Zoopresseschau

Zoo-AG Bielefeld
http://www.zoo-ag.de

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Ausgabe 144 vom 16. Januar 2003
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse zusammengestellt von Dirk Petzold
und Dr. Martina Raffel
zusätzliche Recherchen: Christian Hellwig
redaktion@zoo-information.de ISSN 1619-6643

Liebe Leser

wenn sich die Schildkröten-Artenschützer der Welt ins Münsterland begeben, um dort ihre weltweiten Aktionen zu koordinieren, dann kommt das nicht von ungefähr. Dort leben die letzten Exemplare einiger südost-asiatischer Arten und warten auf die Fertigstellung der Zuchtstation im Zoo Münster. Die Fachleute zeigten sich beeindruckt. Da die Artikel der lokalen Zeitungen bei "Westline" leider höchstens einen Tag online sind, dazu hier etwas ausführlichere Berichte (und auch, weil wir dabei waren...): Schildkröten-Tagung in Münster . Vergl. auch die Pressemitteilung.

Das Hochwasser des letzten Sommers auch in mehreren Zoos hat breite Berichterstattung und Anteilnahme hervorgerufen. Die momentane Lage ist für die betroffenen Parks genauso katastrophal - aber es reicht kaum noch für regionale Presse. Besonders getroffen hat es den Tierpark Bernburg, dessen Gelände fast völlig von Wasser und Eis bedeckt ist: Artikel und Kommentar aus Bernburg

 Dirk Petzold


  Inhalt: Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

Münstersche Zeitung 14.1.03
15 Arten auf Nummer sicher
Privatschützer übergibt Schildkröten dem Schutzzentrum im Allwtterzoo
- offline -
"Es ist kurz vor Zwölf". Bald seien wieder eingige bedrohte Arten vom Planeten verschwunden, betont Jörg Adler, Direktor des Allwetterzoo in Münster. Über 20 internationale Schildkötenexperten legen dort derzeit die Prioritäten für einen weltweiten Schutz dieser Tiere fest. Und sitzen dabei nur wenige Meter von der hoffnungsvollsten Zentrale ihrer Ziele entfernt: dem Internationalen Zentrum für Schildkrötenschutz, in dem künftig das Überleben von 15 Arten gesichert werden soll.
Möglich gemacht hat das vor allem ein Mann: Elmar Meier. 150 seiner Reptilien - viele sind die Letzten ihrer Spezies weltweit - wird der Privatzüchter der Zoo-Station überlassen.

Münstersche Zeitung, 13. 01. 2003
"Bio-City" im Allwetterzoo als Refugium für Schildkröten
- offline -
Münster. 50000 Euro fehlen noch. Wenn diese auf das Konto des Allwetterzoos Münster eingegangen sind, dann können sie bald einziehen, die 150 vom Aussterben bedrohten Schildkröten. Einziehen in die neue "Bio-City", die derzeit im Eingangsbereich des Tiergartens entsteht.
Wieder ein klein wenig näher ist sie nun gerückt, diese "Kröten-Wanderung" der besonders bedeutsamen Art: Sonntag erhielt Zoodirektor Adler 10000 Euro für dieses 850000 Euro teure Projekt vom Privatsender VOX. Dessen Zuschauer hatten nach Ausstrahlung der Tierzeit-Reportage "Asiens Schildkröten - Rettung in letzter Minute" gespendet.
Und die gepanzerten Geschöpfe, die in China als Statussymbol gelten und verspeist werden, haben Hilfe dringend nötig. Einige Arten wurden durch stark ausgedehnten Fang bereits ausgerottet.
"Viele existieren nur noch in der Obhut von Menschen", erklärte Adler. Über Maßnahmen zum weltweiten Schutz der Tiere diskutierten daher jetzt auch drei Tage lang 20 der international renommiertesten Schildkrötenexperten.
Das Treffen des Turtle Conservation Fund (TCF) war nicht ohne Grund nach Münster verlegt worden: In einen Tiergarten, in dem Artenschutz groß geschrieben wird. Großes Lob für das Engagement der Westfalen kam daher auch aus berufenem Munde: Russel Mittermeier, Präsident von Conservation International, der weltgrößten Naturschutzorganisation, würdigte den "großen Beitrag", den eine "relativ kleine Stadt" für die Erhaltung der Artenvielfalt leiste. Areale in der Natur zu sichern, sei möglich. Nur müsse zunächst in Schutzstationen erst wieder eine Population herangezüchtet werden, die in Freiheit überleben könne. Genau das soll bald in Münster geschehen.

Westfälische Nachrichten, 14.1.03
Nicht schneller als die Schildkröten
Zuchtstation im Allwetterzoo braucht noch ein Weilchen
- offline -
Kurz vor der Zielgeraden wird die Schildkrötenwanderung wohl noch ein bisschen auf sich warten lassen. Dabei fehlen zur Fertigstellung des Internationalen Zentrums für Schildkrötenschutz (IZS) weniger als zehn Prozent der Gesamtsumme von 850.000 Euro. "Wenn wie die jetzt zusammen hätten, wären die Schildkrötn im April drin" bedauert Zoodirektor Jörg Adler.
Die Aufzuchtstation erregt in Fachkreisen schon heute internationales Aufsehen. Experten von Conservation International, der weltgrößten Naturschutzorganisation, tagen derzeit gemeinsam mit der Weltnaturschutzunion IUCN und der Turtle Survival Alliance (TSA) im Zoo der Westfalenmetropole. "So etwas wie dieses Schildkrötenzentrum würde ich auch gerne in amerikanischen Tiergärten sehen", drückt Russell Mittermaier aus Washington seine Anerkennung aus. "Der Allwetterzoo spielt damit eine wirkliche Vorreiterrolle".

Yahoo News 9.1.03
http://de.news.yahoo.com/030109/27/35ehs.html
Mit Ausstrahlung der tierzeit-Reportage "Asiens Schildkröten - Rettung in letzter Minute?" am 16. November 2002 startete VOX eine sechswöchige Spendenaktion für bedrohte asiatische Schildkrötenarten. Den großen Erfolg der On-Air-Kampagne für den Artenschutz, die vom Bundesamt für Naturschutz und vom Print-Partner TV Today unterstützt wurde, verdankt VOX seinen Zuschauern: Sie spendeten bis Ende des Jahres 2002 rund 10.000 Euro für den Allwetterzoo Münster und die Erhaltungszuchtstation für asiatische Schildkröten!
Mit Unterstützung des Bundesamtes für Naturschutz hat tierzeit eine Reportage über die bedrohten asiatischen Schildkröten gedreht. Schildkröten gelten in vielen Kulturkreisen als Glücksbringer und Symbole für ein langes Leben - doch nach ostasiatischer Tradition werden Schildkröten gegessen, um ihre guten Eigenschaften auf den Menschen zu übertragen. In Asien spielt sich seit 15 Jahren eines der größten Artenschutzdramen der Gegenwart ab: Allein in China enden jährlich mehr als vier Millionen Schildkröten auf Lebensmittelmärkten und - zu "medizinischen" Präparaten verarbeitet - in Apotheken. Sechs von 31 chinesischen Schildkrötenarten sind bereits ausgerottet.
Neben wirksamen Handelskontrollen und der Erhaltung der Lebensräume vor Ort ist auch die Nachzucht besonders bedrohter Schildkrötenarten außerhalb Asiens unerlässlich. Aus diesem Grund wird im Allwetterzoo Münster eine Schildkrötenzuchtstation aufgebaut, damit die bis auf wenige Exemplare geschrumpften Bestände erhalten und später wieder ausgewildert werden können. Und für den Bau dieser Anlage wird dringend Geld benötigt.
Einen beachtlichen Teil des benötigten Geldes zum Aufbau der Erhaltungszuchtstation leisteten jetzt die VOX-Zuschauer mit ihren Spenden! Der Kölner Sender übergibt die Summe von 10.000 Euro am Sonntag, den 12. Januar 2003 dem Allwetterzoo in Münster.

Neue Ruhr Zeitung 13.1.2003
Münsteraner Zoo baut einzigartiges Schildkröten-Schutzzentrum
http://www.nrz.de/nrz/nrz.region.volltext.php?id=149481
Im Allwetterzoo Münster steht ein weltweit einzigartiges Artenschutzzentrum für Schildkröten vor der Fertigstellung. In der Anlage sollen künftig 10 bis 15 Arten gezüchtet und gepflegt werden, sagte Zoodirektor Jörg Adler. Neun davon stünden in den nächsten drei bis fünf Jahren in freier Natur vor der Ausrottung. Insgesamt sind weltweit 280 Schildkrötenarten bekannt. Viele davon sind vor allem in Asien wegen ihrer Bedeutung für die »Traditionelle Chinesische Medizin« bedroht.




Mitteldeutsche Zeitung 10.1.2003
Sechs Wildschweine und einige Vögel im Hochwasser ertrunken - Parkeisenbahn auf den Gleisen
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?aid=1042207225215
Roland Reichelt von der Bernburger Freizeit-GmbH kann derzeit noch nicht aufatmen. "Im Tiergarten können die nächsten Tage noch kritisch werden", schätzt der Geschäftsführer die aktuelle Situation ein. Man habe auf jeden Fall rechtzeitig vor der Flut damit begonnen, die gefährdeten Tiere zu verlagern, sagt Reichelt. Dennoch konnten es seine Mitarbeiter nicht verhindern, dass sechs Stachelschweine ertrunken sind. Sie waren zwar eingeschlossen, hatten es aber irgendwie geschafft, ins Freie zu kommen. Auch fünf Wellensittiche, drei Rosenköpfchen und ein weiterer Vogel haben das Hochwasser nicht überlebt. Kritisch war die Situation am Montagnachmittag, als plötzlich der Strom und damit die Heizung im Affenhaus und dem Wohnhaus ausgefallen war. Tierparkleiter Andreas Filz stand tief im Wasser, bis zwei provisorische Kabel über das Kassenhaus zu den abgeschnittenen Häusern gelegt war. Die Feuerwehr half, dass Stroh- oder Heuballen mit einem Schlauchboot zu den Wisenten oder den Hirschen gebracht werden konnten.

