Zoo-AG Presseschau Nr. 99 vom 21. Februar 2002
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse Willkommen zur Zoo-Presseschau derZoo-AG Bielefeld zusammengestellt von Dirk Petzold und Dr. Martina Raffel,redaktion@zoo-information.de ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Liebe Leser, letzte Woche ein Schwamm in der Wihelma, nun zieht Hagenbeck nach. Ganz so ungewöhnlich ist die Entdeckung "neuer" Tierformen auch in Zoos nicht, doch meist wird dabei eine bestehende Art aufgesplittet, z.B. infolge von Genanalysen. Das erkärt dann manchmal auch, warum die Zucht nicht so recht gelingen wollte - man hatte Tiere zweier Arten. Ob Mausmakis, Galagos oder vielleicht auch Faultiere. Hamburger Abendblatt 21.2.2002 Gerhard Jarms ist einfach in das Troparium von Hagenbecks Tierpark geschlendert, hat einen kurzen Blick in die farbenprächtigen Korallenbecken geworfen - und eine neue Quallenart entdeckt. Die Geburtsstunde von Nausithoe hagenbecki spec. nov., der ersten nach dem Tierpark benannten Art. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Frankfurter Rundschau 15.2.2002 "Ein Doc für alle Felle", WDR, Sonntag, 22.30 Uhr. Regisseur Joachim Vollenschier hat fünf Wochen lang der Tierärztin Christine Osmann im Dortmunder Zoo bei der Arbeit zugeschaut. In der Auftaktfolge mußte sie Klammeräffchen-Baby Marisol einen neuen Stützverband anlegen, sich um den Nierenschaden von Berberlöwin Salah kümmern und bei den Tapiren nach dem Rechten sehen, die sich im Dortmunder Schmuddelwetter eine Bronchitis eingefangen haben. So ergeben sich in jeder der fünf Episoden mehrere Handlungsstränge, die in Manier einer Fiction-Serie miteinander verschnitten werden. Neben der Medizinerin und allerlei Viehzeug agieren in der Doku-Soap auch Doktorandin Nicole, die klagt, dass man in dem Job "immer schmutzig" sei, und der Zoo-Direktor, der im Hinterzimmer zwei kleine Gürteltiere aufzieht. Die von Bettina Böttinger produzierte Serie gewährt durchaus erhellende Blicke hinter die Kulissen des Zoo-Betriebs, wobei man sich löblicherweise nicht auf jene Tierarten konzentriert, die Kinder gemeinhin "süüüß" finden. Aber die werden um 22.30 Uhr ohnehin kaum vor dem Fernseher sitzen. So gesehen ist das familientaugliche Thema auf diesem angestammten Sendeplatz glatt verschenkt. Der Landbote 21.2.2002 Im Zoo Zürich ist gestern die letzte Anlage des «Lebensraums Himalaya» eröffnet worden. Sie bietet den Mongolischen Wölfen ein neues, abwechslungsreich gestaltetes Gehege. Ausgelassen hüpfen sie über den kleinen Wasserlauf. Mit viel Elan hätten die Tiere nach einer 100-tägigen Quarantäne ihr neues Zuhause erkundet, erzählt Kuratur Robert Zingg. Zürich, 20 Minuten 21.2.2002 Neue Zürcher Zeitung 21.2.2002 Schleswig-Holsteinischer ZV 18.2.2002 Auf Sylt soll das größte Aquarium Deutschlands entstehen. Mit dem Bau wird voraussichtlich im Spätsommer dieses Jahres in Westerland begonnen. Die Eröffnung sei für Ostern 2003 vorgesehen. Die Kosten werden auf etwa neun Millionen Euro beziffert. Rheinpfalz Online 18.2.2002 Ein weiterer wichtiger Schritt für das vom Zoo Landau mitgetragene Artenschutzprojekt für von Ausrottung bedrohte Affenarten kann nun vollzogen werden: Die Berliner Biologin Julia Trillmich wird im März als Projektkoordinatorin vor Ort für zunächst ein Jahr nach Ghana ausreisen. Als Vorbereitung auf ihren Einsatz absolviert Trillmich derzeit ein Praktikum bei den Weißscheitelmangaben im Affenhaus