Zoo-AG Presseschau Nr. 48 vom 1. März 2001


Zoos in der deutschsprachigen Online-Presse

Willkommen zur 48. Ausgabe der Zoo-Presseschau derZoo-AG Bielefeld

zusammengestellt von Dirk Petzold und Martina Raffel, E-Mailmailto:redaktion@zoo-information.de

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Natur & Kosmos, März 2001: Die besten Tierparks - Freiheit im Zoo

...so titelt jenes Magazin, das letztes Jahr auch das einst von Heini Hediger und Bernhard Grzimek mitgegründete "Tier" schluckte. Autor Michael Miersch versucht in anerkennenswerter Weise mit grundsätzlich positivem Tenor, auf wenigen Seiten gleich das ganze Thema Zoo abzuhaken: Erlebniswelten und Tiertötungen, Arterhalt und Gehege-Design, Geschichte und Behavioral Enrichment.
Leider übersetzt er letzteres mit "Umgebung, die artgerechtes Verhalten ermöglicht - Wildnis im Taschenformat", hält Stilbauten für eine Erfindung der letzten Jahre und die freimütige Diskussion über Tötung überzähliger Tiere schließ er mit der Idee, das Fleisch im Zoo-Restaurant zu verkaufen.
Schwerer wiegt noch, daß die Interviews und viele gesammelte Daten schlicht veraltet sind - daß Bill Conway noch immer als Chef des Bronx Zoo genannt wird, mag noch gehen, bei Wim Mager und Apenheul ("Affenhügel"... - Zoo "ohne Gräben und Glascheiben") kann man wohl kaum darüber hinwegsehen.
Viel Gewicht legt Miersch auf Artenschutz im Zoo, kommt aber inhaltlich über die flüchtige Lektüre von Colin Tudge's "Letzte Zuflucht Zoo", Stand 1992, nicht hinaus, mißversteht den Anatz des Jersey Zoo und hat nicht ein einziges Artenschutz-Beispiel aus Deutschland parat, geschweige denn, daß er die dabei besonders engagierten deutschen Zoos nennt.
Die Bildauswahl ist noch peinlicher: von den sieben Fotos stammen nicht weniger als vier aus der Presse-CD-ROM des Zoo Hannover (Glückwunsch zur PR-Arbeit!), ebenso das mit "Apenheul" beschriftete vom Gorillaberg ("keinerlei Barrieren zwischen Tier und Mensch") im Inhaltsverzeichnis. Ein weiteres zeigt Besucher mit Wollaffen in Apeldoorn (das gibt es dort schon länger nicht mehr...). Wie einst beim SPIEGEL SPECIAL 1/97 hat auch hier offnsichtlich eine Bildredaktion nachträglich zugeschlagen.
Ganz verfehlt ist die beigefügte, höchst willkürliche Zoo-Liste mit Kurzportraits, die wohl unter STERN-Zugzwang entstand, aber sich in der Qualität der Recherche leider auch an dieser orientierte.

Der Autor erzählt alte Faken nach und sammelt Anekdoten. Ein Bild der deutschen Zoolandschaft entwirft er nicht. In dieser Zeitschrift hätte ich für eine Titelstory mehr erwartet. Dirk Petzold

PS Die offizielle Homepagehttp://www.natur.de/ wimmelte am 28.2.02 nur so von kaputten Bildern, uralten Meldungen und der Ankündigung der Februar-Ausgabe...

Die Wege der Medien sind ohnehin unergründbar. Wieviele Pinguine werden wohl in Europa aufgezogen? Aber heute schaffte es ein einzelnes Jungtier im Zoo von Colombo(!) bis in die deutschen Fernseh-Nachrichten...

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Esslinger Zeitung 28.2.2001
Wilhelma: Krisenplan für Epidemiefall
http://www.ez-online.de/lokal/aktuelles/stuttgart/index.cfm?documentid=145515067
Die Maul- und Klauenseuche galt in der Landeshauptstadt seit den 70-er Jahren als ausgerottet. Nun besteht die Gefahr, dass die Krankheit zurückkehrt.
Auch der Stuttgarter Zoo ist im Notfallkonzept berücksichtigt. "Wir haben mit der Veterinärbehörde einen Katastrophenplan erarbeitet", berichtet Tierarzt Wolfram Rietschel. Auch hier sind Vierbeiner akut gefährdet - nicht nur die Kühe, Schweine und Schafe des Schaubauernhofs, sondern auch exotische Paarhufer, insgesamt 187 Arten wie Giraffe, Okapi, Schneeziege, Wisent, Bison, Lama, Alpaka, Trampeltier, Zwergflusspferd und sogar Exoten, die gar keine Klauentiere sind: "Kängurus zum Beispiel oder Wasserschweine". Auch wenn es nach Angaben des Tierarztes in der Wilhelma seit mindestens 25 Jahren keinen Seuchenfall gegeben habe, so ließe sich eine Infektion nicht ausschließen. "Mir sind aus anderen Zoos Fälle bekannt. "
Wenn notwendig, werden sensible Bereiche wie die Gehege der besonders empfänglichen Tiere abgesperrt, der Schaubauernhof unter Quarantäne stehen. "Und bei unseren ganz wertvollen Tieren würde sofort eine Impfung durchgeführt. Man muss aufmerksam sein, aber schlaflose Nächte habe ich deswegen nicht."

Hamburger Abendblatt 28.2.2001
Seuche: Angst um Hamburgs Tiere
http://www.abendblatt.de/bin/ha/set_frame/set_frame.cgi?seiten_url=/contents/ha/news/lokales/html/280201/1828TZ0.HTM
Bei den Bauern regiert die Angst. Die Landwirte fürchten, dass die Maul- und Klauenseuche (MKS) auf ihre Höfe eingeschleppt werden könnte. Seit die Seuche in Großbritannien ausgebrochen ist, dürfen Fremde die Ställe in Hamburg nicht mehr betreten. "BSE ist Kleinkram dagegen", sagt der Präsident des Landesbauernverbandes.
Bei Tierpark Hagenbeck beobachtet man die Entwicklung in England zwar nicht panisch, aber immerhin besorgt. Dr. Carl Claus Hagenbeck, Tierpark-Chef und selbst Veterinär: "Ich erinnere mich noch an die Zeit vor etwa 40 Jahren, als die Seuche im Umkreis von Hamburg ausgebrochen war. Da mussten Besucher und Angestellte den Tierpark über Desinfektionsmatten betreten, und am Nebeneingang gab es eine Desinfektionswanne für Fahrzeuge."
Zurzeit bestehe keine Gefahr einer Infektion der Tiere im Tierpark, da es im letzten halben Jahr keinen Tieraustausch mit England gegeben habe, so Hagenbeck. "Und das Fleisch, das wir verfüttern, stammt zum einen aus Deutschland, und wird zum anderen über Wochen eingefroren, so dass wir bei der kurzen Inkubationszeit von MKS bei einem Verdacht das Fleisch rechtzeitig entsorgen könnten."
Ein Fall von MKS im Tierpark hätte fatale Folgen: Laut Gesetz müssen alle Tiere des Bestands getötet werden, und es ist die Frage, ob sich der "Bestand" auf das betroffene Revier beschränken ließe oder ob unter "Bestand" der gesamte Tierbestand an Klauentieren im Park gemeint sei.
Von CLAUDIA SEWIG und WOLFGANG KLIETZ

Westdeutsche Zeitung 28.2.2001
Auf Verdacht: Sperrbezirk und Quarantäne
http://www.pipeline.de/cgi-bin/pipeline.fcg?userid=1&publikation=30&template=arttextlokal&ausgabe=2847&redaktion=30&artikel=102164317
Die Angst vor der Maul- und Klauenseuche hat jetzt Konsequenzen für Düsseldorf. Als Vorsichtsmaßnahme hat das Forstamt den Wildpark in Grafenberg geschlossen. Eine akute Gefahr für die dortigen Klauentiere - die Rehe - besteht nicht, aber aber man will kein Risiko eingehen. Wenn in wenigen Tagen klar ist, wie die Untersuchungsergebnisse für die Neusser Tiere aussehen, soll der Wildpark wieder geöffnet werden.

Ostthüringer Zeitung 28.2.2001
Im Geraer Tierpark keine verschärfte Vorsorge
http://www.otz.de/free/otz.lokales-artikel-000.html?region=Gera&news_id=1485618
Im Geraer Tierpark werden keine verschärften Vorsorgemaßnahmen gegen die Maul- und Klauenseuche erwogen. Sowohl der Tierpark als auch die Veterinärbehörde würden die bestehenden Vorkehrungen für ausreichend erachten. Es wird aber eingeräumt, dass Zoos und Tiergärten als besonders gefährdet für die Maul- und Klauenseuche gelten. Gegebenenfalls werden neue Tierparkbewohner zunächst einmal in Quarantäne gesteckt.

