Neue Ruhr Zeitung -
05. Sep.
2003
Die Elefanten-Runde
Ein Zoo ohne Elefanten - ja, ist das noch ein richtiger
Zoo? Dr. Wolfgang Dreßen zuckt nicht mehr zusammen. Hat er in den letzten
Wochen und Monaten oft gehört, die Frage. Und der frisch gekürte
Krefelder Zoodirektor und Nachfolger von Dr. Paul Vogt hat immer dieselbe
Antwort gegeben. "Ja. Ein Zoo ist auch dann ein guter Zoo, wenn er keine
Elefanten hat." In Krefeld beschäftigt die Elefanten-Frage schon die
Politiker. Nun muss im städtischen Tierpark nicht nur das Elefantenhaus
renoviert werden. Bei Gorilla und Co. liegt einiges im Argen, normaler
Verschleiß, so Wolfgang Dreßen, schließlich ist der Zoo
1938 eröffnet worden und viele Gebäude 40 Jahre alt und
älter.
Die Huftierstallungen, etwa, gehören komplett abgerissen
und neu aufgebaut, die Menschenaffen haben ein Recht auf ein Freigehege,
Wasserböcke und Gnus wohnen in nicht mehr zeitgemäßen und
zudem schlecht isolierten Holzbaracken.
Dreßen freut sich auf die Aufgaben, die vor ihm liegen, vielleicht
auch, weil es gerade jetzt gilt, viel zu bewegen. Nur einen Haken hat die
Sache, die Umsetzung einer jeden Idee kostet Geld, und das muss man erst
mal haben. "Etwa 40 bis 45 Prozent der Unkosten decken wir über die
Eintrittsgelder", so Dreßen. 350 000 Besucher kommen jährlich,
im Schnitt. "Das ist für einen Zoo unserer Größe ein gutes
Ergebnis." Bei einem jährlichen Etat von 3,2 Millionen Euro müssen
dennoch 1,8 Millionen Euro über Zuschüsse finanziert werden. Der
Kostenplan zur Zoo-Aufbereitung, den Dreßen noch gemeinsam mit
Vorgänger Vogt aufgestellt hat, beläuft sich auf 13,8 Millionen
Euro.
Schon länger denkt man in Krefeld darüber nach, den Zoo aus den
städtischen Betrieben auszugliedern und eine andere Rechtsform für
ihn zu finden, eine GmbH etwa. Ob das sinnvoll ist, soll nun ein Gutachten
herausfinden.
Dann aber haben die Krefelder neben dem Affen- und dem Regenwaldhaus
eine weitere Vorzeigeeinrichtung, eine Anlage, in der sich die Tiere und
vor der sich die Besucher wohl fühlen können. Keine Gitter, keine
Betonkästen, Platz und Freiraum für alle. "Ein Zoo", sagt Wolfgang
Dreßen, "darf nie nur Menagerie sein." Ein Tierpark habe einen
Bildungsauftrag. Der Zoo Krefeld ist inzwischen in 45 Art-Erhaltungszuchtgruppen
vertreten. "Nur solche Nachzuchten sichern in vielen Fällen bedrohten
Tierarten das Überleben."
Volksstimme Magdeburg 05. Sep. 2003
Holländischer Giraffenbulle fühlt sich im Zoo wohl
Dirk, der Giraffenbulle
aus Holland, fühlt sich im Magdeburger Zoo offensichtlich giraffenwohl.
"Er ist sehr interessiert und frisst gut", so der Zoologe Frank Ahrens. Obschon
sich der 1988 geborene "5-Meter-Mann" durchaus noch in der
Eingewöhnungsphase befindet, wie Ahrens erklärt. Denn solch ein
Umzug bedeute auf jeden Fall Stress, auch wenn der Transport - rund sechseinhalb
Stunden- gut gelaufen ist.
Kontakt zu den Mädchen Nelli und Lulu hat Dirk bereits geknüpft.
Allerdings beschränkt sich dieser auf ein sanftes Beschnuppern über
den "Zaun" hinweg. "Er muss sich erst an die Pfleger und einige Kommandos
gewöhnen, damit wir ihn auch händeln können", erklärt
der Zoologe die noch notwendige Existenz der Barriere zum großen Gehege
der Damen.
Dirk, die Rothschild-Giraffe, soll für Nachwuchs in der Giraffenfamilie
sorgen. Sein Vorgänger Charly, der inzwischen im Nürnberger Zoo
sein Zuhause hat, musste aus Zuchtgründen abgegeben werden.
Taunus Zeitung - 05. Sep.
2003
Ehepaar Grenz kennt die Wehwehchen der Tiere
Kronberg.
Feigen sind bestens geeignet für ein Ablenkungsmanöver der besonderen
Art. "Giraffendame Jacqueline liebt Feigen", weiß Dr. Heidi Grenz.
"Ausschließlich mit dieser Leckerei können wir Jacqueline zum
Zaun locken, um an ihr verletztes Sprunggelenk heranzukommen und es zu
behandeln."
Heidi Grenz ist Tierärztin. Gemeinsam mit ihrem Mann Dr. Gerhard Grenz
betreut sie seit vielen Jahren die Tiere im Opel-Zoo. Gerhard Grenz kam im
Jahr 1962 als junger Veterinär in die Burgstadt schon damals
mit dem Hintergedanken, einmal im Opel-Zoo wirken zu können. Seit vielen
Jahren unterstützt ihn dabei seine Frau. Täglich dreht einer der
beiden eine ausgiebige Runde durch das Gehege und schaut bei allen Tieren
vorbei. "Die genaue Beobachtung, gemeinsam mit den Tierpflegern, ist für
unsere Arbeit entscheidend", erklärt das Tierarzt-Paar.
Der Zoo, sagen Heidi und Gerhard Grenz unisono, spielt eine wichtige Rolle
in ihrem Leben. "Wichtig ist uns aber auch unsere Praxis. Durch sie sind
wir immer auf dem Laufenden, was die Weiterentwicklung betrifft", meint Heidi
Grenz.
Oberländisches Volksblatt
04. Sept. 2003
Jedi und Assad von Altersbeschwerden erlöst
Die beiden sibirischen Braunbären Jedi und Assad sind am
Donnerstag im Tierpark Dählhölzli in Bern eingeschläfert worden.
Im hohen Alter von fast dreißig Jahren plagten sie zunehmend chronische
Arthrosen und Kreislaufprobleme.
Mit 28 und 27 Jahren erreichten Jedi und Assad ein Alter, das weit über
die Lebenserwartung von Bären im Freiland hinausgeht, wie die Stadt
Bern mitteilte.
Erfreulicheres gibt es von den Krallenaffen zu berichten. Dort
hat das Goeldi-Tamarin-Weibchen Dolores ein Jungtier zur Welt gebracht. Die
Goeldi-Tamarine gehören zu den hoch bedrohten Krallenaffen
Südamerikas.
Berliner Morgenpost - 06. Sept. 2003
Erste Schritte der Tierbabys im Internet
Haben Sie schon die kleine Giraffe Paula gesehen? Oder die vier kleinen
Straußenküken? Die beiden Tigerbrüder auf der Waage? Oder
das rennende Kalb der Oryxantilope? Das alles gibt es im Tierpark zu sehen.
Wer aber keine Zeit für einen Live-Spaziergang hat, der wird im Internet
unter der Adresse www.caps-movie.de
fündig.
Der Mann hinter der Website heißt Siegfried Stritzel. Früher war
der 58 Jahre alte Neuköllner oft im Zoo, seit der Wende bevorzugt er
eher den Tierpark: "Dort sind die Gehege größer, dadurch sind
mehr Tiere richtig in Aktion zu sehen." Seine Videokamera hat er immer dabei.
Es könnte sich ja ein Glückstreffer ergeben, so wie damals die
Geburt eines Ungarischen Steppenrindes. "Ich konnte alles aufnehmen. Sogar
die Versuche des Kalbes, beim Jungbullen ein bisschen Milch zu kriegen",
erzählt er.
Auch der Tierpark weiß die Arbeit des berufsunfähigen Elektrikers
zu schätzen. Als ein Moschusochse immer wieder gegen den Zaun rannte
und ihn einzudrücken drohte, konnte Stritzel mit einem Film auf die
Gefahr aufmerksam machen, die Handwerker rückten sofort aus.
Zwei ehrgeizige Projekte treiben den wortkargen Film-Fan an: die Dokumentation
des Wachstums bei Straußen und Giraffen und sein Bildarchiv. "Ich
hätte gern von jeder der rund 1000 Tierarten eine Aufnahme in meinem
Archiv." Regelmäßig wird er in den kommenden Monaten außerdem
neue Fotos der kleinen Giraffe Paula und der Straußenküken ins
Internet stellen.
Sächsische Zeitung - 06. Sept. 2003
Bad Schandauer Luchse als Streitfall
Wie das so ist bei einem Test: Nicht alle Probanden kommen dabei gut weg.
Unter denen, nicht ganz so gut abschnitten, war beispielsweise das Tiergehege
in Bad Schandau-Ostrau. Zugegeben, der Anblick des Geheges ist nicht gerade
einladend. Mit ein wenig Farbe und einer häufigeren Dusche der Anlagen
wäre da sicher allerhand zu erreichen.
Doch das Urteil, die drei Luchse und zwei Waschbären würden schlecht
gehalten, sollte man dann doch genauer hinterfragen. Das meint zumindest
die zuständige Bad Schandauer Tierärztin Turid Wustmann. Sie
kümmert sich um die fünf munteren Gesellen auf der Ostrauer Scheibe.
Erst kürzlich hatte sie dort alle Hände voll zu tun. War doch einer
der Luchse verletzt und brauchte täglich Pflege und Medikamente.
Die Veterinärin jedenfalls erklärt, dass die Luchse sich in ihrem
Gehege recht wohl fühlen würden. Sie nutzten gern ihren großen
Auslauf im angrenzenden Wald, der extra für sie großzügig
eingezäunt worden sei. Das sehen viele Bad Schandauer anders und forderten
schon mehrmals, die Tiere doch lieber frei zu lassen. Das wiederum wäre
aber für "Zootiere" lebensgefährlich, weiß die Tierärztin.
Sie seien gar nicht in der Lage, sich selbst zu ernähren.
Mitteldeutsche Zeitung -
08. Sept. 2003
Bonny und Emma erhielten die
Taufe
Das Luchsweibchen, das im Frühjahr in den Köthener Tierpark
kam, wurde am Wochenende auf den Namen "Bonny" getauft. Taufpatin Erika
Rüge kümmert sich auch sonst um Tiere.
"Mein ganz großes Interesse gilt den Menschenaffen", verriet sie der
MZ, "deshalb gehöre ich auch dem Verein 'Berggorilla und Regenwald
Direkthilfe e.V.' an." In zehn Tagen wird sie im Rahmen eines Projektes des
in Mannheim ansässigen Vereins nach Uganda und Ruanda starten und sich
unter anderem auf der Ngamba-Insel um ausgewilderte Schimpansen-Waisen
kümmern. Beruflich hat die 49-jährige Luchs-Patin nichts mit Tieren
zu tun - als Angestellte der Kreisverwaltung ist sie in der Unteren
Wasserbehörde tätig. "Aus meinem Wunsch, Biologie zu studieren,
ist damals nichts geworden, "so bin ich also Diplomingenieur für
Systemverfahrenstechnik."
