Zoopresseschau

Zoo-AG Bielefeld
http://www.zoo-ag.de

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Ausgabe 111 vom 16. Mai 2002 
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse
zusammengestellt von Dirk Petzold
und Dr. Martina Raffel
ISSN 1619-6643

Liebe Leser der Zoopresseschau,

die Zeit ist längst reif für Großaquarien in Deuschland. Seit Jahren gibt es diverse Konzepte, ob von Stadtentwicklungsgesellschaften, Peter Chermayeff, Hagenbeck oder Merlin Entertainment. Oft bis kurz vor der Realisierung, doch immer wieder gescheitert. Bremerhaven, Oberhausen, Duisburg, Sylt, Wittenberge. Nicht nur USA und Japan, Südafrika und Australien, Genua, Bergen, Lissabon und Bilbao bieten Aquarien mit 30-m-Tunneln, acht Meter hohen Acrylscheiben, Multimillionen-Liter-Becken oder anderen Superlativa. Auch in unseren Nachbarländern gab es im letzten Jahrzehnt einen regelrechten Boom: U. a. Boulogne, St. Malo, Brest; Hirtshals, Grena; Rotterdam, Arnhem besitzen alle Aquarien, an deren Größe keine einzige deutsche Anlage heranreicht. Viele dieser Anlagen sind heute touristische Hauptattraktionen und kulturelle Mittelpunkte. Aber auch so manches schnell nachgezogenes Aquarium vor allem in den USA konnte die Erwartungen nicht erfüllen und steht vor der Schließung, wie uns fast wöchentlich die Artikel in ZooNewsDigest zeigen


  Inhalt: Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

Westdeutsche Allgemeine 10.5.2002
Aquarien-Investor gefunden
http://www.waz.de/waz/waz.westen.artikel.php?id=255814

Die britische "Merlin Entertainment" will bis zum Herbst 2004 ein großes Seewasser-Aquarium direkt neben dem Oberhausener CentrO bauen. Der Kaufvertrag für das 15 000 qm große Grundstück wurde gestern notariell beurkundet. Der britische Investor betreibt unter dem Namen "Sea Life Centres" europaweit bereits 15 Aquarien, u. a. am Timmendorfer Strand und in Konstanz, künftig auch in Speyer, und will sich, allerdings zeitlich begrenzt, auch im Dortmunder Westfalenpark engagieren. Das Oberhausener Aquarium soll das "europäische Flaggschiff" werden. Nachdem zwei Anläufe mit anderen Investoren zuvor gescheitert waren, dauerten die Verhandlungen zwischen der Stadt Oberhausen und Merlin nur drei Monate.

Neue Ruhr Zeitung 11.5.2002
Merlin zaubert Aquarium
http://www.nrz.de/nrz/nrz.nachbarstadt.volltext.php?id=256151
Kaum einer wusste, dass Oberbürgermeister Burkhard Drescher seit drei Monaten mit dem britischen Freizeitkonzern "Merlin Entertainments" über die Errichtung des seit Jahren geplanten Großaquariums verhandelte. "Merlin" habe das 15 000 Quadratmeter große Grundstück am Kanal gekauft, werde das Aquarium als "Nationales Sea Life Centre" selbst bauen und betreiben, Das Oberhausener "Fischbecken" werde als (nach Birmingham zweites) "Nationales Sea Life Centre" zum "Flaggschiff" der Aquarien auf dem Kontinent, versprach Johannes Mock, Geschäftsführer der deutschen "Merlin"-Gruppe. Der vorläufige Zeitplan sieht vor, dass "Merlin" bis zum 31. Mai 2003 einen kompletten Bauantrag unterbreitet. Die Eröffnung ist für Herbst 2004 geplant.

Märkische Allgemeine 13.5.2002
Hauch von Karibik an der Elbe
http://www.MaerkischeAllgemeine.de/?loc=3_4_1&id=44525
In Wittenberge (Prignitz) soll bis zum Jahr 2006 ein zumindest in Deutschland einmaliges Aquarium entstehen. In dem direkt am Elbufer geplanten Gebäude soll die Welt der Fische von der Elbquelle bis zum Golf von Mexiko zu sehen sein. Der Zug der Aale und der Lachse durch die Weltmeere werde den inhaltlichen roten Faden bilden. Demnach gehören Fischotter, Biber, Haie, viele exotische Fischarten, aber auch die beeindruckenden Tangwälder der karibischen Sargassosee ins Wittenberger Aquarium. Der rote Faden soll schon in der Architektur anschaulich werden. Architekt Uwe Peetz hat eine liegende Pyramide aus Stahl und Glas entworfen. Insgesamt soll das Areal 4000 Quadratmeter umfassen. Um wirtschaftlich zu sein, müsse das Aquarium allerdings etwa 360 000 Besucher im Jahr anziehen. Seit April sind die Initiatoren, die sich in der Genesis GmbH zusammengeschlossen haben, Eigentümer der Fläche für das Großaquarium. Die Investitionskosten werden in der Machbarkeitsstudie auf 16,4 Millionen Euro veranschlagt. Der Antrag auf öffentliche Förderung ist bereits gestellt. Noch aber fehlt ein Großinvestor, der 25 Prozent der Summe übernimmt. 2004 wollen sie mit dem Bau des Aquadroms beginnen, 2006 soll es fertig sein.

News 14.5.2002
Freude über Elefanten-Geburt im Zürcher Zoo
http://www.news.ch/detail.asp?ID=112131
Die Elefantenkuh Indi im Zürcher Zoo ist zum ersten Mal Mutter geworden. Am Montagabend um 23.10 Uhr wurde das Elefantenmädchen geboren. Es ist 97 Zentimeter gross und damit vergleichsweise klein. Nur sieben Minuten nach der Geburt stand es - wenn auch noch wackelig - auf den Beinen. Die junge Mutter Indi machte ihre Sache perfekt . Die Geburt verlief völlig problemlos. Der Zootierarzt war zwar anwesend, seine Hilfe war aber nicht nötig. Der Vater ist der 32-jährige Maxi - Stammvater der Zürcher Elefantenzucht mit nun neun Nachkommen.

Der Landbote (Schweiz) 15.5.2002
ZOO ZÜRICH: AISHU HAT EINE HALBSCHWESTER
http://www.winti-guide.ch/index.php?id=54114
Wie das Neugeborene heisst, wird am Mittwoch im Rahmen des üblichen Zoo-Medien-Apéros bekannt gegeben. Klar ist, dass der Name mit «C» beginnen muss: Im Zoo haben die Namen aller Neugeborenen eines Jahrgangs einen einheitlichen Anfangsbuchstaben. 2002 ist ein «C»-Jahr.

News 15.5.2002
Zürcher Elefanten-Baby heisst Chandra
http://www.news.ch/detail.asp?ID=112271
Chandra - so heisst das jüngste Elefantenmädchen im Zürcher Zoo. Der Name bedeutet 'die Glänzende' und geht auf eine hinduistische Mondgöttin zurück. 44 Prozent der Teilnehmer einer Publikumsumfrage haben diesen Namen gewählt.

Neue Zürcher Zeitung 16.5.2002
Elefantenbaby erhält den Namen Chandra
http://www.nzz.ch/2002/05/16/zh/page-article85VTR.html
Chandra solle eine Botschafterin sein für die in der Wildnis stark gefährdete Art der Asiatischen Elefanten, sagte Zoodirektor Alex Rübel

Neue Luzerner Zeitung 16.5.2002
Elefantenbaby heisst Chandra
http://www.neue-lz.ch/news/artikel.jsp?ref=30199749

Neue Zürcher Zeitung 14.5.2002
Elefantengeburt im Zürcher Zoo
http://www.nzz.ch/2002/05/14/vm/page-newzzD17I7E4R-12.html

Mannheimer Morgen 11.5.2002
Selbst im Zoo ändern sie ihr Verhalten selten / Experten beraten über Behandlungschancen
Tiere verheimlichen ihre Krankheiten
http://www.mamo.de/aktuell/lokales_und_region/nachbarschaft/20020511_aufmacher.html
Heidelberg. Blasrohr und Betäubungsgewehr, die "Daktari" stets zum Spritzen von Medikamenten parat hatte, ließen seine "Enkel" ausnahmsweise zu Hause. 350 seiner Kollegen aus 29 Ländern doktern zurzeit im Heidelberger Krebsforschungszentrum am grünen Tisch an Krankheiten von Zoovierbeinern herum.
Der Grund liegt auf der Hand, wie der Heidelberger Tiergartendirektor Dr. Klaus Wünnemann verrät. In den Gehegen werden Großkatzen und Co. oft zwei bis drei mal älter als in der Natur, wo gefräßige Feinde lauern. Deswegen versuchen kränkelnde Viecher ihre Beschwerden auch zu verheimlichen. Dieses Verhalten behalten die Zoobewohner oft bei.
"Wissen schützt Tiere", appelliert Wünnemann und lenkt den Blick auf den Artenschutz. Internationale Zuchtprogramme helfen bedrohten Tierarten und gliedern sie durch Auswilderungsprojekte wieder in die Natur ein wie etwa den Luchs. Auch die Wildform des Hauspferds hat in der Mongolei erneut Fuß gefasst und gelernt, sich gegen Wölfe zur Wehr zur setzen. Wichtig sei dabei, so Dr. Gila von Hegel, Direktorin des Karlsruher Zoos, die Tiere auch anschließend weiter ärztlich zu versorgen.

Neue Osnabrücker Zeitung 15.5.2002
Fast schlafend wurde Umtali in die Kiste bugsiert
http://www.neue-oz.de/information/noz_print/stadt_osnabrueck/umtali.html
Die Elefantenkuh Umtali, die am 3. April im Osnabrücker Zoo einen Tierpfleger schwer verletzt hatte, wurde gestern in einem Spezialtransporter in den Safaripark Hodenhagen gebracht. Schon seit Tagen hatte man die16-jährige Umtali immer wieder von den anderen abgesondert, damit sich die Tiere an die Trennung gewöhnen. Nur knapp 15 Minuten hat das Bugsieren in die „Kiste“ gedauert.

Die Welt 14.5.2002
Wenn Nasenbären stiften gehen
http://www.welt.de/daten/2002/05/14/0514b01331888.htx
Der Jahresbericht 2001 des Zoo Berlin ist erschienen. 30 Jahre lang hat ihn der scheidende Zoo-Chef Dr. Hans Frädrich verfasst - nun verabschiedet er sich ein wenig wehmütig von den Lesern, registriert noch einmal Erfolge und Fehlschläge, Leben und Tod. 1,602 Millionen Besucher kamen - rund neun Prozent weniger als im Jahr davor. Insgesamt mehr als acht Millionen Mark nahm der Zoo aus Nachlässen und Spenden ein.

Remscheider GA 14.5.2002
Tierische Wohngemeinschaft im Münsteraner Zoo
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?artikel=105232251
Eine tierische Wohngemeinschaft aus Orang-Utans, Zwergottern und Bartaffen lebt im Münsteraner Zoo. Ziel des weltweit erstmalig geglückten Versuchs sei es gewesen, den anspruchsvollen Orang-Utans durch tierische Gesellschaft die Langeweile zu nehmen. Die meisten der Tiere lebten bereits seit mehreren Monaten in einem Gehege zusammen und spielten inzwischen ausgelassen miteinander.

