Zoopresseschau

Zoo-AGBielefeld
http://www.zoo-ag.de

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Ausgabe 197 vom 22. Januar 2004
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse zusammengestellt von Dirk Petzold
und Dr. Martina Raffel
Artikel-Recherchen: Reinhard Hellwig
Bearbeitung Pressemitteilungen: Kirstin Adrian
ISSN 1619-6643

Liebe Leser,
 
die Meldungen werden auch diese Woche wieder vom Safaripark Gänserndorf dominiert (allerdings nahezu ignoriert von deutschen Zeitungen).
Nun gibt es begründete Hoffnung, daß eine neue Betreibergesellschaft den Park mit neuem Konzept weiterführen kann.
Immerhin handelt es sich um die bei weitem größte tiergärtnerische Einrichtung, der in Mitteleuropa im letzten Jahrzehnt die kontrete SChließung droht.

Heute feiert der chinesische Raum Neujahr und den Beginn des Jahrs des Affen. Das soll besonders glücksverheißend sein - hoffen wir es für die zahlreichen hoch bedrohten Affenarten in der Region. Die erste Meldung ist dazu nicht unbedingt angetan:

eBund - 22. Jan. 2004
China begrüsst das neue Jahr des Affen
Ein Tierpark verpasste seinen Affen zur Feier des Tages eine rot-gelbe Tönung. Die Tiere seien vor dem Anstrich betäubt worden, sagte ein Sprecher des Safari-Parks in Shenyang. Der Vizedirektor beteuerte, die Tiere hätten auf die Färbung «ganz normal» reagiert. Die Tönung schade ihnen nicht. Tierschützer kündigten Untersuchungen an.

Trotz erster Zusagen (Danke!), nochmals der Aufruf von letzter Woche:
Die 200. Ausgabe der Zoopresseschau steht vor der Tür. Wir würden gerne wieder ein Preisrätsel veranstalten - nur fehlen dafür noch die Preise. Vielleicht möchte ja der eine oder andere Zoo oder Verband etwas zur Verfügung stellen?
 

Dirk Petzold


in der Schweiz

  Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

Salzburger Nachrichten - 16. Jan. 2004
Erste Interessenten für Safaripark Gänserndorf
Die Zukunft des Safariparks Gänserndorf ist noch ungewiss, die Hoffnung auf ein Weiterbestehen scheint jedoch berechtigt. Bürgermeister Johann Karl bestätigte am Donnerstag, dass sich "erste seriöse Interessenten" gemeldet hätten. Strategien, wie man die Besucherzahl des Safariparks wieder ansteigen lassen könnte, seien aber nur schwer umzusetzen. Safaripark-Vorstand Peter Scheifinger kündigte unterdessen an, dass der Konkursantrag entweder am Freitag oder am Montag gestellt werde. Die Gesamtschulden belaufen sich auf 4,7 Mio. Euro. Die 64 Mitarbeiter des Safari-Parks wollen mit dem Austritt aus dem Unternehmen noch ein paar Tage warten. Für die Tiere sei noch genügend Futter vorhanden, eine Amtstierärztin habe bereits eine Bestandsliste erstellt, so Scheifinger. Die von Bürgermeister Karl angesprochenen Interessenten sieht Scheifinger nicht. Das Land Niederösterreich sowie die Pharmafirma Baxter hätten es nun in der Hand, den Park und die Tiere zu retten.

Kleine Zeitung - 16. Jan. 2004
"Ähnliche Situation wie in Herberstein vor zehn Jahren"
Andreas Kaufmann, Leiter des Tierparks Herberstein, wirkt nicht überrascht von der Nachricht des Konkurses des Safariparks Gänserndorf. "Die gesamte Infrastruktur dort ist hoffnungslos veraltet, zudem werkte in Gänserndorf in den letzten Jahren eine Führungsmannschaft ohne entsprechende Qualifikation", spart Kaufmann nicht mit Kritik. Gänserndorf sei eine "zusammengewürfelte Ansammlung von Tieren", er vermisse ein klares Konzept. "Die sind in einer ähnlichen Lage wie Herberstein vor zehn, zwölf Jahren. Da muss man jetzt viel Geld in die Hand nehmen, will man was Ordentliches zustandebringen", ist Kaufmann überzeugt. Dass die 850 Gänserndorfer Tiere nun auf andere Tierparks verteilt werden, sei zwar möglich, so Kaufmann, er schätze aber eher, dass der Safaripark mit einem neuen Konzept weitergeführt werde.

NÖN Online - 16. Jan. 2004
Spende für Safaripark
Der Konkurs des Safariparks Gänserndorf hat für die 64 im Park beschäftigten Mitarbeiter längst weit reichende Konsequenzen. Sie sind nicht nur von Arbeitslosigkeit bedroht, sondern haben auch schon längere Zeit keinen Lohn mehr erhalten. Besonders schwer betroffen sind fünf Bedienstete. Ihnen wurden heute von der Volkshilfe und den SP-NÖ-Frauen 1.700 Euro übergeben. "Mit der Spende wollen wir schnell und unbürokratisch helfen, auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist", sagten die Vertreterinnen der beiden Organisationen. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch andere Vereine sich der Aktion anschließen und somit die Leistungen der Mitarbeiter würdigen, die ein großes Herz für Tiere haben."

Kurier - 17. Jan. 2004
Gänserndorf: Neustart der Safari
An einen Neustart für den Safaripark Gänserndorf mit Hilfe des Landes glaubt SP-NÖ-Klubobmann Hannes Weninger. Da die Weiterführung ein Niederösterreich-Anliegen sei, dem sich niemand verschließen könne, streben die NÖ Sozialdemokraten im Vorfeld der Landtagssitzung am 29. Jänner einen Vier-Parteien-Antrag an. Grundvoraussetzung für einen zukünftigen Erfolg sei eine solide wirtschaftliche Führung, eine neue Marketingstrategie und die Kooperation mit anderen Tourismuseinrichtungen in der Marchfeld-Region. Bis zum Vorliegen eines neuen Betreiberkonzeptes werde alles unternommen, um die 64 Beschäftigten nicht im Stich zu lassen und die 850 Tiere gut zu versorgen.

Tiroler Tageszeitung Online - 18. Jan. 2004
Safaripark Gänserndorf: Baxter arbeitet an Sanierungskonzept
Man habe bereits begonnen, "mit einer Reihe potenzieller Partner an einem zukunftsträchtigen Konzept zu arbeiten". Ziel sei es, möglichst allen Tieren eine sorgenfreie Zukunft in einem artgerechten Umfeld zu sichern. "Dafür wird natürlich ein neues Management eingesetzt werden müssen, das im Unterschied zur bisherigen Safaripark-Leitung professionell und kompetent vorgeht", sagte Baxter-Vorstandssprecher Peter Mateyka. "Es wäre am Management des Safariparks gelegen, durch entsprechende Marketing-Maßnahmen vom Affenhaus zu profitieren", sparte Mateyka nicht mit schwerer Kritik am ehemaligen Partner. "Hätten wir gewusst, dass der Safaripark so schlecht dasteht und das Management so inkompetent ist, hätten wir uns für einen andern Zoo entschieden." Die vom ehemaligen Geschäftsführer Georg Scheifinger erhobene Behauptung, das Affenhaus sei schuld an der finanziellen Misere des Safariparks, sei laut Mateyka "entschieden" zurückzuweisen. Immerhin hat Baxter neben der laufenden Affenpension insgesamt fast sechs Millionen Euro in das Bauprojekt Affenhaus investiert. Ein Konkurs des Safariparks ändere jedoch nichts am Engagement des Pharmakonzerns für die 43 Schimpansen. Überaus empört reagierte der Baxter-Sprecher auf "die wiederholte Behauptung der ehemaligen Geschäftsführung des Safariparks", die Tiere müssten im Krisenfall eingeschläfert werden: "Wir lehnen es ab, dass mit dem Leben von hunderten Tieren gespielt wird und Notschlachtungen als Rute ins Fenster gestellt werden, um an zusätzliches Geld heran zu kommen. Nicht nur, dass der Safaripark damit wieder einmal gegenüber Baxter vertragsbrüchig ist, es wirft auch ein bezeichnendes Licht auf die Tierliebe der bisherigen Zoobetreiber."

Die Presse.com - 19. Jan. 2004
Heute wird Konkurs angemeldet
Heute wird die Geschäftsführung des Safariparks Gänserndorf den Konkurs anmelden. Der Safaripark hat 4,7 Mio. Euro Schulden und ist seit Monaten zahlungsunfähig. Der Masseverwalter wird dann entscheiden, ob der Safaripark während des Verfahrens weiter geführt wird. Der Geschäftsführer des Safariparks Gänserndorf, Georg Scheifinger,  wird zurücktreten. Die Zukunft der mehr  als 60 Mitarbeiter ist unsicher. Vorerst ist die Versorgung der Tiere sichergestellt. Das Land Niederösterreich hat die Fütterung garantiert.

Wiener Zeitung - 20. Jan. 2004
Safaripark Gänserndorf soll gerettet werden
Am Montag ist nun endgültig der Konkurs über den Safari- und Abenteuerpark Gänserndorf GmbH eröffnet worden, aber eine Rettung scheint nun doch wieder möglich: Es wird eine Gesellschaft geben, die zur Weiterführung Gelder zur Verfügung stellen wird, verkündete Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll nach Gesprächen mit Experten.

Salzburger Nachrichten - 19. Jan. 2004
Safaripark Gänserndorf hat Konkurs angemeldet
Der Safaripark Gänserndorf hat am Montag am Landesgericht Korneuburg Konkurs angemeldet. Die Schulden des Safariparks betragen nach Angaben der Geschäftsführung des Unternehmens 4,7 Mio. Euro. Indes erklärte Landeshauptmann Pröll: "Der Safaripark Gänserndorf darf nicht sterben." Es sei im wirtschaftlichen und touristischen Interesse, die Existenz des Tierparks zu bewahren. Aus diesem Grund habe er, so Pröll, Wirtschaftslandesrat Gabmann (V), Eco Plus (Niederösterreichs regionale Entwicklungsagentur) und "ernsthafte Partner" zu einem "Rettungsgespräch" geladen. Es handelt sich bereits um das zweite Insolvenzverfahren in der Unternehmensgeschichte. Die damalige Safari-Park BetriebsgesmbH und Co KG hatte im Jänner 1986 den Ausgleich angemeldet, im November des selben Jahres kam es zum Konkurs, der mangels Kostendeckung im September 1989 wieder aufgehoben wurde. Laut KSV wird der Masseverwalter nun kurzfristig die Frage zu klären haben, ob das Unternehmen Safaripark Gänserndorf weitergeführt werden kann. Die "Besonderheit dieses Falles" liege darin, dass etwa 850 Tiere in die Konkursmasse fallen. Deren weiteres Schicksal werde "maßgeblich davon abhängen, ob es dem Masseverwalter gelingt, die Finanzierung des Fortbetriebes zu bewerkstelligen".

