Zoopresseschau

Zoo-AGBielefeld
http://www.zoo-ag.de

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Ausgabe 190 vom 4. Dezember 2003
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse zusammengestellt von DirkPetzold
und Dr. Martina Raffel
zusätzliche Recherchen: Reinhard Hellwig
Pressemitteilungen: Kirstin Adrian
ISSN1619-6643

Liebe Leser,
 
den rein pekuniären Wert eines Zoodirektors demonstrierte RTL letzte Woche, als im Promi-Quiz für den RTL-Spendenmarathon Bernd Stelter seinen Telefonjoker Dr. Nogge anrief: was denn bei Krokodilen das Geschlecht bestimme? Ohne die Leistung herabwürdigen zu wollen: Die selbstverständlich unverzüglich mit "die Brut-Temperatur" beantwortete Frage ist eine klassische Prüfungsfrage - ob für Tierpfleger, Zoologiestudenten oder Zoobegleiter/ranger/lotsen. Aber sie brachte eben mal 500.000 ¬ ! Am meisten applaudierte die bekennende Zoohasserin Elke Heidenreich...
Zu wissen, was ein Megatherium ist, hätte in der Sendung am Samstag dann schon eine Million gebracht. Leider war da kein Telefonjoker mehr übrig...

"Findet Nemo" startete in der letzten Woche im Kino, und die einhellige Meinung lautet "super". Etliche Zoos und Aquarien haben natürlich sofort darauf hingewiesen, daß "echte" Clown- oder Anemonenfische bei ihnen "live" zu sehen sind. Ob dies den befürchteten Ansturm auf die Tierhandlungen bremst, sei dahingestellt. Von Dalmatinern bis zu Schnee-Eulen (vor kurzen wurden noch zum Vermeiden überzähligen Nachwuchses die Eier angestochen, jetzt erzielen sie wieder Höchstpreise...) ist dieser Effekt ja leider gut belegt. "Zum Glück" werden Clownfische in großen Mengen gezüchtet.
Diesmal kommt aber noch der gegenteilige Effekt dazu: In den USA hatten nach Filmstart zahllose Kinder versucht, die Fische ihrer Eltern über die Klospülung in die Freiheit zu entlassen... Entsprechende Kampagnen von Natur- und Tierschutzorganisationen habe ich bisher vermißt, aber in etlichen Filmkritiken und Zeitungsartikeln waren kritische Anmerkungen dazu zu lesen. Zitat 3Sat-Wissenschaftsmagazin Nano: "Ohne zu erzieherisch sein zu wollen: Die Chance, Kinder zu verantwortungsbewußtem Umgang mit Aquarienfischen anzuleiten, ist vergeben."

Ab Januar wird die Doku-Soap aus Leipzig "Elefant, Tiger und Co." länger und auf neuem Sendeplatz laufen. Gute Nachricht - aber jetzt leider ganz ohne Wiederholungen und in NRW gar nicht mehr per Kabel zu empfangen. Die Redaktion der Sendung ruft alle Betroffenen auf, sich bei der Landenmedienanstalt zu beschweren:
TV-Tipps

Noch ein Hinweis: Die verdienstvolle Mitarbeit zahlreicher Helfer bei der Zoopresseschau bedeutet auch, daß einiges an Dateien herumgeschickt wird, und damit zwangsläufig auch Verzögerungen auftreten. Bitte also nicht wundern, wenn z. B. Pressemeldungen, die Mittwoch abend oder später bei uns eintreffen, erst in der nächsten Ausgabe berücksichtigt werden können.
 

Dirk Petzold


  Ungarische Warntafel

  Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

Tiroler Tageszeitung -04. Dez. 2003
Zoo klagt über Besucherrückgang
Einen Hilferuf in schriftlicher Form erhielt die Innsbrucker Stadtverwaltung vom Alpenzoo-Direktor Michael Martys. "Bis zum heutigen Tag haben wir gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 20.000 Besuchern", klagt er über mangelndes Zuschauerinteresse. Daraus ließe sich eine Mindereinnahme in der Höhe von 96.000 ¬ ableiten.
Sogar mit Zahlungsschwierigkeiten rechnet der Alpenzoo-Leiter - sofern nicht die öffentliche Hand einspringt. Gegenüber der Tiroler Tageszeitung bestätigt Martys, dass er sich an Land und Stadt gewendet hat. Was Innsbruck betrifft, hat Martys gute Aussichten. Die Verwaltung empfiehlt immerhin eine Sondersubvention in der Höhe von 30.000 Euro. Darüber befindet heute Donnerstag der Innsbrucker Gemeinderat.
Für die missliche Lage macht Martys erstens die Sommerhitze verantwortlich: "Bei 36 Grad geht niemand mehr in den Zoo." Zweitens kritisiert er einmal mehr die für den Alpenzoo ungünstige Parkplatzsituation.
Kritisch gegenüber der finanziellen Nachforderung steht jedenfalls Christian Kogler, Gemeinderat der Freien Liste. Das mangelnde Zuschauerinteresse im Sommer findet er "eigenartig". Außerdem fragt er: "Wenn die Leute nicht einmal bei schönem Wetter in den Alpenzoo gehen, wann dann?"

Leipziger Volkszeitung - 04. Dez. 2003
Zoopark verkauft Tiere im Internet
Von der Digitalkamera bis zum Lexikon wird im Internet alles angeboten- aber auch Schmuckschildkröten und Berberaffen? Aber ja: Der Thüringer Zoopark Erfurt bietet Tiere online zum Verkauf an. Wenn es im Affengehege oder im Terrarium zu eng wird, sucht die Zooleitung per Computer einen neuen Besitzer.
«Selbstverständlich müssen die Bestimmungen des Arten- und Tierschutzes eingehalten werden», sagt Zoodirektor Norbert Neuschulz. Auf der Abgabe-Liste stehen auch Haustiere und nicht geschützte Arten, die jeder Tierliebhaber zu Hause halten darf. Allerdings prüft der Zoo vor der Abgabe der Tiere nach eigenen Angaben genau, ob sie in gute Hände kommen. «Um Selbstabholung wird gebeten», heißt es im Internet.
Im vergangenen Jahr hat der Zoopark nach Angaben von Neuschulz aus dem Tierverkauf knapp 15 000 Euro eingenommen. Unter anderem wechselten ein Kamel, zwei Kängurus und mehrere Ibisse den Besitzer. Für neue Tiere wurden dagegen nur 1700 Euro ausgegeben. «Die Bestände sind eher rückläufig, weil wir weniger Tiere besser halten wollen», sagt Neuschulz.
Aber nicht mit allen Tierabgaben kommt auch Geld in die Kasse des Zoos. Manche werden getauscht oder verliehen, andere sogar verschenkt. So wurde die 33 Jahre alte Nashorndame Natala vor wenigen Wochen von Erfurt nach Schwerin gebracht, um den einsamen Nashornbullen Willie aufzumuntern. «Dafür haben wir kein Geld bekommen», sagt Neuschulz. Um ein Schutzprogramm für chinesische Sumpfschildkröten in Münster (Nordrhein-Westfalen) zu unterstützen, wurden drei seltene Exemplare kostenlos an den Allwetterzoo abgegeben.

Hamburger Abendblatt - 28-11-2003
Esmeralda muss ausziehen
Im Tierpark Arche Warder findet noch bis Weihnachten ein ungewöhnlicher Umzug statt: Gut die Hälfte der Tierpark-Bewohner zieht aus. Wasserbüffel, Glöckchenschweine, Waliser Schwarzhals-Ziegen, Tigerschecken-Ponys und Schottische Hochlandrinder werden in Quartieren in der Umgebung untergebracht.  Gefüttert und versorgt werden die Tiere von den Tierpark-Mitarbeitern. Gut 100.000 Euro kostet die Ausquartierung. Der Grund: "Tiere, Weiden und Ställe sind von Parasiten befallen. Der Bestand war zu groß, und es wurde zu wenig auf Hygiene geachtet ", sagt Betriebsleiter Heinz Laing. Laing (51) hat seit Anfang November das Sagen in Warder. Zuvor hatte ein neuer Betreiberverein, dem Greenpeace, die Umweltstiftung Greenpeace, Warders Bürgermeister und zwei Fördervereine angehören, den insolventen Park übernommen. Seit 3. November ist die Arche Warder geschlossen. Erster Schritt beim Neuanfang: Der Bestand wurde von 1350 auf 950 Tiere reduziert. Jetzt werden Außengelände und Gebäude modernisiert. "Wir müssen 14 Kilometer Zäune erneuern, 50 Schutzhütten und 40 Tränken errichten", umreißt Laing das Vorhaben. Nötig sei auch eine neue Wasserversorgung auf den Weiden. Die müssen teils umgepflügt und neu eingesät werden. Nicht allein die Tiere sollen sich nach der Rückkehr wohler fühlen, auch für die Besucher soll der Tierpark nach der Wiedereröffnung am 20. März 2004 attraktiver sein.

TAZ - 28. Nov. 2003
Archen für die Arche gesucht
Der Tierpark Warder hat Greenpeace mit einigen unangenehmen Überraschungen konfrontiert. Wie der von der Umweltorganisation unterstützte Trägerverein Arche Warder gestern mitteilte, müssen Zäune und 50 Unterstände erneuert sowie Weiden, Ställe und Tiere von Parasiten befreit werden. Um das zu ermöglichen, sollen an die 450 der seltenen Haus- und Nutztiere über den Winter anderswo untergebracht werden. Die Kosten des Sanierungsprogramms sind noch nicht komplett finanziert.
Die Greenpeace Umweltstiftung und der Verein Arche Warder haben den Park aus der Insolvenzmasse gekauft. Dem Verein, der den Tierpark seit dem 1. November trägt, gehört ein breites Bündnis von Akteuren an, von Greenpeace über den alten Förderverein bis hin zum Vorsitzenden des Fremdenverkehrsverbands. Die Bingo-Umweltlotterie unterstützte den Kauf mit 250.000 Euro. Dafür machten sich ungeahnte Altlasten bemerkbar: Der unerwartete Sanierungsbedarf wird den Trägerverein 150.000 bis 200.000 Euro extra kosten. Auch der Zustand der Tiere lässt stark zu wünschen übrig. Der Parasitenbefall ist so schlimm, dass Tierärzte dazu rieten, die Tiere auszuquartieren. Über den Winter kann der kontaminierte Kot eingesammelt, können die Ställe desinfiziert und die Tiere entwurmt werden. Für ungarische Steppenrinder, Zebus, Wasserbüffel, Pferde und Esel sucht der Tierpark noch Urlaubsquartiere, möglichst in der Nähe von Warder.

