird angeboten, Affen, Antilopen und die verschiedensten Reptilien. Und dieses bushmeat dient nicht mehr wie früher ausschließlich der Ernährung der lokalen Dorfbevölkerung, sondern es wird als Delikatesse in ungeahnten Mengen in die großen Städte verkauft“ so Trillmich.
Um die Aufklärung der Bevölkerung voranzutreiben und die Menschen für den Schutz der einheimischen Natur zu gewinnen, wurden im Zoo Informationstafeln für alle Affen errichtet und Informationsmaterial für die Schulen erstellt. Um von Wilderern und Privatleuten gehaltene bedrohte Affen beschlagnahmen und gut unterbringen zu können, wurden weiterhin umfassende Veränderungen an den Käfigen der Affen durchgeführt und das Futter der Tiere umgestellt oder ergänzt.  Zusammen mit dem Lehrer der Zooschule führt Frau Trillmich zudem regelmäßig Unterrichtsstunden durch, um neue Pfleger anzulernen und um neue Ideen für die Käfiggestaltungen, die Notwendigkeit von Futterlisten und Hygieneregeln zu erklären.
„Die Arbeit hier gestaltet sich manchmal etwas schwierig, weil die einfachsten Dinge wie Eimer, Besen und Werkzeuge fehlen und fast alle Pfleger eigentlich einen anderen Beruf gelernt haben“, berichtet Trillmich über die Verhältnisse im ghanaischen Zoo. „Dennoch ist der Einsatz der Tierpfleger bewundernswert, denn sie verrichten ihre tägliche Arbeit so gut wie möglich und das für ein sehr geringes Gehalt.“
Ein Lichtblick wie die Geburt des kleinen Weissscheitelmangaben-Babies kommt da wie gerufen. Nach alter ghanaischer Tradition wird er erst eine Woche nach seiner Geburt einen Namen erhalten. „Lucky“ wird bei den Tierpflegern momentan als Favorit gehandelt und angesichts der Tatsache, dass seine wilden Verwandten in freier Wildbahn am Rande der Ausrottung stehen,  ist seine Geburt wirklich ein Glücksfall.

Zürich, 5.6.
Erstmals in der Schweiz:   Ein junger Ameisenbär
Gestern Abend um 15.30 Uhr ist im Zoo Zürich erstmals ein junger Ameisenbär zur Welt gekommen. Wie bei den Ameisenbären üblich, ist er mit seinen äusserst muskulösen Vorderbeinen sofort am Hinterbein der Mutter hochgeklettert und klammert sich in ihrem dichten Fell fest.
PEPITA und ihr Nachwuchs brauchen besonders während der ersten Lebenstage viel Ruhe. Die Sterblichkeit von Ameisenbären beträgt in dieser Zeit über 70%. Deshalb bleibt der Besucherdurchgang vorläufig geschlossen. Mit Hilfe einer Videoübertragung lässt sich das Geschehen jedoch live verfolgen.
PEPITA verhält sich sehr ruhig, was für eine junge, erstgebärende Mutter nicht selbstverständlich ist. Sie legt sich häufig in das mit Laub versehene Schlafnest nieder und deckt sich und das Jungtier mit dem mächtigen, langhaarigen Schwanz fast vollständig zu. In dieser Stellung hat das Jungtier die Möglichkeit an den brustständigen Zitzen zu saugen.
Der kleine Ameisenbär ist das Junge von PEPITA und ihrem aus Dortmund stammenden Partner RAFAELO. PEPITA wurde von der argentinischen Polizei als kleines Jungtier konfisziert und im Naturreservat ‚Cañada‘ aufgezogen, das vom ehemaligen Betriebsleiter des Zoo Zürich, Heinz Oppliger geleitet wird. Da sich in Argentinien kein Platz fand, kam PEPITA im August 2001 in den Zoo Zürich.
Dieser Zuchterfolg markiert auch einen Entwicklungsabschnitt des Zoo Zürich. Mit der Geburt dieses Ameisenbärs haben alle Säugetierarten, die der Zoo Zürich zeigt, nachgezüchtet. Eine regelmässige Zucht aller Säugetierarten galt noch vor 30 Jahren als Utopie. Es ist nicht immer ein Zeichen für eine gute Haltung, wenn Tiere nachzüchten, umgekehrt gehört aber zu einer guten Haltung, dass Tiere nachgezüchtet werden können. Dieses Ziel ist damit erreicht.