Kommentar des Bernburger Tierpark-Leiters Andreas Filz 10.1.03
Der Tiergarten Bernburg liegt in einem ehemaligen Auenwaldgebiet und ist deshalb Kummer mit Hochwasser gewöhnt. Diesmal aber machen uns zwei Dinge besonders zu schaffen: Zum einen stand das Wasser diesmal ca. 20 cm über der bisherigen Rekordmarke von 1994. Dadurch waren einige Teile des Tiergartens bis Hüfthöhe überschwemmt und insgesamt wenigstens 80% der Fläche des Tiergartens unter Wasser. Zum anderen ist es die eisige Kälte. Das Wasser kam hier schon mit Temperaturen unter 0°C an und fror, sobald es stand. Heute (10.01.2003) sind sowohl Oberals auch Unterpegel der Saale (der Tiergarten liegt direkt oberhalb eines Wehres)kräftig gesunken, aber das Wasser wird wohl noch sehr lange im Tiergarten stehen bleiben. Der Boden ist meist gefroren und konnte schon vor der Flutung kaum noch Wasser aufnehmen. Die Eisschollen haben inzwischen bis zu 6 cm Stärke erreicht. Die Fortbewegung im Tiergarten ist sehr mühsam und gefährlich. Glücklicherweise ist der Strom durch das Hochwasser nicht ausgefallen. Nur für das Haus der Meerkatzen sowie ein Wohnhaus und die einzige zu der Zeit noch funktionsfähige Personaltoilette mußten provisorische Zuführungen gelegt werden.
Trotz rechtzeitiger Einrichtung von Notgehegen und Umsetzungen in die höchsten Lagen des Tiergartens hat es unter den Tieren leider Verluste gegeben. Es sind dies sechs Stachelschweine, die sich irgendwie aus ihren von außen zugeriegelten Boxen befreiten und in der gefluteten Außenanlage ertranken, sowie 1 Turako, 1 Nymphensittich, 3 Rosenköpfchen und 5 Wellensittiche, die offenbar im tiefen Wasser baden wollten, aus eigener Kraft nicht wieder herauskamen und ertranken. Besonders schwierig war die Versorgung von Braunbären, Wisenten und Hirschen unter Hochwasserbedingungen bei gleichzeitiger Vereisung der Außengehege. Die Gehege der genannten Tiere konnten nicht evakuiert werden und wurden überflutet. Durch Einstreuen gewaltiger Mengen an Stroh und Heu konnten die Ställe weitgehend trocken gehalten werden. Bei den Bären kamen zusätzlich provisorische Podeste zum Einsatz. Der Nachschub an Heu und Stroh mußte mit einem Schlauchboot antransportiert werden.
Es ist noch nicht abzusehen, bis wann wir uns von diesem Schlag erholt haben werden. Viele Gebäude weisen hochwassertypische Schäden auf. Die Wege sind stark ausgewaschen. Und überall sind Schlamm und Unrat.
Mit besten Grüßen
Andreas Filz

Nachtrag 13.1.02
Bis auf die Senken, aus denen kein Oberflächenabfluß möglich ist, ist das Wasser inzwischen weitgehend aus dem Tiergarten abgelaufen. Durch den Frost sieht es aber aus wie in der Arktis. Überall stapeln sich dicke Eisschollen oder hängen zum Teil noch in den Zäunen und der Volierenbespannung. Von unseren Rettungsmaßnahmen können wir noch nichts rückgängig machen, da völlig unklar ist, was die unmittelbar bevorstehende Tauperiode mit sich bringt. Die Talsperren sind viel zu voll und unsere Rückhalteflächen vor Ort sind es auch. Der Pegel der Saale sinkt nur langsam, vor allem durch den schlechten Abfluß in die Elbe. Bisher gab es keine weiteren Verluste oder hochwasserbedingten Krankheitsfälle.
Mit besten Grüßen
Andreas Filz



Kölner Stadt-Anzeiger 9.1.2003
Zoo wird im Frühjahr zum "Dinoversum"
http://www.ksta.de/servlet/ContentServer?calledPageId=992279212917&listid=994347600516
Wie der Direktor des Kölner Zoos Professor Gunter Nogge nicht ohne Stolz bilanzierte, konnte der Kölner Tierpark im vergangenen Jahr ein Plus von exakt 5,84 Prozent verzeichnen. Highlights wie der Nachwuchs bei den Giraffen, Flusspferden, Löwen und Gorillas erwiesen sich als Magnet - Sonderaktionen wie die gut besuchte Parasiten-Ausstellung oder die Sommernacht mit rund 18.000 Besuchern waren weitere Anziehungspunkte. Darüberhinaus konnten seit Eröffnung des Regenwaldhauses im Jahr 2000 insgesamt eine Million Euro für den neuen Elefantenpark "zusammen geköttet" werden, was acht Prozent der gesamten Bausumme entspricht. Wenn alles klappt, werden im März die Grundsteinlegung, im Oktober das Richtfest und irgendwann im nächsten Jahr dann die Einweihung von Europas größtem Elefanten-Freigehege zu feiern sein. Auf einer Gesamtfläche von fast 20 000 Quadratmetern, was in etwa zehn Prozent des Zoo-Areals entspricht, sollen mit der Zeit bis zu 20 asiatische Elefanten eine neue, artgerechte Heimat finden. Eine weitere Frühjahrsattraktion wird die Ausstellung "Dinoversum"sein.

Dresdner Neueste Nachrichten 14.1.2003
http://www.dnn.de/regional/32894.html
Nach dem überraschenden Abgang von Prof. Hubert Lücker tritt aller Voraussicht nach am 1. April Karl-Heinz Ukena aus Wilhelmshaven das Amt des Zoo-Geschäftsführers in Dresden an. Er ist aus 52 Bewerbern ausgewählt worden. Den Vertrag muss er allerdings erst noch unterzeichnen. Ukena ist 32 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder.


Berliner Kurier 12.1.2003
Bau-Pfusch: Pinguine wieder raus
http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_kurier/berlin/.html/artik16.html
Königspinguine vom Berliner Zoo müssen wieder raus aus ihrem Eispalast: Die Scheiben der erst im Juni eröffneten 20 Millionen Euro teuren Pinguin- und Robben-Anlage sind undicht, müssen neu abgedichtet werden. Rein in die Kiste, raus aus dem Haus in Kühlräume hinter den Kulissen vom Zoo! So heißt es heute für die 13 Pinguine, die bei uns immer hinter Glas bei höchstens acht Grad und fast keimfreier Luft leben müssen, damit sich in ihren Lungen keine Schimmelpilze festsetzen. Doch jetzt muss die Pinguinhalle abgetaut werden, damit die Arbeiter anrücken können. Anfang März dürfen die Pinguine zurück.

B.Z. (Berlin) 15.1.2003
Draufgänger, Drückeberger und Playboys: Die 13 Königspinguine im Zoo
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/030114/pingu.html
Berlin - Es war die Vertreibung aus dem Paradies. Gestern mussten alle Zoo-Königspinguine ihr Traumschloss verlassen, in einen viel kleineren Doppel-Container umziehen. Die Scheiben des gerade im letzten Juni eröffneten Pinguin-Palastes waren undicht, müssen erneuert werden.
Ob Männchen oder Weibchen, Youngster oder Oldie - auch ihre Pfleger könnten sie kaum auseinander halten, wenn die Vögel nicht durch farbige Flügelringe markiert wären. Es müssen sechs Kerle und sieben Mädels sein. Diee Senioren kamen als etwa dreijährige Wildfänge im Juli 1979 nach Berlin. Die anderen neun der Sippe wurden im Zoo geboren. Der Jüngste schlüpfte 1999 aus dem Ei.
 
Tagesspiegel 14.1.2003
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/14.01.2003/391584.asp
Die dreizehn Königspinguine des Berliner Zoos müssen ihr gerade erst vor einem halben Jahr fertiggestlltes Domizil – die neue Robben- und Pinguinanlage – bereits wieder verlassen. Grund: Baumängel. Brillen- und Felsenpinguine werden im Außengehege und die Königspinguine im Kühlcontainer, den sie bereits während der Bauzeit bewohnten, untergebracht.

Leipziger Volkszeitung 14.1.2003
Tierpark Friedrichsfelde steht auf Berliner Giftliste
http://www.lvz-online.de/lvz-heute/32819.html
Berlin - Eisbär Troll sind die Tierparkgäste genau so gleichgültig wie die Tatsache, dass sein Sonnenplatz aus den Trümmern des im Kriege zerstörten Gebäudes der Reichsbank besteht. Selbst vom amtierenden Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin scheint Troll noch nichts gehört zu haben. Dabei hat der für seine deutlichen Worte berüchtigte SPD-Politiker gerade wieder für großen Wirbel gesorgt, als er den Tierpark in eine "Giftliste" der von Schließung bedrohten Institutionen der Stadt aufnahm. Der Senator hätte besser geschwiegen. Denn sofort setzte sich ein Strom empörter Tierfreunde in Richtung Friedrichsfelde in Bewegung. "Schlagzeilen über eine beabsichtigte Schließung bringen uns immer wieder Zuwächse an Besuchern, das ist so etwas wie eine Abstimmung mit den Füßen", sagt der Zoologe Joachim Kormann. Ähnlich denken auch die Initiatoren eines Bürgerbegehrens, die im Bezirksrathaus Lichtenberg ihre Listen ausgelegt haben und ultimativ fordern, "dass jede Art spekulativer Diskussion über die Höhe der Zuschüsse sofort und in Zukunft unterbunden wird."

Hamburger Abendblatt 9.1.2003
Lebendiger Unterricht im Wildpark
http://www2.abendblatt.de/daten/2003/01/10/111884.html
Der Wildpark Eekholt will die Sonderlehrschau "Lebenselement Wasser" in diesem Jahr weiter ausbauen. So können von der Quelle angefangen über Teiche und Bäche Pflanzen, Insekten, Fische, Vögel und Säugetiere, die im und am Wasser leben, den Besuchern gezeigt werden. Als Anerkennung für die Arbeit zeichnete das Ministerium für Bildung und Wissenschaft den Wildpark erneut aus.

Hamburger Abendblatt 9.1.2003
Ein Löwe beim Augenarzt
http://www2.abendblatt.de/daten/2003/01/10/112105.html
In der Uni-Kleintierklinik Leipzig wurde jetzt eine am Grauen Star erkrankte Angola-Löwin untersucht. Die 18 Monate alte Raubkatze war im Oktober mit einem drei Monate jüngeren Männchen aus dem Zoo in Lissabon nach Leipzig gekommen. Einen Namen bekommt die Patientin erst nach der Operation in etwa drei Wochen.

Leipziger Volkszeitung 9.1.2003
http://www.lvz-online.de/lvz-heute/32355.html
Glücklicherweise ist das Leiden operabel, Augenhintergrund und Sehnerv sind nicht geschädigt. Zunächst soll das stärker geschädigte linke Auge operiert werden.

Neue Zürcher Zeitung 16.1.2003
«Tierpfleger gibt Auskunft» - ein neues AngebotEin Blick hinter die Kulissen des Zoos
http://www.nzz.ch/2003/01/16/zh/page-article8MHGU.html
Warum hält der Zürcher Zoo Asiatische und nicht Afrikanische Löwen? Wie viel Wasser  trinkt ein Elefant pro Tag? Tierpflegerinnen und Tierpfleger geben neuerdings im Zoo Zürich täglich  zu bestimmten Zeiten Auskunft über Tiere des  Zoos, ihre Lebensräume und Fressgewohnheiten  sowie das Leben der Tiere in der Wildnis. Der  Zoo verstehe sich als Botschafter der Tierwelt und  sei weggekommen vom blossen Zurschaustellen  von Tieren, wie Zoodirektor Alex Rübel ausführte. Ein  Beispiel dafür sei, dass es heute keine festen Fütterungszeiten mehr gebe - dass die Tiere nicht  mehr wissen, wann und wo es zu fressen gibt,  mache für sie das Leben interessanter.
Schilder mit der Aufschrift «Treffpunkt - Tierpfleger gibt Auskunft» kennzeichnen die bis zu  acht Auskunftsstellen pro Tag. Für die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Zoos Zürich, die alle  entsprechend geschult wurden, bedeutet die neue  Aufgabe eine Herausforderung: Von Pflegenden  sind sie zu Kommunikatoren geworden.