Norddeutsche Neueste Nachrichten - 02. Dez. 2003
Willies Hochzeitsnacht lässt auf sich warten
Nach dreiwöchiger Eingewöhnungsphase im Zoo ging die Erfurter Nashorndame Natala gestern zum ersten Mal mit ihrem neuen Gemahl auf Tuchfühlung. Die Ankunft seiner Gattin hatte Publikumsliebling Willie geradezu verschlafen , auch beim ersten Treffen zeigte er sich nicht gerade als Gentleman. Während die 33-jährige gebürtige Südafrikanerin immer wieder vorsichtige Annäherungsversuche wagte, verteidigte der 24-jährige Bulle laut brüllend sein Revier. Zoodirektor Michael Schneider hatte allerdings nichts anderes erwartet: "Das ist normales Distanzverhalten". Die beiden müssten sich erstmal in aller Ruhe kennen lernen. In einer Woche würde sich das Paar sicher schon besser verstehen, so seine Prognose. Doch die Chancen auf Nachwuchs stehen nach Aussage der Experten nicht besonders gut. "Wahrscheinlich ist die Nashornkuh schon zu alt", sagt Experte Schneider.

Sächsische Zeitung - 29. Nov. 2003
Tierpark soll Erlebniswelt sein
Der Tierpark Weißwasser konnte beim ersten, gut besuchten Tierparkforum im Hotel "Kristall" auf ein erfolgreiches Jahr 2003 zurückblicken. Jörg Lübben, Vorsitzender der Tierparkgesellschaft e.V., und der Tierparkdirektor Gert Emmrich berichteten, wie sich der Tierpark seit der Privatisierung im vergangenen Jahr entwickelt hat, und skizzierten, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Die Bilanz des ersten Jahres in privater Hand kann sich sehen lassen: Wurden früher drei bis vier Veranstaltungen und eine Aktion im Tierpark durchgeführt, so waren es dieses Jahr stolze zehn Veranstaltungen und fünf Aktionen. Rund 30.000 Besucher kamen in diesem Jahr in den Park. Jetzt arbeite man daran, auch überregional an Bedeutung zu gewinnen. Deshalb engagiert sich der Tierpark auch in mehreren Programmen und Organisationen für Natur- und Artenschutz und fördert die Entstehung von wissenschaftlichen Arbeiten. "Für alle soll der Besuch ein Erlebnis sein", das haben sich die Betreiber auf die Fahnen geschrieben und sich viel vorgenommen. Zebras, Lamas, Luchse, Bären, auch das "neue Leittier der Lausitz", der Wolf, soll einen Platz bekommen. "Der Parkcharakter soll gewahrt bleiben", sagt Emmrich – also keine bloße Aneinanderreihung von Gehegen, sondern ein "roter Faden" soll den Park auszeichnen.

Rheinpfalz.de - 03. Dez. 2003
Panda-Dame soll in Tokio für Nachwuchs sorgen
Nach drei erfolglosen Paarungsversuchen in Mexiko soll eine Panda-Dame nun in Japan für Nachwuchs für die vom Aussterben bedrohte Bären-Art sorgen. Shuan Shuan brach nach Tokio auf, wo sie im Ueno-Zoo in der japanischen Hauptstadt vom Panda-Männchen Ling-Ling begattet werden soll. Das Bärenweibchen solle bis zu einer erfolgreichen Befruchtung in Tokio bleiben, sagte der Direktor des Chapultepec-Zoos von Mexiko-Stadt, Rafael Tinajero. Dies könnte bis zu eineinhalb Jahren dauern. Der Chapultepec-Zoo war der weltweit erste Tierpark außerhalb Chinas, in dem 1980 die Zeugung eines Pandas in Gefangenschaft gelang. Die bisherigen drei Besuche von Panda-Mann Ling-Ling in Mexiko haben jedoch nicht zum Erfolg geführt. "Jetzt haben wir die Stratgie geändert, und wir hoffen, dass der Besuch des Weibchens auf dem Territorium des Männchens die Lage verändert", sagte Tinajero. Shuan Shuan wurde 1987 im Chapultepec-Zoo von Mexiko-Stadt geboren, wo sei mit ihren beiden Schwestern Xiu-Hua und Xin-Xin lebt.

Tiroler Tageszeitung Online - 03. Dez. 2003
Ausflug nach Sydney soll Nashorn Appetit auf Sex machen
Ein Ausflug vom staubigen Buschland Australiens in die Seeluft der Hafenmetropole Sydney soll bei einem Nashorn endlich die Lust auf Sex wecken. Das elf Jahre alte Tier mit Namen "Kwanzaa" lebt sonst im Zoo des kleinen Outback-Orts Dubbo und hat dort bisher keinerlei Anstalten gemacht, sich zu vermehren. Die Verantwortlichen des Tierparks hoffen nun, dass die neunmonatige Luftveränderung in Sydneys Taronga Zoo, von wo der grauen Sexmuffel auch den weltberühmten Hafen überblicken kann, Nachkommen zur Folge haben wird.

 

Planung und Bau 
 
Berliner Morgenpost - 29-11-2003
Domaquarée: Quarantänestation für Doktorfische
Pygor Schröder nimmt das Thermometer aus dem grünen Plastikbottich. "27 Grad", liest er ab. Im Salzwasser zieht ein Kaiserfisch seine Kreise, auf der Oberfläche dümpelt ein gelbes Quietscheentchen: "Das hat hier jemand reingesetzt. Diesen Scherz gibt es wohl in jedem Aquarium", sagt Schröder lächelnd. Das Aquarium, dessen Chefkurator Pygor Schröder ist, kann man kaum als irgendein Aquarium bezeichnen. Das "weltweit größte zylindrische" Aquarium mit der "weltweit größten Wassertiefe (14,2 Meter)" vereint einige Superlative. Am kommenden Dienstag wird es zusammen mit dem Sea Life Berlin im Domaquarée an der Karl-Liebknecht-Straße/Spandauer Straße eröffnet. Eine Million Liter Wasser fasst der Zylinder, in dem einmal 2600 tropische Fische schwimmen sollen. "Zurzeit sind etwa 900 Fische im Becken", erläutert Schröder. Die Fische stammen von Händlern und wurden im Meer gefangen. "Die meisten tropischen Fische können noch nicht gezüchtet werden", sagt Schröder. 10 bis 1000 Euro kosten einzelne Exemplare, 250 Euro zum Beispiel ein Kaiserfisch, 1000 Euro die beeindruckenden Napoleons, die bis zu zwei Meter groß werden können. Die Korallenfischzucht sei schwierig, aber machbar.

Berliner Zeitung - 02. Dez. 2003
Fünf Minuten Karibik
Heute öffnet das Sea Life Berlin mit dem weltweit größten Aquarium. Der zylinderförmige Aquadom steht zwar in der Hotelhalle des neuen Radisson SAS Hotels, er gehört aber zum Sea Life Centre, das heute um 10 Uhr eröffnet wird. Rund eine Million Liter Meerwasser sind in dem Riesenaquarium. Radisson-Manager Werner Knechtli findet den Aquadom "extrem überraschend" und "ganz doll gelöst". Ob die Hotelgäste künftig kostenlos durch das Riesenaquarium fahren können, vermag Knechtli noch nicht zu sagen. "Wir lassen das Sea Life Centre erst mal eröffnen, dann werden wir auch eine Lösung für unsere Gäste finden." Gut fünf Minuten dauert die Panoramafahrt durch das Fischbecken.

Berliner Kurier - 03. Dez. 2003
Viel Wasser, wenig Fisch: Und dafür 13,50 Euro
Kein Schlag ins Wasser, aber auch nicht die große Welle – das ist Berlins neue "Hai-Society", das gestern eröffnete "Sealife" in Mitte. Ausgerechnet die Attraktion enttäuschte viele: der AquaDom, das Zylinder-Aquarium mit dem Lift mitten durch. 2600 exotische Flossentiere paddeln durch eine Million Liter Wasser – alle 384 Liter nur ein Fisch. "Und dafür 13,50 Euro! Viel zu teuer", sagte Christina Hunold (55), Touristin aus Wiesbaden, nach dem Bummel durch die Unterwasserwelt.
Dennoch strömten am ersten Tag rund 1000 Fisch-Fans durchs "SeaLife".

Berliner Morgenpost - 03. Dez. 2003
Sea Life: Unterwasserwelt begeistert erste Besucher
Um 10 Uhr öffneten sich gestern die Glastüren des Sea Life Berlin an der Spandauer Straße 3. Von Ansturm konnte in den beiden ersten Stunden allerdings nicht die Rede sein. Das wussten die Besucher zu schätzen, die sich vor den über 30 Becken noch ohne Drängelei die heimische Unterwasserwelt anschauten. Sea-Life-Managerin Meike Schulze ist zufrieden, dass sich der Betrieb ohne große Hektik gut eingespielt hat. "Unsere Mitarbeiter sind alle an ihrem Platz, die Besucher, mit denen ich gesprochen habe, sind begeistert", sagt sie. Zum Wochenende erwartet sie deutlich mehr Publikum.

Berliner Morgenpost - 03. Dez. 2003
Von der Spree bis in die Tropen
Die Hauptstadt ist seit gestern um eine Attraktion reicher: Die beiden großen Aquarienwelten Sea Life und Aquadom im Domaquarée an der Spandauer Straße in Mitte öffneten ihre Pforten. Im Sea Life Centre erwartet die Besucher ein Rundgang durch einheimische Süß- und Meerwasserwelten - von den Spreequellen über Wannsee und Hamburger Hafen bis hin zu den Tiefen des Atlantiks. Zu sehen sind unter anderem Edelkrebse, Aale, Seeigel, Knurrhähne, Marmorrochen und Hundshaie. Im Aquadom hingegen tummeln sich 2600 farbenprächtige exotische Fische.