Stuttgart, 5.6.
Fortsetzung folgt
Das Storchenpaar in der Wilhelma sorgt auch in diesem Jahr wieder für mancherlei Geschichten: Zunächst bekamen sie Gesellschaft, zwei junge unberingte Störche, die sich offensichtlich auch in der Wilhelma niederlassen wollten. Zuerst vertrieb das eingesessene Paar die Neulinge, aber nach etlichen Tagen herrschte eine Art Burgfrieden. Ein Sturm verblies allerdings einen der Neulinge Richtung Tübingen und brach dem zweiten das Genick. Höchst unbeeindruckt von solcherlei Dramen testeten die Alten zwischenzeitlich verschiedene Plätze auf ihre Nest-Tauglichkeit. Die Hoffnung der Mitarbeiter, die symbolträchtigen Vögel mögen doch vielleicht endlich wieder das renovierte Nest auf der Damaszenerhalle beziehen, wurde nicht erfüllt: Sie entschieden sich wie im vergangenen Jahr für das Dach des Wohnheims.
Dies ist nun zwar von der Direktion gut einzusehen, aber solch wilder Nestbau hat keinerlei Schlechtwetterkomfort, sprich keine Drainage. So müssen die Storchenpfleger auch dieses Jahr nach kräftigen Regengüssen hinauf aufs Dach und unter dem Gemecker der Alten das Nest trockenlegen, damit die Brut nicht erfriert oder ersäuft. Der Lohn der Mühen sind in diesem Jahr zwei fidele Jungstörche, die ihre Köpfe über den Rand des Nestes recken. Die Eltern sind viel unterwegs und schaffen pausenlos Futter heran, damit der Nachwuchs gut gedeiht und im Herbst dann fit ist für die Storchenrallye nach Afrika. 

Leipzig, 31.5.
Nachwuchs bei den Seebären
Mutter und Seebär-Junges sind wohlauf

Am 30.05.02 kam nach einer sehr langen Pause etwas unerwartet, aber nicht unwillkommen, ein junger Südafrikanischer Seebär zur Welt. 1986 wurde der letzte Seebär in Leipzig gebore-ne. Die Mutter „ Lippi“ stammt aus Südafrika, ist ca. 5 Jahre alt und seit 1998 auf der neuen Leipziger Robbenanlage. Der Vater „Danny“ ist am 27.05.1997 im Frankfurter Zoo geboren und seit Anfang des Jahres 2001 der „Haremsbulle“ in Leipzig. Mit seinen 5 Jahren ist er da-mit beachtlich frühreif. Er ist noch lange nicht ausgewachsen und hätte in freier Wildbahn noch keine Chance gehabt, sich ein Stückchen Strand mit paarungswilligen Weibchen zu erobern.
Vorerst halten sich Mutter und Jungtier, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, in den Stal-lanlagen getrennt von der restlichen Gruppe auf und können deshalb auch noch nicht gesehen werden. Außerdem muß das Seebärenkind erst noch schwimmen lernen!

St. Peter-Ording, 30.5.
Beringungsjubiläum im Westküstenpark
2fliedle Der "Storchentag" brachte dem Westküstenpark in Peter-Ording nicht nur viele Besucher bei bestem Storchenwetter, sondern auch einen seltenen Rekord: Der international anerkannte Storchenexperte Georg Fiedler (Bild) beringte dabei seinen 3000 Storch. Seit 1971 ist Fiedler alljährlich für das Institut für Vogelforschung/Vogelwarte Helgoland ehrenamtlich tätig. Der "Jubiläumsstorch" mit der Ringnummer 669 T ist einer von 8 Jungvögeln, die im Westküstenpark heranwachsen. Zu welchen Erkenntnissen die wissenschaftliche Beringung der Storchennachzucht führt, zeigen die Daten der Rückmeldungen: So wurde ein 2001 auf dem Eselstall des Westküstenparks erbrüteter Storch im August bei Le Havre (Frankreich) festgestellt. Von den Jungstörchen früherer Jahrgänge wurde einer in Belgien und je zwei in Südfrankreich und Spanien nachgewie sen, also auf der Westroute. Für die Elbe als leitlinie entschieden sich zwei Junge deren Ringe östlich Boitzenburg abgelesen wurden. Artgemäß wählt also auch der Nachwuchs nichtziehender Eltern die angestammten Zugwege. Und ein erster Rückkehrer hat sich nach Eintritt der Brutreife wieder in St. Peter-Ording angesiedelt. Wir hoffen, dass Georg Fiedler so weiter unser Wissen über diese schönen und interessanten Großvögel mehren wird.