Westfälische Rundschau 28.2.2001
Behörde kann Zoo wegen Seuche schließen
http://www.westfaelische-rundschau.de/free/wr.artikel-lokal-000.html?id=1487127
3495 Schafe ermittelte das städtische Krisenzentrum. Doch rund 300 Tiere wurden bei dieser Statistik übersehen: die im Zoo.
Giraffen, Antilope, Axis-Hirsch, Wisent & Co.: allesamt Paarhufer und wie die heimischen Nutztiere bedroht von der Maul- und Klauenseuche
Bisher, so Ilona Schappert, stellvertretende Zooleiterin, habe sich das Veterinäramt nicht gemeldet. "Aber wir haben auch seit Jahren keine Tiere aus England bekommen." Zum Schutz der Tiere wäre eine Sperrung des Zoos, wenn ein Seuchenherd in der Nähe entdeckt werden würde, sinnvoll.

Neue Zürcher Zeitung 23.2.2001
«Rinderwahn» im Zoo? Keine gemeinsame Präventionsstrategie
http://www.nzz.ch/2001/02/23/il/page-article7756B.html
> sehr ausfühlicher Hintergrundbericht, stark gekürzt
Nachdem in England bei etlichen Zootieren BSE-ähnliche Krankheiten diagnostiziert worden sind, stellt sich die Frage, ob solche Fälle auch in unseren Tiergärten hätten auftreten können. Die Schweizer Zoodirektoren sind sich der lauernden Seuchengefahr bewusst, dennoch ist für sie die Krankheit kein prioritäres Thema.
1997 musste in einem französischen Tierpark ein Gepard aus Whipsnade, bei dem «eine BSE-ähnliche Krankheit» diagnostiziert wurde, getötet werden. Bereits 1992 ereilte ein englischer Gepard das gleiche Schicksal; und in der Liste der Tiere sind zudem Puma, Ozelot und Tiger registriert. Unter den erkrankten Zootieren dominieren die Pflanzenfresser, wie Tiefland-Nyala, Elenantilope, Arabische Oryx, Südafrikanischer Spiessbock, Säbelantilope und Grosser Kudu. Doch sind auch ein Rhesusaffe und Straussenvögel als Opfer zu beklagen.
Welche Vorkehrungen treffen die Zoos Zürich, Basel und Bern? Für Alex Rübel stellt die Tuberkulose ein ungleich grösseres Gefahrenpotenzial dar. Das Risiko einer Ansteckung durch ein BSE-erkranktes Zootier, bei der ein Mensch infiziert werden könnte, sei «immer noch klein». Zudem würden sämtliche Tiere, die infolge einer Erkrankung gestorben sind, auf BSE-Anzeichen untersucht. Erklärtes Ziel sei, die Zootiere möglichst naturnah zu halten: Karnivoren werden mit Fleisch, Herbivoren mit vegetarischer Kost ernährt.
Peter Studer antwortet «Zum Glück ist im ‹Zolli› BSE kein aktuelles Thema, «es existiert aber im Hinterkopf.» Seit 1994 werde konsequent kein Tiermehl an Pflanzenfresser verfüttert. «Punktuell, nicht regelmässig» werde den Tieren auch Hunde-Fertigfutter vorgesetzt. Bernd Schildger, Direktor des Dählhölzli: Fleisch wird aus dem Schlachthof bezogen, man vertraut den dortigen «Kontrollmechanismen». Konzentrate mit tierischen Mehlen werden keine verwendet. Ein völliger Verzicht auf Kraftfutter wäre möglich, würde jedoch ein deutliches Mehr an Handarbeit bedeuten.
Eine weitere Sicherheitsstufe sei, dass kein Fleisch von Zootieren für den menschlichen Konsum freigegeben werde. Für Schildger wäre der Verzehr ein «ethisches Problem», zumal die zoologischen Gärten ja bekanntlich ihren «hohen moralischen Anspruch» signalisieren. Interessanterweise ist man in Basel ganz anderer Ansicht. Den Genuss von Antilopenfleisch möchten die «Zolli»-Angestellten gemäss eigener Aussage nicht missen.
Offen bleibt, warum in England deutlich mehr Zootiere an BSE erkrankt sind. Ewald Isenbügel, Professor der Universität Zürich und Zootierarzt, obliegt die «Qualitätskontrolle» (Alex Rübel). Trifft es zu, dass die Schweizer Zoos bisher noch nie mit einem BSE-Fall konfrontiert worden sind? Richtig ist, dass bis heute keine an BSE erkrankten Tiere nachgewiesen werden konnten. Die artgerechte Ernährung von Wildtieren in Menschenobhut sei lange Zeit «sträflich vernachlässigt» worden. Jean-Michel Hatt, Oberassistent in der von Isenbügel geleiteten Abteilung für Zoo-, Heim- und Wildtiere schreibt in seiner Habilitationsschrift, dass (weltweit) zehn Prozent aller Zootiere wegen falscher Fütterung frühzeitig verenden.
Ewald Isenbügel ist vorsichtig. Da alle Katzenartigen potenziell gefährdet sind, erhalten die Raubtiere keine Köpfe von Wiederkäuern oder Rückenmark. Seit in den achtziger Jahren bei drei Afrikanischen Straussen in zwei nordwestdeutschen Zoos spongiforme Enzephalopathie nachgewiesen werden konnte, «bedarf es», laut Isenbügel, «einer baldigen Abklärung» hinsichtlichder Anfälligkeit unseres Geflügels, das hierzulande bis vor kurzem ungehindert mit Tierkörpermehl gefüttert werden durfte.

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Weser Kurier 28.2.2001; Bremer Nachrichten 28.2.2001
Tauziehen um Dickhäuter
http://www.weser-kurier.de/niedersachsen/fs_wk_niedersachsen.html?id=34777
Elefantenkuh Dunja kann vorerst im Zoo Hannover bleiben. Das Verwaltungsgericht lehnte einen Eilantrag ab. Der Hamburger Zirkusdirektor wollte das Tier dringend für eine Tournee zurück haben. Er konnte keine Bescheinigung vorlegen, die eindeutig zum artgeschützten Elefanten passte: Laut Bescheinigung wurde der Elefant vor 1975 geboren. Tierärzte des Zoos hatten Dunjas Alter jedoch auf 16 bis 20 Jahre geschätzt.
Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, demnächst wird es eine Hauptverhandlung geben. Der Hamburger Besitzer hatte Dunja an einen Münchner Wanderzirkus ausgeliehen. Vor drei Jahren wurde sie völlig verwahrlost in einer Münchner Fabrikhalle gefunden und von den bayerischen Behörden beschlagnahmt. Der Zoo Hannover nahm das Tier auf und pflegt es seither.

Neue Presse 27.2.2001
Elefantenkuh darf im Zoo bleiben
http://np1.niedersachsen.com/NP/LOKA/story38685.html
Eine eindrucksvolle Prozession strebte Dienstagfrüh Richtung Dschungelpalast. Zirkusdirektor Ewald Sperlich kam mit Rechtsvertretern und großer Zirkusfamilie. Als Zeuge sollte der Hamburger Tierarzt Dr. Grundmann Dunja an Hand einer Narbe zweifelsfrei als das Tier erkennen, das er vor über 20 Jahren operiert hat. Weiter dabei: Hochkarätige Gutachter wie Thomas Hildebrandt, Wildtierforscher aus Berlin, und Dr. Peter Wohlsein, Pathologe an der TiHo Hannover. Sie halten Dunja für rund zehn Jahre jünger, als in der Cites-Bescheinigung angegeben.
Dr. Grundmann entdeckt nach längerer Suche "seine" Narbe.

Hannoversche Allgemeine 28.2.2001
Dunja winkt und bleibt im Zoo
http://news.haz.de/HOME/HANNOVER/story45779.html
Der Wanderzirkus "Royal" wird im März wohl ohne seine Elefantenkuh auf Tournee gehen müssen. Das juristische Gerangel um Dunja dauert nun schon drei Jahre.
Vor gut 20 Jahren will der Hamburger Tierarzt Bernd Grundmann die Elefantenkuh an einer Wunde behandelt haben. Der Mediziner war sich gestern völlig sicher, dass Dunja eben dieser Elefant ist. Er habe sie an der Narbe wieder erkannt, an den X-Beinen, an dem kleinen Gesicht, an ihrem Knickohr, an dem gekrümmten Rücken und den langen Zitzen. Grundmann bestätigte somit, dass Dunja 28 Jahre alt ist.
Der Tierarzt sah sich aber gleich fünf Berufskollegen gegenüber, die die Stadt Hannover aufgeboten hatte. Und die waren allesamt der Überzeugung, dass Dunja gut zehn Jahre jünger sein müsse.
Vor der Verhandlung hatte Sperlich noch einmal sein ganzes Show-Talent aufgeboten und Dunja vor den versammelten Kameraleuten ein rotes Tüchlein in den Rüssel geklemmt - woraufhin der Dickhäuter prompt anfing, damit zu winken. Vorher schon, so versicherte Sperlich, habe die Elefantenkuh Tränen geweint, als sie ihn wiedersah. Aber auch diese Tränen wären nicht beweiskräftig.