TAZ - 02. Dez. 2003
Ein Topf mit Fischeinlage
Die Initiatoren des "DomAquarées" dürften sich - um gleich im passenden Bild zu bleiben - kräftig die Flossen reiben. Es gibt wohl kaum eine passendere Zeit, die Aquarien des Centers an der Spandauer Straße zu öffnen. Es beginnt viel versprechend. Der Besucherstrom begibt sich gleich an Ort und Stelle unter die Wasserlinie und lernt zunächst die Berliner Fischwelt kennen, anschließend geht es thematisch elbabwärts bis zum Atlantik. Zu jedem Ausstellungsraum gibt es ein kleines Frage-und-Antwort-Spiel zu Umweltthemen. Doch ein Verständnis von ökologischen Zusammenhängen wird in "SeaLife" nicht erzeugt. Der Anspruch der Ausstellungsmacher, "durch Begeisterung für die heimischen Gewässer und Meere den Wunsch nach Erhaltung und Schutz zu wecken", bleibt aufgesetzt.
Nachhaltig gestört wird die Erforschung der Unterseeszenarien durch die permanente Beschallung mit sphärischer Musik, die vermutlich auch einigen empfindlicheren Fischarten auf die Nerven geht. Die Hauptattraktion der Anlage, der so genannte AquaDom, ist ein 25 Meter hohes, kreisrundes Becken, in dem tropische Fische die Säulen einer versunkenen Kathedrale umschwimmen. Während des Aufenthalts im inneren Hohlraum des Beckens stellt der technische Eindruck die Fische völlig in den Schatten. Leider gibt ein zweistöckiger, gläserner Aufzug das Tempo der Betrachtung vor und provoziert lange Wartezeiten. Eine Treppe hätte es auch und besser getan. Das Aquarium im Zoologischen Garten braucht die Konkurrenz des DomAquarées jedoch nicht zu fürchten: Ein Erwachsener zahlt happige 13,50 Euro, ein Kind immer noch 10.

Leipziger Volkszeitung - 02. Dez. 2003
Erlebnispfad führt durchs Gehege
Der Wildpark in Connewitz ist um eine Attraktion reicher: Gestern wurde offiziell ein Erlebnispfad eröffnet, der sich mitten durchs Gehege von Rot-, Dam- und Muffelwild schlängelt. Für den Rundgang ist ein Eintrittsgeld fällig, das in die Parkkasse fließt. "Der Pfad ist deutschlandweit einmalig", betont Andreas Sickert vom Grünflächenamt. "Er ist nicht allein zum Durchlaufen konzipiert, sondern führt über eine Aussichtsplattform, wo man die Tiere an der Suhle beobachten kann sowie über zwei Hängebrücken." 400 Meter misst die Strecke. Das Wichtigste dabei: Besucher und Tiere trennen keine Zäune mehr. Hinterm Drehtor weist lediglich eine Splitpiste den Weg durchs Gelände. "So nah kommt man nur selten an wild lebende Tiere heran", meinte Umwelt-Beigeordneter Holger Tschense. Dass das 78.000-Euro-Projekt gestern vorfristig fertig wurde, ist nicht zuletzt dem Wildpark-Förderverein zu verdanken, der Spendengelder beisteuerte. Insgesamt wurde ein Viertel der Baukosten über Zuwendungen und Besucher-Parkplatz-Gebühren bestritten. Mit dem Eintrittsgeld von zwei Euro pro Person solle verhindert werden, dass der Wildpark generell kostenpflichtig wird, so Holger Tschense. "Die Gebühr dient der Refinanzierung des Pfades und fließt zugleich in Werterhaltungsmaßnahmen im gesamten Areal." Zudem werde der Weg nicht von Gästescharen überlaufen, sondern nur von wirklich Interessierten besucht, ergänzt Sickert. Fördervereins-Chefin Marlies Wetzig war zur Eröffnung dennoch unsicher angesichts der Höhe des Entgeltes.

 

Aktionen 
 
Heidenheimer Zeitung - 1. Dez. 2003
Orang - Utan "Grisella" malt
Orang-Utan-Dame "Grisella" und die Schimpansen "Conny" und "Henry" haben zum Pinsel gegriffen und 30 "tierische Kunstwerke" geschaffen. Im Heidelberger Zoo wurden die Affenbilder gestern versteigert. 2200 Euro kamen so zusammen. Das Geld wird für die Verbesserung des Menschenaffen-Geheges verwendet. Alle Bilder gingen weg. Das günstigste für 35 Euro, das teuerste für 200 Euro. "Wir wissen natürlich nicht, ob sich die Künstler viel dabei denken", sagte Wünnemann. Pfleger Kowalsky hält Malen für eine sinnvolle Beschäftigung gegen die Langeweile der Zoo-Affen. Vor vier Jahren brachte er seinen Schützlingen ungiftige Fingerfarben mit. Die Orang-Utans begriffen schnell, dass man die Kleckse auf dem Papier kunstvoll verändern kann. Doch nicht alle Affen haben Lust auf das Malen. "Grisella", die 27 Jahre alte Orang-Utan-Dame, ist am kreativsten. Sie produzierte die meisten Bilder der Auktion. Und manch einer der "Künstler" frisst sein Werk auch einfach auf. Einmal schnappte sich "Max", der Chef der Schimpansengruppe, einen Farbtopf und verteilte das Grün im Käfig. Die Zoobesucher konnten dann einige Zeit grüne Affen bestaunen.

Sächsische Zeitung - 01. Dez. 2003
Gemeinsam die Tanne im Tierpark schmücken
Am 14. Dezember lädt der Tierpark Weißwasser ab 13 Uhr zu seiner Vorweihnacht ein. An diesem Nachmittag soll auf der Festwiese eine große Tanne geschmückt werden. Dazu bitten die Mitarbeiter des Tierparkes alle Besucher, etwas von zu Hause zum Schmücken mitzubringen. Das kann eine Lichterkette oder Baumschmuck sein, den man selber nicht mehr benötigt, der aber die große Tanne im Tierpark Weißwasser ganz besonders erstrahlen lassen soll – eine Tanne, die von Weißwasseranern für Weißwasseraner geschmückt wurde.

Norddeutsche Neueste Nachrichten - 03. Dez. 2003
Beliebte Darwinbox
Am Wochenende konnte der Leiter der Darwin-Box, Dr. Frank Georgi, den 100.000 Besucher begrüßen. Das Experimentarium im Rostocker Zoo, die Darwin-Box, wurde im Februar 2002 eingeweiht. Mit Ausstellungen, Videoshows und Experimenten ist sie beliebtes Ziel der Zoobesucher. Noch bis zum Jahresende ist in der Darwin-Box die Ausstellung "Zeit der Ruhe - Naturschauspiele" zu sehen.

Norddeutsche Neueste Nachrichten - 03. Dez. 2003
Schüler reichen Modelle für Bärengehege ein
Im April startete der Schülerwettbewerb "Baut ein Modell für ein neues Bärengehege" im Natur und Umweltpark (NUP) Güstrow. Ziel der gemeinsamen Initiative, die vom NUP und dem BiLSE-Institut ins Leben gerufen wurde, war es, Schüler ab Klassenstufe 7 zum Bau eines Modells für ein Bärengehege zu motivieren. Insgesamt haben sich 50 Schüler aus fünf Schulen beteiligt. Für sie wird der Wettbewerb am 4. Dezember, 15.00 Uhr, mit einer Präsentation der Modelle im NUP beendet. An diesem Tag werden 32 Schüler der fachkundigen Jury neun Modelle zur Bewertung vorstellen. Für den Bau des Modells mussten sich die Schüler auch mit der Vorgabe auseinander setzen, dass Bären und Wölfe in dem Gehege miteinander leben.

 

Nachwuchs 

Berliner Zeitung - 29-11-2003
Kleiner Affe namenlos
Es ist ein Junge! Ein Pfleger aus dem Tierpark konnte es jetzt sehen, weil die Affenmutter von ihrem Liebling mal ein Stückchen mehr blicken ließ. Der kleine Blutbrustpavian wurde am 1. November geboren. Einen Namen hat er noch nicht.

Ostseezeitung - 04. Dez. 2003
Affen-Winzlinge im Zoo haben Zwillinge
Kuschlig warm ist es im Südamerika-Haus – willkommene Abwechslung bei einem Gang durch den Zoo in dieser Jahreszeit. Bei Schmuddelwetter sind die zahlreichen neuen Tierhäuser auch für Besucher eine Wohltat.
Dass die Bewohner der neuen Anlagen sich wohlfühlen, lässt sich leicht beobachten. Die Weißbüschel-Affen haben die gute Pflege am 5. November mit Nachwuchs „honoriert“. Zwei Winzlinge kuscheln sich die meiste Zeit beim Papa ins Fell und riskieren nur ab und zu einen Blick auf die Besucher. Man muss schon ein wenig Zeit und Geduld mitbringen, um das Familienleben der Affenfamilie zu beobachten.
„Die Weißbüschel-Jungen sind nur eine Attraktion von vielen“, verrät Zoo-Mitarbeiterin Simone Zielonka. Ob es das Orang-Utan-Jungtier ist oder ein junger Eisbär, Nachwuchs bei den Erdmännchen oder welcher Tierart auch immer – mit einer Jahreskarte können die Besucher hautnah dabei sein, wenn der Zoo wieder um eine Attraktion reicher ist.  
 


Zoos 'break animal welfare laws'

Animal rights group GAIA has attacked a number of Belgian zoos for allegedly breaking animal welfare laws. Following visits to 14 zoos, including Boudewijn Park in Bruges, Bellewaarde animal park in West Flanders and Antwerp Zoo, GAIA said it found animals being kept in excessively small cages. The organisation also accused the zoos of not providing a natural
http://www.expatica.com/belgium.asp?pad=88,89,&item_id=34667

Mitteldeutsche Zeitung - 28-11-2003

Flinke Mäuse in Nadelstreifen
Vielstreifengrasmäuse gehören zu den jüngsten Bewohnern des Ascherslebener Tierparks. Diese possierlichen kleinen Nager tummeln sich in einem Terrarium im kleinen Tropenhaus.

