Zoo-AG Presseschau Nr. 97 vom 7. Februar 2002
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse Willkommen zur Zoo-Presseschau derZoo-AG Bielefeld zusammengestellt von Dirk Petzold und Dr. Martina Raffel,redaktion@zoo-information.de ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Liebe Leser der Zoopresseschau, in der aktuellen Ausgabe von GEO 2/02 finden sich gleich zwei überaus lesenswerte Artikel zu unseren Themen: Ein großartig bebilderter Bericht über Chamäleons, in dem es vor allem um die Forschungs- und Artenschutzarbeit zweier engagierter Leute auf Madagaskar geht, deren Namen vielen von uns längst ein Begriff sind: Nicolá Lutzmann (DGHT/Uni Bonn) und Mario Perschke (Berliner Tierpfleger, jetzt im Zoo von Tana). Ein zweiter Artikel beschäftigt sich mit dem Klonen. Gleichermaßen kompakt, aktuell und verständlich beschreibt Anke Sparmann den aktuellen Stand der Forschung und die wissenschaftlichen Hintergründe, um die man nicht herum kommt, wenn man die stets von neuem angestachelten Diskussion verstehen, hinterfragen oder gar darin mitreden will. Eine Doppelseite stellt neutral die Argumente der Haupt-Positionen in der Bioethik-Debatte gegenüber. Für Zoos und Artenschützer besonders interessant: ein Extra-Beitragl, der sich nur mit den Möglichkeiten des Klonens zu Artenschutz-Zwecken beschäftigt - und mit klaren Fakten überzogene Hoffnungen gründlich zerbröselt. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Augsburger Allgemeine 1.2.2002 Die Augsburger Zoo-Mitarbeiter gehen jetzt in die Offensive, um den guten Ruf des Publikumsmagneten mit jährlich 600000 Besuchern zu verteidigen: Der Augsburger Tiergarten sei nach Schloss Neuschwanstein die Kultureinrichtung in Schwaben mit den zweitgrößten Besucherzahlen, hieß es gestern in einer Mitteilung an die Medien. Wie Zoo-Inspektor Richard Gloge und Betriebsratsvorsitzender Marcus Linder beklagen, sei für die Bevölkerung der Eindruck entstanden, dass im Zoo seit Jahren nur Dilettanten für die Tierhaltung verantwortlich sind. Tatsache sei aber, dass sich engagierte Kräfte mit Herz und Sachverstand um das Wohl der ihnen anvertrauten Tiere kümmern. Gleichzeitig appellieren die Beschäftigten an die Verantwortlichen wie Zoo-Gesellschafter und Aufsichtsrat, die nötigen Mittel bereitzustellen, um einige gravierende Beanstandungen bei der Tierhaltung (Elefanten, Robben) beseitigen zu können. Süddeutsche Zeitung 2.2.2002 Die Zoo-Affäre in Augsburger Zoo gewinnt an Brisanz. Auf die von Amtstierärzten aufgedeckten Missständen in der Tierhaltung habe die Stadt sofort reagiert und Weichen gestellt, hatten in dieser Woche Oberbürgermeister Peter Menacher (CSU) sowie sein für den Zoo zuständiger Kulturreferent Ekkehart Gesler (CSU) erklärt. Dass die Stadt viel früher hätte reagieren müssen, weil ihr die wesentlichen Sachverhalte seit Jahren bekannt gewesen sein müssen, belegen zwei Controllingberichte der Stadtverwaltung, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen. In dem Prüfbericht von 1998 heißt es: Investitionszuschüsse der Stadt zur dringend notwendigen Instandhaltung der Ställe, Anlagen und Gehwege sowie zur Modernisierung der Gehege wurden seit 1992 nicht mehr gewährt. Im städtischen Controllingbericht von 1999 heißt es, der Zoo habe keine Spielräume mehr zur Erhaltung der Einrichtung, geschweige denn zum Ausbau und zu dringend notwendigen Modernisierungen. Wegen höheren Personalkosten bei zugleich gekürzten städtischen Zuschüssen habe der Zoo in dem Jahr außerdem Mitarbeiter entlassen müssen. Dem Zoo habe noch nicht einmal das Geld gereicht, um den Eigenanteil von ABM-Kräften des Arbeitsamtes zu finanzieren. Auch die Veterinäraufsicht des Gesundheitsministeriums hat die personelle Ausstattung beanstandet. Auf Drängen des Ministeriums