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Leipziger Volkszeitung 25.2.2001
Zootierarzt kämpfte verzweifelt um das Leben von Lipsi - und verlor
http://www.lvz-online.de/lvz/zeitung/news/67129.html
Traurige Nachricht aus Leipzig: Das neun Jahre alte Spitzmaulnashorn Lipsi ist gestern tot in seinem Stall aufgefunden worden. "Am Freitag war noch alles in Ordnung", sagte Zootierarzt Andreas Bernhard. Am Sonnabend habe das Tier blutigen Urin ausgeschieden. "Wir haben sofort mit der Behandlung begonnen, doch wir haben den Kampf um Lipsis Leben verloren". Derartige Fälle bei Spitzmaulnashörnern habe es in Zoos schon einige Male gegeben. "Bestimmte, bisher noch unbekannte Mechanismen führen dazu, dass die roten Blutkörperchen zerfallen". Der Dickhäuter, der zwei Jahre zuvor im Zoo Dvur Kralove geboren wurde bekam 1997 zum ersten Mal Nachwuchs, doch der kleine Nashorn-Junge starb. 1999 kam dann Tochter Nandi zur Welt. Mit Lipsi hat der Zoo den vierten Todesfall innerhalb weniger Monate zu beklagen. Im September waren die Seebären Romeo und Yogo an einer mysteriösen Darm- und Lungenerkrankung gestorben, im Oktober ein Giraffenbaby an einer Jungtierinfektion.

B.Z. (Berlin) 26.2.2001
Nashorn Jasper gibt stolz die Schwangerschaft seiner beiden Frauen bekannt
http://www.bz-berlin.de/bz/news/cn26nashorn.htm
Berlin - Nashorn-Dame "Mzima" ist schwanger. Nashorn-Dame "Kilaguni" ebenfalls. Eigentlich könnte sich der Berliner Zoo freuen. Wenn es da nicht die Schlimme Nachricht aus Sachsen gäbe... Denn der werdende Vater, Spitzmaulnashorn-Bulle "Jasper", ist eine Leihgabe des Leipziger Zoos - und dort starb Sonntag Nashornkuh "Lipsi". Kann diese Krankheit auch unsere schwangeren Spitzmaulnashorn-Damen ereilen? Können die Tiere durch "Jasper" infiziert sein? "Das schließe ich aus", sagt Zoo-Tierarzt Dr. Andreas Ochs. Er tippt: "Die Dickhäuterin im Leipziger Zoo ist eher an der Hämolytischen Anämie gestorben. Dabei zersetzen sich die roten Blutkörperchen durch Mangel an Vitamin E und C sowie durch zu wenig UV-Lichteinstrahlung." "Wir mischen Vitamin C und E ins Futter der Tiere, in regelmäßigen Abständen werden sie von UV-Lichtern im Innengehege bestrahlt."

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Ostsee Zeitung 28.2.2001
Ein Haus für Familie Maus
http://www.ostsee-zeitung.de/gr/start_83708.html
Im Greifswalder Tierpark ist von Winterschlaf nichts zu spüren. „Wir arbeiten an großen Plänen“, verrät Tierparkleiter Dr. Lüer Kühne. So soll der naturnahe Biologie-Unterricht demnächst durch eine Kamera am Storchennest bereichert werden. In einem realitätsgetreuen Miniatureigenheim wird das Leben einer Mäusefamilie zu sehen sein. Außerdem werden ein Geckoterrarium und eine Erdmännchenanlage fertig.
Mit dem bisher Erreichten ist Dr. Kühne zufrieden. Seit er 1995 den Posten des Geschäftsführers übernahm, hat sich einiges getan. Bei den Veränderungen stand eine besucherfreundlichere Gestaltung an erster Stelle. So entstanden u.a. das Streichelgehege und der Spielplatz. Die Zooschule wurde aus alten Sparkassencontainern aufgebaut

Darmstädter Echo 28.2.2001
Affe beißt kleinem Jungen den Mittelfinger ab
http://www.echo-online.de/suedhessen/detail.php3?id=76470

Am Sonntagnachmittag hat am Affengehege des Biebesheimer Vogelparks eines der Tiere einem vier Jahre alten Jungen fast den ganzen Mittelfinger der rechten Hand abgebissen. Der Bub hatte mit seinem Vater in der Nähe des Käfigs gestanden und an „einem Lutscher oder so“ geknabbert.
„Ich seh’ nur noch, wie ein Arm durch das Gitter greift und die Hand meines Sohnes in den Käfig zieht“, schildert der Vater. Er habe gar nicht reagieren können, so schnell habe der Affe zugeschnappt, „dem Kind den Finger abgebissen und ihn gefressen“. Zwar seien an dem Gehege Warnschilder angebracht, aber er habe einen Abstand von einem halben Meter für ausreichend gehalten.
Für den Biebesheimer Vogelpark, den der Verein der Vogelzüchter ehrenamtlich unterhält, sind die sechs Kapuzineraffen am Eingang bereits seit 25 Jahren eine Attraktion. Im Rahmen der Erweiterung des Parks ist ihr Gehege erst kürzlich umgebaut worden.
Jetzt wird der Verein erneut umbauen. Acht Zentimeter hinter dem Außengitter soll eine zweite Barriere eingebaut werden, sodass „selbst dann, wenn Besucher in den Käfig greifen, die Affen sie nicht beißen können“. Geplant habe man das jedoch schon vor dem Unfall. Vor drei Wochen sei schon einmal ein Kind gebissen worden. Falls die Arbeiten am Gehege nicht beendet seien, „bleiben die Affen halt eingesperrt“.

Darmstädter Echo 28.2.2001
Klapperstörche und Exoten wohnen im Vogelpark
http://www.echo-online.de/suedhessen/detail.php3?id=76463
Als der Verein der Vogelzüchter Biebesheim 1973 seinen Vogelpark eröffnete, glaubte kaum jemand, dass das Areal 27 Jahre später auf 2 ha angewachsen sein würde. 800 Besucher kämen wöchentlich, um sich Vögel aus allen Teilen der Erde vom Zebrafinken bis zum Nandu anzusehen. Die Erweiterung war erforderlich, weil sich die Gesetze für die artgerechte Tierhaltung verändert haben. „Der Verein sieht seine Bestrebungen in Naturschutz und -erhaltung aber nicht nur auf den Park beschränkt“.
2001 sollen Nistmöglichkeiten aufgestellt werden, damit der „Klapperstorch“ in die Rheinauen zurückkehrt. Seit 1981 unterstützt man seine die Wiederansiedlung, insgesamt sind 172 Störche geschlüpft. Seit 1991 unterhält der Vogelpark eine Station für beschlagnahmte Tiere, über die auch vier wertvolle Palm-Kakadus ihr Zuhause im Vogelpark gefunden haben. Geplant ist ein weiterer Spielplatz auf dem Erweiterungsgelände. Die Frankfurter Flughafen AG hat die komplette Anpflanzung durch ihren Umweltfonds finanziert.

Schweriner Volkszeitung 27.2.2001
Uhu ruft am Dom in nächtlicher Stille - Für den Zoodirektor eine ornithologische Sensation
http://www.svz.de/newsmv/lr/swh/28.02.01/uhu/uhu.html
"Buuhuu" - der Ruf eines frei lebenden Uhus ist wieder in Schwerin zu hören. Zoodirektor Michael Schneider spricht von einer kleinen ornithologischen Sensation. "Es ist schon sehr außergewöhnlich, dass ein Uhu sich eine Stadt als Heimatort wählt". Zweimal schon stattete er dem Zoo eine Visite ab. "Offenbar zieht es den Uhu in der jetzt angebrochenen Paarungszeit zu seinen Artgenossen.
Offenbar sucht der Uhu im Zoo aber nicht nur nach einem Weibchen: Gern beobachtet er die Wasservogel-Anlage, wo für ihn reichlich Beutefutter schwimmt. Bislang haben die Zoo-Mitarbeiter aber noch keine Verluste registriert.

Rheinische Post 27.2.2001
Im Duisburger Zoo: Elf Chilenen und ein Neuer
http://www.rp-online.de/news/lokales/duisburg/2001-0228/zoo.html
(s.a. Pressemitteilungen)
19 Chilenen, elf Rosa und ein Neuer - Alles verstanden? Natürlich nicht, denn es handelt sich um kaiserbergspezifisch-zoologisches Kauderwelsch... Die Genannten gehören zu den zauberhaftesten Erscheinungen der Vogelwelt. Im Zoo Duisburg werden derzeit drei (Unter)-Arten gepflegt und gezüchtet: Zu ihnen zählen 19 Chilenischen Flamingos und elf Rosa-Flamingos.
Vor einigen Wochen holten die Tierpfleger einen Rosa-Flamingo aus dem Zoo Heidelberg, um den unfreiwilligen Einzelgänger wieder in eine große Gruppe "Flammenvögel" am Kaiserberg einzugliedern. Die Einbürgerung ist mittlerweile vollzogen und kein Tierpfleger, kein Zoologe und kein Besucher kann derzeit mehr sagen, wer der oder die Nummer zwölf der "Gruppe Rosa" ist.