Wer wie Erika Rüge am Sonntag zum Tierparkfest kam, der bekam zu
spüren, dass sich die Mitglieder und Helfer des Fördervereins wieder
viel Mühe gemacht hatten, den Besuchern die Anlage zu präsentieren
und dabei auch noch für bunte Unterhaltung zu sorgen.
Höhepunkt des Nachmittages war eine zweite Tiertaufe - ein
Steinbockweibchen, vor drei Monaten hier geboren, erhielt den Namen Emma.
Etwa 2000 Besucher zählte das diesjährige
Tierparkfest.
Grafschafter Nachrichten
- 09. Sept.
2003
Kleiner Tiger fliegt um die halbe Welt nach Australien
Ein kleiner Tiger aus dem Naturzoo in Rheine geht
auf Reisen. Und das um die halbe Welt. Ziel ist Ende des Jahres der fünfte
Kontinent Australien.
"Dumai ist für den Zoo im australischen Perth
vorgesehen", bestätigte jüngst der Direktor des Naturzoos Rheine,
Achim Johann. Die für die Sumatra-Tiger zuständige Koordinatorin
des Europäischen Erhaltungs-Zuchtprogramms (EEZ), Sarah Christie vom
Zoo in London, habe so entschieden. Wahrscheinlich bis Ende des Jahres wird
der Publikumsliebling den Besuchern des Naturzoos in Rheine noch erhalten
bleiben, dann dürfte der lange Flug an die Westküste des fünften
Kontinents anstehen.
"Es ist schon ein wenig hart für uns, dass
er so weit weg muss", sagt Achim Johann und denkt dabei vor allem an die
Tierpflegerin Sonja Hölscher. Sie hat den kleinen Tiger gemeinsam mit
ihrer Collie-Hündin Shiva in Handaufzucht aufgepäppelt, nachdem
dieser von seiner Mutter "Kim" nicht angenommen worden war. Sonja Hölscher
ist auch heute noch Dumais wichtigste Bezugsperson. Nur sehr langsam erfolgt
der Ablösungsprozess. Aber die Zeit schreitet voran, und aus dem niedlichen
Kätzchen wird immer mehr ein gefährliches Raubtier, zu dem sich
schon sehr bald keine Menschen mehr ins Gehege trauen dürfen. "Nach
einem halben Jahr sind Großkatzen so weit, dass eine Intensivpflege
nicht mehr nötig ist", erläutert der Rheiner Zoodirektor. Dann
kann für Dumai der Transport in den australischen Zoo erfolgen, wo er
wertvolle Dienste für die Erhaltung seiner vom Aussterben bedrohten
Art leisten kann.
Johann zieht aus seinem Aktenschrank das aktuelle
Zuchtbuch hervor, in dem die Sumatratiger-Population in allen Zoos der Welt
verzeichnet ist. "Dumai träg die Nummer T0302", sagt der Direktor und
deutet auf den Eintrag. Die daneben stehenden Einstufungen machen klar, warum
Dumai so eine weite Reise antreten muss. In Europa sind seine Gene nur wenig
gefragt. Denn im Zoo Dortmund sorgt der Bruder von Dumais Vater "Attjak"
schon seit Jahren für Zuchterfolge; er wurde unlängst wieder Vater
von Zwillingen.
Der Transport Dumais nach Perth wird eine ausgefeilte
Logistik erfordern. "Nichts bereitet den Fluggesellschaften so viel Arbeit
wie ein Tiertransport", berichtet Zoodirektor Johann aus Erfahrung. Es gelte,
artenschutzrechtliche, aber auch veterinärmedizinische Bestimmungen
zu beachten. "Das Tier muss alle erforderlichen Schutzimpfungen haben und
wird nach seiner Ankunft in Australien eine gewisse Zeit in Quarantäne
leben müssen", erläutert er.
Frankfurter Allgemeine Zeitung 09. Sept. 2003
Opel-Zoo sucht bisher vergeblich Sponsoren für Erweiterungsbau
Noch ist die Verwirklichung einer Afrika Lodge,
die im nächsten Jahr entstehen soll, als "Zoozielplanung Zoo-Vision"
fest im Zeitplan von Opel-Zoo-Direktor Thomas Kauffels vermerkt. Die
Stadtversammlungen von Kronberg und Königstein haben mit dem ersten
Bebauungsplan für einen bundesdeutschen Zoo ebenfalls bereits ihren
Beitrag geleistet. Doch damit aus dem Erweiterungsbau für fünf
Millionen Euro tatsächlich Wirklichkeit werden kann, ist die vermehrte
Unterstützung von Sponsoren notwendig. Derzeit muss der Zoodirektor
allerdings ein Fragezeichen hinter den Baubeginn setzen.
Erhebliche Investitionen in das 27 Hektar
große Freigehege zwischen Kronberg und Königstein sind aber
unumgänglich. Die so genannte Savannen-Zone mit Gehegen und Stallungen
für Strauße, Zebras, Antilopen und einem Schauhaus für Giraffen
soll ebenso wie das neue Zoo-Portal eigentlich bis 2004 auf einem 5000
Quadratmeter großen Grundstück realisiert werden - "dies kann
der Zoo nicht aus eigener Kraft", weiß Kauffels.
Denn mitnichten gehöre der von einem privaten
Verein - "Georg von Opel - Freigehege für Tierforschung" - getragene
Tierpark einer Stiftung, werde gar von der Adam Opel AG finanziert oder erhalte
wie der Frankfurter Zoo finanzielle Unterstützung von Stadt oder Land.
Der Opel-Zoo habe gelernt, sein Geld selbst zu erwirtschaften. Die Betriebskosten
und Reparaturen ließen sich aus den Eintrittsgeldern von jährlich
600000 Besuchern finanzieren - aber eben keine Afrikalandschaft im Taunus.
Die Idee indes, durch den Verkauf von symbolischen Afrika-Quadratmetern Geldgeber
für die dringend benötigten neuen Lebensräume für Giraffen,
Elefanten und Flusspferde zu finden, zündet nicht so recht. 100 Sponsoren,
die bereit seien, dem Zoo zehn Jahre lang jeweils 500000 Euro zu leihen,
wären nach Kauffels' Idee eine weitere Möglichkeit, den Umbau zu
finanzieren.
Der 250000 Quadratmeter große Landschaftszoo
ist mit mehr als 1000 Tieren und rund 200 Arten aus allen fünf Kontinenten
- vom Meerschweinchen bis zur Giraffe, vom Eisfuchs bis zum Pelikan - besonders
für Kinder eine Attraktion. Der Zoo beteiligt sich an europäischen
Erhaltungs-Zuchtprogrammen.
Der Opel-Zoo wird auch in Zukunft auf
Eigenständigkeit setzen, denn Frankfurter Tierpark und Opel-Zoo seien
gemeinsam mit 1,3 Millionen Besucher immerhin die größte
Freizeiteinrichtung Hessens, sagt Kauffels selbstbewusst. Er hält von
Plänen eines Regionalzoos wenig. Es gebe überhaupt keinen Grund,
zwei so gut besuchte Tierparks in einem neuen Großgebilde
zusammenzuführen.
Freie Presse
(Chemnitz) 10. Sep. 2003
Tiergarten trauert um Leopard Jerry
Der Auer Tiergarten ist um eine Attraktion ärmer.
Wie erst jetzt bekannt wurde, musste der altersschwache 18-jährige
chinesische Leopard Jerry bereits vor zwei Monaten eingeschläfert werden.
Die Stadtverwaltung begründete ihr Schweigen damit, dass man nicht ohne
Konzept an die Öffentlichkeit treten wollte, wie es mit der
Großkatzenzucht in der Erzgebirgsstadt weitergeht.
Jerry sollte im Auer Tiergarten eigentlich für Nachwuchs sorgen. Von
seiner Art gibt es in Zoos weltweit nur noch 65 Tiere. Vor einem Jahr war
bereits Jerrys Partnerin Julia an einer Eierstockentzündung gestorben,
woraufhin die junge und noch nicht geschlechtsreife Leopardin Lila bei dem
Kater Einzug hielt. Was nun mit ihr passiert, bleibt unklar. Wahrscheinlich
ist, dass der Tiergarten sein Zuchtprogramm aufgibt und mit dem Nebelparder
einen weiteren Vertreter für den Zoo der Minis nach Aue holt
die kleinste Großkatze der Welt.
Leipziger Volkszeitung - 10. Sept. 2003
Cleopatra tot - Zoo verliert zweitältesten Schützling
Cleopatra aus dem Leipziger Zoo ist tot. Wie die Einrichtung gestern Abend
mitteilte, fand ein Tierpfleger das Hechtalligator-Weibchen morgens zur
Fütterung regungslos im Gehege vor. Die Panzerechse lebte seit 1956
in Leipzig und war nach Elefantenkuh Rhani der zweitälteste Bewohner
des Tiergartens.
Das genaue Alter von Cleopatra ließ sich allerdings nie exakt bestimmen.
Sie wurde jedoch auf etwa 50 Jahre geschätzt. Obwohl die große
Echse bislang keine entsprechenden Symptome zeigte, erlag sie nach Zoo-Angaben
vermutlich einer Altersschwäche. Genaueres soll eine Obduktion ergeben.
Bei Hechtalligatoren in menschlicher Obhut habe ein männliches Tier
aus dem Amsterdamer Zoo mit 75 Jahren das bislang höchste Alter erreicht,
sagte Leipzigs Zoodirektor Jörg Junhold.
Cleopatra verbrachte ihre Jahre im Terrarium an der Pfaffendorfer Straße
zuletzt zusammen mit Cäsar. Obwohl mehrfach Eier gelegt wurden, gab's
keinen Nachwuchs. Der Alligatoren-Mann kam 1980 aus dem Tierpark Berlin nach
Leipzig. Ob er hier eine neue Partnerin bekommt oder auf "Hochzeitsreise"
geht, ist noch offen. "Den Körper von Cleopatra stellen wir nach der
Obduktion der wissenschaftlichen Sammlung des Dresdner Tierkundemuseums zur
Verfügung", sagte Junhold.
Süddeutsche Zeitung
11. Sep. 2003
Fast 3000 Münchner unterstützen den Zoo
2930 Mitglieder und mehr als 750 000 Euro an
Förderbeiträgen, Spenden und Lotterie-Erlösen in zehn Jahren
das ist die Bilanz der Tierparkfreunde Hellabrunn. Unser Ziel
ist es, eine möglichst starke Lobby für den Zoo zu schaffen,
sagt der Vorsitzende Sven Thanheiser. Der Verein kümmert sich vor allem
um die Informationsarbeit rund um den Tierpark und engagiert sich im Natur-
und Artenschutz. Außerdem führen die Tierparkfreunde ein eigenes
Wiedereinbürgerungsprogramm für Aras am Amazonas durch. Für
einen Jahresbeitrag von 60 Euro (Familien 100 Euro) erhalten Mitglieder freien
Eintritt, das Magazin Der Tierparkfreund und können ein
breites Angebot an Exkursionen und Veranstaltungen in Anspruch nehmen.
Saarbrücker Zeitung
11. Sep. 2003
Zoo: Tierschutz klappt trotz aller Spar-Zwänge
Sorgen um die Mandrills im Saarbrücker Zoo
macht sich "SZ"-Leserin Monika Cros aus Saarbrücken. Der Grund, sich
Hilfe suchend ans Lesertelefon ihrer Zeitung zu wenden: Bei einem Spaziergang
durch den Zoo habe sie festgestellt, "dass die Tiere bei glühender Hitze"
nicht etwa in einem Freigehege, sondern in einem "schlecht belüfteten
Raum" regelrecht "gefangen gehalten" wurden.
