Zoopresseschau

Zoo-AG Bielefeld
http://www.zoo-ag.de

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Ausgabe 110 vom 9. Mai 2002 
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse
zusammengestellt von Dirk Petzold
und Dr. Martina Raffel
ISSN 1619-6643

Liebe Leser der Zoopresseschau,

Unverständige Stadtverwaltungen gibt es reichlich, die ihren Zoo nicht als kulturelle Einrichtung und Umweltbildungstätte im Sinne der Agenda 21 verstehen, sondern als unliebsamen Subventionsempfänger. Diesmal hat es den Frankfurter Zoo erwischt – das Menschenaffenhaus wird nun wohl nicht vor 2007 kommen, ungeachtet der Dringlichkeit. Der Außenzoo rückt damit erst recht in neblige Fernen. 
Vielleicht sollten sich die Angriffe mancher Medien statt gegen Zoos besser gegen die Verwaltungen und Politiker richten, die Investitionen für Verbesserungen immer wieder blockieren und sich dann wundern, wenn mangels moderner Anlagen die Attraktivität nachläßt und erst recht Subventionsbedarf entsteht.

Maikäferplage! Größtes Auftreten in Südhessen seit zehn Jahren! Panikmache greift um sich. Von ein paar geschädigten Obstbauern und Stangenforsten mal abgesehen: Die abgenagten Straßenbäume werden sich erholen, der Wald ohnehin, wie in den Jahrtausenden ohne Insektizide davor auch.
Aber: während die Gemeinden stolz mitteilen, daß wieder hier 15 und da 20 neue Bäume zum Tag des Baumes unter Beteiligung eines Lokalpolitikers gepflanzt wurden, sieht man seit Wochen überall gehäckselte "Grünstreifen", gerodetes "Straßenbegleitgrün" und gefällte Alleebäume, mitten in der Brutzeit. Fragt sich, was die größere Bedrohung für die Rest-Natur darstellt: Grünämter oder Maikäfer.
Auch in Bielefeld ist es das größte Maikäfer-Auftreten seit Jahren: immerhin zwei tote Tiere gefunden – in den Jahren zuvor kein Einziges! Noch hält sich die Panik in Grenzen...
   

Zoos und Tierparks

Höchster Kreisblatt 3.5.2002
Magistrat streicht 100 Millionen Euro von Wunschliste
http://www.rhein-main.net/sixcms/detail.php?template=rmn_news_article&_id=411066
Gut acht Stunden hat sich der Frankfurter Magistrat mit den Investitionsvorhaben befasst. Kämmerer Horst Hemzal (CDU) teilte im Anschluss an die Klausursitzung mit, dass es gelungen sei, die Investitionswünsche von 176 Millionen Euro um rund 100 Millionen Euro zu verringern. Am kommenden Dienstag soll versucht werden, die verbliebene Gesamtsumme von rund 75 Millionen Euro weiter zu reduzieren. U. a. wird das Menschenaffenhaus im Zoo erst 2005 gebaut werden.

Frankfurter Rundschau 3.5.2002
Mehr als 100 Projekte sind betroffen
http://www.fr-aktuell.de/fr/181/t181008.htm
Der Neubau des Menschenaffenhauses im Frankfurter Zoo wurde auf die Jahre 2005-2007 verschoben. Finanziert werden nur noch die Planungskosten.

Frankfurter Rundschau 3.5.2002
Eingestampft
http://www.fr-aktuell.de/fr/181/t181016.htm
Leserbrief zur Meldung "Der Frankfurter Zoo bekommt weniger Geld und kann weniger Tiere halten":
Wie einfach hat es sich die FDP vor vielen Jahren gemacht: das Zoogelände einfach verkaufen und den Preis einsacken. Ich glaube die FDP-ler haben alle Registrierkassen in ihren Schädeln und bei solchen Ideen kriegen sie ganz glänzende Augen. Ursprünglich hat die Zoo-Gesellschaft ja auch für viel Geld Pläne für Außenzoos aufgebracht. Doch nachdem die Pläne erstellt waren, hat ein schlauer Planungsdezernent sie einfach erst mal wieder eingestampft. Der Zoo kann planen was er will. Er wird nicht viel Planungssicherheit haben. Nur eines muss er sicherlich angehen. Er muss sich Geld aus den Rippen schneiden.

Frankfurter Rundschau 3.5.2002
Neubau des Menschenaffenhauses auf Eis gelegt
http://www.fr-aktuell.de/fr/181/t181003.htm
Vorläufig gerettet ist der geschätzte 28 Millionen Euro teure Umbau des Palmengarten-Gesellschaftshauses.



Westdeutsche Zeitung 8.5.2002
Das Gold ließ die Kinder kalt
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?artikel=102189296
Krefeld. Am Mittwoch enden im Zoo die Aktionstage "Regenwald". Rund 600 Kinder lernten seit den Osterferien die großen Schätze der "grünen Hölle" kennen. Rund 600 Grundschüler haben in den seit Ende der Osterferien laufenden Projekttage im Zoo vieles über den südamerikanischen Regenwald erfahren. Die kurzweiligen zweieinhalb Stunden beginnen im Regenwaldhaus des Zoos. Sinnlich erfahrbar gemacht werden jetzt die Lebensbedingungen der Menschen, die diesen Wald bewohnen. Beeindruckt von der Kreativität an den Aktionstagen zeigten sich der Eine-Welt-Beauftragte der Landesregierung, Dr. Thomas Fues, und Martina Schaub von der nordrhein-westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, die mit der Karl-Duisberg-Stiftung das Projekt gefördert hat. Das "sperrige Thema globale Solidarität" wird hier für die Kinder mit allen Sinnen greifbar. So könnte das Krefelder Projekt zum Modell für Aktionen ähnlichen Inhalts in ganz NRW werden.

Walsroder Zeitung 6.5.2002
Vor 40 Jahren: für eine Mark in den Vogelpark
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?artikel=105134113
Anlass der großen Tukan-Parade war der 40. Geburtstag des Walsroder Vogelparks, dem größten Zoo seiner Art. So gehörte neben der Riesen-Feier, die während der Parade auf den Straßen stattfand, auch ein offizieller Akt zum Geburtstagsfest. Für Hans Geiger, der seit vielen Jahren mit dem Walsroder Vogelpark beruflich verbunden ist, dürfte dieser Geburtstag ein besonderer gewesen sein: Als heutiger Geschäftsführer hat er den Neuanfang im Jahr 2000 mitgestaltet. Nach dem „nicht freiwilligen Rückzug“ der Familie Brehm, so Geiger, startete der Vogelpark vor zwei Jahren in eine neue Ära – mit Hilfe einer Investorengruppe und engagierten Mitarbeitern. Zum 40. Geburtstag schaut die Vogelpark-Führung nach vorn. Familien- und erlebnisorientierte Neuerungen sind geplant, einige Erweiterungen wie der Streichelzoo sind bereits umgesetzt. Von ehemals sechs Hektar hat sich die Fläche mittlerweile auf 24 Hektar „gemausert“. Heute leben dort 4500 Vögel.

Berliner Kurier 3.5.2002
Ein Dschungel-Abend im Zoo: Das machen die Tiere bei Dämmerlicht
http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_kurier/berlin/.html/artik4.html
Berlin. Zum ersten Mal öffnet der Zoo heute Abend bis 21.30 Uhr. Mit etwas Glück können die Besucher etwa in der Fasanerie den Kiwi aus Neuseeland sehen, den sie sonst nie zu Gesicht bekommen", sagt Zoo-Mitarbeiter Dr. Ragnar Kühne. Andere Tiere schlafen gegen Abend zwar schon (beispielsweise schließen Elefanten-, Affen- und Raubtierhaus wie immer um 18 Uhr), aber die (Nacht-) Eulen wie der riesige Bartkauz oder der winzige Sperlingskauz sind natürlich hellwach. Die Seehunde verwandeln sich abends in wahre Sehhunde: "Nach dem sonst gewohnten Gartenschluss sind sie viel aufmerksamer, springen in ihren Becken hoch, um zu gucken, wer da noch durch den Zoo läuft", erzählt Kühne. Der Zoo ist künftig jeden ersten Sonnabend im Monat bis 21.30 Uhr geöffnet.

Mitteldeutsche Zeitung 3.5.2002
Ein Uhu zum Streicheln
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?MZWebArtikelID=1019510739779
Mit einer Maifete feierte der Ascherslebener Tierpark sein 29-jähriges Bestehen. Dazu hatten die Verantwortlichen des Tierparks ein buntes Programm für die Besucher vorbereitet. Höhepunkt des Festes war am Nachmittag die Falknershow mit dem Falkner Pawel Sihelsky. An diesem Tag konnten die Besucher auch einen Blick in die Futterküche der Affen werfen. Auch im Bärenzwinger war die Tür geöffnet, um hier hinter die Kulissen zu schauen und die Unterkunft von innen zu besichtigen. "Mit den Händen sehen" hieß es bei Jaennine Schützendübel. Sie hatte in den mehreren Kisten verschiedene Gegenstände deponiert, die erraten werden mussten. Für gute Rater gab es eine süße Belohnung. Auf dem Spielplatz hatten die kleinen Besucher Zeit zum Malen und Basteln oder einen Schatz zu suchen. Mit den etwa 1 400 Besuchern war der Tierparkchef zufrieden.