Augsburger Allgemeine 28.2.2001
Ein "Gnadenhof Flora" für Papageien im Kammeltal
http://www.augsburger-allgemeine.de/menu/index.php?themeid=5&mainmenuid=1&selectedid=107&ausgabe=B-GZ&azartikelid=68775
Kammeltal-Ettenbeuren. In ein früheres Schreinereigebäude sollen 120 Papageien einziehen. Eine Bauvoranfrage zur Nutzungsänderung lehnte der Gemeinderat ab. Die Betreiber wollen in dem Gebäude einen Gnadenhof für Papageien einrichten, der den Namen "Flora" tragen soll. Zu der privaten Papageienhaltung können die meist bunt gefiederten Vögel gebracht werden, die ihre Halter nicht mehr haben wollen.
Ob sich das Gebäude für die Haltung von Papageien eignet, müsse noch vom Amtstierarzt überprüft werden, erst dann könne die Nutzungsänderung beantragt werden. Doch hier handle es sich um eine besonders stimmgewaltige Tierart. Dritter Bürgermeister Baumeister: "Während meiner Ausbildung wohnte ich in der Nähe des Augsburger Tierparks, das Geschrei raubt die Nachtruhe".

Schleswig-Holsteinischer ZV 27.2.2001
Skorpion im Aquarium
http://www.shz.de/fr_content.phtml?SI=98325983961749&dir=/news/suk/ib&aid=9299&kat=41
Auf ein aktives Jahr 2000 kann das Naturzentrum des Öömrang Ferian in Norddorf zurückblicken. Über den Amphibienbestand, eine verschwundene Zwergseeschwalbenkolonie, Schutzzonen für die Kegelrobben, die Beschilderung des Dünenschutzgebietes und eine breit gefächerte Öffentlichkeitsarbeit berichtet die Leiterin Inke Martiensen. Obwohl die Besucherzahlen rückläufig waren, konnte das Naturzentrum im letzten Jahr die stolze Zahl von fast 20 000 Gästen aufweisen. Knapp über 6 000 Besucher, darunter auch viele Gruppen, nahmen an den 372 Führungen teil. Liebevoll und mit viel Mühe verbunden entstand mit den Mitarbeitern ein neuer Salzwiesenpfad in Nebel und auch die Aquarien im Naturzentrum selbst wurden "aufgemöbelt“. Auch neue Meeresbewohner zogen in die Aquarien ein, unter anderem sogar ein Seeskorpion.

Nordkurier 27.2.2001
Auch Bello darf mit in Tierpark
http://www.nordkurier.de/lokal/pasewalk/tierparik/tierparik.html
Die günstigen Winterpreise im Tierpark Ueckermünde gelten nur noch eine Woche. Neu wird dann auch sein, dass Besucher mit Hund einen Aufpreis für ihren mitgebrachten Liebling zahlen müssen.

Der Landbote (Schweiz) 27.2.2001
4,8 Millionen für Zürcher Zoo
http://www.winti-guide.ch/index.php?rubrik=zuerich&action=details&id=10910
Der Zürcher Zoo erhält von Kanton und Stadt für den weiteren Ausbau der Infrastruktur 4,8 Millionen Franken. Der Kantonsrat hat mit 114 zu 0 zugestimmt. Im bestehenden Zooteil werden die Leitungsnetze erneuert. Für Vorhaben im neuen Zooteil wird die Groberschliessung sichergestellt.

Oberösterreichische Nachrichten 26.2.2001
Dringend notwendig: Winterquartier für den Tiergarten
http://www.oon.at/nachrichten/lokal.asp?id=174012&ressort=Wels
Wels. Der Tierpark braucht dringend ein Überwinterungshaus für verschiedene Vogelarten. Derzeit sind die Tiere im Herminenhof untergebracht. Tiergartenleiter Helmut Echer (allseits als "Affen-Heli" bekannt und geschätzt) hofft deshalb, dass rasch die nötigen Mittel aufgetrieben werden.
"Wir haben in Wels eine starke Bauindustrie, aber auch viele andere Firmen, die uns etwas entgegenkommen könnten. Im Gegenzug denken wir an langfristige Werbemöglichkeiten im Tierpark. Der wird immerhin von bis zu 70.000 Menschen im Jahr besucht. Im Wintergehege werden etwa Pelikane, Kronenkraniche, Marabus, Küstenreiher oder Säbelschnäbler aber auch afrikanische Hornraben untergebracht. Im Neubau sollen diese Tiere durch eine Panoramaverglasung auch im Winter zu beobachten sein.
Der Eintritt in den Welser Zoo ist übrigens gratis. Für einen Tiergarten mit dieser Qualität ist das einzigartig, und zwar weltweit.
>> Tierpark Bielefeld ist größer und ebenfalls kostenlos; von Washington nicht zu reden...

Ostsee Zeitung 27.2.2001
Idelfix und Kleopatra mit Kindern reich beschenkt
http://www.ostsee-zeitung.de/wo/start_83348.html
Bansin. Idelfix beweist jeden Tag aufs Neue, was für ein liebevoller Vater er ist. Mit unendlicher Geduld wechselt sich das Weißbüscheläffchen mit seiner Frau Kleopatra bei der Betreuung der Zwillinge ab, die in der vorigen Woche geboren wurden. „Dreimal Kindersegen in zwölf Monaten, ist das nicht sensationell ?“, strahlt Christine Harloff, die das Tropenhaus mit ihrem Mann André zu einem beachtlichen Anziehungspunkt entwickelt hat. Mehr als 50 000 Besucher haben die Bansiner im vergangenen Jahr gezählt.

Berliner Zeitung 26.2.2001
110 Vögel bevölkern die Kranzler-Volieren
http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_zeitung/bezirke/.html/14739.html
Die Vogel-Volieren im Neuen Kranzler Eck am Kurfürstendamm sind jetzt offiziell in Betrieb genommen worden. Die 110 exotischen Vögel - darunter Prachtrosellas, Goldfasane und Mandarinenten - wurden bereits am Donnerstag aus ihren provisorischen Gehegen in die beiden fast 20 Meter hohen Volieren entlassen. Die Gehege hatten dazu gedient, den Vögeln eine Eingewöhnungszeit zu geben. Die Tiere waren im Vogelpark Walsrode gezüchtet und am 15. Dezember ins Neue Kranzler Eck gebracht worden. Sie hatten sich seitdem mit ihrer neuen Umgebung vertraut gemacht.

Frankfurter Neue Presse 26.2.2001
Mehr Besucher in Museen und Zoo
http://www.rhein-main.net/FNP-Online/Zeitung/lokalhk-14.html
Im Frankfurter Zoo haben sich die Besucherzahlen um 34 000 auf rund 729 000 erhöht. Zu dem guten Ergebnis hätten vor allem die neuen Gehege wie die Robbenklippen, das Okapi-Gehege und die Mähnenwolf-Pampa beigetragen.

Ostsee Zeitung 26.2.2001
Neuer Haupteingang entsteht im Tierpark
http://www.ostsee-zeitung.de/st/start_83197.html
Stralsund. Gegenüber dem Strelapark entsteht der zukünftige Kassenbereich. "Das komplette Gebäude soll bis August/September fertiggestellt sein“ sagt Zoodirektor Christoph Langner. Der neue Eingangsbereich enthält neben Wickelraum, Behindertentoiletten und Souvenirshop zwei Kassen.  Im Tierpark wird das ehemalige Gepardendomizil zu einer 100 qm großen begehbaren Vogelvoliere umgerüstet. Hier sollen die Besucher einmal 100 Wellensittiche erfreuen. „Vielleicht kommt noch eine kleine Känguruart hinzu“

Aachener Nachrichten 25.2.2001
Flamingo-Teich ist nur noch eine Kloake
http://www.an-online.de/corem/corem/an/aachen/dierenpark_10225.html
Aachen. Ein Dorn im Auge und ein ungelöstes Problem ist der Flamingo-Teich in Nähe des Kamel-Geheges. Dort ist durch Laub und Exkremente eine Kloake entstanden, und stinkt erbärmlich. Tierpark-Chef Wolfram Graf-Rudolf hat sich mit Experten der RWTH und des Umweltamtes an einen Tisch gesetzt, um über Sanierungsmöglichkeiten zu diskutieren.
Dieses Problem scheint in der Afrika-Steppe gelöst. Jetzt ist ein Filterbeet "zwischengeschaltet", in welchem der Überlauf des Teichs versickert. Eine Pumpstation ist am Beverbach vier Meter tief in den Boden getrieben worden und wird in den Hanggelände einen künstlichen Wasserlauf speisen. Das Wasser soll weiter durch das im Bau befindliche Serval-Gehege geleitet werden, bevor es zurück in den Beverbach fließt.

