Zoo-AG Presseschau Nr. 94 vom 17. Januar 2002


Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse

Willkommen zur Zoo-Presseschau derZoo-AG Bielefeld

zusammengestellt von Dirk Petzold und Dr. Martina Raffel,redaktion@zoo-information.de

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Liebe Leser der Zoopresseschau,

die Rückblicke der Zoos auf das Jahr 2001 sind in der Presse noch in vollem Gange.

Auch die Medien selbst haben im vergangenen Jahr ihren Teil zur Berichterstattung über Zoos beigetragen. Dazu gehören die meist wohlwollend berichtenden Lokalredaktionen ebenso wie die eher negativ eingestellten überregionalen (Boulevard-)Blätter, aber auch TV-Sender.

Aus der Vielzahl der Veröffentlichungen möchte ich zwei herausgreifen, die für mich persönlich die Highlights des Jahres 2001 waren:

Beste Fernseh-Doku:
Der Zoo - Letzte Chance für Wilde Tiere?
von Birgit Hermes und Judith König, NDR 9.2001
Eine durchaus kritische, aber faire Dokumentation, die zahlreiche Zoo-Leute zu Wort kommen ließ. In nur 43 Minuten wurden die Themen Erhaltungszucht, Arche-Noah-Funktion, Erlebniszoos, Enrichment, Edukation, Nachzuchten-Überschuß und in-Situ-Artenschutz nicht nur sauber recherchiert untergebracht, sondern auch noch für Laien einwandfrei verständlich erklärt und mit dutzenden treffenden Beispielen aus deutschen, aber auch andern europäischen Zoos von Jersey bis Kopenhagen illustriert. Der eine oder andere Leser mag die Autorinnen bei ihrer Recherche auf der EAZA-Tagung in Aalborg getroffen haben. Leider wurde der Film bisher nicht wiederholt.

(Welch ein Kontrast zur WDR-Produktion "Revolution im Zoo": Lauter Filmschnipsel ohne roten Faden, zusammenhanglos hingeworfenen pseudo-humanistischen Bemerkungen voll unfreiwilligen Witzes, aus denen wohl kaum ein Zuschauer Information destillieren konnte.)

Bestes Buch:
David Hancocks: A different world - The paradoxical world of Zoos and their uncertain Future
(University Of California Press 2001)
Hancocks, heute im Zoo Werribee / Australien, entwickelt eine historische begründete Sicht auf heutige Zoos, ihre verschiedenen Entwicklungsrichtungen und mögliche Weiterentwicklungen. Auch wenn man selten allen seinen etwas museal "gebiasten" Gedanken zustimmen kann - es gibt kaum eine Seite ohne interessante neue Details, Anregungen zum Nachdenken und Hinterfragen der eigenen Ansichten (gerade deshalb). Sehr lesenswert.

Es ist auch an der Zeit, sich für die Weihnachts- und Neujahrskarten zu bedanken. Eine davon hat uns besonders beeindruckt und gefreut: Eine UWS-Papier-Karte mit dem Hinweis, ab dem nächsten Jahr gingen die Gelder hierfür stattdessen in Naturschutzprojekte. In diesem Sinne wäre es wünschenswert, nächstes Jahr gar keine Karten mehr zu erhalten...

Dirk Petzold

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Kölner Stadt-Anzeiger 11.1.2002
Der „Herr der Fliegen“ wurde 60
http://www.ksta.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta%2Fpage&atype=ksArtikel&aid=1010519740740&openMenu=992279212917&calledPageId=992279212917&listid=994347600516

Rund 200 Gäste gratulierten gestern bei einem Festkolloquium dem Kölner Zoodirektor Gunther Nogge zu seinem 60. Geburtstag.

Kölner Stadt-Anzeiger 15.1.2002
Ein bulliges Präsent
http://www.ksta.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta%2Fpage&atype=ksArtikel&aid=1011009996165&openMenu=992279212917&calledPageId=992279212917&listid=994347600516

Vorerst ist es ja nur „ein symbolisches Geburtstagsgeschenk“, das dem Kölner Zoodirektor Gunther Nogge anlässlich seines 60. Geburtstages gegeben wurde. Ob bei der Eröffnung des neuen Elefantengeheges, „wenn alles klappt Anfang 2005“, tatsächlich ein schweizer Elefantenbulle das Rudel der Kölner Kühe führt, steht jedoch noch in den Sternen.

Kölnische Rundschau
Wie Chamäleon und Frosch in Kamerun leben
http://www.rundschau-online.de/koeln/2338465.html

Kisten, eine Feuerstelle, ein selbstgebauter Holztisch, eine Petroleumlampe und ein Zeltdach - in einer Ecke des Aquariums im Zoo sieht es zur Zeit aus wie in einem Regenwaldcamp.
Dr. Hans-Werner Herrmann, Kurator am Kölner Zoo, und seine Mitarbeiter zeigen in einer Dauerausstellung die Arbeit des "Alsco-Naturschutzprojekt Mt. Nlonako und Tchabal Mbabo" in Kamerun. Seit 1998 wird im Rahmen des Projekts das Leben von Chamäleons und Fröschen untersucht und gleichzeitig für den Erhalt des Regenwaldes geworben.

Gestern erläuterte Hans-Werner Herrmann im Kölner Aquarium die Ziele seiner nächsten Forschungsreise nach Kamerun, die am 13. Januar beginnt. Es gibt Bestrebungen, den Mt. Nlonako unter Naturschutz zu stellen. Auf der Forschungsreise wird Hans-Werner Herrmann von zwei Biologie-Studenten begleitet, die in Kamerun ihre Diplomarbeit schreiben werden.

Neben den administrativen und wissenschaftlichen Tätigkeiten geht es aber auch darum, die einheimische Bevölkerung zu unterstützen. So werden zum Beispiel Hefte, Bücher, Fußbälle und Trikots mit Naturschutzbotschaften in den Schulen vor Ort verteilt. Finanziert wird das Naturschutzprojekt von Alsco, einer Firma für Berufsbekleidungs-Service.

Rheinische Post 15.1.2002
Nicht an der falschen Stelle sparen
http://www.rp-online.de/news/lokales/krefeld/2002-0115/K500000028_01402.html

Rheinische Post 15.1.2002
Geht der Zoo vor die Hunde?
http://www.rp-online.de/news/lokales/krefeld/2002-0115/K500000001_01102.html

> Sehr kritische Kommentare zur Situation des Krefelder Zoos im Vergleich zu den Zoos in der Nachbarschaft. Statt großer Investitionen wird in Krefeld immer mehr der Rotstift eingesetzt bzw. Handlungsspielraum durch die Verwaltungsstrukturen zunehmend eingeschränkt:

Der Konkurrenzdruck steigt. Viele Zoos in Nordrhein-Westfalen rüsten auf, bringen ihre Parks auf den neuesten Stand von Wissenschaft und Marketing-Forschung. Modernere Anlagen, frischer Anstrich, überarbeitete Besucher-Konzepte, das alles zieht - und zwar Massen von Tierfreunden in die für sie noch interessanter werdenden Zoos.
In Krefeld? Wird gespart! Auf Kosten der Tiere und der Gesundheit der Mitarbeiter. Von den 25 Tierpflegern waren 2001 fünf Leute monatelang krank. Die Krankheitsbilder spiegeln die Überbelastung wider: "Im Wirtschafts- gebäude sind die Arbeitsbedingungen so miserabel, dass gesundheitliche Probleme programmiert sind. So machen alle Mitarbeiter Überstunden. Im vergangenen Jahr über 3500", erklärt Dreßen. Damit nicht genug soll 2003, wenn Hans Christoph Schneidermann in Rente geht, die Stelle des Großkatzenpflegers nicht neu besetzt werden.
Die Elefanten werden, da ihr Auslauf winzig ist, täglich im Tierpark spazieren geführt. "Auf Dauer könnte ich mir vorstellen, dass wir in Krefeld keine Elefanten mehr halten werden. Das ist unter diesen Bedingungen einfach nicht machbar. Das trifft natürlich nicht die jetzt dort lebenden Tiere", meint Wolfgang Dreßen, stellvertretender Zoodirektor.
Trotzdem bleibt auch einem Liebhaber des Zoos nicht verborgen, dass viele Anlagen nicht nur uralt aussehen, sondern es auch sind. Noch schlimmer ist der Zustand des Wirtschaftshofes und einiger Stallungen. Die Abhängigkeit von Stadtverwaltung und politischen Gremien lässt in Krefeld selbst die kleinste Baumaßnahme zum Kraftakt werden. Mal eben geht da gar nichts.

Rheinische Post 16.1.2002
Finanzbereich prüft neue Rechtsform für den Krefelder Zoo Aktiengesellschaft oder Stiftung?
http://www.rp-online.de/news/lokales/krefeld/2002-0116/K500000003_01502.html

Interview mit dem zuständigen Kulturdezernenten Roland Schneider.

Wie sehen Sie die Lage des Krefelder Zoos?

Alles, was in der RP stand, ist zutreffend. Es sieht schlimm aus. Wir können aufgrund der finanziellen Situation nicht in dem Maße instandsetzen wie es eigentlich notwendig wäre. Die Arbeitsgruppe Zoo hat bereits mehrfach über die Situation beraten, das letzte Mal im Herbst.

Wer müsste sich für den Zoo einsetzen?

Da sind die Politiker gefragt, die ja bisher auch nicht korrigierend eingegriffen haben. Gäbe es die Zoofreunde mit ihrem Engagement nicht, sähe es noch wesentlich schlechter aus.

Wie soll es weitergehen, wenn Herr Schneidermann ausscheidet?

Das ist natürlich ein Treppenwitz. Da haben wir eine neue Großkatzenanlage aber keinen Pfleger mehr.

Was kann die Stadt tun?

Bereits leit längerem ist eine andere Rechtsform, eine Privatisierung in der Diskussion. Den entsprechenden Prüfungsantrag haben wir bereits bekommen. Aber ein Jahr dauert es mindestens, bis der Finanzbereich alles abgeklopft hat. Für den Zoo wäre eine Aktiengesellschaft oder eine Stiftung denkbar.

Was tut sich 2002?

Das größte Projekt ist natürlich die Großkatzenanlage, die 2003 fertig sein wird. Daneben führen wir zurzeit Gespräche bezüglich der Schadensersatzansprüche im Fall des Regenwaldhauses. Dabei geht es um 800 000 Euro.

Hannoversche Allgemeine 14.1.2002
Weniger Wasser für den Zoo?
http://www.haz.de/hannover/nachrichten/120246.html

Die Stadt Hannover möchte, dass der Tierpark seine Wasserentnahme aus dem Maschsee drastisch drosselt. Langfristig soll nach anderen Versorgungsquellen gesucht werden. Zoo-Chef Klaus-Michael Machens zeigt sich ratlos: Weitere Wassereinsparungen seien erst möglich, wenn das Projekt Arktika realisiert sei. Die alten Anlagen von Robben, Seelöwen, Walrossen und Pinguinen verschlängen einen Großteil des Wassers, sagt er.

