Zoopresseschau

Zoo-AGBielefeld
http://www.zoo-ag.de

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Ausgabe 189 vom 27. November 2003
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse zusammengestellt von DirkPetzold
und Dr. Martina Raffel
zusätzliche Recherchen: Reinhard Hellwig
Pressemitteilungen: Kirstin Adrian
ISSN1619-6643

Liebe Leser,
 
das Haupthema für diese Woche war abzusehen: "Copito" ist tot. Gewürdigt haben wir ihn an dieser Stelle schon letzte Woche, das überlassen wir heute den Zeitungen. Ebenso die Versicherung, daß er "nicht geklont wird", und die Verwunderung darüber, daß "keines seiner 22 Kinder das weiße Fell erbte". Vielleicht mal bei Mendel nachschlagen...?
Bemerkenswert ist, daß "Copito" aus Respekt nicht präpariert werden soll, sondern verbrannt. Eine Enttäuschung für viele seiner Fans, die ihn wie "Kiri" oder "Antje" sicher gern im Museum besucht hätten? Von künftigen wissenschaftlichen Untersuchungen ganz abgesehen.

A propos "weiße Tiere": Seit einigen Wochen hat auch NRW seine Umwelt-Lotterie, mit WDR-Ziehungsshow, deren Erlöse u.a. in Naturschutzprojekte fließen werden. Eine äußerst unterstützenswerte Aktion. Nur - hat denn niemand aus den Initiatoren wie BUND, Nabu und Greenpeace der Werbeagentur auf die Finger geschaut? Auf den Losen und Prospekten prangt ausgerechnet ein ingezüchteter "weißer" Tiger, der nun so gar nichts mit Naturschutz zu tun hat!

In Berlin eröffnet am 1.12. das 5. deutsche SeaLifeCentre. Das Dortmunder Provisorium ist noch bis 25.1. zu besichtigen, bevor es nach München umzieht. Neben der Großbaustelle in Oberhausen ist nun eine weitere Anlage in Königswinter direkt am Fähranleger geplant. Kein gutes Omen für den dortigen Reptilienzoo.

Dirk Petzold


  In einem ostdeutschen Kleinzoo

  Inhalt : Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

Netzeitung - 24. Nov. 2003
Barcelonas Maskottchen ist tot
Der Tod eines Gorillas hat in Barcelona tiefe Trauer ausgelöst. «Copito de Nieve», was übersetzt Schneeflocke heißt, war der berühmteste Bewohner des Zoos der Stadt, hatte der Gorilla doch als einer von sehr wenigen völlig weißes Fell. Er war auch so etwas wie das Maskottchen Barcelonas. Schneeflocke musste jedoch am Montag eingeschläfert werden, da er an Hautkrebs litt. Er habe offenbar Schmerzen gehabt, sagte der leitende Tierarzt des Zoos, Jesus Fernandez. «Copito» war der weltweit einzige lebende Albino-Gorilla und schätzungsweise 38 bis 40 Jahre alt. 37 davon hatte er in dem Zoo verbracht. Bereits 2001 hatten Ärzte bei ihm Hautkrebs festgestellt und im September diesen Jahres erklärt, dass er nicht mehr lange zu leben habe. Joan Clos, der Bürgermeister von Barcelona, würdigte ihn in einer Abschiedserklärung als «unvergesslichen Begleiter für unsere Stadt». «Wir bedauern alle, dass wir ihn verloren haben.» Es ist geplant, ihm ein Denkmal zu errichten.

Neue Westfälische - 25. Nov. 2003
Schneeflöckchen ist tot Weißer Gorilla erlag im Zoo von Barcelona Hautkrebs
Nach monatelangem Todeskampf und bewegenden Abschiedsszenen
im Zoo von Barcelona starb gestern der wohl berühmteste Gorilla der Welt. Um seinen "extrem schweren Todeskampf" abzukürzen, berichtete Zoodirektor Jordi Portabella gestern traurig, sei er vom Ärzteteam eingeschläfert worden. Selten hat das Schicksal eines Tieres die Welt derart bewegt wie die Geschichte von "Schneeflöckchen". Zeitungen und Fernsehstationen in aller Welt berichteten über das einzigartige weißbehaarte Albino-Gorillamännchen, von dem man seit einigen Monaten wusste, dass es wohl nicht bis Weihnachten leben würde. Vor seinem Käfig im Zoo bildeten sich lange Schlangen von Menschen, die Abschied nehmen wollten. "Adios" riefen die Besucher durch die Gitterstäbe und winkten dem gekrümmt dasitzenden 180-Kilo-Koloss zu - nicht wenige mit Tränen in den Augen. "Copito" nahm diese Liebkosungen kaum noch wahr. Der weiße Gorilla-Opa, der 21 Kinder zeugte, sah schlecht, war ziemlich schwerhörig und drehte die meiste Zeit dem Publikum den Rücken zu. Die letzten Tage war der todkranke Affenriese dann durch Gardinen vor zu neugierigen Blicken abgeschirmt worden.

Süddeutsche Zeitung - 25. Nov. 2003
Weißer Gorilla musste eingeschläfert werden
"Schneeflöckchen", der an unheilbarem Hautkrebs litt, sollte ein qualvoller Tod erspart werden. Der Affe wurde etwa 40 Jahre alt. Das entspricht altersmäßig mehr als 80 Menschenjahren. Barcelona will eine Straße oder einen Platz nach „Schneeflöckchen“ (Copito de Nieve) benennen. Die Bewohner Barcelonas hatten schon im September damit begonnen, sich für immer vom Star ihres Zoos zu verabschieden. Zoo-Direktor Jordi Portabella hatte damals mitgeteilt, dass der Gorilla unheilbar krank sei und sein Leben nicht künstlich verlängert werde. In der vorigen Woche ließ der Zoo das Gorilla-Gehege schließen. Der Affe blutete aus einer offenen Wunde in der Achselhöhle. Er sollte unbeobachtet und auf würdige Weise sterben. Nach seinem Tod wird er weder geklont noch ausgestopft. Allerdings sollen dem Kadaver zu Forschungszwecken genetische Proben entnommen werden. „Copito“ war der erste Gorilla, an dem ein Hautkrebs festgestellt wurde. Der Zoologe Jordi Sabater Pi hatte das Tier 1966 aus der spanischen Ex-Kolonie Äquatorialguinea in Zentralafrika nach Barcelona gebracht. Der Wissenschaftler hatte das weiße Affen-Kind einem Bauern abgekauft, der „Copitos“ Familie erschossen hatte, weil die Gorillas die Früchte von seinen Feldern fraßen. Die ersten Monate in Barcelona verbrachte das verspielte Gorilla-Kind in der Wohnung des Zoo-Veterinärs. Dessen Frau kochte dem Affen Brei, wechselte ihm die Windeln und schaukelte ihn in den Schlaf. 1973 wurde „Copito“ erstmals Vater. Er zeugte mit seinen drei „Frauen“ insgesamt 22 Nachkommen, mehr als jeder andere Gorilla in der Gefangenschaft. Keiner von ihnen erbte jedoch das weiße Fell. Experten halten es für äußerst unwahrscheinlich, dass in späteren Generationen erneut ein Albino auftaucht. Die männlichen Nachkommen sind alle steril. Der Affe saß häufig mürrisch und gelangweilt in seinem Käfig. „Mit seinen Grimassen will er uns sagen, dass das Paradies nicht in Barcelona liegt, sondern im Urwald in Afrika“, schrieb der Ex-Zoodirektor Antoni Jonch in seinen Memoiren.

Der Stern 25.11.
Barcelona verliert seinen Star
Das an Hautkrebs leidende Tier, das unter dem Namen "Schneeflöckchen" (Copito de Nieve) berühmt geworden war, wurde am Montag im Zoo von Barcelona eingeschläfert.

Der Spiegel 25.11.

Neues Deutschland - 22. Nov. 2003
Ein Platz für Prof. Heinrich Dathe
Nun ist es endlich beschlossene Sache: Der Platz vor dem Einkaufszentrum »Bärenschaufenster« und die Promenade bis zur Sewanstraße in Lichtenberg werden nach dem Gründer des Tierparks Friedrichsfelde, Professor Heinrich Dathe, benannt. Die längst überfällige Ehrung soll im Jahre 2005, zum 95.Geburtstag Dathes, erfolgen. In der Begründung heißt es: »Die Entwicklung des Tierparks zu einer beliebten Freizeit- und Erholungsstätte sowie zu einer international anerkannten Einrichtung ist untrennbar mit Dathe verbunden. Damit wird ein Lebenswerk gewürdigt, das aus dem Erscheinungsbild des Bezirks nicht mehr wegzudenken ist.«
34 Jahre hatte der gebürtige Vogtländer den größten Landschafts-Tierpark Europas geleitet. Am 2.Juli 1955 wurde der Tierpark eröffnet. Zwei Tage zuvor schrieb er: »Wenn nach der festlichen Eröffnung die Besucher das schattige Dunkelgrün der alten Parkbäume und das Hellgrün der sonnigen Baumwiesen durchwandern, werden sie spüren, was das Wort Tierpark im eigentlichen Sinne bedeutet: vollkommene Harmonie von Landschaft und Tier.