Kleine Zeitung - 19. Jan. 2004
Safaripark Gänserndorf soll am Standort bleiben
Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll hat am Montag zur Rettung des Safariparks Gänserndorf eine Expertenrunde nach St. Pölten geladen. Laut Pröll wurde die Gründung einer Gesellschaft vereinbart, die zur Weiterführung Gelder zur Verfügung stellen wird. Ihr gehören die Österreichische Zoo-Organisation, das Pharma-Unternehmen Baxter und die regionale Entwicklungsgesellschaft Eco Plus an. Weiters wird die Gesellschaft bis Februar ein Grobkonzept zum Fortbestand des Safariparks am Standort und der damit verbundenen Attraktivierung erstellen. Die Partner seien "muskulös", verwies Pröll auf international anerkannte Experten wie den als Mitglied der Zoo-Organisation anwesenden Schönbrunn-Direktor Helmut Pechlaner. "Schwierig" könnte die Rettung dann werden, wenn sich herausstellt, "dass noch mehr finanzielle Leichen im Keller liegen". Nach den Worten von Pröll ist es noch zu früh, über ein neues Management zu sprechen. Die personelle Besetzung könnte sich aber aus dem Expertenkreis rekrutieren. Pechlaner erklärte dazu, es gehe darum, das Know-how der österreichischen Zoos einzubringen, um den Safaripark auf diesen Level zu bringen. Er selbst sei mit der Leitung von Schönbrunn und den Marchfeldschlössern ausgelastet. Denkbar ist laut Pröll eine Kooperation und gemeinsame Werbung mit den in Revitalisierung begriffenen Marchfeldschlössern, so dass beide touristischen Ziele die Region beleben könnten.

NÖN Online - 21. Jan. 2004
Spendenkonto für Safaripark eingerichtet
Der im Konkursverfahren über die Safaripark Gänserndorf GmbH zum Masseverwalter bestellte Korneuburger Rechtsanwalt Ferdinand Bruckner hat ein Spendenkonto eingerichtet. Er verwies am Mittwoch darauf, dass in seiner Kanzlei bereits Gelder eingegangen seien. Nunmehr ersucht Bruckner um Überweisung auf das Konto 338 5002 0000 bei der Volksbank Donau Weinland (BLZ: 44820) unter dem Titel "Rettet den Safari-Park".

Der Standard - 21. Jan. 2004
Der Wurm im Safaripark
Nur drei Stunden nach dem Konkursantrag trat die Runde möglicher Sanierer in Prölls Büro zusammen. Eine Weiterführung des Unternehmens würde sie jetzt auch um einiges billiger kommen als zuvor. Seit der Masseverwalter in Gänserndorf das Sagen hat, werden Löhne und Gehälter - ausständige oder aktuell zu zahlende - von Insolvenzausgleichsfonds übernommen. Zudem ist es bekanntlich Ziel eines Insolvenzverfahrens, das Unternehmen zu entschulden: Freie Bahn alsdann für neue Macher, die sich noch dazu als Tierretter profilieren konnten.

Der Standard - 21. Jan. 2004
Safaripark: Masseverwalter wartet auf Geld
Der "Zugang für Besucher" im Gänserndorfer Safaripark werde gesperrt: Das kündigte am Dienstag Masseverwalter Ferdinand Bruckner an, jener Rechtsanwalt, der seit Konkursantrag vom Montag über die Geschicke des Freilandzoos bestimmt. Überhaupt sei ihm derzeit nicht klar, wie die laufenden Kosten des Betriebs gedeckt werden sollten, erläutert Bruckner. Grund dafür: Der Ankündigung des Landes und der Pharmafirma Baxter, dem Safaripark zur Überbrückung vorerst insgesamt 157.000 Euro zur Verfügung zu stellen, sei "noch keine Zusage" gefolgt. Außer "privater Geld-und Heizölspenden" gebe es derzeit nichts Konkretes. Am Mittwoch wird in Gänserndorf eine Betriebsversammlung stattfinden.

NÖN Online - 22. Jan. 2004
Safaripark ab heute geschlossen
Der Safaripark wird ab Donnerstag, für Besucher geschlossen, Tierpflege und Fütterung laufen weiter.
Für die Versorgung der Tiere bleiben 30 Beschäftigte, die daher bereits ab Ende Jänner ihr Geld bekommen. Rund zwölf Personen, die durch die Teilschließung nicht mehr benötigt werden, würden ihren Austritt erklären. Zwar seien ihre Ansprüche gesichert, eine Garantie für eine Wiedereinstellung bei einem Fortbestand des Safariparks könne es aber nicht geben. Es sei traurig, dass nun doch Arbeitsplätze verloren gingen.
In Konsequenz der Konkurseröffnung über die Safari- und Abenteuerpark GmbH wurde am Mittwochnachmittag in Gänserndorf eine Betriebsversammlung abgehalten. Bis Mitte Februar sollten alle ausstehenden Gehälter auf den Konten sein, freute sich AKNÖ-Vizepräsident Roland Sperk. Wie er im Anschluss an die Versammlung im APA-Gespräch erläuterte, wurde diese rasche Vorgangsweise mit dem Masseverwalter, Rechtsanwalt Ferdinand Bruckner, vereinbart (ein bei diesem Szenario üblicher Zeitraum wäre laut Sperk bis Mitte April).
Nach den Worten von Sperk sei alles getan worden, um die Ansprüche der 64 Beschäftigten zu wahren. Nun liege es an der Politik, die Zukunft des Unternehmens zu gestalten.



Grafschafter Nachrichten - 20. Jan. 2004
Tierschutz Initiative stellt Arbeit in Nordhorn auf breite Basis
"Für den hochbedrohten Drillaffen brechen bessere Zeiten an." Das hofft Thomas Berling, Geschäftsführer des Nordhorner Tierparks. Der Familienzoo war am Sonnabend Treffpunkt eines tatkräftiger Kreises von Freunden des Drillaffen aus ganz Deutschland. Mit dem Arbeitstreffen wird die bislang private Initiative des Dortmunder Tierpflegers Roland Wolf, die bundesweit bislang rund 70.000 Euro an Spenden zusammengetragen hatte, damit auf eine breitere Basis gestellt. Im Jahr 1993 wurde nahe am Verbreitungsgebiet des Drill, in Calabar Cross River State in Nigeria, durch die amerikanische Biologin Liza Gadsby und ihrem Partner Peter Jenkins das "Drill Rehabilitations and Breedingcenter", kurz Pandrillus, gegründet. Dort werden verwaiste Drillbabys medizinisch versorgt und aufgezogen. "In den vergangenen zehn Jahren wuchsen hier rund 60 Drillkinder zu prächtigen Affen heran, die sich bereits erfolgreich vermehrt haben", weiß Berling. Ein Großteil der Tiere ist mittlerweile in großen Trainingsgehegen in den Afi-Mountains zu Hause, um von dort aus in Zukunft wieder in die Natur entlassen zu werden. Das Projekt wird fast ausschließlich durch Spenden finanziert. Viele Mitarbeiter und Förderer der deutschen "Drillzoos" Hannover, Stuttgart, Saarbrücken und Wuppertal unterstützen die bisherige Aktion "Rettet den Drill".

Die Gründungsversammlung wählte folgenden Vorstand:

1. Vorsitzender Carsten Knott (Frankfurt/ Kronberg), 2. Vorsitzender Roland Wolf (Dortmund), Schriftführer Kathrin Paulsen (Hannover), Kassenwartin Dr. Heike Weber (Nordhorn). In den erweiterten Vorstand wurden Tony Kerchaw (Hamburg) und Carsten Zehrer (Hannover) gewählt.
>natürlich ist es keine Tier-, sondern Artenschutz-Initiative...

Berliner Zeitung - 21. Jan. 2004
Tierische Sorgen
Der Zoologische Garten und der Tierpark Berlin wollen angesichts der jüngsten Sparvorschläge des Senats ihre Einnahmen erhöhen. Vor allem aus den Reihen der Tierpfleger gibt es Vorschläge, wie man mit Veranstaltungen mehr Besucher anlocken könnte. "Allerdings scheitern wir damit an der Geschäftsleitung", sagt Mario Cohn, der Betriebsratsvorsitzende des Tierparks Berlin. Jüngsten Zahlen zufolge sollen dem Tierpark dieses Jahr 380 000 Euro gekürzt werden, für nächstes Jahr ist die Rede von 760 000 Euro. Der Zoo bekommt dieses Jahr 120 000 Euro und im nächsten 240 000 Euro weniger. Die Kürzung der Zuschüsse könnten sie durch ein originelles Marketing ausgleichen. "Es ist ein Kinderglaube anzunehmen, dass unsere Einrichtung in jedem Jahr drei Millionen Besucher anziehen kann", sagt aber Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz. Mit Konzerten, Festen und Führungen gebe es im Tierpark schon viele Zusatzveranstaltungen. Unterm Strich sind das sogar mehr als im Zoologischen Garten. Der wiederum hat aber mit Candlelight-Diner im Aquarium und Nachtführungen für Kinder das wesentlich attraktivere Programm zu bieten. Blaszkiewitz sagt aber, "dass wir in erster Linie Tiere zeigen und züchten". Einen großen Spielplatz schlagen Mitarbeiter vor, von Kinderfesten zwischen Raubkatzen und Geiern ist die Rede, von Führungen mit Pflegern und von Tierparaden, bei denen der Nachwuchs präsentiert wird. In der Tat gibt es im Tierpark Platz, der besser ausgenutzt werden könnte. Einen Arbeitskreis, in dem Ideen zur Vermarktung gesammelt und umgesetzt werden könnten, haben Arbeitnehmer vorgeschlagen - vergeblich. Bei der Zoo-Aktiengesellschaft, zu der auch der Tierpark gehört, wird unterdessen über eine ganz andere Lösung des Finanz-Problems nachgedacht. "Wir haben noch einen Joker", sagt Vorstandsmitglied Heiner Klös. Als die Aktiengesellschaft den Tierpark 1992 vom Land Berlin übernahm, wurde eine Rückgabeoption vereinbart. "Wenn sich an den Kürzungen nichts ändert, müssen wir überlegen, ob wir den Tierpark zurückgeben", sagt Klös. "Dann kann sich Herr Sarrazin überlegen, ob er Tierpark-Direktor wird." Die Arbeitnehmer können sich auch einen Direktor für beide Einrichtungen vorstellen. Bernhard Blaszkiewitz ist dafür im Gespräch. Auch Heiner Klös hat Ambitionen, gibt aber zu bedenken: "Ein Posten weniger bringt uns auch nicht weiter."