Schweriner Volkszeitung 16.1.2003
Touristenattraktion gescheitert / Zu wenig Besucher / Dürftiges Unternehmenskonzept"Wasserwelt" trocken gelegt
http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/16.01.03/gelegt/gelegt.html
Heimische Fischarten aus nächster Nähe betrachten, das war Wunsch und Ziel einer Betreibergesellschaft in Zarrentin. Im Frühjahr 2000 wurden somit Räumlichkeiten am Zarrentiner Bahnhof angemietet. Knapp drei Jahre später liegt die Touristenattraktion "Wasserwelt Schaalsee" auf dem Trockenen.
Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung Zarrentin traute seinen Augen nicht, als er die ehemalige Diskothek "Paradiso" in der Bahnhofstraße betrat. Die Räume hatte eine GbR seit Ostern 2000 angemietet, um dort ein Schauaquarium zu betreiben - was auch bis Frühjahr 2002 geschah. Doch der jetzige Zustand der Einrichtung und der des vernachlässigten Tierbestandes lässt Rückschlüsse auf eine offensichtlich fehlgeschlagene Unternehmung ziehen. "Die Versorgung der Fische und Krebse war seit langer Zeit nicht mehr gegeben, das konnte ich sehen. Wasser fehlte in den Becken. Lebende und tote Fische schwammen in den Behältnissen herum. Mitglieder des Zarrentiner Sportfischervereins retteten noch, was zu retten war. Sie holten die lebenden Fische wie Plötze, Barsche oder Karpfen heraus und setzten sie wieder in der Natur aus", so ein Mitarbeiter der Verwaltung.
Bürgermeisterin Greta Glass machte ihrem Ärger über diese Situation Luft: "Ja, wir stellten die Räume dem Schauaquarium zur Verfügung. Der GbR wurde ein Mietvertrag angeboten, der leider, trotz Mahnung unsererseits, nie unterzeichnet wurde. Wir bereiteten eine Fläche für den Neubau des Aquariums vor, ließen das Gelände vermessen, trugen die Kosten dafür. Es erfolgte einfach keine ordnungsgemäße Abwicklung des gesamten Vorhabens, auch was die Räumung betraf. Uns wurde gesagt, dass dort keine Fische mehr untergebracht sind", sagte die Bürgermeisterin mit dem Hinweis, dass eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erfolgt ist.
Für Mitgesellschafter Horst Bartsch, der Ostern 2000 das Aquarium eröffnete, beruhen einige der Vorwürfe auf "Verständigungsprobleme". "Die Fische wurden im Sommer 2002 ausgesetzt. Lediglich ein Becken ist ausgelaufen. Fünf Fische oder so, sind dabei umgekommen. Das Projekt am Bahnhof sollte der Marktanalyse dienen. Durch die schlechte Witterung im Jahr 2001 blieben allerdings die Besucher aus. Es hat sich nicht mehr gelohnt".
Bereits in Frage gestellt wird auch die neue Konzeption der "Wasserwelt" direkt neben dem Pahlhuus. Der Leiter der Aktionsgruppe "Mecklenburger Schaalseeregion", Volker Jödicke, kann dem Projekt nichts abgewinnen: "Die Unterlagen waren unzureichend, es gab keine Aussagen zu Co-Finanzierung." Ohne öffentliches Bekenntnis zum Projekt "Wasserwelt" und dem Nachweis der Machbarkeit gebe es kein Geld.

Ostsee Zeitung 16.1.2003
Neuer Wasserspielplatz in Nähe der Tiere
http://www.ostsee-zeitung.de/wi/start_112755_612169.html
Wismar. Bis zum Saisonbeginn soll der Wasserspielplatz im Tierpark ausgebaut werden. Mit relativ geringem Geldaufwand wird eine gestaltete 15 mal 15 Meter große Erdmude mit Folie ausgelegt. Bei gutem Wetter können die darin umhertollenden Kinder durch Gartenberegner mit Wasser besprüht werden. „Damit wollen wir einem Wunsch der kleinen Besucher Rechnung tragen“, sagte Tierparkdirektor Michael Werner.

Ostsee Zeitung 16.1.2003
Hohe Anforderungen nicht mehr zu erfüllen
Wismars Tierpark gibt Raubtiere ab

http://www.ostsee-zeitung.de/ge/start_112750_612331.html
„Langfristig werden wir uns von unseren Raubtieren verabschieden“, erklärt Wismars Tierpark-Direktor Michael Werner. Sie sollen an andere Zoos verkauft werden. Das passiere aber noch nicht dieses und nicht nächstes Jahr. Raubtiere und Greifvögel würden sehr hohe Anforderungen an die Haltungsbedingungen stellen, erklärt Michael Werner die bevorstehende Veränderung. Gehege und Volieren seien zu eng. Wenn die Tierparkbesucher die Wölfe und Luchse, die eingesperrt unruhig hinter dem Gitter hin und her laufen, oder die Uhus und Eulen, die im obersten Winkel ihrer Voliere hocken, bedauern, empfinden sie Mitleid, nehmen sie ein negatives Erlebnisgefühl mit nach Hause und kommen womöglich nicht wieder. Eine Alternative zum Abschied von den Wildtieren wäre, ihre Behausungen zu erweitern. Das wäre jedoch mit Investitionen, höheren Personalkosten und mehr Sicherheitsaufwand verbunden. „All das können wir uns nicht leisten“.
Inmitten konkurrierender Zooangebote hat der Tierpark Wismar jetzt eine Nische gefunden: Haustiere der Welt. Dazu zählen auch Strauße und Lamas, die sich frei auf der Wiese bewegen und relativ niedrige Haltungskosten verursachen. Wuchtige Metallelemente, Gitter und Stahl verschwinden noch dieses Jahr. Die Anlagen werden begehbar gestaltet. Mit dem Ende der Landesgartenschau hat der Tierpark seine Eigenständigkeit zurückerhalten. Er gewann nicht nur vier Hektar Gelände dazu, sondern auch neue Möglichkeiten der Erreichbarkeit über Autobahn und Westtangente. Am Haus des Gastes können Besucher den großen Parkplatz nutzen.



Ostsee Zeitung 11.1.2003
Im Zoo erwacht schon der Frühling
http://www.ostsee-zeitung.de/rs/start_112675_608068.html
Der Frühling, die "Zeit des Erwachens" hat im Rostocker Zoo schon jetzt begonnen. Mit der "Zeit des Werdens" und der "Zeit der Ruhe" wird das Jahr komplett. "Garten im Wandel der Zeiten" ist das Jahresthema, das 2003 über allen Aktionen des Zoos steht. Die Otter-Anlage wird im April eröffnet, die Gerfalken erhalten eine neue Voliere, die Geparden ein neues Haus. Zudem präsentiert das Zoo-Team auf der IGA eine "Mecklenburger Tierwiese" mit heimischen Haustierrassen.

Schweriner Volkszeitung 10.1.2003
Zoo lockt mit neuer Erfahrungsstation
http://www.svz.de/nnn/newsnnn/NNNVermischtes/11.01.03/zoo/zoo.html
Der Tierpark stellt dieses Jahr sein buntes Programm unter das Motto "Garten im Wandel der Zeit". Gezeigt wird ab dem April die Geschichte des Tiergärtners. In der Darwin-Box am Eingang Barnstorfer Ring informiert momentan das Projekt "Zeit des Erwachens" per Großbildprojektion über die Tierwanderungen am Beispiel von Störchen und Aalen. Überhaupt nicht ruhig präsentiert sich dagegen das am 3. Dezember 2002 geborene Eisbärenbaby per Videoaufzeichnung, das von Mutter Vienna fürsorglich umhegt und gepflegt wird.

Neue Ruhr Zeitung 14.1.2003
http://www.nrz.de/nrz/nrz.nachbarstadt.volltext.php?id=425066
Für die, die Schuppentiere nicht nur gern im Aquarium bewundern, sondern mindestens so gerne auf dem Teller liegen haben, bietet der Duisburger Zoo einen besonderen Leckerbissen: Ein Candle-Light-Dinner im Aquarium. Dort können Besucher bei dezenter Live-Musik und Kerzenschein inmitten einer Unterwasserwelt allerlei Meeres- und Flussgetier verspeisen


Dresdner Neueste Nachrichten 14.1.2003
http://www.dnn.de/regional/32895.html
Das knapp zwölfjährige Orang-Mädchen Daisy im Zoo Dresden sieht Mutterfreuden entgegen. "Wir rechnen mit der Geburt noch in diesem Monat, spätestens Anfang Februar", sagt Zoologe Wolfgang Ludwig. Der Zoo ist europaweit führend, was die Zucht von Orang Utans angeht. 25 dieser Menschenaffen sind Ludwig zufolge seit 1945 im Zoo geboren worden. Die Dresdner Affen seien bis auf wenige Ausnahmen von ihren Müttern aufgezogen worden. Das wiederum gelinge nur, wenn sie sich wohl fühlten und Vertrauen zu ihren Pflegern hätten.

Märkische Oderzeitung 14.1.2003
http://www.moz.de/showDDP.php?ID=44984
Der Tierpark Berlin feiert heute einen Geburtstag: Das Elefanten-Mädchen «Matibi» wird vier Jahre alt. Seit ihrer Geburt hat «Matibi» fast 90 Zentimeter an Höhe zugelegt und hat jetzt eine Rückenhöhe von 1,76 Metern. An ihrem großen Tag wird «Matibi» von ihren Pflegern mit einem Korb voller Obst und Gemüse verwöhnt.

Westdeutsche Allgemeine 13.1.2003
http://www.waz.de/waz/waz.standard.volltext.php?id=424611
Der 16. November des letzten Jahres ist als der schwärzeste Tag in der Geschichte des Krefelder Zoos eingegangen. Weil Unbekannte in den Zoo eingedrungen waren und den Gepardenstall geöffnet hatten, kam es zu einem in Deutschland einmaligen Massaker. Eine Gepardin riss zehn Riesenkängurus und löschte so eine ganze Zuchtgruppe aus. Inzwischen spendeten Tierfreunde 20.000 Euro, und ein Benefiz-Konzert erbrachte nun weitere 5.000 Euro. Genug Geld, um eine neue Känguru-Zuchtgruppe anzuschaffen.