Frankfurter Rundschau - 25. Nov. 2003
Frankfurts Direktor freut sich über gestiegene Besucherzahlen
Der Zoodirektor hätte allen Anlass die Zukunft düster zu beurteilen. Mit voraussichtlich 600.000 Euro weniger aus dem städtischen Haushalt muss der Tiergarten am Alfred-Brehm-Platz im Jahr 2004 wirtschaften. In diesem Jahr erhielt die Einrichtung 9,372 Millionen Euro aus der Stadtkasse. Und die Reformkommission des Magistrats hat sich aufgrund der Sparauflagen zum Ziel gesetzt, den jährlichen Zuschuss bis 2006 zu halbieren. Zudem haben es die Umlandgemeinden im Rat der Region Mitte September abgelehnt, den Zoo finanziell zu unterstützen. Auch das Projekt eines Regionalzoos wurde von Vertretern der Stadt und des Umlandes mit dem Verweis auf zu erwartende Kosten von 350 bis 500 Millionen Euro verworfen. Direktor Schmidt bleibt dennoch optimistisch und hofft "auch mit weniger Geld erfolgreich" sein zu können. Optimistisch stimmen den Zoodirektor die gestiegenen Besucherzahlen: Gegenüber 2002 kamen zwei Prozent mehr Besucher, trotz des heißen Sommers waren es bis September 694.169 Erwachsene und Kinder. Nachdem von 1978 bis 1994 keine neuen Tieranlagen geschaffen worden waren, so Schmidt, "waren wir stark in Rückstand geraten". Mit den seit 1999 entstandenen Anlagen - dem Katzendschungel, den Robbenklippen, der Mähnenwolfpampa, dem Helmkasuargehege, der Eulentaiga und dem Okapi-Gehege - sei das Angebot des Zoos deutlich verbessert worden. Bis 2008 sollen weitere acht Projekte verwirklicht werden. Das größte: der Neubau des Menschenaffenhauses an der Rhönstraße. Konkrete Pläne oder Kalkulationen gibt es noch nicht. Intern hat Schmidt mit seinen Mitarbeitern bereits die Eckdaten ausgearbeitet. Sie rechnen mit zwölf bis 15 Millionen Euro Kosten. Um an das Geld zu kommen, hat der Zoodirektor "viele unkonventionelle Ideen", zu denen er sich aber nicht näher äußert. Nicht ausschließen will Schmidt, dass als Folge der Kürzung der Eintritt teurer wird.

es Nachholbedarf. Mit einem Förderprogramm des Wirtschaftsministeriums wird gerade die aus den 70er Jahren stammende Schimpansenanlage erneuert. Eine Einschätzung, die Michael Werner vom Zoo in Wismar teilt. Allerdings mit einer traurigen Konsequenz. „Wir werden uns von unseren Raubtieren verabschieden“, sagt der Direktor und erklärt: „Die Gehege für Luchse, Füchse und Wölfe sind zu eng. Wir müssen uns auf das Machbare konzentrieren.“ Mit Haustieren aus aller Welt will der Zoo den jährlich bis zu 80.000 Besuchern ein Alternativ-Angebot zu den Raubtieren machen.

sz-online - 24. Nov. 2003
Affengeil: Ministerin Orosz erlaubt Orangs das Sexeln
Sozialministerin Helma Orosz (CDU) schmetterte jetzt einen Antrag des Berliner Aktionskünstlers Karl-Friedrich Lentze (55) ab. Lentze hatte Deutschlands Landtage aufgefordert, die Haltung von Menschenaffen zu verbieten. Grund: Die Affen haben vor den Augen von Besuchern Sex und befriedigen sich selbst. Sogar die Zoodirektoren wollte er wegen „verantwortungslosem Handeln“ anklagen!Doch daraus wird nun nichts. Der Petitionsausschuss des Sächsischen Landtages hatte sich mit Lentzes Antrag unter anderem an das Sozialministerium gewandt. Und Ministerin Orosz fand Lentzes Forderung einfach nur affig. In einer kurzen Stellungnahme klärt sie den Künstler auf: „Sexualverhalten gehört zum natürlichen Verhaltensmuster der Menschenaffen. Der Sexualtrieb ist ... biologisch begründet und genetisch verankert.“ Eine artgerechte Zoo-Haltung müsse es den Tieren ermöglichen, ihre angeborenen Verhaltensmuster auszuleben. Fazit: Lentzes Forderung ist „unsachgemäß“, der Verbotsantrag zurückzuweisen.

Allgemeine Zeitung Mainz - 25. Nov. 2003
Zukunft des Gonsenheimer Tierparks ist nach wie vor ungewiss
Aus der Kulturgeschichte der Mainzer sei der Wildpark nicht mehr wegzudenken - das belegten inzwischen mehr als 5000 Unterschriften, informiert der Vorsitzende des Fördervereins, Gregor J. Mayer. Allein an diesem Wochenende sammelte der Verein rund 1200 Unterschriften im Wildpark für den Erhalt des Parks in städtischer Trägerschaft. Und die Unterstützer stammten nicht nur aus Mainz. Nur: Wie steht es um die Zukunft des Parks, in den jedes Jahr mehr als 100.000 Besucher kommen? Für die Unterhaltung ist das Gründezernat zuständig. Ebenso wie Teile der Grünpflege zählt der Park zu den freiwilligen Leistungen der Stadt und diese hat Finanzdezernent Merkator auf seiner Sparliste zur Disposition gestellt. Beim Wildpark ist der Zusatz "Übertragung auf Förderverein" vermerkt. Der Zeitraum für eine Übertragung auf den Förderverein sei offen gehalten, kommentierte der Dezernent, nachdem die personelle Situation des Fördervereins ins öffentliche Bewusstsein gerückt worden war. 20 Mitglieder zählt der Verein, der seit einem Jahr besteht und unter dem neu gewählten Vorstand jetzt für den Erhalt des Wildparks trommelt. "Als Träger können wir nicht auftreten, das ist auch nicht unser Ziel", betonte Vorsitzender Mayer. Jetzt müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, finanzielle Unterstützung für den Park zu finden.

Rhein Main Presse - 26. Nov. 2003
Merkator und Reichel appellieren für den Erhalt des Wildparks an den Bürgersinn
Mainz. "Wird der Wildpark weggespart?" Diese Frage stand gestern Abend zur Diskussion und löste einen konstruktiven Dialog zwischen Bürgern und den Dezernenten Kurt Merkator (Finanzen) und Wolfgang Reichel (Grün und Umwelt) im Gonsenheimer Juge Zeitung - 27. Nov. 2003
Tigerparadies fehlt Zement
Aschersleben.  Eigentlich sollten Tanja, Puhdy, Cera und Schall längst die Koffer gepackt haben. Eigentlich sollten sich die vier Tiger längst in ihrem neuen, weitläufigen und vor allem naturnah gestalteten Gehege austoben können. Doch die Realität sieht anders aus: Noch immer teilen sich die beiden alten Tiger und ihr Ende März geborener Nachwuchs das kleine Gehege aus den 80er Jahren.
Und die Termine werden immer und immer wieder verschoben. Jetzt drohe erneut das Verschieben, bangen Mitglieder des Tierpark-Fördervereins. Grund genug für sie, einen Hilferuf zu starten.
"Wir brauchen praktisch alles, was bei einem Neubau wie diesem notwendig ist", so Rita Kahl vom Förderverein des Tierparks. Auf den Hilferuf des Fördervereins hat es mittlerweile  erste Reaktionen gegeben. Alle Unterstützer, die den Bau der artgerechten Anlage gefördert haben, sollen künftig namentlich am neuen Tiger-Gehege genannt werden. Und das kann sich durchaus sehen lassen. Neben einem 2000 Quadratmeter großen Freigelände, das wohl kaum noch Tigerwünsche offen lassen dürfte, gibt es zwei separate Nebengehege. Reisky hofft, dass diese so schnell wie möglich bezogen werden können, denn längst herrscht in der alten Anlage drangvolle Enge. Offiziell eingeweiht werden soll das "Tigerparadies" zum Saisonstart 2004.