Berliner Morgenpost 13.5.2002
Streit um kostenlose Dauerkarten für Zoo-Aktionäre
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/berlin/story519473.html
1,6 Millionen Besucher wollten im vergangenen Jahr die Tiere im Zoologischen Garten sehen - neun Prozent weniger als im Vorjahr. Berlins 4000 Zoo-Aktionäre dürfen auch künftig kostenlos den Zoo besuchen. Die Oberfinanzdirektion Berlins (OFD) hat zugestimmt, es bei der bisherigen Regelung zu belassen, nur wegen der Jahrzehnte alten bisherigen Handhabung und dem so bedingten Vertrauensschutz . Für neue Zoo-Aktionäre fordert die OFD darum eine wesentlich höhere finanzielle Beteiligung. Was angemessen ist, müssen nun die Altaktionäre auf der Hauptversammlung am 10. Juni beschließen. Der Zoo schlägt eine Einmalzahlung von 500 Euro vor - gegenüber bisher 20 Mark. Das neue Entgelt kommt dem Zoo zugute.

Südwest Presse 11.5.2002
Gnadenfrist für die Wölfe
http://www.suedwest-aktiv.de/landundwelt/blick_in_die_welt/artikel222524.php
Die beiden im Nationalpark Bayerischer Wald entlaufenen Wölfe haben eine Gnadenfrist erhalten. So lange durch die zwei Jungwölfe kein Mensch verletzt wird, solle es auch keine Jagd auf die Tiere geben, sagte der Sprecher der Nationalparkverwaltung, Rainer Pöhlmann. Zunächst hatte die Behörde vor, die vor vier Wochen aus einem Gehege beim niederbayerischen Neuschönau ausgebrochenen Wölfe töten zu lassen, wenn diese vor Pfingsten nicht eingefangen werden können. Es werde weiterhin versucht, die Wölfe zu betäuben und auf diese Weise zu fangen.

Nürnberger Nachrichten 11.5.2002
Nationalpark will die beiden Ausreißer lebend fangen - Keine Schuss auf Wölfe
http://www.nn-online.de/nn/b3.htm

Neue Ruhr Zeitung 11.5.2002
Tiere hautnah erlebt
http://www.nrz.de/nrz/nrz.duisburg.volltext.php?id=255932
Der Tag der offenen Tür lockte 4500 Besucher in den Duisburger Zoo. Den Zoo hautnah erleben, Tiere füttern und pflegen oder gar am Stand des Tierarztes Pierre Gallego einen Betäubungspfeil auf den Hinterschinken eines Papierzebras schießen: Viel Informatives wurde den Besuchern geboten, etwa wie das Futter zusammengesetzt ist, wie die Tiere gepflegt werden. Derzeit arbeiten französische Felskünstler am Außengelände für die Gorillas, die Ende des Monats in das 1200 Quadratmeter große Freigehege mit Bäumen, Kräuterecke, einer Höhle mit Fußbodenheizung für die kalten Wintertage und Kunstfelsen umziehen sollen. In einigen Wochen fertig gestellt sein wird auch das Haus für den Elefantenbullen.

Thüringische Landeszeitung 13.5.2002
Gerettete Petze sind Botschafter
http://www.tlz.de/tlz/tlz.heiligenstadt.volltext.php?id=258223
Was braucht es für eine artgerechte Haltung von Braunbären? Das war der Grundgedanke des zweitägigen Forums, zu dem die Aktion Bärenhilfswerk e.V., der Trägerverein des Worbiser Parks, eingeladen hatte. In Vorträgen und Diskussion kamen Erfahrungen zu Wort und wurde über Missbräuche von Bären informiert. Zu den Teilnehmern des Forums gehörten Vertreter von Tierparks, Verhaltensforscher, Tierärzte, Tierpfleger von Städten, auch Architekten und Fachjournalisten. Der Gastgeberverein war stolz auf die hochkarätige Liste der Vortragenden, zu denen als Tagungsleiter Prof. Dr. Udo Gansloßer von der Universität Erlangen und Dr. Bernd Schildger aus Bern gehörten. Schildger, Zootierarzt in Frankfurt, plant, den von der Haltung her sehr umstrittenen Bärengraben mitten in Bern bärengerecht umzubauen.
>ausführlicher Artikel, aber voller inhaltlicher Fehler

Zürich, 20 Minuten 15.5.2002
Försterei muss dem Tierpark Lange Erlen weichen
http://www.20min.ch/news/basel/story/4325162
Die Basler Regierung unterstützt den Tierpark Lange Erlen in den kommenden vier Jahren mit jährlich 185.000 Franken. 40.000 Franken davon sind für die Instandstellung der Tiergehege vorgesehen. Der Tierpark soll nun weiter entwickelt werden. Eine Voraussetzung sei die Ausweitung des Tiergeheges auf noch ungenutzte Flächen. Dafür muss die Försterei der Stadtgärtnerei verlegt werden.

Südwest Presse 15.5.2002
Bärin "Monika" eingeschläfert
http://www.suedwest-aktiv.de/region/swp_ulm/lokales/artikel227296.php
Die Ulmer Bärin "Monika" ist nach ihrer Winterruhe nicht mehr auf die Füße gekommen und musste wegen Kreislaufproblemen und Tumoren eingeschläfert werden. 33 Jahre sei sie alt geworden. Nach der Winterruhe habe die hauseigene Tierärztin noch versucht, mit Kreislaufmedikamenten und viel Traubenzucker das alte Tier wieder munter zu bekommen. Als nichts half, wurde ein Zootier-Experte der Stuttgarter Wilhelma zu Rate gezogen. Er legte Monika in Narkose und untersuchte die Organe. Dabei seien Krebstumore am Magen und an der Leber festgestellt worden. Übrig bleiben jetzt zwei inzwischen 13-jährige Kinder von Monika. Sie werden nächstes Frühjahr vom Fort Friedrichsau ins neue Bärengehege beim Aquarium umziehen.

Südwest Presse 11.5.2002
Beinahe hätte Grzimek einen Elch geknutscht
http://www.suedwest-aktiv.de/region/swp_neuulm/lokales/artikel222826.php
Der Tiergarten Ulm wird 75 Jahre alt. So tierisch ernst darf man in der Friedrichsau das Hinweisschild "Aquarium" mit dem großen Fisch nicht nehmen. Denn tatsächlich leben dahinter in Freigehegen auch Affen, Ziegen, Alpakas, Nandus, Kängurus und ab nächstem Jahr Bären, die aus ihrem Fort-Graben geholt werden. Dabei hatte im Jahr 1927 alles ganz klein angefangen: mit einer Fasanenvoliere und einem Affengehege nahe der "Hundskomödie". Da jedoch die Nachbarn über "üble Gerüche klagten", wurde 1935 beim Fort Friedrichsau mit einem neuen Vogel- und Tierpark begonnen. 1961 wurde der Zoo durch einen Brand aufgrund eines technischen Defektes vernichtet. 1966 öffnete das Neue Aquarium am heutigen Standort, 1980 war Einweihung des Tropenhauses, 1986 kam die begehbare Voliere hinzu. Nächstes Fernziel ist das unterirdische Donau-Aquarium mit heimischen Fischen.

Augsburger Allgemeine 14.5.2002
Anklage gegen Zoo-Vizechefin Brigitte Gorgas
http://www.augsburger-allgemeine.de/Portal/start?arid=1021344027072
Der Ehefrau des schwer erkrankten ehemaligen Zoochefs Dr. Michael Gorgas, Brigitte, wird möglicherweise der Prozess wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten gemacht. Wie gestern bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die 51-Jährige wegen Beihilfe zur Untreue erhoben. Über ein Jahr ermittelte die Anklagebehörde gegen Ex-Zoochef Gorgas. Wegen seiner schweren Erkrankung und Verhandlungsunfähigkeit wurde das Verfahren eingestellt. Die Untersuchungen wurden auch auf Brigitte Gorgas ausgedehnt. Der Verdacht kam auf, sie habe unrechtmäßig überhöhte Gehaltszahlungen bezogen und Flüge zu Karnevalssitzungen nach Köln als Dienstreisen abgerechnet. Das Verfahren gegen Ehefrau Brigitte sollte mit einem Strafbefehl über eine Geldstrafe abgeschlossen werden. Doch weil die Staatsanwaltschaft die Höhe auf 100 Tagessätze festlegte, weigerte sich Brigitte Gorgas, ihn zu akzeptieren. Der Grund: Ab der Höhe von 91 Tagessätzen gilt ein Beschuldigter als vorbestraft. Im Falle der Zoo-Vizechefin hätte dies bedeutet, dass die Stadt ihr fristlos hätte kündigen können. Die 1. Strafkammer muss die Anklage nun prüfen und entscheiden, ob es zum Prozess kommt. Gorgas' Anwalt sagte, seine Mandantin fühle sich unschuldig, weil sie nur das getan habe, was ihr Ehemann angeordnet habe.

Süddeutsche Zeitung 15.5.2002
Zoo-Chefin wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel3707.php
Die 52-Jährige wird der Beihilfe zur Untreue beschuldigt. Sie soll Flüge zum Kölner Karneval oder nach Moskau über die Zookasse abgerechnet haben. Nach Ansicht der Ermittler waren ferner einige aus öffentlichen Mitteln finanzierte Feste im Zoo eindeutig privater Natur.



Nordkurier 16.5.2002
Zoo sammelt Schotter für Otter - Nachtaktive Tiere immer häufiger Opfer des Straßenverkehrs
http://www.nordkurier.de/news/meck-pomm/otter/otter.html
Der Rostocker Zoo möchte Mitte nächsten Jahres die Besucher mit einer Otteranlage am Haupteingang begrüßen. Ziel sei weniger der Artenschutz, sagt die Expertin. Viel mehr soll der Fischotter "Werbeträger" für eine gesunde Landschaft sein. Da der Ros tocker Zoo die Mittel selbst nicht aufbringen kann, wurde die Aktion "Schotter für Otter" ins Leben gerufen.

Neue Luzerner Zeitung 16.5.2002
Der Storch ist zurück
http://www.neue-lz.ch/news/artikel.jsp?ref=30199599
Vor hundert Jahren wurden in der Schweiz noch 140 Storchenpaare beobachtet. Vor fünfzig Jahren waren die Störche dann ausgestorben. Die Wiederansiedlung der Störche ging von der 1948 gegründeten Storchensiedlung Altreu aus. Zurzeit sind rund 170 freifliegende Storchenpaare in der Schweiz registriert. Im Zoo Zürich leben seit 1957 Störche. Zurzeit sind fünf Paare am Brüten. Seit 1990 sind im Zoo mehr als 120 Störche geschlüpft

Kieler Nachrichten 16.5.2002
Zehn Ehrenamtliche helfen im Wildpark
http://www.kn-online.de/htm/aktuell/reg-s/c-btkeekholt.htm
Eekholt (btk) "Das Echo hat uns umgehauen. Wir hätten nie gedacht, dass wir eine solche Nachfrage auslösen würden." Helle Begeisterung spricht aus Sebastian Dönges von der Direktion des Wildparkes Eekholt. Anfang des Jahres hatte der Wildpark über die Zeitung kundgetan, ehrenamtliche Helfer zu suchen. 25, überwiegend Ruheständler, meldeten sich. Zehn von ihnen helfen jetzt regelmäßig.