TAZ - 22. Jan. 2004
Hinterwäldler weiter im Exil
Trotz aller Bemühungen: Die Arche Warder musste jetzt mitteilen, dass der Tierpark, der sich der Erhaltung alter Haus- und Nutztierrassen widmen soll, erst im Mai wieder seine Tore öffnen wird - einen Monat später als geplant.
Auf dem Gelände südlich von Rendsburg hatte der Zoologe Jürgen Güntherschulze seit 1989 rund 150 seltene Tierrassen aus aller Welt gezüchtet: von der Altdeutschen Schwarzbunten über Pommernenten bis hin zu Wasserbüffeln. Als er Insolvenz anmelden musste, engagierte sich Greenpeace, um das genetische Erbe dieser Tiere für die Landwirtschaft zu retten. Die Greenpeace Umweltstiftung und der Verein Arche Warder kauften den Tierpark. Nun soll er so weit flott gemacht werden, dass ein Großteil der Betriebskosten aus Eintrittsgeldern bestritten werden kann.
So baut der Verein eifrig neue Eingangsgebäude, zieht kilometerweise Zäune, errichtet neue Unterstände und pachtet Grundstücke hinzu. Um die Tierdichte und damit den Parasitenbefall zu verringern, wurde ein Teil der Tiere über den Winter ausquartiert oder verkauft.
Den vorerst umgesiedelten Tieren gehe es gut. Einige hätten sogar Nachwuchs.

Sächsische Zeitung - 17. Jan. 2004
Stolz auf Fischotter, Nandu, Krötenlaubfrosch
Sie wurden gewogen, sie wurden gemessen, gezählt und insgesamt für gut befunden – die Tiere des Hoyerswerdaer Zoos. „1.194 Individuen in 150 Formen wohnten per 31. Dezember 2003 in rund 55 Tierunterkünften unseres Zoos, davon 195 Säugetiere, 273 Vögel, 74 Kriechtiere, 127 Lurche, 342 Fische, 180 Insekten und drei Spinnentiere“, weiß Zoodirektor Dr. Werner Jorga zu berichten. Beim Nachwuchs ist der Zoochef besonders stolz auf den Fischotter, der Anfang November geboren wurde. Erstmalig gab es in Hoyerswerda auch Nachwuchs bei den Nandus. Eine weitere Premiere war bei den giftigen Krötenlaubfröschen im Tropenhaus zu verzeichnen. Im Jahr 2003 mit seinen vielen heißen Tagen besuchten immerhin 111.080 Zoofreunde die Einrichtung.

Sächsische Zeitung - 17. Jan. 2004
Neues von Drumbo, Kater Charles und Sid
Nun ist es amtlich! 508.000 Besucher unternahmen im Vorjahr einen Rundgang im Dresdner Zoo - 60.000 Gäste mehr als 2002. Die ersten Tage im neuen Jahr können insofern kein Maßstab sein, als wir allenfalls bedingt ein zoofreundliches Wetter hatten. Gegenwärtig kommen täglich 300 bis 400 Besucher.
Die Frage, ob Elefantendame Drumbo Mutterfreuden entgegensieht, dürfte nun bald eine Antwort finden. Vielleicht schon in einer Woche könnte der Bescheid des Berliner Instituts für Zoo- und Wildtierforschung vorliegen. Ein endgültiger Termin steht noch nicht fest. Vorerst muss Dresden weitere Blut- und Urinproben von Drumbo in die Hauptstadt liefern.

Hamburger Abendblatt - 17. Jan. 2004
Antreten zum Zählen und Wiegen
Alle Zoos müssen es machen. Jedes Jahr das gleiche, wunderbare Spektakel: Inventur im Tierpark. Da wird wochenlang gezählt, gemessen und gewogen. Frankfurt, Hannover, London haben es schon hinter sich, Hamburgs Tierpark Hagenbeck rüstet sich noch. Hier werden frühestens Ende Februar Zollstock und Waage rausgekramt. Rechtzeitig zum Saisonstart kann der Zoo dann den aktuellen Tierbestand der derzeit rund 2500 Tiere aus 350 Arten bekanntgeben.

Ostsee Zeitung - 20. Jan. 2004
Besucher-Hoch im Tierpark
Erst am 14. Januar sind sie geboren worden, und knapp eine Woche später stehen sie schon im Rampenlicht. Jenen beiden Böcke, die zur Rasse der Rauwolligen Pommerschen Landschafe gehören und nun die jüngsten Bewohner des Sassnitzer Tierparkes sind. „Bis März erwarten wir noch etwa 25 Jungtiere bei den Ziegen und Schafen“, weiß Leiterin Kerstin Block zu berichten. Sie kann auf ein erfolgreiches Jahr 2003 zurückblicken. „35.063 Besucher hatten wir in dem Jahr.“ Im Jahr 2002 waren es 31.762, 2001 waren es 26.000.

Sächsische Zeitung - 20. Jan. 2004
Vom wohligen Grunzen der Sau
Klein ist er wirklich, der Naturschutz-Tierpark Görlitz, mit seinen gerade mal fünf Hektar Fläche, und „süß“ außerdem, wenn man dem Eintrag einer Amerikanerin in das Gästebuch des Tierparks Glauben schenken darf. An Einfällen und Aktivitäten mangelte es dem Tierparkteam im zurückliegenden Jahr wirklich nicht. Ein Blick auf die Veranstaltungsliste mit österlichem Mistkarrenrennen der Apotheker, mit Experten-Wolfsgeheul zu Pfingsten oder mit der Wahl des schönsten sächsischen Esels im herrlichen Herbst belegt dies ebenso wie die einzige Live-Kamera aus einem Storchennest in Sachsen oder die Betreuung der Dohlenkolonie in Hagenwerder. Leider ging das Tierparkjahr nicht gänzlich ohne Sorgen ab. So starben aus bisher immer noch ungeklärter Ursache zwei Gänsegeier ganz plötzlich und auch der junge Kamelhengst kurz nach der Geburt. Die Görlitzer Bürger besuchten ihren Tierpark im zurückliegenden Jahr sehr zahlreich (mit 75 000 ein Plus von 7 Prozent gegenüber 2002).

Nassauische Neue Presse - 21. Jan. 2004
Opel - Zoo : Elefantenbulle Ali gestorben
Große Bestürzung und tiefe Trauer im Kronberger Opel-Zoo. Ali ist tot. Der einzige Elefantenbulle des Tierparks ist gestern nach Informationen der Zoo-Leitung an Kreislaufversagen gestorben. Der 23-jährige afrikanische Elefant war für eine Fußpflege in Narkose versetzt worden und erlitt dabei einen Kreislaufzusammenbruch, von dem er sich nicht mehr erholte. Ali, im Jahr 1981 in Simbabwe geboren und eines der bekanntesten Tiere des Kronberger Tierparks, kam 1983 in die Burgstadt. Mit annähernd 3,5 Metern Höhe und etwa 6000 Kilo Gewicht war er der größte Elefantenbulle Europas.

sz-online - 21. Jan. 2004
Zu viel Schnee - Zoo blieb zu
Für Wintersportfreunde ist die weiße Pracht ein wahrer Segen. Für die Freunde des Chemnitzer Tierparks nicht unbedingt. Denn: Gestern blieb das zehn Hektar große Gelände des bei Jung und Alt beliebten Ausflugziels kurzerhand geschlossen. „Wir konnten die Sicherheit der Besucher aufgrund der Schneemassen einfach nicht gewährleisten. Besonders die Wege zu den einzelnen Gehegen konnten nicht komplett freigeräumt werden“, erklärt Anja Dube. Die Biologin weiter: „Den Tieren aber geht es ausgezeichnet.“

 



Planung und Bau 
 
Frankfurter Neue Presse - 16. Jan. 2004
Bauernhof im Opel-Zoo
Als neue Attraktion will der Opel-Zoo in Kronberg im Taunus einen «Hessischen Bauernhof» eröffnen. Dort sind vom Frühjahr an unter anderem ein neues Stallgebäude für Ponies, eine Futterküche und einen Brut- und Aufzuchtraum zu sehen. Wegen ungesicherter Finanzierung werde mit den Arbeiten für die «Afrika Savanne» in diesem Jahr voraussichtlich noch nicht begonnen. Es werde noch nach Spendern und Sponsoren gesucht, sagte Kauffels. Insgesamt sollen in die geplanten Anlagen für Zebras, Giraffen, Elefanten, Flusspferde und andere afrikanische Tiere etwa 5 Millionen Euro investiert werden.

Budapester Zeitung - 19. Jan. 2004
Besucht Nemo!
Der Budapester Zoo ist um eine Attraktion reicher: Nach einer langjährigen Bauphase wurde vor einigen Tagen eine Anlage mit insgesamt 27 Aquarien eröffnet.
Das vorläufige Aus für das Aquarium brachte der Zweite Weltkrieg. Bei den Kämpfen um Budapest wurde die Anlage schwer in Mitleidenschaft gezogen. Es dauerte nach Kriegsende zehn Jahre, bis Zoobesucher wieder in den Kellertrakt des Palmenhauses zu den Aquarien gelassen werden konnten. 1973 musste das Gewölbe wegen des schlechten statischen Zustands erneut für den Besucherverkehr gesperrt werden und konnte erst 1984 nach dreijähriger Renovierung wieder aufmachen. 1996 musste der Keller wieder dichtgemacht werden. Die Renovierungsarbeiten zogen sich in den folgenden Jahren stark in die Länge. Ein Grund dafür waren die, gemessen am Budget des Zoos, immens hohen Kosten. Die Investitionen in Gebäude und Technik haben letztlich fast 400 Millionen Forint verschlungen. Dazu kommen weitere 69 Millionen Forint einmalige Kosten für die Tiere und für die erstmalige Bereitstellung des Salzwassers. Das Kellergewölbe kann durch das Palmenhaus am Südende des Parks betreten werden. Ein extra zu lösendes Ticket für 200 Forint berechtigt zum Besuch sowohl des Tropenhauses als auch der darunter liegenden Aquarienanlage. "Erst im Juni wird der Tierbestand seine Sollstärke erreicht haben", kündigt Pressesprecherin Alexandra Fodor an. Bis dahin treffen fast täglich via Lufthansa, der einzigen verfügbaren Fluglinie, die einen derartigen Service anbietet, neue Tiere in Budapest ein - meistens in der Nacht. Der ganze Trakt kann auch für externe Veranstaltungen als originelle Lokalität gemietet werden.

Freie Presse - 15. Jan. 2004
Aue: Blumen für die Zoo-Gäste
Die Mitarbeiter des Tierparks Aue haben genug zu tun. So soll in diesem Jahr eine Sackgasse zum Rundweg erweitert werden, der am Stall der winzigen Dahome-Rinder vorbeiführt. Und wenn die Besucher dort entlangspazieren, möchte Tierpark-Chef Christian Schroller auch das Gelände an dieser Stelle verschönern. „Wir könnten einen Übergang zur Kleingarten-Anlage nebenan schaffen“, sagt er und denkt dabei an einen Bauerngarten. Gerade wurde das Wolfsgehege abgerissen, und es entsteht eine Heimstatt für Kaninchen und Tauben. Am Ende soll alles zusammen einen in sich abgeschlossenen Bereich für Haustiere ergeben. Der Clou: Die einzelnen Gehege sind untereinander verbunden, so dass man die Tiere auch von einer Koppel in die nächste dirigieren kann. Die Weißbüschel-Äffchen erhalten die Möglichkeit, aus ihrem Haus zu klettern und den Menschen quasi vor der Nase herumzuturnen. Mit Mausmakis ziehen die kleinsten Halbaffen der Welt ein, und auch die winzigsten Primaten, die Zwergseiden-Äffchen, sollen bald im Auer Mini-Zoo vertreten sein.