Aachener Nachrichten 3.5.2002
Neuer Bauernhof für den Euregiozoo
http://www.an-online.de/corem/corem/an/aachen/tierpark_03_20502.html
Der Architekturstudent Tobias Pötter erhielt den ersten Preis für die Neugestaltung des Kinderbauernhofes im Aachener Tierpark. Tierparkchef Wolfram Graf-Rudolf formulierte drastisch: "Der alte Bauernhof fault uns bald unterm Hintern weg." Acht Entwürfe wurden eingereicht, alle waren unter Leitung von Professor Hajo Lauenstein von Studenten der Landschaft- und Freiraumplanung erarbeitet worden. Ende nächsten Jahres werden sich Schweine, Kühe, Esel, die große Geflügelschar, Ratten, Mäuse, Meerschweinchen, Ziegen und, und, und im neuen Gehöft wohl fühlen. Außer Konkurrenz bestaunte die Jury den Entwurf von Prof. Lauenstein, nach dem wahrscheinlich der Bauernhof gestaltet werden wird.

Süddeutsche Zeitung 4.5.2002
Rosa und Gurbe heimlich abgereist - Münchner Flusspferde landen in Brasilien
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel366.php
Rosa und Gurbe, die beiden Flusspferde aus Hellabrunn, haben am Freitag ihren Interkontinentalflug nach Brasilien angetreten – „verpackt“ in Spezialkisten, die nur per Kran hochgehievt werden können. Die Tiere, deren „Abschiebung“ das Münchner Rathaus mehrfach beschäftigt hatte, wurden bereits am Donnerstagabend von ihrem Gehege abgeholt und per Lastwagen zum Rhein-Main-Airport chauffiert. An diesem Samstag kommen sie in Sao Paulo an und werden von dort aus nach Itatibar gefahren – in ihr neues „Flusspferd-Paradies“, von dem Hellabrunn-Sprecherin Doris Schwarzer so begeistert ist, dass es von heute Nachmittag an im Internet besichtigt werden kann ( www.zoo-munich.de ). Weniger glücklich zeigt sich CSU-Stadtrat Richard Quaas, der sich in den vergangenen Monaten vehement gegen den Umzug der „Nilis“ eingesetzt hatte. Allein schon der rund 13-stündige Flug im engen Transportbehälter sei „problematisch“ – und dann noch der Abtransport im Geheimdienst-Stil. In das verwaiste Gehege zieht nun Gajendra ein, dessen bevorstehende Geschlechtsreife den Flusspferd-Umzug erst ausgelöst hat. Der Elefantenbulle benötigt ein Einzelgehege.

Mainz online 6.5.2002
Galgenfrist für entlaufene Wölfe
http://mainz-online.de/on/02/05/06/topnews/woelfe.html
Für die beiden in Niederbayern entlaufenen Wölfe wird es ernst: Die Jungtiere sollen erschossen werden, falls sie in den nächsten eineinhalb Wochen nicht eingefangen werden können. Die einjährigen Tiere waren vor drei Wochen aus ihrem Freigehege bei Neuschönau (Landkreis Freyung-Grafenau) ausgebüxt. Seitdem halten sie die Tierpfleger der Nationalpark-Verwaltung im Atem. Mit Blasrohren liegen die Experten auf der Lauer, um die abenteuerlustigen Vierbeiner zu betäuben. Aus der Schweiz wurde sogar ein Team mit einer neuartigen per Video ferngesteuerten Narkosewaffe geholt - jedoch ohne Erfolg. Nach wenigen Tagen brachen die Eidgenossen die Wolfs-Jagd mit ihrer High- Tech-Pistole ab. Noch vor Pfingsten will die Nationalparkverwaltung eine Abschussgenehmigung beantragen. Bis dahin soll mit speziellen Leinen, an denen Lappen hängen, versucht werden, die Wolfs-Geschwister in ihr Gehege zurückzulocken.

Hamburger Morgenpost 6.5.2002
Wer hat Angst vorm »bösen« Wolf?
http://www.mopo.de/nachrichten/146_6407.html
Zwei Wölfe, die aus dem Nationalpark Bayerischer Wald entlaufen sind, sollen erschossen werden, wenn man sie nicht in zehn Tagen eingefangen hat. Naturschützer plagt die Angst, dass die beiden Tiere Menschen anfallen könnten. Inzwischen werden die beiden für das Verschwinden eines kleinen Hundes verantwortlich gemacht. Sie sollen das Tier gerissen haben. Genau da sehen Experten Gefahr für Menschen. „Unsere Wölfe haben ein positives Image geschaffen, das nicht wieder zerstört werden soll, falls etwas passiert“, sagt Nationalpark-Sprecher Rainer Pöhlmann. Deshalb setzen Tierschützer alles daran, dass die beiden Wölfe das Pfingstfest erleben und überleben – und zwar im Wildgehege.

Salzburger Nachrichten 7.5.2002
LUCHS
http://www.salzburg.com/sn/02/05/07/artikel/263758.html
Nicht nur der Bär, sondern auch der Luchs ist seit kurzem in Tirol los: Nach der reiselustigen Braunbärin "Vida", die derzeit im Nordtiroler Wipptal verweilt, streift nun auch eine Luchsdame durch Innsbrucker Gefilde. Sie war gemeinsam mit ihrem männlichen Genossen vor dem Wochenende aus ihrem Gehege im Alpenzoo getürmt. Vorerst schlugen jegliche Versuche fehl, das scheue Raubkatzen-Weibchen einzufangen. Das Männchen konnte noch im Zoo-Gehege mittels eines Narkosepfeils gefangen werden.

Dolomiten 7.5.2002
"Fahndung" nach flüchtiger Raubkatzen-Dame bisher erfolglos - Aus Alpenzoo getürmt
http://www.athesia.it/dolomiten/2002/05/07/a0705b03.html

ORF News   
Luchse aus dem Alpenzoo entkommen

http://tirol.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=6&id=202491

Die Welt 5.5.2002
Tierpark hat fast 10.000 Bewohner
http://www.welt.de/daten/2002/05/06/0506b01330476.htx
Jahresbericht 2001 des Tierparks Friedrichsfelde. 2001 kamen 1,068 Millionen Besucher in den Tierpark, nur 44.000 weniger als im Vorjahr. Der Tierbestand blieb etwa gleich: Von den 9458 Tieren in 1035 Formen waren 1942 Säugetiere, 2811 Vögel und 1566 Fische. Unumstrittener Höhepunkt im Tierparkjahr war der drollige Elefantennachwuchs: "Tana" bei den Afrikanern, "Temi" bei den Asiaten. Mit rund 1,245 Millionen Mark (630.000 Euro) haben sich die Einnahmen durch Nachlässe und Spenden fast verdreifacht.

Berliner Morgenpost 5.5.2002
Panzernashörner beim Liebesspiel

http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/berlin/story517572.html
Der Tierpark vermerkt in seinem Jahresbericht 2001 nicht nur trockene Zahlen, sondern auch heitere Anekdoten

Ostthüringer Zeitung 8.5.2002
Tierpräparate aus Berlin für Heidecksburg-Sammlung
http://www.otz.de/otz/otz.rudolstadt.volltext.php?id=253302
Eine umfangreiche Sammlung an Tiermaterial hat Dr. Eberhard Mey, Kustos am Naturkundlichen Museum der Heidecksburg, aus dem Tierpark Berlin-Friedrichsfelde nach Rudolstadt geholt. Dort trennte man sich von einem gehörigen Magazinbestand, der schon zu Dr. Dathes Zeiten angelegt wurde. Neben höchstwertvollem Antarktismaterial, das von einer Expedition 1983 stammt und unter anderem mehrere Kilo bewachsene Steinflächen sowie Flechten enthält, beinhaltet die Berliner Schenkung 200 bis 300 Stück Tierpräparate. Vervollkommnet wird die Schenkung durch eine erhebliche Anzahl von in Alkohol eingelegten Präparaten sowie mehrere tausend Vogeleier.

Sächsische Zeitung 6.5.2002
Neue Hoffnung auf Krokodil-Nachwuchs
http://www.sz-online.de/news/artikel.asp?id=127855
Hoyerswerda. Zoodirektor Dr. Werner Jorga vermeldete , dass die Rautenkrokodile erneut Eier gelegt haben. Es war wohl die interessanteste Neuigkeit während des traditionellen Rundganges im Rahmen des 27. Tiergartenfestes. Die Eier im Vorjahr waren allesamt unbefruchtet gewesen. Das Problem ist nur, dass bisher noch niemand an die Eier im vom Weibchen streng bewachten Gelege herankam. Nach den Projekten des Flamingoüberwinterungshauses und der Modernisierung des Gibbonhauses wird in diesem Jahr mit maßgeblicher Unterstützung des Tiergartenvereins das Trampeltierhaus modernisiert wird und, wenn möglich, soll auch der erste Spatenstich für die Robbenanlage erfolgen.