Ostsee Zeitung - 27. Nov. 2003
500-Euro-Spende für den Tierpark
Mit einer Spende von 500 Euro hat der Wolgaster Autohändler Hans-Jochim Neumann noch kurz vor dem Jahresende dem Tierpark im Tannenkamp unter die Arme gegriffen. Für Neumann ist ein solches Engagement nicht ungewöhnlich oder gar einmalig, denn schon seit vielen Jahren sponsert er das Affengehege im Park.
Günter Lanz, Vorsitzender des Fördervereins, und Tierparkleiter Eberhard Gau machten aus Anlass der Spendenübergabe darauf aufmerksam, dass es mit Hilfe mehrerer Sponsoren in diesem Jahr gelungen sei, einige Vorhaben zu beginnen bzw. sie im kommenden Jahr in Angriff zu nehmen. So stünden auf diese Weise u. a. die Umgestaltung der Teichanlage oder des Waschbärengeheges ebenso auf dem Erneuerungsprogramm wie der Neubau der Otteranlage oder der Scooterbahn. Lanz und Gau betonten aber, dass trotz des großen Engagements von Freunden und Förderern des Tierparks die Zuwendungen durch die Stadt unverzichtbar seien. Ohne sie könne der Park nicht überleben.

Thüringische Landeszeitung - 26. Nov. 2003
Beitrag zum Tiererhalt
Auf ein recht erfolgreiches Jahr kann der Gothaer Tierpark-Förderverein zurück blicken. So konnten mit Hilfe des Vereins zahlreiche Baumaßnahmen verwirklicht werden, die nicht nur der artgerechten Haltung der Tiere dienen, sondern auch Besucher anlocken sollen. Und die kamen in diesem Jahr reichlich in den Gothaer Tierpark am Fuße des Seebergs. Bisher konnten 59 000 große und kleine Gäste gezählt werden, im vergangenen Jahr waren es 59 200.
Insgesamt 16 255 Euro stellte der Fördervere handelt. Der noch im Bau befindliche Westfälische Bauernhof konnte am letzten Wochende besichtigt werden. Noch sind die Wände kahl und der Boden nackt, doch schon im Frühjahr 2004 solle der Bauernhof mit den traditionellen Fachwerkhäusern eingeweiht werden, erzählt Marco Mikliß, Geschäftsführer der Baufirma. Der Streichelzoo wird dann dort sein neues Zuhause finden; alte Haustierrassen, wie Schweine, Schafe, Esel, Ziegen und Kaninchen, werden zu entdecken sein. "Wir versuchen, die Umgebung den Tieren anzupassen, deswegen haben wir uns für diese Anlage entschieden", erzählt Antje Börger, Mitarbeiterin im Ruhr Zoo. Auch eine große Küche mit Essenausgabe, eine Remise, wo vier- bis fünfhundert Personen Platz fänden, um die Speisen zu verzehren, und Räumlichkeiten der Zoo-Schule ziehen "auf den Bauernhof".

Ostsee Zeitung - 26. Nov. 2003
Volieren im Vogelpark werden begehbar
„Irgendwann sollen alle Volieren begehbar sein“, hofft Jan Gereit, Mitarbeiter im Vogelpark Marlow. Bereits im Frühjahr 2004 sollen die südamerikanischen Waldvögel in eine solche Voliere umziehen. 220 Quadratmeter ist das neue Haus der Tiere groß. Auf der Fläche haben nicht nur die Vögel, sondern auch ein kleiner Teich und ein Rundweg Platz. An der niedrigsten Stelle ist die neue Voliere rund fünf Meter hoch. „Wir bauen in altbewährtem Stil. Alte Strommasten mit Maschendraht und das Dach aus Fischernetzen“, so Jan Gereit.
Berliner Zeitung - 26. Nov. 2003

Hai-Life

Der Katzenhai ist einer der Stars des Sea Life, dem Aquarium im neuen Dom Aquarée. 1 300 Meerestiere tummeln sich dort. Attraktion ist ein 14 Meter hohes Becken, das von einem Lift durchquert wird. Am 1. Dezember können sich Besucher dort umsehen.

 

Aktionen

St. Galler Tagblatt - 22. Nov. 2003
Einmal ein Krokodil berühren
Aufklärung, Informationen, spannend verpackt in Geschichten und ein bisschen Show bietet die moderne Schultierschau des Walter- Zoos. Diese Woche besuchte sie verschiedene Gossauer Schulhäuser. Schon Walter Pischl, der mit seiner Schultierschau den Grundstein für das heutige Abenteuerland Walter-Zoo legte, war unermüdlich mit seinen Tieren unterwegs. Ernst Federer hat sein Erbe angetreten und tourt im Zweijahresrhythmus durch die Schulhäuser zwischen Zürcher Oberland und Bodensee, von Schaffhausen bis Chur. Mit dabei sind dieses Jahr Tiere aus dem tropischen Regenwald, wie etwa die Riesengespenstschrecke oder die mexikanische Rotknievogelspinne. Einige der Tiere, wie das Krokodil oder die Riesenschlange, dürfen die Kinder sogar berühren. Ernst Federer bringt aber nicht nur abenteuerlich aussehende Tiere mit, sondern neben vielen Informationen über die Tiere und deren Umwelt auch einige abenteuerliche Geschichten. Die Schau behandle immer wieder ein anderes Thema, erklärt Federer. Nächstes Mal werden einige Bewohner der Wüste mit auf Tour gehen. Übrigens - damit die Tour für die Tiere nicht zur Tortur wird, geniessen sie zwischen ihren Auftritten immer mindeste die November-Bilanz schon über 14.000 Rundgänger aus. Damit wurde das November-Ergebnis vom Vorjahr (12.400) bereits überboten.

Berliner Kurier - 26. Nov. 2003
Richtig affig, was Sammy den ganzen Tag so treibt
Gibbonäffchen Sammy aus dem Eberswalder Zoo liebt das Spiel "Mama- Ärgern" genauso wie Milch und Bananen. Ein schriller Pfiff hallt durch die Wohnung und reißt Tierpflegerin Anke Damerau (36) vom Eberswalder Zoo aus ihrem Nickerchen. Eilig sieht sie nach ihrem Schützling. "Sammy ist sehr erfinderisch im Streiche spielen.", lacht die Ersatzmama. Jeden Tag wiegt sie das von seiner eigenen Mutter verstoßene Gibbonbaby. In einem halben Jahr wird Sammy ein ganzer Gibbon-Teenie sein. Zeit, sich von seiner Pflegemutter zu trennen. Doch den Gedanken daran und wie es mit ihm weitergehen soll, verdrängt Damerau jetzt noch ein wenig. Zu sehr genießt sie und ihr Mann die Zeit mit ihrem kleinen Racker. Auch wenn das umgeschmissene Stühle, Blumenerde und angefressene Pflanzen für sie bedeutet. Damerau: "Macht nichts. Er ist für mich das süßeste Baby", und für den Zoo die erste erfolgreiche Gibbon-Aufzucht.

Ostsee Zeitung - 23-11-2003
Esel-Kinder bekamen Sekt-Dusche
Rudi, der Hausesel des Rostocker Zoos, hat bei seinem Besuch der Zwergeseldamen Susi, Paula und Mama im Eselpark Schlage ganze Arbeit geleistet. Nun konnte dreifache Eseltaufe der kleinen Hengste gefeiert werden. Ute Stempnakowski, Herrin über 17 Grautiere, war bei der Geburt der ersten beiden zwölf bis 17 Kilogramm schweren Eselbabys Mitte Oktober und Anfang November dabei. „Nummer drei kam überraschend in der Nacht, es gab keine Komplikationen“, freut sie sich.
Nun galt es, die richtigen Namen zu finden. Viele Vorschläge gingen ein, alle mit S beginnend. Santos, Sultan und Silas wurden erwählt.
 