Erstaunt über das Vorgehen von Monika Cros zeigt sich der tierpflegerische
Direktor des Zoos, Vaclav Ceska: "Weshalb wendet sich die Dame nicht zuerst
an den Zoo, sondern gleich an die SZ'? Ich wäre gerne bereit, der Leserin
selbst vor Ort Antwort auf ihre Fragen zu geben." Nicht zu kommentieren brauche
er den Vorwurf, das Wohlergehen der Tiere sei ihm egal. Denn dies könne
wohl niemand ernstlich glauben. Und: Selbstverständlich sei es Anspruch
des Zoos, die Tiere artgerecht zu halten. "An gewissen Rahmenbedingungen
kommen wir jedoch nicht vorbei", gibt Ceska zu bedenken. So müsse der
Zoo "bis 2005 800000 Euro einsparen". Aus diesem Grund sei kein Geld für
unvorhersehbare Dinge da, auch könne der Zoo nicht nach Belieben Firmen
bestellen, sondern müsse "90 Prozent der anfallenden Arbeiten in
Eigenleistung erbringen". Gelitten, so betont Vaclav Ceska, hätten die
Mandrills im Sommer jedoch nicht: Zum einen, so Ceska, "stammen die Tiere
aus einer tropischen Region". Zum anderen sei es "nachweisbar, dass sich
viele Tiere während der großen Hitze lieber in den Gebäuden
als in den Außenanlagen aufhalten". Gerade auch im Haus der Mandrills,
einem "massiven Steinbau", sei es deutlich angenehmer gewesen als draußen,
versichert der Zoodirektor.
Planung, Bau und Neueröffnungen
Leipziger
Volkszeitung - 04. Sept.
2003
Zoo baut Parkhaus - Start nächste Woche
Am Montag beginnt der Zoo mit dem Bau eines eigenen Parkhauses. Es entsteht
gegenüber der Kongresshalle auf dem derzeit unbefestigten "wilden" Parkplatz
und erhält 525 Stellflächen. Damit erhöhen sich die
Stellplätze in unmittelbarer Nähe des Tiergartens von 300 auf 725.
Das Parkhaus erhält zwei Ein- und Ausfahrten. Außerdem wird es
ins Leipziger Parkleitsystem integriert. Als besonderen Blickfang erhält
das Gebäude eine Fassadenverkleidung mit Bambusstangen sowie eine Glasfront
an der Stirnseite zur Pfaffendorfer Straße. Der Entwurf stammt vom
Leipziger Architekturbüro HPP International. Finanziert wird das 4,2
Millionen Euro teure Bauwerk über Kredite. Die Tilgung erfolgt durch
die Vermietung an einen Betreiber über 15 Jahre und die eingenommenen
Parkgebühren. Deren Höhe bleibt so, wie sie derzeit ist.
Merkur Online -
05. Sep.
2003
Neue Heimat für Waschbär und Wildschwein
Blindhamer Wildpark soll im Frühjahr seine Pforten öffnen
Wenn der Zeitplan von Bauherr Josef Sedlmair aufgeht, werden sich auf seinem
23 Hektar großen Areal in Blindham im Frühjahr Mufflons, Wildschweine,
Damwild, Ponys und etliche andere Tiere tummeln. "Natur- und Erlebnispark
Blindham" will Sedlmair sein Projekt nennen, das später einmal pro Jahr
35 000 Besucher anlocken soll.
Insgesamt rund 100 Tieren soll der Wildpark später Platz bieten, darunter
eventuell auch Fuchs und Waschbär. Damit sie nicht unter den Besuchern
leiden, hat Sedlmair in den Gehegen Rückzugsbereiche eingeplant. Nicht
nur die "gängigen Tierarten" will Sedlmair seinem Publikum
präsentieren. Der 27-Jährige setzt auch auf seltene Haustierrassen
wie zum Beispiel das mehrfarbige Schwäbisch-Hallische Landschwein. Aufbauen
wird er seinen Bestand größtenteils mit Zuchttieren aus anderen
Parks.
Mitteldeutsche Zeitung 10. Sep. 2003
Tiere sind für Kinder nicht nur tote Bilder
Im Tierpark Aschersleben
ist eine Zooschule eröffnet worden. In der Zooschule sollen die
Schüler mit der Tier- und Pflanzenwelt vertraut gemacht werden und
Unterricht praxisnah erhalten. Die Schule befindet sich im ehemaligen
Tierparkcafc( und gehört zur Grundschule Froser Straße. Schulleiterin
Ingrid Koske hat am Dienstag den symbolischen Schlüssel entgegengenommen.
Ingrid Koske war es auch, die vor fast zwei Jahren die Idee für eine
solche Schule hatte und von dieser Idee nicht nur ihre Kolleginnen, sondern
auch die Landkreis- und die Stadtverwaltung, das Kultusministerium, das
Staatliche Schulamt, die Stadtwerke Aschersleben und die Tierparkmitarbeiter
sowieso begeisterte. Die Grundschule Froser Straße erarbeitete ein
Bildungsangebot, das von allen Schulen des Landkreises von der Grundschule
bis zu den Gymnasien und in Zukunft auch von Kindereinrichtungen nach
Voranmeldung genutzt werden kann.
Bieler Tagblatt 11. Sep. 2003
Frei fliegende Vampire über den Köpfen
Gegen 20 Arten nachtaktiver
Tiere können seit gestern im neu eröffneten Nocturama in Kerzers
bestaunt werden. Als Neuheit zeigt das Nocturama die laut eigenen Angaben
erste Kolonie südamerikanischer Vampire in Europa. Das Gebäude
des neuen Nocturamas hat die Form eines Zehnecks mit vertikalen Wänden.
Außer vier Fledermausarten, die zum Teil frei um die Besucher herumfliegen,
bevölkern es auch Nachtaffen, Faul- und Gürteltiere, Wickelbären,
Anakondas und Ozelots.
Der Umfang des Gebäudes beträgt 120 Meter, das Volumen über
13 000 Kubikmeter, die Gehege wurden gegenüber dem alten Nocturama in
Marin deutlich vergrößert.
Das Konzept bleibt jedoch das gleiche: Tages- und Nachtzyklus der nachtaktiven
Tiere werden mit künstlichen Mitteln überlistet und umgekehrt,
so dass die Besucher bei Tag durch eine Vollmondnacht in den Tropenwäldern
Amerikas spazieren können.
Ein transparentes Dach mit bläulichem Teint, das das Tageslicht 1000-fach
filtert, erlaubt eine diffuse Beleuchtung des gesamten Gartens. An Regentagen
ist eine Zusatzbeleuchtung nötig, um Schattenzonen auszuleuchten. Diese
entsteht durch den Einsatz von Glasfasern. Auf elektrische Leitungen kann
damit ganz verzichtet werden, was für die Sicherheit der Tiere von
großer Bedeutung ist.
Alle gezeigten Arten stammen aus dem tropischen Teil Südamerikas, wie
die Stiftung Papiliorama-Nocturama mitteilte. Die Wahl dieser Region reflektiert
die enge Beziehung des Papilioramas mit dem «Shipstern»-Naturreservat
in Belize, das von der Stiftung 1989 gegründet wurde und seither von
ihr unterstützt wird.
Nach der Eröffnung des Papilioramas im April ist mit dem Nocturama die
zweite Etappe des Projekts «Swiss Tropical Gardens» realisiert
worden. Die Kosten betragen rund 9 Mio. Franken. Beiträge leisten unter
anderem der Kanton Freiburg und die Loterie Romande. Die Gemeinde Kerzers
stellte das Land für 66 Jahre gratis zur Verfügung.
Künftig werden neben Schmetterlingen und nachtaktiven Tieren eine dritte
Gruppe von Tieren das Papiliorama-Gelände bevölkern: Leguane,
insektenfressende Vögel, Frösche und weitere Tiere, die aus nahe
liegenden Gründen nicht mit Schmetterlingen zusammen gehalten werden
können. Realisiert werden sollen die Gehege unter einer dritten Kuppel
bis im Herbst 2004.
Aktionen
Sächsische Zeitung - 08. Sept. 2003
Auf Rallye durch den Tierpark gehen
Bischofswerda. "Land sehen autofrei unterwegs". An dem sächsischen
Aktionstag am 21. September beteiligt sich auch der Tierpark Bischofswerda.
Gäste werden eingeladen, auf eine Rallye durch die Anlage zu gehen
Tierspuren zu lesen, Bäume zu bestimmen... Organisator des Entdeckertages
ist der Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien, der Verbindungen mit
öffentlichen Verkehrsmitteln in die beteiligten Orte empfiehlt, darunter
Bautzen und Löbau.
Berliner Morgenpost - 08. Sept. 2003
Heinz Sielmann und die märkischen Riesenotter
Der Tierfilmer und Naturschützer Heinz Sielmann hat gestern gemeinsam
mit Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) eine Ausstellung über
die Naturlandschaft Groß-Schauener Seen (Oder-Spree) eröffnet.
Die Heinz Sielmann Stiftung hatte Ende 2001 einen Großteil des
Naturschutzgebietes erworben.
Die Schau auf dem Gelände der Fischerei Köllnitz informiert über
Tiere der Region.
Norddeutsche Neueste Nachrichten
- 08. Sept. 2003
Eine gelungene Klassik-Nacht
Klassik-Nacht im Zoo mit der Norddeutschen Philharmonie, die
fünfte. Ist ein Event zum fünften Mal noch ein Event? Vermutlich
nicht mehr so ganz. Aber das ist gut so. Denn so gewann diese Klassik-Nacht
eine schöne Selbstverständlichkeit, ohne pompöse
Übertreibungen, ohne billige Publikumsanmache: einfach ein rundum
erfreuliches sommerliches Open-Air-Konzert, im nicht alltäglichen Ambiente
und für einen guten Zweck, der diesmal einem neuen Zuhause für
die Menschenaffen galt. Und wieder waren rund 2000 Leute dabei.
Ostsee Zeitung 09. Sept. 2003
Behinderte vergnügten sich im Tierpark
Auch dieses Jahr veranstaltete die Wismarer Werkstätten GmbH am Wochenende
wieder ein Grillfest auf dem Veranstaltungsgelände des Tierparks Wismar.
300 Mitarbeiter und Betreuer aus Wismar und Umgebung folgten der Einladung.
Märkische Allgemeine
- 09. Sept.
2003
Das "Vampir-Blut" war heiß begehrt
Das siebente Fledermausfest auf der Spandauer Zitadelle
- familienfreundlicher, provinzieller und informativer sollte es nach Aussagen
des veranstaltenden Vereins "Berliner Artenschutz Teams" (Bat) verlaufen
- lockte am ersten Tag bis 18 Uhr etwa 2200 zahlende Besucher. Aber auch
bis 24 Uhr kamen noch etliche dazu. Da alle Kinder freien Eintritt hatten
und sich viele dort tummelten, dürfte die Besucherzahl wenigstens doppelt
so hoch gewesen sein.
Ganz ohne Probleme lief das Fest aber nicht ab.
Hamburger Abendblatt - 09. Sept. 2003
Wildpark: Für Ludwig beginnt der heiße Herbst
Die Hirschbrunft hat in diesem Jahr früher angefangen
als sonst. Im Wildpark Eekholt beginnen am Sonnabend, 13. September, wieder
die Brunftführungen für alle, die den Streit um die begehrten
Brunftplätze hautnah erleben möchten.
