Zoo-AG Presseschau Nr. 97 vom 7. Februar 2002


Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse

Willkommen zur Zoo-Presseschau derZoo-AG Bielefeld

zusammengestellt von Dirk Petzold und Dr. Martina Raffel,redaktion@zoo-information.de

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Liebe Leser der Zoopresseschau,

in der aktuellen Ausgabe von GEO 2/02 finden sich gleich zwei überaus lesenswerte Artikel zu unseren Themen:

Ein großartig bebilderter Bericht über Chamäleons, in dem es vor allem um die Forschungs- und Artenschutzarbeit zweier engagierter Leute auf Madagaskar geht, deren Namen vielen von uns längst ein Begriff sind: Nicolá Lutzmann (DGHT/Uni Bonn) und Mario Perschke (Berliner Tierpfleger, jetzt im Zoo von Tana).
Autor des Artikels: Claus-Peter Liekfeld. Jawohl, jener Verfasser des"Wo der Makake sich entmannt" im Spiegel special 1/97, der polemisch über Zoos herzog und Prof. Sielmann naive Schönfärberei vorwarf. Hier liefert er einen fundierten Artikel mit Enthusiasmuis für Natur- und Artenschutz.

Ein zweiter Artikel beschäftigt sich mit dem Klonen. Gleichermaßen kompakt, aktuell und verständlich beschreibt Anke Sparmann den aktuellen Stand der Forschung und die wissenschaftlichen Hintergründe, um die man nicht herum kommt, wenn man die stets von neuem angestachelten Diskussion verstehen, hinterfragen oder gar darin mitreden will. Eine Doppelseite stellt neutral die Argumente der Haupt-Positionen in der Bioethik-Debatte gegenüber. Für Zoos und Artenschützer besonders interessant: ein Extra-Beitragl, der sich nur mit den Möglichkeiten des Klonens zu Artenschutz-Zwecken beschäftigt - und mit klaren Fakten überzogene Hoffnungen gründlich zerbröselt.

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Augsburger Allgemeine 1.2.2002
Mitarbeiter kämpfen um Ruf
http://www.augsburger-allgemeine.de/Portal/start?pagename=index&sptnid=984050625151&arid=1012568412563

Die Augsburger Zoo-Mitarbeiter gehen jetzt in die Offensive, um den guten Ruf des Publikumsmagneten mit jährlich 600000 Besuchern zu verteidigen: Der Augsburger Tiergarten sei nach Schloss Neuschwanstein die Kultureinrichtung in Schwaben mit den zweitgrößten Besucherzahlen, hieß es gestern in einer Mitteilung an die Medien. Wie Zoo-Inspektor Richard Gloge und Betriebsratsvorsitzender Marcus Linder beklagen, sei für die Bevölkerung der Eindruck entstanden, dass im Zoo „seit Jahren nur Dilettanten für die Tierhaltung verantwortlich sind“. Tatsache sei aber, dass sich engagierte Kräfte mit Herz und Sachverstand um das Wohl der ihnen anvertrauten Tiere kümmern. Gleichzeitig appellieren die Beschäftigten an die Verantwortlichen wie Zoo-Gesellschafter und Aufsichtsrat, die nötigen Mittel bereitzustellen, um einige gravierende Beanstandungen bei der Tierhaltung (Elefanten, Robben) beseitigen zu können.

Süddeutsche Zeitung 2.2.2002
Die Missstände im Zoo sind der Stadt seit Jahren bekannt und durch zwei Prüfberichte belegt - Vogel-Strauß-Politik in Augsburg
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel118778.php

Die Zoo-Affäre in Augsburger Zoo gewinnt an Brisanz. Auf die von Amtstierärzten aufgedeckten Missständen in der Tierhaltung habe die Stadt sofort reagiert und Weichen gestellt, hatten in dieser Woche Oberbürgermeister Peter Menacher (CSU) sowie sein für den Zoo zuständiger Kulturreferent Ekkehart Gesler (CSU) erklärt. Dass die Stadt viel früher hätte reagieren müssen, weil ihr die wesentlichen Sachverhalte seit Jahren bekannt gewesen sein müssen, belegen zwei Controllingberichte der Stadtverwaltung, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen. In dem Prüfbericht von 1998 heißt es: „Investitionszuschüsse der Stadt zur dringend notwendigen Instandhaltung der Ställe, Anlagen und Gehwege sowie zur Modernisierung der Gehege wurden seit 1992 nicht mehr gewährt.“ Im städtischen Controllingbericht von 1999 heißt es, der Zoo habe „keine Spielräume mehr zur Erhaltung der Einrichtung, geschweige denn zum Ausbau und zu dringend notwendigen Modernisierungen“. Wegen höheren Personalkosten bei zugleich gekürzten städtischen Zuschüssen habe der Zoo in dem Jahr außerdem Mitarbeiter entlassen müssen. Dem Zoo habe noch nicht einmal das Geld gereicht, um den Eigenanteil von ABM-Kräften des Arbeitsamtes zu finanzieren. Auch die Veterinäraufsicht des Gesundheitsministeriums hat die personelle Ausstattung beanstandet. Auf Drängen des Ministeriums muss die städtische Zoogesellschaft mehr wissenschaftliches Personal sowie mindestens drei weitere Tierpfleger einstellen. Die Situation des Zoos wird am 21.Februar im Stadtrat debattiert. Referent Gesler hat einen umfassenden Bericht angekündigt. Bereits jetzt gibt es Überlegungen, die Satzung der Zoogesellschaft zu ändern.

Süddeutsche Zeitung 2.2.2002
Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel118781.php

Kommentar der Süddeutschen zur Situation im Augsburger Zoo: Dass eine größere Zahl von Tieren des Augsburger Zoos seit Jahren nicht artgerecht gehalten wird, ist ein Skandal. Dass der Tiergarten, den die Stadt mit jährlich einer Million Euro bezuschusst, jahrelang wie ein Familienbetrieb des Direktoren-Ehepaares Gorgas geführt wurde, ist ein weiterer. Dennoch hat niemand daran Anstoß genommen. Selbst der Aufsichtsrat der Zoo GmbH, der das Geschäftsgebaren der städtischen Tochter kontrollieren sollte, verschloss offenbar vor vielen Ungereimtheiten die Augen.

Schweriner Volkszeitung 1.2.2002
Zoo öffnet Experimentarium/Ferienprogramm - Box für "Forscher"
http://www.svz.de/nnn/newsnnn/NNNVermischtes/02.02.02/box/box.html

Teredo Navalis, der Schiffsbohrwurm, Schrecken von Holzboot-Besitzern und Küstenschützern, ist gar kein Wurm, sondern in Wirklichkeit eine Muschel. Wo lässt sich der Wissensdurst für solche Fragen stillen? Seit gestern im Rostocker Zoo. Dort wurde das neue Experimentarium als Treffpunkt für neugierige Besucher eröffnet. Auf 150 Quadratmetern dürfen große und kleine Forscher in den Containern mit dem Namen "Darwin-Box" mit Hilfe von Mikroskopen und Riesenlupe wissenschaftlichen Geheimnissen nachspüren oder bei Videoshows viel Spannendes erfahren. Die erste Ausstellung in dem begehbaren Laboratorium und Hörsaal widmet sich im Themenjahr "Baumeister Tier" den Muscheln und Schnecken. Unter dem Stichwort "Gigantische Eigenheime im Meer" wartet so manche Überraschung auf die Besucher.