des Landauer Zoos. Trillmich soll in Ghana dafür sorgen, dass Gelder und Materialien effektiv eingesetzt werden, die von der Aktionsgemeinschaft europäischer Zoos und Artenschutzgesellschaften der "West African Primate Conservation Action" (Wapca) zur Verfügung gestellt wurden. Zunächst soll Trillmich gemeinsam mit den Tierpflegern und wissenschaftlichen Mitarbeitern im Zoo der ghanaischen Hauptstadt Accra die Haltungsbedingungen für bedrohte Affenarten durch den Bau eines neuen Geheges verbessern. Von Wilderern oder Privatleuten illegal als Haustiere gehaltene Primaten können dann beschlagnahmt und artgemäß im Zoo von Accra untergebracht werden. Nordkurier 18.2.2002 "Es ist noch gar nicht so lange her, da glaubten wir die Totenglocke für den Tierrassenpark läuten zu hören. Jetzt sitzen wir hier und schmieden handfeste Pläne." In dieses kurze Resümee fasst Gunter Milkereit auf der Jahresversammlung des Fördervereins Schnursteinquelle den großen Aufschwung in der Arbeit des Tierrassenparks während der letzten zwei Jahre. Neu angelegt ist ein Geflügelgehege zwischen Thing-Halle und Tierpark, der Bestand bei den Haustieren ist auf 160 angewachsen. Auf das Engagement der unterschiedlichen Akteure ist der Tierpark auch bei seinen nächsten Vorhaben angewiesen. An vorderste Stelle steht der Ausbau der Wege. Diese sind derzeit wegen der Nässe für Besucher unpassierbar. Westfälische Rundschau 15.2.2002 Hundshaie aus einer Zuchtstation im Süden Englands sollen die neue Attraktion in dem Riesenaquarium werden, das im Sommer 2002 Eröffnung feiern soll. Johannes Mock von der Merlin Entertainment Group, die in Dortmund ihr drittes deutsches "Sea Life Center" betreiben wird, spricht von zügigen Verhandlungen mit der Stadt, die gestern - nach gut einem Jahr - in der Vertragsunterzeichnung mündeten. Das Dortmunder Engagement ist auf 24 Monate befristet, und Mock lässt keinen Zweifel daran, dass für das Aquarium in Leichtbauweise dann ein neuer Standort gefunden sein wird. Mit 300 000 Besuchern pro Jahr kalkulieren die Aquarium-Betreiber. Als Kooperationspartner wurde auch für das Dortmunder Haus die Umweltorganisation Greenpeace gewonnen.
Nachdem die ambitionierten Pläne zur Neugestaltung der Zoo-Umgebung mit Cologne Science Center und neuem Aquarium begraben worden sind, ist der private Investor Merlin Entertainment nun bereit, dem Zoo Konkurrenz zu machen. Man wolle weiterhin ein "Sea-Life-Center" in Köln bauen, sagte Johannes Mock, der für den Konzern nach Standorten in Deutschland sucht. Nun ist man enttäuscht über die politische Entscheidung gegen die "große Lösung" am Zoo: Das Zukunftsmuseum "Cologne Science Center" soll nun zu einem noch ungewissen Zeitpunkt in Kalk gebaut werden, das Aquarium in Riehl wird weiter vom Zoo betrieben. "Wenn noch nicht einmal jeder vierte Zoobesucher ins Aquarium geht, müsste da eigentlich etwas geschehen", so Mock, der die Kölner Untätigkeit nicht nachvollziehen kann. Der Zoo sieht das anders: "Ein Sea-Life-Center ist kein adäquater Ersatz für unser Aquarium", sagt der kaufmännische Leiter des Zoos, Christopher Landsberg. Der Sealife-Konzern will in den kommenden zwei Jahren vier neue Aquarien, davon wohl zwei in NRW, bauen. Nürnberger Zeitung 20.2.2002 Noch ist es eine Vision, aber die soll bis zum Jahr 2006 Realität werden: die Lagune 2000 im Tiergarten Nürnberg, eine natürlich gestaltete Wasserlandschaft für Delfine und Seelöwen. Diese deutschlandweit