Sächsische Zeitung - 01. Dez. 2003
Mit einer Jahreskarte zu Marta und Dorka
Richtig drall ist sie, die neue Sattelschweindame im Naturschutz-Tierpark Görlitz. Erst am vorigen Donnerstag kam Marta dort an, als Ersatz für die in die Jahre gekommene Lola. Die knapp einjährige schwarze Sau mit weißem Sattel verspricht schon jetzt ein Publikumsliebling zu werden. Ganz anders gibt sich die neue Fischotterdame Dorka, die nur zwei Tage vor Marta aus der tschechischen Naturschutzstation Pavlov nach Görlitz kam. Sie ist ausgesprochen gut gebaut, im wahrsten Sinne des Wortes stromlinienförmig, zu ihrem Partner Moritz aber gar nicht anschmiegsam. Seine Annäherungsversuche quittiert sie bisher nur mit einem giftigen Gekreisch. Das wird sich hoffentlich bald ändern, denn die Tierparkmitarbeiter haben die hübsche Tschechin ja eigentlich zum Otterkinderkriegen nach Görlitz geholt. Ein kleiner neuer Spielplatz wird entstehen, die Abenteuerbrücke über dem Ottergehege instandgesetzt und eine neue Aquarienanlage hinzugefügt, einige Wege saniert, mit dem Bau des Tibetdorfes begonnen und ein gänzlich neues Beschilderungssystem in deutsch und polnisch installiert.

Hannoversche Allgemeine - 29. Nov. 2003
Farina auf dem Schwebebalken
Der Bewegungsdrang mancher Kinder ist etwas ausgeprägter als der ihrer Altersgenossen. Farina, das Elefantenmädchen aus dem Zoo Hannover, will jedenfalls immerzu hoch hinaus. Und so gibt es im Dschungelpalast denn auch keine Säule, an der sie ihre Kletterkünste nicht schon ausprobiert hätte. Manchmal macht dem achtmonatigen Elefantenkind die eigene Courage allerdings auch etwas zu schaffen. Wenn es ihm gar zu mulmig wird, tritt es lieber den Rückzug an – und wählt einen Schwierigkeitsgrad, der rein klettertechnisch nicht ganz so anspruchsvoll ist. Farina balanciert dann eben auf einem Mäuerchen. Ihrer einen Monat älteren Artgenossin Califa steht der Sinn weniger nach solchen Extratouren.

Sächsische Zeitung - 25-11-2003
Tierpark - eine vertane Chance?
Leserbrief zu den Querelen und Unstimmigkeiten um den Tierpark Siebeneichen, die der Touristenstadt Meißen, zusammen mit übertriebener Berichterstattung, sehr geschadet haben:
Nach der Wende, als die Fördermittel nur so flossen, hätte man aus dem Tierpark Siebeneichen ein tolles Naturschutzprojekt machen können mit festen Gebäuden, Schauräumen und einem großen Unterrichtsraum, wo man Schülern Flora und Fauna ihrer schönen Heimat hätte zeigen können. Jetzt ist aber der Zug längst abgefahren. Fördermittel fließen nicht mehr, und die Stadt Meißen muss brutal sparen. Bei dem zukünftigen Tierpark-Betreiber sollte die Stadt vor allem prüfen, ob sein Finanzierungskonzept stimmt und das Projekt nicht wieder im Fiasko endet, zumal er jetzt schon über die Kosten stöhnt. Es müssen zwei Tierpfleger bezahlt werden plus Wasser, Strom, Abwasser. Die 40.000 Euro der Stadt jährlich als Stütze fallen weg. Kann man mit zwei Euro Eintritt pro Erwachsener (Kinder frei) ein solches Projekt durchhalten? Auf keinen Fall sollte die Untere Naturschutzbehörde Meißen die Zurschaustellung von Affen, Papageien und sonstigen exotischen Tieren erlauben. Dann hätte der Heimattierpark seinen Zweck, einheimische Tierrassen zu zeigen, verfehlt und würde zu einem Zoo-Ramschladen verkommen.

Thüringer Allgemeine - 02. Dez. 2003
Die Boa fängt Duftmoleküle
Die bekannteste Riesenschlange ist den meisten Zoobesuchern unter ihrem lateinischen Namen Boa constrictor bekannt. Die gebräuchlichen Namen Abgottboa oder Kaiserboa sind begründet in der Verehrung, die diesen Schlangen in den Kulten der Ureinwohner Amerikas zuteil wurde. Im Erfurter Zoo-Aquarium wird seit fünf Jahren ein Paar dieser Riesenschlangen gehalten und mit Ratten oder Meerschweinchen gefüttert. Die Boa constrictor mit ihren Unterarten gilt in ihrem Bestand als gefährdet. Grundsätzlich gilt: Alle diese Riesenschlangen in Menschenhand müssen bei der Oberen Naturschutzbehörde angemeldet werden.

Berliner Morgenpost - 29-11-2003
Yak-Mädchen Gobi ist vernarrt in ihren Pfleger und jagt am liebsten Ziegen
Es war eine typische Teenie-Schwangerschaft. Keiner hatte es für möglich gehalten, lange wurde es nicht bemerkt, plötzlich war das Kleine da. Die Mutter aber hatte Probleme mit dem Nachwuchs. Sie fühlte sich der Aufzucht nicht gewachsen und schubste Gobi weg - direkt in die Hände von Reviertierpfleger René Walther. Dort ist sie gut gelandet. Das dunkle Yak-Mädchen, geboren am 11. Juli 2002, wurde von René Walther und dem Huftiere-Team im Tierpark nämlich so sorgsam aufgezogen, dass die Flasche im März abgesetzt und Gobi der Herde zugesellt werden konnte.

Berliner Morgenpost - 30. Nov. 2003
Die Tür zum Südpol
Das ist sie also. Die berühmte Luft, die Berliner. Den Felsen- und Königspinguinen beispielsweise bekommt sie nicht so gut. "Etwas empfindlich sind sie schon, die Guten", gibt auch Tierpfleger Kai Fischer vom Zoo Berlin zu. Und weil das so ist, bleiben diese Pinguinarten am liebsten im Kühlschrank. Das ist der Raum im Zoo, der das ganze Jahr über auf mollige fünf Grad Celsius temperiert ist. Etwa 200 Quadratmeter ist er groß, Platz haben die 13 Königs- und drei Felsenpinguine also genug.

Berliner Zeitung - 04. Dez. 2003
Tierpark begrüßt einmillionsten Gast
Zu den Eintrittskarten gab es eine Führung durchs Gelände und das Mittagessen kostenlos: Bodo Klaus Lampasiak aus Frohnau wurde gestern als einmillionster Besucher im Tierpark begrüßt. Seit der Eröffnung im Jahr 1955 besuchten mehr als 89 Millionen Menschen den Tierpark.

Ostseezeitung - 04. Dez. 2003
Tierpark lädt ein zum Nikolaustag
Es ist schon seit geraumer Zeit eine gute und allseits beliebte Tradition, den Nikolaustag im Tierpark im Wolgaster Tannenkamp zu begehen. Und auch in diesem Jahr lädt am kommenden Sonnabend das Tierparkteam wieder dazu ein. Um 10 Uhr beginnt das bunte Treiben. Höhepunkt des Nikolaustages im Wolgaster Tierpark ist zweifellos die Übergabe eines neuen Geheges. Um 11 Uhr erfolgt die Einweihung des künftigen Domizils der Waschbären, das in den vergangenen Monaten mit tatkräftiger Hilfe von Sponsoren entstanden ist.

Berliner Morgenpost - 27-11-2003
Speiseplan
Da werden sich die Mantelpaviane im Berliner Zoo aber wundern. Die 23 Tiere, die auf dem Pavianfelsen leben, bekommen heute um 11 Uhr ausnahmsweise zusätzlich zu Grundnahrungsmitteln - bestehend aus Gemüse und Grünfutter - auch noch Äpfel, Bananen, Reiskuchen und Nüsse.

Berliner Morgenpost - 28-11-2003
Speiseplan
Wer sich erst mal an den Indischen Riesen-Flughunden in der Tropenhalle des Tierparks Friedrichsfelde festgeguckt hat, kommt so schnell nicht wieder von ihnen los. Die bis zu ein Kilogramm schweren Pelzflatterer fliegen und stelzen über den Boden, hängen in den Bäumen und kabbeln sich. Um 14.30 stürzen sie sich heute auf die Futternäpfe mit einer Obstmischung.

Berliner Morgenpost - 29-11-2003
Speiseplan
Sie ist und bleibt die Frechste in der Herde. Temi, das Asiatische Elefantenmädchen aus dem Tierpark, macht sich ihren Spaß - mit den Tanten ebenso wie mit den Pflegern. Nur beim Elefantenbullen Ankor ist sie lieber ein bisschen vorsichtig. Die ganze Familie tritt heute um 15 Uhr zur Fütterung an: Es gibt Obst, Gemüse, Heu und Zweige.

Berliner Morgenpost - 02. Dez. 2003
Speiseplan
Die Kalifornischen Schopfwachteln im Zoo sehen genau so aus, wie sie vom Charakter her auch sind: frech. Die Vögel tragen nämlich einen kleinen bläulichen Federschopf auf der Stirn, der ihnen etwas Vorwitziges gibt. Die Federn stören die Tiere nicht, auch nicht beim Fressen. Heute um 10 Uhr bringt der Tierpfleger in der Fasanerie dem Pärchen ein Körnergemisch, ein paar Mehlwürmer und etwas Grünzeug.

Berliner Morgenpost - 03. Dez. 2003
Speiseplan
Vorhang auf für Nemo. Der allseits beliebte Clownfisch und Hollywood-Star ist zum absoluten Lieblingsfisch unter den Flossenträgern avanciert. Heute kann der orange-weiße Tropenfisch um 12.30 Uhr in der Cafeteria im Tierpark beim Verzehren seines Lunchpaketes beobachtet werden. Auf dem Plan stehen klitzekleine Planktonkrebse
 

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Pressemitteilungen teilweise gekürzt

03.12.03, Zoo Dortmund
Zootiere warten auf „Weihnachtspaten“
Der Stress mit der Suche nach Weihnachtsgeschenken kann ein Ende haben. Der Zoo Dortmund bietet Patenschaften für seine Zootiere an. Der Zoo feierte in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurden die Patenschaften Ende 2002 verbilligt. Die Preise liegen zwischen 25 Euro für Frösche, Spinnen, Singvögel, Dachse, Rehe, Nutrias und Gürteltiere und 500 Euro für Giraffen, Nashörner und Löwen. Wer also noch keine Idee für ein Weihnachtsgeschenk hat und gleichzeitig was gutes tun möchte, der kann eine Tierpatenschaft erwerben. Der Erlös kommt in vollem Umfang dem Zoo zugute.
Als Dank lädt der Zoo alle Paten (zur Zeit 260) einmal im Jahr zum „Patenschaftstag“ ein. Am 15. November trafen sich etwa 214 Paten erstmalig zum Patenschaftstag mit einer einstündigen Führung durch den Zoo und einem Gläschen Sekt im Regenwaldhaus.
An den Patenschaftsbedingungen hat sich nichts geändert. Die Dauer der Patenschaften umfasst jeweils ein Jahr. Die Paten erwerben mit den Patenschaften keinerlei Rechte am Tier. Sie verleihen mit der Übernahme einer Patenschaft jedoch ihrer Verbundenheit mit dem Zoo Dortmund, „ihrem Tierpark“, Ausdruck. Die Paten erhalten als Bestätigung ihrer Patenschaftsübernahme eine Urkunde und sie werden auf der Patenschaftstafel im Eingangsbereich des Zoos erwähnt.