Die Welt, 16.5.2002
Die norddeutschen Tier- und Wildparks sind immer wieder einen Besuch wert
http://www.welt.de/daten/2002/05/16/0516h1332301.htx
Wildparks haben heutzutage nicht mehr nur die Aufgabe, Tiere zur Schau zu stellen, sondern sie sind vielmehr Bildungs- und Erlebnisstätten für Jung und Alt geworden.
> Kurze, wenig aktuelle Portraits einiger Tierparks

Schweriner Volkszeitung 16.5.2002
Hobbybiologe führte durch das Biotop im Zoo
http://www.svz.de/newsmv/lr/swh/16.05.02/Hobb/Hobb.html
Schwerin. Heinz Sluschny begeistert sich für die Botanik seiner Heimat. Besonders gut kennt er sich auf dem Gelände des Zoos aus. Die drei Hektar große Wasservogelanlage, Kernstück des Schweriner Zoos, bietet nicht nur rund 400 Enten- und Gänsearten naturnahe Bedingungen. Auch die Pflanzenwelt ist überdurchschnittlich artenreich.

Mitteldeutsche Zeitung 16.5.2002
Bald Damwild unter der Kuckucksklippe?
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?MZWebArtikelID=1020881697461
Westerhausen. Die Idee für ein neues Areal des Dam- und Muffelwildes kam nicht von ungefähr. "In Gesprächen wurde uns von Fachleute deutlich gemacht, dass die bestehenden Gehege nicht mehr den Anforderungen entsprechen", erklärt der Fördervereins-Vorsitzende. Als Erweiterungsgelände ist das Areal unterhalb der Kuckucksklippe auserkoren worden. Mit der vor wenigen Jahren neu gebauten Bärenanlage und dem dann erfolgten Neubau für die Affen wurden echte Besuchermagneten geschaffen. Am 1. Juni wird es das 4. Westerhäuser Tierparkfest geben.

Aachener Nachrichten 15.5.2002
Mit Geiern trainieren
http://www.an-online.de/corem/corem/an/euregio/hellen_20515.html
Es ist Brutsaison in der Greifvogelstation im Wildgehege Hellenthal. Jede Menge Eulen-Babies, Falken-Kinder und kleine Geier. Karl Fischer zieht eine stolze Bilanz: "Derzeit haben wir 24 Zuchtpaare mit 80 Eiern."

Westdeutsche Zeitung 15.5.2002
Radweg über die Samba Trasse mit ZooBlick
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?artikel=102189741
13 Jahre ist es inzwischen her, dass über die Bahnstrecke zwischen Wuppertal-Steinbeck und Cronenberg der letzte Zug rollte. Ein Knackpunkt ist nach wie vor die Frage, inwieweit der neue Radweg das Außengelände des Zoos berühren wird. An der Schnittstelle soll - ebenfalls als Regionale-Projekt - das neue Außengelände für Löwen und Tiger entstehen. Eine speziell abgesicherte Radweg-Brücke zwischen den Gehegen ist eine Möglichkeit - wird aber von Zoo-Direktor Dr. Ulrich Schürer kritisch gesehen: Eine Einbeziehung des Radwegs verringere den Gestaltungsspielraum für das Außengelände. Die Befürworter erwarten hingegen eine zusätzliche Werbung für den Zoo und zusätzliche Besucher.

Oberösterreichische Nachrichten 15.5.2002
Wald und Wild im Zoo auf der Windflach
http://www.oon.at/nachrichten/lokal.asp?ressort=Linz&id=287884
Die Ausstellung "Unser Wald unser Wild" im Linzer Tiergarten auf der Windflach soll mit einer faszinierenden, naturnahen "Landschaft" Besucher und Schulklassen begeistern. Die Zoobesucher sollen nicht nur oberflächlich irgendwelche Tiere bestaunen, sondern durch Sonderausstellungen wie diese selbst genauer Beobachten lernen und Interesse für den Schutz natürlicher Lebensräume entwickeln:

News 14.5.2002
Löwe biss Tierpflegerin Arm ab
http://www.news.ch/detail.asp?ID=112017
Ein Löwe hat einer Zoowärterin in Florida den Arm abgerissen. Das Raubtier schnappte zu, als die 21-Jährige ihrer Familie ihren Arbeitsplatz im Zoo von Tampa im US-Bundesstaat Florida zeigte. Vermutlich habe die Frau ihren Arm in den Käfig gesteckt, um das Tier zu füttern.

Ostsee Zeitung 10.5.2002
Parkplatz für Behinderte wird eingerichtet
http://www.ostsee-zeitung.de/wi/start_112755_438219.html
Der Wismarer Tierpark ist in diesem Jahr von April bis Oktober Bestandteil des Landesgartenschaugeländes. Eine gesonderte Abzäunung innerhalb dieses Areals ist nicht vorgesehen. Damit wird die konzeptionelle Idee umgesetzt, den im Freizeitverhalten des Wismarer Bürgers etablierten Tierpark mit dem neuen Gelände zu verbinden. Unter besonderer Berücksichtigung der Bürger, die jedes Jahr für ihre Kinder eine Jahreskarte für den Tierpark erworben haben, ist die Dauerkarte der Landesgartenschau für Kinder preislich sehr niedrig gehalten. Nicht nur die Spielanlagen des Tierparks, sondern ganz innovative Spielideen sind damit jederzeit nutzbar.

Torgauer Zeitung 10.5.2002
Holzgerüst als Bürste für Quistel und Co.
http://www.hier-leben.de/NewsDetails.asp?ID=4325
Portrait der vier noch verbliebenen Bärinnen im Gehege vor Schloss Hartenfels und ihrer Pflegerinnen. Sie geben die Hoffnung nicht auf, dass das angekündigte neue Bärenhaus nicht nur ein Versprecher war. Schließlich stehen die Torgauer Geharnischten nach wie vor zu ihre Zusage, Jungbären für Torgau zu kaufen, wenn es die Unterbringung und das Gehege hergeben. Um sich in Sachen Bärenhaltung und -pflege auf den neuesten Stand zu bringen, besuchten die beiden Pflegerinnen die Bärentagung in der Nähe von Worbis.

Frankfurter Rundschau 10.5.2002
Alpaka-Zuchthengst Puschel kuschelt allein im Ziegenharem
http://www.fr-aktuell.de/fr/0406/t0406085.htm
200 Tiere, von der Boa bis zum Waschbär, aufopferungsvoll betreut von zehn Ehrenamtlichen, ein knappes Vereinsbudget und viel Tierliebe: Das ist der Kobelt-Zoo. Seit vergangener Woche ist das 17 000 Quadratmeter große Gehege wieder für Ausflügler und Familien geöffnet.

Nordbayerischer Kurier 10.5.2002
Röhrensee: Der Zoo in der grünen Lunge
http://www.bayreuth.de/deutsch/nachrichten/top/top1.htm
Aus dem bunten Mischmasch ist in den vergangenen Jahren ein kleiner, feiner Zoo mit einer kleinen Attraktion im 25. Jahr seines Bestehens geworden: Im Bayreuther Tierpark Röhrensee gibt es die zweitkleinste Hirsch-Art der Welt zu sehen. Zwischen 300 und 350 Tiere leben in den frisch renovierten Volieren und den Gehegen des kleinen Zoos. Früher seien es deutlich mehr Tiere gewesen, darunter seien auch viele Einzeltiere gewesen. Doch in jüngster Zeit wurde auf biologisch sinnvolle Lebensgemeinschaften umgestellt, zugunsten einer optimalen Tierhaltung nach den strengen Zoo-Standards.

Saarbrücker Zeitung 9.5.2002
Mundart kommt groß raus
http://www.sz-newsline.de/mzg/GNF73LB3_1.php3
Beim 5. Merziger Tierparkfest gab es fachkundige Erklärungen zum Tierpark und seinen Bewohnern von Werner Freund und Lori Becker und ein großes Rahmenprogramm für die ganze Familie.

Saarbrücker Zeitung 13.5.2002
Tierisch viel Spaß
http://www.sz-newsline.de/mzg/G5D75NE0_1.php3
Tollpatschig erkundeten die Welpen der Hundeschule von Käthe Reiter ihre Artgenossen, beschnüffelten sich dabei vorsichtig, bevor sie den Gästen des Merziger Tierparkfestes zeigten, was sie in den letzten Wochen bereits von ihren Trainern gelernt hatten. Ein Novum auf dem Fest war ein Dichter-Wettbewerb zu den Themen Tierpark und Merzig.

Sächsische Zeitung 10.5.2002
Sächsische Zeitung
http://www.sz-online.de/news/artikel.asp?id=128693
Pirna und Decin sind langjährige Partnerstädte. Ganz besonders enge Kontakte gibt es zum Deciner Zoo. Interview mit der Kulturchefin im Zoo Decin, Dita Bendova.


Bocholter Borkener Volksblatt 11.5.2002
Kunstprojekt der Kokerei Zollverein in Essen -Tiger-Pärchen zieht in Kohlebunker
http://www.bbv-net.de/news/kultur/2002-0511/tiger_bunker_kunst.html
Ein bengalisches Tiger-Pärchen aus Lübeck wird bei einem Kunstprojekt einen Sommermonat in alten Kohlebunkern der ehemaligen Kokerei Zollverein in Essen verbringen. Bei dem Projekt der türkischen Kunstprofessorin Ayse Erkmen aus Frankfurt werde der Bunker in den ursprünglichen Zustand des "Nichtbegehbaren" zurückversetzt, berichtete die Stiftung Industriedenkmalpflege am Samstag in Essen. Die beiden 14 Jahre alten Raubkatzen Ketty und Assam sollen am 29. Juni in ihre Sommerfrische mit überdachtem Balkon ziehen. Gemeinsam mit ihrem Lübecker Dompteur Dieter Farell werden die Tiere bis Anfang August bleiben. Eine 700 Quadratmeter große Fläche wird zur Zeit zu einem artgerechten Gehege umgebaut und mit Gitterstäben versehen.

Main Rheiner 11.5.2002
Anziehungspunkt für Ausflügler
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=692794
Im Gegensatz zum 1. Mai-Feiertag litt der AZ-Vogelverein Lampertheim diesmal nicht unter zu viel Nass von oben. Pünktlich zu Himmelfahrt sorgten hochsommerliche Temperaturen für Besucherströme im Vogelpark.

Nordkurier 16.5.2002
Königsnattern haben Paten
http://www.nordkurier.de/lokal/neubrandenburg/f_/f.html
Burg Stargard. Zwei rote Königsnattern sind seit gestern die Patentiere des Friedländer Kreistagsabgeordneten Frank Nieswandt

Höchster Kreisblatt 16.5.2002
Lamm hat nicht überlebt
http://213.138.32.50/sixcms/detail.php?_id=436069
Hattersheim. Das kleine Lamm aus dem Hattersheimer Tierpark hat seine „Entführung“ nicht überlebt.