Jahresrückblicke

Stuttgarter Nachrichten 13.1.2003
Zahlenspiele wie bei Noah
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/page/detail.php/347279?_suchtag=2003-01-13
Die Mitarbeiter der Wilhelma schreiten zur Inventur. Shiva ist bereits das zwölfte Nashornbaby, das in der Wilhelma geboren wurde. Ferner auf der Habenseite: ein kleiner Somali-Wildesel; ein seltener Schwarzstorch auf Freiersfüßen (die Wilhelma sucht noch nach einer Partnerin), nach langer Zeit wieder ein Flamingoküken, eine Bonobo-Antilope, und, und, und . . .Auch die Seelöwensippe erhielt Zuwachs - Evi und Arno kamen aus dem Wuppertaler Zoo nach Stuttgart -, verlor aber im November Klara nach einem Unfall während der Fütterung. In der Obhut von Tierarzt Martin Straube wächst das Irbis-Mädchen Meo auf. Seine Mutter, die Schneeleopardin Ignazia, starb kurz nach Meos Geburt. Flusspferdbulle Ra zog um nach Indonesien in den Zoo von Surabaya.
> Bongo?

Rhein-Neckar-Zeitung 10.1.2003
Minustemperaturen macht vielen Zootieren nichts aus - Jahresbilanz
http://www.rnz.de/15_regional/heidelberg/07_heidelberg.htm
Den meisten Tieren im Heidelberger Zoo macht die Kälte nicht sehr viel aus, viele sind Schnee und Eis aus ihren Heimatländern gewöhnt. Der syrische Braunbär beispielsweise hat seit Herbst seinen dicken Winterpelz angelegt und tummelt sich gern im Freien. Bald werden die Besucher auch einige Tiere sehen können, die zurzeit noch in Quarantänequartieren gehalten werden: goldgelbe Löwenäffchen, Hermeline und indische Mungos erweitern die 201 Tierarten im Zoo.


Berliner Morgenpost 9.1.2003
Alle Tiere antreten zum Appell!
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/berlin/story575412.html

B.Z. (Berlin) 11.1.2003
Bewohner von Zoo und Tierpark traten zum Appell an
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/030109/zoo.html
Inventur im Zoo und im Tierpark: Der Tierpark bringt es auf 9838 Exemplare, der Zoo vermeldet 11 933 Tiere, davon 8212 im Aquarium.

Leipziger Volkszeitung 15.1.2003
Zählen, Messen, Wiegen - im Zoo ist diese Woche wieder Inventur
http://www.lvz-online.de/lvz-heute/32923.html
Durchzählen" heißt es diese Woche im Zoo. Elefantenkind Voi Nam stieg gestern problemlos auf die Plattenwaage, die ihm 410 Kilo bescheinigte. "Er hat leichtes Übergewicht, aber das macht nichts, da er noch gesäugt wird", befand Chefpfleger Michael Tempelhoff. Die Daten werden in den elektronisch erfassten Bestand des Zoos eingegeben. Geburten und Todesfälle, Zugänge und Auszüge sowie medizinische Maßnahmen werden im Computer sorgfältig dokumentiert. Die Angaben dienen dem Informationsaustausch mit anderen Zoos und fließen in den "Panthera"-Jahresbericht ein.

Lübecker Nachrichten 10.1.2003
Wildpark Eekholt: Leichter Anstieg der Besucherzahlen
http://www.ln-online.de/Nachrichten/Lokales/segeberg__1004040.htm
Trotz des stürmischen Jahres fiel der Rückblick im Wildpark Eekholt positiv aus. Um rund 6000 Gäste stiegen die Besucherzahlen 2002 an. Das Wolfsrudel hat sich nach dem Tod von Wölfin Olga neu formiert. Die beiden kanadischen Otterweibchen Momo und Maggy entpuppten sich nach einem genaueren Blick als Männchen und wurden kurzerhand in Sid und Gonzo umbenannt.

Aachener Nachrichten 13.1.2003
http://www.an-online.de/sixcms/detail.php?template=an_detail_standard&id=125317
Beim Neujahrsempfang des Brückenkopfvereins Jülich konnte der Vorsitzende Wolfgang Dehlen im Zoo-Cafe einen erfreulich positiven Rückblick auf das vergangene Jahr werfen. Zuversichtlich zeigte sich Dehlen bei der Aussicht, dass im Frühjahr ein neues Wolfspärchen in dem mit Kletterfelsen und Schwimmanlage neu hergerichteten Gehege zu einem Anziehungspunkt für die Parkbesucher wird. Auch die Bemühungen zur Errichtung eines Wildkatzengeheges sind weit gediehen, ebenso wie die Renovierungsarbeiten am Luchsgehege.




Tagesspiegel 15.1.2003
Nichts geht über Bärenmarke
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/15.01.2003/392809.asp
Berlin - Geburtstagsrummel wäre so ziemlich das Allerletzte, was sich die europäische Braunbärin Petzi im Berliner Zoo derzeit wünscht. Einen vier Meter langen Gang hat sie in den Untergrund ihres Freigeheges gebuddelt. Am Ende liegt sie in ihrer Höhle und schnarcht, dass man es sogar draußen ein wenig hört. Petzi hält Winterruhe – während sich ihre Artgenossen Thilo, Schnute und Maxi im Bärenzwinger am Köllnischen Park in Mitte über die Trauben ihrer Geburtstagstorten hermachen. Denn sie sind allesamt an Januartagen geboren, und das wird zur Zeit hochoffiziell vor TV-Kameras und Fotografen mit Bärenparties gefeiert.

Main Rheiner 15.1.2003
Neue Bude für die Junggesellen
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=1059899
Die Übergangslösung dauert nun schon länger als zwei Monate. Seit dem 4. November, dem Tag, an dem die Stadt die exotischen Tiere beschlagnahmte, werden im Tierheim nun auch 13 Mantelpaviane betreut. Der Verband besteht aus vier weiblichen und neun männlichen Tieren, bislang will sie kein Zoo in Deutschland übernehmen. Der Bundesverband des Deutschen Tierschutzbundes ist der Auffassung, dass die Tiere so rasch als möglich in eine "Junggesellentruppe" und einen "Harem" aufgeteilt werden müssten, damit die männlichen Tiere nicht weiter Dauerstress, und die wenigen weiblichen ständigen Attacken ausgesetzt seien. Nun zeichne sich ab, dass ein Privatmann die "Junggesellentruppe" der Paviane übernehmen könne. Der Interessent, den die Stadt als geeignet ansieht, besitzt bereits zahlreiche Affen, auch Paviane. Der Besitzer der Tiere hat inzwischen Widerspruch eingelegt.

Neue Osnabrücker Zeitung 11.1.2003
Bei Dauerfrost taut der Tiger erst richtig auf
http://www.neue-oz.de/information/noz_print/stadt_osnabrueck/zoo.html
Die Amurtiger im Osnabrücker Zoo turnen derzeit lebhaft durch ihr Areal. Die Kalifornischen Seelöwen kennen den strengen Frost aus ihrer Heimat zwar nicht, sind jedoch trotzdem gut angepasst. Ihr dicker Fettmantel schützt sie besser vor der Kälte, als jeder Taucheranzug. Schimpansen und anderen Primaten im Zoo mögen die Affenkälte weniger. Elefanten und Nashörner reagieren an den äußersten Extremitäten besonders empfindlich auf Kälte. Damit dem Nashorn nicht die Ohrenspitze abfriert, bleibt die Stalltüre jetzt eben meistens zu.


Frankenpost 11.1.2003
Tierischer Spaß mit Nasenbär, Leguan & Co.
http://www.frankenpost.de/php/resy/export/ini/artikel/resyart.php?id=394269
Bei solch eisigen Temperaturen wie sie zur Zeit in unseren Breiten herrschen, geht kaum einer freiwillig aus dem Haus. Da kommt doch niemand auf die Idee, einen Nachmittag im Hofer Zoo zu verbringen. Aber warum eigentlich nicht? Schließlich sind alle Tiere in den Freigehegen anzutreffen, und im Tropenhaus können sich die Besucher jederzeit beim Beobachten der Kaimane, Schildkröten und Lisztäffchen aufwärmen. Keines der ansässigen Hofer-Zoo- Tiere hält Winterschlaf oder ist im Eis erstarrt.

Frankenpost 16.1.2003
Bärbel: Keine Lebenszeichen mehr entdeckt
http://www.frankenpost.de/php/resy/export/ini/artikel/resyart.php?id=396735
Die vor fast genau einem halben Jahr aus dem Klingenthaler Tierpark geflüchtete Wölfin Bärbel hat auch im Schnee der vergangenen Tage keinerlei Spuren hinterlassen.

Hannoversche Allgemeine 15.1.2003
„Kliniken sind wichtiger als der Zoo“
http://www.haz.de/hannover/nachrichten/151176.html
Der neue Dienstherr wollte seine neuen Mitarbeiter feierlich begrüßen – doch die Resonanz war eher dürftig: Nur rund 300 der mehr als 4000 Beschäftigten des Klinikums Hannover hörten der Rede von Regionspräsident Michael Arndt zu. Die Zukunft der Krankenhäuser sei ihm wichtiger als Neubaupläne für den Zoo, meinte Arndt. Den Löwenanteil der Klinikbetriebskosten von rund 95 Prozent zahlen allerdings die Krankenkassen – dies erwähnte der Regionspräsident nicht.

Thüringische Landeszeitung 11.1.2003
Schutz für Elefantenohr
http://www.tlz.de/tlz/tlz.vermischtes.volltext.php?id=421814
Bei klirrender Kälte kämpfen in Thüringen die Mitarbeiter von Tierparks und Zoos gegen Schnee und Eis. Aufgrund der extremen Kälte müssen im Erfurter Zoo die Tiere in ihren Stallungen bleiben. Vor allem die Giraffen seien gefährdet. Die Fläche im Gehege der Langhälse ist vereist.

Die Welt, 14.1.2003
Elefant Matibi feierte Geburtstag mit Rührkuchen
http://www.welt.de/data/2003/01/15/33086.html
Herzlichen Glückwunsch! Elefantenmädchen Matibi aus dem Tierpark hatte gestern Geburtstag. Vier Jahre ist es jetzt alt. Zur Feier bekam Matibi süßen Rührkuchen, Bananen und einen Strauß weißer Chrysanthemen. Seit der Geburt habe Matibi 90 Zentimeter an Höhe zugelegt, erste Befehle der Tierpfleger beherrscht sie, und auch die Stoßzähne seien beachtlich.
 