Wildpark Lüneburger Heide, 30.5.
Nachwuchs bei Familie Isegrim!
Pünktlich zum 1. Mai erblickten drei kleine Polarwölfe das Licht der Welt. Nach 65 Tagen Tragzeit hat die vierjährige Polarwölfin Raja zwei Rüden und eine Wölfin geworfen. Zur großen Freude der Besucher, spielen Kira, Wotan und Silver übermütig, noch etwas unbeholfen mit ihrer Mutter. Ein wachsames Auge auf die kleine Rasselbande hat auch der zehn Jahre alter Vater Stummel. Das Sozialverhalten bei Wölfen ist sehr hoch entwickelt, so das auch der sechsjährige Benny seine Onkelrolle sehr ernst nimmt, auch er achtet darauf das den kleinen nichts passiert. Geduldig lassen die erwachsenen Wölfe alle Spielattacken über sich ergehen. Eine Besonderheit im Wildpark Lüneburger Heide ist das Zusammenleben von Kodiakbären und Wölfen in der 3400 qm großen Freianlage. Das sich diese auch in freier Wildbahn im g leichen Lebensraum vorkommenden Arten problemlos aufeinander einstellen, beweist der Wurf Jungwölfe, die in der Anlage geboren und „unter den Augen“ der drei Bären großgezogen werden.
, 5. Juni 2002 Naturschutzbund NABU NABU und Kindernothilfe starten strategische Allianz Berlin. Der Naturschutzbund NABU und die Kindernothilfe haben heute unter dem Motto "Gemeinsam stark für Mensch und Natur" ihre strategische Allianz am Beispiel des Arabuko-Sokoke-Waldes in Kenia vorgestellt. Die beiden Organisationen werden durch diese Kooperation ihre Aktivitäten in Kenia jeweils um die Aspekte "Entwicklung" und "Naturschutz" ergänzen, um so Entwicklungszusammenarbeit und Ressourcenschutz zum Wohle von Mensch und Natur zu verbinden. "Jedes Kind hat ein Recht auf Gesundheit und positive Zukunftschancen -- dafür ist die intakte Umwelt eine entscheidende Voraussetzung. Deshalb setzen die Kindernothilfe und der NABU auf ein gemeinsames Handeln - auf Projekte, die dem Schutz der natürlichen Ressourcen dienen und zugleich eine menschenwürdige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ermöglichen", begründete Dr. We rner Hoerschelmann, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe, die Zusammenarbeit. "Der Arabuko Sokoke Wald hat eine internationale Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt", erklärte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Der 420 Quadratkilometer umfassende Küstenwald in Kenia ist die Heimat vieler bedrohter Tierarten wie der SokokeEule, des Amani-Nektarvogels und des Goldrücken-Rüsselhündchens. Der Wald biete auch eine wirtschaftliche Absicherung für die Bevölkerung, sowohl durch die Nutzung von Waldprodukten wie pharmazeutisch wertvollen Pflanzen, Honig und Schmetterlingspuppe n als auch durch den wachsenden Ökotourismus. "Mit einer Ökotourismusstrategie und einem Umweltbildungsprogramm für Kinder und Jugendliche soll jungen Menschen das Wissen vermittelt werden, das Land von dem sie leben nicht zu zerstören und seinen Wert für ihre eigene Zukunftssicherung zu erkennen", so Flasbarth. Untersuchun gen zeigen, dass viele Jugendliche, deren Familien im Umfeld des Schutzgebiets keine ausreichenden Einkommen erzielen, in die Touristenzentren der Küste abwandern. "Die Verbindung von Naturschutz und familienbezogener Entwicklungshilfe in diesem ersten Kooperationsprojekt trägt dazu bei, Kinder und Jugendliche vor ausbeuterischer Kinderarbeit und Kinderprostitution im Tourismussektor zu bewahren", so Hoerschelmann.