Göttinger Tageblatt 25.2.2001
Tiervielfalt am Rand der Regenwälder
http://news.gtonline.de/RED/HOCHSCHULE/story34898.html
Die Nutzung der Wälder generell zu verbieten ist angesichts der wirtschaftlichen Probleme der dort lebenden Menschen oft nicht praktikabel. Der Antwort auf die Frage, ob sich Nutzung und Schutz dieser sensiblen Ökosysteme verbinden lassen, könnten Wissenschaftler aus Göttingen bald ein kleines Stückchen näher kommen. Im Juli 2000 wurde der Sonderforschungsbereich "Stabilität der Randzonen tropischer Regenwälder in Indonesien" von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligt. Auf der Insel Sulawesi gibt es noch relativ große, intakte Regenwaldzonen.
Soziologen untersuchen die Strukturen der an die Wälder angrenzenden Dörfer. Geologen, Klimatologen und Ökologen sammeln Daten in den Randbereichen der Wälder des Lore-Lindu-Nationalparkes. "Durch den interdisziplinären Ansatz soll versucht werden, die Auswirkung von Landnutzung auf tropische Ökosysteme besser zu verstehen", erklärt der Biologe Dr. Christian Schulze.

Nordwest Zeitung 24.2.2001
Glückliches Händchen für ,Lucky‘
http://www.nwz-online.de/regionales/974.html?showres=NWZ%2FREGION%2F1&showid=126978.0
Job für Idealisten: Tierpfleger im Zoo päppeln auch schon mal ein Äffchen hoch
Ohne das Engagement der Tierpfleger geht nichts, sagt Dr. Minnemann, zoologischer Leiter in Jaderberg. Das Kapuzineräffchen auf der Schulter von Katrin Barrass klammert sich an die Leitende Tierpflegerin. „Lucky“ ist mit der Hand aufgezogen worden, weil das Muttertier nach der Geburt gestorben war. Dr. Minnemann hatte dafür zunächst nur ein Stirnrunzeln übrig. Handzahme Tiere lassen sich kaum noch in die Gruppe eingliedern. Doch die beiden Tierpfleger schafften das Unwahrscheinliche: „Lucky“ wurde von der Affenherde voll integriert.
>Ausführliches Portrait der Tierpfleger und ihrer Arbeit

Ostsee Zeitung 24.2.2001
Tierparkepisoden aus vier Jahrzehnten / Antilopenbock frech wie Oskar
http://www.ostsee-zeitung.de/st/start_82966.html
Stralsund - In der über vierzigjährigen Geschichte des Tierparks gab es lustige Begebenheiten, die wir in lockerer Folge vorstellen.
Eine seltsame Eigenart hatte ein Steppenrindbulle. Wenn seine Kühe tragend waren und sich deshalb nicht decken lassen wollten, startete das massige Rind eine „Strafexpedition.“ Mit seinem weit ausladenden Gehörn griff er unter die Brust der Unwilligen, hievte sie über die eiserne Absperrung und schmiss sie aus dem Gehege.
Mitte der 80er-Jahre kam ein Paar Elenantilopen. „Oskar“, der Elenbock, war ein übles Früchtchen. Nicht nur, dass er seine Kuh tötete, sondern er sprang auch aus dem Stand über die Absperrung des Außengeheges. Tierparkchef Olejnik wurde verständigt. Die Besucher mussten den Park verlassen. Kollegin Schmidt und der Direktor befanden sich gerade zwischen Bärengehege und Hirschwiese. Plötzlich stand der stolze Oskar zwanzig Meter vor ihnen und nahm auch schon Anlauf. Mit einem Satz hechtete Hartmut Olejnik ins Gebüsch zwischen Korsak- und Luchsgehege, während Frau Schmidt flink wie ein Affe den Hirschzaun erklomm. Oskar machte sich aus dem Staub, wurde aber am selben Tag eingefangen.

Schweriner Volkszeitung 23.2.2001
Gestatten, mein Name ist Vitus - Eisbären-Taufe im Zoo
http://www.svz.de/nnn/newsnnn/NNNVermischtes/24.02.01/vitus/vitus.html
Vitus, am 2. Dezember 2000 geboren, ist in allen europäischen Tiergärten eines von nur drei Eisbärenbabys. Mehr als 450 Namensvorschläge gingen für den kleinen, weißen Bären ein. Vermutlich findet er später im Zoo von Karlsruhe eine Heimat.

Grafschafter Nachrichten 23.2.2001
Neue Linie endet am Tierpark
http://www2.nordwest.net/partnerzeitungen/gn_lokalnews_index1gn_20010224_bus1.asp
Die VGB übernimmt ab März den Betrieb der grenzüberschreitenden Linienbusverbindung Nordhorn-Denekamp. Die neue Linie 4 führt weiter bis zum Tierpark. Damit ist auch er mit einer stündlichen Verbindung in den Grafschafter Nahverkehr eingebunden.
Nordhorns Stellvertretender Bürgermeister freute sich, dass auch die „wichtige Infrastruktureinrichtung Tierpark“ ins Nahverkehrsnetz eingebunden wurde. Auch Tierparkleiter Thomas Berling begrüßte diese „positive Überraschung“ und erinnerte daran, dass eine Linienbusverbindung schon lange auf der Wunschliste gestanden habe. Ab 5. März verkehrt stündlich ein Bus zwischen Bahnhof und Tierpark.

Thüringische Landeszeitung 24.2.2001
Privatisierung erwogen
http://www.tlz.de/free/tlz.artikel-lokal.inhalt-000.html?region=Gera&news_id=1478612
Am städtischen Futternapf wird der Geraer Tierpark nicht überleben. Deswegen soll die Einrichtung künftig von privat und vorzugsweise gemeinnützig getragen werden, darauf hat sich jetzt der Förderverein geeinigt. Seit über einem Jahr beschäftigt sich der Verein mit schwankendem Engagement mit einem langfristigen Konzept. Der Tierpark müsse endlich in der Lage sein, eigenständig fachlich notwendige Entscheidungen zu treffen. Ziel sei gewesen, einen Weg aus netter Beschaulichkeit zu einem überregional interessanten Tiergarten eröffnen. Kritik kassierte Vorsitzender Bartossek, weil man darüber verpasst hatte, den Tierpark für ein Buga-Projekt ins Gespräch zu bringen.

Berliner Morgenpost 23.2.2001
Zoo 1: Spaß und Abenteuer im Aquarium
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/berlin/story396705.html
Zu den «nächtlichen» Abenteuer-Führungen im Zoo-Aquarium für junge Besucher, die auch für den kommenden Monat schon ausgebucht sind, fanden sich immer mehr Erwachsene als Begleiter ein. Mit Taschenlampe durch die dunklen Gänge, vorbei an Schlangen, Echsen, Haien und anderem Getier, das erst in der Dunkelheit munter wird. Die etwa zweistündige Veranstaltung kostet 34 Mark. Vom 23. bis 25. März gibt es wieder «Australische Abende»: Mit der Musik der Ureinwohner auf Didgeridoos.

Berliner Morgenpost 23.2.2001
Zoo 2: Zu früh geschlüpft - junge Kormorane frieren
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/berlin/story396706.html
Die Kormoran-Jungen, die wegen des zuletzt milden Wetters im Zoo sechs Wochen früher als in anderen Jahren schlüpften, wurden jetzt durch den Schneeeinbruch überrascht. Schon Mitte Januar, statt sonst Anfang März, hatten die Vogeleltern ihre Nester am Tropen-Affenhaus aufgestockt und wenig später mit der vierwöchigen Brut begonnen.

Der Patriot 23.2.2001
Pflanzen für den Tiergarten
http://www.derpatriot.de/cont/lokales/artikel.php?ID=18187&RESSORT=WM
6 000 Zwergmispeln schmücken in Kürze die Teichpartie im Lippstädter Tiergarten. In Kürze will der Baumschul-Chef auch noch 15 Alleebäume spenden.

Märkische Oderzeitung 24.2.2001
Neue Affenanlage mit Wärmehaus entsteht im Schulzoo
http://www.moz.de/showLokal.php?OPENNAV=lokal&SUBNAV=0&REDID=17&LID=3450
Altreetz - Im Schulzoo wird intensiv an der Vorbereitung der neuen Saison gearbeitet. Zooleiter Peter Wilberg: „Die große Unterstützung einheimischer Firmen erlaubt es uns, zwischen Schulzoobaude und Nasenbäranlage ein Affengehege mit Wärmehaus zu bauen“. Die Außenanlage werde 5x5 m groß. Aus Eberswalde werden Weißpinseläffchen kommen. Erneuert wird auch die Auffangstation für die exotischen Tiere, die vom Zoll beschlagnahmt werden.