Welt 7.2.2002
Ein Stück Alaska für die Eisbären
http://www.welt.de/daten/2002/02/07/0207hh312811.htx

In naher Zukunft soll ein Stück Alaska mitten in Hannover existieren. "Wie das Gelände konkret aussieht, wissen wir noch nicht", sagt Zoo-Chef Klaus-Michael Machens. "Wir haben eine Notlage", sagt der Zoo-Chef. Die bestehende Eisbären-Anlage könne so nicht bleiben. Sie sei zu klein, beherberge zu viele Tierarten und sei außerdem nicht für die Zucht geeignet. Seit 1971 leben die hochbetagten Eisbären Irma, Eskimo und die Zarte in Hannover. Die Tiere müssen sich die ehemalige Löwenanlage ohne Naturboden mit Braunbären teilen.
20 Millionen Euro wird der Bau voraussichtlich kosten. Woher das Geld kommen soll, steht allerdings noch in den Sternen. Derzeit ist ein Architektenbüro mit den Planungen der 17000 Quadratmeter großen Themenwelt beschäftigt. Im Mai will der Zoo-Chef zeigen, wie er sich Alaska mitten in der Leinestadt vorstellt

Ostsee Zeitung 7.2.2002
Landesgartenschau soll Freizeit- und Infrastruktur verbessern
Nachnutzung beschlossen
http://www.ostsee-zeitung.de/wi/start_112742_386326.html

Das Gelände der Landesgartenschau ist dreigeteilt: die öffentliche Grün- und Parkanlage (64 %), der Veranstaltungsbereich (23 %), das Erweiterungsgelände für den Tierpark (13 %). Das Planwagendorf wird der Tierpark bewirtschaften. Der Aussichtsturm bleibt zugänglich für jedermann. Der Hallenschaupavillon soll zum Überwintern von Pflanzen und könnte als „tropisches Café“ genutzt werden. Vier Hektar des Geländes erhält der Tierpark, um sein Platzproblem dauerhaft zu lösen.

Ostsee Zeitung 2.2.2002
Winzige Wesen werden sichtbar gemacht
http://www.ostsee-zeitung.de/rs/start_112675_383745.html

Etwa drei Millionen Muschelkrebschen gibt es im Rostocker Zoo – behaupten die Biologen, die die neu eröffnete „Darwin-Box“ betreuen. Eine Multimedia-Show lässt die Besucher ins Innere einer Seepocke schauen. Sie zeigt, wie der Schiffsbohrwurm, der eigentlich eine Muschel ist, in den Meeren Holz zerfrisst und macht die genannten Muschelkrebschen sichtbar, die sich im Sand am Meeresstrand tummeln und von winzigen Algen ernähren. Zehn Mitarbeiter haben die Ausstellung gestaltet und helfen bei Arbeiten im Labor oder am Mikroskop. Eine enge Zusammenarbeit gibt es mit der Universität und Forschungseinrichtungen in und um Rostock. 100 000 Euro hat das gesamte Projekt Darwin-Box gekostet, ein großer Teil des Geldes kam vom Umweltministerium des Landes. Zusammen mit seinem Förderverein hatte der Zoo hier Anträge gestellt.

Westdeutsche Zeitung 1.2.2002
Großkatzen-Projekt ist "hausgemacht"
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?userid=1&publikation=30&template=arttextlokal&ausgabe=3005&redaktion=30&artikel=102183097

Sutera und Beludru, die beiden Tiger im Krefelder Zoo, können sich mit den fortschreitenden Bauarbeiten beschäftigen, die hinter ihrem Gehege im Gange sind. Stein um Stein wächst der künftige Lebensraum von Sumatra-Tigern und Schwarzen Jaguaren. Der Neubau beherbergt je drei Boxen für die Großkatzen und einen Wirtschaftsbereich. In der östlichen Zoo-Ecke entsteht das Freigehege. Für die Tiger bedeutet das 800 Quadratmeter Auslauf, gesichert durch nach oben geöffnete Stahlgitter. Das 410 Quadratmeter große Areal der Jaguare wird komplett zum Käfig. Hochbauamt und Zoo-Mitarbeiter beteiligen sich an diesem Projekt. Unterstützt werden sie großzügig von den Zoofreunden und der Aktion "Mäuse für Katzen". Als einziger "großer Auftrag" wird nur die Stahlnetzkonstruktionen der Außengehege an eine Fremdfirma vergeben.

Ostsee Zeitung 1.2.2002
Geld für neues Gehege fast zusammen - Sassnitzer investierten in Affenaktien
http://www.ostsee-zeitung.de/ru/start_112739_383103.html

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind schon 24.965 Mark an Spenden für den Bau eines neuen Affenhauses im Sassnitzer Tierpark zusammengekommen, für den Bau werden Eigenmittel in Höhe von 27 000 Mark gebraucht. Dass diese Summe nahezu erreicht ist, liegt zum einen Teil an den zwei bis drei Großspenden, die im Tierpark eingegangen sind. Einen erheblichen Anteil machen aber nach Blocks Angaben die Kleinspenden aus, die in Form der 50 Mark teuren Affenaktie oder als Schein bzw. Münze in die Spendenkasse des Affenhauses wanderten. 74.765 Mark sind im Tierpark im vergangenen Jahr aus Eintrittsgeldern und dem Verkauf zusammengekommen. Dafür haben die rund 26 000 Besucher gesorgt.

Leipziger Volkszeitung 1.2.2002
Mischka, Maika und Tina ziehen am 5. März aus ihrem engen Gehege nach Worbis um - Tapetenwechsel für Grimmas Bären
http://www.lvz-online.de/lvz/zeitung/news/90698.html

Den Grimmaer Braunbären Mischka, Maika und Tina wird es bald besser gehen. Am 5. März können sie ihr enges Gehege verlassen und in den vier Hektar großen Bärenpark Worbis umziehen. Ein kleines Problem tat sich allerdings doch auf. Uwe Lagemann aus Worbis: "Bei uns gibt es nämlich schon eine Bärin, die Mischka heißt und eine weitere mit dem Namen Maika." Und so einigte man sich, dass die Grimmaer Maika mit ihrem Eintreffen in Worbis in "Maike" umbenannt wird und der kräftige Bärenherr nur sein "k" im Namen verliert und dann "Mischa" heißen soll. Die Grimmaer Bären leben seit Mitte der 80er Jahre in einem nur etwa 60 Quadratmeter großen Käfig mit Steinfußboden und modrigem Innenraum mitten in der Stadt. Die Tiere waren zu DDR-Zeiten in der ehemaligen Garnisonsstadt angeschafft worden, um den stationierten sowjetischen Soldaten ein wenig Heimatgefühl zu vermitteln.

Berliner Kurier 1.2.2002
Schmusen und sausen: Temis erster Ausflug in den Park
http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_kurier/berlin/.html/artik13.html

Das drei Monate alte Elefantenmädchen "Temi" zeigte sich gestern erstmals den Besuchern im Tierpark Friedrichsfelde. Temi geht jeden Sonnabend und Sonntag um 15.15 Uhr baden. Bei mildem Wetter tobt sie täglich von 12 bis 13 Uhr durchs Freigehege.

Schaffhauser Nachrichten 6.2.2002
Äffchentaufe im Tropical Paradise
http://www.shn.ch/pages/artikel.cfm?id=53169

Im Tropical Paradise in Rudolfingen durften Kinder die beiden Weissbüscheläffchen Dixi und Chipo taufen. Matthias Lottenbach hat sich bei der Realisierung des Tropical Paradise in Rudolfingen einiges vorgenommen, um die Besucher in eine urwaldähnliche Umgebung führen zu können. Zu dieser einzigartigen Vegetation gehören auch Tiere und Amphibien, die sich in diesem Klima gut halten lassen. Schildkröten, Leguane, Vögel und Papageien sind einige davon. Ebenfalls gehören zwei Weissbüscheläffchen zum kleinen Tierpark. Für die Taufe der beiden Tiere wurde ein Namenswettbewerb durchgeführt.