einzigartige Freianlage wird Besucher von überall her anlocken, auch aus dem benachbarten Ausland. Bisher hat der Förderverein rund 50 Mitglieder, darunter einige Promis wie Innenminister Günther Beckstein, Schwimm-Star Hannah Stockbauer und Ex-Nationaltorhüter Andreas Köpke. Jeder kann im Förderverein für 40 Euro pro Jahr Mitglied werden (für so genannte juristische Personen sind es 150 Euro). Die Lagune soll außerdem das erste Delfintherapie-Zentrum Europas für geistig behinderte bzw. kontaktgestörte Kinder werden. Solche Zentren gibt es bislang nur in den USA und in Israel. Seit letztem Jahr bereits führt der Tiergarten wie mehrfach berichtet zusammen mit der Uni Würzburg ein Forschungsprojekt zur Delfintherapie durch, das vom bayerischen Sozialministerium finanziell unterstützt wird. Infos im Internet unter www.lagune2000.de Nürnberger Nachrichten 20.2.2002 Wenn es nach dem Vorsitzenden des neuen Fördervereins geht, sollen die Delfine bereits im Jahr 2006 in der großzügigen Freianlage schwimmen können. Bis zur Fußball-Weltmeisterschaft, an der hoffentlich auch Nürnberg als Spielort teilnimmt, soll es klappen. Die Hälfte der Baukosten will der Förderverein zusammenbringen, ohne den Freistaat oder die Stadt aus ihrer Aufgabe zu entlassen. Bis 2005 führt die Universität Würzburg eine Studie durch, inwieweit körperlich oder geistig behinderte sowie autistische Kinder durch den Umgang mit den Meeressäugern gefördert werden können. Bisher haben 25 behinderte Mädchen und Buben die fünf Tage dauernde Behandlung mitgemacht. Das Forschungsprojekt soll die Erfahrungen mit insgesamt 100 Kindern dokumentieren. Zeitungsgruppe Lahn-Dill 19.2.2002 Der bekannte und beliebte Vogelpark in Uckersdorf hat seit dem 1. Februar einen hauptamtlichen Geschäftsführer: Wolfgang Rades, zuvor langjähriger Artenschutzreferent des Naturschutzbundes (Nabu) und Leiter des Nabu-Artenschutzzentrums Leiferde. Am Mittwoch wird er offiziell vorgestellt. Fränkischer Tag 19.2.2002 Ungeachtet der Kritik von Tierschützern will der Nürnberger Tiergarten ein neues Delfinarium bauen. "Das neue Becken soll den Tieren mehr Platz, aber auch eine natürlicher gestaltete Umwelt bieten", sagte Tiergartendirektor Peter Mühling am Dienstag in Nürnberg. Sieben Millionen Euro hat der Tiergarten für das Projekt eingeplant. Eine natürlich gestaltete Unterwasserlandschaft mit Felsen undStränden soll nach den derzeitigen Planungen ab 2006 die Anlage prägen. Zur neuen Freiluft- Lagune gehört ein 50 mal 24 Meter langes Becken mit einer Wassertiefe von bis zu sechs Metern. Die von 900 auf 2500 Besucherplätze erweiterte Anlage solle dem Besucheransturm besser gerecht werden, sagte der Vorsitzende des neu gegründeten Fördervereins "Lagune 2000". Im Förderverein haben sich zahlreiche Prominente, darunter Bayerns Innenminister Günther Beckstein, Schwimmerin Hannah Stockbauer und Fußballer Andreas Köpke zusammengeschlossen. Sie wollen für das Projekt werben und Spenden sammeln. Mitteldeutsche Zeitung 19.2.2002 Zu einer Führung - "Wie Tiere den Winter überstehen" - hatte der Förderverein der Tierparkfreunde in den Ascherslebener Tierpark eingeladen. Jeannine Schützendübe vom Förderverein führte die Kinder durch den Tierpark. Höchster Kreisblatt 15.2.2002 Einmal im Jahr ergeht es Jasmin Schmitt, Tierpflegerin im Exotarium des Frankfurter Zoos, wie in dem Sprichwort: Vor lauter Bäumen den Wald nicht gesehen. Und zwar immer dann, wenn der Bestand