muss die städtische Zoogesellschaft mehr wissenschaftliches Personal sowie mindestens drei weitere Tierpfleger einstellen. Die Situation des Zoos wird am 21.Februar im Stadtrat debattiert. Referent Gesler hat einen umfassenden Bericht angekündigt. Bereits jetzt gibt es Überlegungen, die Satzung der Zoogesellschaft zu ändern. Süddeutsche Zeitung 2.2.2002 Kommentar der Süddeutschen zur Situation im Augsburger Zoo: Dass eine größere Zahl von Tieren des Augsburger Zoos seit Jahren nicht artgerecht gehalten wird, ist ein Skandal. Dass der Tiergarten, den die Stadt mit jährlich einer Million Euro bezuschusst, jahrelang wie ein Familienbetrieb des Direktoren-Ehepaares Gorgas geführt wurde, ist ein weiterer. Dennoch hat niemand daran Anstoß genommen. Selbst der Aufsichtsrat der Zoo GmbH, der das Geschäftsgebaren der städtischen Tochter kontrollieren sollte, verschloss offenbar vor vielen Ungereimtheiten die Augen. Schweriner Volkszeitung 1.2.2002 Teredo Navalis, der Schiffsbohrwurm, Schrecken von Holzboot-Besitzern und Küstenschützern, ist gar kein Wurm, sondern in Wirklichkeit eine Muschel. Wo lässt sich der Wissensdurst für solche Fragen stillen? Seit gestern im Rostocker Zoo. Dort wurde das neue Experimentarium als Treffpunkt für neugierige Besucher eröffnet. Auf 150 Quadratmetern dürfen große und kleine Forscher in den Containern mit dem Namen "Darwin-Box" mit Hilfe von Mikroskopen und Riesenlupe wissenschaftlichen Geheimnissen nachspüren oder bei Videoshows viel Spannendes erfahren. Die erste Ausstellung in dem begehbaren Laboratorium und Hörsaal widmet sich im Themenjahr "Baumeister Tier" den Muscheln und Schnecken. Unter dem Stichwort "Gigantische Eigenheime im Meer" wartet so manche Überraschung auf die Besucher. Welt 7.2.2002 In naher Zukunft soll ein Stück Alaska mitten in Hannover existieren. "Wie das Gelände konkret aussieht, wissen wir noch nicht", sagt Zoo-Chef Klaus-Michael Machens. "Wir haben eine Notlage", sagt der Zoo-Chef. Die bestehende Eisbären-Anlage könne so nicht bleiben. Sie sei zu klein, beherberge zu viele Tierarten und sei außerdem nicht für die Zucht geeignet. Seit 1971 leben die hochbetagten Eisbären Irma, Eskimo und die Zarte in Hannover. Die Tiere müssen sich die ehemalige Löwenanlage ohne Naturboden mit Braunbären teilen. Ostsee Zeitung 7.2.2002 Das Gelände der Landesgartenschau ist dreigeteilt: die öffentliche Grün- und Parkanlage (64 %), der Veranstaltungsbereich (23 %), das Erweiterungsgelände für den Tierpark (13 %). Das Planwagendorf wird der Tierpark bewirtschaften. Der Aussichtsturm bleibt zugänglich für jedermann. Der Hallenschaupavillon soll zum Überwintern von Pflanzen und könnte als tropisches Café genutzt werden. Vier Hektar des Geländes erhält der Tierpark, um sein Platzproblem dauerhaft zu lösen. Ostsee Zeitung 2.2.2002 Etwa drei Millionen Muschelkrebschen gibt es im Rostocker Zoo behaupten die Biologen, die die neu eröffnete Darwin-Box betreuen. Eine Multimedia-Show lässt die Besucher ins Innere einer Seepocke schauen. Sie zeigt, wie der Schiffsbohrwurm, der eigentlich eine Muschel ist, in den Meeren Holz zerfrisst und macht die genannten Muschelkrebschen sichtbar, die sich im Sand am Meeresstrand tummeln und von winzigen Algen ernähren. Zehn Mitarbeiter haben die Ausstellung gestaltet und helfen bei Arbeiten im Labor oder am Mikroskop. Eine enge Zusammenarbeit gibt es mit der Universität und Forschungseinrichtungen in und um Rostock. 