Mitteldeutsche Zeitung 3.5.2002
Uhus warten noch auf neue Nachbarn
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?MZWebArtikelID=1019510739673
Die zwei namenlosen Uhus standen am 1. Mai im Mittelpunkt des Heimatnaturgartens Weißenfels, denn als erste bezogen sie das neue Gehege, in dem demnächst auch die Schnee-Eulen einziehen werden. Im letzten Jahr war mit dem Bau des hölzernen Geheges begonnen worden. Acht Gehege müssen nun noch erneuert werden, um allen Tieren entsprechend artengerechte Unterbringungen zu bieten. Doch nicht nur die Unterbringungen der Tiere werden einer Kur unterzogen, sondern auch der Park an sich.

Ostsee Zeitung 3.5.2002
Pinguine im Vogelpark brüten Nachwuchs aus
http://www.ostsee-zeitung.de/ri/start_112748_435453.html
Nach ausgiebiger Hochzeit wurden die Bruthöhlen der Humboldtpinguine im Vogelpark Marlow von zwei Paaren in Beschlag genommen und Anfang April das erste Ei gelegt. Für Besucher und Mitarbeiter des Vogelparks werden die ersten Tage dieses Monats zu einer spannenden Zeit, es wird sich entscheiden, ob die Pinguine beim Brüten erfolgreich waren und junge Pinguine versorgen müssen.

Tirol Online 7.5.2002
Ab Mittwoch gibt es eine Fünf-Euro-Münze
http://news.tirol.com/wirtschaft/national/artikel_20020507_24369.html
Die erste Fünf-Euro-Münze erscheint am 8. Mai in Österreich. Die Form des neun-eckigen Geldstücks stellt eine Premiere dar. Die Sonderprägung aus Silber trägt als Motiv "250 Jahre Tiergarten Schönbrunn". Erstmals in der österreichischen Numismatik stehen Tiere im Mittelpunkt einer Münze.

Der Patriot 2.5.2002
Finanzspritze zum Überleben
http://www.derpatriot.de/cont/lokales/artikel.php?ID=64275
Mit einer Spende von 20 000 Euro will die Volksbank den Status quo des Lippstadter Tiergartens sichern. "Die 20 000 Euro Spende dient in erster Linie dazu, den Tiergarten am Leben zu halten", freute sich Roland Sommer, Geschäftsführer der Tiergartengesellschaft. Immerhin muss die Gesellschaft rund 300 Tiere, darunter Ziegen, Ponys, Lamas und Papageien jeden Tag mit Futter versorgen. Mit den 20 000 Euro könne darüberhinaus die Wartezeit auf die Landesmittel, die für das Auenzentrum beantragt sind, überbrückt werden. Das Projekt sieht vor, auf dem Gelände des Tiergartens ein Informations- und Schulungszentrum mit Laborräumen und Übernachtungsmöglichkeiten für Schulklassen zu errichten, ferner weitläufige Gehege für auentypische Tierarten.

Esslinger Zeitung 3.5.2002
Jedes Becken ist eine Welt für sich
http://www.ez-online.de/lokal/aktuelles/esslingen/index.cfm?documentid=-1329557481
Um eine Attraktion reicher ist der Tierpark Nymphaea auf der Neckarinsel: Pünktlich zum Saisonstart wurde das neue Aquarien- und Terrarienhaus des Vereins offiziell eröffnet. Blickfang im 250 Quadratmeter großen Neubau ist das frei stehende Achteckbecken mit Meerwasserfischen und leuchtenden Korallen. Schon am 4. März zogen die Fische, Pfeilgiftfrösche und Echsenpaare in drei Terrarien und sechs Schauaquarien ein.

Der Neue Tag 6.5.2002
Vogel- und Tierpark Höllohe wird 30 Jahre alt - Festprogramm in Vorbereitung
http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/0,2123,43603-1-166_0_0,00.html
Das Erholungsgebiet Höllohe bei Teublitz wird heuer 30 Jahre alt. Stolz ist der Verein auf die Fertigstellung eines Freiflugkäfigs für heimische Vögel wie Rebhühner, Wachteln und Singvögel. Das Besondere daran: in den Käfig ist ein Weiher integriert, der von unten her eingesehen werden kann. Damit lassen sich die Abläufe in der Lebensgemeinschaft "Teich" in aller Ruhe beobachten.

Main Rheiner 8.5.2002
Ein Krankenhaus für Vögel
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=691420
Ein Krankenhaus für Vögel. Das ist die Auffangstation der Stadt und des Naturschutzbundes NABU im Gonsenheimer Wildpark, die jetzt offiziell eröffnet ist. Seit mehr als zwei Jahren wurden in einer Pilotphase kranke, verletzte und hilflose Vögel aufgenommen, untersucht und behandelt. Auf 120 Quadratmetern befinden sich sechs Gehege, die unterteilt werden können, ein Untersuchungsraum und ein Wärmeraum, wo auch im Winter Vögel gepflegt werden können. Das Gebäude wurde von der Stadt erstellt, sie ist Trägerin und kommt für die Betriebskosten auf. Die Tierpfleger des Wildparks sind für die Routineaufgaben zuständig. Der NABU übernimmt die Fachberatung und stellt mit Thomas Dollmann einen ausgewiesenen Falkner und Greifvogelspezialist zur Verfügung.

Oberösterreichische Nachrichten 8.5.2002
Der "Wasserpark" war ein voller Erfolg .Neuauflage im Welser Tierpark geplant
http://www.oon.at/nachrichten/lokal.asp?id=286318
Der "Wasserpark" im Messegelände mit seiner Präsentation von heimischen Fischen, Wildbachverbauung und Wald ist von der Bevölkerung bestens angenommen worden. Nun ist eine Neuauflage des Wasserparks im Tiergarten geplant.

Kölner Stadt-Anzeiger 7.5.2002
Kölner fürchten um den Bestand der Flora
http://www.ksta.de/servlet/ContentServer?aid=1020443169216
Fast 30 000 Unterschriften hat der „Freundeskreis Botanischer Garten Köln“ schon für den Erhalt der Flora gesammelt. Er fürchtet, dass es wegen der Finanznöte der Stadt zu „dramatischen Einschnitten in die Substanz“ der beliebten Einrichtung kommen könnte. Zu befürchten sei gar die Umwandlung in eine einfache Grünanlage. Anders als seit langem geplant, werde das Große Tropenhaus immer noch nicht in Stand gesetzt. Den Leiterposten der Flora lasse die Stadt unbesetzt. Enttäuscht ist der Freundeskreis ebenfalls, weil seit dem Jahr 2000 ein bisher nicht verwirklichtes Konzept zur Entwicklung von Flora und Botanischem Garten vorliegt, das er gemeinsam mit der Universität und dem Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung erarbeitet hat. Es sieht die Aufwertung der elf Hektar großen Anlage zu einem „Biopark“ vor, der den Besuchern Themen wie Evolution, Ökologie und Artenvielfalt nahe bringt.

Thüringische Landeszeitung 7.5.2002
Im Kalten Krieg Zoo aufgebaut
http://www.tlz.de/tlz/tlz.erfurt.volltext.php?id=253057
Er war der erste Erfurter Zoodirektor und kehrt heute zurück: Aus seinem bewegten Leben mit Tieren erzählt Prof. Dr. Harald-H. Roth beim 4. Erfurter Zoopark-Gespräch des Vereins der Zooparkfreunde. Als 31-Jähriger kam Roth mitten im Kalten Krieg von West nach Ost, um in Erfurt aus dem Nichts einen ansehnlichen Zoo aufzubauen. Das war eine reizvolle, in Anbetracht der politischen Verhältnisse aber auch eine schwierige Aufgabe, zumal es in der DDR oft am Nötigsten fehlte. Dennoch fand Roth 1957 tatkräftige und kompetente Mitstreiter. Bald musste er jedoch feststellen, dass die Gegebenheiten ein kreatives Arbeiten kaum zuließen und dass die allein von der Stadt getragene Finanzdecke zu dünn war, um das ehrgeizige Projekt zu verwirklichen. Enttäuscht darüber nahm er ein Angebot der Regierung der Zentralafrikanischen Federation Rhodesien und Nyasaland an und kehrte im November 1961 von seinem Urlaub in Westberlin nicht mehr nach Erfurt zurück.



Südwest Presse 8.5.2002
Immer am Ball
http://www.suedwest-aktiv.de/landundwelt/blick_in_die_welt/artikel219604.php
Der kleine Elefantenbulle Abu im Wiener Zoo Schönbrunn hat zu seinem ersten Geburtstag einen Ball geschenkt bekommen. Den nahm er auch sofort neugierig in Augenschein und stellte alsdann fest, dass man auch als Elefant prima mit Bällen spielen kann.