Bis einschließlich Sonntag, 5. Oktober, treffen sich
die Teilnehmer täglich jeweils um 17 Uhr im Eingangsbereich des Wildparks.
Die Gruppen werden von erfahrenen Mitarbeitern des Parks dicht an die
Brunftplätze der Tiere geführt, damit sie das Naturschauspiel hautnah
erleben können.
Ostsee Zeitung 10. Sep. 2003
Mittelalterliches Fest am Sonntag im Tierpark
Am Sonntag veranstaltet der Tierpark Wismar in Zusammenarbeit mit dem Neuburger
Thingplatzverein ein mittelalterliches Fest. Von 14 bis 18 Uhr können
Besucher zu üblichen Eintrittspreisen ein reichhaltiges Programm in
Anspruch nehmen.
Hamburger Abendblatt 11. Sept. 2003
CDU-Familienfest im Wildpark
Der CDU-Landesverband Schleswig-Holstein feiert sein 3.
Herbstspektakel im Kreis Segeberg. Am Sonntag, 21. September, soll das
Familienfest mit vielen Attraktionen für Kinder um 14 Uhr im Wildpark
Eekholt beginnen. Besucher können den Wildpark besichtigen, und u.a.
Flugvorführungen mit Greifvögeln verfolgen.
Nachwuchs
Berliner Morgenpost 10. Sep. 2003
Zum Heulen und Spucken - Nachwuchs im Berliner Zoo
Fast zwei Monate alt ist
der Heuler - also Seehund-Nachwuchs - im Berliner Zoo. Nancy schwimmt inmitten
ihrer Familie durch die Becken. Sie hat auch schon das größte
Problem in der Zoohaltung gemeistert: Im Alter von fünf Wochen hat der
Pfleger ihr beigebracht, Fisch zu fressen statt Milch zu
trinken.
Auch die Lama-Herde verzeichnet
Nachwuchs. Charlotte, wie ihr Pfleger sie taufte, ist gerade mal eine Woche
alt. Sie stakst fleißig hinter ihrer Mutter her, ist gesund, und wird
wohl so robust wie die Mitglieder ihrer spuckenden Sippe.
Schaffhauser Nachrichten 11. Sep. 2003
Pinguine und Wildesel mit Nachwuchs
Nach drei Jahren kann sich der Zolli Basel wieder
über zwei geschlüpfte Königspinguine freuen.
Außerdem ist ein weiterer Somali-Wildesel geboren worden.
Von der von der Ausrottung bedrohten Tierart gibt es weltweit nur noch einen
Wildbestand von etwa 100 bis 250 Tieren. Der kleine Wildeselhengst Abai ist
in der Nacht auf den 30. August zur Welt gekommen, wie der Zoo Basel am Dienstag
mitteilte. Für die 5-jährige Somali-Stute Yogala, die während
13 Monaten trächtig war, war es die erste Geburt.
Heilbronner
Stimme -
05. Sep. 2003
Meine Erfahrung hat mich gerettet
Nur der bandagierte Arm erinnert an die
überstandene Gefahr: Einen Tag, nachdem ihn die Bärin Katja verletzt
hat, steht Wolfgang Weller schon wieder im Bärengehege des Wildparadieses
Tripsdrill und füttert die Tiere mit Obst und Gemüse. Doch er
weiß: "Das hätte bös' ausgehen können."
Rheinische Post - 08. Sept. 2003
Kinder entdecken tote Giftschlange - Berührung tödlich
Schrecken in einem Kinderhort in Klagenfurt: Dort haben Kinder im Garten
eine tote Giftschlange entdeckt. Bei der Schlange handelte es sich um eine
hochgiftige Monokel-Kobra. Wie das Tier in den Hort gelangen konnte, war
auch am Sonntag noch völlig unklar. Der Körper war aufgeschlitzt
und der Schwanz abgetrennt. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter
das Reptil einfach loswerden wollte und über den Gartenzaun warf.
Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitagnachmittag. Kinder und Betreuer
hätten jedoch richtig reagiert und umgehend Polizei, Feuerwehr und den
Klagenfurter Reptilien-Zoo alarmiert, hieß es. Gefährlich sei
die Situation gewesen, weil die Giftdrüsen noch nicht entleert gewesen
seien, sagte die Leiterin des Reptilien-Zoos in Klagenfurt, Helga Lapp: "Das
Gift kristallisiert auf den Zähnen und eine Berührung kann bereits
tödlich sein.
Heidenheimer Zeitung - 6.
Sep 2003
Wo Affen Motorradfahren und Papageien rechnen
können
Er ist weder groß, noch hat er spektakuläre
Fahrattraktionen zu bieten. Der Schwabenpark Gmeinweiler ist einfach nur
niedlich. Und doch hat er eine Besonderheit: Das sind 37 Schimpansen, davon
einige dressiert. Dreimal am Tag zeigen die Menschenaffen, was sie können.
Was die Affen im Schimpansen-Theater des Schwabenparks dreimal täglich
vorführen ist filmreif. Und in der Tat: Dutzende Fernseh-Auftritte hatten
die tierischen Stars zusammen mit ihrem Dresseur Thomas Hudelmaier schon.
Selbst in Kinofilmen haben sie mitgespielt Sechs der 37 Schimpansen im
Schwabenpark sind derzeit in der Dressur. Zwei weitere Jungtiere sitzen in
der Manege nur dabei - um ihren Artgenossen zuzuschauen und um sich an die
Atmosphäre, das Scheinwerferlicht und an den Applaus zu gewöhnen.
Die anderen 29 Affen des Parks leben in riesigen Freigehegen, wie auch einige
Tiger und Löwen sowie ein Rudel Berberaffen.
Auch die Papageien-Dressur ist sehr persönlich gestaltet. Das Publikum
sitzt auf Holzbänken ganz dicht am Geschehen und darf sich einfache
Additionsaufgaben ausdenken - Ara-Männchen "Bacco" hört aufmerksam
zu, legt seinen Kopf schief, starrt eine Weile in Luft und präsentiert
das Rechenergebnis per Klingelzeichen.
Taunus Zeitung - 5. Sep 2003
Neue Arten oder Fabelwesen?
Er sieht aus wie ein Wolf, sein Fell ist gestreift wie das eines
Tigers und er trägt seine Jungen im Beutel: der Beutelwolf. Ende des
18. Jahrhunderts zog er unbehelligt durch die Wälder Tasmaniens, der
großen Insel südlich Australiens. Der letzte Tasmanischer Tiger,
wie er auch genannt wird, starb vor mehr als 60 Jahren in einem Zoo. Doch
nun wurden angeblich Restexemplare in australischen Naturparks gesichtet.
Gerücht oder Tatsache? Unter anderem mit dieser Frage beschäftigt
sich ein exklusive Gruppe deutscher Wissenschaftler und Laienforscher heute
in Berlin: die Kryptozoologen.
Blick Online - 09. Sept.
2003
Bock auf Mais
Einen Geißbock im Saint Jean Cap Ferrat-Zoos in
Südfrankreich hat wohl
der Hafer gestochen: Aus einem Automaten will er Maiskörner rausholen.
Leider hat er das nötige Kleingeld nicht dabei. Attacke, sagte sich
dieses mutige Exemplar eines Bergziegen-Bocks. Gar nicht feige stürmte
er in einem Zoo in Frankreich auf einen Futterapparat mit Maiskörnern
los. Und versuchte, dass massive Teil mit seiner Stirn einzudrücken.
Doch der erste Anlauf brachte
nichts ein. Also startete der Bock einen neuen Versuch. Aber wieder kam er
nicht an die heiß geliebten Maiskörner heran. Nun folgte ein
Strategiewechsel: Mit der Zunge versuchte er, via Ausgabefach die kleinen
gelben Dinger herauszuholen. Aber auch diese Technik führte nicht zum
Ziel. Dumm nur, konnte der Rammbock nicht lesen. Hätte er nämlich
ein 20-Cent-Stück dabei gehabt, wäre eine stattliche Portion Mais
schnell sein Eigen gewesen.
Volksstimme Magdeburg 10. Sep.
2003
Schwimmstunde für die flinken "Frackträger" im Zoo
Die Humboldtpinguine
gehören für viele Magdeburger zu den Lieblingstieren im Zoo. Die
flinken "Frackträger" können sich allerdings erst seit rund drei
Wochen wieder unter den staunenden Augen der Zoobesucher tummeln. Ursache
war die Reparatur des Beckens, an dessen Rand Farbe abzuplatzen drohte.
Saarbrücker Zeitung 10. Sep. 2003
Zwei gewichtige Damen sind bei ihm ganz Ohr
Als Tierpfleger im Neunkircher Zoo versorgt Michael Weingard die
Elefanten - "SZ"-Serie "Blick hinter die Kulissen"
Berliner Morgenpost 11. Sep. 2003
Knautschke und Knorke
Er war Berlins Bester! Unter
den rund 12 000 Darstellern im Freizeit-Theater "Zoologischer Garten" war
Nilpferdbulle Knautschke mit seinen zwei Tonnen Gewicht der Superstar. Er
wurde 1943 im Zoo geboren und überlebte sogar den Bombenhagel.
Knautschke war Vater von 35 Kindern, aber nicht alle machten ihm Freude.
Bei einem Rivalenkampf mit Sohn Nante wurde er so schwer verletzt, dass er
1988 eingeschläfert werden musste. Sein Tod wurde zum Titel-Aufmacher
in der BZ. Die Berliner weinten. Auch Knautschkes Tochter Bulette. Sie hatte
nämlich nicht nur den Vater, sondern auch ihren Lover verloren. Nante
war ihr gemeinsamer Sohn. . .
Zu den weiteren Zoo-Stars gehört Gorilla Knorke. Er starb im Februar
mit stattlichen 40 Jahren. Auch er trieb es gern im Familienkreis. Und
natürlich auch Bao-Bao, der Pandabär, der 1980 in den Zoo kam.
Bei ihm war aber irgendwie tote Hose. Gespielin Tjen-Tjen wollte einfach
nicht schwanger werden und grämte sich darüber vier Jahre später
in den Tod.
Südkurier 11. Sep. 2003
Vaterliebe bei Pavianen - Männchen beschützen ihren Nachwuchs
Pavianväter erkennen in Affensippen ihre eigenen Kinder
und beschützen sie bei Kämpfen. Dies geschieht auch dann, wenn
die Mutter mehrere Geschlechtspartner hat und auch andere Männchen als
Vater in Frage kommen könnten, berichten Forscher im britischen Fachjournal
«Nature» (Bd. 425, S. 179) vom
Donnerstag.
Berliner Morgenpost - 06. Sept. 2003
Speiseplan
Ziemlich neu im Zoo sind die südamerikanischen Pfeifreiher, die in der
Sumpfvogelvoliere am Landwehrkanal leben. Um 9.30 Uhr erhalten die eleganten
Vögel heute ihre Lieblingsspeise: kleine
Süßwasserfischchen.
Berliner Morgenpost - 07. Sept. 2003
Speiseplan
Die Südafrikanischen Blauhals-Strauße im Tierpark sind Genießer.
Die drei Tiere lassen sich heute um 11 Uhr folgendes Menü servieren:
Äpfel, Möhren, Kartoffeln, gekochtes Fleisch, gekochten Reis,
Luzerne-Heu, Gras und Salat. Die vier Küken essen extra. Sie bekommen
Straußen-Aufzuchtpellets, Ei und Vogelmiere.