F.A.Z. - 20. Jan. 2004
Im Aufzug durchs Korallenriff
Das Interesse am größten zylindrischen Aquarium der Welt, das mit 14,02 Metern auch noch die größte Wassertiefe aufzuweisen hat, wurde in den vergangenen Monaten ordentlich angeheizt. Das Dom Aquarée ist ein Multifunktionsbau mit Hotel, Büros, Restaurants und Konferenzzentrum, acht Geschosse hoch, eine Blockrandbebauung unter maximaler Ausnutzung des Grundstücks. Nichts Aufregendes im neuen Berlin-Mitte. Und dennoch strömt das Publikum, denn Sea Life, eine Freizeitattraktion mit 30 als Dioramen herausgeputzten Süß- und Salzwasserbecken, hat im Erdgeschoß eröffnet, und der Höhepunkt des Rundgangs ist die Fahrt mit dem Aufzug durch den Aqua Dom. Der riesige Glaszylinder erhebt sich sechs Geschosse hoch im Lichthof des Gebäudes, der zum Teil als Lobby des Radisson dient. International Concept Management (ICM) aus Junction/Colorado beherrscht als einziges Unternehmen die Technik, solche Aquarien fugenlos aus Acryl zu bauen. Daher mußten die zwölf Einzelteile (Paneele) des äußeren und die drei Teile des inneren Zylinders in Übersee gegossen, in Form "gebacken", in Stahlrahmen gespannt und auf dem Seeweg nach Berlin gebracht werden.
> ausführlicher Bericht über den Bau des Aquariums

Hamburger Abendblatt - 22. Jan. 2004
Die Wasserwelt entdecken
Es geht uns nicht nur darum, dass die Menschen sich über bunte Fische freuen. Wir wollen mehr", betont Dr. Stephan Gollasch. Der Meeresbiologe arbeitet seit 1997 gemeinsam mit rund 20 Experten daran, ein Ozeanarium für Hamburg zu schaffen. In diesem Bau wollen die Initiatoren ein imposantes Aquarium und ein spannendes Science-Center zu einem "Themenpark der Meere" vereinen, der durch museale Elemente abgerundet wird.
Das sei europaweit einzigartig, sagt der Meeresbiologe. In Hamburg sollen auf knapp 32 000 Quadratmetern, in vier Hauptbecken mit etwa 4,5 Millionen Litern Wasser die Unterwasserwelt des Hamburger Hafens, das Wattenmeer, die Nordsee sowie das tropische Meer mit seinen Riffen möglichst naturgetreu gestaltet werden. "Das Licht wird im Tagesrhythmus und saisonal gesteuert, so dass die Tiere auch in ihrem natürlichen Biorhythmus bleiben", erläutert Stephan Gollasch und ergänzt: "Wir wollen die Tiere artgerecht halten. Wir werden daher keine Meeressäuger zeigen und keine Tiere die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen. Bei der Auswahl der Tiere werden wir darauf achten, dass diese eine eher stationäre Lebensweise bevorzugen."
"Wir können uns vorstellen, dass im Aquarium Diplomanden, Doktoranden oder Wissenschaftler der Uni Hamburg Verhaltensforschung betreiben und damit auch Standards für eine artgerechte Haltung erarbeitet werden", sagt Stephan Gollasch.
Doch es geht nicht nur um Forschung. Ähnlich wie im "Universum" Science Center Bremen sollen auch in Hamburg die Besucher die Unterwasserwelt praktisch erkunden können.
"Wie in Vancouver möchten wir zudem die Hamburger Schüler und Lehrer dafür begeistern, sich bei uns auch fortzubilden", sagt Frank Eyssen. So sei geplant, in das Ozeanarium auch ein Schul- und Profilabor zu integrieren.
Ob aus diesen anpruchsvollen Plänen Wirklichkeit wird, wird sich wahrscheinlich in diesem Jahr entscheiden. Ihre Bewerbung für das Ozeanarium haben die Initiatoren bei der für die Entwicklung der Hafencity verantwortlichen Gesellschaft für Hafen- und Standortentwicklung (GHS) eingereicht. Die private Betreibergruppe, die bislang bereits den Planungsprozess finanziert hat, steht auch bereit, das Ozeanarium zu betreiben. "Wir sind zuversichtlich, dass unser Ozeanarium bis 2009 Realität wird", sagt Dr. Stephan Gollasch.




Aktionen 
 
Norddeutsche Neueste Nachrichten - 17. Jan. 2004
Wie die Wissenschaft bei den Tieren abguckt
"Alles nur geklaut" - so ist das mit den meisten Erfindungen. Wie man gute Ideen im Tierreich abgucken kann, das verrät seit gestern der Rostocker Zoo in seiner Darwin-Box. Unter dem Jahresmotto "Wie ein Fisch im Wasser" widmet sich die Einrichtung diesmal vor allem jenen Lebewesen, die in Meeren, Flüssen oder Seen zu Hause sind. Von Mai bis September folgt Ausstellungsteil Nummer zwei: "Glänzende Ideen - Haitec im Schiffs- und Flugzeugbau". Am Ende des Jahres dreht sich alles um "Patente Lösungen - Oberflächenbewuchs im Meer". Und schließlich plant die Mannschaft in der Darwin-Box auch aktuelle Forschungsprojekte aus der Region, wie beispielsweise das künstliche Riff von Nienhagen, zu präsentieren. Für alle, die sich über dies und andere Vorhaben des Tiergartens informieren wollen, gibt es übrigens ab sofort den "Rostocker Zoo Blick". Dreimal jährlich soll er erscheinen. Er enthält einen Lageplan, Veranstaltungstipps und natürlich jede Mengen Tiergeschichten.
 


Nachwuchs 
 
Leipziger Volkszeitung - 16. Jan. 2004
Der Chef wischt dem Kleinen den Hintern ab
So fürsorglich wie ein Menschenkind wird derzeit das Tigerbaby im Zoo behandelt. Leipzigs Medienvertreter durften gestern zum ersten Mal ganz nah ran an den süßen Kerl, der zwei Tage vor Weihnachten geboren wurde. Er hockte bei Pflegerin Anita Färber auf dem Arm, fauchte ungefähr so, wie ein Neugeborenes quäkt, und setzte seiner Betreuerin gleich einige stinkende Häufchen auf den Pullover. Dafür bekam er von Zoochef Jörg Junhold höchstpersönlich mit einem Stück Papier den Hintern abgewischt. Das Tigerkind, das als einziges von vier Wurfgeschwistern überlebte, wächst und gedeiht dank Muttermilch wunderbar und bekommt auch schon die ersten Zähne. Ab sofort können es auch die Leipziger beobachten, wenn auch nur per Videoübertragung im Infogebäude der Tiger-Taiga. Bis der "Dicke" selbst auf der Freianlage erscheint, dauert es noch ein viertel- bis halbes Jahr.

Münster am Sonntag - 17. Jan. 2004
Nachwuchs bei den Nasenbären
Mit den fünf Jungtieren und den zehn neuen Tieren ist die Nasenbärengruppe im Allwetterzoo Münster jetzt schon auf 21 Tiere angewachsen. Seit wenigen Tagen wuselt der Nachwuchs nun durch das Gehege im Bärenhaus. Nach den ersten Wochen in der Geburtsbox sind die Kleinen nun schon recht sicher auf ihren Beinchen unterwegs.

Süddeutsche Zeitung - 16. Jan. 2004
Lollo oder Lothar
Im Tierpark Hellabrunn gibt es eine neue Attraktion zu bestaunen. Die Familie der Königspinguine hat Zuwachs bekommen. Ob es sich beim Jüngsten um ein Männchen (dann: Lothar) oder Weibchen (dann: Lollo) handelt, wird sich erst in naher Zukunft herausstellen. Ganz so wichtig scheint es sowieso nicht zu sein. Denn es ist ungewöhnlich genug, dass überhaupt ein Pinguin im Zoo das Licht der Welt erblickt hat.

St. Galler Tagblatt - 21. Jan. 2004
Jungvögel bei den Schildturakos im Zoo Zürich
Bei den Schildturakos im Zoo Zürich sind zur Zeit zwei recht unbeholfene Jungvögel zu sehen. Noch gleichen die Kleinen unscheinbaren Krähen. Gute Flieger sind sie auch im Erwachsenenalter wirklich nicht, die Schildturakos, die im Afrikahaus bei den Zwergflusspferden leben. Seit 1990 leben Schildturakos im Zoo Zürich. Die Zucht war bisher nicht besonders erfolgreich: Die Jungvögel starben jeweils nach wenigen Monaten. Im letzten Jahr sind aber wieder Jungvögel geschlüpft: Die beiden Jüngsten im Dezember.

Zeitungsgruppe Lahn-Dill - 17. Jan. 2004
Seltene Pavian-Art bekommt Nachwuchs
Die seltenen Gelada-Paviane haben Nachwuchs bekommen: Im ostenglischen Colchester kamen in den vergangenen zwei Monaten zwei Junge zur Welt. Es handele sich um die ersten Gelada- oder Blutbrustpaviane, die in Großbritannien in Gefangenschaft geboren wurden. "Wir wissen noch nicht, ob es Jungen oder Mädchen sind. Wir warten darauf, dass die Mütter sie so halten, dass wir es erkennen können", sagte ein Sprecher.

Ostsee Zeitung - 19. Jan. 2004
Nemo-Babys neugierig bestaunt
Etwa 400 kleine schlüpfreife Nemos erregten das Interesse von großen Kinderaugen, die sich gestern beim Familiensonntag des Stralsunder Meeresmuseums gar nicht satt sehen konnten am Eier-Gelege im Aquarium Nummer 30. „Die silbrigen Augen sind schon genau zu erkennen“, lenkte Jutta Randzio, stellvertretende Chefin des Aquariumbereiches, die Blicke auf die kleinen Anemonen. Die Vize-Chefin aller Aquarien im Meeresmuseum berichtete, dass die Weibchen und Männchen der zur Familie der Riffbarsche gehörenden Fische in Symbiose mit den Anemonen leben. Um sich vor Gelege-Räubern, von denen es auch im Aquarium jede Menge gibt, zu schützen, leisten sich die Meeresbewohner gegenseitig Hilfe.

Berliner Morgenpost - 18. Jan. 2004
Moschusochsen: Wie sich die Beatles unter den Huftieren um ihr Kalb kümmern
Moschusochsenkalb Schnuppel wurde am 16. Mai vergangenen Jahres im Tierpark Friedrichsfelde geboren und muss noch eine Weile wachsen. Sollte Schnuppel irgendwann einmal Mutter werden, ist eines jetzt schon klar: Das Kalb bekommt einen Namen, der auf "el" endet. So wie die anderen Tiere auch. Ihre Mutter heißt Zottel, die anderen Kühe der Herde Murmel, Fussel und Stöpsel. Die einzige Ausnahme macht der imposante Herdenchef und Schnuppels Vater: Jimmy.