100 000 Euro hat das gesamte Projekt Darwin-Box gekostet, ein großer Teil des Geldes kam vom Umweltministerium des Landes. Zusammen mit seinem Förderverein hatte der Zoo hier Anträge gestellt. Westdeutsche Zeitung 1.2.2002 Sutera und Beludru, die beiden Tiger im Krefelder Zoo, können sich mit den fortschreitenden Bauarbeiten beschäftigen, die hinter ihrem Gehege im Gange sind. Stein um Stein wächst der künftige Lebensraum von Sumatra-Tigern und Schwarzen Jaguaren. Der Neubau beherbergt je drei Boxen für die Großkatzen und einen Wirtschaftsbereich. In der östlichen Zoo-Ecke entsteht das Freigehege. Für die Tiger bedeutet das 800 Quadratmeter Auslauf, gesichert durch nach oben geöffnete Stahlgitter. Das 410 Quadratmeter große Areal der Jaguare wird komplett zum Käfig. Hochbauamt und Zoo-Mitarbeiter beteiligen sich an diesem Projekt. Unterstützt werden sie großzügig von den Zoofreunden und der Aktion "Mäuse für Katzen". Als einziger "großer Auftrag" wird nur die Stahlnetzkonstruktionen der Außengehege an eine Fremdfirma vergeben. Ostsee Zeitung 1.2.2002 Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind schon 24.965 Mark an Spenden für den Bau eines neuen Affenhauses im Sassnitzer Tierpark zusammengekommen, für den Bau werden Eigenmittel in Höhe von 27 000 Mark gebraucht. Dass diese Summe nahezu erreicht ist, liegt zum einen Teil an den zwei bis drei Großspenden, die im Tierpark eingegangen sind. Einen erheblichen Anteil machen aber nach Blocks Angaben die Kleinspenden aus, die in Form der 50 Mark teuren Affenaktie oder als Schein bzw. Münze in die Spendenkasse des Affenhauses wanderten. 74.765 Mark sind im Tierpark im vergangenen Jahr aus Eintrittsgeldern und dem Verkauf zusammengekommen. Dafür haben die rund 26 000 Besucher gesorgt. Leipziger Volkszeitung 1.2.2002 Den Grimmaer Braunbären Mischka, Maika und Tina wird es bald besser gehen. Am 5. März können sie ihr enges Gehege verlassen und in den vier Hektar großen Bärenpark Worbis umziehen. Ein kleines Problem tat sich allerdings doch auf. Uwe Lagemann aus Worbis: "Bei uns gibt es nämlich schon eine Bärin, die Mischka heißt und eine weitere mit dem Namen Maika." Und so einigte man sich, dass die Grimmaer Maika mit ihrem Eintreffen in Worbis in "Maike" umbenannt wird und der kräftige Bärenherr nur sein "k" im Namen verliert und dann "Mischa" heißen soll. Die Grimmaer Bären leben seit Mitte der 80er Jahre in einem nur etwa 60 Quadratmeter großen Käfig mit Steinfußboden und modrigem Innenraum mitten in der Stadt. Die Tiere waren zu DDR-Zeiten in der ehemaligen Garnisonsstadt angeschafft worden, um den stationierten sowjetischen Soldaten ein wenig Heimatgefühl zu vermitteln. Berliner Kurier 1.2.2002 Das drei Monate alte Elefantenmädchen "Temi" zeigte sich gestern erstmals den Besuchern im Tierpark Friedrichsfelde. Temi geht jeden Sonnabend und Sonntag um 15.15 Uhr baden. Bei mildem Wetter tobt sie täglich von 12 bis 13 Uhr durchs Freigehege. Schaffhauser Nachrichten 6.2.2002 Im Tropical Paradise in Rudolfingen durften Kinder die beiden Weissbüscheläffchen Dixi und Chipo taufen. Matthias Lottenbach hat sich bei der Realisierung des Tropical Paradise in Rudolfingen einiges vorgenommen, um die Besucher in eine urwaldähnliche Umgebung führen zu können. Zu dieser einzigartigen Vegetation gehören auch Tiere und Amphibien, die sich in diesem Klima gut halten lassen. Schildkröten, Leguane, Vögel und Papageien sind einige davon. Ebenfalls gehören zwei Weissbüscheläffchen zum kleinen Tierpark. Für die Taufe der beiden Tiere wurde ein Namenswettbewerb durchgeführt. Kieler Nachrichten 2.2.2002 Wenn Burkhard Wilhelm, Biologie-Lehrer der Isarnho-Schule, und Frank Schmidt, Biologe und Zoopädagoge des Gettorfer Tierparks, gemeinsam den Biologie-Unterricht des Wahlpflichtkursus der achten und neunten Klassen gestalten, kommt keine Langeweile auf. Die Voraussetzungen für das Projekt schaffte der Schulverband, der den Kindern mit einer Pauschale von 1000 DM jährlich den eintrittsfreien Tierparkbesuch ermöglicht. Auch unterstützen Gemeinde und Schulverband die Arbeit des Zoopädagogen Frank