der Tiere protokolliert wird und sie durchgezählt werden. Rheinpfalz Online 20.2.2002 Im Siegelbacher Tierpark wurde am Sonntag das elf Monate alte Kamelfohlen "Alya" verkauft. Die Kamelfreunde Kaiserslautern laufen dagegen Sturm und haben Anzeige erstattet "Das Kleine ist noch nicht abgestillt, absolut unverantwortlich, was der Tierpark gemacht hat." Tierpark-Leiterin Barbara Münchau habe vor einiger Zeit schon einmal eine Veräußerung des Fohlens abgelehnt, der Verkauf sei jetzt ohne ihr Wissen über die Bühne gegangen. Dafür sei die stellvertretende ZooLeiterin verantwortlich, die den Verkauf gegenüber den Kamelfreunden damit begründet habe, es handele sich bei dem Fohlen um "minderwertiges Tiermaterial", zudem sei das Fohlen abgestillt. Zum Thema "minderwertiges Tiermaterial" behaupten die Kamelfreunde weiter, im Tierpark Siegelbach habe ein "wundersames Tiersterben von minderwertigen Tieren" begonnen. So sei eine Yak-Kuh, die erst im Herbst ein gesundes Kälbchen zur Welt gebracht habe, an "Altersschwäche" gestorben. Viele seltene Vögel seien nahezu zeitgleich eingegangen, auch die beiden Javaner-Äffchen Niki und Jakob seien seit dem Wochenende nicht mehr im Zoo zu entdecken. Der Zoodezernent sagte weiter, Tierpark-Leiterin Barbara Münchau habe aus gesundheitlichen und familiären Gründen einen Auflösungsvertrag unterschrieben. Sie sei formell noch bis Ende des Monats im Amt und habe eine neue Stellvertreterin. Derzeit werde ein neuer Leiter gesucht, in den nächsten Wochen müsse sich im Tierpark "grundlegend etwas ändern". Rheinpfalz Online 20.2.2002 Kommentar zum Streit um die Abgabe eines Kamelfohlens im Kaiserslauterner Tierpark: Berliner Zeitung 18.2.2002 36 Jahre leitete Heinrich Dathe den Tierpark Friedrichsfelde; jetzt haben seine Kinder ein Buch mit seinen Lebenserinnerungen herausgegeben. In einem Schulaufsatz von 1923 nahm der damals zwölfjährige Heinrich Dathe vorweg, was er drei Jahrzehnte später als Begründer des Tierparks Friedrichsfelde verwirklichen konnte. Das und vieles mehr ist aus dem Band "Heinrich Dathe - Lebenserinnerungen eines leidenschaftlichen Tiergärtners" zu erfahren, herausgegeben von Dathes Kindern Falk und Almut. Am Mittwoch stellen sie das Buch erstmals öffentlich vor. Die erste Auflage des Dathe-Buches, erschienen im September 2001, war bereits nach wenigen Wochen vergriffen. Jetzt ist die zweite Auflage im Buchhandel. Die Lebenserinnerungen des Tierparkdirektors beginnen mit der Kindheit Dathes und enden mit der Eröffnung des Tierparks. Bild 15.2.2002 Gorilla-Casanova Vimoto (6) hat im Affenhaus des Leipziger Zoos zu viele Weibchen angebaggert. Er erhielt Sex-Verbot, musste in eine Männer-WG ziehen. Fast ein Jahr kämpfte das 55-Kilo-Männchen um die Gunst der Gorilla-Damen, versuchte ständig mit ihnen anzubandeln. Doch Herden-Chef Gorgo (20), ein 120-Kilo-Koloss, passte auf, biss seinen Nebenbuhler immer wieder weg. Der Leipziger Zoo hatte nach einem Jahr genug von dem Ärger im Affenhaus. Er verkaufte den potenten Vimoto an den Zoo von La Boissieres-du-Dore an der Loire in Westfrankreich. Der junge Gorilla kam in eine reine Junggesellen-Herde. Neue Ruhr Zeitung 18.2.2002 Bei einer Orchideen-Ausstellung vom 22. bis 24. Februar im Krefelder Zoo präsentieren Hobby-Züchter und Profi-Gärtner, was Fensterbank und Treibhaus haben sprießen lassen. 