Der Bund 23.2.2001
Belfast - Pinguine gequält
http://www.bund.ch/ebund.asp?SOURCE=/Publications/DER_BUND/2001/45/BEE/72563.html

Zürich, 20 Minuten 23.2.2001
Pinguine im Zoo misshandelt
http://www.20min.ch/news/vermischtes/story/4952078
Im Zoo von Belfast sind Unbekannte in der Nacht zum Donnerstag ins Pinguin-Gehege eingedrungen und haben die Tiere misshandelt. Sie schlugen mit Eisenstangen und Steinen auf die Tiere ein. Einen der Pinguine schleuderten die Eindringlinge ins Gehege der Löwen; er wurde dabei getötet. Tierpfleger Alyn Cairns: Wegen der offenen Anlage des Zoos seien Sicherheitsvorkehrungen, die über das bestehende Mass hinausgingen, schwer umzusetzen. "Wenn Leute sich derart grausam gegenüber Tieren verhalten, kann man nicht viel tun".

Kurier 23.2.2001
Pinguine misshandelt und in Löwenkäfig geworfen
http://www2.kurier.at/pages/html/anwendung/k_content.php3?xmlval_PARENT_KEY[]=0029&xmlval_ID_KEY[]=0024&mdoc_id=2059427&content=main
„Spaß“ auf Kosten anderer: Unbekannte haben im Zoo Belfast mit Eisenstangen auf Pinguine eingeschlagen. "Ich kann kaum darüber sprechen", sagte Tierpfleger Alyn Cairns. "Die Pinguine sind alle von uns aufgezogen worden und freuen sich darauf, die Wärter morgens zu sehen. Sie rennen dann immer sofort zur Tür. Aber heute Morgen haben wir gleich gemerkt, dass etwas nicht stimmte."
Liegen gelassene Bierdosen deuteten darauf hin, dass die Eindringlinge eine "Party" gefeiert hatten. Die nordirische Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Südwest Presse 23.2.2001
Per Klick in den Schlaf
http://www.suedwestpresse.de/dc/html/news/news-ulm_ul/20010223ul_swp_blik0015.htmFrankfurt/Main· Affen werden im Frankfurter Zoo mit ¸¸Knackfröschen'' in den Schlaf gewogen. Die blechernen Klickgeräusche des Kinderspielzeugs versetzen Orang-Utans und Gorillas in einen Narkose-Zustand, berichtet das Magazin ¸¸National Geographic''. Pflegern wird damit die medizinische Versorgung und die Pediküre der Tiere erleichtert.

Salzburger Nachrichten 23.2.2001
Blechspielzeug versetzt Affen in den Schlaf
http://www.salzburg.com/sn/01/02/23/wissenschaft-25710.html
Beim "Klicktraining" lernten die Primaten, die Geräusche als positive Signale zu erkennen, wenn sie mit Belohnungen wie etwa einer Banane verbunden sind. Dadurch verrichten die Affen Dinge, die sie sonst nur widerwillig oder gar nicht akzeptierten, hieß es.

Potsdamer Neueste Nachrichten 23.2.2001
Narkose durch "Knackfrösche" und mehr
 http://www.pnn.de/archiv/2001/02/22/ak-we-337707.html

Neue Ruhr Zeitung 22.2.2001
Knackfrösche wiegen Gorillas in den Schlafhttp://www.nrz.de/free/nrz.artikel-000.html?news_id=1475302

Stuttgarter Zeitung 23.2.2001
Der Liebe wegen in den Zoo: Trauung in der Wilhelma
http://www.stuttgarter-zeitung.de/dc1/html/news-stz/20010223loka0008.shtml
Die Wilhelma, nach eigener Werbung "ein Park zum Verlieben'', kann neuerdings ihren Slogan erweitern. Denn beim Verlieben zwischen Seerosen, Menschenaffen und Pinguinen muss es nicht bleiben. Gestern hat sich das erste Paar in der Damaszenerhalle das Jawort gegeben. "Zunächst sind wir abgewimmelt worden'', sagt die Braut, doch dann, sie hatten gar nicht mehr damit gerechnet, kam das amtliche Jawort. Stolz ist Wilhelma-Direktor Dieter Jauch, dass "wir die behördlichen Bedenken so schnell überwinden konnten.''
Geld verdienen möchte die Wilhelma mit dem neuen Service nicht. Allerdings sollen die Kosten gedeckt werden. "Und wir setzen schon eine gewisse finanzielle Schranke. Sonst können wir uns vor Anfragen überhaupt nicht mehr retten.'' 500 Mark Grundgebühr seien berechnet worden. Ganz sicher wird die Wilhelma in Zukunft öfters Schauplatz von Eheschließungen. Neben der Damaszenerhalle bietet Jauch auch das Aquarium an, "das im Winter aber kein so schönes Ambiente bietet''.

Stuttgarter Nachrichten 23.2.2001
Heiraten, wo einst Silber- und Goldfasane flatterten
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/dc1/html/news-stn/20010223loka0002.shtml
Auch beim Heiraten geht der Trend zum Event. Dass sie einmal im Zoo heiraten würde, hätte sich Petra Schneider nie träumen lassen. Im Sommer vergangenen Jahres kam sie als Touristin mit ihrem künftigen Ehemann in die Wilhelma und war "begeistert von der weitläufigen Anlage und vor allem von der Damaszenerhalle''. Dort, so dachte es sich König Wilhelm von Württemberg anno 1863, hätten in der damit verbundenen Voliere seine Gold- und Silberfasane überwintern sollen. Das Standesamt Bad Cannstatt gab innerhalb von vier Wochen grünes Licht. Für den nichtsahnenden Bräutigam war's eine Riesenüberraschung, ist er doch ein ausgesprochener Zoofan.

Ruhr Nachrichten 23.2.2001
Tierschutz per Mausklick
http://www.westline.de/lokal/mono.php?file_name=rz_3.htm&link_1=re&link_2=%&link_3=ln
Wieviel Flugraum braucht ein Greifvogel, wieviel Wasserfläche ein Nilpferd? Die Firmen "Ökodata" und "Öko-Software" stellten ihr neues, einmaliges "Artenschutzprogramm mittels elektronischer Datenverarbeitung", kurz "Aspe" genannt, in Gelsenkirchen auf der Fachmesse "Zookunft" vor. Ein Jahr lang "fütterten" drei Fachleute der Unternehmen den Computer , "quälten" sich durch das typische Amtsdeutsch. Das Programm erleichtert auch die Arbeit im Gehege: Das Zoo-Personal kann für jedes Tier eine Kartei und ein Krankenblatt anlegen. Bis zum Sommer läuft der Test im Gelsenkirchener Zoo.

B.Z. (Berlin) 22.2.2001
Berliner Robben zu blöd für Bauchklatscher
http://www.bz-berlin.de/bz/news/cb21robben.htm
Die Zeit der schönen Bauchklatscher, bei denen das Wasser so herrlich spritzte, ist vorbei. Seit Seelöwe "Franz" gestorben ist, tut sich im Robbenbecken nichts mehr. Unter den zwölf Robben gibt es kein Tier, das seine Platsch-Künste ersetzen könnte. Schon kursiert das Gerücht, die Tiere seien zu blöd. "Kann man nicht so sagen", meint Zoo-Vorstand Heiner Klös, "Tatsache ist, dass keines der Tiere einen Bauchklatscher machen kann. Wir müssten erst wieder mit einem Seelöwen üben. Im Moment gibt es keinen geeigneten Kandidaten."
Deshalb bemüht sich der Zoo auch um neue Seelöwen. "Und von denen werden wir dann einen trainieren", kündigt Heiner Klös an. Und er schätzt, dass es in einem Jahr wieder einen Spritz-Sprung-Star wie "Franz" geben wird. Aber könnte man nicht mit der öffentlichen Fütterung weitermachen, ganz ohne artistische Einlage der Tiere? "Die sind augenblicklich schon genug genervt, wegen der Bauarbeiten, die jetzt am Robbenbecken und an der neuen Pinguin-Anlage laufen. Wir wollen sie nicht noch zusätzlich stressen", erklärt Heiner Klös.

Kleine Zeitung 25.2.2001
Louis Knie atmet auf: "Der Zirkus ist mein Leben"
http://druck.kleinezeitung.at/kaernten/ARTIKEL?whichone=1017238
Der Direktor des Nationalcircus über Konkurrenten und Tierschützer.
LOUIS KNIE: Ich war nervlich am Ende und demoralisiert. Der Zirkus ist mein Leben. Bis zur Versteigerung am Montag war alles unsicher. Waren unter den Mitbietern auch Konkurrenzunternehmen?
KNIE: Ja, aus Österreich war jemand da, und auch Kollegen aus Deutschland. Aber als die bemerkten, dass wir selbst mitsteigerten, zogen sie sich gleich zurück. Das war ehrenvoll.
Und was hätten Sie gemacht, wäre der Zirkus nicht mehr gerettet worden?
KNIE: Darüber habe ich mir ehrlich gesagt gar keine Gedanken gemacht. Auf jeden Fall muss es ein Beruf mit Tieren sein. In einem Zoo vielleicht oder in einem Naturpark.
Wie ist Ihr Verhältnis zur Konkurrenz?
KNIE: Es gibt kein Verhältnis zur Konkurrenz. Das sind alle Neider und unehrliche Menschen. Kontakte habe ich nur zu Kollegen aus dem Ausland.
Sie stehen immer wieder im Visier von Tierschützern . . .
KNIE: Diese Vorwürfe sind völlig unberechtigt. Die sollten mit ihrer Mistgabel lieber in anderen Unternehmen stochern. Ich liebe Tiere und bin mit ihnen aufgewachsen. Wer behauptet, ich behandle sie schlecht, lügt. Aber mit Tierschützern kann man eben nicht reden.
Sind Sie ein umgänglicher Mensch?
KNIE: Ja. Aber ich umgebe mich eben nicht gern mit unehrlichen und falschen Menschen.