Kieler Nachrichten 2.2.2002
Gettorf: Den Äffchen im Internet auf der Spur
http://www.kn-online.de/htm/aktuell/reg-e/c-RIRISATI.htm

Wenn Burkhard Wilhelm, Biologie-Lehrer der Isarnho-Schule, und Frank Schmidt, Biologe und Zoopädagoge des Gettorfer Tierparks, gemeinsam den Biologie-Unterricht des Wahlpflichtkursus der achten und neunten Klassen gestalten, kommt keine Langeweile auf. Die Voraussetzungen für das Projekt schaffte der Schulverband, der den Kindern mit einer Pauschale von 1000 DM jährlich den eintrittsfreien Tierparkbesuch ermöglicht. Auch unterstützen Gemeinde und Schulverband die Arbeit des Zoopädagogen Frank Schmidt, der für den Verein Freunde des Tierparks arbeitet.

Ostsee Zeitung 6.2.2002
Nationalpark bald in Marlow
http://www.ostsee-zeitung.de/ri/start_112748_385969.html

Am 21. März eröffnet der Vogelpark Marlow seine bisher größte Voliere. Auf fast 5000 Quadratmetern werden Vögel leben, die typisch für den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft sind. Der Vogelpark will auch für das neue Gehege wieder symbolische Parzellen verkaufen, um seine klammen Kassen aufzubessern.

Nordkurier 6.2.2002
Tierpark sucht alte Fotos
http://www.nordkurier.de/lokal/ueckermnde/a/a.html

Der Ueckermünder Tierpark sucht zur Gestaltung einer Ausstellung anlässlich des diesjährigen 40. Geburtstages noch Materialien. Tierparkchef Helge Zabka ist besonders an alten Fotos sowie persönlichen Erinnerungen interessiert, die insbesondere die Gründungszeit sowie die Geschichte des Zoos vor 1989 widerspiegeln. Anlässlich des Jubiläums wird es am 15. März einen Festempfang geben, zu dem unter anderem der Umweltminister des Landes, Wolfgang Methling (PDS), kommen wird.

Thüringer Allgemeine 6.2.2002
Erfurter fütterten für Ramses 32 Sparschweine
http://www.thueringer-allgemeine.de/free/ta.artikel-lokal.inhalt-000.html?region=Erfurt&news_id=2168231

Gut im Futter standen die 32 Sparschweine, die in Erfurter Geschäften, Einrichtungen, Praxen, Banken seit Oktober "gemästet" wurden. Insgesamt 1030,94 Euro (es waren natürlich auch noch viele D-Mark und manche Urlaubswährungen dabei) wurden eingenommen. Das Geld ist hoch willkommen als Aufstockung für den Eigenanteil beim Bau der Löwenresidenz für den derzeit im Exil lebenden Ramses. "111 000 Euro konnten wir bislang an Spendenmitteln aufbringen", so Stephan Zänker vom Verein. Man hofft jetzt dringend auf einen positiven Bescheid aus dem Wirtschaftsministerium für die 1,2 Millionen Euro für den 2. Bauabschnitt der Anlage. Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten eigentlich beginnen. Dann könnte im kommenden Jahr Ramses in sein neues Zuhause einziehen.

Lippische Landes-Zeitung 6.2.2002
Ende der Schüchternheit
http://www.lz-online.de/news/lokal/no/LZ_20020206_2138073.html

Die beiden jungen bengalisch-sibirischen Tiger, die von einer Dogge als Leihmutter aufgezogen worden waren, sind seit Mitte Dezember wieder im Tierpark Kalletal. Umstellungs- und Eingewöhnungsprobleme haben sie überwunden, ihre erste Schüchternheit abgelegt. Am 9. März fahren sie für eine Live-Sendung im Kinderkanal nach Baden-Baden.

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Ostsee Zeitung 4.2.2002
Tausende strömten zum Strand und in den Zoo - Frühlingsrausch bei Rekord-Temperaturen
http://www.ostsee-zeitung.de/rs/start_112674_384376.html

Hochbetrieb brachte das schöne Wetter des letzten Wochenendes auch im Rostocker Zoo. Genau 3071 Besucher wurden Sonnabend und Sonntag eingelassen. „Das sind Zahlen eines gutes Sommerwochenendes“, stellt Kuratorin Dr. Karin Linke fest.

Kölner Stadt-Anzeiger 4.2.2002
Wärmster 2. Februar seit 100 Jahren in NRW
http://www.ksta.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta%2Fpage&atype=ksArtikel&aid=1012593288242&openMenu=992279212953&calledPageId=992279212953&listid=994347600402

Im Kölner Zoo wurden am Sonntag rund 8000 Besucher erwartet. Den Tieren ging es trotz der Wetterkapriolen hervorragend. "Alles, was laufen kann, tummelt sich in den Freigehegen", sagte ein Zoo-Sprecher in Köln.

Bonner Rundschau 4.2.2002
Sommerliches Wetter in ganz Deutschland
http://rundschau-online.de/vermischtes/allewelt/2392873.html

Einen ungewöhnlich starken Andrang verzeichneten am Wochenende die Zoos in NRW. Im Wuppertaler Zoo seien die Entenvögel aus allen Erdteilen bereits in Brutlaune, was wegen noch zu erwartender Nachtfröste nicht ganz ungefährlich sei, hieß es.

Mitteldeutsche Zeitung 3.2.2002
Temperaturrekord sorgt für Ansturm auf Zoo
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=mz_web/pages/regionales/news_ArtikelColl&RegionalRubrik=halsk&RegionalRubrikName=Halle/Saalkreis&MZWebArtikelID=1011718536052

Mittelbayerische Zeitung 4.2.2002
Chinesischer Tierpark will Kabul neuen Löwen schenken
http://www.donau.zet.net/cgi-bin/mz/festm.pl?tl=newsafpbunt&fn=/aktuell/spezial/buntes/meldung9.htm

Nach dem Tod des Löwen Marjon im Zoo der afghanischen Hauptstadt Kabul hat ein chinesischer Tierpark Ersatz angeboten.

Märkische Oderzeitung 6.2.2002
Frühlingswetter treibt Frankfurter in den Wildpark
http://www.moz.de/showLokal.php?OPENNAV=lokal&SUBNAV=0&REDID=11&LID=17149

Auch im Wildpark Rosengarten (Frankfurt/Oder) herrschte aufgrund des schönen Februar-Wetters großer Besucherandrang.

EXPRESS 3.2.2002
Wer wird neuer Löwe von Kabul?
http://express.de/news/2392936.html

Jetzt soll der Zoo in der afghanischen Hauptstadt ganz schnell einen neuen Löwen bekommen, damit die Menschen ein Stück Schönheit im tristen Alltag haben. Zoo-Direktoren aus aller Welt bieten Hilfe an. Zum Beispiel Norm Philips, Chef einer Tier-Ranch bei Toronto. Er hat gleich zwei Jungtiere, beides männliche Löwen im Alter von 18 Monaten, übrig, die er den Kollegen gerne schenken will. Auch die „Badaling Safari World“ aus China will ein Jungtier spenden.

Saarbrücker Zeitung 6.2.2002
"Meine Oma wurde 148 Jahre alt"
http://www.sz-newsline.de/sta/G0P587OP_1.php3

Serie "Tiere im Saarbrücker Zoo". Heute: die Riesenschildkröte.

Nordkurier 4.2.2002
KURZ NOTIERT
http://www.nordkurier.de/lokal/ueckermnde/b__/b.html

Während der Winterferien gibt es im Tierpark Ueckermünde täglich öffentliche Fütterungen zu erleben. Um 13 Uhr wird über Papageien und Kapuziner informiert, um 14 Uhr gibt es Wissenswertes zu den Berberaffen. Gegen 15 Uhr werden die Löwen gefüttert.

