Zoo-AG Presseschau Nr. 95 vom 24. Januar 2002
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse Willkommen zur Zoo-Presseschau derZoo-AG Bielefeld zusammengestellt von Dirk Petzold und Dr. Martina Raffel,redaktion@zoo-information.de ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Liebe Leser der Zoopresseschau, in der letzten Woche bin ich zweimal unabhängig voneinander gefragt worden, ob es in deutschen Zoos Umweltschutz- oder Nachhaltigkeits-Strategien gäbe, und inwieweit erneuerbare Energien, umweltfreundliche Baumaterialien und Rohstoffe eingesetzt werden. Dirk Petzold ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Offenbach Post 19.1.2002 Kölner Stadt-Anzeiger 19.1.2002 Über eine "absolute Sensation" freute sich gestern Frankfurts Zoodirektor Christian Schmidt: In sein Nachttierhaus zog ein vom Aussterben bedrohtes Fingertier, auch Aye-Aye genannt, ein. Damit lebt erstmals seit 84 Jahren wieder eines dieser seltsamen Wesen aus der Lemuren-Familie in Deutschland. Neue Presse 19.1.2002 Zoodirektor Klaus Michael Machens stellte am Donnerstag seine Vision der Zoo-Entwicklung nach dem großen Expo-Umbau vor: Die ursprünglich geplante Eiswüste ,Arctica mit dem Schiffswrack erscheint uns heute zu eintönig, Alaska ist spannender. Auf 17.000 Quadratmetern soll Alaska entstehen dort, wo heute Tapire, Kaffernbüffel, Watussi-Rinder und Bisons leben und die Zoo-Shows stattfinden. 20 Millionen Euro soll die neue Landschaft höchstens kosten der bisherige Umbau hat 54 Millionen Euro verschlungen. Als Eröffnung der Alaska-Region mitten in Hannover peilt Machens den Dezember 2004 an. Westdeutsche Zeitung 18.1.2002 Die Zoofreunde Krefeld aber gaben sich auf ihrer Jahresmitgliederversammlung zornig und demotiviert. Seit dem ersten Spatenstich für die neue Großkatzenanlage am 19. September 2001 hat sich nur wenig getan. Die Zoofreunde konnten ihre solide Finanzlage weiter verbessern. Im letzten Jahr erwirtschaftete der Verein einen Überschuss von mehr als einer Million Mark. Zu den größten Einzelposten auf der Einnahmenseite gehören eine zweckgebundene Hinterlassenschaft für das Gorilla-Gehege und eine Spende der WZ für die Aktion "Mäuse für Katzen". Im April wurde die gemeinsam mit dem Berufskolleg Glockenspitz entwickelte Multimedia-CD "Krefelder Regenwaldhaus" vorgestellt. Der nächste Examens-Jahrgang von Design-Studenten arbeitet derzeit am neuen Internet-Auftritt des Zoos, der in etwa sechs Wochen im Netz stehen soll. Westdeutsche Zeitung 18.1.2002 Sechs Lastwagen-Ladungen mit anderthalb Millionen Jahre alten Findlungen spendierte die Krefelder Niederlassung von "Straßen.NRW" dem Zoo. Die bis zu vier Tonnen schweren Findlinge stammen aus dem neuen Tunnel des Brückenschlages für die A 44 über den Rhein. Den Gästen berichtete Vogt später von den Plänen über ein Freigehege für die Gorillas, und dass die Zoofreunde schon die ersten Euros dafür gesammelt haben. Rheinische Post 19.1.2002 Fußball und Tierpark beißen sich in Krefeld. Das sagt nicht zuletzt Rolf Herding, Vorsitzender der Zoofreunde. Da der Zoo räumlich eng begrenzt ist, ist es nur normal, dass Tierfreunde begehrliche Blicke in Richtung Grotenburg werfen. Rheinische Post 19.1.2002 Der Krefelder Zoo muss attraktiver werden, will er der regionalen Konkurrenz standhalten. Für die RP holten Dr. Walter Encke, ehemaliger Zoodirektor, und Ulla