Berliner Morgenpost - 08. Sept. 2003
Speiseplan
Die winzigen nordamerikanischen Buntfalken leben in Freiheit überwiegend
von spatzengroßen Vögeln, die sie geschickt im Fluge erbeuten.
Im Zoo erhält heute jeder Vogel um 15 Uhr ein kleines
Futtermäuschen.
Berliner Morgenpost - 09. Sept. 2003
Speiseplan
Seit kurzem hat der Sunda-Gavial
im Tierpark Gesellschaft bekommen von einem Weibchen aus dem Zoo-Aquarium.
Das Weib macht hungrig. Er schnappt gierig nach zugeworfenen
Fleisch- und
Fischstückchen (heute,
11.30 Uhr). Ihr dagegen hat der Umzug erstmal den Appetit verdorben, was
bei Reptilien aber nicht bedenklich ist.
Berliner Morgenpost 10. Sep. 2003
Speiseplan
Die südamerikanischen
Alpakas, die im Zoo eine Anlage am Elefantenhaus bewohnen und erst vor ein
paar Tagen geschoren wurden, erhalten heute um 10 Uhr eine Mischung aus
Getreide und
Obst sowie etwas
Heu
.
Zirkus
Hamburger Abendblatt -
05. Sep. 2003
Zirkus-Elefant soll leben
Abgemagert und krank erholt sich
die Elefantenkuh Sikim langsam im Osnabrücker Zoo. Und es gibt eine
gute Nachricht: Das 23 Jahre alte Tier wird nicht eingeschläfert. Das
sagte gestern Zoodirektor Dr. Wolf Everts. Das Blutbild habe ergeben, dass
es keine entzündlichen Prozesse in Sikims Körper gibt. "Wenn sie
mit ihrem kranken Fuß zurechtkommt, soll sie mit den anderen Elefanten
zusammen gebracht werden", so Everts.
Fachleute bezweifeln, dass Wildtiere, die nicht wie Nutz-
und Haustiere über Generationen an ein Leben in der Obhut des Menschen
angepasst sind, in Zirkussen artgerecht zu halten sind. "Die Tiere haben
nach wie vor dieselben Bedürfnisse wie ihre Artgenossen in freier Wildbahn",
betont Wildtierexperte Robert Kleß vom Verein "Vier Pfoten". Er fordert,
das geplante Auftrittsverbot auf andere Arten wie Tiger, Löwen, Giraffen
und Robben auszudehnen.
Bislang gibt es für die Haltung von Wildtieren in
Zirkussen nur unverbindliche Leitlinien. "Sie haben kaum Wirkung", urteilt
Tierrechtsexperte Dr. Johannes Caspar, Berater des schleswig-holsteinischen
Landtags. Jurist Caspar plädiert dafür, die Haltung aller exotischen
Wildtiere in Zirkussen zu verbieten. Das Herumdoktern an bestehenden Leitlinien
hält er für wenig sinnvoll: "Entweder kommen radikale Verbote,
oder die Situation bleibt wie sie ist."
Kieler Nachrichten -
05. Sep.
2003
Circus Berolina: Die Tiere sind die Stars
Mit 120 Tieren liegt die Zahl
vierbeiniger Artisten beim Circus Berolina extrem hoch.
Höchster Kreisblatt
- 5. Sep 2003
Zirkusdirektoren betonen: Bei uns geht es den
Tieren gut
Zeilsheim/Eschborn. Eine Gruppe schnatternder Gänse marschiert
quer über den Festplatz. Ihr lautstarker Gruß ist nicht zu
überhören. Wenige Meter weiter spazieren fünf Elefanten in
ihrem Gehege umher. Plötzlich steigt einer über das Seil und sucht
sich am nächsten Baum sein Mittagessen. Und im Giraffenkäfig nebenan
ist nicht nur Bulle Bagira beheimatet, auch Hasen und Hühner laufen
hier munter durch das Stroh. Noch bevor der Zirkus Voyage sein großes
Zelt auf dem Eschborner Festplatz aufgeschlagen hat, "kommen bei uns die
Tiere zu ihrem Recht", betont Direktorin Diana Spindler. "Bei uns steht die
artgerechte Tierhaltung an erster Stelle. Wenn einer normalen Menschenverstand
hat, kann er doch einschätzen, ob es den Tieren gut geht oder nicht.
Und wir probieren, für unsere Tiere das Beste zu machen." Doch nicht
die ganze Branche denkt offensichtlich so. "Dass wir schwarze Schafe haben,
wissen wir selber", sagt Diane Schindler, die sich wie ihr Ehemann Alois
Spindler gegen Vorurteile wehrt. "Tierschutz ist richtig, aber dann bitte
einheitlich", sagt der Zirkuschef. Sogar ein Reitpferd habe heute bei Turnieren
mehr Stress als ein Elefant.
Auch Marion Brumbach vom gleichnamigen Zirkus, der an diesem Wochenende in
Zeilsheim gastiert, wehrt sich gegen die Vorwürfe zumal es bei
dem seit 1940 existierenden Familienbetrieb nur Haustiere gebe. Neben
Feuerspuckern, Messerwerfern oder Clowns können die Kinder hier 60 Tiere
bewundern, von Kamelen über Pferde, Lamas, Ziegen und Eseln bis zu einem
Schimpansen, der allerdings nicht mehr auftritt, für den aber eine
Ausnahmegenehmigung von Regierungspräsidium vorliegt.
"Wir haben nur Tiere, die artgerecht gehalten werden, und hatten noch nie
Probleme mit Tierschützern", betont Marion Brumbach. "Wir leben und
sterben für unsere Tiere." Sie lädt ein zum Blick hinter die Kulissen,
spricht vom "Zirkus zum Anfassen".
Familie Spindler liefert in Eschborn indes weitere Argumente, warum es ihren
Tieren gut geht. "Jedes Jahr kommt der Veterinär und prüft, ob
die Tiere gesund sind", berichtet Diana Spindler. Zudem sei der Zirkus
verpflichtet, sein Eintreffen den Tierärzten vor Ort zu melden. "Ob
die dann unangemeldet vorbei kommen, ist uns egal. Wir haben nichts zu
verbergen." Es gibt ein Außengehege für die Tiger, Einzelboxen
für die Pferde und zwei Freigehege für Elefanten, die alle keine
Wildtiere sind, sondern aus der deutschen Nachzucht in Zoos stammen. In einem
beheizten Stallzelt können die Dickhäuter rund um die Uhr frei
herum laufen. Diana Spindler betont: "Ein Zirkus ohne Tiere ist kein Zirkus."
Allerdings müssten die Rahmenbedingungen stimmen: "Die Leute wollen
die Tiere im Zirkus sehen. Sie wollen aber auch sehen, dass die Tiere gut
gehalten werden." |
Zoo Dortmund 11. Sept.
2003
OVAMBOS VERMÄCHTNIS GIRAFFE IM ZOO DORTMUND
GEBOREN
Als im Frühjahr der stattliche Giraffenbulle Ovambo im Zoo
Dortmund verstorben war, hatte der Zoo eine seiner bedeutendsten
Identifikationsfiguren verloren. Ovambo war damals (1986) eine der
ersten Giraffen, die in den Zoo Dortmund kamen. Seither ist der Zoo Dortmund
neben dem Zoo Lissabon (Portugal) der einzige in Europa, der die seltene
Unterart der Angola-Giraffen hält und züchtet. Bislang waren alle
im Zoo Dortmund geborenen Giraffenkinder Söhne und Töchter
Ovambos. Kurz vor seinem Tod hat Ovambo aber
noch erfolgreich die Giraffenkuh Lisboa gedeckt. Diese Woche
ist nun das Giraffenkalb Rahima geboren, insgesamt der 18. Nachwuchs
in Dortmunds Giraffenherde. Rahima ist ein hübsches kleines
Mädchen und der ganze Stolz von Zoodirektor Dr. Brandstätter und
seiner Mannschaft.
Ruhr Zoo Gelsenkirchen, 1. September
2003
Circo Klitzzicato gastiert mit Circustheater im Ruhr Zoo
Am 14. September 2003 gastiert der Circo Klitzzicato, ein klitzekleiner
Familienzirkus, im Ruhr Zoo. Die Zuschauer erwartet ein spannendes und witziges
Zirkusprogramm.
Weil der Familien-Zirkus Circo Klitzzicato so klein ist, muss der Zirkusdirektor
fast alles alleine machen: Artistik, Jonglage, Feuer und Clownerien. Logisch,
dass so Einiges schief läuft! Bislang haben ihm seine kleinen Zuschauer
aber noch jedes Mal aus der Patsche geholfen. Sicherlich auch bei der Vorstellung
in der Ruhr Zoo Arena am 14.
September um 12 und 15 Uhr.
Denn schließlich gibt´s da auch noch Clown Dario, der ständig
durch die Vorstellung wirbelt...
Das Cirucstheater des Circo Klitzzicato ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet.
Die Vorstellung ist im Eintrittspreis enthalten.
Chemnitz, 04. Sept. 2003
Neues aus dem Tierpark
Somali-Wildeselgruppe wieder vereint
Anfang August erblickte bei den Somali-Wildeseln ein Fohlen das
Licht der Welt. Mutter und Kind mussten die ersten Wochen vom Hengst getrennt
gehalten werden, weil der Chemnitzer Hengst nicht der Vater des Fohlens ist
und Wildeselhengste recht aggressiv sein können. Zudem war die Zeit
der Trennung wichtig, damit eine stabile Mutter-Kind-Beziehung entstehen
konnte. Nun hat sich das Fohlen in einen wendigen Flitzer gemausert.
Seit gestern ist die kleine Gruppe wieder komplett. Wie erhofft, schirmte
Mutter Sabah ihr Kind vom Hengst ab, der sich auch gar nicht für das
Fohlen, dafür aber mehr für die Stute interessierte. Nach einigen
Verfolgungsjagden ist nun Ruhe eingekehrt.
Wildesel leben - anders als Pferde - nicht in festen, gemeinsam umherstreifenden
Familienverbänden. Die stärksten Wildeselhengste besetzen und
verteidigen Territorien, durch welche dann die Stuten mit ihren Fohlen ziehen.
Somali-Wildesel sind in ihrem Ursprungsgebiet Nordafrika fast ausgerottet
und werden auch in Zoos nur sehr selten gehalten. So trägt der Chemnitzer
Tierpark mit der Zucht dieser Art zur Erhaltung stark bedrohter Tierarten
und damit zur Wahrung der biologischen Vielfalt bei.
Herborner Vogelpark, 09. Sept. 2003
Ein seltener Gast in der
Wildvogelpflegestation des Herborner Vogelparks:
Herborner Uhu vor dem Ertrinken gerettet!
Tierpflegerin Tatjana Savotejev verlässt strahlend die
Voliere am Storchenhaus: "Prima, unser Sorgenkind frisst endlich
selbständig", teilt sie mit und lächelt erleichtert. Das "Sorgenkind"
ist ein Uhu. Ein Pärchen dieser weltweit größten Eulenart
ist zwar im Tierbestand des Vogelparks im Herborner Stadtteil Uckersdorf
dauerhaft vertreten. Als "Notfall" aus der Natur ist ein Vertreter dieser
noch vor wenigen Jahrzehnten in Deutschland fast ausgerotteten Eule jedoch
ein eher seltener Gast in der Wildvogelpflegestation der gemeinnützigen
Einrichtung.