Süddeutsche Zeitung 7.5.2002
Tiere
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel1326.php
Iris, sieben Wochen, Breitmaulnashorn im holländischen Arnheim, hat ihr Debut in der Savannenlandschaft des Burger‘s Zoo hinter sich. Iris, Geburtsgewicht 44 Kilo, wiegt nun schon über 90 Kilo. Weil Nashörner zu den bedrohten Arten zählen, war es für den Zoo umso erfreulicher, als sich bei Iris‘ Mutter Freya mit 32 Jahren noch einmal Nachwuchs ankündigte – die Tragezeit dauerte stolze anderthalb Jahre.

Neues Volksblatt 7.5.2002
Neues Volksblatt - Chronik
http://www.volksblatt.at/107NV_739053.stm
Zwei asiatische Elefanten schmusen im Münchner Tierpark Hellabrunn. Asiatische Elefanten gehören zu den bedrohten Tierarten. Die Bevölkerungsexplosion in Asien und die damit verbundene Abholzung des Waldes, um landwirtschaftlich nutzbaren Boden zu erhalten, wirkt sich auf den Bestand der Elefanten fatal aus. Der heutige Bestand beträgt insgesamt noch rund 50 000 Tiere.

Bonner General Anzeiger 8.5.2002
Die Bonner Künstlerin Helene Moch im Alter von 92 Jahren gestorben
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/artikel.php?id=44699
Ihr Thema war das Tier als unmittelbarer Ausdruck der Schöpfung. Schon als Studentin der Werkkunstschule Köln führte sie der Weg immer wieder in den Zoo, und bis in die letzten Jahre fuhr sie dreimal in der Woche dorthin, um das unmittelbare Gegenüber und die Faszination des unverbildet Ursprünglichen zu erleben. Helene Moch beherrschte die Magie der Formgebung von der urweltlichen Kraft bis zur hinreißend einfachen Kontur, vom jähen Zorn bis zum scheuen Blick des eben geborenen Tieres, von der Sanftheit bis zur Dämonie.

Hamburger Abendblatt 7.5.2002
Die Storchenküken sind schon da
http://www.abendblatt.de/contents/ha/news/norddeutschland/html/080502/0608TIER1.HTM
Großenaspe - Zwei Wochen früher als üblich sind im Wildpark Eekholt die ersten Storchenküken geschlüpft.

Saarbrücker Zeitung 7.5.2002
Aktuelles in Kürze
http://www.sz-newsline.de/nk/GR5725AC_1.php3
An Vatertag erklingen Shanty-Weisen im Zoo Neunkirchen

Ostsee Zeitung 8.5.2002
Orinokogans geht eigene Wege
http://www.ostsee-zeitung.de/ri/start_112748_437421.html
Eine ganz schlaue Gans lebt im Vogelpark Marlow, eine Orinokogans. Fast jeden Morgen begrüßt sie das Kassenpersonal mit lautem Geschnatter und auch von Besuchern lässt sie sich nicht stören. Mittlerweile ist sie immer mutiger geworden und duldet fast den Hautkontakt.

Dresdner Neueste Nachrichten 7.5.2002
Antilopen Im & Pala auf dem Sprung
http://www.dnn.de/regional/25391.html
Die beiden weiblichen Impala-Antilopen im Dresdner Zoo werden zur Paarungszeit vom Bock im Gehege in einer Art Paarungslauf zu Höchstgeschwindigkeiten angetrieben.

Salzburger Nachrichten 7.5.2002
Stern TV Reportage: "Babyboom im Zoo"
http://www.salzburg.com/sn/02/05/07/artikel/263811.html
Tierisch geht es in der "Stern TV Reportage" zu. In der Folge "Babyboom im Zoo" blickt das Magazin hinter die Kulissen des Kölner Zoos.
> Zu sehen waren allerdings nur teilweise aus dem Archiv stammende Berichte aus den Zoos Duisburg, Emmen, Hamburg und Nürnberg

Rheinpfalz Online 6.5.2002
Meckernde Gäste
http://www.ron.de/osform/cms_osmm?articleName=HERMES:20020506:2871008
Ein Ziegenbock und eine Geiß haben sich am 1. Mai im Wald einer Wandergruppe angeschlossen und ließen sie nicht mehr aus den Augen. Zwei Stunden lang folgte das Ziegenpaar der Gruppe bis zum Wildpark Potzberg hinauf. Und dort haben die Tiere jetzt eine Unterkunft gefunden. Anfragen bei den Fundbüros blieben ohne Erfolg. Falls das Ziegenpaar gesund ist, werde es vorübergehend im Wildpark untergebracht. Denn auch das Platzangebot werde beim Wildpark etwas knapp.

Remscheider GA 7.5.2002
Kalenderblatt 2002: 7. Mai
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?artikel=105146068
1907 - Der Tierhändler Carl Hagenbeck eröffnet in einem Hamburger Vorort einen Tierpark, der sich von den herkömmlichen Zoos grundlegend unterscheidet.

Schweriner Volkszeitung 7.5.2002
Erdmännchen-Nachwuchs im Zoo
http://www.svz.de/nnn/newsnnn/NNNVermischtes/07.05.02/zoo/zoo.html
Fast sechs Wochen alt sind die vier Erdmännchen-Jungen, die gestern im Rostocker Zoo der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die ursprünglich aus Südafrika stammenden Raubtiere haben in der Großkatzenanlage Quartier gefunden.

Ostsee Zeitung 7.5.2002
Winzige Erdmännchen erobern ihre Anlage
http://www.ostsee-zeitung.de/rs/start_112675_437200.html
Einen Monat lang war bei den Erdmännchen im Rostocker Zoo schon das Quietschen und Piepsen aus der Wurfbox zu hören. Vor einem knappen Jahr hatten die Erdmännchen schon einmal Jungtiere, die sie in einer selbst gegrabenen Höhle versteckten. Dort wurden sie verschüttet. Dass die Tiere in diesem Jahr die eigens gebaute Wurfkiste angenommen und ihre Vierlinge erfolgreich aufgezogen haben, ist daher für alle Mitarbeiter erleichternd.
 
Neue Ruhr Zeitung 6.5.2002
Ein Waschbär für Mama
http://www.nrz.de/nrz/nrz.kleve.volltext.php?id=247166
600 Tiere haben im Klever Tiergarten ein Zuhause. Im restaurierten Robbenbecken tummeln sich seit dieser Woche drei niedliche Seehunde.

Rhein Zeitung 3.5.2002
Foto des Tages
http://rhein-zeitung.de/on/02/05/02/topnews/foto.html?a
Zwei Tage alt und rund 100 Gramm schwer ist der Storchennachwuchs, um den sich im Vogelpark Walsrode ein Elternvogel kümmert. n.

Main Rheiner 3.5.2002
Kinder sind hier jederzeit erwünscht
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=687142
Das Maifest des AZ-Vogelparks Lampertheim fiel dem Regen zum Opfer. Besucher und Gäste kamen, aber nur wenige.

Berliner Morgenpost 5.5.2002
Einfach gut drauf
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/berlin/story517331.html
Nachwuchs im Berliner Zoo: Ein kleines südafrikanisches Antilopen-Jungtier reckt scheu den Hal


 

Pressemitteilungen

Leipzig, 7.5.2002
Namenssuche für Leipziger Babyelefant ist entschieden
Der kleine Bulle wird am Samstag, dem 25.05.02, auf „Voi Nam“ getauft
Unser am 05.04.2002 geborener Elefant erfreut sich weiter bester Gesundheit und wiegt mittlerweile schon ca. 160 kg, wobei jeden Tag etwa ein Kilogramm hinzukommt.
Schon direkt nach der Geburt rief der Zoo zur Namenssuche auf. Ein Elefantenname ist nämlich keine reine Zierde, sondern die Tiere hören auf ihn, und die Elefantenerziehung kann nur wirken, wenn das einzelne Tier direkt angesprochen werden kann.
Völlig überwältigt wurde der Zoo von der Fülle der Vorschläge, die telefonisch, per Post oder E-Mail eintrafen. Genau 1051 Namen umfasste die Liste am Ende, davon etwa 80 asiatische und 30 rein vietnamesische Vorschläge.
Am vergangenen Freitag tagte eine Jury, die durch den Vorsitzenden des Vereins der Vietnamesen Leipzigs e.V., Dr. Nguyen Chi Chinh, als Muttersprachler tatkräftig beraten wurde.
Ausschlaggebend für einen passenden Namen war auch die Differenzierung innerhalb der bestehenden Namen der Gruppe (Mutter „Trinh“, Vater „Mekong“, Tanten „Don Chung“, „Hoa“ und „Rhani“) sowie die Aussprache- und Betonungsmöglichkeit unter „sächsisch-englischem“ Akzent.
Sieger wurde dann „Voi Nam“, was „der Elefant Nam“ oder „der Elefantenjunge“ bedeutet. Dieser Name wurde aus zwei Vorschlägen zusammengesetzt, auf den zweiten Platz  kam „Nam Son“ und auf den dritten „Con Trai“.
Im Beisein der Gewinner sowie des Vietnamesischen Botschafters in Deutschland, Herrn Dr. jur. Nguyen Ba Son, des Oberbürgermeisters unserer Stadt Wolfgang Tiefensee sowie der Paten findet die Taufe am 25.05.02 um 14.00 Uhr statt.