Westfalenpost 4.2.2002
220 000 Kunstfreunde erleben Lange Nacht
http://www.westfalenpost.de/free/wp.artikel-000.html?region=National&id=2165035

Zu den Publikumsmagneten bei der Langen Nacht der Berliner Museen zählte auch das Zoo-Aquarium mit 12 400 Besuchern.

Remscheider GA 6.2.2002
Nachwuchs im Wuppertaler Zoo
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?userid=1&publikation=2&template=arttextl&ausgabe=10763&redaktion=2&artikel=104124561

Nachwuchs im Wuppertaler Zoo: am 19. Dezember wurde eine Elen-Antilope geboren,  am 19. Januar kam ein junger Zebrahengst zur Welt.

Berliner Zeitung 2.2.2002
ZOO-AQUARIUM
http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_zeitung/sonderbeilage/.html/114209.html

Vielleicht ist es die Verheißung von Stille, sanftem Licht und langsam durchs Wasser gleitenden Fischen, die in jeder Langen Nacht so viele Besucher ins Aquarium zieht. Aber viele Erholung Suchende machen zusammen doch wieder eine sehr laute Masse, und so ist das Berliner Zoo-Aquarium jedes Mal einer der bestbesuchten und stickigsten Orte der Nacht, untermalt von aboriginen Didgeridoo-Klängen. Diesmal könnte es noch ein wenig enger werden, denn das Aquarium hat ein neues Meerwasser-Becken und damit eine neue Attraktion.

Stuttgarter Nachrichten 2.2.2002
Eisbärdame eingeschläfert
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/page/detail.php/93725

Trauer im Karlsruher Zoo: Wegen eines unheilbaren Nierentumors musste die 32 Jahre alte Eisbärendame Mien eingeschläfert werden.

Landes-Zeitung 7.2.2002
Bückeberg-Dachse mit Flasche großgezogen
http://www.dewezet.de/Redaktion/NewsArticle.php3?zeitung=Landes-Zeitung&area=Lokales&ressort=Aktuelles&id=264499

Der Mindener Kameramann Curt Cappel entdeckte seine große Liebe zu einem seltenen heimischen Raubtier. Es waren die Dachse im Bückeberg, die ihm ungewohnte Abenteuer bescherten. So erhielt er den Auftrag, das Leben des Trios in einem Film aufzuzeichnen. Doch als die Dachse größer wurden, konnte Cappel sie nicht mehr bei seinem Haus halten. Die beiden jungen Rüden fanden eine neue Heimat im Saupark und im Münchner Tierpark Hellabrunn. Mit "Alpha" aber wollte ihr Ziehvater ein seltenes Experiment wagen. Sie sollte im Bückeberg, der Heimat ihrer Mutter, ausgewildert werden.

Südwest Presse 7.2.2002
Fleisch der Wildtiere
http://www.suedwestpresse.de/dc/html/news/news-ulm_ul/20020207ul_loka0003.htm

¸¸Der Gorilla im Kochtopf'' ist Titel einer Ausstellung, die drei Tage lang im Haus der Begegnung zu sehen ist. Die Ausstellung ist von der Wilhelma mit erdacht und vom Verein ¸¸Faszination Regenwald'' nach Ulm geholt worden.

Kreis Anzeiger 2.2.2002
Frühlings Erwachen im Zoo
http://www.kreis-anzeiger.de/sixcms/detail.php?id=293442&template_id=1199&_next=KA_Lokales

Noch ist es nicht ganz so weit, aber das frühlingshafte Wetter verlockt zur Vorfreude. Auch die vielen interessanten Tiere im Zoo Frankfurt schnuppern jetzt gerne wieder Frischluft.

Sächsische Zeitung 2.2.2002
Nachhilfe für junge Pfauen
http://www.sz-online.de/news/artikel.asp?id=113119&rubrik=n_dresden&etag=

Im Dresdner Zoo schlüpften vorigen August fünf Blaue Pfauen. Das Quintett zog zunächst in eine Voliere am Katzenweg, wo die Jungen am Boden ruhten. Hier konnte nach Meinung der Tierpfleger nur eine erwachsene Henne helfen. Und tatsächlich, die "Alte" machte es den Küken vor, wie man sich zur Schlafenszeit zu verhalten hat. Die fünf zeigten sich gelehrig und ruhen nun nach Pfauen-Art im Geäst. Seit vergangenem Mittwoch steht den Jungtieren, wie den anderen zehn Blauen Pfauen, das gesamte Zoogelände zur Verfügung.
Die Zoohandwerker haben ein weiteres Mal ihre kreativen Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Sie modernisierten einen Stall im Orang-Haus, in dem sie die bisherigen Metallstangen herausschweißten und durch Holz ersetzten. Durch die naturnahe Gestaltung der Schlafboxen können die Orangs mehr Fläche als bislang in Anspruch nehmen.

Sächsische Zeitung 2.2.2002
Campingmöglichkeit am Wildpark
http://www.sz-online.de/news/artikel.asp?id=113113&rubrik=n_dippoldiswalde&etag=

Der Wildpark Osterzgebirge soll um eine Campingmöglichkeit mit dreißig Plätzen erweitert werden. Besucher des Wildparks könnten dort preisgünstig übernachten. Gedacht ist dieses Angebot vor allem für internationale Besuchergruppen. Der Zweckverband Wildpark hat bei der Euroregion Elbe/Labe die Förderung für das Vorhaben beantragt, wie Verbandsgeschäftsführer Harald Schmidt informierte. Die endgültige Entscheidung darüber soll im Sommer fallen, wenn auch klar ist, wer in Zukunft den Park weiter führt. Derzeit sucht der Zweckverband einen neuen Betreiber.

Berliner Morgenpost 6.2.2002
Tierbestand im Viktoriapark soll reduziert werden - Neues Zuhause gesucht
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/bezirke/story495770.html

Kreuzberg - Der Bezirk will mehr als die Hälfte der etwa 30 Vier- und Zweibeiner abschaffen. Viele Anwohner laufen Sturm gegen die Pläne. Deshalb sollen die Ziegen und der kranke Waschbär einstweilen im Viktoriapark bleiben. Für die Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, Gänse, Papageien und Ziervögel sucht Schulz nach Unterbringungsmöglichkeiten in Landschaftsparks. «Im Sinne der Tiere ist das sicher eine gute Lösung», sagt er, «denn artgerecht war ist die Haltung bei uns nicht». So hätten vor allem die Papageien kaum noch die nötige Zuwendung bekommen, seit der Senat 1994 alle Tierpflegerstellen gestrichen habe.

Berliner Morgenpost 6.2.2002
Unverhofft kommt oft - selbst bei Familie Bison
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/berlin/story495906.html

Bei den Bisons im Zoo hat sich unerwartet Nachwuchs eingestellt.

Saarbrücker Zeitung 31.1.2002
Die flinken Füchse der Baumwipfel
http://www.sz-newsline.de/sta/GET54NLN_1.php3

Portrait der Kattas im Saarbrücker Zoo.

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Natur- und Artenschutz

Mittelbayerische Zeitung 1.2.2002
Länder akzeptieren ausgehandelten Kompromiss - Neues Naturschutzrecht passiert den Bundesrat
http://www.donau.zet.net/cgi-bin/mz/festm.pl?tl=newsdeu&fn=/aktuell/journal/pld/meldung4.htm

Der Bundesrat hat das im Vermittlungsausschuss ausgehandelte Naturschutzrecht gebilligt. Das Gesetz sieht unter anderem ein Verbandsklagerecht für Umweltverbände auf Bundesebene und schärfere Vorschriften für Artenschutz und naturverträgliche Landwirtschaft vor. Jedes Bundesland soll mindestens zehn Prozent seiner Fläche unter Schutz stellen, um einen bundesweiten Biotop-Verbund zu ermöglichen.