Schon seit vielen Jahren kümmert sich der Park als anerkannte
Vogelpflegestation um Wildvögel, die, zumeist durch menschliches
Verschulden, zu Schaden gekommen sind. Vogelpark-Gründer und
Geschäftsführer Reinhold Wiegand: "Alleine im Vorjahr haben wir
64 hilfsbedürftigen Vögeln aus 29 Arten bei uns sozusagen ihre
zweite Chance gegeben, von denen wir immerhin mehr als ein Drittel wieder
auswildern konnten."
In diesem Jahr wurde diese Zahl bereits übertroffen: Schon 66
hilfsbedürftige Vögel aus der Natur mussten im Herborner Vogelpark
versorgt werden. Der im Sinne des Natur- und Wildtierschutzes hierfür
betriebene personelle und finanzielle Aufwand ist ein nicht unerheblicher.
Wolfgang Rades, der als ehemaliger Leiter der größten
niedersächsischen Wildtierpflegestation, des NABU-Artenschutzzentrums
Leiferde, langjährige Erfahrungen in diesem Bereich sammelte, bedauert
deswegen sehr, dass in Hessen - im Gegensatz zu anderen Bundesländern
- diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht durch Landesmittel unterstützt
wird. Rades: "Neben der oftmals erforderlichen intensiven tiermedizinischen
und tierpflegerischen Betreuung der Wildvögel muss auch deren
Wiederauswilderung gut vorbereitet werden. So wurden beispielsweise in diesem
Sommer vier von Hand aufgezogene junge Turmfalken über mehrere Wochen
in einer Voliere unseres Vogelparks konditioniert und im Schlagen lebender
Mäuse trainiert, bevor wir sie freilassen konnten."
Dies gilt auch für einen jungen Habicht, der vor kurzem stark
entkräftet im Uckersdorfer Vogelpark abgegeben wurde. Wie Rades betont,
geschah dessen Wiederauswilderung - im Gegensatz zu einer gesund gepflegten,
am selben Tag zurück in die Natur entlassenen Heckenbraunelle - nicht
in Uckersdorf, sondern angesichts der im Vogelpark frei auf den Bäumen
sitzenden Papageien "vorsichtshalber" in einem weit entfernten Waldgebiet.
Neueste Pfleglinge des Vogelparks sind eine mit einer Fensterscheibe kollidierte
Amsel sowie der männliche, von den Mitarbeitern des Herborner
Naturerlebniszentrums "Franz" genannte Uhu. Ein Angler hatte das völlig
erschöpfte Tier abends aus einem Teich in einem Steinbruch bei Herborn
geborgen und so vor dem Ertrinken gerettet. Nach Einschätzung der
Vogelpark-Experten hat der Uhu gute Chancen auf eine baldige Rückkehr
in die Natur. Wie Rades erläutert, macht "Franz" dann wieder Platz für
weitere Notfälle, die leider nicht ausbleiben werden, ist unsere
Kulturlandschaft doch voller Gefahren, wie beispielsweise Verkehrswege oder
elektrische Überlandleitungen.
Übrigens reduziert sich die natur- und tierschutzrelevante Arbeit des
Herborner Vogelparks auch auf diesem Gebiet nicht alleine auf die praktische
Pflege: In ungezählten Fällen wird Naturfreunden telefonisch oder
auch im persönlichen Gespräch mit fachlichen Ratschlägen zur
Seite gestanden.
Angesichts der fehlenden Zuschüsse für den in der
Wildvogelpflegestation betriebenen Aufwand ist das Vogelpark-Team dankbar
für jeden Natur- und Tierfreund, der diese, wie auch die sonstige
naturschutzrelevante Arbeit der Einrichtung unterstützt. So trägt
bereits der Besuch der Einrichtung zu deren Weiterführung bei. Rades:
"Zudem können Naturfreunde den Vogelpark durch eine Mitgliedschaft in
unserem Förderverein unterstützen oder auch eine Patenschaft
übernehmen, die sowohl für die Tiere des Vogelparks als auch der
Wildvogelpflegestation möglich ist.
Wie der Biologe erläutert, gibt es diese Patenschaften ab 50 .
Rades: "Die Gelder werden ausschließlich für die Pflege und
Unterbringung der Tiere verwendet. Neben einer steuerlich wirksamen
Spendenbescheinigung erhalten die Paten als Dank für ihre
Unterstützung eine attraktive Urkunde über ihre Patenschaft sowie
eine Jahreskarte. Eine Tierpatenschaft im Vogelpark Herborn ist somit gewiss
auch ein schönes - und sehr sinnvolles - Geschenk!"
Garstedt, 04. Sept. 2003
Röhrende Hirsche - ein
überwältigendes Naturschauspiel
Immer wieder röhrt der Haremsbesitzer im Revier des Rudels,
lockt dadurch die weiblichen Tiere an und hält Herausforderer auf Distanz.
Wenn es um die Frauen geht, hört auch bei Hirschen die Freundschaft
auf. Die Brunft ist die Paarungszeit des Rotwildes. Das Röhren der Hirsche
ist kilometerweit zu hören und zeigt für viele naturverbundene
Menschen den endgültigen Abschied des Sommers an. Auch der Wildpark
Lüneburger Heide ist von den Brunftrufen der Hirsche erfüllt.
Die meisten Kämpfe, welche in dieser Zeit zwischen den rivalisierenden
Männchen stattfinden, sind schnell vorüber, da gewöhnlich
eines der beiden seine Unterlegenheit bald erkennt und sich schleunigst
zurückzieht. Mitunter treffen jedoch zwei gleich kräftige Rivalen
aufeinander, und dann können lange und schwere Kämpfe entflammen,
welche nicht selten zu ernsthaften Verletzungen eines der beiden Gegner
führen. Halbwüchsige Männchen - wie auch schwächliche
oder körperlich behinderte - haben unter diesen Umständen also
keine Chance, ihr Erbgut weiterzugeben.
Die jährliche Hirschbrunft bildet den "gesellschaftlichen" Höhepunkt
im Jahresablauf des Rotwildes. Die Brunft hat keinen festen Termin, sie findet
in der Regel zwischen Mitte September bis Mitte Oktober statt. Die
Witterungsverhältnisse spielen hierbei eine große Rolle. Kühle
Nächte und sonnige Tage sind das ideale Wetter für dieses grandiose
Naturschauspiel, das im Wildpark Lüneburger Heide auch tagsüber
beobachtet werden kann. Besonders der Platzhirsch, dies ist immer ein
älterer Hirsch mit einem besonders starken Geweih, hat in der Brunft
viel Stress. Er ist ständig damit beschäftigt die weiblichen Tiere,
die er als Brunftrudel um sich schart, gegen seine Konkurrenten zu verteidigen
.Da er kaum zur Nahrungsaufnahme kommt verliert er bis zu 30% seines
Körpergewichtes. Der Winter steht vor der Tür, viel Zeit zum Erholen
hat er nicht. Ende Februar wird das Geweih abgeworfen dann beginnen wieder
die Vorbereitungen auf die nächste Brunft. Im Wildpark Lüneburger
Heide lässt sich das Schauspiel der Brunft, im Gegensatz zur freien
Wildbahn aus nächster Nähe bestaunen.
Ab Mitte September bietet der Wildpark Lüneburger Heide, Hanstedt-Nindorf,
immer mittwochs um 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Brunftführungen
an.
Vogelpark Walsrode, 08. Sept. 2003
200 Volkstänzer und ein farbenfroher
Tukan
Wehende Röcke, fliegende Haare und handgemachte Musik aus
der guten, alten Zeit... Am kommenden Wochenende steht der Vogelpark Walsrode
ganz im Zeichen des fröhlichen Volkstanzes. 200 Teilnehmer aus Niedersachsen
treffen sich zum Volkstanzfestival auf der großen Freilichtbühne
im Vogelpark und wetteifern in traditionsreichen Kostümen um die Gunst
des Publikums ein Augen- und Ohrenschmaus! Jeweils in der Zeit zwischen
13 Uhr und 15.30 Uhr werden typische Tänze aus verschiedenen Regionen
Niedersachsens aufgeführt.
Teilnehmende Tanzgruppen sind am Samstag, 13. September die Volkstanzgruppe
Benthullen/Habern, die Trachtenlüüd ut de Elvmarsch,
die Volkstanzgruppe Heideblume Holm, die Volkstanz- und Trachtengruppe des
TuS Auetal-Quarrendorf e.V. und der Folklore-Arbeitskreis
Nordheide-Elbmarsch.
Am Sonntag, 14. September präsentieren sich die Volkstanzgruppe des
Heimatvereins Varel zusammen mit ihrer Kindergruppe die
Danzmüüs, der Volkstanzkreis Deutsch-Evern, die Volkstanzgruppe
Heidmark (Bomlitz), die Lüneburger Volkstanzgemeinschaft von 1948 und
die Volkstanzgruppe des Heimatvereins Oyten.
Nicht weniger farbenfroh ist die Kunstausstellung des Hamburger
Aktionskünstlers Frank Bürmann, die zur Zeit im Vogelpark zu sehen
ist. Eines seiner auffälligsten Werke, der mannshohe Tukan soll zum
Auftakt des Volkstanzfestivals (am Sonnabend, gegen 12 Uhr, zugunsten der
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung öffentlich versteigert
werden eine farbenprächtige Skulptur für einen guten Zweck!
Zoo Heidelberg, 09. Sept. 2003
Pummeliger Nachzügler endlich auf
der Welt
Er ließ lange auf sich warten - "Louis" der neuste Nachwuchs
bei den Mähnenrobben. Normalerweise kommen die kleinen Seelöwen
im Tiergarten Heidelberg Anfang bis Mitte Juli auf die Welt, Louis wurde
jedoch erst am 26. Juli geboren und hat daher die Zoomannschaft ganz schön
ungeduldig gemacht. "Wir hatten in der Vergangenheit bereits den Fall, dass
junge Mähnenrobben zu spät geboren wurden und dann meist tot auf
die Welt kamen" berichtet Tierpfleger Jörg Kubacki. "Wir wussten, dass
die Mutter Lolita tragend sein müsste und rechneten daher eigentlich
schon ein paar Wochen früher mit dem Jungtier". Doch der kleine Louis
kam dann doch endlich als gesunder kleiner Wonneproppen auf die Welt und
wurde von seiner Mutter direkt perfekt versorgt. Die ersten 4 - 6 Wochen
bleiben die jungen Mähnenrobben mit ihren Müttern getrennt von
der Gruppe im Robbenhaus. Hier kann sich die Beziehung zwischen Mutter und
Kind ungestört festigen. Außerdem sind die Mähnenrobbenweibchen
direkt nach der Geburt wieder empfängnisbereit. Bei seinen stürmischen
Paarungsversuchen kann es schon mal passieren, dass der erwachsene 450 kg
schwere Bulle Leo das Jungtier übersieht und einfach tot drückt.