Hamburg, 4.6. (per Fax)
Erstmalig Seedrachen bei Hagenbeck!
Eine absolute Rarität in Zoologischen Gärten und Aquarien. Hagenbecks Tierpark zeigt erstmalig diese spannenden Tiere in seinem Troparium.
 
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Natur- und Artenschutz

Neue Zürcher Zeitung 31.5.2002
Das Ende des «Aussterbens»? - Australier will einen toten Tasmanischen Tiger klonen
http://www.nzz.ch/2002/05/31/vm/page-article86XJL.html
Das Australian Museum in Sydney hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass zwei seiner Mitarbeiter mit Erfolg die Erbsubstanz des vermutlich ausgestorbenen Tasmanischen Tigers gesichert hätten. Die DNA ist drei im Australian Museum gelagerten ausgestopften Tigern sowie einem seit 1866 in Alkohol aufbewahrten Fötus entnommen worden. Der Direktor des Museums, Mike Archer, zeigte sich zuversichtlich, dass damit das Tier geklont werden könne. Er erwartet, in etwa zehn Jahren einen Tasmanischen Tiger um sich zu haben. Kritiker weisen darauf hin, dass es noch viele Probleme rund um das Klonen gebe, insbesondere, wenn das verwendete Erbmaterial von einem toten Tier stamme. Zudem wurde gefragt, wie sinnvoll es sei, grosse Geldmengen in ein derartiges Experiment zu investieren, wenn es gleichzeitig an finanziellen Mitteln fehle, um die vom Aussterben bedrohten Tiergattungen zu schützen. Archer möchte mehrere Tigerexemplare produzieren und diese dann in der Wildnis von Tasmanien aussetzen. Er vergass zu erwähnen, dass die Wildnis in Tasmanien in Folge der massiven Abholzung nicht mehr lange Bestand haben wird. Der Tasmanische Tiger war bis zu seinem Aussterben Australiens grösstes fleischfressendes Beuteltier. Der letzte Tasmanische Tiger war am 7. September 1936 erfroren, nachdem ein Zoowärter in Tasmaniens Hauptstadt Hobart vergessen hatte, das Tier in seinen Käfig zu sperren. Das umstrittene Experiment ist von einem auf wissenschaftliche Projekte spezialisierten Fernsehsender mitverfolgt worden. Der Film gilt als die teuerste Stunde Fernsehen, die jemals in Australien gedreht worden ist. Er soll Anfang Juli in 33 Sprachen und in 155 Ländern gleichzeitig ausgestrahlt werden.

Walsroder Zeitung 5.6.2002
Forscher sehen geklonten Tasmanischen Tiger noch in weiter Ferne
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?artikel=105494038
Seit zwei Jahren experimentieren australische Wissenschaftler mit in Alkohol eingelegten Erbgut-Proben, um den Beutelwolf durch Klonen wieder zum Leben zu erwecken. Jetzt wollen sie erste Fortschritte erzielt haben. Doch Experten winken ab: Zu kompliziert, lautet ihr Urteil. Bislang seien nur vier von etwa 30 000 Genen kopiert worden, betonen Fachleute. Üblicherweise wird der erbguthaltige Kern einer Eizelle entnommen und stattdessen genetisches Material jenes Tieres eingesetzt, das geschaffen werden soll. Im Fall des Tasmanischen Tigers haben die Forscher aber nur tote, in Alkohol konservierte Zellen, die völlig nutzlos sind. Jenseits aller wissenschaftlichen Hürden sehen Naturschützer Klonversuche an ausgestorbenen Arten noch aus einem anderen Grund mehr als skeptisch. Sollte es diese schnelle, technische Lösung geben, eröffnet das die Möglichkeit, sich aus der Verantwortung für die Umwelt herauszukaufen.

Schaffhauser Nachrichten 1.6.2002
Sechs Bartgeier geschlüpft
http://www.shn.ch/pages/artikel.cfm?id=61231
Die Wiederansiedlung des Bartgeiers im Alpenraum wird zum Erfolg. Noch nie haben die Greifvögel so viel Zuwachs erhalten. In Italien und Frankreich werden demnächst insgesamt sechs Jungtiere flügge. Wie Vertreter der Stiftung Pro Bartgeier am Freitag in Chur bekannt gaben, sind im italienischen Stelvio-Park im Frühjahr in drei verschiedenen Horsten drei Junge geschlüpft. Auch in den französischen Alpen kamen drei Vögel zur Welt. Seit Beginn der Aussetzungen im Jahre 1986 sind inzwischen rund hundert Bartgeier freigelassen worden. Trotz der erfolgreichen Bruten werden dieses Jahr an vier Orten in Österreich, Frankreich und Italien acht in Gefangenschaft aufgezogene Bartgeier ausgesetzt.