Berliner Kurier 14.1.2002
Happy Birthday, Matibi! Das Fest wird einfach elefantös
http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_kurier/berlin/.html/artik9.html

Elefantenkind Matibi feiert im Tierpark Friedrichsfelde seinen 3. Geburtstag. Exakt 165 Zentimeter misst Matibi, fast doppelt so viel wie bei ihrer Geburt. Mit 100 Kilo Geburtsgewicht kam Matibi zur Welt, heute bringt sie etwa 600 Kilo auf die Waage.

Basler Zeitung 16.1.2002
Masterplan für die Langen Erlen: Schrittweise zum Erlebnispark
http://www.baz.ch/heute/index.cfm?ressort=Basel%2DStadt&categoryID=4D2D4C4A-AAC3-4C65-AE4F6ECAB212D71B&ObjectID=C8F3416C-4848-442E-AF400D62D425C300

Netzpress 16.1.2002
Masterplan für die künftige Entwicklung des Tierparks Lange Erlen
http://www.netzpress.ch/meldung.cfm?nummer=9099

Der Tierpark Lange Erlen, wie er heute besteht, wird schon bald der Vergangenheit angehören. Ein Masterplan soll ab April dieses Jahres ausgearbeitet werden. Der Regierungsrat und die Christoph Merian Stiftung haben dafür 200.000 Franken versprochen. Aus dem traditionellen Hirschpark wolle man einen Park mit vielen verschiedenen einheimischen Tieren machen - etwa mit Hasen, Wölfen, Mäusen oder Kühen. Darüber hinaus sind auch Ausstellungen geplant, die die Besucher ihrem Alter entsprechend ansprechen sollen. Weiter ist ein Kinderzoo vorgesehen. Auch die Anlage von Auenlandschaften ist geplant. Damit dies auch Platz hat, ist eine Vergrößerung des Parks auf zehn Hektar vorgesehen. Anstoß zur Neugestaltung des Tierparks gab übrigens eine Diplomarbeit der Landschaftsarchitekten Ingo Golz und Pascal Gysin.


Thüringische Landeszeitung 11.1.2002
Nashorn-Baby heißt "Limpopo"
http://www.tlz.de/free/tlz.artikel-ueberregional.inhalt-000.html?region=National&news_id=2119646

Thüringer Allgemeine 11.1.2002
Erfurter Nashorn-Baby als Botschafter
http://www.thueringer-allgemeine.de/free/ta.artikel-lokal.inhalt-000.html?region=Erfurt&news_id=2119329

Zeitungsgruppe WAZ 10.1.2002
Möhren für die Mama
http://www.cityweb.de/free/3.artikel-000.html?news_id=2119511

Fünf Wochen nach der Geburt wurde im Erfurter Zoopark der Nashornnachwuchs auf den Namen "Limpopo" getauft. 145 Namensvorschläge waren gesammelt worden. Aus der Taufe gehoben wurde außerdem ein Nashornprojekt des Nabu in Namibia: Dort soll der Etosha-Nationalpark und damit der Lebensraum der bedrohten Nashörner vergrößert werden. Der Verein der Zooparkfreunde stellt seinen Spendentrichter am Eingang des Nashornhauses ein Jahr lang in den Dienst des Projekts.

Mitteldeutsche Zeitung 11.1.2002
Protestbrief an Zoodirektor Michael Schröpel - Keine Ruhe mehr: Affengebrüll stört Anwohner
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=mz_web/pages/nachrichten/NachrichtenArtikelPage&NachrichtenRubrik=sa&NachrichtenRubrikName=Sachsen-Anhalt&MZWebArtikelID=1010749543954

Anwohner des Magdeburger Zoos fühlen sich durch nächtliches Gebrüll von Schimpansen gestört und haben deshalb am Freitag einen Protestbrief an Zoodirektor Michael Schröpel geschrieben. Die Betroffenen wurden demnach durch die Tierlaute innerhalb von zwölf Monaten 235 Mal aus ihrer Nachtschlaf gerissen. Mit derartigen Protesten hat der Zoo nicht zum ersten Mal zu kämpfen. Vor kurzem geriet der Bau eines Löwenhauses ins Stocken, weil Anwohner durch Geräusche der Raubkatzen Lärmbelästigungen fürchteten. Jetzt liegt jedoch ein Lärmschutzgutachten vor, das laut Schröpel mögliche Schlafstörungen des Zoo-Nachbarn durch Löwengebrüll weitest gehend ausschließt.

Neue Zürcher Zeitung 17.1.2002
Malaienhornvögel als Nachfolger der Tiger
http://www.nzz.ch/2002/01/17/zh/page-article7WNKG.html

Zürich. Mit dem Umzug der Amurtiger wurden im Raubtierhaus Innenboxen und Aussengehege frei. Bei der Umschau nach neuen Insassen war nur sicher, dass es etwas Asiatisches sein sollte, denn nach dem zoogeographischen Zooplan befinden wir uns hier in Asien. Die Wahl fiel dann auf Malaienhornvögel. Das Vogelpaar stammt aus dem Erhaltungszuchtprogramm dieser gefährdeten Art, dem der Zoo durch die Übernahme der Vögel beigetreten ist.

Mitteldeutsche Zeitung 17.1.2002
Jahrtausendealte Siebtöpfe entdeckt
Zeugen aus der mittleren Jungsteinzeit gefunden
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=mz_web/pages/regionales/news_ArtikelColl&RegionalRubrik=harz&RegionalRubrikName=Harz&MZWebArtikelID=1011181583244

Aschersleben. Bei den Erdarbeiten zum Bau der neuen Tigeranlage im Ascherslebener Tierpark ist eine Vielzahl archäologischer Funde zu Tage gefördert worden. Sie ließen das Herz des Archäologen vom Landesamt für Bodendenkmalpflege, Jochen Frank, höher schlagen.
"Gleich zwei so gut erhaltene Siebtöpfe zu finden ist sehr ungewöhnlich", meinte der Fachmann. Unter den Archäologen gebe es zum Verwendungszweck unterschiedliche Meinungen. Aus den sieben entdeckten Vorrats- und Abfallgruben sind Feuersteinwerkzeuge, ein Spinnwirtel, Klopfsteine, Teile eines Griffzapfentopfes, ein Tassenfragment, steinzeitliche Klingen, eine Pfeilspitze sowie Keramikscherben mit Verzierungen und Knochen gefunden worden. "Viele der Funde stammen aus der mittleren Jungsteinzeit, etwa 3500 bis 2700 vor Christus", ist sich Frank sicher. Vermutlich habe es hier in dieser Zeit eine Ansiedlung Bernburger Kultur gegeben. Sie sei in dieser Zeit im Harzraum, Niedersachsen und Thüringen weit verbreitet gewesen.
"Bei den Aufgaben im Ascherslebener Tierpark handelt es sich um eine baubegleitende Maßnahme und keine eigenen archäologischen Grabungen", stellte Jochen Frank klar. Da die Fundamente für die Stallanlage, die Versorgungsleitung und den künftigen Teich im Tigergehege ausgehoben seien, hätten sich die Arbeiten der Archäologen nach etwa sechs Wochen im Tierpark erledigt.

Westfälische Rundschau 17.1.2002
"Im Tierpark alles tiptop und vorbildlich"
http://www.westfaelische-rundschau.de/free/wr.artikel-lokal-000.html?region=Warstein&id=2130862

Warstein. Mittlerweile haben sich die Täter gemeldet, die seinerzeit die Gehege im Warsteiner Wildpark aufgebrochen und den Marder und die drei Waschbären freigelassen hatten. "Wir haben den unschuldig zu lebenslanger Haft Verurteilten zur Flucht verholfen", steht in einem anonymen Bekennerschreiben. Weiter heißt es: "Eine Lüge ist, dass Flecki vom Hungertod bedroht ist. Entkommene Marder sind überlebensfähiger als ausgesetzt Haustiere. Flecki wird von Abfällen leben können." Revierförster Henning Dictus: "Das ist doch reiner Zynismus. Die Tiere kennen sich mit dem Jagen nicht aus. Außerdem haben sie gerade jetzt, wo ihre Beutetiere sich zurückgezogen haben, große Probleme zu überleben.
Ein weiterer Punkt, der Dictus sauer aufstößt: von einem "armseligen Gehege des Baummarders" und der "miserablen Ausgestaltung des Waschbärgeheges" ist im Bekennerschreiben die Rede. "Bei uns im Tierpark ist alles tiptop und vorbildlich, da gibt es überhaupt keine Vorwürfe." Auch über die Behauptung, dass die befreiten Tiere ihre instinktgesteuerten Lebensweisen wieder angenommen hätten, kann Dictus nur den Kopf schütteln: "Man muss sich doch nur mal die Auswilderungsprogramme z.B. im Harz anschauen. Da ist es ein unglaublich großes Problem den Luchsen das Jagen beizubringen."

Freie Presse 14.1.2002
Keiner hat von Schwangerschaft etwas gewusst - Schönfels: Braunbärenwinzlinge erblicken Licht der Welt
http://www.freiepresse.de/TEXTE/NACHRICHTEN/REGIONAL/WESTSACHSEN/ZWICKAU/TEXTE/182710.html

Am Sonntag gegen Mittag konnten Besucher der Burg Schönfels aus sicherer Entfernung ein für sie wohl einmaliges Schauspiel beobachten: Die schon etwas ältliche Bärin Sandra brachte in einer Ecke des Geheges Nachwuchs zur Welt. Und das nicht nur zur Überraschung der Schaulustigen, sondern auch von Ramona Demmeler, der Hirschfelder Tierparkleiterin, sowie von Museumsleiter Peter Köhler. Beide hatten nicht gewusst, dass die Bärin trächtig ist, zumal sie auch in ihrem vorherigen Domizil in Hirschfeld keine Anstalten gemacht hatte, Mutter zu werden.

Freie Presse 14.1.2002
Mutter Sandra verlässt ihre Schneekuhle nicht - Schönfels: Braunbären auf der Burg wohlauf
http://www.freiepresse.de/TEXTE/NACHRICHTEN/REGIONAL/WESTSACHSEN/ZWICKAU/TEXTE/183174.html

Den am Sonntag auf der Burg Schönfels geborenen Braunbärenbabys scheint es trotz aller Befürchtungen gut zu gehen. Auch wenn die Geburt nicht in der Höhle, sondern in einer Ecke des Geheges erfolgte, war es eine ganz normale Geburt. Noch ist ungeklärt, ob die Bären auf der Burg in Schönfels bleiben oder in den Heimattierpark nach Hirschfeld umziehen. Dort soll nämlich ein neues Bärengehege gebaut werden, dessen Projektierung noch in diesem Jahr beginnt.