Auch im Freiland kann so etwas vorkommen, im Zoo möchte man natürlich
jedes Risiko ausschließen und lässt Mutter und Kind für einige
Wochen ungestört. Da die Seehunde vor einigen Wochen an den Zoo Frankfurt
abgegeben wurden, haben die Mähnenrobbenmütter mit ihren Jungtieren
in Heidelberg nun die ersten Wochen die ehemalige Anlage der Seehunde zur
Verfügung und damit auch ein eigenes Wasserbecken, in dem der Nachwuchs
ungestört das Schwimmen üben kann. In einigen Wochen wird dann
die ganze Gruppe wieder zusammen gelassen, was noch mal Aufregung bedeuten
wird. Mähnenrobbenjunge werden von ihren Müttern ein ganzes Jahr
lang gesäugt, bevor die Kleinen lernen müssen, selbst Fisch zu
fressen. Louis ist nicht der erste Nachwuchs bei den Mähnenrobben im
Tiergarten Heidelberg. Seit 1999 werden jedes Jahr ein bis zwei Jungtiere
geboren, die Heidelberger Robbengruppe ist damit die größte und
erfolgreichste Mähnenrobben-Zuchtgruppe in einem deutschen
Zoo.
WWF10. September 2003
WTO-Verhandlungen in Cancún /
Nationalparks unter Klima-Stress
Berlin, Cancún, 10.09.2003: Die Globalisierung
führt nicht automatisch in eine ökologische Sackgasse, sie muss
aber nachhaltig gestaltet werden, betont der WWF zum Auftakt der
WTO-Verhandlungen im mexikanischen Cancún. Die Naturschutzorganisation
sieht in den Verhandlungen zur Liberalisierung der Agrarmärkte sogar
Chancen für den Naturschutz und die Armutsbekämpfung in den
Entwicklungsländern. Begrüßt wird, dass die Agrarsubventionen
in Europa auf den Prüfstand gestellt werden. Hohe Garantiepreise
und Exportsubventionen müssen zum Auslaufmodell werden, fordert
Imke Lübbeke vom WWF Deutschland. Festhalten müsse man hingegen
an Zahlungen, die der Ernährungssicherung in den Entwicklungsländern
und dem Naturschutz dienen.
Die europäische Agrarpolitik dürfe die Ernährungssicherung
in den Entwicklungsländern nicht länger aus ihren Entscheidungen
ausklammern. Exportsubventionen und Exportkredite für Agrarprodukte
seien verheerend für die Märkte in den Entwicklungsländern.
Deshalb sollten in Mexiko klare Entscheidungen zum vollständigen Abbau
dieser Instrumente getroffen werden. Den Entwicklungsländern müsse
zudem durch Zollabbau bei den Agrarprodukten in den Industrieländern
geholfen werden.
Kernaufgabe der WTO ist die Handelsliberalisierung. Um die Auswirkungen auf
Umwelt- und Naturschutz abschätzen zu können, hält es der
WWF für dringend notwendig, in der WTO zu verankern, dass alle
Entscheidungen vorab hinsichtlich ihrer ökologischen und sozialen Wirkungen
bewertet werden.
Agrarministerin Renate Künast müsse sich in den Verhandlungen für
Armutsbekämpfung und Naturschutz stark machen, fordert der WWF. Dies
sei im Sinne der europäischen Bauern, denn die Subventionen, die Bauern
für ihre Naturschutzleistungen bekommen, leisten auch im erweiterten
Europa einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, ohne handelsverzerrend zu
wirken. Diese Anliegen seien in den bisherigen Verhandlungspapieren nicht
ausreichend verankert worden.
WWF10. September 2003
Nationalparks unter Klima-Stress
WWF Report dokumentiert Klimawandel in Nationalparks
Berlin, Durban, 09.09.2003: Der Klimawandel macht bedrohten Tieren
und Pflanzen in Nationalparken inzwischen genauso zu schaffen wie die Wilderei.
Auf dem World Parks Congress im südafrikanischen Durban legte der WWF
jetzt einen neuen Report vor, in dem die Auswirkungen des Klimawandels auf
Schutzgebiete dokumentiert werden. Die Veränderungen des Lebensraumes
stellen viele Parkverwaltungen inzwischen vor nahezu unlösbare Aufgaben.
Gegen illegale Jäger können wir Anti-Wilderer-Brigaden einsetzen,
gegen den Klimawandel sind auch die besten Ranger machtlos, beklagt
Regine Günther vom WWF Deutschland.
Der Bericht verdeutlicht, dass seltenen Arten wie dem Golden Toad, einer
endemischen Amphibienart in Costa Rica oder dem Edelweiß in den
europäischen Alpen immer weniger Rückzugsgebiete bleiben. Zum
Überleben brauchen sie bestimmte klimatische Bedingungen. Sind diese
Voraussetzungen nicht mehr gegeben, ist das meist das Aus für die betroffene
Art. Von der arktischen Tundra in Kanada bis zu australischen Korallenriffs
oder in südafrikanischen Nationalparks: Die klimatischen Veränderungen
zeigen sich mittlerweile in Schutzgebieten rund um den Globus. Erhöhte
Temperaturen und Wetterextreme hinterlassen in den Parks immer deutlichere
Spuren.
Die Naturschutzorganisation appelliert an die verantwortlichen Politiker
in aller Welt, ihren Treibhausgasausstoß konsequent zurückzufahren.
Nur so könne der Klimawandel begrenzt werden. Klimaforscher gehen davon
aus, dass der Kohlenstoffanteil in der Atmosphäre seit 420.000 Jahren
niemals so hoch war wie heute. Dem Energiesektor kommt beim Klimaschutz eine
Schlüsselrolle zu. Knapp 40 Prozent der CO2-Emissionen entstehen durch
die Stromerzeugung. Deshalb fordert der WWF ein Umsteuern auf saubere Energien.
Wenn wir den Klimawandel nicht erfolgreich bekämpfen, müssen
wir viele Naturschutzerfolge der vergangenen Jahrzehnte abschreiben,
mahnte Dr. Claude Martin auf dem World Parks Congress in Durban.
|
Ostsee Zeitung - 05. Sep. 2003
Wilde Ponys weichen Schafen
Mit ihren zotteligen
Mähnen und ihrer zutraulichen Art sind die ausgewilderten Shetland-Ponys
auf der Ostseeinsel Greifswalder Oie eine Besucherattraktion. Doch damit
soll Schluss sein. Der Rostocker Zoo will die 18 Shetland-Ponys in diesem
und kommenden Jahr von der 54 Hektar großen, fast unberührten
Ostseeinsel holen und damit ihr bisher größtes
Auswilderungsvorhaben beenden. Wir können das Projekt nicht mehr
finanzieren, sagt der Direktor des Rostocker Zoos, Udo Nagel. Als Ersatz
für die Pferde wurden in diesem Sommer 51 Heidschnucken auf die Insel
gebracht. Die Ponys will der Zoo an private Halter verkaufen.
Stuttgarter Wochenblatt - 04. Sept. 2003
Eulen sind die Vögel der Weisheit
Zum Schutz der heimischen Eulen
hat jetzt die Umweltakademie Baden-Württemberg mit einer eindrucksvollen
Aktion im Natur-Info-Center in der Wilhelma aufgerufen. Ob Steinkauz in
Streuobstwiesen und alten Kopfweiden, Waldkauz in Feldgehölz oder am
Waldrand oder etwa Schleiereule in Scheunen und auf Kirchtürmen - diese
und andere Arten gehören zu den gefährdeten Lebewesen der
Kulturlandschaft.
Mit der Forschungsgemeinschaft zur Erhaltung einheimischer Eulen (FOGE)
präsentierte die Umweltakademie eine der aktivsten Artenschutzgruppen
in Deutschland und informierte über Schutz und Gefährdung dieser
nachtaktiven Vögel.
Hamburger Abendblatt - 06. Sept. 2003
Tropen-Quallen in deutschen Gewässern
Die warme Witterung hat in diesem Jahr vielerorts Süßwasserquallen
hervorgebracht. Eine Rarität, die nur in wohltemperierten, um die 25
Grad warmen Gewässern auftaucht. Davon berichten Wissenschaftler der
Universität Halle. Sie haben die nur rund zwei Zentimeter messende
Mini-Qualle erstmals in einem Steinbruchsee in der Nähe von Halle entdeckt.
"Wenn es zu kalt ist, kann die Art am Gewässergrund Jahre lang in Form
von winzigen Polypen überdauern", sagt Karla Schneider, Leiterin der
Wirbellosen-Sammlung der Universität Halle. "Sind die Wassertemperaturen
hoch genug, so entwickeln sich die Polypen zu
Quallen."
Sächsische Zeitung - 6. Sep 2003
Beim Zoll lagern konfiszierte Waren/
Verstöße gegen Artenschutz ...
Unangenehm es für Reisende, die gegen das Washingtoner
Artenschutzabkommen verstößt. Diese Vereinbarung legt fest, welche
Tiere und Pflanzen aus Gründen des Artenschutzes nicht eingeführt
werden dürfen. Dazu gehört auch der präparierte Kopf einer
Raubkatze, präparierte Schildkröten, ein Kormoran, Riesenschmetterlinge
und ein verzierter Elfenbein-Stoßzahn lagern beim Dresdner Zoll.
Zollamtsrat Paduch freut sich derweil, dass die Zahl der Verstöße
abgenommen hat. "In diesem Jahr haben wir bisher 25 Fälle registriert",
sagt er. "Vor zwei Jahren waren es noch 61 Sicherstellungen." Mit verantwortlich
für die größere Sensibilität der Urlauber macht er eine
Ausstellung, die seit einigen Monaten am Flughafen darüber aufklärt,
welche Tiere und Pflanzen unter Artenschutz stehen. "Wir gehen davon aus,
dass sich dieser erfreuliche Trend fortsetzt", ist Paduch zuversichtlich.
Sind die Verfahren um präparierte Lebewesen abgeschlossen, landen die
nicht bei der Verwertungsabteilung, sondern oft als Anschauungsmaterial im
Unterricht. "Erst kürzlich hat eine Schule in Ottendorf von uns einen
Rotfuchs, eine Riesenmuschel, eine Riesenschlangenhaut und Korallen bekommen",
sagt Fahrack.
Frankfurter Rundschau 10. Sep. 2003
Im Tierpark braucht auch der Mensch sein Plätzchen
Die Zeiten eines Bernhard Grzimek sind vorbei. Heute
ist es längst nicht mehr damit getan, einen Zaun um ein Stück Land
zu ziehen und es zum Wildpark zu erklären - eine Tatsache, die den 2500
Naturschützern aus aller Welt geläufig ist, die sich seit Montag
beim 5. Weltpark-Kongress im südafrikanischen Durban beraten. Die
Umweltexperten sind sich darüber einig, dass in Sachen Park-Eröffnung
tatsächlich große Fortschritte erzielt worden sind: Immerhin gibt
es inzwischen weltweit fast 100 000 Naturschutzgebiete, die rund zwölf
Prozent der gesamten Landfläche des Globus ausmachen.
Gebiete überlebensfähig zu halten sei viel schwieriger, als neue
Gebiete auszudeuten, sagt die Präsidentin der Internationalen
Naturschutz-Union, Yolanda Kakabadse: "Dieses Problem belastet uns zunehmend."
Da viele große Wildparks in Armutsgebieten liegen, sei dem
ökonomischen Aspekt mindestens ebenso viel Bedeutung wie dem
ökologischen einzuräumen, sagte der südafrikanische
Präsident Thabo Mbeki in seiner Eröffnungsrede: "Wenn wir keine
anderen Ernährungsquellen für die Armen finden, müssen wir
damit rechnen, dass die geschützten Ökosysteme durch Wilderei wieder
gefährdet werden." Folglich lautet das Motto der nur alle zehn Jahre
stattfindenden Welt-Konferenz "Benefits Beyond Boundaries" (Nutznießen
über die Grenzen hinweg). Das große Thema der Naturschützer
ist die Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung in das Management
der Naturparks und ihre Beteiligung am wirtschaftlichen Segen derselben,
womit vor allem die Einkünfte aus dem Tourismus gemeint sind.