Der Standard 5.6.2002
Trübe Aussichten für Kiwis
http://DerStandard.at/Textversion/20020606/251.htm
Der Kiwi, das Nationaltier der Neuseeländer, könnte laut Experten schon in 15 Jahren ausgerottet sein. Er ist für die von europäischen Siedlern importierten Raubtiere wie Wiesel, Wildkatzen und Frettchen eine leichte Beute. Ornithologen forderten daher von der Regierung, das Budget zur Kiwirettung solle von derzeit umgerechnet 5,2 Millionen auf rund 13 Millionen Euro aufgestockt werden.

Zürich, 20 Minuten 31.5.2002
Samenbank für Elefanten
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/9911161
In Thailand hat die weltweit erste Samenbank für Elefanten den Betrieb aufgenommen. Sie soll dazu beitragen, einen gesunden Bestand an Dickhäutern zu sichern.
Durch künstliche Befruchtungen sei es nun möglich, die verbreitete Inzucht unter den Tieren wegen des Mangels an Elefantenbullen zu verringern. Bislang wurden laut Thailands Vize- Landwirtschaftsminister Prapat Panyachatraksa weltweit nur drei Mal Dickhäuter durch künstliche Besamung gezeugt, alle in einem britischen Zoo.

Remscheider GA 31.5.2002
Russlands Tiger erholen sich in der Tierklinik am Taigarand
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?artikel=105447041
Der 62- Jährige Wladimir Kruglow leitet das «Zentrum für die Rehabilitation von Wildtieren» bei Chabarowsk im Fernen Osten Russlands. Selbst in der hintersten russischen Provinz, 6000 Kilometer östlich von Moskau, ist die scheinbar unerschöpfliche Natur nicht mehr intakt. Die 1994 von Kruglow gegründete Tierklinik nimmt verletzte Wildtiere auf, pflegt sie gesund und setzt sie wieder aus. Es ist eine der wenigen Initiativen zum Schutz der letzten frei lebenden Tiger in Russland. In diesem Frühling balgen sich 22 Braunbär- und Kragenbär-Babys in den Käfigen.

Die Welt 2.6.2002
Entdeckt: Die Kinderstube der Riesenkraken
http://www.welt.de/daten/2002/06/02/0602vtr335548.htx
Wissenschaftler kannten bis vor kurzem nur tote Exemplare. Kadaver, die an allen Stränden der Welt von Zeit zu Zeit angeschwemmt werden, sind die einzige Quelle dessen, was man über diese Tiere gesichert weiß, und das ist herzlich wenig. Nun aber haben neuseeländische Biologen zum ersten Mal lebende Exemplare von Architeuthis dux gefangen. Es sind zwar nur winzige Baby-Riesenkalmare von einem Zentimeter Länge, und doch ist es ein Erfolg für die Wissenschaft. Leider sind alle 14 Tiere kurz nach dem Fang eingegangen. Dennoch zeigt der Fang, dass das Gebiet vor Neuseeland eine Kinderstube der Riesenkalmare ist.

Thüringer Allgemeine 31.5.2002
Sielmann-Stiftung zeigt Sieger-Fotos
http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.eichsfeld.volltext.php?id=283207
Zum Auftakt einer bundesweiten Tournee präsentiert die Heinz-Sielmann-Stiftung die Siegerbilder des Naturfoto-Wettbewerbs "Glanzlichter 2002" erstmalig am kommenden Samstag im Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen bei Duderstadt. Mehr als 80 Bilder aus Kategorien wie "Naturlandschaft" oder "Natur als Kunst" sind in diesem Jahr in der Exposition zu sehen. Seit 1999 findet der Naturfoto-Wettbewerb jährlich als Teil der Internationalen Fototage in Rosenheim statt. In diesem Jahr nahmen Fotografen aus 17 Ländern teil. Aus 8103 Dias wählte die Jury 82 Siegerbilder in den acht Kategorien aus.