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Volksblatt Würzburg 23.2.2001
1878 wurde der Schweinfurter Tiergarten eröffnet. Der 2. Weltkrieg zerstörten die Attraktion.
http://www.volksblatt-wuerzburg.de/nl2view/?id=CJ8B1
http://www.mainpost.de/nl2view/?id=CJ8B1
Wenn Hans Martin an Pascha denkt, fangen seine Augen an zu leuchten. Ganz genau erinnert er sich an den Löwen, seit 1928 die große Attraktion im Schweinfurter Tiergarten. Der fast 80-Jährige war als Junge jedes Wochenende in den Wehranlagen. Heute erinnert auf dem ehemaligen Gelände an der Pfinz nichts mehr an Pascha, an die beißwütige Tigerdame, an Hyäne, Känguruh und Kakadu oder an Michael Firsching, der 34 Jahre lang die Tiere versorgte. Umso lebendiger ist der Park in der Erinnerung der Zeitzeugen, im recht umfangreichen Quellenmaterial des Stadtarchivs und in den Köpfen der Hauptschüler der Frieden-Schule, die sich ein halbes Jahr lang seiner Erforschung widmeten.
1878 gründeten Schweinfurter Bürger den Verein der Tierfreunde mit einigen Hühnern, Papageien, seltenen Tauben und Kleintieren. Ab 1904 lockten Braunbären, Äffchen, Gänsegeier und Hirsche immer mehr Besucher. Seine Blütezeit hatte der Tiergarten in den zwanziger und dreißiger Jahren. Ab 1928 waren der Löwe Pascha, ein Tiger-Paar, Leoparden, Pumas, ein Waschbär und später ein Eisbär die Attraktionen. An einem Wochenende 1938 wurden 8000 Besuchern gezählt. Aus heutiger Sicht lebten die Tiere unter unzumutbaren Bedingungen. Pascha lebte in einem nur vier Quadratmeter großen Käfig. 1941 übernahm die Stadt den Tiergarten, wollte ihn großzügig ausbauen. Der Krieg vereitelte dies. "Wegen durch Luftangriffe entstandener Schäden muss die Stadt den Betrieb einstellen", heißt es. Eine Neugründung scheiterte 1948. 1950 wurden die letzten Gebäude abgerissen.

Mainpost 23.2.2001
Der Tierpark
http://www.mainpost.de/nl2view/?id=CJ7U8
Plakate mit Fotos und Texten, Videos mit Interviews von Zeitzeugen, Tondokumente und ein Modell des Schweinfurter Tierparks im Zustand von 1929 umfasst die Arbeit der Klasse 9a der Frieden-Volksschule.
Was genau fraßen die Tiere, wieviele Besucher kamen, und warum sank die Mitgliederzahl des Vereins der Tierfreunde ab 1933? Bei der Suche nach Antworten entdeckten die Schüler etwa, dass alle Juden aus dem Verein ausgeschlossen wurden.

Volksblatt Würzburg 22.2.2001
Ergebnis nach sechs Monaten Forschungsarbeit an der Frieden-Schule
http://www.volksblatt-wuerzburg.de/nl2view/?id=CIV7K
Plakate mit Fotos und Texten, Videos mit Interviews von Zeitzeugen, Tondokumente und ein Modell des Schweinfurter Tierparks im Zustand von 1929 umfasst die Arbeit der Klasse 9a der Frieden-Volksschule für den Geschichtswettbewerb. Die Chronologie beginnt 1870 mit der Gründung und endet 2001 mit der Idee des Zeitzeugen Emil Schmitt, an der Stelle des ältesten Tierparks in Bayern in den Wehranlagen ein Denkmal zu errichten.
Was genau fraßen die Tiere, wieviele Besucher kamen, und warum sank die Mitgliederzahl des Vereins der Tierfreunde, der den Park gegründet hatte, ab 1933. Bei der Suche nach Antworten entdeckten die Schüler etwa, dass alle Juden aus dem Verein ausgeschlossen wurden.

Mainpost 22.2.2001
Es war einmal ein Tierpark
http://www.mainpost.de/nl2view/?id=CIV80
"Mir wird die Arbeit richtig fehlen.". Alexandras Begeisterung ist echt, und Rektor Rudolf Gampl strahlt. Grund ist der erfolgreiche Abschluss einer monatelangen Arbeit über den Schweinfurter Tierpark. Gestern präsentierten die 21 SchülerInnen der Klasse 9a, was sie für den bundesweiten Geschichtswettbewerb um den "Preis des Bundespräsidenten" erforscht haben. Das Thema lautete "Tiere in unserer Gesellschaft".Seit Oktober beschäftigten sich die SchülerInnen bis zu zehn Stunden pro Woche fächerübergreifend mit dem umfangreichen Quellenmaterial, das vom Stadtarchiv Schweinfurt zur Verfügung gestellt wurde. Noch spannender waren die Interviews mit den beiden Zeitzeugen, die die Klasse gefunden hatte: Emil Schmitt, Sohn des letzten Tierpflegers und der fast 80-jährige Hans Martin, der als Junge jedes Wochenende mit seinem Vater im Tierpark war.


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Natur- und Artenschutz

Bonner Rundschau 23.2.2001
Artenschutz und bedrohte Bauprojekte
http://rundschau-online.de/politik/1461519.html
Mit der Verabschiedung der Richtlinie Flora-Fauna-Habitat (FFH) haben sich die Mitgliedsländer der EU 1992 verpflichtet, lebensbedrohte Tierarten zu schützen und seltene Landschaftsgebiete auszuweisen. Bis 2005 soll es ein europaweites Netz geschützter Gebiete namens "Natura 2000" geben.
In Deutschland sorgt FFH immer wieder für Misstöne: Zum einen, weil viele Bundesländer bis heute nicht genügend Gebiete gemeldet haben - was bis 1995 hätte passieren müssen. Zum anderen, weil der Schutz von Fledermäusen und Orchideenwiesen oft für verschreckte Investoren sorgt.
Die Bahn AG musste 30 Millionen Mark investieren, um das Wohlbefinden der Großtrappe nicht zu gefährden. Folge: Die ICE-Trasse Hannover-Berlin wurde verlegt. Auch die Ostseeautobahn darf nicht auf ursprünglich geplanter Wegführung gebaut werden. Sie hätte das FFH-geschützte Peene-Tal durchschnitten.
Zuletzt sorgte in Hamburg das "Mühlenberger Loch" für Aufsehen, weil in das größte Süßwasserwattgebiet Europas das Erweiterungswerk für den Airbus A380 gebaut werden soll. Vor drei Tagen hob das Oberlandesgericht Hamburg den Baustopp auf.

ENS 22.2.2001
WWF LISTS TOP 10 MOST VULNERABLE FORESTS
http://ens.lycos.com/ens/feb2001/2001L-02-22-11.html
The World Wildlife Fund has achieved its objective of protecting 10 percent of the world's forests, but today listed 10 forests still lacking protection or management.

Deutsches Verbände Forum 24.2.2001
NABU fordert Konsequenzen aus Umweltdaten 2000
http://www.verbaende.com/news/ges_text.php3?2+5490
Der NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, die richtigen Konsequenzen aus den heute vorgestellten "Daten zur Umwelt 2000" zu ziehen. Insbesondere der im letzten Jahr angestiegene CO2-Ausstoss sei als Warnung zu verstehen, endlich mit dem nationalen Klimaschutz ernst zu machen. "Die Salamitaktik, mit der vor allem Wirtschaftsminister Müller eine ökologische Wende in der Energiepolitik blockiert, hat spätestens heute ihre negative Quittung erhalten", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. "Wenn weiterhin 130 Hektar täglich zubetoniert werden, kann Deutschland Verpflichtungen für den Natur- und Artenschutz gleich vergessen." Darüber hinaus müsse ein nationales Biotopverbundsystem festgeschrieben werden, mit dem besonders schützenswerte Arten und wertvolle Flächen vorrangig gesichert würden. Der NABU begrüßte die offensichtlichen Verbesserungen etwa beim Gewässerschutz als Belege dafür, dass man in der Umweltpolitik mit klaren Zielvorgaben und konkreten Maßnahmen viel erreichen könne.