Rheinpfalz Online 15.1.2002
Aquazoo lockt mit Fischen und Echsen
http://www.ron.de/osform/cms_osmm?articleName=HERMES:20020115:2580544&template=templates/cms_osmm/recherche/lokal/kai/meldung.oft

Ein Aquazoo wird neben der Dinosaurier-Ausstellung ein weiterer Höhepunkt bei der Gartenschau Kaiserslautern. Im früheren Stall des Schlachthofs werden 15 große Aquarien aufgebaut und ein kleiner Teich angelegt.
In die Aquarien in der Schlachthofhalle kommen tropische und europäische Fische. Darunter seien ostafrikanische Buntbarsche, Regenbogenfische, Salmler und Piranhas. Geplant sei außerdem ein reines Meerwasseraquarium. Der Teich werde mit japanischen Kois bestückt. Ergänzt wird die Ausstellung durch einige Terrarien mit kleineren Echsen. Nicht umsetzen ließ sich die Idee, im Schlachthof ein riesiges Aquarium aufzustellen. Das Aquarium wiege 18 Tonnen, der Boden der Schlachthofhalle sei hierfür nicht tragfähig genug.

Westfälische Rundschau 14.1.2002
Griechischer Meeresgott bewacht Fauna
http://www.westfaelische-rundschau.de/free/wr.artikel-lokal-000.html?region=Dortmund+NO&id=2125359

Im kommenden Jahr feiert der Dortmunder Aquarium- und Terrariumverein Triton sein 100jähriges Bestehen. Die Gründerväter konnten 1932 von der Stadt ein Gelände an der Speyerstraße anmieten, das heute ein Paradies inmitten der Großstadt präsentiert. Das Gelände glänzt nicht nur mit einem alten Baumbestand und zwei Wassertümpeln (einer davon aus einem Bombentrichter gebildet), sondern vor allem mit seinem lang gezogenen Gebäudeteil, der mit 13 Wasserbecken von 70 Zentimeter bis zwei Meter Länge glänzt. Hier schwimmt exotisches Wassergetier aus aller Welt.

Sächsische Zeitung 12.1.2002
Trauriger Fototermin
http://www.sz-online.de/news/artikel.asp?id=109850&rubrik=n_hoyerswerda&etag=

Den ersten Nachwuchs des Jahres 2002 gab es im Hoyerswerdaer Zoo bei den Axis-Hirschen. Bitterer Beigeschmack des dazu erfolgten Fototermins: eine Fotografin versetzte die Tiere derart in Aufregung, dass der Zuchthirsch über eine Barriere sprang und sich dabei ein Bein brach.

> oder das gleiche schlecht recherchiert ("Reh ist die Frau vom Hirsch"...):

Shortnews
Fotografin wollte Rehe knipsen, da sprang der Hirsch übern Zaun
http://www.shortnews.de/start.cfm?id=344431

Hoyerswerda: Im Zoo gebar ein Reh ihr Junges und jeder wollte es sehen. Als die Fotografin Bilder machen wollte, setzte der Hirsch zum Sprung an. Leider brach er sich dabei ein Bein, als er über die Absperrung springen wollte. Der Zoo-Direktor hat nach seinen Angaben so einen Vorfall noch nicht erlebt.

Nürnberger Zeitung 12.1.2002
Ein Domizil der Luxus- Klasse
http://www.nz-online.de/nz/l1.htm

Im Tiergarten Nürnberg soll bis zum Frühjahr 2004 eine neue Eisbären-Anlage, die größte Europas, fertiggestellt werden.Die seit 1939 bestehende Eisbären-Anlage ist inzwischen baufällig, zuletzt konnten nur noch einzelne alte Tiere dort gehalten werden. Tiergartenchef Peter Mühling gerät ins Schwärmen, wenn er das Projekt erläutert: „Die neue Anlage wird sich herrlich in die natürliche Sandstein-Kulisse einfügen. Sie wird Platz bieten für vier bis fünf erwachsene Eisbären, dazu können dann noch Jungtiere kommen. Und die Tiergartenbesucher werden die Möglichkeit haben, die Tiere beim Schwimmen unter Wasser zu beobachten. Dazu ist eine Glasfront von vierzig Metern Länge geplant.“ Eigentlich wäre eine neue Anlage erst über den Mittelfristigen Investitionsplan (MIP) 2005 finanzierbar gewesen. Doch in Zusammenarbeit mit dem Finanzreferat fand man eine Lösung, das 2,45 Millionen Euro schwere Projekt vorzuziehen: Der Tiergarten bringt 510.000 Euro Eigenmittel aus Spenden und Rücklagen sowie ab 2003 auch Geld aus seinem Plafond ein. Außerdem trägt der Verein der Tiergartenfreunde mit einer 460.000 Euro-Spende zur Realiserung bei. Und die Chancen stehen gut, dass die Bayerische Landesstiftung Fördermittel in Höhe von 256.000 Euro bewilligt. So kann noch im Herbst dieses Jahres mit dem Bau der neuen Anlage begonnen werden, die sich direkt an die alte anschließt und diese mit einbezieht. Die beiden Bereiche werden abtrennbar sein, damit eine ungestörte Aufzucht von Jungtieren möglich ist. Insgesamt wird das künftige Gehege einen 1400 Quadratmeter großen Landteil (Mühling: „Alles natürlicher Untergrund, kein Beton mehr“) und 650 Quadratmeter Wasserbecken umfassen. Den imposanten Hintergrund wird eine 150 Meter lange rote Sandstein-Felswand bilden. Die alten Bäume, die auf dem neu hinzukommenden Gelände stehen, bleiben erhalten. Der bisherige, 62 Quadratmeter große Stall in den Felsen wird saniert, ein zusätzlicher, 200 Quadratmeter großer, wird gebaut.

Shortnews
Chlorgasunfall im Zoo - Gorillas verendet
http://www.shortnews.de/start.cfm?id=342364&rubrik1=Freizeit&rubrik2=Tiere&rubrik3=Alles&sort=3&sparte=1

Bei einem Unfall im Zoo von Brownsville (USA) sind drei Gorillas ums Leben gekommen. Weitere neun Tiere und zwei Tierpfleger wurden bei dem Unfall leicht verletzt. In dem betroffenen Affengehege war durch einen beschädigten Behälter Chlorgas ausgetreten.

Zoo puts sightseers in cages - CANADA
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/14002/story.htm

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Großbrittannien hat sich gestern offiziell für MKS-frei erklärt.

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Inventuren


SZ-Online
Zählen, wiegen, messen - große vierwöchige Inventur im Dresdner Zoo
http://www.sz-online.de/news/artikel.asp?id=109302&rubrik=n_dresden&etag=

Leistenkrokodil Max ist der Älteste hier, basta. Ganz anders bei den Hausmäusen. "50 sind's, vielleicht eine mehr oder eine weniger", sagt Hubert Lücker, der Zoodirektor. In etwa drei Wochen soll die Inventur komplett bewältigt sein.

SZ-Online
Cottbus hat das Nachsehen
http://www.sz-online.de/news/artikel.asp?id=109496&rubrik=n_hoyerswerda&etag=

Mit 997 Tieren sei man der größte des (Bundes-) Landes, verkündete der Cottbuser Zoo. Auch in Hoyerswerda wurde gezählt, Bilanz: 1 199 Individuen in 190 Arten. Damit kann man zwar mit Leipzig und Dresden nicht ganz mithalten, aber mit Chemnitz beim Bewerb um die Nummer 3 in Sachsen. Für die Robben-Anlage müssen die Steinböcke umziehen - in das jetzige Pony-Gehege vor dem Schloss. Eventuell wird der Zoo in diesem Jahr auch einige Alpakas, Lamas und Schafe abgeben. Gesucht werden hingegen ein Trampeltier-Hengst und ein Karakul-Weibchen. Wenn der Direktor Geld und Platz hätte - welche Tier-Art würde er da nach Hoyerswerda holen? Sofortige Antwort: "Ohren-Robben, also Seelöwen oder Seebären. Das sind mittelgroße Tiere; mit denen können wir hier gut umgehen.

Nordkurier 11.1.2002
Zwillingspärchen im Lelkendorfer Tierpark
http://www.nordkurier.de/lokal/malchin/tiere/tiere.html

An Silvester wurde ein Skudden-Schaf im Tierrassenpark in Lelkendorf geboren. Nachwuchs gab es auch bei den Pommernschafen. Insgesamt leben derzeit rund 150 Tiere im Tierpark. Während es in anderen Tierparks rückläufige Besucherzahlen gebe, habe man in Lelkendorf im letzten Jahr eine Steigerung verzeichnen können.

Eckernförder Zeitung 15.1.2002
Neujahrsüberraschung eingeschlossen
http://www.eckernfoerder-zeitung.de/2002/01/15/woh2002011501.asp

Nachwuchs zum neuen Jahr gab es bei den Kaiserschnurrbarttamarinen und den Alpakas im Tierpark Gettorf. Laut Inventurbericht leben derzeit knapp 850 Tiere in Gettorf.

Lübecker Nachrichten 14.1.2002
Inventur im Wildpark: Antreten zum Zählappell in Eekholt
http://www.ln-online.de/Nachrichten/Lokales/segeberg__670679.htm

Inventurbericht aus dem Wildpark Eekholt. Insgesamt warten über 600 Tiere aus mehr als 100 Arten darauf, gezählt zu werden.

Lübecker Nachrichten 12.1.2002
Meereszentrum macht Inventur: Fehmarn vermisst Haie
http://www.ln-online.de/Nachrichten/Lokales/ostholstein__669421.htm

Inventur im Meereszentrum Fehmarn: In vollem Gange ist zurzeit die große Zählung und Messung der vielen Flossenträger in den 45 Einzelaquarien des (laut Guinness-Buch der Rekorde) größtem Hai-Aquarium Deutschlands. Erstes Fazit: Die Haie stehen durchweg zu gut im Futter und ein wenig zu schnell gewachsen.

Potsdamer Neueste Nachrichten 16.1.2002
Zoo und Tiergarten beherbergen zusammen 2546 Arten  - Berlin hat weltweit die meisten Tiere
http://www.pnn.de/archiv/2002/01/15/ak-be-556244.html

Die Inventur im Berliner Zoo und Tierpark Friedrichsfelde ist beendet: In den Gehegen beider Einrichtungen tummelten sich gegen Ende vergangenen Jahres insgesamt 23 179 Tiere in 2546 Arten. Den Zoo und sein Aquarium besuchten im vergangenen Jahr mehr als 2,54 Millionen Menschen, den Tierpark über 1,06 Millionen.

Ostthüringer Zeitung 16.1.2002
Nachwuchs im Tiergarten lässt noch auf sich warten
http://www.otz.de/free/otz.lokales-artikel-000.html?region=Eisenberg&news_id=2129063

Im vergangenen Jahr kamen insgesamt rund 28 000 Besucher in den Tiergarten Eisenberg, das sind etwa 6 000 weniger als im Jahre 2000. Als Grund dafür wird das ungünstige Wetter angesehen. Zu den diesjährigen Investitionen im Tiergarten nennt Leiter Matthias Wiesenhütter neben der Fertigstellung des Bauernhofs auch den Ausbau des Pavian-Innengehege. Ganz in der Nachbarschaft sollen die Mungos ein neues Gehege bekommen.