Aachener Nachrichten 6.2.2002
1,3 Millionen Euro für Feldhamster
http://www.an-online.de/corem/corem/an/topnews/hamster06_20205.html

Die Landesregierung will 1,3 Millionen Euro in ein niederländisches "Wiedereinbürgerungsprogramm für den Feldhamster" investieren. Der Artenschutz für den Feldhamster steht seit vier Jahren der Errichtung dem grenzüberschreitenden Gewerbeparks Avantis im Raum Aachen/Heerlen im Weg.

FORESTS, MOUNTAINS BAKE IN CLIMBING TEMPERATURES DOWN UNDER
February 5, 2002 (ENS)
Three of Australia’s World Heritage Areas are showing signs of significant damage due to low levels of climate change - Kakadu National Park, the Wet Tropics of Queensland, and the Great Barrier Reef according to a report released today by Climate Action Network Australia.
http://ens-news.com/ens/feb2002/2002L-02-05-02.html

NNS, 4 February 2002
Koalas and and other state emblems could become extinct within the next 70 years unless urgent action is taken to address global warming
"Ninety Australian animals have been specifically identified as at risk from climate change, including the state emblems of Victoria (Leadbeater's possum), South Australia (hairynosed wombat), and Queensland (koala)," the report said. Three of Australia's World Heritage Areas Kakadu, the Wet Tropics and the Great Barrier Reef also would be significantly damaged by climate change.
http://www.theage.com.au/news/national/2002/02/04/FFXNE2959XC.html

10,000 Endangered Turtles Killed On Indian Coast
February 5, 2002 (ENS)
At least 10,000 endangered Olive Ridley turtles have been killed in the waters of the Bay of Bengal, a conservation group reported Monday. Turtle carcasses have been washing up on the shores of the Indian state of Orissa since early December.
http://ens-news.com/ens/feb2002/2002L-02-05-04.html

WWF says logging will wipe out Indonesian forest
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/14406/story.htm

Hope for Africa's last mountain gorillas - RWANDA
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/14419/story.htm

COSTA RICA COURT RULES FOR SEA TURTLES
February 4, 2002 (ENS)
In a benchmark ruling, the Trial Board of Puntarenas has convicted the captain and owners of a longline vessel of fishing illegally in the marine protected waters of Cocos Island National Park, located 300 miles off the Pacific coast of Costa Rica.
http://ens-news.com/ens/feb2002/2002L-02-04-01.html

MAKING WHALE WASTE COUNT
February 4, 2002 (ENS)
Japan's long disputed claim that it has to kill whales in order to study them is about to be further contested with a breakthrough by Australian scientists.
http://ens-news.com/ens/feb2002/2002L-02-04-03.html

GATEWAY TO YUCATAN BIOSPHERE RESERVE PROTECTED
Mexico, February 6, 2002 (ENS)
Mexican and U.S. conservationists have taken the first step to acquire a coastal area south of Cancun called Pez Maya, the Nature Conservancy said today. The purchase on Mexico's Yucatan Peninsula will help protect millions of acres within the Sian Ka'an Biosphere Reserve from increasing development pressure.
http://ens-news.com/ens/feb2002/2002L-02-05-02.html

Experts want to reunite lost whale with its family - CANADA
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/14371/story.htm

Japan whaling officials begin campaign to resume whaling
Japanese officials launched a campaign Tuesday to resume commercial whaling, vowing to end a 15-year ban on whale hunts at an international meeting here this spring.
http://enn.com/news/wire-stories/2002/02/02062002/ap_46313.asp

Pressemitteilungen

Heidelberg 5.02.2002
Reise nach Ghana in wichtiger Mission

Ein weiterer Schritt für das vom Zoo Heidelberg koordinierte Artenschutzprojekt in Westafrika konnte nun gestartet werden - Julia Trillmich eine Biologin aus Berlin wird im März als ständige Kontaktperson und Projektkoordinatorin vor Ort nach Ghana gehen.
Ihre Hauptaufgabe wird darin bestehen, die Verteilung und den Einsatz der von den Europäischen Zoos für das Schutzprojekt gespendeten Gelder und Materialien in Ghana zu beaufsichtigen. Zunächst soll im Zoo Accra gemeinsam mit den dortigen Tierpflegern und Kuratoren die Haltungsbedingungen für bedrohte Affenarten verbessert werden. Von Wilderern oder Privatleuten illegal als Haustiere gehaltene Affen können dann beschlagnahmt und artgemäß im Zoo der Ghanaischen Hauptstadt untergebracht werden. Hier dienen die temperamentvollen Roloway-Meerkatzen und die eleganten Weißscheitelmangaben als Werbeträger für ihre kritisch bedrohten Artgenossen in den letzten verbliebenen Waldresten Ghanas. Frau Trillmich wird hierzu Tierbeschilderungen und Unterrichtsmaterialien für die Ghanaischen Schulkinder entwickeln, die auf die faszinierende und stark bedrohte einheimische Natur aufmerksam machen sollen. "Schon mit kleinen Dingen wie T-Shirts oder Postern kann man das Interesse am Naturschutz wecken. Ein Shirt mit einer bunten Roloway-Meerkatze bedruckt wird ein Junge in Accra sicher voller Stolz tragen und dadurch wird auch der lebende Affe für den Jungen eine ganz andere Bedeutung bekommen" beschreibt Julia Trillmich die Möglichkeiten, wie man die Menschen für den Schutz der einheimischen Natur gewinnen kann.

Frau Trillmich hat vor einigen Jahren bereits für sechs Monate in Ghana gearbeitet, sie weiß was sie erwartet. "Ghana ist ein wunderschönes Land" schwärmt sie "die Menschen sind viel offener, freundlicher und fröhlicher als in Europa, ich könnte mir auch vorstellen langfristig dort zu leben". Nach ihrer früheren Tätigkeit in Ghana schloß sie zunächst ihr Biologie-Studium mit einer Studie über Halbaffen auf Madagaskar ab und ist nun sehr froh wieder in das westafrikanische Land zurückkehren zu können und sich außerdem für den Schutz der dortigen Primaten einzusetzen.

"Es war gar nicht so einfach einen geeigneten Kandidaten für diese wichtige Aufgabe in Ghana zu finden" so Sandra Reichler, Wissenschaftliche Assistentin im Zoo Heidelberg, die das Projekt von Europa aus koordiniert. Der Kandidat sollte nicht nur Erfahrung im Artenschutz sowie mit menschlichen und nicht-menschlichen Primaten haben, er musste auch so motiviert sein, dass er bereit ist unter schwierigen Bedingungen langfristig in dem andersartigen schwarzafrikanischen Land zu leben. "Es haben sich zwar einige hochqualifizierte Tierpfleger, Biologen und Tierärzte aus ganz Europa beworben, aber Julia Trillmich hat uns durch ihre Motivation, Ausstrahlung und Erfahrung überzeugt."