Hamburger Abendblatt 16.5.2002
Sensation im Wildpark: Elchzwillinge
http://www.abendblatt.de/contents/ha/news/lokales/html/160502/1715ELCH1.HTM
Gleich zwei Babys hat Elchkuh Emmi vor fünf Tagen im Wildpark Schwarze Berge bekommen.

Westdeutsche Zeitung 15.5.2002
WZ-Aktion: "Nomaden der Lüfte" landen im Zoo
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?artikel=102189674
Das Kino "Cinetal" zeigt "Nomaden der Lüfte" im Wuppertaler Zoo - und das unter freiem Himmel und auf einer riesigen aufblasbaren Leinwand.

Nordkurier 11.5.2002
DEFA-Indianer kommt zum Tierparkfest
http://www.nordkurier.de/news/meck-pomm/zooo/zooo.html
Indianer aus Nordamerika und Mexiko haben zum Tierparkfest im Ueckermünder Zoo ihr Lager aufgeschlagen. Comanchen werden in einer Reitershow ihre Kunststücke zeigen", verrät der Leiter der Einrichtung, Helge Zabka. Außerdem sei es dem Tierpark in diesem Jahr wieder gelungen, mit Gojko Mitic den Star vieler DEFA-Indianer-Filme in den Tierpark zu holen.

Nordkurier 11.5.2002
Reitshow, Indianertänze und Schminkstudio
http://www.nordkurier.de/lokal/ueckermnde/zteu/zteu.html
Der Zoo Ueckermünde feiert auch im Jahr seines 40-jährigen Bestehens das traditionelle Tierparkfest. Als Stargast wird Gojko Mitic erwartet. Der Schauspieler ist aus vielen DEFA-Filmen bekannt und heute Hauptdarsteller bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg. Zudem gibt es auch ein Umweltbingo mit einer Bingo-Sonderauslosung zum Muttertag.

Nordkurier 13.5.2002
Tausende auch im Ueckermünder Tierpark
http://www.nordkurier.de/news/meck-pomm/tierpark/tierpark.html
Nordkurier 14.5.2002
Gojko Mitic verzaubert Tierpark-Besucher mit seinem Lächeln
http://www.nordkurier.de/lokal/ueckermnde/tier/tier.html
Auch zum Tierparkfest nach Ueckermünde zog es gestern Tausende Besucher, um bei strahlendem Sonnenschein die vielen Attraktionen zu bestaunen. Einer der größten Besuchermagnete war dabei wohl das Zelt, in dem der Schauspieler Gojko Mitic DEFA-Indianerfilme verkaufte und diese auf Wunsch mit seinem Namen signierte.

Schaumburger Zeitung 11.5.2002
Für das Aquarium die Decke verstärkt
http://www.dewezet.de/Redaktion/NewsArticle.php3?id=272639
Im Haus des Gastes im Kurort Bad Eilsen ist ein rund 3000 Liter fasendes Meerwasser-Aquarium aufgestellt worden. Zwei Männer erfüllen sich damit einen lang gehegten und nicht ganz billigen Traum. Dirk Spitzer und Uwe Eiben, die beiden Brüder und Pächter des Unternehmens, hegen eine ausgeprägte Vorliebe für Meerwasser und alles, was damit zusammenhängt. Fast fünf Meter lang und je 80 Zentimeter breit und tief ist das aus 15 Millimeter dickem Kristallglas hergestellte Aquarium. Neben lebenden Korallen werden Kaiserfische, Doktorfische, Rotfeuerfische, Riffbarsche, König-Salomon-Fische, Brunnenbauer, Garnelen und Einsiedlerkrebse das Becken bewohnen.

Ostsee Zeitung 11.5.2002
Säbelschnäbler honorierten Parzellenkauf
http://www.ostsee-zeitung.de/ri/start_112740_438861.html
Sichtlich überrascht zeigte sich der Marlower Vogelparkmitarbeiter Jan Gereit, als Hubertus Westphal vom Kreisverband Nordvorpommern des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) ihm einen Spenden-Scheck über 150 Euro überreichte. Damit erwarb der NABU symbolisch ein Stück „Boddenlandschaft“: eine Parzelle in der neuen Nationalpark-Biotopen-Voliere. Gleichzeitig wurde dem Vogelpark die weitere Unterstützung bei der Naturschutz-Bildungsarbeit zugesichert.

Thüringische Landeszeitung 11.5.2002
Für Csami und Seronga wurde der Tisch gedeckt
http://www.tlz.de/tlz/tlz.erfurt.volltext.php?id=256501
Dass die beiden Elefanten-Youngsters Csami und Seronga nicht an Appetitlosigkeit leiden, brauchte der Erfurter Zooparkdirektor Norbert Neuschulz gestern nicht großartig zu erklären. Damit das auch weiterhin so bleibt, überreichten zwei neue Tierpaten entsprechende Schecks. Außerdem übergab Minister Gnauck einen zweiten Scheck - bestimmt für die neue Zoo- und Naturparkschule. Für diese können jetzt Lehr- und Demonstrationsmittel im Wert von 2500 Euro angeschafft werden.

Süddeutsche Zeitung 10.5.2002
Mitten in Kairo
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel2278.php
Im Kairoer Zoo müssen sich Puma, Seehund, Elefant und Schimpanse nach den Besuchern richten – im Auftrag des ägyptischen Landwirtschaftsministeriums, das für die Anlage verantwortlich zeichnet. Für fast jeden Käfig gibt es einen Wärter, der dazu angestellt ist, „seinem“ Tier den Schlaf rauben. Gegen etwas Bakschisch stecken die Wächter Salat, Mohrrüben oder Kartoffelstückchen auf Stöcke, reichen sie halbwüchsigen Zoobesuchern, die damit stolz die Bestien füttern. Ein Pfund, etwa 25 Cent, kostet der Blick auf zwei Tigerbabys; für fünf Pfund bekommt man einen fünf Monate alten Löwe in den Arm gelegt. Die brutalere Nervenkitzel-Variante sieht so aus: Familienväter bestechen die Wärter, damit sie mit Eisenstangen auf den verängstigten Panther „Negro“ sowie das Puma-Pärchen „Jack und Jaquelin“ eindreschen – denn die brüllen und fauchen dann so richtig wild, und der menschliche Nachwuchs gruselt und freut sich zugleich. Der Zoo ist Kairos beliebtester Erholungspark. Er war einmal Lustgarten des Kalifen Ismail. 1891 wurde er der Öffentlichkeit übergeben, dient als Transitstation Afrikas für europäische Tiergärten und ist der größte Zoo des Kontinents. Und auch Deutschland ist vertreten: In einem winzigen Käfig winseln zwei Mischlingshunde, „Dobermann, Germany“ erläutert ein Schild.

Neue Ruhr Zeitung 11.5.2002
"Ein Symbol des Aufblühens"
http://www.nrz.de/nrz/nrz.essen.volltext.php?id=255763
Vor 50 Jahren feierten die Essener die Wiederöffnung ihrer Gruga.

Taunus Zeitung 13.5.2002
Muttertag im Reich der wilden Tiere
http://213.138.32.50/sixcms/detail.php?_id=429989
Muttertag im Opel-Zoo. Obwohl das Wetter den Müttern an ihrem Ehrentag nicht wohl gesonnen war, waren doch einige Familien in den Opel-Zoo gekommen – ausgerüstet mit Regenschirm und Gummistiefeln. Besonderer Höhepunkt für Groß und Klein war die Tanzshow der Königsteiner Tanzschule Kratz, die ein buntes Programm aus Freestyle-Tänzen, Steppeinlagen und Kindertanzgruppen boten.

Kieler Nachrichten 13.5.2002
Tierpark Neumünster im Zeichen des Pferdes
http://www.kn-online.de/htm/aktuell/reg-s/start.htm
Der gestrige Tag stand im Tierpark Neumünster ganz im Zeichen des Pferdes. Direktor Peter Drüwa hatte die Pferdetherapeutin Sabine Steinhauser aus Nürnberg und die Hufpflegerin Kirsten Junge aus Neumünster eingeladen, die vorführten, wie sie ihre Arbeit mit Pferden machen und dabei das Warum erklärten.

Kieler Nachrichten 13.5.2002
"Pferdeflüsterin" macht Tiere zu echten Partnern
http://www.kn-online.de/htm/aktuell/reg-s/c-Reg_S_1_REG1_ART3.htm
Zoodirektor Drüwa war beeindruckt, wie die Pferdetherapeutin mit den Tarpanen im Gehege umging und sie mit einem Minimum an eigenen Bewegungen über die ausgebreiteten Balken führte und durch ein hingelegtes Labyrinth.

Schleswig-Holsteinischer ZV 13.5.2002
Urteil gegen Raisdorfer "Vogelmörder"
http://www.shz.de/?RUBRIKID=10&MID=30&REDID=5818
Knapp ein Jahr nach einer Serie von sadistischen Tierquälereien im Vogelpark Raisdorf bei Kiel hat ein Jugendschöffengericht am Montag vier Heranwachsende zu Jugendstrafen verurteilt. Der Fall hatte im Sommer vorigen Jahres landesweit für Schlagzeilen gesorgt. Die rund 50 getöteten Tiere waren zum Teil mit Stricknadeln und Bleistiften durchbohrt, mit Farbe und Petroleum besprüht und verbrannt worden. In einem anderen Fall waren die Sittiche offensichtlich mit einer Kettensäge gequält worden. Nachdem die Gemeinde Raisdorf vor einem Jahr eine Belohnung in Höhe von 1000 Mark ausgesetzt hatte, waren die Jugendlichen ermittelt worden.

Darmstädter Echo 14.5.2002
Erfolg bei Sittichzucht
http://www.echo-online.de/suedhessen/detail.php3?id=145896
Bereits am Samstag fand die Jahreshauptversammlung des Vogelschutz- und Zuchtvereins Groß-Rohrheim im Vereinsheim am Vogelpark statt. Klaus Kögler, der alte und neue Vorsitzende, resümierte 2001 als ein Jahr der Erneuerung und Renovierung wohl auch im Hinblick auf das im nächsten Jahr anstehende 50. Vereinsjubiläum. Im Zuge der Renovierung wurden die Volieren neu angelegt, verputzt und teils mit neuen Dächern versehen. Zur Erhaltung des Standards im Vogelpark habe man größere Anschaffungen machen müssen, da auch ersetzt werden musste, was Raubtieren wie Fuchs oder Krähen zum Opfer fiel.

Nordkurier 15.5.2002
Nationalpark-Zentrum ist jetzt eröffnet
http://www.nordkurier.de/lokal/prenzlau/a/a.html
Mit einem feierlichen Akt ist gestern nach 32-monatiger Bauzeit das deutsch-polnische Umweltbildungs- und Begegnungszentrum "Schloss Criewen" seinen Nutzern übergeben worden. Der Schlosskomplex gilt künftig als das Tor zum Nationalpark "Unteres Odertal". Hier, inmitten der Idylle eines von Lenné gestalteten Parks, hat nicht nur das von der "Internationalpark GmbH" betriebene Umweltbildungszentrum seinen Sitz, sondern auch die Nationalpark-Verwaltung, die erst vor wenigen Wochen von ihrem provisorischen Sitz in Schwedt hierher gezogen war. Als einer der größten Attraktionen hat sich bereits das vor knapp zwei Jahren eröffnete Nationalpark-Informationszentrum mit seinem zwölf Meter langen Aquarium, das Flora und Fauna der Oder darstellt, entwickelt.