Neue Deister-Zeitung 17.1.2002
Winter im Wisentland: Nur am Sonntag sind die Parkplätze voll
http://www.dewezet.de/Redaktion/NewsArticle.php3?zeitung=Neue_Deister-Zeitung&area=Lokales&ressort=Aktuelles&id=261268

Springe. Wenig begeistert äußert sich Joachim Hennig, der Leiter des Wisentgeheges: „Die Einnahmen waren etwas geringer als im Vorjahr“ „Eine Million Mark Miese haben wir in dem Jahr gemacht“. Die finanzielle Lage seines Betrieb zu verbessern hält er durchaus für möglich. Vermutlich wird dies vor allem über eine Erhöhung der Eintrittspreise geschehen. Joachim Hennig, der der Pensionierung entgegensieht, will auch im Ruhestand häufiger beim Wisentgehege vorbeischauen – egal, was der Eintritt kostet.

Sächsische Zeitung 16.1.2002
Schildkröten im "Winterlager"
http://www.sz-online.de/news/artikel.asp?id=110331&rubrik=n_riesa&etag=

Im Riesaer Heimattiergarten leben derzeit rund 150 Tiere. Zwei weitere Sehenswürdigkeiten sollen in diesem Jahr dazukommen. Ende Juni soll im Ostflügel des Klosters ein Aquarium mit einheimischen Fischen eingeweiht werden. Die Eröffnung des unterirdischen Nagetierhauses steht noch in den Sternen, da die restlichen Bauarbeiten frühestens im Frühjahr beginnen können.

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Zürich, 20 Minuten 12.1.2002
Wundergeburt - Vater gesucht
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/998150

Spiegel 12.1.2002
Nachwuchs ohne Vater
http://www.spiegel.de/wissenschaft/0,1518,176825,00.html

Auf wundersame Weise ist im Henry-Doorly-Zoo (Omaha, Nebraska) ein Hammerhai zur Welt gekommen. Neben dem Muttertier leben in dem Bassin ausschließlich weibliche Haie. Das dreieinhalbjährige Muttertier sei bereits als Baby in den Zoo gekommen, daher sei es unmöglich, dass es von einer früheren Befruchtung noch Samenzellen in sich getragen habe. Der neugeborene Schaufelkopf-Hammerhai starb fünf Stunden nach seiner Geburt. Tierärzte nahmen DNA-Proben aller in dem Becken lebenden Haie, um die Verwandtschaftsverhältnisse zu klären.

Berliner Morgenpost
Unbefleckte Empfängnis im Haifischbecken
http://archiv.berliner-morgenpost.de/bm/archiv2002/020113/aus_aller_welt/story489807.html class=linkgruen

«Wenn wir dieses Rätsel lösen, wird das eine der interessantesten wissenschaftlichen Arbeiten seit langem», sagte der Direktor des Henry-Doorly-Zoos, Lee Simmons.

Südwest Presse
Angst in New Yorks Straßen
http://www.suedwest-presse.de/dc/html/news/news-ulm_ul/20020116ul_swp_blik0014.htm

Tausende streunender Hunde machen Stadtviertel in New York unsicher. Im Staten Island Zoo hatte ein Hunderudel erst kürzlich zwei Kängurus, vier Rehe und mehrere Pfauen gerissen.

Shortnews
Kampfhunde lieferten ein Massaker im Zoo
http://www.suedwest-presse.de/dc/html/news/news-ulm_ul/20020116ul_swp_blik0014.htm

Florida: In dem Privatzoo 'Fantasy Farm' wurden etliche Tiere durch 2 Pitbulls attackiert. Der Zoobesitzer hat nun 19 Tierleichen zu beklagen, darunter Hunde, Ziegen und sogar einen Esel.

Berliner Zeitung 16.1.2002
Der Barockbau im Tierpark soll saniert werden, doch die Besitzverhältnisse sind bis heute ungeklärt
http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_zeitung/berlin/.html/108882.html

Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Friedrichsfelde steht seit mehr als einem Jahr leer, die letzte Schlossführung fand im Oktober 2000 statt. Bis zu 2,5 Millionen Euro wird es kosten, das Haus wieder zugänglich zu machen. Noch sind die Besitzverhältnisse ungeklärt.

Nordkurier 16.1.2002
Humboldt-Pinguin Fred ist tot
http://www.nordkurier.de/news/meck-pomm/pinguin/pinguin.html

Trotz liebevoller Pflege in der Badewanne ist der kleine Humboldt-Pinguin Fred des Vogelpark Marlow gestorben. Der drei Wochen alte "Stuben-Pinguin" war von einer Mitarbeiterin aufgezogen worden.

Thüringer Allgemeine 15.1.2002
Besuch im Aquarium: Lebendige Stöcke
http://www.thueringer-allgemeine.de/free/ta.artikel-ueberregional.inhalt-000.html?region=National&news_id=2126460

Portrait der Fühlerschlangen im Erfurter Aquarium.

Saarbrücker Zeitung 14.1.2002
http://www.sz-newsline.de/sls/G8O4Q48B_1.php3
http://www.sz-newsline.de/dil/GQ94QB6U_1.php3

Rückblick: Vor 20 Jahren gab es beim Tierpark Schwalbach-Griesborn trotz arktischer Temperaturen Grund zum Feiern über einen "Geburtstag im warmen Winterstall".

Freie Presse 14.1.2002
Klingenthal: Verein lockt Besucher in Tierpark
http://www.freiepresse.de/TEXTE/NACHRICHTEN/REGIONAL/VOGTLAND/OELSNITZ_KLINGENTHAL/TEXTE/182731.html

Mit einer neuen Veranstaltungsreihe will der Klingenthaler Tierparkverein auch im Winter viele Besucher anzulocken. Am Sonntag gings mit einer Lampionwanderung los. Für den jeweils zweiten Sonntag im Monat haben die Vereinsmitglieder ein buntes Programm zusammengestellt. Der Erlös aus der Veranstaltungsreihe wird zur Unterstützung für den Bau der neuen Leopardenanlage eingesetzt.

Eckernförder Zeitung 12.1.2002
Die rätselhafte Tierwelt Südamerikas
http://www.eckernfoerder-zeitung.de/2002/01/12/woh2002011203.asp

Der Tierpark Gettorf hatte für Familien und Tierfreunde ein schönes Sonntagserlebnis: eine (Ent-)führung in die südamerikanische Tierwelt.

Mitteldeutsche Zeitung 11.1.2002
Fördermittel für Bärengehege aus dem Kip-Programm bewilligt -Wohnung für Waljas Nachfolger in Sicht
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=mz_web/pages/regionales/news_ArtikelColl&RegionalRubrik=wsfzz&RegionalRubrikName=Weißenfels/Zeitz&MZWebArtikelID=1009454789841

Im Jahr 2003 können im Droyßiger Schlosspark wieder zwei Bären einziehen. Bis dahin ist für Wappentiere ein neues Gehege gebaut. Der Gemeinde sind aus dem Kulturinvestitionsprogramm (Kip) des Landes 2 553 700 Mark Fördermittel bewilligt worden. Bis zum Jahr 2004 kann damit das Konzept zur Schaffung eines kulturhistorischen Zentrums in Droyßig im Gesamtwert von 4,2 Millionen Mark verwirklicht werden. Dazu gehört die Umgestaltung des Schlossparkes. Und dabei ist der Bau des Bärengeheges Schwerpunkt. Zwei junge Bären, die sich nicht vermehren, sollen in Droyßig künftig eine neue Heimat finden- die bekomme man von Zoos geschenkt.

Nordkurier 11.1.2002
Tänzer freuen sich schon auf Tierparkball
http://www.nordkurier.de/lokal/ueckermnde/j_/j.html

Am 26. Januar um 19:30 Uhr wird der dritte Tierparkball im Torgelower Uecker-Saal eröffnet. Im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden des Fördervereins, Reinhard Thiessen, und Tierparkdirektor Helge Zabka wird unter anderem erfragt, welche Pläne der Ueckermünder Tierpark im 40. Jahr seines Bestehens hat. Noch seien einige der insgesamt 150 Karten zu haben.

Salzburger Nachrichten 16.1.2002
ZUFRIEDEN
http://www.salzburg.com/sn/02/01/16/chronik-20277.html

Jute statt Plastik: Nach diesem Motto scheint auch Jonny im Zoo von Münster zu handeln. Der Orang-Utan nützt einen Sack als Kopfbedeckung und ist mit dem Ergebnis offensichtlich ganz zufrieden.

Saarbrücker Zeitung 13.1.2002
Tatkräftige Unterstützung vom Bewunderer aus Japan
http://www.sz-newsline.de/mzg/GEV4P0UL_1.php3

Der japanische Student Shun Ooishi besucht Werner Freund in Merzig. Da ihn das Leben der Wölfe nach der Lektüre des Buches "Der Wolfsmensch" interessierte, reiste der Student per Zug aus Japan an.

Saarbrücker Zeitung 17.1.2002
Vier Wildschweine sind schon tot
http://www.sz-newsline.de/hom/GM74RE0N_1.php3

Homburg. Jetzt werden die Wildschweine im Gehege der Universitätskliniken erlegt. Bis März sollen die restlichen 20 Stück in der Kantine zubereitet werden. Hintergrund ist die definitive Schließung des Geheges

Westfälische Rundschau 11.1.2002
Kreativität ist gefragt beim tierischen Malwettbewerb
http://www.westfaelische-rundschau.de/free/wr.artikel-lokal-000.html?region=Dortmund&id=2120911

Dortmund. Zehn Tierporträts, aufgenommen von WR-Fotografen im Zoo. Ihnen bleibt es überlassen, diesen Köpfen passende - oder gerade unpassende! - Körper zu kreieren.

Westfälische Rundschau 14.1.2002
Giraffe sucht nach ihrem Malermeister
http://www.westfaelische-rundschau.de/free/wr.artikel-lokal-000.html?region=Dortmund&id=2125703

Die Angola-Giraffe ist Tier Nr. 9 des Malwettbewerbs von WR, DEW und dem Dortmunder Zoo.

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"Winter-Berichte"

Leipziger Volkszeitung 17.1.2002
Leipzigs Elefanten müssen auf Weihnachtsbaum-Spaß verzichten
http://www.lvz-online.de/lvz/zeitung/news/89483.html

Ganz ohne das typische Neujahrsschmeckerchen beginnt für Leipzigs Elefanten das Jahr 2002: Während sich die Artgenossen in Dresden und anderen Großstäd-ten genüsslich alte Weihnachtsbäume schmecken lassen, gehen die Dickhäuter in Leipzigs Zoo dieses Jahr leer aus. "Die Händler haben uns nichts geliefert", erklärt Hans-Joachim Kuschel, Inspektor des Zoos.