Nordkurier 15.1.2003
Glätte verhindert Zoo-Bummel
http://www.nordkurier.de/lokal/ueckermnde/h__/h.php
Ueckermünde - Das warme Wetter der vergangenen Tage ist natürlich auch am Ueckermünder Tierpark nicht spurlos vorübergegangen. Infolge des Tauwetters der letzten Tage ist der Zoo aufgrund extremer Eisglätte bis einschließlich Freitag, 17. Januar, geschlossen, teilte Tierparkdirektor Helge Zabka gestern in einer Presseerklärung mit. Am kommenden Wochenende ist der Tierpark aber wieder sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Berliner Kurier 9.1.2003
http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_kurier/brandenburg/.html/artik1.html
Horst Eichholz wollte einen Zoo bauen. Nicht nur einen kleinen Streichelzoo, sondern einen richtigen mit Tieren aus aller Welt. Sein Traum ging vor den Toren Berlins in Erfüllung. Der 70-jährige verwandelte innerhalb von zwei Jahren eine 42 ha große, vermüllte ehemalige Kiesgrube in einen Tier- und Freizeitpark. Fast 300 Tiere – einheimische Arten aber auch Kamele, Lamas, Affen und Pumas – tummeln sich auf dem Gelände.

Märkische Oderzeitung 9.1.2003
http://www.moz.de/showDDP.php?ID=44737
Einen Zoo wollte Horst Eichholz bauen. Dabei hatte er ursprünglich nur ein kleines Hotel mit Streichelzoo geplant. Doch Eichholz hielt Wort und verwandelte innerhalb von knapp zwei Jahren eine vermüllte, ehemalige Sandgrube in einen weitläufigen Tier- und Freizeitpark. Neben heimischen Arten wie Schafen, Ziegen, Wild- und Hausschweinen werden dort auch Kamele, Lamas, Affen und Pumas gehalten. Eine Sandgrube betreibt der 70-Jährige nebenbei. Der Tierpark mache zwar viel Spaß, werfe aber leider noch keinen Gewinn ab. Dennoch kamen im vergangenen Jahr schon rund 140 000 Besucher.

Berliner Morgenpost 9.1.2003
Festtagsschmaus im Bärenzwinger
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/bezirke/story575449.html
Eine Menschentraube stand gestern rund um den Bärenzwinger am Köllnischen Park und sah zu, wie Stadtbär Tilo Weintrauben und eine Lebkuchen-Obst-Torte verspeiste. Anlass für das Festmahl war Tilos 13. Geburtstag.

 

Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps
Pressemitteilungen teilweise gekürzt
 
Münster, 13.1.03
Treffen von Schildkrötenexperten aus aller Welt im Allwetterzoo Münster
Vom 12. 14. 1. trifft sich das Exekutivkomitee des Turtle Conservation Fund (TCF), das sind Schildkrötenexperten aus aller Welt, im Allwetterzoo. Der TCF ist eine Initiative von Conservation International, der weltgrößten Naturschutzorganisation, der Weltnaturschutzunion IUCN/ SSC und der Turtle Survival Alliance (TSA), einem Zusammenschluss von u.a. Zoos, Aquarien und privaten Schildkrötenzüchtern. Ziel des TCF ist es sicher zu stellen, dass keine Landoder Wasserschildkrötenart ausgerottet wird und überlebensfähige Populationen aller Arten im Freiland erhalten bleiben. Dafür werden gezielte Artenschutzinitiativen auf der ganzen Welt unterstützt. Die Schildkrötenexperten werden hier in Münster die Prioritäten für die weltweiten Maßnahmen zum Schutz der Schildkröten festlegen.
Der Grund für das Zusammentreffen so hochkarätiger Experten in Münster ist im Internationalen Zentrum für Schildkrötenschutz (IZS) zu sehen, das derzeit im Allwetterzoo entsteht. Das IZS ist Partnerorganisation der TSA und wird als beispielhaftes Modell für eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen privaten Züchtern und einem Zoo angesehen.
Hier die Namen einiger Teilnehmer: Kurt Buhlmann, South Carolina (Executive Director des TCF), Anders Rhodin, Massachusetts (Chair des TCF), Russell Mittermeier, Washington D.C. (Präsident von Conservation International), John Behler, New York (Wildlife Conservation Society), Rick Hudson, Texas (Fort Worth Zoo), Kevin Buley, Jersey (Durrell Wildlife Conservation Trust), Henk Zwartepoorte (Rotterdam Zoo), Ingo Pauler (1. Vors. Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde), Roland Wirth, München (1. Vors. Zoologische Ges. für Arten- und Populationsschutz).
Zu einem Pressegespräch mit Jörg Adler, dem Zoologischen Direktor des Allwetterzoos, Russel Mittermeier und weiteren Teilnehmern dieses Treffens lädt der Zoo am Sonntag, 12.1., ein. Das Gespräch findet im Elefantenhaus statt, in dem an diesem Abend um ca. 19 Uhr Vertreter des Kölner Senders VOX eine namhafte Spende aus einer Zuschauer-Kampagne zugunsten des IZS im Allwetterzoo überreichen werden.

Leipzig, 15.01.2003
 „Klasse(n)-Tage im Zoo“:
Gratis-Führungen für Schulklassen verkürzen das Warten auf die Winterferien
Für alle Schulklassen heißt es bis zu den Winterferien: Noch einmal richtig loslegen, Gas geben und das Heimatkunde- und Biologiewissen aufpolieren! Der Zoo Leipzig hilft dabei, denn bis zum Beginn der Winterferien in Sachsen (10.2.-21.2.03) gibt es von montags bis freitags täglich um 10.00 Uhr eine Führung für Schulklassen, die nichts extra kostet.
So macht das Lernen richtig Spaß: Mit den Zoolotsen für eine Stunde auf Entdeckertour gehen, ihnen Löcher in den Bauch fragen, Elefantenkind Voi Nam einen Besuch abstatten oder im Aquarium die Marderhaie und den Sandtigerhai bewundern. Oder wer hat schon unsere Tieraffenbabys gesehen? Im Entdeckerhaus Arche gilt es, die halbe Welt zu erkunden und den Artenschutz mit allen Sinnen zu erleben. Auch wenn der Zoobesuch den Unterricht nicht ersetzt, so ist dieser doch danach viel spannender!
Fragen, auch zum Zoojahr 2003 und den Zoohighlights des Jahres, beantworten die Zootlotsen des Safari-Büros gern unter 0341 / 5933 500.

Zürich, 15. Januar 2003
„Der Tierpfleger gibt Auskunft“
 „Der Tierpfleger gibt Auskunft“ ist ein neues Angebot des Zoo Zürich, das die Besucher kompetent aus erster Hand über unsere Tiere informiert. Täglich können Interessierte an bis zu acht verschiedenen Auskunftsstellen dem Tierpfleger direkt Fragen stellen und Faszinierendes über unsere Tiere, ihre Lebensräume, die Tierhaltung oder die Naturschutzanliegen des Zoo Zürich erfahren. Mit dieser attraktiven Informationsdienstleistung macht der Zoo Zürich einen weiteren Schritt in seiner Entwicklung hin zum Naturschutzzentrum.
 „Was macht unser Tigerjunge COTO?“, „Ist dieses Stäbchen wirklich ein Insekt?“, „Was sind Wandelnde Blätter und Gespensterschrecken und kann die der Tierpfleger einfach so anfassen?“, „Warum hält der Zoo Zürich den Asiatischen Löwen und nicht den Afrikanischen Löwen?“, „Wie schwer ist die Elefantendame CHHUKHA?“ Um solche und ähnliche Fragen kompetent zu beantworten, stehen Interessierten täglich bis zu acht Tierpfleger zu festgelegten Zeiten und an bestimmten Standorten zur Verfügung. Die Besucher können sich vorzeitig entweder gemütlich zu Hause, über die Homepage des Zoo Zürich ( www.zoo.ch ) oder am Zooeingang über die verschiedenen Zeiten, Standorte und Themen informieren. Zur einfacheren Planung des Zoobesuches kann an der Kasse ein entsprechendes Flugblatt mit einem vollständigen Wochenprogramm gratis bezogen werden. An den einzelnen Standorten markiert eine augenfällige Informationstafel den Treffpunkt mit dem Tierpfleger.
Eine weitere Facette des Berufsbildes des Tierpflegers
Durch seine tägliche Arbeit sammelt der Tierpfleger grosses Wissen über seine Pfleglinge und teilt viele Erlebnisse mit ihnen. Dieser Wissens- und Erfahrungsschatz bildet die Grundlage für das neue Angebot „Der Tierpfleger gibt Auskunft“, für das sich die betreffenden Mitarbeiter des Zoo Zürich speziell weitergebildet haben.
Dass der Tierpfleger neben seiner praktischen Arbeit zusätzlich fachspezifische Informationen attraktiv an unsere Besucher weitergibt, entspricht einer zusätzlichen Berufsanforderung. Die seit dem Jahr 2001 bundesamtlich anerkannte und drei Jahre dauernde Lehre in Tierpflege ist auf dieses Anforderungsprofil ausgerichtet und beinhaltet 40 Lektionen im Fach „Kommunikation“. Der Beruf des Tierpflegers erfordert neben der fachgerechten Betreuung der Tiere zusätzlich die Fähigkeit, aktiv biologisches Wissen zu vermitteln.

Stuttgart, 13.1.03
Einen Namen hat er/sie schon
..... aber das Geschlecht weiß man noch nicht. Die Rede ist von dem letzten Jungtier bei den Weißhand-Gibbons. Der/die Kleine mit Namen „Pulau“ klammert sich so dicht an den Bauch von Mutter „Domino“, dass weder Vater „Porky“ noch die Tierpfleger genau wissen, ob es ein Junge oder Mädchen ist.
Gibbons kommen in Südostasien vor und sind ausgesprochene Baumbewohner. Auf den Streifzügen durch ihr Revier fliegen sie förmlich durch die Baumwipfel. Mit Hilfe ihrer bis zu 2 m langen Arme schwingen sie sich durch das Geäst und können so bis zu 12 m Distanz überwinden. Ihre rasante Fortbewegungsweise, das sog. „Schwinghangeln“, geschieht nur mit den Armen, die Füße dienen beim Sitzen nur zum Festhalten.
Ihre Nahrung besteht aus Früchten, Knospen und Blättern, aber auch Fleisch in Form von Insekten oder Vögeln wird nicht verschmäht.
Gibbons bleiben das ganze Leben mit ihrem Partner zusammen, und meist müssen die Jungtiere mit Beginn der Geschlechtsreife, die etwa mit 7 Jahren eintritt, die Familie verlassen. Für „Pulau“ heißt das, das er/sie nach dieser Zeit an einen anderen Zoo geht. Außerdem sind Gibbons musikalisch: Jeden Morgen und Abend lassen sie laute Gesänge erschallen und markieren so ihr Revier.