Schmidt, der für den Verein Freunde des Tierparks arbeitet. Ostsee Zeitung 6.2.2002 Am 21. März eröffnet der Vogelpark Marlow seine bisher größte Voliere. Auf fast 5000 Quadratmetern werden Vögel leben, die typisch für den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft sind. Der Vogelpark will auch für das neue Gehege wieder symbolische Parzellen verkaufen, um seine klammen Kassen aufzubessern. Nordkurier 6.2.2002 Der Ueckermünder Tierpark sucht zur Gestaltung einer Ausstellung anlässlich des diesjährigen 40. Geburtstages noch Materialien. Tierparkchef Helge Zabka ist besonders an alten Fotos sowie persönlichen Erinnerungen interessiert, die insbesondere die Gründungszeit sowie die Geschichte des Zoos vor 1989 widerspiegeln. Anlässlich des Jubiläums wird es am 15. März einen Festempfang geben, zu dem unter anderem der Umweltminister des Landes, Wolfgang Methling (PDS), kommen wird. Thüringer Allgemeine 6.2.2002 Gut im Futter standen die 32 Sparschweine, die in Erfurter Geschäften, Einrichtungen, Praxen, Banken seit Oktober "gemästet" wurden. Insgesamt 1030,94 Euro (es waren natürlich auch noch viele D-Mark und manche Urlaubswährungen dabei) wurden eingenommen. Das Geld ist hoch willkommen als Aufstockung für den Eigenanteil beim Bau der Löwenresidenz für den derzeit im Exil lebenden Ramses. "111 000 Euro konnten wir bislang an Spendenmitteln aufbringen", so Stephan Zänker vom Verein. Man hofft jetzt dringend auf einen positiven Bescheid aus dem Wirtschaftsministerium für die 1,2 Millionen Euro für den 2. Bauabschnitt der Anlage. Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten eigentlich beginnen. Dann könnte im kommenden Jahr Ramses in sein neues Zuhause einziehen. Lippische Landes-Zeitung 6.2.2002 Die beiden jungen bengalisch-sibirischen Tiger, die von einer Dogge als Leihmutter aufgezogen worden waren, sind seit Mitte Dezember wieder im Tierpark Kalletal. Umstellungs- und Eingewöhnungsprobleme haben sie überwunden, ihre erste Schüchternheit abgelegt. Am 9. März fahren sie für eine Live-Sendung im Kinderkanal nach Baden-Baden. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Hochbetrieb brachte das schöne Wetter des letzten Wochenendes auch im Rostocker Zoo. Genau 3071 Besucher wurden Sonnabend und Sonntag eingelassen. Das sind Zahlen eines gutes Sommerwochenendes, stellt Kuratorin Dr. Karin Linke fest. Kölner Stadt-Anzeiger 4.2.2002 Im Kölner Zoo wurden am Sonntag rund 8000 Besucher erwartet. Den Tieren ging es trotz der Wetterkapriolen hervorragend. "Alles, was laufen kann, tummelt sich in den Freigehegen", sagte ein Zoo-Sprecher in Köln. Bonner Rundschau 4.2.2002 Einen ungewöhnlich starken Andrang verzeichneten am Wochenende die Zoos in NRW. Im Wuppertaler Zoo seien die Entenvögel aus allen Erdteilen bereits in Brutlaune, was wegen noch zu erwartender Nachtfröste nicht ganz ungefährlich sei, hieß es. Mitteldeutsche Zeitung 3.2.2002 Mittelbayerische Zeitung 4.2.2002 Nach dem Tod des Löwen Marjon im Zoo der afghanischen Hauptstadt Kabul hat ein chinesischer Tierpark Ersatz angeboten. Märkische Oderzeitung 6.2.2002 Auch im Wildpark Rosengarten (Frankfurt/Oder) herrschte aufgrund des schönen Februar-Wetters großer Besucherandrang. EXPRESS 3.2.2002 Jetzt soll der Zoo in der afghanischen Hauptstadt ganz schnell einen neuen Löwen bekommen, damit die Menschen ein Stück Schönheit im tristen Alltag haben. Zoo-Direktoren aus aller Welt bieten Hilfe an. Zum Beispiel Norm Philips, Chef einer Tier-Ranch bei Toronto. Er hat gleich zwei Jungtiere, beides männliche Löwen im Alter von 18 Monaten, übrig, die er den Kollegen gerne schenken will. Auch die Badaling Safari World aus China will ein Jungtier spenden. Saarbrücker Zeitung 6.2.2002 Serie "Tiere im Saarbrücker Zoo". Heute: die Riesenschildkröte. Nordkurier 