New York, February 26, 2001 (ENS)
time and forest running out for the orangutan
http://ens.lycos.com/ens/feb2001/2001L-02-26-12.html
The world's largest natural orangutan population will be extinct in about a decade unless poaching and habitat destruction is stopped. That is the finding of research funded by the Wildlife Conservation Society (WCS), based at the Bronx Zoo.

Hamburg, February 27, 2001 (ENS)
sand muddies legal waters in german wetland fight
http://ens.lycos.com/ens/feb2001/2001L-02-27-11.html
Environmentalists and orchard growers have lost an important court decision in the battle to prevent Airbus Industrie from filling in part of Mühlenberger Loch, the largest freshwater tidal ecosystem in Europe.

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PRESSEMITTEILUNGEN

Pressemeldung Zoo Duisburg 22.2.01
(Affen-)KALLE statt Kamelle - Rosenmontag im Zoo
Keineswegs nur eingefleischte Karnevalsmuffel, sondern auch überzeugte Karnevalsjecken sei-en daran erinnert, daß der ‚wahre Karneval des Lebens' weder in verqualmten Schunkelstuben noch auf lautstarken Prunksitzungen zu finden ist, sondern 365 Jahrestage lang im Zoo! Beispielhaft sei an dieser Stelle nur auf den derzeit wohl augenfälligsten tierlichen Popkünstler hingewiesen:
AFFENKALLE nämlich ist es, das Oberhaupt einer Haremsgruppe stummelschwänziger Ur-waldpaviane mit dem Namen Mandrill, deren wildlebende Angehörige in den Wäldern Westafri-kas leider zu den hochbedrohten Tierarten zählen, gleichzeitig aber zu den farbenprächtigsten Erscheinungen im Reich der Säugetiere überhaupt.
Kein noch so phantasiereiches Karnevalskostüm - erst recht keine Karnevals m a s k e - kann AFFENKALLE die Schau stehlen; trägt er doch seine popfarbene Maskerade gleich an zwei En-den des Körpers, nämlich vorne wie hinten! Sein Gesicht ist durchzogen von grellroten, blauen, gelben und weiteren Farbstreifen, und sein leuchtendes Nasenrot hat nicht einmal die volltrunkenste Schnapsnase aufzuweisen...
Und erst das Hinterteil des Affenpaschas: eine riesige Muskelfläche von strahlend rotem Teint, besetzt mit zartgelbem Haarflaum - mit solch einem Popöchen kann garantiert nicht einmal das attraktivste Funkemariechen locken...
Es lohnt sich also allein AFFENKALLE's wegen in den Zoo zu kommen - und das selbstverständlich nicht nur an Rosenmontag! Tiere und Tierhäuser bleiben am Rosenmontag, dem 26. Februar 2001, von 8.30 bis zum Einbruch der Dunkelheit sichtbar bzw. geöffnet. Die Kassen schließen um 16.00 Uhr. Friedrich Ostenrath
Hinweis für Fotografen: Sollte sich die Gruppe der Mandrills am Affenfelsen zwischen Walari-um und Tigeranlage (aus Witterungsgründen) ins Hausinnere zurück-gezogen haben, so informieren Sie bitte das Pflegepersonal des Äquatoriums (Affenhaus) und / oder der Bongo- / Kuduanlage.

Leipzig, Pressemitteilung 25.2.01 (per Fax)
Schwerer Verlust im Leipiger Zoo - Spitzmaulnashorn "Lipsi" verstarb in den frühen Morgenstunden
Die am 24.2.92 im Zoo von Dvur Kralowe geborene und seit dem 14.6.94 im Leipziger Zoo lebende Spitzmaulnashornkuh "Lipsi" erkrankte am Samstag ganz plötzlich. Trotz sofort eingeleiteter Therapiemaßnahmen verschlechterte sich ihr Zustand weiter. Durch eine noch nicht beknnte Ursache kam es zu einem Zerfall der roten Blutkörperchen. "Lipsi" wurde am Morgen tot in ihrem Stall aufgefunden. (...)

Leipzig, Pressemitteilung 28.2.01 (per Fax)
Neuer Seebärenbulle wird getauft - Ein Wettbewerb hat ihm seinen Namen verpaßt
Am Freitag um 14 Uhr ist es soweit: Nach längerer Namenssuche kann die feierliche Taufe des neues Südafrikanischen Seebärenbullen erfolgen. Das dreijährige Tier kam aus dem Frankfurter Zoo hierher, bei seiner Beschaffung wurde der Zoo durch die Kommunalen Wasserwerke Leiptig GmbH unterstützt. Wärend der vergangenen Wochen hat sich der Bulle gut eingelebt, und am täglichen Training nimmt er auch schon mit einer kleinen Übung teil.
(...)

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Zoo und Artenschutz im Fernsehen

Do., 01.03.2001 20:15-21:50 3Sat: Ozeanische Gefühle; Drama GB 1985: Zentrales Thema: Entführung und "Befreiung" einer Seeschildkröte aus dem Aquarium des Londoner Zoos. Mit Ben Kingsley

Fr., 02.03.2001, 13:30-14:15 MDR, Zoo & Co, So weit die Hufe tragen Wh

Sa., 03.03.2001, 10:30-11:00 B-alpha, Zoo & Co., Auf Nachtsafari im Zoo (Frankfurt / Singapur) Wh

Fr., 23.02.2001, 13:30-14:00 MDR, Zoo & Co, Ein Leuchtturm vor Sansibar: Adders-Ducker Umsiedlungsprojekt nach Chumbe-Island

Fr., 23.02.2001, 02:00-02:30 ARTE, Die Geo-Reportage: Spielplatz Natur - Spielforschung bei Tieren, u.a. Waldrapps (Kurt Kotrschall), Keas (Wien / KLIVV), Schimpansen (Jane Goodall)

Fr., 09.03.2001, 13:30-14:00 MDR, Zoo & Co, Spätere Liebe nicht ausgeschlossen - Schneeleopard auf Reisen (Zoo Nordens Ark, Schweden) Wh

Fr., 09.03.2001, 20:15-21:00 N3, Eine Arche für das liebe Vieh (Haustierpark Warder / Dr. Jürgen Güntherschulze) Wh

Mo., 12.03.2001, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Pandas - Verloren im Bambuswald (auch Geschichte der Zoopandas) Wh

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Ausstellungstipps

Oldenburg, Landesmuseum für Natur und Mensch:
Aquarien und Terrarien - FENSTER ZUR NATUR
23.2. bis 11.3.2001
http://www.naturundmensch.de/

Neuss, Stadthistorische Abteilung Haus Rottels:
TRAN, SPECK UND LIPPENSTIFT - Produkte der Walfischverarbeitung
1.3. bis 29.4.2001

St. Gallen, Naturmuseum:
HAIE - GEJAGTE JÄGER
2.3.2001 bis Aug 2001
http://www.naturmuseumsg.ch/

Bad Wurzach Naturschutzzentrum:
EINHEIMISCHE NACHTTIERE
16.2. bis 22.4.2001
http://www.naturschutzzentren-bw.de/badwurzach/home.htm

Frankfurt - Naturmuseum Senckenberg:
BORSTENWÜRMER - Schillernde Bewohner der Meere
verlängert bis 11.3.2001
http://senckenberg.uni-frankfurt.de/temp/temp19/temp19.htm

Bern - Schweizerisches Alpines Museum:
DER HÖHLENBÄR
Feb 2001 bis Sept 2001
http://www.naturmuseum-olten.ch/Main/hoehlenbaer.html

Stuttgart, Expressguthalle im Hauptbahnhof Stuttgart:
INSEKTEN! Die heimlichen Herrscher
Verlängert bis 25.3.2001
http://www.w-b-p.de/Insektenstutt.html

Berlin - Bienenmuseum in der Domäne Dahlem:
75 JAHRE ARMBRUSTER-SAMMLUNG
Bienenkunde und Bienenhaltung
Noch bis Juli 2001
http://www.domaene-dahlem.de/

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Dieser Newsletter gibt einen Überblick über Artikel rund um das Thema Zoo, die in Online-Zeitungen erschienen sind. Zum Zeitpunkt der Recherche waren alle Links zu den Zeitungen gültig; leider werden die Artikel oft bereits nach wenigen Stunden in ein Archiv verschoben. Meist lassen sie sich dort mit einer Suchfunktion wiederfinden.

Aus Gründen des Copyrights, aber auch Platzgründen übernehmen wir die Meldungen nicht ganz, sondern fassen die Kernaussagen zusammen. In Einzelfällen können wir ihn aber per E-Mail versenden.

Für englische, weltweite Meldungen empfehlen wir ZooNewsDigest von Peter Dickinson. Anmelden: leeres E-Mail an:mailto:zoonewsdigest-subscribe@eGroups.com

Ihre Pressemitteilungen und Hinweise auf weitere Meldungen sind ausdrücklich erwünscht:redaktion@zoo-information.de

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Wir freuen uns über jede Form auch von kritischer Rückmeldung und über einen Besuch der Zoo-AG-Homepagehttp://www.zoo-ag.de.

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