Dresdner Neueste Nachrichten 15.5.2002
DNN laden am Pfingstsonntag Abend erstmals zum Rendezvous in den Zoo ein
http://www.dnn.de/regional/25591.html
Am Pfingstsonntag Abend laden die Dresdner Neuesten Nachrichten zwischen 19 und 24 Uhr erstmalig zum Rendezvous in den Zoo ein. Die Besucher dürfen an diesem Abend bis Mitternacht die mit Fackeln beleuchteten Hauptwege entlang wandeln, um ihren Lieblingstieren einen Besuch abzustatten. Auf der Bühne am Afrikahaus spielt das Hot String Quintett zum Tanze auf. Wie in den vorangegangenen sechs Jahren gibt es zur 7. Zoo-Safari am Pfingstsonntag und -montag jeweils von 10 bis 17 Uhr vielfältige Angebote für die Kinder.

Höchster Kreisblatt 15.5.2002
Junge Lämmer aus Tierpark gestohlen
http://213.138.32.50/sixcms/detail.php?_id=434165
Zwei Lämmer, die erst am Freitagabend im Hattersheimer Tierpark zur Welt gekommen waren, wurden in der Nacht von Sonntag auf Montag aus dem Gehege gestohlen. Die Zwillinge wurden am Montag wiedergefunden. Eines der Lämmchen hat die Entführung ganz gut überstanden und ist wieder bei seiner Mutter im Tierpark. Das andere wird die Strapazen womöglich nicht überleben.



Zürich, 20 Minuten 14.5.2002
Und noch ein Giraffen-Baby
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/9291831
180 Zentimeter gross, 80 Kilogramm schwer: Das sind die Masse des Giraffenbullen, der gestern früh im Kinderzoo Rapperswil von der Rothschild-Giraffenmutter Diva zur Welt gebracht wurde. Im Juli wird es nun eine Doppeltaufe geben, denn bereits im April dieses Jahres ist im Kinderzoo Rapperswil ein Giraffenbaby zur Welt gekommen.

Neues Volksblatt 9.5.2002
Geiernachwuchs in Schmiding
http://www.volksblatt.at/108NV_739221.stm
Nach 55-tägiger Brutzeit erblickte jetzt ein kleiner Gänsegeier im Vogelpark Schmiding das Licht der Welt. Das Junge ist 15 cm groß und wiegt bereits ein halbes Kilo.

Westfalenpost 10.5.2002
Zwölfmal Nachwuchs bei Familie Wildschwein
http://www.westfalenpost.de/wp/wp.hagen.volltext.php?id=255102
Im Wildpark der Schwarzkittel am Wehringhauser Bach in Hagen gibt es Nachwuchs: zwölf Frischlinge gehören jetzt zur Rotte dazu.

Nordkurier 11.5.2002
Der "Dicke" und seine Schwester stellen sich vor
http://www.nordkurier.de/lokal/neubrandenburg/d_/d.html
Was gab das für ein Geschrei, als die Tierpflegerin des Burg Stargarder Zoos, Kathrin Tank, die beiden zwei Wochen alten Servale von ihrer Mutter wegholte. Schließlich müssen das weibliche und das männliche Tierbaby regelmäßig gewogen werden.

Südkurier 11.5.2002
Nachwuchs bei Guanacos
http://www.skol.de/lokales/pfullendorf/rahmen.phtml?id=GUQ9SKD9.1&a=n
Noch ist Hyra etwas wacklig auf den Beinen - aber dafür, dass sie erst knapp eine Woche alt ist, schlägt sich die kleine Guanaco-Stute auf dem Pfullendorfer Jägerhof bereits recht gut. Nur wenige Meter weiter liegt der nächste Nachwuchs: Helori, ein kleines Mischlingskalb. Ihre Mutter Leila ist ein schottisches Hochlandrind, ihr Vater ein afrikanischer Watussi-Bulle. Helori war eine echte Überraschung für Josef Jäger.

Berliner Kurier 10.5.2002
Einfach tierisch! Wie die Muttis im Zoo ihre Kinder erziehen
http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_kurier/berlin/.html/artik7.html
Viele Menschen können von der Geduld nur träumen, die Tier-Mamas regelmäßig an den Tag legen. Zum Muttertag gibt es Einblicke in die Kinderstuben aus Berliner Zoo und Tierpark Friedrichsfelde.

Hannoversche Allgemeine 13.5.2002
Neu geborenes Exmoor-Pony im Zoo
http://www.haz.de/hannover/nachrichten/131225.html
Dem Zoo Hannover ist nach eigener Aussage ein wichtiger Zuchterfolg gelungen: Die seltenen Exmoor-Ponys haben Nachwuchs bekommen. Am Sonnabend ist das hellbraune Hengstfohlen Carl zur Welt gekommen. Die weltweit noch rund 800 Tiere der vom Aussterben bedrohten Pferderasse gelten als direkte Nachfahren des eiszeitlichen Urponys.

04.05.2002
Rosa und Gurbe grüßen aus Itatiba/Brasilien
http://www.tierpark-hellabrunn-muenchen.de/04_aktuell_presse/05_05_flusspferd.htm
Unsere beiden Nilpferde sind aus der "Achterbahn menschlicher Gefühle" direkt in einem paradiesischen Planschbecken tierischen Wohlbehagens gelandet.

 
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Pressemitteilungen

Zürich, 14.5.02
Elefantengeburt im Zoo Zürich
Am Montag, 13. Mai 2002, ist kurz vor Mitternacht im Zoo Zürich ein Asiatischer Elefant zur Welt gekommen. Mutter INDI und das weibliche Jungtier sind wohlauf. Für die 16jährige Elefantenkuh INDI war dies die erste Geburt. Vater des Jungen ist der bewährte Zuchtbulle MAXI.
Kurz nach ihrer Ankunft im Zoo Zürich wurde INDI mehrfach von Maxi gedeckt und offenbar hat es auch sofort – 14 Tage, nachdem INDI zum erstenmal mit Bulle Maxi zusammengekommen war - geklappt. Nach 659-664 Tagen Tragzeit hat INDI ihr erstes Jungtier, ein Weibchen, bekommen.
Um für alle Fälle gerüstet zu sein, hielten die Elefantenpfleger bereits seit einem Monat Nachtwache. Die Geburt wurde durch den Zootierarzt überwacht, ohne dass er aber eingreifen musste. Erste Anzeichen einer beginnenden Geburt zeigten sich am Samstagabend, als INDI etwas Schleim verlor. In der Nacht vom Sonntag auf den Montag konnten erste Wehen beobachtet werden. Im Laufe des Montags waren dann deutliche Zeichen der bevorstehenden Geburt sichtbar. Eine leichte Vorwölbung unter dem Schwanzansatz zeigte an, dass die Fruchtblase bereits den Gebärmutterhals eröffnet hatte. Um 21.20 Uhr traten erstmals Teile der noch geschlossenen Fruchtblase aus der Vulva. Sichtbare Wehen waren an diesem Abend keine mehr zu sehen, bis INDI kurz nach elf nochmals leicht zu pressen begann. Um 23.10 Uhr kam das Junge mit den Hinterfüssen voran zur Welt.
INDI, die 16jährige Elefantenkuh, die 1999 aus dem Circus Knie in den Zoo Zürich kam, erweist sich als hervorragende Mutter. Von Vorteil war sicher, dass INDI bereits bei der Geburt von AISHU, dem bald 2jährigen Bullen und Sohn von CEYLA-HIMALI, dabei sein konnte. Von dessen Geburt an liebte sie AISHU, der ihr bester Spielkamerad wurde.
INDI entfernte sofort die Fruchthülle und zog das Junge zu sich hin. Sorgfältige schob sie das Junge mit dem Kopf an und half mit dem Rüssel nach, um dem Jungen auf die Beine zu helfen. Das junge Weibchen andererseits versuchte sofort aufzustehen, was ihm bereits nach 7 Minuten gelang. Es macht einen sehr lebhaften Eindruck und hat sofort damit begonnen, seine nähere Umwelt zu untersuchen.
Vater des jungen Weibchen ist MAXI, der bewährte und erfolgreiche rund 32jährige Bulle im Zoo Zürich. Er ist damit bereits 9facher Vater.
Noch hat das Neugeborene keinen Namen. Diesen soll es am Mittwoch, den 15. Mai 2002, im Rahmen des ordentlichen Presseapéros erhalten.

Stuttgart, 15.5.02
Made in Germany ...
... sind die beiden neuen Kalifornischen Seelöwen in der Wilhelma. Nach dem Verlust von „Tom“ und „Biene“ im letzten Jahr war es ruhig geworden in der stark ge-schrumpften Seelöwenherde. Der letzte Mann in der Gruppe –Toms Sohn „Felix“ vom letzten Jahr- musste sich dieses Frühjahr auf die Reise machen, um Inzucht zu vermeiden: Er ist jetzt Mitglied einer Seelöwengruppe in Japan. Die neuen Mitglieder der Wilhelma-Seelöwengruppe durften mit den drei verbliebenen Damen nicht näher verwandt sein. Bei der Suche nach geeigneten Nachfolgern wurde man in den Zoos von Duisburg und Wuppertal fündig: Der künftige Haremschef heißt „Arno“ und wurde im vergangenen Jahr im Zoo Duisburg geboren. Die Weibchen erhalten Ver-stärkung durch „Evi“, ebenfalls 2001 geboren im Zoo Wuppertal. Nach einem Jahr sind junge Seelöwen an festes Futter gewöhnt und nicht mehr von der Mutter abhän-gig – es ist die ideale Zeit, um sich neue Plätze in den Herden zu suchen oder aber um seinen Heimatzoo zu verlassen.
„Arno“ und „Evi“ müssen sich jetzt erst mal eingewöhnen – kleiner Sprachkurs „Schwäbisch für Seelöwen“, Schwimmgefühl für Mineralwasser kriegen und An-standsregeln lernen für erste Kontakte mit den älteren Seelöwendamen. Die beiden Neuen haben also volles Programm, um den Seelöwenalltag zu bewältigen – bis sie Soloauftritte in der täglichen Fütterung haben, wird’s noch ein bisschen dauern!

Münster, 15.5.02

Dr. jur. Nguyen Ba Son, der Botschafter Vietnams in Berlin, besucht den Allwetterzoo Münster
Seit rund 12 Jahren hat der Allwetterzoo - speziell sein zoologischer Direktor Jörg Adler - enge Kontakte zum fernen Vietnam. Nachdem schon des öfteren vietnamesische Zoologen und Tierpfleger zu Gast in Münsters Zoo waren, kann hier jetzt mit Dr. jur. Nguyen Ba Son erstmalig ein offizieller Vertreter der vietnamesischen Regierung begrüßt werden. Durch den Besuch des außerordentlichen bevollmächtigen Botschafters der SR Vietnam in Berlin erfährt die Arbeit des Allwetterzoos für den Arten- und Naturschutz in diesem südostasiatischen Land höchste Anerkennung. Der Botschafter wird am Donnerstag, 16. Mai, vormittags von Münsters Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann begrüßt und trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Anschließend wird Jörg Adler seinem hohen Gast die Stadt und vor allem den Zoo zeigen.