 

Sächsische Zeitung - 26. Nov. 2003
Hilfe für Gertrud kommt zu spät
In einer Notoperation versuchten Weinböhlaer Tierärzte gestern das Leben eines Pythons zu retten. Nicht nur ihre Pfleger Michael Scheffert und Michael Hoffmann hatten auf einen guten Ausgang für ihre Gertrud gehofft. Doch 11.23 Uhr gestern Vormittag mussten sie die schwere Entscheidung der Ärzte hören. Ihr exotischer Schützling musste eingeschläfert werden. Der 5,10 Meter lange und 48 Kilo schwere Netzpython aus dem Terrarium des Dresdner Zoos hatte schon seit vier Wochen keinen Stuhlgang mehr gehabt. Zootierärztin Eva Zimmermann hatte auch Verdickungen im hinteren Drittel des Tieres festgestellt. Zunächst wollte Tierarzt Kluge nur einen kleinen Schnitt ansetzen und dann mittels eines Endoskops mit Minikamera in den Schlangenleib sehen. Zwei Schlangeneier, die noch im Legedarm steckten, hatten sich verhärtet und waren bereits teilweise verwest. „Wenn man die Operation an dieser Stelle abbräche, würde das Tier so oder so qualvoll verenden, weil der Darm die verdickten Massen nicht allein transportiert. Im anderen Fall müssten wir´sie fast einen Meter aufschneiden“, sagt Jörg Schumann. Doch die Wunde müsste offen gehalten und täglich gespült werden. Notgedrungen entschieden sich Ärzte und Pfleger dann für das Einschläfern von Gertrud. Ihr letzter Weg wird Gertrud nun ins Naturkundemuseum führen.

eBund - 22. Nov. 2003


Berliner Morgenpost - 23. Nov. 2003
Edmond, der Graf von Monte Paka, ist seit zwei Monaten auf der Flucht
Das Tier, um das es diesmal geht, hat noch keinen Namen. Aber wenn es einen bekommt, sollte es Edmond heißen. Nach Edmond Dantes, dem Grafen von Monte Christo. Denn Edmond, dem Paka-Männchen aus dem Berliner Zoo, ist erneut ein spektakulärer Ausbruch gelungen. Tierrevierchef Björn Nobert: "Eigentlich ist er viel zu plump und zu dick, als dass er über den Zaun hätte springen können." Fakt ist aber, dass Edmond seit zwei Monaten durch den Zoo strolcht. Und wie im Roman musste auch der Graf von Monte Paka die Liebe seines Lebens dafür zurücklassen: Die schöne Mercedes lebt nach wie vor auf der Südamerikaanlage. Die Tierpfleger hatten die Suche nach Edmond schon aufgegeben, als er vor wenigen Tagen von einem Wachmann gesichtet wurde. Solange es draußen nicht friert, kann Edmond ohne menschliche Hilfe überleben. "Aber vor dem richtigen Wintereinbruch hätten wir ihn schon gern wieder", sagt Björn Nobert. Deshalb stellte er vor einigen Tagen zwei Lebendfallen auf und bestückte sie mit kuscheligem Stroh und Leckerbissen wie reifen Bananen oder Brot.

Berliner Kurier - 26. Nov. 2003
Herzlichen Glückwunsch,
Er ist der berühmteste Bär Berlins und jetzt feiert er sogar noch ein Jubiläum: Panda Bao Bao aus dem Zoo ist 25 Jahre alt. Und bleibt auf seine alten Tage erst recht steif und fest dabei: Kein Sex mit Yan Yan. Vielleicht heißt Bao Bao das "Schätzchen", weil es den Chinesen wie der Fund eines Schatzes erschienen sein muss, als sie Baby Bao Bao 1979 im Wald von Baoxing fanden - verlassen von seiner Mutter. Etwa sieben Monate war er da alt. Geschätzte Geburt: Herbst 1978. Kein Naturwunder also, dass er nicht mehr ganz auf der Höhe ist. "Er schlappt etwas müde durchs Gehege", sagt Kurator Heiner Klös. Doch keine Sorge, Berlins Bärenfreunde! Der älteste Panda wurde sogar 33 Jahre alt...

Berliner Morgenpost (Magazin) - 23. Nov. 2003
Frau Niedlich lebt getrennt von Herrn Schätzchen
Pandabären sind von der Anlage her Fleischfresser, ernähren sich jedoch hauptsächlich von Bambus. Weil Magen und Darm aber nur ein Viertel der gefressenen Blätter auch verarbeiten, kann Yan Yan futtern, bis ihr der Bambus aus den schwarzen Puschelohren kommt. Das tut Berlins berühmteste Bärin auch, bis zu zwölf Stunden am Tag. Trotzdem hält sie das Panda-Idealgewicht von 86 Kilogramm. Am 14. April 1995 traf sie als Leihgabe in Berlin ein und ist seitdem der Liebling vieler Zoobesucher. Sie erwidert diese Liebe, indem sie einfach so ist, wie sie heißt: niedlich. Das war nicht immer so. Dass das Leben kein Panda-Paradies ist, hatte Yan Yan bereits erfahren müssen. Als die Bärin vor acht Jahren nach Deutschland kam, hatte sie kaputte Zähne, war krank und mit 75 Kilogramm viel zu mager. Die Tierpfleger im Zoo nahmen sich ihrer an und päppelten sie Glücksgriff, zumal die Tiere ihr Futter demnächst selbst verdienen: Ihre Stacheln sind nämlich in Anglerkreisen sehr beliebt.

Thüringische Landeszeitung - 27. Nov. 2003
Ramses kehrt nach Thüringen zurück
Kurz vor ihrer Fertigstellung steht die von Löwen Ramses´ in Wien angefertigte Dermoplastik. Auf diese Weise soll eines der bekanntesten Tiere des Thüringer Zooparkes für die Nachwelt erhalten werden. In nächster Zeit will Tierpräparator Helmut Raith den Löwen an das Naturkundemuseum Erfurt ausliefern.

Norddeutsche Neueste Nachrichten - 22. Nov. 2003
Gnevener Familie übergab "ihr" Rehbaby an den Zoo
Die Gnevener Familie Höhne-Kania hat ein vierbeiniges Mitglied verloren. Allerdings war bereits im Mai klar, dass das "Pflegekind" - ein Rehkitz - nur ein Gast auf Zeit sein kann. Jetzt wurde es dem Schweriner Zoo übergeben. Sieben Monate lang gehörte das Reh zur Familie, wurde in Gneven groß gezogen. Nun lebt es seit dieser Woche im neu geschaffenen Freigehege zusammen mit Wildschweinen und weiterem Rehwild.

Berliner Morgenpost - 24-11-2003
Speiseplan
Die Korallenfische im Tierpark Friedrichsfelde haben es besonders gut: Sie bekommen zweimal am Tag, heute um 12 und um 16 Uhr, im Großaquarium in der Cafeteria einen Meeresfrüchte-Cocktail. Als hätten sie es in den Gräten, versammeln sich die Blaugrünen Demoisellen, Roten Fahnenbarsche und Wimpelfische immer schon in der linken Beckenecke.

Berliner Morgenpost - 26. Nov. 2003
Speiseplan
Um Punkt 14 Uhr sitzt die Dschelada-Familie aus dem Tierpark Friedrichsfelde heute im Innengehege und fordert vom Tierpfleger mittägliches Futter - Gemüse, Sämereien und Zweige - ein. Selbst das jüngste Affenkind ist mit dabei, auch wenn es auf Gemüse noch nicht so scharf ist. Die ersten Wochen lebt es nämlich festgeklammert am Bauch seiner Mutter.

Safari World raided for illegal wildlife
http://www.bangkokpost.net/News/23Nov2003_news09.html
Safari World and Marine Park, a private zoo in Bangkok, has been raided after complaints it illegally possessed wildlife. About 200 police from the Central Investigation Bureau spent three hours searching the park in Khlong Sam Wa district after handing a search warrant to owner Pin Khiewpaisarn, 59. Police found 115 orangutans.
The zoo held a licence to keep 44 orangutans, 97 Bengal tigers, two cheetahs, eight black bears, two white bears, 14 rhinos, 23 hippos, 23 lions, 143 deer and six red pandas.
This was the first raid at Safari World since it opened 20 years ago.

 

Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~
> Hinweis:
> Die neuen Internetseiten des Haustierparks finden sich unter:
http://www.arche-warder.de .
> Die Website von Dr. Güntherschulze findet sich nun unter http://www.farmparkconsult.de


Wilhelma Stuttgart, 26.11.03
Auf großem Fuße ...
Schicke Federboa an und auf großem Fuße leben – ist das heute noch zeitgemäß? Wir meinen ja – vor allem aus Sicht der größten Laufvögel der Erde. Wenn man schon nicht fliegen kann, dann vielleicht wenigstens von oben auf die Menschen herunter gucken. Dies ist für die beiden neuen Straußenhennen in der Wilhelma kein Problem – aus etwa 2 m Höhe haben sie einen ganz netten Überblick über ihr neues Zuhause. Ihr vorheriger Job war Zuchthenne in einer Straußenfarm, aber da diese mangels Rentabilität aufgegeben wurde, suchten die beiden schicken Straußendamen eine neue Aufgabe. „Begleithennen für verwitweten Straußenhahn gesucht“ – das klang gar nicht so schlecht ... und so kamen die beiden in die Wilhelma. Als Farmvögel waren sie den regelmäßigen Umgang mit diesen seltsamen Zweibeinern gewöhnt, und so konnte Revierleiter Wolfgang Rupp recht schnell Freundschaft mit seinen beiden neuen Schützlingen schließen. Auch der Straußenhahn lässt sich angesichts der neuen Damen im Gehege  nicht mehr so hängen – angeberisch schüttelt er die Federn und paradiert wichtig auf und ab. Die Zebras und Blessböcke kann er damit ja schon lange nicht mehr beeindrucken – wenn es ihm aber bei den beiden Straußendamen gelingt, gibt es im nächsten Jahr vielleicht ein Nest voll Sträußchen in der Wilhelma ....