Schreiber, Grüne, ein Konzept aus der Schublade, wie die Zukunft aussehen könnte; Titel: "Expose für eine Neugestaltung des Grotenburg Sportgeländes in ein Kultur-Natur-Zentrum des 30. bis 40. Breitengrades für Krefeld und NRW". Bereits 1999 entwickelt, geben Politik und Verwaltung bis heute der Planung aber wenig Chancen. "Wir wollen nichts abreißen, sondern das nutzen, was vorhanden ist", sagt Ulla Schreiber. Vorhanden ist zum einen das Stadion. Mit einem speziellen Material überzogen, hätte es ein transparentes Dach. Im Inneren entstünde ein mediterranes Areal, ein Garten Eden mit Olivenhain, Mandelbäumen und Zypressen, mit Bambus-Wald, japanischem Garten, Papyrussumpf, Cafes und Restaurants. Die Außenfassade des Stadions würde verglast. Die dort geschaffenen Räumlichkeiten würden Zoo-Verwaltung, aber auch Bibliothek, Lesesälen, Vortragsraum, Nabu-Zentrum oder Souvenirladen Platz bieten. Außerdem sollten Kulturangebote wie Theater, Kino oder Skulpturenpark integriert werden. Fotovoltaik-Anlagen könnten die Halle mit Energie versorgen. "Dann kämen wir auch an Fördergelder der EU, die einen großen Teil der Aufwendungen finanzieren würden", erklärt Schreiber. Die Architektin rechnet mit Kosten von rund 15 Millionen Euro. Das Kultur-Natur-Zentrum wäre einmalig in ganz Europa.Im Tierbereich ist an Vögel, Reptilien, Kleinsäuger, Flughunde oder Wüstentiere gedacht. Im Außenbereich, jetzige Trainingsplätze, wäre Platz für Haustiere, für die Kinder Patenschaften übernehmen könnten, und ein Gorilla-Außengehege. Rolf Herding von den Zoofreunden: "Wir unterstützen dieses Projekt mit allen unseren Möglichkeiten. Wir müssen in Krefeld endlich Zeichen setzen, um die triste Abwärtsbewegung zu stoppen." Rheinische Post 21.1.2002 Der großen Nachfrage wegen werden im Zoo Duisburg weitere der erfolgreichen Candle-Light-Dinner im Aquarium des Zoos stattfinden. Allerlei Köstliches aus schuppen- und panzerbewehrtem Meeresgetier soll auch den verwöhntesten Gaumen zufriedenstellen. Kerzenschein und dezente Live-Musik runden das Erlebnis ab. Der Eintritt pro Person inklusive eines vielgängigen Candle-Light-Dinners und erlesener Getränke beträgt 80 Euro. Sindelfinger,Böblinger Zeitung 21.1.2002 Ist die Wilhelma mit Freikarten zu großzügig? Dies jedenfalls behauptet der Rechnungshof. Energisch wehrt sich Zoo-Direktor Dieter Jauch gegen die Vorwürfe der Karlsruher Kontrolleure. Im Prüfbericht heißt es, dass die Wilhelma über 500 000 Euro im Jahr einsparen könnte, würde sie den kostenlosen Eintritt begrenzen. Kein Verständis scheint man in Karlsruhe dafür zu haben, dass die knapp 17 000 Mitglieder des ¸¸Vereins der Freunde und Förderer der Wilhelma'' kostenlos den Zoo besuchen dürfen. Nach Ansicht der Behörde verursachten allein die 850 Jahreskarten für Ehrengäste, darunter Landtagsabgeordnete und Stadträte, Einnahmenausfälle von 50 000 Euro. Südwest Presse 21.1.2002 Stuttgart· Der Landesrechnungshof hat Bedenken gegen die vom Finanzministerium unterstützte Praxis der ¸¸Wilhelma'' in Stuttgart erhoben, das ganze Jahr über fast 20 000 Menschen freien Zutritt zu dem bekannten Botanischen Garten und Zoo zu gewähren. Die Wilhelma müsse jährlich ein Defizit von fünf Millionen Euro verkraften. Die Verteilerliste für die kritisierten Ehrenkarten werde er aber jetzt zusammenstreichen, sagte Jauch. 