4.2.2002 Während der Winterferien gibt es im Tierpark Ueckermünde täglich öffentliche Fütterungen zu erleben. Um 13 Uhr wird über Papageien und Kapuziner informiert, um 14 Uhr gibt es Wissenswertes zu den Berberaffen. Gegen 15 Uhr werden die Löwen gefüttert. Westfalenpost 4.2.2002 Zu den Publikumsmagneten bei der Langen Nacht der Berliner Museen zählte auch das Zoo-Aquarium mit 12 400 Besuchern. Remscheider GA 6.2.2002 Nachwuchs im Wuppertaler Zoo: am 19. Dezember wurde eine Elen-Antilope geboren, am 19. Januar kam ein junger Zebrahengst zur Welt. Berliner Zeitung 2.2.2002 Vielleicht ist es die Verheißung von Stille, sanftem Licht und langsam durchs Wasser gleitenden Fischen, die in jeder Langen Nacht so viele Besucher ins Aquarium zieht. Aber viele Erholung Suchende machen zusammen doch wieder eine sehr laute Masse, und so ist das Berliner Zoo-Aquarium jedes Mal einer der bestbesuchten und stickigsten Orte der Nacht, untermalt von aboriginen Didgeridoo-Klängen. Diesmal könnte es noch ein wenig enger werden, denn das Aquarium hat ein neues Meerwasser-Becken und damit eine neue Attraktion. Stuttgarter Nachrichten 2.2.2002 Trauer im Karlsruher Zoo: Wegen eines unheilbaren Nierentumors musste die 32 Jahre alte Eisbärendame Mien eingeschläfert werden. Landes-Zeitung 7.2.2002 Der Mindener Kameramann Curt Cappel entdeckte seine große Liebe zu einem seltenen heimischen Raubtier. Es waren die Dachse im Bückeberg, die ihm ungewohnte Abenteuer bescherten. So erhielt er den Auftrag, das Leben des Trios in einem Film aufzuzeichnen. Doch als die Dachse größer wurden, konnte Cappel sie nicht mehr bei seinem Haus halten. Die beiden jungen Rüden fanden eine neue Heimat im Saupark und im Münchner Tierpark Hellabrunn. Mit "Alpha" aber wollte ihr Ziehvater ein seltenes Experiment wagen. Sie sollte im Bückeberg, der Heimat ihrer Mutter, ausgewildert werden. Südwest Presse 7.2.2002 ¸¸Der Gorilla im Kochtopf'' ist Titel einer Ausstellung, die drei Tage lang im Haus der Begegnung zu sehen ist. Die Ausstellung ist von der Wilhelma mit erdacht und vom Verein ¸¸Faszination Regenwald'' nach Ulm geholt worden. Kreis Anzeiger 2.2.2002 Noch ist es nicht ganz so weit, aber das frühlingshafte Wetter verlockt zur Vorfreude. Auch die vielen interessanten Tiere im Zoo Frankfurt schnuppern jetzt gerne wieder Frischluft. Sächsische Zeitung 2.2.2002 Im Dresdner Zoo schlüpften vorigen August fünf Blaue Pfauen. Das Quintett zog zunächst in eine Voliere am Katzenweg, wo die Jungen am Boden ruhten. Hier konnte nach Meinung der Tierpfleger nur eine erwachsene Henne helfen. Und tatsächlich, die "Alte" machte es den Küken vor, wie man sich zur Schlafenszeit zu verhalten hat. Die fünf zeigten sich gelehrig und ruhen nun nach Pfauen-Art im Geäst. Seit vergangenem Mittwoch steht den Jungtieren, wie den anderen zehn Blauen Pfauen, das gesamte Zoogelände zur Verfügung. Sächsische Zeitung 2.2.2002 Der Wildpark Osterzgebirge soll um eine Campingmöglichkeit mit dreißig Plätzen erweitert werden. Besucher des Wildparks könnten dort preisgünstig übernachten. Gedacht ist dieses Angebot vor allem für internationale Besuchergruppen. Der Zweckverband Wildpark hat bei der Euroregion Elbe/Labe die Förderung für das Vorhaben beantragt, wie Verbandsgeschäftsführer Harald Schmidt informierte. Die endgültige Entscheidung darüber soll im Sommer fallen, wenn auch klar ist, wer in Zukunft den Park weiter führt. Derzeit sucht der Zweckverband einen neuen Betreiber. Berliner Morgenpost 6.2.2002 Kreuzberg - Der Bezirk will mehr als die Hälfte der etwa 30 Vier- und Zweibeiner abschaffen. Viele Anwohner laufen Sturm gegen die Pläne. Deshalb sollen die Ziegen und der kranke Waschbär einstweilen im Viktoriapark bleiben. Für die Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, Gänse, Papageien und Ziervögel sucht Schulz nach Unterbringungsmöglichkeiten in Landschaftsparks. «Im Sinne der Tiere ist das sicher eine gute Lösung», sagt er, «denn artgerecht war ist die Haltung bei uns nicht». So hätten vor allem die Papageien kaum noch die nötige Zuwendung bekommen, seit der Senat 1994 alle Tierpflegerstellen gestrichen habe. Berliner Morgenpost 6.2.2002 Bei den Bisons im Zoo hat sich unerwartet Nachwuchs eingestellt. Saarbrücker Zeitung 31.1.2002 Portrait der Kattas im Saarbrücker Zoo. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Natur- und Artenschutz Mittelbayerische Zeitung 1.2.2002 Der Bundesrat hat das im Vermittlungsausschuss ausgehandelte Naturschutzrecht gebilligt. Das Gesetz sieht unter anderem ein Verbandsklagerecht für Umweltverbände auf Bundesebene und schärfere Vorschriften für Artenschutz und naturverträgliche Landwirtschaft vor. Jedes Bundesland soll mindestens zehn Prozent seiner Fläche unter Schutz stellen, um einen bundesweiten Biotop-Verbund zu ermöglichen. Aachener Nachrichten 6.2.2002 Die Landesregierung will 1,3 Millionen Euro in ein niederländisches "Wiedereinbürgerungsprogramm für den Feldhamster" investieren. Der Artenschutz für den Feldhamster steht seit vier Jahren der Errichtung dem grenzüberschreitenden Gewerbeparks Avantis im Raum Aachen/Heerlen im Weg. FORESTS, MOUNTAINS BAKE IN CLIMBING TEMPERATURES DOWN UNDER NNS, 4 February 2002 10,000 Endangered Turtles Killed On Indian Coast WWF says logging will wipe out Indonesian forest Hope for Africa's last mountain gorillas - RWANDA COSTA RICA COURT RULES FOR SEA TURTLES MAKING WHALE WASTE COUNT GATEWAY TO YUCATAN BIOSPHERE RESERVE PROTECTED Experts want to reunite lost whale with its family - CANADA Japan whaling officials begin campaign to resume whaling Pressemitteilungen Heidelberg 5.02.2002 Ein weiterer Schritt für das vom Zoo Heidelberg koordinierte Artenschutzprojekt in Westafrika konnte nun gestartet werden - Julia Trillmich eine Biologin aus Berlin wird im März als ständige Kontaktperson und Projektkoordinatorin vor Ort nach Ghana gehen. Frau Trillmich hat vor einigen Jahren bereits für sechs Monate in Ghana gearbeitet, sie weiß was sie erwartet. "Ghana ist ein wunderschönes Land" schwärmt sie "die Menschen sind viel offener, freundlicher und fröhlicher als in Europa, ich könnte mir auch vorstellen langfristig dort zu leben". Nach ihrer früheren Tätigkeit in Ghana schloß sie zunächst ihr Biologie-Studium mit einer Studie über Halbaffen auf Madagaskar ab und ist nun sehr froh wieder in das westafrikanische Land zurückkehren zu können und sich außerdem für den Schutz der dortigen Primaten einzusetzen. "Es war gar nicht so einfach einen geeigneten Kandidaten für diese wichtige Aufgabe in Ghana zu finden" so Sandra Reichler, Wissenschaftliche Assistentin im Zoo Heidelberg, die das Projekt von Europa aus koordiniert. Der Kandidat sollte nicht nur Erfahrung im Artenschutz sowie mit menschlichen und nicht-menschlichen Primaten haben, er musste auch so motiviert sein, dass er bereit ist unter schwierigen Bedingungen langfristig in dem andersartigen schwarzafrikanischen Land zu leben. "Es haben sich zwar einige hochqualifizierte Tierpfleger, Biologen und Tierärzte aus ganz Europa beworben, aber Julia Trillmich hat uns durch ihre Motivation, Ausstrahlung und Erfahrung überzeugt." Das Projekt in Ghana wird durch die Unterstützung mehrerer europäischer Zoos und Artenschutzorganisationen finanziert, die sich zu der West African Primate Conservation Action - kurz WAPCA - zusammengeschlossen haben. Frau Trillmich macht die schwierige Arbeit daher auch nicht für ein Gehalt, es werden ihr ausschließlich die Unkosten wie Flug, Unterkunft, Verpflegung und Materialien bezahlt. An deutschen Zoos