Saarbrücker Zeitung 17.1.2002
Alle gehen hier auf Zehenspitzen
http://www.sz-newsline.de/sls/G3L4RKST_1.php3

Saarwellingen. Mit dickem Winterfell gegen die Kälte geschützt durchmessen 56 Mufflons, Wildschweine, Hirsche und Bergziegen gemächlich ihre Gatter. Sieben Gatter von jeweils einem Hektar Fläche beherbergen heute fünf verschiedene Tierarten.

Leipziger Volkszeitung 13.1.2002
Im Winter fühlen sich viele Wildpark-Tiere erst richtig wohl / Futter-Rationen vergrößert / Einigen ist es aber zu glatt
http://www.lvz-online.de/lvz/zeitung/news/89203.html

Winterbericht aus dem Leipziger Wildpark. Etwa 200 Tiere zählt der Wildpark im Moment. Im Herbst wurde rund ein Fünftel der Wiederkäuer verkauft, da im Frühjahr der Nachwuchs kommt.

Tagblatt 12.1.2002
Gitzis im Mütterglück
http://www.tagblatt.ch/sgt/online/o_detail.cfm?pass_id=600683&bereich=o&suche=50

Im Kreuzlinger Tierpark haben die Pfauenziegen und Stiefelgeissen den ersten Nachwuchs des Jahres geworfen. «Sie sind vier Wochen früher dran als normalerweise.» Im letzten Wochenende im März will der Tierparkverein wieder einen Tag der offenen Tür veranstalten.

Leipziger Volkszeitung 11.1.2002
Besonderes Receycling im Eilenburger Tierpark: Ziecklein lassen sich Tannenbäume schmecken
http://www.lvz-online.de/lvz/zeitung/news/89116.html

Auch die Tiere im Eilenburger Tierpark durften sich über eine ganze Ladung ausgedienter Weihnachtsbäume freuen. Sowohl die rund acht Meter hohe Tanne vom Eilenburger Weihnachtsmarkt am Marktplatz als auch alle nicht verkauften Tannenbäume werden im Tierpark als sogenanntes Fraßholz bei den Ziegen oder als Bauholz genutzt.

Taunus Zeitung 11.1.2002
Weihnachtsbäume ein willkommenes Fressen
http://213.138.32.50/sixcms/detail.php?template=rmn_news_article&_id=213503

Weit über 100 Weihnachtsbäume sind in den vergangenen Tagen in den Opel-Zoo geliefert worden. Die Bäume wurden von Händlern kostenlos zur Verfügung gestellt.

Rheinische Post 11.1.2002
Bisschen klapprig aber heißgeliebt - Die Karusells auf dem Spielplatz im Tierpark:
http://www.rp-online.de/news/lokales/ratingen/2002-0111/n120000000_00802.html

Mönchengladbach. Zum Jahreswechsel wurden die Geldautomaten im Odenkirchener Tierpark eins zu eins umgestellt. Die Karusellfahrt kostet nun 50 Cent, und der Mini-Scooter schluckt jetzt statt einer Mark einen Euro.

Westfälische Rundschau 14.1.2002
Tiere und Menschen rücken zusammen
http://www.westfaelische-rundschau.de/free/wr.artikel-lokal-000.html?region=Warstein&id=2126185

Und auch im Warsteiner Wildpark hat der Winter Einzug gehalten.

Schweriner Volkszeitung 15.1.2002
Zootieren macht kalte Jahreszeit kaum zu schaffen / Nur Exoten bleiben in der Stube
http://www.svz.de/newsmv/MVVermischtes/15.01.02/im/im.html

Und noch ein Winterbericht aus den Zoos in Mecklenburg-Vorpommrn...

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Kabul Zoo

Kölner Stadt-Anzeiger 11.1.2002
Im Zoo von Kabul hofft man auf bessere Zeiten
http://www.ksta.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta%2Fpage&atype=ksArtikel&aid=1010520269802&openMenu=992283260424&calledPageId=992283260424&listid=994945489953

Nur 19 der ursprünglich 65 Tierarten im Zoo von Kabul sind jetzt noch vertreten; die anderen wurden entweder durch Raketenangriffe getötet oder sind verhungert. Unter der Herrschaft der Taliban, die so gut wie jedes Freizeitvergnügen verboten, konnte der Zoo mit dem Segen der Theologen der Universität Kabul seit Mitte der 90er Jahre einen bescheidenen Neuanfang wagen: die Experten befanden, der Prophet Mohammed habe selbst Tiere gehalten und überdies hätten Tiere einen erzieherischen Wert. Zoo-Direktor Sheragha Omar hat große Pläne, falls noch weitere Gelder fließen. Eine Tierklinik soll gebaut und das Gelände neu gestaltet werden. Vorrang habe jedoch die Installation einer Heizung für die wenigen verbliebenen Adler und Falken, die den Winter sonst kaum überstehen dürften.

Hamburger Abendblatt
Besuch für den Löwen von Kabul
http://www.abendblatt.de/bin/ha/set_frame/set_frame.cgi?seiten_url=/contents/ha/news/allgemeines/html/100102/2810OL15.HTM

Heute bekommt er Besuch von zwei Tierexperten aus England. John Walsh und Gerardo Huertef starteten gestern nach Afghanistan, um den hungernden 40 Tieren im Zoo Futter und Medikamente im Wert von 16 000 Euro zu bringen. Andrew Dickson, der Leiter des Welttierschutzbundes: "Vermutlich lassen wir schon nächste Woche Tierärzte einfliegen"

Hamburger Abendblatt 16.1.2002
Afghanistan braucht Hilfe
http://www.abendblatt.de/contents/ha/news/politik/html/160102/KK16214.HTM

Internationale Veterinäre besuchen derzeit den Zoo von Kabul und versorgen die dortigen Tiere mit Medikamenten und Nahrung.

Animal experts in mercy mission to Afghan zoo
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/14018/story.htm

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Natur- und Artenschutz


Ostsee Zeitung 17.1.2002
Rebhuhnauswilderungsprojekt wurde vorgestellt
Jäger streben Naturschutzpreis an
http://www.ostsee-zeitung.de/wo/start_112756_374654.html

Wolgast. Mit ihrem Rebhuhnauswilderungsprojekt wollen die Jäger sich um den Naturschutzpreis des Landesangler- und -jagdverbandes bewerben. Der Schwerpunkt des Auswilderungsprojektes liegt in einer langfristig angelegten Lebensraumverbesserung für Rebhühner. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Tierpark Wolgast umgesetzt. 2002 sollen die ersten Rebhühner ausgesetzt und die Fuchsbejagung intensiviert werden.

> Naturschutz = Künstliches Aufstocken jagdbarer Tiere? Lebensraumverbesserung = Abschuß natürlicher "Feinde"?

CAMERA TRAPS CAPTURE RARE CAMBODIAN WILDLIFE
January 10, 2002 (ENS)
Using automatic infrared cameras triggered by the passage of wildlife, Cambodian researchers aided by World Wildlife Fund and the Wildlife Conservation Society photographed rare species for the first time in Cambodia, the World Wildlife Fund said today.
http://ens-news.com/ens/jan2002/2002L-01-10-05.html

Year after slick, man still threatens Galapagos - ECUADOR
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/14068/newsDate/17-Jan-2002/story.htm

JAPAN SPENDING MILLIONS TO BUY SUPPORT FOR WHALING
January 16, 2002 (ENS)
The Japanese Government has spent over $US320 million since 1987 on buying a return to commercial whaling, said Greenpeace today after its expedition ship MV Arctic Sunrise docked in Melbourne.
http://ens-news.com/ens/jan2002/2002L-01-16-05.html

Mexican agents seize stuffed animals
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/14032/story.htm

Japan harvested 52 whales trapped in nets in 2001
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/14027/story.htm

Rampaging elephants kill 17 in central India
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/14016/story.htm

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Pressemitteilungen

Heidelberg 14.1.2002
2001 - Gute Zuchterfolge - weniger Besucher

Der Jahreswechsel ist gerade vorbei - auch im Tiergarten wird Bilanz gezogen. Die alljährliche Inventur bedeutet nicht nur Tiere und Besucher zählen, sondern auch eine Analyse der Ereignisse des letzten Jahres und Planungen für das kommende Jahr. "2001 war ein Jahr mit Höhen und Tiefen", so Zoodirektor Klaus Wünnemann. " Die Maul- und Klauenseuche - Angst im Frühjahr, zahlreiche Veränderungen im Tierbestand, Planung und Ausführung verschiedener Baumaßnahmen sowie neue Service-Angebote an die Besucher haben unsere Mitarbeiter im letzten Jahr ganz schön auf Trab gehalten."

Seltene Zuchterfolge bei Mähnenrobben, Goldkatzen, Turakos und Australischen Buschhühnern lassen das vergangene Jahr zoologisch gesehen erfolgreich zu Ende gehen. Vor allem die kleine Goldkatze "Tonkina" und das junge Buschhuhn sind international vielbeachtete Erfolge, war doch der letzte Zuchterfolge bei den Australischen Großfußhühnern in Europa vor mehr als zehn Jahren. Aber es gab auch schmerzliche Verluste wie den Tod der Elefantin "Rani" und die Abgabe der beiden Breitmaulnashörner an andere Zoos. An die Stelle der Nashörner sind Rote Riesenkänguruhs getreten, die den Tierbestand nun auch um eine Beuteltierart ergänzen. Ende des Jahres zog Orang-Dame "Dana" ins Menschenaffenhaus ein, wodurch der Grundstock für eine Zucht mit den roten Menschenaffen gelegt werden konnte. In diesem Jahr wird sich dann entscheiden, ob die ersten Liebesgeplänkel zwischen Nogger und Dana am Trenngitter dann auch tatsächlich zum gewünschten Ergebnis, einem Jungtier, führen. Auch bei den riesigen Poitou-Eseln hofft der Tiergarten wieder auf Fohlen, und vielleicht überraschen sogar die seltenen Schabrackentapire und Kleinen Pandas mit Nachwuchs. Die Gesamtanzahl der Individuen und Tierarten im Zoo Heidelberg hat sich 2001 im Vergleich zum Vorjahr nicht sehr stark verändert. Am 31.12.2001 lebten 1104 Tiere im Zoo Heidelberg. Von den 248 Arten machten die Vögel wie auch in den vergangenen Jahren mit 160 Arten den Hauptanteil aus.

Auch bei den dringend nötigen Baumaßnahmen war der Tiergarten im letzten Jahr fleißig. Unter der Erde verbuddelt liegen die Rohre für eine wassersparende Beckenwasserversorgung wie auch das energiesparende Nahwärmenetz des Zoos. Die ersten Eulen und Kolkraben konnten in neue, große Volieren umziehen und zum Jahresende wurde der Zooshop eingeweiht. Der Umbau des Alten Affenhauses sowie des undichten Bodensees zum Yellowstone-Waldsee werden in den ersten Monaten des neuen Jahres fertig gestellt sein. "Da wird nochmal eine Menge Arbeit auf uns zukommen, aber wenn man dann am Ende das Ergebnis sieht, dann wird man für all den Streß während der Bauphase entschädigt," so Klaus Wünnemann.