Hamburger Abendblatt - 19. Jan. 2004
Zum Verlieben: Stralsunds kuschelige Zwergziegenbabys
Im Stralsunder Tierpark ist der ganz große Wurf gelungen. Die Afrikanische Zwergziege Julka hat dort in der vergangenen Woche fünf Junge zur Welt gebracht. Ein Junges starb kurz nach der Geburt. Umso mehr haben Tierpark-Personal und -Besucher die anderen vier Zwergziegenbabys lieb gewonnen. 
 

Schweriner Volkszeitung
SVZ online: Beim Lernen gewohnte Grenzen überschreiten

329 Klassen haben im vergangenen Jahr die Zooschule im ZOO besucht

Ostthüringer Zeitung - 22. Jan. 2004
Elchjunges Marit verlässt Zeulenroda
Auch wenn es manche Tiergehege-Freunde in Zeulenroda und Umgebung traurig stimmen dürfte; eines der vor rund zehn Monaten geborenen Elchbabys wurde verkauft und soll noch diese Woche seine Reise in die neue Heimat antreten. Die wird sich im Naturpark Lüneburger Heide befinden. "Der Schritt ist notwendig, weil unser Gehege einfach zu klein ist für vier Elche", sagt Gunda Hofmann von der Stadtverwaltung Zeulenroda

Hannoversche Allgemeine - 20. Jan. 2004
Endlich eine echte Familie
Im Zoo Hannover traute man sich bislang nicht, den Elefantenbullen Calvin zu seinen beiden Kindern Califa und Farina zu lassen. Die Zoologen hatten Angst, dass er die Jungen nicht akzeptiert und möglicherweise so unsanft mit dem Rüssel schubst, dass sie sich verletzen. Unterdessen bringen die Jungen ordentlich was auf die Waage. Califa wiegt nun 425 Kilo und Farina 380. Der Zoologische Leiter des Tierparks, Heiner Engel, und Elefantenpfleger Jürgen Kruse entschlossen sich deshalb, Calvin zunächst stundenweise zu seiner Familie zu lassen. Calvin interessiert sich zwar nicht weiter für seinen Nachwuchs, tut ihm aber auch nichts. Nach diesen positiven Erfahrungen entschlossen sich die Verantwortlichen, Calvin jetzt dauerhaft bei seiner Herde zu lassen.

Hamburger Abendblatt - 20. Jan. 2004
SPD: Hagenbeck im Wahlprogramm
Die SPD Eimsbüttel hat bei ihrer Delegierten-Versammlung am Wochenende in ihrem Wahlprogramm verankert, "den Tierpark Hagenbeck in jeder Hinsicht positiv zu fördern". Andreas Koeppen, Fraktionsvorsitzender, sagte: "Wir wollen dokumentieren, dass Hagenbeck eine hochattraktive Freizeiteinrichtung ist". Die Traditionseinrichtung müsse auf jeden Fall erhalten werden, so Koeppen weiter.

Thüringische Landeszeitung - 16. Jan. 2004
SÖZ: Vorlage favorisiert Zoo
Die Zukunft des Schüler-Öko-Zentrums SÖZ als Teil des Thüringer Zooparks zeichnet sich ab: Denn an diese Einrichtung soll das SÖZ als Teil der Zooschule übertragen werden, so sieht es die Vorlage vor, über die der Stadtrat am Mittwoch zu beschließen hat. Damit wäre der Verein Elan aus dem Rennen, der das SÖZ ebenfalls übernehmen möchte, in den angestammten Räumen. 63000 Euro müsste die Stadt danach bei dieser Variante zahlen; für den Zoo werden 34000 Euro als Anschubfinanzierung für das laufende Jahr veranschlagt. Ab 2005 soll es keine gesonderten Zuschüsse mehr geben.

Thüringische Landeszeitung - 16. Jan. 2004
40 Jahre im Zoopark beheimatet
Die Gehege immer schön geschlossen zu halten, ist eine der wichtigsten Erfahrungen, die Zootiermeister Günter Praedicow während seiner Zeit im Thüringer Zoopark bisher machte. Denn 1977, zum Aschermittwoch, hat er das einmal vergessen und acht Zebras sind ausgebüchst - eines bis zum Moskauer Platz. Heute lacht der 64-Jährige drüber, damals rutschte ihm fast das Herz in die Hose. Gestern feierte Praedicow sein 40-jähriges Dienstjubiläum und nahm sich Zeit für Erinnerungen, für schöne und weniger angenehme, an allesamt unvergessliche Momente.

Märkische Oderzeitung - 16. Jan. 2004
Hirsch Heinrich ist tot
Hirsch Heinrich aus dem Wildpark am Rosengarten (Frankfurt/Oder) starb vor wenigen Tagen. Es ist nicht nur verhungert, sondern litt auch noch an einer eitrigen Bauchhöhlenentzündung. Im Magen des Tieres fanden die Tierärzte rund zwei Kilogramm Folien, Teile von Plastikbechern, Draht und Stoffreste. Eine unverdauliche Mischung. Der Magen war so voll damit, dass der Hirsch kaum noch Nahrung aufnehmen konnte. Die Frankfurter strömen vor allem an den Wochenenden in den Rosengartener Stadtwald. Die meisten haben Futter dabei, Äpfel, Brotreste und Möhren, um die Tiere zu füttern. Doch unter den Besuchern gibt es auch Menschen, die sich keine Gedanken darüber machen, dass viele Tiere alles anknabbern, was sie erreichen können.

Mitteldeutsche Zeitung - 16. Jan. 2004
Torten schmecken Bären zum Frühstück
Auch Braunbären mögen Geburtstagstorten. Aiko und Toni, die beiden im Tierpark Bernburg geborenen Braunbären, die zweijährig zum letzten Schlossfest im neu gebauten Droyßiger Bärengehege Einzug hielten, feierten am Donnerstag ihren dritten Geburtstag. Für das Frühstück wurden ihnen nicht nur die Baumstümpfe im Gehege mit frischem Obst, Gemüse und Brot gedeckt, für jeden stand eine leckere Torte, zwischen den Böden appetitlich mit frischem Obst und Gemüse belegt und etwas Sahne verziert, bereit.  Rund 10.000 Euro habe der Bärenverein bisher aufgewendet und hofft auch für die Zukunft auf weitere Unterstützung und neue Sponsoren. Das Geld für den Kletterbaum, der in diesem Jahr eingebaut werden soll, ist schon da.

Pforzheimer Zeitung - 19. Jan. 2004
Schüler im Wildschutz
Vier bis fünf Todesfälle unter den Tieren hat der 16 Hektar große Wildpark Pforzheim jährlich zu beklagen, weil Besucher Chips oder Pausenbrote an die Tiere verfüttern, sagt Wildparkförster Schwarz. Er hofft diesen Missstand mit seinem neuen Projekt zu beenden: In Zusammenarbeit mit der Nordstadtschule will er cleveren Schülern eine Ausbildung zum Junior-Wildpark-Ranger angedeihen lassen.

Neue Ruhr Zeitung - 16. Jan. 2004
Förderverein für Weezer Tierpark
Der Arbeitskreis Tierpark in Weeze unterstützt seit einigen Jahren ehrenamtlich die Gemeinde bei der Arbeit im Weezer Tierpark. Jetzt greifen die Mitglieder die Idee der örtlichen CDU auf und gründen einen Förderverein. Der Tierbestand - einheimische Wild- und Haustiere - soll erhalten und voraussichtlich erweitert werden. Und das kostenlos, sprich: ohne Eintrittsgeld. Als Ort der Begegnung mit einheimischen Tierarten locken die gepflegten und artgerechten Gehege regelmäßig viele Menschen, in erster Linie Familien, in die ehemalige Schreinergemeinde.

Märkische Oderzeitung - 20. Jan. 2004
Mehr als zwei Tonnen Getreide verputzt
Murkel kommt beinahe immer aufs erste Wort. Vorausgesetzt, das Reh ist hungrig und kein Fremder lässt sich blicken. Im Wriezener Wildgehege hätte das noch etwas zu kleine Tier wohl kaum eine Überlebens chance. Deshalb wird es von Altförster Conrad Philipps extra aufgepäppelt. Der Leiter der Einrichtung am Rand der Oderbruchstadt schaut auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Blickfang Nummer eins sind nach wie vor nicht Murkel und seine Artgenossen, sondern die drei Exemplare des schwarzen Damwildes, auf die jeder Zoo neidisch sein dürfte.

Freie Presse - 19. Jan. 2004
Crimmitschau: Damwild fast wieder komplett im Gehege
Das entwichene Damwild ist bis auf ein Tier wieder im Gehege. Am Wochenende 27. und 28. Dezember vorigen Jahres, also zwischen Weihnachten und Silvester, waren nämlich recht seltsame „Tierfreunde“ im Sahnpark am Werk. Sie zerschnitten den Zaun des Damwildgatters, so dass ein Großteil der Tiere entweichen konnte. Ob der Hintergrund dieser Tat mutwillige Zerstörung, Randale oder sogar eine Tierbefreiungsaktion war, sei nicht bekannt. Am 5. Januar konnten in einer mehrstündigen Fangaktion durch Mitarbeiter des Bauhofes und den zuständigen Fachmann der Tierarztpraxis drei Tiere mit Hilfe eines Narkosegewehres betäubt und ins Gehege gebracht werden. Nur zwei Tage später wurden weitere zwei Tiere ohne Betäubung eingefangen. Der Verbleib des letzten vermissten Damwildes ist ungewiss, da es auch bis jetzt nicht gesichtet wurde.

Rheinische Post - 21. Jan. 2004
Affe auf der Flucht: 9000 Zoo-Besucher evakuiert
Nach dem wiederholten Ausbruch eines Schimpansen mussten im Zoo von Los Angeles aus Sicherheitsgründen 9000 Besucher evakuiert werden. Die Maßnahme sei am Montagnachmittag nach dem erneuten Ausbüchsen einer 15 Jahre alten Schimpansen-Dame angeordnet worden, teilte der Tierpark am Dienstag mit. Keinem der 1400 Tiere des Zoos sei jemals die Flucht gelungen, der Schimpansin Gracie dagegen schon vier Mal in fünf Jahren. Den Zoowärtern gelang es nach 45 Minuten, das Tier wieder einzufangen

sz-online - 22. Jan. 2004
Im spanischen Málaga sorgte ein Kapuzineraffe für Trubel
Ein ausgebüxter Kapuzineraffe hat über einen Tag lang die Angestellten in einem Bürogebäude der südspanischen Hafenstadt Málaga in Atem gehalten. "King Kong", wie das Tier von seinem Besitzer genannt wurde, war aus einer Privatwohnung entwischt und in die Behörde für Sicherheit am Arbeitsplatz eingedrungen. Nach über 30-stündiger Jagd konnte er eingefangen werden. Er soll nun seinem Besitzer abgenommen und im Zoo Fuengirola untergebracht werden. 