Leipzig, 14.01.2003
 „Tierärztin Dr. Mertens“
Zoo Leipzig ist Schauplatz einer liebevoll recherchierten Geschichte von Menschen, Tieren und Liebe
Das Schicksal der „Tierärztin Dr. Mertens“ ist zunächst sicher kein außergewöhnliches: Susanne Mertens (Christina Plate) ist verheiratet, hat einen siebenjährigen Sohn, den sie über alles liebt, aber glücklich ist sie nicht. Gern würde sie in ihrem Beruf als Tierärztin arbeiten, doch ihr Mann Klaus sieht sie lieber als Hausfrau und Mutter. Als sie erfährt, dass Klaus sie betrügt, verlässt sie ihn.
Das bestärkt auch ihren Wunsch, wieder in ihrem Beruf Tierärztin arbeiten. Sie bemüht sich im Zoo um eine Stelle. Doch ihr Vater, der Zoodirektor (Siegfried Rauch), ist strikt dagegen. Findet Susanne doch noch den Weg in ihren Traumberuf? Trifft sie doch noch die große Liebe?
 „Tierärztin Dr. Mertens“ am Mittwoch, dem 15.01.2003, 20.15 Uhr, ARD
(eine Produktion der SAXONIA Media im Auftrag des MDR)
Mit dem Zoo Leipzig hat sich Regisseurin Karola Hattop für einen außergewöhnlichen Drehort entschieden. Mit viel Liebe zum Detail recherchierte sie unzählige Stunden vor Ort, besprach das Drehbuch mit Tierärzten und Tierpflegern, um das Leben im Zoo aus unmittelbarer Nähe erzählen und zeigen zu können. Kameramann Herrmann Dunzendorfer nahm sich vorab vier Tage Zeit, um die Zootiere zu beobachten und die schönsten Momente des tierischen Alltags einzufangen.
Ganz sicher waren die Zoobewohner die kompliziertesten Schauspieler-Persönlichkeiten, die sich ein Drehteam nur vorstellen kann. So richtete sich der täglich Drehplan nach dem Lebensrhythmus der Tiere und danach, ob sie sich zeigten oder eben nicht. Dass der Zoo auch ungeahnte Überraschungen ganz anderer Art parat hat, bekam das Team der Requisite zu spüren: In aller Frühe statteten sie das Forschercamp von Pongoland mit allen Raffinessen für die Szene eines exotischen Kindergeburtstages aus. Die computergesteuerte Beregnungsanlage setzte sich plötzlich in Gang, verursachte kurzzeitig ein heilloses Durcheinander. Als sie sich mit viel Mühe doch noch abstellen ließ, konnten die Dreharbeiten fast pünktlich beginnen.
 „Wenn man sieht, in welch wunderbarem Umfeld die Tiere untergebracht sind, spielt man gern den Zoodirektor.“ freute sich Filmzoodirektor und „Traumschiffkapitän“ Siegfried Rauch über die Dreharbeiten im Zoo Leipzig.

Leipzig, 13.01.2003
Zählen, Messen, Wiegen
Tierische Inventur im Zoo Leipzig

Auch im Zoo Leipzig heißt es derzeit für die Tierpfleger und wissenschaftlichen Mitarbeiter: zählen, messen, wiegen! Allerdings wird die tierische Bestandsaufnahme heutzutage größtenteils vom Computer aus erledigt. Dort sind die Daten aller Tiere bereits registriert. Immer dann, wenn ein Tier im Zoo Leipzig ankommt, wenn eines geboren wird oder stirbt, wird dies dokumentiert. So können die Zoomitarbeiter bei der Inventur bereits auf einen gut gepflegten Datenbestand zurückgreifen.
Wir laden Sie ein, beim Messen und Wiegen von Elefantenkind Voi Nam, einer Schildkröte und den Seebären dabei zu sein. Dazu erwarten wir Sie am Mittwoch, dem 15.1.03 9.00 Uhr im Dickhäuterhaus.
Wir bitten Sie um Verständnis, dass das Messen und Wiegen von Voi Nam nur aus der Besucherperspektive zu sehen ist. Die Elefanten befinden sich bis einschließlich 16.02.2003 in einer Impfquarantäne und dürfen deshalb nur zu ihren Pflegern Kontakt haben.

Münster, 13.1.03
Das Regenwaldprojekt im Elefantenhaus des Allwetterzoos Münster
Anfang September fiel der Startschuss für das Regenwaldprojekt im Elefantenhaus des Allwetterzoos Münster. Gemeinsam mit der Firma Seramis hatte der Zoo ein Programm und eine Ausstellung zum Thema tropischer Regenwald für die Viertklässler der münsterschen Schulen erarbeitet. Zwei Klassen testeten als Pilotgruppen die interaktive Ausstellung im Zoo als Kernpunkt einer Lerneinheit zur Ökologie der tropischen Wälder. Beendet wird das Projekt im Februar mit der Übergabe je eines "Grünen Klassenzimmers" durch die Firma Seramis an die beiden beteiligten Schulklassen als Belohnung für die Mitarbeit.
Die für das Projekt erarbeiteten Texte und die Ausstellung werden von den Lehrern der Zooschule im Allwetterzoo in ihren Unterricht integriert, so dass beides dauerhaft zum Einsatz kommen kann. Die Ausstellung wird nach Abschluss des Projektes noch insoweit verändert, dass sie sowohl für die Schüler der Zooschule als auch für die Besucher des Zoos nutzbar ist. Die einzelnen Exponate sind allerdings auch schon jetzt für jeden Zoobesucher interessant. Sie reichen vom Riechbaum über Holz- und Bodenproben bis zum frischen Elefantenköttel und zeigen viele Aspekte der Zusammenhänge in einem intakten Regenwald auf. Großformatige Bildtafeln, die plakativ die Kreisläufe im Regenwald darstellen, weisen auf die akute Zerstörung der Wälder hin. Als beispielhafter Lösungsansatz zur Rettung der Regenwälder wird auf einer Tafel das Engagement von Firmen wie Seramis veranschaulicht. Seramis unterhält in den letzten Waldgebieten in Ghana eine "Urwaldschule" und fördert Anpflanzungen in den Randgebieten der dortigen Primärwälder.
Der Zoo, der immer stärker als außerschulischer Lernort für Themen der Biologie, Ökologie und des Naturschutzes entwickelt wird, bietet durch seine botanische Kulisse und seine tierischen Bewohner das anschaulichste Unterrichtsmaterial. Die Begeisterung der Schüler bei der Beantwortung der Fragen zur Regenwaldausstellung bestätigt die Verantwortlichen darin, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Der Zoo präsentiert die Ausstellung den lokalen Medien am Montag, 13.1., im Rahmen eines Gesprächs mit am Projekt beteiligten Schülern und der münsterschen Schuldezernentin.

Duisburg, 10.01.2003
Enne Besuch im Zoo...
Närrische Gäste erwartet der Zoo, deren Wertschätzung eine Begrüßung durch den Vorstand des Zoos, Dipl.-Biol. Reinhard Frese und Dipl.-Volksw. Michael Hilbert, rechtfertigt, und selbstverständlich wird auch die versammelte Herde der Duisburger Mi-Lus, es sich nicht nehmen lassen, ein paar angedeutete Küßchen an die Hoheiten zu verteilen.
Mit Sicherheit wird es sich hierbei allerdings um „Luft-Bützchen“ handeln, denn die in ihrer fernöstlichen Heimat längst ausgestorbenen Mi-Lu-Hirsche werden es kaum zulassen, wenn sich gespitzte Kuss-Mäulchen ihren empfindlichen Muffel-Nasen nähern wollten – selbst wenn es sich hier um einladend-blutrote Lippenpaare anziehender Paginnen des Prinzen handeln sollte...
Der närrische Troß unter seinem Oberhaupt Tollität Prinz Joachim I wird um 14.00 Uhr den imposanten chinesischen Paarhufern einen Besuch abstatten und dabei einem knapp halbjährigen Mi-Lu-Kälbchen statt Sekt – nicht etwa Selters!-, sondern lauwarme Milch per Nuckelflasche reichen. Anschließend geht es zum Aufwärmen zwischen Kaffeeduft und Flaschenwasser ins gegenüberliegende Koala-Haus des Zoos – bevor um 15.00 Uhr Duisburgs Flipper-Quartett die Herzen der Duisburger Obernarren höher schlagen lassen wird.
Aber nicht nur Küßchen, sondern auch Orden werden verteilt, gute Laune ist ebenso angesagt wie ein Schlückchen Sekt, wenn Prinz Joachim I samt seinem Hofstaat verdiente Frauen und Männer im Zoo Duisburg mit Orden auszeichnen wird.

Leipzig, 10.01.2003
Zoo-Veranstaltungen im FEBRUAR 2003
07.02. 18.00 Uhr Abendbummel im Zoo
Im Rahmen unseres Winterferienprogramms vom 10.02. bis 21.02. findet folgendes statt:
11.02. 11 bis 12 Uhr: Führung für kleine Zooexperten „Elefantenstark – Flamingozart – Wir sind in den Zoo vernarrt“
12.02. 14 bis 16 Uhr: Kinder basteln Buttons mit Tiermotiven
13.02. 14 bis 15 Uhr: Führung für kleine Zooexperten „Elefantenstark – Flamingozart
– Wir sind in den Zoo vernarrt“
15.u. 16.02. Kurzführungen:
 11.30 Uhr „Kleiner Eli ganz groß“ 13.30 Uhr „Da lacht der Bär“
 14.30 Uhr „Es kreucht und fleucht“ 15.30 Uhr „Mit den Wölfen“
17.02. KINDERFASCHING - Alle Kinder im Tierkostüm haben freien Eintritt!!!
 13 bis 15 Uhr: Schminken für alle Gäste u. Basteln v. Tiermasken in der Arche
15 bis 16 Uhr: Faschingsumzug durch den Zoo, danach gibt es in der „Hacienda Las Casas“ Pfannkuchen und Getränke
18.02. 11 bis 12 Uhr: Führung für kleine Zooexperten „Elefantenstark – Flamingozart
– Wir sind in den Zoo vernarrt“
20.02. 14 bis 15 Uhr: Führung für kleine Zooexperten „Elefantenstark – Flamingozart – Wir sind in den Zoo vernarrt“
21.02. 17 bis 19 Uhr: Lampionumzug durch die Abenddämmerung mit Besuch des Aquariums, Vogelhaus und der Arche
22. u. 23.02. Kurzführungen:
 11.30 Uhr „Kleiner Eli ganz groß“ 13.30 Uhr „Da lacht der Bär“
 14.30 Uhr „Es kreucht und fleucht“ 15.30 Uhr „Mit den Wölfen“
Täglich Ferien-Quiz
23.02. 16 Uhr: Preisverlosung im Safaribüro