Während die Besucherzahlen aufgrund des schlechten Wetters 2001 etwa 12% unter denen des Vorjahres lagen, stieg die Nachfrage nach Führungen und Kindergeburtstagen, die von den Info-Rangern gestaltet werden und die Zooschule ihre pädagogischen Angebote an über 3000 Kinder vermitteln. Für den Artenschutz war das letzte Jahr ein sehr wichtiges, noch nie hat sich der Tiergarten in diesem Bereich so engagiert wie im Jahre 2001. Bei der europaweit durchgeführten Unterschriftenaktion gegen die Wilderei in Afrika erzielte der Tiergarten Heidelberg mit über 20.000 Unterschriften ein herausragendes Ergebnis. Auch das Artenschutzprojekt für bedrohte Affen in Westafrika konnte 2001 unter der Leitung des Heidelberger Tiergartens erste konkrete Schritte realisieren.

In diesem Sinne krempelt das Zooteam im Tiergarten schon jetzt die Ärmel hoch und blickt voller Elan in das Jahr 2002, auf daß es ein erfolgreiches Zoojahr wird!

Zoo Leipzig 14.1.02
Planung der neuen Tigeranlage und Spende für Tigerzuchtbuch
Im Frühjahr diesen Jahres beginnt der Bau der neuen Tigeranlage, die im Bereich der derzeitigen Gehege für nordische Huftiere gegenüber dem Teichcafé entstehen wird. Vier Architekturbüros waren Ende vergangenen Jahres zu einem Planungswettbewerb gebeten worden und präsentierten am Freitag, dem 11.01.2002 ihre Ideen.

Die Fachjury, in der neben dem Zoodirektor Dr. Jörg Junhold auch der Zoologische Leiter aus Leipzig, Herr Peter Müller, der Zoologische Leiter des Hannoverschen Zoos, Dr. Heiner Engel, der Amtsleiter des Hochbauamtes, Herr L. Schön und die Amtsleiterin des Grünflächenamtes, Frau I. Kunath vertreten waren, wählten einen Entwurf aus, der alle Anforderungen des Zoos erfüllt. Die Architektenentwürfe werden ab Donnerstag für 4 Wochen öffentlich im Elefantenhaus ausgestellt.

Aus Anlass der Präsentation der Neubauplanungen übergibt der Pressesprecher der Firma Exxon / Esso, Herr Karl-Heinz Schult-Bornemann, wie seit vielen Jahren eine Spende zum Druck des diesjährigen Internationalen Tigerzuchtbuches sowie zusätzlich in diesem Jahr auch eine Spende zum Bau der neuen Tigeranlage.

Hiermit laden wir alle Medienvertreter zur Pressekonferenz am Donnerstag, dem 17.01.2002 um 13.00 Uhr in das Dickhäuterhaus (Elefantenhaus) des Zoos ein.

Zoo Leipzig 15.1.02
Plötzlicher Kindstod im Pongoland - Jüngstes Schimpansenbaby starb unerwartet

Heute morgen bemerkten die Tierpfleger der Menschenaffenanlage Pongoland, dass das erst am 24.12.2001 geborene Schimpansenbaby der Mutter "Ulla" plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Derzeit trägt das Muttertier ihr Kind noch mit sich im Fell herum, dies ist ein auch in freier Natur zu beobachtendes, natürliches Verhalten. Um die Mutter nicht unnötig zu belasten, ist sie in den hinteren Rückzugsräumen separiert. Erst wenn sie ihr totes Kind freiwillig abgelegt hat, können die Pfleger es aus der Anlage nehmen und es kann pathologisch untersucht werden.

Im Augenblick kann über die Todesursache keine Aussage gemacht werden, die notwendige Untersuchung wird erst Ende kommender Woche ein Ergebnis liefern können.

Görlitz 14.01.2002
„Klapperstorch mein Guter“ im Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V.
Jahresausblick 2002

Das Jahr 2002 soll ganz im Zeichen des Görlitzer Tierpark-Wappenvogels stehen. Wenn die Finanzen und der Baufortschritt den Plänen entsprechend fließen, dann wird nämlich zu Pfingsten dem Weißstorch eine ganz spezielle Ausstellung gewidmet, die in Verbindung mit einem Storchenrestaurant möglichst viele Besucher begeistern soll. Zu den speziellen Inhalten und Formen des Ganzen wird Mitte Februar eine gesonderte Presseinformation erfolgen. Nur soviel vorab: Bei der Ausstellung „Klapperstorch mein Guter handelt es sich um eine einmalige Präsentation tausender kulturhistorischer Zeugnisse der Mensch-Storch-Beziehung.
„Tausenderlei“ andere Neuigkeiten wird es selbstverständlich auch wieder geben. Das bringen allein die vielen Unwägbarkeiten mit sich, die man mit Tieren tagtäglich erlebt. Natürlich hoffen die Tierparkmitarbeiter in erster Linie auf positive Überraschungen wie die Geburt von Roten Pandas. Der Pandamann „Ma Rek“ ist trotz des hohen Schnees zur Zeit sehr aktiv um seine Partnerin bemüht! Überall im Gehege setzt er Markierungen und rennt sprichwörtlich wie die Katze um den heißen Brei (siehe beigefügtes Foto!).
Nicht ganz dem Zufall oder der Liebe allein überläßt man andere Dinge wie den Bau neuer Tiergehege oder die Organisation von Veranstaltungen. In diesem Bereich beginnen 2002 die Planungen, ggf. auch die ersten Arbeiten für ein völlig neuartiges Projekt, nämlich die Gestaltung eines tibetischen Dorfes, in dem der Besucher nicht nur asiatische Haustiere wie Yaks oder Trampeltiere, sondern auch den Lebensstil der Leute hautnah erleben kann. Ebenfalls in der Planungsphase befindet sich die Umgestaltung des Kinderspielplatzes. Jetzt liegt es wie bei dem vorgenannten Projekt „nur noch am nötigen Geld, das beschafft werden muß.
Und last but not least wird der Tierpark im laufenden Jahr mit interessanten und amüsanten Veranstaltungen aufwarten, begonnen bei dem österlichen Professoren-Mistkarrenrennen unter dem Motto „Das geht auf keine Kuhhaut über den herbstlich-tierischen Schönheitswettbewerb „Miss Gans 2002“ bis hin zum weihnachtlichen Krippenspiel.

Görlitz, 10. Januar 2002
Görlitzer Tierparkjahr 2001 - eine Hiobsbotschaft jagte die andere
Jahresrückblick 2001

... Kindesraub bei den Rhesusaffen, Tod von neun Störchen durch Marder und Unfälle, Zwergesel nicht lebensfähig geboren, Fischotternachwuchs blieb aus, Stoffwechselstörung und Hufprobleme bei Kuh “Sabine”, Fuchs und Habicht holen Enten vom Teich, Gänsegeier “Agathe” erblindet, Elchkuh erwachte nicht aus Narkose, Maul und Klauenseuche, mieses Tierparkwetter, Besucherschwund von 25%, Mindereinnahmen von 24.000,00 DM ...

Zwar konnten zum Ende des Jahres 2001 durch sparsames Wirtschaften diese Einbußen ausgeglichen werden, aber der Schock über den (übrigens auch in vielen anderen Zoos und Freizeiteinrichtungen aufgetretenen) Besucherrückgang saß tief. Ursache dafür waren nicht allein das schlechte Wetter, sondern auch die Unsicherheiten der Besucher wegen der Tierseuchen und im Falle des Görlitzer Tierparks der Umbau des Eingangsbereiches (Neueröffnung zu Pfingsten) sowie 6-monatige Bauarbeiten auf dem Fußweg direkt vor dem Eingang zum Tierpark.

Es bedarf schon einiger Kraft, um die genannten Rückschläge zu überwinden. Diese Kraft schöpften die Tierparkmitarbeiter aus dem Wohlwollen des Kulturraumes, der Görlitzer Stadtväter und Bürger, des Arbeitsamtes, des Freundeskreises sowie der Tierparkgäste, die dem Verein mit Fördermitteln, dem Einzahlen von Spenden, der Übernahme von Tierpatenschaften oder praktischer und ideeler Hilfe zur Seite standen. Nur so konnten die geplanten Neuerungen wie das Damhirsch-, Wasserschildkröten- und Streichelgehege, das Unkenterrarium, die Besucherkasse und die Storchenvilla fertiggestellt bzw. begonnen werden.

Außerdem waren natürlich die Tiere selbst Kraftquell für das kleine Tierparkteam, denn allein die Zuneigung der Zöglinge zu den Pflegern oder die Jungtiere, die wohlbehütet in den Gehegen aufwuchsen, boten Balsam für die Seele. So entwickelten sich die beiden erstmals in Görlitz geborenen Katzenbären ganz prima. Der Sohn ist inzwischen fast so zutraulich wie sein Vater, den die Tierpfleger mitunter sogar berühren dürfen. Das ist bei den an sich sehr kratzbürstigen Roten Pandas schon etwas Besonderes.

Eine besondere Reise unternahmen hingegen Tierpfleger Jörg Späthe und zwei junge Görlitzer Steinböcke. Letztere tummeln sich inzwischen im Rahmen eines Auswilderungsprojektes in den österreichischen Alpen, erstgenannter betreute für sechs Monate im fernen Vietnam vom Aussterben bedrohte Affenarten. Das ist ebenso Teil der Naturschutzarbeit des Tierparkes wie die Teilnahme am sogenannten Offenlandprojekt, bei dem die für eine Biotoppflege eingesetzten Elche vom Tierpark betreut werden. Eine ganz andere, aber ebenso engagierte Betreuung erhielten die verletzt eingelieferten Wildtiere. Viele von ihnen wurden nach der Heilung wieder ausgewildert, andere, wie zwei nicht mehr flugfähige Seeadler zu Zuchtzwecken an Institute bzw. Tiergärten abgegeben. Nicht unerwähnt bleiben darf die engagierte Arbeit der Jugendlichen des Mitwelt-Hilfeteams, die zum Beispiel im Fledermausschutz aktiv waren

Schließlich sorgten solche publikumswirksamen Veranstaltungen wie das österliche Mistkarrenrennen der Görlitzer Journalisten oder die Wahl des schönsten sächsischen Ziegenbockes im Oktober für das nötige “Salz in der Tierpark-Suppe”.