03.12.03, Zoo Wuppertal
Der Nikolaus kommt in den Zoo!
auf ein besonderes Highlight im Advent können sich vor allem die Kinder unter den Zoobesuchern freuen, denn am Samstag, 6. Dezember, um 16.30 Uhr kommt der Nikolaus in den Zoo! Nach einem Lampionrundgang durch den dunklen Zoo wartet der Nikolaus im Elefantenhaus. Alle Kinder erhalten dann vom Nikolaus eine kleine Überraschung. Der Abendrundgang beginnt um 16.30 Uhr am Bronze-Kamel am Zoo-Eingang und kostet 6,- ¬ pro Person zzgl. Eintritt.

03.12.03, Zoo Wuppertal
Klammeraffenmädchen in Handaufzucht - Pfleger haben alle Hände voll zu tun
wir freuen uns sehr über Nachwuchs bei den Schwarzen Klammeraffen. Am 7. August gebar Klammeraffendame „Johanna“ ein kleines Mädchen. Wir gaben ihr den Namen „Katrin“. Aufgrund von Integrationsproblemen innerhalb der Gruppe mussten wir uns aber dazu entscheiden, das kleine Mädchen von der Mutter zu trennen und mit der Hand aufzuziehen. Seitdem wird sie liebevoll von unserer Tierpflegerin versorgt. Sie hat es inzwischen von ihrem 370g Geburtsgewicht auf stolze 1300g gebracht und klettert nun immer geschickter auf ihren Pflegern und in den Räumen herum.
Klammeraffen gehören zu den Neuweltaffen und besitzen als besonderes Merkmal einen Greifschwanz. Diese „fünfte Hand“ wird sowohl beim Klettern benutzt als auch bei anderen Aktivitäten. Die auf der Unterseite unbehaarte Schwanzspitze ist so empfindlich, das sogar Gegenstände damit ergriffen werden können. Typisch für Klammeraffen ist der rückgebildete Daumen, so dass die restlichen vier Finger einen „Greifhaken“ bilden, der zum Hangeln in den Baumkronen benutzt wird. Der Schwarze Klammeraffe aus den Pazifischen Regenwäldern Kolumbiens und Ekuadors gehört zu den am stärksten von der Ausrottung bedrohten Affenarten. Sein Bestand wird auf nur noch wenige hundert Tiere geschätzt. Im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für die Art, in dem der Zoo Wuppertal mitarbeitet, werden momentan nur 180 Tiere gehalten.

02.12.03, Zoo Dortmund
Buntes Nikolausprogramm für Kinder im Dortmunder Zoo
Die Tierpfleger und Mitarbeiter des Zoos haben wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Nikolaus auch dieses Jahr wieder im Zoo begrüßen zu können.
Der Nikolaus erwartet am Donnerstag, 4. Dezember, alle Kinder im Zoo. Einlass ist ab 17.30 Uhr. Fürs leibliche Wohl wird gegen einen kleinen Obolus mit Glühwein, Kaffee, Limonade, Kinderpunsch und Kuchen gesorgt. Ab 18 Uhr wird der Nikolaus mit den Kindern einen Rundgang unternehmen und seine Vorleserinnen werden weihnachtliche Geschichten erzählen. Im Otternhaus wird das Stück „Kasperle und der gestohlene Schneemann“ aufgeführt. Für die Veranstaltung gelten die üblichen Eintrittspreise. Kinder, die eine Laterne mitbringen, haben freien Eintritt.

02.12.03, Allwetterzoo Münster 
Baubeginn: Der künftige Kinder- und Pferdepark im Allwetterzoo Münster nimmt Gestalt an
Im Eichenwald zwischen dem Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster und dem Betriebshof des Zoos entsteht der neue Kinder- und Pferdepark, der den Besuchern attraktive Tierbegegnungen und den Bewohnern großzügige neue Lebensräume bescheren wird. Ebenso wie im neuen "Africaneum" wird es neben tollen Tieranlagen auch eine spannende, abwechslungsreiche Wegeführung und neuartige Lern- und Spieleinrichtungen
für Kinder geben. Eröffnet wird der "Kinder- und Pferdepark" im Sommer 2005.
Kinder werden in diesem Bereich des Zoos besonders bevorzugt. Ziel der Planung war es, den Park so zu gestalten und solche Tiere zu halten, die Kindern Spaß machen. Erwachsene werden keineswegs ausgegrenzt, denn man geht davon aus, dass das, was Kindern Spaß macht, auch Erwachsenen Freude bereitet. Familien sind die Hauptzielgruppe dieses neuen Zoobereichs. Außer den normalen, rollstuhlgerechten Besucherwegen wird es abenteuerliche
Kinderpfade geben, die sicher auch von Eltern erkundet werden.
Ein wesentliches Element im neuen "Kinder- und Pferdepark" wird der Streichelbereich sein, der jedoch völlig anders als gewohnt gestaltet wird. Die Zwergziegen erhalten ein naturnah gestaltetes Terrain, das von Kinderpfaden durchkreuzt wird. Die Tiere können entscheiden, ob sie sich zu den Kindern begeben, oder nicht. Auf die Kinderpfade, die sich durch den gesamten Park schlängeln, gelangt man als Erwachsener nur, wenn man bereit ist sich zu bücken, denn deren Eingänge werden durch 1,5 m niedrige Weidengauben gebildet. Auch zu den Wölfen führt ein spezieller Weg, der Kindern von einer "Wolfshöhle" aus besondere Einblicke in "Isegrimms Reich" bietet.
Die künftigen Bewohner des Kinder- und Pferdeparks sind ausschließlich "kindgerechte" Tiere. Das gut 3.000 m² große Gelände für die Pferde wird außer den Shetlandponys auch Island-Ponys, Dülmener Wildpferd und Poitou-Riesenesel beherbergen. Der Streichelbereich wird außer Zwergziegen auch Minischweine und Meerschweinchen beherbergen. Thematisch geht es durchgehend um Nutztiere vom Rudeltier Hund / Wolf bis zu den Fleischlieferanten Schwein und Meer-schweinchen. Die vorhandene Anlage der Iberischen Wölfe wird vergrößert, das Gelände neu gestaltet.
Die Kosten für die Errichtung des Kinder- und Pferdeparks liegen bei 1,534 Mio. EUR.

02.12.03, Naturschutz-Tierpark Görlitz
Wichtelwerkstatt im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Vom 3. Dezember bis zum 17. Dezember öffnet die Wichtelwerkstatt im Naturschutz-Tierpark Görlitz. Die Wichtelmänner und -frauen vom NaTIERkundehaus bieten Ihnen vielfältige Möglichkeiten für das weihnachtliche Basteln an.
      
28.11.03, Naturschutz-Tierpark Görlitz     
Mit einer Jahreskarte Marta und Dorka besuchen
Richtig drall ist sie, die neue Sattelschweindame im Naturschutz-Tierpark Görlitz. Erst ge-stern kam Marta dort an, als Ersatz für die in die Jahre gekommene Lola. Die knapp einjäh-rige schwarze Sau mit weißem Sattel verspricht schon jetzt ein Publikumsliebling zu werden. Sie ist ganz zutraulich, anschmiegsam und eben drall wie es sich gehört. Ganz anders gibt sich die neue Fischotterdame Dorka, die nur zwei Tage vor Marta aus der tschechischen Naturschutzstation Pavlov nach Görlitz kam. Sie ist ausgesprochen gut gebaut, im wahrsten Sinne des Wortes stromlinienförmig, zu ihrem Partner Moritz aber gar nicht anschmiegsam.
Das kommende Tierparkjahr wird außerdem mit anderen, vor allem natürlich tierischen Neuigkeiten aufwarten, mit Nachwuchs bei den Ziegen gleich im Winter, den Schafen und Kaninchen zu Ostern, den Steinböcken im Mai, den Roten Pandas im Juni...
Ein kleiner neuer Spielplatz wird entstehen, die Abenteuerbrücke über dem Ottergehege instandgesetzt und eine neue Aquarienanlage hinzugefügt, einige Wege saniert, mit dem Bau des Tibetdorfes begonnen und ein gänzlich neues Beschilderungssystem in deutsch und polnisch installiert. Und last but not least wird Gärtnermeister Thomas Aster die Besucher mit tausenden blühenden Krokussen, neuen Kulturpflanzen im Bauerngarten und einer Beerenstrauch-Hecke beschenken.
Apropos Schenken: Die vielen Angebote für das kommende Jahr und die stark gesenkten Preise, die ab Januar für eine Tierparkjahreskarte gelten, regen vielleicht den einen oder anderen an, einem Verwandten oder Freund solch eine, auf Wunsch auch hübsch verpackte, Karte auf den Gabentisch zu legen.

28.11.03, Zoo Duisburg
Der Zoo bei Nacht
Rundgänge durch den Zoo unter fachkundiger Führung  n a c h  Einbruch der Dunkelheit sollen erwachsene Besucher nicht etwa das Fürchten lehren, sondern Einblick geben in das Verhalten solcher Tiere, für die Dämmerung und Dunkelheit nicht unbedingt Anlaß sind, im Schlummerparadies der Träume zu versinken.
Sollte das Wetter mitspielen, sind beutejagende Eulen ebenso zu erwarten wie Maus und Marder, und möglicherweise wird Reineke Fuchs sein Abendsüppchen aus der Futterschüssel der Flamingos schlürfen, während die Wisente die letzten Reste ihrer Möhren- und Rübenvesper wiederkäuen und sich dabei durch den Schein starker Taschenlampen kaum werden ablenken lassen. Mit Sicherheit bettet im Nachbarhaus Familie Löwe die schläfrigen Köpfe auf schlaffe Pranken – unbeeindruckt vom Dauergeschnatter des plattfüßigen Federviehs rund um den Pelikanteich.
Keine Nacht ist so stockfinster, als daß es nichts zu sehen gäbe; mehr noch wird allerdings zu hören, zu riechen und zu erleben sein zwischen Pinguinen und Elefanten am Kaiserberg. Zu einer Nachtführung lädt der Zoo interessierte Erwachsene ein jeden Mittwoch bis zum 17.12.2003.Beginn immer um 19.30 Uhr.