565 Freikarten seien im vergangenen Jahr überwiegend an pensionierte Mitarbeiter und Sponsoren verteilt worden. Neue Luzerner Zeitung 21.1.2002 Für die Vogelfreunde der Urner Sektion Exotis geht bald ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Am 28. Juni öffnet der Vogelpark Moosbad seine Tore. 1600 Stunden Frondienst haben die Mitglieder der Exotis Uri für den Vogelpark geleistet. Voraussichtlich werden fünf Vogelbesitzer ihre Tiere in den Volieren präsentieren. In jeder der 25 Volieren wird eine andere Vogelart ihr neues zu Hause finden. Wer den renaturierten Altdorfer Dorfbach entlang spaziert, kann bereits jetzt beim zukünftigen Vogelpark einen Halt einlegen. Das «Exotis-Bistro» im ehemaligen Gewächshaus der Gärtnerei Föhn ist täglich ab 9 Uhr geöffnet. Auch dort können verschiedene Vogelarten bewundert werden. Mannheimer Morgen 18.1.2002 "Die zoologischen Gärten - der neue Naturschutzriese wacht auf!" lautete der Titel eines Vortrags, den Dr. Klaus Wünnemann, Direktor des Heidelberger Tierparks, im Rahmen der "Hockenheimer Gespräche" nahebringen wollte. Goslarsche Zeitung 21.1.2002 Der Start des Raumordnungsverfahrens und die Auslegung der entsprechenden Unterlagen der WildTiernis haben Bewegung in die Schar der Projektgegner gebracht. Der BUND hat bereits nach erstem Unterlagenstudium interessante Interpretationen parat, die Bürgerinitiative Rettet den Schimmerwald plant die Mobilisierung der Bürger: Sie sollen möglichst viele Einwendungen gegen das Projekt schreiben. Von besonderem Interesse ist für den BUND ein Aspekt in der zu den Raumordnungsunterlagen gehörenden Umweltverträglichkeitsstudie: Dort wird ganz klar auch eine verkleinerte WildTiernis (am gleichen Standort) angeregt. Die Bürgerinitiative "Rettet den Schimmerwald" dagegen forciert zusammen mit den Bürgerinitiativen Nationalpark Harz und Pro Rotwild die Aufklärung über ihre WildTiernis Alternative, den Erlebnisweg Wildtiere im Nationalpark. Dolomiten 21.1.2002 Bozen (gam) - "Es ist eine Schande, ein solches Projekt gerade im Jahr der Berge in Angriff nehmen zu wollen", sagt die eine Seite. "Die Volksabstimmung hat das Projekt befürwortet", sagt die andere. Zu Beginn des Jahres der Berge sorgt der geplante Bergzoo in Tisens wieder für Diskussionsstoff. news aktuell Gibt es im Zoo demnächst die Geburt des ersten Seelöwen-Delphins zu berichten? Ein interessanter Versuch der Universität Nürnberg-Erlangen lässt diesen Gedanken zunächst plausibel erscheinen. Leipziger Volkszeitung 17.01.2002 Die Tiger-Taiga kommt dorthin, wo bisher Rentiere und Schneeziegen lebten, also zwischen Teichcafé und Pongoland. Im Mai soll Baubeginn sein, Eröffnung im April 2003. Gestern stellten die beiden Zoochefs und der Architekt des Siegerentwurfs ihre Pläne der Öffentlichkeit vor. Der Landbote (Schweiz) 18.1.2002 Der Zürcher Zoo hat ein Pärchen Malaienhornvögel aufgenommen und will mithelfen diese Art zu erhalten. Seit zwei Wochen leben die beiden Neuzuzüger im ehemaligen Tigerinnengehege. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Inventuren Rhein-Neckar-Zeitung 18.1.2002 Auch im Tiergarten Heidelberg wird Bilanz gezogen. "200l war ein Jahr mit Höhen und Tiefen", so Zoodirektor Klaus Wünnemann. "Die Maul- und Klauenseuche - Angst im Frühjahr, zahlreiche Veränderungen im Tierbestand, Planung und Ausführung verschiedener Baumaßnahmen sowie neue Service-Angebote haben uns im letzten Jahr ganz schön auf Trab gehalten." Seltene Zuchterfolge bei Mähnenrobben, Goldkatzen, Turakos und australischen Buschhühnern lassen das vergangene Jahr zoologisch gesehen erfolgreich zu Ende gehen. Aber es gab auch schmerzliche Verluste wie den Tod der Elefantin "Rani" und die Abgabe der beiden Breitmaulnashörner an andere Zoos. Bei der europaweit durchgeführten Unterschriftenaktion gegen die Wilderei in Afrika erzielte der Tiergarten Heidelberg mit über 20 000 Unterschriften ein herausragendes Ergebnis. Auch das Artenschutzprojekt für bedrohte Affen in Westafrika konnte 2001 unter der Leitung des Heidelberger Tiergartens erste konkrete Schritte realisieren. > s. a. Pressemitteilung in der vorigen Ausgabe Nürnberger Nachrichten 19.1.2002 Trotz des bundesweiten Maul- und Klauenseuchen-Alarms hat der Tiergarten Nürnberg im vergangenen Jahr die magische Zahl von einer Million Besuchern erreicht und erzielte mit 1.007.162 Eintrittskarten das drittbeste Ergebnis in seiner Geschichte. Diese Steigerung führt Direktor Helmut Mägdefrau auf die neu eröffneten Anlagen wie den Aqua Park für Pinguine und Seelöwen sowie gezielte Veranstaltungen auf dem reizvollen Gelände direkt am Reichswald zurück. Über die Bilanz für 2001 zeigt er sich sehr zufrieden, auch wenn schwere Rückschläge hingenommen werden mussten. So starben der Giraffenbulle Iring, das Gorilla-Weibchen Delphi und die Seekuh Flora. Andererseits kann der Zoologe mit einigen besonderen Zuchterfolgen aufwarten: einer männliche Giraffe, vier Urwildpferden, zwei Takinen (Rindergemsen), einem Seelöwen und einem Hyazinth-Ara. Als große Sensation bezeichnet er die Aufzucht eines Riesenseeadlers, der nach künstlicher Befruchtung im Bayerischen Jagdfalkenhof Schillingsfürst ausgebrütet und am Schmausenbuck von erwach senen Weißkopfseeadlern großgezogen wurde. Als weitere wichtige Zugänge aus anderen Zoos benennt der Tiergarten ein Gorilla-Weibchen, einen weiblichen Tiger und ein Paar Mähnenwölfe. Auf die Reise gingen dagegen das Nashorn Albrecht (nach Lisieux) sowie vier Geparden (nach Wuppertal, Krefeld und Saarbrücken). ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ newsclick 19.1.2002 Die Tage des Tiergeheges am Klinikum in Wolfsburg scheinen endgültig gezählt zu sein. Seitdem sich im Mai des vergangenen Jahres der Förderverein aufgelöst hat, sucht die Stadt nach einem neuen Betreiber. Längst scheinen die erfolgreichen Zeiten des Tiergeheges am ehemaligen Steinbruch vergessen. Nach der Eröffnung 1959 war das Gelände ein begehrtes Ausflugsziel für die Wolfsburger. Rehe, Fasane, Wildschweine, Zwergkaninchen, Waschbär und Füchse zogen Besucher in den winzigen Zoo. Zwischenzeitlich zogen auch zwei Wölfe als lebendige Wappentiere durch das Gehege. Heute zieren vor allem Vögel die Volieren - die Haltung von Huftieren ist aufgrund gesetzlicher Richtlinien auf dem Grundstück nicht mehr gestattet. Und Ideen eines Streichelzoos mussten aus eben diesen Gründen zurück in die Schubladen wandern. Notwendige Renovierungen sind vorerst auf Eis gelegt. Dresdner Neueste Nachrichten 22.1.2002 Portrait der Dscheladas im Dresdner Zoo. Westfälische Rundschau 23.1.2002 Das Elefantenhaus des Münsteraner Allwetterzoos hatte der Sparkassen- und Giroverband passend zur Siegerehrung für die erfolgreichsten Teams des "Planspiels Börse" ausgewählt. Hannoversche Allgemeine 