Münster 14.5.02
Experiment geglückt - Zoologische Sensation perfekt!
Zweifler hat es gegeben, doch nach dem Motto "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt" haben wir riskiert und letztendlich mit der richtigen Strategie unser Ziel erreicht: Unsere Orang-Utans wurden in einem langen Prozess erst mit asiatischen Zwergottern vergesellschaftet (die mittlerweile eine achtköpfige Familie aufgebaut haben) und seit neuestem zusätzlich mit drei männlichen Bartaffen. Unseres Wissens ist es weltweit die erste geglückte Zusammenführung von Orang-Utans mit Zwergottern und Bartaffen in einem Gehege. Diesem - zoogeographisch nicht ganz astreinen - Versuch lagen Überlegungen zugrunde, den hoch anspruchsvollen Orang-Utans mit der Gesellschaft anderer Tiere die Langeweile zu nehmen, für die gerade diese Menschenaffen anfällig sind. Wir wollten die Tiere nicht nur durch Geschicklichkeitsaufgaben bei der Fütterung beschäftigen (Orang-Utans neigen zur Fettleibigkeit), sondern hauptsächlich über Interaktionen mit anderen Tieren. Nach dem riesigen Erfolg mit den Zwergottern, die schon seit der Eröffnung unserer ZoORANGerie im September 2000 mit den Orang-Utans zusammen leben, hatten wir als zweiten Schritt die Vergesellschaftung mit einer asiatischen Affenart geplant. Die Wahl fiel auf Wanderus (Bartaffen), weil diese in ihrer Heimat im westlichen Indien in einer ähnlich bedrohlichen Lage sind wie die Orang-Utans auf Borneo und weil wir wussten, dass es im Rahmen des Europäischen Zuchtprogramms (EEP) für diese Tiere kleine Männchengruppen gibt, deren Unterbringung in Zoos oftmals schwierig ist. In Absprache mit dem Koordinator für das EEP für Bartaffen starteten wir das Experiment im Oktober 2001 mit drei männlichen Tieren aus einem irischen Zoo. Den faszinierenden Verlauf dieser Vergesellschaftung werden wir bei einem Pressetermin am 14. Mai erläutern und hierbei die unterschiedlichen Freundschaften, Konkurrenzverhältnisse und ausgelassenen Spiele zwischen Bartaffen, Orang-Utans und Zwergottern vor Ort zeigen und kommentieren.

St. Peter-Ording: "Konzertierte Aktion" für den Westküstenpark
Wirtschaftsverbände unterstützen das neue Konzept Deutlich mehr Besucher durch Seehund- und Lummenanlage erwartet. Da waren sich alle einig: Der "neue" Westküstenpark St. Peter-Ording ist ein toller touristischen Baustein der große und kleine Gäste gleichermaßen begeistert. Die Vorsitzenden der Wirtschaftsförderungsgemeinschaft, Elisabeth Cornils, des Hotel- und Gaststättenverbandes, Elke Rasmussen, und des Bürger- und Vermietervereins, Horst Fischer, hatten sich mit ihren Vorständen schon Anfang April von Parkleiter Peter Marke und dem Vorsitzenden des Fördervereins Heddies Andresen über die Veränderungen und Planungen im Westküstenpark informieren lassen. Im Mittelpunkt stand die Seehund- und Lummenanlage (Robbarium) deren Bau noch in diesem Monat beginnen soll. Anfang Mai trafen sie sich mit Bürgervorsteher Lothar Wischhusen, Bürgermeister Rainer Balsmeier und Tourismusdirektor Bernd Paulsen, um konkrete Maßnahmen abzustimmen. Vor allem die Werbung im Ort wollen die Verbände in diesem Jahr unterstützen und schon in der Bauphase der Seehund- und Lummenanlage auf das neue Highlight des Westküstenparkes hinweisen. So sollen möglichst alle Übernachtungsgäste vom Vermieter schon mit der Reservierungs-Bestätigung den neuen Faltprospekt des Westküstenparks erhalten. Der Einzelhandel will mit Plakaten in den Schaufenstern die Urlaubsgäste auf Veranstaltungen im Westküstenpark hinweisen. Auch die Tourismuszentrale wird in den Zimmervermittlungen verstärkt für den Park werben. Parkleiter Peter Marke plant ab Juni regelmäßige Baustellen-Besichtigungen. Noch im September soll die Seehund- und Lummenanlage fertig werden. Da die Tiere sich erst langsam in ihre neue Umgebung eingewöhnen müssen, starten die Schauvorführungen allerdings erst im kommenden Frühjahr mit Beginn der Vorsaison. Der Handel, das Hotel- und Gaststättengewerbe und die Vermieter erwarten durch die neue, attraktive Anlage einen deutlichen Besucherzuwachs für den gesamten Ort. Durch die "konzertierte Aktion" wollen die Verbände dazu beitragen, die Seehund- und Lummenanlage möglichst schnell bekannt zu machen. Schon im vergangenen Jahr ist der Westküstenpark durch umfangreiche Umbaumaßnahmen sehr viel attraktiver geworden. Es wurden neue Parkplätze geschaffen, es entstand ein völlig neues Eingangsgebäude mit Souvenierladen und sanitären Einrichtungen, die Wege im Park wurden erneuert und vor allem für Kinder zusätzliche Spielmöglichkeiten geschaffen. So entstand gleich hinter dem Eingang ein großer Spielplatz mit Hüpfkissen, Rutsche und Aussichtsturm. Es wurde eine Kinderscheune mit Mäuseküche eingerichtet, die vor allem für Kindergeburtstage stark gebucht wird. Im neuen Streichelgehege mit der vorwitzigen Ziegenfamilie und auf der Pony-Reitbahn können die jungen Besucher die Tierwelt ‚hautnah' erleben. Einmalig in ganz Deutschland ist die Seevögel-Rettungsstation, die mit Hilfe vom IFAW (Internationaler Tierschutz Fonds) und verschiedenen Sponsoren errichtet wurde. Hier können verölte Seevögel der gesamten Westküste gereinigt und rehabilitiert werden.

Herborn 16.05.02
Erfolgreiches Weißstorchprojekt im Uckersdorfer Vogelpark:
Erster Jungstorch in Herborn geschlüpf

Er ist gerade mal 80 Gramm schwer: Der erste in diesem Jahr in Mittelhessen geschlüpfte Weißstorch erblickte am 13. Mai im Herborner Vogelpark das Licht der Welt. Kaum vorstellbar, daß dieser Winzling, der soeben mal in der Lage ist, den Kopf zu heben, noch in diesem Sommer in sein Winterquartier nach Afrika fliegen wird!
Auf der Storchenwiese des Parks werden in den nächsten Tagen noch weitere Jungstörche erwartet. "Drei Paare sind mit dem Brutgeschäft beschäftigt. Davon haben die aus dem Budapester Zoo stammenden Eltern des neuen Erdenbürgers mit 29 Jahren ein geradezu biblisches Storchenalter ", berichtet Tierpflegerin Tatjana Savotejev mit Stolz.
Vier der brutpflegendenden Störche sorgen als Freiflieger am Himmel über Uckersdorf mit ihrer Flügelspannweite von über zwei Metern für ein eindrucksvolles, in Mitteleuropa leider längst nicht mehr alltägliches Bild.
"Die Herborner Vogelpark-Störche sind wertvolle Botschafter für die Bedürfnisse ihrer freilebenden Artgenossen", erläutert Tiergartenbiologe Wolfgang Rades die besondere Bedeutung des seit zwanzig Jahren erfolgreich bestehenden, von Reinhold Wiegand 1981 begründeten Herborner Storchenprojekts für den Naturschutz. Meister Adebar sei als Charaktervogel des Feuchtgrünlandes, wie auch als Kulturfolger, ein wichtiger Sympathieträger für den Naturschutz und für eine wirklich nachhaltige, bäuerliche Landwirtschaft.
"Denn wir müssen bedenken, daß ein Storchenpaar zur Aufzucht von drei Jungvögeln täglich fünf Kilogramm Nahrung in Form von Fröschen, Regenwürmern, Heuschrecken, Mäusen und anderen Kleintieren suchen muß. Dafür benötigt es im Umkreis von zwei Kilometern um den Niststandort etwa 200 Hektar extensiv beweidetes Feuchtgrünland", betont Rades auch aus Sicht des Naturschutzbundes NABU die besondere Bedeutung extensiver Grünlandbewirtschaftung für den Artenschutz. Wichtig für die Zukunft des Weißstorchs bei uns sei folglich auch die Bereitschaft der Verbraucher, die Extensivierungs-Bestrebungen der Landwirtschaft durch einen bewussten Lebensmitteleinkauf, möglichst von Bio-Produkten, zu unterstützen. Artenschützer Rades: "Dabei sollte das Motto "Klasse statt Masse" gelten, denn Qualität hat nun einmal ihren Preis!"
Harald Fey, Vorsitzender des Uckersdorfer Vogelparkvereins, begleitet das erfolgreiche Storchenprojekt zusammen mit Reinhold Wiegand von Beginn an. Jährlich entlässt der Vogelpark die meisten Jungstörche beringt in die Natur. Fey: "Etliche Rückmeldungen von der Vogelwarte Helgoland belegen den positiven Verlauf unseres Projekts. So erhielten wir soeben Meldungen des durch Richard Mohr bei uns im Juni 1994 mit der Nummer HE 949 B beringten Storches, der in den Sommermonaten 1997 und 1998, nach seiner Rückkehr aus Afrika, im niedersächsischen Verden abgelesen werden konnte. Seit 1999 brütet der Vogel jedes Jahr in Landesbergen bei Hannover." 
Bis vom jüngsten Herborner Storch derartige erfolgreiche Meldungen verzeichnet werden können, werden noch einige Jahre vergehen. Es ist zu hoffen, daß wir Menschen dem kleinen Meister Adebar und seinen Artgenossen nicht nur "schwarze Aussichten für den weissen Storch" bescheren ...