Duisburg, 6. Mai 2002
„Bären“-Baby ist ein Affe
Guereza-Nachwuchs im ÄQUATORIUM
Wer sich unter „Bären-Stummelaffe“ – so die deutsche Bezeichnung für einen Vertreter der prächtigen Guereza-Sippe aus dem afrikanischen Regenwald – einen etwas zu kurz geratenen Vierhänder mit Bärentatzen und Stummelschwanz vorstellt, liegt falsch: „stummelig“ sind nur die beiden Daumen der sprungstarken Urwald-Akrobaten, und was bei diesen wehrhaften Affen an „Bären“ erinnern soll, bleibt Geheimnis ihres Wortschöpfers. Alles übrige nämlich ist einschließlich des quastengeschmückten Schwanzes rank und schlank und das fingerlange, graumelierte Seidenhaar flattert (und fungiert!) beinahe wie ein Fallschirm, wenn die Tiere aus den Dschungelwipfeln in etwas tiefere Regionen hinunterspringen.
Als Nur-Laubesser und ausgesprochene Vegetarier sind Bären-Stummelaffen in unseren Tiergärten relativ problematische Kostgänger, denn mit Bananen, Erdnüssen und Zwieback allein ist es nicht getan.
Entsprechend selten ist erst recht deren erfolgreiche Nachzucht, und genau darauf darf sich das Pflegepersonal des ÄQUATORIUMs/Affenhauses im Duisburger ZOO einiges zugute halten.
Vor nunmehr knapp drei Wochen erblickten gleich zwei spannenlange Jungtiere das Licht der Welt (von zwei Müttern!), die derzeit ganz langsam mit ihrem ersten Fellwechsel beschäftigt sind. Obwohl die Jungen – wie affenüblich – fast ständig eng ins mütterliche Fell geklammert bleiben, sind sie dennoch leicht zu entdecken: Stummelaffen-Babies sind in den ersten Lebenswochen nämlich in waschmittel-reklamereifes   W e i ß   gekleidet.
Unverwechselbar ist eines der beiden altgebärenden Muttertiere namens „Zunge“ – als Anspielung auf die (Un-)Sitte der alten Dame, während eines Nickerchens die blaßrosa Zunge aus dem Mund hängen zu lassen... Diese Unart jedenfalls hat ihren jugendlichen Gatten „Robert“ aus Erfurt nicht davon abgehalten, den Liebes-Verlockungen der zungenfreudigen Großmutter auszuweichen.

Görlitz, 2.5.2002
Einladung zum Pressefrühstück am 16. Mai 2002 um 10:00 Uhr anläßlich der Eröffnung der kulturhistorischen Ausstellung
Klapperstorch mein Guter
Das Ammenmärchen vom Klapperstorch kennt jedes Kind. Kulturhistorisch gesehen ist der Weißstorch aber viel mehr als ein Kinderbringer: In Fabeln,
Sagen und Märchen gilt er als weiser Vogel, in Geschichten und Bauernregeln als Frühlingsbote und Glücksbringer, in der Alltagskultur und in der Werbung
schließlich als Sympathieträger. Wie aber kam der Mensch auf den Storch? Diese Frage wird nun europaweit erstmals in einer Dauerausstellung beantwortet. Basis dafür ist eine der größten Sammlungen zu diesem Thema. Über 2.200 Exponate, 7.500 Dias und 54 Aktenordner hat Manfred Hardel aus Wiesbaden zusammengetragen und dem Naturschutz-Tierpark Görlitz zur Verfügung ge stellt. Daraus entstand in unserer Storchenvilla die Präsentation “Klapperstorch mein Guter”. Einen Teil der Sammlung wird man auch im Restaurant “Zum gebratenen Storch” sehen können. Der provokante Name der neuen Tierparkgaststätte ist
selbstverständlich nicht wörtlich zu nehmen, sondern eine Anspielung auf das Sprichwort “Da brat´ mir einer ´nen Storch”.
Während des Pressefrühstücks dürfen die Medienvertreter nicht nur “Storchenseeche” trinken, sondern auch erste Blicke in die Speisekarte, vor allem aber in die bis dahin fertiggestellte Ausstellung werfen. Wir würden uns freuen, Sie in der Storchenvilla begrüßen zu dürfen.
http://www.tierpark-goerlitz.de und
www.storchcam.de (neu seit April 2002 -
Live-Kamera von unserem Wildstorchpaar auf der Storchenvilla und Informationen zu den Störchen der Welt)

Münster, 3.5.2002
Endlich fertig: der neue Bären"Spielplatz" im Allwetterzoo Münster
In den zurückliegenden Monaten haben Tierpfleger, Zoohandwerker und Zoogärtner rund 1500 Arbeitsstunden investiert, um die 850 m² große Außenanlage der Syrischen Braunbären im Allwetterzoo völlig neu zu gestalten. Am 1. Mai durften die Bären erstmalig ihr verändertes Zuhause erkunden und allem Anschein nach sind sie zufrieden! Zwei rauschende Wasserfälle, eine Kletterlandschaft aus Felsgestein mit abwechslungsreichem Bodengrund aus Kies, Sand und Eichenhäcksel und überdimensionierte Bären-Spielgeräte (Schaukel und Wippe) machen das ehemalige Betongehege zu einer Erlebnislandschaft für die Tiere. (Weitere Zahlen: es wurden rund 900 Tonnen Sandsteinfelsbrocken eingebaut; die Pumpen für die Wasserfälle bewegen etwa 180 m³ Wasser in der Stunde.) Auch die Besucher finden mehr Komfort und "was fürs Auge": Bis zum Boden reichende Glasscheiben erlauben einen besseren Blick auf die Bären; (noch kleine) lebende Bäume begrünen die Anlage und die ehedem graue Gehegerückwand wurde sandfarben gestrichen. Der Sicherheitsbereich vor dem Bärengraben wurde attraktiv bepflanzt und ebenfalls mit Felsbrocken bestückt und statt des üblichen Gitterzauns wurde in Handarbeit eine filigrane Konstruktion aus Stahlseilen und Holz geschaffen.

Münster, 8.5.2002
Löwe und Adler in Vietnam gut angekommen!
Hohe politische Prominenz war anwesend, als Jörg Adler, Direktor des Allwetterzoos Münster, vor wenigen Tagen im Saigon Zoo in Ho Chi Minh City/Vietnam höchstpersönlich einen jungen Löwen übergab. So freuten sich u.a. der Vizepräsident des Volkskomitees von Ho Chi Minh City, der Vorsitzende der Vietnamesisch-Deutschen Gesellschaft in Vietnam, der Generalkonsul der BRD und der Direktor des Saigon-Zoo über das wertvolle Geschenk. Von offizieller Seite wurde die Bedeutung der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Allwetterzoo und der Wert dieser beständigen Freundschaft mehrfach betont. Ausdrücklich dankte man den Westfalen für deren Bemühungen um den Natur- und Artenschutz in Vietnam. Der Löwe hat den Flug gut überstanden. Die Besatzung der Lufthansamaschine hatte sich während der langen Flugdauer höchst freundlich und kooperativ gezeigt und Adler durfte bei der Zwischenlandung in Bangkok den Löwen sehen und begutachten. Bei der offiziellen Übergabe hatte sich die junge Raubkatze schon gut eingelebt und wirkte sehr entspannt im neu eingerichteten Gehege. Im Sommer erwartet der Allwetterzoo übrigens zwei Pfleger und einen Kurator des Saigon Zoo zu einem Trainingskurs in Münster.

Stuttgart, 7.5.2002
Nachwuchs beim Esel-Adel
Beine bis an die Ohren ... beim jüngsten Poitou-Eselfohlen in der Wilhelma ist das wörtlich zu nehmen: Die kleine Schönheit scheint nur aus langen Beinen und fast ebenso langen Ohren zu bestehen, das Ganze gekleidet in ein pudelartig gelocktes, schwarzes Fell. Die für diese französische Eselrasse typischen, zotteligen langen Haare bekommen die Poitous erst als erwachsene Esel - auf dem Schaubauernhof der Wilhelma gut zu beobachten an Vater "Bernard" und seinen Damen "Garie", "Ingrid" und "Hamra".
Die größten Esel der Welt wurden früher nur gehalten, um daraus mit Pferden Maultiere zu züchten. Wie das geht, weiß auch "Bernard" - das Muli "Viska" ist das Produkt seiner Liaison mit einer Ponystute... Mit zunehmender Motorisierung verloren jedoch die Maultiere ihre Existenz berechtigung als Lasttiere, und damit standen auch die Poitou-Esel Mitte des 20. Jahrhunderts plötzlich ganz oben auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen. Nur wenige Bauern behielten die zotteligen Langohren - auf dieser schmalen Basis baute der französische Zuchtverband den Bestand der Rasse in den letzten beiden Jahrzehnten langsam wieder auf. Und so ist auch die Zuchtgruppe der Wilhelma mit ihrem jüngsten Nachwuchs "Olivia" ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser alten Haustierrasse.