21.1.2002 Awembe, dem kleinen Gorilla-Jungen, den der hannoversche Zoo Ende vergangenen Jahres in die Affenkinderstube der Stuttgarter Wilhelma gab, soll es dort unterdessen prächtig gehen. Das war nicht von Anfang an so. Nach seinem Umzug hatte sich der Einjährige zunächst geweigert zu trinken. Mittlerweile nuckele er aber gerne an der Flasche, berichtet Wilhelma-Sprecherin Marianne Holtkötter. Westfälische Rundschau 23.1.2002 Dortmund. An Spitzentagen strömten über 12.000 Menschen in den Tierpark; der Zoo platze aus allen Nähten, die Erweiterung sei zwingend erforderlich. Nur 4,5 Prozent der Besucher kamen mit Bus oder Bahn. Eine Steigerung der Besucherzahlen sei nur über zusätzliche Pkw-Stellplätze zu erzielen, unterstrich der Stadtplaner. Sächsische Zeitung 23.1.2002 Die Gemeinde Höckendorf bekommt in den nächsten Wochen einen neuen Verein. Sein Zweck wird es sein, sich um den neuen Tiergarten im Ort zu kümmern. Es gibt schon heute einiges zu sehen in dem Areal am Ortsausgang Richtung Ruppendorf. Seit November sind die Koppeln links und rechts des Weges Zur Buche fertiggestellt. Inzwischen gehören neben Vögeln, Kaninchen, Pfauen, Pferden und Ponys auch acht Schottische Hochlandrinder, Ziegen und Kamerunschafe zu dem kleinen Tierpark an der Höckendorfer Heide. Geht es nach den Vorstellungen der Gemeindeverwaltung und dem Hotelbesitzer Karl Wiegrink, soll das Terrain des kleinen Zoos noch vergrößert werden. Tierzuwachs wird es ebenfalls geben: Alpakas (südamerikanische Lamas) und verschiedene Rehsorten gehören dazu. Am 5. Mai soll der Tiergarten offiziell eröffnet werden. Aachener Nachrichten 23.1.2002 Eine geologische Störung ist Ursache der Löcher, die im Januar 2000 und im Dezember des vergangenen Jahres im Damm des Hochwasserrückhaltebeckens im Aachener Tierpark entstanden waren. Main Rheiner 23.1.2002 Bei der Messe "Antik + Kunst" werden auch die letzten Arbeiten des malenden Schimpansen "Happy" aus dem Zoo Duisburg präsentiert. Im Zusammenhang mit den vom Zoo organisierten Versteigerungen der Bilder zur Finanzierung des Umbaus des Primatenhauses gelangte ein Kölner Kunstsammler an die auf der Antik+Kunst ausgestellten Arbeiten. Der Preis für die letzten Arbeiten des Schimpansen beträgt 2900 Euro. Tagblatt 23.1.2002 Zehn Jahre Zirkusprogramm im Walter-Zoo in Gossau - Kamel Sämy ist in "Sabu, der kleine Dieb" einer der Stars in der Manege. Leipziger Volkszeitung 22.1.2002 Im Delitzscher Tierpark steht neben der neuen Afrikaanlage mit Zebras und Antilopen und der "Serengeti-Lodge" der hölzerne Löwe Leo immer mit im Zentrum des Interesses. Kinder klettern drauf rum und Erwachsene streichen dem König der Tiere auch mal ehrfurchtsvoll über die Mähne. Bericht über den Erschaffer Klaus Gasa. Heilbronner Stimme 23.1.2002 auch:http://www.suedwest-presse.de/dc/html/news/news-ulm_ul/20020123ul_swp_swum0002.htm Das Giraffenbaby "Katanga" ist erst wenige Wochen alt, doch schon 1,80 Meter groß. Weil seine Mutter nichts von ihm wissen will, müssen ihm die Pfleger die Flasche geben. Märkische Allgemeine 21.1.2002 Großer Bahnhof gestern am Haustierpark mit Wildpferdgehege in Liebenthal: Am Vormittag wurde das neue Projekthaus für die Liebenthaler Pferde feierlich eingeweiht. 