Berliner Morgenpost
Meditieren, Baden, Schlittern - Der Winter bietet allen tierischen Spaß
Quicklebendig hingegen macht eine Pinguinfamilie im Frankfurter ZOO aufgeregt einen Ausflug.

China Internet Information Center - 20. Jan. 2004
Tierparks im Winter
Im Beijinger Zoo werden schon Ende Oktober spezielle Heizvorrichtungen gegen die Temperaturstürze aufgestellt. In den temperaturgeregelten Gängen, die sich unter den Lebensbereichen der Großkatzen, Elefanten, Nashörner und Orang-Utans befinden, müssen Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad Celsius aufrechterhalten werden. Die Winterquartiere liegen nur einige wenige Schritte vom Sommerterrain der Tiere entfernt. Die Außengehege mit afrikanischer Savanne, asiatischer Steppe und südamerikanischer Pampa befinden sich in der unmittelbaren Nähe, um bei geeignetem Wetter über 8 Grad Celsius und Sonnenschein einfach erreichbar zu sein.
Einige Tiere gehen beinahe jeden Tag durch die in den Untergeschossen liegenden Türen ins Freie. Zuerst in einen geschützten Außenbereich und dann über eine Grasrampe in ein Gehege. Laut Wang Wei, Direktor des Beijinger Safariparks 60 Kilometer nördlich vom Zentrum Beijings, verdoppeln sich die Ausgaben des Parks im Vergleich zum Sommer wegen den Wärmeanforderungen und der benötigten Spezialnahrung im Winter. Auch erhalten viele Tiere im Winter erhöhte Nahrungsrationen, so Wang.

 

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Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Wilhelma Stuttgart, 21.01.04
Unerreichbare Blüten
Er sieht schon sehr abweisend aus, der einzelne, dicht mit kräftigen, spitzen Dornen bestückte Stamm. Etwas sukkulent ist der Stamm, das heißt er speichert Wasser. Und die Dornen sollen ihn schützen. Nicht schön, aber wirksam. Lohnend ist der Blick nach oben: In luftiger Höhe hängen wunderschöne große rosa Blüten. Ein Florettseidenbaum sei es, belehrt ein Info-Büchlein den geneigten Betrachter. Eigentlich gehört der pickelige Baum nach Südamerika, aber mittlerweile wird er wegen seiner hübschen Blüten weltweit in den Tropen angepflanzt. Hier in Stuttgart steht er im Amazonienhaus der Wilhelma auf der Plattform bei den Krokodilen. Die Blüte ist eine Premiere – seit der Eröffnung des Amazonienhauses vor 4 Jahren blüht der Baum zum ersten Mal!
Noch ist ein Blick in die Tropen extrem günstig – bis Ende Februar gilt in der Wilhelma der Wintertarif!


Kölner Zoo, 21.01.04
Kleine und große Riesenschlangen
Bei Riesenschlangen fallen einem zuerst Pythons und vielleicht die Anakonda ein, die 8 m Länge und mehr erreichen können. Aber es gibt auch kleine Riesenschlangen, wie die amerikanische Rosenboa, die maximal 0,80 m lang wird. Tigerpythons und Rosenboas kann man im Terrarium des Kölner Zoos schön mit einander vergleichen. Beide Arten haben sich jetzt reproduziert. Der Zuchterfolg wird anlässlich eines Pressetermins präsentiert
am Donnerstag, dem 22. Januar 2004 um 11.30 Uhr.

Wildpark Lüneburger Heide, 20.01.04
Wölfe aus dem Wildpark Lüneburger Heide werden zu Fernsehstars
ARD-exclusiv: Die Wolfsmutter - Zwei Welpen suchen Anschluss
Sendung: Freitag, 23.01.2004, 21:45 – 22.15 Uhr, I. Programm
Tanja Askani steht im Wald und heult mit kräftiger Stimme. Neben ihr zwei große weiße Wölfe, sie fallen in das Heulen ein. Dreistimmig klingt es schaurig auf der Lichtung. Eigentlich ist die gebürtige Tschechin Falknerin im Wildpark Lüneburger Heide in Nindorf/Hanstedt. Doch die 41jährige hat ihr Herz den Wölfen geschenkt. Vor Jahren hat sie die beiden Polarwölfe Nanuk und Flocke von Hand aufgezogen. Die beiden leben jetzt zusammen im Wildpark Lüneburger Heide.
Im Frühjahr hat die Wolfsexpertin dann einen ganz besonderen Versuch gestartet. Sie erprobt ihre Mutterqualitäten dieses Mal an zwei Grauwölfen. Daylight und Shadow sind gerade mal 14 Tage alt,  als sie von einem Tierpark in Bayern aus einem großen Wurf abgegeben werden. Tanja Askani will die beiden in die Gemeinschaft der Polarwölfe integrieren.
Elisabeth Bergmann - mit Kameramann Bernd Zink und Tonmann Bernd Wehling - hat das Experiment über Monate begleitet. Keiner weiß, ob es funktionieren wird.
Eine Reportage über eine Frau, die Wölfe über alles liebt und zwei kleine Welpen, die sich ihren Platz im Leben erst erkämpfen müssen.

Thüringer Zoopark Erfurt, 20.01.04
1. Zierfisch- und Wasserpflanzenbörse 2004 im Erfurter Aquarium
Am Sonntag, dem 25. Januar, findet im Erfurter Aquarium am Nettelbeckufer 28 in der Zeit von 9 bis 12 Uhr als Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Verein  Erfurter Aquarienfreunde 1912 e.V. eine Fischbörse statt. In zahlreichen Becken steht wiederum ein reichhaltiges Angebot an Zierfischen und Wasserpflanzen  bereit. Wer
Ausführliches über die Pflege von Zierfischen oder die Einrichtung eines neuen Aquariums wissen möchte, kann sich von erfahrenen Aquarianern umfangreich beraten lassen.



Arche Warder, 20.01.04
Wiedereröffnung des Tierparks Arche Warder zum 20. März 2004 ist nicht zu schaffen.
Neuer Termin: Samstag, der 1. Mai  2004
Handwerker, Arbeiter und freiwillige Helfer packen seit Wochen kräftig zu: überall auf dem Gelände des Tierparks Warder wird gebaut, renoviert, gehämmert und gestrichen. Und trotzdem ist der Wettlauf gegen die Zeit nicht zu gewinnen. „Kaum ist ein Problem gelöst, tauchen mindestens zwei andere auf“, sagt der neue Betriebsleiter Heinz Laing. Zäune, die ausgebessert werden sollten, müssen zum Beispiel komplett erneuert werden.
„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Aber es geht einfach nicht anders“ erklärt Heinz Laing. „ Wir müssen die Wiedereröffnung der Arche Warder verschieben. Der neue Termin ist aber definitiv der 1. Mai 2004.“
Den Tieren in den Ausweichquartieren geht es gut und sie sorgen auch schon für den Nachwuchs der Saison. Bereits am 29. Dezember 2003 kam das Highland-Kuhkalb „Ojemine“ zur Welt. Eine der seltenen Girgentana-Ziegen warf Anfang Januar zwei Bocklämmer und die Juan-Fernandez Ziegenherde wuchs um drei Jungtiere. In freudiger Erwartung sind drei Schwarzbunte und eine Hinterwälder Kuh.

Ruhr Zoo Gelsenkirchen, 19.01.04
Ställe für Wölfe und Elche jetzt im Rohbau
Die Umbauten zur ZOOM Erlebniswelt Alaska schreiten weiter fort. Heute beginnen die Arbeiten zum Rohbau der Wolfs- und Elchgehege. Die Spundwände stehen bereits.
Derzeit werden unter der Anleitung der Planungsgruppe Zoo, die Stallungen der neuen Wolfs- und Elchgehege aufgebaut. Wölfe und Elche, die voraussichtlich erst Mitte 2005 in die ZOOM Erlebniswelt einziehen, sollen schließlich ein schönes neues Zuhause vorfinden. Die Spundwände, die die Gehege begrenzen und modellieren, stehen bereits. Für Alaska typische Pflanzen werden später noch eingebracht und die Küstenwaldregion nachbilden.
Die Wolfs- und Elchgehege werden zwei weitere, authentische Anlagen mit Freizeitparkcharakter in der neuen ZOOM Erlebniswelt sein. So sollen Besucher in einer Trapperhütte mit Forscherstation Alaska und die Wölfe auf ursprüngliche und wissenschaftliche Weise erleben können. Und entlang des Elch-Geheges wird ein erhöhter Weg eine Tierbeobachtung aus einem andere Blickwinkel ermöglichen.

Deutsches Meeresmuseum Stralsund, 16.01.04
Festakt anlässlich der Eröffnung des „Meeresschildkrötenaquariums“
Datum: 30. Januar 2004, Uhrzeit: 14.30 Uhr
Ort:  vor Ort, Aquarium
BEGRÜßUNG   Herr Dr. Harald Benke   Direktor des Deutschen Meeresmuseums
GRUßWORT    Herr Dr. Otto Ebnet Wirtschaftsminister des Landes M-V
GRUßWORT    Herr Dr. Sebastian Saad Vertreter der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
GRUßWORT    Harald Lastovka   Oberbürgermeister
MUSIK     Frau Schlie, Harfe
Führung durch die neue Anlage (für Pressevertreter)

Thüringer Zoopark Erfurt, 16.01.04
Erstes Tierbaby auf dem Roten Berg
Monika heißt das possierliche Hausyak-Kalb, das als erstes Tierkind des neuen Jahres am 10. Januar im Thüringer Zoopark Erfurt geboren wurde. Mit dem kleinen weiß-grauen Fellknäul wurden seit 1970 60 Jungtiere dieses asiatischen Hochgebirgs-Hausrindes geboren. Bei seiner Mutter Rusha ist das Neugeborene in besten Händen. Sie lässt weder andere Herdenmitglieder noch die Tierpfleger an ihr Kleines heran. Das vertreibt sich die Zeit hin und wieder mit flotten Sprüngen durch das Gehege, die man so einem winzigen Kälbchen gar nicht zutraut.