Herborn
, 5.05.2002
Konkurrenz für die vielfältigen Vogelstimmen im Vogelpark Herborn:
Traditionelles Jagdhornbläserkonzert und freifliegende Ibisse 
Bereits zum neunten Mal gastiert am Donnerstag, den 9.Mai, von 14.30 Uhr an der Bläsercorps des Vereins der Jäger des Dillkreises zum traditionellen Himmelfahrtskonzert im Vogelpark in Herborn-Uckersdorf. Unter der bewährten Leitung von Uwe Nickel erfreuen die Grünröcke die hoffentlich zahlreichen Vogelparkbesucher mit Jägerliedern und Jagdsignalen. Wie Harald Fey, Vorsitzender des Vogelpark Uckersdorf e.V., mitteilt, treten die musikalischen Waidmänner auch dieses Mal ohne Gage auf, und dokumentieren so erneut ihre Verbundenheit zu den Herborner Vogelschützern. "Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, die Jäger sozusagen im Gegenzug, mit Kaffee und Kuchen zu bewirten", macht Harald Fey deutlich, wie wertvoll diese zusätzliche Attraktivitätssteigerung für den Park ist.
"Neben der musikalischen Konkurrenz für die vielfältigen Vogelstimmen unseres Vogelparks ist dieser natürlich auch aus zoologischen Gründen derzeit einen Vatertagsausflug wert", betont Tiergartenbiologe Wolfgang Rades. Denn: Täglich wird mit dem Schlupf der ersten Jungstörche gerechnet. Zudem sind auch verschiedene andere Vogelarten, vom Bartkauz bis zum Teichhuhn, intensiv mit dem Brutgeschäft beschäftigt. Somit sind in diesen Tagen auch weitere Jungvögel in Herborn zu erwarten.
Rades: "Auch der Vogel des Jahres 2002, der Haussperling, hat zur Zeit Junge in einem Nistkasten am Wintergarten unseres Eingangsgebäudes. Und das besondere daran ist, daß wir mit einer Videokamera in einer Art "Piep-Show" auf einem Bildschirm in unserem Wintergarten live Einblicke in das Familienleben der längst nicht mehr so häufigen Spatzen ermöglichen."
Einen weiteren, ganz besonderen Höhepunkt, bietet nach Auskunft von Tierpfleger Frank Bollmann derzeit die Storchenwiese des Vogelparks. Bollmann: "Seit kurzem brüten dort auch unsere Heiligen Ibisse. Darüber hinaus pflegen wir seit wenigen Tagen sechs dieser afrikanischen Storchenverwandten erfolgreich im Freiflug."
Somit sind nunmehr am Himmel über Uckersdorf nicht nur die eindrucksvollen Flugbilder der Weißstörche, sondern auch die ihrer Verwandten mit den sichelförmigen Schnäbeln zu bestaunen.

Nindorf, 08.05.02

Nanuk die Wasserratte
Kaum gehen die Temperaturen nach oben und die Sonne scheint, ist der einjährige Polarwolf Nanuk nicht mehr zu halten, 
er möchte schwimmen. Übermütig und voller Tatendrang stürzt er sich in die Fluten. Sein Winterfell hat Nanuk noch nicht abgelegt, er verschafft sich durch ein Bad die nötige Abkühlung und das macht ihm sichtlich Spaß. Anschließend wird ausgiebig getobt, müde und glücklich trocknet sein Fell in der warmen Mai-Sonne. Wach wird der halbstarke Wolf erst wieder, wenn seine Ziehmutter Tanja Askani auftaucht. Die Falknerin hat Nanuk mit der Flasche aufgezogen und die Beiden lieben sich über alles. Nach gemeinsamen Wolfsheulen und stürmischer Begrüßung wird geschmust. Die Besucher des Wildparks Lüneburger Heide bleiben überrascht stehen um dieses Schauspiel zu beobachten. Diese ungewöhnliche Beziehung zwischen Mensch und Wolf ist etwas ganz besonderes.

NABU, 3. Mai 2002 NABU unterstützt OBI bei Engagement für FSC-Holz Bonn. Der Naturschutzbund NABU begrüßt die Entscheidung der Baumarktkette OBI, sein Sortiment zunehmend auf Holzprodukte aus natur- und sozialverträglicher Forstwirtschaft auszurichten. Wie andere deutsche und internationale Handelsunternehmen auch, setzte OBI hierbei auf die Kontrolle der Waldbewirtschaftung durch das international anerkannte Zertifizierungssystem des Forest Stewardship Council (FSC).
Für die geplanten Protestaktionen einiger Waldbesitzerverbände gegen die Entscheidung von OBI für das FSC-Siegel habe der NABU kein Verständnis. "Dem Holz aus Deutschland wird damit ein Bärendienst erwiesen, weil deutsches Holz ohne internationale Zertifizierung auf den internationalen Märkten einen Wettbewerbsnachteil erleiden könnte", so Flasbarth. Der NABU appelliere an die Verbraucher, beim Einkauf im Baumarkt, Holzprodukte mit FSC-Zeichen zu kaufen.

NABU, 3. Mai 2002
Michael Succow Stiftung und NABU unterstützen Aserbaidschan beim Naturschutz
Der Naturschutzbund NABU und die Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur unterstützen die Kaukasusrepublik Aserbaidschan auf dem Gebiet des Naturschutzes. Dies wurde heute auf der zweitägigen internationalen Konferenz zur "Bewahrung des nationalen Natur- und Kulturerbes Aserbaidschan", organisiert von Stiftung und aserbaidschanischer Regierung, in der Landeshauptstadt Baku bekannt gegeben.
Die Michael Succow Stiftung hilft der aserbaidschanischen Regierung bei der Einrichtung von zwei der insgesamt fünf geplanten Nationalparke. Es werden u.a. Pferde und Kleidung für die Gebietsbetreuung durch die Ranger zur Verfügung gestellt und deren Unterkünfte instandgesetzt. Außerdem unterstützt die Stiftung ein Programm zur Sicherung des Wasserhaushaltes und den Schutz vor Wilderei im Gebiet um den Steppense e Ag-Göl, eines der bedeutendsten europäischen Rast- und Überwinterungsgebiete für Vögel.
Der Naturschutzbund NABU kündigte an, zusammen mit seinem Partner, "The Aserbaidschan Centre for the Protection of Birds", ein länderübergreifendes Artenschutzprojekt in der Region Kaukasus zu starten. Dieses Projekt soll weltweit bedrohten Tierarten, wie etwa dem Kaukasusbirkhuhn gewidmet werden, das hauptsächlich in den drei Kaukasusländern Armenien, Georgien und Aserbaidschan vorkommt. "Das regionale Artenschutzprojekt kann zur Krisenprävention im konfliktträchtigen Kaukasusgebiet beitragen, da es eine Dialogplattform auf Nicht-Regierungsebene in diesen Ländern bietet", erklärte Leif Miller, Leiter der NABU-Bundesvertretung. Der NABU unterstützt außerdem seinen aserbaidschanischen Partner beim Aufbau eines professionellen Naturschutzverbandes, der durch eine demokratische Struktur und die Vernetzung v on aktiven Naturschützern auch einen Beitrag zur Entwicklung der Zivilgesellschaft leisten soll.

NABU, 8. Mai 2002
NABU-Wildhütereinheit rettet zwei Schneeleoparden in Kirgisistan
Berlin. Die in Kirgisistan tätige Wildhütereinheit "Gruppa Bars" des Naturschutzbundes NABU hat erneut erfolgreich zugeschlagen. Den NABU-Rangern gelang es aktuell zwei rund acht Monate alte Schneeleopardenweibchen aus den Händen eines Wilderer- und Händlerringes zu befreien und zu konfiszieren. "Das war ein Riesenerfolg unserer Wildhüter und ein herber Schlag für die organisierte Wilderei", meinte Leif Miller, Leiter der NABU-Bundesvertretung. Bei der Aktion der "Gruppa Bars" hätten acht Wilderer und Händler festgenommen werden können, obwohl diese schwer bewaffnet gewesen seien. Die Wilderer hätten die beiden kleinen Schneeleoparden für die astronomische Summe von 22 Tausend US-Dollar angeboten.
Die gerettete Schneeleoparden sind Schwestern und wurden in völlig geschlossenen Metallkisten von weniger als ei nem halben Kubikmeter gefangen gehalten. "Das Schicksal des Muttertieres ist leider unbekannt, wir befürchten, dass sie erschossen wurde", erklärte Miller. Eines der Jungtiere ist außerdem in einer Tellereisen-Falle schwer verletzt worden und verlor eine Vorderpfote. "Wir wollen versuchen, zumindest ein Tier für die Wiederauswilderung vorzubereiten. Für die andere Leopardin suchen wir nach einer passenden und sicheren Bleibe in Europa", so Miller weiter. Beide Tiere sind momentan in der NABU-Wildtierforschungs- und Rehabilitationsstation am Nordufer des Issyk-Köl untergebracht. In der NABU-Wildtierforschungsstation werden Daten zu Populationsgröße und Verhalten gesammelt und konfiszierte, nicht verletzte Schneeleoparden auf ihre Rückkehr in die Wildnis vorbereitet.
Der NABU ist mit seinem Schneeleoparden-Projekt seit über drei Jahren in Kirgisistan aktiv. Die Wildhütereinheit "Gruppa Bars" hat bisher über 160 Wi lderern und Händlern in Kirgisistan das Handwerk gelegt und dabei mehr als 400 Fallen und Waffen beschlagnahmt.
Weitere Informationen und Fotos im Internetunter www.schneeleopard.de oder www.NABU.de
 

Natur- und Artenschutz

Südwest Presse 3.5.2002

Letzter Kondor wieder frei
http://www.suedwest-aktiv.de/landundwelt/blick_in_die_welt/artikel212815.php
Der Zoo von Los Angeles hat einen Kondor nach 15 Jahren wieder in die Freiheit entlassen. Der 22 Jahre alte Vogel war 1987 der letzte freifliegende männliche Vertreter seiner Art gewesen. Zusammen mit drei einjährigen Vögeln verließ er das Kondor-Gehege im Nationalpark Los Padres. Dort werden seit knapp 20 Jahren Kalifornische Kondore gezüchtet. 1984 entschlossen sich die Ornithologen nach dem rasch aufeinander folgenden Tod von sieben Tieren dazu, die verbliebenen acht Vögel zu fangen und so vor dem Aussterben zu retten.