sind neben dem Tiergarten Heidelberg, der das Projekt koordiniert, noch die Zoos in Landau und Münster beteiligt. Nachdem Julia Trillmich bereits ein halbes Jahr in der Artenschutzabteilung des Zoo Münster gearbeitet hat, absoviert sie nun noch ein Training in den Zoos von Heidelberg, Mulhouse und Landau, um sich vor ihrer Reise nach Westafrika spezielle Kenntnisse zur Haltung von Roloway-Meerkatzen und Weißscheitelmangaben anzueignen. In den freien Minuten zwischendurch kümmert sie sich um Versicherungen, ihre Wohnungsauflösung, Gepäcktransfer und Flug, um dann im März endgültig die Reise auf den schwarzen Kontinent anzutreten. Drücken wir ihr die Daumen, dass sie sich in Ghana gut einleben wird und sie vor Ort mit Hilfe der europäischen Zoos wichtige Schritte zum Erhalt der wunderschönen aber leider stark bedrohten Roloway-Meerkatze erreichen kann. Leipzig, 05.02.02 Das Ferienprogramm des Leipziger Zoos beginnt zünftig: Am Sonntag sind die Affen los beim Karnevalsumzug in der Stadt. Große und kleine Zoobesucher können diese dann am Rosenmontag im Zoo erleben. Alle Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt, wenn sie als Löwe, Bär, Vogel oder als ein anderes Tier um Einlass bitten. Ab 13 Uhr kann sich jeder in der Hacienda Las Casas ein Tiergesicht schminken lassen oder eine Tiermaske basteln. Um 15 Uhr startet am Eingang ein tierischer Umzug mit hoffentlich vielen lustigen wilden und gezähmten Tieren, die ihre Artgenossen besuchen wollen. Zum Schluss gelangt die Tiergruppe zur Hacienda und wird mit Pfannkuchen abgefüttert. Leipzig 7.2.02 Stuttgart Duisburg 6.02.02 Duisburg 6.02.02 Spätestens dann, wenn es statt zu bellen zu blöken anfängt, kommt man dahinter, daß es sich bei dem schokofarben-gelockten Wollknäuel im Stall der Südamerika-Anlage weder um einen Pudel noch um einen vierfüßigen Beatle-Verschnitt handeln kann! Ultraschalluntersuchungen bei den Breitmaulnashörnern im Allwetterzoo Münster Nashörner sind in freier Wildbahn stark bedroht und in menschlicher Obhut erfolgen entschieden zu wenige Geburten. Bei den Breitmaulnashörnern im Allwetterzoo soll durch spezielle Untersuchungen festgestellt werden, warum nach einer normalen Geburt ohne jede Komplikation das gleiche Tier, die 11jährige Emmi, nicht wieder konzipiert. Was stimmt bei Emmi nicht, die ja regelmäßig in Brunst kommt und auch voll gedeckt wird? Liegt der Fehler überhaupt bei ihr? Ist vielleicht der Samen des Bullen Harry inzwischen fehlerhaft? Um die Ursachen aufzudecken, wird am Mittwoch (6.2.) ein Spezialistenteam aus Berlin und Salzburg die Nashörner in Münster untersuchen. Die Tiere Das Untersuchungsteam Die Untersuchung Ab- und Besamung Zur Nashornzucht in Münster Und was ist los mit Emily, die ja schon ein Junges hatte? Gibt es organische Gründe, die bei ihr oder Vicky dazu führen, dass da offenbar gar nichts "läuft"? -- Über die Untersuchungen berichtet das WDR-Fernsehen in diversen aktuellen Sendungen (Lokalzeit, Aktuelle Stunde) Zoo Zürich 1. Februar 2002 Bonn. Die großen deutschen Umweltverbände BUND, NABU, WWF und DNR sehen in der Verabschiedung des Bundesnaturschutzgesetzes einen herausragenden Erfolg der Umweltbewegung. Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: "Mit dem neuen Bundesnaturschutzgesetz kann die Natur für heutige und künftige Generationen besser gesichert werden. Naturschützer und Landwirte, Lerche und Luchs können sich gemeinsam freuen." Jetzt seien vor allem die lange zögerlichen Bundesländer gefordert, die neuen Richtlinien konsequent im Sinne des Naturschutzes umzusetzen. NABU-Präsident Jochen Flasbarth hob die künftige Möglichkeit der Verbandsklage auf Bundesebene sowie die Formulierung klarer Vorgaben für die naturnahe Landwirtschaft hervor. "Wir haben die einmalige Chance, den