Das Projekt in Ghana wird durch die Unterstützung mehrerer europäischer Zoos und Artenschutzorganisationen finanziert, die sich zu der West African Primate Conservation Action - kurz WAPCA - zusammengeschlossen haben. Frau Trillmich macht die schwierige Arbeit daher auch nicht für ein Gehalt, es werden ihr ausschließlich die Unkosten wie Flug, Unterkunft, Verpflegung und Materialien bezahlt. An deutschen Zoos sind neben dem Tiergarten Heidelberg, der das Projekt koordiniert, noch die Zoos in Landau und Münster beteiligt. Nachdem Julia Trillmich bereits ein halbes Jahr in der Artenschutzabteilung des Zoo Münster gearbeitet hat, absoviert sie nun noch ein Training in den Zoos von Heidelberg, Mulhouse und Landau, um sich vor ihrer Reise nach Westafrika spezielle Kenntnisse zur Haltung von Roloway-Meerkatzen und Weißscheitelmangaben anzueignen. In den freien Minuten zwischendurch kümmert sie sich um Versicherungen, ihre Wohnungsauflösung, Gepäcktransfer und Flug, um dann im März endgültig die Reise auf den schwarzen Kontinent anzutreten. Drücken wir ihr die Daumen, dass sie sich in Ghana gut einleben wird und sie vor Ort mit Hilfe der europäischen Zoos wichtige Schritte zum Erhalt der wunderschönen aber leider stark bedrohten Roloway-Meerkatze erreichen kann.

Leipzig, 05.02.02
Ein echter Brüller im Winter
Von A wie Abendführung bis Z wie Zoofasching

Das Ferienprogramm des Leipziger Zoos beginnt zünftig: Am Sonntag sind die Affen los beim Karnevalsumzug in der Stadt. Große und kleine Zoobesucher können diese dann am Rosenmontag im Zoo erleben. Alle Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt, wenn sie als Löwe, Bär, Vogel oder als ein anderes Tier um Einlass bitten. Ab 13 Uhr kann sich jeder in der Hacienda Las Casas ein Tiergesicht schminken lassen oder eine Tiermaske basteln. Um 15 Uhr startet am Eingang ein tierischer Umzug mit hoffentlich vielen lustigen wilden und gezähmten Tieren, die ihre Artgenossen besuchen wollen. Zum Schluss gelangt die Tiergruppe zur Hacienda und wird mit Pfannkuchen abgefüttert.
Dass im Zoo immer was los ist, erfahren die Ferienkinder dienstags um 11Uhr und donnerstags um 14 Uhr bei Führungen: Winterschlaf - aber nicht bei uns!
Am Freitag, dem 15. Februar, laden die Zoolotsen zum Abendbummel mit Lampions ab 17 Uhr ein. Ob die Tiere schon schlafen gehen?
Buttons mit Tiermotiven können alle Feriengäste am Montag, dem 18. Februar, von 14 bis 16 Uhr in der Hacienda basteln.
Samstags und sonntags finden zu jeder vollen Stunde unsere Kurzführungen statt.
Natürlich kann jeder Zoobesucher wieder an einem Ferienquiz teilnehmen. Zettel gibt es im Safari-Büro. Ausgefüllt gibt man sie dort wieder ab oder schickt sie per Post. Am Sonntag, dem 23. Februar, um 16 Uhr verlosen die Zoolotsen im Safari-Büro kleine Zoopreise.

Leipzig 7.2.02
Nachwuchs bei den Brillenbären im Zoo
Bärin LOJA wurde wieder Mutter
Schon zum 5. Mal hat sich bei der 11jährigen, in Leipzig geborenen Brillenbärin LOJA am 26.01.2002 Nachwuchs eingestellt.
Diese in menschlicher Obhut nicht gerade häufigen und auch in der freien Wildbahn, den bergigen Gegenden Südamerikas, stark bedrohten Bären wurden in den zurückliegenden 15 Jahren im Zoo Leipzig regelmäßig erfolgreich nachgezogen. Insgesamt sind bislang 15 Bären dieser Art hier aufgewachsen.
Wie bei allen Bären reagieren die Mütter sehr empfindlich auf Störungen, so dass LOJA mit ihrem Nachwuchs in einem separaten "Mutterstuben-Stall" untergebracht ist, zu dem nur die Tierpfleger zur gewohnten Zeit Zutritt haben. So ist im Moment nur an der schon recht lauten Stimme des Neugeborenen sein Gedeihen zu verfolgen.
Der derzeit nur ca. 400 g schwere blinde und wenig behaarte Jungbär muß sehr intensiv von der Mutter betreut werden, ehe er im Alter von ungefähr 4 Monaten die erste feste Kost probieren und sich dann auch selbständig ein Stück von der Mutter weg bewegen kann. Etwa zu dieser Zeit wird es den Besuchern möglich sein, über eine Video-Kamera Einblick in die Wochenstube der Bärin mit ihrem Jungen zu erhalten.
Auch wegen der Bedrohung ihres Lebensraumes werden im "Zoo der Zukunft" die Brillenbären von den Besuchern im künftigen Kontinent Südamerika weiterhin zu beobachten sein.

Stuttgart
Kostbarkeiten aus Fernost
1731 kamen immergrüne Sträucher mit herrlichen Blüten aus den Gebirgsregionen in Japan, Korea und Taiwan nach Europa. Zu diesem Zeitpunkt wurden diese fernöstlichen Kostbarkeiten in China und Japan schon seit Jahrhunderten gezüchtet, wo im Laufe der Zeit aus der einfachen, rosafarbenen Wildform zahllose Formen mit einfachen, halbgefüllten oder gefüllten Blüten in allen Farbschattierungen von Weiß über Rosa bis Purpur entstanden. Die Rede ist von einer bezaubernden Verwandten des Teestrauches (Camellia sinensis), der Kamelie (Camellia japonica). Benannt sind die Kamelien nach dem Jesuitenpater Georg Joseph Kamel (1661-1706), dessen Name, wie in der wissenschaftlichen Beschreibung von Pflanzen und Tieren üblich, latinisiert wurde. Die Wilhelma besitzt dank der Begeisterung König Wilhelms I. für prächtige Pflanzen eine beeindruckende Kamelien-Sammlung mit teilweise über 150 Jahre alten Sträuchern. Jetzt ist Hauptblütezeit, und in den Gewächshäusern der Wilhelma zeigen die Kamelien bei Temperaturen unter 16°C, genügend Feuchtigkeit und kalkarmem Boden ihre ganze Pracht. Den Sommer über sind sie für die Besucher nicht zu sehen, da wachsen sie im lichten Schatten an einer geschützten Stelle im Freiland.

Duisburg 6.02.02
Der Zoo bei Nacht
Rundgänge durch den Zoo unter fachkundiger Führung n a c h Einbruch der Dunkelheit sollen erwachsene Besucher nicht etwa das Fürchten lehren, sondern Einblick geben in die vielen Akti-vitäten rund um solche Tiere, für die Dämmerung und Dunkelheit nicht unbedingt Anlaß sind, im Schlummerparadies der Träume zu versinken.
Sollte das Wetter mitspielen, sind beutejagende Eulen ebenso zu erwarten wie Maus und Mar-der, und möglicherweise wird Reineke Fuchs sein Abendsüppchen aus der Futterschüssel der Flamingos schlürfen, während die Wisente die letzten Reste ihrer Möhren- und Rübenvesper wiederkäuen und sich dabei durch den Schein starker Taschenlampen kaum werden ablenken lassen. Mit Sicherheit bettet im Nachbarhaus Familie Löwe die schläfrigen Killer-Köpfe auf schlaffe Pranken - unbeeindruckt vom Dauergeschnatter des plattfüßigen Federviehs rund um den Raubtierteich.
Keine Nacht ist so stockfinster, als daß es nichts zu sehen gäbe; mehr noch wird allerdings zu hören, zu riechen und zu erleben sein zwischen Pinguin- und Elefantenhaus am Kaiserberg.
Zu weiteren Nachtführungen lädt der Zoo interessierte Erwachsene ein jeden Mittwoch im Februar und März 2002.
Beginn: 19.30 Uhr. Treffpunkt: Haupteingang an der Mülheimer Straße. Die Führung endet im Koala-Haus mit einem Gläschen Sekt und - auf Wunsch - anschließender Fachsimpelei mit Tierpflegern des Zoos - mit großer Wahrscheinlichkeit wird auch das vor wenigen Monaten am Kaiserberg geborene Koala-Jungtier dem nächtlichen Plausch lauschen wollen...
Kosten: EUR 16,00 pro Person (Zoo-Eintritt, Führungsgebühr und 1 Glas Sekt). Anmeldung zwingend erforderlich unter 0203 / 30559-0.