Hamburger Morgenpost 2.5.2002
Frei nach 15 Jahren!
http://www.mopo.de/nachrichten/146_6188.html
Vor 18 Jahren schienen die Tage des Kondors gezählt: Ganze acht Exemplare des größten Vogels auf dem nordamerikanischen Kontinent segelten 1984 noch durch die Lüfte, nur 21 Artgenossen fristeten ihr Dasein in verschiedenen Zoos. Drei Jahre später wurden die letzten drei freilebenden Männchen eingefangen für ein Zuchtprogramm – mit Erfolg: Nach 15 Jahren „hinter Gittern“ verließ gestern der letzte der 1987 eingefangenen Kondore sein Gehege im Nationalpark Los Padres, begleitet von drei einjährigen Artgenossen. Nicht zuletzt der Manneskraft des mittlerweile 22 Jahre alten Riesen ist es zu verdanken, dass der Kondor-Bestand auf immerhin 197 Exemplare angewachsen ist. Die künstlich ausgebrüteten „Waisen“ wurden mit Handschuhen im Kondor-Eltern-Look gefüttert und seit 1992 paarweise ausgewildert. Um ihre Überlebenschancen zu verbessern, starteten die Zoos zudem ein „aversive training“: Drähte im Gehege wurden unter Strom gesetzt, bei jedem Versuch, sich auf die Leitung zu setzen, kassierten die Vögel einen leichten Stromschlag. Die grobe Therapie zeigte Wirkung: Die „elektrisch erzogenen“ Jungvögel meiden Strommasten auch in der Freiheit.


Lübecker Nachrichten 3.5.2002

Neue Attraktion in Wallnau: Der Pfad der Sinne
http://www.ln-online.de/Nachrichten/Lokales/ostholstein__761889.htm
Seit 25 Jahren steht Wallnau auf Fehmarn für Naturschutz. Jetzt lockt die Besucher im Wasservogelreservat eine neue Attraktion: der "Pfad der Sinne". 200 000 Euro hat das Land hierfür gegeben. Ein Vierteljahrhundert, nachdem das knapp 300 Hektar große frühere Teichgutgelände vom Nabu Deutschland aufgekauft und später vom Land unter Naturschutz gestellt wurde, steht Wallnau vor einem Umbruch. Allein für rund eine Million Euro muss das Informationsgebäude saniert werden. Ziel ist ein Umbau bis zum 1. Juni 2004.


Bonner General Anzeiger 2.5.2002

Ochsenfrosch-Alarm in Meckenheim
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/artikel.php?id=44728
Sie rufen beinahe so laut wie eine ausgewachsene Kuh, und sie fressen alles, was ihnen vors Maul kommt: Amphibien, Fische, Mäuse und Vögel - riesengroße Ochsenfrösche beunruhigen derzeit in Meckenheim Naturschützer und die Behörden. Die bis zu 20 Zentimeter langen und gut ein Pfund schweren Amphibien haben sich in dem städtischen Teich an den Tennisplätzen breit gemacht. "Wir haben schon weit über 20 000 Kaulquappen gefangen, aber es sind noch mehr drin", hieß es im Meckenheimer Rathaus. In dem Teich sind schon seit einiger Zeit Ochsenfrösche gesichtet und gehört worden. Sie haben sich dort sogar fortgepflanzt, was in Deutschland sonst nur noch von zwei Stellen im Südwesten bekannt ist. In mehreren Gewässern nördlich von Karlsruhe wurden im Sommer 2001 erstmals einige tausend Kaulquappen und Jungtiere des Ochsenfrosches entdeckt. Nach ersten Recherchen handelte es sich auch dort um Nachkommen von ausgesetzten Tieren. Um zu verhindern, dass sich die Tiere in benachbarte Biotope ausbreiten, wird jetzt in Meckenheim erneut ein engmaschiger Zaun um den Teich gebaut. Noch in diesem Jahr soll das Gewässer trocken gelegt und die Tiere abgefangen werden.


Main Rheiner 7.5.2002

Hamster nagen am Zeitplan für Trasse
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=690016
Bis in die 70er Jahre galt der Feldhamster als Schädling, mittlerweile wird der kleine Nager auf der Roten Liste als „stark gefährdet“ eingestuft. Auf dem Gelände, wo in einer Woche der Spatenstich für die Westumgehung ins Gewerbegebiet Hechtsheim angesetzt ist, soll es mindestens zwanzig „Individuen des klassischen Feldhamsters“ geben. Landschaft und Wetter haben dazu beigetragen, dass die Population des Kleinsäugers sprunghaft gestiegen ist. 42 Hamsterbauten wurden von Experten auf der Pirsch durch die Hechtsheimer Gemarkung an der A60 schon entdeckt. Nun sollen die „etwa zwanzig bis dreißig Hamster“ mit Fallen gefangen und an anderer Stelle wieder ausgesetzt werden. Trächtige Tiere dürfen laut Bundesartenschutzverordnung jedoch nicht umgesiedelt werden.


News 3.5.2002

Malaysia: Geschmuggelte Tiere vor Kochtopf gerettet
http://www.news.ch/detail.asp?ID=110743
Kuala Lumpur - Malaysische Fahnder haben 203 seltene Schildkröten ein Dutzend Python-Schlangen und einige Ameisenbären vor dem Kochtopf bewahrt. Die Tiere seien aus Thailand eingeschmuggelt worden, um in der Küche zu enden.  Erst vergangene Woche waren den Angaben zufolge die Behörden in einem Kühlhaus auf 27 geschlachtete Ameisenbären gestossen, die für den Export nach Vietnam bestimmt waren.

> unverbindliche Vermutung: Es waren Schuppentiere, nicht Ameisenbären.

Thüringer Allgemeine 8.5.2002

Naturpreis 2002: Kuh-Aktie im Kalk-Biotop
http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.magazin.volltext.php?id=252957
Ob komplizierte Lebensraumschaffung für bedrohte Tiere und Pflanzen oder einfach ein Nistkasten im Garten - auch in diesem Jahr sind die besten privaten Naturschutzinitiativen der Region gesucht. Dafür hat die Hasseröder Brauerei in Kooperation mit den Nationalparken Harz und Hochharz sowie der "Thüringer Allgemeine" den mit 5000 Euro dotierten Hasseröder Naturpreis ausgelobt. Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren werden damit wirkungsvolle wie originelle Naturschutzinitiativen von Privatpersonen und Vereinen für ihr Engagement ausgezeichnet.

Neue Westfälische 8.5.2002

Bevölkerungswachstum in Asien verdrängt Dickhäuter
http://www.nw-news.de/news/mantel/welt/NW_20020508_1758110000.html
Asiens Elefanten sind schwer in Not. Mit Medienkampagnen und Patenschaften wird etwa in Thailand versucht, die Existenz der grauen Riesen in Reservaten, Parks und Wildnis zu sichern. Phairat Chaiyakham, Chef des „Pattaya Elephant Village“, klagt, dass zu viele Tiere in Asien als Bettel-Elefanten durch das Verkehrsgewühl von Metropolen stampfen müssen, damit Passanten eine Spende geben. Parkchef Chaiyakham hofft, dass auch thailändische und deutsche Geschäftsleute aus Pattaya und Bangkok sowie Langzeiturlauber dem Patenbeispiel des Parks folgen. Derzeit beherbergt der weiträumige Park 32 Tiere.

Berliner Morgenpost 3.5.2002

www.storchennest.de - Einblicke ins Ne(s)t
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/brandenburg/story517096.html

Süddeutsche Zeitung 6.5.2002

Onanieren für den Nachwuchs
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel912.php
Um bei nächster Gelegenheit Vater zu werden, befriedigen sich Japanmakaken regelmäßig selbst. Vier Jahre hatte sich Ruth Thomsen Zeit genommen, um Japanmakaken auf der Insel Yakushima zu beobachten. Inzwischen arbeitet die Biologin am Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin und verschickte einen Fragebogen an knapp einhundert Primatologen in aller Welt. Tatsächlich hatten zahlreiche Forscher bereits wild lebende Affenmännchen beim Masturbieren beobachtet – 34 von den insgesamt 52 untersuchten Arten.