Leipzig, 9.01.2003
Untersuchungsergebnisse zum Grauen Star der Löwin liegen vor
Operation geplant
Die Untersuchungsergebnisse der an Grauem Star erkrankten Löwin des Zoos Leipzig liegen vor. Das gaben heute Morgen die Experten der Kleintierklinik der Universität und der Zoo Leipzig bekannt. Das Spezialistenteam unter Leitung von Prof. Dr. Gerhard Oechtering und Augenexpertin Dr. Andrea Steinmetz hatten die Augen der Löwin gestern Abend mittels Ultraschall, Spaltlampe und Augenhintergrundsdiagnostik (Elektroretinogramm) eingehend untersucht.
Überwiegend am hinteren Teil beider Augenlinsen zeigten sich dabei ausgeprägte Trübungen, die jedoch jeweils unterschiedlich beschaffen sind. Während es sich im rechten Auge um ein kleineres Areal mit einer starke Verdichtung handelt, ist im linken Auge eine stärker ausgedehnte, diffuse Trübung zu erkennen. In den Augen selbst wurden keine weiteren Veränderungen, z.B. an der Netzhaut, festgestellt. Allerdings zeigte sich auf der linken Seite ein verlegter Tränen-Nasen-Gang, der zum „Überlaufen“ von Tränenflüssigkeit führt und die häufig zu beobachtende Tränenspur bei der Löwin erklärt. Dieser Befund hat hier jedoch nur einen geringen Krankheitswert.
Nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse entschied sich das Team der Universitätskleintierklinik gemeinsam mit Zoodirektor Dr. Jörg Junhold und Zootierarzt Prof. Klaus Eulenberger für eine Operation. Um das Risiko des Eingriffs zur verringern, wird zunächst nur das linke Auge mit der größeren, diffusen Trübung behandelt. Ein winziger Ultraschallkopf gelangt über die Hornhaut in die Linse und zerstört das krankhaft veränderte Gewebe mit einer Frequenz von 25 – 50 KHz. Mit einer Spül-Saugvorrichtung wird es dann entfernt. Die Löwin kann damit möglicherweise ihre Sehfähigkeit bis zu einem für ein Tier in menschlicher Obhut gutes Maß zurückerlangen.
Die Operation wird in ca. 3 bis 4 Wochen stattfinden. Zunächst muss sich die Löwin von der gestrigen Narkose erholen. Trotz des großen Erfahrungsschatzes der Experten und der hervorragenden Ausstattung der Universitätskleintierklinik mit eigener Augenabteilung (Ophtalmologie) ist dies kein alltäglicher Eingriff. In Europa ist kein derartiger Fall an einem Löwen bekannt. Beispielfälle anderer, kleinerer Raubkatzen wurden hinzugezogen.
Ob eine zweite Operation am rechten Auge folgt, wird nach dem Erfolg des ersten Eingriffs entschieden.


BirdLife, 15th January 2003
Pink-footed geese dammed by power schemes in Iceland
The Icelandic Government will put thousands of pairs of nesting Pink-footed Geese at risk by sanctioning two hydro-electric schemes, BirdLife International said today. Iceland has almost 90 per cent of the global population of this small goose, almost all of which winter in the UK, mainly in East Anglia and Scotland.
“BirdLife International estimates that as many as one in seven of the Pink-footed Geese that visit the UK in winter could be affected or displaced by these hydro-electric schemes", said BirdLife Europe's Conservation Manager, Szabolcs Nagy. "The two affected sites - Utherad and Thjarsarvar Important Bird Areas (IBAs) - are globally recognised, but Iceland seems determined to renege on its international conservation commitments and damage and destroy substantial portions of these sites.”
Work has already started on the Karahnjukar hydroelectric scheme, in Iceland’s central highlands. Once completed the scheme will damage the breeding, feeding and moulting areas for 3,800 pairs of Pink-footed Geese: representing an eighth of the birds visiting the UK in winter.

WWF und Schutzstation Wattenmeer, 10.01.03
Bundesregierung muss Schutzgebiete für Schweinswale ausweisen
Das große Informationszentrum des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat eine neue Attraktion: Im Multimar Wattforum in Tönning ist heute die Dauerausstellung „Wale, Watt und Weltmeere“ eröffnet worden, an deren Gestaltung der WWF und die Schutzstation Wattenmeer mitgewirkt haben. Damit präsentiert das Multimar mit den Walen eine Tiergruppe, die weltweit stark bedroht ist und für deren Schutz sich der WWF und die Schutzstation Wattenmeer besonders einsetzen.
Schweinswale haben es sehr schwer in Nord- und Ostsee. Vor allem die Stellnetze der Fischerei fordern jährlich Tausende Opfer. Anlässlich der Eröffnung des Walhauses forderten die beiden Organisationen heute die Bundesregierung auf, wirksame Schutzgebiete für die kleinen Wale auszuweisen. Sie kritisierten, dass erst kurz vor Weihnachten der Windpark „Butendiek“ ausgerechnet in einem Gebiet westlich von Sylt genehmigt wurde, in dem nach europäischen Recht längst ein Schutzgebiet für Schweinswale und Vögel ausgewiesen sein müsste.
Umso wichtiger ist nun das neue Walhaus in Tönning, denn offenbar muss in Deutschland nicht nur gegen den internationalen Walfang protestiert, sondern auch für die Erhaltung der einheimischen Wale gestritten werden.
Daher hatten die Schutzstation Wattenmeer und der WWF vor einigen Monaten eine Aktion zum Schweinswalschutz gestartet: Die Nationalparkbesucher waren aufgerufen, mit ihrer Unterschrift die Forderungen der Naturschützer nach mehr Schutz für die kleinen Wale zu unterstützen.
Mehr als 8.000 Aktionskarten kamen inzwischen unterschrieben zurück. Sie wurden jetzt an Schweinswal-Modellen befestigt und heute im Multimar in Tönning aufgehängt, in dem am 10. Januar auch eine Wal-Ausstellung eröffnet wird.

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Natur- und Artenschutz

Nürnberger Nachrichten 14.1.2003
http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=60657&kat=27
Mit 934 Hektar ist der "Tennenloher Forst" bei Erlangen das größte Naturschutzgebiet Mittelfrankens. Auf dem ehemaligen Übungsgelände der US-Armee sollen sich demnächst Pferde tummeln: In einem zumindest bayernweit einmaligen Artenschutzprojekt ist dort die Ansiedlung von Urwildpferden geplant. Eine Gebietsbetreuerin soll sich später um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Geplant sind Führungen, Info-Tafeln und ein Ausguck: In vielleicht zehn Jahren, so hofft man, können Urwildpferde aus Tennenlohe im Rahmen des zu Beginn der 90er Jahre gestarteten Auswilderungsprojekts wieder in der alten Heimat Mongolei eingebürgert werden.

Hannoversche Allgemeine 9.1.2003
Der Wolf zieht in Richtung Harz
http://www.haz.de/niedersachsen/nachrichten/150688.html
Der Anfang November in Südniedersachsen aufgetauchte Wolf "Puck" ist jetzt offenbar auf dem Weg in den Harz. "Puck" war zunächst im Bramwald aufgetaucht. Vor einigen Tagen hatte der Wolf im Eichsfeld ein Lamm gerissen.

Weser Kurier 11.1.2003
Die Rückkehr der wilden Tiere
http://www.weser-kurier.de/niedersachsen/fs_wk_niedersachsen.html?id=118232
An der Elbe im Wendland bauen Biber ihre Burgen. Im Harz und im Solling streifen Luchse und Wildkatzen durch die Wälder. Und im südniedersächsischen Bramwald ist ein leibhaftiger Wolf unterwegs. Immer mehr Wildtiere, die in Niedersachsen als ausgerottet galten, sind in den vergangenen Jahren zurückgekehrt. Im Oberharz hat die Nationalparkverwaltung seit 1999 zwölf Luchse ausgesetzt. Im vergangenen Jahr wurden mindestens zwei Jungtiere geboren. Auch Auerhühner sind in den Harz zurückgekehrt. Mehr als 800 Tiere, schätzt Nationalpark-Sprecher Friedhart Knolle, sind bislang ausgewildert worden. Wildkatzen haben sich zuletzt im Harz, im Solling und in einigen anderen Gebieten Südniedersachsens ausgebreitet. Experten schätzen ihre Zahl auf bis zu 500 Tiere.
>“zurückgekehrt worden“

Weser Kurier 15.1.2003
Anerkennung für die Storchenstation
http://www.weser-kurier.de/regionales/fs_wk_reg_nor.html?id=65576
Berne-Glüsing - Die von Udo Hilfers ehrenamtlich geführte Storchenstation Berne-Glüsing ist seit zehn Jahren als Weißstorch Pflege- und Betreuungsstation staatlich anerkannt. Vor zwei Jahren ging die Zuständigkeit an die Bezirksregierung Weser-Ems über. Dort fand dieser Tage ein Gespräch über die künftigen Nebenbestimmungen der Anerkennung statt. Alle Anwesenden lobten das enorme Engagement von Udo Hilfers. Die hohe Bestandsdichte wildlebender Weißstörche im Umfeld der Station nahm in der Diskussion dann breiten Raum ein. Es wurde angeregt, alle Jungstörche dort zu beringen. Das sei schon lange sein Wunsch und der richtige Weg, um den Erfolg der Station nachzuweisen, erklärte Udo Hilfers dazu. Hilfers setzt hier auf den neuen ELSA-(European Laser Signed Advanced)-Ring für Weißstörche. Der vom Fraunhofer-Institut entwickelte farbige Kunststoffring wird per Laserstrahl beschriftet und mit einem Schnappverschluss um den Oberschenkel des Vogels gelegt. Der Vorteil: Die Aufschrift ist viel deutlicher zu erkennen als auf den bisherigen Metallringen.
Ein weiterer Punkt betraf das Thema Fütterung der flugunfähigen Pfleglinge im Gehege. Hier hält sich hartnäckig das Vorurteil, die wildlebenden Weißstörche bedienten sich auf der Storchenstation "am reich gedeckten Tisch". Hilfers trat diesem Vorwurf entschieden entgegen. Er belegte, dass er rationierte Futtermengen dem jeweiligen Horst flugunfähiger Vögel zuordne.

Nordkurier 14.1.2003
http://www.nordkurier.de/lokal/neustrelitz/a__/a.php
Wahrscheinlich sieben bis acht Tiere der vom Aussterben bedrohten Fischotter leben im 7000 Hektar großen Serrahner Teil des Müritz-Nationalparks. Das ergaben Zählungen, die seit 1998 zwei Mal durchgeführt wurden. Die Zahlen seien alarmierend: Während man im Serrahner Nationalparkteil Spuren fand, die auf einen Bestand von acht Tieren hinweisen, mussten im gleichen Gebiet drei tote Fischotter registriert werden.