langjährigen Trend der Landschaftszerstörung und des Artenschwundes endlich umzukehren." Der WWF bewertete die Einführung eines bundesweiten Biotopverbundes auf mindestens 10% der Landesfläche als wichtigen Schritt zum Erhalt der nationalen Artenvielfalt. "Bund und Länder sollten jetzt ein Vorbild sein und ihre für die Biotopentwicklung benötigten Eigentumsflächen kostenlos zur Verfügung stellen" ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Ausstellungen Freitag, 1. Februar 2002 Greenpeace zeigt in der Ausstellung die Schattenseiten der Gier nach dem schwarzen Gold: Unfälle mit schrottreifen Tankern verseuchen Meer und Küsten, töten Vögel, Fische und Meeressäuger. Aber es geht noch schlimmer. Sind bei dem Tankerunfall der Exxon Valdez im März 1989 42.000 Tonnen Öl ins Meer geflossen, sickert Tag für Tag die gleiche Menge an Rohöl aus lecken Pipelines in Böden, Seen und Flüsse Westsibiriens. Für 50 Liter Benzin, die bei uns in den Autotank laufen, fließen in Russland 10 Liter Rohöl aus kaputten Leitungen. Russland versinkt im Öl. Die durchschnittliche Lebenserwartung der eingeborenen Völker ist bereits von 61 auf 45 Jahre gesunken. Die Greenpeace-Ausstellung zeigt auch den Zusammenhang zwischen Erdölabhängigkeit, Ölförderung, Umweltverschmutzung und dem Treibhauseffekt und Alternativen zu fossilen Energieträgern. Die Greenpeace Gruppe Rhein-Neckar bietet mittwochs, samstags und sonntags nachmittags Führungen durch die Ausstellung an. Jörg Blumenthal, E-Mail: joerg.blumenthal@mannheim.de FRAUENFELD ZÜRICH Zoologisches Museum: VIELFALT DER TIERE BERLIN Naturwissenschaftliche Sammlungen der Stiftung Stadtmuseum Berlin: Naturmuseum Olten: STUTTGART Staatliches Museum für Naturkunde NÜRNBERG Naturhistorisches Museum Norishalle: ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ TV-Tipps Zoo + Naturschutz Immer Sa, 18:10, TV NRW: Ein Platz für Tiere (aus den 60er-80er Jahren mit Prof. B. Grzimek; teilweise mit Zoo-Portraits) Fr., 08.02.2002, 20:15-20:55 3sat, Planet am Scheideweg, 2. Arten am Abgrund, von David Attenborough Sa, 9. Februar, 17.45 Kabel 1, "Abenteuer Leben": "bibermann" gerhard schwab bei seiner arbeit mit den bibern in bayern Sa., 09.02.2002, 19:10-20:15 VOX, Der König der Koalas, Australian Koala Foundation So., 10.02.2002, 19:00-19:30 B1, Mauritius, Tierwelt im Zeichen des Dodo So., 10.02.2002, 19:30-20:15 ZDF, Die Erde - live: Im Dschungel Australiens Mo., 11.02.2002, 16:55-17:00 3sat, Ostwalds Tierleben, Partnervermittlung für Nashörner Mo., 11.02.2002, 16:15-17:00 N3, Luchse im Harz, Wiederauswilderung aus Tierparks in die freie Natur NEU Mo., 11.02.2002, 17:15-18:00 HR, Naturwelten, Kängurus im Kronendach des Urwalds Mo., 11.02.2002, 20:15-21:45 NDR, Tatort: Tod im Elefantenhaus (Krimi, 1987, Hagenbeck) Di., 12.02.2002, 19:00-19:45 ARTE Archimedes: u.a. Nerz Do., 14.02.2002, 14:15-15:00 ZDF, Discovery - Die Welt entdecken, Madagaskar - Insel der Lemuren Fr., 15.02.2002, 13:30-14:00 SWR, Die Felskänguruhs von Black Rock Fr., 15.02.2002, 20:15-20:55 3sat, Planet am Scheideweg, 3. Die Zukunft des Lebens, von David Attenborough ** ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG:http://www.zoo-ag.de/tv-tipps.htm ** ########################################### Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo, die in Online-Zeitungen erschienen sind. Zum Zeitpunkt der Recherche waren alle Links zu den Zeitungen gültig; leider werden die Artikel oft bereits nach wenigen Stunden in ein Archiv verschoben. Meist lassen sie sich dort mit einer Suchfunktion wiederfinden. Aus Gründen des Copyrights, aber auch Platzgründen übernehmen wir die Meldungen nicht vollständig. In Einzelfällen können wir den Text aber per E-Mail versenden. 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