Zoo Köln, 26.11.03
Endlich: Junge Kalahari-Laufkäfer !
Im Jahresbericht 2001 des Kölner Zoos hieß es: “Die riesigen Kalahari-Laufkäfer (Manticora spec.) schritten erstmals zur Nachzucht.” Damals waren aus den Eiern gerade die ersten Larven geschlüpft. Zwei Jahre später ist die Sensation perfekt: Der Kalahari-Laufkäfer hat sich erfolgreich fortgepflanzt.
Das Stück Kalahari, wo sich alles abgespielt hat, befindet sich im Insektarium des Kölner Zoos und kann besichtigt werden am
Donnerstag, dem 27. November 2003 um 11.30 Uhr.

Zoo Heidelberg, 26.11.03
Affen Malen Für Ein Schöneres Zuhause
Zur Versteigerung der von unseren Orang-Utans und Schimpansen gemalten Bildern
am Sonntag, dem 30.11.2003 um 11.00 Uhr
laden wir Sie herzlich ins Afrikahaus des Tiergarten Heidelberg ein.
Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann bringt die schönsten Werke von Grisella, Conny und Co. unter den Hammer. Bei Mindestgeboten zwischen 15,- Euro und 40,- Euro werden dieses Jahr sicher zum zweiten Mal einige Bilder unserer tierischen Künstler als originelles Geschenk unter dem Weihnachtsbaum liegen.
Wir hoffen auf möglichst hohe Gebote, denn der volle Erlös geht in die Verbesserung der Affengehege.
Das Motto: „Unsere Affen malen für ein schöneres Zuhause“.

Z den entsprechenden Gehegen Informationen über die Biologie der Tiere lebendig und zum Anfassen zu vermitteln.
Auch die Zooschultiere, zwei Schlangen, ein Chamäleon, Tausendfüßer, Schnecken und Rieseninsekten, haben nun einen festen Standort. Mit ihnen können die Kinder den artgerechten Umgang mit Tieren üben, Ängste abbauen bzw. in den Zoo-Ferien und den Zoo-Kursen über einen längeren Zeitraum auch selbst Verantwortung für deren Wohlergehen übernehmen. „Wir haben nun einen Ort, der mit dem Namen ZOOase nicht besser zu beschreiben ist- ein Zufluchtsort für Kinder und Betreuer, ein Ort zum arbeiten und entdecken,  eben eine ganz besondere Oase im Zoo“ meint Dr. Wünnemann, der Direktor des Heidelberger Zoos.
Am Donnerstag, dem 27.11. um 12.00 Uhr wird Frau Oberbürgermeisterin Beate Weber die ZOOase im Zoo Heidelberg eröffnen. Bei der Besichtigung der Räume wird die Möglichkeit bestehen, hautnahen Kontakt mit den Tieren der Zooschule (Schlange, Stabheuschrecke usw.) aufzunehmen.

Frankfurter Zoo, 24.11.03
Krokodilschutz-Informationen im Exotarium des Frankfurter Zoos
Am 29. / 30.11.2003 informiert die Tomistoma Task Force der IUCN-SSC Crocodile Specialist Group an einem Informationsstand im Frankfurter Exotarium über die Situation der insgesamt 23 Krokodilarten der Erde, besonders aber über den vom Aussterben bedrohten Sunda-Gavial ( Tomistoma schlegelii). Dieses einzigartige, langschnauzige und mit bis zu 5,5 m grosswüchsige Krokodil lebt auf Sumatra, Borneo und Java und wird durch die Zerstörung seiner Lebensräume unwiderbringlich vom Erdball verschwinden, wenn nicht baldmöglich gezielte Schutzmassnahmen eingeleitet werden.
Genau darum kümmert sich die Tomistoma Task Force, eine Arbeitsgruppe, die aus ca 20 Krokodilspezialisten aus Australien, Asien, den USA und Europa besteht. Anhand von Exponaten erläutert der für Europa zuständige Frankfurter Krokodilexperte Ralf Sommerlad, wie wichtig Krokodile für die Lebensräume und die darin lebenden Tiere und Menschen sind und beantwortet Fragen zum Leben und notwendigen Schutz der Krokodile. Gleichzeitig  werden Karten, Sweatshirts und andere Dinge zum Verkauf angeboten, deren Erlös direkt dem Schutz des Sunda-Gavials zu Gute kommt.

Thüringer Zoopark, 21.11.03
Nemos Vettern im Erfurter Aquarium gefunden
Wer das Erfurter Aquarium am Nettelbeckufer besucht, kann  den den leibhaftigen Vettern von Nemo begegnen, auch dessen Freund in Blau und Gelb, dem blauen Doktorfisch.
Während Nemo ein Orangener Ringelfisch ist, heißt sein Verwandter im Aquarium Samt-Anemonenfisch. Beide könnten sich im Pazifischen Ozean begegnen. Sie gehören zur Gruppe der Riffbarsche, die es seit 50 Millionen Jahren gibt. Vertreter der etwa 300 Arten findet man in allen tropischen und subtropischen Meeren. Da sie recht unverträglich sind, kann man sie im Aquarium nur als Paar oder einzeln halten. Obwohl die Zucht der farbenfrohen Fische  in Europa kein Problem mehr ist, gehören Nemo und seine Verwandten nicht in die Aquarien von Anfängern. Haben sich die transportempfindlichen Tiere erst einmal eingewöhnt, können sie ein Alter bis zu 10 Jahren erreichen.
Ihren Namen haben die Anemonenfische erhalten, weil sie in Symbiose mit Seeanemonen leben. Jede Fischart bevorzugt eine oder mehrere Seeanemonenarten. Wer das interessante Verhalten der Anemonenfische beobachten möchte, sollte das Erfurter Aquarium besuchen.

Kölner Zoo, 20.11.03
“Nemo” – live
“Findet Nemo” ist der neueste Kinohit, der es in USA zum erfolgreichsten Film des Jahres 2003 gebracht hat. Den Clownsfisch gibt es wirklich und er ist im Original  viel nun am Sonntag, dem 23. November, im Afrikahaus des Tiergarten Heidelberg die zweite Ausstellung zu bewundern. Die Vernissage endet am 1. Advent mit einer Versteigerung der Bilder, deren voller Erlös zur Verbesserung der Menschenaffengehege eingesetzt wird.
Immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten seine Schützlinge zu beschäftigen, entschloss sich Menschenaffenpfleger Bernd Kowalsky vor vier Jahren zu einem etwas außergewöhnlichen Experiment. Vereinzelte Berichte von malenden Orang-Utans oder Schimpansen im Hinterkopf, besorgte sich der engagierte Pfleger ungiftige Fingermalfarbe und einen Stapel Papier. "Dass der erste Versuch schon ein so großer Erfolg wird, hätte ich nie gedacht" ,so Kowalsky. Tatsächlich begriffen die Orang-Utans sofort, dass man die drei farbigen Kleckse auf dem Papier kunstvoll verändern kann.
"Es ist eine sinnvolle Beschäftigung für die intelligenten Menschenaffen" ,erklärt Sandra Reichler, Wissenschaftliche Assistentin im Zoo Heidelberg, „In der freien Natur sind die meisten Tiere den ganzen Tag damit beschäftigt, sich ausreichend Nahrung, Sozialpartner oder geschützte Ruheplätze zu suchen. Ein Großteil dieser Mühe wird ihnen im Zoo abgenommen, daher muss man bei einer guten Haltung darauf achten, dass es den Tieren nicht langweilig wird.“
„Niemand will behaupten, dass die Menschenaffen mit ihren Bildern etwas Bestimmtes ausdrücken wollen“ ,so Sandra Reichler, „das Wichtigste ist, dass es den Affen Spaß macht.“

Zoo Wuppertal, 20.11.03
Ein märchenhafter Abend im Zoo
auch in diesem Jahr finden wieder die beliebten „märchenhaften Abende im Zoo“ statt. In heimeliger Atmosphäre werden zunächst in der „Hummelschule“ Tiermärchen erzählt, bevor es dann auf einen abendlichen Rundgang durch den dunklen Zoo geht. Die etwa 1½-stündigen Rundgänge, die für Kinder ab 3 Jahren geeignet sind, erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Natürlich steht auch in diesem Jahr wieder ein neues, selbstgeschriebenes Märchen auf dem Programm.
Der nächste Termin für einen „märchenhaften Abend im Zoo“ ist am
Montag, 24. November, um 16.30 Uhr
Die Teilnahme an dieser Sonderführung kostet 6,- ¬ pro Person zzgl. Zoo-Eintritt. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Voranmeldung an der Zoo-Kasse erforderlich. Das Mitbringen von batteriebetriebenen Lampions ist natürlich erlaubt und erwünscht.