Springe, 14.5.02

Wildpferde aus dem Wisentgehege Springe auf dem langen Weg in die Mongolei.
Am 1. Mai d. J. traten zwei Stuten aus der Przewalski-Pferdeherde eine lange Reise an,
zunächst per Pferdetransporter in die Schweiz und von dort per Flugzeug in die Mongolei zur Unterstützung eines Wiederansiedlungsprogrammes.
Im Schweizer Wildpark Langenberg werden z. Zt. unter Leitung des Europ. Arterhaltungsprogramms (EEP) Przewalski-Pferde aus verschiedenen Tierparks und Zoos Europas zusammengeführt und auf den Transport und die Wiederansiedlung in Zentralasien vorbereitet.
Wichtigster Punkt der Vorbereitung ist die Zusammenstellung der Gruppen und die darin erforderliche Herausbildung der sozialen Strukturen.
Die Tiere erwartet in ihrer künftigen Heimat zunächst Stress auf vielfältige Weise, insbesondere anderes Klima, andere Nahrung, Kontakt zu Raubtieren u.a.m. . Der unvermeidliche Sozialstress soll ihnen allerdings vorweg in Gefangenschaft schon genommen werden, damit „man sich kennt“, wenn es als neue Herde hinausgeht in einen neuen Lebensraum.
Im Gebiet Gobi B im Westen der Mongolei existiert seit 1997 ein Wiederansiedlungs-projekt im sog. Tachin Tal (Tachi = Wildpferd), deren Bestand durch den letzten katastrophalen Winter stark gelitten hat.
Die Wildpferde lebten bis zu ihrem Aussterben in freier Wildbahn im Jahre 1967 am Rande der Wüste Gobi.
Ihre Wiederansiedlung wird auf Jahrzehnte menschlicher Unterstützung bedürfen, für die auch Spenden sehr willkommen sind. 
Das Wisentgehege Springe beteiligt sich erstmals mit hier geborenen Tieren an einer solchen Aktion. Weitere Auskünfte erteilt gern die Leitung des Geheges und das Forstamt Saupark in Springe
 
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Natur- und Artenschutz

Saarbrücker Zeitung 14.5.2002
Polizei geht gegen Wilderer vor
http://www.sz-newsline.de/bli/GO476IAN_1.php3
Die Polizei in dem afrikanischen Land Ruanda hat zwei mutmaßliche Wilddiebe unter dem Vorwurf festgenommen, zwei Berggorillas erschossen zu haben. Die Festgenommenen hätten gestanden, die beiden weiblichen Tiere angegriffen zu haben, um ihre Babys einzufangen und auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Von dem einen Jungen hätten sie allerdings abgelassen, nachdem sich ein männlicher Gorilla genähert habe. Was mit dem zweiten Gorilla-Baby geschehen sei, sei zunächst noch unklar. Es war der erste Vorfall dieser Art in Ruanda seit 17 Jahren. Nach Überzeugung der Polizei handelte es sich dabei um keine Einzeltat, sondern um das Werk einer Bande von Wilddieben.


Netzeitung 10.5.2002
Einsamer Vogel verpasst Rendezvous
http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=568&item=189337
Der Po'ouli ist der wohl einsamste Vogel der Welt. Auf der Hawaii-Insel Maui leben noch genau drei Exemplare, zwei Weibchen und ein Männchen. Doch die den Finken ähnlichen Vögel leben zu weit auseinander, um sich zu paaren oder überhaupt nur Notiz voneinander zu nehmen und könnten für eine Elternschaft bald zu alt sein. Jim Groombridge und seine Kollegen vom Maui Forest Bird Recovery Project hatten daher die Idee, das Männchen mit einem der letzten beiden Weibchen bekannt zu machen. Deshalb setzten die Forscher das Weibchen abends im Revier des Männchens aus. Doch anscheinend haben sich die beiden verpasst. Wie die Online-Ausgabe des Magazins «Nature» jetzt berichtet, flog das Weibchen gegen Mittag des nächsten Tages schon wieder zurück ins eigene Revier. Die Wissenschaftler haben jetzt zehn Tage Zeit, den Vogel wieder aufzuspüren: Solange verrät ein kleiner Sender im Gefieder den Standort des Weibchens. Entdeckt wurde der seltene Vogel erst im Jahr 1973. Damals gab es noch rund 200 Po'oulis. Doch alle Anstrengungen, den Vogel zu schützen, schlugen fehl. Das letzte Po'ouli-Küken schlüpfte im Jahr 1996. Seitdem ging die Population stetig zurück. Der Lebensraum des Vogels verkleinerte sich immer mehr, Ratten, Katzen sowie die Vogel-Malaria taten ein Übriges.

Lübecker Nachrichten 15.5.2002
Malentes erster Seeadler ist geschlüpft
http://www.ln-online.de/Nachrichten/Lokales/ostholstein__771803.htm
28 Seeadler-Paare sind in Schleswig-Holstein nach erfolgreicher Brut jetzt dabei, ihren Nachwuchs großzuziehen. Diese Zahlen stellen einen neuen "Rekord" mit Blick auf die Bestandsentwicklung dar. In diesem Jahr hoffen die Freunde des "Königs der Lüfte" auch auf eine außergewöhnlich hohe Nachwuchsrate. Insgesamt sind 40 Junge geschlüpft. Landesweit halten sich derzeit etwa 120 Seeadler auf.

Lübecker Nachrichten 11.5.2002
Bad Segeberg: Arbeiten am Überflutungsgebiet gestoppt
http://www.ln-online.de/Nachrichten/Lokales/segeberg__768466.htm
Der unter Artenschutz stehende Eisvogel hat jetzt eine 208 000 Euro teure Baumaßnahme an der Trave gestoppt. Er hatte offenbar so gar keine Lust, das ihm von der Stadt angebotene künstliche Quartier zu nutzen und suchte sich lieber eine natürliche Erdhöhle als Brutstätte aus. Erst im August, wenn seine Brut flügge ist, können die Baumaschinen wieder anrücken. Ein künstliches Überflutungsgebiet soll an der Trave entstehen; die Bauarbeiten hätten längst abgeschlossen sein können.

Aller Zeitung 11.5.2002
Bisamreusen: Todesfalle für Otter
http://www.aller-zeitung.de/az-lokal/103543.html
Für mehr Augenmaß im Naturschutz warb Niedersachsens Umweltminister Wolfgang Jüttner während der Jahresversammlung der Aktion Fischotterschutz, die in Hankensbüttel sitzt. Zu dem zweitägigen Treffen kamen fast 100 der mehr als 10.000 Mitglieder der bundesweit tätigen Organisation. Der Vorsitzende der Aktion Fischotterschutz, Claus Reuther, nannte den Wunsch, sich bei der Umsetzung des Fischotter-Schutzprogramms in Niedersachsen nicht auf Flächenankäufe zu beschränken. Ein Beispiel seien Bisamreusen. Niedersachsen erlaube als einziges Land den Einsatz dieser Drahtkäfige, in denen Bisame gefangen werden und in denen Otter oft sterben.

Rhein-Neckar-Zeitung 15.5.2002
Was lebt eigentlich in unserer Kaffeetasse?
http://www.rnz.de/15_regional/heidelberg/08_heidelberg.htm
Eine Vielzahl von Fragen wird beim regionalen "Tag der Artenvielfalt" beantwortet, den das Zoologische Institut der Universität und die Stadt Heidelberg am 8. Juni veranstalten. In Heidelberg und der näheren Umgebung kommen am 8. Juni über 50 Fachleute zusammen, um möglichst viele Organismenarten nachzuweisen und Interessierten im Rahmen von Demonstrationen und Exkursionen einen Einblick in diese Vielfalt zu geben. Während die Artenerhebung von Fachleuten in Gruppen unter studentischer Begleitung in Ruhe - und damit quasi unter Ausschluss, der Öffentlichkeit - durchgeführt werden muss, sind Demonstrationen und Exkursionen eigens für die Öffentlichkeit gedacht. Aktuelle Informationen werden auf www.artenvielfaltstag.de angeboten. Anlass zum Tag der Artenvielfalt gab vor mittlerweile zehn Jahren die UN-Konferenz in Rio de Janeiro, wo die Konvention über die biologische Vielfalt unterzeichnet wurde. Mehrere Hundert Städte und Gemeinden folgen dem Aufruf der Zeitschrift "Geo", den 8. Juni als "Tag der Artenvielfalt" zu begehen, und eine Art Inventur zu veranstalten.

Mitteldeutsche Zeitung 13.5.2002
Töpfer: Beitrag zur «Friedenssicherung für den Planeten»
Bundesregierung betont Bedeutung des Weltgipfels
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?MZWebArtikelID=1021302135156
Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) sagte am Montag in Berlin, es gehe darum, «dem Globus eine Zukunft zu geben». Er erwarte zehn Jahre nach der UN-Weltkonferenz in Rio de Janeiro und gut drei Monate vor dem Nachfolgegipfel in Johannesburg Strategien zur weltweiten Armutsbekämpfung sowie zur Energie- und Wasserversorgung. UNEP-Chef Klaus Töpfer erhofft sich von der Konferenz in Südafrika einen Beitrag zur «Friedenssicherung für den Planeten».
Von Johannesburg müssten die politischen Weichenstellungen für eine umweltverträglichere Gestaltung der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung ausgehen, erklärte Trittin. Außerdem erwarte er «aktionsorientierte Beschlüsse» für Armutsbekämpfung, für nachhaltige Energiepolitik, für eine bessere Wasserwirtschaft sowie für den Schutz und den Erhalt bedeutender Primärwälder. Auch Töpfer hob die Bereiche Energie und Wasser sowie den Artenschutz hervor.
Die Bundesregierung habe mit der kürzlich vorgelegten Nachhaltigkeitsstrategie und mit der erfolgreichen Einleitung von Energie- und Agrarwende bewiesen, dass die ökologische Modernisierung in einem modernen Industriestaat machbar ist. Umweltschutz werde als Modernisierungsfaktor weltweit nach wie vor unterschätzt, erklärte Trittin.
Zu den Zielen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie wollte sich am Montagnachmittag auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bei einem Kongress des Rates für Nachhaltige Entwicklung äußern. Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie ist Deutschlands Beitrag zum Weltgipfel.

Main Rheiner 13.5.2002
Hungrige Sittiche sind im Anflug
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=693986
Mord und Totschlag am Biebricher Schloss – und ein Parkmitarbeiter war Zeuge: „Ich habe gesehen, wie drei von diesen Papageien über ein Eichhörnchen hergefallen sind. Sie haben es gekillt.“ Die – ab und an offenbar recht blutrünstigen – Halsband- und Alexandersittiche leben zu Hunderten im Biebricher Schlosspark. Die grünen Exoten mit den roten Schnäbeln machen sich zunehmend in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt breit. Offenbar kommen die Sittiche, um sich die Bäuche vollzuschlagen. Zumindest in Hessen gelten die Sittiche mittlerweile als heimische Tierart, sie haben es dort sogar auf die rote Liste für bedrohte Höhlenbrüter geschafft. Die ersten Exemplare haben sich vor etwa 30 Jahren in Biebrich niedergelassen. Ornithologen glauben, dass die Vögel aus Köln kamen – dort gab es in den 60ern eine große Population – und dem Rhein bis nach Wiesbaden folgten. Vermutlich waren die ersten frei lebenden Sittiche aus dem Zoo ausgebüxt. Deutsche Winter können den Exoten nichts anhaben – sie fühlen sich auch bei Kälte pudelwohl.