27.11.03, Wildpark Lüneburger Heide
Der Nikolaus kommt…..
Achtung - liebe Eltern ! Wegen des grossen Erfolgs im letzten Jahr, kommt auch dieses Jahr wieder der  Nikolaus in den  Wildpark Lüneburger Heide. Wer pünktlich am 06.12.2003 um 14.00 Uhr an der Kasse erscheint, wird vom Nikolaus erwartet. Die ganze Kinderschar läuft dann mit ihm durch den weihnachtlich geschmückten Wildpark zum Freigehege. Dort dürfen die Kinder gemeinsam mit dem Nikolaus das Damwild füttern. Anschließend verteilt er kleine Überraschungen an die Kinder.



20.11.03, Tierpark Chemnitz
Kängurus und Emu nun zusammen in einem Gehege
Geburten bei den Afrikanischen Zwergziegen

Im September diesen Jahres bezogen die Bennettkängurus ein neues Gehege und hatten seitdem ausreichend Gelegenheit, sich an ihren neuen Nachbarn, einen Emu aus dem Tiergarten Nürnberg, zu gewöhnen. Inzwischen wurden beide Arten vergesellschaftet und können nun gemeinsam das geräumige Areal nutzen. Zwischen Emu und Kängurus, die sich auch in ihrer Heimat Australien den Lebensraum teilen, finden viele Interaktionen statt, die zur einer natürlichen Haltung beitragen und das Leben beider Arten bereichern. Es ist zudem genügend Platz vorhanden, damit sich bei Bedarf auch alle Bewohner der Australienanlage aus dem Weg gehen können.
Dass nicht nur im Frühjahr Jungtiere geboren werden, beweist der aktuelle Nachwuchs im Streichelzoo: fünf in den letzten Tagen geborene Zwergziegen tummeln sich dort und machen erste Bekanntschaft mit Artgenossen und Menschen.


  


BUND, 01.12.03
Naturzerstörung, Staub und Lärm: Erörterungstermin zur Hambacher Kohlebahn beginnt
Am morgigen Dienstag beginnt in Kerpen der Erörterungstermin im Rahmen des Planfeststel-lungsverfahrens für die Verlegung der Hambachbahn im Braunkohlentagebau Hambach. Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lehnt die Planung als überflüssig und umweltzerstörend ab. Die Umweltschützer beantragten bei der Bezirksregierung Köln, das Vorhaben wegen der fehlenden Notwendig-keit, der gravierenden Auswirkungen auf die Natur und der nicht tolerierbaren Zusatzbelas-tung für die Anwohner zu stoppen.
Die geplante Trasse parallel der Autobahn A 4 würde 97 Hektar Fläche direkt in Anspruch nehmen, davon 20 ha Wald. Eine etwa 60 m breite Schneise müsste durch den Merzenicher Erbwald geschlagen werden. Insgesamt gingen im Bereich Merzenich 15 ha Wald verloren und 5 ha der Steinheide. Sowohl die Reste des Hambacher Forstes als auch der Merzenicher Erbwald und die Steinheide stehen unter dem Schutz der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Seltene Tierarten wie Fledermäuse,
Haselmaus und Mittelspecht haben dort ihren Lebensraum. Nach Auffassung des BUND verstößt die Planung eklatant gegen das europäische Naturschutzrecht.

WWF, 01.12.03
Trittins Schutzgebietsvorschläge für  Nord- und Ostsee reichen nicht aus!
Anlässlich der heutigen öffentlichen Erörterung  der  Natura 2000-Gebietsvorschläge des Bundesumweltministeriums für die deutsche Nord- und Ostsee fordert der WWF erweiterte Gebiete zum Schutz gefährdeter Meerestiere und Vögel sowie ihrer Lebensräume.
Der WWF legte heute eine Seekarte mit eigenen Natura 2000-Schutzgebietsvorschlägen für die Nordsee vor.  Wir begrüßen, dass sich das BMU daran macht, Meeresschutzgebiete jenseits der 12 Seemeilenzone in der Ausschließlichen Wirtschaftszone auszuweisen. Die Gebietsvorschläge sind jedoch nicht ausreichend, um die wertvollen und faszinierenden Lebensgemeinschaften auf Riffen und Sandbänken sowie die wichtigsten Verbreitungsgebiete von seltenen Seevögeln und Schweinswalen wirkungsvoll zu schützen, so Uwe Johannsen vom WWF und ergänzt: Die Gebietsabgrenzung des BMU zielt in manchen Bereichen eher darauf ab, Konflikten mit geplanten Windparks und anderen Nutzungen aus dem Wege zu gehen , denn einige wichtige schützenswerte Bereiche wurden ausgelassen. Für einen naturverträglichen Ausbau der Offshore-Windenergie bleibe auch außerhalb der schützenswerten Seegebiete genügend Raum.
Der WWF hat die vom Bundesamt für Naturschutz veröffentlichten Grundlagendaten deshalb selbst ausgewertet und jetzt eigene Schutzgebietsvorschläge für die Nordsee vorgelegt. Vorschläge für die Ostsee werden zurzeit ebenfalls erarbeitet und in Kürze vorgestellt.


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Natur- und Artenschutz

Hessische Allgemeine - 01. Dez. 2003
Bärbel-Jäger klagt auf Schmerzensgeld
Der Fall der erschossenen Wölfin „Bärbel“ zieht weitere juristische Kreise. Mitte Dezember verhandelt eine Zivilkammer des Landgerichts Hildesheim eine Schadensersatzklage des Jägers, der die Wölfin am 19. Januar dieses Jahres bei Adenstedt (Kreis Hildesheim) erschossen hatte. Der Jäger verlangt vom Land Niedersachsen Erstattung seiner Anwaltskosten, die ihm nach dem Abschuss durch mehrere Verfahren entstanden seien. Außerdem fordert er 2500 Euro Schmerzensgeld, weil durch Anfeindungen bis hin zu Drohanrufen seine Lebensfreude beeinträchtigt worden sei. Er begründet die Klage damit, dass das Niedersächsische Landesamt für Ökologie (NLÖ) den Wolf hätte einfangen oder eine Abschussverfügung erlassen müssen.

St. Galler Tagblatt - 02. Dez. 2003
Erfolgreich wieder angesiedelt
Nachdem der Mensch den Bartgeier gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Alpenraum ausgerottet hatte, entstand in den frühen Siebzigerjahren vorerst eine französisch-schweizerische Wiederansiedlungs-Initiative, in der naturgefangene Tiere aus Afghanistan in die Alpen umgesiedelt werden sollten. Dieser Versuch misslang. 1978 begann mit einer Tagung in Morges das neue, heute 25-jährige internationale Projekt. Aufbauend auf den Erfahrungen im Alpenzoo Innsbruck, wo seit 1974 30 Jungvögel herangewachsen sind, hat der Wiener Tierarzt Hans Frey zu Beginn gemeinsam mit dem Ingenieur Winfried Walter mehrere Zuchtstationen gegründet oder gefördert und zahlreiche zoologische Gärten dazu gebracht, an diesem Projekt mitzuarbeiten. 1986 wurden die ersten Bartgeier im Nationalpark Hohe Tauern, Österreich, freigesetzt. Ihnen folgten ab 1987 weitere in Hochsavoyen, ab 1991 im Schweizerischen Nationalpark, ab 1993 im französischen Nationalpark Mercantour, ab 1994 im italienischen Parco naturale delle Alpi marittime und ab 2000 im Nationalpark Stilfser Joch. Bis heute sind 121 nachgezüchtete Bartgeier in die Natur entlassen worden, 22 davon im Schweizerischen Nationalpark. Nach den Erhebungen des internationalen Monitorings leben noch etwa 80 Vögel. Nach vielen Jahren des Wartens ist 1997 in Frankreich das erste Bartgeierpaar in den Alpen erfolgreich zur Brut geschritten. Seither haben sich drei weitere Paare in Italien und ein Paar und ein Trio in Frankreich erfolgreich fortgepflanzt. Wirtschaftlich wird das Projekt getragen von Nichtregierungsorganisationen wie der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, dem nationalen WWF, von Zoos und Tierparks, zahlreichen Stiftungen wie Pro Bartgeier oder der Schweizerischen Vogelwarte, dann von Universitäten, Nationalparkverwaltungen, Unternehmen und Privaten. Insbesondere in der Startphase wurde das Projekt auch mit staatlichen Mitteln unterstützt. Weitere Bartgeier sollen ausgesetzt werden, bis die Grösse der in der Natur lebenden Population ausreicht, um die Verluste wettzumachen. Diese Situation dürfte in etwa zehn Jahren erreicht sein. Zum 25-jährigen Bestehen des Wiederansiedlungsprojektes haben die drei Wildtierbiologen Klaus Robin, Jürg Paul Müller und Thomas Pachlatko einen grossformatigen Bildband über den Bartgeier und das Projekt veröffentlicht.