113 Tiere umfasst zurzeit die Liebenthaler Herde, die der Gemeinde gehört und dem Verein Liebenthaler Pferdeherde übergeben worden ist. Im Jahr kommen etwa 20 000 Besucher nach Liebenthal. Schweriner Volkszeitung 18.1.2002 Die fünf Roteichen zwischen Reitplatz und Nasenbärenanlage im Rostocker Zoo müssen nächste Woche gefällt werden. Sie sind von Baumpilzen befallen, riesige Äste sind bereits abgestorben. Salzburger Nachrichten 24.1.2002 Im Budapester Zoo wagt "Lyes", aus Schottland nach Ungarn verkauft, die erste Kontaktaufnahme mit Gefährten Spiegel 19.1.2002 Die zwei männlichen und vier weiblichen Schimpansen im Zoo der südrussischen Stadt Rostow produzieren seit Jahren keinen Nachwuchs. Auch der Versuch der Zoo-Direktion, die Libido der Schimpansen mit Affen-Sex-Videos zu wecken, erwies sich als vergebliche Liebesmühe. Hilfe von außen scheint ausgeschlossen, da die beiden Schimpansen-Männchen angeblich die einzigen zeugungsfähigen Tiere in ganz Russland sind. Frankfurter Rundschau 18.1.2002 Im lippischen Dörfchen Donop werden zwei kleine Tiger von einer Dogge aufgezogen. Die beiden Tigerbabys kamen vor vier Monaten völlig überraschend im Tierpark Kalletal zur Welt, obwohl doch beide dortigen Tigermännchen sterilisiert sind. Da das Tigerweibchen die Jungtiere nicht annahm, bot der zuständige Veterinär seine Dogge als Pflegemutter an. Tierparkleiter Neumann hat inzwischen bereits neuen Tiger-Platz geschaffen - ein zweites Tigergehege wird eingerichtet. Und um weitere Überraschungen zu vermeiden, werden die alten Tiger nun kastriert... Rheinpfalz Online 19.1.2002 Auch im Zoo Landau haben die Zwergziegen die ersten Jungtiere des Jahres zur Welt gebracht. Rheinpfalz Online 18.1.2002 Gerade eine Woche alt und schon gut einen Meter groß ist der jüngste Spross des Wildparks Rheingönheim, ein männliches Auerochsen-Kalb. Nordkurier 18.1.2002 Sprunggewaltiger Zuwachs wurde gestern im Wolgaster Tierpark begrüßt. Aus einem Luxemburger Freizeitpark wechselten wegen der Umstrukturierung der dortigen Einrichtung vier Bennett-Kängurus an den Peenestrom. Ostsee Zeitung 22.1.2002 Die Guanakos im Greifswalder Tierpark teilen ihr Gehege jetzt mit drei Nandus, die der Parc Merveilluex in Luxembourg gespendet hat. Hamburger Abendblatt 18.1.2002 Yen Bai kann wieder kraftvoll zubeißen: Die Leopardin im Zoo von Singapur hat einen Goldzahn bekommen. Ein fünfköpfiges Team, darunter zwei Humanzahnärzte, passten der sechs Jahre alten Raubkatze den drei Zentimeter langen Zahnersatz ein. Wert: 460 Euro. Thüringer Allgemeine 18.1.2002 Im Gothaer Tierpark sind Waschbären schon lange zu sehen. Nun breitet sich die Art aber auch in zunehmendem Maße im Landkreis in freier Wildbahn aus. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Kabul Zoo Hamburger Abendblatt 24.1.2002 Der kleine Schwarzbär bekommt künftig ein paar Felsbrocken in sein Gehege, und das bedeutet für ihn bereits eine gewaltige Verbesserung. Denn der Zoo von Kabul, in dem noch etwa 120 Tiere 20 unterschiedlicher Arten ihr Dasein fristen, ist in erbärmlichem Zustand. John Walsh von der Welttierschutz-Gesellschaft besuchte nun diese geschundenen Kreaturen. Neben dem Bären leben in dem Zoo auch einige Affen, Schakale, Hasen und Raubvögel - alle sind unterernährt und viele von ihnen krank. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Natur- und Artenschutz Bocholter Borkener Volksblatt 19.1.2002 Die Hälfte aller heute lebenden Vögel und Säugetierarten wird innerhalb der nächsten 200 bis 300 Jahre verschwunden sein - dies ist das Ergebnis einer Studie. Obwohl das Aussterben von Tier- oder Pflanzenarten ein natürliches Phänomen darstellt, ist die Rate zur Zeit außergewöhnlich hoch.