Zoo Dortmund, 20.11.03
Zoo Dortmund und Musikschule laden ein zur Barockmusik im Raubtierhaus
Die Veranstaltung am Samstag, 29. November, ist ein Benefiz-Konzert zugunsten des neuen Regenwaldhauses Südostasien im Dortmunder Zoo. Im Anschluss an das Konzert findet eine Zooführung statt. Der Eintritt beträgt 15 Euro, Einlass ist ab 17.30 Uhr. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf noch an der Zookasse, Infos gibt es unter Telefon: (0231) 50 23250. Das „Ensemble für Alte Musik“ der Musikschule Dortmund spielt ab 18 Uhr unter der Leitung von Gerda Hellwig. Es werden Stücke gespielt von John Loeillet of London, Salamone Rossi, Reinhard Keiser, Johann Georg Linike, Henry Purcell, Antonio Vivaldi, Giovanni Paolo Simonetti. Dazu gibt es noch eine musikalische Überraschung zum 50jährigen Zoojubiläum: „Happy Birthday Zoo“. 

Zoo Wuppertal, 20.11.03
Aus 12 mach 14“ – jetzt Zoo-Jahreskarten kaufen!
wer jetzt eine Jahreskarte vom Wuppertaler Zoo kauft, kann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Alle ab jetzt noch vor dem 31.12.2003 gekauften Jahrekarten gelten bis zum 31.01.2005. Sie sind damit bis zu zwei Monaten länger als normal gültig, nämlich bis zu 14 statt 12 Monaten lang.
Außerdem erhalten alle Jahre brachte ALISHA ihr erstes Junge zur Welt, ein Weibchen namens DUMNA. Die ersten Lebenswochen verbrachte DUMNA gut versteckt in der Wurfboxe, seit etwa zwei Wochen kann sie mit ihrer Mutter gelegentlich auch auf der Aussenanlage beobachtet werden.
Die 1997 gegründete STIFTUNG PRO LUTRA, in welcher sich auch Mitarbeiter des Zoo Zürich engagieren, hat sich die Wiederansiedlung des Eurasischen Fischotters in der Schweiz zum Ziel gesetzt. Sie betreibt Öffentlichkeitsarbeit und unterstützt Abklärungen zur Eignung potentieller Lebensräume und zum Nahrungsangebot.
 


WWF Newsletter, Frankfurt a. M.,  24.11.03
WWF warnt vor norwegischen Ölbohrungen vor den Lofoten
Die norwegische Regierung will nach Informationen des WWF vor der Küste der Lofoten nach Öl bohren lassen. Sie ignoriert damit die Warnungen des Norwegischen Meeresforschungsinstituts und der Staatlichen Umweltagentur. Für den WWF zeichnet sich damit eine "fatale Fehlentscheidung" ab, weil eine "Schatzkammer der Artenvielfalt" wirtschaftlichen Interessen geopfert werde. Die Kolonien von Papageitauchern, Trottellummen, Komoranen und anderen Seevögel auf der Inselgruppe gehören zu den größten Europas. Der WWF sieht durch den absehbaren Ölrausch zudem erhebliche Bedrohungen für die Fischbestände in der Region. Vor den Inseln liegen die weltweit größten Fanggründe von Hering und Kabeljau. Die riesigen Schwärme ernähren nicht nur die norwegischen Fischer, sondern auch zahlreiche Schwertwale, die hier ihren Nachwuchs zur Welt bringen und zu den großen Attraktionen des Whale Watching-Tourismus gehören. Überdies entdeckte man erst im vergangenen Jahr vor den Lofoten das größte Kaltwasser-Korallenriff der Welt.
Die Inseln sind ein einmaliges Naturparadies, berichtet Peter Prokosch, Geschäftsführer des WWF Deutschland und langjähriger Chef des WWF Arktis Programms. Es wäre mehr als leichtsinnig, ausgerechnet hier nach Öl zu bohren. Der WWF befürchtet neben der direkten Verschmutzung des Meeres erhebliche Beeinträchtigungen durch die Großindustrialisierung einer traumhaft schönen Landschaft. Renommierte Forschungseinrichtungen sehen das ähnlich: Sowohl die norwegische Umweltagentur als auch das Institut für Meeresforschung warnen davor, Ölbohrungen in diesem empfindlichen Meeresgebiet zuzulassen. Eine kürzlich vorgestellte Umweltverträglichkeitsprüfung für die gesamte Barentsee hat klar nachgewiesen dass die Lofoten zu den sensibelsten Zonen in dieser Region gehören.


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Natur- und Artenschutz

Hamburger Abendblatt - 25. Nov. 2003
Aquarien
"Findet Nemo, aber bitte nur im Kino!" Mit diesem Appell wendet sich das Bundesamt für Naturschutz (BfN) an große und kleine Kinogänger, die ihr Herz für Clownfische entdeckt haben. Als Hausgenossen sind die prächtigen Zierfische kaum geeignet, denn sie brauchen Salzwasser. Und sie stammen oftmals aus Wildfängen, die in der Korallenwelt große Schäden anrichten. Meerwasser-Aquarien sind nich Prioritätsstufe fallen.
Seit jeher ist die Jagd Bestandteil des Nomadenlebens der lokalen Hirten. Aber von Anfang der 1980er Jahre an ging die Zahl der Wildtierarten soweit zurück, dass die Tibetantilope und der wildlebende Kiang sogar vom Aussterben bedroht waren.
Zum Schutz der bedrohten Tierarten auf der Hochebene errichtete China das staatliche Naturschutzgebiet Qiangtang, das sich beinahe über ganz Ali erstreckt. Die zuständigen Behörden unterstützten die Hirten im Umgang mit den Schwierigkeiten im alltäglichen Leben und nahmen ihnen ihre Jagdgewehre ab. Die Mitarbeiter des Naturschutzgebietes klären die lokale Bevölkerung über die bestehenden Artenschutzbestimmungen auf und konnten dafür großflächige Unterstützung erlangen.
In rund fünf Jahren habe die Zahl der Tibetantilopen, wildlebenden Kiangs und Yaks sowie Streifengänse unter oberstem Staatsschutz die Bevölkerungszahl Alis überholt, so Danda, ein für den Artenschutz zuständiger Mitarbeiter des Forstwirtschaftsamtes von Ali. Gleichzeitig habe auch die Bevölkerung ihr bisher schnellstes Wachstum erlebt, so Danda weiter.
Da die Zahl der im Bezirk Ali lebenden Tibetantilopen von über 30.000 Tieren auf unter 10.000 Tiere gesunken war, gaben die Hirten in den Kreisen Gaize und Xianqian seit 2002 zum Schutz der Tibetantilope große Flächen Weideland frei. Dadurch soll für die Wildtiere ein größerer Lebensraum geschaffen werden. Während der jährlich stattfindenden fünfmonatigen Paarungszeit patrouilliert die Polizei bei jeder Wetterlage im Naturschutzgebiet.
Der 45 Jahre alte Danda erinnert sich noch daran, das er in seiner Kindheit selten wildlebende tibetische Kiangs auf dem Weideland nahe seiner Heimatstadt sah. Heutzutage leben allein in Gaize mehr als 10.000 wilde Kiangs. Im ganzen Bezirk Ali leben derzeit mehr als 60.000 Kiangs, rund 30.000 wilde Yaks und ungefähr 100 äußerst seltene Goldyaks.
Laut Aussage von Danda, komme das Jagen und Töten von Tieren nach wie vor vor, aber nur durch Wölfe und Bären. Der Bestand an Braunbären im Bezirk Ali liege bei über 700 Tieren und der Bestand an Wölfen bei 3.000 Tieren. Die Nahrungskette im gesamten Weideland habe sich deutlich verbessert.