"Ecoterrorists" introduce pests into wildlife reserves
New Zealand government warned about threatening some of the nation's wildlife sanctuaries by introducing potentially devastating predators.
http://enn.com/news/wire-stories/2003/01/01142003/s_49334.asp

Mad about Madagascar: mesmerized by a mini-continent
In this east African island famed for its spectacular wildlife and terrible roads, an electoral controversy pretty much stopped travel completely. A speedy recovery for the tourism industry will be crucial for the country.
http://enn.com/news/enn-stories/2003/01/01152003/s_49240.asp

New Zealand: Over 100 pilot whales die after stranding
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/19347/story.htm


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Weitere Infos

Erstmalig finden 3 Verteidigungen zu Zoothemen an einem Tage statt.
Prof. Dr. Klaus Eulenberger, Zootierarzt Leipzig
Einladung zu den öffentlichen Verteidigungen im Promotionsverfahren am Freitag, den 17. Januar 2003, 14:00 Uhr im Hörsaal der Klinik für Kleintiere (An den Tierkliniken 21, 04103 Leipzig)
Frau Carola Thomas zum Thema Krankheiten, Fortpflanzung und Immobilisation der Orang-Utans (Pongo pygmaeus) in zoologischen Gärten; aus dem Zoologischen Garten Leipzig
Frau Gaby Neumann zum Thema Bestimmung von Sexualzyklus und Trächtigkeit mit Hilfe des Nachweises von
Gestagenen im Kot von im Zoo gehaltenen Giraffen (Giraffa camelopardalis) und Spitzmaulnashörnern (Diceros bicornis); aus dem Zoologischen Garten Leipzig und dem Veterinär-Physiologisch-Chemischen Institut
Herr Michael Asperger zum Thema Zur Ätiologie und Bekämpfung der Lumpy Jaw Disease bei Kängurus; aus dem Zoologischen Garten Leipzig
Die Verteidigungen finden direkt hintereinander statt. Die Beratung der Kommission schließt sich an. Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie an dieser Veranstaltung teilnehmen könnten.




10 Jahre Berufsverband der Zootierpfleger
Einladung zur Jahreshauptversammlung am Sa., 1.2.2003
im Zoo Frankfurt, 9-19 Uhr, anschließend gemeinsames Abendessen
Fr., 31.1.: ab 19 Uhr Treffen in der Gaststätte Sombrero am 2. Zooeingang
So., 2.2..: 10 Uhr Rundgang durch den Zoo
Anmeldung bis 23.1. bei Carsten Knott: knott@zootierpflege.de
Kosten nicht mitgeteilt


Circus

Tagesspiegel 12.1.2003
Endstation Schweinestall: Zirkuselefant Rani soll sterben
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/12.01.2003/389539.asp
Die Elefantenkuh Rani droht zu sterben. Im Juni hatte sich das 22-jährige Tier im Zirkus „Harlekin“ ein Bein gebrochen. In der Berliner Pferdeklinik Düppel wurde der Bruch geheilt – jetzt vegetiert die Elefantenkuh todkrank im Winterquartier des Zirkus „Harlekin“ in Göritz bei Dessau dahin. Ein um den Bauch geschlungenes und an der Decke befestigtes Seil hält sie. Das Winterlager ist ein Stall in einer ehemaligen Schweinemästerei. Ranis Besitzer, Zirkusdirektor Karl-Heinz Köllner behaupte, das Tier habe Krebs und müsse deshalb eingeschläfert werden. Rani könnte auch jetzt noch gerettet werden, sagen Düsseldorfer Tierschützer. Strafanzeige haben die Tierschützer gegen Zirkusdirektor Karl-Heinz Köllner gestellt. „Animal public“ kämpft darum, dass Rani und Kenia in den Safaripark Gänserndorf in Österreich kommen.

Tagesspiegel 14.1.2003
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/14.01.2003/391707.asp
Die todkranke afrikanische Elefantenkuh "Rani" ist eingeschläfert worden. Die Tierschützer von Animal Public sind der Auffassung, dass Rani hätte gerettet werden können, wenn sie nicht wieder in den Zirkus gekommen wäre, sondern in die österreichische Auffangstation "Safaripark Gänserndorf". Animal Public reichte gegen den Leiter des Veterinäramtes im Kreis Anhalt/Zerbst, Hartmut Knobloch, eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein und erstattete bei der Staatsanwaltschaft Dessau eine Strafanzeige gegen Zirkusdirektor Karl-Heinz Köllner, dem sie vorwerfen, das Tier falsch behandelt zu haben.

Tagesspiegel 13.1.2003
Grüne für Schutz von Zirkustieren
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/13.01.2003/390754.asp
Angesichts des Schicksals der Elefantenkuh Rani wollen die Berliner Grünen gegen Tierquälerei im Zirkus vorgehen. Die Abgeordnete Claudia Hämmerling forderte, Zirkusunternehmen sollten nur dann eine Gastspielgenehmigung für Berlin erhalten, wenn sie nachweisen können, dass sie an ihren bisherigen Standorten die Richtlinien für Tier- und Artenschutz eingehalten haben.

Buch-Tip

Tierwelten Kölner Tierwelten
Der Kölner Zoo gilt als einer der schönsten, modernsten und innovativsten Europas. Dieser Bildband zeigt in hervorragenden Fotografien von Rolf Schlosser Tiere und Anlagen dieses Zoos, dazu kommen informative Hintergrundtexte und Tierportraits auch aus der Feder des Direktors.
Klammann, K. und G. Nogge 2001, 144 Seiten, gebunden, durchgehend farbig illustriert. Wienand Verlag.
z.B. 19,95 Eur bei Amazon


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Ausstellungen

BAD DÜRKHEIM Pfalzmuseum für Naturkunde
LUCHS
bis 30.6.2003
http://www.pfalzmuseum.de/

FREIBURG/FRIBOURG Naturhistorisches Museum
WALE UND DELFINE
bis 19.1.2003
http://www.fr.ch/mhn

FRAUENFELD Naturmuseum
GRÖSSER, STÄRKER, SCHÖNER - Auffallen bei Mensch und Tier
5.4. bis 27.7.2003
http://www.kttg.ch/museen/HTM/natur1.htm

THALLICHTENBERG Urweltmuseum "Geoskop"
TERTIÄRE SEEN - ENSPEL UND MESSEL
bis Sommer 2003


STUTTGART: Staatliches Museum für Naturkunde im Schloß Rosenstein

Erweiterung der Dauerausstellung: DIE NATUR MITTELEUROPAS
http://www.naturkundemuseum-bw.de
Ab 27.2.2003

NEUBURG A.D.DONAU Biohistoricum 
VON DER UTOPIE DES ZÜCHTERS - Methoden, Praxis und Ziele
bis 27.4.2003
http://www.neusob.de/biohistoricum/

WUPPERTAL Fuhlrott-Museum
PARASITEN - LEBEN UND LEBEN LASSEN
bis 31.3.2003
http://www.fuhlrott-museum.de

HANN. MÜNDEN Städtisches Museum im Welfenschloß:
DAS HEIMLICHE LEBEN DER WASCHBÄREN
Ausstellung mit Bildern des Tierfotografen Ingo Bartussek
9.3. bis 18.5.2003
http://www.hann.muenden.de/kultur/museum/

BALJE Natureum Niederelbe 
LEBENDE SCHLANGEN 
Ab 1.3.2003 
http://www.natureum-niederelbe.de/

BERLIN Museum für Naturkunde 
NATURFOTOS DES JAHRES 
bis 2.3.2003 
http://www.museum.hu-berlin.de

Naturkunde-Museum Wiesbaden
IM REICH DER BISONJÄGER Nordamerikas Tierwelt und seine Ureinwohner
bis 29.6.2003
http://www.nws-wiesbaden.de/amerika/index.html

REGENSBURG Naturkundemuseum Ostbayern: 
DAHEIM AN BACH UND FLUß Der Fischotter im Bayerischen Wald 
bis 30.3.2003 
http://www.regensburg.de/museumsportal/museen/naturkunde_museum.html

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TV-Tipps

Do, 16.01.2003, 20:00, 21:00, SF1, Dschungelzauber, Geheimnisvolle Inseln im Urwald Afrikas
Do, 16.01.2003, 20:15, 20:45, ARTE, Ein Jahr im Zoo (4/5), Manche mögen's wild, Doku-Soap, F 2002, Zoo Doué-la-Fontaine
Fr, 17.01.2003, 15:55 - 16:00, ORB, Tiere, die es einmal gab: Der Wellenläufer von Guadalupe
Fr, 17.01.2003, 16:15 - 17:00, WDR, Wildes Indien - Beobachtungen im Nagarahole-Nationalpark
Fr, 17.01.2003, 17:15 - 18:00, HR, Gifitige Lebensretter, Hilfe für Australiens Tierwelt
Fr, 17.01.2003, 20:15, 20:45, ARTE, Ein Jahr im Zoo (5/5), Manche mögen's wild, Doku-Soap, F 2002, Zoo Doué-la-Fontaine
Sa., 18.01.2003, 18:30 - 19:00, 3sat, Pandas - Im Land des schlafenden Drachen
Sa., 18.01.2003, 10:30 - 11:00, B-alpha, Zoo & Co., Der Eisfuchs in der Arche
Sa., 18.01.2003, 17:55 - 18:30, VOX, tierzeit: Die letzten Wölfe Afrikas - Äthiopischer Wolf
Sa., 18.01.2003, 21:35, 22:05, ORB, Habari Serengeti, 1. Rhinos in Not?
So., 19.01.2003, 13:30 - 14:15, N3, Länder - Menschen - Tiere, Bären - gefürchtet und geliebt

So., 19.01.2003, 14:15 - 15:00, ORF2, Universum, Der Fluss der Hippos
So., 19.01.2003, 18:30 - 19:00, ZDF, Wilde Tiere in der Stadt!, Wenn Wildsäue, Bären oder Füchse häuslich werden
Mo., 20.01.2003, 15:55 - 16:00, ORB, Tiere, die es einmal gab: Das Zwergflußpferd vom Nigerdelta

Mo., 20.01.2003, 16:15 - 17:00, ZDF, Wunderbare Welt, Im Würgegriff der Anakonda
Di., 21.01.2003, 14:30 - 15:00, HR, Wale und Menschen (4), Gestrandete Attraktionen:, Museumsstück und Sondermüll

Di., 21.01.2003, 20:15, 21:05, ORF2, Universum, Heißblütig! - Die Natur der Säugetiere, 2. Folge: Insekten-Jäger
Di., 21.01.2003, 15:55 - 16:00, ORB, Tiere, die es einmal gab: Der Taggecko von Rodriguez
Di., 21.01.2003, 16:35 - 17:00, BR, Felix und die wilden Tiere, Dem Schneeleopard auf der Spur

Mi, 22.01.2003, 16:30 - 17:15, 3sat, Waisenhaus im Busch - Schimpansen in Sambia
Mi, 22.01.2003, 21:15, 22:00, HR, Länder - Menschen - Abenteuer, Hai-Life im Pott, Der große Fisch-Treck - SeaLife Dortmund
Mi, 22.01.2003, 15:55 - 16:00, ORB, Tiere, die es einmal gab: Der Gelbbürzel-Mamo
Mi, 22.01.2003, 16:35 - 17:00, BR, Felix und die wilden Tiere, Die letzten Löwen Asiens
Do, 23.01.2003, 15:00 - 16:00, 3sat, NetzNatur: Schnecken oder die Entdeckung der Langsamkeit



ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm


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