100 000 Blüten aus rund 500 Arten sind in der Tropenatmosphäre von Affenhaus, Vogelhaus, Großtierhaus und Zoo-Scheune zu sehen. Rund um die Schau gibt es Informationen und Zubehör sowie Allroundpakete für den angehenden Züchter. Thüringer Allgemeine 18.2.2002 Beim 3. Treffen der Tierpaten im Erfurter Zoopark ließen sich die Paten über das aktuelle Geschehen auf dem Roten Berg informieren. Dazu zählen u.a. die im letzten Jahr neu errichtete Frettchenanlage, das große Bisongehege und die Arbeiten an der Axmannschen Villa. Sehr viele schauten auf dem Heimweg beim derzeitigen Zoo-Star vorbei: Nashorn-Nachwuchs Limpopo hat sich prächtig entwickelt.
Der Unterhalt von Bauten und Anlagen im Walter-Zoo in Gossau kosten Geld, das dem Verein jedoch fehlt. Er muss noch 220 000 Franken aus der Schuld der Schimpansenanlage von 1,2 Mio. Franken abstottern. Dazu sei man auf die Unterstützung von Gossau und den Gemeinden angewiesen. Tagblatt 19.2.2002 Ausführlicher Bericht über den Walter-Zoo in Gossau und seinen Zoo-Verein. Tagblatt 20.2.2002 Das Schweizer Fernsehen filmte im Abenteuerland Walter-Zoo Gossau. Die Live-Übertragung war in der Sendung Mittags-Magazin zu sehen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Bonner Rundschau 15.2.2002 Deutschlands ältester Zoo-Affe ist tot. Das Orang- Utan-Weibchen "Babu" starb in der Nacht zum Freitag im Berliner Zoo. Das mehr als 50 Jahre alte Affenweibchen sei eines natürlichen Todes gestorben. Die altersschwache "Babu" konnte sich zum Schluss nicht mehr bewegen, hatte Durchfall und wollte nichts mehr fressen. Rheinpfalz Online 15.2.2002 Babu starb in der Nacht zum Freitag im Berliner Zoo an Alterschwäche. Babu wurde im Dschungel der indonesischen Insel Sumatra um 1952 herum geboren und dort auch gefangen. 1962 brachte die damalige Zoo-Leiterin die junge Äffin dann aus Sumatra nach Berlin. Babu schlief sie in der Nacht friedlich auf ihrem Bett aus Stroh ein. Nun soll Babu im Dienste der Wissenschaft seziert werden und präpariert in ein Museum kommen. Tagesspiegel 16.2.2002 Kommentar: Das Orang-Utan-Weibchen Babu ist sehr alt geworden, gut 50 Jahre. Und es starb unter den Augen vieler Menschen. Das Tier schlief, vom Leben erschöpft, ein, wurde nicht eingeschläfert, weil es in seiner Erschöpfung keine Schmerzen erlitten hatte. Eine Kreatur, also ein Geschöpf, starb. Märkische Allgemeine 16.2.2002 Der Tod Babus hat eine Diskussion über Sterbehilfe für Tiere ausgelöst. "Auch ein Zoo-Affe hat das Recht, wie in freier Wildbahn zu sterben", meinte jedoch Tierpfleger Opitz kategorisch. Nur zuletzt konnte Babu nicht mehr mit ihren Artgenossen zusammen sein. "Sie starb an Altersschwäche. Wir mussten keine Intensivmedizin mit ihr betreiben", sagte Tierarzt Ochs. Tagesspiegel 16.2.2002 Wie viele Zoo-Tiere soll auch "Babu" der Nachwelt erhalten bleiben. Allerdings kann man der "alten Dame" später in keinem Berliner Museum wiederbegegnen - die 1952 aus Sumatra an die Spree gekommene "Babu" soll in Hamburg ausgestellt werden. Berliner Zeitung 18.2.2002 Das tote Orang-Utan-Weibchen Babu aus dem Berliner Zoo wird in Hamburg ausgestopft und dort im Zoologischen Museum ausgestellt. Das Berliner Naturkundemuseum habe sich die Präl;paration offenbar nicht leisten können. EXPRESS 15.2.2002 B.Z. (Berlin) 15.2.2002 Heilbronner Stimme 16.2.2002 Orangutan dying as onlookers gape Badener Online 19.2.2002 Anlässlich der Landesgartenschau in Kehl wird es keinen Streichelzoo in Bodersweier geben. Main Rheiner 19.2.2002 Mainz-Kastel. Der Tiergarten-Trägerverein hat viele