sz-online - 22. Nov. 2003
Ehrenamtliche Naturschützer und Zoo Hoyerswerda engagieren sich
Die Lausitz ist Heimat für bedrohte Tierarten. Das 1.700 Hektar große Dubringer Moor zwischen Wittichenau, Dubring, Zeißholz, Bröthen-Michalken und Dörgenhausen gehört zu einem der ökologisch wertvollsten Gebiete. Denn in der letzten verbliebenen ausgedehnten Moorlandschaft der Oberlausitz lebt neben Kranich, Seeadler und vielen seltenen Moorpflanzen wie Sonnentau und Glockenheide auch der Fischotter. Sachsen und Brandenburg haben landesweite Artenschutzprogramme gestartet, um das vom Aussterben bedrohte Tier zu retten. In den Wintermonaten ist die Chance am größten, sie zu entdecken. Denn dann hinterlassen die Lausitzer Wassermänner ihre Spuren im Schnee. Während ein Jungtier mit dem Schwanz eine Gleitspur hinterlässt, ist die Fährte vom Alttier kaum erkennbar. Typisch ist, dass junge und alte Tiere gemeinsam auf die Pirsch gehen, meistens in der Dämmerung. Den Fischotter ins Herz geschlossen haben auch Hoyerswerdas Zoo-Chef Dr. Werner Jorga und Amtstierarzt Dr. Werner Tschirch. Während ehrenamtliche Naturschützer den schlauen Räuber mit dem Gansfuß in der Lausitzer Wildnis begleiten, stehen die Zootiere ebenfalls unter wissenschaftlicher Beobachtung. Die Tierpfleger haben schon Fallenfänge aufgepäppelt. In Hoyerswerda gelang im Ostblock 1985 auch die erste Otternachzucht. Im Rahmen einer ABM ist das Einschlupfl Montag einen Aktionsplan vor, der eine Verharmlosung des Themas verhindern und den Giftlegern endlich das Handwerk legen soll. Eine breite Informationsoffensive richtet sich vor allem an die Exekutive und an Tierärzte aber auch an die Bevölkerung. "Die Rückkehr des Seeadlers ist ein großer Erfolg für den Artenschutz in Österreich. Wir müssen auf breiter Basis einen Rückschlag der positiven Entwicklungen verhindern!", betont Minister Pröll die Wichtigkeit der Zusammenarbeit. Die Giftköder werden vor allem im Winter ausgelegt, wenn das natürliche Futterangebot begrenzt ist und Greifvögel auch Aas annehmen. "Das verwendete Gift, Carbofuran, führt zu einem qualvollen Verenden der Tiere. Auf heftige Muskelkrämpfe folgt der Tod durch Ersticken.", weiß WWF-Präsident Helmut Pechlaner. Er setzt sich deshalb für ein generelles Verbot des Nervengiftes ein, das derzeit in der Landwirtschaft als Pestizid verwendet wird.

Tiroler Tageszeitung Online - 21. Nov. 2003
Mümmelnd hocken wilde Kängurus im frostigen französischen Forst
Dutzende wilde Kängurus springen in dem Wald im Südwesten von Paris herum. Aus dem Wald um die Sommerresidenz der französischen Präsidenten sind die graubraunen Wallaby-Kängurus nicht mehr wegzudenken. "Die vertragen unser Klima bestens", schmunzelt der aus Berlin stammende Zoologe Rene Wolfram Jamous, der in der kuriosen Geschichte eine wichtige Rolle spielt: Aus Jamous' Tierpark sind die Vorfahren der wilden Wallabys in den Siebzigern entsprungen. Keiner kann genau sagen, wie viele Tiere inzwischen durch den Staatsforst hüpfen. Der Zoologe Jamous spricht von 40 bis 50. Zwar finden die genügsamen Beuteltiere offenbar immer genug zu mümmeln, aber mit dem Straßenverkehr kommen sie nicht gut zurecht. In Bonneval, 80 Kilometer vom vertrauten Wald, wurde kürzlich ein vereinsamtes Känguru niedergestreckt, weil der dortige Präfekt eine Gefährdung für Lenker ausschließen wollte. Und in der Ortschaft Orcemont sprang eines der Beuteltiere in einen Swimmingpool, wo es ertrank.

Rheinische Post - 22. Nov. 2003
Neu-Delhi will die Affen loswerden
Sie beißen, stehlen und kappen Stromleitungen. Die Einwohner von Neu Delhi haben von Affen die Nase voll. Indiens Oberster Gerichtshof hat die Stadt zur affenfreien Zone erklärt. Der Versuch, die Armee der Rhesusaffen mit Hochfrequenz-Lautsprechern zu vertreiben, ist fehlgeschlagen. "Bitte die Affen nicht füttern", steht auf einem Schild auf dem Raisina Hill, wo sich der Präsidentensitz, das Parlament und die Kabinettsbüros befinden. Eine sinnlose Bitte. Hindus verehren den Affengott Hanuman. Jeden Dienstag kommen Gläubige auf den Raisina Hill und bringen den Tieren Bananen. Von den mehr als 5.000 Makaken in Neu-Delhi leben nach Schätzung der Stadtbehörden mindestens 1.500 auf dem Raisina Hill. Beim jüngsten Versuch, sich ihrer zu entledigen, wurden etwa 400 Tiere auf dem Gelände eingefangen und in ein Gehege außerhalb der Stadt gebracht. Anschließend sollten sie in den Wäldern der angrenzenden Unionsstaaten ausgewildert werden. Doch die Regierungen dieser Staaten haben sich geweigert, die Affen aufzunehmen, mit der Begründung, sie hätten selbst mehr als genug davon. Die Tierschutzorganisation Wildlife Institute of India (WII) appelliert, statt der Symptome die Ursachen des Problems zu bekämpfen. Die Affen gehörten in die Wälder, sagt Atul K. Gupta vom WII. Doch Abholzung und Besiedelung hätten sie auf der Suche nach Nahrung in die Städte getrieben. Die Lösung des Problems liege in der Rettung der Wälder. "Andernfalls wird es nur noch schlimmer."

Der Standard - 24. Nov. 2003
Unerwarteter Methusalem
Bisher hatten Forscher den bis zu 15 Zentimeter großen roten Seeigeln (Strongylocentrotus franciscanus) keine besonders große Aufmerksamkeit geschenkt. Nun haben aber Forschungsergebnisse von der Oregon State University neue Erkenntnisse gebracht. Die unscheinbaren Tiere werden bis über 200 Jahre alt und zeigen dabei keinerlei Alterungserscheinungen oder gar Krankheiten. Bisher waren die Forscher davon ausgegangen, dass die Seeigel zwischen sieben und 15 Jahre alt werden. Auch im Bezug auf die Vermehrung scheint Alter kein wirkliches Problem darzustellen. "100-jährige Seeigel produzierten sogar mehr und bessere Samen und Eizellen als jüngere", so der Forscher. 
"Für die Menschenaffen ist es eine Minute vor zwölf"
Unep-Chef Töpfer warnt vor baldiger Ausrottung
http://www.welt.de/data/2003/11/27/202837.html

The Guardian November 26, 2003
Countdown to extinction for world's great apes
http://www.guardian.co.uk/conservation/story/0,13369,1093123,00.html
Gorillas, chimpanzees, bonobos and orang-utans - the closest living relatives of humanity - could vanish from the wild within 50 years, say United Nations leaders meeting today in Paris. They have appealed for $25m to save the world's great apes from extinction.
The UN first sounded an alarm about the rapidly dwindling numbers of great apes in 2001 and appealed for funds. But by last year, researchers on the ground had begun to reveal an even more ominous pattern of loss. They found that ape numbers in Africa had been slashed by logging, hunting and disease.

http://www.ananova.com/news/story/sm_841715.html
Extinction threat for great apes
Klaus Toepfer, executive director of the UN Environment Programme, says the sum is an absolute minimum - "the equivalent of providing a dying man with bread and water".
"If we lose any great ape species we will be destroying a bridge to our own origins and with it part of our own humanity."

Cape Times November 26, 2003
UN in 11th-hour appeal to save Great Apes
http://www.capetimes.co.za/index.php?fSectionId=272&fArticleId=293353
Paris: Warning that the clock stands at "one minute to midnight" the United Nations has appealed for $25 million to help save Man's closest genetic relatives, the Great Apes, from extinction in the wild.
"Twenty-five million dollars is the bare minimum we need, the equivalent of providing a dying man with bread and water," said Klaus Toepfer, executive director of the UN Environment Programme (Unep), yesterday.
"The clock is standing at one minute to midnight for the Great Apes, animals that share more than 96% of their DNA with humans. If we lose any Great Ape species, we will be destroying a bridge to our own origins, and with it part of our own humanity."
Unep is hosting a three-day meeting, starting today, to frame a "survival plan" for the four Great Ape species. The creatures' biggest enemy is mankind, they say, who is ripping through ape populations for poaching, bushmeat and the live animal trade.
In Ghana, there are only 300-500 Western Chimps left and, in Guinea Bissau, the population has shrunk to fewer than 200. Only about 600 Mountain Gorillas are still alive.