Pronghorn race extinction across the Sonoran Desert
At the U.S.-Mexico border in southwestern Arizona, the old Peligroso/Danger signs dangling from the barbed wire facing Mexico do little to stop a furtive flood of foot traffic through the desert, despite its unforgiving conditions.

http://enn.com/news/enn-stories/2002/05/05032002/s_47070.asp

Animal parts trafficking rife in Britain, says WWF

Britons may be famous for their love of animals, but more often than not the beasts in question are stuffed, illegal, and endangered, environmental body WWF said Wednesday.
http://enn.com/news/wire-stories/2002/05/05092002/reu_47169.asp

Zambia says to apply to CITES to sell ivory
The Zambian government said on Wednesday it would apply to hold a one-off sale of its 17-ton ivory stockpile accumulated from poachers or culled elephants in a move sure to draw criticism from conservation groups.
http://enn.com/news/wire-stories/2002/05/05092002/reu_47166.asp

El Niño seen hitting southern Africa in late 2002
The South African Weather Service said Monday it expects an El Niño to hit southern Africa at the end of the year, bringing yet another dry spell after a disappointing harvest already this year.

http://enn.com/news/wire-stories/2002/05/05072002/reu_47133.asp

New fishing plan aims to save Galapagos wildlife
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/15841/story.htm

FISHERMEN OF THE AMAZON FLOODED FOREST TO SET LIMITS
MANAUS, Brazil, May 7, 2002 (ENS)
Representatives from over 30 communities across the Brazilian Amazon Region have gathered at the First Amazon Community Fishing Management Meeting being held in Manaus this week. Delegates from four states are planning actions to prevent overfishing and to assure that fishing is sustainable in the rivers and freshwater lakes of Brazil's Amazon Flooded Forest.
http://ens-news.com/ens/may2002/2002L-05-07-02.html

 

Weitere Infos

Utila-News
Am 11. Mai (Samstag) ist es wieder soweit.Das Nächste Utila-Informationstreffen findet im Senckenbergmuseum Frankfurt statt.Beginn ist um 15:00 voraussichtliches Ende um 18:00, bei Interesse wird im Anschluss auch ein geselliges Beisammensein in einem nahegelegen Lokal stattfinden. Weitere Informationen zu diesem Treffen erhalten sie auf unserer Homepage: www.utila-iguana.de



Zum Muttertag: Faire Blumen
Ziel von "Fairschenk Blumen!" ist neben der Steigerung der Absatzchancen von umweltfreundlich und sozialverträglich produzierten Blumen vor allem die leichtere Orientierung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Kunden erkennen die Geschäfte, die sich an der Kampagne beteiligen, an einem Kampagnenplakat vor Ort. Außerdem werden faire Blumensträuße mit einer Visitenkarte der Kampagne versehen.
Der Absatz von Schnittblumen in Deutschland nimmt stetig zu. Von Oktober bis Mai wird ein großer Teil der Schnittblumen aus Afrika, Lateinamerika oder Südostasien importiert. Sie sind dort ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, doch die Produktionsbedingungen sind oft katastrophal. Vielfach liegt eine klare Missachtung der international anerkannten sozialen Menschenrechte und der Umweltstandards vor.
Um eine Orientierung in diesem Bereich zu geben, wurden verschiedene Blumenlabel geschaffen:
Das Sozial-Label FLP (Flower-Label-Program) garantiert besonders bei Importware aus den Entwicklungsländern eine umweltfreundliche und sozial verträgliche Blumenproduktion.
Für Europa und Deutschland gibt es im Bereich des konventionellen Blumenanbaus zwei weitere Umweltlabel: Das holländische MPS (Umweltprogramm Zierpflanzen) und das deutsche DGZ (Das Grüne Zeichen).
Den höchsten Umweltstandard garantieren die anerkannten ökologischen Anbauverbände wie beispielsweise Bioland, demeter, Naturland oder ANOG


Ausstellungen

WEISSACH Heimatmuseum Flacht
VOGELWELT DER STEINRIEGELHECKEN
12.5. bis 21.7.2002
http://webmuseen.de/dA.html?19308


FREIBURG Adelhausermuseum Naturkunde und Völkerkunde:
DER REGENWURM
bis 28.7.2002
http://www.ruf.uni-freiburg.de/bildkunst/STADT/ADELHAUSER_N/welcome.html


HEILBRONN Naturhistorisches Museum der Städtischen Museen Heilbronn:

LEBENDE FOSSILIEN Die wahren Oldies auf der Erde
bis 8.9.2002
http://www.museen-heilbronn.de

MÜNCHEN Zoologische Staatssammlung:

NATURSCHÖNHEITEN TAIWANS
bis 8.5.2002
http://www.zsm.mwn.de/

FREIBURG/FRIBOURG Naturhistorisches Museum

FARNE
bis 29.9.2002
http://www.fr.ch/mhn

FULDA Vonderau Museum:

BESTECHENDE INSEKTEN - Wildbienen, Honigbienen und Hummeln
bis 9.6.2002
http://www.fulda-online.de/inhaltsseiten/tourismus/tourismus/region-fulda/kultour/sehenswuerdigkeiten/vonderau_m.htm


STUTTGART Staatliches Museum für Naturkunde am Löwentor:

UR-GEZIEFER Die faszinierende Evolution der Insekten
http://www.naturkundemuseum-bw.de

OLTEN, Naturmuseum 

EINHEIMISCHE REPTILIEN
bis 28.7.2002
http://www.naturmuseum-olten.ch

PADERBORN Naturkundemuseum im Marstall:

BLÜTENÖKOLOGIE faszinierendes Miteinander von Pflanzen und Tieren
bis 14.7.2002
http://webmuseen.de/dA.html?19058

DETMOLD Westfälisches Freilichtmuseum Detmold - Landesmuseum für Volkskunde
...SO FREI, SO STARK Westfalens Wilde Pferde

bis 31.10.2002

http://www.lwl.org/freilichtmuseum_detmold/index.htm

EISENSTADT Burgenländisches Landesmuseum: 

LEBENDE SCHLANGEN - Mythologie und Wirklichkeit 
bis 30.6.2002 
http://webmuseen.de/dA.html?18919

EICHSTÄTT Jura-Museum

EULE UND MENSCH
bis 25.8.2002
http://www.Jura-Museum.de

Tiergarten Heidelberg: 

REGENWALD - DAS GRÜNE UNIVERSUM - Die besten Fotografien von 15 internationalen GEO-Fotografen
bis 30.5.2002 
http://www.zoo-heidelberg.de

FRAUENFELD Naturmuseum des Kantons Thurgau: 

LUCHS - JÄGER AUF LEISEN PFOTEN
bis 9.6.2002 
http://www.kttg.ch/museen/HTM/natur1.htm

 

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TV-Tipps

Do., 9.05.2002, ca. 18:00 BR-alpha: Doku über Geschichte der Delphinhaltung in Deutschland
(sollt dies einer unserer Leser aufzeichnen, würden wir uns sehr über eine Kopie freuen!)
Fr., 10.05.2002, 13:30-14:00 SWR, Welt der Tiere: Der letzte Panda?
Fr., 10.05.2002, 13:30-14:00 MDR, Marderblues, Die letzten Nerze Europas
Sa., 11.05.2002, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Der Krieg der Hörnchen
Sa., 11.05.2002, 17:55-18:35 VOX, tierzeit, Ein Krankenhaus für den König der Lüfte
So., 12.05.2002, 13:15-14:00 MDR, Von Schafen, Geiern und Bären, Auf spanischen Hirtenpfaden
Mo., 13.05.2002, 19:00-19:30 BR, Welt der Tiere, Flug im Windkanal und andere Tricks der Tierfilmer
Di., 14.05.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Mae-Sa - Ein Königreich für Elefanten
Do., 16.05.2002, 14:15-15:00 ZDF, Discovery - Die Welt entdecken, Waisenhaus im Busch - Schimpansen in Sambia
Do., 16.05.2002, 16:00-16:30 3sat, Kobolde der Nacht, Seltene Tiere auf Sulawesi
Do., 16.05.2002, 20:15-22:00 VOX, Wilde Kreaturen, (Fierce Creatures), Komödie, USA 1996
Fr., 17.05.2002, 11:00-11:30 WDR, WDR Tierleben: Kraken - intelligente Monster, u.a. Aquarium Banyuls
Fr., 17.05.2002, 13:30-14:00 MDR, Die Affen mit den weißen Hosen, Delacour-Languren, Ein Film von Eberhard Meyer
 



Immer Sa, 18:10, TV NRW: Ein Platz für Tiere 
(aus den 60er-80er Jahren mit Prof. B. Grzimek; teilweise mit Zoo-Portraits)



ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
 

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