Thüringer Zoopark Erfurt, 16.01.04
Von der Werkbank auf den Roten Berg
Günter Praedicow 40 Jahre im Zoopark
Heutzutage ist es schon etwas besonderes, wenn man auf ein 40-jähriges Betriebsjubiläum zurückblicken kann. Zootiermeister Günter Praedicow ist dies vergönnt. Er hatte vor vier Jahrzehnten das Glück, seinen Traumberuf ergreifen zu können und übt ihn bis heute aus. Geboren am 1. Juli 1940, verlebte er seine Kindheit in Aue. Als Hobbyterrarianer war es sein unaufhaltsamer Wunsch, einmal in einem Zoo arbeiten zu können. Im Sommer 1963 fuhr er nach Erfurt, um dem gerade vier Jahre alten Thüringer Zoopark einen Besuch abzustatten. Es war Liebe auf den ersten Blick. So saß der junge Sachse bereits am 30. Dezember desselben Jahres Zoodirektor Dr. Dietrich Altmann gegenüber, der ihn mit seiner Dogge ‚Akbar’ auf die Probe stellte. Praedicow bestand sie unerschrocken.
Mit Arbeitsbeginn am 16. Januar 1964 zog der damals 23-Jährige in die heutige Villa im Zoo ein. Dort wohnte er, später mit seiner Frau Christina, viele Jahre lang. Anfangs wurde das bald zum Revierleiter avancierende Greenhorn bei den Wölfen, Füchsen und Kängurus, eingesetzt. Stets gefördert vom damaligen Zoodirektor qualifizierte sich der wissbegierige Hilfstierpfleger 1971 zum Zootiermeister.
Günter Praedicow hat in seinem langen Berufsleben viel erlebt. Er sah zu DDR-Zeiten im Affenhaus feuchtfröhliche Zoodirektoren die deutsch-ungarische Freundschaft pflegen, war jahrelang der Zooweihnachtsmann und weinte mit uns, als Elefantenkuh ‚Marina’ starb.
Sein Glanzstück lieferte Günter Praedicow am Aschermittwoch 1977 im Zebrarevier. Durch eine Unachtsamkeit entwichen ihm sämtliche Gestreifte. Eines der Tigerpferde musste aus einer Baugrube am Moskauer Platz geborgen werden. Das ist lange her. Heute schmunzeln wir darüber. Bei den Fachkollegen ist Günter als Reptilienexperte geschätzt. Für den Verein der Zooparkfreunde hat er bisher 39 Zoovorträge organisiert. Den Zoobesuchern ist der Jubilar als kompetenter Begleiter bei Führungen und den Lesern der Thüringer Allgemeine durch seine Artikelserie „Besuch im Zoopark“ wohlbekannt. Einen besseren Mitarbeiter als ihn, der im nächsten Jahr seinen wohlverdienten Ruhestand antritt, hätte sich der Zoopark nicht wünschen können.                                                                                                     
   
Wildpark Lüneburger Heide, 15.01.04
Als Forscher mit den Wölfen heulen
- Vater-Kind-Wochenende im Wildpark Lüneburger Heide -
Wie arbeiten Wildbiologen? Was können sie beobachten? Welche Forschungsmethoden benutzen sie, um den Geheimnissen der Tiere auf die Spur zu kommen? Und warum heulen Wölfe?
Am 4. bis 6. Juni 2004 ziehen Väter mit ihren Kindern ab 6 Jahren ins Abenteuer. Sie zelten mitten im Wald nahe dem Wildpark Lüneburger Heide. Für ein Wochenende schlüpfen sie in die Rolle echter Wildbiologen. Sie beobachten die Tiere im Wildpark, machen eine Nachtexpedition durch die Gehege, betreten bei der Fütterung die Gehege, erkunden bei einem großen Geländespiel den Wald aus Sicht der Ameisen und lauschen abends am Lagerfeuer dem Wolfsgeheul. Gekocht wird auf dem offenen Lagerfeuer – das ist Abenteuer pur! Organisiert wird das Vater-Kind-Wochenende von Arillus (Gesellschaft für Umweltbildung, Beratung, Naturerlebnis mbH) in Zusammenarbeit mit dem Wildpark Lüneburger Heide.

Ruhr Zoo Gelsenkirchen, 15.01.04
Sitatunga-Mädchen ist ein Überraschungsbaby
Am 18. November 2003 erblickte EBONY, eine kleine Sitatunga-Antilope, das Licht der Ruhr Zoo-Welt. Jetzt erforscht sie ihr neues Zuhause, die Außenanlage neben dem Kamelgehege.
Das Mädchen mit dem rotbraunem Fell ist ein richtiges Überraschungsbaby. Niemand hatte damit gerechnet, dass sich zwischen dem knapp 2 Jahre alten, noch jugendlichen Sitatunga-Bock SPIKE und der 5 Jahre alten Sitatunga-Dame ELISE eine „fruchtbare“ Liaison anbahnen würde. Ab sofort können alle Besucher dabei zusehen, denn EBONY hält sich jetzt auf der Außenanlage auf; es sei denn, ihr ist das Wetter zu schmuddelig und sie bleibt lieber im warmen Stall.
Sitatungas sind wasserliebende Antilopen und leben in ihrer Ursprungsheimat Ostafrika an Seen und Flüssen. In der ZOOM Erlebniswelt werden sie an einem großen afrikanischen See leben und ihre Anlage dort mit den Flusspferden teilen. Mit einem Boot oder zu Fuß kann der Besucher diese Tiere dann aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.

Zoo Duisburg, 15.01.04
Der Zoo lädt ein: „Tiere in der Kälte“
Warum klappert der Klapperstorch in klappriger Kälte n i c h t; warum bibbert ein Biber zur Winterszeit bestenfalls mit der Spitze seiner Schwanzkelle; warum jucken Läuse bei lausigen Temperaturen besonders aufdringlich?
Auf solche und viele Fragen mehr gibt’s fachfrauliche Antworten im Rahmen einer Spezialführung unter dem Titel „Tiere in der Kälte“, die für Jung und Alt gleichermaßen von der Zoomitarbeiterin, Frau Anja Limpinsel, angeboten wird.
Sonntag, den 18.01.2004 um 11.00 und 14.00 Uhr am Haupteingang / Mülheimer Straße.
Die Führung ist kostenfrei; Zoo-Eintritt muß bezahlt werden!

Ruhr Zoo Gelsenkirchen,08.01.04
Der erste Nachwuchs 2004 ist da!
Der Ruhr Zoo freut sich über den ersten Nachwuchs des Jahres 2004. Im Afrikanischen Dorf für Haustiere sind vier Seidenhühner geschlüpft und am 6. Januar wurde ein Pavian-Baby geboren.
Das Jahr fängt gut an für den Ruhr Zoo – gleich fünf Jungtiere sorgen für neuen Schwung in den Gehegen. Mit ihrem flauschig Gefieder sind die vier jungen Seidenhühner der neue Glanzpunkt im Afrikanischen Dorf für Haustiere. Und die Pavian-Familie ist mit einem weiteren Jungtier – das letzte wurde erst im Oktober geboren – um ein lebhaftes Mitglied reicher geworden. Zwar klammert sich das Kleine derzeit noch am Bauch der Mutter fest, doch wird es bald mit den anderen Jung-Pavianen auf dem Gehege herumtollen.
Das Jungtier ist an seinem hellbraunen Fell zu erkennen – ältere Tiere sind dunkler gefärbt. Die Paviane mit ihrem charakteristischen roten Hinterteil gehören zu den größten Tierpopulationen im Ruhrzoo.
Die Jungtiere befinden sich bereits in den Gehegen und freuen sich auf ihre ersten Besucher.

Chemnitz, den 20. Januar 2004
Wegen der Witterungsverhältnisse bleibt der Tierpark heute geschlossen!



savetheorangutan.com
ORANGUTANS DOOMED, SAY EXPERTS
UNLESS IMMEDIATE ACTION TAKEN

The world’s top experts in orangutan conservation, ecology, and behavior gathered in Jakarta, Indonesia this week to assess the status of Asia’s only great apes. New survey data and computer modeling techniques revealed a bleak outlook for this charismatic primate. Wild populations of orangutans are found only in the tropical forests on the islands of Borneo and Sumatra, and all populations are under severe threat. New data on the rate of deforestation has confirmed the prediction that, unless action is taken to reverse the decline, Sumatran orangutans are likely to be the first great ape to become extinct in the wild. For the Bornean species, there was both good and bad news. Prof. Carel van Schaik of Duke University, USA, explained, "The estimated number of orangutans in Borneo today is higher than we thought a decade ago, but that doesn’t mean that the actual number is higher. In fact the bad news is that, from the loss of habitat we conclude there are at least one third fewer than there were a decade ago." Prof. Birute Mary Galdikas, President of Orangutan Foundation International (www.orangutan.org), added, "The problem is that habitat loss is accelerating. Dr. Willie Smits, Chairman of Borneo Orangutan Survival (BOS) - Indonesia, declared passionately, "From the number of orangutans confiscated and smuggled in 2003, I estimate that 6000 were lost from the wild last year. Without immediate action, the orangutans are doomed." The experts made urgent recommendations to halt the decline. The meeting was a PHVA - a Population and Habitat Viability Assessment -Workshop, organized by the IUCN SSC Conservation Breeding Specialist Group (www.cbsg.org), funded by the Gibbon Foundation (www.gibbon.or.id) and BOS (Borneo Orangutan Survival) Foundation (www.savetheorangutan.info) and held at The Schmutzer Primate Centre, Jakarta. For the first time, a concerted effort had been made before the PHVA to survey all orangutan populations across the entire orangutan range.


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Natur- und Artenschutz

Die Zeit – 15.1.2004
Showdown im Regenwald
Unmittelbar neben dichtem, unberührtem Regenwald Ecuadors liegen schmutzige Hinterlassenschaften der Ölindustrie. Kaum hat man Lago Agrio verlassen, stößt man auf stinkende schwarze Seen. Die ältesten Becken sind über 30 Jahre alt, denn bereits in den siebziger Jahren ist im ecuadorianischen Amazonasgebiet Öl gefördert worden. Aus Lecks flossen in all den Jahren 74 Millionen Liter Öl in die Umwelt – weit mehr, als beim Tankerunglück der Exxon Valdez ins Meer gelangte. In Zukunft ist damit zu rechnen, dass die Ölverschmutzung weiter zunimmt. Denn das internationale Konsortium OCP baut zurzeit eine zweite Pipeline – von Lago Agrio quer über die Anden bis in den Hafen von Esmeraldas. Mit einem Kredit von rund 900 Millionen Dollar ist die Westdeutsche Landesbank der Hauptfinancier. Die Pipelinetrasse verläuft quer durch Nationalparks, Naturschutzgebiete und vorbei an sechs aktiven Vulkanen. Ein Großteil der Gewinne fließt direkt ins Ausland. Die Firmen des OCP-Konsortiums sitzen in den USA, Kanada und Italien. Allerdings kassiert der ecuadorianische Staat eine Abgabe für jedes Barrel Rohöl, das durch die neue Pipeline fließen wird. Immer wieder gibt es Proteste gegen die Energiepolitik der Regierung und gegen die neue Pipeline, bisher ohne Erfolg. Der deutsche Verein Rettet den Regenwald sammelte mehr als 100000 Euro für den Kauf eines Sperrgrundstücks in der Nähe von Mindo. Das erworbene Land liegt auf einem schmalen Berggrat exakt dort, wo die Pipeline verlegt werden soll. In Ecuador sind die Umweltschützer inzwischen als Besitzer rechtskräftig anerkannt. Betreten dürfen sie ihren Grund und Boden trotzdem nicht. Rechtsanwalt Morales Suárez erstattete Anzeige, forderte den sofortigen Baustopp und eine Entschädigung von 600 Millionen Dollar. Die Chancen auf einen fairen Prozess sind jedoch gering. Die Westdeutsche Landesbank als Hauptfinancier hat in der Vergangenheit wiederholt schriftlich beteuert, „unabdingbare Voraussetzung“ für den Kredit sei die Einhaltung der Umwelt- und Sozialstandards der Weltbank. Der Tropenökologe Robert Goodland schreibt jedoch in einem Gutachten, dass bei dem Projekt „gegen alle vier relevanten Sozial- und Umweltstandards der Weltbank verstoßen wird“. Seine Einschätzung lässt sich nicht so leicht vom Tisch wischen, denn Goodland war viele Jahre Manager bei der Weltbank. Dort hat er just diese Umwelt- und Sozialstandards mitentwickelt.