Alles in allem also doch nicht nur “bad zoo news” im zurückliegenden Jahr, sondern eine ganze Reihe “good news”, die übrigens in bewährt aktueller und ansprechender Form von Presse, Funk und Fernsehen in die Öffentlichkeit gebracht wurden.
(An dieser Stelle Dank allen Medienpartner!!!)
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte unter der Tel. Nr.: 03581 - 40 74 00 an Dr. Axel Gebauer

Duisburg, 11.01.02
Mit Haien und Piranhas dinieren
Candle-Light-Dinner im Aquarium

Der großen Nachfrage wegen werden im Zoo Duisburg weitere der erfolgreichen Candle-Light-Dinner im Aquarium des Zoos stattfinden. Ausrichter des beliebten Events sind die HERO-Gastronomiebetriebe. Nicht nur aus-gewiesene Aquarianer sind eingeladen, sondern in erster Linie gestandene Feinschmecker, de-ren sinnliche Genüsse nicht vor den Scheiben der Unterwasserwelt haltmachen, sondern sich in erster Linie von panierten Flossenträgern in Bratenfonds und Brutzelpfanne verzaubern lassen möchten.
Allerlei Köstliches aus schuppen- und panzerbewehrtem Meeresgetier wird auch den verwöhnte-sten Gaumen zufriedenstellen.Kerzenschein und dezente Live-Musik runden das Erlebnis ab, das an folgenden Tagen im "Haus der Tausend Fische" / Aquarium veranstaltet wird:
Freitag, dem 25. Januar 2002
Freitag, dem 22. Februar 2002,
Freitag, dem 22. März 2002 und
Freitag, dem 26. April 2002
jeweils in der Zeit von 20.00 Uhr bis 23.00 Uhr.
Zugang über den Haupteingang an der Mülheimer Straße.
Der Eintritt pro Person inkl. eines vielgängigen Candle-Light-Dinners (nicht nur mit Fisch!) und erlesener Getränke beträgt 80 ? pro Person. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Voranmeldungen unter 0203/305890.

Duisburg 16.01.02
Das große Zählen ist zu Ende - Inventur im Zoo
Wie alle Jahre wieder, so sind auch diesmal zwischen den Weihnachts-Festtagen vom Wissenschaftlichen Mitarbeiter und Inventur-Leiter des Zoos, Dipl.-Biol. Achim WINKLER, die dicken Bestandsbücher an die Revier-Tierpfleger ausgegeben worden. In ihnen ist peinlich genau festzuhalten, was es an lebendem (und totem!) "Inventar" so alles zu verzeichnen gibt.
Das große Zählen, Messen, Wiegen (und Augenzwinkern...) ist nunmehr abgeschlossen und dies bedeutet: der derzeitige Tierbestand des Zoos setzt sich zusammen aus 1.549 Tier-Individuen in 299 Arten.
Selbstverständlich steht hinter jeder einzelnen Zahl ein eigenständiges Tier-Individuum mit seinen besonderen Kennzeichen wie z.B. Angabe des Geschlechtes, Geburtsdatums, seiner Ohr-Kennmarken, Brandzeichen oder computer-lesbaren Mikro-Chips unter der Hautoberfläche. Solche Daten haben nicht nur wissenschaftlichen Wert, sie dienen auch der Zoo-Verwaltung als Bilanzunterlagen und den Versicherungsunternehmen als Grundlage für sogenannte Beitragsbemessungs-Vorgaben...
Obwohl das vergangene Jahr 2001 Duisburgs "Aushängeschild Nummer 1" / Zoo so manch harte Nuß zu knacken aufgab - wie zum Beispiel das völlig verregnete Frühjahr und die unerfreulichen Vorkommnisse rund um die Maul- und Klauenseuche, so darf dennoch mit Freude (und ein wenig Stolz!) festgehalten werden, daß immerhin 907.000 Besucher den Weg in die Tierpark-Anlagen am Kaiserberg fanden; noch erfreulicheres zeigt die Statistik des Delphinariums, die immerhin 537.000 Besucher ausweist, was einen Zuwachs von 23 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Bedeutende zoologische Höhepunkte konnten im Jahr 2001 umgesetzt werden; zu den wichtigsten dürften die Eröffnung des Hauses für die Zwergflußpferde und die beiden Neuanlagen für Kattas (oder Ringelschwanzlemuren) und die nordischen Vielfraße sein.

Stuttgart 16.1.
Rabenmütter ...

... gibt's überall, so auch im Giraffenhaus der Wilhelma: Dass das Leben einer jungen Giraffe mit einem Sturz aus 2 m Höhe beginnt, ist bei diesen Langbeinen zwar normal, aber eigentlich schon hart genug. Wird das Junge dann von seiner Mutter sofort liebevoll umsorgt, ist der herbe Start schnell vergessen. Wenn sich die Mutter aber nicht über ihr Junges freut, sondern garstig nach ihm tritt und ihm den Zugang zur Milchquelle verwehrt, dann kann das einem Giraffenkind schon den Tag versauen!

Die Netzgiraffe "Daraja" ist leider so eine Rabenmutter. Am 29. 12. 2001 frühmorgens um 3.30 Uhr kam ihr Sohn zur Welt. Zum Glück waren die Pfleger rechtzeitig zur Stelle, um Mutter und Kind zu trennen, bevor der kleine "Katanga" ernsthaft verletzt wurde. Jetzt ziehen sie den kleinen Giraffenbullen mit der Flasche auf. "Katanga" ... noch ist der Name größer als der kleine Girafferich, aber bei 10 Litern Milch täglich wird sich das bald ändern. Alle drei Stunden gibt's den nahrhaften Schnuller, für die Wilhelma-Besucher im Giraffenhaus am besten zu beobachten bei den Fütterungen um 12.00 Uhr und um 15.00 Uhr.

Erfurt 11.1.02
Hilfe für bedrohte Kolosse
Bei Nashorntaufe im Zoopark Lebensraumschutz unterstrichen

Das am Nikolaustag im Thüringer Zoopark Erfurt geborene männliche Breitmaulnashorn wurde am 10. Januar im Besein des Tierpaten, des Thüringer Handballclubs THC, Erfurt-Bad Lanzensalza, von NABU-Präsident Jochen Flasbarth auf den Namen ‚Limpopo’ getauft. Kurz nach der Geburt des Nashornbabys hatte ein Thüringer Rundfunksender zur Namensfindung aufgerufen. Von einer Jury wurde unter 145 Vorschlägen der von Peter Munk aus Bad Liebenstein und Amelie Lehmann aus Niederfrohna vorgeschlagene Name ausgewählt. Er bezieht sich auf den Limpopo-Fluss an der Grenze zwischen Botswana und Südafrika. Nashornbub ‚Limpopo’ ist nicht nur der bisher bedeutendste Nachwuchs in der 42-jährigen Geschichte des Zooparkes, sondern auch das einzige 2001 in Deutschland geborene Breitmaulnashorn überhaupt. Weltweit kamen letztes Jahr nur 10 der nach den Elefanten zweitgrößten Landsäugetiere zur Welt.
Die größte nichtstaatliche Naturschutzorganisation Deutschlands, der Naturschutzbund NABU, und der Thüringer Zoopark nahmen die Taufe zum Anlass, um die Öffentlichkeit auf die extreme Bedrohung aller fünf Nashornarten auf der Erde durch Hornwilderei aufmerksam zu machen. Gleichzeitig möchten NABU und Zoopark ein Wiederansiedlungsprojekt für afrikanische Nashörner in Namibia unterstützen. Ein Jahr lang wird der Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. nun mit seinem im Elefantenhaus aufgestellten Spendentrichter dafür Geld sammeln. Mit der Unterstützung des „Etosha Rand Conservation Area–Nashorn-Umsiedlungs-und Forschungsprojektes“ wird eine im September 2000 zwischen NABU und dem Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) getroffene gemeinsame Erklärung mit Leben erfüllt. Darin befürworten beide Organisationen ausdrücklich eine Zusammenarbeit bei der Bewahrung bestandsbedrohter Arten in ihren angestammten Lebensräumen aber auch bei Arterhaltungsprogrammen in Menschenhand. Gerade Nashörner stellen für den internationalen Arten- und Biotopschutz wichtige Flaggschiffarten dar.
Das Nashorn-Umsiedlungsprojekt in Namibia beinhaltet die Bereitstellung von 135 km² privatem Farmland zur erneuten Ansiedlung von afrikanischem Großwild am Südrand des berühmten Etosha-Nationalparkes. Zuvor hatte die namibische Regierung den gesamten südlichen Randbereich des Etosha-Nationalparkes zur Entwicklungszone für Tourismus und Naturschutz erklärt, weil Ackerbau und Viehzucht in dieser Halbwüste nicht wirtschaftlich sind. In das als Etosha Rand Conservation Area (ERCA) bezeichnete, inzwischen nashornsicher umzäumte Schutzgebiet sollen im Frühling 2003 5 bis 10 Spitzmaulnashörner aus dem benachbarten Nationalpark umgesiedelt werden. Bereits seit 1996 forcieren die privaten Landeigentümer des Gebietes auch die Wiedereinbürgerung von Breitmaul-nashörnern. Ihr Bestand ist bereits von 13 auf 25 Individuen angewachsen.
In Deutschland wird das Projekt ehrenamtlich von den Tierärzten und Nashornexperten Dr. Michael Böer aus dem Serengeti Safaripark Hodenhagen und von Dr. Reinhard Göldenboth aus Falkensee sowie von Prof. Dr. Keith Hodges von der Universität Göttingen betreut. Vor Ort ist u. a. die langjährige Leiterin des Nashornprojektes im Damaraland Blythe Loutit tätig. Sachkundiges Rhino Custodianship ist Voraussetzung für die Akzeptanz des Vorhabens durch das namibische Umweltministerium. Finanzielle Mittel werden vor allem für die Bezahlung von Buschmännern als Fährtenleser, den Bau einer Boma, das Anlegen von Wasserlöchern, die Errichtung eines Forschungscamps und die Anschaffung eines Geländewagens benötigt.
Spenden können auch auf das NABU-Spendenkonto, Stichwort „Nashornschutz“, Konto-Nr. 100 100, bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 3702 0500 eingezahlt werden.

Naturschutzbund NABU, 10. Januar 2002
NABU-Präsident Flasbarth tauft Erfurter Nashornbaby auf den Namen "Limpopo"
Zoopark Erfurt und NABU wollen bedrohten Kolossen helfen

Erfurt/Bonn. Ein im Thüringer Zoopark Erfurt am Nikolaustag 2001 geborenes männliches Breitmaulnashorn wurde heute in Anwesenheit des "Tierpaten", des Thüringer Handballclubs THC Erfurt-Bad Langensalza, von NABU-Präsident Jochen Flasbarth auf den Namen "Limpopo" getauft. Der Name bezieht sich auf den Limpopo-Fluss an der Grenze zwischen Botswana und Südafrika. Nachdem ein Thüringer Radiosender kurz nach der Geburt des Tieres zur Namensfindung aufgerufen hatte, wählte eine Jury unter 145 Einsendungen den von Peter Munk und Amelie Lehmann vorgeschlagenen Namen aus.
"Limpopo ist nicht nur der bedeutendste Nachwuchs in der 42-jährigen Geschichte des Zooparks, sondern das einzige 2001 in Deutschland geborene Breitmaulnashorn überhaupt", freute sich Zooparkdirektor Dr. Norbert Neuschulz. Weltweit seien im letzten Jahr nur 10 der zweitgrößten Landsäugetiere geboren worden. Neuschulz und Flasbarth erinnerten an die extreme Bedrohung aller fünf Nashornarten durch Hornwilderei. Auch deshalb würden Zoopark und NABU künftig ein Wiederansiedelungsprojekt für Nashörner in Namibia unterstützen. "Trotz vielfältiger sozialer Probleme schützen Arealstaaten wie Namibia unser gemeinsames Naturerbe -- dafür brauchen sie unsere Hilfe", sagte NABU-Präsident Flasbarth.
Für die Dauer eines Jahres wird der Verein der Zooparkfreunde in Erfurt mit seinem im Zoopark aufgestellten Spendentrichter Geld für das Hilfsprojekt sammeln. Mit der Unterstützung des "Etosha Rand Conservation Area Nashorn Umsiedelungs- und Forschungsprojektes" (ENUF) wird die im August 2000 zwischen NABU und dem Verband deutscher Zoodirektoren beschlossene Zusammenarbeit bei der Bewahrung bedrohter Arten mit Leben erfüllt.
Am Südrand des Etosha-Nationalparks sollen auf einer Fläche von 135 km² privaten Farmlandes sowohl Breit- als auch Spitzmaulnashörner wieder angesiedelt werden.