Arbeiten geleistet, um den Tierpark im Sommer endlich eröffnen zu können. Die Hänge am Rand des Dyckerhoff-Bruchs seien neu modelliert und einer der beiden Sitzplätze, von denen die Besucher das Areal wie von einer hohen Warte aus überschauen könnten, fertig gestellt. Für zwei Gehege, in denen,Meerschweinchen und Hühner leben sollen, hätten Mitglieder Holzhäuser errichtet. Im Frühjahr würden dann die Freigehege an die Bauten angefügt. Frankfurter Rundschau 20.2.2002 Vortrag am Donnerstag (21.2., 20 Uhr) von Prof. Hans Fricke über Quastenflosser im Frankfurter Zoo-Gesellschaftssaal. Ostsee Zeitung 20.2.2002 Rolf Bindzau und Kurt Griwahn waren als Vertreter des Grimmener Tierpark-Fördervereines zu der Veranstaltung gekommen und nahmen einen Scheck über 1673 Euro entgegen. Dieses Geld fließt in die Rekonstruktion des Tigergeheges. Tagblatt 19.2.2002 Interview mit dem Präsidenten des Walter-Zoo-Verein in Gossau. Neue Luzerner Zeitung 19.2.2002 Die Städtische Voliere und der Hirschpark Luzern bekamen im letzten Jahr mehrmals Probleme mit Ratten. Ostsee Zeitung 21.2.2002 Ihren Fasching feierten die Kinder der Franzburger Grundschule im Stralsunder Tierpark Saarbrücker Zeitung 21.2.2002 Jaguar Paru hat Heimweh nach dem Urwald - Serie "Tiere im Saarbrücker Zoo" Neue Ruhr Zeitung 20.2.2002 Die weiße Ente im Damwildgehege in Rheinhausen ist nicht mehr einsam: Nach dem Wilderer Ende des Jahres drei Artgenossen aus dem Gehege im Volkspark entwendeten, hat der "Freundeskreis Damwildgehege" jetzt vier Enten und 13 Hühner aus dem Duisburger Tierheim angeschafft. Während es mit dem Damwildgehege durch den Einsatz des neu gegründeten "Freundes- und Förderkreis Damwildgehege Rheinhausen e.V." aufwärts geht, bietet die benachbarte Voliere des NABU einen traurigen Anblick. Das vom Naturschutzbund Deutschland gepachtete Vogelhaus ist verwittert und für Spaziergänger nicht zu erreichen. Thüringische Landeszeitung 18.2.2002 Vor zwei Wochen hat Dingo-Hündin "Sheila" im Tier- und Freizeitpark Sättelstädt elf Welpen geworfen. Mit der rekordverdächtigen Zahl wäre sie überfordert gewesen, so dass Tierparkleiter Gutersohn eine "Amme" für die Welpen suchen musste. Hilfe kam aus Bayreuth - mit Rottweilerhündin "Leica". Von den elf Dingos haben es immerhin neun, acht Rüden und eine Hündin, geschafft. Saarbrücker Zeitung 18.2.2002 Serie "Tiere im Saarbrücker Zoo", Teil 7: Tapire. Märkische Oderzeitung 19.2.2002 Um eine tierische Attraktion reicher ist seit kurzem der Schulzoo Altreetz. Die Kängurus haben Nachwuchs bekommen. Wie Zoo-Direktor Peter Wilberg sagte, sei das Muttertier ein Geschenk des Eberswalder Tierparks. Seit vergangenem Jahr lebt es in Altreetz und hat sich im dortigen Gehege, wie man sieht, bestens eingelebt. Der offizielle Startschuss in die Saison fällt am 25. März. Bis dahin soll auch die Terrasse für das Behinderten-Feriendorf fertig und die Spielplätze vom Verein Spielbau neugestaltet sein. Ostsee Zeitung 16.2.2002 Die Dauerkarte für die Landesgartenschau in Wismar dient auch als Eintrittskarte für den Wismarer Tierpark. Freie Presse 15.2.2002 Auf Initiative des Fördervereins wurde die Patenschaftsaktion vor elf Jahren im Tierpark Hirschfeld ins Leben gerufen. Seitdem haben zahlreiche Tierfreunde Patenschaften über einen oder mehrere Bewohner der Naherholungseinrichtung mit ihren etwa 600 Bewohnern übernommen. Westdeutsche Zeitung 18.2.2002 Rund 5.000 Besucher sorgten am Sonntag bei Sonnenschein