Hamburger Abendblatt - 29-11-2003
Neue Heimat für Papageien
Die Frage, ob Deutschland ein Einwanderungsland ist, haben der Halsbandsittich und die Große Gelbkopfamazone längst für sich entschieden. Selbst harte Winter brauchen die Papageien nicht zu fürchten. Ein warmes Federkleid und der Appetit auf Samen und Früchte aller Art lässt die Krummschnäbel gut durch die kalte Jahreszeit kommen. Etwa zehn Papageienarten sind in deutschen Landen bereits frei fliegend gesichtet worden. "Wirklich etabliert hat sich nur der Halsbandsittich", sagt Ragnar Kinzelbach, Biodiversitätsforscher von der Universität Rostock und Mitautor einer Studie zu Neubürgern im Tierreich. Eine größere Population lebt zum Beispiel im Hamburger Alstertal. Mit etlichen Exemplaren ist auch die Gelbkopfamazone zur einheimischen Art avanciert, allerdings auf den Raum um Stuttgart beschränkt. Beim Dritten im Bunde, dem frei lebenden und im Freien brütenden Mönchssittich, sind sich die Beobachter nicht einig, wie stark eingebürgert der 30 Zentimeter große Vogel ist. Unter starker Beobachtung von Naturfreunden steht auch der Große Alexandersittich. Im Biebricher Schlosspark in Wiesbaden entdecken Vogelschützer immer wieder Brutpaare in Naturhöhlen oder als Nachmieter von Grünspechten. Etablierte Neubürger sind aber nur der Halsbandsittich und die Gelbkopfamazone. Sie haben frei lebend mehr als drei Generationen hervorgebracht. Selten sind Pfirsichköpfchen, Bergpapageien, Mohrenkopf-, Grau-, Grünsperlingspapageien, Blaumaskenamazonen, Nymphen- sowie Bartsittiche und Rosenköpfchen. Die Gelbkopfamazone verdankt ihre Einbürgerung nachweislich einem entflohenen Vogel, dem Mitarbeiter des Wilhelma-Tierparks in Stuttgart vor etwa 20 Jahren wohl aus Mitleid zur Zweisamkeit verhalfen. Das Pärchen erwies sich als fruchtbar. Etwa 35 bis 40 Gelbkopfamazonen bevölkern heute den Rosensteinpark in Stuttgart, Tendenz steigend. Aber auch auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg wurden diese Vögel gesichtet.

Nassauische Neue Presse - 27-11-2003
Dauborner Reptilien-Experten veröffentlichen grundlegendes Werk
Karlheinz Fuchs aus Dauborn ist weltweit einer der führenden Experten in Sachen Reptilien. Dem gelernten Gerbermeister, der bis zum Eintritt in den Ruhestand in der Leder-Abteilung der Farbwerke Höchst arbeitete, war es gelungen, die verschiedenen Arten von Krokodilen, Alligatoren und Schlangen anhand der Struktur ihrer Häute zu identifizieren und zu beschreiben. Einige Arten, die er als erster beschrieb, wurden nach ihm benannt.
Nach Inkrafttreten des Washingtoner Artenschutzabkommens verfasste der international anerkannte Experte ein Bestimmungshandbuch für den Zoll, sowie eines für die Vereinten Nationen, für die er immer wieder tätig ist. Zum Beispiel hatte er im Auftrag der UNO den Krokodilbestand im Sudan zu erfassen. Seinen zahlreichen Publikationen hat Karlheinz Fuchs eine weitere hinzugefügt. "Die Reptilhaut – The Reptile Skin" heißt das in deutscher und englischer Sprache erschienene Buch von Karlheinz und Manuel Fuchs, das in der Edition Chimaira in Frankfurt veröffentlicht wurde. Mit diesen Werk würden national wie international bestehende Lücken für Hilfsmittel für alle am Vollzug des "Übereinkommens über den Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen" (Cites) beteiligten Institutionen und sachverständigen Personen geschlossen, schreibt Dr. Dietrich Jelden, der Leiter der Abteilung Durchführung Artenschutzrecht im Bundesamt für Naturschutz im Vorwort.

Salzburger Nachrichten - 03. Dez. 2003
Reptilien lösen Hund und Katz ab
"Ich fürchte, dass wir mindestens auf tausend Tiere kommen", sagte Chefinspektor Rudolf Tomek von der Zollfahndung Wien am Dienstag, der die Abteilung Artenschutz leitet. Tomek und seine Mitarbeiter sind gerade dabei, jene Vogelspinnen, Geckos, Skorpione, Schlangen und anderen Exoten zu zählen und zu begutachten, die Sonntag in aller Herrgottsfrüh im Citroen eines 40-jährigen Ungarn sichergestellt wurden. Der Mann hatte die Tiere nach Österreich geschmuggelt und wollte sie in St. Pölten auf einer Reptilienbörse für gutes Geld verkaufen. Laut Tomek ist der Schmuggler ein Profi, darauf weist die Art des Transports hin. "Den Tieren geht es bestens", versicherte Tomek. Ein Großteil wurde bereits in den Tiergarten Schönbrunn und ins Haus des Meeres gebracht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Fälle von Tierschmuggel immens angestiegen. Tomek schätzt, dass es insgesamt doppelt so viele sein werden wie im Vorjahr.

Spiegel - 02. Dez. 2003
ACHTBEINIGE WEIHNACHTS-PRÄSENTE: Zoll findet 1000 Vogelspinnen im Kofferraum
Mehr als 1000 Vogelspinnen entdeckten österreichische Zöllner in einem Kofferraum, die Tiere sollten als exotische Weihnachtsgeschenke verkauft werden. Neben den achtbeinigen Präsenten fanden sich noch Skorpione, Schlangen und Geckos in dem Wagen. Die Spinnen seien in Röhrchen und Plastikdosen verpackt und allesamt in gutem Zustand gewesen, teilte der österreichische Zoll mit. Die Tiere seien aus Ungarn nach Österreich geschmuggelt worden und für den Weihnachtsverkauf auf einer Reptilienbörse bestimmt gewesen. "Als Geschenke sind Vogelspinnen sehr beliebt", sagte ein Zollsprecher. Eine Spinne kostet etwa 100 Euro. Die Krabbler werden jetzt in zwei Wiener Zoos untergebracht.

Ostseezeitung - 28-11-2003
Schlafplatz der Kraniche ging durch Störungen verloren
Ingolf Stodian ist verärgert. Mit dem Zeigestock fährt der Sachgebietsleiter für Biotop- und Artenschutz im Nationalparkamt „Vorpommersche Boddenlandschaft“ auf der Landkarte Rügens entlang und tippt auf den Kubitzer Bodden. Hier liegt in Tuchfühlung zur Vogelinsel Liebitz einer der wenigen Kranichschlafplätze, die Deutschlands größtes Eiland vorzuweisen hat. Eigentlich müsste man an dieser Stelle die Vergangenheitsform wählen, denn der Schlafplatz der „Göttlichen Vögel“ am Unrower Ufer ging in diesem Jahr verloren. „In den zurückliegenden Wochen der herbstlichen Kranichrast wurden an dieser Stelle vermehrt Kitesurfer gesehen, die mit ihren bunten Flugdrachen und den schnellen Brettern immer wieder in die geschützten Bereiche des Kubitzer Boddens vordrangen“, weiß Ingolf Stodian. In den vergangenen Jahren wurden am Schlafplatz der Kraniche nahe des Unrower Ufers bis zu 5000 Exemplare gezählt. Die geschützten Vögel, die bei der ungedeckten Annäherung des Menschen in der Regel ab 200 Metern die Flucht ergreifen, reagieren auf die Flugdrachen der Kitesurfer nahezu panisch.

Osterhofener Zeitung - 28-11-2003
Biber schädigen Bauern und Kommune
Auf den Spuren des Bibers war Biberberater Gerhard Schwab im Raum Moos unterwegs - wenngleich auch nicht zu seinem Vergnügen. Der Biberfachmann musste sich auf Drängen der Gemeinde Moos mit den offenkundigen Schäden durch Biberbauten befassen und sah sich einmal mehr harten Angriffen betroffener Landwirte ausgesetzt. Freilich hat sich die Einschätzung der Biberpopulation und der durch sie entstehenden Schäden seit dem Pfingsthochwasser 1999 verändert. War damals der Gedanke an eine Bestandsregulierung zunächst völlig abwegig, so wird diese inzwischen in der Praxis betrieben und zwar durch Abfangen jener Biber, die tatsächlich Probleme bereiten und nachweisbar für Schäden sorgen. Dafür ist eine Genehmigung nötig, die von der Regierung von Niederbayern jedoch mittlerweile erteilt wurde. Auch wurden der Gemeinde bereits Biberfallen zugeteilt.

Berliner Zeitung - 28-11-2003
In den Fängen des Adlers
Der Schutz seltener Tierarten wird sehr schwierig, wenn geschützte Arten sich in die Quere kommen. So steht in Nordamerika der Insel-Graufuchs kurz vor dem Aussterben, weil Steinadler ihn als leichte Beute entdeckt haben. Das stellt Artenschützer vor ein Problem, denn der Greifvogel steht in den USA unter strengem Schutz. Schuld an dem Dilemma sind verwilderte Hausschweine, die sich auf sechs kleinen Inseln vor der kalifornischen Küste - der Heimat der Füchse - reichlich vermehrten. Sie lockten die Steinadler auf die Eilande, denn den Raubvögeln ist der Schweinenachwuchs eine leichte Beute. Bald entdeckten die Adler jedoch, dass auch die Füchse einfach zu fangen sind. Bereits nach einigen Jahren waren die kleinen Raubtiere auf zwei Inseln verschwunden. Während die Schweine geschossen werden können, sind Adler jedoch in den USA nahezu unantastbar. Dabei sind Steinadler gar nicht selten. Sie wurden jedoch unter Schutz gestellt, um die Ausrottung des Weißkopfseeadlers zu verhindern. Der Wappenvogel der USA wurde immer wieder von Jägern geschossen, die ihn mit dem Steinadler verwechselten. Die Artenschützer hoffen nun, dass auch ihnen unter diesen besonderen Umständen gestattet wird, die Adler einzufangen, um sie umzusiedeln.

Berliner Morgenpost - 27-11-2003
Überlebensplan für Menschenaffen
Die letzten in freier Wildbahn lebenden Menschenaffen stehen vor der Ausrottung. Für die wenigen noch in der Wildnis vorkommenden Gorillas, Schimpansen, Bonobos und Orang-Utans sei es "eine Minute vor zwölf", warnt der Direktor des UN-Umweltprogramms (Unep), Klaus Töpfer, anlässlich einer UN-Menschenaffen-Konferenz in Paris. Als Soforthilfe seien mindestens 21 Millionen Euro erforderlich, betonte Töpfer. Selbst dieser Betrag entspreche eigentlich nur der Rettung eines Sterbenden "mit Wasser und Brot". Den Unep-Angaben zufolge würden Menschenaffen ohne Hilfsprogramme in spätestens 50 Jahren aus den Urwäldern verschwunden sein, wenn dort weiter ungebremst gebaut und gerodet würde. Die Experten beklagten neben Vertreibung auch Bedrohung durch Jagd. In Paris soll nun ein "Überlebensplan" für die vier Menschenaffenarten ausgearbeitet werden. Erwartet werden unter anderen Vertreter von Spendenorganisationen, Zoologen sowie Regierungsbeamte der 23 Länder, in denen Menschenaffen noch beheimatet sind. Mit der Konferenz wird das 2001 gestartete "Great Apes Survival Project" (Grasp) fortgeführt. Es umfasst unter anderem Satellitenaufnahmen der immer selteneren natürlichen Lebensräume der "großen Affen", Kontrollen in den betroffenen Gegenden sowie Projekte, um die Armut der nahe den Naturreservaten lebenden Menschen zu lindern.