Naturschutzbund NABU, 14. Januar 2002
NABU fordert WestLB zum Rückzug vom umstrittenen Ölpipeline-Projekt auf
Kein Geld für die Zerstörung wertvollster Biotope

Bonn. Der Naturschutzbund NABU hat die Westdeutsche Landesbank (WestLB) unter den derzeitigen Voraussetzungen zum Rückzug aus dem umstrittenen Ölpipeline-Projekt in Ecuador aufgefordert. "Solange noch nicht einmal minimale Umweltstandards eingehalten werden, bleibt jeder Cent für die geplante Öl-Trasse ein umwelt- und entwicklungspolitischer Skandal", sagte NABU-Naturschutzexperte Christoph Heinrich. Die WestLB, zu 43 Prozent im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen, ist der Hauptinvestor für die 900 Millionen Dollar teure und 500 km lange Ölpipeline quer durch mehrere einzigartige Naturschutzgebiete des ecuadorianischen Regenwaldes.
Nach Auffassung des NABU hätten sich die bisherigen Beschwichtigungen des Pipeline-Konsortiums als reine Makulatur erwiesen. "Es ist doch grotesk, wenn sich selbst die Weltbank von einem Vorhaben distanziert, für das die Investoren mit der Einhaltung von Weltbank-Umweltstandards werben", so Heinrich weiter. Die geplante Trasse von der ecuadorianischen Westküste bis hinein in das Amazonasbecken führe zu einem gewaltigen Kahlschlag großer Teile des Regenwaldes, bedrohte Tiere wie der Jaguar oder das Schwarz brust-Schneehöschen, eine Kolibriart, würden weiteren Lebensraum verlieren. Der NABU forderte die WestLB auf, ihren ganzen Einfluss geltend zu machen, damit der Planungsprozess noch einmal völlig neu aufgerollt wird. "Es ist kaum vorstellbar, dass die WestLB und das Land Nordrhein-Westfalen in ein solches umwelt- und entwicklungspolitisches Fettnäpfchen treten wollen", so Heinrich abschließend.
Für Rückfragen: Christoph Heinrich, NABU-Naturschutzexperte, Tel. : 0228-4036-163, mobil 0172-5966098.

"Monitor" berichtet heute (voraussichtlich) über WestLB und Pipeline (ARD, 17. Januar 20.15 Uhr )

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2nd International Symposium on Canids - Behavior and Conservation
17. bis 20. Oktober 2002, Bergisch Gladbach (bei Köln)

Das Image des Wolfes verändert sich zusehens. Aufgrund intensiver Öffentlichkeitsarbeit auch in Zoos, Tier- und Wildparks hat sich das Selbstverständnis für den Wolf deutlich gewandelt und läßt hoffen, daß zukünftig ein Nebeneinander auch in unseren Breiten möglich wird.

Nach dem ersten sehr erfolgreichen Symposium im Oktober 1999 mit mehr als 200 Teilnehmern in Anwesenheit international renommierter Referenten verpflichten die Nachfragen mit bereits mehr als 100 Anmeldungen zu einem hohen Anspruch an die nun folgende Ausrichtung des zweiten Symposiums.

Freilandforschung (In-Situ) über Wolf, Dingo, Afrikanischern Wildhund und Goldschakal finden ebenso Beachtung wie Haltungsuntersuchungen bei Wolf und Hund aus ethologischer und genetischer Sicht. Beiträge aus Australien, Deutschland, Groß Britannien, Kanada, Österreich, Portugal, Rumänien, USA und Zimbabwe belegen das internationale Interesse an der gemeinsamen Thematik.

Die Themen werden populärwissenschaftlich referiert, um ein breitgefächertes Publikum zu erreichen. Zwei Referate (Greg Rasmussen, Zimbabwe und Hans Jerrentrup, Griechenland) beziehen sich unmittelbar auf die sehr populären Fernsehdokumentationen: "Jäger im Zwielicht: Afrikanische Wildhunde" und "Tiere vor der Kamera: Bei den Schakalen in Griechenland"). Die Ergebnisse der Freilandforschung werden zukünftig für Tiergehege von immer größerem Interesse. Sie fördern nicht nur das Allgemeinwissen um die Gehegepfleglinge, sondern zeigen Möglichkeiten auf, Projekte im aktiven Artenschutz gemäß der EU-Richtlinie (Zoorichtlinie) zu unterstützen.

Tagungsort als modernes Kongreßzentrum ist das am Rande des Bergischen Landes gelegene Kardinal-Schulte-Haus mit idealen Verkehrsanbindungen (Autobahn A 4; Schnellbahnanschluß nach Köln HBF; Nähe zum Flughafen Köln/Bonn).

Einen detaillierten Ablaufplan sowie ein Anmeldeformular zum Download finden Sie auf der Seite
www.hundeschule-ab.de/hundefarm/wolfsymp.html

Gabriele Huber, Am Graben 3 , 50259 Pulheim , Fax & Fon: 0049 (0) 2234/ 8 96 97 , eMail: Canids2002@aol.com

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Karl Ammann hält am Donnerstag, dem 24.1.2002, in der Zooschule Köln, 20.00 Uhr, einen Vortrag:
Gorillas im Kochtopf; Tierschutzpolitik und die Bushmeatproblematik.

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Ausstellungen

KARLSRUHE Museum am Friedrichsplatz - Staatliches Museum für Naturkunde:
NATUR IN DER STADT
Noch bis 30.6.2002

NEUWIED, Kreismuseum
BILDER AUS BRASILIEN IM 19. JAHRHUNDERT
Im Blick von Alexander von Humboldt
13.1. bis 24.2.2002
http://www.neuwied.de/GKSNeuwied/htdocs/frames/f2144.htm

Naturmuseum Olten:
LEBEN IM BEDROHTEN PARADIES -Die Tagebücher des Bruno Manser
12.1. bis 14.4.2002
Sechs Jahre lebte der Basler Bruno Manser bei den Penan, einem Volk von Jägern und Sammlern im tropischen Regenwald von Sarawak/Borneo.
http://www.naturmuseum-olten.ch

STUTTGART Staatliches Museum für Naturkunde
RETTET DIE RIFFE!
6.12.2001 bis 7.4.2002
http://www.naturkundemuseum-bw.de

MÜNCHEN Botanischer Garten Nymphenburg:
EXOTISCHE SCHMETTERLINGE
15.12.2001 bis 1.4.2002
http://www.botanik.biologie.uni-muenchen.de/botgart/d/default.html

NÜRNBERG Naturhistorisches Museum Norishalle:
HALB SO WILD!? Tier- und Pflanzenarten erobern Deutschland
bis 1.4.2002
http://www.nhg-nuernberg.de/

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TV-Tipps Zoo + Naturschutz

wochentäglich 10.50 - 11.35 ZDF: Unsere Hagenbecks (Fiktive Familienserie, Erstsendung 1.1991)

Regelmäßig ca. 15:55 ORB: Tiere, die es einmal gab - Portraits ausgerotteter Tierarten

Immer Sa, 18:10, TV NRW: Ein Platz für Tiere (aus den 60er-80er Jahren mit Prof. B. Grzimek; teilweise mit Zoo-Portraits)

Zoo-Tierärztin wird TV-Serienstar im WDR
http://www.westfaelische-rundschau.de/free/wr.artikel-lokal-000.html?region=Dortmund&id=2114187

Dr. Christine Osmann vom  Dortmunder Zoo wird TV-Serienstar. Der WDR setzte auf die Veterinärin für die fünfteilige Doku-Soap "Ein Doc für alle Felle". Sendestart: 17. Februar 2002.

"Monitor" berichtet heute (voraussichtlich) über WestLB und Pipeline (ARD, 17. Januar 20.15 Uhr )

Fr., 18.01.2002, 11:00-11:30 WDR, WDR Tierleben, Ein Wald voller Flughunde

Fr., 18.01.2002, 20:15-21:00 N3, Neue Zoogeschichten, Amüsantes aus Stall und Gehegen NEU - Hodenhagen, Hankensbüttel, Walsrode

Sa., 19.01.2002, 06:00-06:45 N3, Neue Zoogeschichten, Amüsantes aus Stall und Gehegen

Sa., 19.01.2002, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Neptuns zerstörte Gärten - Korallensterben, Neue Hoffnung für die Malediven?

Sa., 19.01.2002, 17:35-18:10 VOX, TIERZEIT, Thema: Madagaskar - Volkszählung im Trockenwald NEU

Sa, 19. Januar, 17.45 Kabel 1, "Abenteuer Leben": "afrika in der steiermark", umzug von löwe "ramses" von schönbrunn nach herberstein

Sa., 19.01.2002, 21:40-22:10 ORB, Der afrikanische Wolf

So., 20.01.2002, 12:50-13:50 VOX, Delfine - Die Armee entlässt ihre Spione, USA 1996

Mo., 21.01.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Sissi - Prinzessin von Gibraltar (Schwarzstörche)

Mo., 21.01.2002, 19:00-19:30 BR, Welt der Tiere, Nasenaffen - Die sanften Diktatoren NEU

Di., 22.01.2002, 14:15-15:00 ZDF, Discovery - Die Welt entdecken, Bhutan - Im Reich des Irbis NEU

Di., 22.01.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis , Die Wölfe des Rio Manu - Riesenotter, Film von Felix Heidinger

Do., 24.01.2002, 20:15-22:15 Pro7, Die Erben der Saurier - Im Reich der Urzeit, 1. Die neuen Giganten, GB2001; Doku über Ur-Säuger, NEU

Fr., 25.01.2002, 14:30-14:40 BR, Zoo & Co, Elche

Fr., 25.01.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis , Lonesome George - Der letzte seiner Art

Sa, 26. Januar, Kabel 1, "Abenteuer Leben": "pongoland" - zoo der zukunft in leipzig

** ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG:http://www.zoo-ag.de/tv-tipps.htm **

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