für einen Rekordandrang im Krefelder Zoo. Saarbrücker Zeitung 17.2.2002 "SZ"-Serie "Tiere im Saarbrücker Zoo" - Flamingos: elegante Gäste aus sonnigen Gefilden. Sächsische Zeitung 15.2.2002 Gaudi gestern im Wildpark Osterzgebirge in Hartmannmühle. Alle großen und kleinen Freunde der Natur waren zu einem Erlebnistag eingeladen. Der Erlebnistag findet noch einmal am kommenden Donnerstag, dem 21. Februar, ab 10 Uhr statt. Saarbrücker Zeitung 14.2.2002 Die Seychellen-Riesenschildkröte - Tiere im Saarbrücker Zoo, Teil 3. Wardens take baby oryx from lion "mum" - KENYA ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Natur- und Artenschutz
Mit einem integrierten Gewässerschutzkonzept wollen Bayern und die Europäische Union (EU) den bedeutendsten geschlossenen Bestand der Flussperlmuschel in Europa schützen. Die etwa 160 Millionen Jahre alte Tierart ist akut vom Aussterben bedroht. Bayerns Umweltminister Dr. Werner Schnappauf (CSU) hat gestern in Rehau ein Sonderprogramm zum Schutz der Perlmuschel vorgestellt. Der Freistaat stellt dabei in den nächsten Jahren vier Millionen Euro zur Verfügung. Von der EU kommen weitere vier Millionen Euro aus dem Projekt Interreg III A hinzu. Zusätzliche Mittel werden aus dem EU-Life-Programm erwartet. Frankfurter Rundschau 18.2.2002 Mit einem neuen Verfahren, bei dem Stickstoff aus der Luft zur Verringerung von Korrosionsschäden durch die Ballasttanks von Tankern strömen lässt, kann auch das Einschleppen fremder Arten verhindert werden. Main-Echo 18.2.2002 Die im Spessart wieder eingebürgerte Wildkatze hat sich offensichtlich auch in der benachbarten Rhön neue Reviere gesucht. Es handelt sich dabei um ein Auswilderungsprojekt des Bund Naturschutz, bei dem rund 200 Wildkatzen im Spessart ausgesetzt wurden. Inzwischen werden die wanderfreudigen Tiere auch in der Rhön beobachtet. PRIMATE, CARNIVORE DIVERSITY AT RISK BIOLOGISTS FIND TANTILIZING HINTS OF LOST WOODPECKER Greenpeace to push bank on Ecuador pipeline credit Captive-bred kiwi chick becomes first to face the wild Biologists ready for condor release in northern Arizona Pramuka bird market: Biggest black market for rare animals NEPAL'S NEW NATIONAL PARK PROTECTS KATHMANDU WATER SUPPLY Flightless New Zealand parrot numbers set to soar Rare parrot numbers set to soar - NEW ZEALAND ########################################### Pressemitteilungen Osnabrück 20.02.02 Duisburg 21.02.02 Wilhelma-Fotowettbewerb beendet NABU 17. Februar 2002 Der Naturschutzbund NABU hat vor dem Aussterben der letzten Schneeleoparden in Afghanistan gewarnt. "Der Schneeleopard könnte bald ein weiteres Opfer des Krieges in Afghanistan werden", meinte Birga Dexel, Leiterin des NABU-Schneeleopardenprojektes. Hätten bis zum Jahr 2001 bereits weit weniger als hundert Exemplare in Afghanistan überlebt, sei diese Zahl durch den illegalen Handel der Taliban mit Schneeleopardenfellen noch weiter reduziert worden. In Zentralasien würden derzeit bis zu 2000 US-Dollar für ein Fell gezahlt. "Im vorigen Monat wurde in Jalalabad sogar ein Schneeleopardenschädel zum Kauf angeboten und Flüchtlinge haben sich freies Geleit über die Grenze ins sichere Nachbarland Pakistan mit Fellen erkauft", so Dexel. Afghanistan habe eine lange Tradition im Handel mit Schneeleopardenfellen, bis zur Invasion durch die Sowjetarmee seien jährlich zwischen 50 und 80 Großkatzen für ihr Fell getötet worden. "Selbst wenn noch einige wenige Schneeleoparden das