Berliner Zeitung - 04. Dez. 2003
Australien stellt große Teile des Great Barrier Reefs unter Schutz
Das Barrier-Riff zieht sich 2 000 Kilometer vor der Nord-Ost-Küste Australiens entlang. Es besteht aus 3 000 einzelnen Korallen-Riffen, die zusammen das größte Bau-Ensemble bilden, das Lebewesen jemals auf der Erde erschaffen haben. 400 Korallenarten, 1 500 Fischspezies, 8 000 verschiedene Weichtiere, Schwämme, Krebstiere bevölkern die Kalkskelette.
Was so besonders ist, kann der Mensch selbstverständlich nicht in Ruhe lassen: Schon vor dem modischen Interesse an Nemos fürs Aquarium war das Great Barrier Reef überfischt, von Umweltgiften belastet und litt unter der Korallenbleiche. Im jüngsten Zustandsbericht wurde festgestellt, dass die Zahl der Meeresschildkröten um 50 bis 80 Prozent abgenommen hat, die der Seekühe um 97 Prozent. Die kommerzielle Fischerei hat sich seit 1995 verdoppelt, die Sportfischerei wird immer beliebter. Den Great Barrier Reef Marine Park besuchen jährlich etwa eine Million Touristen.
Das Great Barrier Reef war von der Korallenbleiche geringer betroffen als andere Riffs, dennoch reagierte die australische Regierung alarmiert, zumal noch andere Plagen - gefräßige Seesterne und eine Alge namens Goldene Nudel - über die Korallen herfielen. Das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz unterzeichnet Australien zwar trotz der Gefahr nicht, aber am Mittwoch wurde in Canberra ein Rettungsplan für das Riff vorgestellt. Ein Drittel des Biotops, 33 statt bisher 4,5 Prozent, über 100 000 Quadratkilometer, stehen künftig unter strengem Schutz. Dort ist jegliche Fischerei verboten, die Schifffahrt stark eingeschränkt. Fischer erhalten Entschädigungszahlungen. Forscher und Touristen aber dürfen Nemo weiterhin besuchen.

Canada's boreal forest would be spared under conservation accord
More than half of Canada's vast northern forest, about 1 million square miles in all, would be exempt from logging and other industrial development under an agreement announced Monday by a coalition of native tribes, environmentalists, and businesses.
http://www.enn.com/news/2003-12-02/s_10903.asp

Australia to increase environment protection of Great Barrier Reef
Fishing would be outlawed on one-third of Australia's Great Barrier Reef in a bid to protect its fragile marine environment and the multibillion dollar tourism industry it supports, the government announced Wednesday.
http://www.enn.com/news/2003-12-03/s_10953.asp

ndangered Fox, Eagle Spar to Survive on California Isle
http://www.planetark.com/dailynewsstory.cfm/newsid/22971/story.htm


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Buchtipps - Romane zu Weihnachen

Apfel in Beton
Ein heiterer Roman mitten aus dem alten Europa
von Valerie von Tharau


Vorsicht! Bildungsroman! Ein Lehrstück über deutsche Verwaltung, gewürzt mit einer Romanze der Heldin mit dem Zootierarzt von Jersey.  Bei allem Unterhaltungswert erfahren die Leser auch etwas über Bürokratie, Mobbing, Tiere in Zoos und in Freiheit, Volkshochschule, Helgoland, die Namib, dazu Neues aus Forschung und Wissenschaft. Eine wahre Geschichte, verspricht der Klappentext.

Gebunden, 376 Seiten, Hauschild Verlag 2003

Preis: 22,00 Euro bei Amazon inkl. Versand

Getestet - empfehlenswert!

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Ausstellungen

SCHWANDORF Stadtmuseum

EULE UND MENSCH
bis 11.1.2004
http://www.schwandorf.de/kultur/kulmus.htm

MAGDEBURG Museum für Naturkunde

Tiere und Pflanzen des Jahres 2003
bis 31.12.2003

BAD WURZACH Naturschutzzentrum:

VON MENSCHEN UND BIBERN
bis 25.1.2004
http://www.naturschutzzentren-bw.de/badwurzach/

LÜNEBURG Ostpreußisches Landesmuseum:

Der Völkerkundler, Zoologe und Museumsgründer Hugo Schauinsland (1857 - 1937)
bis 4.1.2004
http://www.ostpreussisches-landesmuseum.de

BIEL-BIENNE Schweizerisches Landesmuseum

Über den Ursprung unserer Haustiere
(mit Pro Specie Rara)
bis März 2004
http://webmuseen.de/Ausstell_23731.html

WIEN Naturhistorisches Museum

INMITTEN PARASITEN. ES BETRIFFT UNS ALLE.
bis 11.1.2004
http://www.nhm-wien.ac.at/nhm/

 

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TV-Tipps


Elefant, Tiger und Co. -
Hinweis der Redaktion vom 2.12.:
Ab 09.01.2004 läuft unsere Doku-Soap immer freitags, 19.50 Uhr - und nicht nur 15 Minuten sondern 25 Minuten lang! Aber ohne Wiederholungsplätze! Dafür senden wir ab 10.01.04 immer samstags, 14.45 Uhr - beginnend mit der ersten Staffel, die lief bereits ab März 2002, alle bereits gelaufenen Teile von "Elefant, Tiger & Co."
Die Entscheidung über die Auseinanderschaltung von ARTE und Kinderkanal Anfang November 03 hat in NRW zur Folge, dass der MDR nur noch über den Kika von 21.00 Uhr bis 6.00 Uhr zu empfangen ist. Der MDR bedauert dies sehr und legt seinen Protest dagegegen ein. Er hat jedoch keine juristischen Möglichkeiten, da die Landesmedienanstalt NRW lediglich dazu verpflichtet ist, außer ARD, ZDF, ARTE, Kika und 3sat ihren regionalen Sender, also den WDR, einzuspeisen, nicht aber andere Dritte Programme.
Wir bitten Sie deshalb, bei Ihrer Landesmedienanstalt Protest gegen diese Entscheidung einzulegen:
Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, Zollhof 2, Postfach 10 34 43, 40025 Düsseldorf, e-mail: info@lfm-nrw.de
Nur massenhafte Proteste können hier etwas bewirken. Allein unsere Zuschauerredaktion erhielt in den letzten Wochen Tausende Anrufe, Mails und Zuschriften dazu und bittet die MDR-Zuschauer in NRW, an die Medienanstalt zu schreiben. Bitte beteiligen Sie sich unbedingt auch!



tv.nrw: Jeden Samstag ca. 18:15 Uhr "Ein Platz für Tiere" mit Bernhard Grzimek aus den 70er und 80er Jahren; teilweise mit Zoo-Berichten. 

Fr., 05.12.2003, 12:30-13:15 SWR, Tierische Invasoren (2/6), Von Katzenräubern und Ziegenfraß
Fr., 05.12.2003, 21:15-21:45 B1, Das ganz große Gefühl zum Anfassen, Tierpfleger und ihre Schützlinge

Sa., 06.12.2003, 07:45 -08:15 SWR, Kundschafter im Tierreich (3/6), Die Mutter der Schimpansen – Jane Goodall
Sa., 06.12.2003, 08:15 -08:45 SWR, Kundschafter im Tierreich (4/6), Der Beschützer der Biber – Josef Reichholf
Sa., 06.12.2003, 10:05-10:50 WDR, "Das Koenig der Tiere - ein Museum mit Glanz", Museum Koenig
So., 07.12.2003, 13:05-13:50 MDR, Tierische Eroberer oder was macht der Piranha im Rhein?
So., 07.12.2003, 13:30 -14:15 N3, Vorsicht, Menschenfresser!, Jagd auf Indiens Leoparden
So., 07.12.2003, 17:15-17:30 3sat, Elefant, Tiger & Co., Achtteilige Doku-Soap, 6. Frühjahrsputz im Haifischbecken
Mo., 08.12.2003, 13:45-14:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Zoogeschichten (35)
Di., 09.12.2003, 14:15 -15:00 ZDF, Wunderbare Welt, Dian Fossey: Ein Leben für Gorillas
Di., 09.12.2003, 22:20-22:50 ORB, Elefant, Tiger & Co., 5. Ein Elefant im Umzugsstress
Mi., 10.12.2003, 12:10-13:00 3sat, Hainan - Chinas tropisches Paradies
Mi., 10.12.2003, 12:30 -13:15 SWR, Tierische Invasoren (5/6), Von Nutrias und Nilbarschen
Mi., 10.12.2003, 15:45-16:30 3sat, Geschützte Paradiese, Im Nationalpark Sächsische Schweiz
Mi., 10.12.2003, 19:00-19:45 ARTE, Viva Vicuña!, Lamas der Luxusklasse
Mi., 10.12.2003, 20:45-21:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Zoogeschichten (36)
Mi., 10.12.2003, 21:00-21:45 MDR, Abenteuer Zoo, Schweizerische Präzision in Bern, Schützenfische, Moschusochsen und Termiten
Mi., 10.12.2003, 21:45-22:30 ARD, Wunder der Erde, Chitwan - Nepals wildes Paradies
Do., 11.12.2003, 12:15-13:00 N3, Der Luchs - Der heimliche Grenzgänger
Do., 11.12.2003, 12:30 -13:15 SWR, Tierische Invasoren (6/6), Von Mörderbienen und Kusus
Do., 11.12.2003, 16:00-16:30 3sat, Zoos der Welt, Geier über Innsbruck (1995)
Fr., 12.12.2003, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Wildnis, Sissi - Prinzessin von Gibraltar - Schwarzstorch-Auswilderung
Fr., 12.12.2003, 21:15-21:45 B1, Babyalarm im Elefantenhaus, Ein Dickhäuter wird geboren - Zoo Leipzig



ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
 

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