Neue Luzerner Zeitung 14.5.2002
Streit um einsamen Wal
http://www.neue-lz.ch/news/artikel.jsp?ref=30199239
In den USA ist ein Streit um die Behandlung eines kranken und verwaisten Orca-Wals entbrannt. Wissenschaftliche Berater der Regierung in Washington erklärten, die Wal-Dame müsse gefangen und behandelt werden. Dagegen wandte sich die nationale Fischereibehörde (NMFS), die befürchtet, das Tier werde in einem Freizeitpark enden und nie wieder in Freiheit leben. Der junge Orca in der Bucht Puget Sound vor Seattle leidet an einer krankhaften Hautveränderung und einer Atemveränderung. Das Aquarium von Vancouver bot an, bei der Verlegung des Wals in ein Aussengehege zu helfen, um ihn in seiner natürlichen Umgebung zu behandeln. Tierschützer erklärten, dem Wal werde es tot besser gehen als in Gefangenschaft.

Süddeutsche Zeitung 15.5.2002
Warum neuerdings wieder Wölfe durch Sachsen schnüren – und die Menschen das eher gelassen zur Kenntnis nehmen
Entwarnung beim Rotkäppchen-Syndrom
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel3532.php
In Mühlrose bei Weißwasser fand ein Schäfer eines Morgens 27 seiner Tiere tot vor. Eines war halb aufgefressen, die anderen Schafe waren totgebissen worden. Die internationale Wolfsexpertin Gesa Kluth aus Brandenburg stellte fest, dass dies offenbar das Werk von Wölfen war. Der Schäfer war nicht erfreut, aber er erhielt umgehend Entschädigung und reagierte insgesamt gelassen.
Auch die meisten anderen Lausitzer mögen nicht an die Märchen ihrer Kindheit glauben. Jeder wisse doch, dass Wölfe niemals Menschen angreifen, hörten Reporter von Lokalzeitungen. Nur wenige Bürger zeigten sich besorgt. Landrat Bernd Lange spricht von einer hohen Akzeptanz für die Wölfe. „In der Lausitz“, sagt Michael Gruschwitz vom Umweltministerium, „gibt es kein Rotkäppchen-Syndrom.“
Stimmungen kippen aber leicht – und so machte es den Artenschützern in Sachsen wenig Freude, als am letzten Wochenende die Nachricht von einem besonders blutigen, zweiten Überfall bei Weißenberg die Runde machte, bei dem den vier Schafen das Genick gebrochen wurde. Jedoch dauerte es nicht lange, bis die Experten Entwarnung geben konnten. Für den Überfall seien eindeutig große Hunde verantwortlich – vermutlich zwei entlaufene Doggen aus einem Nachbardorf. Wölfe wären gar nicht im Stande, Schafen in dieser Art das Genick zu brechen, erklärt der Biologe Michael Gruschwitz, der sich wundert, dass die Polizei früh den Verdacht auf die Wölfe geschoben habe.
Vielleicht könne das Auftauchen der seltenen Tiere sogar Touristen in der strukturschwachen Region auf ihre Fährte locken, hofft Gruschwitz. Landrat Bernd Lange reagiert freilich zurückhaltend. Er wisse nicht recht, was außer Spuren zu zeigen wäre. Wölfe liefen ja weg, sobald Menschen ihren Weg kreuzen.

American, four Thais murdered at gibbon sanctuary
An American conservationist trying to help gibbons in Thailand for more than 10 years has been found murdered along with four other people at his animal refuge in northwest Thailand, police said recently.

http://enn.com/news/wire-stories/2002/05/05142002/reu_47205.asp

INFANT MOUNTAIN GORILLA MISSING, TWO MOTHERS DEAD
May 14, 2002 (ENS)
Conservationists based in Washington and in three African countries are worried about the whereabouts of an infant mountain gorilla that was stolen from a national park in Rwanda last week after two nursing females were killed.
http://ens-news.com/ens/may2002/2002L-05-14-04.html

Poachers kill Rwandan endangered mountain gorillas
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/15961/story.htm

Poachers kill Rwandan endangered mountain gorillas

Poachers in Rwanda have killed two of the world's last remaining mountain gorillas, a highly endangered species, in an attempt to capture and sell their young, Rwandan wildlife conservation officials said.

http://enn.com/news/wire-stories/2002/05/05152002/reu_47221.asp

ANNAN URGES WORLD SUMMIT TO REHABILITATE THE EARTH
May 14, 2002 (ENS)
United Nations Secretary-General Kofi Annan is looking ahead three months to August 26 when the World Summit on Sustainable Development opens in Johannesburg, South Africa.
http://ens-news.com/ens/may2002/2002L-05-14-01.html

COMPANY OFFERS CHANCE TO SAVE GORILLAS, AND MAYBE GET RICH
May 14, 2002 (ENS)
A unique conservation fundraising initiative has the potential to provide big payouts for wildlife - and for the people who support them. WildlifeWins, a new international company that links environmental awareness and Las Vegas style games, is helping to raise money for mountain gorillas, elephants, golden lion tamarins and Sumatran tigers by appealing to the public's gambling spirit.
http://ens-news.com/ens/may2002/2002L-05-14-06.html

May 10, 2002 (ENS)
Three new species of fish and nine species of coral have been discovered in the waters around Madagascar
http://ens-news.com/ens/may2002/2002L-05-10-02.html

Bangladesh, India to work to save Sundarban forest 
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/15913/story.htm

Panama's Devil's Island aims to be new Galapagos
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/15936/story.htm

Indonesian forests vanishing into paper
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/15912/story.htm
Japanese rally to resume whaling before IWC meet 
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/15887/story.htm
Japan lawmakers munch whale away from foreign eyes 
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/15899/story.htm

Whale burgers may be hazardous to your health 
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/15900/story.ht


 

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Ausstellungen

HOF -Museum Bayerisches Vogtland:
DIE PFLANZENWELT DES BAYERISCHEN VOGTLANDES
bis 20.9.2002


WEISSACH Heimatmuseum Flacht
VOGELWELT DER STEINRIEGELHECKEN
bis 21.7.2002


BRNO/BRÜNN Abtei St. Thomas
GENIUS DER GENETIK - Johann Gregor Mendel
bis 21.5.2003

http://www.mendel-museum.org/indexger.htm

BERN Naturhistorisches Museum
HITECHNATUR Wachsen und bauen - Alles in Bewegung - Von Sinnen
bis 27.10.2002

http://www-nmbe.unibe.ch

HEILBRONN Naturhistorisches Museum der Städtischen Museen Heilbronn:
LEBENDE FOSSILIEN Die wahren Oldies auf der Erde
bis 8.9.2002
http://www.museen-heilbronn.de

OLTEN, Naturmuseum 
EINHEIMISCHE REPTILIEN
bis 28.7.2002
http://www.naturmuseum-olten.ch

PADERBORN Naturkundemuseum im Marstall:
BLÜTENÖKOLOGIE faszinierendes Miteinander von Pflanzen und Tieren
bis 14.7.2002
http://webmuseen.de/dA.html?19058

DETMOLD Westfälisches Freilichtmuseum Detmold - Landesmuseum für Volkskunde
...SO FREI, SO STARK Westfalens Wilde Pferde
bis 31.10.2002
http://www.lwl.org/freilichtmuseum_detmold/index.htm

EISENSTADT Burgenländisches Landesmuseum: 
LEBENDE SCHLANGEN - Mythologie und Wirklichkeit 
bis 30.6.2002 
http://webmuseen.de/dA.html?18919

EICHSTÄTT Jura-Museum
EULE UND MENSCH
bis 25.8.2002
http://www.Jura-Museum.de

Tiergarten Heidelberg: 
REGENWALD - DAS GRÜNE UNIVERSUM - Die besten Fotografien von 15 internationalen GEO-Fotografen
bis 30.5.2002 
http://www.zoo-heidelberg.de
 

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TV-Tipps

Berliner Morgenpost 15.5.2002
«Wilde Kreaturen»
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/fernsehen/story519737.html

Ein britischer Zoo muss schleunigst Profit abwerfen oder die Tore schließen. Fortan sollen nur noch wilde, blutrünstige Tiere gezeigt werden
Do., 16.05.2002, 20:15-22:00 VOX



Do., 16.05.2002, 14:15-15:00 ZDF, Discovery - Die Welt entdecken, Waisenhaus im Busch - Schimpansen in Sambia
Do., 16.05.2002, 16:00-16:30 3sat, Kobolde der Nacht, Seltene Tiere auf Sulawesi
Do., 16.05.2002, 20:15-22:00 VOX , Wilde Kreaturen, (Fierce Creatures), Komödie, USA 1996
Fr., 17.05.2002, 11:00-11:30 WDR, WDR Tierleben: Kraken - intelligente Monster, u.a. Aquarium Banyuls
Fr., 17.05.2002, 13:30-14:00 MDR, Die Affen mit den weißen Hosen, Delacour-Languren, Film von Eberhard Meyer
Fr., 17.05.2002, 23:45-00:20 VOX, MitternachtsMagazin, Aus der Erfahrungswelt des Zirkus Probst - Tiere machen nur, was ihnen Spaß macht NEU
Sa., 18.05.2002, 17:55-18:35 VOX, tierzeit, Der Wald der Frösche NEU
Sa., 18.05.2002, 19:00-19:45 BR, Der fürstliche Thiergarten zu Regensburg, Zauberwald an der Donau NEU
So., 19.05.2002, 17:15-18:00 ARD, Zuflucht Wildnis, Jäger der Nacht - Fledermäuse
Mo., 20.05.2002, 19:15-19:58 ARD, Expeditionen ins Tierreich, Die 30 Weltwunder der Natur, präsentiert von David Attenborough NEU
Di., 21.05.2002, 08:00-08:30 HR, Wale und Menschen (1), Lebende Legende:Das Geschäft mit Moby Dick
Di., 21.05.2002, 08:30-09:00 HR, Wale und Menschen (2), Im Zeichen der Flosse: Walfänger, Tierschützer, Bürokraten

Di., 21.05.2002, 21:15-22:00 ORB, Der Zoo - Letzte Chance für wilde Tiere?, Film von Birgit Hermes und Judith König

>Beste Zoo-Dokumentation 2001, Wh

Mi., 22.05.2002, 17:15-18:00 HR, Naturwelten, Der Falkner von Hamburg, Ein  Professor und seine Greifvögel
Fr., 24.05.2002, 17:15-18:00 HR, Naturwelten, Sissi - Prinzessin von Gibraltar  - Schwarzstörche
Sa., 25.05.2002, 13:00-13:45 ORB, Tiere und Wildnis, Im Nationalpark Unteres Odertal




Immer Sa, 18:10, TV NRW: Ein Platz für Tiere 
(aus den 60er-80er Jahren mit Prof. B. Grzimek; teilweise mit Zoo-Portraits)


ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
 

Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo, die in Online-Zeitungen erschienen sind. Aus Gründen des Copyrights, aber auch Platzgründen übernehmen wir die Meldungen nicht vollständig. In Einzelfällen können wir den Text aber per E-Mail versenden. Die Zoopresseschau ist eine unabhängige Publikation der Zoo-AG Bielefeld: Anbieterkennzeichnung . Wir geben uns Mühe, die Artikel bei der Zusammenfassung inhaltlich möglichst wenig zu verändern. Für den Inhalt der Artikel können wir natürlich keine Verantwortung übernehmen. Zum Zeitpunkt der Recherche waren alle Links gültig; leider werden die Artikel oft bereits nach Stunden in ein Archiv verschoben. Meist lassen sie sich dort mit einer Suchfunktion wiederfinden. 
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