Taliban-Regime und den Krieg überlebt haben sollten, stehen ihre Chancen jetzt schlecht", sagte Dexel. Die afghanischen Hochgebirge seien ökologisch angegriffen, die übliche Beutetiere wie Steinböcke und Wildschafe durch die Jagd der lokalen Bevölkerung und der in die Berge geflohenen Menschen dezimiert. Außerdem drohten der Katze weitere Gefahren durch die 10 Millionen im Land verlegten Minen. "Den Schneeleoparden fehlen unter den derzeitigen Bedingungen Rückzugsgebiete, die sie während der Paarungszeit zwischen Januar und März brauchen", erklärte Dexel. Die NABU-Expertin appellierte an die Afghanische Regierung, Maßnahmen zum Schutz der Schneeleoparden und weiterer 75 bedrohter Arten im Land als Teil des Wiederaufbau-Programms einzuleiten. Das zentralasiatische Land hätte weder eine Schutztradition noch entsprechende Institutionen, obwohl es Mitglied des Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) sei. "Um so wichtiger ist es, dass internationale Organisationen ihre Hilfe bei den gravierenden Naturschutzproblemen anbieten", so Dexel abschließend. Für Rückfragen und Bildmaterial: Birga Dexel, Leiterin NABU-Schneeleopardenprojekt, Tel. 0172-9170878. Weitere Informationen und Fotos auch im Internet unterhttp://www.schneeleopard.de. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Ausstellungen BERLIN Museum für Naturkunde und Naturhistorisches Forschungsinstitut: BERLIN Museum für Naturkunde und Naturhistorisches Forschungsinstitut: FRAUENFELD ZÜRICH Zoologisches Museum: VIELFALT DER TIERE Naturmuseum Olten: ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ TV-Tipps Zoo + Naturschutz Immer Sa, 18:10, TV NRW: Ein Platz für Tiere (aus den 60er-80er Jahren mit Prof. B. Grzimek; teilweise mit Zoo-Portraits) Sa., 23.02.2002, 10:30-11:00 B-alpha, Zoo & Co, Oryx - wie ein Märchen aus dem Orient Sa., 23.02.2002, 17:35-18:10 VOX, TIERZEIT, Chinchillas - Der Fluch des Pelzes Sa., 23.02.2002, 18:00-18:15 MDR, Bei uns entdeckt, Aufs Tier gekommen - Der Adlerkönig von Greifenstein Sa., 23.02.2002, 19:00-19:45 BR, Von Schafen, Geiern und Bären, Auf spanischen Hirtenpfaden So., 24.02.2002, 22:00-23:00 WDR: Ein Doc für alle Felle (2) - Doku-Soap mit Tierärztin Dr. Christine Osmann im Dortmunder Zoo Mo., 25.02.2002, 20:15-20:45 HR, Bilderbogen, 25 Affen, Flussperlenmuscheln und ein Elefant, Die zoologische Sammlung der Universität Marburg Di., 26.02.02, 18:30-19:00, 3Sat: Wissenschaftsmagazin nano: Schimpansenforscher Boesch Di., 26.02.2002, 21:15-22:00 ORB, Welten hinter Glas, Geschichte und Geschichten des Berliner Zoo-Aquariums Mi., 27.02.02, 18:30-19:00, 3Sat: Wissenschaftsmagazin nano: Affenforscher im Leipziger Zoo Do., 28.02.2002, 17:15-18:00 HR, Osomba, der neue Herr der Drills Do., 28.02.02, 18:30-19:00, 3Sat: Wissenschaftsmagazin nano: Orang Utans und die Auswilderungsstation Bukit Lawang Fr., 01.03.2002, 21:45-22:15 B-alpha, ALPHA-JOB UNTERWEGS, Berufe im Zoo Sa., 02.03.2002, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Utila - Ein Überlebender der Urzeit So., 03.03.2002, 22:00-23:00 WDR: Ein Doc für alle Felle (3) - Doku-Soap mit Tierärztin Dr. Christine Osmann im Dortmunder Zoo ** ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG:http://www.zoo-ag.de/tv-tipps.htm ** ########################################### Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo, die in Online-Zeitungen erschienen sind. 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