Duisburg 6.02.02
Lockenkopf auf (vier) langen Beinen

Spätestens dann, wenn es statt zu bellen zu blöken anfängt, kommt man dahinter, daß es sich bei dem schokofarben-gelockten Wollknäuel im Stall der Südamerika-Anlage weder um einen Pudel noch um einen vierfüßigen Beatle-Verschnitt handeln kann!
Es ist ein vor kurzem geborenes A l p a k a-Mädchen, also ein Sproß der zur weitläufigen Kamelverwandtschaft zählenden Lama-Familie, das soeben statt am Fuße der Anden neben dem östlichen Brückenkopf der Neuen Landschaftsbrücke im Zoo zur Welt kam.
Alpaka-Wolle zählt zu den kostbarsten Spinnprodukten überhaupt, deshalb auch kann dem kleinen Neuankömmling das derzeit wenig sommerliche Wetter nicht viel anhaben; Schwierigkeiten machen zur Zeit lediglich die überlangen Stakelbeine, zumal beim Galopp ist der Viertakt noch etwas stolpernd...

Ultraschalluntersuchungen bei den Breitmaulnashörnern im Allwetterzoo Münster

Nashörner sind in freier Wildbahn stark bedroht und in menschlicher Obhut erfolgen entschieden zu wenige Geburten. Bei den Breitmaulnashörnern im Allwetterzoo soll durch spezielle Untersuchungen festgestellt werden, warum nach einer normalen Geburt ohne jede Komplikation das gleiche Tier, die 11jährige Emmi, nicht wieder konzipiert. Was stimmt bei Emmi nicht, die ja regelmäßig in Brunst kommt und auch voll gedeckt wird? Liegt der Fehler überhaupt bei ihr? Ist vielleicht der Samen des Bullen Harry inzwischen fehlerhaft? Um die Ursachen aufzudecken, wird am Mittwoch (6.2.) ein Spezialistenteam aus Berlin und Salzburg die Nashörner in Münster untersuchen.

Die Tiere
Harry, geb. 28.12.90 in Whipsnade/GB, seit 24.5.94 in Münster
Emily, geb. 5.1.85 in Münster
Vicky, geb. 23.12.86 in Münster
Emmi, geb. 22.10.90 in Münster (Tochter von Emily)

Das Untersuchungsteam
Dr. Karl Schaller, Zootierarzt im Allwetterzoo, verabreicht die Narkose. Er verwendet eine Wirkstoffkombination in Absprache mit den Kollegen und entsprechend den vorliegenden Erfahrungen Tierärzte Dr. Thomas Hildebrandt und Dr. Frank Göritz vom Institut für Zoo- und Wildtierbiologie, Berlin (IZW), die sog. "Berlin boys" Tierärztin Sandra Silinski, zur Zeit als Doktorandin tätig im Zoo Salzburg. Sie hat bei vielen Nashorn-Narkosen der jüngsten Vergangenheit aktiv mitgewirkt. Michael Adler, Revierleiter bei den "Dickhäutern" (Elefanten, Nashörner) im Allwetterzoo

Die Untersuchung
Untersucht wird, was für eine Fruchtbarkeitsuntersuchung wichtig ist: bei den weiblichen Tieren Eierstöcke, Uterus, Muttermund, Geburtsweg, beim Bullen die Hoden und soweit möglich die Samenleiter (Samenstrang), akzessorische Geschlechtsdrüsen wie Bulbourethraldrüse, Samenblase, Prostata und gegebenenfalls die Samenqualität. Das Ärzteteam vom IZW hat langjährige Erfahrungen im Ultrabeschallen von Großtieren, vor allem Elefanten, und in der künstlichen Befruchtung von Elefanten, die in den USA und in Wien bereits gelungen ist. In Kanada haben sie die künstliche Befruchtung von Nashörnern versucht. Die Untersuchungen möglichst aller Tiere im Allwetterzoo werden im (für die Nashörner geräumigen, für Besucher jedoch nicht zugänglichen) Anbau des Nashornhauses erfolgen.

Ab- und Besamung
Nashorn-Absamungen und Besamungen wurden vom IZW bereits durchgeführt, allerdings bisher nur bei aus verschiedensten Gründen problematischen Kühen und dementsprechend ohne Erfolg. Dies könnte im Allwetterzoo anders sein, aber nur theoretisch. Vermutlich stimmt etwas nicht bei Emmi (bakterielle Besiedlung der Geburtswege?). Die Berliner Ärzte werden zuerst Harry untersuchen, Samen entnehmen, überprüfen usw. und als nächstes Tier Emmi, die dann evtl. gleich besamt werden kann. Äußerung von Frank Göritz: "Mindestens beim Erkennen des richtigen Zeitpunktes ist Harry uns in jedem Fall weit überlegen".

Zur Nashornzucht in Münster
Münster hat eine lange Tradition und bemerkenswerte Erfolge in der Zucht von Breitmaulnashörnern. Insgesamt 7 Jungtiere konnten im Zeitraum 1977 bis 1990 verzeichnet werden. Das Kalb von 1977 war das erste in einem bundesdeutschen Zoo geborene und mit Emmi, der Tochter von Emily, kam ein Kalb sogar in zweiter Zoogeneration zur Welt. 1994 traf Harry als neuer Zuchtbulle in Münster ein. Er deckte Emmi Anfang 1999 erfolgreich. Nach 17monatiger Tragezeit brachte sie am 11. August auch ein gesundes, männliches Kalb auf die Welt. Die sichtlich nervöse, erstgebärende Mutter hatte dieses Kalb jedoch unmittelbar nach der Geburt so stark verletzt, dass es starb. Seitdem hat Harry Emmi, die einen sehr regelmäßigen Zyklus hat, mehrmals gedeckt - bis heute jedoch ohne Erfolg.
Nashornpopulationen (alle Arten) sind in freier Wildbahn stark bedroht. In menschlicher Obhut erfolgen entschieden zu wenige Geburten. Die Alterspyramide der Zoonashörner steht wacklig auf einer dünnen Basis. In Fall der Tiere im Allwetterzoo soll festgestellt werden, warum nach einer normalen Geburt ohne jede Komplikation (!) das gleiche Tier (Emmi) nicht wieder konzipiert. Was stimmt bei Emmi nicht, die ja regelmäßig in Brunst kommt und auch voll gedeckt wird? Liegt der Fehler überhaupt bei ihr? Ist vielleicht Harrys Samen inzwischen fehlerhaft?

Und was ist los mit Emily, die ja schon ein Junges hatte? Gibt es organische Gründe, die bei ihr oder Vicky dazu führen, dass da offenbar gar nichts "läuft"?
Kurzum, man kann mit dem jetzigen Zustand in keiner Weise zufrieden sein. Man muss im Rahmen der veterinärmedizinischen Möglichkeiten versuchen, Ursachen für diese Situation zu finden. Sodann muss überlegt werden, ob nicht u.U. ein Tiertausch vorzunehmen ist, da auch verhaltensbiologische Gründe vorliegen können.

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Über die Untersuchungen berichtet das WDR-Fernsehen in diversen aktuellen Sendungen (Lokalzeit, Aktuelle Stunde)
Eine 15-minütige Reportage ist für Aschermittwoch (12. März) geplant: Hier & heute-Reportage von 18.05 bis 18.20 auf WDR 3.