peopledaily, January 11, 2004
Three new groups of critically endangered endemic gazelle found
http://fpeng.peopledaily.com.cn/200401/11/print20040111_132316.html
Chinese scientists have found three new groups of an extremely endangered Chinese gazelle species, the Przewalski's gazelle, in places adjacent to the Qinghai Lake basin, a traditional habitat for the animal in northeast China's Qinghai Province.
The Przewalski's gazelle (Procapra Przewalskii), endemic to China, is the most endangered hoofed mammal species in the world. According to Jiang Zhigang, head of the experts team, it was reported that there were only some 350 Przewalski's gazelles living around Qinghai Lake in the mid-1980's. And the whole population further dropped to less than 300 now.
Experts used to think the animal lived solely in the areas around Qinghai Lake, China's largest salty lake. Starting in autumn and winter in 2003, acting on the tips of local people, the team led by Jiang, along with experts from the Qinghai provincial forestry department, expanded the search scope and finally found the three new herds in separate regions.
One gazelle group is in the Gonghe Basin. Another two groups were found in Tianjun County. According to experts, both gazelle communities in the county are relatively in good conservation with a larger number of members. Jiang said they were closely watching the groups and the specific number of gazelles would be revealed following further observation and calculation.
To deal with the critical situation, Jiang Zhigang initiated a field project including research of the remaining populations living in other areas, creation of a nature reserve around Qinghai Lake, including some corridors between the three populations, identification of lands available for possible translocation and establishment of new populations. The critical status of the gazelle also aroused attention worldwide. The Species Surviving Commission of World Conservation Union ranked the status of the species as CR (critically endangered) in the IUCN 1996 Red List of Endangered Species.


Ebola may come from bush meat, study finds
The deadly Ebola virus, which emerged mysteriously from African forests, probably attacks people who butcher and eat infected animals, researchers said Thursday.


SARS bites deep into Hong Kong snake restaurants

Opposite a writhing mass of snakes in a glass tank, Kam Oi-ho stirred a steaming pot of snake soup and filled a bowl for his first customer of the day.


Indian tiger census in Sunderbans Forest finds population stable

Endangered Bengal tigers might be making a comeback in numbers in a remote Indian forest, officials said Wednesday.


Greenpeace is on a campaign to save Indonesia forest

Greenpeace is sending its flagship, the Rainbow Warrior, on a campaign to stop illegal logging in Indonesia, the environmental pressure group said on Wednesday.


World's mountain gorilla population is up in census

The number of mountain gorillas roaming forests shared by Rwanda, Uganda, and Congo has risen in recent years in a sign of hope for one of the world's most endangered species, a census showed Monday.


New York state puts a tail on the Adirondack's big bird

Government and environmental groups are putting a tail on Adirondack loons to answer the long-standing question of where the aquatic birds go in winter.


EU Urges Rapid Action to Save Endangered Species
http://www.planetark.com/dailynewsstory.cfm/newsid/23493/story.htm



Buch-Tipps
Bernd Brunner
Wie das Meer nach Hause kam - Die Erfindung des Aquariums


Ein durchaus distanzierter Blick auf die Aquaristik mit kritischen Anmerkungen zum Fang von Meerwassertieren in der Gegenwart.

"Ein grandioses Buch über Tiefen und Untiefen des Aquariums." Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2003

"Nach zwei Stunden taucht der Leser vergnügt wieder auf, den Kopf randvoll mit Geschichten und Bildern. Und einem Gespür für die Verflechtungen einer im Entstehen begriffenen bürgerlichen Lebens- und Wissenswelt." Süddeutsche Zeitung, 01.12.2003



Gebundene Ausgabe - 141 Seiten - Transit Buchverlag
mit 80, meist bisher unbekannten Illustrationen
Erscheinungsdatum: August 2003
Preis: 16,80 ¬


Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen     ~ TV-Tipps
Weitere Infos

Zeitschrift des Kölner Zoos
Heft 4 / 2003
Das Rheinaquarium des Kölner Aquarums in Neuem Licht - R. Diekmann, Th. Ziegler
Waschbär, Halsbandsittich, Ochsenfrosch - Neubürger auf dem Vormarsch - R. Diekmann, Chr. Dienemann


Ursus Nr. 2 / 2003, Zoo Schwerin
u.a.:
Naturschutz und Jagd
Eindrücke von der EAZA-Tagung 2002
Taxonomische und genetische Aspekte der Zootierhaltung
Die Uferschwalbe
Wandern in den Pyrenäen
Rhombenporphyre vom Oslograben auf dem Gelände des Schweriner Zoos
Herpetofauna um Pokrent
Zoomorphe Felsgravuren in Twyfelfontein, Namibia
Räumliche und zeitliche Synchronie eines Hyänenhundepaares im Schweriner Zoo
Eine Reise ins Pantanal



Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps
Ausstellungen

VILLINGEN-SCHWENNINGEN Uhrenindustriemuseum:
DAS GLÜCK FLIEGT IN DER LUFT
Eine Ausstellung über die Geschichte der Brieftauben
bis 31.3.2004

FREIBURG Adelhausermuseum
ALPENGLETSCHER IM KLIMAWANDEL
Eine Ausstellung der Greenpeace-Gruppe Freiburg
bis 25.1.2004


ZÜRICH Landesmuseum Zürich:
FASZINATION FORSCHUNG
März 2004 bis Juni 2004
http://www.musee-suisse.ch

GOTHA Museum der Natur:
KANARISCHE INSELN. SCHMELZTIEGEL DER EVOLUTION
bis 31.3.2004

Parkallee 15, DE-99867 Gotha, 03621/8230-10
http://www.gotha.de/sehensw_mus_natur.asp

Fotoausstellung: Berliner Tierpark- und Zooporträts:
vom 19. Januar bis 15. Februar im Affenhaus des Tierparks Friedrichsfelde, Am Tierpark 125.

IDEA Schmetterlingsparadies Neuenmarkt:
bis 3. Februar 2004:
Fotoausstellung "Sprache der Bilder -  aus der Arbeit eines dpa-Fotografen"
http://www.pressefotos-fuehrer.de

BAD DÜRKHEIM Pfalzmuseum für Naturkunde
PFLANZEN UND TIERE DES JAHRES 2004
Ab März 2004
http://www.pfalzmuseum.de/

PADERBORN Naturkundemuseum im Marstall:
GLANZLICHTER 2003 - Projekt Natur & Fotografie
 bis 14.3.2004
http://www.paderborn.de/cs_kunst_kultur/content/sp_auto_7329.php

BAD WURZACH Naturschutzzentrum:
VON MENSCHEN UND BIBERN
bis 25.1.2004
http://www.naturschutzzentren-bw.de/badwurzach/

BIEL-BIENNE Schweizerisches Landesmuseum
Über den Ursprung unserer Haustiere
(mit Pro Specie Rara)
bis März 2004
http://webmuseen.de/Ausstell_23731.html

 

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TV-Tipps

tv.nrw: Samstags ca. 18:15 Uhr "Ein Platz für Tiere" mit Bernhard Grzimek aus den 70er und 80er Jahren; teilweise mit Zoo-Berichten. 
RTL2, Sonntags ca 13:30: Mehrere Folgen "Crocodile Hunter", mit Steve Irvin, aus dem Australia Zoo, Beerwah

Do., 22.01.2004, 16:00-16:30 3sat, Zoos der Welt, Die Münchner Löwen ziehen um ... (Wh1997)
Fr., 23.01.2004, 14:15-15:00 ZDF, Wunderbare Welt, Umbria - Vom Wrack zum Riff
Fr., 23.01.2004, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Geschichten aus dem Leipziger Zoo
Fr., 23.01.2004, 21:45-22:15 ARD, ARD-exclusiv, Die Wolfsmutter, Zwei Welpen suchen Anschluss: Wildpark Lüneburger Heide
Sa., 24.01.2004, 05:45-06:15 HR, Welt der Tiere, Arche Noah im Victoriasee
Sa., 24.01.2004, 10:30-11:00 B-alpha, Zoo & Co., Koalas - Teddybären im Eukalyptuswald
Sa., 24.01.2004, 14:45-15:00 MDR, Elefant, Tiger & Co. Geburtstagsfeier im Pongoland
So., 25.01.2004, 14:15-15:05 ORF2, Universum, Assam - Im Land der Bienenbäume
Di., 27.01.2004, 14:00-14:25 WDR, Felix und die wilden Tiere: In der nordischen Arche (Zoo Hunnebostrand, S)
Di., 27.01.2004, 20:15-21:00 SWR, Europas wilder Osten: Der Tatra-Nationalpark in der Slowakei
Di., 27.01.2004, 22:05-22:35 ORB, Elefant, Tiger & Co. Doku-Soap aus dem Leipziger Zoo
Mi., 28.01.2004, 15:45-16:30 3sat, Geschützte Paradiese, Im Nationalpark Bayerischer Wald
Mi., 28.01.2004, 17:15-18:00 HR, Der letzte Riese mit langen Zähnen, Elefanten auf Sri Lanka
Mi., 28.01.2004, 20:15-21:15 3sat, NetzNatur: So machen wir's!
Do., 29.01.2004, 16:00-16:30 3sat, Zoos der Welt, Der Zoo in Singapur Wh
Fr., 30.01.2004, 19:50-20:15 MDR, Elefant, Tiger & Co., Geschichten aus dem Leipziger Zoo
Sa., 31.01.2004, 10:30-11:00 B-alpha, Welt der Tiere, Hawaii - Die Zuckervögel unter dem Vulkan
Sa., 31.01.2004, 14:45-15:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Zwei kleine Schimpansen auf der Schulbank
Sa., 31.01.2004, 21:35-22:05 ARTE, 360º - Die Geo-Reportage, Die Elefantenschule (Randall Moores Elefantencamp)
So., 01.02.2004, 13:20-14:00 VOX, tierzeit, Expedition Gecko,
Neukaledonien, Forschung Willi Henkel

So., 01.02.2004, 14:15-15:00 ORF2, Universum, Die Nacht der Salamander


ausführliche Vier-Wochen-Vorschau: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
 

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