Dass es dabei oft noch bei großen Worten bleibt, wird am Beispiel des
Limpopo Parks deutlich, an dessen Entstehung ausgerechnet das lautstarke
Gastgeberland Südafrika beteiligt ist. Im Dreiländereck zwischen
Mosambik, Simbabwe und Südafrika entsteht derzeit mit 35 000
Quadratkilometern der größte Tierpark der Welt. Was allerdings
aus den rund 30 000 Menschen werden soll, die gegenwärtig noch auf dem
mosambikanischen Teil des Parkgebietes leben, ist selbst ein Jahr nach der
offiziellen Gründung des Riesenkönigreichs der Tiere noch immer
völlig unklar. Experten verweisen darauf, dass es Jahre dauern würde,
einen Modus vivendi zwischen der einheimischen Bevölkerung und den wilden
Tieren herzustellen.
Diese Zeit will sich der ehrgeizige südafrikanische Tourismusminister
offensichtlich nicht nehmen: Kurz vor dem Auftakt des Durbaner
Welttierpark-Kongresses ließ er in einem feierlichen Akt den Zaun zwischen
Südafrika und Mosambik für ein gutes Dutzend Elefanten öffnen.
Nun trampeln die Dickhäuter die Felder der mosambikanischen Bauern
nieder.
Leipziger Volkszeitung - 10. Sept. 2003
Kristina, Runa, Toke und Ole haben noch eine Galgenfrist
Zwei Jahre haben die Elche in der Oberlausitz ihren Dienst versehen, haben
im Auftrag des Bundesforschungsministeriums die Kiefern und Birken auf dem
einstigen Truppenübungsplatz Dauban kurz gefressen und damit Licht und
Platz für andere bedrohte Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Das Areal
ist bereits ein Schutzgebiet mit europäischer Bedeutung.
Doch nun läuft auch für die Elche eine Galgenfrist. Im Herbst droht
dem Forschungsprojekt zur Freihaltung der Offenlandschaft das endgültige
Aus. Damit ist auch die Zukunft von Kristina, Runa, Toke und ihrem ersten
Nachwuchs Ole ungewiss. Schon im Mai endete die Finanzierung aus dem Berliner
Forschungsministerium, seither kümmert sich der "Förderverein für
die Natur der Oberlausitz" um das Projekt. Mangels neuer Gelder versieht
Biologe Michael Striese, der die Tiere bisher offiziell betreute, seinen
Dienst nun ehrenamtlich. Striese und der Förderverein hoffen dabei aber
auf eine künftige Förderung aus Sachsens Umweltministerium oder
auf andere Geldgeber.
60 000 Euro sind derzeit pro Jahr für die Betreuung, tierärztliche
Pflege und die Erhaltung des 150-Hektar-Geheges veranschlagt. Doch der Freistaat
zeigt sich bislang nur wenig interessiert, das Projekt fortzusetzen.
Der Standard 11.
Sep. 2003
Österreichische Zoo Organisation plant gemeinsames Engagement
Ein umfassendes Programm zur Arterhaltung und zum Naturschutz
hat die OZO, die Österreichische Zoo Organisation, bei ihrem Treffen
im Tiergarten Schmiding in Oberösterreich beschlossen Die Organisation
beteiligt sich unter anderem an der Erhaltungszucht und Wiederansiedelung
des Bartgeiers in den Alpen, der dort bereits völlig ausgerottet war
und für die Wiederansiedlung des Przewalskipferdes im Nationalpark Gobi
B in der Mongolei.
"Die OZO wird auch die Umsetzung der EU-Richtlinien fördern, um den
Schutz wild lebender Tiere und die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch
Vorschriften für die Betriebserlaubnis und Überwachung von Zoos
zu gewährleisten" erklärte Andreas Kaufmann, Direktor des Tier-
und Naturpark Schloss Herberstein. "Die Zeit drängt und bei manchen
Tierarten ist es ein Wettlauf mit der Zeit", warnte Schönbrunn-Direktor
Helmut Pechlaner. Deshalb seien die Forschung zur Erhaltung der Artenvielfalt
und die hohe Qualität der Tierhaltung vordringlichste Aufgaben der
OZO.
Im Rahmen einer europaweiten Kampagne finanziert die Organisation gemeinsam
mit Zoobesuchern und Tierfreunden sowie Partnern aus der Wirtschaft
Schutzmaßnahmen für den Sibirischen Tiger. Dieser ist auf Grund
der Zerstörung seines Lebensraums und von Wilderei stark
gefährdet.
Die Plattform besteht aus den wissenschaftlich geführten Zoos
Österreichs. Darunter finden sich der Alpenzoo Innsbruck, der Tiergarten
Salzburg, der Zoo Schmiding, der Tier- und Naturpark Schloss Herberstein,
der Tiergarten Schönbrunn und das Haus des Meeres.
Kölnische Rundschau 11. Sep. 2003
Reise-Souvenirs landen beim Zoll
Den aufmerksamen Zöllnern am Düsseldorfer Flughafen
gefiel das Sommerferien-Souvenir einer Lehrerin aus Bielefeld überhaupt
nicht: Die 40-jährige Pädagogin hatte in ihrer Handtasche eine
etwa gleichaltrige maurische Landschildkröte aus der Türkei im
Gewicht von zwei Kilogramm versteckt. Das artengeschützte männliche
Reptil im Wert von rund 1500 Euro lebt jetzt statt im Garten der
40-Jährigen in der westfälischen Artenschutz-Auffangstation. Seine
Schmugglerin muss mit einem dicken Bußgeld rechnen und die Zollkosten
berappen.
Am größten deutschen Charterflug-Airport Rhein-Ruhr entdecken
die Zöllner bei Reisenden zur Sommerzeit verstärkt Pflanzen, Tiere
und Tierprodukte aus fremden Ländern als Urlaubs-Mitbringsel, deren
Einfuhr nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen (WAA) verboten ist. Nach
Angaben eines Experten für geschützte Tiere und Pflanzen sind
außer Vögeln auch lebende Schlangen und Skorpione beliebt als
Souvenir oder Geschenk aus dem Urlaub. Besonders im Trend seien Aphrodisiaka
sowie Mittel gegen Schmerzen wie Rheuma, für die artengeschützte
Tiere wie etwa Leoparden, Moschus oder Tiger ihr Leben lassen müssen.
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tv.nrw: Jeden Samstag ca. 18:15 Uhr
"Ein Platz für Tiere" mit Bernhard Grzimek aus den 70er und
80er Jahren; teilweise mit Zoo-Berichten.
Do., 11.09.2003, 00:00-00:55 Kabel1, K1 Reportage, Arche Noah in der Stadt
- Hagenbecks Tierpark
Do., 11.09.2003, 12:30 -13:15 SWR, Abenteuer Zoo - Tierisch irisch, Im Fota
Wildlife Park
Do., 11.09.2003, 17:15-18:00 HR, Im Sumpf der Kaimane, Expedition ins Herz
Guyanas
Do., 11.09.2003, 22:25-23:20 VOX, SPIEGEL TV Extra, Thema: Tierkindergärten
- Nachwuchs im Zoo
Do., 11.09.2003, 22:45-23:00 B-alpha, Zoo & Co, Der Elefanten-Bulle von
Kiew
Fr., 12.09.2003, 12:30-13:15 SWR, Abenteuer Zoo - Hast Du Töne!, Der
Kölner Zoo
Fr., 12.09.2003, 12:15-13:15, HR, 7000 Kilometer Mythos Der
Amazonas
Fr., 12.09.2003, 20:15-20:45, 3Sat, Im Land der Kojoten Tierbeobachtungen
in der Prärie
Sa., 13.09.2003, 18:50-19:40, Kabel 1, Abenteuer Natur Jäger
der Savanne
Sa., 13.09.2003, 17:55-18:30, VOX, tierzeit Die Rückkehr der
Raubkatzen Luchse in Deutschland
Sa., 13.09.2003, 19:00-19:45, BR, Australiens Tiere im Griff der Naturgewalten
(Start einer 4-teiligen Reihe)
Sa., 13.09.2003, 21:35-22:05, RBB Berlin, Von singenden, schwingenden Affen
Tierreport
So., 14.09.2003, 22:50-23:20, ARTE, Gorillas zwischen den Fronten
Menschenaffen in den Bürgerkriegsgebieten Zentralafrikas
So., 14.09.2003, 23:20-23:45, ARTE, Faszination Affe Der Mensch und
seine frühen Vorfahren
So., 14.09.2003, 22:30-23.00, WDR, Elefant, Tiger & Co. Geschichten
aus dem Leipziger Zoo (10)
So., 14.09.2003, 21:00-21:45, HR, Wildes Afrika Start einer 6teiligen
BBC-Serie von 2002
So., 14.09.2003, 13:15-14:00, MDR, Asiens wilde Tiere Elefanten,
Goldschakale & Makaken
So., 14.09.2003, 20:15-21:00, RBB Berlin, Tierwelten Lüneburger
Heide
So., 14.09.2003, 17:15-17:30, 3Sat, Zoogeschichten
Mo., 15.09.2003, 22:10-23:05, Vox, BBC Exklusiv: 10 tödliche
Haie
Mo., 15.09.2003, 19:00-19:30, BR, Welt der Tiere Einsatz für
den Amur-Tiger
Mo., 15.09.2003, 17:15-18:00, HR, Wildes Afrika Start einer 6teiligen
BBC-Serie von 2002
Mo., 15.09.2003, 21:00-21:45, HR, Das Innenleben der Tiere Der Kampf
ums Überleben
Mo., 15.09.2003, 12:30-13:15, SWF, Abenteuer Zoo
Düsseldorf
Mo., 15.09.2003, 13:45-14:00, MDR, Elefant, Tiger & Co. (Wh. V.
Mi.)
Mo., 15.09.2003, 20:15-21:00, RBB Brandenbg., Bilderbuch Deutschland
Das Oderbruch
Di., 16.09.2003, 22:55-23:45, Kabel 1, u.a. mit: Bärenumzug
von Lippstadt nach Wiesbaden
Di., 16.09.2003, 20:15-21:00, WDR, Die Welt der Katzen
Tierreport
Di., 16.09.2003, 12:30-13:15, SWF, Abenteuer Zoo Chester
Di., 16.09.2003, 14:00-15:00, SWF, Planet Wissen Tiere auf Reisen
(Zugvögel)
Di., 16.09.2003, 15:50-16:00, RBB Brandenbg., Tiere in Gefahr
Waldrapp
Mi., 17.09.2003, 22:45-23:15, ZDF, Abenteuer Wissen Von Tieren
gerettet
Mi., 17.09.2003, 20:15-21:00, NDR, Die frechen Spatzen von
Berlin
Mi., 17.09.2003, 12:30-13:15, SWF, Der Wolf, der übers Meer kam
Dingos
Mi., 17.09.2003, 20:45-21:00, MDR, Elefant, Tiger & Co. Die
hochbetagte Giraffendame Jubilée hat Schmerzen
Mi., 17.09.2003, 21:00-21:45, MDR, Hyazintharas Brasiliens blaue Papageien
Tierreport
Do., 18.09.2003, 16:00-16:30, 3Sat, Ein Urwald für den
Wisent
Do., 18.09.2003, 22:45-23:00, BR Alpha, Lebensraum Tierpark: Think Tank
Tierisch denken im Zoo
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