Der Fotograf Karl Ammann kämpft dafür, dass Gorillas nicht länger im Kochtopf landen. In Stern TV wird ernüber seinen Kampf gegen Gorillas im Kochtopf zu berichten. Außerdem wird er am 24. Januar um 20 Uhr im Kölner Zoo einen Vortrag zum Thema halten. Frankfurter Rundschau 24.1.2002 Das Jagdschloss Kranichstein im Norden Darmstadts ist einer der wenigen erhaltenen barocken Jägerhöfe in Deutschland. Nach dem Umbau und der Sanierung entstehen hier ein Artenschutzmuseum und ein Jagdarchiv. Im Museum sollen Besucher über die Ziele des Washingtoner Artenschutzabkommens informiert werden. Das Projekt wird vom Frankfurter Senckenberg-Museum wissenschaftlich begleitet. Ausgestellt werden unter anderem geschmuggelte Pflanzen und Tiere, die der Zoll auf dem Frankfurter Flughafen beschlagnahmt hat. "Diese Exponate liegen derzeit verborgen in Kellern der Behörden", sagte Wolfgang Dertz von der Stiftung Hessischer Jägerhof. Frankfurter Rundschau 18.1.2002 Das Klon-Schaf Dolly war nur der Anfang. Jetzt wollen Wissenschaftler auch bedrohte Tierarten vor dem Aussterben bewahren. Die letzte Rettung für seltene Rinder, Pandas und Nashörner?
In der Antarktis wird es kälter und ungemütlicher. Während die Durchschnittstemperaturen der Erde ständig leicht angestiegen sind, sanken sie auf dem eisigen Südkontinent. Diese Abkühlung habe die Zahl der Kleintiere in einigen eisfreien Tälern bereits deutlich reduziert. Frankfurter Rundschau 20.1.2002 Große Teile des atlantischen Küstenregenwalds in Brasilien sind endgültig zerstört. Von den ursprünglich 1,2 Millionen Quadratkilometern sind gerade einmal 7,5 Prozent übrig geblieben. Doch zumindest für einen Vertreter dieser reichen Lebensgemeinschaft scheint die Rettungsaktion zu gelingen: Das Goldgelbe Löwenäffchen stand vor etwa dreißig Jahren schon kurz vor der Ausrottung. Weniger als 500 der geschickten Kletterer turnten noch durch die Kronen der brasilianischen Urwaldriesen - neben etwa 70 Zootieren die weltweit letzten ihrer Art. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, das Smithsonian Institut und der Zoo in Washington sowie brasilianische Naturschutzorganisationen schlossen sich daraufhin zu einem gemeinsamen Wiederansiedlungsprojekt zusammen. Insgesamt 146 Zoo-Äffchen haben die Projektmitarbeiter seit 1984 im Poco das Antas Reservat in der Nähe von Rio freigelassen. Insgesamt turnen heute wieder etwa 1000 Löwenäffchen durch die Wälder der brasilianischen Ostküste, ein Drittel davon stammt aus dem Auswilderungsprojekt. Vorerst werden keine weiteren Tiere mehr freigelassen. Westfälische Rundschau 23.1.2002 Die Heinz-Sielmann-Stiftung im niedersächsischen Duderstadt hat die Groß Schauener Seenkette bei Storkow in Brandenburg gekauft. Ziel ist es, den Naturschutz auf Flächen und in Großschutzgebieten der neuen Bundesländer langfristig sichern. Geplant sei der Zukauf von weiteren 80 Hektar des insgesamt 1900 Hektar umfassenden Gebietes. Berliner Morgenpost 24.1.20021 CONGO VOLCANO SPARES MOUNTAIN GORILLAS Congo volcano eruption will hurt wildlife-experts PARK SERVICE APPROVES OIL DRILLING IN FLORIDA PRESERVE KENYA WILDLIFE SERVICE GOES BROKE, ELEPHANTS AT RISK CONSERVATION FUNDED