Zoo Zürich
Neu im Zooangebot: Seniorenrundgänge
Neu bietet der Zoo Zürich jeweils zweimal pro Monat einen geführten Zoorundgang für Senioren an. Diese Seniorenrundgänge sind ein weiteres attraktives Angebot des Zoo Zürich, der damit seine Informationsprogramme für die verschiedenen Bevölkerungssegmente weiter ausbaut und so einen weiteren Schritt auf dem Weg vom Zoo zum Naturschutzzentrum macht.
In den einstündigen Rundgängen erfahren die Senioren in gemütlicher Atmosphäre Interessantes und Faszinierendes aus der Tierwelt sowie Aktualitäten aus dem Zoo Zürich. Organisiert und durchgeführt werden die Rundgänge vom Freiwilligenteam Zoo Zürich. Die Teilnahme am Seniorenrundgang ist im Zooeintrittspreis von Fr. 14.- für Senioren (AHV-Bezüger) inbegriffen.
Die Rundgänge finden zwischen März und November jeweils am ersten Mittwoch und Sonntag des Monats von 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr statt. Der Treffpunkt ist gegenüber dem Zooshop; die Rundgänge werden bei jeder Witterung durchgeführt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Auskünfte für Medienschaffende: Claudia Poznik, Telefon 254 25 00.

1. Februar 2002
Naturschutzbund NABU
Umweltverbände begrüßen die Verabschiedung des Bundesnaturschutzgesetzes

Bonn. Die großen deutschen Umweltverbände BUND, NABU, WWF und DNR sehen in der Verabschiedung des Bundesnaturschutzgesetzes einen herausragenden Erfolg der Umweltbewegung.

Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: "Mit dem neuen Bundesnaturschutzgesetz kann die Natur für heutige und künftige Generationen besser gesichert werden. Naturschützer und Landwirte, Lerche und Luchs können sich gemeinsam freuen." Jetzt seien vor allem die lange zögerlichen Bundesländer gefordert, die neuen Richtlinien konsequent im Sinne des Naturschutzes umzusetzen.

NABU-Präsident Jochen Flasbarth hob die künftige Möglichkeit der Verbandsklage auf Bundesebene sowie die Formulierung klarer Vorgaben für die naturnahe Landwirtschaft hervor. "Wir haben die einmalige Chance, den langjährigen Trend der Landschaftszerstörung und des Artenschwundes endlich umzukehren."

Der WWF bewertete die Einführung eines bundesweiten Biotopverbundes auf mindestens 10% der Landesfläche als wichtigen Schritt zum Erhalt der nationalen Artenvielfalt. "Bund und Länder sollten jetzt ein Vorbild sein und ihre für die Biotopentwicklung benötigten Eigentumsflächen kostenlos zur Verfügung stellen"

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Ausstellungen

Freitag, 1. Februar 2002
Stadt Mannheim
Erdöl: Schwarzes Gold - Schwarze Pest!
Ausstellung in den Reiss-Engelhorn-Museen vom 2. Februar bis 28. April

Greenpeace zeigt in der Ausstellung die Schattenseiten der Gier nach dem schwarzen Gold: Unfälle mit schrottreifen Tankern verseuchen Meer und Küsten, töten Vögel, Fische und Meeressäuger. Aber es geht noch schlimmer. Sind bei dem Tankerunfall der Exxon Valdez im März 1989 42.000 Tonnen Öl ins Meer geflossen, sickert Tag für Tag die gleiche Menge an Rohöl aus lecken Pipelines in Böden, Seen und Flüsse Westsibiriens. Für 50 Liter Benzin, die bei uns in den Autotank laufen, fließen in Russland 10 Liter Rohöl aus kaputten Leitungen. Russland versinkt im Öl. Die durchschnittliche Lebenserwartung der eingeborenen Völker ist bereits von 61 auf 45 Jahre gesunken.

Die Greenpeace-Ausstellung zeigt auch den Zusammenhang zwischen Erdölabhängigkeit, Ölförderung, Umweltverschmutzung und dem Treibhauseffekt und Alternativen zu fossilen Energieträgern. Die Greenpeace Gruppe Rhein-Neckar bietet mittwochs, samstags und sonntags nachmittags Führungen durch die Ausstellung an. Jörg Blumenthal, E-Mail: joerg.blumenthal@mannheim.de

FRAUENFELD
Naturmuseum des Kantons Thurgau:
LUCHS - JÄGER AUF LEISEN PFOTEN
16.2. bis 9.6.2002
http://www.kttg.ch/museen/HTM/natur1.htm

ZÜRICH Zoologisches Museum: VIELFALT DER TIERE
Entdecken - Sammeln - Verstehen
Noch bis 26.5.2002
http://www.unizh.ch/zoolmus/

BERLIN Naturwissenschaftliche Sammlungen der Stiftung Stadtmuseum Berlin:
WÖLFE, OPFERHUNDE, KARRENKÖTER
Berliner Hundeleben von der Eiszeit bis heute (Verlängert bis 7.4.2002)
http://www.stadtmuseum.de/naturwissam/Projekt/index.html

Naturmuseum Olten:
LEBEN IM BEDROHTEN PARADIES -Die Tagebücher des Bruno Manser
12.1. bis 14.4.2002
Sechs Jahre lebte der Basler Bruno Manser bei den Penan, einem Volk von Jägern und Sammlern im tropischen Regenwald von Sarawak/Borneo.
http://www.naturmuseum-olten.ch

STUTTGART Staatliches Museum für Naturkunde
RETTET DIE RIFFE!
6.12.2001 bis 7.4.2002
http://www.naturkundemuseum-bw.de

NÜRNBERG Naturhistorisches Museum Norishalle:
HALB SO WILD!? Tier- und Pflanzenarten erobern Deutschland
bis 1.4.2002
http://www.nhg-nuernberg.de/

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TV-Tipps Zoo + Naturschutz

Immer Sa, 18:10, TV NRW: Ein Platz für Tiere (aus den 60er-80er Jahren mit Prof. B. Grzimek; teilweise mit Zoo-Portraits)

Fr., 08.02.2002, 20:15-20:55 3sat, Planet am Scheideweg, 2. Arten am Abgrund, von David Attenborough

Sa, 9. Februar, 17.45 Kabel 1, "Abenteuer Leben": "bibermann" gerhard schwab bei seiner arbeit mit den bibern in bayern

Sa., 09.02.2002, 19:10-20:15 VOX, Der König der Koalas, Australian Koala Foundation

So., 10.02.2002, 19:00-19:30 B1, Mauritius, Tierwelt im Zeichen des Dodo

So., 10.02.2002, 19:30-20:15 ZDF, Die Erde - live: Im Dschungel Australiens

Mo., 11.02.2002, 16:55-17:00 3sat, Ostwalds Tierleben, Partnervermittlung für Nashörner

Mo., 11.02.2002, 16:15-17:00 N3, Luchse im Harz, Wiederauswilderung aus Tierparks in die freie Natur NEU

Mo., 11.02.2002, 17:15-18:00 HR, Naturwelten, Kängurus im Kronendach des Urwalds

Mo., 11.02.2002, 20:15-21:45 NDR, Tatort: Tod im Elefantenhaus (Krimi, 1987, Hagenbeck)

Di., 12.02.2002, 19:00-19:45 ARTE Archimedes: u.a. Nerz

Do., 14.02.2002, 14:15-15:00 ZDF, Discovery - Die Welt entdecken, Madagaskar - Insel der Lemuren

Fr., 15.02.2002, 13:30-14:00 SWR, Die Felskänguruhs von Black Rock

Fr., 15.02.2002, 20:15-20:55 3sat, Planet am Scheideweg, 3. Die Zukunft des Lebens, von David Attenborough

** ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG:http://www.zoo-ag.de/tv-tipps.htm **

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