Schaumburger Nachrichten 6.6.2002
25 Jahre Naturschutzbund in Stadthagen
http://site.sn-online.de/nachrichten/schaumburg/stadthagen/101904.html

Asian elephant experts want ivory ban to stay - CAMBODIA
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/16213/story.htm

Dead seals found in Sweden as Danish plague spreads 
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/16201/story.htm

A virus that kills seals has spread to Sweden from Denmark, and the painful disease could claim many more victims among the sea mammals, a marine biologist said Wednesday.

http://enn.com/news/wire-stories/2002/05/05302002/reu_47383.asp

Ecotourism could be harming wildlife
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/16279/story.htm

Spain fights to save world's most endangered cat
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/16280/story.htm

Project to save rare bear in land of Paddington - PERU
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/16283/story.htm

Galapagos dolphins die tangled in fishing nets - ECUADOR
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/16296/story.htm
Galapagos dolphins die tangled in fishing nets

Whale watching is a killer, US studies show - USA
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/16255/story.htm

They're not multiplying like rabbits

Imagine a rabbit that is so adept at swimming it can dive under water to avoid predation and can easily swim 100 yards or more.

http://enn.com/news/enn-stories/2002/05/05302002/s_47324.asp

Low-level oil spill kills Galapagos iguanas, says study

When an oil tanker ran aground near the Galapagos islands last year, most of its exotic species escaped unharmed. But scientists said Wednesday the near-miss ecological catastrophe had unexpected consequences.

http://enn.com/news/wire-stories/2002/06/06062002/reu_47459.asp

NICARAGUAN PARKS: AN ADVENTURE IN DEMOCRACY
MANAGUA, Nicaragua, May 31, 2002 (ENS)
Nicaragua has found that the political act of declaring a new national park  is far easier than the costly work of actually protecting and managing the area. The result is a growing number of so-called paper parks. With 76 designated protected areas encompassing about 18 percent of its territory, Nicaragua has decided to experiment by inviting assistance and counsel from the residents and grassroots conservation groups living outside reserve borders.
http://ens-news.com/ens/may2002/2002-05-31-01.asp

 

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Weitere Infos

Aus dem NABU-Umweltkalender

SAMSTAG, 8. JUNI 2002
4. GEO-Tag der Artenvielfalt. 110 Experten erkunden Inselbiotope und Boddengewässer auf Rügen. Auskunft: 040-37032732.

FREITAG, 14. JUNI 2002 
Pk von NABU und OTTO-Stiftung zu Zukunftsprogramm Weißstorch. Hamburg. Auskunft: 0228-4036-141.

 

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Ausstellungen

LICHTENSTEIN Museum der Stadt Lichtenstein:
Das Raubtier in der Grafik - Aus der Sammlung von Prof. Karl Max Schneider
7.6. bis 11.8.2002

Ernst-Thälmann-Str. 29, 09350 Lichstenstein, Tel. 037204-86453; Di-Fr 14-17:00, Sa+So 13-18:00
7. Juni: Eröffnungsvortrag über Prof. K M Schneider und Einführung in die Ausstellung um 19:00
7. August: 3. Lichtensteiner Karl-Max-Schneider-Vortrag: Peter Müller: "Die Entwicklung des Leipziger Zoos nach dem Tode von Prof. Schneider"

OLDENBURG Landesmuseum für Natur und Mensch:
KOMMEN UND GEHEN UNSERER SÄUGETIERE
2.6. bis 1.9.2002

http://www.naturundmensch.de

BASEL Naturhistorisches Museum:
TAG DER ARTENVIELFALT
7.6. bis 8.6.2002
http://www.nmb.bs.ch

WEISSACH Heimatmuseum Flacht

VOGELWELT DER STEINRIEGELHECKEN
12.5. bis 21.7.2002
http://webmuseen.de/dA.html?19308


FREIBURG Adelhausermuseum Naturkunde und Völkerkunde:
DER REGENWURM
bis 28.7.2002
http://www.ruf.uni-freiburg.de/bildkunst/STADT/ADELHAUSER_N/welcome.html


HEILBRONN Naturhistorisches Museum der Städtischen Museen Heilbronn:

LEBENDE FOSSILIEN Die wahren Oldies auf der Erde
bis 8.9.2002
http://www.museen-heilbronn.de

FREIBURG/FRIBOURG Naturhistorisches Museum
FARNE
bis 29.9.2002
http://www.fr.ch/mhn

OLTEN, Naturmuseum 
EINHEIMISCHE REPTILIEN
bis 28.7.2002
http://www.naturmuseum-olten.ch

PADERBORN Naturkundemuseum im Marstall:

BLÜTENÖKOLOGIE faszinierendes Miteinander von Pflanzen und Tieren
bis 14.7.2002
http://webmuseen.de/dA.html?19058

DETMOLD Westfälisches Freilichtmuseum Detmold - Landesmuseum für Volkskunde
...SO FREI, SO STARK Westfalens Wilde Pferde

bis 31.10.2002

http://www.lwl.org/freilichtmuseum_detmold/index.htm

EISENSTADT Burgenländisches Landesmuseum: 

LEBENDE SCHLANGEN - Mythologie und Wirklichkeit 
bis 30.6.2002 
http://webmuseen.de/dA.html?18919

EICHSTÄTT Jura-Museum

EULE UND MENSCH
bis 25.8.2002
http://www.Jura-Museum.de

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TV-Tipps

Do., 06.06.2002, 14:15-15:00 ZDF, Discovery - Die Welt entdecken, Gremlins - Kobolde des Amazonas
Do., 06.06.2002, 17:15-18:00 HR, Naturwelten, Fabeltiere (2), Geister in Steppe und Wald, Bison / Orang
Sa., 08.06.2002, 21:50-22:20 ORB, Zoo und Co.: Arnheim - vom Dschungel in die Unterwasserwelt, Wh von 2000
So., 09.06.2002, 15:15-16:00 SWR, Heimkehr der Biber, Film von Jan Haft und Christian Roth

Mo., 10.06.2002, 23:10-00:00 VOX, Süddeutsche TV, Thema: Das Elefantenhaus - Ein Heim für kleine Dickhäuter
Mi., 12.06.2002, 14:30-15:00 BR, Unser Land Bayern, Wasserraritäten - Seltene Tiere in unseren Bächen, Flüssen und Seen
Mi., 12.06.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Geheimnisse des Regenwaldes
Mi., 12.06.2002, 16:30-17:15 3sat, Free Willy - Keikos wahre Geschichte
Do., 13.06.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Von Riesenschildkröten und Seeottern
Do., 13.06.2002, 17:30-18:00 WDR, ARD exclusiv: Invasion der Kuscheltiere, Waschbären breiten sich aus
Sa., 15.06.2002, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Die Schimpansenwaisen von Ngambe Island



ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG: 

http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
  

 Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo, die in Online-Zeitungen erschienen sind. Aus Gründen des Copyrights, aber auch Platzgründen übernehmen wir die Meldungen nicht vollständig. In Einzelfällen können wir den Text aber per E-Mail versenden. Die Zoopresseschau ist eine unabhängige Publikation der Zoo-AG Bielefeld:   Anbieterkennzeichnung  . Wir geben uns Mühe, die Artikel bei der Zusammenfassung inhaltlich möglichst wenig zu verändern. Für den Inhalt der Artikel können wir natürlich keine Verantwortung übernehmen. Zum Zeitpunkt der Recherche waren alle Links gültig; leider werden die Artikel oft bereits nach Stunden in ein Archiv verschoben. Meist lassen sie sich dort mit einer Suchfunktion wiederfinden. 
Für  englische, weltweite Zoo-Meldungen empfehlen wir ZooNewsDigest von  Peter Dickinson. Anmelden: leeres E-Mail an   zoo-biology-subscribe@yahoogroups.com   und zugleich Bitte um Aufnahme an   peter@elvinhow.prestel.co.uk
Ihre Pressemitteilungen und Hinweise auf weitere Meldungen sind ausdrücklich erwünscht:    redaktion@zoo-information.de
Weitere Hinweise zur Zoo-Presseschau, Impressum, Optionen, An- und Abmelden und Archiv aller Ausgaben auf unserer Homepage   http://www.zoopresseschau.info
Wir freuen uns über jede Form auch von kritischer Rückmeldung und über einen Besuch der Zoo-AG-Homepage http://www.zoo-ag.de

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