BBC News Online
Abwesende Tiere
von Martin Kluger
Aus diversen Rezensionen:
Ein aberwitziges Reich voller Rätsel - hinter der Ordnung von Parkwegen, Käfigen und Verwaltungsgebäuden öffnet sich ein Kosmos eigenwilligster Figuren und kaum auszulotender Abgründe: Kein Welttheater - ein Weltzoo. Auf der Hauptbühne am Ende der 70er Jahre gibt das Zooensemble aus Mensch und Tier eine sehr unterhaltsame Tragikomödie. Dem gottgleichen Oberhaupt der Anlage ist die Frau abgehauen. Er rettet sich in die Entwürfe seines "Neuen Nachttierhauses", in wilde Eskapaden und immer bizzarere Wochenparolen, mit denen er sein Reich regiert. Der Professor für Schmerzforschung ist sein finsterer, unergründlicher Gegenspieler. Auch Papageno, der legendäre Revierchef des Vogelhauses, gehört bereits zum Zooinventar. In den Einzelgänger verliebt sich Dorothee Matthes, die als angehende Zoologin eine Stelle im Garten antritt, um über Großkatzen zu forschen. Immer präsent sind zudem die Titel gebenden abwesenden Tiere, zu der neben Sali, dem Persischen Leoparden, vor allem „Adler" zählt, die „entflohene" Ehefrau des Zoodirektors.
1000 Seiten sollten wirklich kein Hindernis sein. Das Buch ist reiner Lesespass, Langeweile kommt nicht auf, dagegen kann man ganz tief eintauchen in eine neue Welt, die Welt des Zoos mit all seinen verrückten Geschichten. Das Buch kommt selbst daher wie ein exotisches Tier: groß, unförmig, schillernd, sich hin und her wendend und schließlich zupackend. Die Welt als zoologischer Garten. Ein außergewöhnliches Buch - und ein Bestseller.

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Hier auch noch mehr Rezensionen und Bewertungen


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Weitere Infos

Der BdZ-Biber geht in diesem Jahr an den Zoo Dresden.
Vorgeschlagen wurde die Rotbauchtamarin-Anlage von einem Bdz-Mitglied.
Die Preisübergabe findet am 30.11.2003 mit Einberufung der Presse um 11.00 Uhr statt.
(Leider keine Pressemitteilung erhalten, vergl. Zeitungsmeldung oben)





Zoo Aktuell 3/2003
Tiergarten Heidelberg
Die neue Elefantenanlage - Lakshmis Paradies
Tiger in Gefahr - Die EAZA-Kampagne
Berichte von Tiergartenfreunde-Fahrten
Bedrohte Arten ohne Lobby? - Die ZGAP stellt sich vor




Zoo-Magazin 2/2003 (die letzte Ausgabe)
Gelsenkirchen: Tschaja-Zucht
Görlitz: Storchen-Ausstellung
Düsseldorf: Tiere miteinander
Bochum: Warane
Rostock: Darwin-Box



~°v°~  ~°v° SPANISCHE ÜBERSETZUNG
Dank der Unterstützung durch Anna Martinez und Pep Xarles von AICAS, der spanischen Tierpflegervereinigung, können wir unserem spanischsprechenden Publikum eine Übersetzung der Präsentation von "Hamadryas Baboons - The Great Rift Valley of Ethiopia" des Singapur Zoo anbieten:
http://www.zoolex.org/zoolexcgi/view.py?id=632
              ~°v°~
WAZA-LINKS AUF ZOOLEX
Auf ihrer neuen Website bietet die World Association of Zoos and Aquariums Links auf ZooLex-Gehegepräsentationen von WAZA-Mitgliedern an. Wir danken für diese Information für Besucher der WAZA-Website: http://www.waza.org/network/?main=zoos
              ~°v°~
Die ZooLex Zoo Design Organization ist in Österreich als gemeinnütziger Verein registriert. ZooLex betreibt eine wissenschaftliche Website zum Thema Zooplanung und verteilt diesen Newsletter. Weitere Informationen
und die Kontaktadresse finden Sie hier: http://www.zoolex.org/home.html


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Ausstellungen

Senckenbergmuseum Frankfurt:

Wiedereröffnung nach Totalumbau
November 2003

SCHWANDORF Stadtmuseum

EULE UND MENSCH
bis 11.1.2004
http://www.schwandorf.de/kultur/kulmus.htm

MAGDEBURG Museum für Naturkunde

Tiere und Pflanzen des Jahres 2003
bis 31.12.2003

BAD WURZACH Naturschutzzentrum:

VON MENSCHEN UND BIBERN
bis 25.1.2004
http://www.naturschutzzentren-bw.de/badwurzach/

LÜNEBURG Ostpreußisches Landesmuseum:

Der Völkerkundler, Zoologe und Museumsgründer Hugo Schauinsland (1857 - 1937)
bis 4.1.2004


Do., 27.11.2003, 16:00-16:30 3sat, Zoos der Welt, Vom Fressen und Gefressenwerden Wh
Fr., 28.11.2003, 12:30-13:15 SWR, Queensland, Von Daintree River nach Fraser Island, u.a. Lumholtz-Baumkänguruh
Sa., 29.11.2003, 10:30-11:00 B-alpha, Zoo & Co., Seepferdchen - in der Nordsee? Wh
Sa., 29.11.2003, 12:45-12:55 BR, Zoo & Co, Vögel unterm Zeltdach - München Wh92
Sa., 29.11.2003, 17:05-17:45 ORF2, Erlebnis Österreich, Das Wunder vom Seewinkel, Ein Nationalpark und seine Geschichte
Sa., 29.11.2003, 21:35-22:05 ORB, Marderblues - die letzten Nerze Europas
So., 30.11.2003, 14:15-15:00 ORF2, Universum, Geniale Maschinen, Die Körper der Tiere, 3. Teil: Sonderausstattung
So., 30.11.2003, 17:15-17:30 3sat, Elefant, Tiger & Co., 5. Bruno und die Storchenhochzeit
So., 30.11.2003, 18:55-19:25 B1, Welt der Tiere, Gesichter im Urwald - Muriqui
Mo., 01.12.2003, 13:45-14:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Zoogeschichten (34)
Mo., 01.12.2003, 14:15-15:00 ZDF, Wunderbare Welt, Seeleoparden - eiskalte Jäger
Di., 02.12.2003, 13:30-14:00 N3, Filmstars im Pelz, 360° - Die GEO-Reportage
Di., 02.12.2003, 20:15-21:00 SWR, Ein Krankenhaus für Koalas
Di., 02.12.2003, 20:15-21:00 WDR, Abenteuer Erde, ...mit wildem Schrei nach Süden
Di., 02.12.2003, 20:15-21:05 ORF2, Universum, Die Zukunft der Greifvögel
Di., 02.12.2003, 21:00-21:45 WDR, "Das Koenig der Tiere - ein Museum mit Glanz", Wissenschaft Spezial
Di., 02.12.2003, 22:05-22:35 ORB, Elefant, Tiger und Co., 4. Riskante OP im Giraffenhaus
Mi., 03.12.2003, 15:45-16:30 3sat, Geschützte Paradiese, Im Nationalpark Müritz
Mi., 03.12.2003, 20:15-21:00 N3, Tierwelten, Nasenaffen in Borneo
Mi., 03.12.2003, 20:45-21:00 MDR, Elefant, Tiger & Co., Zoogeschichten (35)
Mi., 03.12.2003, 21:00-21:45 MDR, Abenteuer Zoo, Lehrstunden in Wuppertal - Goldkatzen, Seelöwen und Plüschkopfenten
Do., 04.12.2003, 12:30-13:15 SWR, Tierische Invasoren (1/6), Von Braunnattern und Wandermuscheln
Do., 04.12.2003, 15:00-16:00 3sat, NetzNatur: Ein Esel kommt selten allein
Do., 04.12.2003, 16:00-16:30 3sat, Zoos der Welt, Viel Gewicht auf leisen Sohlen: Elefanten
Do., 04.12.2003, 20:00-21:00 SF1, NETZ Natur
Fr., 05.12.2003, 12:30-13:15 SWR, Tierische Invasoren (2/6), Von Katzenräubern und Ziegenfraß
Fr., 05.12.2003, 21:15-21:45 B1, Das ganz große Gefühl zum Anfassen, Tierpfleger und ihre Schützlinge

Mi., 10.12.2003, 21:00-21:45 MDR, "Abenteuer Zoo", Tierpark Dählhölzli Bern   NEU


ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
 

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