FOR AZOV-BLACK SEA FLYWAYS More than 1,000 elephant tusks seized in Tanzania Canaries, Azores, get first EU-wide nature zones Pressemitteilungen Zürich Leipzig Leipzig Stuttgart Münster Vor beinahe genau 3 Jahren, am 11. Januar 1999, brachte die Elefantenkuh "Bernhardine", genannt Dina, im Allwetterzoo ein Kalb zur Welt. Leider starb dieser erste jemals in Münster geborene Elefant nach 30 Stunden, der kleine Bulle war wegen einer Herpesinfektion der Mutter nicht lebensfähig. Damals trauerten ganz Münster und halb NRW um den kleinen toten Elefanten. Noch im gleichen Jahr verließ Dina Münster und kehrte in ihren Heimatzoo Rotterdam zurück, in den schon zuvor der Bulle "Alexander", Vater des toten Kalbes, umgezogen war. Am letzten Sonntag (20. Januar) sind die beiden wiederum Eltern geworden, diesmal brachte Dina ein gesundes männliches Kalb zur Welt. Nindorf ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~°v°~ ~°v°~ ~°v°~ ~°v°~ ~°v°~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Ausstellungen BERLIN Naturwissenschaftliche Sammlungen der Stiftung Stadtmuseum Berlin: SPEYER Historisches Museum der Pfalz: OLDENBURG Umwelthaus Oldenburg e.V. KARLSRUHE Museum am Friedrichsplatz - Staatliches Museum für Naturkunde: Naturmuseum Olten: STUTTGART Staatliches Museum für Naturkunde MÜNCHEN Botanischer Garten Nymphenburg: NÜRNBERG Naturhistorisches Museum Norishalle: ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ TV-Tipps Zoo + Naturschutz Immer Sa, 18:10, TV NRW: Ein Platz für Tiere (aus den 60er-80er Jahren mit Prof. B. Grzimek; teilweise mit Zoo-Portraits) Zoo-Tierärztin wird TV-Serienstar im WDR Dr. Christine Osmann vom Dortmunder Zoo wird TV-Serienstar. Der WDR setzte auf die Veterinärin für die fünfteilige Doku-Soap "Ein Doc für alle Felle". Sendestart: 17. Februar 2002. Do., 24.01.2002, 17:15-18:00 HR3 Giftige Lebensretter - Hilfe für Australiens Tierwelt Do., 24.01.2002, 20:15-22:15 Pro7, Die Erben der Saurier - Im Reich der Urzeit, 1. Die neuen Giganten, GB2001; Doku über Ur-Säuger, NEU Fr., 25.01.2002, 14:30-14:40 BR, Zoo & Co, Elche Fr., 25.01.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Lonesome George - Der letzte seiner Art Sa., 26.01.2002, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Operation Irbis, Schneeleoparden in Kirgistan Sa, 26. Januar, 17:45 Kabel 1, "Abenteuer Leben": "pongoland" - zoo der zukunft in leipzig Sa., 26.01.2002, 21:25-21:55 ORB, Phantom - ein neues Nashorn im Ngorongoro So., 27.01.2002, 13:00-13:30 SWR, Tiergeschichten, Die Münchner Affen ziehen in den Dschungel Mo., 28.01.2002, 19:00-19:45 ARTE, Leben für Geparden - Matto Barfuss rettet die Raubkatzen Mi., 30.01.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Utila - ein Überlebender der Urzeit Do., 31.01.2002, 07:45-08:00 SWR, Mit Tieren arbeiten, mit Tieren leben (4/4), Seehunde (Forschung Tierpark Rheine) Do., 31.01.2002, 20:15-22:15 Pro7, Die Erben der Saurier - Im Reich der Urzeit, 2. Teil Sa., 02.02.2002, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Marderblues - die letzten Nerze Europas ** ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG:http://www.zoo-ag.de/tv-tipps.htm ** ########################################### Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo, die in Online-Zeitungen erschienen sind. 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